Pilz-Ticker-Thueringen



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Der ersehnte Durchbruch im nördlichen Eichsfeld:

Heike außer sich vor Freude über viele herrliche Sommersteinpilze: »Wie sensationell ist das denn?«


Foto: Da geht einem doch das Herz auf!  Der Anblick so vieler schöner Sommersteinpilze - und noch dazu so dekorativ auf einem Holzteller präsentiert - löste nach einem mangels Nässe vollkommen ausgefallenen Pilzjahr große Freude bei Heike aus. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 16. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

endlich, endlich gab es heute früh einige Sommersteinpilze mehr als in den letzten Tagen.

Wie jeden Morgen ging es früh um 7.30 Uhr ab in den Wald. Und was soll ich sagen, das Glück war uns heute hold. Es gab einen ganzen großen Korb voll Sommersteinpilze. Jeden Tag gab es ja immer so vier, fünf Stück. Heut war mehr als zufriedenstellend. Mein Pilzherz, es lacht endlich wieder, lieber Heinz-Wilhelm.

Die Sommersteinpilze waren aber nicht die einzige Ausbeute. Gestern fanden wir an meinem angestammten dunklen Platz endlich wieder den Riesenscheidenstreifling (Foto rechts). Wie schön anzusehen. Perlpilze, Graue Wulstlinge sowie Narzissengelbe Wulstlinge waren ebenfalls mit von der Partie.

Wie sensationell ist das bitte nach einem ganzen Jahr Auszeit? Ich habe mich sooo gefreut und bin total happy.

Herzliche Grüße Heike«


Foto: Auch die Teilausbeute machte Heike so glücklich, dass sie sie an Ort und Stelle fotografieren musste.


Foto: Sicher konnte sie sich gar nicht satt sehen an so herrlichen Exemplaren wie diesem.






Um Bad Blankenburg wachsen die Rotkappen und die Hexenröhrlinge kräftig


Foto: Ein gutes Dutzend Rotkappen und fünf Hexenröhrlinge (unten) hat Thomas bei Bad Blankenburg im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gefunden. (Foto © Thomas)

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Jürgen schreibt am 15. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich selbst hatte dieses Jahr noch keine Zeit, aber ich verfolge Deine Seite schon seit ein paar Tagen. Mein Freund Thomas bat mich wieder, seinen ersten Fund in diesem Jahr zu veröffentlichen.

Er war in den Wäldern um Bad Blankenburg in Thüringen unterwegs und dort auch fündig geworden, wie obiges Foto beweist. Zu sehen sind einige Flockenstielige und Netzstielige Hexenröhrlinge und in der Mehrzahl Rotkappen.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen«


Eine erfolgreiche Bad Lobensteiner Runde mit dem Filzigen Gelbfuß


Foto: Diesen sehr guten Fund machte Wolfgang in seinem Bad Lobensteiner Revier. Der Filzige Gelbfuß dürfte genau unter den zwei großhütigen Hexenröhrlingen liegen. Diese wohlschmeckende Pilzart sollte nur der wirkliche Kenner sammeln, ist sie doch der klassische Doppelgänger des tödlich giftigen Spitzgebuckelten Raukopfes. (Foto © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 15. Juni 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach zweiwöchiger Abstinenz musste ich gestern wieder einen Kontrollgang durch mein Revier bei Bad Lobenstein machen.

Trotz nur geringer Niederschläge in den letzten Tagen war genug Restfeuchte im Boden.
Schon von weitem lachten mich herrliche Rotkappen mitten auf einem Waldweg an, die willkommene Bestätigung, das hier noch niemand sucht.

Es dauerte nicht lange, da gesellten sich den Rotkappen Rotfußröhrline, Perlpilze, Graue Wulstlinge und meine geliebten Flockenstieligen Hexen hinzu. Auch der erste Filzige Gelbfuß wanderte ins Körbchen, ein Pilz den niemand mitnimmt, obwohl er im Herbst hier oft in Massen vorkommt.

Die Pfifferlinge und die Steinpilze lassen allerdings weiter auf sich warten. Dafür gibt es schön anzuschauende Pantherpilze.

Allen Pilzfreunden ein schönes Wochenende von Wolfgang aus dem Lobensteiner Revier«

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Heikes große Freude: Endlich wieder frische Wildpilze im nördlichen Eichsfeld, die ersten seit 2017!


