Pilz-Ticker-Thueringen



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Nach längerer Pause sind die Pilze im Thüringer Vogtland wieder da - wie auch die Monika


Monika schreibt am 26. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute schicke ich Dir ein Foto mit einem herrlichen Herbstpilzegewimmel aus dem Dittersdorfer Wald.

Wir haben immer und immer wieder nach den Pilzen gesehen, aber sie machten bei uns im Thüringer Vogtland eine längere Pause. Seit Freitag wachsen sie nun wieder!

Bernd, Antje und ich waren heute 3 Stunden unterwegs. Wir fanden an bekannten Stellen eine Rotkappe, kleine frische Maronen, ein paar Pfefferröhrlinge, eine Ziegenlippe, Fichtenreizker, Trompetenpfifferlinge, zwei Pfifferlinge und sehr viele von den wunderschönen Herbstrotfußröhrlingen, darunter viele frisch gewachsene kleinere mit ganz dunkler Kappe, das Futter und der Stiel zitronengelb. Sie sehen wirklich wunderschön aus.

Einige Pilze waren madig, oder leicht angeschimmelt, was man im Wald nicht immer gleich sieht. Gerade im Moment, da ich dies schreibe, sind die Pilze fertig gebraten und werden eingefroren.

Das war mal wieder das Neueste aus dem mit buntem Herbstlaub geschmückten wunderschönen Thüringer Vogtland.

Herzliche Grüße an alle Pilzesammler von Monika.

PS: Das Foto des Jahres 2020 mit den seltenen Königsröhrlingen, prächtig fotografiert, ist einfach wunderschön.

Dankeschön, lieber Heinz-Wilhelm, für diese spannenden Pilztickerseiten mit tollen Fotos, interessanten Berichten und Informationen.«

(Foto © Monika)

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In Jena gibt es eine »Schnitzelpilz«-Währung

»Jedes Mal freue ich mich über Parasolfunde wie verrückt, weil ich anderen damit eine Freude bereiten kann«


Yvonne schreibt am 19. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzticker-Freunde,

nachdem meine letzten Urlaubstage in diesem Jahr kühl, neblig und feucht ausfielen, zog es mich am Wochenende in meine Jenaer Pilzwälder. Mein Ziel waren die säumigen Parasole, über die wir uns jedes Jahr in der Familie und im Freundeskreis freuen.

Ich hatte noch etwas gutzumachen bei meiner Freundin und ihrem Mann, und da auf Wunsch in »Schnitzelpilzen« bezahlt wird, machte ich mich sehr zeitig am Morgen auf den Weg.

Bereits unterwegs fand ich an vier Stellen am Straßenrand einzelne Exemplare, und so fuhr ich spontan zuerst in einen weiter entfernt gelegenen Fichtenwald, um nach Steinpilzen zu schauen. Leider war weit und breit nicht ein Pilz zu finden. Da ich einmal da war, packte ich von einem umgestürzten Baum Reisig für unser neues Igelhaus in eine extra mitgebrachte große Tüte und fuhr zurück in ein anderes Waldstück.

Hier hatte ich in den letzten Jahren zuverlässig viele Schirmpilze gefunden. Aber erst in einem separaten Wäldchen, das ich vor zwei Jahren entdeckt hatte, sah ich 6 große, helle Hüte leuchten. Jedes Mal freue ich mich über diese Funde wie verrückt (1. Foto rechts), weil ich anderen damit eine Freude bereiten kann.

An dieser Stelle möchte ich auch noch den heutigen Fund meiner Mutter mitschicken. Ich denke, es handelt sich um Anischampignons (2. Foto rechts), da sie an den Hüten leicht gilben und in einem Buchenwäldchen stehen. Leider kam der Fund etwas überraschend, morgen geht es nochmal mit Korb und Messer ins Gelände. Wie ihr seht, geben wir unser letztes Hemd für ein leckeres Pilzessen! 

Lieber Heinz-Wilhelm, an dieser Stelle möchte ich gerne sowohl meinen Ex-Chef Frank und seine Frau Katja grüßen, als auch Micha aus Jena und alle anderen Pilzticker.Leser, die mich tatsächlich erkannt und sich als heimliche Leser geoutet haben. Das sind doch tolle Begebenheiten! Allen noch eine schöne Pilzzeit und hoffentlich bis bald,

Yvonne aus Jena«

(2 Fotos © Yvonne)

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Stadtilm: Jörg weicht von den Steinpilzen auf die Klassiker der Herbstwälder aus


Foto: Ein schöner Herbstfund, der zeigt, dass sich Jörg nicht nur auf Steinpilze versteht. Wenn die, wie momentan, mal nicht wachsen im Ilm-Kreis, weicht er aus auf die klassischen Herbstarten. Er ist sich nicht zu schade, Flaschenboviste, Trompetenpfifferlinge oder die farbenfreudigen Lila Lacktrichterlinge zu sammeln. Klasse, so soll es sein! Und noch dazu bringt es schöne Farben in den Pilzkorb - oder auf die Fahne vom Deutschen Fußball Bund. (Foto © Jörg)

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Jürgen schreibt am 17. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

mein Nachbar Jörg war gestern noch einmal in seinem Revier mit überwiegendem Fichtenbestand nahe Stadtilm unterwegs. 

Trotz der kühlen Temperaturen hat er eine beachtliche Ausbeute gehabt. Neben Violetten Rötelritterlingen fand er noch etliche Pfifferlinge und Trompetenpfifferlinge, dazu schöne Lila Lacktrichterlinge, Flaschenboviste und eine Marone.

So kann es mit den Pilzen gerne weitergehen, geregnet hat es ja auch genug!

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«


Eine hingestreckte Buche sitzt auf 30 Metern Länge voller Austernpilze

Heike: »Sie wird uns noch kiloweise Austernseitlinge schenken«


Foto: Ein Teilstück des mit Austernpilzen reichlich besiedelten Buchenstammes. Die Aufnahme veranschaulicht, von welch hervorragender Qualität die Pilze sind. Heike entdeckte dieses Wildpilzbeet sozusagen genau in der richtigen Stunde. (3 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 4. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich mich auch einmal wieder aus dem nördlichen Eichsfeld melden. 

Bei der Kontrolle einer Fotofalle zeigte sich ein Dachs auf dem Bildschirm. Ich versuchte, den Dachsbau zu finden, jedoch vorerst ohne Erfolg. Dafür fand ich etwas Einzigartiges.

Eine ausgewurzelte hingestreckte Rotbuche im Steilhang. Fast nur Wurzel und Krone liegen auf der Erde auf. Was sich zwischen Stamm und Boden abspielt, ist sagenhaft. Es kommen die denkbar schönsten Austernseitlinge heraus.

Beinahe hätte ich die Austern an der Unterseite des Stammes gar nicht entdeckt, wenn ich nicht meinen Beutel  abgelegt hätte, um im Steilhang die ganze Buche mit fast 30 Metern Länge von allen Seiten zu betrachten.

Heinz-Wilhelm, ich habe mir nur die ganz kleinen mitgenommen, alles andere blieb am Ort. Die Buche treibt so massig aus, wie ich das noch nicht gesehen habe. Sie wird uns noch kiloweise Austernpilze schenken. Unser Nachbar bekam auch gleich eine ganze Schüssel voll ab. 

Es war ein wunderbarer, ein irrer Anblick. Der gesamte Stamm sitzt voller Austernseitlinge jeden Alters.  

Andere Pilze, die dem Boden entspringen, gibt es immer noch nicht. Ich fürchte, das wird wohl nichts mehr werden bei uns in diesem Jahr. 

