Pilz-Ticker-Thueringen



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Minus 5 Grad machen den Samtfußrüblingen am Teich in der Stadt nichts aus


Jürgen schreibt am 3. Dezember 2021 zu diesem Foto:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

mit minus fünf Grad in der Nacht und ein wenig Schnee ist wahrscheinlich nur vorübergehend der Winter in Rudolstadt eingezogen. Das aber macht den Samtfußrüblingen an einigen Weidenstümpfen an einem Teich mitten in der Stadt nichts aus. Die Frostschnecklinge machen sich dagegen rar.

Einen schönen 2. Advent wünscht Dir Jürgen aus Rudolstadt"

(Foto © Jürgen)

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Die kleinen Austernpilze wissen Bescheid: Demnächst kommt der Weihnachtsmann vorbei


Heike schreibt am 29. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

diese schönen Bilder habe ich auf meiner heutigen Powerrunde mit dem Hund durch den Wald im nördlichen Eichsfeld fotografiert. Ein Genuss für die Augen, für alle Sinne und für das leibliche Wohl, was die herrlichen Samtfußrüblinge (1. Foto rechts) und die Austernseitlinge (2. Foto rechts) betrifft. 

Ganz herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, Heike & Dieter"

(4 Fotos © Heike)

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2 Fotos: An Nachwuchs mangelt es nicht bei den Austernpilzen. Ein Tannenbaum im Wald, wohl von Kindern geschmückt, kündigt den Pilzen an, dass der Weihnachtsmann demnächst zur Begutachtung vorbeikommt. 





Die ersten Austernseitlinge, veredelt mit Schwarzwildspeck und Wildschinken eigener Herstellung: »Es war ein Genuss!« 


Foto: Schmackofatz wie aus dem Bilderbuch. Heike hat die ersten Austernseitlinge in ausgelassenem Speck vom Schwarzwild gebraten, mit Zwiebeln, Gewürzen und frischen Kräutern verfeinert und zusätzlich mit Wildschinken eigener Herstellung veredelt. 


Heike schreibt am 29. November 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die ersten Austernpilze konnten gesichert werden. Sie waren nun erntebereit (z. B. 1. Foto rechts). Parallel haben wir reichlich Birkenporlinge getrocknet (2. Foto rechts). Unglaublich, wie viele es gibt. So manches Jahr zeigen sie sich kaum, und dann auf einmal in solchen Massen. 

Unsere ersten Austernpilze haben wir in ausgelassenem Speck vom Schwarzwild gebraten. Hinein kamen einfach Zwiebeln, Gewürze und frische Kräuter sowie eigens hergestellter Wildschinken.

Sie kamen abends einfach auf eine Scheibe Brot. Es war ein Genuss! 

Herzliche Grüße an Dich und an alle Pilzfreunde von Heike & Dieter"

(5 Fotos © Heike)

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Foto: Sie kamen zum Einsatz. Herrliche Austernseitlinge auf silberner Schale. 


Foto: Man riecht sie förmlich, wenn man sie so aus der Nähe betrachtet, die herrlichen jungen Austernpilze.

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Die Austernseitlinge kommen enorm, die Schopftintlinge sind wahre Riesen, Birkenporlinge füllen ganze Lkw


2 Fotos: Die Austernseitlinge quirlen jetzt in allen Ecken des Waldes aus dem angeschlagenen Gehölz, siehe auch das 2. Foto. Heike wird in den nächsten Tagen sicher nachlesen. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 27. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem der September und Oktober fast niederschlagsfrei im Eichsfeld waren, gab es an Speisepilzen nicht mehr viel zu erwarten.

Der September "strotzte" mit insgesamt 10 Litern Regen auf den Quadratmeter für den ganzen Monat. Das habe ich noch nicht erlebt. Das heißt aber nicht, dass es nichts zu finden gäbe.

Es gibt Birkenporlinge, und zwar so viele, wie ich es noch nicht erlebt habe. In wenigen Minuten war ein ganzer Korb mit vielen, vielen Kilos gefüllt. Man könnte sie mit dem Lkw abtransportieren.

So konnten wir uns wieder für mehrere Jahre damit bevorraten. Zumindest durch die hohe Luftfeuchtigkeit zeigen sich nun auch die Judasohren prächtig. 

Und Austernseitlinge kommen auch enorm. Überall sind sie zu entdecken.  Hier und da gibt es prächtige Stockschwämmchen und riesige Schopftintlinge, auf dem 2. Foto rechts beäugt von einer neugierigen Brille.  

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde.

Heike & Dieter"

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Foto: Auch die Stockschwämmchen gedeihen Ende November prächtig. 

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Kulmberg/Rudolstadt: Sogar die Frauentäublinge regen sich noch, und das mit erstaunlicher Qualität 


Foto: Die Frostschnecklinge (rechts) waren zum Teil von erstaunlicher Größe. Der Clou aber waren zwei anstandslose Frauentäublinge, die sich um diese Zeit eigentlich längst verabschiedet haben. Zu sehen sind sie in der Bildmitte. 


