Pilz-Ticker-Thueringen



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens





Liebe Pilzfreunde, vom 26.11. - 2.12.2016 stellt der Pilz-Ticker seinen Betrieb ein. Ab dem 3.12. geht's weiter wie üblich.


Ein vergnüglicher Gang mit der Entdeckung von Austernpilzen und einem krönenden Steinpilzessen zu Abend


Heike schreibt am 23. November 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich gehe zurzeit zwei Mal die Woche in den Wald oder auf die Wiese.

Vor einer Woche fand ich wieder Unmengen Frostleichen von Maronen und Hallimasch im Stadtwald.

Das aber nur im Vorübergehen, denn mein Ziel waren die dicken alten Rotbuchen, um nach Austernpilzen (siehe Foto rechts) zu schauen. Es war allerdings nichts zu sehen. Lediglich an einer Buche trauten sich die ersten Gelbstieligen Muschelseitlinge* heraus. Sie sind noch ganz klein.

Heute war ich wieder einmal in meinen geliebten Stadtwald. Inzwischen sind die Gelbstieligen Muschelseitlinge gut zu sehen.

Die Austernpilze wachsen üblicherweise an zwei alten stämmigen Rotbuchen. An einer war immer noch nichts zu sehen, an der anderen sind sie noch winzig. Ich habe mich natürlich über den Fund der Pilzbabies gefreut, werde ihr Wachstum weiter beobachten und hoffe, dass die Schnecken fernbleiben.

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2 Fotos: Die Austernpilze links auf dem Bild sind noch klitzeklein. Sie bilden vier Nester. Die Größe ihrer Hüte reicht vom Stecknadelkopf bis zu ungefähr 1,5 Zentimetern Durchmesser. Rechts auf dem Fotos sehen wir die unter Giftverdacht stehenden Gelbstieligen Muschelseitlinge. Ihr Gift wird in den menschlichen Fettzellen gelagert und bei Gewichtsabnahme freigesetzt.

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Auf dem Rückweg habe ich noch einen Abstecher zu meinen Birkenporlingen gemacht.  Ich fand vier prima Exemplare im Riesenformat, nachdem ich schon vergangenes Jahr an gleicher Stelle gute Ernte machen konnte.

Freuen durfte ich mich auch über einen frischen frostfreien Anischampignon. Dagegen war bei den Stockschwämmchen, die in unüberschaubarer Menge wachsen, durchweg Frostschaden zu beklagen. Zu Tausenden wachsen zurzeit Grünblättrige Schwefelköpfe und zu Hunderten ihre wunderschön anzusehenden Ziegelroten Geschwister nach.


Foto: Beinahe ein Stillleben mit Pilzen ist dieses schöne Foto. Es zeigt tadellose Birkenporlinge, an der Unterseite reinweiß, sowie einen ebenso unversehrten Anischampignon auf einem Silbertablett. Die Ausbeute lässt auf einen vergnüglichen Pilzgang schließen. (4 Fotos © Heike)

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Am späten Nachmittag war ich dann noch einmal auf meiner pilzstarken Kuhweide. Doch hier bot sich mir ein Trauerspiel: Die Kühe bzw. Rinder standen genau auf dem Abschnitt, in dem so viele Lilastielige Rötelritterlinge in zahlreichen Nestern kommen wollten, die aber allesamt zertreten waren. Wie schade! Ich hätte sie gerne mitgenommen.

Der trotzdem schöne Pilztag endete standesgemäß. Zum Abend gab es nämlich Steinpilze, deren Vorrat ja reichlich ist, zu Petersilienkartoffeln. 

Und erwähnen möchte ich noch, dass es jetzt, da ich diesen Bericht schreibe, einen gehaltvollen trockenen Rotwein gibt. :))

Herzliche und genüssliche Grüße, Heike«

* Gelbstielige Muschelseitlinge werden in der Regel als ungenießbar eingestuft. Sie stehen jedoch mittlerweile im Verdacht, giftig bis hin zu krebserregend zu sein

Rot = giftig





Eine Parade später Speisepilze und verheerender Giftzwerge im Nördlichen Eichsfeld


Heike schreibt am 7. November 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute habe ich einige erste Birkenporlinge geholt. Wie erwartet, war die Ausbeute gering, da im September kaum was zu sehen war. Aber ich habe einige Birkenwälder zur Auswahl. Oder auch Laubmischwälder mit eingen Birken. Im ersten Birkenwäldchen fand ich die wenigen, die auf dem Teller (rechts) zu sehen sind.

Dann bin ich in meinen Hauswald, den Buchenmischwald, in dem ich viele Sommersteinpilze und Unmengen an Goldröhrlingen gefunden hatte. Ich bin erst gar nicht bis zu den Birken gekommen.

Denn schon auf dem Weg dorthin gab es eine wahre Parade der Speisepilze und der Giftzwerge.Alle paar Meter quirlten aus Buchenstubben die Stockschwämmchen in bester Qualität (Foto rechts), allerdings im lebhaften Wechsel mit Grünblättrigen Schwefelköpfen. Die Stockschwämmchen hätten mit Sicherheit einen ganz großen Korb gefüllt.

Zwischen den besiedelten Stümpfen war der Waldboden weiß getupft. Das waren die essbaren, an Hut und Stiel schleimigen Elfenbeinschnecklinge, die wuchsen wie verrückt. Dazwischen mischten sich Honiggelbe Hallimasch, noch klein und jung, immer noch viele Pantherpilze und Schwarzschuppige (Erd-)Ritterlinge. So viel Giftpilze auf so wenigen Metern bekommt man selten zu Gesicht.

Herzliche Grüße Heike«

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2 Fotos: Beide Fotos zeigen Schwarzschuppige Erdritterlinge. Vor Erdritterlingen wird heute gewarnt: Sie können, wie die Grünlinge, Muskelzersetzung (Rhabdomyolyse) hervorrufen, also eine Auflösung der quergestreiften Muskelfasern, die wiederum zu Nierenversagen führen kann. Das Tückische: Man verträgt diese Pilzarten über Jahre mühelos, ehe sie plötzlich, wie aus heiterem Himmel, ihre verheerende Wirkung zeigen. (4 Fotos © Heike)

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Ilm-Kreis: Eine letzte(?) bunte Herbstmischung, die Simone gerne mitnahm


Foto: Der Herbst bot Simone diese bunte Pilzmischung an. Nur zu gerne hat sie sie mit nach Hause genommen.

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Simone schreibt am 7. November 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nun endlich mal wieder eine Pilzmeldung aus Erfurt.

Gestern begab ich mich noch einmal auf Pilzsuche in der Nähe von Riechheim im Ilm-Kreis in Thüringen.

