Pilz-Ticker-Hessen



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Hochtaunuskreis: 64 Steinpilze und jede Menge an Maronen und Rotfüßen für Erwin


Erwin schreibt am 17. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

unsere gestrigen Pilzfunde in der Nähe von Glashütten im Hochtaunuskreis waren so beeindruckend, dass ich sie auch einmal präsentieren möchte.

64 Steinpilze sowie jede Menge Maronen und Rotfußröhrlinge füllten nach 5 Stunden Suche unsere Körbe. Da ich ein ausgesprochener Waldmensch bin und mich ständig im Wald aufhalte, auch im Winter, weiß ich, wo man Steinpilze und große Mengen an Lungen- und Austernseitlingen finden kann. Das wahllose Durchlaufen der Wälder bringt womöglich nicht einen Steinpilz. In den nächsten Tagen ist weiterhin Regen angesagt, was für weiteres Pilzwachstum fantastisch sein dürfte.

Letztes Wochenende war ich im Spessart, wo ich auch immer viele Steinpilze gefunden habe. Das Ergebnis war enttäuschend. Vier Steinpilze und ein paar Rotfüße hat mir die lange Fahrt eingebracht. Dafür habe ich im Juli große Mengen an herrlichen Sommersteinpilzen finden können, die ich im Taunus nur vereinzelt fand.

Mit freundlichen Grüßen Erwin«

(Foto © Erwin)

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Groß-Gerau: Wenn das der Konkurrent geahnt hätte...


Andrea und Julius schreiben am 16. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

wie wir ständig in Deinem Pilzticker sehen, ist die Pilzsaison in vollem Gange. Wenn wir an das letzte Jahr denken, da gab es ja eigentlich gar nichts.

Wir sind in der glücklichen Lage, unseren Hauswald direkt vor der Haustür, naja, sagen wir, in 300 Metern Entfernung zu haben.

Daher sind mein Sohn Julius und ich auch heute Nachmittag nach Schule und Büro auf die Schnelle mit dem Fahrrad in »unseren« Wald bei Groß-Gerau gefahren, um nach jenen Steinpilzen zu schauen, die Julius schon vor zwei Tagen mit viel Laub vor Mitbewerbern versteckt hat. Sie waren zwar immer noch recht klein, allerdings fanden wir sehr nahe ein paar weitere schöne Exemplare, die in unseren Korb wanderten. Auch an einer anderen bewährten Stelle waren wir erfolgreich.

Hätte der andere Pilzsucher, der uns entgegenkam gewusst, dass er eigentlich an der falschen Stelle sucht, wo doch nur 200 Meter weiter ein paar wunderschöne Exemplare zu finden sind.

Ansonsten haben wir noch ein paar Maronen und zwei Reizker gefunden. Unser Abendessen war gerettet.

Leider wird wohl in diesem Wald bald ausgeholzt werden, denn an einigen Bäumen sind bereits Markierungen angebracht.

Wir möchten uns noch bei dir bedanken, dass du in der momentanen Hochsaison unermüdlich und immer wieder und wieder die Funde von uns Pilzsuchern im Pilzticker einstellst!

Hast du eigentlich selbst noch Zeit zum Pilze sammeln?

Viele Grüße aus Groß-Gerau senden Dir Andrea und Julius«

Hallo Andrea,

zu Deiner Frage: Ein klares Nein. In der Hochsaison ist das grundsätzlich nicht möglich.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Nur gut, dass ein Konkurrent 200 Meter entfernt suchte. So landete dieser Steinpilz im Netz von Julius und Andea. (2 Fotos © Julius)

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Linden, Landkreis Gießen: Mit den drei Kindern im Wald der unzähligen Parasole


Annegret schreibt am 16. Oktober 2019:

»Hallo,

erst einmal möchte ich mich für diese wunderbare Seite bedanken, sie ist wirklich ganz toll zum Lernen und Staunen.

Nach 10 Jahren in Finnland bin ich erst seit dreieinhalb Jahren wieder in der Heimat im Landkreis Gießen und erkunde nach und nach die Wälder.

Gestern ging es mit meinen Söhnen in ein Wäldchen bei Linden und dort entdeckten wir zu unserer großen Freude unzählige Parasole bzw. Riesenschirmlinge im lichten Eichenwald (Foto rechts).

Die schönsten haben wir mit nach Hause genommen und teils zu einer leckeren Soße zu Kartoffeln verarbeitet, ein Teil wird heute noch paniert und gebraten und der Rest getrocknet und zu Würzpulver verarbeitet.

Ohne die Kinder ging es dann noch mit einer Freundin in einen anderen, einen Buchenwald bei Gießen. Auch hier gab es wieder Parasole. Ich fand noch eine Krause Glucke und meine Freundin einen schönen, komplett madenfreien Steinpilz. Die Stellen der Herbsttrompeten sind leider weiterhin kahl.

Wir begegneten einem erfahrenen Pilzsammler, der uns stolz seinen gut gefüllten Korb mit Steinpilzen und Butterpilzen zeigte und uns neckend fragte, warum wir denn die Pilze nicht sammeln würden. :-).

Liebe Grüße, Annegret«

(2 Fotos © Annegret)

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Foto: Wenn im flachen Hochwald zahlreiche Parasole wachsen, so ist dies für Kinder ein prima Zugang zum Hobby Pilze sammeln. Dass sie danach auch noch vorzüglich schmecken, sorgt für ein nachhaltiges Erlebnis, an das sie sich vermutlich noch lange erinnern können.


Herrliche Steinpilze aus verschonten Fichtenbeständen im Reinhardtswald


Foto: So schöne Steinpilze! Andreas fand sie in restlichen Fichtenbeständen, vor denen der »starke Holzeinschlag« Halt gemacht hatte. (2 Fotos © Andreas)

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Andreas schreibt am 16. Oktober 2019:

»Gern möchte ich heute über meinen Fund von Maronen und Steinpilzen im Reinhardtswald berichten.

Wie jedes Jahr warte ich geduldig, bis das Wetter ein Einsehen hat und den Waldboden hinreichend durchnässt hat und die Oktobersonne etwas für Wärme sorgt.

Am Sonntag war es dann so weit. In meinem Revier auf den Höhen des Reinhardtswaldes stieß ich trotz des starken Holzeinschlages in den verbliebenen Fichtenbeständen auf die für mich ersten Steinpilze in diesem Jahr.

Am Ende des nahezu trockenen Spazierganges fanden sich nahezu 3 Kilo der köstlichen Steinpilze und ein paar junge Maronenröhrlinge im Korb.

Heute Nacht sind 27 l/m² Regen gefallen und wenn es warm bleibt, sollten das nicht die letzten Edelpilze sein, die den Weg in die heimische Pfanne finden.

Mit feundlichen Grüßen Andreas«

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Foto: Es fiel gut Regen, es soll warm bleiben - gute Voraussetzungen dafür, dass Andreas erneut so einen guten Fund macht, wie ihn sein Korb hier zeigt.

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Stefan beobachtet das Wachstum der Arten ganz genau

Wie unterschiedlich die Pilze schon jetzt auf klimatische Veränderungen reagieren


Stefan schreibt am 15. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute mal wieder an meinen Stammplätzen im Main-Kinzig-Kreis, da ich ja auf die Rotkappen warte. Natürlich hatte ich auch meine unlängst entdeckten Ministeinpilze im Visier.

Es ist kein einfaches Spiel, diese Plätze nun schon über Monate mehr oder weniger gut geheim zu halten, aber es scheint zu funktionieren, so dass ich es mir immer wieder halbwegs entspannt aussuchen kann, wann ich meine Plätze wieder aufsuche. Was aber noch viel schöner und vor allem wertvoller ist, ist die Erfahrung, die ich dabei gewinne, denn ich kann in aller Ruhe beobachten und meine Schlüsse ziehen.

Wie es Peter hier im Pilzticker Hessen einschätzt und auch Du es bereits angedeutet hast, wird sich das Pilzaufkommen verändern. Diesen Umstand habe ich mir im trockenheitsbedingt sehr mageren Jahr 2018 bereits bewusst gemacht und gezielt nach Stellen gesucht, die auch im heiß-trockenen Klima noch Pilze hervorbringen könnten. Nun ist glücklicherweise genau das in diesem Jahr voll aufgegangen.

(Pilz-Ticker-Hessen)

So konnte ich speziell das Wachstum der Pappelraufüße und der Rotkappen wunderbar beobachten. Während die Pappelraufüße mit nur mäßigen, aber häufigen Niederschlägen in Massen aufgetreten sind, gab es Rotkappen immer nur nach ergiebigen Regenfällen.

Auch die Bronzeröhrlinge, die Sommersteinpilze und die Anhängselröhrlinge folgten bereits auf dürftige Regenfälle. Als sie wuchsen, waren die Wälder stets noch trocken. Kurze Niederschläge hatten ausgereicht, um sie fruktifizieren zu lassen. Auch weisen die Standorte für die beschriebenen Dickröhrlinge nicht die typischen Merkmale der naturnahen klassischen Wälder auf, wie wir sie im Allgemeinen kennen.

Wenn ich dabei an meine geliebten Pfifferlinge oder Totentrompeten denke, blutet mir etwas das Herz, aber wenn im Wechsel dafür seltene Dickröhrlinge oder auch die Kaiserlinge in Deutschland auf dem Vormarsch sind, ist dieser Wandel doch durchaus erträglicher, als es sich vielleicht im ersten Moment anfühlt. Das soll selbstverständlich die offensichtlichen negativen Folgen nicht verharmlosen, aber man darf sich doch auch mit potentiell positiven Folgen der klimatischen Veränderungen auseinandersetzen.

