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Mit einem Paukenschlag meldet sich Jürgen aus Diemelstadt zurück

»Spitzmorcheln im Wald, soweit meine Augen schauen konnten«





Foto rechts: Im Wald findet man Spitzmorcheln inzwischen viel seltener als auf den Mulchrabatten. Dieses sehr charakteristische Foto von ihrem Habitat erinnert mich an meinen ersten Spitzmorchel-Fund überhaupt. Ich entdeckte die Zipfelmützchen im Forstenrieder Park bei Gauting/Obb. Mitte der 90er Jahre. Sie wuchsen haargenau wie auf dem hier abgebildeten Boden mit spärlichem Gras, Fichtenstreu und vergehendem Holzkleinkrams. Und genau wie hier am sonnigen Wegrand. (4 Fotos © Jürgen S.)

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2. Foto rechts: Von der Umgebung nicht täuschen lassen! Laubbäume bilden keine Gesellschaft mit Spitzmorcheln. Entscheidend dafür dass Spitzmorcheln hier wachsen können, sind zwei Hinweise auf Fichten: unten rechts am Bildrand ein abgebrochener Fichtenast und in der Bildmitte eine sehr junge Fichte.




Jürgen S. schreibt am 21. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

nach langer Zeit möchte ich mich mal wieder melden. Ich hatte in den vergangenen zwei Jahren massive familiäre Verpflichtungen, die es mir unmöglich machten, regelmäßig in den Wald zu gehen. So gingen meine Pilzgänge gegen Null. Hinzu kamen ja noch meine schwere Krankheit und das grottenschlechte Pilzjahr 2018. Jetzt hat sich die Lage endlich entspannt und ich darf mich wieder auf meine Waldtouren freuen.

So kann ich Dir heute die Bilder von den letzten zwei Tagen vorlegen. Sie zeigen, dass das Pilzjahr bei uns in Diemelstadt mit einem Paukenschlag begann: ich fand nämlich Spitzmorcheln, soweit  das Auge schauen konnte. Dies war wirklich ein bravouröser Start in die Pilzsaison! In zwei Tagen kamen 1,5 Kilo Spitzmorcheln zusammen, darunter auch besonders große, wie auf dem letzten Foto neben der Bierflasche zu erkennen ist.

Einfach super! Ich freue mich, wieder da zu sein!

Viele Grüße von Jürgen aus Diemelstadt«

Lieber Jürgen,

das ist ja eine tolle Osterüberraschung! Da Du - vermutlich vor Aufregung - vergessen hast, Deinen Namen drunterzusetzen, habe ich erstmal gestutzt, aber beim Lesen Deiner e-mail-Anschrift hat's dann gefunkt.

Da bist Du ja wirklich mit einem Hammer zurückgekehrt und in die neue Saison gestartet. Spitzmorcheln in solcher Menge im naturnahen Wald zu finden ist nicht leicht! Da wirst Du sicher in den nächsten Tagen an Deine Maipilz-Plätze gehen.

Ich wünsche Dir weiterhin so tolle Erfolge und eine gute und erlebnisreiche Pilzsaison!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Stefans vergnügliche Morchellese beim österlichen Morgenspaziergang an der Frankfurter Peripherie


Foto: Das kann sich sehen lassen! Gut 1,3 Kilo Spitzmorcheln muss man erst einmal auf die Waage bringen. Und wir sehen Pilze mit ausgezeichneter Qualität. (4 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 21. April:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute Morgen bin ich zeitig losgezogen, um nochmal nach Speisemorcheln zu sehen.
Dafür bin ich zu den Frankfurter Streuobstwiesen gefahren. Ortskundige werden sie kennen.
Das Gebiet ist ein Halbtrockenrasen, entsprechend gute Voraussetzungen bietet der Boden. Leider war es insgesamt viel zu trocken, was aber meinem österlichen Spaziergang durch diese wunderschöne Landschaft keinerlei Abbruch tat.

Auf dem Heimweg kam dann der große Wurf. Ich fuhr durch ein Gewerbegebiet und sah schöne frisch angelegte Rabatten, stieg aus und erspähte auch sofort fünf Spitzmorcheln.

Als ich diese einsammeln wollte, hielt plötzlich ein Auto, die Scheibe ging runter und ein Herr fragte: »Was machst du da? Kann ich behilflich sein?« Höflich erwiderte ich: „Gerne, wenn Sie mir beim Pilze sammeln helfen möchten.«

Wir haben uns kurz unterhalten. Es stellte sich heraus, dass er der Inhaber der Firma war. Er wünschte mir viel Erfolg und fuhr weiter.

