Pilz-Ticker-Thueringen



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Die Nachbarin der Kinder freute sich sehr über die wunderschönen Steinpilze


Monika schreibt am 17. Oktober 2019:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

Antje, ihr Sohn, Hund Emmi und ich fuhren am zeitigen Nachmittag - es hatte aufgehört zu regnen - in unseren bekannten Wald, um etwas zu laufen und nach Steinpilzen zu schauen.

Es gab aber erst einmal wieder schönste Maronen. Allerdings nur dem Anschein nach, denn sie waren häufig schon madig und blieben also stehen.

In unserem Graben am Waldrand fand Antje unter buntem Laub sechs frisch gewachsene Rotkappen. Das war lustig, wie sie im Laub gebuddelt und die gut versteckten Pilze herausgezogen hat.

Dann fanden wir die erhofften Steinpilze, wunderschön knackige Gesellen. War das eine Freude für uns und die Nachbarin meiner Kinder. Sie bekam welche geschenkt, weil sie selbst keine findet und hat sich sehr gefreut. Als Geschmacksverstärker nahmen wir noch ein paar Rotfußröhrlinge, kerngesunde Fichtenreizker und Pfefferpilze mit.

Nach diesem herrlichen Waldspaziergang, haben wir uns erstmal mit Kakao und Kaffee gestärkt und mein Enkel präsentierte den Gesamtfund stolz auf dem Gartentisch (1. Foto rechts). Bei Antje gab es drei wunderschöne Steinpilzhüte, paniert und in Butter gebraten, für die Familie zum Abendessen (2. Foto rechts). Alle anderen Pilze landeten einmal mehr im Dörrautomaten.

Als Bernd, der ein paar Tage bei sich zuhause war, vorhin ankam, berichtete er, dass in Richtung Jena in jedem Waldweg viele Autos von Pilzesuchern stehen würden. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass unser Ostthüringen immer noch ein Pilzeland ist, seit Wochen nun schon.

Ganz herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzesucher von Monika, Antje und Bernd aus dem Thüringer Vogtland.

Ps: Ich habe vorhin gelesen, dass Du in der Hauptsaion leider keine Pilze suchen kannst, damit der Pilzticker immer aktuell bleibt. Das ist schade, wo es doch jetzt so viele gibt!«

(1 Foto © Monika), (1 Foto © Antje)

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Endlich, endlich wieder Pilze in der Waldwüste des Eichsfeldes


Klaus schreibt am 17. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute hatten wir endlich mal wieder Erfolg hier im Eichsfeld.

In einem Waldstück bei Leinefelde gab es erstmals seit zwei Jahren Maronen, Stockschwämmchen, Boviste und zum Schluss noch ein paar Schopftintlinge. Von den Stockschwämmchen haben wir nur wenige abgeschnitten, die waren schon fast überständig (1. Foto rechts).

Nach so vielen erfolglosen Wochen war das eine große Freude.

Viele Grüße Klaus«

(2 Fotos © Klaus)

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Waltershausen: Ein großer Steinpilz für einen kleinen Mann


Foto: Viele Maronenröhrlinge gab es für David und Stefanie. Und einen besonders großen Steinpilz für einen quietschvergnügten kleinen Mann (2. Foto).


David und Stefanie schreiben am 16. Oktober 2019:

»Hallo,

wir haben am Sonntag und am Dienstag Maronen, Steinpilze und Goldröhrlinge gefunden, und zwar in den Wäldern um Waltershausen.

Grüße David und Stefanie«

(2 Fotos © David)

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Thomas freut sich über seinen Röhrlingsfund bei Bad Blankenburg


Jürgen schreibt am 15. Oktober 2019:

»Hallo,

anbei die Pilze von Thomas in den Wäldern rund um Bad Blankenburg. Er hat sich natürlich darüber gefreut. 

Viele Grüße an die anderen Pilzesammler!

Jürgen«

(Foto © Thomas)

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Pilzeland Thüringer Vogtland

»Man kann den kleinen Mobbeln einfach nicht widerstehen«

Monika schreibt am 14. Oktober 2019:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

heute Nachmittag fotografierte mich Bernd bei schönstem Sonnenschein beim Pilze putzen in meinem Garten (Foto rechts).

Er und sein Sohn arbeiteten heute wieder im Privatwald, Antje und ich fuhren mit, weil wir noch paar kleine knackige Maronen zum Einwecken holen wollten. Welche Massen daraus wieder einmal wurden, sieht man auf dem Foto.

Die immer noch in hellen Scharen wachsenden Maronen sind allerdings inzwischen mehr angeknabbert und auch wurmig. Sie sind aber trocken und einfach wunderschön anzusehen. Richtige kleine Mobbel, wie wir dazu sagen. Wir haben nur die Schönsten abgeschnitten, es waren fast zu viele Pilze, aber Du kennst das bestimmt auch: man kann einfach nicht widerstehen.

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Steinpilze gab es heute überwiegend im höheren Alter. Die ließen wir stehen. Ein paar schöne junge haben wir aber auch gefunden und natürlich gerne mitgenommen. Sie waren alle madenfrei. Auffallend war, dass es erstmals seit Längerem keine ganz kleinen, also nachwachsenden Steinpilze gab.

Schöne Fichtenreizker schmücken die Waldränder, einige schöne frische nahmen wir mit. In unserem Rotkappengraben fanden wir sechs nachgewachsene, schöne frische Exemplare. Zwei Butterpilze wollten auch gerne noch mit.

Sehen und stehen gelassen haben wir Frauentäublinge, Lärchenröhrlinge, Goldröhrlinge und Pfefferröhrlinge. Dass die Kahlen Kremplinge und Fliegenpilze im Wald blieben, versteht sich von selbst. Auch hier muss ich sagen, dass sie nun nicht mehr in Massen wie vorher wachsen. 

Einen großen Korb voll schönster fester Pilze verschenkten wir; seine Besitzerin wird sie morgen mit nach Hause an die Ostsee nehmen. Damit haben der jungen Frau eine große Freude gemacht.

Die kleinen Maronen werden sauer eingeweckt und die restlichen Pilze trocknen bereits im Dörrautomaten.

Es ist wunderschön, bei diesem sonnigen Herbstwetter im Wald zu laufen, die Sonne und die schön gefärbten Laubblätter tun der Seele gut! 

Einen herzlichen Feierabendgruß aus dem Thüringer Vogtland, dem Pilzeland,
senden an alle Pilzesucher Monika, Bernd und Antje«

(Foto © Bernd)

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Sagenhafte Schwemme im Thüringer Vogtland

Die Männer wussten vor Pilzen kaum noch, wo sie hintreten sollten

Monika schreibt am 12. Oktober 2019:

»Guten Tag lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe gerade die neuesten Meldungen von den glücklichen Pilzefindern im Pilztiker gelesen und freue mich, dass es Pilze jetzt überall reichlich gibt.

Gestern waren wir auch im Wald, in der Nähe der Autobahnabfahrt Dittersdorf an der A9.
Bernd und sein Sohn sägten im Privatwald von Dürre und Borkenkäfern geschädigte Bäume ab, Antje, ihr Sohn und ich suchten in der Nähe Pilze.

Die Männer konnten vor lauter Pilzen kaum treten. Überall kleine wunderschönste Maronen in Massen, dazwischen ab und zu auch mal ein Steinpilz. Bernd überraschte mich dann mit der Aussage, dass der ganze Kofferraum bereits voller Steinpilze, Maronen, Rotkappen und Rotfußröhrlinge sei.

(Pilz-Ticker-Thueringen)

Antje und Sohn suchten an den Waldrändern und fanden schönste Steinpilze, dazu junge knackige Maronen, ein paar Fichtenreizker und eine Ziegenlippe. Unser kleiner Pilzesucher sah bei der Abfahrt noch aus dem Auto heraus einige Steinpilze und war glücklich, als ich anhielt und er sie holen konnte.

Wir haben wieder sehr viele Pilze verschenkt, Mischpilze getrocknet und den Rest gebraten und eingefroren.

Heute war ich in meines Sohnes Garten, da wachsen schon seit Wochen unter fünf Tannen schöne Ziegenlippen. In meinem Garten stehen unter einem Apfelbaum Hexenröhrlinge, an anderer Stelle Nelkenschwindlinge. So richtig sicher bin ich mir aber nicht, deshalb lasse ich sie weiterwachsen bis zum Rasenmähen am Montag.

Das Foto ist von gestern und zeigt unsere herrlichen Pilze auf meinem Küchentisch. Ich kann unsere Pilze leider nicht so schön präsentieren, weil alles schnell gehen muss.

Ganz herzliche Grüße aus dem sonnigen Thüringer Vogtland, dem Pilzeland!

Monika und Bernd.

Ps: Wir wünschen allen Pilzesuchern ein schönes und erfolgreiches Wochenende!«

(Foto © Monika)

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Schmalkalden-Meiningen: Traumhafte Steinpilze und überhaupt: Pilze in Hülle und Fülle


Michael schreibt am 11. Oktober 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm und liebe Pilzfreunde,

heute bin ich gleich nach der Arbeit mit meiner Kleinen (2. Foto rechts mit Steinpilz) losgezogen zum Pilze suchen. Wir waren auf den Wiesen und in den Wäldern rund um Schwarza und Christes (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) unterwegs. Auch bei uns gibt es Pilze in Hülle und Fülle!

Meine kleine Schatzsucherin war wieder super erfolgreich. Weil es so viele Pilze gab, haben wir nur die schönsten mitgenommen. Unter vielen anderen Arten fanden wir traumhafte Steinpilze, viele Maronen und Rotfußröhlinge und ein paar Birkenpilze und Pfifferlinge.

Es gibt unheimlich viele Fliegenpilze, zudem sahen wir Fichtenreizker und Hallimasche.

