Pilz-Ticker-Niedersachsen



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Berkhof: Ein Pilzgang der Überraschungen für Uwe und Pascal


Foto: Mit allem hatte Uwe gerechnet, aber nicht mit so gut gefüllten Pilzkörben zum 1. Advent. (4 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 29. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

die tollen Reizkerfunde von Agnes haben mich am Samstag in Begleitung meines Neffen wieder in meinen Stammwald nach Berkhof gelockt.

Die letzten Tage und Nächte war es schon ziemlich kalt, so dass ich, Frostschnecklinge ausgenommen, keine große Hoffnung auf Funde hatte. Doch ich wurde wieder einmal angenehm überrascht.

Die beinahe erwarteten Frostschnecklinge machten sich sehr rar oder waren schon überständig. Aber vielleicht doch ein paar Edelreizker...?

Also auf zu meinen vertrauten Reizkerstellen. Und tatsächlich, Edelreizker in bester Qualität ließen sich finden. Aber nicht nur sie: auch Maronen, Sandröhrlinge, drei Butterpilze, Buckeltäublinge und sogar noch ein Perlpilz, alle knackig, jung und frisch, wanderten in unseren Korb.

Auf dem Rückweg meinte mein Neffe: »Kommen wir nicht gleich an die Stelle, wo bei unserer letzten gemeinsamen Tour die Hexenröhrlinge standen?« »Junge«, antwortete ich, »wir wollen unser Glück mal nicht zu sehr strapazieren. Das wäre ja ein Ding, wenn wir so einen Fund noch hätten!«

Da lächelte mich linker Hand vor einem Gebüsch ein schöner Täubling an, den ich mir holte. Als ich mich umwandte, traute ich meinen Augen kaum: Pascal kniete schmunzelnd auf dem Weg und hielt einen stattlichen Flockenstieligen Hexenröhrling in der Hand. Ist es nicht verrückt, was einem das Pilzesammeln so alles an Überraschungen beschert?!

Nach knapp vier Stunden machten wir uns, überwältigt von diesen tollen Spätfunden,  wieder auf den Heimweg.

Liebe Grüße aus Hannover von Uwe und Pascal«

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Foto: Die knackigen Maronenröhrlinge standen dicht an dicht. Besser können sie auch im September oder Oktober kaum wachsen.

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Foto: Mit einem Dickröhrling wie einer Flockenstieligen Hexe hatte Uwe nun gar nicht mehr gerechnet. Doch Neffe Pascal hatte es geahnt...






Erst 10 Tage unter Beobachtung, dann Hauptdarsteller im sonntäglichen Nachtmahl


Foto: Sie standen seit zehn Tagen unter Beobachtung: Lungenseitlinge im Moorgebiet nordöstlich von Hannover, die am Sonntag zu Hauptdarstellern in einem Nachtmahl wurden. (3 Fotos © Christine)

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Christine schreibt am 23. November 2020:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

am Wochenende waren mein Gefährte und ich zu Fuß im Moorgebiet nordöstlich von Hannover unterwegs.

Am Stamm einer umgebrochenen Erle beobachteten wir dort seit ca. 10 Tagen das Heranwachsen einer Ansammlung von Lungenseitlingen. Anfangs waren diese mit 3 - 4 Zentimetern Durchmesser noch Pilzbabies.

Mehrfache kurze Regenfälle hielten den Erlenstamm bei Temperaturen zwischen 3 und 12 Grad in den letzten Tagen feucht. So entwickelte sich aus den Minipilzen ein prächtiges Büschel gesunder Seitlinge, das wir am Samstag ernten konnten.

Zusammen mit ein paar Maronen, wohl die letzten für dieses Jahr, kamen die Seitlinge fein geputzt und zerschnitten am Sonntag in die Pfanne. Ein köstliches vegetarisches Nachtmahl! An demselben Erlenstamm zeigen sich weitere, noch ganz kleine Lungenseitlinge und geben Hoffnung auf weiteren Ertrag.

Liebe Grüße aus Hannover von Christine«

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Foto: Ein köstliches vegetarisches Nachtmahl mit Lungenseitlingen und einigen Maronen sowie knackfrischem Salat, das es am Sonntag bei Christine gab.

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Foto: Und hier gibt es bereits Nachwuchs der Lungenseitlinge. Bei den violetten Nestern mit den quirlig verwachsenen kleinen Pilzen dürfte es sich um Büschel des ungenießbaren Großsporigen Gallertbechers handeln.


Eine späte Krause Glucke, vermutlich irgendwo in oder bei Hannover


Arnold schreibt am 23. November 2020:

»Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

sm Wochenende habe ich die erste Krause Glucke dieses Jahres gefunden, siehe Foto rechts. Sie war zwar noch klein, aber es war eine tolle Überraschung!

Viele Grüße aus Hannover, Arnold«

(Foto © Arnold)

Anmerkung: Leider fehlt hier die Angabe zum Fundort, was bei einer so späten Krausen Glucke im Jahr mehr als interessant wäre

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Tolle Edelreizker bei Gifhorn, junge knackige Steinpilze im Elm: Wo soll das noch enden?


Foto: Vorne ruht der große Pilzkorb, bereits vorzeigbar gefüllt mit Edelreizkern, hinten ruht ein älterer Herr, der sich über die lange Pause besonders freute. (2 Fotos © Agnes)

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Agnes schreibt am 22. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute war ich wieder mal westlich von Gifhorn in der Heide unterwegs. Das sind für mich immerhin rund 45 km zu fahren, aber ich liebe diesen Heidewald.

Vereinzelt gab es Edelreizker, Speisetäublinge und Apfeltäublinge auf den moosbewachsenen Wegen. Sogar einen Hexenröhrling und eine kleine Krause Glucke fand ich noch.

Die Maronenröhrlinge waren in der Regel sehr mit Wasser vollgesogen, so dass ich sie meist stehen ließ. Eine große Sammelstelle mit langer Pause für meinen schon etwas älteren Labrador fand ich dann abseits der Wege in einem recht jungen lichten Kiefernwald. Während ich die teils über 100 Gramm schweren tadellosen Reizker erntete, ruhte er sich aus. 

Die herrlich orange leuchtenden Pilze standen dort in allen Wachstumsstadien, von ganz jung bis riesengroß, teils auch hochbetragt und überständig.

Im Elm in meinem Landkreis Wolfenbüttel fand ich in den letzten zehn Tagen immer wieder mal einige Steinpilze, teils unter stattlichen Buchen an den sonnenbeschienenen Wegrändern, teils auf Moos im lichten Fichtenwald. Vorgestern entdeckte ich sogar einige sehr junge knackige! Sie wachsen also immer noch nach, und solange es nicht Frost gibt, werde ich weiterhin Ausschau halten.

Grüße von Agnes aus Sickte«

Nachtrag: Agnes berichtet, dass sie am 23. November erneut vier knackige Steinpilze im Elm gefunden habe


Foto: So viele herrlich schmeckende Edelreizker, gefunden von Agnes so spät im Jahr westlich von Gifhorn. Wenn das der Uwe aus Hannover wüsste...





Bremen-Nord: Der Königsfund landete sofort im Gefrierschrank und wird im festlichen Weihnachtsmenü aufgeboten


Peter schreibt am 19. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die milde Witterung und die angespannte Corona-19 Lage bieten weiterhin gute Voraussetzungen für ausgedehnte Waldspaziergänge mit dem Pilzkorb. Vornehmlich die Trompetenpfifferlinge, Semmelstoppelpilze (kleine, leicht hellbräunliche, die ich zum Sauereinlegen verarbeitete, und große weiße Exemplare, die ich nicht mitnahm), Stockschwämmchen, Braune Raslinge und Fichtenreizker sind eine lohnende Beute auf unseren Streifzügen nördlich von Bremen.

Mitunter tauchen noch Maronen in kleinen Gruppen auf und nur ganz vereinzelt finden sich Flockenstielige Hexenröhrlinge und Mönchsköpfe.

Am Ende meines vierstündigen Ausflugs fand ich noch einen kapitalen, durchweg gesunden Steinpilz von 620 Gramm (2 Fotos rechts). Das war zu einem Zeitpunkt, als ich schon kaputt war und gar keine große Lust mehr hatte.

Der Königsfund landete zuhause unversehens im Gefrierschrank. Er darf davon ausgehen, im Rahmen unseres festlichen Weihnachtsmenüs aufgeboten zu werden.

Lieben Gruß aus Bremen-Nord - und bleib(t) gesund!

Peter«

(4 Fotos © Peter)

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2 Fotos: Sie nahm Peter mit: Links die Braunen oder Büscheligen Raslinge landeten ebenso in seinem Korb wie einige Mönchsköpfe (rechts).

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Ein überraschend guter Spätfund für Uwe bei Berkhof


Foto: Nach zähem Beginn füllte sich Uwes Korb im Verlaufe seines Waldganges bei Berkhof doch noch sehr ansehnlich. Menge, Vielfalt und die Qualität der Pilze überraschten ihn angenehm. (3 Fotos © Uwe)

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Foto: Hoher Besuch für die Frostschnecklingsfamilie: nicht nur Uwe, auch ein Maronenröhrling war gerade zugegen.


Uwe schreibt am 15. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

vorletztes Wochenende hatte ich ja bereits die ersten Frostschnecklinge gefunden. Also machte ich mich heute Morgen bei schönstem Pilzsammelwetter wieder auf nach Berkhof. 

Da ich die letzten beiden Wochen im Mischwald bei Burgwedel nicht mehr besonders fündig geworden war, machte ich mir, was andere Pilzarten betrifft, wenig Hoffnung.

Nachdem ich schon eine Weile tiefer im Wald gegangen war, schien es sich leider zu bestätigen. Dann erreichte ich eine meiner vertrauten Reizkerstellen. Und plötzlich standen sie da, die ersten Edelreizker für meinen Korb.

Dann sollte es richtig losgehen. Nur auf und an den Waldwegen fand ich mal Frostschnecklinge, mal verschiedene Täublinge, die ja bei mir immer hoch willkommen sind. In der Folge dann weitere Edelreizker, Butterpilze und sogar noch je zwei Perlpilze und Sandröhrlinge.

Auch Kuhröhrlinge zeigten sich noch, leider aber schon weit überständig. Auch die Maronen waren wegen der Dauernässe des Grases nicht mehr zu gebrauchen.

Abseits der Wege, an sandigen und nur leicht moosigen Stellen, ließen sich aber noch frische, feste Maronen finden. Lustig war ein schöner Fund von einer Frostschnecklingsfamilie, in der eine kleine Marone wohl auf Besuch war...(-;

Alles in allem wurde ich also doch mehr als positiv überrascht, was Menge, Artenvielfalt und Qualität meiner Funde betraf.

In diesem Sinne hoffe ich für uns alle, dass es so noch etwas weitergeht.

Gruß von Uwe aus Hannover«

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Foto: Ein mehr als respektabler Fund für Uwe. Wir sehen im Uhrzeigersinn Maronen, Frostschnecklinge, Butterpilze, Edelreizker, Perlpilze, Buckel- und Blaugrüne Reiftäublinge und in der Mitte liegende Sandröhrlinge.


Bitte einmal duschen, die kleinen Dreckspatzen aus dem Elm


Agnes schreibt am 11. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

bei trübem, kaltem Novemberwetter fand ich im Elm ganz unverhofft 10 wunderschöne Steinpilze. Da ging doch gleich die Sonne auf!

Ohne Messer, nur mit Stoffbeutel sammelte ich die kleinen Dreckspatzen mitsamt Erde ein und reinigte sie erst zu Hause, ausnahmsweise mal unter fließendem Wasser.

Da liegen sie nun frisch geduscht und warten auf die Pfanne.

Liebe Grüße, Agnes aus Sickte (Landkreis Wolfenbüttel)«

(Foto © Agnes)

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Eine kleine erfreuliche Nachlese für Dennis an seinem neuen Steinpilzplatz


Foto rechts: Eine kleine Nachlese hat Dennis an dem gleichen Platz abgehalten, wo er unlängst seine allerersten Steinpilze bei Lüneburg gefunden hatte (Tagesmeldung vom 4. November 2020). Und er ist noch einmal fündig geworden. Bei den zwei jungen Pilzen mit dem langen hellen Stiel im Korb ist schwer zu sagen, ob es sich um Steinpilze oder Maronen handelt. Vermutlich eher um Maronen mit blassem Stiel, denn die Pilze blauten ein wenig, so Dennis. Schon heute freut er sich auf die kommende Saison. Da will er nichts verpassen und sicherheitshalber »schon im September« an seiner neu entdeckten Steinpilzstelle nachschauen gehen. (Foto © Dennis)

10. November 2020

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Hannover-Laatzen: Reizker über Reizker, unzählige Maronen



Dirk schreibt am 8. November 2020 zu 2 Fotos:

»Moin Heinz-Wilhelm,

ich bin immer wieder erstaunt, welch eine Pilzvielfalt unser kleiner Hauswald östlich von Laatzen zu bieten hat.

Nachdem ich mit meinem Sohn in den vergangenen Wochen beträchtliche Mengen an Maronen, Steinpilzen, Flockis, Rotkappen und Birkenpilzen dort gefunden habe, lassen sich nun auch endlich noch die Fichtenreizker blicken. Und das in einer Spitzenqualität!

So entstand das Gruppenbild »Reizker mit Steinpilz & Rotkappe« (oben) und das
Stillleben »Reizker im Kochtopf« (unten).

