Pilz-Ticker-Thueringen



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Eichsfeld: Heikes Austernpilze waren »sehr, sehr legga«


Foto: Erst jetzt, in der Adventszeit, beginnt für Heike die diesjährige Pilzsaison - und sie startet voll durch. Diese Austernpilzschnitzel waren einfach nur »legga«, wie sie schreibt. Nach einem total ausgefallenen Pilzjahr gönnen wir ihr höchsten kulinarischen Genuss! (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 7. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

am Mittwoch Nachmittag ging es mit Enkelchen in den Wald, um nach Austernpilzen zu schauen. An meinen Kontrollstellen sind sie kaum weitergewachsen und brauchen noch Zeit.

Somit sind wir an eine Stelle gegangen, wo ich immer Samtfußrüblinge finde. Da war leider nichts. Aber ganz in der Nähe sah ich etwas ungewohnt Blaues. Es war tatsächlich eine ganze Konsole Austernseitlinge an einer Rotbuche (Foto rechts)! 1,5 Kilo konnten wir ernten. Entsprechend groß war unsere Freude.

Ein Teil wurde geschnitten und in der Pfanne mit Schinkenspeck und Zwiebeln gebraten. Der andere Teil fand Verwendung als Austernpilzschnitzel. Beides war sehr, sehr legga!

Herzliche Grüße Heike«

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Foto: Endlich Wildpilze auf dem Teller! Man ahnt, dass Heike die Zubereitung so richtig genoss.


Foto: Geschnetzelte Austernpilze - so könnte man das Gericht nennen, das sich Heike hier mit Schinkenspeck und Zwiebeln zubereitet. Bei ihr gibt es Pilzgerichtnachholbedarf.






Die ersten Pilze des Jahres für Heike nach einem total ausgefallenen Pilzjahr


Foto: Endlich ein Pilzgericht frisch aus dem Wald! Nach einem total ausgefallenen Pilzjahr wegen der seit April herrschenden Trockenheit im Eichsfeld hat Heike ihre ersten Pilze des Jahres gefunden - Winterrüblinge. In Nullkommanichts landeten sie gebraten auf Butterbrot. Lecker! 


Heike schreibt am 2. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

kaum zu glauben, aber wahr: Bei uns im nördlichen Eichsfeld gab es die ersten Wildpilze in diesem Jahr für die Pfanne!

Beim Abklappern meiner Austernpilzstellen konnte ich zwar noch keine verwertbaren Austernseitlinge ernten, die noch zu jung waren. Aber zumindest einige schöne Samtfußrüblinge konnte ich erbeuten. Alle Pilze waren bereits mit Eis und Schnee überzogen.

An meinen schnell erreichbaren Stellen, wo ich sie erhoffte, ist allerdings noch nichts von Austernpilzen zu sehen.

Die köstlichen Samtfußrüblinge landeten zu Hause sofort in der Pfanne. Ich briet sie mit wenig Zwiebeln in Butter, ehe sie auf Butterbrot landeten. Es gab zumindest für jeden soviel, dass eine Brotscheibe bedeckt war. Es war lecker!

Allen Pilzfreunden eine schöne Adventswoche!

Herzliche Grüße Heike«

(4 Fotos © Heike)

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Foto: Muss das ein Anblick gewesen sein, nach acht tristen Pilzmonaten endlich mal ein paar Pilze gefunden zu haben! Um so schöner, wenn es zur Monatswende November/Dezember kleine Wintersonnen sind - Samtfußrüblinge mit ihren erwärmenden Farben.






Ostthüringen: Fünf kleine Maronen waren den Waldausflug wert


Monika schreibt am 10. November 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute sind wir in der Mittagszeit bei herrlichem Sonnenschein in unsere Pilzwälder gefahren. Ich war wie immer neugierig, was bei uns noch wachsen würde.

Nun, wir haben unter den bereits verschimmelten lediglich ein paar brauchbare kleine Maronen gefunden, die jetzt im Dörrgerät trocknen. 

Außer Falschen Pfifferlingen war nicht ein anderer Pilz zu sehen. Deshalb will ich das immer nicht so richtig glauben, wenn ich die anderen Pilztiker-Berichte lese.

Die Heimfahrt ging durch die herrliche Natur in meinen Garten. Da ich über eine Woche nicht im Garten war, war ich erstaunt, was in einer Woche jetzt noch, so spät im Jahr, alles so wächst.