Jürgen schreibt am 26. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

auf meiner wöchentlichen Kulmberg-Runde gibt es zur Zeit sowohl die letzten Herbst- als auch die ersten Winterpilze zu finden. Also Trompetenpfifferlinge, Samtfußrüblinge und Frostschnecklinge, wobei unter den Letztgenannten erstaunlich große Exemplare waren. Eine schöne Marone und zwei Frauentäublinge vervollständigten die Funde.

Beste Grüße aus Rudolstadt, Jürgen"

(Foto © Jürgen)

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Späte Herbsttrompeten am Rudolstädter Hainberg erfreuen Jürgen 


Foto: Über den ersten größeren Fund von Totentrompeten konnte sich Jürgen freuen. Ihr Zustand ist der fortgeschrittenen Jahreszeit entsprechend durchaus noch passabel. Auch die Frostschnecklinge (oben rechts) erfreuten ihn. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 23. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

auf meinem gestrigen Rundgang über den Hainberg, ganz in der Nähe der Heidecksburg, habe ich zum ersten Mal eine wirklich große Gruppe von Herbsttrompeten in einem wirklich noch guten Zustand gefunden. Sie standen einem Hexenring mitten im Buchenwald in einer ziemlich feuchten Senke.

Daneben gab es noch einige Pfifferlinge, Violette Rötelritterlinge sowie gute Frostschnecklinge zu finden. Und auch die ersten Samtfußrüblinge sind jetzt am Start, wenngleich sie wohl noch rund 14 Tage bis zur Erntereife brauchen.

Beste Grüße aus Rudolstadt, Jürgen"


Am Rudolstädter Hainberg ist allerhand los mit den Pilzen



Sandröhrlinge, einen Fichtensteinpilz, drei respektable Frostschnecklinge, einen knackigen Waldchampignon sowie einen sehr guten Schafporling (Foto oben) hat Jürgen auf dem Rudolstädter Hainberg gefunden. Hinzu kamen noch Stockschwämmchen und Samtfußrüblinge (Foto rechts)

(2 Fotos © Jürgen)

9. November 2021

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Die Schwarzfaserigen Ritterlinge zeigen bereits den Spätherbst der Pilze bei Rudolstadt an


Jürgen schreibt am 2. November 2021 zu diesem Foto:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nach langer Pause wieder Mal eine Nachricht aus Rudolstadt.

Am 1. November war meine Ausbeute recht vielfältig. Dazu gehörten eine ganze Menge stattlicher Rotkappen, viele noch ganz junge Sandröhrlinge, die es bei uns schon seit 14 Tagen in Massen gibt, einige Violette Rötelritterlinge, zwei Habichtspilze, einige Maronen und Pfifferlinge sowie auch schon die ersten Schwarzfaserigen Ritterlinge (Schneepilze).

So kann es gerne weitergehen.

Beste Grüße aus Ostthüringen, Jürgen"

(Foto © Jürgen)

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Thüringer Vogtland: Bei der Sturmschadenbeschau wurde der Pilzkorb schön gefüllt


Monika schreibt am 23. Oktober 2021:

"Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

Bernd und ich waren heute Nachmittag unterwegs, um nachzusehen, ob der erste große Herbststurm diese Woche Schäden im Privatwald hinterlassen hat.

Die Fichtenwälder an der Dittersdorfer Autobahnausfahrt, unsere Pilzwälder, werden nach und nach vom Harvester platt gemacht. Auch hier ist der Borkenkäfer nicht zu bremsen. Ein einziges Trauerspiel.

Aber noch gibt es genug Wald, um Pilze zu finden. So wie heute, als wir endlich einmal wieder unsere Freude beim Anblick des schönen Fundes auf meinem Küchentisch hatten.

Im Hintergrund auf dem Foto rechts liegen Birkenpilze, davor ein paar Maronen, sehr viele Trompetenpfifferlinge und die herrlichen Herbstrotfüßchen, gelb mit ganz dunklem Hut. Ein voller Dörrautomat arbeitet bereits in der Küche.

Die Trompetenpfifferlinge habe ich in Butter gebraten, um sie einzufrieren. 

Im Birkenporlingswald waren wir auch, da gibt es dieses Jahr vereinzelt Birkenpilze, auch heute.

Durch den Sturm ist wieder eine Birke abgebrochen mit wunderschönen Birkenporlingen daran. Ich brauche aber keine mehr, wir haben schon genug. So haben wir sie unberührt gelassen; vielleicht holt sie sich ja ein Interessent.

Das war das Neueste von uns aus dem Thüringer Vogtland.

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde von Monika und Bernd"

(3 Fotos © Monika)

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2 Fotos: Die Birkenporlinge waren im Topzustand. Sie blieben jedoch liegen beziehungsweise stehen, weil Monika und Bernd bereits voll versorgt mit ihnen sind. 

