Pilz-Ticker-Bayern



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns



© Pilze Wohlrab

Kein Pilz veredelt gehobene

Gerichte besser als

Getrocknete Spitzmorcheln.

Man kauft sie biozertifiziert beim

Familienunternehmen

Trockenpilzversand

Pilze Wohlrab



Die Entdeckung der Winterpilze begeistert Klaus & Familie


Foto: Eine eindrucksvolle Impression mit vielen herrlichen Austernseitlingen, die an der Bruchstelle der Rotbuche wachsen, bietet dieses Bild. Ein nicht alltägliches Motiv! (3 Fotos © Klaus)

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Klaus schreibt am 1. Januar 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzbegeisterte,

seit Jahren schaue ich regelmäßig in den Pilzticker.

Ich bin 50 Jahre alt und sammle schon seit ca. 45 Jahren Pilze, allerdings suchte ich bisher nur vom Frühjahr bis zum Herbst. Durch die tollen Beiträge und Tipps sowie die super aufgebaute Seite mit vielen Informationen habe ich mit meinen Kindern, acht und elf Jahre alt, begonnen, auch nach Winterpilzen Ausschau zu halten.

Dank unseres Mountainbiken kennen wir den Wald im Landkreis Miltenberg sehr gut und hatten somit auch gleich mehrere Ideen, wo wir nach Austernseitlingen und Judasohren schauen könnten.

Gleich mit dem ersten Versuch waren wir erfolgreich und fanden 1450 Gramm wunderschöne Austernseitlinge. In einem anderen Wald entdeckten wir eine Stelle mit vielen alten Holunderbäumen. Wir wurden mit 850 Gramm Judasohren belohnt, die ausschließlich an Holunder wuchsen.

Allerdings bin ich mir bei den Judasohren noch nicht ganz sicher, bzgl. Verwechslung mit z.B. dem - ebenfalls essbaren - Kreiseldrüsling. Sollte jemanden auf den Bildern ein Pilz auffallen, welcher kein Judasohr ist, würde ich mich über einen Hinweis freuen. Für die ganze Familie sind die Waldspaziergänge immer ein Erlebnis.

Liebe Grüße aus Großheubach im Landkreis Miltenberg (Unterfranken) von Klaus"

Lieber Klaus, 

keine Bange, auf den Fotos sind ausschließlich Judasohren zu sehen. Der Holunder als Wirtsbaum ist zwar kein todsicherer, aber ein sehr starker Hinweis auf Judasohren. Die Ohrenform der Pilze wird Dir schnell Sicherheit geben. Im Übrigen kämpfst Du mit der sicheren Bestimmung derzeit den gleichen Kampf wie Tobias vom Pilzticker Hessen, wo Du auch Unterscheidungsmerkmale zum Gemeinen Drüsling und zum Blattartigen Zitterling findest (Tageseintrag 5. Dezember 2021)

Weiterhin viel Spaß und Erfolg, auch für die Kinder, wünscht Dir Heinz-Wilhelm 

Blau = ungenießbar

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Ansbach: Chris freut sich über seinen ersten Austernpilzfund


Foto: So standen sie da, als Chris die Austernpilze entdeckte. Sie sind im idealen Alter, um sie zu ernten. (2 Fotos © Chris)

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Chris schreibt am 30. Dezember 2021:

"Hallo,

nachdem ich jetzt auch schon mehrere Jahre den Ticker mitlese, wird es Zeit, auch Mal selbst etwas zu posten.

Ich habe nun zum ersten Mal Austernseitlinge gefunden, und das gleich an mehreren Stämmen. Eine klassische Rotbuche, eine Hainbuche und die abgeschnittenen Exemplare auf den Bildern an einer Birke waren die Wirte. Das Waldgebiet liegt in der Nähe von Ansbach im schönen Mittelfranken.

Nur eine Frage bleibt. Da die Pilze zum Teil doch recht groß sind, frage ich mich, wie ich überständige Exemplare erkennen kann.

Danke für mögliche Tipps und allen schon Mal einen guten Start ins neue Jahr.

Mit gärtnerischen Grüßen

Chris"

Hallo Chris, 

es ist Erfahrungssache, wie man überständige Pilze erkennt. Den Bogen hat man sehr schnell raus, wobei der Geruch ein sehr wichtiges Kriterium ist. Deine Pilze sind absolut in Ordnung, da ist nichts mit Überständigkeit. Die Größe ist kein Kriterium. Ich selbst habe bei meinem Weihnachtsspaziergang ein Riesenbüschel an einer noch stehenden Rotbuche mit Fruchtkörpern von bis zu 31,5(!) Zentimetern Durchmesser gefunden - im Topzustand (bei Minusgraden). Die Pilze waren ein echtes Festessen! 

Herzliche Grüße, Heinz-Wilhelm 


Foto: Es sind Austernseitlinge im sehr guten Zustand, bei denen Überständigkeit noch längst kein Thema ist. Die Größe der Fruchtkörper ist kein Kriterium für Überständigkeit. 


Der erste Austernpilzfund mit Kostprobe begeistert Sandro


Sandro schreibt am 23. Dezember 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

vorgestern habe ich bei schönstem Winterwetter einen ausgedehnten Spaziergang in der Umgebung von Neustadt an der Aisch unternommen. Es war eine Mischung aus Sonnengenuss und Pilze suchen. Mein Blick richtete sich dabei mehr oder weniger auf die Bäume am Wegesrand.