Es sei auch noch erwähnt, dass uns die wilde Pilzhatz zusätzlich unzählige Maronen in den Dörrautomaten getrieben hat, so dass unser Vorrat an getrockneten Pilzen weiter anwächst und bis zum Beginn der nächsten Pilzsaison kulinarisch beglücken wird.

Es kann ruhig noch eine Weile so weitergehen.

Viele Grüße aus Laatzen-Ingeln

Dirk«

(2 Fotos © Dirk)

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Berkhof: Eine Pilzschule in Theorie und Praxis und mit vollen Körben


Foto: Anschauungsmaterial und willkommene Ernte zugleich: Uwe und seine zwei Begleiterinnen hatten bei Berkhof nicht nur viel Freude beim Kennenlernen unbekannter Pilzarten, sondern auch das Vergnügen, ihre Körbe gut zu füllen. Sie fanden sogar schon Frostschnecklinge, die klassische Spätherbst- und Winterpilze sind. (2 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 7. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

eine liebe Kollegin und ihre Bekannte fragten mich, ob ich ihnen die faszienierende Welt der Pilze ein wenig näher bringen könnte. Da sie außer Steinpilz und Pfifferling vom Markt und Champingnons aus dem Supermarkt nur die Maronen aus Kindheitserinnerungen kennen, habe ich heute, bei schönstem Wetter, mit den beiden eine fünfstündige Pilzexkursion in meinem Stammwald bei Berkhof unternommen.

Wir hatten das Glück, zu allerhand Theorie auch reichlich Anschauungsmaterial zu finden. Wir entdeckten nicht nur allerhand Giftpilze, etwa den Falschen Pfifferling, den Kahlen Krempling oder den Gelben Knollenblätterpilz, sondern auch jede Menge feinster Speisepilze.

So wanderten in unsere Sammelkörbe verschiedene Täublinge, Perlpilze, Kuhröhrlinge, Sandröhrlinge, Maronen und Edelreizker. Und - ich konnte es kaum glauben - auch schon die ersten Winterpilze, nämlich Frostschnecklinge. Die Temperaturen der letzten Nächte von cirka 4 Grad haben ihnen offenbar zur Fruchtkörperbildung gereicht.

Von meinen Funden gab ich den beiden Damen noch alle meine Röhrlinge und freute mich über meine geliebten Täublinge und Edelreizker plus einiger Frostschnecklinge. Meine zwei Begleiterinnen waren letztlich erleichtert, dass ich zum Schluss nicht noch einmal ihr  theoretisches Wissen überprüfte... (-:

So traten wir mit vollen Körben und lächelnden Gesichtern die Heimfahrt an.

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«

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Foto: Diese Pilze nahm Uwe von der gemeinsamen Wanderung mit nach Hause. Oben sehen wir Täublinge, links unten Edelreizker, rechts daneben die ersten Frostschnecklinge des Jahres. Frostschnecklinge sind streng an Kiefern gebunden, wachsen allerdings nur im Wurzelbereich der jungen Bäume. Es sind wohlschmeckende Pilze, die man vor allem auf den sandigen Böden Brandenburgs findet. Sie frunktifizieren bei Temperaturen ab 5 Grad und darunter.

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Springe: Ein Dörrgerät musste her, ohne ging es nicht mehr


Guido schreibt am 7. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in der Region Springe wachsen immer noch Steinpilze (z. B. 2. Foto), Flockenstielige Hexenröhrlinge und Maronen. Was in diesem Jahr anders war: die Hexenröhrlinge wachsen seit zwei Monaten ohne Unterbrechung und die Maronen nur vereinzelt und sehr spät.

Ich musste mir ein Dörrgerät kaufen wegen der Massen im September und Oktober.

Liebe Grüße Guido«

(2 Fotos © Guido)

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Ein willkommener Neufund für Kaj Henryk im Cuxland: Trompetenpfifferlinge


Foto: Kaj Henryk freute sich sehr über die Entdeckung der Trompetenpfifferlinge, von deren Wachstum im Cuxland er gar nicht wusste. Das gibt also eine kulinarische Neuigkeit. Die Pilze machen sich sehr gut im Rührei oder als Suppen- oder Soßenpilze. Es darf experimentiert werden. Einige Maronen gab es noch dazu. (Foto © Kaj Henryk)

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Kaj Henryk schreibt am 6. November 2020:

»Moin moin,

seit vielen Jahren lese ich mit Interesse den Pilzticker.

Nun möchte ich auch mal meine Ausbeute zeigen, die ich heute, also am 6. November, im Landkreis Cuxhaven gesammelt habe.

Innerhalb einer Stunde fand ich ein paar letzte Maronen und gut 1,5 kg Trompetenpfifferlinge. Bis dato war mir nicht bekannt, dass diese Pilze auch hier in unserer Region, also im Cuxland und Umgebung, wachsen würden.

Viele Grüße von Kaj Henryk«


Sehr lesenswert!

Lüneburg: Dennis' Riesenfreude über seinen ersten gefundenen Steinpilz


Dennis schreibt am 4. November 2020:

»Einen schönen guten Abend,

ich bin großer Fan Ihrer Seite und verfolge den Ticker schon mehrere Jahre. Ich war ehrlich gesagt immer etwas neidisch, wenn ich die schönen Fotos von den vielen wundervollen Pilzen gesehen habe. Mein Wissen beschränkt sich, was die Speisepilze betrifft, hauptsächlich auf Maronen und Steinpilze.

Ich suche bei Lüneburg schon seit Jahren nach Steinpilzen. Leider hatte ich noch nie das Glück, einen zu finden - bis heute. Dazu gibt es eine kleine Vorgeschichte.

Letze Woche war ich mit meiner Partnerin in einem Waldstück bei Lüneburg auf einer kleinen Pilztour und wir entdeckten angeschnittene Reste von Steinpilzen, und das nicht zu wenig. Wir beide waren total begeistert, dass wir das erste Mal einen Beweis für Steinpilze in unserer Gegend gefunden hatten. Also suchten wir sofort wie die Verrückten, noch stundenlang, leider ohne Erfolg.

Ich beschloss daher, den Fundstellen noch eine Woche Zeit zu geben, dann würde ich noch einmal nachschauen, ob sich etwas getan hätte. Heute war der Tag gekommen. Ich war nicht mal 10 Minuten im Wald unterwegs, da sprangen mich diese zwei wunderschönen Steinpilze quasi an. Es war unglaublich! Ein Riesentraum ging in diesem Moment in Erfüllung und ich bin immer noch sehr sehr glücklich und stolz auf diesen tollen Fund. Der Größere von den beiden wog genau 421 Gramm! Welch ein Riese!

Ich habe leider erst im Nachhinein die Regeln für die Fotos gelesen und meine Hände mit auf den Bilder. Vielleicht können sie die Fotos ja trotzdem einstellen. Ich würde mich riesig darüber freuen, da ein so großer Traum von mir in Erfüllung gegangen ist und ich es gerne anderen Pilzbegeisterten zeigen würde.

Viele Grüße Dennis«

(4 Fotos © Dennis)

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2 Fotos: Hier zeigt Dennis noch einmal beide Steinpilze, die ersten überhaupt, die er gefunden hat. Links der bereits oben gezeigte große von 421 Gramm, rechts der kleinere, der 242 Gramm auf die Waage brachte. Es ist mir immer wieder eine Freude, wenn Pilzfreunde von ihrem Steinpilzerstfund berichten, vielleicht auch deshalb, weil ich persönlich mich auch an meinen ersten alleinigen Steinpilzfund im Kahlberg bei Kalefeld am Harz lebhaft erinnern kann. Im Leben eines Pilzsammlers ein ganz besonderer Moment, ein ganz besonderer Tag!

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Viele gute Speisepilze nördlich von Bremen rechtfertigten eine Zugabe


Foto: Vier Stunden war Peter mit seiner Frau nördlich Bremen unterwegs, um diesen repektablen Fund zu machen.

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Peter schreibt am 3. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

jetzt wo meine beiden Montagsgruppen, Zeichnen und Petanque (Boule) aufgrund der Corona-Verordnungen pausieren, hatte ich gestern einmal längere Zeit für das Pilzesuchen.

Nördlich von Bremen fand ich mit meiner Frau nur einen ersten Austernseitling, einen kleinen Steinpilz, eine Flockenstielige Hexe (Foto rechts), einen Echten Reizker und eine Krause Glucke.

Weitaus ergiebiger war die Beute beim Hallimasch, Fichtenreizker, Hohlfußröhrling, Violetten Rötelritterling, Maronen und an meiner geheimen Stelle massenhaft Trompetenpfifferlinge.

Nach vier Stunden gab es zuhause zur Belohnung noch ein »Pils« als Zugabe.

Lieben Gruß Peter«

(3 Fotos © Peter)

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Foto: Nur diesen einen Echten oder Edelreizker hat Peter gefunden. Gut erkennt man auf dem Foto die Grübchen am Stiel, die ihn gegenüber etlichen Fichtenreizkern, die er ebenfalls fand, auszeichnen. Der Echte Reizker schmeckt krautig-mild; Fichtenreizker können etwas bitterlich schmecken.


Hannover: Der Stolz der Frevler kennt keine Grenzen

Gisela schreibt am 1. November 2020:

»Mir gefällt es nicht, dass in meinem »Steinpilzwald« im Raum Hannover Pilzerbeuter ihr Unwesen treiben.

Seit einigen Jahren werden dort die Buchen, in deren Nähe die Steinpilze im Moos wachsen, gekennzeichnet. Die Pilze werden ausgegraben, bevor sie durch das Erdreich brechen. Ich habe jemanden dabei beobachtet, der mir das auch noch ganz stolz erklärte.

Wenn das Wetter es morgen zulassen sollte, möchte ich noch mal diesen Bereich ansteuern, gehe aber davon aus, dass am Wochenende Sammler nachgewachsene Steinpilze holen, so dass mir wohl nur eventuell weitere Mönchsköpfe bleiben werden. Die finde ich kross gebraten mit ein bisschen Salz aber auch sehr lecker.

Und dann gibt es noch die vielen Schopftintlinge am Kanal. Auch bei Miniradtouren ist mein Blick immer auf Pilze gerichtet. Gestern fand ich am Mittellankanal entlang drei Birkenpilze und einen Steinpilz.

In der Eilenriede erwarte ich mit zunehmender Kälte die Samtfußrüblinge und die Austernseitlinge. Vom Ästigen Stachelbart heißt es dann wohl Abschied nehmen...

Viele Grüße sendet Dir Gisela«


Braunschweig: Wie wichtig eine Matratze doch für einen guten Pilzfund sein kann


Agnes schreibt am 31. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

wunderschöne Reizker fand ich heute auf der kurzgemähten Grünfläche unter hohen Kiefern zwischen Wohnblocks in Braunschweig.

Eigentlich war ich dort nur, um eine bei ebay-Kleinanzeigen erstandene Matratze abzuholen. Vor der Haustür sah ich eine herrliche Pilzfläche.

Unter anderem standen dort viele Edelreizker. Ich zückte meine stets mitgeführte Stofftasche und sammelte alle ein. Die gab es sozusagen als Sahnehäubchen dazu.

Weil es schon fast dunkel war, lohnte draußen kein Foto mehr. Dafür liegt die willkommene Beute jetzt fein säuberlich geputzt auf dem Teller (Foto rechts) und wird morgen gebraten.

Liebe Grüße - Agnes«

(Foto © Agnes)

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Zu den Mönchsköpfen und dem Ästigen Stachelbart sind es für Gisela jedesmal 1,5 Stunden mit dem Fahrrad


Foto: Mönchsköpfe sind ausgezeichnete, mild schmeckende Speisepilze. In diesem Jahr wurden uns nur wenige Funde mit in der Regel nur wenigen Exemplaren gemeldet. Um so schöner, dass wir hier einige ausgesprochen vorzeigbare junge Pilze sehen. Sie sind Folgezersetzer, mögen kalkhaltigen Boden. (3 Fotos © Gisela)

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Foto: Hier sehen wir einige Steinpilze, weitere Mönchsköpfe und einen mit seiner Größe sehr respektablen Rotfußröhrling.


Gisela schreibt am 28. Oktober 2020:

»Hallo, Heinz-Wilhelm und alle Pilzfreunde!

In der Eilenriede wächst die filigrane Schönheit, der Ästige Stachelbart, in diesem Jahr nicht mehr so üppig, da der Baumstamm mehr und mehr verfällt.

Im ersten Waldstück nahe der Höverschen Kippen östlich von Hannover fand ich knackige Mönchsköpfe, im zweiten einige Steinpilze, und selbst der große Rotfußröhrling war von guter Qualität. Auf dem Weg zu einer Bank zwecks Pause vor dem Rückweg - ich fahre 1,5 Stunden mit dem Rad - entdeckte ich dann noch ein paar kleine Steinpilze, Rotfußröhrlinge  und größere Mönchsköpfe.

Allen Pilzsammlern wünsche ich weiterhin gute Funde!

Viele Grüße aus Hannover von Gisela«

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Foto: Der noch junge Ästige Stachelbart an diesem Baumstamm hatte Gisela einige Jahre begleitet. Nun geht der Stamm seinem Ende entgegen, zerfällt zusehends. Damit ist auch das Ende dieses Stachelbartes absehbar. Die Pilzart siedelt grundsätzlich nur an bereits stark morschem Holz.


Agnes jubelt: Der Generalstreik der Steinpilze im Elm ist ab sofort beendet


Agnes schreibt am 27. Oktober 2020:

»Juppiduh! Wie nach meinem gestrigen Fund im Landkreis Wolfenbüttel erhofft, fand ich heute endlich schöne, allerdings auch von den Schnecken schon sehnlichst erwartete Steinpilze im Elm.

