Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



Pilz-Ticker-RP




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Rheinland-Pfalz





Mit getrockneten Spitzmorcheln veredeln wir unsere Pilzsoßen und überhaupt Pilzgerichte unnachahmlich!

Wir kaufen sie natürlich in bester Bio-Ware beim Pilzversand und Pilzhandel

Pilze Wohlrab.

Ein bayerisches Familienunternehmen.





20 Jahre nach dem Harvester wächst wieder ein erster Maronenröhrling im Heimatwald


Stockschwaemmchen Oliver 27.11.22

Oliver schreibt am 27. November 2022:

"Hallo Heinz Wilhelm,

nach einer zweiwöchigen Grippe war ich heute wieder im Wald. Der frischen Waldluft wegen und natürlich auch wegen der Pilze. Würde ich tatsächlich noch welche entdecken?

Nun, es fanden sich noch einige gut erhaltene Anisegerlinge, ein paar knackige Herbstrotfußröhrlinge und einige Safranschirmlinge.

An einem schon morschen Rotbuchenstumpf wuchsen noch frisch gewachsene Grünblättrige Schwefelköpfe, die ich dieses Jahr selten gesehen habe. An einem bemoosten Stumpf fand ich wie neulich wieder Faserlinge, naheliegend sind Wässrige Faserlinge alias Wässrige Mürblinge oder Schokoladenbraune Faserlinge (siehe dazu meine Pilznachricht vom 10. November 2022 mit Thomas' Anmerkung). Die schönen Stockschwämmchen auf dem Foto rechts nahm ich selbstverständlich mit.

Zu meiner Freude entdeckte ich in meinem Heimatwald nach sage und schreibe 20 Jahren erstmals wieder einen Maronenröhrling, und zwar unter Rotbuchen. Früher und damit meine ich, bevor der Harvester hier wütete, wimmelte es hier in den Nadelwäldern nur so von Maronen. Sie waren überhaupt die erste Pilzart, die ich kennenlernte - dank dieses Standortes.

Auch wenn mein heutiges Fundergebnis recht schwach ausfiel, hat mir die Suche wieder viel Freude bereitet. Zum Abend kocht uns Margit ein leckeres Hähnchengulasch mit Pilzen.

Alles Gute von Margit und Olli aus dem Nahe-Land"

(3 Fotos © Oliver)

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Faserlinge Oliver 27.11.22
Grünblättrige Schwefelköpfe Oliver 27.11.22

2 Fotos: Links die Faserlinge, die den Wässrigen Mürblingen (Weißstieligen Stockschwämmchen) und den Schokoladenbraunen Faserlingen noch am nächsten kommen. Rechts giftige Grünblättrige Schwefelköpfe


Saisonende in den Wiesbadener Wäldern, junge Steinpilze und Maronen in den Hunsrück-Fichten


Korb Norbert 13.11.22

Foto: Da ging noch was, da geht noch was. Norbert fand in den Fichten des Hunsrück noch gute Steinpilze und Maronenröhrlinge. (Foto © Norbert)

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Norbert schreibt am 13. November 2022:

Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem es in meinen heimischen Wiesbadener Wäldern mit der Röhrlingssaison und wohl auch mit dem Gros der Speisepilze vorbei zu sein scheint, wollte ich am Samstag meine Wanderung im Hunsrück zum Anlass nehmen, zu schauen, ob in den dortigen Fichtenwäldern noch was geht. Zwar kann man mit ein wenig Glück in manchen Jahren noch im Dezember Eremiten von Steinpilzen oder Hexenröhrlingen finden, aber meiner Erfahrung nach ist es ein untrügliches Zeichen, wenn selbst Nebelgraue Trichterlinge oder die obligatorischen Grünblättrigen Schwefelköpfe am Vergehen sind.

Also musste der Pilzkorb unbedingt mit. Dass dieser Optimismus berechtigt war, zeigte mir schon der erste Maronenröhrling, keine fünf Meter entfernt vom Parkplatz. Und so ging es dann munter weiter. Zwar waren viele Fruchtkörper überständig, aber in deren Nachbarschaft tummelten sich oft junge, knackige Nachbarn.

Allerdings war ich überrascht, keinen einzigen Rauchblättrigen Schwefelkopf zu finden. Letztes Jahr wuchsen sie im gleichen Wald fast massenhaft und insgeheim hoffte ich auf sie, denn es sind sehr gute Pilze die, ähnlich wie Stockschwämmchen, ein Mischpilzgericht ungemein bereichern.

Dafür verhielt es sich mit den Steinpilzen ähnlich wie mit den Maronenröhrlingen. In der Nähe oftmals gewaltiger Überständler fanden sich auch hier kerngesunde junge Exemplare. Mein Pilzriecher hat mich also auch diesmal nicht getäuscht, und da die Pilze nahezu frei von Abfall waren, langte es locker für ein ausgiebiges Festmahl für die ganze Familie.

Mit freundlichen Grüßen Norbert"


»Sommersteinpilze im November, das erleben wir zum ersten Mal«


Roter Korb Margit 10.11.22
Korb Margit 10.11.22


Margit und Oliver schreiben am 10. November 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wir haben tatsächlich nochmals zwei Tage in Folge in unserem Hauswald herrliche Speisepilze gefunden. Dieses Jahr sind wir reichlich verwöhnt worden.

Unser Wald erholt sich nun merklich. 15 Jahre ist es jetzt her, dass der Harvester in ihm gewütet hat, und jetzt beginnt er sich zu erholen und endlich wachsen wieder erste Pilze in den neu aufgeforsteten Buchenwäldern. Damit ist er wieder ein fest einplanbares Suchgebiet, was für uns auch erhebliche Ersparnis von Benzinkosten bedeuten wird. 

Wir fanden frische, noch geschlossene Anisegerlinge und knackige Frauentäublinge ohne Madenbefall. Die Herbstrotfußröhrlinge wachsen nur noch moderat, die Rötelritterlinge gar nicht mehr.

Dafür fanden wir bei den beiden letzten Pilzgängen jeweils noch drei oder vier herrliche Sommersteinpilze, jedoch nur in den Sommersteinpilzgebieten. Eigentlich finde ich sie bei uns nur im frühen Sommer, das heißt im Juni, jedoch niemals im November. Das erleben wir derzeit zum ersten Mal.

Auf einem Foto ist der berüchtigte Gifthäubling zu sehen, gut erkennbar an den silbrigen, hohlen Stielen. Manchmal sehen seine Hüte denen der Stockschwämmchen durch den Hell-Dunkel-Kontrast sehr ähnlich. Das macht den Burschen so gefährlich, besonders wenn jemand nur die Hüte pflückt. Deshalb dürfen Stockschwämmchen nur mit ihren Stielen geerntet werden!

Nach dem trockenen Sommer und dem feucht-warmen Herbst könnte es durchaus noch so weitergehen mit dem vielfältigen Pilzwachstum. Das hoffen wir jedenfalls.

Margit hat wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker abgelichtet.

Nochmals alles Gute wünschen wir allen Pilzsuchern und Besuchern der Pilzticker-Seiten.

Euer Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land"

(4 Fotos © Margit)

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4Steinis Margit 10.11.22

Foto: Jeweils drei oder vier Sommersteinpilze fanden Margit und Oliver bei ihren letzten Pilzgängen. Üblicherweise wachsen sie an ihren Laub-Standorten im Juni oder Juli. Dieses Jahr aber ist das ganz anders.


Gifthäublinge Margit 10.11.22

Foto: Nein, es sind keine Gifthäublinge, sondern Faserlinge, von denen nach diesem Bild drei Arten in Frage kommen, siehe dazu Thomas' nachfolgender Text. 


Thomas schreibt hierzu am 11. November 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Oliver,

auch wenn das Foto über den Pilzticker einiges an Qualität einbüßen muss und somit sehr unscharf wird, sind das keine Gifthäublinge. Aufgrund von Habitus, gesäumtem Hutrand, Lamellen- und Stielfarbe sowie fehlendem Ring und weiteren Merkmalen tippe ich hier ganz stark auf einen der büschelig wachsenden Faserlinge (Psathyrella).

Da bei dem ausgewachsenen Exemplar rechts keinerlei Velumreste am Hutrand zu sehen sind, käme hier der Schokoladenbraune Faserling, oder der Büschelige Faserling in Frage. Wobei ich aber auch den Wässrigen Mürbling (Weißstieliges Stockschwämmchen) nicht ausschließen würde.

Das soll aber keinesfalls bedeuten, dass sich Gifthäublinge und Faserlinge über ein Foto unterscheiden beziehungsweise sogar bestimmen lassen würden. Vielleicht schaust du, Oliver, dir die Pilze beim nächsten Mal nochmals genauer an.

Viele liebe Grüße, Thomas"


Noch einmal drei prächtige Steinpilze für Markus zum Saisonausklang im Westerwald


Steinpilz Michael 7.11.22

Foto: Ein würdiger Abschluss für das Pilzjahr 2022 bot sich Markus beim Anblick dieses Prachtsteinpilzes. Der kräftige Kerl aus dem Westerwald schiebt Nadelstreu und Geäst mir nichts, dir nichts hoch und beiseite. (4 Fotos © Markus E.)

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korbNeu MarkusE 7.11.22

Markus E. schreibt am 7. November 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

animiert durch Anjas Bericht von Ihrem Pilzgang am 5. November bei Arnsberg, bin auch ich noch einmal in den Landkreis Altenkirchen im Westerwald gefahren. Der Pilzherbst hatte hier ja sehr spät begonnen und im Vergleich zu anderen Regionen gab es insgesamt relativ wenig zu holen, sowohl was die Menge als auch die Vielfalt betrifft. So hoffte ich noch auf ein spätes kleines Wunder.

Nur ganz selten einmal war es in meinem Pilzrevier so ruhig. Von anderen Sammlern oder Wanderern keine Spur, nur zwei Eichelhäher krakeelten rum, fühlten sich von mir gestört.

Am Anfang meiner Runde zeigte sich erst einmal kaum etwas, nur ein einsamer Täubling stand am Weg herum. In meinem Lieblingswaldstück war, wie schon das ganze Jahr (und auch letztes Jahr), nichts zu holen. Dann fand ich auf einem Gebiet mit viel Totholz endlich einen knackigen Steinpilz.


Wieseltäubling MarkusE 7.11.22

Foto: Was ist denn hier passiert? Ein Steinpilz mit Lamellen? Es dürfte sich um einen Wieseltäubling handeln, der mit seiner Hutfarbe dem Steinpilz beinahe unheimlich ähnlich ist. Aber auch ein Stinktäubling käme in Frage. Der Wegelagerer war der erste Pilz, den Markus bei seinem Gang entdeckte. 


Und wie man im Korb (Foto rechts) sieht, kam noch ein weiterer hinzu, der einen rekordverdächtig langen Stiel hatte. Im weiteren Verlauf gesellten sich noch ein paar Maronen und Flockis hinzu, ebenso einige noch ganz junge Butterpilze.

So gibt es heute Abend noch einmal ein Festmahl, und das Dörrgerät läuft schon, um letzte Vorräte anzulegen.

Da in nächster Zeit viele andere Dinge auf dem Programm stehen, war dies meine letzte "Bonus"-Tour für dieses Jahr.

Es war wieder toll, die vielen schönen Berichte und Pilzfotos zu sehen! 

Auf ein gutes Pilzjahr 2023!

Liebe Grüße Markus"


Flocki MarkusE 7.11.22

Foto: Einer von wenigen Flockis, die Markus auch noch fand. Das war's dann auch für dieses Jahr. "Weil unglaublich viel Wald bei uns kaputt ist, die Bäume kreuz und quer liegen und der Ilex sich massiv ausbreitet, ist die Suche sehr mühselig geworden", schreibt Markus. 


Morbach und kein Ende: Jürgen plant schon die nächste Steinpilz-Suche


Fund Jürgen 5.11.22

2 Fotos: Flockenstielige Hexen, Maronen und ein Perlpilz. Mit soviel hatte Jürgen bei Morbach nicht mehr gerechnet. Die nachwachsenden jungen Steinpilze (2. Foto) erstaunten ihn derart, dass er doch noch einmal bei Morbach suchen gehen will. (2 Fotos © Jürgen)

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Steinis Jürgen  5.11.22

Jürgen schreibt am 5. November 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute am recht frühen Vormittag sind wir noch einmal Richtung Morbach unterwegs gewesen. Geplant war hier für uns eigentlich der Jahresabschluss. Zunächst sah es auch ganz danach aus...

Neben einigen schönen Maronen fanden wir erst einmal nichts - außer den obligatorischen überständigen Steinpilzen und Perlpilzen.

Genau diese weckten aber unser Interesse, und auf einmal standen um einen Riesen von Steinpilz auch noch drei gerade eben aus dem Moos spitzende junge. Damit war das Feuer natürlich wieder entflammt.

So ging es dann weiter und mein Korb füllte sich allmählich mit Maronen und Steinpilzen. Bea fand dann auch an den bekannten Stellen Maronen, den einzigen verwertbaren Perlpilz sowie alle Hexenröhrlinge.

Die Übererfüllung unserer Erwartungen hinterließ ein zufriedenes Lächeln auf unseren Gesichtern. Nun überlegen wir aufgrund der angekündigten Wetterlage und der nachwachsenden jungen Pilze, den Jahresabschluss bei Morbach auf das kommende Wochenende zu verlegen.

Morgen geht es wieder in die Wälder am Flughafen Hahn, ob mit Hunden, entscheiden wir kurzfristig.

Übrigens, der Mischwald oberhalb von Trarbach ist komplett von der Forstwirtschaft ruiniert worden. Da waren wir dieses genau ein Mal - der Harvester ließ grüßen...

Allen Freunden des Pilztickers und allen Sammlern wünschen wir weiterhin erfolgreiche Pilzgänge.

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"


»Wir finden, Fichtenreizker sind die leckersten Reizker«


2Körbe Margit 4.11.22

Foto: Die 60 Kilometer Anfahrt haben sich gelohnt. Margit und Oliver konnten ihr Körbe auf den Rheinhöhen wieder gut füllen. Es war ihr letzter Gang in diesem Pilzgebiet für dieses Jahr. 


Margit und Oliver schreiben am 4. November 2022:

"Hallo Heinz Wilhelm,

nun war es soweit, wir machten uns noch vor Mittag mit dem Auto auf zu den von uns etwa 60 Kilometern entfernten Rheinhöhen. Würde es dort wie in den letzten Jahren nur so von Pilzen wimmeln?

