Pilz-Ticker-BaWue
(Baden-Württemberg)



Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Württemberg)




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Hohenlohe-Kreis: Kaum Morcheln, aber auf die schönen Maipilze ist auch dieses Jahr wieder Verlass


Teller mit Maipilzen; Foto Ralf 21.4.26
Maipilze im Waldgrün; Foto Ralf 21.4.26

Ralf schreibt am 21. April 2026:

"Guten Tag Heinz-Wilhelm,

ich bin heute mal meine Morchelstellen abgelaufen, leider ohne Erfolg. Auch vergangene Woche hatte ich lediglich vier Speisemorcheln gefunden. Vielleicht bleibt es dieses Jahr dabei. In manchen Jahren gibt es bei uns im Hohenlohe-Kreis halt überhaupt keine. Hier ist es nachts auch noch empfindlich kalt.

Verlässlich, wie fast jedes Jahr im April nach einem Landregen, lieferte dagegen meine Stelle mit den Mairitterlingen (2. Foto rechts) ein schönes Abendessen.

Gruß aus Hohenlohe

Ralf"

(2 Fotos © Ralf) 

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Nach erneut guten Funden im lehmigen Auwald freut sich Michael:

»Das Morcheljahr 2026 ist recht gut«


Guter Fund von Speisemorcheln; Foto Michael 18.4.26

Foto: 34 Speisemorcheln und zwei Käppchenmorcheln hat Michael im Auwald auf Lehmboden gefunden. Nach dem ausgefallenen Jahr 2025 freut er sich über "ein recht gutes Morcheljahr". Endlich kann er wieder Vorräte anlegen. (5 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 18. April 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

an einigen meiner Stellen im Auwald konnte ich viele Speisemorcheln sammeln. Zwei Käppchenmorcheln und einige Stämme voller (jung essbarer) Kastanienbrauner Porlinge entdeckte ich auch.

Generell ist das Morcheljahr 2026 recht gut. Die Morcheln wachsen zwar nicht flächendeckend, eher nur stellenweise, so dass man mehr laufen muss. Aber der Vorrat füllt sich langsam.

Viele Grüße

Michael"


Zwei Speisemorcheln; Foto Michael 17.4.26

Foto: Zwei wunderschöne gelbe Speisemorcheln. Die rötlichen Kätzchen dürften von einer Graupappel stammen. Diese Baumart liebt lehmigen Boden in Fluss- und Autälern,...


Speisemorcheln auf Lehmboden; Foto Michael 17.4.26

Foto: ...wie wir ihn hier gut erkennen. Wie die Graupappeln, so bevorzugen auch Speisemorcheln lehmhaltigen Boden, sofern er kalkreich, feucht und humos ist. 


Speisemorcheln bei Maiglöckchen; Foto Michael 17.4.26

Foto: Und noch jemand fliegt auf lehmhaltige, nährstoffreiche, feuchte Böden: das Maiglöckchen, das hier zwei Speisemorcheln geradezu umzingelt. 


Speisemorcheln bei Buschwindröschen; Foto Michael 17.4.26

Foto: Wie Maiglöckchen, so gedeihen auch (bereits verblühte) Buschwindröschen wie hier sehr gut auf lehmigem Boden. Und auch sie beanspruchen ihn feucht und nährstoffreich. Die Ahornsämlinge setzen sich, wie überall, frech dazwischen. 





Landkreis Ludwigsburg: Fast täglich frische, tadellose Maipilze


Schüssel mit frischen Maipilzen; Foto Heiko 14.4.26

Heiko schreibt am 14. April 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

schon seit zwei Wochen werden wir auf unseren Wiesen und Feldern von schönen Maipilzen verwöhnt (z. B. Foto rechts, umrahmt von Polsterglockenblumen). Und das Beste: im Vergleich zu früheren Jahren sind bislang nahezu alle frei von Madenbefall.

Der Regen am letzten Wochenende hat ihr Wachstum noch einmal kräftig angekurbelt. Beinahe täglich tun sich neue Stellen auf.

Die Morchelzeit biegt bei uns so langsam in die Zielgerade ein und ich freue mich nun auf die steigende Artenvielfalt in den nächsten Wochen - auch aus kulinarischer Sicht.

Herzliche Grüße

Pilzfreund Heiko"

(3 Fotos © Heiko) 

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Maipilze im Gras; Foto Heiko 14.4.26
Drei Maipilze, Traubenhyazinthen; Foto Heiko 14.4.26

2 Fotos: Die Maipilze wachsen kräftig und gut nach; sie mögen krautiges Gras (links). Rechts drei Pilze vor anstandsvoll nickenden Traubenhyazinthen. 





25 Speisemorcheln, eine Käppchenmorchel und erste Maipilze


Speisemorchelfund; Foto Michael 14.4.26
Maipilzfund; Foto Michael 14.4.26

Michael schreibt am 14. April 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Simone und ich unternahmen eine Auwald- und Obstwiesentour an drei meiner Morchelstellen im Landkreis Karlsruhe. Es hat sich gelohnt! Gesammelt haben wir Speisemorcheln, eine Käppchenmorchel und die ersten Maipilze, in bester Qualität. Über die Hälfte der Maipilze durften sich wieder meine Eltern freuen, die sie zu ihren Lieblingspilzen zählen. 

Viele Grüße

Michael und Simone"

(6 Fotos © Michael) 

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Speisemorchen, Simone; Foto Michael 14.4.26

Foto: Schon wieder Zwei! Simone zeigt einen Fund von gelben Speisemorcheln im Auwald. 


Auwaldszenerie mit drei Speisemorcheln; Foto Michael 14.4.26

Foto: Auwaldszenerie 1: Drei Speisemorcheln auf (fast) nacktem Waldboden. 


Auwaldszenerie 2 mit Speisemorcheln; Foto Michael 14.4.26

Foto: Auswaldszenerie 2: Vier Speisemorcheln auf laub- und efeubedecktem Waldboden.


Maipilze, Gundermann; Foto Michael 14.4.26

Foto: Drei Maipilze, umringt von der Heilpflanze Gundermann, die entzündungshemmende und wundheilende Wirkstoffe besitzt. 





Landkreis Karlsruhe: Speisemorcheln im Auwald, Spitzmorcheln im Mulchbeet


Drei schöne gelbe Speisemorcheln; Foto Michael 9.4.26

Foto: Beim Anblick dieser drei schönen gelben Speisemorcheln mit ihrer ausgeprägten Wabenstruktur schlägt wohl das Herz eines jeden Morchelfans höher. (4 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 9. April 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

erneut suchte ich einen Auenwald im Landkreis Karlsruhe auf, der früher ein gutes Morchelgebiet war. Leider sind dort fast alle Eschen kaputt. Ich fand lediglich an einer Stelle einige Speisemorcheln und eine Käppchenmorchel. Unüblicherweise wuchsen sie nicht bei Bärlauch sondern ausschließlich bei Maiglöckchen.

Anschließend entdeckte ich noch ein Mulchbeet mit Spitzmorcheln.

Viele Grüße

Michael"


Käppchenmorchel; Foto Michael 9.4.26

Foto: Nur diese eine Käppchenmorchel zeigte sich bei Simones und Michaels Frühlingspilzgang im Auwald. 


Rindenmulchbeet mit Spitzmorcheln; Foto Michael 9.4.26

Foto: Vier Spitzmorcheln beobachten keck die Vorkommnisse im Mulchbeet. 


Speisemorcheln und Spitzmorcheln; Foto Michael 9.4.26

Foto: Acht Speisemorcheln, eine Käppchenmorchel; rechts die Spitzmorcheln aus dem Mulchbeet. 





Landkreis Karlsruhe: Ein schöner Morchelfund zur Bärlauchernte


'Spitzmorcheln im Mulch- und Steinbeet; Foto Michael 8.4.26

Foto: Sie wachsen aus Steinen, aber ihr Substrat besteht auf darunter liegendem Fichtenmulch: Spitzmorcheln in einem Garten.


Michael schreibt am 8. April 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Simone und ich waren Bärlauch sammeln. Dabei fanden wir einige schöne Speisemorcheln und ein paar Fingerhutverpeln. Letztere blieben allerdings im Wald. Anschließend gab es aus einem Mulchbeet mit vielen Steinen noch ein paar Spitzmorcheln.

Viele Grüße

Michael und Simone"

(4 Fotos © Michael) 

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Bärlauch, Speisemorcheln, Spitzmorcheln; Foto Michael 8.4.26

Foto: Bärlauch, Speisemorcheln (oben) und Spitzmorcheln (unten). Die Pilze waren eine gern gesehene Beigabe zur Bärlauchernte. 


Spitzmorcheln im Mulchbeet; Foto Michael 8.4.26

Foto: Ein gutes Dutzend Spitzmorcheln zeigen oder verstecken sich in diesem Mulchbeet. 


Zwei Fingerhutverpeln; Foto Michael 8.4.26

Foto: Zwei Fingerhutverpeln.





Markgräflerland: Fünf schöne Speisemorcheln, fast übersehen


Fünf Speisemorcheln; Foto Simon 8.4.26

Foto: Fünf blonde Speisemorcheln aus dem Frühlingsgras gab es für Simon kurz vor der Abreise zum Stelldichein der Heringe in Kappeln an der Ostsee. (Foto © Simon) 

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Simon schreibt am 8. April 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

es morchelt weiter im Markgräflerland. Unter Gras, etwas verborgen, hätte ich fünf schöne Speisemorcheln beinahe übersehen. Meine nachösterliche Freude war um so größer, als sich nun für das Fischerherz eine Tour mit einem Kumpel nach Kappeln an der Schlei (Ostsee) zu den einziehenden Heringsschwärmen anschließt. Bei der Forsythienblüte kommen mir immer "Frühling", "Morchelzeit" und "Heringe" in den Sinn.

Mit dem Morchel-Rückenwind dem Petri Heil entgegen!

Herzliche Grüße

Simon"


Vergnügliche Suche unter Weißtannen, in Auwäldern und auf Streuobstwiesen

Ein langer Tag in den Morcheln für köstliche Pizzasandwiches mit Morcheln, Bärlauchpesto und Mortadella


Stefan, Heiko, Max; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Ein herrlicher Tag in diversen Morchelrevieren: Stefan vom Pilzticker Hessen (links), Heiko vom Pilztickerk BaWue (Mitte) und Morchel-Flüsterer Max (rechts) beim Zusammentreffen im Nordschwarzwald während der Spitzmorchelsuche. (13 Fotos © Stefan) 

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Köstliche Morchelpizzasandwiches als Belohnung für viele Kilometer; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Verdienter Lohn nach ausgedehnten Wald-, Auwald- und Streuobstwiesengängen: Selbstgemachte Pizza-Sandwiches mit Bärlauchpesto, belegt mit frischen Spitz- und Speisemorcheln und Morchelbecherlingen sowie Tomaten, Mortadella und Burrata.


Stefan vom Pilz-Ticker Hessen schreibt am 6. April 2026:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

am frühen Sonntag Morgen um 4:30 Uhr hieß es für mich raus aus den Federn, denn es ging zur Spitzmorchelsuche in den Nordschwarzwald. Gleich im Anschluss stand die Suche nach Speisemorcheln auf Obstwiesen und im Auwald auf dem Programm. 

