Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Württemberg)
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs
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Heiko schreibt am 22. Oktober 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
meine wöchentliche Waldrunde durch die Wälder im Landkreis Calw heute Morgen hat sich wieder als Volltreffer herausgestellt!
Überall stehen nun junge Fichtensteinpilze in den Startlöchern. Da stören auch nicht vier Grad Außentemperatur, wie heute Morgen!
Wenn uns Frost und Schnee nicht zu schnell heimsuchen, kann es noch richtig schön werden.
Daumen gedrückt!
Herzliche Grüße sendet Dir
Pilzfreund Heiko"
Pilz-Ticker-BaWue
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2 Fotos: Ein herrlicher Steinpilz im feuchten Laub und ein nicht minder schöner Fliegenpilz, dessen Manschette auf der linken Seite noch mit dem Hutrand verbunden ist. Beim jungen Fliegenpilz dient die Teilhülle, das Velum partiale, dem Schutz der Lamellen: Sie spannt sich vom Hutrand zum Stiel, um die darunter liegenden Lamellen, die die Sporen für die Vermehrung tragen, zu schützen. Sobald der Hut aufschirmt, reißt die Teilhülle ab (auf dem Foto erst zur Hälfte) und bleibt als hängender Ring - eben die Manschette - am Stiel zurück. Eine tolle Momentaufnahme von Heiko, nur selten in dieser Anschaulichkeit zu sehen! (4 Fotos © Heiko)

Foto: Dobel-Fund ohne Steinpilze und Hexenröhrlinge. Wir sehen einen dicken Batzen Stockschwämmchen, einen halb so großen Batzen Hallimasche, kleine Goldröhrllnge, Kuhmäuler, Birkenpilze, Trompetenpfifferlinge und Pfifferlinge (im Uhrzeigersinn von links oben).
Michael schreibt am 22. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Simone und ich waren wieder einmal an unseren Stellen auf dem Dobel im nördlichen Schwarzwald. Ein bisschen was kam zusammen.
Es gab schönste Stockschwämmchen, junge Hallimasche, Birkenpilze, Kuhmäuler, Goldröhrlinge, Flaschenstäublinge, ein paar Pfifferlinge und die ersten Trompetenpfifferlinge. Keinerlei Steinpilze, Hexenröhrlinge oder andere Röhrlingsarten.
Falsche Pfifferlinge und Klebrige Hörnlinge gab es in Massen. An Fliegenpilzen haben wir einen einzigen gesichtet. An den Wegrändern wuchsen einige Büschel vom Weißen Büschelrasling. Ansonsten war der Wald noch recht pilzleer.
Viele Grüße
Michael und Simone"
Pilz-Ticker-BaWue

Foto: Seit Michael erstmals vor zwei, drei Jahren Stockschwämmchen verkostete, gehören sie zu seinen bevorzugten Beutepilzen.

Foto: Auch junge Hallimasche lässt er nicht links liegen. In der norditalienischen Restaurantküche sind sie im Pastagericht sehr beliebt. Meist werden sie von italienischen Suchtrupps in Bayern und Baden-Württemberg gesammelt.

Foto: Dies könnte ein Birkenpilz, aber auch ein Hainbuchenraufußröhrling sein, wie die umliegenden Blätter aussagen. Es ist laut Michael ein Birkenpilz, wie er von umstehenden, an Birken gebundenen Artgenossen weiß.

Foto: Ein Kuhlmaul mit standesgemäß schmierigem Hut: ein weiterer seiner Namen lautet deshalb Großer Schmierling. Ein sehr guter, streng an Fichten gebundener Speisepilz!

Foto: Ein Flaschenstäubling. Nichit selten wächst er in größeren Gruppen. Solange sein Inneres noch reinweiß und fest ist, ist er ein guter Speisepilz, den man nach Art des Riesenbovistes - also in kleine Scheiben geschnitten und gebraten - zubereiten sollte.

Foto: Falsche Pfifferlinge haben einen Orangestich, meist sind die Hutober- und Unterseite gleichfarbig. Man kann ihn nur in sehr kleiner Menge einem Mischpilzgericht beigeben, andernfalls sind Magen und Darm schnell beleidigt. Sein offizieller Verzehrstatus lautet "schwach giftig".

Foto: Und zum Schluss noch ein richtig Giftiger: Der Weiße Büschelrasling ist ein im grasigen Terrain wachsender Pilz, dessen relativ frisch entdecktes Gift im Verdacht steht, Zellveränderungen im menschlichen Erbgut hervorrufen zu können. Daran wird emsig geforscht. Die Deutsche Gesellschasft für Mykologie stuft ihn als giftverdächtig ein. (8 Fotos © Michael)

Foto: Und wieder ein schönes Pilzmosaik, zusasmmengesetzt aus Wiesenchampignons von der Pferdekoppel und - man lese und staune - einem einzigen Rotfußröhrling vom Waldrand.
Michael schreibt am 20. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Simone und ich waren erneut auf den umliegenden Wiesen. Es gab noch sehr viele Wiesenchampignons. Und tatsächlich fand Simone entlang des Waldes auch einen einzigen Rotfußröhrling.
Viele Grüße
Michael und Simone"
Pilz-Ticker-BaWue

Foto: Wiesenchampignons, aus der Nähe betrachtet. Es fallen sogleich die feinen Schuppen auf, die typisch für die jungen Pilze mit noch geschlossenen Hüten sind.

