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Kein Pilz veredelt gehobene

Gerichte besser als

Getrocknete Spitzmorcheln.

Man kauft sie biozertifiziert beim

Familienunternehmen

Trockenpilzversand

Pilze Wohlrab



Wolfgang erinnert sich: »1987 gab es beste Steinpilze noch bis zum 4. Dezember«


Wolfgang schreibt am 6. November 2018:

»Servus Heinz-Wilhelm,

ich möchte kurz meine Erfahrungen zum Thema »letzte« Steinpilzfunde im Jahr mitteilen.

Seit einigen Jahren gehe ich im Raum Ebersberg östlich München auf die Suche. Die letzten Steinpilze fand ich jeweils Mitte, Ende Oktober.  

Zuvor ging ich zwischen 1975 und 2005 im nördlichen Landkreis Dachau in die Schwammerl. Normalerweise fanden wir die ersten Steinpilze im Jahr Anfang Juli, ausnahmsweise einmal auch bereits Mitte Juni, und die letzten Steinpilze Mitte, Ende Oktober, ausnahmsweise auch mal bis Mitte November.

Ende der 80er Jahre, wohl 1987, ganz genau weiß ich das nicht mehr, fuhren wir am 1. November (Allerheiligen) auf Landstraßen von München kommend Richtung Ingolstadt, um das Grab meiner Oma zu besuchen. Uns fiel auf, dass zahlreiche Autos an den Waldrändern parkten, so wie normalerweise in der Schwammerlhochsaison. Allein im Großraum unseres damaligen Schwammerlplatzes parkten 15 Autos.


Foto: Das ist Dieter Sdun, der uns bekannte Rekordhalter mit ganz späten Steinpilzen. Im Jahr 2000 hatte er am 9. Dezember im Staatsforst Ziegelroda in Sachsen-Anhalt noch drei Steinpilze gefunden. Der Wald gehörte ihm praktisch allein: vom 1. November bis zum 9. Dezember fand der Realschullehrer im Ruhestand über drei Zentner Steinpilze, siehe letzter Textabschnitt auf der Seite. (Archivfoto © p-p-s.com)

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Obwohl wir eigentlich die Schwammerlsaison beendet hatten, fuhren wir daraufhin am nächsten Wochenende erneut zu unseren Plätzen. Und siehe da, rund eine Woche nach Allerheiligen fanden wir knapp 5 Kilo Steinpilze.

Daraufhin fuhren wir ein Mal wöchentlich in unsere Wälder und fanden jedes Mal cirka 4- 5 Kilo Steinpilze, und das, obwohl es des Öfteren leichten Bodenfrost gab. Ich erinnere mich, dass wir beim Hinweg zu den Plätzen manchmal Handschuhe anhatten.

Unseren letzten Fund - dieses Mal fast 6 Kilo Steinpilze - hatten wir in besagtem Jahr am 4. Dezember! Einen Tag später fielen cirka 15 Zentimeter Schnee, womit auch dieses unvergessliche Steinpilzjahr sein Ende fand.

Anzumerken ist, dass unsere Funde ab November komplett gesund, als ohne Wurmbefall waren. 

Beste Grüße Wolfgang«

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Ingolf beschließt die Saison: »Es war ein tolles Pilzjahr 2018 im Landkreis Roth«


Ingolf schreibt am 5. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo liebe Pilzfreunde,

ich war gestern noch einmal in meinem Pilzrevier im Landkreis Roth. Es reichte noch für eine Mahlzeit (siehe das zweite Foto), aber ich denke, es ist nun Schluss mit den Maronen und den Steins.

Am 30. Oktober sah es noch deutlich besser aus. Ich traf wie schon Wochen vorher die gleichen Sammler an Ort und Stelle an, die sich mit mir erneut die Beute teilten, siehe das obere Foto rechts. Es sind alle zufrieden nach Hause gegangen, das kann ich guten Gewissens versichern. Ich fand auch die ersten Hallimasche, die ja meist das Ende der klassischen Pilzzeit einleiten.

Nach über 30 Jahren, die ich nun in die Schwammerl gehe, kann ich sagen, dass es für mich ein tolles Pilzjahr war. Ich hatte wenige bessere - und das trotz der Trockenheit. Ich hatte dieses Jahr halt das Glück, drei tolle neue Stellen entdeckt zu haben, die mir viel Freude machten.

