Pilz-Ticker-Sachsen



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Exklusiv: Peter Rohlands Pilztouren




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Ein nicht alltäglicher Fund: Zwei herrliche Milchbrätlinge für Jens


Jens schreibt am 14. Juli 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in den sächsischen Wäldern ist fast nichts los.

Zwei überständige angefressene Steinpilze (zumindest einen Hut konnte ich noch mitnehmen) und etwas Unbekanntes habe ich gefunden. Sind das auf dem Foto Milchbrätlinge? Was mich stutzig macht, ich habe Sie unter Buchen gefunden. Weißliche Milch ist ausgetreten, am Stiel und an den Lamellen.

Hoffentlich regnet es noch mehr. Es ist viel zu trocken.

Viele Grüße aus Dresden, Jens«

(Foto © Jens)

Hallo Jens,

ja, das sind lupenreine Michbrätlinge. Mit Buchen als Baumpartnern pflegt dieser Pilz ein gutes Verhältnis, ebenso mit Eichen. An Nadelbäumen steht er auf Kiefern und Fichten. Man muss den Milchbrätling (oder Milchbratling), der in ganz Mitteleuropa deutlich auf dem Rückzug ist, scharf braten (Name!); kocht man ihn nur, wird er leimig. Beachte auch die schönen Brätlings-Rezepte von Veronika Roider.

Im übrigen wurde in den vergangenen zwei, drei Jahren kaum ein Fund von ihnen gemeldet. Sie sind Mittelgebirgspilze, lieben trockene Sommer, haben ihre beste Zeit in den heißen Monaten Juli und August. Die Pilze sind auch zur Rohkost geeignet.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Ein wohlschmeckendes erzgebirgisches Pilzgericht mit Pfifferlingen, Perlpilzen und Flockis


Foto: Neben madenfreien köstlichen Perlpilzen fand Hermann auf seiner Erzgebirgstour vor allem schöne Pfifferlinge. Er wohnt am richtigen Ort, denn im Erzgebirge hatte es zuletzt kräftig geregnet. (2 Fotos © Hermann)

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Hermann schreibt am 27. Juni 2018:

»Glückauf lieber Heinz-Wilhelm,

nach etlichen Regenschauern in der vergangenen Woche bin ich heute in meinem Schwammerevier (Aue/Zschorlau) sehr erfolgreich gewesen:

Sehr viele Pfifferlinge füllten meinen Korb, außerdem ein paar köstliche Perlpilze, ein Birkenpilz und zwei Flockige Hexen. Das ergab ein sehr wohlschmeckendes Pilzgericht aus der Bratpfanne.

Viele Grüße vom Erzgebirger Hermann«


Foto: Über einige schöne Perlpilze freute sich Hermann besonders, denn sie waren ohne Maden und schön fest.






Sehr lesenswert!

Unterwegs im Pilzparadies des Fürsten von Pückler-Muskau und in früheren Sperrgebieten


Foto: Grünfelderige Täublinge sind wohl die beste Täublingsart überhaupt und zählen mit zu den besten Speisepilzen. Hier hat Ludwig gleich zehn Stück gefunden. Dass sie hier fast wie Grüne Speisetäublinge aussehen, täuscht: in großer Auflösung sind die typischen gesprenkelten »Felder« gut erkennbar. Zwei tolle Rezepte für diese Spitzenpilze gibt es hier. (Foto © Ludwig)

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Ludwig schreibt am 26. Juni 2018:

»Hallo,

ich bin Ludwig, 68 Jahre alt und seit 60 Jahren Pilzsammler. Ich wohne in Bad Muskau in Nordsachsen. Hier gibt es den als Weltkulturerbe ausgewiesenen Fürst-Pückler-Park, eine mehrere Hundert Hektar große Parkanlage sowohl auf deutscher als auch auf polnischer Seite der durch die Lausitzer Neisse gebildeten Staatsgrenze.

Dabei bilden Wasserläufe, gepflegte und urwüchsige Laub-und Nadelwälder sowie ausgedehnte Rasenflächen, als Sichtachsen konzipiert, eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Entsprechend vielfältig sind hier die Möglichkeiten, interessante Pilzfunde zu machen.

