Pilz-Ticker-Bayern
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Foto: Der Bach hält sie noch am Leben, die Lachsreizker, Frauentäublinge und einen halb sichtbaren Heringstäubling, der unten halbrechts verschüchtert und hutversehrt hinter einem Frauentäubling hervorblickt. Es ist wohl ein Buchenheringstäubling. (Foto © Matthias/Happurg)
Matthias aus Happurg schreibt am 12. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
inzwischen ist auch bei uns im Nürnberger Land Pilzflaute angesagt. Die Herbsttrompeten und die Trompetenpfifferlinge sind zum großen Teil vertrocknet. Ich denke aber, dass hier bald frische nachkommen. Es hat jetzt ja doch ausgiebig geregnet. Momentan ist es nachts sehr kalt, die Chancen stehen also gut, dass sich zeitnah die nächsten Kälteliebhaber blicken lassen.
Ich habe es mir aber doch nicht nehmen lassen, mal wieder am Bachlauf nachzusehen. Die Frauentäublinge verblühen langsam, sieh haben jetzt aber auch wirklich lange genug durchgehalten. Auch die Lachsreizker wollen mal eine Pause einlegen. Nichtsdestotrotz konnte ich noch einige verwertbare Heringstäublinge, Frauentäublinge und Lachsreizker mitnehmen.
Die kommenden Tage soll es auch wieder wärmer werden. Es besteht also Hoffnung, dass sich auch bei den Steinpilzen nochmal was tut.
Hoffentlich bis bald und liebe Grüße
Matthias aus Happurg"
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Foto: Es gab zwar keine Steinpilze, dafür konnte Sepp 15 knackige Flockenstielige Hexenröhrlinge mit nach Hause nehmen. Auf dem 2. Foto sehen wir Mehlräslinge. Sie zeigen nicht nur Röhrlinge an, sondern sind milde, leicht verdauliche Suppen- und Soßenpilze mit Mehlgeschmack.

Sepp schreibt am 12. Oktober 2026:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
nach den erfreulichen Regenfällen Mitte der letzten Woche versuchte ich heute Früh bei einer Außentemperatur von nur 7° C mein Glück in einem kleinen Mischwald in der Nähe von Miesbach. In dem kleinen Waldstück wachsen überwiegend Tannen, der Rest sind Fichten
und Laubbäume.
Gleich am Anfang der Pilztour begrüßte mich ein prachtvoller Mehlräsling (siehe Foto links). Klasse, dachte ich, ein sogenannter Steinpilzanzeiger! Steinpilze aber waren nicht zu finden. Dafür konnte ich 15 knackige Flockenstielige Hexenröhrlinge in den Korb legen. Außerdem landeten noch je ein Maronenröhrling und Rotfußröhrling im Korb. Viele von den drei genannten Arten waren allerdings schon überständig und blieben stehen.
Seit langem habe ich den Zwiebelfüßigen Hallimasch wieder einmal gesehen und fotografiert.
Sehr häufig ist jetzt der giftige Samtschuppige Tannenflämmling zu sehen, leicht zu verwechseln mit dem Geflecktblättrigen Flämmling! Sei's drum, sie sind beide giftig.
Liebe Grüße aus Bayern
Sepp"
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Foto: Der Zwiebelfüßige Hallimasch ist nach dem Dunklen (Gemeinen) Hallimasch und dem Honiggelben Hallimasch die dritte Armillaria-Art, die wir kennenlernen. Der Zwiebelfüßige ist dem Honiggelben sehr ähnlich, jedoch fehlt letzterem die ausgeprägte keulige Stielbasis. Alle drei Hallimasch-Arten sind prinzipiell essbar, doch nicht jeder verträgt diese Pilze und reagiert mit teils heftigen grippeähnlichen Symptomen. Wer ihn verträgt und geschmacklich mag - es sind nicht wenige(!) - sollte die Pilze vor dem Braten gründlich kochen. Die Erfahrung zeigt, ob das Abkochen nötig ist oder wegfallen kann. Bei älteren Pilzen und nach Frost erhöht sich grundsätzlich die Giftigkeit. (3 Fotos © Sepp)

