Pilz-Ticker-Sachsen



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Ein Maronenröhrling in der Laußnitzer Heide bot Julian die Hand zum Gruße an


Foto: Der Maronenröhrling hat sich in der Laußnitzer Heide einen erhabenen Ausguck als Wohnsitz ausgewählt. Für Julian sah das beinahe aus, »als wolle er einem die Hand reichen«. (Foto © Julian)

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Julian schreibt am 15. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe heute eine Tour durch die Laußnitzer Heide bei Dresden gemacht. Gefunden habe ich einige Maronen, Parasole und ein paar Herbstrotfüße

Bei dem dürftigen Pilzwachstum kam es mir entgegen, dass sich ein Maronennröhrling so auffällig auf einem Baumstumpf präsentierte. Man konnte beinahe meinen, er wolle einem die Hand reichen. 

Viele Grüße Julian«


Zwickauer Land: Am 12. November war der Korb erstmals in diesem Jahr ordentlich gefüllt


Lutz schreibt am 13. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war gestern im Rümpfwald, Zwickauer Land, unterwegs und hatte erstmalig dieses Jahr meinen Korb ordentlich gefüllt.

Es waren größtenteils Maronen (zwei Fotos rechts), aber auch einige Steinpilze dabei. Einem Wildschwein bin ich auch begegnet. Zum Glück hatte es genau soviel Angst vor mir wie ich vor ihm.

Viele Grüße Lutz«

(2 Fotos © Lutz)

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Scuttle wird in ihrem Zwickauer Wald von vielen schönen Maronen überrascht


Foto: Mit so vielen und so guten Maronenröhrlingen hatte Scuttle gar nicht mehr gerechnet, so tief im November.


Scuttle schreibt am 10. November 2018:

»Lieber Heinz Wilhelm,

wie verrückt ist es denn, bis in den November hinein die tollsten Maronen zu finden? Hinzu bei meinem Waldgang heute Morgen um Zwickau kamen noch zwei Pfefferröhrlinge und drei Birkenporlinge.

Auch wenn es mit Artenvielfalt nicht weit her war, es war ein toller Spätherbsttag mit jeder Menge frischer Luft und Entspannung. Sollte das Pilzesammeln etwa noch weitergehen?

Bis bald Scuttle«

(2 Fotos © Scuttle)

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Tharandter Wald: Für die Garnitur der Hirschhüfte hat es gereicht


Jens schreibt am 10. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

viel gab es nicht im Tharandter Wald heute. Fünf Maronen, einen Birkenpilz und die Reste von einem Steinpilz, an dem sich schon so manches Waldtier vergnügt hatte. Für die Garnitur der Hirschhüfte hat es aber gereicht.

Viele Grüße Jens«

(Foto © Jens)

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Stramme erzgebirgische Staa'pilze für Hermann


Foto: Stramm sind sie, Hermanns Staa'pilze, aber wie man sieht, hatten manche auch schon Besuch von Schnecken und Nagern. (2 Fotos © Hermann)

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Hermann schreibt am 8. November 2018:

»Glückauf, lieber Heinz-Wilhelm,

bei relativ milder Witterung habe ich in meinem Pilzrevier bei Aue/Zschorlau einige stramme Staa'pilze gefunden. Die Würmer hatten bei ihnen nur geringe Chancen, dafür haben es sich bei einigen die Schnecken und Nager gut gehen lassen. Alle Pilze standen unweit von Rotbuchen.

Viele Grüße von Schwammefreund Hermann«

 

Foto: Ein besonders schönes, von hungrigen Waldtieren verschontes Prachtstück hat Hermann an den Stamm einer Rotbuche gelehnt.






Dresdner Heide: Ein Spaziergangssteinpilz von 782 Gramm für Undine

Undine schreibt am 4. N ovember 2018:

»Hallo liebe Pilzgemeinde, 

nur mal schnell in die Dresdener Heide spazieren gehen... Dann bin ich doch neugierig geworden - und ab in den Busch parallel zum Weg. Und dann dieser Fund! Ich kann es immer noch nicht glauben.