Und siehe da, ich wurde belohnt. Ich fand zum ersten Mal Austernpilze, wobei ich erwähnen muss, dass ich bisher nicht gezielt auf der Suche nach Winterpilzen war. Und dann wuchsen sie gleich dickbüschelig über mehrere Meter am Baum empor. Schnell ging es wieder nach Hause, um die Klappleiter ins Auto zu packen, und so konnte ich die schönen Pilze noch vor Einbruch der Dunkelheit pflücken. 

Die jüngsten wurden tags darauf mit Bandnudeln serviert. Ein vorzügliches Essen! Jetzt weiß ich, warum dieser Pilz auch Kalbsfleischpilz genannt wird. Der Rest wanderte in den Dörrapparat und füllte ein 4,5-Liter-Vorratsglas zur Gänze.

Die Strünke habe ich von den Pilzen entfernt, in Scheiben geschnitten und ebenfalls getrocknet, lagere sie jedoch separat. Da sie zäher sind, verarbeite ich sie zu Würzpulver. Somit wird nichts weggeworfen oder verschwendet.

Ich wünsche allen Pilzfans, die sich hier tummeln, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Liebe Grüße, Sandro"

(2 Fotos © Sandro)

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Ein kleiner Fund am kleinen Gewässer bereitet auch Freude


Michi schreibt am 6. Dezember 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem der letzte altbayerische Eintrag im Pilzticker schon fast zwei Monate her ist, möchte ich aus München ein Lebenszeichen senden: Ein bisserl was geht immer!

Gestern war ich mit meinem kleinen Sohn an einem kleinen Gewässer im Münchener Norden auf der Suche nach Samtfußrüblingen. Obwohl durch Holzarbeiten viele alte Baumstämme vom letzten Jahr entfernt worden waren, wurden wir an zwei Stellen fündig.

Leider hatte es bei uns am Samstag durchgeregnet, so dass auch die jungen Pilze relativ nass und schmierig waren. Gut geschmeckt haben Sie trotzdem!

Viele liebe Grüße an Dich und alle Pilzsammler, Michi"

(Foto © Michi)

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Pilze zur Freude anderer Spaziergänger ruhig mal stehen lassen


Foto: Die Samtfußrüblinge blieben zur Freude nachfolgender Spaziergänger stehen. Vlore begutachtet sie vor dem Weitermarsch noch kurz. (Foto © Andreas)

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Andreas schreibt am 5. Dezember 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

beim Spaziergang im Hauptsmoorwald kam ich an einer Gruppe Samtfußrüblinge vorbei. Weil es nur ein paar in bereits fortgeschrittenem Alter waren und sie direkt am Hauptspazierweg sicher optisch noch anderen Bambergern eine Freude bereiten können, ließ ich sie im Wald.

Viele Grüße und eine geruhsame Adventszeit an alle Pilzliebhaber

Andreas mit Vierbeiner Vlore"


Danke und bye-bye, liebe Pilzsaison 2021


Polina schreibt am 14. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich war die beiden letzten Wochenenden beruflich unterwegs. Daher wollte ich meinen geliebten Pilzgang diesen Sonntag unter keinen Umständen verpassen und ging wieder mit meinem Hund auf die stille Jagd.

Mein Lieblingswaldstück fast schon im Spessart beim Volkersbrunn gelegen, hat mich nicht enttäuscht. Es warteten auf mich wieder leckere Semmelstoppelpilze, die sich noch mit vier Parasole verstärkten. Ein paar Steinpilze, die ich noch fand, waren leider schon Pilzleichen.

Ich glaube, ich kann damit der Saison 2021 danke und bye-bye sagen. 

Liebe Grüße Polina"

(4 Fotos © Polina)

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Foto: Die Semmelstoppelpilze waren klar in der Überzahl. 


2 Fotos: Vier Parasole gesellten sich den vielen Semmelstoppelpilzen hinzu. Gebraten hat Polina die Pilze in nur geringer Menge. So soll es sein!





Ein einziger Steinpilz wollte in Corinnas riesigem Revier im südlichen Steigerwald gefunden werden


Corinna schreibt am 7. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

für mich ein sehr, sehr seltener Anblick in diesem Jahr war dieser majestätische Steinpilz. Es blieb bei dem Einen im südlichen Steigerwald. Obwohl mein Revier extrem weitläufig ist, wollen dort dieses Jahr einfach keine Steinpilze wachsen. 

Für mich ist es das schlechteste Pilzjahr seit ca. 12 Jahren, zumindest was die Steinpilze betrifft.

Alle 3 Tage sehe ich immer noch nach, ob sich etwas tut. Nur an einem etwa 2 Quadratmeter großen vermoosten Hügel zeigt sich alle 5 Tage höchstens ein Steinpilz, ansonsten auch bei genauestem Absuchen nichts.  

Der tolle Kerl von heute entschädigt etwas für das praktisch ausgefallene Steinpilzjahr. Ich möchte ihn gar nicht zerschneiden... 😊

Liebe Grüße aus Franken, Corinna"

(2 Fotos © Corinna)

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Foto: Nicht eine Made weit und breit. So konnte sich Corinna wenigstens über Topqualität bei ihrem einzigen Steinpilz freuen, den sie gefunden hatte. 