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Ein spannendes Experiment 

Der Ästige Stachelbart aus dem Eichsfeld wird in Berlin geklont und geht dann in die Schweiz


Heike schreibt am 1. Oktober 2021:

"Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm, 

auch in diesem Jahr trägt ein Restestamm einer Rotbuche wieder einen Ästigen Stachelbart. Und was für einenm siehe das Foto. Ich hatte diesen Stamm letztes Jahr nach einer Jagd bei einer Nachsuche entdeckt. Da hatte er einen Fruchtkörper. Dieses Jahr waren es gleich drei!

Zwei sind noch existent, siehe Foto, und einer ist noch als kleiner Rest am Baum zu sehen, der sich für ein Foto aber nicht lohnte. Und siehe da, die ersten Samtfußrüblinge sind da. Ich habe sie zufällig entdeckt. Ich war eigentlich auf der Suche nach einer bestimmten Koralle, die es bei uns gibt. 

Leider habe ich sie nicht gefunden. Von dem Stachelbart werde ich Sonntag ein Stück vom Pilz holen, das geht nach Berlin, dort wird es geklont und geht dann als Zentrifugalröhrchen in die Schweiz zu einem Pilzfreund. Ich bin gespannt, ob das was wird.   

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde"


Foto: Die ersten Samtfußrüblinge (Winterrüblinge) sind da. Um Fruchtkörper bilden zu können, benötigt dieser Pilz eine Starttemperatur von 0 Grad Celsius. (2 Fotos © Heike)

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Alles beim Alten in Bad Blankenburg

Als wäre die Zeit stehen geblieben: Auch nach zwei Wochen Südtirol wachsen reichlich Pfifferlinge 


Thomas schreibt am 29. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach 2 Wochen Südtirol führte mich das schöne Wetter heute wieder in die Wälder rund um Bad Blankenburg.

Und als wäre die Zeit stehen geblieben: auf die Pfifferlinge ist nach wie vor Verlass. Man könnte auch sagen: es ist eine Never Ending Story. In bester Qualität in fast allen Bereichen des Waldes, hauptsächlich aber im Moos, leuchteten sie mir entgegen. 

Zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge waren gern gesehenes Beiwerk. Weitere Röhrlinge sah ich nicht. Jetzt geht es ans Putzen.

Ich hoffe, dass es mit der Vielfalt im Wald vielleicht nochmal klappt.

Die Bilder zeigen meinen Gesamtertrag und einen Teilfund im Moos.

Viele Grüße ,Thomas"

(2 Fotos © Thomas)

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Rehroulade mit einer Farce aus Herbsttrompeten, Trompetenpfifferlingen und Grauen Leistlingen mit karamellisiertem Portweinrotkohl & Speckknödeln




Foto: Jagd- und Pilzfreundin Heike hat einmal mehr in der Küche gezaubert. Diesmal gab es Rehroulade im Zusammenspiel mit Herbsttrompeten, Trompetenpfifferlingen und Grauen Leistlingen. Dazu Speckknödel und karamellisierten Portweinrotkohl. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 27. September 2021:

"Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,

am Samstag morgen wurde das eine Woche zuvor erlegte Rehwild (Foto rechts, mit dem Kleinen Münsterländer Anouk) zerwirkt. Die Oberschale aus einer der Keulen haben wir nicht vakuumiert und eingefroren. 

Nachdem die Arbeit getan war, ging es in den Wald, um unseren Jagdhund auszulasten und Pilze zu sammeln. Ich wollte vor allem Herbsttrompeten für die geplante Rehroulade holen. Doch Pustekuchen. Nicht eine einzige Trompete war noch brauchbar, alle waren restlos hinüber.

Das von mir Beschriebene aus der letzten Woche hatte sich weiter fortgesetzt. In der Mitte des Stieles total vertrocknet und dann nach oben hin vergammelt infolge einmaligen Regens. 

Glücklich, wer Vorratsreserven an Pilzen hat

Da war ich platt. Aber was hat man im Haus aus guten Jahren? Ich kann glücklicherweise immer noch aus dem Vollen schöpfen, was getrocknete Pilze angeht. So kamen Herbsttrompeten, Trompetenpfifferlinge und Graue Leistlinge zum Einsatz. Es sollte eine gefüllte Rehroulade mit karamellisiertem Portweinrotkohl und Speckknödeln geben.

So habe ich es endlich geschafft, dieses Gericht auch umzusetzen. :) Es war ein Gedicht! Deshalb hier die einzelnen Schritte.


Rehroulade, gefüllt mit einer Farce aus Herbsttrompeten, Trompetenpfifferlingen und Grauen Leistlingen mit karamellisiertem Portweinrotkohl und Speckknödeln

Die Oberschale* von der Rehkeule wurde aufgeschnitten für eine Roulade. Sie wurde innen gewürzt. Für die Farce wurden oben genannte Pilze verwendet. Wildschweinspeck aus eigener Herstellung habe ich ausgelassen, Zwiebeln und Pilze hinzugegeben. Etwas später etwas Knoblauch, frischen Rosmarin, Thymian und Petersilie.

