Pilz-Ticker-Niedersachsen



Pilz-Ticker-Niedersachsen




Hier geht's zur

Übersicht aller bisherigen Niedersachsen-Pilzticker




Feine Spitzmorcheln

adeln unübertrefflich erlesene Gerichte.

Exklusive biozertifizierte Spitzenware.

Jetzt kaufen - natürlich bei Pilze Wohlrab.





Hannover: Die Judasohren begeistern nicht nur Arnold, sondern auch seine chinesische Nachbarin


Foto: Der erste Fund von Judasohren begeisterte nicht nur Arnold, sondern vor allem seine chinesische Nachbarin, die ihm gleich mit einem guten Kochrezept zur Seite stand. (3 Fotos © Arnold)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Arnold schreibt am 4. Februar 2021:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

im Seelhorster Wald und im Expo-Park in Laatzen in Hannover wachsen momentan schöne Samtfußrüblinge und Judasohren.

Da diese Pilzarten noch neu auf meiner Suchliste sind, habe ich zur Verzehrfreigabe sicherheitshalber einen Pilzsachverständigen aufgesucht.

Einen Teil der Samtfußrüblinge habe ich für eine Omelettfüllung verarbeitet, der Rest blieb zum hoffentlich gedeihlichen Weiterwachsen im Wald zurück.

Für die Judasohren habe ich ein tolles Rezept von unserer chinesischen Nachbarin bekommen. Sie war ganz aus dem Häuschen über die Funde beider Pilzarten. Die Judasohren kennt sie unter dem Namen Mu-Err, was soviel wie Holz-Ohr heißt. Auch von ihnen habe ich die Kleinen übrigens stehen gelassen. Es handelt sich um eine unglaublich ergiebige Stelle mit sehr alten Holunderbäumen. Jetzt weiß ich endlich, wie es auszusehen hat, wenn man diese Pilze erfolgreich suchen will.

Interessant finde ich auch, woher der Name Judasohr nach der Legende stammt: der Jünger und Apostel Judas Ischariot soll sich, nachdem er Jesus' Aufenthaltsort im Garten Gethsemane der Polizei verraten hatte, was zu dessen Kreuzigung führte, an einem Holunderbaum erhängt haben.

Ich bereite mich jetzt langsam auf die Morchelzeit vor und suche Stellen, die der angeforderten Charakteristik entsprechen könnten. Heute habe ich zwei Plätze mit sehr vielen Schneckenhäusern gefunden. jetzt müsste ich nur noch eine winterliche Esche erkennen können...

Viele Grüße aus Hannover, Arnold«

Pilz-Ticker-Niedersachsen


2 Fotos: Arnold begeistert die Winterpilzsuche. Nach schönen Austernpilzfunden hat er nun Samtfußrüblinge (links) und Judasohren (rechts) entdeckt, die er vorsorglich von einem Pilzberater bestimmen und sich zum Verzehr freigeben ließ.

Pilz-Ticker-Niedersachsen





Diese Austernseitlinge schmeckten Arnold ausgezeichnet


Arnold schreibt am 4. Februar 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

im Gegensatz zu meinem letzten Fund von Austernpilzen, die mir überhaupt nicht schmeckten - siehe die Pilznachricht hierunter - waren die Exemplare, die ich jetzt im Schaumburger Wald westlich Stadthagen fand, eine wahre Delikatesse.

Jetzt weiß ich auch, warum dieser Pilz »Kalbfleischpilz« genannt wird. Einmalig intensiver, jedoch nicht aufdringlicher Geschmack, dazu eine feste Konsistenz. Ein krasser Unterschied zu den vorigen Pilzen! 

Damit hat sich die Anmerkung von Thomas im Pilz-Ticker Baden-Württemberg (Tageseintrag vom 9. Januar 2021) bewahrheitet, wonach der Geschmack dieser Pilzart maßgeblich von der botanischen Art seines Wirtsbaumes abhängt.

Viele Grüße Arnold«

(2 Fotos © Arnold)

Anmerkung: Schade, dass die Baumart, an der die Pilze wuchsen, nicht benannt wurde, denn darum ging es Thomas in seiner Betrachtung. Nach dem Foto ist die Art nicht eindeutig zu erkennen, fast könnte man meinen, es handele sich um einen toten Fichtenstamm, an dem Austernpilze in seltenen Fällen auch wachsen.