Lange genug erwartet; nun sind die ersten Stockschwämmchen endlich da


Foto: Nebel und die feuchte Witterung machten es möglich: für Gerhard sind endlich die geliebten ersten Stockschwämmchen im Raum Schweinfurt da. (Foto © Gerhard)

5. November 2021

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Miltenberg, Unterfranken: Von Deutscher Bracke gut behütet


Polina schreibt am 23. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

es war bei uns die Tage sehr warm und es hat auch viel geregnet. Unter solchen Bedingungen musste ich natürlich in den Wald. Und konnte mich prompt über einige Funde freuen.

Sogar ein Steinpilz hat auf mich gewartet, mein erster in der Pilzsaison, und, wie ich glaube, der einzige in der Gegend. Auf dem 2. Foto rechts sieht man, dass er im sandig-lehmigen Boden wächst und dass ihm vom Spritzwasser des Regens noch die sandige Erde anhaftet. 

Zu zahlreichen Semmelstoppelpilzen, von denen ich meine Familie inzwischen überzeugen konnte, habe ich noch einen Parasol und paar Maronen gefunden. 

Das 1. Foto rechts zeigt meine Deutsche Bracke bei der Bewachung des gut gefüllten Pilzkorbes. 

Es war ein sehr gelungener Ausflug!

Liebe Grüße, Polina"

(2 Fotos © Polina)

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Nördlich Bamberg: Begeistertes Herausdrehen der Schopftintlingshüte


Andreas schreibt am 17. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute waren wir rund um Stublang nördlich von Bamberg wandern. Endlich gab es etwas Niederschlag und so konnten wir eine Gruppe Goldröhrlinge ernten, bevor wir ein riesiges Feld von Schopftintlingen fanden.

Zwar zerlief weit über die Hälfte der Exemplare bereits, doch es gab bei insgesamt sicher über 100 Stück noch genug junge Vertreter, deren Hüte Maja begeistert abdrehen konnte (1. Foto rechts). Ein Exemplar hatte sich unter eine Gruppe unbekannter, nicht näher bestimmter Lamellenpilze (2. Foto rechts)gemischt und blieb daher vor Ort, da eine Kontamination mit dem eventuell giftigen Nachbarn nicht auszuschließen ist.

Am Waldrand entdeckten wir noch eine Fläche mit mehreren schönen Gewächsen, vermutlich Hundsflechten.

Zuhause war die Pfanne gut gefüllt und ein unerwartetes, leckeres Abendessen zügig fertig.

Viele Grüße von Maja und Andreas mit dem Rest der Familie"

(3 Fotos © Andreas)

* Es sind wohl Büschelige Faserlinge, essbar, aber minderwertig

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Foto: Die Pfanne war voll. Es gab ausschließlich Schopftintlinge, die bekanntermaßen ausgesprochen wohlschmeckende Speisepilze sind. 

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Puffbälle und Semmelstoppelpilze


Foto: Semmelstoppelpilze, zwei Marönchen und Puffballs - damit war Polina ein schönes Abendessen sicher. Die originelle Bezeichnung Puffballs für Flaschenboviste deutet an, dass Polina aus Osteuropa stammt. Osteuropäer übersetzen die dortigen volkstümlichen Pilznamen gerne wortwörtlich ins Deutsche. So wurde aus einem Flaschenbovist ein "Puffball", wobei die Eigenart des Sporenstäubens schön zum Ausdruck kommt. (2 Fotos © Polina)

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Polina schreibt am 16. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute war ich wieder im Wald. Um gezielt nach Semmelstoppelpilzen zu suchen, bin ich extra nach Laufach bei Aschaffenburg gefahren, weil ich sie dort vor vier Jahren in großen Mengen gesehen habe.

Und ich hatte Glück und habe schöne gefunden. Außer den Semmelstoppelpilzen haben dort auf mich auch paar Familien Puffballs (Flaschenboviste) gewartet. Damit war ein leckeres Abendessen für heute gesichert!

Mit freundlichen Grüßen, Polina"







Neustadt an der Aisch: Die Pfifferlinge sind zurück, aber die Trompetenpfifferlinge geizen mit Nachwuchs


Foto: Die Pfifferlinge hatten sich in der Region Neustadt einige Wochen lang eine Pause gegönnt. Jetzt sind sie wieder da. (3 Fotos © Sandro)

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Sandro schreibt am 16. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

die Gelben Kraterellen wachsen in meinen Wäldern bei Neustadt an der Aisch nach wie vor an meiner Stelle, an der sich mittlerweile auch einige Trompetenpfifferlinge blicken lassen. 

Die Wenigen, die ich finde, sind gut gewachsen, fast schon überständig. Merkwürdigerweise aber kommen keine jungen mehr nach. Das betrifft all meine bekannten Plätze, wo sie teils in Massen vorkommen. 

Wie du den Bildern entnehmen kannst, treten nach einigen Wochen Pause nun wieder vereinzelt - im Ergebnis zwei bis drei gut gefüllte Hände - Pfifferlinge auf. Ich habe sie als Beilage zu Flanksteak oder zusammen mit Gelben Kraterellen und Trompetenpfifferlingen als Risotto verarbeitet. 


2 Fotos: Die Flanksteaks sind gebraten (links). Das Risotto (rechts) veredelte Sandro mit Pfifferlingen, Gelben Kraterellen und Trompetenpfifferlingen. 

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Bei der Zubereitung der Flankssteaks ließ ich mich auf zwei Varianten ein.

1. Variante: quer zum Faserverlauf klein geschnittene Streifen.

2. Variante: das komplette Flanksteak, in der Pfanne rausgebraten. 

Ergebnis: Die kleinen Streifen sind definitiv der Gewinner. Das Fleisch wird so viel zarter, da die langen Muskelfasern gebrochen sind. Am Stück kaut es sich doch recht zäh. Ich verabschiede mich hiermit von Entrecote und widme mich in der nächsten Zeit dem Flanksteak.