Grüße aus Dresden-Stetzsch von Undine«

(Foto © Undine)

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Ohorn: Endlich einmal ein gut gefüllter Korb für Jens


Jens schreibt am 3. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich wieder einmal bei Ohorn unterwegs, einer kleinen Gemeinde rund 30 Kilometer westlich von Bautzen an der A4. 

Diesmal konnte ich mein Körbchen ziemlich gut mit Maronen füllen, eine Flockenstielige Hexe und fünf schöne Birkenpilze gehörten auch zu meiner Ausbeute.

Zwei ältere Spaziergänger waren richtig erstaunt über meinen Fund (Foto rechts), als ich aus dem Wald kam.

Viele Grüße Jens«

(Foto © Jens)

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Zwickau: War der kernige Steinpilz schon ein Geschenk zum Saisonabschied für Scuttle?


Scuttle schreibt am 31. Oktober 2018:

»Lieber Heinz Wilhelm,

das schöne Herbstwetter lockte auch mich noch einmal in den Wald um Zwickau. In den letzten zwei Wochen hattte es ja endlich ab und zu geregnet. So schien es mir nicht ganz aussichtslos, dass noch Pilze wachsen würden.

Nun, ich fand im Hochwald einen einzigen Steinpilz, nämlich den, der auf dem Foto rechts zu sehen ist. War es vielleicht der letzte für dieses Jahr?

Auf jeden Fall fühlen sich derzeit die Hallimasche so richtig wohl. Sie standen reichlich, waren jung und frisch und hatten beste Qualität (das Foto darunter).

Ein paar einzelne kleine frische Maronen kamen noch hinzu und so war die Pilzmahlzeit perfekt. 

Ich wünsche Euch allen noch viel Glück im Wald! 

Scuttle

P.S. Deine Pilzticker-Seite ist übrigens perfekt, vielen Dank für deine Arbeit!«

(2 Fotos © Scuttle)

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Laußnitz: Neben vielen Pilzsammlern wartete auch ein perfekter Steinpilz auf Jens


Jens schreibt am 31. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die Maronen wachsen bei Laußnitz unweit von Königsbrück im Landkreis Bautzen.

Der Wald war am heutigen Reformationstag voll von Pilzsammlern, es waren so viele wie nie. Einen wunderschönen Steinpilz und eine kleine Flockige Hexe gab es noch als Zugabe. Es schien mir fast, als hätte der Steinpilz an einer meiner bewährten Stellen wahrhaftig schon auf mich gewartet.

Die Maronen gab es gleich zum Mittag, und zwar zum Kartoffel-Wurst-Auflauf. Der Steinpilz wird getrocknet und für eine besondere Gelegenheit aufgehoben.

Viele Grüße Jens«

(Foto © Jens)

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Ein später Dresdner Steinpilzriese



2 Fotos: Einen vor allem für die Jahreszeit außergewöhnlich großen und qualitativ guten Steinpilz hat Peter heute im Umland von Dresden gefunden.

Das Foto rechts mit dem Längsschnitt veranschaulicht, dass er vollkommen unversehrt war. (2 Fotos © Peter/Privat)

(28. Oktober 2018)

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Herrliche späte Rotkappen in der Neuen Harth - und die Hoffnung auf die edlen Kiefernblutreizker lebt


Foto: Auf einen solchen Anblick hat nicht nur Rolf dieses Jahr lange warten müssen in der Neuen Harth südlich Leipzig. Fast schon im November, ist es endlich so weit: die Rotkappen stehen prächtig, sind noch vom Morgentau benetzt. (Foto © Rolf)

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Rolf schreibt am 28. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem es nun doch endlich mal etwas Wasser von oben gab, musste ich doch mal schauen, ob es sich die Pilze doch noch mal zum Guten für mich überlegen würden.

Nun, viel war es nicht, aber ich war zufrieden mit schönen Rotkappen, die es heute Abend in einer leckeren Pilzpfanne gibt.

