Pilz-Ticker-BaWue
(Baden-Württemberg)



Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Württemberg)




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs




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Hohe Zeit der unbelehrbaren, ahnungslosen Pilzsammler bei Kronau


Foto: Ein Korb voller schöner Steinpilze für Annika und Dennis, für Michael blieb diesmal nur die Fracht im roten Stoffbeutel. (5 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 24. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute bin ich mit einem jungen Ehepaar, das mich über den Pilzticker kennt, gemeinsam hinter Kirrlach Pilze sammeln gegangen. Wir haben Fichtensteinpilze, Sommersteinpilze, Flockis, Laubwaldrotkappen, Flaschenstäublinge, Ziegenlippen und beste Perlpilze eingesammelt.

Gesichtet haben wir viele, teilweise extrem große Wurzelnde Schleimrüblinge, Grüne Anistrichterlinge, Mehlräslinge, erste Büschelige Raslinge und sehr viele Pantherpilze.

Erschreckend war die Anzahl anderer Pilzsammler, die ohne Kenntnis einfach drauf los sammelten. Eine Sammlerin äußerte in einem Gespräch, dass sie nicht wüsste, ob die Pilze in ihrem Korb alle essbar sind, dass sie hierfür erst zuhause in ihrem Buch nachschauen müsste.

Ihr Korb war randvoll mit Flockis, Steinpilzen und Rotfüßen, teilweise schon mit Schimmel überzogen. Selbst mein Beratungsgespräch zeigte keinerlei Einsicht. An einem Wegesrand entdeckten wir einen Haufen bestehend aus Riesenrötlingen, Wurzelnden Bitterröhrlingen, Flockis und Ziegenlippen, die von einem Sammler einfach abgeschnitten und anschließend entsorgt worden waren.

Ansonsten bekamen meine Mittsammler den Korb voller Steinpilze und der Rotkappe und ich nahm mir nur den kleinen Anteil in der roten Stofftasche. 

Viele Grüße Michael, Annika und Dennis"

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Foto: Ein Perlpilz in Vollendung. Schöner, perfekter kann er nicht sein! Ein tolles Foto!


Foto: Diese Laubwaldrotkappe hat etwas Militärisches. Sie erinnert an einen Rekruten mit Barett. 

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Foto: Einer von vielen Wurzelnden Schleimrüblingen. Er ist ein typischer Vertreter für ein Mischpilzgericht. 


Foto: Anistrichterlinge im großen Trupp. Dabei braucht man, wenn man denn drauf steht,  allenfalls einen, um das gesamte Mischpilzgericht mit Anisgeruch und -geschmack anzustecken. 

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Landkreis Böblingen: 14 Steinpilze, ein Sommersteinpilz und eine Bussardfeder


Heiko schreibt am 24. September 2020:

"Guten Abend Heinz-Wilhelm,

gemeinsam mit meiner Tochter Merle ging es heute Nachmittag nach dem Abklingen kräftiger Regenfälle zu einer kurzen Runde in die Böblinger Buchen- und Eichenwälder.

Nach wie vor zeigen sich immer wieder schöne Röhrlinge. Und so erfreute sich Merle an tollen Funden vom Fichtensteinpilz. Meiner Meinung nach ging ihr zum Abschluss sogar noch einmal ein Sommersteinpilz (ganz vorne im Korb und auf Portrait) ins Körbchen.

Ein toller herbstlicher Ausflug!

Herzliche Grüße senden Merle + Heiko"

(3 Fotos © Heiko)

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2 Fotos: Fichtensteinpilze, ein Sommersteinpilz und eine Bussardfeder: Merle hat eigentlich alles, was eine Pilzsammlerin so braucht und ist darüber sichtlich frohgemut. Aber auch ein einzelner Steinpilz lässt sie schon lächeln. 


Südschwarzwald: Ein Fest der Parasole


Simon schreibt am 23. September 2022 zu diesem Foto:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

einen schönen Schwung Parasole habe ich heute im Südschwarzwald auf einer Wiese über 900m Höhe gefunden.

Viele Grüße aus Bad Krozingen, Simon"

(Foto © Simon)

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Die wegbegleitenden Pilze sammelte Michael nach seinem Lauf ein


Foto: Das Ergebnis eines Waldlaufes sind einige Krause Glucken, zwei Parasolschlegel und nicht ganz drei kleine Steinpilze. So einen sich reckenden Parasol wie auf dem 2. Foto sieht man schon mal beim Vorüberlaufen. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 23. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

meine heutigen Funde habe ich alle beim Joggen vom Weg aus gesichtet. Sozusagen Wegrandfunde. Nach dem Training ging es ab aufs Rad, um die erspähten Pilze einzusammeln.

Viele Grüße Michael"




Foto: Für so einen kleinen Nachwuchssteinpilz muss man schon einen Blick haben, um ihn während des Laufens zu entdecken.


Foto: Die Zauneidechse sammelte Michael nicht ein. Sie durfte wie er weiterlaufen. 


Bodenseekreis: Steinpilze nur vereinzelt, Parasole im Wartestand


BodenseekreisLinks die Pilze nehmen wir gerne mit, den rechten und seine Artgenossen lassen wir stehen. Die Stockschwämmchen sind erstklassige Suppen- und Soßenpilze, die Herbstlorchel hingegen gilt - wie alle Lorchelarten - als giftig. Fritz hat die Pilze heute im Bodenseekreis gefunden. 

Er schreibt: "Außerdem habe ich kleine Exemplare des Gelben Hohlfußröhrlings entdeckt, allerdings noch so klein, dass sie noch wachsen dürfen und ich das Foto nachreiche. Bei den Steinpilzen warte ich hier immer noch auf den Durchbruch. Vereinzelt finde ich schöne Exemplare, aber für eine Mahlzeit für die Familie reicht es noch nicht.

Die Parasole sind momentan im Höhenflug. Ich habe 15 „Paukenschlegel“ stehen gelassen, die ich hoffentlich in zwei Tagen holen kann."

(2 Fotos © Fritz)

23. September 2022

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Wer so viele tolle Pilze ranschafft wie Michael, hat sich sein Iberico-Rack mit Steinpilzrisotto redlich verdient!


Michael schreibt am 22. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

es war mal wieder Zeit für ein exklusives Gericht: Iberico-Rack an Steinpilzrisotto (Foto rechts)!

Verfeinert habe ich das Ganze mit einer intensiven Reduktion aus meinem Rinderfond, Brombeerwein und echtem Balsamico. 

Viele Grüße Michael"

(Foto © Michael)

Erklärung Rack: Das Stück aus dem Rücken mit den freigelegten Rippenknochen bietet sich hervorragend zum Grillen im Ganzen an. Da der Fettrand und das Muskelfett für optimalen Fleischgeschmack sorgen, sollte man nur sehr sparsam würzen. 

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Auch bei Hochstetten haben die Steinpilze jetzt Hochsaison


Foto: Die Steinpilze und Sommersteinpilze wachsen jetzt auch bei Hochstetten. Dazu gab es für Michael einige Filzröhrlinge und Ziegenlippen. (6 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 22. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

auch in den Wäldern um Hochstetten ist jetzt richtig was los. Ich hefte mich da mal an Thomas Sammelzeit, für gezeigten Fund habe ich lediglich knapp 40 Minuten (ohne Hin- und Rückfahrt mit dem Fahrrad) gebraucht.

