Pilz-Ticker-Niedersachsen



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Endlich volle Steinpilzkörbe für Klaus, doch die Wildschweine im Hainberg trübten die Freude


Foto: Klaus und seine Frau haben die Körbe im Hainberg endlich einmal richtig gut mit Steinpilzen gefüllt. Lange haben sie darauf in diesem Jahr warten müssen. Doch Klaus' Frau wird das pilzstarke Waldgebiet zukünftig meiden. An die 30 Wildschweine in nur zehn Metern Entfernung waren zu viel. (Foto © Klaus)

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Klaus schreibt am 19. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern waren meine Frau und ich im Bereich Jägerhaus im Hainberg unterwegs. Das ist ein bis zu 299 Meter hoher Höhenzug des Niedersächsischen Berglandes, der sich über die Landkreise Hildesheim, Goslar und Wolfenbüttel erstreckt.

Wir waren in einem abgelegenen Bereich, der zu Wolfenbüttel gehört. Wir konnten erkennen, dass dort schon länger kein Sammler auf Pilzsuche war. Innerhalb einer Stunde fanden wir die schönen Steinpilze, die auf dem Foto zu sehen sind. Einige weitere waren bereits überständig.

Höhepunkt unserer Pilztour waren dann jedoch zwei Rotten mit jeweils ca. 15 Wildschweinen. Sie liefen ungefähr 10 Meter vor meiner Ehefrau über den Waldweg. Ich selbst war zu dem Zeitpunkt etwas tiefer in der Schonung und habe nur den Warnschrei einer Krähe gehört.

Meine Frau kommt in diesen Bereich nicht mehr mit. Sie hatte Angst und möchte so etwas nicht noch einmal erleben.

Morgen gehe ich mit zwei weiteren Pilzsammlern dort noch einmal zur Nachlese!

Gruß Klaus«

Hallo Klaus,

ich habe genau das Gleiche mit gut 15 Wildschweinen einmal im Sauerland erlebt. Wenn so eine Rotte durch die Schonung bricht, hört sich das an, als würde ein Panzer durchpreschen. Und einmal stand ich in einem riesigen Waldgebiet im Landkreis Tuttlingen (Schwarzwald) bei meinem Morgenlauf Auge in Auge einer ausgewachsenen Bache in höchstens 8 Metern Entfernung vis-à-vis. Da werden die Knie butterweich.

Ein Tierpfleger aus dem Tierpark Senftenberg (Brandenburg), der für die Bären und Wölfe zuständig war, erzählte mir einmal, er habe keine Angst vor Bären und Wölfen. Angst habe er allein vor Wildschweinen. Wenn die angreifen, auch einzeln, ist der Spaß vorbei. Übrigens brandaktuell nachzulesen hier.

Deshalb kann ich Deine Frau sehr gut verstehen!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm





Kati sucht Kontakte zu Pilzsammlern zwischen Göhrde, Lüneburger Wäldern und Amt Neuhaus

Kati fragt:

»Moin liebe Pilzticker-Freunde,

gibt es jemanden unter Euch, der zwischen Göhrde, Lüneburger Forstgebiete und Amt Neuhaus Pilze in Wäldern sammelt, die leicht zugänglich sind?«

E-mail: schick.d[ätt]t-online.de

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Ein maues Ergebnis, doch die Region Hannover soll Wochenendregen bekommen


Foto: Es sieht recht mau aus momentan in den Wäldern in der Region Hannover. Für das Wochenende wird aber Regen vorhergesagt. Da könnte noch was gehen, hofft sicher nicht nur Uwe. Den zwei Buckeltäublingen (Mitte oben), sollte man übrigens die Huthaut abziehen, sie enthält einen Farbstoff, der recht unangenehm violett in (helle) Soßen färbt. (Foto © Uwe)

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Uwe schreibt am 18. Oktober 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

ich war zur Abwechslung mal nicht in Berkhof, sondern zuhause in Hannover im Misburger Wald unterwegs.

Finden ließen sich ein paar Maronen, Flaschenstäublinge, Reizker, ein Blaugrauer Reiftäubling, zwei Buckeltäublinge und einige Lila Lacktrichterlinge.

In der Region in und um Hannover sieht es zur Zeit mau aus. Ich hoffe, dass nach dem fürs Wochenende angekündigten Regen die Pilze noch mal Lust kriegen.

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«





Hannover: Die ersten Samtfußrüblinge sind da!


Foto: Die ersten Samtfußrüblinge sind da, und zwar in Hannover. Aus Berlin hatte es von Pilzfreundin Sabine schon am 16. Oktober eine erste Meldung über ihr Erscheinen gegeben. Damit sind die ersten typischen Winterpilze da. Sind es nicht kleine Wintersonnen, wie ich sie gerne nenne? (Foto © Gisela)

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Gisela schreibt am 18. Oktober 2017:

»Die ersten Samtfußrüblinge sind da. Und das bei +20°C am 17. Oktober, und zwar in der Eilenriede in Hannover. Einige waren sogar schon überständig.

Gisela«





Der Gabentisch im Deister war reich gedeckt - und zum Abschluss gab es einen riesigen Steinpilz


Matthias schreibt am 15. Oktober 2017:

»Bei wunderschönem goldenen Oktoberwetter ging es wieder in den Deister.

Die Leistlinge zeigten sich von ihrer besten Seite. Es ist ein unglaubliches Jahr. Sie standen wirklich in Massen, was ich so bisher nur aus Schweden kannte. Die letzten Herbstrompeten gesellten sich auch noch dazu.

Lediglich die erhofften Steinpilze wollen nicht mehr so richtig. Aber ein stattliches Exemplar durfte sich dann doch noch für ein Foto hübsch machen (Foto rechts).

Ein runder Ausflug war es, der sehr viel Spaß gemacht hat.

Liebe Grüße, Matthias«

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Foto rechts: Wie ein Foto zum Erntedank mutet das herrliche Motiv mit zwei randvoll mit Trompetenpfifferlingen gefüllten Körben sowie mit zwei Stoffbeuteln an, in denen sich Herbsttrompeten (links) und Mischpilze (rechts) befinden.

Auf einem Buchenbaumstumpf, der wie ein Gabentisch wirkt, präsentiert Matthias seinen tollen Fund und gönnt uns einen Blick in den herrlichen Rotbuchenwald. Dort spielen Licht und Schatten lebhaft miteinander und wir ahnen, dass der laubbedeckte Boden der Fundort der Pilzköstlichkeiten war.








Foto rechts: Und hier noch einmal der Einzelkorb mit Gelbstieligen Trompetenpfifferlingen und einer Marone - oder einem Hasenröhrling(?) - obendrauf, der bis zum Überlaufen gefüllt ist. Wer soll all das nur aus dem Wald schleppen?

(3 Fotos © Matthias/Privat)

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Helga aus Cloppenburg sucht Pilzsammler

»Hallo,

ich suche Pilzsammler, die bereit sind, mich mal mitzunehmen, um mir auch den einen oder anderen unbekannten Pilz zu erklären. Ich wohne in Cloppenburg, bin motorisiert und habe am besten während der Woche Zeit.

Vielen Dank, Helga«

helgaf[ätt]gmx.de

(15. Oktober 2017)


Waldpilze für die Tante und Angelikas Vorfreude auf die warmen Pilztage

Angelika schreibt am 13. Oktober 2017:

»Mein heutiger Fund in den Wäldern um Pente bei Bramsche: Maronen, Birkenpilze und einige Ziegenlippen. Ich habe die Pilze an meine Tante verschenkt. Sie isst gerne Waldpilze, hat aber Angst, selbst im Wald zu suchen, da sie nach einem Zeckenbiss bei der Gartenarbeit eine Borreliose hatte.