Unterdessen warte ich aber immer noch auf die leckeren Kiefernblutreizker, die letztes Jahr auch spät dran waren. Es soll ja wieder wärmer werden, vielleicht klappt es noch.

Liebe Grüße Rolf«


Endlich Pilze in Hoyerswerda! Und beim verirrten Pilzopa prangten herrliche Rotkappen im Korb


Klaus schreibt am 28. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

schon seit Jahren schaue ich immer gerne auf dieser Seite vorbei. Nach Kurzlektüre des Pilztickers habe ich mich vorhin fix auf den Weg gemacht.

Nach mehreren so gut wie erfolglosen Versuchen im Herbst hatte ich heute mein kleines Glück. Ich fand einen schönen Steinpilz, zwei wunderbare frische Kiefernblutreizker, einige Birkenpilze, ein paar Goldröhrlinge und Butterpilze. Der Fundort lag zwischen Hoyerswerda und Bernsdorf am Rande des Dubringer Moores. Derzeit braten die Pilze gerade als schöne Beigabe zum Gulasch.

Nebenbei konnte ich bei meinem Waldgang noch einem Opa in die Zivilisation zurückhelfen, der sich verirrt hatte. Er hatte herrliche Rotkappen im Korb!

Es geht also wohl gerade los mit den Pilzen...?

Glückauf und viele Grüße aus Hoyerswerda!

Klaus«

(Foto © Klaus)

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Auch Jens freut sich über einen schönen Fund im Tharandter Wald


Foto: Fein säuberlich, wie er es immer tut, hat Jens seine Pilze in den Korb gelegt. Neben einem stattlichen Steinpilz, Maronen und Birkenpilzen war dies auch ein einsamer Goldröhrling, wohl der letzte Vertreter seiner Art in diesem Jahr. (Foto © Jens)

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Jens schreibt am 27. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wie Andreas auch, habe ich heute einen Abstecher in den Tharandter Wald gemacht.

In knapp zwei Stunden sind ein großer Steinpilz, Birkenpilze und Maronen im Korb gelandet. Unter einer Lärche stand noch ein einsamer Goldröhrling.

Wie schon letzte Woche bei Laußnitz habe ich erneut sehr viele Pilzleichen gefunden, darunter - leider - wieder mehrere Steinpilze.

Viele Grüße Jens«


Im Tharandter Wald überraschten viele Röhrlinge die Spaziergänger


Foto: Andreas fand zu seiner Überraschung vor allem Maronenröhrlinge, aber auch Flockenstielige Hexen und Birkenpilze im Tharandter Wald südlich von Dresden. (Foto © Andreas)

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Andreas schreibt am 27. Oktober 2018:

»Hallo,

ohne große Hoffnung auf gute Ausbeute haben wir am Freitag Vormittag einen Spaziergang durch den Tharandter Wald unternommen. Zu unserer Überraschung fanden wir etliche Röhrlinge in drei Arten, hauptsächlich Maronen.

Beste Grüße Andreas«


Ein Glänzender Lackporling aus dem Oberholz von Großpösna


Nachgereichter Fund von Karin vom 26. Oktober 2018:

»Ein liebes Hallo Herr Bertram,

im Oberholz von Großpösna fand ich am 26. Oktober 2018 folgende Pilze: Glänzender Lackporling (Foto rechts), Klapperschwamm, Hallimasch sowie viele große madenfreie Steinpilze.

Die Pilze waren schwierig zu finden, weil das inzwischen fallende Laub der Eichen alles abdeckte. 

Viele Grüße von Karin«

(2 Fotos © Karin)

(Nachgereicht am 3. November 2018)

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Foto: Karin hat die brauchbaren Scheiben vom Glänzenden Lackporling beiseite gelegt. Sie schreibt: »Ich habe den Pilz mitgenommen, er war vermutlich schon älter. Jedenfalls war er total trocken und teilweise madig. Die unbrauchbaren Stellen habe ich rausgeschnitten und nochmal nachgetrocknet. Nun ist er in Scheiben geschnitten im Glas und wartet darauf, als Tee getrunken zu werden.« So soll es sein, denn Glänzende Lackporlinge sind vermutlich die heilkräftigsten Pilze überhaupt.


