Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



Pilz-Ticker-RP




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Rheinland-Pfalz





Mit getrockneten Spitzmorcheln veredeln wir unsere Pilzsoßen und überhaupt Pilzgerichte unnachahmlich!

Wir kaufen sie natürlich in bester Bio-Ware beim Pilzversand und Pilzhandel

Pilze Wohlrab.

Ein bayerisches Familienunternehmen.





Nichts wie raus, ab in den Wald, laufen, Pilze finden, gesunde Luft und Freude tanken!


Margit und Oliver schreiben am 27. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir können wieder einmal reiche Pilzausbeute aus den Wäldern des Hunsrücks vermelden.

Wir können es einfach nicht lassen. Der Drang, die Wälder zu durchstreifen und dabei auch noch essbare Waldfrüchte zu finden, ist einfach zu groß, um untätig zuhause rumzusitzen oder gar Trübsal zu blasen.

Also gibt es nur eines: raus, ab in den Wald und laufen und suchen, und wenn dann der erste essbare Pilz gefunden ist, heizt das die Freude und Motivation noch mehr an.

Um auch das Danach nicht zu vergessen: am Abend hat man den Kopf frei und der Körper fühlt sich stark und gesund an. Die frische Waldluft ist einfach das Beste, was es gibt, vielleicht außer frischer Seeluft, die ist vergleichbar gut, wenn sich der Mensch nur darin bewegt.

Viele feine Mehlräslinge

So fühlten wir uns auch heute wieder. Es war ein sehr guter Tag. Wir fanden anfangs viele Lila Rötelritterlinge, sehr viele knackige orangegelb leuchtende Fichtenreizker und einige Edelreizer. Der Waldboden überließ uns einen schönen Steinpilz nach dem anderen (3. Foto rechts), zwei Hainbuchenraufußröhrlinge kamen bald dazu.

Es folgten Birkenpilze, Rotfußröhrlinge und Parasole. Immer wieder fanden wir Butterpilze, die dieses Jahr offenbar deutschlandweit einen Großauftritt haben. Es wachsen auch viele Mehlräslinge in den Fichtenwäldern. Dieser feine Suppenpilz, der sich auch bestens für helle Soßen eignet, ist auf dem 2. Foto rechts zu sehen.

Wohltat für die Fichtenwälder

Den Fichtenwäldern ist die Nässe eine Wohltat, hoffen wir, dass sich angeschlagene Bestände erholen können, damit uns die Fichten erhalten bleiben, denn an sie sind etliche gute Speisepilzarten (wie natürlich auch ungenießbare und giftige) gebunden und es wäre fatal, wenn diese Arten mit den Fichten sterben müssten. So fanden wir in den Fichten gut 15 kleine, knackige Maronenröhrlinge.

Die Gesamtfundmenge konnte sich wieder  einmal sehen lassen, siehe das 1. Foto mit unseren zwei Körben. Es stammt, wie alle anderen auch, wieder von Margit, die sie extra immer für den Pilz-Ticker-RP macht.

Bis zum nächsten Mal!

Viel Glück beim Pilze suchen wünschen Margit und Olli vom Pilzsuchteam Nahe-Land«

(3 Fotos © Margit)

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Daxweiler: Die Steinpilze verstecken sich noch vor Anja und Jonas


Jonas schreibt am 27. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

dies ist unsere Premiere im Pilzticker.

Am vergangenen Samstag haben wir die Wälder des Hunsrücks nahe Daxweiler unsicher gemacht. Wir waren vor allem auf der Jagd nach Steinpilzen, um unser Weihnachtsessen zu veredeln. 

Landschaftlich war es ein Traum, wir genossen wunderbare Ausblicke bis ins Rheintal und den Hunsrück. Wir fanden dicht bemoosten Waldboden vor, den vor allem massenhaft Fliegenpilze und Pfefferröhrlinge als Anzeiger für Steinilze besiedelten. Alles stimmte. Nur leider die Anzahl der Steinpilze nicht: wir entdeckten nicht einen.

Und das nicht zum erstenmal. Weder bei Daxweiler noch im Langenlonsheimer Wald, weder auf dem Rotenfels in Bad Kreuznach noch auf dem Lemberg nahe Feilbingert hatten wir Fundglück.

Immerhin, auf einer Waldwiese standen etliche Parasole verschiedenen Alters; am Ende hatten wir unsere Körbe sicher mit 30 Stück gut gefüllt (u. a. Foto rechts).

Pilzige Grüße aus Rheinhessen,

Jonas und Anja«

(Foto © Jonas)

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Start-und-Landebahn-Champignons vom Flughafen Frankfurt-Hahn


Foto: Fünf schöne Rotkappen brachten Farbe in die Steinpilze beim Montagsgang von Beatrice und Jürgen. (3 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 27. Oktober 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

wir waren schon gestern, Montag, erneut in der Nähe von Traben-Trarbach auf Pilzsuche. Im Buchenwald haben wir reichlich Steinpilze sowie fünf schöne Rotkappen gefunden. Die Ausbeute ist auf dem Bild oben zu sehen.

Am heutigen Dienstag waren wir, von Lötzbeuren her kommend, in der Nähe vom Flughafen Frankfurt-Hahn, cirka 15km östlich von Traben-Trarbach. Zunächst sahen wir außer vielen Fliegenpilzen gar nichts. Erst in einem relativ düster wirkenden trockenen Fichtenwald mit angrenzenden Birken fanden wir die ersten Steinpilze. In der Nähe der Start- und Landebahn ließen sich anschließend noch 6 Wiesenchampignons finden.

Unsere Hoffnung, auf der gegenüber liegenden Seite ebenfalls Steinpilze zu finden, erfüllte sich leider nicht: nichts als Fliegenpilze. Auf dem Rückweg entdeckten wir aber einen zwar unbrauchbaren Steinpilzveteran, doch seine vier Angehörigen waren kerngesund. Die nahmen wir gerne mit!

So war unser zweistündiger Ausflug wieder einmal ein prima Erfolg.

Bleibt gesund!

Alles Liebe, Beatrice und Jürgen«

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Foto: Ein Steinpilz und sein Zeigerpilz: der Mehlräsling, der zu den besten Suppenpilzen zählt, gehört neben Fliegenpilzen und Pfefferröhrlingen zu den drei besten Steinpilz-Anzeigern.

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Foto: Der Dienstagsfund. Wir sehen neben Steinpilzen, gesammelt am Flughafen Frankfurt-Hahn, auch sechs Wiesenchampignons, sozusagen Start-und-Landebahn-Champignons.

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Altenkirchen: Die Mühsal im schwer zu durchdringenden dornigen Wald hat sich gelohnt


Foto: Ein herrlicher Steinpilz, ausgewachsen, aber noch mit schönen crèmeweißen Röhren. Der bringt Gewicht in den Korb! (4 Fotos © Markus E.)

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Markus schreibt am 27. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

eigentlich wollte ich schon gestern von meiner Tour berichten, aber leider hat das Internet gesponnen; ich konnte keine Mail versenden. Nun also erst heute.

Für diese Woche hatte ich mir zwei Besuche im Wald vorgenommen. Weil das Wetter gut war, ging ich also bereits am Montag auf die Pirsch.

In meinen angestammten Gefilden im Landkreis Altenkirchen im Westerwald waren nur vereinzelt Steinpilze zu finden, weshalb ich mich im wahrsten Sinne des Wortes tiefer in die Büsche schlug. An vielen Stellen war es wegen abgestorbener Fichten so licht im Wald, dass sich das Brombeer- und Himbeergebüsch bereits hindernisartig breit gemacht hat. Das Vorankommen war teils sehr mühsam.

Doch es hat sich gelohnt, weil ich nicht nur neue Stellen im Wald für mich entdeckt habe, sondern weil sich mein Korb (1. Foto rechts) erfreulicherweise mit weitgehend madenfreien Steinpilzen, Birkenpilzen (z. B. 2. Foto rechts) und auch drei kleinen Maronen gefüllt hat.

Zur Belohnung für die über 11.000 Schritte gab es dann auch leckere Pilzbrote zum Mittagessen (z. B. 3. Foto rechts).

Zu unserer Überraschung wachsen nun auch in unserem Garten Champignons. Sie zeigen sich erstmals bei uns. Alle durften stehen bleiben, in der Hoffnung, dass es im Laufe der Jahre immer mehr werden.

Wenn alles gut geht, werde ich diese Woche einmal ein mir völlig fremdes Gebiet aufsuchen. Sollte er lohnenswert sein, werde ich berichten.

Liebe Grüße, auch an alle anderen »Pilzsüchtigen«,

Markus«




Foto: Sie wachsen im unwegsamen Geäst, die schönen Steinpilze. Man darf sich ausmalen, wie es knackte und krachte, als Markus sich ihnen näherte. Erst die Mühsal, dann das leckere Pilzbrot.


Hunsrück: Olivers Vorliebe für Violette Rötelritterlinge und Stockschwämmchen - und für eine köstliche Pilzsuppe


Margit und Oliver schreiben am 26. Oktober 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

am Sonntag Nachmittag hielt uns nichts, erneut Pilze suchen zu gehen.

In den Wäldern des Hunsrücks angekommen, gingen wir zunächst die Waldränder ab und fanden auch sofort schöne Butterpilze und Edelreizker. Nach einer Weile entdeckten wir in einem Graben den ersten Fichtensteinpilz.

Dann der Knaller, vor mir standen mehrere knackige Maronenröhrlinge! Sie kommen also doch noch, nachdem ich kürzlich noch über ihr Ausbleiben geklagt hatte. Absolute Klasse!

Gestern fanden wir auf einer Wiese am Waldrand erneut einen außergewöhnlich gewachsenen Steinpilz, nur wenige Meter von unserem ebenfalls deformierten entfernt, den wir gestern entdeckt hatten.

Danach besuchten wir einen anderen Wald, in dem wir schöne Fichtenreizker und erneut Steinpilze (2. Foto rechts) und Rotfußröhrlinge fanden. Ich hoffte, wieder einige Violette Rödelritterlinge zu finden, und dieser Wunsch erfüllte sich auch prompt. Diese Pilze schmecken mir sehr gut!

Auf einer Waldlichtung wuchsen massenhaft Schopftintlinge, die wir aber stehen ließen. Diese Pilze ernte ich am liebsten im späten Frühling, dann sind sie knackig und schmecken wie Spargel.

Zu meiner größten Freude entdeckte ich an einem total bemoosten Laubbaumstumpf herrliche Stockschwämmchen (3. Foto rechts), die ersten in diesem Jahr.

Die letzen zwei Stunden unserer Pilzsuche hatte es geregnet, aber das hielt uns nicht davon ab, fleißig weiterzusuchen. Bei Regen ist wenigstens keine oder so gut wie keine Konkurenz im Wald. Und solche Gänge härten ab, ganz abgesehen davon, dass die Luft gereinigt ist und der Wald herrlich nach Bäumen, Moos und Pilzen duftet.

Am Abend kochten wir eine Pilzsuppe für eine Freundin, die wir damit überraschen wollten.

Die Zutaten:

  • 600 Gramm gehäutete Goldröhrlinge;
  • 1 Steinpilz
  • 2 Edelreizker
  • 4 kleine Waldegerlinge
  • Eine Handvoll Stockschwämmchen (Hüte)
  • 1 Marone
  • 1 geschlossener Parasol
  • 3 Butterpilze
  • 1 Fichtenreizker
  • 2 große rohe Kartoffeln
  • 6 große Karotten
  • 1 große Zwiebel
  • Petersilie, frisch oder getrocknet
  • 2 Teelöffel Gemüsebrühe
  • Eine Brise Kräutersalz
  • 200 Gramm Sahne
  • 100 - 150 ml Rotwein

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und würfeln. Die Karotten und die Zwiebel würfeln und mit den Kartoffeln in einen 3-Liter-Topf geben.

Die Pilze in Scheiben schneiden und mit den Kräutern in den Topf und den Wein dazugeben. Nun das ganze Gemenge so lange unter ständigem Umrühren köcheln lassen, bis die Kartoffeln und die Karotten al dente sind.

Dann den Inhalt mit einem Stabmixer pürieren und die Gewürze hinzugeben. Nun die Sahne hinzutun. Falls die Suppe noch zu fest sein sollte, etwas Milch dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Abschmecken und bei Bedarf nachwürzen, aber dezent, so dass die Pilze noch git herauszuschmecken sind. Dann ist das Ziel erreicht und die Suppe ist fertig.

Mit frischem Baguette und Petersilie verziert, ist dieses Gericht eine Delikatesse.

Wer nicht exakt dieselben Pilze zur Verfügung hat, kann auch andere Pilzarten wählen. 800 Gramm an Pilzen sollten es schon sein, Mischpilze erhöhen den Geschmack.

Guten Appetit!

Viele Grüße von Olli und Margit vom Pilzticker RP«

(3 Fotos © Margit)

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Wie so oft: An der letzten Pilzstation des Waldganges lachten die Steinpilze


Foto: Ein nicht gerade häufiges Motiv ist ein Korb voller Anisegerlinge, die Jürgen und Beatrice oberhalb Morbach (Landkreis Bernkastel-Wittlich) gefunden haben. Sie schmecken ausgezeichnet! (2 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 25. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren vier Stunden waren wir im Hochwald unterwegs.

An der ersten uns bekannten Stelle gab es einen Prachtkerl von Steinpilz, den wir leider nicht fotografiert haben. An unserem zweiten Platz haben wir außer jeder Menge Fliegenpilze, Kahlen Kremplingen und Goldröhrlingen nichts Verwertbares gefunden. Dann aber stießen wir auf jede Menge schöner Anisegerlinge.

Auf den Rat meiner Frau suchten wir vor der schon anvisierten Heimfahrt noch einen Platz auf, an dem wir zwei Tage zuvor immerhin einige Steinpilze gefunden hatten. Eine gute Entscheidung. Denn dort und noch ein Stück weit bergauf kamen 15 Steinpilze zusammen, deren schwerster 650 Gramm auf die Waage brachte.

Jetzt läuft der Dörrautomat und der Rest verbringt die Zeit auf Siebe verteilt auf der Heizung, eine Trocknungsart, die nach unserer Meinung auch ganz prächtig klappt.

Da wir jede Menge Minis zurückgelassen haben, geht es am Dienstag nochmal in den Buchenwald.