Die gleichen Stellen, wo vor ein bis zwei Wochen noch kein einziger Pilz zu finden war, beschenkten mich heute mit den schönsten Exemplaren.

Fundort war der südwestliche Elm (ebenfalls Landkreis Wolfenbüttel) unweit vom Eilumer Horn, mit 323,3m ü. NHN die höchste Erhebung des Elm. Sie standen unter großen Buchen und ausnahmslos an sehr lichten Stellen (2 Fotos rechts).

Liebe Grüße, Agnes aus Sickte«

(2 Fotos © Agnes)

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Im Elm ist Generalstreik der Pilze, im Landkreis Wolfenbüttel erfreut sich Agnes an Steinpilzen


Agnes schreibt am 26. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

von Steinpilzen überrascht wurde ich heute beim Gassigang im Landkreis Wolfenbüttel in einem kleinen Buchenwald. Sie wanderten in eine Stofftasche, die ich für solche Fälle immer bei mir habe. Daher sind einige beim Transport auch derangiert worden.

Im nahen Elm, ein Höhenzug südöstlich von Braunschweig, mit dem größten Buchenwald Norddeutschlands auf vorwiegend lehmigem Boden, war in den letzten Wochen kaum ein Pilz zu finden. Nach meinem heutigen Fund gibt es aber vielleicht doch noch Hoffnung. 

Nördlich von Braunschweig fangen die sandigen Heideböden an, die in den letzten Wochen einfach mehr Pilzreichtum boten.

Liebe Grüße Agnes«

(Foto © Agnes)

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Liebe Agnes,

vielen Dank für diese sehr interessanten, aufschlussreichen Informationen. Ich fragte mich in der Tat, warum aus dem Elm seit längerem keine Pilznachricht mehr eintraf, da aus anderen, gar nicht weit entfernten niedersächsischen Regionen gute bis sehr gute Funde gemeldet wurden. 

Noch eine schöne restliche Saison mit schönen Erlebnissen und Ergebnissen wünscht Dir

Heinz-Wilhelm



Grandioses Angebot an Röhrlingen im Landkreis Gifhorn


Foto: Drei mächtige Steinpilze an ihrem Fundort im Landkreis Gifhorn. Die Zusammengewachsenen sehen wir auf dem zweiten Foto auf der herrlichen Antikwaage: knapp 800 Gramm zeigt sie für sie an. (3 Fotos © Sebastian)

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Sebastian schreibt am 26. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war gestern im Landkreis Gifhorn unterwegs.

Ich muss mich Uwe anschließen, es ist wirklich unglaublich, was zurzeit in den Wäldern wächst. Besonders das Angebot an Röhrlingen war grandios. Da es Massen von Butterpilzen, Maronen und Steinpilzen gab, habe ich mich ausschließlich auf die Steinpilze konzentriert.

Nun hängen sie bereits aufgefädelt auf dem Dachboden zum Trocknen.

Gruß aus Gifhorn Sebastian«





Foto: Zu dem Fund der Steinpilze hat sich ein kleines Rotkäppchen keck gemogelt.




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Berkhof: Kaum gewünscht, da sind die vielen Maronen auch schon da


Foto: Ein schöner Korb, hauptsächlich gefüllt mit Maronen. Uwe hatte sie bei seinem letzten Pilzgang vermisst. Wegen des starken Andranges weiterer Pilzsammler musste er allerdings weitere Wege machen, als geplant. Auch an leckeren Täublingen, die es auf Nudeln zu einer Weißwein-Sahne-Sauce gab, ees zu seiner Freude nicht. Es hat sich mal wieder gelohnt! Auf dem zweiten Foto präsentiert er seinen Fund zuhause. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 24. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde.

meine Aussage vom 22. Oktober dass die Röhrlinge, allen voran die Maronen, sich noch schwertun mit einem erneuten Schub, muss ich wohl revidieren.

Heute bei einer längeren Tour durch den Wald bei Berkhof, erlebte ich das genaue Gegenteil. Bei schönstem norddeutschen Schietwetter war ich am frühen Vormittag in Berkhof angekommen.

Als erstes erwarteten mich jede Menge parkende Autos. Oh je, dachte ich, als ich überall auch schon fleißige Pilzsammler sah. Das wird wohl ein etwas weiterer Weg heute für mich, nämlich hin zu Stellen, die der Konkurrenz zu weit sind. Aber Hoffnung machte, dass in den Körben der Pilzfreunde, denen ich begegnete, reichlich Pilze waren.

Der Weg in entlegenere Gebiete, in denen ich schon länger nicht mehr war, hat sich dann aber vollauf gelohnt. So fand ich reichlich Täublinge, die gleich am Abend in einer Weißwein-Sahnesoße auf Nudeln gegessen wurden. Zudem einige Butterpilze und Kuhröhrlinge. An Edelreizkern fand ich leider nur einen knackigen Winzling.

Aber dann, runter vom Weg und in die lichten Kiefernwaldbereiche, stieß ich auf jede Menge Maronen. Fast zum Schluss entdeckte ich für ein Foto sogar noch einen Gelben Fliegenpilz (2. Foto rechts). Diesen findet man auch nicht so oft.

Mein erfreuliches Fazit lautet: Die Maronen kommen doch noch mal!

Einen besonderen Gruß an Sören und Doris. Schade, dass Ihr die Täublinge, da Ihr sie nicht kanntet, stehen lassen musstet. Da entging Euch ein leckeres Pilzmahl. Aber schon richtig gehandelt. Was man nicht zu 100 Prozent kennt: stehen lassen!

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«

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Wie schnell doch die köstlichen Schopftintlinge vergänglich sind, nicht nur im Wendland


Sören und Doris schreiben am 24. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzbegeisterten.

nun sind wir endlich auch mal fündig geworden. Südlich der Elbe im Wendland entdeckten wir außer Hallimasch zahlreiche Pilzarten. Unter anderem sahen wir viele Täublinge, die wir leider nicht kannten und stehen ließen. Offensichtlich könnten auch wir Uwes Hilfe gebrauchen...

Die Hallimasche (1. Foto rechts) und einige Rotfußröhrlinge (2. Foto rechts) haben uns zum Abendessen sehr gut gemundet. Drei eingesammelte Schopftintlinge waren schon hinüber, als wir zuhause ankamen.*

Wir wünschen allen Pilzsammlern viel Erfolg!

Sören und Doris«

(2 Fotos © Sören)

* Bei dieser Pilzart ist es oft eine Sache von einer halben Stunde, bis sie hinüber sind. Das erste, was ich mache, wenn ich welche im Korb habe (und ich hatte viele dieser köstlichen Pilze in den letzten Wochen), ist, dass ich die Herdplatte einschalte, sobald ich zuhause bin. Heißt: sie werden sofort zubereitet und gegessen.

Um Eure drei Pilze ist es sicher nicht schade. Ihr habt damit Erfahrung gesammelt, die man bei dieser um Nu vergänglichen Pilzart einfach machen muss, um mit ihr einen sachgemäßen und optimalen Umgang zu erlernen.

(HWB)

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Nun ist es den Pilzen fast schon wieder zu feucht im Burgwedeler Mischwald


Foto: Damit war Uwe nicht unzufrieden: Birkenpilze, Maronen, Steinpilze, Schopftintlinge und Butterpilze (im Uhrzeigersinn) brachte er nach Hause. Nicht nur er ist gespannt, wie es wohl weitergeht mit dem Pilzwachstum. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 22. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

eine kleine Feierabendrunde im Mischwald bei Burgwedel zeigte mir, dass die Röhrlinge, allen voran die Maronen, sich noch schwertun mit einem erneuten Schub. An Feuchtigkeit im Boden kann es nicht liegen, das ist stellenweise schon wieder fast zu viel.

Dennoch bin ich nicht unzufrieden aus dem Wald gegangen. Je drei Fichtensteinpilze (z. B. Foto rechts) Birkenpilze und Maronen und dazu sieben Butterpilze und zehn Schopftintlinge wanderten in meinen Sammelkorb.

Bin mal gespannt, wie es sich noch so entwickelt.

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«


Foto: Diese Marone macht einen langen Hals, guckt ums Eck: Kommt da wer? Jawohl, der Uwe ist's, in deinem Rücken. Und schwupp, da liegst du auch schon im Korb.


Hannover: Die kleine Wanderung artete zur intensiven Pilzsuche aus


Foto: Das obligatorische vegetarische Pilzessen mit frischem Salat gab es für Christine auch nach ihrem jüngsten Gang nordöstlich von Hannover, der eigentlich gar nicht für die Pilzsuche ins Auge gefasst war. (3 Fotos © Christine)

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Christine schreibt am 21. Oktober 2020:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

am Mittwoch waren wir nach weiteren Regenfällen zu einer kleinen Wanderung ins Moorgebiet nordöstlich von Hannover aufgebrochen. Am Fuß einer Autobahnbrücke sahen wir eine große Ansammlung leider schon überreifer Schopftintlinge.

Als ich im hohen Gras neben Birken eine Rotkappe entdeckte, wurde die Wanderung dann aber doch zur Pilzsuche. Die Betonung liegt hier deutlich auf »Suche«. Denn auch die jungen, knackigen Birkenpilze, die es hier gab, waren zwischen hohen Grasbüscheln und dem bunten, frisch gefallenen Laub der Birken nicht einfach zu finden. Dazu gesellten sich kleine, gut im Moos verborgene Maronen.

Bereits am Montag waren mein Gefährte und ich im Deister unterwegs. Nach den Regenfällen am Wochenende hatten wir gehofft, hier Maronen und Steinpilze zu finden. Trotz intensiver Suche entdeckten wir nur einen einzigen noch essbaren Steinpilz. Die Schnecken waren allerdings einfach schneller gewesen. Maronen gab es gar keine. Eine schöne, ausgiebige Wanderung im herbstlichen Mischwald war es für uns trotzdem.

Liebe Grüße aus Hannover von Christine«


2 Fotos: Sie versteckten sich richtig gut und wollten gesucht werden: links eine Rotkappe im hohen Gras und rechts ein junger Birkenpilz.


Statt Schweden-Urlaub erfolgreiche Pilzgänge im herbstlich schönen Deister


Foto: Zu den Steinpilzen haben sich je eine Handvoll Semmelstoppelpilze (links unten), Stockschwämmchen (rechts daneben) und ein Austernseitling (darüber) gesellt. Die Fahrt von Hannover in den herbstlich einladenden Deister (2. Foto) hat sich für Matthias vollauf gelohnt. (3 Fotos © Matthias)

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Matthias schreibt am 21. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

liebe Grüße aus dem herbstlich gefärbtem Deister.

Nach den vergangenen Regentagen und steigenden Temperaturen drücken nun nach 6 Wochen wieder die Steinpilze. Es ist sozusagen die zweite Welle.

Da ich diese Woche noch Urlaub habe und nicht nach Schweden gefahren bin, freue ich mich auf einen versöhnlichen Saisonabschluss. Es gesellten sich noch Stockschwämmchen, die ersten Semmelstoppelpilze und ein Austernseitling dazu. Die Steinpilze sind von vorzügliche Qualität.

Das lässt hoffen, dass sich meine heißgeliebten Trompetenpfifferlinge und vielleicht nach drei Jahren auch einmal wieder die Herbsttrompeten zeigen.

Liebe Grüße an alle Sammler,

Matthias«


Foto: Die Steinpilze hatten - vom Regen, von der Nachtfeuchte? - noch halbnasse Hüte, als Matthias auf Pirsch war.


Liebenburg: Die schönen Parasole gab es gleich zum Abendbrot


Klaus schreibt am 18. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

weil die Fahrten in den Oberharz mangels Pilzen nicht lohnen (wie ich mich noch am Samstag bei Elbingerode überzeugen lassen musste), war ich heute im nahe gelegenen Wald zwischen Salzgitter und Liebenburg.

Dort habe ich immerhin Honiggelbe Hallimasche (Foto rechts) sowie einige schöne Parasole gefunden, die es gleich zum Abendbrot gab.

Klaus«

(3 Fotos © Klaus)

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2 Fotos: Die frischen Parasole wanderten, eine nach der anderen, gut paniert gleich in die Pfanne. Leckere Waldschnitzel zum Abendessen!


Wie gut, dass der Gifhorner Wald gesperrt war und Sebastian bei Celle sammelte


Foto: Ein sehr schöner Fund für Sebastian, der durch den kolossalen Steinpilz und durch den weißen Dekokürbis noch erhöht wird. Alle Pilze will er trocknen. (5 Fotos © Sebastian)

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Sebastian schreibt am 18. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

als ich mich in mein Stammrevier im Landkreis Gifhorn aufgemacht hatte, musste ich leider feststellen, dass es wegen einer Treibjagd weiträumig abgeriegelt war. Also fuhr ich ein paar Kilometer weiter, in ein mir unbekanntes Waldgebiet im Landkreis Celle.

Hier gab es Pilze in Hülle und Fülle. Ich fand und sah, Täublinge, diverse Reizker, Lärchenröhrlinge, Maronen, Birkenpilze und viele Korallen. Vor allem aber Krause Glucken. Unglaublich, wie viele es dieses Jahr gibt!

Insgesamt fand ich sieben Stück, von denen ich allerdings nur vier mitgenommen habe. Die machten meinen Korb nämlich schon voll.

Auf dem Rückweg konnte ich noch kurz in meinem Stammrevier halten - die Treibjagd war inzwischen beendet. Da durfte ich noch 5 Steinpilze »einsacken«, deren größter 610 Gramm auf die Waage brachte (2 Fotos rechts). Die Pilze werde ich ausschließlich trocknen.

