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Die erlesenen Spitzmorcheln

krönen unvergleichlich gehobene Gerichte.

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Drei Dortmunder Steinpilzinvaliden


Steinis Günther 26.11.22

Dortmund - Diese Steinpilze - einen Schönheitswettbewerb werden die sichtlich angeschlagenen Exemplare nicht mehr gewinnen - haben Günther und Sigrid heute im Dortmunder Süden gefunden. (Foto © Günther)

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Schönste frische Steinpilze und ein bestens gefülltes Vorratslager an Trockenpilzen


Fund Michael 16.11.22
Konserven Michael 16.11.22

Kirchhundem - Milde Temperaturen und ergiebige Regenfälle lockten Michael am Mittwochvormittag (16. November) doch noch einmal in sein Steinpilzrevier bei Kirchhundem. Und er hatte den richtigen Riecher: Neun prächtige Steinpilze sowie je drei Maronen und Perlpilze landeten in seinem Korb. 

Auch möchte er uns seine getrockneten Pilze aus dieser Saison in Schraub- und Einweckgläsern zeigen (Foto rechts). Es sind Spitzmorcheln, Steinpilze, Wiesenchampignons, Anisegerlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Riesenschirmlinge und Maronenröhrlinge. Die Pilze hat er im Saisonverlauf in der Region Lennestadt, bei Kirchhundem und im Wittgensteiner Land gefunden. Nun kann der Winter kommen!

(4 Fotos © Michael)

Lennestadt, 16. November 2022

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Steinpilzkorb_Michael 13.11.22
2Steinpilze Michael 13.11.22

2 Fotos: Herrliche Steinpilze hatte Michael auch am Sonntag, 13. November 2022, gefunden. Der Korb war voll und schwer von schönsten Exemplaren, deren zwei allerschönste wir auf dem Foto rechts sehen. 


Lungenseitlinge statt Steinpilze und Maronenröhrlinge bei Lüdenscheid


Lungenseitlinge Jörg 8.11.22

Lüdenscheid - Diese Lungenseitlinge hat Pilzfreund Jörg bei Lüdenscheid gefunden. Viele von ihnen seien bereits vertrocknet gewesen. Eigentlich war er auf der Suche nach den typischen Herbstpilzen. Doch Steinpilze, Maronen & Co. waren nicht (mehr) zu sehen. (Foto © Jörg)

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Ein sagenhaft schöner November-Steinpilzfund für Michael & Anja bei Kirchhundem


Steinpilze top Michael 6.11.22


Michael schreibt am 6. November 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem es in den letzten Tagen endlich nochmal ergiebige Regenfälle gab, machten wir uns heute Vormittag auf zu einer längeren Pilzrunde bei Kirchhundem.

Und unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Gehofft hatten wir auf Flockenstielige Hexenröhrlinge, da sich dieser tolle Speisepilz in letzter Zeit öfter finden ließ. Darüber hinaus entdeckten wir Maronenröhrlinge, Grüne Speisetäublinge, Perlpilze und tatsächlich noch einmal eine große Menge Steinpilze, wie auf dem Foto rechts eindrucksvoll zu sehen ist. 

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man nur kleinere Exemplare des Perlpilzes sammeln sollte, da die größeren bitter schmecken. Ich habe heute einen recht großen Perlpilz mitgenommen, weil dieser super fest war. Aber meiner Ansicht nach geht es doch darum, alte, wirklich überständige Exemplare stehen zu lassen und nicht die größer gewachsenen.

Nachdem er gleich, nach genügend langer Durchgarung, auf den Teller kommen wird, wissen wir mehr. Ich bin sehr gespannt auf Deine Einschätzung!

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(3 Fotos © Michael)

Lieber Michael, 

dass überständige Pilze im Wald bleiben sollten, ist klar. Dass aufgeschirmte Perlpilze im guten mittleren Alter, von denen Du offenbar einen größeren mitgenommen und verwertet hast, bitter schmecken sollen, lese ich hier zum ersten Mal. Ich habe schon wirklich große Perlpilze gegessen. Bitter war noch kein einziger. 

Einmal wollte ich welche essen, die unter Thujen standen. Das ging schief: sie schmeckten alle penetrant nach Chemie, so, als wäre der Boden total überdüngt worden. Die landeten sofort in der Bio-Tonne. Mit Perlpilzen aus dem Wald habe ich noch keinerlei schlechte Erfahrung gemacht. 

Viele liebe Grüße Heinz-Wilhelm

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2Steinis Michael 6.11.22
Steinpilz top Michael 6.11.22

2 Fotos: Herrliche November-Steinpilze in bester Qualität! Michael und Anja haben bei Kirchhundem diese prachtvollen Exemplare gefunden - neben vielen weiteren. Es ist einfach herrlich, wenn man im weit fortgeschrittenen Jahr solch eine tolle Ernte macht. In aller Regel ist um diese Zeit kaum noch ein Mensch im Wald nach Pilzen unterwegs - das macht das Erlebnis und nicht selten das Ergebnis geradezu einzigartig. 

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Überraschung! Acht prächtige Steinpilze im Arnsberger Wald für Anja


2Steinpilze Anja 5.11.22

Foto: Anja versuchte einfach mal ihr Glück - und wurde zu ihrem Erstaunen mit acht prächtigen Steinpilzen im Arnsberger Wald belohnt. Flockenstielige Hexen und Maronen in bester Qualität gab es gratis dazu. 


Steinpilz Anja 5.11.22

Anja schreibt am 5. November 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

trotz niedriger Temperaturen versuchte ich heute mein Glück im Arnsberger Wald. Ein erfrischender Gang bei 8 Grad am späten Morgen, bei dem mich vorsichtshalber mein Pilzkorb begleitete, trug mir acht starke Steinpilze ein. Unversehrte Maronen und stramme Flockenstielige Hexenröhrlinge gab es als feine Zugabe.

Damit hätte ich nicht gerechnet, und entsprechend groß war meine Freude, solch schönen frischen Nachwuchs anzutreffen.

Die Saison ist noch nicht vorbei!

Herbstliche Grüße in die Runde, Anja"

(2 Fotos © Anja)

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Letzte Steinpilze für Jörg: Bei Lüdenscheid geht es so langsam dahin


Fund Jörg 3.11.22
Steini Jörg 3.11.22

Jörg schreibt am 3. November 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war am Feiertag erneut in den Pilzen bei Lüdenscheid. Und bemerkte schnell: das Wachstum lässt nun langsam nach.

Nicht nur die Steinpilze sind weniger zu finden, auch anderen Pilzarten begegnete ich nicht mehr so häufig. Ich habe zwar noch einige wenige Steinpilze gefunden (2 Fotos rechts), aber ich denke, es dürften bereits die letzten für dieses Jahr gewesen sein. Sicher trägt auch die Trockenheit, die schon wieder herrscht, zum Rückgang bei.

Ich habe einige Bäume gesehen, die mit Austernpilzen bewachsen waren, aber sämtliche Pilze waren bereits vertrocknet. Sicher hatte daran auch der zu warme Oktober seinen Anteil. Ich will aber nicht klagen: alles in allem war es ein gutes Pilzjahr, auch wenn es erst spät begonnen hatte. 

Gruß aus Lüdenscheid"

(2 Fotos © Jörg)

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Lennestadt: Erst in dem anderen Waldgebiet stellte sich Erfolg ein


Flockis Michael 30.10.22
Steini Michael 30.10.22

Michael schreibt am 30. Oktober 2022:

Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem die Uhren in der letzten Nacht auf die Winterzeit umgestellt wurden, bin ich heute Morgen schon gegen 7:30 Uhr los, um vielleicht noch ein paar Maronenröhrlinge oder Perlpilze zu finden.

Nach kurzer Zeit hatte ich schon den ersten Perlpilz, war aber nach geraumer Zeit fest davon überzeugt, dass dies der einzige mir bekannte Speisepilz wäre, den ich nach Hause bringen würde.

Ich sah zwar sehr viele Maronenröhrlinge, die jedoch alle überständig oder vertrocknet waren. Mit Steinpilzen habe ich zu diesem Zeitpunkt nun wirklich nicht mehr gerechnet, da sie sich bei unseren Spaziergängen quasi überhaupt nicht mehr haben blicken lassen.

Anja hat mich dann Gott sei Dank dazu überredet, zusammen noch in ein anderes Gebiet zu fahren. Und tatsächlich ließen sich dort noch sehr schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge (1. Foto rechts), Fichtensteinpilze (z. B. 2. Foto rechts) und Perlpilze blicken.

Liebe Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(2 Fotos © Michael)

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Lüdenscheid: Verändertes Angebot bei nach wie vor günstigen Temperaturen


Fund Jörg 25.10.22

Jörg schreibt am 25. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

noch wachsen in der Region Lüdenscheid die Speisepilze, da die Temperaturen gut mitspielen. Nur das Angebot hat sich deutlich verändert.

Fand man anfangs viele Steinpilze, so wachsen nun vermehrt Ziegenlippen und Maronenröhrlinge. Auch fand ich am letzten Sonntag einige Schopftintlige und einen Parasolpilz. Ferner gibt es nun reichlich Hallimasche, von denen ich auch ein paar mitnahm. Drei Steinpilze rundeten meinen Fund ab.

Gruß aus Lüdenscheid, Jörg"

(Foto © Jörg)

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Lennestadt: Jeder Gang ein Volltreffer mit frischen Pilzen, vor allem Maronen


Fund Michael 23.10.22
Hirschrücken Steinis Michael 23.10.22

Michael schreibt am 23. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in den Wäldern bei Lennestadt scheinen momentan die Maronenröhrlinge die Vorherrschaft bei den Speisepilzen an sich reißen zu wollen.

Zwar fanden wir gestern noch recht viele sehr schöne Fichtensteinpilze,, aber auch da hatten die Maronenröhrlinge schon die Oberhand. Dazu kamen gestern noch vier Grüne Speisetäublinge, zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge und ein Perlpilz.

Heute Vormittag waren es dann nur noch drei Fichtensteinpilze, drei Perlpilze und unsere erste Ziegenlippe des Jahres. Und halt wieder sehr viele Maronenröhrlinge. 

Am Nachmittag kamen erwartungsgemäß weitere Maronenröhrlinge hinzu, aber eben auch einige Anisegerlinge, Grüne Speisetäublinge und zum Schluss entdeckten wir dann noch drei Fichtensteinpilze.

Gestern Abend gab es Hirschrücken mit einer Preiselbeer-Wildsauce, dazu Spätzle und angebratene Steinpilzscheiben (2. Foto rechts).

