Pilz-Ticker-Bawue
(Baden-Württemberg)



Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Württemberg)




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Landkreis Karlsruhe: Die Resternte der Austernpilze steht bevor, dem Nachwuchs wird's zu kalt


Sven schreibt am 14. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

leider wird es in letzter Zeit so schnell dunkel, dass man nach der Arbeit eigentlich kaum noch die Möglichkeit hat, durch die Wälder zu streifen. Auch bei dem stürmischen Wetter hätte es wenig Sinn gemacht.

Gestern fand ich endlich Zeit, kurz bei meinem umgestürzten Baum mit den Austernseitlingen vorbeizuschauen. Nach nur zehn Minuten war mein Korb erfreulicherweise mehr als voll (Foto rechts).

Ich denke, dass ich am morgigen Samstag den Rest holen werde, denn allmählich wird es kälter und somit leider auch zu kalt für nachwachsende Austernseitlinge.

Liebe Grüße aus Bretten Sven«


Taubertal: Beste Austernseitlinge für drei Haushalte


Foto: Dieser Anblick ließ Nicoles Herz höher schlagen. Ein wahres Gewimmel von Austernpilzen im besten Erntealter und in Topqualität wuchs am übermoosten und teils blätterbedeckten Rotbuchenstamm. Sie kam genau zum richtigen Zeitpunkt. (Foto © Nicole)

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Nicole schreibt am 13. Dezember 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

nach einem mehr als bescheidenen Pilzsommer bzw. -herbst hoffen wir auf die Wintersaison. So suchten wir unsere stets verlässlichen drei Buchenstämme nach Austernseitlingen ab.

Leider mussten wir feststellen, dass einer bereits endgültig abgetragen ist. Beim zweiten haben offenbar Unwissende oder Wildtiere die komplette Rinde entfernt. Auch das wird wohl nichts mehr mit den leckeren Austernseitlingen.

Mit mehr als gemischten Gefühlen ging es also auf zum dritten Stamm. Was uns dort erwartete, lässt mit Sicherheit jedem Pilzsammler das Herz höher und schneller schlagen. Der bemooste Stamm war überwachsen mit unzähligen Austernseitlingen in allerbester Qualität.

Die Ernte reichte für drei Haushalte. Den Beschenkten lief schon beim Betrachten der Bilder das Wasser im Munde zusammen.

Grüße aus dem Taubertal sendet euch Nicole mit Familie«






Kronau: Sogar ein Blutroter Röhrling wollte es noch wissen


Foto: Fast jeden Tag ist Michael derzeit in den Wäldern um Kronau unterwegs. Und es vergeht kein Pilzgang ohne gute Ausbeute.Sogar einen Blutroten Röhrling konnte er noch finden. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 12. Dezember 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich zusammen mit Andreas wieder einmal Pilze sammeln. Es kam einiges zusammen. Samtfüße, kleine Parasole, Violette Rötelritterlinge und sogar noch ein Blutroter Röhrling landeten im Korb.

Viele Grüße Michael und Andreas«


Kronau: Senioren-Austernseitlinge für einen »sehr leckeren Pilzfond«


Foto: Die Ernte der teils hoch sitzenden Austernseitlinge war nicht ohne Komplikationen. Mit Taschentuch und Taschenmesser gelang es Michael schließlich. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 10. Dezember 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

beim Radeln habe ich an mehreren Baumstämmen sehr viele Austernpilze gefunden. Die größte Herausforderung waren mehrere Büschel in cirka vier Metern Höhe. Leider war der Stamm zu dick und glatt, um daran hochzuklettern, da habe ich kurzerhand einen langen Ast genommen und mit meinem Taschentuch mein Messer daran gebunden. So hats geklappt.

Und wer sich nun fragt, weshalb ich auch die großen Austern mitnahm: ganz einfach, solange sie nicht überständig sind, wird daraus ein sehr leckerer Pilzfond gezaubert.

Viele Grüße Michael«






Bestaunenswerte Vielfalt im Hardtwald für Markus mitten im Dezember


Markus schreibt am 9. Dezember 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

mit Freude lese ich von den späten Sammelerfolgen vieler Leser des Pilztickers. Ich kann das auch für den Hardtwald bei Karlsruhe bestätigen. Nach 100 Litern Regen und milden Temperaturen ging es mir wie Michael aus Kronau. Ich fand am 6. Dezember mehrere Krause Glucken, die zweifelsfrei frisch gewachsen waren.

Aktuell sind vor allem Austernseitlinge und Winterrüblinge in beträchtlicher Zahl zu finden. Pilzticker-Leser Ernst aus Calw hat unlängst anschaulich beschrieben, wie er seine Seitlinge beobachtet und erst abschneidet, wenn sie groß genug sind. Ich mache das auch so und ernte wiederholt am gleichen Platz.

Abgesehen davon gibt es frische Parasole, Tintlinge, Stockschwämmchen und Rauchblättrige Schwefelköpfe. Aber auch Ziegelrote und Grünblättrige mischen sich ein. Zudem gibt es immer noch unzählige Falsche Pfifferlinge. Das Foto rechts zeigt eine meiner bemerkenswerten Dezemberernten.

Außerdem habe ich auch Gifthäublinge gesehen, die normalerweise selten gleichzeitig mit den Samtfußrüblingen wachsen. Deshalb Vorsicht beim Sammeln!

Es geht also munter weiter. Eine tolle Entschädigung für das viel zu schwache Pilzaufkommen während des trockenen Sommers und Herbstes.

Ich wüsche dir und allen Lesern schöne Adventstage!

Markus«

(4 Fotos © Markus H.)

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2 Fotos: Immer noch wachsen Krause Glucken in ausgezeichneter Qualität nach (links). Die Samtfuß- oder Winterrüblinge (rechts) haben bei dem feuchten Dezemberwetter Hochkonjunktur.


Hohenlohe: Die Austernseitlinge legen los und Ralf erwartet noch mehr Pilzgänge im Dezember


Foto: Austernpilze auf zweierlei Art: Gebraten und in Öl mit Kräutern eingelegt (oben) sowie als geröstete Leckerei aus dem Backofen (unten). (2 Fotos © Ralf)

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Ralf schreibt am 9. Dezember 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

jetzt legen bei uns die Austernseitlinge los. Und als Beifang gab es für mich noch ein paar Violette Rötelritterlinge.

Die größeren Austernseitlinge habe ich einfach mal in der Backröhre für den Knabberspaß gebacken. Mit Knoblauch-Dip waren sie recht lecker.

Der warme Dezember wird uns wohl noch so einige Pilzwanderungen ermöglichen.

Gruß aus Hohenlohe, Ralf«


Foto: Zumindest das große dunkle Exemplar der Austernpilze ist hinsichtlich seiner Verzehrmöglichkeit grenzwertig. Auch nach einer entbehrungsreichen Pilzsaison dürfen wir uns nicht verlocken lassen, überständige Pilze zu verwerten. Die Tendenz dazu ist dieses Jahr auffällig. Links unten Violette Rötelritterlinge.






Rittnertwald/Karlsruhe: Ein köstlicher Schmaus aus Knödeln mit Pilzsoße für Andreas


2 Fotos: Da kam doch ganz schön was zusammen. Andreas freute sich über viele Samtfußrüblinge (links), die derzeit entlang des Hüttenpfades im Rittnertwald praktisch an jeder älteren hingestreckten Rotbuche wachsen, sowie Austernseitlinge. Dafür interessierte sich, wie auf dem zweiten Foto zu sehen, auch Supernase Vlore. (3 Fotos © Andreas)

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Andreas schreibt am 8. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, 

am Freitag fand ich im Rittnertwald bei Karlsruhe entlang des Hüttenpfades diverse Pilze: Champignons mitten im Buchenwald, an einem alten Baumstumpf vermutlich Stockschwämmchen (sammle ich nicht, daher habe ich sie nicht sicher bestimmt), viele Knoblauchschwindlinge sowie Samtfußrüblinge und Austernseitlinge.

