Pilz-Ticker-BaWue
(Baden-Württemberg)



Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Württemberg)




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs




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Maccheroni und Austernpilze in einer Zitronen-Curry-Rahmsoße mit Walnüssen




Foto: Hat etwas sommerlich Leichtes und das Aroma der winterlichen Austernpilze: Maccheroni und Austernpilze in einer Curryvariation mit Walnüssen. (Foto © Thomas)

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Michael schreibt am 8. Dezember 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern beim Abendessen galt bei uns auch die 3G-Regel: Günstig, Gut und Ganz einfach.

Es gab Maccheroni und Austernpilze in einer Zitronen-Curry-Rahmsoße mit Walnüssen.

Zubereitung:

Die Austernpilze nach Belieben in Streifen oder in Viertel schneiden und in Butterschmalz anbraten, bis sie leicht Farbe bekommen. Dann eine kleine Zwiebel in halben Ringen dazugeben und weiter braten, bis auch sie Farbe bekommen haben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit einem Schuss Weißwein und dem Saft von einer Zitrone ablöschen.

Dann mit circa 400 Milliliter Gemüsebrühe aufgießen und leicht einköcheln lassen. Die abgeriebene Schale der Zitrone und einen guten Schuss Sahne mit hineingeben und mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken.

Zum Schluss noch ein wenig kalte Butter unterrühren, über die Nudeln geben und mit ein paar Walnüssen bestreuen.

Einfach lecker und es hat noch etwas Leichtes vom Sommer, an den man sich doch gerne erinnert, aber auch etwas Winterliches durch den feinen Geschmack der Austernseitlinge.

Ich wünsche allen Winterpilzsammlern viel Erfolg und guten Hunger.

Liebe Grüße, Thomas"





Achtung Pilzsammler: Die Gifthäublinge sehen beinahe aus wie Samtfußrüblinge


Foto: Ein szenisch starkes Foto mit aufgeplusterten Judasohren an einem alten Holunderstrauch am Rande eines Gewässers. Auf dem 2. Foto sehen wir zwei Gifthäublinge mit untypischen Stielen: der weiß-silbrige, feinfilzige Überzug ist von Frost, Regen und Kälte abgewaschen. Die Pilze geraten damit optisch in die Nähe von Samtfußrüblingen. Eine äußerst gefährliche Angleichung!


Michael schreibt am 7. Dezember 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

eigentlich hatten Suri und ich eine gemeinsame Pilztour mit Thomas geplant, was dann aber leider zeittechnisch nicht gepasst hatte. So fuhren wir gegen Nachmittag in die Wälder um Kronau.

Dort sammelten wir einige Austernpilze, viele Judasohren und Samtfußrüblinge. Bei letzteren ist äußerste Vorsicht geboten! An vielen Stümpfen sind noch Gifthäublinge zu finden, deren Stiele durch Frost und Regen abgewaschen wurden, so dass die silberfarbene Kennung gar nicht mehr oder nur noch ganz schwach sichtbar ist.

Viele Grüße, Michael und Suri"

(3 Fotos © Michael)

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Foto: Diesmal war es eine glibberige Angelegenheit. Austernpilze, Judasohren und Winterrüblinge waren gut durchnässt. 





Da staunt der Nikolaus: Tolle Funde, volle Körbe, viel Wohlgeschmack


Foto: Wer kommt jetzt noch mit solchen prächtigen Körben aus dem Wald? Der Thomas ist's. Links im kleinen Korb sehen wir zerbrechliche, schmierige und kleine Pilze, rechts die Monoernte von Austernseitlingen. (11 Fotos © Thomas)

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Foto: Und so schön macht sich der winterliche Fund in der häuslichen Prachtschau. Und das zum Nikolaustag. 

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Thomas schreibt am 5. Dezember 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach über zwei Wochen hatte ich heute mal wieder ein bisschen Zeit für die Pilze. Während andere Pilzfreunde ihre Funde mit einem Stoffbeutel oder sogar in ihrer Kapuze transportieren, habe ich zusätzlich zu meinem Hauptkorb immer noch ein weiteres kleines Körbchen für kleinere, zerbrechliche oder schmierige Pilze dabei. Der Stoffbeutel kommt bei mir eigentlich nur in der Morchelzeit zum Einsatz.

Eigentlich war für heute eine gemeinsame kleine Runde mit Michael und Suri bei Hochstetten geplant. Da wir zeitlich aber dann doch nicht zusammenfinden konnten, war ich schon früh am Morgen unter anderem auch an unseren gemeinsamen Buchen unterwegs.

Unser Baum über dem Bach glänzt auch in diesem Jahr wieder mit vielen schönen Austernseitlingen, wovon ich aber gut die Hälfte für die beiden stehen gelassen habe. Kurz zuvor nahm ich mir schon an einer anderen Stelle ein schönes großes Büschel ausgewachsene Seitlinge und weitere Exemplare mit.

An unserer zweiten gemeinsamen alten Buche war heute erstmal nichts mehr zu holen, aber es stehen einige Büschel mit noch winzig kleinen Fruchtkörpern in den Startlöchern.


Foto: Ein herrlicher Anblick: Austernpilze im besten Alter und in großer Anzahl. Ein tolles Angebot des Waldes für ein adventliches Frischpilzgericht. Es handelt sich um den von Michael und Suri sowie Thomas gemeinsam abgeernteten Baumstamm, der über einem Bach liegt. 

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Foto: Hier ist es Zeit für die Ernte, die Austernseitlinge sind ausgewachsen. 

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Foto: Die Jungbrut der Austernseitlinge lässt auf weitere schöne Funde in nächster Zeit hoffen. Das feuchtkalte Wetter ist ideal für sie. 


Des Weiteren sammelte ich noch viele saftige Judasohren. Und auch hiervon kommen noch etliche junge Pilze nach.

In meinem kleinen Fichtenwäldchen kamen noch gut zwei Handvoll Schwarzpunktierte Schnecklinge und schöne knackige Violette Rötelritterlinge mit.

Samtfußrüblinge (Foto rechts) dürfen in dieser Jahreszeit natürlich auch nicht fehlen. Auch hiervon kamen noch ein paar mit ins Körbchen.

Ich wünsche Dir, Michael und Suri und natürlich auch allen Pilzfreunden eine besinnliche Vorweihnachtszeit und einen schönen Nikolaustag.

Liebe Grüße, Thomas"

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Foto: Die Judasohren hatten sich ordentlich aufgeplustert und waren gut zu sehen. 


2 Fotos: Auch auf dem Foto links waren stattliche Exemplare zu ernten. Rechts hingegen sehen wir den Nachwuchs in schön anzuschauendem Hellbraun mit weißem Rand. 

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Foto: Die Schwarzpunktierten Schnecklinge zählen wegen ihres Wohlgeschmacks zu Thomas' Lieblingspilzen. 


Foto: Sie sind gesellig wachsende Pilze, die hauptsächlich in Fichtenrevieren zu finden sind. 


Foto: Violette Rötelritterlinge sollten in keinem Korb mit Spätherbstpilzen fehlen. 






Bodenseekreis: Unbedingt noch einmal ein Mittagessen aus dem Wald holen


Fritz schreibt am 1. Dezember 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem die Temperatur heute angenehm ist, musste ich unbedingt noch einmal in den Wald, um zu sehen, was noch auf mich warten würde.

Nach gut eineinhalb Stunden Waldspaziergang hatte ich für den nächsten Tag ein schönes Mittagsessen gefunden - Edelreizker und Trompetenpfifferlinge.

Beste Grüße von Fritz aus dem Bodenseekreis"

(Foto © Fritz)

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Kronau: Die Frostschnecklinge verstecken sich - noch - mit Erfolg vor Michael

2 Fotos: Einer von den wenigen noch brauchbaren Kupferroten Gelbfüßen (links); rechts eine kleine Horde schöner junger Samtfußrüblinge. (3 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 26. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da ich nach Frostschnecklingen Ausschau halten wollte, begab ich mich in diverse Jungkiefernwälder meiner Region. Leider ohne Erfolg. Dafür fand ich eine Stelle mit mehr als 50 Kupferroten Gelbfüßen. Leider waren fast alle überständig. Außerdem landeten Judasohren und Samtfußrüblinge in meinem Körbchen.

Viele Grüße, Michael"


Foto: Es war der Ernte schon mal mehr in diesem Jahr, doch Michael findet, umtriebig wie eh und je, täglich immer noch seine Pilzration. 





Zwei Arten Schnecklinge im Pfifferlingscrèmesüppchen haben einen deutlich unterschiedlichen Wohlgeschmack


Foto: Samtfußrüblinge plus vier Austernpilzchen. Thomas hatte sie schon einige Tage lang im Visier. (3 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 25. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern Morgen fuhr ich noch vor der Arbeit zu meiner jungen Esche in der Nähe des Rheins bei Karlsruhe und nahm mir einige Samtfußrüblinge mit, die ich nun schon mehrere Tage habe wachsen lassen. Und da wir die besten Kühlschranktemperaturen haben, konnte ich sie auch während der Arbeitszeit gut im Auto liegen lassen. Bei einer ganz kleinen Runde in meiner Mittagspause kamen dann noch vier kleine Austernpilzchen mit.

Am Abend, gab es dann aber erstmal noch die Mannheimer Pfifferlinge als Pfifferlingcremesüppchen. Und als Einlage einige kurzgebratene Frostschnecklinge und Schwarzpunktierte Schnecklinge. Gegenüber den Frostschnecklingen halten sich die Schwarzpunktierten gut eine Woche und länger im Kühlschrank frisch. Außerdem schmecken sie auch noch viel besser.

Viele Grüße, Thomas"

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Foto: Die Samtfußrüblinge an der jungen Esche waren gut nachgewachsen. Die Pilzart besiedelt meist Totholz oder erkrankte Bäume, greift auch auch gesunde Lebendbäume, meist Weichhölzer, an. 


Foto: Mannheimer Pfifferlingscrèmesüppchen mit Einlage. Die bestand aus Frostschnecklingen und Schwarzpunktieren Schnecklingen. Beide Schnecklingsarten trennt ein erheblicher Geschmacksunterschied. 


Kronau: Sehr viele Gifthäublinge, die tückischen Doppelgänger der Stockschwämmchen und Samtfußrüblinge


Michael schreibt am 24. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern entdeckte ich bei einer Erkundungstour nochmals einen Stubben voller Stockschwämmchen (1. Foto rechts) und einigen Hallimasch.

Ebenfalls fand ich sehr viele Stämme, Äste und Stubben mit Gifthäublingen.

Daher rate ich zur äußersten Vorsicht beim Sammeln von Stockschwämmchen und Samtfußrüblingen. Die weiß-silbrig überhauchten Stiele der Gifthäublinge bzw. Nadelholzhäublinge, gut erkennbar auf dem 2. Foto rechts, sind ein hochgradiges Alarmsignal!

Viele Grüße, Michael"

(4 Fotos © Michael)

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Foto: Auch hier sind die weiß-silbrig überhauchten Stiele der Gifthäublinge gut erkennbar. Sie zu erkennen und einzuordnen kommt einer Lebensversicherung gleich. 


Foto: Dies könnten, nur nach der Ansicht der Hüte, auch Stockschwämmchen sein. Die Hüte taugen daher nicht zur Unterscheidung zwischen beiden Pilzarten. Wir müssen ihre Stielmerkmale sicher kennen. 





Ein gut gemeinter Gruß von der großen Austernpilzrunde


Foto: Die Austernpilzpirsch hat sich gelohnt. Dazu fanden Michael und Suri einige Pfifferlinge, einen Kupferroten Gelbfuß, Rote Stoppelpilze und eine gute Handvoll Samtfußrüblinge. 


Michael schreibt am 22. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

erst einmal Grüße von Suri und mir an Thomas: die Austernpilze an unserem gemeinsamen Baumstamm sind wieder da.

Heute fuhren wir all unsere Austernpilzstellen um Karlsdorf und Hochstetten ab. Die Tour war sehr erfolgreich. Wir fanden schönste Austernseitlinge (1. Foto rechts), ein Büschel Samtfußrüblinge (2. Foto rechts) und in unmittelbarer Nähe der Waldwege noch einige Rote Stoppelpilze, ein paar Pfifferlinge und einen Kupferroten Gelbfuß.

Viele Grüße, Michael und Suri"

(4 Fotos © Michael)

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Foto: Hier lernen wir sie erstmals persönlich kennen: Suri und Michael vor einer üppig mit Austernseitlingen bewachsenen Rotbuche. Da lässt sich's gut lächeln...


Karlsruher Hardtwald: Erstaunlich gute Qualität bei den Herbsttrompeten und einem Steinpilz


2 Fotos: Die Herbsttrompeten machten noch einen für die fortgeschrittene Jahreszeit erstaunlich guten Eindruck. Was auch für den gut anzuschauenden Steinpilz gilt. (2 Fotos © Sven)

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Sven und Nadine melden einen Fund vom 20. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

am Samstag, 20. November, fanden wir im Hardtwald bei Karlsruhe zum ersten Mal Totentrompeten, die wir im Dörrautomaten getrocknet haben. Dazu noch zwei Steinpilze, von denen wir aber nur den schöneren mitgenommen und den anderen den Schnecken zum weiteren Fraß überlassen haben. Auch eine zu alte Krause Glucke, überständige Rotfußröhrlinge sowie vermadete Parasole blieben im Wald.

