Pilz-Ticker-Niedersachsen



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Wolfenbüttel und Wolfsburg: Die jungen Lungenseitlinge haben Agnes prima geschmeckt


Foto: Vermutlich an einer hingestreckten Esche wachsen diese schönen Lungenseitlinge. Sie sind wohlschmeckende Speisepilze, die auch Agnes gemundet haben. (2 Fotos © Agnes)

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Agnes schreibt am 13. Juni 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

gestern und heute fand ich im Landkreis Wolfenbüttel und in der Nähe von Wolfsburg einige sehr schöne junge Lungenseitlinge.

Fundort waren am Wegesrand liegende Stämme von Eichen und beim zweiten Bild vielleicht eher an einer Esche. In Butter gebraten, leicht gebräunt, mit Salz und frischen Kräutern waren sie allesamt sehr zart und wohlschmeckend.

Liebe Grüße, Agnes"


Foto: Und hier wachsen die Lungenseitlinge an morschen Eichen.


Den Schwefelporling gab es im Backteig, dazu eine Chilisauce


Arnold schreibt am 7. Juni 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

anbei ein Foto mit einem ersten Fund von einem Netzstieligen Hexenröhrling. Ich fand ihn in Hannover auf einer bemoosten Parkwiese unter Linden. Die Wiese wurde erst vor einer Woche gemäht. Leider waren er und alle weiteren Exemplare trotz guten Aussehens bereits stark verwurmt.

Ein weiterer Fund leuchtete schon von Weitem an einer Silberweide: ein sehr ergiebiger Schwefelporling. Meinem chinesischen Nachbarn, der voll auf Pilze abfährt, war er nicht geheuer...

Viele Grüße, Arnold"

(3 Fotos © Arnold)

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2 Fotos: Den Schwefelporling gab es bei Arnold, gelernter Koch, im Backteig mit einer Chilisauce.


Ein Curry aus Schwefelporlingen und Hühnerbrustfilet


Dirk schreibt am 6. Juni 2021 zu diesen 2 Fotos:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem die Morcheln ihre Saison beendet haben, war es an der Zeit, nach dem derzeitigen Pilzwachstum zu sehen. Dabei haben wir gleich an vier Stellen in der Nähe von Laatzen ganz frische Schwefelporlinge entdeckt. Wir wollen sie nach und nach unterschiedlich verarbeiten und verspeisen.

Als erstes Gericht habe ich ein Curry aus Schwefelporlingen, Hühnerbrustfilet, Paprika
und Frühlingszwiebeln zubereitet. Dazu gab es gebutterten Spargelreis. Der sehr gute Geschmack sowie die fleischartige Konsistenz der Porlinge waren kulinarisch wirklich überzeugend.

Die nächsten Exemplare möchte ich panieren und ausbacken.

Ich habe die Pilze vor der weiteren Zubereitung 5 Minuten abgekocht, wie es allgemein empfohlen wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilzen behalten Schwefelporlinge ihre Festigkeit, weshalb man sie auch schadlos mit Wasser reinigen kann.

Herzliche Grüße aus Laatzen-Ingeln, Dirk"

(3 Fotos © Dirk)

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Foto: Schwefelporlinge, die erst einmal kräftige orangefarbene Töne angenommen haben, werden zunehmend schwerer verdaulich. Die beste Zeit ihrer Ernte ist, wenn sie rein zitronengelb und an den Rändern kräftig wulstig sind. Die mildesten findet man an Weiden und Birken.


Jetzt müssen sogar schon die Cuxhavener Morcheln vor Arnold aus Hannover zittern


Foto: Leckeres aus dem Pinienmulch. Die großen Spitzmorcheln wuchsen zwischen Pflanzenkübeln, die ihnen ganz offensichtlich Schutz und Wärme boten, die kleinen auf freier Fläche. (3 Fotos © Arnold)

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Arnold schreibt am 15. Mai 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

viele Grüße aus Cuxhaven-Land; ich bin zu Besuch an der Nordseeküste.

Hier, direkt hinterm Deich in Cuxhaven, in einem Wäldchen mit eingestreuten Eschen, wachsen trotz immer noch einstelligen Temperaturen und feuchtem Boden jede Menge Käppchenmorcheln. Vielleicht liest das ja der ein oder andere Einheimische und nimmt es als Anregung.

Denn ich ernte hier meine Morcheln sozusagen direkt vor der Haustür: einer meiner Nachbarn, der Pflanzen im Freiland und in Töpfen zieht, hat jede Menge Pinienmulch ausgebracht. Und zu meiner Freude finden wir darauf schönste Spitzmorcheln. Etwas kleinere auf der Freifläche, große zwischen den Kübeln. Und es kommen immer wieder welche nach.

