Pilz-Ticker-Thueringen



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Die Erfolgsmeldungen in den Pilztickern warfen alles um:

Saisonende aufgehoben, ab in den Ellricher Wald und herrliche Sommersteinpilze geholt


Aestivalis1 Ingeborg 11.11.22
Aestivalis2 Ingeborg 11.11.22

Ingeborg schreibt am 11. November 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

unsere Gartenarbeit neigt sich dem Ende entgegen. Nun, da wieder ein bisschen mehr Zeit für andere Dinge da ist, ließen mich deine unzähligen Meldungen im Pilzticker über Pilzfunde im November meine Vorsätze vergessen und ich wollte unbedingt noch einmal in unseren Pilzwald nach Ellrich.

Nachdem ich meinen Mann mit Engelszungen überreden konnte, ging es um die Mittagszeit bei milden Temperaturen noch einmal los. Die Chance auf einen späten Pilzfund waren einfach zu verlockend. 

Mein Mann prophezeite einen ergebnislosen Waldgang. Ich argumentierte, dass es sich bei diesem herrlichen Wetter allemal lohnen würde, im Wald zu sein. So sollte es dann auch kommen, zunächst aber aus einem ganz anderen Grund. 

Wir konnten nämlich zuschauen, wie Forstbedienstete Netze einholten, die sie vor Wochen unter den Buchen ausgelegt hatten. Diese waren übervoll mit Laub. Nachdem der Inhalt über eine kleine Maschine geleitet wurde, wurden Bucheckern ausgesondert, die dann später als Saatgut ihre Verwendung finden werden. Beeindruckt verfolgten wir den Vorgang, denn wir hatten so etwas noch nicht gesehen.

Dann aber ging es an unser eigentliches Vorhaben. Unsere Runde im Wald wurde belohnt mit dem Fund einiger wunderbarer Sommersteinpilze, die alle knackig und madenfrei waren. Auf den zwei Fotos seht ihr die versteckten Gesellen, wie sie clever ihre Köpfe unter Laub zu verbergen versuchten. Es hat sich also gelohnt, gegen unsere Pläne doch noch einmal auf die Pilzsuche zu gehen.

Einen schönen Gruß an alle Pilzfreunde, die unermüdlich dem Lockruf der Pilze folgen und uns an ihren wunderbaren Geschichten teilhaben lassen.

Liebe Grüße, Ingeborg aus dem Südharz"

(2 Fotos © Ingeborg)

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Abschiedsstimmung vom Pilzjahr rund um Stadtilm


Korb Jürgen 1.11.22

Foto: Die Körbe werden jetzt leichter, der Inhalt überschaubar. Trompetenpfifferlinge, ältere Maronen, zwei Graue Lärchenröhrlinge und ein Rotfußröhrling waren alles, was Jürgen noch fand. War es schon sein Abschiedspilzgang für dieses Jahr? (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 1. November 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

scheinbar geht die Saison der Röhrlinge bei uns um Stadtilm dem Ende entgegen. Neben den Trompetenpfifferlingen fanden nur ein paar ältere Maronen sowie zwei Graue Lärchenröhrlinge den Weg ins Körbchen.

Die typischen Herbstpilze lassen sich noch nicht blicken, zumindest nicht in meinem Revier.

Ich wünsche Dir und allen anderen Pilzliebhabern schon einmal alles Gute für den Rest des Jahres, Gesundheit und ein schönes Pilzjahr 2023!

Mit freundlichen Grüßen Jürgen"


Thüringer Vogtland: Feste Herbstmaronen mit samtigen Hüten und zur Stärkung ein Birkenporlingstee


Fund Astern Monika 31.10.22

Monika schreibt am 31. Oktober 2022:

"Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

Bernd und ich sind heute am frühen Nachmittag nochmal raus in unsere herrliche Natur im Thüringer Vogtland gefahren, denn ich wollte es nicht richtig glauben, dass es mit dem Pilzwachstum hier bei uns bereits zu Ende sein soll. 

Wir waren in unseren Steinpilzwäldern, auf den herrlichen grünen Waldwegen. Schnell merkten wir, dass der Waldboden durch die Wärme und den Wind in letzter Zeit wieder sehr ausgetrocknet sind und das Pilzwachstum deutlich nachgelassen hat. Steinpilze gibt es keine mehr. Dafür fanden wir schöne feste Herbstmaronen mit samtigen Hüten, dazu FlockisBirkenpilze, einen Safranschirmling sowie Fichtenreizker am Waldrand.

Die Pilze habe ich für ein Pilzticker-Foto wieder auf meinem Gartentisch ausgelegt und mit einem Sträußchen später Dahlien dekoriert (Foto rechts). Während ich dies schreibe, sind sie schon fast alle im Dörrgerät.

Am Freitag haben wir wieder drei herrliche Birkenporlinge gefunden und gleich gedörrt. Bei uns gibt es jetzt wieder verstärkt Birkenporlingstee für unsere Gesundheit. Gerade eben habe ich wieder frischen gekocht. 

Wir haben noch viele Gläser voll vom vorigen Jahr, als es die Massen gab. Dieses Jahr gibt es wenige Birkenporlinge, es war zu heiß und zu trocken.

Das war das Neueste aus dem Thüringer Vogtland. 

Noch einen schönen Abend für Dich, verbunden mit herzlichen Grüßen natürlich auch an alle anderen Pilzsammler von

Monika und Bernd"

(3 Fotos © Monika)

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Marone Monika 31.10.22
Birkenporlingsscheiben Monika 31.10.22

2 Fotos: Eine von mehreren Maronen mit herrlich samtigem Hut im Fichtenwald. Rechts eine Schüssel mit bereits gedörrten Birkenporlingsscheiben für einen guten winterlichen Gesundheitstee


Eine solide Mischung von Herbstpilzen für Jürgen bei Rudolstadt


Fund Jürgen Thuer 22.10.22

Foto: Großer Andrang herrscht auf der Tischplatte. Jürgen hat hauptsächlich Maronen und drei Arten Reizker gefunden, vereinzelt auch Steinpilze und eine stämmige Rotkappe. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 22. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

mein heutiger Fund zeigt den aktuellen Pilzwuchs an der Saale in der Nähe von Rudolstadt an.

Man findet Maronen, Rotkappen, Sandröhrlinge, Reizker in drei Versionen, Birkenpilze, Violette Rötelritterlinge und den einen oder anderen Steinpilz. Dazu kommen massenhaft Rotfüße, Falsche Pfifferlinge, Krause Glucken und Grünblätterige Schwefelköpfe.

Im Sommer war wegen der Trockenheit wie überall auch bei uns nichts los. Seit September ging es aber aufwärts mit Massen an Maronen, Goldröhrlingen und Sandröhrlingen. 

Beste Grüße aus Rudolstadt, Jürgen"


Bei jedem Waldgang begrenzt Heike ihren Fund: »Unsere Vorräte reichen längst für den Winter«


Waldgang1 Heike 18..10.22

Foto: Das Ergebnis eines Waldganges - gesammelt auf dem Weg zurück vom Ansitz - sind diese herrlichen Steinpilze. Vieles, was sie noch mitnehmen könnte, lässt Heike stehen. Es wäre zu beschwerlich, denn die Strecke zurück zum Auto zieht sich. (2 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 18. Oktober 2022:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich könnte bei uns im nördlichen Eichsfeld derzeit Unmengen an Pilzen ernten. Die Vielfalt ist wirklich enorm, es bleiben keine Wünsche offen. Nur regnen muss es unbedingt. Es ist schon wieder lange alles sehr trocken.

