Pilz-Ticker-Brandenburg



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Pilzwanderungen 2018 bei Potsdam


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Mehr auf ihrer Website www.pilzreich.de




Andreas erklärt auf liebenswürdige Art, wie es zu seinen »Moosmaronen« bei Wandlitz gekommen war


Andreas schreibt zu diesem und dem nächsten Foto: »Die zwei Bilder entstanden im Kaiserwald bei Marienbad (Tschechien) am 6. Oktober 2018. In fast 900 Metern Höhe im Fichtenwald standen reichlich Maronen. Außerdem fanden wir zwei Steinpilze und ein paar Ziegenlippen. Und das Messer war selbstverständlich mit dabei. Die beiden Körbe hatten wir eine Stunde zuvor neu gekauft! Extra zum Pilzesammeln und als Daueranschaffung für Zuhause.« (2 Fotos © Andreas/Privat)

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Andreas schreibt am 15. Oktober 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

ich möchte mich zu meinem letzen Bericht noch einmal melden.

Wie recht Du doch mit Deiner Kritik an meinen »Moosmaronen« vom 14. Oktober hast! Wenn ich Dir aber schildere, was dahinter steckte, dann wirst Du es kaum glauben.

Ich fuhr an jenem Tag, als ich die »eher alten« Maronen fand, am Nachmittag alleine mit dem Auto zu meiner Nichte, mit der ich verabredet war. Sie war aber kurzfristig dringend weggefahren und per Handy nicht erreichbar.

Unverrichteter Dinge fuhr ich wieder zurück, um dann mal an dieser besagten Maronen-Stelle bei Prenden zu schauen, ob dort vielleicht was wachsen würde. Ich war drei Wochen zuvor dort gewesen, ohne einen Pilz gefunden zu haben.

Mit weißen Schuhen und feiner Hose in den Wald

Keine zehn Meter vom Auto stieß ich sogleich auf einen Platz, an dem zehn Maronen standen. Für mich kam das völlig überraschend. Da ich auf diesen Waldbesuch gar nicht eingestellt war, hatte ich weder ein Messer noch einen Korb dabei, nichts. Oh je, was tun? Zu allem Überfluss trug ich noch weiße Schuhe, eine feine Hose und einen neuen Pullover. Weil ich eben auf Besuch - und nicht auf Pilzsuche eingestellt war.


Foto: Auch Andreas' Frau zeigt sich stolz mit den gerade neu erworbenen Pilzkörben, zumal sie so kurz nach dem Kauf schon bestens gefüllt sind. Und zwar mit sauberen, mehr als nur vorgeputzten Maronen - ganz ohne Moos und Gras.

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Und es ging bereits auf 17 Uhr zu, die Dämmerung war im Anmarsch. Nach Hause fahren und Korb und Messer holen lohnte nicht mehr. So diente eine Plastiktüte, die ich im Auto hatte, als Notnagel. Autsch! Immerhin war ich froh, dass ich sie überhaupt hatte.

Dann habe ich ein Nest Maronen nach dem anderen ausgehoben. Ich konnte erkennen, dass dort länger kein Mensch gesucht hatte. Das war Finderglück, ich konnte es selbst kaum fassen. So habe ich versucht, die Pilze vorsichtig herauszudrehen, aber es stimmt, es blieb recht viel Moos dran hängen. Leider - das muss ich wirklich sagen. Nach etwa einer Stunde war die Tüte voll.

Zuhause habe ich die armen Pilze erst mal sofort in den Korb getan und von der Tüte befreit.
Nie mehr fahre ich ohne Korb und Messer los - versprochen. Ich hoffe, der Pilzgott kann mir noch einmal verzeihen.

Mit dem Begriff »sortenrein« wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass ich nicht eine einzige weitere Pilzart gefunden bzw. gesammelt habe. Das habe ich ganz selten einmal erlebt, dass - außer Falschen Pfifferlingen - überhaupt keine anderen Pilze zu sehen waren.

