Pilz-Ticker-Bawue
(Baden-Württemberg)



Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Württemberg)




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs







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Kronau: Ernten schöner Parasole und Glucken, warten auf die herbstlichen Röhrlinge


Foto: Junge Parasole und zwei Krause Glucken in bester Qualität sowie einige Wiesenchampignons konnte Michael mit nach Hause nehmen. Die Röhrlinge und die anderen klassischen Herbstpilzarten lassen in den Kronauer Wäldern noch auf sich warten. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 19. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich zur Nachschau in meinen Kronauer Wäldern. Viel geändert an der aktuellen Pilzlage hat sich aufgrund der Trockenheit noch nicht.

Ich konnte an einem Waldweg eine große Krause Glucke sowie einige Parasolschlegel und Wiesenchampignons finden. Ansonsten kommen so langsam an vielen Kiefern kleine Glucken zum Vorschein. Das war es dann aber auch schon.

Viele Grüße Michael«


Svens Idee für die Morchelküche: Putengeschnetzeltes nach indischer Art mit Spitzmorcheln




Foto: Ein garantiert leckeres Gericht sind Morcheln an Putengeschnetzeltem nach indischer Art. Die Idee dazu kam Sven bei einem Waldgang. (Foto © Sven)

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Sven schreibt am 19. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

es ist schon einige Zeit her, dass ich mich gemeldet habe. Ich hatte mich zuletzt eher aufs Angeln und Räuchern verlegt, da ich mich über die diesjährige Pilzausbeute absolut nicht beklagen kann.

Stellte sich mir nun allerdings immer wieder die Frage, was ich mit meinen nicht wenigen getrockneten Morcheln anfangen soll. Nachkochen, was andere bereits veröffentlicht haben, ist ja keine große Kunst und entspricht auch meist nicht meinem Geschmack.

Da ich meine Freundin heute eh mit Putengeschnetzeltem indischer Art bekochen wollte, kam mir heute im Wald bei Knittlingen eine Idee für meine Morcheln.

Ich nahm cirka 100 Gramm frischen, selbst geräucherten gewürfelten Speck. Erhitzte diesen und gab zwei Packungen Putengeschnetzeltes, das ich zuvor in Curry, Paprika, Salz, Pfeffer und Zwiebeln eingelegt hatte, dazu. Dies briet ich zusammen mit einigen Ananasstückchen an.

Den Ananassaft goss ich in einen Messbecher, gab eine Packung Sahne und etwas Milch sowie einen Teelöffel geriebenen Knoblauch hinzu und goss es über das angebratene Geschnetzelte. Anschließend noch ca zwei Hände voll getrockneter Morcheln, die ich teilweise zerdrückte, und ließ es ca eine halbe Stunde köcheln.

Nun liegen wir beide überfüllt mit angenehmen Bauchschmerzen (von zu vielem Essen) auf dem Sofa und werden wohl gleich ein Mittagsschläfchen halten, bei dem wir hoffentlich schon von neuen Morchelfunden träumen... ;)

Liebe Grüße aus Knittlingen, Sven«

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Odenwald: Die Krausen Glucken wachsen gut, weil sie nicht auf den ausgetrockneten Waldboden angewiesen sind


Foto: Die Krausen Glucken kommen mit der Trockenheit besser zurecht, weil sie sich nicht vom (ausgetrockneten) Waldboden ernähren, sondern als Saprobionten von Totholz oder als Parasit von Lebendholz, in das sie über Wunden in den Wurzeln des Baumes oder über die verletzte Stammbasis eindringen. Dieser Umstand hat Nicole - trotz Trockenheit - diese schönen Glucken beschert. (2 Fotos © Nicole)

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Nicole schreibt am 18. September 2019:

»Hallo Heinz-Willhelm, hallo Pilzfreunde, 

da in unseren Wäldern im Taubertal wegen der andauernden Trockenheit keinerlei Pilze wachsen, sind wir heute einmal wieder in den Odenwald gefahren. In der Hoffnung, dass es dort wenigstens etwas geregnet hat, während es bei uns allenfalls genieselt hatte.

Doch leider erwartete uns ein ähnliches Bild. In dem Wäldchen mit jungen Eichen, der die Pfifferlinge normalerweise nur so sprießen lässt, nichts als trockenes Gras und raschelndes Laub.

So schauten wir kurzerhand in unseren Mischwald mit Buchen, Eichen und Kiefern. Es dauerte nicht lange, da erblickten wir endlich eine Krause Glucke. Sie war sogar von bester Qualität. Die Glucken kommen offenbar mit der Trockenheit beser zurecht, denn binnen einer Stunde gesellten sich fünf weitere in unsere Körbe.

So endete der Tag doch noch erfolgreich. Die Glucken landen heute noch auf dem Dörrgerät und werden nach der Trocknung zu Pilzpulver weiterverarbeitet.

Es grüßen euch Oma Irmgard, Nicole und Lotta«






Eine Radeltour mit gutem Blick für Wohlschmeckendes


Foto: Im Vorbeiradeln erwischt haben Michael und Suri einen Riesenchampignon sowie zwei Krause Glucken.


Michael schreibt am 17. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

bei einer Radtour in neue Waldgebiete Richtung Hochstetten entdeckte ich am Wegesrand, an meiner bekannten Stelle, wieder einen Riesenchampignon. Trotz der Größe war er völlig madenfrei. Kurz darauf entdeckte meine Freundin, ebenfalls am Wegesrand in Bachnähe, eine große Krause Glucke und daneben noch eine kleine.

Zur Anschau habe ich einen giftigen Lila Dickfuß (Foto rechts) mitgenommen, der gerne mal mit dem Schmutzigen und auch mit dem Violetten Rötelritterling verwechselt wird. Ich habe Lila Dickfüße bislang nur drei Mal gefunden.

Bis auf einige Gelbe Knollenblätterpilze und diverse luftgetrocknete Täublinge war nichts mehr zu finden.