Nun sind wir zu Hause und ich putze die Pilze. Einen Teil hebe ich auf für morgen. Da herrliches Herbstwetter angekündigt ist, wollen wir morgen grillen und so wird es die leckeren Pilze zu einem Steak geben. Den Rest koche ich ein für den Winter.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und viel Erfolg beim Pilze suchen!

Mit freundlichen Grüßen Michel«

(2 Fotos © Michel)

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Pilzeland Thüringer Vogtland: »Die Steinpilze standen wieder da wie gemalt«


Foto: Seit Wochen nimmt es kein Ende mit den tollsten Steinpilzen. Und jetzt kommen vermehrt auch die Maronen hinzu. Es sind berauschende Zeiten für Monika und ihre begeisterten Mitsammlern im »Pilzeland Thüringer Vogtland«, wie sie schreibt. (2 Fotos © Monika)

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Monika schreibt am 9. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Willhelm,

meine Freundin schickte mir heute Mittag ein Foto und schrieb dazu: »Schau mal Moni, was ich heute im Wald gefunden habe. Ein Pilzwahnsinn!«  Einen 5-Liter-Eimer voll und einen großer Spankorb voll schönster Waldpilze hat sie mit nach Hause nehmen können.

Zu dieser Zeit waren Antje und ich bereits in meinem Garten und putzten - Pilze. Zuvor waren wir plus ihr Sohn zwei Stunden an unseren bekannten Pilzstellen.

Heute fanden wir nur eine einzige Rotkappe, einige Birkenpilze, Pfefferröhrlinge, herrliche schwarzgelbe Herbstrotfußröhrlinge sowie zwei Fichtenreizker. Von den Maronen nahmen wir heute nur die kleinen, die schönsten mit.

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Steinpilze standen wieder da wie gemalt. Da durften alle mit, die wir fanden, denn sie erwiesen sich allesamt als völlig madenfrei.

Wie schon seit einigen Wochen wachsen die Pilze weiterhin auf und neben den begrasten Waldwegen, jetzt aber auch endlich im Hochwald. Und zwar ohne Ende!

Und es regnet weiterhin jeden Tag ein bisschen, was für die Natur ein Segen ist. Nun soll es ja wieder wärmer werden, auch in den Nächten. Wie wird es dann weitergehen? Nass und warm, das ist ja ideal für das Pilzwachstum. Aber es gibt doch jetzt schon Pilze in Massen. Ich bin sehr gespannt, was das wird. Nicht, dass dann die Pilzfliegen wieder munter werden!

Neben den Funden, die auf unserem Gartentisch landeten, möchte ich noch andere Pilzarten erwähnen. So viele große Fliegenpilze wie dieses Jahr haben wir noch nie gesehen. Fast ebenso verhält es sich mit den Kahlen Kremplingen und Samtfußkremplingen. Die Täublinge prangen in allen Farben, Hexenröhrlinge und etliche andere Arten, die ich nicht kenne, standen da zum freudigen Anschauen.

Das Foto rechts zeigt meinen Enkel im Pilzglück. Vorn im Bild die Maronen durften im Wald bleiben, die drei Steinpilze bei ihm nahmen wir gerne mit.

Das war mal wieder das Neuste aus dem Pilzeland Thüringer Vogtland.

Herzliche Grüße von Monika und Antje«

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Ilm-Kreis: Die kalten Nächte können die Pilze nicht beeindrucken


Foto: Jürgen staunte nach kalten Nächten über das vielfältige Pilzwachstum. Doch da braucht er sich nicht zu sorgen: die klassischen Herbstpilze, und das sind viele gute bis sehr gute Speisepilzarten, scheuen sich vor kalten Nächten überhaupt nicht. Erst ab minus 1,5 Grad trifft es beispielsweise den Lebensnerv der Steinpilze. 


Jürgen schreibt am 8. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachde ich ja gerne die Funde von Bekannten übermittle, war ich gestern mal wieder selbst in meinem Revier bei Bücheloh im Ilm-Kreis unterwegs. Ich war erstaunt über den Pilzreichtum nach den zuletzt doch ziemlich kalten Nächten.

Neben Maronen, Sandpilzen und Lärchenröhrlingen fand ich unter anderem einen wunderschönen Steinpilz (Foto rechts) sowie etliche Kupferrote Gelbfüße. Alle Pilze standen auf  Wegen bzw. an deren Rändern. 

Ich wünsche Dir und allen anderen Pilzfreunden noch viel Erfolg und Spaß beim Pilze suchen. 

Jürgen aus Stadtilm«

(2 Fotos © Jürgen)

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Viele Sandröhrlinge für Thomas bei Bad Blankenburg


Jürgen schreibt am 7. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

anbei ein Foto von Thomas aus Bad Blankenburg. Er war rund zwei Stunden in den Wäldern um Bad Blankenburg unterwegs. Seine Ausbeute waren zwei Steinpilze, eine Rotkappe, Maronenröhrlinge und Sandpilze (die goldgelben Pilze rechts).

Viele Grüße Jürgen«

(Foto © Thomas)

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Nach 30 Jahren Pause hatte Monika schon fast vergessen, wie das mit dem Pilze sauer einwecken geht


Monika schreibt zu diesem Bild: »Das Foto zeigt mein Eimerchen voller schönster Pilze an einer neu entdeckten Rotkappenstelle im Hochwald.« (Foto © Monika)

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Monika schreibt am 6. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Willhelm,

im Pilzeland Thüringer Vogtland stehen die herrlichen Steinpilze, Maronen, Rotkappen, Birkenpilze, Rotfußröhrlinge und noch viele andere Sorten Speisepilze einfach so zum Abschneiden nach Bedarf.

Heute hatten Bernd und ich von meinem Sohn den Auftrag, kleine Pilze zu sammeln. Er wünscht sich, wie er es aus seiner Jugendzeit kennt, sauer eingeweckte Pilze. So etwas habe ich schon über 30 Jahre nicht mehr gemacht; ich hatte es fast vergessen.

Steinpilze, Maronen, Rotkappen, Birkenpilze, Sandpilze, Rotfußröhrlinge,
einige Fichtenreizker und ein paar Pfefferröhrlige, von allen nur die Schönsten und völlig madenfrei, kamen in unsere 5-Liter-Eimer. Vier Stunden waren wir heute unterwegs und es war einfach wieder herrlich in der Natur.

Heute haben wir wieder eine große Schüssel voll schönster Pilze verschenkt, die kleinen Maronen und Steinpilze sind in Gläsern im Einwecktopf, Steinpilze trocknen im Dörrautomaten und der Rest ist gebraten und eingefroren.

Wenn nur das leidige Pilzeputzen nicht wäre...

Pilze suchen und finden ist ein sehr schönes Hobby, wenn da hinterher nur nicht die nervende Verarbeitung der tollen Funde wäre... Das kostet Zeit.

Gestern las ich viel Interessantes auf Deinen Pilzticker Seiten. Ich beschäftige mich sehr viel mit Pilzen, schon immer, aber durch den Pilzticker habe ich viel Neues dazugelernt. Deshalb nochmals danke, lieber Heinz-Wilhelm, für den schönen Pilzticker.

Für heute Nacht wird der erste Frost bei uns angekündigt, ich glaube aber, dass hier in unseren Wäldern die Pilze trotzdem noch weiterwachsen werden.

In diesem Sinne wünsche ich Dir und allen Pilzesuchern einen schönen Restsonntag und weiterhin viel Freude im Wald und auf den Wiesen.

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika und Bernd«

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Stadtilm: Die Suche nach den begehrten Steinpilzen hat sich für Jörg gelohnt


Jürgen schreibt am 4. Oktober 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

Jörg war heute noch einmal in der Umgebung von Stadtilm unterwegs, um nach den Steinpilzen zu sehen, die bei uns in größerer Menge noch auf sich warten ließen.

So hat er dann immerhin zwei sehr schöne Steinpilze gefunden, dazu die momentan üblichen Arten, die es bei uns jetzt gibt: Maronen, Sandröhrlinge, Fichtenreizker und Flaschenstäublinge

Ich wünsche Dir und allen Pilzfreunden hier auf dieser Seite weiterhin schöne Funde und ein ebenso schönes Wochenende!

Jürgen«

(Foto © Jörg)

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Sehr lesenswert!

Oberhof/Thüringer Wald: Michels Freude an herrlichen Pilzen und an den leuchtenden Augen seiner Mädchen


Michel schreibt am 3. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

seit Jahren verfolge ich den Pilz-Ticker. Nun endlich traue ich mich, auch einmal einen Bericht zu schreiben.

Ich wohne im schönen Thüringer Wald nahe Oberhof. Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich heute mit meinen zwei jüngsten Töchtern losgezogen, um Pilze zu suchen.

Dank des ergiebigen Regens in den vergangenen Tagen gibt es auch bei uns eine wahre Pilzflut. Es ist einfach herrlich, in den Wald zu gehen. Wobei ich immer wieder die Erfahrung machte, dass die besten Flecken, um Pilze zu finden, bei uns die Wiesen und Waldränder sind.

Mit großem Eifer waren meine zwei Mädels bei der Sache - und sind reichlich belohnt worden. Es ist so schön, die leuchtenden Augen der Kleinen zu sehen, wenn sie etwas finden und voller Stolz zeigen (Foto rechts).

Neben Birkenpilzen und Steinpilzen haben wir super viele Maronen und Pfefferröhrlinge gefunden. Auch einige Pfifferlinge haben sich in den Korb verirrt. Also ein wunderschöner Mix aus allem, was die Natur gerade im Angebot hat (2. Foto rechts).

Nach der langen Trockenzeit und einem Jahr voller Enttäuschungen (ich habe noch nie so wenig Pilze gefunden wie 2018) ist es toll, endlich wieder schöne Pilze zu finden!

Ich wünsche allen Pilzsuchern eine erfolgreiche Herbstsaison und freue mich schon jetzt auf die Beträge auf der Website!