Foto: Welch ein Anblick, welch eine Freude für Heike! Seit gefühlten Ewigkeiten hat sie keinen Steinpilz mehr gesehen. Nun sind sie endlich wieder da im nördlichen Eichsfeld, wenn auch noch nicht in Massen. Jeden Tag dreht sie derzeit ihre Waldrunde. (5 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 14. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zu Beginn dieser Woche tauchten bei uns nun die ersten Pilze auf - die ersten seit dem Herbst 2017! Sie kommen allerdings nur zaghaft und vereinzelt, noch nicht grundlegend durchschlagend. Aber meine Freude ist trotzdem groß. Endlich wieder Frischpilze!

Jetzt geht es jeden Morgen eine kleine Runde in den Wald der Sommersteinpilze. Es gibt jeden Tag einige Steinpilze und Stockschwämmchen, die ersten Täublinge lassen sich auch sehen und die Perlpilze stehen mächtig, fast protzig da.

Die Steinpilze wachsen momentan extrem schnell heran. Was gestern früh noch nicht dastand, ist heute über 10 Zentimeter groß gewesen! Das Schneckengetier macht es  mir dieses Jahr allerdings besonders schwer. Sie fressen die Stiele radikal nieder, so dass die Hüte abgetrennt daneben liegen. Und das innerhalb eines Tages.

So hoffe ich, dass sich die feinen Steinpilze in den nächsten Tagen ordentlich sehen lassen und der Regen nicht ausbleibt. 

Herzliche Grüße Heike«

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Foto: Schneckenfraß mit Tunnel: Macht nichts! Heike freut sich trotzdem über diese Steinpilze, auch wenn sie makelloser sein könnten. Erst einmal zählt: Hauptsache, sie sind wieder da.


Foto: Auch die Stockschwämmchen erfreuen sie. Kein Wunder, denn die herrliche Thüringer Stockschwämmchensuppe ist ein Heimspiel für Heike.


2 Fotos: Die Perlpilze protzen mit ihrer Größe, entsprechend voluminös sind allerdings auch ihre Fraßstellen. Und das Judasohr (rechts) hat sich zu einer herrlichen Blüte aufgebläht.






Die ersten zwei Sommersteinpilze für Monika, trotz der Trockenheit im Thüringer Vogtland

Monika schreibt am 13. Juni 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Mittag habe ich sie endlich gefunden, die ersten zwei Sommersteinpilze des Jahres. Juhu, was habe ich mich gefreut! Die Stiele waren zwar schon verwurmt, aber die Kappen ganz unversehrt. Die Pilze trocknen bereits im Dörrautomaten.

Ein schön anzusehender Hexenröhrling im Wald gegenüber musste dagegen an Ort und Stelle bleiben, er war vermadet und zu alt.

Wenn es nur mal richtig regnen würde! Hier im Thüringer Vogtland ist alles so trocken. 25 km weiter tobte gestern ein Unwetter mit Hochwasser - das möchten wir aber auch nicht.

Ich lese die Nachrichten in den Pilztickern jeden Tag und bin begeistert, was die Pilzesucher jetzt schon alles finden!

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika und Bernd

PS: Das Foto rechts zeigt einen Distelfalter auf der Ligusterhecke in meinem Garten. Der Nektar von Ligusterblüten steht bei einigen Schmetterlingsarten hoch im Kurs. Dieses Jahr scheint ein sehr gutes Schmetterlingsjahr zu sein.«

(Foto © Monika)

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Bad Lobenstein: Letzte Maipilze, frühe Büschelraslinge und ein errötender Champignon


Wolfgang schreibt am 5. Juni 2019:

»Hallo Heinz Wilhelm, 

am Sonntag hat es mich wieder zu einem Kontrollgang in meine Wälder rund um Bad Lobenstein gezogen.

Noch immer ist im Fichtenwald nichts los, dafür fand ich schöne junge Büschelige Raslinge, auch Braune Raslinge genannt.

Am Waldrand standen die letzten brauchbaren Mairitterlinge für dieses Jahr, viele ältere waren bereits vermadet, so dass ich sie stehen lassen musste.

Dann zum Abschluss des Rundganges stand da noch unweit des Parkplatzes am Wiesenrand eine Gruppe von Stadtchampignons mit einem besonders großen Einzelexemplar.

Erstaunlich war die starke Verfärbung in der Stielbasis bis hin zu weinrot.