Hexeneier kann ich auch noch vereinzelt an meiner Stelle finden. Allerdings schlüpfen die Stinkmorcheln so gut wie nicht mehr, sodass man die Standorte immer schwerer lokalisieren kann, um gezielt nach Hexeneiern im Laub zu wühlen. An Röhrlingen fand ich weit und breit nicht einen. 

Hiermit grüße ich Andreas recht herzlich und hoffe, dass er aus diesem Beitrag einige Informationen ziehen kann, die ihm wieder mehr Erfolg bei seinen Pilzgängen bescheren.

Liebe Grüße Sandro"

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Sulzbach/Main: Ein überraschender Fund für ein köstliches Pilzgericht mit Rahm und Zwiebeln


Foto: Nach einem ganz schwachen Pilzsommer hatte Polina mit diesem köstlichen Gericht - Semmelstoppelpilze mit Rahm und Zwiebeln - schon gar nicht mehr gerechnet. (2 Fotos © Polina)

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Polina schreibt am 10. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich hatte bei uns hier in Unterfranken in dieser Saison gar kein Glück: es war immer zu trocken und nun ist es plötzlich nachts schon sehr kalt.

Heute Morgen bin ich mit meinem Hund im Wald ohne jede Hoffnung einfach spazieren gegangen, bei Temperaturen zwischen vier und sechs Grad. Aus alter Pilzsammlergewohnheit hatte ich aber eine Tüte und das Messer trotzdem dabei.

Und beide kamen zu meiner Freude unerwartet zum Einsatz: ich habe einige Semmelstoppelpilze gefunden.

Sie werden meiner Meinung nach völlig unterschätzt, denn mit Sahne und Zwiebeln schmecken sie wunderbar. Ich konnte sogar einige auf meinem Kaminofen trocknen lassen.

Liebe Grüße aus Sulzbach am Main, Polina und Vierbeiner Eddie"

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Foto: Einige Semmelstoppelpilze konnte Polina sogar noch auf dem Kaminofen trocknen. 





»Leider ist momentan nicht viel los mit den Schwammerln«


Armin schreibt am 9. Oktober 2021:

"Servus Heinz-Wilhelm,

heute war ich mal wieder Schwammerl suchen bei Triftern. Gefunden habe ich ein paar Maronen und einen Steinpilz. Leider ist momentan nicht viel los mit den Schwammerln.

Gruß aus Simbach am Inn, Armin"

(Foto © Armin)

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Foto: Das sah noch vielversprechend aus. Doch es sollte für Armin insgesamt nur wenig mehr als das Doppelte an Maronenröhrlingen hinzukommen. 


Die mexikanische Trüffel war leider schon zu alt zur Verkostung


Andreas schreibt am 9. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

zwar waren zu Beginn der Woche in Neustadt an der Aisch ein paar Tropfen runtergekommen, allerdings war es zu wenig, um einen Wachstumsschub auszulösen. Beim Wandern Richtung Rennhofen gab es zumindest ab und an Schopftintlinge im erntefähigen Alter zu entdecken, die jedoch im Wald blieben.

Am Neustädter Waldbad entdeckten wir einen tollen Exoten, von dem auch kürzlich im Pilzticker Baden-Württemberg berichtet wurde: am frisch geernteten Maisfeld zeigte ein Kolben einer kleinen, randständigen Pflanze einen deutlichen Befall mit Maisbeulenbrand, auch Mexikanische Trüffel genannt (Tageseintrag vom 2. September 2021).

Obwohl die Recherche meine dunkle Erinnerung zur Genießbarkeit dieses Pilzes bestätigte, blieb es beim bloßen Betrachten, da sich die Knollen schon in zu fortgeschrittenem Alter für einen Verkostungsversuch befanden.

Viele Grüße aus Neustadt/Aisch, Andreas mit Familie"

(Foto © Andreas)

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Totentrompeten & Tagliatelle: Es war köstlich - und unbezahlbar


Silvia schreibt am 6. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

vielen Dank für deine wunderbare Seite, die wir so oft und so gerne anschauen!

Mit einem Bild unserer Totentrompeten mit Tagliatelle in feiner Buttersauce und frischen Gartenkräutern (Foto rechts) wollen wir alle Schwammerlfreunde und Genießer gerne teilhaben lassen. So gut und vor allem: unbezahlbar!

Liebe Grüße aus Niederbayern, Silvia"

(Foto © Silvia)

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Glückliche Silvia im Landkreis Straubing

»Trüffeln für arme Leute«, in feiner Buttersauce mit Tagliatelle: Ein Hochgenuss!


2 Fotos: So viele, so große, so schöne Herbsttrompeten alias Totentrompeten für Silvia. Die Größte kam, wie das 2. Foto zeigt, auf gut 9 Zentimeter Länge. 


Silvia schreibt am 5. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute habe ich in der Nähe von Mallersdorf-Pfaffenberg im Landkreis Straubing einen wahren Glücksfund gemacht: wunderschöne Totentrompeten bzw. Herbsttrompeten!

In Italien sind die „Trombetta di morti“ von Kennern sehr geschätzt und in Frankreich werden sie sogar als „Truffes di pauvre“ (Trüffeln für arme Leute) bezeichnet. Ich habe übrigens selten so große Exemplare wie in diesem Jahr gefunden.