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Foto: Diese Austernpilze schmeckten Arnold hervorragend, ganz im Gegensatz zu denen, die er laut seiner Nachricht vom 6. Januar gegessen und für nicht wohlschmeckend befunden hatte.

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Arnold vergibt ein klares geschmackliches Plus für die Zuchtform der Austernpilze gegenüber den wild wachsenden


Foto: Wild wachsende Austernpilze wie diese findet Arnold nicht so wohlschmeckend wie die Zuchtform. Womit er durchaus Recht haben dürfte: die Zuchtpilze schmecken milder, pilzig-nussiger. Auch Pilzgourmet Stefan vom Pilz-Ticker Hessen sagen die wild wachsenden Austernpilze nicht zu. (2 Fotos © Arnold)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Arnold schreibt am 6. Januar 2021:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

momentan gehe ich im Seelhorster Wald im Stadtgebiet von Hannover auf die Suche nach Austernseitlingen. Als Koch interessiert mich der Vergleich zwischen den Wildpilzen und den Zuchtpilzen aus dem Supermarkt.

Geschmacklich war der Unterschied klar zu merken: überraschenderweise waren die Freilandpilze nicht aromatischer, was ich eigentlich erwartet hatte. Nun reizt es mich, mit den Pilzen einige neue Rezepte auszuprobieren.

Einen guten Start ins Jahr 2021 mit viel Gesundheit!

Arnold«


Foto: Dies könnte doch glatt der Bach sein, über dem Michael und Thomas vom Pilz-Ticker-BaWue einen mit Austernpilzen bewachsenen alten Rotbuchenstamm bei Hochstetten im Landkreis Karlsruhe mehrmals abgelichtet hatten. Das Bild zeigt aber einen Bachverlauf im Seelhorster Wald, unweit von der Eilenriede in Hannover, Deutschlands größtes geschlossenes innerstädtisches Waldgebiet. Auch dieser Stamm wird von (alten) Austernpilzen besiedelt.


Die gut observierten Samtfußrüblinge waren zu Weihnachten reif für die Ernte


Foto: Von den vielen Samtfußrüblingen sind nur noch die Hüte übrig geblieben. So ist es richtig, denn die Stiele sind für den Verzehr kaum geeignet, weil sie zu hölzern sind. (2 Fotos © Gisela)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Gisela schreibt am 27. Dezember 2020:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzbegeisterte,

auf einer Länge von ca. 50 Metern entlang eines Weges in der Eilenriede habe ich am 1. Weihnachtstag die bereits observierten Samtfußrüblinge und dazu an mehreren anderen gefällten Baumstämmen viele weitere entdeckt und mitgenommen. Das war ein schönes Weihnachtsgeschenk der Natur. Etliche aus der Borke hervorlugende Winzlinge werden in der nächsten Zeit erntereif sein.

30 tote Rotbuchen im Deister! Wie schrecklich! In anderen Wäldern sah ich in den letzten Jahren Ähnliches.

Ich hoffe, dass alle, die regelmäßig diese Seite lesen, und Heinz-Wilhelm, der dafür sorgt, dass das möglich ist, ein schönes Weihnachtsfest hatten. Für 2021 wünsche ich uns allen ein coronafrei werdendes Jahr!

Viele Grüße aus Hannover von Gisela"


Foto: Sie waren nach einer Zeit der Observierung nun groß und reif für die Ernte geworden, die schönen Samtfußrüblinge, die hier mit einer Schmetterlingstramete konkurrieren.


Ein vegetarisches Festmahl mit frischen gebratenen Wildpilzen


Foto: Bei Christine gab es ein festliches vegetarisches Abendessen: gebratene Waldpilze mit Apfelrotkohl, Wildreis und Meerrettichsoße. Dazu frischen gemischten Salat mit Walnussöl-Ingwer-Vinaigrette. (2 Fotos © Christine)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Christine schreibt am 27. Dezember 2020:

"Guten Tag Heinz-Wilhelm,

am zweiten Weihnachtsfeiertag war ich mit meinem Gefährten im Moorgebiet nordöstlich von Hannover zu Fuß unterwegs. Es war die letzten Tage recht kühl – etwa plus 10 bis etwa minus 3 Grad Celsius - und mit teils kräftigen Regenschauern „winterpilzfreundlich" gewesen. Deshalb haben wir an hingestreckten Erlen nach Seitlingen geschaut.