Meine schönsten Maronen sind auf dem Foto umgeben von vorhin frisch geernteten Kräutern und Feldsalat, den ich fürs Abendessen noch schmackhaft zubereite.

Wir wünschen allen Pilzfreunden und Dir eine schöne Zeit. Ganz vielen Dank für die spannenden Berichte.

Herzliche Grüße von Monika und Bernd aus Ostthüringen«

(Foto © Monika)

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Eine schöne Krause Glucke für Karl-Heinz bei Sophienhof


Karl-Heinz schreibt am 10. November 2018:

»Hallo,

diese schöne Krause Glucke habe ich am 7. November bei Sophienhof/Landgemeinde Harztor im Landkreis Nordhausen im Harz gefunden

Schöne Grüße aus Bernburg, Karl-Heinz Müller«

(Foto © Karl-Heinz)

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Ostthüringen: »Es ist halt dieses Jahr nicht die Masse an Pilzen, aber es wird auch wieder anders«


Monika schreibt am 4. November 2018:

»Guten Abend lieber Heinz-Willhelm,

vorhin habe ich wieder die herrlichen Berichte aus den verschiedenen Bundesländern gelesen und muss sagen, dass ich da schon ein bisschen traurig werde, wenn ich diese vielen Steinpilze und Maronen sehe.

Es ist halt dieses Jahr bei uns nicht die Masse an Pilzen wie die Jahre zuvor. Es wird auch wieder anders. Dafür gab es Obst und Beeren in unseren Gärten wie lange nicht.

Bernd und ich sind heute nach dem Mittag wieder einmal, wie so oft, raus in den Wald gefahren.

Wenig Hallimasch und eine Handvoll frisch gewachsener Maronen konnten wir mit nach Hause nehmen. Die größeren Maronen waren alle madig, die meisten Hallimasch nicht minder.

Am Rande eines Waldwege sahen wir Falsche Pfifferlinge in Massen und an einer Stelle Kahle Kremplinge, riesig groß, mitten im Fichtenwald.

In unserem Maronenwald hat es heute so richtig gut nach Pilzen gerochen, Natur pur.
Auf dem Heimweg fuhren wir durch die bunte Natur. Große Buchen rechts und links vom Straßenrand im herrlichen rot-gelb-goldenen Herbstkleid, ein richtiges Glücksgefühl für die Seele.

Das war mal wieder das Neueste aus Ostthüringen, verbunden mit herzlichen Grüßen an alle Pilz- und Naturfreunde!

Monika und Bernd«

(Foto © Monika)

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Ein köstliches Carpaccio aus Zuchtchampis ist Heikes Antwort auf das Pilzjahr ohne Pilze


Foto: Heike lässt sich von dem verreckten Pilzjahr nicht mehr an der Nase herumführen. Sie kaufte sich auf dem Pilzhof kurzerhand frische Champignons - und zauberte ein köstliches Carpaccio auf den Teller: »Ich wollte einfach mal wieder frische Pilze auf dem Tisch haben.« (Foto © Heike)

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Heike schreibt am 29. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm , 

bei uns im Eichsfeld ist vollkommen tote Hose. Außer ein winziges Büschel Hallimasch und zwei einsame Schopftintlinge gab es immer noch nichts zu finden. 

So habe ich etwas getan, was ich noch nie gemacht habe: ich habe mir eine Handvoll Champignons im Pilzhof gekauft und ein Carpaccio gezaubert. Ich wollte einfach mal wieder frische Pilze auf dem Tisch haben. 

Herzliche Grüße aus dem pilzfreien Eichsfeld, Heike«

Liebe Heike,

das ist genau die richtige Reaktion auf das Totalausfalljahr in Eurer Region!

Obwohl ich hier in Greifswald die letzten Wochen einige Steinpilze, Sandröhrlinge, Rotfüße, Filzröhrlinge, Mehlräslinge, Anischampignons, Täublinge, Wiesenchampignons und zuletzt Büschelige Raslinge gefunden habe, machte ich es wie Du.

Ich kaufte mir vor einiger Zeit eine neue ostasiatische Zuchtart, die ich ziemlich lecker fand.

