Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



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Ein bayerisches Familienunternehmen.





Die schönen Austernpilz-Reviere auf dem Gipfel des Soonwaldes sind fest im Griff der Wintertouristen


2 Fotos: Die schönen jungen Austernpilze bekamen nur wenig Schnee ab. Tief verschneit war der Soonwald hingegen unterhalb der Ellerspring, wo die Zweige der Nadelbäume unter den Schneelasten abzubrechen drohten (Foto rechts). (2 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 2. Januar 2021:

»Servus Heinz Wilhelm,

im neuen Jahr sicher angekommen, fuhren wir am Samstag erneut hoch zur Ellerspring (657,5 m ü. NHN). Je höher wir kamen, desto höher lag auch der Schnee, die Nadelbäume konnten die Schneemassen kaum noch tragen.

Oben angekommen, fanden wir wieder den schon befürchteten Massentourismus vor und nirgendwo war ein Parkplatz für uns arme Pilzsucher zu finden.

Also ging es wieder bergab, dorthin, wo nicht mehr so viel Schnee lag und noch Parkmöglichkeiten vorhanden waren. In der Nähe von Kreershäuschen parkten wir schließlich und suchten uns einen Mischwald mit möglichst vielen Rotbuchen für unsere Suche nach Austernseitlingen aus. Und Margit wurde tatsächlich fündig.

An einem uns bislang nicht bekannten Wirtsbaum, eine Rotbuche, entdeckte sie herrliche junge Austernseitlinge und lichtete diese gleich ab. An einem Waldweg entdeckten wir dann noch ein Büschel älterer Samtfußrüblinge, die wir aber stehen ließen. Die Ellerspring können wir wohl erst wieder nach Pilzen absuchen, wenn die Wintertouristen ausbleiben. 

Margit hat auch nochmals ein Foto des Winterwaldes unterhalb der Ellerspring gemacht.

Ciao vom Pilzsuchteam Olli und Margit aus dem Nahe-Land«

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Soonwald: Schnee über Schnee, Autos über Autos und ein (Austernpilz-)Dinner für Zwei am Silvestertag


Foto: Die jungen Austernpilze waren recht ordentlich verschneit. Aber es ist immer wieder ein Vergnügen, sie im weißen Winterwald zu suchen - und zu finden. (3 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 31. Dezember 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

zum letzten Mal im Jahr 2020 erklommen Margit und meine Wenigkeit die Ellerspring im Soonwald, um einen unserer Rotbuchenstämme aufzusuchen, der uns bis jetzt jedes Jahr Austernseitlinge bescherte.

Wir wollten eigentlich schon am vergangenen Sonntag dort hinfahren, doch nach heftigen Schneefällen (Foto rechts) gab es dort Schneebruch, so dass die Anfahrtsstrecke gesperrt werden musste.

Bei mäßigem Schneefall fuhren wir also heute voller Zuversicht und Hoffnung auf leckere Winterpilze den Berg hoch. Auf dem Gipfelpunkt angekommen, erschraken wir: alle Parkplätze waren besetzt von Autos, bis hinein in die Waldwege standen die Wagen! Wer sich für das Enträtseln von Kfz-Kennzeichen interessiert, hätte hier viel Arbeit gehabt.

Ohne zu überlegen, wendete ich, so es auf dem beengten Parkplatz noch möglich war, unser Auto und wir flüchteten auf der Stelle vor dem Massentourismus.

Glücklicherweise wusste ich noch von einem Baum im unteren Bereich der Ellerspring, wo noch Austernseitlinge wachsen könnten. So war es dann auch, und so kamen wir doch noch zu unserem erhofften abendlichen Dinner für Zwei.

So gab es Cevapcici, Austernpilze in süßsaurer Soße und Reis, dazu einen gemischten Salat und für den Durst einen Blauen Spätburgunder. Die Fotos hat, wie so oft, wieder Margit geknipst.

Noch alles Gute für den kleinen Rest des Jahres und viel Gesundheit und Suchgeist für das kommende Jahr!

Dies wünscht allen Pilzfreunden und Besuchern des Pilztickers das Pilzsuchteam aus dem Nahe-Land, Margit und Oliver.«

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Foto: Das reichte dicke an Austernseitlingen für ein Dinner mit Pilzen für Zwei. So gab es für Margit und Oliver auch am letzten Tag des Jahres noch ein schönes Wildpilzgericht.

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Soonwald: Eine schöne Austernpilzernte im Schneegestöber

2 Fotos: Schöne Austernseitlinge, leicht überzuckert vom Schnee. Margit machte die zwei Fotos am moosüberwachsenen Stamm, indem sie sich und die Handykamera unterm Regenschirm schützte. (2 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 27. Dezember 2020:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

am Sonntag Nachmittag waren wir wieder im Soonwald unterwegs, um Austernseitlinge an einem uns bekannten Rotbuchenstamm zu ernten.

Auf dem Hinweg begann es zu schneien und das Thermometer fiel von vier auf null Grad. Bis wir an unserem anvisierten Erntebaum ankamen, schneite es immer heftiger. Bevor ich die gefrorenen Pilze erntete, knipste Margit, geschützt unterm Schirm, einige Bilder. 

Bei dem starken Schneefall vergaßen wir den Gesamtfund im Korb zu knipsen; unser Bastkorb war zu einem guten Dreiviertel gefüllt. Das Ganze spielte sich im unteren Bereich des Soonwaldes ab; die Weiterfahrt hoch hinauf zur Ellerspring wagten wir wegen des mittlerweile starken Schneefalles nicht. Bei der guten Fundmenge fiel uns der Verzicht umso leichter.

Von der Ausbeute wird uns Margit einen schönen Pilzgulasch machen, das schmeckt ja so lecker!

Chiao vom Pizsuchteam Margit und Oliver aus dem Nahe-Land"

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Herrliche junge Austernseitlinge und überaus tückische Gifthäublinge im Soonwald


2 Fotos: Diese herrlichen jungen Austernseitlinge haben Margit und Oliver auf den Höhen der Ellerspring, der höchsten Erhebung des Soonwaldes im Landkreis Bad Kreuznach, gefunden. Manchen Meter und Kilometer hatten sie bereits hinter sich, ehe ihre ergebnislose Suche mit dieser Entdeckung endlich ein Ende hatte. Wegen der immer wärmeren Spätherbst- und Winterzeit sei der Zeitpunkt, Winterpilze zu finden, nicht mehr so einfach auszumachen, so Oliver. 


Foto rechts: Wie schon Thomas vom Pilz-Ticker-BaWue, so fanden auch Margit und Oliver erst bei genauem Hinsehen heraus, dass es sich bei den hier gezeigten Pilzen nicht, wie zunächst vermutet, um Samtfußrüblinge handelte, sondern um die berüchtigten Gifthäublinge. "Von oben betrachtet, waren sie kaum von Samtfußrüblingen zu unterscheiden", so Oliver. Allein der Ring und vor allem der silbrigweiße Stiel sind Alarmsignale. Das Büschel wuchs auf Kopfhöhe an einem übermoosten Nadelbaumstamm und lud gefällig zur Betrachtung von unten ein. Welch ein Glück! (3 Fotos © Margit)

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Rheingrafenwald: Die Winterpilze waren alle schon hinüber, nur eine Glucke hielt sich noch auf den Beinen


Foto: Schwer zu beurteilen, ob dies eine Krause oder Breitblättrige Glucke ist. Als Breitblättrige wäre sie geschmacklich ein nicht mal mäßiger Speisepilz und kann nur mit starken Stützungsmaßnahmen zu einem passablen Küchenpilz hochgepäppelt werden, siehe hier. Auf jeden Fall ist das hier gezeigte Exemplar aber bereits im fortgeschrittenen Alter, worauf die weit auseinander klaffenden Blattenden hindeuten. (2 Fotos © Oliver)

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Margit und Oliver schreiben am 20. Dezember 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

mich packte erneut die Lust, nach Winterpilzen zu suchen. Dieses Mal besuchte ich meinen Heimatwald in der Nähe von Obermoschel.

In einem Rotbuchenbestand in Hanglage kenne ich einen  alten abgestorbenen, noch stehenden Baum, der mir nun schon seit einigen Jahren treu Austernseitlinge schenkt. Leider erfüllte sich meine Erwartung nicht ansatzweise: nach beschwerlichem Weg fand ich nur noch einen völlig ausgetrockneten abgebrochenen Baumstumpf vor - ohne einen einzigen Pilz.

So fuhr ich mit dem Auto zum Rheingrafenwald bei Bad Münster am Stein Ebernburg, wo ich zwei weitere Wirtsbäume kenne. Ich hatte dort schon Lungenseitlinge gefunden. Würden es dieses Mal Austernseitlinge sein? Auf dem Fußweg passierte ich einige Tannen, ohne weiter auf Pilze zu achten.

Plötzlich entdeckte ich am Fuße einer der Bäume wunderlicherweise eine große Krause Glucke, in einem absolut klasse Zustand. Natürlich erntete ich dieses herrliche Exemplar und legte es in den roten Korb, der damit fast schon voll war. Einfach mega. Falls ich jetzt noch Austernseitlinge finden würde, hätte ich ein Problem mit dem Abtransport.

Bei den Bäumen angekommen, fand ich aber nur noch verkümmerte, alte Austernpilze. Sie waren ein Foto nicht wert und zum Essen schon gar nicht mehr geeignet. Nach dieser Suche fuhr ich noch zum Kuhberg hoch, auf dem ich aber auch keine Winterpilze mehr fand.

Das war es dann von dieser Pilzsuche.

Sollte das Wetter mitspielen, wollen wir nächste Woche noch einmal die Wälder des Hunsrücks anfahren.

Noch alles Gute und weiterhin viel Glück beim Pilze suchen wünschen allen, die noch unterwegs sind, Margit und Olli vom Pilzsuchteam Nahe-Land«


Ellerspring: Und dabei sah der mittelgroße Steinpilz doch so vielversprechend aus...


Oliver schreibt am 18. Dezember 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich ohne Margit im Soonwald und habe dort Pilze gesucht. Das Wetter ist im Moment sehr mild in unserer Gegend, die Temperaturen liegen bei 8 Grad Celsius und es nieselt oft.

Im Soonwald war es sehr düster, ab und zu schien mal kurz die Sonne. An einer alten, noch stehenden Rotbuche fand ich sehr schöne Büschel junger Austernseitlinge (1. Foto rechts) hervorragend geeignet für ein Pilzgulasch, das ich uns heute Mittag kochen werde.

Nach diesem Fund fuhr ich dann hoch zum Ellerspring. Dort fand ich ein paar Samtfußrüblinge, die an einem abgesägten Baumstamm wuchsen. In einem windgeschützten Mischwald fand ich versteckt unter Laub, noch einen kleinen weißen Fichtenteinpilz, ohne Wurm- und Schneckenbefall. Die Tierchen scheinen sich mittlerweile verdrückt zu haben.

Als ich dann am späten Nachmittag, kurz bevor die Dämmerung einsetzte mein Auto erreichte, entdeckte ich am Waldrand, einen mittelgroßen Steinpilz, der von außen unversehrt aussah. Als ich ihn später per Längsschnitt teilte, bemerkte ich die Frostschäden und ließ ihn schweren Herzens im Wald zurück .

Die meisten Pilzvergiftungen treten bei Speisepilzen auf, die bereits hinüber sind - also Vorsicht damit. Den großen Steinpilz hatte ich, bevor ich ihn aufgeschnitten hatte, mit den anderen Pilzen im Korb liegen (2. Foto rechts).

Alles in allem war es aber ein guter Fund. Dann wünsche ich noch allen Pilzfreunden gute Funde und leckere Pilzgerichte.

Grüße von Margit und Oliver aus dem Nahe-Land«

(2 Fotos © Oliver)

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Margit und Oliver können's nicht lassen


Foto: Die Violetten Rötelritterlinge sehen noch prima aus. Kein Wunder: sie zählen zu den Pilzen, die bis in den Winter hinein wachsen, also kälte- und bis zu einem gewissen Grad auch frostresistent sind. Das gilt nicht für die Fichtenreizker auf dem zweiten Foto im unteren Korb, die bereits blaugrüne Lamellen haben, was auf Frostschäden zurückzuführen ist.


Margit und Oliver schreiben am 6. Dezember 2020:

»Servus Heinz Wilhelm, nochmals danke an den Pilzticker  Bawue, denn dem letzten Fundbericht folgend, fuhren meine Margit und ich erneut auf die Rheinhöhen, um vielleicht noch einmal Speisepilze zu finden.

Als wir aus dem Auto ausstiegen, fragte eine uns schon bekannte Spaziergängerin ungläubig, ob wir jetzt noch Pilze suchen würden...

Auf dem Weg zu unseren Pilzplätzen fanden wir, egal wo wir auch vorbeigingen, irgendwelche Pilze. Zwar waren es meistens ungenießbare oder auch ehemals essbare Pilze. So eine ertragreiche Gegend kannten wir bis dato noch nicht. Überall gibt es kleine Bäche und das Weideland war satt mit Wasser getränkt - beste Vorraussetzungen für reiches Pilzwachstum.

Im ersten Fichtenwald angekommen, fand ich einen Maronenröhrling,  der zwar noch fotogen aussah, aber total durchwässert war. Etwas später hörte ich Margits Freudenrufe: »Ich habe ein ganzes Nest gefunden!« Staunend sah ich zu, wie sie ihren Fund abschnitt und stolz in ihr Körbchen legte. So ging das dann weiter mit den Maronenröhrlingen.

In einem anderen Waldstück fanden wir herrliche frische Violette Rödelritterlinge im besten Zustand. Ab und zu fanden wir auch noch Fichtenreizker, die waren zwar mehr grün als orange, aber ohne Wurmbefall und knackig. Steinpilze und Rotfußröhrlinge fanden wir hingegen keinen einzigen mehr.

Unser Gesamtfund an Pilzen konnte sich wirklich sehen lassen, jetzt musste sich Margit auch nicht mehr schämen, falls uns Spaziergänger fragen würden, was wir in den Körben hätten.

Einen Teil der Ausbeute bekam unser Freund, der Winzer Tom. Den großen Rest werden wir morgen in den Dörrautomaten trocknen.

Wir hoffen, dass die Qualität gut geworden ist, denn es war neblig und düster.

Allen Pilzsuchern alles Gute - und bleibt gesund!«

(2 Fotos © Margit)

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Letzte Suche von Margit und Oliver im Hunsrück, nur wenige Stunden später war ihr Dorf eingeschneit


Margit und Oliver schreiben am 1. Dezember 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

die Nacht von Sonntag auf Montag hatten wir um minus 7 Grad Celsius. Obwohl der Raureif das Dorf am Morgen wie im tiefsten Winter aussehen ließ, beschlossen wir, erneut auf die Rheinhöhen im Hunsrück zur Pilzsuche zu fahren.

Als wir um 12 Uhr starteten, zeigte das Thermometer noch minus 1 Grad an. Am Parkplatz angekommen, liefen wir bei nun 2 Grad plus noch unsere gewohnten zwei Kilometer bis in unseren schon im letzten Bericht erwähnten windgeschützten Wald.

Die ersten Speisepilze, die Margit fand, waren gefrorene Fichtenreizker und bald darauf erstaunlich gute Maronenröhrlinge mit dicken Stielen. Eines fiel uns schnell auf: es gab keine Schnecken mehr. Sie hatten sich vor der Lausekälte in den Boden verkrochen.

Zu unserer Freude fanden wir auch noch Lila Rötelritterlinge und einige schöne Exemplare von Rotfußröhrlingen. An einem Waldrand fand ich meinen bisher schönsten Anisegerling: er hatte einen imposanten Stiel. Gegen Ende der Exkursion fand Margit doch noch einen brauchbaren Steinpilz in erstaunlich gutem Zustand.

Der Steinpilz war als einziger nicht gefroren

Es war der einzige ungefrorene Pilz auf dieser Tour - unglaublich. Ein imposanter Maronenröhrling kam noch hinzu. Auf einem Baumstamm haben wir nur einen kleinen Auszug der gefundenen Pilze gelegt, um noch einmal die erstaunliche Qualität zu demonstrieren.

Am Abend regnete es bei uns in Strömen, ich denke, wenn die restlichen Pilze jetzt im Wald auftauen, beginnen sie zu verderben.

Die Pilze werden wir uns noch einmal in den Dörrautomaten trocknen. Was ich nicht vergessen möchte sind die drei Birkenporlinge, die ich beim Verlassen des letzten Waldabschnittes noch gefunden hatte. Beim Abschneiden der Pilze kam ein Spaziergänger vorbei, der ganz verwundert unsere Körbe begutachtete und noch verwunderter schaute, was ich da so am Baumstamm abschnitt.

Am Morgen nach der Pilzsuche war das Dorf eingeschneit

Margit hat natürlich wieder Fotos für den Pilzticker gemacht. Als wir am Auto ankamen, war es ungefähr eine viertel Stunde vor Stockdunkel. Wir hatten wirklich diese letzte große Pilzsuche für dieses Jahr noch einmal in vollen Zügen genossen. Eine wohlverdiente Entschädigung dafür, dass wir am gestrigen Nachmittag auf einer Pilzsuche auf dem Kuhberg in Bad Kreuznach erfolglos geblieben waren.

Heute Morgen haben wir die gefrorenen Pilze geschnitten. Ich kann nur sagen, dass sie alle Topqualität hatten. Es gab erneut zwei Dörrautomaten voll, einfach fantastisch.

Unser Dorf ist heute Morgen eingeschneit, jetzt ist es entgültig aus mit Pilze suchen im Hunsrück. Vielleicht gibt es ja noch Erfolge bei der Suche nach Winterpilzen.

Das war es wieder von Margit und Olli vom Pilzsuchteam Nahe-Land.

Bis zum nächsten Mal!«

(5 Fotos © Margit)

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2 Fotos: Eine knackige Marone mit dickem Stiel (links), die Margit und Oliver nur wenige Stunden vor dem ersten heftigen Schneefall »retten« konnten. Anstatt erst zu erfrieren und dann zu verfaulen, lag sie bald darauf auf einem Trockengitter des Dörrautomaten (rechts), zusammen mit dem einen Steinpilz. 





Tolle volle Körbe aus dem Frost- und Nebelwald auf den Rheinhöhen


Margit und Oliver schreiben am 29. November 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

in der Hoffnung, im geschützten Fichtenwald noch ein paar ungefrorene Maronenröhrlinge zu finden, sind wir - nach 3 Wochen Abwesenheit - noch einmal auf die Rheinhöhen gefahren.