Herzliche Grüße an Dich & an alle Pilzfreunde

Heike & Dieter«

(5 Fotos © Heike)

Anmerkung: Dieser Fund zeigt einmal mehr, dass Pilze, die Bäume besiedeln, sehr viel weniger von Regenfällen und Nässe abhängig sind als Bodenpilze. Baumpilze ernähren sich hauptsächlich vom Substrat der meist alten, kranken oder schon toten Bäume.

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Foto: Schöner könnten die Pilze kaum sein. Nur die Allerbesten kamen in Heikes Stoffbeutel und landeteten zur Präsentation im Garten.

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Endlich schöne Birkenporlinge! Der gesunde Wintertee ist gerettet


Monika schreibt am 27. September 2020:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

heute Nachmittag fuhren wir zu den alten abgestorbenen Birken, an denen wir schon vor 2 Jahren schöne Birkenporlinge fanden. Voriges Jahr, war es zu trocken, da konnten sie nicht wachsen.

Es gab schon richtig viele und alle waren jung und frisch, siehe der Fund unterhalb des Korbes. Welch eine Freude, denn unsere Vorräte sind schon länger aufgebraucht. Außerdem fanden wir noch ein paar Rotkappen und Birkenpilze, einen Steinpilz, 3 Maronen und einige Butterpilze.

Während Bernd fleißig die Birkenporlinge für den Dörrautomaten schneiden, duften die Waldpilze schon aus der Pfanne.

(Lieber Heinz-Wilhelm, die gebratenen Nelkenschwindlinge waren in Sahnesoße zu Bandnudeln ein köstlicher Genuss. Wieder eine Pilzart dazu gelernt. Vielen Dank auch für die zugesandten Links)

Das war mal das Neueste aus dem Thüringer Vogtland.

Einen schönen Abend wünschen Monika und Bernd«

(Foto © Monika)

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Thüringer Vogtland: Immer noch herrliche Steinpilze, aber nur auf begrünten Waldwegen


Monika schreibt am 20. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

es ist bei uns, also im Thüringer Vogtland, nun schon wieder seit einigen Wochen zu warm und zu trocken. Wenn es nicht bald regnet, vertrocknen auch die letzten Pilze.

Bernd und ich waren heute nach dem Frühstück auf grünen Waldwegen in der Nähe meines Wohnortes unterwegs, die wir voriges Jahr erst wiederentdeckt haben. Wir wollten nachschauen, welche Pilze dort, trotz der Trockenheit, noch wachsen und nebenbei die herrliche Natur genießen.

Auf den Waldwegen und in den Wäldern sahen wir sehr viele alte, große, wunderschön anzusehende Steinpilze, die wir stehengelassen haben. Erstaunlich war, dass es trotz der Trockenheit noch einige sehr schöne, fast madenfreie Steinpilze für uns gab. Siehe mein Eimerchen auf dem Foto. Bernd hatte seinen 5-Liter-Eimer auch richtig voll.

Maronen fanden wir nur wenige, vor allem deshalb, weil etliche schon zu vertrocknet waren. 2 kleine Rotkappen, wenige brauchbare Pfefferpilze und 4 Fichtenreizker nahmen wir noch mit.

Auffällig heute waren die vielen schönen Flockenstieligen Hexenröhrlinge, große und kleine Perlpilze sowie an Giftpilzen Kahle Kremplinge, die den Maronen täuschend ähnlich sahen, und mehrere schöne Fliegenpilze, alle schon nah am Vertrocknungstod.

Wir haben wieder fast alle Pilze verschenkt.

Nun wünschen wir Dir, lieber Heinz-Wilhelm, und allen Pilzfreuden noch einen schönen Sonntag.

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland, dem Pilzeland, von

Monika und Bernd«

(Foto © Monika)

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Köstliches aus dem Thüringer Vogtland

Panierte Steinpilzhutscheiben zu bunten Pellkartoffeln aus dem Garten mit einer Sahnesauce


Monika schreibt am 18. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nun möchte ich mich nach längerer Zeit auch wieder melden und über unsere heutigen Pilzfunde berichten.

Gegen 8 Uhr starteten Bernd und ich in unsere Maronenwälder nahe Dittersdorf. Wir fanden stellenweise herrliche kleinere frische knackige Herbstmaronen und auch noch Steinpilze. Sehr viele Maronen waren allerdingsn schon vertrocknet und blieben in Wald.

Wenn es nicht bald mal regnet, war es das mit Waldpilzen. Zur Zeit gibt es noch sehr viele schöne Pilze in den Wäldern, aber man muss schon richtig suchen. Heute nahmen wir neben den Steinpilzen und Maronen noch Rotkappen, Birkenpilze und Fichtenreizker mit nach Hause.

Was mir auffiel war, dass es heute nicht einen einzigen Pfefferröhrling gab. Sollte das ein schlechtes Zeichn für Steinpilze sein, deren Anzeiger sie ja sind?

Zum Mittagessen gab es heute bei uns panierte Steinpilzhutscheiben, gebraten in Butter, dazu bunte Pellkartoffeln aus meinem Garten (siehe Foto rechts) und eine Sahnesoße. Das war eine richtige Köstlichkeit!

Soviel an Neuigkeiten aus dem Thüringer Vogtland, unserem Pilzeland.

Dir, lieber Heinz-Wilhelm, und allen Pilzesuchern wünschen wir ein schönes Wochenende.

Viele Grüße Monika«

(Foto © Monika)

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Bei der ersten Pilzwanderung mit dem Opa waren die Körbe randvoll


Jürgen schreibt am 17. September 2020 zu diesen zwei Fotos:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

anbei ein paar Bilder von den Pilzfunden rund um Stadtilm.

Das 1. Foto zeigt meine Tochter und Enkel auf ihrer 1. Pilzwanderung mit Opa. Wir haben  fast nur Steinpilze geerntet, ein paar Butterpilze, Sandpilze und Goldröhrlinge haben wir als Zugabe mitgenommen.

Das 2. Bild ist von Jörg, es zeigt Hexenröhrlinge, Steinpilze und eine Krause Glucke nach gut 20 Minuten Suche.

Freundliche Grüße an alle Pilzliebhaber! 

Jürgen aus Stadtilm«

(1. Foto © Jürgen), (2. Foto © Jörg)

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Sehr viele Steinpilze für Thomas bei Bad Blankenburg und für Jürgen bei Stadtilm


Foto: Dies ist Thomas' Sammelergebnis bei Bad Blankenburg. Der obere Block besteht ausschließlich aus Steinpilzen - ein Massenfund. Auf dem zweiten Foto sehen wir Jürgens Ernte, die er heute bei Stadtilm gemacht hat. Auch sein Korb ist voller Steinpilze. (Foto © Thomas)

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Jürgen schreibt am 16. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

anbei ein paar Bilder von unseren Funden vom  Montag und heute.

Auf dem Foto von Thomas aus dem Thüringischen Bad Blankenburg sind oben Steinpilze in Massen sowie unten Maronen, Sandpilze, eine Rotkappe sowie ein paar wenige Pfifferlinge zu sehen. Er musste mit dem Sammeln aufhören, so viele gute Pilze gab es!

Meine Pilze im Korb (Foto rechts) fand ich in der Nähe von Stadtilm, die Steinpilze in einem kleinen Wäldchen, da konnte man im Umkreis von 10-15 m einen ganzen Korb ernten.

Mit freundlichen Grüßen

Die Pilzsammler aus Bad Blankenburg und Stadtilm«

(Foto © Jürgen)

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Sehr lesenswert!