1330 Gramm schönster Spitzmorcheln

Die Rabatten stellten sich anschließend als noch zu frisch heraus, so dass es bei den fünf Morcheln blieb. Also bin ich wieder ins Auto, fuhr los - und fand um die Ecke herum weitere Mulchbeete vor.

Und diesmal war es ein Volltreffer. Diese waren offenbar schon im vergangenen Jahr gemulcht worden. So konnte ich hier stolze 1330 Gramm schönster Spitzmorcheln einsammeln. Schöner hätte der Ostersonntagmorgen kaum verlaufen können.

Mit einer Einschränkung: ich fand dann noch ein gut eingezäuntes bemulchtes Firmenbeet vor, auf dem ich eine Morchelgroßfamilie zwar sehen, aber leider nicht greifen konnte.
Vielleicht werde ich dort am Dienstag mal freundlich fragen, ob ich dieses Beet von den Pilzen befreien darf.

Dir und allen Pilzfreunden wünsche ich ein schönes Osterfest und angenehme Feiertage.

Beste Grüße, Stefan«

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Foto: In den (Obst-)Gärten der Speisemorcheln flanierte Stefan mit der Frankfurter Skyline im Hintergrund. Obwohl es zu trocken war und nichts zu finden gab, genoss er den Osterspaziergang am Rande der Geburtsstadt Johann Wolfgang von Goethes.






Main-Kinzig-Kreis: Die Spitzmorcheln wollen in der Hocke erspäht werden


Foto: 82 Spitzmorcheln und mindestens genau so viele Bärlauchknospen hat Stefan geerntet. Zum erhofften Fund von Speisemorcheln im Bärlauchteppich kam es allerdings nicht. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 19. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute Morgen nach dem Frühstücl bin ich wieder los, zur Nachlese der Spitzmorcheln.

An meinem Platz angekommen, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich zuletzt einiges übersehen hatte. Ich fand etwa 25 völlig vertrocknete Zipfelmützen vor.

Ich bin daraufhin die gesamten Rabatten ganz langsam abgelaufen. Immer wieder bin ich in die Hocke gegangen und habe ganz genau alles abgesucht. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut sich Morcheln farblich der Umgebung anpassen (siehe Foto rechts).

Zu meiner Freude war in etwas mehr als einer Stunde das kleine Pilzkörbchen meines Sohnes randvoll. Es beherbergte genau 82 Spitzmorcheln.

Das herrliche Frühlingswetter hat mich daraufhin in einen Wald in der Nähe gezogen, wo ich nochmals einige Bärlauchknospen sammeln wollte, in der Hoffnung, dabei vielleicht die eine oder andere Speisemorchel zu entdecken. Leider blieb es bei den Bärlauchknospen.

Ich habe sie erneut in Balsamico-Bianco-Essig einlegt, denn der erste Test vor ein paar Tagen ergab, dass sie so vorzüglich schmecken.

Da mein Dörrgerät inzwischen wieder arbeitsbereit eintraf, darf das Pilzjahr gerne so toll weitergehen.

Mit den besten Grüßen aus Hessen, Stefan«

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Darmstadt: Schöne Käppchenmorcheln im Park lassen Lars endlich seinen Frühlingsfrieden finden


Lars schreibt am 17. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auf dem Heimweg vom Ostereinkauf fand ich heute meine ersten Morcheln überhaupt. Es waren Käppchenmorcheln (Foto rechts).

Nachdem ich im März erfolglos auf der Suche nach meinen ersten Morcheln war, aber immerhin mit ein paar verspäteten Rauchblättrigen Schwefelköpfen und Austernseitlingen vertröstet wurde, freue ich mich außerordentlich über meinen heutigen Fund in einer Parkanlage.

Wenigstens eine einzige Morchel finden, das hatte ich mir für dieses Jahr zum Ziel gesetzt. Zusätzlich angespornt wurde ich durch einen Kollegen, der mir Bilder von Morcheln aus seinem Garten gezeigt hatte. So kann ich glücklicherweise meinen Frieden mit dem Pilzfrühling 2019 schließen.

Gratulation aber auch an Stefan, der dieses Jahr einen besonderen Morchelriecher hat.