Fichtensteinpilze und noch einige Sommersteinpilze, Filzröhrlinge und Ziegenlippen, Blutrote Röhrlinge in Massen, die ersten Butterpilze, wenige Perlpilze und viele Pantherpilze sind zu finden.

Auf einem Bild zeige  ich eine Gegenüberstellung von einem Perlpilz und einem Pantherpilz. Hier kommt gut zur Geltung, wie ähnlich sie sich sehen können.

Viele Grüße Michael"

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Foto: Hier ein besonders stattlicher Solitär. Aber irgendwer hat ihm das Bein aufgeschlitzt. 


Foto: Diese Bagage mag es lieber miteinander. 


Foto: Die Blutroten (Filz-)Röhrlinge wachsen in Massen. Michael nimmt sie nicht mit, obwohl sie Speisepilze sind. 


Foto: Jetzt sind auch die Butterpilze da, die streng an Kiefern gebunden sind. 


Foto: Ein Perlpilz (links) und ein Pantherpilz (rechts). So stark können sie sich ähneln. Sieht man genauer hin, so entdeckt man zwei zuverlässige Unterscheidungsmerkmale: Der Ring des Perlpilzes ist gerieft, der des Pantherpilzes nie. Und während die Knolle des Perlpilzes keulig ist, ist die des Pantherpilzes abgerundet beziehungsweise abgesetzt. In Kürze hätten sich bei dem jungen Pilz daraus serpentinenartige Windungen entwickelt.

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Glücksgefühle im Landkreis Böblingen

Schwarzhütige Steinpilze, Gelbporige Raufüße und kein Mensch im Wald: Da springt Heikos Herz im Dreieck


Foto: Ein wahrer Herr ist dieser Steinpilz. Erhaben steht er da, eine Hoheit im Laubwald. Versteckt sich der Artgenosse auf dem 2. Foto etwa vor dessen Schönheit? (6 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 20. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich melde mich heute wieder bei Dir und allen Pilzfreunden mit einigen schönen Funden aus dem Landkreis Böblingen zurück.

Das letzte Wochenende hatte ich bewusst pausiert. Es waren mir einfach zu viele Pilzsammler unterwegs. Und da ich mir meine Runden auch gut unter die Woche legen kann, ging es heute Vormittag wieder in die Wälder im Kreis Böblingen.

Nach wie vor zeigen sich in den nahen Laubwäldern so viele tolle Röhrlingsarten, dass es momentan keiner auch längerer Fahrten in Richtung Nordschwarzwald oder vergleichbar bedarf.

Ich entdeckte auf meiner knapp 3-stündigen Tour Fichtensteinpilze, Sommersteinpilze, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Netzstielige Hexenröhrlinge, Rotfußröhrlinge und Birkenraufußröhrlinge.

Die große Überraschung bei 11 Grad Außentemperatur war aber, dass ich auf Schwarzhütige Steinpilze sowie Gelbporige Raufußröhrlinge stieß – beide Pilzarten in unmittelbarer Nachbarschaft. Sie durften aufgrund ihrer Gefährdung und Seltenheit selbstverständlich im Wald bleiben und wurden lediglich fotografiert.

Bei dieser Vielfalt springt mein Sammlerherz natürlich vor Begeisterung im Dreieck! 😊

Herzliche Grüße sendet Dir Heiko"

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Foto: Ein schöner Schwarzhütiger Steinpilz mit Sommersprossen in der linken Gesichtshälfte. 


Foto: Und noch einer, etwas dickbäuchiger. Beide ließ Heiko stehen. Die auch Bronzeröhrlinge genannten Pilze zählen zu dem Dutzend streng geschützten Pilzarten. 

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2 Fotos: Hier sehen wir zwei relativ seltene Gelbporige Raufüße. Sie haben den gleichen Schutzstatus wie Steinpilze oder Rotkappen, dürfen also in der vorschriftsgemäßen Tagesmenge, also je nach Sammelgebiet 1 bis 2 Kilo pro Person, entnommen werden. Den lateinischen Artnamen kann man sich recht gut merken, wenn man an ein Krokodil denkt: Leccinum crocipodium

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Die große Party der Flockenhexen im Nordschwarzwald - und Thomas & Freunde mittendrin


Foto 1: Dieses Mal gibt es gleich 4 Fotos vorneweg, bevor es zum großen Hexenparty-Text geht. Wir sehen die zwei großen Pilzkörbe, wie Thomas & Mitsammler sie aus dem Wald, dem Nordschwarzwald, zurück zum Auto trugen. Eine große Parade der Röhrlinge, vornehmlich der Hexen, an der sie generös auch einige Lamellenpilze teilhaben ließen. (19 Fotos © Thomas Sch.)

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Foto 2: Traumhafter Pilzlherbst! An Thomas ist ein Schaufenster-Dekorateur verloren gegangen, wie dieses Zeugnis frühherbstlicher Pilzpräsentation zeigt. Ein Hexen-Feuerwerk, weil hier die Flockenstieligen Hexenröhrlinge in hoffnungsloser Übermacht sind. Genau so hatten sie es bei Aufbruch zu ihrer Hexenparty im Nordschwarzwald geplant. 


Foto 3: Blick in Korb und Schale. Die langstieligen Birkenpilze (hinten) sortierte Thomas zuhause wieder aus: zu weich. Interessantes sehen wir in der Schale: die hellen Pilze sind Anistrichterlinge, die Thomas getrocknet als Würze in einer Mischpilzpfanne zum Einsatz bringt. 


Foto 4: Hier sind die Flockenstieligen Hexenröhrlinge Herren über zwei Sommersteinpilzchen, einige Maronen und Kuhmäuler und, ganz hinten, wohl Goldröhrlinge. 


Thomas schreibt am 19. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach dem ersten Tanz-Marathon unserer kleinen Sophia, der im Rahmen des gestrigen Baden-Marathons stattfand, trafen wir uns anschließend mit zwei befreundeten Familien, unsere besten Pilzabnehmer, zu einem Sonntags-Pilzspaziergang im Nordschwarzwald in meinen Pilzwäldern zur Hauptlese der Flockenstieligen Hexenröhrlinge.

Mittlerweile ist es eine dermaßen gut besuchte Hexenparty, wie ich sie schon einige Jahre nicht mehr erlebt habe. Überall, in jeder Ecke des Waldes, stehen die prall gefüllten Hexenkessel herum.

Wo noch vor knapp zwei Wochen nichts weiter zu finden war als Glucken, Glucken und nochmal Glucken, scheinen die Wälder jetzt wie ausgetauscht: mit geradezu sagenhafter Macht haben die Hexen den Nadel-Mischwald eingenommen. Von allen Wald- und Wegrändern arbeiten sich die Hexen in einer rasenden Geschwindigkeit in das Waldesinnere vor.

