Pilz-Ticker-Bayern
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns
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Matthias aus Happurg schreibt am 12. Juni 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute vor der Arbeit habe ich noch einen kleinen Abstecher in meinen Lieblings-Mischwald Nähe Grafenbuch gemacht. Es ist jetzt doch schon eine Weile feucht genug für Pilzwachstum. Gefunden habe ich zuerst einen Schwefelporling an einem alten Baumstumpf. Das Substrat war leider nicht mehr eindeutig zu bestimmen, es könnte sogar Fichte und damit der hier eher seltene Nadelholz-Schwefelporling gewesen sein. Die Fruchtkörper waren aber sowieso schon zu alt.

Neben einigen Scheidenstreiflingen und nicht mehr zu identifizierenden Täublingen habe ich auch noch Maipilze gesehen. Diese waren aber, obwohl noch festfleischig und madenfrei, leider schon etwas verfärbt und innen glasig. Nur der frische Gurkengeruch war noch vorhanden. Ich habe sie dann lieber im Wald gelassen.
Zu guter Letzt fand ich noch zwei schon etwas angefressene, aber noch feste Flockenstielige Hexenröhrlinge (Foto rechts). Die wird es heute Abend gut durchgebraten auf Butterbrot geben.
Auf dem Rückweg hat noch ein schönes Grüppchen von Helmlingen auf einem Buchenast auf mich gewartet. Ich musste sie natürlich unbedingt fotografieren, weil sie so unglaublich schön aussahen. Ich bin mit Helmlingen noch nicht so sattelfest, würde aber auf Gelbstielige Nitrathelmlinge tippen.
Vielleicht zeigt sich ja bei diesen noch nicht so sommerlichen Wetterbedingungen bald noch etwas mehr Pilzvielfalt.
Viele Grüße
Matthias aus Happurg"
Blau = ungenießbar
(3 Fotos © Matthias/Happurg)
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Foto: Wegen ihres Geruches nach Nitrat heißen diese gelbstieligen Helmlinge Gelbstielige Nitrathelmlinge. Sie wachsen als Folgezersetzer auf Totholz und sind ungenießbar.

Foto: Hier beobachtet der Trupp Gelbstieliger Nitrathelmlinge die lichte Waldrandpartie vom toten Buchenast aus.

Foto: Schwer zu sagen, an welcher verrottenden Baumart die Lungenseitlinge hier fröhlich und üppig wachsen. Matthias war das egal. Hauptsache, er fand im Holzstoß nebenan eine alte Plane, damit er die Pilze bei seinem Waldlauf abtransportieren konnte, siehe das Foto rechts.

Matthias aus Happurg schreibt am 4. Juni 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
die Zeit der Maipilze ist bei uns mittlerweile vorbei. Pfifferlinge und Hexenröhrlinge habe ich noch keine gefunden.
Heute beim Joggen auf einem unserer "Berge" habe ich ein schönes Vorkommen von Lungenseitlingen entdeckt. Die Pilze waren schon kurz davor, Trockenschäden zu erleiden. Ein Transportgefäß hatte ich leider nicht dabei. Es war also improvisieren angesagt, zumal sich gerade eine Schlechtwetterfront näherte.
Ich habe zum Glück ein Stück alte Kunststoffplane an einem vermoderten Holzstoß gefunden. So ist der Wald jetzt wieder ein winziges Stückchen sauberer und ich konnte die Pilze unversehrt mit nach Hause nehmen.
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"
(3 Fotos © Matthias/Happurg)
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Foto: Diese Perspektive vermittelt einen prima Eindruck, wie viele Lungenseitlinge an dem an dieser Seite bemoosten Stamm wuchsen.

