Pilz-Ticker-Niedersachsen



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Was will der knackige junge Steinpilz im Landkreis Goslar sagen?


Georg schreibt am 15. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute im Landkreis Goslar vermutlich das letzte Mal für dieses Jahr in den Pilzen. Ganz mit leeren Händen kam ich zwar nicht nach Hause, hatte mir jedoch nach den letzten Meldungen mehr erhofft.

An meiner zuverlässigen Steinpilzstelle fand ich lediglich einen Knubbelsteinpilz (Foto rechts) und einen Fliegenpilz. In meinem Maronenwäldchen war gar nichts zu finden.

Auffällig war, dass es dieses Jahr viele Hallimasche gab, sowohl auf Nadel- als auch auf Laubholz. Die sonst massenweise auftretenden Parasole oder Safranschirmpilze blieben dagegen gänzlich aus.

An alle, die ihre Pilzkörbe noch nicht im Regal verstaut haben: Gut Pilz!

Georg«

(Foto © Georg)

Hallo Georg,

Dein gefundener Steinpilz ist jung, was eine gute Botschaft beinhaltet: da könnte gerade ein Schub einsetzen. Ein alter hätte dagegen eher das Saisonende bedeutet.

Zu den vielen Hallimaschen bitte hier lesen, Tageseintrag vom 4. November 2018 (meine Anmerkung).

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Berkhof/Wedemark: Uwe begeistert sich an einem unverhofften Fund schönster Edelreizker


Foto: Ein herrlicher Herbstkorb mit Edelreizkern in Topqualität. Uwe hat sie schön dekorativ auf den Maronen darunter ausgelegt. Rechts der dunkelviolette Pilz ist ein Buckeltäubling. Man sollte seine Huthaut abziehen, da diese Pilze sonst violett ins Gericht abfärben. (2 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 12. November 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

wie angekündigt, war ich heute nochmal in meinem Lieblingswald bei Berkhof (Wedemark).

Das Wetter war heute Morgen alles andere als schön, dennoch hab ich mir einen Ruck gegeben, frei nach dem Motto: »Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung!«

Zum Glück, wie sich herausstellte. Es hörte auf zu regnen und der Wind ließ nach, die Sonne kam raus.

Aber das Überraschenste war die Pilzausbeute. Dass Maronen durchaus noch gut zu finden sind, haben wir alle ja diesen November bemerkt. Aber heute habe ich wieder einmal festgestellt, dass Pilze Gott sei Dank keinen Kalender lesen können.

Meine mehr als reichliche Ausbeute waren wieder viele schöne Maronen, ein Butterpilz, vier Buckeltäublinge, zwei Speisetäublinge und zwanzig Edelreizker in absoluter Spitzenqualität.

Zu meinem Erstaunen fand ich sie nicht an meinen vertrauten Reizkerstellen, sondern an einem Waldweg, wo die ganzen Jahre davor nur selten mal ein Exemplar zu finden war. Einige schon leicht Überständige habe ich sogar stehen gelassen. Ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen. Ich liebe halt nicht nur Täublinge, sondern vor allem auch Edelreizker.

Ich wünsche Euch allen noch erfolgreiche Stunden im Wald mit ebenso schönen Überraschungen.

Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße von Uwe aus Hannover«

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Foto: Ein Anblick wie dieser ließ Uwes Herz höher schlagen, ist er doch erklärter Fan von Edelreizkern. Zu erkennen sind sie an den Stielgrübchen und natürlich an den Paarnadeln der Kiefern. Sie sind strenge Kiefernbegleiter, werden deshalb auch Kiefernreizker oder Kiefernblutreizker genannt.






Ein lohnenswerter Wechsel vom Deister in die Maronenwälder von Wietze


Uschi schreibt am 11. November 2018:

»Hallo,

nachdem wir in letzter Zeit im Deister nicht fündig geworden sind, haben mein Mann und ich heute in der Lüneburger Heide bei Wietze ca. 3,8 Kilo Maronen gefunden. Sie wuchsen überwiegend im Kraut. Fast alle waren ohne Maden.

Liebe Grüße Uschi«

(Foto © Uschi)

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Uwes dreifache Freude in den Wäldern bei Fuhrberg/Burgwedel


Foto: Sie waren dieses Jahr nur ganz selten zu sehen. Die Pfifferlinge haben sich nach zwei absoluten Rekordjahren in dieser Saison nur in Ausnahmefällen und mit kleinster Menge gezeigt. Um so erstaunlicher, dass Uwe sie nun tief im November bei Burgwedel fand. Die Falschen Pfifferlinge haben dagegen 2018 deutschlandweit ein sehr starkes Wachstumsjahr. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 9. November 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute bin ich zum Feierabend noch eine kleine Runde im Wald nahe Burgwedel/Fuhrberg gewesen. Die Ausbeute war zwar nicht groß, ich habe mich dennoch riesig gefreut.

