Der Urlaubs-Pilzticker: Pilzfotos und Pilz-
nachrichten aus der schönsten Zeit des Jahres



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Übersicht aller bisherigen Urlaubspilzticker




Südtirol: Die Hallimasche wollen hoch hinaus




Foto rechts: Das sieht man auch nicht alle Tage. Es ist ein efeuberankter und mit Hallimaschen überwachsener alter, kranker Baumstamm. Pilzfreund Fritz aus dem Bodensee-Kreis hat die Kletterkünstler, die wir üblicherweise an Baumstümpfen sehen, in seinem Urlaub in Südtirol fotografiert, und zwar bei der Buschenschenke Haidenhof bei Marling.




Foto: Und diese Safranschirmlinge fand er auf einer Autobahnraststätte während der Rückfahrt aus dem Urlaub nach Deutschland. (2 Fotos © Fritz)

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Ernte vieler Herbsttrompeten bei strömendem Regen in der Woiwodschaft Niederschlesien


Christian schreibt am 29. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem Frust in der Schorfheide haben wir einen Kurzurlaub Niederschlesien eingelegt.

Wir waren auf Totentrompeten aus - und konnten reichlich ernten. Der erste Pilzgang brachte zudem noch gute Hexenröhrlinge und ein paar Pifferlinge und Steinpilze zum Vorschein. Wegen dem Dauerregen mussten wir allerdings überall den Schwamm entfernen.

Liebe Grüße aus Kłodzko/Polanica Zdrój, ehemals Altheide Bad im Kreis Glatz in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Christian«


2 Fotos rechts: Hoffentlich hat Christian diese vielen Totentrompeten nicht getrocknet, denn so durchnässt, wie sie sind, unterliegen sie der sehr großen Gefahr, Schimmel anzusetzen oder faul zu werden. Nasse Pilze eignen sich nicht zum Trocknen. (2 Fotos © Christian)

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Täglich reichlich Pfifferlinge im schönen Småland in Südschweden für Helga und Detlef


Helga und Detlef schreiben am 30. August 2020:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem es hier im schönen Småland geregnet hat, haben wir fast täglich Pfifferlinge. Sie wachsen fast überwiegend an bemoosten Wegrändern zwischen Heidekraut und Blaubeersträuchern (2. Foto rechts). Die Wälder, die wir betreten, sind bis auf wenige Täublinge und Kremplinge fast pilzleer.

Die Pfifferlinge schmecken und die Blaubeeren erst recht. Unsere Hoffnung, in Schweden andere, unbekannte Pilzarten kennenzulernen, erfüllt sich bislang nicht. 

Herzliche Grüße aus Schweden, Helga und Detlef vim Brandenburger Pilzticker«

(2 Fotos © Detlef)

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Sehr lesenswert!!

Unvergessliche Pilzabenteuer am Balaton mit 3 Trüffelhunden, Burgundertrüffeln, Nelkenschwindlingen und schönsten Marktpilzen





Foto links: Thomas, der sonst im Pilzticker Baden-Württemberg berichtet, und die Trüffel-Supernase Gomboc, ein Ungarischer Vizsla, haben sich auf Anhieb angefreundet. Die Leidenschaft für Pilze verbindet! (Foto © Miki)

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Foto: In dieser Landschaft, in diesen Wäldern ging Thomas mit auf die - erfolgreiche - Suche nach den Burgundertrüffeln. Jede Nacht gab es Gewitter, so dass die in Ungarn sehr beliebten Nelkenschwindlinge auf den Wiesen prächtige Wachstumszeiten hatten. (9 Fotos © Thomas)

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Markus schreibt am 25. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachfolgend ein Text und einige Fotos von meinem Bruder Thomas von seinem Urlaub in Ungarn:

'Ein kurzer Urlaub am Plattensee (Balaton) in Ungarn versprach Pool, Wein, viel Schlaf und gutes Essen. Aber es wurde noch ein bisschen mehr daraus, nämlich meine erste  Trüffelsuche und Erkenntnisse über den ungekrönten Nationalpilz Ungarns: den Nelkenschwindling (2. Foto rechts, Angebot auf dem Markt in Kaptalantoti). Mehr zu diesem herrlich pilzig schmeckenden Pilz weiter unten. 