Farce und Demiglace aus eigener Herstellung

Das Ganze gut würzen. Im Mixer etwas zerkleinern. Separat etwas Panko anrösten in Butter. Zu der bereits fein zubereiteten Pilzfarce kommen die gerösteten Brösel und ein Eigelb dazu. 

Die Masse wird auf die vorbereitete Roulade gestrichen und zusammengerollt. Dann ab ins Netz. Anbraten, Zwiebeln, Äpfel, Möhren dazu, mit eigener hergestellter Demiglace vom Reh ablöschen, eine halbe Flasche Rotwein darauf. Aufkochen und dann ab in Römer für einen halben Tag bei knapp unter 100 Grad.

In der Zwischenzeit Wildschweinspeck schneiden, auslassen, gewürfelte Äpfel dazu, richtig  ordentlich karamellisieren, einige  Brombeeren dazu, weiter karamellisieren, mit Portwein ablöschen, Rotkohl dazu, eine Zwiebel mit Nelken gespickt, etwas Zimt und weitere der üblichen Gewürze. Das lasse ich dann auch 5-6 Stunden vor sich hinköcheln.

In der weiteren Zwischenzeit einfache Speckknödel bereiten aus Semmeln, Milch, Speck, Zwiebeln, Butter, Gewürzen usw. Immer Freestyle und: kein Kochbuch :).

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde von einem pilzfreien Waldgang am Samstag.

Heike & Dieter"

* Ausgelöste Skelettmuskulatur der Innenseite des Oberschenkels

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Foto: Schön zu sehen in der Rehroulade ist hier die Füllung mit drei pfifferlingsverwandten Pilzarten. Das Bild riecht und schmeckt förmlich nach herbstlichem Wald. 

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Foto: Die Rehroulade ist gefüllt und eingenetzt und kommt für einen halben Tag bei knapp 100 Grad in den Römer. 

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Herbststress im nördlichen Eichsfeld

Pilze satt, ein Waidmannsheil und die Wintertruhe füllt sich mit dem Allerbestem


Foto: Gesammelt und gesäubert für den Nachbarn. Diesmal verzichtete Heike und verschenkte ihren gesamten Fund - Semmelstoppelpilze und ein Sommersteinpilz - ins Haus nebenan: "Ich gebe ja gerne ab." (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 22. September 2021:

"Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,

jeden Tag geht es ja in den Wald. Ob nun zur Auspowerrunde für unseren Kleinen Münsterländer Anouk oder zur Jagd. Die Pilze schießen, die Rehe springen. In diesen Tagen gibt es viel zu tun. Es gibt viele Pilze und auch schon wieder ein Waldmannsheil.

Und im Garten treiben es die Bohnen immer noch bunt. Am Wochenende war ich mit Anouk allein unterwegs im Wald. Aus dem Grund habe ich keine Pilze mitgenommen. Ein junger Jagdhund, der auf jedem Wechsel mehr als aktiv ist, benötigt viel Aufmerksamkeit.

So nahm ich die vielen Pilze nur optisch war. Mein Gedanke: und plötzlich ist es Herbst. Der Tisch ist reich gedeckt. Es gab so viel zu sehen. So vieles an Pilzen, von essbar bis giftig. 

Die Semmelstoppelpilze stehen wie verrückt, von den Herbsttrompeten sind leider zu Unmengen vertrocknet; es folgte ein Schauer darüber und nun schimmeln sie vor sich hin. Lungenseitlinge, Täublinge, Violette Rötelritterlinge , Birkenporlinge, Rotkäppchen (z. B. eine Eichenrotkappe, Foto rechts), Parasole, Stockschwämmchen , Goldröhrlinge, Krause Glucken. 

An Giftpilzen gibt es Nebelkappen, steinalte Satansröhrlinge, Pantherpilze,  Unmengen Grünen Knollenblätterpilzen, viele Haarschleierlinge, Herbstlorcheln. Die Holzkeulen wachsen mit verschiedenen Arten. Die Liste ist schier unendlich. Der Wald ist weiß und orange getupft.

Gestern nun sind wir zusammen auf die Waldrunde gegangen. So nahm ich diesmal also meinen Korb mit. Nicht für uns, sondern für unseren Nachbarn. Ich gebe ja  gerne ab. Und er kann derzeit eine kleine Freude gebrauchen. So nahmen wir die schönsten Semmelstoppelpilze und noch einen Sommersteinpilz mit. Freudig nahm er die geputzten Pilze entgegen.  

Die Zeit für uns ist streng im Moment. Heute geht es nach Eschwege (Nordhessen)  zum Schießnachweis. Eine Eichsfelder Stracke , frisches Brot, Kaffee und Schmandkuchen kommen für das Betreuerteam mit. Wer in Thüringen an Gesellschaftsjagden teilnehmen möchte, muss abliefern. Nur mit gültigem, alljährlich zu erneuerndem Schießnachweis darf man an großen Jagden teilnehmen.

