Pilz-Ticker-Thueringen



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Wie praktisch: Beim Blumeneinkauf gab es die Spitzmorcheln gratis dazu


Heike schreibt am 13. Mai 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

beim Blumennachkauf heute gab es einige Spitzmorcheln gratis dazu (Foto rechts). Sie standen in einer  Heckenrosenrabatte, die ich mir am Mittwoch, als ich schon einmal dort war, nicht angesehen hatte. Sonst wären es einige mehr gewesen.

Eine Speisemorchel gab es noch unter einer Esche. Ansonsten ist hier alles ausgedörrt.

Herzliche Grüße Heike, Nördliches Eichsfeld«

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Foto: Sie wuchsen büschelig, die guten Spitzmorcheln. Leider hatte Heike am Mittwoch eine umfangreichere Ernte verpasst. (2 Fotos © Heike)





Der wenige Regen im nördlichen Eichsfeld reichte für eine Schale voll fetter Speisemorcheln


Foto: Das sieht doch hübsch aus: Schöne fette Speisemorcheln (links) füllen die eine, frische junge Maipilze die halbe andere Schale. (Foto © Heike)

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Heike schreibt am 6. Mai 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

am Dienstag gab es bei uns im Nördlichen Eichsfeld umwerfende 10 Millimeter Regen! Wie immer, waren natürlich zuvor ergiebige Schauer angekündigt worden. In Wahrheit sieht es jedes Mal ganz anders aus. Petrus und die Meteorologen vergessen uns immer. Die einen bekommen zu viel, wir so gut wie gar nichts.

Heute ging es dann wieder in den Wald. Direkt an einem Schotterweg erblickte ich schon bei der Autoanfahrt eine Speisemorchel an einer Esche. Dort stehen fünf Eschen am Wegrand mit angrenzender Wiese. Also anhalten. Es fanden sich noch weitere kleinere, die ihr junges Leben wohl dem spärlichen Dienstagregen zu verdanken hatten.

So erhoffte ich mir für den Waldgang einiges. Doch es hielt sich letztlich in Grenzen, auch wenn es keinen Grund zur Klage gab. Wieder einmal zeigte sich beim Durchqueren des Waldes, dass ich vergangene Woche doch so manches Exemplar übersehen hatte. Monströse Morcheln, halb aufgefressen von Schnecken, entdeckten wir. Wie schade!

Auch ein Messer, das ich hier bei meinem Kampf durch das Weißdorngestrüpp verloren verloren hatte, fand ich wieder. Na also. Erfreulich war auch, dass ich an einer mir schon verdächtig vorkommenden Waldrandstelle ein neues Käppchenmorchelgebiet aufspürte.

An den vielen, beinahe schon gänzlich verwesten Morchelleichen konnte man gerade noch erkennen, dass sie alle Käppchen aufhatten. Eine einzige landete noch im Körbchen. So musste ich mich damit trösten, kommendes Jahr hoffentlich rechtzeitig zur Stelle zu sein.

Herzliche Grüße Heike«





Ein spontaner Pilzgang im Wald bei Gotha füllte den Gartentisch mit Morcheln und Maipilzen


Ingolf schreibt am 2. Mai 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich verfolge Deine Website noch nicht so lange, finde sie sensationell!

Nun hat es sich ergeben, dass ich bei den Schwiegereltern bei Gotha/Thüringen im Wald unterwegs war, begleitet von meinem Schwiegervater. Inspiriert von anderen Pilzfreunden, sind wir auf die Idee gekommen, mal spontan nach Pilzen zu schauen.

Das Ergebnis - trotz Kälte und Trockenheit - ist auf dem Bild festgehalten, das vom 30. April stammt.

Die Speise- und Käppchenmorcheln haben wir im Laubwald bei Eichen und Buchen gefunden, die Maipilze auf der angrenzenden Wiese, was mir bei den oben erwähnten Wetterumständen wie ein Wunder vorkam.

Ich hoffe, noch viele Beiträge liefern zu können und freue mich auf weitere interessante Pilznachrichten.