Viele Grüße Michael und Suri«

(2 Fotos © Michael)

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Mittlerer Schwarzwald: Es gibt Steinpilze und Pfifferlinge, aber man muss sie aufmerksam suchen


Foto: Prachtvolle Steinpilze wachsen zwar derzeit im Mittleren Schwarzwald, aber man muss sie suchen. Für die Abholung in Körben stehen sie derzeit nicht bereits, dazu fehlt ihnen, so Ronny, der Regen. (3 Fotos © Ronny)

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Ronny schreibt am 16. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem ich von Pilzfreund Heiko den Tipp bekommen hatte und auch auf Deiner Seite herrliche Pilzfunde sehen konnte, machte ich mich am Samstag schon früh morgens auf mit dem Ziel Mittlerer Schwarzwald.

Ich hatte nur an Stellen mit sonnenabgewandter Hanglage und reichlich Moos & Waldgras Glück. Dort erfreute mich den Anblick verschiedener Speisepilze.

Außer den üblichen Korbbegleitern wie Steinpilz & Co. erfreuten mich noch schöne Funde vom Violetten Schleierling, von der Breitblättrigen Glucke sowie vom Sandröhrling. Die ließ ich jedoch an Ort und Stelle zurück.

Es fehlt leider ergiebiger Landregen, damit die typischen Herbstpilze richtig loslegen können.

Liebe Grüße Pilzfreund71, Ronny :)«


Foto: Vereinzelt wachsen auch die Pfifferlinge, so wie dieses kräftige Büschel.


Foto: Der Violette Schleierling oder Dunkelviolette Dickfuß ist, obwohl er nicht so aussieht, essbar. Als Speisepilz minderwertigen Geschmacks war er in Notzeiten vor allem deshalb gefragt, weil er sehr viel Eisen enthält.





Illtertal: Nur die Pilzbürste kann mit der Größe von Lothars Rotkappen mithalten


Lothar schreibt am 15. September 2019:

»Habe heute zwei schöne große Rotkappen plus Braunkappen (Maronenröhrlinge) und einen Birkenporling im Illertal bei Ulm gefunden.

Lothar aus dem Illertal«

(Foto © Lothar)

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Wachteln an einer Pfifferlings-Steinpilzreduktion mit selbstgemachten Spätzle





Michael schreibt am 15. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern machte ich eine kleine Runde im Wald. Ich entdeckte junge Krause Glucken, leider schon zu alte Schwefelporlinge, das Klebrige Hörnchen und Samtfußkremplinge, die sich als Maronen ausgaben.

Am Abend bereitete ich für mich und meine Freundin Wachteln in einer Pfifferlings-Steinpilzreduktion mit hausgemachten Spätzle zu. Pro Teller kostete mich dieses Essen 1.50 Euro, da sämtliche Zutaten - Ausnahme waren die Wachteln und das Mehl für die Spätzle - aus eigener Herstellung waren. Gutes Essen muss nicht immer teuer sein.

Die drei Fotos zeigen die Zubereitung bis hin zum fertigen Leckergericht.

Viele Grüße Michael«

(4 Fotos © Michael)

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Foto: Was sind dies für Pilze? Man mag sie für seltene Gelbfüßige Hexenröhrlinge halten, doch die Nachfrage bei Michael ergab ganz anderes: es sind Samtfußkremplinge, ganz ohne die charakteristische samtig-dunkelbraune Stielbasis. Michael hatte sie zunächst für Maronenröhrlinge gehalten, doch die Lamellen beendeten diese Hoffnung. Samtfußkremplinge schmecken bitter, sauer und muffig, werden als in Notzeiten essbare »Kriegspilze« bezeichnet.

Herbsttrompeten ohne Ende bei Reutlingen

Bei Tatjana haben Dörrautomat und Backofen kaum eine Verschnaufpause


Tatjana schreibt am 13. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

seit ein paar Wochen lese ich täglich den Pilzticker und freue mich über jeden Bericht. Jetzt möchte ich gerne über unsere Funde in der Region Reutlingen berichten.

Wir sind täglich mit den Hunden im gleichen Gebiet unterwegs und kommen selten leer nach Hause. Zuerst kamen die Birkenpilze, dann Rotfußröhrlinge, Parasole und Steinpilze.

Seit zwei Wochen können wir uns vor Herbsttrompeten gar nicht mehr retten, der Dörrautomat und der Backofen laufen auf Hochtouren.

Das erste Bild ist von heute, das Foto mit dem Herbsttrompeten-Körbchen darunter von gestern. Das dritte Foto zeigt einige unserer Gläser mit Trockenpilzen.

Vielen Dank für die schöne Seite.

Liebe Grüße Tatjana«

(3 Fotos © Tatjana)

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Kronau: Der Waldschrat beobachtet die Pilzsammler mit kritischem Blick


Michael schreibt am 12. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

derzeit habe ich die Pilze aufgrund meiner Schlehenernte und auch des trockenen Wetters etwas vernachlässigt.

Die letzten beiden Tage war ich zusammen mit meiner Freundin mal wieder in meinen Wäldern unterwegs. Gefunden haben wir wenige Krause Glucken, einen angehenden Schwefelporling und 5 sehr schöne Schuppige Porlinge. Diese werde ich, wie immer, zu einer Basisbrühe auskochen, die ich einfriere, um sie später für Suppen oder Soßen zu verwenden.

Wir liefen auch dem Waldschrat über den Weg, den ein Holzschnitzer an einem Baumstumpf verewigt hat.

Insgesamt hält sich das Pilzwachstum derzeit zurück.

Viele Grüße Michael und Suri«

(4 Fotos © Michael)

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Foto: So wuchs eine der Krausen Glucken, die Michael gefunden hat. Die Nadeln zeigen an, dass sie standesgemäß am Fuße einer Kiefer wächst.

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Foto: Schuppige Porlinge stehen bei Michael hoch im Kurs. Er kocht sie aus und friert die gewonnene Brühe zur späteren Verwendung für Pilzgerichte ein.


Foto: Der Waldschrat scheint die Pilzsammler kritisch im Auge zu haben. Das Kleinblütige Springkraut bekränzt ihn bei seinen Beobachtungen geradezu lieblich.