Die Wälder in der Region Wallenhorst sehen ziemlich wüst aus. Nach weiteren Stürmen sind noch mehr große Bäume entwurzelt, nicht nur Tannen und Fichten, sondern auch sehr viele Buchen.

Das Pilzwachstum ist mäßig. Es hat zwar viel geregnet, aber es war auch kühl. Bis Dienstag, 17. Oktober, sind Temperaturen von 20-22 Grad angesagt. Ich denke, dann werden die Pilze sprichwörtlich aus dem Boden schießen.

Grüße aus Wallenhorst, Angelika«

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Erneut schöne Maronen für Thomas bei Lingen/Ems


Foto: Sie scheinen beste Qualität zu haben, die schönen Maronen, die Thomas mit seinem Sohn gefunden hat. (Foto © Thomas)

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Thomas schreibt am 13. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

mein 18jähriger Sohn und ich waren heute in der Nähe von Lingen/Ems nach Pilzen schauen. Dabei fanden wir die schönen Maronen auf dem Foto.

Gruß Thomas«





Peters Täublingssportplatzwiese lässt es vor Röhrlingen nur so krachen


Foto: Bei seinem heutigen Nachmittagsgang hat Peter in einer Aue bei Schwanewede, Bremen-Nord, erstmals Mönchsköpfe - im Vordergrund ein besonders schönes Exemplar - gefunden. Auf seiner Täublingssportplatzwiese war er auch noch einmal und fand - im Fußballtor - einen Parasol »mit gutem Stellungsspiel«, wie er schreibt.

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Peter schreibt am 12. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nach der Pilzschwemme in den letzten beiden Wochen ist es etwas ruhiger geworden. Also haben wir uns jetzt auf Esskastanien umorientiert, denn bei uns, also nördlich von Bremen, geht die Ernte jetzt los.

Auf dem Rückweg über meine ertragreiche Täublingssportplatzwiese sah ich in einem Vorgarten komische große Steine. Bei näherer Betrachtung waren dies aber riesige Steinpilze, Flockenstieliger Hexenröhrling, Büschelige Raslinge und viele Gelbe Steinpilze - oder Fahle Röhrlinge (unteres Foto). Was meinst Du?

Ich werde vielleicht morgen noch einmal dort vorbeifahren, um ein Foto vom Garten nebst Pilzleben zu machen. Derzeit wird es aber anstrengend. Die schönsten Herbstgaben sind da: Pilze, Esskastanien und Kürbisse. Nur die Quitten sind bei uns nach meinem Eindruck ausgeblieben.

Lieben Gruß, Peter«

(3 Fotos © Peter)

Lieber Peter,

die mutmaßlich Gelben Steinpilze halte ich für Wurzelnde Bitterröhrlinge. Ihre Merkmale (Blauen der Röhren und heftiges Blauen des Fleisches, feines gelbbraunes Netz, erkennbar im vergrößerten Bild) treffen hier uneingeschränkt zu. Vor allem der markante zugespitzte Wurzelansatz ist unverkennbar.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

Blau = ungenießbar

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Petras und Uwes Tipps: Pilzbutter und Pilzöl aus Trockenpilzen


Uwe schreibt am 11. Oktober 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

zur Zeit macht es einfach nur Spaß, in die Wälder zu gehen. Am Wochenende war ich wieder in Berkhof (Wedemark, Raum Hannover) unterwegs. Am Ende meines schönen Pilzganges war der Korb - wieder einmal - gut gefüllt.

Jede Menge der schönsten Maronen, Sandröhrlinge, Perlpilze, verschiedene Täublinge, Butterpilze, Goldröhrlinge, zwei Birkenpilze, die schönsten Edelreizker und sogar - in diesem Wald eher selten zu finden - zwei Pfifferlinge hatten ihren Platz darin gefunden.Zu sehen ist die gesamte Gesellschaft auf dem Foto rechts.

Das gab wieder mal ein leckeres Abendbrot für meine Frau und mich. Und der Rest kam erneut ins Dörrgerät für Trockenpilze und Pilzpulver.

Meine Frau experimentiert gerade, was man alles aus Trockenpilzen und Pilzpulver machen kann. Dazu zwei Tipps:

  • Pilzbutter (eine super Alternative zu Kräuterbutter)
  • Pilzöl (Olivenöl mit Pilzpulver ein paar Tage ziehen lassen, dabei regelmäßig schütteln. Dann durch ein feines Tuch sieben - fertig)

Bis zum nächsten Mal!

Liebe Grüße aus Hannover von Uwe & Petra«

(Foto © Uwe)

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Wie eine wunderschöne Koralle, und das in der Eilenriede


Foto: Unter den drei Stachelbärten - Igel-, Dorniger und Ästiger - ist der Ästige Stachelbart wohl der bizarrste. Er mutet an wie eine Waldkoralle. Man findet ihn fast ausschließlich an toten Rotbuchen im weit fortgeschrittenen Zustand des Vergehens.

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Gisela schreibt amm 10. Oktober 2017:

»Hallo, Heinz-Wilhelm,

während einer kurzen Radtour durch die Eilenriede einige Tage nach dem Sturm habe ich an einem liegenden toten Buchenstamm eine filigrane Schönheit entdeckt. Beide Seiten des Stammes  sind großflächig mit einem verästelten Pilz bedeckt. So etwas hatte ich noch nie gesehen.

Weil gestern im hiesigen Schulbiologiezentrum eine Pilzberatung stattfand, legte ich dort ein Stück des Pilzes vor. Ich erfuhr, dass es sich um den Ästigen Stachelbart handelt. Eine kleine Menge bereitete ich als Kostprobe zu. In Butter gebraten mit einem Hauch Salz war der Stachelbart köstlich.

Viele Grüße von Gisela«


Foto: Beinahe wie versteinert wirkt dieser Teil des Ästigen Stachelbartes. Diese Pilze sind wirklich bizarre Schönheiten. (2 Fotos © Gisela)


Bei Bramsche: Unglaublich, der Waldboden war mit Maronen übersät

Angelika schreibt am 30. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,

am Freitagnachmittag ab 15 Uhr war ich in den Wäldern bei Pente, einem Ortsteil von Bramche, unterwegs. Das ansehnliche Ergebnis war ein großer Korb voller Waldpilze.

Es war unglaublich: Massenweise standen die Maronen. Der Waldboden war regelrecht mit Pilzen übersät. Außerdem habe ich Semmelstoppelpilze, Goldröhrlinge, Butterpilze und Rotfußröhrlinge gefunden.

Die größeren Maronen hätte ich aber besser stehen lassen sollen, weil sie durchweg wurmstichig waren. Kleine Exemplare sind hingegen einwandfrei. Zum Kauf eines Dörrautomaten habe ich mich noch nicht entschlossen. Also habe ich die Pilze zweiter Wahl  noch am Freitagabend verarbeitet.

Die einwandfreien festen Pilze haben die Nacht in Schüsseln im Kühlschrank verbracht und werden gleich zum Einlegen und für das Mittagessen zubereitet.

Grüße aus Wallenhorst, Angelika«

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Soltau, Rotenburg/Wümme: Matthias freut sich über ein endlich mal wieder richtig gutes Pilzjahr

Matthias schreibt am 27. September 2017:

»Moin!

Heute Mittag habe ich innerhalb einer Dreiviertelstunde einen ganzen Korb voller Pilze gesammelt, insgesamt rund 3,5 Kilo.

Dabei handelt es sich, abgesehen von zwei kleineren Steinpilzen, ausnahmslos um Maronen. Es lohnt sich, regelmäßig gucken zu gehen, denn wir haben anscheinend endlich mal wieder ein richtig gutes Pilzjahr.