Gruß aus Gifhorn!

Sebastian«

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2 Fotos: So eine Gluckenpracht! Ob die auf dem linken Foto wohl noch oben in den Korb passte? Nach vier Fetten Hennen war er schon voll, schweren Herzens ließ Sebastian einige weitere, die er noch fand, stehen. 

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Lüneburger Heide: »Der Sommer war wohl zu trocken«


Martin schreibt zu diesem Foto am 18. Oktober 2020:

»Das war meine Ausbeute von gestern in der Lüneburger Heide. Nach rund drei Stunden 8 Maronen, drei Goldröhrlinge, eine Ziegenlippe und eine Krause Glucke. Für eine Pilzpfanne hat es gereicht. Nächste Woche soll es etwas milder werden, bis zu 17 Grad Celsius. Ob dann nochmal ein Pilzschub kommt? Insgesamt war wohl der Sommer dieses Jahr zu trocken*.

(Foto © Martin)

* Nicht nur dieser! Trockenheit und Dürre waren das beherrschende Thema der Pilzfreunde auf dieser Internetseite in den vergangenen drei Monaten. Jetzt wachsen die Pilze in zahllosen Regionen sehr stark. Die, die immer unterwegs und stets informiert sind, können ihre schweren Körbe gar nicht aus den Wäldern schleppen... (HWB)

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Gifhorn: Täublingsstudien und leckeres abendliches Täublingsessen


Foto: Das Sammelergebnis konnte sich sehen lassen. Uwe (sonst Region Burgwedel/Wedemark) und Agnes waren in der Region Gifhorn gemeinsam auf Pilzsuche mit besonderem Blick auf den Täublingen. (2 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 17. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde.

die Agnes bat am 10 Oktober im Pilzticker um Hilfe, ihr die Scheu vor Täublingen zu nehmen. Ich war daraufhin mit ihr in Kontakt getreten und ihr einen gemeinsamen Pilzgang angeboten. Agnes hatte sich sehr gefreut und die Hilfe gerne angenommen.

Heute nun habe ich mich auf den Weg in ein Pilzgebiet in ihrer Region im Landkreis Gifhorn gemacht. Wir verbrachten bei bestem Pilzsammelwetter drei schöne und auch recht erfolgreiche Stunden.

So konnten wir nicht nur reichlich verschiedene Täublinge finden, sondern auch ein paar Edelreizker, Butterpilze, Goldröhrlinge, Maronen und Parasole.

Die beiden schön aufgeschirmten Parasole gab es abends bei mir zu Hause als Pilzschnitzel gebraten zur Vorspeise. Die Hauptdarsteller im Hauptgericht waren, wie hätte es nach diesem Tag anders sein können, Täublinge. Es gab sie in einer Weißwein-Sahnesoße mit Kräuterfrischkäse und Schinkenwürfeln auf Bandnudeln. Ich glaube, Agnes wollte Ähnliches zubereiten.

An dieser Stelle noch einmal Danke für den schönen Tag! Ich hoffe, Dir gut erklärt zu haben, auf was man bei der Täublingssuche achten sollte und Dir damit die Scheu vor diesen leckeren Pilzen genommen zu haben.

In diesem Sinne liebe Grüße von Uwe aus Hannover«

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Foto: So lecker kann ein Gericht mit Täublingen aussehen! Uwe hat einen Teil seines Fundes aus Gifhorner Wäldern in einem Nudelgericht mit einer Weißwein-Sahnesauce und Schinkenwürfeln veredelt.

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Kräftiges Pilzwachstum in der Region Hannover, Braunschweig und Wolfsburg


Foto: Ein schöner Fund für Agnes! Die Pilze einschließlich der Steinpilze wachsen derzeit in den Regionen Hannover, Braunschweig und Wolfsburg sehr kräftig! (Foto © Agnes)

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Agnes schreibt am 15. Oktober 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

eine bunte Pilzmischung fand ich heute in der Bickelsteiner Heide, nördlich von Wolfsburg:

8 Steinpilze, 8 Maronenröhrlinge. 4 Butterpilze (davon gab es viele), 4 Kuhröhrlinge (davon gab es sehr viele), 2 Birkenpilze, 1 Krause Glucke, 1 Edelreizker und 1 Kiefernreizker .

Die drei Pilze ganz links oben auf dem Foto kann ich nicht bestimmen. Ob es Speisetäublinge sind, muss ich mir noch von Fachkundigen bestätigen lassen. 

Liebe Grüße Agnes«


Schöne junge Steinpilze mache Uwe Lust auf mehr - aber auf Edelreizker und Täublinge


Foto: Es ist zwar kein voller, schwerer Korb, aber Uwe war es auch so einmal mehr zufrieden. Dass die zwei schönen Steinpilze jung sind, ist ein gutes Zeichen. (2 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 13. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute war ich für eine Stunde zum Feierabend noch einmal eine kleine Runde im Wald bei Burgwedel. Es erwartete mich zwar keine Quantität, aber Topqualität. Zwei schöne Fichtensteinpilze, ein Birkenpilz, ein Buckeltäubling, drei kleine Maronen und ein paar schöne Goldröhrlinge landeten in meinem Korb.

Mal sehen, was am Wochenende zu finden ist. Da mache ich dann wohl, in der Hoffnung auf viele Edelreizker und Täublinge, einen Kiefernwald in der Heide unsicher.

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«


Foto: Ein makelloser junger Steinpilz, der Hoffnung auf mehr macht. Aber Uwe ist am Wochenende mehr auf Edelreizker und Täublinge aus.


Ein schneller Fund in einem Wald bei Burgwedel machte alle zufrieden


Veronika schreibt am 13. Oktober 2020:

»Hallo liebe Pilzfreunde,

gestern waren wir, nachdem wir von erfolgreicher Pilzsuche in dieser Gegend gelesen hatten, erstmals in einem Wald bei Burgwedel.

Wir hatten den Wald kaum betreten, als uns diese prächtige Krause Glucke entgegenlachte. Unsere weitere Suche war zwar nicht so erfolgreich, aber wir waren mit unserem schnellen Fund sehr zufrieden.

Viele Grüße von Veronika aus Hannover«

(Foto © Veronika)

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Ein wunderschöner Kiefernsteinpilz von 320 Gramm für Helga bei Ostrhauderfehn


Foto rechts: Diesen wunderschönen untadeligen Steinpilz, wohl ein Kiefernsteinpilz, der 320 Gramm auf die Waage brachte, hat Helga heute bei Ostrhauderfehn in Ostfriesland gefunden.

»Ich war wohl zu spät dran an einem Montag, am Wochenende lag bestimmt mehr drin«, kommentiert sie den prächtigen Fund. (Foto © Helga)

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Leuchttupfer aus dem Burgdorfer Holz zwingen Dirks neues Dörrgerät zur Arbeitsaufnahme


Foto: Die markanten Orangebecherlicher sind zwar geschmacklos, ergeben aber - besonders in Salaten - eine besondere Bisskonsistenz. Sie können roh gegessen oder überbrüht werden. Dass Dirk mit ihnen als Alternative zu Judasohren in chinesischen Gerichten experimentieren will, ist spannend! (2 Fotos © Dirk)

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Dirk schreibt am 12. Oktober 2020:

»Moin Heinz-Wilhelm,

ich war gestern im Burgdorfer Holz nördlich von Hannover auf Pilzsuche. Trotz ausreichender Niederschläge in den letzten 2 Wochen waren Röhrlinge jeglicher Art (noch) nicht zu finden.
Lediglich eine Krause Glucke hat eher mich gefunden als ich sie.

Als ich meinen Pilzgang wegen Erfolglosigkeit schon beenden wollte, wurde ich doch noch fündig. Auf einer Lichtung strahlten mich plötzlich unzählige Orangebecherlinge an. Das hatte ich in der Menge zuvor noch nicht gesehen.

Da ich gerne chinesisch koche, überlege ich, ob man diesen Pilz eventuell als Ersatz für das Judasohr verwenden kann. Beide Pilze sind ja eigentlich geschmacksneutral und nur für das Kauerlebnis relevant.

Ich glaube mein neues Dörrgerät bekommt erstmals Arbeit.

Viele Grüße aus Laatzen-Ingeln, Dirk«


Foto: In der (Wald-)Landschaft sind die Pilze wahre Leuchttupfer und echte Hingucker. Sie sorgten für die erstmalige Inbetriebnahme von Dirks neuem Dörrautomaten.


Gifhorn: Für den Paradeparasol war eine Pfanne in Übergröße vonnöten


Agnes schreibt am 10. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

heute ging es wieder in die Heide nördlich von Leiferde im Landkreis Gifhorn.

An vielen abgeschnittenen Stielen konnte ich erkennen, dass schon einige Konkurrenten vor mir Edelreizker gesucht und gefunden haben. Aber meine Ausbeute war ebenfalls sehr gut, auch was die Qualität der Pilze betraf. 

Zu meiner Freude fand ich dazu etliche ganz junge Maronenröhrlinge unter nur wenigen größeren oder schon überständigen. Was meinen Pilzkorb aber komplett überfordert hat, war die Menge an gigantisch großen Riesenschirmlingen. Ein besonders Schöner ist bei noch geschlossenem Hut und seinem imponierend stolzen Doppelring auf dem 2. Foto rechts zu sehen.

Der größte maß 28 Zentimeter im Durchmesser. Er zeigte sich in bester Frische und mit anstandslosen schneeweißen Lamellen. Um ihn zu panieren und in der Pfanne zu braten, benötigte ich 2 Eier und eine Pfanne in Übergröße.

Nach drei herrlichen Stunden im Wald waren ein Pilzkorb und eine Stofftasche gut gefüllt. Um den Korb noch dekorativer zu gestalten, als er schon war, habe ich etwas Moos beigegeben (1. Foto rechts).

Was mir zu meinem Pilzglück noch fehlt, ist eine fachkundige Begleitung für die große Welt der Täublinge. Ich sah heute sehr viele von dieser Pilzgattung, traute mich aber noch nicht so recht, welche zu probieren oder mitzunehmen.

Über eine gemeinsame Exkursion mit kundigen »alten Hasen« würde ich mich, wie in den Kleinanzeigen für Pilzfreunde zu lesen ist, sehr freuen.

Liebe Grüße Agnes«

(2 Fotos © Agnes)

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Knackige Maronen für eine freudig erwartete erste Pilzpfanne


Foto: Auch dies ist ein sehr schöner Fund von jungen knackigen Maronenröhrlingen. Das Teelicht hat Stephan zum Größenvergleich hinzugesetzt.

(2 Fotos © Stephan)

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Stephan schreibt am 10. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

endlich sprießen die Maronen auch nördlich der Wedemark. Heute bin ich wieder mal im Forst Rundshorn bei Berkhof unterwegs gewesen. Nach mehreren Regentagen setzt jetzt das Wachstum der Maronenröhrlinge an meinen Suchstellen ein.

Die meisten Pilze fand ich an einer von Forstarbeitern gerodeten Schneise durch den Wald, mitten im Sand-Holzgemisch, siehe das Foto mit den Drillingsmaronen. Alle Maronen sind knackig und ohne Befall, so dass es eine schöne Pilzpfanne ergeben wird. Ich freue mich drauf, denn:

»Jeder weiß, die ersten gefundenen Pilze in der Saison schmecken am besten.«

Liebe Grüße von Stephan aus der Wedemark

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Foto: Einen Maronendrilling im dunklen Erde-Sand-Gemisch wie hier sieht man auch nicht alle Tage.





Schöne Mischpilze aus dem Gifhorner Herbstwald zu Nudeln


Foto: Ein schöner herbstlicher Fund für Sebastian und seine Frau! Die Pilze werden heute Abend ein Nudelgericht veredeln. Auf dem zweiten Foto sind sie noch einmal aus anderer Perspektive zu sehen.


Sebastian schreibt am 10. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach den Regenfällen der letzten Tage war ich heute mit meiner Frau im heimischen Wald im Landkreis Gifhorn unterwegs. Es waren wirklich viele Pilze zu sehen, wovon mir die meisten unbekannt waren.

Allerdings gab es auch genug mir bekannte Speisepilze für unser Nudelessen heute Abend. Eine Krause Glucke, frische Birkenpilze, einige Maronen und ein paar Steinpilze konnten wir sammeln. Einige überständige Steinpilze mussten wir stehen lassen.

Gruß aus Gifhorn!

Sebastian«

(2 Fotos © Sebastian)

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Burgwedel: Die Röhrlinge kommen - und Uwe träumt von einem kraftvollen Schub in einer Woche


Foto: Der Inhalt von Uwes Korb zeigt, dass auch im Großraum Hannover die Röhrlinge wieder im Anmarsch sind. Die Pilze räkeln sich wieder hervor und werden das weiter und vermehrt tun, solange die Nächte von Temperaturen tiefer als minus 1 bis 2 Grad verschont bleiben. Zu viel Regen mögen sie allerdings auch nicht, da droht ihnen der Tod durch Schimmel und Fäule. (2 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 9. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde.

letztes Wochenende hatte ich ja riesigen Erfolg bei Berkhof mit meinen so geliebten Edelreizkern.

Nachdem es die ganze Woche über immer wieder geregnet hat, wollte ich heute nach Feierabend schauen, ob auch die Röhrlinge und andere Speisepilze noch einmal einen Schub bekamen. Dazu fuhr ich in den Mischwald bei Burgwedel.

