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Darmstadt-Eberstadt: Matthias sucht Pilzfreunde

Matthias sucht Pilzfreunde zum Mitsammeln


Wiesbaden: Die schönen Steinpilze vom Bachquell sollen das Weihnachtsessen für Marcel und Sofia veredeln


Foto: Marcel und Sofia konnten sich freuen, fanden sie an einem Bachquell bei Wiesbaden doch diese schönen Steinpilze, die sie allesamt für die Weihnachtsfeiertage einfroren. Eine schöne Vorratsanlegung! (2 Fotos © Marcel)

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Marcel schreibt am 16. Oktober 2018:

»Hallo Heinz- Wilhelm,

wir wären gestern in den Wäldern von Wiesbaden unterwegs. Der Boden im Wald ist zwar extrem trocken, aber an der Quelle eines kleinen Baches sind wir fündig geworden.

Auf einem kleinen feuchten Fleck fanden wir sehr schöne Steinpilze. Alle waren in einer super Qualität und ohne Wurmbefall. Wir habe alle Pilze klein geschnitten und für Weihnachten eingefroren.

Viele Grüße aus Wiesbaden, Marcel und Sofia«


Foto: So gefällig standen sie da, die herrlichen Steinpilze. Sie sollen das Weihnachtsessen von Marcel und Sofia veredeln.






Wiesbaden: Gunter hofft auf ein Steinpilz-Finale wie im November vor 35 Jahren


Foto: An seiner Seitlings-Tankstelle im Wiesbadener Stadtwald kann sich Gunter schon länger über Funde von Lungenseitlingen und anderen Arten freuen. (4 Fotos © Gunter)

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Gunter schreibt am 16. Oktober 2018:

»Einen schönen guten Tag Heinz Wilhelm,

gestern war ich wieder im Wiesbadener Stadtwald, der anhaltend trocken ist. Vor ein, zwei Wochen gab es ein paar Regenschauer, die nicht viel gebracht haben. Der Wald besteht aus vielen alten Eichen und Buchen, hier und da stehen Wildkirschen. Das dichte Blätterdach lässt den Regen kaum bis zum Waldboden durchkommen.

Die Parasole, die bei uns schon in normalen Jahren höchstens einen Hutdurchmesser von zehn Zentimetern erreichen, sind dieses Jahr Miniparasole, die man überall sieht. In einer dunklen Waldecke fand ich Buchenschleimrüblinge.

Dort, wo üblicherweise die Lungenseitlinge zu finden sind, hatte sich wochenlang nichts getan. Jetzt aber sind sie auf einmal in allen Altersstufen da. Zum Fotografieren musste ich mich hinknien, was sich als förderlich erwies, denn dabei entdeckte ich Rotfußröhrlinge. Zu meinem Erstaunen waren sie madenfrei. Das war aber längst nicht alles. Denn auf einmal hatte ich auch den Blick für Hallimasche, Tintlinge, einen Täubling, Grüne Schwefelköpfe sowie für mehrere Sorten kleiner Pilzarten.

Vor 35 Jahren kamen die Steinpilze erst im November - mit einem Riesenschub

Ich hoffe immer noch auf Regen und milde Temperaturen auch im nächsten Monat. Sofern der November vom Bodenfrost verschont bleibt, ist noch vieles drin.

Ich erinnere mich noch gut an ein Pilzjahr vor ca. 35 Jahren, als der gesamte Sommer knochentrocken war und kein einziger Pilz wuchs.

Erst Mitte Oktober ging es mit dem Pilzwachstum los, und es währte bis weit in den November hinein. Es gab Steinpilze über Steinpilze, wie ich sie seitdem in solchen Mengen und Größen nicht mehr gesehen habe. Uns sind damals Leute im Soonwald begegnet, die die Pilze sackweise nach Hause getragen haben.

Nun, so viel muss es gar nicht sein, ein paar Steinis würden mir dieses Jahr schon reichen. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Herzliche Grüße aus Wiesbaden und vielen Dank für die immer schönen Pilzinformationen!