Foto rechts: Ein nicht alltäglicher Anblick sind Stücke vom frischen jungen, panierten Schwefelporling auf dem Grill. Die leuchtend gelbe Schwefelfarbe verrät das noch junge Stadium der Schnitzel. Pilzfreund Stefan und seine Victoria bereiten sie hier zünftig zu. Ein toller Anblick!
Er entstammt einer wahren Pilz-Dynastie: der Vater und die Opas seien ebenso begeisterte Schwammelsucher gewesen wie sein Onkel, der Pilzberater ist. Und ein weiterer Onkel gehe ebenfalls leidenschaftlich zum "Büz suacha". Der Dialekt entstammt dem Landkreis Aichach-Friedberg, dem östlichsten im Regierungsbezirk Schwaben. Bei dem Fluss im Hintergrund könnte es sich demnach um die 134km lange Paar handeln, ein rechter Nebenfluss der Donau. Das Foto entstand am 23. Mai 2026.
Am 31. Mai hatte Stefan nochmal einen kapitalen Schwefelporling an einer Weide entdeckt, der aber leider schon überständig gewesen sei.
(Foto © Stefan)
1. Juni 2026
Hinweis: Wegen meiner zwischenzeitlich urlaubsbedingten Abwesenheit geht die Nachricht erst heute online (hwb)
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Foto: Diese Schuppigen (Stiel-)Porlinge waren kaum des Mitnehmens wert. Zu ihrem Speisewert gibt es hier mehr (Tageseintrag 29.4.2025 von Michi). (2 Fotos © Sepp)
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Sepp schreibt am 18. Mai 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute machte ich mich trotz bedrohlicher Regenwolken in Richtung Gmund am Tegernsee auf, um bei einem großen toten, abgebrochenen Baumstamm nach Schuppigen
Porlingen zu sehen. Ich wurde auch fündig (siehe Foto), aber leider lag am Boden schon ein erheblicher Haufen von zusammengetretenen Fruchtkörpern. Es liegt auf der Hand, dass es das Werk von Kindern vom nahe liegenden Spielplatz war.
Ich konnte noch ein Foto von einer außergewöhnlich dekorativen Flechte machen, vermutlich eine Lindenschüsselflechte, die rosettenförmig den Stamm einer Kiefer umschloss.
Übrigens, die sehr kleinen Mairitterlinge im Friedhof beim Brunnen sind leider alle verkümmert!
Liebe Grüße
Sepp"

Foto: Eine ausgesprochen schöne Flechte am Stamm einer Kiefer ist höchstwahrscheinlich diese Lindenschüsselflechte.

Foto: Ein kleines Zwischenlager für Maipilze, das Matthias außerhalb der Hecke, in der er sie gefunden hat, eingerichtet hat. Das 2. Foto zeigt einen Teil des beschriebenen Hexenringes; in dem bemoosten Baumstumpf steht noch ein weiterer Maipilz. (3 Fotos © Matthias aus Happurg)
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Matthias aus Happurg schreibt am 17. Mai 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
seit einer Woche sind endlich die Maipilze da. Ich hatte schon befürchtet, dass sie dieses Jahr ganz ausbleiben. Aber seit knapp drei Wochen ist das Wetter nun eher durchwachsen und hat endlich den sehnlichst erwarteten Schub ausgelöst.
Eine meiner besten Stellen, am Rande einer Streuobstwiese, bildet immer einen halben Hexenring aus. Das Problem ist nur, dass besagter Hexenring Jahr für Jahr immer weiter ins Gebüsch wandert. Ich musste dieses Jahr schon auf dem Bauch liegend ernten und außerhalb der Hecke eine Sammel- und Putzstelle einrichten.
Auch die Pilzmaden starten allmählich in die Saison und wollen ihren Anteil. Am Ende gab es aber über das verlängerte Wochenende trotzdem zwei ordentliche Pilzmahlzeiten.
Wenn das Wetter so weitermacht, gibt es bei uns sicherlich auch bald die ersten Hexenröhrlinge, Täublinge und Pfifferlinge. Ich bin gespannt.
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"

Foto: Zwei schöne, hochgewachsene Maipilze mit leicht gerilltem Stiel.