Am Sonntag ging es dann zu einer anderen Stelle, an der wir oft Pfifferlinge und Maronen fanden. Pfifferlinge waren vereinzelt immer noch zu finden, doch die Qualität wird mit der Kälte zusehends schlechter. Abends gab es eine Pilzpfanne mit Nudeln.

Freundliche Grüße, Sven und Nadine"

(Nachgereicht am 26. November 2021)



Sehr lesenswert! Thomas auf den Spuren seiner Waldkindheit 

Im verborgenen Reich der Frostschnecklinge 


Foto: Eine kunstsinnige Pilzdarstellung nach einem bemerkenswerten Pilzgang. Thomas war auf Frostschnecklinge aus, der wir in der Mitte schön drapiert sehen. (9 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 20. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

diesmal war ich zum Pilze sammeln etwas weiter weg von Daheim, aber gefühlt, habe ich mich dann doch wieder wie Zuhause. Ich war in Mannheim nahe dem Stadtteil Rheinau, wo ich aufgewachsen bin. Und zwar im Dossenwald. Er liegt zwischen Rheinau und Friedrichsfeld und er ist eines meiner ersten Erfahrungs- und Sammelgebiete und eines der bedeutendsten Flugsandgebiete Baden Württembergs.

Schon als acht-, neunjähriger Bub war ich oft alleine in diesem Wald unterwegs und sammelte alles, was ich finden konnte. Aber nicht zu Speisezwecken, sondern um die Pilze zuhause bis auf Art-Ebene zu bestimmen. Viele schöne Erinnerungen und auch Erstfunde verbinde ich mit diesem Wald.

Manchmal ging ich Stunden vor dem Fußballtraining noch in den Wald und je nach Jahreszeit auch nach dem Training nochmal, wenn ich vorher eine interessante Stelle gefunden hatte. Allerdings war ich seit meinem Umzug nach Karlsruhe nicht mehr wirklich dort. Und das ist nun schon 21 Jahre her. 2012 war ich für einen kurzen Abstecher mal wieder dort, aber seither dann überhaupt nicht mehr.

Meine ersten und bislang auch einzigen Frostschnecklinge fand ich in diesem Wald. Da der Frostschneckling am liebsten auf magerem neutralem Sandboden mit begleitenden jungen Kiefern wächst, ist es im Karlsruher Raum nur sehr schwer, solche Waldstücke zu finden.

Im südlicheren Teil des Hardtwaldes, nördlich des Schlossparks, gibt es ein Gebiet mit Sandboden; es war früher Heide- und Weidelandschaft, aufgeforstet mit Kiefern. Aber auch dort wurde ich nie fündig.

Deshalb entschied ich, einmal wieder für die Frostschnecklinge meine damaligen Bereiche in Mannheim aufzusuchen. Aber auch, um nochmals das zu bestätigen, was ich in meinem letzten Beitrag schon erwähnt hatte. Dass nämlich der Kiefernforst auf Sandboden jetzt, so spät in der Saison, nochmal richtig interessant sein kann.

Und es fing auch gleich gut an. Die ersten Parasol-Paukenschlegel waren schnell gefunden und auch im Körbchen verstaut.

Dann zeigte sich ein guter alter Bekannter, der hier damals, wie auch heute noch, in einer größeren Anzahl wächst. Der giftige Kiefernwald-Grünling. Allerdings ist er mittlerweile auch streng geschützt und darf nicht entnommen werden. Da aber mehrere Fruchtkörper bereits von Wildschweinen herausgerissen waren, nahm ich einen davon und legte ihn neben zwei stehende Exemplare für das Foto.

Neben meinen erhofften Frostschnecklingen, sammelte ich auch einige Maronenröhrlinge, Edelreizker, Buckeltäublinge, Butterpilze, einen Perlpilz und sogar noch schöne Echte Pfifferlinge.

Ich habe noch 2 Fotos mitgesandt, die ungefähr zeigen, wie so ein Wald für Frostschnecklinge mitunter aussehen sollte.

Dir, Heinz-Wilhelm, und allen Pilzfreunden ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße Thomas"

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Foto: Schnell waren die schönen Paukenschlege-Parasole gefunden. 

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Foto: Der Grünling ist ein ebenso streng geschützter wie heute auch als giftig deklarierter Pilz. Kaum ein anderer einstmals geschätzter Markt- und Massenpilz kann eine derart Aufsehen erregende Kulturgeschichte vorweisen wie dieser Pilz. Mehr dazu hier, Tageseintrag vom 8. Oktober 2012.

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Foto: Da waren sie endlich, die erhofften Frostschnecklinge. Thomas wusste aus Kinderzeiten ganz genau, wo er sie suchen musste. 

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Foto: Und hier zwei weitere. Frostschnecklinge sind Pilze des Spätherbstes und des frühen Winters; im Januar oder gar Februar wird man sie schwerlich noch finden. Sie benötigen für ihr Wachstum Starttemperaturen von 5 Grad oder darunter.

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Foto: Pfifferlinge wie dieser...


Foto: ...und diese gedeihen weiterhin prächtig. Die Pfifferlinge wachsen in diesem Rekordjahr beinahe seit einem halben Jahr ununterbrochen gut. 


Foto: Thomas unterwegs im Reich der Frostschnecklinge. Man findet sie ausschließlich unter Jungkiefern; unter stämmigen Altkiefern wird man sie vergeblich suchen. 


Foto: Wer sie unter den verbuschten Kiefern wie links im Bild vermutet, liegt richtig. 





Kein Freund der Mönchsköpfe


Foto: Zitzenriesenschirmlinge findet man deutlich weniger als Parasol. Michael hat einige Plätze, an denen sie wachsen, fast immer spät im Jahr. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 20. November 2021:

Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern unternahm ich eine kleine Tour um Hambrücken, um neue Stellen für Austernpilze ausfindig zu machen. Ohne Erfolg.

Aber es gibt immer noch genügend andere Speisepilze. So landeten einige sehr fleischige Violette Rötelritterlinge, Zitzen-Riesenschrimlinge, Rote Stoppelpilze und eine Handvoll Novemberpfifferlinge in meinem Korb. Außerdem sind entlang der Waldwege derzeit viele Mönchsköpfe zu finden, die ich allerdings alle stehen ließ.

Viele Grüße, Michael"

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Foto: Im Rekordjahr der Pfifferlinge dürfen sie auch im November nicht fehlen. Schwieriger dürfte es im Dezember werden.


Foto: Die vielen Mönchsköpfe ließ Michael stehen. Als großer Freund dieser Pilzart hat er sich bislang nicht geoutet.


Foto: Die Violetten Rötelritterlinge waren fleischig, die Zitzenriesenschirmlinge (rechts) willkommen. Sie ähneln geschmacklich Parasole. 


Der Plastetüten-Pilzfreund lief vor seiner eigenen Ahnungslosigkeit davon


Foto: Es ist noch so vieles zu holen! Mancher Pilzfreund wünschte sich wohl, er würde auch so viele Pilzarten wie Thomas kennen, um seinen Korb dieser Tage noch schön zu füllen. (10 Fotos © Thomas)

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Foto: Die Zerbrechlichen fanden Eingang in den kleinen Korb. Es sind Schwarzpunktierte Schnecklinge (unten) und hinten wohl textlich nicht erwähnte Rötliche Lacktrichterlinge. 

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Thomas schreibt am 18. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wer momentan ohne Blick für die Pilze durch den Wald läuft, könnte denken, dass der Wald absolut pilzleer ist. Aber das ist überhaupt nicht der Fall. Zu finden gibt es immer noch genügend und auch die Vielfalt ist noch groß. Man sollte halt nicht gerade in einem Roteichenwald sein Glück suchen. Da könnte das große Laub schon recht hinderlich sein.

Bis auf wenige Arten findet man die Pilze in meinen Gebieten derzeit eher im lichten und neutralen Bodenbereich entlang der Weg- und Waldränder und ein paar Meter im Wald. Aber auch der Kiefernforst auf Sandboden kann jetzt nochmal richtig interessant sein.

Da die Birkenpilze in Karlsruhe immer noch nicht den Geist aufgeben wollen, fing ich auch diesmal wieder auf ihrer Wiese am Spielplatz an. Erneut konnte ich noch einige schöne und knackige Exemplare einsammeln. Die Schwärzlichen Birkenpilze wirken bei der momentanen Feuchtigkeit fast wie lackiert, so dass man sich sogar auf der Hutoberfläche spiegelt.

Dann ging es aber in den Hardtwald bei Karlsruhe. Den Anfang machten hier einige saftige Judasohren, die selbstverständlich mitdurften. Hin und wieder gesellte sich auch der ein und der andere Birkenporling hinzu. Nichts für den Sammelkorb, aber schön anzusehen, ist der Blauende Saftporling mit seiner tollen Farbe.


Foto: Der Schwärzliche Birkenpilz glänzte so sehr, dass Thomas sich darin spiegelte.

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Foto: Die Judasohren, schön frisch aufgeplustert, durften gerne Platz im Korb nehmen.

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Foto: Von einem herrlichen Himmelblau ist der Blauende Saftporling. Ein in der Waldlandschaft sofort ins Auge springender Nadelholzbewohner.

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Dann folgten einige Violette wie auch Blasse Rötelritterlinge im Kiefern-Buchenwald. Auch ein einsamer Perlpilz, vier Pfifferlinge und einige Trompetenpfifferlinge wie auch Rotgelbe Stoppelpilze, die nun schon seit Monaten unaufhaltsam wachsen, wollten hier noch mitkommen.

Im reinen Kiefernwald zeigten sich dann noch zwei kleine Fieslinge, die mir erst kürzlich von einem unerfahrenen Sammler zur Bestimmung vorgelegt wurden, die aber nichts im Sammelkorb verloren haben. Zum Einen waren es Braunstielige Häublinge, die für Rötliche Lacktrichterlinge gehalten wurden, und zum anderen eine ganze Menge Geflecktblättriger Flämmlinge, bei denen Stockschwämmchen erhofft worden waren.


Foto: Blasse Rötelritterlinge. Sie sind nicht gerade Geschmacksweltmeister. 


Foto: Sehr giftig ist der Braunstielige oder Braunfüßige Häubling, der mitunter schwer vom Gifthäubling zu unterscheiden ist. 


Foto: Nein, dies sind keine Stockschwämmchen, wie von einem Pilzfreund, der Thomas um Bestimmung bat, erhofft. Es sind vielmehr giftige Geflecktblättrige Flämmlinge.


Ein Gespräch mit einem älteren Mann verschlug mir dann fast noch die Sprache. Zwei Plastiktüten, bis obenhin gefüllt mit Nebelgrauen Trichterlingen, trug er bei sich. Auf meine Empfehlung, Pilze doch nicht in der Plastiktüte zu sammeln, reagierte er schon etwas gereizt. Als ich ihm sagte, dass die Nebelkappe aber kein Speisepilz ist, wurde er noch böser und suchte das Weite. Manchen Menschen ist einfach nicht mehr zu helfen.

Zum Schluss wechselte ich noch das Waldstück und widmete mich wieder den Schwarzpunktierten Schnecklingen, von denen ich nochmals eine ordentliche Menge sammeln konnte. Aber auch im Fichtenwald, zeigte sich der ein oder andere Bösewicht, wie hier der Schwarzschuppige Schirmling.

Dir und allen Pilzfreunden noch einen schönen Spätherbst und liebe Grüße,

Thomas"

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Foto: Es lohnt sich, ihn zu sammeln, obwohl er ein kleiner, zierlicher Pilz ist, denn er ist von ausgezeichnetem Wohlgeschmack: der Schwarzpunktierte Schneckling. 


Foto: Der Schwarzschuppige Schirmling zählt zu den so genannten Kleinen Schirmlingen, unter denen es etliche giftige Arten gibt. Auch diese Art gilt als giftverdächtig. Bei den Kleinen Schirmlingen müssen wir deshalb immer aufmerken!





Nach dem Laufen gleich aufs Fahrrad, um die schönen Austernpilze abzuholen


Michael schreibt am 18. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

bei meinem Lauftraining in den Wäldern um Karlsdorf habe ich direkt am Wegesrand an zwei mir bekannten umgestürzten Bäumen einige Austernpilze entdeckt.

Also schnell heimgerannt, ab aufs Rad und dieselbe Strecke nochmals angegangen. Ein paar schöne Exemplare habe ich mitgenommen. Unzählige kleine stehen noch in den Startlöchern.

Viele Grüße, Michael"

(2 Fotos © Michael)

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Foto: Ein junges Büschel Austernseitlinge im typischen Tauben-Blau-Grau auf einem toten liegenden Buchenstamm. 





Hochstetten: Auch wenn es nun deutlich weniger wird, noch ist genug für alle da


Foto: Die Körbe waren schon voller, dennoch hatten Michael und Suri sowie Sazan und Sasa ihre erhoffte Menge gefunden. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 15. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern waren Suri und ich wieder mit Nazan und Sasa unterwegs. Es ist in den Wäldern um Hochstetten immer noch reichlich zu finden, auch wenn es nun deutlich weniger wird. 

Gesammelt haben wir noch viele Rote Stoppelpilze, Maronen, Butterpilze, Violette Rötelritterlinge, einen Elfenbeinschneckling, Kupferrote Gelbfüße, Trompetenpfifferlinge, ein paar Amethystschuppige Pfifferlinge, Buckeltäublinge, Totentrompeten, einen Parasol und die ersten Judasohren.

Viele Grüße, Michael, Suri, Nazan und Sasa"


Foto: "Es wird jetzt deutlich weniger in den Wäldern", schreibt Michael. Doch noch ist genug an Pilzen für alle da. 





