Pilz-Ticker-Sachsen



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Exklusiv: Peter Rohlands Pilztouren





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Fliegenpilz flüchtet sich grundlos in Unterstand


Fliegenpilz im Unterstand; Foto Daniel 3.10.26

Foto links: Dieser kleine Fliegenpilz hat sich einen Unterstand gesucht, wohl um sich in seiner Kindheit behaglicher zu fühlen. Mit einiger Fantasie könnte man die Behausung, wie Fotograf Daniel meint, sogar ein "Hobbit-Haus" nennen, was gar nicht so weit hergeholt ist. Warum der Pilz allerdings Schutz sucht, bleibt rätselhaft, denn ungemütliches Wetter kann unmöglich der Grund sein. Im Landkreis Leipzig, wo Daniel den Kleinen entdeckte, fehlt es an Regen noch und noch. (Foto © Daniel)

3. Oktober 2026

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Das ist keine schöne Nachricht: In Volkmars Revier bei Kamenz fasst die Falsche Rotkappe Fuß


Korb voller Krauser Glucken; Foto Volkmar 7.9.26

Volkmar schreibt am 8. September 2026:

"Hallo,

nach nur einer Woche habe ich wieder Neuigkeiten aus der Nähe von Kamenz.

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, aber nun ist sie auch bei uns angekommen, die Falsche Rotkappe. Wie sich das Ganze in den nächsten Jahren entwickelt, wird sich zeigen. Dieser Pilz steht ja im Verdacht, einheimische Arten zu verdrängen.

Für den Sammelkorb gab es wieder reichlich Krause Glucken (liegen im Korb links im Bild obenauf). Außerdem sind auch viele Steinpilze zu finden, von denen aber fast alle extrem madig waren.

Ansonsten hat die Artenvielfalt zugenommen. So landeten noch Maronenröhrlinge, Sandröhrlinge, Pfifferlinge, Perlpilze, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Birkenpilze, Apfeltäublinge, Rotbraune Scheidenstreiflinge und Butterröhrlinge im Sammelkorb.

Beim Hexenröhrling finde ich jetzt auch öfter mal welche mit wenig Rottönen

Man darf auf die nächsten Wochen gespannt sein.

Viele Grüße Volkmar"

(2 Fotos © Volkmar)

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Steinpilz-Collage; Foto Volkmar 7.9.26

Collage: Längst nicht alle Steinpilze präsentierten sich in so gutem Zustand wie diese insgesamt sechs Exemplare. Viele waren schon hoffnungslos zerfressen und umgefallen. (Collage/4 Fotos © Volkmar)


Flockis ohne und mit Rottönen; Foto Volkmar 7.9.26



Foto links: Auffällig, dass so mancher Flockenstieliger Hexenröhrling so gut wie keine Rottöne trug, sondern stark ins Gelbe ging wie das Exemplar links. Man hält sie dann gerne für Netzstielige Hexen, doch beide auf dem Foto sind Flockenstielige. 







Sehr lesenswert! Volkmars vielseitiges Pilzwochenende bei Kamenz und Oßling

Erst Parasolpulver mahlen, dann einen extrem seltenen Röhrling ablichten, danach Krause Glucken aus dem Wald schleppen


Parasolenwald; Foto Volkmar 31.8.26

Volkmar schreibt am 31. August 2026:

"Hier ein kleiner Bericht der letzten zwei Tage. Bei uns im Ort war Dorffest, da hatte ich keine Zeit, es früher zu schicken… 😉

Zuerst war ich in den Wäldern bei Kamenz. Dort zeigten sich allerdings noch gar keine Speisepilze. Auf dem Rückweg entdeckte ich aus dem Auto heraus eine große Gruppe Parasole. Wir nutzen diese vorzüglichen Pilze gerne, um Pilzpulver herzustellen. Wie man auf den Fotos erkennen kann, bestehen Pilze aus bis zu 90% Wasser.