Mit freundlichen Grüßen Michel«

(2 Fotos © Michel)

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Begeisternde Pilzgänge für Monika, Bernd und Antje im Pilzparadies Thüringer Vogtland


Monika schreibt am 2. Oktober 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich kann es kaum beschreiben, was ich zur Zeit empfinde, wenn ich unsere Wälder im Thüringer Vogtland betrete.

Gestern war ich mit Antje unterwegs, sie lernt noch, Pilze zu bestimmen. Die wichtigsten Speisepilze kennt sie noch, als sie in ihrer Kindheit mit ihrem Vater in den Wäldern unterwegs war. Ich freue mich sehr, dass sie auch sehr gerne zum Pilze suchen geht und für ihre Familie leckere Gerichte zubereitet.

Es regnet hier jeden Tag, aber nicht durchgehend und Dank der Wetter App nutzen Bernd und ich die regenfreien Stunden, um in den Wald zu fahren.

(Pilz-Ticker-Thueringen)

Ich muß schmunzeln, wenn ich dies hier schreibe. Heute war es kein Suchen, sondern eher ein freudiges Abernten der Pilze. Wir wußten ja, dass es sie momentan in Massen gibt, aber dass wir nicht mal Suchen mussten, hatten wir noch nie erlebt. Ich habe noch nie Steinpilze und Maronen stehen gelassen, aber heute war es soweit.

Die Pilze waren wieder nass und schmierig, deshalb reichte uns ein gehäufter 5-Liter-Eimer voll. Das Allerbeste aber war, dass sie alle so gut wie madenfrei waren.

Sehr viele Rotkappen, Steinpilze und Maronen, zwei Rotfußröhrlinge und zwei Pfefferröhrlige und ein Birkenpilz landeten im Eimer, von allen nur die Schönsten.

Am liebsten möchten wir mal die Heike und ihren Mann aus dem Eichsfeld vom Pilzticker Thüringen zu uns zum Pilze suchen einladen, denn hier gibt es derzeit die schönsten in Massen.

Die herrlichen saftiggrünen Waldwege, mit Birken bewachsene Grasstellen und die noch stehenden grünen Fichtenhochwälder, in denen es jetzt teilweise auch Maronen gibt, tun der Seele gut. 

Zwei frische, zarte Birkenporlinge nahmen wir heute auch mit nach Hause, für leckeren gesunden Tee, der schon vor mir steht.

Die meisten Steinpilze sind bereits im Dörrautomaten, die anderen Pilze braten in einer großen Pfanne.

Viele große und kleine Fliegenpilze stehen in den Schonungen, in Massen. Es wachsen auch andere Pilze, die wir jedoch nicht alle kennen. Aber Knollenblätterpilze haben wir bislang noch keine gefunden.

Ich bin von meinen heutigen Pilzerlebnissen immer noch überwältigt, auch Bernd ist begeistert.

Wir wünschen allen Pilzfreuden einen schönen Feiertag!

Ganz herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland, dem Pilzeland, von

Monika und Bernd«

(Foto © Monika)

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Stadtilm: Die Steinpilze fehlen Jürgen und Jörg noch zum Glück


Foto: Jürgen und Jörg waren mit ihrem Fund in der Region Stadtilm durchaus zufrieden, hoffen aber noch auf Steinpilze. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 2. Oktober 2019:

»Hallo,

nachdem es bei uns in Stadtilm endlich den lange ersehnten Regen gab, zog es Jörg und mich mal wieder gemeinsam in den Wald.

Bis auf die Steinpilze und Maronen gab es so ziemlich alles, was diese Jahreszeit an Pilzen zu bieten hat. Allerdings meist nur auf den Waldwegen mit Moos sowie an den Waldrändern.

Champignons, Parasolpilze, Reizker, Butterpilze, Goldröhrlinge, einige wenige Maronen, Pfifferlinge sowie ein Steinpilz waren unsere Ausbeute.

Wir hoffen nun, dass es nicht zu kalt wird und endlich auch die Steinpilze erscheinen werden.

Mit freundlichen Grüßen, Jürgen aus Stadtilm«

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»Ein wahres Pilzwunder, nach diesem trockenen Sommer«


Monika schreibt am 29. September 2019:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

Bernd und ich waren heute in unseren bekannten Wäldern und erkundeten auch einige neue herrlich grüne, mit Gras und Moos bewachsene lichte Waldwege und Waldränder.

Wir waren drei Stunden unterwegs und fanden die schönsten Pilze, ohne Ende. Ein wahres Pilzwunder, nach diesem trockenen Sommer.

Sehr viele Fliegenpilze standen wie gemalt auf den Graswegen. Daneben und etwas entfernt, wunderschöne Steinpilze, Maronen und Pfefferröhrlinge. In dem uns schon lange bekannten Graben am Waldrand standen vielleicht 20 oder mehr kleine Rotkappen.

Auf anderen bekannten Grasflächen gab es Butterpilze, Lärchenröhrlinge und Goldröhrlinge. Sie alle und die herrlichen Hexenröhrlinge dazu blieben heute im Wald. Fichtenreizker und Ziegenlippen fanden wir auch.

Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass es hier in unserer Gegend momentan die schönsten Pilze gibt. Man sieht es an den Nummernschildern der Autos am Waldrand. Mit Pilzesammlern aus Leipzig und Glauchau habe ich mich unterhalten und ihnen Tipps gegeben, wo sie Pilze finden können.

Unsere Pilze von heute, zu sehen auf dem Foto (rechts), habe ich zum größten Teil verschenkt, ein Teil des Restes lagert, in Butter gebraten, im Kühlschrank für das morgige Mittagessen, der andere trocknet im Dörrautomaten.

Ein wunderschöner Sonntag geht damit zu Ende. Hoffentlich wird es nicht so stürmisch, wie es der Wetterbericht für heute Nacht und morgen ankündigt.

Eine gute Nacht und weiterhin viele gefüllte Pilzkörbe für alle Pilzesucher wünschen

Monika und Bernd aus dem Thüringer Vogtland«

(Foto © Monika)

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Auch im Thüringer Vogtland konzentrieren sich die Steinpilze ganz auf die Waldwege und -ränder


Monika schreibt am 27. September 2019:

»Lieber Heinz-Willhelm,

heute waren Bernd und ich schon nach dem Frühstück in den ganz nahen Wäldern meines Heimatortes unterwegs. Ich kenne die besten Pilzstellen von früher, die wir jetzt nach und nach absuchen. Welch ein Wahnsinn, diese herrlichen grünen Waldwege gibt es immer noch.
Seit ungefähr 14 Tagen gibt es hier wieder ein sehr reichliches Pilzwachstum, nach jahrelanger Pilzflaute.

Es ist eine große Freude und wir sind der Natur sehr dankbar, dass sie uns diese wunderschönen, fast madenfreien Pilze schenkt.

Heute fanden wir wieder herrlichste Steinpilze, tolle kleine Maronen, Rotfußröhrlinge, Ziegenlippen, Fichtenreizker, Pfefferröhrlige, eine Rotkappe und einen Birkenpilz. Am Wegesrand, bei sehr alten Kastanien, standen fünf schöne große Schirmpilze. Wir finden sie hier seltener und ich freute mich, dass damit mein Mittagessen gesichert war.
Panierte Schirmpilze, einfach köstlich!

Für Bernd gab es Kartoffeln mit gebratenen Pilzen in mit Gemüsebrühe gewürzter Béchamelsoße.

Es ist eine wahre Freude und ein Segen für den Wald und die Natur, dass es hier bei uns täglich etwas regnet. Dadurch sind die meisten Pilze allerdings nass und schmierig, so dass ich sie heute nur auf Zeitungspapier präsentieren kann. Auf dem zweiten Foto zeigt Bernd, dass die Steinpilze derzeit nur auf oder an Waldwegen und am Waldrand wachsen, nicht im Waldesinneren.

Ab Montag soll es stürmisch werden und danach deutlich kälter. Das wäre kein Waldwetter und das momentan herrliche Pilzwachstum dürfte dann wohl erst einmal zurückgehen. Deshalb wünschen wir allen Pilz- und Naturfreunden für dieses Wochenende möglichst gut gefüllte Körbe.

Es ist ja jedesmal aufs Neue ein erhebendes Gefühl, wenn man mit vollem Korb aus dem Wald treten kann, man vergisst dann für einen Moment das schlimme Waldsterben. Genießen wir also jetzt noch die herrlichen Waldspaziergänge. Wer weiß, wie lange es noch möglich ist.

Bernd und meine Familie arbeiten sehr oft im kleinen Privatwald und fällen die vielen von Borkenkäfer befallenen Bäume. Es dauert nicht mehr lange, und es steht kein Baum mehr.

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika und Bernd«

(2 Fotos © Monika)

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Massenaufkommen der Pilze bei Jena

Eine »sehr glückliche Pilzsucherin« genießt nach zwei Ausfalljahren das Wiederaufleben unzähliger Pilzarten


Yvonne schreibt am 26. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilztickerfreunde,

in der Region Jena scheint nach zwei totalen Ausfalljahren der Knoten endlich geplatzt zu sein. Überall schießen jetzt Pilze aus dem Boden, viele Arten kommen täglich hinzu: Perlpilze, Rotfüße in Massen, Steinpilze, Maronen, Fichtenreizker, Champignons, Birkenpilze, Riesenschirmlinge, Rotkappen, Hexenröhrlinge, sämtliche Knollenblätterpilzarten, reichlich Fliegenpilze und so fort. Es ist eine wahre Wonne, nach der extremen Trockenheit im letzten Jahr dieses explosionsartige Erwachen zu beobachten.

Natürlich sind auch bei uns viele Bäume schwer geschädigt und ich sehe bei jedem Gang umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste.

Vor zwei Wochen war das erste Mal in meinem Leben unser Bach hinterm Garten meiner Eltern komplett ausgetrocknet. Wir brauchen überall noch einige sanfte Dauerregentage, damit die Speicher wieder aufgefüllt werden. Umso schöner ist es, Positives berichten zu können und zu hoffen, dass die Natur auch in anderen Gebieten die Kraft zum Erholen findet.