Der Wald bot noch eine bunte Herbstmischung für meinen Pilzkorb an: Maronen, ein paar kleine Steinpilze, Hallimasch, Graublättrige Schwefelköpfe, Fichtenreizker, Violetter Rötelritterlinge, Grünspan-Träuschlinge sowie einen Hexenröhrling und zwei Safranschirmpilze (nicht im Bild).

Neben den Sparrigen Schüpplingen* gab es noch viele weitere Pilze. Einige, die ich benennen kann, waren Täublinge, Grünblättrige Schwefelköpfe, Fliegenpilze, Nebelkappen*, Narzissengelbe Wulstlinge und Flaschenstäublinge.

Die Pilzsammlungen von Heike sind ja wirklich beeindruckend. Allerdings sieht das auch nach sehr viel Arbeit aus.

Viele Grüße aus Erfurt, Simone«

* Weil sich Beschwerden über Magen- und Darmunverträglichkeiten, besonders im Zusammenspiel mit Alkohol, gehäuft haben, wird dieser einstmals als ungenießbar eingestufte Pilz heute tendenziell als Giftpilz klassifiziert. Ähnliche Symptome zeigen bei individueller Unverträglichkeit die Nebelkappen.

Blau = ungenießbar


Foto: Diese Sparrigen Schüpplinge erreichen bereits das Rentenalter. Kein Wunder, so spät in der Pilzsaison. Und schlimm ist es auch nicht, denn sie werden heute von vielen Pilzberatern als giftig eingeordnet. (2 Fotos © Simone)

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Leinefelde: Maronen im Topzustand ohne Ende

Klaus schreibt am 6. November 2016:

»Wirklich schon Finale im Eichsfeld? Das kann ich noch gar nicht glauben, denn heute hat es sich bei Leinefelde wieder richtig gelohnt: Maronen im Topzustand ohne Ende, auch noch prima Steinpilze, Parasole, Hallimasch, Rötelritterlinge.

Aber so langsam geht der Platz in der Kühltruhe zur Neige, getrocknet sind auch genug für das ganze Jahr, und alle essen geht auch nicht mehr.«

Anmerkung: Heike bezieht ihr »Saisonfinale« lediglich auf ihre Steilhänge


Unvergessliches Saisonfinale in den Steilhängen

 »Maroneninferno« in den steilen Hängen des Nördlichen Eichsfeldes


Foto: »Maroneninferno« nennt Heike irgendwie zu Recht ihr neuerliches Motiv von den sorgsam geputzten und zuhause dekorativ ausgebreiteten Maronenröhrlingen. Das Inferno begann allerdings schon im Wald, wo sie nämlich alle Pilze generell säubert, damit sie zuhause keinen Schmutz und kaum noch Arbeit hat. So soll es sein! Zwei vielleicht letzte Steinpilze fürs Jahr haben sich mit aufs Bild geschmuggelt.

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Heike schreibt am 4. November 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir haben heute so getan, als ob es Samstag ist und den Versand aller Pakete um 10 Uhr fertig gehabt statt wie üblich um 12 Uhr.

Um 10.30 Uhr ging es in die Hänge zum letzten Gang für dieses Jahr. Morgen soll es schütten und danach sind bis zu drei Grad minus für die nächsten Tage angesagt. So hieß das Kommando: »Rettet die Maronen vor dem Gefriertod«.


Dabei kommt es mir vor, als ob der Wald gerade erst damit anfängt, alle Herbstpilze hervorzubringen. Letzte Woche waren die ersten Hallimasch gerade so zu sehen, heute hätten wir sie mit dem LKW abtransportieren können. Die ganzen Schneisen standen voll, wie gesät mit Hallimasch. Sie hatten die Köpfe noch geschlossen, schöne dunkelbraune Hüte hatten sie. Beste Qualität, ein Wahnsinn.

Ich habe über das Handy meinen Vater angerufen, ob er Hallimasch möchte. Nichts, gar nichts möchte er mehr. Der Bauch ist voll, der Gefrierschrank ist voll, der Hunger auf Pilze für die nächsten zwei Wochen gestillt. Natürlich hat er das bedauert. Die vielen schönen Hallimasche. So lecker. Wie schade.

Auch haben wir heute wieder Fliegenpilze zu hunderten gesehen. Und immer wieder dutzende, die erst raustreiben. Es ist der Wahnsinn.

Und dann erst die Maronen. Maronen ohne Ende! Was soll ich dazu noch schreiben? Die Rotfüße gibt es wie beim Plantagenanbau, sie sind nicht zu zählen und zu schätzen, sie erleben gerade ihr absolutes Jahreshoch. Und das in sagenhaft guter Qualität, was auf dem Foto mit Korb gut zu erkennen ist. Auch weit ausgebreitet auf großen Flecken der Lila Lacktrichterling. Und zwischen allen immer wieder Violette Rötelritterlinge.


2 Fotos: Links ein Maronendrilling am morschen Baumstuken, rechts junge Hallimasche in Topqualität. Letztere blieben zu tausenden in den Schneisen zurück: Vaters Bauch ist voll, Vaters Gefriertruhe ebenso.

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Auch entdeckten wir die ersten Schwarzfaserigen Ritterlinge, drei Stück. Sie sind was Besonderes, wow. Die Gelben Knollenblätterpilze nehmen zu, die Täublinge stehen sehr, sehr gehäuft.

Was ich bestätigen möchte aus einem Eintrag der letzten zwei Tage im Pilzticker ist, dass ab Frühsommer keine Perlpilze mehr zu finden waren. Sie sind sonst bei uns von Juni bis zum Frost zuverlässige Pilze. Mit ihnen fehlen auch die Leistlinge wie Herbsttrompeten, Graue Kraterellen und so weiter. Schon vergangenes Jahr sah man sie nicht. Sie hatten hier 2014 ein Massenauftreten. Seitdem befinden sie sich offenbar in einer regenerativen Pause.





Foto rechts: Maronen (hinten) ohne Ende, eine Straße der Violetten Rötelritterlinge als Pilzgrenze und eine Parade schönster Rotfußröhrlinge (vorne) begegnen uns auf diesem Foto. Es ist kaum noch zu zählen, wieviele Bilder dieser Art Heike dieses Jahr geknipst hat. (5 Fotos © Heike)

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Der Gang in den Hang war heute unser letzter für dieses Jahr, jedenfalls was das Pilze sammeln betrifft. In zwei Wochen wollen wir aber noch einmal hin, um für nächstes Jahr neue, Erfolg versprechende Gebiete zu erschließen.