Eine Kolonie Gewimperter Erdsterne bei Schwäbisch Hall erfreut Doris


Doris schreibt am 11. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

müsste ich derzeit von Pilzen leben, sähe es schlecht für mich aus. Aufgrund der Trockenheit finde ich zurzeit nur wenig essbare Pilze in den Wäldern um Schwäbisch Hall. 

In der Früh beim fast täglichen Waldspaziergang mit dem Hund fand ich allerdings am Wegrand eine größere Gruppe von Gewimperten Erdsternen in verschiedenen Entwicklungsstadien. Vereinzelt hatte ich sie schon gesehen. Als Kolonie (Foto rechts) noch nicht. Mich hat der Anblick riesig gefreut. 

Herzliche Grüße Doris«

(Foto © Doris K.)

Blau = ungenießbar

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Hochschwarzwald: Ein unvergesslicher Pilztag mit den Töchtern endete bei Pilzfreund71 mit einem Kiefernsteinpilz-Vesper


Foto: Heiko ist mit seinen zwei Töchtern noch einmal in den Hochschwarzwald gefahren. Schöne Steinpilze sorgten dafür, dass die Tour nicht umsonst war. (4 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 11. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern erlebte ich mit meinen beiden Töchtern einen unvergesslichen Pilztag, und zwar erneut im Hochschwarzwald. Zu dritt kamen wir wieder auf eine schöne Ausbeute an Fichtensteinpilzen und Pfifferlingen.

Zum Ende der Pilzwanderung traute ich jedoch meinen Augen nicht, als inmitten eines Fichtenbestandes ein rothütiges Exemplar in voller Pracht stand. Auch wenn ich aufgrund des Erscheinungsbildes sofort auf den Kiefernsteinpilz tippen wollte, so konnte ich mir aufgrund des Baumbestandes und natürlich auch wegen der Seltenheit einfach keinen Reim aus meinem Fund machen: weit und breit nur Fichten, keine einzige Kiefer in Sicht!

Ich habe zur Bestimmung das Exemplar mitgenommen und bin abends noch zu Ronny (Pilzfreund71 in YouTube) gefahren, der ja schon öfters den Kiefernsteinpilz in den schwäbischen Wäldern entdecken konnte und uns diese seltenen Funde gezeigt hatte.

Nicht zuletzt dank der weinroten Hutfarbe und des rötlichen Netzes unter dem Hut tippte auch er auf den Rothütigen Steinpilz (Kiefernsteinpilz) und schloss den Fichtensteinpilz aus. Zu dem fehlenden Kiefernbestand in meinem Suchgebiet schreibt die Literatur bzgl. Vorkommen „gelegentlich aber auch bei Weißtanne und Fichte“. Bin gespannt, was Deine Erfahrung dazu sagt.


Foto: Dieser Kiefernsteinpilz (Rothütiger Steinpilz) hat sich verlaufen. Statt an einer Kiefer fand ihn Heiko entweder an einer Tanne oder an einer Fichte. An beiden Baumarten kommt der Rothütige Steinpilz auch vor, allerdings viel seltener.


Also mussten wir die Geschmacksprobe machen: der Hut war für Speisezwecke nicht mehr zu gebrauchen, aber aus dem Stil zauberte uns Ronny eine kleine, herrliche Mahlzeit. In Olivenöl knackig angebraten, serviert auf Pumpernickel, dazu eine Scheibe Schinken vom Angusrind. Ein traumhaft nussiges, mildes Geschmacksabenteuer für den Gaumen! Vielen Dank dafür an Ronny!

In der Hoffnung, dass der Dauerregen vom letzten Wochenende nun auch bald im Nordschwarzwald und Schwäbisch-Fränkischen Wald wieder seine Früchte hervorbringt, werde ich mich die nächste Zeit nun wieder auf mein gewohntes Gebiet konzentrieren.

Viele Grüße an alle Pilzfreunde, Heiko«

Lieber Heiko,

auch ich habe den Kiefernsteinpilz schon gefunden, und zwar bei Gauting-Buchendorf im Landkreis Starnberg/Obb.. Er stand bei Weißtannen, wie dies auch in der Literatur beschrieben wird, auch wenn er deutlich seltener bei Tannen, noch seltener bei Fichten wächst, unter denen er vereinzelt auch vorkommt.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Auch an schönen Pfifferlingen sollte es nicht fehlen. Die Lese hat den beiden Kindern gewiss gefallen.


Foto: Ronny, unter youtube auch bekannt als Pilzfreund71, ließ sich nicht lange bitten: nach der Finalbestimmung des Kiefernsteinpilzes gab es selbigen zu Schinken vom Angusrind auf Pumpernickel.


Heiko musste beim Anblick der vielen Steinpilze im Hochschwarzwald die Augen schließen


Foto: Heiko wollte die Sammeelgrenze von 1 Kilo pro Person am Tag nicht überschreiten. In Nullkommanichts hatte er diese herrlichen Steinpilze beisammen - und schloss lieber die Augen, als die vielen Zurückgelassenen bekümmert anzusehen. (7 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 9. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind vor einer Woche aus dem Italienurlaub zurückgekehrt. Selbstverständlich habe ich auch in dieser Zeit täglich den Pilzticker verfolgt und war ja etwas geknickt, dass ausgerechnet in dieser Zeit an allen Ecken und Enden die Pilze sprossen. Bei einem kurzen Abstecher vor einigen Tagen in den Nördlichen Schwarzwald zeigte sich, dass die Trockenheit schon wieder voll durchgeschlagen hatte; meine Fundstellen waren nahezu pilzleer.

Also bin ich heute Vormittag, wie ich es mir vorgenommen hatte, zu unserer Pfifferlingstelle gefahren, die wir im August im Hochschwarzwald entdeckt hatten

Was ich hier in weniger als eineinhalb Stunden vorfand, hätte ich niemals erwartet: es gab unfassbar viele Pilze mit einer extremen Artenvielfalt.

So entdeckte ich einen Steinpilzfriedhof mit mehr als 200 überständigen Exemplaren!
Hinzu kamen Pfifferlinge, Maronen, Ziegenlippen, Parasolpilze, Täublinge, Perlpilze, Semmelstoppelpilze, Boviste, Lachsreizker, Schopftintlinge und die ersten Fliegenpilze. Und das in Massen!