Foto: Dieser Hexenring von Wiesenchampignons ist nicht ganz geschlossen, deutet aber an, wie kräftig das Wachstum auf der Pferdekoppel - immer noch - ist. Michael hat die vielen Pilze des letzten und dieses Fundes zum großen Teil in kleine Stücke geschnitten, in 3-Liter-Beuteln vakuumiert und eingefroren. "Das legen wir als Jahresvorrat an, für genau so pilzarme Jahre wie dieses." (3 Fotos © Michael)

Heiko schreibt am 18. Oktober 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
du kennst mich ja inzwischen so weit, dass ich mir aus großen Sammelmengen und vollen Körben nicht wirklich viel mache.
Wenn ich dann an einem Tag wie heute einen wunderschönen Kiefernsteinpilz (Rothütigen Steinpilz) und eine Handvoll Pfifferlinge (Foto links) finden darf, bin ich der glücklichste Mensch. ☺️
Nach dem verheerenden Trockensommer in Baden-Württemberg waren diese Funde im Hochschwarzwald heute Morgen wahrhaftig eine weitere herrliche Seelenmassage.
Ich wünsche allen Pilzfreunden und Dir, lieber Heinz-Wilhelm, einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die Woche.
Herzliche Grüße
Heiko"
(Foto © Heiko)
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Rike schreibt am 18. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
endlich hat es auch bei uns ein wenig geregnet. Deswegen haben wir heute eine Runde im Landkreis Freudenstadt gedreht, um zu schauen, ob sich schon was regt bei den Pilzen.
Wir fanden Unmengen Falscher Pfifferlinge*, die weithin leuchteten, aber leider keine echten. Auch Steinpilze oder Flockis konnten wir keine finden.
Dennoch sind wir nicht mit einem leeren Körbchen heimgekehrt, denn an drei abgesägten Baumstümpfen konnten wir schöne junge Hallimasche ernten. Das wird ein delikates Süppchen zum Auftakt dieser sehr späten Pilzsaison.
Wir hoffen auf ein paar späte, dennoch schöne leckere Pilze in den nächsten Wochen.
Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald
Miguel und Rike"
* In sehr geringer Menge essbar
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2 Fotos: Die Hallimasche wuchern und Rike und Miguel nahmen welche mit, um daraus "ein delikates Süppchen" zu zaubern. Das ist gut, denn die Pilze sind, fachgerecht zubereitet, sehr wohlschmeckend. (3 Fotos © Miguel)

Foto: Auf die Suche nach Krausen Glucken begab sich Michael, nachdem er von den traumhaften Funden von Markus, Thomas & Freunden gelesen hatte. Und auch er konnte sich über einige prächtige Exemplare wie dieses hier freuen.
Michael schreibt am 17. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
nach dem tollen Gluckenfund von Thomas und Markus bin ich ebenfalls in meine regionalen Wälder gefahren. Dort konnte ich einige schöne Krausen Glucken entdecken. Und sehr viele, die noch zu klein waren. Auch bereits verschimmelte sah ich.
Zudem gibt es aktuell viele Grünblättrige Schwefelköpfe und Purpurfilzige Holzritterlinge*. Neben dem Wurzelnden Bitterröhrling finde ich den Purpurfilzigen Holzritterling einen der schönsten Pilze.
Viele Grüße
Michael"
* Essbar, aber minderwertig
Blau = ungenießbar
Rot = giftig
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Foto: Auch dieses Prachtstück, rund wie ein Fußball, nahm er gerne mit nach Hause.

Foto: Was Michael wohl (wieder) aus dem Gesamtfund seiner Krausen Glucken auf den Tisch zaubert? Fürs pilzige Sonntagsgericht ist auf jeden Fall gesorgt.

Foto: Die Purpurfilzigen Holzritterlinge sprechen Michael wegen ihrer Farbschönheit besonders an. Sie heißen auch schlicht Rötliche Holzritterlinge und zählen zu jenen Arten, die Pilzveteran Karl Berchtold (86) aus Gauting zu gerne gut sichtbar oben auf seinen vollen Pilzkorb legt, damit die Leute "was zu gackern haben".