Es kommen wieder bessere Tage, es gleicht sich alles aus!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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In der Waldwüste Ostthüringen soll am Dienstag endlich der ersehnte Regen kommen


Foto: Auch in Ostthüringen warten die Pilzfreunde sehnsüchtig auf Regen. Allein diese jungen Hallimasche zeigten sich unter den Speisepilzen auf Monikas und Bernds Waldgang als Überlebenskünstler - zu deren Freude. (Foto © Monika)

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Monika schreibt am 21. Oktober 2018:

»Hallo und guten Abend lieber Heinz-Willhelm,

in unserer Gegend in Ostthüringen ist es seit langer Zeit sehr trocken. Ich staune immer wieder, wie nur durch den Tau am Morgen, Pflanzen auf den Feldern und in den Gärten wachsen können und jetzt noch schöne Blumen blühen. Heute waren wir nach dem Mittag bei herrlicher Sonne im Wald.

Ich habe Weymouthkiefernzapfen gesammelt und an unseren Pilzstellen waren wir auch.
Außer drei halb vertrockneten Fliegenpilzen, einem Kahlen Krempling und Falschen Pfifferlingen war nichts zu sehen. Die Steinpilzlichtungen, der Waldweg und einige Stellen im Wald waren von den Wildschweinen durchwühlt.

Auf dem Weg zurück zum Auto fand ich die ersten, noch jungen Hallimasch. Eine Freude, bei dieser extremen Trockenheit! 

Nun soll es ab Dienstag endlich regnen. Hoffentlich!

Das war mal wieder das Neueste aus dem Thüringer Vogtland.

Herzliche Grüße von Monika

PS: Ich lese jeden Tag die herrlichen Pilz-Nachrichten aus den anderen Bundesländern. Danke für diese schönen Berichte und die Fotos dazu. Vielleicht finden wir hier in Thüringen nächstes Jahr auch wieder viele Pilze. Wir freuen uns darauf!«

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Keine Pilze im Nördlichen Eichsfeld:

Die Pilzwanderungen und Pilzberater-Prüfungen müssen in diesem Jahr abgesagt werden


Heike schreibt am 7. Oktober 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

diese Woche waren wir zweimal im Wald. Es ist fatal. Die Wälder sind pilzleer. Gestern konnten wir zumindest eine Handvoll Stockschwämmchen und einige Zwiebelfüßige Hallimasche (Foto rechts) entdecken. Ihr Hauptmerkmal neben blass- bis hellgelben Farbtönen an Hut, Ring und Stiel ist der keulig verdickte Fuß. Sie standen an einem Nordhang! Das war es dann auch schon wieder.

In Thüringen wurden die Pilzwanderungen abgesagt. Die Prüfungen zum Pilzsachverständigen (PSV) ebenfalls, da den Prüflingen keine Pilze vorgelegt werden können. Dazu gab es gestern einen Bericht in den Nachrichten. Derartiges habe ich noch nicht erlebt.

Jeden Monat hofften wir auf Regen, jeden Monat blieb er weg. Das Ganze hat auch fatale Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Der Raps geht nicht auf, die eingesäte Gerste ist zu klein usw. Die Antwort der Natur auf das regenarme Jahr setzt sich damit auf Erträge für das nächste Jahr fort. 

Bestenfalls wird es hier dieses Jahr noch das ein oder andere Stockschwämmchen und vielleicht einige Austernseitlinge sowie ein paar Samtfußrüblinge geben. Hoffe ich zumindest.

Herzliche Grüße an Dich und an alle Pilzfreunde, Heike«

(2 Fotos © Heike)

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Foto: Das wenige Wasser, welches sich in der Wüste Nördliches Eichsfeld noch hält, ließ  wenigstens eine Handvoll Stockschwämmchen für Heike am Totholz wachsen

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Kein Regen, keine Pilze: »Ein grauenhaftes Jahr!«

Heike schreibt am 3. Oktober 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

es gibt bei uns im Nördlichen Eichsfeld leider absolut nichts an Pilzen.

Das bisschen Regen hat noch nichts verrichten können. Noch nicht mal ein einziges Büschelchen Hallimasch war zu finden.

Lediglich nach wie vor ein paar Falsche Pfifferlinge*. Das war's. Auch die Kuhweiden sind leer. Und in den nächsten zehn Tagen besteht laut Wetterdienst wieder keine Aussicht auf Regen.