Die Hallimasche aus dem Tharandter Wald landen bei Katrin in Suppen und Eintöpfen


Foto: Links oben sehen wir die Graublättrigen Schwefelköpfe. Sie sind ausgezeichnete Speisepilze, die erst ab Oktober erscheinen und in milden Wintern bis in den März durchhalten. Es sind klassische Suppenpilze mit nussig-pilzigem Geschmack, die auch an Ei sehr gut schmecken. Ihre Lamellen haben Grau-Violett-Töne, der weißliche oder gelbliche Stiel wird zur Basis hin braun. Rechts Hallimasche, vorne die »dicken« Maronen. (Foto © Katrin)

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Katrin schreibt am 24. Oktober 2018:

»Liebe Pilzfreunde,

nach Sturm und Regen gestern und in der Nacht musste ich im Tharandter Wald doch mal nach den Pilzen sehen. Herbstfärbung und buntes Laub waren eine Augenweide! Einem kessen Grünspecht schien das auch zu gefallen. Also hatte sich mein Ausflug schon gelohnt.

Nach langer Zeit standen die Furchen und Gräben der Waldwege endlich wieder einmal unter Wasser. Auch der aufgeweichte Waldboden fiel mir auf. Den gab es ebenfalls lange nicht mehr.

Wie Pilzfreund Alfed über diesen Wald ja schon Anfang Oktober berichtete, waren auch meine Fundstellen weitgehend von Harvestern zerstört und es lag viel Kleinholz herum. Das macht das Laufen etwas anstrengend.

So habe ich einen anderen Winkel aufgesucht und wurde zunächst mit ein paar knackigen Hallimaschen belohnt. Statt erhoffter Steinpilze tummelten sich auf den Mooskissen allerdings Falsche Pfifferlinge und Kahle Kremplinge.

Zu meiner Freude fand ich aber bald eine Stelle mit frischen Graublättrigen Schwefelköpfchen und ein paar vereinzelten jungen Maronen.

Der Regen ist gut, es müsste jetzt nur noch etwas wärmer werden. Die Nächte sind mit etwa 6 Grad schon recht kühl, was aber den Vorteil hat, dass die Pilze madenfrei bleiben. Wir hoffen also weiter.

Nun freue ich mich auf eine kleine Mahlzeit. Die Hallimasche werden bei mir getrocknet und landen in Suppen und Eintöpfen.

Das von mir, liebe Freunde, nächstes Jahr wird's wieder besser!

Herzliche Grüße aus Dresden von Katrin«

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100 frische madenfreie Maronen und einiges mehr bei Ottendorf-Okrilla


Diesen Fund vom 21. Oktober reicht uns Carsten nach:

»Habe am 21.10. in Nähe der Kiesgrube bei Ottendorf-Okrilla ca.100 frische madenfreie Maronen, einige Birkenpilze und einen Steinpilz gefunden.

Gruß Carsten«

(Foto © Carsten)

(Nachgereicht am 25. Oktober 2018)

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Laußnitz: Diesmal war Jens mit seiner Ausbeute zufrieden


Foto: Diesmal war Jens recht zufrieden mit seiner Ausbeute, zumal ein guter Steinpilz, den er fand, noch nicht im Korb liegt. (Foto © Jens)

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Jens schreibt am 21. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute wieder in meinem Waldgebiet bei Laußnitz, Nähe Ottendorf-Okrilla nordöstlich von Dresden.

Diesmal ist einiges im Korb gelandet. Maronen und Birkenpilze und einen Schirmpilz habe ich erbeutet. Einen greisen Riesensteinpilz habe ich leider wieder einmal verpasst. Dafür fand ich noch ein gut verwertbares Exemplar in der Lebensmitte, das jedoch auf dem Foto noch nicht im Korb liegt.