Gerade die letzten Tage - eher feucht, gelegentlich mal etwas Sonne, auch nachts nie zu kalt - haben nochmal einen ordentlichen Wachstumsschub gebracht.

Ich hoffe, die Entwicklung bleibt noch für ein paar Wochen so, denn wir haben ja gerade mal erst September. Da geht bestimmt noch was!

Fundort war eine meiner oft sehr ergiebigen Lieblingsstellen, nämlich ein größeres Waldstück direkt an der B71 zwischen Soltau und Rotenburg/Wümme«

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Hannover: Das Goldröhrlings-Beet unter dem Balkon lässt Gisela nicht im Stich

Foto: Viele Kuhröhrlinge und andere Pilzköstlichkeiten fand Gisela im Bissendorfer Moor. Auch ein Fußball-Fliegenpilz im Aussehen wie zu Uwe Seelers Zeiten  wartete auf sie. (2 Fotos © Gisela)

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Gisela schreibt am 25. September 2017:

»Hallo, Heinz-Wilhelm,

meine herbstliche Samstagsnachmittagsradtour führte mich zunächst über das Brachgelände, wo ich einen »Fliegenpilz mit Fußballmuster« sah (Foto rechts). Angesichts der großen Menge von Fliegenpilzen dort wünschte ich mir schon mehrmals, sie in Steinpilze verwandeln zu können.

Auf dem zum Bissendorfer Moor führenden Weg entdeckte ich an einer Grabenböschung zwei frische Espenrotkappen, später noch Pilze, die ich für Frauentäublinge hielt, jedoch beim Putzen am Abend entschied, diese Exemplare nicht zu essen, weil ihre Lamellen mir nicht elastisch genug waren. Bei Täublingen bin ich nicht sicher.

Mich dem Moor nähernd, fand ich am Wegesrand viele Kuhröhrlinge und einen kleinen Birkenpilz, auf dem Heimweg dann noch ein paar Rotfußröhlinge und zwei Schopftintlinge.

Außerdem sah ich am Sonntagmorgen beim Blick von meinem Balkon die ersten frischen Goldröhrlinge auf der Wiese bei den Lärchen. Im letzten Jahr fanden hier umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt. Baumaterial wurde auf der Wiese gelagert, und die Goldröhrlinge ließen sich nicht blicken.

Es ist erfreulich, dass sich das Myzelium regeneriert hat. Daher kann ich mich nun wieder auf besonders frische Pilzmahlzeiten freuen: vom Balkon aus sehen, rausgehen, holen, zubereiten, essen.

Viele Grüße von Gisela«

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Berkhof/Wedemark: Uwes Dörrautomat läuft für Trockenpilze und Pilzpulver


Foto: Die Maronen - wie diese drei - wuchsen so massenhaft, dass Uwe aufpassen musste, sie nicht zu zertreten. (Foto © Uwe)

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Uwe schreibt am 24. September 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute war ich wie angekündigt trotz Dauerregens wieder in meinem Lieblingswald bei Berkhof (Wedemark).

Die Maronen sind jetzt mehr als reichlich vorhanden. Ich musste stellenweise aufpassen, nicht auf sie zu treten.

Zudem fand ich jede Menge Butterpilze, schöne Goldröhrlinge, einen Birkenpilz, und meine geliebten Edelreizker. Davon gab es ein leckeres Abendessen und der Rest kam in das Dörrgerät, um schöne Trockenpilze und Pilzpulver daraus zu gewinnen.

Ich freue mich schon auf meine nächste Tour!

Bis dahin viele Grüße von Uwe aus Hannover«


Lingen: Die freundlichen Jäger gaben Thomas und Mitsammlern einen Pilztipp


Thomas schreibt am 24. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren heute bereits um 9 Uhr im Wald in der Nähe von Lingen und haben exakt 2.756, 45 Gramm Maronen gesammelt. Und das auch dank einiger netter Järger, die uns einen Tipp gegeben haben. So wurde es ein super Waldgang!

Nun sind wir - Brüderchen, Schwägerin und ich - dabei, die Pilze  zu putzen.

Gruß aus Lingen, Thomas«

(Foto © Thomas)

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Bramsche: Der polnische Pilzsammler schwärmte von Sauerkraut mit Trockenpilzen


Foto: Klein geschnippelt werden Angelikas Pilze erst heute Morgen. Sie mussten eine Nacht lang im Kühlschrank bibbern. (Foto © Angelika)

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Angelika schreibt am 23. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,

trotz heftigen Schnupfens war ich heute zweieinhalb Stunden in den Wäldern der Region Pente bei Bramsche unterwegs.

Das Ergebnis waren Maronen, Semmelstoppelpilze, Goldröhrlinge und viele Hohlfuß-Röhrlinge. Die Semmelstoppelpilze habe ich – eigentlich  auf der Suche nach Steinpilzen - im Buchenwald gefunden.  

Ich habe es heute erstmals geschafft, meine Ausbeute noch bei Tageslicht auf dem Terrassentisch zu fotografieren. Die Pilze müssen die Nacht im Kühlschrank verbringen, da ich erst Sonntagmorgen Zeit und Lust  für die weitere Verarbeitung haben werde. Hoffentlich.

Beim heutigen Pilzgang habe ich - erneut - einen polnischen »Pilzkollegen« getroffen, der mir seinen Fund zeigte. Er hatte zwei wirklich riesige Steinpilze von je etwa einem Kilo, einige kleinere Steinpilze, Maronen, diverse andere Röhrlinge und Lamellenpilze, die ich nicht kenne.

Er trocknet seine Funde und gab mir dann noch schwärmend einige Rezeptideen, zum Beispiel Sauerkraut mit getrockneten Pilzen.  Die Geschmäcker sind halt verschieden.

Grüße aus Wallenhorst,  Angelika«


Viele Hallimasch bei Torfhaus, leider auch schon viele verwurmte


Gerhard schreibt am 22. September 2017:

»Hallo liebe Pilzfreunde,

ich habe heute eine reichhaltige Ernte von Hallimasch gemacht, und zwar bei Torfhaus im Oberharz. Leider waren viele bereits verwurmt, auch junge, so dass ich sie »gesund« schneiden musste. Hinzu kamen noch einige Lila Lacktrichterlinge. Ein Waldausflug, der sich gelohnt hat!«

(Foto © Gerhard)

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Burgwedel: Die zwei Steinpilzriesen kamen mit, die drei Hasenröhrlinge blieben im Wald


Foto: Die zwei großen Steinpilze machten den gesamten gefundenen Rest zu Pilzknirpsen.

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Uwe schreibt am 22. September 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

war heute nochmal im Wald bei Fuhrberg/Burgwedel und hatte drei tolle Erlebnisse.

Zum einen hatte ich eine Begegnung mit zwei noch schön festen riesigen Steinpilzen. Dann kam ich an einer großen Lärche am Weg vorbei. Im Graben davor standen auf nur ca 5-6 m Länge an die 30 Goldröhrlinge. Etwa die Hälfte war leider schon überständig. Aber 13 schöne blieben über.

Und dann sah ich drei der eher seltenen Hasenröhrlinge (Zimtröhrlinge) beieinander stehen. Sie kommen hier zwar ab und an vor, doch eher als Einzelexemplare. Das musste natürlich aufs Foto.

Zudem fand ich einige Täublinge, Maronen, schöne Butterpilze, Sandröhrlinge, Perlpilze, Schopftintlinge, einen Zwerg von Pfifferling und einen Birkenpilz.

Am Sonntag geht es wieder nach Berkhof.