Selbst auf meinem Pirschweg zum Ansitz finde ich täglich viele Pilze. Das Kuriose dabei ist, dass dort auf Muschelkalk üblicherweise die Speisemorcheln wachsen. Dieses Jahr kann ich nach jedem Ansitz auf dem Heimweg Flockenstielige Hexenröhrlinge ernten.

Als wir kürzlich ein neues Waldstück erkundeten, verschlug es uns die Sprache: an die 50 - 60 Steinpilze standen dort auf kleinstem Raum - leider alle bereits hinüber. Kein Wunder, denn vergangene Woche hatten wir schon vier Tage Frost in Folge.

Da der Fußweg zum Ansitz eine lange Strecke ist, beschränke ich mich bei der Mitnahme von Pilzen immer auf eine geringe Menge. Was nicht weiter schlimm ist, denn unsere Vorräte reichen längst für den Winter.  Es sind viele Portionen im Froster gelandet, es wurde reichlich getrocknet. Und so nebenbei haben wir natürlich auch herrliche Gerichte von Frischpilzen genossen. 

Die zwei Fotos zeigen jeweils das, was ich von meinen beiden letzten Waldgängen mitbrachte. 

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde!

Heike & Dieter"


Waldgang2 Heike 18.10.22

Foto: Das Ergebnis eines weiteren Pilzganges ist diese Mischung aus Sommersteinpilzen, Fichtensteinpilzen, Flockenstieligen Hexen, Rotkappen, Maronenröhrlingen und Birkenpilzen. 


Zum Saisonabschluss volle Körbe und Vorratslager: Es war ein herrliches spätes Pilzjahr bei Ellrich


Körbe mit Steinpilzen Ingeborg 17.10.22

Foto: Welch ein schöner Anblick zum Saisonabschluss für Ingeborg und ihren Mann: ein letztes Mal für dieses Jahr füllten sie die Körbe mit schönen Steinpilzen. Und noch einmal durften sich Freunde und Verwandte über ein Pilzgeschenk mitfreuen. (Foto © Ingeborg)

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Ingeborg schreibt am 17. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

bei sommerlichen Temperaturen war unser letzter Pilzgang in die Wälder rund um Ellrich noch einmal erfolgreich. Damit haben wir die Suche nach Steinpilzen für dieses Jahr abgeschlossen.

Unser heutiger Fund wurde noch einmal verteilt. Bei uns gab es zum Mittag Steinpilzrahmsoße mit Bandnudeln.

Die Vorräte an getrockneten, eingelegten und gefrosteten Steinpilzen sind ausreichend. Auch Freunde und Verwandte wurden reichlich bedacht. 

Jetzt konzentrieren wir uns auf die liegengebliebenen Arbeiten im Garten. Alles hat seine Zeit!

In diesem Sinne Euch allen eine gute Zeit!

Liebe Grüße aus dem schönen Harz"

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Wenn die Steinpilzlese den Sammler versunkener Zeiten in uns erweckt


Steinilzkorb Ingeborg 15.10.22
3Steinpilze Carsten Ingeborg 15.10.22

Ingeborg schreibt am 15. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

das Steinpilzwachstum um Ellrich reißt nicht ab. Wir haben heute wieder in unserem vorwiegend mit Buchen und Eichen bewachsenem Waldstück in kurzer Zeit unsere Körbe füllen können (1. Foto rechts).

Es erinnert an alte Zeiten, wo wir in den Fichtenwäldern bei Breitenstein Steinpilze in Unmengen hätten ernten können. Nun ist dieses Gebiet vollständig abgeholzt und gleicht einem Schlachtfeld.

Während meines Pilzganges habe ich darüber sinniert, wie es kommt, dass das Suchen und Finden der Steinpilze mich so mit Glück erfüllt. Ich glaube, dass es die Urinstinkte in uns wachruft und den Sammler der Urzeit in uns zum Leben erweckt. Ich war mir mit meinem Mann einig, dass es sich wohl so in uns abspielen muss. Es weckt aber auch starke Erinnerungen an meine Kindheit, als ich bereits allein oder mit meinen Brüdern durch die Wälder gestreift bin.

Ich komme an solchen Tagen nicht aus dem Schwärmen heraus.

Liebe Grüße an alle Pilzfreunde und weiterhin viel Freude bei euren Pilzgängen!

Ingeborg und Carsten, der auf dem 2. Foto andächtig niederkniet vor einer stolzen Dreiergruppe Steinpilze"

(2 Fotos © Ingeborg)

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Kahla: Stockschwämmchen kontra Schwefelköpfe und eine Kostprobe von Buchenschleimrüblingen


Grünblättrige Schwe Stockis Lars 1.10.22
Stockis GrünblättrigeSchwefel Lars 1.10.22

Kahla - Einen Vergleich zwischen Grünblättrigen Schwefelköpfen (links) und den wohlschmeckenden Stockschwämmchen (rechts und oben) zeigt dieses Foto von Lars. Deutlich sehen wir bei den Stockschwämmchen den infolge Nässe und Trocknung entstandenen Hell-Dunkel-Kontrast (Hygrophanität) der Hüte. Auf dem 2. Foto hat Lars je einen Pilz, sichtbar mit der Unterseite, auf die zugehörige Art draufgelegt, um den Unterschied noch zu verdeutlichen. Die Fotos stammen vom 1. Oktober 2022. 

(3 Fotos © Lars)

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Beringter Schleimrübling Lars 13.10.22

Foto: Lars hat sie tatsächlich mitgenommen und probiert, die (Beringten) Buchenschleimrüblinge. Sein Urteil nach Verkostung: "Er war gebraten gar nicht verkehrt, nur ein bisschen schleimig.☺"


Ellrich: Die Steinpilze bester Qualität wachsen munter weiter, bestens geeignet für köstliche Steinpilzbutter


Steinpilze Wald Ingeborg 12.10.22
Steinpilze Ingeborg 12.10.22

Ingeborg schreibt am 12. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wir finden in unserem Waldstück bei Ellrich bereits seit einer Woche Steinpilze bester Qualität. Obwohl das Areal auch andere Pilzsucher abgehen, reißt das Wachstum nicht ab. 

Heute waren wir nur eine Stunde unterwegs und haben wieder Steinpilze bester Güte gefunden. Sie sind fest und madenfrei; siehe die 2 Fotos.

Unser Dörrautomat läuft auf Hochtouren und die Qualität der getrockneten Pilze stellt jede Tüte mit Dörrpilzen, die man in den Discountern oder Fachgeschäften käuflich erwerben kann, in den Schatten.

Ich werde erstmals die Steinpilzbutter zubereiten, bin sehr gespannt! Der Rest wird frisch verzehrt oder an liebe Familienmitglieder oder Freunde verschenkt.

Liebe Grüße an alle Pilzfreunde und herzlichen Dank für die wunderbaren Berichte rund um das Thema Pilze."

(2 Fotos © Ingeborg)

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Bunt geht's zu im Thüringer Vogtland

Heerscharen in den Wäldern, ein Tisch voller Pilze, ein Perlpilz, der in den Winterschlaf will, und ein herbstlicher Blumenstrauß


Anke Monika Bernd 9.10.22
Bunte Pilze Monika 9.10.22

Monika schreibt am 9. Oktober 2022:

"Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

ein herrlicher, sonniger Herbstsonntag geht langsam zu Ende.

Heute Nachmittag waren wir wieder mit Anke aus Bad Sulza zum Pilzesuchen unterwegs.
Das Pilzwachstum lässt merklich nach, aber es gibt weiterhin viele Arten. Die Nächte sind schon wieder zu kalt, heute Nacht hatten wir 0 Grad.