Das ist ein Jahr! Grauenhaft! Ich fürchte, ich habe nichts mehr zu erwarten.

Herzliche Grüße Heike«

* In sehr geringer Menge essbar


Jena: Im Dörrautomaten trocknete Yvonne ihre Birkenporlinge »deutlich effizienter« als im Ofen


Foto: So viele Birkenporlinge! Damit hat Yvonne für eine lange Zeit ausgesorgt, um sich guten Gesundheitstee herzustellen. Das getrocknete und geschredderte Pilzsubstrat hält problemlos zwei, drei Jahre, solange man es gut geschlossen, trocken und dunkel bei Raumtemperatur lagert. (2 Fotos © Yvonne)

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Yvonne schreibt am 26. September 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

obwohl unsere Fichtenwälder bei Jena und Bad Berka durchfeuchtet sind, ging ich bei allen meinen Pilzgängen leer aus. So wollte ich doch noch einmal in die Wälder schauen, in denen jedes Jahr Parasole zu finden waren. 

Ich fand tatsächlich einige Exemplare, jedoch waren entweder die Hüte ganz winzig und die Stiele unproportional dick oder sie waren bereits vertrocknet. Das verdross mir jedoch keineswegs meine Freude, weil ich bei jedem einzelnen Waldspaziergang prima abschalten kann.

Neben einem ganz einsamen Fichtensteinpilz fand ich in dem Birkenwäldchen vom letzten Jahr unzählige Birkenporlinge. Die meisten waren handtellergroß und deutlich leichter in dünne Scheiben zu schneiden als mein erster Fund. Ist es nicht erstaunlich, dass die Natur sogar in diesem vergänglichen Prozess so etwas Tolles entstehen lässt?

Ich mochte Birken schon immer und freue mich, wenn ich sie sehe. Durch das Anpflanzen von Buchen sind fast keine anderen Baumarten mehr zu finden*, traurig für die Tiere und die Natur.

Dieses Mal habe ich die Birkenporlinge im Dörrautomaten getrocknet statt am Ofen. Das war deutlich effizienter und macht Lust auf mehr.

Ich drücke allen die Daumen auf wenigstens eine erfolgreiche Pilzsuche!

Liebe Grüße aus Jena von Yvonne«

* Siehe weiter unten:

Exkurs Buchenwald, Birkenwald

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Foto: »Ein ganz einsamer Fichtensteinpilz« - mit diesen beinahe mitfühlenden Worten beschreibt Yvonne den einzigen Vertreter seiner Art, den sie fand.


Exkurs Buchenwald, Birkenwald

Hallo Yvonne,

Buchen, genauer gesagt Rotbuchen, überdeckten Europa über hunderttausende Jahre. Da die Rotbuche als Wirtschaftsbaum diente (z. B. für den Schiffs- und Hausbau), wurde sie in ganz Europa sehr stark zurückgedrängt, in riesigen Gebieten ganz vernichtet. Heute macht die Buche nur noch 30 Prozent unter allen Bäumen in Deutschland aus. Unter natürlichen Bedingungen wäre ganz Deutschland mit Buchen oder Buchenmischwäldern bedeckt.

Alte Buchenwälder bilden hoch effiziente Ökosysteme, die das Erscheinungsbild unseres Kontinentes in weltweit einzigartiger Weise geprägt haben. Weil sie extrem selten geworden sind, hat die UNESCO z. B. die geschlossenen Buchenwälder Hainich (Thüringen) und den Jasmund (Rügen, MV) 2011 zum Weltnaturerbe ernannt. Die Aufforstung mit Buchen ist heute eine wichtige ökologische Aufgabe.

Birken hingegen wachsen »wie Unkraut«. Sie sind auf gerodetem Grund oder auf Ruderalflächen gut Fuß fassende Pionierbäume, die sich überall rasch durchsetzen. Die Birke ist, zusammen mit der Salweide, eine Vorwaldbaumart, die also vor dem eigentlichen Wald - dem Buchenwald oder Buchenmischwald - da ist.

Natürlich sind Birkenwälder schöne, oft melancholische Wälder bzw. Vorwälder. Die Birke ist der Baum der Russen, weil sie in Russland, speziell Sibirien, weiteste Landschaften prägt. Bei Colditz in Sachsen gibt es drei Hektar reinen Birkenwald, der vor 60 Jahren angelegt wurde. Man hat dort zu DDR-Zeiten für die Kosmetik-Industrie Birkensaft gewonnen. 1996 wurde der Betrieb eingestellt.