Foto: Sie sind erst ein bis zwei Zentimeter groß, die Maipilzwinzlinge, die Sepp am Brunnen auf dem Friedhof entdeckt hat. (Foto © Sepp)
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Sepp schreibt am 12. Mai 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
seit Anfang Mai habe ich bisher vergeblich meine Plätze nach Mairitterlingen abgesucht. Heute bin ich bei greislichem Wetter wie im vorigen Jahr auf unserem Haushamer Friedhof in in der Nähe vom Brunnen fündig geworden. Ich konnte einige Nester von noch sehr winzigen Fruchtkörpern mit einer Größe von ein bis zwei Zentimetern entdecken.
Ich bin gespannt, ob die Winzlinge noch weiter wachsen bei der Kälte, die momentan herrscht.
Liebe Grüße an Dich und alle Pilzfreunde
Sepp"

Foto rechts: Zufallsfunde von gleich mehreren Schwefelporlingen an diversen Weiden hat Peter gestern in den Isarauen bei Freising gemacht - und sich am größten Exemplar bedient. "Ein Spektakel fürs Auge und für den Gaumen", schreibt er dazu. (Foto © Peter)
11. Mai 2026
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Armin schreibt am 27. April 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
heute ging ich (1. Foto rechts, Selfie mit Speisemorchel) auf die letzte Morcheltour des Jahres, und zwar erneut in einem Flussauengebiet im Landkreis Rottal-Inn, das ich noch nicht kannte.
Die meisten Speisemorcheln, die ich fand, waren entweder schon vertrocknet, schimmelig oder voller Maden; dazu unten ein Extra-Foto. Einen kleinen Teil an makellosen Speisemorcheln konnte ich dennoch mitnehmen (2. Foto rechts).
Gruß Armin"

2 Fotos: Die letzten schönen Speisemorcheln für dieses Jahr. Die Morchelsaison in den Inn-Auen ist so gut wie beendet. Es war ein sehr gutes Morcheljahr für Armin.

Foto links: Hier sehen wir schon deutlich überständige, teils schimmelige, durchweg gammelige Speisemorcheln. Pilze in diesem Stadium stinken stark nach Verwesung, was man meist schon riecht, wenn man sich ihnen nähert. (5 Fotos © Armin)
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Matthias aus Happurg schreibt am 25. April 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute war ich mit einem Freund, der unbedingt einmal mit zum Morcheln suchen mitkommen wollte, an einem Nordhang unterwegs. Der Erfolgsdruck war somit gegeben.

Zum Glück wurden wir tatsächlich an mehreren Stellen fündig. Am Wegrand an einem Gartengrundstück und auf einer Wiese mit eingestreuten Eschen und Obstbäumen fanden wir vorwiegend gelbe Speisemorcheln, die teilweise schon Trockenschäden hatten und angefressen waren.
In einer Art offenem Auwald mit Eschen, Eichen, Ahorn und Weißdorn gab es noch einmal eine gute Portion von überwiegend grauen Morcheln in deutlich besserem Zustand. Die Sonne kam hier einfach noch nicht so stark am Boden an. Es sind fast immer die Stellen weit oben am Berg, wo das Wasser aus den Hängen drückt und der Boden dadurch einigermaßen feucht ist.
Nach wieder gut zwei Dutzend Speisemorcheln und drei weiteren neuen Fundstellen kann die Morchelsaison nun gerne ausklingen.
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"
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2 Fotos: Etwas dunklere Speisemorcheln aus einem andeutungsweise offenen Auwald (links), die einen frischen Eindruck machen. Rechts hellere Speisemorcheln von einer Streuobstwiese, die mehr dem Sonnenlicht und den Schnecken ausgeliefert waren. (3 Fotos © Matthias/Happurg)
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Foto: Wahrhaftig kein Grund zur Beschwerde gibt es, wenn man 30 herrliche Speisemorcheln gefunden hat, noch dazu in einem bis dato unbekannten Gebiet. Die zwei nächsten Fotos rechts zeigen, wie spektakulär sie teilweise wuchsen bzw. sich tarnten.