Viele Grüße von Wolfgang«

(2 Fotos © Wolfgang)

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Nördliches Eichsfeld: Schwarzbraune Becherlinge in zackiger Formation


Heike schreibt am 30. Mai 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

es ist noch nicht viel los in den Wäldern des nördlichen Eichsfeldes, abgesehen davon, dass es ordentlich Maipilze und Nelkenschwindlinge gibt. Und die schlechte Nachricht ist, dass schon wieder Trockenheit droht.

Da bei uns letzten Winter komplette Fichtenwälder dem Sturm Friederike zum Opfer fielen, muss ich mich neu orientieren. Zwei meiner Fichtenwälder sind komplett weg, ausgelöscht. So suchten wir heute ein etwas abseits gelegenes Gebiet auf, ebenfalls Fichtenwald. Dem äußeren Anschein nach sieht der Wald vielversprechend aus. Bleibt abzuwarten, ob er gut trägt.

Aber beim Ablaufen des Gebietes konnte ich nebenbei eine schöne Entdeckung machen. Eine ganze Schwadron Schwarzbrauner Becherlinge - oder waren es Kastanienbraune Becherlinge? - säumte einen Teil eines Weges (Foto rechts). Leider sind die beiden nur mikroskopisch voneinander zu unterscheiden. Zeitlich würden eher Schwarzbraune Becherlinge in Frage kommen. Auf jeden Fall habe ich mich über diesen Fund sehr gefreut. Es gab dann noch die ersten Schiefknolligen Champignons

Herzliche Grüße Heike«

(2 Fotos © Heike)

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Foto: Schwarzbraune Becherlinge sind meist Streubewohner, die sandig-lockere Böden bevorzügen. Sie sind essbar, haben einen schwach guten Speisewert.


Bad Lobenstein: Unter einer Wildkirsche warteten Leckereien für den Pilzeintopf auf Wolfgang


Foto: Schlehenrötlinge, ein Rötelritterling und Maipilze (von links) erfreuten Wolfgang ausgangs des Waldes, unter einer Wildkirsche. Diese Baumart zählt zu den Rosengewächsen, die Rötlinge zur Fruktifikation benötigen. (Foto © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 27. Mai 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

habe heute wieder einen kurzen Abstecher in mein Pilzrevier rund um Bad Lobenstein gemacht. Im Fichtenwald tut sich noch nichts, trotz ausreichender Feuchtigkeit.

Dann am Waldrand wartete ein einzelner Wildkirschbaum. Und darunter eine schöne Kollektion Maipilze, vereint mit Schlehenrötlingen und einem einzelnen Schmutzigen Rötelritterling.

Diesmal wird der Fund die Grundlage eines leckeren Pilzeintopfs sein.

Liebe Grüße aus dem Oberland von Wolfgang«


Wolfgangs ertragreiche Pilzlese im Wiesengrün und unterm Pflaumenbaum


Foto: Ein unverhoffter Fund für Wolfgang, entdeckt vom Auto aus, waren diese Wiesenchampignons zwischen Pößneck und Jena. (4 Fotos © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 26. Mai 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

seit drei Jahren bin ich begeisterter Leser deiner Seite und fiebere jedem neuen Eintrag entgegen. Heute möchte ich nun endlich auch einmal über meine Pilzfunde der letzten Woche berichten.

Am Mittwoch sah ich auf dem Weg von Pößneck nach Jena in der Nähe von Orlamünde auf einer Wiese am Waldrand ein paar weiße Flecken. Da meine Sinne seit Beginn der Pilzsaison sensibilisiert sind, hielt ich an, nahm meinen Pilzkorb aus dem Auto und ging zu der Stelle.

Und siehe da, auf einer Fläche von ca. 1000qm standen etwa 300-400 Wiesenchampignons, von ganz klein bis überständig, in vier großen Hexenringen (Foto rechts).

Die großen, überständigen ließ ich stehen, der Rest wanderte in meinen Pilzkorb. Zu Hause zeigte die Waage 5140 Gramm an, ein schöner Fund, der mit Freunden geteilt wurde

Beim Besuch einer Freundin am Freitag in Ebersdorf fand ich in Ihrem Garten unter Pflaumenbäumen herrliche Schlehenrötlinge und drei Mairitterlinge (zweites Foto rechts).

Da die wenigsten Pilzsammler Schlehenrötlinge zu ihrer »Beute« zählen, werde ich in den kommenden Tagen die Umgebung von Schleiz bis Lobenstein mal genauer unter die Lupe nehmen, da es hier rund um den Bleilochstausee Schlehenhecken in Massen gibt.

