Pilz-Ticker-Hessen
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Stefan schreibt am 24. September 2026:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
Dani und ich waren gestern Nachmittag mal zusammen unterwegs, um nachzusehen, wie der Pilzherbst bei uns so vorankommt.
Es kamen durchaus ein paar sehr schöne Fotomotive zusammen, was aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass es noch immer viel zu trocken ist. Es blieb bei Einzelfunden, lediglich bei den Raufußröhrlingen kann man sagen, dass es einen kleinen Schub gibt.
Von Pilzen wie Pfifferlingen oder Herbsttrompeten, die sich über ordentlich Niederschlag freuen würden, fehlt jede Spur. Immerhin standen auch einige Steinpilze (z. B. Foto links).
Bis auf ein paar schattige Stellen ist es immer noch staubtrocken und ausreichender Niederschlag, der mal bis zum Waldboden durchdringt und alles gut durchfeuchtet, ist leider noch immer nicht in Sicht.
Ganz liebe Grüße
Stefan & Dani"
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4 Fotos: Sieht nach bestem Pilzwachstum aus, doch der Eindruck täuscht, denn es sind lediglich Einzelfunde, die Stefan und Dani im Main-Kinzig-Kreis machten. Wir sehen einen Pappelraufußröhling, zwei Espenrotkappen, einen Maronenröhrling und einen prächtigen Flockenstieligen Hexenröhrling (von oben links im Uhrzeigersinn). (5 Fotos © Stefan)


Thomas schreibt am 23. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
da ich vergangene Woche im Darmstädter Wald nur eine essbare Krause Glucke (1. Foto links, zerkleinert) fand (mit Nudeln in Rahmsoße (2. Foto links) war sie super lecker), bin ich wieder in den östlichen Westerwald gefahren. Dort konnte ich doch deutlich mehr Pilze finden als bei uns.
Hauptsächlich Täublinge, Rotfußröhrlinge und Grünblättrige Schwefelköpfe. Die meisten dieser Pilze waren allerdings schon überständig. Da ich dort noch keine Hotspots
kenne, war ich froh, dass ich immerhin einige Raufüße und Maronenröhrlinge mitnehmen konnte.
Sehr gefreut habe ich mich über einen Pilz, den ich noch gar nicht kannte. Laut App ist es ein Gemeiner Klapperschwamm; ein schöner, blumenartiger Pilz!
Es grüßt dich herzlichst Thomas"
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Foto: Zwei Klapperschwämme in ihrer Hochblüte. Ihre Fruchtkörper, die mit Vorliebe am Fuße alter Eichen wachsen, erinnern an Korallen oder Blumen. Der jung essbare Pilz besteht aus hunderten spatel-, löffel- oder fächerförmigen Einzelhüten, die dachziegelartig oder rosettenförmig übereinander oder nebeneinander angeordnet sind. Diese vielen Einzelhüte können eine schaurige Stimmung hervorrufen: Wenn sie alt, steif und "hölzern" geworden sind und am Waldrand der Wind durch den Pilz geht, klappern sie wie Hölzer gegeneinander, was besonders bei Dunkelheit für ein unheimliches Geräusch sorgt… Nach diesem Klappern hat der Pilz seinen Namen erhalten. (3 Fotos © Thomas)

Foto: Gleich ein volles Dutzend Steinpilze beim ersten Fund des Jahres - das kann sich sehen lassen. Da geht sicher noch mehr in den nächsten Wochen für Karin. (Foto © Karin)
Karin schreibt am 22. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
heute wollten wir die schöne Septembersonne bei einem Waldspaziergang südlich von Kassel genießen und Ausschau nach Parasolpilzen halten. Die haben wir nicht gefunden, dafür aber schöne madenfreie Steinpilze und einen Rotfußröhrling.
Es waren für uns die ersten Speisepilze in diesem Jahr. Wir hoffen, dasa noch viele nachkommen…
Viele Grüße Karin"
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Foto: Sechs Krause Glucken finden Jörn und Charlotte auch nicht alle Tage. Hinzu kamen Flockenstielige Hexenröhrlinge, zwei Perlpilze, Reizker und zwei Täublinge. Immerhin, ein Anfang!
Jörn schreibt am 19. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
der trockene Sommer war wirklich frustrierend bislang…
Nach gut 20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zu Wochenanfang hoffte ich, dass sich endlich auch im hessischen Spessart Pilze zeigen würden. Und ja, ein Anfang ist da :-).
Einige schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge, sechs(!) Krause Glucken (wenn auch kleinwüchsig), diverse Fichtenreizker, zwei Perlpilze und zwei Täublinge sind im Korb gelandet.
Der Leberreischling (Ochsenzunge) fand sich auch an gleicher Eiche wie im letzten Jahr wieder, er war mir aber zu säuerlich und darf deshalb den Baum weiter zieren. Viele Kuhröhrlinge, Wulstlinge und einige Fliegenpilze lugten heraus. Ob das aber heißt, dass die Steinpilze folgen, scheint mit den erneut eher trockenen Aussichten fraglich.
Nun, wir haben daher jeden einzelnen Fund umso mehr genossen heute!
Liebe Grüße aus Frankfurt
Charlotte und Jörn… und Amy"
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Foto: Die Kuhröhrlinge wuchsen zahlreich. Sie sind an Kiefern gebunden und mögen sandige, nährstoffarme Böden. Sie sind Speisepilze von mittelmäßigem Geschmack.