Matthias aus Happurg schreibt am 25. April 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Heute war ich noch einmal auf der Suche nach neuen Habitaten. Zunächst wieder relativ erfolglos, habe ich das Gebiet, in dem ich letzte Woche so erfolgreich war, noch einmal aufgesucht. Zu den Fundstellen von letzter Woche war schon fast kein Durchkommen mehr. Der Bewuchs am Boden hat rasant zugelegt.
Somit bin ich in ein darübergelegenes Wäldchen ausgewichen. Eschen, Eichen, Ahorn, Hainbuchen und jede Menge Weißdorn gab es dort. Der Boden schon relativ trocken. Und auf einmal standen sie wieder da: Speisemorcheln in Hülle und Fülle. Bei 50 Stück habe ich mit dem Zählen aufgehört.
Viele der Fruchtkörper waren aber leider schon vertrocknet. Wenn man trotzdem mehr als 30 küchentaugliche Morcheln mit nach Hause nehmen darf, sollte man sich allerdings nicht beschweren.
Ich denke, an den Südhängen ist die doch sehr erfolgreiche Saison jetzt vorbei. Morgen werde ich noch einmal ein paar potentielle, nordseitig ausgerichtete Habitate erkunden.
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"
(3 Fotos © Matthias/Happurg)
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Maria schreibt am 24. April 2026 zu diesem Foto:
"Servus Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,
nachdem der versprochene Regen nicht zu uns gekommen ist bzw. das, was runterkam, weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, habe ich vorgestern Abend den Wasserschlauch genommen.
Als ich heute Schnittlauch schneiden wollte, habe ich prompt diese drei stattlichen Gesellen in meinem Beeren- und Gemüsebeet vorgefunden. Diese Speisemorcheln sind die ersten Morcheln meiner doch schon einige Zeit währenden Pilzsammlerkarriere. Ob sie wohl Vorboten für eine gute Saison sind?
Nach einem feuchtkalten, matschigen und trüben Winter, in dem wir die Sonnenstunden an den Fingern abzählen konnten, ist es jetzt tagsüber schon fast frühsommerlich, aber halt schon wieder sehr trocken. Und sehr windig, was ja besonders an exponierten Stellen noch weiter austrocknet.
Also, lassen wir uns mal wieder überraschen.
Liebe Grüße und eine hoffentlich interessante und spannende Schwammerlsaison 2026!
Maria"
(Foto © Maria)
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Armin schreibt am 24. April 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
heute war ich auf Erkundungstour für neue Speisemorchel-Habitate. Dabei habe ich wieder schöne Speisemorcheln gefunden. Ein Teil musste wegen Trockenschäden oder starken Madenbefalls im Wald bleiben. Auch ein paar junge Morcheln habe ich gefunden, die ich ebenfalls noch stehen ließ.
Das 1. Foto rechts zeigt meinen Gesamtfund, das 2. einen Zwischenstand.
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"
(2 Fotos © Armin)
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Simbach am Inn - Es wird übersichtlicher auf dem Morchelteller. Heißt: Die Morchelsaison in den Inn-Auen geht dem Ende entgegen. Armin hat die acht Speisemorcheln sowie sechs Käppchenmorcheln bei Simbach auf einem "kurzen Gang" gefunden.
(Foto © Armin)
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Foto: An neu entdeckter Stelle fand Matthias am Sonntag diese gut zwei Dutzend Speisemorcheln. Obwohl Eschen mit im Spiel waren, standen fast alle Pilze am Fuße von Erlen. (5 Fotos © Matthias/Happurg)
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Matthias aus Happurg schreibt am 19. April 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich habe ein recht spannendes Pilzwochenende hinter mir. Es kam am Ende einiges an Morcheln und Verpeln zusammen. Außerdem habe ich zwei neue Fundstellen entdeckt.