Zum Fahrtantritt begrüßte mich mein Pilzkorb mit einer lieben Grußnachricht von Dani und Lijan im Kofferraum, die sie dort am Vorabend klammheimlich hinterlassen hatten. Eine schöne Freude so früh am Morgen! 

Dann ging es los, zunächst zu Max und dann zu Zweit direkt weiter in den Nordschwarzwald.
Bei Weißtannen wurden wir über mehrere Kilometer Wegstrecke reich mit schönsten Spitzmorcheln beschenkt.

Gegen Ende unserer Tour im Nordschwarzwald stieß Heiko, den Pilzfreunden vom Pilzticker BaWue seit Jahren bekannt, dazu. Wir drehten noch eine kleine Runde gemeinsam, um dann zusammen auf die Suche nach Speisemorcheln zu gehen. Hierzu haben wir natürlich Streuobstwiesen und Auwälder aufgesucht.

In den Auwäldern wurden wir mit den blonden und auf den Streuobstwiesen mit den dunklen Morchelschönheiten beschenkt. Auch wenn ich kulinarisch die Spitzmorcheln bevorzuge, sind Speisemorcheln doch immer wieder eine Augenweide und große Freude.

Nach rund 25 Kilometern zu Fuß und viele Stunden später gab es dann zum Abschluss des Tages selbstgemachte Pizzasandwiches mit Bärlauchpesto, das ich aus meinem Vorrat mitgebracht hatte. Belegt wurden sie natürlich mit frischen Spitz- & Speisemorcheln so wie Morchelbecherlingen. Außerdem mit Tomaten, Mortadella und Burrata*.

Es war ein willkommener und absolut leckerer Genuss nach einem sehr schönen, kurzweiligen, eindrucksvollen und erfolgreichen Tag zusammen mit Freunden in den Frühlingspilzen.

Ganz liebe Grüße

Stefan"

* Eine Sonderform des Mozzarellas


Gruß am frühen Morgen; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Es begann mit einem Überraschungsgruß am frühen Morgen am Pilzkorb im Kofferraum. Danis und Lijans Auftrag an Stefan: den Korb voll machen! 


Spitzmorchel 1; Foto Stefan 4.6.26

Foto: Spitzmorchel 1, Nordschwarzwald. 


Spitzmorchel 2; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Spitzmorchel 2, Nordschwarzwald.


Spitzmorchel 3; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Spitzmorchel 3, Nordschwarzwald.


Spoitzmorchel 4; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Spitzmorchel 4, Nordschwarzwald.


Zwei Spitzmorcheln; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Zwei Spitzmorchel, Nordschwarzwald.


Drei Speisemorcheln und Hohe Schlüsselblume im Auwald; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Drei Speisemorcheln, vermutlich im Auwald, erkennbar an der Hohen Schlüsselblume, deren Blüten blass sind und die in Wäldern anzutreffen ist. 


5 Speisemorcheln, Echte Schlüsselblume; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Fünf Speisemorcheln von der Streuobstwiese, erkennbar an der Echten Schlüsselblume, die auf Wiesen wächst und deren Blütenblätter dottergelb sind. 


Speisemorchel und Morchelbecherling (vorn); Foto Stefan 6.4.26



Foto rechts: Speisemorchel (hinten) und Morchelbecherling (vorn) auf einer Streuobstwiese. 





Morchelblecheling; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Morchelbecherling


Spitzmorcheln, Speisemorcheln und Morchelbecherlinge in der Pfanne; Foto Stefan 6.4.26

Foto: Große Morchelpfanne unter Hitze. Bis zu den köstlichen Morchelpizzasandwiches mit Zutaten dauert es nicht mehr lange. Verdienter Lohn für einen langen Tag mit langen Gängen für köstliche Morcheln und Morchelbecherlinge. 





Mühsame Suche bei Karlsruhe/Mannheim

Hunderte Bäume abgesucht, nur fünf warfen schließlich herrliche Speisemorcheln ab


Speisemorcheln; Foto Thomas 5.4.26

Foto: Sieht irgendwie nach schneller, leichter Lese auf, doch Markus und Thomas brauchten Hunderte von Bäumen, um schließlich bei vier oder fünf erfolgreich zu sein. Dort standen dann aber gleich zwischen zehn und 40 Speisemorcheln, die meisten in Grau. Auf dem 2. Foto wachsen gleich sechs Stück eng beieinander. 


Sechs Speisemorcheln auf einen Streich; Foto Thomas 5.4.26

Markus schreibt am 5. April 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem es ein paar Mal geregnet hatte, waren wir vergangene Woche wie immer in den Streuobstwiesen um Mannheim und Karlsruhe auf Morchelsuche. Tatsächlich haben wir vor allem die graue Sorte gefunden, welche bei uns immer zuerst wächst.

Wer jetzt denkt, dass man schnell fündig wird, täuscht sich. Wir haben Hunderte von Bäumen abgesucht und waren nur bei einer Handvoll erfolgreich. Allerdings standen unter einem guten Baum dann gleich zwischen 10 und 40 Speisemorcheln. In manchen Revieren gab es trotz vermeintlich bester Voraussetzungen keine einzige Morchel.

Hie und da waren auch schon ein paar gelbe dabei. Morchelbecherlinge, Käppchenmorcheln und Verpeln: Fehlanzeige!

Aufgrund der trockenen Witterung wird es das vorerst gewesen sein. Es wird wieder spannend, wenn es nochmals gut regnet.

Viele Grüße an alle Leser!

Thomas und Markus"

(3 Fotos © Thomas) 

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Kiste Speisemorchlen; Foto Thomas 5.4.26

Foto: Hier wirkt die Holzkiste noch voller, weil die Speisemorcheln halbiert sind. Sieht ganz danach aus, als wollten Thomas und Markus sie trocknen. 





21 schöne Käppchenmorcheln beim sonnigen Spaziergang in den Rheinauen bei Rastatt


Käppchenmorcheln; Foto Heiko 1.4.26

Heiko schreibt am 2. April 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

den gestrigen 1. April nutzten Merle und ich zu einer kleinen Auwald-Besichtigung im Landkreis Rastatt, unweit des Rheins. 

Wir fanden entlang und auf den geschotterten Wegen eines Waldes mit Pappel- und Eschenbestand einige Käppchenmorcheln, die bei mir im letzten Jahr gänzlich ausgeblieben waren.

Bei sonnigen 13 Grad erfreuten wir uns an diesem angenehmen, ausgedehnten Spaziergang.

Herzliche Grüße senden Dir

Merle und Heiko"

(3 Fotos © Heiko) 

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Käppchenmorchel 1; Foto Heiko 1.4.26
Käppchenmorchel 2; Foto Heiko 1.4.26

2 Fotos: Zwei schöne Käppchenmorcheln im Auwald. Bei beiden Pilzen, auch Halbfreie Morchel oder Glockenmorchel genannt, sind die körnigen Schüppchen am Stiel gut erkennbar. 





Nach ihrer Erstverkostung sind sich Simone und Michael einig:

«Die wildwachsenden Spitzmorcheln zählen zu den feinsten Speisepilzen überhaupt»


Speisemorchelfund; Foto Michael 1.4.26

Michael schreibt am 1. April 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nun haben Simone und ich an meinen Stellen im Auenwald die ersten Speisemorcheln finden können, siehe das Foto rechts. Was mich erstaunt hat, war auch der Fund einiger Saitenstieliger Knoblauchschwindlinge, die ich so früh im Jahr noch nie gefunden habe.

Eines möchte ich unbedingt hervorheben: Beim Geschmack der wildwachsenden Spitzmorcheln sind wir uns auch einig. Sie zählen zu den feinsten Speisepilzen überhaupt. Wir möchten ihr Aroma dem der Sommertrüffel sehr ähnlich bewerten. 

Viele Grüße

Michael und Simone"

(5 Fotos © Michael) 

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Zwei Speisemorcheln; Foto Michael 1.4.26

Foto: Während diese Speisemorcheln gut zu erkennen sind, ...


Speisemorcheln, gut getarnt; Foto Michael 1.4.26

Foto: ...fällt die Suche auf diesem Bild schon schwieriger aus. Na liebe Pilzfreunde, wie viele findet ihr?


Saitenstielige Knochblauchschwindlinge, Schlüsselblumen; Foto Michael 1.4.26

Foto: Kein Aprilscherz: Die Saitenstieligen Knoblauchschwindlinge wachsen dieses Jahr so frühzeitig wie die Hohen Schlüsselblumen. Letztere sind blassgelb und stehen im Wald, während Echte Schlüsselblumen dottergelbe Blüten mit Orangeflecken im Schlund haben und viel lieber auf Wiesen wachsen. 


Langstieliger Knoblauchschwindling; Foto Michael 1.4.26

Foto: Der Saitenstielige Knoblauchschwindling heißt auch Langstieliger Knoblauchschwindling. Wie man hier sieht, nicht zu Unrecht. Die Pilze sind essbar, jedoch nur in sehr geringer Menge. Sonst könnte es mehr als ein unliebsames Magengrummeln geben. 





Auf Spitzmorchelsuche am Dobel mit Vorfreude auf die beste Konditorei weit und breit


Michael und Simone mit Spitzmorchel; Foto Michael 30.3.26

Foto: Freuen sich am Dobel mit einer Spitzmorchel auf das gediegene Café Blaich in Höfen an der Enz: Michael und Simone an einem Waldweg, der mit seinen lichten Fichtenbeständen Spitzmorcheln in Aussicht stellt. (4 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 31. März 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Simone und ich waren im Schwarzwald auf dem Dobel, wo wir ansonsten nur im Herbst zum Pilzesammeln hinfahren.

Wir konnten einige schöne Spitzmorcheln einsammeln. Eine lugte sogar unter etwas Schnee hervor. Der Nachmittag wurde wie immer bei Kaffee und Torte in der meiner Meinung nach besten Konditorei, nämlich "Cafe Blaich" in Höfen, abgeschlossen.

Viele Grüße

Michael und Simone"


Spitzmorchel im Schnee; Foto Michael 30.3.26

Foto: Eine Spitzmorchel im Schnee ist ein durchaus vorkommender Anblick, da früh wachsende Morcheln schon mal von einem Schneeschauer überrascht werden können. 


Spitzmorchel bei einer Fichte; Foto Michael 30.3.26

Foto: Spitzmorchel bei einer Fichte,  Eichen- und Buchenlaub. Das Laub spielt für den Pilz keine Rolle, der Partnerbaum von wild wachsenden Spitzmorcheln ist nahezu immer die Fichte. Wild wachsen sie hauptsächlich in subalpinen Nadel- und Wiesenwäldern, viel seltener (als Speisemorcheln) in Fluss- und Bachauen. Kenner bewerten das Aroma von Spitzmorcheln als dem der Speisemorcheln überlegen. 


Spitzmorchel auf einer Böschung entlang der Straße; Foto Michael 30.3.26

Foto: Spitzmorchel und Leitpfosten an einer Straßenböschung am Dobel. 