Trotzdem kommen die Pilzesucher weiterhin mit vollen Körben aus den Wäldern. Ich glaube,  jeder findet seinen Teil. Als wir gestern  frühzeitig im Saale-Holzland-Kreis an den Waldrand kamen, standen bereits rund 30 Autos da!

Anke nahm heute wieder zehn Arten geputzte Pilze mit nach Hause. Ich sagte gleich mal so, das, was im Korb lag, würde an einen bunten Blumenstrauß erinnern. Dazu kamen noch wunderschöne Perlpilze, die nicht mit im Korb lagen. Dazu muss ich anmerken, dass Anke Pilzarten sammelt, die ich nicht kenne und die deshalb für mich nie in Frage kämen. 

Zum Pilze putzen in meinem Garten gab es aromatischen Kaffee und leckere übrig gebliebene Torte, denn Bernd Sohn hatte am Vortag Geburtstag. 

Lieber Heinz-Wilhelm, ich schicke dir heute zwei Fotos. Eines zeigt Anke und mch am Gartentisch mit den vielen Pilzen, das andere den Korb mit den bereits geputzten bunten Pilzen, die ein schönes Abbild des Herbstes sind. Die Rotfußröhrlinge waren teils madig, die anderen Pilze alle ohne Maden.

Am Abend, als Anke wieder zu Hause war, hat sie mir noch ein sehr schönes Foto von einem jungen Perlpilz geschickt, der sich aus seinem geschützten Unterstand im Waldboden herausdrückt. Dazu gibt es von mir noch einen symbolischen Herbstblumenstrauß aus meinem Garten für Deine unermüdliche Arbeit, lieber Heinz-Wilhelm. 

Ein Dankeschön an Dich und die anderen Pilzesucher für ihre schönen Berichte und Fotos!

Herzliche Grüße aus dem Thüringer Vogtland von Monika, Anke und Bernd"

(1 Foto © Bernd); (2 Fotos © Monika)(1 Foto © Anke)

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Perlpilz Anke 9.10.22
Herbststrauss Monika 9.10.22

2 Fotos: Es sieht fast aus, als wolle sich der junge Perlpilz auf den Winterschlaf vorbereiten mit einer wärmenden Umhüllung aus Walderde, Ästchen und einem Fichtenzapfen. Doch daraus wird wohl nichts. Den wunderschönen Herbststrauß nehme ich dankend und freudig entgegen, liebe Monika! 

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Ein schnelles Freitagsfladenbrot mit Rehstreifen und Steinpilzen


Fladenbrot RehSteinis Heike 8.10.22

Heike schreibt am 8. Oktober 2022:

"Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,

die Tage gab es auch noch einmal paar Steinpilze, knackige Birkenpilze und Butterpilze.

Freitagabend gibt es bei uns oft schnelle Küche. So auch gestern, als es eine Art Reh-Döner gab: ein Minifladenbrot wurde für jeden aufgebacken.

Darauf kamen in der Reihenfolge: eine Joghurtsoße, abgeschmeckt mit frischen Kräutern und Gewürzen. Dazu gehörten Rosmarin und Thymian aus dem Garten, etwas Knoblauch, Salz und Pfeffer. Darauf kam frischer Friséesalat aus dem Garten (ich habe noch sehr viel Salat im Garten), dann ein paar frische Rote Zwiebeln, Rehfleisch. selbst erlegt. aus der Unterschale in Streifen angebraten und nur mit etwas langem Pfeffer gewürzt.

Dann karamellisierte Apfelscheiben aus gesammelten Äpfeln, gebratene Steinpilze und Preiselbeeren aus Schweden. Deckel drauf, mit der Joghurtsoße bestrichen - und schmecken lassen.

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde.

Allen ein schönes Wochenende!

Heike & Dieter"

(Foto © Heike)

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Rasierte Körbe voller Pilze in Stadtilm


2Körbe Jürgen 7.10.22

Jürgen schreibt am 7. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute waren Jörg und ich mal gemeinsam auf Pilzpirsch und das Sammlerglück war uns mehr als hold.

Nach 20-minütiger Ebbe sprangen uns die Pilze regelrecht in unsere Körbe. Maronen, Sandpilze, Butterpilze sowie Reizker waren die anfängliche Ausbeute, und als es bereits wieder zum Auto zurück ging, standen die Steinpilze plötzlich mitten auf dem Weg.

Sollte jetzt noch mal Regen kommen, dürfen wir uns bestimmt noch Hoffnung für den Rest der Saison machen.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen"

(2 Fotos © Jürgen)

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Fund Jürgen Thür 7.10.22


Am Wochenende kommen die Pilzsammler zu Heike und lassen ihre Pilze bestimmen


Toll Fund Heike 6.10.22

Foto: Links eine Backform voller Butterpilze, rechts die Form ist gefüllt mit Steinpilzen, Rotkappen und Maronen. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 6. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

am Mittwoch ging es einmal in unsere ehemaligen Hänge im nördlichen Eichsfeld, wo wir einst Steinpilze wie im russischen Märchen ernten konnten. Dort machen sich jetzt Pionierbäume und Pioniergewächse breit, seitdem das Terrain wegen der Borkenkäferinvasion gerodet wurde. 

Das heißt, es haben sich Birke, Schwarzer Holunder, Roter Holunder, Fingerhut, Brombeere und Himbeere und einiges andere angesiedelt. Vieles überlässt man der Naturverjüngung, denn die Natur weiß am besten, was für sie das Richtige ist. Es können nicht alle Flächen neu angebaut werden. Dafür sind in den letzten sechs Jahren die Waldgebiete zu riesig gewesen, die gerodet werden mussten.

Die Baumstümpfe erblühen vor Pilzen

Warum wir mal wieder die Hänge aufgesucht haben? Es gibt dort noch ein Reststück Fichten, die letztes Jahr noch vor sich hinvegetiert haben. Doch jetzt sind auch sie hin. Ein paar winzige junge Fichten und Kiefern konnten wir dennoch entdecken. Belohnt wurde dies mit wenigen Steinpilzen und Butterpilzen.

Unter einer Espe fanden wir Rotkappen, ganz jung und frisch. Butterpilze hätten wir hängeweise ernten können, so zahlreich traten sie auf. Ich nahm nur ein paar wenige mit.

In den Buchenmischwäldern hingegen steppt der Bär. Es gibt Stockschwämmchen ohne Ende an vielen Buchenstümpfen. Nicht anders die Birnenstäublinge und Grünblättrigen Schwefelköpfe. Die Baumstümpfe erblühen momentan regelrecht vor Pilzen.


Butterpilze Heike 6.10.22
Espenrotkappe Heike 6.10.22

Foto: Die Butterpilze (links) wachsen derzeit in Massen in Heikes Pilzrevier. Espenrotkappen wie das kräftige junge Exemplar rechts gibt es naturgemäß weniger. 


Die ersten Mönchsköpfe konnte ich heute sichten auf dem Weg zu einem Ansitz. Und so geht es weiter: Fliegenpilze, Parasole, Schopftintlinge zu Hunderten, Lungenseitlinge, frische Schwefelporlinge, Anischampignons, Wiesenchampignons, Safranschirmlinge , Rotfüße, erste Täublinge, Birkenpilze, Goldröhrlinge, Maronen, Hexenröhrlinge aller Art usw. Auch wachsen jetzt diverse Arten Schleierlinge. Es gibt enorm viele Pilze.