Bis dahin liebe Grüße von Uwe aus Hannover«


Foto: Hasenröhrlinge mit ihrem markant braunen Stiel und den im jungen Zustand weißen Röhren sollte man eher nicht sammeln. Aus Gründen des Naturschutzes und weil sie eine Tendenz haben, Magen- und Darmbeschwerden hervorzurufen. (2 Fotos © Uwe)


Jetzt geht's auch im Deister mit den Steinpilzen los - aber auch das Schwarzwild liegt auf der Lauer


Matthias schreibt am 22. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

jetzt geht es im Deister allmählich los. Die ersten Steinpilze zeigen sich und sehr schöne knackige Maronen.

Sogar an meiner Herbsttrompetenstelle konnte ich erneut fündig werden. Eine Wildschweinrotte muss in der Nacht aktiv gewesen sein; jedenfalls lagen sie da, die schönen frischen Trompeten. Sie hatten sich zwar unter dem Laub versteckt, aber das Borstenvieh war ihnen trotzdem auf die Schliche gekommen.

Auch Trompetenpfifferlinge gedeihen noch und an einer Stelle leuchteten richtig große Pfifferlinge. So konnte ich einen herrlichen Pilzkorb zusammenstellen (Foto rechts).

Ich bin gespannt, was die nächsten warmen Tage bringen werden.

Liebe Grüße, Matthias«

(Foto © Matthias)

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Gerti staunte über die vielen schönen Rotkappen und die  seltenen Pfifferlinge


Foto: Viele Rotkappen wie diese zwei schönen Exemplare hat Gerti nördlich Celle gefunden. Jetzt fehlen nur noch die Steinpilze. (Foto © Gerti)

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Gerti schreibt am 21. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wie schön, dass es den Pilzticker gibt, so erübrigt sich der Besuch des Wochenmarktes, um sich dort über das aktuelle Pilzvorkommen zu informieren.

Heute war ich erstmals wieder an unserer Steinpilzstelle nördlich von Celle. Keinen einzigen Steinpilz habe ich dort gefunden, dafür aber jede Menge Rotkappen und sogar einige Pfifferlinge. Damit hätte ich am wenigsten gerechnet!

Voller Vorfreude auf den nächsten Pilzausflug grüßt Gerti«


Eine herrliche Mischpilzpfanne aus den Wäldern bei Burgwedel für Uwe


Foto: Einen Korb mit schönen Mischpilzen konnte Uwe aus Wäldern nahe Burgwedel nach Hause bringen. Auch Sandröhrlinge und Schopftintlinge waren dabei. Herz, was willst Du mehr?! (Foto © Uwe)

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Uwe schreibt am 21. September 2017:

»Hallo liebe Pilzfreunde,

heute war ich zum Feierabend noch eine kleine Runde Waldwege abgehen bei Fuhrberg.

Ein schönes Mischpilzabendessen kam dabei heraus. So fand ich neben drei knackigen Maronen, einen Hohlfußröhrling, Ziegenlippe, ein paar Pfifferlinge, zwei Graublaue Reiftäublinge, Edelreizker, Kuhröhrlinge, zwei Sandröhrlinge, Butterpilze,
Flaschenstäublinge, Birkenpilze, zwei Schopftintlinge und vier schöne Steinpilze.

Am Sonntag werde ich mein Glück wieder in Berkhof versuchen.

Gruß von Uwe aus Hannover«


Lingen: Beste Maronen für Thomas und die Vorfreude aufs Pilzwochenende


Foto: Thomas ist's zufrieden. Die Maronen waren zahlreich und von Topqualität - und er freut sich auf das Pilzwochenende. (Foto © Thomas)

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Thomas schreibt am 21. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

Ich war heute in der Region Lingen im Wald. Da ich erst nach Feierabend los konnte, war es im Wald schon ziemlich dunkel. Dennoch habe ich viele Maronen in Topqualität gefunden.

Ich hoffe, das das Wochenende noch erfolgreicher wird.

Gruß Thomas«


Lüchow-Dannenberg: Ein ganzer Korb voll Pilze, und zwei »Schafmeiler« obendrauf


Daniela schreibt am 21.September 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich verfolge deine Seite schon lange mit Begeisterung. Erst in NRW, dann in Baden-Württemberg und jetzt in Niedersachsen.

Dort wohnen wir im Landkreis Lüchow-Dannenberg und es gibt den ersten schönen Pilzfund. Steinpilze, Birkenpilze, Maronen und zwei  ausgewachsene Sandröhrlinge, die auf dem Foto unten rechts zu sehen sind.

Liebe Grüße Danni«

(Foto © Danni)

Hallo Danni,

vielen Dank für Deine Nachricht. Hervorzuheben sind die zwei Sandröhrlinge; sie treten dieses Jahr nur sporadisch auf. Das letzte große Jahr der Sandröhrlinge, die im Vogtland volkstümlich »Schafmeiler« (»Schafmäuler«) genannt werden, war 2013.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Mittellandkanal: Die Schopftintlinge trotzen den Bauarbeiten und kommen wieder


Foto: Die köstlichen Schopftintlinge (links), die Gisela an ihrem »Beet« gefunden hat, machen sich in diesem Jahr rar. Nur zählbar wenige Funde wurden bislang gemeldet. Die Birkenpilze (rechts) hingegen wachsen munter wie eh und je. (Foto © Gisela)

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Gisela schreibt am 20. September 2017:

»Hallo, Heinz-Wilhelm,

im vergangenen Herbst wurde seitens des Wasser- und Schifffahrtsamtes der Bereich am Mittellandkanal, an dem regelmäßig Massen von Schopftintlingen zu finden waren, radikal mit schwerem Gerät bearbeitet. Ich dachte nicht, dass nach diesem rigorosen Eingriff in ihren Lebensraum noch Pilze wachsen würden.

Um so erfreuter war ich, als ich gestern reichlich frische Schopftintlinge an dieser Stelle entdeckte. Später fand ich im Mecklenheider Forst einige Birkenpilze. Auch von denen, die äußerlich nicht so knackig aussahen, blieb nach dem Putzen noch genug in guter Qualität übrig.

Am 10. September hatte ich zudem  in der Heide und im Wald bei Unterlüß Reizker, Maronen, Birkenpilze, Kuhröhrlinge und Violette Lacktrichterlinge gefunden.

Viele Grüße von Gisela«


Bramsche: Die Maronen möchten gerne Steinpilze sein


Foto: Einen ansehnlichen Fund mit einem Riesensteinpilz und vielen Maronen, von denen einige vorgaben, Steinpilz zu sein, machte Angelika bei Bramsche. (Foto © Angelika)

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Angelika schreibt am 20. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach 14-tägiger Pause bin ich heute bei sonnigem Wetter zwei Stunden in den Wäldern im Bereich Pente bei Bramsche unterwegs gewesen.

Mit gutem Erfolg, denn ich fand viele junge Maronen, 2 Goldröhrlinge, 2 Birkenpilze, 1 Butterpilz und tatsächlich 3 Steinpilze. Die Maronen sind madenfrei , dafür teilweise von Schnecken angefressen.

Bei den Maronen bin ich mir manchmal nicht sicher, ob es nicht doch dunkle Steinpilze sind. Sie haben oft einen bauchigen Stiel. Die 3 Steinpilze habe ich per Zufall gefunden. Sie standen einfach so am Wegesrand. Ich habe die Steinpilze fast umgelaufen, denn eigentlich war ich auf der Suche nach Semmelstoppelpilzen, die ich dort beim letzten Pilzgang gefunden hatte.

Die Wälder in der Region Bramsche sehen zur Zeit ziemlich wüst aus, da es in der letzten Woche starken Sturm gegeben hat. Der Waldboden ist bedeckt mit abgebrochenen Ästen und abgewehtem Laub. Es sind auch viele Bäume umgestürzt.

