Pilz-Ticker-BaWue
(Baden-Württemberg)



Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Württemberg)




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs




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Zum Saisonende sind die Kronauer Steinpilze kopflos


Foto: Da sind die Steinpilze kopflos geworden im Hause Michael. Sechs stramme Stiele hat er zur Verwertung aus dem Wald mitgenommen, die Hüte waren nicht mehr brauchbar. Rechts oben noch ein kleiner Maronenröhrling, darunter die, die Michael eigentlich im Visier hatte: Samtfußrüblinge. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 1. Dezember 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

über Nacht hat es bei uns geschneit. Aber der wenige Schnee war bereits am Vormittag fast komplett geschmolzen.

So begab ich mich in den Wäldern um Kronau an meine Stellen mit den Samtfußrüblingen. Ich hatte lediglich eine Stofftasche dabei. Ein paar Samtfüße konnte ich auch mitnehmen, viele Kleine dürfen noch wachsen.

Was mich aber besonders gefreut hat, war, dass ich tatsächlich noch Steinpilze und eine Marone finden konnte. Bis auf ein Exemplar konnte ich von den Steinpilzen allerdings nur die Stiele verwenden, die noch von erstaunlich guter Qualität waren. Die Hüte waren bereits durch Frostbrand geschädigt. Trotzdem kann ich sagen: so spät im Jahr habe ich bisher noch keine Steinpilze gefunden.

Viele Grüße  Michael«

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Heiko überglücklich im warmen Auto bei Calw:

Zwei tolle knackige Fichtensteinpilze, gefunden bei dreistündiger Suche im Schneetreiben und bei Eiseskälte


Foto: Welch ein wunderschönes Motiv zum 1. Dezember! Zwei Steinpilze im großen Steinpilz, den Heiko begeistert in den Schnee zeichnete. Er hat es geschafft, sein Traum von Dezember-Steinpilzen, die ersten in seinem Leben, ist wahr geworden. Die Bild-Ausgabe vom 1. Dezember auf dem 2. Foto beweist es. Auch wenn es Fußball-Nationaltrainer Jogi Löw, nach dem Gesichtsausdruck zu urteilen, noch nicht so recht glauben will. (7 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 1. Dezember 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

das gesamte Wochenende über einschließlich Montag fand ich einfach keine Ruhe mehr: der Traum, die ersten Dezember-Steinpilze in meinem Leben zu finden, ließ mich nicht mehr los. 

Jetzt bin ich gerade aus meinen Wäldern bei Calw im Nördlichen Schwarzwald gekommen und wärme mich im Auto auf. Nach drei Stunden im Schnee und in Eiseskälte bin ich überglücklich: ich konnte tatsächlich zwei tolle knackige Fichtensteinpilze (siehe die Fotos) finden.

Es war ein wahnsinniges Erlebnis, im Schneetreiben noch einmal diese tollen Exemplare ausfindig machen zu können. Der verrückte Ausflug hat sich gelohnt!

Wie erhofft, fand ich beide Steinpilze in moosigen Stellen zwischen Fichten und Tannen, wo in den letzten drei Nächten die bis zu minus 8 Grad, die in der Region Calw herrschten, offenbar noch nicht voll durchschlagen konnten. Auch war hier die Schneedecke noch nicht geschlossen. Im Gegensatz dazu waren die Laubteppiche im Laubwald komplett schneebedeckt. Nicht ein einziger Pilz war hier noch auszumachen.

Ich nahm außerdem noch einige Trompetenpfifferlinge mit, muss sie mir aber zu Hause einmal genauer ansehen, ob sie auch wirklich noch zum Verzehr geeignet sind.

Ich habe einige Bilder mit Tageszeitung geschickt. Auch wenn Jogi Löw so skeptisch dreinschaut, wie vielleicht so mancher Leser des Pilztickers: es ist wirklich der 1. Dezember 2020.

Am Nikolaustag geht es mit meiner Familie noch einmal mit Müllsack und Handschuhen in meine Wälder zum abschließenden Aufräumen zum Saisonende. Vielleicht an dieser Stelle auch der Aufruf an alle Pilzsammler, an diesem Tag doch ebenfalls mit anzupacken und ihre Wälder etwas zu säubern. Die Waldtiere und die Natur werden sich freuen.

Herzliche Grüße Dir, lieber Heinz-Wilhelm, meinem Pilzkumpel Ronny und der unermüdlichen Renate aus dem Schönbuch.

Bleibt alle gesund!

Heiko«

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2 Fotos: Beide Steinpilze waren noch jung, wuchsen im Moos und waren, vor allem, von Mooshügeln ringsum relativ gut geschützt gegen Schnee und kalten Wind. Rechts ist die begehrte Ausbeute im Korb zu sehen. Dass er nicht allzu schwer werden würde, war von vornherein klar.

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Foto: Und hier Heikos Fund vom 1. Dezember 2020 noch einmal in näherer Ansicht. Außer Steinpilzen und Trompetenpfifferlingen war trotz dreistündiger Suche keine andere Pilzart, kein weiterer Pilz ausfindig zu machen. Diese zwei Steinpilze konnte Heiko nur finden, weil er in ihrem »Wohnbereich« seit Wochen »am Ball blieb«, wie Jogi Löw sicher anerkennend urteilen würde.

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Foto: Und hier ein Eindruck, wie es in Heikos Suchlandschaft großflächig aussah. Ein tiefes, nachhaltiges Erlebnis, unter diesen Umständen die ersten zwei Dezember-Steinpilze überhaupt endlich gefunden zu haben. Dazu einen ganz herzlichen Glückwunsch, lieber Heiko!

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Nachtrag von Renate

Bitte beachtet auch den Nachtrag von Renate aus dem Schönbuch mit Steinpilzfunden, Tageseintrag am 27. November 2020


Austernseitlinge beim Spaziergang zum Feldsee


Oliver schreibt am 29. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

auf unserem Spaziergang von Hinterzarten zum Feldberg beziehungsweise Feldsee haben wir diese schönen Austernseitlinge entdeckt.

Viele liebe Grüße Oliver«

(Foto © Oliver)

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Nordschwarzwald: Thomas in der Rolle von Rückepferden, um der begehrten Totentrompeten willen

Thomas schreibt am 29. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem sich unsere Wochenendplanung kurzfristig geändert hat, hatte ich gestern doch noch ein paar Stündchen Zeit, um nochmal zwei Runden im Nordschwarzwald zu drehen.

Ich fuhr zuerst in einen Mischwald, der überwiegend aus Fichten, Weißtannen, einigen Rotbuchen und Eichen besteht. In diesem Wald befinden sich viele schöne bemooste Rückegassen, die nach Süd-Ost ausgerichtet sind. Sobald sich der Nebel verzieht, kann hier die Sonne viel Licht und Wärme spenden. Und dank der leichten Hanglage kommt auch tagsüber genügend Sonnenlicht durch. So waren dies auch die einzigen Stellen, die nicht gefroren waren.

Auf dem Weg dorthin sah ich hier und da noch ein paar Weißtannenreizker, Flockenstielige Hexenröhrlinge und sogar noch zwei Steinpilze stehen, die aber allesamt schon tiefgefroren waren. Einer der Steinpilze war schon ein Riese und optisch noch eine Schönheit. Mit einer kleinen Eisschicht auf dem Kopf sah es so aus, als ob er sich die Mütze weit über die Ohren gezogen hat und versucht, gegen die Kälte anzukämpfen. Aber auch er war bereits stark Frostgeschädigt.

Nur in den erwähnten Rückegassen war es noch weitgehend frostfrei. Hier konnte ich noch schöne Maronen, Weißtannenreizker und Flockenstielige Hexenröhrlinge finden, die noch keinen Schaden erlitten haben. Das Foto mit dem Steinpilz war allerdings das letzte, das ich im Wald machen konnte, weil der Akku meines Handys mittlerweile wohl auch einen Frostschaden hat.

Als zweite Stelle wollte ich mir unbedingt nochmal einen meiner ruinierten Leistlingswälder vornehmen. Weil sich gerade die Totentrompeten aus Erfahrung gerne nochmal nach den ersten kalten Nächten zeigen. Letztes Jahr war es der 24. November. Auch dieser Wald befindet sich in Hanglage in Südöstlicher Ausrichtung.  Und zwar der Wald, in dem das abgeholzte Geäst auf meiner besten Stelle für Totentrompeten liegt.

Diesmal war ich auf den Anblick vorbereitet und somit nicht gefrustet und mit genügend Zeit, um auch mal unter den Ästen nachzusehen. Zuerst schaute ich dort, wo in den letzten Jahren immer das größte Aufkommen war. Aber ohne Erfolg. Dann sah ich an Stellen nach, wo sie in schlechten Jahren dennoch standen. Aber auch hier war nichts zu finden. Das Einzige, was ich sammeln konnte, waren ein paar Trompetenpfifferlinge.

Dann nahm ich mir noch die schlimmste Stelle vor. Hier stehen 15-20 uralte Rotbuchen, deren Füße von vielen jungen Fichten beschattet wurden. Die sind jetzt aber alle nicht mehr da.


Foto: Steinpilz mit Eisschicht auf dem Hut. Thomas ließ ihn, wie das zweite gefundene Exemplar auch, stehen. Beide hatten bereits Frostschäden erlitten, die sie untauglich für die Verwertung machten. (2 Fotos © Thomas)

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Und genau hier, unter den großen Ästen und Zweigen, tauchten sie endlich auf, die ersten erhofften Totentrompeten. Zuerst konnte ich zwei Exemplare um das Geäst herum, auf blankem Boden , finden, die mich animierten, einige Äste wegzuziehen, so dass ich noch weitere entdecken konnte. Drei Amethystpfifferlinge kamen auch noch hinzu.

Am Ende räumte ich gute acht Quadratmeter frei, um an alles heranzukommen. Auch wenn viele Totentrompeten durch die schweißtreibende Arbeit zu Bruch gegangen sind, war ich mehr als nur zufrieden mit dem Ergebnis.

Einige frische Schmetterlingstrameten nahm ich mir noch für die Hausapotheke mit. An ein paar Stellen für Samtfüßrüblinge war ich leider zu spät dran. Außer einigen überständigen und einem einzelnen neben Gelbstieligen Muschelseitlingen* ließ sich hier erstmal nichts mehr finden.

Die Suche nach den Totentrompeten, verbunden mit der schweren Rückearbeit, hat vielleicht noch etwas Gutes. Beim Putzen der Trompeten stelle sich nämlich heraus, dass zwei von ihnen lupenreine Graue Leistlinge waren (zu sehen links neben den Trameten), die sich hier hinein gemogelt haben. An dieser Stelle und in diesem Wald habe ich die noch nie zuvor gefunden. Bislang waren es immer Wälder, die fernab von Kulturlandschaften und vom Straßenverkehr lagen.

Bleibt nur zu hoffen, dass ihnen das Abholzen nicht zu sehr geschadet hat und sie nächstes Jahr wieder wachsen.

Ich wünsche Dir und allen Pilzfreunden noch einen schönen 1. Advent.