Nordthüringen: Kein Regen, keine Pilze, düstere Aussichten und wehmütige Erinnerungen an tolle Pilzgänge


Foto: Ein herrliches Bild mit zwei sehr schönen Eichhasen und einigen großen Pfifferlingen. Doch der Eindruck trügt. Nordthüringen ist von der Trockenheit schwerst getroffen, es gibt seit einigen Jahren so gut wie keinen Regen mehr, riesige Waldflächen sind dem Tode geweiht oder bereits abgestorben und abgeräumt.

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Heike schreibt am 12. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich mich auch einmal wieder melden.

Ich lese und schüttele täglich den Kopf und denke: das alles kann doch nicht wahr sein. Fast ganz Deutschland hat in den letzten Wochen ausgiebig Regen bekommen. Überall gibt es Pilze, nur hier bei uns nicht. Was ist nur in Nordthüringen los?

Um es zusammenzufassen: nichts, gar nichts. Es wird immer mal Regen angesagt, und dann bleibt er letztendlich weg. So geht das nun schon ein paar Jahre lang. Einen einzigen etwas ergiebigen Guss haben wir in den letzten Wochen abbekommen. Das reicht leider nicht für die Pilze.

Wir haben schon wieder 2 Wochen komplette Trockenheit hinter uns und es ist nichts in Sicht. Jeden Tag pure Sonne und Trockenheit. Ich könnte verzweifeln. An einer einzigen Stelle in meinem Lieblingswald, in einer dunklen Senke, konnten wir die Tage noch Eichhasen ausmachen (1. Foto rechts, im Wald). Das war es dann auch. Kein Pilz hat eine Chance. Noch nicht mal ein Kleinstpilz zeigt sich.

Die Böden sind fast überall knochentrocken und aufgerissen. Ein Trauerspiel. Irgendwie entwickelt sich unser Eichsfeld zu einer Wüste. Mein Trost: seit gut eineinhalb Wochen sind Dieter und ich nun jagdlich unterwegs.

Platzt der Traum vom erlegten Wild und gleichzeitig vollen Pilzkörben?

Mein Traum war es immer, ein Stück Wild aus dem Wald zu erlegen und nebenbei die Pilze zu ernten. Das ist ein Traumgedanke, der sich aber aufgrund der zunehmend durchsetzenden Trockenheit mehr und mehr in Luft auflöst.

Am Donnerstag hatte ich meinen ersten jagdlichen Erfolg. Nach Tagen des Beobachtens (2. Foto: der Ansitz) konnte ich mein erstes Stück Wild, ein Schmalreh, erlegen (3. Foto rechts). Die Emotionen waren sehr, sehr groß. Täglich mehrere Stunden sind wir nach der Arbeit im Wald, um die Jagd in der Praxis zu erlernen, zu begreifen, umzusetzen.

Dabei kommen uns meine jahrelangen Erfahrungen und mein Wissen um die Wälder durch das Pilzesammeln sehr zugute. Es entstehen sehr komplexe Zusammenhänge. Anbei wie immer einige Bilder aus den letzten Tagen. 

Ganz, ganz herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, mit Wehmut nach den Pilzen und vergangenen herrlichen Pilztagen,

Heike und Dieter«

(4 Fotos © Heike)

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Ein einzigartiges Pilzwimmelbild mit Funden vom Roten Berg bei Rudolstadt


Foto: Ein solches Foto hat auf dieser Website Exklusivwert! Wieviel Zeit hat Jürgen damit verbracht, diese Pilze zu ernten, wieviel Zeit, um sie in dieser Form - blitzeblank geputzt! - auf dem Rasen auszulegen? Ein geradezu sagenhaftes Pilzwimmelbild, bei dem Wimmelbild-Erfinder Ali Mitgutsch sicher ins Schwärmen geraten würde. Wir haben dem Meisterwerk zur Huldigung einen goldenen Rahmen angelegt. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 11. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhlem,

was für ein Tag heute auf dem Roten Berg von Rudolstadt!

Fichtensteinpilze, Gold- und Butterröhrlinge, Fichtenreizker und Täublinge ohne Ende. Das Ergebnis siehst du auf dem beigefügten Foto. Neben der reinen Menge war vor allem die Qualität der Funde beeindruckend. Praktisch alle Exemplare sind jung, fest und madenfrei.

Liebe Grüße Jürgen«


Eisenach: Ein Tränchen bei der Pilzsuche in einem Wald, der nicht mehr ist


2 Fotos: Hier, es ist bei Eisenach, stand einmal ein Fichtenwald, in dem Steffi viele Jahre ihre Pilze gefunden hatte. Wie viele andere große Waldflächen in Thüringen auch, ist er der mehrjährigen Trockenheit und nachfolgender Borkenkäferinvasion zum Opfer gefallen und muss neu aufgeforstet werden. Problem: Klimaforscher, Forstfachleute und Biologen sind sich noch nicht im klaren darüber, welche Baumarten den Auswirkungen der zu erwartenden heißen, trockenen Sommer am ehesten standhalten.

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Steffi schreibt am 8. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach langer Trockenheit im Juli und Anfang August machen sich die Regenfälle Ende August langsam bemerkbar. Jedoch musste ich mit Entsetzen feststellen, dass mein Steinpilzwald, in dem ich zuverlässig seit über 15 Jahren Steinpilze, Maronen, Kuhmäuler und Pfifferlinge finden konnte, komplett dem Erdboden gleich gemacht wurde.

Das Bild was sich mir bot, erinnert sehr an die Fotos von Heike (siehe Eintrag vom 13. Juli 2020). Während Moritz und ich noch die letzten Pfifferlinge zwischen den gefällten Bäumen einsammelten, konnte ich mir ein Tränchen nicht verkneifen. Nun heißt es 'auf zu neuen Ufern', in der Hoffnung, irgendwann wieder solch ein friedliches und ergiebiges Fleckchen zu finden.

Gestern fuhren wir daher in die umliegenden Wälder. Auf dem Weg erblickte ich aus dem Auto auf einer Wiese weiße Punkte. Und siehe da, sechs wunderschöne Hexenringe an Wiesenchampignons waren es. Die Pilze landeten in unserem Korb. Wobei die Maden sich schon recht gütlich getan hatten. Zusammen mit ein paar Rotfußröhrlingen hatten wir trotzdem eine stattliche Pilzmahlzeit.

PS: Wie auch andere Pilzfreunde bereits berichtet haben, fand ich dieses Jahr, für mich waren es die ersten Exemplare überhaupt, eine enorme Menge von Wurzelnden Bitterröhrlingen. Sie standen auf einer Wiese (2. Foto rechts) mitten in der Stadt - sofern sie nicht schon umgeschubst oder herausgerissen waren.

Liebe Grüße Steffi und Moritz«

(3 Fotos © Steffi)

Blau = ungenießbar

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Es will einfach kein Ende nehmen mit den Massen an Pilzen im Thüringer Vogtland


Monika schreibt am 8. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

hier siehst Du meine Pilzfunde von heute auf meinen Gartentisch. Ich kann sie leider aus Zeitgründen nicht so schön präsentieren wie sonst. Es sind einfach zu viele.

Jeder von uns Vieren hat seine Gefäße wieder bis oben hin voll gehabt. Es gab Massen zu putzen und zu verarbeiten.

Bernd und Petra sind nach unserer Pilztour wieder nach Hause gefahren. Ich gehe davon aus, dass es für ihn und seinen Sohn Norman heute Abend wieder eine große Pfanne voll frischer gebratener Pilze gibt. Wie jeden Abend in diesen Tagen.