Karlsruhe: Nach fünf Jahren zeigen sich erstmals wieder die Mönchsköpfe in ihrem Revier


Foto: Gesucht und nach fünf Jahren auch wieder gefunden: Mönchsköpfe. Sehr viele Überständige musste Thomas stehen lassen. (2 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 14. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem aus so vielen Ecken Deutschlands derzeit Mönchsköpfe gemeldet werden und mein letzter Fund dieser Pilzart schon 5 Jahre zurückliegt, ging unser heutiger Sonntagsspaziergang mal wieder in den kalkreichen Karlsruher Oberwald. Zuerst spazierten wir ein bisschen entlang der Tiergehegen und anschließend zum dortigen Waldspielplatz, auf dem sich die Kleine noch etwas austoben konnte.

Wo man hinsieht in diesem Wald, wachsen die Honiggelben und Fleischfarbenen Hallimasche. Auch den Kohligen Kugelpilz, der sich ausgezeichnet als Grillanzünder eignet, findet man gefühlt an jedem zweiten dickeren Totholz. Das feuchtkalte Wetter lässt auch die Judasohren teilweise schon gut im Saft stehen. Vorerst blieb aber alles noch am Ast.

Auf dem Rückweg zum Auto schauten wir an einigen meiner bekannten Stellen für Mönchsköpfe vorbei und fanden auch sehr viele. Allerdings waren die meisten schon weit Überständig, so dass leider nur wenige einwandfreie Exemplare für uns blieben.

Wir wünschen Dir und allen Pilzfreunden eine schöne Woche.

Liebe Grüße Thomas und Familie"

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Foto: Die Judasohren, die Kälte- und Feuchtigkeitsliebhaber sind, stehen bereits gut im Saft. 


Das neue Kinderpilzkörbchen wurde mit Freude und bestem Erfolg eingeweiht


Foto: Was Papa & Kind da zusammengetragen haben, kann sich wieder einmal sehen lassen. Noch wachsen viele gute Speisepilzarten. (5 Fotos © Thomas)

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Foto: Das neue Kinderpilzkörbchen wurde erfolgreich eingeweiht. Es ist wichtig, Kindern beizeiten die Verantwortungsübernahme für ihre Funde anzutrainieren, am besten für den eigenen Korb. 

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Thomas schreibt am 14. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

zur Einweihung des neuen kleinen Kinderpilzkörbchens war ich gestern mal wieder mit unserer Tochter im Nordschwarzwald zum Trompetenpfifferlinge sammeln.

Den Anfang machten aber erstmal ein Steinpilz, von den leider nur noch der Hut verwertbar war, zwei Pfefferröhrlinge, einige Lachsreizker und drei Kaffeebraune Gabeltrichterlinge. Nachdem sich unsere Körbe dann aber rasch mit Trompetenpfifferlingen füllten, durften viele weitere geschmacklich eher minderwertige Gabeltrichterlinge stehen bleiben.

Auf dem Rückweg zum Auto, kamen noch Violette Rötelritterlinge und ein Vielfärbender Birkenpilz hinzu. Auf der Rückfahrt nach Hause, machte ich noch einen kurzen Abstecher zu einer meiner hiesigen Stellen für Samtfußrüblinge. Und siehe da, an einem der lagernden Hainbuchenstämme zeigen sich bereits die ersten Exemplare. Ein kleines Büschel, nahm ich mir gestern schon mit. Die Restlichen dürfen noch in Ruhe weiter wachsen.

Im Anschluss an unseren Waldgang, gingen wir noch für eine Stunde auf unseren Stammspielplatz bei Karlsruhe, wo nochmals einige Birkenpilze und ein Blaugrüner Reiftäubling mit ins Körbchen wanderten.

Dir und allen Pilzfreunden, noch ein schönes Restwochenende.

Liebe Grüße, Thomas und Sophia Marie"

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Foto: Einige Lachsreizker wollten auch gerne mit. 


Foto: Wie immer in den letzten Wochen, so waren auch diesmal die Trompetenpfifferlinge reichlich vorhanden. 


Foto: Goldgelb glänzten die ersten Samtfußrüblinge. 





Lörrach: Kräftige Schübe der Stockschwämmchen an vielen Baumstümpfen


Kersten schreibt am 13. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wir wollten heute bei einem Ausflug in einem uns bekannten Waldstück im Landkreis Lörrach mal schauen, ob die Judasohren eventuell schon langsam kommen. Leider waren alle Holunderhölzer noch ohne Fruchtkörper.

Daher liefen wir einfach weiter und durften dann zu unserer Freude feststellen, dass an vielen Baumstümpfen gerade die Stockschwämmchen nochmal kräftige Schübe haben. Das sah richtig toll aus! Ein schöner Korb voll kam zusammen. 

Liebe Grüsse, Kersten"

(Foto © Kersten)

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Sashimi-Delikatessen zu einem asiatisch angehauchten Salat mit gebratenen Violetten Rötelritterlingen


Foto: Die Stockschwämmchen wachsen derzeit prächtig bei Hambrücken. Da lässt Michael gerne mal seinen Korb über ihnen thronen. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 12. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich mit Andreas an meinen Stockschwämmchenstellen um Hambrücken.

Die Stockschwämmchen wachsen momentan in Massen. Wir haben beide unsere Körbchen gefüllt. Andreas' Schwiegermutter entdeckte dann einen großen Baumstumpf, der vollständig überzogen von bereits überständigen Stockschwämmchen war. So etwas habe ich bisher noch nicht gesehen. Das sah aus, als hätte man einfach einen riesigen Haufen Stockschwämmchen ausgelegt, vom Baumstumpf war nichts mehr zu sehen.

Am Abend machte ich mir dann ein leckeres Essen. Sashimi vom Lachs, Thun- und Schwertfisch zu einem asiatisch angehauchten Salat und gebratenen Violetten Rötelritterlingen (Foto rechts). Eine gelungene Vereinigung aus "Wasser und Erde".

Viele Grüße, Michael"

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Foto: Auch diese Stockschwämmchen versprechen beste Qualität. Im Gegensatz...


Foto: ...zu diesem ollen Krauskopp. Er hat den gesamten Stubben restlos überwuchert. Leider sind die Pilze schon zu alt. 

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Ein Pfifferlingsmotiv für die Wandtapete


Reinhold schreibt am 11. November 2021:

"Hallo,

als Dank für die Tipps hier ein sehr schönes Bild von Pfifferlingen. Gefunden habe ich sie ganz hinten im Ehrenstetten Grund, kurz vor dem Eselsloch.

Es sind alles riesige Dinger. Leider ist kein Gegenstand für den Maßstab drauf.

Sie standen ganz überraschend direkt neben dem Weg. Es Könnte eine schöne Wandtapete sein, aber da wäre ich immer nervös!

Gruß aus Ehrenstetten von Reinhold"

(Foto © Reinhold)

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Endlich einmal Steinpilze wie aus dem Bilderbuch


Foto: Endlich auch mal was Schönes fürs Auge. Diese zwei schönen Steinpilze dürften nicht die letzten für Michael gewesen sein. 


Michael schreibt am 10. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

bei schönstem Herbstwetter im angenehmen Sonnenschein war ich an dem Waldrand Nähe Hambrücken, um Maronen zu suchen.

Eine einzige Marone konnte ich finden, mehr nicht. Allerdings entdeckte ich direkt neben dem Waldweg prächtige Fichtensteinpilze, sehr große Kupferrote Gelbfüße, einen Parasol und einen Violetten Rötelritterling. Zudem lassen sich nun auch die Gifthäublinge finden.

Außer etwas Schneckenfraß und geringfügiger Unbrauchbarkeit der Stielbasis bei den zwei größten Steinpilzen waren alle einwandfrei, siehe das zweite Foto rechts.

Viele Grüße, Michael"

(5 Fotos © Michael)

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Foto: Wenn sie so dastehen, etwas vereinzelt, in Kleingruppen und mit hygrophaner Ausprägung, wird es sehr ernst. 


Foto: Der weiß-silbrig überfaserte haselnussbraune bis gelbbraune Stiel ist ein schrilles Warnzeichen. Mancher Pilzfreund hat Nadelholzhäublinge bzw. Gifthäublinge schon mit Stockschwämmchen verwechselt und einen hohen Preis dafür bezahlt. 


Der herrliche Hexenring war für Michael tabu


Foto: Der vielversprechende Hexenring der Wiesenchampignons war tabu, weil Michael die Besitzer dieser Pferdekoppel nicht kannte. (5 Fotos © Michael)

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Foto: Wer nicht allein auf Steinpilze fixiert ist, hat jetzt gute Tage im Wald. Die Artenvielfalt ist nach wie vor groß. 


Michael schreibt am 9. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

jetzt war doch Thomas etwas schneller als ich. Bei meiner letzten Pilztour um Hochstetten habe ich einen Vergleich zwischen Violettem und Blassem Rötelritterling abgelichtet. Wobei meiner Meinung nach der Blasse geschmacklich nicht an den Violetten herankommt. Der Blasse schmeckt und riecht stark muffig.

Ansonsten gab es Butterpilze, Maronen, erneut viele Rote Stoppelpilze, Rotfüße, Kuhröhrlinge, Trompetenpfifferlinge, Kupferrote Gelbfüße, Elfenbeinschnecklinge, zwei Samtfußrüblinge, jeweils einen Pfifferling, Edelreizker und Fichtenreizker.

Auf einer Pferdekoppel auf dem Rückweg entdeckte ich um einen Apfelbaum einen riesigen Hexenring vom Wiesenchampignon. Da ich die Besitzer noch nicht kenne, bin ich auch nicht auf die Koppel.

Viele Grüße, Michael"


Foto: Die wohlschmeckenden Elfenbeinschnecklinge wachsen in feuchten, kalkhaltig-lehmigen Laubwäldern, meist bei Buche. 


Foto: Der Blasse Rötelritterling (re.) kann mit dem Violetten geschmacklich nicht mithalten. 


Foto: Hier beide von unten. Blasse Rötelritterlinge schmecken deutlich muffig. 






Michael lädt ein zum Tafelvergnügen für die Pilzfreunde vom Dobel

Pilze gemeinsam suchen, Pilze gemeinsam genießen


Michael schreibt am 8. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wir gehen oft gemeinsam in die Pilze, daher haben wir jetzt auch gemeinsam die Pilze gegessen.

Heute habe ich für Suri, Yoga, Nazan, Sasa und die Familie Leitenberger ein Wild- und Pilzessen zubereitet.

Das Hauptgericht war ein deftiges Wildgulasch zu selbst gemachten Spätzle (1. Foto). Die Spätzle hatte meine Mutter für uns gemacht.

Zur Vorspeise gab es ein Pilzcremesüppchen "12 Arten" zu gebackenem Schwefelporling in einer Kruste aus Honig, Sesam und Semmelbrösel (2. Foto rechts). Das 3. Foto zeigt alles Zubereitete auf einen Blick. 

Zu dem Essen gab es reichlich Fruchtwein und Likör aus eigener Herstellung. Um den Nachtisch hat sich dann Nazan gekümmert. Es gab einen leckeren Käsekuchen mit diversen frischen Früchten.

Viele Grüße von uns allen"

(3 Fotos © Michael)

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Karlsruhe: Eine wohlschmeckende Pilzart folgt der anderen


Foto: Das war wieder allerhand, was Thomas da gefunden hat. Das Foto zeigt, wie lohnenswert es ist, nicht nur die gängigen Pilzarten kennenzulernen. Unten sehen wir Schwarzpunktierte Schnecklinge, die hervorragende Speisepilze sind. (4 Fotos © Thomas)

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Foto: Ein Korb voller herbstlicher Vielfalt. Erwähnenswert sind auch die Lavendelfarbenen oder Blassen Rötelritterlinge, die hier noch nicht oft vorgestellt wurden. 


Thomas schreibt am 8. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern ging ich gleich morgens nochmal auf den Karlsruher Spielplatz zu den Birkenpilzen. Dem ein oder anderen wollte ich am Freitag noch zwei Tage zum Wachsen geben. Und so konnte ich zum dritten Mal in Folge, exakt zehn knackige Nachzügler einsammeln.

Zu Beginn dieses Schubes waren es noch mehr Gewöhnliche Birkenpilze und gerade mal ein einziger Schwärzlicher Birkenpilz, der sich gezeigt hat. Das hat sich dann aber schnell geändert. Zwischenzeitlich übernahmen die Schwärzlichen sogar die Überhand und drückten regelmäßig nach. Und das nun schon seit einem ganzen Monat.

Als ich einen schönen großen Fliegenpilz, der nur mit seinem Hut aus der Laubdecke spitzelte, etwas vom Laub befreit hatte, um ihn zu fotografieren, zeigte sich ein Bild, das man so vielleicht auch nur einmal im Leben zu Gesicht bekommt: jeweils zwei Fliegenpilze, Grüne Knollenblätterpilze und Birkenpilze machten es sich unter dem Laub kuschelig gemütlich. Es zeigt auch, wie nah sich Genuss und Tod in der Pilzwelt sein können. Aber auch, dass Kuscheln warm hält.


Foto: Reigen der Pilze um den großen Fliegenpilz. Wir sehen zwei Grüne Knollenblätterpilze, einen weiteren Fliegenpilz und zwei Birkenpilze. 


Allmählich geht es aber auch mit den Birkenpilzen nun zu Ende, und gerne gönne ich ihnen ihre wohlverdiente Winterpause. 