Zum einen kam trotz der kurzen Zeit eine schöne Vorspeise mit gebratenen Pilzen auf Toast zusammen. Zum zweiten habe ich tatsächlich, unter den diesjährigen Massen von Falschen Pfifferlingen, ein paar schöne Echte Pfifferlinge gefunden.

Und zum dritten habe ich, was mich wirklich freute, vier wunderschöne Ziegelrote Schwefelköpfe entdeckt. Sie sind auf dem Foto rechts zu sehen. Sie wollten und kamen zwar nicht in den Sammelkorb, stellten sich jedoch bereitwillig für ein schönes Fotomotiv zur Verfügung.

Am Ende freute ich mich über einen Edelreizker, zwei Butterpilze, drei Buckeltäublinge, sieben Maronen und acht Pfifferlinge.

Am Sonntag fahre ich, wenn das Wetter mitspielt, noch einmal in meinen Lieblingswald bei Berkhof (Wedemark). Vielleicht kann ich Euch dann ja noch über ein paar schöne Funde berichten.

Bis dahin liebe Grüße von Uwe aus Hannover«


Foto: Vor allem über die Pfifferlinge freute sich Uwe riesig. Ein kräftiger Edelreizker, drei Buckeltäublinge (Bildmitte), die Kiefernbegleiter sind, und zwei Butterpilze (rechts) machten seinen Fund - neben dem Gros von Maronen - perfekt.






Es war eine gute Idee, von Braunschweig in die Wälder bei Celle und Wietze zu fahren


Foto: Hätte doch die Braunschweiger Eintracht ähnlich gute Ergebnisse wie Alexanders Pilzsuchteam! Während dessen Körbe randvoll beziehungsweise gut gefüllt sind, gibt es beim Drittligisten derzeit viel Luft nach oben. (2 Fotos © Alexander)

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Alexander schreibt am 9. November 2018:

»Hallo,

wir haben heute zu dritt in dreieinhalb Stunden viele gute Maronen zwischen Celle und Wietze gefunden. Sie standen vor allem im Moos unter Kiefern.

Der Pilzticker Niedersachsen hatte uns auf die Idee gebracht, mal in diese Richtung zu fahren.

Vielen Dank und liebe Grüße aus Braunschweig,  Alex«

 

Foto: Der Ausflug in die Wälder von Celle und Wietze hat sich gelohnt. Die Maronen hatten zu Alexanders Freude sehr gute Qualität.






Samtgemeinde Hankensbüttel: Die Maronen kommen, wenn auch spät


Jochen schreibt am 8. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute waren wir zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Heide in der Gegend von Steinhorst.

Die Maronen kommen! Zwar spät, aber sie kommen! Ich kann den Pilzfreunden nur raten, noch loszugehen!

Liebe Grüße aus Hornburg, Jochen«

(2 Fotos © Jochen)

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Foto: Spät, aber sie kommen! Jochen und Mitsammler freuten sich über schöne Maronenfunde in  den Wäldern der Gemeinde Steinhorst, die zur Samtgemeinde Hankensbüttel im Landkreis Gifhorn gehört.






Ein Pilzgang bei tollem Wetter und am Ende mit vollem Korb bei Celle und Wietze


Foto: Über viele Maronen und ein Krauses Glückchen konnten sich Tina und Tanja freuen. Sie haben die Pilze bei Celle und Wietze gefunden.


Tina und Tanja schreiben am 4. November 2018:

»Hallo liebe Pilzsammler,

wir waren heute im Raum Celle und Wietze erfolgreich unterwegs. Schöne Maronen und tolles Wetter haben den Sonntag perfekt gemacht. Wer hätte das gedacht nach dem Sommer? Hoffentlich bleibt es so!

Viele Grüße Tina und Tanja«

(2 Fotos © Tina/Tanja)

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Berkhof/Wedemark: Das Sammelergebnis wurde ebenso geteilt wie das Walderlebnis


Foto: Das Sammelduell zwischen Uwe und Petra ging, wie man den Körben ansieht, remis aus. (2 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 4. November 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute war ich noch einmal in Berkhof (Wedemark), um die Stellen vom Donnerstag mit guten Funden erneut abzugehen. Diesmal hat mich meine Frau begleitet. Tja, und wie schon letztes Jahr, war sie erneut mein Glücksbringer.

Auf dem Weg zu dem besagten lichten Kiefernwaldstück fand Sie schon bald den ersten Pilz für den Sammelkorb - einen schönen Flockenstieligen Hexenröhrling. Ein paar Meter weiter sah ich Sie schon wieder knien: der erste Edelreizker für heute wanderte in Ihren Korb. Kurz darauf war es dann eine Marone. Sie fragte mich verschmitzt und trocken, wann ich denn mal anfangen würde. Ja, ich mag den Humor von meinem kleinen Glücksbringer.

Immer noch in diesem Kiefernwäldchen, war dann die Reihe an mir. Zum Schluss hatten wir wieder einige schöne Maronen, sechs Edelreizker, zwei Butterpilze, vier Amethysttäublinge, einen Speisetäubling und den Flockenstieligen Hexenröhrling beisammen.

