Pilz-Ticker-Hessen



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Main-Kinzig: »Man will das Saisonende der Pilze nicht so ganz akzeptieren«


Foto: Die Trompetenpfifferlinge standen, wie wir sehen, im Mischwald, was Nadeln, Nadelholzzweige und Laub anzeigen.

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Stefan schreibt am 11. Dezember 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

man will das Saisonende der Pilze nicht so ganz akzeptieren und kann es auch nicht lassen; also bin ich gestern nochmal auf eine kleine Runde los in meinem Hauswald.

Als wolle Mutter Natur mir ein kleines Trostplaster für meine zwei nahezu pfifferlingsfreien Jahre schenken, gab es gestern einen einsamen Pfifferling (Foto rechts) und eine gute Handvoll Trompetenpfifferlinge für das Sammelkörbchen.

Der Frost der vergangenen Tage hat durchaus Spuren hinterlassen. So waren einige der Trompetenpfifferlinge, ein letzter Flocki und noch drei Maronen völlig unbrauchbar und blieben zwangsläufig im Wald zurück.

Für einen Blick zum Platz der Semmelstoppelpilze hat es leider nicht mehr gereicht, denn die Sonne war bereits untergegangen, was ich so gedankenversunken gar nicht wahrgenommen hatte. Erst als ich den Wald verließ, wurde es mir richtig bewusst, denn wieder am Auto angekommen, war es bereits stockfinster.

Ich wünsche allen Pilzfreunden noch ein paar schöne Funde an Winterpilzen, ruhige Adventssonntage, ein tolles Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten und erholsame Feiertage.

Ganz liebe Grüße, Stefan«

(3 Fotos © Stefan)

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Foto: Für eine gute Handvoll Trompetenpfifferlinge hat es immerhin gereicht. Mehr zu sammeln wäre ohnehin kaum möglich gewesen, das es rasant dunkelte.






Main-Kinzig-Kreis: Die Austernseitlinge sind für Stefan nach wie vor gewöhnungsbedürftig


Foto: Die Austernpilze sehen sehr gut aus, jedoch findet Stefan an ihrem Geschmack bislang nicht den großen Gefallen. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 1. Dezember 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute Vormittag sind Fabiano und ich eine Runde durch die Alzenauer Wälder gezogen, die überwiegend Buchen- und Eichenbestand haben, vereinzelt auch Fichten und Kiefern.

Aus waren wir natürlich noch immer auf Pfifferlinge und Totentrompeten. Zwei Pfifferlinge ließen sich auch finden, allerdings waren sie nicht mehr brauchbar. Von Totentrompeten keine Spur. Da Väterchen Frost nun auch bei uns Einzug hält, war es das dann auch für dieses Jahr.

Für das Körbchen gab es aber immerhin noch rund 200 Gramm Trompetenpfifferlinge (Foto rechts) und ein Nest junger Austernseitlinge.

Zuhause angekommen, habe ich die Austernpilze direkt in Streifen geschnitten und kurz in der Pfanne angebraten. Ein paar Streifen habe ich pur verkostet, den Rest mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Diese waren heute deutlich zarter als bei meiner letzten Kostprobe, allerdings sagt mir ihr Geschmack leider nach wie vor nicht so richtig zu. Ich meine, Eisen herauszuschmecken, vor allem am Anfang. Nach längerem Kauen verfliegt das und dann finde ich ihn gar nicht so schlecht.

Mit weiteren Winterpilzen wie dem Samtfußrübling bin ich wegen Verwechslungsgefahr noch nicht so richtig warm, deshalb wird die Saison nun für mich zu Ende sein.

Allen Pilzfreunden, die noch immer auf der Pirsch sind, wünsche ich weiterhin viel Erfolg!

Ganz liebe Grüße, Stefan«

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Wehrheim/Friedrichsdorf: Zufallsbegegnungen mit Steinpilzen und Schwarzkitteln im südlich gelegenen Fichtenhochwald


Matthias schreibt am 24. November 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich wollte es gestern einfach wissen. Endgültig. Ist denn die Pilzsaison im Raum Wehrheim/Friedrichsdorf nördlich von Bad Homburg vor der Höhe nun endgültig vorüber? Oder geht noch was? Also um 9.30 Uhr eher skeptisch einen kleinen Korb mitgenommen und los. Insgeheim hoffte ich, gar nichts zu finden, damit ich endlich zur Ruhe kommen und mich damit abfinden würde, dass tatsächlich Feierabend wäre für dieses Jahr.

Nach einem Kilometer war es vorbei mit der Ruhe: der erste feiste Steinpilz in Bestform lacht mich an. OKay, lauf`ich halt noch paar Meter, wird ja wohl nur Zufall sein. Dann gab es, ebenfalls nur zufällig, eine Begegnung mit einem Schwarzkittel - ebenfalls in Bestform, mit ca. 80 kg Kampfgewicht - und jugendlichem Gefolge.

Aus etwa zehn Metern Entfernung glotzen wir uns an. Seine blitzenden Schweinsäuglein verraten, dass er kurz zwischen Angriff und Flucht abwägt. Er entscheidet sich zum Glück für letzteres und die ganze Schweinerei prescht an mir vorbei.

Vergessliche Rotfüße

Was in den folgenden zwei Stunden folgt, ist unter anderem die Erkenntnis, dass die nächste kerngesunde Generation der Rotfüße offenbar ganz vergessen hat, dass ja bald Weihnachten ist. Dass sich die Maronen offenbar dazu entschlossen haben, bis Neujahr zu wachsen. Und dass ein weiterer Steini seinem Vorgänger Gesellschaft leisten wollte und von der Dame meines Vertrauens in Kürze verspeist wird.

Und wo spielte sich das ab? Oh, die Koordinaten habe ich leider vergessen (lächel...). Aber ehrlich: im eiskalten und feuchten Laubhochwald gen Norden geht gar nichts mehr. Fichtenhochwald, Hanglage gen Süden gerichtet, wo die Sonne draufscheint und ein südlicher, leicht wärmender Wind ein wenig nachhilft - da geht noch was!

Ich mache jetzt aber für dieses Jahr tatsächlich Feierabend! Wobei mir der legendäre Spruch von Karl Lagerfeld einfällt: 'Was ich sage, ist nur gültig, wenn ich es sage.' Ein Steini im Dezember wäre doch was.

Und die Moral aus der wahren Geschicht: liebe Pilzfreunde, hervor hinter dem Ofen und nochmal auf die Pirsch!

Gruß von Matthias«

(3 Fotos © Matthias)

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Foto: Ein für das letzte November-Drittel sehr respektabler Fund von Maronen, Rotfüßen und zwei Steinpilzen! Die meisten Pilzfreunde können von solch einer Ausbeute in diesem Jahr nur noch träumen.

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Stefans Probekochen für das Weihnachtsfamilienessen

Selbstgemachte Spätzle mit einer Pilzrahmsauce, dreierlei Filet vom Schwein und gebratenen Steinpilzen


Foto: Stefan machte vorsichtshalber einen Kochtest für das große Weihnachtsessen, das er für 12 Personen kochen soll: selbstgemachte Spätzle mit einer Pilzrahmsauce, dreierlei Filet vom Schwein (Mangalica, Iberico und Berkshire) und gebratenen Steinpilzen. Wie es aussieht, können die Gäste schon kommen. (6 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 23. November 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern Nachmittag war ich mal meine Runde im Wald laufen. Von Röhrlingen keine Spur mehr, geschweige denn von Pfifferlingen oder Totentrompeten. Nur die Trompetenpfifferlinge und vereinzelt die Semmelstoppelpilze scheinen den tiefen Temperaturen noch standzuhalten. Dafür ist der herbstliche Wald umso schöner.

Heute habe ich die Zeit für ein kleines Probekochen genutzt, da wir dieses Jahr am 2. Weihnachtsfeiertag für das Familienessen zuständig sind. Bevor ich für 12 Personen den Sprung ins kalte Wasser mache, lieber ein kleiner Test.

Geplant sind selbstgemachte Spätzle mit einer Pilzrahmsauce, dreierlei Filet vom Schwein (Mangalica, Iberico und Berkshire), das ich beim Fleischhändler meines Vertrauens kaufe, und gebratenen Steinpilzen.

Angefangen habe ich mit der Pilz-Jus, die ich aus getrockneten Mischpilzen, etwas Frühlingslauch, etwas Weiße Zwiebel, Pfefferkörnern, Lorbeerblättern, Wacholderbeeren, einer kleinen Peperoni aus dem Garten sowie etwas frischer Petersilie gezogen habe.


4 Fotos: Wir sehen die Pilz-Jus (oben links), die reduzierte Sauce (daneben), die reduzierte Sauce, aufgegossen mit Frischer Sahne (unten links) sowie rechts daneben die selbstgemachten Spätzle.

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Nachdem alles gut drei Stunden lang ausgekocht wurde, habe ich die Jus gesiebt und noch etwas einreduziert. Anschließend dann mit Frischer Sahne, einem Löffelchen Korianderhonig und etwas Balsamico Bianco abgeschmeckt.

Die Steinpilze in Butter goldbraun braten

Im nächsten Schritt habe ich den Spätzleteig gemischt und Spätzle für Spätzle fleißig in das siedende Wasser geschabt.

Dann wurden die beiden Lenden, eine vom Mangalica und eine vom Iberico-Schwein (Foto rechts), scharf in der Steakpfanne angebraten und bei 80 Grad Ober-Unterhitze im Ofen auf 58 Grad Kerntemperatur gebracht.

Als letztes wurden dann die Spätzle und die gewässerten Steinpilze in Butter schön goldbraun gebraten und dann alles zusammen angerichtet und serviert.

Ich sage nichts und lasse heute einfach mal die Bilder sprechen. ;-)

Herzliche Grüße, Stefan«

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Stefans doppelte Improvisation mit zweierlei leckeren Pilzsoufflés




Stefan schreibt am 16. November 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe heute Morgen ein kleines leckeres Frühstücksexperiment gewagt, das sehr positiv ausfiel.

Manchmal gönne ich es mir, nahezu ohne Fahrplan etwas zu kochen. So auch heute.
Ich hatte noch einen mittleren knackigen Steinpilz und noch eine halbe Burgundertrüffel übrig, die ich mir zum Frühstück mit Ei machen wollte. Los geht’s!

Ich hole alles aus dem Kühlschrank, was ich benötigen würde. Dazu einen großen und einen mittleren Metallring - und beginne, in zwei getrennten Schüsseln Rührei zu klöppeln. Ich wollte es zubereiten, wie ich es bereits in der Vergangenheit für die Pilzbagels gemacht hatte. Anschließend habe ich aus dem Steinpilz drei dünne Scheiben geschnitten und den Rest sehr fein gewürfelt.


Foto: Nach einer kleinen kulinarischen Sackgasse, in die Stefan während seiner Improvisation geraten war, entschloss er sich für den Backofen. Dabei heraus kamen zwei leckere Soufflés, eines mit Steinpilzen, das andere mit Burgundertrüffel. Das doppelt improvisierte Gericht schmeckte sehr lecker! (Foto © Stefan)

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Die Würfelchen kamen in die eine Schüssel und eine gute Portion Trüffelabrieb in die andere.
Pfanne auf den Herd, Butter und die Ringe rein und das Ei in die Ringe eingefüllt.
Dann merkte ich: das wird nix. Die Füllung war so übermäßig viel, dass der Boden vom Ei schwarz sein würde, bis es komplett durchgebraten wäre.

Also Pfanne runter, Ofen auf 160 Grad mit Grillfunktion und ab mit der Pfanne in den Ofen.
Was passiert? Das geplante Rührei wird ein fluffiges Soufflé!

Das größere Steinpilz-Soufflé habe ich an einer Seite noch mit dem kleineren Ring etwas ausgestochen, das kleinere Trüffel-Soufflé dann zum Anrichten in die ausgestochene Aussparung gepackt und das Ganze mit angebratenen Steinpilzscheiben und Trüffeln garniert - fertig.

Ich habe es abschließend lediglich mit Salz und etwas Pfeffer gewürzt. Es war sehr, sehr lecker!

Falls sich nun jemand fragt, ob solche Spontanaktionen immer funktionieren, muss ich leider zugeben: nein! Da kommt auch gerne mal völliger Blödsinn bei raus, aus dem man aber immer seine Lehren ziehen kann und am Ende etwas schlauer ist. ;-)

Ganz liebe Grüße, Stefan«





Main-Kinzig: Die Plastiktütenfraktion bleibt zu Hause, die Herbstpilze wachsen weiter


Foto: Ein schöner Herbstfund für Stefan, der aufgrund der für Pilze günstigen Wetterprognosen sogar Morgenluft wittert und von weiteren Funden in seinem Hauswald träumt. Die Pfifferlinge schienen sein Stoßgebet von vor einigen Wochen erhört zu haben. Die Semmelstoppelpilze sind groß und schön. (4 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 13. November 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich erwähnte ja bereits vor einigen Wochen, dass ich gnadenlos unterpfiffert bin. Als ob sie's gehört hätten: die Falschen Pfifferlinge* reagierten von da an auf mein Ansinnen mit regelmäßiger Präsenz.

Heute dann bei einem kleinen Spaziergang in meinem Hauswald, wollte ich schon gar nicht mehr auf das leuchtende Orange reagieren. Doch dies wäre ein Fehler gewesen. So machten mich die kräftig gelben und die blassgelben Farbtupfer im feuchten Herbstlaub dann doch neugierig.

Und so entdeckte ich doch tatsächlich drei schöne Pfifferlinge (1. Foto rechts), die mir sogar noch als Wegweiser zu einer Gesellschaft von Trompetenpfifferlingen dienten. Zum Ende meiner Runde sah ich noch nach den Semmelstoppelpilzen und wurde auch hier fündig. Was in dem hohen Laubflor gar nicht so einfach war (2. Foto rechts).