Liebe Grüße Ingolf«

(Foto © Ingolf)

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Ein Traum von Speisemorcheln am Rande einer Geburtstagsfeier bei Uhlstädt


Foto: Da stehen die Speisemorcheln und drei Käppchenmorcheln vor Freude kopf. Nur der Morchelriese legt sich quer, um zu zeigen, dass er volle 18 Zentimeter misst.

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Kerstin schreibt am 1. Mai 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm 

heute melde ich mich aus dem Thüringer Wald zurück.

Nachdem ich im vergangenen Jahr bereits Spitzmorcheln auf Rindenmulch gefunden hatte, ließ mich der Gedanke an Speisemorcheln nicht mehr los.

Am 29. April waren wir zu einer Geburtstagsfeier bei Uhlstädt unweit von Rudolstadt eingeladen. Auf dem Hinweg hatten wir etliche Streuobstwiesen und viele Schlüsselblumen gesehen.

Kurz nach dem Kaffee habe ich mich mit meinem Mann aufgemacht. Und was soll ich sagen, nur 100 Meter von der Gaststätte entfernt lachte uns, direkt am Weg, eine riesige Speisemorchel an. Ich hatte es geahnt!

Jetzt war der Jagdttrieb erst richtig geweckt und wir suchten den Weg sorgsam ab. Immer wieder blinzelten uns Speisemorcheln an und landeten in unserem Beutel. Drei Käppchenmorcheln gesellten sich noch hinzu.

Es waren die ersten Morcheln, die wir in freier Natur gefunden haben. Was für ein Traum - und so viel besser als die »Mulcheln«!

Liebe Grüße Kerstin«

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2 Fotos: Im Morchelparadies sah sich Kerstin am Rande einer Feier in der Nähe vom thüringischen Uhlstädt. So schön standen die begehrten Frühlingsleckerbissen da, ob ohne oder mit Schlüsselblumenbegleitung. (3 Fotos © Kerstin)







Die großen Speisemorcheln aus dem Jungeschenhain sehen aus wie finstere Kobolde


Heike schreibt am 1. Mai 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute war ich noch einmal in dem bereits beschriebenen Hangstreifen unterwegs. Ich wollte ihn mal komplett abgehen.

Er besteht aus unterschiedlichen Baumbeständen. Hatte ich es vorgestern noch mit mehr Jungeschen und Weißdorn zu tun, so erwarteten mich heute Jungbuchen und Jungeschen. Die Stellen sind insgesamt schwer begehbar.

Und dann kam es, wie es kommen musste: ich dachte, mich trifft der Schlag. Fast an jeder Esche standen Speisemorcheln. Morchelriesen! Leider, leider waren die meisten schon am Vertrocknen. So musste ich schweren Herzens 30 von ihnen stehen lassen.

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2 Fotos: Finster sieht sie aus, die Graue Speisemorchel links im Bild. Die goldgelbe rechts macht hingegen eher auf ihr Gewicht aufmerksam. (3 Fotos © Heike)


Die brauchbaren Exemplare von heute sind im Gegensatz zu den vorgestrigen sehr dunkel. Solch finstere Gesellen von Speisemorcheln hatte ich noch nie. Ich kenne eigentlich nur helle. Die schwerste von heute brachte 152 Gramm auf die Waage.

Die Speisemorcheln auf dem Tablett (großes Foto oben) sind aus dem Jungbuchenstück mit den eingestreuten Jungeschen. In dem Teil von vorgestern habe ich nichts mehr gefunden. Der starke Wind gestern hat dem Boden den letzten Rest an Feuchtigkeit genommen, so dass dort kaum noch was zu erwarten ist.

Toll, dass auch Du mal wieder von Deinen Pilzgängen berichtet hast. Denn das ist ja auch interessant, was der Profi so findet & sammelt. Verraten wirst Du uns aber sicherlich bei weitem nicht alles. :)

Herzliche Grüße Heike«

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Nördliches Eichsfeld: Schönste Speisemorcheln vom Hangstreifen unter Jungeschen


Heike schreibt am 29. April 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem ich über die Woche zu eingespannt war, ging es heute endlich auf eine schnelle Runde in ein Morchelgebiet. Ich wollte lediglich einen Streifen kontrollieren, auf dem ich bereits vergangene Woche Speisemorcheln gefunden hatte.