Darüberhinaus haben wir riesige Waldflächen, deren Anteile überwiegend aus Kiefernwäldern, aber auch aus Mischwälder bestehen. Weitläufige Areale sind militärische Sperrgebiete, kompliziert, aber SEHR ergiebig, was das Pilzaufkommen betrifft! Wenn, ja wenn wir nur einmal ausreichend Regen abbekämen, was in den letzten Jahren leider immer weniger der Fall war.

Allgemein ist ja dieses PIlzjahr überall schlecht gestartet. Bei uns fiel gar alles aus! Morcheln sowie die angeblich (allerdings durch nichts bewiesene) »tödlich wirkende Frühjahrslorchel« - bisher alles Fehlanzeige.

Täglich fahre ich meine Fahrrad-Kontrollrunden durch den Park, da speziell Täublinge, sobald sie wachsen, auf den kurzgemähten, überwiegend mit Eichen und Buchen bestandenen Parkwiesen gut sichtbar sind.

Erst gestern habe ich an zwei nahe beieinander liegenden Stellen, die ich vier Tage nicht kontrolliert hatte, die abgebildeten Gefelderten Grüntäublinge bzw. Grüngefelderte Täublinge gefunden. Ich habe sie extra im Zustand des Auffindens fotografiert. Sie waren die ersten Pilze überhaupt, die ich in diesem Jahr gefunden habe. Ich will in Zukunft und bei Funden öfter aus »meinem Revier« berichten.

Ludwig«

Lieber Ludwig,

vielen Dank für Deine wirklich lesenswerte Schilderung aus einem ganz offensichtlich sehr spannenden Pilzgebiet! Sowohl die fürstlichen Gärten als auch die Sperrgebiete scheinen ergiebige Pilzplätze zu sein, die für allerhand Überraschungen gut sind. Wir sind deshalb sehr gespannt auf weitere Erlebnisse und Ergebnisse Deiner offenbar unermüdlichen Exkursionen!

Noch ein wichtiges Wort zu den Frühjahrslorcheln: Es ist wissenschaftlich bis heute ein Rätsel, warum manche Menschen an ihrem Verzehr sterben (selbst bei ausreichendem Abkochen vor Genuss), andere hingegen nicht. Von Todesfällen wird sowohl hier als auch hier berichtet. Dass die Verträglichkeit der Frühjahrslorchel oder Giftlorchel nach Jahrzehnten plötzlich in verhängnisvolle Unverträglichkeit umschlagen kann, ist hier zu lesen.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse müssen wir deshalb von ihrem Verzehr dringend abraten, zumal unsere Website von nicht wenigen Kindern und Jugendlichen gelesen wird.

In freudiger Erwartung Deiner nächsten Pilzpost grüßt Dich herzlich

Heinz-Wilhelm

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Sächsische Oberlausitz: Katrin freut sich über ihr erstes schönes Pilzgericht 2018


Katrin schreibt am 25. Juni 2018:

»Liebe Pilzsammler,

nach drei Tagen Regen und mäßigen Temperaturen in Dresden musste ich doch mal zu meinem Lieblingsplatz in Neuschmölln nahe Bischofswerda.

Dort warteten tatsächlich ein paar ansehnliche Pfifferlinge und ein schöner Birkenpilz (Foto rechts) auf mich. Allerdings waren einige meiner Stellen auch in diesem Jahr wieder ohne Ertrag.

Dennoch hat sich der Weg durch hohes Gras und Unterholz, der mir nasse Haare und Schuhe eintrug, gelohnt, denn meine Ernte reichte für eine kleine erste Mahlzeit in diesem Jahr.

Allen viel Erfolg und eine schöne Woche!

Herzliche Grüße von Katrin aus Dresden«

(Foto © Katrin)

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Scuttle war vom Ergebnis ihrer ersten Schwammesuche 2018 angenehm überrascht


Scuttle schreibt am 11. Juni 2018:

»Hallo lieber Heinz Wilhelm,

heute war ich das erste Mal im Jahr auf Schwammesuche. Meine Ausbeute war allerdings gering: 3 Flockis und 3 Perlpilze. Trotz des mageren Ergebnisses war ich überrascht, überhaupt etwas gefunden zu haben.

