Pilz-Ticker-Thueringen



Pilz-Ticker-Thueringen




Hier geht's zur

Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Wenn schon keine Steinpilze, dann wenigstens traumhaft schöne Eichhasen für Heike


Foto: Wirkliche Prachtexemplare von Eichhasen hat Heike gefunden, gleich fünf Stück an der Zahl. Die drei kleinen blieben - noch - im Wald, die großen (bis 2,9 Kilo der eine!) wurden kurzerhand im Oberhemd ihres Mannes abtransportiert. Und kamen unversehrt zuhause an. Der Eichhase ist übrigens ein Gesundheits- und Schönheitspilz! (4 Fotos © Heike)

Pilz-Ticker-Thueringen


Heike schreibt am 20. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nun waren wir am Wochenende wieder unterwegs. An einem Tag wieder in meinem kleinem Lieblingswald, der mir, wenn alles passt, die Sommersteinis, Herbsttrompeten, Silberröhrlinge, Krause Kraterellen, Graue Leistlinge , Semmelstoppelpilze, Igelstachelbart,  jede Menge Täublinge usw. hervorbringt.

Nun ja, die Leistlinge sind hier seit zwei Jahren Geschichte. Aber am Wochenende fanden wir einige Goldröhrlinge, wenige Täublinge und frisch austreibende Stockschwämmchen (2. Foto rechts).

Auch die ersten Semmelstoppelpilze schauen klein und schüchtern hervor. Pfeffermilchlinge, Rotfüße, Ziegenlippen gab es ebenfalls. Einige Netzstielige Hexen waren auch dabei. Die ließ ich jedoch zwangsläufig stehen, denn wie so oft und typisch waren sie von unten bis oben vermadet.

Große helle Gebilde auf dem Boden

Auf dem Rückweg sagte ich zu meinem Mann: ich spring hier mal rechts rein und gehe ein wenig am Rand entlang. Hin und wieder war ich dort in den Vorjahren schon mal langgeschnürt, hatte reichlich Trompetenpfiffers und Täublinge gefunden. Keine fünf Meter im Dunkel, sah ich in einiger Entfernung große helle Gebilde auf dem Boden. 

Ich dachte zunächst an Breitblättrige Glucken. Obwohl es sie bei uns gar nicht gibt. Da schoss mir auf einmal der Eichhase in den Kopf. Als ich die paar Schritte zu ihnen gemacht hatte, dachte ich, ich werd nicht wieder. Fünf Eichhasen an einer Stelle!

Zwei sehr große, ein mittlerer und zwei kleine. Ich bin fast nicht wieder geworden. Was für ein Fund ! Was nun ? Ich sagte zu meinem Mann, wir nehmen die zwei Großen mit, die anderen lassen wir stehen. Aber wie sollten wir sie transportieren? Für einen Korb waren sie viel zu groß.

Der Nachbar war ganz aus dem Häuschen

Mein Mann zog kurzerhand sein Hemd aus. Die Eichhasen hinein, die Ärmel zusammen geknotet zu »Tragegurten«. So konnten sie sicher aus dem Wald transporiert werden, ohne das sie litten.

Sie sind wunderbar heil zu Hause angekommen. Und welch ein feiner Pilz! Ich briet ihn in Butter nur mit Zwiebeln und einem Hauch frischem Knoblauch, gewürzt mit Salz, Pfeffer, etwas Muskat und Petersilie. User Nachbar bekam den Großen, der fast zwei Kilo wog. Er kannte den Pilz noch nicht, hat sich um so mehr darüber gefreut.

Ja lieber Heinz-Wilhelm, auf Grund der schlechten Pilzsituation in den letzten zwei Jahren werde ich noch einmal einen weiteren Schritt wagen in Sachen Wald. Du kennst meine Liebe und  Leidenschaft für den Wald.