Viele Grüße Jens«


Der nächste Steinpilz-Rumms, wieder im Laubwald, diesmal in der Region Chemnitz


Foto: Eine »Wiedergutmachung« sieht Tom in dieser Ernte von schönsten Steinpilzen und Flockenstieligen Hexenröhrlingen nach einer lange pilzarmen bis pilzfreien Saison in der Region Chemnitz. (Foto © Tom)

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Tom schreibt am 20. Oktober 2018:

»Hallo Pilzfreunde,

nachdem ich gestern schon im dämmernden Wald über ein paar Flockis und Steinpilze gestolpert war, versuchte ich heute nochmal mein Glück bei Limbach-Oberfrohna unweit von Chemnitz. Und tatsächlich gelang mir ein später Fund, der für die schlechte Saison eine Wiedergutmachung war. 

Absolut prächtige Flockis und Steinpilze in bester Qualität! Schwerstarbeit war nur das Suchen im Laub.

Bleibt dennoch festzustellen, dass dieses Jahr bei mir im Gebiet Totalausfälle bei Pfifferlingen, Fichtenreizkern und Maronen zu beklagen waren.

Naja, vielleicht wird es nächstes Jahr wieder besser.

Liebe Grüße an alle Pilzfreunde, Tom«


Collage: Es waren wirklich makellose Exemplare an Steinpilzen und Flockis (unten rechts), die Tom fand. Mit wochenlanger Verspätung kommen sie doch noch - und versöhnen für eine dürrebedingt pilzschwache Saison. (Collage/3 Fotos © Tom)

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Dahlener Heide: Jetzt kommen die Steinpilze in Nordsachsen und holen den Sommer nach!


Foto: Monatelang gab es so gut wie keinen Steinpilz in Nordsachsen, jetzt wachsen sie kräftig: Ronny & Mitsammler fanden in der Dahlener Heide gleich 28 Stück. Alle von bester Qualität. Das zweite Foto zeigt eine liebevolle zweifache Steinpilzmama. (2 Fotos © Ronny)

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Ronny schreibt am 19. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhem,

wir waren heute mal wieder in den Pilzen, und zwar in der Dahlener Heide südlich Torgau. Unsere Erwartung war eher gering.

Als wir aber den ersten Steinpilz fanden, änderte sich das schlagartig. Und tatsächlich: Nach einer guten Stunde lagen 28 Steinis in 1A-Qualität, ganz ohne Maden, in unserem Korb. Sie erhielten noch Gesellschaft von einem Flockenstieligen Hexenröhrling und vier Butterpilzen.

Grüße an alle Pilzsammler, verbunden mit einer Bitte:

Haltet den Wald sauber! An manchen Stellen sieht es aus wie auf einer Müllkippe.

Mit freundlichen Grüßen aus Leipzig, Ronny«

Anmerkung zum späten Steinpilz-Wachstum

Dass die Steinpilze, wie das zweite Foto und die Blattanheftungen auf dem Bild oben zeigen, an Rotbuchen gebunden sind, ist eine starke Aussage: nach der langen, langen Trockenperiode holt der Laubwald den Pilz(spät)sommer noch nach! Denn wenn Steinpilze erst einmal im Fichtenwald wachsen, geht ihre Zeit im Laubwald in aller Regel bereits dem Ende entgegen.

Ich hatte es beizeiten angekündigt: überall, wo Steinpilze bislang gänzlich ausblieben, die Pilzsammler fast alle Hoffnung schon aufgaben, können sie jetzt noch kommen. Manchmal reicht auslösend schon intensive Nachtfeuchte, wenn es einige Tage zuvor auch nur spärlich geregnet hatte. Dass es frostfrei bleiben muss, ist klar. (hwb)


Die schönsten Wiesenchampignons von der erzgebirgischen Alm


Foto: Im tollen Zustand zeigen sich diese schönen Wiesenchampignons. Die feinen Schuppen haben sie nur im jungen Wachstumsstadium. (2 Fotos © Hermann)

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Hermann schreibt am 18. Oktober 2018:

»Glückauf, lieber Heinz-Wilhelm,

 etwa  200 Meter von meiner Wohnung in Aue sind die Kühe von der Weide, und und siehe da, im Nu standen hunderte von Wiesenchampignons da. Wahnsinn!