Meinem Mann muss ich ein Kompliment machen, er hat dann wohl in diesem Jahr seine Sherpa-Prüfung bestanden. So oft wie dieses Jahr war er noch nicht mit. Und er musste schleppen ohne Ende. :)) Als Ausgleich bin ich die Hänge hoch und runter gelaufen wie ein Wiesel.

Allen Pilzsammlern wünsche ich viel Glück und Spaß für die Winterpilzsuche!

Herzliche Grüße aus dem Maronenschlaraffeninfernoland, Heike
«

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Im Maronenschlaraffenland Nördliches Eichsfeld wachsen die Maronen wie Unkraut


Foto: »Maronen, bis der Arzt kommt« - mit diesen Worten überschreibt Heike ihre heutige Fundmeldung. Eine solche Maronenschwemme habe sie noch nie erlebt.

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Heike schreibt am 29. Oktober 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ganz erschlagen vom Tag in den Hängen melde ich mich bei Dir.

Heute früh nach der Arbeit ging es noch einmal in die Steilhänge. Mit Stracke, einer Eichsfelder Mettwurstspezialität, Brot und Isolight.

Wir stellten bald fest, dass die Steinpilze jetzt deutlich abnehmen. Jedenfalls hatte ich auf mehr gehofft. 

Die typischen Spätherbstpilze wie Violette Rötelritterlinge und Fichtenreizker werden dagegen mehr. Seit genau einer Woche wachsen sie stark. Die Rötelritterlinge stehen teilweise zu 20 bis 30 Stück auf einem Quadratmeter. Ganz stark wachsen auch Graublättrige Schwefelköpfe.

»Nicht totzukriegen«

Sehr zahlreich treten Nebelkappen, Knoblauchschwindlinge und Flaschenstäublinge auf, von den Fliegenpilzen ganz zu schweigen. Hunderte neue Köpfe stoßen durch das Erdreich. Einer ist schöner als der andere.

In wahren Massen schießen jetzt die Maronen. Sie sind nicht totzukriegen. Das habe ich so noch nicht erlebt. Normal bin ich ja dort in den Hängen die Steinpilze gewohnt und dazwischen eben mal ein paar Maronen, Rotfüßchen und Champis und ganz selten mal eine Rotkappe, dafür wiederum Massen von Ockertäublingen. Von ihnen allen aber fehlt dieses Jahr, verglichen mit 2014 und 2015, fast jede Spur.

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Ein Pferdefuttertrog im Pilzeinsatz

Ganz im Gegensatz, wie gesagt, zu den Maronenröhrlingen. Es sind ja so viele! Und es kommen immer wieder junge nach. Und das Schöne ist, dass sie zunehmend madenfrei sind. Man kann jetzt Glück mit den ganz großen haben, dass sich kein einziger Wurm in sie verirrt hat. Dieses Glück haben wir heute nicht selten gehabt.

Auffallend ist auch, dass dieses Jahr in unseren Fichten so gut wie keine Knollenblätterpilze stehen. Wir haben sie sonst jedes Jahr, in mehreren Arten. Jawohl, in den Fichten, obwohl die Literatur sie fast immer in den Laubwäldern beschreibt.

In unserer Kiepe ist oben ein Pferdefuttertrog eingehängt, zu sehen auf dem Foto hierüber. Da kommen meist die ganz kleinen Maronen rein. Darunter in der Kiepe direkt eigentlich die Steinis. Heute waren es dann eben die großen Maronen. Den Trog haben wir, wie man sieht, ein wenig für die Passform zurechtgeschnitten. : ))

Herzlichste Grüße aus dem Maronenschlaraffenland von Heike«

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Foto: Rechts die Steinpilze, links der Maronen. Unter ihnen ist die dickstielige in mittlerer Höhe halblinks zu beachten. An Nachwuchs in den Steilhängen fehlt es nicht: »Es kommen immer wieder junge nach.« (4 Fotos © Heike)

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Nördliches Eichsfeld: Die Lilastieligen, die Safranschirmlinge und die Schopftintlinge wachsen wie verrückt


Heike schreibt am 28. Oktober 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute kurz auf einen Sprung in einem Fichtenwald, an den man mit dem Auto direkt ranfahren kann.

Wie ich es erwartet hatte, gab es nicht viel: Nebelkappen*, Falsche Pfifferlinge und Graublättrige Schwefelköpfe.

Da es recht stürmisch ist, wollte ich eigentlich bald nach Hause. Ich machte dann aber doch noch einen kurzen Abstecher zur Kuhweide, um nach Champignons zu sehen. Ich fand nur vier Anischampis. Die wenigen Wiesenchampis waren bereits zu alt.

Dafür quirlen jetzt nur so die Lilastieligen Rötelritterlinge hervor. Es gibt sie bei uns noch reichlich. Ich nahm schöne für meine Nachbarn mit, sieh das Foto. Und die Safranschirmlinge* setzen schon wieder zu einem neuen Schub an. Es stehen Unmengen auf der Kuhweide.

Total verrückt ist, dass mitten im Dorf hunderte Schopftintlinge wachsen. Auf jedem kleinen Wiesenstückchen marschieren sie zu Dutzenden auf.

Über meinen gestrigen Fund freute sich im übrigen ein Freund, der unsere Computer checkt. Er bekam die Pilze heut früh pfannenfertig geschnitten. :))

Herzliche Grüße Heike«

(Foto © Heike)

* Können individuell Magen- und Darmbeschwerden auslösen

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Thüringer Kyffhäuserwald: Rainer freut sich über seine späten Wintervorräte

Rainer schreibt am 27. Oktober 2016:

»Endlich fündig geworden!

Im Thüringer Kyffhäuserwald habe ich madenfreie Steinpilze, Maronen (meine Lieblingspilze), Fichtenreizker, Rötelritterlinge und Parasole in Massen gefunden. Also doch noch einige Wintervorräte! Heike hole ich aber nicht mehr ein.

Grüße an alle von Rainer«


Nördliches Eichsfeld: Ein neuer Maronenschub und Artenreichtum ohne Ende


Heike schreibt am 27. Oktober 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem Dauerregen Anfang der Woche bin ich heute ganz schnell ab in den vielbesuchten Stadtwald und im Anschluss in meinen Hauswald, wo ich dieses Jahr erstmals Sommersteinpilze und 2014 Massen an Herbsttrompeten gefunden hatte.

Im Stadtwald könnte sich ein Maronenschub anbahnen. Jedenfalls mehren sie sich. Einen Eindruck davon gibt das Foto wieder. Die Steinpilze in diesem Wald machen sich rar. Nur noch zwei standen, davon einer ein Senior. Dafür gibt es zunehmend Rötelritterlinge und Hallimasch und wieder super feine Rotfüßchen. Mit dabei sind auch Anischampis, Stockschwämmchen und Rauchblättrige Schwefelköpfe.