Viel Glück allen Sammlern - und bitte gesund bleiben!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen«

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Foto: Einer von 15 Steinpilzen, die Beatrice und Jürgen an der letzten Pilzstation ihres Waldganges fanden. Alle 15 waren schon recht stattlich.

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Vor vier Tagen nichts, jetzt alles voller Steinpilze


Jürgen schreibt am 25. Oktober 2020 zu diesem Foto:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auf dem Rückweg von Koblenz nach Traben-Trarbach haben wir, da wir die Hunde dabei hatten, am lichten Buchenwald eine Pause eingelegt.

Da wir vor vier Tagen dort waren und überhaupt nichts gefunden hatten, waren wir von der Fülle an Steinpilzen komplett überrascht. Da ich im Herbst grundsätzlich einen Stoffbeutel im Auto dabei habe, war das aber kein Problem.

Auf dem Foto ist ist rechts oben hinten ein Steinpilz mit insgesamt sechs zusammengewachsenen Stielen zu erkennen. Er brachte knapp 600 Gramm auf die Waage und war tadellos.

Liebe Grüße Beatrice und Jürgen und die 3 Hunde«

(Foto © Jürgen)

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Marathonpilzsammler auf Tour: Fantastische Pilzvielfalt mit  Schwärmereien für Rötelritterlinge und getrocknete Maronen


Foto: Der Rote Korb und der Weidenkorb sind herrlich gefüllt mit etlichen Pilzarten. Es waren für Margit und Oliver Pilzgänge der Vielfalt, wie sie sie in diesem Jahr noch nicht erlebt haben. (7 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 25. Oktober 2020:

»Servus Heinz-Wilhelm,

es gibt tatsächlich noch Wälder in Deutschland mit weiten, tiefen Moosteppichen, die eine wahre Wohltat für die Gelenke eines geplagten Marathonpilzsammlers sind. Für die Augen ist es auch beruhigend, das satte Grün, zumal es auch noch die Nerven beruhigt, was nicht unwichtig ist in dieser aufgewühlten Zeit.

Margit und meine Wenigkeit waren die beiden letzten Tage wieder unterwegs in den weiten Wäldern des Hunsrücks, wo es immer wieder Interessantes zu entdecken gibt.

Nur kurz im ersten Waldstück angekommen, fanden wir herrliche weißstielige Espenrotkappen. Etwas später entdeckten wir unzählige Schopftintlinge, viele davon im besten Zustand. Auf den Wiesen und auf Waldwegen begegneten wir immer wieder vielen Kuhmäulern, welche wir aber wie die Schopftintlinge stehen ließen.

Lob den Rötelritterlingen

Auf einem begrasten Waldweg fanden wir einen knackigen Steinpilz nach dem anderen, einer schöner als der andere. Den in seinem Wuchs bemerkenswertesten hat Margit gesondert fotografiert. Insgesamt war es eine wunderschöne Vielfalt an Pilzen.

Endlich fanden wir einige herrliche Fichtenreizker und noch mehr Edelreizker, die natürlich allesamt in unsere Pilzkörbe wanderten.

Außer diesen hervorragenden Steinpilzfunden erntete ich hervorragend schmeckende Violette Rötelritterlinge und Lila Lacktrichterlinge, wunderbar geeignet für Mischpilzpfannen. Wir fanden auch noch Waldegerlinge, Frauentäublinge mit stattlichen Stielen und braunhäutige und lilafarbige Täublinge, alle essbar. Da wir aber eine sehr große Auswahl an Speisepilzen hatten, nahmen wir nur die Frauentäublinge mit.

In allen Wäldern fanden wir erstklassige Butterpilze, manche mit trockenen Hüten, die sich besser abziehen lassen. Auf Waldlichtungen standen massenweise Parasole, die aber keinen Platz mehr in den Körben fanden.

Die Tiefkühltruhen sind voll

In einem Nadelwald entdeckte ich den ersten großen unversehrten Fichtensteinpilz und einige Rotfußröhrlinge und Maronenröhrlinge. Es ist nur zu schade, dass Nebelkappen giftig sind, denn sie und die Grünblättrigen Schwefelköpfe wuchsen beinahe massenhaft.

An diesem Freitag und Samstag fanden wir tatsächlich, ohne alle essbaren Pilze mitgenommen zu haben, sechs Körbe an der Zahl. Unsere Kühltruhen sind mittlerweile voll, somit müssen unsere nächsten Funde im Dörrgerät trocknen.

Diese Art der Aufbewahrung ist bei vielen Pilzsuchern sogar die beliebteste, weil dank Trockenpilzen herrlich schmeckende Soßen entstehen können. Am besten schmecken für mich getrocknete Maronenröhrlinge, doch ausgerechnet sie wollen im Moment nicht so freudig wachsen.

Margit hat natürlich wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker gemacht.

Alles Gute vom Pilzsuchteam Nahe-Land«

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Foto: Und hier noch drei weitere Körbe, zwei davon übervoll. Dazu muss man sagen, dass Margit und Oliver im Nahe-Land und angrenzenden Pilzwäldern monatelang auf Steinilze gewartet hatten. Erst Mitte Oktober stellten sie sich zaghaft ein.

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2 Fotos: Ein normal gewachsener und ein missgebildeter Steinpilz. Obwohl abnormes Wachstum viele Pilzfreunde fasziniert, kommt es alles andere als selten vor: »Häufig sind beim Steinpilz Mißbildungen, Veränderungen von einzelnen Pilzen, auch rasenartige Verwachsungen, Übereinanderwachsen (ein kleiner auf einem großen) und Riesenwuchs«, schreiben Bruno Hennig und Hanns Kreisel in ihrem Klassiker »Taschenbuch für Pilzfreunde« (Jena 1987, S. 144).

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Westerwald-Kreis: Die Pilze fordern den geschärften Blick


Maria schreibt am 24. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die heutige Runde im heimischen Wald bei Ransbach-Baumbach im Westerwald-Kreis war mal wieder ungewöhnlich. An den klassischen Stellen fand ich nichts, aber mit offenen Augen konnte ich neue Areale entdecken.

Birkenpilze und Rotkappen sind hier zuhauf zu finden, heute gesellten sich auch Mönchsköpfe und Reizker dazu. Steinpilze sind hier noch immer rar, am ehesten in Bruderschaft zu finden! Auf dem Foto rechts ist meine Ausbeute zu sehen.

Lieben Gruß Marie«

(3 Fotos © Maria G.)

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2 Fotos: Wir sehen links ein Schälchen mit Fichtenreizkern, rechts die bekannte Bruderschaft von Fliegenpilz und Steinpilz, der Maria aber wohl gleich nach dem Foto ein Ende bereitete.





Die Rückkehr herrlicher Steinpilze im wunderschönen herbstlichen Altenkirchener Wald


Foto: Und da sind sie wieder! Eine ganze Weile musste Markus nahezu ohne Steinpilze auskommen, jetzt sind sie zurück bei Altenkirchen im Westerwald. Allerdings wuchsen sie vereinzelt, zwangen ihn zur Suche. Aber gerade das macht Spaß im herbstlichen Wald. (4 Fotos © Markus E.)

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Markus E. schreibt am 23. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ungeplant bin ich am gestrigen Nachmittag wieder einmal in den Westerwald gestartet. Das Wetter war einfach zu schön und einladend.

Die »zweite Welle« ist in meinen Revieren zwar noch nicht angekommen, aber einige schöne, sehr vereinzelt stehende Steinpilze konnte ich dennoch finden. Dazu noch zwei junge, relativ helle Birkenpilze.

Stehen bleiben durfte eine Schar junger Butterpilze und ein einsamer Falscher Pfifferling (2. Foto rechts), der zwar auf etwas gebrechlich wirkendem Bein stand, dafür aber herrlich orangeleuchtend auf einer kleinen Lichtung posierte, der drollige Geselle. An diesem vielversprechend wirkenden Platz werde ich nicht zum letzten Mal gewesen sein. Hinzu kam noch ein hübscher Drilling vom Parasol (1. Foto rechts).

Festhalten möchte ich noch, dass es, unabhängig von den Pilzfunden, zur Zeit einfach wunderschön ist, durch die Wälder zu streifen.

Liebe Grüße Markus«





Foto: Sie sind, wie Markus es erhofft und ein wenig auch erwartet hatte, wieder da, die Steinpilze. Und sie dürften, was er nicht angesprochen hat, von ausgezeichneter Qualität sein.


Es gibt sie doch noch im Pfälzer Wald, die Röhrlinge


Annette schreibt am 22. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzticker-Freunde,

lange haben die Röhrlinge im Pfälzer Wald auf sich warten lassen. Heute konnten wir vor allem viele schöne Birkenröhrlinge finden (Foto rechts).

Bereits letzte Woche gab es in den lichten Buchen-Eichenwäldern der Rheinebene eine wahre Schwemme von Parasolen. Es war eher ein Sammeln als ein Suchen.

Liebe Grüße aus der Südpfalz und Euch allen erfolgreiche Wanderungen!

Annette und Stephan«

(Foto © Annette)

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Traben-Trarbach: Steinpilze von hervorragender Qualität


Foto: Es ist nicht die herausragende Menge an Steinpilzen für Jürgen und Beatrice, dafür sind sie von hervorragender Qualität. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 22. Oktober 2020:

»Moin Heinz-Wilhelm,

mein Urlaub ist nun leider vorbei. Deshalb habe ich nicht mehr ganz so viel Zeit, um die Wälder unsicher zu machen.

Vergangenen Samstag und Sonntag wie auch gestern Vormittag waren wir im Hochwald unterwegs. Die Ausbeute war zahlenmäßig nicht so toll, dafür jedoch qualitativ hochwertig. Samstag und Sonntag waren es jeweils 4, gestern 6 Steinpilze.

Speziell am Sonntag waren wir, nach den Schnittstellen zu urteilen, wohl zu spät dran. Aber was soll's.

Allen Sammlern weiterhin viel Fundglück! Und bleibt gesund!

Liebe Grüße Jürgen«


Goldröhrlinge im Überfluss, ein sagenhafter Rotkappenschub und ein Megahexenring


Foto: Ein Bild mit über 50 Espenrotkappen trudelt uns nicht gerade jeden Tag ins Haus, weshalb es sich den Rang als Aufmacherfoto verdient hat. Die Pilze sind alle in einem Alter, heißt, sie hatten ziemlich sicher alle die gleiche Startzeit bei der Fruchtkörperbildung, stammen vielleicht sogar von ein und demselben Wurzelgeflecht. (7 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 21. Oktober 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

gestern Nachmittag sind wir nochmals in ein anderes Gebiet gefahren, um Steinpilze & Co. zu finden.

Wir suchten etwas weiter weg von den Rheinhöhen. An den Straßenrändern fanden wir unzählige Parasolpilze und massenweise Goldröhrlinge (1. Foto rechts). Den Goldröhrlingen zieht Margit übrigens immer die schleimige Oberhaut mit einem scharfen Messer ab.

Auch fanden wir wieder relativ viele Kuhmäuler und tatsächlich den ein oder anderen Fichtensteinpilz. Dieses Mal fanden wir auch einen Rauhfußröhrling und noch einige Wiesenegerlinge. Zu meiner Überraschung entdeckte ich auch zwei vereinzelte Edelreizker, beide im Bestzustand. So waren wieder drei Körbe gut mit Pilzen gefüllt.

Wir versäumten diesmal leider, im Wald ein abrundendes Foto von unserem Gesamtfund zu machen, dafür hat Margit die Körbe dann noch im Kofferraum abgelichtet. Wie man sieht, fehlte es da schon an Tageslicht und es war mehr als trübe an der Einmündung des Waldweges von der Straße aus. 

Auch heute waren wir wieder unterwegs, auch in anderen Waldabschnitten. Das trug uns über 50 Espenrotkappen ein!

Nachdem ich meine Margit zwischenzeitlich etwa 30 Minuten aus den Augen verloren hatte, und das ohne Handy, einfach wie früher, entdeckte ich auf einer großen Wiese einen Megahexenring mit großen Parasole, mindestens 30 bis 40 Stück. Ich nahm jedoch keine mehr mit, weil wir gestern schon so viele eingesammelt hatten. Der Kreis hatte gute 50 Meter Durchmesser. Leider hatte ich, wie gesagt, kein Smartphon und keine Kamera dabei, und Margit war locker einen Kilometer entfernt von mir, wie sich bald darauf herausstellen sollte.

Wir fanden heute keinen Steinpilz, jedoch noch Goldröhrlinge, einen Birkenpilz und einige kleine Parasole sowie sehr viele Schopftintlinge für unsere geliebte Mischpilzpfanne am Abend.

Von dem Gesamtfund haben wir die meisten Pilze unseren Freunden geschenkt, denn die Mengen können wir unmöglich selbst essen oder verarbeiten. In zwei Tagen kamen also wieder drei Weidenkörbe und ein Einkaufskorb voller Pilze mit nach Hause.

Margit hat wieder mehrere Fotos geknipst, extra für den Pilzticker.

Das Pilzsuch-Team aus dem Nahe-Land«

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4 Fotos: Ein schöner Steinpilz vom Vortag; zwei Parasole am Straßenrand und ein einsamer Pilzsammler, der tief ins Bild hineingeht und einen verräterischen roten Korb mit sich trägt; zwei von über 50 Rotkappen sowie ein einsamer Birkenpilz: all das haben Margit und Oliver bei ihren letzten Pilzgängen eingesammelt.

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Emmelshausen, Rhein-Hunsrück-Kreis: Bei den Röhrlingen liegen derzeit die Espenrotkappen vorn


Margit und Oliver schreiben am 20. Oktober 2020:

»Heute besuchten wir neue, uns unbekannte Gebiete, und zwar bei Emmelshausen im Hunsrück.

Auf einer Wiese am Waldrand entdeckten wir unzählige junge geschlossene Parasolpilze und einige Wiesenchampignons; alle wanderten in die hungrigen Pilzkörb.

Wir gingen dann einen Feldrand entlang und fanden dort einen Schönfußröhrling mit leicht roten Tönen an der Basis und leuchtend gelben Röhren. Da ich einen sehr robusten Magen habe, probierte ich ein Stück von dem Pilz. Er schmeckte sehr mild, nicht bitter. Diese Pilzart soll bei manchen Menschen heftige Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Später suchten wir einen weiteren Waldrand ab und fanden einen Pulk von vier eng befreundeten Hainbuchröhrlingen, alle im Bestzustand (2. Foto rechts). Gleich darauf entdeckte Margit noch Weißstielige Rotkappen (Espenrotkappen).

