Pilz-Ticker-Hessen



Pilz-Ticker-Hessen




Hier geht's zur

Übersicht aller Pilzticker Hessen




Die feinen getrockneten Spitzmorcheln 

veredeln unübertrefflich gehobene Gerichte.

Wir kaufen sie bio-zertifiziert bei

Pilze Wohlrab.

Der familiengeführte bayerische

Versandhandel für Pilze.




Wiesbaden: Die köstlichen Baumpilze stören sich nicht an der Trockenheit


Foto: Die Lamellen sind dicht gedrängt und in der Vergrößerung des Fotos sichtlich untermischt; zudem laufen sie nur kurz herab. Das sowie fehlende Rosatöne deuten eher auf Lungenseitlinge denn auf Rillstielige Seitlinge hin. Beide schmecken ausgezeichnet!  (3 Fotos © Gunter)

Pilz-Ticker-Hessen


Gunter schreibt am 17. Juli 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auch bei uns im Stadtwald in Wiesbaden ist es seit Wochen bzw. Monaten staubtrocken. Ab und zu fand ich einen Rotfußröhrling, das war's bis jetzt.

Gestern beim Ausführen unseres Hundes stellte ich fest, daß sich mehrere Riesenporlinge entschlossen haben, es mit der Dürre aufzunehmen. Und an einigen liegenden älteren Buchenstämmen leuchteten schon von weitem weiße Pilze. Nun habe ich keine Ahnung von Seitlingen. Kannst Du mir weiterhelfen? Könnte es der Rillstielige Seitling sein?

Herzliche Grüße Gunter«


Foto: Vergrößert man dieses Foto, so sind keine queraderigen Verbindungen zwischen den Lamellen zu sehen, welches ein typisches Merkmal für Rillstielige Seitlinge wäre. Auch das spricht eher dafür, dass es sich um Lungenseitlinge handelt - die Sommerform der Austernseitlinge. An den Querstreifen des liegenden Stammes ist erkennbar, dass es sich bei dem Wirtsbaum eher um eine Kirsche handelt.

Pilz-Ticker-Hessen


Foto: Diese schönen Riesenporlinge sind noch jung und somit gut geeignet, eine wohlschmeckende Pilzbrühe von ihnen herzustellen, die man einfrieren kann. Siehe dazu eine Pilznachricht von Gisela vom Pilz-Ticker-Niedersachsen vom 7. August 2017.






Steinpilz-Pasta in memoriam Antonio Carluccio†

Auch Stefan sieht sich zur Überlebensstrategie mit konservierten Pilzen gezwungen




Foto: Ein Überlebensgericht nach Starkoch Antonio Carluccio† mit Steinpilzen aus dem vergangenen Jahr hilft Stefan ähnlich Heike vom Pilzticker Thüringen über die fast pilzfreie Zeit hinweg. (Foto © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 15. Juli 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind heute Morgen zu einem kleinen einstündigen Gang in unseren Freigerichter Wald aufgebrochen, um nach dem kleinen Regenguss am vergangenen Wochenende mal nach dem Rechten zu sehen. Es war weiterhin ernüchternd: nicht ein einziger Pilz.

Um dem entgegenzuwirken, gab es heute ein leckeres Mittagessen mit getrockneten Steinpilzen aus dem vergangenen Jahr.

Entlehnt war es einem Gericht des großartigen Antonio Carluccio†, Pilzliebhaber und Spitzenkoch. Da er leider genau an meinem Geburtstag letzten Jahres verstarb, möchte ich ihn hier erwähnen und ihm dieses Gericht widmen, da es auf seiner Grundlage basiert. Auch ist es schnell zu kochen - und schmeckt wirklich ausgezeichnet. Er schrieb dazu:

»Dies ist ein klassisches Rezept der italienischen Küche. Die Legende erzählt, dass in der römischen Antike die Kutscher der Frachtkarren, die Waren aus den Provincen nach Rom transportierten, die Zutaten für dieses Gericht als Proviant mitgenommen haben. Um ihren Hunger auf den langen Touren zu stillen, brauchten sie Nahrungsmittel, die sich schnell verarbeiten ließen, sättigten und doch gut schmeckten. Dieses Gericht ist schlicht, aber wirklich köstlich!«