An Giftpilzen stehen weiterhin viele Fliegenpilze, verschiedene Knollenblätterpilze sowie Grünblättrige Schwefelköpfe.

Der Weg zu den Fichten war wieder einmal gesäumt von unzähligen Herbstlorcheln* und Giftschirmlingen.

Im Anschluss fuhr ich in meinen Hauswald, ein Laubmischwald. Er liegt fast vor der Tür. War ich vielleicht platt, was sich hier alles an Pilzen einfand! Unzählige Arten! Ich kann sie beim besten Willen nicht alle wiedergeben, so viele waren es. Essbare, ungenießbare und giftige.

Unter den Giftzwergen auch die Pantherpilze, die ja zu DDR-Zeiten die meisten Todesfälle durch Pilzverzehr gefordert hatten. Sie standen teils stark gehäuft. Auf dem Foto rechts kann man sehr gut die markante abgesetzte Knolle mit den serpentinenartig kreisenden Ringen erkennen. Man spricht in der Pilzkunde auch von »Kindersöckchen«, weil diese Knolle an unordentlich drübergezogene Kindersocken erinnert.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, zur sicheren Pilzbestimmung den gesamten Fruchtkörper zur Verfügung zu haben. Die Knolle des wohlschmeckenden Perlpilzes sieht nämlich ganz anders aus.

Gifthäublinge,  Grünblättrige und Ziegelröte Schwefelköpfe komplettierten die gefährlichen Vertreter.

An Speisepilzen gab es Stockschwämmchen, Stäublinge en masse, Knoblauchschwindlinge, Täublinge und eine mir unbekannte büschelig wachsende Pilzart unter Buchen. Der Wald roch stark nach Stinkmorcheln!

Herzlichst aus dem zurzeit verregeneten Eichsfeld, Heike«

(2 Fotos © Heike)

* Alle Lorchelarten werden heute nicht mehr zum Verzehr empfohlen

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Lutz freut sich über gutes Pilzwachstum im Raum Gera und will nochmal los

Lutz schreibt am 26. Oktober 2016:

»Hallo,

auch in Gera und Umgebung gibt es jetzt viele Pilze.

Wir fanden in eineinhalb Stunden zahlreiche Maronen und Birkenpilze, ein paar Rotfüße, wunderschöne Steinpilze sowie einen Flockenstieligen Hexenröhrling.

Die Steinpilze, der Hexenpilz und die Birkenpilze werden getrocknet, die anderen frisch   verspeist. Wir werden bestimmt diese Woche noch mal Pilze sammeln gehen.

Mit freundlichen Grüßen Lutz K.«

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Nördliches Eichsfeld: Heikes »ernüchternder« Pilzgang mit voller Kiepe und schweren Körben


Foto: »Ein ernüchternder Gang, auch wenn es für die meisten ein Traum wäre« - so überschrieb Heike ihre heutige Pilznachricht. Ernüchternd ist solch ein Maronenfund natürlich nicht. Mit »ernüchternd« meinte sie eher die unzähligen Steinpilzschnittstellen der Konkurrenz, die sie ordentlich wurmten.

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Heike schreibt am 23. Oktober 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind heute früh bei 1 Grad Plus auf dem Thermometer los. Um 9 Uhr waren wir im Wald. Es tropfte nur so von den Bäumen. Der Nebel stand im Wald. Richtig gruselig war es. Wir hatten in den letzten drei Tagen 40 Liter Regen abbekommen. Konnte die Menge nicht schon Ende  August fallen?

Der Gang war, gemessen an meinen Erwartungen, ernüchternd. Das lag vor allem daran, dass wir sehr viele, zu viele Schnittstellen vom Vortag, also vom Samstag, vorfanden. Der Samstag war eiskalt, aber regenfrei gewesen, und das hatte ganz offensichtlich viel Konkurrenz in den Wald gelockt.

Ich konnte viele Schnittstellen, die seit meinem letzten Gang am Donnerstag bis heute entstanden und definitiv nicht von mir waren, identifizieren. Das ist wohl das Los der Sonntagssammler :). Wir haben so viele Menschen im Wald getroffen oder gesehen. Jeder sagt, es sei vorbei, weil zu kalt.


Foto: Der lange Lulatsch von Steinpilz scheint auf seine kleinen Artgenossen fast mitleidig herabzublicken.

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Sie hatten wenig in den Körben. Und sie sagten fast alle, sie würden ausschließlich Steinpilze sammeln. Die Körbe aber erzählten anderes. Es lagen nämlich hauptsächlich Rotfüße, wenige Maronen und nur ganz wenige kleine Steinpilze drin. Ich dachte mir meinen Teil.

Ich selbst wollte heute eigentlich nur Steinis sammeln, keine Maronen, weil ich die am Donnerstag in Hülle und Fülle gefunden hatte. Doch es blieb beim Vorsatz, weil die erhofften Steinpilze relativ wenig, die Maronen aber unzählig waren. Vermutlich lag das an den kalten Nächten, in denen die Temperatur auf nur 2 und zuletzt sogar auf nur 1 Grad gesunken war. Die nächsten Tage soll es ja wieder ein wenig wärmer werden.

Ich werde diese Woche ebene Wälder abgehen und erst am Samstag noch einmal in die Steilhänge. Die schaffe ich aus Zeitmangel unter der Woche nicht, zumal es immer früher dunkel wird. Meine Birkenporlinge hole ich mir erst im November. Sie sind noch klein dieses Jahr.


2 Fotos: Der Weg zu den Steilhängen ist nicht ohne. Heikes Mann trägt eine Kiepe auf dem Rücken. Die »Kraxn«, wie man in Bayern sagt, war früher, als Pilze noch ein (über-)lebenswichtiger Wintervorrat waren, ein oft gesehenes Behältnis der Pilzsammler. Die Fliegenpilze (rechts), die es dieses Jahr fast überall im Überfluss gibt, dürften allerdings kaum ein Plätzchen in der Kiepe finden. Sie ist für Steinpilze, Maronen und Co. reserviert.

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Nun noch eine Aufzählung der anderen Pilzarten, die wir gesehen haben: Lila Schleierlinge, Krause Glucken, Ockertäublinge, Frauentäublinge, Falsche Pfifferlinge zu tausenden, ganz ähnlich die Unmengen Pfefferröhrlinge, teils sagenhaft groß und fast verwechselbar mit Maronen, Champignons über Champignons, ähnlich die schlagartig kommenden Grünspanträuschlinge, zunehmend Ritterlinge, Fliegenpilze allüberall, erstmals Hallimasch, Knollenblätterpilze, Kahle Kremplinge tausendfach, darunter auch viele Samtfußkremplinge, Ziegelrote Schwefelköpfe, Lila Lacktrichterlinge, die ersten Milchlinge, viele Helmlinge und Schnecklinge; alles wird immer mehr.