Wie die beiden Körbe zeigen, ging der familiäre »Pilzsammelwettkampf« unentschieden aus. Beide teilten wir auch das Erlebnis eines ebenso schönen wie erfolgreichen Tages.

An dieser Stelle, Heinz-Wilhelm, auch noch mal ein herzliches Danke für Deinen lieben Kommentar zu meinem letzten Beitrag.

So, Pilzfreunde und Pilzfreundinnen, ich kann nur sagen, es lohnt sich, in die Pilze zu gehen. Wer weiß, wie lange uns die Temperaturen noch so hold sind.

Also bis zum nächsten Mal! 

Liebe Grüße aus Hannover von Uwe und Petra«

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Foto: Edelreizker sind streng an Kiefern gebunden. Sie sind hervorragende Speisepilze, haben einen würzig-krautähnlichen Geschmack.


Der Landkreis-Wechsel lohnte sich für Marco


Marco schreibt am 4. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo liebe Pilzfreunde,

am heutigen Sonntag war ich an meinen altbekannten Stellen in meinem Heimatlandkreis Gifhorn unterwegs. 

Enttäuscht brach ich diese erfolglose Exkursion ab und fuhr, wie schon vergangenes Wochenende, in den Landkreis Celle. An mir unbekannten Plätzen füllte sich mein Korb nun rasch, und zwar mit madenfreien Maronen und zwei großen Fetten Hennen.

Viele Grüße Marco«

(Foto © Marco)

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Zu Uwes Freude beginnt auch in der Region Hannover die Saison spät, aber stark


Foto: So viele gute Pilze nach so langer Durststrecke! Uwe hatte schon gar nicht mehr von einem solchen Aufkommen zu hoffen gewagt. Die Freude ist groß und die angesagten milden Temperaturen versprechen durchaus noch Zuschlag. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 2. November 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

ich hätte nicht gedacht, dass ich dieses Jahr noch mal von Pilzfunden berichten könnte. Bis vor zwei Wochen war auf regelmäßigen Touren durch verschiedene Wälder in der Region Hannover nichts an Speisepilzen zu finden.

Vereinzelt fand ich Gelbe Knollenblätterpilze, Fliegenpilze und einmal auch einen Grünen Knollenblätterpilz. Wunderschön anzuschauen und auch ein schönes Fotomotiv, was mir durchaus Hoffnung machte, doch noch einmal etwas für den Sammelkorb zu finden.

Dann las ich im Pilzticker von den ersten Funden auch im mittleren Niedersachsen und bin daraufhin an meinem gestrigen freien Tag in meinen Stammwald nach Berkhof (Wedemark) gefahren. Eine Stunde Waldwege abgehen brachte keinen Erfolg. Aber dann hat es mich fast überrannt.

In einem sehr lichten Kiefernwaldstück mit viel Moos, flachem Gras und jeder Menge Nadelstreu standen die schönsten Maronen.

Und auf dem Rückweg zum Auto fand ich auf einem anderen Waldweg noch elf Edelreizker, vier Butterpilze, zwei Kuhröhrlinge, zwei Blaugraue Reiftäublinge, je einen Fleischfarbenen Speisetäubling und Roten Heringstäubling. Sogar ein Flockenstieliger Hexenröhrling (Foto rechts) wollte noch mit.

Es lohnt sich, regelmäßig im Pilzticker reinzuschauen, um zu sehen, ob was geht. Hoffen wir, dass die Temperaturen noch länger im Plusbereich bleiben.

Bis zum nächsten Mal liebe Grüße von Uwe aus Hannover«

Lieber Uwe,

ich hatte schon auf Nachricht von Dir gewartet! Weil ich mir sicher war, dass auch in der Region Wedemark die Spätsommer- und Herbstpilze noch kommen würden. Man spürt Deine Freude über den guten Fund!

Ich wünsche Dir noch einige schöne und erfolgreiche Waldgänge!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Wenn die Maronen so schön dastehen wie hier, zudem auch noch jung und knackig und ohne Maden sind, wird die Pilzlese zum Vergnügen.


Auch im Deister wollen es die Steinpilze und Maronen jetzt wissen


Foto: So ein schöner Korb voller Pilze! Guido hat zur Monatswende Oktober/November sehr schöne Steinpilze und Maronenröhrlinge in der Region Deister gefunden, und zwar an Plätzen, die er nicht unbedingt im Visier hatte. Und wieder standen sie im Laubwald.


Guido reicht einen Fund vom 31. Oktober 2018 nach:

»Hallo Pilzfreunde,

auch in der Region Deister wachsen seit dem Oktober-Ende die Pilze, hauptsächlich Maronen und Steinpilze.

Allerdings an komplett anderen Stellen, als in den Jahren zuvor. Im Moos und unter Bäumen ist nichts zu finden. Nur an offenen, mit Gras bewachsenen flachen Stellen oder an schattigen Nordhängen stehen sie. Hier sind einige Bilder vom 31. Oktober. Auf dem Suchbild rechts sind fünf auf einen Streich.