In der kommenden Woche habe ich Urlaub, und da die Wetterdienste weiterhin milde Temperaturen vorhersagen, könnte es was werden mit weiteren Funden. Vielleicht lassen sich ja doch noch die Herbsttrompeten in unserer Gegend blicken.

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(4 Fotos © Michael)

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Fund2 Michael 23.10.22
Fund3 Michael 23.10.22

2 Fotos: Jeder Spaziergang bringt derzeit neue frische Pilze auf den Tisch im Hause Michael. Wobei hier viele weitere Maronen gar nicht berücksichtigt wurden. 


Jörg staunt: So spät so viele schöne Steinpilze bei Lüdenscheid!


Steinpilze Jörg 17.10.22

Foto: Da hat Jörg, der in den letzten Jahren nicht gerade von Steinpilz-Funden gesegnet war, endlich einmal wieder in die Vollen greifen können. Sein Sonntagsgang hat sich vollauf gelohnt. 


Steinpilz Moos Jörg 17.10.22

Jörg schreibt am 18. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

weil das Wetter am letzten Sonntag schön mild war, bin ich nochmal in den Pilzen gewesen.

Ich wurde nicht enttäuscht! Im Gegenteil, die Steinpilze wachsen nach den letzten Regentagen bei uns im Raum Lüdenscheid reichlich! Es ist ja auch noch nicht so kalt in den Nächten.

Für mich ist es immer wieder erstaunlich, welche Kraft die kleinen Kerle entwickeln können und wie sie sich durch das doch feste und zähe Moos drücken, siehe das Foto rechts!

Hoffentlich bleibt das Wetter noch ein bisschen so. 

Gruß aus Lüdenscheid, Jörg"

(2 Fotos © Jörg)

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Dunkle Graskreise auf der Weide bei Iserlohn wiesen den Weg zum köstlichen Abendessen


Muriel Dominik Wiese Michael

Foto: Ganz schöne Bollen von Wiesenchampignons, die Muriel (links) und ihr Bruder Dominik da halten. Das hohe Gras in Kreisform auf einer Weide hatte sie auf die Pilze aufmerksam gemacht. 


Wiesenchampis Tisch Michael 16.10.22

Foto: Reichlich Wiesenchampignons sind auf dem Tisch. Es gab sie in der Gusspfanne in Butter angeschmort mit Lauch und Schalotten, dazu Bratkartoffeln und Spiegelei. Die noch Ganzen wurden geviertelt und eingefroren. (4 Fotos © Michael)

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Muriel schreibt am 16. Oktober 2022:

"Hallo Herr Bertram.

gute Steinpilzvorräte haben wir nun mittlerweile und bei Neuenrade im Wald ist gerade kaum etwas los. Was man auch daran merkt, dass nun viel weniger Menschen unterwegs sind. Die Ferien gehen zu Ende und es wachsen gerade auch nicht mehr so viele Dickfußröhrlinge. Zunehmend sehen wir Panther- oder Perlpilze, Schönfußröhrlinge und Schwefelköpfchen.

Gestern wollten wir dann noch mal schauen, wie es auf unserer Lieblingsweide in der Nähe vom Waldrand bei Iserlohn aussieht. Mein Vater Michael und mein Bruder Dominik hatten gehofft, dieses Jahr noch kleine, schmackhafte Parasole zu finden. Das Wetter gestern war schön, milde 18 Grad und recht sonnig. Was wir nahe des Weges am Nadelwald fanden, waren aber nur einige, traurig aussehende, schon zerlaufene Schopftintlinge und weiter in den Wald hinein, überalterte Safranschirmlinge.

Muriel Michael 16.10.22

Foto: Da kniest di nieda, würde der Bayer sagen. Muriel bei der Ernte von Wiesenchampignons, die sich gut im Gras verbergen.

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Dominik Michael 16.10.22

Foto: Ihr Bruder Dominik macht es ihr fast nach, schont aber lieber seine Hose. 


Dafür wuchs in zwei Senken auf der nahen, mageren Weide das Gras auf langer Strecke und an vielen Stellen besonders hoch und kreisförmig. Ein sehr gutes Zeichen, denn dort warteten, knapp über dem Boden und erst zu sehen, wenn wir unmittelbar davor standen, Wiesenchampignons auf uns. Exemplare in allen Größen, erstaunlich viele, fast alle frisch und kernig, zwei Netze waren damit gut gefüllt.

So wurde es ein schöner Ausflug in die Natur mit einem sehr leckerem Extra, das es dann zum Abendessen gab. In der Gusspfanne in Butter angeschmort mit Lauch, Schalotten, dazu Bratkartoffeln und Spiegelei. Die kleinen Pilze kamen geviertelt ins Eis, in bester Nachbarschaft zu Steinpilzen.

Liebe Grüße Muriel"

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Michael Auto 16.10.22

Foto: Nach Fotografenwechsel zeigt sich Papa Michael zufrieden mit der in luftigen (Zwiebel-?)Säcken verstauten Beute. (Foto © Muriel/Dominik)

Michael schreibt hierzu am 17. Oktober 2022:

"Guten Morgen, Herr Bertram,

ja, es sind Zwiebelsäcke. Allerdings gut ausgesuchte, vom Material her sehr weiche und engmaschige, mit breiten Fasern, die nicht in den Pilz einschneiden.

Diese Netze sind sehr flexibel, leicht und luftig. Weit bequemer, als einen Korb unter dem Arm oder am Henkel zu tragen. Der relativ schwer ist, immer gleich groß und in Waldbereichen mit einem engen Bestand oft hinderlich ist.

Unsere Netze hingegen - wir bekommen sie gratis auf dem Markt - kommen immer erst dann zum Einsatz, wenn etwas gefunden wird. Bis dahin bleiben sie gefaltet in der Jackentasche oder in der Seitentasche der Hose; beide Hände sind frei.

Sie sind auch immer nur gerade so groß, wie Inhalt darin ist. Und hängen, wenn das obere Ende einmal lose um das Handgelenk geschlungen und zwischen Daumen und Zeigefinger geführt wird, nach unten weg. Die Hand des tragenden Armes kann somit weitgehend auch noch eingesetzt werden.

Grüße, Michael"

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Das freut Jörg in Lüdenscheid: Mit Wiesenchampis hatte es begonnen, jetzt sind die Steinpilze am Zug


Korb Jörg 11.10.22
Fliegenpilz Jörg 11.10.22

Jörg schreibt am 11. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war am Sonntag bei schönstem Herbstwetter wieder in meinem Steinpilzrevier bei Lüdenscheid. Und wieder wurde ich nicht enttäuscht: die Steinpilze wachsen! So konnte ich meinen Korb gut füllen (1. Foto rechts).

Nur andere Pilzarten stehen mäßig im Wald. Allein die Fliegenpilze leuchten in allen Ecken und Winkeln, wie beispielsweise im 2. Bild zu sehen. 

Es war ein schöner Wald- und Pilzgang!

Gruß Jörg aus Lüdenscheid"

(2 Fotos © Jörg)

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Die Voreifel macht's möglich:

Ein Sonntagsausflug ins Unbekannte trug Martin & Familie drei Körbe Steinpilze ein


Körbe Steinis Martin 10.10.22

Voreifel - Der Sonntagsausflug von Martins Familie in ein Waldgebiet in der Voreifel, das sie bisher noch nicht in Augenschein genommen hatten, hat sich vollauf gelohnt. Schnell waren alle Körbe mit Steinpilzen und Flockenstieligen Hexen gefüllt. 

Das 2. Foto zeigt die Gläser mit Trockenpilzen von vorherigen Funden. In den einzelnen Gläsern (von links): Steinpilze, Flockis und Maronen; Steinpilze pur; Steinpilze und Flockis.

Da kann der Winter kommen! 

(2 Fotos © Martin)

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Trockenpilze martin 10.10.22


Lennestadt: Ganz entlegen wachsen die großen Steinpilze mit fast noch weißen Röhren


Steinpilze Michael 9.10.22


Michael schreibt am 9. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem wir am letzten Sonntag im Wittgensteiner Land viele Steinpilze finden konnten, geht es nun auch bei Lennestadt richtig los. Allerdings nicht unbedingt in all unseren Suchgebieten. Die letzten Tage haben gezeigt, dass momentan nur ein Areal großen Erfolg verspricht.

Dass man dem wunderbaren Hobby Pilzsuche nicht unbedingt alleine nachgeht, zeigte sich heute Vormittag eben genau dort. Wir waren schon eine gute Stunde recht erfolgreich unterwegs, als wir an eine Stelle kamen, die ich bislang für sehr weit entfernt von jeglichen befahrbaren, sprich asphaltierten Waldwegen hielt. Ich werde mir das in Kürze mal genau auf der Karte oder bei Google Earth anschauen.

Nichtsdestotrotz standen dort zwei Fahrzeuge und im Laufe der nächsten Viertelstunde begegneten wir dann auch mehreren Sammlern. Das ist im Oktober und nach ausgiebigem Niederschlägen aber eigentlich auch kein Wunder.

Wie die Fotos belegen, war unsere Ausbeute dennoch toll. Und dabei noch wirklich große Steinpilze mit fast noch weißen Röhren zu finden, ist wirklich selten genug und darum umso schöner.

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(3 Fotos © Michael)

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steinpilze wald michael 9.10.22
Steinpilz freischwebend Michael 9.10.22

2 Fotos: Was ist denn da auf dem linken Foto los? Da scheint ja ein ganzer Zug von Steinpilzen aufzumarschieren. Rechts hockt einer von ihnen auf der Armsänfte.


Voreifel: Nach den Ernten im Laubwald und im Nadelwald laufen bei Martin drei Dörrautomaten im Dauerbetrieb


2Körbe Martin 9.10.22

Foto: Diese Pilze zeigen den Rest von Martins Familienfund, nachdem er zuvor viele Pilze an Freunde und Verwandte verteilt hatte. Für die Dörrautomaten bedeutete das Schwerstarbeit. Das 2. Foto zeigt zwei schöne Steinpilze im Laubwald, dem ersten Suchort des Tages. (3 Fotos © Martin)

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2Steinpilze Martin 9.10.22

Martin schreibt am 9. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem wir am Freitag um 23.30 Uhr aus unserem Urlaub von der Nordsee zurückgekommen waren, sind wir am heutigen Samstagmorgen um 10.30 Uhr gleich mal in unseren Buchenwald gefahren, um nach Steinpilzen zu sehen. Mit von der Partie war mein Bruder, der mit seiner Familie extra aus Krefeld angereist war.

Und es war herrlich! Neben vielen Steinpilzen und vielen Hexenröhrlingen gab es auch ein paar Maronen und erst das zweite Mal in meiner Zeit als Pilzsammler auch ein paar Rotkappen.

