Pilz-Ticker-Hessen



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Main-Kinzig-Kreis: Die Herbsttrompeten sind da, die Flockis immer noch rar


Foto: Die Pfifferlinge gehen derzeit ein wenig in Richtung Pause. Jedoch konnte Stefan bei diesem Fund von großen und kleinen feststellen, dass sehr viele winzige bereits wieder nachrücken. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 21. Juli 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren gestern Abend mal wieder unsere Plätze im Hauswald inspizieren.

Die Krause Kraterellen kommen dieses Jahr sogar an weiteren Pfifferlingsplätzen als deren Begleiter, der Waldboden sieht herrlich aus. Wie der Graue Leistling und die Herbsttrompete benötigen sie noch ein gutes Stück mehr an dauerhafter Freuchtigkeit als der Pfifferling, um fruktifizieren zu können. Tritt dies ein, treten sie in Massen auf, sind bei Trockenheit aber auch schnell wieder verschwunden.

Die Pfifferlinge legen gerade eine Pause ein, kommen aber mit Schwung nach, es ist alles voller kleiner gelber Knöpfchen. Ich denke, der Bereifte Pfifferling wird nun vom Gemeinen Pfifferling und den Amethystpfifferlingen abgelöst werden.


2 Fotos: Die ersten winzigen Herbsttrompeten lassen sich blicken (links). Und rechts hat Stefan beim rechten Grüngefelderten Täubling mit seinen Pinselborsten in der hinteren Huthälfte einige Streifen in die herrliche Sprenkelung gezogen.

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Die goldene Zeit der Sommersteinpilze sollte auch vorüber sein, vereinzelt lassen sich noch welche finden, aber auch hier wird bei uns nun der Fichtensteinpilz mehr und mehr kommen.

Weiter haben wir die ersten kleinen Herbsttrompeten entdeckt und ich würde mich sehr freuen, wenn hier dieses Jahr mal richtig was ans Licht kommt. Auch einen schönen Flocki konnten wir noch finden. Nach zwei starken Jahren machen sie sich dieses Jahr ausgesprochen rar.

Ein schönes Pärchen Grünfelderiger Täublinge gab’s auch noch für den Pilzkorb und auch die Schwarzhütigen Steinpilze kamen noch einmal. Die Schnecken sind ihnen allerdings dermaßen auf den Leib gerückt, dass sich kein lohnenswertes Fotomotiv fand.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"





Fulda: Die Pfifferlinge nahm Peter gerne mit


Peter schreibt am 20. Juli 2021 zu diesem Foto:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler, Grüße aus dem westlichen Landkreis Fulda. Heute gab es im Wald Pfifferlinge (Foto rechts), einzelne Maronen, Speisetäublinge, vermadete Steinpilze, angefressene Rotkappen und ungenießbare Samtfußkremplinge.

Allen weiterhin viel Erfolg wünscht Peter"

(Foto © Peter C.)

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Bei der Inspektion des fremden Waldes wollen die Grüngefelderten auch mal andere Täublinge sein


Foto: Der Grüne Kammporling wurde auf dieser Website noch nicht vorgestellt. Er sieht imposant aus, ist jedoch, wie fast zu erwarten, nichts für die Pilzküche. (5 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 18. Juli 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren am gestrigen Samstag mal ausgiebig in einem neuen Waldgebiet im Main-Kinzig-Kreis unterwegs. Vorrangig ging es darum, sich einen Überblick zu verschaffen und das angenehme regenfreie Wetter zu genießen. Es ist ein Waldstück mit überwiegenden Buchenbestand, in den Eichen und Kiefern eingestreut sind.

Zu finden sind hier vor allem die Rotfußröhrlinge und weitere Filzröhrlinge; auch die Perlpilze legen nochmal nach.

Die Grünfelderigen Täublinge sind dieses Jahr auch ganz stark mit dabei, so dass wir mittlerweile eine gute Menge für ein ausgiebiges Gericht zusammen haben, das dann für Sonntagabend auf dem Speiseplan steht.

Ein Großteil war allerdings schon von Schnecken völlig runtergefressen, so dass oft nur noch ein paar Grünfelderige Fetzen auf dem Waldboden zu finden waren.

Auch weitere Täublinge waren in großer Anzahl vertreten. Eigentlich hätte ich dort auch Sommersteinpilze erwartet, tatsächlich waren aber nur zwei Stück zu finden, die allerdings nicht mehr zu gebrauchen waren.


3 Fotos: Farbvarianten des Grünfelderigen Täublings. Man kann ihn auf den ersten Blick mit anderen grünen Täublingen wie dem Grünen Speisetäubling oder dem ebenfalls essbaren Grasgrünen Birkentäubling verwechseln.

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Ungefähr auf der Hälfte der Strecke entdeckte ich auf einen moosbewachsenen Hügel am Wegesrand Porlinge. Da mir bis dato noch keine Porlinge untergekommen sind und meine erste Recherche vor Ort wenig aufschlussreich war, machte ich ein paar Bilder und kontaktierte meine Liebe Pilzsachverständige. 

Am Abend kamen wir dann zusammen überein, dass es sich offensichtlich um den Grünen Kammporling handeln muss. Dieser ist zwar ungenießbar, dennoch ein schöner Erstfund.

Nach längerer Abwesenheit in meinen Pilzgebieten hat sich nun auch der Grüne Knollenblätterpilz (Foto rechts) wieder die Ehre gegeben, was direkt für eine kleine Lehrstunde mit den Kindern genutzt wurde. Da wir Grünfelderige Täublinge im Körbchen hatten, waren die Unterschiede beider Pilze sehr schön aufzeigbar.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

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Landkreis Fulda: Ein goldiger Vertreter begeistert Peter


Foto: Goldtäublinge "wohnen" bei Buchen und Fichten und einigen anderen Baumarten, wie in Peters Fall. Sie benötigen kalkhaltige Böden. Sie sind goldorange bis orangerot, nicht selten auch rot und gelb gefleckt. Die Lamellen sind zunächst blassgelb, dann zunehmend sattgelb und haben chromgelbe Schneiden. Der zur Basis hin zugespitzte Stiel ist weiß und zitronengelb überhaucht. Wo er einmal wächst, kommt er durchaus häufig vor. (Foto © Peter C.)

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Peter schreibt am 17. Juli 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

ich freue mich, heute einen meiner Lieblingstäublinge vorstellen zu können, nämlich den eher seltenen Goldtäubling.

Wie jedes Jahr finde ich ihn im Juli standorttreu im westlichen Landkreis Fulda unter Eichen und Eschen auf Kalk. So auch dieses Wochenende. Er ist ähnlich wie der Grünfelderige Täubling sehr wohlschmeckend und kaum zu verwechseln.

Ansonsten gab es noch Wiesenstäublinge, Grüne Speisetäublinge und Nelkenschwindlinge.

Beste Wünsche, Peter"


Darmstadt-Eberstadt: Die Herbstrotfüße eilen den Rotfüßen voraus, und das in bester Qualität


Tobias schreibt am 16. Juli 2021:

"Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute war ich mal wieder den Pilzen auf der Spur, wie fast immer in den Wäldern um Darmstadt-Eberstadt. Da es bei uns reichlich Regen gab und es schwül-warm ist, spießen derzeit etliche Pilzarten wie lange nicht mehr.

Ich kann den vielen, die von einem richtig starken Pfifferlingsjahr sprechen, nur beipflichten. Da ich schon die zwei vergangenen Wochenenden im Wald war, konnte ich feststellen, wie erstaunlich schnell sie dieses Jahr wachsen.

Außerdem kann ich vermelden, dass seit einiger Zeit die Herbstrotfüße in hervorragender Qualität wachsen. Auch der Gemeine Rotfußröhrling ist vertreten, aber nicht in dieser Menge.


Fotos: Vier Sommersteinpilze plus ein Täubling sind allein auf diesem Foto zu sehen.