Viel Erfolg bei der Suche, Guido«

(2 Fotos © Guido)

(Nachgereicht am 3. Oktober 2018)

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Landkreis Osnabrück: Nach Monaten gibt es endlich Pilze, die Hallimasche sogar in Plantagen


Foto: Lange hat Angelika auf solch eine Pilzausbeute warten müssen. Schon den ganzen September und Oktober über war sie vergeblich unterwegs: »Es war ein trauriger Anblick. Nur durstige Bäume - und keine Pilze.« (Foto © Angelika)

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Angelika schreibt am 31. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo liebe Pilzfreunde,

nach etlichen Regentagen kann ich heute endlich eine Erfolgsmeldung an den Pilzticker aus dem Landkreis Osnabrück senden.

Für die beachtliche Menge Maronen auf dem Foto habe ich gut zwei Stunden Suche benötigt. Die Pilze sind etwas wabbelig, da es zur Zeit sehr feucht ist und es auch schon Nächte mit Temperaturen um 0° gegeben hat. Die weichen Schwämme und Stiele habe ich deshalb vor dem Einfrieren der Pilze aussortiert.

Fundort waren Wälder um Pente und Achmer bei Wallenhorst. Viele überständige Pilze habe ich gleich im Wald gelassen. Interessant ist für mich, dass sich viele Maronen in diesem Jahr andere Standorte gesucht haben. Nicht mehr auf den offenen Flächen im Moos im Kiefern- und Fichtenwald, sondern eher im Gebüsch und an grasigen, feuchten Stellen.

Was ich noch anmerken muss, ist, dass ich noch nie solche Mengen Hallimasch gesehen habe wie in diesem Jahr. Es sind regelrechte Hallimaschplantagen.

Laut Wettervorhersage sollen die Temperaturen in den nächsten Tagen die Temperaturen auf bis zu 15° ansteigen. Ich gehe davon aus, dass die Pilzsaison noch anhält.

 Grüße aus Wallenhorst, Angelika«


Nordöstliches Umland Hannover: Ein hingestreckter Erlenstamm, überwachsen von riesigen Büscheln Lungenseitlingen


Foto: Ausgewachsene Büschel von Lungenseitlingen an einem hingestreckten Erlenstamm. Christine & Mitsammler ließen nordöstlich von Hannover viele stehen, obwohl es gute Speisepilze sind. (2 Fotos © Christine)

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Christine schreibt am 29. Oktober 2018:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

gestern waren mein Gefährte und ich im Moorgebiet nordöstlich von Hannover querfeldein unterwegs. Nachdem es dort bisher so gut wie gar keine Pilze gab, hat sie der Nieselregen in der vergangenen Woche nun doch noch hervorgelockt.

An einer umgestürzten Erle fanden wir unzählige große Büschel von Lungenseitlingen. Der Fund wiegt sicherlich mehrere Kilogramm. Wir haben jedoch nur ein paar besonders knackige Exemplare mitgenommen, denn auf moosigem Untergrund zwischen hohen Grasbüscheln unter Birken und Kiefern fanden wir zusätzlich auch Maronenröhrlinge und Birkenpilze.

Es ist bisher erst wenige Male vorgekommen, dass wir gut essbare Pilze stehen ließen, weil es einfach zu viele waren.

Allen eine schöne Woche wünscht Christine«


Foto: Die Büschel am hingestreckten Stamm waren, wie gut zu sehen, von riesigem Ausmaß. Auch die Größe ist gegenüber Doppelgängern wie dem Rillstieligen Seitling ein Erkennungsmerkmal von Lungenseitlingen.


Landkreis Celle: Die Frau und den Sohn mit einem vollen Pilzkorb endlich zum Staunen gebracht


Foto: Ein ganz neues Gefühl in diesen Tagen ist auch für Marco die Schwere des Pilzkorbes nach dem Waldgang. Wo seit Wochen, ja Monaten nur Luft im Behältnis war, liegen jetzt schöne spätherbstliche Pilze. Endlich! (2 Fotos © Marco)

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Marco schreibt am 28. Okktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

nach einer langen Durststrecke hat es im Raum Celle ordentlich geregnet und ich war guter Zuversicht, an meinen altbekannten Pilzstellen etwas zu finden. Leider erfüllte sich dieser Wunsch nicht. Also beschloss ich, ein anderes Gebiet aufzusuchen.

Nach einem spontanen Stopp wurde ich zu meiner Überraschung auf Anhieb fündig. Eine Fette Henne, ein schöner Steinpilz, Maronen (wie auf dem Foto rechts) und weitere Steinpilze aus Kiefernbeständen sammelten sich am gestrigen Tag in meinem Korb.

Sehr zufrieden kehrte ich nach Hause zurück und amüsierte mich über die Reaktion meiner Frau und meines Sohnes, da ich nach einigen vorangegangenen Ausflügen stets mit leeren Händen nach Hause gekommen war. 