Seither dient dieser Wald - ja, das ist putzig: Liebhabern und Sammlern von Birkenporlingen! So macht sich der Birkenwald von Colditz auf schöne Art und Weise immer noch nützlich.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Wie überall: Hoffen auf ergiebige Regenfälle

Noch einmal ein großer Steinpilz-Beutezug für Thomas in den Trockenwäldern von Bad Blankenburg


Foto: Dies waren die vorerst letzten Steinpilze, meint Thomas. Denn auch im Raum Bad Blankenburg fehle es mittlerweile an ergiebigem Regen. Und wie er hoffen viele Pilzfreunde, dass das angekündigte Sturmtief endlich die ersehnten Güsse bringen möge. Wie schön aber, dass Thomas diesen ergiebigen Beutezug noch machen konnte (Foto © Thomas)

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Jürgen schreibt am 21. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

hier noch schnell ein Fund meines Freundes Thomas aus Bad Blankenburg im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.

Er schrieb mir, dass es die letzten Pilze seien, es müsste jetzt mal durchdringend regnen.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«


Traßdorf/Ilm-Kreis: Noch wachsen die Steinpilze, aber die Trockenheit nimmt schon wieder zu


Jürgen schreibt am 17. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute wieder einmal selbst in meinem Revier bei Traßdorf im Ilm-Kreis unterwegs.

Hier ist überwiegend Fichtenwald. Leider ist es schon wieder relativ trocken, ein wenig Regen würde jetzt nicht schaden. Trotzdem habe ich neben vielen Sandpilzen auch ein paar Steinpilze, eine Rotkappe, drei Hexenröhrlinge sowie ein paar Perlpilze und Reizker gefunden.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«

(Foto © Jürgen)

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Thüringer Vogtland: Tolle Mischpilze und ein kaum für möglich gehaltener Steinpilzfund


Monika schreibt am 14. September 2018:

»Guten Tag lieber Heinz-Willhelm,

Bernd und ich waren heute mal wieder nach Pilzen schauen, auf unseren bekannten Stellen.

Wenn es endlich einmal richtig regnen würde, wäre das Pilzwachstum hier nicht mehr zu stoppen. Ich muss aber auch sagen, der gestrige Nebel und heute Nacht der Nieselregen waren schon gut für den Waldboden.

Also, wir waren inklusive der Fahrt von rund zehn Kilometern zwei Stunden unterwegs. Trotz der Trockenheit konnten wir einen großen Teller voll schöner Mischpilze mit acht verschiedenen Pilzarten zusammentragen (siehe das erste Foto).

Die Täublinge blieben ebenso im Wald wie die Giftarten Fliegenpilze, Kahle Kremplinge und Falsche Pfifferlinge.

Außerdem muss ich noch einen tollen Fund durchgeben. Heute rief mich die Tochter einer Freundin an und wollte wissen, wo sie jetzt Pilze finden könnte. Ich habe ihr das beschrieben und ihr ein paar Hinweise gegeben. Ich war gespannt, was dabei herauskommen würde.

Und das siehst Du auf dem zweiten Foto. Ich konnte es bald gar nicht glauben! Sie hat die tollen Steinpilze heute Nachmittag mit ihren Eltern bei Zeulenroda gefunden.

Liebe Grüße von Monika und Bernd aus Ostthüringen«

(Foto © Monika), (Foto © Privat)

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Bad Blankenburg: Zu viele Pilze - Thomas musste sie stehen lassen


Jürgen schreibt am 14. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

mein Freund Thomas war gestern wieder in den Wäldern um Bad Blankenburg unterwegs. Hier gibt es Nadel- und Laubwald. Er fand dort Pilze ohne Ende (Foto rechts), er musste sie sogar stehen lassen, da er sie nicht alle transportieren konnte.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«

(Foto © Jürgen)

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Thüringer Vogtland: Erneut die schönsten Steinpilze für Monika und Bernd


Foto: Steinpilze, wie sie schöner kaum sein könnten, auch wenn sie sich hier ein wenig verwackelt präsentieren. (Foto © Monika)

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Monika schreibt am 10./11. September 2018:

»Hallo lieber Heinz Willhelm,

Bernd und ich wollten heute nochmals unsere Steinpilzstellen in Gras und Moos in dem Wald absuchen, wo wir am Samstag so erfolgreich waren. Natürlich war das aus diesmal nicht umsonst.