Nach mehr als 30 Jahren »in den Pilzen« habe ich endlich die ersten Trüffel erschnüffelt oder besser gesagt erschnüffeln lassen. Hündin Gomboc (d. h. Knödel) und ihre Kolleginnen und Kollegen haben ganze Arbeit geleistet.

Für mich war das eine recht entspannte Angelegenheit; ich war mehr staunender Beobachter denn Akteur. Interessant ist das Zusammenspiel von Hund und Mensch: die Erfahrung macht's. Und die Mischung aus Charakteren: Drei Hunde waren meiner »Schicht« zugeteilt (Miki, der Besitzer, hat acht Hunde).

In Kürze reichlich 200 Gramm Burgundertrüffeln erschnüffelt

Während der kleine schwarze ungarische Hirtenhund gerne in der Nähe seines Herrchens blieb, dafür aber den dichtesten Unterwuchs durchstreifte, war Gomboc, ein ungarischer Vizsla, deutlich großräumiger und mit viel Wegstrecke unterwegs. Beide sind auf dem 4. Foto rechts mit 5 Burgundertrüffeln zu sehen.

Alle drei Hunde (3. Foto rechts, mit Herrchen Miki) haben massenhaft minderwertige Hirschtrüffeln ausgegraben (übrigens heißen Trüffel auf Ungarisch Szarvasgomba, also wörtlich Hirschpilze) - aber eben auch binnen kürzester Zeit reichlich 200 Gramm Burgunder- bzw. Sommertrüffeln. Auf dem 6. Foto rechts ist eine besonders fette zu sehen.

Ohne die Belohnungswürstchen geht es nicht

Mindestens so wichtig, wie das Pilzmesser und den Stab zum Graben dabei zu haben, sind die Würstchen in der Gürteltasche von Herrchen Miki. Es gibt sie zur Belohnung für die emsigen Tiere.

Miki, der Hundeflüsterer, dessen Freundin, die schon als Kind in die Pilze ging, und die Tiere sind ein perfekt eingespieltes Team, das kaum besser harmonieren könnte. Ohne die Würstchen als Belohnung neigen die vierbeinigen Supernasen dazu, die edlen Pilze dem unmittelbaren Eigenverzehr zuzuführen. Hat ein Hund eine Trüffel gefunden, muss er schon mal energisch beiseite gedrückt werden, damit er sie nicht ratzfatz verputzt (5. Foto rechts).

Man möchte es ihnen gönnen, muss es aber doch verhindern, schließlich sollen die köstlichen Trüffeln am Abend aufgetischt werden. Was der Koch in dem Weingut in der Kali-Region am Nordufer des Balaton, wo ich in wunderbarem Ambiente wohnte, dann auch umgesetzt hat:

Zur hausgemachten Tagliatelle gab es reichlich Burgundertrüffeln, die weniger intensiv schmeckten, als sie rochen, was Miki mir schon angekündigt hatte. Eine tolle Pilzerfahrung und ein kulinarisches Erlebnis war meine Trüffelsuche in den Laubwäldern Ungarns!

Die Sommersteinpilze auf dem Markt sind eine Schau

Miki habe ich auf dem Liliom-Piac, dem Lilienmarkt, in der Ortschaft Kaptalantoti kennengelernt, wo unter den ganz hervorragenden Produkten örtlicher Bauern und Bio-Produzenten vor allem der ortstypische Sirup aus beispielsweise Lavendel, Muskatellersalbei oder Himbeeren zu empfehlen ist. Und wo zwischen Paprika, Langosch, Blaufränkischem und Honig was feilgeboten wurde? Richtig, Pilze.

Auch die Grüngefelderten Täublinge sind Marktpilze

Nicht nur wunderbare Sommersteinpilze in ihrer herrlich anzuschauenden vielfach rostroten Variante, sondern auch Pfifferlinge, Perlpilze, Burgundertrüffeln und Täublinge, darunter gesondert die erlesenen Grünfelderigen sowie schönste Fleischrote Speisetäublinge (1. Foto rechts) waren in bester Sortierung zu finden. Und dann der Brot- und Butterpilz der Ungarn: der Nelkenschwindling. Auf ungarisch Mezei Szegfügomba, wörtlich übersetzt: Wiesennelkenpilz.