Nach fast drei Stunden sehr guten Erfolgen sind wir dann noch in mein Steinpilzeldorado im Fichtenhochwald gefahren. Dort sah es besser aus als erwartet. Neben vielen Steinpilzen gab es auch jede Menge Maronen. Alles weiterhin in bester Qualität!

Nachdem alle Freunde und Verwandte versorgt worden waren, ist das übrig geblieben, was auf dem Bild zu sehen ist. Es ist lediglich der Teil, den ich mit meiner Familie gesammelt habe.

Im Moment laufen 3 Dörrgeräte, der Rest der Pilze muss bis zum Sonntag warten. 

Allen viel Erfolg und alles Gute Martin"

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5Steinpilze Martin 9.10.22

Foto: So standen die Steinpilze auf den lichten Plätzen des Fichtenhochwaldes, in dem Martin seit einigen Jahren mit großem Erfolg sucht und findet. 

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Das ungute Gefühl, bei der Pilzlese von mysteriösen Augen beobachtet zu werden


Fund Michael 8.10.22

Foto: Ein schönes Büffet von jungen Steinpilzen, deren einem etwas Wesenhaftes nicht abzusprechen ist. Sogar noch im Häuslichen beobachtet ein Steinpilz den Fotografen mit halbem Schmunzelblick. 


Michael schreibt am 8. Oktober 2022:

"Hallo Herr Bertram,

Muriel und Dominik haben diese Tage Ferienprogramm in der Stadt, also habe ich mich gestern alleine auf die Suche nach neuen Pilzrevieren gemacht. Denn in den recht kleinen Wäldern bei Neuenrade herrscht gerade zu viel Fremdenverkehr. Also bin ich rüber in die Ausläufer des Arnsbergers Waldes im Hochsauerlandkreis gefahren.

Dort war es angenehm menschenleer und der Wald ist trotz stellenweise großer Abholzungsflächen recht intakt. Ich fand schnell interessante Bereiche, am Waldrand im Übergang zwischen Buchen, Eichen und einem Kiefernwald, der mit einigen lichten Flächen, auf denen Birken stehen, aufgelockert ist.

Noch nie hat Michael Steinpilze im Farnkraut gefunden

Bisher glaubte ich immer, wo Farne stehen, sei nicht mit interessanten Pilzen zu rechnen, auch fanden meine Suchen bisher überwiegend unter Nadelhölzern statt. Das hatte ich von meinem Groß- und auch Urgroßvater als probates Waldwissen mit übernommen. Man kann (im Idealfall) aber so alt wie ein Stein werden und immer noch dazu lernen.


Farnversteck Steinpilz Michael 8.10.22

Foto: Im Farnversteck duckt sich ein junger Steinpilz. Bislang hatte Michael nicht auf dem Schirm, dass Steinpilze im Farnkraut wachsen würden. 


Denn in einigen Wasser speichernden Senken, im dichten Gras unter den Farnen, leuchteten zunächst die mir so sympathischen Mehlräslinge auf, Exemplare in teilweise stattlicher Größe. Und nicht nur das, im Frauenhaarmoos dazwischen räkelten sich viele kleine Maronen (die ich nicht sammele, wegen der erhöhten Aufnahme von Cäsium).

Äußerst gut versteckt unter der dichten Vegetation zeigten sich dann aber auch noch auffällige, rostfarbene Hüte. Steinpilze unter dem Farn! Nicht wenige und sehr schöne, feste Exemplare. Und einige Meter weiter im Laubwald konnte ich gar noch mehr Boletus edulis erspähen. Bisher war ich auch im Laubwald nur seltenst erfolgreich gewesen, was hatte ich also heute für ein Glück!

Von wem nur wird er die ganze Zeit beobachtet?

Die Freude über diesen tollen Funde und die neuen Naturerfahrungen wurde aber von dem Gefühl getrübt, dass ich gerade beobachtet werde. Kurz darauf, wusste ich dann, von wem: halb aufrecht im Waldboden, zwischen Kiefernnadeln und vertrocknetem Material von Farn, stand er, der stille Beobachter. Aus großen Schneckenaugen schaute er mich an.


Pilzgeist Michael 8.10.22

Foto: Da hat ihn Michael endlich erwischt, den stillen Beobachter, der ihm soviel Unbehagen bereitet hatte. Ob er Bedenken hatte, das kleine Pilzmonster zu berühren? Auf jeden Fall hat er ihn irgendwie mit nach Hause gekriegt (nächstes Foto). Aber selbst da hat der Kleine weiterhin alles im Blick. Man weiß nicht so recht, ob er sich über seine(n) Betrachter lustig macht oder einfach nur schmunzelt. 


Steinimonster Michael 8.10.22

Ich suche seit über 40 Jahren Pilze und habe so manchen wirklich kurios gewachsenen oder geformten Pilz gesehen. Aber noch keinen mit Augen und Mund. Bei diesem kleinen Steinpilz aber haben Schnecke, Mutter Natur und die Schwerkraft im Team eine Einmaligkeit erschaffen, über die ich herzlich lachen musste.

Auch bei allen hier zuhause war der kleine Pilzgeist der absolute Hingucker. Ein hoch sympathischer Exot, zwischen seinen fast drei Dutzend schönen, aber weit weniger auffälligen Kollegen. Es tat mir leid, auch ihn mit in Scheiben schneiden zu müssen, als Beilage zu Bandnudeln in Weißwein-Rahmsauce.

Grüße aus dem Märkischen und Danke an dieser Stelle für dieses tolle Forum, das gleichermaßen unterhaltsam und hoch informativ ist.

Michael"

(4 Fotos © Michael)

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Es wird immer besser bei Lüdenscheid - und Jörg ist zufrieden


Fund Jörg 4.10.22

Foto: Zwei erste junge Steinpilze lassen hoffen, dazu gab es für Jörg die erste Krause Glucke der Saison, einige Flaschenboviste und eine Schale voll Wiesenchampignons. Damit war er zufrieden. (Foto © Jörg)

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Jörg schreibt am 4. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

hier ist wieder der Jörg aus Lüdenscheid.

Ich war am gestrigen Feiertag wieder in meinem Pilzrevier. Und siehe da, endlich kommen auch bei uns andere Pilze, nicht nur Champignons.

Es waren zwar noch nicht ganz so viele, wie andere Pilzsucher hier in der Gegend finden, aber ich bin durchaus zufrieden. Champignons, Birkenpilze, die erste Krause Glucke in diesem Jahr, zwei kleine Steinpilze sowie ein paar Flaschentäublinge.

Das lässt auf mehr hoffen.

Gruß aus Lüdenscheid, Jörg"


Südliches Bergisches Land: Die vielen Steinpilze purzelten Christoph schon aus dem Korb


Steinpilzkorb Christoph 3.10.22

Christoph schreibt am 3. Oktober 2022:

"Hallo Herr Bertram und liebe Pilzfreunde,

nachdem die Pilzsaison hier im Süden des Bergischen mit Wiesenchampignons und Parasolen begonnen hatte, haben wir heute einen schönen Steinpilzfund gehabt (Foto rechts). Und was mich besonders gefreut hat: Es waren auch drei Maronenröhrlinge dabei, die ersten, die ich dieses Jahr gesehen habe.

Zu finden waren auch Goldröhrlinge und Butterpilze, aber da kenne ich mich mit der Verwertbarkeit nicht so aus.

Viele Grüße, Christoph

P.S.: Danke für das Angebot dieser Seite. Ich nutze es, insbesondere den Ticker, sehr gerne!"

(Foto © Christoph)

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Und wieder ein herrlicher Pilzgang bei Neuenrade

Ein Dankeschön an die hastige Konkurrenz, die die schönsten Steinpilze stehen ließ


Steinpilzschale Dominik Michael 3.10.22

Foto: Eine Steinpilz- und Maronentorte der besonderen Art hat Dominik hier fertiggestellt. Wir sehen ausnahmslos junge Pilze, allenfalls welche im mittleren Alter von tollem Aussehen. (3 Fotos © Michael)

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Michael schreiben am 3. Oktober 2022:

"Guten Tag Herr Bertram,

heute war Muriel nicht danach, früh aufzustehen. Also zog ich heute früh beim ersten Sonnenlicht mit Dominik los, um erneut Pilze zu suchen.

Wieder einmal waren Leute von außerorts im Wald unterwegs. Das Rotkehlchen und die Elster verrieten sie mit deutlichen Warnrufen, schon lange bevor das lautstarke Knacken von Ästen unter unvorsichtigen Füßen und Rufe an unser Ohr drangen.

Es waren nützliche Konkurrenten, denn sie putzten die Steinpilze direkt im Wald. Und schon von weitem leuchteten die Schnittreste kontrastreich auf dem Waldboden auf. So wiesen sie uns den Weg zu ihren Fundstellen. An denen wir dann immer noch zwei bis drei andere, besser versteckte Steinpilze, fanden. Dankeschön.


Steinpilzscheiben Michael 3.10.22

Foto: Längs geschnittene bzw. halbierte Steinpilze in tadellosem Zustand. Die Gewürzmühlen lauern schon, können ihren Einsatz für ein Top-Gericht kaum erwarten. 

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Im hohen Frauenhaar-Moos, das nun auch schon seine Sporenbehälter austreibt, zeigten sich nun auch zahlreiche junge, knackige Maronen. Dominik scherzte: "Das hohe Moos, das ist nicht nicht ohne. Denn tief darin wohnt die Marone." Wusste gar nicht, dass der Junge Heinz Erhardt kennt.

Die Ausbeute nach 2 Stunden war stattlich und wieder einmal von sehr guter Qualität. Wir hoffen, bei angekündigt mildem Wetter plus moderaten Regenfällen bleibt es noch eine Zeit lang so, dass wir Boletus edulis finden. Die Fliegenpilze drücken gerade enorm stark heraus und bei uns in den Wäldern kündigt das meist den schnellen Rückgang der Steinpilze an.

Der Fund von heute wurde zu einem Teil auf Eis gelegt, eine ordentliche Portion putzt und bereitet Dominik direkt pfannenfertig vor und ein Backblech voll Geschnibbel kam zum Trocknen in den Backofen. Für neue Steinpilzbutter. Die letzte war so köstlich, ruckzuck, war das Glas leer...

Grüße aus dem Märkischen, Michael & Dominik"

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Trockenpilze Backofen Michael 3.10.22

Foto: Und das "Geschnibbel" liegt schon auf dem Ofenblech und wird getrocknet für den Wintervorrat. 