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Nicht zu vergessen die Sommersteinpilze, die dieses Jahr endlich einmal wieder zahlreich vertreten sind, auch wenn sie teilweise Schneckenbesuch hatten oder haben.

Ich wünsche allen Sammlern noch eine erfolgreiche Saison, die hoffentlich weiter so prima verläuft. Ich werde den Pilz-Ticker wie immer weiter verfolgen und interessiert darin stöbern. Das kann ich dank deiner vielen Mühen und Arbeit, die Du dafür aufbringst, und das schon lange.

Gerne berichten ich weiter darüber, was sich in unseren Wäldern bei Darmstadt-Eberstadt tut.

Viele Grüße Tobi"

(4 Fotos © Tobi)

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2 Fotos: Die Pfifferlinge und die Sommersteinpilze wachsen nach zwei sehr mageren Jahren endlich wieder gut. Tobias freut's.


Krause Kraterellen im Main-Kinzig-Kreis: Dann sind die Herbsttrompeten meist nicht fern


Foto: Zu einem erneut tollen Fund von Pfifferlingen und Grüngefelderten Täublingen kamen diesmal auch - erste - Krause Kraterellen hinzu. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 15. Juli 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren heute Abend mal wieder im Main-Kinzig-Kreis unterwegs, um unsere Plätze zu inspizieren. Und was soll ich sagen: das Pilzaufkommen ist sagenhaft!

Die Krausen Kraterellen habe ich bereits so langsam erwartet. Und tatsächlich, sie kommen und bilden mehrere quadratmetergroße Teppiche. Man muss sehr genau hinsehen, um sie wahrzunehmen und behutsam schreiten, damit man sie nicht zertritt.

Natürlich gab es auch wieder Pfiffers, zweieinhalb kleine Sommersteinpilze und ein paar leckere Grünfelderige Täublinge.

Im Laufe der kommenden 4 Wochen erwarte ich erste Fichtensteinpilze, Semmelstoppelpilze, Krause Glucken und hoffentlich auch Totentrompeten.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"

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Foto: Die Krausen Leistlinge sind sehr unscheinbar auf dem Waldboden und erfordern bei der Lese große Aufmerksamkeit, damit sie nicht zertreten werden. Diese hier sind Teil einer großen Gesellschaft, die sich auf etwa 15 Quadratmeter verteilt, so Stefan.

Diese Pilzart benötigt kalk- oder basenreiche Buchenwälder. Sie wächst zerstreut bis selten und befindet sich deutlich im Rückgang. Nicht etwa durch Absammeln, sondern durch die Anreicherung von Nährstoffen im Boden. In Jahren, in denen die Krausen Leistlinge wachsen, gibt es meist nachfolgend im gleichen Terrain auch Totentrompeten (Herbsttrompeten) und Graue Pfifferlinge.





Peter vergibt für das Pilzwachstum im westlichen Landkreis Fulda die Schulnote 3


Foto: Es kommt nicht so oft vor, dass man auf einem Pilzteller, wenn auch noch nicht zubereitet, einen Scheidenstreifling entdeckt (links). Nur erfahrene Pilzsammler nehmen ihn mit. Rechts der dunkle Geselle dürfte ein Raufußröhrling sein. (3 Fotos © Peter C.)

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Peter schreibt am 15. Juli 2021:

"Hallo Pilz-und Naturfreunde,

im Landkreis Fulda, östlicher Vogelsberg, ist das Pilzwachstum recht zufriedenstellend. Es ist doch jedesmal beglückend, vormittags durch die herrlichen Mischwälder zu wandern und die Wunderwelt der Pilze zu bestaunen.

Heute fanden Dorothee und ich wieder einige Pfifferlinge, Steinpilze, Hexenröhrlinge, Schiefknollige Anischampignons, Perlpilze, Goldröhrlinge und Rotbraune Scheidenstreiflinge. An Ungenießbaren beeindruckte uns die Gelbe Lohblüte, an Giftigen die Schönfußröhrlinge.

Die besten essbaren Pilze haben wir eingesammelt.

So kann es weitergehen, wünschen sich und Euch Peter und Dorothee"


2 Fotos: Beim Rotbraunen Scheidenstreifling sind die Riefung und die Scheide am Fuß gut zu erkennen. Der Schiefknollige Anisegerling (rechts) zeigt hier schön seinen Bogenverlauf zur Stielbasis hin sowie den charakteristischen Hauch von Gelb in der Hutmitte.





Ein traumhafter Salat mit Seehechtfilet im Kräutermantel, zitrusfrischem Dressing, Grünfelderigen Täublingen und Sommersteinpilzen




Foto: Wenn das kein hochsommerlicher Spitzensalat ist! Auf der Salaternte aus dem eigenen Garten thronen das Seehechtfilet im Parmesan-Kräutermantel und einem Dressing mit Zitronenfrische und als Topping kurz gebratene Grünfelderige Täublinge und Sommersteinpilze.

(Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 12. Juli 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich möchte gerne noch unser leckeres Abendessen mit den gestern gesammelten Grünfelderigen Täublingen und Steinpilzen nachreichen.

Es gab frischen Salat aus unserem Garten (Romana Salatherzen, Lollo Rosso, Rucola und Blutampfer), dazu gebratenes Seehechtfilet im Parmesan-Kräutermantel, einem selbstgemachten und frischen Dressing aus Schmand, Parmesan, Limettenabrieb und Zitronenthymian und als Topping die leckeren und kurz gebratenen Grünfelderigen Täublinge und Sommersteinpilze.

Dazu gab es natürlich wieder frisches selbstgebackenes Brot von Dani, ein Pane Pugliese, das ist ein italienisches Weißbrot aus Apulien, das komplett aus Hartweizenmehl und etwas Weizensauerteig besteht.

Und wieder einmal stelle ich mir nach diesem genussvollen Essen die Frage, was gibt es Einfacheres, Schöneres und Besseres, als in den Kühlschrank zu greifen, die frisch gesammelten Pilze zu nehmen, in den Garten zu gehen, kurz Salat und Kräuter holen, ein Dressing hochzuziehen, einen leckeren Fisch anzubraten und all die tollen Gaben mit einem frisch gebackenem Brot und zusammen mit der Familie zu genießen?!

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"


Tolle Artenvielfalt im Main-Kinzig-Kreis

Anmutiger Tanz der Elfen im dunklen Moos und das Ärgernis um die herrlichen Brätlinge


Foto: Die Grüngefelderten Täublinge waren diesmal erfreulich "im Schuss", wie Stefan berichtet. Der braune Hut gehört dem einzigen Sommersteinpilz, der noch zu gebrauchen war. - Auf dem 2. Foto sehen wir drei der köstlichen Milchbrätlinge. Wie ärgerlich, dass Stefan sie stehen ließ, weil er sie nicht gleich erkannte. - Das 3. Foto zeigt oben zwei kleine und einen großen Grünfelderigen Täubling, unten rechts einen Rotbraunen Scheidenstreifling und links oberhalb davon einen Hainbuchenraufuß. Drei Arten bester Speisepilze auf engstem Raum!


Stefan schreibt am 11. Juli 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Dani und ich sind mit unserer Fellnase Bandhu vorhin noch eine angenehme Runde gelaufen und an einem Platz zurückgekehrt, wo wir vor etwa vier Wochen Sommersteinpilze gefunden hatten. Da sie hier stellenweise gerade in die zweite Runde gehen, wollte ich dort nochmal vorbeischauen.

Nun, sie waren tatsächlich da, aber die Schneckenleider auch. Und was sie noch nicht verputzt hatte, hatte der Regen zunichte gemacht.

Was sich aber erst auf den zweiten Blick zeigte, ist weiterhin das Artenreichtum der Pilze in diesem Jahr. So entdeckte ich im Umkreis von ca. 10-15 Metern um mich herum Hainbuchenraufußröhrlinge (die dieses Jahr einen starken Auftritt hinlegen), dicke feste Grünfelderige Täublinge, Sommersteinpilze, einen Rotbraunen Scheidenstreifling, Frauen- und Speisetäublinge, am Hang gegenüber noch einen ganzen Trupp Elfenbeinröhrlinge (Erstfund), ein paar Pfifferlinge und bei einer Buche noch drei knackige Milchbrätlinge.

