Pilz-Ticker-Hessen



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Die feinen getrockneten Spitzmorcheln 

veredeln unübertrefflich gehobene Gerichte.

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»Die Winterpilzernte klingt wohl langsam aus«


Peter schreibt am 22. Januar 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

an diesem trüben, aber immerhin trockenen Samstag waren Dorothee und ich noch einmal zu einer Suche nach Winterpilzen am Stadtrand von Fulda auf einsamen Pfaden unterwegs.

Tatsächlich stellten sich einige stimmungsaufhellende Funde von kleineren gelborange leuchtenden Samtfußrüblingen (2. Foto rechts) und einigen noch brauchbaren Austernseitlingen ein. Nur die zarten Teile wurden pfannenfertig vorbereitet (1. Foto rechts).  Die Winterpilzernte klingt wohl langsam aus.

Trotzdem wünschen wir allen Pilzfreunden/Pilzfreundinnen noch einige Überraschungsfunde

Peter und Dorothee"

(2 Fotos © Peter C.)

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Winterpilzdelikatessen in bester Qualität bei Fulda


Foto: Alle drei Winterpilzarten vereint: Austernpilze, Winterrüblinge und eine Handvoll Judasohren. (2 Fotos © Peter C.)

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Peter schreibt am 15. Januar 2022:

"Hallo liebe Pilzler,

auf geht's: Es gibt noch frische Winterpilzdelikatessen in bester Qualität. Heute bei Fulda bei 2 Grad plus jeweils frisch nachgewachsen: Austernseitlinge, Samtfußrüblinge und Judasohren.

Einige Austernseitlinge haben wir für unsere neue Pilzfreundin übrig gelassen. 

Viel Freude beim Suchen, Finden und beim Verzehr wünschen Peter und Dorothee"


Foto: Die Austernseitlinge kräuseln sich, vielleicht aus Freude über ihr prächtiges Wachstum. Links unten die jungen, knackigen sind allerdings besser für den Verzehr. 





Deutsch-chinesische Zusammenarbeit für Tobias' Lieblingsessen


Tobias schreibt am 9. Januar 2022:

"Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich wünsche Dir und allen Besuchern Deiner Seite ein frohes neues Jahr, in dem wir hoffentlich alle endlich wieder reichlich Steinpilze finden...

Ich war gestern nach dem schönen Schnee spazieren und habe meine Winterpilzstellen inspiziert, mit Erfolg. Es war ein schöner Waldgang.

Die meisten meiner gefundenen Judasohren sind im Dörrautomaten gelandet. Den Rest gab es wieder dank unseres ausgezeichneten Chinesen in meinem asiatischen Lieblingsessen, siehe das Foto rechts.

Viele liebe Grüße, Tobi aus Eberstadt bei Darmstadt"

(3 Fotos © Tobias)

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2 Fotos: Links: Ein typischer Wachstumsplatz des Judasohres sind stark verbuschte, dickichtartige, auenähnliche Altstrauchreviere in Wassernähe. Rechts sehen wir das Blütennest einer Wilden Möhre, das sich mit einer Eismütze geschmückt hat.

Im Herbst können wir die Samen in dem Nest, sobald sie braun sind, sammeln. Daraus kann man ein herrliches Kräutersalz machen, das nach frischer Möhre und einem Hauch von Zitrone duftet. Dazu braucht man die Samen von vier, fünf Möhrennestern und 200 Gramm Steinsalz. Beides zusammen in einen Mörser und tüchtig durchmörsern - fertig ist ein tolles Salz. 


Austernpilze unterm Grieselschnee bei Poppenhausen


Foto: Überdeckt vom Grieselschnee, geben diese Austernseitlinge ein romantisches Bild im Winterwald ab. So gab es im neuen Jahr gleich wieder ein schönes Frischpilzgericht für Peter und Dorothee. (2 Fotos © Peter C.)

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Peter C. schreibt am 6. Januar 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm, liebe Pilzbegeisterte, 

nach einem eher tristen vernieselten Wochenende ließen sich heute am Dreikönigstag in der Rhön endlich wieder einmal Sonne und Schnee blicken. Also nix wie raus nach Poppenhausen zum Wandern.

Durch lichten verschneiten Buchenwald ging's bergauf, dem Gipfel entgegen. Dorothee ging voraus und entdeckte am unteren Ende einer Buche wieder Austernseitlinge. Die brauchbarsten würden eingetütet.

Allen pilzbegeisterten Naturfreunden wünschen wir weiterhin viel Freude und gute Funde.

Peter und Dorothee"





Ein Überraschungsknaller auf dem Heimweg


2 Fotos: Da hatten Peter und Dorothee reichlich Auswahl, um sich nur die allerbesten Austernpilze zu sichern. 

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Peter C. schreibt am 31. Dezember 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

wir gingen des Weges so vor uns hin, und nichts zu suchen war unser Sinn...

Nur die Samtfußrüblinge vom letzten Spaziergang in Fulda hatte ich noch im Kopf, denn komplett hatten wir sie nicht abgeerntet, dafür wäre unsere Tüte zu klein gewesen. So gab noch einmal eine schöne Silvesterernte.

Auf dem Heimweg kam dann noch der Überraschungsknaller: Dorothee entdeckte einen Ahornbaum, der von oben bis unten mit Austernseitlingen bewachsenen war. Die besten Exemplare haben wir natürlich eingetütet. 

Zum Jahresabschluss die besten Wünsche an alle Pilzbegeisterten und ein erfolgreiches Steinpilzjahr 2022 von Peter und Dorothee"

(3 Fotos © Peter C.)

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Foto: Bei der letzten Visite stehen gelassen, waren diese Winterrüblinge nun reif für die Ernte. Womöglich gibt es sogar noch eine dritte Lese. 

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Ein erquickender Pilzgang entlang der Fulda


Peter C. schreibt am 28. Dezember 2021 zu diesen 2 Fotos:

Hallo Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

den Verzehr meiner auf jeder Seite ca. 2 1/2 Minuten auf Stufe 7 knusprig gebratenen Austernseitlinge (Vorsicht, ständig im Auge behalten) habe ich bisher gut überlebt.

Gestern waren Dorothee und ich mal wieder im Stadtgebiet von Fulda zum Licht tanken und frische Luft schnappen unterwegs.

An dem direkt am Fluss Fulda gelegenen Weg konnten wir zunächst von einem bemoosten Holunderstamm einige Judasohren ernten. Wenig später konnten wir an einem Baumstumpf nochmals jede Menge junge frische Samtfußrüblinge eintüten. Stofftüten gehören übrigens neben Körben auch zu den in der Literatur empfohlenen Pilztransportmitteln.

Den Hinweis von Pilzfreund Thomas, Austernseitlinge gute 15 Minuten durchzugaren, unterstütze ich ausdrücklich, wenn man diese nicht in einem Pizza-Ofen (s. Rezepte Pilzticker) oder wie ich auf Stufe 7 recht knusprig durchgegart in einer Pfanne zubereitet. Wenn man sie nach dem knusprig Braten noch anschließend 15 Minuten schmort, ist man wohl auf der ganz sicheren Seite.

Einen gesunden und erfolgreichen Jahresabschluss wünscht allen Pilzfreunden Peter C."

(2 Fotos © Peter C.)

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Festliche Pilzgerichte schon vor dem Weihnachtsfest 


Foto: Bei Peter war es bereits am Vortag zu Heiligabend kulinarisch festlich: zu Hirschrücken gab es eine Rahmsoße mit vorrätigen Speisemorcheln. Dazu Rotkraut mit Preiselbeeren. Nicht ganz leicht zu toppen am Weihnachtsfest... (2 Fotos © Peter C.)

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Peter C. schreibt am 23. Dezember 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

Pilze suchen und finden ist ein beglückendes Erlebnis. Das Zubereiten und Verkosten ebenso.

Gestern gab es bei uns Hirschrücken mit Morchelrahmsoße und Rotkraut mit Preiselbeeren. Die getrockneten Speisemorcheln entnahm ich unseren gesammelten Vorräten.

Heute versuchte ich mich an den zuletzt gefundenen Austernseitlingen. Die Austernpilze 2-3 Minuten beidseitig scharf anbraten, dann erst Knoblauch und Zwiebeln dazugeben, würzen, mit etwas Sahne die Röstaromen lösen und mit Petersilie überstreuen. Alles war sehr lecker!

Dir, lieber Heinz-Wilhelm, und allen naturbegeisterten Pilzlern wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Peter u Dorothee"

Achtung: Austernpilze gut durchgaren!

Thomas schreibt hierzu am 24. Dezember 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Peter,

nur mal so eine kleine Bemerkung am Rande.

Bei Austernseitlingen ist unbedingt darauf zu achten, sie gut durchzugaren. Von einem Rohverzehr der Pilze rate ich generell ab. Austernseitlinge enthalten Pleurotolysin, das zu einer Hämolytischen Anämie führen kann. Das heißt, es löst unsere roten Blutkörperchen auf. Beim Erhitzen werden diese Stoffe zwar neutralisiert, ob hier aber 2-3 Minuten ausreichend sind, wage ich zu bezweifeln. Deshalb immer auf Nummer Sicher gehen und die Pilze gute 15 Minuten garen.