Dort, wo wir unlängst noch wie berichtet auf „Nachwuchs" gehofft hatten, war dieser leider schon von Mäusen verzehrt worden. Dafür fanden wir an mehreren anderen Erlen kleine, frische Fruchtkörper von Lungen- und Austernseitlingen. Die größeren Büschel haben wir mitgenommen.

Sie ergaben fein geputzt und zusammen mit ein paar getrockneten, eingeweichten Judasohren für uns ein festliches, vegetarisches Abendessen.

Ihnen und allen Pilzfreunden wünsche ich ein paar ruhige, erholsame Tage zwischen den Jahren und ein schönes, ertragreiches Pilzjahr 2021.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

Liebe Grüße aus Hannover von Christine"


Foto: Die größeren Büschel von Austernseitlingen wie dieses hat Christine mitgenommen.


Trompetenpfifferlinge für den Weihnachtsrehrücken mit einem faden Beigeschmack über die »Forstwirtschaft« im Deister


Matthias schreibt am 25. Dezember 2020:

»Frohe Weihnachten an alle Pilzsammler und vor allem an dich, Heinz-Wilhelm!

Es sollte ein fröhlicher Weihnachtsgang im lichtdurchfluteten Deister werden. Doch leider musste ich zum Ende meiner Runde ein trauriges Bild ertragen. Vor mir lagen ca. 30 frisch gefällte Rotbuchen.

Es war ein kleiner Trost, dass ich zwischen den dicken Baumstämmen noch einige Trompetenpfifferlinge finden konnte. Da ich nicht die Hoffnung habe, dass Rückepferde eingesetzt werden, wird es wohl nicht lange dauern, bis schweres Gerät eingesetzt wird, um die großen Baumstämme abzutransportieren.

Hoffentlich verrotten sie nicht wie ein bereits aufgestapelter Haufen am Wegesrand, der hier seit drei Jahren liegt.

Festzuhalten bleibt, dass damit wieder ein wunderschönes Pilzgebiet vernichtet wurde.

Somit werde ich mir die letzten Trompetenpfifferlinge am Rehrücken mit ein wenig Wehmut schmecken lassen.

Liebe Grüße Matthias«

Pilz-Ticker-Niedersachsen


2 Fotos: Ein trauriger Anblick - und noch ein trauriger Anblick. Was wir hier sehen, nennt die behördliche Obrigkeit allen Ernstes »Forstwirtschaft« oder »Waldbewirtschaftung«. Kraut- und Rübenwirtschaft wäre noch ein harmloser angemessener Ausdruck.

Noch schlimmer aber ist es, wenn selbst ernannte »Naturschützer« oder »Umweltschützer« über den kleinen arglosen Pilzsammler herfallen, weil der angeblich das vorgeschriebene Sammellimit überschritten hat. Warum wenden diese hypermoralisierenden »Umweltschützer« sich eigentlich nie an die Waldeigentümer bzw. Betriebe, die für Zumutungen wie die hier ersichtlichen mit der großflächigen Zerstörung einer über viele Jahrzehnte gewachsenen Waldlandschaft verantwortlich sind? (3 Fotos © Matthias)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Samtfußrüblinge en miniature in der Eilenriede

Gisela schreibt am 18. Dezember 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

in der Eilenriede in Hannover entdeckte ich gestern an der bekannten Stelle die ersten Samtfußrüblinge en miniature (Foto rechts). Noch in diesem Jahr dürften sie erntereif werden. Am Mittellandkanal sah ich heute zwei einsame Schopftintlinge.

Denen, die zu fortgeschrittener Jahreszeit noch tolle Pilzfunde hatten, gratuliere ich dazu. Euch allen wünsche ich ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten, vor allem coronafreien Start in das Jahr 2021.

Viele Grüße aus Hannover von Gisela«

(Foto © Gisela)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Judasohren aus dem Elm als Weihnachtsgeschenk


Foto: Da ist allerhand zusammengekommen an frischen Judasohren. Die späten Ziegenlippen waren zahlenmäßig nicht ganz so viele...


Agnes schreibt am 15. Dezember 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

auf einer Runde im südwestlichen Elm fand ich heute schöne Judasohren an einem alten Holunderstamm und, oh Wunder, noch drei kleine knackige Ziegenlippen.