Viele Grüße Thomas«

* Es ist nach wie vor unklar, ob diese Pilzart essbar, eventuell sogar ein guter Heilpilz (Stärkung des Immunsystems) - oder giftig ist

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Bestens erhaltene Spätzünder im Schönbuch sichern Renate eine köstliche Steinpilzpfanne


Foto: Zwei Steinpilze und ein Flocki, und das am 25. November - trotz erheblichen Bodenfrostes. Renate freute sich sehr über ihren neuerlichen Fund im Schönbuch. (3 Fotos © Renate)

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Renate schreibt am 27. November 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ganz kurz möchte ich Dir und allen Pilzfreunden von meiner vorgestrigen Pilzsuche bei Minusgraden und heftigem Bodenfrost im Schönbuch berichten. Morgens um 8 Uhr waren es noch -3 Grad, und es schien, als hätten sich Gräser und Blattwerk mit Hunderten
von Diamanten geschmückt, so glitzerte der Raureif in der Morgensonne.

Aber um die Mittagszeit, nach etwa 4 1/2 Stunden Fußmarsch, fand ich einen ersten Steinpilz gut versteckt im Laub, der jedoch bereits von einer gefräßigen Schnecke besucht worden war.

Nicht weit entfernt und in der Mittagssonne kaum zu entdecken, zeigte sich mir ein junger Schusterpilz. Wenige Schritte weiter entdeckte ich während eines Telefonats mit meiner Tochter den zweiten Steinpilz, der sich unter einer Buche ins hohe Laub gekuschelt hatte.

Beide Steinpilze wie auch der Schusterpilz waren in hervorragendem Zustand und wiesen keinerlei sichtbare Frostschäden auf. Welch eine Freude und was für ein herrliches Abendessen: in Butter gebratene Steinpilze nur mit etwas Salz, und das am 25. November!

Herzliche Grüße, lieber Heinz-Wilhelm, Dir und allen Pilzlern von Renate«

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2 Fotos: So standen sie da, die zwei Spätzünder im Pilzjahr 2020. Links der sich ins hohe Laub kuschelnde Steinpilz, rechts ein farbenfroher Flockenstieliger Hexenröhrling.

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Die letzten Hexen für Thomas in diesem Jahr und eine goldgelbe Spätherbst-Dekoration für den Wald


Foto: So viele Flockenstielige Hexenröhrlinge zum Saisonende! 13 Stück brachte Thomas noch einmal nach Hause. Jetzt ist definitiv Schluss: seine Frau kann den Dörrautomaten nicht mehr hören. Auch ist es nicht unwahrscheinlich ist, dass es keine mehr geben wird. (2 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 27. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gleich am Montag schaute ich in meiner Mittagspause nochmal nach den Flockenstieligen Hexen, die ich am vergangen Donnerstag vor der Kälte stehen gelassen habe. Die ersten kalten Temperaturen haben ihnen aber überhaupt nicht geschadet, nur waren die ganz jungen keinen Millimeter gewachsen.

Dafür konnte ich noch weitere entdecken, die schon mittlere Größe hatten. Aber ich ließ sie alle noch ein weiteres Mal stehen. Nachdem die Nächte jetzt aber mittlerweile nicht mehr über null Grad gehen und die Temperaturen in den nächsten Tagen sogar noch weiter sinken sollen, musste es dann am Donnerstag, wieder in der Mittagspause sein.

Auf dem Weg dorthin viel mir auf, dass ich meinen Korb im Auto vergessen hatte. Weil ich aber nicht viel Zeit hatte, lief ich weiter. Dann konnte ich noch einen wunderschönen Schleimpilz entdecken. Ein gelbes Löwenfrüchtchen (Gelber Eierschleimpilz), das hier in verschiedenen Wäldern immer öfter zu finden ist. Am Montag war davon noch überhaupt nichts zu sehen. Übrigens passt das Löwenfrüchtchen auch zu meinem Beitrag vom 11. November, als ich die Bakterien erwähnt hatte. Das Plasmodium ernährt sich nämlich unter anderem von Bakterien.

In dem Fichten- und Tannenwald angekommen, sah ich, dass einige der Hexen nun doch nochmal einen guten Schuss gemacht haben. Aber abgesehen von Schneckenfraßstellen waren alle noch zu gebrauchen. So musste ich also die größeren Exemplare wie Sektgläser zwischen meine Finger nehmen und die kleinen oben drauf stapeln. Am Auto musste ich dann alle wieder ablegen, um aufschließen zu können.

Da meine Frau das Geräusch des Dörrgerätes langsam nicht mehr hören kann, waren das jetzt definitiv die letzten Hexen für mich in diesem Jahr. Abgesehen davon sieht man jetzt aber auch ganz schnell das Ende nahen.

Jetzt beginnt ohnehin die etwas ruhigere Zeit, in der die Wochenenden der Familie gehören.

Dir und allen noch viele liebe Grüße

Thomas«

Foto: Ein Gelber Eierschleimpilz. Ein dekorativer Waldschmuck zu einer Zeit, wo der Wald zunehmend an Farbkraft und -vielfalt verliert.


Die Steinpilze spielen immer noch aussichtsreich mit in Heikos Dezember-Challenge


Heiko schreibt am 26. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zunächst möchte ich mich bei Ines recht herzlich fürs Daumen drücken zugunsten meines ersehnten Dezember-Steinpilzes bedanken. Zumindest für heute, 5 Tage vor dem Start in den Dezember, hat es schon mal geholfen.

Nach einer ca. 3-ständigen Tour in meinen »Märchenwäldern« (so muss ich sie mittlerweile wirklich bezeichnen) bei Calw im Nördlichen Schwarzwald kann ich wieder von tollen Funden berichten. 

Ich freute mich riesig über fünf wunderschöne knackige Fichtensteinpilze, schöne Trompetenpfifferlinge sowie jeweils zwei schöne feste Maronen und Reizker.

Ja, das Aufkommen geht nun merklich zurück, aber was kann man sich als Pilzfreund mehr wünschen als eine derart reiche Ausbeute noch Ende November? 

Mehr als glücklich fiebere ich nun dem kommenden Dienstag entgegen. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich den einen Dezember-Steinpilz finden werde. Und wenn er eben mit Hilfe des Vollmondes in der Nacht zuvor angezogen und ins Freie befördert werden muss...

Ich sende Dir, lieber Heinz-Wilhelm, und allen Lesern des Pilztickers die besten Grüße!

Heiko«

(3 Fotos © Heiko)

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2 Fotos: Sie könnten kaum knackiger und frischer sein als diese zwei Prachtexemplare. Fünf Tage müssen der eine oder andere Steinpilz noch durchhalten und sich Heiko anbieten, dann hätte er sein ersehntes Ziel, den ersten Dezember-Steinpilz in seinem Leben zu finden, erreicht. Ein spannender Wettbewerb!


Der Wiesenchampignon zeigte sich gut trainiert und hielt die 11 Kilometer locker durch


Foto: Sollten der angenagte Doppel-Steinpilz und der Flocki-Winzling die letzten Röhrlinge 2020 bei Kronau gewesen sein? Michael glaubt es fast. Für die Spätherbstpilze ist es nach den teils heftigen Frostnächten vorbei, die Winterpilze übernehmen ab sofort. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 26. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich mit Suri zusammen nochmals in den Wäldern um Hochstetten. Viel gab es nicht, lediglich versteckt zwischen einem Baumstumpf einen Zwillingssteinpilz, einen Flocki und einen Roten Stoppelpilz.

Während meines Lauftrainings konnte ich am Rande der Pferdekoppeln einen letzten brauchbaren Champignon (Foto rechts) finden, der dann eingewickelt in ein Zewa, ca. 11 Kilometer in meiner Hosentasche mitrennen durfte.

Da wir bereits mehrere Nächte hintereinander Minusgrade hatten, wird es wohl mit den Spätherbstpilzen zu Ende gehen und Wald und Wiesen werden auf Winterpilze umstellen.

Viele Grüße Michael und Suri«


Spätes Pilzglück am Schönbuch-Rand

Im erstmals betretenen Wald warteten hunderte Lachsreizker und zehn Steinpilze auf Renate


Foto: Lachsreizker in aller Pracht. Erkennbar sind sie an ihren Grübchen am Stiel und, natürlich, daran, dass sie bei Weißtannen wachsen, weshalb sie auch Weißtannenreizker heißen. Sie sind erstklassige Speisepilze. (4 Fotos © Renate)

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Renate schreibt am 22. November 2020:

»Guten Tag, lieber Heinz-Wilhelm,

vielleicht interessiert es unsere Pilzler, dass es bei uns im Schönbuch trotz kühler Temperaturen hier und da noch Pilze zu finden gibt. Sogar reichlich.

Meinen gewohnten Buchenwald an einem Südhang konnte ich am Freitag nicht aufsuchen, da der dortige Bestand an herrlichen Buchen zur Zeit beinahe zur Gänze gefällt wird. Einen Steinpilz fand ich in einem Buchenwald daneben, dessen Bäume demnächst auch der Axt zum Opfer fallen werden; sie sind bereits angezeichnet. Ich möchte das nicht weiter kommentieren, nur zum Ausdruck bringen, dass ich außer mir bin.

Ich habe dann voller Frust und grummelnd das Weite gesucht, das hässliche Kreischen der Kettensägen noch lange im Ohr, und habe ein Waldstück entdeckt, in dem ich noch nicht gewesen bin. Ich hatte den Eindruck, dass das nicht nur für mich alleine galt.

Mein Weg führte bergab, war schlammig und sehr unwegsam, besser, ich schildere hier nicht, wie ich ausgesehen habe, als ich endlich dort ankam. Jedoch war rechts dieser Schlammpassage ein Birkenwäldchen, das recht marode aussah. An einem liegenden Birkenstamm, also Totholz, entdeckte ich nahe des Weges drei knackige Birkenporlinge (Foto rechts). Nach einer recht halsbrecherischen Kletterpartie durch und über Gestrüpp und allerlei gefällte Birken hinweg gelang es mir, die drei zu ernten.

Daraufhin erreichte ich den mir unbekannten Wald. Es fällt schwer, genauer zu beschreiben, wie es dort aussah und vor allen Dingen, welche Vielfalt an Pilzen es dort gab. Das Waldstück bestand hauptsächlich aus jungen Tannen, vereinzelt lagen ein paar Birkenstämme darin, und am Rand gab es wenige ganz junge Buchen. Der Boden war mit Moos bedeckt.

Ich entdeckte in diesem gut geschützten Wäldchen Lachsreizker, die in Massen beinahe bodendeckend unter den Weißtannen wuchsen. Man hätte eine Großfamilie damit ernähren können. In allen Altersstufen waren sie vertreten.


Foto: Der rechts unten ins Bild ragende Tannenzweig sowie die Stielgrübchen verraten, dass es sich hier um lupenreine Lachsreizker handelt, auch wenn sie im Buchenlaub stehen.

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Es gab ferner Fliegenpilze wie auch viele Steinpilze, von denen ich immerhin noch 10 Stück ernten konnte; ferner Amethysttäublinge und diverse andere Pilzarten. Aber die Lachsreizker waren in absoluter Überzahl. So beherrschend habe ich sie noch nie gefunden. Es war sicher nicht mein letzter Besuch dort.

