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Wulffs Saisonabschlussfoto aus dem Sauerland und die Hoffnung auf Januar-Pfifferlinge


Foto: Der Steinpilz kippt schon um und auch der Fliegenpilz hatte schon bessere Tage. Das Foto symbolisiert das Ende der Pilzsaison, wenn man davon absieht, dass Wulff im Januar sein Glück mit den Pfifferlingen versuchen will, die zum Jahresbeginn zu einer Art neuem Klassiker geworden sind. (Foto © Wulff)

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Wulff schreibt am 3. Dezember 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

an meinem freien Tag bin ich nochmal ins Sauerland gefahren, und zwar nach Herscheid und Lüdenscheid. Dazu verlockt haben mich die anhaltend (zu) milden Temperaturen und ein wenig Regen. Ich kann mich kurz fassen: es gab so gut wie nichts.

Nur in der geschützten Senke eines kleinen lichten Mischwaldes standen, einträchtig nebeneinander vergehend, ein Steinpilz und ein Fliegenpilz. Das schöne Bild symbolisierte für mich den Abschluss der Pilzsaison 2018. Vielleicht versuche ich es im Januar mal mit den new classics, den Pfifferlingen.

Kommt gut rüber in ein gesundes, erfülltes und erfolgreiches Jahr 2019, in dem hoffentlich das Wetter nicht so extrem sein wird.

Grüße, Wulff«

 





Aachen/Voreifel: Die Steinpilze waren noch da, aber leider auch ein Konkurrent


Foto: Der Rest für diese Pilzsaison liegt auf dem Tisch, es sind Maronen. Doch Martin kann nicht klagen. Er hat in der Voreifel im Raum Aachen über einen beachtlichen Zeitraum Steinpilze gefunden, von denen viele andere Pilzfreunde dieses Jahr nur träumen konnten. (Foto © Martin)

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Martin schreibt am 17. November 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

gestern habe ich meinen angekündigten Pilzgang durchgeführt. An meiner Ministeinpilzstelle ist mir leider ein Sammler zuvorgekommen. Deswegen blieben mir diesmal nur noch ein paar Maronen.

Der Regen kam leider gute zwei Wochen zu spät. Trotz der langen Trockenheit war die Pilzsaison für mich besser als erwartet. Da das Wetter die nächsten Tage winterlicher werden soll, war es wohl der letzte Pilzgang für uns in diesem Jahr.

Freuen wir uns also auf eine erfolgreichere Pilzsaison 2019.

Bis dahin mit freundlichen Grüßen, Martin aus Eschweiler«






Wulffs Konkurrent im neuen Sammelrevier fast vor der Haustüre ist Meister Lampe


Foto: Vom Regen abgewaschene Safranschirmlinge sind noch schwerer von Parasole zu unterscheiden. Ihr sicherstes Merkmal ist die Rötung des Stieles nach Schnitt sowie die fehlende Natterung des Stieles. (2 Fotos © Wulff)

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Wulff schreibt am 14. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die Funde zahlreicher Sammelkollegen haben mich ermuntert, auch noch spät in der Saison rauszugehen und mein Glück eher in Laubwäldern denn, wie bisher, im Nadelwald zu versuchen.

So habe ich mich am frühen Nachmittag bei schönstem Sonnenschein und 16 Grad in Richtung der Lippe, nach Dorsten und Gahlen, begeben. Dort kenne ich ein ausgedehntes Waldgebiet mit vielen Buchen. Es war ernüchternd; ich sah lediglich ein paar Gelbe Knollenblätterpilze. Aber der Boden war deutlich restfeucht vom Regen der letzten Tage. Also hieß es dranbleiben.

Ein paar Kilometer weiter gibt es, angrenzend an ausgedehnte Weiden, ein lichtes Gebiet mit Eichen, Birken, sandigem Untergrund, dazwischen Grasflächen, Brombeeren und Farn. Dort habe ich einen kapitalen Feldhasen aufgeschreckt, der nur wenige Meter vor mir aus einer Senke aufsprang und lautstark das Weite suchte.

Meister Lampe ließ sich einen Parasol schmecken

Dann staunte ich nicht schlecht: An seinem Rastplatz lag der Schirm eines Parasols und direkt daneben ein abgenagter Stiel. Meister Lampe hatte also gerade begonnen, es sich schmecken zu lassen!