Zu meinem heutigen Fund: Oben links auf dem Foto sind die ersehnten Espenrotkappen zu sehen, daneben drei Flockis und rechts außen ein Pappelraufuß. Darunter aufgereiht die Fichtensteinpilze in allen erwünschten Altersstufen.

Eines haben alle Funde gemeinsam: es war stets ein Bach in unmittelbarer Nähe. Mir scheint, dass der Bach das ausgleicht, was an Niederschlägen abseits des Baches noch fehlt.
Sowohl im Spessart am Wochenende als auch gestern in einem neuen und großen Laubwald in Alzenau habe ich an klassischen Stellen noch nichts entdeckten können.

Liebe Grüße Stefan«

(Foto © Stefan)

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Wetzlar: Gut gefüllte Körbe für drei Generationen Pilzsammler


Foto: In die Froschperspektive gegangen ist Peter für diesen Prachtparasol, der ein bisschen was aufs Dach bekommen hat. Ein lebhaftes und stimmungsvolles Wald- und Pilzmotiv, das uns beinahe den Eindruck vermittelt, wir würden dabei sein. (2 Fotos © Peter)

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Peter schreibt am 15. Oktober 2019:

»Guten Tag, lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem ich am Samstag meinen Pilzkorb so gut füllen konnte, bin ich am Sonntag zusammen mit meiner Frau, meiner Tochter und unseren beiden Enkeltöchtern (11 und 13 Jahre) auf dem Wetzlarer Stoppelberg auf die Pilzpirsch gegangen.

Schon nach den ersten Schritten begrüßte uns eine größere Gruppe noch recht kleiner Anisegerlinge, und überall um uns herum hatten Parasole ihre Schirme aufgespannt. Da konnte das Sammeln gleich von Anfang an beginnen, und die Mädchen freuten sich über die tollen Funde.

Im Birkenwäldchen, wo wir auf etliche Pilzsammler stießen,  fanden wir einen einzigen Steinpilz und ein paar Birkenpilze. Auf dem Rückweg durch Buchenhochwald stolperten wir regelrecht über viele kleine Rotfußröhrlinge und Anisegerlinge und fanden nochmals Parasole über Parasole. 

Als wir nach zwei Stunden wieder zum Parkplatz kamen, waren unsere Kräfte erschöpft und unsere Körbe ausreichend gefüllt. Das war für die ganze Familie ein richtig schöner Sonntagvormittag in herrlicher Natur bei schönstem Herbstwetter. 

Gestern war ich noch einmal allein unterwegs, um in meinem kleinen Maronenwäldchen nachzuschauen. Es waren aber immer noch keine Maronen zu finden. Unterwegs traf ich aber auf eine größere Ansammlung von den verwandten Rotfußröhrlingen, die im tiefen Moos standen. Ich nahm nur ein paar junge Exemplare mit, weil diese Pilzart sehr schimmelanfällig ist.

Angesichts der enormen Steinpilzfunde, über die in Deinem wunderbaren Pilzticker zur Zeit aus allen Bundesländern berichtet wird, nehmen sich die hier beschriebenen Funde recht bescheiden aus und sind eigentlich gar nicht erwähnenswert. Aber angesichts des Klimawandels werden wir wohl davon ausgehen müssen, dass sich unsere gesamte Natur verändern wird und dass sich auch unsere Pilzwelt verändern wird.

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Foto: Da quillt es vor Pilzen im Rotfüßchenbeet! Peter nahm nur einige junge Exemplare von ihnen mit.

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Steinpilze habe ich in allen vergangenen Jahren immer ausreichend gefunden, in diesem und auch im letzten Jahr hat sich diese begehrte Pilzart aber im hiesigen Raum rar gemacht. Es fehlte einfach an den nötigen Niederschlägen. Vielleicht wird es ja in den kommenden Jahren wieder regnerischer, aber daran kann ich gar nicht so recht glauben. Vermutlich müssen wir uns darauf einstellen, dass wir unser Sammelspektrum nach und nach verändern müssen, um noch mit gefüllten Körben nach Hause zu kommen.*

Heute war ich recht hoffnungsvoll in meinem Steinpilzwäldchen nördlich von Wetzlar auf Pilzsuche, wo ich in früheren Jahren meistens auf diese knackigen Gesellen gestoßen bin. Es war in diesem Herbst wohl schon der zehnte ergebnislose Besuch.

Der Waldboden ist überall recht feucht, das Moos ist saftig grün, und es hatte ja auch in den letzten Wochen immer mal geregnet. Es fehlten aber in den letzten Jahren die ergiebigen Regengüsse zwischendurch. Das Phänomen wird ja auch von vielen Deiner eifrigen Berichterstatter ähnlich beschrieben. 

Herzliche Grüße von einem nachdenklichen Waldläufer!

Peter aus Wetzlar«

* Anmerkung: Es ist davon auszugehen, dass der Wärme wärmeliebende Pilze aus dem Süden folgen werden. Südliche Dickröhrlinge sind bereits erkennbar auf dem Vormarsch in Richtung Norden. Auch Edeltrüffeln und der Kaiserling werden inzwischen in Süddeutschland häufiger gefunden und dürften sich bei anhaltender Klimaerwärmung weiter ausbreiten. Was tendenziell heißt: gehende Pilzarten werden vermutlich durch kommende ersetzt.





Piero wieder auf Inspektion im Hochtaunus

Weisheit einer erfahrenen Pilzsammlerin: »Die Fliegenpilze kommen immer eine Woche vor den Steinpilzen«


Foto: Es muss nicht immer ein rekordverdächtiger Riesensteinpilz von 982 Gramm sein, ein Teller mit schönen Mischpilzen tut es auch.

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Piero schreibt am 15. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach ergiebigen Regenfällen in der Vorwoche beflügelte mich das wunderbare Spätsommerwetter am Wochenende, Montag nach Feierabend mal wieder frische Waldluft zu schnappen.

Dabei traf ich eine ältere Frau, die wegen der unzähligen Fliegenpilze sagte: »Die Fliegenpilze kommen immer eine Woche vor den Steinpilzen.« Da bin ich nun sehr gespannt, ich werde das gerne überprüfen.

Ich ging dann in eine andere Ecke meines Waldes bei Königstein im Taunus, nicht in die, wo ich vergangene Woche meinen Steinpilzriesen gefunden hatte. Und damit lag ich richtig. In eineinhalb Stunden hatte ich einen Korb voller wunderschöner Mischpilze: Parasole, eine wunderschöne Krause Glucke (Foto rechts), Steinpilze und einen jungen Birkenporling. Die Küchenwaage zeigte genau 2 Kilo an.

Ich bin mir sicher, dass es in ein paar Tagen noch mehr geben wird und freue mich jetzt schon auf morgen. Weil ich da erneut Zeit haben werde für das wunderschöne Hobby Pilze sammeln.

Viel Glück da draußen für Euch alle und liebe Grüße, Piero«


Foto: Der Steinpilz stand im durchnässten Laubwald da wie eine 1. (3 Fotos © Piero)

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Pilzpassion im Kasseler Umland mit Sicherung der Weihnachtssteinpilze


Foto: Tolle Steinpilzfunde bei der »wahren Flut an Steinpilzen« um Kassel hat Sebastian am Wochenende gemacht. Er freut sich, dass die Edelpilze für das Weihnachtsessen - und darüber hinaus - gesichert sind.


Sebastian schreibt am 14. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

zusammen mit meiner Freundin Anne habe ich dieses Jahr, nach den ordentlichen Regenfällen im Großraum Kassel, großartige Funde von Steinpilzen gemacht und die Gefriertruhen ordentlich gefüllt.

Für das Weihnachtsessen und auch noch bis in das kommende Jahr hinein ist die Selbstversorgung mit prächtigen Dickröhrlingen somit gesichert. Besonders auffällig ist dieses Jahr, dass mittlerweile eine wahre Flut an Steinpilzen in unseren Wäldern zu finden ist. Die aktuellen Funde von Samstag und vom Sonntag (12. und 13. Oktober) beweisen dies auf eindrucksvolle Art.

Als langjähriger Begleiter Deiner Website möchte ich es nicht versäumen, Dir für dieses wirklich tolle Medium meinen Dank auszusprechen. Ich bin in dieser Jahreszeit häufig, ja fast täglich auf den Seiten, um zu staunen, was in anderen Bundesländern schon so alles im Wald gefunden wird. 

Das ermuntert mich, um dann in »meinen« Wäldern auf die Suche zu gehen. Häufig treibt es mich dabei in den ca. 180 km² großen Gutsbezirk Reinhardswald. Es ist der größte gemeindefreie hessische Gutsbezirk.

Die Pilze wollen erhascht werden

Leider war auch dieses Jahr wieder geprägt von schlimmen Veränderungen in den Wäldern um das Kasseler Becken herum. Die anhaltende Trockenheit (und damit verbunden der viel zu niedrige Grundwasserspiegel), die Borkenkäfer und nicht zuletzt die immer häufiger auftretenden Stürme machen einem Angst um die Frage, wie sich die Wälder hier in den kommenden Jahren entwickeln werden.

Hoffen wir das Beste!

Von Kindheitstagen an bin ich mit meinen Eltern und Großeltern jährlich in den Wäldern unterwegs gewesen; heute, mit nunmehr 37 Jahren, ist es mir zur Passion geworden.

Es ist schon fast eine Art Trance, eine einfach großartig beruhigende Stimmung, durch die Wälder zu streifen und die vor sich hinschlummernden Stellen ausfindig zu machen, an denen die Pilze vom richtigen Blickwinkel des Sammlers erhascht werden wollen. Auf dem 1. Foto rechts ist recht gut zu erkennen, dass sich die wirklich großen Exemplare oft am besten verstecken.