Seit Jahren hadere ich schon mit mir und dem Jagdschein. Jetzt, da die Pilze ganz offensichtlich klimabedingt nachlassen, werde ich also den Jagdschein anstreben. Mein lieber Mann wird mich begleiten, und so können wir uns gegenseitig gut unterstützen. Er bestärkt mich, sagt: »Los jetzt, mach das!« Er kennt mich genau und weiß, was es mir bedeutet.

Herzliche Grüße Heike & Dieter«

Pilz-Ticker-Thueringen


Foto: Dieser Eichhase - alle gefundenen sind im absoluten Bestzustand - bringt fast satte 2,9 Kilogramm auf die Waage. Es ist eine Paketwaage.

Pilz-Ticker-Thueringen






Ein kleiner Lichtblick im trockenen nördlichen Eichsfeld: Schöne Riesenboviste für Heike


Foto: Auf der Mauer auf der Lauer liegen vier Riesenboviste und warten darauf, von Heike an die Nachbarn und an Freunde verteilt zu werden. (2 Fotos © Heike)

Pilz-Ticker-Thueringen


Heike schreibt am 18. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich mich einmal wieder aus dem trockenem Eichsfeld melden.

Mit unseren Wäldern sieht es nicht gut aus. Die Fichtenwälder werden abgeholzt. Die Fichten sollen weichen und Geschichte werden. Unsere Buchen sind auch stark geschädigt. Laut Forst ist jede 3.te Buche nicht mehr zu retten. Man darf gespannt sein, wo das alles noch hinführen soll. 

In den letzten zwei Wochen gab es immer mal wieder ein wenig Regen. So besuchten wir einmal wieder die Kuhweide. Die riesigen Fleischrinder waren zum Glück auf benachbarter Weide. So konnten wir ungestört die Weide betreten. Und siehe da, einige Riesenboviste standen parat. Es waren an die 12- 14 Stück.

Vier nahmen wir mit, um wieder einmal Nachbarn und Freunde mitzuversorgen. Leider gab es nichts anderes auf der Weide, die mir doch in all den Jahren eine enorme Pilzvielfalt bot. Die Tage werde ich dann meinen Lieblingswald besuchen, um zu schauen, wie es um die Pilze steht.

Herzliche Grüße Heike«

Liebe Heike,

ich habe mich so manches Mal gefragt, wie wohl in den thüringischen Trockenwäldern die vielen tollen Pilznachrichten aus Süddeutschland auf dich wirken würden. Dort gab es, schon vor einigen Wochen, aber auch aktuell, immer wieder durchdringende lange Regenschauer, die Mitteldeutschland total abgehen.

Immer öfter erreichen mich Schreiben ratloser Pilzfreunde aus Mitteldeutschland, die so ein Szenario von nun schon zwei Jahren nahezu totaler Trockenheit noch nie erlebt haben, die keinen einzigen Pilz finden und in Sorge um die Zukunft der Wälder sind. In diesem Zusammenhang ist Deine Anmerkung von einem »Neuaufbau« eurer Wälder sehr interessant. Und gleichzeitig auch besorgniserregend. Ich kann mir derzeit nur schwer ausmalen, was da auf uns zukommt.

Ich wünsche dir für deine nächsten Pilzgänge viel, viel Glück und würde mich wahnsinnig freuen, wenn du mit einem guten Ergebnis nach Hause kommen würdest.

Herzliche Grüße, auch an deinen Mann, von Heinz-Wilhelm


Foto: Da waren sie noch auf der Rinderweide. Auf ihr hatte Heike in den Vorjahren so manches Mal fette Ausbeute vor allem mit Champignons gemacht.