Viele Grüße Marco «


Auf einmal sind bei Hambühren im Landkreis Celle die Maronen in Massen da


Foto: Dieser Fund kann sich sehen lassen! Auf einmal sprießen die Maronen in den Wäldern bei Hambühren massenhaft. Ralf und Henriette hoffen sogar auf noch mehr, vorausgesetzt, der Frost bleibt aus. (Foto © Henriette)

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Ralf schreibt am 27. Oktober 2018:

»Hallo aus Hambühren im Landkreis Celle,

heute fand Henriette nach langer Flaute endlich eine gehörige Menge Maronen.

Erstaunlicherweise waren keine anderen Speisepilze zu finden. Aber egal, so kann es gerne weitergehen! Hoffentlich bleibt es nachts frostfrei, dann geht noch was demnächst.

Schönes Wochenende, Ralf«


Zwei Prachtsteinpilze aus dem Hils, mitten im Reich der  Hallimasche


Foto: Das hat sich für Michael gelohnt! Gestern fürchtete er noch, dieses Jahr gar keine Speisepilze mehr zu finden in Hils, Ith und Solling, heute belohnte er sich mit diesen prächtigen Steinpilzgesellen im Gebiet des »Roten Fuchs«. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 25. Oktober 2018:

»Ich komme gerade aus dem Gebiet des Roten Fuchs zurück, einer Waldgaststätte zwischen Grünenplan und Holzen im Hils. 

Dort wachsen Hallimasche ohne Ende. Vor allem aber habe ich zwei stattliche Steinpilze mit einem Baby gefunden. Sie waren 16 und 13 Zentimeter hoch, ihre Hüte hatten 15 Zentimeter Durchmesser.

Bereits gestern hatte ich im Solling, und zwar im Landkreis Holzminden, einige schöne Maronenröhrlinge gefunden. Sie standen ausschließlich an den Waldrändern, die dem Regen ausgesetzt waren. Bis dahin hatte ich schon befürchtet, dieses Jahr überhaupt keine Pilze mehr zu finden.

Pilz ahoi, Mick«


Foto: Bereits gestern durfte sich Michael über diese Maronen freuen. Sie weckten seine Hoffnung, doch noch Speisepilze in diesem Jahr zu finden.


Mittellandkanal: Die Schopftintlinge verstecken sich gut vor den Frevlern, der Ästige Stachelbart prangt in bekannter Schönheit


Foto: Sie mutet regelrecht bizarr, ja exotisch an, die wunderschöne Pilzkoralle namens Ästiger Stachelbart. Er ist ein Totholzbewohner, der abgestorbenen Buchen den letzten Rest gibt. Wie bei seinem Bruder, dem Igelstachelbart, werden auch im Ästigen Stachelbart Wirkstoffe zum Einsatz gegen Tumorerkrankungen vermutet. Er könnte ihm damit als wichtiger Zucht- und Heilpilz nachfolgen. Die Chinesen wenden den »Igel« schon lange erfolgreich medizinisch an.



Gisela schreibt am 25. Oktober 2018:

»Gut versteckt wie ein Ei im Nest sind etliche Schopftintlinge am Mittellandkanal in Hannover. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen, die vor einigen Tagen den zerstörerischen Werken der Pilzfeinde zum Opfer gefallen waren, gedeihen sie, wie das Foto rechts zeigt, prächtig.

Auch der wunderschöne Ästige Stachelbart, der an gleicher Stelle bereits im Vorjahr zu bestaunen war, ist wieder da!

Wie es derzeit aussieht,  könnte - je nach Wetterentwicklung und Taten der Pilzfeinde - noch eine weitere Mahlzeit dieser ernährungsphysiologisch wertvollen Pilze möglich sein.

Viele Grüße von Gisela«

(2 Fotos © Gisela)

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Reichlich Austernseitlinge und fünf dicke Maronenröhrlinge für Agnes im Elm


Foto: Maronenröhrlinge (links) finden Austernseitlinge. Und Agnes fand beides, und die Austernpilze sogar gleich zweimal - und reichlich. (2 Fotos © Agnes)

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Agnes schreibt am 24. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

sowohl heute bei Evessen als auch bereits am 18. Oktober bei Schöppenstedt habe ich im Elm große Mengen Austernpilze an Buchenstämmen gefunden.

Von den Stürmen im vergangenen Herbst und Frühjahr liegen in diesem Höhenzug südöstlich von Braunschweig immer noch viele Buchen am Boden. Nachdem es vor etwa zwei bis drei Wochen den ersten Raureif auf den Autoscheiben gab, sind sie gut gewachsen. Viele sind allerdings auch schon zu alt und teilweise vertrocknet.

Dennoch waren diese üppigen Funde ein erfreuliches Erfolgserlebnis nach der Pilzflaute der letzten Wochen.

Heute gab es zu meiner Überraschung noch fünf dicke madenfreie Maronenröhrlinge dazu.