Für mich ist es immer wieder sehr interessant, welche Veränderungen in so kurzer Zeit stattfinden können. Ich habe noch nie so viele Eichelhäher zu Gesicht bekommen, aber auch Schwarz-, Klein-, Bunt- und Grünspechte, Eichhörnchen, Rehkitze, Damwild, Falken, Habichte und noch allerlei mehr.

Der Wald ist mit all seinen Gerüchen und der Ruhe in der lauten, schnelllebigen Zeit so wertvoll! Deshalb sollten wir Pilzsammler auch sorgsam mit diesen Ressourcen umgehen und dabei auch klitzekleine oder überständige, giftige und unbekannte Pilze unzerstört stehen lassen. 

Auf weitere Nachrichten im Pilzticker, den ich täglich lese, freue ich mich und grüße alle Pilzfreunde!

Yvonne aus Jena 

P.S:  Ich liege gerade nach einer üppigen Mahlzeit panierter Parasole mit frischem Butterbrot satt und zufrieden auf der Couch. Für dieses Jahr bin ich schon eine sehr glückliche Pilzsucherin!«

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Foto: Nach den Ausfalljahren füllen sich bei Yvonne endlich wieder die Vorratsgläser mit getrockneten Pilzen. Dieses Jahr kann der Winter kommen.  (3 Fotos © Yvonne)

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Trockenheitsfolgen für die Bäume: Wo einmal Moos und Gras wuchsen, ist nur noch ein Teppich aus toten Nadeln


Klaus schreibt am 26. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

den Eintrag von Ingo Hartung kann ich noch ergänzen: Dort, wo es im Eichsfeld vor zwei Jahren noch natürlichen Waldboden mit Moos, Gras und Erde gab und damit beste Bedingungen für viele Pilzarten herrschten (speziell von Mitte September bis Ende Oktober), findet man jetzt eine teils mehrere Zentimeter dicke Schicht von abgestorbenen Fichtennadeln (siehe zwei Fotos rechts).

Da dürfte vorläufig kein Pilzwachstum mehr einsetzen. Es ist einfach traurig.

Mit Grüßen Klaus«

(2 Fotos © Klaus J.)

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Thüringer Vogtland: Herrliche Funde, ausnahmslos von Waldwegen und Waldrändern


Monika schreibt am 24. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich mich mit unseren herrlichen Pilzfunden melden.

Hier wachsen zurzeit Steinpilze, Maronen, Rotfußröhrlinge, Rotkappen, Lärchenröhrlinge, Goldröhrlinge, Sandpilze, Butterpilze, Fichtenreizker und die zuverlässigen Steinpilzanzeiger, kleine Pfefferröhrlige.

Heute sahen wir auch die ersten Fliegenpilze. Kahle Kremplinge und Samtfußkremplinge standen auch im Moos.

Alle Pilze der letzten Tage fanden wir auf mit Gras und Moos bewachsenen Waldwegen und an Waldrändern,da wo es nass ist. Im Waldesinneren ist es dagegen noch zu trocken.

Auf meinem Gartentisch liegt unser Pilzfund von heute (Foto rechts), die anderen Pilzfunde der letzten Tage waren ähnlich.

Heute war ich eine Stunde mit der Freundin meines Sohnes, Antje, und ihrem Hund unterwegs. Es war ein herrlicher Spaziergang im sonnigen Herbstwald.

Es wird wieder Regen gemeldet, den wir dringend brauchen, die Nächte bleiben mild, beste Voraussetzungen für ein ergiebiges Pilzwachstum. Ich bin gespannt.

Ganz herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika, Antje und Bernd«

(Foto © Monika)

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Sehr lesenswert!

»Die Wälder im Norden Thüringens tragen Trauer«

In den verdurstenden Buchenwäldern nördlich des Thüringer Keuperbeckens bahnt sich eine Vegetationskatastrophe an

Von Ingo Hartung

»Hallo Heinz-Wilhelm,

von einem mehrtägigen Aufenthalt in Nordthüringen (mit Schulfreunden der Forstwirtschaft) wieder zurück in Schleswig-Holstein, möchte ich einige meiner Eindrücke in Bezug auf Pilze niederschreiben.

Von Niederschlägen verwöhnt war das Nordthüringer Hügelland ohnehin noch nie: vom Eichsfeld im Westen bis zum rasant emporsteigenden Kyffhäuser im äußersten Osten. Die leicht überschaubare Fließgewässerdichte, wärmeliebende Eichenwälder sowie die Perlgras-Buchenwälder zeugen eher von mässigen Jahresniederschlagsmengen.

Entscheidend jedoch für jenes Vegetationsinventar ist die geographische Lage der Region im Regenschatten des Harzes. Dadurch wird dem Eichsfeld ein eigener Klimabezirk nachgesagt. Das gesamte Südharz-Vorland, geologisch geprägt vom Muschelkalk, Buntsandstein, Keuper und Karst, eilte seinem Ruf als »Pilz-Eldorado« weit vorraus. Kein Wunder, bei einer derart unterschiedlichen Streu der oberen Bodenhorizonte und abwechslungsreicher pH-Indikatoren in nahezu allen Amplituden.

Dass in dieser Region, also vom Ohmgebirge und den Bleicheröder Bergen, vom Dün-Helbetal über dem Sockel der Hainleite und der nördlich parallel zur Goldenen Aue abfallenden Windleite nicht einmal trockenheitstolerante Pilzarten fruktizieren, ist ein noch nie da gewesenes Phänomen.

Augenblicklich, so zumindest die Datenbank, wachsen bundesweit in allen Regionen Pilze, nicht aber nördlich des Thüringer Keuperbeckens. Die Niederschlagsmenge liegt nahezu bei Null.

Die hier dominierende Rotbuche war bereits 2018 durch Vitalitätsverlust in eine degenerierende Phase eingetreten, die ein Jahr später (2019) die Stagnation erreicht hat. Den eigentlichen Totalverlust bringt das kommende Jahr: Die Resignationsphase, wie wir sie von abgestorbenen Fichtenwäldern her kennen. Die Rotbuche ist der Mutterbaum Mitteleuropas. Die Wälder im Norden Thüringens tragen Trauer...«

(24. September 2019)

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Foto rechts: Ingo schreibt zu diesem Fund: »Großer Riesenschirmling, Anfang August 2019 in der Windleite, nördlich exponierter Standort einer variationsbreiten Fichtenwald-Gesellschaft (Kyffhäuserkreis).« (Foto © Ingo Hartung)

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Ein wunderbarer Waldgang bei Jena für Yvonne & Yvonne, mit herrlichsten Pilzfunden


Yvonne schreibt am 19. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

gestern zog es mich mit meiner Freundin, die ebenfalls Yvonne heißt (beide auf dem Foto rechts mit prächtig gefülltem Korb), spontan in einen Fichtenwald bei Jena, der zuletzt vor drei Jahren für herrliche Funde gesorgt hatte. Bei meinen Ausflügen in die Natur folge ich eher meinem Bauchgefühl und habe neben unzähligen Orchideen und seltenen Blumen auch so einige tolle Pilzfunde zu verzeichnen. Das sorgt in meinem Freundeskreis immer mal wieder für Staunen, da es mit meinem Orientierungsvermögen auf Autobahnen eher nicht so weit her ist.

Da meine Freundin zu Beginn unseres Waldganges ihre ersten Birkenporlinge ernten konnte, berichtete ich ihr ein wenig von der Heilerfolgen dieses bemerkenswerten Pilzes. Es ging weiter in ein vielversprechendes Waldgebiet, an dessen Staßenrändern erste Autos parkten; ein untrüglicher Hinweis darauf, dass die hohe Saison der Pilze begonnen hat.

Normalerweise gehe ich möglichst früh in den Wald, denn wer zuerst kommt, findet ja meist auch zuerst. Doch wir waren nicht zu spät dran: nach einer halben Minute steuerte ich direkt auf einen großen Steinpilz zu. Und so ging unser Sammlerglück zuverlässig weiter, denn wir fanden an diesem herrlichen Tag im Minutentakt weitere Pilze wie aus dem Bilderbuch.

(Pilz-Ticker-Thueringen)


Foto: Ein herbstliches Pilzbüffet im Fichtenwald. Yvonne & Yvonne zeigen schönste Steinpilze und flammende Rotkappen. Dies ist nur ein Ausschnitt ihres gesamten Fundes. (3 Fotos © Yvonne)

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So konnten wir die schönsten Maronen der letzten Jahre einsammeln, an einer Stelle sogar weit über 50 Stück. Es folgten meine ersten Rotkappen dieses Jahres und an einer weiteren Stelle neun  wunderschöne Steinpilze. Ihre braunen Köpfe lugten aus dicken Moospolstern, manche hielten sich sogar unter einer riesigen alten Buche im Laub versteckt.

Uns fiel auf, dass in diesem Jahr bislang die Fliegenpilze fehlen, die bis 2016 als Begleiter der Steinpilze stets reichlich vorhanden waren. Einen einzigen entdeckten wir nach Stunden. Auch Knollenblätterpilze sind sehr rar, für gewöhnlich gibt es sie in den Wäldern um Jena mehr als reichlich.


Foto: Ein stattlicher, ein herrlicher Fund! Es war ein perfekter Waldgang für die beiden Yvonnes, zu dessen Krönung ihnen nur noch einige Parasole fehlten.

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Vor allem aber hoffen wir noch auf Parasole, da wir alle beide große Fans von den liebevoll »Schnitzelpilze« Genannten sind. Immerhin, zwei junge Exemplare konnten wir gestern schon sehen.