Als wir nach einer Stunde Fahrt auf unserem Parkplatz ankamen, war es immer noch sehr neblig. So gingen wir auf dem beträchtlich langen Fußweg unserem Wald der Hoffnung entgegen; er zeichnet sich durch dicke Moosteppiche und gepolsterte Nadelteppiche aus, die letzten Schutzherde für Pilze vor Frost und Kälte.

Außerdem halten die Mooswurzeln die Feuchtigkeit, während es oberhalb trocken ist. So bleiben die Pilze trocken und sind vor Frostbrand geschützt. Außerdem ist dieses Waldstück an der Ost- und Westflanke durch Erhebungen windgeschützt.

»Körbe, so voll wie in den besten Oktobertagen«

Als wir in diesem Waldstück ankamen, fanden wir einen Maronenröhrling nach dem anderen. Es kamen sogar noch einige Steinpilze und auch noch ein Flocki
hinzu. Noch mehr erstaunten uns aber die vielen Lila Rötelritterlinge und herrlichste Fichtenreizker, ausgerüstet mit dicken gesunden Stielen. Wir schnitten sogar noch sehr knackige Rotfußröhrlinge. Am Ende der Pilzsuche waren unsere Körbe so voll, wie in den besten Tagen des Oktobers (siehe die zwei Fotos). Einfach unglaublich!

Wie so oft fand sich beim Verlassen des Waldes sogar noch ein knackiger Fichtensteinpilz. Um 15 Uhr mussten wir uns schon sehr beeilen, unser Auto zu erreichen, denn der Nebel könnte schneller zurückkommen als uns lieb gewesen wäre. Wir hatten dieses Gebiet zwar schon einige Male besucht, von Ortskenntnis konnte aber noch keine Rede sein. Wie schnell ist man unter solchen Umständen orientierungslos.

Im dichten Nebel drohte die Orientierungslosigkeit

Margit hatte die Idee, eine Abkürzung zu nehmen, doch dieser Plan ging nicht auf und führte uns auf einen Megaumweg, und das bei ständig zunehmendem Nebel. Die Waldstrecke schien unendlich lang zu sein. Hier und da fanden wir immer noch vereinzelte Fichtenreizker und Maronenröhrlinge.

Immer dichter wurde der Nebel. Wir beschleunigten unsere Schritte und erreichten gegen  15:45 eine gut befahrene Straße. Sie kam mir Gott sei Dank bekannt vor. Die Richtung zu unserem Parkplatz stimmte, wir hatten aber immer noch gut zwei Kiloeter vor uns, und das in eine wahren Nebelsuppe gegen den Autoverkehr.

Als wir eine halbe Stunde später an unserem Auto ankamen, waren wir glücklich über die gefundenen Pilze, aber noch mehr darüber, diese gewagte Waldodysee unbeschadet überstanden zu haben. Das war wieder eines unserer typischen Abenteuer in die Pilze.

Margit hat auch dieses Mal einige schöne Bilder für den Pilzticker geknipst.

So viele Pilze so spät im Jahr - das ist unvergesslich

Mit diesem Pilzfund beglückten wir nochmals gute Freunde von uns und unsere beiden Dörrgeräte sollten auch noch einmal Arbeit vor ihrer wohlverdienten Winterpause bekommen. In die Kühltruhe passte auch noch ein Beutel mit Fichtenreizkern für den Wintervorrat, denn irgendwann ist es ja wirklich vorbei mit dem späten Pilzwachstum dieses zum Schluss so imposanten Pilzjahres 2020.

Ach ja, in diesem Waldgebiet fand ich zwischendurch auch noch ein paar Austernseitlinge, die jedoch stehen blieben.

Zusammenfassend kann ich versichern: diesen Tag mit so vielen Pilzen zu solch einer späten Jahreszeit werden wir so schnell nicht vergessen.

Dann wünschen wir noch allen Pilzfreunden und Besuchern des Pilztickers alles Gute und viele Winterpilze!

Margit und Oliver vom Pilz-Ticker-RP«

(2 Fotos © Margit)

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Neben tollen Steinpilzen warteten im Hunsrück sogar noch Anhängselröhrlinge auf Thomas und Markus


Foto: Das hat sich noch einmal gelohnt! Thomas und Markus fanden diese Steinpilze (und Hexenröhrlinge) im Hunsrück. Brauchbar waren sie nur, wenn sie an geschützten Stellen wachsen konnten. An anderen Plätzen waren viele bereits überständig oder frostbedingt unbrauchbar. Das 2. Foto zeigt Thomas bei Sammeln im Nadelwald; Foto 3 einen Steinpilz mit gefrorenem Reifwasser auf dem Hut und einem raureifbedeckten Blatt daneben; Foto 4 drei ausgewachsene Steinpilze im Laubwald.



Markus schreibt am 27. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

vergangenes Wochenende waren wir ein letztes Mal für dieses Jahr auf der Suche nach Steinpilzen - im Hunsrück. 

Obwohl es im Laufe des Tages noch sonnig und angenehm mild wurde, war es morgens doch frostig. Wir fanden viele vereiste Steinpilze, die offensichtlich auch in der dritten Novemberwoche fleißig weitergewachsen waren, aber jetzt eben durch Kälte unbrauchbar wurden oder sowieso zu alt waren.

Einige Exemplare fanden wir an geschützten Stellen; diese hatten noch tolle Qualität. Erstaunt haben uns eine ganze Menge schöner frischer Hexenröhrlinge (nicht auf den  Fotos), die wir in diesem Jahr zuvor kaum gefunden hatten. Anhängselröhrlinge und Parasole sowie ein paar Handvoll Trompetenpfifferlinge gab es überdies.

2020 war eine interessante, lange und sehr späte Saison. Wie immer fanden wir die Pilztickerberichte der Sammler aus dem ganzen Land hochinteressant. Danke dafür!

Viele Grüße Thomas und Markus«

(4 Fotos © Thomas u. Markus)

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Oliver alleine im Soonwald: Auch da wurde der Dörrautomat noch einmal gut gefüllt


Oliver schreibt am 27. November 2020:

»Servus Heinz-Wilhelm,

am gestrigen Tage war ich noch einmal ohne Margit im Soonwald, die wohl letzten Steinpilze suchen. Da es in der Nacht Frost gab, versprach ich mir einen nicht allzu großen Fund. Das Wetter war sehr schön, vom Tal aufwärts bis hoch zum Ellerspring schien die Sonne.

Es war heute eine Menge Laufarbeit nötig, bis ich den ein oder anderen Steinpilz gefunden hatte. Es solllte auch noch ein Hexenröhrling hinzukommen. Zum Schluss fand ich noch zwei Birkenporlinge, deren Unterseiten noch strahlend weiß waren.

Das Zeitfenster für den Sonnenschein war aber nur begrenzt, denn wegen der sehr hohen Luftfeuchtigkeit bildete sich am Nachmittag innerhalb einer viertel Stunde dichter Nebel. Also machte ich mich mit dem halb gefüllten Sammelkorb (1. Foto rechts) auf zu meinem Auto und fuhr zu Margits Arbeitsstelle, um sie abzuholen.

Der Gesamtfund reichte für einen gut gefüllten Dörrautomaten. Selbst wenn es nochmals etwas wärmer werden sollte, was ich im Moment nicht glaube, könnte mit den Steinpilzen bald Schluss sein.

Wir wollen demnächst noch einmal auf die Rheinhöhen fahren, dort gibt es noch einen windgeschützten Fichtenwald, wo trotz der niedrigen Temperaturen noch Pilze wachsen könnten. Hoffentlich geht die Temperatur nicht unter zwei Grad Celsius, sonst ist es aus mit den Röhrlingen. Für den Pilzticker habe ich noch ein paar Fotos geknipst.

Bis zum nächsten Mal wünscht das Pilzsuchteam Nahe-Land allen Pilzfreunden noch viel Spaß bei der Suche!«

(2 Fotos © Oliver)

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Das gibt's wohl nur im Soonwald:

Nebel, Treibjagd, eineinhalb Stunden nichts - und dann ein kapitaler Steinpilzkoloss von 675 Gramm


Margit und Oliver schreiben am 25. November 2020:

»In unserem Heimatort Hallgarten zeigte das Thermometer heute Vormittag um die 5 Grad an. Es war zudem sehr nass, weil sich der Nebel in der Nacht teils abgesetzt hatte. Trotzdem drängte ich Margit, doch noch einmal in den Soonwald zu fahren. Auch auf die Hoffnung hin, dass wir auf der höchsten Erhebung vielleicht etwas Sonnenschein erhaschen könnten.

Das Gegenteil sollte der Fall sein. Schon während der Anfahrt wurde der Nebel immer dichter, je höher wir kamen, und als wir am Ellerspring eintrafen, fand dort zu allem Übel auch noch eine Treibjagd statt.

So fuhren wir also notgedrungen ein paar Kilometer weiter in ein Waldgebiet, wo keine Treibjagd stattfand. Bei 3 Grad Celsius ging es im dichten Nebenl auf die Pilzsuche. 

Der entscheidende Tipp kam vom Jagdhaus-Pächter

Im ersten Nadelwald fand ich tatsächlich noch einen Steinpilz mit schönen weißen Röhren und Margit den ersten knackigen Maronenröhrling. Das war es dann aber für die ersten knapp eineinhalb Stunden.

Obwohl Margit zwischendurch etwas schwächelte, suchten wir weiter, angetrieben von dem Wunsch, unseren Dörrautomaten noch einmal zu füttern. Nach einer Weile erfolgloser Suche wechselten wir mit unseren fast leeren Sammelkörben die Waldseiten. Und nun sollte sich das Blatt wenden.

Wir trafen einen jungen Mann mit seinem Hund, der in einem Jagdhaus in der Nähe wohnt. Er sah in unsere Körbe und wunderte sich, als ich ihm meinen Steinpilz zeigte. Er war so freundlich, uns einen Tipp zu geben, wo wir noch Maronenröhrlinge und Pfifferlinge finden könnten.

Daran hielten wir uns. Wir suchten aber gezielt nur nach Maronenröhrlingen, und dabei fanden wir auch noch vereinzelte herrliche Fichtensteinpilze, knackig und mit weißen Röhren (Fotos 3 und 4). Gerade so, wie sie das Herz des Pilzsammlers begehrt. Dazu kamen noch einige Rotfußröhrlinge und ein Waldegerling. Nun machte auch Margit die Suche wieder Spaß.

Das Prachtstück verbarg sich unter großen Eichenblättern

In einem Bestand aus Roteichen, gesäumt von einem Fichtenwald, umkreiste ich sorgsam eine Eiche nach der anderen. Das sollte mir einen tollen Fund bescheren: unter riesigen, bis zu 15 Zentimeter langen Eichenblättern, entdeckte ich einen wahnsinnig prächtigen Burschen von Steinpilz (2. Foto rechts).

Ich legte das Prachtstück frei, so dass Margit den 675-Gramm-Kaventsmann ablichten konnte. Seine Röhren waren reinweiß, er war knüppelhart, ohne eine einzige Made. Welch ein Fund!

Inzwischen war es kurz nach 16 Uhr, es begann bereits zu dämmern, womit die Gefahr, dass wir uns verlaufen könnten, von Minute zu Minute stieg. So marschierten wir mit vollem Korb beinahe beschwingt zurück zu unserem Auto.

Zu dem Foto mit dem Korb möchte ich anmerken, dass darin noch einige unserer gefundenen Maronenröhrlinge sowie der Steinpilzkoloss aus dem Eichenwald fehlen.

Zuhause angekommen, bestückten wir gleich unsere zwei Dörrgeräte mit geschnittenen Maronen- und Steinpilzscheiben. Der köstliche Duft der trocknenden Pilze, der sich im ganzen Haus verbreitete, verstärkte noch unseren Genuss beim Abendessen.

Das bestand, wie hätte es anders sein können, aus einer Mischpilzpfanne mit Steinpilzen, einem Waldegerling und ein paar Hähnchenfilets in Crème fraîche. Dazu gab es beste handgemachte Bandnudeln.

Das war's von unserer vierstündigen Pilzexkursion aus den Weiten des Soonwaldes, der, wie schon so oft, auch diesmal wieder für einige Überraschungen gut war.

Grüße an alle Pilzsammler vom Pilzsuchteam aus dem Nahe-Land, Margit und Oliver«

(4 Fotos © Margit)

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Erneut überraschte der Soonwald Margit und Oliver mit tollen Steinpilzen, Flockis und Maronen


Margit und Oliver schreiben am 23. November 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

nachdem wir uns von dem Schock einer teuren Autoreparatur vom letzten Pilzsuchgang erholt haben, wagten wir uns noch einmal zum Pilze suchen nach Feilbingert in einen Laubwald. Unser Hauptaugenmerk galt den Steinpilzen: würden sie, obwohl so spät im Jahr,  endlich auch dort zu finden sein? 

Ich kann es vorwegnehmen: wir fanden keinen einzigen. Wohl aber einige Parasole, wie in den meisten Wäldern hier im Nahe-Land, und einen Anisegerling. Das war's aber auch.

Gestern fuhren wir, obwohl es in der Nacht gefroren hatte, noch einmal in den Soonwald. Zu unserer Freude fanden wir noch etliche knackige Fichtensteinpilze (siehe die ersten 2 Fotos rechts) und viele Maronenröhrlinge im Bestzustand. Auch Flockenstielige Hexenröhrlinge fanden wir wieder, 6 Stück an der Zahl, ein besonders schöner ist auf dem 3. Foto zu sehen.

Es war für uns wirklich eine schöne Überraschung, noch einmal Röhrlinge zu finden. Und ob man es glaub oder nicht, die Temperaturen sprechen im Moment dafür, dass die Röhrlinge weiterhin wachsen könnten.

Heute haben wir zusammen Fotos geknipst - ohne einen Teil von den Köpfen oder Stielen abzuschneiden...

Bis zum nächsten Mal!

Viele Grüße von Margit und Oliver«

(3 Fotos © Margit & Oliver)

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Er kann's nicht lassen...

Hätte Markus doch nur im Buchenwald nachgeschaut, wo jetzt viele Steinpilzriesen vor sich hinschimmeln


Foto: Wie gut, dass Markus wider seine Pläne doch noch einmal in die Wälder des Landkreises Altenkirchen fuhr. Es wäre doch zu schade um diesen Prachtkerl von Steinpilz gewesen... (3 Fotos © Markus E.)

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Markus schreibt am 23. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich hatte mich ja förmlich schon in die Winterpause verabschiedet. Aber dann war ich heute alleine zu Hause, die Sonne kam raus, die Temperatur stimmte. Ich dachte kurz an den Film »Er kann´s nicht lassen« mit Heinz Rühmann als Pater Brown, schnappte mein Körbchen, und schon ging es los in den Westerwald.

Dort war ich, bis auf eine Spaziergängerin mit zwei Hunden, ganz für mich alleine. Und wurde auch fündig. Die Buchenwälder sind zwar viel zu nass, dort standen aber viele alte Riesensteinpilze herum. Hätte ich dort doch früher mal nachgeschaut!

Aber ein paar brauchbare Exemplare und vier Semmelstoppelpilze waren schon mal nicht schlecht.

Im Fichtenwald kamen dann noch ein toller Flocki (1. Foto rechts), einige Maronen und ein Prachtexemplar von Steinpilz hinzu. Er hatte sich in einer Mulde versteckt und konnte so den Widrigkeiten der Witterung trotzen.

Nun gibt es noch etwas Nachschub (2. Foto rechts) für mein Pilzpulver. Und das Abendessen wird deutlich aufgewertet!

So langsam glaube ich, dass irgendjemand den »Dezember-Steinpilz« finden wird!

Liebe Grüße Markus«

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Traben-Trarbach: Die Steinpilze und Maronen denken gar nicht daran, Schluss zu machen


Foto: Nimmt denn das gar kein Ende in diesem Jahr mit den guten Steinpilzen und Maronen? Für Jürgen und Beatrice geht es im Raum Traben-Trarbach immer weiter. Und die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen nachts nicht mehr, wie zuletzt, unter null Grad sinken. (3 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 22. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir konnten nicht umhin, heute erneut in den Hochwald oberhalb von Morbach zu fahren, trotz minus 2 Grad Celsius in den zwei vorhergehenden Nächten.

Zunächst fand ich einige wenige schöne Maronen. Als Steinpilzfinderin aber sollte sich heute meine Frau erweisen. Kaum im Nadelwald angekommen, hörte ich: »Hier ist einer, nein, zwei, nein, drei...« Immerhin, ich fand weiterhin meine Maronen - auf sagenhafte drei Stück von insgesamt 15 habe ich es gebracht! Das Schöne an ihnen: sie waren alle superknackig und fest und in allen Größen vertreten.

Nach gut 2 Stunden - es war inzwischen bei 5 Grad Celsius unangenehm nasskalt - hatten wir genug. Und waren am Ende überglücklich, dass wir doch noch einmal nachgeschaut haben.

Derweil läuft der Dörrautomat, der Rest der Pilze ist ebenfalls bereits in Scheiben geschnitten und steht in Sieben auf der Heizung.

Je nach Temperaturentwicklung - nachts soll es lediglich auf 4 Grad plus runtergehen - machen wir uns noch einmal auf die Suche...

Ganz liebe Grüße von Beatrice & Jürgen«

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Foto: Als sei es mitten im September: der Steinpilz steht in aller Herrlichkeit im Moos. Welcher Pilzfreund kann zuhause bleiben, wenn er weiß, dass solche Exemplare immer noch wachsen?

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Ransbacher Forst: Ein Steinpilz und vier neu entdeckte Pilzplätze für Maria




Foto rechts: Diesen Steinpilz, gefunden am 20. November im Ransbacher Forst, musste Maria einsacken. Sie freute sich ebenso über vier neu entdeckte Pilzplätze, die sie an überständigen Speisepilzen erkannte. Nächstes Jahr will sie alle vier regelmäßig inspizieren. (Foto © Maria)

20. November 2020

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Soonwald-Steinpilze allerbester Qualität für ein Risotto mit frischem Feldsalat vom »Rodscher«


Margit und Oliver schreiben am 19. November 2020:

»Noch einmal fuhren wir in den Soonwald, um knackige Steinpilze zu finden. Das Wetter war gut, in der letzten Nacht hatte es geregnet und heute schien die Sonne, wenn auch nicht den ganzen Tag. Die Temperatur betrug noch cirka um 15 Grad, also beste Voraussetzungen, um sie noch zu finden. 

In unseren ersten Suchgebieten standen jedoch noch keine Steinpilze, sondern vereinzelt Anisegerlinge und einige ältere Fichtenreizker.