Bad Lobenstein: Die Maronen und Pfifferlinge häufen sich, die Reifpilze haben es supereilig


Foto: Da hat Wolfgang wieder einmal einen ausgezeichneten Fund gemacht, einschließlich zwei Reifpilzen (unten in der Mitte), die beinahe sechs Wochen vor ihrer Zeit da sind. Links der große Hut gehört, wenngleich gelbbraun, einer Rotkappe. (2 Fotos © Wolfgang)

Pilz-Ticker-Thueringen


Wolfgang schreibt am 25. Juni 2019:

»Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

gestern musste ich wieder einmal einen Streifzug durch mein Revier bei Bad Lobenstein machen. Der Regen der letzten Woche weckte die Hoffnung auf gute Funde. Und das Ergebnis hat meine Hoffnung noch übertroffen.

Perlpilze und Graue Wulstlinge wachsen in unglaublichen Massen und in zum Teil rekordverdächtigen Größen. Dagegen ist die erste Rotkappenwelle durch, auch die Hexenröhrlinge haben Pause.

Erstaunlich ist das zeitige Auftreten von Maronen, und das nicht nur in Einzelexemplaren. Auch die Pfifferlinge haben sich nun entschlossen, nicht nur in Einzelexemplaren zu wachsen. Rotfußröhrlinge wachsen in Massen, sind aber leider durchgehend madig.

Besonders erstaunlich ist der zeitige Fund von zwei Reifpilzen, die für gewöhnlich erst ab August bei uns zu finden sind.

Der feuchte Waldboden und die Temperaturen der kommenden Woche machen Hoffnung auf weitere gute Pilzfunde, zumal in den letzten Jahren nach den Perlpilzen die erste Steinpilzwelle kam.

Ich werde am Wochenende darüber berichten.

Viele Grüße aus Thüringen von Wolfgang«

Pilz-Ticker-Thueringen


Foto: Reifpilze, im Volksmund auch »Zigeuner« genannt, gehören zur Gattung der Schleierlinge in der Familie der Schleierlingsverwandten, eine sehr große, sehr vielgestaltige und farbenreiche Pilzgruppe. Reifpilze zählen zu den allerbesten Speisepilzen überhaupt. Sie erscheinen nicht jedes Jahr, können aber in guten Jahren unvorstellbare Massenaufkommen mit mehreren hundert Pilzen an einer Stelle haben.

Pilzfreund Reinhold vom Pilz-Ticker Bayern wollte sie 2013 gar an seine Schweine verfüttern, nachdem er 15 Kilo gesammelt hatte. Einen legendären Dialog hierzu findet Ihr hier (Tageseintrag 26. September 2013).

Pilz-Ticker-Thueringen





Ilmenau: Wollen die Steinpilze jetzt etwa anfangen?


Jürgen schreibt am 16. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute hat es mich nicht mehr gehalten, ich musste selbst mal sehen, wie es nach dem Regen von gestern in meinem Pilzrevier in den Fichtenwäldern zwischen Stadtilm und Ilmenau aussieht. Feucht genug ist es, der Wald dampfte regelrecht.

Nach dem halbstündigen Rundgang waren es am Ende ein Anischampignon, ein Flocki, etliche Perlpilze sowie die zwei herrlichen Steinpilze (Foto rechts), die mir in den Korb fielen. Die allerdings wollen nach meinem Eindruck wohl erst anfangen - falls das Wetter mitspielt.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen aus Stadtilm«

(Foto © Jürgen)

Pilz-Ticker-Thueringen






Bad Lobenstein/Wurzbach: Die Feuchtigkeit reicht noch für drei Kilo Speisepilze

2 Fotos: Was links auf dem Bild aussieht wie ein Pantherpilz, deren ältere Exemplare zur Riefung neigen, erweist sich bei näherem Hinsehen eher als ein Riesenscheidenstreifling. Auf diesen Sachverhalt machte uns freundlicherweise Pilzfreund Willi aus dem Bayerischen Wald aufmerksam. Recht hat er! Denn der Riesenscheidenstreifling hat - im Gegensatz zu den kleineren Arten der Gattung - einen mit feinen braunen Schüppchen genatterten Stiel, was hier ganz gut zu sehen ist.