Morgen gibt es den intensiven Hochgenuss in feiner Buttersauce mit Tagliatelle und der Rest wird getrocknet und das ganze Jahr über als wunderbarer Würzpilz aus einer Mühle verwendet.

Glückliche Grüße aus Niederbayern

Silvia"

(2 Fotos © Silvia)

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Nur 7,5mm Niederschlag in 5 Wochen: Wie sollen da Pilze wachsen?


Andreas ergänzt am 5. Oktober sein Schreiben vom 3. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

der Wald bei Neustadt an der Aisch erweckt auf den ersten Blick einen guten Eindruck, es ist viel saftig-grünes Moos zu entdecken und die Heidelbeeren zwischen den Kiefern färben langsam ihre Blättchen. Aber ein beherzter Griff in die oberste Bodenschicht offenbart, dass ein ergiebiger Regenguss dringend notwendig ist.  

In den ca. 5 Wochen des Septembers (31.08-03.10) kam das nahegelegene Kaubenheim laut Messstelle auf ganze 7.5mm Niederschlag. Zwar war davor der August recht feucht, aber dass nach 5 Wochen praktisch ohne nennenswerten Niederschlag wenig los ist im Wald, ist wohl zu erwarten.

Ich denke, dein Daumendrücken für bessere Funde im Restoktober wird sicher helfen. 😊

Mit freundlichen Grüßen, Andreas"


Neustadt an der Aisch: Warten auf Regen und die Spätherbstpilze


Andreas schreibt am 3. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren nach unserer urlaubsbedingten Septemberabwesenheit heute in den Neustädter Wäldern unterwegs.

Es ist überwiegend knochentrocken und bis auf vereinzelte Knollenblätterpilze, Täublinge und Gallenröhrlinge sind die Wälder leer. Auch unsere bewährten Gluckenplätze enttäuschten.

Ich denke, dass die Gegend stark unter den letzten trockenen Jahren gelitten hat. Gerade im Kiefernmischwald sind reihenweise Kiefern gestorben und etliche Fichten liegen mit deutlichen Borkenkäferspuren geschlagen am Waldrand. Dass sich das auch auf das Wachstum der Glucken auswirken könnte, kann ich nur vermuten, da bin ich zu sehr Laie für eine fundiertere Analyse 🧐.

Dass ich auch keine Funde von Sandro im Ticker sehe, bestätigt wohl unsere Eindrücke aus dem Wald.

Jetzt geht es erstmal zurück nach Bamberg. Wir hoffen auf etwas ergiebige Niederschläge und Pilze im Spätherbst.

Viele Grüße, Svenni, Maja, Janosch und Andreas"

Lieber Andreas, 

das ist ein fundierter informativer Lagebericht, der auch ohne Foto(s) mehr aussagt als gequälte Bilder mit vertrockneten, zerfressenen, durchmadeten oder verschimmelten Pilzen, deren Anblick allein im Wald völlig ausreicht.

Viel Fundglück noch im Oktober! 

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm 


In Neuburgs Innenstadt wachsen die Rotfüße jetzt schon auf der gepflasterten Straße


Tanja schreibt am 17. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

vergangenen Freitag wurde ich inmitten der Neuburger Altstadt von einem Büschel Rotfußröhrlinge überrascht (2. Foto). Dieser ungewöhnliche Fund hat mich noch am selben Tag in den Wald getrieben.

Auch hier wurde ich überrascht. Obwohl es generell noch zu trocken war, habe ich doch ein ganzes Körbchen voller Maronenröhrlinge, Rotfußröhrlinge, Kuhröhrlinge, Sandröhrlinge, Safranschirmlinge und Semmelstoppelpilze nach Hause gebracht (1. Foto).

Auch heute warten mein Körbchen und mein Messer schon auf ihren Einsatz, sofern das Wetter mitspielt.

Viele herzliche Grüße, Tanja"

(2 Fotos © Tanja)

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Millimeterarbeit am Steinpilz


Maria schreibt am 16. September 2021:

"Hallo, Heinz-Wilhelm,

ich habe zwei ziemlich stressige Schwammerlwochen hinter mir.

In meinen Wäldern im Landkreis Starnberg sieht es, verglichen mit den letzten Jahren, immer noch ziemlich leer aus. Es fehlt an Vielfalt der Pilzarten, man muss ganz schön weit gehen, um immer wieder überhaupt mal einen zu sehen.

Durch den August, über den wir diskret den Mantel des Schweigens breiten wollen, haben uns die Reherl gerettet – nicht so viele wie anderswo, aber immerhin was. Infolge der Wassermassen, die regelmäßig auf sie niedergingen, waren sie nicht so geschmackvoll, wie sie eigentlich sein sollten. Die großen Exemplare, die ich salopp als „Lilienblüten“ bezeichne, ließ man besser an Ort und Stelle.

Als pünktlich mit dem Septemberbeginn das Wetter endlich besser wurde, haben die Leute bei uns voller Hoffnung die Wälder regelrecht gestürmt – und wurden, soweit ich beobachten und durch Gespräche in Erfahrung bringen konnte, bitter enttäuscht.

So kam es, dass ich, die ich ja tagtäglich mit meinem Hund unterwegs bin, nach den ersten Sturm- und Drang-Tagen zusammen mit den Mücken die Wälder wieder für mich alleine hatte und in Ruhe „ernten“ konnte: Steinpilze, Flockis, Maronen, Rotfüßchen und andere Filzröhrlinge, Habichtspilze und Semmelstoppelpilze.