Viele Grüße, Arnold aus Hannover"


Foto: Hier bekommt man einen Eindruck von dem Pinienmulchgelände, das so schöne Spitzmorcheln hervorbringt. Es könnte sich um eine Baumschule oder Anzuchtgärtnerei handeln.


Foto: Gleich hinterm Deich bei Cuxhaven, in einem Wäldchen mit eingestreuten Eschen, wachsen sie, die Käppchenmorcheln. In einem Flor aus urgesunder Vogelmiere.

Arnold aus Hannover, von Beruf Koch, sucht erst seit dem vergangenen Herbst Pilze. An Winterpilzen hat er Austernseitlinge, Samtfußrüblinge und Judasohren gefunden, in diesem Frühjahr bereits Speisemorcheln, Spitzmorcheln, Käppchenmorcheln und Maipilze. Ein Spitzenergebnis, zu dem wir ganz herzlich gratulieren, lieber Arnold!





3 Arten Morcheln im Eschenrevier:

Dirks Glückstage mit den begehrten Morcheln wollen nicht enden


Foto: Ein Anblick für Pilz- und Naturromantiker. Dirk präsentiert 139 Käppchenmorcheln, acht Speisemorcheln sowie zwei Spitzmorcheln auf einem schönen Holztablett. Ein herrlicher Fund bei Hannover-Laatzen! (3 Fotos © Dirk)

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Dirk schreibt am 12. Mai 2021:

"Moin Heinz-Wilhelm,

die Pilzgötter waren uns einmal mehr wohlgesonnen. Bereits zum dritten Mal konnten wir
in diesem Frühjahr eine üppige Morchelernte einfahren.

Jetzt haben wir in unserem Eschenwäldchen bei Laatzen neben 139 Käppchenmorcheln
und acht Speisemorcheln erstmalig auch noch zwei große Spitzmorcheln gefunden.
Die Esche scheint wirklich der liebste Partner der Morcheln zu sein. Wir haben das Glück,
dass unser Hain fast ausschließlich aus dieser Baumart besteht.

Die schönsten Vertreter der drei Morchelarten zeigt das anhängende Gruppenbild.

Da es inzwischen ergiebig geregnet hat, gehe ich davon aus, dass noch reichlich Morcheln
nachwachsen werden.*

Herzliche Grüße aus Laatzen-Ingeln, Dirk"

* Nicht zwangsläufig. Ein Morchelplatz gibt zweieinhalb bis höchstens drei Wochen Fruchtkörper, danach ist definitiv Schluss.


Foto: Drei Morchelarten auf einen Blick: wir sehen eine Käppchenmorchel (links), eine Spitzmorchel (Mitte) und eine Speisemorchel (rechts).


Foto: Und noch ein Blick ins pralle Morchelleben: Eine Spitzmorchel (Mitte), eine Speisemorachel (rechts) sowie Käppchenmorcheln im Hintergrund in Großaufnahme.





Eine märchenhafte Morchelwiese und ein üppiger Maipilz-Fund von Arnold


Foto: Ein wunderschönes Landschaftsbild mit einer mächtigen Esche im Hintergund und zwei schönen Gelben Speisemorcheln. Warum stehen sie so weit vom Stamm? Weil Mykorrhizapilze, also an bestimmte Baumarten gebundene Pilze, gerne an den äußersten Enden der Baumwurzeln wachsen, dort, wo die Wurzeln besonders fein sind. Dieser Platz ist inetwa da, wo die Zweige des Baumes enden. Danke für das ebenso schöne wie informative Foto, lieber Arnold! (2 Fotos © Arnold)

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Arnold schreibt am 11. Mai 2021:

"Eine erhabene Esche bestimmt das Landschaftsbild am Rande einer naturbelassenen Wiese bei Bad Nenndorf. Als wäre sie für alle Zeiten gewachsen, steht ihr mächtiger, gerader Stamm fest im Boden verwurzelt. Die Baumkrone kratzt am Himmel. Ein Traum von einem Baum.*

Etwas weiter hinten fließt ein kleiner Bach. Da muss es doch Pilze geben! Mehrfach bin ich um den Baum herum geschritten - und habe nichts gefunden. Zurück im Auto, warf ich noch einen Blick auf die fast romantische Frühlingswiese - und da entdeckte ich die zwei schönen Gelben Speisemorcheln. Welch ein Glück, dass ich sie nicht zertrampelt hatte... 

Wie bei Dirk im Beitrag vom 5. Mai 2021 beschrieben, sind auch bei „meinen" Eschen ansonsten keine Morcheln zu finden.

Um eine sehr hilfreiche charakteristische Beschreibung der Maipilze hat sich Véronique in ihrer Nachricht vom 7. Mai 2021, gleich hierunter, verdient gemacht. Ein Dankeschön dafür! Ich kann mich ihr nur anschließen. 