Weil wir niemals mit dem Auto die Waldwege entlang fahren, sondern es schön brav an entsprechenden Parkplätzen abstellen, ist der Weg zu unseren Pilzgebieten oft ziemlich weit. Das ist uns die Sache aber wert.

Das ein oder andere Mal sehen wir grinsende Autofahrer mit Körben in den Kofferräumen an uns vorbeifahren. Da haben wir vielleicht noch zwei Kilometer Fußmarsch vor uns, bis wir unser Auto erreichen.

Marone Margit 4.11.22

Das ist manchmal schon entmutigend, aber wir halten das konsequent durch. Autos gehören nicht in den Wald und zudem ist das auch ohne besondere Genehmigung verboten. Außerdem schaden solche Leute dem Ruf von uns Pilzsammlern. 

Zum ersten Mal fanden wir in diesem Herbst den ein oder anderen knackigen Maronenröhrling, wie er auf dem Foto rechts zu sehen ist. Diese Pilze eignen sich ausgezeichnet zum Trocknen. Die Schwiegermutter unseres ältesten Sohnes Tobias mag getrocknete Maronenröhrlinge lieber zur Verfeinerung von Soßen als zum Beispiel Steinpilze. Sie ist jahrzehntelange Pilzsucherin aus Frankfurt und weiß, wovon sie redet. Deshalb versorgen wir sie auch damit, wenn sie keine findet.

Wir fanden sogar knackige Steinpilze im Nadelwald, wenn auch nicht in hoher Anzahl. Endlich ernteten wir auch unsere erhofften Fichtenreizker. Edelreizker hatten wir ja in den vergangenen Wochen zur Genüge gefunden. Wir finden, dass die Fichtenreizker die leckersten Reizker sind. Ihre orangene Farbe ist leuchtender und dunkler als die der etwas blasseren Edelreizker. Letztlich ist das natürlich Geschmackssache.

Zu meiner Freude fand ich sogar einen äußerst schönen Flockenstieligen Hexenröhrling, mitten im Nadelwald, sehr schön für den Dörrautomaten oder eine schmackhafte Mischpilzpfanne am Abend. Margit fand einen Netzstieligen Hexenröhrling. Wir entdeckten auch noch ein paar Frauentäublinge und Lila Rötelritterlinge. Die Perlpilze wachsen dieses Jahr in fast allen Wäldern, ähnlich häufig wie die Parasole. Margit fand noch zwei knackige Hainbuchenröhrlinge und eine junge Espenrotkappe. Und zum ersten Mal ernteten wir einige Kleine Waldchampignons.

Es war wieder ein schöner Tag in den Pilzen und das letzte Mal für dieses Jahr auf den Rheinhöhen. Margit hat wieder das ein oder andere Foto für den Pilzticker geknipst.

Noch alles Gute und viel Freude beim Pilze suchen wünschen wir allen Besuchern des Pilztickers.

Euer Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land"

(4 Fotos © Margit)

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Steinpilz Margit 4.11.22
Waldchampignons Margit 4.11.22

2 Fotos: Ein paar schöne Steinpilze wie auf dem Foto links konnten Margit und Oliver noch mitnehmen. Die Kleinen Waldchampignons rechts sehen den Perlhuhnchampignons sehr ähnlich. Zur Unterscheidung helfen der Geruch und die Probe, ob der Pilz gilbt. Perlhuhnegerlinge gilben wie Karbolegerlinge und sind ihnen auch im Geruch sehr ähnlich. Bis die Pilze gilben, können bis zu eineinhalb Minuten vergehen. Waldchampignons bluten dagegen beim Anschnitt und duften pilzig-angenehm. 


Sehr lesenswert!

Ein Exklusivquartier für die Stockschwämmchen und eine Krause Glucke, die Oliver einfach keine Ruhe ließ


2Körbe Margit 3.11.22
Stockis Margit 3.11.22
Flocki Margit 3.11.22

Margit und Oliver schreiben am 3. Oktober 2022:

"Servus Heinz Wilhelm,

bei strahlendem Sonnenschein war es unvermeidbar, dass wir erneut unsere Heimatwälder aufsuchten.

Dieses Mal drangen wir viel tiefer in den Wald ein, konzentrierten uns aber auf Waldwege und deren Randstreifen. Oft findet man hier den einen oder anderen Pilz im eher locker-offenen, lichteren Gebüsch. Was auch noch den Vorteil hat, dass man sich weniger Spinnenweben aus dem Gesicht wischen muss, denn im dichten Gebüsch und Dickicht sind viel mehr Spinnennetze.

Am Rande eines Buchenwaldes wurde zuerst Margit fündig. Der Baumstumpf einer bemoosten Buche war von wunderschönen Stockschwämmchen besiedelt, siehe das 2. Foto rechts. Damit ihre zerbrechlichen Hüte nicht zwischen den großen, schweren Röhrlingen zerquetscht werden, finden sie neuerdings exklusiv in einem Pappkarton ihr Transportquartier, siehe das 1. Foto rechts

Die Wölbungen im Laub verraten so manchen herrlichen Frauentäubling

Bald darauf fanden wir herrliche Frauentäublinge, gut erkennbar an ihren lila-olivgrünen Hüten. Sie verstecken sich sehr gerne unter dichtem Laub, deshalb sollten Pilzsucher auf leichte Wölbungen auf dem Laubteppich achten.

Es wachsen momentan einige Arten knackige Rotfußröhrlinge, etwa Herbstrotfußröhrlinge und Falsche Rotfußröhrlinge. Beide nehme ich gerne zum Dörren mit. Man kann sie später ausgezeichnet in Mischpilzgerichten verwenden. Es wuchsen auch noch schöne Lila Rötelritterlinge, für die immer ein Plätzchen in unserem Körbchen frei ist.

Die Perlpilze wachsen derzeit mit den Pantherpilzen um die Wette. Mit der Zeit lassen sich diese Zwei gut voneinander unterscheiden. Im Weidenkorb auf dem 1. Foto liegt ganz links ein mehr als stattlicher Perlpilz. Auch der Graue Wulstling lässt sich dieses Jahr oft blicken, ich nehme aber nur die Perlpilze mit, denn sie schmecken deutlich besser.

Fleiß und Durchhaltevermögen füllen den Pilzkorb

Wir entdeckten auch noch Steinpilze, Anisegerlinge und zum ersten Mal einige Flockenstielige Hexenröhrlinge mit sehr dicken, gedrungenen Stielen. Sie sehen einfach herrlich aus, so wie der Pilz auf dem 3. Foto rechts. Auch diese Pilzart haben wir bislang nicht in unserem Heimatwald gefunden.

Dass wir in der letzten Zeit gleich vier Erstfunde in unserem Heimatwald machen konnten, liegt wohl daran, dass wir wirklich stundenlang alle möglichen Gebiete durchsuchen, kilometerweit. Es ist so ähnlich wie bei der Suche nach Gold und Silber: ohne Fleiß, Geduld und Durchhaltevermögen gibt es kein volles Körbchen.

Alles in allem war es für uns wieder ein schöner Tag in den Pilzen.

Was ich noch nachtragen möchte, ist, dass uns die große Krause Glucke, von der ich am 30. Oktober berichtete, einfach keine Ruhe ließ. Wir holten sie noch ab und schenkten sie meinem Freund, dem Winzer Tom. Er war mehr als angetan und trocknete sie umgehend in seinem neuen großen Dörrgerät. Das war gleich eine ordentliche Belastungsprobe für die Neuanschaffung. 

Die zwei Fotos stammen wieder von Margit. Das nächste Mal geht es dann zum letzten Mal für dieses Jahr auf die Rheinhöhen.

Alles Gute für alle Pilzfreunde von Margit und Olli aus dem Nahe-Land"

(3 Fotos © Margit)

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Vier vereint: Thomas, Markus, Suri und Michael erneut auf Tour

Im Hunsrück geht es mit den Röhrlingen laaangsam dem Ende entgegen


Gesamtfund von Michael im Hunsrück 1.11.22

Foto: Das war noch einmal eine richtige Parade der Röhrlinge! Sie werden zwar weniger, doch es lohnt noch immer, ihnen nachzustellen. Bei diesem Pilzgang fand Michael das erste Mal überhaupt auch Frostschnecklinge (2. Foto). An jungen Kiefern, die sie benötigen, fehlt es in seinen Kronauer Pilzrevieren. Das 3. Foto zeigt die vier passionierten Pilz- und Naturfreunde bei ihrem ersten gemeinsamen Gang am 8. Oktober dieses Jahres. (7 Fotos © Michael); (1 Foto © Thomas H.)

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Frostschnecklinge Michael 1.11.22
MarkusThomas MichaelSuriNeu 1.11.22

Michael vom Pilz-Ticker BaWue schreibt am 2. November 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

erneut starteten Thomas und Markus H. (meist Pilzticker BaWue) sowie Suri und ich eine gemeinsame Pilztour. Die beiden nahmen uns wieder mit in den Hunsrück in ihr Pilzrevier.

Schon bald war uns klar, dass es auch dort allmählich dem Pilzende entgegengeht. Trotzdem waren unsere Funde noch verhältnismäßig zahlreich. Fichtensteinpilze, Maronen, Herbstrotfüße, Birkenpilze, Trompetenpfifferlinge, allerschönste Flockis, für Thomas und Markus Safranschirmlinge und für mich die ersten selbst gefundenen Frostschnecklinge wanderten in unsere Körbe.

Nach stundenlangem Gang landeten wir schließlich wieder im Brauhaus und ließen es uns bei Schwarzbier und Haxen gut gehen. Und zum krönenden Abschluss kamen Suri und Thomas am Abend noch auf die Idee, eine Eisdiele aufzusuchen. Gesagt, getan. So gönnten wir uns alle noch einen ordentlichen Eisbecher.

Es war wieder eine ausgesprochen unterhaltsame, sehr schöne Tour unter Gleichgesinnten.

Viele Grüße von Thomas, Markus, Suri und Michael"


Flocki1 Michael 1.11.22

Foto: Es fehlte - wie schon beim ersten gemeinsamen Pilzgang der Vier - auch diesmal nicht an schönsten Flockenstieligen Hexenröhrlingen. 


Flocki2 Michael 1.11.22

Foto: Sie sind mit ihren kräftigen, leuchtenden Farben immer wieder eine Attraktion, sei es, wie hier, im Fichtenhochwald oder Laubwald. 


Steini Michael 1.11.22

Foto: Sie werden weniger, sind aber immer noch gut präsent: ein Fichtensteinpilz. 


Marone Michael 1.11.22

Foto: Ein Maronenröhrling mit hochgeklapptem Visier. Er scheint sich seinem Einkassierer mit wilder Entschlossenheit entgegenzustellen. 


FZR Michael 1.11.12

Foto: Und hier noch ein paar magere Winzlinge: die ersten Fichtenzapfenrüblinge sind auch schon da. Michael wird es sich nicht nehmen lassen, sie in seinen Heimatwäldern wieder geduldig zu lesen.


Sehr lesenswert!

Auf der Suche nach Totentrompeten: Welche Böden, Waldtypen und Pilzarten sie anzeigen 


Fund Thomas 31.10.22

Foto: Es ging Thomas diesmal hauptsächlich darum, Totentrompeten zu sammeln. Alles andere war quasi willkommener Beifang. (11 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 31. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich für zwei Stunden in den Wäldern bei Rülzheim unterwegs, um meine im letzten Jahr entdeckte Stelle für Totentrompeten zu inspizieren. Zu meiner Freude konnte ich an gleicher Stelle erneut einige Exemplare einsammeln. Und zusätzlich konnte ich noch zwei weitere Plätze entdecken, an denen ich nochmals einige Totentrompeten, wie auch einige Graue Leistlinge finden konnte.

Hinzu kamen noch ein riesiger Riesenscheidenstreifling, jeweils zwei Papageientäublinge und Morgenrottäublinge, ein Brauner Ledertäubling, einige Frauentäublinge, in paar Semmelstoppelpilze, ein Hexenei der Stinkmorchel, drei Zitzenriesenschirmlinge, ein Gelber Haseltäubling, zwei Handvoll Elfenbeinschnecklinge und ein paar Erdmuschelinge.

Stehen bleiben durften Netzstielige Hexenröhrlinge, die hier und da gerade wieder einen ordentlichen Schub haben, Herkulesriesenkeulen und viele, leider schon zu alte Riesentrichterlinge.


Riesenscheidenstreifling Thomas 31.10.22

Foto: Ein wahrer Klopper von einem Riesenscheidenstreifling. Die auffällige Riefung weist den Weg zur Bestimmung. 


Zitzenriesenschirmlinge thomas 31.10.22

Foto: Zitzenriesenschirmlinge fallen mit ihrem markanten, brustwarzenähnlichen Buckel auf.


Elfenbeinschnecklinge Thomas 31.10.22

Foto: Elfenbeinschnecklinge fallen mit ihrem durchgängig erhabenen Weiß auf. 


Netzis thomas 31.10.22

Foto: Die Netzstieligen Hexenröhrlinge erfreuen sich eines neuen kräftigen Schubes. Viele Pilzsammler nehmen sie nicht mit, obwohl sie ausgezeichnet schmecken. 


Herkulesriesenkeulen Thomas 31.10.22

Foto: Herkulesriesenkeulen schmecken oft bitterlich. Sie zeigen Böden an, die auch Herbsttrompeten behagen. 


Riesentrichterlinge Thomas 31.10.22

Foto: Riesentrichterlinge werden nicht selten mit Mönchsköpfen verwechselt, die sich mit ihrem kleinen Buckel abgrenzen. Beide sind gute bis sehr gute Speisepilze. 


Riesentrichterlinge2 Thomas 31.10.22

Foto: Einen schneidigen Kreisbogen schlagen hier die Riesentrichterlinge. Diese Fähigkeit haben sie mit den sehr ähnlichen Mönchsköpfen gemein. Das Bild vermittelt gut einen Eindruck, wie die großen Pilze in der Waldlandschaft wirken. 


Erstmals Totentrompeten finden


Was den Wunsch nach einem Tipp, wo man Totentrompeten finden kann, von Jürgen und Beatrice angeht, möchte ich vorweg sagen, dass schon viele erfahrene Pilzsammler, die im Spätherbst noch durch die Laub- beziehungsweise Buchenwälder ziehen, bestimmt schon mehrfach an Totentrompeten und Grauen Leistlingen vorbei gelaufen sind, ohne dass diese entdeckt wurden.