Hans schreibt am 12. Oktober 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
ich schaue mir fast jeden Tag den Pilzticker an, dank Heinz-Wilhelm ist das möglich. Und ich stelle fest, dass dieses Jahr in den nördlichen Bundesländern einfach mehr Pilze gewachsen sind.
Mich spornen diese Funde natürlich an, wobei ich aber vergesse, dass München doch ein ganz schönes Stück davon entfernt liegt… In der Bilanz merkte ich das in den vergangenen zwei Wochen: da fand ich insgesamt lediglich zwei Steinpilze und fünf Maronenröhrlinge… Der gestrige Anteil daran waren ein Steinpilz und vier Maronen.
Ende September hatte ich einiges an Parasolpilzen gefunden, die wurden natürlich gebacken und als köstliches Pilzgericht (Foto links) gegessen.
Dir, Heinz-Wilhelm, und den Pilzfreunden alles Gute! Und natürlich möglichst viele Pilze in den Körben!
Mit besten Grüßen aus Unterhaching
Hans"
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Foto: Diesen Steinpilz fand Hans gestern - einer von zwei in den vergangenen 14 Tagen.

Foto: Ein übersichtlicher Fund. Hans präsentiert sein gestriges Sammelergebnis, ein Steinpilz und vier Maronenröhrlinge. Das ist doch ein bisschen weniger, als Pilzfreund Dirk dieses Jahr in Hamburg in seinen Körben voller Steinpilze und Maronen hatte… (3 Fotos © Hans)

Foto links: Eine extrem seltene Korallenwachskruste (Sebacina sparassoidea) im denkbar schönsten Zustand hat Matthias aus Happurg gefunden. Der im östlichen Nordamerika beheimatete gallertartige Pilz aus der Gattung der Wachskrusten (Sebacina) ist so selten, dass er in Deutschland noch keinen (deutschen) Trivialnamen erhalten hat und in kleinsten Fachkreisen nur mit seinem botanischen Namen benannt wird. Der Name Korallenwachskruste ist lediglich ein Behelfsname. Er wurde aus dem Englischen entlehnt, wo der Pilz white coral jelly fungus (Weißer Korallen-Gallertpilz) genannt wird.
Fundort war zwischen Behringersdorf und Nürnberg direkt neben dem Radweg an der B14, so Matthias.
Ein wunderschöner Pilz, den man sich auch sehr gut in einem Korallenriff vorstellen kann…
(Foto © Matthias/Happurg)
Blau = ungenießbar
8. Oktober 2026
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Matthias aus Happurg schreibt am 4. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
in der Nacht auf Freitag hat es endlich einmal wieder geregnet. Damit sich bei den Pilzen noch etwas tut, müsste aber schon zeitig noch etwas mehr Niederschlag kommen. Die meisten Stellen im Wald sind schon wieder sehr trocken. Dass an meiner Pilzstelle am Bach nach wie vor frische Täublinge und Lachsreizker wachsen, brauche ich, denke ich, kaum zu erwähnen.


Ich war dort am Freitag noch kurz, um mir eine leckere Reizkerpfanne zu sammeln. Gefunden habe ich dort außerdem einige Lungenseitlinge an einem übermoosten Buchenstamm (2. Foto links). Leider waren sie schon vermadet. Der aktuell häufigste Pilz ist wohl der Buchenschleimrübling. Na ja, zumindest sieht er hübsch aus.
Gestern habe ich dann beim Klettern durch Zufall eine wunderschöne Traube Austernseitlinge gefunden, siehe das Foto links. Und ja, es sind tatsächlich schon die ersten Winterausternpilze, keine Lungenseitlinge! Vor zwei Wochen gab es schon ein paar sehr kalte Nächte. Das hat wohl gereicht, um sie zum Fruktifizieren zu bewegen.*
Heute bin ich dann am späten Nachmittag mit einem Freund noch für eine Stunde in Richtung Grafenbuch gefahren. Einige Birkenpilze, eine einzelne Rotkappe und ein paar Maronenröhrlinge waren die einzigen verwertbaren Röhrlinge. Wir ließen sie aber stehen.
Abgesehen hatten wir es nämlich auf Frauentäublinge, Rotstielige Ledertäublinge und Totentrompeten. Außerdem fanden wir noch einen auffällig gelben Täubling mit weißem Stiel. Fast ebenso hartfleischig wie die Zinnobertäublinge von letzter Woche.
Nachdem die Täublingsprobe mild ausfiel, kamen die Pilze mit. Scharf angebraten haben sie hervorragend geschmeckt. Nach etwas Recherche und da ich die normale Variante mit dem rötlich überhauchten Stiel hier in der Gegend schon öfter angetroffen habe, würde ich auf den Weißstieligen Pfirsichtäubling tippen. Ganz sicher bin ich mir allerdings nicht.
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"
* Damit Austernseitlinge Fruchtkörper bilden können, darf es nicht wärmer als höchstens 11 Grad sein. Eine ideale Reiztemperatur für Wachstum ist 8 Grad. Es gibt auch Stämme, die erst bei dem ersten leichten Frost reagieren.
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Foto: Ja, es muss der Weißstielige Pfirsichtäubling sein. Der sehr ähnliche Ockertäubling hätte keinen "hervorragenden", sondern einen belanglosen bis leicht bitterlichen Geschmack. Der ebenfalls gelbe Gallentäubling würde bei der Rohkostprobe schnell scharf schmecken und nach Senf riechen. (3 Fotos © Matthias/Happurg)
Anmerkung: Michael vom Pilzticker BaWue findet für gewöhnlich viele Violettstielige Pfirsichtäublinge. Einen Weißstieligen hat er nach meiner Erinnerung noch nie gefunden.
Blau = ungenießbar