Grüße aus Wallenhorst«


Deister: Letzte Lese der Herbsttrompeten, eine neue Pfifferlingsstelle und Warten auf die Steinpilze


Matthias schreibt am 17. September 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

liebe Grüße von meiner morgendlichen Wandertour aus dem Deister.

Die Steinpilze wollen noch nicht, dafür gab es aber die letzte Nachlese von meinen geliebten Herbsttrompeten. Immer noch reichlich stehen Trompetenpfifferlinge. Sehr gefreut habe ich mich über die Entdeckung einer kleinen Pfifferlingsstelle; Pfifferlinge sind rar im Deister.

Hinzu kamen noch ein paar Semmelstoppelpilze, zwei Birkenporlinge, Krause Kraterellen, zwei Lärchenröhrlinge und ein Flocki.

Das wird eine leckere bunte Pilzpfanne heute Abend!

Außerdem fotografierte ich noch zwei Porphyrröhrlinge bzw. Düstere Röhrlinge, zu sehen auf dem Bild rechts. Die ungenießbaren Gesellen ließ ich aber im Wald.

Hoffen wir, dass sich statt ihrer bald die Steinpilze zeigen!

Liebe Grüße, Matthias«

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2 Fotos: Das goldgelbe Leuchten im Trockengras (links) verriet Matthias einen neuen Wachstumsplatz der im Deister seltenen Pfifferlinge. Rechts eine der letzten Herbsttrompeten, die Matthias in diesem Jahr erntete. (4 Fotos © Matthias)

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Burgdorf: Die putzigen Eselsohren und die Lila Lacktrichterlinge krönen die winterliche Bihunsuppe


Foto: Ein wunderschöner farbenprächtiger herbstlicher Pilzkorb, der zeigt, was man alles finden kann, auch wenn es gerade keine Steinpilze gibt. Und wer hätte gedacht, dass die putzigen Eselsohren und die Lila Lacktrichterlinge die winterliche Bihunsuppe krönen. Ein toller Vorschlag von Lars und Sabine!

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Lars schreibt am 17. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

aktuell machen sich die Röhrlinge in der Region Hannover sehr rar.

Doch es wachsen extrem viele Eselsohren und Violette Lacktrichterlinge. Beide Sorten werden von uns eingefroren und im Winter in Bihuhnsuppe mitgekocht. Sie sind einfach Klasse, gerade die Eselsohren mit ihrem nussigen Geschmack.

Außerdem fanden wir Täublinge, Fette Hennen, Flaschenstäublinge, Anistrichterlinge, vereinzelte Pifferlinge, Reizker, Maronen und Ziegenlippen. Also ingesamt eine schöne bunte Mischung. 

Mit freundlichen Grüßen Lars und Sabine«


2 Fotos: Weil diese von Lars und Sabine gezeigten drei herbstlichen Pilzkörbe in Farben und Vielfalt einfach so herrlich sind, fassen wir uns kurz: Such Dir den schönsten aus! (3 Fotos © Lars)


Rhauderfehn: Die Steinpilze sind da - und mit ihnen die äußerst seltenen Orangefarbenen Wiesenellerlinge


Foto: Dies sind sehr seltene Orangefarbene Wiesenellerlinge (Orange-Ellerlinge). Vor allem im niedersächsischen Flachland, da sind sie eine Sensation. Denn sie sind viel eher montane Pilze. Sie wachsen nur auf nährstoffarmem Magerrasen, lieben trockene Böden. Bei geringstem Düngereintrag sind sie verschwunden. Die Tatsache, dass sie sehr gute Speisepilze sind, sollte uns kaum interessieren. Sie sind so selten, dass man sie unberührt am Ort belässt, wenn man sie findet. Vielen Dank für das Foto, Helga!

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Helga schreibt am 16. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute bin ich in der Nähe von Rhauderfehn auf einer landwirtschaftlich genutzten Wiese fündig geworden. Neben einer langgezogenen Wallhecke mit Eichen fand ich auf einem Streifen von 6 bis 8 Metern Länge junge knackige Steinpilze.

Außerdem fand ich dort sehr seltene Orangefarbene Wiesenellerlinge.

Viele Grüße Helga«


2 Fotos: Wie in etlichen Gegenden, so kommen dieser Tage die Steinpilze nach einer wohlverdienten Wachstumspause wieder zurück. Nahezu alle, die gefunden werden, sind noch jung wie diese zwei knackigen Gesellen, die Helga bei Rhauderfehn entdeckte. Mit ihnen beginnt die eigentliche, die klassische Steinpilzzeit, die traditionell im September und Oktober ihren Höhepunkt hat. (3 Fotos © Helga H.)

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Wedemark: Ab jetzt muss Uwe seine Petra immer mit in die Pilze nehmen


Foto: Da stand er in voller Pracht, der ersehnte erste Steinpilz. Und eine Minimarone schummelte sich doch neckisch mit aufs Foto, als wollte sie sich an den großen Lümmel schmiegen.

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Uwe schreibt am 15. September 2017:

»Hallo Pilzfreunde,

die letzten Urlaubstage ausnutzend, ging es heute wieder in meinen Lieblingswald bei Berkhof. Diesmal war auch meine Frau mit dabei. Zum Glück, wie sich schon bald herausstellen sollte.

Sie den ersten bildschönen Fliegenpilz für diese Saison. Und noch einen.

Ich sagte noch: »Mal sehen, ob damit nicht auch der erste Steinpilz zu finden ist.« Ihre Antwort kurz darauf: »Ich glaube, ich bin für die großen Pilze zuständig.« Sie zeigte auf zwei schöne Parasole. Eine knappe Stunde später winkte Sie mich zu sich und schmunzelte über das ganze Gesicht.

Da stand er in voller Schönheit, der erste Steinpilz. Eine kleine Marone daneben wollte auch noch mit aufs Foto. Desweiteren fanden wir weitere schöne knackige Maronen, ein paar Butterpilze, Kuhröhrlinge, verschiedene Täublinge, Perlpilze, zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge die im hohen Gras am Wegrand standen, und erneut meine geliebten Edelreizker.

Ich glaube, »Mann« sollte öfter seine Frau mit in die Pilze nehmen, dann klappt es auch mit den Steinpilzen. (-;

Gruß aus Hannover von Uwe und Petra«


Foto: Da hat Uwe schon wieder ausgezeichnete Pilzbeute gemacht. Gleich 10 verschiedene Arten hat er diesmal bei Berkhof/Burgwedel gefunden. Den erhofften ersten Steinpilz aber entdeckte seine Petra. (2 Fotos © Uwe)


Deister: Kündigen die zwei Ministeinpilze den beginnenden Steinpilzherbst an? 


2 Fotos: Die Herbsttrompeten an Matthias' angestammter Stelle sind für dieses Jahr durch - und übergangslos entdeckte er eine neue, gut tragende (Foto links). Die Trompetenpfifferlinge (rechts) wachsen laut Matthias »an jedem Moosfleckchen«.

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Matthias schreibt am 15. September 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

hier ein kleiner Lagebericht aus dem Deister.

Den Trompetenpfifferlingen scheint es sehr gut zu gefallen, sie stehen wirklich in jedem Moosfleckchen an Totholz.

Meine Herbsttrompetenstelle ist durch für dieses Jahr, was aber nicht weiter schlimm ist, denn ich habe eine neue gefunden. In bester Kondition zeigten sie sich, mir ging das Herz über!

Weiterhin gab es knackige Semmelstoppelpilze, ein paar Maronen und die ersten kleinen Hallimasch. Zwei Ministeinpilze lassen hoffen, dass die eigentliche Steinpilzsaison bald los geht.

