Pilz-Ticker-Bawue
(Baden-Württemberg)



Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Württemberg)




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Eine wahre Freude für Walter, die küchenfertigen Pfifferlinge in 1100m üNN zu ernten


Walter schreibt am 20. Juli 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich war am Freitag wieder einmal, der momentanen Pilzflaute in meinen Mittellagegebieten 400 - 600m üNN im Schwarzwald trotzend, in meinem Schluchseegebiet auf 1100 Metern Höhe unterwegs.

Es gibt zwar noch keine Fichtensteinpilze, dafür aber in allen Wuchsstadien Perlpilze, und - eine wahre Freude: viele, viele Pfifferlinge, die fast küchenfertig dastanden (2. Foto rechts) und mit großer Freude geerntet und ins dekorative Körbchen verfrachtet wurden (1. Foto rechts)!

Schön anzusehen, aber nichts für den Korb waren ebenfalls viele Gallenröhrlinge und Schönfußröhrlinge.

Liebe Grüße Walter«

(2 Fotos © Walter K.)

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

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Schönbuchpark: Skurrile Statuetten auf moosbewachsenem Waldpodest


Foto: An eine Statuette, eine kleine Statue, oder gar an ein Totem scheint dieser junge Glänzende Lackporling erinnern zu wollen. Die hoch geschätzten Heilpilze bilden im Jungstadium nicht selten skurrilste Formen.


Ernst schreibt am 20. Juli 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

der Schönbuchpark, den ich gestern durchstreifte, schien pilzleer und trocken zu sein.

Dann aber konnte ich auf einem moosbewachsenen alten Stumpf einige Glänzende Lackporlinge (Ganoderma lucidum s. Foto oben und rechts) im Kinderstadium entdecken. Da werde ich dranbleiben und sie bei entsprechender Größe einsammeln gehen. Der Pilz auf dem ersten Foto mutet schon fast wie eine Waldstatuette an.

Ich hoffe - sicher im Namen aller Pilzfreunde - auf baldigen Regen in der Region.

Liebe Grüße Ernst«

(2 Fotos © Ernst)

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Heiko überrascht das trotz Trockenheit üppige Pilzaufkommen bei Calw


Heiko schreibt am 19. Juli 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

animiert von Christian aus dem Pilzticker Bayern, habe ich mich heute Nachmittag in den Fichtenwäldern im Großraum Calw nach möglichen Vollmond-Funden umgesehen.

Ich fand meinen ersten Maronenröhrling dieses Jahr sowie eine schöne Breitblättrige Glucke. Ein vermeintlicher Steinpilz erwies sich nach Geschmacksprobe als Gallenröhrling (zweites Foto rechts). Ansonsten kann ich wieder großen Nachschub an Perlpilzen vermelden, wovon das erste Foto rechts zeugt.

Insgesamt war ich angesichts der anhaltenden Trockenheit überrascht von dem üppigen Pilzaufkommen. Nach der angesagten Trocken- und Hitzewelle nächste Woche hoffe ich, dass der Regen einkehrt und sich bald die ersten Fichtensteinpilze zeigen.

Herzliche Grüße an alle Pilzfreunde, ganz besonders an Ronny (Pilzfreund 71 in YouTube) für seine Tipps und Unterstützung!

Heiko«

(2 Fotos © Heiko)

Blau = ungenießbar

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Kurz vor der kleinen Julipause raffen sich ein Milchbrätling und Gelbporige Raufüße im Schwäbisch-Fränkischen Wald auf


Foto: Auch im Schwäbisch-Fränkischen Wald wächst zumindest ein Milchbrätling. Diese köstlichen Milchlinge mit der samtenen Huthaut sind - neben den ebenso delikaten Mohrenkopf-Milchlingen - die einzige Art ihrer Gattung, die keine so genannte Zubereitungs-Akrobatik erfordern. Erfahrene Pilzsammler, vor allem im Bayerischen Wald, wissen noch, dass »Millibratlinge« auch roh gegessen werden können. Veronika Roider aus dem Bayerischen Wald stellt hier einige spezielle Rezepte für diese exklusiven Pilze vor.


Ronny schreibt am 17. Juli 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

wie in den Jahren zuvor, so lassen sich auch in dieser Saison die Pilze in der Monatsmitte des Juli nur ganz verhalten blicken.