Der junge Mann hat viel gelernt

Am Wochenende hatte ich viele Anrufe und viele Besucher mit Pilzen. Wir leben hier ja voll auf dem Land, der nächste Pilzsachverständige wohnt weit weg. Die Dörfler wissen, wer Pilze sammelt und finden sich dann oft bei mir ein. Oft genutzt wird natürlich auch zur Kontaktaufnahme alles Mögliche von WhatsApp, Messenger & Co.

Gefreut habe ich mich über einen jungen Mann der seit über sieben Jahren immer wieder kommt mit seinen Pilzen. Er hat super gelernt . Er kam auch die Tage vorbei mit schönen Funden. Ja, die Leute sind unterwegs wie verrückt. Aber es wird ja derzeit in den Medien auch alles verrückt gemacht. Anbei wie immer einige Fotos vom letzten Fund.

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde!

Heike & Dieter"


Tote Fichten Heike 6.10.22

Foto: Tote Fichten mit jungem, neuem Unterbewuchs. Hier hat Heike mit Dieter früher Steinpilze über Steinpilze gefunden. Es war einmal und ist nicht mehr - und wird auch nicht wiederkommen. Denn Fichten werden dort nicht mehr angesiedelt, weil sie nicht hitze- und trockenheitsresistent sind. 


Stadtilm: »Die Pilze schießen jetzt doch noch!«


Korb Jörg 5.10.22

Jürgen schreibt am 5. Oktober 2022 zu diesem Foto:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

mein Nachbar Jörg war heute erneut bei Stadtilm unterwegs und hat diese schönen Maronen und Sandpilze gefunden.

Nach dem Regen der letzten Wochen und den warmen Temperaturen schießen die Pilze jetzt doch noch!

Mit freundlichen Grüßen, Jürgen"

(Foto © Jörg)

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Vom Fund am Morgen gab es mittags mit Panade gebackene junge Steinpilze 


Steinpilzkorb Ingeborg 4.10.22

Ingeborg schreibt am 4. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

meine Freude über den heutigen Fund ist riesengroß. Unser Pilzgang in der Frühe führte uns in einen Wald bei Rotheshütte, ein Ortsteil der Stadt Ellrich im Landkreis Nordhausen.

Dort konnten wir viele junge knackige Steinpilze finden, von denen wir mittags einige mit einer leckeren Panade ausbuken und mit frischem Kräuterdip aßen. Ein Gaumenschmaus!

Die Fotos zeigen unser Sammelergebnis, eine Gruppe wunderschöner Fliegenpilze und den heutigen Sonnenaufgang.

Es grüßt alle Pilzfreunde Ingeborg"

(3 Fotos © Ingeborg)

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Fliegen Ingeborg 4.10.22
Sonnenaufgang Ingeborg 4.10.22

Foto: Die Fliegenpilze waren schöne Leuchttupfer am Morgen. Übertrumpft wurden sie allerdings noch vom Himmelsrot. 


Ellrich: Ein Steinpilztrupp in akkurater Aufstellung

Steinpilzformation1 Ingeborg 3.10.22
Steinpilzformation2 Ingeborg 3.10.22

2 Fotos: Eine Steinpilzformation, gesehen aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Acht Pilze gehörten dem Trupp in akkurater Aufstellung insgesamt an. (2 Fotos © Ingeborg)

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Ingeborg schreibt am 3. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nun können wir auch im Südharz die ersten Funde von Steinpilzen melden. Es ist unglaublich, dass vor zwei Tagen in einem Buchenwald bei Ellrich noch kein einziger Pilz zu finden war und wir heute reichlich beschenkt wurden. Unsere Beharrlichkeit hat sich gelohnt.

Eine besondere Formation von acht Steinpilzen möchte ich den Besuchern dieser Website nicht vorenthalten. Zudem fanden wir auch einige Birkenpilze.

Diese Funde ließen unsere Herzen höher schlagen!

Liebe Grüße an alle Pilzfreunde, denen ich allen weitere gute Sammelergebnisse wünsche.

Ingeborg aus Buchholz bei Nordhausen"


Thüringer Vogtland: Mit Pilzfreundin Anke Korb und Eimer reichlich gefüllt


Monika Bernd Anke 3.10.22
Anke Bernd Monika 3.10.22

2 Fotos: Bernd herzt sie alle bei Pflaumenkuchen und Kaffee: auf dem linken Bild seine Monika, auf dem rechten Pilzfreundin Anke aus Bad Sulza. Monika und Anke hatten sich über den Pilz-Ticker Thüringen kennengelernt und gehen seither gerne gemeinsam in die Pilze. Bernd ist im Übrigen der Mann, der auf dem Pilzfoto des Jahres 2019 die Steinpilze mit der Motorsäge abgeschnitten hat... (1 Foto © Anke); (1 Foto© Monika)

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Monika schreibt am 3. Oktober 2022:

"Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

für heute hatten wir uns mit Anke aus Bad Sulza zum Pilze suchen verabredet. Anke habe ich über dich, lieber Heinz-Wilhelm, genauer gesagt über Deinen Pilzticker kennengelernt und daraus hat sich eine schöne Freundschaft entwickelt.

Ankes Korb 3.10.22

Hier bei uns im Thüringer Vogtland hat es in letzter Zeit viel geregnet, dazu wurde es wärmer. Das behagt unseren Schätzen im Wald, und so wachsen sie nun erfreulicherweise wieder richtig gut.

Anke hat heute neun verschiedene Pilzarten gefunden und war total begeistert. Diese herrlichen Mischpilze sind auf dem Foto nach dem Putzen in Ankes ausgeschlagenem Korb zu sehen.

Die Pilze im Eimerchen hat Bernd gefunden und vorhin in Butter gebraten. Diese Pilze nimmt er morgen mit nach Hause. 

Nach der gemeinsamen Pilztour liegen die Pilze zum Putzen auf meinem Gartentisch; dazu gab es Kaffee und selber gebackenen Pflaumenkuchen für uns drei Pilzesucher.

Wir haben dann noch ein paar schöne Erinnerungsfotos geknipst, die ich Dir gerne für den Pilz-Ticker-Thueringen zusende.

Das war mal das Neueste aus dem Thüringer Vogtland von Monika, Anke und Bernd"

(1 Foto © Monika)

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Rehrücken auf Steinpilzen und Maronen in einer Weißwein-Pfeffer-Kräuter-Rahmsauce, dazu selbst gemachter Rotkohl und Knödel



Rehrücken SteinpilzeMaronen Heike 3.10.22

Foto: Heike hat mal wieder mit den frisch gesammelten Steinpilzen und Maronen gezaubert. Es gab sie zu Rehrücken in einer krautigen Weißwein-Sauce mit selbst gemachtem speckigem Rotkohl und Knödeln. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 3. Oktober 2022:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nun hast Du ganz schön zu tun. So viele Pilze jetzt nach dem diesjährigen langen Schweigen der Pilze in den Wäldern.

Auch gestern gab es wieder einige Pilze zu finden. Etwas nahm ich mir wieder mit. Würde man alles einsammeln, könnte man es nicht tragen.

So beschränkte ich mich wieder auf die Röhrlinge und einen Anischampignon (1. und 2. Foto rechts). Ausnahmslos Pilze von bester Qualität. Nun kann ich doch noch etwas für den Winter bunkern.

Wir hatten ab Frühjahr, ab Trockenheit, jede Woche je nach Lage, 100 bis 300 Liter Wasser in den Pirschbezirk gebracht, damit jegliches Wild sich laben konnte.

Steinpilze Maronen Heike 3.10.22
2Steinpilze Heike 3.10.22

Nun habe ich aber auch wieder etwas Leckeres zubereitet. Es gab 

Rehrücken auf Steinpilzen und Maronen in einer Weißwein-Pfeffer-Kräuter-Rahmsoße. Dazu Knödelchen und Rotkohl speckig mit karamellisierten Äpfeln und Preiselbeeren.