Liebe Grüße, Matthias«


2 Fotos: Die jungen Birnenstäublinge (links) treten gleich in einer Horde auf und bieten eine interessante Perspektive in den Wald. Sie taugen kaum als Speisepilze. Rechts sehen wir keine Trompetenpfifferlinge, sondern erkennen an der durchdringend grüngelben Hutfarbe, dass es Gallertkäppchen sind.

In ihnen wurde erst jüngst das Gift Gyromitrin wie in der gefährlichen Frühjahrslorchel festgestellt. Gut ist, dass Gallertkäppchen wegen ihrer knorpelig-elastischen Konsistenz beim Braten aus der Pfanne springen. Aber darauf sollten wir uns nicht verlassen! (5 Fotos © Matthias)

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Und wieder lohnte sich Uwes Inspektionsgang bei Burgwedel


Foto: Ein »Hexengemälde« nennt Uwe den Anblick dieser drei schönen Flockenstieligen Hexenröhrlinge. Sie langweilten sich einfach so am Wegrand.

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Uwe schreibt am 13. September 2017:

»Hallo Pilzfreunde,

ich war gestern nochmal kurz in Berkhof, um zu sehen, was an Reizkern nachgekommen ist. Und wie Heinz-Wilhelm bei meinem letzten Bericht erwähnte, lohnt es sich, drei, vier Tage später wieder nachzuschauen. Frische, knackige Edelreizker standen da.

Dazu fand ich ein paar Täublinge, Perlpilze, Kuhröhrlinge, Maronen, Birkenpilze und drei schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge. Die drei standen wie gemalt am Wegrand im Gras, ein richtig schönes »Hexengemälde«.

Die Edelreizker der letzten Woche waren übrigens noch am selben Abend in der Pfanne gelandet. Scharf anbraten, dann ordentlich Butterschmalz dazu, richtig schön durchbraten, ordentlich salzen, etwas Pfeffer - fertig.

Dazu gab es Nudeln. Einfach nur lecker!

Gruß aus Hannover von Uwe«


Foto: Uwes Ausbeute zeigt die aufgezählten Pilzarten. Oben in der Mitte sehen wir Perlpilze, deren Schüppchen vom Regen nahezu ganz abgewaschen wurden, unten rechts die Kuhröhrlinge. (2 Fotos © Uwe)


Nördlich Hannover: Die Edelreizker überraschten Uwe mit ihrem schnellen Wachstum


Foto: Uwes Korb füllte sich schneller als erwartet. Einige Edelreizker waren bereits überständig. Reizker sind schnell wachsende Pilze, die man alle drei, vier Tage inspizieren sollte.

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Uwe schreibt am 7. September 2017:

»Hallo liebe Pilzfreunde,

nachdem ich vergangene Woche feststellen konnte, dass es in der Region Hannover endlich mit Pilzen losgeht, war ich heute wieder in meinem Stammwald bei Berkhof.

Am Ende war mein Korb gut gefüllt. Schöne Maronen, ein paar Butterpilze und Goldröhrlinge, einige Täublinge, drei Pfifferlinge und ein schöner Birkenpilz. Aber das Beste war an meinen vertrauten Reizkerstellen zu finden.

Nicht nur einige wenige, sondern Massen an Edelreizkern fand ich. Viele davon leider schon zu groß und madig. Aber sie kommen schon wieder nach.

Also auf in die Pilze. Es lohnt sich!

Gruß von Uwe aus Hannover«


Foto: Ein ganzer Berg Edelreizker kam zusammen (rechts oben). Uwe ist derzeit mittendrin in der Pilzsaison. (2 Fotos © Uwe)


War es das letzte große »Hurra« der Herbsttrompeten im Deister?


Matthias schreibt am 3. September 2017:

»Hallo liebe Pilzgemeinde,

heute ging es wieder frühmorgens in den Deister.

Ich konnte erneut die vielleicht letzten Herbsttrompeten ernten. Ca. 1,5 Kilo waren es nochmal, aufgetürmt zu einem Berg für ein Foto (rechts). Ich schätze, das wird es wohl mit ihnen gewesen sein.

Die sonnigen Tage haben ihre Spuren hinterlassen. Die Steinpilze wollen noch nicht. Dafür gab es dazu noch schöne Trompetenpfifferlinge.

Lieben Gruß, Matthias«

(Foto © Matthias)

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Witwer Achim, der am Deister wohnt, sucht Mitsammler

Achim schreibt am 2. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich lese laufend deine Pilzticker, vor allem Niedersachsen, Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein.

Ich wohne am Deister und bin leidenschaftlicher Pilzsammler. Da meine Monika verstorben ist, gehe ich alleine. Es wäre schön, wenn jemand mitkommen würde.

Viele Grüße Achim«

Angebote für Achim bitte an

passio28[ätt]passion-pilze-sammeln.com


Region Bramsche: Die Trockenheit setzt den Pilzen sehr zu

Angelika schreibt am 1. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

meine heutige Ernte war nicht sehr ergiebig, dafür aber vielfältig. In den Waldgebieten um Pente und Achmer habe ich folgende Pilze gefunden:

Maronen, Goldröhrlinge, Semmelstoppelpilze, einige Pfifferlinge und eine Krause Glucke. Die Pilze waren sehr madig. Dies liegt wahrscheinlich an den warmen Temperaturen in der vergangengen Woche. Trotz ergiebiger Regenfälle am Donnerstag wachsen alle mir bekannten Pilze - hauptsächlich Röhrlinge - nur als »Einzelgänger«.

Dafür gibt es reichlich Fliegenpilze und Gallenröhrlinge.

Grüße aus Wallenhorst, Angelika«

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Nördlich Hannover: Nach vier Wochen Totentanz im Wald wachsen wieder die Pilze


Foto: Endlich geht es los in der Region Hannover. Davon zeugt Uwe Korb mit ansehnlicher Pilzvielfalt. Die Krönung waren einige Wechselblaue Reizker. (Foto © Uwe)

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Uwe schreibt am 29. August 2017:

»Liebe Pilzfreunde,

heute war ich wieder mal in meinen beiden Lieblingswäldern (bei Berkhof und bei Fuhrberg, nördlich Burgwedel) unterwegs, um zu schauen, ob es nicht endlich losgeht mit Pilzen in der Region Hannover.

Und ich wurde nicht enttäuscht. So fand ich vier schöne Birkenpilze, einige knackige Maronen, ein paar Butterpilze, endlich auch den ersten Steinpilz, die ersten Kuhröhrlinge, von denen ich gern ein Paar kleine knackige ins Pilzmischgericht gebe, halbwegs wurmlose Perlpilze und eine bunte Auswahl an milden Täublingen (u.a. Blaugrauer Reiftäubling, Speisetäubling, Heringstäubling).

Außerdem nahm ich kleine Flaschenstäublinge und natürlich wieder einige Pfifferlinge mit. Und zur Krönung kamen an meinen sandigen Edelreizkerstellen die ersten Exemplare hinzu. Es könnte sich auch um Wechselblaue Edelreizker gehandelt haben.

Vier schöne, aber auch anstrengende Stunden haben sich gelohnt.

Nachdem es im Juni und Juli in in unserer Regon zunächst so aussah, als würden wir ein super Pilzjahr bekommen, ging das Wachstum Ende Juli wieder zurück. Die letzten vier Wochen war in unseren Wäldern, von Pfifferlingen abgesehen, Totentanz.

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«


Herbsttrompeten! Der Ausflug in den Deister hat sich gelohnt


Matthias schreibt am 28. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

mein angekündigter Ausflug in den Deister hat sich gelohnt.

Die Herbsttrompeten (rechts) sind zahlreich nachgewachsen. Ein voller Jutebeutel ist es geworden.