Allen Pilzfreunden weiterhin ein erfolgreiches Jahr und beste Grüße von Lars«

(2 Fotos © Lars)

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Foto: So standen sie da in der Parkanlage, die Käppchenmorcheln - und ließen Lars' Herz höher schlagen.







Der Morcheleinsatz im Garten der Tante förderte 92 Spitzhütchen zu Tage


Foto: Da ist allerhand zusammengekommen. Dani hat im Garten ihrer Tante die Spitzmorchellese übernommen. Die ganze Spüle ist voll geworden. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 16. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die heutige Ausbeute an Spitzmorcheln geht auf das Konto meiner Frau. Am Sonntag Abend hatte ihre Tante angerufen: ihr ganzer Garten würde vollstehen von Morcheln (siehe Foto rechts).

Voller Freude hat Dani dann heute Mittag die Nachlese übernommen. Insgesamt sprangen 92 Spitzmorcheln heraus, die ich nun sortieren, putzen und trocknen werde.

Ich selbst war dieser Tage nach Feierabend immer wieder die Umgebung von Eschen und Obstbäumen nach Speisemorcheln absuchen, leider erfolglos. Auch an den bisherigen Fundstellen kam nichts mehr nach. Insgesamt ist es auch schon wieder recht trocken bei uns.

Ob uns die regenverwöhnten Baden-Württemberger vielleicht ein paar Regenwolken Richtung Hessen schieben würden?

Beste Grüße, Dani und Stefan«

(Foto © Dani)

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Die frühen Morchelernten entschädigen Stefan für das sehr schwache Pilzjahr 2018


Foto: Wo sie standen, war Stefan bislang stets unverrichteter Dinge vorübergefahren. Diesmal macht er Halt - und konnte diese 30 Spitzmorcheln ernten. Vier besonders schöne Exemplare sehen wir auf dem zweiten Foto. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 14. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die Spitzmorcheln wachsen derzeit, dass es eine wahre Freude ist.

Zunächst haben wir heute Morgen wieder nach Speisemorcheln gesehen. Im Gegensatz zu den Spitzmorcheln halten sie sich momentan zurück.

An einem Mulchbeet, das ich nun schon drei Mal ohne nachzusehen passiert hatte, machten wir dieses Mal Halt. In unsere Freude, dass 30 Spitzmorcheln im Körbchen landeten, mischte sich allerdings auch mein Ärger, hier nicht schon mal vorher einen Stopp eingelegt und nachgeschaut zu haben. Da gab es sicher auch schon ein paar Tage zuvor etwas zu holen.

Nach dem für uns sehr pilzarmen Jahr 2018 sind die Pilzernten dieser Tage eine richtige Wohltat. Auch unsere Tomaten, Chilis, Kräuter und Beeren gedeihen prächtig - die Freude steht uns in die Gesichter geschrieben.

Beste Grüße, Stefan & Familie«


Main-Kinzig-Kreis: Stefans Freude und Erleichterung, drei neue Morchelplätze vorzeitig erkannt zu haben

Stefan schreibt am 13. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gerade von der morgendlichen Morchelpirsch zurück, habe ich mir zum Mittagessen die am Donnerstagabend gefundenen Böhmischen Verpeln in Sahnesoße mit Spätzle zubereitet. Auch wenn meine Meinung vielleicht nicht von jedermann geteilt wird, für mich war das durchaus ein Leckerbissen.

Ich bin heute Morgen gegen 07:30 Uhr losgezogen, um meinen Spitzmorchelplatz und zwei weitere potentielle Morchelplätze aufzusuchen.

Zunächst habe ich mich um die Spitzmorcheln im Rindenmulch gekümmert. Ich muss ehrlich zugeben, ohne Frühstück, bei gerade mal +1 Grad und müden Augen war das keine leichte Aufgabe.

So oft, wie ich meine Augen zukneifen musste, bin ich mir sicher, das ich einige übersehen habe, obwohl ich die Beete zwei Mal abgelaufen bin. Am Ende waren mir aber immerhin doch 20 schöne Spitzmorcheln ins Körbchen gesprungen.