Liebe Grüße aus dem Pilzeland Thüringer Vogtland von Monika«

(Foto © Monika)

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Hainberg, Rudolstadt: Zwei schnuckelige Pfifferlinge haben es auch in Jürgens prallvolle Körbe geschafft


Foto: Das gab sicher lange Arme für Jürgen! Soweit erkennbar, sehen wir hier (obere Reihe von links): Fichtenreizker, Täublinge, vertreten mit Grünen und Fleischroten Speisetäublingen, einem Frauen- oder Buckeltäubling (der Dunkle hinten), evtl. Verblassende Täublinge, Kuhmäuler und ganz rechts daneben Steinpilze. Mittlere Reihe: Goldröhrlinge bis zum Abwinken. Untere Reihe: Birkenpilze, Rotkappen, ein Perlpilz, Sandröhrlinge (Mitte), drei Flockis, Maronenröhrlinge und wohl zwei schnuckelige Pfifferlinge. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 8. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

hier wieder einmal eine Nachricht aus Rudolstadt.

Auf dem Hainberg trifft man jetzt gewissermaßen auf eine zweite Welle. Aber nicht die von Corona, sondern von Pilzen, die man jetzt in erstaunlich vielen Arten und in einer extrem guten Qualität finden kann. Das Foto sagt insofern alles.

Beste Grüße aus Rudolstadt, Jürgen«

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Thüringer Vogtland: Sprachlose Nachbarn beim großen Gewimmel der Rotkappen


Monika schreibt am 6. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute zum Sonntagskaffeetrinken waren wir bei meiner Schwester und Schwager eingeladen. Sie wünschten sich von uns ein paar Steinpilze.

Um 9 Uhr holten wir unseren Enkel ab und fuhren in unsere Steinpilzwälder, denn wir wollten ihnen natürlich möglichst frische mitbringen. Unterwegs am Wegesrand standen wieder drei Riesenpoviste. Ein Wahnsinn - genau an der gleichen Stelle, wie schon am Freitag, als noch nichts von ihnen zu sehen war. Das 2. Foto zeigt Bernd und Emanuel bei ihrer Ernte.

Bernd: »Der ganze Graben steht voller Rotkappen«

Steinpilze fanden wir dann wieder reichlich, in kurzer Zeit. Es waren so viele, dass sie auch noch für einige Familien reichten. 

Auf der Heimfahrt von meiner Schwester sind wir eine Abkürzung auf einem Waldweg gefahren. Ich sah eine schöne Rotkappe. Bernd hielt an, stieg aus dem Auto, guckte rechts und links und meinte trocken: »Der ganze Graben steht voller Rotkappen.« Also alle ausgestiegen und einsammeln. Es waren wirklich Massen, wir konnten sie nicht zählen.

Gegen 17 Uhr haben wir Emanuel nach Hause gefahren und die Rotkappen auf dem  Gartentisch seiner Eltern präsentiert (1. Foto rechts). Antje und mein Sohn waren sprachlos, die herbeigekommenen Nachbarn ebenfalls. Antje hat noch einige Fotos gemacht und dann die Pilze verteilt.

Ein Snack aus Scheiben von gebratenen Rotkappenhüten mit Kräutersalz

Bernd fährt morgen nach Hause und nimmt für seine Nachbarn von den wunderschönen Rotkappen mit.

Während ich dies schreibe, läuft schon wieder der Dörrautomat. Das Gerät läuft fast ununterbrochen. Vorhin gab es als Snack Scheiben von den großen Rotkappenhüten in Butter gebraten mit Kräutersalz.

Viele Pilze machen viel Arbeit, verbreiten aber auch ein riesiges Glücksgefühl.

Nun wünschen wir Dir, lieber Heinz-Wilhelm, und allen Pilzfreunden einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche.

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland, dem Pilzeland, von Monika, Bernd und Emanuel«

(2 Fotos © Monika)

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Thüringer Vogtland: Monika sieht die vielen herrlichen Steinpilze sogar schon nachts


Monika schreibt am 4. September 2020:

»ieber Heinz-Wilhelm,

ich traue mich kaum, durchzugeben, dass wir heute schon wieder in unseren Pilzwäldern waren. Von 9 bis 12 Uhr waren wir unterwegs. Wenn, wie diesmal, Bernd dabei ist, machen wir größere Touren. Gegen Ende konnte ich kaum noch laufen.

Aber unsere Funde beflügelten uns, denn es hat sich zu unserer großen Freude schon wieder gelohnt, vor allem bei den herrlichen Steinpilzen. Sie sind jetzt aber häufiger bereits vermadet, zum Glück aber nicht alle und wenn, dann auch nur teilweise. Rotkappen, Birkenpilze, kleine Maronen, Pfefferpilze, Rotfußröhrlinge und Goldröhrlinge.

Wie ich Dir, glaube ich, schon einmal geschrieben hatte, wünsche ich mir seit 30 Jahren, endlich einmal einen Riesenbovist zu finden. Heute nun war es soweit und unsere Freude darüber war ganz groß. 

Viele der Steinpilze haben wir wieder verschenkt. Und zum Mittagessen gab es bei uns Spirelli mit gebratenen Pilzen in Sahnesoße. Ein schnelles, ein sehr leckeres Gericht.

Auf dem Foto rechts liegen unsere vielen Pilzschätze zum Putzen auf meinem Gartentisch. Auf dem Bild, das bin ich.

Antje hat mir wieder mit geholfen, da bin ich immer sehr froh, denn es erspart doch viel Arbeit und Zeit. Bei ihr gab es heute Abend für sie und ihre Familie leckere Steinpilzschnitzel.

Monika schreibt an den Pilzticker, der Dörrautomat arbeitet

Während ich dies schreibe, arbeitet im Hintergrund der mit Pilzen voll bepackte Dörrautomat. Jetzt ist Feierabend. ich glaube, ich sehe heute Nacht wieder Pilze und schlafe unruhig. Andererseits ist es aber auch ein Glück, dass wir die Natur so pur genießen können.

Wir wünschen Dir lieber, Heinz-Wilhelm, und allen Pilzesuchern ein erfolgreiches Wochenende!

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika, Bernd und Antje«.

PS: Die netten Grüße von Dir habe ich ausgerichtet und die beiden haben sich darüber sehr gefreut, soll ich schreiben«

(Foto © Antje)

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Großer Appetit der Würmer auf Steinpilze bei Bad Blankenburg


Foto: Dieser Fund stammt von Thomas aus den Wäldern um Bad Blankenburg. Wir sehen links Steinpilze, deren verwurmte Stiele - bis auf einen - nicht mehr brauchbar waren, Rotkappen in allen Größen, 3 Flockenstielige Hexen sowie je einen Sandpilz und Maronenröhrling. Unten eine kleine Handvoll Pfifferlinge. (Foto © Thomas)

(4. September 2020)

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Das Wachstum der Steinpilze im Thüringer Vogtland ist etwas ins Stocken geraten


Monika schreibt am 3. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Vormittag war ich mit Antje wieder knapp zwei Stunden an unseren Steinpilzplätzen. Wir hatten jetzt zwei kalte Nächte und das hat sich bemerkbar gemacht. Es gab nicht mehr diese Massen an Steinpilzen vom Montag und Dienstag.

Wir mußten heute richtig suchen. Außer Steinpilzen fanden wir dabei vermehrt Rotkappen, kleine Maronen, kleine Pfefferröhrlinge und kleine Birkenpilze. Das Foto rechts zeigt die geputzten Pilze auf Antjes Gartentisch. Sie hat meine Pilze mitgeputzt und geschnitten und gleich nach der Aufnahme kamen sie in den Dörrautomaten.

Ganz herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika und Antje«

(Foto © Monika)

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Massenausbruch der Steinpilze im Thüringer Vogtland

»Wir wollten nur mal schauen - und dann standen sie so schön da«


Monika schreibt am 1. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

hier nun meine erste Nachricht der Pilzsaison aus dem Thüringer Vogtland.

