Pilz-Ticker-Thueringen



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens




Da war Heike baff: Im Nördlichen Eichsfeld sind bereits die Herbsttrompeten da - im Juli


Foto: Ein Bild wie aus dem tiefen Herbst: In Heikes Wald auf Buntsandstein wachsen bereits die Herbst- oder Totentrompeten. Neben den Ausgewachsenen kommt rechts daneben ein Trupp junger nach.

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Heike schreibt am 23. Juli 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem wir heute Nacht ordentliche 15 Millimeter Regen bekommen haben und der Wind das Blattwerk halbwegs getrocknet hatte, bin ich los in die Fichten. Es war wieder ein Kontrollgang angesagt. Am Abstellplatz erwartete mich schon ein Autokonvoi. Oje!


An meinen Lieblingsplätzen fand ich die eine oder andere Marone neben dutzenden Täublingen. Daneben standen die Gallenröhrlinge wie gesät, einer schöner als der andere, vom Knirps bis zu stattlichen Majestäten. Dieser Anblick bot sich mir letztmalig im Herbst 2013. 30 Kilogramm hätte ich sammeln können, wären sie doch nur Speisepilze. So wie die Maronen im Oktober 2016 standen heute die Gallenröhrlinge (Foto rechts).

Genau ein halbes Dutzend Steinpilze wartete auch mich, bis auf zwei waren leider alle madig.



Auf dem Rückweg schaute ich an eine Stelle, wo immer Herbsttrompeten kommen. Die letzten fand ich dort 2014. Als ich genauer hinsah, konnte ich es nicht glauben: Sie sind da,  und das im Juli (Foto rechts)! Und das Tollste ist, dass sie auf Buntsandstein wachsen. 

So bin ich also gleich noch zackig in meinen Sommersteinpilzwald auf Kalk, um auch hier nach den Totentrompeten zu sehen. Doch da war leider noch nichts. Es gab lediglich drei Semmelstoppelpilze.

Im September  2014 gab es auch dort eine Masseninvasion der Herbsttrompeten und Grauen Kraterellen. Seitdem: Fehlanzeige. Nun setze ich auf dieses Jahr. Vielleicht wird es ja ein Jahr der Leistlinge und Steinpilze.

Es sieht insgesamt nicht schlecht aus. Nur die Trockenheit müsste fernbleiben. Seit 13 Tagen ist der Wald feucht und es kommt immer mal wieder ein ordentlicher Guss. Das ist gut. Die Steinis lassen sich jedoch Zeit. Doch lange dürfte es nicht mehr dauern. Nach Regenfällen brauchen sie etwa zwei Wochen, ehe sie da sind.

Im Stadtwald gab es gestern die ersten Rotfüße. Er ist generell etwas trockener als meine Hänge.

Mitgenommen habe ich heute Maronen, Pfifferlinge, Rotfüße, Ziegenlippen, Semmelstoppelpilze, Steinpilze, Goldröhrlinge, Herbsttrompeten und einen Braunschuppigen Riesenchampignon.

Herzliche Grüße Heike«

(4 Fotos © Heike)

Blau = ungenießbar

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Südlicher Thüringer Wald: Bis zu acht Steinpilze auf einem Quadratmeter


Foto: Das fing gleich gut an: Die Steinpilze standen zu Kerstins Freude gleich eingangs des Waldes dicht an dicht, wie hier vier Stück. Zur geplanten Blaubeerenlese kam es erst gar nicht.

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Kerstin schreibt am 23. Juli 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

endlich hat es geregnet, und voller Tatendrang ging es gestern Nachmittag in den südlichen Thüringer Wald.

Eigentlich wollten mein Mann und ich nur Blaubeeren sammeln, da es bis letzte Woche noch recht trocken war. Aber dazu sind wir nicht gekommen. Gleich eingangs im Fichtenhochwald fanden wir massenhaft Steinpilze, bis zu acht Stück auf einem Quadratmeter. Wie aber schon zu befürchten war, schmeckt es den Maden ebenfalls.

Ein paar Pfifferlinge, Hexenröhrlinge und Rotkappen zeigten sich auch.

Ganz liebe Grüße, Kerstin«


2 Fotos: Neben vielen Steinpilzen gab es für Kerstin und ihren Mann auch diesen Flocki (links) sowie die Rotkappe (rechts). (3 Fotos © Kerstin)





Die große Täublingsschwemme im Nördlichen Eichsfeld würde Michael erfreuen


Heike schreibt am 22. Juli 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

schnell bin ich heute Vormittag in die Hänge, um nach dem Stand der Dinge zu schauen.