Foto: Hier wachsen die schönen Purpurfilzigen Holzritterlinge in Eintracht mit Grünblättrigen Schwefelköpfen. Beide sind Totholzverzehrer. (5 Fotos © Michael)

Foto: Die Verkäuferinnen auf dem Münchner Viktualienmarkt würden sich gegenseitig überbieten, wenn sie diese 1A-Ware für ihren Stand kaufen könnten. Markus und Thomas und ihre Mitsammler haben in einem Kiefernwald bei Karlsruhe-Mannheim herrliche Krause Glucken gesammelt, die sie zu einem traumhaften Anblick arrangiert haben. (Foto © Thomas)
Markus schreibt am 15. Oktober 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
bis auf ein paar Morcheln und Champignons hat dieses Pilzjahr in unseren Wäldern bei Karlsruhe und Mannheim bislang nichts hervorgebracht. Die Trockenheit war und ist einfach gnadenlos.
Allerdings gab es nach acht Litern Regen in der vergangenen Woche einen Hoffnungsschimmer: die Krausen Glucken. Sie werden über die im Kernholz gespeicherte Feuchtigkeit der Kiefern und über die tief hinabreichenden Pfahlwurzeln der Bäume mit Wasser aus tiefer liegenden Bodenschichten versorgt.
Tatsächlich gab es sehr viele Krause Glucken. An einem Tag haben wir zusammen mit unseren besten Freunden und Verwandten mehr als 50 schöne Exemplare gefunden.
Nun hoffen wir, dass es vielleicht doch noch regnet und eine späte Saison mit anderen Pilzen ab November beginnt.
Viele Grüße
Thomas und Markus"
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Heiko schreibt am 15. Oktober 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
der jährliche Pilzgang mit meiner Nachbarin und Fotografin, Niki, entwickelte sich heute Morgen zu einem vollen Erfolg.
Nicht alle mir bekannten Stellen bei Calw liefern bereits Steinpilze, von einer bevorstehenden Welle kann man sicherlich noch nicht sprechen. Aber unser Ergebnis nach drei Stunden herrlichstem Herbstwetter kann sich doch wahrlich sehen lassen (2. Foto links) und macht Hoffnung auf mehr. Oder? Der dickstielige Brocken, den Niki zeigt (1. Foto links), hat uns richtig begeistert!
Herzliche Grüße sendet Dir
Pilzfreund Heiko"
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2 Fotos: Der Stramme Max von Steinpilz "schwebt" im leichten Gegenlicht (links); rechts eine prächtige Krause Glucke. Wichtigste Erkenntnis für Heiko und Niki: das Pilzwachstum im nördlichen Schwarzwald setzt wieder ein! (4 Fotos © Heiko)

Foto: Wiesenchampignons in Hülle und Fülle: Da werden Erinnerungen an gute alte Zeiten wach, als Michael solch faszinierende Tischinszenierungen für den Pilzticker mit allen denkbaren Pilzarten durchspielte. Was in diesem Jahr aufgrund der drastischen Trockenheit im Landkreis Karlsruhe nicht möglich war. Und auch zuletzt fiel so wenig Regen in der Region, dass das ersehnte Nass den Waldboden möglicherweise gar nicht erreicht hat, was den erneuten Ausfall eines herbstlichen Pilzschubes bedeuten würde.
Michael schreibt am 15. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
eigentlich wollte ich in ein anderes Waldstück nach Krausen Glucken schauen, aber so weit kam es nicht. Auf einer nahen Pferdekoppel entdeckte ich einige Wiesenchampignons. Daraufhin entschied ich, die umliegenden Wiesen abzusuchen. Das war ein voller Erfolg.
So viele Wiesenchampignons hätte ich nicht erwartet. Das war eine Entschädigung für das bisher pilzarme Jahr. Standesgemäß präsentiere ich ein Pilzmosaik wie in besseren Zeiten.
Viele Grüße
Michael"
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Foto: Erkennt ihr ihn wieder? Aber klar doch! Das ist Michael, der sich schon so manches Mal in voller Lebensgröße fotografisch im Pilz-Ticker-BaWue zu erkennen gegeben hat. Überall sprenkeln die weißen Tupfer, sprich Wiesenchampignons. Und endlich einmal konnte er Pilze ernten wie zu besten Zeiten. (2 Fotos © Michael)

Foto links: Macht dieser kleine Fichtensteinpilz Hoffnung auf mehr, vielleicht sogar auf einen Herbstschub? Es muss nicht sein, aber auszuschließen ist es auch nicht. Pilzfreund Wilhelm hat den Pilz gestern im Wald westlich vom Stuttgarter Stadtteil Botnang gefunden. Es sei der einzige weit und breit gewesen. Sei's drum: Vielleicht erhalten potentielle Nachkömmlinge ja am Samstag und vor allem am Sonntag Unterstützung von oben, denn da soll es endlich wieder nennenswerten Regen in der Region geben. (Foto © Wilhelm)
14. Oktober 2026
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Foto links: Paniert und ausgebacken hat Gunter aus Tübingen diese Parasolstücke. Mit ihnen hat es eine besondere Bewandtnis: Am 6. Oktober entdeckte er nämlich in seinem Garten einen kleinen Pilz:

Foto: Kleiner Pilz, wie heißt du und wie groß wirst du? Das fragte sich am 6. Oktober Pilzfreund Gunter, als er diesen glatthütigen und glattstieligen kleinen Knopf in seinem Garten entdeckte. Für einen Steinpilz sah er etwas merkwürdig aus.
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2 Fotos: Am 11. Oktober, fünf Tage später, wusste er, mit wem er es zu tun hatte. Mit Parasolen, die, selten genug, im eigenen Garten zwischen Giersch und Efeu wuchsen. Unverkennbar die intensive Natterung am Stiel. Der giftige Gartenriesenschirmling hätte keinerlei Natterung gehabt. Dann wartete er noch, bis die Pilze aufschirmten und bereitete sie sich am 13. Oktober nach Wiener-Schnitzel-Art zu (siehe das Foto oben). Eine feine Sache! (4 Fotos © Gunter)
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Foto: Damit hatte Petra nicht gerechnet: Auf der Fahrt in ihren Garten, wo sie die letzten Tomaten ernten wollte, entdeckte sie zahlreiche Wiesenchampignons, die teilweise in ergiebigen Nestern wuchsen (2. Foto, links). Am Ende war der ganze Korb voll.

Petra schreibt am 13. Oktober 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
eigentlich wollte ich heute nur die letzten Tomaten in meinem Garten bei Baden-Baden ernten, machte aber einen kleinen Umweg. Dabei traute ich meinen Augen nicht: Wiesenchampignons in Hülle und Fülle!
In einer Viertelstunde hatte ich meinen Korb gefüllt. Die Pilze waren zum Teil durch lange Grashalme bedeckt und schafften es nicht, sich davon zu befreien. Dementsprechend schwierig war die Lese. Aber egal. Ich freue mich nun auf einen Pfannkuchen mit gebratenen Champignons!
Herzliche Grüße
Petra"
(2 Fotos © Petra)
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Foto: Auch bei Michael im Landkreis Karlsruhe sind die Austernpilze bereits da. Einige Nächte waren kühl genug, damit sie fruktifizieren konnten.
Michael schreibt am 13. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
in den Wäldern im Landkreis Karlsruhe lassen sich wenigstens ein paar Krause Glucken sammeln. Eine Handvoll Champignons von der Pferdekoppel und sogar schon ein Büschel Austernpilze wanderten ebenfalls in das Körbchen. Ansonsten entdeckten wir noch einen Stamm mit einigen Laubholzknäuelingen, die ganz jung im Mischpilzgericht essbar wären.
Viele Grüße
Michael und Simone"
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Foto: Eine Krause Glucke geht eigentlich immer bei Michael. Sie ist ein Schwächeparasit als auch ein Folgezersetzer. Diese Pilzarten haben es leichter als Bodenpilze, die auf Nässe bzw. Feuchtigkeit angewiesen sind. Im Landkreis Karlsruhe gab es dieses Jahr viel zu wenig Regen.

Foto: Kein großer oder gar großartiger Fund, aber immerhin: Zwei Krause Glucken, einige Austernpilze und Wiesenchampignons reichen allemal für ein Pilzgericht. (3 Fotos © Michael)

Foto: Eine schöne Krause Glucke, die Simone und Michael leicht am Wegrand fanden.
Michael schreibt am 8. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
in unseren Wäldern im Landkreis Karlsruhe ist immer noch tote Hose. in drei Stunden Waldgang haben wir lediglich zwei Krause Glucken finden können. Und diese waren sogar Funde direkt am Wegesrand.
Viele Grüße
Michael und Simone"
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Foto: Dies war die zweite Glucke - und das war's auch schon mit Funden beim dreistündigen Pilzgang. (2 Fotos © Michael)


Heiko schreibt am 7. Oktober 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
arbeitsbedingt hat es die letzten Tage nicht zu Pilzgängen gereicht.
Umso mehr freute ich mich heute, als ich in der Mittagspause bei einem Spaziergang im benachbarten Buchen- und Eichenwald im Landkreis Ludwigsburg einen schönen Klapperschwamm (Maitake) finden konnte, siehe 1. Foto links. Der abgestorbene Baum und Wirt sah mir stark nach einer Buche aus, wenn auch die Eiche als Baumpartner deutlich öfter in der Literatur beschrieben wird.
Zwei kleine Exemplare als Strunk (2. Foto links) habe ich zur Verkostung mitgenommen, der Rest darf sich weiterentwickeln und aussporen.
Schöne Grüße
Pilzfreund Heiko"
(2 Fotos © Heiko)
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Ralf schreibt am 29. September 2026:
"Guten Tag Heinz-Wilhelm,
ich bin einfach mal losgegangen im Landkreis Hohenlohe, auch wenn ich mir keine große Hoffnung gemacht habe. Es ist einfach immer noch zu trocken. Um so erstaunlicher, dass ein paar Pilze es doch geschafft haben.
Der Pilz des Jahres 2024, der Schopftintling, kämpft sich mit einem Dutzend Exemplaren durch den steinigen Belag am Wegesrand (Foto links) und ein paar Buchenschleimrüblinge sowie Lungenseitlinge wollten unbedingt von mir fotografiert werden :-).
Ein schöner Landregen wäre jetzt sehr hilfreich.
Gruß Ralf"
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2 Fotos: Die Holzverzehrer leben vor allem von der Substanz hingeraffter Bäume und sind nicht so stark auf Wasser angewiesen wie Bodenpilze. Hier zeigen sich Buchenschleimrüblinge (links) und Lungenseitlinge (rechts) als Profiteure vom Holzverzehr. (3 Fotos © Ralf)