Auf meiner Runde zu später Stunde durch die Laubwälder des Schwäbisch-Fränkischen Waldes konnte ich nur vereinzelt ein paar Funde machen.

Aber es waren erlesene Pilzarten dabei! Besonders schön waren für mich ein Milchbrätling sowie Gelbporige Raufüße.

Letztlich reichte es dann trotzdem für ein leckeres Abendbrot, da sich in meinem Korb auch noch Frauentäublinge, ein Grüngefelderter Täubling sowie einige Perlpilze einfanden.

Anderweitige Röhrlingsfunde, auch die von Sommersteinpilzen, blieben aus.

Sofern ich meinem Fotoarchiv Glauben schenken darf, so geht es in unserer Gegend erst in der Zeit etwa vom 24. bis 27. Juli mit dem nächsten Schub weiter.

Momentan wünsche ich allen Pilzfreunden Regen und Durchhaltevermögen!

Liebe Grüße und bis bald Pilzfreund71, Ronny :)«

(4 Fotos © Ronny)

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Foto: Diesen Grünfelderigen Täubling hat Ronny etwas genauer unter die Lupe bzw. vor das Objektiv genommen. Schön sind die spangrün-blassen Plättchen dieser überaus köstlichen Pilze zu erkennen.

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Foto: Gelbporige oder Schwärzende Raufüße sind wie Brätlinge ebenfalls seltene Pilze. »Schwärzend« heißen sie deshalb, weil ihr Fleisch beim Schnitt vom Weiß bis Gelb über Rötend und Braun ins Schwarze übergeht. Dass sie, wie hier, unter Eichen wachsen, ist typisch. Viel seltener sind sie an Rot- oder Hainbuchen gebunden. In der Form ähneln sie sehr Rotkappen.

Sie wünschen sich reichhaltige, lehmige Böden mit einem Kalk- oder Basenanteil. Manchem Pilzsammler sind sie eher unter ihrem einprägsamen botanischen Namen Leccinellum crocipodium bekannt.


Foto: Da hat sich Ronnys Pilzgang doch noch gelohnt. Oben rechts sehen wir Speisetäublinge, unten rechts neben dem Brätling zwei Perlpilze.






Sven zuversichtlich: »Ich vermute, in den nächsten Tagen wird es wieder mehr Pilze geben«


Foto: Ob uns Sven wohl den Anblick der Pilzmassen in seinem Korb ersparen will, damit wir vor Neid nicht erblassen? Nein, die Trockenheit hat in den vergangenen zwei Wochen nennenswerten Pilzwuchs nicht zugelassen. Doch die Regenschauer der letzten Tage dürften, so meint er, die Pilze wieder herausdrücken. Der betagte Sommersteinpilz rechts daneben wird davon allerdings kaum mehr etwas haben. (Foto © Sven)

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Sven schreibt am 14. Juli 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem Regen der letzten Tage war ich heute in meinem Waldstück in Maulbronn unterwegs. Leider zeigte sich der dortige Pilznachwuchs durchweg als Opfer von Schnecken und Maden. Lediglich weiße sehr scharfe Täublinge und Pantherpilze gibt es massig.

Neben einem einsamen Perlpilz und einigen Speisetäublingen fand ich dann doch noch hier und da einen verwertbaren Sommersteinpilz.

Ich stieß auch auf ein Nest von Stinkmorcheln, von denen  die meisten aber schon überständig waren und mir ihren penetranten Geruch ersparten.

Ich vermute, in den nächsten Tagen wird es wieder mehr Pilze geben.

Liebe Grüße und allen viel Erfolg und Spaß, Sven«


Zeit der seltenen Eichhasen im Landkreis Reutlingen


Foto: Einer von mehreren Eichhasen, die Sepp gestern gefunden hat. Diese recht seltenen Pilze gehören zur Gattung der Stielporlinge und wachsen aus einem so genannten Sklerotium. Das ist eine dicht verflochtene, geschlossene feste Myzelmasse, oft mit Steineinschluss. Eichhasen wachsen meist an Eichen oder Rotbuchen. Sie sind heilstarke Pilze, die u.a. das Tumorwachstum verschiedener Krebsarten mindern können. Auch dämpfen sie etliche Arten von Entzündungen. Und sie schmecken ausgezeichnet!


