Pilz-Ticker-Niedersachsen



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Da staunt der Hesse: Beim Urlaub im Oberharz gab es gleich zwei Erstfunde für Stefan


Stefan vom Pilzticker Hessen schreibt am 17. Juli 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

meine Familie und ich machen gerade Urlaub in Hahnenklee, ein Ortsteil der Stadt Goslar im Oberharz. Die letzten Tage hier waren ziemlich verregnet und ich zudem erkältet. So kam es uns gelegen, dass sich heute mal die Sonne aus den Wolken hervorgewagt hat. Die weitläufigen schönen Fichtenwälder lockten mich schon bei unserer Ankunft am Samstag direkt an. Also Schuhe und Jacke an und raus.

Einige Dorfbewohner erzählten uns, dass es auch hier in den Vorwochen kaum nennenswerten Niederschlag gegeben habe, weshalb ich mich eher auf einen Spaziergang denn auf einen erfolgreichen Pilzgang eingestellt habe.

Auch hier wachsen viele Perlpilze

Zu Beginn fielen mir die vielen Heidelbeeren und Himbeeren auf, die gerade reif werden. Ich bin dann etwas tiefer in die Wälder eingedrungen und fand vor allem Perlpilze. Die meisten waren noch recht frisch, weshalb ich von einem ersten Schub durch den Regen der vergangenen Tage ausgehe.

In einem kleinen Mischwaldstück bin ich dann über einen Brätling gestolpert. Gut ist seine tropfende Milch auf dem dritten Foto zu erkennen. Etwas weiter entdeckte ich eine kleine Familie von Oranggelben Scheidenstreiflingen, die im Gestrüpp des Wegrandes standen.

Natterung, Riefung, Scheide

Auf dem ersten Foto ist der genatterte Stiel sehr gut zu zu erkennen, auf dem zweiten die Reste der Volva (Scheide) links hinten von der Stielbasis. Zieht man die Fotos groß, so ist auch die charakteristische Riefung bei beiden Pilzen gut zu erkennen.

Beide Arten, der Brätling und die Scheidenstreiflinge, waren für mich Erstfunde. Beide sind bekanntermaßen sehr gute (Brätlinge) bis gute (Streiflinge) Speisepilze.

Als Hesse, der aus dem Vorspessart kommt, imponieren mir die weitläufigen Fichtenhochwälder immer wieder aufs Neue. Wenn dann, wie heute hier und da, auch noch die Sonne etwas durchkommt und ihre Lichtkegel wie Scheinwerfer auf den Boden schickt, entsteht eine wunderschöne ruhige und harmonische Stimmung.

Liebe Grüße an alle Pilzfreunde, Stefan & Familie«

(3 Fotos © Stefan)

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Auch Uwe hat es dieses Jahr früh in die Wälder im östlichen Hannover gelockt


Foto: Eigentlich meldet sich Uwe mit Pilzfunden erst im Herbst. Das zeitige Pilzaufkommen in diesem Jahr lockte auch ihn früh in den Misburger Wald, wo unter anderem diese Rotfüße auf ihn warteten. Außerdem freute er sich über fünf Hexeneier, von denen wir auf dem zweiten Foto zwei sehen. (2 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 21. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

die guten Pilzfunde in anderen Bundesländern haben mich inspiriert, gestern nach Feierabend auch einmal bei mir zuhause in Hannover, und zwar im Misburger Wald (hauptsächlich Buchen und Eichen, vereinzelt Birken und Kiefern) nach dem Rechten zu sehen.

Die erhofften Pilze fand ich zwar nicht, aber völlig erfolglos sollte ich auch nicht nach Hause fahren. So fand ich eine schöne Gruppe von fünf Hexeneiern der Stinkmorchel und einige Rotfußröhrlinge, die sich gut getarnt im Laub versteckten. So kam, schön in Butterschmalz gebraten, wenigstens ein kleiner Snack zum Abendbrot zusammen.