535 Gramm gereinigte frische Parasolstücke; Foto Volkmar 31.8.26
49 Gramm Parasolpulver bleiben; Foto Volkmar 31.8.26

2 Fotos: Von 535 Gramm frischen Parasolstücken blieben nach Trocknen und Schroten gerade mal 49 Gramm Parasolpulver übrig. Was sich dennoch gelohnt hat, denn ihr Würzpulver gibt Pilzsaucen und -suppen ein herrliches nussig-mildes Aroma. 


Später kam die Nachricht von einem Pilzfreund, dass mal wieder ein relativ seltener Pilz in unser Gegend gefunden worden sei. Das kann man wohl sagen! Es handelte sich nämlich um den extrem seltenen Erlengrübling, den ich dann vor Ort auch begutachten und fotografieren konnte. Wobei das eine Exemplar bereits aus dem Erdboden gelöst war, als ich am Fundplatz ankam. 


Erlengrüblinge, extrem selten; Foto Volkmar 31.8.26

Foto: Ein extrem seltener Pilz ist der Erlengrübling, der auf dieser Website in ihrem 17. Bestehensjahr zum ersten Mal gezeigt wird. Volkmar hat das bereits entnommene Exemplar, das offenbar von einem ahnungslosen Waldgänger aus der Erde gerissen worden war, dem noch wachsenden an die Seite gelegt. Der in feuchten Auwäldern fast immer bei Erlen wachsende Röhrenpilz hat den höchsten Schutzstatus nach dem Bundesnaturschutzgesetz bzw. der Bundesartenschutzverordnung und darf nicht entnommen werden. Andernfalls droht eine sehr hohe Geldstrafe. 


Korb mit Krausen Glucken und Steinpilz; Foto Volkmar 31.8.26
Krause Glucke (li.) und Bauchwehkoralle (re.); Foto Volkmar 31.8.26

Abschließend ging es dann noch auf eine ausgedehnte Pilztour rund um Oßling. Erfahrungsgemäß machen hier zur Hauptsaison die Krausen Glucken den Auftakt. Wie man sehen kann, nahmen sie neben geringen Funden von Birkenpilz, Fichtensteinpilz, Pfifferling, Roter Heringstäubling, Orangefarbener Graustieltäubling und Butterröhrling den meisten Platz im Pilzkorb ein (siehe 1. Foto links).

Da auch eine Bauchwehkoralle am Fundort stand, bot es sich an, dass ich eine Krause Glucke zum Vergleich mal neben sie gelegt habe (2. Foto links). 

Insgesamt war das Wochenende ein gelungener Start in die Hauptsaison!

Viele Grüße sendet Volkmar"

(7 Fotos © Volkmar)

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Rot = giftig





Volkmars Gesamtfund; Foto Volkmar 31.8.26

Foto: Volkmars gesamter Fund in der Übersicht: Mächtig Oberhand haben die Krausen Glucken, dazu gesellten sich Steinpilze groß und klein, fünf Butterpilze, Roter Heringstäubling und Graustieltäubling, ein paar Pfifferlinge und drei Birkenpilze (im Uhrzeigerverlauf). 





Wilhelmine ist sehr stolz auf ihre Parasolfunde im Landkreis Leipzig


Wilhelmine ist stolz auf ihre Parasolen; Foto Daniel 29.8.26

Daniel schreibt am 29. August 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem es bei uns im Landkreis Leipzig in den letzten zwölf Tagen knapp 50 Liter Regen gab, geht es so langsam los mit den Pilzen. Von großer Vielfalt kann zwar noch keine Rede sein, aber immerhin konnten wir schon eine Handvoll kleine zarte Lungenseitlinge erbeuten und gerade eben noch eine ordentliche Menge an Parasolen in allen Wachstumsstadien ernten. Wilhelmine ist sehr stolz auf ihre Funde, wie das Foto rechts veranschaulicht.