Gruß Andreas

PS: Heute Nachmittag bei meiner Mutter in Zühlsdorf (Oberhavel, 15km von Wandlitz) habe ich mal kurz in ihren Wald geschaut. Nicht ein einziger Pilz war zu sehen. So wenige Kilometer, ähnlicher Wald, aber nüscht zu finden..... ;)«

Lieber Andreas,

nachdem ich diese Hintergrundgeschichte zu Deinem Fund vom 14. Oktober gelesen habe, muss ich fast Abbitte leisten. Es tut mir richtig leid, dass ich da so hart mit Dir ins Gericht gegangen war. Da hätte ich Deine Pilznachricht mal besser so durchrutschen lassen sollen. Aber dann wäre Deine schöne Erklärungsgeschichte vermutlich nicht ans Licht gekommen...

Also sorry und nichts für ungut! Und Euch beiden noch viel Spaß und Erfolg in der restlichen Saison!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Schlaubetal: Für die Steinpilze kamen Helga und Detlef zu spät, für die knackigen Maronen genau richtig


Foto: Wahrhaft junge, frische, knackige Maronen! Vielleicht sollten Helga und Detlef diesen Platz in den nächsten zwei, drei Tagen erneut aufsuchen, denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass da noch einiges nachwächst. (2 Fotos © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 14. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nun kommt mal ein kleines Lebenszeichen von den räuberischen Berlinern in den Brandenburger Wäldern.

Wir fuhren am Sonnabend über 100 Kilometer in das Schlaubetal, um zwei kleine Krause Glucken und einen Birkenpilz unserer heimischen Pfanne zuzuführen. Weil wir noch etwas Zeit hatten und der Hund sich nach der langen Fahrt die Füße vertreten musste, gab es noch einen Abstecher in den Wald der Gemeinde Heidesee.

Wir fanden im menschenleeren Wald vier überständige Steinpilze und zu unserer Überraschung sechs frische, knackige Maronen sowie kleine, madenfreie Reizker. Es hat nach dieser langen pilzfreien Zeit alles wunderbar geschmeckt.

Herzliche Grüße an Dich und die langjährigen und neuen Pilzfreunde von

Helga und Detlef«


Foto: Gleich zwei Krause Glucken belagern diesen alten Kieferstumpf. Das kommt nicht gerade häufig vor.

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Nach langem Warten findet endlich auch Andreas Maronen bei Wandlitz


Andreas schreibt am 14. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach Wochen des Wartens gab es heute überraschend einen Korb voller recht junger sortenreiner Maronen. Sie waren fast alle madenfrei und recht fest. Gefunden habe ich sie bei Wandlitz im Orteils Prenden. Sie standen an Stellen, wo der wenige Regen bis zum Waldboden durchdringen konnte.

Schönen Abend, Gruß Andreas«

(2 Fotos © Andreas)

Hallo Andreas,

sorry, ich sehe auf Deinen Fotos keine »recht jungen«, sondern eher alte Maronen. Und ganze Büschel von rausgerissenem Moos im Korb. Das Moos ist sehr traurig. Ich höre sein Wehklagen bis nach Greifswald. Es wäre so gerne im Wald geblieben, um auch in den nächsten Jahren noch zuzuschauen, wie sachgemäß die Pilzfreunde Maronen ernten. Immerhin, Frösche im Korb kann ich nicht erkennen.

Und was sind denn »sortenreine« Maronen? Standen auch sortenunreine im Wald?

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Neu-Lübbenau: Endlich! Die ersten Steinpilze in Brandenburg!


Corinna schreibt am 8. Oktober 2018:

»Zwischen Neu-Lübbenau und Kuschkow im Spreewald habe ich auf einem begrasten Waldweg, der in einen Mischwald mit viel Eichen und Kiefern führte, auf einer Länge von cirka 500 Metern ein Kilo Steinpilze gefunden. Meist standen sie in Gruppen. Sie waren fest und nur geringfügig madig.