In der Hoffnung auf ein für uns alle erfolgreiches Pilzjahr 2019, ein Gruß von Uwe aus Hannover«








Juni-Maronen im Deister: Das hat Matthias noch nicht erlebt

Matthias schreibt am 18. Juni 2019:

»Einen schönen guten Abend, 

nach den zahlreichen Pilzmeldungen aus den umliegenden Bundesländern ließ es mir keine Ruhe, und so suchte ich erstmals dieses Jahr noch vor der Arbeit meine angestammten Plätze im Deister auf. Ich hoffte auf Sommersteinpilze.

Sie ließen sich leider nicht blicken. Dafür fand ich zu meinem Erstaunen Maronenröhrlinge. So früh im Jahr, das habe ich zuvor noch nicht erlebt. Zudem drücken ordentlich frische Perlpilze. Nach den angekündigten Gewittern am Mittwoch und Donnerstag werde ich am Freitag nochmals losziehen. 

Beste Grüße aus Hannover sendet Matthias«


2 Fotos: Matthias staunte: so früh hat er Maronenröhrlinge noch nie zu Gesicht bekommen. Da wir mit ihnen viel eher den Herbst und Spätherbst verbinden, mutet ihr Erscheinen im Juni seltsam an. Nach dem Pilzkalender kommen sie tatsächlich schon im Sommer vor, jedoch weit spärlicher als zur fortgschrittenen Jahreszeit. (2 Fotos © Matthias)

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Maipilze von prima Qualität in Hannovers Stadtwald Eilenriede


Foto: Ein schönes Nest von Maipilzen fand Gisela in der Eilenriede, Deutschlands größtem Stadtwald. (Foto © Gisela)

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Gisela schreibt am 13. Mai 2019:

»Nun wachsen in der Eilenriede die Mairitterlinge. Die Qualität dieser Pilze war besser, als ihr Aussehen vermuten lässt.

Viele Grüße aus Hannover von Gisela«

Zehn Spitzmorcheln im Sedumbeet überraschen Pilzgießer Damian


Damian schreibt am 1. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe heute wieder einen Fund gemacht, diesmal in meinem eigenen Garten. Ich habe in meinen Pflanzsteinen, die mit Erde und Lavamulchsteinen befüllt sind, Morcheln entdeckt. In den Steinen kultiviere ich Sedumpflanzen. Das Ganze habe ich vergangenes Jahr angelegt.

Direkt dahinter ist Rindenmulch, den ich ebenfalls letztes Jahr ausgelegt habe. Dort habe ich sämtliche Abfälle meiner im letzten Jahr gefundenen Morcheln entsorgt. Das ist echt der Wahnsinn, die Freude ist fast so groß wie bei der Geburt meiner Kinder.

Insgesamt konnte ich zehn Spitzmorcheln finden, die größte sieht man gleich in dem ersten Fach, zwei weitere im zweiten. Ich lasse sie schön weiterwachsen und hoffe nebenbei, dass in den kommenden Tagen noch mehr hinzukommen. Also Gießkanne raus und wässern, denn Morcheln lieben bekanntlich sehr viel Wasser.

Gruß aus Bad Nenndorf, Damian«

(2 Fotos © Damian/Privat)

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Da kann der Morchel-Dami nur staunen: So eine frühe Speisemorchel in Bad Nenndorf!


Foto: Es war zwar nur eine Einsame, aber mit dieser Speisemorchel ist auch in Bad Nenndorf und damit im Raum Hannover die Saison der Morcheln eröffnet. (Foto © Damian)

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Damian schreibt am 28. März 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

da bin ich wieder, der Morchel-Dami.

Nach meinen ersten Morchelfunden im letzten Jahr, die alle zufällig waren, konnte ich heute meinen Augen - erneut - kaum trauen.

Im Garten meiner Nachbarn in Bad Nenndorf wuchs etwas, das mich, ähnlich wie 2018, erneut an eine Morchel erinnerte. Da wir noch im März sind und in meiner Region erfahrungsgemäß vor der Apfelblüte im April nicht mit Morcheln zu rechnen ist, war ich überzeugt, es mit einer Art Fata Morgana zu tun zu haben.