Es entwickelte sich eine doch recht mühsame Suche quer durch alle Bereiche dieses Waldes. Am Ende wurde ich dennoch belohnt mit einer bunten Auswahl guter Speisepilze für eine leckere Mischpilzpfanne.

So fand ich drei Maronen, drei Butterpilze, zwei Schopftintlinge, zwei Flaschenstäublinge, fünf Goldröhrlinge und je einen Birkenpilz und Steinpilz. Ich schätze, wir müssen noch eine Woche warten, dann könnte es wieder richtig losgehen im Wald, zumal auch für die kommende Woche Regen angesagt ist.

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«

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Foto: Und hier der sehr schöne Steinpilz, den Uwe fand. Hoffen wir, dass er - nicht nur bei Burgwedel - die Vorhut nachkommender Artgenossen ist.

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Essprobe nicht bestanden: Die Violetten Schleierlinge bleiben zukünftig im Moorwald


Foto: Die Birkenpilze, Kuhröhrlinge und Schopftintlinge mit Bratkaftoffeln schmeckten dann doch besser als die Violetten Schleierlinge. Nach einer nicht ganz nötigen Geschmacksprobe kommen sie Christine nicht mehr ins Haus. (3 Fotos © Christine)

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Christine schreibt am 9. Oktober 2020:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

mein Gefährte und ich sind derzeit regelmäßig im unwegsamen Moorwald (Moorbirken, Kiefern, wenige Eichen, viel Moos, teilweise hohes Gras, kleinere Blaubeerflächen, größere Flächen mit hohem Farn) nordöstlich von Hannover unterwegs. Seit gut einer Woche gibt es hier Birkenpilze. Nicht sehr viele und wir müssen wirklich suchen, aber für ein Abendessen reicht es immer. Dazu gesellen sich kleine Kuhröhrlinge und ein paar noch geschlossene Schopftintlinge vom grasigen Wegesrand.

Erstaunt und erfreut waren wir über den Anblick durch und durch blauer Pilze. Zunächst habe ich einfach nur Fotos gemacht, um sie zu Hause in Ruhe zu bestimmen. Es ist der Violette Schleierling. Dieser ist essbar, soll aber muffig schmecken.

Das habe ich heute ausprobiert: ich habe drei frische Violette Schleierlinge separat in Butter gebraten. Leider verlieren die Pilze hierbei ihre faszinierend blauviolette Farbe und färben sich schwarz. Dazu entwickeln sie einen eigenartigen, nicht besonders anziehenden Geruch. Im Biss sind sind sie ganz ok, aber ihr Geschmack ist nicht wirklich überzeugend.

Wir werden den Violetten Schleierling also nicht in unseren Speiseplan aufnehmen, sondern uns einfach nur weiterhin über sein wunderhübsches Aussehen freuen.

Liebe Grüße aus Hannover von Christine«

Liebe Christine,

der Violette Schleierling, »soll« nicht nur muffig schmecken, er schmeckt muffig. Diese Angaben basieren auf der Erfahrung hunderter, eher tausender Mykologen und Pilzsachverständiger in ganz Europa. Während Hungers- und Kriegszeiten haben viele Menschen, auch Kinder, diese Pilzart widerwillig und unter Sträuben gegessen, weil es nichts anderes gab.

Trotzdem danke ich für Deine Ehrlichkeit. Vor einigen Jahren gab es auf dieser Seite mal eine Kanone, die angeblich Gallenröhrlinge probiert hatte und sie allen Ernstes als prima Speisepilze deklarieren wollte. Dem guten Mann musste ich schon ein wenig kräftig nachhelfen.

Viele liebe Grüße Heinz-Wilhelm


2 Fotos: Eigentlich sieht man schon, wer hier besser schmeckt. Der Birkenpilz (links) erhält bei 123pilzsuche.de die Schulnote 2, die zwei Violetten Schleierlinge die Note 4. Ginge es nach mir, hätte ich ihnen eine glatte 5 gegeben.


Hannover-Maschsee: »Das nächste Mal nehme ich sie mit«


Foto: Die typischen Merkmale der Fransigen Wulstlinge sind hier nicht offenkundig: fransig behangener Hutrand, rübenartig verdickte Stielbasis. Dennoch ist es zweifelsfrei die Art, die ausgezeichnet schmeckt. Die dunklen Flecken auf den Hüllresten sind Erdkrumen. (Foto © Dirk)

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Dirk schreibt am 7. Oktober 2020:

»Moin Heinz-Wilhelm,

ich wundere mich manchmal wirklich, welch' seltene Pilzgeschöpfe man völlig unerwartet findet.

Ich sammele, ähnlich Uwe, Pilze gerne in den Wäldern bei Berkhof. Dabei bin ich gerne mit dem Fahrrad unterwegs, weil man so auch einmal schnell größere Entfernungen zwischen den Lieblingsstellen überbrücken kann.

Vor allem Reizker kann man recht gut vom Fahrrad aus sammeln, da sie ja häufig auf den Grünstreifen entlang der Waldwege wachsen. Runter vom Rad, Reizker einsammeln, rauf
aufs Rad - das ist effektiv und hält fit !

Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Vergangene Woche war ich mit dem Fahrrad in Hannover City unterwegs. Da ich aus Gewohnheit unbewusst auch immer die Pilze registriere, die ja mitunter auch inmitten der urbanen Zivilisation wachsen, hat mein Sonar in der Innenstadt von Hannover, genau gesagt am Maschsee, angeschlagen. Also runter vom Rad, Foto gemacht, Pilze jedoch nicht mitgenommen. Und zuhause nachgeschlagen.

Ich bin zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen, dass es sich um Fransige Wulstlinge handelt, die sogar als vorzügliche Speisepilze eingestuft werden.

Fazit: Das nächste Mal nehme ich sie mit...

Viele Grüße an dich und alle Pilzsammenlnde,

Dirk aus Laatzen-Ingeln«


Hannover: Schopftintlinge, versteckt in Nestern und geerntet ohne haltlose Warnungen


Foto: Jede Menge junger guter Schopftintlinge. Gut durchgebraten, fast kross, schmecken sie ausgezeichnet! (3 Fotos © Gisela)

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Gisela schreibt am 6. Oktober 2020:

»Hallo, Heinz-Wilhelm, hallo, liebe Pilzfreunde,

zunächst gratuliere ich Uwe und den anderen zu ihren Prachtfunden. Solche Superfunde habe ich nicht zu vermelden, doch brechen am Mittellandkanal die Schopftintlinge aus der Erde - oft an der Böschung, versteckt wie Eier in Nestern. Ich habe sie  in wenigen Minuten geerntet. Der Nieselregen war dabei angenehm, weil keine Passanten unterwegs waren, die mich vor den »giftig aussehenden Pilzen« warnten, wie das schon oft der Fall war.

Ansonsten habe ich in den letzten Wochen in der Eilenriede Lungenseitlinge gefunden, auf dem Brachgelände einen wohl von zahlreichen anderen Sammlern übersehenen Steinpilz und zwei Birkenpilze, in einem Park Rotfußröhrlinge mit tierischem Innenleben, Perlpilze, die ich nicht esse, und am Rande des Moores Birkenpilze und Kuhröhrlinge - alles keine erwähnenswerten Mengen.

Naturstreifzüge im Herbst machen mir aber auch ohne Pilzfund immer wieder Freude.

Viele Grüße aus Hannover von Gisela«

Foto: Wie Eier in einem Nest: die »Spargelpilze«, wie sie auch gerne genannt werden, waren zum Teil gut versteckt im Gras.


Foto: Ein wirklich schöner Schwung Lungenseitlinge, wie sie sich zur Küchenverwertung kaum besser anbieten könnten.


Uwes Lieblinge wanderten einer nach dem anderen in den Korb: Edelreizker und Spangrüne Kiefernreizker


Foto: Das Lächeln, das Uwe wegen seines tollen Fundes, vor allem von Edelreizkern, schon während der Rückfahrt nicht verließ, steht ihm hier immer noch ins Gesicht geschrieben. So lernen wir ihn nun auch optisch von seiner besten Seite kennen. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 3. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde.

am heutigen Samstag habe ich eine ausgedehnte Pilzpirsch im Kiefernwald bei Berkhof gemacht. Und Agnes hatte Recht. Der weite Fußweg zu meinen drei vertrauten Reizkerstellen hat sich mehr als gelohnt.

Sah es mit Röhrlingen in dem ausgetrockneten Wald sehr schlecht aus, so wurde ich an allen drei Stellem mit meinen so geliebten Edelreizkern und Spangrünen Kiefernreizkern mehr als gut belohnt. Ich habe sogar noch reichlich zum Aussporen oder für andere Pilzsammler stehen lassen können.

Am reichsten wurde ich auf einem Weg von cirka 500 Metern Länge beschenkt, dessen Ränder stark von Gras gesäumt sind. Hier musste ich gehen wie eine Schnecke und schauen wie ein Adler. Meisterlich getarnt und versteckt im hohen Gras, waren die Burschen nur schwer zu finden. Hatte ich allerdings erst einmal einen entdeckt, standen in der Regel gleich mehrere drumherum.

Zudem konnte ich verschiedene Täublinge und Perlpilze in meinem Sammelkorb verstauen. Sogar zwei einsame Maronen ließen sich noch finden. Ich glaube, ich habe auf der Rückfahrt nach Hause das Lächeln aus meinem Gesicht gar nicht mehr rausbekommen... (-:

Jetzt hoffen wir aber mal, dass endlich ausgiebig Regen kommt, damit auch andere Pilzarten noch einmal einen Schub bekommen.

In diesem Sinne, liebe Grüße von Uwe aus Hannover«

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Foto: Der Korb wurde schwer und schwerer. Neben Reizkern füllte er sich vor allem mit Täublingen.

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Foto: War erst einmal ein Reizker entdeckt, so verriet er auch gleich eine ganze Gruppe, wie diesen Fünferpack. Er verspricht bequeme Ernte.


Burgwedel: Ein Dankeschön an Uwe für das einfache, aber sehr leckere Reizkerrezept


Véronique schreibt am 29. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

amüsiert stelle ich fest, dass Uwe, dem ich nun auch ein Gesicht zuordnen kann, bereits von unserer Begegnung am Waldparkplatz berichtet hat. Als leidenschaftliche Pilzticker-Niedersachsen-Leserin war es mir ein Leichtes, ihn tatsächlich anhand seines Fundes zu identifizieren: Reizker und Täublinge, das ist keine gewöhnliche Wahl im durchschnittlichen Sammlerkörbchen!

Und so muss auch ich mich zu Wort melden, denn nur Uwe ist es zu verdanken, dass ich mich zum ersten Mal an Fichtenreizkern aus der Pfanne versucht habe. Das Rezept habe ich mir auf dem Parkplatz noch schnell nennen lassen. Besonders schön: den »perfekten« Fliegenpilz, den Uwe fotografierte, haben auch meine Eltern und ich fotografisch festgehalten (2. Foto rechts). Wirklich ein Vorzeige-Exemplar!

Unvorbereitet auf Anschauungsmaterial für den Pilzticker, habe ich keinen Korbfund zum Vorzeigen, aber eine kurze Aufzählung der Funde parat: Etwa 15 Pfifferlinge, 4 Birkenpilze, diverse Fichtenreizker, einige Maronen, Goldröhrlinge, Lärchenröhrlinge, Sandröhrlinge, ein Flockenstieliger Hexenröhrling und ein leider schon überständiger Riesensteinpilz (Foto rechts) landeten im Korb. Von letzterem leider nur der Stiel... Ein Foto der stolzen Sammlerin gegen alle Regeln des Pilztickers füge ich als Beweis bei.

Zum Schluss noch ein Dankeschön an Uwe: Die Reizker, scharf angebraten und nur ordentlich gesalzen und gepfeffert, schmeckten meinem Mann und mir ganz wunderbar! Wir versprechen, zukünftig moderat zu sammeln, damit für die anderen Sammler genug stehen bleibt.

Und an Heinz-Wilhelm für diese grandiose Website, die uns anzeigt, wann sich die lange Fahrt in Hannovers Region wirklich lohnt oder wir lieber CO2-neutral im Stadtgebiet spazieren gehen!

Liebe Grüße, Véronique«

(2 Fotos © Véronique/Privat)

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Eine Begegnung zum Schmunzeln

»Sind Sie zufällig der Uwe vom Pilz-Ticker Niedersachsen?«


Foto: Kein voller Korb - und dennoch war Uwe mit diesem Pilzgang mehr als zufrieden. Nicht nur, weil er einige seiner geliebten Edelreizker gefunden hatte. Sondern auch, weil er auf dem Parkplatz nette Bekanntschaft mit drei Pilzticker-Lesern machen konnte, die sich freuten, ihn sozusagen auf frischer Tat kennengelernt zu haben. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 29. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

eine kleine Feierabendrunde im Mischwald bei Burgwedel brachte zwar keine große Pilzvielfalt, aber drei sehr schöne Erlebnisse.

Der Regen vom Samstag hat den Boden gut durchfeuchtet, aber das Pilzwachstum noch nicht sonderlich angeregt. Röhrlinge fand ich keinen einzigen, dafür aber ein paar schöne Täublinge; Buckeltäublinge und je einen Fleischfarbenen Speisetäubling und einen Blaugrauen Reiftäubling.

Der eigentliche Grund meiner spontanen Pilzrunde war am Montag im Pilzticker der Hinweis von Agnes an mich, dass es in der Heide mit den Edelreizkern richtig losgeht. Und auch ich wurde heute zu meiner Freude fündig. Dank Dir, Agnes. Da werde ich wohl am Wochenende mal mein Glück in Berkhof versuchen.