Heiko schreibt am 28. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
nach getaner Arbeit habe ich heute Nachmittag kurzerhand einen Ausflug in die Region Calw im Nördlichen Schwarzwald unternommen.
Was soll man schon erwarten, wenn es auch im September nun seit dreieinhalb Wochen keinen Regen mehr gab? Eigentlich sollte die Antwort mehr als klar sein!
Und dann standen sie plötzlich da: ein Dutzend Fichtensteinpilze! Sie drückten aus der blanken, vertrockneten Erde und waren nahezu komplett madenfrei.
Ich kann mir irgendwie nur vorstellen, dass Pilzmyzel und Baum bei dieser Trockenheit mit aller Kraft um Wasseraustausch und gegenseitige Versorgung kämpfen, dass diese atypische Reaktion, nämlich das Entstehen von Fruchtkörpern in dieser Extremsituation möglich ist.
Ich freue mich auf jeden Fall über diese Überraschung und hoffe, es wird endlich was mit dem Regen, bevor der Frost Einzug hält.
Herzliche Grüße
Heiko"
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4 Fotos: Man muss sie einfach zeigen, die Prachtsteinpilze mit den dicken Stielen, die Margit und Olli vom Pilzticker RP gerne "Butterfässchen" nennen. Eines schöner als das andere! (5 Fotos © Heiko)

Foto: Ein Prachtstück ist diese Krause Glucke, die Rolf standesgemäß unter einer Kiefer gefunden hat.

Jahrelang gingen Renate und Rolf gemeinsam auf die Pilzsuche, in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und gelegentlich in Frankreich. Nun ist Renate ganz unverhofft und viel zu früh weitergegangen. Im Namen aller Pilzfreunde spreche ich Dir, lieber Rolf, nicht ohne Bestürzung mein tiefes Beileid aus und wünsche Dir gerade für die nächste Zeit viel Kraft und Zuversicht.
Herzlichst Heinz-Wilhelm
Rolf schreibt am 27. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
ich habe im Schwäbischen Wald ein Prachtexemplar an Krauser Glucke gefunden, unter Kiefer natürlich. Etwas entfernt war noch genauso ein Trumm von Breitblättriger Glucke, unter einer Tanne. Da hatte ich schwer zu tragen😄
Bedauerlicherweise muss ich fortan ohne meine geliebte „Erntehelferin" und Partnerin Renate auskommen, die völlig unerwartet und viel zu früh ganz plötzlich an Krebs verstarb.
In tiefer Trauer
Rolf"

Foto: Rolfs Pilzmesser für den Größenvergleich zeigt, welche Ausmaße die zweigeteilte Krause Glucke hat. (3 Fotos © Rolf)

Foto: Michaels Fund vom Dobel, darunter nicht ganz alltägliche Filzige Gelbfüße (Block unten rechts), ein Sandröhrling (mittlere Reihe ganz links) und fünf Kuhmäuler (rechts daneben). Zwischen den drei Lila Lacktrichterlingen (unten links) und dem großen Perlpilz liegen zwei Kuhröhrlinge.
Michael schreibt am 25. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
erneut war ich auf dem Dobel im Nordschwarzwald. Dieses Mal leider ohne Simone, einer muss ja arbeiten gehen.
In knapp vier Stunden konnte ich Filzige Gelbfüße, Kuhmäuler, zwei Kuhröhrlinge, einen Sandröhrling, eine Krause Glucke, einen Perlpilz, drei Violette Lacktrichterlinge, zwei Flockis und eine Handvoll Pfifferlinge sammeln. Vereinzelt gab es noch ein paar Schönfußröhrlinge und Bocksdickfüße.
Viele Grüße
Michael"
Rot = giftig
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Foto: Filzige Gelbfüße sind eher seltene Pilze, obwohl sie fast ausschließlich unter Fichten wachsen. Sie benötigen lange Trockenzeiten wie in diesem Jahr und wachsen dann nach ersten Regengüssen. Sie schmecken leicht parfümiert, nicht unähnlich den Violetten Rötelritterlingen. So mancher Pilzfreund steht auf dieses Aroma.

Foto: Ein schönes Kuhmaul, das gerne Einzug in Michaels Korb erhielt, denn es ist ein ausgezeichneter Speisepilz.

Foto: Das Hauptmerkmal des Bocksdickfußes ist sein widerlicher Gestank. Er stinkt penetrant nach Ziegenbock, verfaulenden Kartoffeln oder nach Fußschweiß. Er verursacht Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Sehstörungen, Schwindel und Kreislaufschwäche. (4 Fotos © Michael)

Foto: Die deutlich überständigen, teils schon vergammelten Steinpilze blieben an Ort und Stelle, die schönen Flockenstieligen Hexenröhrlinge wie z. B. auf dem 2. Foto (links) ebenfalls, nur die Maronenröhrlinge, hier zu sehen, kamen mit nach Hause.