Es waren nicht so viele und auch nicht so qualitätvolle wie die Jahre zuvor, aber immerhin. Denn auch hier entwickeln die Wald- und Moosbewohner einen Riesenappetit und schöpfen ihren Heimvorteil voll aus: kaum ein unversehrtes Schwammerl war zu finden. Und so viel und intensiv habe ich schon lange keine Steinpilze mehr geputzt.

Die Maden scheinen ihre „Klettertour“ von der Stilbasis Richtung Hut schon unter der Erde zu beginnen. Das Gemeine an der Sache ist dabei auch, dass man vielen der betroffenen Pilze weder was ansehen noch anfühlen kann – außen knackig und festfleischig, also hui, aber innen oh pfui. Das Putzen war teilweise Millimeterarbeit.

Kurz gesagt: Das Schwammerlsuchen hat sich hier bisher nur für „eiserne“ Waldläufer wie meine Wenigkeit wirklich gelohnt. Deshalb habe ich mich auch nicht gemeldet.

Das erfreut vor allem die Waldbesitzer, die nicht nur weniger Käferbefall registrieren konnten, sondern auch viel, viel weniger Müll entsorgen zu entsorgen hatten. 

Seit gestern Nachmittag herrscht schon wieder „Duschwetter“ und man wird sehen, wie es weiter geht.

Mein Vierbeiner Jimbo und ich bleiben unseren Wäldern auf alle Fälle weiter gewogen und grüßen für heute ganz lieb.

Maria"

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Neuburg an der Donau: Ein Feuerstiel und eine Glucke machen die vielen hinfälligen Steinpilze vergessen


Foto: Das feurige Rot des Flockenstieligen Hexenröhrlinge begeisterte Sebastian. Scharf hebt es sich von den blassen Farben der Maronen ab. (3 Fotos © Sebastian)

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Sebastian schreibt am 12. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

bei Neuburg an der Donau sind die ersten Pilzschwämme wegen ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr zu gebrauchen, und nachdem wir einen Tag Regen hatten, waren viele Pilze heute auch noch vom Goldschimmel befallen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden. 

Denn ich konnte einige Safranschirmlinge, drei große Parasole, drei frische Steinpilze und viele frische Maronen und Rotfüße mit nach Hause nehmen. 

Mein heutiges Highlight waren zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge und eine Krause Glucke. Das feurige Rot des Hexenröhrlings war überwältigend und eine Glucke finde ich auch nicht oft.

Eigentlich gab es ein weiteres Highlight: ich habe eine mir unbekannte Stelle mit mindestens 20 riesigen Steinpilzen entdeckt, die aber leider alle schon weich und zu alt waren. Ich hoffe, dieser Platz ist den Konkurrenten nicht bekannt. Sie wird mir jedenfalls ab sofort des Öfteren einen Besuch wert sein. 

Es war ein lohnenswerter Sonntag!

Grüße, Sebastian"

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2 Fotos: Über die Krause Glucke in der Papiertüte freute er sich zusätzlich. Rechts auf dem Foto zeigt er seinen randvollen Korb. Die zwei großen hellen Lamellenpilze im Vordergrund sind Safranschirmlinge, erkennbar am ungenatterten Stiel und der rötlichen Stielbasis nach Schnitt. 






Leckeres Abendessen in Ingolstadt

Ein Blech Pizza, belegt mit frischen Pilzen


Carmen schreibt am 11. September 2021 zu diesen 2 Fotos:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

unser Fund im Raum Ingolstadt war heute genial. Eine sehr vielfältige Auswahl! Am meisten  habe ich mich über den schönen kernigen Steinpilz gefreut, siehe das Bild rechts.

Unser Korb war gut gefüllt mit einer Menge Maronen, Steinpilze, Flockenstielige und Netzstielige Hexenröhrlinge, Rotkappen und einem Riesenegerling.

Das Abendessen ist somit gesichert. Es gibt nämlich ein Blech Pizza, belegt mit frischen Pilzen. Dazu einen gemischten Salat. Und der Rest wird eingefroren.

So kann es gerne weitergehen bei der Suche.

Wir wünschen euch allen ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße, Christian und Carmen"

(2 Fotos © Carmen)

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Armin ist's zufrieden: Für die große Menge ist es bei Triftern zu trocken


Armin schreibt am 11. September 2021:

"Servus Heinz-Wilhelm,

heute war ich wieder in den Wäldern bei Triftern unterwegs. Gefunden habe ich einige Steinpilze (z. B. 2. Foto rechts), Maronen und Schopftintlinge. Es war nicht die große Menge, dafür ist es zurzeit wieder etwas zu trocken. 

Gruß aus Simbach am Inn, Armin"

(2 Fotos © Armin)

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Nach etlichen vergeblichen Gängen findet Corinna im südlichen Steigerwald endlich ihre Steinpilze


Foto: Manch mühsamen Gang tief in den Wald zu ihren Steinpilzplätzen im südlichen Steigerwald machte Corinna dieses Jahr vergeblich. Jetzt sind sie endlich da. Und so gab es zum Abend eine Steinpilz-Speck-Sahnesauce zur Lende und Bratkartoffeln von Knollen aus dem eigenen Garten. Hier liegt alles dafür bereit. Und die Nachbarn konnten sich vom Rest der Steinpilze auch noch ein köstliches Abendessen zubereiten. (Foto © Corinna)

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Corinna schreibt am 10. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

seit einigen Tagen tut sich endlich was in meinem Steinpilzrevier im südlichen Steigerwald.