Daraufhin durchquerten Margit und meine Wenigkeit einen Rotbuchen-Eichen-Wald, in dem wir hin und wieder Parasole gefunden hatten. Statt ihrer fand ich auf einer Wiese drei herrliche Espenrotkappen (z. B. 3. Foto rechts). Sie sind in dieser Gegend derzeit am häufigsten von allen Röhrenpilzen zu finden.

Am Ende des Tages konnten wir uns wieder an einer recht passablen Fundmenge erfreuen, bei der dieses Mal lediglich die Steinpilze fehlten. Die lassen sich scheinbar noch immer nicht so häufig blicken, aber auch andere Pilzarten sind uns sehr willkommen.

Margit hat zur Bereicherung des Pilztickers wieder einige Fotos gemacht.

Alles Gute vom Pilzteam Nahe-Land«

(3 Fotos © Margit)

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Das Pilzsuchteam Nahe-Land durchkämmt begeistert die Wälder

»Keine Pilzart der Welt toppt das Glücksgefühl so sehr wie Steinpilze in all ihrer Pracht«


Margit und Oliver schreiben am 18. Oktober 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

Samstagfrüh fuhr ich meine Margit zu ihrem Vater und dessen Lebensgefährtin, damit sie ihnen die Haare schneiden konnte; sie ist ja gelernte Frisörin. Das war meine Chance, auf den Kuhberg bei Bad Kreuznach zu fahren!

Dort angekommen, stiegen gerade drei Pilzsucher in ihr Auto, um wieder fortzufahren. Das sind keine gute Aussichten, dachte ich bei mir, denn es war ja erst gegen neun Uhr in der früh.

Bei meinem Gang konzentrierte ich mich besonders auf die Waldränder und einige Wege. Doch meine Suche blieb erfolglos. Ohne Pilze wollte ich aber nicht bei Margit auftauchen. Also suchte ich nach mir bekannten umgestürzten Bäumen, um vielleicht Austernseitlinge zu ergattern; damit hatte ich ja mehrfach Glück gehabt in letzter Zeit. Und das sollte sich tatsächlich wiederholen. Üppig war der Fund allerdings nicht (2. Foto rechts).

Frühe Austernseitlinge

Danach besuchte ich noch den Rheingrafenwald, denn dort hatte ich unlängst noch einen einen Wirtsbaum von Lungenseitlingen entdeckt. Als ich dort ankam, traute ich meinen Augen nicht: der liegende Baum war reichlich besetzt mit frischen Austernpilzen (3. Foto rechts) - außergewöhnlich früh für unsere Region. Was für mich bedeutet, dass ich ab sofort regelmäßig ein Auge auf allen mir bekannten Nestern haben muss, um ihren Reifepunkt nicht zu verpassen.

Nach diesem Erfolgserlebnis holte ich meine Margit wieder ab und wir fuhren gemeinsam auf die Rheinhöhen bei Sankt Goar. Hier konzentrierten wir uns ganz auf Bodenpilze - und wurden im Moos auch fündig. Heute hatte ich den goldenen Riecher und fand einen Fichtensteinpilz nach dem anderen, alles herrliche Pilze (z. B. Foto rechts)!

Keine Pilzart der Welt toppt für mich das Glücksgefühl, wenn man sie findet, so sehr wie Steinpilze in all ihrer Pracht. Vergleichbar ist es vielleicht, wenn der Pilzsucher herrliche  Kaskaden von Austernpilzen an stehenden Bäumen vorfindet. Ich denke, dass mir da so mancher Pilzsucher beipflichten wird.

Neu entdeckte leckere Reifpilze

2 Kilo absolut madenfreier Steinpilze kamen zusammen. In einem Graben fand ich noch drei grandiose Eichenrotkappen und auch noch sehr leckere Reifpilze, deren Bekanntschaft ich kürzlich dank Margits Fund und Heinz-Wilhelms Bestimmungsgeist kennenlernen durfte. Für jeden Pilz, den ich mit den Jahren kennenlernen darf, bin ich wirklich froh und dankbar. Denn wenn am Abend eine Mischpilzpfanne angerichtet wird, dann wird man um so reicher belohnt, je größer die Vielfalt ist.

Es sollte aber noch besser werden, denn wir fanden auch nochmals viele Goldröhrlinge und Margit entdeckte auch noch etwa zehn Kuhmäuler (Große Gelbfüße). Hier kann ich nur den Rat geben, dem Pilz am besten gleich an Ort und Stelle die schleimige Haut abzuziehen, denn sonst verschleimen die anderen Pilze im Korb nur zu gerne, sobald sie mit den Kuhmäulern in Berührung kommen.

Vier prallvoll gefüllte Körbe

In einem Übergang vom Nadel- zu einem Eichenbestand fanden Margit und meine Wenigkeit zeitgleich jeder noch eine Krause Glucke im Bestzustand. Sie waren glücklicherweise wenig verschmutzt, was viel Arbeit erspart. Zum Würzen der Mischpilzpfanne am Abend fanden sich auch noch einige Pfefferröhrlinge.Soviel zu unserem gestrigen Waldtag.

Und auch heute waren wir wieder unterwegs. Fanden zusammen noch viele Parasole, die einen großen Einkaufskorb füllten. Sie waren teils im tellerförmigen, teils noch im  geschlossenem Zustand. An weiteren Arten gesellten sich ihnen noch ein Steinpilz, einige Espenrotkappen, Goldröhrlinge, Reifpilze, herrliche Wiesenchampignons und  Schopftintlinge hinzu.

Alles in allem hatten wir am Samstag und Sonntag zweimal den roten Pilzkorb und einmal unseren Weidenkorb randvoll gefüllt, dazu unseren Einkaufskorb. Alle Pilzfunde sind auf den Fotos nicht zu sehen, weil wir die Parasole immer oben auf den Korb legen.

Alles Gute und prall gefüllte Pilzkörbe wünschen wir allen Pilzsuchern und Besuchern des Pilztickers!

Das Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land«

(6 Fotos © Margit & Oliver)

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Foto: Jetzt wird's bunt. In den großen Einkaufskorb passten gerade so einige Mischpilze sowie die teils tellergroßen Parasole.

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Ein Einzelgänger-Steinpilz zur Einstimmung auf die angekündigte wärmere Woche


Foto: Diesen großen Steinpilz hat Markus gefunden, obwohl er sich recht gut versteckte. Es sollte der einzige bleiben. Auf dem 2. Foto ist er zur Größeneinordnung noch einmal mit sehr schönen Parasole und Wiesenchampignons zu sehen. (3 Fotos © Markus)

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Markus E. schreibt am 17. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach unserem Abstecher an die untere Sieg (NRW) war ich heute wieder in meinem angestammten Gebiet im Landkreis Altenkirchen, also im Westerwald, unterwegs.

Viele junge Fliegenpilze ließen das Jagdfieber steigen, und tatsächlich fand ich einen recht gut versteckten Prachtkerl von Steinpilz. Sauber geputzt, brachte er über 300 Gramm auf die Waage. Mehr gab der Wald leider nicht her.

Auf dem Rückweg konnte ich aber noch tolle Paukenschlegel vom Parasol mitnehmen, an denen der dichte Verkehr auf der B8 achtlos vorüberrauschte. Das letzte Foto zeigt sie gebacken. Ich sage Dir, Heinz-Wilhelm: zum Gleichreinbeißen!

Schließlich suchte ich noch den Wiesenchampignon-Platz von vorgestern auf, und konnte noch etliche schöne, junge und knackige Exemplare nachlesen.

Nächste Woche soll es mit den Temperaturen wieder aufwärts gehen, da kommen bestimmt auch mehr Röhrlinge zum Vorschein.

Liebe Grüße Markus«





Drei-Kreis-Gebiet, Westerwald: Maria hat die Freude am Pilze sammeln nach Jahren wiederentdeckt


Foto: Dieser Fund von Maria datiert vom Samstag, 17. Oktober 2020. Wir sehen Steinpilze, Goldröhrlinge, Pfefferröhrlinge, Birkenpilze und Lila Lacktrichterlinge (Teller links), Parasole (Teller rechts) sowie Flaschenboviste (unten).


Maria schreibt am 16./17. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

schon lange verfolge ich das bunte Treiben auf Deiner Seite und freue mich immer sehr über Berichte von nah und fern. Also habe ich gedacht, ich könnte auch etwas zur Gemeinschaft beitragen.

Vorab stelle ich mich kurz vor: ich werde Marie gerufen, meine ursprüngliche Heimat ist Hamburg, aber seit 15 Jahren lebe ich in Rheinland-Pfalz. Durch meinen Opa waren mir Pilzgänge in der Kindheit sehr vertraut. Nach langer Pause habe ich die Freude daran erst hier wieder entdeckt.

Ich suche hauptsächlich im unteren Westerwald, manchmal auch in der Eifel sowie im Taunus und im Hunsrück, je nach Belieben und Wanderziel.

Die letzten Wochen war das Wachstum spärlich, zweimal konnte eine Pfifferlingsmahlzeit die Gaumen erfreuen, Steinpilze fanden wir kaum.

Da es in der Region viele Kiefern gibt, liegt natürlich der Blick auf dem Wurzelbereich dieser Bäume. Am gestrigen Donnerstag waren wir, wie häufig, im so genannten Drei-Kreis-Gebiet (Kreise Neuwied, Mayen-Koblenz, Westerwaldkreis) unterwegs. Wir wurden mit zwei wunderschönen Krause Glucken belohnt.

So motiviert, machte ich mich heute, Freitag, erneut auf den Weg. An den alten Steinpilzecken war nichts zu finden, von Maronen keine Spur, Reizker: Fehlanzeige. Eine kleine Rotkappe erfreute schließlich mein Herz. 

Auf dem Rückweg entdeckte ich in der Nähe eines großen Schirmlings, der meine Aufmerksamkeit gefunden hatte, zu meinen Füßen überraschend Pfifferlinge. Genau da, wor kürzlich noch Baumstämme gelegen hatten...

Am heutigen Samstag gab es auch für mich die ersten Steinpilze, dazu Lärchenröhrlinge, Pfefferröhrlinge, Birkenpilze, Lila Lacktrichterlinge, Parasole und Flaschenstäublinge - alles in bester Qualität. Violette Rötelritterlinge habe ich stehen lassen, weil sie hier so selten sind.

Eine fröhliche Marie grüßt alle Pilzfreunde«

Pilz-Ticker-RP


Foto: Zwei schöne Krause Glucken hatte Marie am Donnerstag gefunden. Am Freitag fand sie zu ihrer Überraschung noch schöne Pfifferlinge (2. Foto), als sie eigentlich einen großen Schirmpilz im Visier hatte. (3 Fotos © Maria)

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Steinpilze, die zweite Welle im Landkreis Bernkastel-Wittlich: Da muss der Dörrautomat wieder ran


Foto: Herrliche Steinpilze, die sich hier, vor dem Gang in den Trockenautomaten, mit goldleuchtenden Apfelquitten zum Stillleben vereinen. Auf dem zweiten Foto sieht man Jürgen die Freude über den schönen Fund im Fichtenhochwald an. (2 Fotos © Beatrice u. Jürgen)

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Jürgen schreibt am 16. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem wir gestern weniger erfolgreich unterwegs waren (2 Steinpilze in zweieinhalb Stunden), hat sich unser heutiger Pilzgang umso mehr Erfolg gelohnt: zwei Dutzend knackiger Steinpilze, alle madenfrei, haben wir gefunden.

Wir waren in den Nadelwäldern oberhalb von Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich unterwegs, und das bei Nebel und nur 6 Grad. Doch die dreieinhalb Stunden haben sich gelohnt. Der Dörrautomat läuft bereits und wartet auch noch auf eine zweite Fuhre.

Einen Teil gibt es dann heute noch mit Speck und Zwiebeln zu Paprikafrikadellen und Bratkartoffeln.

Morgen werden wir es dann an der dritten uns bekannten Stelle dort versuchen; mein Eindruck ist, dass sich die zweite Welle der Steinpilze auf den Weg gemacht hat. Nur die Maronen fehlen noch.

Liebe Grüße und allen Sammlern viel Glück!

Beatrice & Jürgen«

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Simmern/Rheinhöhen

Nach Wochen der Suche standen die Prachtsteinpilze da wie im russischen Märchen


Margit und Oliver schreiben am 16. Oktober 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

gestern fuhren wir mal wieder in den Soonwald. Doch enttäuscht mussten wir feststellen, dass selbst an unseren alten ergiebigen Fundstellen ansolut keine Pilze wuchsen. Nur am Straßenrand bei Tiefenbach fanden wir 2 Parasolpilze.

So ging es weiter in Richtung Simmern und dann auf die Rheinhöhen. In einem Tannenwald entdeckte ich viele herrliche Parasolpilze und ab und zu einen Sternschuppigen Riesenschirmling.

Auf einer Wiese mitten im Wald stieß ich auf viele weiße Pilze, welche ich auf junge Mönchsköpfe deutete. Der Buckel der Schirme war nicht so markant nach oben gewölbt. Selbst der Geruch war obstartig süßlich, trotsdem war ich mir nicht sicher. In solch einem Fall kommen die Pilze bei uns niemals am Abend in die Pfanne, erst bei 100% sicherer Bestimmung. Es gibt schließlich genug andere gute Speisepilze.

Wenig später fand Margit einen kleinen Kiefernsteinpilz. Danach suchten wir am Wegesrand im Gras weiter und fanden massenweise Goldröhrlinge. Sie machen sich gut in der Mischpilzpfanne.

Ihre ersten Reifpilze gefunden

Hin und wieder kamen noch einige Birkenpilze hinzu. Der ersehnte Schub von knackigen Steinpilzen blieb uns allerdings versagt, auch wenn wir bereits vier Stunden unterwegs waren. Zwischendurch fand Margit auch zwei graue Pilze, die zwar gut pilzartig rochen, auch waren die Hüte wunderschön rund geformt. Wir hatten diese Art noch nie gesehen. Später sollte sich herausstellen, dass es sich um Reifpilze handelte.

Nach einigen Kilometern Fußmarsch durch verschiedene Tannen- und Mischwälder beschritten wir einen durch Baumfällung gelichteten Tannenwald. In diesem Gebiet wuchsen viele kniehohe junge Tannen und der Waldboden besaß einen schönen weichen Moosteppich.