Sind die Spitzmorcheln übergeschnappt? Jetzt wachsen sie schon im Steingarten


Spitzmorcheln im Steingarten; Foto Michael 28.3.26

Foto: Spitzmorcheln im Steingarten sieht man nicht alle Tage. Natürlich wachsen sie nicht aus oder auf Steinen, sondern aus deren Untergrund, also organischem Material, meist von Fichten. (5 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 29. März 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Simone und ich unternahmen eine Pilztour in unserer Ortschaft und im Auenwald im Landkreis Karlsruhe. Wir fanden Spitzmorcheln in diversen Mulchbeeten und sogar in Steinvorgärten, Morchelbecherlinge, wildwachsenden Schnittlauch und Getigerte Sägeblättlinge.

Zunächst hatten wir schönes Wetter, das jedoch umschlug, so dass wir pitschenass heimkehrten. 

Viele Grüße

Michael und Simone"


Spitzmorcheln im Mulchbeet; Foto Michael 28.3.26

Foto: Hier wachsen sie, wie wir es kennen: Spitzmorcheln im Mulchbeet. 


Morchelbecherling; Foto Michael 28.3.26

Foto: Morchelbecherling bei Buschwindröschen. 


Getigerte Sägeblättlinge; Foto Michael 28.3.26

Foto: Getigerte Sägeblättlinge mögen Feuchtigkeit und Wärme, wachsen meist in der Nähe von Wasser. Sie sind nur ganz jung essbar; über den Speisewert streiten sich die Pilzgötter noch. Er reicht von passabel bis hin zum Edelpilz. 


Fund von Spitzmorcheln, wild wachsendem Schnittlauch und Morchelbecherlingen; Foto Michael 28.3.26

Foto: Simones und Michaels Tagesfund mit wild wachsendem Schnittlauch, Spitzmorcheln aus Mulch- und Steinbeeten sowie Morchelbecherlingen.





Erste Schopftintlinge 2026 und ein zartvioletter Frühlingsgruß aus Karlsruhe


Erste Schopftintlinge 2026; Foto Arno 29.3.26

Arno schreibt am 29. März 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe heute in den Rhein-Auen bei Karlsruhe die ersten Schopftintlinge gefunden, siehe Foto rechts. Kurz angebraten mit ein wenig Salz schmecken sie sehr lecker!

Viele Grüße an alle Pilzfreunde,

Arno"

(2 Fotos © Arno) 

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Pfannenfertige Schopftintlinge, Wiesenschaumkraut; Foto Arno 29.3.26

Foto: So ist es richtig: Den Schopftintlingen fehlen die holzigen Stiele, die sich viel besser zum Dörren und Pulverisieren eignen, und das Wiesenschaumkraut entbietet zartviolett einen Frühlingsgruß. 


Landkreis Karlsruhe: Nun haben die ersten Speisemorcheln auch zu Michael gefunden


Speisemorcheln, Morchelbecherling; Foto Michael 26.3.26

Michael schreibt am 27. März 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich entdeckte die ersten Speisemorcheln und einen Morchelbecherling (Foto rechts) entlang eines Gebüsches auf einer Wiese. Einige der Größeren nahm ich mit und sehr viele ganz Kleine dürfen noch weiterwachsen. Das alles spielt(e) sich im Landkreis Karlsruhe ab. 

Viele Grüße

Michael"

(3 Fotos © Michael) 

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Gelbe Speisemorchel; Foto Michael 26.3.26

Foto: Eine der elf von Michael gefundenen Speisemorcheln.


6 Speisemorcheln; Foto Michael 26.3.26

Foto: Auf diesem Foto sind gleich 6 Speisemorcheln zu sehen. Ein halb verfaulter Apfel zeigt, dass es sich um eine naturbelassene Wiese mit wenigstens einem alten Obstbaum handelt.





Karlsruhe: Die ersten Maipilze 2026 sind Märzpilze


Erste Maipilze 2026; Foto Arno 26.3.26

Arno schreibt am 26. März 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute fand ich im Raum Karlsruhe die ersten Mairitterlinge in 2026 (Foto rechts). Obwohl schon in Erntegröße, durften sie stehen bleiben. Ich warte, bis sich noch mehr zeigen. 

Viele Grüße an alle Pilzfreunde,

Arno"

(Foto © Arno) 

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Eine Speisemorchel und Traubenhyazinthen sind die Zierde des städtischen Vorgartens


Speisemorchel, Traubenhyanithen; Foto Simon 26.3.26

Markgräflerland - Der Regen hat nachgeholfen, so dass diese Speisemorchel - wie ihre Vorfahren in Vorjahren - gegen Ende März an Ort und Stelle erscheinen konnte. Zusammen mit Traubenhyazinthen schmückt sie gut eine Woche vor Ostern einen städtischen Vorgarten. Der Pilz war, wie sich nach der Entnahme zeigte (2. Foto), von ausgezeichneter Qualität. (2 Fotos © Simon) 

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Speisemorchel im Längsschnitt; Foto Simon 26.3.26

Foto: Der Längsschnitt durch die Speisemorchel zeigt, dass sie von hervorragender Qualität ist. 





Morchelbecherlinge ja, aber Spitz- und Speisemorcheln sind noch nicht in Sicht


Fund von Morchelbecherlingen; Foto Michael 23.3.26

Foto: Die Vorhut ist schon da: Morchelbecherlinge kommen gerne früher als Spitz- und Speisemorcheln, auf die Michael und Simone einstweilen noch ein bisschen warten müssen.


Michael schreibt am 24. März 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Simone und ich waren an vielen meiner Morchelstellen im Landkreis Karlsruhe. Gefunden haben wir bislang allerdings keine einzige Morchel, auch nicht in den Mulchbeeten.

Dafür konnten wir einige Morchelbecherlinge, Frühe Mürblinge, Anemonenbecherlinge und einen Tintling, vermutlich einen Glimmertintling, entdecken. 

Viele Grüße

Michael und Simone"

(4 Fotos © Michael) 

Blau = ungenießbar

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Morchelbecherling, selbst gefertigtes Messer; Foto Michael 23.3.26

Foto: Der größte gefundene Morchelbecherling neben Michaels selbst gefertigtem Messer. 


Frühe Mürblinge; Foto Michael 23.3.26

Foto: Frühe Mürblinge sind keine nennenswerten Speisepilze. Sie erfreuen sich geschmacklich lediglich der Schulnote 4. 


Glimmertintling; Foto Michael 23.3.26

Foto: Glimmer- und Faltentintlinge sind in einem bestimmten Alter nicht leicht voneinander zu unterscheiden. Aufgrund der bräunlich-gelben Farbe dürfte dies ein Glimmerrtintling sein, auch wenn er keine Glimmerpünktchen zu bieten hat; ein Faltentintling wäre grau. 





Die ersten Speisemorcheln 2026 wachsen grenznah zu Rheinland-Pfalz


Speisemorcheln, Morchelbecherlinge, Bärlauch; Foto Rolf 21.3.26

Rolf schreibt am 23. März 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

am Samstag zog es uns an den Rhein bei Germersheim, in unsere Morchelgründe, und zwar gerade eben noch auf baden-württembergischem Gebiet. 


Schöne Morchelbecherlinge und drei frühe Speisemorcheln(Foto rechts, plus Bärlauch) bescherten uns ein feines Morchelrahmsüppchen. Danach gab es  Bärlauchpasta.😋

Herzliche Grüße Renate & Rolf"

(4 Fotos © Rolf) 

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Speisemorchel 1; Foto Rolf 21.3.26
Speisemorchel 2; Foto Rolf 21.3.26
Morchelbecherling; Foto Rolf 21.3.26

3 Fotos: Dies sind die ersten Speisemorcheln des Jahres! Damit wurden unserer Website aus der Familie der Morchelverwandten (Morchellaceae) bislang Spitzmorcheln, Böhmische Verpeln, Speisemorcheln und Morchelbecherlinge gemeldet.





Schönste Spitzmorcheln und gute Märzschnecklingsfunde im nördlichen Schwarzwald


Spitzmorchelnfund, Waldweg; Foto Heiko 22.3.26

Heiko schreibt am 22. März 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nach einer Woche mit Familienfeiern konnte ich heute Vormittag endlich wieder einmal in den Nördlichen Schwarzwald fahren.

Zusammen mit Merle entdeckte ich Nahe Calw einige schöne Spitzmorcheln (Foto rechts). Auch fanden wir weitere Märzschnecklinge an mehreren Stellen im Wald. Diese Art scheint zumindest in meinen Weißtannen- und Fichtenwäldern ein prächtiges Jahr zu haben.

Herzliche Grüße senden Dir Merle und Heiko"

(3 Fotos © Heiko) 

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Zwei Spitzmorcheln; Foto Heiko 22.3.26
Spitzmorchel; Foto Heiko 22.3.26

2 Fotos: Wir sehen drei Musterexemplare von Spitzmorcheln, langgestreckt und mit dominierenden Längsrippen und dazu in schönen gedeckten braunen Naturfarben. 





Die treue Wiederkehr von Michaels Scheibenlorchel


Scheibenlorchel; Foto Michael 20.3.26

Foto: Die (geruchlose) Scheibenlorchel, auch Größter Scheibling genannt, ist ein ausgezeichneter Speisepilz. Er wächst an morschem Nadelholz, meist an Fichten, weniger an Kiefern. (3 Fotos © Michael) 

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Fund von Fichtenzapfenrüblingen; Foto Michael 20.3.26

Michael schreibt am 20. März 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern sammelte ich erneut zwei Hände voll Fichtenzapfenrüblinge (Foto rechts). Zudem wuchs auch wieder "meine" Scheibenlorchel an genau derselben Stelle, wo ich sie schon in den vergangenen Jahren immer mal wieder gefunden hatte.

Viele Grüße

Michael"



Fichtenzapfenrüblinge bei Fichtenzapfen; Foto Michael 20.3.26

Foto: Größere und kleinere Fichtenzapfenrüblinge bei Fichtenzapfen. Ihr bestes Erkennungsmerkmal sind die sehr gedrängt stehenden Lamellen. Die des ähnlichen Fichtenzapfenhelmlings stehen merklich entfernter. 





Saisonbeginn mit Paukenschlag: Rike und Miguel finden im Landkreis Rastatt gleich einen ganzen Batzen Morchelbecherlinge


Stolzer Fund von Morchelbecherlingen; Foto Miguel 18.3.26

Foto: Das war nicht zu erwarten: Rike und Miguel wollten an ihren Morchelbecherlingsstellen nur mal nach dem Rechten sehen und fanden bei ihrem ersten Pilzspähgang des Jahres gleich einen ganzen Batzen dieser köstlichen Pilze. Auf dem 2. Foto ist das erste gefundene Exemplar zu sehen. (3 Fotos © Miguel) 

18. März 2026

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Rike schreibt am 18. März 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute waren wir mal aus der Reihe nach einem Termin auf einen kleinen Abstecher an einem uns bekannten Fundort im Rheintal (Kreis Rastatt) unterwegs, um nach den Morchelbecherlingen zu sehen. 