Das zweite schöne Erlebnis war zwar nicht für den Sammelkorb, aber fürs Fotoalbum. Zum einen fand ich einen wunderschönen Fliegenpilz wie aus dem Bilderbuch (Foto rechts) und zum anderen ein schönes Fotomotiv eines großen Büschels von Ziegelroten Schwefelköpfen an einem von Moos bedeckten Baumstumpf (Foto weiter unten).

Und dann auf dem Waldparkplatz...

Das Schönste aber war ein charmant-lustiges Erlebnis zum Schluss am Auto. Drei nette Pilzammler waren vor mir am Parkplatz angekommen. Neugierig fragte ich, ob ich einen Blick in ihren Sammelkorb werfen dürfe. Wir unterhielten uns etwas über Pilze und vor allem über die Edelreizker, wie sie schmecken und wie man sie am besten zubereitet.

Da fragte mich eine der beiden Damen, ob ich zufällig der Uwe aus Hannover vom Pilzticker Niedersachsen sei. Als ich dies bejahte, mussten wir alle schmunzeln. Wie Sie darauf kam? Ob es an den Edelreizkern oder vielleicht am Sammelkorb lag, den sie eventuell wiedererkannt hat, vergaß ich leider zu fragen.

Ich kann nur wieder einmal feststellen, daß Pilzesammeln immer wieder ein schönes Erlebnis ist.

In diesem Sinne einen lieben Gruß vor allem auch an Agnes und den drei Pilzfreunden aus Burgwedel von Uwe aus Hannover«

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Foto: Vom Genuss Ziegelroter Schwefelköpfe wird dringend abgeraten. Sie enthalten Hämolysine, die eine Zersetzung der roten Blukörperchen bewirken können, und Agglutinine, die die roten Blutkörperchen zerklumpen können. Diese Gifte sind zwar nicht hitzestabil, zerfallen also beim Braten oder Kochen, doch es wird davon ausgegangen, dass ein Rest der Gifte stabil und damit wirksam bleibt.

Die Ziegelroten Schwefelköpfe sind viel seltener als ihre ebenfalls giftigen Geschwister, die Grünblättrigen Schwefelköpfe, die schwere Magen-Darm-Schmerzen und -Probleme über 2 bis 3 Tage auslösen.

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Lungenseitlinge aus dem Hannoverschen Moorgebiet für ein köstliches Abendessen


Foto: Dieses Prachtexemplar von einem Lungenseitling hatte einen Durchmesser von 22 Zentimetern! Noch genießt es die schöne Aussicht an seinem abgestorbenen Erlenstamm... (3 Fotos © Christine)

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Christine schreibt am 29. September 2020:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

nach stundenlangen ergiebigen Regenfällen waren mein Gefährte und ich am Sonntag zu Fuß im mit Mischwald bestandenen Moorgebiet nordöstlich von Hannover unterwegs. Eigentlich hatten wir gehofft, hier frische Birkenpilze und womöglich auch Rotkappen und Maronen zu finden. Leider gab es aber überhaupt keine Röhrlinge; von ein paar Steinpilzen sahen wir nur noch die matschigen Überreste.

Trotzdem war unsere Pilzsuche letztlich erfolgreich: an einem abgestorbenen, aber noch aufrecht stehenden schlanken Erlenstamm wuchs eine Ansammlung von Lungenseitlingen.

Obwohl der größte Fruchtkörper im Durchmesser erstaunliche 22 Zentimeter maß, waren alle Pilze wunderbar knackig, saftig und frisch. Sie ergaben ein köstliches Abendessen.

Liebe Grüße aus Hannover von Christine«

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Foto: Lungenseitlinge schmecken ausgezeichnet. Wir sehen sie hier angerichtet mit Bratkartoffeln. Links ein gemischter Blattsalat mit zwei Blüten der Kapuzinerkresse.


Foto: Die Lungenseitlinge sind gesäubert und fertig zum Braten. Roh darf man diese Pilze nicht essen, sie enthalten Hämolysine, die das Blut zersetzen können. Unter Erhitzung zerfallen sie.


Ein Geschenk für die lieben Nachbarinnen und ein Tipp für Uwe aus Hannover


Agnes schreibt am 28. September 2020:

»Liebe Pilzfreunde,

am Sonntag war ich in der Heide im Landkreis Gifhorn. Gefunden habe ich zwar keine einzige Marone und auch keinen Steinpilz, dafür aber unzählige Edelreizker, die ich nur so abernten konnte.

Da die orange milchenden Reizker ja alle genießbar sind, habe ich auch welche mitgenommen, die vielleicht Kiefernreizker oder Spangrüne Reizker heißen. Da bin ich in der Bestimmung nicht so sicher. Es gab auch einige Butterpilze und einen einzelnen Pfifferling.

Da es zu viele Reizker für uns waren, habe ich die lieben älteren Damen in unserer Nachbarschaft beschenkt.

Meine Frage: Sind die Reizker gut einzufrieren oder anderweitig zu konservieren? 

Tipp für Uwe, der ja auf die Edelreizker wartet: Im Waldgebiet nördlich von Leiferde habe ich mein Körbchen gefüllt. 

Liebe Grüße Agnes«

(2 Fotos © Agnes)

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Liebe Agnes,

man kann Reizker einfrieren, doch das wäre fast verschenkt. Denn viel besser ist es, sie sauer in Essig oder in Olivenöl einzulegen, denn sie gehören zu den klassischen Einlegepilzen. Näheres hier.

Guten Erfolg und herzliche Grüße, Heinz-Wilhelm


Foto: Vier Edelreizker. Sie sind sicher an ihren Grübchen am Stiel zu erkennen, die einen hell-dunklen Kontrast zeigen. Hier ist das nicht zu sehen. Doch die Kiefernnadeln ringsum geben Aufschluss, denn diese Pilzart ist streng an Kiefern gebunden.

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Hoffen auf durchdringenden Regen und die geliebten Edelreizker bei Berkhof


Foto: Trotz zweiwöchiger hartnäckiger Trockenheit ging Uwe nicht mit leerem Korb nach Hause. Nun setzt er sogar auf seinen Lieblingswald bei Berkhof, wo er seine geliebten Edelreizker zu finden pflegt. Alles hängt vom erhofften Regen ab. (2 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 24. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde.

die zweite Woche in Folge herrscht bei uns Trockenheit. Trotzdem habe ich heute nach Feieraben wieder einen kleinen Abstecher in den Fichten-und Mischwald bei Burgwedel gemacht.

Bis auf ein paar leicht feuchte Moosflächen ist der Boden mittlerweile knochentrocken. Dennoch ging ich auch diesmal nicht mit leerem Korb nach Hause. So konnte ich einen Steinpilz, einen Flockenstieligen Hexenröhrling, einen Fichtenreizker und dazu ein paar Maronen, Goldröhrlinge, Butterpilze, Perlpilze, Kuhröhrlinge, Buckeltäublinge und Schopftintlinge finden.

Für das Wochende ist ja Regen angesagt. Ich hoffe, es werden mehr als die paar Tropfen heute Morgen. Dann könnte es vielleicht in ein bis zwei Wochen auch in meinem Lieblingswald bei Berkhof mit Pilzen klappen. Denn dort gibt es meine Lieblingspilze (Edelreizker und eine Vielzahl an Täublingen). Momentan brauche ich es in dem sandigen Kiefernwald nicht zu versuchen.

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«

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Foto: Wir sehen Maronenröhrlinge, Perlpilze und einen Fichtenreizker sowie 2 Schopftintlinge und je einen Steinpilz und Flockenstieligen Hexenröhrling (oben von links); je zwei Buckeltäublinge und Kuhröhrlinge, 3 Butterpilze und Goldröhrlinge (unten von links). Kein schlechter Fund für die lange Trockenheit!

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Burgwedel: Überraschend viele gute Pilze für Uwe und vage Hoffnung auf ein Traumpilzjahr


Foto: Interessant an diesem Korb sind die Reizker. Es dürften die Kiefern- oder Edelreizker sein, die Uwe - neben Fichtenreizkern - gefunden hat. Unter den Edelreizkern gibt es die Spangrünen, die mehr Grün- als Orangeanteile an der Hutfarbe haben und damit optisch außergewöhnliche Pilze sind. Und außergewöhnlich gut schmecken. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 19. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

trotz einer Woche Trockenheit und sommerlichen Temperaturen habe ich mich gestern zum Feierabend wieder einmal in den Wald bei Burgwedel begeben. Viel Hoffnung hatte ich ja nicht.

Zu meinem Erstaunen wurde ich in dem Fichtenwaldstück dennoch ausgiebig fündig. Die Feuchtigkeit der Nächte konnte sich in den Moosflächen scheinbar halten.

Auch an Stellen nur mit Laub und Nadelstreu fand ich reichlich. Hier litten die Pilze allerdings allesamt an extremen Trockenschäden.

Dennoch konnte ich in meinem Korb gute Ausbeute verstauen, en détail sieben Steinpilze, achtzehn Maronen (z. B. Foto rechts), einen Flockenstieligem Hexenröhrling, zehn Kuhröhrlinge und fünf Fichtenreizker, die ich in diesem Waldstück noch nie gefunden habe.

Auf dem Waldweg fand ich im Gras noch einen Fleischfarbenen Speisetäubling, einen Perlpilz, fünf kleine feste Goldröhrlinge und vier Schopftintlinge.

Auf dem Rückweg zum Auto (sandiger Boden und hauptsächlich Kiefern und Eichen) fand ich dann auch vier meiner so geliebten Edelreizker und noch einen Butterpilz. Wenn es jetzt endlich mal ausgiebig regnen würde, würde das Pilzwachstum nach meiner Einschätzung regelrecht explodieren. Dann könnte es ein Traumpilzjahr werden.

In diesem Sinne, liebe Grüße von Uwe aus Hannover«


Foto: Steinpilz und Marone auf Du und Du. Uwe beendete die Nachbarschaft mit seinem oben am Korb steckenden Pilzmesser.


Hannover: Beim Vorbeiradeln ein leckeres vegetarisches Abendessen entdeckt


Foto: Ein leckeres vegetarisches Pilzabendessen gab es einmal mehr bei Christine, nachdem sie und ihr Begleiter auf einer Radtour im nordöstlichen hannoverschen Umland schöne Pilzfunde gemacht hatten. (2 Fotos © Christine)

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Christine reicht einen Fund vom 17. September 2020 nach:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

am Donnerstag, 17. September 2020, waren mein Gefährte und ich bei traumhaft sonnigem Wetter mit unseren Fahrrädern im nordöstlichen Stadtrandgebiet Hannovers unterwegs. Einerseits freuten wir uns natürlich über diesen weiteren warmen Spätsommertag, andererseits fehlt aber deutlich der Regen und es ist hier überall viel zu trocken.

Trotzdem entdeckten wir im Vorbeifahren im Laub eines Gebüsches, das eine umzäunte Waldlichtung umgab, mehrere frische Riesenschirmlinge. Dazu gesellten sich später noch einige Schopftintlinge und Birkenrotkappen. Diese fanden wir im mit niedrigen Birken bestandenen Uferbereich eines Sees, wo der Boden etwas feuchter war. Die prächtigen Rotkappen standen in ihrer Größe den Riesenschirmlingen kaum nach.

Alle Pilze waren madenfrei und fanden sofort Verwendung in einem leckeren vegetarischen Abendessen.

L
iebe Grüße aus Hannover von Christine«


Foto: Die Parasole waren vom Radweg aus sichtbar und boten sich mit weiteren Artgenossen sowie Rotkappen und Schopftintlingen für das Abendessen an.


Bispingen: Erst die Steinpilze kennenlernen, um sie abends auf einer leckeren Pizza zu verputzen


Foto: Das hat sich gelohnt und der kleine Pilzsammler hat sicher gestaunt über die prima Ausbeute. Klaus führte seinen Sohn (4) in der Lüneburger Heide an die Pilzsuche heran. (2 Fotos © Klaus)

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Klaus schreibt am 15. September 2020:

»Moin Moin,

mit meinem 4-jährigen Sohn war ich am Wochenende in der Nähe von Bispingen südlich vom Wilseder Berg unterwegs im Wald.

Hexenröhrlinge und Steinpilze (z. B. Foto rechts) erkannte nach den ersten Funden auch der Sohnemann zweifelsfrei.

Am Abend freuten wir uns über leckere Steinpilzpizza, die Hexenröhrlinge gab es tags darauf in heller Sauce mit hausgemachten Bandnudeln. 

Herzliche Grüße Klaus«



Landkreis Osterholz: Ursels Begegnungen mit netten Waldwesen


Ursel schreibt am 14. September 2020:

»Hallo, 

nachdem wir jahrelang im Schwarzwald erfolgreich auf der Pilzjagd waren, haben wir am Wochenende mal die Wälder in unserer neuen Heimat im Landkreis Osterholz unsicher gemacht. 

Der Tisch ist hier nicht so reichlich gedeckt, aber im Raum Scharmbeckstotel sind uns doch ein paar nette begegnet: Maronenröhrlinge, sogar ein einsamer Steinpilz und einige der so genannten Kleinen Röhrlinge wie Maronen, Filz- und Rotfußröhrlinge

Liebe Grüße Ursel«

(Foto © Ursel)

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Achmer: Beinahe wäre Angelika ein Gallenröhrling in die Pfanne geraten


Foto: Irgendwo in diesem Maronengemenge verstecken sich auch Kiefernsteinpilze und zwei Sommersteinpilze. (Foto © Angelika)

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Angelika schreibt am 13. September 2020:

»heute am Sonntag bin ich mittags zur Pilzsuche in die Waldgebiete bei Achmer gestartet.