Foto: Da der Leberreischling aus dem vergangenen Jahr an der gleichen Eiche zu säuerlich war, ließ Jörn diesen Fruchtkörper gestern unberührt.
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2 Fotos: Stets gern gesehen bei Jörn und Charlotte sind Flockenstielige Hexenröhrlinge wie links im Bild und - natürlich - Krause Glucken, wie diese junge am Fuße einer Kiefer. (5 Fotos © Jörn)

Foto: Immerhin, der Anfang ist mit diesen zwei Flockischönheiten gemacht: Julius hat sie in seinem Hauswald gefunden. Unten auf dem Bild sehen wir ein Exemplar im Wald. (2 Fotos © Julius)

Andrea schreibt am 14. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
etwas Regen in den letzten Tagen hat uns neue Hoffnung schöpfen lassen, so dass wir heute mal in unseren Hauswald direkt vor der Tür gegangen sind.
Leider herrscht nach wie vor große Trockenheit und wir befürchten fast, dass der Pilzherbst dieses Jahr ausfällt.
Dennoch hat Julius drei Hexenröhrlinge gefunden, einer davon ist im Wald geblieben. Die anderen beiden wandern heute Abend in die Pfanne mit etwas Rührei, als keiner Snack wird das sicher sehr lecker.
Viele Grüße aus Südhessen senden Dir
Andrea und Julius"
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Foto links: Über den ersten Speisepilz in diesem Jahr freute sich Almut so sehr, dass sie uns voller Begeisterung ein Foto von diesem Parasol aus dem Vogelsbergkreis sandte.
Sie schickt allen Pilzfreunden beste Grüße.
(Foto © Almut)
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Thomas schreibt am 9. September 2026:
"Lieber Heinz Wilhem,
am Sonntag war ich im Darmstädter Wald unterwegs und fand trotz anhaltender Trockenheit einige frische Goldröhrlinge. Weil ansonsten tote Hose war, fuhr ich in den Frankfurter Stadtwald.
Dort haben es sich kleine Austerseitlinge an Baumstämmen gemütlich gemacht. Und in einer alten Eiche wachsen ganz frisch Leberreischlinge heran. Ich will in den nächsten Tagen beide erneut ansehen.
Am Montag lockte mich wieder der etwas tiefere Odenwald. Mein Zielgebiet, nämlich der Platz mit den Krausen Glucken, wurde leider zwischenzeitlich teilweise gerodet. Ich kraxelte schon ein bisschen enttäuscht über Äste, Stock und Stein, um am Ende dann doch noch eine Glucke aufzuspüren. Das machte mich richtig glücklich!
Gestern, am Dienstag, ging die Reise in den Westerwald in die Gegend um Selters. Dort soll es in den letzten zehn Tagen einige Male leicht geregnet haben. Über Google Earth vorbereitet, musste ich vor Ort doch etwas suchen, um Waldstücke zu finden, in denen es keinen unerwünschten Bodenbewuchs gab.
An solch einem Platz angekommen, fand ich den Boden noch leicht feucht vor, wurde ich doch mit deutlich mehr Pilzvielfalt belohnt als in unseren trockenen Wäldern. Ich fand Filzröhrlinge, Rotfußröhrlinge, Riesenschirmlinge, Täublinge und zum ersten Mal ein paar Lederbraune Ackerlinge.
Weiterhin habe ich evtl. noch Stockschwämmchen gefunden. Da bin mir aber nicht sicher, vorsichtshalber lasse sich sie generell stehen.
Es grüßt dich herzlichst Thomas aus Weiterstadt"
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2 Fotos: Nach holpriger Suche "über Stock und Stein" fand Thomas doch noch eine Krause Glucke, die er im Visier hatte (links). Die Lungenseitlinge rechts im Bild hat Thomas zwar nicht im Text erwähnt, aber ganz offensichtlich gefunden… (2 Fotos © Thomas)

Foto: Ein leckeres Gericht zu Mittag: Tagliatelle mit einer weißen Bolognese (Ragù Bianco) von der Krausen Glucke. Dazu gab es jungen Feldsalat.