Heute fand ich dort nur zwei Käppchenmorcheln. Auch die Maipilze rühren sich nicht weiter; kein Wunder, denn nachts herrschen bei uns immer noch Minusgrade. Hinzu kommt die anhaltende leidige Trockenheit.

Genau gegenüber von dem Waldrandstreifen befindet sich ein cirka 20 Meter breiter Hangstreifen mit Jungeschen und viel umherliegenden Holz. Letzte Woche hatte ich hier noch ergebnislos nachgeschaut.

Heute gab es Grund zur Freude: 1,5 Kilo schönster Speisemorcheln sind es geworden! Die größte wog 128 Gramm. Schön standen sie da - und einige von ihnen auch wieder schön versteckt. Das Habitat war interessant. Das Laub ging ins Schwärzliche ähnlich, wie bei den Verpeln.

Dir und allen Pilzfreunden wünsche ich einen schönen Sprung in den Mai.

Herzlliche Grüße Heike«

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3 Fotos: Die Speisemorcheln waren richtig gut ausgewachsen, wie die Bilder links und in der Mitte zeigen. 128 Gramm zeigt die Waage für den Morchelriesen an. Das Foto rechts verdeutlicht, wie perfekt sich Morcheln - trotz farblichen Unterschieds zu den welken Blättern - verstecken können. (4 Fotos © Heike)

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Gabis erste Morcheln auf dem Ettersberg bei Weimar

Gabi schreibt am 26. April 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich verfolge schon sehr lange den Pilzticker und bin ein richtiger Fan. Die Beiträge sind einfach toll. Ich gehe leidenschaftlich gerne in den Wald. Auch wenn ich mal nicht viel finde, ist es immer sehr schön und vor allem entspannend. Und es gibt immer etwas zu entdecken.

Wie heute. Da habe ich meine ersten Morcheln auf dem Ettersberg bei Weimar gefunden! Ich hoffe, dass dieses Jahr genau so ein tolles Pilzjahr wird wie das vorherige.

Liebe Grüße Gabi«


Diesmal überraschten im Nördlichen Eichsfeld die fetten Speisemorcheln Heike


Heike schreibt am 23. April 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute habe ich nur eine kurze Stippvisite an mein Plätzchen mit den Maipilzen von voriger Woche gemacht.

Ich wollte schauen, ob sie gewachsen sind. Sie kommen nur langsam voran. Dafür ist etwas anderes um so schneller gewachsen, was letzte Woche noch nicht dort stand.

Speisemorcheln (Foto rechts)! Juhu! Ich bin das kleine Stück dann noch ein zweites Mal abgegangen, mit Erfolg.

Daraufhin entdeckte ich gegenüber eine vielleicht 20-Quadratmeter-Stelle, in der mindestens 50 Fingerhutverpeln aller Altersklassen standen. Von ganz jung und eben herausschauend bis völlig vertrocknet. So viele auf so einem kleinen Stück habe ich noch nicht gesehen. Der Boden war humusreich.

Herzliche Grüße Heike«

2 Fotos: Ein Speisemorchel-Zwilling, wie er Heike gerade recht kam (links), sowie eine der kleinen jungen Fingerhutverpeln (rechts), die sie alle stehen ließ. (3 Fotos © Heike)

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Die ersten zwei Speisemorcheln im Nördlichen Eichsfeld wecken Hoffnung


Heike schreibt am 22. April 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute ging es nach Schnee und Eis mal wieder in die Natur. Eine furchtbar stürmische und kalte Woche liegt hinter uns.

Am Käppchenmorchelplatz schauten sechs Käppchenmorcheln heraus, die verstreut wuchsen. Sie hatten sich aber noch nicht gestreckt. Man sieht nur die Hüte auf der Erde. Der Besuch mehrerer Speisemorchelplätze war vergeblich. Neulich waren wir ja auf der Suche nach einem neuen Weg zu unseren Sommersteinpilzen. Ein kleiner Randstreifen weckte meine Aufmerksamkeit  in Richtung Morcheln.

Das hat sich heute prompt bestätigt. An einer alten Esche erwarteten mich, etwas geschützt, doch tatsächlich die ersten zwei Speisemorcheln dieses Jahres. Mehr war leider noch  nicht zu finden.