Hier verhält es sich ähnlich wie bei der Morchelsuche. Das Auge muss erstmal ein wenig darauf trainiert werden, diese Formen und Farben, umgeben von welkem Herbstlaub, als Pilz wahrzunehmen. Ein Zufallsfund ist hierbei oftmals der zündende Funke.

Einen konkreten Waldtyp zu benennen ist schier unmöglich, da ich beide Arten - sowohl Totentrompeten als auch Graue Leistlinge - schon in den verschiedensten Wäldern finden konnte, wobei der Graue Leistling dann doch etwas anspruchsvoller bei den Bodenverhältnissen ist als die Totentrompete.


Totentrompeten2 Thomas 31.10.22

Foto: Was aus der Nähe so einfach wirkt, ist beim Gang durch den Wald viel schwieriger: Totentrompten sind mit ihrem stumpfen Schwarzgrau besonders für Anfänger schwer erkennbar. Grundregel Nummer 1 für den, der sie erstmals finden will, ist ein äußerst langsamer, bedachtsamer Gang. 


Ein sehr wichtiger Aspekt ist aber der Kalk. Hier ist es eher nebensächlich, ob der Kalk vom Grundgestein, oder aus einer Schicht aus Löss oder kalkhaltigen Schwemm- oder Flugsand ausgeht.

Böden, auf denen Totentrompeten wachsen

Meine Totentrompeten im Nordschwarzwald wachsen alle auf Löss über Buntsandstein. Im Pfälzerwald sind meine Stellen auf Sand über Buntsandstein. Wiederum habe ich aber auch sehr gute Stellen auf Löss über Muschelkalk. Aber auch im sauren Tannen-Buchenwald über Buntsandstein konnte ich die Totentrompeten an kalksteingeschotterten Wegen schon finden.

Um eine vielleicht etwas präzisere Angabe zum Wald zu machen, könnte man auch grob sagen, dass der Waldmeister-Buchenwald und der Orchideen-Buchenwald zwei potentiell sehr geeignete Waldtypen sind.

Zudem sei gesagt, dass die Totentrompete schon eher schattigere Lagen bevorzugt. Bei der Auswahl des richtigen Waldes können uns aber auch noch einige weitere Pilzarten behilflich sein.


Totentrompeten1 Thomas 31.10.22

Foto: Hier wird deutlich, dass die beinahe farblosen Totentrompeten sich dem Aschgrau der Rinde von vergehenden Stämmen und Zweigen gut anpassen. Das macht ihr Auffinden nicht leichter.


Pilzbegleiter der Totentrompeten

Pilzarten, die ich an fast all meinen Stellen immer wieder zur gleichen Zeit der Totentrompeten antreffe, sind unter anderem die Herkules-Riesenkeule, Bauchwehkoralle, Graue Koralle, Elfenbeinschnecklinge, Buchenschnecklinge, Schwarzfüßige Risspilze, Schmalblättrige Weißtäublinge, Dickblättrige Schwärztäublinge, Wohlriechende Gürtelfüße, Buchen-Klumpfüße und hier und da auch der Schwarzbraune Milchling, um nur einige Arten zu nennen.

Mönchsköpfe und Riesentrichterlinge sind Kalkanzeiger

Aber auch die auffälligen Mönchsköpfe und Riesentrichterlinge geben uns, wenn sie im Waldesinneren wachsen, zumindest den Hinweis, dass überall ausreichend Kalk im Boden vorhanden sein müsste.

Wobei es ja auch in der Pflanzenwelt noch so viele verschiedene Arten gibt, die uns Hinweise auf die Bodenverhältnisse geben. Das würde jetzt allerdings den Rahmen sprengen. Das Allerwichtigste bei der Suche nach Totentrompeten ist, wie auch bei den Morcheln: laaangsam gehen.

Viele liebe Grüße, Thomas"


Graue Leistlinge Thomas 31.10.22

Foto: Nein, es sind keine Totentrompeten, sondern Graue Leistlinge, Pilz des Jahres 2012 der Deutschen Gesellschaft für Mykologie. Zu erkennen an den weit herablaufenden Leisten. Nicht selten wachsen sie in unmittelbarer Nachbarschaft der Totentrompeten und schmecken, wie jene, hervorragend. 



Für diese riesige Krause Glucke musste erst noch ein Pilzkorb geflochten werden


Pilzkorb Oliver 30.10.22

Foto: Es dauerte nicht lange, und Oliver hatte seinen Pilzkorb schon wieder voll. Lediglich ein (großer) Steinpilz trug dazu bei. (3 Fotos © Oliver)

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Oliver schreibt am 30. Oktober 2022:

"Servus Heinz Wilhelm, ich war heute nochmals ohne meine liebe Margit in den Pilzen. Ein Mischwald in der Nähe meines Heimatortes war mein Suchgebiet.

Dort fand ich sehr viele frische, knackige Frauentäublinge ohne Madenbefall, was sehr selten ist bei dieser Pilzart. Dazu noch unzählige Ziegenlippen und Rötelritterlinge. Schnell war mein Korb gut gefüllt.

Es gesellten sich dann noch ein schöner Steinpilz und einige Anisegerlinge hinzu. Zu meinem allegrößten Erstaunen entdeckte ich vor einer riesigen Eiche eine megagroße Krause Glucke. Ich schätzte ihre Länge auf mindestens 60 cm bei einer Breite von 45 Zentimetern. Und das in meinem Hauswald!

Zum Mitnehmen war sie mir einfach zu groß. Der Pilzkorb sah relativ klein aus dagegen. Zu meiner Freude entdeckte ich an einem alten, bemoosten Buchenbaumstumpf noch einige schöne Stockschwämmchen. Es war wieder ein schöner, gelungener Pilzgang!

Morgen wollen wir zusammen andere Teile des Waldes aufsuchen.

Noch alles Gute vom Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land"


KG Korb Oliver 30.10.22
Stockis Oliver 30.10.22

2 Fotos: Ein Phänomen ist die riesige Krause Glucke, nicht nur ihrer Größe wegen. Eine Kiefer, ihr fester Baumpartner, ist das im Hintergrund nicht, und es sind auch keinerlei Kiefernnadeln auf dem Boden zu sehen. Auch Pilzfreund Tobias vom Pilzticker Hessen hatte sich kürzlich gewundert, dass einige Krause Glucken in seinem Wald bei Darmstadt-Eberstadt am Fuße anderer Baumarten und nicht bei Kiefern wuchsen. Rechts eine schöne Schar von Stockschwämmchen, die Oliver natürlich willkommen waren. 


Sind die Rotkappen übergeschnappt am Flughafen Hahn?


Fund Jürgen 30.10.22

Foto: Schluss und Aus mit den Steinpilzen am Flughafen Hahn. Dafür sprießen auf einmal - wer hätte das gedacht? - die Rotkappen stark. (3 Fotos © Jürgen)

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Perlpilz Jürgen 30.10.22

Jürgen schreibt am 39. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren mit unseren drei Hunden erneut am Flughafen Hahn, wo sie sich richtig austoben können. 

Hier haben die Rotkappen noch einmal richtig zugelegt. Daneben gab es noch 3 Perlpilze, 4 Maronen, einen Birkenpilz und einen Grünen Speisetäubling. Zwei Safranschirmlinge waren trotz gefälligen Aussehens schon vermadet. 

Den großen Perlpilz (Foto rechts) werde ich mal wie einen Parasolhut in Ei wenden und mit gewürzter Panade backen; das sollte eigentlich lecker werden. Der Rest der Pilze geht in den Dörrautomaten.

Eventuell geht es dann morgen wieder nach Morbach...

Allen noch einen angenehmen Sonntag und hier in RPL einen schönen Brückentag.

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"


Rotkappen Jürgen 30.10.22

Foto: Was ist denn mit den Rotkappen los? Es geht in den November, da wachsen sie auf einmal wie kaum zuvor im Jahr. 


Morbach: Ein besserer Fund als erwartet macht Jürgen Hoffnung auf einen nochmaligen Pilzgang


Fund Jürgen 28.10.22

Foto: Das konnte sich sehen lassen: Beatrice und Jürgen fanden oberhalb Morbach doch mehr, als sie gehofft hatten. Einige knackige Steinpilze wie auf dem 2. Foto waren auch dabei. (3 Fotos © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Steinpilz Jürgen 28.10.22

Jürgen schreibt am 28. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Morgen sind wir erneut in die Fichtenwälder oberhalb Morbachs gefahren.

Nachdem es zunächst so aussah, als würde es gar nichts Brauchbares mehr geben, war mein kleiner Korb in genau dem einen Mischwaldstück, den ich bevorzugt durchsuchen wollte, randvoll. Hier fand ich alle meine Steinpilze

Wie auf dem Foto mit dem Gesamtfund zu sehen, war das Ergebnis doch respektabel: eine Schüssel mit Maronen, eine mit Steinpilzen, fünf Perlpilze sowie ein Batzen Flockenstieliger Hexen, die bis auf drei sämtlich Beatrice gefunden hatte. 

Ein Teil der Maronen und Steinpilze geht an eine Nachbarin; Flockis und Perlpilze kennt und möchte sie nicht. Der Rest wird geputzt und getrocknet.

Ich weiß noch nicht genau, was ich davon halten soll: momentan ist der Waldboden mal wieder zu trocken, trotzdem drücken die Pilze immer noch ein wenig nach. Ab Mitte kommender Woche sind Niederschläge angekündigt. Allerdings soll es tags und nachts auch knapp 10 Grad kühler werden. Von Frost ist noch keine Rede bei den Wetterfröschen. 

Da ich ab Mittwoch wieder arbeiten muss, entscheiden wir dann kurzfristig, ob wir noch einmal gehen oder nicht. Erfreulich ist auf jeden Fall, dass unsere Vorräte bereits jetzt sehr üppig sind. 

Allen Lesern weiterhin viel Sammelglück und eine schöne Zeit.

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"


Maronen Jürgen 28.10.22

Foto: Auch an qualitativ guten Maronenröhrlnigen fehlte es nicht. 


Wie im Einzelhandel: 

Auch im Heimatwald und im Vorderen Hunsrück gibt es Lieferengpässe: Kein Steinpilznachschub in Sicht


Margit und Oliver schreiben am 27. Oktober 2022:

"Servus Heinz Wilhelm,

noch einmal besuchten wir unseren Heimatwald, in der Hoffnung, einen erneuten Fund von leckeren Pilzspezialitäten zu machen. Alles ohne weite Anfahrt, wie so oft mit dem Auto zu haben.

Noch nicht im ersten Waldabschnitt angekommen, sah Margit schon aus der Ferne ein Auto in genau den Waldweg abbiegen, wo wir zuerst Pilze suchen wollten. Es waren tatsächlich Pilzsucher, die über den Feldweg von Niedermoschel diesen Wald anfuhren. Vielleicht waren es die zwei Pilzsammler aus Obermoschel, die schon in der Vergangenheit hier im Pilzticker von ihren Funden berichteten.

Die Steinpilzsuche wird zur Besessenheit

Da es sich bei uns Pilzsuchern ja nur um eine kleine übersichtliche Schar handelt, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass es sich sogar um diese beiden Pilzsucher handelte. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, deshalb schritten wir weiter bergauf, zum nächsten Pilzerwartungsgebiet.

Pilzkorb Zierkirsche Margit 27.10.22

Es war ein Laubmischwald, in dem Rotbuchen vorherrschten. Wir fanden leider keinen einzigen Steinpilz, wohl aber einige Lila Rötelritterlinge und Ziegenlippen. Später kamen noch Frauentäublinge und Perlpilze hinzu, jedoch immer noch kein Steinpilz.

Wie besessen suchten wir - bei schönstem Wetter - weitläufige Buchenbestände nach Steinpilzen ab. Scheinbar versteckten sie sich unter der hohen Laubschicht, die einen dicken, weichen Teppich bildete. Eine Wohltat für die Fußsohlen! Kein Wunder bei den Kilometern, die eifrige Pilzsucher so zurücklegen. Da ich möglichst immer erst Feierabend mache, wenn der Korb voll ist, standen wir unter Druck. 

Es wimmelt von Haifischen im Heimatwald

Momentan wimmelt es in unseren Wäldern nur so von Nebelkappen. Kein Pilz, den ich kenne, bleibt so lange stehen und haltbar wie diese Art. Für mich sind es die Haifische des Waldes, wegen ihrer glatten, grauen Hutoberfläche. Sie haben zwar schöne dicke Stiele, den dickfüßigen Röhrlingen manchmal nicht unähnlich, aber ich habe noch nie eine Nebelkappe probiert, obwohl sie angenehm riechen.

Ihre Giftigkeit schreckt mich ab, solche Pilze etwas näher unter die Lupe zu nehmen und einzupacken. Ich will ja noch möglichst lange in die Pilze gehen.

An diesem Tag war es wie so oft: erst auf den letzten hundert Metern im Laubmischwald fand ich einen strammen, wohlgenährten Fichtensteinpilz. Der Pilzgang war gerettet! Margit machte auf dieser Tour wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker.

Die Frauentäublinge lösen die Steinpilze ab

Ein Tag später fuhren wir nochmals in den Vorderen Hunsrück, in der Hoffnung einige Röhrlinge zu finden. Dort entdeckte jeder von uns nochmals je einen Steinpilz und mehrere knackige Eichenrotkappen sowie unser erstes diesjähriges Nest von herrlichen Semmelstoppelpilzen.


Semmelstoppel Margit 27.10.22
Stockis Margit 27.10.22

2 Fotos: Erhofft und gern gesehen bei Oliver und Margit waren die ersten Semmelstoppelpilze (links). Die Stockschwämmchen (rechts) haben es ihnen aber genauso angetan. 


Die Frauentäublinge lösen im Hunsrück gerade die Steinpilze ab, denn diese wachsen zur Zeit wie verrückt. Mit ihrem Wohlgeschmack sind sie ein würdiger Ausgleich für die Steinpilze. Leider wissen das auch die unzähligen kleinen Nacktschnecken.

Hier im Laubwald wachsen auch oft Gemeine Erdritterlinge, die wie die Nebelkappen auch nichts für den Pilzkorb sind. Margit fand auch wieder ein schönes Büschel Stockschwämmchen. So war auch dieser Pilzgang wieder erfolgreich für uns.

Das Pilzpulver wird mit Salz und Liebstöckl vermischt

Den gesamten Fund trockneten wir zunächst in unseren zwei Dörrautomaten, um die raschelnden duftenden Stückchen anschließend in unserer elektrischen Kaffeemühle zu Pilzpulver zu vermahlen. Das Pulver mische ich mit Salz und pulverisiertem Liebstöckel, um es in einem Schraubglas aufzubewahren. So bleibt es haltbar - und schmeckt sehr gut.