Anschließend ging es dann noch in ein kleines Fichtenwäldchen im Hardtwald bei Karlsruhe, in dem ich seit einigen Jahren im November Schwarzpunktierte Schnecklinge finde, die im Übrigen sehr leckere Speisepilze sind. An einer meiner zwei Stellen dürften die nächsten Tage sogar noch weitere folgen; es steht viel Nachwuchs bereits.

Zudem sammelte ich noch Violette und Zweifarbige LacktrichterlingeRötliche Stoppelpize, einen Buckeltäubling, einen Pfefferröhrling, Rotfußröhrlinge, wie auch zwei Violette Rötelritterlinge und drei Blasse, auch Lavendelfarbene Rötelritterlinge genannt. Für zwei stark angefressene und weit überständige Steinpilze, kam ich leider etwas zu spät.

Viele liebe Grüße, Thomas"


Foto: Schwarzpunktierte Schnecklinge zählen zu jener kleinen Gruppe von graubraunen Schnecklingsarten, die allesamt außergewöhnlich gute Speisepilze des Spätherbstes sind. Hinzu kommen noch Zweifarbige Schnecklinge, Natternstielige Schnecklinge und Marzipanschnecklinge. 





Gegen die Dunkelheit und das gefallene Laub


Thomas schreibt am 5. November 2021 zu diesen 2 Fotos:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

jetzt nach der Zeitumstellung ist es um einiges schwieriger, nach Feierabend noch rechtzeitig vor der Dunkelheit bei meinen Birkenpilzen zu sein. Das gefallene Laub erschwert die Suche zusätzlich. Und so sammelte ich auch heute bei Karlsruhe wieder bis zur völligen Dunkelheit einige Birkenpilze auf dem Spielplatz. Immer noch richtig schöne, knackige Pilze.

Allen Pilzfreunden noch einen tollen Ausklang der Herbstsaison, mit vielleicht noch dem ein oder anderen Highlight.

Viele liebe Grüße, Thomas"

(2 Fotos © Thomas)

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Kronau: Sehr seltene Weißschuppige Blutegerlinge exklusiv für Michael 


Foto: Weißflockige oder Weißschuppige Blutchampignons sind sehr seltene Pilze. Sie bluten ähnlich stark wie Waldchampignons. Die jungen Pilze wie hier zu sehen schmecken hervorragend, alte abweisend. 


Michael schreibt am 5. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

erneut war ich bei schönstem Herbstwetter auf den hiesigen Pferdekoppeln.

Die Fliegenpilze haben sich prächtig entwickelt und sind einfach schön für das Auge (2. Foto re.). Ein paar Birkenpilze und viele Weißflockige Blutchampignons konnte ich ernten.

Am Rest eines alten Nussbaumes entdeckte ich dann noch die ersten Austernpiize. Auch wachsen aktuell an fast allen Wegesrändern die Karbolchampignons in Massen.

Viele Grüße, Michael"

(4 Fotos © Michael)

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Foto: Himmelglühen über der Pferdekoppel. So stimmungsvoll kann die Pilzsuche sein. 





Auch wenn es spät und kalt ist, geht noch was bei Calw


Heiko schreibt am 5. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nach einigen Monaten als stiller, aber regelmäßiger Beobachter Deines Pilztickers möchte ich mal wieder einen Bericht von unserer heutigen Tour bei Calw im Nördlichen Schwarzwald veröffentlichen.

Selbstverständlich fallen auch mir die geringeren Röhrlingsmengen im Pilzjahr 2021 auf, aber in unserem Sammelkorb war auch über die letzten Wochen hinweg immer wieder der ein oder andere schöne Fund dabei.

Zusammen mit meiner Tochter Merle (2. Foto rechts, mit Steinpilz), die in dieser Woche Herbstferien hat, ging es heute Morgen in die Fichtenwälder bei Calw. Kaum angekommen, wurden wir auch schon am Rande eines Waldes auf einer „Kuhwiese“ fündig. 6 von insgesamt 7 knackigen, festen und madenfreien Fichtensteinpilzen fanden wir an dieser Stelle. Ein kleiner Abstecher in die moosigen Wälder belohnte uns dann noch mit einem weiteren jungen Steinpilz sowie einer Handvoll Lachsreizker.

Weil der heutige Vormittag mit Schneeregen und 3 Grad Celsius nicht zu einer ausgedehnten Tour einlud, kehrten wir nach etwas mehr als einer Stunde zum Auto zurück. Und das glücklich und mit reicher Beute. Uns zeigte der Ausflug heute einmal mehr, dass an vertrauten und zuverlässigen Stellen auch zu später und bereits kalter Jahreszeit noch was gehen kann.

Beste Grüße Dir und allen Pilzfreunden - und bleibt vor allem gesund!

Merle + Heiko"

(3 Fotos © Heiko)

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Foto: Die Zeit der Maden und der Schnecken scheint vorbei zu sein. Alle gefundenen Steinpilze waren von hervorragender Qualität. 


Fritz lässt sich im Bodenseekreis nicht entmutigen

»Ich habe die Saison noch nicht abgeschlossen«


Foto: Gelbstielige Trompetenpfifferlinge, Duftende Leistlinge und einige Herbsttrompeten gab es für Fritz ebenso wie jede Menge Reizker (2. Foto)(3 Fotos © Fritz)

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Fritz schreibt am 5. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe die Pilzsaison noch nicht abgeschlossen und war gestern noch einmal im Bodenseekreis unterwegs. Dabei fand ich Herbstlorcheln (2. Foto rechts), jede Menge Reizker, Gelbstielige Trompetenpfifferlinge, Duftende Leistlinge und Herbsttrompeten.

Viele Grüße von Fritz aus dem Bodenseekreis"

Rot = giftig





Mal auf der Birkenpilzwiese vorbeischauen


Foto: Die Inspektion der Birkenpilzwiese hat sich gelohnt, auch wenn etliche bereits überständige Pilze stehen bleiben mussten. Eineinhalb Steinpilze sprangen auch noch heraus. 


Michael schreibt am 2. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem dieses Jahr der Thomas solche tollen Funde von Birkenpilzen verzeichnet hatte, schauten Suri und ich an unseren Stellen mit viel Birkenbewuchs nach.

Eine Stelle ist auf der Pferdekoppel bei Kronau, auf der jedes Jahr massenhaft Champignons und Nelkenschwindlinge entlang des Zaunes vorkommen. Wir waren selbst überrascht. Auf der Koppel fanden wir sehr viele überständige- und noch einige knackige Birkenpilze (z. B. 1. Foto rechts) dazu einen Steinpilz (2. Foto rechts). Außerdem standen im Gras schönste Fliegenpilze und viele Birkenmilchlinge (früher: Birkenreizker).

Viele Grüße, Michael und Suri"

(4 Fotos © Michael)

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Foto: Früher hieß er Birkenreizker, heute Birkenmilchling. Geblieben aber ist, dass er weiße Milch absondert - und weiterhin giftig ist. In Russland und Finnland werden diese Pilze durch aufwändige Silierverfahren essbar und haltbar gemacht. 


Der wunderbare Geschmack der Trompetenpfifferlinge - und der Edelreizker


Foto: Wenig edel fand Peter die Lachsreizker (Weißtannenreizker), links im Bild. Nachdem er dann endlich Edelreizker finden konnte, stand für ihn fest: mit ihnen können die Lachsreizker geschmacklich nicht annähernd mithalten. (3 Fotos © Peter)

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Peter schreibt am 1. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

seit Jahren verfolge ich die Beiträge auf deinen wunderbaren und außerordentlich informativen Seiten. Dieses Jahr gestaltete sich dies aber zunehmend schmerzhaft. Während bei uns an Donau, Iller und Umgebung absolute Pilzflaute herrscht, lese ich Woche um Woche auf dem Pilzticker BaWue von Rekordernten im Schwarzwald.

Letztes Wochenende, also am 24.Oktober, wurde mir das zu bunt. Ich packte ein paar pilzinteressierte Familienmitglieder ins Auto und begab mich auf die A8 Richtung Nordschwarzwald. Wir haben es nicht bereut.

In der Nähe von Bad Wildberg haben wir unser Fahrzeug abgestellt. Schon fünf Minuten später begann das Ernten. Wahnsinn! Wir fanden Reizker über Reizker. Und es schienen die Echten Reizker (Edelreizker) zu sein. Allerdings waren da eigentlich viel mehr Reizker als Kiefern. Es werden wohl weitgehend Lachs-Reizker (Lactarius salmonicolor) gewesen sein, die da massenhaft in unseren Körben landeten.

Etwas Enttäuschung kam zu Hause nach der Zubereitung auf. Ich kannte bisher nur Edel-Reizker (Lactarius deliciosus)  und Fichten-Reizker (Lactarius deterrimus). Beide zählen geschmacklich zu meinen Lieblingspilzen. Der Lachreizker reiht sich hier leider nicht ein. Ich nehme einen komischen Nachgeschmack wahr, mit dem ich mich nicht anfreunden kann. –


Foto: Die Grübchen am Stiel und einige Kiefernnadeln weisen den Edelreizker aus. Mit ihm fand Peter das Geschmackserlebnis wieder, das er schon früher bei dieser Pilzart genossen hatte. 

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Allerdings konnte ich mich doch sehr für den wunderbaren Geschmack der Trompetenpfifferlinge (Craterellus tubaeformis) begeistern, die wir ebenfalls in Massen einsammeln konnten. Eine schöne Krause Glucke krönte die ertragsmäßig lohnendste Exkursion der Familiengeschichte.

Doch das Thema Reizker ließ mich nicht mehr los. Letztes Wochenende hatte ich gelernt, dass auch der mir nicht so sehr mundende Lachs-Reizker mit Grübchen am Stiel aufwarten kann. Zum Geschmacksvergleich mussten eindeutig identifizierbare Edel-Reizker her.

So zog ich gestern, am 31. Oktober, nochmal los. In der Umgebung des Würzbacher Mooses wurde ich fündig. Kiefern! Viele! Und zack, 5 Minuten später lag der erste Edelreizker im Korb. Es sollte nicht der letzte gewesen sein. Dazu gesellten sich wieder etliche Trompetenpfifferlinge in bestem Zustand und eine schöne Portion Semmelstoppelpilze.

Zuhause hielten die Edel-Reizker geschmacklich, was mir meine Erinnerung versprochen hatte. Sehr, sehr lecker! Schade, dass ich den Schwarzwald erst so spät für mich entdeckt habe. Nächstes Jahr wird man mich dort öfter antreffen.

Liebe Grüße, Peter"

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Foto: Jede Menge Trompetenpfifferlinge (vorn) und jede Menge Reizker (hinten, im Korb). Leider erwiesen sich die Reizker als Lachsreizker, die geschmacklich nicht an Edelreizker heranreichen. Dieses Foto stammt vom 24. Oktober 2021.






Die ewig jungen Birkenpilze lassen Thomas staunen


Foto: Thomas staunt über die Hartnäckigkeit der Birkenpilze, die er dieses Jahr in rauen Mengen ernten konnte. Die Blaugrünen Reiftäublinge sind fürs Gelbe vom Ei. (4 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 1. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

kaum zu glauben aber wahr, die Birkenpilze an unserem Spielplatz bei Karlsruhe sind immer noch da.

Auch wenn sie jetzt nicht mehr in den Mengen wachsen, kommen immer noch beste junge Exemplare nach. Teilweise spitzelt nur ihr schwärzlicher Hut aus dem Laub heraus. Einige Blaugrüne Reiftäublinge, die ich gerne klein gewürfelt und angebraten in ein Rührei gebe, nahm ich heute auch wieder mit.

Zwei giftige Vertreter der Gattung Amanita durften hingegen stehen bleiben. Einmal der Tod in Form von Grünen Knollenblätterpilzen und zum zweiten viele schöne Fliegenpilze, die im übrigen von der DGfM zum Pilz des Jahres 2022 bestimmt wurden.

Für heute war das an Pilzen aber noch nicht alles. Die Fortsetzung folgt dann im Pilzticker Rheinland Pfalz, der zufolge ich vermutlich zum letzten Mal in dieser Saison Südliche Ackerlinge ernten konnte.

Bis dahin, liebe Grüße, Thomas"

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Foto: Die Birkenpilze geizen immer noch nicht mit nachrückenden jungen Exemplaren. 

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Foto: Ein gutes Beispiel dafür, dass man beim Grünen Knollenblätterpilz nicht zwingend von der grünen Hutfarbe ausgehen darf, ist dieses Exemplar. Sie haben Farbabweichungen bis hin zum Erscheinungsbild des Gelben Knollenblätterpilzes - und umgekehrt. Deshalb muss auch der toxisch harmlosere Gelbe Knollenblätterpilz unbedingt als giftig und gefährlich eingestuft werden. 

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Foto: Herrliche Farbtupfer in der herbstlichen Wald- und Wiesenlandschaft sind die Fliegenpilze, die von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) zum Pilz des Jahres 2022 auserwählt wurden. 


Ein herrlicher Pilzausflug mit Freunden & Familie zum Dobel


Foto: Wer mit Michael auf Pilzsuche ist, kehrt mit ansehnlichem Fund heim. Es war noch einmal in diesem Jahr ein Familien- und Freundesausflug in die pilzreiche Region am Fuße des Dobel im Mittleren Schwarzwald angesetzt. Und es wurde ein schöner und erfolgreicher Wald- und Pilztag bei schönstem Herbstwetter. 