Seit gestern sind sie da, die herrlichen Steinpilze. Und das gleich in Massen! Und fast ohne Maden, trotz der Nässe. Gestern wollten Bernd und ich nur mal nach Pilzen schauen - und konnten es fast nicht glauben, so schön standen sie da.

Heute war ich dann gleich wieder mit Antje los. Eine wahre Freude, Antje im Glück mit zwei Eimern voller Steinpilze (3. Foto rechts). Die zwei anderen Fotos zeigen die Steinpilze im Haufen noch im Wald und gereinigt zuhause.

Außer Steinpilzen gibt es noch kleine Maronen, junge Pfefferröhrlinge, Rotkappen, Birkenpilze, Ziegenlippen, Rotfußröhrlinge und Goldröhrlinge, allerdings nicht in Massen.

Soviel zum neuesten Stand im Thüringer Vogtland.

Herzliche Grüße von Monika, Bernd und Antje«

(3 Fotos © Monika)

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Obwohl es nur ein Sendetest war:

Jörgs schöne Hexenröhrlinge aus Stadtilm zeigen wir gerne



Foto rechts: Jörg aus Stadtilm, der bislang seine Fotos immer über seinen Nachbarn Jürgen senden ließ, wollte mit dieser Kurznachricht eigentlich nur einen Test machen. Das Foto mit den schönen Flockenstieligen Hexenröhrlingen gefällt uns aber so gut, dass wir es gerne veröffentlichen. Jörg wird dafür sicher Verständnis haben. (Foto © Jörg)

30. August 2020

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Das freut den Jörg: Nach beträchtlicher Pause sind die Pilze in den Wäldern um Stadtilm wieder da


Jürgen schreibt am 24. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

anbei ein paar Fotos vom Waldspaziergang meines Nachbarn Jörg.

Er hat zwar nicht die Unmengen gefunden, aber nach Wochen der Tristesse in den Wäldern um Stadtilm ist endlich wieder ein Silberstreif am Pilzhorizont sichtbar.

Neben einigen Goldröhrlingen (rechts auf dem zweiten Foto) und Hexenröhrlingen (3. Foto rechts) waren auch ein paar Steinpilze (z. B. 1. Foto rechts) anzutreffen, von denen einige leider bereits Besuch von ungebetenen kleinen Gästen hatten.

Viele Grüße Jürgen«

(3 Fotos © Jörg)

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Jürgens nachgereichte Nachricht zur Situation der ausgetrockneten Wälder rund um Stadtilm weiter unten


Ein Trostpilz für Klaus


Klaus schreibt am 18. Juli 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

am Stausee von Birkungen fand ich heute tatsächlich eine Rotkappe (Foto rechts); vielleicht ist sie ja zum Trost gewachsen, zum Ausgleich dafür, dass es in der Umgebung zu viele abgestorbene Wälder gibt. Vor ein paar Jahren gab es genau an dieser Stelle schon einmal sehr viele Rotkappen.

Grüße aus dem Eichsfeld, Klaus«

(Foto © Klaus)

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Mit Heike in der Trüffelküche


Pochiertes Ei auf Parmesanrösti mit Trüffel in Portwein und Trüffelsahne und ein Trüffelbutter-Schmackofatz




Foto: Pochiertes Ei auf Parmesanrösti mit Trüffel in Portwein und Trüffelsahne: Heike hat ein hoch edles Pilzgericht herbeigezaubert. Wie, das erklärt sie im folgenden Beitrag. (5 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 17. Juli 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm ,

heute sende ich Dir zwei weitere Möglickeiten zur Verwertung von Trüffeln.

Ich hatte ja 500 Gramm in Italien geordert, und die wollen auch verarbeitet werden. 

Vorab zur Lagerung:

Nachdem ich die Trüffel erhalte, wickele ich sie in Zewa und dann kommen sie in Schraubgläser in den Kühlschrank, in die kälteste Zone. Ich sehe zu, dass ich die Trüffel um die 2 Grad lagere. Das Zewa-Papier wird täglich gewechselt.

Wir hatten mit der Lieferung eine wunderbare Trüffelwoche. Es war ein Verwöhnprogram. So gab es dann an einem Tag Pochiertes Ei auf Parmesan, Rösti mit Trüffel in Portwein und Trüffelsahne.

Außerdem habe ich für die Grillsaison Trüffelbutter hergestellt, die nach dem Anfrieren seperat einzeln in Folie geschlagen und dann im Gefrierschrank gelagert wird. 

Bei Bedarf kan man problemlos ein Stück entnehmen. Es macht sich vorzüglich zu jedem gegrillten Fleisch. Doch selbst auf Weißbrot jeglicher Art ist es schon ein Traum.


Foto: Die fein gehobelten Scheibchen der Trüffel für das Trüffelcarpaccio.

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Pochiertes Ei auf Parmesanrösti mit Trüffel in Portwein und Trüffelsahne

Zutaten (s. Foto rechts)

Für das Trüffelcarpaccio: 20 Gramm Trüffel oder nach Ermessen und Aroma auch mehr, ganz nach Heinz Hormann: »Es kann nicht genug Trüffel sein!« 1 EL Butter, Portwein.

Für die Trüffelsahne: 1 EL Butter, 1 Teelöffel hervorragendes Trüffelöl, 50 ml Geflügelfond, 50 ml Weißwein, 50 ml Sahne, Salz und Pfeffer aus der Mühle (ich nehme es nicht so genau mit den Mengen, das mache ich individuell: abschmecken und fertig!

Für die Rösti: 200 Gramm Kartoffeln, 1 Ei , 3 EL grob geriebener Parmigiano, Salz, Pfeffer

Pochiertes Ei: Eier, Wasser, Essig, Trüffelöl

Zubereitung

Trüffelcarpaccio:Trüffel hobeln, Butter in einem Topf aufschäumen, Trüffel dazugeben, 2- 4 Minuten erhitzen, nach Gefühl! Gucken! Mit Portwein ablöschen, reduzieren.

Trüffelsahne: Butter aufschäumen, mit Fond und Weißwein ablöschen, um die Hälfte reduzieren. Sahne dazu und soweit reduzieren, bis es cremig wird. Trüffelöl dazu, Salz, Pfeffer.

Die Trüffelsahnee mache ich als erstes fertig. Die kann an der Seite stehen bleiben.

Rösti: Kartoffeln grob reiben, ich gebe aber immer 2 dazwischen, die feiner gerieben sind. Ei dazu, Parmigiano, Salz, Pfeffer in der Pfanne braten.

Pochiertes Ei: Wasser mit Essig aufsetzen, das in eine Tasse gegebene Ei in das kochende Wasser (vorher strudeln!) geben und ca. 2 Minuten ziehen lassen. Rösti auf Teller, Trüffelcarpaccio darauf, Pochiertes Ei darüber. Drum herum die Trüffelsahne mit einem Teelöffel drapieren, sehr wenig Petersilie dazu - fertig. 


Foto: Die superlecker aussehende fertige Trüffelbutter in Spritzform, die Heike portionsweise in Gläsern einfriert.

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Trüffelbutter - ein feines Schmackofatz

Butter, Salz, Pfeffer aus der Mühle, nur sehr wenig Trüffelöl, Trüffel fein schneiden und dann mörsern. Das Aroma rauskitzeln! Die weiche Butter in eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer und dem gemörserten Trüffelanteil gut vermischen.

Entweder unförmig in Becherchen abfüllen oder auf eine Platte spritzen und anfrieren, dann einwickeln und am besten in Schraubgläsern eingefroren lagern.

Herzliche Grüße von Heike aus der Trüffelküche«

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Foto: Und hier noch ein Überblick über die Zutaten für die Trüffelbutte - Einzelheiten im Text. Welch ein grandioser Schnellkurs in der Spitzenküche der Pilze! 