Gesundheit für alle und frohe Weihnachten, Thomas"

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Foto: Auch die Austernseitlinge gab es in einer Rahmsoße. Salzkartoffeln mit Petersilie und Brokkoli komplettierten ein ebenso herrliches Pilzgericht.






»Die Samtfußrüblinge wachsen, wie ich es noch nie erlebt habe«


Foto: Und das Haareis ist auch wieder da. Es ist besonders in der Adventszeit immer wieder ein stimmungsvolles Detail im Wald. (3 Fotos © Peter C.)

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Peter C. schreibt am 20. Dezember 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

gestern waren Dorothee und ich mit einem anderen pilzbegeisterten Ehepaar in dem Bachtal bei Hofbieber unterwegs.

Anfangs war ich skeptisch, ob die Beute für alle reichen würde. Aber acht Augen sehen mehr als vier und nach dem Tauwetter wachsen die Samtfußrüblinge, wie ich es noch nie erlebt habe. Judasohren und Stockschwämmchen wurden ebenfalls eingetütet.

Heute wollten Dorothee und ich uns bei Danzwiesen an der Milseburg dann eigentlich nur wandernd erholen, als wir unvermutet im Buchenwald an einen Baumstubben am Wanderpfad quasi über Austernseitlinge stolperten. Die mussten natürlich mit. Die Stofftüte ist immer dabei.

Weiter reichliche Winterpilzernte wünschen allen Pilzfreunden Peter u. Dorothee"


Foto: Sie sprießen wie nie, ist Peters und Dorothees Eindruck. Die Samtfußrüblinge mögen das nasskalte Wetter mit Graden knapp über dem Gefrierpunkt. 


Eine Freundschaft - dank Pilzticker


Tobias schreibt am 20. Dezember 2021 zu diesen 2 Fotos:

"Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich habe gestern Matthias getroffen, der ja etwas weiter entfernt wohnt und den ich dank Deiner Mithilfe über Deinen Pilzticker kennengelernt habe. Wir haben gemütlich ein vorweihnachtliches Bier getrunken. Er hatte kurz zuvor viele schöne Trompetenpfifferlinge gefunden, die er mir zum Trocknen in meinem neuen Dörrautomaten mitgegeben hat. 

Wir verstehen uns bestens und sind im ständigen Kontakt. 

Viele Grüße, Tobias"

(2 Fotos © Tobias)

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Eberstadt: Gute Zusammenarbeit zwischen Tobias und dem Chinesen 


Tobias schreibt am 19. Dezember 2021:

"Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute war ich wieder bei Darmstadt-Eberstadt unterwegs, um andere Gebiete nach Judasohren abzusuchen.

Lange war meine Ausbeute mehr als ärmlich. Nach geschlagenen drei Stunden, als mir die Lust aufs Suchen schon vergangen war, forderte mich dichtes Gestrüpp an einem unwegsamen Berg heraus, mich doch durchzukämpfen, um mein Glück ein letztes Mal zu suchen.

Auch hier sah es ganz trist aus. Enttäuscht wollte ich meine Tagesrunde beschließen, als ich im Augenwinkel plötzlich einen Stamm voller rotbrauner Flecken gewahrte. Und es war nicht nur der Stamm, sondern vor allem sein abgebrochener Rest, der regelrecht übersät war mit herrlichen Judasohren (2. Foto rechts). Es kam mir vor wie der Jackpot! 

Daheim angekommen, entschloss ich mich, die Pilze gleich zu säubern, um meinen Dörrautomaten zu füttern. Gleich darauf ging ich zum Chinesen und holte mir gebratene Nudeln mit Hühnerfleisch. Schnell briet ich meine zurückgehaltenen Judasohren, gab sie obendrauf - und fertig war ein köstlicher Gaumenschmaus (1. Foto rechts)

Ich wünsche Dir und allen Sammlern noch einen schönen 4. Advent und frohe Weihnachten! 🎄"

Viele Grüße, Tobi aus Darmstadt-Eberstadt"

(3 Fotos © Tobias)

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Foto: Nach über drei Stunden erfolgloser Suche gingen Tobias doch noch diese Judasohren in den Korb. 


»Nix wie raus, liebe Pilzfreunde! Auch bei Nebelnässe!«


Foto: Sie leuchteten mit ihren glänzenden Hüten an so manchem Stubben, so dass Peter und Dorothee fröhliche Ernte vermelden dürfen. 


Peter C. schreibt am 16. Dezember 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

der Dezember ist nach unseren Erfahrungen der beste Monat, um Samtfußrüblinge zu ernten.

So sind Dorothee und ich trotz trüben Wetters kurz entschlossen in ein Bachtal bei Hofbieber gefahren. Wir mussten nicht lange suchen. Rechts und links des Wanderweges leuchteten uns von einigen Baumstubben frische glänzende Büschel Samtfußrüblinge entgegen. Sie wurden eingetütet (ich muss ja vertragstreu bleiben).

Zufällig entdeckten wir dabei an Holunder auch einige Judasohren, die ebenfalls in der Stofftüte landeten. Einige Fundstellen ließen wir für unsere neue Pilzfreundin unangetastet.

Auf dem Rückweg begegnete uns noch eine Gruppe älterer Mönchsköpfe, die wir aber zum Aussporen stehen ließen. Nix wie raus, liebe Pilzfreunde! Auch bei Nebelnässe!

Das empfehlen mit besten Grüßen Peter und Dorothee"

(3 Fotos © Peter C.)

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Foto: Es nähert sich der Beute, zu erkennen am hellen Fleck in der Bildmitte, Dorothee. Es sind Samtfußrüblinge. 





Die Judasohren testeten Tobias' neuen Dörrautomaten


Tobias schreibt am 13. Dezember 2021:

"Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

gestern war ich mal wieder an den Plätzen von letzter Woche gewesen, wo die Judasohren wachsen. Da es keinen Nachwuchs gab, habe ich mich weiter auf die Suche begeben. Nach einiger Zeit bin ich dann auch fündig geworden (z. B. Foto rechts). Es gab reichlich zu pflücken. 

So kam gestern mein neuer Dörrautomat zum Einsatz. Zu meiner Freude bewältigte er seine Arbeit mit bestem Ergebnis.

Viele Grüße, Tobi aus Eberstadt bei Darmstadt"

(3 Fotos © Tobias)

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2 Fotos: Tobias hat Gefallen an den Judasohren gefunden. Die Pilze, denen wir in etlichen chinesischen Gerichten als Chinesische Morcheln begegnen, finden in der asiatischen Volksmedizin zur Bekämpfung u. a. gegen Bluthochdruck, Allergien und für die Stärkung des Immunsystems Verwendung. 






Eine tolle Adventsbotschaft: 

Internationales Sponsering für Kapuzen-Peter: Da ging's gleich beschwingt nach Poppenhausen


Foto: Der Schnee tut ihnen nicht weh. Samtfußrüblinge sind Kälteliebhaber, halten selbst bei zweistelligen Minustemperaturen durch. (2 Fotos © Peter C.)

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Peter C. schreibt am 9. Dezember 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

der Präsident der Vereinigten Europäischen Stofftütenproduzenten (VESP) hat mir aufgrund der Veröffentlichungen hier im Pilzticker zugesagt, meine Pilzexkursionen ab sofort zu sponsern. Ebenso liegt mir ein lukratives Angebot der asiatischen Kapuzenjackenhersteller vor.

Deshalb bin ich heute mit Dorothee gleich beschwingt in die Rhön nach Poppenhausen abgedüst. Schnell wurden wir im Buchenwinterwald fündig und konnten junge Samtfußrüblinge ernten.

Mit den besten Wünschen und Grüßen an alle Pilzverrückten, auch an die Korbträger, 

Kapuzen-Peter"


Foto: Das gab wieder was Feines für die Pfanne, auch wenn es nicht die große Masse war. 





Winterpilzeinsatz im verschneiten Unterholz der Rhön


2 Fotos: Hier sehen wir Peter C. im Winterpilzeinsatz in der verschneiten Rhön. Beherzt schlägt sich der 76-jährige im unwegsamen Unterholz zu einer Fundstelle von Samtfußrüblingen (Foto rechts) durch. Dorothee hat ihn in seinem Kampf gegen die Wald- und Wetterelemente ausdrucksstark aufs Bild gebannt. (4 Fotos © Peter C./Dorothee)

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Foto: Vor der Ernte noch schnell ein Foto von den Pilzen (siehe das Bild hierüber) gemacht - das muss sein. Und der Stoffbeutel mit rotorangenem Muster verkündet wie eine gehisste Signalflagge: Achtung Rhön-Wanderer, hier werden die Pilze in einem fachgerechten Behältnis transportiert! 


Foto: Ein leidenschaftliches Pilzsammlerteam im Landkreis Fulda und in der Rhön sind Dorothee und Peter. Fast täglich sind sie auf Achse, und bei jedem Gang oder jeder Wanderung haben sie Pilze im Visier. Im Frühjahr wecken in den kalkreichen Wäldern noch zusätzlich die herrlichen Orchideen ihr Interesse.





Erste Gehversuche zum Kennenlernen des Judasohres


Tobias schreibt am 5. Dezember 2021:

"Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute war ich nach langer Zeit mal wieder unterwegs bei dem schönen Wetter.