So konnte ich nach zwei Jahren eindlich einmal wieder einen Korb voller schöner Herbstpilze nach Hause bringen, denen sich auch noch zwei Steinpilze freundlich angeschlossen hatten. Ein Teil ihrer Artgenossen hat die ersten Frostnächte allerdings nicht überstanden. Es fällt immer wieder auf, dass die jüngeren dem Frost mehr Widerstand entgegensetzen können.

Ein sehr angenehmer Nebeneffekt für mich war, dass der Wald endlich wieder frei von in Tüten sammelnden Alleseinpackern bzw. Pilzumtretern ist.

Die Temperaturen halten sich laut Wetterfrosch die nächsten 14 Tage über Null - das lässt weiterhin freudig hoffen!

Liebe Grüße Stefan«

* In geringer Menge essbar, sonst leicht giftig

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Foto: Einmal freigelegt, entfalteten die Semmelstoppelpilze ihre ganze Größe und Pracht.

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Wetzlar: Ein einziger Spätreifer wartete noch auf Peter


Foto: Stand gut sichtbar am Hang, jedoch ohne weitere Begleitung: Peters einziger und wohl letzter Steinpilz der Saison. (Foto © Peter)

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Peter schreibt am 13. November 2019:

»Guten Tag, lieber Heinz-Wilhelm,

ermutigt von den Pilzticker-Berichten über tolle Spätfunde von Steinpilzen, bin ich heute noch einmal in meinem kleinen Steinpilzgebiet nördlich von Wetzlar auf die Suche gegangen. Ich rechnete nicht wirklich mit einem Erfolg und nahm deshalb auch keinen Korb mit. Dafür hatte ich einen Stoffbeutel mit Zeitung im Rucksack.

Im Moos am Wegesrand fand ich einen kleinen einwandfreien Rotfußröhrling. Das war der Mutmacherpilz, der sich dem nicht so ganz zuversichtlichen Pilzsammler immer mal gerne in den Weg stellt. Ich verstand die Botschaft und ging mit geschärftem Blick weiter.

An meiner kleinen Steinpilzstelle hatte sich dann auch ein wunderschöner Steinpilz so am Hang aufgebaut, dass ich ihn nicht übersehen konnte, obwohl das ältere Buchenlaub bereits die dunkelbraune Farbe der Steinpilzhüte angenommen hatte.

Nach den obligatorischen Fotos suchte ich das ganze Gebiet voller neuer Hoffnung ab, aber es blieb bei diesem einen Steinpilz, dem für mich wohl letzten dieses Jahres. Zu Hause habe ich ihn auch gleich geschnitten. Er war madenfrei und hatte festes, weißes Fleisch. Ein schöner Abschluss einer im Großen und Ganzen doch noch sehr erfolgreichen Pilzsaison.

Herzliche Grüße aus Wetzlar, Peter«

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Ein festliches Essen mit Steinpilzvariationen an Hähnchenbrustfilet für acht Gäste




Stefan schreibt zu diesem Foto am 10. November 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich noch kurz das kleine Festmahl zum Steinpilzfund von gestern vorstellen.

Da meine Schwiegereltern es sich gewünscht hatten, habe ich mir zum Abschluss nochmal ein Essen mit dem Steinpilz als Hauptakteur einfallen lassen.

Es gab gegrilltes Hähnchenbrustfilet mit einer Steinpilz-Sahnesauce auf einem Bett aus gebratenen Steinpilzen. Zudem wurde das Hähnchenbrustfilet mit einem Crunch aus gerösteten Pinienkernen und Parmesan garniert.

Dazu gab es Kartoffelstampf, der mit Steinpilzbutter und ebenfalls gebratenen Steinpilzstückchen geschmacklich verfeinert wurde. Der Kartoffelstampf wurde noch mit einem knusprigen Parmesan-Steinpilzchip garniert.

Arbeiten im Hintergrund:

  • Mit den getrockneten Steinpilzen aus Österreich hatte ich eine Demi Glace gezogen, die die Grundlage für die Sahnesauce bildete.
  • Für den Kartoffelstampf habe ich die frischen Steinpilze verwendet und für das Steinpilzbett unter dem Hähnchenbrustfilet getrocknete. Das Gute an den getrockneten ist, dass wenn man sie nicht vollständig durchweicht, sie nach dem Braten schön knusprig sind und einen tollen Biss behalten. So lässt es sich gut mit den einzelnen Texturen desselben Produktes spielen.
  • An Gewürzen habe ich lediglich Salz, frischen Pfeffer und Muskatnuss verwendet. Mit dem Parmesan (Umami) und den Pinienkernen habe ich gespielt und die geschmackliche Brücke zu den Steinpilzen gelegt.

Bis ich als letzte der 8 Personen meinen Teller angerichtet hatte und zum Essen schreiten wollte, waren alle anderen Teller bereits leer. Ich fasste das als Kompliment auf. ;-)

Liebe Grüße Stefan«

(Foto © Stefan)

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Eine Treibjagd bei Eberstadt setzte Tobias' letztem Pilzgang 2019 ein vorzeitiges Ende


Foto: Einer der letzten Steinpilze, die Tobias in diesem Jahr erntete. Es war sein letzter Pilzgang 2019 bei Eberstadt. (2 Fotos © Tobias)

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Tobias schreibt am 10. November 2019:

»Einen schönen guten Tag Heinz-Wilhelm,

gestern war ich mal wieder alleine in den Eberstädter Wäldern unterwegs. Die Steinpilze wachsen immer noch fröhlich nach! An zwei meiner Stellen konnte ich erkennen, dass dort seit Tagen kein Konkurrent mehr war, denn vor allem an dem letzten Platz standen richtige Prachtexemplare.

So war der Korb sehr schnell gut gefüllt. Dann begegnete ich einem Jäger, der mir riet, nicht weiter zu gehen, da in Richtung meines Weges eine Treibjagd stattfinden würde. Da verzichtete ich lieber auf vermutlich weitere Steinpilze.

Sie dürften dem Vergehen preisgegeben sein, denn dies war meine letze Tour für dieses Jahr. In der Nacht gab es bei uns nämlich den ersten Frost und heute Nacht soll es ebenfalls frieren. Ich glaube nicht, dass die verbliebenen Pilze dies überstehen. 

Das ist aber nicht weiter schlimm, weil ich dieses Jahr genug herrliche Steinpilze gegessen und für den Winter getrocknet habe. 

Viele Grüße, Tobi aus Eberstadt«


Foto: Auch dieses Exemplar kam noch in den Korb. Dann war Schluss, denn ein Jäger riet Tobias, seinen Pilzgang abzubrechen.


Stefans Erfahrung nach einem tollen Pilzjahr 2019: Drei Täublingsarten schmecken besser als Steinpilze


Foto: Der letzte Rundgang bei Alzenau bescherte Stefan und Dani noch einmal einige Steinpilze. Unter unzähligen Steinpilzleichen waren diese noch bestens zu gebrauchen. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 9. November 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute morgen nach 24 Stunden Dauerregen nochmal mit meiner Frau in Alzenau in den Wäldern auf Steinpilzjagd. Anlass war ein großes Essen morgen mit der ganzen Familie und meinen Schwiegereltern, die sich ein Steinpilzessen zum Saisonende gewünscht hatten.

Wir fanden vor, was wir befürchtet hatten: einen großen Steinpilzfriedhof nach dem anderen.

Das ändert aber nichts daran, dass ein sagenhaftes Pilzjahr zu Ende geht.

Begonnen hatte es eigentlich schon 2018, denn nahezu alle Plätze, die mich dieses Jahr gespeist haben, hatte ich vergangenes Jahr ausgekundschaftet.

Für die RiMuMo (Rindenmulchmorcheln) hatte ich mir neue Supermärkte ausgeguckt, um dann auf Mulchbeete zu spekulieren. Das hat prima geklappt. Später fand ich mit der neuen erweiterten Runde sogar wilde Spitzmorcheln in meinem Hauswald.  Speisemorcheln und Bömische Verpeln zählten im Frühjahr zu meinen Erstfunden.  Während ich die Speisemorcheln passabel fand, haben es mir die Bömischen Verpeln kulinarisch ziemlich angetan.

Die Pappelraufüße wuchsen über Monate

Nach einer kurzen Pause kamen dann die ersten Sommersteinpilze und auch die ersten Pappelraufüße und Espenrotkappen. Im Gegensatz zu den Espenrotkappen, die nach dem zweiten Besuch für einige Monate verschwanden, haben mich die Pappelraufüße dauerhaft begleitet. Auch die Sommersteinpilze haben ein sagenhaftes Jahr an meinen Plätzen hingelegt.

Wenn ich bedenke, dass nahezu alle Funde von lediglich zwei kleineren Plätzen stammen, war das beeindruckend.

Als die Sommersteinpilze sich eine Pause gönnten, zeigten sich an den gleichen Plätzen zu meiner Freude zwei weitere Erstfunde, der Schwarzhütige Steinpilz und der Anhängselröhrling, den ich ebenfalls wegen seines feinen, leicht säuerlichen Geschmacks schätze.

Drei Täublingsarten schmecken Stefan besser als Steinpilze

Dem folgte dann nochmal ein kleiner Schub der Sommersteinpilze. Zeitgleich fand ich  meinen ersten Fichtensteinpilz für dieses Jahr und zugleich noch einen Bronzeröhrling.

In der folgenden Trockenperiode blieben alle Röhrlinge aus und wurden durch die Täublinge vertreten. An ihnen wollte ich mich ja fortbilden. So sammelte ich Frauentäublinge, Speisetäublinge und auch meine geliebten Grüngefelderten Täublinge. Alle drei sind erstklassige Speisepilze und stehen bei mir unangefochten auf Platz 1, Steinpilz hin oder her.

Nach gut 3 Wochen der Dürre spielte sich dann so langsam die Hochsaison ein. Ein sagenhaftes Pilzreichtum, gestartet mit den Wiesenchampignons, gefolgt von vielen Schirmlingen und Flockenstieligen Hexenröhrlingen , brachte dann eine fulminante und deutschlandweite Steinpilzschwemme in bester Qualität mit sich.

Mehr Spitzmorcheln als Flockenstielige Hexenröhrlinge

Insgesamt habe ich dieses Jahr 27 Pilzarten gesammelt, darunter waren 13 Erstfunde und ein paar Erstverkostungen mehr, mit einem Gesamtgewicht von 39,13 Kilogramm.

Sie verteilten sich wie folgt: 

Fichtensteinpilz 15,28 Kilogramm, Pappelraufüße 4,26 kg, Spitzmorcheln 3.46 kg, Flockenstielige Hexenröhrlinge 3,3 kg, Sommersteinpilze 3,15 kg, Espenrotkappen 1,5 kg, Schwarzhütiger Steinpilz 1,04 kg, Anhängselröhrling 880 Gramm, Gemeiner Pfifferling 790 gr, Parasol 600 gr, Wiesenchampignon 580 gr, Grüngefelderter Täubling 570 gr, Krause Glucke 500 gr, Herbsttrompeten 400 gr, Frauentäubling 350 gr, Riesenegerling 350 gr, Dorniger Stachelbart 350 gr, Maronenröhrling 280 gr, Bereifter Pfifferling 260 gr, Böhmische Verpel 250 gr, Hainbuchenraufuß 250 gr, Speisemorchel 220 gr, Schopftintling 200 gr, Tannenstachelbart 150 gr, Eichenrotkappe 100 gr, Semmelstoppelpilz 30 gr, Schweinsohr 30 gr.

Neben der Tatsache, dass ich einen Großteil der Zeit so gut wie jeden zweiten Tag auf den Beinen und an meinen Plätzen war, war dieses Pilzjahr auch kulinarisch eines meiner bereicherndsten und vielleicht sogar mein schönstes Pilzjahr.

Zum guten Schluss möchte ich mich bei Mutter Natur für die reichen Gaben, bei dir, Heinz-Wilhelm, für deine bemerkenswerte Arbeit und auch bei allen Pilzfreunden bedanken. Ihr alle habt mir große Freude bereitet!

Nun wird neben dem ein oder anderen Pilz- oder Vorbereitungsgang vor allem wieder alles auf Vordermann gebracht. Meine Schneidbretter wollen abgeschliffen und neu geölt, die Messer geschliffen werden. 

Und die angelegten Vorräte zusammen mit Freunden und Familie genossen werden!

Herzlichste Grüße, Stefan & Familie«

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Vier- und zweibeinige Wildschweine suchen die Wälder um Gießen heim


Annegret schreibt am 4. November 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am Wochenende konnte ich in den Wäldern rund um Gießen endlich einige Totentrompeten (2. Foto rechts), Trompetenpfifferlinge, eine schöne Krause Glucke (1. Foto rechts) noch einen Parasol, und zu meinem Erstaunen einige junge Sommersteinpilze sammeln.

Auch einige Semmelstoppelpilze und mild schmeckende weinrote Täublinge haben wir entdeckt. Ich hoffe, dass die Totentrompeten erst am Kommen sind, denn es waren längst nicht so viele an den mir bekannten Stellen wie z.B. vor drei Jahren.

Als ich die Trompeten näher betrachtete, fiel mir auf, dass einige wenige deutlich sichtbare Leisten hatten - handelt es sich hier eventuell um den Grauen Leistling (Craterellus cinereus)?

Zweibeinwildschweine vermüllen den Wald

Wie  schon zuvor hier geschrieben, ist es wirklich ein Jammer, wieviele Leute im Wald wahllos Pilze umtreten, abschneiden und überall ihren Müll hinterlassen. Neben Pilzen sammele ich auch immer einiges an Müll auf. Aber auch die Wildschweine haben sich dieses Jahr wohl so sehr an Steinpilzen sattgegessen, dass manchmal links und rechts von ihren aufgewühlten Stellen perfekte Steinpilze herumlagen. :-)

In den letzten Wochen habe ich sowohl mit meinen Jungs als auch mit meiner lieben Pilz-begeisterten Freundin viele Waldtouren unternommen und hauptsächlich wunderschön knackige, madenfreie Fichtensteinpilze gefunden.