Morgen holen wir wieder ein Reh aus der Wildkammer, das am Samstagfrüh erlegt wurde. Die Truhe für den Winter füllt sich reichlich mit dem Allerbesten. Seit zwei Wochen möchte ich aus einer Rehkeule eigentlich eine mit Pilzen gefüllte Rehroulade zubereiten. Keine Zeit dazu, ich tröste mich: wird schon noch. :) 

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, an Stefan und an alle Pilzfreunde"

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Foto: Die Herbsttrompeten waren in der Mehrzahl vertrocknet; den letzten Rest in Richtung Schimmel und Fäulnis gab ihnen der viel zu späte Regen. 

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Foto: Die Lungenseitlinge wachsen derzeit in Massen. Hier quirlen sie nur so aus einem morschen hingestreckten Rotbuchenstamm. 

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Thüringer Vogtland: »Ich glaube, der Wald ruht sich dieses Jahr aus«


Monika schreibt am 19. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

dieses Jahr haben wir im Thüringer Vogtland eine verhaltene Pilzsaison. Es gab und gibt zwar alle möglichen Pilzsorten im Wald, aber nicht in Massen. Die meisten Pilze sind madig und von den Schnecken an- oder abgenagt. Um sie überhaupt zu finden, muss man die Plätze kennen und gezielt aufsuchen. Ich glaube, der Wald ruht sich dieses Jahr aus. 

So ein richtiges spaßiges Pilzesammeln, wie wir es von anderen Jahren kennen, ist das nicht, obwohl das Wetter passt. Vielleicht wachsen noch irgendwann schöne Speisepilze, vielleicht auch nicht.

Freitag Nachmittag haben wir Hallimasch gefunden (Foto rechts) und auch ein paar Hüte mitgenommen. Auch an diesem Tag war nicht viel los mit Speisepilzen. So geht das schon wochenlang. Das macht aber nichts, wir sehen das recht gelassen.

Statt Pilze zu sammeln fuhren sie zum Zeulenrodaer Meer

Dafür haben wir über den Pilzticker Thüringen, über dich, lieber Heinz-Wilhelm, eine wunderbare Freundin gefunden.

Anke aus Bad Sulza, fragte Dich damals, ob sie mit mir in Verbindung treten kann, wegen einer Abschlussarbeit ihrer Tochter über Wald und Natur. Heute nun war Anke das zweite Mal hier bei uns. Eigentlich, um Pilze zu finden...

Weil es nur wenige und meist in schlechter Qualität gibt, haben wir ihr lieber einige Sehenswürdigkeiten rund um das Zeulenrodaer Meer gezeigt. Ein wunderschöner Tag!

Die zwei Fotos zeigen Anke und mich, einmal im Sommer in Auma auf dem Marktplatz und heute wieder mit mir in Zeulenroda an der Talsperre, im Ferienpark. Anke ist auf beiden Bildern links zu sehen.

Wir freuen uns auf weiterhin schöne Pilzberichte anderer Pilzesucher und interessante Neuigkeiten im Pilzticker.

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und alle Pilzfreunde!

Monika und Bernd aus dem Thüringer Vogtland"

(1 Foto © Monika); (2 Fotos © Bernd)

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Makellose Steinpilze bei den Randfichten und ein Laubwald, gepflastert mit hunderten Sommersteinpilzleichen


Foto: Vier schönste Fichtensteinpilze, gleich bei der Randfichte. Der lichte Hintergrund zeigt, dass dieses Foto am Waldrand in Heikes Minifichtenwäldchen entstand. Auch im Brombeergestrüpp standen sie, wie auf dem 2. Foto zu sehen ist. Auf dem 3. Foto können wir zwei makellose Exemplare bestaunen. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 14. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

am Wochenende ging es noch einmal in die Steinpilze. Wir mussten wieder auf allen Vieren im nördlichen Eichsfeld herumkriechen, doch die ganze Strapaze hat sich vollauf gelohnt. 

Wir konnten herrliche Steinpilze, wenige Rotkappen und einige Birkenpilze ernten. 

Die Parasole stehen in Scharen, es gibt viele, viele Flaschenboviste und die ersten Violetten Rötelritterlinge lassen sich blicken. 

Sonntag schaute ich noch einmal zu den Herbsttrompeten und Grauen Leistlingen. Hier sah es nicht gut aus. Winzig, wie sie gerade aus dem Boden schauten, sind sie vertrocknet. Es fehlt einfach der Regen. Schon über zwei Wochen gab es bei uns - wieder einmal - keinen Regen mehr. Wie schade um die herrlichen Trompeten. 

Während wir auf die Fichtensteinis aus waren, ereignete sich in einem weiteren Kalkbuchenwald mit Eichen, den wir ab und an besuchen, ein Szenario. Hunderte Sommersteinpilze standen wie gepflastert da. 