Gunter«

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Foto: Dieses Foto ist - dank des beigelegten Taschenmessers - aufschlussreich. Es verdeutlicht die zierliche Statur des Schirmlings, der sich nicht als Parasole, sondern als Zitzenriesenschirmling zu erkennen gibt. Das ist eine deutlich kleinere und grazilere Art als der stattliche Parasolpilz. Zitzenriesenschirmlinge sind ebenso köstliche Speisepilze wie ihr größerer Bruder.

Dennoch ist vor den so genannten Kleinen Schirmlingsarten äußerste Vorsicht geboten, gibt es doch unter ihnen einige hoch giftige, sogar tödlich giftige Arten.

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Darmstadt-Eberstadt: Erstaunliche Pilzfunde bei der Suche nach Nüssen und Esskastanien


Tobias schreibt am 14. Oktober 2018:

»Einen schönen guten Tag Heinz-Wilhelm,

nach langer Pause melde ich mich einmal wieder aus Darmstadt-Eberstadt.

Bei uns ist es zur Zeit immer noch sehr trocken und Regen ist laut Wettervorhersage nicht in Sicht. So trocken war es bei uns noch nie, jedenfalls kann sich kein Mensch daran erinnern. 

Deshalb ist erstaunlich, was ich bei uns heute in Wald und Feld gefunden habe, zumal die Fundorte gar nicht zu meinen Plätzen gehören, weil ich dort noch nie was gefunden habe. Ich war nur dort, weil ich auf Nüsse und Esskastanien aus war. Und fand nebenbei schöne Krause Glucken sowie Parasole (siehe die 2 Fotos).

Ich kann daraus nur schließen, dass der morgendliche Tau, der durch den Nebel entsteht, den Pilzen zum Wachsen ausreicht, denn das Gras war triefend nass heute Morgen.

Ich wünsche allen Sammlern noch einen herrlichen goldenen Oktobersonntag und noch viel Erfolg für den Rest dieses Jahres!

Viele Grüße, Tobi aus Eberstadt«

(2 Fotos © Tobias)

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»Totalausfall« des Pilzjahres im Spessart: Brot backen mit den Kindern statt Pilze braten


Stefan schreibt am 8. Oktober 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nach meiner Rückkehr am Freitag aus Italien sind meine Frau und ich heute Morgen nochmal unsere Pfifferlingsplätze inspizieren gegangen, denn es hatte vor meiner Abreise letzte Woche eigentlich gut geregnet.

Dennoch ist nach wie vor kein Pilz in unseren Wäldern zu finden. Schiebt man das Laub zur Seite, ist es darunter noch immer staubtrocken. Die viele Sonne, die hohen Temperaturen und die lange Trockenheit lässt bei uns nur die Weinfreunde jubeln.

In der Folge allgemeiner Knappheit sind unsere Vorräte an Pilzen, Saucen, Früchten und Marmeladen nahezu aufgebraucht.

Wenn ich unseren Ausflug in den Schwarzwald und die letzte Woche in Norditalien mit schönen üppigen Pilzfunden außen vor lasse, muss ich dem Jahr 2018 leider einen Totalausfall attestieren.

Die Bilanz in Zahlen ist ernüchternd: eine Hand voll Pfifferlinge im Mai zusammen mit meinem Sohn, zwei Steinpilze, drei bis fünf Flockenstielige Hexenröhrlinge und einen Wurf Krause Glucken. Das war's auch schon.

Die schöne Seite dieses nahezu pilzfreien und für uns erntearmen Jahres ist, das wir sehr viel Brot gebacken haben - siehe auf dem Foto rechts Lijan -, alte Kochbücher gewälzt und zusammen mit unseren Kindern gekocht haben. Es ist schön zu sehen, welche Freude sie dabei haben.