Stefan schreibt am 8. September 206:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
am Sonntag Nachmittag waren wir nochmals auf eine kurze Runde unsere Pilzplätze inspizieren.
Aus den erhofften Sommersteinpilzen wurde leider nichts, dafür ist es noch zu trocken, aber es gab wieder schöne Krause Glucken und auch die Pappelraufüße zeigten sich mit rund 30 kräftigen Exemplaren, manchmal so schön wie auf dem Foto links. Für letztere habe ich aber aktuell keine Verwendung, denn für die Herstellung von Saucenbasis habe ich noch einiges an getrockneten im Vorrat.
Aus der Krausen Glucke habe ich uns allerdings heute ein leckeres Mittagsgericht gezaubert und dafür einen italienischen Klassiker abgewandelt. Es gab Tagliatelle mit einer weißen Bolognese (Ragù Bianco) von der Krausen Glucke und dazu jungen Feldsalat.
Wir warten weiterhin geduldig auf ausreichend Regen und hoffen, dass es dann so langsam in den Pilzherbst übergeht.
Ganz liebe Grüße
Stefan und Dani"
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Foto: Krause Glucke am Kiefernfuß. (3 Fotos © Stefan)
Thomas schreibt am 31. August 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
auch bei uns im Großraum Weiterstadt ist es immer noch viel zu trocken. Den schlechten Aussichten zum Trotz haben wir, ein guter Freund, seine Frau und ich für gestern einen Treffpunkt ausgemacht, um in der Nähe von Frankfurt in den Wald zu gehen. Wir wollten einfach mal nachschauen, ob sich trotz ungünstiger Wetterverhältnisse nicht doch schon der ein oder andere Pilz heraustrauen würde.

Nicht einmal drei Minuten vom Parkplatz entfernt haben wir an einer Kiefer eine mittelgroße Krause Glucke gefunden. Bei näherem Hinsehen zeigte sich leider, dass die trockenen Tage bereits ihre Spuren hinterlassen hatten, denn auf der Rückseite waren schon erste Schimmelstellen erkennbar. Wie schade!
Motiviert durch einen weiteren Fund zweier ganz kleiner Glucken hofften wir noch mehr dieser Art zu finden und so den Nachmittag mit einem einigermaßen gefüllten Korb zu beenden. Doch daraus wurde leider nichts.
So sind wir wirklich viel gelaufen und haben immerhin noch zwei kleine Lungenseitlinge und ein paar Nelkenschwindlinge entdecken können.
Immerhin haben wir uns die ganze Zeit rchtig gut unterhalten können und haben so die zurückgelegte Strecke gar nicht richtig wahrgenommen. Kurz vor dem Parkplatz sind uns dann noch ein paar Champignons vor die Linse gekommen (Foto rechts).
Resümee: Obwohl die Körbe leer blieben, war es ein toller Tag.
Es grüßt dich herzlichst Thomas aus Weiterstadt"
(Foto © Thomas)
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Foto: Eine von zwei größeren schönen Krausen Glucken. (2 Fotos © Stefan)
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Stefan schreibt am 31. August 2026:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
nach langer Durststrecke ein Lebenszeichen der Pilze von uns.
Nachdem in den vergangenen 14 Tagen immer mal wieder kleinere Schauer bei uns im Main-Kinzig-Kreis runterkamen, hatte ich gestern Nachmittag die Hoffnung, dass es für die ersten Krausen Glucken ausreichen könnte.
Obwohl es immer noch größtenteils knochentrocken ist, sollte sich mein Bauchgefühl bestätigen. Sowohl ganz kleine als auch zwei schön gewachsene größere Glucken fanden wir. Letztere kamen mit ins Pilzkörbchen.
Unsere Freude, nach Monaten der Trockenheit endlich wieder Pilzduft in der Nase zu haben, war groß!
Ganz liebe Grüße
Stefan & Dani"

Foto: Und eine zweite Krause Glucke, die ebenso wie die erste mitgenommen wurde.


Thomas schreibt am 20.6.2026
"Lieber Heinz Wilhelm,
am Donnerstag und Freitag vor einer Woche regnete es in Darmstadt endlich einmal wieder ordentlich. Am Sonntag darauf habe ich dann meine bekannten Steinpilzstellen im vorderen Odenwald aufgesucht und festgestellt, dass es dort kaum nass geworden war. Es gab keinerlei Pillzwachstum, und so endete der Tag im Schwimmbad.
Seitdem stiegen die Temperaturen weiter an und es soll in der nächsten Woche sogar noch wärmer werden. Mir fiel dann ein, dass ich eine meiner besten Stellen noch nicht in Augenschein genommen hatte. Also bin ich trotz der Wetterprognose in den Darmstädter Stadtwald gefahren.
Und das war gut so! Denn auf einmal stand er mitten in den vertrockneten Blättern da bei 36 Grad im Schatten, der Sommersteinpilz. Er hatte zwar schon von einer hungrigen Schnecke Besuch gehabt, aber davon abgesehen waren sein Stiel und sein Hut ganz fest und er hatte keinen erkennbaren Hitzeschaden.
Heute habe ihn ihn in Scheiben geschnitten und gebraten. Es gab ihn dann zu einigen kleinen Butterbrotscheiben als Vorspeise, die großartig geschmeckt hat.
Es grüßt dich herzlichst Thomas"
(2 Fotos © Thomas)
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