Der bunte Pilzticker
Liebe Pilzfreunde,
dieses Kapitel soll eine Lücke schließen.
Immer wieder erhalte ich Pilznachrichten, die nicht in die Schubladen der einzelnen Pilzticker passen. Sei es, dass sie keinem Bundesland zuzuordnen sind oder dass sie etwas abseits der aktuellen Fundmeldungen stehen.
Oft ist es aber viel zu schade, sie in den elektronischen Abfalleimer zu verfrachten. Dazu sind sie zu spannend, zu witzig, zu kurios oder einfach zu informativ.
Wie in den anderen Pilztickern, so herrscht auch hier eine strenge chronologische Ordnung. Die früheren Ausgaben vom Bunten Pilzticker findet Ihr im Archiv (direkt hierunter klicken).
Auf geht's!
Der Bunte Pilzticker

Foto links: Agatha hat gut Lachen: Diesen Steinpilzriesen hat sie zusammen mit ihrem Mann am Rande des Białowieża-Nationalparks (mit der größten Wisent-Herde Europas) in Ostpolen an der polnisch-weißrussischen Grenze gefunden. Aber auch der restliche Steinpilzfund kann sich sehen lassen! Vermittelt hat uns das Foto Pilzfreund Frank aus Halle an der Saale, der seine Funde regelmäßig im Pilzticker Sachsen-Anhalt vorstellt und mit der polnischen Familie befreundet ist. Dafür herzlichen Dank, lieber Frank! (Foto © Privat/Agatha)
23. September 2026
Der Bunte Pilzticker

Foto rechts: Diese vielen Sommersteinpilze hat am heutigen Sonntagmorgen Pilzfreund Tomasz bei Breslau gefunden. Er hat das Foto an seinen Freund Frank (Halle/Saale) geschickt, der regelmäßig (auch heute) von seinen Funden im Pilzticker Sachsen-Anhalt berichtet. Wie wir unschwer erkennen können, haben die Wälder bei Breslau genügend Regen abgekriegt, damit dieser Batzen an besten Sommersteinpilzen wachsen konnte. Heißt: Auch bei uns dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Pilze in ähnlicher Menge wachsen...
(Foto © Tomasz)
19. Juli 2026
Der Bunte Pilzticker

Foto rechts: Die Tropische Schleierdame ist ein in ihren Heimatländern in den tropischen und subtropischen Regionen der Alten und Neuen Welt geschätzter Speisepilz, hier und da sogar eine Delikatesse, wie als Suppenpilz in der gehobenen Küche Chinas. Pilzfreund Wendelin vom Pilzticker-Bayern hat diese zwei Exemplare an der Ostküste Australiens fotografiert, wo er Anfang des Jahres eine 8000 Kilometer lange Reise machte. Ob wir die Schönheit aufgrund des Klimawandels wohl auch bald in unseren Wäldern und Parks begrüßen können? (Foto © Wendelin)
27. April 2026
Der Bunte Pilzticker

Achim schreibt am 19. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
da ist auch schon der Nachschub der Ackerscheidlinge - und was für einer!
Dieses Mal habe ich auf das Zählen verzichtet, aber 1,7 Kilo abgewogen. Die drei Eselinnen haben keinen Anteil daran, aber zum Ausgleich wahrhaft ein Bild verdient. Die Ackerscheidlingsfamilie in der Abendsonne hat neun Mitglieder, die alle wie aus einem Ei gewachsen zu sein scheinen.
Herzliche Grüße aus den andalusischen Bergen von Torrox
Achim & Christiane"
(6 Fotos © Achim)
Der Bunte Pilzticker

Foto: Ein Anblick voller Friedfertigkeit und weihnachtlicher Symbolkraft: die drei Eselinnen auf der Weide der Ackerscheidlinge. Sie schauen Achim bei der Lese stets neugierig zu. Selbstverständlich, dass sie den Pilzfreunden dieser Website nur zu gerne vorgestellt werden. Im Hintergrund die zerklüfteten Berge bei Torrox.
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2 Fotos: Zwei junge Ackerscheidlinge (links) mit ihrem kegelförmigen Hut, der durchaus an den junge Champignons erinnert. Tatsächlich sind die Pilze in der Ordnung der Champignonartigen (Agaricales) zuhause. Rechts eine büschelig wachsende Familie mit neun Pilzen.