In einem kleinen Fichtenbestand war es dann soweit. Auffällig, dass wir öfters Zwillingspärchen von herrlichsten Fichtensteinpilzen fanden, einmal sogar einen Drilling. Auch waren tadellose Einzelexemplare dabei, qualitativ die allerbesten Fundstücke. Die Fotos (rechts) mögen davon zeugen. In diesem kleinen Wald konnten wir uns den Großteil unseres Gesamtfundes sichern.

Das Dörrgerät kam schnell wie gewünscht und arbeitet prima

Wegen einer späteren Autopanne vergaßen wir, ein Foto vom Gesamtfund zu machen, dafür machten wir beide Fotos von schönen Steinpilzen im Wald. Die nächsten Tage soll es kälter werden. Ob wir dann noch einmal so schöne Funde machen werden, ist fraglich.

Unser bestelltes Dörrgerät traf erfreulich schnell bei uns ein, so dass es mittlerweile seinen ersten Trockengang zu unserer vollsten Zufriedenheit hinter sich hat. Am Abend habe ich ein Risotto mit frischen Steinpilzen gekocht.

Die Steinpilze habe ich anfangs in einer tiefen beschichteten Pfanne ohne Öl oder Fett angebraten. Als das Wasser einigermaßen verdampft war, gab ich klein gewürfelte Zwiebeln und Knoblauch hinzu und briet alles weiterhin ohne die Zugabe von Fett.

Als nochmals Wasser verdampft war, gab ich gute Butter hinzu und würzte die Pilze mit grobem Pfeffer und Kräutersalz. Nach etwas Anbraten in Butter löschte ich alles mit einem guten Schuss Rotwein ab und mischte danach in einem leeren Schraubglas Wasser mit zwei Teelöffeln Hühnerbrühe und goss diesen Sud in die Pfanne mit den Pilzen. In der Zwischenzeit kochte ich eine Tasse Wildreis, natürlich al dente. 

Der frische Feldsalat, Petersilie und Borretsch kamen unverhofft

Diesen Reis gab ich dann zu den Pilzen in die Pfanne und ließ das ganze noch etwas köcheln. Und fertig war das Gericht.

Zufällig kam mein Nachbar, der »Rodscher«, vorbei und brachte mir frisch gestochenen Feldsalat mit frischer Petersilie und ebenso erntefrischem Borretsch. Im Gegenzug bekam er eine gute Portion Steinpilzrisotto mit nach Hause und ich machte noch schnell einen herrlichen Feldsalat. Anscheinend hatte ich gut gekocht, denn es blieb nichts mehr übrig.

Wir hoffen für alle Pilzliebhaber noch auf ein gutes Saisonfinale mit Pilzen, die ein wenig kälteres Wetter vertragen. Bleibt gesund und bleibt im Wald!

Das wünscht euch das Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land«

(3 Fotos © Margit)

Pilz-Ticker-RP


Nikolauspäckchen mit getrockneten Pilzen und Obstspezialitäten für Wien


Foto: Noch einmal ein rappelvoller Korb mit Steinpilzen, vermutlich der letzte in diesem Jahr in dieser Schwere. Jürgen geht davon aus, dass es ab jetzt nur noch Einzelfunde sein werden. (2 Fotos © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Jürgen schreibt am 19. November 2020:

»Moin Heinz-Wilhelm,

vorgestern waren wir in meiner Mittagspause kurz im Buchenwald oberhalb Trarbach - dort fanden wir noch 5 knackige Steinpilze.

Gestern - ich hatte mir den Vormittag frei genommen - ging es nochmal in den Hochwald. Bei Sonnenschein und zunächst nur 8 Grad haben wir dann innerhalb von zweieinhalb Stunden einen schönen Korb voll Maronen und Steinpilzen (14 Stück, z. B. Foto rechts) sowie eine Flockenstielige Hexe gefunden, allesamt knackig und madenfrei. Der Dörrautomat läuft auf Hochtouren.

Da es noch keinen Frost geben soll, werden wir am Wochenende noch einmal mit den Hunden diverse Waldstücke aufsuchen, denn den Maronen geht es momentan richtig gut. Bei den Steinpilzen ist wohl nur noch mit Einzelfunden zu rechnen.

Ansonsten bereiten wir unsere Nikolauspäckchen vor. Neben den getrockneten Pilzen gibt es als Zugabe Pflaumen- und Mirabellenmus sowie Quittengelee. Abnehmer haben wir in Hessen und Baden-Württemberg sowie in Wien.

Falls es noch etwas zu berichten geben sollte, melden wir uns noch einmal.

Ansonsten allen einen schönen Restherbst und alles erdenklich Gute.

Beatrice & Jürgen«

Lieber Jürgen, liebe Beatrice,

dass ich die Nikolauspäckchen mit ihrem Inhalt graphisch hervorgehoben und für die Überschrift auserwählt habe, hat seinen lieben Grund: ich schätze selbst gewonnene Vorräte, zumal mit Pilzen, sehr und dies besonders, wenn sie einen Brauchtumstag verschönern. Das sind im Jahreskalender die kleinen netten Gesten, die hängenbleiben und sich über die Jahre zu liebenswürdigen Eckpfeilern des Lebens addieren.

Sehr pflegenswert!

Viele liebe Grüße Heinz-Wilhelm

Pilz-Ticker-RP


Zum Saisonabschluss fand Markus noch einmal vier stramme Steinpilze im Kreis Altenkirchen


Foto: Das waren noch einmal vier prächtige Abschlusssteinpilze 2020 für Markus! Sie stammten, was das Foto hier nicht widergibt, aus dem Nadelwald. Dem Dörrgerät war die Herkunft egal, es hatte noch einmal schön zu tun. (3 Fotos © Markus E.)

Pilz-Ticker-RP


Markus schreibt am 17. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ein letztes Mal zog es mich heute in meinen geliebten Westerwald, Du ahnst es, natürlich noch einmal an meine Pilzplätze im Landkreis Altenkirchen.

Bis auf die omnipräsenten Nebelkappen und diverse Korallenpilze sind alle anderen Arten von Pilzen jetzt deutlich auf dem Rückzug.


Die wenigen Maronen, die ich noch finden konnte, waren entweder zu alt, oder aber vermadet. Dafür waren drei der vier Steinpilze, die ich diesmal im Nadelwald gefunden habe, absolut in Ordnung. Ein Teil befindet sich gerade im Dörrgerät, der Rest ist bereits eingefroren.

In den nächsten Tagen steht dann noch die Herstellung des Pilzpulvers an, dann kann der Winter kommen.

Es war ein lange Saison, die für mich am 1. September begonnen hatte und die mir trotz der Trockenheit ein weit überdurchschnittliches Ergebnis eingetragen hat. So konnten (und können) auch Freunde und Bekannte von meiner Leidenschaft profitieren.

Allen, die sich hier aktiv mit Fotos und Berichten beteiligen, ein Dankeschön! Es macht immer viel Freude sich das anzuschauen!

Dir, lieber Heinz-Wilhelm, ein ganz herzliches Dankeschön, dass Du das so toll präsentierst (und auch manchmal meine Gedanken etwas besser verständlich machst 😉).

Da ich leider immer noch keine Stelle gefunden habe, an der ich Winterpilze sammeln könnte, melde ich erst zur neuen Saison wieder.

Allen eine schöne und besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr - dann hoffentlich bald ohne Pandemie!

Markus«

Lieber Markus,

vielen Dank für Deine netten Worte, mehr noch aber für Deine immer wieder sehr informativen und kurzweiligen Schilderungen mit den herrlichen begleitenden Fotos! Das ist oft Pilz- und Waldatmosphäre pur! 

Auch Dir und Deiner Familie wünsche ich einen schönen geruhsamen Jahresausklang und ein erwartungsvolles Wiederlesen bei bester Gesundheit im kommenden Jahr.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

Pilz-Ticker-RP


Foto: Ein letzter Steinpilz für Markus in diesem Jahr. Und es war noch einmal ein schöner!

Pilz-Ticker-RP


Die Steinpilzsuche im Soonwald wird nun langsam mühseliger, aber Olivers Passion für Pilze findet kein Ende


Foto: Es ging diesmal etwas zäher mit der Steinpilzsuche als bei den letzten Pilzgängen. Margit und Oliver mussten für die zwei Dutzend Steinpilze, die sie im Soonwald fanden, mehr Kilometer machen als zuletzt. Und sei's drum: wie das zweite Foto zeigt, kam wieder eine wunderbare Ausbeute zusammen.

Pilz-Ticker-RP


Margit und Oliver schreiben am 16. November 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

noch einmal besuchten wir am Wochenende den Sonnwald, um Steinpilze zu finden. Es war nicht mehr so einfach wie in den vergangenenTagen. Wir fanden etwa zwei Dutzend Fichtensteinpilze, mussten dafür aber mehr Kilometer laufen als zuletzt.

Dagegen scheint das Wachstum an Flockenstieligen Hexenröhrlingen (z. B. 3. Foto rechts), vornehmlich in Buchenwäldern, erstaunlicherweise zuzunehmen. Auch die Riesenschirmlinge wachsen jetzt wieder vermehrt, wir ließen sie jedoch stehen. Hin und wieder ließen sich auch noch Anisegerlinge blicken, die bei uns nur zu gerne ihren berechtigten Platz im Sammelkorb finden.

Fichtenreizker fanden wir nicht einen mehr, dafür noch einige Violette Rödelritterlinge und einige Maronen.

Am Abend rief ich noch einen Freund aus Italien an, der gerade hier in Deutschland an Projekten arbeitet und berichtete ihm von unseren Funden. Er schickte mir ein Foto von einem kleinen Teller Pasta mit Funghi Porcini, wie die Steinpilze in Italien heißen.

Man schätzt und isst sie in Italien nur zu gerne, ob man nun selbst Pilzsammler ist oder nicht. Sie gehören einfach zur gehobenen italienischen Esskultur. Hört ein solcher Genießer, wie mein Freund ohne Zweifel einer ist, von solchen Funden wie den unseren und sieht auch noch die eindrucksvollen Fotos, dann kann er seine Freude kaum noch im Zaume halten.

Solche Augenblicke der Wertschätzung für Pilze erzeugen bei mir noch mehr die Passion für diese herrlichen Waldfrüchte, meine Begeisterung entfacht sich noch stärker und es wächst augenblicklich der Wunsch, noch mehr über Pilze zu lernen und sie zu suchen.

Margit hat, wie gewohnt, wieder Fotos für den Pilzticker abgelichtet, was sie gerne macht, solange sie noch wachsen...

Unser Waldtag war übrigens auch wettermäßig sehr schön: das Thermometer zeigte 17 Grad an und die Sonne schien ab und zu. Herrlich!

Alles Gute, liebe Pilzfreunde - und bleibt alle gesund!

Margit uhd Olli vom Pilzsuchteam Nahe-Land«

(4 Fotos © Margit)

Pilz-Ticker-RP





Ein perfekter Pilz- und Waldtag bei Traben-Trarbach mit kaum noch für möglich gehaltenen 30 Steinpilzen


Foto: Mit diesem Fund hatten Beatrice und Jürgen niemals mehr gerechnet: rund 30 Steinpilze, fast alle in bester Qualität, haben sie am Wochenende gefunden. (3 Fotos © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Jürgen schreibt am 15. November 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir auf Wunsch von Beatrice noch einmal im Hochwald, der Anisegerlinge wegen. Und tatsächlich, zehn Stück haben wir zur Freude von Beatrice noch gefunden. Nach noch zwei Steinpilz- und zwei Flocki-Funden drehten wir jedoch ab, da mehrere im Wald grölende osteuropäische Stimmen zu hören waren.

Unsere vage Hoffnung, auf der anderen Seite des Parkplatzes noch Maronen und eventuell sogar noch einen Steinpilz zu finden, erfüllte sich mehr als reichlich. Und zwar bei den Steinpilzen! Gezählt habe ich sie nicht, aber es dürften um die 30 Stück gewesen sein.

Darunter zwei besonders schöne und große Prachtexemplare, die zusammen knapp 800 Gramm auf die Waage brachten. Dazu kamen der strahlende, beim Suchen teilweise schon störende Sonnenschein und Temperaturen um 16 Grad - es war einfach alles perfekt.

Auch wenn die Temperatur ab Montag runtergehen und es regnen soll, wir sind uns noch nicht sicher, ob dieser herrliche Pilzgang wirklich unser letzter in dieser Saison war...

Kurzer Nachtrag: Am Freitag waren wir mit den Hunden oberhalb Trarbach in einer anderen Ecke unterwegs; den Korb hatten wir natürlich dabei und er füllte sich fast gänzlich mit knackigen Maronen und einem Steinpilz.

Allen Pilzfreunden weiterhin eine schöne Zeit - und bleibt gesund!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen«

Pilz-Ticker-RP


Foto: Dies ist einer der zwei im Text erwähnten Prachtsteinpilze...

Pilz-Ticker-RP


Foto: ... und dies hier der zweite. Beide zusammen wogen nahezu 800 Gramm.

Pilz-Ticker-RP


Margit hat ein zweites Dörrgerät bestellt - gegen die Massen bester Steinpilze ist sonst nicht anzukommen


Foto: Zu wahren Titanen wachsen derzeit die Steinpilze im Soonwald heran. Hier liegt die Ernte, an der nicht eine Made zu beklagen ist, im schönen Weidenrutenkorb in einem Fichtenwald. Aber jetzt wachsen sie auf einmal auch im Laubwald. Margit und Oliver kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Pilz-Ticker-RP


Margit und Oliver schreiben am 14. November 2020:

»Mit Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad und bestem Wetter war es wieder ein herrlicher Tag für Pilzwachstum und beste Funde. Sie schießen wie verrückt aus dem feuchten Waldboden, selbst die Schnecken können derzeit mit ihnen nicht mithalten.

Im Sommer haben wir die Pilzsucher in Nordamerika, im Spätsommer die aus den Skandinavischen Ländern und in den russischen Pilzparadiesen beneidet, die ihre Pilzvideos im Internet gepostet haben. Nie im Traum wäre es uns eingefallen, dass die Pilze bei uns in Rheinland-Pfalz so spät in dieser Fülle und Güte sprießen würden.

Nun wachsen die Steinpilze sogar in den Laubwäldern. Margit und meine Wenigkeit waren wieder im Soonwald unterwegs. Wir fanden abwechselnd in Buchen-, Roteichen- und Fichtenwäldern herrliche Fichtensteinpilze, einer knackiger und schöner als der andere.

Getrocknete Anisegerlinge sind die bessere Alternative zu Kartoffelchips

Margit hat ganz schnell noch ein zweites Pilzdörrgerät bestellt, wir hoffen, es wird schnell geliefert, bevor die Pilze aufhören zu wachsen.

Nun wachsen im Soonwald sogar prächtige Fichtenreizker und Lila Rötelritterlinge. Wir wissen beinahe nicht mehr, welche Pilze in die Körbe kommen sollen, so rasch wachsen sie nach, so üppig ist das Angebot. Auch finden wir zur Zeit knackige Anisegerlinge, die, so denke ich, mit am besten geeignet sind zum Trocknen. Diese Pilze schmecken getrocknet so lecker, dass sie sogar die beste Alternative zu Kartoffelchips und Co. sind. Und je später der Herbst, desto häufiger lassen sich die Flockenstieligen Hexenröhrlinge finden.

Da wir jetzt auch wieder mehr in Buchenwäldern suchen, finden wir auch hin und wieder Austernseitlinge. Für uns sind diese Holzbesiedler richtige Feinschmeckerpilze.

Die kürzeren Anfahrten bedeuten mehr Zeit für die Pilzsuche

Was mich auch sehr erfreute, war der Fund von einigen herrlichen, knackigen Maronen ohne Wurmbefall. Damit müssen wir nicht mehr so weit fahren, wie es in letzter Zeit der Fall war, und können die gewonnene Zeit für die längere Suche nutzen. Einfach Klasse.

Natürlich hoffen wir jetzt, wenn dieses feuchtwarme Wetter anhält, dass die Röhrlinge bald auch direkt bei uns im Nahe-Land wachsen. Das wäre der absolute Höhepunkt dieser Pilzsaison fürs Pilzsuchteam Nahe-Land.

Was uns besonders auffiel: die Steinpilze wachsen bei dieser Witterung zu wahren Titanen heran. Der in unserem letzten Bericht gezeigte riesige Fichtensteinpilz war nicht der letzte seiner Art.

Die Vorratsbehältnisse gehen aus

Heute Nachmittag bekam Margit von ihrem Vater noch ein paar große Dosen, damit wir darin die getrockneten Pilze lagern können, denn die Behältnisse werden langsam knapp.

Trotz der vielen Arbeit mit unseren Pilzen hat es Margit nicht versäumt, wieder einige Fotos für den Pilzticker RP zu knipsen.

Bis zum nächsten Mal,

Margit und Olli aus der Region Nahe-Land«

(4 Fotos © Margit)

Pilz-Ticker-RP


Altenkirchen, Westerwald: Die Maronen boten sich Markus wie von selbst an


Foto: Steinpilze wie dieser sprangen Markus beiläufig in den Korb. Er konzentrierte sich aus gegebenem Anlass, weil sie sich einfach anboten, auf Maronen. Eine schöne, entspannte Art, Pilze zu sammeln, selbst noch im fortgeschrittenen November. (3 Fotos © Markus E.)

Pilz-Ticker-RP


Markus schreibt am 13. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute war ich wieder in meinen angestammten Revieren in Kreis Altenkirchen im Westerwald unterwegs.

Bei schattigen 4° Celsius hatte sich lediglich ein weiteres Sammlerpärchen zu früher Stunde dorthin verirrt, aber augenscheinlich schnell wieder aufgegeben.

Mich stört es ja nicht, wenn ich längere Zeit nichts finde, aber heute bin ich schon nach zwei, drei Schritten in den Wald über eine erstaunlich große, aber tadellose Marone gestolpert. Das hat mich dazu angeregt, mich heute auch auf diese Pilzart (siehe z. B. 2. Foto rechts) zu konzentrieren und entsprechende Stellen aufzusuchen.

Insgesamt hat das prima geklappt, auch wenn ca. jede zweite Marone ungebetenen Besuch hatte. Dafür kamen noch ein paar vorwitzige Steinpilze und ganz junge Birkenpilze in meinen Korb. Alles tadellose Exemplare!

Da auch weiterhin kein Frost in Sicht ist, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass ich auch in der zweiten Novemberhälfte nochmals auf die Pirsch nach Röhrlingen gehen werde.