Eigentlich alle Buchenholzstämme, die nicht frisch geschlagen waren, trugen Samtfußrüblinge in jedem Wachstumsalter. Es sind noch jede Menge Grüppchen im Kindesalter vorhanden, sodass hoffentlich in den nächsten Tagen noch einmal geerntet werden kann. Gerne dürfen sich auch andere Leser des Tickers bedienen, daher die konkrete Fundstellenangabe.

Einige der Buchenstämme trugen auch vereinzelte Austernseitlinge, die z.T. aber bereits alt waren.

Die Fundmengen von Michael erreichte ich zwar nicht, aber immerhin kam knapp ein Kilo Pilze zusammen, sodass ein abendlicher Schmaus aus Knödeln mit Pilzesoße gesichert war und für den nächsten Tag noch ausreichend übrig blieb.

Schöne vorweihnachtliche Grüße aus dem stürmischen Stupferich, Andreas & Vlore«


Foto: Auch diese Stockschwämmchen hätte Andreas durchaus mitnehmen können. Da er sich mit der Bestimmung aber nicht ganz sicher war, ließ er sie vorsorglich unangetastet im Wald zurück. Das ist richtig so!






Kronau: Eine Krause Glucke zum 2. Advent


Foto: Auch wenn sich die Politik auf der tagesaktuellen Bild abwendet, an der Tatsache, dass Michael am 8. Dezember noch eine unversehrte Krause Glucke fand, gibt es nichts zu rütteln. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 8. Dezember 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe tatsächlich noch eine verwertbare Dezemberglucke aufgestöbert. Sie wuchs direkt an einem weniger belaufenen Waldweg. Unglaublich!

Viele Grüße Michael«



Calw: Nach 14 Tagen Wachstum machte Ernst seinen Korb heute Früh mit Austernpilzen voll


Ernst schreibt am 8. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

meine Austernseitlinge im Landkreis Calw brauchten gut zwei Wochen bis zur Reife. Heute konnte ich endlich die ausgewachsenen Fruchtkörper (2 Fotos rechts) in aller Frühe von der alten Buche abernten. Knapp drei Kilo dieser Weißfäuleerzeuger landeten in meinem Korb. So macht das Winterpilzesammeln Freude!

Herzliche Grüße Ernst«

(2 Fotos © Ernst)

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Kronau: Die Gesichtsfärberpilze blieben im Wald, zwei Kilo beste Dezemberpilze nahm Michael mit


Foto: Zwei Kilo Dezemberpilze hat Michael aus seinen Kronauer Wäldern geholt, vor allem Winterrüblinge. Er warnt davor, sie mit den jetzt ebenfalls stark wachsenden sehr giftigen Nadel- oder Gifthäublingen zu verwechseln. (5 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 7. Dezember 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

es ist unglaublich, was bei uns derzeit noch an Pilzen zu finden ist.

Ich fand gestern fast 2 Kilo Samtfüße, Austernpilze, diverse Täublinge und 2 Schopftintlinge Tatsächlich, es wachsen im Dezember noch Schopftintlinge! Dazu Graue Faltentintlinge, Parasole und Stockschwämmchen.

Ein wichtiger Hinweis: War Samtfüße sammelt, sollte unbedingt darauf achten, sie nicht mit Gifthäublingen zu verwechseln, denn diese haben hier ebenfalls gerade Hochkonjunktur.

Viele Grüße Michael«



Foto: Dieser Parasol in guter Verfasssung gehörte auch zu Michaels Ausbeute.


Foto: Auch den Schopftintlingen gefällt das milde und feuchte Dezemberwetter. Ihre Erscheinungszeit währt von April bis Dezember, womit sie ein dreiviertel Jahr des Kalenderjahres präsent sind. 


Foto: Samtfußrüblinge wie diese findet Michael zurzeit an vielen Baumstümpfen und -stämmen.


Foto: Vor den Faltentintlingen ist Vorsicht geboten. Zwei Tage vor und nach ihrem Verzehr herrscht striktes Alkoholverbot, ansonsten drohen schwere Vergiftungserscheinungen. Selbst eine mit Alkohol angereicherte Praline kann schwerwiegende Auswirkungen haben. Eines unter mehreren Symptomen ist die Blaufärbung der Haut, vor allem im Gesicht. Antialkoholiker können diesen sehr würzigen wohlschmeckenden Pilz dagegen nach Lust und Laune genießen.


Bad Schönborn: Parasolschlegel wie in besten Septembertagen


Foto: So viele gut aussehende Parasolschlegel, und das Anfang Dezember! Die lange Trockenperiode verschiebt das Pilzwachstum in diesem Jahr ganz weit nach hinten. (Foto © Gerhard)

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Gerhard schreibt am 5. Dezember 2018:

»Der Wald zeigt sich nochmals spendabel.

Die ersten Dezembertage in der Region um Bad Schönborn/Kronau brachten endlich eine größere Regenmenge, die sich wohl auch auf das Pilzwachstum auswirkte. Als wollte die Natur nachholen, was sie im Sommer dem Pilzwachstum vorenthalten hat.

So bescherte ein kurzer Streifzug durch den Brettwald in Mingolsheim eine stattliche Anzahl an Parasole, darunter viele Schlegel, Violette Rötelritterlinge, Austernseitlinge, Samtfußrüblinge, Nebelkappen* und eine leicht überständige Krause Glucke.

Sollte in den nächsten Tagen der Frost ausbleiben, dürfte sich das Pilzaufkommen fortzsetzen.«

*Können heftige Magen-Darm-Verstimmungen hervorrufen


Kronau: Eine Dezemberglucke und eineinhalb Kilo Samtfußrüblinge für Michael


Foto: Reichlich Samtfußrüblinge, einige Täublinge und Rötliche Lacktrichterlinge sowie eine Krause Glucke hat Michael am 3. Dezember gefunden. Und die Fernsehzeitung mit dem taggenauen Montagsprogramm dazu. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 4. Dezember 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

trotz des verregneten Montags war ich wieder einmal auf Pilzjagd in meinen Wäldern. Gesammelt habe ich 1,5 Kg Samtfüßchen, zwei Rötliche Lacktrichterlinge, drei Täublinge und tatsächlich wieder eine sehr gute Dezemberglucke.

Viele Grüße Michael«


Landkreis Calw: Die Austernseitlinge wachsen nur sehr langsam


Ernst schreibt am 2. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

bereits seit einer Woche stehen die Austernseitlinge auf den zwei Fotos unter meiner Beobachtung.

Vergangenen Sonntag hatten sie alleamt noch die Größe eines Fingernagels, heute dachte ich mir, könnten sie schon erntereif sein, doch sie sind immer noch zu klein. So ist also noch eine weitere Woche Warten angesagt.

Viele Grüße aus dem Schwarzwald, Ernst«

(2 Fotos © Ernst)

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Auf das trockene und doch erfolgreiche Pilzjahr folgen die ruhigen und besinnlichen Tage


Foto: Wo Walter im Sommer und Herbst seine Pilzfunde fotografierte, herrscht jetzt dezente vorweihnachtliche Stimmung mit Bethlehemstern, Laternenlicht und roten Kugeln im Gesträuch. (Foto © Walter)

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Walter schreibt am 2. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach einem extremen Jahr der Trockenheit stehen die Tage Anfang Dezember mit dem Adventsbeginn im Zeichen der Ruhe und Besinnlichkeit.