Da wir von vornherein vereinbart hatten, dass wir den gesamten Fund aufteilen werden, nahm nur ich meine beiden großen Körbe mit. Die drei Frauen blieben mit den Kindern überwiegend auf den Wegen, während wir Männer wie gewohnt die Jäger- und Sammler-Rolle übernahmen.

Auf geht's zum Hexen-Tanzplatz

Mein Job bestand diesmal hauptsächlich darin, die Pilzstellen zu sichten, Hinweise zu geben, was besser im Wald bleiben sollte, weitere Pilzarten zu erklären und natürlich Fotos für den Pilzticker zu machen. Auch das anschließende gründliche Putzen der Pilze geht mit weiteren Helfern angenehm schneller von der Hand.

Angefangen hat es mit einer wunderschönen Hexe (5. Foto), die sich in ihr allerschönstes Kleid geworfen hat, um uns zu zeigen, dass auf dieser Hexenparty ein sehr strenger Dresscode angesagt sei. Der wuchtige und stämmige Türsteher (6. Foto), der uns partout nicht hineinlassen wollte, hatte dem Opinel dann aber auch nichts mehr entgegenzusetzen.


Foto 5: Hexe im allerschönsten Kleid.


Foto 6: Ein Flocki von der Security in strammer Haltung: er war unerschrockener Türsteher der Hexen-Party. 


Einsam und alleine auf weiter Flur, stand urplötzlich eine hübsche junge Empfangsdame (7. Foto) vor uns, die uns den weiteren Weg wies. Und dann standen wir mittendrin. Überall um uns herum tanzten die Hexen ihre Tänze (8. Foto), hielten Schwätzchen (9. Foto), einige tuschelten sogar über uns (10. Foto), oder sie paarten sich mitten auf der Tanzfläche (11. Foto).


Foto 7: Die Flockenstielige Empfangsdame war eine perfekte Einweiserin.


Foto 8: Was ist denn hier los? Es ist gerade Hexentanz, egal ob zu zweit oder alleine, Hauptsache, es geht rund. 


Foto 9: Diese hier scheinen gerade ein Schwätzchen zu halten,...


Foto 10: ... während diese ungeniert über die Besucher aus der Fremde tuscheln. 


Foto 11: Jetzt wird's aber zu bunt. Diese paaren sich wohl, und das mitten auf der Tanzfläche. 


Diese Anzüglichkeit müssen die kleinen Kinder, die sich teilweise schon hinter Mooshügeln versteckt hatten (12. und 13. Foto) nicht mitbekommen, oder es vielleicht sogar noch nachmachen (14. Foto), weshalb wir kurzerhand entschieden haben, sie umgehend von dieser Party zu entfernen.

Auch das Sicherheitspersonal (15. Foto), wer könnte diesen Job besser ausführen als der Herr des Waldes, war voll unserer Meinung und wollte sogar noch mit uns kommen. Für so nette Herrschaften hat man natürlich immer ein Plätzchen frei.


Foto 12: Da wird das Flocki-Kind vor Scham schon ganz rot. 


Foto 13: Und diese Kleinen wollen davon erst gar nichts mitkriegen und verstecken sich  hinter dem Hügel. 


Foto 14: Diese scheinen aber besonders freizügig zu sein und wollen das Liebesspiel offenbar ungeniert nachahmen. 


Foto 15: Auch dem Chef des Sicherheitsdienstes, der natürlich nur ein Herrenpilz sein konnte, missfielen die Unbeherrschtheiten. Er wollte nur noch weg und sprang fast von alleine in den Pilzkorb. 


Und so nach und nach, haben wir zumindest mal die Größe der Party ein bisschen reduziert, indem wir einige von ihnen verhaften mussten, die wohl viel zu viel getrunken haben. Bei der kleinsten Berührung wurden sie schon blau. Anderen haben wir auch nur angeboten, sie in unserem Taxi mitzunehmen.

Auch einige Kinder die sich unberechtigterweise auf dieser Party befanden (16. Foto), wurden samt ihrer Mutter (17. Foto) sicher nach Hause gebracht. Und da ringsherum schon darüber gemault wurde (18. Foto), lösten wir auch diese Ansammlungen auf, auch wenn sich vielleicht einige grün darüber geärgert haben (19. Foto).


Foto 16: Zur ihrer Sicherheit fuhren auch diese drei Maronenkinder, die sich in die Hexen-Party reingemodelt hatten, mit den Sammlern nach Hause. 


Foto 17: Desgleichen deren Mama, die froh war, in der Obhut des Korbes zu landen. 


Foto 18: Da die Kuhmäuler unverhohlen darüber maulten, dass die Maronen abtransportiert wurden, kassierten Thomas & Mitsammler auch sie kurzerhand ein. 


Foto 19: Dies geschah selbst auf die Gefahr hin, dass sich einige, wie ganz offensichtlich die Anistrichterlinge, darüber grün ärgerten. 


Nein, jetzt mal ohne Quatsch! Insgesamt 13 Arten landeten gestern in den Körben. Dazu gehörten neben den vielen, vielen Flockenstieligen Hexenröhrlingen auch wieder Zweifarbige Hexenröhrlinge, ein Gelber Hexenröhrling, einige Goldröhrlinge wie auch Maronenröhrlinge, Perlpilze, Kuhmäuler, drei Papageientäublinge, zwei Sommersteinpilze und zwei Fichtensteinpilze.

Zusätzlich noch zwei Birkenpilze und ein Rotfußröhrling, die ich nach dem Fotoshooting jedoch wieder aussortiert habe. Die Birkenpilze waren mir dann schon zu weich und der Rotfußröhrling hatte bereits einen leichten Ansatz von Goldschimmel.

Auch einige Grüne Anistrichterlinge habe ich für mich noch gesammelt, die, wie ich weiß, Du, Heinz-Wilhelm, wegen ihres penetranten Anisaromas überhaupt nicht magst. Ich trockne die Fruchtkörper zuerst im Ganzen, wobei das Aroma weniger aufdringlich wird und brösle hin und wieder ein bis maximal zwei Exemplare als Gewürz in eine Mischpilzpfanne.

Im Wald bleiben durften hingegen Arten wie der Graue Lärchenröhrling, Netzstielige Hexenröhrlinge, Mehlräslinge, Zweifarbige Lacktrichterlinge, Ockerbraune Trichterlinge, Krause Glucken und viele weitere Rotfußröhrlinge.

Am Ende ging der größte Teil der gefundenen Pilze an unsere lieben Freunde. Wir begnügten uns lediglich mit den etwas ausgefalleneren Arten und einigen jungen und knackigen Flockis.

Viele liebe Grüße an alle Pilzbegeisterten und auch an unsere gestrigen Begleiter,

Thomas und Familie"


Forlhasen-Prime-Time bei Karlsruhe/Mannheim: »Überall gibt es die Krausen Glucken«


Foto: Glucken über Glucken fanden - wieder einmal Markus und Thomas. Im Raum Karlsruhe werden sie im Volksmund auch Forlhasen genannt, im Elsass Forlhuhn. Nach langer Trockenheit reicht den Forlhasen schon eine geringe Niederschlagsmenge, um fruktifizieren zu können. (5 Fotos © Thomas H.)