Nachdem die Steinpilze rasch die 1-Kilo-Sammelgrenze erreicht hatten und ich ohne Sammelbegleitung unterwegs war, musste ich die Augen schließen, tief durchatmen und einen Großteil im Wald zurücklassen.

Viele Grüße Heiko, sonst Calw«


Foto: Auch eine Schale Pfifferlinge kam zusammen. Es waren nicht ganz so viele, wie Heiko sie mit seiner Familie im August gefunden hatte.


Foto: Fest gemauert in der Erden... So will uns beinahe dieser Steinpilz erscheinen, wie er mit seinem breiten Stiel im Waldboden verankert ist. Die mächtige Holzmasse im Hintergrund verstärkt noch den imposanten Eindruck von seiner (Stand-)Festigkeit.






Foto rechts: Nicht minder imponierend ist dieses kräftige Exemplar im besten Jugendalter. Neben den vielen Steinpilzleichen hatte Heiko reichlich Wahl, sich unter den Brauchbaren die Besten auszusuchen.




Foto: Zur Abwechslung standen sie auch mal in Gras und Moos statt in der Nadelstreu. 


Foto: Und jetzt wissen wir endlich auch, warum Steinpilze »Steinpilze« heißen...






Foto rechts: ...und warum der, der so viele und so schöne findet, ein Glückspilz ist, für den der Fliegenpilz symbolisch steht.




Eine Paddeltour ins Pilz- und Naturglück, leider mit fast frostiger und verregneter Nacht


Oliver schreibt am 8. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm, 

wir waren am Wochenende zu einem Fest in Staufen/Breisgau eingeladen. Obwohl es sehr schön war, zog es uns irgendwann doch in die Natur. So sind wir mit unseren Kajaks und einem Baumzelt unterwegs gewesen.

Als wir das Zelt gerade zwischen die Bäume gehängt hatten - direkt neben dem »Zelten verboten!«-Schild - kam eine Frau mit drei Pferden vorbei, die anscheinend durch Deutschland zieht.

Sie machte Stop bei uns und wir gingen alle zusammen in den Wald und sammelten Pilze, vor allem Pfifferlinge. Von dem respektablen Fund bereiteten wir uns anschließend ein köstliches Mahl am Seeufer zu.

Leider wurde es dann nachts richtig kalt, mit 7,5° und Regen. Das mit der Klimaerwärmung hat nicht wirklich funktioniert, obwohl ich jeden Morgen mit meinem SUV Porsche Cayenne zum Bäcker fahre. So paddelten wir über den See zurück und waren trotzdem glücklich über dieses schöne Naturerlebnis.

Viele liebe Grüße!

Oliver«

(14 Fotos © Oliver)

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Foto rechts: Kaum war das Zeltdach aufgespannt zwischen den Bäumen...




Foto: ... da nahte auch schon eine Wanderreiterin. Sie freute sich über die Begegnung und ließ sich gerne für einen gemeinsamen Pilzgang gewinnen. Ihre Pferde verweilten unterdessen weidend am Seeufer.

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Foto rechts: Schön, dass die Pfifferlinge so gut wuchsen!




Foto: Pfanne und Topf sind gut gefüllt, an der nötigen Garhitze sollte es auch nicht fehlen.






Foto rechts: Sogar an Zwiebeln hatte Oliver gedacht. Auch sie wurden erhitzt, bis sie glasig waren...







Foto rechts: ...und zusammen mit den Pfifferlingen schließlich fertig gegart wurden.




Foto: Beim Essen konnte man die herrliche Landschaft genießen und Fünfe gerade sein lassen. Siehe auch das nächste Foto.





Foto: Dann begann es zu dämmern. Seltsam entrückt fühlt man sich bei solch einer Stimmung.


Fotos: Spät abends im Dunkel wurde es bei 7,5 Grad und einsetzendem Regen ungemütlich.






Foto rechts: Käptn Oliver beschloss, seine Besatzung ins Boot zu rufen, um Richtung Heimathafen zurückzupaddeln.




Foto: Bei Dunkelheit kam allmählich Land in Sicht. Was mit einer Feier begonnen hatte, endete nach einem außergewöhnlichen Pilzgang an den mitternächtlichen Gestaden eines Sees.


Ein prima Pfifferlingsfund für Ralf im Hochschwarzwald


Foto: Im Hochschwarzwald wachsen weiterhin - oder wieder? - schöne Pfifferlinge. Ralf konnte an seinem Lieblingsplatz eine ganze Menge ernten. (Foto © Ralf)

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Ralf schreibt am 8. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

anbei mein Pfifferlingsfund von meinem Lieblingsplatz im Hochschwarzwald von heute Morgen.

Ganz lieben Dank für Deine tolle und informative Seite!  

Mit freundlichen Grüßen Ralf«


Schömberg: Für die köstlichen Schopftintlinge war es leider schon zu spät


Torben schreibt am 7. Septemberb 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

in der Umgebung von Schömberg haben wir uns heute zu einer kleinen Wanderung aufgemacht.

Leider dauert die Trockenheit in Baden-Württemberg weiter an. Dies geht auch am Pilzaufkommen nicht spurlos vorbei. Nur vereinzelt konnte man einige Kappen im Wald aufblitzen sehen. Dennoch haben wir ein paar Pfifferlinge, Frauentäublinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge sowie ein einige Lachsreizker erbeutet.

Schopftintlinge scheinen entgegen dem spärlichem Aufkommen ihrer Artgenossen dieses Jahr aber Saison zu haben. Leider waren wir für sie etwas zu spät dran, sodass wir nur noch ihre schmierig-schwarzen Überbleibsel zu Gesicht bekamen. Immerhin waren zwei noch in essbarem Zustand. Für die Pilzsauce zum Hüftsteak mit Speckbohnen und Klößen wird es allemal reichen.