Auf eine ertragreiche Pilzsaison!

Liebe Grüße

Daniel und Familie"

(3 Fotos © Daniel)

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Viele Parasole für Wilhelmine; Foto Daniel 29.8.26

Foto: Erst die Nelkenschwindlinge, dann die Wiesenchampignons, dann die Parasole: in dieser Reihenfolge erscheinen in aller Regel die Pilze, nachdem ergiebiger Regen lange Trockenheit abgelöst hat. Wilhelmine konnte sich über den großen Fund am meisten freuen. 


Lungenseitlinge mit Pilzjägermesser; Foto Daniel 29.8.26

Foto: Junge, frisch gewachsene Lungenseitlinge sichern rundum das Fachmesser von "Pilzjäger Daniel". 





Kamenz: Acht Pilzarten für Volkmars Korb, eine nur fürs Auge


Korb mit Pfifferlingen, Täublingen und ; Foto Volkmar 27.7.26

Volkmar schreibt am 28. Juli 2026:

"Heute ging es mal vorzugsweise in den Laubwald bei Kamenz. Gefunden habe ich ein paar Pfifferlinge sowie Frauentäublinge, Papageientäublinge, Grüner Speisetäublinge und Fleischrote Speisetäublinge. An einzelnen Röhrlingen landeten Ziegenlippe, Rotfußröhrling und Hainbuchenraufußröhrling in meinem Korb, siehe das Foto rechts.

Zudem konnte ich noch etwas Seltenes für unsere Gegend finden, nämlich den Laubwaldanhängselröhrling, den es in Form eine Drillings vorschriftsgemäß allerdings nur fürs Auge gab.

Grüße Volkmar"

(Foto © Volkmar)

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Kamenz: Volkmar freut sich über den ersten Pfifferlingsfund 2026


Erster Pfifferlingsfund 2026; Foto Volkmar 20.6.26

Volkmar schreibt am 20. Juni 2026:

"Heute machte ich mich auf die Suche nach Pfifferlingen im Raum Kamenz. An meiner bekannten Stelle konnte ich wirklich schöne Exemplare entdecken (Foto rechts). Es war keine große Ausbeute, aber ein guter Anfang ist gemacht.

Beste Grüße sendet Volkmar"

(Foto © Volkmar)

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Alle Jahre wieder findet Mario seine geliebte Brunnenkresse für Butterbrote


Brunnenkresse; Foto Mario 22.3.26



Foto rechts: Die alljährlich obligatoriscshe Brunnenkresse im Werdauer Wald hat Pilzfreund Marion aus Werdau auch in diesem Frühjahr wieder gesammelt. "Sie gedeiht schon prächtig, so dass wir bereits einige Butterbrote mit diesem köstlichen und gesunden Gemüse belegen konnten", berichtet er. (Foto © Mario)

22. März 2026

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Pilznachhut im winterlichen Werdauer Wald


Späte Kuhröhrlinge; Foto Mario 31.12.25

Mario schreibt am 31. Dezember 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach einem spannenden Pilzjahr wünsche ich dir einen guten Rutsch in das neue Jahr. Bleib schön gesund! 

Ich hoffe auf weitere spannende Artikel und ein erfolgreiches 2026.

Mit lieben Grüßen

Mario aus Werdau"

(Foto © vermutl. Ackerlinge, Mario)

Lieber Mario,

das gleiche wünsche ich auch Dir und Deiner Familie!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Mit den Frostschnecklingen und Austernseitlingen sind die ersten Winterpilze bei Kamenz da


Korb mit Forstschnecklingen und Austernpilzen; Foto Volkmar 19.11.25



Kamenz - Die ersten Winterpilze - Frostschnecklinge und Austernseitlinge - hat Volkmar bei Kamenz gefunden. "Durch den ersten Frost ist die Hauptsaison wohl vorbei und die Winterpilze kommen", schreibt er. (Foto © Volkmar)

19. November 2025

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Noch schöne Steinpilze bei Torgau


Später Fund bei Torgau; Foto Daniel 14.11.25

Daniel schreibt am 14. November 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

die Röhrlingssaison neigt sich dem Ende zu. Aber nach einer Stunde Waldspaziergang haben wir bei Torgau doch noch eine kleine Pilzmahlzeit zusammen bekommen. Es gibt momentan viele überständige Pilze, wie Flockenstielige Hexenröhrlinge.