Mein auf dem zweiten Foto zu sehender üppiger Maipilz-Fund entstammt einem einzigen Hexenring, den ich im Gebüsch am Straßenrand entdeckt hatte

Viele Grüße, Arnold"

* Arnolds Beschreibung der Esche weckt tatsächlich Assoziationen zur Weltesche Yggdrasil, die in der nordischen Mythologie als Weltenbaum den gesamten Kosmos verkörpert.


Foto: Alle diese schönen Maipilze hat Arnold in einem einzigen Hexenring gefunden, in einem Gebüsch am Straßenrand.


Der zufällig entdeckte Morchelplatz im Deister erweist sich als erfreulich ergiebig


Foto: Der zufällig entdeckte Wachstumsplatz der Speisemorcheln ist für Véronique ein ergiebiger Fundort. An die 30 schönster Speisemorcheln hat sie im Deister wieder gefunden - und Waldmeister für eine Maibowle. (2 Fotos © Véronique)

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Véronique schreibt am 7. Mai 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

nach dem ergiebigen Zufallsfund der letzten Woche überredete ich gestern meinen Angetrauten nach Feierabend zu einer späten Deisterexpedition, um die Morchelstelle nach neuen Speisemorcheln abzusuchen. Mit Erfolg! Zu ihnen gesellte sich frischer Waldmeister, so dass dem Genuss der ersten Maibowle am Wochenende nichts mehr im Wege steht.

Ein Erstfund für mich sind diese Maipilze, durch die ich im Pilzticker aufmerksam wurde und die ich nach sorgfältiger Artabgrenzung zu genießen gewillt bin.

Die Fotos zeigen die typischen Merkmale im Unterschied zum hoch giftigen Ziegelroten Risspilz (Mairisspilz): Der Hut ist matt, durchgängig cremefarben, nicht radialfaserig und nicht rissig; auch haben die Hüte keinen Buckel. Die Lamellen stehen eng und sind ausgebuchtet angewachsen. Das Fleisch ist fest, rötet nicht im Schnitt und riecht sehr deutlich nach Mehl bzw. Gurke.

So, nun aber an die Arbeit- der Reinigungsaufwand bei Morcheln ist schließlich nicht zu unterschätzen. 🙂

Allen ein schönes Wochenende und volle Körbe!

Liebe Grüße von Véronique"


Foto: Einige schöne Maipilze gab es als Zugabe. Véronique hat die Merkmale dieses für sie erstmaligen Fundes treffend beschrieben.


Hannover: Sehr gute Maipilze für den Sofortverzehr und ein Morchelchen für den Vorrat


Gisela schreibt am 7. Mai 2021:

"Hallo, Heinz-Wilhelm und alle Pilzfreunde,

unverhofft  habe ich heute auf einer Grünfläche nahe des Mittellandkanals qualitativ sehr gute Mairitterlinge mit einem Gesamtgewicht von 805 Gramm gefunden (Foto rechts). Nachschub steht in den Starlöchern.

Solche tollen wie die gemeldeten Morchelfunde hatte ich leider nicht. Allerdings lugte vor einer Woche an einer untypischen Stelle in einem Wohngebiet eine Morchel unter einer Steineinfassung hervor - mit 17 Gramm keine üppige Beute. Getrocknet ist sie ziemlich winzig geworden. Sie wird in einem Glas mit anderen Trockenpilzen aufbewahrt in der Hoffnung, dass demnächst weitere ihrer Art hinzukommen werden.

Viele Grüße aus Hannover von Gisela"

(Foto © Gisela)

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Käppchenmorcheln am Rande des Eschenwäldchens, Maipilze in Massen im Landkreis Wolfenbüttel


Foto: Von den Käppchenmorcheln hätten es ruhig noch ein paar mehr sehr dürfen, von den Maipilzen, die es im Überfluss gab, nahm Agnes nur einige der schönsten mit. Sie zählen nicht zu ihren bevorzugten Pilzarten. (3 Fotos © Agnes)

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Agnes schreibt am 7. Mai 2021:

"Lieber Heinz Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute fand ich im Landkreis Wolfenbüttel im Südosten Niedersachsens einige Käppchenmorcheln und große Mengen Maipilze.

Fundort der Morcheln war - wie schon vor drei Wochen durch eine einzelne Morchel angekündigt - ein grasiger Weg neben einem Eschenwäldchen. Die Maipilze standen im selben Gebiet so reichlich, dass ich einen Marktstand damit hätte beschicken können. Ich schätze sie nicht ganz so sehr und war daher mit der Ernte zurückhaltend. 

Liebe Grüße - Agnes aus Sickte"

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2 Fotos: Eine Käppchenmorchel auf dem Grasweg am Rande des Eschenwäldchens und einige Maipilze, wie sie kaum typischer im Gras stehen könnten.


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