Wir waren nur knapp eine Stunde im Wald; es war wieder herrlich draußen in der Sonne.

Obwohl es schon wieder sehr trocken ist, fanden wir wunderschöne Steinpilze, einen Flocki, eine kleine Marone, drei Lärchenröhrlinge, ein paar Rotfüßchen und einen Fichtenreizker. Gesehen haben noch wir drei kleine Braune Fliegenpilze, einen Fliegenpilz und wieder viele Falsche Pfifferlinge.

Seit dem Fund der Breitblättrigen Glucke gehe und fahre ich noch wachsamer durch die Natur. Gestern, in Bernds Auto als Beifahrerin, sah ich am Straßenrand an einer sehr alten Eiche erneut eine große, leider schon viel zu alte Breitblättrige Glucke. Sie sah von Weitem aus wie eine große Blume auf der Rinde. Das interessiert mich sehr und heute irgendwann werde ich dort hinfahren und wenn ich parken kann, einige Fotos machen.

Gestern beim Sport sagte man mir gleich, es würde Pilze geben! Na, wie schnell sich das herumspricht. Ich antwortete, dass wir auch schon einige gefunden haben.

Herzliche Grüße an alle, die das lesen, von Monika und Bernd.«


Ilmenau-Bücheloh: Jetzt wollte es Jürgen endlich einmal selbst wissen - mit gutem Erfolg


2 Fotos: Es begann für Jürgen zunächst schleppend, doch nachdem der Knoten geplatzt war, fand er schöne Steinpilze (links) sowie einiges an Sandröhrlingen, Butterpilzen und Goldröhrlingen (rechts). (2 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 10. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute hat es mich nicht mehr zuhause gehalten!

Nachdem ich letztens immer die Funde meiner Bekannten an den Pilzticker durchgegeben hatte, war ich heute selbst mal in meinem Revier, und zwar bei Bücheloh im Ilm-Kreis.

Allerdings ging es etwas zäh los, es schien, als hätten sich die Steinpilze
zunächst vor mir versteckt.

Dann aber hatte ich doch noch den richtigen Riecher und konnte noch schöne Steinpilze und Sandröhrlinge neben einigen Butterpilzen und Goldröhrlingen einsammeln. Dazu zwei Fotos.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«

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Thüringer Vogtland: Eine große Breitblättrige Prachtglucke für Monika und Bernd


Foto: Eine große, wirklich prächtige Breitblättrige Glucke haben Monika und Bernd im Thüringer Vogtland gefunden. Mit einigem Küchenaufwand kann man sie zu einem leckeren Pilzgericht verzaubern. (2 Fotos © Monika)

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Monika schreibt am 9. September 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute waren wir erneut im Wald, um auf unseren anderen bekannten Stellen nach Pilzen zu schauen. Es hat sich gelohnt. Wir fanden sechs Rotkappen, kleine Goldröhrlinge und einige Lärchenröhrlinge. Falsche Pfifferlinge* sahen wir auch.

Etwas weiter weg vom Waldrand fand ich eine sehr große Glucke. Kannst Du mir sagen, was ich da gefunden habe? Ich habe sie zerpflückt, schön sauber gemacht und in den Kühlschrank gestellt.

Vielen Dank und herzliche Sonntagsgrüße von Monika und Bernd aus Ostthüringen«

* In sehr geringer Menge essbar

Hallo Monika und Bernd,

das ist eine überaus prächtige Breitblättrige Glucke, die im Gegensatz zur Krausen Glucke viel seltener ist und zumeist an Eichen, manchmal auch an Weißtannen wächst. Wie Ihr sie am besten verwertet, erfährst Du hier.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Völlig ausgetrocknete Weiden und Wälder - aber Heikes Garten war ein Paradies


Foto: Diese Wiesenchampignons hat Heike - trotz der monatelangen Trockenheit im nördlichen Eichsfeld gefunden. Wie wuchsen auf einer Kuhweide - auf einem Quadratmeter in einer Kuhle. (3 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 9. September 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

leider ist es bei uns und bis zu 30 Kilometern Entfernung nach wie vor staubtrocken. Alles ist verbrannt. Es gab viele Feldbrände und Böschungsbrände. Viele Bäume sind komplett kahl, die Wiesen gelb. Nur Staubteufelchen sind zu sehen. Nur etwa alle zwei Wochen gibt es mal einen Niederschlag, aber auch nur sehr punktuell und örtlich begrenzt.