Aber das Wetter lässt hoffen, es soll ja wieder regnen.

Bis bald Scuttle«

(Foto © Scuttle)

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Bischofswerda: Zwei Perlpilze, zu schön, um sie zu ernten


Jens schreibt am 6. Juni 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die zwei wunderschönen Perlpilze habe ich gestern in einem Fichtenwald bei Bischofswerda gefunden. Sie waren so schön, dass ich sie stehen gelassen habe, auch weil es die einzigen  Pilze weit und breit waren.

Leider ist es für Pilze viel zu trocken in unserer Gegend.

Viele Grüße Jens«

(Foto © Jens)

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Erdmannsdorf: Der Verdacht des Veralberns bestätigte sich nicht


Reinhard schreibt am 2. Juni 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern haben wir deine Nachricht vom Pilzfreund Hermann aus Zschorlau gelesen und beschlossen, gleich heute Früh einen Kontrollgang in unseren Fichtenhochwald bei Chemnitz/Erdmannsdorf zu unternehmen.

Auf den ersten Blick war alles, wie wir schon vermuteten, staubtrocken. Hat es doch in unserer Region trotz Unwetters in anderen Gegenden seit Wochen nur unwesentlich geregnet. Zuerst deprimierende Leere im Wald - aber plötzlich ein Schrei von meiner Frau.

Ich dachte erst, sie will mich nur veralbern. Nein, tatsächlich standen da zwei knackige Flockis. Als wir dann ab und zu weitere kleine und große Kameraden gefunden hatten, war der Tag des leidenschaftlichen Pilzsammlers gerettet.

Vor lauter Eifer und Freude haben wir vergessen, im Wald Fotos zu schießen. Zum Beweis aber ein Sammelbild mit unserer aktuellen Tageszeitung. 

Pilzfreund Reinhard und Frau Karla«

(Foto © Reinhard)

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Hermann freut sich über pfannenwürdige Hexen und über den FCE


Foto: Ein herrlicher Flocki in beängstigender Schräglage; nur gut, dass ihm Hermann zur Hilfe kam.


Hermann schreibt am 1. Juni 2018:

»Glückauf, lieber Heinz-Wilhelm,

heute gab es im Erzgebirge auf meiner Stammstrecke zwischen Zschorlau und Aue endlich mal Flockis, die auch für die Pfanne geeignet waren. Eine Hälfte habe ich ganz frisch gebraten, was köstlich schmeckte, die andere Hälfte wurde getrocknet.

Bei meinem letzten Gang waren leider die Maden zu schnell, sonst hätte ich mich schon früher für den Pilzticker gemeldet.

Und: Hurra, der FC Erzgebirge bleibt in der 2. Bundesliga!

Viele Grüße von Pilz- und FCE-Fan Hermann«

Lieber Hermann,

habe das Spiel gegen den KSC mit den drei Toren meines Namensvetters gesehen und musste an Dich denken, weil ich wusste, Du würdest mitfiebern. Auch ich bin ein Freund der Wismut, schon lange. 

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Das reichte an Hexen für eine schöne Pfanne und einen Trockengang. Hermann durfte sich über seine ersten Röhrlinge in diesem Jahr freuen. (2 Fotos © Hermann)

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Eine ganze Horde junger Flockenstieliger Hexenröhrlinge im Landkreis Zwickau


Collage: Da staunten Tom und Nina nicht schlecht, als sie eine ganze Gesellschaft junger Flockis entdeckten. So früh hatten sie mit so vielen und so guten Pilzen bei so großer Trockenheit nicht gerechnet. (Collage/5 Fotos © Tom)

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Tom und Nina schreiben am 12. Mai 2018:

»Da dachten wir, der Wald wäre furztrocken und es gäbe sowieso noch nichts zu finden. Ha, denkste!

Gut zwei(!) Kilo Flockenstielige Hexenröhrlinge gab es für uns und meine Schwiegereltern. Ein guter Schmaus, so früh im Jahr!

Gefunden haben wir die guten Stücke rund um Limbach-Oberfrohna. 