Viele Grüße, Torben und Liz

(Foto © Torben)

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Fritz freut sich: Das Pilzwachstum am Bodensee zieht wieder an


Foto: Fritz war mit seinem heutigen Fund am Bodensee mehr als zufrieden. Die Mehrheit im Korb bilden die hellen Pilze in der Mitte, die wohl Semmelstoppelpilze sind. Rechts einige Täublinge, darunter auch Frauentäublinge. Rechts am Rand der durchweg Grüne könnte ein Grüner Speisetäubling, eventuell auch ein Grünfelderiger Täubling sein.


Fritz schreibt am 7. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich möchte mich auch wieder einmal melden. Nachdem die Pilzsaison dieses Jahr sehr gut angelaufen ist, habe ich heute mal wieder eine erfolgreiche Sammeltour abschließen können. Mit der Ansammlung in meinem Korb war ich sehr zufrieden.

Grüße vom Bodensee, Fritz«

(2 Fotos © Fritz)

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Foto: Auch Duftende Leistlinge zählten zu den Funden von Fritz.


Wie konnte das nur passieren? Im Kronauer Wald hat sich eine Glucke verlaufen


Michael schreibt am 3. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

jetzt kann ich auch in meiner Gegend den Fund einer ersten Krausen Glucke (Foto rechts) verzeichnen. Es sollte die Einzige bleiben und sie wuchs nicht einmal an einer Kiefer, sondern an der Wurzel einer Douglasie.

Zu finden waren sonst nur noch luftgetrocknete Pilze, hauptsächlich Schwärztäublinge und Rotfüße.

Viele Grüße Michael«

(Foto © Michael)

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Endlich ein gelungener Pilzgang im Schönbuch für Andreas


Foto: Das Leckerfoto kommt zuerst. Zu verlockend sehen die gebackenen Hälften der Parasole aus. (2 Fotos © Andreas)

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Andreas schreibt am 2. September 2019:

»Hallo Heinz-Willhelm,

nach Wochen des kärglichen Daseins an unseren Pilzstellen im Schönbuch, wo wir nichts als meist völlig verwurmte Exemplare voranden, haben wir es nun erstmalig gewagt, in unbekannte Gefilde vorzustoßen.

Und endlich gab es ein paar schöne Pilze. Vor allem Parasole. Das war nach der langen Ausfallzeit eine wirkliche Freude. Wir haben sie natürlich sogleich gebraten. 

Mit besten Grüßen, Andreas«


Foto: Andreas freute sich sehr über den frischen Fund. Zu lange hatte er nichts Vergleichbares an Pilzen im Schönbuch entdeckt.


Die Forlhasen haben derzeit in den Kiefernwäldern bei Karlsruhe die Oberhand


Foto: Sie sind wieder in größerer Menge da, die im Badischen gerne »Forlhasen« genannten Krausen Glucken. Die Art wächst momentan im Hardtwald an Speisepilzen relativ exklusiv, berichten Thomas und Markus.


Thomas und Markus schreiben am 31. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern konnten wir die ersten Krausen Glucken in nennenswerter Menge sammeln.

Die große Wärme von über 30 Grad sowie ein kräftiger Schauer erzwangen einen Wachstumsschub dieser typischen Pilze der Kiefernwälder (wie auf dem Foto rechts zu sehen) des Hardtwaldes bei Karlsruhe. Abgesehen davon ist der Wald noch ziemlich pilzarm.

Viele Grüße von Thomas und Markus«

(2 Fotos © Thomas)

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Baden-Baden: Pfifferlinge, Flockis und kühles Kulturgut aus Karlsruhe


Foto: Pfifferlinge, Flockenstielige Hexen und ein wenig mehr haben Torben und Liz rund um Baden-Baden gefunden. Zum Lohn für die schweißtreibende Tour gab es erfrischendes badisches Kulturgut, wie man auf dem Foto sieht. (Foto © Torben)

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Torben schreibt am 31. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach langer Sammelabstinenz, die auch durch einen vollen Terminkalender verursacht war, machten meine Frau und ich uns heute endlich mal wieder auf zur Pilzsuche in den heimischen Wäldern rund um Baden-Baden.

Die Erwartungen waren wetterbedingt eher gedämpft. Aber immerhin blieb uns die Hoffnung. Und so hatte dann der Pilzgott endlich ein Einsehen und bescherte uns eine ordentliche Menge an Pifferlingen und Flockenstieligen Hexenröhrlingen. Ein einzelner übriggebliebener Sommersteinpilz sowie ein paar Maronen und Goldröhrlinge wanderten auch ins Körbchen.

Ansonsten machten sich Unmengen an Riesentrichterlingen gegenseitig Konkurrenz um die besten Plätze. Diese ließen wir aber ebenso wie die zahlreichen Fichtenreizker im Wald stehen.

 Viele Grüße aus Karlsruhe, Torben und Liz«

Lieber Torben,

schön, dass Ihr Euch zurückmeldet! Als die sehr starken Sommersteinpilzschübe in den Wäldern im Ländle herrschten, wähnte ich Dich schon in Südschweden. Was mich interessiert, ist, ob Du die Riesentrichterlinge schon einmal probiert hast. Falls ja, würde mich Deine Einschätzung interessieren.

Noch einige schöne Herbstfunde wünscht Euch beiden, mit besten Grüßen,

Heinz-Wilhelm


Schönbuchrand: Die ersten Hallimasche, schöne Habichtspilze und ein Fremdling für den Meeresgrund


Foto: Die ersten Gemeinen Hallimasche des Jahres meldet uns Renate vom Rande des Schönbuchs. Es ist nicht außergewöhnlich, dass sie schon zeitig, also im Sommer, Fruchtkörper bilden, obwohl sie in Massen meist erst im Herbst wachsen. (4 Fotos © Renate)

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Renate schreibt am 30. August 2019:

»Guten Abend liebe Pilzfreunde,

heute hatte ich einen sehr erfolgreichen Pilzgang am Rande des Schönbuchs. Ich möchte Euch jedoch nicht die üblichen Pilzfotos zeigen, sondern Bilder von Pilzen, die man eher selten sieht - zumindest in meinen Pilzrevieren.