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Auch rund um Stadtilm sind die Wälder vom Tod durch Trockenheit bedroht


Fund von Thomas vom 15. Juli 2020:

»Hallo,

nachdem Heike aus dem Eichsfeld schon von der dortigen Katastrophe berichtet hat, sieht es momentan in den Wäldern von und um Stadtilm bald nicht mehr besser aus. Die Trockenheit und der Borkenkäfer treiben auch hier ihr Unwesen, so dass an ein normales Pilzwachstum kaum noch zu denken ist. Zudem sind die Wälder deswegen zum Teil regelrecht vom Forst zerfahren: da wächst nichts mehr.

Auch mein Kumpel Thomas musste das feststellen, er fand auf seinem Spaziergang am Dienstag voriger Woche (14. Juli) in einem ihm bislang unbekannten Waldstück absolut nichts.

Doch das stachelte ihn an, am nächsten Tag noch einmal die ihm vertrauten Stellen abzusuchen. Dabei machte er in nur einer halben Stunde einen beachtlichen Fund (Foto rechts).

Jetzt warten wir wie alle Pilzsammler aus nah und fern auf den dringend benötigten Regen, doch die Prognosen für diese Woche sehen zumindest für unsere Region eher düster aus.

Mit freundlichen Grüßen, Jürgen«

(Foto © Thomas)

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(Nachgereicht am 20. Juli 2020)


Klaus zum Waldsterben im nördlichen Eichsfeld

»Pilzsammler müssen sich jetzt umorientieren von Fichten- auf Buchenwälder und Wiesen«

Klaus schreibt am 15. Juli 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

bereits 2019 gab es rund um Leinefelde fast keine Fichtenwälder mehr. Schon damals gab es ganz viele Kahlschläge oder kranke Fichten mit abgestorbenem Waldboden aufgrund einer dicken braunen Nadelschicht. Ich hatte letztes Jahr schon darüber im Pilzticker berichtet und befürchtet, dass hier für lange Zeit nicht mehr mit Pilzen gerechnet werden könne.

Dann hatte ich letzten Herbst im »Haderholz« bei Niederorschel tatsächlich noch ein Stück Wald gefunden (ca. 500qm), wo es noch Maronen, Stockschwämmchen, Steinpilze u.a. gab. Vor zwei Tagen bin ich einfach mal zum Spaß dort gewesen - und dann kam das böse Erwachen: auch dieses Waldstück existiert nicht mehr, alles ist umgepflügt und kahl und völlig ausgetrocknet.

Also hier in der Gegend muss sich der Pilzsammler jetzt umorientieren auf Buchenwälder und Wiesen. Nur gut, dass unsere Kinder und Enkel noch gelernt haben, welche Pilze wann und wo in Nadelwäldern zu finden sind!«

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Heikes perfekte Antwort auf Jägerprüfungsstress und Fichtenwaldsterben: Damwildrücken mit getrüffeltem Stampf


Foto: Was gibt es Treffenderes, als während der Vorbereitung auf die Jagdscheinprüfung Damwildrücken mit getrüffeltem Stampf zu genießen. So groß Stress und Zeitmangel auch waren, »soviel Zeit musste einfach sein«, so Heike. (3 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 15. Juli 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die letzten Monate waren auf Grund des zu bewältigenden Pensums enorm anstrengend.  

Nichtsdestotrotz habe ich es mir nicht nehmen lassen, uns kulinarisch in dieser Zeit mit dem Feinstem zu verwöhnen. So viel Zeit musste einfach sein.

Es war Balsam für Körper und Seele. Wie jedes Jahr habe ich auch dieses Jahr wieder frische Trüffel in Italien geordert. Lieferzeit: Zwei Tage! Express. Das lief wieder einmal superperfekt, ich kann es nur empfehlen.

Wenn man den Styroporkarton mit den Trüffeln öffnet, flasht es einen um. Die volle Wucht an Trüffelduft haut einem mitten in das Gesicht. 

Im Januar, bereits voll in der Jagdausbildung, bekamen wir vom Forst zwei Rehwild, ein Damwild und ein Schwarzwild an einem Tag. Da steppte bei uns der Bär!

Da hieß es, die Ärmel hochkrempeln. Aber das kenne ich ja schon. Die drei Schalenwildarten wollten alle in Kürze aus der Decke und der Schwarte geschlagen werden, da die Temperaturen so gar nicht winterlich waren, um das Wild sorglos im Schuppen hängen lassen zu können. Die Arbeitsteilung läuft bei uns ohne große Worte ab. Jeder weiß genau, was er zu tun hat. Nun ist wieder für das ganze Jahr vorgesorgt - bestes Fleisch liegt in der Truhe!

So gab es neulich Damwildrücken mit getrüffeltem Stampf und als Vorspeise ein Trüffelcremesüppchen. An dieser Stelle herzliche kulinarische Grüße an Stefan aus Hessen!

Ganz herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzsammler«

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Foto: Und als Vorspeise - des gehobenen Ranges wegen fast ein Amuse-Gueule - war ein Trüffelcrèmesüppchen mit geröstetem Brot, dem man den köstlichen Geschmack mühelos ansieht.

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Und hier noch das Rezept für Heikes

Damwildrücken mit getrüffeltem Stampf und einem Trüffelcrèmesüppchen



Foto: Es dürften Sommertrüffeln sein, die sich Heike per Express aus Italien kommen ließ. Wer eine Trüffelsendung einmal öffnete, weiß, was Heike mit ihren Dufteindrücken meinte...


 Für 4 Personen

Zutaten

Für das Kartoffelpüree:

800 gr mehligkochende Kartoffeln

Salz

100 ml Milch

100 ml Schlagsahne

Weiche Butter, ordentlicher Schlag

Einige Tropfen Trüffelöl

1 frische schwarze Trüffel

Für die Fleischbeilage:

Fleisch nach Belieben

2 EL Öl

Meersalz

Pfeffer aus der Mühle

150 ml Kalbsfond

Etwas Balsamico

Etwas Portwein

Für das Trüffeldressing:

10 gr schwarzer Trüffel

4 EL Weißer Balsamico

2 EL Traubenkernöl

1 Bund Rucola

1 Zucchini

1 EL Butter


Foto: Überblick der Zutaten für Heikes Damwildrücken mit Kartoffelstampf





Foto rechts: Hier sehen wir die Zutaten für die Trüffelcrèmesuppe. Mit im Spiel sind Gemüsebrühe, Weißer Balsamico, Sahne, Sellerieknolle, Zwiebel, 2 Kartoffeln, zwei Pastinaken und eine Trüffel.





Zubereitung:

Für das Püree die Kartoffeln waschen, schälen und in Salzwasser garkochen.

Den Ofen auf 100°C Unter- und Oberhitze vorheizen. Fleisch nach Wunsch waschen, trocken tupfen und in heißem Öl von beiden Seiten scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf ein Gitter (darunter Fettpfanne) legen. Im Ofen auf gewünschten Gargrad ziehen lassen. Den Bratensatz mit dem Fond, Balsamico und Portwein ablöschen und um etwa die Hälfte einreduzieren lassen. Abschmecken.

Die Trüffel putzen und feinhacken. Die Hälfte mit dem Weißen Balsamico und dem Traubenkernöl verrühren. Den Rucola waschen, putzen und gut abtropfen lassen. Die Zucchini waschen, putzen und längs in dünne, ca. 10 cm lange Scheiben schneiden oder hobeln. In Salzwasser 1-2 Minuten blanchieren.