Am Samstag aber hieß es erst einmal Frust schieben. Auf den Streuobstwiesen ist es zu trocken und ein weiterer großer Eschenbestand ist diesen Winter den Forstmaschinen zum Opfer gefallen. Ich habe mal wieder stundenlang alle möglichen Stellen abgesucht und keine einzige Morchel finden können.
Zu allem Übel hatte ich auch noch ständig diese Bärlauchtouristen im Nacken, die durch den Wald getrampelt sind. Hier werden leider immer wieder die Bestände plattgetrampelt und kahl geerntet.
Den ganzen Tag über hat mich der Gedanke geplagt, ob ich nicht doch noch einmal nach den Böhmischen Verpeln sehen sollte. Gesagt, getan - und das Blatt begann sich zu wenden. Schon auf dem Fußweg wurde ich von viereinhalb gelben Speisemorcheln begrüßt, die es sich am Wegrand an einem alten Birnbaum bequem gemacht hatten.
Im kleinen Pappelwald war dann so einiges mit den Verpeln los, wobei ich bestimmt die Hälfte der schon recht reifen Fruchtkörper stehen gelassen habe. Viele waren auch schon am Vertrocknen. Damit hat diese Stelle, die vielleicht 50 Quadratmeter misst, dieses Jahr über 100 Fruchtkörper hervorgebracht. Ein Foto gibt es leider nur von der Beute, da ich mein Handy im Auto vergessen hatte.

Foto: Der Samstagfund bestand aus Böhmischen Verpeln, von denen die Mehrzahl infolge Trockenschäden und Überständigkeit im Wald blieb, sowie aus vier(einhalb) Speisemorcheln, die Matthias an einem alten Birnbaum fand.
Mit frischer Motivation ging es am Sonntag gleich noch einmal los. Es machte sich zuerst wieder Erfolglosigkeit breit. Wenigstens konnte ich einige hübsche Feuersalamander beobachten. Ein Standortwechsel brachte dann endlich den erhofften Erfolg. Ein Hang mit etlichen Tuffterassen, viel Geröll und allerhand kleinen Bächen meinte es gut mit mir. Hier standen in der Mehrzahl Eschen, Bergahorn, Erlen und Rotbuchen.
Hier und da zeigten sich einige gelbe und graue Speisemorcheln. Auch Judasohren hätte ich reichlich mitnehmen können. Weiter ging es in eine schmale, tiefe Schlucht mit einem zentralen Bach. Das war nun ein Volltreffer! Der Tagesfund war innerhalb weniger Minuten eingesammelt. Besonders auffällig: Am Fundort standen viele große Eschen in der Nähe, aber die Speisemorcheln wuchsen fast alle am Fuße von Erlen.
Ich freue mich auf jeden Fall sehr über diese neu entdeckte Stelle, die nun endlich einmal eine Art Auwald und keine Streuobstwiese ist.
Bislang habe ich alle Speisemorcheln dieser Saison an Südhängen gefunden. Ich habe Hoffnung, dass sich an den Nordhängen jetzt auch noch was tut und die Saison noch ein wenig anhält.
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"

Foto: Es dürften sechs Speisemorcheln am Fuße einer Erle sein, die wir hier sehen.

Foto: Und dieser Feuersalamander beobachtete Matthias bei seiner Pilzlese ganz genau.