Ansonsten haben wir noch schöne Steinpilze, Safranschirmpilze, Maronen, einen Butterpilz, einen Perlpilz und einen Violetten Rötelritterling gefunden (Foto rechts). Wir lassen es uns schmecken.

Im Übrigen haben wir viele überständige Austernpilze sowie Nebelgraue Trichterlinge (Nebelkappen) gesehen.

Liebe Grüße aus dem Sachsenland

Daniel und Familie"

(2 Fotos © Daniel)

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Nebelkappen (Nbelgraue Trichterlinge); Foto Daniel 14.11.25

Foto: Die Nebelgrauen Trichterlinge wachsen gemäß der Jahreszeit momentan viel. Es nützt uns aber wenig, denn sie wurden etwa ab dem Jahr 2000 als nicht essbar eingestuft. Diese Empfehlung übergeordneter Pilzorganisationen beruht darauf, dass Ende der 1990er Jahre bei dieser Pilzart das Gift Nebularin nachgewiesen wurde. Es blockiert die Wirkung von Adenosin, das u.a. Einfluss auf die Herzfrequenz hat und Entzündungen reguliert. 





Warum sammelte bloß niemand die vielen, vielen Steinpilze in der Dahlener Heide?

Ein Schauspiel ohnegleichen: Massenhaft Steinpilzleichen - und viele junge schieben nach!


Steinpilze mit Korb; Foto Thomas 31.10.25

Foto: Es kommen junge knackige Steinpilze unter Rotbuchen nach in der Dahlener Heide. Thomas berichtet von geradezu sagenhaft großen Steinpilzfriedhöfen in den dortigen Kiefern- und Eichenwäldern. Warum hat die herrlichen Steinpilze keiner abgeholt? Das 2. Foto zeigt einen kapitalen Flockenstieligen Hexenröhrling, der natürlich in den Korb wanderte. 


Schöner Flockenstieliger Hexenröhrling; Foto Thomas 31.10.25

Thomas schreibt am 31. Oktober 2025:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

im Moment befinden wir uns wieder in unserem Herbsturlaub in der Dahlener Heide. Den Bericht zuvor kann ich nur bestätigen, da wir in den Kiefern- und Eichenwäldern Massen von Riesensteinpilzen gesehen haben. Ein Schauspiel ohnegleichen.

Aber auch vom kräftigen Nachwachsen der Steinpilze kann ich erfreulicherweise berichten. Unter den Buchen findet man jetzt nochmal die besten Exemplare!

Ansonsten gibt es auch reichlich Hallimasch, Flockenstielige Hexenröhrlinge sowie nicht wenige Maronenröhrlinge und Reizker. 

Besten Gruß Thomas"

(2 Fotos © Thomas)

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Trotz der starken Nässe findet Mario im Werdauer Wald allerhand gute Pilze


Marios Fund; Foto Mario 29.10.25
Bunte Pilzpfanne; Foto Mario 29.10.25

2 Fotos: Mario fand im Werdauer Wald trotz der starken Durchnässung viele Pilze, die in einer bunten Pfanne zubereitet wurden und ein schmackhaftes Pilzgericht ergaben. (2 Fotos © Mario)

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Mario fand am 29. Oktober folgende Pilze:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

vergangenen Mittwoch am späten Nachmittag hat es mich wieder einmal in den Werdauer Wald gezogen.