Tipp

Hallo Pilzfreunde,

das fantastische Pilzkochbuch Pilze für Feinschmecker. 100 ganz besondere Pilzrezepte von Antonio Carluccio (siehe links) ist derzeit für vergleichsweise kleines Geld zu haben. Es wird oftmals für deutlich über 150 Euro gehandelt - und verkauft. Achtet darauf, dass Ihr die deutschsprachige Ausgabe bestellt.






Zutaten:

  • Zwiebel, gewürfelt
  • 20gr getrocknete Steinpilze
  • 400gr Nudeln (Spaghetti oder Tagliatelle)
  • 10 mittelgroße Tomaten
  • Gemüsefond
  • Sahne oder Schmand
  • Zitrone
  • Essig & Olivenöl
  • Mediterrane Kräuter (Oregano, Thymian)
  • Parmesankäse

Collage: Die Zutaten zu der Steinpiz-Pasta auf einen Blick. Die Zubereitungszeit beansprucht laut Stefan 30 Minuten. (Collage/4 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Zubereitung:

Zuerst die Tomaten blanchieren, Nudelwasser aufsetzen und die getrockneten Steinpilze in Wasser einweichen.

Die Tomaten anschließend mit ein paar Zwiebelwürfelchen in einem heißen Topf anschwitzen und mit Gemüsefond aufgießen (geht auch mit Wein).

Während die aufgegossene Tomatensoße durch Kochen wieder einreduziert wird, die eingeweichten Steinpilze in einer Pfanne kurz scharf anbraten und die Nudeln abkochen.
Nun kommen gut 3/4 der Steinpilze und etwas Sahne oder Schmand in die Tomatensoße. Diese mit Kräutern, Salz & Pfeffer, Essig & Olivenöl und einem Schuss Zitronensaft abschmecken.

Jetzt nur noch anrichten, mit ein paar angebratenen Steinpilzen und Parmesankäse garnieren und genießen.

Bon Appetit ;-)

Im ursprünglichen Gericht wurden noch Thunfisch und Knoblauch verwendet, was ich durch Sahne und ein paar Zwiebelwürfelchen ersetzt habe.

Wie ich finde, harmonieren die frischen und leicht süßen Tomaten plus die Sahne wunderbar mit dem Geschmack der Steinpilze.

In diesem Sinne wünsche ich allen Pilzfreunden viel Erfolg in dieser fast pilzlosen Zeit beim Kochen oder Nachkochen von Gerichten mit konservierten Pilzen. Es ist keine schlechte Überlebensstrategie.

Liebe Grüße Stefan«

Pilz-Ticker-Hessen






Darmstadt-Eberstadt: Lustig anmutende Sommersteinpilze und tadellose Fichtensteinpilze


Foto: Ein Musterbeispiel für einen infolge der Sonneneinstrahlung felderig aufgesprungenen Sommersteinpilz ist dieses Prachtstück. Nur am Stiel wollte sich schon jemand Einlass verschaffen. (4 Fotos © Tobias)

Pilz-Ticker-Hessen


Tobias schreibt am 1. Juli 2018:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich war heute mal wieder in meinen Wäldern bei Darmstadt-Eberstadt unterwegs. Dabei war ich lediglich an zwei meiner Plätze erfolgreich.

Die Wälde sind sehr trocken; die meisten Sommersteinpilze haben aufgerissene Hüte, was recht lustig aussieht. Dank ihres hellen Grundtones sind diese Pilze nicht allzu schwer auszumachen, es ist eine angenehme Pilzlese.

Neben den Sommersteinpilzen fand ich auch zwei Fichtensteinpilze, zu meinem Erstaunen völlig madenfrei und in ausgezeichneter Qualität.