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Foto: Hier sind sie im wärmeren Licht zu bewundern. Krause Glucken sind mit ihrem nussigen Geschmack auch hervorragend für die Herstellung eines Pilzwürzpulvers geeignet.

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Markus schreibt am 19. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

lange Trockenzeit, dann ab Mitte September viel Regen: das ist Forlhasen-Prime-Time!

Am Samstag ging es für ein paar Stunden in die Kiefernwälder um Karlsruhe und Mannheim. Es ist ganz egal, wo man dort sucht, überall gibt es die Krausen Glucken. Manchmal wachsen auf wenigen Metern vier oder fünf Stück. Aber es gibt auch Gebiete, in denen keine oder nur ganz wenige wachsen. Man muss also beharrlich sein, dann stößt man auf sie.

Einen Eindruck vermitteln die anhängenden Fotos. Bemerkenswert ist dieses Jahr das massenhafte Auftreten der Lungenseitlinge. Auch Austernseitlinge finden sich schon in großer Zahl.

Viele Grüße Markus"

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Foto: Hier wachsen gleich 4 Krause Glucken dicht beieinander. Sogar fünf auf einem Haufen haben Markus und Thomas gefunden. 

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Foto: Hier scheinen sich zwei Forlhasen in der Deckung des Kiefernfußes gegenseitig zu belauern. 






Foto rechts: Die Lungenseitlinge wachsen in diesem Jahr deutschlandweit sehr stark. Es ist wichtig, die wohlschmeckenden Laubholzbesiedler gut durchzugaren, weil sie roh oder unzureichend (lange) erhitzt das Blut zersetzen können. 

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Ein kleiner Spaziergang mit üppiger Belohnung für Fritz: Viele Frauentäublinge und eine schöne Gruppe Steinpilze


Fritz schreibt am 19. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem das Wetter am Sonntagnachmittag etwas besser wurde, habe ich noch einen kleinen Spaziergang gemacht - und wurde reichlich belohnt.

Eine solche Anzahl an so schönen madenfreien Frauentäublingen in allen Farben und Größen habe ich selten gefunden (1. Foto rechts). Und es kommt noch reichlich Nachwuchs. Eine schöne Gruppe Steinpilze (2. Foto rechts) kam zu meiner Freude auch noch dazu.

Die Begleitpilze der Steinpilze, Fliegenpilze, sind noch gar nicht zu sehen. Was ich seit Jahren vermisse, sind ebenfalls Begleitpilze der Steinpilze: die Pfefferröhrlinge.

Wurden diese die letzten Jahre irgendwann wieder gefunden?

Viele Grüße von Fritz aus dem Bodenseekreis"

(2 Fotos © Fritz)

Lieber Fritz, 

vergangenes Jahr gab es reichlich, teils sehr reichlich Pfefferröhrlinge, weit verbreitet. Auch dieses Jahr wurden sie hin und wieder schon gemeldet. Häufiger jedoch die Fliegenpilze, die allerdings ihren Höhepunkt in der Regel erst im Herbst haben. Also ruhig noch etwas Geduld. 

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Michaels Pilzragout mediterran mit fast allen Zutaten aus dem Wald und dem eigenen Garten


Michael schreibt am 18. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

aus einem Teil meiner gesammelten Pilze habe ich ein leckeres Gericht zubereitet: Pilzragout mediterran zu Kräuterreis und frischen Feigen (Foto rechts).

Das Gericht beinhaltet frische Pilze, Olivenöl, Tomaten, Paprika, Zwiebel, Chilischoten, Knoblauch, Rosmarin, Basilikum, Oregano, Salbei, Zwetschgenwein, Salz und Pfeffer. Die Idee hierzu kam mir durch ein ähnliches Gericht, das in einer Facebook-Pilzgruppe gepostet wurde und sehr ansprechend aussah.

Bis auf den Reis, das Olivenöl, Salz und Pfeffer sind alle Zutaten aus eigener Herstellung bzw. aus dem eigenen Garten.

Viele Grüße Michael"

(Foto © Michael)

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Am Wegrand der wohlbekannten Wanderstrecke im Nordschwarzwald standen die schönsten Pilze


Foto: Frisch nachgewachsene knackige Steinpilze, schöne Forlhasen (Krause Glucken) und junge FLockenstielige Hexenröhrlinge begeisterten Markus und Thomas während ihrer Wanderrunde. (4 Fotos © Thomas H.)

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Markus schreibt am 18. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem wir dieser Tage von einer Steinpilz-Schwemme im Nordschwarzwald gelesen hatten, erinnerten mein Bruder und ich uns an eine Wanderung an einem heißen Sommertag vor zwei Jahren: sie führte uns über rund 50 Kilometer von Forbach im Murgtal über die Badener Höhe auf die Hornisgrinde, den mit 1.164 Metern höchsten Gipfel im Nordschwarzwald, und zurück ins Murgtal nach Schönmünzach.

Damals fanden wir auf der ganzen Strecke immer wieder Steinpilze am Wegrand und in einem bestimmten Waldstück sogar in größerer Zahl. Genau diesen Wald steuerten wir nun bei heimeligen 6 Grad Celsius und Schnürlregen an - und wurden erneut gut belohnt.

Im Moos unter Fichten fanden wir bei gründlicher Suche viele über Nacht gewachsene Steinpilze. Es scheint, als würde eine Schwemme dort unmittelbar bevorstehen. Auch etliche Krause Glucken, schönste Gallerttrichterlinge, die die Wegränder säumten (1. Foto rechts), Goldröhrlinge (2. Foto rechts) und Hexenröhrlinge haben wir gesammelt.

Viele Grüße Thomas und Markus"



Foto: Auch dieser Doppelsteinpilz kam Markus und Thomas gerade recht. 


Im Hochschwarzwald sieht es weiterhin gut aus

»Eigentlich überall frische junge Steinpilze«


Hochschwarzwald - Die Suche im Hochschwarzwald hat sich für Oliver einmal mehr gelohnt. Schöne knackige Steinpilze, zwei Maronen und ein Flaschenstäubling begleiteten ihn nach Hause. Die Pilze sind jung, was für die Woche durchaus weitere Funde verheißt. "Es gibt derzeit eigentlich überall junge, frische Steinpilze", schreibt er dazu. (Foto © Oliver)

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Ein Dorniger Stachelbart überrascht den WasserPeter im Landkreis Böblingen


Der WasserPeter schreibt am 18. September 2022:

"Guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich habe heute einen Fund gemacht, von dem ich völlig überrascht war: ein Dorniger Stachelbart auf dem Stumpf einer Buche (zwei Fotos rechts). Hätte ich nicht vor kurzem über einen Fund hier im Pilzticker gelesen, hätte ich den Pilz gar nicht einordnen können.

Der Fundort lag im westlichen Kreis Böblingen auf ca. 580 Meter Höhe in einem Mischwald mit Buchen und Eichen auf Muschelkalk, ca. 50 Meter vom Waldrand.

Ich lese den Pilzticker regelmäßig, schöne Berichte und Rezepte, gefällt mir sehr.