Als Wegzehrung, auch das sei noch angemerkt, hatten wir unsere herrliche Stracke dabei, eine Eichsfelder Hartwurstspezialität, zu der es frisches Bäckerbrot gab. Yammi, das hat  gemundet. :))

Pitschnass und schön durchgefroren zu Hause angekommen, gab es erst einmal einen Grog. Der war auch nötig.:)) .

Herzlichste Grüße wünscht Heike aus dem Eichsfeld«


Foto: Eine Parade der Steinpilzhüte zeigt uns dieses Bild. Wenn man sie so daliegen sieht, möchte man sie am liebsten wie Schnitzel ausbacken. (5 Fotos © Heike)

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Pilzrausch wie im russischen Märchen:

Heike ist zuhause im Steinpilz- und Fliegenpilz-Schlaraffenland


Foto: Ernte 1... Weil Heike nicht alle Pilze auf ein Foto bannen kann, hat sie hier ihre Ernte Teil 1 fotografiert.

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Heike schreibt am 20. Oktober 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute Mittag um eins nach der Arbeit ging's ab in Wald. Es blieb nicht viel Zeit bis cirka 16 Uhr, denn ab da wird es in den Fichten bereits dunkel.

Wir haben nur einen dreiviertel Hang von zwei ganzen geschafft. Auf der Fahrt in den Wald sah ich aus dem Auto heraus auf Kuhweiden hunderte Schopftintlinge. Sie kommen aus allen Ecken und Kanten heraus. Nicht zu fassen. Es sind wirklich hunderte, das ist doch nicht normal.


Foto: ... und hier ihre Ernte Teil 2. Bitte unbedingt beachten: Mitten unter den Steinpilzen befinden sich einige junge Maronen in der Größe von großen Steinpilzen! Seht Ihr sie? Dazu schreibt Heike: »Die großen dicken Maronen, also wirklich, die waren unglaublich fest und hart und von ausgezeichneter Qualität. Das war schon Steinpilzqualität.« Ihr Vater, dem sie sie brachte, habe sie nicht als Maronen erkannt: »Sowas gibt's doch gar nicht!«

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Im Wald gewahrte ich schnell, dass wir mitten im Fliegenpilz-Schlaraffenland waren. Auch sie stehen jetzt zu hunderten, überall, aber eine besondere Vorliebe haben sie für Birken. Fliegenpilze wie gemalt, hinreißend schön, wie im Märchenland. Wegen der nervend drängenden Zeit habe ich mein Handy für ein Foto nicht aus der Hosentasche gewühlt. Zudem tropfte es vom gestrigen und heutigen Starkregen immer noch unangenehm aus den Wipfeln.

Während der Woche schafften wir es wegen der Zeitknappheit nicht, Maronen zu ernten. Sie standen wie gesät. Da stellte sich uns immer wieder die Frage: Welche nehmen wir mit, welche lassen wir stehen? Wir entschieden, dass alle Großen stehen bleiben würden.

Die Steinpilze werden allmählich immer mehr. Und auf einmal kommen sie vereinzelt auch schon tiefer im Wald, nicht mehr nur in den Schneisen.

Ich darf gar nicht dran denken, was gewesen wäre, wenn heute Wochenende gewesen wäre und wir Zeit gehabt hätten, in Ruhe die zwei Hänge abzuernten. Die Kiepe hätte für die vielen Steinpilze hätten vermutlich nicht mehr gereicht.

Auf dem Weg durch den Wald sahen wir viele Pilze, wie Krause Glucken in Massen, viele Täublinge wieder gut dabei, Pfefferröhrlinge, Lila Lacktrichterlinge (die ersten in diesem Jahr), dutzende Mehlräslinge dutzende, Lila Schleierlinge*, Flaschenboviste, Stäublinge jeglicher Art, kleine süße GoldisRotfüße, Falsche Rotfüße, Safranschirmlinge**, Parasole, Anischampis, Waldchampis mehrere Arten, die ersten Ockertäublinge***, Falsche Pfifferlinge, Ziegelrote Schwefelköpfe, Stockschwämmchen, Graue Wulstlinge und, und, und. Es waren unzählige Arten. Mein Herz ist im Pilzfieber, wieder mal. :))

Foto: Und so wunderbar sah der gefüllte Spankorb im Wald aus. Die Marktfrauen vom Vikualienmarkt in München würden ihn Heike wohl aus den Händen reißen... (5 Fotos © Heike)

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Zuhause bekam ich die ausgelegten Pilzmassen nicht mehr auf ein Foto, weshalb ich das Bild teilen musste. Bitte entschuldige die schmutzigen Pilze. Der Wald war nass, und zu Hause mussten die Pilze, um keinen Druckschaden zu nehmen, erst mal schnell aus dem Korb raus.

Herzliche Grüße aus dem Fliegenpilz- und Steinpilz-Schlaraffenland im Eichsfeld

Heike«

* Wegen seines muffigen, abstoßenden Geschmacks nicht zum Verzehr zu empfehlen

** Kann Magen- und Darmbeschwerden auslösen

*** Minderwertiger Speisepilz


Eichsfeld: Steinpilze, Maronen und Falsche Pfiffers in den Körben

Klaus schreibt am 20. Oktober 2016:

»Der Klaus aus dem Eichsfeld kann Heikes Nachrichten nur bestätigen: Jahrelanges Beobachten, etwas Erfahrung und manchmal auch Glück bescheren jetzt volle Körbe mit Steinpilzen und Maronen.

Auffallend sind gerade die vielen Falschen Pfifferlinge*, die manche auch in den Körben haben. Naja, passieren kann da ja nichts, außer Magentrimmen.«

* In sehr geringer Menge als Beigabe verträglich

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Heikes kleiner Sprung in den vielbesuchten Stadtwald, vom heftigen Regen alsbald beendet


Foto: Das Resultat eines kleinen Pilzganges im vielbesuchten Stadtwald. Der erste seit langem »richtige« Regen setzte dem Suchen allerdings ein vorzeitiges Ende. (Foto © Heike)

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Heike schreibt am 19. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich nur ganz kurz im Stadtwald. Er wurde sehr gut besucht seit meinem letztem Pilzgang vergangenen Donnerstag, was ich an reichlich Steinpilzschnittstellen von beachtlicher Größe erkannte. In der allerletzten hintersten Waldecke fand ich noch ein paar Steinpilze und einige Maronen.