Der Boden ist gut feucht und erfreulicherweise soll es ja morgen wieder etwas von oben geben. Wenn jetzt keine abrupte Trockenheit kommt, dürften die Steinis nicht mehr lange auf sich warten lassen. Aber auch zuviel darf es nicht werden, damit sie nicht schon in der Erde faulen.

Elf Tage sind seit den letzten Regenfällen verstrichen. Es gibt im Moment einen Massenschub an Täublingen, Grauen Wulstlingen und Perlpilzen. Sie stehen bei uns massenhaft. Michael aus Kronau in Baden Würtemberg hätte daran sicher seine Freude. Säckeweise Täublinge könnte er bei uns ernten! Und sie sind mit sehr vielen Arten vertreten.

Ich versuche gerade, meinem Vater die Täublinge schmackhaft zu machen. Er möchte jetzt doch mal welche probieren. :)

Im Gegensatz dazu sieht es auf den Wiesen noch spärlich aus. So fand ich heute lediglich vier kleine Boviste.

Insgesamt fällt mein Ergebnis heute etwas spärlich aus, was aber daran lag, dass ich nicht gezielt nach Pilzen gesucht, sondern allgemein nur einmal nach den Feuchtigkeitsverhältnissen gesehen habe.

Noch kurz zum Foto: Die Pfifferlinge sind aus einem Mischwaldbereich, der vor »meinen« Fichten liegt, der Rest der Pilze ist aus den Fichten.

Herzliche Grüße Heike«

(Foto © Heike)

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Kyffhäuserwald: Ein Kilo handtellergroße Pfifferlinge für Rainer


Rainer schreibt am 15. Juli 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ein Kilo handtellergrosse Pifferlinge, zwei gesunde Grüngefelderte Täublinge und einige makellose Frauentäublinge waren das Ergebnis meiner heutigen Stippvisite im östlichen Kyffhäuserwald. Auf dem Foto tummelt sich mein Fund unter einer bekannten Pilzseite im Internet.

Viele Grüße aus Artern, Rainer«

(Foto © Rainer L.)

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Nördliches Eichsfeld: Im feuchten Fichtenwald wartete eine erstaunlich große Pilzvielfalt


Foto: Jetzt sind sie da, die Steinpilze in den Fichten. Und knackige Maronen und goldene Pfifferlinge gleich dazu. Nur feucht genug muss es sein, wie in Heikes Fichtenwald, dann füllt sich der Pilzkorb fast von alleine. (5 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 15. Juli 2017:

Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

zwei meiner Fichtenwälder - der mit den vielen Pfifferlingen vor einer Woche und der Stadtwald - sind zurzeit furztrocken und pilzfrei.

Heute begaben wir uns gemeinsam in meine geliebten Maronenhänge tief im Wald. Ich schlug vor, gleich in den unteren Hang zu gehen. Siehe da, nach nicht mal fünf Minuten begegneten uns zwei Dutzend Steinpilzgreise mit 25-30 Zentimetern Durchmesser. Sie dürften wohl das Ergebnis vom Regen am 22. Juni gewesen sein. Richtige Methusalems.

Dafür gab es die ersten tauglichen Maronen, wenn leider auch hier viele ebenfalls schon zu alt waren. Hinzu kamen die ersten Steinpilze sowie eine Hand voll Pfifferlinge.

Auf dem Weg zu den Fichten gab es unzählige diverse Täublingsarten, darunter auch sehr viele Frauentäublinge und Fleischfarbene Täublinge. Perlpilze, Graue Wulstlinge, Anischampignons und Scheidenstreiflinge standen in hellen Scharen.

An einer Espe wuchsen ganz weiche frische Schwefelporlinge. Mein Mann freute sich über kleine Steinis, die schnell als gemeine Schwindler überführt werden konnten: es waren Gallenröhrlinge, die bereits gehäuft wachsen. Und geneckt wurden wir von jungen Samtfußkremplingen*.





2 Fotos: Einer der ersten Steinpilze im Fichtenwald (links) - damit ist die Jagd auf den begehrtesten Pilz der Deutschen eröffnet. Aber auch junge Schwefelporlinge wie auf dem Foto rechts an einer Espe sorgen als Pilzschnitzel für ein köstliches Gericht.