Erster Morchelbecherling 2026; Foto Miguel 18.3.26

An unserer ersten Stelle fanden wir - wie schon vergangenes Jahr - nicht einen einzigen Pilz. Dort wurde Anfang letzten Jahres Holz eingeschlagen, was nicht ohne negative Folgen blieb. Wir hoffen aber, dass sich das Habitat wieder erholt.

Auch an unserem zweiten Platz war erst einmal nichts zu entdecken. Aber dann, gut 100 Meter weiter, lachte uns, passend zum schönsten Sonnenschein, die erste Flatschmorchel, wie diese Pilze auch genannt werden, an. Sie ist auf dem Foto rechts zu sehen. Sooo schön!

Die nächsten 30 Minuten werden wir so schnell nicht vergessen, denn nun folgte Fund auf Fund, so dass eine nicht für möglich gehaltene Menge zusammenkam. Unangenehm war allerdings, dass die meisten Pilze in einem Brombeerdickicht wuchsen, was kleinere Blessuren zur Folge hatte. Doch unsere Freude über die wunderschönen, heiß begehrten Pilze machte das hundert Mal wieder wett.

Wir wünschen allen Pilzfreunden einen ebenso gelungenen Start in die Saison und senden sonnige und freudige Grüße aus dem Nordschwarzwald.

Rike und Miguel"


Morchelbecherlinge und Taschenmesser; Foto Miguel 18.3.26

Foto: Da stehen sie, die begehrten Morchelbecherlinge. Das knallrote Schweizer Messer zeigt sie an. Sie riechen chlorartig, doch dieser Geruch verfliegt beim Erhitzen gänzlich. 





Früh müht sich eine weitere Rindenmulchmorchel im Markgräflerland ins Leben


Rindenmulchmorchel; Foto Simon 18.3.26

Markgräflerland südlich Freiburg i. Br. - Zeitiger als üblich mühte sich auch diese Rindenmulchmorchel ins Leben und war damit letztlich erfolgreich, wie Form, Größe und Tadellosigkeit zeigen. Nur in den wärmebegünstigten Regionen und Lagen zeigen sich bislang die Spitzmorcheln. deren stärkster Monat traditionell der April ist. Pilzfreund Simon hat auch dieses Exemplar in seinem Spitzmorchelbeet entdeckt. (Foto © Simon) 

18. März 2026

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Die ersten Rindenmulchmorcheln sind auch schon da - im sonnenverwöhnten Markgräflerland


Erste Rindenmulchmorcheln 2026; Foto Simon 12.3.26

Foto: Und da sind sie auch schon, die ersten uns in diesem Jahr gemeldeten Rindenmulchmorcheln (RiMuMo). Zu bestaunen sind sie im sonnenverwöhnten Markgräflerland südlich Freiburg i. Br.. Das 2. Foto zeigt ein Einzelexemplar in bedenklicher Kipplage. (2 Fotos © Simon) 

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Rindenmulchmorchel; Foto Simon 12.3.26

Simon schreibt am 12. März 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

dank Wärme und Feuchtigkeit morchelt es bereits im Rindenmulch im Markgräferland! Die ersten Spitzmorcheln sind zu erblicken. In den Streuobstwiesen lassen die Speisemorcheln naturgemäß noch auf sich warten. 

Ein schönes Frühjahr allen Sammelfreunden!

Morchelgrüße von Simon"







Trotz Trockenheit Spitzmorcheln und erste Nadelwaldscheibenlorcheln in einem neuen Revier im Landkreis Calw


Nadelwaldscheibenlorcheln; Foto Heiko 8.3.26

Heiko schreibt am 8. März 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

bei einer vierstündigen Wanderung heute Morgen in für mich neuem Gebiet im Landkreis Calw (Nördlicher Schwarzwald) durfte ich neben schönen und teilweise bizarr anmutenden Spitzmorcheln auch eine schöne Gruppe der Nadelwaldscheibenlorchel finden, siehe das Foto rechts.

Auch wenn sich aktuell schöne Frühfunde machen lassen, es gibt auch bereits einige Stellen, die wieder dringend Regen benötigen und bereits unter der starken Sonneneinstrahlung leiden.

Ich wünsche dir und allen Pilzfreunden einen schönen restlichen Sonntag.

Herzliche Grüße

Heiko"

(3 Fotos © Heiko) 

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Spitzmorchel; Foto Heiko 8.3.26
Vier Spitzmorcheln als Arrangement; Foto Heiko 8.3.26

2 Fotos: Auch wenn die Morchel links aussieht wie eine Rundmorchel, wie Speisemorcheln auch genannt werden: es ist eine Spitzmorchel in perfekt runder Form. Die dominanten Längsrippen zeigen das an. Rechts im Bild hat Heiko vier Spitzmorcheln zu einem Ensemble arrangiert. 


Die ersten Böhmischen Verpeln sind auch schon da - natürlich im "Wärme-Landkreis" Karlsruhe


Zwei Böhmische Verpeln; Foto Heiko 4.3.26

Heiko schreibt am 4. März 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

gemeinsam mit Pilzfreund Max ging es für mich heute Morgen in zwei verschiedene Pappelwälder im Landkreis Karlsruhe.

Das Objekt unserer Begierde war die Böhmische Verpel (Verpa bohemica).

Unweit alter, mächtiger Pappeln wurden wir fündig! Viele kleine Exemplare drückten sich aus dem Erdreich, so dass wir gezwungen waren, vorsichtig umzukehren, um die winzigen Köpfchen nicht versehentlich zu zertreten.

Herzliche Grüße sendet dir wieder

Pilzfreund Heiko"

(3 Fotos © Heiko) 

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Böhmische Verpel 1; Foto Heiko 4.3.26
Böhmische Verpel 2; Foto Heiko 4.3.26

2 Fotos: Die ersten Böhmischen Verpeln des Jahres sind auch schon da. Sie wachsen gerne in Pappelbeständen und Auwäldern, die auch die Lebensräume von Speisemorcheln (feuchte, kalkreiche Böden) sind. Die Böhmischen Verpeln erscheinen meist kurz vor, mitunter auch zeitgleich mit den ersten Speisemorcheln; ihre Hauptzeit ist zur Apfelblüte. In manchen Jahren treten sie sogar schon im Februar auf. 





Immer neue Spitzmorcheln bei Calw


2 Spitzmorcheln; Foto Heiko 1.3.26

Heiko schreibt am 1. März 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

zusammen mit meiner Tochter Merle zog es mich heute Vormittag wieder in die Region Calw zur Kontrolle der Spitzmorchel-Stellen.

Die Wärme der letzten Tage lässt kleine Exemplare wachsen und fördert immer neue Spitzmorcheln zu Tage. Einfach herrlich!

Wir nahmen nur eine Handvoll der Größeren mit und ließen viele weitere stehen und wachsen.

Herzliche Grüße senden dir Merle und Heiko aus dem Nördlichen Schwarzwald"

(3 Fotos © Heiko) 

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Spitzmorchel; Foto Heiko 1.3.26
Merle mit Spitzmorchel; Foto Heiko 1.3.26

2 Fotos: Die größte Spitzmorchel machte der Form nach ihrem Artnamen alle Ehre. Rechts hält Merle sie ins Bild. 





Fichtenzapfenrüblinge für ein Süppchen oder Sößchen


Teller mit Fichtenzapfenrüblingen; Foto Michael 27.2.26

Michael schreibt am 27. Februar 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wie jeden Februar machte ich mich nach den Winterpilzen wieder auf zu meinen Stellen für Fichtenzapfenrüblinge. Dort fand ich sogleich das übliche Trio für diese Zeit, bestehend aus Fichtenzapfenrüblingen (Foto rechts)Fichtenzapfenhelmlingen und Langstieligen Dufttrichterlingen.

Auf dem Vergleichsbild ist schön zu erkennen, weshalb der Fichtenzapfenrübling den volkstümlichen Namen "Mäuseschwänzchen" trägt.

Viele Grüße

Michael"

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

(3 Fotos © Michael) 

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Fichtenzapfenrüblinge; Foto Michael 27.2.26

Foto: Fichtenzapfenrüblinge in Nadelstreu und altem Fichtengezweig. 


Vergleich Langstieliger Dufttrichterling (li.), Fichtenzapfenrübling (Mi.) und Fichtenzapfenhelmling (re.); Foto Michael 27.2.26

Foto: Vergleich zwischen dem giftigen Langstieligem Dufttrichterling (links), dem nicht umsonst auch Mäuseschwänzchen genannten Fichtenzapfenrübling (Mitte) und dem ungenießbaren Fichtenzapfenhelmling (rechts). 





Nördlicher Schwarzwald: In sechs Stunden über 15 Kilometer zwei neue Spitzmorchelplätze entdeckt


Vier frühe junge Spitzmorcheln; Foto Heiko 22.2.26

Foto: Zwei kleine und zwei ganz kleine Spitzmorcheln, die früh im Jahr wachsen. Heiko und Max ließen sie stehen, erfreuten sich an ihrem Anblick. (Foto © Heiko) 

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Heiko schreibt am 22. Februar 2026:

"Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

am gestrigen Sonntag Vormittag ging es für mich in ein neues Spitzmorchel-Terrain im Nördlichen Schwarzwald im Landkreis Calw.

Zusammen mit Pilzfreund Max legte ich 15 Kilometer im Wald zurück. Stundenlang, immer schön bergauf und bergab, entlang der geschotterten breiten Waldwege. Bei angenehmen 7 Grad und viel Regen war unser Blick unablässig auf den Waldboden gerichtet, um die morcheligen Versteckungskünstler ausfindig machen zu können.

Während der sechs Stunden Fußmarsch entdeckten wir zwei „Nester" kleiner Spitzmorcheln, die wir zum Weiterwachsen stehen ließen.

Von einem 22. Februar kann man wirklich nicht viel mehr verlangen, weshalb wir uns riesig über diese Funde freuten.

Die Wettervorhersagen sind weiterhin verheißungsvoll und der Start in das Pilzjahr 2026 bleibt mir jetzt schon in toller Erinnerung.

Viele Grüße

Heiko"


Noch Austernpilze, noch Samtfußrüblinge - und bereits erster Bärlauch!


Austernpilze, Winterrüblinge, Bärlauch; Foto Michael 21.2.26

Foto: Noch ein Batzen Austernpilze, ein paar Samtfußrüblinge und erste Bärlauchblätter 2026 gab es für Michael. (3 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 21. Februar 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

an vielen meiner Stellen sind nochmals die Austernpilze nachgewachsen. Dazu noch eine Handvoll Samtfußrüblinge. Und auch der erste Bärlauch lässt sich blicken.

Viele Grüße

Michael"


Austernpilze; Foto Michael 21.2.26

Foto: Auch gegen Ende Februar gibt es immer noch schöne nachwachsende Austernpilze. 


Erster Bärlauch 2026; Foto Michael 21.2.26

Foto: Wir sehen den ersten Bärlauch 2026. Er wächst typischerweise in der bekannt wärmebegünstigten Region Karlsruhe. 