Jetzt benötigen wir endlich mal einen richtigen Gewitterschauer, dann kommen sie spätestens drei Tage darauf in Massen, wie ich es schon öfters hatte.

Wie immer wünsche ich allen Pilzsammlern guten Erfolg in ihren Wäldern!

Viele Grüße, Tobi aus Eberstadt«

Hallo Tobias,

nach langen, hartnäckigen Trockenperioden wie zurzeit benötigen Steinpilze zum Fruktifizieren 10 bis 12 Tage. Dies sind übereinstimmende Beobachtungen und Aufzeichnungen u. a. von Heike (Pilzticker Thüringen) und von Margit und Olli (Pilzticker Rheinland-Pfalz). Nur wenn der Waldboden zuvor schon feucht war oder ist, geht es schneller.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Besser kann die Qualität von Steinpilzen kaum sein. Tobias staunte, dass die Maden dieses Prachtexemplar unbehelligt gelassen hatten.

Pilz-Ticker-Hessen


2 Fotos: Zu seinen Sommersteinpilzen - siehe links ein Exemplar - fand Tobias auch zwei Fichtensteinpilze, von denen einer auf dem rechten Bild zu sehen ist. Sie hatten 1A-Qualität.






Stefan glänzt mit einem Welterstfund: Der Mittelhessische Wüstensteinpilz


Collage: Wenigstens einen Mittelhessischen Wüstensteinpilz alias Sommersteinpilz (oben links) konnte Stefan am Ende seines Waldganges trösten. Neben vereinzelten Zinnoberroten Täublingen (oben und unten rechts) gab es nur so gut wie vertrocknete Knöpchen des Grünfelderigen Täublings (unten links).

(Collage/4 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 1. Juli 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe heute eine ausgedehnte Tour durch den Freigerichter Wald unternommen, um mir einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Es war ernüchternd.

An allen Stellen, wo im vergangenem Jahr bereits die Pfifferlinge quasi zum »Abernten« auf mich warteten, herrscht derzeit gähnende Leere. Nur ein vereinzelter Täubling lässt sich ab und zu finden. Es waren überwiegend Zinnoberrote Täublinge, die von mittlerem Speisewert sind.

An einer Stelle, wo sonst Grüngefelderte Täublinge wachsen, fand ich ebenfalls weiße, schon sehr trockene Knöpfchen vor, die wohl einmal Grüngefelderte werden wollten.

Selbst Flockis waren keine zu finden, die ja der Trockenheit für gewöhnlich die Stirne bieten.

Zu guter letzt, als wollte mir Mutter Natur zur Versöhnung doch noch eine kleine Freude machen, stolperte ich über einen jungen Sommersteinpilz, den ich liebevoll zum Mittelhessischen Wüstensteinpilz erklärte.

Es sieht derzeit nicht danach aus, als würde sich an diesem beklagenswerten Zustand etwas ändern, denn laut Wettervorschau ist für die nächsten 7 bis 10 Tage keinerlei Wetterwechsel in Sicht.

So wünsche ich all denen, die derzeit andernorts ihre Körbe halbwegs füllen können, viel Erfolg, während ich im Hintergrund neugieriger Mitleser bin.

Ganz liebe Grüße, Stefan«






In der Staubwüste Mittelhessen ist so gut wie nichts an brauchbaren Speisepilzen zu finden


Korrektur

Foto: Von wegen Flockenstielige Hexenröhrlinge mit Farbverirrung, wie ich zunächst vermutet hatte. Ich hielt den rechten unteren Pilz zunächst für den Stiel des darüber befindlichen, so dass der Eindruck eines Dickröhrlings entstand. Michael vom Pilzticker Baden-Württemberg hat mit seinem Einwand Recht: Dies sind - drei - Zinnobertäublinge. »Ich nehme gerne mal kleine Zinnobertäublinge mit und mische sie mit den anderen Täublingen. Ihr leicht holziger Geschmack peppt jedes Täublingsgericht auf«, so Michael. Vielen Dank für den Hinweis, Michael! (2 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 24. Juni 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

bei uns in Mittelhessen dürfte es während der vergangenen sechs Wochen ein einziges Mal geregnet haben. Die Landschaft ist total vertrocknet.