Andrea schreibt am 20. September 2026:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
wir haben heute wir mit unserer Tochter erneut unser Glück im Schwäbischen Wald versucht und wurden bitter enttäuscht: wir waren zu spät dran. An zwei unserer Pilzstellen haben wir nur noch zu alte Pilze gefunden. Welch ein Jammer.
Einge Hexenröhrlinge haben wir gefunden, aber es liegt nicht in der Tradition meiner Familie, sie zu sammeln. Vielleicht liegt es am Namen. ;-)
Am Ende konnten wir ein paar Maronenröhrlinge mit nach Hause nehmen. Gibt es eine Chance, dass noch in diesem Jahr neue Steinpilze an den Stellen wachsen werden, wo heute die alten standen?* Wir geben die Hoffnung nicht auf und gehen bald wieder auf die Suche.
Viele Grüße aus Stuttgart
Andrea"
* Selbstverständlich, solange die Feuchtigkeit stimmt und der Frost ausbleibt, folgt ein neuer Schub. Besonders vielversprechend ist für gewöhnlich der Schub zur Monatswende September/Oktober.
(2 Fotos © Andrea)
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Michael schreibt am 20. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Simone und ich waren in den Wäldern um Bretten unterwegs. Auch da war, außer wenigen Kleinpilzen wie Waldfreundrüblinge, nichts zu finden. Dann entdeckten wir am Wegrand an einer Kiefer eine einzige riesige Krause Glucke. Damit war der Rucksack gefüllt. Trotz gezielter Nachsuche sollte sie die einzige bleiben.
Viele Grüße
Michael und Simone"
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Foto: Sie riss alles raus: Die große Krause Glucke, die es sich im weichen Laubbett gemütlich gemacht hat, war alles, was Michael und Simone an Küchenpilzen bei Bretten gefunden haben. Doch dank ihrer Größe war damit der Rucksack auch rappelvoll. (2 Fotos © Michael)

Angelika schreibt am 20. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
bei uns im Südschwarzwald, in der Gegend von Furtwangen, hat nun endlich die Pilzsaison richtig angefangen. Was gibt es Schöneres als einen Wald voller Pilze! Wir sahen Pfifferlinge, Perlpilze und sammelten fürs Abendessen vor allem Maronenröhrlinge, Butterpilze, Lacktrichterlinge und Fichtenreizker.
Es gab so viele, dass wir nur die schönsten Exemplare mitnahmen! Besonders auffällig waren die Fliegenpilze.
Viele Grüße
Angelika und Wolfram"
(Foto © Wolfram)
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Heiko schreibt am 17. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
heute Morgen bin ich zu einer Waldrunde Richtung Freudenstadt im Nördlichen Schwarzwald aufgebrochen. Vor lauter Eile habe ich dabei alles zu Hause liegen lassen, was man zum Ablichten von Pilzen benötigen würde. ☺️
Somit heute von mir nur ein Abschlussbild von meinen gefundenen Pfifferlingen und Steinpilzen auf dem Kochblock unserer Küche (Foto links).
Herzliche Grüße
Heiko"
(Foto © Heiko)

Landkreis Karlsruhe - Er will dieses Jahr nicht so recht in die Gänge kommen bei Michael, der Pilzherbst im Landkreis Karlsruhe. Wo sonst um diese Jahreszeit Batterien von Steinpilzen, Flockenstieligen Hexen und anderen Arten das Fundbild zum Wimmelbild machen, sieht es dieser Tage ausgesprochen übersichtlich aus. Gerade mal sieben Flockenstielige haben es in seine Küche geschafft. Der Meister bleibt dennoch gelassen - und damit liegt er richtig. Die hohe Pilzzeit dauert noch bis Ende Oktober. Bleibt also noch hinreichend Zeit für ergiebige Regengüsse. Und Michael ist zu lange dabei, um ungeduldig zu werden. Erinnern wir uns: in so manchem Jahr ging es erst um die Monatswende September/Oktober richtig los in den Wäldern… (Foto © Michael)
17. September 2026
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Heiko schreibt am 15. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
meine Freunde aus dem Park im Landkreis Ludwigsburg sind wieder da.☺️ Wie jedes Jahr, so ist auch dieses wieder absolut Verlass auf die Gehämmerten bzw. Marmorierten Röhrlinge. Auch ohne nennenswerte Regenfälle zeigen sich auf wenigen Quadratmetern insgesamt 15 wunderschöne Exemplare von ihnen Die Schönsten habe ich fotografiert.
Herzliche Grüße
Pilzfreund Heiko"
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4 Fotos: Die besonders zum Rand hin lebhaft eingedellten, gefurchten Hüte sind das namengebende und charakteristische Merkmal der Gehämmerten Röhrlinge. Da die tieferen Dellen oder Furchen oft heller, aber teils auch dunkler sind als die erhabenen Hutpartien drumherum, entsteht ein unregelmäßiges Farbmuster, das optisch an das Aussehen von Marmor erinnert, weshalb die Pilze auch Marmorierte Röhrlinge genannt werden. Und das Foto rechts unten weist in Richtung eines weiteren Namens dieser Pilzart: Blasshütiger Röhrling. Eine sehr interessante und optisch sehr ansprechende Röhrlingsart! (5 Fotos © Heiko)