Mit orangerot gefärbten Händen und Hosen, die bis zum Knie mit Schlamm bedeckt waren, sowie Schuhen, die vor lauter Dreck schon gar nicht mehr zu sehen waren, trat ich ganz glücklich meinen Heimweg an und konnte immer noch nicht fassen, was sich da in meinem Körbchen versammelt hatte.

Zu bemerken wäre noch, dass in der Nacht zum Freitag bereits der erste heftige Nachtfrost gewesen war.

Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir und allen Pilzfreunden!

Herzliche Grüße an Dich und an alle, die diese wunderbare Seite lesen, von

Renate«

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Foto: Zwei von zehn Steinpilzen, die Renate in gutem bis sehr gutem Zustand mit nach Hause nahm. Viele überständige ließ sie stehen. Welch eine Entdeckung in einem offenbar überhaupt nicht besuchten Waldgebiet. Tolle Pilzgründe für zukünftige Pilzgänge!

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Sehr lesenswert!

Ein unplanmäßiger Pilzgang als Erlebnis und mit tollem Ergebnis


Foto: Und wieder ein sehr schöner Spätherbstfund für Thomas (und seine drei zufällig getroffenen Begleiter). Eingesammelt bei einem Pilzgang in der Nähe des Karlsruher Hardtwaldes, der eigentlich ganz anders geplant war. (4 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 21. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

eigentlich sollte es gestern nur eine ganz kurze, alljährliche Schnecklingskontrollrunde in meinen bekannten Fichten, Birken und Kiefernwälder im Hardtwald werden. Doch der Morgen sollte anders verlaufen.

Zuerst suchte ich einen Wald auf, der aus jungen Fichten, Birken und Hainbuchen besteht. Gleich zu Beginn konnte ich in dem Fichtenwäldchen eine Handvoll Schwarzpunktierte Schnecklinge (siehe nachstehendes Foto) in den Korb legen, in der Hoffnung, es würden noch weitere hinzu kommen.


Foto: Schwarzpunktierte Schnecklinge sind gerne lange Lulatsche - und sehr gute Speisepilze. Wie alle Schnecklinge sind sie Vertreter des späten bis sehr späten Herbstes, relativ frostresistent und so gut wie nie von Maden befallen oder von Schnecken angefressen. Das hat seinen Grund: sie verfügen über Inhalts- und Wirkstoffe, die für Fressfeinde stark ungenießbar bis stark giftig sind.

Dem pilzbegeisterten Chemiker Dr. Norbert Arnold vom Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie der Universität Halle/Saale war bei seinen Pilzwanderungen im Harz die durchgängige Unversehrtheit von Schnecklingen aufgefallen. Es gelang ihm, einen antibiotischen Wirkstoff aus dem Natternstieligen Schneckling zu isolieren und zu synthetisieren. Nach Patentierung und marktgerechter Aufbereitung wird das Mittel heute erfolgreich gegen die Kraut- und Knollenfäule u. a. bei Kartoffeln eingesetzt.

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Ein paar Violette, Rötliche sowie Zweifarbige Lacktrichterlinge, zwei Perlpilze, Rotfußröhrlinge, einen Flockenstieligen Hexenröhrling, zwei stämmige Maronen und zwei Hände voll Trompetenpfifferlinge sammelte ich noch, falls es bei diesen Schnecklingen bleiben sollte.

An einer mir bekannten Stelle fand ich noch ein paar Schwarzfaserige Ritterlinge, die allerdings schon alle sehr stark angefressen waren. Hier war ich ein paar Tage zu spät und so nahm ich nur zwei Stück mit, wovon einer den Transport im Korb nicht überlebt hat.

Dann hörte ich eine Kindermelodie auf einem Smartphone immer näher kommen. Und so traf ich auf eine Mutter (Tine, vielleicht Christine) mit ihrem Sohn (Tobi) und ihrem Vater. Nachdem wir uns kurz begrüßten, wollten sie unbedingt in meinen Korb sehen.

Sie waren total begeistert von den vielen Farben und Formen der unterschiedlichen Lacktrichterlinge, mit ihrem rötlich-braunen Köpfen und den violetten Stielen. Auch von den Trompetenpfifferlingen waren sie fasziniert. Sie meinten, dass sie noch nicht so viele Pilze kennen und erst anfangen würden, sie kennenzulernen. Bislang könnten sie nur Maronen sicher bestimmen.

Sie zeigte mir ihren Korb. Darin lag eine einzige, zudem noch durchweichte Marone. Ich wollte gerade darauf hinweisen, da warf sie sie, schwupp, auch schon aus dem Korb und meinte: »Ich habe mir schon gedacht, dass sie zu alt ist.«

Dann zeigte sie auf eine Gruppe Pantherpilze und fragte, ob das Perlpilze seien. Da ich zwei davon im Korb liegen hatte, konnte ich ihnen die Merkmale von beiden gut erklären. Als wir dann langsam weiterliefen, befragten sie mich zu allen Pilzen in meinem Korb und zu vielen, die im Wald standen. Dazu gehörten unter anderem Narzissengelbe Wulstlinge (nachstehendes Foto), ein Prachtexemplar der Grubenlorchel und viele weitere Sattelförmige Grubenlorcheln.


Foto: Narzissengelbe Wulstlinge gehören zu den giftigen Wulstlingsarten. Sie können nach den Hutformen und -farben auch für Gelbe Knollenblätterpilze gehalten werden, nach ihrer Knolle sind sie aber den Pantherpilzen sehr ähnlich. Ihre Gifte beschränken sich allerdings - im Gegensatz zu den sehr gefährlichen Knollenblätterpilzen - auf (teils erhebliche) Irritationen des Magen-Darm-Traktes.

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Und so entwickelte sich mein Kontrollgang mehr und mehr zu einer Exkursion. Ich ging dann einen anderen Weg als geplant, da ich für die Kiefernwälder ohnehin noch einen anderen Wald hätte anfahren müssen. So lief ich mit meinen drei Begleitern dann noch gut eineinhalb Stunden durch die Wälder.

Ich steuerte einige Stellen an, an denen auch sie noch viele Lacktrichterlinge, Rotfüße, Maronen, Perlpilze, Flockenstielige Hexenröhrlinge und viele, viele, viele Trompetenpfifferlinge einsammeln konnten. Einen Fleischroten Speisetäubling und zwei Blaugrüne Reiftäublinge, ein paar Flockis und Maronen wanderten auch bei mir noch in den Korb.

Als ich an zwei Pfefferröhrlingen gerade erklärte, dass diese gerne auf Dickröhrlinge hinweisen würden, entdeckte ich auch schon vier Steinpilze, die alle noch verwertbar waren. So war für jeden einer dabei. Die Pfefferröhrlinge kamen natürlich auch noch mit.



Foto: Grubenlorcheln galten lange als essbar. Ich habe sie als junger Mann mit 3, 4  Exemplaren verkostet und kann die Nachahmung nicht empfehlen. Die Folge war (trotz Wohlgeschmacks) eine stundenlange starke Magenverstimmung.

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Ich schaute hin und wieder auf mein Handy, da ich eigentlich nicht so viel Zeit eingeplant hatte. Aber nachdem jetzt auch ihr Korb schon recht gut gefüllt war, gingen wir gemeinsam zurück zu den Autos. Auf dem Weg fanden wir noch drei sozusagen ausgesetzte einsame Hexen, auf dem Kopf am Wegrand liegend, die wohl vom Finder nicht eindeutig bestimmt werden konnten. Auf dem Aufmacherfoto ganz oben sind es die Drei unter den Perlpilzen. Sie waren noch schön frisch, kamen also auch noch mit.

An den Autos bedankten sie sich vielmals, dass sie in so kurzer Zeit gleich so viele neue Pilze kennenlernen durften. Ich glaube, die Stellen mit den Trompetenpfifferlingen, werden sie noch einige Male aufsuchen.

Auch dem Kleinen hat es sichtlich Spaß gemacht. Falls sie auch den Pilzticker lesen, grüße ich meine drei Begleiter nochmals von hier aus und möchte ihnen gut gemeint noch dazu raten, immer ein gutes Pilzbuch mit Bestimmungsschlüssel mit in den Wald zu nehmen.

Dir und allen noch ein schönes Wochenende

Thomas«

Pilzfreund Frank S. schreibt am 23. November hierzu:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

danke für den informativen, ausführlichen netten Beitrag von Thomas; insbesondere auch ein Dank an dich! 

Grüße, Frank«





Noch zwei brauchbare Steinpilze für Ines im Landkreis Emmendingen


Foto rechts: Wir sehen einen von zwei noch küchentauglichen Steinpilzen, die Ines am 21. November im Landkreis Emmendingen gefunden hat. Nach einer Frostnacht mit minus 3 Grad. Alle anderen seien bereits deutlich hinüber gewesen. Für seinen »Dezember-Steinpilz« wünscht sie Heiko viel Glück!

(Foto © Ines)

21. November 2020

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Enz-Kreis: Da war der Frank aber überrascht...


Frank schreibt am 21. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

eigentlich hatte ich am heutigen Samstag keine Pilzsuche geplant. Nach einer frostigen Nacht machte ich mir keine allzu großen Hoffnungen. Auf meiner Radtour bin ich dann bei Neuenbürg im Enz-Kreis doch der Versuchung unterlegen und schaute nach.

In nur kurzer Zeit kam eine tolle Mischung zusammen: Flockenstielige Hexenröhrlinge, Maronen, wenige Amethystschuppige Pfifferlinge, ein Steinpilz, gefrorene Trompetenpfifferlinge, Semmelstoppelpilze, prächtige Ziegenlippen und Rotfußröhrlinge (Foto rechts).

Einige knackige Fichtenreizker, die mit einer dünnen Eisschicht überzogen waren (auf dem Foto nicht zu sehen), kamen noch hinzu. 

So wird es morgen nochmals in die Wälder im Nordschwarzwald gehen.

Schöne Grüße, Frank«

(Foto © Frank)

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Kronau: Schönste Flockis, treue Samtfußrüblinge


Foto: Zwei wunderschöne Hexenröhrlinge im Buchenlaub. Wie lange wird diese Pilzart, die uns schon die gesamte Saison über begleitet, noch durchhalten? (3 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 20. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute mal ein kleiner, aber feiner Herbst-Wintermix. Flockis, Rote Semmelstoppelpilze, ein paar Austernseitlinge und Samtfußrüblinge. Letztere wuchsen, wie schon einige Jahre zuvor, erneut an einem am Boden liegenden Baumstamm, den ich für deine Seite schon öfter abgelichtet hatte. 

Viele Grüße Michael«

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Foto: Die Reihen auf Michaels Präsentiertüchern lichten sich allmählich. Heißt, es gibt weniger Pilze, die Saison geht in den Winter über, dessen zwei Pilzvertreter, nämlich Austernpilze und Samtfußrüblinge, wir hier schon sehen.