Es ist zu vermuten, dass der wenige Regen nur auf diesem Weg bis in den Boden gelang und das Pilzwachstum anschob.«

(2 Fotos © Corinna)

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Foto: Endlich Steinpilze im Bundesland Brandenburg! Es sind tatsächlich die ersten, die uns in diesem Jahr gemeldet wurden. Corinna fand sie auf einem Waldweg, dessen Boden für den - wenigen - Regen gut erreichbar war. Das reichte ganz offensichtlich für ihr Wachstum.



Fabian freut sich über die herbstliche Pilzvielfalt mit schönen Pilzen im Barnim


Foto: Sehr schöne Krause Glucken sehen wir hier mit einem Büschel Austernseitlinge zusammen. Letztere symbolisieren den Übergang zum kühlen Herbst. Denn nur bei kühlen Temperaturen können Austernpilze Fruchtkörper bilden. (4 Fotos © Fabian)

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Fabian schreibt am 7. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

der sommerliche Samstag lud wieder zu einem Waldspaziergang im Barnim ein. Dabei fanden drei schöne Krause Glucken, Rotfußröhrlinge und Austernseitlinge den Weg ins Körbchen.

Dazu habe ich noch Stockschwämmchen gefunden und den Ziegenbart und Falsche Pfifferlinge portraitiert. Alle diese Pilze wuchsen in Buchenwald im Barnimer Raum.

Bei den Austernseitlingen war ich mir anfangs nicht sicher, aber wahrscheinlich haben die paar kalten Nächte sein Wachstum ausgelöst.

Beste Grüße Fabian«


Foto: Ein schöner Goldgelber Ziegenbart, der hier, was nicht selten ist, in blassgelber Variation daherkommt, und den wir selten genug einmal auf einem Foto zugesandt bekommen. Seine Äste sind kräftig, die Spitzen gegabelt. Obwohl er ein hervorragender Speisepilz ist, sollten Anfänger ihn nicht mitnehmen. Die Verwechslungsgefahr mit der Bauchwehkoralle ist sehr groß.


2 Fotos: Die Austernseitlinge bekamen ihr Startsignal von den kühlen Nachttemperaturen. Ab 11 Grad und darunter können sie fruktifizieren (Foto links). Rechts sehen wir einen Falschen Pfifferling mit seinen typischen Orangetönen, vor allem der Lamellen. Er ist zwar schwach giftig, kann aber in geringer Menge im Mischpilzgericht mitgegessen werden.







»In Brandenburg bewegt sich endlich was«


Thomas schreibt am 7. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich hoffe, dir geht es gut. Ich habe mich lange nicht gemeldet. Das liegt natürlich auch daran, dass es dieses Jahr schlicht und ergreifend mau ausschaut.

In Brandenburg bewegt sich aber endlich etwas. In den vergangenen Tagen habe ich in der Nähe von Biesenthal/Barnim eine ganze Menge Butterpilze (Foto rechts), alles beste Sorte ohne Wurm- und Madenfraß, gefunden. Dazu gesellten sich ein Birkenpilz, ein Steinpilz und eine Krause Glucke.

Alles, was ich gefunden habe, war in der Nähe von jungen Kiefern, im Moos in einem kleinen Graben, wo sich wahrscheinlich mehr Feuchtigkeit halten konnte.

Insofern ist noch nicht alles verloren.

Viel Regen und »Gut Pilz!« wünscht Thomas«

(Fotos © Thomas)

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Thomas sieht Anzeichen für einen einsetzenden Pilzschub bei Eberswalde


Foto: Diese sehr schöne Krause Glucke hat Thomas bei seinem gestrigen Pilzgang gefunden. Er sieht Ansätze dafür, dass jetzt ein Pilzschub bei Eberswalde beginnen könnte. (4 Fotos © Thomas L.)