Der Waldboden war regelrecht übersät mit den Sommersteinpilzen. So habe ich es in diesem Wald noch nie erlebt. Leider waren wir zwei Tage zu spät dran: alle waren bereits überständig. Man kann aber nicht überall sein :).

Die Tage werden leider spürbar kürzer, es wird früher dunkel und das milde Wetter lädt auch zum Ansitz ein. So ist es, dass für die Hobbys immer weniger Zeit zur Verfügung steht, wenn das Tageslicht weniger wird.  

Anbei wie immer einige Fotos aus dem Wald. Heute einmal ohne Teller. 

Herzliche Grüße von Heike & Dieter"

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Foto: Drei weitere wunderschöne Steinpilze. Hier hat sich eine Eiche mit ins Spiel gebracht. Mittelalte Fichten und eine Eiche mittendrin, das riecht förmlich nach Steinpilzen. 

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In einer steilen Schneise stand die erhoffte Speise: Herrliche Steinpilze für Klaus am Zehnsberg bei Leinefelde


Klaus schreibt am 10. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem Heike im Eichsfeld kriechen musste, habe ich es mal mit Kraxeln probiert. Und siehe da, in einem kleinen Stück Fichtenwald am Zehnsberg bei Leinefelde fand ich eine steile Schneise mit besten Steinpilzen, darunter ein auffallend heller, schon beachtlich großer Doppelsteinpilz (2. Foto)Ganz viele kommen auch noch nach.

Zur Abwechslung habe ich heute noch ein paar Schirmpilze mitgenommen, alles andere wie Kuhmäuler, Täublinge, Boviste und Butterpilze habe ich stehen gelassen, weil der Korb voll war.

Beste Grüße, Klaus"

(Foto © Klaus)

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»Hexe« Heike im nördlichen Eichsfeld auf allen Vieren

Kriechend dem nächsten Minireich der Steinpilze entgegen


Foto: Schon wieder hat Heike ein neues Stückchen Fichtenwald mit tollem Unterbewuchs entdeckt: Steinpilze! Zahlreiche Kleine kommen noch nach; ihnen droht der Kindestot durch Vertrocknen. (3 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 8. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

gestern sind wir doch noch einmal in dieses neu entdeckte kleine Stückchen Fichtenwald vorgedrungen, um zu schauen, ob etwas nachgewachsen ist.

Der Boden dort war schon wieder sehr, sehr trocken, da es ein ausgesprochen lichtes Waldstück ist. Ein paar Meter weiter, wo ich auch einige Steinpilze entdeckt hatte, waren weitere Steinpilze und auch Birkenpilze nachgewachsen.

Die Birkenpilze waren wunderbar fest (z. B. Foto rechts) und somit eine Ernte wert. Wir dehnten die Suche aus auf ein weiteres kleines Waldstückchen welches dort angrenzte.  

Ich fand am Rand eine gerade noch erkennbare Flockenstielige Hexe. Da war ich sehr erfreut, obwohl sie nicht mehr brauchbar war. So kroch ich im wahrsten Sinne in dieses sehr dichte Stück hinein, um zu schauen, ob da drinnen vielleicht noch eine weitere Hexe lauern würde. Nein, außer mir war keine weitere drin. :). Dieter blieb derweil mit Hund draußen am Rand, da es mehr als dichter Aufwuchs und aufrechtes Gehen nicht möglich war. 

Aber ich dachte , mich trifft der Schlag: erst sah ich riesige, bereits geöffnete Parasole, dann Rotkappen. Es ist einige Jahre her, dass ich die letzte Rotkappe fand. 

Und dann, wie aus dem Nichts: Steinpilze! Alle wieder noch winzig klein. Und da kommen noch sooo viele in diesem auch winzigen Stück nach. Hoffentlich kommt bald Regen, denn auch dort war der Boden schon wieder sehr trocken. Ohne Regen würden sie gnadenlos vertrocknen.

Die Qualität aller unserer gefundenen Pilze war sehr gut. Sehr wenig madige. Also wie vor zwei Tagen auch. Ich kann viel konservieren für den Winter.  

Leider bin ich erst spät abends dazu gekommen, ein Foto vom Teller zu machen. Darum sieht es diesmal nicht so toll aus.     

Aber was für eine kleine Goldgrube ich da entdeckt habe. Irre. Darüber freue ich mich mehr als sehr. 

Dieser Tage schenkt uns die Natur mehr als reichlich: Pilze, Beeren, Früchte, Wild. Besser geht es nicht. 

Liebe Grüße, Heike & Dieter"

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Foto: Ein nicht so häufiges Motiv ist es, wenn ein Steinpilz und eine Rotkappe auf Du und Du im Wald stehen. Für eine Eichenrotkappe (Laubwaldrotkappe) fehlen ihr die roten Schüppchen. Möglich, dass sie an eine Birke gebunden war. 