Grüße WasserPeter"

(2 Fotos © WasserPeter)

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Ein freudiges Zufallstreffen mitten im Wald und musikalische Pilze im Hause Frank


Frank schreibt am 17. September 2022:

"Servus Heinz-Wilhelm,

gestern fuhr ich wie gewohnt meine Hausstrecke im nördlichsten Kreis Calw und im südlichen Enzkreis mit dem Rad ab, um zu sehen, wie sich das Pilzwachstum entwickeln würde. Es ist so einiges passiert. 

War ich noch Anfang der Woche ohne einen Pilz nach Hause zurückgekehrt, fand ich im Wald hinter meinem Haus innerhalb weniger Minuten einen prächtigen Steinpilz
nach dem anderen. Das Foto rechts vermittelt einen guten Eindruck von meinem Gang.

Es entstand übrigens fast genau an der Stelle, wo ich unlängst eine Breitblättrige Glucke gefunden und fotografiert hatte, was Dir, Heinz-Wilhelm, so gefiel, dass Du dieses Motiv spontan zu einem "Waldgemälde" stilisiert hast (Tageseintrag vom 11. September 2022).

Neben den Steinpilzen fand ich unzählige, absolut wurmfreie Hexenröhrlinge. Nach einer halben Stunde war mein Stoffbeutel mit rund 40 Pilzen gefüllt. Ein Fest!

Nun trocknet ein Teil in dicke Scheiben geschnitten auf Leinwänden auf dem Flügel ausgelegt. Eine Symphonie für die Augen. Da es aktuell nur 8 Grad draußen hat, wurde der Holzofen angeheizt - die Pilze werden so rasch trocknen.


Foto: Eigentlich ist der schwarzlackierte Flügel für schöne Klaviermusik gedacht, doch es geht auch anders: Frank funktionierte das Tasteninstrument kurzerhand in eine Trocknungsstation für seine vielen Pilze um. Der bollernde Holzofen trägt seinen Anteil zum erfolgreichen Dörren bei. 


Foto: Da wir schon bei der Musik sind, hier ein Potpourri der Schwämme beziehungsweise Röhren, die sich in herbstlicher Farbenpracht präsentieren. 


2 Fotos: Und dazu noch zwei lustige Fotos von Fliegenpilzen: der eine in Weiß mit Rot, der andere in Rot mit Weiß. Was sich die Natur nicht alles ausdenkt. 


Die größte Freude an diesem Tage aber war es, einen überaus netten Menschen mitten im Walde kennengelernt zu haben, der ebenso der Pilzsuche nachging.

Gespräch über den Pilzticker mit einer Zufallsbekanntschaft

Überraschend für mich war, wie sauber und wohlgeschnitten seine Pilze in seinem gefüllten Korb sich darboten, und das, obwohl er versicherte, gerade mal seit zwei Jahren der Leidenschaft zum Pilze sammeln verfallen zu sein.

Während des angeregten Gesprächs kamen wir auch auf deinen Pilzticker zu sprechen und er meinte, er habe meinen Eintrag von dem schönen Waldgemälde mit der großen Glucke auf dem Weg vor ein paar Tagen gesehen. Just habe ich ihn gebeten, doch bitte auch ein paar Zeilen zu schreiben und Dir einige Bilder zu schicken.

Am Ende haben wir unsere Kontaktdaten ausgetauscht und vereinbart, dass wir uns bald einmal zur gemeinsamen Pilzsuche oder einfach auf eine Plauderei treffen wollen.

Einen lieben Gruß an all die Anderen hier auf der Seite und eine schöne Zeit!

Frank"

(5 Fotos © Frank)

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Bei der Pilzlese kam Leonie die fixe Idee:

Ein köstliches Flocki-Pesto, das das Steinpilz-Pesto sogar noch übertrifft




Foto: Ein Versammlung von meist jungen Flockenstieligen Hexenröhrlingen. Der Senior rechts oben scheint sich allerdings schon dem Schimmelprozess hingegeben zu haben und wurde sicher kein Beteiligter des Flocki-Pestos. (3 Fotos © Leonie)

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Leonie schreibt am 17. September 2022:

"Lieber Heinz- Wilhelm,

heute Morgen hatte ich das Gefühl, dass mich die Flockis rufen. Und so war es auch, an meiner Lieblingstelle am Rande Freiburgs wartete eine kleine, dichtstehende Familie von gleich fünf Mitgliedern auf mich. Das hat wirklich mein Herz erfreut. Die Pilze sind außerordentlich perfekt und madenfrei, deshalb werde ich sie nicht trocknen, sondern zu Pilzpesto verarbeiten, wie ich es normalerweise tue.

Heute gibt es sie scharf angebraten zu einem Salat. Das Pilzpestorezept aus einem italienischen Kochbuch möchte ich dir trotzdem gerne schicken, es ist einfach hervorragend. Eigentlich ist es ein Steinpilzpesto, aber ich finde es mit Flockis fast noch besser, auch die Farbe ist schöner.


2 Fotos: Die jungen Flockenstieligen Hexen begeisterten Leonie, vor allem die Fünfer-Gruppe (rechts) ließ ihr Herz höher schlagen. Schnell war beschlossen, dass es daraus ein köstliches Flocki-Pesto geben würde. Als Grundlage der Rezeptur diente ihr ein Steinpilz-Pesto aus einem italienischen Kochbuch. 

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Steinpilz (Flocki)-Pesto

Zutaten

20 gr. getrocknete Steinpilze oder Flockis
1 getrockneter Peperoncino
70 ml Olivenöl
35g Pinienkerne
35g frisch geriebener Pecorino
Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung

Die Pilze mit 175 ml lauwarmem Wasser begießen und etwa 30 Min. darin ziehen lassen. (Dann im Sieb abtropfen lassen und dabei den Sud auffangen, Pilze fein würfeln, Sud durch Filterpapier laufen lassen. Diesen Schritt lasse ich aus Faulheitsgründen meist weg; es klappt trotzdem, ich fand das Pesto noch nie zu sandig o.ä.)

In einem Topf 2 El. Öl erhitzen. Pilze darin andünsten, mit Sud aufgießen, würzen, Peperoncino zerkrümelt hinzugeben. 15 Min. bei schwacher Hitze schmoren lassen, dann abkühlen lassen. Mit den Pinienkernen und dem restlichen Öl pürieren und den geriebenen Pecorino untermischen.

Liebe Grüße aus Freiburg, Leonie"

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Und auf einmal geht's bei Kronau wieder rund: Michaels Korb wird von vielen Steinpilzen wieder richtig schwer


Foto: In den Wäldern um Kronau ist der Pilzherbst ausgebrochen. Michael findet Steinpilze und Sommersteinpilze wie in alten Tagen, die Flockis, Filzröhrlinge, Ziegenlippen und Stockschwämmchen sind ihre Begleiter. (8 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 17. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

jetzt ging es mal wieder in die Wälder um Kronau. Der Wald scheint förmlich vor lauter Pilzen zu explodieren. Sommersteinpilze, Fichtensteinpilze, Flockis, ein Butterpilz, Blutrote Röhrlinge, Ziegenlippen, Filzröhrlinge, Rotfüße, und Stockschwämmchen landeten in meinem Korb.