Nachdem ich viel recherchiert habe rund um das Judasohr (Foto rechts) das für mich ein neuer Beutepilz ist, bin ich heute mal wieder unterwegs gewesen. Es gibt ja zwei Doppelgänger, den Gemeinen Drüsling und den Blattartige Zitterling, mit denen man ihn verwechseln kann. Aber wenn man sich näher damit beschäftigt, ist eine Verwechslung nahezu ausgeschlossen.*

Meine Ausbeute konnte sich sehen lassen.

Ich wünsche Dir und allen Sammlern noch einen schönen 2. Advent.

Viele liebe Grüße, Tobi aus Darmstadt-Eberstadt"

(Foto © Tobias)

* Der Gemeine Drüsling ist schwarz und mit kleinen Warzen besetzt, der Blattartige Zitterling wächst nicht wie das Judasohr fast immer an Holunder, sondern an Buche, Eiche, Hasel und Birke (bevorzugt in dieser Reihenfolge).

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Riesige Erleichterung beim Korbhandel: Der Kapuzentransport ist für Pilze nur begrenzt anwendbar


Peter C. schreibt am 4. Dezember 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler, 

wir wollten heute dem nassgrauen Wetter in der Stadt entfliehen und sind kurzerhand vormittags in die nahegelegene Rhön gefahren, in die Gegend der Großgemeinde Hofbieber. Die Landschaft präsentierte sich ab 600 m ganz in Weiß. Unsere Wanderung führte bergauf durch verschneiten Buchenwald. Klar hielt ich immer mal nach Winterpilzen Ausschau.

Als ich gerade an einer Fundstelle vorbeigelaufen war, machte mich Dorothee auf einen mit Winterrüblingen bewachsenen umgestürzten Buchenstamm aufmerksam. Sie wurden eingetütet. Die Pilze eigneten sich wegen ihrer schleimigen Hüte nicht für den Kapuzentransport. 

Wir wünschen allen Pilz- und Naturfreunden einen schönen Adventsonntag"

(2 Fotos © Peter C.)

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Foto: Hatten mal wieder einen Stoffbeutel im Marschgepäck und waren froh darüber: Peter und Dorothee verzichteten diesmal notgedrungen auf den Kapuzentransport der Samtfußrüblinge. Den europäischen Korbmachern und Stoffbeutelherstellern fiel mehr als nur ein Stein vom Herzen. Die Branche beklagte bereits massive Umsatzeinbrüche, seit Peter den Kapuzentransport für Pilze salonfähig machte. Das Weihnachtsgeschäft der Korbbranche litt enorm. 






Kapuzen-Peters Verwöhnprogramm: Die Lilastieligen Rötelritterlinge genießen jetzt sogar Lammfelltransport


Peter schreibt 2. Dezember 2021 zu diesem Foto:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

lieber was in der Kapuze als nichts im Korb. Ich wollte nur mal schnell eine Wolkenlücke zum Licht tanken nutzen. Das Ergebnis waren nochmal einige Lilastielige Rötelritterlinge und Judasohren. Einen Korb oder Beutel hatte ich wieder nicht dabei.

Mit pilzigen Grüßen, Kapuzen-Peter"

(Foto © Peter C.)

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Kapuzen-Peter kommt mit der Wachstumsrasanz der Lilastieligen Rötelritterlinge einfach nicht mit


Foto: Eine neue Logistik für den Pilztransport? Peter setzt seit einiger Zeit voll auf seine Kapuze. (2 Fotos © Peter C.)

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Bereits 76 Jahre alt ist Pilzfreund Peter inzwischen, doch mit den Wachstumsschüben der Pilze kommt er immer noch nicht mit. Im vorliegenden Fall hat er - wieder einmal - den schweren Stoffbeutel lieber zu Hause gelassen, um von den Lilastieligen Rötelritterlingen und ihrer Schnellwüchsigkeit am Stadtrand zu Fulda überrascht zu werden. Oder flüchtet er nur in eine Ausrede, weil er das faltbare Transportbehältnis zum wiederholten Male schlicht vergessen hat? Oder gar unauffindbar im Hause verlegt hat? Sei's drum, erneut landete die begehrte Fracht in seiner Kapuze.

Erleichtert und aufatmend registrieren wir Mitfiebernden, dass sich daheim wenigstens die Pfanne finden ließ. "Das Pilzrisotto würde ich gerne nochmals essen, so gut hat es geschmeckt", versichert Kapuzen-Peter der Pilz-Community. Jetzt bleiben erst einmal 24 Stunden Zeit, um in aller Ruhe einen Stoffbeutel zu suchen und für die nächste Nachschau bereitzulegen - am besten in der Kapuze. 

20. November 2021

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Foto: Das Pilzrisotto mit Lilastieligen Rötelritterlingen hat Peter verflixt gut geschmeckt. Gott sei Dank ließ sich zu den Pilzen auch die Pfanne finden. 





Die Gifthäublinge können Norbert die Freude an der Stockschwämmchenpfanne nicht verdrießen


Foto: Gleich dieser erste Fund von Stockschwämmchen reichte zu Norberts Freude für ein ganzes Abendesssen. Weil die Pilze völlig durchnässt sind, fehlt ihnen der für sie typische Hell-Dunkel-Kontrast der Hüte, der durch den unterschiedlich starken Wasserrückstand beim Austrocknen entsteht (Hygrophanität)(3 Fotos © Norbert)

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Norbert schreibt am 19. November 2021:

"Hallo lieber Heinz Wilhelm,

trotz nasskalter und nebliger Witterung hielt mich heute nichts mehr zuhause. Die Stimmung in den Taunuswälders war einzigartig. Dichte Nebelschwaden zogen durch die Baumriesen, es nieselte leicht und im Wald hatte man das Gefühl unendlicher Ruhe und Friedens. Jetzt wo das Laub gefallen und durch den Regen der letzten Tage plattgedrückt ist, fällt die Suche nach Pilzen wieder deutlich einfacher.

Oftmals erspäht man vermeintliche Funde schon von weitem. Von meiner Tochter hatte ich den Auftrag erhalten, die wohl besten veganen Schnitzel mitzubringen. Ich wollte sie auf keinen Fall enttäuschen. Das war allerdings leichter gesagt als getan und lag nicht am Aufkommen, denn Safranschirmlinge wachsen oft bis in den Dezember, sondern vielmehr an dem vielen zurückliegenden Regen.

So waren ca. 95% der aufgespannten Hüte bereits so durchweicht, dass sie völlig unbrauchbar waren, was auch für alle anderen bodenbewohnenden Pilze zutraf, die jetzt noch wachsen. Letztlich gelang es mir aber doch noch, sehr zur Freude meiner Tochter, einige schöne Hüte nach hartnäckiger Suche zu finden.


Foto: Auch diese Gifthäublinge sind derart mit Wasser vollgesogen, dass sie keinen Hell-Dunkel-Kontrast zeigen, der auch für sie sonst typisch ist. Wir sehen rechts unten die weiß-silbrig überhauchten Stiele, die beim Stockschwämmchen einen bräunlichen Grundton haben und mit gelbbraun abstehenden Schüppchen besetzt sind. 

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Mein Augenmerk lag aber vor allem aber auf Stockschwämmchen, denn in dem von mir besuchten Revier finde ich sie seit Jahren zuverlässig bis in den Dezember hinein. Schon der erste Stubben langte für ein ganzes Abendessen, war er doch rundherum mit Stockschwämmchen in bester Qualität besetzt. 

In unmittelbarer Nähe machte mich jedoch die Ernte eines offensichtlich anderen Pilzsammlers stutzig. Ich fand mehrere Baumstümpfe mit sauber abgetrennten Grünblättrigen Schwefelköpfen, was an den verbliebenen Resten noch sehr gut zu erkennen war. Gewiss war hier ein Reh oder ein Wildschwein am Werk gewesen.

Allerdings fuhr mir ein paar hundert Meter weiter, an einer Stelle, an der auch einige alte Fichten in den Buchenbestand eingebunden waren, schon etwas Gruseln in die Knochen. Gifthäublinge, die ersten, die ich dieses Jahr fand. Im weiteren Umkreis konnte ich dann noch vier weitere mit ihnen besetzte Stümpfe entdecken.


Foto: Links die Safranschirmlinge sind für die Tochter, rechts die Stockschwämmchen für die Pilzpfanne des Hausherrn. Wie Norbert sie zubereitet hat, ist im letzten Absatz zu lesen. 

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Es ist wichtig, die Unterscheidungsmerkmale sehr gut zu kennen. Ich persönlich habe noch nie Gifthäublinge in dieser engen, dachziegelartigen und mengenmäßigen Präsenz gesehen, wie auf dem einen Foto. Aber es wurden auch schon - durchaus vereinzelte - Gifthäublinge auf dem gleichen Stubben gefunden, der von einer Stockschwämmchenkolonie bewohnt war. Deshalb ist immer höchste Vorsicht geboten.

Ich schneide Stockschwämmchen generell tief mitsamt der nicht verwendeten Stiele ab. Die Köpfe werden erst daheim beim Putzen abgetrennt, denn der Stiel ist das einzig zuverlässige Unterscheidungsmerkmal, vor allem wenn die bei Stockschwämmchen vorhandenen Schüppchen ausgeprägt sind.

