Pilz-Ticker
Mach mit! Welche Pilze wachsen gerade in welchen Waldgebieten?

Was ist der Pilz-Ticker?Wo gibt es zur Zeit welche Speisepilze? Was darf ich erwarten? Lohnt es sich überhaupt rauszugehen? Der Ticker will zeigen, in welchen Waldgebieten Du ganz aktuell mit welchen Funden rechnen darfst.
Tipp!
„Grundkurs Pilzbestimmung“ ist ein Einsteiger- und Aufbau-Buch.  Hier lernst Du, wie man Pilze nach Baumvorkommen findet - die gründliche Schule mit effektiver Suche von Anfang an!
Mach mit!Natürlich sollst Du Deine Pilzstellen nicht preisgeben. Du brauchst hier keinen Wald beim Namen zu nennen, der Dir seit Jahren zuverlässig Deine Pilze liefert. Nichts, was Deine Ernte gefährden könnte.
Mach mit! Trag' dazu bei, einen aktuellen Überblick zum Wachstum der Pilze zu geben.
Es reicht völlig, wenn Du das große Waldgebiet oder den Landkreis nennst, in dem Du fündig geworden bist. Zum Beispiel: "Steinpilze, Riesenboviste, Pfifferlinge südl. Taunus". Oder "Steinpilze, Maronenröhrlinge, Parasolpilze, Reherl im Landkreis Freyung-Grafenau, Bayerischer Wald". Wenn Du möchtest, kannst Du natürlich auch gerne etwas hinzufügen. Vielleicht, was Du am meisten gefunden hast oder wo. Etwa: "Mischwald", "Laubwald" oder "Nadelwald". Schön wären auch einige Stichworte zum Wetter der letzten Tage.
Der Ticker-Service wird je nach Eingang von Pilznachrichten fortlaufend aktualisiert
Was zeichnet einen richtig guten Pilzkorb aus?
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www.passion-pilze-sammeln.com wünscht allen Pilzfreunden ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr
Am 18. Dezember: Herrliche Austernseitlinge aus winterlichen Wäldern in Nordbrandenburg

Diese überaus prächtigen Austernseitlinge hat Pilzfreund Manfred am 18. Dezember im Norden Brandenburgs gefunden. "Sie sind von ausgezeichneter Qualität", freute sich der Glückliche. Und vermutet: "Anscheinend haben die wenigen Tage mit niedrigen Temperaturen ausgereicht, um sie fruchten zu lassen. Ich habe heute einen großen Korb voll nach Hause bringen können." Wir freuen uns mit über diesen wirklich herrlichen Fund - nicht zuletzt deshalb, weil damit eine traditionsreiche deutsche Tischgewohnheit aufrecht erhalten wird: Für unsere Groß- und Urgroßeltern waren Austernpilze zur Weihnacht oft noch der einzige wahre Leckerbissen, den sie frisch aus den Wäldern auf den Tisch holten. Glückwunsch, Manfred! (Foto: Pilzfreund Manfred)

Hurra, die Steinpilze sind da! Pilzfreund Andy aus Baden-Württemberg findet seit Wochen Steinpilze - und es nimmt kein Ende! Dieses Prachtexemplar hat er, man höre und staune, am 14. November aufgestöbert. Siehe auch Pilz-Ticker Baden-Württemberg weiter unten. (Foto: Pilzfreund Andy)

Schöne Ernte von Lilastiel-Rötelritterlingen (Lepista saeva). Sie sind viel seltener als Violette Rötelritterlinge (Lepista nuda) und erfreuen uns mit nussig-mildem Wohlgeschmack. Bei ihnen ist nur der Stiel violett - eine herrlich leuchtende Farbe, die unseren Pilzkorb herbstlich schmückt. Entdeckt am 4. November 2011 auf öffentlicher Grünfläche in Leipzig-Connewitz.

So sehen Lilastiel-Rötelritterlinge von oben aus: Die Hüte sind kräftig sahneweiß, aschgrau, ockergrau oder graubraun. Die Lamellen sind blassocker, gedrängt und breit. Das markante Merkmal sind die violetten Stiele. Die Pilze wachsen auch in Parks und Gärten und bei Kompostanlagen. Sie sind klassische Spätherbstvertreter.

Im Vergleich: Violette Rötelritterlinge. Sie sind durchgehend fliederfarben; der Hut anfangs fast leuchtend. Später wird er rotbräunlich. Violette sind weit häufiger als Lilastiel-Rötelritterlinge. Im Gegensatz zum nussig-mild schmeckenden Lilastiel-Rötelritterling schmecken die Violetten R. süßlich. Nicht wenige Pilzsammler mögen dies - für sie sind junge Exemplare erstklassige Pilze zum Einlegen.

Die köstlichen Frostraslinge sind da! Sie sind typische Spätherbstpilze, die zur Fruktifizierung auch Bodenfröste vertragen. Die hatte es in Sachsen mit bis zu minus drei Grad um den 23. bis 26. Oktober herum gegeben. Dieses Nest fand ich am 30. Oktober unter einer etwa drei Meter hohen jungen Kiefer - siehe die Nadeln - am Rande des Nimbschener Klosterwaldes in der Nähe von Grimma (Sachsen). Die Pilze wachsen stets büschelig und sind von gummiartiger bis zu knorpeliger Konsistenz. Sie sind somit rustikale Pilze für die Pfanne, sehr wohlschmeckend. In ihrem Aussehen erinnern Frostraslinge an (Ess-)Kastanien.
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