Viele Grüße aus dem Oberland von Wolfgang«

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Foto: Ein Bild mit Blassbraunen Schlehenrötlingen hat es auf dieser Website lange nicht mehr gegeben. Es sind hervorragende Speisepilze, für die Wolfgang ein ganz eigenes Rezept hat: »Zusammen mit Zwiebeln, Speck, Kümmel und einem Schuss Wein gebraten, sind die Schlehenrötlinge eine Delikatesse.«


Bei der Maiwipfelernte spielte Heike der Zufall herrliche Spitzmorcheln in die Hände


Foto: Fichtenspitzen (links) sind vielfältig verwertbar und schmecken köstlich. Auch zu Wildgerichten, und erst recht, wenn leckere Spitzmorcheln (rechts) die Soße veredeln. Heike entdeckte sie zufällig. (3 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 24. Mai 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich mich wieder einmal melden. Der April war bei uns im nördlichen Eichsfeld sagenhaft trocken. Nach dem ersten Maidrittel gab es endlich einen vernünftigen Niederschlag. Leider aber blieben die unlängst vorhergesagten Massen an Niederschlägen bei uns - wieder einmal - aus. Es fiel lediglich ein Bruchteil des vorhergesagten Regens.

Jeder wöchentliche Gang in die Morcheln blieb ergebnislos. Was für ein Jammer! Erst gestern war ich wieder los - und wieder war es eine Nullrunde.

Heute begab ich mich mit meinem Mann zur Maiwipfelernte, um die Fichtenspitzen zu Honig, Likör und herzhaft Eingelegtem für Wildgerichte und Salate zu sammeln.  Und auf einmal dachte ich, jetzt trifft mich der Schlag. Da sehe ich doch tatsächlich Spitzmorcheln! Und alles andere als klein waren sie. Da war ich aber platt! Welch ein Zufall. Was habe ich mich gefreut.

So werde ich am Wochenende noch einmal meine Morchelhänge aufsuchen. Dann aber ist Schluss. Ich hoffe, dass wir Regen bekommen, damit es nicht wieder so ein Ausfalljahr wie letztes wird.

Herzliche Grüße an Dich und an alle Pilzfreunde, Heike«


Foto: Heike fiel aus allen Wolken, als sie bei der Ernte von Fichtenspitzen herrliche Spitzmorcheln entdeckte. So wie diese zwei Zipfelmützen.


Foto: Auch Eichen waren, wie man auf diesem Bild sieht, Begleiter der Spitzmorcheln.


Jena: 383 Maipilze warteten glänzend im regennassen Laub auf Yvonne


Yvonne schreibt am 11. Mai 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

an diesem verregneten Samstag zog es mich ganz früh in ein Waldstück bei Jena, in dem ich nur einen einzigen Hexenring Maipilze kenne. Letzte Woche war weit und breit nichts von ihnen zu sehen, obwohl ich die letzten Jahre bereits um den 25. April herum ernten konnte.

Und was soll ich sagen: Heute sah ich die Pilze schon von weitem aus dem Laub wachsen! Genau 383 Maipilze umfasste die Stelle, lediglich zwei waren madig. Nach der Lese war ich nass, aber glücklich. Bis auf eine Portion für mich wurden alle Pilze für meine Familie eingefroren, da wir die Pilze sehr gerne zum Sonntagsbraten essen. 

Mitteilen möchte ich noch, dass ich bei meinen Orchideenwanderungen* mittlerweile die eine oder andere Speisemorchel entdeckt habe.

Liebe Grüße aus Jena von Yvonne«

(3 Fotos © Yvonne)

* Orchideen sind wie Speisemorcheln Kalkliebhaber. Die Wälder und auch offenere Landschaften um Jena sind als kalkreich bekannt, u. a. werden hier zuverlässig die ansonsten seltenen Satanspilze gefunden.

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2 Fotos: Schon von weitem glänzten die nassen Maipilze gut sichtbar im Laub (links). 383 Pilze trug Yvonne zusammen (rechts)!


Yvonne traut den herrlichen Spitzmorcheln noch nicht über den Weg


Yvonne schreibt am 20. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm, 

heute bin ich einem Tipp vieler Pilzfreunde im Pilzticker gefolgt und habe auf Rindenmulch nach Morcheln Ausschau gehalten.