Dies also war mein bzw. unser bislang erfolgreichster Pilzgang in diesem Jahr. Bei meinen ersten kurzen Waldspaziergängen in den letzten 14 Tagen hatte ich bereits drei Krause Glucken, meinen ersten Schopftintling (der vorzüglich schmeckte), Anischampignons und Birkenporlinge gefunden.

Auf genauso tolle Funde der anderen Pilztickerfreunde freue ich mich täglich!

Bis bald und liebe Grüße aus Jena von Yvonne und Yvonne«

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Eine sehr schöne vielfältige Pilzmischung für Christian bei Tannroda


Foto: Der Inhalt dieses Erntekorbes ist auch deshalb interessant, weil über die aufgezählten Pilzarten hinaus auch noch zwei, drei Falsche Pfifferlinge (in geringer Menge unbedenklich und wohlschmeckend), einige Graue Lärchenröhrlinge und, soweit erkennbar, auch einige Hallimasche zu Christians Fund gehören. (Foto © Christian)

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Christian schreibt am 17. September 2019:

»Hallo liebe Pilzfreunde,

seit ca.2 Jahren lese ich Euren Pilzticker und bin immer wieder erfreut, dass es immer noch Menschen gibt, die die Natur und deren Gaben zu schätzen wissen. Ich gehe schon seit etwa 35 Jahren Pilze sammeln und es gefällt mir immer noch sehr - auch wenn ich mal nichts finde.

Heute war ich in den Wäldern rund um Tannroda, einem Ortsteil von Bad Berka, unterwegs. Da es gestern wieder etwas intensiver geregnet hatte, war ich positiv gestimmt. Und mein Gefühl sollte mich nicht täuschen.

Schon auf den ersten Metern entdeckte ich mehrere Rotfußröhrlinge. Alle waren frisch gewachsen. Weiter ging es mit Körnchenröhrlingen und Goldröhrlingen. Auch diese waren alle frisch. Auf dem Rückweg lugte noch ein herrlicher Steinpilz unter einer Lärche hervor. Insgesamt war es also ein lohnender Ausflug.    

Mit freundlichen Grüßen Christian«

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Jörg und Jürgen freuen sich über einen klassischen Herbstpilzfund bei Bad Berka


Foto: Der Regen zeigt Wirkung und Ergebnisse, worüber sich Jörg freuen konnte. Sein Fund zwischen Kranichfeld und Bad Berka kann sich sehen lassen! 14 Steinpilze, einen Netzstieligen(?) Hexenröhrling, zwei Goldröhrlinge, einen Schopftintling sowie ein Dutzend Maronen durfte er sein Eigen nennen. (Foto © Jörg)

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Jürgen schreibt am 17. September 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

mein Nachbar Jörg bat mich, seinen Fund im Pilzticker zu veröffentlichen. Er war heute im Landkreis Weimarer Land zwischen Kranichfeld und Bad Berka unterwegs und hat, wie das Foto belegt, einen schönen Fund gemacht. Scheinbar hat der Regen dem Pilzwachstum erheblich nachgeholfen.

Viele Grüße - und allen Pilzfreunden noch viel Erfolg in diesem Jahr!

Jürgen aus Stadtilm«


Erfurt: Die Steinpilze überraschten Conny, als sie bereits auf dem Rückweg war


Foto: Ein schönes Pilztablett zeigt hier Conny. Sie fand die Pilze bei Erfurt. Die fünf Steinpilze fand sie auf dem Rückweg, in einem alten, bemoosten Forstweg. (Foto © Conny)

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Conny schreibt am 12. September 2019:

»Ich lese hier seit geraumer Zeit immer wieder mit und dachte mir, dass ich auch mal was schreibe und nicht nur lese.

Ich beschäftige mich jetzt das dritte Jahr mit Pilzen. Wie alle wissen, kann man das vergangene Jahr eigentlich nicht mitzählen, da bei uns in der Region Erfurt die Wälder aufgrund der monatelangen Trockenheit wie ausgestorben waren.

So wurde ich heute nicht enttäuscht. Gleich zu Beginn meines Waldganges gab es zwei schöne Krause Glucken. Dann gab es einige Zeit nur hin und wieder einen Flockenstieligen Hexenröhrling, bald darauf einen schönen Birkenpilz und zwei Goldröhrlinge

Doch auf dem Weg zurück wurde ich noch sehr angenehm überrascht. An einem alten Forstweg, der schon ganz von Moos überwuchert war, fand ich auf einmal fünf Steinpilze, von denen einer schöner als der andere war. Ein paar Meter weiter gesellte sich sogar noch eine dritte Krause Glucke hinzu. So waren es am Ende vier schöne, erfolgreiche Stunden. 

Anmerken kann ich ja noch, dass es bereits in der letzten Woche zaghaft mit einigen Täublingen, Hexenröhrlingen und einer kleinen Krausen Glucke begonnen hatte.

Viel Glück und Erfolg euch allen 

Grüße Conny«

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Heike kochte das historische Rezept »Gefüllte Steinpilze nach Vuillemot« nach und lobt es als »sehr köstlich«




Foto: Sie sind tafelfertig, die »Gefüllten Steinpilze nach Vuillemot«. Die Füllung, eine Paste aus mehreren Zutaten, liegt auf der Unterseite der Steinpilzhüte. Gratiniert wurde mit Weißbrotflocken, gebacken in der Röhre. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 6. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich mich mal wieder in Sachen Rezepte melden. Pilze gibt es derzeit keine. Wir sind im nördlichen Eichsfeld schon wieder drei Wochen regenfrei.

So möchte ich die Gelegenheit nutzen, einige Rezepte nachzureichen, die ich ausprobiert habe, wenn ich mal Pilze gefunden habe oder es mich nach Pilzen gelüstete.

Heute möchte ich »Gefüllte Steinpilze nach Vuillemot« präsentieren. Das Rezept stammt aus dem Buch »Von Mauracheln & Krausem Ziegenbart. Pilzgerichte in Kochbüchern aus zwei Jahrhunderten bis 1918« und ist von Helga Haas.

Es bedarf einiger Geschicklichkeit und Kochverständnis, um Zusammensetzungen und Konsistenzen optimal herzustellen, da es keine Mengenangaben usw. gibt. In dem Buch heißt es:

»Man entfernt die Stiele, hackt sie klein, gibt fein gewiegte Petersilie, Weißbrotflocken, Schalotten, frische Butter und eine fein gehackte Knoblauchzehe dazu. Aus diesen Zutaten formt man eine Paste, würzt sie mit Salz, Pfeffer und wenig scharfem Paprika, garniert damit die Unterseite der Steinpilzhüte, streut noch Brotbrösel darüber, gratiniert im heißen Ofen und serviert. Man kann sie auch auf provencialische  Art zubereiten: mit Olivenöl, Petersilie und gehacktem Knoblauch. Gut anrösten, etwas Fleischglace dazugeben und schön heiß servieren.« 

Es ist mir gut gelungen. Das Essen war sehr köstlich und ich werde es gewiss wiederholen, wenn ich mal irgendwann wieder Steinpilze finde.

Ich möchte mich auch für die Motivation von Ingo Hartung in seinem Leserbrief direkt hierunter bedanken. Es tut gut, solche Zeilen lesen zu dürfen. Herzlichen Dank für diese wunderbaren Zeilen!

Herzliche Grüße Heike«

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Foto: Die Zutaten zu den Sommersteinpilzen - Petersilie, Knoblauch, Schalotten, Butter und Weißbrotflocken - auf einen Blick. 


Foto: Alle Zutaten für die Paste sind in der Schüssel. Es darf geknetet, vermengt und vermischt werden.

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Foto: Die Paste ist auf die Unterseite der Steinpilzhüte aufgetragen und wurde noch mit Weißbrotbröseln bestreut, das als Gratin dient.


Leserbrief

»Ein längst überfälliges Lob an Heike«

»Hallo,

für einen gebürtigen Thüringer (Kyffhäuserkreis), der seit mittlerweile 51 Jahren leidenschaftlicher Pilzsammler ist, wäre es wohl eine Sünde, dem Pilzticker aus der Heimatregion keine Beachtung zu schenken.

Ich möchte endlich einmal ein längst überfälliges Lob an Heike aus dem Eichsfeld loswerden, einerseits ihrer authentischen und kompetenten Erläuterungen wegen, aber auch für ihre objektive ökologische Sichtweise und ihre Argumente.

Heikes Kommentare geben sehr oft Veranlassung zum Applaudieren! Bitte unbeirrt weiter so!

Vielleicht ist es möglich, meinen Applaus weiterzuleiten oder öffentlich zu machen.

Ich bedanke mich! 

Mit den besten Grüßen Ingo Hartung (Schleswig-Holstein)«


Ganz in Thüringens Norden fanden Ellen und Peter doch einiges

Ellen und Peter schreiben am 28. August 2019:

»Hallo liebe Pilzfreunde,

auch wenn die Harzwälder an vielen Stellen zum Heulen aussehen, sind wir heute im nördlichen Zipfel Thüringens, in Rotheshütte, fündig geworden.

Wir fanden Birkenpilze, Maronen, Reizker und Ziegenlippen. Die Steinpilze waren leider nur zum Anschauen.

Liebe Grüße aus Nordhausen, Ellen und Peter«

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Doppelte Überraschung: Ein schöner Pilzfund und ein noch schönerer Waldregen im Thüringer Vogtland


Monika schreibt am 25. August 2019:

»Guten Abend lieber Heinz-Willhelm,

jeden Tag, auch mehrmals, schaue ich mir Deine so liebevoll gestalteten Pilztiker Seiten an und werde beim Anblick der vielen Erfolgsmeldungen mit teils vielen herrlichen Pilzen manchmal schon etwas traurig.

Für das Wetter kann man nichts und daran verzweifeln darf man auch nicht. Durch diese große Trockenheit, die bei uns im Thüringer Vogtland auch dieses Jahr wieder herrscht, leiden die Wälder. Sie begünstigt die Ausbreitung der Borkenkäfer, die die bei uns vorherrschenden Fichtenwälder zerstören. Manche Wälder sind schon fast leergeholzt.

