Pilz-Ticker-MV
(Mecklenburg-Vorpommern)



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Morchel Morgana bei Woldegk? Denkste! Sogar Wunderlauch gab's noch zu den Spitzmorcheln 


Christian schreibt am 26. April 2022:

"Hallo Pilzfreunde,

eine kleine Überraschung beim samstäglichen Rennradausflug in der Nähe von Woldegk.

So nach etwa 140 Kilometer, als Hunger und Müdigkeit fast unerträglich wurden, entdeckte ich am Wegesrand neben Schlüsselblumen einige Pilze.

Angesichts meiner Erschöpfung dachte ich erst an die bereits beschriebene berüchtigte "Morchel Morgana", doch nach genauerem Hinsehen erwiesen sie sich tatsächlich als Spitzmorcheln (Foto rechts, präsentiert auf Wunderlauch*)

"Wow, Morcheln in freier Wildbahn" war mein erster Gedanke. Sonst sind die Morcheln hier im Nordosten gefühlt ja doch sehr schüchtern und wenn, dann doch gerne in Mulchbeeten beheimatet. Was haben wir nicht schon alles an Morchelexkursionen unternommen: das Tollensetal hoch und runter, an Groß Schmarsow - wo die Morchel schon im Namen steht (smardz, slawisch = Morchel) - vorbei.

Und wo fanden wir damals unsere ersten Morcheln? Direkt in unserm Vorgarten - unterm Flieder.

Na ja, die Radform war so schlecht auch nicht und so kam ich fast eine Stunde eher zuhause an, als von meiner besseren Hälfte erwartet. Mit Morcheln im Gepäck.

Sozusagen eine Überraschung im doppelten Sinne.

Sportliche Pilzsammelgrüße"

(Foto © Christian)

* Die auch Berliner Knoblauch genannte Pflanze gelangte aus der Kaukasusregion in deutsche botanische Gärten, von wo sie auswilderte. Ihre Blätter sind vorzüglich zur Herstellung von Pesto geeignet. 

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Woltendorf: Wenn ein Auto beim Pilzesammeln zur Sau wird


Helga und Detlef schreiben am 3. Oktober 2021:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind in Boltenhagen im Urlaub und haben versucht, gut begehbare Wälder mit Pilzen zu finden. Es war nicht so einfach.

Vor längerer Zeit bin ich auf die Seite vom Steinpilz Wismar gestoßen und habe gestaunt, welche Pilze in meiner Mecklenburger Heimat wachsen. Zum Beispiel gibt es in den Woitendorfer Buchenwäldern Herbsttrompeten.

Von Boltenhagen sind es zirka 40 Kilometer und so sind wir also hingefahren. Wir fanden natürlich keine, weil wir die entsprechenden geheimen Stellen nicht kennen. Der Buchenwald ist jedoch wunderbar begehbar und schenkte uns drei Flockenstielige Hexenpilze und wunderbare Strubbelköpfe (z. B. 2. Foto), die allerdings nur zum Ansehen waren.

Sie standen auf einer Fläche von 10 mal 10 Metern in Massen. Es waren auch viele kleine dabei. Das war als Erstfund ein Erlebnis. Wir nahmen danach eine nicht näher definierte alte Straße durch den Wald und fanden, dass unser Auto einem Schwein nach dem Suhlen glich.

Heute fuhren wir vormittags in einen Wald zwischen Grevesmühlen und Börzow und fanden an einer Bahnstrecke gut begehbare Waldstücke und bei Birken an sonnigen Stellen eine gute Portion Pfifferlinge (1. Foto). Das hat uns überrascht, denn es gab hier kaum Pilze.

Mit einem jüngeren Sammlerpaar schauten wir uns gegenseitig in den Korb. Sie hatten einige frische Maronen und wir die Pfifferlinge. Wir haben Ihnen unsere Stellen verraten, weil wir hier ja keine Stammgäste sind.

Dieses Mal nahmen wir bessere Straßen. Detlef, der immer etwas über unsere Brandenburger Kiefernwälder schimpfte, freut sich schon sehr auf sie und ich natürlich auch. Aber die Zeit am Meer entschädigt auch für diese Abstinenz.