Es musste mal wieder improvisiert werden, da etwas anderes geplant war und wie meistens etwas dazwischen kam.

Der Rotkohl war zum Glück schon den Tag vorher fertig 🤣🙈 Für den Rotkohl habe ich Speck ausgelassen, Apfelstücken darin karamellisiert, Preiselbeeren dazugegeben, dann den frisch geschnittenen Rotkohl. Eine mit Nelken gespickte Zwiebel kam hinzu, Salz, Pfeffer, Prise Zimt und ein beherzter Schluck Portwein. Köcheln bis zur gewünschten Konsistenz.

Für die Pilze nutze ich frisch gesammelte Waldpilze. Diese werden angeschwitzt, dann kommen Zwiebeln hinzu, weiter anbraten , kleinen Tuck Senf hinzu, weiter rösten, mit Weißwein ablöschen, etwas helleren Wildfond dazugeben, der nicht ganz so stark eingeköchelt ist, mit viel Gemüse gekocht ist. Salz, Pfeffer, frischen Rosmarin, frischen Thymian, grüne Pfefferkörner und Rahm dazugeben. 

Nochmal etwas sanft köcheln, abschmecken.

Der Rehrücken wurde angebraten. Im Ofen nachruhen lassen, hinterher nur etwas Salz und langen Pfeffer.

Die Knödel machte ich aus alten Semmeln, Milch, Speck, Butter, Eier, Salz, Pfeffer.

Anbei noch ein schweinisches Foto. :)

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und alle Pilzfreunde!

Heike & Dieter"

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Wildschwein Heike 3.10.22

Foto: Eine Wildschweinrotte an einer von Heike und Dieter gepflegten Tränke und Suhle am Morgen. Beide sind Jagdscheininhaber. Sie haben die Waldtiere ihres Pirschbezirkes während der Trockenheit mit Wasser versorgt. Das Foto einer Bewegungsmeldekamera entstand am 7. September 2022.


Spätstart der Pilze rund um Stadtilm


Jürgen schreibt am 3. Oktober 2022:

"Endlich! Auch rund um Stadtilm geht die Pilzsaison so langsam los.

Safranschirm Jürgen 3.10.22

Maronen, Sandpilze, Hexenröhrlinge, Goldröhrlinge, Steinpilze, ein paar Reizker waren die Ausbeute von meinem Kumpel Jörg am Sonntag.

Aus dem Auto heraus erspähte er einen Fliegenpilz und dachte, kannst ja mal anhalten und nachschauen. Das tat er - mit dem beschriebenen Ergebnis.

Das Foto rechts mit den Safranschirmlingen stammt von mir. Sie sind das Ergebnis einer Lehrwanderung mit der örtlichen Pilzberaterin am heutigen Feiertag.

Mit freundlichen Grüßen"

(Foto © Jürgen)

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Fund JörgThuer 3.10.22

Foto: Der Anfang ist gemacht. Lange tat sich nichts rund um Stadtilm, erst jetzt wachsen die Pilze. Bei manchen alten Exemplaren wäre Jörg allerdings fast zu spät gekommen. (Foto © Jörg)

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Nördliches Eichsfeld: Den Wildschweinen die schönen Steinpilze geklaut


Fund Heike 1.10.22

Foto: Diese sehr schönen Steinpilze und Maronenröhrlinge holte Heike aus einem winzigen Reststück Wald, das fest in der Hand von Wildschweinen ist. Ihr Mann passte auf dem Weg zusammen mit Vierbeiner Anouk auf, dass sie nicht auf einmal kamen. (4 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 1. Oktober 2022:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern verlief unsere Gassirunde durch ein vorher ausgesuchtes Gebiet bei uns. Es ist winzig klein und enthält nur noch paar baumbestandene Restfichten.

Ich konnte einige Steinpilze und Maronen finden. Die Goldröhrlinge, Rotfüßchen, Schopftintlinge und Fliegenpilze sprießen nur so. Während ich die Pilze rausholte, war mein Mann mit Anouk auf dem Waldweg geblieben. Viele Steinpilze musste ich zurücklassen, sie waren ausgewühlt und angefressen von den Sauen.

Auf dem einen Bild sieht ein Steinpilz "alt" aus. Er ist aber nicht alt, ich musste ihn unter Geäst befreien. Die Qualität ist top. Anbei wie immer einige Fotos.

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde. Allen ein schönes verlängertes Wochenende :)

Heike & Dieter"


3Steinis Heike 1.10.22

Foto: Zur Strecke gebracht - ein Begriff aus der Jägersprache - hat Jägerin Heike (sie ist es wirklich) diese 3 Steinpilze. 


Steinpilz Heike 1.10.22
Topqualität Heike 1.10.22

2 Fotos: Der Steinpilz links scheint einen Knick im Stiel zu haben - spuren von Ast- oder Wurzeleinschnürung. Rechts das Bild verdeutlicht einmal mehr die tolle Qualität, die die Steinpilze dieses Jahr haben.

Warum sie bundesweit fast alle ohne Maden sind, hat Thomas Sch. vom Pilzticker BaWue auf dem Bayern-Pilzticker beantwortet, und zwar mit dem Tageseintrag vom 24. September 2022





Gebratene Steinpilzscheiben zu Nudeln: Ein einfaches, köstliches Abendessen


Pasta porcini Heike 29.9.22

Foto: Nudeln mit Steinpilzscheiben und einer vielschichtigen Sauce gab es am Abend bei Heike. Schnell zubereitet, einfach köstlich. Sechs kleine bis mittelgroße Steinpilze reichten (2. Foto)(3 Fotos © Heike)

Pilz-Ticker-Thueringen


Steinpilze Heike 29.9.22

Heike schreibt am 29. September 2022:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Pilze gibt es mittlerweile auch im nördlichen Eichsfeld in Massen. Auf der gestrigen Gassirunde fanden sich gefühlte Tonnen von Goldröhrlingen, Schopftintlingen, Parasole, Anischampis, Nelkenschwindlingen und ach so vieles mehr.

Die Steinpilze tun sich noch etwas schwer, verglichen mit den Goldröhrlingen. Die Wiesen stehen derzeit voller Pilzen.

Einige Steinpilze habe ich mit genommen. Zum Abend gab es einfach Pasta porcini, also ein Nudelgericht mit Steinpilzen.

Die Sauce aus angeschwitzten Zwiebeln, Knoblauch, Schinkenspeck, frischen Steinpilzwürfeln, Weißwein, Sahne, gemahlenen Steinpilzpulver vom letzten Jahr, Salz, Pfeffer, Parmigiano. Gekochte Pasta darin geschwenkt, noch ein paar extra Steinpilzscheiben oben drauf, einige Kräuter, extra geröstete Knoblauchscheiben und ein wenig Chili dazu.  Das war es schon. Einfache italienische Küche.

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde!

Heike & Dieter"


Steinpilzscheiben Heike 29.9.22

Foto: Die Steinpilzscheiben verdeutlichen: die Pilze waren von toller Qualität. 


Pilzlese bis zur Dämmerung bei Nordhausen

Champis für alle! Für die Eltern, für den Onkel und für Ingeborg


Champignonkorb Ingeborg 28.9.22
Champignonkorb2 Ingeborg 28.9.22

Ingeborg schreibt am 28. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

unsere Pilzwälder rund um das Gebiet der Harzgemeinden Ilfeld, Ellrich und Benneckenstein sind leider zu trocken und wir haben bisher vergeblich nach Röhrlingen gesucht.