Ein freundlicher Gruß aus dem schönen Nordhessen, Sebastian«

(5 Fotos © Sebastian)

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Foto: Selbst im restlos vertrockneten Gras wachsen die Steinpilze noch. Das mag veranschaulichen, wie widerstandsfähig ihr Wurzelgeflecht (Myzel) ist.

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Darmstadt-Dieburg: Monikas Freude über Steinpilzfotos - und über eigene Funde


Foto: Monika freut sich über die vielen Steinpilzfunde der Pilzticker-Besucher - am meisten aber über ihre eigenen; wie diesen. Fein haben sich die Pilze herausgeputzt. (3 Fotos © Monika)

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Monika schreibt am 14. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

seit den letzten ergiebigen Regenfällen sprießen die Objekte der Begierde ja nun wahrlich in Mengen. Die Meldungen über die reichlichen Steinpilzfunde, die auch meine bevorzugte Beute sind, sind einfach ein Traum. Ich habe auch schon reichliche Ernte für den Winter eingefahren und möchte hiermit eine kleine Impression meines letzten Fundes zum Besten geben.

Ich verfolge schon seit geraumer Zeit deinen wunderbaren Pilz-Ticker und genieße die vielfältigen Meldungen der Sammler und Sammlerinnen, die du so schön aufbereitest. Vielen Dank dafür.

Herzliche Grüße Monika«


2 Fotos: Auch im Wald hat Monika ihre Steinpilze fotografiert. Sie fand sie bei Rotbuchen.

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Eberstadt: Tobias war schon wieder auf Steinpilztour, diesmal an seinem Bach


Foto: Der goldene Oktobertag lockte Tobias erneut in den Wald, diesmal bei Darmstadt-Eberstadt. An seiner Bachstelle fand er diese Steinpilze.

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Tobias schreibt am 13. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute musste ich nochmals in den Wald gehen, bei uns in Eberstadt. Der goldene Oktobertag war mit 26 Grad einfach nicht dafür gemacht, im Haus zu hocken.

Also bin ich an die Bachpartie gelaufen, von der ich dir unlängst schon berichtet hatte. Das war genau der richtige Gedanke, konnte ich doch dort erneut einige Steinpilze (z. B. Foto rechts) »abholen«.

Die Fliegenpilze in der Gegend werden immer mehr, es ist einfach unglaublich. Die meisten Parasolpilze bei uns sind alle schon sehr alt, im Gegensatz zu gestern im Odenwald.

Viele Grüße von Tobi aus Eberstadt bei Darmstadt«

(2 Fotos © Tobias)

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Pilzalarm im Main-Kinzig-Kreis: Stefan ist unterpfiffert!


Stefan schreibt zu diesem Foto: »Dies ist ein Teil unseres Fundes. Die Parasole, einige Birkenraufüße und ein großer Steinpilz fehlen hier, die landeten in Fabianos Korb. Hinten links sind noch zwei Gläser mit den in Öl eingelegten kleinen Steinpilzen zu sehen.« (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 13. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute waren Fabiano, meine Frau und ich mal im Spessart. Wären Fliegenpilze kulinarisch verwendbar, wir hätten für die nächsten drei Jahre ausgesorgt. Das Aufkommen ist wie das der Parasole momentan der reine Wahnsinn - und zugleich wunderschön anzusehen.

Im Spessart haben wir überwiegend Plätze mit Fichten, dort war aber bis auf einen schönen Steinpilz (Foto rechts) komplett tote Hose. Herrlich stand er da, Fabiano und ich sind quatschend dran vorbeigelatscht, aber Dani hat ihn Gott sei Dank entdeckt, so wie fast alle Steinis heute. ;-) Die Steinpilze, die wir danach gefunden haben, standen allesamt bei Rotbuchen.

Wir haben, wenn auch nicht auf dem Bild zu sehen, noch einige schöne Parasole und Birkenraufüße eingesammelt.

Mit den Pfifferlingen scheint es nach meiner Einschätzung nichts mehr zu werden. Alle meine Plätze zeigen das gleiche Bild. Schade, denn nach zwei Ausfalljahren in Folge bin ich langsam wirklich unterpfiffert. ;-)

Wir hatten herrliches Wetter, einen schönen gemeinsamen Pilzgang und auch Fabiano hat heute mit uns zum ersten Mal Schopftintlinge verköstigt - es bleibt ein sehr spannender und leckerer Pilz.

Liebe Grüße, Fabiano, Dani & Stefan«

Tobias & Matthias gemeinsam auf der Steinpilzsuche im Odenwald

»Man findet sein Pilzglück, trotz Schnittresten von den Konkurrenten«


Foto: Dieser Steinpilz war vermutlich zum Krafttraining im Fitnesscenter. Beim Anblick des breitschultrigen Gesellen wird ja selbst Mr. Universum, Ralf Möller, neidisch. (4 Fotos © Tobias)

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Tobias schreibt am 12. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute war ich endlich einmal mit Matthias unterwegs, und zwar im Odenwald. Du hattest ja dankenswerterweise bei der Kontaktherstellung geholfen, und so konnten wir heute erstmals gemeinsam (Foto rechts) auf die Pilzsuche gehen.

Wir hatten bei traumhaftem Wetter einen sehr schönen und sehr erfolgreichen Tag. Und das, obwohl viele Schnittreste anzeigten, dass die Konkurrenz vor uns an einigen unserer Stellen gewesen war. Ich sehe es relativ gelassen, wenn ich nicht als Erster an meinen Pilzplätzen bin. Auf Dauer geht das nicht, und trotzdem findet man sein Pilzglück. So wie wir es auch heute mit herrlichen Steinpilzen (z. B. 2. Foto rechts) fanden.

Ich hatte ja in meiner letzten Nachricht von vielen, vielen Fliegenpilzen berichtet. Nun erzählte mir ein Nachbar vor unserem Pilzgang, dass es sehr viele Parasole geben würde. Da hatte er wohl Recht! So viele habe ich in 30 Jahren noch nie gesehen, es waren wohl rund 120 Stück - wenn das man reicht. Weil wir aber auf Steinpilze aus waren, haben wir sie alle stehen gelassen.

Wir wünschen allen Sammlern noch viel Erfolg und Spaß!

Matthias und Tobi«

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Foto: Ein herrlicher Fund für Tobias und Matthias! Sie waren bei ihrem Pilzgang nur auf Steinpilze aus, ließen alles andere stehen. Trotz der Konkurrenz kam dieser schöne Korb zusammen.

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Wetzlar: Nach langer Zeit endlich einmal wieder ein vergnüglicher Pilzgang für Peter


Foto: Nach langer Durststrecke war dieses Sammelergebnis für Peter in der Region Wetzlar endlich einmal wieder Grund zur Freude. Sogar das Putzen - ohne eine einzige Made - hat ihm Spaß bereitet. (Foto © Peter)

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Peter schreibt am 12. Oktober 2019:

»Hallo, lieber Heinz-Wilhelm,

nach mehreren recht erfolglosen Anläufen war ich heute wieder auf dem Wetzlarer Hausberg, dem Stoppelberg, unterwegs. Ich hatte mir eine längere Route vorgenommen, die mich zu meinen früher so zuverlässigen Pilzstellen führen sollte.

Als mein Blick schon ziemlich am Anfang meines Weges auf eine kleine Gruppe Parasole fiel, ging ich natürlich hin und legte sie in den Korb. Von diesem Standort aus sah ich dann weitere Parasole, denen ich dann tiefer in den Wald hinein folgte, und so ging das weiter, bis mein großer Korb halb voll war.

Jetzt war er zu schwer für eine längere Pilzwanderung. Die Parasole hatten mich also überredet, in ihrem Reich noch ein wenig auf Suche zu gehen, und das war gut so. Ich stieß auf überraschend viele wunderschöne Fliegenpilze, an denen ich mich nicht satt sehen konnte. Aber ich suchte ja auch eigentlich Pilze zum Sattessen.

Und die blieben dann auch nicht aus. Zwei große Steinpilze (252 und 173 Gramm) standen plötzlich vor mir im Buchenhochwald. Im moosigen Birkenwäldchen fand ich noch drei junge Birkenpilze und eine etwas ältere Marone. Zwei kleine Anisegerlinge und noch jede Menge weiterer Parasole kamen auf dem Rückweg zum Parkplatz noch hinzu. So war mein großer Korb doch tatsächlich endllich ein mal wieder rappelvoll.

Das war nach langer Durststrecke ein richtig guter Pilzgang. Das anschließende Putzen und Zerkleinern der Pilze hat richtig Spaß gemacht, zumal keine einzige Made zu sehen war. Und was es dann anschließend zum Abendessen gab? Nein, das fragst Du doch nicht im Ernst...

Herzliche Grüße aus dem schönen Wetzlar!

Peter«

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Im Main-Kinzig-Kreis wollen die Pilze noch nicht so recht


Stefan schreibt am 12. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute Vormittag eine kleine Runde in meinem Hauswald laufen. Das Pilzwachstum ist noch ziemlich ausbaufähig, aber es kommt immer mal was ins Körbchen.

Auch in einem Fichtenwald war ich gestern mal, aber außer Massen von Fliegenpilzen war dort auch noch nichts los.

Heute habe ich dann mal ein paar kleine Schopftintlinge (Foto rechts, unten) mitgenommen, die wir eben paniert, frittiert und dann als kleinen Snack verputzt haben - durchaus eine leckere Angelegenheit.«

(Foto © Stefan)

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Friedberg/Hessen: Moritz schwelgt im schönsten Steinpilzglück


Moritz schreibt am 11. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich mal wieder in den Pilzen.

Kaum an meiner ersten Steinpilzstelle angekommen, entdeckte ich auch schon einen ersten kleinen knackigen Steinpilz. Wie gemalt stand er im Buchenlaub. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen. Und wie es dann weiterging - es war einfach unglaublich.