Liebe Grüße Agnes«


Foto: An diesem umgestürzten Baum fand Agnes ihres Austernpilze. Wie es aussieht, konnte sie sie in passabler Höhe bequem ernten.


Hannover: Selbst das Wasser- und Schifffahrtsamt kriegt die köstlichen Schopftintlinge nicht klein


Gisela schreibt am 18. Oktober 2018:

»Die robusten Schopftintlinge (Foto rechts) trotzen den radikalen  Eingriffen des Wasser-und Schifffahrtsamtes an den Uferbereichen des Mittellandkanals. Ebenso scheint ihnen der fehlende Regen nichts auszumachen. Auch in diesem Jahr sind sie eine prächtige Augenweide und Gaumenfreude.

Viele Grüße aus Hannover von Gisela«

(Foto © Gisela)

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Viele leckere Wiesenchampignons im Vogler

Sabine schreibt am 16. Oktober 2018:

»Hallo,

derzeit stehen bei uns im Vogler noch viele Wiesenchampignons auf den Weiden. Allerdings sind viele schon »zu erwachsen«. Bereits um den 7. Oktober herum hatte ich einen mittelgroßen Korb voll nach Hause gebracht.

Beim Putzen kamen mir Bedenken, ob es nicht doch Karbolegerlinge sein könnten, denen ich vor Jahren schon einmal auf den Leim gegangen war. Als ich sie aber probierte, waren sie echt und sehr lecker.

Die Menge an Wiesenchampignons überrascht mich dieses Jahr außerordentlich, denn es gab viele Jahre keine.

Meine Vermutung: Es fehlte in diesem Jahr der s a u r e Regen!

Mit freundlichen Grüßen, Sabine«

Hallo Sabine,

dass es dieses Jahr so viele Wiesenchampignons gibt, geht auf die über Monate von der Hitze regelrecht »aufgebackene« Erde zurück. Folgt dann der Regen, so erscheinen speziell Wiesenchampignons bald daruf in wahren Massen. Mehr dazu findest Du hier.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Deister ohne Speisepilze, dafür aber mit forstwirtschaftlich verwüsteten Waldlandschaften

Matthias schreibt am 28. September 2018:

»Nachdem es bei uns im Raum Hannover ausgiebig geregnet hat, war ich frohen Mutes, meine altbekannten Pilzstellen im Deister aufzusuchen.

Es bot sich mir ein jämmerlicher Anblick. Wo letztes Jahr noch Massen an Trompetenpfifferlingen wuchsen, ist der Waldboden nun nach einer ausgiebigen Baumfällung im Dezember weitflächig durch schweres Räumgerät zerstört. Mächtige Rotbuchen und auch Eichen wurden gefällt, sie dienen vermutlich nur noch als Europaletten oder Brennholz. Da können einem nur die Tränen kommen bei diesem Anblick.

Die einzigen Pilze, die ich fand, waren Grünblättrige Schwefelköpfe an einem alten Baumstubben. Ansonsten nichts. Es bleibt mir nur die Hoffnung auf Schleswig-Holstein am Sonntag. Mein Cousin findet dort prächtige Steinpilze, Maronen und Rotkappen.

Beste Grüße aus Hannover, Matthias«

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Arne freut's: Auch im Raum Uelzen sind die Steinpilze da


Arne schreibt am 16. September 2018:

»Hallo,

ich habe gestern ohne große Hoffnungen in meinem Steinpilzwald im Raum Uelzen eine Runde gedreht. Ich konnte es kaum fassen, fand wunderschöne Steinpilze. Anbei ein Foto von einer Fundstelle.

Ich hoffe, ich kann Euch etwas Mut machen!

Liebe Grüße Arne«

(Foto © Arne)

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Region Jümme: Philips erster Flocki war so richtig lecker

Philip schreibt am 13. 9.2018:

»Moin,

gerade fand ich in der Region Jümme einen Flockenstieligen Hexenröhling. Leider habe ich ihn in meinen Fingern fotografiert (Foto rechts). Ich briet ihn mir spontan und muss sagen, ich bin ganz begeistert von seinem Geschmack. Ich kannte diese Art noch nicht.

Sonnige Grüße aus Ostfriesland, Philip«

(Foto © Philip)


Erste Steinpilzfunde auch im Oldenburger Land - ausschließlich am Waldrand


Foto: Sie sind zum Teil noch begrast und bemoost, die Steinpilze. Genau dort, nämlich im Gras und Moos, standen sie auch. Und zwar ausschließlich am Waldrand. Im Wald selbst, so Nico, sei es noch »sehr trocken«. (Foto © Nico)

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Nico schreibt am 11. September 2018:

»Moin Moin,

Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit den Pilzticker und wollte von unserer heutigen Suche auch einmal eine Meldung abgeben.

Nach den Regenfällen der vergangenen Woche sind wir heute auch einmal im Oldenburger Land losgezogen, um unsere Stellen zu prüfen.