Immer noch reichlich schöne Samtfußrüblinge im Landkreis Karlsruhe


Girlande von Samtfußrüblingen; Foto Michael 17.2.26

Foto: Sie wachsen immer noch üppig in den Karlsruher Wäldern: Samtfußrüblinge, die hier eine schöne Girlande am Fuß eines Baumes bilden. Auf dem 2. Foto Michaels Ausbeute. 


Teller mit Winterrüblingen; Foto Michael 17.2.26

Michael schreibt am 19. Februar 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe gibt es immer noch schöne Samtfußrüblinge.

Viele Grüße Michael"

(2 Fotos © Michael) 

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An die 30 Spitzmorcheln und ein großer Märzellerling im Landkreis Calw


Fünf Spitzmorcheln; Foto Heiko 13.2.26

Heiko schreibt am 13. Februar 2026:

es ist Freitag, der 13., lieber Heinz-Wilhelm, und es ging für mich heute Morgen zu einer Spitzmorchel-Kontrollrunde.

Gut drei Wochen nach meinem ersten Fund nutzte ich die Zeit, bevor uns am morgigen Samstag eine frische Schneedecke zwischen 10 und 15 Zentimetern blühen soll.

Und was soll ich sagen? Wieder komme ich aus einem breiten Lächeln und Staunen nicht heraus.

Meine Spitzmorcheln haben sich prächtig entwickelt. Ich zählte an die 30 Stück und nahm fünf größere Exemplare mit. Sie sind auf dem Foto rechts zu sehen, wobei ich sie der besseren Anschauung halber ins Moos drapiert habe. 😊)

Auf dem Weg zu meinen Spitzmorchelstellen entschied ich mich für den ein oder anderen Abstecher links und rechts des Forstweges. Ziel meiner Begierde war dabei der Märzschneckling (Märzellerling), den ich schon lange in meinen Wäldern vermutet habe.

Und dann war es plötzlich so weit: ein stattliches Exemplar schob sich wahrhaftig aus dem Moos! Aufgrund der fortgeschrittenen Größe war der Pilz sehr gut am weißen Stiel und den breiten Lamellen zu erkennen.

Da diese Pilzart gerne unter dem Moos größere Cluster bildet, entschied ich mich dazu, nicht weiter dort herumzutrampeln und lieber in den nächsten Wochen an diese Stelle zurückzukehren.

Welch ein Start in die neue Pilzsaison!

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende Dir

Pilzfreund Heiko"

(5 Fotos © Heiko) 

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Spitzmorchel 1; Foto Heiko 13.2.26
Märzellerling; Foto Heiko 13.2.26
Spitzmorchel 2; Foto Heiko 13.2.26
Märzellerling mit hochgeschlagenem Hut und Lamellenbild; Foto Heiko 13.2.26

4 Fotos: Wir sehen oben zwei von fünf Spitzmorcheln, die Heiko mit nach Hause nahm. Unten ein Erstfund, nämlich ein seltener Märzellerling (Märzschneckling) mit seinem typisch hellgrauen Hut, der erst dann licht wird, wenn dieser Liebhaber der Dunkelheit der Sonne ausgesetzt ist. Rechts ein Blick von unten, der die entfernt stehenden Lamellen zeigt.





Wunderbare rote Farbtupfer entlang der moosbedeckten Schluchten


Rot leuchtende Kelchbecherlinge; Foto Heiko 8.2.26
Zwei Kelchbecherlinge; Foto Heiko 8.2.26

Heiko schreibt am 8. Februar 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

bei einer wunderschönen Wanderung mit meiner Familie in der Schwäbischen Alb am heutigen Sonntag entdeckten wir links und rechts entlang der engen, moosbedeckten Schluchten wunderschöne, rot leuchtende Kelchbecherlinge (2 Fotos rechts).

Ob es sich dabei um den Scharlachroten Kelchbecherling oder den Österreichischen Prachtbecherling handelt, ließe sich nur makroskopisch feststellen.

Wir erfreuten uns jedenfalls bei dieser vierstündigen winterlichen Runde an den wunderbaren roten Farbtupfern.

Herzliche Grüße

Heiko"

(2 Fotos © Heiko) 

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Der Nachwuchs ist erwachsen geworden: Simone und Michael ernten reichlich Austernpilze im Landkreis Karlsruhe


Üppiger Fund von Austernseitlingen; Foto Michael 4.2.26

Foto: Sie erinnern ein bisschen an Miesmuscheln, die vielen nachgewachsenen Austernseitlinge, die Simone und Michael im Landkreis Karlsruhe gefunden haben. (5 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 5. Februar 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Simone und ich suchten kontrollhalber einige unserer Stellen mit Austernseitlingen auf, an denen wir vor einiger Zeit die kleinsten stehen gelassen hatten. Alle waren inzwischen groß geworden, so dass wir reichlich ernten konnten. Zusätzlich haben wir weitere Stellen mit Massen von Austernpilzen und viel Nachwuchs entdeckt. Nur die Schönsten haben wir mitgenommen. 

Viele Grüße

Michael und Simone"


Schöne Konsole von Austernpilzen; Foto Michael 4.2.26

Foto: Immer wieder gab es solch schöne Konsolen von Austernpilzen zu finden. 


Ein mit Austernpilzen übersäter morscher Stamm; Foto Michael 4.2.26

Foto: Ein mit reichlich Austernpilzen besiedelter verwitternder hingestreckter Rotbuchenstamm. 


Austernpilze 1; Foto Michael 4.2.26
Austernpilze 2; Foto Michael 4.2.26

2 Fotos: Morsche absterbende Rotbuchenstämme sind ein gutes Habitat für Austernseitlinge. Man findet Bäume in diesem Stadium immer seltener, weil die Forstwirtschaft die Baumart für finanziellen Gewinn stets im Auge hat und Bäume mit geringsten Auffälligkeiten lieber frühzeitig fällt. 





Das ist schon jetzt die Pilzsensation des Jahres!

Heiko findet im Landkreis Calw die ersten zwei Spitzmorcheln  2026!


Spitzmorchel mit Tagesdatum25. Januar 2026 der Bild am Sonntag Foto Heiko 25.1.26

Foto: Das ist der Hammer! Eine Spitzmorchel am 25. Januar im Nordschwarzwald, zu sehen vor der druckfrischen Bild am Sonntag. Die 3,60 Euro hat Heiko gut investiert, damit wir Pilzfreunde diese Sensation glaubhaft vermittelt bekommen. Im 17. Jahr ihres Erscheinens erlebt die Website passion-pilze-sammeln.com damit die erstaunlichste Zeitverschiebung beim Jahresersterscheinen einer Pilzart. (4 Fotos © Heiko) 

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Heiko schreibt am 25. Januar 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

mir ist sehr wohl bewusst, dass du solche Meldungen eigentlich äußerst ungern veröffentlichst. Denn sie stellen ohne Zweifel die absolute Ausnahme dar - und wecken falsche Hoffnungen.

Aber soll ich dir und den Pilzfreunden ernsthaft diesen Fund von heute Mittag aus dem Nördlichen Schwarzwald vorenthalten? Das geht doch auch nicht! 😌

Es ist der 25. Januar 2026 und an einer mir bekannten Stelle (Hanglage, windgeschützt, mächtige Weißtannen daneben) stehen die ersten beiden Spitzmorcheln! des neuen Jahres!

Wir haben -1 Grad, auf den Waldwegen befinden sich Schneereste und dennoch dieser für mich sensationelle Fund.

Ich bin vor einer Stunde noch einmal zurück in den Ort gegangen, habe die BILD am Sonntag besorgt und schicke dir nun aus dem Wald diese Bilder, auf denen die Pilze mit Tagesdatum zu sehen sind.

Der größeren Spitzmorchel habe ich einen Unterschlupf gebaut, soll es doch nun noch einmal richtig kalt und vielleicht auch weiß werden.

Vielleicht kann ich sie so vor dem Erfrieren retten...

Liebe Grüße

Heiko"

Heiko ergänzt am 2. Februar 2026:

"Gestern war ich noch einmal an der Stelle mit den Spitzmorcheln gewesen: 11 Stück habe ich gefunden! Es ist so verrückt, Heinz-Wilhelm!

Habe dann auf dem Rückweg am Waldrand auch noch einen frischen Rötlichen Gallerttrichter entdeckt. Der hat sich auch in der Jahreszeit verirrt.

Liebe Grüße

Heiko"


Spitzmorchel, gefunden am 25. Januar 2026; Foto Heiko 25.1.2
Vereister Waldweg beim Zugang zu den Spitzmorcheln; Foto Heiko 25.1.26

2 Fotos: Da ist sie in voller Lebensgröße, die erste Spitzmorchel 2026. Eine Sensation, die aber, wie Heiko richtig schreibt, falsche Hoffnungen weckt. Kein Mensch wird um diese Zeit weitere Spitzmorcheln finden, außer in wärmebegünstigter Lage südlich der Alpen. Rechts im Bild der vereiste Waldweg, auf dem Heiko zu den zwei Morcheln fand. 


Zwei Spitzmorcheln mit tagesaktueller BamS; Foto Heiko 25.1.26

Foto: Hier ist im Vordergrund auch die zweite, etwas derangierte Spitzmorchel zu sehen. 





Nach dem klirrenden Frost erwachen die Samtfußrüblinge zu neuem Leben


Winterrüblinge, Austernpilze, wildwachsender Schnittlauch; Foto Michael 16.1.25

Foto: Ein erster Gang nach ergiebigem Schnee und hartnäckigem Frost trug Michael gleich eine Schale Samtfußrüblinge, einige junge Austernpilze und - man staune - erstes frisches Grün von der Wiese, nämlich wildwachsenden Schnittlauch, ein. 

(7 Fotos © Michael) 

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Samtfußrüblinge 3; Foto Michael 16.1.26

Michael schreibt am 16. Januar 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ein frohes neues Jahr wünschen Simone und ich allen Pilzfreunden!

Bei frühlingshaftem Wetter war ich gestern an einigen meiner Austernpilz- und Winterrüblingsstellen im Landkreis Karlsruhe und wurde gut fündig. Viele Samtfußrüblinge wie z. B. auf dem Foto rechts sind nachgewachsen und auch die Austernseitlinge kommen zahlreich nach, zeigen sich allerdings noch im Miniaturformat.

Auf den Wiesen lässt sich nun der erste wildwachsende Schnittlauch sammeln.

Viele Grüße

Michael"


Samtfußrüblinge 1; Foto Michael 16.1.26

Foto: Da sind sie wieder, abholbereit die Samtfußrüblinge. Sie verfügen exklusiv über eine Art Frostschutzmittel, das das Wasser in den Pilzen auch bei tieferen Temperaturen als Null Grad nicht gefrieren lässt und so die Eiweiße vor der Zerstörung bewahrt. Bei Plusgraden können die Pilze wieder weiterwachsen. 


Samtfußrüblinge 2; Foto Michael 16.1.26

Foto: Eis und Schnee sind weg, und schon beginnen sie wieder die Bäume hochzuklettern, die köstlichen, gesunden Samtfußrüblinge. Hier sind sie noch sehr jung. 


