Der Urlaubs-Pilzticker: Pilzfotos und Pilz-
nachrichten aus der schönsten Zeit des Jahres



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Übersicht aller bisherigen Urlaubspilzticker




Staunen hoch zu Ross über außergewöhnlich helle und weiße Birkenpilze in Island


Islandfund; Foto Verena 9.9.23

2 Fotos: Ein Island-Fund, entdeckt hoch zu Ross. Das nass-feuchte kühle Klima begünstigt Pilze des Nordens, zu denen vor allem Birkenpilze zählen. Heidekraut ist, wie auf dem 2. Foto zu sehen, eine typische Begleitpflanze. (2 Fotos © Verena)

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Birkenpilz auf Island; Foto Verena 9.9.23

Verena schreibt am 9. September 2023:

"Hallo Heinz- Wilhelm,

aktuell mache ich Reiturlaub in Südisland. Bei unserem gestrigen Ausritt traute ich meinen Augen kaum: alles stand voll mit Röhrlingen! Hoch zu Ross hatte man natürlich eine besonders gute Übersicht und aufgrund der daneben wachsenden, für Island typisch "krüppeligen" Birken, hatte ich direkt Birkenpilze im Verdacht. Auch wenn sie mir merkwürdig hell vorkamen. 

Den Rest des Rittes hatte ich meine Augen dann mehr am Boden als bei den wunderschönen Vulkanen um uns herum. Nach dem mehrstündigen Ritt musste ich unbedingt nochmal zu der Stelle fahren und mir die Sache genauer ansehen. Tatsächlich, wie vermutet, zahlreiche, sehr große Birkenpilze, praktisch unter jedem Baum mindestens zwei!

Ich fand aber noch mehr: Goldröhrlinge (ein paar kleine Lärchen standen dort auch), Rotfußröhrlinge, ZiegenlippenBirkenmilchlinge (früher: Birkenreizker)* und Speitäublinge.  Die größte Überraschung waren aber die Unmengen an weißen, bei uns seltenen Birkenpilzen, die sich auf den isländischen, torfig-moorigen, nassen Böden so richtig wohlzufühlen scheinen.

Nicht im Ansatz hätte ich mir vor Reiseantritt träumen lassen, Speisepilze auf Island zu finden, insofern kam ich völlig unvorbereitet: ohne Pilzmesser oder Korb, nicht einmal ein Beutel ließ sich auftreiben, sodass ich tatsächlich mit einer Papiertüte losziehen musste. Gottseidank blieb es in der Stunde trocken, sonst wäre ich nicht weit gekommen.

Meine Reisebegleitung traute sich an die Pilze leider nicht ran, sodass ich versuchen werde, den Großteil zu trocknen. Der Rest pimpte (Jugendsprache: etwas interessanter machen) eine Käse-Quiche. Anbei ein paar Fotos, die auch das Habitat der Pilze gut zeigen.
Übrigens: auch meinem Islandpferd schmecken die Pilze, zumindest hat es heute genüßlich beim Grasen einen Butterpilz verspeist.

Viele Grüße aus dem verregneten, nichtsdestotrotz wunderschönen Island an dich und alle Pilz-Enthusiasten!

Verena"

* Als Reizker gelten heute nur noch rotmilchende Arten, die allesamt essbar sind.


Die großen knackigen Wiesenchampignons gibt es zum Mittagessen

Klaus schreibt am 30. August 2023:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wenn ich schon nicht im Eichsfeld in die Wälder komme, dann wenigstens wieder auf die Wiesen oberhalb einer Steilküste in Südjütland. Hier wachsen die Wiesenchampignons der Güteklasse A wie verrückt. Einige gibt's nachher zum Mittagessen.

Viele Grüße sendet Klaus"

(Fotos © Klaus)

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Wiesenchampignons; Foto Klaus 30.8.23

Südjütland: Wiesenchampignons, fast so groß wie Riesenboviste


Champignons Klaus 20.8.23
Großer Wiesenchampignon; Foto Klaus 20.8.2023

Klaus vom Pilzticker Thüringen schreibt am 20. August 2023:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

praktisch mit Meerblick in Südjütland gab es heute schönste Champignons. Die größten erinnerten an Riesenboviste und blieben stehen. Die Kleineren kommen gleich in die Pfanne.

Viele Grüße sendet Klaus"

(2 Fotos © Klaus)

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Die Pilzvielfalt in der polnischen Hohen Tatra begeistert Silke und Patrick


Pfifferlinge Silke 29.7.23

Foto: Aussicht mit Pfifferlingen: Silke und Patrick zeigen ihren herrlichen Fund wohl vom Balkon ihrer Ferienwohnung und vermitteln uns einen Eindruck von der wunderbaren Landschaft, die die Hohe Tatra und ihre Ausläufer (hier in Polen, sonst in der Slowakei) bieten. Ein Paradies für Pilz- und Naturfreunde! 