Die Judasohren nehme ich gerne in einer chinesischen Pfanne oder in der Hühnersuppe. Einen Teil aber werde ich gesäubert und getrocknet zu Weihnachten einer Freundin schenken, die diese Pilze sehr schätzt.

Liebe Grüße, Agnes aus Sickte«

(2 Fotos © Agnes)

Pilz-Ticker-Niedersachsen




Spätes Vergnügen für Matthias & Co. bei der Suche nach Trompetenpfifferlingen im sauerstoffreichen, diesigen Deister


Matthias schreibt am 6. Dezember 2020:

»Herzliche Grüße zum Nikolaustag aus dem diesigen Deister.

Nun hat es doch noch geklappt mit meinen geliebten Trompetenpfifferlingen. Wie letztes Jahr, zeigen sie sich auch diesmal wieder an den altbekannten Stellen. Zudem fanden wir noch 1 Semmelstoppelpilz, schöne Stockschwämmchen, 1 Lärchenröhrling und 3 Austernseitlinge.

Der gewünschte Dezembersteinpilz war leider durch den Frost der letzten Tage nicht mehr zu gebrauchen, ebenso 3 Maronen und ein letzter Flockenstieliger Hexenröhrling.

Die herbeigesehnten Herbsttrompeten werden sich wohl nicht mehr einstellen. Dennoch war es ein wunderschöner Marsch durch den sauerstoffreichen, diesigen Deister. Eine Wohltat, nicht nur für unsere Lungen.

Wir wünschen dir und allen begeisterten Pilzsammlern ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Liebe Grüße, Matthias«

(2 Fotos © Matthias)

Lieber Matthias,

das wünsche ich auch Dir und Deinen Lieben. Der Deister ist ein herrliches Pilzterrain - und nicht nur das. Habe schönste Erinnerungen an zwei Volksläufe in Bredenbeck, an denen ich anfangs der 1980er Jahre teilgenommen hatte. Laufen in wunderbarer Waldlandschaft!

Geruhsame und besinnliche Wintertage - und freudiges Wiederlesen im nächsten Jahr!

Beste Grüße, Heinz-Wilhelm

Pilz-Ticker-Niedersachsen



Berkhof: Ein Pilzgang der Überraschungen für Uwe und Pascal


Foto: Mit allem hatte Uwe gerechnet, aber nicht mit so gut gefüllten Pilzkörben zum 1. Advent. (4 Fotos © Uwe)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Uwe schreibt am 29. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

die tollen Reizkerfunde von Agnes haben mich am Samstag in Begleitung meines Neffen wieder in meinen Stammwald nach Berkhof gelockt.

Die letzten Tage und Nächte war es schon ziemlich kalt, so dass ich, Frostschnecklinge ausgenommen, keine große Hoffnung auf Funde hatte. Doch ich wurde wieder einmal angenehm überrascht.

Die beinahe erwarteten Frostschnecklinge machten sich sehr rar oder waren schon überständig. Aber vielleicht doch ein paar Edelreizker...?

Also auf zu meinen vertrauten Reizkerstellen. Und tatsächlich, Edelreizker in bester Qualität ließen sich finden. Aber nicht nur sie: auch Maronen, Sandröhrlinge, drei Butterpilze, Buckeltäublinge und sogar noch ein Perlpilz, alle knackig, jung und frisch, wanderten in unseren Korb.

Auf dem Rückweg meinte mein Neffe: »Kommen wir nicht gleich an die Stelle, wo bei unserer letzten gemeinsamen Tour die Hexenröhrlinge standen?« »Junge«, antwortete ich, »wir wollen unser Glück mal nicht zu sehr strapazieren. Das wäre ja ein Ding, wenn wir so einen Fund noch hätten!«

Da lächelte mich linker Hand vor einem Gebüsch ein schöner Täubling an, den ich mir holte. Als ich mich umwandte, traute ich meinen Augen kaum: Pascal kniete schmunzelnd auf dem Weg und hielt einen stattlichen Flockenstieligen Hexenröhrling in der Hand. Ist es nicht verrückt, was einem das Pilzesammeln so alles an Überraschungen beschert?!

Nach knapp vier Stunden machten wir uns, überwältigt von diesen tollen Spätfunden,  wieder auf den Heimweg.