Liebe Grüße, Annegret«

(2 Fotos © Annegret)

Liebe Annegret,

ja, »die anderen« sind nach Deinen Fotos aufgrund der deutlich sichtbaren Leisten klar Graue Leistlinge

Dass Du so wenig Totentrompeten findest, ist nicht außergewöhnlich, weil wir europaweit (auch in der Schweiz und in Österreich) ein schwaches, eher noch sehr schwaches Jahr dieser Pilzart erleben. Ich fürchte, da wird kaum noch etwas nachkommen. In starken Jahren der Herbst- oder Totentrompeten ist ihre Hauptzeit Anfang November längst vorüber. 

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Im Hardtwald ist der Waldboden bunt von Pilzen und Blättern und gut durchfeuchtet


Foto: Ein bunter Fund aus bunten Wald. Lenka genoss ihren Pilzgang im feuchten herbstlichen Hardtwald. (Foto © Lenka)

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Lenka schreibt am 4. November 2019:

Lieber Pilzler,

nach ergiebigem Regen und jetzt warmen Temperaturen schieben alle Pilze munter nach. Die ganz große Steinpilzschwemme im Hardtwald ist erst mal vorbei, hie und da kommen junge Steinis nach, aber die Fliegenpilze sagen, es dauert noch eine Woche. Dann sollte die Nachhut auftauchen.

Gestern habe ich gezielt nach Totentrompeten gesucht, sie kommen an den bekannten Stellen, aber von einem Massenauftritt ist nicht die Rede, kein Vergleich zu den Jahren 2016/2017, wo man sie mit der Sense mähen konnte. Aber immerhin, sie schieben.

Ich fand außerdem noch einige Maronen und Herbstrotfüße, einen einzigen Semmelstoppelpilz und einige junge Hexen; auch Goldröhrlinge zeigen sich wieder. Ins Netz ging diesmal auch ein Violetter Rötelritterling und – bleiben wir mal bei der Farbe – zahlreiche Violette Lacktrichterlinge. Auch viele Perlpilze gibt es.

Sonst »blühen« sehr, sehr viele Knollenblätterpilze, Pantherpilze und natürlich Fliegenpilze. Es gibt Unmengen von Nebelkappen in ordentlichen Hexenringen, sie blähen sich zu ungeahnter Größe auf durch den vielen Regen. Und auch die vielen anderen Pilze tragen zum Farbbild des Waldes bei, ein wirklich schöner Anblick, wenn der Waldboden so bunt ist, und das nicht nur durch das abgefallene Laub. »Bunt sind schon die Wälder...«.

Und der Waldboden ist endlich mal gut durchfeuchtet und kann hoffentlich auch etwas Wasser speichern. Dem Myzel tut’s gut und der nächsten Saison auch.

Liebe Grüße aus dem Hardtwald, Lenka«

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Sehr lesenswert!

Ein Steinpilz-Amuse-Gueule und schöne Steinpilzfunde trotz der Plastiktütenfraktion im Main-Kinzig-Kreis


Foto: Statt Gammelpilze, die Stefan derzeit in so manchem Korb der Konkurrenten schaudernd erblickt, hat er qualitativ hochwertige Pilze nach Hause gebracht. Wir sehen links drei Flockis, Mitte oben sechs Fichtensteinpilze, darunter zwei knackige Sommersteinpilze, rechts eine Rotkappe und eine Marone, darunter drei blasse Semmelstoppelpilze. (5 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 3. November 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

der Pilzreichtum im Main-Kinzig-Kreis ist nach wie vor beachtlich.

Neben Fichtensteinpilzen (3 Fotos rechts) und Sommersteinpilzen, Flockenstieligen Hexenröhrlingen, einer Marone und einer Rotkappe konnte ich heute erste Semmelstoppelpilze und einige Täublinge finden. Bei der immer noch ausgezeichneten Qualität der Steinpilze kann ich den Anblick der zerflederten hässlichen Steinpilze auf dem Wochenmarkt nicht nachvollziehen.

Die Perlpilze schießen nach weltmeisterlicher Präsenz im zeitigen Sommer noch einmal kräftig ins Kraut, überbieten sich an Größe und Festigkeit. Violette Lacktrichterlinge, Violette Rötelritterlinge und die Flockis schmücken den braunen, hohen Laubteppich mit schönen Farbtupfern. Die vielen Nebelkappen bilden lustige Ringe, Reihen und Gruppen.

Viele kleine und mir unbekannte Blätterpilze bilden zusammen mit verschiedensten Korallenpilzen einen schönen Grundstock überall am Waldboden. Den seit Wochen in Massen vorkommenden Gelben Knollenblätterpilzen folgen nun auch die Grünen Knollenblätterpilze nach.

Steinpilz-Überraschung vor dem Landhaus-Dinner

Meine Frau hatte am Freitag ihren 40. Geburtstag. Als Überraschung vor unserem ausgezeichneten Abendessen in einem fabelhaften Landgasthof gab es als kleinen Snack ein Carpaccio vom Steinpilz mit selbstgebackenem Ciabatta und Steinpilzbutter.

Gestern haben wir dann zusammen mit Familie und Freunden ausgiebig gefeiert und es uns mit selbst zubereiteten klassisch-hessischen und unterfränkischen Speisen, Federweißem, Bier und ein paar guten Flaschen Wein richtig schmecken lassen. Selbstverständlich gab es sowohl im Gasthaus als auch zur Feier wieder Pilze. Details würden hier den Rahmen sprengen.

Mein heutiger Waldgang war dann eher ein Spaziergang zum Entspannen. Dennoch bin ich meine große, gut 10 Kilometer lange Runde im Hauswald gelaufen, was mich auch zum Abschluss und zum eher unschönen Teil meiner heutigen Nachricht überleiten lässt.

Die Stunde der Plastiktütenfraktion

Wie ich bereits erwähnte, habe ich mich etwas zurückgezogen. Hauptsächlicher Grund war, dass momentan an jeder Ecke an den Waldrändern Autos parken und massenhaft Leute durch die Wälder stampfen. Die herbstliche Steinpilzschwemme hat sich herumgesprochen.

Sie rennen mit Plastiktüten und gar nicht selten mit Körben voller Gammelpilze durch die Wälder, was sie als Pseudo- und Möchtegernpilzsammler entlarvt. Überall liegen umgetretene und rausgerissene Pilze. Seit zwei, drei Wochen muss ich diesen Anblick ertragen, und er widert mich an.

Gelassen auf die Herbsttrompeten warten

Spricht man dann die Leute freundlich darauf an, so erntet man gerne noch Ärger, da sie meinen, man gönne ihnen ihre Funde nicht. Dass man es gut meint, wollen oder können sie nicht verstehen. Das ist die Kehrseite der diesjährigen herbstlichen Steinpilzschwemme. Mit diesen Bildern und Begegnungen möchte ich meine so schöne Saison nicht abschließen und im Gedächtnis behalten.

Deshalb warte ich in Ruhe ab, ob denn die Totentrompeten noch kommen und gehe dann nochmal gezielt auf die Suche.

Ganz liebe Grüße, Stefan«

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Foto: Ein Amuse-Gueule vor dem Geburtstagsabendessen im Landgasthaus: Stefans Carpaccio vom Steinpilz mit selbstgebackenem Ciabatta und Steinpilzbutter.

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Immer noch knackige Steinpilze am Edersee, trotz drei Frostnächten hintereinander


Armin schreibt am 3. November 2019:

»Hallo zusammen,

ich war gestern noch einmal im Steinpilzrevier am Edersee. Trotz drei Frostnächten  nacheinander fanden sich noch einige äußerst knackige Exemplare (Foto rechts), vorwiegend im Buchenunterholz. Einige jedoch sogar noch im Hochwald, jedoch nur einzelne.

Sie werden wie immer zum großen Teil getrocknet und eine Portion eingefroren.

Liebe Grüße aus Kassel von Armin«

(Foto © Armin)

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Eberstadt: Die von den Konkurrenten übersehenen Steinpilze füllten zwei Körbe


Foto: Ein Fichtensteinpilz mit dunkler Kappe steht im Rotbuchenwald. Man sollte ihn hier treffender Gemeiner Steinpilz nennen. (2 Fotos © Tobias)

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Tobias schreibt am 2. November 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

Matthias und ich schauten heute mal an einigen anderen Stellen im Raum Eberstadt nach Pilzen. Wir fanden an allen infrage kommenden Plätzen nur noch Schnittreste vor.

Das konnte uns aber nicht beindrucken, weil wir bald feststellten, dass die offenbar gehetzten Sammler vor uns allerhand übersehen hatten. So waren am Ende - durchaus zu unserem Erstaunen - beide Körbe gut mit Steinpilzen gefüllt. Es waren Sommersteinpilze und Fichtensteinpilze.

Erneut mussten wir bei diesem Pilzgang empört feststellen, das einige sich sehr unkorrekt, ja frevelhaft im Wald verhalten. Rausgedrehte Steinpilze oder solche mit abgebrochenen Hüten oder Stielen waren einfach weggeworfen worden.

Wir wünschen allen anständigen Sammlern noch viel Erfolg, bevor der Frost der diesjährigen Saison ein Ende setzt.

Viele Grüße, Matthias und Tobi aus Eberstadt«

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Foto: Dieser Steinpilz ist schon im Seniorenalter. Erstaunlicherweise hat die Konkurrenz dieses recht stattliche Exemplar übersehen.

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Ein überaus prächtiger Sommersteinpilz, gefunden am 30. Oktober, macht Erwin glücklich



Erwin schreibt am 31. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

dass Sommersteinpilze nicht nur im Sommer sprießen, hat sich wieder einmal bestätigt. Bei leichten Nachtfrösten konnte ich das schöne Exemplar auf dem 1. Foto rechts gestern in einem Kiesgrubengelände auf sandigem Untergrund finden.

Ich berichtete bereits am 24. Okt. von schönen Sommersteinpilzen, die ich auf einem Parkplatz entdeckt hatte. Wegen eines Fichtensteinpilzes hätte ich mich nicht gemeldet, aber am 30. Oktober noch einen so prächtigen Sommersteinpilz zu finden, rechtfertigt doch meine Pilznachricht.

Am heutigen 31. Oktober habe ich im Hochtaunuskreis auch noch viele Fichtensteinpilze finden können.

Für mich ist die Pilzsaison noch lange nicht zu Ende! Meine letzten Steinpilze habe ich letztes Jahr Ende November gefunden. Für mich ist das ungemein spannend, zu einem Zeitpunkt noch Steinpilze zu finden, zu dem sie nach dem Pilzkalender eigentlich gar nicht mehr wachsen dürften.

Das Foto weiter unten zeigt, wie sich Sommersteinpilz und Fichtensteinpilz in Form und Farbe unterscheiden.

Mit freundlichen Grüßen Erwin«

(3 Fotos © Erwin)

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Foto: Sommersteinpilz (links) kontra Fichtensteinpilz (rechts). Jeder kann sich nach dieser Vorlage ein gutes Bild von der Charakteristik beider machen. Dass der Rechte ein bisschen in Richtung Schweizer Käse geht, übersehen wir dabei.

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Karin findet noch Steinpilze und ärgert sich über Pilz- und Waldfrevler in der Region Kassel


Karin schreibt am 30. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern habe ich noch ein paar schöne Steinpilze, darunter auch den kleinen Kraftprotz auf dem Foto rechts, und Flockis vor dem ersten Nachtfrost gerettet. Für einen Farbtupfer hat der Orangebecherling (2. Foto rechts) gesorgt, der im Wald bleiben durfte.

Die Wälder sind noch voller Pilze. Leider scheint es in diesem Jahr hier viele SammlerInnen zu geben, die nicht sehr achtsam mit dem Wald und den Pilzen umgehen. Ganze Flächen von umgetretenen und ausgerissenen Parasolpilzen und auch weggeworfene Hexenröhrlinge haben mich traurig und wütend gemacht.

Leider habe ich in diesem Jahr noch keine Herbsttrompeten gefunden. Ab nächster Woche soll es wieder wärmer werden. Vielleicht trauen sie sich ja dann doch noch hervor.

Liebe Grüße Karin«

(2 Fotos © Karin)

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Ein starker Perlpilzfund schließt Gunters Saison ab


Gunter schreibt am 29. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute habe ich, ohne auf der Pilzpirsch zu sein, einige meiner bevorzugten Pilze gefunden und kann sie nun als Einzelgericht zubereiten.

Auf dem Rückweg nach einem Einkauf kam ich an der Stelle vorbei,wo ich 2017 viele Perlpilze mitten auf einer Grünanlage  fotografiert habe.

Von weitem sah ich einen Perlpilz im dichten Laub, ging näher und wollte es nicht glauben: überall versteckten sich Perlpilze. Leider hatte ich keinen Korb und kein Messer dabei, daher musste ich sie ungeputzt in eine Einkaufstüte packen. Ich konnte nicht alle Pilze mitnehmen, ein großer Teil blieb zurück. Bis auf einen Pilz waren alle madenfrei. Für mich war es ein schöner Abschluss der Pilzsaison.

Viele Grüße aus Wiesbaden, Gunter«

(Foto © Gunter)

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Eberstadt: Tobias kann es kaum glauben, was da noch für wunderbare knackig-junge Steinpilze wachsen


Tobias schreibt am 27. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich war heute erneut mit Matthias in den Wäldern rund um Eberstadt. Und wieder haben wir binnen kurzer Zeit ausgezeichnete Beute gemacht, vor allem von besten Steinpilzen (Foto rechts). Wobei wir dieses Mal das Glück hatten, vor der reichlich erschienenen Konkurrenz an den Plätzen gewesen zu sein.

Sogar einen Kiefernsteinpilz konnten wir noch finden; vor Aufregung haben wir doch wirklich vergessen, ihn zu fotografieren.

Noch kurz zu dem Sommersteinpilz, den ich letztes Mal entdeckt hatte: ich habe bei uns noch nie Sommersteinpilze gefunden, es war das erste Mal in 30 Jahren. Nicht nur ich, auch andere fanden das merkwürdig.