Foto: Hier ist die namengebende Volva (Scheide) des Ackscheidlings, der auch Großer Scheidling heißt, sehr gut erkennbar. In der weiteren Unterordnung, der Familie, zählt diese Pilzart zu den Dachpilzverwandten (Pluteaceae) und in der nochmaligen Verzweigung, der Gattung, zu den Volvadachpilzen (Volvopluteus). Der Wollige Scheidling, dem wir schon öfter begegnet sind, zählt dagegen nicht zu den echten Dachpilzen und bildet innerhalb der Dachpilzverwandten eine eigene Gattung (Volvariella).

Foto: Und hier noch ein Eindruck von der Wachstumsweise des Ackerscheidlings. Er tritt gesellig einzeln oder in kleinen Grüppchen auf, mal wächst er aus der nackten Erde, mal in grasigem Terrain.

Achim schreibt am 15. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ein weiteres Lebenszeichen aus Andalusien! Einen sehr schönen ergiebigen Fund an Ackerscheidlingen (33 Stück, Foto rechts) brachte der heutige Rundgang über die nahegelegene Eselkoppel, obwohl über die Hälfte wegen Überreife stehen bleiben musste.
Die Pilze wachsen sehr gerne unmittelbar neben wilden Spargelbüschen sowie in kleinen Grasmulden. Geschmacklich mögen meine Frau und ich sie sehr gerne, sie werden unserer Meinung nach viel zu sehr unterschätzt.
Die drei Eselinnen haben mich übrigens ungläubig angeschaut. Sie fragten sich gewiss, was ich da wohl auf ihrer Koppel treiben würde. Da wir die nächsten 48 Stunden ergiebige Regenfälle erwarten, hoffen wir auf weitere Pilzschübe.
Viele der Pilze haben wir verschenkt, um andere an der Freude teilhaben zu lassen.
Herzliche Grüße
Achim & Christiane aus den Bergen von Torrox/Andalusien"
(Foto © Achim)
Der Bunte Pilzticker

Achim schreibt am 30. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ohne Erwartung, Pilze zu entdecken, waren meine Frau und ich heute Nachmittag auf einer kleinen Wanderung in einem Pinienwäldchen mit Zwergpalmen in der Sierra de Almijara unterwegs, unweit von Nerja.
Wir freuten uns riesig über mehrere Grüppchen von Echten Eierwulstlingen. Dieses Mal auch mit dem Foto des gefährlichen Doppelgängers, dem Ockerscheidigen Eierwulstling, der nur wenige Meter entfernt stand und mit seinen ockerfarbenen Söckchen deutlich zu identifizieren war. Morgen werden wir "die Richtigen" (Foto rechts) genüsslich verspeisen.
Herzliche Grüße - nach mehrjähriger Pause* - wieder einmal aus Andalusien.
Achim und Christiane"
* Achim und Christiane leben in Andalusien und haben Funde von Echten Eierwulstlingen bereits 2019 (Tageseintrag 31. Dezember 2019) und 2021 (Tageseintrag 25./28. März 2021) gepostet.
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2 Fotos: Zwei Eierwulstlinge, ein überaus köstlicher (links), der Echter Eierwulstling heißt, und ein sehr giftger (rechts), der auf den Namen Ockerscheidiger Eierwulstling hört. Er löst das Orellanus-Syndrom aus, bei dem die Leber und vor allem die Nieren geschädigt werden und für das in unseren heimischen Wäldern der Orangefuchsige sowie der Spitzgebuckelte Raukopf verantwortlich sind. (3 Fotos © Achim)
Der Bunte Pilzticker