Die letzten Tage waren immer sehr nass und ich befürchtete, dass es kaum noch etwas an Pilzen geben würde. Ich war rund eine Stunde unterwegs und freute mich, an meinen Lieblingsstellen doch allerhand gefunden zu haben. Rotfußröhrlinge, Maronenröhrlinge,  Violette Rötelritterlinge, Schusterpilz und Steinpilze sind in den Korb gelandet. Wir konnten eine wunderbare farbenfrohe Pilzpfanne genießen.

Mit lieben Pilzgrüßen

Mario aus Werdau"


Ein Erntehelfer aus dem Wallis für Sachsen

Baeri staunt: Warum sammelt im Landkreis Mittelsachsen eigentlich niemand die Steinpilze?


PIlzkorb im Herbst; Foto Baeri 25.10.25

Foto: Bunter Pilzkorb auf buntem Waldboden. Neben diesen fand Baeri viele überständige Steinpilze und wunderte sich, warum die eigentlich kein Mensch abgeholt hat. 


Baeri aus dem Wallis schreibt am 26. Oktober 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

meine Pilzreise durch den grossen Kanton geht weiter. Nach dem Nationalpark Bayerischer Wald suche ich mittlerweile in Sachsen Pilze.

Gestern, am Samstag, in der Nähe von Frankenberg im Landkreis Mittelsachsen, war das Pilzalter je nach Waldstück sehr unterschiedlich. Von sehr vielen überständigen Steinpilz-Riesen am Vormittag (warum sammelt die hier eigentlich niemand?) bis zu frisch gewachsenen Maronen, Birkenpilzen, Schafspilzen, Ziegenlippen, Steinpilzen, violetten Lacktrichterlingen und Herbstlorcheln am Nachmittag (Entfernung ca. 3 Kilometer) gab es dann doch nach einen schöne bunte Pilzpfanne.

Viele Grüsse Baeri"

Rot = giftig


Bunter Pilzkorb; Foto Baeri 26.10.25

Foto: Aus dem bunten Pilzkorb mit dem bunten herbstlichen Pilzfund zauberte Baeri sich eine bunte Mischpilzpfanne. (2 Fotos © Baeri)

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Im Landkreis Zwickau zieht das Wachstum vor allem der Röhrlinge zu Scuttles Freude an


Schöner Herbstfund; Foto Scuttle 5.10.25

Foto: Ein schönes Gemälde mit herbstlichen Pilzen, Pilzmesser sowie Eichenzweigen und einem Lärchenzweig legt uns Scuttle hier vor. Mit gutem Pilzwachstum setzt sie auf diese Woche. (Foto © Scuttle)

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Scuttle schreibt am 5. Oktober 2025:

"Lieber Heinz Wilhelm,

ich war in den letzten Wochen mehrmals im Zwickauer Land im Wald - es gab nichts. Der wenige Regen und die Temperaturen waren mit Sicherheit dafür verantwortlich.

Heute Morgen unternahm ich erneut einen Anlauf. Es ist mittlerweile recht feucht im Wald. Dennoch scheint das Regenwasser den Boden noch nicht ausreichend für Pilzwachstum durchdrungen zu haben, denn am ehesten wurde ich an den Rändern fündig.

Ich fand ganz viele Birkenpilze, einige Steinpilze, Maronen, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Fichtenreizker, Pfefferröhrlinge und Flaschenstäublinge. Nach drei Stunden war mein Körbchen gut gefüllt.