Samtfußrüblinge 4; Foto Michael 16.1.26

Foto: Sie wachsen rings um den gesamten bemoosten Baumstamm, die wiedererwachten Winterrüblinge. 


Junge Austernpilze; Foto Michael 16.1.26

Foto: Die Austernpilze finden nach dem Frost ebenfalls den Weg zurück ins Leben, nach ersten Plusgraden begannen diese hier zu wachsen. Ausgewachsene oder alte Austernseitlinge sind nicht so widerstandsfähig gegen den Frost wie Samtfußrüblinge. 


Wildwachsender Schnittlauch; Foto Michael 16.1.26

Foto: Erste köstliche Gabe von der Wiese im neuen Jahr: Frischer junger Schnittlauch ist schon da!





Weihnachten ohne Austernpilzgericht gibt es nicht bei Michael


Kaninchen mit Austernpilzen und Eierknöpfle; Foto Michael 30.12.25

Michael schreibt am 30. Dezember 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wie von dir richtig vermutet, durften zum Weihnachtsessen frische Austernpilze nicht fehlen.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag bereitete ich für die ganze Familie Kaninchen mit frischen Austernseitlingen in einer Weißweinsoße, Kräutern der Provence und Eierknöpfle zu.

Vorgestern waren Simone und ich bereits wieder an einigen unserer Austernpilzstellen. Trotz Sonnenscheins waren bei -3 Grad alle Austernpilze stockelsteif gefroren. Ihnen gesellten sich noch einige Samtfußrüblinge hinzu.

Dies ist mein letzter Beitrag für das Jahr 2025. Lieber Heinz-Wilhelm, vielen Dank für Deine ständige Arbeit und Gestaltung an Passion-Pilze-sammeln. Wir wünschen Dir, Deiner Familie und allen Pilzfreunden einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Viele Grüße

Michael und Simone"

(4 Fotos © Michael) 

Lieber Michael, 

auch Dir nochmals Dank für Deine steten jahrelangen Pilznachrichten auf sehr hohem Niveau! Simone und ich wünschen auch euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt auch 2026 gesund und munter!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

Pilz-Ticker-BaWue


Simone und Michael bei der Austernpilzernte; Foto Michael 3.12.25

Foto: Simone und Michael an einer alterschwachen Rotbuche mit Austernseitlingen. 


Austernpilze im Schneegriesel; Foto Michael 30.12.25

Foto: Hart gefrorene und mit Schneegriesel überzuckerte Austernseitlinge an bemoostem altem Baumstamm.


Austernpilz- und Samtfußrüblingsfund; Foto Michael 30.12.25

Foto: Und schon wieder ist Nachschub da. Die Austernseitlinge haben aufgrund der günstigen Wetterverhältnisse im Landkreis Karlsruhe ein starkes Jahr. Vereinzelt gibt es eine Handvoll Winterrüblinge (rechts) dazu. 


Ein seltener Pilzgast am Flüsschen Glems


Ungenießbarer Haselbecherling oder Haselkleibecherling; Foto Heiko 29.12.25

2 Fotos: Der Haselbecherling, auch Haselkleibecherling, ist ein sehr seltener Pilz, der nur regional auftritt, und selbst dann nur sehr sporadisch. Er siedelt am Totholz von Haselsträuchern, gelegentlich auch Erlen, und ist ungenießbar. Er bildet seine Fruchtkörper im Winter und Frühjahr aus. (2 Fotos © Heiko) 

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Haselkleibecherling; Foto 29.12.25

Heiko schreibt am 29. Dezember 2025:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

bei einem schönen Familienspaziergang an unserem Flüsschen Glems entdeckte ich heute erstmals den hübschen und fotogenen Haselkleibecherling oder Haselbecherling (Engoelia furfuracea).

Herzliche Grüße aus dem vor Kälte klirrenden Baden-Württemberg

Pilzfreund Heiko"





Diesmal hatten die vermeintlichen Austernseitlinge leider gelbliche Stiele


Große Judasohren, normale Samtfußrüblinge; Foto Michael 23.12.25

Foto: XL-Judasohren, normalgroße Samtfußrüblinge: Michael fand ausnahmsweise mal keine Austernpilze. 


Ein ansehnliches Büschel Samtfußrüblinge; Foto Michael 23.12.25

Michael schreibt am 23. Dezember 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

erneut machte ich bei einer Joggingtour in einem anderen Waldstück schöne Funde am Wegrand. Schöne Samtfußrüblinge (Foto rechts) und teils riesige Judasohren sammelte ich nach der meiner Runde ein.

An einem Holzstapel, größtenteils aus Nadelholz, entdeckte ich einige Bänke Gelbstieliger Muschelseitlinge im besten Alter.

Simone und ich wünschen dir und allen Lesern frohe Weihnachten!

Viele Grüße Michael"

(4 Fotos © Michael) 

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Gelbstielige Muschelseitlinge; Foto Michael 23.12.25

Foto: Mit dem Erkennen der olivgrüngelben Farbtöne an den großen Hüten stehen diese Seitlinge unter Anfangsverdacht...


Gelbstielige Muschelseitlinge von unten; Foto Michael 23.12.25

Foto: ...und erweisen sich bei der Beschau von unten als Gelbstielige Muschelseitlinge. Sie gelten als giftverdächtig. 





Ein vorweihnachtlicher Gaumenschmaus mit Karpfen und Brasse sowie karamellisierten Maronen und Mischpilzen à la Crème


Karpfen und Brasse mit karamellisierten Edelkastanien und gemischten Pilzen à la Crème; Foto Michael 22.12.25

Michael schreibt am 22. Dezember 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

von einem Bekannten bekam ich - frisch geangelt - einen Karpfen und eine Brasse. Die Fische habe ich filetiert, paniert und ausgebacken. Dazu gab es karamellisierte Maronen und gemischte Pilze à la Crème (Foto rechts) für mich und Simone.

Viele Grüße

Michael"

(3 Fotos © Michael) 

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Kleiner Karpfen (oben) und Brasse; Foto Michael 22.12.25

Foto: Eine kleiner Karpfen (oben) und eine Brasse, auch bekannt unter dem Namen Brachse und Blei. Die Brasse ist mit dem Karpfen verwandt, stammt aus der Unterordnung der Karpfenfischähnlichen. 


Filets vom, Karpfen und von der Brasse;  Foto Michael 22.12.25

Foto: Filets von der Brasse und dem Karpfen. Brassen sind sehr grätenreich mit vielen feinen Gräten, weshalb sie trotz ihres ausgezeichneten Geschmacks von manchem Angler und Fischgourmet gering geschätzt werden. Durch Schröpfen von Brassenfilets kann man ihr Fleisch derart zerkleinern (verfeinern), dass die vielen kleinen Y-Gräten beim Garen weich werden, so dass man sie mitessen kann. 





Schönste Austernpilze massenhaft im Landkreis Karlsruhe


Satter Austernseitlingsfund; Foto Michael 19.12.25

Foto: Das hat sich gelohnt! Michael und Simone haben bei den Austernseitlingen im Landkreis Karlsruhe richtig hingelangt. So mancher hier zu sehende Pilz landet mit Sicherheit in einem Weihnachtsgericht. Das 2. Foto zeigt die mitgenommenen Judasohren (oben) sowie Samtfußrüblinge (unten). (4 Fotos © Michael) 

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Samtfußrüblinge und Judasohren; Foto Michael 19.12.25

Michael schreibt am 19. Dezember 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

mit den Austernseitlingen geht es munter weiter. Simone und ich fanden einige neue Baumstämme voller bester Pilze. Und auch wieder reichlich Nachwuchs. Ein paar Judasohren und Samtfußrüblinge fanden auch ihren Weg in den Korb.

Viele Grüße

Michael und Simone"



Austernpilzgesellschaft; Foto Michael 19.12.25

Foto: In vielen Nestern quillen die Austernseitlinge kraftvoll und üppig aus dem Altholz der Rotbuchen hervor. Dieses Foto ist ein Ausschnitt aus dem folgenden. 


Erntewürdige und junge Austernseitlinge; Foto Michael 19.12.25

Foto: Erntefertige und junge Austernpilze, die noch einige Tage wachsen dürfen, an ein und demselben Stamm. 





Spaziergang im Landkreis Böblingen mit Austernpilzen im Gegenlicht


Austernpilze im Gegenlicht; Foto Heiko 18.12.25

Heiko schreibt am 18. Dezember 2025:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ein schöner Spaziergang heute Morgen in den Wäldern in und um Böblingen brachte meiner Frau Kerstin und mir ein paar schöne Austernseitlinge ein. Das Foto rechts zeigt sie im Gegenlicht.

Die aktuelle Wetterlage bei uns mit trockener Kälte und herrlicher Sonne lädt zum Wandern durch die winterliche Natur ein.

Ich wünsche dir und deinen Lieben ein schönes Weihnachtsfest 2025!

Bis bald wieder

Dein Pilzkumpel

Heiko"

(Foto © Heiko) 

Lieber Heiko,

auch Dir und Deiner Familie ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, verbunden mit bestem Dank für Deine rege Mitarbeit mit durchweg tollen Fotos für den Pilzticker Baden-Württemberg!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Ein Weihnachtsfund für Pilzfreund Willi im Landkreis Karlsruhe


Prächtiger Austernpilzfund; Foto Michael 16.12.25

Foto: Ein üppiger Fund schönster Austernpilze, über den sich vor allem Senior Willi freuen darf, den Michael über diese Website kennenlernte. Die Zwei haben schon so manchen gemeinsamen Pilzgang hinter sich. (4 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 16. Dezember 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern begab ich mich gezielt auf Austernpilzsuche und wurde auch gut fündig. Auch der Austernnachwuchs ist schon am Start. Über einen Großteil der mitgenommenen Pilze darf sich mein Pilzfreund Willi freuen. Zusätzlich entdeckte ich noch einen letzten Narzissengelben Wulstling.

Viele Grüße Michael"


Austernpilze; Foto Michael 16.12.25

Foto: Gut zu erntende Austernseitlinge am liegenden Stamm sind stets eine willkommene Beute. 


Austernpilznachwuchs; Foto Michael 16.12.25

Foto: Es fehlt nicht an Nachwuchs von jungen Austernseitlingen. Michael stehen noch schöne Erntegänge bevor. 


Narzissengelber Wulstling; Foto Michael 16.12.25

Foto: Ein letzter Gruß von den Wulstlingen zum Saison- und Jahresende. Dieser Narzissengelbe ist sehr spät dran. 





Schöne Wegrandfunde für Michaels Pilzküche und für das Auge


Korb mit Austernpilzen und Judasohren; Foto Michael 13.12.25

Foto: Gut versorgt, auch im Winter: Michael fand am Wegesrand einen Schwung Samtfußrüblinge (links) und Austernpilze (rechts). (7 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 13. Dezember 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

beim Joggen habe ich wieder einige Wegrandfunde mit Winterpilzen gemacht, die ich anschließend abgeholt habe: Samtfußrüblinge und Austernpilze. Die  schönen Ästigen Stachelbärte blieben aufgrund ihrer Seltenheit im Wald zurück.