So habe ich heute Abend kurzentschlossen eine Pferdekoppel bei Herrmannsacker im Landkreis Nordhausen abgegrast, um nach Champignons zu suchen. Enkel Henry hat sich dazu gesellt und wir haben tatsächlich Wiesenchampignons bester Qualität gefunden.

Sie wachsen dort in so großen Mengen, dass wir nur die knackigen, meist noch geschlossenen Pilze, geschnitten haben. Am Ende haben wir die Ernte (von Suche kann man nicht reden) abgebrochen. Unser Korb war gut gefüllt und die Dämmerung setzte bereits ein. Eiligst habe ich die Gelegenheit noch genutzt, um mit zwei Fotos unseren heutigen Fund zu dokumentieren.

Henry hat eine Portion frischer Pilze für seine Eltern eingesackt und meinem Onkel konnte ich auch mit einer reichlichen Mahlzeit überraschen.

So wurde die Freude geteilt und das ist ein Vergnügen im doppelten Sinne.

Weiterhin allen Pilzfreunden viel Freude bei ihren Pilzgängen und herzlichen Dank für diese wunderbare Seite, die uns daran teilhaben lässt.

Es grüßt Ingeborg aus dem Harz"

(2 Fotos © Ingeborg)

Pilz-Ticker-Thueringen



Nördliches Eichsfeld: Wunderschöne Ästige Stachelbärte bringen die Zunderschwamm-Greise zum Staunen


Foto: Ein überaus prächtiger Ästiger Stachelbart. Heike beobachtet seine Fruktifizierung alljährlich, doch dieses Jahr ist sie genau zum Höhepunkt seiner Schönheit gekommen. Das 2. Foto zeigt einen schon ein klein wenig weiter entwickelten Fruchtkörper, das 3. Bild eine Gesamtansicht des von dem bizarren Pilz besiedelten Stammes. Zwei Zunderschwamm-Veteranen bestaunen die weißen Grazien. 


Heike schreibt am 25. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich mich auch wieder einmal melden.

Es gab in den letzten 16 Tagen immer mal wieder etwas Regen bei uns im nördlichen Eichsfeld. Vorgestern suchten wir eine steinalte Buche auf, bei der ich jedes Jahr zur Hauptpilzzeit vorbeischaue. Daran wächst ein Ästiger Stachelbart.

Dieses Jahr habe ich ihn erfreulicherweise auf den Punkt erwischt. Wir haben die herrlichen Exemplare bestaunt, fotografiert und sind wieder gegangen. Da dieser Pilz ja nur am Ende der Holzzersetzung auftritt, bin ich gespannt, wie viele Jahre ich diese Rarität noch bestaunen darf.

Gestern gab es dann endlich einen ersten Steinpilz, dazu die ersten zwei Fliegenpilze, Dickschalige Kartoffelboviste, Nelkenschwindlinge und so einige Kleinstpilze mehr. Alles komplett nur in den Traufbereichen, also dort, wo die Pilze von der Taubildung profitieren können.

Heute entdeckte ich auf dem Weg zum Ansitz - ebenfalls im Traufbereich - zwei Hexenröhrlinge. Ich bin von Netzstieligen ausgegangen. Nach dem Ansitz entnahm ich sie und war erstaunt: es waren Flockenstielige Hexenröhrlinge, gewachsen auf Muschelkalk.

Wir haben hier die Netzstieligen, die Kurznetzigen und die Gelbfüßigen Hexenröhrlinge. Flockis auf Kalk sind mir noch nicht begegnet. Ich kann es mir nur auf Grund des stark humushaltigen Habitates erklären. Bei einem Längsschnitt durch den Pilz und der Ansicht des Röhrenbodens blieb ich beim Flockenstieligen.

Ich hoffe, es kommt noch Regen, so dass sich auch etwas im Wald selbst tut. Aber was haben wir zu erwarten nach monatelanger Dürre ? Das dauert dann entsprechend. Der Boden im Wald hat den Regen regelrecht eingeatmet. Ich habe mich über das Wenige sehr gefreut.

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde!

Heike & Dieter"

(4 Fotos © Heike)

Pilz-Ticker-Thueringen


Foto: Kein Zweifel, das sind Flockenstielige Hexenröhrlinge. Heike war erstaunt, denn sie hatte sie nicht auf Kalkboden erwartet. Die Pilze wachsen allgemein auf sauren Böden. 

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Saalfeld/Rudolstadt: Der exklusive Ausguck des Schwefelporlings begeistert Thomas


Foto: Die Freunde machten es vor, da musste Thomas doch auch mal nach dem Rechten sehen. Und schau an, er kam mit gut gefüllten Körben nach Hause. Den Schwefelporling (2. Foto) fand er konkurrenzlos. Weil der die ganze übrige Pilzgesellschaft inklusive Sammler von seinem sicheren Ausguck gut im Blick hatte. 

Pilz-Ticker-Thueringen


Thomas schreibt am 14. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

auch bei uns im Landkreis Saalfeld/Rudolstadt geht es jetzt mit dem Pilze sammeln vorwärts. Meine Freunde waren recht erfolgreich, so dass ich mich auch mal aufgemacht habe.

Zwar ist die Vielfalt noch nicht überragend, aber nach der langen Trockenheit ist man ja überhaupt froh, etwas zu finden. Sandpilze, Maronen, Steinpilze und die Flockenstieligen Hexenröhrlinge sind zur Zeit zu ernten. Zu bestaunen sind in großer Anzahl aber auch Krause Glucken. Am besten aber finde ich den Schwefelporling (Foto rechts), der sich die herrlichste Aussicht ausgesucht hat. 

Allen Pilzfreunden weiterhin viel Erfolg wünscht Thomas aus Bad Blankenburg"

(3 Fotos © Thomas)

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Foto: Nach langer Trockenheit sind endlich mal wieder Speisepilze im Haus. Thomas freute sich über Krause Glucken, Steinpilze, Flockenstielige Hexen, drei Sandröhrlinge und drei Maronen (von links).





Riesenkrempen, gemasertes Pilzfleisch, Kampf der dicken fetten Röhrlinge


Foto: Die großen Riesenkrempentrichterlinge wurden als mitgenommene Speisepilze auf dieser Website noch nicht vorgestellt. Sie sind Pilze des Nadelwaldes; die zum Verwechseln ähnlichen Riesentrichterlinge kommen im Nadel- und Laubwald vor, die ebenfalls sehr ähnlichen Mönchsköpfe im Mischwald. Alle drei Arten sind ausgezeichnete Speisepilze. Die sehr giftigen weißen Trichterlingsarten wie z. B. der Bleiweiße Trichterling sind deutlich kleiner und dünnfleischiger. (4 Fotos © Lars)

Pilz-Ticker-Thueringen


Lars schreibt am 13. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

vor einer Woche bin ich in der Gegend von Kahla (um die Leuchtenburg) auf Riesenkrempentrichterlinge (Buchen-Mischwald) gestoßen. Außerdem fand ich an einem Baumstumpf Ochsenzungen. Beide Arten waren für mich kulinarisch neu.

Die Fleischähnlichkeit der Ochsenzunge ist schon verblüffend. Sie waren sowohl als Salat als auch gebraten (nach vorherigem Abkochen) sehr lecker. Die Trichterlinge waren so schön jung und frisch.

Jetzt, nach ein paar Tagen, habe ich noch einmal vorbei geschaut, da waren die Pilze, welche ich zum Aussporen stehen gelassen habe, wirklich riesengroß geworden. Mit 30 cm und mehr im Durchmesser machen sie ihrem Namen alle Ehre.