Ich möchte sie dazu nutzen, Dir zur Gestaltung des Forums und Deiner immer kompetenten Bereitschaft zur Bestimmungshilfe ganz einfach herzlichen Dank zu sagen.

Mit den besten Wünschen zum Jahreswechsel Dir, dem Forum und seinen Lesern alles Gute! Und weiter so!

Beste Grüße Walter«

Lieber Walter,

das gebe ich sehr gerne an Dich und Deine Frau zurück. Ihr seid bewundernswerte Pilz- und Waldveteranen, mit weit über 80 Jahren die ältesten, die den Pilzticker schmücken. Mit Berichten aus dem Hochschwarzwald, dessen Flächen und Hänge Ihr immer noch absucht. Dafür gebührt Euch ein ganz besonderes Lob und Dankeschön!

Eine schöne Adventszeit mit froh-besinnlichen Weihnachtstagen und einem guten neuen Jahr mit bleibender Kraft und Unternehmungslust!

Herzlichst Heinz-Wilhelm


Tausende Winterrüblinge und ein Lichtzeig für eine Krause Glucke mitten im tristen November


Markus schreibt am 27. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die späten Novembertage drücken vielen Menschen auf die Stimmung. Mir geht es genau so, allerdings nur, wenn ich in eine Shopping-Mall gerate oder im Stau stehe. Tiefe Zufriedenheit bedeutet es hingegen, an diesen kurzen Tagen durch die in den Winterschlaf sinkenden Wälder zu gehen und dabei nach köstlichen Pilzen Ausschau zu halten: Austernpilze und Samtfußrüblinge (Winterrüblinge).

Im Hardtwald bei Karlsruhe hat es etwas geregnet, und die Temperaturen sind nachts auf unter Null gesunken, beste Voraussetzungen für diese Winterpilze. Bald fand ich die ersten Exemplare an Buchen, die schon vor Jahren gefällt wurden.

Beeindruckend war die gewaltige Menge an Samtfußrüblingen (Foto 2), die ich auf mehrere Tausend(!) pro Baum schätzte, viele Hunderte noch ganz klein. Bemerkenswert auch, dass auf demselben Stamm sowohl Rüblinge als auch Austernseitlinge (Foto 1) siedelten.

Die Austernpilze sind angebraten mit Zwiebeln und Petersilie (Foto 4) sowie leicht gewürzt mit Salz und Pfeffer ein purer Genuss.

Drei Tage zuvor hatte ich eine Pilzerscheinung. Ein Sonnenstrahl drang während meines Spaziergangs aus dem bewölkten Himmel und wies direkt zu einer schönen Krausen Glucke (Foto 3). Leider war sie unbrauchbar, weil sie an exponierter Stelle stehend wohl einen Nachtfrost abbekommen hatte. Dafür fand ich später eine weitere, die ganz frisch war und für vier Personen reichte.

Viele Grüße Markus«

(4 Fotos © Markus)

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Schöne Austernpilze für Sven bei Bretten


Foto: Schöne junge Austernseitlinge (rechts) und mutmaßlich Gelbstielige Muschelseitlinge (links), erkennbar an ihren gelben und olivrünen Tönen. Ihre Giftigkeit ist neuerdings umstritten, was nicht heißt, dass sie in der Pfanne landen sollten: sie schmecken äußerst muffig und eignen sich, jedes Mischpilzgericht zu verderben. (Foto © Sven)

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Sven schreibt am 25. November 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich fand heute neben einigen Austernseitlingen auch eine Seitlingsart, die ich nicht bestimmen konnte. Könnte es sich dabei um den hinsichtlich seiner Genießbarkeit und Giftigkeit umstrittenen Gelbstieligen Muschelseitling handeln? Er wuchs an alten Buchen.

Ansonsten stand der Wald voll mit Nebelkappen, die bei nicht wenigen Peronsen heftige Magen-Darm-Verstimmungen hervorrufen können und die ich deshalb stehen ließ.

Viele Grüße aus Bretten, Landkreis Karlsruhe«


Kronau: Winterpilze und typische Sommerpilze teilen sich den Platz im Korb


Foto: Ein sehr schöner spätherbstlicher Fund aus den Kronauer Wäldern liegt in Michaels und Andreas' Korb. Sie staunten vor allem über die frische Krause Glucke nicht schlecht.


Michael schreibt am 23. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich abermals mit meinem Kumpel Andreas auf Pilzjagd in unseren Kronauer Wäldern. Unser Ziel war es, Winterpilze zu finden.

Allerdings erlebten wir die ein oder andere Überraschung mit typischen Herbst-, ja sogar Sommerpilzen. So landeten viele Violette Rötelritterlinge, Flaschenstäublinge, Buckeltäublinge, Butterpilze und tatsächlich noch eine sehr schöne Krause Glucke im Korb. An Winterpilzen waren es etliche Samtußrüblinge.

Viele Grüße Michael und Andreas«

(3 Fotos © Michael)

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2 Fotos: Die Winterpilze, hier vertreten durch ein schönes Büschel junger Samtfußrüblinge, sind schon da (links), die Krausen Glucken, die bereits im Sommer wuchsen, im letzten November-Drittel immer noch (Foto rechts).


Landkreis Hohenlohe: Die Austernseitlinge sind noch zu jung für die Ernte


Foto: Sie sind noch jung und blieben vorerst stehen. Ralf will die Austernseitlinge erst ernten, wenn sie an Größe und Gewicht zugelegt haben. Das gilt auch für die Exemplare auf dem zweiten Foto.


Ralf schreibt am 22. November 2018:

»Hallo Heinz Wilhelm,

pünktlich zum ersten Frost fand ich im hohenlohischen Ländle junge Austernseitlinge. Ich habe sie noch nicht abgeerntet, da sie noch zu klein sind. Aber ich denke, in ein paar Tagen ist es soweit. Juhu, ich liebe den Winter! :-)

Dagegen gab es das Jahr über leider rein gar nichts zu berichten. Totalausfall bei den Morcheln, keine Maipilze, keine Steinpilze, keine Herbsttrompeten u.s.w..

Gruß Ralf«

(2 Fotos © Ralf)

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Kronau: Späte Violette Rötelritterlinge, sehr späte Parasole


Foto: Erst jetzt, im letzten November-Drittel, erscheinen in Michaels Wäldern die Violetten Rötelritterlinge (rechts), die für gewöhnlich Anfang Oktober zu wachsen beginnen. Auch die Parasole (links) haben nach der langen Trockenheit noch Nachholbedarf.


Michael schreibt am 21. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

jetzt kommen bei uns in den Kronauer Wäldern die Rötelritterlinge. Ihnen hinzu gesellte sich noch ein Champignon, der direkt auf dem Waldweg wuchs, ein Reiftäubling und frische Parasole. Mitten im Wald hat sich an einem Baumstamm ein Schnitzer verwirklicht (Foto rechts).

Viele Grüße Michael«

(2 Fotos © Michael)

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Landkreis Freudenstadt: Zum Saisonende der erste Pilzfund 2018 für Svenja, Andreas und Vlore


Foto: Ganz zum Abschluss der Saison gab es doch noch Pilze für Andreas, Svenja und Vlore. In schöner Schwarzwaldidylle fanden sie Braunschuppige Wiesenchampignons, die sich vom Weg aus als weiße Flecken zu erkennen gaben. (Foto © Andreas)

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Andreas schreibt am 20. November 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem dieses Jahr für uns ausgesprochen pilzarm war - weder hatten wir in Karlsruhe viel Zeit noch Regen - ,  kann ich zum Saisonabschluss doch noch etwas zum Pilzticker beitragen.