Liebe Grüße Markus«

Pilz-Ticker-RP








Vier Körbe bester Soonwald-Steinpilze, alle für den immer noch hungrigen Dörrautomaten


Margit und Oliver schreiben am 12. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

es gibt in punkto Pilzwachstum noch Lichtblicke für unseren geliebten Soonwald!

Diese Woche entschlossenen wir uns endlich, einmal wieder den Soonwald zu besuchen. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit waren wir allerdings eher skeptisch.

Zuerst suchten wir unser Gebiet auf, das von dick überpolsterten weiten Mooslandschaften beherrscht wird. Hier entdeckten wir einen kleinen Fichtensteinpilz, den ersten für dieses Jahr im Soonwald. Das Schöne: es sollte nicht der letzte sein.

Margit fand unter einem ganz jungen Fichtenbäumchen den ersten Flockenstieligen Hexenröhrling und gleich darauf einen weiteren Steinpilz. Das war es dann aber auch von dort. Immerhin, der Anfang war gemacht, sagten wir uns, als wir Gebieten entgegenfuhren, von denen wir uns noch reichere Funde versprachen.

Als nächstes suchen wir einen lichten Bestand von Roteichen auf. Diese Baumart zeichnet sich durch besonders große Blätter aus, in deren Laub sich Steinpilze sehr gut verstecken können. Margit lief an einem solchen, mir aus den Vorjahren schon bekannten Blätterversteck in ein paar Metern Abstand vorbei - und übersah prompt die herrlichen Steinpilze, die nun für mich wie bestellt dastanden. So war mein Korb in nur fünf Minuten schon mehr als respektabel gefüllt.

Margit suchte nun Steinpilze im Nadelwald, fand dort aber nicht einen. Als sie sich dann wieder in meine Richtung bewegte, rief ich ihr von weitem zu, dass mein Korb bereits voll sei. Sie konnte es kaum glauben...

Nach dieser gelungenen Überraschung wechselten wir das Gebiet und durchsuchten einen noch recht jungen, schnellwüchsigen Fichtenwald, in dem wir ebenfalls noch fündig wurden. So endete dieser Pilzgang mit einem besseren Ergebnis, als wir gehofft hatten. 

Unser nächster Tag gehörte noch einmal dem Soonwald. Da sollte es fast noch besser kommen, denn mit zwei prall gefüllten Körben voller Steinpilze kamen wir zum Auto zurück. Wir hatten zwar auch Maronen gefunden, doch da sie uns zu weich waren, blieben sie an Ort und Stelle zurück.

Das Wetter auf den Höhen des Soonwaldes war sehr schön, denn die Sonne setzte sich ab ungefähr fünfhundert Höhenmetern durch und verdrängte den Nebel. Auf der Fahrt hin und wieder zurück musste ich im Tal die Nebelscheinwerfer einschalten, derart dicht war der Nebel. Alles in allem fanden wir in zwei Tagen vier Körbe knackige Steinpilze, bestens geeignet zum Tocknen.

Niemals hätten Margit und ich nach der Pilzschwemme auf den Rheinhöhen gedacht, in unserem geliebten Soonwald noch so spät einen solchen Schub an feinsten Steinpilzen zu erleben. Für uns ist dieses Jahr eines der besten Pilzjahre unseres gemeinsamen Lieblingshobbys, dem Schwammerlsuchen.

Margit hat auch wieder Fotos für den Pilzticker abgelichtet.

Wir wünschen allen Pilzsuchern und Besuchern des Pilztickers noch viele Pilze - und bleibt gesund!«

Pilz-Ticker-RP


2 Fotos: 766 Gramm wog der größte Steinpilz, den Margit und Oliver im Soonwald fanden. Er war an Hut und Stiel ganz hart, hatte nicht eine Made. Und rechts im Laub wartet schon das nächste Prachtexemplar. Seit Wochen und Monaten hatten sie dieses Jahr auf die Steinpilze im Soonwald gewartet. Jetzt, Mitte November, sind sie da. (4 Fotos © Margit)

Pilz-Ticker-RP


Hunsrücker Rheinhöhen: Edelmaronen mit dicken Stielen, Lila Lacktrichterlinge in dicken Büscheln


Margit und Oliver schreiben am 11. November 2020:

»Servus Heinz-Wilhelm,

noch einmal zog es uns in die Hunsrück-Wälder. Wir gönnen unserem Dörrgerät noch keine Winterpause.

Als wir das letzte Mal dort waren, mussten wir, da eine Treibjagd stattfand, ja die Waldseite wechseln, wodurch sich der Anmarsch zu unseren Pilzplätzen verlängerte. Was uns aber letztlich mit schönen Funden entlohnt wurde. Deshalb entschieden wir uns auch diesmal für diese Zugangsstrecke.

So fanden wir erneut viele Edelmaronen mit schönen dicken knackigen Stielen, wie gemalt. Dazu unsere ersten Flockenstieligen Hexenröhrlinge zur Herbstzeit, aber nicht etwa, wie die anderen Röhrlingsarten, im Nadelwald, sondern im Laubwald.

Und genau dort, wo wir unlängst viele Espenrotkappen entdeckt hatten, standen nun schöne junge Perlpilze, wie bestellt für eine Mischpilzpfanne auf Schnitzeln. In einem Nadelwald mit einigen Kiefern fand ich sogar noch einen Kiefernsteinpilz. Auch die Fichtensteinpilze wachsen weiterhin, in dem letztgenannten Gebiet aber eher moderat.


2 Fotos: Dick bis feist sind die Stiele der Maronen, so dass es Oliver und Margit recht gefällt. Sie erheben sie damit in den Stand der Edelmaronen. Und beim Anblick des Motives rechts staunte Oliver: büschelig wachsende Lila Lacktrichterlinge hat er zum ersten Mal gefunden. Sie wachsen üblicherweise zwar in größeren Gesellschaften, dabei aber einzeln. Sie eignen sich ausgezeichnet als Essigpilze. (3 Fotos © Margit)

Pilz-Ticker-RP


Zu meiner Freude fanden wir auch noch viele Fichtenreizker und noch ein paar Violette Rötelritterlinge. In Margits Korb wanderten außerdem Rotfußröhrlinge und Parasole. Im Moment finden wir keine Birkenpilze und Butterpilze mehr, und auch die Kuhmäuler stellen so langsam auch ihr Wachstum ein.

Außer den schon genannten Perlpilzen wachsen im Fichtenwald noch die Lila Lacktrichterlinge, zu meiner Freude in ganzen Büscheln, so habe ich sie bislang noch gar nicht gesehen. Ich finde sie in der Regel zwar gesellig, jedoch stets einzeln wachsend. Es ist immer wieder interessant, die Pilze in einer veränderten Erscheinungsform vorzufinden, einfach Klasse. Margit hat auch von dieser Tour wieder gerne Fotos für den Pilz-Ticker-RP und das Archiv geknipst.

So wie es momentan ausschaut, melden wir uns das nächste Mal mit einem Bericht aus dem Soonwald. Es geht nicht an, dass die Freunde des Pilztickers noch nichts von dem Eldorado der Steinpilze in diesem Jahr gehört haben.

Alles Gute von Margit und Olli aus den Rheinhöhen vom Hunsrück«

Pilz-Ticker-RP


Traben-Trarbach, Hahn, Hunsrück: Kein Ende der wochenlangen Steinpilzschwemme in Sicht


Foto: Seit Wochen findet Jürgen viele, viele Steinpilze, die in der Region Traben-Trarbach, am Flughafen Frankfurt-Hahn und im Hunsrück kein Ende zu nehmen scheinen. Jetzt kommen auch verstärkt die Maronen hinzu. Die Flockenstieligen Hexen halten mittlerweile schon seit dem Monat Mai durch. (3 Fotos © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Jürgen schreibt am 11. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

vergangenen Sonntag waren wir wieder am Flughafen Frankfurt-Hahn sowie in unserem lichten Buchenwald unweit von Traben-Trarbach.

Am Fulghafen fanden wir noch 3 sehr gute Steinpilze und einige Maronen, im Buchenwald sogar nochmals 15 kernige Steinpilze. An beiden Stellen standen auch jede Menge Pilzveteranen, die im Wald blieben.

Am Dienstag waren wir in einer verlängerten Mittagspause (Home Office macht's möglich) an 3 Stellen im Hunsrück-Hochwald. Hier fanden wir in zwei Stunden 25 Steinpilze und eine schöne Menge an Maronen, plus 2 Flockis.

Hervorzuheben ist für mich in diesem Herbst, dass alle Pilze - bis auf einzelne Ausnahmen - absolut madenfrei waren. Mit den Schnecken kann man sich die Pilze ja teilen, die haben ja auch Hunger.

Bis jetzt war es ein toller Pilzherbst!

Liebe Grüße Beatrice und Jürgen«

Pilz-Ticker-RP


2 Fotos: Egal ob im Laub oder im Moos, Jürgen kassiert sie alle, solange sie nur küchentauglich sind. Seit Wochen findet er Steinpilze über Steinpilze.

Pilz-Ticker-RP


Ransbach und Selters: Das Tageslicht reichte gerade noch, um herrliche Steinpilze und sogar noch Rotkappen zu entdecken


Maria schreibt am 10./11. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem ich die letzten zwei Tage noch knapp bei Tageshelligkeit Feierabend hatte, zog es mich noch flink in den Wald.

Und zwar am Mittwoch in den Ransbacher Forst bei Ransbach-Baumbach, am Rand des Westerwaldes. Nach vielen Maronen fand ich doch tatsächlich noch einen sehr schönen Steinpilz (1. Foto rechts).

Bereits am Dienstag war ich bei Selters gewesen, wo ich am Waldrand in 20 Minuten zwei Steinpilze, eine Marone, Butterpilze, eine Ziegenlippe und zu meiner großen Überraschung noch zwei Rotkappen fand (2. Foto rechts). Daraus zauberte ich mir ein köstliches Omelette.

(2 Fotos © Maria)

Pilz-Ticker-RP





Die Fahrt in den Hunsrück lohnte sich erneut vollauf: Flammkuchen mit Steinpilzen und viel Arbeit für das Dörrgerät


Margit und Oliver schreiben am 8. November 2020:

»Hurra, die Pilze sind noch da!

Erneut waren wir am Wochenende in den Pilzen. Wir nahmen uns vor, einmal einen Abstecher in den Soonwald zu machen.

Auf der Straße dorthin, über die höchste Erhebung von 658 Metern, sahen wir in jedem Waldweg mindestens ein Auto stehen. Die Fahrzeuge gehörten sicher in großer Mehrzahl Pilzsammlern. Sie waren teils aus der Landeshauptstadt Mainz, teils aus dem Nachbarland Hessen.

Ja, so ist das: Pilzsammler sind bereit, weite Wege auf sich zu nehmen, wenn sie in den Wäldern vor ihrer Haustür nichts finden. Abgesehen davon, dass Großstädter in der Regel ohnehin eine weitere Anreise haben. Es fehlte im Übrigen auch nicht an Sammlern, die die Straßenränder nach Pilzen absuchten.

Sehr viele Pilzsammler waren unterwegs

Wir schielten in ihre Körbe und sahen wenige Pilze, was für uns nichts anderes bedeutete als weiterzufahren. Das war wieder nichts mit meinen Lieblingswäldern, dachte ich, und so beschlossen wir gemeinsam, erneut unsere neu entdeckten Pilzgebiete im Hunsrück anzufahren. So lagen noch etliche Kilometer vor uns, aber mit uns fuhr die Hoffnung auf gute Pilzfunde.

Das Unternehmen ist allerdings auch mit erheblich mehr Laufen verbunden, aber dieses Opfer nehmen Margit und meine Wenigkeit gerne in Kauf, wenn wir der Hoffnung sind, dass unsere Körbe am Ende auch gut gefüllt sind.

In den beiden vergangenen Nächten war es zwar unter Null Grad kalt, aber gewissen Pilzarten macht das nicht allzu viel aus. Die Quecksilbersäule sollte nur nicht unter minus 2 Grad fallen. Klettern die Temperaturen dann tagsüber wieder über die 10 Grad, ist alles okay für die Pilze.

Noch nie fanden sie so knackige Edelmaronen

In unseren Wäldern angekommen, konnten wir auch schon bald wieder viele Maronen und Rotfußröhrlinge ernten, die oft nebeneinander wachsen. So viele knackige Edelmaronen wie in diesem trockenen Jahr 2020 habe ich noch in keinem Jahr zuvor gefunden. Dasselbe gilt auch für Violette Rötelritterlinge und Fichtenreizker, die wir immer noch recht häufig finden.

Weil wir zurzeit die meisten Pilze im Dörrautomaten trocknen, kam es uns sehr gelegen, dass wir überwiegend Maronenröhrlinge fanden, weil, worauf ich bereits hinwies, diese Pilze hervorragend zum Trocknen geeignet sind. So waren diese Funde wieder einmal optimal.

Hin und wieder entdeckten wir auch Fichtensteinpilze, die wir ebenfalls trocknen - wenn wir sie nicht noch am Abend sofort essen.

Den Parasolpilzen begegneten wir auch hin und wieder. Sie sind weniger geeignet für das Trockengerät, weil sie ziemlich streng riechen. Ich sage mal: nach eingetrockneten Seesternen.

Ein Ratschlag nach leidlicher Erfahrung: Keine Parasole trocknen!

In unserer Anfangszeit des Pilzedörrens hatten wir einmal Parasole mit Kiefernsteinpilzen getrocknet und beide gemeinsam in Blechdosen gelagert. Das Ergebnis war erschütternd, denn die stark riechenden Parasole kontaminierten die Steinpilze mit ihrem strengen Geruch und auch dem daraus resultierenden Geschmack, so dass wir diesen Vorrat leider komplett entsorgen mussten.

Die sehr erfreulich Bilanz unseres Pilzganges las sichso: wir hatten - wieder einmal - einen wunderbaren Wald- und Pilztag mit am Ende gut gefüllten Körben. Und wie so oft schon hat Margit auch diesmal wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker RP abgelichtet.

Am Abend gab es aus Zeitgründen diesmal fertige Flammkuchen, belegt mit frischen Steinpilzen. Dazu genossen wir nach dem schönen Tag gemischten Salat und einen Federweißen von unserem Freund, dem Winzer Tom. 

Alles Gute wünscht euch das Pilzsuchteam Olli und Margit vom Nahe-Land. 

Und bleibt alle gesund!«

(3 Fotos © Margit)

Pilz-Ticker-RP


2 Fotos: Obwohl die Steinpilze langsam weniger werden, sind sie noch in erstaunlich gutem Zustand. Was erst recht für die Maronen (rechts) gilt, die klassische Pilze des Herbstes und Spätherbstes sind. Und für Margit und Oliver begehrte Trockenpilze.

Pilz-Ticker-RP


Ein ergötzender Pilzgang im zauberhaften Novemberlicht des Pfälzer Waldes


Foto: Man spürt förmlich, wie schön der Pilzgang von Annette und Martin in diesem Waldbereich gewesen sein muss. Eine herrliche herbstliche Impression aus einem  Fichtenhochwald im Pfälzer Wald.

Pilz-Ticker-RP


Annette schreibt am 8. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzticker-Freunde,

es war endlich Hexentag!

Nachdem wir wochenlang kaum einen Flockenstieligen Hexenröhrling finden konnten, standen sie heute wie erhofft da (z. B. 3 Stück auf dem Foto rechts). Noch einige knackige Steinpilze dazu - und fertig war das Rezept für eine erfolgreiche Herbstwanderung im zauberhaften Novemberlicht des Pfälzer Waldes.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan und Annette«

(2 Fotos © Annette)

Pilz-Ticker-RP


Traben-Trarbach: Steinpilze von ausgezeichneter Qualität und kräftig-würzige Anisegerlinge


Foto: Beatrice hat Anisegerlinge für sich entdeckt, die ihr wegen ihrer kräftigen Würze schmecken. Mit dieser Einschätzung steht sie nicht alleine da. Sie schmecken wirklich ausgzeichnet. (3 Fotos © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Jürgen schreibt am 6. und 8. November:

»Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

bei herrlichem Sonnenschein und milden 17 Grad waren wir am gestrigen Samstag wieder in der Region Traben-Trarbach unterwegs, und zwar im Hochwald oberhalb von Morbach. Die teilweise stark blendende Sonne erschwerte die Pilzsuche erheblich. Das Schöne jedoch war, dass außer uns niemand sonst im Wald war.

Nach rund zweieinhalb Stunden war unser Korb mit Steinpilzen und Maronen gefüllt. Die Pilze waren von ausgezeichneter Qualität, sieht man vom Schneckenfraß ab. Der Pilz rechts auf dem Foto deutet an, dass auch eine junge Generation noch nachrückt. Und das so spät im Jahr!

Bereits am Freitag hatten wir die letzten Anisegerlinge eingesammelt, ebenfalls bei Morbach. Meine Frau findet sie so schön kräftig-würzig. Es gab sie zu Spätzle und Knoblauchwurststückchen. Ferner fanden wir 4 Steinpilze in hervorragender Qualität, einige wenige Maronen sowie meine ersten Austernpilze überhaupt, die aber im Wald blieben.

Da die Temperatauren auch nachts wieder steigen, sind wir guten Mutes, dass die Saison noch nicht zu Ende ist.

Viel Spaß allen!

Liebe Grüße Beatrice und Jürgen«

Pilz-Ticker-RP


Foto: Jürgen konnte sich erneut über Steinpilze von bester Qualität freuen.  Allerdings liegt links im Korb ein Schwerversehrter. Er sieht beinahe aus, als habe er Schussverletzungen bei einer Treibjagd erlitten.

Pilz-Ticker-RP


Altenkirchen: Steinpilze im Spezialversteck


Foto: Ein Steinpilz ragt mit seiner Größe aus dieser Sammlung klar heraus. Markus musste den Riesen aufwändig aus Erde und Wurzelwerk herausbuddeln. Wie wir sehen, ist sein Hut von Wurzelstrippen eingeschnitten. Markus hatte ihn erst entdeckt, als er den nur unweit entfernten Fliegenpilz fotografieren wollte, siehe das zweite Foto. 

Pilz-Ticker-RP


Markus schreibt am 6. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die Pilze in meinen Revieren sind derzeit weit verstreut. Deshalb habe ich heute an einer relativ zentralen Stelle geparkt, um eine große Schleife ohne gründliches Absuchen zu machen.

Nach etwa 45 Minuten hatte ich immer noch nichts gefunden, dann kamen aber nach und nach die üblichen Verdächtigen wie Steinpilze, Birkenpilze, Maronen und zwei Flockis in mein Körbchen.