Die Steinpilze warten noch auf den nächsten Schub. Dazu gesellten sich Semmelstoppelpilze, Trompetenpfifferlinge und wohl die letzten Hexenröhrlinge.

Liebe Grüße, Matthias«

(Foto © Matthias)

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Elm: Die finsteren Trompeten wachsen im Überfluss für eine Neuauflage des »unglaublich köstlichen« Gratins


Agnes und Olaf schreiben am 27. August 2017:

»Liebe Pilzfreunde,

gerade mal vier Tage ist es her, dass ich meine ersten Herbsttrompeten gefunden habe. Nun habe ich anscheinend ein Auge dafür.

Unglaubliche Mengen an diesen Pilzen standen im lichten Schatten unter großen Buchen (2. Foto rechts) im Elm nahe der Ortschaft Lelm im Landkreis Helmstedt.

Ich habe gar nicht suchen müssen, da gibt es bestimmt noch viel mehr von ihnen.

Ein Teil wird diesmal getrocknet. Und dann wird das Gratin von Donnerstag noch einmal wiederholt, weil's so unglaublich köstlich war!

Fröhliche Grüße, Agnes«

(2 Fotos © Agnes)

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Lingen (Ems): In einer viertel Stunde war der Korb gefüllt mit Topmaronen


Foto: Die Maronen sehen wirklich klasse aus. Da hat sich Thomas ein erstklassige Sonntagsessen gesichert. (Foto © Thomas)

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Thomas schreibt am 26. August 2017:

»Moin,

heute morgen war Ernte. In einer viertel Stunde war der Korb von 1A-Maronen gefüllt.

Gruß aus Lingen (Ems), Thomas«


Die ersten Maronen bei Burgdorf/Burgwedel


Chaenschi schreibt zu diesem Foto am 24. August 2017: »Ich habe heute die ersten Maronen in einem kleinen Wald bei Schillerslage (Burgdorf/Burgwedel) gefunden.« (Foto © Chaenschi )


Landkreis Gifhorn: Eine gefangene und gut bewachte Marone


Foto: Gut bewacht hinter dem Spinnennetz ist diese schöne Marone. Ob Marco es gewagt hat, sie zu befreien? (Foto © Marco)

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Marco schreibt am 23. August 2017:

»Sehr geehrter Herr Bertram,

seit gut zwei Jahren besuche ich Ihre Homepage, um mich über die Beiträge anderer
Pilzsammler zu informieren.

Heute bin ich nach der Arbeit zu einem Waldbereich im Landkreis Celle gefahren, den ich vor zwei Wochen ausgekundschaftet habe, wobei ich einige Maronen fand. Auch heute waren es wieder einige, darunter die besonders gut bewachte auf dem Foto. Neben Maronen habe ich auch eine Fette Henne entdeckt.

Viele Grüße aus dem Landkreis Gifhorn, Euer Marco«


Kreis Wolfenbüttel: Ein Gratin mit Herbsttrompeten


Foto: Aus diesen Herbsttrompeten bereitete Agnes ein Gratin mit Pilzen zu. Lange kannte sie die Herbsttrompeten nicht. (Foto © Agnes)

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Agnes & Olaf schreiben am 23. August 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute bin ich in einem nahegelegenen Wald bei Cremlingen, Landkreis Wolfenbüttel gewesen, um an einigen bekannten Steinpilz-, Maronen- und Parasolplätzen mein Glück zu suchen.

Gefunden habe ich stattdessen einen Teppich von Herbsttrompeten unter großen Buchen und einen kleinen Goldröhrling unter einer alten Lärche am Wegesrand. Keinen einzigen Steinpilz, keine Marone, kein Parasol.

Die Herbsttrompeten kenne ich von Frau Nachbarin aus dem hiesigen Pilzverein, die mir diese unscheinbaren, aber leckeren Pilze letztes Jahr zeigte. Es lohnt sich doch, den einen oder anderen Pilz neu kennenzulernen.

Auch im nahegelegenen Elm gab es in den letzten zwei Wochen nur vereinzelt mal einen Steinpilz, Hexenröhrling, Parasol, ein paar Pfifferlinge oder Semmelstoppelpilze.

Als ich vor einigen Jahren ermutigt durch meinen Hund und durch die Nachbarin mit diesem Hobby begann, kannte ich nur die Champignons, die auf den ungedüngten Weiden meiner Großeltern wuchsen. Gern würde ich auch mit anderen Pilzexperten auf die Pirsch gehen und neue Sorten sicher kennenlernen. Es gibt so viele Pilze, die ich noch gar nicht kenne.

Morgen gibt es nun Gratin aus Kartoffeln und Herbsttrompeten.

Grüße aus Sickte, Landkreis Wolfenbüttel«

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Die Leiden des Pilzsammlers: Totenstille, Konkurrenz aus Osteuropa und Harvester

Johannes schreibt am 22. August 2017:

»Hallo liebe Pilzfreunde,

als aufmerksamer Leser des Pilztickers hatte ich natürlich längst mitbekommen, dass die Pilzsaison auch im Oldenburger Land früh begonnen hat. Aber entweder konnte ich aus Zeitmangel nicht auf die Jagd gehen, oder der sintflutartige Regen hat mich »ermuntert«, doch lieber zu Hause zu bleiben.

Aber jetzt konnte ich endlich mal losgehen. Am Ziel angekommen, wurde mir schnell klar, dass mir eine Menge anderer Pilzfreunde zuvorgekommen sind Vor allem mitgliederstarke Familien aus Osteuropa; sei es ihnen gegönnt. Trotzdem habe ich noch eine schöne Pfanne voller Maronen zusammenbekommen.

Aber eigentlich geriet dieser kleine Erfolg zur Nebensache, denn es verhält sich leider genauso, wie es auch unsere Angelika schreibt: Es ist totenstill im Wald, es gibt so gut wie keine Vögel mehr, und als Naturfreund könnte man heulen. An die Wechselwirkungen, die so etwas mit sich bringt, durch (fehlende) Symbiose usw. möchte ich dabei noch nicht einmal denken. 

Und richtig, diese Verwüstungen im Wald durch Harvester und schwere Kettenfahrzeuge ärgern mich auch, aber das ist wohl oder übel der Lauf der Dinge. Ein Harvester ersetzt zehn Waldarbeiter, und diese Tatsache dürfte leider schwerer wiegen als der Schutz des empfindlichen Bodenmillieus.

Ich erinnere mich dabei gerade an ein mahezu unglaubliches Erlebnis in Kanada, als ein riesiger Baum unten ganz normal abgesägt wurde, während sich hoch oben ein großer Helikopter den kompletten Baum schnappte und damit davonflog, ohne dass auch nur einem Pilzchen ein Haar gekrümmt wurde. Allerdings habe ich meine Zweifel, dass diese Methode ein Modell für Niedersachsen werden könnte.

Schöne Grüße, Euer Hannes«

(Pilz-Ticker-Niedersachsen)

Lieber Johannes,

danke für Deine interessante Schilderung aus Kanada. Ich kannte diese Methode des Luftabtransportes von Bäumen bislang nicht.

Es ist allerdings so, dass die an den entschwundenen Baum gebundenen Pilzmyzelien (Wurzelgeflechte) bis auf weiteres keine Fruchtkörper, also Pilze, mehr hervorbringen können. Ich habe das selbst an einer alten Eberesche beobachtet, unter der ich einige Jahre die fettesten Schildrötlinge gefunden hatte. Nachdem sie gefällt worden war, bedeutete dies auch das Ende der Rötlinge.