Liebe Grüße an alle Pilzfreunde, Tom und Nina«


Die Flockis in der Dübener Heide schmecken nicht nur Ronny gut


Foto rechts: Was uns das Bild rechts sagt? Dass es sich die Waldmäuschen und die Schnecken an den Flockenstieligen Hexenröhrlingen in der Dübener Heide gut gehen lassen. (Foto © Ronny )

(12. Mai 2018)

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Mittweida: Die erste Freude über die Netzstieligen Hexen wich der Ernüchterung


Foto: Hier sahen sie noch passabel aus, doch mit den ersten Messerschnitten war klar, dass die Netzstieligen Hexenröhrlinge, die Dome fand, bereits starken Besuch von unerwünschter Konkurrenz hatten. (Foto © Dome)

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Dome schreibt am 8. Mai 2018:

»Da ich heute etwas früher Feierabend hatte, beschloss ich, mal an meine Hexenpilzstelle zu gehen, wo jedes Jahr einiges an Netzstieligen Hexenröhrlingen wächst. Das Gebiet umfasst nur wenige Quadratmeter. 

Trotzdem habe ich einige gefunden. Die Freude war zunächst wirklich groß, da es meine ersten Speisepilze des Jahres waren. Beim Putzen musste ich dann leider feststellen, dass jeder einzelne durchweg schon von Maden befallen war. Wie schade...

Jetzt heißt es abwarten, ob in den nächsten Tagen, wie angekündigt, Regen kommt. Falls nicht, sieht es erst einmal schlecht aus für frühe Pilzfunde.

Viele Grüße Dome«


Der erste Sommersteinpilz 2018 ist da! 


Foto: Er ist der erste Steinpilz, der in diesem Jahr an passion-pilze-sammeln.com gemeldet wurde! Es ist standesgemäß ein Sommersteinpilz (Boletus aestivalis), und gefunden hat ihn - und weitere - Pilzberater Christian Olsson in der Region Plauen im Vogtland. (Foto © Christian Olsson)

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Christian Olsson schreibt am 5. Mai 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die ersten Sommersteinpilze sind im Vogtland, Plauener Region, da! Einen habe ich dir mal abgelichtet.

Außerdem wachsen erste Schafchampignons, Stockschwämmchen, Maipilze, Blasse Schlehenrötlinge, Schildrötlinge.

Heute werde ich mich auf die Suche nach Flockenstieligen Hexenröhrlingen begeben. Bin ganz zuversichtlich.

Liebe Grüße, Christian Olsson*«

* Christian Olsson ist Pilzsachverständiger des Vogtlandkreises

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Dübener Heide: Die Giftlorchel lauerte gleich neben der Delikatesse


Frank schreibt am 22. April 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe heute in der Dübener Heide zwei Spitzmorcheln (Foto rechts) und fast an der gleichen Stelle eine Giftlorchel gefunden.

Mit freundlichen Grüßen Frank«

(Foto © Frank)

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Coswig: Ein ganzes Dutzend Spitzhütchen für den begeisterten Udo


Foto: Udo hat Spitzmorcheln wie diese vergangenes Jahr erstmals probiert. Und ist seitdem wie alle, die diese Pilze einmal gegessen haben, Morchel-Fan. (Foto © Udo )

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Udo schreibt am 20. April 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

endlich und lange ersehnt, sind die Spitzmorcheln wieder da. Du erinnerst Dich, im vergangenen Jahr war ich Deinem Rat gefolgt und hatte die unbekannten Spitzhütchen erstmals probiert. Jetzt konnte ich es kaum erwarten, in meinem Rindenmulch-Beet endlich wieder auf die Pirsch zu gehen.

12 Stück habe ich gefunden - eine feine Sache.

Danke für Deine tolle Seite und liebe Grüße aus Coswig, Udo«


Ein früher Stadtchampignon macht es sich in Richards Liebstöckl-Beet bequem


Foto: Der Champignon im Liebstöckl-Beet ist ein Stadtchampignon, Agaricus bitorquis, eine eigene botanische Art. Er ist in aller Regel der erste Champignon im Jahr, ein wahrer Frühaufsteher, dessen Erscheinen im April nicht außergewöhnlich ist. Er wächst gerne in Parks und an städtischen Straßenrändern. Ein sehr wohlschmeckender Pilz!