Ganz in der Nähe seiner Sasse standen drei willkommene Zeigerpilze, nämlich große, frische Fliegenpilze. Und im Umkreis von etwa 20 Metern konnte ich innerhalb weniger Minuten drei Dutzend schöne Parasole in allen Altersstadien ernten. Morgen zum Mittag gibt es also panierte Schirmlinge mit selbst gemachten Spätzle und dazu frische Bratwurst.

Das Pilzjahr 2018 gönnt mir also doch noch ein versöhnliches Ende. Und für 2019 kenne ich ab heute ein schönes neues Gebiet, fast vor der Haustüre, in dem ich mich schon ab nächstem Juli genauer umschauen werde. Vorausgesetzt, der Sommer wird nicht erneut so extrem trocken.

Gruß aus Haranni (Herne), Wulff

PS: Schade, nach Studium meiner Pilzbücher musste ich feststellen, dass es dann wohl doch Safranschirmlinge und keine Parasole sind.«

Hallo Wulff,

kein Grund zur Enttäuschung: Safranschirmlinge sind sehr gute Speisepilze, stehen dem Parasol geschmacklich kaum nach.

Bon Appétit!

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Nach seinem letzten Jahresfund hofft Rolf auf ein besseres Pilzjahr 2019

2 Fotos: Rolf hat bei seinem letzten Pilzgang des Jahres im Birgelener Wald im Landkreis Heinsberg noch einige schöne Maronenröhrlinge (links) sowie einen Edelreizker (rechts) gefunden. (2 Fotos © Rolf)

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Rolf schreibt am 13. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich nochmals im Birgelener Wald unterwegs.

Tatsächlich gab es noch einen kleinen Schub frischer Pilze. Gefunden habe ich einen schönen Echten Reizker und wenige, dafür komplett verwertbare Maronen und einen ebenso unversehrten Birkenpilz. Das ist es in diesem Jahr aber für mich gewesen.

Ich hoffe, dass sich die Wetterlage über den Winter normalisiert und die Bäume genügend Wasser bekommen, um austreiben zu können. Damit wir kommendes Jahr wieder ein besseres Pilzjahr haben. Das wünsche ich auch allen anderen Pilzfreunden.

Viele Grüße von Rolf aus Hückelhoven«


So zaubert Martin Wald und Garten auf den Tisch:

Kohlrouladen mit einer Füllung aus Steinpilzen, Esskastanien, Backpflaumen und Kürbis


Martin schreibt am 10. November 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

gestern habe ich mit meiner Freundin den angekündigten Pilzgang gemacht. Er fand erneut in unserem neuen Sammelgebiet bei Aachen/Voreifel statt.

Gefunden haben wir einen halben Korb Maronen, ein paar schöne Steinipilze, drei Flockis und eine Rotkappe. Letztere kommt in unserem Sammelgebiet eher selten vor.

Ich habe das Gefühl, dass der heutige Regen und vorhergesagte Niederschlag noch etwas bewirken könnten, da wir noch einige Ministeinpilze entdeckt haben.

Heute gab es bei uns sehr leckere Kohlrouladen mit einer Füllung aus Steinpilzen, Esskastanien, Backpflaumen und Kürbis. Dazu ein Steak und eine Pilzrahmsoße - alles zu sehen auf dem ersten Foto. 

Mit freundlichen Grüßen, Martin aus Eschweiler«

(2 Fotos © Martin)

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Kirchhundem/Lennestadt: Maronen und Tomaten auf Walnussbrot mit Feldsalat


Michael schreibt am 9. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auch bei Kirchhundem habe ich heute einige Maronenröhrlinge gefunden. Es gab sie gleich am Abend auf geröstetem Walnussbrot. Dazu noch eine Tomatenvariante und einen leckeren Feldsalat. 

Liebe Grüße von Anja, Ella und Michael«

(2 Fotos © Michael)

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Raum Aachen: Im Fichtenrevier wachsen für Martin die Steinpilze und Maronen unvermindert weiter


Foto: Schon wieder ein toller Fund mit einem überquellenden Korb voller Maronen und abgelegten Steinpilzen für Martin im Aachener Raum! Er schreibt dazu: »Meine Arbeitskollegen werden sich morgen freuen!«


Martin schreibt am 6. November 2018:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

unser neu entdecktes Sammelgebiet im Fichtenwald ließ mir keine Ruhe. Also habe ich heute früher Feierabend gemacht und bin wieder in den Wald gefahren.