Irgendwann fand ich mehrere Fliegenpilze und einen abgeschnittenen alten Steinpilzstiel. Was sollte ich damit anfangen? Also weiter. Doch Margit hatte wieder ihren unübertrefflichen Riecher, blieb längere Zeit in diesem Gebiet und rief mir laut hinterher: »Olli, ich habe ein ganzes Nest gefunden!«

Ein märchenhafter Anblick

Ich bat sie, die Pilze ja stehen zu lassen. Zu gerne wollte ich endlich einmal wieder Steinpilze in ihrem Habitat sehen nach all den wochen-, ja monatelang erfolglosen Gängen auf diese so begehrte Pilzart.

Und ich übertreibe nicht, wenn ich versichere: es war ein unbeschreiblicher Anblick! Nur passionierte Pilzsucher können das nachempfinden. Vor mir standen vier große prächtige Herrenpilze, ohne Makel und ohne Würmer, einer schöner als der andere (drei davon 1. Foto rechts).

Margit knippste sie gerne für den Pilzticker. Nach diesem Fund entdeckte sie noch einen megagroßen Pfundskerl, knackig und ohne Wurmbefall (2. Foto rechts). Auch ich durfte dann noch einen weiteren großen knackigen Fichtenteinpilz finden.

Tausche Pilze gegen Federweißen

Nach all diesen Funden, zu sehen auf unserem Foto mit den zwei Körben, fuhren wir dann überglücklich nach Hause. Unterwegs hielt ich dann noch bei meinem Freund, dem Winzer Tom, der Pilze noch lieber isst als wir, was etwas heißen will. Tom bekam eine gute Ladung Mischpilze ab, wir erhielten im Gegenzug ein paar Liter Federweißen. Im Herbst ist der Tauschhandel doch am schönsten!

Und heute Morgen entdeckte ich auch noch herrliche Wiesenegerlinge im Bestzustand (4. Foto rechts).

Alles Gute und noch eine große Pilzschwemme wünschen wir allen Pilzfreunden und Besuchern des Pilztickers!

Margit und Oliver«

(6 Fotos © Margit)

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2 Fotos: Diese Reifpilze sind die ersten, die Margit und Oliver überhaupt gefunden haben. Gleichzeitig ist es für dieses Jahr der hier erste gezeigte Fund dieser Art. Sie wachsen gerne bei Fichten und Kiefern auf sandigen, sauren Böden. Manchmal findet man Massen mit hunderten dieser Pilze. Sie sind sehr wohlschmeckend, jedoch auch schnell vermadet.

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Ein langer Pilztag, der fast alle Erwartungen von Margit und Oliver erfüllte


Margit und Oliver schreiben am 13. Oktober 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

gestern Mittag beschlossen Margit und ich, noch einmal eine größere Pilzsuche zu starten.

So fuhren wir zunächst in den Langenlonsheimer Wald, in dem wir uns Champignons erhofften. Wir fanden nicht einen. Da war es naheliegend, den Rhein abwärts zu fahren, von Bingen aus in nördliche Richtung.

Von dieser Rheinstraße führen in mehreren Orten Straßen hinauf zu den Rheinhöhen. Instinktiv erwischten wir einen guten Abzweig, denn am Rand der erwählten Straße fanden wir auf einer Wiese 6 herrlich frische, unversehrte Parasolpilze, wie geschaffen für panierte Pilzschnitzel.

Am Rand eines Mischwaldes fand, wie so oft, Margit ihre geliebten Rotkappen in bestem Zustand. Im Innern der Wälder die wir durchkämmten, ließ sich, was wir schon oft erleben mussten, nicht ein einziger Speisepilz erblicken. Nicht als unzählige Fliegenpilze, die einem irgendwann auf die Nerven gehen, wenn sie keinen Steinpilz anzeigen wollen, was sich doch viele Pilzfreunde von ihnen erhoffen.

Meinen Beobachtungen zufolge wachsen Fliegenpilze und Steinpilze lieber zeitversetzt: wir finden öfter erst dann Steinpilze, wenn der Fliegenpilz bereits zwei bis drei Wochen da ist und es dann mit den Parasolen anfängt.

Endlich einmal wieder ein »Butterfässchen«

Genau so sollte es auch heute sein, denn Margit fand ja tatsächlich ihr erstes »Butterfässchen«, also einen knackigen jungen Steinpilz mit betont kräftigem Stiel (2. Foto rechts). Er blieb leider der Einzige seiner Art, aber mit ihm war wenigstens der Anfang gemacht.

Im selben Waldabschnitt fanden wir noch viele Pfefferröhrlinge und einen knackigen Maronenröhrling. Auffallend, dass sie, wie Vertreter anderer Arten auch, an von Sonne und Licht begünstigten Plätzen wuchsen. Dann setzte kräftiger Regen ein und wir fanden unter hohen Tannen Schutz. Nach dem Schauer suchten wir weiter an den Waldrändern und entdeckten noch ein paar knackige Birkenpilze, den ein oder anderen geschlossenen Parasolpilz und noch einige Pfefferröhrlinge.

Die Wiesenchampignons standen da wie bestellt

Zu unserem schmackhaften vegetarischen Essen, das wir uns am Abend zubereiten wollten, fehlte uns noch eine Pilzart: der Wiesenchampignon. Also beschlossen wir, uns noch einmal den Herrmannsberg bei Niederhausen an der Nahe aufzusuchen, wo ich noch nachgewachsene Egerlinge erwartete. Sie taten uns den Gefallen! So hatten wir alle erwünschten Mischpilze zusammen, zu sehen auf dem Tablett auf dem 3. Foto rechts.

Am frühen Abend zu Hause angekommen, machten wir uns dann im Team daran, die Pilze zu putzen und Pellkartoffeln aufzustellen. Vier Parasolpilze panierte Margit genau so, wie man auch mit Schnitzeln verfährt.

Der Arbeitsgang:

Zuerst die Parasole vorsichtig unter fließendem Wasser abduschen, dann die Pilze zum Trocknen auf Zewa oder ein Abtrockentuch legen. Jetzt braucht man drei Teller, auf einem Teller befindet sich einfaches Mehl, auf dem zweiten 2 geklepperte Eier und auf dem dritten Semmelbrösel.

Nun würzt ihr die Pilze etwas mit Salz und Pfeffer und wendet sie im Mehl. Drückt die Pilze gut ins Mehl, so dass es auch schön kleben bleibt. Danach taucht ihr die Pilze von beiden Seiten in die Eier und dann in den Teller mit den Semmelbröseln. Die geklepperten Eier könnt ihr, wenn ihr wollt, auch leicht würzen, das nur als Tipp nebenbei. Nun sind die Pilzschnitzel vorbereitet.

Unsere »Kartoffelpilzpfanne«:

Man schäle 2 mittelgroße Zwiebeln und hacke sie in kleine Stücke. Dann erhitzt ihr eine Bratpfanne und gebt gutes Olivenöl hinzu. Es kann auch eine andere Ölart sein - nur hochwertig sollte es sein!«

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Foto: Gebackener Parasol plus eine Kartoffelpilzpfanne plus Salat plus Fruchtsaft: Liebe Margit, lieber Oliver, dürfen wir rüberkommen und mitessen...? (4 Fotos © Margit)

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Vulkaneifel: Ein Gemälde von einem Steinpilz - das war's aber fast schon


Michael R. schreibt am 12. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am gestrigen Sonntag nutzte ich den Sonnenschein, um in meinem Revier in der Vulkaneifel nach den ersehnten Steinpilzen zu suchen.

Letztlich fand ich dann einen einzigen, allerdings prächtigen, und zwar in unmittelbarer Nähe zu einem prächtigen jungen Fliegenpilz, eine Krause Glucke und zwei Birkenröhrlinge. Falsche Pfifferlinge und die zwar essbaren, jedoch minderwertigen Rötlichen Holzritterlinge sprießen derzeit recht kräftig.

Trotz der mageren Steinpilzausbeute war es einfach herrlich im Wald.

Viele Grüße aus der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz, Michael«

(3 Fotos © Michael R.)

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2 Fotos: Beide Fotos zeigen Rötliche Holzritterlinge. Man kann von ihnen mal einen jungen in ein Mischpilzgericht schneiden. Darüber hinaus sind diese säuerlich-bitterlichen Pilze kaum verwertbar. Der blaue Bilderrahmen zeigt, dass sie deshalb eher als ungenießbar eingestuft werden.

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Ja gibt's denn sowas? Im Soonwald wachsen tatsächlich drei Steinpilze


Foto: Ein Steinpilz im Soonwald! Wann hat es das zuletzt gegeben? Das in den Vorjahren so spendable Waldgebiet hält sich dieses Jahr mehr als stark mit Steinpilzen zurück. Dieser hat allerdings einen schon aufgeschlagenen Hut, was bedeutet: er sport bereits aus. 

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Ruth und Sebastian schreiben am 11. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach dem ernüchternden Bericht von Margit und Oliver vom 8. Oktober 2020 sowie eigenen erfolglosen Pilzwanderungen an den letzten Wochenenden sind wir ohne große Hoffnung in den Soonwald bei Argenthal aufgebrochen.

Dort fanden wir zunächst nur allerschönste Fliegenpilze und den ein oder anderen Baumpilz. Als wir schon fast die Hoffnung auf ein leckeres Pilzmahl aufgegeben hatten, fanden wir an einer Fichte doch glatt drei Steinpilze. Der größte wog über 500 Gramm und war bereits im fortgesetzten Alter, hatte jedoch noch einen knackigen und madenfreien Stiel und festen Hut.

Beflügelt brachen wir in ein weiteres Waldstück auf, in dem die ersten Goldröhrlinge keck das Moos durchbrachen (z. B. Foto rechts). Auf dem Rückweg fanden wir sogar eine Krause Glucke. Es kommt auf dem Foto nicht so recht herüber, aber sie war außerordentlich stattlich, so dass unser Trockengerät an seine Grenzen kam.

Hoffen wir, dass es noch mild bleibt und sich die Röhrlinge in den nächsten Tagen entfalten können.

Liebe Grüße, Ruth und Sebastian«

(3 Fotos © Sebastian)

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Foto: Und auf dem Rückweg gab es sogar noch diese schöne Krause Glucke für Ruth und Sebastian.

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Niederhausen, Obermoscheller und Feilbingerter Wald, Soonwald:

Der rote Korb, das Markenzeichen vom Pilzsuchteam Nahe-Land, ist wieder da


Margit und Oliver schreiben am 11. Oktober 2020:

»Servus Heinz-Wilhelm,

am Wochenende an einem Weinberg bei Niederhausen vorbei, entdeckte ich in den Wingertsreihen Mengen hell schimmernder Pilzköpfchen. Das konnten nur Wiesenchampignons sein. Da ich keine Gummistiefel dabei hatte, beschloss ich, am nächsten Morgen nochmals dorthin zu fahren.

Tags darauf rüstete ich mich mit Stiefeln, einem Messer und natürlich - endlich einmal wieder - mit dem roten Korb, der ja schon vermisst wurde. Das Naheliegendste aber war es, erst einmal einige sehr schöne Wiesenegerlinge bei meinem Nachbarn auf der Pferdekoppel einzusammeln.

Anschließend ging es zum Hermannsberg nach Niederhausen zur Ernte der gestern entdeckten Pilze. Im Obermoscheller Wald fand ich dann zu meiner Freude noch eine Handvoll Austernseitlinge.

An einem meiner Wirtsbäume, der bisher erst immer im Dezember Austernpilze hervorgebracht hatte, entdeckte ich bereits klitzekleine dieser Pilze. Ich werde sie in der nächsten Zeit im Auge behalten, um ja nicht ihre Erntereife zu verpassen.

Heute Nachmittag waren wir Margit und ich dann wieder gemeinsam im Feilbingerter Wald, wo wir die lang erhofften Steinpilze finden wollten. Doch sie ließen uns auch diesmal wieder im Stich. Das einzig Verwertbare, was wir auf dem Feldweg dorthin fanden, waren wiederum
Wiesenchampignons.

Danach ging es dann noch in den Soonwald. Aber auch dort fanden wir leider - wie schon in den vergangenen Wochen und Monaten - keinen einzigen Pilz. Margit und meine Wenigkeit hoffen im guten Glauben aber immer noch auf eine Steinpilzschwemme im Oktober.

Das, was in unserem roten Korb zu sehen ist, war nur ein Teil unseres Sammelergebnisses, denn die Champignons von der Pferdekoppel lagen in unserem Weidenkorb. Heute hatte unser rote Korb, der ja fast schon zum Markenzeichen für das Pilzsuchteam Nahe-Land geworden ist, eindeutig das Vorrecht, endlich wieder fotografiert zu werden, übrigens in einem Weinberg.

Bis zum nächsten Mal, Heinz Wilhelm!«

(Foto © Oliver)

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150 Kilometer plus für eine recht magere Pilzausbeute


Foto: Der schöne Weidenrutenkorb hätte gerne mehr Pilze aufgenommen. So aber blieb es beim etwas spärlichen Fund. Die Austernseitlinge am Schluss, die im bekannten roten Korb von Margit und Oliver landete, rissen aber einiges raus. (3 Fotos © Margit)

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Margit und Olli schreiben am 8. Oktober 2020:

»Es ist acht Uhr morgens, die Nebelschwaden liegen auf den Mischwäldern von Hallgarten in der Pfalz, das Thermometer zeigt 11 Grad an. Bestes Wetter für eine ausgedehnte Pilzexkursion! Zudem hatte es hier in der Region Simmern noch am meisten geregnet.

Aber jetzt ist es erst einmal an der Zeit, zu frühstücken. Denn darauf hatten wir, um Zeit zu gewinnen, zuhause verzichtet. Natürlich haben wir für das Waldfrühstück auch unseren unverzichtbaren frisch aufgebrühten Filterkaffee dabei. 

Margit ist als erste fertig, schnappt sich Korb und Messer und beginnt mit der Suche. Und findet auch sogleich eine erste Espenrotkappe. Sobald ich satt war, ging auch ich auf die Suche.

Aber es kam mir wie verhext vor: während Margit einen Pilz nach dem anderen in den Korb wandern ließt (Birkenpilze und Parasole), fand ich nichts als Grüne Knollenblätterpilze. Im großen und ganzen wachsen zur Zeit nur wenige Pilze, weil schlicht und einfach nur die Erdoberfläche bis etwa drei Zentimeter Tiefe mit Wasser versorgt ist. Das reicht für das tiefer liegende Pilzgeflecht leider nicht aus. Zuversichtlich macht uns allerdings, dass es die letzten Tage kontinuierlich geregnet hat. Schließlich fand ich in einem Tannenwald doch noch meinen ersten Speisepilz, nämlich eine Krause Glucke.