Die Kartoffeln abgießen und stampfen. Heiße Milch, Sahne und die Butter dazugeben. Den gehackten Trüffel untermengen und den Stampf mit Salz, etwas Pfeffer und eventuell wenig(!) Trüffelöl abschmecken.

Die Zucchini fächerartig auf vorgewärmte Teller legen und darauf das Püree setzen Den Rucola platzieren. Das gegarte Fleisch aufschneiden, auf den Teller geben. Den Fond auf Fleisch oder drum herum geben, Trüffeldressing über den Rucola. Fertig!


Im nördlichen Eichsfeld ist das Waldsterben bereits beendet

Heikes Steinpilz- und Maronenparadies ist für immer erloschen


Foto: Er war einmal und ist nicht mehr. Der herrliche Fichtenwald mit seinen Steilhängen, aus denen Heike und Dieter (im Bild) vor allem 2016 und 2017 zentnerweise Steinpilze geholt hatten, existiert nach den regenlosen Sommern 2018 und 2019 nicht mehr. Der Borkenkäfer tat sein Übriges.

Forstexperten erwägen eine Wiederaufforstung mit trockenheitsresistenten Bäumen. An Nadelbäumen wären dies die Waldföhre und die Lärche und bedingt die Douglasie, an Laubbäumen Traubeneiche, Hainbuche, Spitzahorn, Feldahorn, Winterlinde, Kirschbaum und Hängebirke. Stieleiche, Bergahorn, Sommerlinde und Nussbäume kämen als nicht ganz so stressresistente Baumarten auch in Betracht. Ahornarten (aus Nordamerika eingesiedelt) bilden bislang keinerlei Partnerschaft (Mykorrhiza) mit Speisepilzen.

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Heike schreibt am 13. Juli 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

am gestrigen Sonntag sind wir nach bestandener Jägerprüfung in die Fichtenhänge gegangen, wo wir einst Massen an Steinpilzen und Maronen gefunden hatten. Nach Wochen des intensiven Lernens wollten wir den Kopf frei bekommen und nachsehen, ob überhaupt ein Pilz zu finden sei. 

Angekommen am Ort, bot sich uns ein Bild des Grauens. Die Hänge mit den Fichten sind Geschichte. Nicht eine Fichte steht noch, alles ist kahl. 

Auf der gegenüberliegenden Seite der Hänge das gleiche Bild. Deprimiert sind wir unsere noch bestehenden Wege abgelaufen und konnten es nicht fassen. 

Nach wenigen Kilometern am Auto wieder angekommen, beschlossen wir, ein weiteres Fichtenstück aufzusuchen. Wir fanden vor, was wir auch hier befürchtet hatten: nichts als kahle Hänge. Auch hier wurden sämtliche Fichten bereits komplett beseitigt. Nun gibt es von so vielen weitläufigen Fichtenwäldern, in denen wir so oft auf erfolgreicher Pilzjagd waren, kein einziges Stück mehr. 

Das bedeutet für uns, dass wir uns komplett neu orientieren müssen, was den Fichtensteinpilz und die Marone und auch die  Rotkappe und einige weitere Pilzarten anbelangt. In unseren Rotbuchenwäldern sind diese Arten nicht anzutreffen. Dort findet man mit viel Glück mal einen vereinzelten Steinpilz unter einer eingestreuten Eiche.


Foto: Es stehen nur noch vereinzelt ein paar Birken und in der Entferung einige Randfichten. Die schönen Stunden der Steinpilz- und Maronenlese existieren nur noch in der Erinnerung und werden nicht wiederkommen. (2 Fotos © Heike)

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Was wir gestern sahen, hat uns schockiert. Wir wollen demnächst mal nachschauen, wie der sehr große Fichtenwald aussieht, den wir vergangenes Jahr im Harz für uns entdeckt haben. Dort standen die Maronen wie gesät.

Der Harz - eine Alternative?

Sollte der Wald dort überlebt haben, so wären allerdings erst einmal Unmengen an Regen erforderlich. Es staubt alles. Deshalb lohnt es momentan noch nicht, den Weg in den Harz auf sich zu nehmen. Denn auch der Harz ist staubtrocken. Das mussten wir während unserer Schießausbildung, die im Harz stattgefunden hatte, leider feststellen.*

Nun heißt es für uns erst einmal, sich ein wenig von dem Stress und den Strapazen der letzten Monate zu erholen. Es war ein nicht einfacher Spagat zwischen Arbeit und Ausbildung und der Betreuung unseres Enkelkindes. 

Anbei einige fotographische Eindrücke aus meinen einst so schönen Hängen. Zu sehen ist lediglich ein Teilabschnitt. Die Hänge erheben sich in drei weitläufigen Stufen und ziehen sich über einige Kilometer hin, ein sehr weitreichendes Waldgebiet, das sich nicht auf ein einzelnes Foto bannen lässt. 

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzsammler 

Heike und Dieter«

* Auch für den Oberharz gab unlängst Pilzfreund Andreas eine düstere Prognose ab. Hier seine Eindrücke und Einschätzung vom 4. Juli 2020.

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Bad Lobenstein: Ein Näschen für die Steinpilze und der Fund von verfrühten wohlschmeckenden Täublingsarten


Foto: Die Anzeichen, dass die Steinpilze da sein würden, hatte Wolfgang bemerkt. Leider musste er die Hälfte mit den Maden teilen. Auch über Pfifferlinge, Rotkappen und einen Sandröhrling konnte er sich in seinem Pilzrevier bei Bad Lobenstein freuen. (2 Fotos © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 11. Juli 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich musste am Freitag wieder einmal eine kleine Runde durch mein Revier bei Bad Lobenstein machen; die Steinpilze hatten sich ja Anfang der Woche angekündigt.

Und ich hatte mich nicht getäuscht. Schon nach wenigen Schritten in einer Fichtenschonung standen sie da, einer nach dem anderen. Leider hatten sich die Maden auch schon ihren Teil geholt, jeder zweite war befallen.

Die Rotkappen wachsen munter weiter, auch kommen jetzt die Pfifferlinge. Die Perlpilze stehen weiter in Unmengen, sie haben aber diesmal keinen Zugang zu meinem Pilzkorb gefunden. Dazu gab es für mich ein paar Speisetäublinge und - eigentlich zu zeitig im Jahr - die Orangeroten Graustieltäublinge (Foto rechts) sowie Apfeltäublinge.

Die Kupferroten Gelbfüße, Rotfußröhrlinge, ein einzelner Sandröhrling und einige Maronen und Birkenpilze haben auch den Weg in den Korb gefunden.

Alle Pilze wurden unter Freunden verteilt, die leider keine Zeit zum Pilzesammeln haben.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende von Wolfgang«





Bad Lobenstein: Rotkappen mit Turbo, Perlpilze zu Tausenden und ein sehr seltener Speisepilz an einer Rosskastanie


Foto: Aus der kleinen Runde wurde eine große, aus dem leichten Pilzkorb schnell ein schwerer. Wolfgang hat Pilze über Pilze gefunden. Am auffälligsten sind die für die Jahreszeit unzähligen Maronenröhrlinge. Ein Gesamtfund, fast wie im hohen Herbst!  (4 Fotos © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 5. Juli 2020:

»Guten Abend Heinz Wilhelm,

gestern wollte ich eigentlich nur einen kleinen Kontrollgang an meine Rotkappenstelle bei Bad Lobenstein machen. Aber aus der geplanten kleinen Runde ist dann doch eine große Sammeltour geworden.

Bei den Rotkappen hat der Turbo gezündet, der ganze Fleck stand voll, die ganz kleinen blieben stehen, ich werde sie Anfang der Woche nachlesen.

Einmal auf den Geschmack gekommen, war ich neugierig, was an meinen anderen Pilzstellen los sein würde und begann eine große Runde. Nach zwei Stunden war ich wieder am Auto - und der Korb voll.