Sepp schreibt am 12. Juli 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach den vielen Meldungen über Pilzfunde scheint es ruhiger geworden zu sein.

Gestern hatte ich im Landkreis Reutlingen einen schönen Fund von gleich mehreren Eichhasen, die ja eher seltene Pilze sind.

Auch in den vergangenen drei Wochen hatte ich bei Reutlingen - trotz der Hitze - schöne Funde, und zwar von Sommersteinpilzen, einigen Pfifferlingen und Perlpilzen. Von einer jungen Sommersteinpilzfamilie habe ich mal ein sehenswertes Foto mitgeschickt.

Einen Gruß an alle Pilzsammler!

Sepp«

(2 Fotos © Sepp)

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Foto: Eine originelle vier- oder fünfköpfige Familie von Sommersteinpilzen hat Sepp hier fotografiert.






Am Degerloch, da wächst er noch - der Sommersteinpilz




Foto rechts: In seiner Mittagspause hat Lucas zu seiner Überraschung diesen sehr schönen Sommersteinpilz am Stuttgarter Degerloch gefunden, »im direkten Umfeld des Fernsehturmes Stuttgart«, wie er schreibt. Wegen seiner stark gepolsterten überstehenden Röhren erinnert das Prachtexemplar stark an einen Gallenröhrling; die Geschmacksprobe ergab aber das erfreuliche Gegenteil. Hier und da geht also doch was mit den Steinpilzen in dieser hartnäckigen Trockenphase. Wie gut, dass die Wetterfrösche für die nächsten Tage kräftige Regenschauer für weite Teile Deutschlands in Aussicht stellen! (Foto © Lucas)

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Kulinarische Krönung im Hause Oliver

Burgundertrüffelsoße mit Saint-Jacques-Muscheln für die Preisgabe bester Morchelplätze


Foto: Eine absolute Krönung ist dieses Gericht mit Soße von Burgundertrüffeln an Saint-Jacques-Muscheln auf Spaghetti. Die Pilze kosten ja nach Verfügbarkeit auf dem Markt zwischen 300 und 1200 Euro pro Kilo und stehen auf der Liste der Edeltrüffeln auf Platz 3 hinter der Weißen Alba-Trüffel und der Périgord-Trüffel. (3 Fotos © Oliver)

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Oliver schreibt am 2. Juli 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute mal etwas ganz Exklusives!

Gestern hatte ich einen Termin direkt an der französischen Grenze, von wo aus die liebe Pilzfreundin Nicole mit ihrem Lagotto Romagnolo-Trüffelhund mal eben über die Grenze nach Frankreich reinfährt. Bei nur kurzen Spaziergängen macht der brave Vierbeiner derzeit Riesenfunde von Burgundertrüffeln.

Im Frühjahr hatte ich ihr im Breisgau gute Stellen für Morcheln gezeigt und ließ ihr noch dazu einige getrocknete Morchelfunde zukommen. Nun gab es von ihr die liebenswerte Revanche: sie beschenkte mich mit reichlich Burgundertrüffeln. Welch ein Ausgleich!

Viele liebe Grüße, Oliver«


2 Fotos: Links Nicoles Lagotto Romagnolo. Die uralte Wasserhunderasse stammt aus der norditalienischen Landschaft Romagna um Bologna, Modena und Parma, wo die Tiere in der sumpfigen Ebene bei der Jagd auf Blesshühner mithalfen. Als die Sumpfwälder trockengelegt und geschlagen waren, entdeckte man schnell, dass die Lagottos ebenso gut in der Jagd auf Trüffeln waren. Wie die hier abgebildete Supernase, die auch die Burgundertrüffel (rechts) erschnüffelt hat. (2 Fotos © Nicole)

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Foto: Burgundertrüffeln von außen. Ihre Haut ist von pyramidenförmigen Warzen besetzt. Der Pilz ist in Deutschland ein wahrer Massenpilz, »der nicht nur in Wäldern, sondern sogar mitten in Städten, z.B. unter Hecken, in Parkanlagen, Friedhöfen, Gärten und an Straßenrändern zu finden ist« (siehe www.trueffelbaumschule.de).