Ansonsten sind noch Massen an Mehlräslingen, Wurzelnden Bitterröhrlingen und Netzstieligen Hexenröhrlingen zu finden. Dazu kommen nun Mandeltäublinge, die ersten Pantherpilze, Riesenrötlinge und Spechttintlinge.

Viele Grüße Michael"


Foto: Die Fichtensteinpilze müssen wir standesgemäß als erste Einzelart zeigen. Prächtig stehen sie im Laubwald, auch wenn sie anders heißen.


Fotos: Aber auch knackige Sommersteinpilze melden Ansprüche an: Wir sind auch noch da! 


Foto: Die Netzstieligen Hexenröhrlinge am Wegrand hatten außergewöhnlich helle Hüte.


Foto: Der knorrige Flockenstielige Hexenröhrling erweckt fast den Eindruck, im Wald sei ein kleines Feuer ausgebrochen. 


Foto: Und hier gilt wirklich Alarm: Ein junger Pantherpilz mit beispielhaft markanter abgesetzter Knolle. Besser kann er sich kaum zu erkennen geben. 


Foto: Und hier ein alter Artgenosse von ihm. Auch hier sehen wir die abgesetzte Knolle - und dazu, dass der Ring ungerieft ist - ein weiteres wichtiges Alarmsignal dieser sehr giftigen Pilze. 


Foto: Ein Spechttintling ist immer ein wunderbarer Schmuck im Laubwald. Stark erinnert er an das Gefieder von Spechten. Oft findet man nur einen einzigen dieser schönen Pilzart, die humusreiche Böden benötigt. 


Ein neuerliches Lob dem Parasol, diesmal den Paukenschlegeln


Foto: Pilzromantik pur: herrschaftlich stehen die drei jungen Parasole auf der Wiese, geradezu so, als beobachteten sie genau die Baum- und Buschreiche gegenüber. Und der Himmel verheißt schon wieder Regen. 


Foto: Wer ganz scharfe Augen hat, der wird auf diesem Bild gleich alle sieben entdecken.


Thomas schreibt am 16. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

bevor ich heute nach der Arbeit auf unseren Campingplatz nach Rülzheim gefahren bin, ging es noch schnell über eine Wiese bei Ettlingen, wo ich eine junge siebenköpfige Familie Parasole abgeholt habe, die ich in meiner Mittagspause gefunden und vorerst noch stehen gelassen hatte.

Sie konnten es mir verzeihen. Übrigens: die Krause Glucke an der Douglasie wächst immer noch munter weiter. Und wie es der Zufall so wollte, bekam ich kurz vor Feierabend in unserem Kita Gruppenchat von einem guten Freund eine Anfrage zu einem Foto, ob das denn Parasole seien und ob man die noch essen könne.

Dass es welche sind, ist unschwer zu erkennen, aber in diesem Alter, würde ich jedem davon abraten. Da staunte er nicht schlecht, als ich am Abend mit diesen Prachtexemplaren vor seiner Tür stand.

Viele liebe Grüße Thomas"

(6 Fotos © Thomas)

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2 Fotos: Herrliche Paukenschlegel von Parasole, die sich wie von selbst für Füllungen anbieten. Nicht täglich findet man sie allesamt in diesem willkommenen Wachstumsstadium vor. Auf dem Foto rechts sieht man nur die Köpfe ohne Stiel. Sie sind hervorragende Speisepilze, auf die schon manches Loblied gesungen wurde. Und der Zusender der schon nicht mehr essbaren Parasole (nächstes Foto) staunte nicht schlecht, als Thomas abends mit dieser Schüssel bei ihm vor der Türe stand. 








Foto rechts: Dieser Parasol sollte nicht mehr auf dem Tisch landen. Der Pilz ist überständig, hat bereits einen aufgeschlagenen Hut, die Sporen reifen schon. Der kam der Entdecker leider zwei, drei Tage zu spät. Aber am Abend klingelte es und es gab unverhofft herrlichen Ersatz.




Foto: Und die Krause Glucke an der Douglasie, von Thomas schon vor Tagen ganz klein entdeckt, wächst fröhlich weiter. 



Kronau, Paradies der Nelkenschwindlinge 


Foto: Vier Schafchampignons und exakt 50mal so viele Nelkenschwindlinge hat Michael auf den Kronauer Wiesen eingesammelt. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 16. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

aktuell stehen die Wiesen im Raum Kronau voller Nelkenschwindlinge. Tausende wachsen mit dem Gras um die Wette. Zusätzlich habe ich noch einige Schafchampignons gesammelt.

Viele Grüße Michael"


Foto: Dieser Blick vermittelt einen Eindruck, wie viele Nelkenschwindlinge momentan die Grasflächen in der Region Kronau bevölkern. Ein Paradies für Fans dieser wohlschmeckenden Pilze. 


Oberes Bühlertal: Man sieht den Steinpilzen die Freude über den Regen an



Doris schreibt am 15. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren eine knappe Woche auf Besuch bei unseren Enkeltöchtern. In Bad Schönborn, ganz in der Nähe von Michael, der immer über das Pilzwachstum in den Kronauer Wäldern berichtet. Wenn ich das richtig sehe, dann herrschen in der Gegend dort die Laubwälder vor, während bei mir daheim hauptsächlich Nadel- und Mischwälder die Landschaft bestimmen. Und außerdem ist's bei uns auch noch den berühmten "Kittel kälter".

Als ich gestern Nachmittag wieder zuhause war, zog es mich natürlich mächtig in den Wald. Und so passte ich eine kurze Regenpause ab, packte den Hund ins Auto und schnell in den Wald. Ich war mir sehr sicher, fündig zu werden, da das Pilzwachstum schon vorher eingesetzt hatte. Und so war es auch.

Auf meiner kleinen, schnellen Runde, immer das Wetter im Blick, fand ich viele große, überständige Steinpilze, die vom Regen durchweicht waren. Und natürlich noch ein paar kleinere wie die drei auf dem Bild (rechts). Ich finde, man sieht ihnen die Freude über den Regen an.

Immerhin hatte es in den vergangenen Tagen insgesamt 36 Liter auf den Quadratmeter geregnet. Und seit heute in der Früh sind nochmal gute 30 Liter dazu gekommen. Gute Aussichten für einen tollen Pilzherbst!

Den wünsche ich dir und allen Pilzbegeisterten, die eine so lange Trockenphase überstehen mussten.

Ein herzliches Dankeschön und liebe Grüße sendet Doris"

(Foto © Doris)

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Das kann Fritz nicht recht sein:

Viel mehr geschützte Anhängselröhrlinge als Steinpilze im Bodenseekreis


Fritz schreibt am 15. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

es ist eine Freude, im Bodenseekreis wieder verschiedene Pilzsorten zu finden.

Mit meinem Cousin war ich auf Erkundung und fand wunderschöne Parasole, Steinpilze (sehr wenige, zwei davon siehe Foto rechts) und sehr viele Anhängselröhrlinge, die wir aber gesetzeskonform alle im Wald gelassen haben. Bei uns gibt es schon seit Jahren deutlich mehr Anhängselröhrlinge als Steinpilze.