Ich wünsche allen Sammlern eine gute Zeit und guten Hunger beim Verputzen der getrockneten und eingefrorenen Schätze. Bis nächstes Jahr!

Lieber Heinz-Wilhelm, danke für die Homepage und deinen Einsatz, mach bitte so weiter!

Liebe Grüße Ingolf«

(2 Fotos © Ingolf)

Lieber Ingolf,

bis zum geschätzten Wiederlesen wünsche ich auch Dir eine schöne Zeit mit ruhigen Winterspaziergängen und behaglichen Stunden daheim. Danke für Deine netten Worte, vor allem aber für Deine schönen Schilderungen aus dem Landkreis Roth!

Mit herzlichen Grüßen Heinz-Wilhelm

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Neustadt a. d. Aisch: Ein schneeweißer Birkenpilz, schöne Edelreizker und die Zuversicht für weitere Funde


Foto: Einen reinweißen Birkenpilz, wie hier im Korb zu bestaunen, findet man nicht alle Tage! Und Julia hat Recht, es sind Edelreizker, auf stark vergrößertem Foto gerade eben an den Stielgrübchen des Pilzes ganz rechts zu erkennen. Edel- oder Kiefernreizker wachsen ausschließlich bei Kiefern. (Foto © Julia)

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Julia und Christian schreiben am 5. November 2018:

»Liebe Pilz- und Naturfreunde, lieber Heinz-Wilhelm,

am gestrigen Sonntag hat es uns wie so oft in letzter Zeit erneut in den Wald verschlagen, bei Neustadt a. d. Aisch in Westmittelfranken. Und was soll ich sagen, nach langer Zeit des Darbens sind ein paar Pilze im Körbchen gelandet.

Gleich anfangs, im Birkenwald, fanden wir zwei der erhofften Birkenporlinge. Leider ohne Foto, sie trocknen bereits im Dörrautomaten. Ebenso haben wir dort Birkenpilze gefunden, darunter ein weißes Exemplar. Sowas haben wir noch nie gesehen! Im angrenzenden Nadelwald gab es dann noch Reizker (vermutlich Edelreizker?) und ein paar Maronen dazu.

Wir haben uns sehr gefreut und sind aufgrund der milden Temperaturen guter Dinge, dass auch kommendes Wochenende wieder etwas im Sammelkorb landet.

Herzliche Grüße Julia und Christian«






In den Westlichen Wäldern geht immer noch was und Anton hofft sogar auf mehr


Anton reicht einen Fund vom 4. November 2018 nach:

»Hallo,

ich habe am 4. November noch Steinpilze, eine Rotkappe, Anischampignons, Maronen und eine Ziegenlippe in den Westlichen Wäldern Augsburgs gefunden. Da es jetzt so mild bleiben soll, hoffe ich noch auf weitere Pilzfunde.

Liebe Grüße Anton«

(Nachgereicht am 7. November 2018)

(Foto © Anton)

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Freude über schöne Steinpilze und Maronen, Bedenken nach dem ersten Bodenfrost im Landkreis Roth


Foto: Auch diese drei schönen Steinpilze zählten zu Ingolfs Ausbeute bei seinem Waldgang im Landkreis Roth. Er habe »dieses Jahr richtig Glück mit meinen Fundstellen«, sagt er. Der große restliche Wald sei so gut wie pilzleer. (2 Fotos © Ingolf)

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Ingolf schreibt am 22. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo liebe Pilzfreunde,

trotz der anhaltenden Trockenheit sprießt es an allen Ecken und Enden an meinen Pilzstellen im Landkreis Roth. Schöne Steinpilze und ein voller Korb Maronen waren der Lohn für meinen Wochenendwaldgang.

Sie waren alle frisch gewachsen, denn viele kleine und knackige Exemplare waren dabei. Im restlichen Wald ist nichts zu holen, ich habe dieses Jahr richtig Glück mit meinen Fundstellen. 

Heute Nacht herrschte bei uns allerdings erster Bodenfrost, mal sehen, ob dies das Ende für die Pilzsaison bedeutet. Ich werde nächstes Wochenende noch mal alles inspizieren und meine Nachbarn und Arbeitskollegen wieder versorgen, wenn noch was stehen sollte.