So bin ich hier und da mal über ein Pilzchen gestolpert - nichts der Rede wert. Als ich vor gut zwei Wochen nach meinen Pfifferlingsstellen gesehen habe, herrschte nichts als gähnende Leere. Die Pilze waren entweder vertrocknet oder zerfressen.

Dennoch bin ich heute mit Fabiano raus. Wir sind in einen uns unbekannten Eichen-Buchen-Wald bei Büdingen gegangen.

Über den Weg gelaufen sind uns verschiedene Täublinge, die ich aber bis auf den Frauentäubling und den Grüngefelderten nicht eindeutig bestimmen kann. Eine Hand voll Pfifferlinge, ein paar Perlpilze (einer von ihnen auf dem Foto rechts), ein einsamer Flocki, Seitlinge und zu guter letzt ein wohl Dorniger Stachelbart (Erstfund) ließen sich finden.

Verwertbares war allerdings kaum dabei, alle Pilze waren entweder vertrocknet, verwurmt oder zerfressen.

Da ich aber alle Pilzticker regelmäßig aufmerksam verfolge, bin ich offensichtlich nicht  alleine mit dem Problem der Trockenheit, denn ich vermisse auch Meldungen von anderen bekannten Pilzfreunden, die in vorhergehenden Jahren um diese Zeit schon prima Sammelerfolge hatten.

Baden-Württemberg scheint aktuell noch am besten wegzukommen. ;-)

Liebe Grüße aus Hessen und allen Pilzfreunden viel Erfolg!

Stefan«







Darmstadt-Eberstadt: Schon jetzt mehr Steinpilze als im vergangenen Jahr für Tobias


Tobias schreibt am 23. Juni 2018:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute war ich zum ersten Mal wieder in meinen Wäldern bei Darmstadt-Eberstadt unterwegs.

Obwohl es an meinen Pilzplätzen recht trocken ist, lohnte sich der Pilzgang. Obwohl die Pfifferlinge sichtlich an mangelnder Feuchtigkeit litten und manchem Sommersteinpilz bereits die Schnecken und die Maden zugesetzt hatten.

Für eine schöne Beilage zum Sonntagsessen für meinen Vater und mich reicht unser Fund aber allemal.

Allen Pilzfreunden viel Erfolg beim Sammeln!

Viele Grüße Tobi«

(2 Fotos © Tobias)

Pilz-Ticker-Hessen


Foto: Mit seinem Erstfund des Jahres an Sommersteinpilzen dürfte Tobias schon jetzt mehr Erfolg als im steinpilzschwachen vergangenen Jahr haben.






Bad Arolsen: Auf den Kurpark kann Jürgen immer setzen


Jürgen S. schreibt am 20. Juni 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich bin mal in den Kurpark nach Bad Arolsen gefahren, wo man eigentlich immer etwas an Pilzen findet. Und so war es auch diesmal. Es standen einige Flockenstielige Hexenröhrlinge (Foto rechts) und sogar ein erster Sommersteinpilz im Gelände, was für eine schöne Pilzmahlzeit reichte. Schön, wenn es so weiterginge.

Übrigens, die Morchelzeit ist an mir vorübergegangen, nicht eine Speisemorchel war an der Stelle zu sehen, wo ich sie letztes Jahr pfundweise abgeholt hatte. Kleiner Trost, dass es deutschlandweit ein sehr schwaches Jahr der Morcheln war.

Liebe Grüße Jürgen«

(3 Fotos © Jürgen S.)

Pilz-Ticker-Hessen


2 Fotos: Auf die Speisepilze im Kurpark zu Bad Arolsen ist Verlass. So fand Jürgen unter anderen einen schönen jungen Flocki (links) sowie einen ersten knackigen Sommersteinpilz (rechts).