Nach cirka 4 Stunden Pilzgang bei allerschönstem Wetter war mein Korb randvoll mit Maronen und einigen Steinpilzen.

Einen Großteil der Maronen und noch weiterer Steinpilze konnte ich leider nicht mitnehmen, da sie stark vermadet und überständig waren. Ihre Menge hätte gewiss noch einen Korb weiteren gefüllt. Von den schönsten Steinpilzen habe ich zwei extra fotografiert (Fotos rechts). Die Maronen standen teilweise mit bis zu 20 Pilzen ganz nah beieinander.

Meine Arbeitskollegen werden sich morgen freuen!

War das doch noch nicht das Ende? Am Freitag wissen wir mehr.

Mit freundlichen Grüßen Martin«

(3 Fotos © Martin)

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Aachen/Voreifel: Nun wachsen die Steinpilze auch in den Fichten


Foto: Jetzt wachsen die Steinpilze auch in den Fichten! Das berichtet Martin von seinem Fund in unbekanntem Gebiet in der Voreifel bei Aachen. Neben fünf Flockenstieligen Hexen fanden er und seine Freundin auch einen halben Korb Maronenröhrlinge. (Foto © Martin)

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Martin schreibt am 4. November 2018:

»Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,

das schöne Wetter hat uns heute doch wieder in den Wald gelockt. Diesmal aber nicht in unser Stammgebiet, sondern in einen Fichtenwald mit angrenzendem Buchenwald, den ich mal im Vorbeifahren registriert habe.

Auch in diesem uns unbekannten Gebiet war unsere Ausbeute sehr ansehnlich. Wir fanden Steinpilze, Flockenstielige Hexen und Maronen, die alleine einen halben Korb füllten.

Anders als bei den Sammelfreunden in Rheinland-Pfalz, fanden wir unter den Buchen nicht einen einzigen Pilz. Und wie in unserem Stammwald war die Artenvielfalt sehr beschränkt.

Allerdings standen viele Fliegenpilze herum, nur leider ohne befreundete Steinpilze.

Mit freundlichen Grüßen, Martin aus Eschweiler«


Guter Nachschub im Lennestädter Maronenwald für Michael


Michael schreibt am 4. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

im gleichen Waldgebiet wie am 1. November habe ich heute Vormittag bei Lennestadt erneut Maronenröhrlinge finden können. 

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael«

(2 Fotos © Michael)

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Foto: Die Maronenröhrlinge machten es Michael beim Sammeln leicht. Hat man die Hand an dem einen, so ist man in Gedanken schon beim nächsten...


Aachen/Voreifel: Allein fünf Kilo Flockis für Martin in seinem Eichenwäldchen


Martin schreibt am 2. November 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

obwohl gestern Allerheiligen war, haben wir uns erst heute in den Wald begeben.

Der erhoffte Niederschlag blieb zwar nicht ganz aus, fiel aber in unserer Region eher spärlich aus. Da gestern wahrscheinlich doch einige Sammler unterwegs waren, haben wir mit nur wenigen Pilzen gerechnet. Doch es kam anders.

In unserem kleinen Stück Eichenwald standen die Flockenstieligen Hexenröhrlinge in Massen. Über fünf Kilo in sämtlichen Altersstadien haben wir zusammengetragen. Alle waren fest und madenfrei. Die Maronen haben mit 1,4 Kilo etwas zugelegt. Die Steinpilze, von denen wir vier Stück fanden, scheinen hingegen eine Pause einzulegen. Die Artenvielfalt ist noch ausbaufähig. Das Foto rechts zeigt unsere Gesamtausbeute. 

Da die Temperaturen wieder ansteigen sollen, werden wir nächste Woche erneut nach dem Rechten sehen und berichten.

Bis dahin, mit freundlichen Grüßen Martin aus Eschweiler«

(Foto © Martin)

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Mal etwas anderes:

Lecker, lecker! Anjas Kräuter-Crêpes mit angebratenen Maronenröhrlingen




Foto: Der Nachmittagsfund von Maronen konnte sich sehen lassen. Der Morgen hatte Michael hingegen nur die eine Marone auf dem zweiten Foto beschert. Was auf dem obigen Bild aussieht wie ein Teigfladen, ist der stattliche Birkenporling. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 1. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am heutigen 1. November habe ich bei meinem Morgenspaziergang mit Ella nur einen einzigen Maronenröhrling gefunden, der auf dem Foto rechts zu sehen ist. Am Nachmittag sah es besser aus. Anja und ich fanden weitere Maronenröhrlinge und einen recht großen Birkenporling

Mit den Maronen will Anja gleich was Neues ausprobieren:

Feine Kräuter-Crêpes backen, diese mit den angebratenen Maronen füllen bzw. aufrollen und in eine Auflaufform mit ein wenig Tomatensoße aus den eigenen Kirschtomaten legen. Diese werden dann mit einer Mischung aus etwas Greyezer und Parmesan überbacken und mit gerösteten Mandelblättchen bestreut.