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Foto: Der Baum, der Michael schon seit einigen Jahren zuverlässig Winterrüblinge schenkt, zeigt sich auch in diesem Spätherbst wieder freigiebig.

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Jetzt geht's dahin bei Ettlingen: Die Hexen fallen schon beim bloßen Anschauen um


Foto: In milden Wintern wachsen Pfifferlinge schon mal bis tief in den Januar hinein. So weit ist es noch nicht, aber diese Amethystfarbigen Pfiffers haben es immerhin schon mal bis zum 19. November geschafft. (3 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 19. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

pünktlich zu meiner Mittagspause kam in Ettlingen dann doch noch für ein Stündchen die Sonne heraus und so schaute ich hier nochmal an meinen bekannten Stellen nach den Pilzen.

Zu finden gibt es auch hier immer noch einige Pilze für das Körbchen. So stehen an lichteren Stellen noch einige Grünspanträuschlinge, Herbstrotfüße, Rötliche Lacktrichterlinge, die ein oder andere Marone und sogar noch ein Amethystschuppiger Pfifferling (1.Foto) herum. Ich ließ aber alles stehen, da ich ihnen nicht die restlichen Stunden im Auto zumuten wollte.

Ein Steinpilz mit einem Ast auf dem Kopf verriet dann noch einen weiteren. Aber auch die beiden durften stehen bleiben, da sie den Regen von morgens nicht nur auf dem Kopf, sondern auch schon im Kopf hatten.

Ein paar überständige Hexen fielen schon beim genaueren Hinsehen von alleine um. Ich konnte aber auch noch ein paar ganz junge entdecken, die allerdings noch viel zu klein waren, um sie heute schon mitzunehmen.

In ein paar Tagen werde ich vielleicht noch einmal nach ihnen schauen. Möglicherweise sind sie dann bereits hinüber. Denn für die Nächte auf Samstag und Sonntag sind die ersten Minustemperaturen für unsere Region vorhergesagt und tagsüber wird es mit sieben bis acht Grad auch nicht gerade warm.

Auffallend ist aber auch in diesen Wäldern wieder das extrem massenhafte Auftreten verschiedener Hautköpfe* an all den Stellen für Dickröhrlinge. So waren es auch in diesem Wald wieder die Blutblättrigen Hautköpfe wie auch Zimtblättrige Hautköpfe.

Diese sind zwar nichts für die Pfanne, aber sie können ein sehr gutes Mittel gegen Langeweile sein, denn mit diesen Massen könnte man eine eigene Färberei gründen. Einen ausführlichen Bericht zu Färben mit Pilzen hast Du ja bereits auf deiner Seite.
 
Ich wünsche Dir und allen weiterhin viel Gesundheit

Thomas«

* Hautköpfe sind mindestens ungenießbar, wenn nicht giftverdächtig oder giftig

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Foto: Die Hautköpfe - hier der Blutblättrige Hautkopf - sind eine 20 Arten umfassende Untergruppe der Schleierlinge (Cortinarius). Weil alle Vertreter dieser Untergruppe extrahierbare Anthrachinon-Farbpigmente aufweisen, werden sie von manchen Mykologen von den Schleierlingen abgetrennt und als eigene Gattung geführt.

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Foto: Auch der Zimtblättrige Hautkopf ist sehr giftig. Wegen der sehr ähnlichen Lamellenfarbe ist er dem tödlich giftigen Orangefuchsigen Raukopf sehr ähnlich. Es hat bereits mehrere schwere Vergiftungen mit dem Zimtblättrigen Hautkopf gegeben. Deshalb: Hautköpfe und Rauköpfe gehören niemals in den Pilzkorb.

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Heikos Traum vom Dezember-Steinpilz lebt: »Die Wälder liefern und liefern und liefern«


Heiko schreibt am 19. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

ich kann es schwer verstehen und noch schwerer begründen, aber meine Wälder bei Calw im Nördlichen Schwarzwald liefern und liefern und liefern. Die Herbstpilze sprießen weiter in  allen Ecken.

Ich komme gerade von meiner großen Runde durch meine Stammwälder zurück und egal, ob im Laubwald, Nadelwald oder auf moosigem Untergrund, noch immer befördert der Waldboden beste Schätze zutage.

Ich freute mich über 9 tolle Fichtensteinpilze in allen Altersklassen, schöne Trompetenpfifferlinge, Semmelstoppelpilze, eine Handvoll Maronen, einige Fichtenreizker sowie über einen Flockenstieligen Hexenröhrling.

Ich will das Glück nicht überstrapazieren, aber es sind nur noch elf Tage bis zum Dezember-Steinpilz...😊 Und es drücken immer noch kräftig junge Exemplare nach (2. Foto rechts).

Wenn es weiterhin nicht deutlich in den Bereich der Minusgrade zurückgeht und wie heute der ein oder andere Regenguss dazukommt, wer weiß, was dann noch möglich ist.

Herzliche Grüße sendet Euch allen

Heiko«

(4 Fotos © Heiko)

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Foto: Ein toller Steinpilz mit noch jugendlich crèmefarbenen Röhren. Heiko fand seine neun Fichtensteinpilze sowohl im Laubwald, wie hier, als auch im Nadelwald. Und das einen Tag vor dem Start ins letzte November-Drittel. Es ist ein außergewöhnliches Pilzjahr.

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Foto: Jung, frisch, knackig: von den schönen Maronen fand Heiko nur eine Handvoll. Dabei sind sie eigentlich eher Spätherbstpilze als die Steinpilze.

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Auch in Kronaus Wäldern treten die Herbstpilze jetzt ab und machen den Winterpilzen Platz


Foto: Ob es schon der Letzte für dieses Jahr war? Michael fand neben diesem nur noch einen weiteren Steinpilz. Die klassische Pilzsaison ist vorbei, das Pilzjahr geht in die Periode der - wenigen - essbaren Winterpilzarten über. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 17. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

eine Radtour an all meine bekannten Austernpilzplätze hat sich richtig gelohnt. Einige schöne Exemplare (z. B. 1. Foto rechts) habe ich mitgenommen, die kleinen dürfen noch wachsen. Auch die Judasohren sind schon da. Die Herbstpilze weichen allmählich den Winterpilzen. Lediglich zwei Steinpilze konnte ich noch aufspüren. Dafür war der Waldboden bedeckt mit Schwefelritterlingen (2. Foto rechts). Diese sind schön fürs Auge und auffällig für die Nase - aber nichts für die Pfanne.

Was ich schon seit Jahren suche, aber noch nie gefunden habe, sind Frostschnecklinge. Und das trotz guter Boden- und Baumverhältnisse.*
 
Viele Grüße Michael«

*Sie wachsen, was in der Literatur oft nicht erwähnt wird, fast nur unter jungen Kiefern (ich habe sie noch nie unter älteren gefunden) und benötigen saure, sandige Böden. Frostschnecklinge schmecken nicht so gut, wie meist zu lesen ist.

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Foto: Es geht in Richtung Winterpilze. Die Austernseitlinge und Judasohren sind da, die Steinpilze nehmen Abschied von der Pilzsaison.

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Ein letzter Gang für die Wintervorräte im nördlichen Schwarzwald mit einem extrem langstieligen dürrbeinigen Stinker


Foto: Der letzte große Schwung im Jahr für die Wintervorräte ist unter Dach und Fach. Da ist wirklich noch allerhand zusammengekommen für Thomas. (5 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 16. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am vergangenen Wochenende ging es nochmal alleine und einmal mit Frau und Tochter in vier meiner besten Wälder im nördlichen Schwarzwald, um die Anlegung des Wintervorrates abzuschließen. Wenn man gute Wälder kennt und genau weiß, wo noch Pilze wachsen, kann man immer noch genügend Leckereien im Wald finden.

So wachsen in meinen Stammwäldern die Trompetenpfifferlinge in dunkleren, feuchten Fichtenwäldern mit West-, bis Nord-West-Ausrichtung und in Rotbuchenwälder mit Nord-Ost bis Süd-Ost Ausrichtung besser als in den übrigen Wäldern. In Süd- bis Süd-West-Ausrichtung zeigen sie sich zwar schon seit knapp zwei Wochen, wollen aber nicht so richtig wachsen und vergehen oft schon in jungem Zustand.

Den Flockenstieligen Hexenröhrlingen scheint es momentan ganz egal zu sein, ob Ost oder West, ob im Laub-, Misch-, oder Nadelwald. Sie schieben unermüdlich weiter. Mit ein bisschen Fantasie spürt man förmlich das pulsierende Myzel unter seinen Füßen.

Die Steinpilze stehen zur Zeit nur noch an Süd- bis Westseiten. Und jetzt haben sogar die Goldröhrlinge nochmal ihren Auftritt. Sollte das bedeuten, dass die Steinpilze noch einmal vor einem Schub stehen? Denn im Jahresverlauf sind die Goldröhrlinge hier in der Region oft 1-2 Wochen vor den Steinpilzen da.

Ich vermute aber eher, dass es sich hierbei um Nachzügler handelt. Wobei die Wetterverhältnisse immer noch passen würden. Aber dann wird es immer schwieriger, sie rechtzeitig unter den gefallenen Laubmassen zu entdecken.


Foto: Der von Thomas erwähnte »Steinpilz-Doppelpack«. Die Pilze machen, von minimalen Knabberstellen abgesehen, einen qualitativ ausgezeichneten Eindruck.

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Dass es ein leicht verrücktes Jahr ist, sehen wir ja auch an den Perlpilzen, die sich ihre ganze Kraft für den Spätherbst aufgehoben haben. Hiervon habe ich diesmal ein Exemplar gefunden, das noch so gut wie keine Rottöne aufweist. Ein kleines rötliches Pünktchen am Hut und der Stielbasis verraten ihn jedoch. Übrigens ziehe ich von Perlpilzen immer die Huthaut ab, um ihn noch verträglicher zu machen.

Wenn man die Anfahrtszeiten abzieht, konnten wir Freitag und Samstag zusammen in knapp sechs Stunden viele Trompetenpfifferlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Herbstrotfüße, Weißtannenreizker und noch ein paar brauchbare Steinpilze finden. Einer davon lehnte sich gemütlich an den Fuß einer Fichte, einen Doppelpack fand ich im gleichen Wald.


Foto: Dieser schöne Steinpilz scheint sich vor Thomas sogar zu verneigen, vermutlich aus Achtung davor, dass er ihn entdeckt hat. Auf dem Foto ganz oben kann man ihn mit seinem enorm langen Stiel, den Thomas wieder einmal im Ganzen herausgehoben hat, mühelos entdecken.

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Schöne Perlpilze, Maronenröhrlinge, eine Handvoll Goldröhrlinge, zwei Amethystschuppige Pfifferlinge, ein Kupferroter Gelbfuß, ein Pfefferröhrling, Rötliche Lacktrichterlinge und den größten und aromatischsten Saitenstieligen Knoblauchschwindling, den ich je gefunden habe, fanden auch noch den Weg in den Korb.