Dabei kam ich zwei Steinpilzen, die ich normalerweise nicht gefunden hätte, auf die Spur.
Dem Ersten, weil ich den Auftrag hatte, ein paar schöne Fotos von Fliegenpilzen zu machen.
Aus einiger Entfernung leuchtete ein gerade aus dem Moos gekrochener Kerl zu mir herüber.

Das war ein lohnenswertes Motiv, denn gleich daneben versuchte sich ein mächtiger Steinpilz durch Wurzelwerk nach oben zu kämpfen. Ich musste erheblich buddeln, um den Pilz aus der Erde zu bekommen. Man sieht ihn oben auf dem Gruppenfoto, sein Hut ist von Wurzelstrippen zerfurcht.

Den Zweiten entdeckte ich, als ich bei Schnittresten doch noch einmal genauer nachschaute. Er hatte es sich in einem hohlen Baumstumpf gemütlich gemacht. Ich habe einen Moment gezögert, aber er musste schließlich mitkommen.

Insgesamt wieder eine tolle »Zugabe«. Das es ja wieder wärmer wird, geht es nächste Woche erneut in die Wälder!

Liebe Grüße Markus«

(3 Fotos © Markus E.)

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Foto: So schöne Steinpilze! Markus durfte diesmal über Funde von ihnen staunen, nachdem er bei seinem letzten Pilzgang gerade mal zwei Stück entdeckt hatte.

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Jetzt haben im Hunsrück die Maronen und die Fichtenreizker das Sagen - aber auch noch ein prachtvolles Butterfässchen


Foto: Ein formschöner Steinpilz mit einem eckig wirkenden Hut, der wie ein Polsterkissen aussieht, gefällt sich sichtlich im Sonnenlicht. Margit und Oliver zählen ihn bestimmt der von ihnen ins Leben gerufenen Kategorie »Butterfässchen« zu. Auf dem 2. Foto sehen wir Anisegerlinge und Parasole im Pilzkorb. (3 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 5. November 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

eigentlich wollten wir noch einmal in den Soonwald bei Tiefenbach fahren, unterwegs entschieden wir uns jedoch wieder für die Nadelwälder des Hunsrück.

Hier ist es viel beschwerlicher, Pilze zu finden, weil wir das Auto in einer kleinen Ortschaft mit einem Parkplatz am Sportplatz abstellen müssen. Denn die Waldwege dürfen nur von  Anliegern befahren werden, und das sind wir natürlich nicht. Was bedeutet, dass wir zu unseren Pilzplätzen zwei Kilometer laufen müssen. Im Soonwald ist es vergleichsweise deutlich komfortabler.

Auf dem langen Anmarsch fanden wir aber bereits Espenrotkappen, was durchaus motivierend war. Und ich kann mich nur wiederholen: viel Bewegung an frischer Luft tut sehr gut und hält fit.

Im Gebiet angekommen, suchten wir einige stark bemooste Lichtungen auf und hatten erste Erfolge: einige Maronen wanderten in die Pilzkörbe. Nicht lange danach entdeckten wir einige Rotfußröhrlinge und viele Fichtenreizker. Das Wachstum der Violetten Rötelritterlinge nimmt nun langsam ab; diese Pilze stehen nach unserer Beobachtung relativ lange und es kommen keine jungen hinzu.

Die Steinpilze wachsen auch noch, nun aber schon seltener; die Maronen und Fichtenreizker haben im Moment das Sagen.

Auf einer kleinen Lichtung in einem Fichtenwald, das möchte ich einschieben, hatte ich unlängst meinen ersten Sandröhrling überhaupt gefunden. Ich war mir mit der Bestimmung nicht sicher gewesen, aber Heinz Wilhelm hat mir wieder geholfen. Ich sage es gerne etwas pathetisch: so, wie Eisen das Eisen schärft, so lernt ein Pilzsammler vom anderen. Heinz Wilhelm kommt sicher zugute , dass er das Pilze suchen schon ganz früh von der Pike auf gelernt hat, so wie er es ja in seinem Buch beschreibt.

Solche bereits ab der Kindheit erworbenen Kenntnisse sind unbezahlbar; ähnlich ist das in der Landwirtschaft und in der angewandten Pflanzenkunde im Hausgarten.


Foto: Was liegt denn da für ein Weißer Riese auf dem Pilzkorb? Sollte es etwa der Steinpilz vom ersten Foto ganz oben sein? Gegen ihn sind alle anderen Pilze im Korb Winzlinge. Auch auf dem roten Korb liegt ein Oschi oben drauf.

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Auch ich habe mir im Laufe der Jahre vieles beigebracht, so dass ich mich heute im Wald sehr wohl fühle, fast daheim. Es ist ruhig, der Körper erholt sich, und das, obwohl man ja als Pilzsucher viel läuft und voller Anspannung und nicht selten auch Anstrengung die ersehnten Waldfrüchte sucht, aber dann gibt es wieder diese kleinen aufbauenden Erlebnisse und Momente, die einen zum Weitermarschieren ermuntern.

Genug des Philosophierens, kommen wir zu unserem Gesamtfund. Wir fanden viele Maronen und Fichtenreizker, ein paar herrliche Steinpilze im Bestzustand, einen Sandröhrling, einige Espenrotkappen, viele Rotfußröhrlinge und ein paar Butterpilze. Mehlräslinge und Kuhmäuler ließen wir stehen.

Gestern war ich dann auch in meinen Heimatwäldern, wo ich ein paar Parasole und ein paar Anisegerlinge fand, die direkt in den Dörrautomaten kamen. Alle anderen Pilze wurden auch getrocknet. Alles in allem hatten wir ein gutes Gesamtergebnis.

Welch ein Glück, dass ich im Moment noch Kurzarbeit habe, sonst wären diese Pilzausflüge, wie ich sie diese Saison hatte, nicht möglich gewesen.

Weiterhin alles Gute für alle Pilzsammler, und bleibt gesund!

Olli und Margit vom Pilzsuchteam Nahe-Land«

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In einem Dickicht standen die Steinpilze wie im Märchen

Wenn Margit am Auto trotz voller Körbe noch ein letztes Mal in den Wald will...


Margit und Oliver schreiben am 5. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die nimmersatten Pilzkörbe konnten keine Pilze mehr aufnehmen, so gerne sie es auch wollten.

Im unteren Raum des Nahe-Landes wachsen im Moment nur Parasole, während die Röhrlinge sich noch zurückhalten. Ein kleinster Lichtschimmer dort war ein großer Butterpilz, der ganz einsam neben einer Wildschweinsuhle wuchs. Immerhin, ein Korb voll Parasole ließ sich im Feilbingerter Wald, in der Nähe des Lemberges, finden.

Deshalb besuchten wir erneut unsere neu entdeckten Pilzwälder in den weiten Waldlandschaften des Hunsrück. Dort sieht es besser aus, wohl deshalb, weil es hier im Spätsommer viel geregnet hatte.

Wir mussten allerdings feststellen, dass es auch im Hunsrück in den Laubwäldern derzeit sehr wenig Röhrlinge gibt. So landeten in unseren Körben erneut viele Fichtenreizker und Violette Rödelritterlinge sowie Rotfußröhrlinge. Vereinzelt stießen wir auch auf Frauentäublinge, die ebenfalls Platz in unseren Körben fanden.

Die Steinpilze wachsen jetzt nur in den Fichten

Anders in den Fichten. Hier ließen die Fichtensteinpilze bis jetzt nicht mit dem Wachstum nach. Einer nach dem anderen fand zu unserer Freude seinen Platz in einem unserer Körbe, eine beachtliche Zahl kam zusammen. Auch die Parasole und Mehlräslinge hören nicht auf zu wachsen.

Der viele Regen, der zurzeit niedergeht, tut auch den Maronen gut. Sie stehen bei uns als Trockenpilze hoch im Kurs, entsprechend viel Arbeit hat unser Dörrgerät mit ihnen.

Nachdem wir schon beim Auto mit vollen Körben (z. B. 2. Foto rechts) abfahrbereit waren, wollte Margit unbedingt noch einmal in den Wald, ein letztes Mal für heute, wie sie sagte.

Obwohl ich schon ziemlich laufmüde war und nur noch unsere Obststeige als Transportbehältnis blieb, lenkte ich ein. Den ersten Fichtensteinpilz fand ich und dachte mir: dieser an den Röhren noch reinweiße Prachtkerl wird ihr reichen, denn er war dick wie ein Butterfaß. Und wie gesagt, unsere Körbe waren ja längst bestens gefüllt.

Doch denkste! Ohne Korb verschwand Margit augenblicklich in den Ginsterbüschen und ließ keinen Pieps mehr von sich hören. Das war schon ungewöhnlich, da ich doch üblicherweise ihre Freudenrufe bei einem Fund höre. Was machte sie da so lange?

In ihren Händen ein Berg bester Steinpilze

Mein Prachtsteinpilz lag inzwischen in der Steige und ich wartete auf Margit. Dann traf mich fast der Schlag: in beiden Händen trug sie einen Berg bester Steinpilze aus dem Dickicht! Ich sperrte meinen Mund vor Staunen auf, bekam ihn gar nicht mehr zu.

Doch es sollte noch besser kommen. Sie schlug vor, ich sollte schon mal mit dem Säubern der Pilze beginnen, während sie noch die restlichen holen würde. Da hatte ich mir vielleicht was eingebrockt! Denn in der Folge schleppte sie noch 17 herrliche Steinpilze aus dem Dickicht, ich selbst fand immerhin noch 3...

Sie hat diesen Superfund im Gras und Heidekraut extra für den Pilzticker abgelichtet.

Das war wirklich eine tolle Pilzwanderung, gekrönt von einem vollkommen überraschenden Steinpilzfund. Das motiviert!

Alles Gute und noch viele gute Pilzfunde wünschen wir auch allen anderen Pilzfreunden!

Pilzfinderin Margit und Pilzsucher Olli vom Pilzticker Rheinland Pfalz«

(4 Fotos © Margit)

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Erneut tolle Steinpilzfunde für Jürgen im Raum Traben-Trarbach


Foto: 3 Fotos von Jürgen standen für das Aufmacher-Foto zur Auswahl, entschieden habe ich mich für dieses. Warum? Weil an diesen zwei Steinpilzen gut sichtbar wird, von welcher Qualität sie auch im November immer noch sind, wenn nur das Wetter mitspielt. Neben Wärme um diese Jahreszeit ist vor allem die Trockenheit - nach wachstumsauslösenden Regenschauern - wichtig. (4 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 4. November 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

auch die heutige Mittagspause nutzten wir wieder - Hundefreilauf - am Flughafen Hahn; diesmal hieß es jedoch: anderer Parkplatz, andere Ecke.

In einem reinen Buchenbestand mit nur kleinen Bäumen fanden wir innerhalb von 15 Minuten 11 Steinpilze und 3 Maronen. Zeigerpilz war in diesem Fall ein Steinpilzveteran, der im Wald blieb. Die Steinpilze waren von sehr guter Qualität (Foto rechts).

Morgen habe ich leider mittags eine Online-Schulung, aber eventuell schauen wir vorher noch in »unseren« nur 5 Minuten entfernten Buchenwald.

Kommende Nacht soll es bei uns in der Region Traben-Trarbach minus 1 Grad geben. Wir sind gespannt, wie sich das auf die Pilze auswirkt. Am Wochenende sind dann die restlichen hoffentlich gut nachgewachsenen Anisegerlinge im Hochwald dran - und was man halt sonst noch so findet.

Allen Pilzfreunden weiterhin viel Glück! Ich glaube, bis Mitte November geht noch was...

Und immer schön gesund bleiben!

Liebe Grüße Jürgen«

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Foto: Auch dieses Prachtexemplar verspricht alles an Qualität für einen jungen, heranwachsenden Steinpilz.

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Foto: Und hier ein ausgewachsener Steinpilz im Buchenlaub. Das wirft sofort die Frage auf: Was an Nachwuchs von Steinpilzen mag der Blätterteppich noch alles verbergen?

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Landkreis Altenkirchen: Markus freut sich über ein Nest stattlicher Rotkappen


Markus schreibt am 4. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem in unserer Region der erste Nachtfrost angekündigt war, hielt mich heute früh nichts zu Hause. Ich musste raus, um die Pilze vor dem Erfrierungstod zu retten.

Bei ein paar Exemplaren ist mir das auch geglückt. Ich war dermaßen voreilig, dass es noch richtig schummerig im Wald war, als ich die Rotkappen fotografierte, so dass die Bilder leider nichts geworden sind. Meine Frau hat dann in unserem Garten eine Aufnahme gemacht (Foto rechts). Stolze 780 Gramm brachten die Kameraden auf die Waage.

Zusammen mit einigen Maronen, zwei Steinpilzen, einem tollen Birkenpilz und einem Rotfußröhrling ging es wieder nach Hause.

Das gibt eine prima Pilzpfanne und das Dörrgerät läuft auch schon wieder.

Im Wald hatte ich auch eine alles andere als alltägliche »Begegnung« mit den Eckzähnen  eines Keilers. Die Hauer sahen so prächtig aus, dass ich sie an Ort und Stelle fotografieren musste (2. Foto rechts).

Mal schauen, wie sich die Temperaturen in den nächsten Nächten entwickeln, wir »Pilzverrückten« glauben ja, die Saison geht nie zu Ende.... ;-)

Liebe Grüße Markus«

(2 Fotos © Markus E., 1 Foto © Privat)

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Foto: Wie man den Rotkappen ansieht, haben die Schnecken zum Saisonende der Pilze ordentlich Knast. Vor ihnen und vor dem Frost konnte Markus die hier gezeigten Pilze retten. Sollten die Temperaturen mitspielen, würde er gerne noch mindestens ein weiteres Mal auf die Suche gehen.

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Probefahrt im Westerwald für einen Flocki



Foto rechts: Einen Flockenstieligen Hexenröhrling von 25 Zentimetern Hutdurchmesser und 430 Gramm Gewicht hat Marie im Westerwald gefunden, vermutlich im rheinland-pfälzischen Teil. Der Pilz macht hier gerade eine Probefahrt und hat zur Sicherheit sein Messer mitgenommen. Dazu fand sie auch einige Mönchsköpfe, die aber wohl vorsorglich im Wageninneren Platz genommen haben. (Foto © Marie)

3. November 2020

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Traben-Trarbach, Flughafen F.-Hahn: Die Steinpilze wachsen wie im Akkord, geerntet wird täglich


Foto: Jürgens heutiger Fund aus dem Randbereich des Flughafens Frankfurt-Hahn. Die Rotkappen, Maronen und Ziegenlippen kamen gerade recht für eine leckere Soße. (6 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 2. und 3. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute sollte es nur eine Auslaufrunde für die Hunde um das Flughafengelände Frankfurt-Hahn werden. Den Pilzkorb hatten wir trotzdem dabei. Das war gut so.

Wir haben einen relativ dichten Fichtenwald aufgesucht, der an einen Birkenbestand grenzt. Genau an diesem Schnittpunkt sind wir reichlich fündig geworden. In 45 Minuten gab es Steinpilze (z. B. 1. Foto rechts), Rotkappen (z. B. 2. Foto rechts), einen Birkenpilz, Maronen und Ziegenlippen.

Einige der Rotkappen, alle Ziegenlippen sowie 3 kleine Maronen werden heute die Bratensoße bereichern. Der Rest wandert in den Dörrer oder wird verschenkt.

Ich füge auch noch eine Bilder von unseren täglichen(!) Gesamtfunden seit Donnerstag bei. Sie resultieren aus Pilzgängen fünf Autominuten von Traben-Trarbach im lichten Buchenwald sowie in einem Hochwald oberhalb von Morbach. Hier erfreuten uns neben nur wenigen Steinpilzen herrliche Anischampignons, die kräftig nachgedrückt hatten. Sie sind auf dem Foto hierunter mit dem hellblauen Untergrund zu sehen.

Da es nachts zuletzt zweistellige Temperaturen gab, haben wir erneut in »unserem« Buchenwald nach Steinpilzen gesehen, die wir auch fanden. Sie wurden auf zwei Nachbarn und den Dörrautomaten verteilt.

Allen Sammlern weiterhin Pilzglück - und bleibt gesund!

Liebe Grüße Jürgen«

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Foto: Die Gelbfleckung der Hüte deutet es an: dies sind Anisegerlinge. Sie waren an einer Stelle, die Jürgen unlängst entdeckt hatte, stark nachgewachsen. Dazu gab es einige Steinpilze.

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Foto: Dieses Foto vermittelt gut einen Eindruck, wo und wie die Anisegerlinge von Jürgen wachsen. Sie stehen unter alten Fichten, der Randbereich des Waldstückes garantiert genügend Sonneneinfall und Wärme. Ein toller Fund dieser wohlschmeckenden Pilze für den November!

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Foto: Und diese Steinpilze verschenkten Beatrice und Jürgen an Nachbarn und an ihren Dörrautomaten. Der hat reichlich Arbeit in diesen Tagen.

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Wo auch immer sich die Steinpilze im Westerwald verstecken, die Insekten finden sie


Markus schreibt am 2. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ein klein wenig neidisch werde ich ja schon, wenn von der anderen Rheinseite (aus der Voreifel) so tolle Steinpilzfunde gemeldet werden. Im Westerwald scheint sich die Saison langsam, aber sicher, dem Ende zu nähern.

Ein Anzeichen dafür ist immer das Auftreten des Hallimasch in größerer Zahl. Aber so, wie in diesem Jahr, habe ich es mit diesem Holzverzehrer noch nicht erlebt. Er hat sich sehr schnell in den Bereichen mit abgestorbenen Fichten breit gemacht. Für Liebhaber dieses Pilzes geradezu ein Eldorado (2. Foto rechts).

Ich musste mich heute mit einer kleinen Mischung aus Steinpilzen, Birkenpilzen, Maronen und Rotfußröhrlingen, sowie einem Flocki zufrieden geben.

Leider war von den wenigen Steinpilzen auch etwa die Hälfte bereits total vermadet. So hat auch das Versteck eines dieser Vertreter unter einem Baumstamm nicht vor einem Insektenbesuch geschützt. Entsprechend viel Luft machte sich diesmal auf meinem Rückweg im Korb breit (1. Foto rechts).

Liebe Grüße Markus«

(3 Fotos © Markus E.)

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Foto: Diese zwei Steinpilze suchten vor Verzweiflung vor den Maden unter einem Baumstamm Sichtschutz. Es nützte nichts - auch zu ihnen kam der unerwünschte Besuch.