4 Fotos: Dafür, dass Stefan mit müden Augen schon früh an seinen Morchelplätzen stand, hat er mit diesen Exemplaren schöne Funde gemacht. Wir sehen ein kräftiges Büschel sowie zwei einzelne Spitzmorcheln (oben), ein Einzelexemplar im Mulch sowie eine Speisemorchel unter einer Esche (unten). Eine prima Ernte! (4 Fotos © Stefan)

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Anschließend bin ich los, um die zwei ausgesuchten Plätze mit Eschenbestand unter die Lupe zu nehmen. Auch hier wurde ich fündig, allerdings mit lediglich einer Speisemorchel. Ich bin gespannt, was passiert, wenn die Temperaturen, wie vorhergesagt, nach dem kalten Wochenende wieder steigen.

Erfreulich und regelrecht erleichternd in den letzten Tagen für mich war, dass drei der von mir als potentielle Morchelstellen eingestuften Plätze sich tatsächlich als solche erwiesen. Denn es ist so, dass das Auffinden gut tragender Pilzplätze das Aufreibenste an der Pilzsuche ist. Hat man sie erst einmal gefunden, so ist natürlich der richtige Zeitpunkt wichtig und dass man solch einen Platz dann auch gegen die Konkurrenz erfolgreich verteidigt.

Bei Morcheln kommt erschwerend hinzu dass das Zeitfenster ihres Auftretens recht kurz ist. Nach zwei, drei Wochen heißt es meist schon, auf das kommende Jahr hoffen zu müssen.

Beste Grüße, Stefan«

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Der Genuss seiner ersten Speisemorcheln erinnerte Stefan an Trüffel


Foto: Ein Hochgenuss für Stefan und Familie war die Verkostung seiner allerersten Speisemorcheln, auf die er so lange hatte warten müssen. Er stellt ihr Aroma in die Nähe von Trüffeln. Die Morcheln gab es zu Hähnchenbrustfielt mit einer Demi Glace* von Rotkappen und Bandnudeln. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 12. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich möchte dir gerne unser allererstes Speisemorchel-Gericht nachreichen.

Es gab Hähnchenbrustfilet mit Demi Glace von der Rotkappe (die ich im Winter 2018 angesetzt hatte), dazu Bandnudeln und die gebratenen Speisemorcheln.

Keine Gewürze, nichts. Das Hähnchen zusammen mit den frischen Kräutern angebraten und der Demi Glace dazu - ein wahrer Traum.

Ich wollte es bewusst puristisch halten, um den Geschmack meiner ersten Speisemorcheln voll auskosten zu können.

Beim Schneiden und Zubereiten der Morcheln hat mich der fein pilzige Duft sehr an Trüffel erinnert, ebenso erging es mir mit dem Geschmack. Er ist eigen im Vergleich zu klassischen Pilzen und sehr feinaromatisch.

Viele Grüße Stefan«

*Näheres zur Demi Glace siehe Stefans Pilznachricht vom 6. Januar 2019


Foto: Die Hähnchenbrustfilets briet Stefan lediglich mit frischen Kräutern, ohne weitere Gewürzzutaten, damit das Aroma der Speisemorcheln möglichst unverfälscht an den Gaumen kam.

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Stefans Glückstag: Seine allererste Speisemorchel und seine allererste Böhmische Verpel


Foto: Ein Tag, den Stefan so schnell nicht vergessen wird: Er fand erstmals überhaupt Speisemorcheln (oben links) und Böhmische Verpeln (darunter). Und die Schwiegermama brachte auch noch Spitzmorcheln aus dem Garten ihrer Schwester vorbei. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 11. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich bin zugegebenermaßen noch etwas durcheinander - dank einer Überdosis Glückshormon.

Zum Start in den Tag habe ich von »meiner« Pilzsachverständigen Fotos geschickt bekommen mit dem Hinweis, sie habe Speisemorcheln gefunden.

Das hat mich natürlich angestachelt. Um ehrlich zu sein, es ließ mir keine Ruhe. Bei meinem Spaziergang in der Mittagspause wollte ich einen Weg nehmen, den ich vor ein paar Wochen schon wegen der vielen Weinbergschnecken ins Auge gefasst hatte. Zum Ende der Runde sollte es dann passieren: ich fand tatsächlich meine allererste Speisemorchel. Sie war nur fingerkuppengroß und bereits vertrocknet.

Also begann die Suche. Ich habe schließlich drei Stück gefunden, ehe ich zurück an meinen Arbeitsplatz musste.

Nach Feierabend habe ich den Platz noch einmal konzentriert abgesucht. Zu meinem Glück habe ich dabei auch meine erste Böhmische Verpel entdeckt.