Aber es ist halt so, dass die Natur wirklich verrückt spielt, besonders in diesem Jahr. Ich sehe Ende Oktober noch etliche blühende Pflanzen, auch Raupen und Schmetterlinge, werde noch von Wespen angegriffen. So etwas habe ich zu dieser späten Zeit noch nie erlebt. Andere bestätigen mir diese seltsamen Vorkommnisse.

Viele Grüße, Matthias und Tobi aus Eberstadt«

(3 Fotos © Tobias)

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Foto: Sechs junge stramme Steinpilze auf einen Blick - das hat Tobias so spät im Oktober noch nicht erlebt. Sie machen es wie die angriffslustigen Wespen: sie sind einfach noch da.

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Alzenau: Der letzte große Gang endete für Stefan und Fabiano mit Prachtkörben voller Pilze


Stefan schreibt am 26. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ein fabelhafter Waldgang zusammen mit Fabiano ist zu Ende - und damit auch die großen Pilztouren für diese Saison. Wenn das Wetter nicht nochmal ein großes Pilzaufkommen herbeiführt, werde ich mich ab jetzt meinen Stammplätzen widmen und dann so langsam zum Ende kommen.

Unsere heutige Tour war ursprünglich für morgen geplant, wir haben es aber glücklicherweise kurzerhand umgeschmissen. So sind wir heute bei herrlichstem Sonnenschein nochmal nach Alzenau gefahren und durch die herbstlichen Laubwälder gestreift.

Das Pilzaufkommen und die Farbenpracht waren eine wahre Wonne. Neben massig knackigen Steinpilzen haben wir ganz sicher nochmal das Doppelte an Steinpilzfriedhöfen gefunden. Hinzu kamen sehr viele knackige und farbenfrohe Hexenröhrlinge, wunderschöne Maronen und auch Eichenrotkappen. Bei letzteren leider auch einen Friedhof mit gut zehn völlig überständigen. Das war schade.

Zum Abschluss haben wir uns vor herbstlicher Waldkulisse gegenseitig fotografiert - mit den gleichen Körben (2 Fotos rechts). Das erste Bild zeigt Fabiano, das zweite mich. Auf dem Foto darunter sichert Fabiano nach einem Hechtsprung ins Geäst einen Steinpilz.

Die Lager sind nun bestens gefüllt, die Beine schwer, aber die Gemütslage ist mit sehr zufrieden bestens beschrieben. ;-)

Liebste Grüße, Stefan und Fabiano«

(6 Fotos © Stefan), (1 Foto © Fabiano)

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4 Fotos: Der Herbstwald zeigte sich von seiner schönsten Seite, mit dicken Laubteppichen und großen Steinpilzen. Für leuchtende Farben sorgten aber vor allem bildschöne Hexenröhrlinge (unten).

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Tobias gibt guten Gewissens und zur Freude interessierter Begleiter fünf seiner Steinpilzplätze preis


Foto: Doch, das sieht stark nach einem Sommersteinpilz aus. Es ist, gerade in diesem warmen Oktober, gar nicht außergewöhnlich, dass sie jetzt noch wachsen, wenn auch vereinzelt. Auch Erwin hatte unlängst gleich eine ganze Schar gefunden, siehe Tageseintrag vom 24. Oktober auf dieser Seite. (3 Fotos © Tobias)

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Tobias schreibt am 26. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich war heute wieder in meinen Wäldern Pilze suchen, und zwar mit einem Arbeitskollegen und dessen Frau. Sie freuten sich darauf, einmal ein wenig in die Pilzkunde eingeweiht zu werden.

Wie einigen ihrer Vorgänger, die mich begleiteten, so habe ich auch ihnen einige meiner Steinpilzstellen preisgegeben. Das tut man eigentlich als Pilzsammler nicht, ich weiß es. Ich habe es dennoch getan, weil ich bemerkt habe, wie sehr es sie freut, die Steinpilze auf einmal so schön dastehen zu sehen. Es gibt keine bessere Möglichkeit, ihnen einen nachhaltigen Einblick in das schöne Hobby Pilze sammeln zu geben.

Da ich in den letzen 30 Jahren so viele Stellen gefunden habe - es sind an die 30 gute Wachstumsplätze - , hielt ich es nur für fair und angebracht, ruhig einmal fünf Stellen für wirklich interessierte Leute offenzulegen.

Obwohl ich mich als erfahrenen Pilzsammler bezeichnen darf, stand ich heute vor einem Rätsel: zwei besonders große Steinpilze, Hutdurchmesser cirka 20 Zentimeter, hatten ganz weiße Röhren. Für mich sehen sie aus wie Sommersteinpilze. Aber wäre das für die fortgeschrittene Jahreszeit nicht doch außergewöhnlich?

Viele Grüße aus Eberstadt, Tobias«

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Foto: Da lümmeln drei ganz schöne Oschis im Laubteppich herum. Sie erwecken fast den Eindruck, als könnten sie gar nicht früh genug mitgenommen werden.


Foto: Tobias' Begleiter dürften sich begeistert haben am Anblick der schönen Steinpilze. Hier ein ausgewachsenes, aber keineswegs überständiges Exemplar, das auf Du und Du mit einem Fleischblassen Milchling ist, dessen Genießbarkeit umstritten ist und den man lieber stehen lassen sollte.


Die Tröten sind da und die dicken Ottos im Hardtwald bekamen von Lenka einen Auftrag


Lenka schreibt am 25. Oktober 2019:

»Liebe Pilzler,

Totgesagte leben länger, äh – Totentrompeten meine ich. Sie müssen mein Gemecker  im Hardtwald im Hochtaunuskreis vernommen und sich dann doch noch zum Erscheinen durchgerungen haben.

Zwar sind sie noch etwas schüchtern und zurückhaltend, aber schon sporadisch vorhanden. Mit etwas Glück und etwas Wärme schieben sie bis nächste Woche mehr durch. Sie sind recht spät dran in diesem Jahr, es liegt schon viel Laub, da ist tatsächlich der Röntgenblick gefragt, um die geliebten »Tröten« zu entdecken.

Die Steinpilzernte neigt sich, einige junge Exemplare konnte ich mir noch sichern. Gestern fand ich einen leider schon überständigen Hexenring mit cirka zehn richtig dicken Ottos (25 Zentimeter Hutdurchmesser, geschätzt so um die 1,5 kg jeder), die ließ ich natürlich stehen mit der Anweisung: »Steht rum und vermehret euch!« Die Stelle ist für nächstes Jahr kartiert...

Liebe Grüße Lenka«

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Eine schnelle Runde im Main-Kinzig-Kreis, um die Pilze abzuholen


Foto: Stefan macht es momentan riesig Spaß, im Wald eine Runde zu drehen, um seine Pilze »abzuholen«. Das Ergebnis auf dem Tisch ist mehr als respektabel. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 24. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ein schneller Gang nach Feierabend brachte mir abermals einen gut gefüllten Pilzkorb mit besten Pilzen ein.

Heute wurden natürlich wieder Steinpilze, aber auch ein paar schöne Maronen und zwei knackige Flockis gefangen. Der Laubteppich wird immer höher und die Suche dadurch nicht einfacher, aber dafür kommen alle drei bis vier Tage wieder mittelgroße Steinpilze bester Qualität aus der Blätterschicht hervor.

Wie ich bereits im letzten Ticker schrieb, die Pilzsuche macht aktuell so richtig Spaß.

Liebe Grüße, Stefan«


Stoppelberg/Wetzlar: Das Pilzesammeln im hügeligen Wald ist auch eine körperliche Herausforderung


Peter schreibt zu diesem Foto: »Der mittelgroße Steinpilz steht, so dachte ich, einsam im Wald. Aber auf der Nahaufnahme sieht man, dass er von einer ganzen Schar Helmlingen umschwärmt wird.« (4 Fotos © Peter)

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Peter schreibt am 24. Oktober 2019:

»Guten Tag, lieber Heinz-Wilhelm,

ja, der Wald ruft. Den ganzen Sommer hat man sich schon voller Erwartung auf den Pilzherbst gefreut und hat in Gedanken Hochrechnungen darüber angestellt, wie sich die recht bescheidene Niederschlagsmenge wohl auf die Natur und unsere geliebten Pilze auswirken würde. Das Jahr 2018 steckte einem ja noch in den Gliedern.

Und siehe da, die letzten Wochen waren doch die reinste Wohltat für Leib, Herz und Seele und natürlich auch für die Gefriertruhe, die sich nun endlich einmal wieder richtig nützlich machen kann.

Die herrlichen Wälder um Wetzlar herum waren noch nie eine wirkliche Hochburg für Speisepilze und ihre Sammler. Um hier Erfolg zu haben, muss man die kleinen Stellen schon sehr genau kennen und - wenn's gilt - immer wieder hartnäckig und mühselig ansteuern.


Foto: »Die zwei kleinen Maronen fand ich in 'meinem' überwiegend kahlen Fichtenwald.«

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So war ich in den letzten Wochen fast jeden Tag im Wald und hatte nach einigen Startschwierigkeiten dann doch fast immer einen recht vollen Korb mit Mischpilzen nach Hause bringen können. Da die Suche hier in einem meist recht hügeligen Gelände stattfindet, ist das Ganze auch eine körperliche Herausforderung, die sicherlich den Besuch eines Fitnessstudios erspart und trotz der Rückenschmerzen - wie gesagt - eine Wohltat für Herz und Seele ist. Das Fotografieren mit der Kamera am Boden kostet da schon manchmal Überwindung. 

Heute war ich noch einmal auf dem Stoppelberg unterwegs und fand wieder Steinpilze, Maronen, Rotfußröhrlinge, Anisegerlinge sowie junge Parasole. Die letzteren beiden Arten habe ich immer gerne dabei, weil sie nicht so »schlabberig« sind wie häufig die Maronen und Rotfußröhrlinge oder gar Butterpilze und Goldröhrlinge.

Die Anisegerlinge erleben erfreulicherweise gerade einen erneuten Schub, was ich in den vergangenen Jahren nicht beobachten konnte. Die Wettersituation scheint für sie also ideal zu sein. Bei den Rotfußröhrlingen fiel mir auf, dass recht viele Exemplare schon vollkommen vom Schimmelpilz überzogen waren. Sie waren total weiß, vom Fuß bis zum Scheitel. 

Herzliche Grüße aus dem herbstlich bunten Wetzlar!

Peter«


Foto: »Diese drei Grazien haben mir beim Fotografieren der beiden Maronen zugesehen. Sie schienen angesichts meiner Kamera die Köpfe zusammenzustecken und zu kichern. Gut, ich fotografierte sie natürlich auch, zumal ihre Miniröckchen so schön 'wehten'. Ihre roten Schirme mit den weißen Flocken kann man nur erahnen, weil ich mehr ihre schlanken Beine ins Visier genommen habe.«

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Foto: »Der Fichtenwald läßt jetzt eine Menge Licht nach unten durch. Das hat sofort bewirkt, dass sich die Bodenflora den bislang zu schattigen Waldboden zurückerobert. Die Pflanzenrosetten der Fingerhüte stehen dicht an dicht. Das wird im nächsten Sommer eine bunte Pracht geben! Auch Himbeeren haben sich schon ziemlich breit gemacht. In der Natur gibt es halt kein wirkliches Ende, denn jedes Ende ist stets ein Anfang für andere Arten. Das mag uns beim Thema Fichtensterben ein wenig trösten.«

(Alle Bildunterschriften: Peter A.)

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Frankfurt/M.: Das haute den Erwin beinahe um: Prachtkerle von Sommersteinpilzen auf dem Parkplatz


Erwin schreibt am 24. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

sieben Steinpilze auf einen Schlag! Bei diesem Anblick auf einem Parkplatz in der Nähe von Frankfurt/Main (Foto rechts) hat es mich fast umgehauen. In unmittelbarer Nähe standen noch viele weitere Steinpilze.

Was mich besonders beeindruckte, dass nicht nur helle, sondern enige wunderschöne dunkelfarbige Steinpilze zu finden waren. Diese außergewöhnlichen Farben und Formen sind an Schönheit kaum zu überbieten. Diese Steinpilze unterscheiden sich deutlich von Fichtensteinpilzen und wurden alle in der Nähe von Roteichen gefunden.

Was ist das wohl für eine Steinpilzart? Alle Kiefernsteinpilze, die ich in meinen vielen Pilzbüchern abgebildet sehen konnte, sind dunkelbraun. Dennoch gibt es wohl auch Kiefernsteinpilze in heller Farbe. Der Sommersteinpilz und Schwarzhütige Steinpilz können schon allein wegen der Form und der gefundenen Jahreszeit ausgeschlossen werden.

Viele Grüße Erwin«

(3 Fotos © Erwin)

Hallo Erwin,

das sind Sommersteinpilze. Es ist bei der Wärme so außergewöhnlich nicht, dass sie immer noch wachsen. In Baden-Württemberg hatte Michael kürzlich auch sechs Stück gefunden, auch in NRW gab es Funde. In Sachsen gab es vor einigen Jahren einen Fund von zehn Sommersteinpilzen im eigenen Garten(!) unter einer Eiche - im November.

Das soll aber Deinen Fund keinesfalls schmälern. Deshalb Glückwunsch, es sind alles Prachtstücke!

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Eberstadt: »Die Steinpilze wachsen nach wie vor wie verrückt«


Foto: Prachtsteinpilze wie diesen hat Tobias erneut gefunden, diesmal zusammen mit seinem Nachbarn und dessen Sohn. Der hält auf dem zweiten Foto freudig einen Lulatsch von Steinpilz in die Höhe. (3 Fotos © Tobias)

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Tobias schreibt am 23. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich war heute für zwei Stunden mit meinem Nachbarn und dessen Sohn im Wald.

Wir suchten die gleichen Stellen wie am Sonntag mit Matthias auf und konnten erfreut feststellen, dass die Steinpilze nach wie vor wie verrückt wachsen. Ich habe fast den Eindruck, sie wollen die verlorene Zeit in den vergangenen Wochen nun noch mit übersteigertem Wachstum nachholen, um vor dem ersten Frost noch ordentlich aussporen zu können.