Ich denke, es geht in der nächsten Woche nochmal richtig los. Schön wär's! :)

Liebe Grüße

Scuttle"


Altdöbern/Lausitz: Der ganze Wald voller Falscher Rotkappen


Ein Korb voller Falscher Rotkappen; Foto Horst 3.10.25

Foto: Das Körbchen hätte sogar noch voller werden können, so viele Falsche Rotkappen fanden Horst & Mitsammler in der Lausitz. Höchstwahrscheinlich von hier aus hat die aus Nordamerika stammende Pilzart ihre Verbreitung über Mitteldeutschland bis hin nach Schleswig-Holstein und Westniedersachsen begonnen. Der Pilz wächst oft in Gruppen (2. Foto). (2 Fotos © Horst)

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Falsche Rotkappen im Wald; Foto Horst 3.10.25

Horst schreibt am 3. Oktober 2025:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

Pilzfreund Horst aus dem Erzgebirge meldet sich nach langer Zeit wieder einmal von einer Ausfahrt in die Lausitz bei Altdöbern. In der Hoffnung, dort mehr Pilze zu finden als zur Zeit im Erzgebirge und Vogtland. Wir fuhren zu dritt in unser durchaus bekanntes Steinpilz- und Maronengebiet.

Die ersten Funde ließen nicht lange auf sich warten. Doch es handelte sich um jene Art, die ich vor drei Jahren schon mal in der Lausitz entdeckt hatte, nämlich die sogenannte Falsche Rotkappe. Damit hätten wir unser gesamtes Auto vollladen können. Die Angaben über den Speisewert dieses Pilzes sind ja immer noch unklar.

So habe ich nur zwei Exemplare für unsere Ausstellung mitgenommen, während mein Kollege einen Korb füllte und sie sich mal schmecken lassen wollte. Ansonsten gab es herzlich wenig, nämlich vorwiegend ältere Steinpilze, Maronen und Butterpilze.

Wie fällt die Beurteilung dieser Rotkappe mittlererweile aus?

Mit freundlichen Grüßen Horst"

Hallo Horst, 

eine Verzehrempfehlung durch die Pilzsachverständigen der DGfM zu diesem aus Nordamerika eingewanderten Pilz gibt es nicht, aber auch kein ausgesprochenes Verzehrverbot. Die Pilzart gilt als essbar. So bleibt es jedem selbst überlassen, wie er damit umgeht. Sie soll wohlschmeckend sein. Um eventuellen Unverträglichkeiten vorzubeugen, sollte man - zumindest bei den ersten Verköstigungen - nur eine geringe Menge essen. 

Viele Grüße Heinz-Wilhelm





Katrin bei Bischofswerda im Pilzglück: «Was sind doch Pfifferlinge für treue Seelchen»


Mischpilzfund; Foto Katrin 1.10.25

Foto: Nichts im Tharandter Wald (Erzgebirgsvorland im Raum Dresden), dafür so einiges an den altbekannten Plätzen bei Bischofswerda: Für Katrin hat sich die lange Reise gelohnt, sie fand schöne Pilze für eine Mischpilzpfanne. Auf dem 2. Foto sehen wir sie mit einem Steinpilz. Ein schönes Motiv!


Katrin mit Steinpilz; Foto Katrin/Privat 1.10.25

Katrin schreibt am 1. Oktober 2025:

"Liebe Pilzfreunde,

mein Ausflug in den Tharandter Wald war so enttäuschend, denn es war nicht ein Pilz zu finden. Großflächige Forstarbeiten haben wohl alles zerstört.

Da ich gerade Urlaub habe, bin ich heute den langen Weg nach Bischofswerda gefahren, um mein dortiges altbekanntes Revier aufzusuchen. Es hat sich gelohnt! Bei Sonnenschein und kühlem Wind wurde ich fündig.

Zwei wunderschöne Steinpilze, Rotkappen, Birkenpilze, Butterpilze, einige Goldröhrlinge, Safranschirmling und Rotfüßchen waren meine Ausbeute. Den Höhepunkt aber bildeten die Pfifferlinge an den alten Stellen. Was für treue Seelchen! 😀

Herzliche Waldgrüße sendet Katrin aus Klipphausen"


Pfifferlingsfund; Foto Katrin 1.10.25

Foto: Über die schönen Pfifferlinge freute sich Katrin am meisten, weil sie an altbekannter Stelle wuchsen, die "treuen Seelchen". (3 Fotos © Katrin)

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