(Pilz-Ticker-Hessen)





Foto: Der Tanz der Elfenbeinröhrlinge im dunkelgrünen Moos war beinahe anmutig. Für Stefan waren sie ein Erstfund. Sicher ein Motiv, das sich ihm und Dani lange einprägen wird. Die Pilzart ist streng an Zirbeln oder die Weymouthkiefer (hier zu sehen) gebunden. Diese Kiefernart gelangte erstmals 1605 aus dem östlichen Nordamerika nach Europa.

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Deren fischartiger Geruch, ein wichtiges Erkennungsmerkmal, erreichte mich allerdings erst, als wir den Platz bereits wieder verlassen hatten und er sollte mich bis nach Hause penetrieren. Geradezu so, als wollten mich die Pilze daran erinnern, dass ich sie besser mal zur Erstverkostung mitgenommen hätte.

Das war sehr ärgerlich, aber ich nehme kleine Mengen Pilze ungerne zur Bestimmung zu meiner lieben Pilzsachverständigen mit, da der Aufwand in der Regel nicht lohnt.

Auf dem Heimweg hatte Dani dann aus dem Auto heraus noch eine kleine Grünfläche mit Hainbuchen und Linden gesehen und auch einiges an Pilzen. Wir fuhren in einem Feldweg an der Seite, stellten das Auto ab und sind dort kurz hingelaufen.

Vorgefunden haben wir Unmengen an Perlpilzen und Netzstieligen Hexenröhrlingen jeden Alters. Auch so ein Bild hat sich mir noch nicht gezeigt.

Es ist unglaublich, was das Wetter hier gerade an Pilzen aus dem Boden treibt, sowohl an Artenvielfalt wie auch die Menge - SAGENHAFT!

Da die heute gefundenen Grünfelderigen Täublinge größtenteils gut in Schuss waren, gibt es morgen mit großer Vorfreude wieder einmal einen knackigen Salat aus dem Garten mit selbstgemachtem Dressing, gebratenen Täublingen und Seehecht, den ich nun zum Auftauen herauslege.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Dani"

(6 Fotos © Stefan)

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2 Fotos: Das leicht crèmefarbene Weiß hat der Elfenbeinröhrling durchgehend. Der Stiel ist von braunen Pünktchen überschuppt. Rechts ein Gallenröhrling, erkennbar an seinen fein rosa Röhren und seinem markanten braunen Netz auf braunem Grund.

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Endlich geht es mit den Pilzen nun auch im Landkreis Fulda voran


Peter schreibt am 11. Juli 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

das Pilzwachstum hat sich nun auch in Osthessen merklich verbessert, die Artenvielfalt nimmt zu.

So konnten Dorothee und ich bei unserer Nachschau im westlichen Landkreis Fulda auf Buntsandstein im Mischwald Pfifferlinge, Steinpilze, Perlpilze, Rotfußröhrlinge, Waldfreundrueblinge, Flockenstielige Hexen und Rotbraune Scheidenstreiflinge entdecken.

In den Korb wanderten aber nur ein madenfreier Fichtensteinpilz, Pfifferlinge und Perlpilze.

Allen Pilzlern eine weiterhin erfolgreiche Saison wünschen Peter und Dorothee"

(3 Fotos © Peter C.)

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2 Fotos: Der Steinpilz war gänzlich madenfrei. Und die rechts zu sehende fein geriefte Manschette gehört welchem Pilz? Richtig, einem Perlpilz.


Hessisch-bayerischer Spessart: Tausende Pfifferlinge zeigen den Naturschützern eine lange Nase


Foto: Stefan schreibt hierzu: "Unser Sammelergebnis. Es sind viele Pfifferlinge, ich habe mal die erlaubten 2 Kilo geschätzt ;-))). Dazu kamen noch vier junge, knackige Birkenrotkappen. Das 2. Foto zeigt Mia mit vollem Körbchen und Stolz." Und zum 3. Foto schreibt Stefan: "Mia fleißig bei der Arbeit. Unter dem Laub versteckte sich meist nochmal soviel wie hier oberflächlich sichtbar ist. Diesen Platz ernte ich wie alle anderen auch seit Jahren ab und er wird - wie alle anderen Plätze auch - immer größer in der Fläche der fruktifizierenden Pfifferlinge."


Stefan schreibt am 10. Juli 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Mia und ich waren heute wie angekündigt wieder im Spassart im hessisch-bayerischen Grenzverlauf, um unsere Pilzplätze dort zu inspizieren. Wir hatten ja vor zwei Wochen schon einiges an Pfifferlingsnachwuchs zurückgelassen, aber was wir heute vorfanden, ist geradezu unvorstellbar..

Ich versuche, es kurz zu fassen: an allen uns bekannten Pfifferlingsplätzen flogen uns die goldgelben Schwammerl gerade so um die Ohren, bis wir schlussendlich überfordert abgebrochen haben. Das gab es bei bei uns noch nie, das war bis zum heutigen Tag undenkbar, aber die Pilze müssen ja auch noch geputzt und verarbeitet werden. Anstatt wie sonst detailliert auf unser Sammelerlebnis einzugehen, erlaube ich mir heute einige kritische Worte zur Sammelbegrenzung.

Da ich die Tage erst wieder auf anderem Weg, also nicht hier im Pilzticker, auf das zwar geltende, aber völlig verstaubte Naturschutzgesetz hingewiesen wurde, untermauere ich auch hier noch einmal meine Einstellung dazu. Genau am heutigen Tag, wo der Waldboden weitflächig goldgelb von Pfifferlingen übersät war, und wo ich wieder sehen konnte, dass das sogenannte Abernten von Pilzen ja angeblich so gefährlich für das Überleben des Pilzes selbst ist

Seit Jahren ernte ich an all meinen Plätzen, ich benehme mich im Wald, wie es sich alleine schon aus Respekt gegenüber Mutter Natur gehört, ich bringe große Mengen Pilzreste wieder im Wald aus, ich sammele sauber und lasse im Wald, was dort hingehört.

Ich kann mich mit Fug und Recht, zumal nach meinen gestrigen fulminanten PIlzfunden, nur wiederholen: wenn die Witterungsbedingungen stimmen und wenn meine Pilzplätze von einschneidenden forstwirtschaftlichen Eingriffen verschont geblieben sind, schießen die Pilze nur so ins Kraut, egal welche Pilzart.

Die Nase voll vom "verstaubten Naturschutzgesetz"

Will im Umkehrschluss durchaus heißen: ich nehme in Kauf, mich mit dem Gesetz anzulegen, da dieses Gesetz in meinen Augen nicht das fördert, was es fördern sollte, nämlich den allgemeinen und von allen Seiten gelebten respektvollen Umgang mit der Natur.

Solange Harvester durch die Wälder bügeln und die Lebensgrundlage von Pilzen zerstören, solange sich die Forstwirtschaft ihre teils fatalen Fehler der vergangenen Jahrzehnte nicht eingesteht, solange Gesetze zur Befriedigung einzelner Profiteure anstatt zum Wohle der Allgemeinheit erlassen werden, solange organisierte Pilztrupps durch unsere Wälder wüten, um daraus Kapital zu schlagen, mindestens so lange interessiert es mich nicht mehr, wenn mir ein selbsternannter Hobbynaturschützer geltende, aber verstaubte, irrealistische Gesetzesauszüge zitiert.

Als würde irgendwer von uns - und damit meine ich ALLE Pilzfreunde und Pilzfreundinnen, die mit großer Leidenschaft dieser Passion nachgehen - der Natur nachhaltig Schaden zufügen, weil mal ein paar Bronzeröhrlinge, Märzschnecklinge oder der ein oder andere Pilz zuviel im Körbchen landet!