Leider musste ich auch dieses Mal wieder feststellen, wie rücksichtslos sich so mancher Pilzsammler oder Waldbesucher verhält, indem er Pilze, die er offenbar nicht kennt, abschneidet oder ausreißt und wegwirft oder einfach um- und kaputttritt. Das macht mich traurig bis wütend.

Ich wünsche allen anständigen Pilzsammlern weiterhin noch viel Erfolg und volle Körbe, ehe der erste Frost dem schönen Pilzesammeln ein Ende setzt.

Viele Grüße, Tobi aus Eberstadt«


Foto: Dieser Steinpilz wächst direkt am Stamm eine hingestreckten Rotbuche. Da ist es windgeschützt und warm - beste Voraussetzungen für gedeihliches Wachstum.


Doppelte Freude mitten im Wald im Main-Kinzig-Kreis


Foto: Stefan vermutet, dass es um die Steinpilze nun etwas ruhiger wird im Main-Kinzig-Kreis. Seinen letzten Fund hat er an einen nicht so erfolgreichen Konkurrenten verschenkt - eine feine Geste unter Pilzfreunden! (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 23. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

unser Dörrautomat brummt noch vom Wochenende, da springen schon die nächsten Funde in den Sammelkorb.

Montag und gestern habe ich jeweils einen meiner Plätze inspiziert und wurde wieder mit tollen Steinpilzen und Rotkappen beschenkt. Eine kleine Nebennote hat sich, wie ich meine, das Steinpilz-Huckepackpaar (Foto rechts) verdient. Oder machen sie Räuberleiter? Witzigerweise war ja ein nahezu identisches Foto kürzlich im Pilzticker NRW.

Gestern habe ich zu Beginn meiner Runde unerwünschte Konkurrenz bekommen und bin meine Stellen daraufhin recht zügig abgelaufen. Zum Ende der Runde sind wir uns dann erneut über den Weg gelaufen und ich beschloss, meine gesammelten Steinpilze zu verschenken.

Ich sagte mir, dass ich ohnehin genug hätte, das Dörrgerät hat auch ohne diesen erneuten Fund noch Schwerstarbeit zu leisten und die Espenrotkappen, auf die ich eigentlich aus war, hatte ich bereits eingefangen. So war letztlich ich glücklich und habe zugleich noch jemand anderen glücklich gemacht.

Insgesamt denke ich, dürfte es nun wieder etwas ruhiger um die Steinpilze bei uns werden, es kommt nur hier und da noch etwas nach. Solch ein Aufkommen von Steinpilzen mit solch einer vorzüglichen Qualität habe ich bislang noch nicht erlebt - das macht richtig Freude.

Auf unserer Tour am Wochenende haben wir die ersten kleinen Semmelstoppelpilze gesehen, vielleicht kommt von ihnen noch ein Schub auf uns zu, was mich sehr freuen würde.

Ganz liebe Grüße, Stefan«

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Foto: Auf schöne Espenrotkappen ist Stefan deshalb so scharf, weil er sie gerne für eine Reduktion verwendet, der sie eine schöne aromatische Note geben. 

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Stoppelberg/Wetzlar: Peter freut sich über gute Montagsfunde und die prima Qualität der Speisepilze


Foto: »Diese Fichtenreizker standen direkt am Weg«, schreibt Peter zu diesem Bild. Und da stehen sie wahrhaft charakteristisch für ihre Ar: gerne gesellig, mit trichterigem orangeroten Hut, schwach konzentrisch gezont und bald grünend. (3 Fotos © Peter)

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Peter schreibt am 21. Oktober 2019:

»Guten Tag, lieber Heinz-Wilhelm,

heute war ich wieder fünf Stunden auf Pilzsuche auf dem Wetzlarer Stoppelberg. Ich fand hauptsächlich Maronen, einige Anisegerlinge, einige Rotfußröhrlinge, eine Gruppe schon recht großer Fichtenreizker sowie zwei halbstarke Steinpilze und ein paar Parasolköpfe. Erstmals nahm ich auch drei Flockenstielige Hexenröhrlinge mit, die mitten auf dem Weg standen. Das Angebot im Wald wird also immer breiter.

Man sollte ja meinen, dass der Montag ein schlechter Tag für das Pilzesuchen ist, weil am Wochenende in aller Regel doch recht viele Pilzsammler unterwegs waren. Aber ich hatte Glück, man hatte mir genug übrig gelassen. Knapp dreieinhalb Kilo Pilze landeten immerhin im Korb. Heute habe ich auch meine schwere Kamera dabei gehabt, so dass ich vor Ort ein paar Fotos von den posierenden Waldmodels machen konnte.

Besonders auffallend in diesem Jahr ist, dass die meisten Pilze deutschlandweit madenfrei sind. In früheren Jahren musste ich oft über die Hälfte wegen Madenbefalls wegwerfen.

Auch die Nacktschnecken haben sich merklich rar gemacht. Ich sehe an den Pilzen hier und da mal eine ganz kleine Schnecke. Die großen gefräßigen Wegschnecken, die oftmals schneller am Pilz sind, als wir Sammler, gibt es in diesem Herbst bei uns überhaupt nicht. Im August noch hatte ich einige gesehen, danach nicht mehr. Uns soll es recht sein!

Herzliche Grüße aus dem schönen Wetzlar!

Peter«

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Foto: Typisch für diesen Maronenröhrling ist die Umgebung mit Moos und einem jungen Fichtenspross. Sein Hut ist satt kastanienbraun, sein gerindeter Stiel heller braun als der Hut. Der sehr wohlschmeckende Pilz wurde 2016 auf dem Europäischen Pilztag bei der ersten Vergabe überhaupt zum »Speisepilz des Jahres« benannt.


Foto: Und wie es der Zufall will, kommt Peter auch schon mit einem weiteren Preisträger aus dem Wald: Der Flockenstielige Hexenröhling wurde vom Europäischen Pilztag zum »Speisepilz des Jahres 2018« gekrönt. Die wichtigsten Auswahlkriterien sind gute Erkennbarkeit, hoher kulinarischer Wert und gute Verbreitung einer Pilzart.


»Der Kellerwald steht voller Schirmpilze«


Foto: Hohe Zeit der Parasole im Kellerwald. Carmen füllte Korb bzw. Körbe und genoss sie, wie Schnitzel gebraten, zwei Tage lang. (2 Fotos © Carmen)

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Carmen schreibt am 21. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm, 

vielen Dank für Deinen leidenschaftlichen Pilzticker, den wir sehr gerne verfolgen. 
Wir waren vorigen Samstag mal im Kellerwald unterwegs und haben an verschiedenen Stellen einen Blick in den Wald geworfen.

Der Kellerwald steht voller Schirmpilze (Parasole, Safranschirmpilze), die uns schon von weitem angelacht haben. Aufgrund der Menge haben wir viele alte und junge Pilze stehen gelassen. Auch ein paar Schopftintlinge haben am Ende noch den Weg in den Pilzkorb gefunden. 

Die Parasole haben wir wie Schnitzel paniert und in der Pfanne gebraten. Das ergab eine leckere Pilzmahlzeit, die für zwei Tage gereicht hat. 

Liebe Grüße aus Nordhessen, Carmen«



Hardtwald und Waldfriedhof: Begegnungen mit wunderschönen Pilzen und freundlichen Pilzsammlern


Foto: Die »fette Beue« liegt gereinigt zum Kleinschnippeln auf der Anrichte. Zum perfekten Pilzglück fehlen Lenka noch Totentrompeten, Krause Leistlinge und Semmelstoppelpilze. (2 Fotos © Lenka)

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Lenka schreibt am 21. Oktober 2019:

»Liebe Pilzler,

am letzten Wochenende war es wieder soweit: Jagdfieber im Hardtwald (ich hatte mindestens 39,5°). Freitagnachmittag an genau derselben Stelle wie neulich, wieder in schönen Hexenringen, ein Rudel knackiger junger Steinpilze. Ich brauchte an diesem Tag nirgendwo anders mehr hinzugehen.

Also gut, schauen wir am nächsten Tag mal am Waldfriedhof. Dort traf ich ein Ehepaar, das den Pilzticker gelesen hatte und dort von einer etwas schrägen Pilzlady las, die erst den Hardtwald völlig abgeschrieben und dann wider Erwarten einen Massenfund hatte. Kam mir irgendwie bekannt vor.

Ich outete mich daraufhin, was ein großes Hallo verursachte. Dann gingen wir getrennt in die Botanik und trafen uns später auf dem Parkplatz wieder. Sie hatten Erfolg mit Parasole und Rotfußröhrlingen, doch nur drei Steinpilze erwischt. Dann zeigte ich meinen Korb her. »Das gibt’s doch nicht!«

Ich hatte wieder fette Beute, und neben ca. 25 wunderschönen Steinpilzen auch herrliche Flockenstielige Hexen und einige Birkenpilze. Auch meine geliebten Violetten Lacktrichterlinge waren dabei. Ich schrieb ja schon, wenn die erscheinen, geht’s bei uns richtig los.

Zwei andere Spaziergängerinnen stießen zu uns, und dann habe ich von meinem Fund erstmal ein bisschen was verteilt. So kommt jeder auf den Geschmack, und vielleicht gehen wir diese Woche ja alle mal zusammen los. Es gibt so viel zu sehen, auch Pilze, die man nicht mitnimmt, die aber so wunderschön sind, die man einfach mal gesehen haben muss.

So habe ich – wie ich vermute – einen Violetten Schleierling fotografiert, er stand an derselben Stelle wie letztes Jahr, ich habe ihn nur insgesamt zweimal überhaupt in unserem Wald gesehen.

Es zeigen sich jetzt in der Hochsaison auch endlich die anderen Pilze wie Violette Rötelritterlinge, Nebelkappen, Perlpilze und Mönchsköpfe, aber auch Knollenblätterpilze und Fliegenpilze, die es in Massen gibt. Auch die Rotfußröhrlinge, besonders in der Herbstversion, haben sich wieder hervorgewagt.

Leider haben sich bis jetzt weder Totentrompeten noch Krause Leistlinge gezeigt, und auch der Semmelstoppelpilz, der bei uns doch häufiger erscheint, fehlt dieses Jahr.

Mal sehen, was noch geht. Diese Woche soll es ja noch mal schön warm werden. Obwohl meine Beine schon einen ziemlich hohen Kilometerstand hinter sich haben, muss ich unbedingt...

Herzliche Grüße Lenka«

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Foto: Schmucke Pilze hauptsächlich des Herbstwaldes sind Violette Schleierlinge, die komplett in violetter Farbe wachsen. Sie sind sogar essbar, enthalten viel Eisen, waren aber - wegen ihres muffigen Geschmacks - nur während Hungers- und Kriegszeiten gesuchte Pilze.


Hochtaunus: »Man hat nur eins im Kopf: Wann gehe ich wieder in den Wald?«


Foto: Und wieder war es für Piero, diesmal mit der ganzen Familie, ein toller Fund im Hochtaunus. Als Rarität fand es diesmal keinen 982-Gramm-Steinpilzriesen, sondern ein Trio von drei reinweißen Steinpilzen. Auf dem zweiten Foto sehen wir Piero mit seiner Tochter, die dem knorrigen Steinpilz wohl ein Küsschen verpasst. (4 Fotos © Piero/Privat)

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Piero schreibt am 21. Oktober 2019:

»Hallo Lieber Heinz-Wilhelm,

liebe Grüße aus dem Taunus sende ich dir.

Gestern in der Mittagszeit beschloss ich spontan, mit Frau und Kindern ein wenig frische Luft zu schnappen. Also auf in unseren Wald! Keine fünf Minuten dauerte es, bis die Kinder erste knackige Marönchen fanden.

Leider mussten wir wiederholt feststellen, dass es viele Leute gibt, die beim Schneiden fast einen halben Steinpilz in der Erde stehen lassen. Wissen sie nicht, dass man Steinpilze herausdreht und nicht schneidet? Na ja, immerhin zeigen sie den Nachfolgenden, wo sie wachsen.

Kurze Zeit später machten wir wieder einen fantastischen Fund. Es waren drei seltene Weiße Steinpilze (z. B. 2. Foto rechts), alle ganz hart und von bester Qualität. Ich werde sie heute Abend roh mit leckerem italienschen Olivenöl als Vorspeise genießen.

Nach eineinhalb Stunden verließen wir alle glücklich und zufrieden den Wald. Mit gut 4,5 Kilo leckeren Mischpilzen in den Körben: Steinpilze, Weiße Steinpilze, Flockenstielige Hexen, Maronen und ein ganz frischer, dennoch satte 500 Gramm schwerer Birkenporling.

Jetzt wird nur noch eingelegt

Nun wird geputzt und in Gläser eingelegt. Getrocknete und eingefrorene Pilze haben wir inzwischen genug.

Der Vorrat reicht also erst einmal für eine ganze Weile. Dennoch  kribbelt es ja unaufhörlich in einem, die Gedanken kreisen wieder und wieder und man hat nur eins im Kopf: Wann gehe ich wieder in den Wald?

Deshalb habe ich auch einen Ratschlag an alle, die rausgehen:

Pilze sammeln - Achtung: Suchtgefahr!

Eine schöne Herbstwoche wünschen wir euch!

Liebe Grüße von Piero und Famile«

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Foto: Diese drei Weißen Steinpilze ließ sich Piero mit italienischem Olivenöl roh schmecken. In der Genetik gleichen sie vollkommen Boletus edulis, dem Fichtensteinpilz. Eventuell geht ihre Andersartigkeit auf exklusive Mineralisierung des Erdreiches zurück. Einen mit Sicherheit extrem seltenen Steinpilz hatte am 22. September 2017 Pilzfreund Armin bei Triftern/Niederbayern gefunden: er hatte eine reinweiße Huthaut, ansonsten aber alle Farben des gewöhnlichen Fichtensteinpilzes.

