Der Urlaubs-Pilzticker: Pilzfotos und Pilz-
nachrichten aus der schönsten Zeit des Jahres



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Übersicht aller bisherigen Urlaubspilzticker




Pilze 2. Wahl auf dem Bauernmarkt am Balaton


2 Fotos: Diese Motive sandte uns Ingeborg vom Pilzticker Thüringen vom Balaton in Ungarn zu.

Auch wenn sie "das Angebot dieser herrlichen Pfifferlinge" auf dem Hevizer Bauernmarkt rühmt: diese Pilze sind keineswegs "frisch und in bestem Zustand", wie sie meint. Wer sie aber mit den Fundfotos auf den Pilztickern BaWue und Hessen der letzten Wochen vergleicht, dem wird die leuchtende goldene Frische sofort fehlen. Denn hier sind die Farben bereits verblasst und stumpf und die Pilze sind sichtlich angetrocknet.

Die Sommersteinpilze, so berichtet sie, "waren schon im Stielansatz von Maden durchzogen. Dies schien die Kauflust der Marktbesucher abzuschrecken. Ich konnte nämlich wenig später auf dem Dach eines Autos flache Holzstiegen entdecken, die zum Trocknen geschnittener Steinpilze benutzt wurden." Etwa 17 Euro seien für beide Pilzarten pro Kilo verlangt worden. 

Die Meldung ist insofern interessant, als Thomas vom Pilzticker BaWue vor einiger Zeit darauf hingewiesen hatte, dass Marktpilze im südlichen europäischen Ausland nicht selten eben nicht frisch, teils sogar überständig oder gar madig seien (Stefans Pilzküche, Tageseintrag vom 9. Mai 2022). Das ist dann durchaus legitim, wenn es darauf einen entsprechenden Preisnachlass für die weniger zahlungskräftige Kundschaft gibt.

Herzliche Grüße, Ingeborg"

(2 Fotos © Ingeborg)

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Mit dem Wohnmobil auf Nordost-Tour

Sechs Tage lang ging es in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern fast nur um Pilze


Foto: Diese Rotkappen, von Kristina und Rainer am Partwitzer See gesammelt, bekam die Mutter einer Mitcamperin auf dem Campingplatz in Bronkow.

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Kristina schreibt am 17. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wie immer Anfang September starten wir mit dem Wohnmobil in die Natur. Unsere Route in diesem Jahr:

Partwitzer See (Sachsen)

Oranienburg mit Zwischenstopp in Bronkow (Brandenburg)

Wablitzer See (Mecklenburg-Vorpommern)

Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)

Achterwasser (Mecklenburg-Vorpommern)

Helenesee (Brandenburg)

Partwitzer See mit Zwischenstopp in Bronkow (Sachsen, Bronkow ist noch Brandenburg)

Rückreise mit nochmaligem Stopp in Bronkow

Unser Pilzfundresümee für den Zeitraum 04.09. bis 16.09.2021:

Partwitzer See 04.09. bis 09.09.: junge frische Butterpilze mit einigen wenigen ersten Rotkappen und Birkenpilzen, allesamt nicht madig und kaum Schneckenfraß (leider Bilder vergessen). Besonders beeindruckend war jedoch die Schwemme an Parasolpilzen. Wir haben die Pilzschnitzel sehr genossen und reichlich an unsere Mitcamper abgegeben.

Bronkow 09.09.: Erste Rotkappen, einige wenige Pfifferlinge, Birkenpilze und jede Menge Butterpilze, alle einwandfrei. Wir fanden auch gut 15 Steinpilze, konnten davon aber nur 2 Kappen retten. 2 Gefrierbeutel voll (Foto unten) sind es dennoch geworden. Diese haben wir vorbildlich an unseren Sohn in Rostock abgegeben.

Wablitzer See 10.09.: viele Butterpilze, einige Birkenpilze, aber viele davon schon überständig – also wanderten nur zwei Birkenpilze zum Trocknen mit.

Helenesee 13.09.: Butterpilze; viele jedoch schon zu alt; 3 Steinpilze und einige erste Maronen, jede Menge Mücken, und zum Schluss eine schöne Krause Glucke (reichlich 1 Kilo). Leider auch hiervon keine Bilder, wir haben direkt alle an ein sehr nettes älteres Dauercamperpaar abgegeben.