16 perfekte Steinpilze warteten in der Folge auf mich, einer schöner als der andere. Und dann noch drei sehr schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge.

Einige Tage vorher war ich noch an genau derselben Stelle gewesen und hatte außer einer Rotkappe, überständigen Rotfüßen und zwei Parasole nichts gefunden.

Morgen gehe ich gleich wieder raus! Endlich sind die Steinpilze da!

Liebe Grüße Moritz!«

(Foto © Moritz)

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Andreas freut sich über die ersten Fichtensteinpilze bei Rosbach vor der Höhe im Wetteraukreis


Die ersten Fichtensteinpilze hat Andreas bei Rosbach vor der Höhe im Wetteraukreis gefunden. Auf dem Foto rechts sehen wir ein besonders schönes Exemplar.

(Foto © Andreas)

(11. Oktober 2019)

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Jetzt sind auch im Main-Kinzig-Kreis die herbstlichen Fichtenpilze da, klein und ideal zum Einlegen


Stefan schreibt am 10. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nun gibt es auch für den Main-Kinzig-Kreis den Startschuss in den Pilzherbst!

Nach den Wiesenchampignons und aktuell hunderten von Parasole und Safranschirmlingen überall auf den Wiesen und an Waldränder kommen nun auch die Steinpilze.

Ich habe heute eine kleine Runde gedreht und meine Plätze inspiziert. Über das Ergebnis kann ich nicht klagen. Die Steinis sind sämtlich wurmfrei, lediglich die Schnecken lassen sich gerade nicht zweimal bitten.

Das Prachtstück ganz hinten auf dem Foto (rechts) hat satte 247 Gramm und stand an meinem Platz, wo ich aktuell eher auf die Espenrotkappen spekuliert habe. Allerdings haben selbst die Pappelraufüße einstweilen ihr Wachstum eingestellt. Vermutlich der kühlen Temperaturen wegen.

Die kleinen Steinpilze werde ich einlegen, ganz nach italienischer Art. Wie gut, dass ich da  zufällig so einen steinpilzverrückten Italiener kenne. ;-).

Das Schöne ist, von den kleinen Steinis habe ich nur gut die Hälfte zum Einlegen mitgenommen, etwa die gleiche Anzahl blieben im Wald zum hoffentlich gedeihlichen Weiterwachsen stehen.

Ich möchte sie mir gerne zum Samstag abholen, vorausgesetzt, mir kommt niemand zuvor. In den Spessart geht es dann am Wochenende auch noch. Ich bin gespannt, ob dort auch schon der Startschuss gefallen ist, denn für gewöhnlich geht es dort mit 5 -10 Tagen Verzögerung los.

Auch Pfifferlinge erhoffe ich mir im Spessart, denn in meinem Hauswald wollen sie bisher leider nicht (mehr) kommen.

Beste Grüße Stefan«

(Foto © Stefan)

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Marburg: Zur Freude von Max war ein Steinpilz allen anderen weit voraus


Max schreibt am 10. Oktober 2019:

»Servus,

wir waren heute in den heimischen Wäldern um Marburg unterwegs. Es gibt mittlerweile viele Steinpilze, die jedoch noch recht klein waren und einen kräftigen Herbstschub ankündigen.

Doch einen schönen Fund haben wir gemacht, und der ließ das Pilzsammlerherz richtig aufblühen, siehe das Foto rechts... :)

Mit freundlichen Grüßen aus dem Wald, Max«

(2 Fotos © Max)

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Sehr lesenswert!

Grenzenloses Pilzglück im Hochtaunuskreis

Ein superknackiger Steinpilzriese im besten Alter beschert Piero »ein emotionales Feuerwerk«


Piero schreibt am 8. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Tag, lieber Heinz Wilhelm,

ich verfolge nun seit gut 6 Jahren den Pilzticker und bin sehr dankbar für dieses Werkzeug. Es hilft besonders im Herbst, wenn man sich die Frage stellt: Was ist los mit den Pilzen in meiner Umgebung? Soll ich mal auf die Suche gehen oder lohnt es nicht?

Nach dem vielen Regen am Sonntag machte ich also nach der Arbeit einen kurzen Spaziergang, um zu schauen, ob was wächst. Also bin ich nach Königstein im Taunus, in den Hochtaunuskreis, wo es schöne Mischwälder mit Fichten, Tannen und Buchen sowie weiteren Baumarten gibt.

»Mach mal die paar Meter Umweg!«

Eine Stunde lang suchte ich im wirklich ganz durchgeweichten Boden, wo leider nichts, aber auch gar nicht Essbares zu sehen war. Enttäuscht, ja traurig machte ich mich zurück auf den Weg zum Auto.

Da fällt mir, es war bestimmt noch 50 Meter entfernt, ein braunweißer Fleck ins Auge. Ich habe mir noch gar nicht viel dabei gedacht, eigentlich sagte ich mir nur: komm, mach mal die paar Meter Umweg. Während ich so ging, glaubte ich zunächst, es wäre eine Plastiktüte. Doch je näher ich kam, desto größer wurden meine Augen.

Da stand doch tatsächlich ein Steinpilz, ein richtiger Riese, der größte Steinpilz, der mir je begegnet ist. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus!

982 Gramm »zum Anbeißen«

Zu Hause angekommen, präsentierte ich voller Stolz diesen einmaligen Fund. Stolze 982 Gramm brachte er auf die Waage, und ein jüngerer neben ihm hatte immerhin noch 350 Gramm. Und unsere Freude wurde noch größer, als sich zeigte, dass er nicht eine Made hatte! Seine blassgelben Röhren zeigten ja auch, dass er erst im mittleren Alter war. Er war unglaublich knackig und frisch, er roch so lecker, einfach zum Anbeißen.

Fotos lege ich dir bei, leider entstanden in der Euphorie nicht die besten Bilder, aber das lag einfach an der Aufregung, denn so etwas zu erleben ist einfach ein emotionales Feuerwerk! Davon träumte ich seit Jahren.

Natürlich wird es mich heute wieder in die Wälder im Hochtaunuskreis ziehen, denn es geht jetzt los hier, und die Zeit, sie zu finden, ist immer knapp.

Ich kann nur sagen: Leute, lasst euch nicht entmutigen, geht raus!

Viele Grüße Piero C. aus Hessen«

(3 Fotos © Piero/Privat)

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Foto: Überglücklich präsentiert Piero zuhause seinen einmaligen Fund: ein Steinpilzriese und ein zweiter, der es wohl gerne noch geworden wäre. Schade, dass die Hände einen Großteil der Stiele verdecken, doch das war, wie er selbst erklärt, der großen Aufregung zuzuschreiben. Wir freuen uns mit ihm, auch deshalb, weil aus seinen Schilderungen so schön herausklingt, was ihm dieses Erlebnis bedeutet hat. Gratulation zu diesen Pilzfunden, lieber Piero!

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Groß-Gerau: Es fing alles so verheißungsvoll an...


Foto: Mit diesen vier schönen Steinpilzen begann der Pilzgang von Andrea und Julius. Da konnten sie noch nicht ahnen, dass es ihr einziger Fund für den Tag bleiben sollte. Auf dem zweiten Foto einer der vier Pilze. (2 Fotos © Julius)

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Andrea schreibt am 7. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute zog es uns in unseren Hauswald bei Groß-Gerau. Der viele Regen der vergangenen Tage machte uns Hoffnung.

Ganz am Anfang unserer Fahrradrunde haben wir an einer Stelle, an der wir immer mal was finden, vier schöne Steinpilze entdeckt. Sie standen ganz nah beisammen.

In freudiger Erwartung zogen wir weiter. Alle unsere Stellen haben wir abgeklappert, um nichts mehr zu finden. :-(

Der Wald war wie leergefegt, und wir stellen uns oft die Frage: wächst gerade nichts oder sind wir zu spät gekommen? Manchmal hat man das Glück - oder Pech - , dass geschnittene Pilzreste von der Konkurrenz diese Frage beantworten.

Für die nächsten Tage wird für unsere Region viel Regen vorausgesagt, danach dann aber wieder 20 Grad. Wir hoffen, dass die Pilze dann noch einmal alles geben und wir uns freuen können, noch einen Wintervorrat anzulegen.

Bis bald, viele Grüße von Andrea und Julius«


Darmstadt-Eberstadt: So langsam bequemen sich die Steinpilze heraus


Foto: Es wird so langsam, mit den Steinpilzen. Tobias wünscht sich aber, sie wären so viele an der Zahl wie die unzählbaren Fliegenpilze bei Darmstadt-Eberstadt. (2 Fotos © Tobias)

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Tobias schreibt am 5. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich war am Feiertag mal in den Wäldern bei Darmstadt-Eberstadt gewesen.

Ich habe nicht gerade viele gute Pilze gefunden, dennoch hat es für eine schöne Pilzpfanne gereicht: zwei zwei Steinpilze, eine Krause Glucke und Maronen genügten dafür.

Amüsant im Wald war ein kunstvoller gebastelter Marienkäfer auf Holzpilzen an einem Baumstamm. Ich habe mir gesagt, dass dieses Kunstobjekt jemand dort deponiert hat, um mir zu sagen: gib nicht auf, such immer weiter! Ich fand es sehr beeindruckend.

Als ich heute erneut in dem Wald war, konnte ich erfreut feststellen, dass sich so langsam etwas tut. Der Regen der letzten Tage dürfte entscheidend dazu beigetragen haben. Dennoch gilt: Gäbe es so viele Steinpilze wie Fliegenpilze, so hätte ich Wintervorräte ohne Ende. So viele Fliegenpilze wie in diesem Jahr habe ich noch nie gesehen. Bei einer Birke stehen durchschnittlich 20 bis 25 Stück. Jede Birke hat ihre Fliegenpilzarmee.