Rechts ein Schönfußröhrling mit seiner charakteristisch karminroten Stielfarbe, die zur Spitze hin gelb wird. Seine Röhen sind, hier nicht zu sehen, gelb bis olivlich im Alter. (2 Fotos © Wolfgang)

Pilz-Ticker-Thueringen


Wolfgang schreibt am 16. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute nach dem Mittagessen hat es mich schon wieder in den Wald gezogen. Ich war heute mal nicht in meinem Stammrevier, sondern bin durch die Wälder zwischen Bad Lobenstein und Wurzbach gestreift. 

Auch hier ist noch genug Feuchtigkeit im Boden. Doch leider waren die Perlpilze und Graue Wulstlinge madig, und auch der äußerlich herrliche Fichtensteinpilz war überständig.

Dafür war der erste Maronenröhrling knackig und auch die vielen Rotkappen waren kerngesund. Die Flockis hingegen hatten sichtlich starken Besuch von Schnecken zu beklagen.

Dennoch landeten drei Kilo Pilze im Korb, die unter Freunden aufgeteilt wurden. Der Bilderbuch-Schönfußröhrling und der Pantherpilz blieben selbstverständlich im Wald.

Viele Grüße aus Bad Lobenstein von Wolfgang«





Der ersehnte Durchbruch im nördlichen Eichsfeld:

Heike außer sich vor Freude über viele herrliche Sommersteinpilze: »Wie sensationell ist das denn?«


Foto: Da geht einem doch das Herz auf!  Der Anblick so vieler schöner Sommersteinpilze - und noch dazu so dekorativ auf einem Holzteller präsentiert - löste nach einem mangels Nässe vollkommen ausgefallenen Pilzjahr große Freude bei Heike aus. (4 Fotos © Heike)

Pilz-Ticker-Thueringen


Heike schreibt am 16. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

endlich, endlich gab es heute früh einige Sommersteinpilze mehr als in den letzten Tagen.

Wie jeden Morgen ging es früh um 7.30 Uhr ab in den Wald. Und was soll ich sagen, das Glück war uns heute hold. Es gab einen ganzen großen Korb voll Sommersteinpilze. Jeden Tag gab es ja immer so vier, fünf Stück. Heut war mehr als zufriedenstellend. Mein Pilzherz, es lacht endlich wieder, lieber Heinz-Wilhelm.

Die Sommersteinpilze waren aber nicht die einzige Ausbeute. Gestern fanden wir an meinem angestammten dunklen Platz endlich wieder den Riesenscheidenstreifling (Foto rechts). Wie schön anzusehen. Perlpilze, Graue Wulstlinge sowie Narzissengelbe Wulstlinge waren ebenfalls mit von der Partie.

Wie sensationell ist das bitte nach einem ganzen Jahr Auszeit? Ich habe mich sooo gefreut und bin total happy.

Herzliche Grüße Heike«


Foto: Auch die Teilausbeute machte Heike so glücklich, dass sie sie an Ort und Stelle fotografieren musste.


Foto: Sicher konnte sie sich gar nicht satt sehen an so herrlichen Exemplaren wie diesem.


Um Bad Blankenburg wachsen die Rotkappen und die Hexenröhrlinge kräftig


Foto: Ein gutes Dutzend Rotkappen und fünf Hexenröhrlinge (unten) hat Thomas bei Bad Blankenburg im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gefunden. (Foto © Thomas)

Pilz-Ticker-Thueringen


Jürgen schreibt am 15. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich selbst hatte dieses Jahr noch keine Zeit, aber ich verfolge Deine Seite schon seit ein paar Tagen. Mein Freund Thomas bat mich wieder, seinen ersten Fund in diesem Jahr zu veröffentlichen.