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Binger Stadtwald: Die Treibjagd zwang Benedict & Frau zu einem Ausweichmanöver, das ihnen herrliche Pilze bescherte


Foto: Dafür, dass Benedict und seine Frau einer Treibjagd ausweichen und ein anderes Revier aufsuchen mussten, haben sie einen tollen Pilzfund gemacht. Wir sehen etliche Maronen, Safranschirmlinge, Steinpilze, Trompetenpfifferlinge, Mehlräslinge und ganz unten links wohl drei Ziegenlippen (im Uhrzeigersinn).

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Benedict schreibt am 2. November 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren gestern nach langer Zeit mal wieder in unserem bevorzugten Pilzrevier im Binger Stadtwald unterwegs. Leider kollidierte unser »Jagdausflug« zeitlich mit einer Treibjagd, so daß wir etwas entfernt an einem Wegesrand suchten.

Hatte es am Anfang eher nach einer Nur-Maronen-Veranstaltung ausgesehen, fand meine Frau dann erstmals Mehlräslinge. Diese sind offenbar verlässliche Zeigerpilze für Steinpilze. Denn es gesellten sich tatsächlich noch einige Exemplare des wohlschmeckendsten Speisepilzes hinzu.

Insgesamt ein ertragreicher Allerheiligen-Sonntag, wie die Fotos zeigen.

Viele Grüße Benedict«

(3 Fotos © Benedict)

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Nahe-Land und angrenzende Waldregionen:

Alle Neune: Ein Festival der vollen Pilzkörbe zu Zeiten einer späten, sagenhaften Steinpilzschwemme


Margit und Oliver schreiben am 2. November 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

egal von wo wir hören, ob Freunde aus Frankfurt, Bad Orb, Hennweiler bei Kirn: von überall kommen Telefonanrufe und Fotos von Steinpilzfunden. Steinpilze über Steinpilze! Was mag da bei Passion Pilze sammeln erst los sein?!

Man kann es nicht anders sagen: Das Pilzfieber ist ausgebrochen, die Geheimwaffe gegen Corona, das ist auch ganz einfach zu erklären, wir Pilzsucher sind immer an der frischen Luft, bei Wind und Wetter, da gibt es keinen Virus, für mich nur die Freudenschreie von Margit.

An der Lautstärke ihrer Schreie kann ich sogar aus der Ferne erkennen, was sie gefunden hat: Reizker & Co. laut, Rotkappen lauter und bei Steinpilzen rekordverdächtig laut.

Nun aber mal im Ernst: Hätte vor drei Wochen jemand gedacht, dass es noch einmal zu solch einer Pilzschwemme kommen würde? Was Margit und meine Wenigkeit im Moment finden und gefunden haben, ist wirklich viel.

Mooslandschaften wie im Märchen

Vor allen Dingen die prachtvollen Edelmaronen sind hervorzuheben. Sie sind teilweise so groß wie mittelgroße Steinpilze, einfach Klasse. Diese herrlichen Röhrlinge wachsen gerne in tiefen Mooshügeln, das heißt auf traumhaften hügeligen, moosbewachsenen, uralten Baumstümpfen, die, alle zusammengenommen, eine märchenhafte Waldlandschaft bilden.

Von diesen Baumstümpfen sieht man allerdings nichts mehr; was von ihnen übrig geblieben ist, wurde von regelrechten Moospaketen, die über Jahre Schicht für Schicht entstanden, völlig eingepackt; so entstanden diese herrlichen Waldlandschaften. Die Bäume wurden damals vermutlich noch von Hand gesägt, es war eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Es ist schwer vorstellbar, dass die heutigen Harvester solche Landschaften entstehen lassen. Zum Leid von uns Pilzsuchern.

Von den Birkenpilzen bitte nur die knackigen jungen

Auch die Fichtenreizker wachsen bei diesem Wetter zu Prachtexemplaren heran. Zu den Maronenröhrlingen gesellen sich oft auch Rotfußröhrlinge mit leuchtend gelben Röhren im jungen Alter. Wir sammeln auch gerne junge Rötelriterlinge und Frauentäublinge, die im Moment auch recht häufig zu finden sind.

Hin und wieder finden wir auch Birkenpilze, deren junge, knackige Exemplare sehr zu empfehlen sind. Wenn die Birkenpilze schon etwas älter sind, lassen wir sie immer stehen, weil sie nur den Steinpilzen im Korb den berechtigten Platz nehmen und von dieser schweren Pilzart gerne im Korb zerdrückt werden.

Wenn ich eine Schwadron Täublinge finde, die ich nicht direkt bestimmen kann, beiße ich ein Stückchen ab und zerkaue es. Falls es bitter schmeckt, spucke ich es wieder aus und Vertreter dieser Pilzart bleiben im Wald. Dass man nicht den ganzen Tag über im Wald pausenlos Täublingsstückchen einspeicheln sollte, dürfte wohl jedem klar sein.

Gezielt sammeln für den Dörrautomaten

In den Fichten- und Nadelwäldern finden wir, wie in anderen Bundesländern auch, Krause Glucken, allerdings nicht so häufig. Momentan macht das gar nichts, weil wir uns nur auf die Pilze konzentrieren, die wir im Dörrautomaten trocknen können. Wir trocknen am liebsten Maronenröhrlinge, weil sie das beste Aroma in einer Soße abgeben.

Wir fanden auch noch am ersten der vier letzten Pilzexkursionen reichlich Espenrotkappen; am letzten Tag fanden wir nicht mehr eine.

Insgesamt bescherten uns diese vier Waldgänge 9 volle Pilzkörbe. An einem Tag fanden wir innerhalb von etwa 20 Minuten 20 herrliche Fichtensteinpilze, und das auf einem kleinen Waldweg. Margit hat von ihnen an Ort und Stelle ein Foto gemacht; die 20 Pilze passten nicht mehr in unsere Körbe, die alle bereits überfüllt waren. Auch die Holzsteige war zu klein, wie das letzte der Fotos bezeugt.

Gegen Ende der Pilztouren fand ich noch einmal einen Giganten von Steinpilz, auf dem  vorletzten Bild neben dem roten Korb sieht man erst die Ausmaße dieses Goliaths. Der Korb ist etwa 40 cm lang, den Hutdurchmesser schätze ich auf 25- 30 cm. Auf die Waage habe ich ihn allerdings nicht gelegt, er könnte so etwa 800 Gramm gewogen haben.

So, das war es wieder vom Pilzsuchteam Nahe-Land.

Alles Gute, liebe Pilzfreunde! Und bleibt im Wald, dann bleibt ihr gesund!«

(5 Fotos © Margit)

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Bei Speyer: Ein Bronzeröhrling noch im November!


Foto: Einen erstklassigen Schwarzhütigen Steinpilz (Bronzeröhrling) noch im November zu finden, kommt nicht jeden Tag vor, zumal die Art an sich schon selten bis sehr selten ist. Dieses Prachtexemplar erinnert mit seinem Stiel stark an einen Hasen- oder Zimtröhrling, doch der schwarzgetönte Hut würde dem nicht »passen«. Das zweite Foto zeigt: er brachte 361 Gramm auf die Waage. (2 Fotos © Annette)

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Annette schreibt am 1. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

der Nieselregen konnte uns einmal mehr nicht von der Pilzsuche abhalten.

So fanden wir in der Rheinebene auf nur fünf Quadratmetern zunächst Maronenröhrlinge.
Das Staatsstück unserer kleinen Tour war natürlich der große Schwarzhütige Steinpilz (Boletus aereus), der sich gut getarnt im Laub versteckte.

Allen Pilzticker-Freunden wünschen wir schöne Wanderungen, viel Erfolg bei der Pilzjagd und nicht zuletzt Gesundheit.

Mit lieben Grüßen aus der Südpfalz

Stephan und Annette«

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Peter wechselte die Rhein-Seite - und fand herrliche Steinpilze


Foto: Diese sehr schönen Steinpilze hat Peter gefunden, nachdem er die Rheinseite gewechselt hat. Im Bienwald standen sie, nachdem er in der Region Karlsruhe nicht zuletzt der großen Konkurrenz wegen kaum etwas gefunden hatte. (Foto © Peter)

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Peter schreibt am 1. November 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich verfolge regelmäßig den Pilzticker und war die letzten Wochen immer mal wieder in den Wäldern rund um Karlsruhe unterwegs. Da es scheint, dass hier extrem viele Pilzsammler unterwegs sind, entschloss ich mich, über den Rhein ins deutsch-französische Grenzgebiet zu fahren, nämlich in den Bienwald entlang der Lauter.

Ich musste gar nicht lange suchen und fand Steinpilze in unterschiedlichen Altersstufen, alle von bester Qualität, von ein bisschen Schneckenfraß abgesehen.

Gefunden habe ich die Pilze an nur zwei Stellen, beide im Mischwald mit Buchen, Fichten, Kiefern und vereinzelten Birken und Eichen. Auch die Strategie, dem Fliegenpilz als Zeigerpilz zu folgen, hat sich bewährt und mit zum schönen Sammelergebnis beigetragen. Nach etwas mehr als einer Stunde war mein Beutel voll und ich konnte mich auf den Heimweg machen.

Einen Teil der Pilze gab es zum Abendessen, den anderen habe ich im Dörrautomaten getrocknet.

Mal sehen, wie ich die nächsten Tage noch zum Sammeln komme, für Berufstätige wie mich ist es unter der Woche schwierig, größere Touren zu unternehmen. Leider.

Ich wünsche allen Pilzbegeisterten weiterhin viel Erfolg. So wie ich es aufgrund der nachwachsenden Steinpilze einschätze, geht die (Stein-)Pilzsaison noch ein paar Tage weiter.

Viele Grüße Peter«

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Bad Dürkheim: Eine bunte herbstliche Pilzgesellschaft für David


Foto: Neun verschiedene Arten herbstlicher Speisepilze hat David hier ausgebreitet. Erhaben thronen die zwei Steinpilzgranden über dem bunten Sammelsurium. (Foto © David)

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David schreibt am 31. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern sind wir von Mannheim aus in den Pfälzer Wald gefahren und waren bei Bad Dürkheim unterwegs.

Gefunden haben wir eine schöne Auswahl an jungen Flockenstieligen Hexenröhrlingen, Maronenröhrlingen, einige Täublinge und Fichten- und Edelreizker, Rotfußröhrlinge, Violette Lacktrichterlinge, Sandröhrlinge und 2 tolle Steinpilze. Stehen lassen haben wir 2 Gelbe Hohlfußröhrlinge und kiloweise Sandröhrlinge.

Ansonsten war der Wald übersät mit Gelben und Weißen Knollenblätterpilzen, Fliegenpilzen und Nebelkappen. Einige Pantherpilze und ein einzelner Perlpilz waren auch zu sehen.

Wir werden am Sonntag sicher noch einmal losziehen und berichten.

Viele Grüße David«

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Nichts wie raus, ab in den Wald, laufen, Pilze finden, gesunde Luft und Freude tanken!


Margit und Oliver schreiben am 27. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir können wieder einmal reiche Pilzausbeute aus den Wäldern des Hunsrücks vermelden.

Wir können es einfach nicht lassen. Der Drang, die Wälder zu durchstreifen und dabei auch noch essbare Waldfrüchte zu finden, ist einfach zu groß, um untätig zuhause rumzusitzen oder gar Trübsal zu blasen.

Also gibt es nur eines: raus, ab in den Wald und laufen und suchen, und wenn dann der erste essbare Pilz gefunden ist, heizt das die Freude und Motivation noch mehr an.

Um auch das Danach nicht zu vergessen: am Abend hat man den Kopf frei und der Körper fühlt sich stark und gesund an. Die frische Waldluft ist einfach das Beste, was es gibt, vielleicht außer frischer Seeluft, die ist vergleichbar gut, wenn sich der Mensch nur darin bewegt.

Viele feine Mehlräslinge

So fühlten wir uns auch heute wieder. Es war ein sehr guter Tag. Wir fanden anfangs viele Lila Rötelritterlinge, sehr viele knackige orangegelb leuchtende Fichtenreizker und einige Edelreizer. Der Waldboden überließ uns einen schönen Steinpilz nach dem anderen (3. Foto rechts), zwei Hainbuchenraufußröhrlinge kamen bald dazu.

Es folgten Birkenpilze, Rotfußröhrlinge und Parasole. Immer wieder fanden wir Butterpilze, die dieses Jahr offenbar deutschlandweit einen Großauftritt haben. Es wachsen auch viele Mehlräslinge in den Fichtenwäldern. Dieser feine Suppenpilz, der sich auch bestens für helle Soßen eignet, ist auf dem 2. Foto rechts zu sehen.

Wohltat für die Fichtenwälder

Den Fichtenwäldern ist die Nässe eine Wohltat, hoffen wir, dass sich angeschlagene Bestände erholen können, damit uns die Fichten erhalten bleiben, denn an sie sind etliche gute Speisepilzarten (wie natürlich auch ungenießbare und giftige) gebunden und es wäre fatal, wenn diese Arten mit den Fichten sterben müssten. So fanden wir in den Fichten gut 15 kleine, knackige Maronenröhrlinge.

Die Gesamtfundmenge konnte sich wieder  einmal sehen lassen, siehe das 1. Foto mit unseren zwei Körben. Es stammt, wie alle anderen auch, wieder von Margit, die sie extra immer für den Pilz-Ticker-RP macht.

Bis zum nächsten Mal!

Viel Glück beim Pilze suchen wünschen Margit und Olli vom Pilzsuchteam Nahe-Land«

(3 Fotos © Margit)

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Daxweiler: Die Steinpilze verstecken sich noch vor Anja und Jonas


Jonas schreibt am 27. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

dies ist unsere Premiere im Pilzticker.

Am vergangenen Samstag haben wir die Wälder des Hunsrücks nahe Daxweiler unsicher gemacht. Wir waren vor allem auf der Jagd nach Steinpilzen, um unser Weihnachtsessen zu veredeln. 

Landschaftlich war es ein Traum, wir genossen wunderbare Ausblicke bis ins Rheintal und den Hunsrück. Wir fanden dicht bemoosten Waldboden vor, den vor allem massenhaft Fliegenpilze und Pfefferröhrlinge als Anzeiger für Steinilze besiedelten. Alles stimmte. Nur leider die Anzahl der Steinpilze nicht: wir entdeckten nicht einen.

Und das nicht zum erstenmal. Weder bei Daxweiler noch im Langenlonsheimer Wald, weder auf dem Rotenfels in Bad Kreuznach noch auf dem Lemberg nahe Feilbingert hatten wir Fundglück.

Immerhin, auf einer Waldwiese standen etliche Parasole verschiedenen Alters; am Ende hatten wir unsere Körbe sicher mit 30 Stück gut gefüllt (u. a. Foto rechts).

Pilzige Grüße aus Rheinhessen,

Jonas und Anja«

(Foto © Jonas)

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Start-und-Landebahn-Champignons vom Flughafen Frankfurt-Hahn


Foto: Fünf schöne Rotkappen brachten Farbe in die Steinpilze beim Montagsgang von Beatrice und Jürgen. (3 Fotos © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Jürgen schreibt am 27. Oktober 2020:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

wir waren schon gestern, Montag, erneut in der Nähe von Traben-Trarbach auf Pilzsuche. Im Buchenwald haben wir reichlich Steinpilze sowie fünf schöne Rotkappen gefunden. Die Ausbeute ist auf dem Bild oben zu sehen.

Am heutigen Dienstag waren wir, von Lötzbeuren her kommend, in der Nähe vom Flughafen Frankfurt-Hahn, cirka 15km östlich von Traben-Trarbach. Zunächst sahen wir außer vielen Fliegenpilzen gar nichts. Erst in einem relativ düster wirkenden trockenen Fichtenwald mit angrenzenden Birken fanden wir die ersten Steinpilze. In der Nähe der Start- und Landebahn ließen sich anschließend noch 6 Wiesenchampignons finden.

Unsere Hoffnung, auf der gegenüber liegenden Seite ebenfalls Steinpilze zu finden, erfüllte sich leider nicht: nichts als Fliegenpilze. Auf dem Rückweg entdeckten wir aber einen zwar unbrauchbaren Steinpilzveteran, doch seine vier Angehörigen waren kerngesund. Die nahmen wir gerne mit!

So war unser zweistündiger Ausflug wieder einmal ein prima Erfolg.

Bleibt gesund!

Alles Liebe, Beatrice und Jürgen«

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Foto: Ein Steinpilz und sein Zeigerpilz: der Mehlräsling, der zu den besten Suppenpilzen zählt, gehört neben Fliegenpilzen und Pfefferröhrlingen zu den drei besten Steinpilz-Anzeigern.

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Foto: Der Dienstagsfund. Wir sehen neben Steinpilzen, gesammelt am Flughafen Frankfurt-Hahn, auch sechs Wiesenchampignons, sozusagen Start-und-Landebahn-Champignons.

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Altenkirchen: Die Mühsal im schwer zu durchdringenden dornigen Wald hat sich gelohnt


Foto: Ein herrlicher Steinpilz, ausgewachsen, aber noch mit schönen crèmeweißen Röhren. Der bringt Gewicht in den Korb! (4 Fotos © Markus E.)

Pilz-Ticker-RP


Markus schreibt am 27. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

eigentlich wollte ich schon gestern von meiner Tour berichten, aber leider hat das Internet gesponnen; ich konnte keine Mail versenden. Nun also erst heute.

Für diese Woche hatte ich mir zwei Besuche im Wald vorgenommen. Weil das Wetter gut war, ging ich also bereits am Montag auf die Pirsch.

In meinen angestammten Gefilden im Landkreis Altenkirchen im Westerwald waren nur vereinzelt Steinpilze zu finden, weshalb ich mich im wahrsten Sinne des Wortes tiefer in die Büsche schlug. An vielen Stellen war es wegen abgestorbener Fichten so licht im Wald, dass sich das Brombeer- und Himbeergebüsch bereits hindernisartig breit gemacht hat. Das Vorankommen war teils sehr mühsam.

Doch es hat sich gelohnt, weil ich nicht nur neue Stellen im Wald für mich entdeckt habe, sondern weil sich mein Korb (1. Foto rechts) erfreulicherweise mit weitgehend madenfreien Steinpilzen, Birkenpilzen (z. B. 2. Foto rechts) und auch drei kleinen Maronen gefüllt hat.

Zur Belohnung für die über 11.000 Schritte gab es dann auch leckere Pilzbrote zum Mittagessen (z. B. 3. Foto rechts).

Zu unserer Überraschung wachsen nun auch in unserem Garten Champignons. Sie zeigen sich erstmals bei uns. Alle durften stehen bleiben, in der Hoffnung, dass es im Laufe der Jahre immer mehr werden.

Wenn alles gut geht, werde ich diese Woche einmal ein mir völlig fremdes Gebiet aufsuchen. Sollte er lohnenswert sein, werde ich berichten.