Viele Grüße

Michael"


Judasohren 1; Foto Michael 13.12.25

Foto: Schön, wenn die Samtfußrüblinge büschelig wachsen. Dann kann man sie in eins vom Baum pflücken. 


Samtfußrüblinge, eher vereinzelt; Foto Michael 13.12.25

Foto: Samtfußrüblinge, entlang eines dicken bemoosten Astes, wohl einer Rotbuche, wachsend. 


Ausgewachsene Austernpilze; Foto Michael 13.12.25

Foto: Diese Austernseitlinge waren gerade ausgewachsen. 


Ästiger Stachelbart 1; Foto Michael 13.12.25

Foto: Ästiger Stachelbart 1


Ästiger Stachelbart 2; Foto Michael 13.12.25

Foto: Ästiger Stachelbart 2


Die zwei Ästigen Stachelbärte; Foto Michael 13.12.25

Foto: Die zwei Ästigen Stachelbärte. Ihr Wirtsbaum dürfte eine altersschwache, kranke Rotbuche sein. Die Pilze benötigen Bäume im Stadium fortgeschrittener Vermorschung. Sie sind recht selten, weshalb man sie unberührt lassen sollte. 





Ein erster erfolgreicher Winterpilzgang für Michael und Simone im Landkreis Karlsruhe


Austernpilze; Foto Michael 25.11.25

Foto: Große reife Austernpilz an einem Rotbuchenstamm. Der große weiße Fleck am Stamm deutet auf ein bereits abgeerntetes Areal hin. (3 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 26. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

bei sonnigem, aber kaltem Wetter waren Simone und ich an meinen Winterpilzstellen im Landkreis Karlsruhe. Wir sammelten Austernseitlinge, Samtfußrüblinge und einige Judasohren.

Viele Grüße

Michael und Simone"


Samtfußrüblinge an bemoostem Ast; Foto Michael 25.11.25

Foto: Samtfußrüblinge besiedeln einen bemoosten Ast. Das Gestänge im Hintergrund hat beschlossen, parallel schräg zu wachsen. Aber warum?


Gesamtfund an Winterpilzen; Foto Michael 25.11.25

Foto: Ein Schälchen Samtfußrüblinge, ein Schwung großer und ein halbes Dutzend kleiner Austernpilze sowie eine Handvoll Judasohren ergaben die erste nennenswerte Winterpilzausbeute für Simone und Michael. 





Einige schöne Speisepilze halten trotz leichter Nachtfröste noch durch im Landkreis Karlsruhe


Schöner Pilzkorb im Spätherbst; Foto Michael 20.11.25

Foto: Es ist noch einiges zu finden, trotz schon leichter Minusgrade während der Nächte. Wir sehen Waldchampignons, zwei Austernpilze, Totentrompeten, Pfifferlinge und einen Semmelstoppelpilz. (5 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 20. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Anfang der Woche war ich nochmals in meinen regionalen Wäldern. Vermutlich das letzte Mal, außer natürlich Winterpilze, da wir die letzten Nächte bereits Minusgrade hatten.

Gesammelt habe ich Pfifferlinge, Graue Leistlinge, Waldchampignons, einen Semmelstoppel und zwei Austernseitlinge. Vor die Linse kamen mir noch ein einsamer Tintenfischpilz und fünf Damhirschkühe, die ich mit dem Zoom auf ca. 150 Meter Entfernung einfing. Auch Fliegenpilze stehen noch im Wald. 

Viele Grüße

Michael"

Rot = giftig

Blau = ungenießbar


Späte Waldchampignons; Foto Michael 20.11.25

Foto: Waldchampignons zählen zu den Spätherbstpilzen und sind für das letzte Novemberdrittel nicht ganz außergewöhnlich. 


Totentrompeten; Foto Michael 20.11.25

Foto: Mit den Totentrompeten dürfte es alsbald vorbei sein für dieses Jahr. 


Tintenfischpilz; Foto Michael 20.11.25

Foto: Ein Tintenfischpilz wurde dieses Jahr noch gar nicht auf dieser Website gezeigt. Übrigens zu meiner Freude, ich gebe es gerne zu. Damit aber alles seine gute Ordnung hat: Hier ist einer.


Fünf Damhirschkühe; Foto Michael 20.11.25

Foto: Auch diese fünf Damhirschkühe kamen Michael vor die Linse, der sie aus etwa 150 Metern Entfernung fotografierte. Sie sind größer als Rehe. Damwild liebt lichte Laub- und Mischwälder mit Wiesen und Feldfluren. Die wilden Populationen gehen darauf zurück, dass sie Ende des Mittelalters aus Gehegen entkommen und sich in der Wildnis ausbreiten konnten. 





Ein bescheidener Spätfund vom Rande des nördlichen Schwarzwalds


Spätfund mit Pfifferlingen, Totentrompeten und Flocki; Foto Peter 15.11.25

Peter schreibt am 15. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gegen Ende der diesjährigen Pilzsaison will ich mich auch mal wieder kurz melden und Dir ein Bild meines heutigen Funds schicken, in der Mehrzahl Pfifferlinge, einige Herbsttrompeten sowie einen einsamen Flocki. Sie waren das Ergebnis eines etwa 2-stündigen Pilzgangs im von Buchen dominierten Mischwald am Nordrand des Schwarzwalds auf 400 Metern Höhe.

Man muss schon seine Stellen kennen, um im laubbedeckten Wald noch fündig zu werden. Für die kommende Woche sind frostige Nächte vorhergesagt, deshalb wollte ich heute noch einmal die milden Temperaturen von 15 Grad nutzen. Die Pilze gab es gerade eben angebraten als Beilage zu einem Feldsalat.

Auch wenn ich mich diese Saison rar gemacht habe, was die Berichterstattung angeht - was primär daran lag, dass ich dieses Jahr nicht so viel Zeit wie gewünscht für die Pilze hatte, -  lese ich regelmäßig im Ticker mit und freue mich immer über Neuigkeiten aus anderen Ecken Deutschlands und der Schweiz. Deshalb an der Stelle von mir ein dickes Dankeschön an Dich, dass Du diese Community seit vielen Jahren mit so viel Engagement betreibst und am Laufen hältst.

Liebe Grüße aus Karlsruhe wünscht

Peter"

(Foto © Peter) 

Lieber Peter, 

vielen Dank für Deine netten Worte! Ich wünsche Dir, dass Du kommendes Jahr wieder öfter zu Deinen geliebten Waldgängen kommst und schöne Erfolge hast.

Eine ruhige und erholsame Winterpause wünscht Dir mit besten Grüßen Heinz-Wilhelm

Pilz-Ticker-BaWue


Teppiche von Trompetenpfifferlingen am Dobel locken Michael und Simone erneut an


Korb mit Trompetenpfifferlingen; Foto Michael 15.11.25

Foto: Und da ist er auch schon wieder, Michaels Pilzkorb, erneut halbvoll mit Trompetenpfifferlingen. (4 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 15. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Simone und ich konnten es nicht lassen und waren nochmals auf dem Dobel im nördlichen Schwarzwald. Dort wachsen die Trompetenpfifferlinge in Massen, geradezu teppichartig. Unser Vorrat ist jetzt gesichert. Ein letzter Flockenstieliger Hexenröhrling schaffte es auch noch in das Körbchen. Die Eispilze (Gallertigen Zitterzähne) habe ich lediglich fotografiert und im Wald gelassen.

Viele Grüße

Michael und Simone"


Trompetenpfifferlinge; Foto Michael 15.11.25

Foto: Sie wachsen hemmungslos überall im Moos. 


Verspäteter Flockenstieliger Hexenröhrling; Foto Michael 15.11.25

Foto: Dieser noch erstaunlich schöne Flockenstielige Hexenröhrling hat sich in der Zeit vertan und wuchs noch Mitte November. 


Eispilz (Gallertiger Zitterzahn); Foto Michael 15.11.25

Foto: Der Eispilz alias Gallertiger Zitterzahn blieb, obwohl essbar, an Ort und Stelle zurück. 





Am Dobel gibt's noch reichlich Trompetenpfifferlinge


Korb mit Trompetenpfifferlingen; Foto Michael 12.11.25

Foto: Michael ist ein Freund der Vielseitigkeit. Er ist sich nicht zu schade, seinen Korb sortenrein auch mit Trompetenpfifferlingen zu füllen, was nicht ganz so schnell von der Hand geht wie mit Steinpilzen... (4 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 12. November 2025:

Hallo Heinz-Wilhelm,

außer viel Nebel und einem Grasfrosch gabe es für Simone und mich reichlich Trompetenpfifferlinge im Bereich Dobel im nördlichen Schwarzwald. Vereinzelt stehen noch Lachsreizker und einzelne Maronenröhrlinge im Wald.

Viele Grüße

Michael und Simone"


Trompetenpfifferlinge; Foto Michael 12.11.25

Foto: Da wachsen sie ganz ungezwungen zwischen den Fichten, die Trompetenpfifferlinge. An Fichten sind sie besonders stark gebunden. Man findet sie fast ausschließlich im Moos.


Weg im Nadelwald; Foto Michael 12.11.25

Foto: Ein bemooster Weg durch den Nadelhochwald mit jungem Unterbewuchs. Dies ist nicht nur das Reich für Trompetenpfifferlinge, sondern auch der Steinpilze und Maronenröhrlinge. 


Grasfrosch; Foto Michael 12.11.25

Foto: Der Grasfrosch hat nicht mehr lange bis zur Winterstarre. Er verbringt die kalte Jahreszeit reglos - seinen Stoffwechsel senkt er drastisch - in Erdhöhlen, unter Steinen oder Wurzeln oder im Schlamm im Wasser. 





Landkreis Karlsruhe: Auf der Suche nach Winterpilzen sieht sich Michael eher am Anfang des Pilzherbstes


Parasole;

Foto: Michael fand unter anderem noch sehr schöne und durchweg große Parasole, hier mit intensiver Schuppenbildung. (6 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 8. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe unterwegs, um nach Winterpilzen zu schauen. Was ich aber fand, damit habe ich nicht gerechnet:
Parasole, Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze, Pfifferlinge, Totentrompeten, Würzige Tellerlinge und Edelreizker. Alles in bester Qualität und teils außergewöhnlicher Größe, wie man an dem Parasol im Vergleich zu meinem Messer gut erkennen kann.

Viele Grüße

Michael"


Großer Parasol; Foto Michael 7.11.25

Foto: Kleines Messer, großer Parasol. 


Würziger Tellerlinge; Foto Michael 7.11.25

Foto: Eher selten zu finden sind Würzige Tellerlinge. Sie sind Pilze des Mischwaldes, die gerne im äußersten Astbereich von Bäumen stehen, im hohen Norden eher bei Nadelbäumen, im Süden eher bei Laubbäumen. Sie schmecken ausgezeichnet. 


Pfifferlinge im Laubwald; Foto Michael 7.11.25

Foto: Die Pfifferlinge wachsen immer noch, als wäre es Herbstanfang. 