Liebe Grüße und einen schönen Herbst, Ingolf«


Foto: Die herrlichen Maronen standen der Qualität der Steinpilze in nichts nach. Ingolf kann sich bislang über einen tollen Pilzherbst freuen. Wenn da vergangene Nacht nur nicht der ersten Bodenfrost gewesen wäre.







Ein Schub Maronen folgt dem anderen im Landkreis Roth


Ingolf schreibt am 16. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo liebe Pilzfreunde,

meine Pilzstelle dieses Jahr versiegt nicht.

Ich bin heute am späten Nachmittag mit meiner Tochter wieder dort gewesen, wo wir schon letzte Woche überdurchschnittlich viele Maronen gefunden hatten. Und wir wurden erneut fündig, und das nicht zu knapp. Meine 3-jährige Tochter kennt die »Maronen« inzwischen schon mit Namen.

Weil mein Tiefgefrierer mittlerweile keinen Platz mehr bietet, haben wir einen Teil der Pilze getrocknet und erneut Freunde und Nachbarn mit Pilzen versorgt. Und am Mittwoch gibt es Pilznudeln.

Mal sehen, wie lange diese Waldversorgung noch anhält. Denn trotz guter Ernte zeigt die anhaltende Trockenheit doch merklich ihre Auswirkungen.

Liebe Grüße aus Roth und bis bald!

Ingolf«

(Foto © Ingolf)

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Ottobeuren: Ein Korb voller herrlicher Maronen und Birkenpilze


Michael schreibt am 13. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir dachten schon, dass bei uns keine Pilze mehr wachsen würden. Schließlich war es sehr warm und trocken.

Aber in einem Waldstück bei Ottobeuren haben wir heute unseren Korb mit schönsten jungen Birkenpilzen und Braunkappen füllen können (Foto rechts).

Grüße aus Benningen von Michael und Birgit«

(Foto © Michael)

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Herbert findet bei Marktoberdorf im Allgäu Herbstpilze wie im besten Pilzjahr


Foto: Eine kernige Marone (Braunkappe) im Sauerkleebett. Eine schöne Perspektive, die erkennen lässt, dass Herbert hier seine Pilze nahe dem Waldrand fand. (3 Fotos © Herbert)

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Herbert schreibt am 13. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute hat es mich in einen Fichtenwaldgebiet bei Marktoberdorf im Allgäu verschlagen. 

So eine große Pilzvielfalt habe ich lange schon nicht mehr gesehen. Es waren Täublinge in sämtlichen Farben, Fichtenreizker (leider alle madig) , Braunkappen, Steinpilze (ein Exemplar rechts im Bild), Flockenstielige Hexenröhrlinge, Habichtspilze, Trompetenpfifferlinge, Parasole, aber auch Fliegenpilze und Grubige Milchlinge zu sehen.

Schöne Grüße aus Wertingen, Herbert«




Foto: Von Steinpilzen, wie sie Herbert fand, träumen derzeit viele Pilzfreunde. Wo sie stehen, ist genügend Dauerfeuchtigkeit vorhanden. 




Landkreis Roth: Reichlich Maronen im Bestzustand lassen die Pilzsammler lächeln


Foto: Ein Teil der von Ingolf gefundenen Maronenröhrlinge und Lärchenröhrlinge. Er fand sie im Landkreis Roth, als er auf dem Weg zu seinen angestammten Pilzplätzen einfach mal einen anderen Abzweig nahm. Das zweite Foto zeigt, dass sich die Pilze im einwandfreien Zustand präsentierten. (2 Fotos © Ingolf)

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Ingolf schreibt am 12. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo liebe Pilzfreunde,

ich melde mich wieder aus dem Landkreis Roth, wo ich gestern in unbekanntem Terrain beste Maronen und Lärchenröhrlinge fand. Ich war auf dem Weg zu meiner Pilzstelle, wo ich überraschenderweise schon seit vier Wochen regelmäßige Funde hatte. Ich bin einfach mal 500 Meter vorher in den Kiefernwald abgebogen, weil ich Schleifspuren von Holztransporten gesehen hatte.

Entlang der Fahrzeugfurchen standen ganz frische madenfreie Maronenröhrlinge. Es war einer meiner besten Funde in diesem Jahr, ja sogar der Vorjahre.

Dabei war ich nicht mal allein. Auch andere Pilzsammler hatten die Stelle entdeckt und waren von der Vielzahl und der Qualität überrascht. Alle verließen mit vollen Körben und einem Lächeln im Gesicht den Wald.