Ich schaute noch mal in einem anderen Gebiet vorbei, wo ich die Zipfellorchel fand. Und siehe da, heute schaute mich ihr Nachwuchs an. In diesem Gebiet schieben interessanterweise noch mal frische Samtfußrüblinge nach, die eigentlich Spätherbst- und Winterpilze sind. Bei der Gelegenheit wanderte heute noch frischer Waldmeister in den Beutel, er hängt bereits zum Antrocknen. Morgen wird das Endresultat Maibowle gebraut.

Thema Spargel und Morcheln: ich gebe Spargel in eine Aluschale mit etwas Butter und einem kleinen Schuss Öl, damit die Butter nicht gleich verbrennt. Etwas Salz auch. Dann kommen die Käppchenmorcheln dazu. Dann kommt Alufolie darüber. Dann wandert die Schale auf den Grill. Nach einigen Minuten kommt die Folie runter, etwas frische Petersilie darauf - und fertig. Ein schönes Steak dazu und ein Glas Wein runden die Sache ab. Ich sage Dir , yammi yammi :))

Herzliche Grüße Heike«

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2 Fotos: Es geht nur zäh voran mit den Käppchenmorcheln in deren Revier (Foto links). Am Fundort der großen seltenen Zipellorchel (siehe Eintrag vom 7. April 2017) regt sich Nachwuchs (Foto rechts). (3 Fotos © Heike)

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Das alte Lied im Nördlichen Eichsfeld: Die Trockenheit hindert Morcheln und Maipilze am Wachstum


Heike schreibt am 16. April 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

erst einmal wünsche ich Dir noch schöne restliche Ostern.

Vorgestern waren wir im Stadtwald. Dort gibt es einige Fichtenholzlagerplätze, die wir - vergeblich - nach Morcheln absuchten. Danach besuchten wir eine Weichholzaue. Gestern waren wir ebenfalls in Weichholzauen und Obstwiesen unterwegs. Das Einzige, was ich mit etwas Restfeuchte im Graben gefunden habe, waren jedoch die ersten Maipilze, zu sehen auf dem Foto rechts.

Heute waren wir in einem Morchelwald, der neben Speisemorcheln auch Maipilze hervorbringt. Dann noch auf diversen Obstwiesen. Aber es gab nichts. Es ist sooo trocken bei uns. Und vermutlich ist es auch zu kalt.

Immerhin konnte ich heute an der Pferdeweide die ersten vier Käppchenmorcheln entdecken. Sie standen im verwilderten Pflaumenbusch- und Weißdorngestrüpp. Da war kaum ein Durchkommen. Alles geht momentan sehr zäh und ist spärlich.

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2 Fotos: Die Käppchenmorcheln retten bei der anhaltenden Trockenheit die Ehre der Gattung Morcheln. Aber auch mit ihnen geht's dieser Tage nur zäh voran. (3 Fotos © Heike)

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In meinem Verpelgebiet war ich am Mittwoch. Es stehen viele, aber sie sind sehr klein und mickrig. An Fichtenmulchbeeten ist derzeit auch nichts zu finden. Sie sind richtig trocken.

Ganze 6 Millimeter Regen haben wir insgesamt seit Donnerstag inklusive heute (Ostersonntag) bekommen. Und der starke Wind pustet gleich wieder alles trocken. Ich weiß nicht, wie viele Kilometer wir insgesamt bereits zu Fuß zurückgelegt haben. Viele, sehr viele.

Kommende Woche soll es einige Tage mit nächtlichen Minusgraden geben, bis zu minus vier Grad sagen die Wetterfrösche voraus. O je. Fragt sich, wer mehr leidet, die Pilze oder ich.

Herzliche Grüße Heike«


Nördliches Eichsfeld: Die Morcheln lassen auf sich warten, die Austernpilze springen ein


Foto: Die großen Austernpilze sind schon leicht angetrocknet, am geschützten Stamm wachsen aber frische junge nach. (Foto © Heike)

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Heike schreibt am 8. April 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute ging es noch mal raus. Der Grund: mein Wald der vielen Goldröhrlinge, Stockschwämmchen und dem guten Sommersteinpilzplatz ist nicht mehr anfahrbar. Dort, wo ich immer geparkt habe, wird eine Umgehungsstraße gebaut. Also muss ein neuer Zugangsweg gefunden werden.