Das nächste Mal werden wir die Rheinhöhen besuchen, das bedeutet für uns wieder einige Kilometer Fußmarsch bis zum Reich der Maronenröhrlinge, Fichtenreizker und Lila Rötelritterlinge. Von Steinpilzen bleibt vorerst nur zu träumen, denn die Hauptschwemme ist definitiv vorbei. Wobei wir nicht vergessen sollten, dass sie wirklich lange anhielt.

Bisher haben wir - außer Pfifferlingen - schon sämtliche Arten gefunden, die für uns lohnens- und begehrenswert sind. Da fällt mir im Moment ein: die Fichtenreizker fehlen ja auch noch in unserer Jahreskollektion.

Das war es wieder einmal vom Pilzsuchteam Margit und Olli vom Nahe-Land"

(5 Fotos © Margit)

Pilz-Ticker-RP


Nebelkappe Margit 27.10.22
Erdritterling Margit 27.10.22

2 Fotos: Diese zwei Pilzarten haben nicht nur gemeinsam, dass sie giftig sind, sondern beide galten noch vor einigen Jahren als passable Speisepilze: die Nebelkappe (Nebelgrauer Trichterling, links) und der Gemeine Erdritterling (rechts). Dank der verfeinerten Labormöglichkeiten können heute giftige Inhaltsstoffe von Pilzen besser nachgewiesen werden. 


Die Funde am Flughafen werden immer übersichtlicher, die Steinpilze wollen gar nicht mehr


Fund Jürgen 25.10.22

Foto: Die berauschenden Tage sind vorbei, man kann die gefundenen Pilze schon zählen: der jüngste Fund von Jürgen und Beatrice am Flughafen Hahn. (Foto © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Jürgen schreibt am 25. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Vormittag sind wir erneut in die Wälder am Flughafen Hahn gefahren. Der Fund war relativ übersichtlich: vier Perlpilze, sechs Rotkappen, 15 Maronen sowie je eine Ziegenlippe und ein RotfußröhrlingAn Steinpilzen standen nur noch drei überständige. Auffällig war der beachtliche Nachschub an kleinen Fliegenpilzen und Gelben Knollenblätterpilzen

Die Perlpilze gibt es heute Abend zu Spaghetti und Schweinesteaks, wahrscheinlich in einer Sahnesoße. Der Rest wird getrocknet.

Donnerstag wollen wir dann wieder nach Morbach, wo wir uns Maronen, Perlpilze und den ein oder anderen Flocki erhoffen. 

Schön wäre es, wenn wir einen kleinen Tipp erhalten könnten, wo man Herbsttrompeten finden kann.

Allen weiterhin viel Erfolg bei der Suche und Dir, Heinz-Wilhelm, Dank für die Mühe, die Du Dir mit Deiner Seite machst.

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"


Thomas' Pioppinos geben ihm zuliebe noch einmal alles


Fund Thomas 24.10.22

Foto: Noch einmal einen richtigen Schwung an Südlichen Ackerlingen (Pioppinos) konnte Thomas zu seiner Freude ernten. Sie stehen bei ihm bekanntlich ganz hoch im Kurs. Sie sind hier in der Mitte zu sehen. Die roten Leuchtkörper sind Harte Zinnobertäublinge, Pilze für das Mischgericht, die auch beim Garen knackig hart bleiben. (10 Fotos © Thomas)

Pilz-Ticker-RP


Thomas schreibt am 24. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da ich am Samstag mit meinen Arbeiten auf dem Campingplatz dann doch nicht so weit gekommen bin, wie ich es eigentlich wollte, waren wir gestern, am Sonntag, nochmal in Rülzheim.

Diesmal ging es erst nach getaner Arbeit in die Pilze, zunächst auf direktem Weg zu meiner Pioppino-Pappel, da sich hier am Samstag schon eine reiche Ernte der Südlichen Ackerlinge angekündigt hatte.

Und es hat sich mal wieder richtig gelohnt. Eine ganze Menge schönster Pioppinos wanderten in mein Körbchen, wobei wir noch viele junge Exemplare zurückließen.


4 mal Thomas' heiß geliebte Südliche Ackerlinge:


Pioppinos1 Thomas 24.10.22

Pioppinos2 Thomas 24.10.22

Pioppinos3 Thomas 24.10.22

Pioppinos4 Thomas 24.10.22



Anschließend ging es noch für einen kleinen Spaziergang in die angrenzenden Wälder. Hier sammelten wir noch einige Harte Zinnobertäublinge, vier Blaugrüne Reiftäublinge, zwei Rotstielige Ledertäublinge und viele große, aber absolut madenfreie Frauentäublinge. Hinzu kamen noch zwei Edelreizker, ein Großer Waldchampignon und eine Krause Glucke.

Stehen bleiben durften hingegen Riesenscheidenstreiflinge und auch viele, viele Honiggelbe Hallimasche. Da ich mich in meiner Kindheit einfach zu oft am Hallimasch satt gesehen und auch satt gegessen habe, sammle ich diese Pilzart nur noch alle paar Jahre, wenn ich mal wieder richtig Lust auf ihn habe.

Mein Korb war aber schon mit Südlichen Ackerlingen mehr als nur gut gefüllt, so dass ich auch diesmal wieder gut auf den Hallimasch verzichten konnte.

Allen Pilzfreunden wünsche ich weiterhin eine tolle Herbstsaison.

Viele liebe Grüße, Thomas"


Frauentäubling Thomas 24.10.22

Foto: Die Frauentäublinge wie dieser waren zwar schon ausgewachsen, jedoch in wünschenswerter Verfassung. 


KG Thomas 24.10.22

Foto: Eine schöne Krause Glucke, die sich natürlich unversehens im Korb wiederfand. 


Riesenscheidenstreifling Thomas 24.10.22

Foto: Unverkennbar ein Riesenscheidenstreifling mit imposanter Natterung, fast wie bei einem Parasolpilz. Der Stiel kann bis zu 25 Zentimeter lang werden, die oft markant großen Flocken halten sich lange auf dem Hut. Ein prima Speisepilz. 


Honiggelber Hallimasch Thomas 24.10.22

Foto: Nicht wenige Pilzsammler sind ganz versessen auf Hallimasche, von denen wir hier die gelbe Variante, den Honiggelben Hallimasch, sehen. 


Honiggelbe Hallimasche Thomas 24.10.22

Foto: Freunde des Hallimasch könnten in Thomas' Rülzheimer Revier fette Beute machen, denn die Honiggelben wachsen dort gerade massenhaft. 


Sehr lesenswert!

Oliver staunt auf einem wunderbaren Pilzgang in seinem Heimatwald mehrmals über dort noch nicht gefundene Pilzarten 


Oliver schreibt am 23. Oktober 2022:

"Servus Heinz Wilhelm,

da es die letzten Tage oft regnete, machte ich mich direkt in meinem Heimatwald in Hallgarten auf die Suche nach Pilzen. Bei uns hat es im Verhältnis zum Hunsrück deutlich weniger geregnet.

Steinpilze lassen sich nur selten finden, dafür aber andere Arten. Zunächst besuchte ich ein kleines Vorwäldchen, dominiert von Buchen und Eichen. Nach etwa zehn Minuten entdeckte ich einige Ziegenlippen und zu meinem Erstaunen meinen ersten Steinpilz in dieser Gegend, und zwar einen wirklich prächtigen.


Korb Oliver 23.10.22

Foto: Ergebnis eines tollen Pilzganges für Oliver. Wenn erfahrene Pilzsammler nach langer Zeit einmal wieder in ihren Heimatwald zurückkehren, ist das fast immer ein besonderes Erlebnis. Erst recht, wenn man, wie Olli, gleich drei Pilzarten - Steinpilze, Lila Rötelritterlinge und die Krause Glucke - erstmalig in diesem Wald entdeckt. Das 2. Foto zeigt einen Korb mit zerbrechlicheren Lamellenpilzen, vor allem Violetten Rötelritterlingen. (4 Fotos © Oliver)

Pilz-Ticker-RP


Ich konnte schon oft beobachten, dass die Pilze um meinen Ort herum etwas später kommen als im Umland, was der Steinpilz bestätigte. Nach einiger Zeit entdeckte ich noch vier weitere Steinpilze. Margit war in der Stadt einkaufen, deshalb schickte ich ihr einige Fotos mit den Steinpilzen zu, die sie sehr verwunderten.

Meine Suche ging weiter und es kamen auch noch einige Lila Rötelritterlinge hinzu, die ich dort ebenfalls erstmals fand. Ich fand sie bisher nur auf den Rheinhöhen oder im Soonwald. Dank des milden Klimas und des feuchten Waldbodens sprießen die herrlichen Anisegerlinge wie verrückt, eine Art, die ich gerne im Dörrautomat trockne.

In einem Nadelwald entdeckte ich noch eine Krause Glucke, ebenfalls ein Erstlingsfund in diesem Wald. In einem flachen, von Rotbuchen dominierten Waldabschnitt mit vielen gefällten alten Baumstämmen fand ich einige Büschel Stockschwämmchen, welche grundsätzlich in meinem Korb Herberge finden. Sie sind wunderbare Suppenpilze und machen sich auch in einer Mischpilzpfanne hervorragend.

Korb2 Oliver 23.10.22

In diesem aufgeräumten Wald entdeckte ich auch noch herrliche Dunkle Hallimasche, die unser Pilzgericht am Abend bereichern sollten.

Beim Putzen der Stockschwämmchen kann man nicht vorsichtig genug sein

An einem Baumstumpf fand ich gleich drei Arten von Baumpilzen, die, in Büschel wachsend, dicht gedrängt standen: Stockschwämmchen, Helmlinge und Schwefelköpfe. Leider war in genau dem Moment, als ich dieses nicht alltägliche Motiv fotografieren wollte, der Akku meines Handys leer. Wie schade!

Von den drei Arten nahm ich nur die Stockschwämmchen mit. Ich las sie sehr sorgfältig heraus, denn Helmlinge sind ungenießbar bis giftig und Grünblättrige Schwefelköpfe definitiv giftig.

Deswegen rate ich allen Pilzsuchern, spätestens beim Putzen der Stockschwämmchen jeden einzelnen Pilz, und sei er noch so klein, noch einmal zu überprüfen, zumal sich der hoch gefährliche Gifthäubling mit seinem silbrig glänzenden Stiel mit in den Pilzkorb gemogelt haben könnte. Bei uns war das nämlich schon einmal der Fall. Man darf sich niemals sicher sein und denken, mir passiert das nicht. Der Wald ist an manchen Stellen sehr dunkel, was die Verwechslungsgefahr zusätzlich erhöht.

Auch der Winzer Tom hat sich nun einen großen Dörrautomaten zugelegt

Nach dem Gang in die Pilze war mein Korb reichlich gefüllt, so dass die Menge für ein schönes Pilzgericht und für die volle Belegung des Dörrautomaten reichte.

Da dieser Pilzgang unerwartet schön und erfolgreich war, fuhren wir dann beide noch einmal in diesen meinen Heimatwald.

Dieses Mal fanden wir reichlich Steinpilze, so dass ich davon überzeugt bin, dass es hier erst jetzt, da bereits das Laub fällt, mit den Röhrlingen losgeht. Wir hoffen, unsere Dörrautomaten mit Steinpilzladungen das ein oder andere Mal noch zum Laufen zu kriegen.

Mein Freund, der Winzer Tom, hat sich jetzt auch einen großen Dörrautomaten gekauft, in der Hoffnung, dass er von mir Pilze bekommt. Dafür gibt er mir Äpfel, Federweißen und Rotwein. Alles gute Naturprodukte. So leben wir hier, lieber Heinz-Wilhelm!

Viele Grüße Margit und Oliver"


Steinpilz Oliver 23.10.22
Hallimasch Oliver 23.10.22

2 Fotos: Der Förster hat es geahnt, dass genau hier ein herrlicher Fichtensteinpilz wachsen würde. Hätte er sonst die Rotbuche mit roter Sprühfarbe markiert? Auch die Dunklen Hallimasche (rechts) waren Oliver eine willkommene Beute. Sie kamen ins abendliche Pilzgericht.

Lieber Oliver, 

das ist eine wunderbare Schilderung deines Pilzganges, in der du fachliches Wissen, spannende Informationen (drei Erstentdeckungen, der neue große Dörrautomat vom Winzer Tom) und Heimaterleben in vergnüglich-ruhigem Erzählton ausbreitest. Sehr schön und mit viel Gewinn zu lesen.

Dafür gibt es eine 1*

Danke für deine Mühe und herzliche Grüße von Heinz-Wilhelm 


Rülzheim: Ein unverhofftes Angebot von Fahlen Röhrlingen und anmutigen Morgenrottäublingen 


Pilzkorb Feinsortiment Thomas 23.10.22

Foto: Hier sieht man, mit welcher Vorsicht und wieviel Plan Thomas seine Pilze sortenweise im Korb verstaut hat. Alles ist sauber, alles liegt auf dem Rücken, unten und links vier Täublingsarten, in der Mitte Krause Glucke, Kupferroter Gelbfuß und Edelreizker, oben die Fahlen Röhrlinge und ein Großsporiger Champignon. (11 Fotos © Thomas)

Pilz-Ticker-RP


Fund Thomas 23.10.22

Foto: Häusliche Präsentation. Im Mittelblock liegen die Fahlen Röhrlinge, an Täublingen sehen wir unten links Buckelstäublinge, darüber drei Papageientäublinge, unten rechts Morgenrottäublinge und oben eine Fünferreihe mit Braunen Ledertäublingen. 


Thomas schreibt am 23. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich nach längerer Zeit mal wieder auf unserem Campingplatz in Rülzheim, um hier so langsam, aber sicher alles winterfest zu machen. Aber vorher ging es noch für knapp zwei Stunden in die dortigen Wälder.

Zunächst schaute ich auf Kalkboden nach den Krausen Kraterellen und den Totentrompeten. Aber bislang ist noch rein gar nichts von ihnen zu sehen. Stattdessen wachsen momentan an beiden Stellen massenhaft Grüngelbe Gallertkäppchen.

Dafür fand ich aber einige schöne Braune Ledertäublinge. Allerdings fiel mir dann erst auf, dass ich meinen Korb im Auto vergessen hatte. Also Ledertäublinge in meinen Netzbeutel, der nicht unbedingt für die brüchigen Täublinge geeignet ist und wieder zurück zum Auto.