Edelreizker; Foto Michael 7.11.25

Foto: Ein, zwei Nadelpaare verraten es: dies ist ein Edelreizker, er steht bei einer Kiefer. Aber auch das konzentrisch gepunktete Hutmuster ist ein Hinweis auf die Art. 


Michaels Fund; Foto Michael 7.11.25

Foto: Hier Michaels Gesamtfund. In der unteren Reihe die zweiten Pilze von links sind Semmelstoppelpilze. 





Michaels Entenbrust mit einer Rotweinpilzsauce mit Krauser Glucke, Pfifferlingen und Kupferroten Gelbfüßen 


Entenbrust mit Rotweinpilzsauce und Feigen; Foto Michael 6.11.25
Krause Glucke, Pfifferlinge und Kupferrote Gelbfüße für die Rotweinpilzsauce; Foto Michael 6.11.25

Michael schreibt am 7. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern bereitete ich Entenbrust an einer Rotwein-Pilzsoße (Krausen Glucken, Pfifferlinge und Kupferrote Gelbfüße), Bratkartoffeln und eingelegte Feigen zu. Siehe das fertige Gericht (Foto 1) sowie die vorbereitende Pilzpfanne mit den drei genannten Pilzarten (Foto 2). Das Essen war eine Wucht!

Viele Grüße

Michael"

(2 Fotos © Michael) 

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Nicht nur die Pfifferlinge im Hochschwarzwald nehmen Abschied von diesem Pilzjahr


Wunderschöne späte Pfifferlinge; Foto Heiko 6.11.25

Foto: Der Blick der wohl letzten Pfifferlinge im Hochschwarzwald geht talwärts, dorthin, wo die warmen Stuben warten. Der eine oder andere bescheidene Fund lässt sich eventuell noch machen, aber ab dem 20. November soll es nicht nur im Schwarzwald winterlich werden. Und wie Heiko sagen auch wir leise Servus zum Ausklang der Pilzsaison, verbunden mit Dank für die auch in diesem Pilzjahr wieder tollen Fotos, die meisten mit unverkennbarem Blickwinkel, die er uns von seinen Pilzgängen, oft mit Tochter Merle, gesendet hat. 

(Foto © Heiko) 

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Heiko schreibt am 7. November 2025:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

eine letzte Impression von mir aus dem Hochschwarzwald im Herbst 2025.

Ein kleines Körbchen der geliebten Pfifferlinge ließ sich gestern noch füllen - Röhrlinge Fehlanzeige!

Um den 20. November herum soll sich die Wetterlage bei uns wohl komplett Richtung Winter drehen.

Den ein oder anderen winterlichen Fund werde ich immer wieder mal zusenden. Ansonsten sage ich schon langsam „Servus" für dieses Pilzjahr.

Liebe Grüße senden dir

Heiko und Familie"





Ein köstliches Gericht mit dem Herbstklassiker-Pilz

Patrick füllt Ravioli mit Totentrompeten nach Thuri Maag


Korb voller Totentrompeten; Foto Patrick 4.11.25

Patrick schreibt am 5. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wir konnten vor zwei Tagen vermutlich die letzten Totentrompeten dieses Jahr finden, siehe das Korbfoto links. Leider war ein großer Teil schon überständig. Unterwegs waren wir in schönen Mischwäldern  im Landkreis Schwäbisch Hall, wo wir die die Pilze unter alten Rotbuchen fanden. 

Viele Pilze haben wir getrocknet und haltbar gemacht. Einen kleinen Teil gab es als Füllung von Ravioli nach Thuri Maag. Dank deiner Empfehlung hatten wir vor kurzem dieses tolle Pilz-Kochbuch bestellt.

Schöne Grüße

Patrick"




Fülling von Herbsttrompeten in Ravioli; Foto Patrick 4.11.25
Ravioli, gefüllt mit Totentrompeten, und Salat; Foto Patrick 25

2 Fotos: Links sehen wir schön, wie Patrick die Ravioli mit zerkleinerten Herbsttrompeten gefüllt hat. Auf dem Foto rechts ein Gesamtblick auf das Gericht, zu dem es auf den frischen Salat noch reichlich Herbsttrompeten gab. (3 Fotos © Patrick) 

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Ein schöner Pilzgang im Schwäbischen Wald mit noch etwas wackeligem Güteurteil 


Steinpilz; Foto Andrea 2.11.25

Foto: Ein noch junger, allerdings schon angeknabberter Steinpilz, verdeutlicht, dass da noch was nachkommt im Schwäbischen Wald. 


Andrea schreibt am 3. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

seit vielen Jahren verfolge ich den Pilzticker Baden-Württemberg und nutze ihn als "Anzeiger", wann es sich lohnt, in den Wald auf Pilzsuche zu gehen.

Gestern, am 2. November, haben mein Mann und ich noch einmal unser Glück versucht. Leider kamen wir etliche Tage zu spät. In unserem Pilzrevier im Schwäbischen Wald fanden wir viele riesige verschimmelte Steinpilze. Zwei kleine Exemplare konnten wir jedoch noch mitnehmen.

Obwohl ich dank dieses Pilztickers den Semmelstoppelpilz und die Totentrompeten identifizieren konnte, habe ich es nicht gewagt, sie mitzunehmen. Ich traue mir die Einschätzung, ob diese Pilze noch von guter Qualität sind, nicht zu.* Vielleicht im nächsten Jahr.

Dass sich ein Waldspaziergang immer lohnt, zeigten etliche Feuersalamander sowie einige attraktive Baumpilze, die wir zu Gesicht bekamen.

Viele Grüße aus Stuttgart

Andrea"

(3 Fotos © Andrea) 

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* Das ist völlig in Ordnung, denn besonders für Anfänger ist ein sicheres Urteil nicht einfach. Mit der Erfahrung wird man darin immer sicherer. 


Totentrompeten; Foto Andrea 2.11.25

Foto: Dass Andrea und Mitsammler diese Totentrompeten gefunden haben, zeugt erstens für ein gutes Auge. Und besagt zweitens, dass sie auf einem kalk- oder mergel- oder basalthaltigen Waldboden unterwegs waren. Das verheißt für das kommende Jahr Röhrlingsfunde in diesem Revier! 


Feuersalamander auf Futtersuche; Foto Andrea 2.11.25

Foto: So sieht es aus, wenn ein Feuersalamander unterwegs ist und sich - speziell im Herbst, wo es kaum noch Insekten gibt - mit Regenwürmern und Schnecken so rund wie möglich frisst. Damit er in seinem geschützten, warmen Versteck mit reduziertem Stoffwechsel gut über den Winter kommt. Hier posiert er kurz höflich für die Fotografin. 





Schöne Eselsohren, finstere Herbsttrompeten und seltene Jungfernellerlinge


Eselsohren; Foto Michael 31.10.25

Foto: Immer wieder ein schöner Anblick: Eselsohren sind, besonders wenn sie büschelig wachsen, attraktive Pilze. Und sie schmecken ausgezeichnet! (3 Fotos © Michael) 

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Michael schreibt am 31. Oktober 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern verlegte ich mein Lauftraining an mir bekannte Waldränder und diverse Wiesen. Ich entdeckte Wiesenchampignons, Kleine Waldchampignons, einen Frauentäubling, Eselsohren und Totentrompeten. Die Pilze sammelte ich im Anschluss. Auf einer Koppel entdeckte ich zum ersten Mal Jungfernellerlinge.

Viele Grüße

Michael" 

 

Totentrompeten; Foto Michael 31.10.25

Foto: Dagegen sind die Totentrompeten eine düstere Erscheinung. Und schmecken ebenfalls hervorragend. 


Seltene Jungfernellerlinge; Foto Michael 31.10.25

Foto: Jungfernellerlinge (Hygrocybe virginea) sind mit ihrem oftmals glasigen Weiß oder cremigen Farben schmucke, zerbrechlich wirkende Pilze. Sie wachsen auf baumlosen Magerwiesen, die immer mehr im Rückzug sind, weshalb auch Pilze dieser Art immer seltener zu sehen sind. Sie wären essbar, zählen aber zu den Saftlingen (Hygrocybe), deren Arten sämtlich streng geschützt sind. Der Artname virginea bedeutet rein weiß, jungfräulich; daher der Name Jungfernellerling. 

Heidrun vom Pilzticker Brandenburg schreibt hierzu am 2. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Du hattest geschrieben, dass Ellerlinge als Teil der Gattung Hygrocybe vollständig geschützt seien. Wir hatten darüber gerade auf einem Seminar diskutiert. Als Juristin muss ich sagen: Nein.

Die Erkenntnis, dass Ellerlinge genetisch näher zu den Schnecklingen stehen als zu den Saftlingen hat über die Einordnung als Gattung Cuphophyllus dazu geführt, dass sie quasi hintenrum ihren Schutzstatus verloren haben.

Denn sie kommen in der Bundesartenschutzverordnung schlicht nicht vor und sind auch keine Saftlinge im weitesten Sinne mehr. Das mag man misslich finden oder nicht, aber die Rechtslage ist nun so.

Essen wird man gegebenenfalls mal den Orangeellerling, die Jungfernellerlinge sicher nicht, aber sie zur Bestimmung aus dem Habitat zu nehmen, wäre damit gestattet. Ob man überhaupt seltene Arten verspeist, ist ein umstrittenes Thema, aber eben jedem selbst überlassen.

Ich grüße aus der Steinpilzfreien Uckermark (unser Seminar war trotzdem lehrreich und mit vielen tollen Funden gesegnet).

Heidrun"

Vielen Dank für die aufschlussreiche Erklärung, liebe Heidrun! 





Alles Lug und Trug! Die schöne lange Pilzstraße auf der Wiese war nichts für Michaels Pilzküche


Fund mit Parasolen und Großsporigen Chanpignons; Foto Michael 30.10.25

Michael schreibt am 30. Oktober 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in unseren örtlichen Parkanlagen im Landkreis Karlsruhe wuchern Karbolchampignons. Auf den umliegenden Wiesen fand ich noch ein paar schöne Parasole, Großsporige Champignons (beide auf dem Foto rechts) und Fliegenpilze.

Viele Grüße

Michael"

(4 Fotos © Michael) 

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Gruppe Parasole; Foto  Michael 30.10.25

Foto: Ein schöner ergiebiger Trupp von Parasolen. Übrigens könnte man hier auch schreiben: "...von Parasols". Die Rechtschreibung lässt im Dativ Plural sowohl "Parasolen" als auch "Parasols" zu. 


Karbolegerlinge in Massen; Foto Michael 30.10.25

Foto: Alles Lug und Trug! Was hier so schön nach Wiesenchampignons oder Großsporigen Champignons aussieht, sind in Wirklichkeit alles giftige Karbolegerlinge. Imponierend, in welch langer Straße mit Abzweig (hinten rechts) sie auf dieser großen Rasenfläche in einem Park wachsen. 


Karbolegerlinge; Foto Michael 30.10.25

Foto: Das typische Merkmal von Karbolegerlingen - neben dem abstoßenden Geruch - ist die chromgelbe Färbung auf Druck und Schnitt, die an der Stielbasis am heftigsten auftritt.


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