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Alzenau: Ein toller Herbstfund, mit patentreifer Logistik aus dem Wald transportiert


Foto: Ein eingespieltes Team: Fabiano (links) und Stefan (rechts) wissen sich zu helfen, wenn es die Pilze aus dem Wald zu schleppen gilt. Ein Wanderstock, von beiden getragen, reduziert für jeden das Gewicht auf die Hälfte. Patentreif! (Foto © Dani)

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Stefan schreibt am 20. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Fabiano, meine Frau und ich haben eine wundervolle Tour durch die Alzenauer Laubwälder hinter uns. Nach zweieinhalb Stunden haben wir allerdings abgebrochen, weil die Körbe und eine Stofftasche bis oben hin gefüllt waren.

Das Pilzaufkommen ist fabelhaft. Im lichten Laubwald konnten wir meist die großen Steinpilze schon aus weiter Entfernung sehen und die jungen knackigen standen drum herum.

Noch einmal so viele wie wir gesammelt haben, wenn sogar nicht noch mehr, blieben im Wald stehen. Es ist nach wie vor sehr nass, und da ist es nicht nötig, die mit Wasser vollgesogenen alten Brocken aus dem Wald zu schleifen.


Foto: Nach einer Wachstumspause sind die herbstlichen Fichtensteinpilze jetzt voll da. In bester Verfassung stellen sie sich dem Fotografen. Nicht minder die fünf herrlichen  Maronen, die Flockis und die Krause Glucke. Ein toller Fund!


Auch Flockenstielige Hexenröhrlinge konnten wir zahlreich finden, dazu ein paar schöne knackige Maronen.

Zum Abschluss auf dem Rückweg fand Fabiano dann noch eine kleine knackige Krause Glucke und sogar noch einen Sommersteinpilz.

Nun brummt das Dörrgerät und hat für die nächsten Tage ordentlich zu tun.

Ganz liebe Grüße, Fabiano, Dani & Stefan


2 Fotos: Wunderschön, wie die Steinpilze im hohen Pilzherbst dastehen. (3 Fotos © Stefan)

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Eberstadt: Die kleinen und die alten Steinpilze blieben stehen


Tobias schreibt am 20. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

Matthias und ich waren heute mal wieder in den Wäldern unterwegs. Unser Fazit: die Steinpilze wachsen in Massen. Wir hatten die freie Wahl, haben die Kleinen und die Alten stehen gelassen und uns auf die Mittelgroßen konzentriert.

Als wir cirka sieben Kilo beisammen hatten, beschlossen wir, die restlichen Plätze nicht mehr aufzusuchen. Wir hätten sonst Transportprobleme gekriegt.

Ich hatte Matthias und einigen Bekannten schon vor Wochen gesagt, dass zwei Wochen auf die Giftpilze Steinpilze in Massen kommen würden. Ich hatte das schon einmal erlebt und wurde jetzt wieder bestätigt. Auch meine Bekannten berichten mir von tollen Funden.

Viele Grüße, Tobi aus Eberstadt«

(2 Fotos © Tobias)

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Foto: Dieser Steinpilz lebt auf breitem Fuß. Pilze in dieser Größenordnung waren bei Tobias und Matthias besonders begehrt.


Diemelstadt: Jürgen und Stephan wollten schon umkehren, da stand plötzlich der erste Steinpilz da


Jürgen schreibt am 20. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute bin ich mal mit meinem Bruder Stephan in den Wald gegangen. Es regnete schon beim Start und wir wollten eigentlich schon abbrechen, als wir den ersten Steinpilz erspähten. 

Bei meinem gestrigen Gang habe ich ebenfalls Steinpilze, dazu Reizker, Anisegerlinge und Flockenstielige Hexenröhrlinge gefunden.

Liebe Grüße von Jürgen aus Diemelstadt«

(2 Fotos © Jürgen)

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Viel Spaß bei der Kriecherei nach Steinpilzen im Hintertaunus für Iris


Iris schreibt am 20. Oktober 2019:

»Ich hatte gestern viel Spaß im Wald im Hintertaunus. Im Mischwald fand ich superschöne Steinpilze. Dabei musste ich unter den Fichten kriechen. Ich werde alle schön putzen und einfrieren.

Viel Spaß auch allen anderen Pilzsammlern!

Liebe Grüße Iris«

(2 Fotos © Iris/Privat)

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Der Steinpilz stand da wie ein Tramper, der nach Wetzlar mitgenommen werden wollte


Foto: Im Korb herrschte Gedränge, aber für den Steinpilz (hinter dem Bügel) war noch genug Platz. Und Peter war's zufrieden. (Foto © Peter)

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Peter schreibt am 19. Oktober 2019:

»Guten Tag, lieber Heinz-Wilhelm,

jetzt gilt es. In der Pilzhochsaison kann man es doch zu Hause auf dem Sessel einfach nicht aushalten. Da muß man raus, sonst verpaßt man vielleicht etwas. So bin ich heute wieder auf den Wetzlarer Stoppelberg gezogen. Es hatte in den letzten Tagen hier stärkere Regengüsse gegeben, und da muß sich doch im Wald etwas getan haben.

In meinem kleinen Maronengebiet herrschte allerdings gähnende Lehre. Ob schon andere Sammler hier waren? Spuren fand ich nicht, dafür aber einige schöne Anisegerlinge. Im Fichtenwald am Bach warteten etliche Rotfußröhrlinge auf mich. Sie konnten sich beruhigen, ich war ja pünktlich mit dem Pilzmesser zur Stelle.

Weiter ging's in Richtung meiner großen Maronenstelle, wo ich aber nicht ankam, denn unterwegs verstellten mir plötzlich viele liebe kleine und größere Maronen den Weg. Nach der Losung »ab ins Körbchen« waren die Wegelagerer schnell eingesammelt. Es war einfach nur schön, ich dachte, ich träume.

Und zu guter Letzt stand doch direkt am Weg ein einzelner halbstarker Steinpilz in Trampermanier. Natürlich war für ihn noch Platz im Korb, wenn auch das Gedränge mittlerweile groß war. Die vielen Rotfußröhrlinge, die keinen Platz mehr fanden, vertröstete ich auf morgen, oder übermorgen.

Herzliche Grüße aus dem schönen Wetzlar!

Peter«

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Bei Diemelstadt sind endlich die Steinpilze da - jetzt geht's los!


Jürgen S. schreibt am 19. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

seit zwei Tagen habe ich endlich wieder mehr Zeit, um in meinen Wald bei Diemelstadt zu gehen. Es ist enorm, was da alles sprießt!

Überall stehen die Anisegerlinge, Schopftintlinge, Saitenstielige Knoblauchschwindlinge, Violette Rötelritterlinge, Reizker, Birkenpilze, Espenrotkappen, Safranschirmlinge, Parasole und Grüne Anistrichterlinge. Und seit drei Tagen sind endlich auch die Steinpilze da! Ich freue mich auf den Saisonhöhepunkt!

Mit lieben Grüßen, Jürgen aus Diemelstadt«


2 Fotos: Bei einer Krausen Glucke (links) und einigen Espenrotkappen (rechts) soll es nicht bleiben. In Jürgens Wäldern bei Diemelstadt sind endlich die Steinpilze da. Jetzt geht's los! (2 Fotos © Jürgen S.)

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Leserbrief zu: »Erst unter den alten Buchen erfüllte sich Monis Wunsch, Steinpilze kennenzulernen«

»Ich wünsche ihr viele volle Steinpilze!«

Andrea schreibt am 19. Oktober 2019 mit Bezugnahme auf o. g. Pilznachricht vom 18. Oktober 2019:

»Das Bild von Moni und ihren ersten Steinpilzen schaue ich mir mit Begeisterung an. Die Pilze, die sie in der Hand hält, sind supersuperschön und sie sieht total happy aus mit den Steinis und wirkt insgesamt total sympathisch.

Ich wünsche ihr, da sie sie nun kennt und vor allem auch weiß, wo sie sie finden kann, viele tolle Steinpilze!

Viele liebe Grüße Andrea «

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»Gerade bei hohem Pilzaufkommen hole ich mir nur beste Qualität in den Korb«


Foto: Makellos sind die Steinpilze und Espenrotkappen. Stefan legt Wert darauf, besonders bei hohem Pilzaufkommen nur die besten Pilze mitzunehmen. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 18. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nun geht es auch bei uns im Main-Kinzig-Kreis wieder richtig gut los. Im herbstlich bunten Wald marschieren die Steinpilze wieder auf.

Ich bin heute nach getaner Arbeit kurz meine zwei Stammplätze abgelaufen und hatte innerhalb einer Stunde den Korb randvoll mit schönsten Fichtensteinpilzen. Einiges blieb allerdings stehen, da es hier recht ordentlich geregnet hat und mir die Pilze teils schon zu weit im Alter und in der Verfassung waren.

  • Gerade wenn es solch ein hohes Pilzaufkommen gibt, hole ich mir nur beste Qualität in den Pilzkorb.

Auch vier kleine Espenrotkappen konnte ich noch finden, was mich freute, denn sie geben einen tollen Geschmack für Saucen ab.

Gestern haben wir uns zum Abendessen selbstgemachte Pizza mit italienischer Salami, Mozzarella und frischen Steinpilzen gegönnt. Der Rest an Steinpilzen plus ein paar Espenrotkappen, die ich gestern unweit meiner Arbeit finden konnte, wanderten in den Dörrautomaten.

Auch heute habe ich wieder gut die Hälfte des Fundes direkt in den Dörrautomaten gegeben (Foto rechts). Die knackigsten Steinpilze kamen zum frischen Verzehr am Wochenende in den Kühlschrank.

Liebe Grüße, Stefan«


Foto: Zum Reinbeißen schön! Wer beim Betrachten dieser einladenden Steinpilz-Salami-Pizza gerade Hunger hat, hat schlechte Karten. Stefan schreibt: »Den Pizzateig hat meine Frau gemacht, die Tomatensauce hatte ich eingefroren, die Steinpilze waren frisch gesammelt, so dass wir nur noch Salami und Käse besorgen mussten.«

Ein gnadenloser Kampf zwischen Steinpilz und Fliegenpilz um den besten Futterplatz


Foto: Das geht nun aber zu weit! Steinpilz und Fliegenpilz, die bekanntermaßen die gleichen Wachstumsbedingungen mögen, liefern sich hier einen gnadenlosen Kampf um den besten Nahrungsplatz. Karin setzte dem Ringen abrupt ein Ende.

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Karin schreibt am 18. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nun wachsen die Pilze auch in Nordhessen wie verrückt. Mit im Spiel sind sehr viele große Parasolpilze und massig Fliegenpilze als nette Farbtupfer.

Nachdem ich in den letzten Tagen schon reichlich Parasolschnitzel hatte, habe ich heute Steinpilze - selbst die großen sind noch fest und madenfrei - Birkenpilze, Hexenröhrlinge und ein paar Reizker gesammelt. Das Putzen, Einfrieren, Trocknen und Zubereiten war dann abendfüllende Arbeit.

Liebe Grüße Karin«

(2 Fotos © Karin)

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Bei Darmstadt: »Um 10 Uhr waren wir schon wieder zuhause, mit Pilzen beladen wie die Packesel«


Foto: Zwei herrliche Steinpilze, die dem 12jährigen Julius sicher gerade richtig kamen.

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Andrea und Julius schreiben am 18. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

der pädagogische Tag der Lehrerschaft hat Julius heute einen schulfreien Tag beschert, den wir natürlich gerne für einen weiteren Gang durch den Wald genutzt haben. Diesmal verschlug es uns wieder nach Darmstadt, wo wir vergangenes Wochenende schon per Fahrrad fündig wurden.

Julius ist jetzt 12 Jahre alt und geht mit mir schon seit seinem 4. Lebensjahr Pilze sammeln. Auch in diesem Wald kennen wir mittlerweile ein paar schöne Stellen, wo wir schon oft fündig wurden.

Zu Fuß also losmarschiert ins Steinpilz- und Hexenröhrlingsparadies. Nach cirka eineinhalb Stunden brachen wir die Suche ab und machten uns, mit Pilzen beladen wie die Packesel, auf den Rückweg.

Um 10 Uhr waren wir schon wieder zuhause, wo wir uns wie gewohnt erstmal nach Zecken absuchten, von denen wir hier im Rhein-Main-Gebiet leider mehr als genug haben. Einen großen Teil des Tages haben wir dann zwangsläufig mit dem Putzen der Pilze verbracht.

Von unseren tollen Funden (Foto rechts) haben wir natürlich einiges an meinen Bruder, der heute arbeiten musste, und unsere Nachbarn abgegeben. Alle haben sich gefreut.

Morgen geht Julius mit meinem Bruder wieder los, dann wieder mit Fahrrädern im Gepäck.

Viele Grüße aus dem schönen Hessen senden Dir

Andrea und Julius«

(2 Fotos © Julius)

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Erst unter den alten Buchen erfüllte sich Monis Wunsch, Steinpilze kennenzulernen


Foto: Moni kannte bislang keine Steinpilze, wollte sie aber gerne einmal finden und sehen. Seit ihrem Pilzausflug mit Andreas weiß sie, wo sie zu finden sind, wie sie aussehen und schmecken. Und wie sie sich anfühlen. Herrlich, wie man sieht! Damit hat auch sie das Pilzfieber gepackt. (Foto © Andreas)

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Andreas schreibt am 18. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe den Geschmack der leckeren Steinpilz-Knofi-Nudeln* noch auf der Zunge und möchte euch meine gestrigen Erfolge nicht vorenthalten.

Diesmal war ich erstmalig in der Nähe von Eschenstruth (Gemeinde Helsa bei Kassel) unterwegs, um einer Freundin zu zeigen, wie Steinpilze aussehen. Leider nahm sie mich zu Plätzen mit, wo mir meine innere Stimme sagte, dass hier nichts zu holen sei. Und so war es auch.

Neben ein paar unangerührten Falschen Pfifferlingen, Flaschenbovisten, Hallimaschen, Kahlen Kremplingen und einem einzigen Fliegenpilz haben wir nur ein paar Stockschwämmchen und Rotfußröhrlinge eingesammelt.

Aber wir haben nicht aufgegeben und sind weiter in Richtung der Gemeinde Söhrewald gefahren und dort sagte mir mein Riecher, dass unter den alten Buchen sicher etwas zu finden sei.