Liebe Grüße, auch an alle anderen »Pilzsüchtigen«,

Markus«

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Foto: Sie wachsen im unwegsamen Geäst, die schönen Steinpilze. Man darf sich ausmalen, wie es knackte und krachte, als Markus sich ihnen näherte. Erst die Mühsal, dann das leckere Pilzbrot.

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Hunsrück: Olivers Vorliebe für Violette Rötelritterlinge und Stockschwämmchen - und für eine köstliche Pilzsuppe


Margit und Oliver schreiben am 26. Oktober 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

am Sonntag Nachmittag hielt uns nichts, erneut Pilze suchen zu gehen.

In den Wäldern des Hunsrücks angekommen, gingen wir zunächst die Waldränder ab und fanden auch sofort schöne Butterpilze und Edelreizker. Nach einer Weile entdeckten wir in einem Graben den ersten Fichtensteinpilz.

Dann der Knaller, vor mir standen mehrere knackige Maronenröhrlinge! Sie kommen also doch noch, nachdem ich kürzlich noch über ihr Ausbleiben geklagt hatte. Absolute Klasse!

Gestern fanden wir auf einer Wiese am Waldrand erneut einen außergewöhnlich gewachsenen Steinpilz, nur wenige Meter von unserem ebenfalls deformierten entfernt, den wir gestern entdeckt hatten.

Danach besuchten wir einen anderen Wald, in dem wir schöne Fichtenreizker und erneut Steinpilze (2. Foto rechts) und Rotfußröhrlinge fanden. Ich hoffte, wieder einige Violette Rödelritterlinge zu finden, und dieser Wunsch erfüllte sich auch prompt. Diese Pilze schmecken mir sehr gut!

Auf einer Waldlichtung wuchsen massenhaft Schopftintlinge, die wir aber stehen ließen. Diese Pilze ernte ich am liebsten im späten Frühling, dann sind sie knackig und schmecken wie Spargel.

Zu meiner größten Freude entdeckte ich an einem total bemoosten Laubbaumstumpf herrliche Stockschwämmchen (3. Foto rechts), die ersten in diesem Jahr.

Die letzen zwei Stunden unserer Pilzsuche hatte es geregnet, aber das hielt uns nicht davon ab, fleißig weiterzusuchen. Bei Regen ist wenigstens keine oder so gut wie keine Konkurenz im Wald. Und solche Gänge härten ab, ganz abgesehen davon, dass die Luft gereinigt ist und der Wald herrlich nach Bäumen, Moos und Pilzen duftet.

Am Abend kochten wir eine Pilzsuppe für eine Freundin, die wir damit überraschen wollten.

Die Zutaten:

  • 600 Gramm gehäutete Goldröhrlinge;
  • 1 Steinpilz
  • 2 Edelreizker
  • 4 kleine Waldegerlinge
  • Eine Handvoll Stockschwämmchen (Hüte)
  • 1 Marone
  • 1 geschlossener Parasol
  • 3 Butterpilze
  • 1 Fichtenreizker
  • 2 große rohe Kartoffeln
  • 6 große Karotten
  • 1 große Zwiebel
  • Petersilie, frisch oder getrocknet
  • 2 Teelöffel Gemüsebrühe
  • Eine Brise Kräutersalz
  • 200 Gramm Sahne
  • 100 - 150 ml Rotwein

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und würfeln. Die Karotten und die Zwiebel würfeln und mit den Kartoffeln in einen 3-Liter-Topf geben.

Die Pilze in Scheiben schneiden und mit den Kräutern in den Topf und den Wein dazugeben. Nun das ganze Gemenge so lange unter ständigem Umrühren köcheln lassen, bis die Kartoffeln und die Karotten al dente sind.

Dann den Inhalt mit einem Stabmixer pürieren und die Gewürze hinzugeben. Nun die Sahne hinzutun. Falls die Suppe noch zu fest sein sollte, etwas Milch dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Abschmecken und bei Bedarf nachwürzen, aber dezent, so dass die Pilze noch git herauszuschmecken sind. Dann ist das Ziel erreicht und die Suppe ist fertig.

Mit frischem Baguette und Petersilie verziert, ist dieses Gericht eine Delikatesse.

Wer nicht exakt dieselben Pilze zur Verfügung hat, kann auch andere Pilzarten wählen. 800 Gramm an Pilzen sollten es schon sein, Mischpilze erhöhen den Geschmack.

Guten Appetit!

Viele Grüße von Olli und Margit vom Pilzticker RP«

(3 Fotos © Margit)

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Wie so oft: An der letzten Pilzstation des Waldganges lachten die Steinpilze


Foto: Ein nicht gerade häufiges Motiv ist ein Korb voller Anisegerlinge, die Jürgen und Beatrice oberhalb Morbach (Landkreis Bernkastel-Wittlich) gefunden haben. Sie schmecken ausgezeichnet! (2 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 25. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren vier Stunden waren wir im Hochwald unterwegs.

An der ersten uns bekannten Stelle gab es einen Prachtkerl von Steinpilz, den wir leider nicht fotografiert haben. An unserem zweiten Platz haben wir außer jeder Menge Fliegenpilze, Kahlen Kremplingen und Goldröhrlingen nichts Verwertbares gefunden. Dann aber stießen wir auf jede Menge schöner Anisegerlinge.

Auf den Rat meiner Frau suchten wir vor der schon anvisierten Heimfahrt noch einen Platz auf, an dem wir zwei Tage zuvor immerhin einige Steinpilze gefunden hatten. Eine gute Entscheidung. Denn dort und noch ein Stück weit bergauf kamen 15 Steinpilze zusammen, deren schwerster 650 Gramm auf die Waage brachte.

Jetzt läuft der Dörrautomat und der Rest verbringt die Zeit auf Siebe verteilt auf der Heizung, eine Trocknungsart, die nach unserer Meinung auch ganz prächtig klappt.

Da wir jede Menge Minis zurückgelassen haben, geht es am Dienstag nochmal in den Buchenwald.

Viel Glück allen Sammlern - und bitte gesund bleiben!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen«

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Foto: Einer von 15 Steinpilzen, die Beatrice und Jürgen an der letzten Pilzstation ihres Waldganges fanden. Alle 15 waren schon recht stattlich.

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Vor vier Tagen nichts, jetzt alles voller Steinpilze


Jürgen schreibt am 25. Oktober 2020 zu diesem Foto:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auf dem Rückweg von Koblenz nach Traben-Trarbach haben wir, da wir die Hunde dabei hatten, am lichten Buchenwald eine Pause eingelegt.

Da wir vor vier Tagen dort waren und überhaupt nichts gefunden hatten, waren wir von der Fülle an Steinpilzen komplett überrascht. Da ich im Herbst grundsätzlich einen Stoffbeutel im Auto dabei habe, war das aber kein Problem.

Auf dem Foto ist ist rechts oben hinten ein Steinpilz mit insgesamt sechs zusammengewachsenen Stielen zu erkennen. Er brachte knapp 600 Gramm auf die Waage und war tadellos.

Liebe Grüße Beatrice und Jürgen und die 3 Hunde«

(Foto © Jürgen)

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Marathonpilzsammler auf Tour: Fantastische Pilzvielfalt mit  Schwärmereien für Rötelritterlinge und getrocknete Maronen


Foto: Der Rote Korb und der Weidenkorb sind herrlich gefüllt mit etlichen Pilzarten. Es waren für Margit und Oliver Pilzgänge der Vielfalt, wie sie sie in diesem Jahr noch nicht erlebt haben. (7 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 25. Oktober 2020:

»Servus Heinz-Wilhelm,

es gibt tatsächlich noch Wälder in Deutschland mit weiten, tiefen Moosteppichen, die eine wahre Wohltat für die Gelenke eines geplagten Marathonpilzsammlers sind. Für die Augen ist es auch beruhigend, das satte Grün, zumal es auch noch die Nerven beruhigt, was nicht unwichtig ist in dieser aufgewühlten Zeit.

Margit und meine Wenigkeit waren die beiden letzten Tage wieder unterwegs in den weiten Wäldern des Hunsrücks, wo es immer wieder Interessantes zu entdecken gibt.

Nur kurz im ersten Waldstück angekommen, fanden wir herrliche weißstielige Espenrotkappen. Etwas später entdeckten wir unzählige Schopftintlinge, viele davon im besten Zustand. Auf den Wiesen und auf Waldwegen begegneten wir immer wieder vielen Kuhmäulern, welche wir aber wie die Schopftintlinge stehen ließen.

Lob den Rötelritterlingen

Auf einem begrasten Waldweg fanden wir einen knackigen Steinpilz nach dem anderen, einer schöner als der andere. Den in seinem Wuchs bemerkenswertesten hat Margit gesondert fotografiert. Insgesamt war es eine wunderschöne Vielfalt an Pilzen.

Endlich fanden wir einige herrliche Fichtenreizker und noch mehr Edelreizker, die natürlich allesamt in unsere Pilzkörbe wanderten.

Außer diesen hervorragenden Steinpilzfunden erntete ich hervorragend schmeckende Violette Rötelritterlinge und Lila Lacktrichterlinge, wunderbar geeignet für Mischpilzpfannen. Wir fanden auch noch Waldegerlinge, Frauentäublinge mit stattlichen Stielen und braunhäutige und lilafarbige Täublinge, alle essbar. Da wir aber eine sehr große Auswahl an Speisepilzen hatten, nahmen wir nur die Frauentäublinge mit.

In allen Wäldern fanden wir erstklassige Butterpilze, manche mit trockenen Hüten, die sich besser abziehen lassen. Auf Waldlichtungen standen massenweise Parasole, die aber keinen Platz mehr in den Körben fanden.

Die Tiefkühltruhen sind voll

In einem Nadelwald entdeckte ich den ersten großen unversehrten Fichtensteinpilz und einige Rotfußröhrlinge und Maronenröhrlinge. Es ist nur zu schade, dass Nebelkappen giftig sind, denn sie und die Grünblättrigen Schwefelköpfe wuchsen beinahe massenhaft.

An diesem Freitag und Samstag fanden wir tatsächlich, ohne alle essbaren Pilze mitgenommen zu haben, sechs Körbe an der Zahl. Unsere Kühltruhen sind mittlerweile voll, somit müssen unsere nächsten Funde im Dörrgerät trocknen.

Diese Art der Aufbewahrung ist bei vielen Pilzsuchern sogar die beliebteste, weil dank Trockenpilzen herrlich schmeckende Soßen entstehen können. Am besten schmecken für mich getrocknete Maronenröhrlinge, doch ausgerechnet sie wollen im Moment nicht so freudig wachsen.

Margit hat natürlich wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker gemacht.

Alles Gute vom Pilzsuchteam Nahe-Land«

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Foto: Und hier noch drei weitere Körbe, zwei davon übervoll. Dazu muss man sagen, dass Margit und Oliver im Nahe-Land und angrenzenden Pilzwäldern monatelang auf Steinilze gewartet hatten. Erst Mitte Oktober stellten sie sich zaghaft ein.

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2 Fotos: Ein normal gewachsener und ein missgebildeter Steinpilz. Obwohl abnormes Wachstum viele Pilzfreunde fasziniert, kommt es alles andere als selten vor: »Häufig sind beim Steinpilz Mißbildungen, Veränderungen von einzelnen Pilzen, auch rasenartige Verwachsungen, Übereinanderwachsen (ein kleiner auf einem großen) und Riesenwuchs«, schreiben Bruno Hennig und Hanns Kreisel in ihrem Klassiker »Taschenbuch für Pilzfreunde« (Jena 1987, S. 144).

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Westerwald-Kreis: Die Pilze fordern den geschärften Blick


Maria schreibt am 24. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die heutige Runde im heimischen Wald bei Ransbach-Baumbach im Westerwald-Kreis war mal wieder ungewöhnlich. An den klassischen Stellen fand ich nichts, aber mit offenen Augen konnte ich neue Areale entdecken.

Birkenpilze und Rotkappen sind hier zuhauf zu finden, heute gesellten sich auch Mönchsköpfe und Reizker dazu. Steinpilze sind hier noch immer rar, am ehesten in Bruderschaft zu finden! Auf dem Foto rechts ist meine Ausbeute zu sehen.

Lieben Gruß Marie«

(3 Fotos © Maria G.)

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2 Fotos: Wir sehen links ein Schälchen mit Fichtenreizkern, rechts die bekannte Bruderschaft von Fliegenpilz und Steinpilz, der Maria aber wohl gleich nach dem Foto ein Ende bereitete.





Die Rückkehr herrlicher Steinpilze im wunderschönen herbstlichen Altenkirchener Wald


Foto: Und da sind sie wieder! Eine ganze Weile musste Markus nahezu ohne Steinpilze auskommen, jetzt sind sie zurück bei Altenkirchen im Westerwald. Allerdings wuchsen sie vereinzelt, zwangen ihn zur Suche. Aber gerade das macht Spaß im herbstlichen Wald. (4 Fotos © Markus E.)

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Markus E. schreibt am 23. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ungeplant bin ich am gestrigen Nachmittag wieder einmal in den Westerwald gestartet. Das Wetter war einfach zu schön und einladend.

Die »zweite Welle« ist in meinen Revieren zwar noch nicht angekommen, aber einige schöne, sehr vereinzelt stehende Steinpilze konnte ich dennoch finden. Dazu noch zwei junge, relativ helle Birkenpilze.

Stehen bleiben durfte eine Schar junger Butterpilze und ein einsamer Falscher Pfifferling (2. Foto rechts), der zwar auf etwas gebrechlich wirkendem Bein stand, dafür aber herrlich orangeleuchtend auf einer kleinen Lichtung posierte, der drollige Geselle. An diesem vielversprechend wirkenden Platz werde ich nicht zum letzten Mal gewesen sein. Hinzu kam noch ein hübscher Drilling vom Parasol (1. Foto rechts).

Festhalten möchte ich noch, dass es, unabhängig von den Pilzfunden, zur Zeit einfach wunderschön ist, durch die Wälder zu streifen.

Liebe Grüße Markus«





Foto: Sie sind, wie Markus es erhofft und ein wenig auch erwartet hatte, wieder da, die Steinpilze. Und sie dürften, was er nicht angesprochen hat, von ausgezeichneter Qualität sein.


Es gibt sie doch noch im Pfälzer Wald, die Röhrlinge


Annette schreibt am 22. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzticker-Freunde,

lange haben die Röhrlinge im Pfälzer Wald auf sich warten lassen. Heute konnten wir vor allem viele schöne Birkenröhrlinge finden (Foto rechts).

Bereits letzte Woche gab es in den lichten Buchen-Eichenwäldern der Rheinebene eine wahre Schwemme von Parasolen. Es war eher ein Sammeln als ein Suchen.

Liebe Grüße aus der Südpfalz und Euch allen erfolgreiche Wanderungen!

Annette und Stephan«

(Foto © Annette)

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Traben-Trarbach: Steinpilze von hervorragender Qualität


Foto: Es ist nicht die herausragende Menge an Steinpilzen für Jürgen und Beatrice, dafür sind sie von hervorragender Qualität. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 22. Oktober 2020:

»Moin Heinz-Wilhelm,

mein Urlaub ist nun leider vorbei. Deshalb habe ich nicht mehr ganz so viel Zeit, um die Wälder unsicher zu machen.

Vergangenen Samstag und Sonntag wie auch gestern Vormittag waren wir im Hochwald unterwegs. Die Ausbeute war zahlenmäßig nicht so toll, dafür jedoch qualitativ hochwertig. Samstag und Sonntag waren es jeweils 4, gestern 6 Steinpilze.

Speziell am Sonntag waren wir, nach den Schnittstellen zu urteilen, wohl zu spät dran. Aber was soll's.

Allen Sammlern weiterhin viel Fundglück! Und bleibt gesund!

Liebe Grüße Jürgen«


Goldröhrlinge im Überfluss, ein sagenhafter Rotkappenschub und ein Megahexenring


Foto: Ein Bild mit über 50 Espenrotkappen trudelt uns nicht gerade jeden Tag ins Haus, weshalb es sich den Rang als Aufmacherfoto verdient hat. Die Pilze sind alle in einem Alter, heißt, sie hatten ziemlich sicher alle die gleiche Startzeit bei der Fruchtkörperbildung, stammen vielleicht sogar von ein und demselben Wurzelgeflecht. (7 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 21. Oktober 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

gestern Nachmittag sind wir nochmals in ein anderes Gebiet gefahren, um Steinpilze & Co. zu finden.

Wir suchten etwas weiter weg von den Rheinhöhen. An den Straßenrändern fanden wir unzählige Parasolpilze und massenweise Goldröhrlinge (1. Foto rechts). Den Goldröhrlingen zieht Margit übrigens immer die schleimige Oberhaut mit einem scharfen Messer ab.

Auch fanden wir wieder relativ viele Kuhmäuler und tatsächlich den ein oder anderen Fichtensteinpilz. Dieses Mal fanden wir auch einen Rauhfußröhrling und noch einige Wiesenegerlinge. Zu meiner Überraschung entdeckte ich auch zwei vereinzelte Edelreizker, beide im Bestzustand. So waren wieder drei Körbe gut mit Pilzen gefüllt.

Wir versäumten diesmal leider, im Wald ein abrundendes Foto von unserem Gesamtfund zu machen, dafür hat Margit die Körbe dann noch im Kofferraum abgelichtet. Wie man sieht, fehlte es da schon an Tageslicht und es war mehr als trübe an der Einmündung des Waldweges von der Straße aus. 

Auch heute waren wir wieder unterwegs, auch in anderen Waldabschnitten. Das trug uns über 50 Espenrotkappen ein!

Nachdem ich meine Margit zwischenzeitlich etwa 30 Minuten aus den Augen verloren hatte, und das ohne Handy, einfach wie früher, entdeckte ich auf einer großen Wiese einen Megahexenring mit großen Parasole, mindestens 30 bis 40 Stück. Ich nahm jedoch keine mehr mit, weil wir gestern schon so viele eingesammelt hatten. Der Kreis hatte gute 50 Meter Durchmesser. Leider hatte ich, wie gesagt, kein Smartphon und keine Kamera dabei, und Margit war locker einen Kilometer entfernt von mir, wie sich bald darauf herausstellen sollte.

Wir fanden heute keinen Steinpilz, jedoch noch Goldröhrlinge, einen Birkenpilz und einige kleine Parasole sowie sehr viele Schopftintlinge für unsere geliebte Mischpilzpfanne am Abend.

Von dem Gesamtfund haben wir die meisten Pilze unseren Freunden geschenkt, denn die Mengen können wir unmöglich selbst essen oder verarbeiten. In zwei Tagen kamen also wieder drei Weidenkörbe und ein Einkaufskorb voller Pilze mit nach Hause.