Liebe Grüße aus Hannover von Uwe und Pascal«

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Foto: Die knackigen Maronenröhrlinge standen dicht an dicht. Besser können sie auch im September oder Oktober kaum wachsen.

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Foto: Mit einem Dickröhrling wie einer Flockenstieligen Hexe hatte Uwe nun gar nicht mehr gerechnet. Doch Neffe Pascal hatte es geahnt...


Erst 10 Tage unter Beobachtung, dann Hauptdarsteller im sonntäglichen Nachtmahl


Foto: Sie standen seit zehn Tagen unter Beobachtung: Lungenseitlinge im Moorgebiet nordöstlich von Hannover, die am Sonntag zu Hauptdarstellern in einem Nachtmahl wurden. (3 Fotos © Christine)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Christine schreibt am 23. November 2020:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

am Wochenende waren mein Gefährte und ich zu Fuß im Moorgebiet nordöstlich von Hannover unterwegs.

Am Stamm einer umgebrochenen Erle beobachteten wir dort seit ca. 10 Tagen das Heranwachsen einer Ansammlung von Lungenseitlingen. Anfangs waren diese mit 3 - 4 Zentimetern Durchmesser noch Pilzbabies.

Mehrfache kurze Regenfälle hielten den Erlenstamm bei Temperaturen zwischen 3 und 12 Grad in den letzten Tagen feucht. So entwickelte sich aus den Minipilzen ein prächtiges Büschel gesunder Seitlinge, das wir am Samstag ernten konnten.

Zusammen mit ein paar Maronen, wohl die letzten für dieses Jahr, kamen die Seitlinge fein geputzt und zerschnitten am Sonntag in die Pfanne. Ein köstliches vegetarisches Nachtmahl! An demselben Erlenstamm zeigen sich weitere, noch ganz kleine Lungenseitlinge und geben Hoffnung auf weiteren Ertrag.

Liebe Grüße aus Hannover von Christine«

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Foto: Ein köstliches vegetarisches Nachtmahl mit Lungenseitlingen und einigen Maronen sowie knackfrischem Salat, das es am Sonntag bei Christine gab.

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Foto: Und hier gibt es bereits Nachwuchs der Lungenseitlinge. Bei den violetten Nestern mit den quirlig verwachsenen kleinen Pilzen dürfte es sich um Büschel des ungenießbaren Großsporigen Gallertbechers handeln.


Eine späte Krause Glucke, vermutlich irgendwo in oder bei Hannover


Arnold schreibt am 23. November 2020:

»Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

sm Wochenende habe ich die erste Krause Glucke dieses Jahres gefunden, siehe Foto rechts. Sie war zwar noch klein, aber es war eine tolle Überraschung!

Viele Grüße aus Hannover, Arnold«

(Foto © Arnold)

Anmerkung: Leider fehlt hier die Angabe zum Fundort, was bei einer so späten Krausen Glucke im Jahr mehr als interessant wäre

Pilz-Ticker-Niedersachsen





Tolle Edelreizker bei Gifhorn, junge knackige Steinpilze im Elm: Wo soll das noch enden?


Foto: Vorne ruht der große Pilzkorb, bereits vorzeigbar gefüllt mit Edelreizkern, hinten ruht ein älterer Herr, der sich über die lange Pause besonders freute. (2 Fotos © Agnes)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Agnes schreibt am 22. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute war ich wieder mal westlich von Gifhorn in der Heide unterwegs. Das sind für mich immerhin rund 45 km zu fahren, aber ich liebe diesen Heidewald.

Vereinzelt gab es Edelreizker, Speisetäublinge und Apfeltäublinge auf den moosbewachsenen Wegen. Sogar einen Hexenröhrling und eine kleine Krause Glucke fand ich noch.

Die Maronenröhrlinge waren in der Regel sehr mit Wasser vollgesogen, so dass ich sie meist stehen ließ. Eine große Sammelstelle mit langer Pause für meinen schon etwas älteren Labrador fand ich dann abseits der Wege in einem recht jungen lichten Kiefernwald. Während ich die teils über 100 Gramm schweren tadellosen Reizker erntete, ruhte er sich aus. 

Die herrlich orange leuchtenden Pilze standen dort in allen Wachstumsstadien, von ganz jung bis riesengroß, teils auch hochbetragt und überständig.