Und so war es auch. Im hohen Buchenlaub unter Jungbaumbestand fanden sich viele der heiß geliebten Steinpilze. Nun weiß Moni, wie Steinpilze aussehen, wie sie schmecken und wo sie zu finden sind. Auch sie ist jetzt vom Pilzfieber gepackt und wird von nun an auch allein auf die Pirsch gehen.

Mit freundlichen Grüßen Andreas«

* Steinpilze und Knofi? Bitte nichit böse sein, das ist ein Küchenvergehen! Mehr dazu hier.


Hochtaunuskreis: 64 Steinpilze und jede Menge an Maronen und Rotfüßen für Erwin


Erwin schreibt am 17. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

unsere gestrigen Pilzfunde in der Nähe von Glashütten im Hochtaunuskreis waren so beeindruckend, dass ich sie auch einmal präsentieren möchte.

64 Steinpilze sowie jede Menge Maronen und Rotfußröhrlinge füllten nach 5 Stunden Suche unsere Körbe. Da ich ein ausgesprochener Waldmensch bin und mich ständig im Wald aufhalte, auch im Winter, weiß ich, wo man Steinpilze und große Mengen an Lungen- und Austernseitlingen finden kann. Das wahllose Durchlaufen der Wälder bringt womöglich nicht einen Steinpilz. In den nächsten Tagen ist weiterhin Regen angesagt, was für weiteres Pilzwachstum fantastisch sein dürfte.

Letztes Wochenende war ich im Spessart, wo ich auch immer viele Steinpilze gefunden habe. Das Ergebnis war enttäuschend. Vier Steinpilze und ein paar Rotfüße hat mir die lange Fahrt eingebracht. Dafür habe ich im Juli große Mengen an herrlichen Sommersteinpilzen finden können, die ich im Taunus nur vereinzelt fand.

Mit freundlichen Grüßen Erwin«

(Foto © Erwin)

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Groß-Gerau: Wenn das der Konkurrent geahnt hätte...


Andrea und Julius schreiben am 16. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

wie wir ständig in Deinem Pilzticker sehen, ist die Pilzsaison in vollem Gange. Wenn wir an das letzte Jahr denken, da gab es ja eigentlich gar nichts.

Wir sind in der glücklichen Lage, unseren Hauswald direkt vor der Haustür, naja, sagen wir, in 300 Metern Entfernung zu haben.

Daher sind mein Sohn Julius und ich auch heute Nachmittag nach Schule und Büro auf die Schnelle mit dem Fahrrad in »unseren« Wald bei Groß-Gerau gefahren, um nach jenen Steinpilzen zu schauen, die Julius schon vor zwei Tagen mit viel Laub vor Mitbewerbern versteckt hat. Sie waren zwar immer noch recht klein, allerdings fanden wir sehr nahe ein paar weitere schöne Exemplare, die in unseren Korb wanderten. Auch an einer anderen bewährten Stelle waren wir erfolgreich.

Hätte der andere Pilzsucher, der uns entgegenkam gewusst, dass er eigentlich an der falschen Stelle sucht, wo doch nur 200 Meter weiter ein paar wunderschöne Exemplare zu finden sind.

Ansonsten haben wir noch ein paar Maronen und zwei Reizker gefunden. Unser Abendessen war gerettet.

Leider wird wohl in diesem Wald bald ausgeholzt werden, denn an einigen Bäumen sind bereits Markierungen angebracht.

Wir möchten uns noch bei dir bedanken, dass du in der momentanen Hochsaison unermüdlich und immer wieder und wieder die Funde von uns Pilzsuchern im Pilzticker einstellst!

Hast du eigentlich selbst noch Zeit zum Pilze sammeln?

Viele Grüße aus Groß-Gerau senden Dir Andrea und Julius«

Hallo Andrea,

zu Deiner Frage: Ein klares Nein. In der Hochsaison ist das grundsätzlich nicht möglich.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Nur gut, dass ein Konkurrent 200 Meter entfernt suchte. So landete dieser Steinpilz im Netz von Julius und Andea. (2 Fotos © Julius)

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Linden, Landkreis Gießen: Mit den drei Kindern im Wald der unzähligen Parasole


Annegret schreibt am 16. Oktober 2019:

»Hallo,

erst einmal möchte ich mich für diese wunderbare Seite bedanken, sie ist wirklich ganz toll zum Lernen und Staunen.

Nach 10 Jahren in Finnland bin ich erst seit dreieinhalb Jahren wieder in der Heimat im Landkreis Gießen und erkunde nach und nach die Wälder.

Gestern ging es mit meinen Söhnen in ein Wäldchen bei Linden und dort entdeckten wir zu unserer großen Freude unzählige Parasole bzw. Riesenschirmlinge im lichten Eichenwald (Foto rechts).

Die schönsten haben wir mit nach Hause genommen und teils zu einer leckeren Soße zu Kartoffeln verarbeitet, ein Teil wird heute noch paniert und gebraten und der Rest getrocknet und zu Würzpulver verarbeitet.

Ohne die Kinder ging es dann noch mit einer Freundin in einen anderen, einen Buchenwald bei Gießen. Auch hier gab es wieder Parasole. Ich fand noch eine Krause Glucke und meine Freundin einen schönen, komplett madenfreien Steinpilz. Die Stellen der Herbsttrompeten sind leider weiterhin kahl.

Wir begegneten einem erfahrenen Pilzsammler, der uns stolz seinen gut gefüllten Korb mit Steinpilzen und Butterpilzen zeigte und uns neckend fragte, warum wir denn die Pilze nicht sammeln würden. :-).

Liebe Grüße, Annegret«

(2 Fotos © Annegret)

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Foto: Wenn im flachen Hochwald zahlreiche Parasole wachsen, so ist dies für Kinder ein prima Zugang zum Hobby Pilze sammeln. Dass sie danach auch noch vorzüglich schmecken, sorgt für ein nachhaltiges Erlebnis, an das sie sich vermutlich noch lange erinnern können.


Herrliche Steinpilze aus verschonten Fichtenbeständen im Reinhardtswald


Foto: So schöne Steinpilze! Andreas fand sie in restlichen Fichtenbeständen, vor denen der »starke Holzeinschlag« Halt gemacht hatte. (2 Fotos © Andreas)

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Andreas schreibt am 16. Oktober 2019:

»Gern möchte ich heute über meinen Fund von Maronen und Steinpilzen im Reinhardtswald berichten.

Wie jedes Jahr warte ich geduldig, bis das Wetter ein Einsehen hat und den Waldboden hinreichend durchnässt hat und die Oktobersonne etwas für Wärme sorgt.

Am Sonntag war es dann so weit. In meinem Revier auf den Höhen des Reinhardtswaldes stieß ich trotz des starken Holzeinschlages in den verbliebenen Fichtenbeständen auf die für mich ersten Steinpilze in diesem Jahr.

Am Ende des nahezu trockenen Spazierganges fanden sich nahezu 3 Kilo der köstlichen Steinpilze und ein paar junge Maronenröhrlinge im Korb.

Heute Nacht sind 27 l/m² Regen gefallen und wenn es warm bleibt, sollten das nicht die letzten Edelpilze sein, die den Weg in die heimische Pfanne finden.

Mit feundlichen Grüßen Andreas«

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Foto: Es fiel gut Regen, es soll warm bleiben - gute Voraussetzungen dafür, dass Andreas erneut so einen guten Fund macht, wie ihn sein Korb hier zeigt.

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Stefan beobachtet das Wachstum der Arten ganz genau

Wie unterschiedlich die Pilze schon jetzt auf klimatische Veränderungen reagieren


Stefan schreibt am 15. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute mal wieder an meinen Stammplätzen im Main-Kinzig-Kreis, da ich ja auf die Rotkappen warte. Natürlich hatte ich auch meine unlängst entdeckten Ministeinpilze im Visier.

Es ist kein einfaches Spiel, diese Plätze nun schon über Monate mehr oder weniger gut geheim zu halten, aber es scheint zu funktionieren, so dass ich es mir immer wieder halbwegs entspannt aussuchen kann, wann ich meine Plätze wieder aufsuche. Was aber noch viel schöner und vor allem wertvoller ist, ist die Erfahrung, die ich dabei gewinne, denn ich kann in aller Ruhe beobachten und meine Schlüsse ziehen.

Wie es Peter hier im Pilzticker Hessen einschätzt und auch Du es bereits angedeutet hast, wird sich das Pilzaufkommen verändern. Diesen Umstand habe ich mir im trockenheitsbedingt sehr mageren Jahr 2018 bereits bewusst gemacht und gezielt nach Stellen gesucht, die auch im heiß-trockenen Klima noch Pilze hervorbringen könnten. Nun ist glücklicherweise genau das in diesem Jahr voll aufgegangen.

(Pilz-Ticker-Hessen)

So konnte ich speziell das Wachstum der Pappelraufüße und der Rotkappen wunderbar beobachten. Während die Pappelraufüße mit nur mäßigen, aber häufigen Niederschlägen in Massen aufgetreten sind, gab es Rotkappen immer nur nach ergiebigen Regenfällen.

Auch die Bronzeröhrlinge, die Sommersteinpilze und die Anhängselröhrlinge folgten bereits auf dürftige Regenfälle. Als sie wuchsen, waren die Wälder stets noch trocken. Kurze Niederschläge hatten ausgereicht, um sie fruktifizieren zu lassen. Auch weisen die Standorte für die beschriebenen Dickröhrlinge nicht die typischen Merkmale der naturnahen klassischen Wälder auf, wie wir sie im Allgemeinen kennen.

Wenn ich dabei an meine geliebten Pfifferlinge oder Totentrompeten denke, blutet mir etwas das Herz, aber wenn im Wechsel dafür seltene Dickröhrlinge oder auch die Kaiserlinge in Deutschland auf dem Vormarsch sind, ist dieser Wandel doch durchaus erträglicher, als es sich vielleicht im ersten Moment anfühlt. Das soll selbstverständlich die offensichtlichen negativen Folgen nicht verharmlosen, aber man darf sich doch auch mit potentiell positiven Folgen der klimatischen Veränderungen auseinandersetzen.

Zu meinem heutigen Fund: Oben links auf dem Foto sind die ersehnten Espenrotkappen zu sehen, daneben drei Flockis und rechts außen ein Pappelraufuß. Darunter aufgereiht die Fichtensteinpilze in allen erwünschten Altersstufen.

Eines haben alle Funde gemeinsam: es war stets ein Bach in unmittelbarer Nähe. Mir scheint, dass der Bach das ausgleicht, was an Niederschlägen abseits des Baches noch fehlt.
Sowohl im Spessart am Wochenende als auch gestern in einem neuen und großen Laubwald in Alzenau habe ich an klassischen Stellen noch nichts entdeckten können.

Liebe Grüße Stefan«

(Foto © Stefan)

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Wetzlar: Gut gefüllte Körbe für drei Generationen Pilzsammler


Foto: In die Froschperspektive gegangen ist Peter für diesen Prachtparasol, der ein bisschen was aufs Dach bekommen hat. Ein lebhaftes und stimmungsvolles Wald- und Pilzmotiv, das uns beinahe den Eindruck vermittelt, wir würden dabei sein. (2 Fotos © Peter)

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Peter schreibt am 15. Oktober 2019:

»Guten Tag, lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem ich am Samstag meinen Pilzkorb so gut füllen konnte, bin ich am Sonntag zusammen mit meiner Frau, meiner Tochter und unseren beiden Enkeltöchtern (11 und 13 Jahre) auf dem Wetzlarer Stoppelberg auf die Pilzpirsch gegangen.

Schon nach den ersten Schritten begrüßte uns eine größere Gruppe noch recht kleiner Anisegerlinge, und überall um uns herum hatten Parasole ihre Schirme aufgespannt. Da konnte das Sammeln gleich von Anfang an beginnen, und die Mädchen freuten sich über die tollen Funde.

Im Birkenwäldchen, wo wir auf etliche Pilzsammler stießen,  fanden wir einen einzigen Steinpilz und ein paar Birkenpilze. Auf dem Rückweg durch Buchenhochwald stolperten wir regelrecht über viele kleine Rotfußröhrlinge und Anisegerlinge und fanden nochmals Parasole über Parasole. 

Als wir nach zwei Stunden wieder zum Parkplatz kamen, waren unsere Kräfte erschöpft und unsere Körbe ausreichend gefüllt. Das war für die ganze Familie ein richtig schöner Sonntagvormittag in herrlicher Natur bei schönstem Herbstwetter. 

Gestern war ich noch einmal allein unterwegs, um in meinem kleinen Maronenwäldchen nachzuschauen. Es waren aber immer noch keine Maronen zu finden. Unterwegs traf ich aber auf eine größere Ansammlung von den verwandten Rotfußröhrlingen, die im tiefen Moos standen. Ich nahm nur ein paar junge Exemplare mit, weil diese Pilzart sehr schimmelanfällig ist.

Angesichts der enormen Steinpilzfunde, über die in Deinem wunderbaren Pilzticker zur Zeit aus allen Bundesländern berichtet wird, nehmen sich die hier beschriebenen Funde recht bescheiden aus und sind eigentlich gar nicht erwähnenswert. Aber angesichts des Klimawandels werden wir wohl davon ausgehen müssen, dass sich unsere gesamte Natur verändern wird und dass sich auch unsere Pilzwelt verändern wird.

(Pilz-Ticker-Hessen)


Foto: Da quillt es vor Pilzen im Rotfüßchenbeet! Peter nahm nur einige junge Exemplare von ihnen mit.

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Steinpilze habe ich in allen vergangenen Jahren immer ausreichend gefunden, in diesem und auch im letzten Jahr hat sich diese begehrte Pilzart aber im hiesigen Raum rar gemacht. Es fehlte einfach an den nötigen Niederschlägen. Vielleicht wird es ja in den kommenden Jahren wieder regnerischer, aber daran kann ich gar nicht so recht glauben. Vermutlich müssen wir uns darauf einstellen, dass wir unser Sammelspektrum nach und nach verändern müssen, um noch mit gefüllten Körben nach Hause zu kommen.*

Heute war ich recht hoffnungsvoll in meinem Steinpilzwäldchen nördlich von Wetzlar auf Pilzsuche, wo ich in früheren Jahren meistens auf diese knackigen Gesellen gestoßen bin. Es war in diesem Herbst wohl schon der zehnte ergebnislose Besuch.