Nach etwa zwei Stunden verließen wir dieses Gebiet und fuhren in die Nähe des Binger Waldes, zu einer Wiese, wo wir zu unserer Freude auch Wiesenchampignons fanden. Danach ging es weiter in den Binger Wald, aus dem Hubertus aus Bingen in den letzten Jahren im Pilzticker RP des Öfteren berichtet hatte. Früher hatten wir dort allerlei gefunden, vornehmlich Riesenboviste. Diesmal fanden wir - nichts. Nicht einen essbaren Pilz.

So ging es weiter in den Wald von Langenlonsheim, in welchem letztes Jahr viele Wiesenegerlinge und Steinpilze zu finden waren. Aber auch dort fanden wir heute keinen einzigen essbaren Pilz, auch keine Mönchsköpfe, die wir dort schon geerntet hatten.

Wir gaben aber immer noch nicht auf und fuhren weiter nach Bad Kreuznach, nämlich auf den Kuhberg. Auch dort fanden wir keinen einzigen essbaren Bodenpilz, selbst keinen ungenießbaren.

Aber wie schon so manches Mal, so ließen uns auch diesmal die treuen Baumpilze namens Austernseitlinge (2. Foto rechts) nicht im Stich. So füllten sie unseren roten Pilzkorb, den vielleicht schon mancher Pilzfreund hier im Pilzticker zuletzt vermisst hat, mit einer ansehnlichen Menge.

Nach dem letzten Fundort zeigte der Tachometer meines Autos 150 Kilometer an. Leider hatten wir keinen Schrittzähler in der Tasche, denn die weiten Wege, die wir zu Fuß gemacht hatten, wollen wir nicht vergessen.

Margit hat wieder einige Fotos für den Pilzticker geknipst, allerdings nicht mit den Austernpilzen in unserem roten Korb. Auf seinen Anblick müssen die Pilzfreunde noch etwas warten.

Das war es wieder einmal vom Pilzsuchteam Nahe-Land«

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Kuhberg und Rheingrafenwald: Jetzt ist die Übergangszeit, da Lungenseitlinge und Austernpilze gemeinsam wachsen


Margit und Oliver schreiben am 6. Oktober 2020:

»Servus Heinz-Wilhelm,

kürzlich war ich auf dem Kuhberg von Bad Kreuznach, in der Hoffnung ein paar verwertbare Pilze zu finden. Trotz des vielen Regens in letzter Zeit fand ich keinen einzigen Bodenpilz, nicht mal einen ungenießbaren oder giftigen.

Dafür entdeckte ich einige Lungenseitlinge an einer umgestürzten Rotbuche. Leider waren die meisten der Pilze schon überreif. In der Nähe fand ich an einem anderen Baum auch  einige Austernseitlinge.

Anschließend suchte ich noch den Rheingrafenwald auf, in der Hoffnung, eventuell auch dort noch Lungenseitlinge zu finden. Das war an wiederum liegenden Baumstämmen auch der Fall, doch auch hier waren die Pilze bereits überständig. Dafür konnte ich mich über einige schöne junge Austernseitlinge freuen.

Danach holte ich Margit von der Arbeit ab. Gemeinsam fuhren wir noch auf die Höhenzüge des Rheintales, wo Margit vier schöne Espenrotkappen fand (Foto rechts).. Nach rund zwei Stunden weiterer, jedoch vergeblicher Suche gab es zum Schluss in einem Mischwald noch einige Parasolpilze und ein paar Birkenpilze.für uns.

Von dem Fund brieten wir uns am Abend eine schöne Pilzpfanne, zu der es Pellkartoffeln und einen gemischten Salat gab.

Wir hoffen nun auf die erste Wellte Steinpilze, die nach unserer Einschätzung allerspätestens in zwei Wochen da sein sollte.

Noch schöne Pilzfunde wünschen Euch Olli und Margit aus der Region Nahe-Land«

(3 Fotos © Margit)

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2 Fotos: Jetzt ist die Zeit, in der beide Pilzarten wachsen, sowohl die bläulichen Austernseitlinge (links), die kühle Temperaturen unter 11 Grad Celsius zum Fruktifizieren benötigen, als auch die Lungenseitlinge (rechts), die Sommervariante der Austernpilze. 


Für ein Pilzbrot hat's gereicht: Ein Krauses Küken und ein einsamer Lungenseitling


Markus schreibt am 5. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

trotz der ergiebigen Regenfälle der letzten Zeit zeigen sich auf den Höhen des Westerwaldes kaum Pilze.

Vereinzelt sieht man noch einen jungen Fliegenpilz, ansonsten ist der Wald hauptsächlich den Bauchwehkorallen überlassen. Diese allerdings häufig in schönen Hexenringen.

So blieb mein Körbchen ziemlich leer, nur eine kleine Krause Glucke (Krauses Küken) und ein Lungenseitling fanden den Weg hinein. Das reicht immerhin wieder für ein Pilzbrot.

Liebe Grüße Markus«

(Foto © Markus)

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Mühsame Suche im Landkreis Simmern für eine letztlich doch schöne Pilzpfanne am Abend


Margit und Oliver schreiben am 20. September 2020:

»Sei gegrüßt Heinz-Wilhelm,

am Sonntag Nachmittag fuhren Margit und ich in die Wälder bei Simmern im Rhein-Hunsrück-Kreis, wo zur Zeit immer noch hartnäckige Trockenheit herrscht. Folgerichtig hielt sich auch der Umfang unserer Funde in Grenzen.

Neben einer Rotkappe fanden wir auch die ersten Steinpilze in diesem Jahr. Es waren allerdings wegen der Trockenheit nicht gerade Prachtexemplare. Glücklicherweise fand Margit einen schönen Riesenchampion und ich noch zwei Raufußröhrlinge und einen Goldröhrling, so dass es für eine schöne Pilzpfanne am Abend gut reichte. 

Am Mittwoch und Donnerstag soll es in unserer Region endlich regnen, was man, sollte es tatsächlich eintreten, fast schon als Ereignis bezeichnen könnte.

Margit hat wieder einige Fotos für den Pilzticker geknipst«

(4 Fotos © Margit)

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2 Fotos: Ein Riesenegerling (links) sowie eine Rotkappe kamen Margit und Oliver gerade recht. Beide sind ergiebige Pilzarten, die die alles in allem überschaubare Fundmasse noch ein wenig wachsen ließen.


Foto: Na also, trotz des geringen Pilzaufkommens hat es für Margit und Oliver zu einer leckeren Pilzpfanne gereicht. Und die ersten Steinpilze des Jahres waren endlich auch dabei.


Altenkirchner Restesammeln vor dem erhofften angekündigten Regen


Foto: Die Steinpilze bei Altenkirchen im Westerwald bereiten sich auf eine Pause vor. Einige wenige ältere halten noch die Stellung. Wie diese Zwei, von denen Markus nur den vorderen einsackte. Sehr vernünftig! (4 Fotos © Markus)

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Markus schreibt am 18. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

noch einmal zog es mich gestern in meine"Wälder im Landkreis Altenkirchen. Ich hatte ja schon berichtet, dass es dort bergab geht mit dem Pilzaufkommen. Das hat sich nun fast noch deutlicher gezeigt.

Viele der insgesamt nur noch spärlich vorhandenen Pilze zeigen deutlich Symptome von Hitzestress. Die zur Zeit am häufigsten zu sehenden Fliegenpilze reissen fast alle schon an den Rändern auf, wenn sie den Hut aus der Erde strecken.

Für nächste Woche ist aber endlich mal wieder Regen angekündigt, vielleicht wird es dann wieder besser.

So war es nicht verwunderlich, dass hauptsächlich ältere, zu meiner Freude aber noch gut verwertbare Pilze in meinen Korb kamen. Ich werde sie zu Pilzpulver verarbeitet. Es waren einige Steinpilze (z. B. 1. Foto rechts), Birkenpilze, ein Flocki und endlich auch eine Handvoll Maronen.
Auch die ersten Hallimasche sind zu sehen, da wir sie aber nicht mögen, blieben Sie im Wald. Ebenso erging es einigen Birkenporlingen (2. Foto rechts), obwohl sie noch ganz frisch waren.

Das Steinpilzdoppel auf dem Aufmacherfoto begegnete mir auf dem Heimweg, der vordere Pilz kam in den Korb, der andere durfte im Wald bleiben.

Liebe Grüße Markus«

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Foto: Die Hallimasch, ein klassischer Herbstpilz, werden nicht sonderlich oft im Foto angeboten. Markus sammelt sie nicht, in Norditalien sind sie dagegen gefragte Restaurantpilze, wo sie an Nudeln, delikat zubereitet, gerne gegessen werden.

Pilz-Ticker-RP


Doch noch ein Gang von Markus vor dem erneuten Hitzeeinbruch, beendet mit wiederum vollem Korb


Markus schreibt am 14. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich doch noch einmal zur Nachlese in meinem Wald im Landkreis Altenkirchen unterwegs.

Die Röhrlinge gehen jetzt deutlich zurück, man merkt es dem Boden an, dass es nun schon wieder längere Zeit nicht geregnet hat. Dazu kommen jetzt noch die hochsommerlichen Temperaturen. Um 8:00 Uhr hatte das Thermometer schon die 20-Grad-Marke überschritten.

Einige Steinpilze hatten sich jedoch gut genug versteckt und wanderten neben wenigen Birkenpilzen und Maronen in meinen Korb, der am Ende meiner Tour wieder richtig gut gefüllt war (Foto rechts).

Ich hoffe sher, dass irgendwann noch eine »zweite Welle« folgt. Der Oktober ist ja auch noch ein sehr vielversprechender Steinpilzmonat!

Liebe Grüße Markus«




Foto rechts: Dieser Steinpilz hat sich einen beinahe wetterfesten Unterstand ausgesucht. Den halben Tag kann er sonnengeschützt verbringen, den ganzen, wenn er Glück hat, auch noch windgeschützt. Gut gemacht! (4 Fotos © Markus)

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Foto: Auch dieser hat ein gutes Quartier genommen. Er schützt sich hinterrücks mit Erdaufwurf, Geäst und Moos. Man muss von der richtigen Seite kommen, um solche Pilze zu entdecken. Wieviele mögen einem wohl schon entgangen sein?

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Foto: Dieser Steinpilz drückt sich wie Schutz suchend an einen hingestreckten übermoosten Baumstamm.

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Auf gute Nachbarschaft: Jürgen verschenkt die herrlichsten Steinpilze aus dem Hunsrück-Hochwald


Foto: Auch dies ist ein wunderschöner Anblick. Fein gesäubert liegen die herrlichen Steinpilze aus dem Hochwald des Hunsrück im Korb. Fast könnte man ihn auf dem Wochenend-Markt anbieten... (4 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 13. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren sowohl am Donnerstag, gestern als auch heute nochmals im Hochwald des Hunsrücks unterwegs, und das mit ansprechendem Erfolg.

Auf den erhofften Morgentau ist anscheinend Verlass. Er lässt die Steinpilze derart sprießen, dass wir gestern den Inhalt unserer blauen Schüssel an einen Nachbarn verschenkt haben.

Ich fürchte allerdings, dass es jetzt einen Rückgang mit den Steinpilzen geben wird, weil ab Wochenbeginn die Nachttemperaturen wieder gen 15 Grad gehen sollen. Morgentau Ade.

Liebe Grüße aus Traben-Trarbach, Beatrice & Jürgen«

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Foto: Keine Maden, nur beste Ware! Die große blaue Schale hat Jürgen an einen seiner neuen Nachbarn verschenkt. Er und Beatrice waren erst Ende vergangenen Jahres vom Niederrhein nach Traben-Trarbach gezogen.

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Foto: Hier kommt die Spitzenqualität der Steinpilze noch besser zum Ausdruck. Alles 1A-Ware, alles tiptop! Es ist im Übrigen ein Teil des Inhaltes aus der blauen Schale. Für den Nachbarn nur das Beste!


Foto: Unter den vielen Schönen war dieses Topmodel vielleicht der Allerschönste. Auf seinem Hut glänzt noch der Morgentau.


Moorbach, Westpfalz: Pilzsuche nach der Regenkarte - mit gutem Erfolg


Margit und Oliver schreiben am 13. September 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

wir waren nochmals in den Höhenzügen des Rheintales unterwegs, um frische Waldkost zu finden.

In den Wäldern im Kreis Bad Kreuznach und in der Vorderpfalz bis hin nach Kaiserslautern sind die Waldböden total ausgetrocknet, dort fand sich noch nicht mal ein trockener Parasolpilz. Der Regen fiel innerhalb der letzen vier Wochen nur einmal etwas stärker im Raum Simmern im Hunsrück und in der Vordereifel, welche für uns doch etwas zu weit ist.

Im Raum Moorbach, das liegt im Westen der Pfalz, scheint es auch etwas mehr geregnet zu haben, sonst wären dort auch keine Steinpilze gewachsen. Wir haben anhand des Wetterrückblickes herausgefunden, wo es mehr geregnet hat in den letzten Wochen.

Dort fuhren wir dann hin - und auch nur dort fanden wir tatsächlich Pilze, aber ausschließlich in bemoosten oder begrasten Gräben.

Die Pappelraufüße erfreuten Oliver besonders

So landeten unter erheblichem Aufwand wieder reichlich knackige Rotkappen aus den genannten Stellen im Körbchen. Ihnen gesellten sich noch einige Frauentäublinge hinzu. Die Goldröhrlinge wachsen auch treu weiter und füllten einen großen Teil des Korbes.

Was mich besonders erfreute, waren die knackigen zwei Pappelraufußröhrlinge, die auf dem 2. Foto zu sehen sind. Ich hatte bereits sechs Wochen zuvor welche gefunden, die aber leider schon hinüber waren. Auch entdeckten wir im dichten Gras noch einen einzigen Fichtenreizker.

Zum Schluss unserer Suche fand Margit noch einen Riesenchampignon, der seinen Schirm schon weit aufgespannt hatte und auf einen Durchmesser von rund 20 stolzen Zentimetern kam.

Der Steinpilz hat sich bis jetzt noch nicht blicken gelassen, aber wir harren seiner gern noch aus und begnügen uns mit seinen Halbbrüdern. Sie schmecken auch prima! Bei dem Zwillingspaar auf dem Foto handelt es sich um Raufüße im besten Stadium.