Foto: Michaels Anteil, dominiert von Lachsreizkern und Trompetenpfifferlingen. 


Michael schreibt am 1. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Suri, Naza, Sasa, die Familie Leitenberger und ich waren gestern für dieses Jahr das letzte Mal bei schönstem Wetter im Schwarzwald um den Dobel unterwegs.

Dort gibt es momentan Lachsreizker und Trompetenpfifferlinge in Massen. Einen Filzigen Gelbfuß, Violette Rötelritterlinge, einen Steinpilz, "Steinreizker", Rotfüße und ein Speisetäubling landeten in unseren Körben.

Dann entdeckten wir noch einen Baum, der den Waldbesuchern seinen blanken Hintern entgegenstreckt, siehe das Foto rechts. 

Viele Grüße von uns allen!"

(5 Fotos © Michael)

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Foto: Die Trompetenpfifferlinge wuchsen in Massen. Hoffentlich kam eine Schere zum Ernteeinsatz. 


Foto: Herbststimmung am Dobel im Schwarzwald. So macht die Pilzsuche doppelt Spaß! 


Was ist denn bei Hochstetten los? Die Steinpilze gewinnen an Qualität


Foto: Drei gut gefüllte Körbe deuten veranschaulichen, dass es hinreichend Pilze gibt zur Monatswende Oktober/November. Wer vielseitig sammelt, kommt nicht mit leeren Händen nach Hause. (3 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 30. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich zusammen mit Suri, Nazan und Sasa in den Wäldern um Hochstetten.

Nazan wollte unbedingt einmal Totentrompeten finden, da habe ich natürlich nachhelfen können. Außer den Totentrompeten sammelten wir schöne Steinpilze, Rote Stoppelpilze, nochmals riesige festfleischige Amethystpfifferlinge, Trompetenpfifferlinge, Sandröhrlinge, Kuhröhrlinge, Maronen, Violette Rötelritterlinge, Kupferrote Gelbfüße, Butterpilze, Parasole und Rotfüße.

Viele Grüße, Michael, Suri, Nazan und Sasa"


Foto: Ein seltener Anblick in den vergangenen Wochen waren Steinpilze wie dieser junge: ganz verschont von Schneckenfraß, schlicht makellos. Hatten ihn die Schnecken vergessen oder wollen sie andeuten, dass sie für dieses Jahr satt sind?






Diesmal konnte Thomas bei der Ernte aus dem Vollen schöpfen


Foto: Eine schöne Ernte von zwei sehr ansprechenden Speisepilzen: Schopftintlinge (oben) und Büschelige oder Braune Raslinge. (7 Fotos © Thomas)

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Foto: Die festen Raslinge unten, die rasch vergänglichen und zerbrechlichen Schopftintlinge oben drauf. Anders geht es nicht. 


Thomas schreibt am 29. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe heute zwar früh Feierabend gemacht, aber für meine Plätze im Nordschwarzwald war die Zeit dann doch etwas zu knapp. Also fuhr ich auf direktem Wege zu meinen Braunen Raslingen am Spielplatz bei Karlsruhe.

Nun waren sie im perfekten Alter und auch alle, ohne Ausnahme, zu einhundert Prozent madenfrei. Ich denke, auf den Fotos ist gut zu sehen, wie groß und dicht die Büschel der Raslinge werden können und dass auch die einzelnen Fruchtkörper teils enorme Ausmaße erreichen können. Alleine das große Büschel brachte weit über 100 Exemplare ein. Und wie zu sehen ist, kommen noch viele kleine nach.

Auch etliche Schopftintlinge im XXL-Format wachsen hier ein bisschen versteckt. Man muss sich nur einmal durch einen knapp drei Meter breiten Streifen mit zirka zwei Meter hohen Brennnessel schlagen. Dahinter wachsen sie zu Hunderten an mehreren Stellen, in allen Altersstadien.

Einen Teil der Schopftintlinge bekam die Schwiegermutter, der andere kam bei uns gleich am Abend in einer Suppe auf den Tisch.

Ein wunderschöner Farbklecks auf der Wiese war auch ein junges Büschel Grünblättriger Schwefelköpfe.

Liebe Grüße, Thomas"

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Foto: Ausgewachsene Büschelige Raslinge können auf einen Hutdurchmesser von 12, 13 Zentimetern kommen. Da sie nicht selten in großen, ja riesigen Kolonien wachsen, kann man sich vorstellen, welche Mengen man mitunter von ihnen ernten kann. 

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Foto: Ein einziges Büschel Brauner Raslinge kann leicht auf 100 Exemplare und mehr kommen. Sie sind nicht nur ausgesprochen wohlschmeckende, sondern auch sehr ergiebige Pilze. 

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Foto: Die Braunen Raslinge haben auch starken Nachwuchs. 


Foto: Die Schopftintlinge wachsen in XXL-Größe. Sie verstecken sich hinter einem Wall aus mannshohen Brennesseln. 


Foto: Schön anzuschauen im besten Alter, aber nichts für die Pfanne. Grünblättrige Schwefelköpfe erkennt man oft schon von weitem an ihrem gelbgrünen Teint zum Hutrand hin. 






Sehr lesenswert!

Obwohl sich die Steinpilze rar machen, schwärmt Thomas:

»Das beste Pilzjahr in 30 Jahren Sammelerfahrung«


Foto: Birkenpilze und Büschelige Raslinge (Braune Raslinge): Beide wachsen zu Thomas' Freude seit einigen Wochen und sorgen immer wieder für frischen köstlichen Nachschub in der Küche. (3 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 28. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich bleibe dabei, dass dieses Pilzjahr eines der besten, wenn nicht das beste meiner über dreißig Jahre langen Sammelerfahrung ist. Daran können auch die fehlenden Steinpilze in meinen Sammelgebieten nichts ändern. Momentan schaue ich auch erstmal gar nicht wirklich nach ihnen. Warum auch, wenn ich doch nur wenige Meter gehen oder mit dem Fahrrad fahren muss, um die feinsten Pilze zu ernten.

Nach Feierabend sammelte ich erst einige Braune Raslinge (Büschelraslinge) auf dem Grundstück meiner Arbeitsstelle und anschließend wieder schöne Birkenpilze am Spielplatz, wo sie nun seit drei Wochen alle vier bis fünf Tage nachgewachsen sind.

Allerdings kam ich erst gegen 18.20 Uhr am Spielplatz an und hatte nicht mehr viel Zeit bis zur totalen Finsternis. So konnte ich auch nicht mehr nach den Braunen Raslingen sehen, die hier in teilweise riesigen und dichten Büscheln wachsen.

Am Freitag werde ich früh Feierabend machen, und dann sind sie fällig! Mal sehen, vielleicht schaue ich aber doch mal wieder nach den Steinis und Flockis im Nordschwarzwald.

Liebe Grüße an Dich und an alle Pilzverrückten!

Thomas"

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Foto: Braune Raslinge oder Büschelige Raslinge wachsen gesellig und, wie der Name ausweist, in Büscheln. 

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Foto: Nicht selten stehen die Pilze in den Büscheln so eng zusammen, dass sie wie gepflastert aussehen. Mit ihrer knackig-festen Konsistenz und dem mild-nussigen Geschmack zählen sie zu den allerbesten Speisepilzen in unseren Breiten! 






Vermisst im Bodenseekreis: Steinpilze


Foto: Fritz vermisst dieses Jahr im Bodenseekreis die Steinpilze und Flockenstieligen Hexenröhrlinge. Auch Reizker gibt es nur wenige. Immerhin haben die Trompetenpfifferlinge und die Stockschwämmchen ein passables Jahr. 


Fritz schreibt am 28. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

die diesjährige Pilzsaison im Bodenseekreis war im Bezug auf Hexenröhrlinge und Steinpilze sehr bescheiden. Ich war schon erfreut, dass ich bei meinem gestrigen Pilzgang wenigstens noch einen schon beträchtlich angeknabberten Steinpilz (Foto rechts) und zwei Maronen finden konnte.

Auch die Edelreizker haben sich bei uns im Gegensatz zu den Vorjahren rar gemacht. Demgegenüber sind die Trompetenpfifferlinge und die Stockschwämmchen (2. Foto rechts) erfreulich gut vertreten.

Viele Grüße von Fritz aus dem Bodenseekreis"

(3 Fotos © Fritz)

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Kronau: Zwei Arten Steinpilzanzeiger für sechs Steinpilze


Foto: So oft lässt sich Michael nicht in den Korb schauen. Hier sogar in zwei. Und wir sehen  schöne herbstlich bunte Funde. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 27. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich zusammen mit Andreas und seiner Familie in den Wäldern um Kronau unterwegs.

Gesammelt habe wir Violette Rötelritterlinge, Büschelige Raslinge, Parasole, Kupferrote Gelbfüße, Kuhmäuler, Rotfüße, diverse Täublinge, Rote Stoppelpilze, Stockschwämmchen, einen Fichtenreizker,  6 Fichtensteinpilze und 3 Flockis.

Ansonsten stehen überall schönste Fliegenpilze, Hexenringe voller Nebelkappen und vereinzelt Perlhuhnchampignons.

 Viele Grüße, Michael, Andreas mit Familie"

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Foto: Gleich zwei Steinpilzanzeiger stehen beieinander. Neben dem Fliegenpilz ein Pfefferröhrling, der in einem Mischpilzgericht ruhig 20 bis 25 Prozent für sich beanspruchen darf. Nicht mehr, weil es dann pfefferig-scharf wird. 


Foto: Perlhuhnchampignons gilben wie Karbolegerlinge besonders an der Stielbasis. Und beide riechen nach Karbol, was besonders stark beim Braten auftritt. Und beide sind giftig. 


Foto: Der Hexenring der Nebelgrauen Trichterlinge schlägt einen weiten Bogen. Und wir Pilzsammler sollten einen Bogen um diese Pilze machen, denn bei vielen ruft ihr Verzehr Magen- und Darmprobleme hervor. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie gibt Nebelkappen deshalb nicht mehr für den Verzehr frei. 






Flockis statt Forellen


Foto: Nach erfolglosem Fliegenfischen an der Wutach suchte José kurzerhand seine Pilzplätze am Schluchsee auf und fand wieder einige Flockenstielige Hexenröhrlinge sowie ein paar Maronen

(Foto © José)

26. Oktober 2021

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Sehr lesenswert!

Warum die Steinpilze noch nicht wachsen, aber durchaus noch kommen können


Foto: Wer auf Raufüße und so genannte Kleine Röhrlinge wie die Rotfüße aus ist, hat in diesen Tagen gute Aussichten auf Erfolg. Thomas erklärt, warum es im Gegensatz zu ihnen die Dickröhrlinge momentan noch(?) schwer haben. (3 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 23. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

trotz des bislang sehr schwachen Herbstes für Dickröhrlinge wie Flockenstielige Hexenröhrlingen und Steinpilze ist momentan auf die Raufußröhrlinge wie Birkenpilze immer noch Verlass.

Auch heute sammelten wir wieder viele schöne Birkenpilze, Rotfußröhrlinge und Blaugrüne Reiftäublinge auf den angrenzenden Birkenwiesen von unserem Lieblingsspielplatz, nachdem ein Großteil der letzten Funde entweder im Dörrautomaten landete oder wir sie in Einmachgläser in Öl oder in einem Gewürzsud eingelegt haben. Der Rest wurde entweder gleich zubereitet oder an gute Freunde verschenkt.

Auch Büschelige Raslinge und Schopftintlinge können wir hier in den nächsten Tagen in großen Massen abholen, wenn die Wiese nicht vorher gemäht wird.

Das zaghafte Auftreten oder gar Ausbleiben der Dickröhrlinge ist für die südwestliche Region Deutschlands eigentlich ganz einfach zu erklären. Es gibt mehrere Gründe.


Foto: Den Birkenpilzen geht es richtig gut. Seit zwei, drei Wochen wachsen sie überaus prächtig. Als Raufußröhrlinge sind sie nicht so wärmeabhängig wie die Dickröhrlinge, zu denen Steinpilze und Hexenröhrlinge zählen. 

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Foto: Auch Rotfußröhrlinge, die zu den Kleinen Röhrlingen zählen, haben weniger mit kühlen Temperaturen zu kämpfen als Dickröhrlinge. 

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Dickröhrlinge sind generell ausgesprochen wärmeliebende Pilze. Die letzten drei, vier Jahre, die im Sommer von Dürre und Hitze  geprägt waren, hatten wir sehr starke Steinpilzjahre, da der Sommer heiß und der September oft sehr regnerisch war. Gerade die Niederschläge Ende August und im September sind sehr wichtig für das Wachstum der Röhrlinge im Herbst.

Demgegenüber waren die diesjährigen Wetterverhältnisse ganz anders. Wir hatten viel, teilweise zu viel Regen im Frühsommer und im Hochsommer. Speziell von Juni bis Ende Juli war die wärmste und niederschlagsreichste Zeit. Mit gebietsweise weit über 200 Litern pro Quadratmeter war es der feuchteste Sommer seit zehn Jahren, weshalb die Sommersteinpilze und auch viele Sommer-Pilzarten so zahlreich wuchsen.

Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren war aber der August einer der kühleren Monate mit zeitweise sehr frischen Nächten. Der September war hingegen der trockenste seit fünfzehn Jahren. Diese fehlende Feuchtigkeit wirkt sich jetzt im Oktober aus.