Ich habe die ersten Hallimasche gefunden und mich gefragt, ob sie tatsächlich jetzt schon kommen oder ob ich vielleicht ein wenig die Zeit beziehungsweise Jahreszeit vergessen habe und auch, ob sich das Jahr 2019 bereits in das letzte Viertel begibt.

Sehr gefreut habe ich mich wieder über ein reichliches Vorkommen von Habichtspilzen, die in ganzen Kolonien einen Fichtenwald bevölkerten. Schlussendlich habe ich heute etliche Tintenfischpilze gefunden, die zwar ziemlich übel riechen, aber doch ein wahrer Augenschmaus sind, wenn sie ihr Hexen-Ei verlassen haben, oder?


Foto: Habichtspilze wachsen im Nadelwald, häufig unter Fichten. Wo einer steht, findet man meist ganze Nester. Auf ein hervorragendes traditionelles Rezept mit ihnen, Hirschling sauer, habe ich schon oft hingewiesen.

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Im Übrigen habe ich eine regelrechte Schwemme von Rotkappen vorgefunden. Sehr viele habe ich stehen lassen in der Hoffnung, dass sie nicht einem sammelwütigen Menschen in die Hände fallen, der alles und jedes abschneidet, was ihm in die Finger kommt. Wir sollen doch auch den Bäumen und dem Wald etwas übrig lassen, wenn die Natur schon so reichlich gibt, wie im Moment.

Ein wenig Rücksichtnahme ist auch hier angebracht, finde ich. Alle Abfälle sind unter den jeweiligen Bäumen geblieben, unter denen ich die Pilze, die ich mitgenommen habe, gefunden habe.

Weiterhin frohes, aber verantwortungsvolles Pilze sammeln wünscht Euch allen
Renate aus Böblingen«


2 Fotos: Links sehen wir einige Habichtspilze im Moos, rechts einen ungebetenen Gast, nämlich einen Tintenfischpilz. Dieser wohl aus Australien eingeschleppte Fremdling hat in unseren Wäldern nichts verloren, was ihn leider nicht weiter interessiert. Viele Pilzfreunde halten einen Fund von ihm immer noch für etwas Besonderes - dabei ist er inzwischen sehr verbreitet. Weil ich finde, dass er auf dem Meeresboden bestens untergebracht wäre, weigere ich mich seit langem standhaft, eingesandte Fotos von ihm zu zeigen. Dieses also - ausnahmsweise -  stellvertretend für alle anderen, die mich beinahe täglich erreichen.

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Die Augen essen mit...


Foto: Ein Carpaccio aus frischen Steinpilzen mit Pesto aus Pinienkernen, getrockneten Steinpilzen und Parmigiano mit Olivenöl, zelebriert von Oliver aus dem Breisgau. Er meint: »Mehr etwas fürs Auge!« Wir wünschen: Buon appetito! (Foto © Oliver)

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Zwischen Renningen und Perouse

Eine ganze Plantage von Flockenstieligen Hexenröhrlingen zwingt den Dörrautomaten zur Höchstleistung


Andreas schreibt am 28. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

es nimmt einfach kein Ende!

Gestern wollte ich nach der Arbeit im Waldbereich zwischen Renningen und Perouse (nach üppigen Funden in der vergangenen Woche) nachschauen, ob sich zwischenzeitlich bereits wieder frische Pilze zeigen. Eigentlich war ich nicht sonderlich hoffnungsvoll, nachdem es die letzten Tage extrem warm war und der letzte Niederschlag mittlerweile recht lange zurück lag.

Im Rotfußröhrlingswald von letzter Woche zeigten sich viele neue Täublinge, die ich allerdings weiterhin nicht sammle. Frische Röhrlinge waren hingegen keine zu entdecken.

Pilzsammlers Last: Im Kriechgang zum Traumfund

Wenige hundert Meter weiter kroch ich dann in eine Fichtenschonung, die mir aus der Ferne als potenzielles Steinpilzgebiet ins Auge sprang. Tatsächlich fand ich dort trotz schon sehr trockenem Boden mehrere Steinpilze.

Das war aber eher nebensächlich, denn in diesem Waldstreifen, keine 100 Meter breit, konnte ich Unmengen an Flockenstieligen Hexenröhrlingen ernten. Ich ging die Baumreihen der streng hintereinander gepflanzten Fichten einfach ab und in wirklich jeder Reihe wanderten einige bis dutzende Hexenröhrlinge (2. Foto rechts) ins Körbchen.

Auf dem Rückweg kam ich am Übergang vom Fichten- zum Eichenwald noch an einer Breitblättrigen Glucke vorbei, die ich jedoch stehen ließ. Stattdessen sammelte ich einige Maronen und Rotkappen ein.

Nach dem heutigen verkürzten Arbeitstag wurde also wieder wie wild geschnibbelt und der Dörrautomat surrt bereits wieder. Die Wälder sind wirklich gerade extrem voll mit Pilzen; es stehen wahre Massen an Täublingen, Champignons, Perlpilzen, diversen Schirmlingen und Stäublingen in mittlerweile gesetztem Alter unter den Bäumen.

Liebe Grüße, Andreas«


Foto: Eines von vielen Flockinestern, die Andreas »ausgehoben« hat. (3 Fotos © Andreas)

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Poulet à la Crème für Michaels Freunde, fast alles aus Wald und Garten


Michael schreibt am 28. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

bei den vielen Pilzmeldungen möchte ich heute mal ein beliebtes französisches Gericht einbringen.

»Poulet a la Crème« an Rosmarinkartoffeln zu einem Tomatensalat provencale (Foto rechts) habe ich für mich und Freunde zubereitet.

Außer dem Hähnchen und der Sahne war alles auf dem Teller aus dem eigenen Garten bzw. aus dem Wald.

Viele Grüße Michael«

(Foto © Michael)

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Schwäbisch Hall: Der »Steinpilz« wurde gerade eben noch als Gallenede entlarvt


Foto: Patricks Fund, der zu einem Pilz-Stroganoff verarbeitet wurde. Glücklicherweise erkannte er gerade noch rechtzeitig, dass ein vermeintlicher Steinpilz ein Gallenröhrling war. (Foto © Patrick)

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Patrick schreibt am 28. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich erneut im Wald, obwohl es bei meinem letzten Pilzspaziergang vor vier Tagen recht dürftig aussah.