Hier bei uns arbeiten die meisten Waldbesitzer noch per Hand mit der Kettensäge. Harvester sieht man Gott sei Dank weniger. Bei uns wird jetzt viel über das Waldsterben und über das Wiederaufforsten diskutiert, aber so einfach wird das nicht.

Denn wenn es nicht entsprechend regnet, vertrocknen auch die jungen, neu gepflanzten Bäumchen. Ganz davon zu schweigen, dass es Jahrzehnte dauern wird, ehe die Bäume das Alter der jetzigen Bestände erreicht haben werden.

Gestern hat mir jemand Pilze gezeigt, die er so nebenbei gefunden hatte, als er mit dem Hund ging. Also gibt es doch welche! Es waren Goldröhrlinge und Rotfußröhrlinge.

Heute dann nach dem Mittagessen sind wir mit unserem Enkel raus in den Wald. Bernd war ja skeptisch. Ich wollte es aber unbedingt genauer wissen. Und wir wurden belohnt. Ausgerechnet Bernd fand den ersten Fichtensteinpilz, der leider vermadet war. Aber immerhin, das war ein gutes Signal.

Wir fanden dann noch vier Flockenstielige Hexenröhrlinge (wurden verschenkt,) einige schöne Maronen, zwei Goldröhrlinge, Rotfußröhrlinge, Fichtenreizker, eine kleine Ziegenlippe und fünf Rotkappen. Alle Pilze standen an ihren angestammten, uns bekannten Plätzen.

Wir wären gerne noch länger im Wald geblieben, wurden aber von einem Gewitter mit Regen(!!) überrascht und fuhren vorzeitig nach Hause. Da es dort weniger regnete als im Wald, mussten wir anschließend noch, wie seit Wochen täglich, unsere Blumen und unser Gemüse im Garten gießen.

Viele Grüße aus dem Thüringer Vogtland, Monika und Bernd«

(Foto © Monika)

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Eisenach: Steffi und Moritz freuen sich über kräftigstes Pilzwachstum, vor allem im Laubwald


Steffi und Moritz schreiben am 22. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

seit mehr als 2 Jahren bin ich ein stiller Besucher deiner tollen Seite und erfreue mich jeden Morgen beim Tee an den neuen Berichten. Ich gehe schon mehr als die Hälfte meines Lebens gerne in den Wald zum Pilze sammeln in der Umgebung von Eisenach. An freien Tagen gibt es nichts Schöneres für mich als die Stille in meinem Lieblingswald.

In einem recht kleinen Gebiet besteht der Wald sowohl aus Mischwald, einem kleinen Bestand Fichtenwald, um schließlich in einen fast reinen Buchenwald überzugehen. Der letzte Einschlag durch den Forst liegt Gott sei Dank schon fast 10 Jahre zurück. Am Rande des Waldes fließt an der einen Seite ein kleiner Bach, ansonsten ist er von Wiesen und Feldern umgeben. 

Seit zwei Wochen herrscht vor allem im Laubwald ganz starkes Pilzaufkommen. Wir finden eine Vielzahl von Flockenstieligen Hexenröhrlingen (1. Foto rechts), Rotfußröhrlingen, Goldröhrlingen, Raufüßen verschiedener Art, Blutrote Röhrlinge, Ziegenlippen und Täublinge. An die Täublinge traue ich mich noch nicht so richtig ran, aber das wird schon noch.

Im Nadelwald hingegen regt sich erst seit 2-3 Tagen etwas: es wachsen wunderschöne Maronen (2. Foto rechts), einige Pfifferlinge - und die unerlässlichen Gallenröhrlinge. Zwei Raritäten haben wir auch entdeckt: eine Stinkmorchel (Erstfund) und einen jungen Strubbelkopfröhrling.

Die Sommersteinpilze im Buchenwald haben wir leider verpasst, obwohl sich jetzt noch einzelne Exemplare zeigen. Der Fichtensteinpilz lässt sich noch nicht blicken.

Heute gehen wir wieder einen circa vierstündige Runde, da ich am Montag 20(! ) kleine Flockenstielige Hexenröhrlinge um fleißiges Weiterwachsen gebeten hatte.

Liebe Grüße aus Eisenach

Steffi und Moritz«

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Foto: Ein junger Strubbelkopf. Meist sieht man ihn nur ausgewachsen oder überständig. Er ist ein Kriegspilz: in schlechten Zeiten kann man ihn essen, je jünger, desto brauchbarer ist er. Geschmacksweltmeister aber wird er nicht mehr. (3 Fotos © Steffi)

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Jörg und Jürgen freuen sich: Im Raum Stadtilm wachsen nach längerer Pause endlich wieder die Pilze


Foto: Ein Steinpilz sowie einige Rotfüße und Goldröhrlinge hat Jörg gefunden. Nach längerer Ausfallzeit ist damit damit das Pilzwachstum im Ilm-Kreis wieder angesprungen. (Foto © Jörg)

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Jürgen schreibt am 21. August 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

mein Nachbar Jörg bat mich, Dir mitzuteilen, dass nach Wochen der absoluten Dürre das Pilzwachstum in den Wäldern rund um Stadtilm nach den letzten Regenfällen scheinbar so langsam wieder in Gang kommt - siehe seine heutige Ausbeute. Allerdings soll die nächste Trockenperiode schon wieder vor der Tür stehen. Warten wir's ab.

Allen Pilzfreunden viel Glück bei ihrer Suche!

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«

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Heike über das Leiden und Siechen der Wälder


Heike (Foto links) schreibt am 20. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die Situation um den Zustand unserer Wälder im Eichsfeld ist grauenvoll. Wenn wir an den Wäldern entlang fahren, ist es furchtbar anzusehen, was bereits alles komplett tot und kaputt ist. Sind es doch nicht nur die Fichten und Lärchen, sondern auch die Buchen zu einem sehr, sehr großen Teil.

Nun wüten an den Eichen auch noch die Eichenprozessionsspinner und weitere Schädlinge. Die Prozessionsspinner können durch Abfressen der Blätter ganze Eichenbestände vernichten. Die Tage kam auch noch der Feuerbrand hinzu und ein Amselsterben.

Ich frage mich, was noch folgt. Wenn schon die Buchen nicht mehr standhalten und die Eichenprozessionsspinner die Oberhand haben, was wird dann geschehen? Wird der überall angestrebte Umbau der Wälder auf Kosten von Buchen und Eichen geschehen?

Ich kann es mir für unsere Region einfach nicht vorstellen. Es gibt einige sehr robuste Nadelgehölze. Vielleicht geht es zukünftig in diese Richtung. Momentan sehe ich an Aufforstungsbäumen immer noch Buche, Eiche und Haselnuss.

Die Bilder, die ich derzeit im Pilzticker sehe, vor allem aus Süddeutschland, lassen mein Pilzsammlerherz leiden. Welch schöne Steinpilze. Es macht mich traurig. Hatten wir bei uns doch einst Steinpilze und Maronen in rauen Mengen. Ganz oft muss ich an Klaus aus Salzgitter denken. Was hat er mit seinen Freunden aus dem Oberharz alles nach Hause geschleppt. Stand heute, ist das Geschichte. Denn auch der Harz ist auf das Heftigste geschädigt.

Viele Grüße Heike«

(Foto © Dieter)

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Wenn schon keine Steinpilze, dann wenigstens traumhaft schöne Eichhasen für Heike


Foto: Wirkliche Prachtexemplare von Eichhasen hat Heike gefunden, gleich fünf Stück an der Zahl. Die drei kleinen blieben - noch - im Wald, die großen (bis 2,9 Kilo der eine!) wurden kurzerhand im Oberhemd ihres Mannes abtransportiert. Und kamen unversehrt zuhause an. Der Eichhase ist übrigens ein Gesundheits- und Schönheitspilz! (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 20. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nun waren wir am Wochenende wieder unterwegs. An einem Tag wieder in meinem kleinem Lieblingswald, der mir, wenn alles passt, die Sommersteinis, Herbsttrompeten, Silberröhrlinge, Krause Kraterellen, Graue Leistlinge , Semmelstoppelpilze, Igelstachelbart,  jede Menge Täublinge usw. hervorbringt.

Nun ja, die Leistlinge sind hier seit zwei Jahren Geschichte. Aber am Wochenende fanden wir einige Goldröhrlinge, wenige Täublinge und frisch austreibende Stockschwämmchen (2. Foto rechts).

Auch die ersten Semmelstoppelpilze schauen klein und schüchtern hervor. Pfeffermilchlinge, Rotfüße, Ziegenlippen gab es ebenfalls. Einige Netzstielige Hexen waren auch dabei. Die ließ ich jedoch zwangsläufig stehen, denn wie so oft und typisch waren sie von unten bis oben vermadet.

Große helle Gebilde auf dem Boden

Auf dem Rückweg sagte ich zu meinem Mann: ich spring hier mal rechts rein und gehe ein wenig am Rand entlang. Hin und wieder war ich dort in den Vorjahren schon mal langgeschnürt, hatte reichlich Trompetenpfiffers und Täublinge gefunden. Keine fünf Meter im Dunkel, sah ich in einiger Entfernung große helle Gebilde auf dem Boden. 

Ich dachte zunächst an Breitblättrige Glucken. Obwohl es sie bei uns gar nicht gibt. Da schoss mir auf einmal der Eichhase in den Kopf. Als ich die paar Schritte zu ihnen gemacht hatte, dachte ich, ich werd nicht wieder. Fünf Eichhasen an einer Stelle!

Zwei sehr große, ein mittlerer und zwei kleine. Ich bin fast nicht wieder geworden. Was für ein Fund ! Was nun ? Ich sagte zu meinem Mann, wir nehmen die zwei Großen mit, die anderen lassen wir stehen. Aber wie sollten wir sie transportieren? Für einen Korb waren sie viel zu groß.