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Engelskirchen, Oberbergischer Kreis: Steinpilze, zweimal wie aufgereiht, fest und knackig


Steinpilze Bastian 2.10.22

Bastian schreibt am 2. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich bin ein interessierter Leser deiner Seite und heute sende ich auch mal etwas ein.

Ich hatte heute, bei meinem ersten echten Pilzgang in diesem Jahr, nach nur kurzer Zeit einige tolle Steinpilzfunde.

In einem steilen Fichtenhang in Engelskirchen im Oberbergischen Kreis standen zweimal wie aufgereiht feste und knackige Steinpilze, darunter auch noch sehr junge und kleine Exemplare. Sie blieben allerdings stehen. Einige Meter weiter im Moos wuchsen zwei besonders stattliche Exemplare. Die Pilze waren von sehr guter Qualität und sehr fest, auch wenn einer leichten Schneckenbefall aufwies.

Der gesamte Wald scheint intakt und durch reichlich Regenfälle gut durchnässt zu sein. Hier kommt sicherlich noch so manches nach, sofern die Temperaturen nicht schnell weiter abfallen.

Nach wenig Aufwand reichte mir die Ausbeute für meinen Bedarf und auf dem Weg heraus aus dem Wald tauchten an einer Wurzel auch noch ein paar Hallimasche auf. 

Viele Grüße aus dem schönen Oberbergischen, Bastian"

(3 Fotos © Bastian)

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Steinpilz Bastian 2.10.22
Hallimasch Bastian 2.10.22

2 Fotos: Eines der zwei besonders stattlichen Exemplare war der stramme Steinpilz. Rechts die Hallimasche, die Bastian auf dem Rückweg kurz vor Verlassen des Waldes noch fand. 


Ein denkwürdiger Rundgang im Wittgensteiner Land

»Welch ein unfassbarer Steinpilztag!«


Steinpilzberg MichaelSch 2.10.22

Michael schreibt am 2. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

glücklicherweise kamen wir heute Vormittag auf den Gedanken, einen von uns schon lange nicht mehr inspizierten Wald im Wittgensteiner Land aufzusuchen. Nicht weit vom Wanderparkplatz entfernt standen die Fichtensteinpilze bereits dicht an dicht.

Und auch im weiteren Verlauf dieses Rundwanderweges tauchten sie glücklicherweise immer wieder auf, meist direkt an Böschungen.

Welch ein unfassbarer Steinpilztag! So viele makellose Exemplare zu finden ist wirklich wunderbar!

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(3 Fotos © Michael)

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Steinpilze1 Michael 2.10.22
Steinpilze2 Michael 2.10.22

2 Fotos: So standen sie da in Gruppen, immer wieder, die herrlichen Steinpilze mit ihren regenglänzenden Hüten. So sind sie besonders gut zu erkennen. 


Ein herrlicher Sonntagmorgen im Arnsberger Wald mit gefühlten 33 Steinpilzen


Steini2 Anja 2.10.22
Steini Anja 2.10.22

2 Fotos: "So schön und köstlich ist der Herbst." Dann wird es zum puren Genuss, die Wälder zu durchstreifen und so herrliche Pilze aufzustöbern, auch wenn sie im dicken Laub stehen. (2 Fotos © Anja)

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Anja schreibt am 2. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzsammler,

die Saison im Arnsberger Wald beginnt stark! Stramme Hexenröhrlinge an Wiesenrändern und gefühlte 33 knackige Steinpilze in meinem Körbchen.

Sie sind gar nicht so leicht zu erkennen auf den belaubten Böden. Nach 30-minütiger Anpassung war mein Blick geschärft für wahre Prachtexemplare. Im Rausch der Pilze vergingen zwei Stunden wie im Flug.

Tadellose Steinpilze unterschiedlicher Größe in geselligen Gruppen anzutreffen, lassen das Sammler-Herz höher schlagen. Ein herrlicher Sonntagmorgen!

Erstaunlich rasant müssen die Pilze in den regenreichen Tagen der letzten Woche gewachsen sein. Im gleichen Waldabschnitt gelang meiner Pilzfreundin Anja erst zwei Tage zuvor (siehe Anjas Pilznachricht vom 29. September 2022) ein großer Coup. Ihren Erfolg teilte sie freudig u.a. mit mir: Danke für die 1A Überraschung vor meiner Türe : )

So schön kann Pilzesammeln sein!

Liebe Grüße vom Möhnesee, Anja"


Invasion der Buchenschleimrüblinge bei Haltern


Buchenschleimrüblinge1 Ina 2.10.22

Foto: Bei Haltern sind die Buchenschleimrüblinge los! Ina hat sie zu Hunderten und Tausenden entdeckt. in den Vorjahren sei diese Pilzart eher selten gewesen. 


Buchenschleimrüblinge2 Ina 2.10.22

Ina schreibt am 2. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nach einigen Streifzügen durch mein Pilzrevier bei Haltern fiel mir auf, dass es unheimlich viele Buchenschleimrüblinge auf den kranken und toten Buchen gab. Ein Pilz, den ich bisher selten in diesen Wäldern gesehen habe, obwohl er sehr charakteristisch und auch hübsch ist. Einige Prachtkerle von Steinpilzen gab es auch. Etliche andere Arten lassen noch auf sich warten."

(3 Fotos © Ina)

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Buchenschleimrüblinge Ina 2.10.22

Foto: Sie wachsen in starken Büscheln - und sind sogar essbar, die schleimigen Weißhäupter. 


Zähes Vorankommen der Steinpilze im Fichtenwald, leichtes Suchen unter Buchen


Steinpilzkorb Martin 1.10.22

Foto: Erst im Buchenwald ging es richtig gut los mit den Steinpilzen. Schnell wurde Martins Korb in der Voreifel schwer. Im Fichtenwald dagegen tun sich die Steinpilze noch recht schwer. (3 Fotos © Martin)

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Martin schreibt am 1. Oktober 2022:

"Guten Abend lieber Heinz Wilhelm,

gestern war ich zum vierten Mal in unserem Steinpilzeldorado, wie wir es vor 2 Jahren getauft haben, in der vorderen Eifel unterwegs. Da ich am Sonntag kleine Steinpilze stehen gelassen habe, wusste ich also, dass es etwas zu finden geben würde. Mit der Hoffnung, dass sich das Pilzwachstum verbessert habe, ging es los.

Steinpilz Martin 1.10.22

Nach knapp 1,5 Stunden hatte ich 12 knackige Steinpilze und 3 Maronen. Mehr haben die Fichten noch nicht zu bieten. Auch sonst ist noch nicht viel Pilzwachstum vorhanden.

Da ich noch Zeit hatte und viele Facebook-User in unserer Region Bilder von Laubwäldern posten, habe ich den Buchenwald, den ich vor 2 Jahren auf Anraten unserer Nachbarn das erste Mal besuchte, aufgesucht.

Er beginnt anfänglich auch mit Fichten, in denen tote Hose herrschte. Doch im Übergang zum Buchenwald zeigten sich die ersten Steinpilze und auch junge Hexenröhrlinge. Dies zog sich dann auch so fort mit mal einem einzelnen Steinpilz oder auch mal Grüppchen mit bis zu 20 Stück in unterschiedlichen Größen.

Die Qualität ist top und die Pilze sehen sehr gut aus. Also geht in dem Buchenwald definitiv die Post ab. Ich habe jede Menge kleine Steinis und auch Hexen stehen gelassen. Im Fichtenwald sieht es bescheidener aus, aber vielleicht kommen sie ja dort noch nach.

Mit einem weinenden Auge geht es nun erst einmal in den Urlaub an die Nordsee. Da ist ja nicht viel mit Wald. Obwohl ich mir da schonmal den Jever Staatsforst ausgeguckt habe. Mal sehen, ob wir da mal vorbeischauen. Alles Gute und allen Sammlern viel Erfolg!

Martin"

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Fichtensteinpilze Martin 1.10.22

Foto: Sie sind noch klein im Fichtenwald, diese fünf Steinpilze. Unter Buchen sah es besser aus. 

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Große Steinpilz-Nachlese im Essener Süden: »Sie wachsen teilweise übereinander«


Korb Frank 1.10.22
Steinpilze Unterholz Frank 1.10.22

Frank schreibt am 1. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute haben wir unser Pilzrevier im Essener Süden wieder besucht, wo wir schon in der letzten Woche sehr erfolgreich waren.

Es ist einfach unglaublich, die Steinpilze wachsen beinahe wie Unkraut😀.

Ansonsten ist aber nicht viel zu finden. Kein einziger Hallimasch und nur ganz vereinzelt ein paar Hexenröhrlinge und Schopftintlinge. Sonst nichts. Kein Täubling, Perlpilz, Maronen oder sonst was, nur Steinpilze. Aber die wachsen teilweise übereinander.

Viele Grüße Frank"

(4 Fotos © Frank & Privat)

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GroßerSteinpilze Laubtunnel Frank 1.10.22
3Steinis Frank 1.10.22

2 Fotos: Frank hält im Baumtunnel den wohl größten Fund des Tages in die Kamera. Die Steinpilze wuchsen, wie auf dem Bild rechts, fast "übereinander", wie Frank schreibt. (4 Fotos © Frank & Privat)

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Muriel, diesmal mit Papa auf Pilztour bei Neuenrade

Vier Steinpilzriesen und drei Sammlerzwerge mit Plastiktüten


Muriel Steinpilz Vater 1.10.22

Foto: Einer der Steinpilzriesen, die Muriel und ihr Vater bei Neuenrade im Sauerland fanden. (5 Fotos © Muriel & Privat)

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Muriel schreibt am 1. Oktober 2022:

"Hallo Herr Bertram,

wie angekündigt, war ich gestern bei schönem Herbstwetter, wir hatten fast 19 Grad, noch mal bei Neuenrade im alten Wald. Heute gemeinsam mit Papa, um Steinpilze nachzusuchen.

Auf dem Wanderparkplatz standen Autos aus einer Großstadt im Ruhrgebiet und am Waldrand kamen uns drei Männer entgegen, in Jogginghosen, mit Straßenschuhen und halbvollen Plastiktüten. Kein gutes Zeichen, nicht nur, weil bekannt ist, dass man bei so einer Aufbewahrungsart oder Transport in einem Auto, das von der Sonne aufgewärmt ist, eine (unechte) Pilzvergiftung durch schon zersetztes Eiweiß riskiert.

Im Wald haben wir dann gesehen, dass jeder beliebige Pilz auf unserer üblichen Route unlängst grob aus dem Boden und Myzel heraus gerissen wurde. Auch die ungenießbaren oder giftigen Arten wie der Raukopf, Kahler Krempling, Bitterröhrling und Schönfußröhrling, die dann weggeworfen wurden. Die Männer kannten sich also nicht gut aus und mussten jeden Pilz in die Hand nehmen.