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Thomas L. schreibt am 7. Oktober 2018:

»Hallo,

wir haben gestern bei unserem Waldgang erste Anzeichen für eine doch noch startende Pilzsaison 2018 in den Wäldern bei Eberswalde, nördlich von Berlin, entdeckt.

Ein frischer kleiner Schopftintling, mehrere Herbstrotfüße standen hier und da, viele Grüne Knollenblätterpilze, ganz frische kleine Büschel von vermutlich Grünblättrigen Schwefelköpfen, einige Arten, die ich nicht kenne, und, hurra, eine Krause Glucke!

Insgesamt war der Boden gut durchfeuchtet, aber trotz der Wärme roch es nicht nach Pilzen. Ich hatte den Eindruck, als würden die Pilze gerade erst erwachen. Wenn es die Tage wieder ein paarmal regnen sollte und warm bleibt, würde ich nochmal nachschauen.

Viele Grüße, Thomas L.«


Foto: Der filzig überhauchte Hut, vor allem aber die flockig gerötete Stielbasis weisen diesen Pilz als Herbstrotfuß aus. Thomas fand einige von ihnen.


Foto: Ein schöner, aber hoch gefährlicher Grüner Knollenblätterpilz. Neben seinem seidig glänzenden grünen Hut müssen wir unsere Aufmerksamkeit vor allem auf die Stielbasis richten: Die zwiebelige Knolle ist ein markantes Merkmal des tödlich giftigen Pilzes.


Foto: Ein aufgeschirmter Grüner Knollenblätterpilz. Seine häutige Manschette ist schnell vergänglich und deshalb kein sicheres Merkmal. Auch sein Stiel ist nicht immer genattert. Bei Knollenblätterpilzen ist es - nicht nur für Anfänger - deshalb immens wichtig, die Stielbasis genau in Augenschein zu nehmen.


Schorfheide: Sieben Krause Glucken und 23 Butterpilze

Christian D. schreibt am 3. Oktober 2018:

»Ich habe in der Schorfheide sieben Krause Glucken, zwei davon groß wie Fußbälle, sowie 23 Butterpilze gefunden, die alle auf einem Waldweg standen.

Christian D.«


Barnim: Die Eichhörnchen im Buchenwald stutzten bei Fabians Freudenruf


Foto: So anstandslos standen sie im Laub, die schönen Herbstrotfüße. Selten genug erwischt man sie in diesem Topzustand. (2 Fotos © Fabian)

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Fabian schreibt am 30. September 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich verfolge nun schon seit einiger Zeit mit Freude diesen Blog. Ich war schon immer ein Naturbursche, kam aber erst in den letzten Jahren in den Genuss des Pilzesammelns. 

Der wöchentliche Blick in den Brandenburger Pilzticker und die recht ernüchternden Waldgänge in diesem Jahr wurden am gestrigen Sonnabend belohnt durch einen ersten Röhrlingsfund. Das möchte ich den Brandenburger Pilzfreunden nicht vorenthalten und sende hiermit meinen ersten Beitrag.

Im Landkreis Barnim fand ich in einem Buchenwald zwischen Jungbäumen eine kleine Gruppe frischer Herbstrotfußröhrlinge in bester Qualität. Die anwesenden Eichhörnchen waren sicherlich verwundert über meinen euphorischen Freudenruf. Das war aber leider auch das einzig Zählbare meiner dreistündigen Pirsch, aber es bringt Hoffnung auf ein hoffentlich baldiges Erscheinen artverwandter Nachbarn.

Die Handvoll dieser knackigen Bande wurde am heutigen Sonntagmorgen in einem schmackhaften Omelette verarbeitet.

Beste Grüße Fabian«


Foto: Die »knackige Bande« an Herbstrotfüßen präsentiert sich zur Begutachtung. Wirklich schöne Exemplare dieser bekanntlich schnell vermadenden Pilze. Sie veredelten zur Freude von Fabian ein schmackhaftes Omelett.