Die Perpilze wachsen zu Tausenden, und in einem Fichtenwald standen auf engstem Raum Maronen, viele jung und kerngesund. Zwischendrin Graue Wulstlinge, ein paar Pfifferlinge und einige Speisetäublinge.

Dann kamen auch die ersten Steinpilze dazu, leider trotz ihrer Jugend schon verdorben.

Dann überraschend ein Fleck mit Kupferroten Gelbfüßen, die es sonst eigentlich erst ab August gibt. Die Rotfußröhrlinge sind allesamt total vermadet, die Flockis hatten alle schon reichlich Schneckenbesuch.

Zum Schluss noch die letzten Reifpilze in den Korb - und zurück ging’s zum Auto.

Liebe Grüße aus Bad Lobenstein von Wolfgang«

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Sehr selten: Wollige Scheidlinge





Foto: Einen sehr seltenen Fund hat Wolfgang in Ebersdorf, ein Ortsteil der Stadt Saalburg-Ebersdorf im Saale-Orla-Kreis, gemacht: am Stumpf einer Rosskastanie entdeckte er einige Wollige Scheidlinge.

Diese essbaren Totholz- oder Lebendholzverzehrer (nur an Laubbäumen) sind stark gefährdet. Sie gehören zur Gattung der Scheidlinge (Volvariella) innerhalb der Familie der Dachpilzverwandten (Pluteaceae).

Ihre weißen Hüte sind, wie auf dem ersten Foto rechts zu sehen, schön regelmäßig kegelig und mit radialen, weißwolligen Fasern dicht bedeckt. Der Stiel steckt in einer Basalknolle, die außen dunkler ist als die Stielfarbe. Ihr Myzel ist sehr widerstandsfähig gegen Fröste.

Der Geruch und Geschmack dieser Pilze ist leicht rettichartig. Mehr über diesen seltenen Pilz hier, hier und hier.

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Foto: Hier sind die Wolligen Scheidlinge noch einmal komplett am Stumpf der Rosskastanie zu sehen. Die Pilze greifen bevorzugt geschwächtes Lebendholz an, wachsen meist aus Infektionsstellen wie Stammwunden oder Astabbrüchen, weshalb sie ebenso im höheren Bereich eines geschwächten Laubbaumes auftauchen.

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Jürgen & Thomas: Getrennt sammeln für gemeinsame Freude an den Pilzen


Jürgen schreibt am 3. Juli 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute hat es endlich mal geklappt mit einem Pilzausflug in die Wälder von Bad Blankenburg auf Einladung meines Kumpels Thomas. Der Regen der letzten beiden Tage hat offensichtlich Wirkung gezeigt, wie unsere heutige Ausbeute belegt.*

Bei Thomas (1. Foto rechts) umzingeln die Rotkappen die Steinipilze, den Sandpilz, einen Flocki, die Marone und zwei kleine Pfifferlinge.

Dem Steinpilz (2. Foto rechts) hatte es scheinbar auf unserer Erde nicht so recht gefallen, denn nachdem er die Erde durchbrochen hatte, überlegte er es sich anders und wuchs mit der Kappe wieder in den Boden zurück.

Ich selbst war mit meiner Ausbeute (Foto unten) ebenso zufrieden. Neben den Rotkappen fand ich noch einige kleine Pfifferlinge, einen Sandpilz, einige Perlpilze sowie einen Steinpilz. Der große auf dem Bild genoss scheinbar ungestört sein Rentnerdasein.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«

(2 Fotos © Thomas)

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* Das Wachstum von Waldpilzen wird nach Regen erst nach einer Dauer von acht bis 12 Tagen in Gang gesetzt. Die hier gefundenen Pilze gehen demnach auf frühere Regenschauer zurück. Mehr dazu hier.


Foto: Auch Jürgen, der für Kumpel Thomas stets die Durchgabe seiner Funde an unsere Internetseite übernimmt, war mit diesem seinem Fund mehr als zufrieden. (Foto © Jürgen)

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Eine tolle Nachlese in der Eisenacher Drachenschlucht


Foto: Eine stolze Nachlese von Sommersteinpilzen in der Drachenschlucht bei Eisenach hielten Stefanie und Moritz. In einem anderen Wald fanden sie später noch Hainbuchenraufüße und Pfifferlinge. Es war erneut ein toller Waldtag! (3 Fotos © Stefanie)

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Stefanie schreibt am 1. Juli 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute waren Moritz und ich mit unserem Hund Ali unterwegs, zwecks Nachlese an den Steinpilzplätzen. Auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht. Zwar war die Ausbeute in der Drachenschlucht nicht so üppig wie vergangene Woche, dafür wuchs aber die Vielfalt im Korb.

Neben Sommersteinpilzen fanden wir Pfifferlinge, Schwarzblauende Röhrlinge, einen Netzstieliegen Hexenröhrling und zwei Frauentäublinge. Nachdem Moritz die Täublinge perfekt zuhause bestimmte, landeten sie zum ersten Mal auf unserem Teller (als Topping zu selbstgemachten Spaghetti, umhüllt von Portwein-Sahne-Soße mit leckeren Waldpilzen).

Später ging es dann noch in unserem Lieblingswald am Rande von Eisenach. Hier war im Fichtenwald noch gähnende Leere, jedoch ließen uns die Sommersteinpilze nicht im Stich. Eine erneut stattliche Anzahl wurde direkt am Bach gefunden und vor Ort geputzt.

Auf dem Rückweg begegneten uns noch eine Handvoll Pfifferlinge für das morgendliche Omelett, circa 15 Hainbuchenraufüße und ein Birkenpilz.

Anhand der Steinpilzbilder kann man schön die beiden bevorzugten Baumarten - Buche (1. Foto rechts) und Eiche (2. Foto rechts) - erkennen.

Wir hoffen nun auf erneuten Regen und lesen begeistert die anderen Artikel aus ganz Deutschland.

Liebe Grüße, Steffi, Moritz und Ali«


Da staunt Jürgen: Bei Bad Blankenburg rennen die Rotkappen seinem Kumpel Thomas hinterher


Foto: Der beste Fund des Jahres bislang für Thomas! Auch seine Pilzplätze, an denen er in den vergangenen zwei Jahren ohne Erfolg blieb, meinen es dieses Jahr gut mit ihm. »Die Rotkappen scheinen ihm richtig nachzurennen«, urteilt sein Kumpel Jürgen mit Blick auf das zweite Foto. Sollten es vielleicht sogar die sehr seltenen Fichtenrotkappen sein? (2 Fotos © Thomas)

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Jürgen schreibt am 30. Juni 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich selbst einmal in meinem Revier nahe Stadtilm, nachdem ich im Ticker die Funde der anderen, besonders den letzten von Heike aus dem Eichsfeld, verfolgt habe.

Doch zu meinem Erstaunen fand ich bis auf einen Pfifferling, eine Marone, zwei Hexen und zwei Perlpilzen absolut nichts!

Deswegen staune ich über die Ausbeute meines Kumpels Thomas aus Bad Blankenburg. Er war heute an seinen Stellen, die er die letzten Jahre öfter inspiziert hatte, ohne dort 2018 und 2019 irgend etwas gefunden zu haben. Ganz anders dieses Mal!

Die Rotkappen (Foto rechts) scheinen ihm richtig nachzurennen! Auch der Rest kann sich sehen lassen: es gab für ihn einige Steinpilze, drei Sandpilze, zwei Flockis und die ersten Pfifferlinge.

Jetzt fehlt aber schon fast wieder der Regen, aber der soll ja diese Woche laut Wettervorschau noch kommen.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«

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