Ich würde mich freuen, wenn das zumindest im Kreise von uns Pilzsammlern dazu führen würde, nicht immer gleich den Zeigefinger zu schwingen. Vielmehr wäre uns allen mehr damit gedient, gemeinsam dafür einzustehen, die wirklich wichtigen Punkte anzugehen und dieses verstaubte Gesetz mal auf Basis der vorherrschenden Realität und der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu modernisieren.

Danke für‘s Lesen, ich putze jetzt Pfifferlinge. ;-)…Wer mag: Wir haben im Spessart noch kiloweise schönste Pfifferlinge zurückgelassen.

Ganz liebe Grüße, Stefan und Mia"

(3 Fotos © Stefan)

Lieber Stefan,

meine Meinung hierzu ist seit langem bekannt - und immer wieder nachzulesen in meinem Kommentar:

"Solange die Harvester wüten, sind Sammelbegrenzungen absurd"

In diesem Sinne, Gratulation zu Euerm Fund- und viel Spaß beim Putzen und Konservieren!" ;-)

Beste Grüße, Heinz-Wilhelm

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Main-Kinzig-Kreis: Freude über die herrlichen Pfifferlinge, Kummer wegen der vielen Pilzleichen


Foto: Nur sie schafften es in Stefans Korb: viele schöne Pfifferlinge sowie einige junge Grünfelderige Täublinge. Alles andere, und das war leider die Mehrheit an Speisepilzen, musste wegen fortgeschrittener Hinfälligkeit im Wald bleiben. Dazu zählte auch der auf dem 2. Foto zu sehende Bronzeröhrling. Gar mächtig und strotzend schaut er aus - und war doch schon eine durch und durch vermadete Pilzleiche. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 9. Juli 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute nach Feierabend mal wieder alleine all unsere Plätze im Hauswald inspizieren.
Das Pilzaufkommen ist sagenhaft! Es gab Bronzeröhrlinge, Sommersteinpilze, einen ersten Fichtensteinpilz, Grünfelderige Täublinge, Frauentäublinge, Perlpilze, viele Rotfußröhrlinge, Pfifferlinge, Pappelraufüße, Hainbuchenraufußröhrlinge, Ziegenlippen. Und sogar mein Dorniger Stachelbart aus den Vorjahren hat mich nicht vergessen und kommt wieder.

Doch leider war mein gesamter Rundgang dadurch getrübt, dass die Pilze entweder überständig, vollkommen verwurmt, voller Pilzfliegen oder von den unfassbar vielen Nacktschnecken, die es dieses Jahr gibt, runtergefressen waren.

So blieben acht Bronzeröhrlinge, etwa 15 Sommersteinpilze und weitere 25-30 Grünfelderige Täublinge zwangsläufig an Ort und Stelle zurück. Lediglich die Pfifferlinge waren durchweg in Ordnung und ein paar kleine Grünfelderige schafften es noch gerade so in den Korb.

Auch wenn ich mich über die Pfifferlinge freue, das alles so zerfressen, voller Fliegen oder Würmer war, wie heute, das habe ich noch nicht erlebt. Es war niederschmetternd.

Morgen geht es dann wieder in den Spessart. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet.

Ganz liebe Grüße, Stefan"

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Pfifferlingsomelett mit den ersten reifen Tomaten, Rucola und Kräutern aus dem Garten


Foto: Ein leckeres Pfifferlingsomelett musste einfach sein am Wochenende. Es war eine Augenweide und kulinarischer Genuss zugleich. Stefan: "Wenn dazu noch fast alles frisch aus dem eigenen Garten und dem Wald kommt, schmeckt es gleich nochmal besser." Das 2. Foto zeigt die Pfifferlinge sowie drei Sommersteinpilze "fangfrisch". (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 6. Juli 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die Sommersteinpilze eröffnen gerade die zweite Runde bei uns im Main Kinzig Kreis. Das 2. Foto rechts zeigt ein Exemplar, das sich ausgesprochen flauschig gebettet hat. Einmal mehr waren übrigens die Perlpilze ihre Vorboten.

Die Flockis machen sich leider noch immer rar bei uns, nur ganz vereinzelt ist hier und da mal ein Exemplar zu finden.

Dafür konnten wir aber nach Jahren wieder erste Samtpfifferlinge finden, auch wenn es noch wenige sind. Sie bestechen durch ihr fast schon fluorisierendes Orange und ihren feinen Duft nach Obst. Leider sind sie aber auch sehr zarte und brüchige Geschöpfe, was das Sammeln und Putzen etwas schwierig gestaltet, da lobe ich mir doch den kräftigen Bereiften Pfifferling.


Auch erste Schwarzhütige Steinpilze (Bronzeröhrlinge) konnten wir an unserem bekannten Platz wieder ausmachen. Da ich noch einen kräftigeren Schub von ihnen erwarte, blieben sie stehen.

Was mir etwas Sorgen bereitet, ist, das im selbigen Wald einige Eichen stark von Spindeligen Rüblingen* befallen sind. Das fiel mir auf, als ich die Putzreste vom Kaiserling ausgebracht habe. Wenn ich richtig damit liege, dass dieser ein Folgezersetzer ist, müssten hier einige Eichen bereits stark geschwächt sein, so dass zu befürchten ist, dass sie wohl über kurz oder lang sterben werden.

Ansonsten bin ich dieser Tage nahezu täglich im Wald, mal an unseren bekannten Plätzen, mal in unbekanntem Gebiet. Ein kleiner Fang lässt sich eigentlich immer machen.

So haben wir uns am Wochenende mal ein leckeres Pfifferlings-Omelett gegönnt, mit den ersten reifen Tomaten, frischem Rucola und frischen Kräutern aus unserem Garten. Zum Verfeinern haben wir etwas Parmesan darüber gehobelt, ein paar fermentierte Pfefferkörner gab es noch oben drauf. Welch ein Genuss!

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"

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Sie sind der Eichen Tod


* Spindelige Rüblinge (Foto rechts) sind geradezu berüchtigte Folgezersetzer, die mit Vorliebe am Fuße von Eichen wachsen, wo sie an deren höher liegende Hauptwurzeln andocken oder direkt am Stamm fruktifizieren. Am Eichensterben haben sie - neben anderen negativen Einflüssen - ihren guten Anteil. Die Pilzart löst bei vielen Menschen teils heftige Magen-Darm-Probleme aus.

(Foto © Arnold vom Pilz-Ticker Niedersachsen)

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Tolle Pfifferlingstage im Main-Kinzig-Kreis


Foto: Über zwei Kilo Pfifferlinge konnte Stefan an seinem zweiten Pfifferlingsplatz im Main-Kinzig-Kreis ernten. Die goldgelbe Pracht wächst wie lange nicht mehr. (5 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 2. Juli 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die vergangenen Tage habe ich jeweils nach getaner Arbeit einen meiner Pfifferlingsplätze angesteuert. Aktuell kommen die Pfiffers bei uns in die Hochphase und es ist richtig was los.

So ging es am ersten Platz mit gut einem Kilo los, einen Tag später folgte ein spontaner Gang zum zweiten Platz, wo ich weder den großen Korb noch ein Messer dabei hatte. Es kam, wie es kommen musste: ich wurde von über 2 Kilo Pfifferlingen überrascht wurde. Hier musste dann auch mein Unterhemd herhalten, denn das kleine Körbchen war schnell voll.

Heute Abend dann der dritte Platz und es kam nochmals eine schöne Ernte an Blassen Pfifferlingen zusammen. Plus zwei Sommersteinpilze, die aber bereits von hungrigen Schnecken jeweils halbiert worden waren. So war es genau genommen nur ein Sommersteinpilz. ;-)

Die Pfifferlinge werden wie fast immer bei uns fangfrisch verarbeitet, angebraten und zur Bevorratung eingefroren, was im Umkehrschluss bedeutet, die Abende sind gerade sehr lang, was aber nicht die Freude über die wunderschönen Funde trüben soll.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"

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Foto: Ein Eindruck von Platz 2 seiner drei Fundstellen. Es blinkt so hoffnungsfroh goldig vom Waldboden auf, und die Fichtenzweige links verbergen noch eine weitere Ansammlung. Stefan: "Das Pfifferlingswachstum explodiert gerade förmlich. Es gibt viele Nester dieses Jahr, wo fünf und mehr Pfifferlinge auf engsten Raum zusammenstehen."