Ganz liebe Grüße Stefan & Familie«

(Foto © Stefan)

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Bad Nauheim: Jakob kann sich auch über nur zwei Rotkappen freuen

2 Fotos: Wenn es denn gar nichts gibt, freut man sich über zwei Rotkappen um so mehr, selbst wenn eine von Waldbewohnern schon sichtlich reduziert wurde. (2 Fotos © Jakob)

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Jakob schreibt am 2. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe in einem Wald bei Ober-Mörlen, das liegt bei Bad Nauheim, zwei Rotkappen gefunden, über die ich mich sehr gefreut habe. Und zwar deshalb, weil dieses Jahr der Wald genau dort pilzleer ist, wo vergangenes Jahr noch haufenweise Steinpilze gestanden hatten.

Viele Grüße und besten Dank für die tolle Website!

Jakob«






Baumbewohner und ein mitgenommener Steinpilz an einem Gelnhäuser Bach


Foto: So schlecht fiel die Ausbeute für Lars gar nicht aus. Die größeren Lungenseitlinge hat er eingesackt. Links unten der im doppelten Sinn »mitgenommene« Steinpilz. (Foto © Lars)

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Lars schreibt am 16. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

bei Gelnhausen kenne ich ein kleines, vielversprechendes Waldgebiet mit entspannendem Bachlauf. Vielleicht sollte die Feuchtigkeit des Baches der Trockenheit, die wir seit Monaten erleben, wenigstens etwas entgegenbieten.

Tatsächlich fand ich bald eine Krause Glucke, die vorschriftsgemäß an der Wurzel einer Kiefer nistete. Diese Art scheint ja in Zeiten anhaltender Trockenheit vielen Pilzsammlern exklusiv Freude zu bereiten.

Ich verließ nun den Wanderweg in Richtung des Bachlaufs und es gesellten sich nach und nach ein Rotfußröhrling, ein ziemlich mitgenommener Steinpilz, weitere Krause Glucken und eine Handvoll Hallimasche hinzu. Wenigstens scheint die Trockenheit auch der Ausbreitung der Maden Einhalt zu gebieten, so dass Steinpilz und Co. beim Durchschnitt einwandfrei waren.

Auf dem Rückweg entdeckte ich im Graben neben dem Wanderweg noch Äste mit ganz jungen Lungenseitlingen. Die Feuchtigkeit in dem Drainagegraben scheint für ein Mikroklima zu sorgen, das ihr Wachstum begünstigt.

Beste Grüße Lars«

Hallo Lars,

warum Baumbewohner unter den Pilzen auch bei längeren oder langen Trockenperioden wachsen, erfährst Du hier.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Alzenau/Spessart: Krause Glucken aus dem Wunderland, serviert auf angebratenen Walnussbrötchen mit Chorizo


Foto: Die Glucken sprangen nur so in die Körbe im hessisch-bayerischen Grenzgebiet des Spessarts, bei Alzenau. In anderen Spessart-Gebieten hatten Stefan und Fabiano dagegen rein gar nichts an Pilzen gefunden. Den kleinen Nachwuchspilzner (zweites Foto) hatte es unwiderstehlich in die Pilze gerufen. Welch eine Freude, als er endlich seine erste Krause Glucke entdeckte! (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 9. September 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem, was aktuell im Pilzticker los ist, mussten wir - Fabiano und ich - heute auch mal eine Bestandsaufnahme im Spessart machen.

Doch es stellte sich Ernüchterung ein. Am Freitag hat es seit langem das erste Mal im Spessart wieder etwas geregnet. Der Boden war durchaus feucht, aber wir zu befürchten war, herrschte gähnende Pilzleere.

Da mein Sohnemann aber nun schon seit Wochen sehnlichst in die Pilze möchte, habe ich gestern eine Art Joker gezogen. Aus meinem ersten Pilzjahr kenne ich noch einen großen Kiefernwald bei Alzenau im Grenzgebiet des hessisch-bayerischen Spessarts. Dort, so hoffte ich, sollten auch Krause Glucken zu finden sein. Meine Frau und Fabiano waren ebenfalls mit an Bord.

Es war leichtes Suchen und Finden, denn dies ist ein wahres Krause-Glucken-Wunderland. Die Schönsten unserer vielen Entdeckungen purzelten ins Körbchen. Wieder zuhause, haben wir sie auch gleich gesäubert und zubereitet.