So unlängst im Raum Heiligenstadt. Da kamen knapp 41 Liter in kürzester Zeit herunter. Wir in Breitenworbis bekamen davon noch 3 Liter auf den Quadratmeter mit. Es ist ein Horror, dieses Jahr.

Folgende Gesamtmonatsniederschläge hatte ich im Messbecher: Im Juni 13mm, im Juli 16mm, im August 21mm. Das Schlimme ist, zwischen einzelnen Niederschlägen herrscht wieder zwei Wochen Trockenheit. Somit hat nichts Organisches die Chance zur Regeneration.

So konnte ich mich diesen Sommer äußerst  intensiv mit unserem Garten beschäftigen. Es gab Massen an Tomaten, Massen Paprika, Zucchini und geradezu tonnenweise Schlangengurken. Dank eines eigenen Brunnens konnte ich den Garten bewässern.

Der Keller ist voll mit selbstgemachten Köstlichkeiten

So ist unser Keller voll mit Letscho, ofengerösteter Tomatensoße, Ajvar, karamellisiertem Ajvar, Tomaten-Zucchini-Chutney, Tomaten-Ananas-Chutney, karamellisiertes Paprika-Chutney, Paprika-Zwiebel-Chutney mit grünem Pfeffer, Honiggurken, süß-sauer eingelegten Gurken, süß-sauer eingelegter ofengerösteter Paprika, gerösteter Paprika, in Olivenöl eingelegt, arabisch eingelegte Möhren, Zacusca, Apfelringe, getrocknete Apfelschalen für Apfelschalentee usw..

Fazit: ich habe keine leeren Gläser mehr. Noch nie habe ich alle meine leeren Gläser, die ich strikt sammele, voll bekommen. Dieses Jahr habe ich jedes leere Glas nur so gesucht.

Nach der Radiomeldung, dass es in Heiligenstadt überflutete Keller gegeben hat, haben wir uns auf dem Weg gemacht, um zu schauen, ob da vielleicht nicht doch ein wenig in meinen Hängen angekommen ist.

Zwei Krause Glucken: Die Pilze leben noch

Das war tatsächlich der Fall, im Gegensatz zu uns zu Hause. Der untere zweite ist schön feucht. Wir konnten erste winzige Krause Glucken - die eine faustgroß, eine andere kinderfaustgroß (siehe zwei Fotos) - entdecken.

Anschließend inspizierten wir eine Kuhweide. Dort gab es eine Handvoll Wiesenchampignons. Sie standen ausnahmslos auf einem einzigen Quadratmeter in einer Kuhle. Auf meiner geschätzten Weide mit den vielen Bovisten usw. herrscht noch tote Hose. Sie leidet an mangelndem Niederschlag.



Im August waren wir in der Böhmischen Schweiz. Auch da war es wider Erwarten staubtrocken. Alles war auch dort verbrannt. Die Bastei selber war auch in Flammen aufgegangen. Das, was sich dieses Jahr an Trockenheit und Dürre abspielte, habe ich noch nicht erlebt. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, werde ich dieses Jahr wohl von einem Totalausfall sprechen müssen.

So verbleibe ich mit herzlichen Grüßen und meinen Eindrücken von gestern.

Heike«


Die Wälder um das kleine Gösselborn trugen Jörg einen großen Fund ein


Jürgen schreibt am 9. September 2018:

»Hallo,

mein Freund Jörg war heute Mittag in der Nähe von Gösselborn auf der Pilzsuche; Gösselborn (100 Einwohner) ist ein Ortsteil der Stadt Stadtilm im Ilm-Kreis. Auf dem Foto sieht man sein Sammelergebnis.

Viele Grüße Jürgen«

(Foto © Jürgen)

Foto rechts: Zu erkennen auf dem Bild sind Steinpilze, Maronen, Rotkappen, Goldröhrlinge und Pfifferlinge.

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