Armin schreibt am 19. April 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
auch heute war ich wieder in den Inn-Auen unterwegs, jedoch drehte ich wegen des drohenden Regens nur ein kurze Runde.
Gefunden habe ich wieder Speisemorcheln, Morchelbecherlinge, Käppchenmorcheln und Fingerhutverpeln. Letztere blieben allerdings im Wald.
Von den Speisemorcheln ließ ich noch einiges an Nachwuchs im Wald, aber ihre beste Zeit dürfte bereits überschritten sein.
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"
(Foto © Armin)
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Collage: Käppchenmorchel (oben links), Morchelbecherling (darunter) sowie zwei Speisemorcheln (rechts). (Collage/4 Fotos © Armin)
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Foto: Ein faszinierendes Morchelsuchbild mit 20(!) Speisemorcheln, wie Armin uns versichert. Ich persönlich konnte allerdings nach dreimaligem Durchzählen jedesmal nur 19 entdecken... (Foto © Armin)
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Collage: Wir sehen Armins neuesten Fund vom heutigen Freitagvormittag: Er hat erneut viele Speisemorcheln sowie einen großen Morchelbecherling (rechts oben) in den Inn-Auen gesammelt. Etwa noch einmal so viele Morcheln, wie auf dem Teller zu sehen sind, hat er, da noch zu jung, wiedrum stehen gelassen. Unten rechts eine Käppchenmorchel (Halbfreie Morchel). (Collage/4 Fotos © Armin)
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Collage: Wir sehen oben je eine Fingerhutverpel und unten je eine Käppchenmorchel. Armin berichtet, dass es momentan "sehr, sehr viele Fingerhutverpeln" geben würde. In der Reihenfolge Morchelbecherlinge, Böhmische Verpeln, Spitzmorcheln, Speisemorcheln, Käppchenmorcheln sind die Fingerhutverpeln als Letzte an der Reihe. (Collage/4 Fotos © Armin)
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Collage:Hier sehen wir Armins Speisemorchelfund vom gestrigen Donnerstag. Auch da konnte er nicht über mangelnde Funde klagen. (Collage/4 Fotos © Armin)
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Matthias aus Happurg schreibt am 15. April 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute gibt es endlich ein kleines Speisemorchel-Update.
Im Garten unter dem Apfelbaum habe ich heute eine einzige Speisemorchel entdeckt. Gut versteckt, hat sie versucht, ein Grasbüschel nach oben zu schieben. Von der Aktion hat sie einen ganz platten Kopf bekommen (Foto rechts, vorne links auf dem Teller). Der Baum beschenkt uns fast jedes Jahr.
Im Anschluss bin ich dann noch an eine entlegene Streuobstwiese gefahren, ebenfalls Südhang, wie der Standort bei uns im Garten. Dort konnte ich noch einmal sechs Stück ernten. Ich hoffe, hier kommt noch etwas mehr.
Die bisherigen Morcheln sind alle vor dem Regen gewachsen. Die sonst so zuverlässigen Morchelbecherliche scheinen zumindest an meinen Plätzen dieses Jahr ganz auszubleiben. Generell bin ich hier in der Gegend um Happurg auch eher an Streuobstwiesen erfolgreich. Große Flussauen ohne Düngereintrag haben wir eigentlich keine mehr.
Alternative Fundorte sind noch bewaldete Hänge mit kleinen Quellbächen. Die Suche ist hier allerdings oft aufgrund der vielen umgestürzten Eschen und der teils steilen Hänge sehr beschwerlich.
Wenn es jetzt einigermaßen feucht bleibt, können wir hier wenigstens noch auf eine ertragreiche Maipilzernte hoffen. Noch sind sie nicht da.
Ich wünsche allseits eine erfolgreiche Morcheljagd!
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"

Foto: Auf vernachlässigten Streuobstwiesen mit alten Obstbäumen hat Matthias die besten Chancen, Speisemorcheln wie diese zu finden. (2 Fotos © Matthias/Happurg)
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Armin schreibt am 15. April 2026 zu dieser Collage:
"Servus Heinz-Wilhelm,
ich war gestern wieder in den Inn-Auen unterwegs. Gefunden habe ich erneut schöne Speisemorcheln und die ersten jungen Käppchenmorcheln (siehe Foto rechts oben). Diese ließ ich aber noch im Wald zurück.
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"
(Collage/4 Fotos © Armin)
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Foto: Eine durchgängig samtige braune Spitzmorchel mit ganz anders aussehenden Waben und Rippen, als es die Mehrzeit von Spitzmorcheln zeigt. Die Farb-, Formen- und Wabenstruktur bei Spitzmorcheln hat eine sehr große Bandbreite. (3 Fotos © Matthias/Happurg)
12. April 2026
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Matthias aus Happurg schreibt 12. April 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
die Spitzmorcheln aus unserem Garten haben wir letztes Wochenende geerntet. Immerhin 13 Stück gab es zum Abendessen.
Am Samstag war ich ein paar Speisemorchelplätze überprüfen. Hier tut sich momentan noch gar nichts. Zu trocken und zu windig war es die letzten Wochen, dazu kam die nächstliche Kälte. Da wurden gleich wieder Erinnerungen an letztes Jahr wach. Jetzt, da die Nachtfröste vorbei sind, regnet es endlich.
Ganz leer musste ich gestern aber zum Glück nicht ausgehen. Unweit der Stelle, die letztes Jahr meine einzige Speisemorchel hervorgebracht hatte, lockte mich eine vertrocknete Spitzmorchel am Fuße einer Esche zu einem kleinen Nest mit einer Handvoll frischen Exemplaren. Randnotiz: Das waren meine ersten wildwachsenden Spitzmorcheln, was mich sehr gefreut hat.
Viele Grüße
Matthias aus Happurg"
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2 Fotos: Links haben wir den scharfen Kontrast von einer (jungen) hellen und einer fast tiefschwarzen Spitzmorchel. Rechts ein Exemplar mit schwarzen Rippen und hellem Wabeninneren. Bei der großen Vielfalt im Aussehen ist die Spitzmorchel mitunter schwer zu erkennen.