Der Waldboden ist überall recht feucht, das Moos ist saftig grün, und es hatte ja auch in den letzten Wochen immer mal geregnet. Es fehlten aber in den letzten Jahren die ergiebigen Regengüsse zwischendurch. Das Phänomen wird ja auch von vielen Deiner eifrigen Berichterstatter ähnlich beschrieben. 

Herzliche Grüße von einem nachdenklichen Waldläufer!

Peter aus Wetzlar«

* Anmerkung: Es ist davon auszugehen, dass der Wärme wärmeliebende Pilze aus dem Süden folgen werden. Südliche Dickröhrlinge sind bereits erkennbar auf dem Vormarsch in Richtung Norden. Auch Edeltrüffeln und der Kaiserling werden inzwischen in Süddeutschland häufiger gefunden und dürften sich bei anhaltender Klimaerwärmung weiter ausbreiten. Was tendenziell heißt: gehende Pilzarten werden vermutlich durch kommende ersetzt.


Piero wieder auf Inspektion im Hochtaunus

Weisheit einer erfahrenen Pilzsammlerin: »Die Fliegenpilze kommen immer eine Woche vor den Steinpilzen«


Foto: Es muss nicht immer ein rekordverdächtiger Riesensteinpilz von 982 Gramm sein, ein Teller mit schönen Mischpilzen tut es auch.

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Piero schreibt am 15. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach ergiebigen Regenfällen in der Vorwoche beflügelte mich das wunderbare Spätsommerwetter am Wochenende, Montag nach Feierabend mal wieder frische Waldluft zu schnappen.

Dabei traf ich eine ältere Frau, die wegen der unzähligen Fliegenpilze sagte: »Die Fliegenpilze kommen immer eine Woche vor den Steinpilzen.« Da bin ich nun sehr gespannt, ich werde das gerne überprüfen.

Ich ging dann in eine andere Ecke meines Waldes bei Königstein im Taunus, nicht in die, wo ich vergangene Woche meinen Steinpilzriesen gefunden hatte. Und damit lag ich richtig. In eineinhalb Stunden hatte ich einen Korb voller wunderschöner Mischpilze: Parasole, eine wunderschöne Krause Glucke (Foto rechts), Steinpilze und einen jungen Birkenporling. Die Küchenwaage zeigte genau 2 Kilo an.

Ich bin mir sicher, dass es in ein paar Tagen noch mehr geben wird und freue mich jetzt schon auf morgen. Weil ich da erneut Zeit haben werde für das wunderschöne Hobby Pilze sammeln.

Viel Glück da draußen für Euch alle und liebe Grüße, Piero«


Foto: Der Steinpilz stand im durchnässten Laubwald da wie eine 1. (3 Fotos © Piero)

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Pilzpassion im Kasseler Umland mit Sicherung der Weihnachtssteinpilze


Foto: Tolle Steinpilzfunde bei der »wahren Flut an Steinpilzen« um Kassel hat Sebastian am Wochenende gemacht. Er freut sich, dass die Edelpilze für das Weihnachtsessen - und darüber hinaus - gesichert sind.


Sebastian schreibt am 14. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

zusammen mit meiner Freundin Anne habe ich dieses Jahr, nach den ordentlichen Regenfällen im Großraum Kassel, großartige Funde von Steinpilzen gemacht und die Gefriertruhen ordentlich gefüllt.

Für das Weihnachtsessen und auch noch bis in das kommende Jahr hinein ist die Selbstversorgung mit prächtigen Dickröhrlingen somit gesichert. Besonders auffällig ist dieses Jahr, dass mittlerweile eine wahre Flut an Steinpilzen in unseren Wäldern zu finden ist. Die aktuellen Funde von Samstag und vom Sonntag (12. und 13. Oktober) beweisen dies auf eindrucksvolle Art.

Als langjähriger Begleiter Deiner Website möchte ich es nicht versäumen, Dir für dieses wirklich tolle Medium meinen Dank auszusprechen. Ich bin in dieser Jahreszeit häufig, ja fast täglich auf den Seiten, um zu staunen, was in anderen Bundesländern schon so alles im Wald gefunden wird. 

Das ermuntert mich, um dann in »meinen« Wäldern auf die Suche zu gehen. Häufig treibt es mich dabei in den ca. 180 km² großen Gutsbezirk Reinhardswald. Es ist der größte gemeindefreie hessische Gutsbezirk.

Die Pilze wollen erhascht werden

Leider war auch dieses Jahr wieder geprägt von schlimmen Veränderungen in den Wäldern um das Kasseler Becken herum. Die anhaltende Trockenheit (und damit verbunden der viel zu niedrige Grundwasserspiegel), die Borkenkäfer und nicht zuletzt die immer häufiger auftretenden Stürme machen einem Angst um die Frage, wie sich die Wälder hier in den kommenden Jahren entwickeln werden.

Hoffen wir das Beste!

Von Kindheitstagen an bin ich mit meinen Eltern und Großeltern jährlich in den Wäldern unterwegs gewesen; heute, mit nunmehr 37 Jahren, ist es mir zur Passion geworden.

Es ist schon fast eine Art Trance, eine einfach großartig beruhigende Stimmung, durch die Wälder zu streifen und die vor sich hinschlummernden Stellen ausfindig zu machen, an denen die Pilze vom richtigen Blickwinkel des Sammlers erhascht werden wollen. Auf dem 1. Foto rechts ist recht gut zu erkennen, dass sich die wirklich großen Exemplare oft am besten verstecken.

Ein freundlicher Gruß aus dem schönen Nordhessen, Sebastian«

(5 Fotos © Sebastian)

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Foto: Selbst im restlos vertrockneten Gras wachsen die Steinpilze noch. Das mag veranschaulichen, wie widerstandsfähig ihr Wurzelgeflecht (Myzel) ist.

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Darmstadt-Dieburg: Monikas Freude über Steinpilzfotos - und über eigene Funde


Foto: Monika freut sich über die vielen Steinpilzfunde der Pilzticker-Besucher - am meisten aber über ihre eigenen; wie diesen. Fein haben sich die Pilze herausgeputzt. (3 Fotos © Monika)

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Monika schreibt am 14. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

seit den letzten ergiebigen Regenfällen sprießen die Objekte der Begierde ja nun wahrlich in Mengen. Die Meldungen über die reichlichen Steinpilzfunde, die auch meine bevorzugte Beute sind, sind einfach ein Traum. Ich habe auch schon reichliche Ernte für den Winter eingefahren und möchte hiermit eine kleine Impression meines letzten Fundes zum Besten geben.

Ich verfolge schon seit geraumer Zeit deinen wunderbaren Pilz-Ticker und genieße die vielfältigen Meldungen der Sammler und Sammlerinnen, die du so schön aufbereitest. Vielen Dank dafür.

Herzliche Grüße Monika«


2 Fotos: Auch im Wald hat Monika ihre Steinpilze fotografiert. Sie fand sie bei Rotbuchen.

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Eberstadt: Tobias war schon wieder auf Steinpilztour, diesmal an seinem Bach


Foto: Der goldene Oktobertag lockte Tobias erneut in den Wald, diesmal bei Darmstadt-Eberstadt. An seiner Bachstelle fand er diese Steinpilze.

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Tobias schreibt am 13. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute musste ich nochmals in den Wald gehen, bei uns in Eberstadt. Der goldene Oktobertag war mit 26 Grad einfach nicht dafür gemacht, im Haus zu hocken.

Also bin ich an die Bachpartie gelaufen, von der ich dir unlängst schon berichtet hatte. Das war genau der richtige Gedanke, konnte ich doch dort erneut einige Steinpilze (z. B. Foto rechts) »abholen«.

Die Fliegenpilze in der Gegend werden immer mehr, es ist einfach unglaublich. Die meisten Parasolpilze bei uns sind alle schon sehr alt, im Gegensatz zu gestern im Odenwald.

Viele Grüße von Tobi aus Eberstadt bei Darmstadt«

(2 Fotos © Tobias)

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Pilzalarm im Main-Kinzig-Kreis: Stefan ist unterpfiffert!


Stefan schreibt zu diesem Foto: »Dies ist ein Teil unseres Fundes. Die Parasole, einige Birkenraufüße und ein großer Steinpilz fehlen hier, die landeten in Fabianos Korb. Hinten links sind noch zwei Gläser mit den in Öl eingelegten kleinen Steinpilzen zu sehen.« (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 13. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute waren Fabiano, meine Frau und ich mal im Spessart. Wären Fliegenpilze kulinarisch verwendbar, wir hätten für die nächsten drei Jahre ausgesorgt. Das Aufkommen ist wie das der Parasole momentan der reine Wahnsinn - und zugleich wunderschön anzusehen.

Im Spessart haben wir überwiegend Plätze mit Fichten, dort war aber bis auf einen schönen Steinpilz (Foto rechts) komplett tote Hose. Herrlich stand er da, Fabiano und ich sind quatschend dran vorbeigelatscht, aber Dani hat ihn Gott sei Dank entdeckt, so wie fast alle Steinis heute. ;-) Die Steinpilze, die wir danach gefunden haben, standen allesamt bei Rotbuchen.

Wir haben, wenn auch nicht auf dem Bild zu sehen, noch einige schöne Parasole und Birkenraufüße eingesammelt.

Mit den Pfifferlingen scheint es nach meiner Einschätzung nichts mehr zu werden. Alle meine Plätze zeigen das gleiche Bild. Schade, denn nach zwei Ausfalljahren in Folge bin ich langsam wirklich unterpfiffert. ;-)

Wir hatten herrliches Wetter, einen schönen gemeinsamen Pilzgang und auch Fabiano hat heute mit uns zum ersten Mal Schopftintlinge verköstigt - es bleibt ein sehr spannender und leckerer Pilz.

Liebe Grüße, Fabiano, Dani & Stefan«

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Tobias & Matthias gemeinsam auf der Steinpilzsuche im Odenwald

»Man findet sein Pilzglück, trotz Schnittresten von den Konkurrenten«


Foto: Dieser Steinpilz war vermutlich zum Krafttraining im Fitnesscenter. Beim Anblick des breitschultrigen Gesellen wird ja selbst Mr. Universum, Ralf Möller, neidisch. (4 Fotos © Tobias)

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Tobias schreibt am 12. Oktober 2019:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute war ich endlich einmal mit Matthias unterwegs, und zwar im Odenwald. Du hattest ja dankenswerterweise bei der Kontaktherstellung geholfen, und so konnten wir heute erstmals gemeinsam (Foto rechts) auf die Pilzsuche gehen.

Wir hatten bei traumhaftem Wetter einen sehr schönen und sehr erfolgreichen Tag. Und das, obwohl viele Schnittreste anzeigten, dass die Konkurrenz vor uns an einigen unserer Stellen gewesen war. Ich sehe es relativ gelassen, wenn ich nicht als Erster an meinen Pilzplätzen bin. Auf Dauer geht das nicht, und trotzdem findet man sein Pilzglück. So wie wir es auch heute mit herrlichen Steinpilzen (z. B. 2. Foto rechts) fanden.

Ich hatte ja in meiner letzten Nachricht von vielen, vielen Fliegenpilzen berichtet. Nun erzählte mir ein Nachbar vor unserem Pilzgang, dass es sehr viele Parasole geben würde. Da hatte er wohl Recht! So viele habe ich in 30 Jahren noch nie gesehen, es waren wohl rund 120 Stück - wenn das man reicht. Weil wir aber auf Steinpilze aus waren, haben wir sie alle stehen gelassen.

Wir wünschen allen Sammlern noch viel Erfolg und Spaß!

Matthias und Tobi«

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Foto: Ein herrlicher Fund für Tobias und Matthias! Sie waren bei ihrem Pilzgang nur auf Steinpilze aus, ließen alles andere stehen. Trotz der Konkurrenz kam dieser schöne Korb zusammen.

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    Dec 14, 19 08:42 AM

    Heilerfolge 1 vom Birkenporling: Erfahrungsberichte, die das Wirkungsspektrum dieses antibakteriellen Pilzes beschreiben.

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  2. Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Wuerttemberg)

    Dec 13, 19 08:14 AM

    Pilz-Ticker-Bawue: Welche Pilze aktuell in Baden-Wuerttemberg wachsen

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  3. Pilz-Ticker-Hessen

    Dec 12, 19 10:14 AM

    Pilz-Ticker-Hessen: Welche Pilze derzeit in den Waeldern Hessens wachsen

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Pilzbücher

Meine ersten 10 Pilze genau kennenlernen

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Mit Pilzsammlern
in Deutschland unterwegs


14 Reportagen von der Pilzsuche aus Wäldern, Feldern und in Wohnnähe


Pilze, Holzkasten, Bollerwagen


Meine Kindheit im Dorf der 60er Jahre, als die Selbstversorgung noch den Alltag bestimmte


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Peter Wenter beschreibt in Meine Schwammerl - Pilze aus dem Münchner UmlandPilze aus 70 Gattungen fachlich tadellos und mit viel Detailliebe. Ein Buch für Anfänger und Ambitionierte - vor allem aber für jeden, nicht nur für Münchner.

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Ein außergewöhnliches und mitreißendes Pilzbuch! Toll für den Einstieg in die Pilzpassion, ideal für junge Pilzfreunde!


Jürgen Guthmanns Enzyklopädie der Heilpilze


DIN-A-4-Format; 425 Seiten; Darstellung von über 100 Heilpilzen mit ihren bioaktiven Inhaltsstoffen; Liste: Für welche Krankheiten sich die 16 gebräuchlichsten Heilpilze eignen; 250 Farb- und 230 Strichbilder; 1600 Zitate aus der Originalliteratur.

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