Der Nachbar war ganz aus dem Häuschen

Mein Mann zog kurzerhand sein Hemd aus. Die Eichhasen hinein, die Ärmel zusammen geknotet zu »Tragegurten«. So konnten sie sicher aus dem Wald transporiert werden, ohne das sie litten.

Sie sind wunderbar heil zu Hause angekommen. Und welch ein feiner Pilz! Ich briet ihn in Butter nur mit Zwiebeln und einem Hauch frischem Knoblauch, gewürzt mit Salz, Pfeffer, etwas Muskat und Petersilie. User Nachbar bekam den Großen, der fast zwei Kilo wog. Er kannte den Pilz noch nicht, hat sich um so mehr darüber gefreut.

Ja lieber Heinz-Wilhelm, auf Grund der schlechten Pilzsituation in den letzten zwei Jahren werde ich noch einmal einen weiteren Schritt wagen in Sachen Wald. Du kennst meine Liebe und  Leidenschaft für den Wald.

Seit Jahren hadere ich schon mit mir und dem Jagdschein. Jetzt, da die Pilze ganz offensichtlich klimabedingt nachlassen, werde ich also den Jagdschein anstreben. Mein lieber Mann wird mich begleiten, und so können wir uns gegenseitig gut unterstützen. Er bestärkt mich, sagt: »Los jetzt, mach das!« Er kennt mich genau und weiß, was es mir bedeutet.

Herzliche Grüße Heike & Dieter«

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Foto: Dieser Eichhase - alle gefundenen sind im absoluten Bestzustand - bringt fast satte 2,9 Kilogramm auf die Waage. Es ist eine Paketwaage.

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Ein kleiner Lichtblick im trockenen nördlichen Eichsfeld: Schöne Riesenboviste für Heike


Foto: Auf der Mauer auf der Lauer liegen vier Riesenboviste und warten darauf, von Heike an die Nachbarn und an Freunde verteilt zu werden. (2 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 18. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich mich einmal wieder aus dem trockenem Eichsfeld melden.

Mit unseren Wäldern sieht es nicht gut aus. Die Fichtenwälder werden abgeholzt. Die Fichten sollen weichen und Geschichte werden. Unsere Buchen sind auch stark geschädigt. Laut Forst ist jede 3.te Buche nicht mehr zu retten. Man darf gespannt sein, wo das alles noch hinführen soll. 

In den letzten zwei Wochen gab es immer mal wieder ein wenig Regen. So besuchten wir einmal wieder die Kuhweide. Die riesigen Fleischrinder waren zum Glück auf benachbarter Weide. So konnten wir ungestört die Weide betreten. Und siehe da, einige Riesenboviste standen parat. Es waren an die 12- 14 Stück.

Vier nahmen wir mit, um wieder einmal Nachbarn und Freunde mitzuversorgen. Leider gab es nichts anderes auf der Weide, die mir doch in all den Jahren eine enorme Pilzvielfalt bot. Die Tage werde ich dann meinen Lieblingswald besuchen, um zu schauen, wie es um die Pilze steht.

Herzliche Grüße Heike«

Liebe Heike,

ich habe mich so manches Mal gefragt, wie wohl in den thüringischen Trockenwäldern die vielen tollen Pilznachrichten aus Süddeutschland auf dich wirken würden. Dort gab es, schon vor einigen Wochen, aber auch aktuell, immer wieder durchdringende lange Regenschauer, die Mitteldeutschland total abgehen.

Immer öfter erreichen mich Schreiben ratloser Pilzfreunde aus Mitteldeutschland, die so ein Szenario von nun schon zwei Jahren nahezu totaler Trockenheit noch nie erlebt haben, die keinen einzigen Pilz finden und in Sorge um die Zukunft der Wälder sind. In diesem Zusammenhang ist Deine Anmerkung von einem »Neuaufbau« eurer Wälder sehr interessant. Und gleichzeitig auch besorgniserregend. Ich kann mir derzeit nur schwer ausmalen, was da auf uns zukommt.

Ich wünsche dir für deine nächsten Pilzgänge viel, viel Glück und würde mich wahnsinnig freuen, wenn du mit einem guten Ergebnis nach Hause kommen würdest.

Herzliche Grüße, auch an deinen Mann, von Heinz-Wilhelm

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Foto: Da waren sie noch auf der Rinderweide. Auf ihr hatte Heike in den Vorjahren so manches Mal fette Ausbeute vor allem mit Champignons gemacht.


Bad Lobenstein: Die Maronen und Pfifferlinge häufen sich, die Reifpilze haben es supereilig


Foto: Da hat Wolfgang wieder einmal einen ausgezeichneten Fund gemacht, einschließlich zwei Reifpilzen (unten in der Mitte), die beinahe sechs Wochen vor ihrer Zeit da sind. Links der große Hut gehört, wenngleich gelbbraun, einer Rotkappe. (2 Fotos © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 25. Juni 2019:

»Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

gestern musste ich wieder einmal einen Streifzug durch mein Revier bei Bad Lobenstein machen. Der Regen der letzten Woche weckte die Hoffnung auf gute Funde. Und das Ergebnis hat meine Hoffnung noch übertroffen.

Perlpilze und Graue Wulstlinge wachsen in unglaublichen Massen und in zum Teil rekordverdächtigen Größen. Dagegen ist die erste Rotkappenwelle durch, auch die Hexenröhrlinge haben Pause.

Erstaunlich ist das zeitige Auftreten von Maronen, und das nicht nur in Einzelexemplaren. Auch die Pfifferlinge haben sich nun entschlossen, nicht nur in Einzelexemplaren zu wachsen. Rotfußröhrlinge wachsen in Massen, sind aber leider durchgehend madig.

Besonders erstaunlich ist der zeitige Fund von zwei Reifpilzen, die für gewöhnlich erst ab August bei uns zu finden sind.

Der feuchte Waldboden und die Temperaturen der kommenden Woche machen Hoffnung auf weitere gute Pilzfunde, zumal in den letzten Jahren nach den Perlpilzen die erste Steinpilzwelle kam.

Ich werde am Wochenende darüber berichten.

Viele Grüße aus Thüringen von Wolfgang«

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Foto: Reifpilze, im Volksmund auch »Zigeuner« genannt, gehören zur Gattung der Schleierlinge in der Familie der Schleierlingsverwandten, eine sehr große, sehr vielgestaltige und farbenreiche Pilzgruppe. Reifpilze zählen zu den allerbesten Speisepilzen überhaupt. Sie erscheinen nicht jedes Jahr, können aber in guten Jahren unvorstellbare Massenaufkommen mit mehreren hundert Pilzen an einer Stelle haben.

Pilzfreund Reinhold vom Pilz-Ticker Bayern wollte sie 2013 gar an seine Schweine verfüttern, nachdem er 15 Kilo gesammelt hatte. Einen legendären Dialog hierzu findet Ihr hier (Tageseintrag 26. September 2013).

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Ilmenau: Wollen die Steinpilze jetzt etwa anfangen?


Jürgen schreibt am 16. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute hat es mich nicht mehr gehalten, ich musste selbst mal sehen, wie es nach dem Regen von gestern in meinem Pilzrevier in den Fichtenwäldern zwischen Stadtilm und Ilmenau aussieht. Feucht genug ist es, der Wald dampfte regelrecht.

Nach dem halbstündigen Rundgang waren es am Ende ein Anischampignon, ein Flocki, etliche Perlpilze sowie die zwei herrlichen Steinpilze (Foto rechts), die mir in den Korb fielen. Die allerdings wollen nach meinem Eindruck wohl erst anfangen - falls das Wetter mitspielt.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen aus Stadtilm«

(Foto © Jürgen)

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Bad Lobenstein/Wurzbach: Die Feuchtigkeit reicht noch für drei Kilo Speisepilze

2 Fotos: Was links auf dem Bild aussieht wie ein Pantherpilz, deren ältere Exemplare zur Riefung neigen, erweist sich bei näherem Hinsehen eher als ein Riesenscheidenstreifling. Auf diesen Sachverhalt machte uns freundlicherweise Pilzfreund Willi aus dem Bayerischen Wald aufmerksam. Recht hat er! Denn der Riesenscheidenstreifling hat - im Gegensatz zu den kleineren Arten der Gattung - einen mit feinen braunen Schüppchen genatterten Stiel, was hier ganz gut zu sehen ist.

Rechts ein Schönfußröhrling mit seiner charakteristisch karminroten Stielfarbe, die zur Spitze hin gelb wird. Seine Röhen sind, hier nicht zu sehen, gelb bis olivlich im Alter. (2 Fotos © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 16. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute nach dem Mittagessen hat es mich schon wieder in den Wald gezogen. Ich war heute mal nicht in meinem Stammrevier, sondern bin durch die Wälder zwischen Bad Lobenstein und Wurzbach gestreift. 

Auch hier ist noch genug Feuchtigkeit im Boden. Doch leider waren die Perlpilze und Graue Wulstlinge madig, und auch der äußerlich herrliche Fichtensteinpilz war überständig.

Dafür war der erste Maronenröhrling knackig und auch die vielen Rotkappen waren kerngesund. Die Flockis hingegen hatten sichtlich starken Besuch von Schnecken zu beklagen.

Dennoch landeten drei Kilo Pilze im Korb, die unter Freunden aufgeteilt wurden. Der Bilderbuch-Schönfußröhrling und der Pantherpilz blieben selbstverständlich im Wald.

Viele Grüße aus Bad Lobenstein von Wolfgang«


Der ersehnte Durchbruch im nördlichen Eichsfeld:

Heike außer sich vor Freude über viele herrliche Sommersteinpilze: »Wie sensationell ist das denn?«


Foto: Da geht einem doch das Herz auf!  Der Anblick so vieler schöner Sommersteinpilze - und noch dazu so dekorativ auf einem Holzteller präsentiert - löste nach einem mangels Nässe vollkommen ausgefallenen Pilzjahr große Freude bei Heike aus. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 16. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

endlich, endlich gab es heute früh einige Sommersteinpilze mehr als in den letzten Tagen.