Oberhalb des Standortes befindet sich ein kleiner Teich, der genügend Feuchtigkeit für die Bergwiese spendet. Wir waren übrigens extra beim Pilzberater und haben die Pilze bestimmen lassen. Er bestätigte mein Vermutung. Sie haben sehr lecker geschmeckt!

Ich vermute, dass der Kuhdung bestimmt gut für ihr Wachstum war.

Liebe Grüße von Schwammefreund Hermann«


Foto: Sie standen in gekrümmter Linie und hatten alle das gleiche Alter. Welch eine bequeme Ernte. Ein perfekter Fund für Hermann!


Sehr lesenswert!

Tolle Urlaubspilzfunde im Sächsischen Vogtland


Foto: Kerstin machte mit ihrem Mann in der Nähe von Plauen reiche Pilzbeute. Sie fanden, wie man sieht, etliche Arten von Röhrlingen. Drei Mal waren sie in ihrer Urlaubswoche so erfolgreich im Vogtlandkreis, wie es dieser Pilzkorb ausdrückt. (2 Fotos © Kerstin)

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Kerstin schreibt am 16. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich schreibe hier zum erstenmal, verfolge die Fundmeldungen aber bereits seit 2 Jahren. 

Ich war heute dank Urlaub wieder in den Wäldern rund um Plauen unterwegs (insgesamt suchten wir diese Woche drei Mal). Es war eine wahre Freude! Ich bin seit 20 Jahren reger Pilzgänger, aber selten hatte ich so einen vielfältig gemischten Fund!

Entschuldigt, wenn ich die genauen Namen nicht kenne, aber denke, Ihr könnt trotzdem was damit anfangen: es gab Birkenpilze, Steinpilze, Speckpilze, Ziegenlippen, Braunkappen, Trompeter, Ziegenbart, Graspilze, Hallimasch, Pfifferlinge, kleine Fette Henne, Waldchampignons, Mehler und die, die immer blau werden, die auf dem Extra-Foto rechts zu sehen sind. Für mich sind es Satanspilze.

Ich wohne in Lichtenstein, gleich beim Sachsenring. Ich schreibe das, damit Ihr wisst, in welcher Region man Pilznamen wie Speckpilz oder Mehler gebraucht. Mit den Pilznamen bin ich so groß geworden, allerdings weiß ich oft nicht, welche Pilze gemeint sind, wenn mich jemand fragt, da es oft andere Namen sind.

Ich bin jetzt Mitte 40. In die Pilze bin ich von klein auf gegangen, mit meinem Eltern. Ich habe das Glück, dass auch mein Mann so gerne welche sucht.

Wir machen dann immer eine richtige Aktion draus. Da wird vorher gekocht und von allem mitgenommen. Meist fahren wir dann in die Richtung Bad Brambach. Mit mehrmaligem Picknick wird dann immer ein schöner Tag draus. Es gibt überall schöne Hütten oder Bänke und Tische, wo man verweilen kann. Naja, und das Schönste ist dann halt die Suche. 

Ich hoffe, die Bilder regen auch Euch zum Suchen an.

Bis zum nächsten Fund, mit lieben Grüßen Kerstin«

Liebe Kerstin,

was Du schreibst, ist richtig spannend! Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wenn in einer Familie über Generationen hinweg Pilznamen weitergegeben und auf diese Weise bewahrt werden, die man anderswo nicht (mehr) kennt.

Deine »Speckpilze« dürften mit großer Wahrscheinlichkeit Kahle Kremplinge sein. Sie gelten heute als sehr gefährliche Pilze. Man hat sie über Jahrhunderte bedenkenlos gegessen, ehe es die nachweislich ersten Todesfälle gab.

An ihrem Genuss ist 1944 der bekannte deutsche Mykologe Julius Schäffer im Alter von 62 Jahren gestorben. Diese Pilze stehen in dem Verdacht, dass jeder menschliche Organismus nur eine bestimmte Menge ihres Giftes verträgt.