Er war in den Wäldern um Bad Blankenburg in Thüringen unterwegs und dort auch fündig geworden, wie obiges Foto beweist. Zu sehen sind einige Flockenstielige und Netzstielige Hexenröhrlinge und in der Mehrzahl Rotkappen.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«


Eine erfolgreiche Bad Lobensteiner Runde mit dem Filzigen Gelbfuß


Foto: Diesen sehr guten Fund machte Wolfgang in seinem Bad Lobensteiner Revier. Der Filzige Gelbfuß dürfte genau unter den zwei großhütigen Hexenröhrlingen liegen. Diese wohlschmeckende Pilzart sollte nur der wirkliche Kenner sammeln, ist sie doch der klassische Doppelgänger des tödlich giftigen Spitzgebuckelten Raukopfes. (Foto © Wolfgang)

Pilz-Ticker-Thueringen


Wolfgang schreibt am 15. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach zweiwöchiger Abstinenz musste ich gestern wieder einen Kontrollgang durch mein Revier bei Bad Lobenstein machen.

Trotz nur geringer Niederschläge in den letzten Tagen war genug Restfeuchte im Boden.
Schon von weitem lachten mich herrliche Rotkappen mitten auf einem Waldweg an, die willkommene Bestätigung, das hier noch niemand sucht.

Es dauerte nicht lange, da gesellten sich den Rotkappen Rotfußröhrline, Perlpilze, Graue Wulstlinge und meine geliebten Flockenstieligen Hexen hinzu. Auch der erste Filzige Gelbfuß wanderte ins Körbchen, ein Pilz den niemand mitnimmt, obwohl er im Herbst hier oft in Massen vorkommt.

Die Pfifferlinge und die Steinpilze lassen allerdings weiter auf sich warten. Dafür gibt es schön anzuschauende Pantherpilze.

Allen Pilzfreunden ein schönes Wochenende von Wolfgang aus dem Lobensteiner Revier«

Pilz-Ticker-Thueringen


Heikes große Freude: Endlich wieder frische Wildpilze im nördlichen Eichsfeld, die ersten seit 2017!


Foto: Welch ein Anblick, welch eine Freude für Heike! Seit gefühlten Ewigkeiten hat sie keinen Steinpilz mehr gesehen. Nun sind sie endlich wieder da im nördlichen Eichsfeld, wenn auch noch nicht in Massen. Jeden Tag dreht sie derzeit ihre Waldrunde. (5 Fotos © Heike)

Pilz-Ticker-Thueringen


Heike schreibt am 14. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zu Beginn dieser Woche tauchten bei uns nun die ersten Pilze auf - die ersten seit dem Herbst 2017! Sie kommen allerdings nur zaghaft und vereinzelt, noch nicht grundlegend durchschlagend. Aber meine Freude ist trotzdem groß. Endlich wieder Frischpilze!

Jetzt geht es jeden Morgen eine kleine Runde in den Wald der Sommersteinpilze. Es gibt jeden Tag einige Steinpilze und Stockschwämmchen, die ersten Täublinge lassen sich auch sehen und die Perlpilze stehen mächtig, fast protzig da.

Die Steinpilze wachsen momentan extrem schnell heran. Was gestern früh noch nicht dastand, ist heute über 10 Zentimeter groß gewesen! Das Schneckengetier macht es  mir dieses Jahr allerdings besonders schwer. Sie fressen die Stiele radikal nieder, so dass die Hüte abgetrennt daneben liegen. Und das innerhalb eines Tages.

So hoffe ich, dass sich die feinen Steinpilze in den nächsten Tagen ordentlich sehen lassen und der Regen nicht ausbleibt. 

Herzliche Grüße Heike«

Pilz-Ticker-Thueringen


Foto: Schneckenfraß mit Tunnel: Macht nichts! Heike freut sich trotzdem über diese Steinpilze, auch wenn sie makelloser sein könnten. Erst einmal zählt: Hauptsache, sie sind wieder da.


Foto: Auch die Stockschwämmchen erfreuen sie. Kein Wunder, denn die herrliche Thüringer Stockschwämmchensuppe ist ein Heimspiel für Heike.