Währung unseres Wander- und Entspannungswochenendes im Schwarzwald fanden wir auf einer Kuhweide entlang des Heimbachs in Wälde, Gemeinde Loßburg im Landkreis Freudenstadt, eine ansehnliche Gruppe Champignons.

Aufgrund der Schuppen würde ich sie als Braunschuppige Wiesenchampignons einordnen. Tatsächlich hatte ich erst wenige Tage vorher mal im Ticker geschaut, ob sich in BaWü noch etwas tut, und da bereits von etlichen Champignonfunden gelesen. Umso erfreulicher, dass nun auch wir Glück hatten.

Darüber hinaus habe ich im Wald auch wieder etwas Haareis entdeckt, es war am Wochenende bereits recht kalt.

Viele Grüße und einen schönen Jahresausklang an dich und alle Pilzfreunde!

Svenja, Andreas und Vlore aus Karlsruhe«


Erste Winterpilze und ein Restpostenpilz in den Kronauer Wäldern


Foto: Mit den Samtfußrüblingen und den Austernpilzen sind die ersten klassischen Winterpilze in den Kronauer Wäldern da. An Restposten gab es für Michael noch einen Butterpilz. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 18. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute fand ich in meinem Waldstück an verschiedenen Stubben massenweise Samtfußrüblinge und schon die ersten Austernpilze. Ein einziger Butterpilz verirrte sich auch noch ins Körbchen.

Viele Grüße Michael«


Die Wiesenchampignons von Kronau kennen kein Saisonende


Foto: Mit den Wiesenchampignons auf Michaels Weiden bei Kronau will es dieses Jahr scheinbar kein Ende nehmen. Nur gut, dass er mit Andreas einen ebenso tatkräftigen wie begeistertern Co-Sammler hat! (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 18. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

zusammen mit Andreas waren ich wieder auf meinen hiesigen Wiesen unterwegs. Was da gerade an Champignons wächst, ist gigantisch. Wir haben wieder gut zwei Körbe voll gesammelt. Alle Pilze waren madenfrei. Zudem wuchsen auf den Wiesen Nelkenschwindlinge und Wiesenstäublinge.

Viele Grüße Michael und Andreas«


Foto: Die weißen Flecken im Vordergrund, das sind alles Wiesenchampignons. Man kann sich ausmalen, dass Michael und Andreas lange zu lesen hatten.


Landkreis Karlsruhe: Herrliche Austernseitlinge für Sven, seine ersten überhaupt


Foto: Jung und knackig sind sie, die ersten Austernseitlinge, die Sven überhaupt fand. Und es ist der erste uns in dieser Saison aus Baden-Württemberg gemeldete Fund. (2 Fotos © Sven)

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Sven schreibt am 17. November 2018:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

nach den letzten Meldungen hier im Pilzticker über die schönen Champignons wollte ich mein Glück an meinen üblichen Stellen auch noch einmal versuchen. Mit den Röhrlingen scheint es ja für dieses Jahr vorbei zu sein.

Leider blieb der Korb leer. Ich fand - neben einigen Pilzleichen unterschiedlicher Art - zwei Pilze, die dem Violetten Rötelritterling zum Verwechseln ähnlich sahen. Da der typisch süßliche Geruch fehlte, ließ ich sie aber stehen.

Ich wollte schon aufgeben, zumal die Sonne bereits unterging. Auf dem Weg zum Auto entdeckte ich dann noch einige überständige Seitlinge an einer alten Buche. Als ich näher hinsah, fand ich zu meiner Überraschung junge Austernseitlinge und nicht etwa, wie ich spontan vermutete, Lungenseitlinge. Sollte es der erste Fund in dieser Saison in Baden-Württemberg sein?

Und es kam noch besser! Nur wenige Meter weiter, an einer umgestürzten Buche, besiedelten sie einen Stamm über die gesamte Länge. Von Groß bis Klein war alles vertreten. Da es die ersten Austernseitlinge überhaupt waren, die ich fand, freue ich mich natürlich um so mehr über diesen tollen Fund.

Vielleicht kann ich ja damit den einen oder anderen Austernjäger ermuntern, seine Plätze aufzusuchen...

Allen weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Sammeln!

Liebe Grüße aus Bretten, Landkreis Karlsruhe«

Hallo Sven,

der süßliche Geruch ist für Violette Rötelritterlinge nur ein schwaches bis sehr schwaches Merkmal. Oft riechen sie gar nicht - und sind doch lupenreine Lepista nuda.

Ihre Doppelgänger sind der Bocksdickfuß und der Lila-Dickfuß, die zu den Schleierlingen zählen. Beide stinken eklig-abstoßend, ersterer deutlich nach Ziegenbock, versengten Haaren und Fußschweiß, der zweite stechend-abweisend. Der Bocksdickfuß hat violette Lamellen, der Lila-Dickfuß gelblich-braune, später ausdunkelnd.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Foto: Sven freute sich riesig, als er die grau-blauen »Ohren« an der langgestreckten Rotbuche entdeckte. Sie sind jung und knackig - zu einem besseren Zeitpunkt hätte er kaum kommen können.

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Beste Braunschuppige Wiesenchampignons für fünf Familien von der Schwäbischen Alb


Foto: Richtig schön fest und fleischig sehen sie aus, diese schönen Braunschuppigen Wiesenchampignons, eine Varietät des Wiesenchampignons. Christian fand heute auf der Alb so viele, dass er fünf(!) Familien beschenken konnte. (Foto © Christian)

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Christian schreibt am 16. November 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute habe ich tatsächlich Pilze auf der Schwäbischen Alb gefunden. Sogar madenfrei und in bester Qualität!

Das Bild zeigt schöne Braunschuppige Wiesenchampignons, die ich gleich zu Beginn meiner Tour fand und ablichtete.

Doch es sollte noch besser kommen. In gleicher Güte standen sie auf den Wiesen in Scharen. Der Boden hatte knapp 5°C, die Sonne schien auf die leuchtenden Köpfchen. Einer nach dem anderen landete in meiner Stofftasche.

Auf dem Heimweg machte ich meine Runde durch meine Heimatstadt und besuchte die mir bekannten Pilzliebhaber und beglückte volle fünf Familien reichhaltig. So viele Pilze waren es am Ende geworden!

Viele Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Christian«


Wiesenchampignons unter Rebstöcken

Drei Generationen mit Pilzbegeisterung: Joshua machte den Korb voll, Mama und Oma aßen mit


Foto: So viele Wiesenchampignons in toller Qualität. Das freute nicht nur Joshua (9 Jahre, rechts), sondern auch die Oma. Zusammen mit Joshuas Mutter haben sie sie in einer Sahnesoße genossen. (4 Fotos © Keren)

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Keren und Joshua schreiben am 15. November 2018:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

Grüße aus dem badischen Rebland!

Mit großer Freude haben wir vor ein paar Tagen große Mengen Wiesenchampignons direkt im Garten entdeckt. Heute sind wir in die Weinberge gegangen und machten auch dort einen wahnsinnig großen Fund!

Mein Sohn Joshua war ganz aus dem Häuschen und staunte über die riesige Pilzschwemme direkt vor der Haustür. Was für eine Freude, so spät im Jahr so viele leckere Exemplare zu entdecken! 

Vielen Dank für Ihre Webseite, die uns informiert und begeistert und anregt, selbst auf die Suche zu gehen! Einmal habe ich alles stehen und liegen lassen, um die schönen Steinis im Hochschwarzwald zu jagen. Für uns ist es immer eine Schatzsuche! Danke!