Bis zum nächsten Fund!

Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land«

(2 Fotos © Margit)

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Altenkirchen: Was wächst denn da noch so, neben Steinpilz und Birkenpilz?


Foto: Die Steinpilze standen für Markus in seinen Waldlstücken im Kreis Altenkirchen wieder wie abholbereit. Er verzichtete diesmal auf ein Sammelfoto mit ihnen, konzentrierte sich lieber auf die eher weniger beachteten Pilze abseits von Pilzsammlers Pfaden. (7 Fotos © Markus E.)

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Markus schreibt am 11. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

bevor es nächste Woche zu heiß wird, wollte ich noch ein paar Pilze zum Trocknen für den Vorrat suchen. 

Und obwohl im Westerwald, genauer im Landkreis Altenkirchen, schon eine wirklich erstaunliche Anzahl überständiger Steinpilzriesen im Wald zu finden sind, hat sich mein Körbchen mit jungen, knackigen Exemplaren wieder rasch gefüllt.

So hatte ich noch Zeit, einige Schönheiten fotografisch festzuhalten.

Der schon von meinem letzten Besuch bekannte Violetten Schleierling bzw. Dunkelviolette Dickfuß hat sich deutlich weiterentwickelt.

Dazu kommt ein bei uns seltener Blassbrauner Scheidenstreifling, der groß im Foto rechts zu sehen ist. Sein genatterter Stiel ist sehr gut erkennbar; überragend aber, wie seine lappige Volva (= Scheide; diese Pilze haben keine feste Knolle) an der Stielbasis zu sehen ist.*

Ein schöner Perlpilz bot sich ebenso fürs Foto an wie die Gelbe Lohblüte und ein Nest von Kartoffelbovisten.

So, während ich dies schreibe, brummt das Dörrgerät wieder in aller Gemütsruhe vor sich hin; das wird wohl noch eine Zeit so weitergehen.

Liebe Grüße Markus«

* Anmerkung: Ein selten gut gelungener Schnappschuss von der Stielbasis. Es gibt nur ganz wenige Fotos, die die Charakteristik der Volva dieses Pilzes dermaßen eindrucksvoll zeigen.

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Foto: Fliegenpilze zählen gewiss nicht zum Motto »Passion Pilze sammeln«. Wenn sie aber so schön sind wie dieser, vor allem mit seinem Wirken in der Waldkulisse, dürfen sie schon mal online gehen.

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4 Fotos: Der Violette Schleierling hat seinen genatterten Stiel etwas prägnanter ausgebildet als noch vor ein paar Tagen (oben links); der Perlpilz daneben scheint sich vor dem aufdringlichen Fotografen auf den Waldboden ducken zu wollen; die Gelbe Lohblüte ist von wahrer Leuchtkraft im frühherbstlichen Wald und die giftigen Kartoffelboviste haben zwar ein helles Gewand, aber eine tiefschwarze Seele. Man sieht sie, wenn man einen Pilz halbiert.

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Ein schöner Waldtag bei Oberwesel endete mit einer leckeren Pilzpfanne zu einem Jägerschnitzel


Foto: Ein bunter Teller, u. a. mit zwei Riesenchampignons und Rotkappen. Es gab die Pilze als Pilzpfanne zu einem deftigen Jägerschnitzel. (3 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 10. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

das Pilzsuchteam Nahe-Land war wieder auf einer Exkursion in den seitlichen Tälern vom Rhein, in der Nähe von Oberwesel.

Der Grund für unsere dortige Suche war, dass es in dieser Region Mitte August stark geregnet hatte. In einem kleinen Waldstück, gut bewachsen mit verschiedenen Laubbäumen, wurden wir auch schnell fündig.

Margit enddeckte eine erste schöne Rotkappe. Zu meiner Freude fanden wir bald darauf wieder reichlich Frauentäublinge. Nach einer Weile landeten erneut einige sehr schöne Rotkappen (Foto rechts) in unseren empfangsfreudigen Pilzkörben.

Nach diesen Funden fuhren wir ein Stück weiter und entdeckten auf einem schmalen Grünstreifen entlang einer Straße herrliche Goldröhrlinge und einige Ziegenlippen.

Zu unser beider Freude fanden wir im dichten Gras auch noch einige gut versteckte Fichtenreizker, die ruhig ein wenig mehr hätten sein dürfen. Aber auch hier begrenzt die immer noch anhaltende Trockenheit das Pilzwachstum. Ein Perlpilz fand auch noch sein Plätzchen im Korb.

Zur geschmacklichen Abrundung unserer abendlichen Pilzpfanne boten sich dann noch zwei herrliche Riesenegerlinge (2. Foto rechts) an.

Ein schöner und erfolgreicher Tag im Wald wurde am Abend mit einem echten Jägerschnitzel mit selbstgefundenen Waldpilzen, Pommes und gemischtem Salat gekrönt. Dazu gab es zwei eisgekühlte Pilzbiere - ein Klassiker, kann ich nur sagen. Die Fotos für den Pilz-Ticker stammen wieder von Margit.

Viele Grüße von Margit und Olli aus dem Naheland!«

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Erst tiefer im Pfälzer Wald wachsen die Pilze


Annette schreibt am 10. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm, Hallo Pilzticker-Freunde,

in unseren heimischen Pilzwanderwäldern am Haardtrand der Südpfalz ist derzeit nur wenig zu finden. Der Wald leidet hier sehr unter der anhaltenden Trockenheit.

Daher mussten wir tiefer in den Pfälzer Wald eintauchen. Wir wurden belohnt mit einem schönen Korb, gefüllt mit Hexenröhrlingen, einem Steinpilz und Birkenröhrling. Zudem fanden zwei nicht ganz so häufig auftretende Strubbelköpfe* (Foto rechts).

Mit vielen Grüßen und viel Erfolg beim Suchen an alle

Annette und Stephan«

(Foto © Annette)

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* Sind zwar essbar, schmecken aber fad bis muffig. Kein Speisepilz.







Morbach, Hunsrück: Kaum sind die Pilze da, drohen schon wieder Trockenheit und Hitze


Foto: Es darf nicht sein, was durchaus sein könnte, dass nämlich dieser Prachtsteinpilz wie etliche seiner Artgenossen, die Jürgen fand, im Stiel bereits vermadet war. Er ist einfach zu schön in seiner Ausstrahlung, so dass wir frohgemut behaupten: er war völlig wurmfrei! (3 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 9. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach ewig langer Wartezeit ohne jegliche Funde kann ich in meinem Nachtrag vom vergangenen Wochenende endlich die ersehnten Steinpilze vermelden, neben denen es noch Maronen und einen einzigen Flocki gab. Gefunden haben wir sie in der Nähe von Morbach, im Hochwald des Hunsrück.

Zu finden waren die Steinis fast ausschließlich in reinen Nadelwäldern an stark bemoosten oder grasbewachsenen Hanglagen. Leider waren bis auf wenige Ausnahmen auch die ganz jungen bereits im Stiel vermadet. Zum Ausgleich gab es jedoch auch einige stattliche Exemplare ohne diese Plagegeister.

Leider sind wir momentan keiner guten Hoffnung auf mehr, da für die kommenden 10 Tage kein Regen in Aussicht gestellt wird und sogar ansteigende Temperaturen bis zu 30 Grad vorausgesagt werden. Meine Hoffnung liegt dann eher auf recht kühlen Nächten mit Taubildung.

Schön aber ist es, dass die Pilzzeit nun auch hier begonnen hat.

Liebe Grüße aus Traben-Trarbach, Beatrice & Jürgen«

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Foto: Da auch die ganz jungen Steinpilze bereits madig waren, zumindest im Stiel, dürften auch diese zwei nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit bereits ungebetenen Besuch gehabt haben.

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Dickichtwühler Markus wurde mit seinen ersten Rotkappen im Landkreis Altenkirchen belohnt


Foto: Markus zieht es derzeit mit Macht zu seinen Pilzstellen im Westerwald. Auch diesmal fand er wieder einige schöne Steinpilze, wie diesen, der sich im tiefen Altlaub zu verstecken versuchte. (4 Fotos © Markus)

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Markus schreibt am 9. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zur Zeit hält es mich nicht zu Hause. Ich konnte erst gegen Mittag los und die Konkurrenz war schon wieder unterwegs. Dennoch war ich mir sicher, dass es ein erfolgreicher Pilzgang werden würde.

Schließlich scheue ich kein Dickicht, keine Spinnweben, Stechmücken oder Ameisen. All dies sollte mich heute begleiten. Ein erstes Waldstück wurde schnell durchschritten, hier sind immer die Sammler unterwegs, die die Anstrengungen meiden.

Schon hatte ich dieses Waldstück hinter mir gelassen, stellten sich auch prompt erste Funde ein: Steinpilze, Maronenröhrlinge und Birkenpilze wanderten in mein Körbchen. Allerdings sind bei den Maronen ca. 90% der Pilze komplett vermadet. Das sollte sich bessern, wenn sich mehr davon zeigen, denn dann erwischt man doch die eine oder andere unbehelligte. Auch ein paar Flaschenstäublinge ließen sich sehen.


Foto: Es waren die ersten Rotkappen überhaupt, die Markus in seinen Pilzrevieren im Landkreis Altenkirchen im Westerwald entdeckte. Und es waren, wie die Orangetupfer am Stiel zeigen, Laubwaldrotkappen. Die anderen Rotkappen sind braun, schwarz oder grau geschuppt.

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Und dann glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Obwohl ich schon viele Jahre in diesen Wäldern unterwegs bin, habe ich noch nie eine Rotkappe gefunden. Und nun standen dort gleich mehrere, sehr schön anzuschauen. Das war eine Freude! Ein paar ganz junge ließ ich stehen in der Hoffnung, dass sie keiner entdeckt, bis ich wieder nachschauen kann.

Auf dem Rückweg stieß ich dann noch auf einen Violetten Schleierling. Auch einen solchen Pilz hatte ich im Westerwald bisher nicht gesehen. Er durfte jedoch stehen bleiben.

Nun gibt es heute Abend Pilzbrote mit Rotkappe, Steinpilz, Marone und Birkenpilz.
Der Herbst zeigt sich mit diesem Röhrlingsquartett von seiner besten Seite!

Liebe Grüße Markus«

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2 Fotos: Wir sehen links einen immer wieder attraktiv bis spektakulär auftretenden Violetten Schleierling bzw. Dunkelvioletten Dickfuß. Er ist essbar, wegen seines sehr muffigen Geschmacks aber nicht zu empfehlen. Charakteristisch ist sein genatterter Stiel. Rechts zwei Flaschenboviste, die so aussehen, als hätten sie einen Kopfschuss erlitten, die armen.

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Wie Enttäuschung plötzlich in Riesenfreude umschlug

Altenkirchen, Westerwald: Eine Pilzlese, wie sie Markus noch nie erlebt hat


Markus schreibt am 7. September 2020:

»Lieber Heinz Wilhelm,

den heutigen Tag möchte ich unter das Motto »Monday, Monday, so good to me« (Lied von The Mamas & the Papas) stellen.

Normalerweise meide ich den Montag beim Pilzesuchen, weil ja samstags und sonntags immer viele Leute im Wald unterwegs sind. Und auch heute sah es zunächst so aus, als wäre ich mal besser zu Hause geblieben. Ich hatte mir beim letzten Waldbesuch am Donnerstag eine schöne Stelle mit vielen kleinen Steinpilzen gemerkt, aber es war leider alles weg. Nur noch Schnippelreste!

Er wollte schon zum Auto zurück...

Also ging ich zu meiner nächsten Stelle - oh Schreck, das gleiche Bild! Überall nichts als Steinpilzreste vom Wochenende. Enttäuscht und verärgert wollte ich schon den Rückweg Richtung Auto antreten, als mich unversehens aus einiger Entfernung ein dunkelbrauner Hut freundlichst grüßte. Das Foto rechts zeigt dieses Prachtstück von einem Steinpilz.

Es sollte nun eine Pilzlese folgen, wie ich sie noch nie erlebt habe. Auf der kleinen Fläche von cirka 150 Quadratmetern fand ich sage und schreibe an die 50 erstklassige Steinpilze! Ich musste richtig aufpassen, wohin ich den nächsten Schritt mache. Bedauerlicherweise war gerade in diesen Minuten der Akku meines Handys leer, so dass es leider, leider bei den wenigen Fotos bleiben musste.

Mein Korb war ruckzuck mit den denkbar schönsten Steinpilzen gefüllt. Auf dem Heimweg kamen noch ein paar knackige Flockis und Birkenpilze oben drauf.

Inspiriert von einem Champignon-Foto, das ich neulich im Pilz-Ticker gesehen habe, vermutlich von Michael im Pilz-Ticker Baden-Württemberg, habe ich die schönsten Steinpilze einmal anders auf unserer Wiese angeordnet. Siehe das 1. Foto rechts.

Liebe Grüße Markus, Landkreis Altenkirchen, Westerwald«

(3 Fotos © Markus)

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Simmern, vorderer Hunsrück

Die herrlichen Rotkappen am Waldbach ließen Margit und Oliver bis zum Schluss warten


Margit und Oliver schreiben am 5. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

Margit und meine Wenigkeit waren im vorderen Hunsrück, im Großraum Simmern, Schwammerln suchen. Etwa Mitte August hatte es dort stark geregnet, und da die Zeit jetzt reif war, beschlossen wir heute Morgen, dorthin zu fahren.

In einem kleinen Waldstück fand Margit schnell mehrere leckere Frauentäublinge. Gleichzeitig entdeckte ich den ersten Rotfußröhrling für dieses Jahr.

Danach war erst einmal für längere Zeit nichts zu finden. Wir liefen meilenweit für sehr wenig Ertrag, der eigentlich eher aus verkümmerten Flockenstieligen Hexen bestand. Als wir bereits auf dem Rückweg zum Auto waren, ließen sich erste Perlpilze und dazu endlich knackige, kernige Flockenstielige Hexenröhrlinge finden (z. B. 2. Foto rechts).

Der Hut vom Birkenpilz hatte 20 Zentimeter Durchmesser

Als wir daraufhin einen kleinen Waldbach überquerten, stand auf einmal eine ganze Gesellschaft herrlicher Rotkappen da, eine schöner als die andere. Und vor allem waren sie richtig knackig! Sie sind auf dem Foto rechts in unserem Weidenkorb zu sehen.