Ich habe auch noch ein Bild vom Samstag (10.09.2022) beigelegt, weil es so schön ist: Flockenstielige Hexenröhrlinge und ein Steinpilz dicht an dicht. Sie standen ebenfalls unter Buchen bei Kahla.

Viele Grüße aus Kahla, Lars"


Foto: Der Leberreischling oder auch Ochsenzunge genannt hat bislang jedem Besucher dieser Website, der ihn verkostet hat, gut geschmeckt. Näheres zu diesem Pilzunikum gibt es hier, Tageseintrag vom 7. September 2018. 


Foto: Da staunte nicht nur Lars: beim Querschnitt erinnert der Leberreischling stark an gemasertes Fleisch. 


Foto: Kampf der dicken fetten Röhrlinge um den besten Platz. Eine Flockenstielige Hexe ist schon umgefallen, doch die in der Mitten bringt den Steinpilz (rechts) in bedrohliche Schräglage. 


Ist es den Pilzen wirklich schon zu kalt im Thüringer Vogtland? 


Monika schreibt am 12. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern Nachmittag waren wir eine Stunde in der Natur und im Wald zur Pilznachlese. 

Wir fanden noch paar Steinpilze, Flockenstielige Hexenröhrlinge, kleine Maronen, einen Goldröhrling und ein Rotfüßchen. Die herrlichen Pilze liegen auf dem 1. Foto rechts auf meinem Gartentisch.

Aus dem fahrenden Auto hatten wir an einem uralten Weidenstumpf zudem einen schon sehr großen Schwefelporling entdeckt, siehe das 2. Foto rechts. Ich habe nur Fotos gemacht, der Pilz darf weiterwachsen inmitten der idyllischen Natur.

Nach meiner vorsichtigen Einschätzung ist der Pilztraum im Wald nun erst einmal vorbei, die Nächte sind, wie ich finde, zu kalt. 

Wir wünschen Euch allen einen schönen Wochenstart.

Ganz herzliche Grüße aus dem sonnigen Thüringer Vogtland von Monika und Bernd"

(2 Fotos © Monika)

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Gleich so viele Pilze im Thüringer Vogtland!

Das Dörrgerät von Monika muss sich gleich auf eine Nachtschicht einstellen


Monika schreibt am 10. September 2022:

"Guten Tag lieber Heinz-Wilhelm,

juhu, endlich sind sie da, nach mächtig langer Wartezeit. Wenn es bei Antje am Waldrand Steinpilze gibt, da wachsen sie auch am anderen Ende des Waldes, auf unseren bekannten Stellen. Das waren gleich meine Gedanken.

Schlappe drei Kilometer mit dem Auto, und wir waren im Pilzwald. Auf grünen Waldwegen und am Rande von Fichtenschonungen haben wir sie schnell gefunden und unser Eimerchen war rasch war voll mit den schönsten madenfreien Steinpilzen. Ein paar Maronen hatten wir auch. Es sollten noch Flockis (2. Foto rechts), Ziegenlippen, Rotfußröhrlinge, Goldröhrlinge und Graue Lärchenröhrlinge hinzukommen.

Das Dörrgerät arbeitet; es muss sich auf eine Nachtschicht einstellen, so viele Pilze fanden wir gleich bei unserem ersten richtigen Pilzgang. 

In die Dörre, in die Pfanne, in den Frost

Eine große Pfanne voller Pilze habe ich in Butter gebraten, drei Beutel wurden eingefroren.

Morgen nach dem Mittagessen wollen wir gleich wieder raus, denn es gibt da, wo wir heute waren, weitere herrliche, vielversprechende Graswege. Nach dem tristen letzten Jahr versprechen sie jetzt in sattem Grün endlich wieder Pilze.

In den Wäldern an der Dittersdorfer Autobahn waren wir auch nachschauen, dort gibt es aber noch nichts. Wobei wir im Laufe der Jahre feststellen konnten, dass es in diesen Wäldern kälter ist und die Pilze gerne später kommen.

Das war für heute das Neueste aus dem Thüringer Vogtland.

Herzliche Wochenendgrüße aus dem Pilzeland Ostthüringen an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und alle Pilzfreunde von Monika und Bernd.

Bewundernd, aber zugegebenermaßen auch ein wenig neidisch habe ich die Pilzberichte von Euch anderen Pilzesuchern gelesen. Vielen lieben Dank dafür an Euch alle!"

(3 Fotos © Monika)

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Ein fotografischer Ulk von Monika zum Saisonbeginn im Thüringer Vogtland


Monika schreibt am 3. September 2022:

"Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

heute nach dem Mittagessen sind Bernd und ich eine Waldrunde gefahren. Vor 14 Tagen hat es mal etwas mehr geregnet, weshalb wir sehr gespannt waren. Eigentlich hatte ich mich darauf eingestellt, Dir zu berichten, dass es bei uns im Thüringer Vogtland noch keine Pilze gäbe, doch dann kam es anders. 

Am Waldwegesrand entdeckten wir einen etwas größeren Pilz; Bernd stieg aus dem Auto aus und wollte ein Foto für den Pilzticker machen. Ich dachte von Weitem, dass es wohl ein Täubling wäre, aber es waren letztlich fünf Goldröhrlinge, die sich ins Moos drückten und unter Fichtenschösslingen zu verstecken suchten (2. Foto rechts). Eine richtige Freude für uns.

Heimwärts salutierte dann noch ein großer Riesenschirmpilz an einer Hecke, gut sichtbar und frisch gewachsen. So war uns das Glück richtig hold.

Heute im Garten habe ich eine lange Zucchini geerntet und die Pilze zu Hause darauf präsentiert. Einfach mal ein kleines Spaßfoto (1. Foto rechts) zum Saisonbeginn bei uns. 

Wir wünschen uns viel Regen und Pilzwachswetter, ehe noch mehr Wälder verschwinden. Denn es ist erschreckend, wie nach und nach alles kahl geschlagen wird bei uns. Die Borkenkäfer im Zusammenspiel mit der Trockenheit richten riesige Schäden in unseren Wäldern an, und das wird noch eine ganze Weile so bleiben. Auch neu gepflanzte Bäumchen können vor Trockenheit nicht weiterwachsen und werden dürr. Es ist alles sehr traurig.

Das war mal das Neueste von uns.

Herzliche Grüße von Monika und Bernd"

(2 Fotos © Monika)

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Rudolstadt: Eine prachtvolle Krause Glucke und drei Gluckenkinder begeistern nicht nur Reiner 


Reiner schreibt am 1. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

für mich völlig überraschend und einzigartig war der Fund von Krausen Glucken bei einem Kontrollgang in den Wäldern um Rudolstadt.

Nach langer Dürre haben ein eintägiger Dauerregen und meine Ungeduld die Möglichkeit auf ein Pilzessen genährt. Am letzten Sonntag war es endlich so weit: an einer Lichtung entdeckte ich eine prachtvolle Krause Glucke (2. Foto rechts)Etwa 30 cm breit und noch ganz frisch, präsentierte sie sich prall und glänzend auf einem Kiefernbaumstumpf. In unmittelbarer Nähe kamen noch drei weitere kleine Exemplare hinzu.

Es tut sich was!

Das Abendessen bestand aus in Butter angebratener Krauser Glucke, Spaghetti, Petersilie sowie Mangoldgemüse (1. Foto rechts). Drei Personen wurden von diesem köstlichen Gericht satt.

Das ist meine erste Post an den Pilzticker. Hoffentlich kommen noch mehr aufregende Momente!