So war ich total perplex, als sich das Unbekannte doch tatsächlich als lupenreine Speisemorchel herausstellte. Sie quetschte sich zwischen Steinen am Wegrand heraus. Leider blieb es vorerst nur bei dieser einen.

Ich wünsche allen ein erfolgreiches Pilzjahr und viele tolle Funde!

Gruß aus Bad Nenndorf, Damian«






Landkreis Uelzen: Eine leckere Suppe mit frischen Judasohren von einem überraschenden Fund


Foto: Ein überraschender Fund für Marion waren diese Judasohren. Sie landeten in einer »leckeren Suppe«. (2 Fotos © Marion)

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Marion schreibt am 28. Januar 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir im Landkreis Uelzen mit unserem Hund Egon spazieren. Auf unserem Spaziergang sind wir an zwei alten Holunderbüschen vorbeigekommen. Wir wollten uns ein paar Holunderzweige zum Vermehren mitnehmen.

Da entdeckten wir, dass die Büsche voller Judasohren waren. Heute sind wir noch einmal hingegangen, um Fotos zu machen und die größten Pilze zu ernten. Die kleinen haben wir stehen gelassen.

Da das Wetter in den nächsten Tagen so bleiben soll, freuen wir uns schon auf eine weitere Ernte und auf eine leckere Suppe heute Abend.

Liebe Grüße Locke, Egon und Marion«



Der Gang in den Deister lohnte sich für Matthias


Matthias schreibt am 7. Januar 2019:

»Lieber Heinz-Willhelm,

liebe Grüße aus dem Deister.

Das alte Jahr ist abgehakt und nach den letzten ergiebigen Regenfällen zog es mich heute in den Deister. Aufgrund der letzten Rodungen liegt sehr viel Totholz herum und wird von Pilzen besiedelt.

Endlich habe ich heuer meine ersten Austernseitlinge (Foto rechts) gefunden. Ein paar Samtfußrüblinge gesellten sich noch hinzu. So kann ich mich auf ein zünftiges Pilzbruschetta freuen.

Außerdem wuchs eine schöne Gesellschaft von Winterhelmlingen und Goldgelbe Zitterlinge waren ein schöner Farbtupfer.

Liebe Grüße an alle Pilzsammler, Matthias«

Blau = ungenießbar


2 Fotos: Zwei ungenießbare Arten waren die geselligen Winterhelmlinge (links) sowie einige Goldgelbe Zitterlinge, die inmitten der stumpfen Winterfarben des Waldes regelrecht leuchten (rechts).

(3 Fotos © Matthias)

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Hannover: 500 Gramm Austernseitlinge und Samtfußrüblinge für Christine


Foto: Im besten Zustand zeigten sich diese verwachsenen Austernseitlinge. (2 Fotos © Christine)

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Christine schreibt am 2. Januar 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

Ihnen allen wünsche ich ein frohes, neues, gesundes und kreatives Jahr 2019.

Nach dem ergiebigen kalten Regen der letzten Tage waren mein Gefährte und ich heute bei Sonnenschein und 6 Grad Celsius im Mischwald nordöstlich von Hannover unterwegs.

Bald entdeckten wir - wie erhofft - an einem nach Forstarbeiten zurückgebliebenen Stück Buchenstamm ein Büschel frischer Samtfußrüblinge. Auf der Suche nach mehr fanden wir frische Austernpilze und Gelbstielige Muschelseitlinge. Sie wuchsen an vor ungefähr einem Jahr vom Sturm umgeworfenen schlanken Erlenstämmen. Unser Fund wog insgesamt cirka ein Pfund.

Liebe Grüße aus Hannover von Christine«


Blau = ungenießbar. Davon abgesehen sind die Pilze giftverdächtig.


Foto: Rund 500 Gramm brachte der Winterpilzfund aus Austernseitlingen und Samtfüßen für Christine auf die Waage.


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