Hier kürzte ich meinen gewohnten Weg ein wenig ab und fand noch eine kleine Krause Glucke, die ich für den restlichen Weg zum Auto in der Hand getragen habe.

Dann kam ich an eine Stelle, an der ich erstmal einfrieren musste. Denn jeder weitere unüberlegte Schritt hätte das Leben von einem der vielen seltenen Fahlen Röhrlinge gekostet, die den Boden regelrecht übersäten. Etliche hatten sich ganz tief ins feuchte warme Laubwerk eingekuschelt.

An sichtbaren Fruchtkörpern zählte ich über 30 Exemplare. Ich möchte nicht wissen, wie viele sich noch unter der Laubschicht befanden. In dem Moment, als ich den ersten Fahlen Röhrling entdecken konnte, spürte ich schon das Knacken eines brechenden Fruchtkörpers unter meinem Fuß.


Fahler Röhrling Thomas 23.10.22

Foto: Das markante Merkmal des Fahlen Röhrlings sind die rötlich-braunen Flecken an der Stielbasis. Hier sind sie besonders deutlich. 


3Fahle Röhrlinge Thomas 23.10.22

Foto: Gegenüber anderen Röhrlingsarten ist der Hut des Fahlen Röhrlings auffallend blassbraun, hellbraun oder gelbbraun und beim jungen Fruchtkörper halbkugelig. 


Fahle Röhrlinge Laub Thomas 23.10.22

Foto: Sie verbargen sich, so gut es ging, im Laub. Die Pilzart kommt auch in Parkanlagen oder Grünanlagen vor. Sie ist überwiegend an Eichen, Buchen und Hainbuchen gebunden (in der Vorkommensstatistik in dieser Reihenfolge).


Also ging es mit ein paar bedachten Schritten weiter und rasch ans Auto, um meinen Korb zu holen. Am Auto angekommen, verstaute ich meinen Netzbeutel mit den Braunen Ledertäublingen im Kofferraum und weiter ging es mit dem Korb in der Hand zurück an die Stelle mit den Fahlen Röhrlingen.

Am Waldrand entdeckte ich sogar noch einen Großsporigen Champignon, der ebenfalls mit in mein Körbchen kam. Bei solchen Massen an Fahlen Röhrlingen konnte ich getrost und auch ganz ohne schlechtes Gewissen beherzt zugreifen, wobei ich mir aber nur einige der jüngsten und knackigsten Fruchtkörper aussuchte.

Ganz in der Nähe konnte ich noch einige schöne Netzflockige Rosatäublinge (Morgenrottäublinge) einsammeln.

Anschließend ging es in einen anderen Bereich des Waldes, mit eher sauren Bodenverhältnissen. Hier kam noch ein Kupferroter Gelbfuß, drei Papageientäublinge (6. Foto), einige Buckeltäublinge, wie auch einige Edelreizker in den Korb. Aufgrund ihrer Schleimigkeit durften diesmal viele schöne Butterpilze stehen bleiben.


3Papageientäublinge Thomas 23.10.22

Foto: Drei Papageientäublinge, wegen ihrer Ähnlichkeit mit Frauentäublinge auch Kleine Frauentäublinge genannt. 


Edelreizker Thomas 23.10.22

Foto: Drei Edelreizker, bedrängt von einem Schleimer; einem Butterpilz. Er muss Sozialverhalten erst noch lernen. 


Butterpilze Thomas 23.10.22

Foto: Diese Butterpilze können sich besser benehmen. 


Auch die Massen an Buchenschleimrüblingen und junge Stockschwämmchen blieben im Wald.

Sehr stark vertreten sind derzeit auch wieder die Magen-Darm-giftigen Perlhuhnchampignons. Die giftigste Stelle im Wald war aber ein kleiner Bereich von etwa vier Quadratmetern, die mit vielen Grünen Knollenblätterpilzen locker zwei gesamte Fußballmannschaften hätte auslöschen können.

Dann ging es zurück auf den Campingplatz, wo ich von einem unserer Freunde erfahren habe, dass in den letzten Wochen wohl der ein oder andere Pilzsammler mit gefülltem Korb vor unserem Platz stand und leider vergeblich nach einer Pilzberatung suchte. Bedauerlich. Sie hatten aus dem Pilz-Ticker RP erfahren, dass ich regelmäßig in Rülzheim campiere. 

Das sollte sich aber im nächsten Jahr ändern, wenn unser kleiner Leon etwas größer ist und ich die Pilzberatung dann auch bei uns zuhause machen kann. Momentan ist alles noch etwas provisorisch.

Viele liebe Grüße, Thomas"


Buchenschleimrueblinge Thomas 23.10.22

Foto: Besser, man lässt sie im Wald. Denn sie schleimen beim Braten weiter und sind ziemlich unappetitlich. 


Stockschwämmchen Thomas 23.10.22

Foto: Sogar die Stockschwämmchen ließ Thomas diesmal im Wald. 


Perlhuhnchampignons Thomas 23.10.22

Foto: Perlhuhnchampignons sind - wie die ihnen ähnlichen Rebhuhnchampignons - nicht stark giftig, können aber heftige Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden hervorrufen. Wie der Karbolegerling färben sie bei Schnitt an der Stielbasis mehr oder weniger chromgelb.


Grüner Knollenblätterpilz Thomas 23.10.22

Foto: Die tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilze standen dicht an dicht. 


»Ohne einen gewissen Anteil an Maronen schmecken die Saucen nur halb so gut«


Maronenkorb MarkusE 23.10.22
Rotbrauner Scheidenstreifling MarkusE 23.10.22

2 Fotos: Die Maronen im Korb wurden mehr und mehr, so dass bei Markus schließlich der Dörrautomat ansprang. Rechts ein Scheidenstreifling, wohl ein Rotbrauner. Grau- und Gelbtöne für eng verwandte Arten sind nicht erkennbar. (2 Fotos © Markus E.)

Pilz-Ticker-RP


Markus E. schreibt am 23. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich hatte ja berichtet, dass sich in meinen Revieren im Landkreis Altenkirchen im Westerwald außer Steinpilzen kaum etwas gezeigt hat.

Für die tollen Flockis musste ich ja schon in ein entfernter liegendes Waldstück ausweichen.
Heute habe ich aber endlich auch einen ganzen Schwung Maronenröhrlinge gefunden. Alle in tadelloser Qualität!

Die größeren Exemplare sind schon in das Dörrgerät gewandert. Sie werden dann zusammen mit anderen Trockenpilzen zu Pilzpulver verarbeitet. Ohne einen gewissen Anteil an Maronen schmecken die Saucen nur halb so gut.

Außerdem habe ich mal wieder einen Rotbraunen Scheidenstreifling gefunden. Ansonsten ist es bei uns im Wald mittlerweile sehr feucht, viele Pilze sind schon ganz oder teilweise verschimmelt. Dennoch hoffe ich auf weitere Funde, vielleicht geht die Saison dieses Jahr bis weit in den November hinein.

Liebe Grüße Markus"


Die Steinpilze bei Morbach sind weitgehend durch


Fund Jürgen 22.10.22

Foto: Mit den Steinpilzen geht es oberhalb von Morbach zur Neige, jetzt sind die jungen Maronen und die Perlpilze am Drücker. Doch alle drei Arten sind nach wie vor vollkommen madenfrei. (Foto © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Jürgen schreibt am 22. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute sind wir nochmals relativ früh in die Wälder oberhalb von Morbach gefahren. Das mit den Steinpilzen hat sich wohl inzwischen weitgehend erledigt. Jetzt drücken vor allem die Maronen und weiterhin die Perlpilze, von denen wir einige neue Plätze ausfindig machen konnten. Viele andere Pilzarten sind nun bereits extrem überständig.

Der Fund aus zwei Stunden kann sich trotzdem sehen lassen. Die Steinpilze sind trotz ihrer Größe noch fest, die sechs Perlpilze und Maronen in der Schüssel ebenfalls. Und immer noch alles frei von Maden!

Da der Wochenendspeiseplan bereits steht, geht es nun ans Säubern der Pilze und an die Vorbereitung für das Dörrgerät. 

Morgen sollen es nochmals knapp über 20 Grad werden, ergo Ausflug mit den Hunden und nebenbei auch nach Pilzen schauen. Wo es uns hin verschlägt, wissen wir noch nicht.

Allen ein schönes Wochenende und viel Erfolg!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"


Flughafen Hahn: Das Pilzaufkommen lässt nun merklich nach, nur die Perlpilze lässt das kalt


Fund Jürgen 19.10.22

Foto: Erstmals seit Wochen ein übersichtlicher Fund. Trotzdem waren Beatrice und Jürgen nach ihrem Pilzgang am Flughafen Hahn zufrieden. (2 Fotos © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Jürgen schreibt am 19. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

am Flughafen Hahn lässt das Pilzwachstum nun merklich nach, zumindest bei den Arten, die wir sammeln. Ausnahme sind die Perlpilze, was uns sehr freut.

Nach zwei Stunden (ohne die Hunde) war unser Körbchen dennoch gut gefüllt mit acht Rotkappen, acht Perlpilzen, drei Steinpilzen und je einem Vertreter von Birkenpilz, Ziegenlippe und Maronenröhrling

Gesehen wurden außerdem Schmutzige Rötelritterlinge, Safranschirmlinge und Lila Dickfüße

Nun wird der Fund noch verarbeitet, ein Teil für die Soße zu den Rinderrouladen, die es heute geben wird, der Rest für den Dörrautomaten.

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"


3Perlpilze Jürgen 19.10.22

Foto: Die Perlpilze zeigen sich vom allgemeinen Rückgang der Pilzarten unbeeindruckt. Sie wachsen weiterhin stark und in guter Qualität. Und manchmal, wie hier, in einem hübschen Arrangement.  


Peters Neuentdeckung, die Perlpilze, wachsen momentan überall


PIlzkorb Peter 18.10.22

Foto: Peter hat den Perlpilz für sich entdeckt und in sein Portfolio mit aufgenommen. Rechts noch zwei Kuhröhrlinge, zwei Rotfüße und eine Handvoll Lila Lacktrichterlinge. Auf dem 2. Foto sehen wir seine gesammelten Perlpilze in einer Monokollektion. (2 Fotos © Peter)

Pilz-Ticker-RP


Perlpilze Peter 18.10.22

Peter schreibt am 18. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem ich dank Deiner Unterstützung den Perlpilz seit kurzem bestimmen kann und ihn damit in "mein Repertoire" zu sammelnder Pilze mit aufgenommen habe, füllt sich mein Korb inzwischen immer recht schnell. Denn egal in welche Richtung meines Wohnorts Karlsruhe ich mich momentan zur Pilzsuche aufmache, Perlpilze gibt es momentan überall in großen Mengen und guter Qualität.

Sowohl ich Richtung Albtal/Nordschwarzwald, wo ich gestern gesucht habe, als auch Richtung Pfalz, wo ich heute mal wieder im Bienwald unterwegs war. Und den auf den Bildern zu sehenden Fund mitnehmen konnte. Neben den Perlpilzen habe ich einige Violette Lacktrichterlinge sowie vereinzelte Rotfußröhrlinge und Kuhröhrlinge mit ins Körbchen genommen. Das hat mir für heute gereicht.

Einen Teil der Perlpilze und die Lacktrichterlinge gab es vorhin zu Feldsalat als Vorspeise, der Rest des heutigen Fundes trocknet gerade im Dörrautomaten.

Ich möchte an der Stelle mal ein großes Dankeschön an Dich loswerden, denn das Forum hier ist eine super Informationsquelle für passionierte Pilzsammler. Und darüber hinaus auch eine klasse Plattform für Wissenstransfer.

Liebe Grüße aus Karlsruhe, Peter"


Die Steinpilze, Maronen und Flockis wachsen weiter und Jürgen lässt nicht locker - wie drei kleine Dreckschweinchen auch


Fund Jürgen 18.10.22

Foto: Und wieder waren die Schüsseln voll. So geht das schon seit Wochen bei Beatrice und Jürgen. Es ist immer wieder schön zu lesen, dass die Nachbarn, die keine Zeit oder Möglichkeit haben, selbst in die Pilze zu gehen, regelmäßig reichlich abbekommen. (2 Fotos © Jürgen)

Pilz-Ticker-RP


Jürgen schreibt am 18. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir erneut oberhalb Morbach unterwegs, dieses Mal in drei Wäldern, in denen wir dieses Jahr noch nicht waren. Aber nur im ersten der drei sind wir mäßig fündig geworden; die beiden anderen waren Harvester-Wüstungen.

Also doch wieder auf die andere Seite der Bundesstraße und dort in einen bevorzugten Nadelmischwald, wo wir dann auch die erhofften Maronen fanden und einige Steinpilze und Flockis dazu.

Ein Teil der Maronen ging wie versprochen an eine Nachbarin, ein anderer, kleinerer Teil an eine weitere. Den Rest haben wir selbst verarbeitet.

Der Dauerlandregen ebbt augenblicklich ab. Morgen soll es trocken bleiben. Da bietet es sich wieder an, mit den drei Hunden noch einmal in die Wälder am Flughafen Hahn zu fahren, was bedeutet, dass die Supernasen hinterher wie kleine Dreckschweinchen aussehen. Sei's drum, es steht ihnen zu.

Die darauf folgenden Tage herrscht sehr hohe Regenwahrscheinlichkeit. Aber wer uns kennt, ahnt wohl schon, dass wir auch mit dem Regenschirm in den Wald gehen.

Bis dahin allen Lesern und natürlich Dir eine schöne Woche. Danke, dass es Deinen Blog gibt!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"


Steinpilz eingeschnürt Jürgen 17.10.22

Foto: Eingeschnürt, eingezwängt, umzingelt: dieser Steinpilz konnte froh sein, von Jürgens Hand befreit zu werden, um im Korb endlich richtig durchzuatmen. 


Manchmal ist es besser, über die Landstraße auf die andere Seite des Waldes zu wechseln


Prachtflocki MarkusE 17.10.22

Foto: Welch ein prächtiger Flockenstieliger Hexenröhrling, umgeben von Eichenlaub.


2Flockis Ilex MarkusE 17.10.22

Foto: Und hier gleich noch ein Duo, das verzweifelt Zuflucht unter kratzigem Ilex sucht. Doch des Meisters Hand zeigte kein Erbarmen. (4 Fotos © Markus E.)