Eine ordentliche Portion habe ich gleich verputzt. Meine netten Nachbarn, die früher selber in die Pilze gingen, jetzt aber, mit über 80 Jahren, nicht mehr können, erhielten zu ihrer Freude ebenfalls eine schöne Schüssel voll. Den großen Rest habe ich getrocknet und eingefroren. 

Liebe Grüße in die Runde und weiter gute Funde!

Ingolf«


Landkreis Starnberg: In schönster Herbstatmosphäre wachsen die Steinpilze noch gut nach


Foto: Diese drei jungen Steinpilze hat Marias Hund Leo entdeckt. Sie wachsen im Landkreis Starnberg immer noch gut nach. (Foto © Maria)

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Maria schreibt am 9. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

eigentlich wollte ich am 1. Oktober die Schwammerlsuche für heuer beenden, da der Umzug ansteht und Muskelarbeit der anderen Art gefragt ist. Außerdem sind die Vorratsspeicher bestens gefüllt und alle Freunde versorgt.

Aber wie das Leben halt so spielt – das Wetter ist herrlich, der Himmel strahlt in schönstem Blau-Weiß, die Bäume beginnen, ihr buntes Herbstkleid anzulegen und mit meinem Hund Leo muss ich sowieso raus.

Und wenn dann noch jemand mit einem Korb aus dem Wald kommt – zum Teufel mit allen guten Vorsätzen.

So sind wir auch weiterhin täglich auf der Pirsch. Ist ja auch eine gute Gelegenheit, die Weichen für die Zukunft zu stellen, da ja beileibe nicht jeder Wald, der so aussieht als ob, auch wirklich hält, was er verspricht. Herbstliche Partnerpilze, die ja jetzt wachsen, sind da immer ein guter Anhaltspunkt.

Und so ganz nebenbei fallen da natürlich immer wieder Leckerbissen wie neulich ein halbes Sackerl voll wunderschöner Birkenrotkappen und etliche Steinpilz-Nachzügler ab. Vor allem aber Maronen, bei denen man leider auch weiterhin mit fast dreiviertel Abfall rechnen muss. Aber sie gehören einfach dazu, und so wird eben geputzt.

Die kleine Steinpilzfamilie auf dem Foto hat übrigens mein Leo gestern entdeckt.

Noch ein Wort zu den Steinpilz-Massengräbern, wie in den Pilztickern Schweiz und Österreich beschrieben. Zugegeben, es tut weh, so etwas zu lesen oder sogar zu sehen. Aber immerhin war diesen Pilzen ein natürlicher Tod vergönnt und sie konnten vorher noch etwas für den Nachwuchs tun*.

Im Gegensatz zu den Steinpilzleichen, die ich vor einigen Jahren auf einem Wanderparkplatz gefunden habe (ich glaube, ich habe davon berichtet): mehrere fast kniehohe Haufen von einfach nur in der Mitte durchgeschnittenen Steinis, von denen unsereiner mindestens die Hälfte mitgenommen hätte.

Für heute liebe Grüße und  allen Schwammerlfreunden einen  guten und erfolgreichen Saisonendspurt.

Maria«

* Anmerkung: Die Vermehrung durch Sporenverbreitung wird allgemein überschätzt. Die Bestandssicherung von Mykorrhizapilzen erfolgt fast ausschließlich durch das Myzel (Wurzelgeflecht der Pilze); mehr dazu hier.






Trotz nächtlicher Kälte wachsen sie noch gut, westlich von München


Foto: Eine schöne Ausbeute dafür, dass in der Region Westliches München bereits Nachtfrost herrschte! (Foto © FraFa)

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FraFa schreibt am 8. Oktober 2018:

»Liebe Pilzfreunde,

obwohl es bei uns westlich von München bereits Frost gab, haben wir heute einige schöne Pilze gefunden.

Einen jungen schönen Steinpilz, zwei Birkenpilze im Birkenwäldchen, einige Maronen und Semmelstoppelpilze und vermutlich den letzten Goldröhling der Saison. Alte Rotkappen und Parasole haben wir stehen lassen.

Wir wünschen euch viel Glück beim Sammeln!

FraFa«


Landkreis Fürstenfeldbruck: Viele gute Maronen für den Frischverzehr, zum Trocknen und für den Frost

Dirk schreibt am 8. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

meine Frau und ich waren übers Wochenende dreimal in den Pilzen.