Man findet ihn überall auf den Wiesen, auf dem Rasen in den Gärten, in Parks, in lichten Wäldern und an Waldrändern, und schon morgens kurz nach Sonnenaufgang sieht man - vor allem ältere - Leute langsamst gebeugt über die Wiesen schreiten und sich permanent und teils für längere Zeit nach diesen ausgezeichnet schmeckenden Pilzen bücken.

Taupilz lautet denn auch einer der ungarischen Zweitnamen dieses beliebten Würzpilzes. Die Ungarn essen Nelkenschwindlinge übrigens bevorzugt kurz angebraten im Frühstücks-Rührei oder in der Suppe. Auch im Pilzpaprikasch oder Pörkelt (was wir als Gulasch kennen) finden sie Verwendung. In meinen Tagen in Ungarn hat es jede Nacht gewittert, und so waren nach reichlich Regen überall massenhaft Nelkenschwindlinge zu finden. Und Menschen, die sie sammeln. Und solche, die sie kaufen.

Viele Grüße an dich und alle Leser des Tickers, Thomas'

Viele Grüße auch von mir, Markus«

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Blau = ungenießbar

Reaktionen

Stefan vom Pilz-Ticker Hessen kommentiert am 27. August 2020:

»Ein kräftiges 'Danke!' für diesen tollen Bericht! Wirklich eine tolle Geschichte, tolle Eindrücke und auch Bilder. Es hat richtig Freude gemacht, den Bericht zu lesen.
Einen lieben Gruß an Thomas und seinen Bruder Markus!«

Nora vom Pilz-Ticker Österreich kommentiert am 27. August 2020:

»Dieser Beitrag ist sehr schön und interessant!«

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2 Fotos: Ich habe Nelkenschwindlinge schon oft als hervorragende Speisepilze, vor allem als Suppenpilze, gewürdigt. Aus der ungarischen Küche ist dieser »Nationalpilz« nicht wegzudenken, findet vielfache Verwendung. Lateinisch heißen sie Marasmius oreades. Oreaden sind in der griechischen Mythologie die Bergnymphen; dem Artnamen oréades liegt der Vergleich des hellen, zierlichen Pilzfruchtkörpers mit dem vorgestellten Erscheinungsbild der Oreadennymphen zugrunde.

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Fehmarn: Den Schuppigen Riesenporlingen gefällt es an der Steilküste


Foto: Schuppige Porlinge oder Schuppige Riesenporlinge kann man auskochen, um eine vielseitig verwendbare Basispilzbrühe zu gewinnen. Man sollte dafür allerdings möglichst junge, noch nicht flach ausgebreitete Fruchtkörper verwenden, da die älteren zunehmend zur Bitterkeit neigen. Ein Foto mit Schuppigen Porlingen im Idealalter gibt es hier, Tageseintrag vom 16. April 2017, eine Bewertung ihrer Brühe hier, Tageseintrag vom 3./5. April 2017. (Foto © Paul)

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Nelli und Paul schreiben am 24. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

bei unserem heutigen Ausflug nach Fehmarn - wir machen derzeit Urlaub an der Ostsee -  haben wir schöne und sehr gut erhaltene Schuppige Riesenporlinge gefunden. Sie hatten einen Durchmesser von über 30 Zentimetern! Fundort war die Steilküste am Katharinenhof.

Mit freundlichen Grüßen Paul & Nelli«


Beim Pilzesammeln in Südschweden auf Du und Du mit einem jungen Elch


Foto: Auch in Småland wachsen zur Freude von Gisela und Detlef die Pfifferlinge, und auch dort trotz Regenmangels und Trockenheit. 


Helga und Detlef vom Pilzticker Brandenburg schreiben am 16. August 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, 

nun sind wir den zweiten Tag in Südschweden, in der historischen Provinz Småland, und müssen feststellen, dass auch hier der Regen fehlt.

Bei den Pilzen und den Elchen hatten wir zwei Zufallstreffer. Detlef sucht den Weg zur Badestelle und kommt mit einigen Pfifferlingen zurück. Und auf der Suche nach gut begehbaren Wäldern steht plötzlich ein junger Elch im Gelände (Foto rechts). Es war für uns ein Glücksmoment.

Da wir hier noch drei Wochen vor uns haben, kann es ja mit dem Regen und den Pilzen noch klappen.