Also ging es in alle Richtungen einmal um Wald, um zu erkunden, wo ich zukünftig parken kann, um zu den Sommersteinpilzen zu gelangen. Denn ich suche ungerne nach Wegen, wenn die Zeit der Pilze da ist.

Und ich habe sogar zwei passable Zugänge gefunden. Dabei begegneten uns Unmengen Glimmertintlinge - und sogar Austernseitlinge. Die kleineren auf dem Foto waren sogar noch ganz frisch, die großen außen schon etwas angetrocknet. Damit habe ich mehr zufällig eine dritte Stelle mit Austernpilzen entdeckt.

Heute ging es noch in einen Morchelwald, der üblicherweise Speisemorcheln hervorbringt. Leider war nichts zu finden. Ich wollte auch noch eine dritte Stelle anlaufen, aber da hat mein Mann dann gestreikt.

Die letzten zwei Tage bin ich auch sämtliche frisch gemulchte Beete vom letzten Jahr in diversen Orten abgegegangen. Aber leider ist auch hier nichts in Sicht. Alle Mulchbeete sind mehr als trocken. Während Michael in Baden-Württemberg ja voll abgreifen kann, gucken wir hier in die Röhre.

Wir brauchen unbedingt Regen. Stattdessen soll aber die Kälte zurückkommen, sogar Schneefälle sind laut Wetterprognose möglich. Da dürfte sich das Thema Morcheln erst einmal erledigt haben.

Herzliche Grüße Heike«


Eine seltene Zipfellorchel war die Krönung von Heikes Frühlingsgang im Wald der Herbstpilze





Foto rechts: Zipfellorcheln gibt es in Deutschland nur sehr zerstreut. Eines ihrer wenigen Verbreitungsgebiete ist das Thüringer Becken, wo Heike dieses Prachtexemplar gefunden hat. Sie galten lange als Delikatesse, ehe man entdeckte, dass sie das gefährliche Gyrometringift enthalten. Seitdem werden sie als tödlich giftig eingestuft.

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Heike schreibt am 7. April 2017:

Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren heute mal in Richtung meines Nadelwaldes, sprich mein Maronen- und Steinpilzwald, unterwegs. Da war ich noch nie im Frühjahr.

Auf dem Weg dorthin gehe ich durch einen Kalkwald mit Buchen, Eichen und Hainbuchen. Es folgt ein Nadelwald auf saurem Buntsandstein, dessen Waldrand kalkgeschottert ist.

Ich fand viele alte Graublättrige Schwefelköpfe, die ersten Glimmertintlinge, einige Frühlingsweichritterlinge und kleine Helmlinge.

Im Nadelwald selbst standen die ersten Scheibenlorcheln (Größte Scheiblinge) und in den Schneisen ebenfalls Glimmertintlinge, einige Nester von Samtfußrüblingen sowie Graublättrige und Grünblättrige Schwefelköpfe, letztere an Buchenstubben.


Foto: Glimmertintlinge zählen im Pilzreich zu den Frühaufstehern. Sie eignen sich gut für Pilzsuppen.

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Der Hammer aber war eine große Zipfellorchel im Kalkgebiet zwischen Buche, Eiche und Hainbuche am Rande des kalkgeschotterten Weges. Ein Erstfund für mich. Im Laub verborgen, war sie nicht leicht zu entdecken. Zunächst dachte ich, sie sei eine Riesenlorchel. Erst nachdem ich sie entblättert hatte, zeigte sie ihre charakteristischen Zipfel, drei an der Zahl.

Da war mir klar, dass ich dem Boden eine Rarität entnommen hatte, was mich mehr als ärgerte. Auf dem Hinweg waren wir noch an ihr vorbei gelaufen. Satte 363 Gramm brachte sie auf die Waage!

Herzliche Grüße Heike«


Foto: Die Scheibenlorcheln bzw. Größten Scheiblinge hat Heike ausnahmslos im Fichtenwald gefunden, was eindeutig auf ebendiese und nicht auf Morchelbecherlinge schließen lässt, auch wenn die herübergewehten Laubblätter Letzteres vermuten lassen.  (3 Fotos © Heike)


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