Liebe Grüße, Keren und Joshua«

Hallo Joshua,

man sieht Dir richtig an, wieviel Spaß Du am Pilzesammeln hast! Vielleicht hast Du ja damit ein Hobby für viele Jahre gefunden. Ich bin sicher, dass Du viel Freude daran haben wirst, weitere Pilzarten zu entdecken und kennenzulernen. Alles Gute für diesen spannenden Weg!

Allzeit viel Erfolg und herzliche Grüße von Heinz-Wilhelm


2 Fotos: Noch ist Joshuas Korb leer (linkes Bild), doch sein Lächeln zeigt schon, dass sich das bald ändern sollte. Im eigenen Garten und in den Weinbergen wurde das Behältnis richtig voll.

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Foto: Unter den Rebstöcken standen sie! Das hatte Joshua bestimmt noch nicht gesehen. Und mancher weit gewanderte Pilzsammler gewiss auch nicht.


Wiesenchampignons kontra Karbolegerlinge

Der böse Feind steht mitten unter den Guten


Foto: Fette Beute auf den Pferdekoppeln bei Kronau machten Michael und Andreas. Die Wiesenchampignons wachsen dort dieses Jahr in starken Schüben. Kaum ein Pilz dankt lange Trockenzeiten mit hohen Temperaturen so sehr wie Agaricus campestris - wenn dann der Regen einsetzt. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 12. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich spontan mit meinem Pilzkumpel Andreas auf meinen Pferdekoppeln und Wiesen in meiner Gegend.

Es gab so viele Wiesenchampignons, dass wir, bevor es dunkel wurde, fast zwei Körbe gefüllt hatten.

Aber Vorsicht! Denn mitten unter den Wiesenchampignons wuchsen immer mal wieder Gruppen des Karbolchampignons, den ich aber sofort bei Andreas aussortieren konnte. Der Pilz ist ja an Gelbfärbung und am Geruch ganz gut erkennbar - wenn man es weiß. Andreas war total verblüfft, wie ähnlich die jungen Karbolchampignons den jungen Wiesenchampignons doch sind.

Übrigens waren bis auf drei Wiesenchampis alle madenfrei!

Viele Grüße Michael und Andreas«



Foto: So ähnlich sind sie sich! Nur gut, dass sich die giftigen Karbolegerlinge, die heftige Magenschmerzen und Darmprobleme hervorrufen können, beim Stielanschnitt chromgelb verfärben. Manchmal ist ihr karbolartiger Geruch sehr flüchtig und kaum wahrnehmbar, weshalb die Farbveränderung das wichtigste Merkmal ist.


Ein Zufallsfund im nahezu niederschlagsfreien Rems-Murr-Kreis


Kay Moritz schreibt am 12. November 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich freue mich über meinen gestrigen Fund einiger schöner Wiesenchampignons (Foto rechts). Nach einer knapp 10km-Wandertour ohne einen einzigen essbaren Pilz bin ich zufällig beim Abkürzen meines Weges über sie gestolpert.

Zuvor hatte ich den etwas finster dreinblickenden Feuersalamander (Foto rechts) im Wald entdeckt. Er versuchte zwar, sich unter den schon ins Alter gekommenen Ziegelroten Schwefelköpfen zu verstecken, doch für ein Foto hat es gereicht.

Anbei vielen Dank für deine tolle Seite, ich nutze sie seit einigen Jahren, um mich über die Pilzfunde anderer zu freuen. Aber natürlich auch, um einen Überblick über die aktuelle Pilzsituation zu bekommen.

Hier im Rems-Murr-Kreis war es bisher ein sehr enttäuschendes Jahr. Der Wald war wochenlang knochentrocken, der meiste Niederschlag hat sich auf der Schwäbischen Alb abgeregnet, doch bei uns kam leider kaum was an.

Kay Moritz«

(2 Fotos © Kay Moritz)

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Kronau: Sehr viele makellose Wiesenchampignons und ein farbenfroher Flocki


Foto: Der farbenfrohe Flocki hat gut Leuchten inmitten der Pilzfunde aus eher stumpfen Farben. An makellosen Wiesenchampis fehlt es Michael in diesem Jahr nicht. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 8. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute begab ich mich zur Nachlese in meine Kronauer Wälder.

Gefunden habe ich Honiggelbe Hallimasch, eine kleine Glucke, einen sehr farbenfrohen Flocki und entlang des Waldrandes beim Maisfeld sehr viele makellose Wiesenchampignons.

Außer noch einiger kleiner Arten wie diverse Tintlinge, Helmlinge und Knoblauchschwindlinge war nichts zu entdecken.

Viele Grüße Michael«


Landkreis Karlsruhe: Bunte Schleimtrüffeln aus dem Vorgarten: Essbar oder giftig?


Foto: Bunte Schleimtrüffeln werden von essbar bis giftig bewertet. Weil sie mit den giftigen Kahlen Kremplingen eng verwandt sind. Der ausgewiesene Pilzexperte Andreas Gminder, Beauftragter für Pilzsachverständige in der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM), schreibt dazu in seinem Handbuch für Pilzsammler: »Von den etwa zehn Schleimtrüffeln ist diese die mit Abstand häufigste. Es ist nicht bekannt, ob diese Arten essbar sind oder nicht.« Solange es keine Aufklärung gibt, sollten wir also besser die Finger von der Bunten Schleimtrüffel lassen. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 7. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich zusammen mit meinem Pilzfreund Andreas in dessen Wäldern nahe Bretten im Landkreis Karlsruhe unterwegs. Wir fanden Hallimasch, zwei sehr schöne Krause Glucken, Violette Rötelritterlinge und einen Wiesenstäubling.

Sensationell ist der Vorgarten von Andreas. Auf 15 Qadratmetern wuchsen ca. 30 Bunte Schleimtrüffeln, Kahle Kremplinge, zwei Verblassende Täublinge, ein Birkenreizker und zwei Steinpilze.

In diesem Vorgarten befindet sich eine Birke. Wir nehmen an, dass er die Steinpilze selbst dort angesiedelt hat, da er seit Jahren dort immer seine Steinpilzreste in den Boden einarbeitet.

Viele Grüße Michael und Andreas«

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2 Fotos: Das Interessante an dem kleinen Steinpilz links ist, dass er im Vorgarten von Andreas im Mulch wächst. Über Jahre hat er in diesen Boden seine Steinpilzreste eingearbeitet. Rechts ein schöne junge Krause Glucke - aus dem Wald.


Foto: Die große Pilzwelt war es nicht, was an Funden zusammenkam. Aber spannend sind eben die Bunten Schleimtrüffeln (rechts).


Drei Arten Hallimasch wachsen derzeit in Michaels Kronauer Wäldern mit ihren Kuriositäten


Foto: Die Krausen Glucken wachsen noch immer, die Hallimasche sind voll in ihrem Zeitplan und die Wiesenchampis halten auch noch gut mit. Rechts unten zwei Kupferrote Gelbfüße. (6 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 7. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

hier mal einige Funde der vergangenen Tage. Viele Hallimasche (Zwiebelfüßige, Honiggelbe und Gemeiner), Steinpilz, Maronen, Glucken, Kupferrote Gelbfüße, Wiesenchampignons und ein Flocke durften in den Korb. Zu sehen sind derzeit schönste Spechttintlinge, Fliegenpilze und Gifthäublinge. Das war es leider auch. Mehr wächst derzeit nicht.

Zwei kuriose Begegnungen hatte ich aber noch. Zum einen ein mit einem Baumtrieb verwachsener Tierschädel und zum Anderen eine Kiefer, die mit einer Buche zusammengewachsen ist.