Herzliche Grüße von Helga und Detlef"

(Fotos © Detlef)

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Darß: Ein Leberreischling, mitten im Urlaubsort


Foto rechts: Einen schon deutlich überständigen Leberreischling (Ochsenzunge) hat Peter zentral in seinem Urlaubsort auf dem Darß gefunden.

"Der Pilz wuchs an einem Baumstumpf auf einer Erhöhung neben dem Bürgersteig. Für mich ein Erstfund, den ich stehen gelassen habe." Mehr zu diesem interessanten Pilz findet ihr hier, Tageseintrag vom 7. September 2018. 

(Foto© Peter)

20. September 2021

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Darß: Außer Saitenstieligen Knoblauchschwindlingen und Austernpilzen keine besonderen Vorkommnisse


Foto: Es sind wohl eher Lungenseitlinge, die Sommerform der Austernseitlinge, die jetzt in den Wäldern des Darß in großer Menge wachsen. Hier hübsch als Pilzblume. (3 Fotos © Peter)

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Peter schreibt am 18. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wir sind  nach 2007 und 2008 derzeit einmal wieder nahe dem Pilzparadies von Hans-Heinrich Kunde auf dem Darß/Ostsee und ich hoffe darauf, zusammen mit ihm einmal wieder in die Pilze gehen zu dürfen.

Nach zwei Tagen Fahrradtouren durch den Darßer Urwald hat uns das Pilzfieber gepackt, weil es jetzt hier häufig und zum Glück sanft geregnet hat und die Pilze zusammen mit den Hirschen beginnen, die Regie im Wald zu übernehmen.

Imposant und überraschend sind für mich die massenhaften Austernpilze an den abgestorbenen Buchenstämmen und die Saitenstieligen Knoblauchschwindlinge, die ich im Bremer Raum bisher nicht gefunden habe. Ansonsten gab es bisher für mich mit Stockschwämmchen, Pfifferlingen, Steinpilzen und Birkenpilzen keine Besonderheiten.

Lieben Gruß, Peter"

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2 Fotos: Die halbmorschen Baumstämme sind derzeit übersät mit Lungenseitlingen (links). Die Saitenstieligen Knoblauchschwindlinge wachsen auf Totholz, oft der Rotbuche. Die Stiele sind wegen ihrer Holzigkeit nicht verwendbar und pro Kilo Mischpilze sollte man wegen der Schärfe und ihrer (leichten) Magen-Darm-Giftigkeit nur einen einzigen Hut dazugeben. 

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Usedom: Falsche Ferndiagnose und späte Entlarvung am Achterwasser


Foto: Erst die Entnahme der zwei Röhrlinge rechts gab Tom Aufschluss darüber, dass es sich nicht, wie bei dem Pilz links, um eine Maronenröhrling handelte, sondern, wie sich auf dem übernächsten Foto zeigt, um...


Tom schreibt am 3. August 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

im Urlaub auf Usedom habe ich einen Großpilz bei der täglichen Fahrradtour zum Strand beim Wachsen beobachtet, ohne zu ahnen, dass es sich um einen Sommersteinpilz (Foto rechts) handelte.

Zunächst glaubte ich, direkt am Feldrand an einer noch jungen Eiche einen Bovist erblickt zu haben und habe die Fahrt ohne Stopp fortgesetzt. Nach zwei Tagen habe ich meine falsche Einschätzung bemerkt und konnte leider nur noch den Hut meines ersten Fundes 2020 verwerten.

Daraufhin habe ich mich in mir unbekanntem Terrain auf die Suche nach südlich ausgerichteten warmen Eichenbeständen umgesehen und direkt am Achterwasser an einer kleinen Weihnachtsbaumplantage einen sehr schönen, wenn auch teilweise schon unbrauchbaren Fund von Sommersteinpilzen gemacht, dem sich noch Sandröhrlinge sowie Maronen direkt neben Gallenröhrlingen hinzugesellten.

Es war das erste Mal seit langem, dass ich einen Gallenröhrling erst nach der freudigen Ernte entlarven konnte.

Viele Grüße und auf ein weiterhin gutes Pilzjahr!

Tom«

Blau = ungenießbar

(3 Fotos © Tom)

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Foto: ... zwei Gallenröhrlinge, erkennbar an den crèmefarbenen bis schwachrosa Röhren.


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