Wir haben im Bereich Mammendorf, Landkreis Fürstenfeldbruck, sehr viele (etwa zwei Körbe voll) Maronenröhrlinge gefunden, die zu unserer Freude fast ohne Wurmstiche waren. Einen Teil haben wir direkt verzehrt, den Rest getrocknet und eingefroren.

Viele Grüße Dirk«


Donauwörth: Schönste Edelreizker und ein Kuhmaul für Herbert


Foto: Edelreizker, die hervorragende Speisepilze sind, erkennt man an den Grübchen beziehungsweise den lebhaften Hell-Dunkel-Kontrasten am Stiel. Sie sind an Kiefern und Föhren gebunden, heißen deshalb auch Kiefernreizker. Es sind die delikatesten Reizker überhaupt. (3 Fotos © Herbert)

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Herbert schreibt am 6. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute bei Donauwörth in einem Nadelwald unterwegs. Ich konnte sehr schöne Edelreizker, Fichtenreizker, Speisetäublinge, Schopftintlinge, Parasole sowie ein Kuhmaul entdecken.

Schöne Grüße aus Wertingen, Herbert«


2 Fotos: Auch bei diesem Edelzeiker (links) sind die Stielgrübchen gut zu erkennen. Das Kuhmaul (rechts) erkennt man ebenso gut am Stiel: die Basis ist kanariengelb. Diesem jung sehr wohlschmeckenden Pilz, der trotz seiner lang herablaufenden Lamellen näher mit den Röhrlingen als mit den Lamellenpilzen verwandt ist, sollte man an Ort und Stelle die Huthaut abziehen, um unappetitliche Schwarzfärbungen, die er vorzugsweise an Pfifferlinge weitergibt, zu vermeiden.


Ein Steinpilz, Maronenröhrlinge und Trompetenpfifferlinge vom Tegernsee


Ingrid hat uns am 6. Oktober 2018 dieses Foto zugesandt.

Es zeigt einen halbierten Steinpilz, etliche Maronenröhrlinge sowie Trompetenpfifferlinge.

Sie hat die Pilze heute am Tegernsee gefunden. (Foto © Ingrid)

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Die würzigen Aniszählinge sind eine tolle Bereicherung in Christians Mischpilzgericht


Foto: Aniszählinge, hier sehr schön fotografiert, sind ausgezeichnete Würzpilze für ein Mischpilzgericht. Der in der Regel gut wahrnehmbare Anisduft reduziert sich beim Erhitzen auf ein sehr angenehmes Maß - ganz anders als beim auch erhitzt penetrant nach Parfüm riechenden Grünen Anistrichterling. So ist der Aniszähling am besten in der Mischpilzpfanne aufgehoben, wie Christian ihn auch verwendete. Man kann ihn aber getrocknet auch als Würzpilz einsetzen, nachdem man ihn geschreddert oder pulverisiert hat. (2 Fotos © Christian H.)

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Christian schreibt am 5. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

die großen Mengen an Steinpilzen, Maronen, Flockenstieligen Hexenröhrlingen, Birkenpilzen, Perlpilzen und Reizkern neigen sich dem Ende zu. Unser Wintervorrat ist angelegt. Ich bin jetzt auf der Suche nach eher selteneren Exemplaren in meinen Gefilden östlich von München.

Aniszähling, Habichtspilz oder Rauchblättriger Schwefelkopf zählen dazu. Es gibt noch die verschiedensten Täublinge, je grüner oder blauer, deso leckerer. Nach bestimmt 20 Jahren fand ich sogar mal wieder fünf Birken-Rotkappen. Auf die Violetten Rötelritterlinge muss ich noch warten. Auch wenn´s diesmal keine spektakulären Fotos sind, so machen sie dem ein oder anderen vielleicht Lust und Neugier auf Neues.

Grüße an alle, Christian«


Foto: Eine Schüssel voller Trompetenpfifferlinge. Sie sind gute Suppenpilze, machen sich aber gut durchgebraten auch in einem Rühreigericht mit Petersilie ausgezeichnet. Christian hat sie unter Weglassen des Eis mit Petersilie und einer Prise Salz auf einem Butterbrot genossen. Einfach - und einfach lecker!