Hinzu kommt, dass sich viele Arten nach starken Jahren, auch mal wieder ein Erholungsjahr gönnen. Das muss aber nicht bedeuten, dass die Steinpilze komplett ausbleiben. Der kühle und regnerische Oktober könnte eventuell auch noch für Steinpilze im Spätherbst im November sorgen. Nur wird es mit dem fallenden Laub auch nicht gerade einfacher werden, sie zu finden.

Und das Wachstum wird sich dann auch auf einen nur kurzen Zeitraum beschränken. Für die Natur sind Jahre wie dieses aber mal wieder wie eine richtige Erholungskur. So schön grün und reich an Pilzarten, waren die Wälder schon lange nicht mehr. Auch das Fehlen der extrem großen Massen an Krausen Glucken zeigt, dass sich viele Kiefern wieder etwas erholen konnten und sich gut gegen die Parasiten, zu denen auch holzzehrende Pilze zählen, verteidigt haben.

Das vielleicht als kleine Erklärung dafür, warum in vielen Regionen die Steinpilze bislang nur sehr schwach vertreten sind.

Trotz allem, wünsche ich allen Pilzfreunden noch einen erfolgreichen Herbst und Spätherbst.

Liebe Grüße, Thomas"

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Wenn Pfifferlinge mit Grünblättrigen Schwefelköpfen kuscheln 


Foto: Die Steinpilze mühen sich redlich. Hier und da gibt es sogar ein schön anzusehendes Exemplar. (4 Fotos © Michael)

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Foto: Die Steinpilze stehen nicht in Gruppen, sondern vereinzelt. Wie dieser, der bereits Besuch von Schnecken hatte. 


Michael schreibt am 23. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich in den Wäldern um Hochstetten unterwegs.

Vereinzelt ein paar Steinpilze, immer noch schöne Pfiffers, Stoppelpilze, Trompetenpfifferlinge, Violette Rötelritterlinge, Butterpilze, Rotfüßchen und ein Kupferroter Gelbfuß landeten in meinem Korb.

Interessant war eine junge Gruppe Grünblättriger Schwefelköpfe, aus der zwei Pfifferlinge direkt herauswuchsen.

Viele Grüße, Michael"


Foto: Am Rande des Büschels Grünblättriger Schwefelköpfe haben es sich zwei schöne Pfifferlinge gemütlich eingerichtet. 


Foto: Totentrompeten sind Michael natürlich stets herzlich willkommen. Wie alle Pfifferlingsverwandten und Kraterellen haben sie nach drei schwachen Jahren wieder ein gutes Jahr. 





»Die Fichtensteinpilze haben bislang kein gutes Jahr hier in meiner Gegend«


Foto: Es fällt auf, dass die Steinpilze teilweise hutlos in Korb und Küche landen. Sie haben im Großen und Ganzen kein gutes Jahr - nicht nur in Michaels Pilzwäldern um Kronau. Das von Schnecken ramponierte arme Kerlchen auf dem 2. Foto zeugt davon. 

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Michael schreibt am 21. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich in den Wäldern um Kronau unterwegs. Allerdings nur eine kleine Runde. Gesammelt und gesichtet habe ich dennoch so einiges. Sechs Steinpilze bzw. deren Stiele, ein Kuhmaul, Kupferrote Gelbfüße, Schopftintlinge, Marone, Butterpilz, Pfiffers, Rote Stoppelpilze, die ersten Violetten Rötelritterlinge, Stockschwämmchen, einen Edelreizker, Parasole und Büschelige Raslinge.

Die Fichtensteinpilze haben bislang kein gutes Jahr hier in meiner Gegend. Und auch die Schnecken leisten ihren Beitrag hierzu. Die Büscheligen Raslinge (2. Foto rechts) werden nochmals stark kommen, was viele kleine Exemplare schon jetzt ankündigen.

Viele Grüße, Michael"

(4 Fotos © Michael)

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Foto: Wenn die Violetten Rötelritterlinge erst einmal wachsen, ist im Pilzreich der Übergang vom Herbst zum Spätherbst da. Sie mögen kühle Temperaturen; ihre Geschwister, die Lilastieligen Rötelritterlinge, gar noch mehr. 

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Die prächtigen Flockenstieligen Hexenröhrlinge vom Schluchsee gehen in die Schweiz



Josés Fund vom 19. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

zu meiner großen Freude fand ich einige wunderschöne Flockenstielige Hexenröhrlinge am Schluchsee. Sie standen gut versteckt im hohen Gras. Auch ein schöner Steinpilz war dabei. Ich werde an dem Platz demnächst noch einmal vorbeischauen.

Grüsse aus der Schweiz, José"

(2 Fotos © José)

(Nachgereicht am 24. Oktober 2021)

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Thomas' private **-Küche hat wieder geöffnet


Foto: Welcher Pilzfreund würde dieses Gericht nicht im Restaurant bestellen, so es im Angebot wäre? An Pilzen sind hier aufgetischt gebratene Steinpilzhälften, Totentrompeten und Krause Kraterellen in Sahnesauce sowie panierte und frittierte Butterpilze.

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Foto: Birkenpilze und Schwärzliche Birkenpilze, Blaugrüne Reiftäublinge und zwei Rotfußröhrlinge fanden diesmal den Weg in Thomas' Korb. 


Thomas schreibt am 19. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

am Nachmittag waren wir heute mit der Kleinen wieder auf unserem Pilz-Spielplatz bei Karlsruhe. Erneut sind viele schöne Birkenpilze nachgewachsen, wovon ich auch wieder einige mitnahm.

Einer der Schwärzlichen Birkenpilze erinnert mit seinem hell-dunkel Kontrast irgendwie an einen Mohrenkopfmilchling und einer der Fliegenpilze wollte wohl schon immer mal eine Speisemorchel sein. Fünf Blaugrüne Reiftäublinge und zwei Rotfüßchen kamen auch noch mit hinzu.

Am Abend gab es dann aber erst einmal noch einige Pilze aus dem Fund von Rülzheim. Und zwar etwas ganz Einfaches. Aber nicht nur einfach, sondern einfach lecker. Es gab Breite Nudeln mit Totentrompeten und Krausen Kraterellen in einer Sahnesoße und Preiselbeeren, dazu gebratene Steinpilze und einen Feldsalat mit panierten und frittierten Butterpilzen.

Viele liebe Grüße, Thomas"

(4 Fotos © Thomas)

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2 Fotos: Der Schwärzliche Birkenpilz (links) erinnerte Thomas an einen Mohrenkopfmilchling, der Fliegenpilz seiner wabenähnlichen Zeichnung wegen an eine Speisemorchel. 

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Das haben sich Michael & Suri verdient:

Rinderfilet und Pilzragout mit bunten Bratkartoffeln und Kürbisschnitzeln


Michael schreibt am 17. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

hier mal wieder ein herbstliches Essen: Pilze aus dem Wald, Kürbis, Feige und Kartoffeln aus dem Garten.

Es gab Rinderfilet, bunte Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebel, Kürbisschnitzel aus dem Ofen und ein herzhaftes Pilzragout aus unseren zuletzt gesammelten Pilzen (Foto rechts). 

Suri und ich ließen es uns gestern Abend schmecken.

Viele Grüße, Michael und Suri"

(Foto © Michael)

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»Sieh mal, wer da wieder ist«


2 Fotos: Eine selten schöne Schau frischer junger Birkenpilze, unter denen sich auch einige Schwärzliche Geschwister befinden. Das 2. Foto (rechts) war eines der Meldefotos von Thomas' Frau, die ihn auf dem Spielplatz um Hilfe bei der Lese bat. (5 Fotos © Thomas + Frau)

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Thomas schreibt am 14. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

auf meine beiden Frauen ist Verlass. Als die Zwei heute nach der Kita wieder auf dem Spielplatz waren, schickte mir meine Frau am Nachmittag u. a das Foto rechts und dazu eines in Nahaufnahme (weiter unten), das ich selbst nicht hätte besser machen können. Auf beiden Bildern war ganz klar zu erkennen, dass hier mindestens fünf knackige Birkenpilze nachgewachsen waren. Dazu schrieb sie: „Sieh mal, wer da wieder ist. Du musst da später nochmal hin."

Da der Spielplatz aber noch sehr gut besucht war, meine Frau sich aber nicht so auffällig dort umsehen wollte, sammelte sie nur jene ein, welche schnell im Eimerchen der Kleinen verschwinden konnten.

Nach Feierabend fuhr ich rasch an diese Stelle und konnte auch noch viele junge und knackige Birkenpilze einsammeln, die allesamt komplett madenfrei waren. Auch etliche Schwärzliche Birkenpilze standen wieder inmitten der Gemeinen Birkenpilze. Teilweise wuchsen sie zu mehreren in Reihen.

Auf dem letzten Foto entdeckt man bei genauerem Hinsehen gleich drei Exemplare. Der große vorne rechts, dann links davon in der oberen Bildhälfte und weiter links in der Ecke, rechts vor dem Busch.

Morgen werde ich mir wahrscheinlich einige Büschelige Raslinge mitnehmen, die ich nun schon einige Tage auf dem Firmengelände, wo ich arbeite, wachsen lasse.

Liebe Grüße an Dich und an alle Pilzfreunde, Thomas"

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Foto: Eines der zwei Alarmfotos von Thomas' Frau. Er hätte das Bild nicht besser machen können, meinte er. 

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Foto: Schöner könnte ein junger knackiger Birkenpilz kaum posieren. 


Foto: Drei Schwärzliche Birkenpilze in Reihe von rechts unten nach links oben. Der letzte Pilz ist nur verschwommen zu sehen. 





Auch bei Leopoldshafen gibt es die Pfifferlinge im Großangebot - immer noch


Foto: So sieht der Fund aus, wenn Michael und Suri in einem neu erkundeten Wald unterwegs waren, wie in diesem Fall bei Leopoldshafen. Leistlinge, Stoppelpilze und Kupferrote Gelbfüße machen das Gros aus, die Steinpilze wachsen zaghaft und sind umso mehr Zielscheibe der Schnecken. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 13. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern waren Suri und ich in einem neuen Waldstück im Bereich Leopoldshafen unterwegs.

Es ist mehr als erstaunlich, zu beobachten, dass die Pfifferlinge nicht aufgeben. Wir sammelten sehr viele verschiedene Pfifferlinge sowie Rote und Weiße Stoppelpilze, zwei Steinpilze, Kupferrote Gelbfüße, einen Buckeltäubling, einen Edelreizker und zum Probieren einen Sandröhrling und ein paar kleinere Kuhrörlinge.

An den massenhaft auftretenden Kuhröhrlingen wuchsen wieder ein paar wenige Rosenrote Gelbfüße die allerdings stehen blieben. Trompetenpfifferlinge und Totentrompeten (z. B. Foto rechts) stehen zu Hunderten in Nadelformat den Startlöchern. Ein paar Große nahmen wir ebenfalls davon mit.

Ansonsten ist der Wald momentan voller diverser Pilze wie zum Beispiel dem leicht giftigen Rosa Rettichhelmling, Fliegenpilzen und dem Gelbmilchenden Helmling, den ich immer sehr faszinierend finde.

Viele Grüße, Michael und Suri"


Foto: So sieht es aus, wenn Gelbstielige Trompetenpfifferlinge in hellen Scharen fruktifizieren. Da wird Michael demnächst mit Sicherheit eine Schere zur Ernte im Pilzkorb mit sich tragen. 


Foto: Mit der "Tinte" des Gelbmilchenden Helmlings kann man sich durchaus seinen Namen in oder auf die Hand schreiben, damit man nicht gleich im Personalausweis nachschauen muss. Die Milch ist mehr orange als gelb. Gelbmilchende Helmlinge sind selten.





Schneeankündigung für den Hochschwarzwald

Noch schnell die Steinpilze mit der Lupe suchen


2 Fotos: Sie sind rar, man muss sie konzentriert suchen, aber wenn man sie findet, ist es toll: die Steinpilze im Hochschwarzwald zeigen sich in Spitzenqualität. 

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Oliver schreibt am 11. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm

in wenigen Tagen soll es im Hochschwarzwald schneien! Daher war ich heute noch einmal auf eine kleine Runde nach dem Büro auf dem Berg.

Man muss sie wirklich mit der Lupe suchen, aber man findet sie. Und sie sind von ausgezeichneter Qualität. 

Viele liebe Grüße, Oliver"

(2 Fotos © Oliver)

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Ein düsterer Einzelgänger inmitten des farbenfrohen Birkenhabitats


2 Fotos: Welch ein krasser Unterschied: Gewöhnliche Birkenpilze und ein Schwärzlicher Birkenpilz. Auf dem 2. Foto ist die rußige Variation, hier in einem besonders finsteren Gewand, noch einmal gesondert zu sehen. (3 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 10. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gleich nach dem Frühstück ging es heute mit unserer Tochter auf deren Lieblingsspielplatz. Während die Kleine am Spielen war, schaute ich mich bei den dort stehenden Birken ein bisschen um und fand glücklicherweise auch gleich fünf schöne junge und knackige Birkenpilze.

Bei einem davon handelt es sich sogar um die Varietät Schwärzlicher Birkenpilz. Anders als zum Beispiel der Kupferrote Gelbfuß, der selten mehr als zwei bis drei Meter vom Stamm der Kiefer entfernt steht, kann der Birkenpilz mitunter auch mal gute fünf, sechs Meter und mehr von seiner Birke entfernt wachsen.

Auch viele schöne Fliegenpilze wachsen derzeit um die Birken herum.