Silke schreibt am 29. Juli 2023:

"Lieber Heinz Wilhelm,

wir haben eine wunderbare Pilzwoche in der polnischen Hohen Tatra verbracht.

Auch wenn die Wege und Wälder sehr schwer zugänglich waren, wurden wir mit einer Flut von Pfifferlingen und überragender Pilzvielfalt überwältigt. 

Hier auf ca. 1000 Höhenmetern geht es schon auf die Hochsaison zu und neben Pfifferlingen, waren viele Hexenröhrlinge, Perlpilze, Reizker und auch schon die ersten Maronen und Steinpilze zu finden.

Schade, dass wir zu Hause in der Region Nürnberg wohl noch etwas warten müssen. Denn bis zum Höhepunkt der Pilzsaison im September ist es ja noch eine Weile hin. 

Viele Grüße, Silke und Patrick vom Pilzticker Bayern"

(4 Fotos © Silke/Patrick)

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Collage Silke 29.7.23

3 Fotos: Teil 2 der schönen Collage: Links Flockenstielige, eventuell Gelbfüßige Hexenröhrlinge, in der Mitte ein Karton Pfifferlinge mit einem aufliegenden Steinpilz-Lulatsch, rechts ein ergiebiges Pfifferlingsnest. 


Sieben Kiefernsteinpilze für Claus in Südtirol


Kiefernsteinpilze (Rothütige Steinpilze). (Foto © Claus) 14.6.23

Völlan, Südtirol - Sieben Rothütige Steinpilze (Kiefernsteinpilze) hat Pilzfreund Claus aus Nürnberg bei seinem Urlaub in der Nähe von Meran in Südtirol bei einer Mountainbike-Tour in etwa 1350 NHN (Normalhöhennull) gefunden. 

Die Pilze sehen Bronzeröhrlingen (Schwarzhütigen Steinpilzen) nicht unähnlich, wuchsen allerdings in einem großflächigen Fichtenbestand, was deutlich für Kiefernsteinpilze spricht, die, wenngleich selten, auch bei Fichten wachsen. Bronzeröhrlinge findet man dagegen im Laubwald, bevorzugt bei Eichen und Edelkastanien. 

(Foto © Claus)

14. Juli 2023

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Jens aus Dresden bei einem nicht alltäglichen Pilzgang im Nordwesten der Slowakei

Ein erstaunlicher Fund und eine überraschende Begegnung im Tannenwald


Jens schreibt am 22. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute gibt es eine Pilzticker-Nachricht aus einer ganz anderen Ecke als aus der Dresdner, wo ich üblicherweise meine Pilze sammle. Eine genaue Ortsangabe möchte ich nicht machen, nur so viel: Ich war im Nordwesten der Slowakei unterwegs (geheime Stelle vom Stiefvater meiner Frau...).

Mal abgesehen davon, dass ich am Anfang der Tour ganz schön gefroren habe (um 7:15 Uhr waren es gerade mal 3° Celsius) war ich ausgesprochen skeptisch, denn der Waldboden war ziemlich ausgetrocknet.

Flockikorb Jens 22.10.22

Doch es kam ganz anders, denn ich habe einen ganzen Korb voll Flockenstieliger Hexenröhrlinge gefunden, siehe das Foto rechts. Sie versteckten sich teilweise tief unter den Tannen, wie auf dem Bild recht gut zu sehen ist. Und ihr Charakteristikum, flockenstielig zu sein, ist in der Slowakei viel ausgeprägter als bei uns in Sachsen.

Am Ende des Tages sollte ich auch noch erfahren, warum ich einen Korb voller Hexen hatte:  die Slowaken sammeln diese Pilzart nicht. Warum nicht, ist mir nicht bekannt. Außerdem gab es noch einen kleinen frischen Steinpilz. Viele, viele weit überständige blieben zwangsläufig stehen, wo sie wuchsen. Das gleiche galt für einige Reizker.

In den Bergen habe ich dann auch noch einen Freund vom Stiefvater getroffen, der mit seiner Frau auf Steinpilzjagd war. Sie wollten es erst gar nicht glauben, dass ein Pilzverrückter aus Deutschland in den entlegenen slowakischen Bergen ihren Freund aus Tschechien kennt.

Im Tal zurück, gab es noch ein gemeinsames Bier, für mich allerdings alkoholfrei wegen der Rückfahrt. An der Grenzkontrolle von der Slowakei nach Tschechien staunte der Zollbeamte nicht schlecht, einen allein reisenden Deutschen vor sich zu haben, der direkt aus dem Wald zurückkam.