Heiko schreibt am 12. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
was nur als sonniger Spaziergang am Bodensee bei Friedrichshafen gedacht war, entwickelte sich für mich zu einem Erstfund heute Vormittag.
Und natürlich war es meine Frau, Kerstin, die ihn entdeckte: den ersten Satansröhrling in meiner Sammellaufbahn☺️
Ein schöner junger, an den Rändern noch wulstiger und weicher Schwefelporling (links), ebenfalls am Wegesrand, musste stehenbleiben, werden wir doch in unserem Hotel kulinarisch bestens versorgt.
Herzliche Grüße vom Bodensee
Pilzfreund Heiko"
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2 Fotos: Erstmals einen Satansröhrling zu finden ist nicht einfach. Kerstin entdeckte diesen bei Friedrichshafen direkt am Wegrand. Was auf kalkreiches Gelände schließen lässt. Als Partnerbaum war mindestens eine (alte) Eiche mit im Spiel (Foto rechts). Der Kontrast der Farben ist einmalig in unserer heimischen Pilzwelt: schmutzigweißer Hut, orangerote, karminrote oder purpurrote Röhren, lebhaft roter Stiel mit gelblicher bis rotgelblicher Netzzeichnung. (3 Fotos © Heiko)

Patrick schreibt am 12. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich kann dir über meinen Schwefelporlingsfund bei der Gassirunde in Schwäbisch Hall berichten. Zum Probieren habe ich mir einen kleineren Teil mitgenommen und erstmals als SchwePo-Burger (Foto links) zubereitet, und zwar nach dem Rezept von Moritz Schmid.
Ich habe ihn zunächst 15 Minuten gekocht, dann Streifen abgezupft und kurz angebraten sowie nach Marinade mit Sojasoße und Räucherpaprika mit Käse überbacken.
Außerdem kommen in unseren Wäldern seit einigen Tagen die ersten Flockenstieligen Hexenröhrlinge seit den letzten Tagen. Zum Auffinden speziell dieser Pilzart ist unsere Hündin Ava immer ein Glücksbringer.
Viele Grüße
Patrick"
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2 Fotos: Die Streifen vom Schwefelporling werden gebraten (links); rechts ein schöner Eindruck vom krustigen Rand des Burgers, der den leckeren Inhalt sichtbar werden lässt.

Foto: Der Spankorb füllt sich langsam mit Flockenstieligen Hexenröhrlingen. (4 Fotos © Patrick)

Foto: Es wird so langsam, wie das Foto zeigt. Die Flockis haben alles in der Hand, rechts neben ihnen zwei Knöpfchen von Goldröhrlingen. Aber wer ist der dunkelbraune Mitmacher rechts von den Pfifferlingen? Er wird von Michael nicht erwähnt. Es könnte ein Butterpilz sein. Oder ein Kuhmaul?* (6 Fotos © Michael)
* Es ist, wie Michael aufklärt, "ein Brauner Ledertäubling. Den habe ich doch tatsächlich vergessen im Text."
Michael schreibt am 10. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
endlich geht es los in den Wäldern! Simone und ich waren gestern auf dem Dobel im nördlichen Schwarzwald an unseren bekannten Stellen.
In den Korb durften Flockis, Kuhröhrlinge, zwei Krause Glucken, ein Elfenbeinröhrling, zwei Goldröhrlinge, ein Perlpilz, zwei Maronen, einige Pfifferlinge - und der erste und bislang einzige Steinpilz der Saison. Gefunden haben wir außerdem viele riesige Breitblättrige Glucken und Schönfußröhrlinge.
Viele Grüße
Michael und Simone"
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Foto: Endlich der erste Steinpilz für Michael in diesem Jahr! So spät hat er gewiss noch nie seinen Jahresersten gefunden. Waren das Zeiten, als er von seiner Sommersteinpilzstelle am Waldrand regelmäßig den ersten Röhrlingsfund des Jahres im Juni melden konnte…

Foto: Der Elfenbeinröhrling ist ein recht seltener, faszinierender Pilz. Bei seiner Baumauswahl ist er außergewöhnlich wählerisch - und hat sich schließlich für fünfnadelige Kiefern entschieden (und nicht für Gemeine Kiefern). Das sind in Europa fast ausschließlich die Weymouthskiefer und die Zirbelkiefer. Da diese Baumarten meist in Parks oder ähnlichen Anpflanzungen wie Arboretren zu finden sind, taucht der Pilz genau hier auf. Ihn gezielt im Wald zu suchen lohnt die Mühe nur, wenn man genau weiß, wo seine Baumpartner stehen.
Die typischen milchigen Flecken am Stiel sind Guttationströpfchen bzw. Schleimsekret. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und schnellem Wachstum presst der Pilz überschüssiges Wasser aus speziellen Zellen. Davon übrig bleiben nach Eintrocknung dunkle Drüsenpunkte mit harzigen Inhaltsstoffen, so dass sich der Stiel klebrig und rau anfühlt.
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Foto: An Flockenstieligen Hexen fehlte es nicht. Hier konnten Michael und Simone gleich viermal zugreifen.