Eine Prachtglucke von 1,1 Kilogramm bei der Regeninspektion am Störitzsee


Sabine und Heinz schreiben am 24. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren heute wieder am Störitzsee im Landkreis Oder-Spree unterwegs. Wollten eigentlich nur mal sehen, ob der Regen der vergangenen Tage auch den Waldboden erreicht hat. Auf einen Pilzfund waren wir nicht eingestellt, obwohl der Blick ja immer wieder nach rechts und links geht.

Und wir wurden belohnt. Mit einer prächtigen Krausen Glucke von 1,1 Kilo und einer kleineren. Sie standen lehrbuchhaft an einer Kiefer.

Nun hoffen wir, dass der Regen ausgereicht hat, um doch noch den einen oder anderen Pilz in Berlin beziehungsweise Brandenburg  wachsen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen Sabine und Heinz«

(Foto © Sabine)

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Fürstenwalde/Spree: Birkenporlinge springen für die sehnsüchtig erwarteten Bodenpilze ein


Sabine schreibt am 11. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ein bisschen tut sich doch in den Brandenburger Wäldern. Die Birkenporlinge kommen und so konnten wir uns heute in der Nähe von Hangelsberg mit Nachschub für unseren Tee eindecken.

Steinpilze, Maronen, Parasole etc. sind aufgrund des weiterhin fehlenden Regens nicht in Sicht. So bleiben uns nur die schönen Bilder im Pilzticker.

 Viele Grüße von Sabine und Heinz«

(Foto © Sabine)

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Barnim: Im Schatten wachsen die ersten Goldröhrlinge

Andreas schreibt am 10. September 2018:

»Es scheint endlich loszugehen. Im Barnim nahe Wandlitz habe ich am Samstag an einem schattigen kühlen Ort fünf Goldröhrlinge gefunden.«


Ein Schwefelporling kämpft sich am Störitzsee im Oder-Spree-Kreis tapfer durch die Dürre


Sabine schreibt am 22. August 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren heute in den Forstgebieten rund um den Störitzsee im Landkreis Oder-Spree unterwegs.

Es ist wie überall. Staubtrocken, die Heidelbeeren und Himbeeren sind am Strauch verdorrt, die Brombeeren mühen sich ab. Pilze haben wir für die nächste Zeit abgeschrieben.

Umso mehr haben wir uns über einen schönen Schwefelporling gefreut. Frisch und knackig war er. Es ist doch noch nicht alles verloren - und wir hoffen weiter auf Regen!

Viele Grüße von Sabine und Heinz«

(Foto © Sabine)

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Hallo Sabine,

»knackig« ist für einen Schwefelporling gar nicht gut. Im Gegenteil, möglichst weich soll er sein. »Knackig« geht in Richtung hart und lederartig - und da ist er nicht mehr zu gebrauchen, weil kaum zu kauen und nur sehr schwer zu verdauen. Ich schätze Euern rein optisch als grenzwertig für den Verzehr ein, hoffe aber, dass Ihr doch noch Eure Freude dran gehabt habt. 

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


Brandenburg an der Havel: Ein toller Pfifferlingsfund für Thomas - im Frostfach


Thomas schreibt am 31. Juli 2018:

»Hallo, 

endlich habe ich dieses Jahr Pilze gefunden! Und zwar Pfifferlinge (Archivfoto rechts).

Als ich meine neue Tiefkühltruhe im Keller in Betrieb genommen und die zwei bisherigen Tiefkühlschränke geräumt habe, entdeckte ich ein Päckchen vakuumverpackte Pfifferlinge von 2017. Meine Freude war groß!