Es standen einige Autos am Waldrand, so dass ich davon ausgehen konnte, dass genau dieses Waldstück gut besucht ist. Wenn ich Autos sehe, gehe ich durch den Wald ganz durch und fange immer am anderen Ende an zu suchen und arbeite mich nach vorne durch. Denn die meisten Pilzsammler fangen immer gleich vorne am Waldeingang an zu suchen. Somit konnte ich auch diesmal wieder noch ein paar Steinis ergattern. 

Leider setzte nach kurzer Zeit das dieses Jahr unbekannte Element »Regen« ein. Es war seit Monaten der erste heftige Regen - nicht nur eine Nieselhusche. Ich war schnell pitschnass und musste den Wald vorzeitig verlassen.

Herzliche Pilzgrüße aus dem Eichsfeld, Heike«

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Stadtroda: Zwei volle Körbe reichen Jana für dieses Jahr: »Ich habe verschenkt, getrocknet, eingelegt«


Foto: Die Steinpilze standen da wie im Bilderbuch. Jana, die 2014 so viele herrliche Rotkappen gefunden hatte, begnügt sich für dieses Jahr mit zwei Körben voller bester Röhrlinge. (Foto © Jana)

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Jana schreibt am 18. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ja, mich gibt es noch und wie jedes Jahr zur richtigen Zeit, zieht es mich an meine Pilzstellen in die Nähe von Stadtroda. Und jedes Jahr sind sie sehr zuverlässig, mal früher, mal später.

Und wie jedes Jahr gibt es sie, die dicken, majestätischen Steinpilze.

Waren es vorige Woche schöne kleine knorpelige und nur eine Handvoll Maronen, so fanden wir gestern schon etwas größere Exemplare.

Auch gab es mehr Vielfalt. Hinzu gesellten sich jetzt auch Butterpilze, Sandröhrlinge, mehr Maronen und meine geliebten Flockenstieligen Hexenröhrlinge.

Letztere sind standorttreu, denn jedes Jahr wachsen sie an nur 2 Stellen auf meiner Pilzrunde.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden, werde aber dieses Jahr nicht mehr raus in den Wald gehen. Ich habe 2 volle Körbe gesammelt, für die ich jeweils nur 1,5 Stunde benötigt habe.

Ich habe die Pilze verschenkt, bin am trocknen, habe sauer eingelegt. Nun reicht es.

Denn ich habe immer noch getrocknete Pilze von vor 2 Jahren ;o)

Allen anderen wünsche ich guten Erfolg! 

Viele Grüße Jana«


Sehr lesenswert!

Heike über Steinpilzrausch, Konkurrenten mit leeren Körben und Fundplätze, die ihr Geheimnis bleiben


Foto: Während ihr die Konkurrenten in den Wäldern des nördlichen Eichsfeldes mit leeren Körben begegnen, findet Heike derzeit Steinpilze und Maronen geradezu sackweise. In ihrer heutigen Pilznachricht erzählt sie, dass sie Jahre für solche Ergebnisse brauchte und erklärt, warum sie ihre Fundstellen nicht preisgeben will. (Foto © Heike)

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Heike schreibt am 17. Oktober 2016:

«Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

lange gab es keine Pilzgänge mehr mit dem Ergebnis der letzen Tage. Es sind Touren, wie ich sie liebe. Wenn ich die Zeit hätte, würde ich mich in diesen Tagen von früh bis zur Dämmerung in den Wäldern herumtreiben. Aber nebenbei muss ich auch noch ein wenig Geld verdienen. :)

Allerdings fehlen mir immer noch die Steinpilze tief im Wald, so wie ich sie alle paar Jahre finde. Bislang konzentrierten sich meine Steinpilzfunde auf die Steilhänge in Waldrandnähe.

Es gab vor einigen Tagen einen Bericht im Pilz-Ticker Bayern, nach dem die Steinpilze entlang eines Weidezaunes wuchsen. Das gab es hier auch mal, im Frühjahr 2000, Mitte 2000 und 2013. Du konntest auf dem Mittelweg, der meine 2 Steilhänge voneinander trennt, fast nicht gehen, weil man sonst die Steinpilze zertreten hätte.

Dieses Phänonem haben wir alle 5 bis 6 Jahre. 2013 war der letzte Pilzrauschgang mit derartigen Massen. Putzigerweise sind die Jahre zwischen solchen Wahnsinnserscheinungen und besonders das Jahr danach richtig schlecht.

Momentan wachsen die Steinpilze nur in den Schneisen

Im Moment schießen dort die Maronen. Das aber auch nur abschnittsweise, nicht flächendeckend. Die Steinis stehen immer nur entlang der Schneisen. Es fehlt anscheinend immer noch viel Wasser.

Aber verglichen mit den letzten zwei Jahren ist die Tendenz steigend. Und das Auftauchen der Fliegenpilze hält mich auf Trab. Alle drei Tage mache ich einen Kontrollgang. Ich bin in diesem Jahr besonders gespannt, was ich noch erwarten kann im Wald - oder auch nicht.

Es ist bei uns extrem unterschiedlich in den Wäldern. Die meisten Fichtenwälder sind fast pilzfrei, besonders die ebenen Wälder. In den Hängen - und hier besonders im unteren Teil - werde ich momentan mit vielen Maronen beglückt. Ich komme gar nicht mehr in die Laubmischwälder zur Zeit. Ich könnte mich mehrmals teilen, um immer irgendwo in allen Wäldern, die ich hier kenne, nach dem Rechten zu sehen.

Sie will und wird ihre Stellen nicht verraten

Mitunter schäme ich mich fast (manchmal aber auch nicht, weil ich für meine heutigen Ergebnisse viele Jahre gebraucht habe), wenn ich mit meinen vollen Körben Konkurrenten mit ganz leeren Körben begegne, die erstaunt fragen: »Sie haben wohl Pilze gefunden?!«

Ja, antworte ich, wir sind aber auch seit vielen Stunden unterwegs und sind viele Kilometer gelaufen. Es folgen fast immer die gleichen Fragen: »Kennen Sie sich aus?« »Wo finde ich die?« Und so ähnlich, und so weiter. 

Ich möchte und werde aber meine Stellen nicht preisgeben, denn ich weiß ganz genau, was dabei herauskommt. :)) Ich würde dann nie wieder Pilze in solchem Ausmaß finden, vielleicht überhaupt keine mehr. :))

Wir hatten mal ein eindrucksvolles Erlebnis. Auf dem Weg zu meinen Hängen, das sind ab meinem Auto rund 2 Kilometer zu Fuß, kamen uns drei Männer entgegen. Wir trafen wenige Meter vor Beginn meines Pilzwaldes aufeinander. Jeder von denen trug einen Korb und einen Eimer.