Wie jeden Morgen ging es früh um 7.30 Uhr ab in den Wald. Und was soll ich sagen, das Glück war uns heute hold. Es gab einen ganzen großen Korb voll Sommersteinpilze. Jeden Tag gab es ja immer so vier, fünf Stück. Heut war mehr als zufriedenstellend. Mein Pilzherz, es lacht endlich wieder, lieber Heinz-Wilhelm.

Die Sommersteinpilze waren aber nicht die einzige Ausbeute. Gestern fanden wir an meinem angestammten dunklen Platz endlich wieder den Riesenscheidenstreifling (Foto rechts). Wie schön anzusehen. Perlpilze, Graue Wulstlinge sowie Narzissengelbe Wulstlinge waren ebenfalls mit von der Partie.

Wie sensationell ist das bitte nach einem ganzen Jahr Auszeit? Ich habe mich sooo gefreut und bin total happy.

Herzliche Grüße Heike«


Foto: Auch die Teilausbeute machte Heike so glücklich, dass sie sie an Ort und Stelle fotografieren musste.


Foto: Sicher konnte sie sich gar nicht satt sehen an so herrlichen Exemplaren wie diesem.


Um Bad Blankenburg wachsen die Rotkappen und die Hexenröhrlinge kräftig


Foto: Ein gutes Dutzend Rotkappen und fünf Hexenröhrlinge (unten) hat Thomas bei Bad Blankenburg im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gefunden. (Foto © Thomas)

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Jürgen schreibt am 15. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich selbst hatte dieses Jahr noch keine Zeit, aber ich verfolge Deine Seite schon seit ein paar Tagen. Mein Freund Thomas bat mich wieder, seinen ersten Fund in diesem Jahr zu veröffentlichen.

Er war in den Wäldern um Bad Blankenburg in Thüringen unterwegs und dort auch fündig geworden, wie obiges Foto beweist. Zu sehen sind einige Flockenstielige und Netzstielige Hexenröhrlinge und in der Mehrzahl Rotkappen.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«


Eine erfolgreiche Bad Lobensteiner Runde mit dem Filzigen Gelbfuß


Foto: Diesen sehr guten Fund machte Wolfgang in seinem Bad Lobensteiner Revier. Der Filzige Gelbfuß dürfte genau unter den zwei großhütigen Hexenröhrlingen liegen. Diese wohlschmeckende Pilzart sollte nur der wirkliche Kenner sammeln, ist sie doch der klassische Doppelgänger des tödlich giftigen Spitzgebuckelten Raukopfes. (Foto © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 15. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach zweiwöchiger Abstinenz musste ich gestern wieder einen Kontrollgang durch mein Revier bei Bad Lobenstein machen.

Trotz nur geringer Niederschläge in den letzten Tagen war genug Restfeuchte im Boden.
Schon von weitem lachten mich herrliche Rotkappen mitten auf einem Waldweg an, die willkommene Bestätigung, das hier noch niemand sucht.

Es dauerte nicht lange, da gesellten sich den Rotkappen Rotfußröhrline, Perlpilze, Graue Wulstlinge und meine geliebten Flockenstieligen Hexen hinzu. Auch der erste Filzige Gelbfuß wanderte ins Körbchen, ein Pilz den niemand mitnimmt, obwohl er im Herbst hier oft in Massen vorkommt.

Die Pfifferlinge und die Steinpilze lassen allerdings weiter auf sich warten. Dafür gibt es schön anzuschauende Pantherpilze.

Allen Pilzfreunden ein schönes Wochenende von Wolfgang aus dem Lobensteiner Revier«

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Heikes große Freude: Endlich wieder frische Wildpilze im nördlichen Eichsfeld, die ersten seit 2017!


Foto: Welch ein Anblick, welch eine Freude für Heike! Seit gefühlten Ewigkeiten hat sie keinen Steinpilz mehr gesehen. Nun sind sie endlich wieder da im nördlichen Eichsfeld, wenn auch noch nicht in Massen. Jeden Tag dreht sie derzeit ihre Waldrunde. (5 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 14. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zu Beginn dieser Woche tauchten bei uns nun die ersten Pilze auf - die ersten seit dem Herbst 2017! Sie kommen allerdings nur zaghaft und vereinzelt, noch nicht grundlegend durchschlagend. Aber meine Freude ist trotzdem groß. Endlich wieder Frischpilze!

Jetzt geht es jeden Morgen eine kleine Runde in den Wald der Sommersteinpilze. Es gibt jeden Tag einige Steinpilze und Stockschwämmchen, die ersten Täublinge lassen sich auch sehen und die Perlpilze stehen mächtig, fast protzig da.

Die Steinpilze wachsen momentan extrem schnell heran. Was gestern früh noch nicht dastand, ist heute über 10 Zentimeter groß gewesen! Das Schneckengetier macht es  mir dieses Jahr allerdings besonders schwer. Sie fressen die Stiele radikal nieder, so dass die Hüte abgetrennt daneben liegen. Und das innerhalb eines Tages.

So hoffe ich, dass sich die feinen Steinpilze in den nächsten Tagen ordentlich sehen lassen und der Regen nicht ausbleibt. 

Herzliche Grüße Heike«

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Foto: Schneckenfraß mit Tunnel: Macht nichts! Heike freut sich trotzdem über diese Steinpilze, auch wenn sie makelloser sein könnten. Erst einmal zählt: Hauptsache, sie sind wieder da.


Foto: Auch die Stockschwämmchen erfreuen sie. Kein Wunder, denn die herrliche Thüringer Stockschwämmchensuppe ist ein Heimspiel für Heike.


2 Fotos: Die Perlpilze protzen mit ihrer Größe, entsprechend voluminös sind allerdings auch ihre Fraßstellen. Und das Judasohr (rechts) hat sich zu einer herrlichen Blüte aufgebläht.

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Die ersten zwei Sommersteinpilze für Monika, trotz der Trockenheit im Thüringer Vogtland

Monika schreibt am 13. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Mittag habe ich sie endlich gefunden, die ersten zwei Sommersteinpilze des Jahres. Juhu, was habe ich mich gefreut! Die Stiele waren zwar schon verwurmt, aber die Kappen ganz unversehrt. Die Pilze trocknen bereits im Dörrautomaten.

Ein schön anzusehender Hexenröhrling im Wald gegenüber musste dagegen an Ort und Stelle bleiben, er war vermadet und zu alt.

Wenn es nur mal richtig regnen würde! Hier im Thüringer Vogtland ist alles so trocken. 25 km weiter tobte gestern ein Unwetter mit Hochwasser - das möchten wir aber auch nicht.

Ich lese die Nachrichten in den Pilztickern jeden Tag und bin begeistert, was die Pilzesucher jetzt schon alles finden!

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika und Bernd

PS: Das Foto rechts zeigt einen Distelfalter auf der Ligusterhecke in meinem Garten. Der Nektar von Ligusterblüten steht bei einigen Schmetterlingsarten hoch im Kurs. Dieses Jahr scheint ein sehr gutes Schmetterlingsjahr zu sein.«

(Foto © Monika)

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Bad Lobenstein: Letzte Maipilze, frühe Büschelraslinge und ein errötender Champignon


Wolfgang schreibt am 5. Juni 2019:

»Hallo Heinz Wilhelm, 

am Sonntag hat es mich wieder zu einem Kontrollgang in meine Wälder rund um Bad Lobenstein gezogen.

Noch immer ist im Fichtenwald nichts los, dafür fand ich schöne junge Büschelige Raslinge, auch Braune Raslinge genannt.

Am Waldrand standen die letzten brauchbaren Mairitterlinge für dieses Jahr, viele ältere waren bereits vermadet, so dass ich sie stehen lassen musste.

Dann zum Abschluss des Rundganges stand da noch unweit des Parkplatzes am Wiesenrand eine Gruppe von Stadtchampignons mit einem besonders großen Einzelexemplar.

Erstaunlich war die starke Verfärbung in der Stielbasis bis hin zu weinrot.

Viele Grüße von Wolfgang«

(2 Fotos © Wolfgang)

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Nördliches Eichsfeld: Schwarzbraune Becherlinge in zackiger Formation


Heike schreibt am 30. Mai 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

es ist noch nicht viel los in den Wäldern des nördlichen Eichsfeldes, abgesehen davon, dass es ordentlich Maipilze und Nelkenschwindlinge gibt. Und die schlechte Nachricht ist, dass schon wieder Trockenheit droht.

Da bei uns letzten Winter komplette Fichtenwälder dem Sturm Friederike zum Opfer fielen, muss ich mich neu orientieren. Zwei meiner Fichtenwälder sind komplett weg, ausgelöscht. So suchten wir heute ein etwas abseits gelegenes Gebiet auf, ebenfalls Fichtenwald. Dem äußeren Anschein nach sieht der Wald vielversprechend aus. Bleibt abzuwarten, ob er gut trägt.

Aber beim Ablaufen des Gebietes konnte ich nebenbei eine schöne Entdeckung machen. Eine ganze Schwadron Schwarzbrauner Becherlinge - oder waren es Kastanienbraune Becherlinge? - säumte einen Teil eines Weges (Foto rechts). Leider sind die beiden nur mikroskopisch voneinander zu unterscheiden. Zeitlich würden eher Schwarzbraune Becherlinge in Frage kommen. Auf jeden Fall habe ich mich über diesen Fund sehr gefreut. Es gab dann noch die ersten Schiefknolligen Champignons

Herzliche Grüße Heike«

(2 Fotos © Heike)

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Foto: Schwarzbraune Becherlinge sind meist Streubewohner, die sandig-lockere Böden bevorzügen. Sie sind essbar, haben einen schwach guten Speisewert.





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