Pilz-Ticker-RP


Markus E. schreibt am 17. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

ich war heute Vormittag mit dem Fahrrad im Westerwald unterwegs; das Wetter lud noch einmal zu einer kleinen Tour ein.

Im Vorbeifahren sah ich in einem mir bis dato unbekannten Waldstück unmittelbar am Wegesrand zwei alte Steinpilzriesen stehen. Augenblicklich fasste ich den Entschluss, dort am Nachmittag auf die Suche zu gehen, denn die Wahrscheinlichkeit, dort etwas Brauchbares zu finden, war da.

2Perlpilze MarkusE 17.10.22

Ein paar Stunden darauf fand ich an besagter Stelle zwei ansehnliche Steinpilze. Auch ein paar junge Lungenseitlinge ließen sich blicken, durften aber im Wald bleiben. Ebenso die Knoblauchschwindlinge. 

Da sich in diesem Waldstück außer sehr viel Hallimaschen nichts mehr blicken ließ, wechselte ich über eine Landstraße auf die andere Seite.

Ab jetzt lief es besser. Hier gab es sehr schöne Flockis, auch das Versteck, das sich ein Duo unter kratzigen Ilex-Zweigen ausgesucht hatte, nützte ihm letztlich nicht und es wanderte in mein Körbchen.

Zum Abschluss gab es noch sehr schöne, absolut makellose Perlpilze, siehe das Foto rechts. Das gibt ein leckeres Abendessen!

Ein Ende der Pilzsaison ist im Westerwald noch nicht in Sicht.

Viele Grüße an Dich und alle Pilzfreunde, Markus"


Perlpilz MarkusE 17.10.22

Foto: Ein herrlicher stämmiger Perlpilz mit prächtiger Manschette steht im Laubwald - und links von ihm noch ein Nachkömmling. Den hat Markus garantiert auch eingeheimst. 


Nahe-Land: Warten auf die Maronenröhrlinge


2Körbe Margit 16.10.22
Flockis Margit 16.10.22
KG Margit 16.10.22

Margit und Oliver schreiben am 16. Oktober 2022:

"Servus Heinz Wilhelm,

wir haben in letzter Zeit etliche Pilztouren gemacht, angefangen in unseren Heimatwäldern an der Nahe von Feilbingert, am bekannten Lemberg bis hin zum Rheingrafenwald bei Bad Kreuznach. 

In den genannten Wäldern fanden wir keinen einzigen Steinpilz, wohl aber Violette Rötelritterlinge, Krause Glucken (3. Foto rechts) und Parasole. In einem Graben bei Feilbingert fanden wir drei Riesenboviste. Diese Art eignet sich, in Scheiben geschnitten, gut zum Panieren und Braten, wie ein Schnitzel.

Auf den Wiesen in Richtung  Soonwald entdeckten wir viele Wiesenchampignons und Schafchampignons. Der Soonwald brachte dieses Jahr so viele Fichtensteinpilze hervor wie schon lange nicht mehr. Die Birken- und Eichenrotkappen wuchsen schier wie Unkraut.

Auch in den Wäldern auf den Rheinhöhen fanden wir  einen enormen Pilzreichtum. Die Steinpilze waren auch dort dominant. Bei fast jedem Gang in die Pilze fanden wir die herrlichen Suppenpilze Stockschwämmchen

Die Nadelwälder bringen dieses Jahr so gut wie keine Pilze hervor. Dieses Jahr sind nach unserer Erfahrung nur die Misch- und Laubwälder pilzreich.

Zur Zeit geht das Wachstum der Steinpilze deutlich zurück. Das ist aber ein Wunder nach vier Wochen Starkwuchs. Dafür entdeckten wir viele Edelreizker, Butterpilze, Birkenpilze und Rotkäppchen

Unser Kontingent an getrockneten Pilzen umfasst Birkenpilze, Steinpilze, Butterpilze, Egerlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge (2. Foto rechts) und Edelreizker. Eine Art fehlt noch, nämlich Maronenröhrlinge. Diese finden wir hauptsächlich in Nadelwäldern. Wir hoffen, dass da in den nächsten Wochen noch was kommt. 

Viele Grüße vom Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land"

(3 Fotos © Margit)

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Jürgen klagt: Vorsicht, die Pilzidioten sind wieder unterwegs


Fund Jürgen 15.10.22

Foto: An jungen Steinpilzen gab es diesmal nur wenige. Im Gegensatz zu den stark wachsenden Maronenröhrlingen, von denen Beatrice und Jürgen nur die kleinen festen mitnahmen. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 15. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

da das Wetter doch recht angenehm war - es nieselte allenfalls - sind wir heute gegen 11 Uhr in Morbach auf dem gänzlich leeren Parkplatz angekommen.

Meine Hoffnung, recht viele kleine, junge Steinpilze zu finden, wurde allerdings enttäuscht. Viel war nicht nachgekommen. Dennoch waren die Steinpilze von guter Qualität. Und schnell bemerkten wir, dass eine wahre Schwemme an Maronen im Anmarsch ist. Von ihnen nahmen wir nur die Kleineren, plus fünf Flockenstielige Hexen

Wie bereits berichtet, fanden wir wieder überall im Wald Haufen von zerschnittenen weggeworfenen Steinpilzen, der größte mit 15 Hüten. Da waren wieder so genannte Pilzsammler unterwegs. Ich verstehe sowas nicht. 

Heute wird dann wieder unter den Nachbarn aufgeteilt, da wir allein die Mengen nicht bewältigen können.

Da es am Montag mit über 20 Grad regelrechtes Sommerwetter geben soll, bietet sich dann der nächste Pilzgang an.

Allen Sammlern, Lesern und Betreuern dieser Website ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"


Altenkirchen: Pitschnass im Wald, der nur noch Steinpilze rausrücken will


Korb MarkusE 14.10.22

Foto: Steinpilzlese im Regen. Was Markus nicht so alles durch- und mitmacht, um seine geliebten Steinpilze einzuheimsen. Ausgerechnet, als er am weitesten von seinem Auto entfernt war, begann es wie aus Kübeln zu gießen. 


Markus E. schreibt am 14. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wieder konnte ich erst am Nachmittag losziehen in mein Altenkirchener Pilzrevier. Laut Regen-Radar sollte es da auch eine Lücke mit nur sehr wenig Niederschlagsrisiko geben.

Da ich am Anfang der Woche in meinen angestammten Revieren kaum fündig geworden war, begab ich mich auf gut Glück in mir unbekanntere Regionen. Es tropfte zwar etwas von den nassen Laubbäumen, aber da ich gleich zu Beginn zwei schöne Steinpilze entdecken konnte, war ich weiterhin guten Mutes.

Fliege MarkusE 14.10.22

Als ich allerdings den am weitesten von meinem Auto entfernten Punkt erreicht hatte, goss es plötzlich wie aus Kübeln. Ich kann mir nun gut vorstellen, wie sich ein begossener Pudel fühlen muss.

Da sich mein Körbchen aber trotzdem gut gefüllt hatte, machte ich mich auf den Heimweg, um mir nicht noch eine Erkältung einzuhandeln.

Auffällig war heute, dass es, bis auf drei Butterpilze, ausschließlich Steinpilze zu holen gab. Sonst relativ häufige Arten wie Birkenpilz, Marone, Flocki und Goldröhrling ließen sich nicht blicken.

Dafür aber jede Menge Fliegenpilze, von denen ich aber nur ein besonders schönes Exemplar abgelichtet habe (Foto rechts). Das stimmt mich zuversichtlich, dass sich im Fichtenbestand doch noch etwas tut.

Liebe Grüße Markus"

(3 Fotos © Markus E.)

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Steinpilz nass MarkusE 14.10.22

Foto: Auch ein Steinpilz kann dastehen wie ein begossener Pudel. Für Pilzsammler, wenn sie denn unterwegs sind, hat das den Vorteil, dass die glänzenden Hüte besser zu entdecken sind. 


Diesmal gucken die Nachbarn in die Röhre - und jetzt soll es im Landkreis Bernkastel-Wittlich kräftig regnen


Fund Jürgen 13.10.22

Foto: Diesmal gehen die Nachbarn leer aus. Diesen Mischpilzfund behiellten Beatrice und Jürgen für sich selbst. Ein Teil wurde gebraten, der andere getrocknet. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 13. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute etwa eineinhalb Stunden in den Wäldern am Flughafen Hahn unterwegs und fand schöne Mischpilze, die das Foto zeigt. Oben links sind Perlpilze, darunter Maronen, in der Mitte Espenrotkappen und rechts unten Rotfußröhrlinge. Die Steinpilze erkennt man ja. 

Diesmal bleibt der Fund wieder bei uns. Es gibt einen Teil der Pilze gebraten zu zünftigem Schinkenbrot, der große Rest wird getrocknet.

Ab morgen soll es bei uns (Mittelstrimmig) und Richtung Morbach sehr nass werden. Die Regenwahrscheinlichkeit bis Mittwoch soll zwischen 70 und 90 Prozent betragen. Ob mich das dann generell aus den Wäldern fernhalten wird, muss sich zeigen.

Bis dahin alles Liebe, Jürgen"


Thomas & Markus und Suri & Michael: Vier Pilzfreunde auf einem 14-Stunden-Gang im Hunsrück


MarkusThomas SuriMichael 9.10.22

Foto: 14 Stunden zusammen auf Pilztour im Hunsrück! Wir sehen von links die Brüder Thomas und Markus sowie Suri (mit Steinpilz) und Michael. Alle vier sind den Pilzfreunden vom Pilzticker Baden-Württemberg und teilweise auch Rheinland-Pfalz her bekannt. Und es ist reiner Zufall, dass hier die zwei jüngsten Preisträger vom Foto des Jahres dieser Website in die Kamera lächeln: Michael (rechts) als diesjähriger Gewinner, Thomas (links) als letztjähriger. (15 Fotos © Thomas & Michael)

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Michael aus Kronau schreibt am 13. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

am Sonntag trafen sich die Brüder Thomas und Markus mit Suri und mir. Gemeinsam fuhren wir in den Hunsrück, wo die beiden uns zu ihren besten Pilzplätzen mitnahmen.

Diese Tour war sensationell, die Gegend wunderschön. Es gab Steinpilze in Massen, dazu Maronen, Birkenpilze, Birkenrotkappen, Flockis, Perlpilze, Sandröhrlinge, Kuhmäuler, Butterpilze, Goldröhrlinge und Kleine Waldchampignons.

Was es nicht gab, das waren die Massen an Pilzsammlern, wie ich sie von den Kronauer Wäldern her kenne. Lediglich ein polnischer Sammler begegnete uns, ansonsten war niemand anders im Wald.

Geschlagene 14 Stunden(!) waren wir unterwegs. Gegen Mittag besuchten wir ein thailändisches Restaurant als kurzen Zwischenstop. Gegen Abend schlossen wir die Tour in einem Brauhaus bei Bier und Haxen ab.

Wir haben die Absicht, weitere Treffen dieser Art zu vereinbaren. Danke auch an Dich, denn ohne den Pilzticker hätten wir vier uns niemals kennengelernt.

Viele Grüße Thomas, Markus Suri und Michael"

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Steini ThomasMichael 9.10.22
Kuhmaul ThomasMichael 9.10.22
Rotkappen ThomasMichael 9.10.22
Flocki ThomasMichael 9.10.22

4 Fotos: Zu herbstlicher Farben- und Formenpracht versammeln sich hier ein kleiner knackiger Steinpilz mit putzigen Gucklöchern, zwei Rotkappen-Models vor einem bemoosten keltischen Wackelstein, ein regelrecht glühender Flockenstieliger Hexenröhrling sowie ein strammes Kuhmaul (im Uhrzeigersinn)

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Steinpilz1 ThomasMichael 9.10.22

Foto: Ein wunderschöner Steinpilz schaut, was jenseits des Zaunes wohl los ist. Die zwei Eichenblätter sind bestimmt eine Auszeichnung der Natur für seine Schönheit. 

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2Steinpilze ThomasMichael 9.10.22

Foto: Zwei knorrige Fichtensteinpilze, deren zerknitterte Hüte einen Ausdruck von Grimmigkeit zeigen.


Steinpilz2 ThomasMichael 9.10.22

Foto: Schön ebenmäßig ist dagegen dieser Steinpilz gewachsen. Tadellos sind Hut, Röhren und Stiel. 


Steinpilz3 ThomasMichael 9.10.22

Foto: Dies könnte, falls das Wurzelwerk einer Kiefer an ihn heranreicht, auch ein Rothütiger oder Kiefernsteinpilz sein. 


Korb ThomasMichael 9.10.22




Foto rechts: Nun wird es Zeit für einen zwischenzeitlichen Blick in den Korb. Wir sehen Steinpilze, Rotkappen, Maronen und Kuhmäuler. 

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Marone ThomasMichael 9.10.22

Foto: Die dickbäuchige Marone ist doch auch etwas für den Korb. 


Kuhmäuler ThomasMichael 9.10.22

Foto: Und von den Kuhmäulern bitte die schönsten aussuchen. 


Eiche ThomasMichael 9.10.22
Rotkappe MichaelThomas 9.10.22

2 Fotos: Die alte Eiche überdauert im Nadelwald. Sie weiß viel mehr zu erzählen als die schnellwüchsigen Fichten. Rechts eine schöne Birkenrotkappe im herbstlich warmen Rotorange.

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Fund Michael 9.10.22

Foto: Und das ist typisch Michael. Er präsentiert die Pilzmitbringsel aus dem Hunsrück zuhause auf einem Geschirrtuch. Wenn das nicht mal wieder ein herrliches Pilzessen für Freunde und (Ex-)Kollegen gibt... 

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Die Steinpilzwelle oberhalb Morbach hält an, viele Kleine kommen nach


Steinpilze Jürgen 11.10.22

Foto: Seit Wochen wachsen oberhalb Morbach Steinpilze massenhaft. Jürgen suchte sich nur die Besten aus, hinzu kamen Maronenröhrlinge (unten) sowie zwei Flockenstielige Hexen, die rechts unten liegen. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 11. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nun hat es mich doch bereits heute in die beiden noch nicht inspizierten Fichtenwälder oberhalb Morbach gelockt, die mit allerhand Jungbuchen durchsetzt sind. 

Dank des großen Angebotes von Steinpilzen konnte ich mir die beste Qualität aussuchen. Mein Fund ist auf dem Foto zusammen mit etlichen Maronen und zwei Flockis zu sehen. Etwa 150 Steinpilze waren bereits deutlich überständig, rund weitere 150 erfüllten ebenfalls die Qualitätsvorgabe nicht. 