Foto: Romina, Sepps Enkelin, freut sich über zwei Steinpilze, die sie alleine entdeckt hat.
Sepp schreibt am 3. Oktober 2026:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
heute waren mein Sohn Christian und eine begeisterte Enkelin Romina bei der Pilzrunde mit dabei. Zu dritt haben wir südlich von Holzkirchen eine reichliche Menge an verschiedenen Pilzarten für eine leckere Mischpilzpfanne gesammelt.
Im Korb lagen zum guten Schluss Birkenpilze, Rotkappen, Flockenstielige Hexenröhrlinge, etliche Steinpilze, ein Perlpilz, Parasol und Semmelstoppelpilze.
Zu bestaunen waren noch jede Menge an frischen Fichtenreizkern und der zweite Schub an Hallimasch. Erstmals zu sehen in diesem Jahr war auch der Herbstklassiker Violetter Rötelritterling in beachtlicher Menge.
Die jungen Birkenporlinge - sie sollen ganz jung essbar, wenn auch minderwertig sein - haben die Borke von der alten Birke weggesprengt (siehe Foto).
Der Waldboden südlich von Holzkirchen ist noch gut angefeuchtet, das lässt auf
weitere gute Funde hoffen.
Liebe Grüße aus Bayern
Sepp"
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Foto: Es war alles dabei, was zu einer schönen herbstlichen Mischpilzpfanne gehört. Sepp mag die Vielfalt im Pilzkorb.

Foto: Drei junge kräftige Birkenporlinge waren dann doch zu viel für die Borke der alten Birke: die Pilze haben sie, wie Sepp schreibt, "weggesprengt". Die Pilzart ist kein Speise-, sondern ein Heilpilz, und zwar ein klassischer Magenwohltäter. Er hat sich auf diese Art seit Jahrtausenden bewährt. (3 Fotos © Sepp)


Armin schreibt am 2. Oktober 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
heute Vormittag war ich auf wieder auf Pilztour im Landkreis Simbach.
Gefunden habe ich wieder sehr viele Steinpilze, von denen nur die jungen und schönsten in den Pilzkorb kamen. Teils standen sie dicht an dicht (2. Foto links), so dass es eine schöne Lese war. Weiterhin gab es viele Maronenröhrlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, ein paar Pfifferlinge und Birkenpilze. So war es am Ende ein schöner Gesamtfund (siehe 1. Foto links).
Ich bin gespannt, wie lange es noch geht, weil es schon wieder sehr trocken ist.
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"
(2 Fotos © Armin)
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Foto: Die Maronenröhrlinge hielten zur Freude von Matthias und Ursula der Trockenheit gut stand. Der junge Fliegenpilz (2. Foto, links) hat es Matthias besonders angetan. (2 Fotos © Matthias)