Im Elm in meinem Landkreis Wolfenbüttel fand ich in den letzten zehn Tagen immer wieder mal einige Steinpilze, teils unter stattlichen Buchen an den sonnenbeschienenen Wegrändern, teils auf Moos im lichten Fichtenwald. Vorgestern entdeckte ich sogar einige sehr junge knackige! Sie wachsen also immer noch nach, und solange es nicht Frost gibt, werde ich weiterhin Ausschau halten.

Grüße von Agnes aus Sickte«

Nachtrag: Agnes berichtet, dass sie am 23. November erneut vier knackige Steinpilze im Elm gefunden habe


Foto: So viele herrlich schmeckende Edelreizker, gefunden von Agnes so spät im Jahr westlich von Gifhorn. Wenn das der Uwe aus Hannover wüsste...





Bremen-Nord: Der Königsfund landete sofort im Gefrierschrank und wird im festlichen Weihnachtsmenü aufgeboten


Peter schreibt am 19. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die milde Witterung und die angespannte Corona-19 Lage bieten weiterhin gute Voraussetzungen für ausgedehnte Waldspaziergänge mit dem Pilzkorb. Vornehmlich die Trompetenpfifferlinge, Semmelstoppelpilze (kleine, leicht hellbräunliche, die ich zum Sauereinlegen verarbeitete, und große weiße Exemplare, die ich nicht mitnahm), Stockschwämmchen, Braune Raslinge und Fichtenreizker sind eine lohnende Beute auf unseren Streifzügen nördlich von Bremen.

Mitunter tauchen noch Maronen in kleinen Gruppen auf und nur ganz vereinzelt finden sich Flockenstielige Hexenröhrlinge und Mönchsköpfe.

Am Ende meines vierstündigen Ausflugs fand ich noch einen kapitalen, durchweg gesunden Steinpilz von 620 Gramm (2 Fotos rechts). Das war zu einem Zeitpunkt, als ich schon kaputt war und gar keine große Lust mehr hatte.

Der Königsfund landete zuhause unversehens im Gefrierschrank. Er darf davon ausgehen, im Rahmen unseres festlichen Weihnachtsmenüs aufgeboten zu werden.

Lieben Gruß aus Bremen-Nord - und bleib(t) gesund!

Peter«

(4 Fotos © Peter)

Pilz-Ticker-Niedersachsen




2 Fotos: Sie nahm Peter mit: Links die Braunen oder Büscheligen Raslinge landeten ebenso in seinem Korb wie einige Mönchsköpfe (rechts).

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Ein überraschend guter Spätfund für Uwe bei Berkhof


Foto: Nach zähem Beginn füllte sich Uwes Korb im Verlaufe seines Waldganges bei Berkhof doch noch sehr ansehnlich. Menge, Vielfalt und die Qualität der Pilze überraschten ihn angenehm. (3 Fotos © Uwe)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Foto: Hoher Besuch für die Frostschnecklingsfamilie: nicht nur Uwe, auch ein Maronenröhrling war gerade zugegen.


Uwe schreibt am 15. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

vorletztes Wochenende hatte ich ja bereits die ersten Frostschnecklinge gefunden. Also machte ich mich heute Morgen bei schönstem Pilzsammelwetter wieder auf nach Berkhof. 

Da ich die letzten beiden Wochen im Mischwald bei Burgwedel nicht mehr besonders fündig geworden war, machte ich mir, was andere Pilzarten betrifft, wenig Hoffnung.

Nachdem ich schon eine Weile tiefer im Wald gegangen war, schien es sich leider zu bestätigen. Dann erreichte ich eine meiner vertrauten Reizkerstellen. Und plötzlich standen sie da, die ersten Edelreizker für meinen Korb.

Dann sollte es richtig losgehen. Nur auf und an den Waldwegen fand ich mal Frostschnecklinge, mal verschiedene Täublinge, die ja bei mir immer hoch willkommen sind. In der Folge dann weitere Edelreizker, Butterpilze und sogar noch je zwei Perlpilze und Sandröhrlinge.

Auch Kuhröhrlinge zeigten sich noch, leider aber schon weit überständig. Auch die Maronen waren wegen der Dauernässe des Grases nicht mehr zu gebrauchen.