Vermutlich wird das Gift im Körper über Jahrzehnte unmerklich gespeichert. Wird die verträgliche Dosis überschritten, droht Todesgefahr. Der Pilzexperte Jürgen Guthmann bezeichnet deshalb den Kahlen Krempling als »potenziell lebensbedrohend« (Jürgen Guthmann, Taschenlexikon der Pilze Deutschlands, Wiebelsheim 2011, S. 225ff). Das Gift löst die roten Blutkörperchen auf.

Die Schilderung eines schweren Vergiftungsfalles aus dem Jahr 2009 findest Du hier.

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Foto: Ein Kahler Krempling, im Volksmund auch »Speckpilz« genannt, von oben gesehen. Seine Huthaut glänzt meist deutlich. Obwohl die Pilze zu Speck (Namensgebung) und Zwiebeln sehr gut schmecken, muss man sie unbedingt stehen lassen, denn sie sind sehr giftig. Die nächste Dosis ihres Giftes kann - nach jahrzehntelanger Verträglichkeit - den Tod bedeuten. (Archivfoto © Peter Rohland)

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Deine »Trompeter« sind sicherlich Trompetenpfifferlinge.

Die Pilze, die Ihr »Mehler« nennt, sind mit Sicherheit »Meiler« oder »Schafmeiler«, was »Mäuler« oder »Schafmäuler« bedeutet - so werden im Vogtlandkreis Sandröhrlinge im Volksmund gelegentlich noch genannt. Pilzfreundin Lore hatte mich auf diese heute nur noch sehr selten gebrauchte Namensgebung erstmals am 28. September 2013 aufmerksam gemacht. Im Lexikon der volkstümlichen Pilznamen auf der Seite schwammer.de wird diese Bezeichnung abgedeckt.

Die Pilze, die Du »Satanspilze« nennst (auf dem Foto rechts) sind Flockenstielige Hexenröhrlinge; sicher weißt Du, dass sie ausgezeichnet schmecken.

Nun wünsche ich Euch weiterhin so tolle Funde wie in Eurer Urlaubswoche, aber lasst die »Speckpilze« zu Eurer Sicherheit auf jeden Fall stehen.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Die Äpfel ersetzten Rolfs Rotkappen in der Neuen Harth

Rolf schreibt am 15. Oktober 2018:

»Hallo Heinz Wilhelm,

bei dem schönen Wetter musste man doch in den Wald in der Neuen Harth, auch wenn ich das dürftige Ergebnis schon befürchtet hatte.

An meiner Espenrotkappenstelle, wo ich vor drei Wochen noch vereinzelt ein ordentliches Abendbrot zusammenbekam, herrschte absolute Leere. Aber es hatte ja seit meinem letzten erfolgreichen Besuch nicht mehr geregnet.

Einzig auf meine einsame Kiefer im Lärchenwald war Verlass. Da tummeln sich eigentlich immer einige Goldröhrlinge - und so war es auch gestern.

Mangels Pilzen wurden also Äpfel gesammelt und zu lecker Apfelmus verarbeitet. Irgendetwas hat Mutter Natur doch immer übrig.

Viele Grüße Rolf«

Lieber Rolf,

ich bin mir sicher, dass ich die Apfelbäume, an denen Du geerntet hast, kenne. Sie stehen, wenn man aus dem Wald zurückkommt, linker Hand der, wie ich mich zu erinnern meine, hier bereits asphaltierten Straße. Man muss von der Straße weg ein paar Meter zu ihnen hochgehen.

Ich hielt es dort genau wie Du: statt mit Pilzen kam ich dann und wann mit einem Korb voller Äpfel nach Hause. Auch das war schön!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Haben die Pilzsammler in der Region Bischofswerda etwa schon aufgegeben?


Jens schreibt am 13. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich mal bei Ohorn unterwegs. Das ist ein Dörfchen etwa 6 Kilometer nordwestlich von Bischofswerda.