Der Helenesee ist von zwei schweren Katastrophen gebeutelt: Strand die komplette Saison gesperrt wegen eines Abrutsches (ehemaliger Tagebau) und die afrikanische Schweinepest, weshalb das komplette Areal zusätzlich eingezäunt werden musste. Der See, die Betreiber und viele dort ansässige Dienstleister (Gastronomen und Tauchschulen) stehen kurz vor dem Ruin. Ich war dort schon als Kind mit meinen Großeltern im Urlaub. Hoffentlich gibt es bald einen Rettungsanker für die Betriebe. Im Moment denkt die Politik wohl nur an die Coronapandemie.

Zurück in Bronkow 14.09.: unser bekannter Pilzkorb war in einer Stunde voll. Jede Menge Rotkappen, Birkenpilze, einige Pfifferlinge, aber hauptsächlich Maronen fanden ihren Weg in den Korb. Wie bereits zuvor geschildert, hatten wir kaum Madenprobleme oder Schneckenfraß. Ausnahme waren wieder die Steinpilze: Von 12 Funden konnten wir nur 3 Kappen retten. 

Partwitzer See 15.09.: Rotkappen satt, die Mutti einer befreundeten Mitcamperin hat sich sehr darüber gefreut. Sie sind auf dem Aufmacherfoto oben zu sehen. Die Parasolschwemme ist vorbei, nur noch wenige alte Exemplare standen am Weg.

Bronkow 16.09.: Diesmal brauchten wir keine Stunde für einen vollen Korb. Neben nachgewachsenen Rotkappen und Birkenpilzen fanden zwei Reizker und viele, viele Maronen den Weg in den Korb. Ein stattlicher Steinpilz, äußerlich tipptopp, war völlig vermadet.

Liebe Grüße von den nach Mittelsachsen heimgekehrten Exurlaubern

Rainer und Kristina"

(3 Fotos © Kristina)

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Südtirol: Die Hallimasche wollen hoch hinaus




Foto rechts: Das sieht man auch nicht alle Tage. Es ist ein efeuberankter und mit Hallimaschen überwachsener alter, kranker Baumstamm. Pilzfreund Fritz aus dem Bodensee-Kreis hat die Kletterkünstler, die wir üblicherweise an Baumstümpfen sehen, in seinem Urlaub in Südtirol fotografiert, und zwar bei der Buschenschenke Haidenhof bei Marling.




Foto: Und diese Safranschirmlinge fand er auf einer Autobahnraststätte während der Rückfahrt aus dem Urlaub nach Deutschland. (2 Fotos © Fritz)

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Ernte vieler Herbsttrompeten bei strömendem Regen in der Woiwodschaft Niederschlesien


Christian schreibt am 29. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem Frust in der Schorfheide haben wir einen Kurzurlaub Niederschlesien eingelegt.

Wir waren auf Totentrompeten aus - und konnten reichlich ernten. Der erste Pilzgang brachte zudem noch gute Hexenröhrlinge und ein paar Pifferlinge und Steinpilze zum Vorschein. Wegen dem Dauerregen mussten wir allerdings überall den Schwamm entfernen.

Liebe Grüße aus Kłodzko/Polanica Zdrój, ehemals Altheide Bad im Kreis Glatz in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Christian«


2 Fotos rechts: Hoffentlich hat Christian diese vielen Totentrompeten nicht getrocknet, denn so durchnässt, wie sie sind, unterliegen sie der sehr großen Gefahr, Schimmel anzusetzen oder faul zu werden. Nasse Pilze eignen sich nicht zum Trocknen. (2 Fotos © Christian)

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Täglich reichlich Pfifferlinge im schönen Småland in Südschweden für Helga und Detlef


Helga und Detlef schreiben am 30. August 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem es hier im schönen Småland geregnet hat, haben wir fast täglich Pfifferlinge. Sie wachsen fast überwiegend an bemoosten Wegrändern zwischen Heidekraut und Blaubeersträuchern (2. Foto rechts). Die Wälder, die wir betreten, sind bis auf wenige Täublinge und Kremplinge fast pilzleer.

Die Pfifferlinge schmecken und die Blaubeeren erst recht. Unsere Hoffnung, in Schweden andere, unbekannte Pilzarten kennenzulernen, erfüllt sich bislang nicht. 

Herzliche Grüße aus Schweden, Helga und Detlef vim Brandenburger Pilzticker«

(2 Fotos © Detlef)

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