Den Knoblauchschwindling habe ich zur Verdeutlichung der Proportionen separat fotografiert. Ein Teil des Stiels ist sogar noch im Boden stecken geblieben. In der kurzen Zeit für das Foto duftete er schon die ganze Wohnung ein, so dass es sogar in den Augen brannte. Bei solchen Exemplaren sollte man allerdings sehr vorsichtig bei der Dosierung sein, da er leicht Magen-Darm giftig ist und daher nur in geringen Mengen zum Einsatz kommen darf.

Ich denke, dass dies die vorerst letzte große Runde für dieses Jahr war, weil die Vorräte nun komplett sind. Kleinere Runden werde ich natürlich noch weiterhin machen.

Liebe Grüße an Dich und allen noch viel Erfolg beim Sammeln!

Thomas«

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Foto: Ein Wahnsinnsjahr der Flockenstieligen Hexen neigt sich dem Ende entgegen. Es gibt sie, trotz Trockenperiode, fast durchgehend seit Mitte Mai in vielen Regionen Deutschlands. 


Foto: Guten Appetit! Dieser Knoblauchschwindling ist an Größe kaum zu übertreffen. Man sollte diese Pilze auch als Soßenpilze oder im Mischgericht schon allein wegen ihres starken und scharfen Geschmacks sehr sparsam verwenden, pro Kilo Mischpilze wird lediglich ein PIlzhut empfohlen. Das dürre Beinchen bitte nicht mitessen, es ist bei dieser Pilzart holzig-zäh. Obwohl sie stark knoblauchartig schmecken, verursachsen sie keinen anhaltenden Knoblauchgeruch.


Kronau: »Sogar noch eine Krause Glucke«, aber Trompetenpfifferlinge gibt es nicht mehr


Foto: Immer noch Pilze von erstaunlich guter Qualität finden derzeit Michael und Suri in den Kronauer Wäldern. Sogar eine Krause Glucke im sehr guten Zustand ist noch dabei. Die Trompetenpfifferlinge fehlen allerdings: Die Harvester haben sämtliche Wuchsplätze, die Michael kannte, restlos zerstört.


Michael schreibt am 16. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in den Wäldern um Kronau ist immer noch was zu holen. Erneut sammelten wir schönste Perlpilze und Maronen, Suri entdeckte noch Steinpilze (z. B. Foto rechts), zwei Orangerote Semmelstoppelpilze und sogar noch eine Krause Glucke.

Schade ist nur, dass alle Stellen mit Trompetenpfifferlingen, die ich kenne, durch Waldarbeiten vernichtet wurden und ich bislang keine neuen Plätze ausfindig machen konnte.

Viele Grüße Michael und Suri«

(2 Fotos © Michael)

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Immer noch Steinpilze im Landkreis Emmendingen



Ines schreibt am 15. November 2020 zu diesen Fotos:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

das Wetter lädt Pilzfreunde gegenwärtig dazu ein, den Korb zu nehmen und in die Wälder zu gehen...

In der Gegend um Emmendingen gehen die Röhrlinge langsam zurück. Dennoch konnte ich mich heute im menschenleeren Wald über einige Steinpilze (Foto oben) freuen.

Ganz besonders über einen, der es sich zwischen Blättern und unter Ästen gemütlich gemacht hat (Foto rechts) und noch nicht einmal von Maden und Schnecken gefunden wurde. Er war wunderbar erhalten.

Auffallend sind die vielen Lamellenpilze, die jetzt zunehmend die Oberhand gewinnen. Besonders stark vertreten sind die Nebelgrauen Trichterlinge.

Viele Grüße Ines«

(2 Fotos © Ines)

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Allerhand Gewimmel in der Kiste vom Fritz


Fritz schreibt am 15. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

so langsam geht die Pilzsaison 2020 in die Endphase. Bei einem meiner Gänge durch die heimischen Pilzwälder fand ich mal wieder eine Herbstlorchel, eine schöne Portion Trompetenpfifferlinge (Foto rechts), einige Duftleistlinge und Edelreizker.

In der Hoffnung, dass die nächste Saison wieder so gut wird, viele Grüße aus dem Bodenseekreis,

Fritz«

(Foto © Fritz)

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Ein »Schlachtfest« mit Pilzen im Bierteig, Bratpilzen mit frischen Kräutern und einer Esskastanien-Crèmesuppe




Michael schreibt am 12. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

einen Tag nach unserem letzten Fund mit sehr schönen Perlpilzen (siehe Tageseintrag vom 7. November) haben Suri, Yoga und ich ein »Pilzschlachtfest« veranstaltet.

Es gab Gebratene Pilze in Butter mit frischen Kräutern, Pilze im Bierteig mit einem Knoblauch-Kräuter-Dip und einer Maronicrèmesuppe.

Viele Grüße Michael«

(2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt zu diesem Foto: »Auf diesem Bild ist die perfekte Qualität der Pilze noch um diese Jahreszeit zu erkennen. Der Haufen links unten wurde im Bierteig fritiert, der rechts oben in Butter mit Kräutern gebraten.«


Elf Steinpilze und jede Minute Genuss pur im Wald bei Calw für Heiko


Foto: Welch ein knorriger Steinpilz mit seinem tief gefurchten, zerklüfteten dunkelbraunen Hut! Wie soll das nach Saisonende aussehen, dürfte sich mancher Pilzfreund bei dem herrlichen Anblick fragen. (3 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 12. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

knapp zwei Wochen nach meiner letzten Suche bei Calw im Nördlichen Schwarzwald wollte ich heute Vormittag noch einmal nach Steinpilzen Ausschau halten. 

Auf meiner dreistündigen Tour entdeckte ich dann tatsächlich elf Fichtensteinpilze (siehe Foto rechts).

Auch wenn sich das Wachstum nun allmählich dem Ende zuneigt: ich habe jede Minute an der frischen Luft, in der Natur, in den Wäldern in vollen Zügen genossen.

Bleibt alle gesund!

Beste Grüße aus Baden-Württemberg

Heiko«



Foto: Und auch dieser junge Steinpilz im Heidekraut gibt ein schönes Motiv her. Sollten die Temperaturen so bleiben, dürfte es für Heiko durchaus nicht der letzte für dieses Jahr gewesen sein.


Illustres Saisonfinale im Schönbuch und am Tannenberg

Der beste Steinpilzfund des Jahres und ein bühnenreifes Schauspiel bei den Birkenporlingen


Foto: Dieses Foto zeigt nur eine Teilernte von Renates Steinpilzfunden am 10. November im Schönbuch. Sie freute sich riesig über die sehr schönen Pilze, die völlig madenfrei und nur von Schnecken besucht worden waren. (4 Fotos © Renate)

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Renate schreibt am 11. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich hatte gestern, am 10. November, meinen besten Steinpilzfund des Jahres, und zwar im Schönbuch, im Buchenwald. Natürlich, wie könnte es um diese fortgeschrittene Zeit anders ein, in Südlage.

Sie waren tief eingekuschelt im Laub, die Köpfe »schwammen« wie in einem Blättermeer
obenauf  und waren kaum zu erkennen. Riesige Exemplare mit langen Stielen waren es. Beinahe alle hatten noch sehr helle Röhren, nur die üble Schneckenbande hatte, wie überall um diese Zeit, wieder zugeschlagen.

Zuvor hatte ich am Stumpf einer Rotbuche bereits seine beachtliche Anzahl Austernpilze (z. B. 1. Foto rechts) entdeckt. Das kam nicht von ungefähr, denn dieser Baum hatte mich damit schon über sieben Jahre lang beliefert, war allerdings vor zwei Jahren gefällt worden. Mühselig hatte ich den ganzen Sommer über versucht, den Stumpf von Brombeerranken und geschlagenem Geäst, das man darüber geworfen hatte, freizuhalten. Umso größer war meine Freude über den tollen Fund.

Am Ende dieses ereignisreichen Waldganges von über sechs Stunden konnte ich mit
wohlgefülltem Körbchen nach Hause gehen - eine schöne Belohnung war das.

Ein paar Tage vorher hatte es für mich schon eine dicke Überraschung gegeben. Ich entdeckte hier auf dem Tannenberg im Landkreis Böblingen endlich einmal eine Birke, auf der viele Birkenporlinge wuchsen (2. Foto rechts). Man kann sich meine Freude kaum vorstellen, weil es ja immer heißt, diese Pilzart sei verbreitet.

Aber erstens muss man dafür Birken finden und zweitens, was Grundvoraussetzung ist: der Baum muss krank sein. Da aber Birken äußerst resistent gegenüber Trockenperioden und Umwelteinflüssen sind, erkranken sie nur höchst selten und werden in der Regel erst zum  Angriffsobjekt für Birkenporlinge, wenn sie altersbedingt geschwächt sind.

Der größte Birkenporling lachte sich mit Sicherheit kringelig

Nun also an die Ernte. Meine Tochter war dabei, und mit Hilfe eines langen Stockes gelang es ihr zunächst, etliche der schönen Exemplare vom Stamm zu holen (3. Foto rechts). Den Rest, nämlich zwei dicke Polster, die in etwa 4 Metern Höhe schadenfroh auf uns herabschauten, wollten wir am Sonntag ernten.

Mit einer Leiter und einem langen Besenstiel, an dem oben ein Messer befestigt war, zogen meine Tochter, ihr Mann und ich in den Wald. Es stellte sich heraus, dass mein Augenmaß bezüglich der Höhe ein schlechtes gewesen und die Leiter zu kurz war. Das Messer am Stock brach entzwei, die Klinge blieb im Porling stecken, der Schaft zierte noch den Besenstiel.

Es war ein bühnenreifes Schauspiel, in dem sich der Porling vor Häme kringelig gelacht haben muss. Na, aber wer zuletzt lacht... Das war am Ende doch mein Schwiegersohn, dem es irgendwie gelang, den Kerl noch herunter zu stoßen. Es war ein wahrer Riese, zwei Männerhände groß; der andere etwas kleiner. Nun trinkt die ganze Familie Porlingstee. Ich bin beinahe süchtig danach und finde ihn wundervoll.

Herzliche Grüße Dir und allen, die diese wunderbaren Seiten lesen, von

Renate«

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Schluchsee, Südseite, Sonne, Wärme - da standen sie

Josefs ertragreichster Pilzgang im Jahr war der 10. November: »Ein unglaublicher Tag!«


Foto: Das hatte sich Josef nicht träumen lassen. So viele, so herrliche Pilze, und das am 10. November auf 1050 Metern in der Region Schluchsee. Wie gut, dass er sein Stoffsäckchen noch eingesteckt hatte! Denn sein Korb füllte sich auf einmal ganz schnell, siehe das 2. Foto... (3 Fotos © Josef)

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Josef schreibt am 11. November 2020:

»Geschätzter Heinz-Wilhelm,

dem Nebel entfliehen - und das mit einem letzten Umgang in meinem Lieblingsgebiet im Hochschwarzwald. Genauer gesagt in der Region Schluchsee, 1050 MüM.

So war ich bei schönstem Wetter oberhalb der Nebelgrenze unterwegs, freilich ohne allzu grosse Erwartungen, noch Pilze zu finden. Begleitet wurde ich von meiner Golden Vierbeinerin Tosca. 