Dennoch hat uns ein anderes Waldstück im Landkreis Schwäbisch Hall eine leckeres Pilz-Stroganoff (aus Schusterpilzen, Rotkappen, Steinpilzen, Maronen, Pfifferlingen und einem Reizker) beschert.

Glücklicherweise wurde der junge vermeintliche Steinpilz durch Anschlecken noch rechtzeitig als sehr bitterer Gallenröhrling identifiziert.

Viele Grüße Patrick«


Schwäbisch Hall: Solch eine anmutige Rotkappenfamilie stört man nicht


Doris K. schreibt am 27. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm, 

heute Morgen war ich wie eigentlich jeden Tag eine Runde mit dem Hund im Wald unterwegs. Es war traumhaft. Also eigentlich so wie immer. Getrübt wurde die Freude lediglich durch die Sorge um unsere alte Hündin. Sie kann uns nicht mehr auf längere Waldspaziergänge begleiten. 

Zur Zeit sprießen die Pilze, und es sind vor allem die Rotkappen, deren Aufkommen förmlich explodiert.

Und reichlich Parasole spannen ihre Schirme auf, um sich gegen den Gewitterregen zu schützen. 

Gestern und heute fand ich auch Kuhmäuler, Eselsohren und noch soviel mehr, das ich nicht benennen kann. Leider weiß ich in meiner Nähe niemanden, der oder die die mehr als gängigen Speisepilze kennt. An Giftpilzen fallen derzeit besonders die Schönfußröhrlinge auf.

Mein Lieblingsbild vom heutigen Tag schicke ich mit. Die Rotkappenfamilie (Foto rechts) mag man doch nicht stören, oder? 

Wiederum ganz lieben Dank an Sie für die unendliche Liebe und Mühe, die Sie in Ihre so informative Website stecken. 

Herzliche Grüße sendet Doris K.«

(Foto © Doris K.)

Rot = giftig

Liebe Doris,

vielen Dank für Ihr liebenswürdiges Kompliment! Das Foto mit der Rotkappenfamilie ist wirklich einmalig. Wie sich das Kind an die Mutter lehnt, die zudem ihren Kopf ganz leicht behütend über den Nachwuchs beugt...

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

Pilz-Ticker-Bawue


Ein unvergesslich traumhafter Steinpilzfund bei Aalen für Doris und Rolf


Foto: Einen Fund fürs Leben haben auch Doris und Rolf bei Aalen-Ebnat gemacht. Sie fanden Steinpilze über Steinpilze, mussten massenhaft stehen lassen, weil ihre Körbe bereits voll waren. Wunderschön haben sie ihren traumhaften Fund mit hochsommerlichen Blumen dekoriert. Danke für diese herrliche Impression! (Foto © Doris)

Pilz-Ticker-Bawue


Doris und Rolf schreiben am 26. August 2019:

»Steinpilze wie Sand am Meer!

Hallo,

mit sowas hatten wir nicht gerechnet!

Nachdem bei uns in den letzten Jahren nicht gerade eine Pilzflut herrschte, wurden wir heute wahrlich aus den Socken gehauen. In einem Wald bei Aalen-Ebnat hatten wir nach cirka einer Stunde unsere Körbe mit den schönsten Steinpilzen gefüllt. Wir mußten leider viele stehen lassen, da wir nicht mehr tragen konnten.

Einen Teil mussten wir verschenken, da es einfach zu viele waren.

Gruß von Doris und Rolf«


Olivers Tanz von einer Hochzeit auf die andere:

»Jetzt ist der Hochschwarzwald an der Reihe«


Foto: Und schon wieder ein fantastischer Fund. Oliver scheint die besten Steinpilzplätze im Breisgau, Dreiländereck und Hochschwarzwald mit traumwandlerischem Gespür anzusteuern. Wo er ist, sind die Körbe in diesem Sommer voll. Hier sein neuester Fund aus dem Hochschwarzwald. (8 Fotos © Oliver)

Pilz-Ticker-Bawue


Oliver schreibt am 26. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

der Gang in die Natur ist eine Wohltat. Fast exakt am selben Tag wie letztes Jahr mache ich auch jetzt im Hochschwarzwald wieder wunderbare Steinpilzfunde.

Ich kann alle beruhigen, die glauben, dass Pilzesammeln im Folgejahr zu vermindertem Wachstum führen würde, das ist aus meiner Erfahrung völliger Blödsinn.

Ich bin bestimmt an 200 überständigen Steinpilzen vorübergegangen. Und es sind noch hunderte im Anmarsch. Erst war das Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz an der Reihe, jetzt ist der Hochschwarzwald dran.

Die klimatischen Bedingungen dieses Jahr sind absolut hervorragend!

Viele liebe Grüße Oliver«

Pilz-Ticker-Bawue





Foto: Impression aus aus dem Hochschwarzwald mit Steinpilzen am Rande eines Fichtenhochwaldes mit einer Waldwiese im Hintergrund.

Pilz-Ticker-Bawue


4 Fotos: Einer stämmiger, protziger, schöner als der andere. Vier wunderschöne Steinpilze aus dem Hochschwarzwald. Oliver schreibt dazu: »Es sind noch Hunderte im Anmarsch.«

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Stupferich: Ein Massenaufkommen an Marmorierten Röhrlingen zwingt den schon verstauten Dörrautomaten wieder an die Arbeit


Foto: Ein sagenhafter Fund von Marmorierten bzw. Blasshütigen Röhrlingen bzw. Gehämmerten Steinpilzen. Andreas hat hier ein gemeines Quiz für uns eingebaut, denn auf dem Bild befindet sich ein einziger Wurzelnder Bitterröhrling. Auflösung in der Bildzeile unter dem zweiten Foto. (3 Fotos © Andreas)

Pilz-Ticker-Bawue


Andreas schreibt am 26. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gedanklich hatte ich mich bereits aus der heimischen Pilzsaison verabschiedet, da es bei uns in Kürze auf mehrwöchige Elternzeitreise geht. Allerdings kam ich heute auf meiner Laufstrecke wieder am Ortsrand von Stupferich vorbei und die dort sonst massenhaft im Straßengraben vorkommenden Wurzelnden Bitterröhrling wirkten etwas sonderbar geformt. So hielt ich doch kurz an und stellte fest, dass hier sowohl Bitterröhrlinge als auch eine sehr ähnliche Röhrlingsart miteinander vermischt Fruchtkörper gebildet hatten.