Gleich 2 Kilo Pfifferlinge in der Lampertheimer Gemarkung


Foto: Herrliche Pfifferlinge hat Horst bei Lampertheim gefunden. Gewiss haben sie seinen Sonntagsbraten auf das Schönste veredelt. (Foto © Horst)

Pilz-Ticker-Hessen


Horst schreibt am 10. Juni 2018:

»Hallo,

endlich geht es los mit den Pfifferlingen. Gestern sammelte ich in der Lampertheimer Gemarkung im Buchenwald ca. 2 kg Pfifferlinge innerhalb kürzester Zeit.

Der Starkregen tags zuvor sorgte für eine reiche Ernte.

Mit freundlichen Grüßen Horst«

Pilz-Ticker-Hessen


Darmstadt: Auch über eine Handvoll Pfifferlinge konnte sich Lars freuen


Foto: Es ist nicht die große Pilzwelt, dennoch freute sich Lars über eine Handvoll Pfifferlinge und einen Perlpilzhut. Gewiss haben sie seinen Sommersalat schön aufgepeppt. (Foto © Lars)

Pilz-Ticker-Hessen


Lars schreibt am 10. Juni 2018:

»Hallo Pilzfreunde, hallo Heinz Wilhelm, 

motiviert durch den Pilzticker, habe ich mich spontan zu einem Waldspaziergang entschlossen. Ich wollte  einen Pfifferlingsplatz inspizieren, den ich vergangenes Jahr entdeckt hatte.

Leider hatten mir tierische Vorkoster nicht allzu viel zurückgelassen. Aber auch die geringe Ausbeute erfreute mich, dienten die Pilze doch als Geschmacksveredler für einen Sommersalat. Außerdem fand ich noch einen Perlpilz, von dem immerhin der Hut noch zu gebrauchen war.

Im Gegensatz zu einem Hexenei, das wegen seines fortgeschrittenen Wachstums im Wald zurückblieb. Hexeneier sollen ja durchaus gut schmecken; vielleicht leistet auf deiner Seite noch jemand Überzeugungsarbeit.*

Der ebenfalls bei diesem Spaziergang geerntete Giersch** ist als Basis für den sommerlichen Salat gedacht.  

Beste Grüße und allen eine gute Pilzsaison von Lars«

* Wurde bereits geleistet, und zwar hier, siehe Tageseintrag 6. November 2016.

** Gierschtee ist ein prima Mittel gegen Gicht


Startschuss für die Sommersteinpilze im Main-Kinzig-Kreis


Michael W. schreibt am 6. Juni 2018:

»Hallo,

bei uns in der Region um Bad Soden-Salmünster im Landkreis Main-Kinzig ist wohl der Startschuss für die Sommersteinpilze gefallen; siehe das Foto rechts.

Liebe Grüße Michael«

(Foto © Michael W.)

Pilz-Ticker-Hessen

Foto rechts: Wenn sich da Michael mal nicht geärgert hat. Zwei, drei Tage früher, und der greise Senioren-Steini wäre ihm als Prachtexemplar begegnet. Und der gute Rest wäre noch klein und zum Zudecken gewesen, damit er ihn nach weiteren zwei, drei Tagen hätte abholen können.



Die Pfifferlingsknöpfchen sehnen sich mit Stefan und Lijan nach Regen


Collage: Auch wenn die Pfifferlinge mangels Regen klein geblieben waren, konnte sich Lijan über den Fund freuen. Die Handvoll (Foto Mitte rechts) gibt es morgen mit Rührei zum Frühstück. Die Schnecken haben die Frauentäublinge (oben rechts) arg zusammengefressen. Immerhin wartete noch ein Perlpilz (unten rechts) auf Papa und Sohnemann.  (Collage/4 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 26. Mai 2018:

»Hallo lieber Heinz Wilhelm,

heute war bei uns Papa-Sohn-Tag angesagt.

Da am Donnerstag mit Lijans Kindergartengruppe eigentlich ein Ausflug in den Wald geplant war, der aber leider wegen befürchteter Gewitter und Regen (auf den ich übrigens vergebens warte) abgesagt wurde, haben wir Zwei das heute nachgeholt.