Steinpilze Mehlräslinge Vater 1.10.22

Foto: Muriel zeigt einen putzig verwachsenen Steinpilz. Zwei kleine Mehlräslinge, ihre Zeigerpilze, blitzen aus dem Moos auf. 

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Wer keine Ahnung hat, sollte keine Pilze sammeln

Steinpilze hingegen wurden mitgenommen. Auch die Exemplare, die Dominik und ich vor einigen paar Tagen stehen gelassen haben. Weil sie winzig waren, Ansätze von Goldschimmel hatten oder schon dabei waren auszustäuben, mit dunkel olivfarbenen Röhren. Ich meine, wer keine Ahnung hat und auch so achtlos in die Natur eingreift, der sollte nicht Pilze sammeln.

Ein schöne kleine Lichtung am Hang mit bequemen Sitzplätzen im weichen Moos, vielen hübschen Fliegenpilzen und einigen Goldröhrlingen im Sonnenschein, mit zwei total putzigen Eichhörnchen auf ihrer Bevorratungstour für den Winter haben uns den Umut aber schnell vergessen lassen.


Vater Wald Muriel 1.10.22

Foto: Hier hat Muriel ihren Vater fotografiert. Er hat drei große Steinpilze aufgestöbert, so große, wie er sie in ihrem sehr guten Zustand sein Leben lang noch nicht gefunden hat. 

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Weitere Flockenhexen haben wir nicht gefunden, vielleicht müssen wir uns dafür mal im Laubwald umschauen, davon haben wir hier aber nicht viel. Aber in der Nähe von Mehlräslingen und Fliegenpilzen in den alten Rückegassen bei den Randfichten, im hohen Moos zwischen Heidekraut und Gräsern fanden wir schnell noch viele Steinpilze, von klein bis wirklich groß.

Mein größter Fund in der Grasmulde (siehe das Foto mit den zwei Mehlräslingen) hatte von unten betrachtet eigentlich 5 Stiele, deren Hüte quasi zu einer Steinpilz-WG, unter einem kurios geformten Hut, zusammengewachsen waren.

Vater Bank Muriel 1.10.22

Papa hat dann noch drei weitere Pilzriesen gefunden, an sich weithin gut sichtbare Exemplare. Die anderen Pilzsucher waren also nicht nur unerfahren, sondern hatten auch kein gutes Auge für die Partnerflora und gute Standorte. Aber das war ja gut für uns.

4 Steinpilzriesen brachten allein stolze 2866 Gramm auf die Waage

Zuhause haben wir dann erst mal die Riesen gewogen: 1048, 842, 563 und 413 Gramm brachten sie auf die Küchenwaage. Sie haben unseren Wintervorrat enorm vergrößert. Mein Uropa Robert hätte diesen tollen Fund gerne noch mit erlebt - er ist bis in hohe Alter von fast 90 Jahren noch Pilzen gegangen. Und auch Papa sagt, so große und dabei gesunde Exemplare hätte auch er in seinen über 40 Jahren Pilzsuche im Wald auch noch nicht gesehen. (2 Fotos zeigen ihn, auf der Bank am Haus und im Wald ;-)

Gleich lassen wir uns erst mal unsere Steinpilzbutter zu Rührei und einem frisch gebackenen Brot schmecken und sind gespannt, was der Oktober noch so bringt.

Liebe Grüße, Muriel"

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Fund Muriel 1.10.22

Foto: Und hier alle Steinpilze, die Muriel und ihr Vater zusammengetragen haben. Etliche davon hatten ihre Konkurrenten übersehen. 

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Suchvergnügen pur im Arnsberger Wald

Welch eine Freude, den gewieften Steinpilzen im Laub auf die Schliche zu kommen 


Steinpilztüte Anja 29.9.22

Foto: Na ja, so 'ne Brötchentüte für die Steinpilze - beim Transportmittel gibt es für Anja vielleicht noch Luft nach oben. Auf jeden Fall können sich die schönen Pilze sehen lassen. (3 Fotos © Anja)

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Anja schreibt am 29. September 2022:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
Hallo liebe Pilzsammler,

unsere Jahreszeit ist gekommen! Ich komme gerade aus dem Arnsberger Wald und freue mich über eine ganz wunderbare erste Ausbeute in "meinem" Mischwald.

Die Steinpilze sprießen nur so - wenn man sie denn sieht. Sie verstecken sich gewieft unter dem dichten Blätterwerk. Sobald man einen sieht, lohnt es sich, die umliegenden Blätter vorsichtig zur Seite zu schieben. Dann tauchen sie in regelrechten Rudeln auf. Und etliche Nachkommen stehen in den Startlöchern.

Der ganze Wald duftet nach Pilzen, dazu die herrliche Sonne heute: schöner kann man sich eine Pilzsuche nicht wünschen.


Steinpilze Moos ANja 29.9.22

Foto: Im Moos was los - weil Anja fünf herrliche Knubbel ins weiche Waldbett gelegt hat. 


Nach nicht einmal 45 Minuten war meine Papiertüte berstend voll. Die ersten Freunde wurden beschenkt, morgen geht es noch einmal in die Wälder. Die Kinder, mein Mann und ich freuen uns auf frische Steinpilze aus der Pfanne.

Die Qualität war übrigens sehr unterschiedlich. Von absolut makellos bis vermadet. Und offensichtlich sind Mistkäfer echte Gourmets: heute habe ich einige knabbernd in den Steinpilzen erwischt. Sie machen den Nacktschnecken momentan Konkurrenz.

Vielen Dank an dich und alle anderen Pilzfans. Für mich ist Pilzesammeln das schönste Hobby und ich lese ab dem Sommer täglich im Ticker, wie die Lage im Land ist. Auch mit meiner "Pilzfreundin", der anderen Anja vom Möhnesee, stehe ich im regen Austausch.

Liebe Grüße, Anja"


Steinpilzhälften Anja 29.9.22

Foto: Steinpilzhälften von toller Qualität. Wie schön, dass für Anja - und nicht nur für sie -  "unsere Jahreszeit" gekommen ist. 


Die Wachstumsbremse reingehauen: Da kam die unwillige Glucke im Miniformat auf den Teller


KG Gericht Michael 28.9.22
Fund Michael 28.9.22
Fund2 Michael 28.9.22

Michael schreibt am 28. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

am letzten Sonntag haben wir nicht nur unseren ersten Fichtensteinpilz des Jahres entdeckt, sondern auch eine kleine Krause Glucke. Wir wollten sie wachsen lassen und erst einige Tage später ernten.

Heute mussten wir leider feststellen, dass sie kaum zugelegt hat. Und bevor sich ihre Farbe noch weiter in Richtung beige oder gar noch dunkler verändern sollte, war schnell der Entschluss gefasst sie mitzunehmen.

Was das momentane Pilzwachstum im südlichen Sauerland angeht, schwankt es zwischen unerwarteten Erfolgen und vielen Leergängen. Nach diesem ungewöhnlich trockenen Sommer sieht man überraschenderweise oftmals einen sattgrünen, moosbedeckten Waldboden.

Vorherrschend sind der Falsche Pfifferling und der Klebrige Hörnling. Aber auch Goldröhrlinge oder junge Flaschenstäublinge tauchen mittlerweile auf.

Gestern fanden wir in recht kurzer Zeit insgesamt sechs Fichtensteinpilze. Heute kamen, neben der oben erwähnten Mini-Glucke, einige Birkenpilze und ein weiterer Steinpilz hinzu.

Hieraus wurde dann auch ein wirklich leckeres Abendessen. Dazu gab es einen Salat mit Tomaten aus eigenem Anbau und frischen Erbsensprossen.

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(3 Fotos © Michael)

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Sehr lesenswert

Wenn die Pilze auf der Schnur über dem Kaminofen dörren, duftet das ganze Haus nach Steinpilzaroma


Muriel Dominik 28.9.22

Foto: Das ist Muriel, fotografiert von ihrem Bruder Dominik in einem Wald bei Neuenrade. Sie ist knapp 13 Jahre alt. Gerade hat sie wieder einen Steinpilz gefunden und freut sich. Seit dem 7. Lebensjahr sucht sie schon Pilze. Ihr Vater kontrolliert die Funde, mit der Mutter zusammen macht sie gerne Steinpilzbutter. (Foto © Dominik)

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Muriel schreibt am 28. September 2022:

"Hallo, Herr Bertram,

dieses Jahr gab es bei uns keine Speisemorcheln, Pfifferlinge und Sommersteinpilze. Es war erst viel zu trocken. Und weil es bei uns in Neuenrade nachts nun auch schon total kalt ist, hatte ich Bedenken, dass interessante Pilze dieses Jahr hier ganz ausbleiben könnten.

Weil es viel Regen gab in den letzten drei Wochen und milde Tagen, sogar mit ein wenig Sonne, ist es aber nun endlich soweit. Gute Vorboten waren nach Ende der Trocknheit die Wiesenchampignons vor 14 Tagen. Dann kamen Parasole und Safranschirmlinge am Waldrand dazu.

In den Wäldern zeigten sich erst Unmengen an Falschen Pfifferlingen, danach Fliegenpilze und Mehlräslinge. Von denen weiß ich, dass sie Anzeiger-Pilze für Röhrlinge sind, auch für Steinpilze. ;-)

Schusterpilze isst sie besonders gerne

Vorgestern habe ich die ersten kleinen, cremefarbigen Hüte verstreut im Moos zwischen dem Heidekraut aufblitzen sehen. Gestern nach der Schule bin ich dann noch einmal mit meinem Bruder Dominik losgezogen. Wir haben sorgfältig und in Ruhe gesucht. Mit Erfolg! Ein Dutzend toller Steinpilze aller Größen haben wir entdeckt, dazu einen stattlichen Schusterpilz. Den mag ich besonders gerne!

Mein Uropa Robert und mein Vater Michael haben mir das Pilze suchen und erkennen schon mit 7 Jahren beigebracht. Nun bin ich fast 13 und gehe meistens schon selber los und Papa, kontrolliert dann die Funde noch mal zur Sicherheit. Diese Pilze waren alle super, keine Maden, nur einer war leicht angeknabbert.

Zum Mittag gibt es Steinpilz-Toast mit Rührei und Bacon. Und mit meiner Mutter mache ich dann noch Steinpilzbutter.