Bis in die 1930er Jahre war Deutschland sogar Exportweltmeister bei der Burgundertrüffel.

Heute ist die Suche nach der Wildform streng untersagt. Nur auf speziellen Trüffelplantagen darf der Pilz geerntet werden. Der Großraum Berlin ist besonders gut geeignet für das Anlegen von Plantagen für die Burgundertrüffel.


Foto: Das Fleisch der Burgundertrüffel ist hart, etwa wie das einer Karotte. Es wird von weißlichen und braunen Adern durchzogen. Die lange für verschiedenartig gehaltenen Burgundertrüffeln und Sommertrüffeln haben sich nach molekularbiologischen Untersuchungen als identisch erwiesen, obwohl sie zu unterschiedlichen Jahreszeiten wachsen.


Der überhitzte Wald hat für Michael immer noch herrliche Leckereien auf Lager


Michael schreibt am 1. Juli 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

der Wald mag mich. Selbst bei andauernden Temperaturen um die 35 Grad hatte er noch einige Pilze für mich auf Lager.

Trotz der durch die Trockenheit aufgerissenen Hüte waren die Pilze - Grüngefelderte Täublinge, Speisetäublinge, Violettstielige Pfirsichtäublinge, Flockis, eine Handvoll Pfifferlinge und zwei Filzröhrlinge - bestens verwertbar.

Zu Abend gab es ein zwar schlichtes, dennoch sehr leckeres Mahl: Schinkenröllchen an Täublingsalat zu Schwarzen Nüssen* (Foto rechts).

Viele Grüße Michael«

(2 Fotos © Michael)

* Mehr zur Spezialität Schwarze Nüsse siehe hier (Seitenende)

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Foto: Es ist so heiß in Michaels Kronauer Wäldern, dass bei einigen Pilzen die Hutränder rissig aufgesprungen sind, so wie wir das von Ziegelroten Risspilzen kennen, bei denen dies ein wichtiges natürliches Merkmal ist.


Röhrlingsraritäten bei Ronnies strapaziösem Gang durch den Schwäbisch-Fränkischen Wald


Foto: Auch dieser schöne Schwarzhütige Steinpilz (Bronzeröhring) zählte zu Ronnies Funden bei seiner strapaziösen Pilztour durch den Fränkisch-Schwäbischen Wald. (4 Fotos © Ronny)

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Ronny schreibt am 30. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

auch bei Temperaturen jenseits der 30° Celsius machte ich mich auf Weg in den Schwäbisch-Fränkischen Wald, um nach Pilzen zu schauen. Aber nicht nur die Hitze machte mir zu schaffen, auch Heerscharen von Rinderbremsen sowie Waldgrasmilben attackierten mich, wo sie nur konnten. Pilzgänge an heißen Sommertagen können äußerst strapaziös sein.

Letztendlich belohnte mich der aufgeheizte Wald mit einem Schwarzhütigen Steinpilz (Bronzesteinpilz), Funden vom Blassen Röhrling (Marmorierter Röhrling) wie auch dem Glattstieligen Hexenröhrling

Fast alle Sommersteinpilze haben mittlerweile deutliche Hitzeschäden erlitten, was sich an den felderig eingerissenen und schlaffen Hüten erkennen lässt.

Ich wünsche allen Pilzfreunden Regen und hoffe für uns, dass wir nicht die Zustände von Trockenheit wie vergangenes Jahr bekommen.

Liebe Grüße Pilzfreund Ronny :) (Pilzfreund 71)«


Foto: Die Sommersteinpilze waren sichtlich gezeichnet von den hohen Temperaturen und der direkten Sonneneinstrahlung.


Foto: Auch seltene Marmorierte (Gehämmerte oder Blasshütige) Steinpilze - hier zwei schon etwas ältere Exemplare - machten Ronny ihre Aufwartung. Sie haben kein Stielnetz.


Foto: Der Hitze standgehalten hat dieser schöne Glattstielige Hexenröhrling.


Südlicher Schwarzwald: Selbst Temperaturen von
30° und mehr schrecken die Pilzveteranen nicht von der Lese ab


Foto: So viele Sommersteinpilze so früh in der Saison haben Walter und Hannelore auch nicht jedes Jahr gefunden. Das betagte Ehepaar bringt es zusammen auf 171 Lebensjahre - wenn inzwischen nicht noch mehr. (6 Fotos © Walter K.)