Und das ging so: wir haben unsere Walnussbrötchen kurzerhand halbiert und in Butter angebraten, die Krausen Glucken in Scheiben geschnitten und ebenfalls angebraten. Die Zwiebeln in der Pfanne wurden karamellisiert.

Ein paar Scheiben Chorizo Salami in die noch warme Pfanne gelegt, alles angerichtet, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kräutern, Parmesan und einem Spritzer Essig verfeinert - fertig war eine leckere Mahlzeit.

Insgesamt ein köstliches Trostpflaster für uns dürregeplagten Hessen. ;-)

Ich hoffe, wir reihen uns mit vollen Körben bald in die tollen Funde der anderen Bundesländer ein und wünsche allen weiterhin so viel Erfolg wie aktuell.

Ganz liebe Grüße, Stefan«

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Collage: Sieht das aber lecker aus! Geröstete Walnussbrötchen mit Chorizo und gebratener Krauser Glucke obendrauf, dazu Gewürze, frische Kräuter und Parmesan! So schön krönten Stefan & Familie einen schon lange ersehnten Pilzgang. (Collage/3 Fotos © Stefan)

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Diemelstadt: Nur ein Riesenbovist räkelt sich aus dem Gras, die Steinpilze lassen sich noch Zeit


Jürgen schreibt am 31. August 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach langer Schreibpause und langer Trockenheit habe ich in einem Privatgarten diesen schönen Riesenbovist (Foto rechts) gefunden. Ich hoffe, dass der Landregen, der jetzt schon ein paar Tage in unserer Diemelstädter Region niedergeht, endlich auch die ersten Steinpilze hervortreibt. Bis jetzt tut sich noch nichts.

Aber es wird schwierig werden, da im Januar bei uns ein schwerer Sturm gewütet hat und alle meine Steinpilzplätze nahezu zerstört sind, so auch der auf dem zweiten Foto. 

Liebe Grüße Jürgen«

(2 Fotos © Jürgen)

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Auch um Wiesbaden regt sich etwas: Zwei schöne Rotkappen danken die Nässe von oben und von unten


Foto: Da stehen sie noch, die zwei Rotkappen, die sich Sofia gleich schnappt, um sie uns auf dem zweiten Bild stolz zu zeigen. Zwei schöne Pilze! (2 Fotos © Marcel)

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Marcel und Sofia schreiben am 30. August 2018:

»Hallo,

wir haben die ersten Rotkappen in Wäldern um Wiesbaden gefunden. Nach den ersten Regenfällen entdeckten wir sie an einem kleinen Bachlauf, der wohl noch zusätzlich Feuchtigkeit spendete.

Viele Grüße, Marcel und Sofia aus Wiesbaden«




Stefans Liebesgeständnis zu einer märchenhaften Trüffel-Spitzmorchel-Sauce

Ein exquisites Rezept mit sechs Fotos von Stefan B.


Foto: Es ist angerichtet. Maître Stefan präsentiert eine Sommertrüffel-Spitzmorchel-Sauce an Gnocchi zu tranchierten Rumpsteaks vom Grill mit frischen Kräutern. Und holt uns alle in den Schwammerl-Schlemmer-Himmel! (6 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 27. Juli 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

etwas über drei Monate ist es nun her, dass ich meinen ersten nennenswerten Fund an Spitzmorcheln verzeichnen konnte (Tageseintrag vom 15. April 2018). Da sah das Pilzjahr übrigens noch vielversprechender aus.

Die Spitzmorcheln haben mich und auch den Rest der Familie direkt mit der ersten Verkostung in ihren Bann gezogen. Sie schmecken einfach ausgezeichnet.

Die Hälfte des Fundes und ein paar einzelne, die noch folgten, habe ich damals bewusst getrocknet. Mein Gedanke dabei war, dass Spitzmorcheln und Trüffeln (Sommer- als auch Burgundertrüffeln) kulinarisch in einer Liga spielen und zusammen aufgetischt eigentlich ein sagenhaftes Geschmackserlebnis bilden dürften.