Foto: Diese Schildrötlinge, die herzhaft-würzige Speisepilze sind, konnte ich nur einige Jahre lang unter einer alten Eberesche in Leipzig ernten. Nachdem der Baum gefällt wurde, fand ich um den Stumpf im folgenden Jahr nur noch eine Handvoll, ab dann überhaupt keine Pilze mehr. Pilze benötigen den ganzen gesunden Baum für eine gedeihliche Mykorrhiza. (Foto © p-p-s.com)

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Zurück zu Deiner Beobachtung: Da bei der Luftentnahme des Baumes der Waldboden nicht komprimiert und damit auf lange Zeit zerstört wird, kann das Wurzelgeflecht der Pilze (Myzel) immerhin ausweichen und wird an die Wurzeln eines anderen Baumes gleicher Art andocken. Es hat den Tod des Baumes auf jeden Fall überlebt.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Deister: Drei Jahre lang pausierten Matthias' Totentrompeten - jetzt sind sie wieder da


2 Fotos: Nach drei Jahren Pause sind sie endlich wieder da, Matthias' geliebte Totentrompeten (links). Und der junge Steinpilz (rechts) wollte auch noch mit. (2 Fotos © Matthias)

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Matthias schreibt am 20. August 2017:

»Heute ging es früh wieder in den geliebten Deister.

Und endlich sind sie da, die begehrten Herbsttrompeten. Drei Jahre lang haben sie sich nicht blicken lassen. Somit kann ich meinen Trockenpilzvorrat wieder ein wenig aufstocken.

Einige Steinpilze wollten auch noch mit, und die Trompetenpfifferlinge entwickeln sich auch immer besser. Dazu gesellten sich noch Semmelstoppelpilze und drei Hexenröhrlinge.

Liebe Grüße, Matthias«


Wallenhorst: Viele Maronen, viele Zecken und viel zerstörter Wald


Foto: Maronen und Pfifferlinge sowie die neue Pilzbürste zeigt uns hier Angelika. Obwohl sie gut fand, beklagt auch sie die Zerstörung der Pilzstellen durch Harvester. (Foto © Angelika)

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Angelika schreibt am 19. August 2017:

heute habe ich meine neuen Gummistiefel beim Gang in die Wälder rund um Wallenhorst eingeweiht. Der Erfolg: Pfifferlinge (es werden immer mehr), Goldröhrlinge, Maronen und Braunkappen.

Es gab allerdings viel Abfall beim Ausputzen. Die verbleibende geputzte Menge reichte dann immer noch zum Einfrieren und zum  2-Gang-Menü für zwei Personen: 1.  Pfifferlinge mit Speck, Zwiebeln und saurer Sahne 2. Röhrlinge mit Zwiebeln und Knoblauch. Dazu  gab es Baguette. Köstlich!

Ganz nebenbei und völlig unerwartet habe ich heute eine Pilzbürste erstanden. Die musste dann mit auf das Foto.

Seit meiner letzten Nachricht vom 1. August war ich noch dreimal auf Pilzsuche mit mehr oder weniger Erfolg. Einige Pfifferlinge, Maronen und sonstige Röhrlinge habe ich gefunden. Viele waren bereits überständig oder von Maden und Schnecken zerfressen.

Im Wald ist es still

Übrigens: Das Problem mit dem an Pilzen klebenden Zeitungspapier habe ich nicht mehr, weil ich jetzt alte Geschirrtücher zum Abdecken oder Trennen der Pilze verwende.

Ich stelle immer wieder fest, dass  es nur noch sehr wenige Fluginsekten im Wald gibt, aber jede Menge Zecken. Kaum noch Mücken, Fliegen oder Bremsen. Keine Bienen und Wespen, obwohl noch Blütezeit ist. Ich sehe und höre auch keine Vögel mehr. Die in den Gärten fehlenden Vögel sind also nicht in die Wälder geflüchtet. 

Viele Waldböden in meinen Pilzrevieren  sind durch die Bearbeitung mit den schweren Maschinen zerstört, dort wachsen keine Pilze mehr. Allerdings entwickeln sich jetzt auf den wieder aufgeforsteten Böden neue Pilzbestände, wie Pfifferlinge.

Grüße aus Wallenhorst, Angelika«


Martins Maronen bei Holte-Lastrup

Martin schreibt am 17. August 2017:

»Habe heute bei 49774 Holte-Lastrup östlich Meppen sehr leckere Maronen gesammelt.«


Den Steinpilzen war der Vogler zu Sabines Bedauern wohl zu trocken

Sabine schreibt am 16. August 2017:

»Hallo,

seit cirka vier Wochen finde ich nun schon allerlei Pfifferlinge im Vogler/Weserbergland.

Andere gern verzehrte Pilze machen sich dagegen rar. Für Steinpilze war es bei uns im Mai wohl doch zu trocken.

Gruß Sabine«


Dirks Tipp für Emsländer Pilzfreunde: Schaut mal am Ems-Vechte-Kanal nach dem Rechten


Foto: Da standen sie zwischen einem Waldweg und einem Maisfeld, die herrlichen Parasole; genau ein halbes Dutzend. (2 Fotos © Dirk A.)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Dirk schreibt am 15. August 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

statt aus Hamburg sende ich Dir heute eine Nachricht für den Pilzticker Niedersachsen, speziell für Thomas aus Lingen. Er hatte gestern bei Lingen an der Ems offenbar nur eine einzige Marone gefunden hatte.

Ich war - allerdings bereits am 4. August - für ein Wochenende in Nordhorn an der holländischen Grenze gewesen. Bereits ein Jahr zuvor war ich hier auf tolle Maronenröhrlinge gestoßen.

Dieses Jahr nun habe ich zunächst mindestens 20 sehr schöne Parasole gefunden, die in einem drei Meter breiten Streifen zwischen einem Waldweg und einem Maisacker standen (Foto oben).

Danach bin ich den Ems-Vechte-Kanal entlang gegangen, der die beiden Städte Nordhorn und Lingen miteinander verbindet. Während die Kanal-Seite zum Bombenabwurfplatz Nordhorn-Range sich durch einen Baumbestand aus Eichen auszeichnet, sind es auf der gegenüberliegenden Seite Eichen, aber auch Nadelbäume wie Kiefern und manchmal auch Lärchen.

Auf eben dieser Seite habe ich direkt am schmalen Fußweg (ausschließlich zur Kanalseite) wunderschöne Maronenröhrlinge gefunden (Foto rechts).

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Gelände bei fortschreitender Pilzsaison ein wahres Pilzeldorado werden kann. Gerne gebe ich dieses Pilzrevier an einen Sammler aus dem Emsland weiter und wünsche gleichzeitig viel Erfolg.

Dirk aus Hamburg«


Osterode/Harz: Endlich schöne Pfifferlinge statt madige Steinpilze und Maronen


Foto: Endlich hat sich für Ulli im Kreis Osterode der Pilzgang mit vielen Pfifferlingen gelohnt. Vorher gab es fast nur vermadete Steinpilze und Maronen. (Foto © Ulli)

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Ulli schreibt am 14. August 2017:

»Heute war ich mal los - und es hat sich gelohnt. Ich fand 2 Kilo Pfifferlinge.

Fichtensteinpilze und Maronen, die ich in der letzen Zeit fand, waren zum größten Teil außen hui und innen pfui, also von Kopf bis Fuß verwurmt.

Gruß aus dem Landkreis Osterode/Harz, Ulli«


Auch im Emsland sind endlich die Maronen da. Na ja: wenigstens eine...


Foto: Eine junge Marone zeigt Thomas und den Pilzsammlern der Region: Auch im Emsland sind wir nun da, liebe Pilzfreunde! (Foto © Thomas)

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Thomas schreibt am 14. August 2017:

»Im Emsland wird man nun auch fündig, siehe das Foto.

Gruß aus Lingen, Thomas«


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