Außer mir waren natürlich bei fast sommerlichen Temperaturen auch viele andere  Pilzsucher an meinen Stellen‘ unterwegs-oder hatten bereits geerntet. Deshalb bin ich Waldstücken gelandet, die ich sonst eigentlich nicht absuche - und die anderen Pilzfreunde offensichtlich auch nicht.

Ganz viele überständige Pilze habe ich stehen lassen. Es war etwas mühselig,  da die brauchbaren Pilze sehr vereinzelt standen und ich dann doch tatsächlich vier Stunden  unterwegs war.

So hat sich also der Platzwechsel für mich gelohnt. Meine Funde: Vor allem Maronen in unterschiedlichen Brauntönen und Stadien und wohl auch Kiefernsteinpilze. Jedenfalls bläuten sie nicht, sahen aber eher aus wie Maronenröhrlinge. Hinzu kamen Ziegenlippe oder Filziger Röhrling, zwei Sommersteinpilze und ein kleiner Gallenröhrling.

Ich hielt ihn zunächst auch für einen Sommersteinpilz, habe ihn aber glücklicherweise noch beim Säubern entlarvt. Ich habe ein winziges Stück probiert - und sofort ausgespuckt. Igittigitt, gallenbitter!

Viele liebe Grüße, Angelika aus Wallenhorst«


Eine Pilzgeschichte zum Schmunzeln

Wallenhorst: Wie Angelika zum Spontaneinkauf eines Dörrautomaten kam





Foto rechts: Es sah so vielversprechend aus. Angelika hat ihren unerwarteten Pilzfund in der Vorratskammer zwischengelagert. (3 Fotos © Angelika)

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Angelika schreibt am 12. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir hier in Wallenhorst gehören offensichtlich zur beginnenden Wüste in Norddeutschland. Fast neidisch verfolge ich seit Wochen die Meldungen im Pilzticker für andere Bundesländer. Dreimal war ich im Wald (nein richtig: in Plantagen oder was davon übrig blieb) unterwegs – keine Pilze oder nur unbrauchbare.

Da es hier in den letzten zwei Wochen mehrmals geregnet hat, zog es mich ganz ungeplant heute doch wieder aus. Vormittags wollte ich eigentlich meinen Wochenendeinkauf erledigen. Da ich aber seit dem Morgen starke Kopf- und Rückenschmerzen hatte, habe ich mir nach meiner ersten Einkaufsetappe gedacht: jetzt eine Stunde in den Wald - die Bewegung an der frischen Luft wird dir bestimmt gut tun. Dabei dachte ich kein bisschen an Pilze geschweige denn an Pilzfunde.

Im Waldgebiet Achmer habe ich mein Auto am Straßenrand  geparkt. Und schon beim Aussteigen lächelten mich doch tatsächlich zwei große Steinpilze aus dem Gebüsch an. Ich war ja eigentlich gar nicht aus auf einen Pilzgang, sondern auf Einkaufen.


Foto: Jetzt hat sie die Pilze aus der Vorratskammer geholt und zum Verarbeiten auf Teller gelegt. Sieht prima aus...

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Entsprechend hatte ich lediglich einen leeren faltbaren Einkaufskorb dabei, kein Messer fürs grobe Putzen, nichts zu trinken. Mein Waldspaziergang  dauerte dann doch 1 1/2 Stunden und wurde gekrönt mit einer stattlichen Menge Steinpilzen, Maronen, einem Pfifferling und zwei Ziegenlippen.

So bin ich glücklich, aber halb verdurstet nach Hause gefahren,  um die erdig-sandigen Pilze erstmal m Vorratsraum zu lagern. Die Steinpilze – bis auf zu alte Exemplare - waren qualitativ gut. Bei den Maronen gab es eine arge Enttäuschung. Sie sahen aus ‚wie gemalt‘ waren aber zu 80 % vom Stiel aus von Maden zerfressen.

Meine zweite Einkaufsetappe habe ich dann doch noch nachmittags erledigt. Und habe mir - Spontaneinkauf - kurzerhand  einen  Dörrautomaten zugelegt. Ich bin gespannt, wie zufrieden ich mit ihm sein werde. Hoffentlich sehr, denn der Gefrierschrank hat nur drei Schubladen.

Und für die Zukunft werde ich ein Pilz-Notfall–Kit im Auto verstauen: Messer, Flechtkorb, eine Flasche Wasser und vorsorglich Mund-Nase-Masken.

Grüße aus Wallenhorst, Angelika«

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Foto: Und das, was hier zu sehen ist, blieb schließlich übrig. Dennoch hat sie sich über den völlig unerwarteten Fund gefreut. Und ihr neuer Dörrautomat kam auch gleich zum Einsatz.






Die magischen Kräfte wirkten: Ein Zeigerpilz für Steinpilze und ein Büschel Hasenröhrlinge bei Burgwedel


Foto: Da hat Uwe Recht: Mehlräslinge (rechts), die nebenbei ausgezeichnete Suppenpilze sind, findet man eher selten Seite an Seite mit Steinpilzen. Meist wachsen sie zeitversetzt. Aber generell zeigen Mehlräslinge an, dass ihr Standort auch ein potentiell guter Steinpilzplatz ist. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 11. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

den letzten Urlaubstag nutzend, sind meine Frau und ich bei schönstem Wetter nochmal in die Pilze bei Burgwedel gegangen. Und mein kleiner Glücksbringer hat wieder mal das volle Register seiner magischen Kräfte gezogen. (-;

So gingen sechs der acht gefundenen Steinpilze in Ihren Korb. Darüber hinaus stolperte Sie über einen seltenen, Ihr überhaupt nicht bewussten Fund. Sechs Hasenröhrlinge auf einem Fleck - und einen Meter weiter noch weitere zwei. Das erlebt man nicht alle Tage!

Aber auch ich hatte ein solches Erlebnis. Einer der klassischen Steinpilzanzeiger - Mehlräslinge - standen direkt neben einem schönen knackigem Steinpilz. Auch das sieht man nicht so oft. Der etwas weitere Weg zu meiner »Lärchenallee« bescherte uns jede Menge schön feste, kleine Goldröhrlinge.

Darüber hinaus wanderten in unsere Körbe noch ein paar schöne Maronen, eine Ziegenlippe, Rotfußröhrlinge, feste Flaschenstäublinge, Fleischroter Speisetäubling, Reiftäublinge, vier Perlpilze und auf dem Rückweg sogar noch ein paar Schopftintlinge. Meinen Gesamtfund seht ihr auf dem Foto rechts.

Es hat sich heute wirklich gelohnt und war ein schöner Urlaubstag!

Liebe Grüße aus Hannover von Uwe und Petra«


Foto: Zimt- oder Hasenröhrlinge wachsen nicht selten büschelig. Sie können Magen- und Darmverstimmungen hervorrufen. Wer sie aber verträgt, hat es mit einem ausgezeichneten Speisepilz zu tun.


Steinpilze? Mehr als genug in der Region Torfhaus/Bad Harzburg


Sascha schreibt am 11. September 2020:

»Guten Tag,

mein Kumpel Basti und ich sind gestern Morgen gegen 10:00Uhr bei Torfhaus (Bad Harzburg) in die Pilze gegangen. Cirka 5 Minunten nach Sammelbeginn hatten wir das erste Kilo Steinpilze gefunden. Wir sind mit ca. 2,5 Kilo nach rund einer Stunde gegangen. Wobei man anmerken muss, dass die vielen Löcher in den Waldwiesen ein Hinweis darauf waren, dass wir nur die Reste sammeln konnten, die uns die Konkurrenz gelassen hatte. Aber allein das war mehr als genug für uns!

Zudem haben wir einen Pfefferröhrling und 3 kleine Maronen gefunden. Insgsamt sind wir ungefähr sechs Stunden unterwegs gewesen und haben Steinpilze ohne Ende gesehen. Leider waren die erhofften Maronen und die Hexenröhrlinge noch nicht so präsent. Aber über den Mangel an Steinpilzen wird sich hier garantiert keiner beschweren. 

Sie sind voll da, also macht was draus, liebe Pilzsammler!

Liebe Grüße an alle Sammler, Basti & Sascha«

(Foto © Sascha)

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Elisabethfehnkanal: Die schönen Steinpilze bekommen jetzt erst einmal eine Pause


Helga schreibt am 10. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

aller guten Dinge sind Drei! Heute noch einmal ein Körbchen Steinpilze vom Elisabethfehnkanal in Ostfriesland. Der eine Steinpilz hat einen total dunklen Hut. So einen habe ich bislang nicht dabei gehabt. Jetzt ist erst einmal ein kleines Päuschen notwendig, damit schöne Pilze nachwachsen können.

Einen sehr schönen kleinen Bericht hast Du ja zu meinem letzten Foto geschrieben :-)  Es ist, glaube ich, drei Jahre her, dass wir zusammen einen Pilzerkundungsnachmittag im September gemacht haben. Für mich war er sehr schön und lehrreich. Gerne denkt man daran zurück.

Heute habe ich noch auf der landwirtschaftlich genutzten Wiese mit der Wallhecke und den Eichen geschaut, wo wir auch gesucht haben. Aber es wachsen dort leider keine Steinpilze mehr. 2017 war wohl eine Ausnahme.

Schöne Grüße aus Ostrhauderfehn, Helga«

(Foto © Helga)

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Eitel Sonnenschein im Okertal mit vielen schönen Steinpilzen


Foto: War das ein schöner Tag für Chrischi, ihre Tochter und eine Kollegin im Okertal! Bei herrlichem Sonnenschein lagen am Ende die schönsten Steinpilze in Gras und Moos. Es gab sie abends zu Bandnudeln in einer Weißwein-Sahnesauce mit Parmesan. (3 Fotos © Chrischie)

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Chrischie schreibt am 9. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in meiner Kindheit haben mir meine Eltern das Pilzsammeln vermittelt. Heute ziehen mit Begeisterung meine erwachsene Tochter und ich los.

So wie heute ins Okertal im Landkreis Goslar, wo wir vornehmlich auf Steinpilze auswaren. An zwei unterschiedlichen Stellen konnten wir rund 2 Kilo wunderbare Steinpilze - ein besonders schöner ist auf dem Foto rechts - sammeln. Zusammen mit Bandnudeln, Weißwein-Sahnesoße und frisch geriebenem Parmesan waren sie mal wieder ein Gedicht.

Da tut sich was! Ein paar Pfifferlinge und Maronen konnten wir auch noch mitnehmen.

Es war ein wunderschöner Tag bei Sonnenschein. Besser geht es nicht.

Es grüßen Chrischi mit Tochter und lieber Kollegin«


Foto: Mehr Steinpilze als Nudeln, so könnte man fast vermuten, gab es am Abend im leckeren Gericht.


Elifehnkanal, Ostfriesland: Und wieder füllten herrliche Steinpilze Helgas Korb für ein köstliches Abendessen


Foto rechts: Helga war schon wieder am Elisabethfehnkanal in Ostriesland und hat ihren Korb gefüllt. Und wieder fand sie dort tolle Steinpilze. Nur der Vertreter unten im Korb zeigt schon ein paar Einstieglöcher unerwünschter Kleinbiester. Auf jeden Fall gab das wieder ein köstliches Abendessen mit frischen Steinpilzen.

Weiterhin gutes Finderglück, liebe Helga! Ich denke zu gerne an unsere herrlichen Pilzgänge entlang der Dämme, Böschungen und am Kanal! Herzlichst Heinz-Wilhelm (Foto © Helga H.)

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Burgwedel: Der Regen hat die Pilze an den altbekannten Stellen wieder belebt


Foto: Die Steinpilze standen im feuchten Moos und waren jung und schön knackig. (2 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 9. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

nun geht es auch im Raum Hannover endlich, wenn auch langsam, wieder mit Pilzen los.

War letzte Woche noch nichts zu finden, konnte ich heute erste kleine Erfolge verzeichnen. Unterwegs war ich wieder einmal im Mischwald bei Burgwedel. Und wie schon im Juli, so wurde ich auch diesmal wieder an denselben Stellen fündig.

Im Fichtenwald fand ich ein paar, diesmal auch madenfreie Maronen und zwei kleine, schön knackige Steinpilze. Diese waren erneut nur im feuchten Moos zu finden.

Im Kiefernwaldstück nebenan war rein gar nichts zu entdecken. Aber der Weg mit der großen Baumvielfalt brachte auch diesmal reichlich Funde. In den Korb wanderten Fleischrote Speisetäublinge und ein Reiftäubling. Dazu gesellten sich noch ein paar schöne feste Goldröhrlinge und jede Menge Rotfuß-, und Filzröhrlinge.

Auf dem Rückweg fand ich auch noch drei Birkenpilze. Der Regen der letzten zwei Wochen scheint zu wirken. Hoffen wir mal, dass nicht die nächste Trockenperiode folgt.

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«


Foto: Collagenartig hat Uwe seinen Fund schön säuberlich auf Fliesen ausgelegt. Wir sehen Maronenröhrlinge, Goldröhrlinge und Steinpilze (oben von li. nach re.) sowie Rotfüße und Ziegenlippen (Filzröhrlinge), Täublinge und Flaschenboviste sowie Birkenpilze (unten von li. nach re.).


Dem Elifehnkanal sei Dank: Tagliatelle mit Steinpilzen zum Abendessen


Helga schreibt am 8. September 2020:

»Moin Moin Heinz-Wilhelm,
heute möchte ich meinen ersten Erfolg in diesem Jahr vom Elifehnkanal* melden :-) .