Nun heißt es, seine Stellen im Auge behalten, denn das Erwachen der Röhrlinge hat begonnen.

Noch einen schönen Sonntag und viele Grüße von Thomas"


Foto: Die Fliegenpilze präsentieren sich schön weiß getupft und sorgen auf der bunt belaubten herbstlichen Wiese für eine besonders farbenfrohe Dekoration.






Regelrechter Massenausbruch im Hunsrück

Das Rekordjahr der Pfifferlinge, festgehalten in zwei alles sagenden Bildern


2 Fotos: Diese beiden Bilder haben Symbolkraft, denn sie veranschaulichen auf das Schönste, welch ein fantastisches Jahr der Pfifferlinge 2021 war und noch ist, auch wenn es nun allmählich seinem Ende entgegengeht. Zwei Bilder, die noch lange in Erinnerung bleiben werden. (2 Fotos © Thomas)

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Markus und Thomas schreiben am 9. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

2021 ist bislang ein hervorragendes Jahr für Pfifferlinge. Erst jetzt nehmen sie langsam ab. 

Die auf den Fotos zu sehenden Pilze haben wir im Hardtwald und im Hunsrück gefunden. Während sie im Hardtwald seit Wochen an den gleichen Plätzen in mäßiger Menge wachsen, traten sie im Rhein-Hunsrück-Kreis nur ein paar Tage lang auf, dafür aber in großen Mengen. Der Boden in den Mischwäldern aus jungen Eichen, Hainbuchen und Birken war übersät mit ihnen.

Anbei ein paar Impressionen von Pilzen, die wir zusammen mit einer Schulklasse gesammelt haben.

Viele Grüße, Thomas und Markus"

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Kronau: Auch nach fünf Monaten wachsen die Pfifferlinge noch in aller Herrlichkeit


Foto: 3 Körbe kamen diesmal zum Einsatz. Die meisten Pilze gingen an Nazan und Sasa. Der Korb oben links mit den dunklen Büscheligen Raslingen dürfte Michael gehören. 


Foto: Und dies war Michaels Anteil. Auffallend hierbei sind die Flaschenstäublinge unten links. Während fast alle Pilzsammler achtlos an ihnen vorübergehen, schätzt Michael diese guten Speisepilze und nimmt sie, sofern sie noch jung sind, gerne mit. 


Michael schreibt am 9. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich zusammen mit Nazan und Sasa in den Wäldern um Kronau. Wir suchten einige meiner besten Stellen auf. Gesammelt haben wir sehr viele Rotgelbe Stoppelpilze, die felderweise wuchsen, Kupferrote Gelbfüße (z. B. Foto rechts), Büschelraslinge, Schopftintlinge, Parasole, Steinpilze, Flaschenstäublinge, Butterpilze und schöne Pfifferlinge, die nach Monaten immer noch wachsen.

Der Großteil unserer Funde sowie alle Stoppelpilze gingen an Nazan und Sasa.

Viele Grüße Michael, Nazan und Sasa"

(4 Fotos © Michael)

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Foto: Seit Monaten wachsen die Pfifferlinge in den Kronauer Wäldern hemmungslos. Und auch im Oktober findet man noch so schöne Exemplare wie diese großen. 





Das Leuchten der Anhängselröhrlinge im sonnig-herbstlichen Eichenwald


2 Fotos: Die Anhängselröhrlinge (Laubwaldanhängselröhrlinge) stehen jetzt wunderschön im Eichenlaub. Wenn die Sonne mitspielt, wie auf dem 2. Foto, leuchten sie in herrlich warmen Herbstfarben. (2 Fotos © Thomas H.)

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Markus schreibt am 8. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren in diesem Herbst noch nicht so oft in den Pilzen. Entweder kam die Arbeit oder ein Urlaub dazwischen. Oder die Ernte von Mirabellen, Birnen, Äpfeln und Quitten, die es dieses Jahr in großer Menge gibt.

In den letzten Tagen haben wir  wärmebegünstigte Eichen- und Buchenwälder im sonnigen Baden aufgesucht, in denen es verlässlich Steinpilze gibt.

Leider haben wir keine gefunden, dafür aber Bronzeröhrlinge und Anhängselröhrlinge, die dort in den Rand- und Übergangsbereichen auf weichem, fast schon torfartigem Boden, gerne an und unter Farn wachsen. Man findet sie aber auch im Wald selbst, wo sie sich häufig im Eichenlaub verbergen und erst bei genauem Hinsehen zu entdecken sind.

Während es also (noch) keine Steinpilze gibt, haben diese Röhrlinge einen starken Schub. Sie fühlen sich fest und kompakt an und leuchten in wunderbaren Bronze-, Braun- und Rottönen. Sie sollen aromatischer sein als Steinpilze, wovon wir allerdings nichts haben, denn sie gehören zu den wenigen Pilzarten, die nicht entnommen werden dürfen. Dafür entschädigt aber der schöne Anblick.

Viele Grüße, Thomas und Markus"

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Schramberg-Sulgen: Abtransport der 6,8-Kilo-Glucken im Plastesack


Rainer schreibt am 5. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute war ich in Schramberg-Sulgen unterwegs und habe zwei Prachtexemplare von Krausen Glucken gefunden. Der Abtransport musste in einem großen Plastesack erfolgen. Die zwei Pilze wogen zusammen 6,8 Kilogramm.

Liebe Grüße, Rainer"

(2 Fotos © Rainer)

Anmerkung: Auf beiden Fotos sind keine Hinweise auf Kiefern erkennbar, wohl aber auf Weißtanne, weshalb es sich hier um Tannenglucken bzw. Breitblättrige Glucken handeln dürfte. 

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Im Hochschwarzwald machen die jungen Steinpilze Hoffnung auf ein zufriedenstellendes Saisonfinale


Foto: Immerhin, bei den Röhrlingen tut sich wieder was. Schön, dass sie deutlich weniger vermadet sind als in den Vorwochen. (3 Fotos © Oliver)

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Oliver schreibt am 2. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nach einiger Zeit war ich einmal wieder im Hochschwarzwald unterwegs. Tatsächlich gibt es einige optisch allerdings nicht so ansprechende junge Steinpilze. Neben zwei größeren Pfifferlingen gehörte noch ein Flockenstieliger Hexenröhrling zu meinem Fund. 

Hier ist es nachts allerdings schon recht kalt.

Ich lasse mich vom weiteren Verlauf überraschen.

Viele liebe Grüße, Oliver"


2 Fotos: Schönheitswettbewerbe werden sie wohl nicht gewinnen, diese zwei jungen Steinpilze. Für die Pfanne reicht es aber allemal. 


Bei Hochstetten: Die Fichtensteinpilze berappeln sich 


Foto: Einen Anblick, der Hoffnung macht, bieten diese zwei Fichtensteinpilze. Nicht nur, weil sie da so schön rumlümmeln, sondern weil sie auch von guter Qualität waren. Michael nimmt keinen madigen Pilzkörper mit nach Hause. 


Foto: Die Fichtensteinpilze berappeln sich wieder! Das ist die wohl wichtigste Botschaft dieses Fundfotos von Michael. Bemerkenswert ist auch die Vielzahl der Rötlichen und Weißen Semmelstoppelpilze. Ihre beiden Arten sehen wir auf dem 2. Foto gesondert.

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Michael schreibt am 1. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich in den Wäldern um Hochstetten unterwegs. Es tut sich was.

Gefunden habe ich sehr viele Rote Semmelstoppelpilze, einige Weiße Semmelstoppelpilze, verschiedene Pfifferlingsarten, Totentrompeten, Fichtensteinpilze, zwei Flockis, Kupferrote Gelbfüße, Butterpilze, einen Stubben Wässriger Mürblinge und einen Buckeltäubling.

An meinem einen Bild ist der direkte Vergleich zu sehen, weswegen ich nicht die allgemeine Bezeichnung Semmelstoppelpilz verwende, sondern Roter und Weißer Semmelstoppelpilz.

Viele Grüße, Michael"

(4 Fotos © Michael)

Sehr interessant und lesenswert:

Thomas schreibt hierzu am 2. Oktober 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

dem letzten Satz von Michael, in Bezug auf die „allgemeine Bezeichnung" Semmelstoppelpilz, möchte ich noch eine Kleinigkeit hinzufügen.

Der Name Semmelstoppelpilz sollte eigentlich auch nur für den Semmel-Stoppelpilz verwendet werden. Das ist wieder so ein Fall, bei dem sich der wissenschaftliche Name empfiehlt.

Jede Pilzart hat einen Vor- (Art-) und einen Nachnamen (Gattung). Die Gattung Hydnum (Stoppelpilze) umfasst mehrere Arten und Variationen, wobei die Art Hydnum repandum (Semmel-Stoppelpilz) wohl die häufigste und auch bekannteste ist.

Der Name repandum bedeutet soviel wie gewölbt, was in Verbindung mit seiner (Semmel-) gelben Farbe, der einzige Semmel-Stoppelpilz sein sollte.

Eine Variation hiervon ist Hydnum rufescens, was sich von "rötlich" ableitet. Er ist somit der Rotgelbe-Stoppelpilz.

Der Name albidum bedeutet "weiß" und deshalb ist Hydnum albidum auch der Weiße Stoppelpilz.

Des Weiteren gibt es auch bei uns noch Hydnum umblicatum. Umbilicus bedeutet Nabel. Das ist der Genabelte Stoppelpilz.

Semmelstoppelpilz sollte somit auch nur der Semmel-Stoppelpilz (Hydnum repandum) heißen. Alles andere sind dem wissenschaftlichen Namen nach wie gesagt nur Weiße, Rotgelbe und Genabelte Stoppelpilze.

So, nun aber genug der Klugscheißerei.

Liebe Grüße, Thomas"

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Foto: Ein Büschel Wässriger Mürblinge, Speisepilze von minderem Wert. Sie werden auch Weißstielige Stockschwämmchen genannt, haben aber verwandtschaftlich mit diesen nichts zu tun. Stockschwämmchen zählen zur Familie der Träuschlingeverwandten, die Weißstieligen Stockschwämmchen zu den Mürblingsverwandten. Wegen der Velumreste am Hutrand kann man sie mit Behangenen Faserlingen verwechseln. Deren Hut ist jedoch hellbraun, der der "Weißstieligen" geht ins Rotbraune. 

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Das schmeckt nicht nur dem Fritz vom Bodensee: Die Edelreizker vertragen auch mal ein Tröpfchen Essig


Fritz schreibt am 29. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem bei uns im Bodenseekreis die Röhrlinge immer noch nicht zu sehen sind, habe ich meine Aufmerksamkeit auf Herbsttrompeten (Totentrompeten) gerichtet und bin mit ca. 20 Exemplaren auch fündig geworden.

Die Trompetenpfifferlinge fangen auch langsam an zu wachsen. Außerdem konnte ich eine schöne Mengen an Edelreizkern mitnehmen. Sie sind, in Mehl gewälzt und wie ein Schnitzel gebraten, eine Delikatesse. Nach dem Braten kann auch noch ein Tröpfchen Essig (je nach Geschmack) auf den Pilz gegeben werden.

Viele Grüße von Fritz aus dem Bodenseekreis"

(2 Fotos © Fritz)

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2 Fotos: Da die Steinpilze bislang ausbleiben, nahm Fritz die Totentrompeten ins Visier und fand tatsächlich auch welche (links). Auch die Trompetenpfifferlinge (rechts) beginnen jetzt im Bodenseekreis zu wachsen. 

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Sehr lesenswert! Ein klares, wahres Statement von Thomas:

»Die geschmacklich besten Speisepilze findet man nicht bei den Röhrlingen«

Einzige Ausnahme: Flockenstielige Hexenröhrlinge


Foto: Es geht auch ohne Röhrlinge - und zwar sehr gut! Thomas hat sich im Nordschwarzwald ein Bild vom Pilzaufkommen verschafft - und hat - außer Röhrlingen - so einiges gefunden. Besonders scharf war er diesmal auf Stockschwämmchen (unten)(8 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 27. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

damit es nicht ganz so eintönig bleibt, dachte ich mir, ich mache heute mal blau. Beziehungsweise vielleicht eher violett. Aber nicht bei der Arbeit, sondern bei den Pilzen.

Nach Feierabend fuhr ich noch zwei meiner Stellen im Nordschwarzwald an. Zum einen, um hier im Fichten-Buchenwald gezielt nach Stockschwämmchen zu sehen und zum anderen, um an anderer Stelle generell nach dem Pilzaufkommen zu schauen.

Angefangen hat es aber erstmal wieder mit einigen Semmelstoppelpilzen, Pfifferlingen, einem kleinen jungen Büschel Dunklem Hallimasch, das direkt auf einem sandigen Forstweg, unter dem sich wohl eine Wurzel eines Nadelbaumes befindet, wuchs, und noch zwei schönen Frauentäublingen.

Weiter ging es dann mit einem Fichtenreizker, einigen Spangrünen Kiefernreizkern wie auch Edelreizker, drei Buckeltäublingen und vier Perlpilzen. Aber auch die farbenfrohen Lacktrichterlinge durften nicht fehlen. Gerade die Violetten Lacktrichterlinge sehen für vorbeilaufende Spaziergänger immer so schön gefährlich aus.

Dann kam ich im Fichten-Buchenwald an und wurde auch gleich von den ersten Stockschwämmchen begrüßt. Allerdings waren die meisten schon etwas überständig und ich nahm erstmal nur einige Brauchbare mit. Aber es wurde von Stumpf zu Stumpf besser.