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Wegen der Trockenheit der anderen beiden Fichtenwälder hatte ich mit einem so guten Ergebnis gar nicht gerechnet. Aber dieser Fichtenwald war im Gegensatz zu ihnen richtig feucht. Scheint so, als hätte er deutlich mehr Niederschlag abbekommen. Die Entfernung zu dem wie gesagt furztrockenen Stadtwald beträgt fünf Kilometer.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Klaus vom Pilz-Ticker Sachsen-Anhalt bereits seine Pilzmesser wetzt und von erfolgreichen Steinpilzgängen unterhalb des Brockens träumt.

Herzliche Grüße Heike«

Blau = ungenießbar

* Samtfußkremplinge zählen botanisch nicht zu den giftigen Kremplingen (siehe Pilzticker Sachsen 29c) und sind im Prinzip sogar essbar. Sie schmecken aber sehr unangenehm muffig, gelten als »Kriegspilze«, die nur in entbehrungsreichen Zeiten gegessen wurden.

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Foto: Sie waren mit ihrer betrügerischen Absicht schnell entlarvt: Die Gallenröhrlinge taten so, als wären sie Steinpilze. Da waren sie bei Heike an der falschen Adresse.





Nördliches Eichsfeld: Der Schwefelporling kam an Ort und Stelle pünktlich wieder

Heike schreibt am 12. Juli 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

taufrisch und in Bestform habe ich auch in diesem Jahr zur selben Zeit am selben Ort 'meinen' Schwefelporling (Foto rechts) wieder vorgefunden. Das gibt morgen schöne Veggieschnitzel!

Ich habe heute Jörgs Beitrag weiter unten gelesen. Ich hoffe, es tut sich bald etwas bei ihm in der Region. Was ich sagen kann, ist, dass es zurzeit Pilze hier bei mir nur auf Kalk und im Mischwald gibt. In den Fichten auf Buntsandstein ist es dagegen richtig trocken. Da haut das Wasser irgendwie ab. Da sieht es aus, als ob es seit Wochen nicht geregnet hätte.

Entsprechend bin ich momentan ausschließlich im Laubmischwald auf Kalk unterwegs. Nur vereinzelte Lärchen sind dort als Nadelbäume zu finden. Ich wünsche Jörg viel Glück.

Herzliche Grüße Heike«

(Foto © Heike)

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Heikes Ärger: Die Schnecken, Maden und Fleischrinder sind zu schnell


Foto: Die giftigen Satansröhrlinge kommen ausschließlich in kalkreichen Wäldern vor, nicht in sauren, wo sie nicht selten mit dem Schönfußröhrling verwechselt werden. Typisch sind ihre sahneweißen bis weißgrauen Hüte und ihre hellgelbe bis rötliche Netzzeichnung auf dem exotisch anmutenden rotgelben oder rosagelben Grund. 

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Heike schreibt am 11. Juli 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

eigentlich hätte ich bereits gestern meine Nachlese abhalten müssen, was aber zeitlich nicht möglich war. Immerhin gab es mal 10 Millimeter Regen, verteilt auf viele kleine Schauer.

Heute früh also in die Gummistiefel gesprungen - und ab. Am Hainbuchenplatz gab es nur einen Steinpilz, zwei Hainbuchenraufußröhrlinge, zwei Pfifferlinge und viele Täublinge.

Am kleinen Tümpel ist seit Samstag früh alles geschossen. Viele Steinis waren bereits überständig. Unzählige Netzstielige Hexen wachsen mit ihnen um die Wette. Die Pfeffermilchlinge sind inzwischen ausgewachsen. Auch hier standen viele Täublinge und viele, viele Goldröhrlinnge. Ich ließ sie heute alle zurück.

Auch einige Hainbuchenraufüße und Perlpilze waren vertreten. Auf dem Weg zum Tümpelchen am Wegesrand begegneten mir viele Satansröhrlinge. Und an der alten Eiche standen drei neue Silberröhrlinge.

Weiterhin fand ich viele Eichenfilzröhrlinge und Rotfüßchen. Natürlich auch Stinkmorcheln.

Auch auf der Kuhweide tut sich was, dort gab es einen Großsporigen Anischampignon, siehe das Foto rechts. Zum Leidwesen seiner Artgenossen sind seit dem Wochenende wieder die Fleischrinder auf der Weide. Sie sind leider nicht so zahm wie Milchkühe. So musste ich heute Reißaus nehmen... :)) 

Herzliche Grüße Heike«

Blau = ungenießbar

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Foto: Was übrig blieb für Heike, reichte allemal für ein schönes Pilzgericht. Zwischen Mensch, Maden und Schnecken wird zurzeit brav geteilt. (3 Fotos © Heike)








Trotz Mini-Fund und Zeckenbiss: Nicht verzagen, Jörg!