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Foto: Damit fing alles an: das Bild zeigt knapp ein Kilo Pfifferlinge, die Stefan an seinem Platz 1 gefunden hat.

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Foto: Welcher Pilzfreund kennt das nicht? Wenn die ersehnten Pilze auf einmal derart ins Kraut schießen, dass man sie nicht mehr abtransportieren kann, muss man sich zu helfen wussen. Wie in diesem Fall, wo kurzerhand das zusammengeknotete Unterhemd als Transportbehältnis zweckentfremdet wurde. Stefan: "Zur Strafe für das fehlende Messer und das zu kleine Körbchen hatte ich zu Hause ordentlich zu putzen."

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Foto: Auf Platz drei gab es am Abend noch einmal diese schöne Portion Blasser Pfifferlinge.

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Erneut schöne Pfifferlinge im westlichen Landkreis Fulda und Giftzwerge im Vorgarten


Foto: Erneut schöne Pfifferlinge haben Dorothee und Peter im westlichen Landkreis Fulda gefunden. (2 Fotos © Dorothee C.)

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Peter schreibt am 27. Juni 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

angeregt durch die Pfifferlingsfunde hier im PIlz-Ticker sind Dorothee und ich heute noch einmal zur Nachlese in unser Rotbuchenwäldchen im westlichen Landkreis Fulda gefahren. 

Mit dem Ergebnis waren wir zufrieden. Außer Pfifferlingen gab es allerdings nichts zu entdecken.

Anders bei uns im Vorgarten, in dem nämlich Schwärzende Saftlinge wachsen. Obwohl diese Art recht häufig vorkommt, ist auch sie, wie sämltiche Saftlingsarten, geschützt.

Allen eine weiterhin erfolgreiche Saison wünschen Peter und Dorothee"

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Foto: Diese Schwärzenden Saftlinge oder Kegeligen Saftlinge sind noch jung und zeigen noch nicht die schwärzliche Färbung, die meist erst im fortgeschrittenen Wachstumsstadium eintritt. Die typische kegelige Form kommt hier einigermaßen zum Ausdruck. Als eine der wenigen Saftlingsarten sind sie bei ihrer Bodenauswahl nicht wählerich. Die Pilzart ist Magen-Darm-gifitg.


Ein wunderbarer Pilzgang für Mia und Stefan im Spessart: Goldgelb war das Glück


Stefan schreibt am 26. Juni 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wie angekündigt, waren Mia und ich heute im Spessart, um unsere Pfifferlingsplätze zu inspizieren.

Dank meiner akribischen Aufzeichnungen, die ich seit einigen Jahren detailliert mache, kann ich recht gut einschätzen, wann es sich für uns lohnen sollte, tiefer in den Spessart einzudringen. Wichtig ist es natürlich, dass ich dabei das Wetter nicht aus dem Blick verliere.

Heute haben wir nach dieser Vorgehensweise wieder mal einen Anlauf genommen. Und es hat sich wunderbar gelohnt. Es gab so reichlich Pfifferlinge (2. Foto rechts), wie wir es uns die ganze Woche über erhofft hatten. An allen Plätzen blieben mindestens so viele Kleine zum Weiterwachsen zurück, wie wir mitgenommen haben.

Nach fünf Stunden herrlichen Waldgangs kamen wir mit einem bestens gefüllten Pilzkorb - das 1. Foto rechts zeigt Mia mit unserer Ausbeute - wieder nach Hause.

Im Auto spürte ich schon deutliich meinen Rücken vom vielen Pflücken der Pfiffers und musste an die Ernte im Jahr 2017 denken. Wie habe ich das damals bloß so problemlos überstanden?

Die Sommersteinpilze lassen sich an unseren Stellen im Spessart bisher noch nicht blicken. Doch ihre Vorboten, die Perlpilze, gaben bereits ein vielversprechendes Signal. ;-)

Als begeisterte Pilzfreunde, die wir sind, wünschen wir uns sehr, dass es so weitergehen möge...

Ganz liebe Grüße, Stefan & Mia"

(3 Fotos © Stefan)

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Foto: Seit gut einer Woche hatte Stefan gehofft, im Spessart seine geliebten Pfifferlinge - seine Favoritenpilze - zu finden  und zu ernten. Er kam genau zum richtigen Zeitpunkt und machte mit Mia eine tolle Ernte.





Irgendwo im Rhein-Main-Gebiet: Hexen? Täublinge? Pfiffers? Man weiß es nicht...

Erwin schreibt am 26. Juni 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

als ich heute im Taunus auf Pilzsuche war, fragte ich mich von Weitem: was sind das für große dottergelbe Pilze, die ich an einer Böschung neben einem Feldweg stehen sah.

Mein erster Gedanke: es könnte sich um gèlbe Birkenpilze handeln.Doch das war schnell weit gefehlt. Bei näherer Betrachtung wurde mir klar, dass es sich um Gelbe Flockenstielige Hexenröhrlinge handeln würde. Gelbliche Hexenröhrlinge habe ich schon öfter gefunden, aber so intensiv gelb noch nicht.

Leider habe ich es versäumt, einen Pilz gesondert genau abzulichten.

Mit freundlichen Grüßen, Erwin aus Frankfurt/M."

(Foto © Erwin)

Pilz-Ticker-Hessen

Lieber Erwin,

nach Deiner Luftaufnahme (Flugzeug?... Ballon?...) sind die Pilze natürlich nicht erkennbar. Aufgrund Deiner Vermuting könnte es sich eventuell um Zweifarbige Hexenröhrlinge handeln. Es könnten aber auch Täublinge sein. Aber auch schöne große Pfifferlinge...

Viele Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Diese Pilze könnten alles sein, sogar schöne große Pfiffers...


Selters, Taunus: Gleich vier Eichhasen auf einen Streich - und wunderschöne Sommersteinpilze


Foto: Dass gleich vier Eichhasen auf einem Bild zu sehen sind, kommt wirklich nicht alle Tage vor. Wilfried hat sie vor die Linse gekriegt - und schön in Szene gesetzt. (4 Fotos © Wilfried)

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Wilfried schreibt am 23. Juni 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

beim Durchstreifen der Wälder in der Großgemeinde Selters im Taunus bin ich auf eine schöne Anzahl von Sommersteinpilzen gestoßen. Aber der absolute Höhepunkt sollte noch folgen: gleich vier prächtige junge Eichhasen standen dicht beieinander!

Liebe Grüße, Wilfried"


Foto: Der größte der Vier ist hier noch einmal gesondert abgelichtet. Die wohlschmeckenden Pilze wachsen nicht, wie der Name zunächst vermuten lässt, nur am Fuße von Eichen, sondern gelegentlich auch an Buchen. Sie werden in der chinesischen und japanischen Naturheilkunde u. a. auch gegen diverse Krebsarten eingesetzt. Alte Exemplare neigen zur Bitterkeit.

Pilz-Ticker-Hessen


Foto: Und wieder sind es vier an der Zahl, dieses Mal allerdings schöne junge Sommersteinpilze.


Foto: Und hier ein sehr schönes Motiv mit einem Sommersteinpilz. Weil es den Pilz eingebunden in die Waldlandschaft zeigt und damit veranschaulicht, in welchem Biotop Sommersteinpilze typischerweise wachsen. Dadurch, dass die Umgebung und der Hintergrund gezeigt werden, kommt der Pilz wunderschön zum Strahlen. Danke für das sehr gelungene Foto, lieber Wilfried!