Meine Frau hat auf dem Heimweg von der Arbeit ebenfalls noch einen potenitiellen Morchelplatz inspiziert, den wir letztes Jahr aufgespürt hatten. Dort fand sie Spuren von frisch geschnittenen Morcheln. Wir lagen also mit unserer Vermutung richtig, auch wenn wir dieses Mal knapp zu spät gekommen waren.

Als wäre der Tag noch nicht verrückt genug gewesen, fand ich heute Abend heraus, dass dies der Platz war, wo »meine« Pilzsachverständige gestern Abend ihre Morcheln gefunden hatte.

Zum Abschluss des Tages gab es aber noch ein Bonbon, denn meine Schwiegermama kam vorbei und brachte uns eine satte Portion Spitzmorcheln aus dem Garten ihrer Schwester vorbei.

Diesen Tag muss ich erstmal sacken lassen. Er zauberte mir ein anhaltendes Lächeln ins Gesicht.

Die besten Grüße aus Hessen, Stefan & Familie«

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2 Fotos: Zwei Premieren an einem denkwürdigen Pilztag für Stefan: Erst fand er seine allererste Speisemorchel (links), kurz darauf seine erste Böhmische Verpel (rechts). Sie war überaus prächtig.


Main-Kinzig-Kreis: Stefans schnelle Morchelnachlese auf der Fahrt zur Arbeit


Foto: Neben typischen Zipfelmützen waren auch einige Spitzmorcheln in Rundform (Morchella elata, Var. rotunda) an Stefans bewährtem Ernteplatz nachgekommen. So hat sich sein Umweg auf der Fahrt zum Arbeitsplatz gelohnt.


Stefan schreibt am 9. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern Abend schickte mir ein Kollege zwei Bilder mit den Worten: »Die sehen doch aus wie die, die du am Wochenende gefunden hast.« Ja tatsächlich, es waren Spitzmorcheln die er entdeckt hatte, und um ein Haar hätte er sie »platt« gemacht.

Angestachelt und voller Vorfreude, dass er sie mir mitbringt, habe ich heute Morgen vor der Arbeit einen Umweg in Kauf genommen und bin noch einmal dorthin gefahren, wo ich am vergangenenem Wochenende bereits Spitzmorcheln gefunden hatte. Und siehe da, es waren auch hier noch ein paar stattliche Zipfelmützen (wie die auf dem Foto rechts) nachgewachsen.

Beste Grüße aus Hessen, Stefan«

(2 Fotos © Stefan)

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Eine Harmonie von kräftig-nussigen Spitzmorcheln, karamellisiertem Spargel und zitronenfrischer Parmesansauce



Stefan schreibt am 7. April 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

voller Freude kann ich für Hessen den Startschuss setzen. Auch bei uns im Main-Kinzig-Kreis morchelt es nun endlich!

Seit nunmehr drei Wochenenden laufe ich alle Plätze ab, die mir vielversprechend für Spitz- oder Speisemorcheln erscheinen.

Da im Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Württemberg) schon einige Zeit Funde gemeldet werden, und das nicht zu knapp, kannst du dir sicher vorstellen, dass ich schon seit Tagen auf heißen Kohlen sitze. ;-)

Ich gehe davon aus, dass die Speisemorcheln erst nach den Spitz- bzw. Rindenmulchmorcheln erscheinen, daher freue ich mich auf die noch bevorstehende und hoffentlich erfolgreiche Morchelsaison.

Heute Abend gab es also Pasta mit Parmesansauce, gebratenem Spargel und den frischen Spitzmorcheln (Foto rechts).

Der Parmesan-Sauce wurde mit etwas Abrieb und dem Saft einer viertel Zitrone plus gestoßenem Roten Pfeffer eine frische leichte Note verpasst. Das harmonierte vorzüglich mit dem gebratenen und karamellisierten Spargel. Der kräftig-nussige Geschmack der ebenfalls gebratenen Spitzmorcheln ergänzte sich exzellent mit dem würzigen Parmesan.

Die Spitzmorcheln frisch zu genießen bot sich nicht nur wegen der Saisonpremiere an, sondern auch, weil mein Dörrautomat momentan in der Reparatur ist.

Beste Grüße aus Hessen, Stefan«

(4 Fotos © Stefan)

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Foto: Über die erste Morchelernte des Jahres freute sich Stefan riesig. Gefunden hat er die Spitzmorcheln im Main-Kinzig-Kreis, genossen wurden sie gleich abends zu karamellisiertem Spargel und einer Parmesansauce mit Zitronenfrische.