Abseits der Wege, an sandigen und nur leicht moosigen Stellen, ließen sich aber noch frische, feste Maronen finden. Lustig war ein schöner Fund von einer Frostschnecklingsfamilie, in der eine kleine Marone wohl auf Besuch war...(-;

Alles in allem wurde ich also doch mehr als positiv überrascht, was Menge, Artenvielfalt und Qualität meiner Funde betraf.

In diesem Sinne hoffe ich für uns alle, dass es so noch etwas weitergeht.

Gruß von Uwe aus Hannover«

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Foto: Ein mehr als respektabler Fund für Uwe. Wir sehen im Uhrzeigersinn Maronen, Frostschnecklinge, Butterpilze, Edelreizker, Perlpilze, Buckel- und Blaugrüne Reiftäublinge und in der Mitte liegende Sandröhrlinge.


Bitte einmal duschen, die kleinen Dreckspatzen aus dem Elm


Agnes schreibt am 11. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

bei trübem, kaltem Novemberwetter fand ich im Elm ganz unverhofft 10 wunderschöne Steinpilze. Da ging doch gleich die Sonne auf!

Ohne Messer, nur mit Stoffbeutel sammelte ich die kleinen Dreckspatzen mitsamt Erde ein und reinigte sie erst zu Hause, ausnahmsweise mal unter fließendem Wasser.

Da liegen sie nun frisch geduscht und warten auf die Pfanne.

Liebe Grüße, Agnes aus Sickte (Landkreis Wolfenbüttel)«

(Foto © Agnes)

Pilz-Ticker-Niedersachsen


Von Pilz-Ticker-Niedersachsen zurück zur Pilz-Ticker-Übersicht

Zurück zu Passion Pilze sammeln Home Page


Das Neueste

  1. Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Wuerttemberg)

    Feb 26, 21 05:53 AM

    Pilz-Ticker-Bawue: Welche Pilze momentan in Baden-Wuerttemberg wachsen

    mehr »

  2. Pilz-Ticker-Thueringen

    Feb 23, 21 09:29 AM

    Pilz-Ticker-Thueringen: Welche Pilze zurzeit in Thueringen wachsen

    mehr »

  3. Rueckblick Pilzsaison

    Feb 15, 21 08:57 AM

    Rueckblick Pilzsaison 2020: Heute Stefan vom Pilz-Ticker Hessen

    mehr »

  4. Der bunte Pilzticker

    Feb 13, 21 01:02 PM

    Der bunte Pilzticker - Wissenswertes und Spannendes fuer Pilzfreunde

    mehr »

  5. Stefans Pilzkueche: Leckere Rezepte zum Mitkochen

    Feb 13, 21 10:38 AM

    Stefans Pilzkueche - Heute: Steinpilz-Hackbaellchen zu Teigtaschen an einer Tomatensauce

    mehr »

  6. Pilz-Ticker-NRW

    Feb 12, 21 11:02 AM

    Pilz-Ticker-NRW: Welche Pilze derzeit in Nordrhein-Westfalen wachsen

    mehr »



Ein toller
Blog von

Ausgefallene Pilzgerichte wie Kaffee mit Reishi, Steinpilze im Kichererbsen- und Kartoffelpürree, Sammel- und Gesundheitstipps und vieles, vieles mehr. Hier geht's zum Stöbern in Wohlrabs Pilzreich



Pilzbücher



Meine ersten 10 Pilze genau kennenlernen

Mit Gütesiegel und empfohlen für Einsteiger von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM)




Mit Pilzsammlern
in Deutschland unterwegs


14 Reportagen von der Pilzsuche aus Wäldern, Feldern und in Wohnnähe




Pilze, Holzkasten, Bollerwagen


Meine Kindheit im Dorf der 60er Jahre, als die Selbstversorgung noch den Alltag bestimmte




Sehr lehrreich, gründlich und liebevoll!


Ein außergewöhnliches und mitreißendes Pilzbuch! Toll für den Einstieg in die Pilzpassion, ideal für junge Pilzfreunde!




Jürgen Guthmanns Enzyklopädie der Heilpilze


DIN-A-4-Format; 425 Seiten; Darstellung von über 100 Heilpilzen mit ihren bioaktiven Inhaltsstoffen; Liste: Für welche Krankheiten sich die 16 gebräuchlichsten Heilpilze eignen; 250 Farb- und 230 Strichbilder; 1600 Zitate aus der Originalliteratur.

Zur Buchbesprechung