2 Fotos: Die Perlpilze protzen mit ihrer Größe, entsprechend voluminös sind allerdings auch ihre Fraßstellen. Und das Judasohr (rechts) hat sich zu einer herrlichen Blüte aufgebläht.


Die ersten zwei Sommersteinpilze für Monika, trotz der Trockenheit im Thüringer Vogtland

Monika schreibt am 13. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Mittag habe ich sie endlich gefunden, die ersten zwei Sommersteinpilze des Jahres. Juhu, was habe ich mich gefreut! Die Stiele waren zwar schon verwurmt, aber die Kappen ganz unversehrt. Die Pilze trocknen bereits im Dörrautomaten.

Ein schön anzusehender Hexenröhrling im Wald gegenüber musste dagegen an Ort und Stelle bleiben, er war vermadet und zu alt.

Wenn es nur mal richtig regnen würde! Hier im Thüringer Vogtland ist alles so trocken. 25 km weiter tobte gestern ein Unwetter mit Hochwasser - das möchten wir aber auch nicht.

Ich lese die Nachrichten in den Pilztickern jeden Tag und bin begeistert, was die Pilzesucher jetzt schon alles finden!

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika und Bernd

PS: Das Foto rechts zeigt einen Distelfalter auf der Ligusterhecke in meinem Garten. Der Nektar von Ligusterblüten steht bei einigen Schmetterlingsarten hoch im Kurs. Dieses Jahr scheint ein sehr gutes Schmetterlingsjahr zu sein.«

(Foto © Monika)

Pilz-Ticker-Thueringen


Bad Lobenstein: Letzte Maipilze, frühe Büschelraslinge und ein errötender Champignon


Wolfgang schreibt am 5. Juni 2019:

»Hallo Heinz Wilhelm, 

am Sonntag hat es mich wieder zu einem Kontrollgang in meine Wälder rund um Bad Lobenstein gezogen.

Noch immer ist im Fichtenwald nichts los, dafür fand ich schöne junge Büschelige Raslinge, auch Braune Raslinge genannt.

Am Waldrand standen die letzten brauchbaren Mairitterlinge für dieses Jahr, viele ältere waren bereits vermadet, so dass ich sie stehen lassen musste.

Dann zum Abschluss des Rundganges stand da noch unweit des Parkplatzes am Wiesenrand eine Gruppe von Stadtchampignons mit einem besonders großen Einzelexemplar.

Erstaunlich war die starke Verfärbung in der Stielbasis bis hin zu weinrot.

Viele Grüße von Wolfgang«

(2 Fotos © Wolfgang)

Pilz-Ticker-Thueringen




Nördliches Eichsfeld: Schwarzbraune Becherlinge in zackiger Formation


Heike schreibt am 30. Mai 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

es ist noch nicht viel los in den Wäldern des nördlichen Eichsfeldes, abgesehen davon, dass es ordentlich Maipilze und Nelkenschwindlinge gibt. Und die schlechte Nachricht ist, dass schon wieder Trockenheit droht.

Da bei uns letzten Winter komplette Fichtenwälder dem Sturm Friederike zum Opfer fielen, muss ich mich neu orientieren. Zwei meiner Fichtenwälder sind komplett weg, ausgelöscht. So suchten wir heute ein etwas abseits gelegenes Gebiet auf, ebenfalls Fichtenwald. Dem äußeren Anschein nach sieht der Wald vielversprechend aus. Bleibt abzuwarten, ob er gut trägt.