Die Gifthäublinge haben mir den Appetit allerdings nicht verdorben. Zu sehr liebe ich den intensiven, dennoch feinen Geschmack der Stockschwämmchen, die ich meistens als Reingericht zubereite, obwohl sie auch eine Mischpilzpfanne bereichern können. Ich bevorzuge sie nicht als Suppenpilze, sondern mit Zwiebeln gebraten und mit einem Schuss saurer Sahne oder Joghurt verfeinert. Schnittlauch und etwas Petersilie runden den Geschmack ab.

Liebe Grüße, Norbert aus Wiesbaden"

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Das schmeckt dem Peter: Die Lilastieligen Rötelritterlinge überzeugen ihn vollauf


Foto: Manchmal fehlt den Lilastieligen Rötelritterlingen die Violettfärbung am Stiel; dann sind sie schwer zu erkennen. Geschmacklich sollte man sie nicht mit Violetten Rötelritterlingen vergleichen, denn diese sollten als klassische Essig-Einlegepilze Verwendung finden. (2 Fotos © Peter C.)

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Peter C. schreibt am 16. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

bei meinem heutigen Spaziergang am Stadtrand von Fulda entdeckte ich auf einer Wiese Lilastielige Rötelritterlinge. Sie sollen ja eher selten sein.* Die älteren Fruchtkörper ließ ich stehen, ein paar junge wurden mangels Korb wieder mal in der Kapuze verstaut.

Die Verkostung erfolgte  gleich anschließend. In Butter mit Knoblauch gebraten, gesalzen und gepfeffert und mit etwas Petersilie bestreut, sind sie ganz lecker und schmecken auf jeden Fall besser als Violette Rötelritterlinge.

Einen angenehmen Spätherbst allen Pilzverückten wünscht Peter C.

* Das stimmt so nicht. Sie sind regional selten. Wo sie aber wachsen, treten sie meist als Massenpilze auf, die meist in starken Schüben über Wochen nachwachsen. Und das über Jahrzehnte.


Foto: Das hat dem Peter gut geschmeckt: Gebratene Lilastielige Rötelritterlinge mit etwas Petersilie.


Bad Orb: Eine späte Krause Glucke verzückt Arnold


Arnold aus Hannover war mal wieder im nordhessischen Spessart unterwegs, und zwar im Bad Orber Wald im Main-Kinzig-Kreis.

Neben Fichtenreizkern, einem Rotfußröhrling, einigen Maronen und einem Pfifferling (Foto unten) gab es zum krönenden Abschluss noch eine respektable Krause Glucke (Foto rechts)(2 Fotos © Arnold)

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Gemeinsame Ernte der köstlichen Mönchsköpfe im Landkreis Fulda


Foto: Eine Straße der Mönchsköpfe durch die Wiese. (2 Fotos © Peter C.)

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Peter C. schreibt am 11. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ein von dir dankenswerter Weise vermittelter Kontakt zu einer Pilzfreundin hat uns nochmals eine reichliche Mönchskopfernte eingebracht.

Per E-mail mit Fotos informierte sie uns über ein größeres Vorkommen im östlichen Landkreis Fulda. Wir trafen uns vor Ort und ernteten gemeinsam. Zeitweise kamen Zweifel auf, ob es sich bei den kleineren Exemplaren nicht auch um Ockertrichterlinge (auch essbar) handeln könnte. Inzwischen habe ich die Verkostung abgeschlossen. Es waren durchweg sehr schmackhafte Mönchsköpfe.

Als Beifang geriet noch ein Schopftintling ins Netz.

Beste Grüße an alle Pilzverückten von Peter und Dorothee"


Foto: Nein, dies sind natürlich keine Ockerbraunen Trichterlinge, sondern waschechte Mönchsköpfe. 





Norberts Appetit auf Rauchblättrige Schwefelköpfe aus den Wiesbadener Taunuswäldern



Norbert schreibt am 7. November 2021:

"Hallo lieber Heinz Wilhelm,

diesen Samstag hatten wir nach einigen kalten Regentagen wieder sonniges Wetter und schon morgen soll es wieder regnerisch und auch kälter werden.

Das war also der richtige Zeitpunkt, um zu schauen, ob in den Wiesbadener Taunuswäldern noch was geht bei den Pilzen. Selbst die Nebelgrauen Trichterlinge vergehen schon allmählich, was eigentlich ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass es mit dem Pilzherbst zu Ende geht.

Aber es gibt auch Pilzarten, die selbst im November noch wachsen. Uns so konnte ich auch heute für ein schmackhaftes Abendessen sorgen, wozu ich allerdings ca. 4 Stunden unterwegs sein musste.

Es fanden sich einige schöne Safranschirmlinge ein, wobei ich gerne die jungen Paukenschlegel für eine Mischpilzpfanne verwende, weil sie von der Konsistenz her besser passen als geöffnete Schirme, die ich morgen zu den begehrten Schnitzeln verarbeiten möchte.

Besonders freute ich mich über diverse Herbstrotfüße, die im Spätherbst fast immer fest und wurmfrei sind. Ihre jungen Exemplare sind sehr gute Speisepilze. Des Weiteren wanderten einige junge Fichtenreizker und Dünnfleischige Anischampignons in meinen Korb. Ein optisches Highlight waren Honiggelbe Hallimasche* die auf ca. 1.60 m Höhe einen Buchenstamm bevölkerten, siehe das 2. Foto rechts. Sie leuchteten wunderbar in der Sonne und ich ließ sie natürlich am Baum, damit sich andere auch noch daran erfreuen können.

Es geht also doch noch was in den Wäldern, doch sollte man gerade im Spätherbst eine gewisse Vorsicht walten lassen. Nach den letzten kalten Regenfällen waren viele Pilze völlig durchnässt und es gab in den Höhenlagen wohl auch schon den ersten Bodenfrost, so dass man die Funde hinsichtlich ihres Gebrauchswertes schon genau begutachten muss. Nur einwandfreie Exemplare sollten den Weg in den Korb finden.

Sollte es frostfrei sein, kann man in den nächsten ein, zwei Wochen sicherlich noch fündig werden. Gerade die dunklen Herbstrotfußröhrlinge wachsen oft noch spät im November und die sehr schmackhaften Rauchblättrigen Schwefelköpfe sollte es auch noch einige Zeit geben.

Liebe Grüße, Norbert aus Wiesbaden"

(3 Fotos © Norbert)

* Thomas vom Pilzticker BaWue und RP hält sie wegen der Stielschuppen und des Fehlens eines Ringes für Goldfellschüpplinge; der Hutform wegen eventuell auch für Schleimige Schüpplinge

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Foto: Dieses Nest schöner Safranschirmlinge kam Norbert gerade recht. Sie sind relativ kälteunempfindlich und ein Leckerbissen in der Pilzpfanne. 






Enttäuschung im hessischen Spessart: »Man kann die Leere riechen«


Foto: Wenigstens die großen Pfifferlinge dufteten, nämlich nach Aprikosen. Ob es Aprikosenpfifferlinge waren, ist allerdings trotz des sichtlich geschärften Blickes von Michael (2. Foto) schwer zu sagen. Eigentlich fehlt ihnen dazu der Orangestich. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 1. November 2021:

"Hallo Heinz Wilhelm,

jetzt waren wir fast jedes Wochenende in unseren Pilzrevieren im hessischen Spessart, haben aber bis auf zwei bereits angefressene Steinpilze weit und breit nichts gefunden. So etwas habe ich zu dieser Jahreszeit in den letzten zehn Jahren noch nicht erlebt.

Man kann die Leere förmlich riechen! 

Dafür war 2021 ein tolles Pfifferlingsahr! Davon haben wir jede Menge finden können.

Auch andere beliebte Röhrlinge wie Maronen und Schusterpilze (Flockenstielige Hexenröhrlinge) sind absolute Mangelware. Wenigstens Rotfußröhrlinge gab es.

So wurden am vergangenen Samstag die Körbe mit vielen Trompetenpfifferlingen nochmals gut gefüllt. Und zum Schluss fanden wir noch einige wunderschöne, herrlich aprikosenartig duftende, riesige Pfifferlinge.  

Mit lieben Grüßen, Michael und die Maden"





Bei Fulda: Mönchsköpfe statt Steinpilze für Peter


Peter C. schreibt am 1. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

irgendwie glaube ich nicht mehr an eine weitere Steinpilzwelle.

Vor einer Woche fand ich in meinem Lieblingswald im vorderen Vogelsberg gerade mal einen einzigen Speisepilz, nämlich einen Schopftintling.

Bei Spaziergängen im westlichen Landkreis Fulda konnte ich unter Buchen auf Kalk immerhin einige Mönchsköpfe (Foto rechts mit dem typischen Buckel) ernten. Sofern sie jung sind, schmecken sie gebraten durchaus wohlschmeckend. Nicht zu verwechseln mit Nebelkappen. Letzteren fehlt der typische Hüppel in der Mitte.

Durch den wunderschön gefärbten  Herbstwald zu wandern ist ein Genuss und es müssen ja nicht immer Speisepilze sein, die einen verzaubern.

In diesem Sinne allen Naturfreunden einen schönen Spätherbst von Peter C."

(2 Fotos © Peter C.)