Wenn es nachts keinen strengen Frost gibt, dann finde ich in den nächsten Wochen vielleicht noch ein paar Steinpilze mehr, zum Einfrieren und zum Trocknen. Wir fädeln sie auf der Schnur auf und sie dörren über dem Kaminofen.  Dann duftet das ganze Haus so schön nach Steinpilzaroma!

ganz liebe Grüße aus dem Sauerland, Muriel"


Steinpilze Muriel 28.9.2

Foto: Diese Steinpilze und einen Hexenröhrling hat Muriel zusammen mit ihrem Bruder gefunden. Seit sechs Jahren geht sie schon in die Pilze, eine Leidenschaft, die sie unter anderem von ihrem Urgroßvater geerbt hat. (Foto © Muriel)

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Sehr lesenswert!

Seine erste Krause Glucke begeistert Wolfgang: »Das war sensationell für mich«


KG Wolfgang 27.9.22

Foto: Dieser Erstfund von einer Krausen Glucke im Landkreis Unna löste bei Wolfgang große Freude aus. Er kannte die Pilzart bisher nur von Fotos und Videos. Und dann schmeckte sie auch noch so köstlich! (2 Fotos © Wolfgang)

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Wolfgang schreibt am 27. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern hatte ich nach drei ergebnislosen Pilzgängen im Kreis Unna endlich Erfolg an meinen Pilzplätzen.

Ich fand viele junge Steinpilze und sehr schöne Goldfußröhrlinge. Alle Pilze waren ohne Wurmbefall. Und Nachwuchs beider Arten ist auch schon deutlich zu sehen.

Heute war ich gleich nochmal unterwegs, auf einer anderen Runde. Neben Samtigen Filzröhrlingen fand ich tatsächlich auch zwei schön gewachsene Steinpilze. Ihre kleinen Geschwister habe ich noch stehen gelassen. 

Danach erlebte ich einen großartigen Moment: ich entdeckte wahrhaftig eine Krause Glucke. Diese Pilzart kannte ich bisher nur von Bildern und von Videos. Nun habe ich sie zum ersten Mal in natura gesehen. Das war sensationell für mich! 

Ich habe sie noch nie gegessen, heute das erste Mal. Sie hat einen sehr feinen, milden, würzigen Geschmack. Leider ist die Reinigung sehr arbeitsintensiv - sei's drum! 

So bin ich guter Hoffnung, dass es nach der langen Trockenzeit doch noch ein gutes Pilzjahr wird. Auf jeden Fall sieht es im Moment vielversprechend aus. Wer Pilze finden will, sollte jetzt seine Sachen packen - und ab geht's in den Wald. Pilze sammeln macht Riesenspaß, es ist eben beinahe eine Sucht. Freunde und Familie verstehen mich mit meiner Leidenschaft nicht immer. 

Viele Grüße Wolfgang"


Steinpilze Wolfgang 27.9.22

Foto: Wolfgang kann, wie dieses Foto beweist, auch Steinpilze. Pilze sammeln ist seine große Passion; was nicht immer alle verstehen. Die Besucher dieser Website schon, lieber Wolfgang!


Steinpilze in 1A-Qualität, gefunden von Benjamin gegen Ende eines Pilzganges im nördlichen Sauerland


Foto: Diese herrlichen Steinpilze begeisterten Benjamin. Er hat sie im nördlichen Sauerland gefunden, und zwar, viele Pilzfreunde kennen das, erst gegen Ende eines langen Pilzganges. Umso größer ist dann stets die Freude. Weil der herrliche Steinpilz auf dem 2. Foto daliegt wie auf dem Totenbett, tragen wir zur Aufklärung bei: er ruht wohl auf Benjamins Knie, der ihn im Angesicht seiner Makellosigkeit einfach mal gesondert ablichten musste. 


Benjamin schreibt am 25. September 2022:

"Guten Abend lieber Pilzfreund,

da ich schon lange bei Dir mitlese und die Seite auch immer ein guter Indikator für das Pilzwachstum in der Gegend ist, möchte ich Dir nun auch mal ein paar Fotos aus dem nördlichen Sauerland zukommen lassen.

Nach über dreistündiger Suche bin ich dann doch noch auf eine Stelle gestoßen, an der mich die wundervollen Steinpilze überrascht haben, die du im Anhang siehst. Keinerlei Gewürm oder Ungeziefer hat sich darüber hergemacht, sie waren absolut makellos. Das habe ich bisher sehr selten erlebt.

Viele Grüße Benjamin"

(3 Fotos © Benjamin)

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Foto: Ein herrlicher Anblick sind diese längsgeschnittenen Steinpilzscheiben. Sie bekommen von passion-pilze-sammeln.com das 1A-Gütesiegel! 


Lennestadt: Endlich ist er da, der erste Fichtensteinpilz 2022


2 Fotos: Nun hat Michael endlich seinen ersten Fichtensteinpilz der Saison bei Lennestadt gefunden. Er war von tadelloser Qualität. Gerade weil die Steinpilze so lange auf sich warten ließen, "war die Freude umso größer", so Michael. (2 Fotos © Michael)

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Lennestadt: Hohe Zeit der Parasole und Träume von einer Steinpilzschwemme wie 2020


Michael schreibt am 24. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach den vielen Wiesenchampignons, die seit ca. zehn Tagen bei Lennestadt wachsen, sind nun offensichtlich die Parasolpilze an der Reihe.

Die gleiche Reihenfolge hatten wir im Herbst 2020. Und danach kamen Steinpilze über Steinpilze. Unfassbar, welche Mengen wir damals bis Ende November finden konnten. Aber von einer Wiederholung in diesem Ausmaß wagt man ja kaum zu träumen...

Jetzt freuen wir uns erst einmal sehr über diesen tollen Riesenschirmlings-Fund! Vom Paukenschlegel bis zum aufgeschirmten Exemplar waren auf dieser Wiese fast alle Pilze in einem richtig guten Zustand.

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(2 Fotos © Michael)

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Südlich Essen: Riesige Steinpilze aus stockdunklem Dickicht


Frank schreibt am 23. September 2022:

Hallo Heinz Wilhelm,

heute sind wir das erste Mal in diesem Jahr zu unserem Pilzrevier im Essener Süden aufgebrochen. Viel Hoffnung hatten wir ob des sehr trockenen und heißen Sommers nicht. 

Zuerst war auch nicht viel zu finden, eigentlich waren gar keine Pilze zu sehen. Dann aber doch der erste kleine Steinpilz sowie ein umgefallener Baum mit reichlich Austernseitlingen. Das hat uns Hoffnung gemacht und wir sind dann weiter, um unsere weiteren Steinpilzstellen aufzusuchen.

Was wir dort vorgefunden haben, hätte ich nicht für möglich gehalten und habe ich in denvergangenen 30 Jahren so auch noch nicht erlebt. Wir fanden Riesensteinpilze, obwohl es erst vor 2 Wochen das erste Mal nach langer Zeit geregnet hatte. Trotz der Größe waren die Steinpilze ohne Mitbewohner und von innen schön fest und schneeweiß. Die Bilder sprechen für sich.

Leider konnte ich keine Bilder der Pilze am Standort machen, da es dort stockdunkel war. Mir ist ein Rätsel, wie die Steinpilze dort zu so einer Größe heranwachsen konnten. Mein sechsstöckiges Dörrgerät konnte ich mit drei Pilzen komplett füllen, was mir bisher auch noch nicht passiert ist.

Der Rest wurde eingefroren und wir haben eine große Pfanne mit Steinpilzen frisch verzehrt. Nur mit ein bisschen Salz und Pfeffer gewürzt und in Butter mit etwas Petersilie gebraten (2. Foto rechts). Ein Genuss!

Morgen geht's in die Eifel, mal sehen, was da geht.

Viele Grüße Frank"

(3 Fotos © Frank)

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Foto: Ein Steinpilz in einer Größe, die immer wieder Begehrlichkeiten weckt. Leider falsche. Denn der Pilz ist bereits deutlich überständig. Er hat schon weit hochgeschlagene Hutränder, die Röhren gehen ins Olivfarbene, was heißt: dieser Pilz ist am Aussporen wenn nicht schon damit fertig und hat somit bereits seine Eiweißstrukturen verändert. Damit neigt er stark zu Bittergeschmack. Die Schimmelbildung steht kurz bevor. Kaum ein Pilzsachverständiger würde diesen Pilz freigeben. Bitte nicht enttäuscht sein, lieber Frank: solche Pilze lassen wir besser unangetastet im Wald stehen.  Der kleine knackige Steinpilz auf dem 1. Foto hat einen deutlichen Mehrwert!


Nur gut, dass wenigstens dieser Wald im Bergischen Land noch steht


Björn schreibt am 23. September 2022:

"Hallo,

ich lese immer fleißig in deinem Forum, möchte heute nun auch mal etwas beitragen.

Auf meiner kleinen Hunde-Runde im Bergischen Land bin ich eigentlich kaum noch auf Pilzsuche, da die meisten Wälder abgeholzt sind. Zu meiner Überraschung gab es heute innerhalb von 30 Minuten zahlreiche tolle Steinpilze, wie die Fotos zeigen.

Viele Grüße Björn"

(3 Fotos © Björn)

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2 Fotos: Die Steinpilze scheinen sich auf beiden Bildern schon auf die Autofahrt durchs Bergische zu freuen. Etwa so wie der schmunzelnde Betrachter im Hintergrund. 


Spät, aber zuverlässig: Bei Lüdenscheid nimmt es jetzt seinen Gang mit den Pilzen


Jörg schreibt am 23. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war gestern wieder in meinen Pilzrevieren bei Lüdenscheid. Zu den Wiesenchampignons kommen langsam auch andere Pilze, wie z. B. schöne Birkenpilze.

Gruß aus Lüdenscheid, Jörg"

(Foto © Jörg)

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Ein toller Waldgang östlich Düsseldorf

Balsam für die Seele, herrliche Steinpilze für die Pfanne 


Foto: So schöne Steinpilze nach dem Ausfalljahr 2021 zu finden war ein herrliches Erlebnis und Ergebnis für Michalis, Michael und Tsumi den Vierbeiner. Fest und knackig sehen sie aus, die jungen Pilze! (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 20. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

angespornt durch die vielen Champignons auf den Rasenflächen der Düsseldorfer Innenstadt und durch die Meldungen auf Deiner Seite haben wir heute einen ersten Pilzgang in Sachen Röhrlinge (Boletus) unternommen.

Mit wenig Zeit im Gepäck entschieden wir uns für die Waldgebiete östlich von Düsseldorf Gerresheim. Die Erwartungen waren gemischt, die Erinnerung an das katastrophale Steinpilzjahr 2021 wirken nach.

Die ersten kleinen Steinpilze, die uns begegneten, hatten bereits ihren Platz im Stoffbeutel eines anderen Sammlers gefunden. Kurzes Gespräch zum "Wo?" - und dann eine Strecke in eine andere Richtung gewählt. Das war gut so!