Nach einigen Maronen zu Beginn wurden wir dann doch noch mit ein paar tollen Steinpilzen belohnt. Die moosigen Stellen und Gräben an Waldrändern waren heute der Schlüssel zum Erfolg.

Insgesamt hat der Regen aber hier noch nicht gereicht, um den Wuchs auch in den Wäldern anzukurbeln. Dort ist es noch sehr trocken.

Beste Grüße Nico«


Ein ganzer Hexenring von köstlichen Safranschirmlingen für Philip


Foto: Safranschirmlinge röten schnell und deutlich bei Schnitten, egal ob am Stiel oder am Hut. Sie wachsen häufig als Hexenring - und schmecken ausgezeichnet! (2 Fotos © Philip)

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Philip schreibt am 9. September 2018:

»Moin,

gestern fand ich einen großen Hexenring mit Safranschirmlingen. Ein paar weit geöffnete Hüte nahm ich mit und briet sie parniert in Butter aus. Köstlich! Zu erkennen sind die Schirmlinge am besten an den rötlich anlaufenden Stellen bei Verletzungen. Mein Fundgebiet war an der Jümme.

Sonnige Grüße aus Ostfriesland, Philip«


Foto: Hier hat Philip einen Hexenring von Safranschirmlingen fotografiert. Stößt man auf einen solchen, so kann man meist gute Ernte machen.


Satte Wiesen mit dicken weißen Bollen in Ostfriesland


Foto:Im Hochschwarzwald schießen derzeit die Steinpilze, auf den satten Wiesen Ostfrieslands die Riesenboviste. Auch das ist ein schönes Fotomotiv! (Foto © Helga)

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Helga schreibt am 9. September 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

anbei ein Foto von Riesenbovisten, heute entdeckt auf einem Rasen in einer Siedlung in Ostrhauderfehn in Ostfriesland.

Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag, Helga«


Echte Schafchampignons vom Deich für Philip


2 Fotos: Eine kleine Ansammlung von echten Schafchampignons und einem Flaschenbovist, den wir ganz oben rechts sehen. Schafchampignons schmecken hervorragend, nämlich leicht nach Anis; sie werden deshalb auch Weiße Anischampignons oder Weiße Anisegerlinge genannt.

Dass der Schönste hier in Übergröße gezeigt wird, hat seinen Grund: auf Druck gilben Schafchampignons, was hier sichtbar ist. Hinzu kommt die schwach gelbliche Fleischfärbung beim Anschnitt. Und auf dem Teller eben sein feines Anisaroma. Wiesenchampignons gilben nicht, sie röten. Und schmecken kaum nach Anis.


Philip schreibt am 2. September 2018:

»Moin,

heute Morgen fand ich einen Rotfußröhling und gerade eben am Deich ein paar schöne Schafchampignons und einem Flaschenbovist. Es geht los!

Unser Gebiet: Samtgemeinde Jümme in Ostfriesland.

Liebe Grüße!«

(2 Fotos © Philip)

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Auch im Raum Goslar haben die Bäume genügend Wasser für Speisepilze übrig


Georg schreibt am 2. September 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zunächst ein Kompliment für die gelungene Seite, die ich schon seit Jahren beobachte.

Auch bei uns im Vorharz, genauer im Landkreis Goslar, sind die Niederschlagsmengen der letzten Wochen so gering ausgefallen, dass kaum oder gar keine Pilze zu finden sind.

Trotzdem ist mir heute ein Erstfund gelungen: an einem Eichenstumpf wuchsen einige Ochsenzungen (Leberreischlinge).

Aus Neugierde habe ich ein junges Exemplar (2 Fotos rechts, schon geschnitten) mitgenommen und gebraten. Nur mit Salz und Pfeffer gewürzt, erinnerte dieser Pilz tatsächlich entfernt an Fleisch.

Ich würde sogar behaupten, dass er z.B. in einem Wokgericht eine ganz gute Figur machen könnte.

Auf ergiebigen Regen hoffend, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.

Georg«

(2 Fotos © Georg)

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Die Wiesenchampignons bei Bramsche folgen genau dem Musterablauf von langer Dürre und erstem Regen


Thomas schreibt am 20. August 2018:

»Hallo,

heute habe ich bei uns auf der Kuhweide viele Champignons entdeckt. Die
letzten Jahre konnte ich auf dieser Weide nie welche finden - um so
erstaunter war ich bei dem heutigen Anblick. Deshalb bin ich mir auch nicht so ganz sicher.

Wir wohnen in der Nähe von Bramsche.