Jörg schreibt am 9. Juli 2017:

»Servus Heinz und Heike,

mit etwas Neid muss ich dir, Heike, zu deinem guten Pilzfund gratulieren.

Hier bei uns, rund um Stadtilm im Ilm-Kreis, haben die meisten Gewitter und Regenschauer leider einen großen Bogen gemacht. 

Ich bin am heutigen Sonntag drei Stunden lang meine Pfifferlings- und Steinpilzecken abgelaufen. Und wisst ihr, was dabei heraus kam? Fünf kleine Pfifferlinge und eine Zecke am Knie.

Ich warte jetzt bis Oktober - genau wie im letztem Jahr :-(

Viele Grüße Jörg«

Lieber Jörg,

nicht verzagen sollte jetzt Deine Devise sein. Nimm Dir ein Beispiel an Heike, mit welchem Einsatz sie stets ihre Stellen kontrolliert und immer wieder nach dem Rechten sieht. Ihr entgeht nichts, sie hat ihre Pilzstellen im Griff!

Du hast doch Erfolg versprechende Plätze. Mit größter Wahrscheinlichkeit wachsen an diesen Stellen bis Oktober noch Pilze. Deine fünf Pfifferlings-Winzlinge deuten ja schon an, dass da was kommen wird. Das willlst Du doch nicht der Konkurrenz überlassen? Also regelmäßig vorbeischauen! Kommenden Samstag oder Sonntag wieder zur Stelle sein!

Viel Glück wünscht Dir, mit besten Grüßen, Heinz-Wilhelm

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Pilzfreuden im Nördlichen Eichsfeld

Endlich! Heikes Erntetag der Sommersteinpilze am Hainbuchenplatz und am Tümpelchen


Foto: Zum Kranz gewunden hat Heike hier ihre schönsten Sommersteinpilze, neun Stück an der Zahl. Sie haben den Festschmaus der hungrigen Schnecken überlebt.

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Heike schreibt am 8. Juli 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute früh bin ich schnell los. Die kleinen Sommersteinpilze von vor ein paar Tagen ließen mir keine Ruhe.

Und dieses Mal hatte ich Erfolg! Wenn sie auch sehr unterschiedlicher Qualität waren, so landeten doch einige tadellose Exemplare in meinem Korb.

Die vom dunklen Hainbuchenplatz mit dem harten Boden waren sehr gut. Sehr fest, schwer und madenfrei. Bei den Exemplaren am Tümpelchen musste ich teilweise von den Stielen etwas wegschneiden. Aber insgesamt war das eine prima Ernte. Nur die ganz Kleinen, unter drei Zentimeter, ließ ich stehen.


Foto: Gut zwei Dutzend Sommersteinpilze konnte Heike zusammentragen. Der Fotografin stellten sich außerdem Pfifferlinge, Goldröhrlinge und zwei Raufüße.

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Allerdings waren auch sehr viele zusammengefressen, wie ich es schon befürchtet hatte. Am Wegesrand lagen die zerfledderten Kappen neben den Stielen. Welch trauriger Anblick!

An Stellen, die ich markiert hatte, wo, wie beschrieben, sechs, sieben eng beieinander gestanden hatten, waren teilweise nur noch zwei oder drei Sommersteinis da. Die Stielreste konnte man noch sehen.

Auch die Begleitpilze der Sommersteinis, die bislang gefehlt hatten, sind nun da. Dies waren Flockenstielige Hexen, Goldröhrlinge, Stockschwämmchen (Foto rechts) und Stinkmorcheln. Zahlreiche Täublinge kreuzten ebenfalls meinen Weg. Auch eine halb verputzte Mäandertrüffel fand ich. Nicht einmal davor haben die Schnecken Respekt.

Während es am Donnerstag und Freitag deutschlandweit wieder reichlich Regen gab, fiel bei uns - wie sollte es anders sein - natürlich einmal mehr nicht ein einziger Tropfen. Zehn Kilometer weiter, in Reifenstein, hat es dagegen geschüttet und gehagelt.