Beste Grüße Reiner"

(2 Fotos © Reiner)

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Der Regen hat sie rausgedrückt, die Flockis und die Champignons


Carola schreibt am 31. August 2022:

"Und es gibt sie doch!

Ein bisschen Regen hat sie in den vergangenen drei Tagen hervorgebracht, die ersten Champignons und Flockenstieligen Hexenröhrlinge (2 Fotos rechts) in der Region Altenburg.

Herzlich grüßt Carola aus Altenburg - und dankt für die interessanten Pilzticker-Seiten. Hier, wo Sachsen und Sachsen-Anhalt nicht weit sind, sehe ich mir alle drei Pilzticker an!"

(2 Fotos © Carola)

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Konsolen fester, tadelloser Lungenseitlinge erfreuen Klaus in Zeiten großer Trockenheit


2 Fotos: Begünstigt von der Feuchtigkeit der Ufernähe, wachsen diese Lungenseitlinge prächtig. Außerdem halten sich in Trockenperioden an Holz siedelnde Pilze noch am ehesten. (2 Fotos © Klaus)

Pilz-Ticker-Thueringen


Klaus schreibt am 16. Juni 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

alles, was Feuchtigkeit im Boden braucht, hat bei uns im Obereichsfeld ganz schlechte Karten. Hier trocknet wieder einmal alles aus beziehungsweise ist bereits ausgetrocknet. Auch die Heuernte ist alles andere als ergiebig. So gibt es keine der schönen Pilze, die z.B. in Süddeutschland gefunden werden.

Immerhin entdeckte ich heute im Uferbereich der Talsperre Birkungen, die bei Leinefelde in Nordthüringen die Ohne staut, einen Baumstamm im Gras mit einigen schönen Konsolen fester, tadelloser Lungenseitlinge.

Beste Grüße, Klaus"

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Rehrücken-Carpaccio mit getrüffeltem Pastinakenpüree




Heike schreibt am 25. Mai 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

leider ist es bei uns im nördlichen Eichsfeld immer noch sehr, sehr trocken. Im Moment heißt das: es gibt nix außer ein paar vertrocknete Mairitterlinge.

Zum Glück verfüge ich über einige konservierte Pilze, egal ob getrocknet oder in Öl  oder eingemacht als eine Art Mixed Pickles. 

Es gibt nichts Besseres, als frisches Wild mit anderen Gaben des Waldes zu genießen, seien es Kräuter, Pilze, Früchte oder Beeren.

So gab es heute bei uns Rehrücken-Carpaccio mit getrüffeltem Pastinakenpüree. So habe ich diese edlen Zutaten vereinigt. Ich habe noch eigens hergestelltes Trüffelöl aus meinen Bestellungen von frischen Trüffeln aus Italien. 

Für solche fantastischen Gerichte jage ich! Ein ganz feines Essen! 

Zubereitung

Ich habe ein Stück Rehrücken gepfeffert und gesalzen und rundherum einige Sekunden angebraten. Die Wahl des Pfeffers fiel wieder einmal auf den Langen Pfeffer. Das kleine Rückenstück habe ich dann fest in Frischhaltefolie und anschließend in Alu gewickelt. Ab in den Froster für eine Stunde.

In der Zwischenzeit habe ich die Pastinaken in Scheiben geschnitten und mit Kartoffeln gekocht. Nach dem Kochen die Pastinakenscheiben in etwas Butter nur ganz leicht anrösten, wieder zu den Kartoffeln geben und mit Sahne, Butter, Salz, etwas Pfeffer fein stampfen. Einige wenige Tropfen Trüffelöl hinzugeben. Trüffelöl ist toll, jedoch nur ein Kompromiss, denn mit einer frischen Trüffel kann es aromatisch nicht mithalten. So hätte die Hinzugabe einer frischen Trüffel die Qualität des Gerichtes enorm gehoben. 

Das Püree nun warmhalten. Das angefrostete Rückenstück in feinste Scheiben schneiden. Das getrüffelte Pastinakenpüree auf den Teller bringen, die Carpaccioscheiben ebenfalls. Ruccola und Kräuter wie Thymian und Oregano dazugeben.

Anschließend noch 1 Esslöffel Dukkah auf den Teller geben. Dukkah besteht aus gerösteten Nüssen: Walnüssen, Haselnuss und Mandel. Sie werden mit ebenfalls gerösteten und gemörsertem Sesam, Korianderkörnern , schwarzen Pfefferkörnern sowie gemahlenem Kreuzkümmel und Fleur de Sel, das ist restfeuchtes, aber immer noch leicht knuspriges Meersalz, vermischt.

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzsammler,

Heike & Dieter"

(Foto © Heike)

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Pilzresteverzehr bei Heike: Gefülltes Fladenbrot mit Sommersteinpilzen 2021 und Rehrücken




Heike schreibt am 20. Mai 2022:

"Lieber Heinz Wilhelm, 

heute möchte ich mich mal aus einem etwas anderen Anlass melden. Nämlich mit der Verarbeitung unserer letzten eingefrorenen Steinpilze aus dem sehr guten Jahr 2021. Diese sollten nun langsam aufgebraucht werden, in der Hoffnung, dass es schon bald frische gibt.

Letztes Jahr war ein hervorragendes Jahr für uns, was Sommersteinpilze, Pfifferlinge, Steinpilze, Semmelstoppelpilze, Austernseitlinge, Totentrompeten und einiges mehr betraf. Im Gegensatz zu Klaus.

Wir hatten Pilze lange nicht mehr in derart rauen Mengen geerntet wie vergangenes Jahr. Es fehlte zwar die ganz große Vielfalt, aber das, was es an Arten gab, gab es reichlich. 

So nahm ich etwas Rehrücken und Steinpilze aus der Tiefkühltruhe. Was ich daraus machen würde, überlegte ich mir kurzerhand bei weiterer Betrachtung der Reste an Gemüse im Kühlschrank.

Felsenbirnen für die Sauce

So wurde daraus ganz spontan ein gefülltes Fladenbrot mit gegrilltem Rehrücken und Steinpilzen. Dazu habe ich eine Sauce aus selbst gezogener Mayonnaise und eingemachten Felsenbirnen vom letzten Jahr und Chili bereitet.

Frischen Salat habe ich im Garten gezupft, Rote Zwiebeln geschnitten, ein paar wenige Sommersteinpilze vom letzten Jahr in die Pfanne gegeben und gebraten, ein paar  Minitomaten und eine Paprika geschnitten. Der Rehrücken wurde gegrillt und dann in Scheiben geschnitten.

Das Fladenbrot habe ich mit der Sauce bestrichen, mit Salat ausgelegt und mit Reh und dem Gemüse und den Pilzen gefüllt. Der Rehrücken wurde nach dem Grillen mit Langem Pfeffer gewürzt. Noch ein paar gezupfte Kräuter obendrauf - und das war es schon. Ein schnelles, allerfeinstes Essen. 

Sie versorgen die Waldtiere mit Wasser

Leider ist es immer noch trocken bei uns. Gestern gingen wir bis auf 4 Millimeter Niederschlag leer aus und heute schiebt sich auch schon wieder alles nach hinten mit dem Niederschlag. Die Wälder sind trocken, die kleinen Wasserlöcher alle leer. Wenn heute nichts kommt, werden wir morgen Wasser in unseren Pirschbezirk bringen. Sämtliche Tiere laben sich an einer von uns geschaffenen Tränke. 

Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde

Heike & Dieter"

(2 Fotos © Heike)

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Foto: Der Rehrücken auf dem Grill. Heike und Dieter haben als Jäger immer Wildbret verschiedener Auswahl zur Hand. 

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