Dazu gibt es einen Kopfsalat mit Rucola-Kresse, Frühlingszwiebeln und Asia-Salat

Kulinarische Grüße von Anja, Ella und Michael«

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Birgelener Wälder: Die Hüte der Maronen zeigten sich im Topzustand


Rolf schreibt am 1. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich - trotz Rückenbeschwerden und Regens - in den Birgelener Wäldern unterwegs. Gleich im Eingang kam ich mit einem enttäuschten Pilzgänger ins Gespräch, der einen einzigen Parasol im Korb hatte.

Die Befürchtung, seine Erfolglosigkeit könnte sich bei mir fortsetzen, bestätigte sich prompt an meinen ersten Anlaufstellen. Etwas weiter im Wald waren als im Grunde einzige Pilzart viele Fliegenpilze zu sehen.

Doch hoppla - auf einmal standen stattliche Maronenröhrlinge da. Leider hatten sie alle deutliche Fraßspuren im Stiel. Ohne große Hoffnung habe ich sie mitgenommen. Tatsächlich waren fast alle Hüte ohne jeglichen Befund, was das zweite Foto mit dem Querschnitt zeigt. So konnte ich dieses Pilzjahr doch noch für mich retten.

Auf dem ersten Foto sind links noch zwei Birkenpilze und zwei Hexenröhrlinge zu sehen, von denen allerdings kaum noch etwas zu gebrauchen war. Ich schätze, in zwei Tagen wird der Schub an Maronen beendet sein.

Dennoch plane ich einen weiteren Pilzgang in cirka eineinhalb Wochen, um zu sehen, ob in diesem außergewöhnlichen Pilzjahr nicht doch noch etwas nachkommt. Denn es hat zuletzt ordentlich geregnet bei uns.

Herzliche Grüße aus Hückelhoven von Rolf«

(2 Fotos © Rolf)

Hallo Rolf,

man testet die Pilze immer vor Ort im Wald auf Maden; madige oder zum Teil madige Pilze  gehören nicht in den Pilzkorb, madiger Ausschuss bleibt generell im Wald, wo er durch Zersetzung wieder in die Natur eingehen kann.

Zum Wetter: solange der Frost wegbleibt, geht dieses Pilzjahr weiter, zurzeit holt der Sommer immer noch den Pilzsommer nach, was an zahlreichen uns gemeldeten Steinpilzfunden im Laubwald gut ablesbar ist. Die Fichtenwälder mit den üblichen späten Steinpilzen sind noch nicht im Pilzherbst angekommen.

Weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße, Heinz-Wilhelm

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Nach dem guten Steinpilzjahr beginnt jetzt bei Michael die große Birkenporlings-Kur


Foto: Birkenporlinge satt für Michael, Ella und Anja aus Lennestadt. Die große Gesundheitskur mit Tee und Tinktur kann beginnen. Übrigens auch für Hündin Ella, denn Hunden bekommt der Birkenporling als Futterbeigabe ebenfalls ausgezeichnet, wie der Beitrag von Wilhelm Schlüter aus Reinheim auf der verlinkten Seite zeigt. (Foto © Michael)

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Michael schreibt am 26. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern bin ich bei meinem täglichen Spaziergang mit Ella an einem Birkenhain in der Nähe von Kirchhundem vorbeigekommen. Dort entdeckte ich schon vom Wegesrand aus den einen oder anderen Birkenporling.

Ich hatte jedoch keinerlei Behältnis bei mir, so dass ich heute erneut zusammen mit Michael und Ella losgezogen bin und wir die oben zu sehenden Exemplare einsammeln konnten. Toll!

Da wir keine Gerätschaften zur Herstellung von Birkenporling-Pulver besitzen, haben wir sie in sehr feine Würfelchen/Brunoise geschnitten und werden sie nun sanft trocknen lassen (Ofen sowie Heizung aufgrund der Menge).