Als erste Station haben wir uns den Wald in Rodenbach angesehen. Hier waren immer wieder Frauen-Täublinge zu finden. Naja, oder eher das, was die Schnecken davon übrig gelassen haben. In der Collage ist der einzige von gut 12 Stück zu sehen, der eines Fotos würdig war.

Da ich im weiteren Verlauf mehr damit beschäftigt war, mir die Stechmücken vom Hals zu halten, sind wir einen Perlpilz und 30 Minuten später wieder zum Auto zurück gegangen.

Lijan war sichtlich bedrückt, dass wir nichts Brauchbares im Korb hatten und so sind wir nochmal fix in unseren Hauswald gefahren, um die Pfifferlingsstellen zu inspizieren.

Das Problem ist, dass es dort ziemlich unwegsam ist. Aber es wäre ja gelacht, wenn wir da nicht ein kleines Abenteuer draus machen können. So sind wir Hand in Hand über Stock und Stein zu unserem Platz geklettert.

Dort mussten wir erwartungsgemäß  feststellen, dass nicht viel passiert war. Es gab lediglich viele kleine gelbe Knöpfchen unter dem rascheltrockenen Laub, denen es deutlich an Feuchtigkeit fehlte. Wenn der Regen ausbleibt, stellen Pfifferlinge ihr Wachstum ein.

Wir haben uns eine Handvoll Pfifferlinge für ein Rührei morgen Früh mitgenommen und sind den Hang wieder runter geklettert.

Lijan war nun sichtlich zufrieden und hat den Korb mit den Pfifferlingen stolz zurück zum Auto getragen.

Ich hoffe, dass ich nicht noch länger zusehen muss, wie der Regen fleißig an Mittelhessen vorbeizieht und die Pilze weitgehend ausbleiben.

Liebe Grüße aus Hessen, Stefan & Lijan«

Pilz-Ticker-Hessen


Bad Orb: Die Flockis gibt es zu selbstgebackenem Brot mit Zwiebeln, Kräutern und frischem Parmesankäse


Collage: Dem Prachtexemplar oben links standen viele Flockis gegenüber, die bereits von Schnecken heimgesucht waren. Es ist eine Plage mit ihnen dieses Jahr. Die kleinen Knöpfchen von Pifferlingen ließ Stefan zu weiterem munteren Wachstum stehen. (Collage/5 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 21. Mai 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

das schöne Wetter hat uns heute mal in den Spessart bei Bad Orb gelockt. Nach meiner Erfahrung geht es dort gut drei bis vier Wochen später los als bei uns in Freigericht. Dennoch wollten wir einen ersten Blick werfen.

In unserem bekannten Waldstück dort war es knochentrocken; außer Minipfifferlingen war nichts zu sehen.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen kurzen Abstecher in ein kleines Waldstück gemacht, das wir letztes Jahr erst im Herbst entdeckt hatten. Wie erhofft, gab es hier auch ein paar Flockenstielige Hexenröhrlinge für uns. Leider waren auch hier, wie schon in einigen anderen Tickern von Pilzfreunden berichtet, gut 50% der Pilze total von Schnecken zerfressen.

Wie so oft, werden wir uns die Flockis zu selbstgebackenem Brot mit Zwiebeln, Kräutern und frischem Parmesankäse schmecken lassen.

Liebe Grüße aus Hessen, Stefan & Dani«


Freigericht: Die Pfifferlinge kommen seit einigen Jahren auf den Tag genau


Collage: Sie sind noch klein, doch beeindruckend ist die Pünktlichkeit, mit der sie Jahr für Jahr kommen, Stefans Pfifferlinge. Sie blieben alle stehen, damit sie zur pfannenwürdigen Größe heranwachsen können. (Collage/5 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 17. Mai 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute Nachmittag hatte ich ein wenig Zeit, die ich für einen Spaziergang im Wald bei Freigericht nutzen konnte. Bei der Gelegenheit habe ich einen kleinen Abstecher zu meinen Pfifferlingsstellen gemacht. Es ist eine angenehme Runde von etwa 5 Kilometern.