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Richard schreibt am 19. April 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich möchte gern ein wenig Abwechslung in die aktuelle Morchel-Serie bringen und von meinem Überraschungsfund berichten.

Als ich heute nach Feierabend auf dem Balkon stand und mich über das ergrünende Liebstöckl freute, überraschte mich diese Agaricus-Spezies doch ein wenig. :) Das Pilzereignis fand in Dresden statt.

Gruß Richard«


Foto: Und hier ist der Frühaufsteher noch einmal in - fast - voller Montur zu sehen. (2 Fotos © Richard)

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Wildpilze schmecken doch am besten - auch im Winter


Foto: Ein wahres Gemälde der drei gängigsten Winterpilzarten - Austernseitlinge, Samtfußrüblinge und Judasohren - hat uns Gabriele zugesandt. (2 Fotos © Gabriele)

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Gabriele schreibt am 3. Januar 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

Dir und allen »Pilzern« ein gutes, gesundes und friedvolles Jahr 2018!

Die Funde dieser Tage sind, entsprechend der Jahreszeit, nicht wirklich abwechslungsreich und so stimmen auch wir mit ein in den Judasohren-Samtfußrüblings-Austernseitlings-Rundgesang.

Dennoch verspricht deren Suche immer wieder eine Wohltat für Leib und Seele. Immer aufs Neue fasziniert uns das Farbenspiel beim Anblick eines Baumstumpfes, übersät mit Samtfußrüblingen (Foto rechts) oder die Vielfalt und manchmal auch Kuriosität der Formen der Judasohren.

Geschmacklich sind sie der im Discounter erhältlichen Ware um ein Vielfaches überlegen. Wer einmal selbst gefundene Austernseitlinge zubereitet hat, wird an gekauften keine Freude mehr haben. Auch den Geschmack einer doppelten Kraftbrühe mit Judasohren wird man mit Supermarktware nicht annähernd erzielen, weil dieser das zarte Holunderaroma, das die Wildpilze mitbringen, fehlt.

Vielleicht mag das nicht jeder - wir lieben es und uns würde in der kalten Jahreszeit wirklich etwas fehlen. Auch die Legenden, die sich um die ein oder andere Art ranken, machen diese Pilze so einzigartig.

Unterwegs waren wir um den Jahreswechsel in der Gegend um Mutzschen und Wermsdorf. Die abgebildeten Exemplare wuchsen an vertrauten Stellen: die Austern an einem Kastanienstamm, die Samtfüße und Judasohren am Lieblingsbaum der Frau Holle, bzw. der germanischen Göttin Holla - dem Holunderbusch.

Gerade habe ich die interessanten Beiträge zu Pfifferlingsfunden im Januar gelesen. Danach werden wir in den nächsten Tagen sicher mal schauen.

Herzliche Grüße aus Nauberg, Gabriele«

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Leipziger Süden: Die Steinpilze wackeln schon vom bloßen Hinsehen, den Schwarzfaserigen geht es besser


Foto: Typisch für die Schwarzfaserigen Ritterlinge oder Schneepilze sind die grünlichgelben Stiele. Sie wachsen in Nadelwäldern, allerdings nur in sehr wenigen Regionen Deutschlands. Wo sie gedeihen, treten sie gerne gesellig und auf viele Jahre immer wieder treu auf. Als vorzügliche Speisepilze, die von der Website 123pilze die Schulnote 1 für ihren Geschmack erhalten, sind sie uns im Übergang vom Spätherbst zum Winter sehr willkommen.

(Foto © Patrick)

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Patrick schreibt am 9. November 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

endlich sind die Schwarzfaserigen Ritterlinge im Leipziger Süden da. Und doch kam ich schon zu spät, denn leider war die Hälfte bereits vermadet. Die Birkenrotkappen und Birkenpilze waren jedoch sehr gut.

Es waren auch noch einige Fichtensteinpilze zu finden, aber wie so oft wackelten sie schon vom bloßen Hinsehen, so verwurmt waren sie. Darunter auch ein Riese mit ca. 25 cm Hutdurchmesser.

45 Minuten dauerte unser Pilzgang. Nun bin ich gespannt, was die nächsten Tage noch bringen. Leider soll es nächste Woche ziemlich kalt werden.