Anmerkung: Auch Wilfried zählt seit Jahren zum festen Stamm der Pilzmelder. Meist berichtet er von seinen Funden aus dem Landkreis Limburg-Weilburg.





Main-Kinzig-Kreis: Die Konkurrenz mampfte schon genüsslich


Stefan schreibt am 23. Juni 2021 zu diesen 2 Fotos:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

auf unserer Abendrunde durch unseren Hauswald haben Dani und ich heute eine Zusammenstellung unserer Lieblingspilze gefunden. Noch ein bisschen mehr Masse, und es wäre perfekt... ;-)

Zuerst haben wir wieder ein paar Pfifferlinge eingesammelt, danach folgte unser erster, zwar etwas zerknittert ausschauender, jedoch brauchbarer Flocki für dieses Pilzjahr (Foto rechts), dann ein Grünfelderiger Täubling, auf dem mampfend eine dicke Schnecke saß. Zum Abschluss gab es noch wie von mir gewünscht einen Sommersteinpilz.

Das war sicher nicht der größte Fund, aber dafür umso vielfältiger, was übrigens auch für die unterschiedlichen Verhältnisse in unserem Hauswald auf recht engem Raum spricht.

Liebste Grüße, Stefan & Dani"

(2 Fotos © Stefan)

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Pfifferlinge zu einem Biofiletsteak vom Rind mit Rosmarinkartoffeln und Salat


Einen Festschmaus mit den unlängst im östlichen Vogelsberg gefundenen Pfifferlingen gab es für Dorothee und Peter. Sie genossen den frischen Fund zu einem Biofiletsteak vom Rind und Rosmarinkartoffeln. (3 Fotos © Peter C.)

22. Juni 2021

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Foto: Und hier das Gericht noch einmal aus anderer Perspektive.


Foto: Dazu gab es, wie es sich gehört, einen frischen Salat.





Prächtige Frauentäublinge und Hoffen auf die Wochenendpfifferlinge im Spessart



Stefan schreibt am 21. Juni 2021 zu diesen 2 Fotos:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Dani und ich haben von unserer kleinen Runde heute Abend wieder eine gute Handvoll Pfifferlinge, einen jungen Sommersteinpilz und ein paar prächtige Frauentäublinge (z. B. Foto rechts) mit nach Hause nehmen können. Die Täublinge starten jetzt so langsam durch bei uns, die Perlpilze gehen bereits in die zweite Runde, einzig die Flockis lassen dieses Jahr auf sich warten.

Am Wochenende stehen dann unsere Plätze im Spessart auf dem Plan. Ich vermute allerdings, wir werden einiges an überständigen Steinpilzen vorfinden, hoffe aber, wir kommen für die Pfifferlinge zum rechten Zeitpunkt.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Dani"

(2 Fotos © Stefan)

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Östlicher Vogelsberg: Erste Pfifferlinge und ein aussagestarker Perlpilz


Peter schreibt am 21. Juni 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

so langsam geht's nun auch hier in Osthessen los.

Heute waren Dorothee und ich mal im westlichen Landkreis Fulda beziehungsweise im vorderen östlichen Vogelsberg auf Buntsandstein unterwegs, um in einem Rotbuchenwäldchen Pfifferlinge zu suchen.

Unterwegs begegneten uns einige leider nicht mehr verwertbare Flockenhexen und ein in Auflösung befindlicher Steinpilz. Von einem stattlichen Perlpilz war immerhin der Hut erntewürdig. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Kraft die Fruchtkörper sich ihren Weg nach oben bahnen.

Im Rotbuchenwäldchen angekommen, zeigten sich tatsächlich erste erntereife Pfifferlinge. Im Vergleich zum Vorjahr fiel die Ernte allerdings deutlich bescheidener aus (Foto rechts).

Viele liebe Grüße, Peter und Dorothee"

(2 Fotos © Peter C.)

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Foto: Schön ist auf diesem Bild die Riefung der Manschette zu erkennen, die charakteristisch für den Perlpilz ist. Sie ist - neben der Knolle, der Anordnung der Schüppchen und der Farbe - ein sehr wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Pantherpilz.


Südlicher Landkreis Fulda: Nach langer Durststrecke melden zwei schöne Sommersteinpilze: Wir leben noch!


Foto: Ein überaus prächtiger Sommersteinpilz, dessen Baumpartner die Eichenblätter verraten. Die Pilzart wird deshalb auch Eichensteinpilz genannt. Nach langer Durststrecke freuten sich Dorothee und Peter riesig über dieses und noch ein weiteres Exemplar. Auf dem zweiten Foto sehen wir den Blütenstand einer Händelwurzorchidee.


Peter schreibt am 20. Juni 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

hier in Osthessen nördlich von Main und Kinzig herrscht ein mykologisches Desaster. Die Wälder sind praktisch pilzleer. Außer zwei zerfressenen Flockenhexen gab es lange nichts und gar nichts.

Mit Wehmut denken wir an das vergangene Jahr zurück, als wir um diese Zeit bereits ansprechende Funde von Pfifferlingen, Sommersteinpilzen, Fichtensteinpilzen und Perlpilze machten.

Groß war deshalb unsere Freude, als wir heute Vormittag bei einem Spaziergang im südlichen Landkreis Fulda unter Buchen auf Kalk zwei erste Sommersteinpilze in der Nähe von Händelwurzen entdeckten, eine wunderschöne Orchideenart. Die Pilze erwiesen sich als  weitgehend verwertbar, was bei Sommersteinpilzen nach unseren Erfahrungen nicht immer der Fall ist.

Also, liebe Pilzfreunde, nicht aufgeben! Allen naturverbundenen Waldgängern wünschen wir gute Funde und dass die Zecken einen großen Bogen um euch machen.

Viele Grüße, Dorothee und Peter"

(2 Fotos © Peter C.)

Pilz-Ticker-Hessen


Die Zwangspause ist endgültig abgeblasen: Es gibt zu viele schöne Pilze


Foto: Die Zwangspause ist kein Thema mehr, weil es einfach zu viele schöne Pilze gibt. So wie diese erneut herrlichen Sommersteinpilze und die nicht minder ansehnlichen Pfifferlinge. Auf dem 2. Foto sehen wir wieder einen besonders attraktiven Sommersteinpilz. (2 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 18. Juni 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind gerade zurück von der Inspektion unserer Pilzplätze in unserem Hauswald im Main-Kinzig-Kreis. Und konnten feststellen: es geht gerade fröhlich weiter.

Offensichtlich habe ich vergangenes Wochenende die Pfifferlinge gut genug versteckt, so dass sie die vergangenen Tage größtenteils gut wachsen konnten. Allerdings wurde hier und da deutlich, dass die Hitze zu groß war.

Auch mit den Sommersteinpilzen geht es munter weiter, auch wenn es bei ihnen wieder einige überständige zu beklagen gab. Doch wenn ich ehrlich bin, hätte ich generell nicht mit ihrem derart starken Aufkommen gerechnet. Deshalb sind ein paar Überständige auch völlig in Ordnung.

Ganz liebe Grüße, Stefan und Familie"


Das war doch klar: Herrliche Sommersteinpilze für Stefan und Dani


Foto: Immer wenn Pilzfreunde, wie unlängst Stefan, ankündigen, dass sie jetzt mal eine (Zwangs-)Pause machen würden oder müssten, weiß man als langjähriger Betreuer dieser Website: dies ist nicht mehr und nicht weniger als die Ankündigung eines baldigen tollen Fundes. So wie in diesem Fall, wie die herrlichen Sommersteinpilze belegen.


Stefan schreibt am 17. Juni 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

bei den derzeitigen Temperaturen - heute waren es bei uns im Main-Kinzig-Kreis 36 °C - wollten wir mit unserer Fellnase eigentlich nur ans Wasser. Da ist mir eine schöne Stelle mit einem breiten Bachlauf an der hessisch-bayerischen Grenze im Kahlgrund durch den Kopf gegangen.