Ich nahm ein aussagekräftiges Exemplar mit und bestimmte es zu Hause als einen Marmorierten Röhrling, auch Blasshütiger Röhrling oder Gehämmerter Steinpilz genannt. So ging es nochmal schnell mit Korb zurück zum Fundort. Sowohl die bitteren Gesellen als auch die Marmorierten Röhrlinge kamen in dem ca. 3m x 25 m großen Straßengraben wirklich massenhaft, in allen Altersklassen und vor allem bunt miteinander vermischt vor.

Bei genauer Betrachtung kann man an der Hutform und Färbung meist eine sichere Zuordnung treffen, ansonsten ist es sehr hifreich, dass der Wurzelnde Bitterröhrling auf Druck augenblicklich stark blau färbt, der Marmorierte Röhrling hingegen generell nicht blau färbt, eher rötlich, und das erst nach längerer Zeit. So kannn durch eine kleine Probenahme eine Bestätigung der Zuordnung getroffen werden, ohne gleich den ganzen Pilz entnehmen zu müssen.

Insgesamt musste ich nicht einmal 10 Minuten einsammeln bis der Korb voll mit ausreichend Pilzen war. Vor Ort blieben weit über 50 voll ausgewachsene, nicht mehr genießbare Exemplare zurück, sod ass die Verbreitung durch die Ernte nicht beeinträchtigt werden sollte.

Der bereits wieder im Keller verschwundene Dörrautomat läuft bereits wieder und die Trockenpilzvorräte wachsen weiter an.

Beste Grüße Andreas«

Blau = ungenießbar

 


Foto: Hier sehen wir einen Marmorierten Röhrling (links) und einen Wurzelnden Bitterröhrling (rechts). Es ist der gleiche, der auch auf dem Foto oben zu sehen ist. Es ist der dicke Große, der aus der unteren Reihe nach oben herausragt. 


Am Sonntagabend noch in den Schönbuch, für einen Korb herrlicher Raufußröhrlinge


Foto: Einen Korb voller Raufußröhrlinge nebst einigen Maronen und Frauentäublingen sieht man auch nicht alle Tage. Und wie man sieht, nahmen Mona und Martin nur die Allerbesten mit, die Alten und die Jungen blieben an Ort und Stelle zurück. (Foto © Mona)

Pilz-Ticker-Bawue


Mona und Martin schreiben am 26. August 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem wir ein fantastisches Wochenende in München verbracht haben, hat uns aufgrund der vielen Meldungen das Sammelfieber gepackt und wir sind am Sonntagabend noch in den Schönbuch oberhalb von Herrenberg gefahren.

Es sollte sich für uns lohnen! Eine wahre Flut an Raufußröhrlingen hat uns erwartet. Besonders gefreut haben wir uns über Hainbuchenraufüße, die wir als besonders wohlschmeckend schätzen. Ein paar überständige haben wir im Wald gelassen, ebenso den Nachwuchs. Es blieb mehr als genug für einen schön gefüllten Pilzkorb übrig.

Die gefundenen Steinpilze waren leider fast alle unbrauchbar, die Maden sind momentan einfach zu schnell. Dafür gab es noch ein paar Maronen und einige schöne Frauentäublinge!

Viele Grüße an alle Pilzfreunde, Martin und Mona«


Am Rande eines Turnieres auf einen Sprung in den Wald bei Lorch-Waldhausen


Foto: Der dickstielige Sommersteinpilz war das Sahnehäubchen für die Pilzsoße, die Patricks Gastgeberfamilie auf der Schwäbischen Alb aus seinem Pilzfund bei Lorch zauberte. (2 Fotos © Patrick)

Pilz-Ticker-Bawue


Patrick schreibt am 26. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

mein Sport hat mich über die Schweiz und den Bodensee bis auf die Schwäbische Alp zu einem Preisgeldturnier geführt.. Aufgrund der Witterung - langanhaltender Regen am Dienstag in der Badener Region - und der erfreulichen Funde im Pilz-Ticker schaute ich mal in die Wälder bei Lorch-Waldhausen zwischen Schorndorf und Schwäbisch Gmünd.

Obwohl mir bewusst war, dass die Hitze des Wochenendes den Pilzen zu schaffen machen würde, wollte ich mein Glück trotzdem versuchen.

Neben vielen Maronenröhrlingen, größtenteils madenfrei, konnte ich einige Flockenstielige Hexenörhlinge, ein paar Butterpilze, sowie einige Sommersteinpilze zu meinen Funden zählen. Leider war nur einer der Steinpilze verwertbar, alle anderen waren vermadet.

Die Krönung des Tages aber war ein Fund, den ich lange nicht mehr verzeichnen konnte: unter einer Eiche fand ich eine Zelle Eichenrotkappen (Laubwaldrotkappen), eine schöner als die andere.

Mein Pilzfund von Lorch-Waldhausen wurde am Abend von meiner netten Gastgeberfamilie, die mich für die Zeit meines Turniers aufgenommen hatte, in eine tolle Pilzsoße verwandelt.

Morgen fahre ich wieder zurück nach Hause und werde die Wälder rund um den Frankfurter Stadtwald erkunden.«

Hallo Patrick,

es ist vermutlich keine Eichenrotkappe; die müsste orangerote Schuppen und eine gerötete Stielbasis haben. Rottöne sind nicht im geringsten erkennbar. Sofern weder Birke noch Espe (Silberpappel) in der Nähe standen, könnte es eine sehr seltene Fichtenrotkappe sein. In diese Richtung weisen der Fichtenzapfen und die Fichtenzweige im Hintergrund.

Größtmögliche Erfolge im Tennis und in den Wäldern für Dich!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

Pilz-Ticker-Bawue


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