Herzliche Grüße Heike«

Blau = ungenießbar


Foto: So sieht es aus, wenn Schnecken und sichtlich auch Nager Hunger haben. Aber immerhin haben die zwei Sommersteinpilze noch einen beträchtlichen Rest für Heike übrig gelassen. (4 Fotos © Heike)


Die weißen Pilzriesen sind da und die Netzstieligen Hexen wachsen in hellen Scharen


Foto: Die Pilzbälle sind da! Alle Jahre wieder sindi Riesenboviste eine Attraktion. Links unten sehen wir einen Teil von Heikes Pilzstudierbrille, die schon so manchen uns hier vorgestellten tollen Fund in Augenschein nahm. (2 Fotos © Heike)

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»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nach der Pferdeversorgung kommen wir direkt an der Kuhweide vorbei, die uns schon viele Deiner Website gemeldete Pilzfunde unterschiedlicher Art bescherte. 

Die Champignons halten sich noch fern, dafür kommen zögerlich die Riesenboviste. Und auf dem Friedhof unserer Gemeinde sprießen die Netzstieligen Hexen in Scharen. Rechts das Foto bietet einen Eindruck davon.

Herzliche Grüße Heike«

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Im Reich der hutlosen Steinpilze findet Heike wenigstens noch zwei wohlbehütete madenlose Sommersteinis


Foto: Da schau her, so etwas gibt es auch noch: Madenfreie Sommersteinpilze! Und sogar ihre Hüte hatten sie noch auf. In Heikes Pilzrevieren haben zurzeit die Schnecken die Oberhand.

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Heike schreibt am 6. Juli 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute wollte ich eigentlich ernten gehen. Doch daraus ist leider nichts geworden.

Die Steinpilze von vorgestern sind gerade mal zwischen einem und höchstens zwei Zentimetern gewachsen. Da war ich platt! Auch die Goldröhrlinge sind kaum größer geworden, siehe das Foto rechts. Ich vermute, dass es am fehlenden Regen liegt.

Die Steinis am Tümpel stehen wie gesät. Sogar am Wegrand schauen einige hervor. Auf kleinsten Flecken wachsen bis zu sechs, sieben Stück. Leider sind viele dabei, deren Hut schon nahezu vollständig von der Schneckenbande abgefressen ist.

Hier traue ich mich derzeit gar nicht, intensiver zu suchen, da ich befürchten muss, weitere kleine unter dem Laub zu zertreten. In einem Fall stand ich direkt neben sieben Winzlingen, von denen gerade mal einer aus dem Laub hervorlugte. Vier der Babies hatten infolge Schneckenfraß bereits komplett ihren Hut eingebüßt. Es ist dieses Jahr schlimm mit den Schnecken!

Auch am Wohnort meiner Pfifferlinge kommen weiterhin kleine Sommersteinpilze hervor. Zwei davon habe ich wohl vorgestern vor lauter Entdeckungsfreude übersehen. Zu meiner großen Freude waren sie madenfrei!

Aufgrund der Schnecken- und Madenplage bin ich wohl gezwungen, alle zwei Tage nach dem Rechten zu sehen.

Herzliche Grüße Heike«

(2 Fotos © Heike)

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Erst 12 Tage nach dem Regen räkeln sich die ersten Steinpilzwinzlinge aus dem Waldboden


Heike schreibt am 4. Juli 2017:

»Nördliches Eichsfeld -

Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

heute war wieder ein Kontrollgang an meiner Pfifferlingsstelle und am Sommersteinpilzplatz angesagt.

Die Pfiffis sind, wie das Foto rechts zeigt, ordentlich gewachsen innerhalb einer Woche. Ich musste sie heute leider ernten, da die ersten Trockenschäden bereits sichtbar waren und ordentlich der Wind ging. Gerne hätte ich sie noch wachsen lassen.

Immer wieder tauchen an diesem Platz auch diverse Täublingsarten auf. Sie haben keine Chance. Kaum gucken sie, da werden sie von den Schnecken auch schon verputzt.

Heute gab es neben einigen Täublingen an dem Plätzchen noch etwas Erstaunliches zu entdecken. Stehen doch inmitten der Pfifferlinge drei Sommersteinpilzbabys, leider bereits gut angefressen. Ich befürchte, sie werden das Schneckenmahl nicht überleben.


Foto: Die Sommersteinpilze sind noch klein und schutzlos dem Schneckenvolk ausgeliefert. Nur einer landete in Heikes Korb.

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Am kleinen Tümpel strahlte mich ein schöner kleiner Steinpilz an. Vorsichtig schaute ich hier und da unter das Laub und entdeckte einige weitere Winzlinge. Auch ein paar Goldröhrlinge kommen wieder.