Dort angekommen, fiel mir erst wieder auf, das hier hauptsächlich Buchen, aber auch eingestreute Eichen stehen. Wir haben beschlossen etwas außerhalb zu parken, denn natürlich wollte ich dort lang laufen und nach Pilzen, genauer nach Sommersteinpilzen, sehen. Ich glaube Dani hasst mich so langsam dafür, was sich meiner Ansicht nach so alles spontan anbietet, wenn es um Pilze geht.

Suchen musste ich nicht lange, wir sind quasi über die Steinpilze gestolpert. Teils standen sie da wie gesät.

Leider war eine beträchtliche Menge bereits im derart fortgeschrittenen Alters, dasd ich sie stehen ließ. Dennoch kam eine schöne Menge zusammen, denn unser kleiner Notbeutel (Baumwollnetz) war voll.

Außer unserer schönen Ausbeute waren noch Pantherpilze, Perlpilze und auch ein paar wenige erste Täublinge zu finden.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"

(2 Fotos © Stefan)

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Die Heimat hielt, was sich Arnold versprach: Drei herrliche Sommersteinpilze aus dem hessischen Spessart


Arnold schreibt am 15. Juni 2021:

"Hallo  Heinz-Wilhelm,

ich bin zu Besuch in der alten Heimat, nämlich im geliebten Spessart (Nordspessart, Hessen).

Das gute Wetter hat die Pflanzen gut wachsen lassen: die Heidelberen hängen teilweise voll und die Walderdbeeren sind sogar zum Teil schon reif.

Aber auch die Pilze gedeihen prima! Ich war gezielt auf der Suche nach Sommersteinpilzen und bin unter alten Eichen in Hanglage mit Bachlauf auch fündig geworden. Zu den drei sehr schönen Exemplaren gab es noch ein paar Flockenstielige Hexenröhrlinge.

Allgemein ist die aktuelle Artenvielfalt derzeit bereits beachtlich.

Viele Grüße Arnold"

(Foto © Arnold)

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Die Plätze im Hauswald noch schnell geputzt


Stefan schreibt am 14. Juni 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

da ich es die nächsten Tage voraussichtlich nicht in die Pilze schaffen werde, habe ich heute Abend meine Plätze in meinem Hauswald im Main-Kinzig-Kreis vorsorglich geputzt, also mitgenommen, was zu auffällig dastand und versteckt, was noch wachsen darf.

Auch einen weiteren Platz für Sommersteinpilze habe ich nach unserem Fund vom Wochenende inspiziert. Insgesamt war mein kleines Körbchen, mit dem ich um diese Jahreszeit unterwegs bin, mit acht Sommersteinpilzen und gut zwei Pranken voller Pfifferlinge prima gefüllt. Die Arbeit hat sich gelohnt!

Ganz liebe Grüße, Stefan"

(3 Fotos © Stefan)

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2 Fotos: Zwei von insgesamt acht Sommersteinpilzen, die Stefan auf seiner schnellen Inspektionsrunde einsackte. Links ein besonders anstandsloses Exemplar. Stefan befürchtet, dass es nun erst einmal mit den Waldgängen nichts mehr wird.


Main-Kinzig-Kreis: Elf Sommersteinpilze, Pifferlinge an allen Plätzen und rosige Aussichten


Foto: Na also, da sind sie endlich, die ersehnten Sommersteinpilze! Gleich elf an der Zahl. Und an allen Plätzen, die Stefan in seinem Hauswald kennt, kommen jetzt die Pfifferlinge. (3 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 13. Juni 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Dani, unser Vierbeiner Bandhu und ich sind heute am frühen Morgen unsere Pilzplätze abgelaufen. Momentan nehme ich die feuchteren und schattigeren Plätze unter die Lupe, um zu sehen, ob dort mit entsprechender zeitlicher Verzögerung auch Pfifferlinge kommen.

Das ist tatsächlich der Fall, an allen uns bekannten Plätzen in unserem Hauswald wachsen sie nun.

Aber auch die Sommersteinpilze sind zu unserer Freude heute zahlreich vertreten gewesen. Ein gleichzeitiges und so zahlreiches Aufkommen der Pfifferlinge und der Sommersteinpilze konnte ich bei uns über die Jahre noch nicht beobachten. Umso schöner, dass ihnen der Regen der vergangenen 14 Tage offensichtlich sehr zuträglich war.

Jetzt heißt es erstmal in engen Abständen unsere Plätze hier vor der Haustüre zu inspizieren und hoffen, dass es zwischendurch immer mal etwas regnet. Sollte das eintreten, können wir wohl in rund 14 Tagen auf reichlich Pfiffers im Spessart hoffen. Dort sind unsere besten Plätze.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Dani"


2 Fotos: Immer wieder ein herrlicher Anblick: zwei kernige junge Sommersteinpilze, einmal im Moos, einmal im Buchenlaub. Sie sind herrliche Speisepilze!


Delikates für Armin aus dem staubtrockenen Waldboden am Edersee


Armin schreibt zu diesen 2 Fotos am 13. Juni 2021:

"Auch bei uns am Edersee tut sich Erfreuliches. Ich habe mehrere Flockenstielige Hexen gefunden. Wie die Pilze jedoch mit dem staubtrockenen Waldboden zurechtkommen, ist mir wirklich ein Rätsel.

Geschmeckt haben sie jedenfalls delikat!

Liebe Grüße von Armin"

(2 Fotos © Armin)

Pilz-Ticker-Hessen


Foto: Sie sind zwar etwas ramponiert, die Flockenstieligen Hexen, aber geschmeckt haben sie Armin trotzdem.


Herrliche Pfifferlinge im Main-Kinzig-Kreis, aber fünf Sommersteinpilze waren leider schon hinüber


Foto: Ein schöner Pfifferlingsfund, der bislang üppigste in diesem Jahr. Stefan, der ganz wild auf selbst gefundene Pfifferlinge ist, hofft auf ein starkes Jahr der Eierschwammerl. (2 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 10. Juni 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

auf unserer Runde heute Abend haben Dani, Lijan, unser Vierbeiner Bandhu und ich unsere Pfifferlingsplätze inspiziert.

Leider mussten wir eingangs feststellen, dass der Hang mit den Blassen Pfifferlingen, der Platz an dem Lijan seinen ersten Pfifferling überhaupt fand, gemäht worden war und die Pfiffers damit hinüber waren. Meine Begeisterung hielt sich entsprechend in Grenzen, hatte ich sie doch extra zum Wachsen stehen gelassen, was ich direkt am Wegesrand nie mit einem guten Gefühl mache.

An unserem nächsten Pilzplatz erhellten sich die Mienen aber wieder, gab es doch richtig viele Pfifferlinge. So konnten wir heute den ersten respektablen Fund einfahren. Hoffentlich geht es weiter so.

Die Perlpilze drücken weiterhin ebenso kräftig heraus wie die Narzissengelben Wulstlinge. Beide Arten sind ja oft die Vorhut der Röhrlinge. Flockis und Sommersteinpilze konnte ich in unserem Hauswald allerdings noch nicht ausmachen. Demgegenüber fanden wir die ersten Lungenseitlinge (Foto rechts), die Sommerform der Austernseitlinge.

Erwähnt sei noch ein Fund vom Dienstag, nämlich von fünf leider schon überständigen Sommersteinpilzen in einem Eichenbestand. Dieser Platz ist deutlich sonniger und trockener als unsere anderen Fundstellen. Ärgerlich, dass ich dort nicht vergangene Woche schon war, dann hätte ich beste Steinpilze vorgefunden.