Viele Grüße Tobi aus Eberstadt«


Foto: Und hier noch ein besonders stämmiges Steinpilzexemplar. Tobias konnte mit seinem Fund durchaus zufrieden sein - trotz der geradezu provozierenden Fliegenpilzarmeen.

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Kassel: Die Steinpilze sind fürs Weihnachtsessen reserviert


Karin schreibt am 5. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach dem Frust der letzten Wochen kommen jetzt auch hier in Nordhessen endlich die ersten Pilze zum Vorschein, wenn auch zögerlich.

Von meinem Pilzgang konnte ich heute unter anderem leckere Schopftintlinge, zwei perfekte Steinpilze (der kleine darf weiterwachsen), zwei Birkenpilze und einen vereinzelten Austernseitling mit nach Hause nehmen.

Die Tintis gab es gebraten auf Toast, die Steinpilze sind fürs Weihnachtsessen in die Truhe gewandert und der Rest schmort gerade lecker in der Pfanne.

Liebe Grüße Karin«

(3 Fotos © Karin)

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2 Fotos: Die kleinen Steinpilze deuten vermutlich einen Schub an; sie wurden von Karin vorsichtshalber schon mal für das Weihnachtsessen zurückbehalten. Die Schopftintlinge (rechts) gab es spontan gebraten auf Toast.

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Bei Darmstadt: Mit Transporter und Fahrrädern mitten ins Steinpilzglück - auch zur Freude der betagten Nachbarn


Andrea und Julius schreiben am 5. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

mein Sohn Julius, mein Bruder und seine Lebensgefährtin und ich haben uns auf den Weg in die Wälder um Darmstadt gemacht. Wir sind mit dem Transporter inklusive Fahrrädern gefahren, um bequem weit in den Wald hineinzugelangen.

Wir wurden auch hier und da fündig. Es gab sehr viele Maronen und hier und da einen Steinpilz und Hexenröhrlinge.

An einem ausgesprochen »steinpilzig« aussehenden Stück Buchen- und Kieferwald hatten wir endlich richtig guten Erfolg. Es gab reichlich schöne knackige Steinpilze, alle ohne Würmer und schön frisch, einfach von bester Qualität. Es waren bestimmt 20 Stück, die alle in unseren Körben landeten.

Nachdem wir letztes Jahr und bislang auch dieses Jahr nur wenige Pilze gefunden hatten, haben wir uns sehr gefreut.

Unsere Nachbarn haben auch welche abbekommen. Sie sind bereits über 80 Jahre alt, sind früher gerne in die Pilze gegangen. Heute schaffen sie es nicht mehr, so dass sie sich um so mehr über die Steinpilze gefreut haben.

Viele Grüße, lieber Heinz-Wilhelm, senden Dir Andrea und Julius«

(3 Fotos © Julius)

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2 Fotos: Es sah schon so schön »steinpilzig« aus im Buchen-Kiefern-Bestand. So war die Freude groß, als Andrea & Mitsammler die herrlichen Steinpilze nur noch ernten mussten.

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Main-Kinzig-Kreis: Die Steinpilze starten zögerlich einen neuen Schub


Foto: Zwei Pappelraufüße und ein Steinpilz in der Mitte. Im Hintergrund sehen wir die getrockneten Steinpilze und Totentrompeten, die Stefan aus seinem Urlaub im Nassfeld/Österreich mitgebracht hat. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 3. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wieder zurück in der Heimat, bin ich nach einem kurzen Gang durch den Garten nochmal schnell meine Stammplätze im Main-Kinzig-Kreis abgelaufen.

Es ist schon etwas bedrückend, aus den schönen Wäldern Österreichs mit ihrer überquellenden Pilzvielfalt wieder durch die derzeit pilzarmen heimischen Wälder zu laufen.

Insgesamt ist das Pilzwachstum noch recht verhalten, aber ein paar Vorboten eines neuen Schubes sind bereits ersichtlich. So habe ich zu Beginn meiner Runde wieder Pappelraufüße gefunden, diese waren auch auf meinem kurzen Gang vor dem Urlaub zu präsent. Ich hatte gehofft, dass die Espenrotkappen bereits wieder kommen, doch dieser Wunsch blieb unerfüllt.

Im weiteren Verlauf habe ich noch Schopftintlinge gefunden, die ich aber erst holen werde, wenn ich sie direkt verarbeiten kann; darauf freue ich mich schon.

Auch erste Steinpilze konnte ich wieder finden, ein schöner knorriger kam ins Körbchen, zwei weitere waren bereits den Schnecken eine gute Mahlzeit.

Ich denke, mit den Steinpilzen wird es bei uns noch eine gute Woche dauern, ehe es richtig losgeht. Parasole waren auch noch zu finden, von Pfifferlingen aber leider keine Spur. Ich hoffe, sie nehmen noch einmal Anlauf.

Liebe Grüße, Stefan«


Schwalm-Eder-Kreis: Die geretteten Äste danken es Anna mit Judasohren


Foto: Dass Anna die Äste vor dem Häcksler rettete, zahlt sich nun aus. Das Totholz, vermutlich Holunder, dankt es ihr mit Gaben von Judasohren. 


Anna schreibt am 2. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auf gute Schwammerln habe ich bei uns im Schwalm-Eder-Kreis bislang vergeblich gewartet; es fehlte der Regen.

In den letzten Tagen nun kam wenigstens ein bisschen Nasses vom Himmel, worüber sich meine Judasohren im Garten besonders gefreut haben. So konnte ich gestern von ein paar Zweigen immerhin 200 Gramm ernten. 

Vor ein paar Jahren rettete ich die abgeschnittenen Äste vor dem Häcksler und durfte sie mitnehmen. So kann ich nun bequem in einer Gartenecke ernten.

In der Hoffnung, in den kommenden Tagen auch im Wald endlich Speisepilze zu finden, verabschiede ich mich für heute mit einigen Fotos.

Grüße aus Nordhessen, Anna«

(2 Fotos © Anna)

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Bei Kassel: Karin freut sich auch über den Fund von zwei Birkenporlingen


Foto: Karins gesunder Tee fürs nächste Jahr ist gesichert, und zwar dank des Fundes dieser zwei schönen Birkenporlinge. (Foto © Karin)

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Karin schreibt am 30. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

angespornt durch die tollen Steinpilzfunde in Südhessen habe ich meine Pilzecken hier in Nordhessen inspiziert. Leider herrscht noch gähnende Leere in den Wäldern südlich von Kassel. Aber zum Trost habe ich mit zwei großen Birkenporlingen meinen Jahresvorrat für Tee gesichert.«


Lenkas Steinpilz-Erlebnisse im Bad Homburger Hardtwald

»Ich dachte, ich träume«

Lenka schreibt am 27. September 2019:

»Liebe Pilzler,

ich dachte ja, nach dem wieder so dürren Sommer sei im Bad Homburger Hardtwald alles tot. Geregnet hat es ja bisher kaum. Also ging ich am Mittwochabend mal ins Gesträuch, um mir meine wöchentliche Portion Frust abzuholen.

Unterwegs zum meinem »Lieblingsquadranten« traf ich zwei Steinpilz-Babies und dachte mir: na, wenigstens etwas für’s Abendbrot. Also ging ich weiter, bog zu meinem erstem  »Hotspot« ab - und traf auf einen Hexenring schönster Steinpilze, über 20 an der Zahl.

Ich dachte, ich träume. Die knackigsten nahm ich mit (wäre ich doch nur paar Tage früher gekommen, einige waren wirklich schon zu groß), machte noch einen Schlenker über eine andere Lieblingsstelle und hatte von da an ein logistisches Problem. Denn hier stand erneut  ein ganzer Schwung Steinpilze, so dass mein zu kleiner Korb bereits voll war. Also machte ich es wie früher die Dorfmädchen: T-Shirt zur Trageschürze umfunktioniert und behangen wie ein Schiff mit Fendern zurück zum Parkplatz. Muss ein Bild für die Götter gewesen sein.

Natürlich hatte ich wieder mal kein Handy mit zum Fotografieren, aber ich starte am Samstagnachmittag einen neuen Anlauf. Dieses Mal wollen meine Freundinnen aus dem Reitstall mit auf Pilztour gehen, also darf ich dann erstens naturkundlich tätig werden und werde zweitens hoffentlich einiges an Frischfang vorzuweisen haben, das sich dann auch per Foto dokumentieren lässt.

Was mir noch aufgefallen ist: außer den Steinpilzen hat sich im Wald derzeit nichts blicken lassen, was Hut trägt. Im August hatte ich mal ein paar Blutrote Röhrlinge gefunden, zwei kleine Hexen und auf unseren Koppeln natürlich Wiesenchampignons. Aber weitere Arten sind nicht zu sehen. Vielleicht gibt ja der Dauerregen (endlich!) das Startzeichen.

Richtig los geht’s bei uns ja immer erst dann, wenn sich die Violetten Lacktrichterlinge sehen lassen.

Liebe Grüße Lenka«

Hallo Lenka,

das ist - mal wieder - eine sehr schöne, weil amüsante, selbstironische und kurzweilige Schilderung Deines Pilzganges! Herrlich zu lesen!

Viel Glück für Samstagnachmittag!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Bei Wetzlar hat Peters Fichtenwald für die Maronensuche den zweiten trockenen Sommer nicht überlebt


Foto: Peter schreibt zu diesem Motiv: »Im Wald schien mir kein Motiv fotogen genug zu sein, aber jetzt so in der Pfanne... Naja, da habe ich halt doch noch die Kamera gezückt. Und gleich wird gegessen.« (Foto © Peter)

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Peter schreibt am 26. September 2019:

»Hallo, lieber Heinz-Wilhelm,

eigentlich befinden wir uns ja gerade mitten in der besten Pilzzeit, aber leider ist draußen noch nicht so richtig was davon zu spüren.