Da Du Dich ja sehr gut mit diesem Pilz auskennst und ihn sehr schätzt, habe ich da noch einige Fragen, die man wahrscheinlich nur aus eigener bzw. in diesem Fall Deiner Erfahrung beantworten kann:

1. Die Dosierung des Tees: 

Würdest Du ebenfalls die Dosierung 1 Esslöffel (in diesem Fall ja getrocknete Würfel) auf 500ml Wasser unterschreiben, so wie angegeben? Oder hast Du mit der Zeit andere Erfahrungen gemacht?

2. Was hältst Du von der Empfehlung der einwöchigen Pause wg dem 'Gewöhnungseffekt'?

3. Hast Du bereits Erfahrungen sammeln können bzgl des Einlegens in Alkohol-also als Tinktur.

Ich sage vielen Dank im Voraus und wünsche ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße von Michael, Ella und Anja«


Videoclip: Die Pilzsachverständigen und Pilzbuch-Autoren Rita und Frank Lüder zeigen hier, wie eine Tinktur vom Birkenporling angesetzt wird und wie man den Birkenporling schneidet und zubereitet, um einen Tee von ihm zu gewinnen. 


Hallo Michael,

1. Getrocknete Würfel für die Teegewinnung sind fast verschenkt, siehe hier ganz unten auf der Seite.

Die Dosierung ist reine Probier-, Ermessens- und Routinesache. Jeder wird schnell sein eigenes Bestmaß finden. Manch einer steht auf die intensive Ausgangsdosis wie beschrieben, anderen schmeckt der gestreckte Tee, den er mit dem Substrat vom Vortag gewonnen hat, besser. Bitte nicht vergessen: wir haben es mit einem völlig harmlosen Natur(heil)mittel zu tun. Berührungsängste hinsichtlich der Dosierung sind völlig unangebracht.

2. Zum subjektiv empfunden »Gewöhnungseffekt« muss man erst einmal hinkommen, er entsteht ja erst nach längerem oder langem Gebrauch. Und warum den Tee nicht regelmäßig präventiv trinken, wie es zum Beispiel Heilpilz-Experte Hans-Heinrich Kunde seit vielen Jahren tut und ich auch, solange ich ihn zur Verfügung habe?

3. Nein, mit einer Tinktur vom Birkenporling habe ich keinerlei Erfahrung. Ich halte dies für eine eher neue (westliche) Erfindung. Bei den Naturvölkern in Russland, auf dem Baltikum oder in Nordskandinavien kann ich keine entsprechenden Hinweise auf diese Praxis finden.

Das muss aber nicht heißen, dass sie schlecht ist. Im Gegenteil, ich würde den Internethandel mit einer fachlich gut gemachten Birkenporlingstinktur dem Verkauf der unseligen Würfel klar vorziehen.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen. Wichtig ist es, nur keine Berührungsängste zu haben!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Aachen/Voreifel: Flocki-Freude im lichten Eichenwäldchen, gekrönt von einem Kilo bester Steinpilze


Martin schreibt am 24. Oktober 2018:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

da sich der angekündigte Regen heute lediglich in Form von Nieselregen präsentierte und ich am Wochenende nicht zu Hause bin, beschlossen meine Freundin und ich, schon heute in den Wald zu fahren.

Am Parkplatz angekommen, stand da auch bereits das hinlänglich bekannte Auto unseres Konkurrenten. Auch er ist für gewöhnlich auf einer unserer zwei Runden unterwegs, um Steinpilze zu sammeln. Nur Steinpilze.

Also entschieden wir uns erneut für unsere Tour vom vergangenen Freitag. In dem kleinen Stück Eichenwald, in dem es inzwischen hell geworden ist, weil der Wind die Blätter heruntergefegt hat, haben sich diesmal sogar beinahe drei Kilo Flockige Hexen im Laubteppich versteckt! 

Die Steinis, alle im sehr guten Zustand, standen zum gelungenen Schluss mit einem Kilo zu Buche. Zusätzlich gab es auch noch zehn Maronen.

So war es einmal mehr ein voller Erfolg. Die Artenvielfalt hat etwas zugenommen, ist aber sehr unterschiedlich verteilt.

Einen schönen Abend noch wünscht Martin aus Eschweiler«

(Foto © Martin)

Hallo Martin,

gut, dass Ihr schon draußen ward, am Wochenende hättet Ihr nur noch (zu) alte Steinpilze vorgefunden.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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