Simbach am Inn: Armin freut sich über die neue Generation Steinpilze: Jung und knackig sind sie


Foto: Ja, sie drücken wieder, die Steinpilze! In Armins Wäldern bei Triftern in Niederbayern hatten sie eine Verschnaufpause eingelegt, um jetzt mit einer neuen jungen Generation wieder kraftvoll, wie man sieht, aufzumarschieren. Ein schönes Exemplar!

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Armin schreibt am 3. Oktober 2018:

»Servus, 

heute war ich mal wieder in der Nähe von Triftern beim Schwammerlsuchen. Derzeit gibt's Birkenpilze, Maronen und nach einer  kurzen Pause wieder viele junge Steinpilze.

Gruß aus Simbach am Inn, Armin«


2 Fotos: Sie haben alle inetwa dieselbe Größe. Alle Steinpilze, die Armin fand, waren jung und knackig. (3 Fotos © Armin)

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Unfaires Duell in einem Andechser Wald: Ein Steinpilz gegen vier Fliegenpilze


Foto: »Unfaires Duell« überschreibt Pilzfreund Christian dieses Bild. Es zeigt, in einem Wald bei Andechs, einen Steinpilz, der gleich (mindestens) vier Fliegenpilzen gegenübersteht.

Das Foto zeigt eindrucksvoll, dass beide Pilzarten die gleichen Bodenverhältnisse (ph-Wert und Mineralien- bzw. Spurenelemente-Vorkommen) mögen. Bei genauem Hinsehen dürfte sogar noch ein weiterer Anzeiger von Steinpilzen (richtiger: Röhrlingen) zu entdecken sein: links am Bildrand befinden sich ganz offensichtlich zwei Pfefferröhrlinge. Sie, Fliegenpilze und Mehlräslinge sind gute Zeigerpilze für Röhrlingswuchsstellen. (Foto © Christian)

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Landkreis Starnberg: Beinahe hätte Maria ein Leiterwagerl für den Abtransport zur Wies'n gebraucht


Foto: Ein wahrhaft stämmiger Geselle ist dieser Steinpilz. Olli und Margit vom Pilz-Ticker Rheinland-Pfalz pflegen solche Exemplare »Butterfässchen« zu nennen. (2 Fotos © Maria)

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Maria schreibt am 29. September 2018:

»Hallo, Heinz-Wilhelm,

die beiden abgebildeten Prachtexemplare stehen stellvertretend für all die vielen Steinpilze und Flockenstieligen Hexen, die ich auch letzte Woche wieder Tag für Tag nach Hause getragen, verarbeitet, verspeist und auch großzügig verschenkt habe. Dazu gesellten sich  viele kleine Habichtspilze, Körnchenröhrlinge, einige Ziegenlippen, Rotfüßchen, Birkenpilze,  Parasole und Maronen

Heuer scheint aber nicht ganz das Jahr der beiden letztgenannten Arten zu sein. Vor allem die Maronen reißen einen nicht vom Stuhl. Entweder sind sie zu nass oder zu trocken und ziemlich vermadet.

Den Steinpilzen und Hexen bekommt das warme Wetter mit gelegentlichem, teilweise ziemlich heftigem Regenschauern dagegen ausgezeichnet. Hätte ich all diejenigen dazu gehabt, die ich vor allem an grasigen Stellen stehen lassen musste, weil sie entweder überständig oder schlicht »abgesoffen« waren, so hätte ich zum Transport ein Leiterwagerl gebraucht und auf der Wies´n einen Schwammerlstand eröffnen können.


Foto: Und auch der Flockenstielige Hexenröhrling strotzt mit seinem breiten Stiel nur so vor Kraft. Das gibt gut was in die Pfanne.


2018 scheint bei uns auch ein Jahr der Champignons zu sein. Sie sprießen in vielen Gärten und die zahlreichen Anisegerlinge im Wald wachsen zu wahren Prachtburschen heran. Zwei von ihnen, die ich über mehrere Tage beobachtet habe, haben es auf einen Hutdurchmesser von stolzen zwanzig Zentimetern gebracht.  

Einen zweiten Schub erleben im Moment Perlchampignons und Wulstlinge sowie die Goldröhrlinge. Auch etliche Pantherpilze und Knollenblätterpilze treiben ihr Unwesen. Und dann sind da natürlich noch die allgegenwärtigen Fliegenpilze – in manchen Waldstücken könnte man glauben, die Elfen hätten einen roten Teppich ausgerollt.