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Foto: Mönchsköpfe wachsen in kleinen Gruppen bis zu Reihen oder großen Ringen in kalkhaltigen Wäldern, deutlich häufiger in Süddeutschland. Die Hüte können einen Durchmesser von knapp 30 Zentimetern erreichen. Im fortgeschrittenen Alter der Pilze verschwindet der typische zentrale Buckel, ist aber häufig noch tastbar. Der ähnliche Riesenkrempentrichterling, ebenfalls essbar, wächst nicht im Wald, sondern im Grasland. Für manchen Pilzfreund ist der Mönchskopf eine herausragende Delikatesse, sofern die Pilze noch jung sind. Alt werden sie bitter. 


Staunen über die Pfifferlinge im Vordertaunus und über den Pilzhunger der Familie


Foto: Katrin freute sich über ihre Funde, weil sich andere daran erfreuten: ihr Mann und die beiden Kinder. Für sie blieb nur ein geringer Rest übrig. (2 Fotos © Katrin)

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Katrin schreibt am 30./31. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

am Freitag bin ich nach der Arbeit mit Körbchen in den Vordertaunus gefahren. So langsam dürften sich die Steinpilze gerne nochmal zeigen. 

Am Ende war es ein einziger, der ins Körbchen hüpfte; dafür madenfrei und von einer Schnecke fast noch gänzlich verschont. Zur Freude meines 6-jährigen Sohnes fand ich schöne Semmelstoppelpilze und meinen Mann konnte ich mit einwandfreien Pfifferlingen beglücken. Für mich ist es verwunderlich, dass sie immer noch nachwachsen.

Die Trompetenpfifferlinge gibt es in solchen Massen, dass es schwer fällt, sie beim Laufen nicht zu zertreten. Eine Handvoll für die Mischpilzpfanne nahm ich mit. Einige Edelreizker, und Maronen landeten auch im Korb. Letztendlich bekam ich vom Schmaus einen Bruchteil ab, weil auch unser Töchterchen so langsam auf den Geschmack kommt.

Aber die gute reine Waldluft, die Bewegung und die Schatzsuche war an diesem Tag nur mir bestimmt. Und das alles war einfach mehr als herrlich.

Allen noch tolle Funde und ein fulminantes Ende der Saison!

Katrin aus Oberursel"

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Foto: Über die Pfifferlinge freute sich vor allem Katrins Ehemann. Und sie wunderte sich, dass sie so spät im Jahr noch so gut wachsen. Doch so außergewöhnlich ist das gar nicht. Schon jetzt können wir auf die obligatorischen Januar-Pfifferlinge gespannt sein. 


Viele, viele Steinpilze für Erwin bei Frankfurt/M.



Erwin schreibt am 29. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute habe ich auf einem Parkplatz bei Frankfurt viele Steinpilze, Raufußröhrlinge, Butterpilze und Parasole finden können. Wer glaubt, es würde keine Steinpilze mehr geben, der irrt sich. Ich konnte noch viele kleine finden.

Die werde ich leider nicht mehr ernten können, da ich Samstag an die Ostsee fahre. Ich bin gespannt, wie es dort oben mit Pilzen aussieht. Letztes Jahr konnte ich dort noch bis zum 21. Dezember Steinpilze finden (Tageseintrag vom 22. Dezember 2020)!

Mit freundlichen Grüßen, Erwin aus Frankfurt"

(3 Fotos © Erwin)

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2 Fotos: Lange erhofft, und endlich sind sie da. Erwin fand viele erstklassige Steinpilze. Wie wir sehen, nicht im Nadel-, sondern im Laubwald. Er hatte seinen Steinpilzplatz, den er schon lange kennt, gut unter Beobachtung.





Lockt die angekündigte Wärme die Steinpilze noch heraus? 


Foto: Graue Leistlinge (links), Herbsttrompeten (rechts) und einen Steinpilz fanden Stefan und Dani bei herrlichem Wetter im Main-Kinzig-Kreis. Die Hoffnung auf weitere Steinpilze lebt! (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 24. Oktober 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Dani und ich sind heute Morgen bei +3 °C Richtung Laubwald gestartet. Die Sonne ging auf und bahnte sich den Weg durch den noch nebeligen Wald. Kurze Zeit später war schönster Sonnenschein und es war purer Genuss, in der Natur unterwegs zu sein.

Wir statteten unseren Steinpilzplätzen bereits den fünften Besuch ab, aber es herrscht noch immer zögerliche Zurückhaltung und es bleibt bei Einzelfunden oder die Schnecken waren schneller. Das wird sich durch die angekündigten wärmeren Temperaturen nächste Woche hoffentlich ändern.

Anschließend sind wir zu den Plätzen mit Herbsttrompeten gegangen und konnten erneut einen schönen Fund machen.

Wir haben dorthin mal einen anderen Weg genommen, an dessen Rand uns ein kleiner Steinpilz begrüßte. Zudem stolperte Dani durch Zufall über eine Stelle mit Grauen Leistlingen. Beides war uns herzlich willkommen und wurde natürlich mitgenommen.

Einen einzelnen jungen Flocki konnten wir auch noch finden. Er blieb allerdings stehen. Auch die Trompetenpfifferlinge wachsen noch massig. Von ihnen haben wir die vergangenen Wochen auch einiges gesammelt, ohne groß darüber berichtet zu haben. 

In Sachen Steinpilze bleibt es spannend! 😉

Ganz liebe Grüße, Stefan & Dani"






Frankfurt/M.: Auch Erwin beklagt das geringe Wachstum der Steinpilze


Erwin schreibt am 23. Oktober 2021 zu diesem Foto:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

unter drei Birken bei Frankfurt/M. konnte ich heute an einem See viele Raufußröhrlinge und einige Butterpilze finden. Nicht weit entfernt unter einer Fichte befanden sich noch zwei knorrige Steinpilze und ein Paar Butterpilze.

Leider sind dieses Jahr kaum Steinpilze zu finden.* Immerhin las ich etliche Esskastanien.

Mit freundlichen Grüßen, Erwin aus Frankfurt"

(Foto © Erwin)

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* Siehe hierzu der Pilz-Ticker BaWue


Eberstadt: Freude über schöne Totentrompeten und über den einzigen Steinpilz weit und breit


Tobias schreibt am 22. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute mal wieder in meinen Wäldern unterwegs. Leider war wenig zu holen. Und trotzdem freute ich mich über meinen Fund schöner Totentrompeten (1. Foto rechts)

Am Ende meines Spaziergangs fand ich noch einen schönen Steinpilz, der mein Herz regelrecht zum Klopfen brachte. Trotz konzentrierter Suche nach weiteren blieb es bei dem einen. Um so mehr genoss ich es aber sogar, den Einzelgänger in seinem schönen Dasein zu bestaunen.

Die Wälder sehen nach dem Sturm sehr chaotisch aus. Überall Laubhaufen, umgestürzte Bäume und, vor allem, abgebrochene Äste (2. Foto rechts). All das war bei meinem heutigen Gang ein dauerhaftes Hindernis. 

Viele Grüße, Tobi aus Darmstadt-Eberstadt"

(4 Fotos © Tobias)

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2 Fotos: Wenn es kaum Steinpilze gibt, erfreut man sich auch an noch blühenden Lupinen (links), deren Blätter für Rehe eine Delikatesse sind. Und natürlich an dem einen Steinpilz (rechts), den man findet.






Bad Brückenau: Schöne Schopftintlinge springen für die Esskastanien ein


Foto: Das war ja gleich eine ganze Horde noch reinweißer Schopftintlinge. Damit war für Peter und Dorothee die Enttäuschung über die ausgebliebenen Esskastanien weitgehend verflogen. 

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Peter C. schreibt am 22. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

heute wollten Dorothee und ich eigentlich nur Esskastanien in Bad Brückenau sammeln. 2020 hatten wir dort reichlich ansprechend große Exemplare gefunden.

Diesmal konnten wir aber kaum sammelwürdige Früchte finden. Ein paar kleine Früchte (1. Foto rechts), das war's auch schon. Etwas enttäuscht traten wir den Rückweg an. Plötzlich entdeckten wir auf einer Wiese  jede Menge Schopftintlinge. Die Enttäuschung war verflogen.

Die geernteten Pilze gab es am Abend zusammen mit Pfifferlingen, die wir am Vortag gesammelt hatten, mit Sahnesauce (2. Foto rechts). Was wir daraus lernen? Nicht zu schnell aufgeben!

Allen Pilzfreunden weiterhin viel Fundglück wünschen Peter u Dorothee"

(3 Fotos © Peter C.)

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Main-Kinzig-Kreis: Esskastanien und eine natürliche Leiter am Birkenstamm


Stefan schreibt am 20. Oktober 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Dani, die Kinder und ich waren heute Morgen schön gemütlich frühstücken gewesen und anschließend sind wir spontan noch in unseren bekannten Edelkastanienwald gefahren, um die alljährliche Ration Maroni, also Esskastanien, zu sammeln.

Die Kinder hatten trotz des ein oder anderen Piksers sichtlich Spaß und es kamen ruck, zuck knapp 2,5 Kilo zusammen. Das 1. Foto rechts zeigt etwa die Hälfte von der Gesamtlese. 

Auf dem Rückweg standen dann noch ein paar Birken im Hang, die vollbehangen mit Birkenporlingen waren. Der Anblick der Konsolen glich einer Treppe, die beinahe einlud, hinaufzusteigen 😉 (2. Foto rechts). Leider gelang uns das nicht, so dass wir uns mit zwei Ernteexemplaren begnügen mussten. 