Zwei von drei Stellen lieferten die ersehnte Beute, Steinpilz-Qualität 1A.

Insgesamt war es kein Riesenfund, aber Nahrung für die Zuversicht auf weitere gute Erfolge.
Besonders freute ich mich auch über eine Krause Glucke, die ich hier in der Region lange Jahre nicht angetroffen habe. Die gereifte Dame verblieb im Wald und als Erinnerung auf dem Foto.

Summa summarum war es ein toller Gang, Balsam für die Seele und nicht vergessen: Es heißt Pilze suchen - nicht Pilze finden!

Grüße in die Runde senden Michalis, Tsumi ("Wuff!") und Michael"


Foto: Vierbeiner Tsumi beißt lieber in den Ast als in die Krause Glucke; da fühlt er sich sicherer. Aber auch Michalis, hier vermutlich zu sehen, und Fotograf Michael verzichteten lieber auf den Verzehr des Pilzes, den sie für schon zu alt befanden. 


Lüdenscheid: Alles voller Wiesenchampignons, zu Jörgs Freude


Jörg schreibt am 17. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

als ich gestern nach Feierabend durchs Gewerbegebiet nach Hause fuhr, entdeckte ich auf den Rasenstreifen vor den Firmen etwas Weißleuchtendes. Bei näherer Ansicht erwiesen sich die Flecken als wunderschöne Wiesenchampignons.

Ich konnte es kaum fassen, denn vor ein paar Tagen sah es in meinem Steinpilzrevier noch vollkommen trostlos aus: ich konnte nicht einen einzigen Pilz finden.

Ich habe sogleich alles abgeerntet und bin dann direkt zu meinen Champignonweiden weitergefahren. Es kam, wie ich es erhofft hatte, denn auch dort standen reichlich Wiesenchampignons. So kam ein schöner Batzen zusammen, siehe das Foto rechts. Nun hoffe, ich, dass die Waldpilze bald nachkommen.

Gruß von Jörg aus Lüdenscheid"

(Foto © Jörg)

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Hurra, in NRW sind die Steinpilze da! Nach zwei vergeblichen Anläufen hat es für Melanie bei Hürtgenwald endlich geklappt


Foto: Beinahe endlos lange hat es gedauert, doch Melanie gab nicht auf. Und heute standen sie endlich da bei Hürtgenwald, die ersehnten Steinpilze. Und sie haben viele Nachkommen! (3 Fotos © Melanie)

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Melanie schreibt am 16. September 2022:

"Heute war mein Ausflug in die Voreifel endlich von Erfolg gekrönt. Ich bevorzuge ein eher feuchtes Waldgebiet in der Nähe von Hürtgenwald. Die Fahrt dorthin dauert zwar gut 45 Minuten, aber dort versprach ich mir aufgrund der Feuchte den größten Erfolg.

Nachdem ich die letzten Tage schon zweimal eher erfolglos meine Lieblingsstellen dort abgeklappert hatte, war heute meine Freude riesig, dass es nun endlich losgeht!

Es fängt gerade erst an, ich denke in 2 oder 3 Tagen ist alles voller toller Pilze, denn ich habe eine Vielzahl an jungen, knubbeligen Steinpilzbabies stehen lassen.

Und nebenbei würde ich mich freuen, über den NRW-Pilzticker weitere Pilzfreunde in meiner Region zu finden, gerne im jüngeren Alter; ich bin selbst erst 37.🙂

(Interessenten wenden sich bitte an diese Website) 

Liebe Grüße, Melanie"


2 Fotos: Der größte und einer der kleinen Steinpilze sind hier zu sehen. Und Melanie freut sich schon auf die nächste Visite, um zu schauen, wie sich "ihre" Steinpilzbabies entwickelt haben. 





Ein Freund gab den entscheidenden Tipp: 

Wiesenchampignons in Hülle und Fülle bei Lennestadt


Michael schreibt am 14. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

per WhatsApp bekam ich heute Morgen von meinem Freund Peter ein Foto von einem Wiesenchampignon geschickt. Auf seiner täglichen Laufrunde bei Lennestadt hatte er auf zwei Wiesen zahlreiche Egerlingsnester entdeckt.

Obwohl selbst Pilzsammler, beschrieb er mir exakt den Fundort (dafür nochmal Danke!).
Er selbst hatte zu wenig Zeit, um noch zu sammeln. 

Ich hatte glücklicherweise heute frei und machte mich zusammen mit Anja und Ella auf, um die leckeren Champignons zu finden und einzusammeln. Und ich muss sagen, er hat nicht geflunkert, siehe das Foto rechts. 🥴

Das Dörrgerat läuft auf Hochtouren und gerade gibt es Hähnchengeschnetzeltes in einer feinen Cognac-Wiesenchampignon-Rahmsoße mit Jasminreis.

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(Foto © Michael)

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Nicht nur Pilzfreund Eik sorgt sich:

Fällt das Pilzjahr 2022 in NRW komplett aus? 

Eik schreibt am 13. September 2022:

"Hej Heinz-Wilhelm,

ich erlaube mir, mich kurz vorzustellen: ich heiße Eik, denn meine Familie stammt aus Norwegen. Wir leben aber seit zwei Generationen nahe Balve im Märkischen. Ich bin jetzt 72, zum Glück aber noch sehr fit und schon seit dem 8. Lebensjahr gehe ich hier in die Pilze, sammele und fotografiere sie.

Dein tolles Form habe ich Dank neuem Internetanschluss und Tablet gerade erst für mich entdeckt. Und ich hoffe, dass ich hier eine Antwort auf die bange Frage bekomme, die mich schon seit Wochen umtreibt: kann es ein, dass die Pilzsaison 2022 in NRW ganz ausfällt?

NRW gehört ja an sich schon nicht zu den begünstigten Bundesländern, in denen es schon früh im Jahr und bis weit in den Spätherbst hinein immer reichlich Pilze gibt. Fast schon neidisch, schaue ich besonders dieses Jahr nach Bayern, Hessen, Baden-Württemberg oder auch in den Osten hinüber. Was dort alles wächst!

Bisher hat es aber immer noch gut gereicht für mich und meine Familie, mit dem, was wir über das Jahr hinweg hier bei uns gefunden haben und man kann ja anderen auch gut gönnen.


Foto: 2021 wuchsen die Steinpilze wie diese zwei in Eiks Wäldern noch wie im Märchenland. Dieses Jahr tut sich in den Wäldern so gut wie gara nichts. Doch es ist noch nicht gesagt, dass das Pilzjahr 2022 in NRW komplett ausfällt. (Foto © Eik)

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Kein Pilz außer kleinen orangenen Korallen

Dieses Jahr ist aber absolut besonders, leider nicht im guten... Trotz zahlreicher Stunden und vielen Kilometern in unseren Wäldern, schon seit Mitte, Ende Juli, denn dann finde ich üblicherweise Sommersteinpilze, steht nichts im Wald außer Bäumen. Auch nicht nach den ergiebigen und anhaltenden Regenfällen, die hier seit letzter Woche angefallen sind. Und das mit Abschnitten und Tagen mit Temperaturen um 20 Grad.

Es lässt sich hier kein Pilz blicken. Das Einzige, was mir begegnet ist, waren einige kleine orangene Korallen. Keine Täublinge, Milchlinge, Blätterpilze oder Porlinge. Von Pfifferlingen oder Röhrlingen einmal ganz zu schweigen.

Nachts ist es bei uns schon recht kalt, um oder unter 10 Grad. Ich fürchte, es wird das erste Jahr seit 66 Jahren, in denen ich keinen Steinpilz oder Pilzverwandte finde. Denn wenn Frühjahr und Sommer sehr trocken ausgefallen sind, war hier immer schon Mitte Oktober Schluss. Nur in moderat warmen und feuchten Jahren habe ich auch Pilze noch im Dezember gefunden, einmal sogar am 3. Advent noch einen Fichtensteinpilz.

Kein Fliegenpilz, keine Krause Glucke - nichts

Gerne würde ich Euch noch dieses Jahr ein Bild wie das von Mitte September 2021 schicken, aber mir schwindet zusehends die Hoffnung. Ich war gerade noch mal los, in der Hoffnung, wenigstens mal einem leuchtenden Fliegenpilz im Laubwald oder einer Krausen Glucken unter Kiefern oder Fichten zu begegnen. Leider auch wieder ohne Erfolg.

Dieses schöne Hobby bedeutet mir enorm viel, auch Verbindung zu meinem Urgroß- und Großvater, die es mir nahe gebracht haben. Und ich wüsste nicht, wie ich die Lücke füllen sollte, wenn Jahre wie dieses zur klimatischen Regel in NRW werden.

Besorgte Grüße, Eik"

Hallo Eik, 

die hierüber stehende Nachricht von Pilzfreund Michael macht Hoffnung. Wiesenchampignons bilden nach langer Trockenheit immer die Vorhut. Bis zu den Pilzen im Wald dauert es dann noch einige Tage, sogar bis zu einer Woche. Siehe hierzu das Interview mit Peter Karasch über Trockenzeiten, nachfolgenden Regen und Pilzwachstum. Es kann sich also auch in diesem Jahr durchaus noch zum Positiven wenden. 

Viel Glück und viele Grüße von Heinz-Wilhelm 


Lennestadt: Nur die Safranschirmlinge in Wassernähe trotzen der langen Trockenheit


Michael schreibt am 28. August 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

den fehlenden Niederschlag brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Die wenigen Gewitter der letzten Monate in NRW zogen oftmals nur knapp an uns vorbei.

Umso überraschender war, was Anja heute direkt am Ufer der Lenne entdeckte. Drei Safranschirmlinge standen dort recht dicht beieinander: ein Paukenschlegel (Foto rechts), bei dem die dachziegelartigen, sparrigen Schuppen gut zur Geltung kommen, ein mittelalter Schirmling mit noch beigefarbenen Lamellen und ein komplett ausgetrocknetes Exemplar.

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(3 Fotos © Michael)

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2 Fotos: Hat nichts mit dem Riesenschirmpilz (Parasole) zu tun: der Safranschirmling hat plattenartige graubraune Schuppen (Foto links); beim Parasol sind sie dunkelbraun und weniger flächig. Das Unterscheidungsmerkmal aber ist bei Schnitt oder Abdrehen des Stieles die schnell einsetzende starke Rötung (Foto rechts). Safranschirmlinge stehen im Geschmackswert der Parasole kaum etwas nach. 