»Die Konkurrenten hatten 3 Steinpilze, ich holte dann 20 Kilo«

Ihr Sammelergebnis: Fünf ihrer Behältnisse waren leer, in einem einzigen Korb lagen 3 Steinpilze fortgeschrittenen Alters. »Mehr gab es nicht?« »Nein, es gibt nichts.«

Wir trennten uns. 50 Meter weiter sind wir dann in unseren Wald hinein. Eineinhalb Stunden später kamen wir mit 20 Kilo Steinpilzen in der Kiepe wieder raus. Dabei hatten wir nur einen ganz kleinen Teil der Hänge abgesucht. Zum kompletten Ablaufen benötige ich rund 8 Stunden.

2013 habe ich in einer Woche 60 Kilo Steinpilze in solch einem Hang geerntet, wobei ich aber nicht einmal die Hälfte des steilen Geländes durchsucht habe. Alle Steinpilze im Seniorenalter ließ ich zum Aussporen stehen. Das waren Massen. Um alle vorhandenen Steinis ernten zu können, hätte ich zwei Wochen im Wald übernachten müssen. 

Ob man sie nun in Massen erntet oder nur wenige, die Natur nimmt ihren ganz eigenen Lauf und entscheidet, wann es wieder Steinis gibt und wieviele. Der Natur ist es egal, ob du 50 stehen lässt oder 200 :).

Natürlich gebe ich große Mengen Pilze an Bekannte und Familien ab. Manchmal nehme ich mir nicht einen Pilz von meiner Ernte, sondern gebe sie weiter wie gefunden.

So verbleibe ich mit ganz herzlichen Grüßen bis zum hoffentlich baldigen nächsten Bericht.

Ich wünsche auch Dir noch eine schöne Pilzzeit!

Heike«

Pilz-Ticker-Thueringen


Eichsfeld: In den Steilhängen wurden die Körbe voll und schwer, am Waldrand blieben sie leer


Foto: Welch ein Fund für Heike und Mitsammler! Unzählige Maronen und Steinpilze hat sie für ein Foto für den Pilz-Ticker gesäubert und schön drapiert. Ein wunderschönes Herbstmotiv!

Pilz-Ticker-Thueringen


Heike schreibt am 15. Oktober 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

sicher kannst Du Dir vorstellen, wo wir heute waren. :) Natürlich im Wald.

Mit ein paar Scheiben frischem Brot, einer Stracke, eine Eichsfelder Wurstspezialität, und einer großen Flasche Cola ging es los. Insgesamt waren wir sechseinhalb Stunden im Wald, und zwar in Steilhängen. Fazit: Wir waren zwar fertig mit der Welt, aber mehr als zufrieden mit unserem tollen Fund.

Es war ein toller Tag für uns. Die herrlichen Steinpilze und Maronen gab es zum Einsammeln, suchen mussten wir nicht. Unsere Körbe waren voll und schwer. Aber wie gesagt, alles spielte sich in steilen Hängen ab, wo das Pilze sammeln sehr anstrengend ist. Viele Pilzsammler begegneten uns auf diversen Wegen - mit leeren Körben. Sie suchten ihr Glück am Waldrand, am Waldeingang, auf Spazierwegen.

Dieses Jahr fällt das massenhafte Auftreten des Fliegenpilzes besonders auf. Er verrät mir: Geh in drei Tagen nochmal los. Seit 2013 ist er bei uns nicht mehr erschienen, zumindest nicht in den mir bekannten Steinpilzwäldern. Dieses Jahr leuchtet sein schönes Rot-Weiß aus allen Ecken und Winkeln des Waldes. Ich werte dies als sehr gutes Zeichen für eine anhaltend gute Pilzsaison.

Pilz-Ticker-Thueringen

Auch erste Violette Rötelritterlinge und Violette Schleierlinge* habe ich entdeckt. Von diesen lass ich mich jedoch noch nicht beeidrucken in Bezug auf das Ende der Pilzsaison.

Anbei wieder ein paar Bilder zum Ergebnis von heute.:))

Der Papa bekommt also morgen auch wieder seine Marooonen. Er freut sich schon sehr.

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, Heike«

(3 Fotos © Heike)

* Von geringem Speisewert




Gute Nachricht auch aus dem südlichen Thüringer Wald: »Die Vielfalt nimmt zu«


Foto: Die Steinpilze kamen »wie aus einem Nest hervor. Einfach schön«, schreibt Kerstin.

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Kerstin schreibt am 13. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auch aus dem südlichen Thüringer Wald gibt es gute Neuigkeiten.

Die Vielfalt an Pilzen nimmt zu. Leckere Raufußröhrlinge, Kuhlmäuler (Foto rechts), Steinpilze und Pfifferlinge konnten geerntet werden. Drei Butterpilze haben sich auch noch in den Korb verirrt.

Das Beste jedoch waren Steinpilze, die wie aus einem Nest hervor kamen. Einfach schön.

Liebe Grüße Kerstin«




Foto: Steinpilze, Flockis (ganz rechts oben) Pfifferlinge, Raufüße, Kuhmäuler: Aus dem südlichen Thüringer Wald gibt es gute Pilznachrichten. (3 Fotos © Kerstin)


Nördliches Eichsfeld: Stürze, Korbbruch, Pilze über Pilze


Foto: Heike kann es nur Recht sein, dass die Konkurrenz die vielen guten Maronen stehen lässt. Sie nimmt sie nur zu gerne mit. Und Steinpilze gab es auch reichlich. Wieder einmal.

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Heike schreibt am 12. Oktober 2016:

»Hallo lieber Heinz -Wilhelm,

gestern früh vor der Arbeit war ich schnell im sogenannten Stadtwald. Einmal Pilze holen für den Papa. Er lauert wie ein Fuchs auf die Beute.

Und es kam gut was auf die Schnelle zusammen: Steinpilze, Maronen, Goldröhrlinge sowie heißgeliebte Stockschwämmchen und zwei Semmelstoppelpilze.

Heute ging es bei Nieselregen wieder einmal in die Hänge. Es war Schwerstarbeit! Ich bin immerzu ausgerutscht, abgerutscht, hingeknallt. :) Bei einem der Stürze ist der Handkorb  zu Bruch gegangen.

Zum Glück gehe ich immer mit Tragekorb auf dem Rücken los. Der Handkorb dient lediglich zum Einlesen der Pilze. Wenn genug beisammen sind, wird umgefüllt in den Rückenkorb. Das hat sich bewährt.