Und siehe da, ich habe gleich eine kleine Armee von Spitzmorcheln (siehe zwei Fotos rechts) gefunden. Bisher haben wir in unserer Familie noch keine Morcheln probiert, weil wir sie einfach aus der Kindheit nicht kennen. Immer wieder lese ich, dass es hervorragende Speisepilze sind.

Ich würde sie gerne von dir absegnen lassen. Meine Familie hat versprochen, dass wir sie gemeinsam essen, wenn ich als Vorkosterin unbeschadet blieb.

Mit lächelnden Grüßen, Yvonne aus Jena«

(2 Fotos © Yvonne)

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Jena: Das Glück, am Waldrand ein Spitzmorchel-Nest zu entdecken


Yvonne schreibt am 16. April 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm, 

nachdem das letzte Jahr so pilzarm in Jena endete, hatte ich heute endlich das Glück, auf  einer kleine Wiese an einem Waldrand Spitzmorcheln zu entdecken!

Nicht nur ein Einzelexemplar, die häufig in der Nähe von Maipilzen wachsen, sondern mehr als zehn Stück in einer Reihe. Das lässt mich hoffen, daß es jedes Jahr an dieser Stelle Morcheln geben könnte. Sie sind noch klein, deshalb habe ich sie stehen lassen und nur drei zum Kosten mitgenommen. Die waren bereits von Wildschweinen umgestoßen worden.

Ich wünsche allen Pilztickerfreunden eine schöne Osterzeit und freue mich auf das neue Pilzjahr!

Yvonne aus Jena«

(Foto © Yvonne)

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Viele Böhmische Verpeln erfreuen Heike, doch sie lässt sie in der Hoffnung auf leckere Morcheln stehen


Foto: Zu Dutzenden krabbeln sie derzeit aus der humusreichen Erde des Eichsfeldes, die Böhmischen Verpeln. Doch Heike lässt sie alle stehen, wartet lieber auf Morcheln. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 7. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die Böhmischen Runzelverpeln (Verpa Bohemica) haben bei uns im Nördlichen Eichsfeld wieder einen Massenauftritt. Sie krabbeln dieser Tage dicht an dicht aus dem Humus heraus. Sie konnten gut vom Niederschlag im März profitieren. Es ist eine Freude, sie zu entdecken, mein Pilzherz schlägt höher. Sie stehen zu Dutzenden. Ich ernte jedoch keine, hoffe stattdessen auf einige Morcheln, wegen ihres intensiveren Aromas.

Aber leider ist es schon wieder zu trocken und Regen ist für die nächsten zwei Wochen nicht angesagt. Der Wind schlägt auch wieder erbarmungslos zu und lässt alles noch schneller austrocknen. Viele Waldbäche sind noch komplett leer - die Folge der Dürretragödie vom letzten Jahr.

Derzeit bin ich zwei Mal in der Woche unterwegs zu meinen besten Morchelplätzen. Bisher leider vergebens. So auch heute. Ich habe Kilometerszurückgelegt, bin Hänge hoch und runter, es endete in einer Nullrunde. Leider. Aber die Natur ist hier auch noch nicht ganz so weit. Der Löwenzahn blüht noch nicht, die Apfelbäume auch noch nicht. Deshalb besteht durchaus noch Hoffnung.

Herzliche Grüße von der Pilzfront aus dem Herzen Deutschlands, dem Eichsfeld, von

Heike«


Foto: Als wollten sie in Reihe und Glied wachsen. Für Böhmische Verpeln ist ein Massenaufkommen nicht selten.


2 Fotos: Zwei Verpeln in Nahaufnahme. Typisch ist ihr häufig gelblich-hellockerfarbenes Aussehen. Ihre Stiele sind flockig genattert, hohl, gekammert und wattig.


Nördliches Eichsfeld: Die ersten Böhmischen Verpeln eröffnen überzeitig die Pilzsaison 2019


Foto: Sie sind da! Mit den ersten Böhmischen Verpeln ist die Pilzsaison 2019 eröffnet. Ihr Erscheinungsdatum ist sehr, sehr früh, fast kann man sagen, sie sind über den Daumen einen Monat vor ihrer Zeit da. Und sind somit in Gefahr, von möglichen Nachtfrösten folgenschwer was auf die Mütze zu kriegen. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 12. März 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die letzten Wochen waren naturgemäß sehr pilzarm. Meinen Austernpilzen hat mal wieder der ständige Wechsel zwischen Gefrieren und Auftauen stark zugesetzt.