Gestern bin ich im Raum Wetzlar bei leisem Nieselregen in den Wald gezogen. Meine Hoffnung auf Erfolg lag eher bei Null. So überlegte ich bei einer größeren Gruppe kleinerer Schopftintlinge, ob ich sie mitnehmen solle. Ich nahm sie mit, denn man weiß ja nicht, wie sich die Dinge entwickeln.

Die jungen Tintlinge standen direkt am Weg und schrieen nach einem Vollbad. Das sollten sie später auch bekommen. Als ich schließlich in meinem kleinen Maronengebiet unten am Bachlauf auf etliche alleinstehende herrllche Parasole stieß, war meine Pilzwelt schon einigermaßen in Ordnung.

Die Fichten sind tot, der Nadelteppich ist dick

Nach den Maronen hielt ich intensiv Ausschau, fand aber nichts. Dazu ist anzumerken, dass der Fichtenbestand diesen Sommer nicht lebend überstanden hat. Die armen Bäume sind inzwischen alle kahl, die grün-braunen Nadeln liegen in dicker Schicht auf dem Waldboden und decken alles zu. Wenn die Maronen in den nächsten Tagen tatsächlich heranwachsen, werden sie alle eine dicke Nadelschicht auf ihrem Hut haben.

Dann packe ich auch wieder die Kamera aus, die diesmal im Rucksack blieb. Die Fichten sind also verdurstet, obwohl sie eigentlich recht günstig direkt oberhalb eines Bachlaufs stehen. Dieses erschreckende Szenario geht einem als Naturliebhaber und Waldläufer viel näher als das Ausbleiben von Steinpilz, Marone, Pfifferling und Co. Ja, es macht richtig Angst. 

Auf dem langen Rückweg, der mich durch eine an sich ideale Pilzgegend führte, fand ich schließlich am Fuße einer Kiefer noch eine schöne Krause Glucke. Diesen Fund verdankte ich meiner Erfahrung, denn ich hatte hier schon vor Jahren solch einen prächtigen Pilz gefunden und ließ meinen geschärften Pilzblick entsprechend schweifen. 

Schließlich war ich mit dem Sammelergebnis, das für zwei leckere Pilzgerichte reichte, dann doch mehr als zufrieden.  

Herzliche Grüße aus dem schönen Wetzlar!

Peter«

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Der kleine Pilzner rettete den Waldgang mit der Entdeckung einer Parasolegesellschaft


Stefan schreibt am 22. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

meine Frau, unser kleiner Pilzner und ich sind heute Vormittag eine kleine Runde gelaufen, um ein bisschen frische Luft zu schnappen. Am Ende unseres Spaziergangs haben wir am Waldrand eine Stelle mit gut 15 Riesenschirmlingen entdeckt.

Unsere Wälder sind derzeit pilzleer, weshalb sich Lijan umso mehr gefreut hat, die Pilze zu entdecken. Die bereits aufgeschirmten Parasole blieben bis auf einen Hut stehen, die Paukenschlegel haben wir uns für ein leckeres Mittagessen mitgenommen.

Ich habe daraus eine Pilz-Piccata daraus zubereitet. Klassisch werden hierzu dünne Kalbfleischscheiben erst in Mehl und dann in einer Parmesan-Ei Mischung gewendet und anschließend ausgebacken. Dazu wird eine Pasta mit Tomatensauce serviert.

Die Parasole bieten sich als Kalbfleischersatz bestens an und es hat sehr lecker geschmeckt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich seit meinem unliebsamen Erlebnis, vor einigen Jahren unzureichend erhitzte Parasole gegessen zu haben, diese Pilze stets mit gemischten Gefühlen esse.

Ganz liebe Grüße, Stefan & Familie«

(2 Fotos © Stefan)

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Foto: Lecker, lecker! Statt der klassischen Kalbfleischscheiben verwendete Stefan für die Piccata die frischen Parasole.

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Krause Glucken an Truthahnfilets und selbstgemachten Semmelknödeln: »Fabelhaft!«





Foto: Krause Glucke an Truthahnfilets mit einem eigenen Saucenansatz inklusive Gartenbirnen und selbstgemachten Semmelknödeln. Stefan schreibt: »Wegen der fünf Truthahnfilets war die Pfanne recht voll und alles etwas zusammengedrängt. Deshalb würde ich beim nächsten Mal die Sauce und die Truthahnfilets separat zubereiten. Geschmacklich war es fabelhaft!« (4 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 14. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern nach Feierabend ging es für Fabiano und mich nach Alzenau in unser »Krause- Glucken-Wunderland«. Vergangenes Jahr waren wir dort zur selben Zeit unterwegs und die Krause Glucken standen fast aufgereiht wie am Marktstand.

Das war gestern nicht der Fall. Nach unserem Eindruck scheint es erst zu beginnen. Dennoch konnten wir zwei schöne junge Glucken finden, deren eine auf dem Foto rechts zu sehen ist.

Wieder Zuhause, habe ich mir dann Gedanken über die Zubereitung gemacht und fand ein tolles Gericht von Antonio Carluccio, der Fasanenbrust zusammen mit Krauser Glucke zubereitete und dieses Gericht im Ursprung Prinz Charles widmete.

Abwandlung von Antonio Carluccio

Trotz aller Bemühungen konnte ich so spontan keine Fasanenbrüste auftreiben und habe das Gericht leicht abgewandelt und in Anlehnung an das Original zubereitet.

Dazu habe ich Truthahnfilets von beiden Seiten scharf angebraten, dann eine geviertelte Schalotte, eine geachtelte Weiße Zwiebel und eine Hand voll frischer Heidelbeeren mit in die Pfanne gegeben und alles kurz weitergebraten.

Anschließend wurde alles mit einem Saucenansatz, den ich heute morgen vorbereitet hatte, aufgegossen. Carluccio hat stattdessen trockenen Weißwein verwendet.

Mein Saucenansatz bestand aus Geflügelfond, ausgekochten Birnen, die ich aus dem Garten der Schwiegereltern gemopst hatte, Wacholderbeeren, Lorbeerblättern und Lauch (2. Foto rechts).

Zum Abschluss kommen dann noch getrocknete Tomaten und die Krause Glucke mit in die Pfanne und das Ganze wurde dann nochmal für ein paar Minuten weitergekocht.

Selbstgemachte Semmelknödel

Parallel dazu habe ich selbstgemachte Semmelknödel (3. Foto rechts) abgekocht und dann alles schön heiß auf den Tellern angerichtet.

Das Gericht schmeckt fabelhaft, es ist sehr kräftig im Geschmack, hat eine schöne fruchtige Note und eine tolle Säure. Die Krause Glucke bleibt bekanntlich schön bissfest und hat das Ganze mit ihrem deftig pilzigen Geschmack abgerundet.

Einzig die Sauce und die Truthahnfilets würde ich beim nächsten Mal getrennt voneinander zubereiten, so manscht in der Pfanne nicht alles zusammen. Was mit den Fasanenbrüsten aufgrund ihrer geringeren Größe wohl nicht passiert wäre.

Ganz liebe Grüße Stefan«

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Wenn es etwas feierlicher sein darf:

Rinderrouladen mit zweierlei Risotto, klassisch und mit Spitzmorcheln



Stefan schreibt am 8. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wenn zwei Freunde, ein Italiener und ein Deutscher, beide Pilzliebhaber und leidenschaftliche Köche, sich ganz zufällig in der Küche treffen, kommt dabei idealerweise eine leckere Komposition aus zwei traditionellen Speisen der jeweiligen Länder heraus.

So gab es heute für die ganze Familie Rinderrouladen, gefüllt mit jungem Spinat, frischem Basilikum, Pinienkernen, geschmorten Schalotten und Zwiebeln. Dazu zweierlei Risotto, einmal klassisch und einmal mit Spitzmorcheln, wie das Foto rechts zeigt.

Da für mich beide Speisen eine Premiere waren, sowohl in Zubereitung als auch zur Verkostung, und ich gegenüber den Kindern etwas vorsichtig bin mit übermäßigem Morchelverzehr, haben wir zweierlei Risotto und zweierlei Demi Glace gekocht. Während
Fabiano ein klassisches Risotto und eine klassische Glace frisch hochgezogen hat, machte ich mich über das Morchel-Risotto mit einer bereits gezogenen Morchel-Glace her.

Die Rouladen von vier Seiten scharf anbraten

Zuerst haben wir den Spinat blanchiert, die Pinienkerne geröstet, die Schalotten und Zwiebeln geschmort und karamellisiert. Damit wurden die Rouladen gefüllt, gewickelt und kurz von vier Seiten scharf angebraten. Anschließend kamen sie bei 80 Grad Ober-Unterhitze in den Ofen.

Während die Rouladen langsam auf Niedertemperatur im Ofen zogen, hat Fabiano mal eben eine fabelhafte Glace aus Zwiebelwürfelchen, etwas Tomate, Rinderfond, dem Bratensaft der Rouladen und einigen weiteren Zutaten gezaubert. Anschließend haben wir zusammen je ein Risotto zubereitet.

Wichtig ist ständiges Rühren

Für das Morchel-Risotto habe ich die zuvor gewässerten Spitzmorcheln zusammen mit Schalotten und Zwiebelwürfeln in Olivenöl angebraten, dann den Reis hinzugegeben und alles gut verrührt, so dass der Reis vollständig von Öl umschlossen war. Wenn der Reis ganz leicht angebraten war, wurde alles im Topf mit etwas Fond aufgegossen und wieder einreduziert.