Simbach am Inn - Am heutigen Sonntagmorgen hatte Armin weniger Zeit als gewünscht und konnte nur auf eine kurze Tour an seine Morchelplätze. Bei seinem schnellen Rundgang fand er u. a. die herrliche Gruppe von zehn grauen Speisemorcheln auf dem 1. Foto. Zirka 40 Exemplare hatte er am Ende zusammen. Der Regen vom Freitag hat dem Morchelnachwuchs sichtlich gut getan. (2 Fotos © Armin)
12. April 2026
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Simbach am Inn - Auch am heutigen Samstag Vormittag war Armin schon wieder an seinen Speisemorchelplätzen in den Inn-Auen und hat nachgelesen. Grund war der gestrige Regen, der den Pilzen sichtlich gut getan und sie zu schnellerem Wachstum getrieben hat. So kam erneut ein schöner Teller zusammen. (Collage/4 Fotos © Armin)
11. April 2026
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Collage: Armin hatte die Faxen dicke und hat endlich die Hälfte der schon seit Tagen beobachteten Speisemorcheln eingesammelt. In den kalten Nächten sind sie nur ganz langsam etwas größer geworden. Die andere Hälfte, bestehend aus kleinem und ganz kleinem Nachwuchs, hat er noch stehen gelassen. (Collage/4 Fotos © Armin)
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Armin schreibt am 10. April 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
heute war ich schon um 7 Uhr unterwegs beim Schwammerl suchen im Auwald bei Simbach am Inn, da für den Vormittag Regen angekündigt war. Immerhin hat es dann um die 9 Liter auf den Quadratmeter gegeben.
Bevor ich nass wurde, habe ich endlich die ersten Speisemorcheln geerntet, die ich schon seit Tagen weitergedeihen ließ. Etwa die Hälfte der jungen kleinen Morcheln steht allerdings noch im Wald und darf gerne noch größer werden.
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"

Collage: Ein Teller mit Morchelbecherlingen, die noch nicht unter der Trockenheit gelitten haben, sowie drei Fotos mit kleinen grauen Speisemorcheln, die Armin nun schon eine ganze Weile beobachtet und denen er noch bis zu drei weitere Tage zum Weiterwachsen geben will. (Collage/4 Fotos © Armin)
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Armin schreibt am 8. April 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
heute war ich wieder beim Schwammerl suchen in der Nähe von Simbach am Inn. Gefunden habe ich viele Morchelbecherlinge (z. B. Foto rechts mit zwei Exemplaren), die aber teilweise schon einen leichten Trockenschaden hatten, sowie erneut noch kleine Speisemorcheln, die ich nochmals im Wald ließ in der Hoffnung, dass sie noch ein bisschen wachsen. In zwei bis drei Tagen werde ich sie dann abholen. 😉
Ich hoffe, dass es wie angekündigt am Freitag regnet, da es schon wieder sehr trocken ist.
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"
(Foto © Armin)
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Collage: Drei Fotos mit grauen Speisemorcheln und eines mit einer Böhmischen Verpel, deren Windungen in Richtung einer Frühjahrslsorchel gehen. Auch Frühjahrslorcheln können in Ockerfarbe auftreten! (Collage/4 Fotos © Armin)
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Armin schreibt am 5. April 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
auch am heutigen Ostersonntag war ich wieder auf der Morchelsuche. Gefunden habe ich jede Menge junger Speisemorcheln und Böhmische Verpeln.
Die Speisemorcheln blieben noch im Wald, sie dürfen noch ein bisschen wachsen. Ich werde sie die nächsten Tage kontrollieren und je nach Größe weiter stehen lassen oder mitnehmen.
Schöne Ostergrüße aus dem Landkreis Rottal-Inn
Armin"