Letztes Jahr streckten die Pfifferlinge am 21. Mai die Köpfchen raus, das weiß ich aus meinen Dokumentationen. Ich meine das, dass das seit 2012 immer so war, mit Ausnahme von 2014, da war es wegen der Trockenheit einige Wochen später. Bis auf 2017 ist das aber alles aus dem Gedächtnis.

Es ist schön zu sehen, wie seit Jahren an immer der gleichen Stelle, fast auf den Tag genau die ersten Pfifferlinge kommen. Es ist übrigens die gleiche Stelle, an der ich Anfang Januar 2018 noch Pfifferlinge fand.

Unter dem Laub war schon recht ordentlich was los, so dass ich bei dieser Wetterlage etwa in ein bis zwei Wochen mit den ersten größeren Pfifferlingen rechne. Heute blieb alles stehen, so dass sie noch ordentlich wachsen können.

An einer der neuen Stellen von letztem Jahr war noch nichts zu sehen, dafür lockte mich aus der Fernes etwas anderes Gelbes an. Es war ein Feuersalamander - gefährlich für ihn, wenn da ein Pfifferlingssammler unterwegs ist. ;-)

Liebe Grüße Stefan«


 Zurück zur Pilzticker-Übersicht

Von Pilz-Ticker-Hessen zurück zu Passion Pilze sammeln Home Page


Das Neueste

  1. Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Wuerttemberg)

    Jul 18, 18 12:12 PM

    Pilz-Ticker-Bawue: Welche Pilze zur Zeit in Baden-Wuerttemberg wachsen

    mehr »

  2. Pilz-Ticker-Hessen

    Jul 17, 18 11:32 AM

    Pilz-Ticker-Hessen: Welche Pilze aktuell im Bundesland Hessen wachsen

    mehr »

  3. Pilz-Ticker-Sachsen

    Jul 15, 18 02:42 AM

    Pilz-Ticker-Sachsen: Welche Pilze wachsen aktuell in Sachsen?

    mehr »


Gegen die Mücken- und Zeckenplage:
Ballistol Stichfrei

Verhindert zuverlässig schmerzhafte Insektenstiche und Zeckenbisse. Tropenbewährt und erfrischend. Mit UV-B-Sonnenschutz-Filter.



Ein toller
Blog von

Ausgefallene Pilzgerichte wie Kaffee mit Reishi, Steinpilze im Kichererbsen- und Kartoffelpürree, Sammel- und Gesundheitstipps und vieles, vieles mehr. Hier geht's zum Stöbern in Wohlrabs Pilzreich



Pilzbücher
und mehr

Mit Pilzsammlern
in Deutschland unterwegs




Pilze, Holzkasten, Bollerwagen:
So war der Alltag
im alten Dorf




Ein tolles Bestimmungsbuch für nur 11 Euro

Peter Wenter beschreibt in seiner tollen Pilzlernschule Meine Schwammerl - Pilze aus dem Münchner UmlandPilze aus 70 Gattungen fachlich tadellos. Sehr gute Bestimmungssystematik! Nicht nur für Schwammerl-freunde aus der Region München empfehlenswert. Geballtes Wissen, verständlich vermittelt. Ein Buch für Anfänger und Ambitionierte - und das für unschlagbare 11 Euro.

Das Buch ist auch hier bestellbar.


Sehr lehrreich, gründlich und liebevoll!


Ein außergewöhnliches und mitreißendes Pilzbuch! Toll für den Einstieg in die Pilzpassion, ideal für junge Pilzfreunde!


Jürgen Guthmanns Enzyklopädie der Heilpilze


DIN-A-4-Format; 425 Seiten; Darstellung von über 100 Heilpilzen mit ihren bioaktiven Inhaltsstoffen; Liste: Für welche Krankheiten sich die 16 gebräuchlichsten Heilpilze eignen; 250 Farb- und 230 Strichbilder; 1600 Zitate aus der Originalliteratur.

Zur Buchbesprechung