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Foto: Das neue Miniwäldchen war wirklich eine Entdeckung. Trotz der Trockenheit drücken viele junge und kleine Steinpilze nach. Hier gleich drei Stück. 

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Bad Blankenburg: Die Steinpilze sind Mogler, die Pfifferlinge wachsen in guter Qualität seit Monaten


Thomas schreibt am 7. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

bevor ich mich nächste Woche in die Wälder Südtirols wage, war ich heute noch einmal mit meinem Bruder in unserem Bad Blankenburger Revier unterwegs. 

Nach dem vielen Regen der letzten Wochen und Wärme der vergangenen Tage waren wir voller Vorfreude in den Wald aufgebrochen und wurden nicht enttäuscht. 

Zwar waren einige Pfifferlinge schon wieder zu trocken, aber die Masse besticht immer noch mit guter Qualität. Hinzu kamen heute auch wieder Rotkappen, viele Sandpilze, aber leider nur zwei gesunde Steinpilze. Viele der Steinpilze standen zwar prächtig da, waren jedoch schon total von Maden zersetzt.

Ein großer Teil des heutigen Fundes wurde auf unsere Familie und Bekannte verteilt. Vom Rest verarbeiteten wir die Pfifferlinge zu Salat und bereiteten die Röhrlinge für das Mittagessen am Mittwoch vor.

Viele Grüße, Thomas aus Bad Blankenburg"

(3 Fotos © Thomas)

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Foto: Die Steinpilze mogeln. Sie tun wie sonst wer, sind aber in Wirklichkeit komplett durchmadet. Nur zwei Brauchbare nahm Thomas mit. 


Foto: Die Pfifferlinge in den Bad Blankenburger Wäldern haben in der Masse immer noch ausgezeichnete Qualität. Und das seit Monaten!





Nach der Zerstörung der Fichtenwälder im nördlichen Eichsfeld

So eine Überraschung: Heike findet in einem Miniwäldchen herrliche junge Fichtensteinpilze


Foto: Ein prächtiger Steinpilzfund für Heike, nachdem fast alle ihre Steinpilzwälder von Trockenheit, Borkenkäfern und letztlich der Forstwirtschaft vernichtet worden waren. Links liegen wohl auch zwei Birkenpilze. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 6. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern ging es nach Morgenansitz in den Wald zum Brombeeren pflücken, Pilze sammeln und Hunderunde in einem. 

Es gab einige Steinpilze, noch klein, wie das Foto rechts zeigt, aber ich nahm sie mit, da diese Woche für uns extrem viel anliegt und wir vor Donnerstag dort wohl nicht mehr hinkommen.

Die Steinis waren eine Überraschung. Wir fanden sie in einem winzigen, noch halbwegs intakten Fichtenstück. Winzig ist der richtige Ausdruck. In 10 Minuten waren wir durch.  Ich habe mich aber so was von gefreut , da die Fichten ja bei uns Geschichte sind. Auf dieses Ministück zu stoßen war reiner Zufall.

Ich habe sie gestern Abend ganz einfach in Butter gebraten und auf einem Röstbrot gegessen. Das Essen gab es abends 22.30 Uhr, da es gestern Abend auch noch ein Waidmannsheil gab. Ein Reh. :). Das muss dann natürlich zuerst versorgt werden.* Komplett erschöpft fielen wir gestern Abend, oder besser gesagt fast schon Mitternacht, ins Bett. 

Die Qualität der Steinis war toll. 

Herzliche Grüße Heike & Dieter"

* Das liest sich, als hättet ihr ihm erst Essen gemacht, es dann ins Bett gebracht und ihm dann eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen und so...

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Foto: Woanders beklagen die Pilzfreunde derzeit bis zu 80% madenbedingten Ausschuss bei den Steinpilzen, bei Heike haben sie Superqualität. Noch mehr Grund zur Freude!

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Foto: Und hier liegen sie bruzzelfertig in der Pfanne. Es war schon spät, das Essen wurde zum Nachtmahl. 


Wildschweinlende mit frischen Herbsttrompeten, abgelöscht mit einer selbstgemachten Demi Glace vom Reh: »Ein Träumchen«




Foto: Heike hatte geahnt, dass sie schöne Herbsttrompeten finden würde, und deshalb schon am Morgen Wildschweinlende zum Auftauen herausgelegt. So gab es sie zu den frischen Pilzen und zu Pasta. Die Lende hatte sie in Panko gewälzt, die Herbsttrompeten mit einer selbst gemachten Demi Glace vom Reh, hoch konzentriert, abgelöscht. Einen Schluck Sahne dazu und frische Kräuter. Ein Träumchen war wahr geworden. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 5. September 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern ging es auf der Gassirunde zu den Herbsttrompeten und auf eine Wiese zum Austoben. 