Unter ständigem Rühren wird dies so lange wiederholt, bis sich durch die Abgabe der Stärke im Reis eine cremige Masse bildet, der Reis fertig gegart, aber im Kern noch bissfest ist.
Anschließend wird dem Risotto noch Butter und geriebener Parmesan untergerührt, mit Salz abgeschmeckt und dann zügig und warm serviert.

Es ist sicher kein Gericht für die schnelle Küche, dafür aber ein absoluter Gaumenschmaus wenn es etwas festlicher sein darf.
Für mich persönlich eine absolut gelungene Premiere, in jeder Hinsicht ;-)

Ganz liebe Grüße, Stefan & Fabiano

Lob für Heikes gefüllte Vuillemot-Steinpilze

P.s. Ein langer, schöner und kulinarisch mal wieder sehr leckerer Abend geht nun zu Ende. Ich wollte den Bericht noch mit den frischen Eindrücken von heute Abend verfassen und nicht erst schlafen, deshalb die außergewöhnliche Sendezeit von 3:23 Uhr. Ich hoffe, das ist mir um diese Uhrzeit noch halbwegs gelungen. ;-)

Übrigens, Heikes Rezept »Gefüllte Steinpilze nach Vuillemot«, das du gestern online gestellt hast, sieht fabelhaft aus und hat mir das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Ganz, ganz toll! Das werde ich sicher bei Gelegenheit ausprobieren.«

(9 Fotos © Stefan)

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Foto rechts: Ein kleiner Überblick über die Hauptzutaten: Fond, Reis, Schalotten, Zwiebeln, Öl, Spinat, getrocknete Spitzmorcheln und Safranfäden (für das klassische Risotto). Fabiano hat sich noch einen Schluck aus dem Bocksbeutel gegönnt ;-)

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Foto: Die vorbereiteten Zutaten für das Füllen der Rinderrouladen stehen bereit.

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Foto: Eine Roulade mit Füllung: Blanchierter Spinat, Basilikum, geröstete Pinienkerne, geschmorte Schalotten und Zwiebeln.

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3 Fotos: Hier ist in drei Stufen zu sehen, wie Fabiano - in nur 45 Minuten - eine Demi Glace aus Zwiebelwürfelchen, etwas Tomate, Rinderfond, dem Bratensaft der Rouladen und einigen weiteren Zutaten zieht. »Man sieht ihr die Geschmackskonzentration förmlich an«, schreibt Stefan.

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Foto rechts: Vorbereitung für das Morchel-Risotto: Die Morcheln werden zusammen mit Schalotten und Zwiebeln in Olivenöl angebraten.







Foto rechts: Hier sehen wir links Fabiano mit dem klassischen und rechts Stefan mit dem Morchelrisotto. In der Mitte ein Topf mit heißem Fond, womit das Risotto immer wieder aufgegossen wird.




Grünfelderige Täublinge zu Saiblingsfilet an Tagliatelle


Foto: Grünfelderige Täublinge zu Saiblingsfilt an Tagliatelle ist der neueste kulinarische Schrei von Stefan. Diesmal als Fisch zu Pilzen - seine Pilzküche könnte kaum kreativer sein. (4 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 31. August 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die Sonne tobt sich nach wie vor aus und auch für die kommende Woche ist, trotz angekündigten Temperaturrückgangs, kein Niederschlag gemeldet. Dennoch bin ich gestern auf eine kurze Runde in den Wald gegangen.

Ich hatte die Hoffnung auf ein paar brauchbare Grüngefelderte Täublinge. Generell gibt es gerade viele Täublinge im Wald.

Neben einigen Pappelraufüßen konnte ich auch tatsächlich ein paar schöne Grüngefelderte Täublinge finden. Übersehen hatte ich die letzten Tage wohl aber vier Espenrotkappen, die nun zwar riesig, aber überständig waren. Auch zwei Anhängselröhrlinge waren bereits im Greisenalter und blieben an Ort und Stelle zurück.

Dem kleinen Dornigen Stachelbart habe ich auch noch einen Besuch abgestattet. Er sieht sehr schön aus und wächst fleißig.

Die Täublinge gab es heute ganz kurz angebraten zu einem Saiblinglingsfilet, Limonen Tagliatelle und Tomatensauce. Bei diesen warmen Temperaturen genau das Richtige, leichte aber leckere Kost.

Liebe Grüße, Stefan«




Foto: Der Dornige Stachelbart wächst weiter - und vermutlich der zweiten Ernte entgegen. Am 2. August hatte Stefan ihn erstmals - ausgewachsen - mitgenommen. Aus dem Restfruchtkörper entwickelte sich daraufhin der hier zu sehende, der also knapp einen Monat für die jetzige Größe benötigte. 


Stefan kann's einfach nicht lassen: Pilzstrapaze im Main-Kinzig-Kreis bei 33 Grad


Foto: Stefans kleiner Pilzrundgang bei 33 Grad trug ihm einmal mehr köstliche Schätzchen ein. Wir sehen links vier Pappelraufüße, rechts daneben drei Anhängselröhrlinge (gelbstielig) sowie ganz rechts eine große Espenrotkappe. Links von ihr der Winzling ist ein Grüngefelderter Täubling, wiederum links davon zeigt ein Fleischroter Speisetäubling seinen Hut. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 27. August 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

eigentlich war es mir bei 33 Grad heute zu warm, um eine Runde zu laufen, aber lassen kann ich es ja auch nicht. Also bin ich auf eine kleine Tour zur Nachlese der Röhrlinge losgezogen, denn ich hatte ja am Samstag wieder einige Pilze zum Weiterwachsen überredet.

So kamen heute wieder ein paar Raufüße, eine schöne Espenrotkappe (1. Foto rechts), drei kräftige Anhängselröhrlinge (einer 2. Foto rechts) und zwei Täublinge zusammen.

Für die Grüngefelderten Täublinge komme ich momentan leider immer zu spät, sie sind meist überständig. Einen einzigen, einen Winzling, konnte ich aber noch einfangen, bevor die kleinen Waldbewohner zu ihrem Recht kamen. Hinzu kam noch ein Fleischroter Speisetäubling.

Auch dem Dornigen Stachelbart habe ich wieder einen Besuch abgestattet, er hat mittlerweile etwa 4cm in der Höhe und 3cm in der Breite gewonnen.

Liebe Grüße, Stefan«

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Patricks »Birkenquadrat« im Frankfurter Stadtwald gibt es nicht mehr - Birkenpilze schon noch


Foto: Obwohl Patricks »Birkenquadrat« im Frankfurter Stadtwald zum Erliegen gekommen ist, wuchsen hier und da noch Birkenpilze. Zu sehen auf dem oberen und unteren Foto. (2 Fotos © Patrick)

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Patrick schreibt am 26. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilheilm,

wie bereits im Pilz-Ticker Baden-Württemberg angekündigt, machte ich mich nach meiner gestrigen Rückreise aus dem Ländle heute auf in meine heimischen Wälder im Rhein-Main-Gebiet.

Zu Beginn musste ich erst einmal von meinem ursprünglichem Weg zu meinen Sammelstellen Abstand nehmen, da mich eine »Maronenstraße« förmlich in ein bemoostes Waldgebiet zwang.

Nach dieser Lese wollte ich mich zu meinem »Birkenquadrat« im Frankfurter Stadtwald aufmachen. Dort glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen, denn alle Birken lagen am Boden, mein einstmaliges Quadrat sah aus wie dem Erdboden gleichgemacht. Das musste schon vor längerer Zeit geschehen sein, denn aus dem »Birkenquadrat« erwächst jetzt eine Art Mischwäldchen. Dennoch konnte ich einige Birkenpilze finden.

Also auf in das nächste, das vielversprechendste Waldgebiet, wo traditionell eine gute Maronendichte herrscht. Hier folgte die nächste unangenehme Überraschung: diese Gebiet war gerodet worden. 

Ersatzhalber ging es in einen benachbarten Nadelwald. Dort wollte ich eigentlich schon aufgeben, als ich plötzlich eine Zelle an Vielfärbenden Birkenpilzen fand. Das zauberte mir nun wirklich ein Lächeln ins Gesicht. Zu den Birkenpilzen gab es noch ein paar Rotfußröhrlinge sowie zwei Butterpilze.

Nach drei Stunden im Stadtwald war mein Körbchen dann so gut wie voll und ich machte mich auf den Heimweg.

Ich war überrascht von der Dichte der Pilzfundstellen. Zwar ist der Wald nach dem letzten Wochenende wieder ausgetrocknet, aber speziell an den bemoosten Flächen gibt es doch manchen ertragreichen Pilzplatz, so dass man trotz der Trockenheit auf nicht einmal schlechte Funde hoffen darf.

Beste Grüße aus Frankfurt, Patrick«

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Pilzpassion pur in Main-Kinzig und im Spessart

Von Freitag bis Sonntag: Das gesamte Wochenende stand bei Stefan & Familie ganz im Zeichen der Pilze


Stefan schreibt am 25. August 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Freitag Abend bin ich alleine in einen meiner bekannten Wälder hier gegangen, in dem ich nun schon etwas länger nicht mehr war. Ich fand Steinpilze und ein paar Täublinge, darunter auch der Steinpilzprachtkerl auf dem Foto rechts. Scheint er nicht förmlich darum zu betteln, endlich mitgenommen zu werden?

Zum Abendessen habe ich meiner Frau Ofenbaguettes mit Flockis vom Vortag gemacht. Auf die Baguettes kam erst etwas von der Tomatensauce aus eigenem Garten, die ich am vergangenen Wochenende angesetzt hatte, darauf Käse, dann die angebratenen Flockis und auf eine Hälfte noch ein paar kleine Scheiben Kräutersalami.