Margit hat wieder mehrere Fotos geknipst, extra für den Pilzticker.

Das Pilzsuch-Team aus dem Nahe-Land«

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4 Fotos: Ein schöner Steinpilz vom Vortag; zwei Parasole am Straßenrand und ein einsamer Pilzsammler, der tief ins Bild hineingeht und einen verräterischen roten Korb mit sich trägt; zwei von über 50 Rotkappen sowie ein einsamer Birkenpilz: all das haben Margit und Oliver bei ihren letzten Pilzgängen eingesammelt.

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Emmelshausen, Rhein-Hunsrück-Kreis: Bei den Röhrlingen liegen derzeit die Espenrotkappen vorn


Margit und Oliver schreiben am 20. Oktober 2020:

»Heute besuchten wir neue, uns unbekannte Gebiete, und zwar bei Emmelshausen im Hunsrück.

Auf einer Wiese am Waldrand entdeckten wir unzählige junge geschlossene Parasolpilze und einige Wiesenchampignons; alle wanderten in die hungrigen Pilzkörb.

Wir gingen dann einen Feldrand entlang und fanden dort einen Schönfußröhrling mit leicht roten Tönen an der Basis und leuchtend gelben Röhren. Da ich einen sehr robusten Magen habe, probierte ich ein Stück von dem Pilz. Er schmeckte sehr mild, nicht bitter. Diese Pilzart soll bei manchen Menschen heftige Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Später suchten wir einen weiteren Waldrand ab und fanden einen Pulk von vier eng befreundeten Hainbuchröhrlingen, alle im Bestzustand (2. Foto rechts). Gleich darauf entdeckte Margit noch Weißstielige Rotkappen (Espenrotkappen).

Daraufhin durchquerten Margit und meine Wenigkeit einen Rotbuchen-Eichen-Wald, in dem wir hin und wieder Parasole gefunden hatten. Statt ihrer fand ich auf einer Wiese drei herrliche Espenrotkappen (z. B. 3. Foto rechts). Sie sind in dieser Gegend derzeit am häufigsten von allen Röhrenpilzen zu finden.

Am Ende des Tages konnten wir uns wieder an einer recht passablen Fundmenge erfreuen, bei der dieses Mal lediglich die Steinpilze fehlten. Die lassen sich scheinbar noch immer nicht so häufig blicken, aber auch andere Pilzarten sind uns sehr willkommen.

Margit hat zur Bereicherung des Pilztickers wieder einige Fotos gemacht.

Alles Gute vom Pilzteam Nahe-Land«

(3 Fotos © Margit)

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Das Pilzsuchteam Nahe-Land durchkämmt begeistert die Wälder

»Keine Pilzart der Welt toppt das Glücksgefühl so sehr wie Steinpilze in all ihrer Pracht«


Margit und Oliver schreiben am 18. Oktober 2020:

»Servus Heinz Wilhelm,

Samstagfrüh fuhr ich meine Margit zu ihrem Vater und dessen Lebensgefährtin, damit sie ihnen die Haare schneiden konnte; sie ist ja gelernte Frisörin. Das war meine Chance, auf den Kuhberg bei Bad Kreuznach zu fahren!

Dort angekommen, stiegen gerade drei Pilzsucher in ihr Auto, um wieder fortzufahren. Das sind keine gute Aussichten, dachte ich bei mir, denn es war ja erst gegen neun Uhr in der früh.

Bei meinem Gang konzentrierte ich mich besonders auf die Waldränder und einige Wege. Doch meine Suche blieb erfolglos. Ohne Pilze wollte ich aber nicht bei Margit auftauchen. Also suchte ich nach mir bekannten umgestürzten Bäumen, um vielleicht Austernseitlinge zu ergattern; damit hatte ich ja mehrfach Glück gehabt in letzter Zeit. Und das sollte sich tatsächlich wiederholen. Üppig war der Fund allerdings nicht (2. Foto rechts).

Frühe Austernseitlinge

Danach besuchte ich noch den Rheingrafenwald, denn dort hatte ich unlängst noch einen einen Wirtsbaum von Lungenseitlingen entdeckt. Als ich dort ankam, traute ich meinen Augen nicht: der liegende Baum war reichlich besetzt mit frischen Austernpilzen (3. Foto rechts) - außergewöhnlich früh für unsere Region. Was für mich bedeutet, dass ich ab sofort regelmäßig ein Auge auf allen mir bekannten Nestern haben muss, um ihren Reifepunkt nicht zu verpassen.

Nach diesem Erfolgserlebnis holte ich meine Margit wieder ab und wir fuhren gemeinsam auf die Rheinhöhen bei Sankt Goar. Hier konzentrierten wir uns ganz auf Bodenpilze - und wurden im Moos auch fündig. Heute hatte ich den goldenen Riecher und fand einen Fichtensteinpilz nach dem anderen, alles herrliche Pilze (z. B. Foto rechts)!

Keine Pilzart der Welt toppt für mich das Glücksgefühl, wenn man sie findet, so sehr wie Steinpilze in all ihrer Pracht. Vergleichbar ist es vielleicht, wenn der Pilzsucher herrliche  Kaskaden von Austernpilzen an stehenden Bäumen vorfindet. Ich denke, dass mir da so mancher Pilzsucher beipflichten wird.

Neu entdeckte leckere Reifpilze

2 Kilo absolut madenfreier Steinpilze kamen zusammen. In einem Graben fand ich noch drei grandiose Eichenrotkappen und auch noch sehr leckere Reifpilze, deren Bekanntschaft ich kürzlich dank Margits Fund und Heinz-Wilhelms Bestimmungsgeist kennenlernen durfte. Für jeden Pilz, den ich mit den Jahren kennenlernen darf, bin ich wirklich froh und dankbar. Denn wenn am Abend eine Mischpilzpfanne angerichtet wird, dann wird man um so reicher belohnt, je größer die Vielfalt ist.

Es sollte aber noch besser werden, denn wir fanden auch nochmals viele Goldröhrlinge und Margit entdeckte auch noch etwa zehn Kuhmäuler (Große Gelbfüße). Hier kann ich nur den Rat geben, dem Pilz am besten gleich an Ort und Stelle die schleimige Haut abzuziehen, denn sonst verschleimen die anderen Pilze im Korb nur zu gerne, sobald sie mit den Kuhmäulern in Berührung kommen.

Vier prallvoll gefüllte Körbe

In einem Übergang vom Nadel- zu einem Eichenbestand fanden Margit und meine Wenigkeit zeitgleich jeder noch eine Krause Glucke im Bestzustand. Sie waren glücklicherweise wenig verschmutzt, was viel Arbeit erspart. Zum Würzen der Mischpilzpfanne am Abend fanden sich auch noch einige Pfefferröhrlinge.Soviel zu unserem gestrigen Waldtag.

Und auch heute waren wir wieder unterwegs. Fanden zusammen noch viele Parasole, die einen großen Einkaufskorb füllten. Sie waren teils im tellerförmigen, teils noch im  geschlossenem Zustand. An weiteren Arten gesellten sich ihnen noch ein Steinpilz, einige Espenrotkappen, Goldröhrlinge, Reifpilze, herrliche Wiesenchampignons und  Schopftintlinge hinzu.

Alles in allem hatten wir am Samstag und Sonntag zweimal den roten Pilzkorb und einmal unseren Weidenkorb randvoll gefüllt, dazu unseren Einkaufskorb. Alle Pilzfunde sind auf den Fotos nicht zu sehen, weil wir die Parasole immer oben auf den Korb legen.

Alles Gute und prall gefüllte Pilzkörbe wünschen wir allen Pilzsuchern und Besuchern des Pilztickers!

Das Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land«

(6 Fotos © Margit & Oliver)

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Foto: Jetzt wird's bunt. In den großen Einkaufskorb passten gerade so einige Mischpilze sowie die teils tellergroßen Parasole.

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Ein Einzelgänger-Steinpilz zur Einstimmung auf die angekündigte wärmere Woche


Foto: Diesen großen Steinpilz hat Markus gefunden, obwohl er sich recht gut versteckte. Es sollte der einzige bleiben. Auf dem 2. Foto ist er zur Größeneinordnung noch einmal mit sehr schönen Parasole und Wiesenchampignons zu sehen. (3 Fotos © Markus)

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Markus E. schreibt am 17. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach unserem Abstecher an die untere Sieg (NRW) war ich heute wieder in meinem angestammten Gebiet im Landkreis Altenkirchen, also im Westerwald, unterwegs.

Viele junge Fliegenpilze ließen das Jagdfieber steigen, und tatsächlich fand ich einen recht gut versteckten Prachtkerl von Steinpilz. Sauber geputzt, brachte er über 300 Gramm auf die Waage. Mehr gab der Wald leider nicht her.

Auf dem Rückweg konnte ich aber noch tolle Paukenschlegel vom Parasol mitnehmen, an denen der dichte Verkehr auf der B8 achtlos vorüberrauschte. Das letzte Foto zeigt sie gebacken. Ich sage Dir, Heinz-Wilhelm: zum Gleichreinbeißen!

Schließlich suchte ich noch den Wiesenchampignon-Platz von vorgestern auf, und konnte noch etliche schöne, junge und knackige Exemplare nachlesen.

Nächste Woche soll es mit den Temperaturen wieder aufwärts gehen, da kommen bestimmt auch mehr Röhrlinge zum Vorschein.

Liebe Grüße Markus«





Drei-Kreis-Gebiet, Westerwald: Maria hat die Freude am Pilze sammeln nach Jahren wiederentdeckt


Foto: Dieser Fund von Maria datiert vom Samstag, 17. Oktober 2020. Wir sehen Steinpilze, Goldröhrlinge, Pfefferröhrlinge, Birkenpilze und Lila Lacktrichterlinge (Teller links), Parasole (Teller rechts) sowie Flaschenboviste (unten).


Maria schreibt am 16./17. Oktober 2020:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

schon lange verfolge ich das bunte Treiben auf Deiner Seite und freue mich immer sehr über Berichte von nah und fern. Also habe ich gedacht, ich könnte auch etwas zur Gemeinschaft beitragen.

Vorab stelle ich mich kurz vor: ich werde Marie gerufen, meine ursprüngliche Heimat ist Hamburg, aber seit 15 Jahren lebe ich in Rheinland-Pfalz. Durch meinen Opa waren mir Pilzgänge in der Kindheit sehr vertraut. Nach langer Pause habe ich die Freude daran erst hier wieder entdeckt.

Ich suche hauptsächlich im unteren Westerwald, manchmal auch in der Eifel sowie im Taunus und im Hunsrück, je nach Belieben und Wanderziel.

Die letzten Wochen war das Wachstum spärlich, zweimal konnte eine Pfifferlingsmahlzeit die Gaumen erfreuen, Steinpilze fanden wir kaum.

Da es in der Region viele Kiefern gibt, liegt natürlich der Blick auf dem Wurzelbereich dieser Bäume. Am gestrigen Donnerstag waren wir, wie häufig, im so genannten Drei-Kreis-Gebiet (Kreise Neuwied, Mayen-Koblenz, Westerwaldkreis) unterwegs. Wir wurden mit zwei wunderschönen Krause Glucken belohnt.

So motiviert, machte ich mich heute, Freitag, erneut auf den Weg. An den alten Steinpilzecken war nichts zu finden, von Maronen keine Spur, Reizker: Fehlanzeige. Eine kleine Rotkappe erfreute schließlich mein Herz. 

Auf dem Rückweg entdeckte ich in der Nähe eines großen Schirmlings, der meine Aufmerksamkeit gefunden hatte, zu meinen Füßen überraschend Pfifferlinge. Genau da, wor kürzlich noch Baumstämme gelegen hatten...

Am heutigen Samstag gab es auch für mich die ersten Steinpilze, dazu Lärchenröhrlinge, Pfefferröhrlinge, Birkenpilze, Lila Lacktrichterlinge, Parasole und Flaschenstäublinge - alles in bester Qualität. Violette Rötelritterlinge habe ich stehen lassen, weil sie hier so selten sind.

Eine fröhliche Marie grüßt alle Pilzfreunde«

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Foto: Zwei schöne Krause Glucken hatte Marie am Donnerstag gefunden. Am Freitag fand sie zu ihrer Überraschung noch schöne Pfifferlinge (2. Foto), als sie eigentlich einen großen Schirmpilz im Visier hatte. (3 Fotos © Maria)

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Steinpilze, die zweite Welle im Landkreis Bernkastel-Wittlich: Da muss der Dörrautomat wieder ran


Foto: Herrliche Steinpilze, die sich hier, vor dem Gang in den Trockenautomaten, mit goldleuchtenden Apfelquitten zum Stillleben vereinen. Auf dem zweiten Foto sieht man Jürgen die Freude über den schönen Fund im Fichtenhochwald an. (2 Fotos © Beatrice u. Jürgen)

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Jürgen schreibt am 16. Oktober 2020:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem wir gestern weniger erfolgreich unterwegs waren (2 Steinpilze in zweieinhalb Stunden), hat sich unser heutiger Pilzgang umso mehr Erfolg gelohnt: zwei Dutzend knackiger Steinpilze, alle madenfrei, haben wir gefunden.

Wir waren in den Nadelwäldern oberhalb von Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich unterwegs, und das bei Nebel und nur 6 Grad. Doch die dreieinhalb Stunden haben sich gelohnt. Der Dörrautomat läuft bereits und wartet auch noch auf eine zweite Fuhre.

Einen Teil gibt es dann heute noch mit Speck und Zwiebeln zu Paprikafrikadellen und Bratkartoffeln.

Morgen werden wir es dann an der dritten uns bekannten Stelle dort versuchen; mein Eindruck ist, dass sich die zweite Welle der Steinpilze auf den Weg gemacht hat. Nur die Maronen fehlen noch.

Liebe Grüße und allen Sammlern viel Glück!

Beatrice & Jürgen«

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Simmern/Rheinhöhen

Nach Wochen der Suche standen die Prachtsteinpilze da wie im russischen Märchen


Margit und Oliver schreiben am 16. Oktober 2020:

»Hallo Heinz Wilhelm,

gestern fuhren wir mal wieder in den Soonwald. Doch enttäuscht mussten wir feststellen, dass selbst an unseren alten ergiebigen Fundstellen ansolut keine Pilze wuchsen. Nur am Straßenrand bei Tiefenbach fanden wir 2 Parasolpilze.

So ging es weiter in Richtung Simmern und dann auf die Rheinhöhen. In einem Tannenwald entdeckte ich viele herrliche Parasolpilze und ab und zu einen Sternschuppigen Riesenschirmling.

Auf einer Wiese mitten im Wald stieß ich auf viele weiße Pilze, welche ich auf junge Mönchsköpfe deutete. Der Buckel der Schirme war nicht so markant nach oben gewölbt. Selbst der Geruch war obstartig süßlich, trotsdem war ich mir nicht sicher. In solch einem Fall kommen die Pilze bei uns niemals am Abend in die Pfanne, erst bei 100% sicherer Bestimmung. Es gibt schließlich genug andere gute Speisepilze.

Wenig später fand Margit einen kleinen Kiefernsteinpilz. Danach suchten wir am Wegesrand im Gras weiter und fanden massenweise Goldröhrlinge. Sie machen sich gut in der Mischpilzpfanne.

Ihre ersten Reifpilze gefunden

Hin und wieder kamen noch einige Birkenpilze hinzu. Der ersehnte Schub von knackigen Steinpilzen blieb uns allerdings versagt, auch wenn wir bereits vier Stunden unterwegs waren. Zwischendurch fand Margit auch zwei graue Pilze, die zwar gut pilzartig rochen, auch waren die Hüte wunderschön rund geformt. Wir hatten diese Art noch nie gesehen. Später sollte sich herausstellen, dass es sich um Reifpilze handelte.

Nach einigen Kilometern Fußmarsch durch verschiedene Tannen- und Mischwälder beschritten wir einen durch Baumfällung gelichteten Tannenwald. In diesem Gebiet wuchsen viele kniehohe junge Tannen und der Waldboden besaß einen schönen weichen Moosteppich.

Irgendwann fand ich mehrere Fliegenpilze und einen abgeschnittenen alten Steinpilzstiel. Was sollte ich damit anfangen? Also weiter. Doch Margit hatte wieder ihren unübertrefflichen Riecher, blieb längere Zeit in diesem Gebiet und rief mir laut hinterher: »Olli, ich habe ein ganzes Nest gefunden!«

Ein märchenhafter Anblick

Ich bat sie, die Pilze ja stehen zu lassen. Zu gerne wollte ich endlich einmal wieder Steinpilze in ihrem Habitat sehen nach all den wochen-, ja monatelang erfolglosen Gängen auf diese so begehrte Pilzart.

Und ich übertreibe nicht, wenn ich versichere: es war ein unbeschreiblicher Anblick! Nur passionierte Pilzsucher können das nachempfinden. Vor mir standen vier große prächtige Herrenpilze, ohne Makel und ohne Würmer, einer schöner als der andere (drei davon 1. Foto rechts).

Margit knippste sie gerne für den Pilzticker. Nach diesem Fund entdeckte sie noch einen megagroßen Pfundskerl, knackig und ohne Wurmbefall (2. Foto rechts). Auch ich durfte dann noch einen weiteren großen knackigen Fichtenteinpilz finden.

Tausche Pilze gegen Federweißen

Nach all diesen Funden, zu sehen auf unserem Foto mit den zwei Körben, fuhren wir dann überglücklich nach Hause. Unterwegs hielt ich dann noch bei meinem Freund, dem Winzer Tom, der Pilze noch lieber isst als wir, was etwas heißen will. Tom bekam eine gute Ladung Mischpilze ab, wir erhielten im Gegenzug ein paar Liter Federweißen. Im Herbst ist der Tauschhandel doch am schönsten!

Und heute Morgen entdeckte ich auch noch herrliche Wiesenegerlinge im Bestzustand (4. Foto rechts).

Alles Gute und noch eine große Pilzschwemme wünschen wir allen Pilzfreunden und Besuchern des Pilztickers!

Margit und Oliver«

(6 Fotos © Margit)

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2 Fotos: Diese Reifpilze sind die ersten, die Margit und Oliver überhaupt gefunden haben. Gleichzeitig ist es für dieses Jahr der hier erste gezeigte Fund dieser Art. Sie wachsen gerne bei Fichten und Kiefern auf sandigen, sauren Böden. Manchmal findet man Massen mit hunderten dieser Pilze. Sie sind sehr wohlschmeckend, jedoch auch schnell vermadet.

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