Foto: Eine größere Breitblättrige Glucke am Fuße einer Weißtanne.

Foto: Tummelplatz der Kuhröhrlinge. Wie wir an den Zapfen und Langnadeln erkennen, wachsen sie bei Kiefern, an die sie streng gebunden sind. Der Kuhröhrling wächst bei der Gemeinen Kiefer.
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2 Fotos: Zum guten Schluss ruhen die Steinpilze, wie immer bei Heiko, auf einem natürlichen Lowboard, um uns besonders gut zu gefallen (links). In Fachkreisen wird das Lowboard auch Baumstumpf genannt. Rechts vier Krause Glucken auf einer grau gemaserten Tischplatte. (2 Fotos © Heiko)
Heiko schreibt am 9. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
eine gemeinsame Tour mit Pilzfreund Max heute Vormittag im Landkreis Calw brachte uns erneut einige Fichtensteinpilze und Krause Glucken ein.
Die Artenvielfalt nimmt erfreulicherweise zu. Wir entdeckten Kuhröhrlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Nadelwald-Anhängselröhrlinge, Rotfussröhrlinge, Butterpilze sowie Schopftintlinge und diverse Täublinge.
Herzliche Grüße sendet Dir wieder
Heiko"
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Angelika schreibt am 6. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
auch wir wurden endlich fündig im Südschwarzwald, und zwar nahe Schonach, auf 1000 Meter ü. NHN. Vergangene Woche war der Wald noch völlig pilzleer, heute gab es die langersehnten Pfifferlinge und einige Butterpilze (Foto links)! Eine riesige Freude war das!
Viele Grüße von Angelika und Wolfram"
(Foto © Wolfram)
Anmerkung 1: Die Pfifferlinge sind, soweit zu erkennen, Aprikosenpfifferlinge. Aber auch Falsche Pfifferlinge* sind nicht auszuschließen. Die entscheidende Frage lautet: Wurden die Pfifferlinge im Nadelwald oder im Laubwald gefunden? Aprikosenpfifferlinge wachsen ausschließlich im Laubwald, Falsche Pfifferlinge fast ausschließlich im Nadelwald. Nach den Bestimmungsmerkmalen Orangestich und eingerollter Hutrand kommen hier beide Arten in Betracht.
* Falsche Pfifferlinge sind in geringer Menge essbar
Anmerkung 2: Angelika hat sich noch einmal gemeldet und mitgeteilt, dass die Pfifferlinge im Nadelwald des Hochschwarzwaldes wuchsen. Womit Aprikosenpfifferlinge auszuschließen sind und alles auf Falsche Pfifferlinge hinausläuft. Wie Pilzfreund Heiko, der gestern ebenfalls im Hochschwarzwald unterwegs war, gerade eben mitteilt, wachsen dort Falsche Pfifferlinge momentan "in Massen".
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Foto: Herrlich knackige Steinpilze - zwei ausgewachsene weichere verstecken sich etwas verschämt hinten - haben Heiko und Merle zu ihrer Überraschung bei Calw gefunden. Gerade rechtzeitig sind sie aus Dänemark zurückgekehrt…
Heiko schreibt am 5. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
zu später Stunde möchte ich Dir noch kurz berichten, dass nun auch die Fichtensteinpilze den Nördlichen Schwarzwald erreicht haben. Nach unserer Rückkehr aus Dänemark am gestrigen Freitag ging es für Merle und mich heute in den Landkreis Calw.
Neben einer jungen Krausen Glucke wurden wir von schönen jungen Steinpilzen überrascht, die sich allesamt auf Trampel- und Wanderwegen sowie in regenbegünstigten Moosbereichen aus der Erde stemmten.
Ich hatte ja nach diesem Jahrhundertsommer schon erhebliche Zweifel, ob ich das dieses Jahr noch erleben dürfte.
Herzliche Grüße senden Dir
Merle + Heiko"
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2 Fotos: Zwei superknackige Steinpilze mit je einem äußerst scharf und klar konturierten weißen Stielnetz, das erst im Alter bräunlich wird. (3 Fotos © Heiko)
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Armin schreibt am 3. September 2026:
"Hallo,
nach extremer Hitze mit langem Totalausfall der Pilze gibt es jetzt nach 35 Millimetern Regen pro Quadratmeter auf einmal doch Sommersteinpilze im Jestetter Wald bei Waldshut, siehe Foto 1 und Foto 2 rechts. Der aufgeplatzte Stiel des noch jungen, aber schon sehr großen Pilzes oben zeugt von der hartnäckigen Trockenheit und intensiven Sonneneinstrahlung.
Grüße Armin"
(2 Fotos © Armin)
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