Viele Grüße von den Berlinern Helga und Detlef«

(2 Fotos © Detlef)

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Finnland, Südösterbotten: Ein Prachtkerl von einem Steinpilz und drei Flussbarsche für Simon


Simon vom Pilzticker BaWue schreibt am 15. August 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

hier in Finnland, und zwar in der Region Pohjanmaa, Landschaft Südösterbotten (Südwestfinnland), gibt es zwar viele, meist jedoch schon faulige oder verfaulte Steinpilze. Ein unfassbar schöner, von Maden und Fäulnis verschonter (1. Foto rechts), blieb allerdings für das heutige Mittagessen übrig.

Drei selbstgefangene Flussbarsche (2. Foto rechts) wurden auch schon gegrillt!

Viele Grüße aus Finnland, Simon und Familie«

(2 Fotos © Simon)

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Pfifferlinge und ein Steinpilz aus Pommern


Foto: Diese Pfifferlinge und Steinpilze hat Pilzfreund Christian am 26. Juli 2020 bei Slupsk, ehemals Stolp (Pommern) in Polen gefunden. (Foto © Christian)

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Pilzfreuden in Litauen: »Die ersten Schwammerl im Jahr schmecken einfach am besten!«


Foto: Ein mehr als ordentlicher Fund in einem ganz fremden Wald! Felix und Kathi blitzten die herrlichen Pfifferlinge gleich bei Betreten des Waldes an. (2 Fotos © Felix)

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Kathi und Felix schreiben am 4. Juli 2020:

»Servus lieber Pilzticker Schreiber,

erstmal vielen Dank für die super interessante Homepage.

Meine Freundin Kathi (25) und ich (Felix, 27) sind gerade mit dem Camper durch das Baltikum unterwegs. Unser Heimatrevier sind die Wälder im Oberland.

Heute Morgen haben wir hier in den Wäldern um Druskininkai (Litauen) unser Glück versucht. Wir sind Richtung Osten in den großen Dzukija Nationalpark gefahren und haben an einer geeigneten Stelle angehalten. Kaum im Wald, blitzten uns schon die ersten bildschönen Reherl an.

Innerhalb von zwei Stunden haben wir eine ziemlich beachtliche Menge vorgefunden.
Mit der einen Hälfte haben wir uns eine klassische Pfifferlingspfanne zubereitet. Die andere Hälfte gibt es morgen Früh zum Rührei.

Die ersten Schwammerl im Jahr schmecken einfach am besten!

Schöne Grüße von Kathi und Felix«

Hallo Felix,

in Deutschland ist das Pilze sammeln in Nationalparks streng untersagt; die Rechtsvorschriften für Litauen kenne ich allerdings nicht. Eure mit »Oberland« angegebene Heimat kann ich leider nicht zuordnen, weil es zu viele Oberland-Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt.

Weiterhin so herrliche Speisen und einen schönen Gesamturlaub wünscht Euch

mit besten Grüßen Heinz-Wilhelm


Auch im Urlaub im Salzburger Land kann Armin aus Kassel das Pilzesammeln nicht lassen


Foto: Außer den Pfifferlingen sind die Pilzarten hier nicht erkennbar und werden leider nicht benannt. Spekulativ: eine Steinpilzart, eine Rotkappenart und eine Röhrlingsart (von links nach rechts). (Foto © Armin)

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Armin schreibt am 3. Juli 2020:

»Hallo,

auch im Urlaub in Zell am See in Österreich habe ich gestern nach dem Rechten geschaut. Das Foto zeigt das Ergebnis einer Wanderung auf der Schmittenhöhe bei sehr schwülem Sommerwetter.

Liebe Grüße von Armin aus Kassel«





Herrliche Stockschwämmchen auf dem Feriengrundstück in Nordjütland


Julia schreibt am 28. Juni 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zu unserer Freude durften wir unseren bereits seit längerem gebuchten Dänemark-Urlaub antreten.

Gestern hat die 3-jährige Tochter unserer Freunde auf dem Grundstück unseres Ferienhauses in Nordjütland, Dänemark, auf einem Birkenstumpf ein Büschel Pilze ausfindig gemacht und mir voller Stolz präsentiert.