Zum Schluss fand Margit noch einen stattlichen, jedoch einwandfreien Birkenpilz. Sein Hut hatte einen Durchmesser von 20 Zentimetern!

Nach der viereinhalbstündigen Pilzsuche fuhren wir sehr zufrieden wieder nach Hause und freuten uns über eine gute Lese. Margit belohnte die Pilztour am Nachmittag noch mit einer schönen Pilzpfanne auf Bandnudeln, zu der es einen schönen frischen Tomatensalat gab.

Margit hat unseren erlebnisreichen Gang wieder in schönen Fotos festgehalten.

Liebe Grüße aus dem Nahe-Land!«

(3 Fotos © Margit)

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Foto: So soll es sein: frische Kräuter an die Pilze! Der Dampf lässt ahnen, wie schön es in der Küche nach Pilzen und Wald geduftet hat. Es gab die Pilze auf Bandnudeln.

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In der Vulkaneifel läuft die (Steinpilz-)Saison auf Hochtouren - und Kurgast Jochen ist voll dabei


Foto: Jochen freut sich während seiner Kur in der Vulkaneifel auf Pilzgänge. Weil sie so vielversprechend sind. So wird er jetzt für das Ausfalljahr 2019 in den Wäldern im Großraum Leverkusen reichlich entschädigt. Und seine Eltern, die früher selbst eifrige Pilzgänger waren, dürfen sich mitfreuen. Hier sehen wir Steinpilze, Flockenstielige Hexen und einige Rotkappen. (2 Fotos © Jochen)

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Jochen schreibt am 3. September 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

liebe Grüße aus Rheinland-Pfalz!

Zurzeit bin ich zur Kur in der Vulkaneifel. Nichtsdestotrotz hält mich das nicht davon ab, die Wälder in der Gegend unsicher zu machen. Ich kann nur sagen, die Pilzsaison läuft auf Hochtouren! Neben schönen Steinpilzen - Sommer- und Fichtensteinpilzen - gibt es Unmengen an Flockis. Desweiteren verschiedene Rauhfußröhrlinge, Goldröhrlinge und Rotfußröhrlinge. An Giftpilzen habe ich Pantherpilze gefunden.

In kurzer Zeit waren mehrere Kilo zusammen, soviel, daß ich es nicht schaffe, sie alle zu trocknen. Und das trotz Dörrautomat! Deshalb wurde der Fund nach Leverkusen zu meinen Eltern transportiert. Die Freude war riesig und meine Mutter hatte gut zu tun.

Liebe Grüße aus der Eifel, Jochen«

Lieber Jochen,

es freut mich sehr für Dich, dass Du endlich mal wieder aus dem Vollen schöpfen kannst, wo Du ja vergangenes Jahr wetterbedingt so gut wie leer ausgehen musstest. Ich wünsche Dir weiterhin so tolle Funde - und gute Gesundheit!

Herzliche Grüße, bitte auch an Deine Eltern, von Heinz-Wilhelm


Foto: Und hier eine Ansammlung von Steinpilzen, unter denen sich auch Sommersteinpilze befinden. Man müsste öfter zur Kur fahren dürfen...


Altenkirchen: Eine überaus gelungene Steinpilzpremiere 2020 für Markus


Foto: Ein wunderschönes Steinpilzzwillingspärchen, ein wenig neidisch beäugt von dem schon etwas gerupften Artgenossen im Hintergrund. (4 Fotos © Markus)

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Markus schreibt am 1. September 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

wie nach meiner letzten Tour erhofft, meint die Natur es pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang richtig gut mit uns. Und ich hatte auch noch das Vergnügen, ganz allein in »meinem« Wald im Landkreis Altenkirchen unterwegs zu sein.

Gleich zu Beginn traf ich auf einen alleinstehenden Prachtkerl von Steinpilz (Foto rechts) und keine Minute später auf drei sehr ansehnliche Flockenstielige Hexen (Foto weiter unten). Mein Korb füllte sich zu meiner Freude recht rasch, trotzdem wollte ich, einer Eingebung folgend, unbedingt noch eine andere Stelle aufsuchen. Dass sich dieser Gang auch gelohnt hat, kann man an dem Anblick des schönen Steinpilzzwillingspärchens mühelos erkennen.

So werde ich in dieser Woche dem Wald ziemlich sicher noch einen weiteren Besuch abstatten.

Liebe Grüße an Dich und alles Pilzfreundinnen und -freunde

Markus«


Foto: Wie schon in den Vorjahren bei den meisten seiner Pilzgänge, so musste Markus auch dieses Mal nicht auf seinen »Heimwegpilz« verzichten. Auch dies ein besonders schöner Steinpilz.


Foto: Bei aller Begeisterung für die schönen Steinpilze wollen wir auch die drei Flockis, die dicht beieinander standen, nicht unterschlagen. Die vorderen Zwei sehen richtig knackig aus! 


Landkreis Altenkirchen: Markus ist schon in Erwartung von noch mehr Hutträgern


Markus schreibt am 28. August 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

lange hast Du nichts von mir gehört, es gab aber auch nichts zu vermelden. X-mal war ich bereits in meinen Pilzrevieren im Landkreis Altenkirchen im Westerwald unterwegs, aber trotz der ergiebigen Regenfälle in letzter Zeit waren die Wälder wie leergefegt. Bis auf ein paar goldgelbe Korallen ließ sich kein einziger Pilz blicken.

Das hat sich heute endlich geändert. Neben vier Flockenstieligen Hexenröhrlingen (z. B. Foto rechts), die alle in mein Körbchen wanderten, konnte ich noch einen recht großen Maronenröhrling ablichten. Da er jedoch schon zu alt war, durfte er an Ort und Stelle bleiben.

Kommende Woche zeigen sich hoffentlich noch mehr Hutträger!

Liebe Grüße Markus«

(Foto © Markus)

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Landau: Bevorzugte Pfifferlinge mit bissfesten Stielen


Foto: Verschiedene Arten Pfifferlinge, rechts daneben Lungenseitlinge sowie Sommersteinpilze unterschiedlicher Größe und Qualität fand Rolf bei Landau/Klingenmünster.


Rolf schreibt am 29. Juni 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir bei Landau/Klingenmünster Pilze suchen und hatten richtig Glück.

Neben Frauentäublingen, Perlpilzen und Lungenseitlingen gab es auch Sommersteinpilze und ein paar Maronenröhrlinge. Besonders gefreut haben wir uns über eine gehörige Portion an Amethystpfifferlingen und Blassen Pfifferlingen. Ich bevorzuge diese zwei Arten, da ihre dicken Stiele eine ausgezeichnete Bissfestigkeit haben.

Mit freundlichen Grüßen Rolf«

(2 Fotos © Rolf)

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Foto: Die Blassen Pfifferlinge verraten uns, dass sie bei Rotbuchen und Esskastanien - siehe der Fruchtbecher im Vordergrund - wachsen.


Gerissene Sommersteinpilze am Wasserlauf bei Oberheimbach


Benedict schreibt am 28. Juni 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm, 

aufgrund der Niederschläge am Freitag und Samstag beschlossen meine Frau und ich, eine Erkundungstour zu unserer bevorzugten Pilzstelle im Nebental des Rheins bei Oberheimbach zu unternehmen.

Es ließen sich tatsächlich mehrere Sommersteinpilze finden. Besonders auffällig waren die »gerissenen« Hüte, siehe die zwei Fotos rechts.

Die Fundstelle befand sich in der Nähe eines kleinen Wasserlaufes, überwiegend gesäumt von  Laubbäumen mit nicht zu dichtem Bewuchs. Es waren dann tatsächlich so viele, dass ich damit meinen Dörrofen füllen konnte.

Allen anderen Pilzfreunden ebenfalls viel Erfolg! Offenbar stehen die Chancen aktuell gar nicht so schlecht…

Viele Grüße Benedict«

(2 Fotos © Benedict)

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Frauentäublinge und Perlpilze sind für Margit und Oliver besonders gern gesehene Korbfüller


Margit und Oliver schreiben am 21. Juni 2020:

»Sei gegrüßt Heinz-Wilhelm,

und zwar aus den trockenen Wäldern unserer Nahe-Region.

Vergangenen Dienstag hatte es etwas geregnet und die Pfützen standen auf den Waldwegen. Aus diesem Grund waren Margit und ich diese Woche und auch am heutigen Tag in den Wäldern rund um Bad Kreuznach.

Der rote Pilzkorb sollte noch einmal mit köstlichen Walddelikatessen bis zur Hälfte gefüllt werden, wissen wir doch, dass das für eine Pilzpfanne allemal reicht. Dieses Vorhaben ist uns prima gelungen (siehe 1. Foto rechts).

Die Artenvielfalt ist okay

Die Artenvielfallt war für diese Jahreszeit recht ordentlich. Mit im Spiel waren wie zuletzt die Frauentäublinge, die wir inzwischen nicht mehr stehen lassen, weil sie vorzüglich schmecken. Perlpilze (z. B. 2. Foto rechts) fanden sich auch wieder und ich kann nur sagen, dieser Pilz gehört in eine Mischpilzpfanne.

Im weiteren Verlauf der Suche stießen wir auch auf einen einsamen Parasolpilz, der die Gesellschaft der anderen Pilzen im roten Korb bereicherte. Trotz der Trockenheit fanden wir auch noch mehrere Goldröhrlinge, sowie echte Pfifferlinge und einen Flockenstieligen Hexenröhrling. Leider war bis dato noch kein Sommersteinpilz zu finden.

Margit lichtete wieder einige Pilze für den Pilzticker ab.

Bis zum nächsten Mal, Heinz-Wilhelm!«

(4 Fotos © Margit)

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2 Fotos: Ein Flockenstieliger Hexenröhrling und ein Goldröhrling, die es derzeit in vielen Regionen gibt, leisteten ebenfalls ihren Beitrag für einen halb vollen Pilzkorb.


Der Rheingrafenwald und der Soonwald warten sehnsüchtig auf Regen


Foto: Zugegeben, man hat den bekannten roten Korb von Margit und Oliver schon besser gefüllt gesehen. Dennoch  dürfte es mit diesem Fund aus dem Bad Kreuznacher Rheingrafenwald für eine Pilzpfanne gereicht haben. (2 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 14. Juni 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

Margit und meine Wenigkeit waren nach den letzten Funden noch einmal in den Wäldern von Bad Kreuznach.

Wir fanden noch einige Frauentäublinge, wenige Perlpilze, einen Flockenstieligen Hexenröhrling (Foto rechts) und zuletzt ein paar Pfifferlinge. Wenn die Trockenheit im Nahe-Land anhalten sollte, dürfte es mit weiterem Wachstum der Pilze schwierig werden.

Heute nun waren wir im Soonwald, und zwar in der Nähe des Forsthauses Entenpfuhl. In den Mischwäldern fanden wir wegen der Trockenheit nur ein paar überständige Perlpilze, zwei Frauentäublinge und ganze zwei Pfifferlinge.

Der Himmel über uns war zwar grau und ab und zu tröpfelte es, aber der ausgiebige Regen blieb aus. So können wir mit den Pilzen, die auf Nässe warten, nur hoffen.

Die Fotos aus dem Rheingrafenwald bei Bad Kreuznach sind wieder von Margit.

Bis zum nächsten Mal, Heinz-Wilhelm, und viel Spaß weiterhin beim Bearbeiten der verschiedenen Pilz-Ticker!«


Rheingrafenwald: Nach langer Ergebnislosigkeit endlich wieder ein sehr schöner Fund für Margit und Oliver


Oliver schreibt am 8. Juni 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

nach langer Pause mit erfolglosen Pilzwanderungen melden wir uns wieder mit einen für uns endlich guten Pilzfund.

Nachdem wir unsere Sommersteinpilzgebiete erfolglos abgesucht hatten, beschlossen wir, den Rheingrafenwald bei Bad Kreuznach aufzusuchen.

Wir fanden dort auch sehr rasch unseren ersten Hexenröhrling. Nach nicht allzu langer Zeit entdeckten wir einige leckere Frauentäublinge sowie mehrere Perlpilze und einen Goldröhrling. Unsere Freude perfekt machte sodann der Fund von schönen Pfifferlingen!

Das  Bild mit mir und den vielen Pilzen auf dem Baumstumpf (Foto rechts) bedeutete keineswegs schon das Ende, gesellten sich doch in der Folge noch einige schöne Frauentäublinge und weitere Pfifferlinge hinzu.

Wir sind hoffnungsfroh, dass in den nächsten Tagen, wenn es wieder wärmer wird, endlich die Sommersteinpilze ihr Debüt geben werden. Margit hat wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker geknipst.

Alles Gute von Olli und Margit aus dem Nahe-Land«

(2 Fotos © Margit)

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Foto: Der rötliche Schimmer verrät, dass es sich um Perlpilze handelt. Die Art wird nicht umsonst auch Rötlicher Wulstling genannt. Hoffen wir für Margit und Oliver, dass sie hielten, was sie mit ihrem schönen Aussehen versprachen!


Bad Kreuznach: Die Pilzaugen hat Sophie vom Opa geerbt


Isa schreibt am 21. Mai 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

auch meine achtjährige Tochter Sophie und ich waren heute an Christihimmelfahrt unterwegs. Das Wetter war wunderschön und wir wieder voll im Pilzfieber.

Meine Sophie hat die Pilzaugen von ihrem Opa geerbt und konnte ihre ersten »Hexen« finden. Die Freude war riesengroß und ich war sehr, sehr stolz auf meine süße Maus!

Ich wünsche allen Pilzliebhabern einen schönen Saisonstart und regelmäßigen Regen für unsere geliebten Wälder.

Beste Grüße! 

Sophie und Isa «

(Foto © Isa)

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Die vielen Morchelbecherlinge aus dem Auwald bei Wörth schmeckten sehr lecker


Rolf schreibt am 24. März 2020:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

wir fanden am 20. März in der Nähe von Wörth am linken Rheinufer gegenüber Karlsruhe Mengen an Morchelbecherlingen (2 Fotos rechts).

Wir haben sie zum ersten Mal zubereitet und gegessen und ich muss ich sagen, sie waren sehr lecker.

Herzliche Grüße Rolf«

(2 Fotos © Rolf)

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Soonwald: Ein Korb voll Austernpilze am Heiligen Abend


Margit und Oliver schreiben am 24. Dezember 2019:

»Servus Heinz-Wilhelm,

heute Morgen hielt mich nichts mehr im Haus, endlich drei Tage frei, also ab in den Wald, um Austernpilze zu finden. Da ich ein sehr großes Gebiet habe, war ich nicht, wie früher, zu Fuß unterwegs, sondern mit dem Auto.