Viele Grüße Michael«

Blau = ungenießbar

Rot = giftig


Foto rechts: Einer der giftigsten Pilze unserer Wälder ist der Gift- oder Nadelholzhäubling. Sein zweiter Name ist irreführend, er wächst ebenso an alten oder kranken Laubbäumen! Und gar nicht selten in direkter Nachbarschaft mit den köstlichen Stockschwämmchen. Hier erkennen wir sehr gut den weiß-silbrig überhauchten Stiel, ein sehr wichtiges Merkmal. Aber: Ist der Pilz älter, geht das Weiß-Silber in ein Braun ähnlich dem Stockschwämmchen über. Dieses hat aber einen häutigen Ring, ab dem stielabwärts braun-gelbe Flöckchen zu sehen sind. Ein ganz wichtiges Merkmal ist auch der Geruch: Das Stockschwämmchen duftet angenehm pilzig, der Gifthäubling widerlich-muffig. 




Foto: Wir sehen links oben einen schönen fetten Flockenstieligen Hexenröhrling und rechts eine stattliche Ansammlung von dreierlei Arten Hallimasch.

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2 Fotos: Zwei Kuriositäten aus dem Laubwald zeigt uns hier Michael. Wahre Liebe unter Bäumen sehen wir im Bild links, wo eine Kiefer und eine Rotbuche in innigster Verbundenheit zum Himmel streben. Was das wohl für ein Baumkind werden wird? Rechts hat ein Hainbuchendorn einen Tierschädel aufgespießt. Hoffen wir, dass es das Werk eines dem Makabren zugeneigten Waldgängers war. Nicht dass ein Reh auf der Flucht blindlings in den Dorn geprescht ist.


Esserlebnis »Gehämmerte Röhrlinge«:

»Nussiger Geschmack zwischen Hexenröhrling und Champignon«


Foto: Bitte Platz nehmen und Guten Appetit! Die Gehämmerten Röhrlinge krönen ein Entrecôte, die Beigaben von Gefächerten Ofenkartoffeln und Brokkoli-Möhren-Gemüse sind dezent im Geschmack. Leider sind die Pilzscheiben etwas angekokelt. Dennoch: Ein sehr seltenes, ein fürstliches Gericht! (3 Fotos © Jan)

Jan schreibt zu der Schwarzfärbung der Pilze:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir haben die Pilze ganz sicher nicht angekokelt: beim Anbraten haben sich die gelblichen Stellen mit Rötungen sehr schnell dunkel, fast schwarz gefärbt. Da musste ich an den gemeinen Birkenpilz denken, der sich beim Erhitzen auch schwarz verfärbt.

Die weißen Stellen sind auch ein wenig dunkler geworden, wobei ich nicht weiß, ob es vom Saft kommt, der aus den dunkleren Stellen beim Schwenken ausgetreten wäre und auf die Weißen Stellen gefärbt hätte oder ob die Weißen Stellen sich auch grundsätzlich verfärben, jedoch nicht so stark.

Viele Grüße, Jan«

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Jan und Elke schreiben am 5. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

das Nachspiel bzw. Schlusswort zu unseren Gehämmerten Röhrlingen wollen wir dir nicht vorenthalten.

Auf den Geschmack eines solch seltenen Pilzes waren Elke und ich natürlich sehr gespannt. Um es so unverfälscht wie möglich zu genießen, haben wir uns für eine einfache Zubereitungsart entschlossen: rein in die Pfanne mit ein wenig Butter und ganz wenig Salz -  sonst nichts. Wer will, kann ja immer noch im Teller nachpfeffern.

Dazu gab es Entrecôte (eigentlich T-Bone, nur ohne Knochen), Gefächerte Ofenkartoffeln mit Thymian und gedämpftes Brokkoli mit Möhren.

Fazit: Es war köstlich! Die Gehämmerten Röhrlinge waren der Hammer. Sie hatten einen nussigen Geschmack - zwischen Hexenröhrling und Champignon. Ihr Fleisch war richtig schön fest. Unserer Meinung nach sind sie sehr gute Speisepilze!

Viele Grüße Jan & Elke«

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Foto: Sorgsam haben Jan und Elke die ebenso köstlichen wie kostbaren Pilze ausgebacken. Sie prangen in Goldgelb. 

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Foto: Und hier noch einmal die Fleisch- und Gemüsezutaten neben den in Scheiben geschnittenen Pilzen.


Nordvogesen: Jan und Elke schmückten ihre Körbe auch mit Sommersteinpilzen


Foto: Die Steinpilze auf diesem herbstlichen Pilzstillleben sind Sommersteinpilze (Boletus aestivalis). In milden Jahren wie diesem ist es gar nicht so selten, dass sie noch im Spätherbst auf uns warten. In der Schüssel links der Pilz mit dem dicken Stiel sieht zwar aus wie ein Steinpilz, ist aber ein Maronenröhrling. (3 Fotos © Jan)

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Jan und Elke schreiben am 5. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

da wir bei unserem letzten Versuch am Freitag im Schwarzwald leider mit leeren Körben heimgekommen waren, haben wir uns am Sonntag bei schönem Wetter für einen Ausflug in die französischen Nordvogesen entschlossen.

Dies war eine gute Wahl: eine Krause Glucke (Foto rechts), drei schöne Sommersteinpilze, fünf Flockenstielige Hexenröhrlinge und eine Schar Maronenröhrlinge schmückten unsere Körbe auf den Heimweg.

Viele Grüße Jan & Elke«


Foto: Schön hat hier Jan den Stiel der Flockenstieligen Hexe in Szene gesetzt. Die teils feinen, teils gröberen Flocken sind gut zu erkennen.


Endlich Zählbares: Corinna findet in der Ortenau nach langer Flaute Braunschuppige Egerlinge


Foto: Braunschuppige Egerlinge sind ausgezeichnete Speisepilze. Sie duften etwas nach Marzipan und schmecken fein nussig. Die Pilze sind auch als Heilpilze interessant, sollen das Tumorwachstum bestimmter Krebsarten hemmen. Auch wurde der Nachweis erbracht, dass sie das belastende Stäbchenbakterium Helicobacter pylori im Magen bei seinem Wachstum hemmen. (Foto © Corinna)

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Corinna schreibt am 5. November 2018:

»Hallo liebe Pilzfreunde,

endlich waren mir das Wetter und das Glück hold. Ohne Pilzmesser, Pinsel und Korb lachten mich am Wegrand leckere Braunschuppige Champignons an. Auf den Boden schaue ich natürlich auch beim winzigsten Fußweg.

Ich werde vorsichtshalber jeden aufschneiden, damit nicht einer mit weißen Lamellen darunter ist.

Endlich war dies mal ein Ergebnis. Immer, wenn ich dieses Jahr auf die Pirsch ging, war ich erfolglos, auch weil ich einige Pilze noch nicht so gut kenne. An jeder Kiefer habe ich nach der Krausen Glucke geschaut. Eine Schwefelporlingsmahlzeit hat es mal gegeben. Irgendwie war es hier in der Ortenau wohl am trockensten. Selbst im pilzreichen Nachbartal: nichts!

Ein bisschen mit dem Wetter versöhnt, grüße ich Euch!

Eure Corinna«


Ein Hammer-Fund von Jan und Elke: Sehr seltene Gehämmerte Röhrlinge bei Bühl, so spät im Jahr!