Leider ist in den Wäldern in und um Berlin noch nichts zu sehen. Aber es gab gerade einen Starkregen bei uns. Vielleicht tut sich diese Woche noch was.«

(Foto © Michael/Lennestadt)

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Oder-Spree-Kreis: In Wald und Feld wächst alles für ein herrliches Pilzgericht - nur Pilze nicht


Heike schreibt am 27. Juni 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute heute mal auf Tour im Osten und Südosten Brandenburgs, um mir einen Überblick zum Pilzwachstum zu verschaffen.

Doch Fehlanzeige. Der wenige Regen erwies sich lediglich als ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Natur bietet alles, was man für ein herrlich frisches Pilzgericht benötigt, nur keine Pilze.

Also habe ich mich gut eingedeckt mit regionalen Beeren für Marmelade, frischen Brandenburger Eiern, Kräutern und Fleisch von umliegenden Märkten (Foto rechts). Ich hoffe sehr,  dass sich die Wetterlage bald ändert. Denn die Natur leidet sehr. 

Ich grüße alle Pilzsammler und -sammlerinnen!

Heike«

(Foto © Heike)

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Die köstlichen Rillstieligen Seitlinge blieben in Massen im Tegeler Forst


Foto: Bei Rillstieligen Seitlingen laufen, wie hier gut zu sehen ist, die Lamellen, Rillen bildend, bis zur Stielbasis herab. Das unterscheidet sie von Austernseitlingen und ihrer Sommerform, den Lungenseitlingen. Sie sind ausgezeichnete Speisepilze - und blieben dennoch allesamt im Wald zurück.


Sabine schreibt am 13. Juni 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind seit einiger Zeit Leser des Pilztickers. Gemeldete Pilzfunde sind für uns immer das Zeichen, dass wir los müssen. Leider ist aber bisher auf Grund der Trockenheit im Raum Berlin/Brandenburg nicht viel los.

Trotzdem waren wir gestern mal wieder im Tegeler Forst/Malchower See und haben genau an der Stelle, an der wir uns im Januar mit Austernseitlingen eingedeckt haben, Pilze gefunden.

Der erste Eindruck war: Austernseitlinge. Aber bei diesem heißen Wetter? Wir denken es sind Rillstielige Seitlinge. Sie wuchsen in Massen im Mischwald an Totholz von Ahorn. Sie rochen zwar pilzig, aber mehr nach altem Holz. Da wir uns nicht ganz sicher waren, haben wir sie für den nächsten Pilzfreund  im Wald gelassen.

Viele Grüße Sabine und Heinz«

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Foto: Ein weiteres Merkmal Rillstieliger Seitlinge ist, dass sie nicht selten rosa überhaucht sind. Auch das ist hier gut zu sehen.


Foto: Sie wuchsen in Massen und hätten wohl einige Körbe füllen können, die Rillstieligen Seitlinge. (3 Fotos © Sabine)

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Nun sind auch in den Brandenburger Kiefernwäldern die ersten Pfifferlinge da


Helga und Detlef schreiben am 21. Mai 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nun kommen auch die Brandenburger Pfifferlinge zaghaft zum Vorschein. Also eröffnen wir hiermit unsere Pilzsaison feierlich. Die wenigen Morcheln im April haben wir wegen Geringfügigkeit einfach verschwiegen.

Du siehst, wir sind nicht ausgewandert, sondern haben die trockenen Wälder besucht und uns staubige Füße geholt. Heute gab es dazu endlich auch die ersten kleinen Pilzchen, die sich, schön geputzt, doch recht gut auf dem Teller machen (Foto rechts).