Landkreis Karlsruhe - Diese fünf Steakmesser stehen zum Verkauf. Pilzfreund Michael, wohl allen hier bekannt vom Pilzticker Baden-Württemberg (BaWue), hat die hochwertigen Messer von A bis Z selbst gefertigt. Wer Interesse daran hat, kann sich gerne mit mir unter der e-Mail-Adresse passio28@passion-pilze-sammeln.com in Verbindung setzen, gerne stelle ich schnellen Kontakt zu Michael her.
(Foto © Michael)
21. November 2025
Der Bunte Pilzticker

Oliver schreibt am 5. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
anbei ein Foto vom Wanderweg im Roten Moor in der Rhön in Hessen. Uns hat überrascht, dass diese Schopftintlinge sich die Mitte des gekiesten Weges ausgesucht haben. Vielleicht ein Kuriosum für den Pilzticker? Wir haben so etwas bisher noch nicht beobachtet. Ansonsten einen ganz herzlichen Dank für die tolle Arbeit!
Viele Grüße und hoffentlich ein ausgezeichnetes Pilzjahr bisher!
Viele Grüße
Oliver und Sophie"
(Foto © Oliver)
Hallo Oliver,
nein, das ist nicht außergewöhnlich. Es gab schon öfter Einsendungen von Fotos mit Schopftintlingen mitten auf dem Weg an diese Website. Schopftintlinge sind nicht wählerisch, sofern sie - wie im vorliegenden Fall - totes organisches Material im Kies oder knapp unter der Oberfläche der Steinchen vorfinden. Diese Pilze sind Saprobionten, also Verzehrer von organischer Totsubstanz.
Etwas romantisch betrachtet, könnte man bei deinem Foto allerdings fast von einem Sonntagsspaziergang der Tintlinge sprechen. Weil sie so schön geordnet hintereinander gehen. Ich vermute ein bisschen, dass ✝ August Macke (1887 - 1914) sie gerne dabei gemalt hätte...
Viele Grüße Heinz-Wilhelm
Pilz-Ticker-Hessen

Kanton Schwyz - Wenn's im heimatlichen Main-Kinzig-Kreis keine Morcheln gibt, muss man sich etwas einfallen lassen. Also fuhren Stefan, vielen Besuchern bekannt vom Pilzticker Hessen, und Pilzfreund Max kurzerhand in die Schweiz, zu Pilzfreund und Morchelfan Mica, den sie via Instagram kennengelernt hatten.
Der Schweizer sucht von Januar bis Juni Morcheln, je später, desto höher ist er in den Bergen unterwegs. "Das ist beeindruckend", so Stefan. Das umfangreiche Wissen über das Leben der Morcheln und seine Künste im Tattoostechen veranlassten Stefan schließlich dazu, sich Mica für einen künstlerischen Eingriff an der linken Wade anzuvertrauen.
(Foto © Stefan)
Der bunte Pilzticker
(10. Mai 2025)
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2 Fotos: Das sind Pilzfans, die sich ein Morcheltattoo auf die Wade stechen lassen! So wie hier Stefan (auf dem Foto rechts), der das Kunstwerk aus der Hand von Pilzfreund Mica (mica.morel8 auf Instragram) erhielt. Wenn er zukünftig ohne eine einzige Spitzmorchel von der Suche zurückkommt, kann er ohne zu flunkern behaupten: "Eine habe ich wenigstens gefunden. Sie wächst auf meiner Wade."
Die flankierenden zwei Messer auf dem Tattoo zeigen Stefans Kai-Shun-Jahresmesser von 2013 (Shi Hou 2), von denen es weltweit nur 200 Stück gibt. Stefan stolz: "Meines gibt es genau genommen sogar nur ein Mal, denn es ist der Prototyp für die Messe gewesen, wie sich herausgestellt hat. Es ist ohne Stempel und ohne Nummer. " 😉 (2 Fotos © Mica)
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Sep 28, 26 12:13 PM
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