Matthias schreibt am 30. September 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm und alle Pilzfreunde,
es scheint derzeit gar nicht sooooo schlecht auszusehen mit dem Pilzwachstum in Bayern, was uns ehrlich verwundert, da wir dieses Jahr schließlich doch sehr mit Trockenheit (und im Sommer mit Hitze) zu kämpfen hatten und haben.
Nachdem wir ja bereits am vergangenen Sonntag bei einem Ausflug nach Niederbayern eine stattliche Krause Glucke einheimsen konnten, sind wir heute Früh gegen 7 Uhr nicht weit von unserem oberbayerischen Heimatort Trostberg in die Pilze gegangen, im Bereich Deisenham, Allerting und Kienberg.
Dort wurden wir erneut reichhaltig belohnt, nämlich mit einem ganzen Korb voller überwiegend junger Maronenröhrlinge. Die beiden Waldgebiete, in denen wir waren, bestehen überwiegend aus Nadel- und Mischwald mit hohem Moosanteil.
Auf dem 2. Bild ist ein wunderschöner junger Fliegenpilz zu sehen - ein äußerst dankbares Motiv. :-)
Liebe Grüße
Matthias und Ursula aus Trostberg"
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Foto: Nicht jeder verträgt den Verzehr von Körnchenröhrlingen; sie können Magen-Darm-Störungen und leichte Allergien auslösen. Wer davon verschont bleibt, hat mit Körnchenröhrlingen ausgezeichnete Speisepilze auf dem Teller! (Foto © Wendelin)
Wendelin schreibt am 29. September 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
liebe Pilzgemeinde,
ich bin gestern auf meiner alljährlichen herbstlichen Pilzrunde im Ebersberger Forst im Münchner Osten unterwegs gewesen.
Eigentlich wurde mein mulmiges Gefühl in Sachen diesjährigen Pilzaufkommens in München und Umgebung wieder bestätigt. Ganze drei Pfifferlinge habe ich auf meiner Nachmittagstour gefunden. Gottlob bin ich - bereits auf dem Rückweg - auf eine gesellige Runde Körnchenröhrlinge, auch Schmerlinge genannt, gestoßen, die mich ein wenig versöhnt haben.
Herzliche Grüße
Wendelin aus München-Trudering"
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Armin schreibt am 28. September 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
heute war ich mit meiner Frau beim Schwammerl suchen. Gefunden haben wir sehr viele Steinpilze, der größte Teil blieb sogar im Wald, weil unser Korb innerhalb kürzester Zeit voll war.
Einige Flockenstielige Hexenröhrlinge nahmen wir auch noch mit. Ansonsten gab's noch sehr viele Maronenröhrlinge, die wir aber komplett stehen ließen.
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"
(Foto © Armin)
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Matthias schreibt am 28. September 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
gestern haben meine Frau und ich bei schönstem Altweibersommerwetter einen kleinen Sonntagsausflug in Niederbayern unternommen, in der Region Landshut/Dingolfing. Dort sind wir unverhofft bei einem Waldspaziergang (überwiegend Nadel- und Mischwald, teilweise mit Gräserbewuchs) nahe einer Kiesgrube auf das Prachtexemplar einer Krausen Glucke gestoßen, siehe das 1. Foto links.
Damit gerechnet hatten wir aufgrund der anhaltenden Trockenheit vielerorts eigentlich nicht, aber als leidenschaftliche Wald-und Pilzfreunde haben wir für solche Gegebenheiten sicherheitshalber immer ein Pilzmesser in der Tasche. Man weiß ja nie. Diesmal wurden wir direkt auf den ersten Metern schon fürstlich beschenkt. :-)
Das 2. Bild links verdeutlicht die stattliche Größe des gefundenen Exemplars nochmal recht anschaulich: Die Schüssel hat einen Durchmesser von rund 35 Zentimetern.
Gestern abend nach unserer Heimkehr haben wir die Glucke noch gründlich ausgespült und gereinigt sowie unter einem feuchten Tuch abgedeckt in den Kühlschrank eingelagert; heute wird sie dann lecker zubereitet.
Liebe Grüße auch an alle anderen Pilzfreunde!
Matthias & Ursula aus Trostberg"
(2 Fotos © Matthias)
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Matthias aus Happurg schreibt am 27. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich war am Freitag und Sonntag jeweils zwei kurze Runden im Wald. Viel Neues gibt es aktuell nicht.
Die Röhrlinge legen - Ausnahme Maronen, Sandröhrlinge und Butterpilze - eine Pause ein. Die ersten Trompetenpfifferlinge konnte ich auch endlich sichten. Sie waren allerdings noch sehr klein. Die Herbsttrompeten streiken nun trockenheitsbedingt. Ich war für diese Pilzart noch an einer anderen Stelle und konnte zumindest noch ein paar mitnehmen, siehe das 1. Korbfoto links. So langsam müsste es mal wieder regnen, sonst wächst bald kaum noch was.
Ein Segen, der Waldbach am Nordhang
Außer an meinem Nordhang mit dem kleinen Bach. Dort hält sich die Feuchtigkeit. Hier stehen jetzt zahlreich die Lachsreizker (3. Foto links). Was mich aber wundert, ist, dass ich hier weit und breit keine Weißtanne sehe. Nur einige Fichten und ein paar Kiefern. Die Grübchen am Stiel sind ja doch eindeutig. Den Edelreizker kann ich auch ausschließen, dafür passt die Hutoberseite nicht.*
Ansonsten sind die Täublinge nach wie vor in Massen da. Es kommen auch immer noch frische nach. Neben Frauentäublingen, Speisetäublingen und Rotstieligen Ledertäublingen konnte ich auch einige Zinnobertäublinge finden, siehe der hellrote, zur Mitte hin verblassende große Täubling im 2. Korbfoto links. Diese steinharten Pilze habe ich dann heute endlich mal verkostet - und fand sie besser als ihr Ruf.**
Auf die vielen Täublinge freut sich auch ein Freund
Die ganzen Täublinge teile ich inzwischen fast immer mit einem guten Freund, der auf den Geschmack gekommen ist und sie auch zu den besten Speisepilzen zählt. Ich finde in dieser Saison ja zum Glück immer mehr als genug davon.
Liebe Grüße und hoffentlich bald etwas Regen!
Matthias aus Happurg"
* Ja, Edelreizker müssten ein konzentrisch-getropftfleckiges Muster an der Hutoberseite haben. Außerdem müssten sich infolge von Anschnitt oder Druck Grüntöne an den Lamellen zeigen. Ich denke, es sind Lachsreizker, die unterirdisch mit dem Wurzelgeflecht einer Weißtanne verbunden sein müssen. Anderes ist nicht denkbar, da Lachsreizker zwingend mit Weißtannen verbunden sind. Die Art wird ja deshalb auch Weißtannenreizker genannt.
** Einige Pilzfreunde auf dieser Website haben den guten Geschmack der Harten Zinnobertäublinge wiederholt bestätigt und sammeln sie regelmäßig. Dass sie gerade jetzt erscheinen, da andere Pilzarten pausieren, ist erklärbar: Sie sind außerordentlich trockenheitsresistent, kaum eine andere Täublingsart kann da mithalten. Ihr hartes Fleisch schützt den Fruchtkörper vor schneller Verdunstung.
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Foto: Und wieder ein neste von Frauentäublinge, auf die sich auch ein Freund von Matthias freuen durfte. (4 Fotos © Matthias/Happurg)