Nach der ersten Viertelstunde schien sich zu bestätigen, dass auf dieser Meereshöhe und nach den vergangenen kühlen und nassen Tagen nicht mehr allzu viel »Äktschen« in meinem Schwammerlkorb stattfinden würde. Im Wald war es der Jahreszeit entsprechend kühl und feucht. Keine Röhrlinge und wenn doch, schon ziemlich angeschlagen.

Doch am Waldrand, an der Sonne und in der Wärme, im halbhohen Gras, schauten dann plötzlich doch zwei Flockis aus dem Grün.

Die Kühe waren nicht mehr da

So konzentrierte ich mich von nun an vorwiegend auf den südlich gelegenen Waldrand, der im Sonnenschein lag, und das daran angrenzende Grasland. Die neugierigen Kühe vom Sommer waren nicht mehr auf den Weiden. So konnte ich mich also ungestört am Rand entlang bewegen.

Fantastisch, was Tosca und ich die nächsten zwei Stunden erleben sollten.

Schönste Maronen von bester Qualität  standen im halbhohen, waldnahen Gras. Teilweise wuchsen sie durch das Heidekraut, nur ihre Köpfe schauten heraus (2. Foto rechts). Sie hatten dafür umso längere Stiele. Sie standen überall! Eine schöner als die andere! Ohne Wurmbefall und schön knackig!

Welch ein krönender Abschluss

Und dann die Flockenstieligen Hexenröhrlinge: mit ihren festen Köpfen und purpurnen Röhren verweilten sie mitten im Weg. Oder draussen in der Weide, bis zu 20 Meter vom Waldrand entfernt. Grosse und kleine, wunderbar. Sogar ein einsamer Steinpilz gesellte sich ihnen hinzu.

Das Körbchen war so schnell gefüllt, ich musste mein Stoffsäckchen zusätzlich verwenden.
Ein unglaublicher Tag! Der ertragreichste Pilzsammeltag in diesem Jahr. Ein krönender Abschluss einer durchzogenen Pilzsaison.

Nun freue ich mich schon auf 2021 und wer weiss, nach diesem Tag, vielleicht riskiere ich sogar noch einen allerletzten Pirschgang in »meinem« Revier.

Herzliche Grüsse aus dem Aargau

Josef«

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Pilze abschneiden oder herausdrehen? Hier lest Ihr, was besser ist


Foto: Topröhrlinge wie zur besten Pilzzeit. Hand aufs Herz: wer würde vermuten, dass diese Pilze Mitte November gefunden wurden? Interessant an diesem Foto ist aber auch, dass Thomas diese Pilze aus dem Erdreich herausgedreht und nicht geschnitten hat. Warum, das sieht man hier: Bei den zwei liegenden Hexen hätte man mindestens die Hälfte ihrer Stiele verschenkt, wenn man die Pilze abgeschnitten hätte. Mehr dazu im Text. (3 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 11. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute Morgen ging es spontan noch einmal ganz früh in ein nahe gelegenes Waldstück im nördlichen Schwarzwald, um dann pünktlich zu Arbeitsbeginn um neun Uhr wieder zuhause zu sein.

Von meinen gesammelten Speisepilzen gebe ich eigentlich immer einen Teil an Freunde und Bekannte ab. So ging diesmal ein Teil davon an meinen Arbeitskollegen Benjamin. Bis auf einen kleinen Teil, den wir gleich am Sonntag und Montag verspeist hatten, wanderte der Rest in den Dörrautomaten.

Als mich eine gute Bekannte, die auch den Pilzticker liest und früher Pilze sammeln war, gestern fragte, ob ich denn eventuell noch zwei, drei Hexenröhrlinge übrig hätte, musste ich das leider verneinen. Sie ist seit einer Krebserkrankung leider nicht mehr so sicher auf den Beinen und ist daher auch nicht mehr in der Lage, selbst in die Wälder zu gehen. Da wir heute Sankt Martinstag haben, an dem das Teilen an oberster Stelle stehen sollte, dachte ich, ich mache ihr eine Freude und besorge ihr ein paar Hexen.

In der Mittagspause habe ich dann schnell die Pilze geputzt und ihr ihren Teil vorbei gebracht. Es war eine tolle Überraschung und sie hat sich sehr darüber gefreut, dass auch noch ein paar Steinpilze dabei waren.


Foto: Eine der Vorzeigehexen. Bitte nicht abschneiden, sondern herausdrehen!

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Bei meinem morgendlichen Gang konnte ich auch zwei Vorzeigexemplare vom Flockenstieligen Hexenröhrling finden und fotografieren.

Bei diesen beiden Fotos kann man sich mal selbst die Frage beantworten, ob man einen Fruchtkörper herausdreht oder knapp über dem Boden abschneidet.

Auf dem Gesamtfund, von dem die gesamte linke Hälfte inklusive Doppelhexe und allen Steinpilzen an meine Bekannte ging, sehen wir die beiden Hexen in der Bildmitte jeweils quer liegen. Bei dem linken Exemplar würde man ca. 2/3 und bei der rechts liegenden Hexe wären es sogar gut 3/4 der Stiele, die man im Fall des Abschneidens im Boden zurück lassen würde.

Das ist der Grund, warum ich immer versuche, einen Fruchtkörper komplett aus dem Erdreich zu entnehmen. Wie ich aber schon erwähnt habe, sollte ein entstandenes Loch wieder sorgfältig verschlossen werden, um einer Austrocknung des Myzels vorzubeugen und um anderen Pilzen und Bakterien keine oder weniger Angriffsfläche zu bieten. Aus gleichem Grund lasse ich auch keine Stümpfe stehen, die diese Angriffsfläche noch vergrößern würden.

Dir und allen noch einen schönen Sankt Martin. Und bleibt gesund.

Thomas«

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Foto: Die zweite Vorzeigehexe. Auch diesen Pilz hat Thomas herausgedreht und nicht einfach abgeschnitten. Das brachte ihm am Ende deutlich mehr Pilzgewicht auf die Waage - und seiner Arbeitskollegin auf den Teller.

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Heiko ist begeistert: Vakuumieren ist besser als Pilze trocknen

»Wunderbar frisch! Man schneidet die Schweißnaht auf und es empfängt einen ein wunderbares Aroma - wie gerade gesammelt«


Pilzfreund Heiko hatte in seiner Nachricht vom 7. November 2020 geschrieben, dass er zur Bevorratung seine Pilze vakuumiert anstatt sie zu trocknen. Pilzfreund Markus vom Pilzticker Rheinland-Pfalz und NRW hatte daraufhin einige Fragen, die Heiko wie folgt beantwortet:

»Vorab: ich verwende den CASO VC10 Vakuumierer. Damit bin ich super zufrieden und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist Klasse!

Ich vakuumiere ausschließlich Steinpilze und Maronen - beides ohne zu blanchieren! Einfach dünne Scheiben aus Hut und Stiel wie beim Braten, Vakuumierfolie (Meterware) zuschneiden auf gewünschte Füllgrösse, oben zwei Schweißnähte. Andere Seite mit den frisch zugeschnittenen Pilzen befüllen und dann vakuumieren. Wieder zweifache Schweißnaht.

Dann in die Gefriertruhe. Habe die 2019er Pilze bis zu 12 Monate eingefroren, kein Problem und wunderbar frisch. Man schneidet die Schweißnaht auf und es empfängt einen ein wunderbares Aroma - wie gerade gesammelt.

Außerdem geht in Summe auch alles viel schneller und flexibler als das Trocknen und anschließende Auf- und Einweichen.

Beste Grüße Heiko«

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Ortenau: Die Perlpilze sind jetzt größer als im Sommer und ohne Würmer


Eva schreibt am 10. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem die Morgenstunden schon sehr frisch und vor allem neblig und dunkel sind, kann nur das Pilzfieber mich noch aus dem gemütlichen Haus treiben.

Heute konnte ich meinen Korb mit wunderbaren Pilzen füllen. Steinpilze, eine Marone, einen Herbstrotfuß, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Trompetenpfifferlinge, Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze, Lachsreizker und Perlpilze konnte ich ernten.

Am Wochenende habe ich zum ersten Mal Perlpilze mitgenommen und probiert, sie sind größer als im Sommer und völlig ohne Würmer - da konnte ich nicht widerstehen. Sie sind so lecker, dass ich sie in Zukunft immer mitnehmen werde.

Ganz am Ende meiner Wanderung, als ich nur schnell mal noch einen kleinen Pfad angesehen habe, fand ich einen Steinpilz genau über einem Fliegenpilz. Was für ein nettes Paar (Foto rechts)!

Nun überlege ich, ob ich morgen gleich die nächste Tour mache, die Vielfalt begeistert mich gerade sehr.

Herzlichen Gruß Eva«

Besuche meinen Blog unter www.waldfeldgarten.blog

(Foto © Eva)

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Spätherbstliche Steinpilze zu spätsommerlichen Temperaturen


Foto: Das Bild zeigt einen klassischen Steinpilzwald (Fichtenhochwald) im Hochschwarzwald, wobei sich die Fundstellen eher auf die lichten, sonnigen Randbereiche im hinteren Teil des Fotos konzentrieren dürften. Vor allem Anfänger sollten sich solche prägnanten Waldlandschaften visuell gut einprägen, denn sie helfen erheblich weiter in der Suchpraxis.

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2 Fotos: Noch zwei Steinpilze für Oliver im fortgeschrittenen November. Er schreibt: »Langsam geht es mit den Pilzen zu Ende, aber es war alles in allem ein gutes Pilzjahr, wie ich finde.« (3 Fotos © Oliver)

(9. November 2020)

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Maulbronn: Ein später Prachtsteinpilz für Sven mit einer Flockihexe als Zugabe


Foto: Einen wirklichen Prachtsteinpilz hat Sven bei Maulbronn gefunden. Und auch der junge Flockenstielige Hexenröhrling kann sich noch sehen lassen. Zwei sehr schöne Röhrlinge, so spät im Jahr. (Foto © Sven)

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Sven schreibt am 9. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute war ich in Maulbronn unterwegs. Dort konnte ich noch zwei Prachtkerle entdecken:
einen sehr schönen Fichtensteinpilz und eine schöne Flockihexe. Außerdem gab es für mich noch eine Handvoll Maronen.

Liebe Grüße und einen schöne Woche,

Sven«

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Sehr lesenswert!

Ein Körbchen für die Kleine, ein zerstörtes Kraterellenparadies und die stärkste Marone der Welt


Foto: Ein wunderbares Herbstmotiv von Pilzen legt uns Thomas hier vor. Alle gefundenen und im Text aufgezählten Pilze hat er nach Arten fein säuberlich geordnet. Ein tolles Bild, das mehr als nur eine Ahnung davon gibt, was im ersten November-Drittel noch voller Kraft im Wald wächst - und zu holen ist. (4 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 8. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

da ich für eine größere Vielfalt an schönen Spätherbstpilzen ein paar Erntehelfer benötige, um auch die Sammelbeschränkung nicht zu verletzen, ging es heute früh, bei kühlen spätherbstlichen Temperaturen, mit Frau und Tochter in die Wälder im nördlichen Schwarzwald.