Die letzten Tage war es sehr warm, es standen unzählige Überständige im Wald. Selbst die Schnecken zieht es mehr zu den frischen, jungen Exemplaren. Obwohl viele Pilze gut aussehend dastanden, waren die meisten Stiele bereits komplett verwurmt.

Schneckenfraß stört mich nicht so wie der verwurmte Zustand der Pilze. So habe ich zwangsläufig viel Unbrauchbares herausschneiden müssen, das gleich an Ort und Stelle blieb.   

Für ein tolles Abendessen mit Pilz-Speck Sahnesoße und Lende vom Bio Bauern hat es trotzdem gereicht. Dazu gab es Bratkartoffeln aus dem eigenen Garten. Auch für die Nachbarn reichte meine Ausbeute noch für ein tolles Steinpilz Abendessen.

Jetzt bräuchte es mal ein klein wenig Regen. Ich denke, hier wird sich noch einiges tun im Wald. Pfifferlinge sind allerdings nicht mehr zu finden, zumindest nicht in den Wäldern, wo ich Steinpilze hole.

So, nach dreieinhalb Stunden Marsch in den Wäldern ist es nun Zeit, dass ich an den Herd komme. 

Liebe Grüße aus Mittelfranken"





Landsberg/Lech: Eine schöne Pfanne voller Maronen mit Schinkenspeck


Jürgen schreibt am 8. September 2021 zu diesem Foto:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

wie beim letzten Mal, so habe ich auch heute wieder bei Landsberg am Lech ausschließlich Maronenröhrlinge gefunden. Für eine schöne Pfanne mit Schinkenspeck hat es sich, wie man sieht, aber allemal gelohnt. 

Viele Grüße Jürgen"

(Foto © Jürgen)

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Ingolstadt erbittet Regen zum weiteren Steinpilzwachstum


Carmen schreibt am 8.  September 2021 zu diesem Foto:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

jeden Tag ein paar Pilze, und der Wintervorrat ist gesichert. Christian war heute Vormittag wieder in unserem Ingolstädter Raum im Wald, einfach nur zu schauen. Und es hat sich gelohnt: schöne knackige Steinpilze und einen schönen Maronenröhrling hat er gefunden. Es müsste jetzt nur mal wieder regnen. Der Wald ist schon ziemlich trocken.

Am Wochenende gehen wir dann wieder zusammen.

Liebe Grüße aus Ingolstadt, Christian und Carmen"

(Foto © Carmen)

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»Manche machen sogar Fotos mit dem Smartphone von meinem Pilzkorb«


Collage: Hans hatte seine wahre Freude an diesem Pilzgang, auch deshalb, weil seine nachgewachsenen Rotkappen keiner wollte. Und endlich war auch der erste Fliegenpilz da, den er fürs Ausschmücken seiner Collage ersehnt hatte. Rechts von ihm sehen wir den beschriebenen ganz hellen Birkenpilz. (Collage/5 Fotos © Hans)

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Hans schreibt am 7. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

ja, ich war schon wieder in meinen Pilzrevieren. Und eines gleich vorweg: Ja, "meine" Rotkappen waren nahezu erwachsen geworden, keiner wollte sie haben. Also nahm ich sie mit. 

Es war ein wunderschöner wolkiger, erfolgreicher Vormittag. Es gab Steinpilze, Maronenröhrlinge, Birkenpilze, von denen einer eine sehr helle Hutfärbung hatte -  fantastisch.

Dazu gesellten sich ein Parasol, zwei Safranschirmlinge, gesunde Perlpilze, ein paar Fichtenreizker und zwei junge Schopftintlinge. Und nun habe ich auf den ersten Fliegenpilz gesichtet.

Nachdem uns unsere Nachbarn nach der Rückkehr aus ihrem Frankreichurlaub auf Käse und Wein eingeladen hatten, habe ich natürlich meinen Fund großzügig geteilt.

Früher ließ ich mir nicht ins Körbchen schauen, ging Konkurrenten aus dem Weg, heute freue ich mich, wenn mal jemand fragt: "Gibt's was?" 

Gerne zeige ich meinen Korb, manche machen sogar Fotos mit dem Smartphone. Wo sie wachsen, das wiederum bleibt mein Geheimnis.

Pilze suchen ist eine Passion, die man gerne teilt, eben wie es Heinz-Wilhelm Bertram möglich macht. Danke dafür.

Allen Pilzfreunden viel Erfolg!

Hans aus Unterhaching"

Pilz-Ticker-Bayern





Arbeitsteilung in Ingolstadt: Christian holt sie, Carmen darf sie putzen


Carmen schreibt am 6. September 2021 zu diesem Foto:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

auch bei uns im Raum Ingolstadt geht es jetzt schön langsam mit den Pilzen voran. Mein Mann war heute noch kurz vor der Arbeit los, und fand doch einige Steinpilze, Birkenpilze, Rotkappen und Maronen.

Putzen und einfrieren darf ich sie jetzt nach der Arbeit.

Wir wünschen euch allen noch eine schöne sonnige Woche.