Ein ganz starkes Jahr der Bronzeröhrlinge

Offensichtlich waren sie so lecker, das unsere Tochter, die sonst in Sachen Pilze die Zurückhaltenste ist, ihrer Mama nach dem Probieren direkt eine Hälfte abluchsen wollte - ein Kompliment für den Koch. Für den gab es einen leckeren Flammkuchen mit den Steinpilzen vom Vortag.


Foto: Einen deftigen Samstagabendschmaus gab es im Hause Stefan mit diesen Ofenbaguettes. Sie waren so lecker, dass Stefans Tochter, eigentlich gar nicht so pilzvernarrt, der Mutter eine Hälfte stiebitzen wollte.

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Am Samstag ging es dann zusammen mit meinem Freund Fabiano an meine bekannten Plätze im Main-Kinzig-Kreis, wo es Raufüße, eine Rotkappe, einen Fichtensteinpilz, Bronzeröhrlinge und Anhängselröhrlinge für den Pilzkorb gab.

Der Radius, in dem die Bronzeröhrlinge nun wachsen, hat sich recht stark ausgedehnt. Ich nehme an, dass der Regen der letzten Woche damit zutun hat, da sie an den etwas lichteren Stellen standen, wo auch der Regen am Waldboden ankam.

Es scheint demnach ein gesundes und sogar recht ausgedehntes Pilzgeflecht (Myzel) zu sein.
Die Flockis drücken nach wie vor stark, blieben aber zunächst stehen, da wir sie für Sonntag eingeplant hatten und ich fest damit rechnete, im Spessart ebenfalls welche zu finden.



Foto: Stefans Samstagfund. Wir sehen links Raufüße, einen Fichtensteinpilz, Mitte unten die vier Anhängselröhrlinge, darüber die Bronzeröhrlinge (vier weitere blieben stehen, da sie überständig waren), und rechts eine Espenrotkappe. Höchste Zeit, anzumerken, dass wir uns in einem ganz starken Jahr des Schwarzhütigen Steinpilzes (Bronzeröhrlings) befinden.

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Am Sonntag gab es für alle ein leckeres Frühstück mit Rührei und gebratenen Pfifferlingen, für Fabiano dazu exklusiv eine Erstverkostung mit einigen goldbraun gebratenen Scheiben von Anhängselröhrlingen (Foto rechts). Besser gestärkt kann man wohl kaum Richtung Spessart aufbrechen.

Speisetäublinge für den Wildkräutersalat

Hier wollten wir - Fabiano, meine Frau und ich - in erster Linie Pfifferlinge finden. Wir mussten jedoch einmal mehr die Erfahrung machen, dass die Natur nicht auf unseren Pfiff antritt. Weil die Trockenheit dieses Waldgebiet wieder einmal eingeholt hatte, gab es nur eine Handvoll. Erinnerst du dich? 2017 waren es in drei Schüben je gut zwei Kilo Pfifferlinge gewesen!

Für diesen Ausfall entlohnten uns aber bald darauf einige schöne Speisetäublinge, die es am Abend für meine Frau und mich gab. Und zwar zu einem leckeren Wildkräutersalat, gegrillten Zucchinis aus dem Garten, ein paar gerösteten Pinienkernen, einem selbstgemachten Parmesandressing und einem frischen Fougasse (eine Brotart aus der Provence) von meiner Frau. Zu sehen auf dem zweiten Foto rechts.





Foto: Spessartfund 1 brachte einen ganzen Schwung schöner Speisetäublinge, eine gute Handvoll Pfifferlinge und einen Fichtensteinpilz in den Korb.

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In einem weiteren Waldstück des Spessarts wollten wir in den Fichten nach Steinpilzen sehen, was wir aber aufgrund der Trockenheit sein ließen. Stattdessen suchten wir ein anderes Waldstück auf, in dem traditionell Flockenstielige Hexenröhrlinge und Krause Glucken wachsen.


Dort sind wir dann auch wie erhofft fündig geworden. Mit einem schönen bunten Pilzkorb und einem pilzreichen Wochenende ging es danach wieder Richtung Heimat.

Foto: Spessartfund 2 brachte Farbe ins Spiel. Den Täublingen und Pfifferlingen gesellten sich Flockenstielige Hexen sowie zwei Krause Glucken hinzu. (7 Fotos © Stefan)

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Über die Vielfalt der Pilze kann ich dieses Jahr wirklich nicht klagen. Wobei mir sicher entgegenkommt, dass ich inzwischen gute feste Plätze kenne, die ich gezielt anlaufen kann.

Ich vermute aber, dass wir dieses Jahr bei uns ausgesprochen grenzwertige Wetterverhältnisse haben. Meiner Meinung nach reicht der Regen gerade so für den bisherigen Pilzwuchs aus. Ich erkenne das daran, dass eine wärmere Woche den Waldboden sofort austrocknet*. Ein intensiver Regen, der den Boden einmal tiefgründig durchnässt hätte, fehlt bislang. Dauerhaft dürfte dieser Zustand schadhaft sein.

Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Pilze und war sowohl kulinarisch als auch von den gesammelten Eindrücken und Erlebnissen so bunt wie unser Pilzkorb selbst.

Liebste Grüße, Stefan, Dani und Fabiano«

* Hallo Stefan,

genau diese Wetterverhältnisse - Regen, der gerade eben zur Fruktifikation ausreicht und dann einsetzende und für die Wachstumszeit bleibende Trockenheit - lieben die seltenen (südlichen) Röhrlingsarten wie Königsröhrlinge, Falsche Königsröhrlinge, Silberröhrlinge, Bronzeröhrlinge, Anhängselröhrlinge, Fahle Röhrlinge. In feuchten Jahren wird man diese Pilzarten viel seltener oder gar nicht finden.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Nussig, fein säuerlich, toller Biss: Stefan ist begeistert von den Anhängselröhrlingen


Foto: Ein von seiner Frau selbst gebackenes goldbraun gebratenes Ciabattabrot mit Anhängselröhrlingen gab es im Hause Stefan zum erstenmal. Er schwärmte von den Pilzen und dem Gesamtgeschmackserlebnis. (4 Fotos © Stefan)

Pilz-Ticker-Hessen


Stefan schreibt am 22. August 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich bin heute mal wieder meine große Runde gelaufen, um mir einen Überblick über das Pilzaufkommen und den Zustand des Waldes nach dem Unwetter am Sonntag zu machen.
Den einen oder anderen Baum hat es zwar erwischt, aber es ist keineswegs vergleichbar mit der Waldverwüstung bei Alzenau im hessisch-bayerischen Grenzgebiet, nur 10 Kilometer Luftlinie von hier.

Dort steht stellenweise kein Baum mehr, besonders die Kiefernwälder auf den Sandböden wurden regelrecht verheert.

Die Anhängselröhrlinge schmecken nussig

Zunächst habe ich heute nach »meinen« Anhängselröhrlingen gesehen, nachdem ich sie gestern Abend zu frischem Ciabattabrot verkostet habe, das meine Frau gebacken hat (1. Foto rechts). Kurz das Rezept: Ich habe eine Scheibe Brot und die Pilzstücke in Butter schön goldbraun angebraten, etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss drüber gegeben - »Mmmmhh!«, sind die lecker! Anhängselröhrlinge haben einen sehr nussigen Geschmack, fein säuerlich, und einen tollen Biss.

Invasion der Flockenstieligen Hexen

Aktuell wachsen dort drei Nester mit mindestens je drei Anhängselröhrlingen, richtig toll. Das zweite Foto (rechts) zeigt eines davon, ich habe die Pilze einmal bewusst von oben fotografiert.

Auch die Flockenstieligen Hexen wachsen zurzeit in Nestern und bringen die skurrilsten Erscheinungen hervor. Sie dominieren das Pilzgeschehen im Wald und ich hätte sie heute wirklich kiloweise sammeln können. Ein paar Schöne habe ich für eine gute Mahlzeit morgen mitgenommen.

Natürlich gab es auch wieder Pappelraufüße, und auch ein paar Steinpilze konnte ich wieder finden.

Am Wochenende geht es in den Spessart. Dort möchte ich nach den Pfifferlingen sehen, mit etwas Glück passiert dort auch schon was in den Fichten und wir finden Steinpilze. Obwohl ich vermute, dass es noch etwas zu früh ist. Auch das warme Wetter diese Woche dürfte ihnen kaum entgegenkommen.

Ganz liebe Grüße, Stefan«

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Foto: Stefans Tagesfund: links Flockis, oben Raufüße, rechts Steinpilze, unten, mit gelbem Stiel, zwei Anhängselröhrlinge.

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Weilburg-Limburg: Wilfrieds Bronzeröhrlinge sind nun Riesen geworden


Foto rechts: Am 18. August hatten wir zwei Fotos von zwei Bronzeröhrlingen oder Schwarzhütigen Steinpilzen im Landkreis Limburg-Weilburg gezeigt, die Wilfried entdeckt hatte.

Dieses Foto zeigt genau diese zwei Pilze erneut. Am Mittwoch sind sie, wie man sieht, inzwischen riesig geworden! Wilfried scheint für sie extra Maß zu nehmen. So wie es aussieht, würden sie gar nicht mehr in seinen Korb passen. Was nicht weiter schlimm wäre, denn die zwei waren bereits am Sonntag so stark vermadet, dass Wilfried nicht nur sie, sondern gleich eine ganze Großfamilie, die ringsum wuchsen, stehen gelassen hatte.

So auch die beiden auf dem zweiten Foto, die am Sonntag noch klein waren. Die Stelle scheint Pilzfreund Wilfried exklusiv für sich zu haben.

(2 Fotos © Wilfried/Privat)

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