Außerdem gab es für uns nach wie vor sehr viele und schöne Flockenstielige Hexen, Rosastielige Ledertäublinge, zwei Goldröhrlinge, Körnchenröhrlinge (an zwei Stellen im Wald, zum Teil wuchsen 50 Stück) und einen Edelreizker mit Pilzbefall, einen so genannten Steinreizker.

Diese Art finde ich die letzten Jahre immer mal wieder. Sie schmeckt und bekommt wie der normale Edelreizker, der ja bekanntlich ein ausgezeichneter Speisepilz ist. 

Viele Grüße von Fritz aus dem Bodenseekreis"

(3 Fotos © Fritz)

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2 Fotos: Die Parasole (links) erfreuten Fritz & Mitsammler ebenso wie der essbare Steinreizker (rechts). Fritz findet diese von einem Schlauchpilz befallene Art schon seit Jahren; mehr dazu siehe hier (Tageseintrag vom 26. August 2016).

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Ein Ragout von ganz jungen Pilzen: »Geschmeckt hat's!«


Foto: Schnell soll es zubereitet sein, und dann muss es einfach schmecken. Thomas' Ragout von jungen Pilzen erfüllte diese Vorgaben. (Foto © Thomas)

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Thomas schreibt am 14. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute wurde zum Abend wieder ganz einfach gekocht. Schnell gehen muss es unter der Woche. Also gab es ein schnelles Pilzragout mit ausnahmslos ganz jungen Pilzen. Dazu gehörten überwiegend Babies von Flockenstieligen Hexenröhrlingen, Stadtchampignons, Gegürtelten Champignons sowie das Kuhmaul und die Marone von gestern und einige Nelkenschwindlinge. Und dazu eine Scheibe Brot.

Geschmeckt hat‘s!

Viele liebe Grüße, Thomas"


Die Hasenstäublinge lässt Michael wegen ihrer Seltenheit stehen


Foto: Nicht nur im Wald, sondern auch auf Wiesen ist Michael regelmäßig im Einsatz. Hier hat er schöne junge Wiesenchampignons geerntet. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 14. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern begab ich mich auf eine andere Wiese in meinem Lokalbereich bei Kronau.

Auch hier gibt es zahlreiche Wiesenchampignons und einige Hasenstäublinge. Letztere lasse ich aufgrund ihrer Seltenheit stehen. Gut zwei Drittel der Pilze habe ich in meiner Nachbarschaft verschenkt.

Viele Grüße Michael"

Lieber Michael, 

ich habe vor einer Woche zwei Hasenstäublinge im Bestzustand gegessen. Auf 123pilzsuche.de erhalten sie für ihren Geschmack die Schulnote 2. Ich würde ihnen lediglich eine 3 geben, nicht zum ersten Mal. 

Ich finde sie zirka einen Monat lang auf einer von Schafen beweideten offenen Wiesen- und Graslandschaft (ehemaliger Truppenübungsplatz) mehr als reichlich. Da sie dort mit den Parasolen um die Wette wachsen, bediene ich mich lieber bei Letzteren. Geschmacklich ist das ein himmelweiter Unterschied.

Viele liebe Grüße Heinz-Wilhelm 


Foto: Zwei Hasenstäublinge. Sie sind an ihrer plattenartigen Huthaut gut zu erkennen. Sofern sie noch fest und innen reinweiß sind, eignen sie sich zum Verzehr. Sie sind allerdings von strengem, abseitigem Geschmack und gewiss nicht jedermanns Sache. 


Heiko findet in einem ihm unbekannten Waldstück im Landkreis Böblingen die allerschönsten Steinpilze


Heiko schreibt am 14. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich kann Dir und allen Pilzfreunden kurz von einer erfolgreichen Sammelrunde heute Morgen bei Böblingen berichten.

In einem für mich bislang unbekannten Waldstück mit schönem Buchen- und Eichenbestand entdeckte ich tadellose Steinpilze mittleren Alters – alle ausnahmslos dort, wo sich dichte Laubschichten sammelten und die Feuchtigkeit entsprechend gespeichert war. Ich musste teilweise kleine Laubhügel beiseiteschieben, um an die Schätze zu gelangen.

An diese Stelle werde ich definitiv zum Wochenende zurückkehren müssen. Sicherlich verbergen sich noch diverse Nachzügler unter den vielen Buchen- und Eichenblättern.

Zunächst aber einen schönen Gruß sendet Dir

Heiko"

(4 Fotos © Heiko)

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Foto: Zwei wunderbare Steinpilze für Heiko. Es wurden noch deutlich mehr, und das in einem Waldstück, welches er noch gar nicht kannte. 


Foto: Ein herrlicher Steinpilz mit feinster Netzzeichnung. Heiko hätte es mit seinen heute gefundenen Prachtexemplaren zeitlich nicht besser treffen können. 


Bei der Glucken-Grazie wurde sogar Meister Thomas schwach

An manchen Pilzen kommt man einfach nicht vorbei, trotz festen Vorsatzes


Foto: Die Vielfalt nimmt zu! Auf zwölf verschiedene Pilzarten brachte es Thomas dieses Mal. (15 Fotos © Thomas)

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Foto: Hier die obligatorische Luftaufnahme. Jeder darf auf Artensuche gehen...


Thomas schreibt am 13. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

die Artenvielfalt wird immer größer und nun geht es auch an meinen Stellen im Nordschwarzwald so langsam, aber sicher richtig los. Auch wenn der Höhepunkt der Artenvielfalt noch nicht erreicht ist, kann ich die zehn Arten von Volkmar (Sachsen) gerade so um zwei weitere toppen.

Begonnen hat der heutige Tag erstmal mit einem ganzen Korb schönster Riesenboviste. Von drei Stellen mit teils über zehn Exemplaren, die etwa fünfzehn bis zwanzig Meter voneinander entfernt wuchsen, habe ich mir die jüngste Gruppe ausgesucht. Obwohl ich die Krause Glucke mittlerweile stehen lasse, konnte ich an einem schönen jungen Exemplar, das auf der Schnittfläche einer Kiefer wuchs, dann doch nicht so einfach vorbei laufen.


Foto: An Riesenbovisten gab es reichhaltige Auswahl. Thomas nahm nur die knackigen jungen mit...


Foto: ...unter anderem dieses schöne makellose Exemplar. 


Foto: So landeten die sieben Schönsten schließlich im Korb. 


Foto: An dieser Krausen Glucke kam Thomas - trotz auferlegten Pflückverbotes - einfach nicht vorbei. Die Grazie war zu schön, um stehen zu bleiben. 

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Dann ging es aber in meine richtigen Pilzwälder, mit vielen schönen, lichten und bemoosten Rückegassen, wo sich die Pilze überaus wohl fühlen. Schon kurz nach Erreichen der ersten Rückegasse war ich für einen kurzen Moment sprachlos. Überall standen sie: die schönsten und knackigsten Flockenstieligen Hexenröhrlinge.

Zig weitere kleine Babys stehen noch da und warten, bis auch sie ins Körbchen wandern dürfen. Auch eine Handvoll Zweifarbige Flockenhexen durften sich noch zu ihren Geschwistern in den Korb kuscheln.