Aber beim Ablaufen des Gebietes konnte ich nebenbei eine schöne Entdeckung machen. Eine ganze Schwadron Schwarzbrauner Becherlinge - oder waren es Kastanienbraune Becherlinge? - säumte einen Teil eines Weges (Foto rechts). Leider sind die beiden nur mikroskopisch voneinander zu unterscheiden. Zeitlich würden eher Schwarzbraune Becherlinge in Frage kommen. Auf jeden Fall habe ich mich über diesen Fund sehr gefreut. Es gab dann noch die ersten Schiefknolligen Champignons

Herzliche Grüße Heike«

(2 Fotos © Heike)

Pilz-Ticker-Thueringen


Foto: Schwarzbraune Becherlinge sind meist Streubewohner, die sandig-lockere Böden bevorzügen. Sie sind essbar, haben einen schwach guten Speisewert.





Von Pilz-Ticker-Thueringen zurück zur Pilz-Ticker-Übersicht

Zurück zu Passion Pilze sammeln Home Page


Das Neueste

  1. Pilz-Ticker-Hamburg

    Aug 20, 19 12:04 PM

    Pilz-Ticker-Hamburg: Aktuelles Pilzaufkommen in der Hansestadt Hamburg

    mehr »

  2. Pilz-Ticker-Thueringen

    Aug 20, 19 10:10 AM

    Pilz-Ticker-Thueringen: Saison-Eroeffnung im Eichsfeld: Die Boehmischen Verpeln sind da!

    mehr »

  3. Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Wuerttemberg)

    Aug 20, 19 08:27 AM

    Pilz-Ticker-Bawue: Welche Pilze aktuell in Baden-Wuerttemberg wachsen

    mehr »

  4. Pilz-Ticker-Schweiz

    Aug 20, 19 06:28 AM

    Pilz-Ticker-Schweiz: Welche Pilze aktuell in welchen Regionen/Waeldern der Schweiz wachsen

    mehr »

  5. Pilz-Ticker-MV (Mecklenburg-Vorpommern)

    Aug 20, 19 02:22 AM

    Pilz-Ticker-MV: Welche Pilze derzeit wo in Mecklenburg-Vorpommern wachsen

    mehr »


Zuverlässiger Schutz vor Mücken, Zecken und Bremsen:
Ballistol-Stichfrei

Tropenbewährt - Mit UV-Schutz vor Sonnenbrand - Top-Bewertungen



Ein toller
Blog von

Ausgefallene Pilzgerichte wie Kaffee mit Reishi, Steinpilze im Kichererbsen- und Kartoffelpürree, Sammel- und Gesundheitstipps und vieles, vieles mehr. Hier geht's zum Stöbern in Wohlrabs Pilzreich



Pilzbücher

Meine ersten 10 Pilze genau kennenlernen

Mit Gütesiegel und empfohlen für Einsteiger von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM)


Mit Pilzsammlern
in Deutschland unterwegs


14 Reportagen von der Pilzsuche aus Wäldern, Feldern und in Wohnnähe


Pilze, Holzkasten, Bollerwagen


Meine Kindheit im Dorf der 60er Jahre, als die Selbstversorgung noch den Alltag bestimmte


Ein tolles Bestimmungsbuch für nur 11 Euro

Peter Wenter beschreibt in Meine Schwammerl - Pilze aus dem Münchner UmlandPilze aus 70 Gattungen fachlich tadellos und mit viel Detailliebe. Ein Buch für Anfänger und Ambitionierte - vor allem aber für jeden, nicht nur für Münchner.

Das unschlagbar günstige Buch ist auch hier bestellbar.

Und hier geht's zur Buchkritik


Sehr lehrreich, gründlich und liebevoll!


Ein außergewöhnliches und mitreißendes Pilzbuch! Toll für den Einstieg in die Pilzpassion, ideal für junge Pilzfreunde!


Jürgen Guthmanns Enzyklopädie der Heilpilze


DIN-A-4-Format; 425 Seiten; Darstellung von über 100 Heilpilzen mit ihren bioaktiven Inhaltsstoffen; Liste: Für welche Krankheiten sich die 16 gebräuchlichsten Heilpilze eignen; 250 Farb- und 230 Strichbilder; 1600 Zitate aus der Originalliteratur.

Zur Buchbesprechung