Der zweite Stumpf lockte zunächst auch mit älteren Exemplaren, auf der Rückseite wuchs aber noch ein schönes Büschel im besten Alter. Der dritte Stumpf füllte meinen Korb dann in kürzester Zeit mit durchweg erstklassigen Stockschwämmchen, sodass ich an dieser Stelle auch abbrach und mich wieder auf den Rückweg machte.


Foto: Auch Dunkle Hallimasche sind häufig unterschätzte, jedoch gute Speisepilze. Die Webite 123.pilzsuche.de gibt ihnen für ihren Geschmack nicht umsonst die Schulnote 2.

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Foto: Ein schönes illustratives Foto, das zeigt, wie ein Trupp Violetter Lacktrichterlinge in fast lustiger Formation einen Moosbuckel erklimmt. 

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Foto: Alte Stockschwämmchen


Foto: Junge Stockschwämmchen


Foto: Viele Stockschwämmchen


An einem Kiefernstumpf sah ich dann noch schöne kräftige Olivgelbe Holzritterlinge, die aber keine Speisepilze sind und deshalb auch stehen bleiben durften. Kurz bevor ich wieder am Auto war, stand ich plötzlich vor einer Gruppe Dunkelvioletter Schleierlinge, die sich wohl gerade in einem Konfliktgespräch mit zwei Gelben Knollenblätterpilzen befanden.

Auch im Hintergrund standen noch viele dieser Schleierlinge im Buchenlaub. Um diese Diskussion ein wenig zu entspannen, nahm ich einige der schönsten Schleierlinge mit. Sie sind geschmacklich zwar nicht der Renner, aber durch ihren hohen Eisengehalt eine gute Eisenquelle und von daher auch sehr gesund. Und wenn sie im Korb oben aufliegen, muss man auch nicht mehr befürchten, von einem vorbeilaufenden Spaziergänger angesprochen zu werden.

Wie man sieht, muss der Korb auch ohne Röhrlinge auf keinen Fall leer bleiben. Wer sich ein bisschen breiter aufstellt, der könnte auch in dieser röhrlingsarmen Zeit noch so viele leckere Pilze finden. Die geschmacklich besten Speisepilze findet man meiner Meinung nach -mit Ausnahme vom Flockenstieligen Hexenröhrling- eh nicht bei den Röhrlingen.

Trotzdem wünsche ich allen Pilzfreunden und auch mir noch reichlich schöne Steinpilze und Maronen.

Liebe Grüße, Thomas"


Foto: Ein Kriegspilz, den man in schlechten Zeiten essen kann, ist der Olivgelbe Holzritterling. Ebenso verhält es sich mit seinem Rötlichen Bruder, der deutlich häufiger zu sehen ist. 

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Foto: Thomas nahm einige Dunkelviolette Schleierlinge sogar mit, um Eisen zu tanken. Ich habe sie einmal gegessen. Eine relativ muffige Angelegenheit war's. Im Hintergrund lauern zwei Gelbe Knollenblätterpilze

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Kronau: Erste Fichtensteinpilze, Rückgang der Pfifferlinge und zwei richtige Bösewichte


Foto: Auch bei Kronau tauchen nach längerer Pause wieder erste Fichtensteinpilze auf. Sie sind jung bis mittelalt und von sehr guter Qualität. Die fetten Wochen für die Maden sind offenbar vorüber. Semmelstoppelpilze gibt es reichlich, die Pfifferlinge scheinen nach rekordverdächtigem Massenwachstum über Monate hinweg langsam zurückzugehen. Die zwei gelben Knöpfchen unten rechts sind Violettstielige Pfirsichtäublinge. (7 Fotos © Michael)

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Foto: Hallo, wir sind wieder da, scheint dieser junge knackige Fichtensteinpilz zu verkünden. Er gehört dem ersten Schub der Herbststeinpilze an. 


Michael schreibt am 25. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in den Wäldern um Kronau ist es wieder sehr trocken.

Gefunden habe ich Pilze ausschließlich an schattigen, vor der Sonne geschützten Plätzen. Ein paar Fichtensteinpilze, ein Sommersteinpilz, Täublinge, ein Perlpilz, Pfifferlinge und Rote Semmelstoppelpilze landeten in meinem Korb.

An Giftpilzen entdeckte ich außerdem ein paar Spitzhütige Knollenblätterpilze, Spitzschuppige Stachelschirmlinge, einen Fliegenpilz und eine Herbstlorchel.

Regen wäre mal wieder gut.

Viele Grüße, Michael"


Foto: Der Kegelhütige oder Spitzhütige oder Weiße Knollenblätterpilz wächst häufig im Nadelwald mit starker Neigung zur Fichte, seltener findet man ihn im Laubwald. Der schöne Pilz ist flockenlos und reinweiß. Sein Geruch ist unangenehm und abweisend. 


Foto: Ein frisch aufgeschirmter Spitzhütiger Knollenblätterpilz. Er ist tödlich giftig! Schon wenige Gramm können tödlich sein. Er hat zwar weniger Giftanteil als der Grüne Knollenblätterpilz, wird aber öfter mit Champignonarten verwechselt. 


Foto: Der Spitzschuppige Stachelschirmling ist mit bis zu 12, ausnahmsweise sogar 15 Zentimetern Durchmesser ein imposanter Pilz. Auffällig ist sein sich vom Hutrand nur zögerlich lösender großer, dauerhafter Ring. Allein der abstoßende stechende Gasgeruch ist ein deutliches Warnsignal. Der Pilz ist stark magen-darmgiftig; im Zusammenspiel mit Alkoholgenuss kann er lebensbedrohlich sein. 


Foto: Und hier noch einmal mit gerade noch gewölbtem Hut. Je jünger der Pilz, desto höher und tastbarer sind die sparrig aufgerichteten kegelwarzigen Schüppchen (Stacheln). 

Foto: Nicht immer wachsen Spitzschuppige Stachelschirmlinge so gesellig wie hier. Sie mögen humusreiche, kalkreiche Böden. 





Im Hochschwarzwald sind sie endlich da, jung, frisch und knackig

Sollten diese schönen Steinpilze der Beginn des ersten Herbstschubs sein? 


Foto: Das könnte der Beginn der herbstlichen Fichtensteinpilze sein. Sie sind jung und gänzlich ohne Maden. Nach der Periode ihrer hoffnungslos vermadeten Vorgänger hat das Wetter die Karten neu gemischt. Dieser neue Schub könnte für ein ganz anderes Bild als das von hunderten Steinpilzleichen sorgen, das sich vielen Pilzsammlern in den letzten Wochen vielerorts bot. 


Oliver schreibt am 23. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

im Hochschwarzwald herrschte heute strahlender Sonnenschein. Da hat es mich nicht bis zum Schluss im Büro gehalten und ich musste hin.

Es ist zwar nicht besonders viel los mit den Pilzen, aber einige schöne Funde junger Steinpilze und eines ebenso jungen Flockenstieligen Hexenröhrlings, alle ohne Maden, machen Hoffnung für die nächste Zeit.

Viele liebe Grüße!

Oliver"

(2 Fotos © Oliver)

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Nordschwarzwald: Die Bronzeröhrlinge blieben im Wald, die Prachtperlpilze wanderten in den Korb


Thomas schreibt am 22. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern Nachmittag war ich nochmal kurz an meiner Stelle im Nordschwarzwald, an der ich letzten Donnerstag die ganz kleinen Sommersteinpilze aus dem Boden spitzeln sah. Ich muss zugeben, dass ich sie irgendwie vergessen habe, aber ich hatte Glück

Es standen noch einige verwertbare junge Exemplare da. Bei den derzeitigen Wetterverhältnissen wachsen sie zum Glück nicht ganz so schnell wie im Frühsommer. Trotzdem waren einige bereits schon weit drüber. Wenn sich die Fichtensteinpilze hier in der Region schon nicht wirklich blicken lassen wollen, dann nehme ich die Sommersteinpilze gerne dankend an.

Hinzu kamen wieder einige Pfirsichfarbene Filzröhrlinge (Pfirsichröhrlinge), Rotfußröhrlinge, ein Birkenpilz, eine Handvoll Semmelstoppelpilze, Frauentäublinge, viele schöne Perlpilze und ein junger fester Riesenbovist.

Auch einige Bronzeröhrlinge wuchsen bei den Sommersteinpilzen. Da sie aber streng geschützt sind, ließ ich sie natürlich alle an Ort und Stelle.

Allen Pilzsammlern wünsche ich weiterhin eine tolle Herbstsaison und viele liebe Grüße

Thomas"

(6 Fotos © Thomas)

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Foto: Hier und da in den Wäldern, nicht nur in Baden-Württemberg, sind die Sommersteinpilze wieder da. Da es kaum Fichtensteinpilze gibt, nahm Thomas sie um so lieber mit. 


Foto: Bronzeröhrlinge, eigentlich Weiße Bronzeröhrlinge oder Schwarzhütige Steinpilze, zählen zu den wenigen Pilzarten, die nach der Bundesartenschutzverordnung nicht entnommen werden dürfen. 


Foto: Wer sie trotzdem erntet und dabei erwischt wird, muss mit drastischem Bußgeld bis in den mittleren fünfstelligen Bereich rechnen. 


Foto: Und die Perlpilze erwiesen sich, wie man hier schon vage ahnt,...


Foto: ... als Prachtexemplare, wie dieser stämmige Vertreter. 


Zurück am Dobel: Viele Pilzarten, geräucherter Fisch und leckere Torte


Foto: Ein schöner herbstlicher Korb voller Speisepilze. Auch ohne Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge ein Versprechen für köstliche Pilzgerichte. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 20. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir zusammen mit Nazan, ihrem Mann Sasa, und der Familie Laitenberger erneut im Schwarzwald um den Dobel.

Es war wie verhext, der Wald war voller Pilze, aber Nazan entdeckte lediglich eine einzigen Steinpilz. Das war's aber auch schon an Steinis.

Dafür haben wir reichlich andere Schätze gesammelt. Kuhmäuler, Kupferrote Gelbfüße, Frauentäublinge, Lachs- und Fichtenreizker, Butterpilze, Maronen, Trompetenpfifferlinge, Krause Glucken, einen Perlpilz und einen Anischampignon, Stockschwämmchen, Hallimasch, Rote Stoppelpilze, Pfifferlinge und Flockis.

Außerdem sichteten wir unter anderem Bocksdickfüße (einer der widerlichsten Gerüche, die ich kenne), diverse Speitäublinge, wunderschöne Fliegenpilze (z. B. Foto rechts) und Bruchreizker (Maggipilze).

Den Ausflug beendeten wir bei geräuchertem Fisch aus der Eyachmühle und leckerer Torte vom Cafe Blaich in Höfen a. d. Enz.

Außer der kleinen Kollektion auf meinem Handtuch für mich ging der Komplette Fund an Nazan und Familie Laitenberger.

Viele Grüße von mir und allen Beteiligten des Ausfluges"

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Foto: Dunkle Hallimasche im besten Alter. Hier können auch die Stiele noch unbedenklich verwertet werden. Hallimasche greifen auch gesunde Bäume zur Besiedelung an, was sie in den Forstämtern und in der Holzwirtschaft sehr unbeliebt macht. 

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Foto: Michaels Anteil aus dem Gesamtfund war diesmal übersichtlich. Es fällt aber auf, dass ihm daran lag, möglichst viele Pilzarten zu bekommen. 


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    Dec 08, 21 06:44 AM

    Pilz-Ticker-Bawue: Aktuelle Pilzfunde in Baden-Württemberg

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  2. Pilz-Ticker-SH (Schleswig-Holstein)

    Dec 07, 21 06:13 AM

    Pilz-Ticker-SH: Welche Pilzarten momentan in Schleswig-Holstein wachsen

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  3. Pilz-Ticker-Bayern

    Dec 06, 21 08:15 AM

    Pilz-Ticker-Bayern: Welche Pilze momentan im Freistaat wachsen

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  4. Pilz-Ticker-Hessen

    Dec 06, 21 07:59 AM

    Pilz-Ticker-Hessen: Das aktuelle Pilzwachstum im Bundesland Hessen

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  5. Pilz-Ticker-NRW

    Dec 06, 21 06:27 AM

    Pilz-Ticker-NRW: Welche Pilze derzeit in Nordrhein-Westfalen wachsen

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  6. Pilz-Ticker-Niedersachsen

    Dec 04, 21 06:18 AM

    Pilz-Ticker-Niedersachsen: Welche Speisepilze derzeit zu finden sind

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  7. Pilz-Ticker-Thueringen

    Dec 03, 21 10:08 AM

    Pilz-Ticker-Thueringen: Das aktuelle Pilzwachstum in Thueringen

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Ein toller
Blog von

Ausgefallene Pilzgerichte wie Kaffee mit Reishi, Steinpilze im Kichererbsen- und Kartoffelpürree, Sammel- und Gesundheitstipps und vieles, vieles mehr. Hier geht's zum Stöbern in Wohlrabs Pilzreich



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Mit Pilzsammlern
in Deutschland unterwegs


14 Reportagen von der Pilzsuche aus Wäldern, Feldern und in Wohnnähe




Pilze, Holzkasten, Bollerwagen


Meine Kindheit im Dorf der 60er Jahre, als die Selbstversorgung noch den Alltag bestimmte




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Ein außergewöhnliches und mitreißendes Pilzbuch! Toll für den Einstieg in die Pilzpassion, ideal für junge Pilzfreunde!




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