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Walter schreibt am 30. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich möchte mal wieder über meine letzten Wald-und Pilzgänge im Südschwarzwald berichten. 

Im Nahbereich, das heißt für uns, in 500 -700 Metern ü.N.N., fanden wir trotz der hohen Temperaturen von 30 Grad plus ausschließlich in Laubholzwäldern viele der frühen Pilzarten, und zwar in überraschend starkem Aufkommen. Die Fotos zeigen einige Ergebnisse unserer Lese (auf dem zweiten Foto rechts sind Lungenseitlinge zu sehen). 

Ein besonderes Erlebnis war die Begegnung mit einer streng geschützten Barrenringelnatter. Sie wurde erst 2017 als eigene neue Art bestimmt. Eigentlich ist ihr Aufkommen für das nordwestliche Baden-Württemberg bekannt, um so schöner, dass wir sie im Schwarzwald gesehen haben und fotografieren konnten.

Wir waren übrigens auch schon im Mai und Juni unterwegs, speziell in meinen Lieblingsgebieten in Höhen über 1000 Meter. Es war jedoch in den dortigen Buchen-Eichen-Wäldern noch absolut tote Hose.

Vielen Dank für Deine Nachfrage zur Befindlichkeit bzw. Gesundheit von uns älteren Pilzfreunden. Wir nehmen's, wie es kommt - und machen öfter mal Pause.

Mit lieben Grüßen Walter und Hannelore«


Foto: Das Hufeisen als Glücksbringer gesellt sich im Hause Walter gerne den Pilzen hinzu.


Foto: Wie andere Pilzfreunde in Baden-Württemberg, so fanden auch Walter und Hannelore genug Sommersteinpilze, um bereits Vorräte für die pilzarme Zeit anlegen zu können.


Foto: Eine seltene Barrenringelnatter schlängelte zu Walters Freude durch Moos und Bruchholz.


Trotz 39° Celsius: Nachbarschaftshilfe für einen Korb voller schöner Sommersteinpilze in den Leonberger Wäldern


Felix B. schreibt am 29. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich mit unserem ebenfalls pilzbegeisterten Nachbarn erneut in den Leonberger Wäldern unterwegs. Wir hatten hier eine Woche Sonne und Temperaturen bis 39° C.

Gleich zu Beginn ging es gut los. Alle paar Schritte fanden wir einen Sommersteinpilz, einen nach dem anderen. Leider waren wir zwei oder drei Tage zu spät, denn mehr als die Hälfte der Steinpilze hatte ihre besten Tage schon deutlich hinter sich. Auch den Pfifferlingen merkten wir die Trockenheit bereits an. Dennoch kam ein sehr schöner Korb voller Steinpilze (Foto rechts) zusammen.

Dieses Jahr fand ich fast keine Hainbuchenröhrlinge und von den wenigen war heute nur ein einziger noch verwertbar. Mein Nachbar ergänzte seine Mahlzeit um ein paar Filzröhrlinge,
Unser Wald braucht dringend den nächsten Regen - sonst dürfte es mit den Pilzen erst einmal vorbei sein.

Viele Grüße Felix B.«

(Foto © Felix B.)

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Maulbronn: Svens Trockenvorräte für die pilzarme Zeit wachsen und wachsen


Foto: Svens Trockenvorräte für den kommenden Winter wachsen mehr und mehr. Hier liegen Steinpilzscheiben - von Hüten und Stielen - zum Trockengang bereit. (3 Fotos © Sven)

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Sven schreibt am 27. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren doch noch einmal in den Wäldern um Maulbronn unterwegs, da mich der Fund des Glattstieligen Hexenröhlings von vor einigen Wochen noch verfolgt. Und siehe da, es  stand doch tatsächlich wieder einer dieser Art an fast derselben Stelle. Leider war der Pilz schon kräftig angefressen.

Neben einigen Pilzleichen und anderen mit Sonnenbrand fanden sich doch noch ein paar schöne Sommersteinpilze, zwei Perlpilze und fünf Ziegenlippen.