Ebenfalls war dort noch ein schöner Fleck voller leuchtender Violetter Lacktrichterlinge. Ein schöner gemeinsamer herbstlicher Vormittag war das.

Nun heißt es Maroni vorkochen, aus der Schale pulen, vakuumieren und einfrieren. Schade, dass ich momentan mit meiner gebrochenen Hand nicht mitpulen kann. 😂 So viel war's dann aber auch wieder nicht, denn drei mal je 500 Gramm wurden an Freunde verschenkt, knapp 1 Kilo war für unseren Vorrat.

Ganz liebe Grüße, Stefan und Familie"

(3 Fotos © Stefan)

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Foto: Die kleinen Köpfchen der Lila Lacktrichterlinge bildeten heitere Farbtupfer im welken Laub. 

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Taunus II: Die Hoffnung auf Steinpilze lebt im guten Tröten-Jahr


Lenka schreibt am 19. Oktober 2021:

"Es tut sich was im Hardtwald (Hochtaunuskreis). Offensichtlich sind wir endlich wieder mal in einem Tröten-Jahr! Die Totentrompeten fanden sich bereits im September ein, gefolgt von Grauen Kraterellen, und an der bislang einzigen bekannten Stelle im Hardtwald habe ich endlich mal wieder eine Handvoll Pfifferlinge erbeutet!

Klar, dass ich dann eine Buche weiter schaute, denn dort wuchsen damals auch die Gelbstieligen Leistlinge – und tatsächlich! Hier konnte ich zweimal in zehn Tagen ernten und eine wunderbare Pfifferlingscremesuppe daraus zubereiten.

Die Massen an Totentrompeten erfreuen Nachbarn und Reiterfreunde, und da jeder Spaziergänger mich mit einem „Oh – Pilze? Sowas wächst hier? Was sind denn das für welche, die sehen ja gefährlich aus“ stoppt, bekommt auch jeder gern seinen Privatvortrag, natürlich ohne Angabe des genauen Fundortes.


2 Fotos: Lenka freute sich über Gelbstielige Leistlinge (links) und über einige Pfifferlinge (rechts, im Vordergrund). Es ist ein gutes Jahr der Leistlinge (Pfifferlinge und Kraterellen) im Hardtwald im Hochtaunus.

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Nachdem ich ja vor ein paar Jahren vollmundig verkündet habe, sobald die Violetten Lacktrichterlinge da seien, ginge es auch los mit den Steinpilzen – tja... wo sind die heiß geliebten Dinger? Die lila Kerlchen kann ich mit der Sense mähen, aber wo bleiben die Steinis?

Eigentlich haben sie ihren festen Termin am zweiten Oktoberwochenende, doch anscheinend funktioniert ihr Kalender nicht. Auch ihre rot weißgepunkteten Kumpels haben sich noch nicht gezeigt, auch die Knollenblätterpilze und die Perlpilze zögern noch. Täublinge gibt es ebenfalls nicht viele, und wenn, sind sie sehr klein. Dafür gibt es hie und da Violette Rötelritterlinge und – zum Weinen pünktlich – die Nebelkappen.  

Mein Revier bleibt jetzt unter engmaschiger Beobachtung. Es muss doch bald mit den Steinpilzen losgehen.... muss! Muss!!!

Liebe Grüße aus dem Hardtwald, Lenka"

(3 Fotos © Lenka)

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Taunus I: Die Enttäuschung ist groß

Norbert schreibt am 18. Oktober 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

der zurückliegende Samstag gehörte dieses Jahr zu den bisher schönsten Herbsttagen. Da es vor zwei Wochen ergiebig geregnet hatte und auch die sonstigen Umstände optimal waren, hoffte ich endlich auf ein nennenswertes Auftreten von Röhrlingen. Leider Fehlanzeige.

Obwohl die Walder im Taunus zu den pilz- und artenreichsten Wäldern in Deutschland gehören, war dieser Pilzherbst bisher einer der enttäuschendsten seit vielen Jahren. Zugegeben, im Spätsommer waren auch hin und wieder Pfifferlinge und Semmelstoppelpilze zu finden, doch das war das einzige Highlight. Röhrlinge beschränken sich auf nicht nennenswerte Einzelfunde und das, obwohl wir uns dem Oktoberende nähern, normalerweise die pilzreichste Zeitüberhaupt.

Im Taunus kommt, wie vielerorts auch erschwerend dazu, dass halbwegs gesunder Fichtenwald praktisch nicht mehr existent ist. Hier sind inzwischen, wie z. B. auf der Hohen Wurzel, ganze Bergkuppen kahlgeschlagen. Bereits in den letzten Jahren war eine deutliche zeitliche Verschiebung im Pilzwachstum in Richtung Spätherbst wahrnehmbar.


Foto: Wenigstens auf die Stockschwämmchen ist Verlass. Norbert fand gleich mehrere Stümpfe mit ihnen. (Foto © Norbert)

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Jahrzehntelang kündigte das Auftreten der Nebelgrauen Trichterlinge das Ende des Hauptaufkommens an. Mittlerweile scheint es jedoch so, dass z. B. die Steinpilze bevorzugt im November wachsen, vorausgesetzt, es ist frostfrei.

Ich möchte mich dennoch nicht beklagen, da ich auch an diesem Wochenende gleich mehrere Stellen mit sehr schmackhaften Stockschwämmchen im optimalen Verwertungszustand finden konnte. Das ist dann aber auch schon der kulinarische Höhepunkt im bisherigen Pilzherbst.

Der früher teils massenhaft auftretende Maronenröhrling ist nur noch vereinzelt vorhanden. Rotfußröhrlinge und Parasolpilze, die in dieser Gegend im Herbst selbst in trockeneren Phasen reichlich vorhanden sind, sind dieses Jahr ebenfalls viel seltener geworden. Eine wirklich schlüssige Erklärung kann ich auch nicht liefern, aber ich vermute einmal, dass der Klimawandel daran nicht ganz unschuldig ist. Die im Jahresmittel insgesamt wärmeren Böden setzen mehr Stickstoff frei, was auch daran zu erkennen ist, dass sich vermehrt Brennessel, Brombeeren und Springkräuter in den Wäldern breitmachen.

Liebe Grüße, Norbert aus Wiesbaden"


Taunusstein: Ein guter Fund und gute Anzeichen für beginnendes Wachstum


Foto: Es tut sich endlich was in den Wäldern rund um Taunusstein. Nach ergebnislosen Pilzgängen in den letzten Wochen freuten sich Piero und Monika über einen kräftigen gesunden Steinpilz, Rotkappen, Maronen und Trompetenpfifferlinge. Und über die Hinweise, dass einiges in Aussicht ist. (Foto © Piero)

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Piero schreibt am 17. Oktober 2021:

"Hallo lieber Heinz Wilhelm, 

gespannt schaue ich täglich in den Pilzticker, um auf dem aktuellsten Stand zu sein. Und grübele die ganze Zeit, wann es endlich losgeht. 

Die letzten Wochen kamen wir stets mit leeren Händen aus dem Wald zurück.

Doch heute kam es endlich anders. Obwohl wir nur zwei Stunden Zeit und jede Menge Konkurrenz an den Fersen hatten, sah es in unseren Wäldern bei Taunusstein nahe Wiesbaden erstmals gut aus. 

Sofern es im Großen und Ganzen bei diesem Wetter bleibt, dürfte es spätestens in zwei Wochen reichlich Pilzwachstum geben. Dies kündigten der feuchte Boden und die aus ihm prächtig wachsenden Fliegenpilze an. 

Ich hatte meine Frau nur mal kurz aus den Augen verloren, und schon - täterätää! - präsentierte Sie mir  einen richtig festen und guten 370-Gramm-Steinpilz. Bombastisch!

Daraufhin fand ich schöne Trompetenpfifferlinge und auf dem Weg zurück zum Auto noch ein paar Maronen und Rotkappen

Heute gehen wir mal nicht mit leeren Händen nach Hause und freuen uns auf die nächsten Tage in unseren Wäldern.

Liebe Grüße, Piero und Monika aus Wiesbaden"

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Das staunten Peter und Dorothee nicht schlecht: Sie fanden erstmals Pfifferlinge unter Birken


Foto: Vor allem die Pfifferlinge machen mit ihrer Frische einen hervorragenden Eindruck. Sie fühlen sich offenbar auch unter Birken ausgesprochen wohl. Zusammen mit den Schopftintlingen und den Trompetenpfifferlingen war wieder ein schöner Fund im Westen des Landkreises Fulda zusammengekommen. (2 Fotos © Peter C.)

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Peter C. schreibt am 17. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfans,

ermuntert durch unsere gestrigen Zufallsfunde in der Rhön, ging's heute in den westlichen Landkreis Fulda.

Über weite Wegstrecken gab es nur wenige Pilze. Lediglich die Trompetenpifferlinge ließen sich zahlreich blicken. Erst gegen Ende, beim Abstieg zum Parkplatz, fanden wir erneut Schopftintlinge sowie Pifferlinge, die wir zum ersten Mal überhaupt unter Birken fanden.