Ich habe sehr viele alte Pilze gesehen, was für mich ein Zeichen ist, dass die Pilzsammler für dieses Jahr aufgegeben haben. Dabei war ein riesiger Flocki, viele Birkenpilze, einige Maronen und ein Steinpilz.

Trotz der anhaltenden Trockenheit ist auch etwas im Korb gelandet. Ein Steinpilz stand mitten auf dem Weg. Vom Butterpilz konnte ich einen Großteil des Hutss noch mitnehmen (die Haut ist schon abgezogen). Dann habe ich noch drei kleine Maronen und einen kleinen Birkenpilz gefunden, siehe das Foto rechts.

Wenn es nicht bald mal ordentlich regnet, kann man dieses Pilzjahr vollkommen vergessen :-((.

Viele Grüße Jens«

(Foto © Jens)

Lieber Jens,

anderswo sieht es noch dramatischer aus. In diesem Jahr mussten hunderte geplanter Pilzwanderungen abgesagt werden (siehe zum Beispiel Pilz-Ticker Thüringen), in vielen Regionen wurden die Pilzberater-Prüfungen sowie die vorbereitenden Kurse mangels Pilzen abgeblasen. Deine Beobachtung, dass die Pilzsammler bereits aufgegeben haben, ist angesichts der Pilzleichen interessant. Da könnte was dran sein.

Ich fürchte, dass, wenn der Regen tatsächlich noch kommt im Oktober, der Frost auf dem Fuße folgen könnte - und das war's dann tatsächlich. Aber noch ist es ja nicht so weit.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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In aller Bescheidenheit: Jens ist im Landkreis Bautzen auch mit Wenigem, aber Gutem wieder zufrieden


Jens schreibt am 7. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wie immer habe ich heute bei Laußnitz ein paar Pilze in meinen Korb packen dürfen.

Es waren heute sogar einige Konkurrenten unterwegs. Das hatte ich dort noch nie.

Ein schöner Steinpilz war dabei, zwei Birkenpilze und Maronen. Außerdem noch zwei kleine frische Birkenporlinge für den Erkältungstee.

In der Trockenheit wachsen vor allem die Fliegenpilze.

Viele Grüße Jens«

(Foto © Jens)

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Tharandter Wald: Alfreds wachsende Freude an jungen Birkenpilzen


Alfred schreibt am 6. Oktober 2018:

»Hallo,

heute hat es mich mal wieder für ein paar Stunden in den Tharandter Wald verschlagen. Meine Ausbeute hielt sich allerdings wie erwartet in Grenzen.

Aber ein paar Maronen, Hexenröhrlinge, Lärchenröhrlinge, einen Rotfußröhrling und ein paar Birkenpilze konnte ich trotzdem finden. Die Lärchenröhrlinge gibt es morgen zum Mittag, der Rest wird getrocknet.

Anmerken möchte ich noch, dass Birkenpilze immer beliebter bei mir werden. Früher war ich eher skeptisch, aber gerade die jungen, festen Pilze sind ausgezeichnet zum Trocknen.

Ich wünsche noch einen schönen Abend«

(Foto © Alfred)

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Alfreds Kampf gegen die Trockenheit und einen Panzer im Tharandter Wald


Foto: Sie sehen allesamt gut aus, die Maronen, Flockis und der Steinpilz, die Alfred gefunden hat. Doch die Trockenheit und forst-»wirtschaftliche« Verwüstungen verhindern üppigeren Pilzwuchs. (Foto © Alfred)


Alfred schreibt am 3. Oktober 2018:

»Hallo,

ich war heute mal im Tharandter Wald südwestlich von Dresden unterwegs. Die Ausbeute ist zwar gering, aber es ist momentan sehr trocken und etwas kühl. Und zu allem Überfluss hat der Forst in »meinem« Revier gewütet: viele Bäume sind gefällt und wurden anscheinend mit einem Panzer aus dem Wald geholt. Ich war wirklich erschüttert.

Trotz allem haben ein paar Maronen, Hexenröhrlinge und ein kleiner Steinpilz den Weg in meinen Korb gefunden. Aber ein gutes Pilzjahr sieht anders aus.«


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