Collage: Steinpilze sollten es werden, Parasole (beide Fotos oben) sind es geworden. Über sie hat sich Hans genauso gefreut, denn es sind seine ersten dieses Pilzjahres und er weiß sie ausgesprochen köstlich zuzubereiten. Dazu sichtete er Fliegenpilze (unten links) und merkwürdig bläuliche Schopftintlinge (rechts daneben), die er lieber stehen ließ. Bei dem "eigenartigen Porling" handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützten Semmelporling, den man nicht entnehmen darf. Sofern man ihn in Tschechien, Österreich oder der Schweiz findet: er ist ein hervorragender Essigpilz. (Collage/5 Fotos © Hans)
Hans schreibt am 27. September 2026:
"Servus Heinz- Wilhelm, Servus Pilzfreunde,
heute früh machte ich mir große Hoffnung auf Steinpilze, nachdem ich vor ein paar Tagen zwei Stück gefunden hatte.
Daraus wurden letztlich zahlreiche Parasolpilze, was mich genauso gefreut hat, denn ich hatte sie heuer noch nicht gefunden. Damit ist auf alle Fälle ein gutes Abendessen - gebackener Parasolpilz mit Sauce Remoulade und Kartoffel-Gurkensalat - gesichert. Ein Teil der Schirmlinge ist für die Nachbarn reserviert.
Ein schöner Fliegenpilz, einen eigenartigen Porling, den ich so noch nie gesehen hatte, waren mir außerdem noch über den Weg gelaufen. Ebenso ein paar Schopftintlinge die zwar äußerlich gut aussahen, aber als ich einen Hut vom Stiel abgezogen hatte, sah ich eine leichte Blaufärbung an den Lamellen. Somit durften sie stehenbleiben.
Ich wünsche allen Pilzsuchern noch vui Schwammerlglück.
Dir, Heinz-Wilhelm, ein Dankeschön und einen schönen Sonntag.
Mit den besten Grüßen aus Unterhaching
Hans"
Anmerkung: Vielen Dank, lieber Hans, für Deine immer wieder sehr freundlichen Worte!
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