Bei knackigen drei Grad starteten wir mit zwei Autos in Karlsruhe. Auf dem Weg in die Wälder fiel die Temperatur stellenweise sogar auf gerade mal 1 Grad.

Wir begannen strammen Schrittes, um uns warm zu halten. Damit die fast vierjährige Tochter gleich zu Beginn ein Erfolgserlebnis haben würde, gingen wir zuerst an die Stellen für Trompetenpfifferlinge. Diesmal konnten wir hier den kleinen Korb der Tochter bis zum Rand mit leckeren Leistlingen füllen. Mit einem ärmlichen Häuflein 😀 hätten wir uns dieses Mal auch nicht zufrieden gegeben.

Foto: Hier sehen wir das Körbchen, in das das knapp 4 Jahre alte Töchterchen seine Trompetenpfifferlinge gelesen hat. Sie hat gewiss Freude an ihrem Sammelerfolg gehabt!

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Der Korb meiner Frau war für Lachsreizker und drei betagtere Fichtenreizker bestimmt. In meinen Korb wanderten Flockenstielige Hexenröhrlinge und auch Zweifarbige Hexenröhrlinge.

  • Diese werden jedoch nicht von allen getrennt und auch oft nicht als diese erkannt, da die Unterschiede meist nur minimal sein können. Ein entscheidender Punkt sind hier die Gelbtöne auf Hut, Röhren und Stiel.

Zusätzlich kamen noch Maronen, Herbstrotfüße, Perlpilze, Violette sowie Rötliche Lacktrichterlinge und sogar noch vier schöne Ziegenlippen hinzu. Zur Zeit steht der ganze Waldboden voll mit Spitzgebuckelten Rauköpfen und Blutblättrigen Hautköpfen.

Da meine Frau und das Kind noch verabredet waren, verabschiedeten wir uns und ich fuhr weiter zu meinem besten Pfifferlingswald, in dem ich ja, wie schon einmal erwähnt, aus Zeitgründen dieses Jahr noch nicht war.

Dort angekommen, traf es mich mitten ins Herz. Hier wurde das Jahr über an vielen Stellen sehr stark geforstet. Meine erste Stelle ist nun eine riesengroße Lichtung. Auch an meiner zweiten Stelle wurden alle Fichten herausgenommen und das komplette, tonnenschwere Geäst liegt jetzt auf meiner besten Stelle für Totentrompeten.


Foto: Dieses Foto löst ein Problem! Nach der Literatur fiel es mir schwer, Zweifarbige und Flockenstielige Hexenröhrlinge eindeutig voneinander zu unterscheiden. Hier sehen wir den Unterschied und haben noch dazu Thomas' Beschreibung (siehe weiter oben): die Gelbtöne dominieren klar den Hut, erstrecken sich aber auch über alle anderen Teile des Pilzes, gut zu erkennen an den vier Exemplaren links. Rechts vier Flockenstielige Hexen.

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Dass diese Arbeiten aber noch lange nicht abgeschlossen sind, sieht man an den vielen markierten Fichten.

Trotz allem konnte ich doch noch ein paar Amethystschuppige und echte Pfifferlinge einsammeln. Totentrompeten fand ich leider nur noch drei Stück. Nachdem hier dieses Jahr und wohl auch die nächsten Jahre nicht mehr viel zu holen ist, beschloss ich , diesen Gang zu beenden.

Auf dem Rückweg zum Auto kamen dann noch eine Handvoll Stockschwämmchen, zwei Violette Rötelritterlinge und zwei Schiefknollige Anischampignons hinzu.

Eine schöne Bekanntschaft konnte ich hier auch machen. So traf ich die wohl stärkste Marone der Welt. Wie man auf dem letzten Foto sieht, scheint es, als ob die Marone den Felsbrocken mit eigener Kraft anhebt, um sich Platz zu verschaffen.

Viele liebe Herbstgrüße an Dich und an alle

Thomas«


Foto: Und hier sehen wir die ohne Frage stärkste Marone der Welt. Einen ganzen schweren Felsbrocken hat sie sich auf den Kopf gepackt, damit der nicht den Hang hinunter rollt und die Pilzsammler in Lebensgefahr bringt.


Saisonbeginn in Kronau: Die Perlpilze sind da!


Foto: Hurra, hurra, die Perlpilze sind da! Kommen sie sonst Ende Mai, so dieses Jahr Anfang, Mitte November. Das hat Michael noch nicht erlebt. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 7. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

zusammen mit Suri und Yoga ging es erneut in dei Wälder um Kronau.

Gesammelt haben wir Steinpilze, Maronen, Flockis, schönste Perlpilze und einen Parasol.

Erstaunlicherweise kommen die Perlpilze jetzt erst, vorher sind nur vereinzelt welche gewachsen. In der Regel lassen sich die ersten Perlpilze bei uns bereits Ende Mai blicken und nicht erst Anfang/Mitte November.

Das schöne Steinpilznest auf dem Foto hat Suri aufgespürt, Yoga und ich wären glatt dran vorbeigelaufen.

Viele Grüße Michael, Suri und Yoga«


Foto: An dieser Steinpilzoase wären Michael und Yoga glatt vorbeigelaufen, Suri hat sie Gott sei Dank entdeckt. Sonst wären sieben Stück im Wald geblieben.


Heiko & Familie begeistern sich im nördlichen Schwarzwald an den wunderbaren Maronen


Foto: Die Maronen, spät genug gekommen, lösen jetzt die Steinpilze ab. Heiko & Familie waren begeistert von der vorzüglcihen Qualität der Spätzünder in den Wäldern und haben ihren tollen Maronenfund zuhause gleich für den Wintervorrat vakuumverpackt. (2 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 7. November 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich war heute mit meiner Frau und meinen beiden Mädels zur Mittagszeit in einem schönen Mischwald mit überwiegendem Buchenbestand in der Nähe von Bad Wildbad im Nördlichen Schwarzwald unterwegs.

Neben einer Handvoll Fichtensteinpilze entdeckten wir wunderbare Maronen, viele Semmelstoppelpilze sowie zwei schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge

Dass sich die Maronen nach der langen Abwesenheit nun doch noch einmal so zahlreich zeigen, hat uns besonders gefreut. Wir haben gleich den Vakuumierer angeworfen und uns einen schönen Vorrat für die kommenden Monate angelegt.

Dir lieber Heinz-Wilhelm ein schönes Restwochenende!

Viele Grüße von Kerstin, Eva, Merle und Heiko«


Foto: Die Steinpilze sind nun auf dem Rückzug. Aber ab und zu lässt sich im nördlichen Schwarzwald noch so ein tolles Exemplar wie dieses finden. Zwei, drei weitere dazu - und schon ist noch eine - letzte(?) - herrliche Steinpilzpfanne beisammen.





Punktlandung für Ralf an seinem treuen Spendebaum der Austernpilze


Foto: Das sind wirklich herrliche Austernseitlinge! Ralf hatte es geahnt, kam zu seinem Baum, für den er 15km fahren musste, punktgenau richtig. (2 Fotos © Ralf)

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Ralf schreibt am 6. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

da es in den Nächten schon recht kalt war, habe ich mal meinem Austerseitlingsbaum einen Besuch abgestattet.

Er steht zwar rund 5 Kilometer von meinem Wohnort entfernt, liefert aber zuverlässig seit Jahren schöne Exemplare.

Es war eine Punktlandung! Ich habe genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. Leider hatte ich keine Kamera dabei. Aber zum Essen was sie wieder parat.

Es gab die Austernpilze in Butterschmalz mit Schalotten und Knoblauch angebraten, in Kalbsfond kurz geköchelt und mit Sahne und Kräuter vollendet.

Yummi!

Gruß aus Hohenlohe

Ralf«


Foto: Austernpilze mit Pasta - yummi, yummi! Ralf hat recht! An diesem Gericht ist Knoblauch an Pilzen tatsächlich mal eine gute Lösung.


Freudentanz bei Freudenstadt: Nach 15 vergeblichen Anläufen ist Keren endlich im 7. Pilzhimmel


Foto: Keren ist außer sich vor Freude. Nachdem sie gut ein Dutzend Mal vergeblich unterwegs war, ist der Korb endlich voll. Allerdings erwiesen sich die großen Reizker beim Verzehr als nahezu ungenießbar. Sie waren vermutlich zu alt, da werden sie nämlich bitter. (2 Fotos © Keren)

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Keren schreibt am 6. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern war ein Tag für die Bilderbücher. Nach ca. 15 Ausflügen dieses Jahr im Nordschwarzwald und in der Pfalz (Rheinebene) habe ich endlich bei Freudenstadt die Pilze gefunden, die ich mir gewünscht hatte. Ich kannte diese Stelle schon, aber sie liegt eine Stunde von mir entfernt und bisher hatte ich es mangels Zeit leider nicht geschafft, einmal dort vorbeizuschauen.

Gestern war es soweit - und es hat sich vollauf gelohnt. Moosige Wälder, kein Mensch weit und breit - und Pilze, wo auch immer ich hinsah! Ich schwelgte im 7. Himmel, als ich eine makellose Marone nach der anderen auflesen und im Korb verstauen konnte. Dazu fand ich jede Menge ganz frischer Edelreizker, eine Handvoll Pfifferlinge und Semmelstoppelpilze. Und wahrhaftig 4 schöne Steinpilze!

Ich habe beim Sammeln noch nie so viel Spaß gehabt und genoss einfach das Gefühl, von Gott so reich beschenkt zu werden. Jetzt muss ich die »Glückspilze« die bei Calw immer so viele herrliche Funde machen, nicht mehr beneiden...

Liebe Grüße, Keren

P.S. 1: Danke für Ihre wertvolle Arbeit hinter den Kulissen!

P.S. 2: ich habe eine Pfanne Edelreizker mit Butter, Zwiebel und Knoblauch zubereitet, dazu Sahne, aber die schmeckte uns überhaupt nicht und nach ein paar Bissen haben wir aufgegeben. Schade! Wären die Reizker besser in eine gemischte Pilzpfanne untergebracht?«

Hallo Keren,

meine Vorbehalte gegenüber Knoblauch in der Pilzpfanne sind allgemein bekannt. Es gehört nur in absoluten Ausnahmefällen an Pilze, weil das strenge Knoblaucharoma den feinen, oftmals nussigen Geschmack der Pilze, um den es doch geht, völlig verschwinden lässt. Im Falle von Reizkern würde ihr würziger Geschmack im Knoblauch untergehen.

In Deinem Fall habe ich aber vor allem die Befürchtung, dass die Reizker, die ich in Deiner Schale auf dem Tisch sehe, deutlich zu alt waren. Alte Reizker schmecken bitter, sehr bitter.

Beim nächsten Mal nur junge Edelreizker mitnehmen (es sind tatsächlich Edelreizker, keine Fichtenreizker).

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

Pilz-Ticker-BaWue


Foto: Mit den Reizkern war es nichts, aber Keren fand noch genügend andere Pilze, vor allem viele Maronen, die sich hier überwiegend im jungen und damit sehr guten Zustand für den Verzehr präsentieren. Damit wird sie mehr Glück gehabt haben!