Beim Anblick der herrlichen Stockschwämmchen (Foto rechts) hat mein Herz einen Riesensprung gemacht und mein Sammelfieber brach spontan aus.

Leider blieb der heutige Streifzug durch die umliegenden Wälder erfolglos. Wir werden aber in den nächsten Tagen erneut unser Glück versuchen.

Herzliche Grüße Julia«

(Foto © Julia)

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Vorarlberg/Lechquellen-Gebirge: Während der Wanderung Steinpilze und Pfifferlinge gesammelt


Foto: Sie standen knapp abseits des Wandersweges Richtung Lech. Gunter und Sibylle fanden während ihrer Wanderung im Lechquellen-Gebirge ganz nebenbei diese Steinpilze sowie die Pfifferlinge auf dem zweiten Foto. (3 Fotos © Gunter)

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Gunter schreibt am 26. August 2019:

»Guten Abend,

heute haben wir die 1. Etappe des Lechwegs vom Formarinsee nach Lech bewältigt. Und was müssen wir nach ca. 1,5 Stunden entdecken? Direkt am Weg der abgeschnittene Stumpf eines Steinpilzes.

Also nichts wie den Hang hoch, nach ein paar Metern gleich zwei etwas ältere Exemplare gefunden, dann nochmal zwei. Übrigens alle fest und in Ordnung.

Bei der nächsten Rast hat meine Frau die gefundenen Pilze gleich kleingeschnitten. Ich habe mich nochmal über den Lech in ein kleines Waldstück begeben. Sofort haben mich Pfifferflinge in Heidelbeersträuchern und am Waldrand Steinpilze begrüßt. Alle Steinpilze habe ich in Steilhängen gefunden. Pfifferlinge gibt es zuhauf.

Auch auf unserer 2. Etappe - zwischen Lech und Warth - haben wir wieder Steinpilze gefunden. Jetzt ist der Kühlschrank im Wohnmobil voll.

Liebe Grüße Sibylle und Gunter«


Foto: Diese vier Steinpilze sind der Fund der zweiten Etappe von Gunter und Sibylle. Gunter dazu: »Jetzt weiß ich auch, warum die Steinpilze heißen.«





Auch in Norwegen hat die Trockenheit den Pilzen arg zugesetzt


Foto: Immerhin ein paar Birkenpilze, einen Teller Pfifferlinge und eine Schale Heidelbeeren hat Wolfgang in den Wäldern von Nord-Trøndelag im südlichen Mittelnorwegen gefunden. (Foto © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 31. Juli 2019:

»Hallo Heinz Wilhelm,

heute mal ein paar Impressionen abseits von Bad Lobenstein, meinem heimatlichen Pilzgebiet in Thüringen.

Ich bin mit Freunden in Mittelnorwegen in der Provinz Nord-Trøndelag. Auch hier hat der heiße, trockene Sommer seine Spuren hinterlassen. Bei über 30 Grad ist das Pilzwachstum mehr als spärlich.

Wo sonst die Wälder voll mit Rotkappen, Birkenpilzen, Orange Graustieltäublingen und natürlich Pfifferlingen sind, ist hier nur mit einer gewissen Ortskenntnis noch ein Sammelerfolg zu erzielen.

Aber als Naturfreund zählt halt mehr der Aufenthalt in dieser traumhaften Natur, als der volle Korb.

Trotzdem reicht es immer noch für eine leckere Pilzmahlzeit mit dem passenden Kompott dazu.

Da es die nächsten zwei Wochen nicht regnen soll, bleibt dann eben nur noch das Kompott. Aber frische Heidelbeeren, Rauschbeeren, Krähenbeeren (beides Heidekrautgewächse) und natürlich die Moltebeeren, die teuerste wild wachsende Beere der Welt, sind immer eine willkommene Entschädigung für fehlende Pilze.

Liebe Urlaubsgrüße von Wolfgang«





Jens' letzter Ferienpilzgang in Polen

Pfifferlinge von nie gesehener Größe - und die Hallimasche sind auch schon da!