Foto: Dieser Fund ist der Hammer - und so ähnlich heißen sie auch. Es sind Gehämmerte oder Marmorierte oder Blasshütige Röhrlinge, die Jan und Elke am Stadtrand von Bühl im Landkreis Rastatt gefunden haben. Das sind seltene bis sehr seltene Pilze, deren Fund unserer Website bislang zwei Mal gemeldet wurde. Hier aber erstmals mit charakteristischen Fotos. (3 Fotos © Jan)

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Jan und Elke schreiben am 1. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

uns ist gestern am Stadtrand von Bühl südlich Baden-Baden auf einer begrasten Böschung eine Röhrlings-Gesellschaft über den Weg gelaufen, die wir nicht identifizieren können.

Der Fuß ist ballig, an der angespitzten Basis Purpur rot bis weißlich und seine Oberfläche flockig; besonders auffällig ist, dass der Fuß tiefe Spalten aufweist. Der Hut ist trocken, hellbraun mit kleinen Rissen. Die Röhren sind bei jüngeren Exemplaren hellgelb und bei älteren olivgrün; bei Fingerdruck entsteht keine Verfärbung.

Geschnitten ist das Fleisch gelblich mit Tendenz zur Rötung am Fußansatz und im Hut, im Fuß sonst weiß - es ist beim Schneiden keine bläuliche Verfärbung festzustellen.

Hexen, Satan, Schönfuß, Anhängsel oder Kornblumen-Röhrling würden wir aufgrund der nicht vorhandenen Verfärbung der Poren und des Fleisches ausschließen.

Ist es vielleicht der Fahle Röhrling oder der Echte Königsröhrling?

Im voraus besten Dank für deine Hilfe!

Viele Grüße Jan & Elke«

Hallo Jan & Elke,

dies ist, vor allem angesichts des letzten Oktober-Tages, ein Sensationsfund!

Es sind Gehämmerte Röhrlinge oder, wie sie auch genannt werden, Marmorierte Röhrlinge oder auch Blasshütige Röhrlinge. Auch wenn sie nicht so gut schmecken sollen wie Steinpilze - dieser an sich schon sehr seltene Fund ist Grund zur Freude, erst recht so spät im Jahr!

Es sind Mykorrhizapilze, die an Laubbäume, bevorzugt Hainbuchen und Eichen, gebunden sind und die in den nächsten Jahren an Euerm Fundort wieder wachsen sollten. In einem normalen Wetterjahr allerdings bereits deutlich früher als Ende Oktober.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Foto: Typisch für Gehämmerte Röhrlinge ist erstens, dass sie keinerlei Blaufärbung bei Druck und Schnitt aufweisen; zweitens die lebhafte rötlich-braune Färbung und Flockung zur Stielbasis hin und drittens der markante Wurzelfortsatz an der Stielbasis. Dass die Stiele hier aufgerissen bzw. aufgespalten sind, ist kein Artmerkmal, sondern allein auf die Trockenheit zurückzuführen.

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Foto: Weißes bis lebhaft gelbes Fleisch, Rot-Braun-Färbung zur Stielbasis hin und keinerlei Blaufärbung beim Schnitt - das sind wichtige Merkmale des Gehämmerten oder Marmorierten Röhrlings. Ein toller Fund von Jan und Elke, belegt mit sehr schönen Fotos!


Heikos beherzte Aktion zum Saisonende:

Müllentsorgung im Steinpilzrevier zusammen mit der kleinen Tochter

Heiko schreibt am 31. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem in unserem Lieblingsgebiet bei Calw die Pilzsaison zwar vorbei ist, aber über die letzten Jahre die Verschmutzung zugenommen hat, habe ich mich mit meiner Kleinen (Foto rechts mit Abfalltüte) heute Morgen zum Säubern unseres wertvollen Steinpilzgebietes aufgemacht.

Viele Flaschen und viel Plastik wanderten in die Mülltüte. Ein schöner Hexenröhrling lief uns dabei auch über den Weg.

Beste Grüße - und kommt alle gut über den nahenden Winter!

Heiko«

(3 Fotos © Heiko)

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2 Fotos: Die Klagen häufen sich, dass die  Wälder immer mehr zu wilden Mülldeponien verkommen. Heiko zog deshalb mit seiner kleinen Tochter los, um wenigstens das Gröbste aus seinem Steinpilzrevier zu entfernen. Damit auch im nächsten Jahr so schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge (Foto rechts) und hoffentlich auch wieder schöne Steinpilze in sauberer Umgebung wachsen können.



So lecker hat Michael sein erstes Hallimasch-Gericht zubereitet - frei Schnauze



Michael schreibt am 31. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

zu Deiner Frage, ob ich für mein Hallimasch-Gericht die Pilze abgekocht habe und wie ich mein erstes Hallimasch-Gericht zubereitet habe:

Ich habe die Hüte zuerst vom Stiel befreit. Die Pilze habe ich ca. 30 Minuten abgekocht und das Wasser weggeschüttet. Der Geschmack leidet darunter in keinster Weise.

Anschließend habe ich eine Schalotte und eine kleine Knoblauchzehe sehr fein gehackt und zusammen mit 100 Gramm kräftigem durchwachsenen Speck in Olivenöl angebraten. Die Hallimasche dazu und ca. 15 Minuten mitbraten. Zum Schluss 2 Esslöffel Butter in der Pfanne schmelzen lassen und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Parallel habe ich Spaghetti bissfest abgekocht, abgesiebt und anschließend in der Hallimasch-Buttersoße geschwenkt. Mit Parmesan bestreut und serviert.

Das habe ich frei Schnauze heraus gekocht und es war sehr, sehr lecker.

Viele Grüße Michael«

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Michaels späte Entdeckung des Hallimasch als einer »der leckersten Pilze mit knackiger Konsistenz«


Michael schreibt am 30. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich mit einem guten Freund, den ich vor einem Jahr beim Pilzesammeln kennengelernt hatte, mal wieder zusammen unterwegs. Wir haben viel Hallimasche, einen Flocki, Violette Rötelritterlinge, drei Maronen, Parasol und Schwarzblauende Röhrlinge gesammelt.

Zu bewundern gab es ferner eine schöne Stinkmorchel und viele Fliegenpilze. Ich habe aber das Gefühl, dass hier das Pilzjahr zu Ende geht.

Den »Hall im Arsch«, der den Hallimaschen (Foto rechts), so vermutet man, ihren Namen gab, vertrage ich übrigens bestens, wie ich bei ihrem ersten Verzehr überhaupt feststellen konnte. Sogar mehr, ich finde, er gehört zu den leckersten Pilzen mit knackiger Konsistenz und darf ab sofort in meinen Korb. Jetzt kenne ich den Pilz schon so lange und habe mich nie getraut, ihn zu essen.

Viele Grüße Michael und Andreas«

(Foto © Michael)

Hallo Michael,

mich würde interessieren, ob Du Deine Hallimasche abgekocht oder direkt gebraten hast. Und ob Du, wie Starkoch Antonia Carluccio, ein Pastagericht von ihnen gezaubert hast.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Exkurs: Hallimasch kulinarisch

»Der Hallimasch ist einer meiner
bevorzugten Pilze zu Spaghetti«


Der italienische Spitzenkoch Antonio Carluccio (* 19. April 1937 Salerno; † 8. November 2017) zählte den Hallimasch zu den 20 besten Küchenpilzen. In seinem großartigen Kochbuch Pilze für Feinschmecker. 100 ganz besondere Pilzrezepte erinnert er sich auf fast rührende Weise:


»An Hallimasche habe ich mich schon als Achtjähriger herangewagt. Dieser Pilz wächst in kleinen, dichten »Familienverbänden« und trägt daher auch die lokale Bezeichnung »famigliola«.(...)

Dem Jungen von damals machte es großen Spaß, von Baum zu Baum zu gehen, die Körbe mit Pilzen zu füllen und mit dem stolzen Gefühl heimzukehren, zur Ernährung der Familie beizutragen. Meine Mutter bereitete aus den Funden immer die köstlichsten Mahlzeiten.(...)