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Die Jumbokastanien begeistern Michael aufs Neue und liefern auch einen schönen Nebenbeifund von Pilzen


Foto: Eine Marone zwischen Maronis - so könnte man dieses Foto betiteln. Wo Esskastanien stehen, ist es nicht selten ein Paradies für Röhrlinge. So wachsen neben dem Steinpilz auch Sommersteinpilze und Schwarzhütige Steinpilze (Bronzeröhrlinge) gerne bei ihnen. (3 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 5. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

zusammen mit Suri war ich nochmals Esskastanien sammeln. Es kam wieder eine ordentliche Menge der riesigen Kastanien zusammen, siehe das Foto rechts. Auch fanden wir dort im nahen Umkreis noch einige Steinpilze, Flockis, Maronen, Trompetenpfifferlinge, Edelreizker, Rotfüße, Violette Rötelritterlinge und sogar noch 3 Pfiffers.

Viele Grüße Michael und Suri«

Pilz-Ticker-BaWue


Foto: Ein Nebenbeifund, den Michael und Suri beim Sammeln der großen Esskastanien machten. Die Steipilze und Hexenröhrlinge geben trotz fortgeschrittener Jahreszeit immer noch nicht auf.


Herrliche Steinpilze für Heiko und Finn bei Calw

»Fast wie in besten September-Tagen«


Foto: Ein traumhafter Anblick im November-Wald sind diese zwei Steinpilze an einem Waldrand beziehungsweise am Rand einer Lichtung. Einfach wunderbar, wie sie dastehen im Gewühle von feinem Geäst, der Streu und Fichtenzapfen. Ein herrliches Motiv von der überreifen Pilzzeit im Herbst!

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Heiko schreibt am 5. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich komme gerade mit meinem Sohn Finn, der heute schulfrei hatte, von einer 3-stündigen Tour durch die Fichtenwälder bei Calw im Nördlichen Schwarzwald zurück.

Nachdem die letzten Tage wechselweise bis zu 20 Grad und Regenfälle mit weiterhin milden Temperaturen brachten, ging es heute wieder auf 3 Grad runter, als wir den Wald betraten.

Die Morgensonne wärmte uns jedoch schnell, und als wir dann auch sofort die ersten Funde machten, wurde uns richtig heiß ums Herz... 😊

Finn wollte seine Suche auf Röhrlinge konzentrieren. So kam im Laufe des Vormittags ein wunderbar gefüllter Korb mit Fichtensteinpilzen und Maronen zusammen. 

Ich kann in meinem Stammwald noch keinen Rückgang der Steinpilze feststellen. Wir ließen noch viele schöne Exemplare zum Ende der Tour stehen, um die Sammelgrenze für uns beide nicht zu überschreiten. 

Klasse, welche Exemplare noch zu finden sind! Fast wie in besten September-Tagen...

Beste Grüße Dir und allen Pilzfreunden

Heiko«

(4 Fotos © Heiko)

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Foto: Der Steinpilz und sein Anzeiger: fast erweckt dieses Bild den Eindruck, als wolle der Steinpilz höflich zur Seite rücken, um dem Fliegenpilz einen bequemen Stand zu ermöglichen.

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Ein Hallimasch-Verkostungsauftrag für den etwas lichter gewordenen Wald bei Hambrücken


Thomas schreibt am 4. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

da ich wegen der steigenden Corona Fallzahlen seit heute im Home Office bin, hatte ich nach Feierabend endlich mal wieder gut zwei Stunden Zeit, um mir ein sehr interessantes Waldgebiet im Hardtwald zwischen Graben-Neudorf und Hambrücken anzusehen. Schon 6 Jahre war ich nicht mehr dort. 

So habe ich leider auch ein bisschen den Bezug zu diesem Waldstück verloren. Dieser Wald war einer der ersten, den ich nach meinem Umzug 2001 von Mannheim nach Karlsruhe erkundet hatte. Es ist ein Rotbuchen-Hainbuchen-Kiefernwald, in dem Fichten und Birken vereinzelt und in Grüppchen vorkommen. Eichen fehlen gänzlich.

Damals war es ein sehr ertragreiches Waldstück u.a. für Perlpilze, Rotbraune Scheidenstreiflinge, Pfifferlinge, Fichtensteinpilze, Raufüße aller Art und Semmelstoppelpilze. Nachdem die Krone über die Jahre aber immer dichter geworden ist, wurde dieser Wald auch sehr dunkel. Somit zogen sich viele Arten mehr und mehr zurück und die Wulstlinge nahmen überhand.

Infolge der letzten Dürrejahre, so vermutete ich, hätte sich der Wald wieder ein bisschen gelichtet. Das war auch an einigen Stellen der Fall, allerdings eher durch abgestorbene Birken, Fichten und auch Kiefern. Insgesamt ist er aber immer noch recht dunkel.

Gesammelt habe ich dort eine ganze Menge an stattlichen Herbstrotfüßen, Maronen, zwei Pfefferröhrlinge, 3 Steinpilze plus ein wenig Verschnitt, einen der vielen XXL-Butterrüblinge, einen Parasol und zwei kleine Frauentäublinge (Foto rechts). Dazu kam noch ein Strunk Hallimasch, für den ich von einem Bekannten einen Sammelauftrag zum Probieren bekommen hatte.

Ich selber sammle diesen Pilz nicht mehr. Hallimasch, wie auch die Goldgelbe Koralle, hatte ich mit 9 Jahren nach meinem ersten Pilzeseminar der DGfM mit meiner Mutter zentnerweise bei Aglasterhausen im Odenwald gesammelt. Die haben wir dann tagelang geputzt, geschnitten, gekocht, in Gefriertüten verpackt und eingefroren. Und das, Jahr für Jahr. Kurz gesagt: ich habe mich an beiden satt gesehen und gegessen.

Zu guter letzt kamen noch viele Violette, Zweifarbige und ein paar Rötliche Lacktrichterlinge hinzu. Für die Zweifarbigen kann man allerdings das »-linge« streichen, denn das waren ordentliche Trichter. Von denen verwende ich allerdings nur die Köpfe, da sich die Stiele wegen ihrer Zähigkeit nicht zum Zubereiten eignen. Zum Trocknen für Pilzpulver allemal.

Gefreut hat mich zudem, dass an den lichteren Stellen viele Leichen von Raufußröhrlingen zu finden waren, was für die Zukunft einiges verspricht. Vermutlich Birkenpilze, aber über die genaue Art konnte man vor Ort nichts mehr sagen. Auch Steinpilze im fortgeschrittenen Zersetzungsalter standen noch einige da.

Viele Grüße an Dich und alle, Thomas«

(Foto © Thomas)

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Ortenau: Ein böser Geselle mischt sich unter die aufkommenden Spätherbstpilze


Foto: Die Zeit, in der sich Evas Korb überwiegend mit Röhrlingen füllte, geht für dieses Jahr dem Ende entgegen. Jetzt bringen die Spätherbstpilze mit Lamellen und Leisten Farbe in den Korb. (4 Fotos © Eva)

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Eva schreibt am 4. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

während von überall her die beieindruckendsten Röhrlingsfunde gemeldet werden, geht bei uns in der Ortenau die Menge zurück.

Immer noch wandern Maronenröhrlinge, Herbstrotfüße, Pfifferlinge, Ziegenlippen, wenige Steinpilze (heute nur einer) und Reizker in den Korb. Groß im Kommen sind Gelbstielige Trompetenpfifferlinge und Stockschwämmchen.

Mit dem Sammeln der Letztgenannten wollte ich warten, bis ich endlich den gefürchteten Verwechslungspilz finde. Ich habe gejubelt, denn mir sind an einer Baumwurzel eine Menge Nadelholz-Gifthäublinge begegnet, die auch gut zu unterscheiden waren. Mal sehen, ob ich nach der nächsten Wanderung schon die ersten Stockschwämmchen zubereiten werde.


Neu in diesem Spätjahr sind für mich die Funde von Eselsohren (z. B. Foto rechts), die unscheinbar zwischen dem Laub stehen, wenn man sich gerade nach etwas anderem bückt. Dabei sind sie sehr schön anzuschauen - und angeblich schmecken sie auch gut. So oft sehe ich diese Pilze nicht, deshalb möchte ich sie lieber stehen lassen, anstatt sie zu probieren.

An meinen Winterpilzplätzen für Samtfußrüblinge und Austernpilze wurde ich noch nicht fündig, bin aber auf frische Judasohren gestoßen, die ich gerne mitgenommen und bereits getrocknet habe.

Es bleibt spannend im Wald.

Herzlichen Gruß an Dich und alle, die da draußen in den Wäldern unterwegs sind,

Eva«

Besuche meinen Blog unter www.waldfeldgarten.blog


2 Fotos: Der Stiel macht den Unterschied. Links sehen wir Stockschwämmchen: vom Ring abwärts ist der Stiel fein gelbbraun geschuppt mit nach unten zunehmender Verdunkelung des Brauns. Rechts sehen wir Gifthäublinge: vom Ring abwärts ist der Stiel weiß-silbrig-grau feinst beflockt, dabei glatt wirkend. Der Stiel ist zur Unterscheidung beider Arten fundamental wichtig. Obwohl der Gifthäubling auch Nadelholzhäubling heißt, wächst er auch an Laubholzstümpfen oder totem Laubholz!

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Heilbronn: »Wie Maronen doch die Qualität eines Gulaschgerichtes anheben, um Klassen!«


Sascha schreibt am 3. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

bislang bin ich ein wenig gefrustet, was die Maronenröhrlinge betrifft. An all meinen Stellen gab es bisher nur Fehlanzeige. Die milden Temperaturen lockten mich aber letztlich doch noch einmal hinaus.

Im Wettrennen gegen die untergehende Sonne habe ich dann letztlich gewonnen. Die erste Marone in diesem Jahr! Mit dem einmal geschärften Blick konnte ich noch einige weitere finden. Einfach herrlich! Da hat man diesen wunderbaren Pilz in der Hand und freut sich über den leicht nassen, schmierigen Hut und denkt schon an das Gulasch am kommenden Wochenende. Wie Maronen doch die Qualität dieses Gerichtes anheben - um Klassen! Ein Glücksgefühl!

Zwei klasse Steinpilze landeten ebenso in meinem Korb wie auch viele Rotfußröhrlinge und Pfirsichfarbene Filzröhrlinge. Bei den beiden letzteren galt es natürlich wieder vor Ort genau zu sortieren, da einige schon mit leichtem Schimmel befallen waren.

Die Maronenröhrlinge waren meist sehr jung und tadellos, so dass ich ein wenig die Hoffnung hege, dass noch ein paar nachkommen werden. Einer meiner gefundenen Steinpilze hat sicherlich leise vor sich hingelacht, da ich bestimmt drei Minuten direkt vor ihm stand, bevor ich ihn wahrgenommen hatte :-)

Ich werde dranbleiben die nächsten Tage und berichten. 

Liebe Grüße aus dem Heilbronner Land

Sascha«

(Foto © Sascha)

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