Foto: Ein Bild, das in Deutschland dieser Tage undenkbar ist: Jens aus Dresden hat seinen Korb auf einem Pilzgang mit seinem Ferienhausvermieter in der Kaschubei/Nordpolen gut gefüllt. Er staunte nicht nur über Pfifferlingskolosse, sondern auch über die sehr frühen Hallimasche. (Foto © Jens)

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Jens schreibt am 31. Juli 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

hier noch ein kleiner Nachtrag. Unser Ferienhausvermieter lud uns zum Ende unseres Urlaubs auf eine schnelle Pilzrunde ein, auf der wir unseren Korb ganz gut füllen konnten. 

Es gab Pfifferlinge von nie gesehener Größe, ein paar Steinpilze, Maronen und Rotfußröhrlinge. Ein Birkenpilz wanderte auch noch in den Korb. Und es gab zu meinem Erstaunen bereits Hallimasch! Die Rotkappen hingegen haben erst einmal eine Pause eingelegt.

Ich habe den Korb nach langem hin und her an Mirek und Boschenka verschenken dürfen, was wirklich schwer war. Denn er wollte unbedingt mit mir teilen.

Viele Grüße Jens«


Gemopste Rotkappen - und trotzdem kugelrunde Pilzpfannengenießer in der Kaschubei (Polen)


Foto: Das Pilzesammeln macht einfach Spaß. Diese schönen Mischpilze sammelte Jens mit seiner Tochter am Sonntag, 21. Juli.


Jens schreibt am 22. Juli 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir senden noch einmal viele Urlaubsgrüße aus Kaszuby.

Die Rotkappen sprießen direkt unter dem Haus. Auch Steinpilze gesellen sich seit heute dazu. Der erste Korb ist von gestern, also Sonntag. Der zweite (Foto rechts) mit der großen Rotkappe ist die Nachlese von heute.

Komischerweise hat die Rotkappen am Straßenrand jemand gemopst. Kugelrund von der Pilzpfanne mit Salzkartoffeln liegen wir jetzt im Sessel! Die Pilze brate ich nur mit viel Butter und Salz. So schmeckt es am besten.

Viele Grüße Jens«

(2 Fotos © Jens)

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Was gibt es Schöneres, als im Urlaub in Nordpolen zusammen mit der kleinen Tochter Pilze zu sammeln?


Jens schreibt am 20. Juli 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute sende ich viele Urlaubsgrüße aus der Kaschubei (Kaszuby), ein wald- und seenreiches Gebiet westlich von Gdansk (Danzig). Die Region bildet die östliche pommersche Seenplatte und ist benannt nach den dort lebenden Kaschuben.

Bei Kartuzy, etwa 30km westlich von Gdansk (Danzig), habe ich heute einen schönen bunten Korb füllen können. Hier gab es viele Goldröhrlinge und Birkenpilze, ein paar Maronen und Ziegenlippen, Scheidenstreiflinge und zwei Steinpilze für uns.

Auf dem Weg zum Bad im See „Brodno Male“ habe ich noch eine schöne Rotkappe gefunden. Meine 6-jährige Tochter hat dann ein Stück weiter noch Nachwuchs entdeckt. Die vier ganz kleinen lassen wir noch wachsen und essen sie dann zusammen mit den Goldröhrlingen, die hinter dem Haus im Hexenring wachsen.

Viele Grüße, Jens aus Dresden, zur Zeit in Polen«

(2 Fotos © Jens)

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Foto: Die langen Lulatsche mit den dünnen Stielen sind Rotbraune Scheidenstreiflinge, gute Speisepilze, die aber ausreichend gegart werden müssen. Die quergeschnittenen Hälften gehören zu einem Steinpilz.






Ein Sommersteinpilz genießt den Ausblick auf den Luganersee


Foto: Der Sommersteinpilz genießt noch einen Ausblick auf den Luganersee, bevor Martin feststellen musste, dass er leider mehr versprach, als er hielt. (Foto © Martin)

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Martin schreibt am 30. Mai 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich nutzte das verlängerte Wochenende über Christi Himmelfahrt für einen Kurzurlaub mit meiner Familie. Uns zog es von St.Gallen nach Ponte Tresa. Ponte Tresa liegt am Luganersee sowohl auf Schweizer als auch auf italienischer Seite.

Einen kurzen Abstecher in den Wald konnte ich mir natürlich nicht verkneifen - und fand prompt meinen ersten Sommersteinpilz. Leider war er total vermadet.

Das Foto entstand auf dem Hotelbalkon.

Grüße an alle Pilzfreunde Martin






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