Der kräftige Regen war am 22. Juni gewesen. Und erst heute sind die ersten winzigen Steinpilze sichtbar. Volle 12 Tage hat es also vom Regen bis zur Bildung der Fruchtkörper gedauert.


Foto: Dieser kleine Sommersteinpilz machte es sich doch tatsächlich genau an Heikes Pfifferlingsstelle gemütlich.


Zum Schluss schaute ich noch bei der Eiche vorbei. Ein wunderschöner, fast unversehrter Silberröhrling* wartete hier auf mich. Bei diesen sehr seltenen Röhrlingen stelle ich fest, dass sie äußerst langsam wachsen. Ich ließ ihn am Ort stehen.

Am Sonntag trieb uns die Neugier in ein Fichtengebiet. Hier gab es neben einigen Täublingen den ersten Gallenröhrling des Jahres.

Herzliche Grüße Heike«

Blau = ungenießbar

* Sehr selten, schutzbedürftig






Foto links: Sehr schön ist hier ein Merkmal des Silberröhrlings zu sehen, nämlich die rötliche Stielbasis. Nicht immer ist sie so markant. Beim Schneckenfraß sehen wir das typisch gelbe Fleisch sowie einige blauende Stellen. (4 Fotos © Heike)

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Östliches Kyffhäusergebirge: »Die Qualität der Pfifferlinge ist sehr gut«


Rainer schreibt am 1. Juli 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

mein heutiges Fundgebiet, genannt Jungeichen, liegt im Östlichen Kyffhäusergebirge und gehört, von Sachsen-Anhalt kommend, gerade eben zu Thüringen.

Die Qualität meiner gelesenen Pfifferlinge ist sehr gut. Zwei Perlpilze und ein Steinpilz ergänzen meine Ausbeute. Leider waren rund 200 Frauentäublinge bereits vermadet. 

Gruß an alle Pilzfreunde Deiner Seiten!

Rainer«

(Foto © Rainer L.)

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Pilzvielfalt im Nördlichen Eichsfeld - zur Freude des gierigen Schneckenvolkes


Foto: Anisegerlinge, zwei Rotfüße und Frauentäublinge in Grün und Violett sowie zwei Fleischrote Speisetäublinge - wenigstens sie waren für Heike übrig geblieben. Die Schnecken haben derzeit Riesenhunger. (2 Fotos © Heike)

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Heike schreibt am 30. Juni 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern und heute ging es auf kurze Tour. Nach den Niederschlägen vom vergangenen Samstag, dem 22. Juni, hatte ich eigentlich schon etwas mehr erwartet.

Im Sommersteinpilzgebiet gab es gestern lediglich zwei Graue Wulstlinge und zwei Silberröhrlinge. Ich ließ sie aber alle stehen. Einen Silberröhrling habe ich fotografiert, siehe das Foto rechts. Gut ist erkennbar, dass sein Fleisch ganz Gelb ist. Beim anderen war die Huthaut bereits vollständig abgeknabbert. Die Silberröhrlinge stehen am Fuße einer alten Eiche. Ich werde diesen Ort wohl öfter mal aufsuchen.

Heute war ich im Mischwald unterwegs. Es gab sehr viele Täublinge, die sich bereits in vielen unterschiedlichen Arten zeigten, obwohl ihr Wonnemonat eigentlich der warme August ist. Darunter der Frauentäubling, und zwar in Violett und Grün, der Fleischrote Speisetäubling, ein erster Ledertäubling und ein Zinnoberroter Täubling, alle essbar. 

Leider auch für das Schneckenvolk. Denn sie alle waren bereits komplett von unten her aufgefressen. Die Schnecken fahren auf Täublinge voll ab.

Weiterhin gab es unzählige Hexeneier, erste Anischampignons und Rotfußröhrlinge, von denen viele bereits verschimmelt waren. Desgleichen die Eichenfilzröhrlinge. Die Perlpilze waren komplett vermadet. Sogar über die scharfen Pfeffermilchlinge waren die Schnecken hergefallen, als gäbe es nichts anderes zu fressen. Auch ein erster Parasol war nicht mehr zu gebrauchen.

Die ersten zwei Klebrigen Hörnlinge verdeutlichten zusätzlich, welch große Vielfalt bereits da ist. Nur die ansonsten so ergiebige Kuhweide ist noch frei von Pilzen.

Herzliche Grüße Heike«

Blau = ungenießbar

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