Ein Ende dieser Steinpilzwelle ist bei den günstigen Temperaturen und den vielen nachwachsenden ganz Kleinen, die ich stehen ließ, nicht abzusehen.

Geärgert haben mich heute so genannte Pilzsammler, die Steinpilze erst abschneiden, um dann festzustellen, dass diese dann doch nicht küchentauglich sind. Ich mache grundsätzlich, wenn der erste Blick nicht schon knackig hergibt, den Huttest: leicht oben draufdrücken. Gibt der Pilz - auch nur leicht - nach, bleibt er im Wald.

Nun geht es wieder ans Verteilen, Säubern und Trocknen.

Allen weiterhin viel Erfolg!

Liebe Grüße Jürgen"


Was ein Pilzsachverständiger so erlebt, wenn er im Wald auf die Ahnungslosen trifft


Korb Thomas 10.10.22

Foto: Thomas schaute während eines Familienausflugs in den Wald "ein bisschen" nach den Pilzen. So füllte sich sein Korb quasi nebenbei, während er mit dem ein oder anderen Pilzsammler ins Gespräch kam. Nicht immer verlief das freundlich. (4 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 10. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern trafen wir uns mit vier weiteren Familien zu einer Sonntagswanderung bei St. Martin (Edenkoben) im Pfälzer Wald. Aufgrund der Verkehrssituation und der Tatsache, dass fast alles, was ein Auto bewegen kann, in die Wälder des Pfälzer Waldes wollte, kamen wir alle erst gegen 12.15 Uhr auf dem Parkplatz an. Zuerst liefen wir den Barfußpfad um den Sandwiesenweiher und dann ging es auf Einkehrwanderung zur Edenkobener Hütte am Hüttenbrunnen.

Da ich so gut wie nie ohne Korb und Messer aus dem Haus gehe, schaute ich auch hier ein bisschen nach den Pilzen. Natürlich rechnete ich überhaupt nicht mit dem großen Steinpilzfund, dafür sind hier viel zu viele Menschen und auch (Pseudo-)Pilzsammler unterwegs.

Und ich muss auch echt sagen: es werden immer mehr Ahnungslose, die ohne jegliches Wissen mit Stofftasche und Messer bepackt durch die Wälder ziehen und alles, was nach Pilz aussieht, aus der Erde nehmen und auf den Kopf gedreht liegen lassen. Da wir, wie gesagt, für einen Sonntag recht spät waren, trafen wir viele, die sich bereits auf dem Rückweg ihrer Pilztour befanden.

Das erste Paar war noch aufgeschlossen

Das erste Pärchen, das ich traf, war da noch völlig harmlos und im Gegensatz zu anderen auch noch belehrbar. Ich hörte, wie sie zu ihm sagte: ”Und die willst du dir dann heute Abend in die Pfanne hauen?“ Darauf antwortete er: ”Ich weiß nicht, ob das alles Maronen sind, das muss ich erstmal nachgucken“. Was sollen Maronen sein? Ihr könnt sie mir gerne zeigen, ich sag euch dann, ob es welche sind, schlug ich den beiden vor.

In einer kleinen Papiertüte (ähnlich der von Douglas) zeigten sie mir dann einige ältere Rotfußröhrlinge, die gerade noch so zu gebrauchen waren, wenn sie sofort in die Pfanne kommen und lediglich einen Maronenröhrling, der auch schon seine beste Zeit hinter sich hatte. Nach einem kurzen aufklärenden Gespräch fragten sie mich bei einem Blick in meinen leeren Korb, ob ich nichts gefunden hätte.

Nein, ich fange gerade erst an zu sammeln, antwortete ich. Und es dauerte auch nicht lange und mein Korb füllte sich rasch mit schönsten Edelreizkern. Einige Sandröhrlinge, Kuhröhrlinge, Braune Filzröhrlinge, Buckeltäublinge, Violette und Rötliche Lacktrichterlinge, zwei Grüne Anistrichterlinge und Kupferrote Gelbfüße wie auch je ein Maronenröhrling, Rotfußröhrling und Butterpilz kamen auch noch mit hinzu.


Fund Thomas 10.10.22

Foto: Dieses Bild deutet an, dass es die Sonntagskonkurrenz im Wald bei Edenkoben nicht leicht hatte, wenn sie ausschließlich auf Steinpilze, Maronenröhrlinge und Pfifferlinge aus war. Nicht jedem dürften Pilzarten wie Kupferroter Gelbfuß, Buckeltäubling oder Kuhröhrling ein Begriff gewesen sein. 


Während die Einen mit fast leerem Korb stillschweigend und stirnrunzelnd oder mit neidisch-bösen Blicken an mir vorbeiliefen, gab es auch andere, die mich auf den Inhalt in meinem Korb ansprachen, wo ich denn so viele und schöne Pilze gefunden habe und ob man die denn alle essen könne. Hierzu gehörte auch ein Pärchen, schätzungsweise in meinem Alter, mit ihrer alles besserwissenden Mutter.

Die unbelehrbare Mutter kannte keine Falschen Pfifferlinge

Auf die Frage, was sie denn gefunden hätten, zeigte mir die Mutter ihr Körbchen mit den Worten: Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge. Bei den Steinpilzen handelte es sich um zwei große und weit überständige Opas mit bereits tiefgrünen Röhren und einigen Altersdellen. Die Maronenröhrlinge sahen allesamt nicht besser aus. Und die Pfifferlinge, waren ohne Ausnahme Falsche Pfifferlinge.

Ich tat alles, um sie zu überzeugen, dass alles, was sich in diesem Korb befinde, verworfen werden sollte. Aber die Mutter war voll und fest von ihren Pfifferlingen überzeugt und dass alles noch frisch und gut wäre. Sie flüchtete aus dem Gespräch und lief weiter, während ich mich mit dem Pärchen noch kurz weiter unterhielt. Ich denke, sie werden es auch nochmal bei ihrer Mutter versucht haben.

Nur einige Meter weiter sah ich vier junge Erwachsene im Hang herumkraxeln, die ebenfalls zwei solcher Opas in den Händen hielten und sich lautstark und merklich angetrunken über diesen Fund freuten. Auf meinen Zuruf, solch alte Pilze doch bitte stehen zu lassen, bekam ich nur die Antwort: "Halt‘s M… und lauf weiter!"

Und das, wo ich die Pfälzer jahrelang wegen ihrer Freundlichkeit geschätzt habe. Naja, Ausnahmen gibt es wohl überall. Es gab ja auch noch einige andere Begegnungen mit ausgesprochen freundlichen Gesprächen. Ich wünschte ihnen einen guten Appetit und viel Glück bei der Suche nach etwas Essbarem.

Leider gibt es diesmal auch nicht ein einziges Foto aus dem freien Feld, da ich mich immer wieder mal sputen musste, um den Anschluss an unsere Gruppe nicht zu verlieren.


Kuh Sand Thomas 10.10.22

Foto: Kuhröhrling kontra Sandröhrling: Wer ist hier wer? Es ist sehr schwer zu entscheiden! Die Huthaut des Sandröhrlings ist mit kleinen, körnigen Schuppen bedeckt, die ein wenig an Sandpapier erinnern. Man ahnt, dass das hier der Pilz rechts sein muss. 


Kuh Sand vonunten Thomas 10.10.22

Foto: Hier fällt zunächst auf, dass die Röhren des Sandröhrlings (rechts) dunkler sind. Und die dunklen Röhren sind tatsächlich ein wesentliches Merkmal dieser Pilzart. Vor allem aber zeigt sich, dass die Röhren des Kuhröhrlings deutlich größere Mündungen haben als die des Sandröhrlings. Was ein wichtiges Merkmal des Kuhröhrlings ist (was er wiederum mit dem Hohlfußröhrling gemeinsam hat).


Nach unserer Einkehr mit durstlöschenden Getränken, einem stärkenden Wurstsalat oder Flammkuchen und vielen netten Gesprächen ging es, nachdem sich die Kinder auf dem Spielplatz ausgetobt hatten, dann auch wieder auf den Rückweg. Hier liefen wir dann etwas strammeren Schrittes, so dass ich auch nur noch einen jungen Blaugrünen Reiftäubling und zwei Fleischrote Speisetäublinge mitgenommen habe.

Bis auf ein paar unfreundliche Begegnungen war das mal wieder ein schöner und erholsamer Familienausflug.

Zum Abschluss, da ich diesmal nur wenige Fotos liefern kann, noch ein Vergleich zwischen dem Kuhröhrling (links) und dem Sandröhrling (rechts), wobei die Farben der Röhren, auf dem Foto jedoch nicht eins zu eins wiedergegeben werden und in Wirklichkeit noch etwas dunkler sind und auch die Blaufärbung des Sandröhrlings war an Abend nur noch sehr schwach vorhanden.

Ich wünsche Dir, Heinz-Wilhelm und allen Pilzfreunden weiterhin einen tollen und schönen Pilzherbst.

Viele liebe Grüße, Thomas"


Schöne Steinpilze und Rotkappen, dieses Mal für den Selbstbehalt


Fund Jürgen 9.10.22

Jürgen schreibt am 9. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute sind wir mit den drei Hunden zum Flughafen Hahn gefahren. Unser letzter Besuch hier war eine Woche her.

Die Ausbeute ist übersichtlich - viele Pilze waren bereits überständig. Nichtsdestotrotz kann sich der Fund sehen lassen: Steinpilze, Espenrotkappen, ein Birkenpilz, ein weiterer Raufuß und einige schöne Maronen.

Dieses Mal bleibt alles bei uns; ein Teil wird gedörrt, der andere kleinere Teil wird in einer Pilzpfanne mit Speck und Zwiebeln, Bratkartoffeln und Wachtelbrüsten zubereitet.

Da meine Frau morgen für fünf Tage nach Dresden fährt, schau ich mal, ob ich Mitte der Woche noch einmal nach Morbach fahre.

Allen einen schönen sonnigen Sonntag und viel Erfolg beim Sammeln.

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"

(Foto © Jürgen)

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Damit die ganze Pilzwelt es weiß:

Das Herz aller Steinpilze schlägt oberhalb von Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich


Fund Jürgen 7.10.22

Foto: Welch ein Haufen Steinpilze plus Maronen plus ein Steinpilzherz, das jedem Lebkuchenherz auf dem Oktoberfest mühelos Konkurrenz gemacht hätte. Deshalb zeigen wir es extra noch einmal auf dem 2. Foto, wo es sich ins satte Grün bettet. Wir wissen nun endlich, wo das Herz der Steinpilze schlägt: oberhalb Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich. (Foto © Jürgen)

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Steinpilzherz Beatrice 7.10.22

Jürgen schreibt am 7. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind heute am frühen Vormittag erneut in die Fichtenwälder oberhalb von Morbach gefahren. Das dritte Mal in dieser Saison waren wir jetzt dort. 

Nach knapp zweieinhalb Stunden waren unsere zwei Körbe sowie der Stoffbeutel voll mit Steinpilzen und schönen Maronen. Alle Pilze waren nach wie vor von bester Qualität und madenfrei; allerdings sind jetzt die Schnecken auf den Geschmack gekommen. 

Beatrice hat einen Steinpilz in Herzform; er hat eine Hutform, wie man sie mit Sicherheit nicht alle Tage sieht. gefunden.

Zuhause wurde wieder redlich geteilt, geputzt und geschnitten.

Bis zum nächsten Mal - dann wieder vom Flughafen Hahn.

Allen Pilzsammlern weiterhin viel Erfolg!

Liebe Grüße Beatrice und Jürgen"

(3 Fotos © Beatrice)

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Steinpilz1 Beatrice 7.10.22

Foto: Ein schöner Steinpilz im alten Geäst von Fichten und einem Fichtenzapfen. 


Steinpilz2 Beatrice 7.10.22

Foto: Hier noch so ein stämmiger Kerl. Die Pilze scheinen jetzt nicht mehr so nass zu sein wie in den Vortagen. 


Vom Bienwald ins Elsass: Erst Maronen, dann Steinpilze, dann Sylvaner


Fund PeterJ 5.10.22

Foto: Ein kleiner, aber feiner Fund von Peter. Das Bild kommt beinahe wie ein Stillleben rüber, beschränkt auf das Notwendigste: Pilze, Bürste, Messer. Diese Pilze hatte Peter im Bienwald nach den Maronenröhrlingen (2. Foto) gefunden, als er ein neues Terrain erkundete. (2 Fotos © Peter)

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Peter schreibt am 5. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe mir heute Nachmittag einen halben Tag Urlaub genommen und bin ins deutsch-französische Grenzgebiet gefahren - den Bienwald. Dort habe ich die letzten Tage in den Laubwäldern bereits viele Steinpilze, einige Flockenstielige Hexenröhrlinge und vereinzelte Rotkappen und Maronenröhrlinge gefunden. Neben den in der Gegend hier obligatorischen Krausen Glucken, die nach wie vor hier und da im Nadelwald zu finden sind.

Maronen PeterJ 5.10.22

Es gab und gibt noch viel mehr Pilzsorten, die ich allerdings stehen lasse, weil ich sie nicht genau kenne und unterscheiden kann.

Inzwischen sind die Steinpilze ein wenig auf dem Rückzug, dafür haben die Maronen jetzt anscheinend ihren großen Auftritt. Ich war kaum 200 Meter vom Auto weg und auf dem Weg ins Unterholz, als ich auf große Mengen an Maronen stieß. Innerhalb der nächsten 20 Minuten habe ich in einem Umkreis von kaum 100 Quadratmetern die Menge an Maronen auf dem ersten Bild gesammelt.

Ein paar größere und die beim Putzen Aussortierten sind da noch gar nicht dabei. Ich bin dann erst mal zurück zum Auto und habe den vollen Beutel deponiert, aber weil es noch früh war, habe ich ein bisschen neues Terrain erkundet.

Dort habe ich innerhalb der nächsten Stunde noch die Pilze auf dem zweiten Foto erbeuten können: mehrere Rotkappen, die einen bei Birken, die anderen in einem Eichenwald, zwei Flockis und einen etwas älteren Steinpilz sowie zwei jüngere Exemplare im besten Alter.

Einen Teil der Pilze werde ich süß-sauer einkochen nach den Rezepten, die Du mir geschickt hast - vielen Dank nochmal dafür.

Die schönsten aber brate ich jetzt gleich an und genieße sie mit meiner Frau zu einem Feldsalat und einem Glas Sylvaner aus dem Elsass. Da war ich dann nämlich noch nach der Pilztour zum Einkaufen und habe meine Weinvorräte aufgefüllt.