Und wie in jedem guten Schwammerljahr, melde ich auch heuer wieder eine Premiere: die ersten Wurzelnden Bitterröhrlinge meines Lebens kreuzten meinen Weg. Es war gleich ein ganzes Nest, in dem leider irgendein Banause gewütet hatte. Nun ja, so mußte ich wenigstens zur Bestimmung keinen weiteren mehr rausnehmen – der scharfe Geruch der herausgerissenen hat gereicht.

Für heute liebe Grüße, Maria«

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

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Zusamzell: Wunderschöne Flockis und ein Pilz, der gerade zur Ballonfahrt im Altmühltal startet


Herbert schreibt am 29. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute bei Zusamzell in einem Mischwald mit vielen Douglasien.

Ich konnte viele schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge (zwei Fotos rechts) finden, die in der Nähe von Fliegenpilzen standen. Außerdem wollten noch Rotfußröhrlinge, Braunkappen und Täublinge entdeckt werden. Die robusten Hexenröhrlinge waren vom aktuellen Wetter unbeeindruckt, die anderen Pilze hatten mit der Trockenheit zu kämpfen.

Letzte Woche war ich noch im Altmühltal. Dort fand ich viele Braunkappen (Maronen), Anischampignons, Raufußröhrlinge und einen gigantischen Flaschenstäubling. Außerdem sah ich verschiedene Arten von Baumpilzen.

Schöne Grüße aus Wertingen, Herbert«

(3 Fotos © Herbert)

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Foto: Das Foto mit diesem übergroßen Flaschenstäubling erinnert beinahe an den Start einer Ballonfahrt, was auch der gut gewählten Perspektive zu verdanken ist, die eine nicht zu leugnende Dramatik in das Bild bringt. Man beachte den Knirps daneben, der, so will es scheinen, alleine zu Hause bleiben muss. Junge Flaschenstäublinge sind gute Pilze im Mischpilzgericht, sofern man die krisselige Außenhaut entfernt.

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Westliche Wälder: Schöne Steinpilze, viele Rotkappen

Anton schreibt am 27. September 2018:

»Hallo,

auch nach den ersten kalten Nächte gibt es weiterhin schöne Pilze in den Westlichen Wäldern von Augsburg zu finden. Neben sehr schönen Steinpilzen vor allem Rotkappen.

Liebe Grüße Anton«


Simbach am Inn: Nicht mehr so viele Steinpilze, aber Armins Korb füllen sie immer noch


Foto: »Gute Nachbarschaft« nennt Armin dieses Foto. Das ist auf den Punkt gebracht. Denn Fliegenpilze und Steinpilze verstehen sich gut; sie teilen sich nicht selten das Territorium. (2 Fotos © Armin)

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Armin schreibt am 23. September 2018:

»Servus,

ich bin gerade vom Schwammerlsuchen heimgekommen.

Wie immer habe ich wieder Steinpilze, Reherl und Maronen gefunden. Steinpilze gibt es derzeit nicht mehr so ganz viele , aber noch reichlich, um meinen Korb zu füllen.

Heute habe ich mal ein anderes Foto ausgesucht, Titel: »Gute Nachbarschaft«.

Gruß aus Simbach am Inn, Armin«


Foto: Armin mag Fliegenpilze. Nicht in der Pfanne, wohl aber vor der Linse. Hier hat er gleich eine ganze Familie fotografiert, in voller Pracht und Tracht.


Pfaffenhofen: Vom USA-Urlaub sofort in die Pilze


Helmut schreibt am 23. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

seit Jahren verfolge ich Deine Pilz-Ticker, natürlich auch heuer wieder.

Bis zum 5. September gab es wenige Fundmeldungen. Dann flogen wir für zwei Wochen in einen USA-Urlaub. Auch dort konnten wir Deine Internet-Seiten verfolgen.

Plötzlich setzten die Erfolgsmeldungen ein. Also haben wir sofort nach unserer Rückkehr unseren Pilzwald aufgesucht, und zwar in Reichertshausen bei Pfaffenhofen an der Ilm.

Und wir hatten Erfolg, siehe die Auswahl der schönsten Exemplare. Sogar ein großer Steinpilz ist dabei.

Danke für Deine Arbeit im Internet!

Liebe Grüße Helmut«

(Foto © Helmut)

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