2 Fotos: Noch stehen sie, von der Frühlingssonne verwöhnt, im Mulch, die zwei schönen Spitzmorcheln.


Bad Vilbel: Die Spätherbst- und Winterpilze denken gar nicht daran, abzutreten


Foto: Austernseitlinge und Bärlauch an einem Vilbeler Bachlauf. Die Zeit dieser Pilze neigt sich, und dann werden, so hofft Lars, endlich die Morcheln wachsen. (2 Fotos © Lars)

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Lars schreibt am 24. März 2019:

»Hallo Heinz -Wilhelm, 

am Freitag begab ich mich auf die Suche nach meinem ersten Morchelfund in den Vilbeler Stadtwald. Doch trotz Streuobstwiesen, Schneckenhäusern und Bärlauch wollte sich nicht eine Morchel zeigen. Entschädigt wurde ich allerdings durch eine Ansammlung Austernseitlinge (mein Erstfund) auf einem umgestürzten Laubbaum in einer Senke eines Bachlaufs. Auf dem dazugehörigen Foto sieht man im Vordergrund den Bärlauch sprießen.  

Am heutigen Sonntag versuchte ich mein Glück erneut in einem Waldgebiet bei Gelnhausen, in dem ich im Herbst häufiger Hainbuchenröhrlinge und auch Steinpilze finde. Dort gibt es ebenfalls einen schönen Auwald. Letztendlich wiederholte sich die Gesichte aus Bad Vilbel und es landeten erneut Austernseitlinge im Korb.

Scheinbar habe ich mit dem Spätherbst- und Winterpilzen mehr Glück, nachdem ich vor zwei Wochen schon ein paar sehr späte Rauchblättrige Schwefelköpfe entdecken konnte.

Ich hoffe, auch der Frühling zeigt sich alsbald auch mit mykologischen Gaben und meine ersten Morcheln landen im Pilzkorb.

Beste Grüße und viel Erfolg den anderen Pilzfreunden!

Lars«


Foto: Auch bei seinem zweiten Gang blieb es für Lars bei Austernpilzen oder Lungenseitlingen. Weil die Spätherbst- und Winterpilze mit feuchter Kühle und Kälte immer noch gute Voraussetzungen vorfinden, wollen sie noch nicht abtreten.


Darmstadt: Letzte Herbstpilze, sogar noch zum Verzehr, für Lars


Foto: Einen nicht gerade alltäglichen Anblick bieten diese Blätter vom Bärlauch sowie zwei Rauchblättrige Schwefelköpfe, die nicht  häufig zeitgleich wachsen. Die wohlschmeckenden Rauchblättrigen Schwefelköpfe sind klassische Spätherbstpilze, deren bester Monat der November ist. (3 Fotos © Lars)

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Lars schreibt am 10. März 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

übers Wochenende schaute ich im Landkreis Darmstadt nach geeigneten Plätzen für potentielle Morchelfunde für die kommenden Wochen. Einige vom Regen überschwemmte Stellen, Bachläufe und den Fundplatz des Schneeglöckchens und des Bärlauchs werde ich in den nächsten Wochen sicherlich noch häufiger inspizieren.

Auf meinen Streifzügen entdeckte ich noch einige Rauchblättrige Schwefelköpfe im verwertbaren Zustand, die teilweise aus einer unter der Erde liegenden Wurzel wuchsen. Auch eine Gesellschaft Gifthäublinge mischte sich in das Frühlingsszenario ein.

Dank einer Handvoll Schwefelköpfe waren die Streifzüge auch aus kulinarischer Sicht erfolgreich.

Beste Grüße und ein erfolgreiches Pilzjahr 2019!

Lars«


2 Fotos: Rauchblättrige Schwefelköpfe (links) findet man im März nicht häufig. Sie sind Nachkommen des Pilzherbstes 2018. Das gilt ebenso für die sehr giftigen Gift- oder Nadelholzhäublinge (rechts), deren wichtigstes Merkmal der häufig silbrigglänzend überzogene Stiel ist. Wichtig: Der nach Mehl riechende Nadelholzhäubling wächst keinesfalls, wie zu vermuten ist, nur auf totem Nadelholz. Und man findet ihn gar nicht selten inmitten von Stockschwämmchen. Sein Gift wirkt wie das der Knollenblätterpilze, der Tod tritt durch Leberversagen ein.


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