Herzliche Grüße an Dich und alle Pilzpassionisten

Helga und Detlef«


Foto: Sie quillen zaghaft hervor unter Kiefern, wie die langen Haarnadeln zeigen. Helga und Detlef haben die ersten Pfifferlinge dieses Jahres gefunden, vermultich im Dahme-Spreewald-Landkreis, wo sie oft in die Pilze gehen. (2 Fotos © Helga)

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Landkreis Havelland: Richtige Prachtexemplare vom Birkenporling


Foto: Ein wahrer Klopper von einem Birkenporling! Unkrautreferent Michael hat ihn bei einem seiner Dezember-Streifzüge im Landkreis Havelland gefunden. (Foto © Michael)


Michael schreibt am 18. Dezember 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe heute Nachmittag richtige Prachtexemplare des Birkenporlings gefunden. Das kleinere Exemplar habe ich um die beginnenden Flecken herum an den Röhren bereinigt, in dünne Scheibchen geschnitten und getrocknet.

Ich bin jetzt sehr gespannt auf die Wirkung!

Eine schöne Winterzeit und besinnliche Weihnachten wünscht der Freie Unkrautreferent

Michael Ilg, Strohdene, Gemeinde Havelaue im Landkreis Havelland

www.havel-natur-erleben.de

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Ein schönes Saisonende im Schlaubetal für Helga und Detlef


Foto: Immer noch so viele und so schöne Pfifferlinge! Die Fahrt ins schöne Schlaubetal für den letzten Wochenend-Pilzgang des Jahres war für Helga und Detlef lohnenswert.

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Helga und Detlef schreiben am 6. November 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

wir erhofften uns am Samstag, 4. November, im schönen Schlaubetal eine Handvoll Pfifferlinge. Doch unser Körbchen füllte sich zu unserer Überraschung erstaunlich schnell. Im sonnigen Birkenwäldchen und in der offenen Heide standen sie noch zahlreich und stattlich. Maronen, Rotkappen und Steinpilze waren nur wenige und überständige zu sehen.

Auch die Herkuleskeulen wuchsen in der Heide sehr zahlreich.

Heute, am Montag war es der Hund, mit dem wir in der Sonne einen Spaziergang im Wernsdorfer Wald bei Königswusterhausen unternahmen. Das Tütchen füllte sich so nebenbei mit ganz frischen madenfreien Edelreizkern (Foto rechts). Sie standen auf der Sonnenseite des Waldweges an jungen Kiefern.

Außer vielen Pilzen, die wir nicht kennen, und gesellig stehenden überständigen Habichtspilzen ließen wir auch dieses Mal die Frostschnecklinge stehen.

Man muss ja nicht alles essen.

Herzliche Grüße und bis bald, Helga und Detlef aus Berlin«


Foto: Die Herkuleskeulen, ein minderwertiger, weil bitterer Speisepilz, können hin und wieder auch mild schmecken und machen sich dann im Mischpilzgericht nicht schlecht. Sie und ihre Geschwister, die Abgestutzten Keulen, hatten 2017 ein außergewöhnlich starkes Jahr. (3 Fotos © Helga)

Landkreis Dahme-Spreewald: Die Frostschnecklinge wachsen auch ohne Frost


Foto: Ein typischer Spätherbst- und Frühwinterpilz ist der Frostschneckling, hier bereits erstaunlich überständig. Die langen Nadeln verraten, dass er unter Kiefern wächst, nahezu ausschließlich unter jungen. Ein guter Speisepilz, der, besonders in den sandigen Kiefernwäldern Brandenburgs, nicht selten in größeren oder großen Gesellschaften auftritt. (Foto © Helga)

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Helga und Detlef schreiben am 31. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

es sollte heute nur ein Hundespaziergang im nahe gelegenen Wernsdorf im Dahme-Spreewald werden, aber nun sind die Mischpilze für das morgige Rührei schon gebraten. Mit Hund hat man ja immer Tüten dabei.

Neben ersten Frostschnecklingen von beachtlicher Größe fanden wir noch vier Steinpilze, ein paar Maronen und zwei kleine Reizker.

Auch wir können unsere Sammelleidenschaft nicht am Waldrand ablegen. Es wird wohl bis zum ersten Frost so weitergehen.

Mit herzlichen Grüßen Helga und Detlef aus Berlin«


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