Liebe Grüße Thomas«

(Foto © Thomas)

Hallo Thomas,

das sind lupenreine Wiesenchampignons. Wie hier vom Pilzexperten Peter Karasch von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) beschrieben, wachsen sie - oft nach Jahren des Ausbleibens - meist als erste Speisepilze etwa 10 bis 14 Tage nach Regenfällen, die eine lange heiße Trockenperiode beendeten. Genau so dürfte es bei Euch in Nordwestdeutschland nach meiner Wetterbeobachtung abgelaufen sein.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Hannover: Die Ochsenzunge aus der Eilenriede schmeckte Gisela »recht gut«


Foto: Eine junge Ochsenzunge (Leberreischling) wie hier auf dem Bild blutet beim Schneiden des frischen Fruchtkörpers, der an ein saftiges Steak erinnert, roten Saft aus. In der Türkei wird der Pilz deshalb Biftek Mantari genannt. Er hat, wie Gisela treffend urteilt, einen »recht guten« und damit keinen sehr guten Geschmack. (Foto © Gisela)

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Gisela schreibt am 21. Juni 2018:

»Trotz der langen Trockenheit wachsen Pilze!

In der Eilenriede in Hannover fand ich vor zwei Tagen eine frische Ochsenzunge (Leberreischling). Ausreichend lange gewässert, dann mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Mehl gewendet, schmeckt sie mir kross gebraten mit etwas Zitronensaft zu Kartoffelbrei und gemischtem Salat recht gut.

De gefundenen Rotfußröhrlinge waren hingegen völlig verwurmt und nicht mehr verzehrfähig.

Viele Grüße aus Hannover, wo es gerade kräftig geregnet hat, an alle Pilzfreunde von Gisela«


Morchelflüsterer Damian: Überall warten schon die Morcheln


Foto: Ja, sie sind bereits hinüber, diese Speisemorcheln. Es wäre ausgesprochen gefährlich, sie noch zu essen, denn zu dem Hämolysin, ein Gift, das beim Erhitzen zerfällt, weshalb man sie nie roh essen darf, kämen noch die beim Verfaulen anfallenden Schimmelgifte hinzu. Mir ist ein Fall geläufig, bei dem ein Arzt(!) sie einmal roh aß. Er litt gut zwei Tage lang an schweren  Magen- und Darmkrämpfen und war völlig erschöpft. (Foto © Damian)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Damian schreibt am 2. Mai 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

es ist mir schon fast etwas peinlich, aber ich habe heute tatsächlich schon wieder Speisemorcheln gefunden. Es war wieder nur ein blöder Zufall. Es heißt ja, wer suchet, der findet. Dieser Aussage muss ich leider widersprechen, zumindest, was die Suche nach Morcheln angeht.

Diesmal haben mich die Morcheln in Bad Nenndorf im Kurpark gefunden, direkt neben einer kleinen bewucherten Stelle, wo viel Aronstab wuchs. Ich ließ die Speisemorcheln allerdings stehen, denn erstens waren es nicht viele und zweitens waren sie nach meinem Eindruck schon etwas zu alt. Dennoch war es erneut eine Riesenfreude, etwas Begehrtes zu finden, was man gar nicht sucht.

Nicht du findest die Pilze, sondern die Pilze finden dich! Das ist für mich jetzt schon der Satz des Jahres 2018!

Ich habe langsam das Gefühl, dass ich ein Morchelflüsterer bin, denn überall, wo ich hingehe, scheinen sie bereits auf mich zu warten.

Gruß Damian«

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Hannover: In der Eilenriede tanzen auch die Pilze in den Mai


Foto: Sie erinnern ein bisschen an Mandarinenspalten, doch es sind Stücke vom Schwefelporling (links) und Maipilze. (Foto © Gisela)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Gisela schreibt am 1. Mai 2018:

»Zum 1. Mai gibt es Leckeres aus der Eilenriede: Schwefelporlinge und Maipilze mit grünem Zubehör.

Viele Grüße von Gisela«


Morcheln finden, vor allem, wenn man nicht nach ihnen sucht


Damian schreibt am 28. April 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

Ich musste heute an den Spruch denken:

»Nicht du suchst die Pilze, die Pilze suchen dich.«

Besser könnte man es heute nicht ausdrücken. Als ich um 15 Uhr von der Arbeit nach Hause kam und eigentlich Fußball gucken wollte, rief mich ein Freund an, ob ich nicht spontan beim Umzug helfen möchte. Eigentlich hatte ich keine große Lust, aber ich konnte nicht nein sagen.

Vor Ort in Hagenburg, nicht weit vom Steinhuder Meer, wollte ich auch gleich mit anfassen, als ich im Augenwinkel etwas Morchelähnliches bemerkte. Und tatsächlich waren Spitzmorcheln auf einer cirka 2 mal 2 Quadratmeter großen Fläche mit Rindenmulch gewachsen (2 Fotos rechts). Da musste ich sofort an deinen Kommentar zu meinem Speisemorchelfund (Eintrag vom 22. April 2018) denken.

Es waren zwar nicht viele und ich war etwas spät dran, aber die Überraschung war dennoch perfekt. Nur ein paar Tage früher, und ich hätte reichlich ernten können, denn es standen viele bereits reichlich überständige im Beet.

Also immer die Augen aufhalten um diese Zeit, denn Morcheln können überall auftauchen - vor allem, wenn man nicht nach ihnen sucht.

Gruß Damian«

(2 Fotos © Damian)


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