Viele Grüße Patrick«


Wermsdorfer Forst: Den späten Steinpilzen fehlt die Süße


Foto: So viele Steinpilze, Rotkappen und Birkenpilze - und Herbstlorchen - hat Gabriele im Wermsdorfer Forst noch am 5. November gefunden. (Foto © Gabriele)

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Gabriele schreibt am 6. November 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die Wetterprognose für die kommenden Tage bestärkte uns in dem Vorhaben, die vertrauten Plätze der letzten Wochen noch einmal aufzusuchen. Wenngleich die Suche beschwerlicher war - immerhin schreiben wir den 5. November -, waren wir am Ende mit unserem Fund ganz zufrieden. Besonders Rotkappen und Birkenpilze waren von feinster Qualität, aber auch die Steinpilze konnten durchaus noch überzeugen. Verglichen mit den Funden vergangener Wochen, fehlt  ihnen geschmacklich etwas die Süße.

Besonders gefreut habe ich mich über die Herbstlorcheln - mein Erstfund. Auch wenn der Verzehr dieses Pilzes aktuell nicht mehr einstimmig empfohlen wird, ist meine Neugier doch zu groß und ich werde wohl eine kleine Menge, gebrüht und gut durchgegart, probieren.

Begonnen haben wir unsere Tour im Wermsdorfer Forst westlich Oschatz. Der schwere Sturm der vergangenen Woche hat dort großen Schaden angerichtet. Die Aufräumarbeiten gehen gut voran und mittlerweile sind fast alle Wege wieder passierbar. Wir fanden hier aber nur einen Steinpilz und wechselten kurz entschlossen nochmal das Revier.

Der Rest der Beute stammt aus dem Pilzparadies im Leipziger Süden. Dort gibt es aktuell noch eine unglaubliche Artenvielfalt, nicht nur der beliebten Röhrlinge.

An einigen Stellen konnte ich schon winzige Samtfußrüblinge ausmachen und nach dem angekündigten Regen werde ich auch meine Plätze mit den Judasohren mal aufsuchen, um zu schauen, ob sich was tut.

Herzliche Grüße Gabriele«

Hallo Gabriele,

Deine sehr bedachte Herangehensweise an die Herbstlorcheln, die inwischen auf dem Giftindex der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) stehen, ist lobenswert.

Bemerkenswert finde ich Deine Beobachtung, dass die Steinpilze im fortgeschrittenen, d. h. im kälteren Herbst, nicht mehr so süß schmecken. Das ist eine zutreffende Beobachtung, die auf dieser Website noch nicht thematisiert wurde.

Ich habe Steinpilze aus dieser Jahreszeit nicht selten als relativ fade und unaromatischer empfunden, was sicher auf die Feuchtigkeit und Nässe zurückzuführen war. Aber Du hast Recht: Es ist konkret die Süße, die fehlt!

Insgesamt eine informative und lebendige Schilderung von Dir!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Der Hammer von Mittweida: Sieben Steinpilze aus dem eigenen Garten für Dome!


Dome schreibt am 6. November 2017:

»Am gestrigen Sonntag, 5. November, war ich nochmal in meinem Garten in Mittweida in der Nähe von Chemnitz. Ich wollte nochmal nachschauen, ob auch alles winterfest ist.

Da in meinem Garten auch zwei große Eichen und Birken stehen, schaute ich nochmal nach, ob sich da in Sachen Pilze eventuell etwas tut. Und dann der Hammer: unter einer der großen Eichen standen sieben Steinpilze und unter der Birke ein Birkenpilz und eine Marone

Den größten Steinpilz ließ ich zum Aussporen im Garten zurück, um nächstes Jahr vielleicht erneut so ein Glück zu haben. Die Steinpilze waren - ausgerechnet bis auf den kleinsten -  alle madenfrei.

Es gab den unverhofften tollen Fund spontan zum Schweinebraten mit Kartoffeln.

Viele Grüße an Heinz-Wilhelm!

Allen Pilzsammlern weiterhin viel Glück bei ihrer Suche!

Dome«

(Foto © Dome)

Anmerkung: Zumindest die zwei oberen Exemplare sehen verdächtig nach Sommersteinpilzen aus

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