Foto: »Heißgeliebte Stockschwämmchen« (links), Maronen, zwei Semmelstoppler, Goldröhrlinge und Steinpilze (rechts) fand Heike bei ihrem Pilzgang am Dienstag, 11. Oktober. Da war der Tragekorb noch zu gebrauchen...

Pilz-Ticker-Thueringen


Ich kann erfreut berichten, dass die Maronen immer mehr werden. Leider war ich, wie man sich schon denken konnte, bei dem Superpilzwetter nicht alleine im Wald. Ich fand unzählige Schnittstellen von Steinpilzen. Die Maronen wollte wohl keiner. Die nahm ich nur zu gerne mit - und die Steinpilze dazu. :) 

Ich denke und hoffe, dass, wenn am Wochenende der angekündigte Warmlufteinfluss kommt, es erst richtig im Wald losgeht.

Ebenfalls im Korb landeten verschiedene Täublinge, Safranschirmlinge, Anischampis, Pfefferröhrlinge, wunderschöne Kuhmäuler, natürlich Krause Glucken und Rotfüßchen. Die Schopftintlinge sprießen derzeit wie wild, gerade zu hundertfach.

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, Heike«


Foto: Auf Stockschwämmchen ist Heike besonders scharf. Kein Wunder, hat doch der Klassiker »Thüringer Stockschwämmchensuppe« im Eichsfeld ein Heimspiel. (3 Fotos © Heike)


In den Traufgebieten des nördlichen Eichsfeldes warteten traumhafte Steinpilze und Maronen auf Heike


Foto: Auf dem silbernen Tablett zeigt Heike ihre herrliche Sammlung von Top-Steinpilzen, einer schöner als der andere. Darunter die Maronen. Und weil's so schön war, hat Heike beide Partien noch einmal zusammen abgelichtet. (3 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 9. Oktober 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern ging es mit meinem Enkel in den Stadtwald. Ein gutes Tablett voll bester Steinpilze und die erste Handvoll Maronen konnten wir uns sichern! Alle diese Pilze haben wir im Traufbereich gefunden, also dort, wo der Nebel den Pilzen ausreichende Feuchtigkeit spendet.

Heute ging es in die Steilhänge. Auch hier war - leider - immer noch alles im Traufbereich zu finden. Lediglich ein einziger kleiner Abschnitt zwischen zwei Schneisen brachte schon einige Maronen mitten im Wald hervor. Es war der einzige Abschnitt, wo tiefer im Wald etwas zu holen war. Diese Maronen waren herrlich dickstielig.

Was ich momentan beobachte, ist extremer Mausfraß. Ganz viele Steinis und auch Maronen sind so richtig »schön« zusammengefressen. Man sieht markant die Spuren, die die Zähnchen der kleinen Nager an den Hüten hinterlassen haben.

Nichtsdestotrotz konnten wir einiges ergattern. Auch ließen sich hier die einen oder anderen Täublinge wieder blicken.

Danach ging es 30 km weiter, und zwar in Richtung Heiligenstadt. Doch es war eine Enttäuschung: Komplett leere Pilzwälder fanden wir hier vor. Es gab nichts an Pilzen. Alles war sehr trocken. Einzig und allein fünf greise Grünblättrige Schwefelköpfe fanden wir.

Weil der Anblick der zwei pilzbeladenen Silbertabletts so schön war, musste ich sie nochmal zusammen fotografieren...

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, Heike«

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Zehnsberg bei Leinefelde: Wunderschöne Steinpilze, Hexen u. a. für Klaus

Klaus schreibt am 7. Oktober 2016:

»Habe heute im Revier Zehnsberg bei Leinefelde wunderschöne Steinpilze, Hexenröhrlinge, Champignons, Parasole, Maronen, Ziegenlippen und Stockschwämmchen gefunden!«


Die Kuhweide im nördlichen Eichsfeld sprengt dieses Jahr alle Rekorde an Wiesenpilzen


Fotos: Die Kuhweide schlägt dieses Jahr alle Rekorde: Anis-, Wiesen- und Riesenchampignons, Parasolen, Safranschirmlinge und Riesenboviste wachsen dort seit Wochen.

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Heike schreibt am 7. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

es ist sagenhaft!

Bin heute kurz auf einer Kuhweide gewesen: Dutzende Anischampis, Riesenchampis, Safranschirmlinge, Parasole, Wiesenchampis und immer noch nachommende Riesenboviste .

Wir haben in zehn Minuten einen ganzen Korb gesammelt, den wir an Nachbarn verschenkt haben.

Herzliche Grüße Heike«

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2 Fotos: Der kleine Mann scheint nicht sonderlich überzeugt von den Pilzen (links ein Safranschirmling, rechts Riesenboviste) zu sein. Dass man als kleines Kind aber auch immer für Fotos posieren muss... (3 Fotos © Heike)

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Erst die Runkel-, dann die Pilzernte im Eichsfeld

Die dicken Steinpilzprotze stehen in den luftig-lichten Schneisen


Heike schreibt am 6. Oktober 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

die Runkeln mussten rein. Schlecht Wetter droht; dann kommt man vor Schlamm nicht mehr aufs Feld, geschweige denn wieder runter.:)

Nach den Runkeln hatte ich noch Zeit, oder besser gesagt, ich habe sie mir erwirtschaftet, indem wir gestern bis abends auf dem Feld waren. Alle Runkeln sind im Keller! :))

Also auf in den Wald! Ich war in zwei Wäldern, nämlich in meinem Steinpilzwald in den Hängen und im ebenen Maronenwald. In beiden wurde ich fündig. Jedoch immer noch in den Traufbereichen am Hang unten sowie in den geschlagenen Schneisen des ebenen Waldes. Im Wald selbst gibt es noch keine Pilze.

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Wie ich schon neulich bemerkte, nimmt die Anzahl der Pilzarten zu, und zwar deutlich. Von Maronen ist in meinem »Maronenwald« allerdings noch nicht viel zu sehen. Nur hier und da wächst eine kleine.

Dafür stehen in den geschlagenen Schneisen erste Steinpilze. Darunter schöne dicke Protze, die zunehmend madenfrei sind. Daran haben sicher die kühlen Nächte ihren Anteil.

Wenn vermadet, dann sind es nur die Stiele, und zwar die, die im Moos stehen. In der Nadelstreu ist es besser, siehe das Foto rechts.

Herzliche Grüße Heike«

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Foto: Rotfußröhrlinge (links) und einige Maronen (rechts) sowie ein Birkenpilz waren der Beifang zu Heikes Steinpilzen. (3 Fotos © Heike)

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