Goldgelbe Funde bei Lennestadt

»Die Freude über die ersten Pfifferlinge des Jahres ist immer riesig«

2 Fotos: Die ersten Pfifferlinge des Jahres lösten bei Michael große Freude aus. Sie wurde noch größer, als schlussendlich auch noch schöne junge Lungenseitlinge (rechts) hinzukamen. (2 Fotos © Michael)

Pilz-Ticker-NRW


Michael schreibt am 29. Juni 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

von unserem Täublingsfund vom letzten Sonntag beflügelt, haben wir heute insgesamt drei vermeintliche Pilzstellen rund um Lennestadt aufgesucht.

Zwar datierten die ersten Pfifferlingsfunde in den letzten Jahren immer erst frühestens im fortgeschrittenen Juli, aber dieses Mal hat sich die vorgezogene Visite gelohnt!

Es waren nur einige kleine Nester, aber die Freude über die ersten Pfifferlinge des Jahres ist immer riesig.

In einem der wohl größten Buchenwälder der Umgebung entdeckten wir dann glücklicherweise noch einige Lungenseitlinge. Der deutlich wahrnehmbare süßliche Anisgeruch dieser jungen Exemplare lässt zumindest auf diese Art schließen. 

So kann der Pilzsommer gerne weitergehen.

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"





»Mit etwas Butter angebraten der reinste Pilzgenuss«


Michael schreibt am 26. Juni 2022 zu diesem Foto:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem es hier in den letzten Tagen dann doch das ein oder andere Mal geregnet hat, waren wir eigentlich guter Dinge, endlich die ersten Sommersteinpilze entdecken zu können.

Stattdessen fanden wir in einem Mischwald bei Lennestadt drei Frauentäublinge.

Bis auf den Schneckenfraß auf der Hutoberseite waren sie erfreulicherweise in einem wirklich tollen Zustand.

Obwohl es wahrscheinlich gleich nur wenige Gabeln für Anja und mich sein werden, freue ich mich schon die ganze Zeit auf das tolle Geschmackserlebnis. Mit etwas Butter angebraten der reinste Pilzgenuss!

Herzliche Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(Foto © Michael)

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Sehr lesenswert!

Wird der Tulpenbaum die neue Esche für die Speisemorchel?


Thomas vom Pilz-Ticker BaWue zur Pilznachricht von Florian vom 3. Mai 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Deinen Ausführungen möchte ich noch eine Kleinigkeit hinzufügen, obwohl Du eigentlich schon alle wichtigen Details aufgeführt hast.

Nach meiner Erfahrung kommen zu Deinen aufgeführten Sträuchern, die in irgendeiner Weise im Zusammenhang mit der Speisemorchel stehen, noch einige weitere und wichtige Pflanzen hinzu.

Zuerst sei die große Familie der Rosengewächse erwähnt, wozu auch der Weißdorn, die Schlehe, die Hundsrose (Hagebutte), Himbeeren und Brombeeren zählen.

Des Weiteren gehören auch Obstbäume wie zum Beispiel Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume und einige mehr zur Familie der Rosengewächse. Nicht zu vergessen ist eben auch der Kirschlorbeer, der in der gleichen Familie zuhause ist, in dessen Nähe ich auch schon vereinzelte Funde von Speisemorcheln machen konnte. Allerdings haben sich in den Folgejahren diese Funde in den wenigsten Fällen wiederholt.


Foto: Zwei Speisemorcheln in der Nähe einer Esche. Thomas beobachtet, dass der nordamerikanische Tulpenbaum eine ähnliche Anziehungskraft für diese Pilzart hat wie die vom Aussterben bedrohte Esche. Das Foto vom 11. Mai 2021 verdanken wir Pilzfreund Arnold aus Hannover. (Archivfoto © Arnold)

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Das Gleiche gilt auch für Speisemorcheln, die ich unter oder bei Forsythien und Flieder finden konnte, wobei diese wiederum zur Familie der Ölbaumgewächse gehören. Das bekannteste Mitglied dieser Familie ist wohl der Olivenbaum, aber auch unsere heimische Esche gehört dazu. Selbst in Olivenbaum-Plantagen im warmen Spanien oder Griechenland lassen sich bei ausreichend Feuchtigkeit Morcheln finden.

Weiter zu erwähnen sind auch die Magnoliengewächse, unter denen sich die Speisemorcheln auch nicht selten wohl fühlen. Zu dieser Familie gehört zum Beispiel der Tulpenbaum aus Nordamerika, der bis zur letzten Eiszeit auch bei uns heimisch war und wieder vermehrt in Deutschland angepflanzt wird. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit und der Tatsache dass die Morchel sehr gut mit ihm kann, wird er vielleicht unsere Esche der Zukunft.

Was die unterschiedlichen Böden betrifft, möchte ich noch anmerken, dass ich auch nach Fertigstellung größerer Baustellen - ohne jegliche Bepflanzung(!) - schon Speisemorcheln finden konnte. Auch Aufschüttungen für Brücken oder Straßenzu- und abfahrten können mitunter sehr interessant sein.

Ich hoffe, ich konnte auch noch etwas zur Aufklärung der rätselhaften Morchel beitragen.

Herzliche Grüße, Thomas"

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Bonn: Eine einsame Speisemorchel, die auf ihre Lieblingssträucher und -bäume pfeift


2 Fotos: Wo ist ihr Lieblingsstrauch, ihr Lieblingsbaum? Keiner der infrage kommenden Bevorzugten ist in Sicht. Womit diese einsame Speisemorchel Rätsel aufgibt. Ein Spiel, das ihr ausgesprochen gut gefällt! (2 Fotos © Florian)

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Florian schreibt am 3. Mai 2022:

"Hallo lieber Pilz-Ticker,

heute habe ich im Bonner Stadtgebiet einen Fund gemacht, zu dem ich um Erfahrungen bzw. Meinungen von erfahrenen Sammlern dankbar wäre.

Am Rande einer Straße fand ich eine Speisemorchel. Auffällig daran war, dass die einzigen Pflanzen im weiten Umkreis ein Ahorn (auf den Bildern nicht sichtbar, oben rechts außerhalb des Bildes), Kirschlorbeer (sichtbar) sowie im Kirschlorbeer ein kleiner Haselstrauch waren.

Vereinzelt habe ich von Berichten aus Bayern gelesen, dass graue Speisemorcheln bei Hasel gefunden wurden, ohne jegliches Mitwirken von Eschen. Würdet Ihr dies auch so deuten, dass hier der Symbiosepartner der Haselstrauch ist? Die Entfernung vom Hasel zum Fruchtkörper sind ca. 1,5 Meter, eigentlich getrennt durch den Kirschlorbeer. Werden solche Funde häufiger gemacht? Mein Verständnis war immer, dass Speisemorcheln mit ganz wenigen Ausnahmen Eschen als Partner benötigen.

Vielen Dank im Voraus und Grüße aus Bonn, Florian"

Hallo Florian, 

der Haselstrauch ist kein Symbiosestrauch der Speisemorchel. Es wird bis heute davon ausgegangen, dass sie mit gar keinem Strauch oder Baum eine Mykorrhiza eingeht. Allerdings hat sie eine Vorliebe für bestimmte Sträucher. Dies sind der über ganz Europa weit verbreitete Schwarze Holunder, Hartriegel, Pfaffenhütchen und der Gewöhnliche Schneeball. Alle vier sind Sträucher von Auenlandschaften. 

Die hier gezeigte Speisemorchel könnte die Nähe von im Erdreich verborgenem Wurzelwerk einer der aufgezählten Sträucher oder eines Baumvertreters des typischen Auwaldes, also dominant Esche, ferner, Erle, Pappel, Ulme, Weide oder Kirschbaum, gesucht haben. 

Das muss aber nicht sein! Speisemorcheln sind dafür bekannt, in vielen, ganz unterschiedlichen Milieus gut zurecht zu kommen. 

In der Bergbaufolgelandschaft begnügen sie sich mit nachhaltig gestörtem (gegrabenem oder aufgeschüttetem) Erdreich, in dem sie überaus üppig wachsen können. Sie lieben Wunden in Böden und benötigen dann zu ihrem Wachstum keine bestimmte Strauch- oder Baumart. Auch aus der Regel, humusreiche, kalkhaltige (basische) Böden zu bevorzugen, springen sie nicht selten mühelos heraus und gedeihen munter auf sauren Böden. 

Deine einsame Speisemorchel hinterlässt also durchaus Rätsel. 

Viele Grüße, Heinz-Wilhelm

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Zeigerpflanze Pestwurz: 27 wild wachsende Spitzmorcheln an einem Bach im Fichtenwald bei Schmallenberg


Michael schreibt am 2. Mai 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem wir vor ca. drei Wochen eine einzige Spitzmorchel gefunden hatten, entdeckten wir heute bei Schmallenberg gleich 27 Stück (Foto rechts)!

Das opulente Pestwurzaufkommen am Wegesrand ließ uns etwas genauer hinschauen. Und tatsächlich: direkt neben einem Bachlauf konnten wir an diesem sonnigen Fichtenwaldrand recht schnell ein halbes Dutzend Spitzmorcheln ausfindig machen.

Wir benötigten dann eine gute Viertelstunde, bis wir auf diesen wenigen Quadratmetern vermeintlich alle Exemplare geerntet hatten.

Aus dem wunderbaren Buch von Heinz Gerber "Faszination Morchel" (siehe rechte Spalte) - die Empfehlung habe ich von Dir - habe ich gelernt, dass man bei der Morchelsuche viel Geduld haben und die Stellen akribisch absuchen sollte. Außerdem rät er dazu, die Perspektive zu ändern, indem man in die Hocke geht.

Es ist wirklich erstaunlich, wie gut sich Morcheln verstecken können.

Noch ist ja genügend Zeit, um weitere Spitzmorcheln finden zu können. 

Liebe Grüße senden Anja, Ella und Michael"

(Foto © Michael)

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Das sieht lecker aus: Austernpilze, paniert und knusprig gebraten


Kerstin schreibt am 9. Januar 2022 zu diesem Foto:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

dir und allen Pilzfreunden ein gutes und gesundes Neues Jahr.

Bei meinem gestrigen Spaziergang habe ich eine neue Stelle mit Austernseitlingen gefunden. Einen Stoffbeutel für Zufallsfunde habe ich immer dabei nur mein Erntewerkzeug, eine Teleskopstange aus dem Malerbedarf mit daran befestigtem angeschliffenen Spachtel, stand zuhause. Mit einem abgebrochenen Ast gelang die Ernte dann doch noch.

Heute gab es die Kleineren paniert und knusprig gebraten (siehe Foto) als Beilage. Die Großen sind direkt zum Trocknen geputzt und verarbeitet worden.

Viele Grüße, Kerstin aus Bielefeld"

(Foto © Kerstin)

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