Nun sind die ersten Sommertrüffeln reif. Vorletzte Woche beim Trüffelhändler meines Vertrauens angefragt, erreichte mich gestern überraschend eine, wie er schrieb, »Gefälligkeit« per Post. Drei stark duftende Sommertrüffel aus Frankreich in schönster Reife!

Eine wurde gestern Abend direkt verkocht. Eine weitere habe ich meiner Pilzsachverständigen, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht, geschenkt. Die dritte war für die heute umgesetzte, seit April geplante Trüffel-Spitzmorchelsoße.

Foto: Die Zutaten liegen und stehen bereit. Das Bett, auf dem die Sommertrüffel ruht, besteht aus Risotto-Reis.

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Dazu habe ich heute Mittag 2 Schalotten gewürfelt und in Butter angeschwitzt (kleines Foto oben rechts). Dann die eingeweichten Spitzmorcheln mit in den Topf gegeben und mit Geflügelfond aufgegossen (zweites kleines Foto rechts).

Alles zusammen wurde gut 15-20 Minuten aufgekocht, anschließend im Mixer gut durchmixt und mit Sahne, Gewürzen, Salz und Pfeffer abgeschmeckt (drittes kleines Foto rechts).

Danach ging alles wieder zurück in den Topf, wurde einreduziert und mit fein geschnittenen Trüffeln wie auch etwas Trüffelöl verfeinert und fertiggestellt.

Gereicht wurde das ganze mit in Butter angebratenen Gnocchi und tranchierten Rumpsteaks vom Grill.

Es war, wie bereits im April ausgemalt und erhofft, ein kulinarisches Gedicht!

Beim Ansetzen der Soße habe ich übrigens bewusst keinen Dunstabzug angeschaltet, so dass das ganze Haus heute wunderbar nach Morcheln und Trüffel duftete. ;-)

Einmal mehr habe ich mich in die Welt der Pilze und in ihre kulinarischen Köstlichkeiten verliebt!

Ganz liebe Grüße Stefan«


Foto: Eine Sommertrüffel-Spitzmorchel-Sauce, das ist schon mindestens das Viertelfinale der Champions-League in der Pilzküche. Man ahnt beim Anblick, dass die Geschmacksnverven hier vor einem einzigartigen Erlebnis stehen.

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Wiesbaden: Die köstlichen Baumpilze stören sich nicht an der Trockenheit


Foto: Die Lamellen sind dicht gedrängt und in der Vergrößerung des Fotos sichtlich untermischt; zudem laufen sie nur kurz herab. Das sowie fehlende Rosatöne deuten eher auf Lungenseitlinge denn auf Rillstielige Seitlinge hin. Beide schmecken ausgezeichnet!  (3 Fotos © Gunter)

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Gunter schreibt am 17. Juli 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auch bei uns im Stadtwald in Wiesbaden ist es seit Wochen bzw. Monaten staubtrocken. Ab und zu fand ich einen Rotfußröhrling, das war's bis jetzt.

Gestern beim Ausführen unseres Hundes stellte ich fest, daß sich mehrere Riesenporlinge entschlossen haben, es mit der Dürre aufzunehmen. Und an einigen liegenden älteren Buchenstämmen leuchteten schon von weitem weiße Pilze. Nun habe ich keine Ahnung von Seitlingen. Kannst Du mir weiterhelfen? Könnte es der Rillstielige Seitling sein?

Herzliche Grüße Gunter«


Foto: Vergrößert man dieses Foto, so sind keine queraderigen Verbindungen zwischen den Lamellen zu sehen, welches ein typisches Merkmal für Rillstielige Seitlinge wäre. Auch das spricht eher dafür, dass es sich um Lungenseitlinge handelt - die Sommerform der Austernseitlinge. An den Querstreifen des liegenden Stammes ist erkennbar, dass es sich bei dem Wirtsbaum eher um eine Kirsche handelt.

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Foto: Diese schönen Riesenporlinge sind noch jung und somit gut geeignet, eine wohlschmeckende Pilzbrühe von ihnen herzustellen, die man einfrieren kann. Siehe dazu eine Pilznachricht von Gisela vom Pilz-Ticker-Niedersachsen vom 7. August 2017.


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