Foto: Es schien, keiner wollte fehlen beim Festival der Flockis. 


Foto: Einer schöner als der andere: Die Flockenstieligen Hexenröhrlinge überboten sich gegenseitig bei der großen Hexenschau. Im Hintergrund meldet noch ein Vierter seine Schönheitsansprüche an. 

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Foto: Viele junge Flockis wie diesen vielversprechenden Nachwuchs ließ Thomas zum weiteren Gedeihen stehen. 

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Foto: Zweifarbige Hexenröhrlinge bilden keine eigene Art unter den Hexenröhrlingen, sondern gelten als Abwandlung des Gelbfüßigen Hexenröhrlings. 

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Des Weiteren folgte noch ein junges Kuhmaul und ein kleiner Babysteinpilz, der zu seinem Pech leider unmittelbar neben dem Kuhmaul stand und mit seinem feuchten Hütchen zunächst so aussah wie ein weiteres Kuhmaul. Ein Sträußchen Zweifarbige Lacktrichterlinge, einige Mehlräslinge, zwei Netzstielige Hexen, zwei Braune Filzröhrlinge, wie auch zwei kleine Maronenröhrlinge und einige Goldröhrlinge rundeten diesen Fund noch ab.


Foto: Der Hut des Kuhmauls, ein nur(!) im jungen Stadium sehr guter Speisepilz, hat eine dicke Schleimschicht. Man sollte sie unbedingt abziehen, bevor man die Pilze in den Korb legt, da sie andere Pilze unansehnlich schwärzt. 

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Foto: Wunderschöne Braune Filzröhrlinge. Die Unterscheidungsmerkmale der drei Filzröhrlingsarten - Brauner Filzröhrling, Samtiger Filzröhrling und Ziegenlippe - beschreibt Thomas hier; Tageseintrag vom 26. Juli 2021. 


Foto: Dass Goldröhrlinge an Lärchen gebunden sind, ist hier nicht zu erkennen. 


Ein weiterer hübscher Fund, aber nichts fürs Körbchen, war ein wunderschöner kräftiger Schönfußröhrling. Und jene Pilze, die am Wegrand aus der Entfernung zunächst aussahen wie die ersten Violetten Rötelritterlinge, erwiesen sich bei genauerem Hinsehen als Veilchenblaue Schönköpfe.

Mit dem schönen Kontrast zwischen ihren blauvioletten bis veilchenblauen Hüten und ihren weißen bis cremefarbenen Lamellen sind sie gut zu erkennen. Auch sie durften im Wald stehen bleiben. Somit sind es zwei Pilzarten, die die Schönheit sogar in ihrem Namen tragen.

So schön darf es meinetwegen gerne weiter gehen.

Allen Pilzfreunden wünsche ich einen tollen Pilzherbst mit vielen schönen Funden.

Viele liebe Grüße, Thomas"

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Foto: Er lebt auf schön anzuschauendem Fuß, der grau bedachte Schönfußröhrling


Foto: Sie erinnern, vor allem aus der Distanz, stark an Violette Rötelritterlinge. Doch die weißen bis schwach cremefarbenen Lamellen weisen sie als ungenießbare Veilchenblaue Schönköpfe aus. 





Heiko hat sich in den Gehämmerten Steinpilz verguckt

»Dieser Pilz begeistert mich schwer«


Foto: Ein Prachtexemplar von einem Gehämmerten Röhrling bzw. Steinpilz: der Hut ist stark durchfurcht und eingedellt und zeigt helle und dunklere Flächen. (3 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 13. September 2022:

"Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

ein kleiner Kontrollgang heute Morgen in meiner Parkanlage im Kreis Ludwigsburg hat nach den Regenfällen in den letzten Tagen weitere sieben Exemplare vom Gehämmerten Steinpilz ans Tageslicht befördert.

Ich muss zugeben, dass mich dieser Pilz aufgrund seiner kraterartigen Formen sowie seines Farbenspiels wirklich schwer begeistert.

Alle Exemplare durften auch heute wieder stehenbleiben, in der Hoffnung, dass mir sie kein anderer Pilzsammler oder Spaziergänger entfernt und mich die Nachfolger dieser Pilze im nächsten Sommer und Herbst 2023 wieder mit ihrem zahlreichen Erscheinen belohnen.

Herzliche Grüße Dir und allen Pilzfreunden, Heiko"

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Foto: Hier sieht man, dass der Hut von dunklen Linien durchzogen wird, weshalb die Art auch Marmorierter Röhrling heißt. Die Linien können genauso gut hell sein. Eben wie beim Marmor. 


Foto: Neben den zerklüfteten Partien zeichnet sich der Hut durch Hell-Dunkel-Kontraste aus. Auch dafür gibt es einen Namen im Volksmund: Gefleckthütiger Röhrling. 


Zeit wird's: Jetzt geht es auch in den Kronauer Wäldern los mit den Röhrlingen


Foto: Links der Klopper von Sommersteinpilz, rechts daneben der grazile Fichtensteinpilz. Der große von Michael gefundene Rest sind Flockenstielige Hexen - und ein Knirps von einem (Frauen?)-Täubling. (10 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 13. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich in meinen Kronauer Wäldern unterwegs. Es scheint hier jetzt schlagartig loszugehen.

Gesammelt habe ich viele Flockis, den ersten Fichtensteinpilz, einen mordsmäßig großen Sommersteinpilz, einen Leberreischling, den ich zum ersten mal verkoste, einige Schuppige Porlinge (beide Arten rechts auf dem Foto) und die ersten Körnchenröhrlinge.

Auffällig sind aktuell viele Wurzelnde Bitterröhrlinge, die ich so massenhaft noch nie erlebt habe. Weitere Funde waren ein Grauer Scheidenstreifling, Laubholzknäuelinge und Mehlräslinge.

Viele Grüße Michael"

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Foto: Der große Sommersteinpilz mit seinem walzenförmigen dicken Stiel. 


Foto: Und der Fichtensteinpilz, in Wirklichkeit deutlich kleiner als der Sommersteinpilz.


Foto: Und hier kommt auch schon einer der Steinpilzanzeiger, nämlich der Mehlräsling. Er duftet dezent nach Mehl. Seine Lamellen schimmern rosarötlich; das Sporenpulver ist rosa bis hell-rosabraun. 

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Foto: Zwei Körnchenröhrlinge. Sie zählen zu den Schmierröhrlingen und sind an Kiefern gebunden. 

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Foto: Diese zwei wunderschönen jungen Flockis haben sich zum Knutschen gern. 


Foto: Die Wurzelnden Bitterröhrlinge wachsen dieses Jahr sehr häufig. Noch vor einigen Jahren galten sie lediglich als ungenießbar, heute, da mehrere Fälle erheblicher Magen-Darm-Probleme nach ihrem Genuss bekannt wurden, als giftig. 


Foto: Laubholzknäuelinge in diesem Alter sind grundsätzlich nichts für die Pilzküche. Ganz junge Exemplare eignen sich für das Mischpilzgericht. 


Foto: Mit irgendwie steifem Rücken und merkwürdiger Huthaltung präsentiert sich hier ein Grauer Scheidenstreifling. 


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