Beste Wünsche allen Pilzlern, Peter u. Dorothee"


Foto: Dafür musste Peter 75 Jahre alt werden: erstmals fanden er und Dorothee Pfifferlinge unter Birken. Den Pfifferlingen scheint dieses Jahr alles egal zu sein, sie wachsen auf Teufel komm raus. 





Rhön: Wie gut, dass die Jacke eine große Kapuze hatte


Foto: Nur Wandersn, wie es Peter eigentlich mit seiner Frau geplant hatte, geht nicht. Es laufen einem immer wieder Pilze über den Weg, wie in diesem Fall große, ausgewachsene Samtfußrüblinge. Die Pilze landeten für den Transport in Peters Kapuze, siehe das 2. Foto. (2 Fotos © Dorothee)

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Peter schreibt am 16. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfans,

heute wollte ich mit Dorothee eigentlich bei sonnig herbstlichem Wetter wandernd nur die Landschaft in der Rhön bei Poppenhausen genießen.

Die Freude war groß, als wir am Wegesrand eine stattliche Anzahl von Samtfußrüblingen und Schopftintlingen entdeckten. Sie sollen beide gesund sein.

Mangels Korb landete die Ernte in meiner Kapuze.

Viel Glück wünschen Peter und Dorothee"


Foto: Das Angebot der Schopftintlinge war beachtlich. Peter nahm nur die reinweißen mit. (Foto © Peter C.)

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Zwei blaue Steinpilze und ein Fichtensteinpilz


Stefan schreibt am 10. Oktober 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

diesen zwar nicht makellosen, dennoch knackigen und vor allem wurmfreien Fichtensteinpilz (Foto rechts), den ich auf einem kurzen Morgenspaziergang eben finden konnte, nehme ich als Vorboten für die hoffentlich vielen und schönen Steinpilze, die nun bald folgen dürften.

Dort, wo er wuchs, konnte ich aufgrund meiner gebrochenen Hand kein Bild machen. Da habe ich ihn kurzerhand in die Kulisse unseres Gartens eingebaut. 😉

Auch der Dornige Stachelbart lässt sich wieder blicken. Ich vermute es dürfte sein letztes Jahr werden, dann ist der Buchenstumpf nahezu komplett ausgehöhlt.

Ganz liebe Grüße, Stefan"

(3 Fotos © Stefan)

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2 Fotos: Der Steinpilz hatte ein makelloses Innenleben. So hätte man sich vor einigen Wochen die vielen madigen Steinpilze gewünscht! Den Dornigen Stachelbart beobachtet Stefan nun bereits das dritte Jahr. Es dürfte sein letztes sein, der Baumfuß ist nahezu hohl und der Pilz, der von Jahr zu Jahr tiefer wächst, ist fast an der Baumwurzel angekommen. 





Das liegt auf der Hand: Die Röhrlinge haben Angst vor Corona


Peter C. schreibt am 8. Oktober 2021 zu diesen Fotos:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe am Donnerstag im östlichen Landkreis Fulda bescheidene Funde von Schopftintlingen und heute, Freitag, im westlichen Landkreis Fulda von Pfifferlingen und Trompetenpfifferlingen gemacht.

Die Artenvielfalt lässt hier aktuell zu wünschen übrig. Die Röhrlinge haben wohl Angst vor Corona.

Mit den besten Wünschen, Peter C."

(2 Fotos © Peter C.)

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Gute Aussichten bei Darmstadt-Eberstadt

Die Schnecken machen erfolgreich Jagd auf Tobis Steinpilze, kamen aber für den schönen Kiefernsteinpilz zu spät


Foto: Dieser Kiefernsteinpilz löste große Freude bei Tobias aus. Er kennt seinen Wachstumsplatz schon lange und weiß: die Kiefernsteinpilze kommen dort gerne im zeitigen Frühjahr und noch einmal im Herbst. Die Schnecken allerdings auch. (3 Fotos © Tobias)

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Tobias schreibt am 6. Oktober 2021:

"Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

gestern war ich mal wieder an zwei meiner Pilzstellen im Wald von Eberstadt bei Darmstadt. 

Dazu veranlassten mich die Birkenpilze, die auf unserem Firmengelände zu Anfang der Woche auf einmal da waren. Sie kündigen stets zuverlässig das bald nachfolgende Wachstum der Waldpilze an.  

Diesmal hatten sich die Firmenpilze aber ein bisschen verspätet. Denn leider waren einige Fichtensteinpilze schon bis zur Unbrauchbarkeit von den Schnecken runtergefressen worden, so dass mir nur ein einziger junger blieb.

Riesig gefreut habe ich mich über einen Kiefernsteinpilz, der nicht nur ziemlich groß war, sondern auch von toller Qualität. In diesen Laubwald sind einige Kiefern eingestreut, unter denen schon seit Jahren, manchmal bereits im Mai, schöne Kiefernsteinpilze wachsen. Im Herbst kommen sie dann gerne noch einmal mit einem weiteren Schub. 

Außerdem fand ich schöne Semmelstoppelpilze und junge Herbsttrompeten. So durfte ich mich über einen prima Gesamtfund freuen. 

Die Bedingungen bei uns sind momentan prima: der Wald ist gut durchfeuchtet und kommendes Wochenende sollen Sonnenschein und angenehme Temperaturen hinzukommen. 

Deshalb gehe ich am Wochenende auch wieder in den Wald und inspiziere meine Plätze.

Viele Grüße, Tobi aus Darmstadt-Eberstadt"

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2 Fotos: Der junge Fichtensteinpilz (links) war der einzige seiner Art, der Tobias zur Mitnahme blieb; alle anderen waren schon zerfressen. Rechts sehen wir die Herbsttrompeten und die geschnittenen Steinpilze in der Pfanne. 

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Stefan ist zuversichtlich: »Die Hauptzeit der Steinpilze wird ab Mitte Oktober kommen«


Foto: Pfifferlinge gibt es immer noch reichlich, die Herbsttrompeten sind im Hause Stefan gern gesehen, zwei schöne Birkenporlinge versprechen gesunden Tee. Und die Anzeichen für den baldigen Auftritt der Röhrlinge sind nicht zu übersehen. 


Stefan schreibt am 2. Oktober 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

während sehr viele Pilzfreunde dieser Tage nervös auf die Steinpilze warten oder sie gar schon abgeschrieben haben für diese Saison, blicke ich ganz entspannt auf meine Funddokumentationen, die mir sagen, dass die Hauptzeit bei uns ab etwa Mitte Oktober bis Mitte/Ende November sein wird.

Zwar habe ich schon die ersten kleinen Fichtensteinpilze entdeckt, aber auch das sind meist über gut zwei Wochen nur die Vorboten, bis dann der erste große Schub kommt.

Das hat noch gefehlt: Handbruch zur Hauptzeit

Am Dienstag Morgen habe ich mir leider die Hand gebrochen, was bedeutet, dass ich genau in der Hauptzeit auf Hilfe bzw. Begleitung angewiesen bin, den großartig klettern wie auch sammeln ist mit der kaputten Hand nicht drin.

Umso besser ist es eben, jetzt auf meine Aufzeichnungen zurückgreifen und mich auf meine Erfahrung verlassen zu können.

Wir werden unsere Hunderunden mit Bandhu nutzen, um gleichzeitig in die Pilze zu gehen. Ich kenne die Plätze und Dani oder Mia werden die Pilze fangen. Dani findet ohnehin besser die Pilze als ich. 😉

So war ich auch heute Morgen mit Dani und Bandhu eine Runde im Wald und es kam ein schönes Sammelergebnis zusammen.

Eine erste kleine Espenrotkappe ließ sich blicken, ihr dürften noch weitere folgen.

Pfifferlinge mit Schimmel

Die Herbsttrompeten kommen fleißig weiter, vor allem aber die Pfifferlinge, die ich nun einige Zeit in Ruhe ließ, starten jetzt wie erwartet nochmal durch.

Ich möchte an dieser Stelle allerdings anmerken, dass man sich die Pfifferlinge zu dieser Jahreszeit genauer ansehen sollte, denn nicht wenige haben bereits mehrere Trockenperiode und wieder Regen hinter sich und beginnen zu schimmeln.

Dies zeigt sich durch grün-schwarze Punkte auf den Pilzen (Foto rechts), die dann keinesfalls mehr fürs Körbchen und zum Verzehr geeignet sind.

Auf einen schönen und erfolgreichen Pilzherbst!

Ganz liebe Grüße, Stefan und Dani"

(2 Fotos © Stefan)

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Vorderer Vogelsberg: Waren es die letzten Pfifferlinge 2021 für Peter? 


Foto: Waren es für dieses Jahr die letzten Pfifferlinge? Diese Frage stellt sich Peter, der sie, wie so häufig in diesem Jahr, wieder im vorderen Vogelsberg fand. (2 Fotos © Peter C.)

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Peter C. schreibt am 30. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzler,

irgendwann müssen doch die Röhrlinge nochmal kommen.

So startete ich heute einen Rundgang im vorderen Vogelsberg im westlichen Landkreis Fulda. Ergebnis: nicht ein Röhrling.

Mit den wohl letzten Pfifferlingen 2021 und einigen Trompetenpifferlingen endete meine Suche.

Daneben gab es fürs Auge noch einige Schönheiten zu bewundern, z. B. Klebrige Hörnlinge, Flaschenstäublinge und Fliegenpilze.