Als er meinen vollen Pilzkorb entdeckte, leuchteten seine Augen. Er fragte, ob ich Tschechisch verstehe und ich entgegnete: "Ein bisschen. Die Pilze sind für Oma und Opa. Sie können nicht mehr in den Wald gehen." In den Kofferraum wollte er trotzdem noch gucken.

Zu Hause angekommen, gab es eine Pilzsuppe und eine Pilzpfanne. Und die Nachbarn durften sich auch noch über einen Teller voll geputzter slowakischer Pilze freuen.

Viele Grüße, Jens aus Dresden"

(2 Fotos © Jens)

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Flockis Wald Jens 22.10.22

Foto: "Rostou!" Zu Deutsch: "Sie wachsen!" So sagen es die pilzverrückten Tschechen, wenn die Schwammerl da sind. Hier wachsen die Flockenstieligen Hexenröhrlinge unter Tannen irgendwo in den Ausläufern der Kleinen Karpaten in der Slowakei. Dort schätzen die Pilzjäger keine Flockis, was Jens die Suche leichter machte. 


Helga und Detlef genossen ihre Waldgänge in Südschweden

Riesige Steinpilze, unerlässliche Heidelbeeren und Annäherungsversuche an einen Schleimer


Steinpilzkorb Detlef 2.10.22

Foto: Nach dem ersehnten Regen wuchsen riesige Steinpilze. Das ist nicht außergewöhnlich, Pilzfreund Torben hatte im August 2014 - ebenfalls in Südschweden - unfassbar viele Steinpilze gesehen, darunter auch sehr große. Auch damals hatte es zuvor eine lange Trockenheit gegeben. (4 Fotos © Detlef)

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Helga und Detlef vom Pilz-Ticker Brandenburg schreiben am 2. Oktober 2022:

"Hallo lieber Heinz- Wilhelm,

wir waren bei unserem Schweden-Urlaub wieder in Skane, nur wenige Kilometer vom Vorjahresort entfernt. Die Grafschaft (Provinz) Skane ist der südlichste Zipfel Schwedens. Wir blieben diesmal bis in den Herbst, weil wir neugierig auf die Pilzvielfalt in Schweden waren.

Wir hatten erst einmal drei Wochen tollstes Sonnenwetter und die angetroffene Trockenheit tat ihr Übriges. Also wurde das T-Wort (Trockenheit) verboten und wir wendeten uns mit vollem Enthusiasmus den Beeren zu, fuhren ans Kattegat und erholten uns so in der Natur.

Manchmal fanden wir ein paar kleine Pfifferlinge, die dann über drei Tage gesammelt wurden um eine kleine Beilage zu haben.


Beeren Pilze Detlef 2.10.22

Foto: Das Sammeln von Beeren und Pilzen hat in Schweden und allgemein in Skandinavien ein tief verwurzelte Tradition. Helga und Detlef schlossen sich ihr nur zu gerne an und sammelten Heidelbeeren. 

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Dann kam endlich der ersehnte Regen. Schon nach zwei Tagen sprießten die Pilze. Zuerst die Rotkappen. Im vorigen Jahr fanden wir an gleicher Stelle zwei, in diesem Jahr an einem Tag 21. Plötzlich waren Riesensteinpilze zu sehen, die über Nacht gewachsen zu sein schienen.

Da wir in diesem Jahr unser Suchgebiet erweiterten, fanden wir auch dort tolle Pilzwälder. Um die Stelle wiederzufinden, banden wir ein rotes kleines Band in eine kleine Birke.

In diesem Jahr haben wir uns mal dem Kuhmaul genähert und einige ins Pilzgericht gemischt. Wir haben überlebt, wissen aber nicht, wie er einzeln schmeckt. Das werden wir nachholen müssen. Von diesen glitschigen Dingern hätten wir Eimer voll sammeln können.

Am letzten Tag wollten wir noch einen Abschlusssteinpilz für das Abendbrot sammeln, kamen aber fast zu spät, denn ein fleißiger Schwede hat mit einem Mähbalken den Wegesrand gemäht. Das finde ich sonst ganz gut, aber dieses Mal etwas voreilig. Auf dem Weg durfte ich bei einem Schweden noch in den Pilzkorb schauen. Das war nett.

Für die erhofften Herbsttrompeten waren wir wohl noch zu früh dort. So fuhren wir mit reichlich eingefrorenen Beeren und Steinpilzen nach Berlin zurück.

Herzliche Grüße von Helga und Detlef"

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Rotkappennest Detlef 2.10.22
KG Detlef 2.10.22

2 Fotos: Sechs schöne junge Rotkappen auf einen Streich sieht man auf so engem Raum auch nicht alle Tage. Auch die Krausen Glucken (rechts) fühlen sich in Schweden wohl. 

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