Im Herbst werden die preiswerten »famigliole« in Frankreich und Italien auf allen Gemüsemärkten angeboten - Seite an Seite mit den kostbaren Steinpilzen, Kaiserlingen und Trüffeln.(...)

Der Hallimasch ist einer meiner bevorzugten Pilze zu Spaghetti. Vorzüglich schmeckt er in Butter mit Knoblauch gebraten, ausgezeichnet auch in Eintöpfen und Suppen oder zusammen mit anderen Pilzen.«

Carluccio mahnt, Hallimasche mindestens 5 Minuten auf hoher Flamme abzukochen und das Kochwasser wegzuschütten.

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Abschied vom Schwarzwald-Pilzjahr im Schnee - mit einem Rothütigen Steinpilz


Foto: Das war eine Abrundung der Saison, wie sie sich Ernst nur wünschen konnte. Sein letzter Fund im Landkreis Calw trug ihm tatsächlich noch einen prächtigen Rothütigen oder Kiefernsteinpilz ein. Er fand die Pilze im Schnee, der heute im Schwarzwald bis zu 15 Zentimeter hoch fiel.

Das zweite Foto - Fliegenpilz mit Schneemütze - stammt ebenfalls von Ernst. Er nahm das anmutige Saisonabschiedsbild auf den Tag genau vor sechs Jahren auf - am 28. Oktober 2012.

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Ernst schreibt am 28. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

im ersten Schnee konnte ich heute im Schwarzwald noch eine Hand voll Pilze finden, wohl die allerletzten Steinpilze in diesem Jahr.

Ein schöner Kiefernsteinpilz war auch dabei. Ebenso junge kleine Hallimasche. Es standen auch noch einige sehr schöne Fliegenpilze kontrastreich im Schnee.

Die Pilze wurden bereits zu einer leckeren Pilz-Kartoffelpfanne verarbeitet und genossen.

Zum ersten richtigen Frost hoffe ich auf Austernseitlinge.

Liebe Grüße Ernst«

(2 Fotos © Ernst)

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Kronau: Pilze ernten wie Kokosnüsse


Foto: Das Prachtexemplar von einem Flocki prangt heraus aus Michaels Fund in den Kronauer Wäldern. Zum ersten Mal überhaupt will er Hallimasche (links) probieren. Rechts Kupferrote Gelbfüße, sonst sieht man alte Bekannte. Auf dem unteren Foto liegen die geschnittenen Scheiben des Birkenporlings zum Trockengang bereit. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 27. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die letzten Tage kam ich nur kurzfistig in den Wald. Gefunden habe ich noch einen Steinpilz, einen Flocki, eine Krause Glucke, Kupferrote Gelbfüße. Und dieses Jahr werde ich mal Hallimasch ausprobieren. Ich hoffe, der Name macht sich bei mir nicht bemerkbar.

Beim Joggen entdeckte ich an einem glatten, abgebrochenen Birkenstamm einen herrlichen Birkenporling. Leider in cirka vier Metern Höhe. Ich bin dann den Stamm ohne Hilfsmittel hochgeklettert, wie ein Kokospflücker. Schade, dass es niemand filmen konnte, das sah sicherlich urkomisch aus.

Viele Grüße Michael«


War das der Letzte für 2018 in Heikos ergiebigem Steinpilzwald im Landkreis Calw?


Heiko schreibt am 25. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ein toller Pilzherbst in den Fichtenwäldern rund um Calw geht zu Ende, zumindest in meinem Suchgebiet.

Heute Vormittag habe ich noch einmal einen Rundgang unternommen, nachdem die letzten Tage etwas Feuchtigkeit gebracht hatten. Aber das Pilzwachstum ist nur noch sehr mager.

Ein einziger madenfreier Steinpilz mittleren Alters (siehe Foto rechts) verirrte sich in meinen Sammelkorb. Seine überständigen Geschwister blieben allesamt im Wald.

Also habe ich mich noch an einigen leuchtenden Fliegenpilzen in der Bilderbuchlandschaft des Nördlichen Schwarzwalds erfreut.

Beste Grüße Dir und allen Pilzfreunden, Heiko«

(Foto © Heiko)

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Michael: »Die Pilze kommen, wann sie kommen sollen, egal, ob es regnet oder nicht«


Foto: »Auffällig in diesem Jahr ist der sehr gute Zustand der Pilze«, schreibt Michael zu diesem schönen Fund. Sein Qualitätsurteil dürfen in diesem Fall Fichtensteinpilze, Flockenstielige Hexen und Kupferrote Gelbfüße (unten rechts) für sich beanspruchen. Auf dem Hochformatbild sehen wir einen Steinpilz im Herbstlaub.

Interessant ist, dass in diesen Tagen überhaupt keine Steinpilzfunde aus Fichtenwäldern gemeldet werden. Die Laubwälder holen das wegen der langen Dürreperiode ausgefallene Steinpilzwachstum im Sommer jetzt im Herbst nach. Den vielerorts spärlichen Regenfällen von vor ein, zwei Wochen hilft jetzt die Nacht- und Morgenfeuchte nach.


Michael schreibt am 22. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

so langsam kommen in meinen Kronauer Wäldern die Steinpilze. Und das, obwohl es hier bislang immer noch keinen Regen gegeben hat und der Waldboden total ausgetrocknet ist.

Ich sage dazu gerne, die Natur lässt sich nicht reinreden und die Pilze kommen, wann sie kommen sollen, egal, ob es regnet oder nicht.

Außerdem fand ich zwei schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge und einige Kupferrote Gelbfüße.

Auffällig in diesem Jahr ist der sehr gute Zustand der Pilze.

Viele Grüße Michael«

(2 Fotos © Michael)

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Landkreis Calw: Stämmig-kernige Steinpilze und andere Pilzleckereien für Mona und Martin


Foto: Ein schönes Küchenstillleben mit geprüfter und für gut befundener Steinpilzware im Längsschnitt. Wie gestern schon Sven, so haben auch Martin und Mona im Landkreis Calw, der für sein starkes und artenreiches Röhrlingsaufkommen bekannt ist, ihr Pilzglück gefunden. Auch an schönen Maronen mangelte es nicht. (3 Fotos © Mona/Martin)

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Mona schreibt am 21. Oktober 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem erfolgreichen Waldausflug von Sven im Landkreis Calw haben wir uns heute spontan entschieden, dort ebenfalls unser Pilzglück zu suchen.

Und siehe da - nach drei Stunden an der frischen Luft war unser Korb reichlich gefüllt. Neben einigen dickbäuchigen Steinpilzen (siehe zwei Einzelfotos), die wir schon im Wald auf Maden geprüft haben (darum sind auf dem Gruppenfoto fast nur halbe Steinpilze zu sehen), gab es relativ viele Maronen, ein paar Trompetenpfifferlinge, einen Flocki sowie einen Semmelstoppelpilz.

Dies war deutlich mehr, als wir erwartet haben. Trotzdem hoffen wir - wie wohl alle Pilzfreunde - in der kommenden Woche auf ein bisschen Regen. Denn noch ist Platz im Vorratsschrank!

Herzliche Grüße an alle Pilzfreunde von Martin und Mona«

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Foto: Ein Prachtsteinpilz im spannungsgeladenen Kontrast von Schatten und Sonnenlicht - und mit Gastschnecke beim Mahl. Das Pilzmesser als Maßstab zeigt, wie kleinwüchsig er noch ist - und dennoch schon ein stämmig-kerniges Kraftbündel. 


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