Auf dieser Wiese standen die Parasole dutzendweise. Ich habe einige Schlegel für den Nachbarn mitgenommen, der sie mit Freude entgegennahm. Im Tausch gab es dafür Rote Bete aus seinem Garten. Die werde ich schön einlegen. 

Dann ging es zur Stelle der Herbsttrompeten. Es ist genau der Platz, wo im Juni immer die Sommersteinis stehen und nun auch die Semmelstoppelpilze. Ich konnte noch einmal einige Semmelstoppel in imposanter Größe ernten. Ich habe noch nie einen bitteren erwischt, alle waren bisher astrein. Ich werde sie noch einmal zu Antipasti verarbeiten. In diesem Bezug herzlichen Dank an Doris für die lieben Worte.  


Foto: Ein Nachbar von Heike ist stets dankbarer Abnehmer von Parasolschlegeln. Auch diesmal hat er sich wieder über eine Gabe gefreut. Im Tausch erhielt sie Rote Bete, die sie eingelegt hat.

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Der  erste nennenswerte Schwung an Herbsttrompeten wanderte ebenfalls in das Körbchen. Auch einige Birkenporlinge schafften es wieder hinein. Und es kommen, ich konnte es kaum glauben, sogar einige Graue Leistlinge. Auch Grubenlorcheln, jede Menge Goldröhrlinge, Flaschenboviste und Lacktrichterlinge schießen. Und vieles andere mehr.  

Ich hatte schon gestern früh in weiser Voraussicht Wildschweinlende zum Auftauen herausgelegt. Das war gut so. Also gab es gestern Wildschweinlende auf Herbsttrompeten mit Pasta.


Foto: Die Herbsttrompeten waren kräftig nachgewachsen, nachdem Heike am Mittwoch die ersten gefunden hatte. 

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Die Wildschweinlende wurde gewürzt und in Panko gewälzt und gebraten. Für die Trompeten habe ich Zwiebelchen fein geschnitten und angeschwitzt, die geputzten Trompeten dazugegeben und angebraten. Alles mit einer selbst hergestellten Demi Glace vom Wild (Reh) abgelöscht und sehr verhalten gewürzt, denn die Demi Glace ist schon ordentlich konzentriert.

Etwas köcheln lassen, einen beherzten Schluck Sahne dazu und frische Kräuter. Das leckere Gericht gab es zu frischer Pasta. Es war ein Träumchen!

Ganz herzliche Grüße an Dich lieber Heinz-Wilhelm & an alle Pilzfreunde

Heike & Dieter"

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Foto: Die Semmelstoppelpilze waren beinahe größer als die Birkenporlinge. Von bitteren Exemplaren ist Heike bislang verschont geblieben. 


Die ersten Herbsttrompeten erfreuen Heike, die Wettervorschau bedrückt sie


Foto: Die ersten Herbsttrompeten sind endlich da. Heike hatte sie seit längerem im Visier. Dazu gab es wieder einige Semmelstoppelpilze und ein paar von ihr sehr geschätzte Birkenporlinge. (3 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 2. September 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern ging es wieder zur Kontrolle in den Wald. Mittlerweile lässt sich einiges finden, es gibt essbare, ungenießbare und giftige Pilzarten.  

Grüne Knollenblätterpilze stehen in Massen, auch viele Schleierlinge sind am Start. An Ungenießbaren fallen die Stinkmorcheln auf, die dieses Jahr spät dran sind. An Essbaren fand ich Semmelstoppelpilze, Täublinge, Flaschenboviste und die ersten Herbsttrompeten.

Sie sind noch winzig. Hoffentlich kommt noch einiges nach, denn bei uns ist für die nächsten 10 Tage schon wieder Sonne satt angesagt. Das klingt gar nicht gut. Ich hatte mich eigentlich auf üppigen angesagten Regen am Sonntag und Montag gefreut. Tja, es kam, wie es fast immer bei uns kommt: es gab 3 Liter auf den Quadratmeter an diesen 2 Tagen.

Nichtsdestotrotz kamen einige Liter in den letzten 10 Tagen zusammen. Und die Leistlinge brauchen viel, um es ans Tageslicht zu schaffen. 2017 habe ich hier bei mir die letzten gefunden. Aber, Du glaubst es nicht, ein kleines Glas voll habe ich noch von damals. :)

Erste Eindrücke von gestern sende ich Dir hiermit zu. Auch einige Birkenporlinge landeten im Korb.  

Herzliche Grüße, Heike & Dieter"

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Foto: Sie sind da, die ersehnten Herbsttrompeten, die an Buchen gebunden sind. Sie benötigen basischen, gehaltvollen Boden, gerne kalkreich. 


Foto: Wo Laub und feines Gezweig zerbröseln, stehen sie gerne, die Herbst- oder Totentrompeten. Ihren Namen verdanken sie dem Umstand, dass sie häufig zur Zeit des Totengedenkens im November wachsen. In manchen Jahren stehen sie in Massen, um dann mitunter einige oder sogar etliche Jahre ganz auszubleiben. 


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