Ich fand auch einen Sommersteinpilz in direkter Nähe zu einer Birke. Etwa ein Birkensteinpilz?*

LG, Sara und Sven«

* Birkensteinpilze gibt es nicht. Der Sommersteinpilz ist an Eichen, Buchen, Linden und Esskastanien gebunden. Auf dem Foto sind viele Buchenblätter zu sehen, womit das Rätsel gelöst ist.


Foto: Ein Sommersteinpilz am Birkenstamm? Nur deshalb, weil eine in der Nähe stehende Buche - siehe das Buchenlaub - als Partnerbaum des Pilzes in Frage kommt. Pilze können so weit vom Stamm ihres Partnerbaumes entfernt wachsen, wie die äußersten Zweigspitzen reichen.


Foto: Ein nicht häufiger Pilz ist der Glattstielige Hexenröhrling. Dieser diente zwar Schnecken und vermutlich Mäusen schon zum Buffet, doch im oberen Drittel ist der hellgelbe glatte Teil des Stieles noch gut sichtbar. Die Art schmeckt ähnlich gut wie der Flockenstielige Hexenröhrling.

Südschwarzwald: »Der Wald staubt vor Trockenheit, die Erde kriegt Trockenrisse«


2 Fotos: Oliver war gestern bei Extremtemperaturen von 38 Grad C. im Südschwarzwald wieder an seinen Steinpilzplätzen. Er schreibt: »Es ist inzwischen so trocken, dass der Wald staubt. Die Erde ist vor Trockenheit aufgerissen. Ich habe die letzten Sommersteinpilze (2 Fotos) vor dem Verfall gerettet, einige waren leider schon total vermadet.« (2 Fotos © Oliver)

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Fliegender Waldwechsel für die Abkühlung und die ersten Sommersteinpilze


Foto: Es ist nicht traumhaft, wie sie so dastehen und geduldig auf ihren Abtransport warten, die zwei herrlichen Sommersteinpilze? (2 Fotos © Mona)

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Mona und Martin schreiben am 25. Juni 2019:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind heute aus dem heißen Herrenberg in den 26 Grad »kühlen“«Schönbuch geflüchtet. Die hohe Luftfeuchtigkeit hat uns zwar trotzdem ins Schwitzen gebracht, aber für die Pilze scheint es ideal zu sein.

Auch wenn wir mit den Mengen der anderen Pilzfreunde noch nicht mithalten können, über unsere ersten Funde in diesem Jahr freuen wir uns riesig!

Neben sehr vielen Perlpilzen, die wir jedoch stehen gelassen haben, konnten wir vier herrliche Sommersteinpilze (davon ein Paar, das wie aus dem Bilderbuch dastand, siehe Foto oben) und drei frühe Maronen ausfindig machen.

Viele herzliche Grüße aus Herrenberg, Martin und Mona«


Foto: Der Wechsel in den »kühlen« Schönbuch hat sich für Mona und Martin gelohnt. Diese vier schönen Sommersteinpilze plus drei Maronenröhrlinge nahmen sie mit nach Hause.


Pilze wie im Schwarzwald in der Maulbronner Waldsauna


Foto: Da freut sich Sara, Svens Partnerin. Sie hat einen schönen Sommersteinpilz gefunden.


Sven schreibt am 25. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

da es heute teilweise schon auf 37 Grad Celsius gekommen ist und die nächsten Tage noch wärmer werden sollen, waren wir heute zur vermutlich bevorstehenden Saison-Pause in meinem favorisierten Waldstück in Maulbronn.

Außer eventuell ein paar Pfifferlingen erhofften wir uns nicht viel. Doch es sollte ganz anders kommen: uns erwarteten Mengen an Pilzen, wie wir sie sonst nur im Schwarzwald finden.

Auf unserem Fundfoto rechts sind Sommersteinpilze, ein Fichtensteinpilz (rechts), Blasse Pfifferlinge, Speisetäublinge und Ziegenlippen zu sehen. Außerdem haben wir uns gegenseitig fotografiert.

Einen schönen Abend mit lieben Grüßen von Sven und Sara«

(3 Fotos © Sven), (1 Foto © Sara)

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Foto: Auf diesem Foto, erläutert Sven, sind vier Sommersteinpilze zu entdecken. Die Suche nach dem vierten gestaltet sich schwierig...

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