Christian schreibt am 3. April 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm, liebe Schwammerlfreunde,
Ostergrüße aus Zorneding!
Wie jedes Jahr um den ersten April ging´s wieder Richtung Münchner Isar, und wie man sieht, ließen sich die ersten fünf Spitzmorcheln (2 Fotos rechts) nicht lange bitten. Der Bärlauch wächst schon in rauen Mengen und wird auch dieses Jahr wieder fleißig verarbeitet.
Auf ein gutes Schwammerljahr 2026!
Liebe Grüße von Christian und Familie"
(2 Fotos © Christian)
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Armin schreibt am 31. März 2026:
"Servus Heinz-Wilhelm,
heute war ich zur Kontrolle an meiner Speisemorchel-Stelle. Nur langsam, aber immerhin stetig wachsen sie weiter. Infolge der kalten Witterung dauert es natürlich etwas länger, bis sie erntereif sind. Außerdem fand ich wieder einige Böhmische Verpeln, siehe z. B. Foto rechts..
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"
(3 Fotos © Armin)
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2 Fotos: Da sind sie wieder, die kleinen Speisemorcheln. Sie sind mit ein wenig nachgewachsen, seitdem Armin sie am vergangenen Freitag, den 27. März 2026, winzig klein fotografiert hatte. Die kalten Nächte verhindern schnelleres Wachstum.
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2 Fotos: Diesmal entgehen sie Matthias nicht, die schönen Spitzmorcheln, die in seinem Garten beim Fliederstrauch wachsen. Vergangenes Jahr hatte er sie leider zu spät entdeckt. (3 Fotos © Matthias/Happurg)
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Matthias aus Happurg schreibt am 30. März 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
seit Tagen schon beobachte ich die Stelle im Garten, an der mich letztes Jahr die vertrockneten Spitzmorcheln geärgert hatten. Gestern entdeckte ich dann die erste, noch in der Wiese stehend, zirka drei Zentimeter groß. Bei genauerem Hinsehen konnte ich noch einige etwas größere Exemplare unter dem Fliederbusch enttarnen. Sie dürfen nun noch ein wenig größer werden, bevor ich mit dem Erntemesser Rache für letztes Jahr nehme.
Meine Verpelstelle brachte noch einmal fünf dicke Fruchtkörper hervor. Einige kleine ließ ich stehen. Ich werde die Stelle erst nächstes Jahr wieder aufsuchen. Es handelt sich um ein nur ein paar Quadratmeter großes Fleckchen unter alten Hybridpappeln.
Die Spuren meiner Anwesenheit sind im weichen Boden trotz größter Vorsicht jedes Jahr sichtbar. Außerdem liegt die Stelle an einem Wanderweg. Von den Böhmischen Verpeln sende ich dir diesmal kein Bild, dafür aber das eines Prachtbecherlings. Die signalroten Kelche gibt es auch hier in großer Stückzahl.
Zu guter Letzt zeigte der obligatorische Check auf der Streuobstwiese mit den Morchelbecherlingen und Speisemorcheln noch kein Ergebnis. Hier ist es gerade auch relativ trocken. Ich bin aber guter Dinge, dass sich mit dem angekündigten Regen und den steigenden Temperaturen bald etwas tun wird.
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"

Foto: Auch im Happurger Wald leuchten im Frühjahr signalrot die Kelche vieler Prachtbecherlinge.
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Jun 13, 26 10:57 AM
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