Ansonsten bin ich derzeit mit einem Münchner Pilzhändler für die hiesige Gourmetküche im Kontakt, um mir Kaiserlinge besorgen zu lassen. In Italien und Spanien geht es bereits los mit dieser edlen Pilzart, und ich hoffe, dass ich diese hochgelobten Pilze dieses Jahr endlich einmal kosten darf.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie"

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Wachsende Pilzvielfalt im Main-Kinzig-Kreis

Es kommt Leben in die Plantage der Pappelraufüße


2 Fotos: Eine erste Rotkappe 2021 wagte sich ans Tageslicht. Die Pappelraufußröhrlinge (rechts) hatten es sichtlich etwas eiliger. Doch auch sie ließ Stefan zum weiteren Wachsen noch stehen. (4 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 5. Juni 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nun nimmt die Pilzvielfalt auch bei uns deutlich zu.

Ich war heute Nachmittag spontan an meinem Platz der Pappelraufüße, um zu sehen, was sie und eventuell auch schon die Espenrotkappen machen würden. Tatsächlich tut sich was.

Die Pappelraufüße sind bereits etwas fortgeschritten und im besten Alter, während die Rotkappen gerade herausdrücken. Auch ganz junge Perlpilze und einen ersten Pantherpilz konnte ich finden.

Von Sommersteinpilzen, die dort angrenzend im Allgemeinen auch früh im Jahr kommen, ist aber noch keine Spur zu sehen.

Momentan regnet es wieder, unsere Wassertonnen im Garten sind voll und ich bin gespannt, was ich kommende Woche alles fürs Pilzkörbchen einsammeln kann. Denn heute blieb alles noch an Ort und Stelle zum Weiterwachsen.

Ganz liebe Grüße, Stefan"

Pilz-Ticker-Hessen


2 Fotos: Ganz jung sind auch noch der Perlpilz (links) sowie der sehr giftige Pantherpilz (rechts).


Pfifferlinge und Spitzmorcheln an einem Tag - das kommt nicht häufig vor


Stefan schreibt am 3. Juni 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern Nachmittag sind Mia und ich wieder Spitzmorcheln ernten gegangen, siehe dazu das Foto rechts. Dabei konnten wir feststellen, dass in den Mulchbeeten, wo wir einige Wochen sammeln konnten, nun das Ende für die Morcheln naht. Bemerkenswert war der Fund eines sternförmigen Nestes, wie ich es noch nicht gesehen haben (2. Foto rechts).

Das Potential, das die riesigen Mulchflächen optisch versprochen hatten, wurde zwar nicht ausgeschöpft, dennoch kamen etwa 2 Kilo Spitzmorcheln zusammen, was erstmal wieder einen schönen Vorrat dieser leckeren Pilze bedeutet.

Die Mulchflächen waren rings um zwei große Gebäude angelegt. Wie in den Vorjahren konnte ich hier erneut gut beobachten, dass Rindenmulchmorcheln (RiMuMo) auf Flächen, wo vor allem die Morgen- und Mittagssonne stark scheint, kaum bis gar nicht wachsen.

Heißt, RiMuMo benötigen die warme, volle Nachmittagssonne. Wärme speichernde Metallstangen von Zäunen oder Steine im Beet begünstigen ihr Wachstum. Im weiteren Verlauf erscheinen sie dann auch unter kleinen Büschen und Sträuchern. Da scheinen sie dann auf einmal Wert auf Schatten und Feuchtigkeit zu legen. An rein schattigen Stellen wachsen sie hingegen gar nicht, die RiMuMo.

Heute Nachmittag bin ich dann noch einmal zu meinen Pfifferlingsplätzen gegangen. Da meine Stellen mit den ersten Pfiffers nahe an einem Wegesrand liegen und gut einsehbar sind, nehme ich dort vorsorglich immer die ersten kleinen Knöpfe mit und bereite mir daraus ein leckeres Rührei mit Pfifferlingen zum Frühstück zu. Die restlichen Nester bedecke ich immer mit Laub, damit sie weiter wachsen können.

Nahezu an allen meinen Plätzen kommen sie nun zum Vorschein und ich hoffe, es gibt immer mal wieder etwas Regen; andernfalls ist es mit den Pfifferlingen schnell wieder vorbei.

Auch die deutlich festeren und größeren Blassen Pfifferlinge kommen nun bei uns durch (3. Foto rechts). Trotz der zuletzt drei trockenen Jahre, teilweise mit Totalausfällen der Pfifferlinge, kann ich beobachten, dass es dem Pilzmyzel sichtlich gut geht, denn die Fruchtkörper kommen nicht nur treu an ihren alten Plätzen, sondern breiten sich sogar noch aus. 

Bei den Flockenstieligen Hexenröhrlingen geht es noch gemächlich zu. Ich finde hier und dort mal ein Einzelexemplar; leider war bisher noch nichts Brauchbares dabei.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Mia"

(4 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Foto: Die ersten geernteten Pfifferlinge 2021. Sie sehen gewaltig aus, doch es sind "Knöpfchen", die Stefan auch deshalb mitnimmt, weil sie direkt neben dem Weg wachsen und sich Konkurrenten anbieten könnten.

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Wie auf Bestellung: Die ersten Pfifferlingsnester im Main-Kinzig-Kreis sind da


2 Fotos: Die ersten Nester mit jungen Pfifferlingen tauchen auf im Main-Kinzig-Kreis. Sie sind in unmittelbarer Nähe von Rinnsalen zu finden, in denen das Regenwasser abfloss. Rechts sehen wir Stefans neues "Kind" in der Familie, der 17 Wochen alte Appenzeller Sennenhund Bandhu. Das Wort stammt aus dem Bengalischen und bedeutet "Freund". Stefan hofft, dass mit ihm ein Pilzfreund heranwächst. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 29. Mai 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich möchte gerne vermelden, die von mir bestellten Pfifferlinge werden gerade geliefert. ;-)

Aber beginnen möchte ich erstmal mit meiner ersten Freude heute Vormittag, als ich den Pilzticker geöffnet habe. Ich muss dazu sagen, jedes Mal wenn eine Meldung im Ticker Thüringen reinkommt, hoffe ich, sie ist von Heike.

So war es dann heute mit dem tollen Vorschaubild der Speisemorchel auch. Ich habe mich riesig für sie gefreut, war sie doch eine der Ersten hier, die mir beim Mitlesen des Tickers sofort ins Auge gestochen ist und nun leider die vergangenen Jahre extrem darunter zu leiden hatte, dass die Trockenheit das Pilzwachstum in ihrer Region völlig zum Erliegen brachte.

Da nun endlich wieder einiges an Regen selbst im traditionell sehr trockenen nördlichen Eichsfeld runterkam, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis endlich einmal wieder eine durchschlagende Meldung von ihr kommen würde.

Ebenso teilen wir ja gerade das „Leid“, einen Welpen im Schlepptau zu haben, welche uns zukünftig aber hoffentlich tolle und treue Begleiter in Wald und Feld sein werden. Ich wünsche Heike alles Gute, viel Geduld mit ihrem Familienzuwachs und für die Jagd und die bevorstehende Pilzsaison viel Erfolg.

Nun zurück in meinen Hauswald, wo ich eben meine Frühjahrsrunde gelaufen bin. Hier erscheinen Pfifferlinge, Flockis und Sommersteinpilze in der Regel als erstes, während die Spitzmorcheln auf diesem Rundgang gerne ihren Ausklang finden.

Heute haben sich dann neben zwei völlig vom Regen durchgeweichten Flockis wie von mir bestellt die ersten Pfifferlinge finden lassen. Noch sind sie klein, aber es bilden sich vor allem in und um Rinnsale herum, wo das Regenwasser abfloss, schöne kleine Nester voller gelber Knöpfchen.

Auch Narzissengelbe Wulstlinge waren wieder einige zu finden. Anschauungshalber habe ich ein besonders charakteristisches Exemplar fotografiert (Foto rechts). Sein bestes Unterscheidungsmerkmal zum Gelben Knollenblätterpilz ist der fehlende Geruch nach Kartoffeln bzw. Kartoffelkeller.

Mit den steigenden Temperaturen kommende Woche sollten dann auch die Sommersteinpilze bald ihr Stelldichein geben.

Ganz liebe Grüße, Stefan"

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