Beste Wünsche, Peter C."


Foto: Trompetenpfifferlinge, hier zu sehen, haben deutlich sichtbare graugelbe Leisten. Die Leisten der ihnen ähnlichen, jedoch selteneren Duftleistlinge (Gelbe Kraterellen) sind dagegen oft nicht sichtbar. Beide sind sehr gute Speisepilze. 





Gießen: Das herrliche Naturerlebnis Wald trägt Jörn und Martina viele Semmelstoppelpilze ein


Foto: Viele Semmelstoppelpilze und einige Pfifferlinge haben Jörn und Martina in einem Wald bei Gießen gefunden.


Jörn schreibt am 27. September 2021:

"Hallo Lieber Heinz Wilhelm,

immer wieder schauen wir im Pilz Ticker Hessen nach, ob sich etwas tut in unseren Wäldern.

Jetzt können wir auch einmal eine schöne Fundsache melden. Trotz der nicht gerade feuchten Witterung haben wir an unserer Stammstelle, die eigentlich ein Steinpilzrevier ist, am Samstag Morgen herrliche Semmelstoppelpilze gefunden und dazu noch einige tolle Pfifferlinge.

Es ist immer wieder ein kleines Wunder der Natur, wenn man durch das Gehölz pirscht und nicht nur unserer Leidenschaft, den Pilzen, sondern dem Naturerlebnis generell nachgehen darf. Die heimischen Wälder brauchen sich wahrhaftig nicht vor denen in anderen Ländern verstecken. Im Gegenteil, sie bieten eine unglaubliche Vielfalt an Tier- und Pflanzenwelt.

Wir sollten alle immer daran denken, sie zu schützen und zu erhalten.

Viele Grüße und alles Gute, Jörn"

(Foto © Jörn)

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Eine Variation von Heikes Antipasti mit Semmelstoppelpilzen begeistert Stefan




Foto: Stefan hat Heikes Antipasti mit Semmelstoppelpilzen um Amethystschuppige Pfifferlinge und einige Finessen mehr variiert - und war begeistert vom Ergebnis. Danis selbstgebackenes Walnussbrot war eine tolle Ergänzung dazu. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 20. September 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich war gestern Mittag bei schönem Sonnenschein eine 32km Runde mit dem Mountainbike durch unsere Wälder drehen, um ein bisschen durchzuatmen, runterzukommen und natürlich auch um zu sehen, was die Pilze so treiben.

Ich hatte für Notfälle meine zwei kleinen Stoffbeutel und das Pilzmesser eingepackt.

Zu Beginn hatte ich die vereinzelten Pfifferlinge und Semmelstoppelpilze noch ignoriert, da aber gerade von den Semmelstoppelpilzen alles wie gesät ist, konnte ich dann irgendwann doch nicht mehr widerstehen und habe die schönsten mitgenommen. Ebenso eine kleine Portion Amethystschuppiger Pfifferlinge.

Heute stellte ich mir dann die Frage, was ich daraus machen möchte und erinnerte mich an Heikes tolles Antipasti-Rezept mit Semmelstoppelpilzen (Tageseintrag 1. September 2021).

Dazu hatten wir noch Aubergine und Zucchini aus dem eigenen Garten zu Hause, so dass ich das Rezept kurzerhand etwas abgewandelt und zubereitet habe.

Dazu habe ich die Zucchini- wie auch die Auberginenscheiben von beiden Seiten gegrillt, mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern (Thymian, Oregano und ganz kurz frittiertem Rosmarin) aus dem Garten gewürzt und anschließend mit gutem Olivenöl ordentlich bedeckt und ziehen lassen.

Parallel habe ich die Semmelstoppelpilze und die Pfifferlinge kurz scharf angebraten, sie abkühlen lassen und ebenso gewürzt, Olivenöl, noch etwas feinen Aceto Balsamico Bianco dazugegeben und ziehen lassen.

Dann habe ich fein schmeckende italienische Tropea-Zwiebeln, die besonders mild sind, geviertelt, Knoblauch in feine Scheiben geschnitten, kurz in etwas Öl angeschmort und mit Balsamico Bianco abgelöscht.

Nachdem alles erkaltet war, wurde in einer großen Schale angerichtet.

Die gegrillten Zucchini und Auberginen unten und als Topping die Pilze zusammen mit den gepickelten Zwiebeln und Knoblauchscheibchen, nochmal ein paar frische Kräuter darüber und fertig.

Dazu gab es ein frisches selbstgebackenes Walnussbrot von Dani.

Ich möchte Danke sagen für dieses tolle Rezept, Heike wie auch Doris haben keineswegs übertrieben, es schmeckt himmlisch und die Semmelstoppelpilze sind dafür dank ihres tollen knackigen Bisses, den sie auch nach dem Anbraten noch behalten, bestens geeignet.

Ganz liebe Grüße, Stefan"

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Foto: Die Ausgangspilze, die Stefan auf die Idee brachten, Heikes Antipasti variiert nachzuahmen: Amethystschuppige Pfifferlinge (links) und Semmelstoppelpilze (rechts)

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Vorderer Vogelsberg meldet: Weiterhin ansprechende Pfifferlingsfunde


Peter C. schreibt am 20. September 2021 zu diesen 3 Fotos:

"Hallo liebe Pilzler,

westlicher Landkreis Fulda/Vorderer Vogelsberg meldet weiterhin ansprechende Pfifferlingsfunde. Ergänzend ein einsamer Schopftintling (Foto rechts) und ein nicht minder einsamer Parasolpilz.

Was es von den Pfifferlingen (Foto oben) gab, seht ihr auf dem 2. Foto. 

Hoffe auf die nächste Steinpilzwelle und dass bei kühleren Temperaturen die Maden verschwinden.

Viel Erfolg wünscht Peter"

(3 Fotos © Peter C.)

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Die Krause Glucke zählt mit zum Besten, was der Pilzherbst zu bieten hat


Stefan schreibt am 18. September 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

für die einen ist es vielleicht nur eine Krause Glucke, für uns zählt sie mit zum Besten, was der herbstliche Wald an Pilzen zu bieten hat. 

Ich habe dieses Gericht heute auf „Vitello funghi von der Krause Glucke“ an selbstgemachten Bärlauchspätzle getauft. Abgeleitet vom Klassiker „Vitello tonnato“, das ebenfalls auf dünnen Tranchen vom Kalb aufbaut.

Das Gericht hatte ich vergangenes Jahr schon beschrieben, siehe hier, Tageseintrag vom 6. September 2020. Vom Kalb habe ich die Semmerrolle verwendet, die Bärlauchspätzle natürlich wieder selbst gemacht und die Sauce wie gehabt auf einer Weinreduktion mit Schalotten und frischen Kräutern aus dem Garten aufgebaut.

Wir freuen uns alle schon seit Wochen auf dieses Gericht, und da nun auch die Zeit der Krausen Glucke gekommen ist, hatte ich mit Dani abgesprochen, dass sie die Hunderunde mit Bandhu am Freitag Mittag in den nahegelegenen Kiefernwald verlegt, um hier nach Glucken zu sehen.

Gleich zu Beginn kam ihr jemand auf dem Rad entgegen, der die Tasche auf dem Gepäckträger voller Fetten Hennen hatte, wie die Pilze im Volksmund auch genannt werden. Umso frustrierter war Dani, als sie immer tiefer in den Wald lief, jedoch nichts finden konnte. 

Da ich mit meiner Arbeit bereits zeitig fertig war, beschloss ich Feierabend zu machen und habe meinerseits einen nahegelegenen Kiefernwald aufgesucht. Und bereits nach fünf Minuten Waldgang konnte ich Dani direkt ein schönes Bild von einer schönen jungen Krausen Glucke (2. Foto) schicken. Sie sandte mir daraufhin ein knappes „Das-glaube-ich-jetzt nicht“ zurück.

Ein bisschen innerfamiliärer Konkurrenzkampf, der aber heute in dem beschriebenen sehr, sehr leckeren Pilzgericht endete.

Die sonstige Pilzsuche haben wir für dieses Wochenende nach den turbulenten letzten Wochen erst einmal zurückgeschraubt.

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch für die lieben Leserreaktionen von Heike und Martin bedanken.

Ganz liebe Grüße, Stefan"

(2 Fotos © Stefan)

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  1. Pilz-Ticker-Hessen

    Jan 23, 22 07:30 AM

    Pilz-Ticker-Hessen: Das aktuelle Pilzwachstum im Bundesland Hessen

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  2. Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Wuerttemberg)

    Jan 22, 22 09:01 AM

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  3. Stefans Pilzkueche: Leckere Rezepte zum Mitkochen

    Jan 17, 22 08:26 AM

    Stefans Pilzkueche - Heute: Zürcher Geschnetzeltes mit Spitzmorcheln

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  4. Pilz-Ticker-NRW

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    Pilz-Ticker-NRW: Welche Pilze derzeit in Nordrhein-Westfalen wachsen

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Blog von

Ausgefallene Pilzgerichte wie Kaffee mit Reishi, Steinpilze im Kichererbsen- und Kartoffelpürree, Sammel- und Gesundheitstipps und vieles, vieles mehr. Hier geht's zum Stöbern in Wohlrabs Pilzreich



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