Liebe Grüße, Christian und Carmen"

(Foto © Carmen)

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Armin weicht in den Laub- und Mischwald am Schellenberg aus - mit Erfolg


Foto: Einer von 15 Steinpilzen, die Armin am Schellenberg gefunden hat. Er scheint im Mischwald zu wachsen. Links der gelbe Pilz könnte ein Flämmling sein. (2 Fotos © Armin)

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Armin schreibt am 6. September 2021:

"Servus Heinz-Wilhelm,

heute war ich am Schellenberg bei Simbach am Inn auf der Schwammerlsuche. Gefunden habe ich 15 Steinpilze mittlerer Größe und ein paar Pfifferlinge

Gruß aus Simbach am Inn, Armin"


Foto: Hier machen sich zwischen Buckeckern zwei kleine Steinpilzchen auf dem Weg ins Leben. Dann kam Armin...


Neuburg an der Donau: »Rotfußröhrlinge sind tolle Mischpilze für alle möglichen Speisen«


Sebastian schreibt am 6. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

anbei meine Funde vom Sonntag aus dem Raum Neuburg an der Donau. Nachdem ich täglich eure Beiträge verfolge, animierten mich die ersten Meldungen, nun auch meine Stellen einmal abzugehen. Und siehe da, meine Steinpilzstelle hat endlich wieder zuverlässig geliefert. Es waren einige Riesen dabei. Leider hatten sich bereits die Schnecken und, wie sich später zeigen sollte, auch die Maden ihren Anteil geholt.  

Frischer waren die Maronen, die teilweise schon im Abendessen gelandet waren, bevor das Bild entstand. Alle waren noch recht klein.

Bei den Rotfußröhrlingen habe ich die kleinsten und frischesten mitgenommen. Für mich ein toller Mischpilz für alle möglichen Speisen, aber bekanntlich oft voller Maden.

Die Ausbeute haben ich im Ofen getrocknet.

Vielleicht kannst du mir bezüglich des Albinos helfen: Verfärben sich Steinpilze erst durch das Licht?* Ein schönes Exemplar habe ich noch ziemlich abgedeckt von Nadeln gefunden, siehe 2. Foto rechts

Danke euch und frohes Sammeln!

Sebastian"

(3 Fotos © Sebastian)

* Ja. Steinpilze, die noch komplett vom Boden bedeckt sind, sind reinweiß. 

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Foto: Ab in die Röhre! Den Großteil seines Fundes hat Sebastian zur Bevorratung getrocknet. 

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Vermisst im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: Flockenstielige Hexenröhrlinge


Foto: Da waren doch einige Pilzgerichte zusammengekommen für Melitta und ihren Mann. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen fehlt es indes weiterhin an Steinpilzen und Flockenstieligen Hexenröhrlingen. (Foto © Melitta)

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Melitta schreibt am 5. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

auch bei uns im Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen hat es immer noch mehr als genug geregnet. Inzwischen wird es in den Nächten auch schon ganz schön frisch. Dennoch zieht es uns immer wieder in den Wald.

Die Gesamtmenge unserer geputzten Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze, 3 kleinen Steinpilze, 3 Hirschzungen (Habichtspilze), 5 Fleischchampignon, 2 kleinen Rotkappen und 2 kleinen Maronen ergab letztlich doch eine ansehnliche Menge, von der wir uns einige Pilzgerichte zubereiten konnten. 

Die Steinpilze lassen sich bei uns dieses Jahr wirklich viel Zeit und die Hexenröhrlinge vermissen wir sehr in unserem Sammelgebiet.

Viele liebe Grüße an Dich und alle Pilzticker-Freunde"


»Endlich mal wieder leckere Schwammerl genießen«


Collage: Die Maronenröhrlinge sind noch ganz (oben links); rechts daneben die geschnippelten Pfifferlinge und Maronen. Darunter die gebratenen Pilze und links daneben das erste ersehnte Schwammerlgericht der Saison für Petra: beide Pilzarten gab es mit Rührei. Es sieht wirklich sehr lecker aus. Beinahe besser als die vier gesondert gezeigten Pfifferlinge auf dem zweiten Foto. (Collage/4 Fotos © Petra)

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Petra schreibt am 5. September 2021:

"Liebe Schwammerlfreunde,

die Schwammerl haben sich dieses Jahr bei mir im Dachauer Umland Zeit gelassen, aber nun bin auch ich endlich wieder fündig geworden.

Heute Morgen bin ich in meine bevorzugten Waldgebiete gefahren und habe einige kleine, junge Maronen gefunden und zu meiner Freude auch noch vier Reherl bzw. Pfifferlinge (Foto rechts).

Beides gab es mit Rührei. Die Portionen waren leider sehr klein, aber man freut sich ja trotzdem, wenn man endlich wieder leckere Schwammerl genießen kann.

Nun hoffe ich darauf, dass es richtig losgeht und ich in den nächsten Wochen viele Schwammerl finde.

Viele Grüße an alle Freunde des Pilztickers. Ich wünsche Euch eine schöne und erfolgreiche Schwammerl-Zeit!

Petra"

(Foto © Petra)

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Landsberg, Lech: Maronen zuhauf, Steinpilze Fehlanzeige


Foto: Die Maronenröhrlinge gibt es im Überfluss, aber nicht einen Steinpilz bekommt Jürgen dieser Tage im Landkreis Landsberg am Lech zu Gesicht. Da heißt es, weiterhin geduldig zu sein. Mit dem September und Oktober liegen die stärksten Monate der Fichtensteinpilze noch vor uns. 

(Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 5. September 2021:

"Nach einer frustrierenden Zeit ohne Pilze ist es wieder soweit. Sie sind wieder da, die Schwammerl. Es war wirklich frustrierend: zu nass - zu trocken - zu.....

Maronen zuhauf, Steinpilze Fehlanzeige. 

Viele Grüße Jürgen"


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