So waren wir gestern Nachmittag im Verpelgebiet unterwegs, um zu schauen, wie die Natur sich dort entwickelt. Denn dort wächst auch an einer Stelle wilder Feldsalat und großflächig der Waldmeister. 

Vor zwei Wochen war dort - bis auf den Feldsalat - noch alles in Grautönen vom Winter. Nun zeigt sich erstes Grün, der Waldmeister schaut winzig hervor und siehe da, erste Böhmische Verpeln sind zu sichten. Das ist ungewöhnlich früh dieses Jahr. Somit könnte man eventuell auch früher auf die Morcheln hoffen.

Ich hoffe nur, dass das diesjährige Pilzjahr nicht wieder ein Totalausfall wird das letzte, berichten die Medien doch schon wieder vom nächsten trockenen Sommer, der uns bevorstehen soll. Ich hoffe es nicht und warte einfach ab.


Foto: Eine Böhmische Verpel in ihrem Habitat. An dieser Stelle findet Heike sie seit einigen Jahren. Vorausgesetzt, sie haben genügend Feuchtigkeit.

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Der Regenmesser leistet seit dem 1. März wieder seine Dienste und das Wetter- und Pilznotizbuch für tägliche Dateneintragungen und Aktualisierungen liegt auf dem Tisch parat. Ich bin sehr gespannt auf das diesjährige Jahr.

Zum nächsten Wochenende werde ich wohl mal an die Stelle der Zipfellorchel schauen. Die Waldgänge werden sich in den nächsten Wochen häufen, Verpeln, Morcheln und Lorchelstellen möchten regelmäßig in Augenschein genommen werden.

Ich wünsche allen Pilzsammlern einen erfolgreichen Start in das neue Pilzjahr! :)

Herzliche Grüße Heike«


Foto: Taufrisch zeigt sich der Feldsalat. Als Wildvariation ist er um diese Zeit eine Vitaminbombe der Spitzenklasse.


Foto: Auch der Waldmeister ist dieses Jahr so früh dran, dass man fast davon ausgehen kann, es gibt dieses Jahr statt der Maibowle eine Aprilbowle.


Samtfußrüblinge für Heikes leckere Sächsische Kartoffelsuppe


Foto: Lecker sieht sie aus, die Sächsische Kartoffelsuppe, in die Heike die gebratenen Winterrüblinge eingerührt hat.


Heike schreibt am 13. Januar 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

gezielt suchte ich letzte Woche einen Buchenstamm auf, um nach Samtfußrüblingen zu schauen. Juhu, es waren reichlich an diesem Stumpf. Einige waren schon zu alt und hinüber. Die meisten jedoch in einem prima Zustand. Die nahm ich natürlich mit.

Zu Hause angekommen, putzte ich die feinen kleinen (Foto rechts) gleich und briet sie mit Butter und Zwiebelchen an, um sie dann als Topping in die bereits fertige Sächsische Kartoffelsuppe zu geben. Es war hervorragend!

Der Winter entschädigt etwas für das bei uns ausgefallene Pilzjahr 2018. 

Herzliche Grüße Heike«


Foto: Winter- oder Samtfußrüblinge einmal anders, nämlich von unten gesehen. Man verwendet von diesen Pilzen grundsätzlich nur die Köpfe, die Stiele sind hart bis zäh, was man bei ihrem Anblick schon ahnt. Die sehr wohlschmeckende Pilzart eignet sich hervorragend für Suppen. (3 Fotos © Heike)

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Thüringer Vogtland: Eine Schmetterlingstramete wie ein schöner Blumenstrauß


Monika schreibt am 8. Januar 2019:

»Guten Abend lieber Heinz-Willhelm,

ein gesundes glückliches Jahr 2019 wünschen wir Dir und allen Pilz- und Naturfreunden.

Heute Vormittag waren wir in unserem Privatwald, um die vom letzten Sturm abgeknickten
Bäume zu beseitigen. Mein Sohn arbeitete mit der Kettensäge, und bevor ein Baum niederging, mussten wir in Deckung gehen.

An unserem sicheren Standort entdeckte ich an einem großen alten Baumstumpf eine beeindruckende Schmetterlingstramete. Sieht sie nicht aus wie ein Blumenstrauß? Ich habe dann im Pilzticker hoch Interessantes über diesen Vitalpilz gelesen, der u. a. begleitend bei Krebstherapien eingesetzt wird, und gestaunt. Den Pilz habe ich im Wald gelassen.

Ganz herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika und Bernd«

(2 Fotos © Monika)

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