Ein kleines Körbchen konnte ich mit herrlichen Steinpilzen füllen (Foto rechts). Sie waren jung und knackig. Von der Hälfte gab es ein schönes Abendessen: Tagliatelle mit Steinpilzen und dazu einen Tomatensalat. Herrlich!

Liebe Grüße Helga«

* Das ist der Elisabethfehnkanal in Ostfriesland

(2 Fotos © Helga H.)

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Bei Braunschweig: Herrliche Steinpilzimpressionen aus dem Rotbuchenwald


Daniel schreibt am 8. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich nach längerer Zeit mal wieder an meinen Steinpilzstellen bei Braunschweig gucken. Sie befinden sich in einem alten Rotbuchenbestand, siehe das charakteristische Foto rechts.

Leider waren wieder viele zu sehr angeknabbert oder bereits zu alt. Für eine schöne Mahlzeit hat es dennoch gereicht (2. Foto rechts).

Viele Grüße Daniel«

(2 Fotos © Daniel)

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Goldgelbe Leuchttupfer aus dem Deister


Foto: Etliche Steinpilze, einige Anhängselröhrlinge (goldgelb) sowie ein sportlicher Perlpilz, der einen Kopfstand macht: das war das Fundergebnis von Matthias in seinem Pilzrevier im Deister. Leider ist es dort durch den ständigen Westwind schon wieder sehr trocken. (2 Fotos © Matthias)

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Matthias schreibt am 8. September 2020:

»Hallo,

endlich geht es auch im Deister los!

Die Steinpilze drücken an den altbekannten Stellen zart das Laub hoch. Sie sind noch sehr klein - und haben trotzdem schon unerwünschten Besuch von Schnecken. Zudem fand ich auch einige Anhängselröhrlinge, auf dem Foto zu erkennen an ihren goldgelben Farben.

Ein kleiner Goldröhrling und ein sehr angeknabberter Perlpilz gesellten sich noch dazu. Leider wird es durch den Wind schon wieder zu trocken.

In der Hoffnung auf baldigen Regen, liebe Grüße von Matthias«



Im Elm lassen sich die ersten Steinpilze blicken


Foto: Als der Wald wegen der langen Trockenheit noch pilzleer war, retteten die Lungenseitlinge, die sich von totem Holz ernähren, die Ehre der Speisepilze. (3 Fotos © Agnes)

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Agnes schreibt am 8. September 2020:

»Liebe Pilzfreunde,

in Teilen Niedersachsens ist vergleichsweise wenig Niederschlag gefallen und so war bis vor einer Woche in unseren nahgelegenen Wäldern im Landkreis Wolfenbüttel kein einziger Pilz zu finden. 

Nur an einer umgefallenen Buche fand ich ein paar schöne Lungenseitlinge.

Umso mehr habe ich mich am Sonntag gefreut, einzelne kleine Pilzchen in einem Buchenmischwald im Süden Braunschweigs zu finden: ein Perlpilz und ein paar Herbstrotfüße ließen auf Besserung hoffen.

Am Montag fand ich dann sogar die ersten drei kleinen Steinpilze und größere Mengen an Goldröhrlingen und Grauen Lärchenröhrlingen. Fundort war diesmal ein Fichten- und Lärchenwald im Elm bei Schöppenstedt.

Ich hoffe auf weiteres Wachstum.

Herzliche Grüße Agnes«


2 Fotos: Ein erster Steinpilz im Elm ließ sich blicken (links). Und die Rotfußröhrlinge (rechts) stehen auch schon da.


31812 Bad Pyrmont, Gasthof Schellental

Liebe Pilzfreunde,

ich möchte an dieser Stelle kurz darauf hinweisen, dass der Gasthof Schellental in Bad Pyrmont eine ausgesprochen pilzfreundliche Gastronomie pflegt und einen Besuch wert ist.


Auch die dritte Runde bei Burgwedel brachte für Uwe wieder ein schönes Pilzabendessen zusammen


Foto: Der Korb ist erneut prima gefüllt. Auch auf seinem dritten Pilzgang zu den gleichen Wuchsstellen bei Burgwedel konnte sich Uwe über einen schönen Fund für sein Pilzabendbrot freuen. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 22. Juli 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

sind aller guten Dinrge drei? Heute bin ich nach Feierabend zum dritten Mal in einer Woche in den Wald bei Burgwedel gegangen, um an denselben Stellen zu schauen, ob weitere Pilze nachgewachsen sind.

Auch dieses Mal war ich über das Ergebnis erfreut! Zwar fand ich nicht die Vielfalt vor wie bei meinen ersten zwei Gängen, dafür war ich heute schneller als die Maden und Schnecken. Und das will was heißen in diesen Tagen.

Finden ließen sich in dem Fichtenwaldstück im Moos 15 schöne Maronen. Desweiteren entdeckte ich noch zwei leider schon überständige Fichtensteinpilze. Auf meinem Weg mit der großen Baumvielfalt ließ sich diesmal jedoch nichts Brauchbares finden. Dafür erspähte ich einen schönen Pilz fürs Fotoalbum: zu Füßen einer Eberesche und einer Eiche, direkt am Wegrand, begrüßte mich ein recht seltener Hasenröhrling.


Foto: Dies ist der erste uns in diesem Jahr gemeldete Fund von einem Hasenröhrling, auch Zimtröhrling genannt. Die Pilze sind selten und treten immer nur in geringer Anzahl auf. Sie sind essbar, schmecken gut, doch wurden wiederholt Fälle von Magenunverträglichkeit beklagt.


Dann bin ich noch weiter zu einer Lärchenallee gegangen. Alle paar Meter stand eine Gruppe Goldröhrlinge. Es müssen weit mehr als 100 Stück gewesen sein, deren 20 schönste den Weg in meinen Pilzkorb fanden. Der größte Teil war leider schon überständig.

Alles in allem kam so ein schönes Abendbrot zusammen: Maronen und Goldröhrlinge in Butterschmalz gebraten, mit Rührei auf gebuttertem Brot.

Jetzt kann es aber ruhig mal wieder regnen, damit auch der nächste Pilzgang ein Erfolg wird (-;

Liebe Grüße von Uwe aus Hannover«


Foto: Ein Nest von Goldröhrlingen auf Uwes »Lärchenallee«. Nur die schönsten nahm er mit, etwa ein Fünftel ihres Gesamtfundes.


Auch im Solling wachsen die frühen Maronen in großer Anzahl


Daniel schreibt am 20. Juli 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich war heute erneut mit meinen Töchtern im Wald, diesmal im Solling. Dort war ich früher schon mit meinen Eltern Pilze sammeln.

Trotz sehr trockenen Waldbodens war die Ausbeute wieder mehr als zufriedenstellend. Es gab sehr viele Maronen!

Viele Grüße Daniel«

(3 Fotos © Daniel)

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2 Fotos: Sie wachsen früh und sie wachsen stark: Die Maronenröhrlinge, hier im Moos und im Gras, finden dieses Jahr wegen frühherbstlicher Bedingungen - genügend Feuchte, warme Tage im Wechsel mit kühlen Nächten - schon im Juli zu starkem Wachstum. Das fällt besonders in Niedersachsen und in NRW ins Gewicht.





Uwe wieder mit seinem Glücksbringer unterwegs bei Burgwedel: Das konnte ja nur gut gehen


Foto: Es war, wie Uwe schreibt, »mehr Schein als Sein« unter den gefundenen Pilzen. Heißt, nicht wenige waren madig. Dennoch blieb ausreichend übrig für leckere Mischpilze in Sahnesauce auf Nudeln. (3 Fotos © Uwe)

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Uwe schreibt am 19. Juli 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute ging es zu einer »kleinen« Nachlese in den Wald bei Burgwedel. Nach der andauernden Trockenheit der letzten Tage hatte ich aber keine große Hoffnung. Meine Frau wollte diesmal auch mit, um das schöne Wetter in der Natur zu genießen.

Du ahnst sicher schon, was das wieder einmal bedeutet hat. Ich nenne Sie ja nicht umsonst meinen kleinen Glücksbringer. Wir gingen genau dieselben Stellen ab, wie ich bereits am vergangenen Donnerstag.

Es wurde wieder das gleiche Spiel. Wo Moos wie kleine Inseln den Boden bedeckten, wurden wir fündig. Maronen schauten vorwitzig aus dem grünen Flauschteppich. Dann gingen wir zu den Stellen, an denen Beerensträucher den Boden bedecken. Ich sagte noch zu meiner Frau: »Lass uns hier ruhig mal genauer schauen, da standen letztens die beiden Steinpilze

Ihre Antwort? »Ich glaube, da vorne stehen schon welche.« Erst traute ich meinen Ohren, dann meinen Augen nicht: tatsächlich wuchsen auf einer Fläche von zwei mal zwei Metern gleich vier Stück! Und ein paar Meter weiter noch zwei! Leider waren drei der sechs schon arg überständig.


Foto: Einer von sechs entdeckten Steinpilzen, besonders formschön gewachsen, vor der Kulisse von Heidekraut.

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Auch auf dem Weg mit der großen Baumvielfalt wurden wir fündig. Die zu kleinen Blutroten Röhrlinge, die ich Donnerstag stehen gelassen hatte, waren aber nicht mehr da. Da hat sich wohl ein anderer Pilzfreund daran erfreut. Sei es ihm oder ihr gegönnt! Schließlich war bis hierhin schon unsere Ausbeute mehr als gut. Wir fanden dann auf diesem Weg noch einige Goldröhrlinge, Rotfußröhrlinge, drei Täublinge und ein paar schöne Perlpilze.

Leider boten, wie auch schon am Donnerstag, die eingesammelten Pilze mehr Schein als Sein, da die Maden bei diesen Bedingungen auch Hunger haben. Aber es blieb auch heute wieder genug über für Pilze in Sahnesoße auf Nudeln.

Wenn Du mich nach einem Fazit unseres schönen Pilzganges fragst, antworte ich: »Wir brauchen Regen, Regen, Regen!« Denn langsam werden auch die moosigen Stellen trocken.

Ich hoffe, die Bilder gefallen Euch und geben uns allen Hoffnung auf ein gutes und erfolgreiches Pilzjahr 2020!

In diesem Sinne, liebe Grüße aus Hannover von Uwe und Petra«

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Foto: Auch die Perlpilze zeigten sich in schöner Gestalt. Aber ob sie letztlich hielten, was sie versprachen?


Region Braunschweig: Die Steinpilze wuchsen einfach zu schnell


Daniel schreibt am 19. Juli 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach unserem gestrigen Maronen-Fund in der Heide bin ich heute ganz spontan mit meinen Töchtern (2. Foto rechts mit Steinpilzen) an meine Steinpilzstelle bei Braunschweig gefahren und gegangen.

Wo vergangene Woche noch nicht ein einziger Pilz zu sehen war, fanden wir heute die meisten bereits überständig vor. Für ein schönes Gericht hat es dennoch gereicht (1. Foto rechts).

Viele Grüße aus Braunschweig, Daniel«

(3 Fotos © Daniel)

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Drömling: Herrliche Pfifferlinge aus dem Moos unter Eichen


Chrischi schreibt am 18. Juli 2020:

»Hallo zusammen,

seit zwei Jahren verfolge ich den Pilzticker und melde heute erstmals einen Fund, den meine Tochter und ich gemacht haben.

Wir kommen aus Braunschweig und wurden letztes Jahr hellhörig, als im Pilzticker von Funden aus dem Drömling berichtet wurde. Dort haben wir nun unser neues Pilzrevier gefunden. Unsere heutige Suche wurde mit vielen Pfifferlingen belohnt (Foto rechts im Korb). Sie standen im Moos unter Eichen. Es war für uns ein besonderes Erlebnis.

Mit Bandnudeln in Weißwein-Sahnesoße und frisch geriebenem Parmesan waren die Pilze ein Genuss! Dazu gab es einen gut gekühlten Rosé.

Sommersteinpilze haben wir nicht gefunden, hoffen aber, dass wir über entsprechende Funde später berichten können.

Viele Grüße aus Braunschweig an alle Pilzfreunde von Chrischi«

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2 Fotos: Sie wie auf dem Foto links in größerer Aufnahme und rechts in Gras und Moos standen die Pfifferlinge da zur Freude von Chrischi und ihrer Tochter. (3 Fotos © Chrischi)


Daniel & Töchter staunen in der Heide: So viele schöne Maronenröhrlinge gab es noch nie so früh


Foto: So viele und vor allem so schöne Maronenröhrlinge hat Daniel in der Nähe von Sprakensehl in der Heide gefunden. Er konnte sich nicht erinnern, sie jemals so früh im Jahr in dieser Anzahl gesehen zu haben. Dazu gab es eine Handvoll Pfifferlinge und einige Flockenstielige Hexenröhrlnge. (3 Fotos © Daniel)

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Daniel schreibt am 18. Juli 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

heute war ich mit meinen Töchtern (eine auf dem Foto rechts, mit Marone) mal in der Heide, in der Nähe von Sprakensehl, um nach den Pilzen zu schauen. Es hatte ja in den letzten Wochen etwas Regen gegeben.

Ich war überrascht, welche Menge an Pilzen wir gefunden haben. So früh im Jahr habe ich noch nie so viele Maronen gefunden.

Liebe Grüße aus Braunschweig, Daniel«




Foto: Die Maronen standen da, als sei es schon hoher Herbst. Dass sie so früh in solcher Menge da sind, liegt vermutlich daran, dass derzeit herbstliche Bedingungen herrschen: neben der ausreichenden Feuchtigkeit sonnige Tage und kühle  Nächte.


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