Der erste angesteuerte Baum war eine alte, vom letzten Nahe-Hochwasser umgerissene Weide, an der ich schon seit einigen Jahren Austernpilze finde. Dieses Jahr ließ sie mich jedoch im Stich. Sie und zwei weitere bislang gut tragende Bäume sind wohl mittlerweile ausgelaugt - kein Wunder bei zwei staubtrockenen Sommern in Folge.

Ich fuhr weiter in den Soonwald, wo ich vier Rotbuchen im Visier hatte.

Die erste war ein echter Erfolg, denn der eine Korb war nach der Ernte gut gefüllt (siehe Foto rechts). Die Korbfotos sind ja normalerweise Margits Sache, doch sie war diesmal zu Hause geblieben, um für unseren Besuch zu kochen und Plätzchen zu backen.

Nach diesem glücklichen Fund fuhr ich auf die höchste Erhebung des Soonwaldes, den so genannten Ellerspring. Dort stehen und liegen viele alte Rotbuchen, die als Wirte der Austernseitlinge in Frage kommen.

Hier fand ich auch tatsächlich eine Rotbuche mit starkem Kolonien von Austernpilzen, die jedoch schon deutlich überständig waren. Zwei Kilometer entfernt sprang dann immerhin noch ein kleines Büschel Austernseitlinge heraus.

Direkt neben diesem Baum entdeckte ich einen weiteren, an dessen starkem Ast in etwa fünf Metern Höhe gute Austernseitlinge wuchsen. Da ich aber bereits genügend Pilze hatte, ersparte ich mir die Mühe, mir einen geeigneten Ast zu suchen, um die hoch sitzenden Pilze abstoßen zu können.

Hin und wieder fand ich auch noch Birkenporlinge, die ich für einen gesunden Magenheiltee gerne mitnahm.

Nun wünsche ich dir und allen anderen Pilzfreunden alles Gute. Esst nicht zu viel über die Feiertage, das macht Probleme beim Bücken nach den Pilzen, hahaha!«

(2 Fotos © Oliver)

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Foto: Am Heiligen Abend zog es Oliver in den Wald, um Austernpilze zu suchen. Damit machte er es der Generation unserer Großeltern gleich. Die Kundigen unter ihnen hofften, auch in der kargen Zeit etwas Frisches für den Tisch in Wald oder Feld zu finden - etwa Austernpilze wie diese hier.

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Am 30. November findet Margit den ersten Soonwald-Steinpilz 2019


Foto: Nachdem die Funde im Soonwald spärlich ausfielen und lediglich ein kleines Schälchen füllten, besann sich Oliver einer alten Rotbuche. Und tatsächlich fielen ihnen dort üppige Büschel bester Austernseitlinge förmlich in den Schoß. (3 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 1. Dezember 2019:

»Servus Heinz-Wilhelm,

von Margit und Olli aus dem vereisten Soonwald.

Am Samstag fuhren Margit und meine Wenigkeit in die Wäder des Vorderhunsrück. Das Thermometer zeigte um 11 Uhr 1 Grad Plus an, in der Nacht war es sicherlich 3 bis 4 Grad kälter. Wer jetzt noch Pilze sucht, findet Tiefkühlkost. 

Im Soonwald angekommen, konzentrierten wir uns auf einen Laubwald mit hohem  Buchenanteil, in der Hoffnung, Semmelstoppelpilze zu finden. So, wie uns das in den Vorjahren stets gelungen war. Von dieser Pilzart fanden wir allerdings keinen einzigen mehr. Aber auf dem Anmarsch fand Margit doch tatsächlich den ersten Steinpilz 2019 für uns im Soonwald!

Ein guter Start bei den frostigen Temperaturen! Nach gut einer halben Stunde fand ich endlich eine Marone und kurz darauf mehrere Rotfußröhrlinge, alle tiefgefroren. Margit fand auch noch einige Rotfüße, dann die ersten Trompetenpfifferlinge. Messer waren überflüssig, denn sie ließen sich, da steif gefroren, einfach an ihren Stielen abbrechen.

Nachdem wir kalte Füße bekamen, beschlossen wir, zum etwa 30 Kilometer entfernten Kuhberg nach Bad Kreuznach zu fahren, wo wir uns bessere Funde versprachen. Auf der Fahrt dorthin fiel mir noch ein alter Rotbuchenstamm ein, der die letzten zwei Jahre schönen Austernpilzen als Wirt gedient hatte.

Dieses Jahr wachsen die Austernpilze cirka drei Wochen früher

Und tatsächlich! An dem Stamm wuchsen Austernseitlinge im Bestzustand (Foto rechts). Eigentlich kommen in unserer Gegend die Austernseitlinge meistens um die Weihnachtszeit, doch dieses Jahr trug dieser Baum die von uns sehr geschätzten Edelpilze früher.

So war am Ende unserer Gänge ein Pilzkorb gut gefüllt. Das reichte uns vollkommen für eine herrliche Mischpilzpfanne. Es gab sie zu Idar Obersteiner Schwenkbraten sowie leckerem Mischbrot und aufgeschnittenen Tomaten. Unsere trockenen Kehlen durften sich über einen köstlichen Weißwein der Marke Grimont aus Südafrika freuen. Das war wieder ein Gaumenschmaus!

Margit hat wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker geknipst.

Alles Gute für den weiteren Verlauf und Erfolg des Pilztickers wünschen Margit und Olli vom Pilzsuchteam Nahe-Land«


Foto: Idar-Obersteiner Schwenkbraten mit frischen Waldmischpilzen, Graubrot und südafrikanischem Grimont: Margit und Oliver ließen es sich gut gehen nach ihrem Pilzgang im Soonwald umd Kuhberg.

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Bad Kreuznach: Immerhin eine schöne Spätpilzmischpfanne für Oliver und Margit


Foto: Dieser Fund ergab für Margit und Oliver eine schöne Mischpilzpfanne, die es zu Geschnetzeltem, Reis und Salat gab. (2 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 23. November 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich mit Margit wieder auf dem Kuhberg bei Bad Kreuznach zum Pilze sammeln.

Es war nicht allzu viel los im Wald nach den vergangenen leicht frostigen Tagen. Wir fanden einige Herbstrotfußröhrlinge. Ich hatte sie die Woche auch schon in meinem Heimatwald in Hallgarten gefunden und damit Margits selbstgemachte Pizza belegt.

Außerdem entdeckten wir auch noch ein paar Perlpilze, Maronen und Semmelstoppelpilze. An einigen Stellen, wo wir in den vergangenen Jahren regelmäßig Trompetenpfifferlinge gefunden hatten, suchten wir fieberhaft nach ihnen, bis wir endlich ein Büschel fanden. Nach einiger Zeit gesellten sich noch ein paar dieser Art in die Körbe hinzu.

Margit fand auch noch Prachtexemplare von Fichtenreizkern. Der Gesamtfund reichte für eine herrliche Mischpilzpfanne mit Geschnetzeltem. Dazu gab es Reis und Feldsalat sowie einen guten Rotwein 2018 von der Peloponnes. Margit und ich waren sogar bei der Traubenernte und beim Keltern dabei. Helmut, unser Freund aus Griechenland, trat die Trauben mit den Füßen, wie in der Antike.

Das ganze Paket, Pilze und Wein, bereicherte unseren Samstagabend, das gehört für uns zum Leben Natur pur.

Bis bald Heinz Wilhelm! Wir hoffen auf baldige ertragreiche Ernte an den uns bekannten Wirtsbäumen für Austernpilze und Winterrüblingen.

Margit und Oliver«

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Foto: Die Suche nach den Trompetenpfifferlingen war fieberhaft, brachte aber kein großes Resultat.

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Nur in den geschützten tieferen Lagen des Nahe-Landes wachsen die Pilze nach wie vor prima


Foto: Erstaunlich, was Oliver da noch alles zusammentragen konnte. Während er die Pilze ausschließlich in tieferen Waldlagen ernten konnte, fand Margit, die auf den Bergkämmen suchte, nicht einen einzigen Pilz. Dort oben, in den ungeschützten Regionen, ist es ihnen bereits zu kalt und windig. (4 Fotos © Oliver)

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Margit und Oliver schreiben am 17. November 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

Margit und meine Wenigkeit waren noch einmal ganz kurz in einem steilen Hang mit Mischwaldbewuchs, um auch nach den vergangenen frostigen Nächten bei uns in der Pfalz noch einmal nach Pilzen zu schauen.

Margit entschied sich, die oberen Waldhänge abzusuchen, während ich die tiefer liegenden Gefilde mit höherem Laubteppich auf dem kalkhaltigen Boden abschritt. Nach etwa eineinhalb Stunden rief mich Margit via Handy an und teilte mir mit, dass es sinnlos sei, weiterzusuchen.

Als wir uns dann ausgangs des Waldes trafen, staunten wir beide. In den unteren Waldregionen hatte ich einige knackige Steinpilze, einen Netzstieligen Hexenröhrling. Maronen, Parasolpilze, Semmelstoppelpilze und ein Prachtexemplar von Perlpilz gefunden, der sich wohlerhalten unter dem Herbstlaub versteckt hatte. Alle diese Pilze befanden sich allein in meinem Korb. Margit musterte ihn ungläubig. In ihrem Korb befand sich sage und schreibe kein einziger Pilz! So etwas hatten wir Zwei bis dato noch nicht erlebt.

Die Pilze schenkten wir am Abend unserem Freund, dem Winzer Tom. Wir begossen das Ganze dann mit einer Flasche Eiswein aus dem Jahre 2004. Das war ein Tröpfchen, das versichere ich dir, Heinz-Wilhelm!

Noch alles Gute und viele interessante Pilzberichte wünschen Dir die Pilzsucher Margit und Olli aus dem Nahe-Land«

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Foto: Dieser Perlpilz, der einem Bilderbuch entstiegen zu sein scheint, zählte ebenfalls zu Olivers Funden.

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Foto: Und dieser späte Steinpilz landete ebenfalls beim Winzer Tom, dem Freund von Margit und Oliver.


Foto: Und auch die Parasole spielen trotz niedriger Temperaturen noch mit. Drei Stück fand Oliver in den tieferen Lagen.


Bad Kreuznach: Der spontane Sprung in den Wald trotz Zeitmangels wurde am Abend mit einer leckeren Pilzpfanne gekrönt


Foto: Ganz schnell in den Wald und ganz schnell diese Steinpilze für eine abendliche Pilzpfanne eingesammelt. Margit und Oliver haben am Samstag trotz Zeitmangels alles richtig gemacht.


Margit und Oliver schreiben am 10. November 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

trotz Zeitmangels sind wir am Samstag ganz spontan noch einmal in den Wald gesprungen und haben guten Erfolg gehabt.

Margit fand einige Netzstielige Hexenröhrlinge, weil sie eine andere Waldpassage in Angriff nahm als ich. Ansonsten entdeckten wir noch knackige Steinpilze (z. B. Foto rechts), ein paar Täublinge und Maronen.

Am Abend belohnten wir uns dafür noch mit einer von Margit hergerichteten Pilzpfanne mit Reis und einem leckeren Salat. Zu diesem Superfood tranken wir noch Grapefruitsaft.

Viele Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land bei Bad Kreuznach«

(3 Fotos © Margit)

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Foto: Der frische Fund wurde noch am Abend in eine Pilzpfanne mit Reis und Salat verzaubert. Statt Federweißem gab's diesmal Grapefruitsaft dazu.

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Traben-Trarbach: Vor den angekündigten Nachtfrösten noch die letzten Steinpilze abgeholt


Foto: Sie waren zwar angeknabbert, aber absolut wurmfrei, die acht Steinpilze inklusive diesem, die Beatrice und Jürgen gestern im Hunsrück noch fanden.

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Beatrice und Jürgen schreiben am 10. November 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir nochmals im Hunsrück-Hochwald und fanden 8 Steinpilze und etliche Maronen. Alle Pilze waren zwar von Nagern und Schnecken angeknabbert, jedoch absolut madenfrei.

Am Donnerstag zuvor waren wir noch einmal im lichten Buchenwald oberhalb von Trarbach unterwegs gewesen und hatten ausschließlich Steinpilze (Foto rechts) gefunden.

Da für die kommenden Tage ausschließlich Nachtfröste angekündigt sind, wird's mit den Steinpilzen und Maronen wohl ein Ende haben. Falls nicht, melden wir uns wieder.

Ansonsten allen Pilzfreunden und -sammlern eine schöne kommende Woche mit hoffentlich noch guten Funden.

Liebe Grüße aus Traben-Trarbach, Beatrice und Jürgen«

(2 Fotos © Jürgen)

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Sogar noch einige schöne Steinpilze bei Altenkirchen

Ein Klassiker zum Saisonabschluss für Markus: Wildschweingulasch mit frischen Waldpilzen, Rotkohl und Kartoffelklößen


Foto: Das war mal wieder Eingebung! Markus drehte sich auf dem Heimweg an genau der richtigen Stelle um - und entdeckte diesen schönen jungen Steinpilz. (2 Fotos © Markus E.)

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Markus E. schreibt am 8. November 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach den frostigen Nächten hat es mich nun doch noch einmal in den Wald gezogen.

Es war schon klar, dass sich die Zeit von Steinpilz & Co. für dieses Jahr langsam, aber sicher, dem Ende zuneigen würde. Umso erfreuter war ich, dass ich nach wenigen Metern bereits die ersten Flockis fand. In diesem Waldstück hatte ich noch nie einen Fund, es diente mir bislang als Transitweg zu meinen Pilzplätzen.

Aber auch einige Steinpilze und Maronen haben zu meiner Freude den Frost überstanden; es waren allerdings wenige im Vergleich zu den vielen »Steinpilzleichen«.

Ein besonders schönes Exemplar fand ich mal wieder auf dem Heimweg. Warum ich mich genau an der richtigen Stelle umwandte - man weiß es nicht.

Heute gibt es zum Abschluss der Saison ein Wildschweingulasch mit frischen Waldpilzen, Rotkohl und Kartoffelklößen!

Liebe Grüße an Dich und alle anderen Pilzfreunde,

Markus«

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Foto: Der tiefe dichte Laubteppich half wohl diesem Steinpilz, die frostigen Nächte bei Altenkirchen zu überstehen. Markus konnte es recht sein.

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