Viele Grüße Peter"


Rolf entdeckt eine sagenhafte Steinpilzader im Bienwald

47 knüppelharte Top-Steinpilze = 6 Kilo auf 6 Quadratmetern - und der Chefsteinpilz wog 985 Gramm

Rolf schreibt am 5. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren wieder einmal im Bienwald zum Pilze sammeln. Bisher hatten wir dort noch keinen Erfolg. Auch diesmal gab es zunächst nichts, außer einer großen Ansammlung schönster Maronen, die wir auch mitnahmen.

Auf dem Weg zum Auto sah ich entfernt einen großen Knollenblätterpilz. Auf dem Weg zu ihm traute ich meinen Augen nicht, denn was sich mir bot, hatte ich noch nie gesehen. 

Steinpilzfund Rolf 4.10.22
Steinpilz985gr Rolf 4.10.22

Auf einem Streifen von ca. 1 Meter Breite und ca. 6 Metern Länge standen dichtgedrängt unzählige herrliche Steinpilze.

Ich kann mir dieses Phänomen nur dadurch erklären, dass ein großes Steinpilzmycel so gestört wurde, dass es sich dadurch verabschieden muss. Es ist ja bekannt, dass diese dann noch einmal ausgiebig fruktifizieren, um maximal auszusporen und so die Art erhalten zu können.

Im Ergebnis haben wir an dieser Stelle 47 Steinpilze eingesammelt, in bester Qualität und ohne Maden. Der „Chef" der Pilze wog satte 985 Gramm, insgesamt waren es ca. 6 Kilo.
Unglaublich! 😊

Reich beschenkt und total beseelt haben wir dann die Heimreise angetreten in der Gewisszeit, etwas Einmaliges erlebt zu haben. Auch Renate, meine „Erntehelferin", wird diese Sammelorgie vermutlich nie vergessen.

PS: Ich hatte mal ein ähnliches Erlebnis mit Speisemorcheln in Memmingen, auf einer Rodungsinsel und mit Steinpilzen bei Marhördt, auch auf einer gerodeten Fläche.
Aber diese Pracht ist unerreicht😊!

Ganz herzliche Grüße von Renate & Rolf"

(6 Fotos © Rolf)

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Steinpilznest1 Rolf 4.10.22
Steinpilznest2 Rolf 4.10.22

2 Fotos: Das sieht man nicht alle Tage, wie die Steinpilze sich derart drängeln. War es Panikwuchs eines sterbenden Myzels? Oder finden Rolf und Renate in den kommenden Jahren an gleicher Stelle wieder so viele Pilze vor?

Pilz-Ticker-RP


Steinpilzgruppe Rolf 4.10.22

Foto: Es quirlt und wuselt nur so aus dem Waldboden. Welchen soll man denn nun zuerst rausdrehen?

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Steinpilzfamilie Rolf 4.10.22

Foto: Hier beschützt der Steinpilzvater seine gesamte Familie unter seinem Schirm.


Beatrice und Jürgen schafften nicht mal eineinhalb von vier Steinpilzwäldern, da waren Körbe und Beutel schon voll


Fund Jürgen 5.10.22

Foto: Schnell waren die Körbe und der Stoffbeutel voll, Jürgen und Beatrice schafften oberhalb von Morbach nicht mal die Hälfte Steinpilzreviere, die sie absuchen wollten. Das Angebot an Pilzen war einfach zu groß. (4 Fotos © Jürgen)

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Steinpilze Jürgen 5.10.22

Jürgen schreibt am 5. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

bei schönstem Wetter sind wir in unsere 4 Steinpilzwälder oberhalb Morbach aufgebrochen, haben aber wegen des Überangebotes nur einen und einen kleinen Teil eines weiteren ablesen können. Am Ende waren zwei Körbe und ein Stoffbeutel voll. 

Der erste Wald ist ein reiner Fichtenwald mit eingestreuten Minibuchen und einer leichten Hanglage. Man musste aufpassen, wo man hintrat. Daran angrenzend durch einen Waldweg getrennt das zweite Waldstück. In dem haben wir es nicht einmal bis zur Hälfte geschafft, so viele Steinpilze boten sich an. 

Gefühlt - nicht gezählt - haben wir in der kurzen Zeit rund 150 Steinpilze gefunden; zusammen mit den überständigen dürften es 250 gewesen sein.

Daneben gab es für uns noch zwei Flockis und zahlreiche Maronenröhrlinge, die jetzt sehr stark rausdrücken. 

Nun geht es nach der obligatorischen Verteilung an unsere Nachbarn wieder ans Putzen und Zurechtschneiden für den Dörrautomaten. Heute Abend wird es wieder Omeletts mit Steinpilzen geben.

Wenn wir krass drauf sein sollten, fahren wir morgen erneut dorthin und suchen die restlichen Waldstücke ab.

Bis dahin allen Pilzsuchenden viel Erfolg!

Herzliche Grüße aus Mittelstrimmig (Hunsrück), Beatrice & Jürgen"

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Grassteinpilz Jürgen 5.10.22

Foto: Ob im Gras... 


Junger Steinpilz Jürgen 5.10.22

Foto: ... oder im Moos, überall, wo sie ihre Schritte hinlenkten, warteten die Steinpilze. 


Erneut leichtes Einsammeln vieler Steinpilze und Maronen am Flughafen Hahn


Fund Jürgen 3.10.22

Foto: Die Nachbarschaft isst mit: Auch dieser von Beatrice und Jürgen am Flughafen Hahn gesammelte Batzen Röhrlinge wurde mit den Nachbarn geteilt. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 3. Oktober 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem es den kompletten gestrigen Tag einen mal stärkeren, mal schwächeren Landregen gab, zog es uns wie angekündigt erneut in die lediglich drei Waldstücke am Flughafen Hahn. Alle drei sind Mischwälder, einer davon mit Birken und Espen. Angrenzend bei allen Dreien stehen Fichten.

Kaum angekommen, füllten sich Beas Korb und mein Stoffbeutel mit Steinpilzen

Im Birken-Espenmischwald folgten Espenrotkappen, Raufüße und erneut Steinpilze. Die Birkenpilze waren fast alle bereits durch und blieben stehen. In Richtung der Fichten gab es wieder Steinpilze sowie etliche Maronenröhrlinge und zwei Ziegenlippen.

Auch dieser Fund wurde wieder redlich mit unseren Nachbarn geteilt. Am Mittwoch geht es dann zur Abwechslung nach Morbach.

Alles Gute allen und viel Fundglück senden Beatrice & Jürgen"


3Steinis Beatrice 3.10.22

Foto: Das Sammeln fiel leicht, Beatrice und Jürgen mussten nur zupacken. Die Steinpilze standen, wie so oft, wieder dicht an dicht. (Foto © Beatrice)

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Das alles und noch viel mehr sieht man auf dem Felsenland-Sagenweg in der Südpfalz

350 Steinpilze, 37 Krause Glucken und ein Gelber Knollenblätterpilz


Trockenpilze MichaelK 1.10.22
Ochsenzunge MichaelK 1.10.22

Michael schreibt am 1. Oktober 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

diese Woche sind meine Freundin und ich den “Felsenland-Sagenweg” in der Südpfalz gewandert: 100 Kilometer in fünf Tagen. Nachmittags und in der Nacht hat es immer geregnet, tagsüber war es kühl, aber trocken. Perfekt für Wanderer und Pilze! 99,9% unserer gefundenen Pilze durften stehen bleiben, wir haben aber mitgezählt:

An Speisepilzen gab es: 37 Krause Glucken, > 350 Steinpilze, > 75 Edelreizker, > 20 Fichtenreizker, > 250 Goldröhrlinge (an einem einzigen Tag!), > 10 Graue Lärchenröhrlinge (Erstfund), > 10 Birkenpilze (Erstfund), 5 Moorbirkenröhrlinge (Erstfund), 5 Grünblaue Anistrichterlinge, zahllose Perlpilze, zahllose Flockenstielige Hexenröhrlinge, zahllose Riesenschirmlinge, 5 gefällte Buchenstämme voller (vermutlich) Austernseitlinge, 2 Bäume mit Schwefelporling und 3 Baumstümpfe Stockschwämmchen (Erstfund). Mehlräslinge waren natürlich auch immer bei den Steinpilzen.

Daneben haben wir uns an einem Leberreischling (Erstfund, 2. Foto rechts) an einer Esskastanie erfreut. Eine 250 m lange Neubepflanzung mit jungen Buchen, die mehr als 500 Pantherpilze beherbergte. 5 Grüne Knollenblätterpilze (Erstfund), 1 Gelber Knollenblätterpilz und ein Rotbrauner Scheidenstreifling (Erstfund), viele Gelborangemilchende Helmlinge (Erstfund), Langstielige Knoblauchschwindlinge und zahllose Buchenschleimrüblinge.

Das 1. Foto rechts zeigt unseren bereits aufbereiteten Fund von unserem letzten Wandertag. 

Wir können den Wanderweg - unabhängig von der paradiesischen Pilzpalette - sehr empfehlen!

Einen Gruß an all die netten Pfälzer, die wir kennenlernen durften.

Grüße aus (inzwischen wieder) Freiburg, Michael und Iulia"

(5 Fotos © Michael K.)

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Gelbmilchende Helmlinge MichaelK 1.10.22

Foto: Gelb(orange)milchende Helmlinge sind ungenießbar. Ihre Lamellen neigen stark zum "Bluten". 


Langstielige Knochlauchschwindlinge MichaelK 1.10.22

Foto: Einen gefährlichen Grat wandern hier die Langstieligen Knoblauchschwindlinge entlang. Die Vorhut in der Bildmitte oben ist schon weit vorangekommen. 


Buchenschleimrüblinge MichaelK 1.10.22

Foto: Buchenschleimrüblinge erwecken, vor allem im Gegenlicht, den Eindruck, durchsichtig zu sein. Die Pilze sind sogar essbar - aber wer mag schon den Glibber in der Pfanne haben?


Reiche Pilzernte im Soonwald und bei Feilbingert

Körbe voller Steinpilze und Wiesenchampignons - und mit der Artenvielfalt schmecken die Pilzgerichte immer besser


Steinpilzkörbe Margit 30.9.22
Champignonkörbe Margit 30.9.22

Margit und Oliver schreiben am 1. Oktober 2022:

"Servus Heinz Wilhelm,

dieses Mal suchten wir uns ein uns unbekanntes Gebiet im Soonwald aus.

In den ersten Waldabschnitten war die Ausbeute sehr gering, aber wir gaben nicht auf. In einem von Rotbuchen dominierten Mischwald ging es dann los mit den Steinpilznestern. Unsere Körbe füllten sich rasch (Foto rechts). Die Waldgräben entlang entdeckten wir die ein oder andere Eichenrotkappe. Wir fanden erneut Bronzeröhrlinge und endlich auch die ersehnten Edelreizker.

Auf dem Heimweg sahen wir Riesenboviste und Unmengen von Wiesenchampignons (2. Foto rechts). Die Wiesenegerlinge sind dieses Jahr von ungewöhnlich guter Qualität und Quantität. Margit wog zum Spaß nur zwei Exemplare. Die Waage zeigte über 221 Gramm an. Echt toll.

Zuletzt suchten wir noch einmal die Wälder von Feilbingert ab. Dort fanden wir Parasole, die den ganzen Laubwald besiedelten, aber keinen einzigen Röhrling. Zu aller Letzt entdeckte Margit dort noch eine Krause Glucke, aber weit und breit war dort kein Nadelbaum zu sehen. Sie parasitierte wohl an unterirdischem Nadelholz oder eine Nadelholzwurzel.

Zum Schluss möchten wir noch etwas loswerden: Mit der zunehmenden Artenvielfalt schmecken die Pilzgerichte immer besser!

Margit hat wieder eifrig Fotos für den Pilzticker geknipst.

Liebe Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land"

(4 Fotos © Margit)

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Laubwaldrotkappen Margit 29.9.22
Champis 221gr Margit 29.9.22

2 Fotos: Einen herrlichen Anblick boten die knackigen Laubwaldrotkappen. Aber auch die Wiesenchampignons ließen nichts zu wünschen übrig: die zwei auf dem Foto rechts brachten es zusammen auf 221 Gramm. 


Das Steinpilz-Eldorado hat einen Namen: Morbach


Schütthaufen Jürgen 30.9.22

Foto: Einen Schütthaufen der besonderen Art präsentiert uns hier Jürgen. Die gehörige Menge an Steinpilzen verteilt er wie gehabt in der Nachbarschaft. Das 2. Foto zeigt, dass die Ausbeute nun sogar schon auf einem Backblech Platz finden muss. Teller und Schalen reichen nicht aus. (7 Fotos © Jürgen)

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Korb Backblech Jürgen 30.9.22

Jürgen schreibt am 30. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem wir mit unseren Hunden beim Tierarzt zur jährlichen Impfung waren, sind wir dann ohne die Drei zu unseren Steinpilzwäldern oberhalb von Morbach aufgebrochen.

Nach einer guten halben Stunde war der erste Korb voll. Neben den Steinpilzen haben wir eine kleine Menge Maronen sowie unsere ersten vier Flockenstielige Hexen gefunden.

Insgesamt kamen noch ein halbvoller großer Korb sowie ein halb gefüllter Stoffbeutel dazu.

Das komplette Wochenende soll es nun regnen und die Nachttemperaturen sollen wieder steigen (heute Morgen hatten wir gerade mal 2 Grad plus). Das ist eine günstige Prognose, nach der man vermuten darf, dass es mit dem Pilzwachstum weitergehen wird. 

Natürlich sind das für uns viel zu viele Pilze, so dass erneut die lieben Nachbarn beglückt werden.

Montag geht es dann nochmals zum Flughafen Hahn. Bis dahin wünschen wir allen Besuchern vom Pilzticker alles Gute und viel Erfolg!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"


Strecke1 Jürgen 30.9.22

Foto: Zwischenlagerung 1...


Strecke2 Jürgen 30.9.22

Foto: Zwischenlagerung 2...

Steinpilz Jürgen 30.9.22

Foto: War er vielleicht der Knackigste des Tages? 


2er Steinpilz Jürgen 30.9.22

Foto: Ein Zweier-Kick ist immer willkommen. 


3Steinis Jürgen 30.9.22

Foto: Wenn sie so dastehen, macht die Ernte richtig Spaß. 


Und auf einmal lief es wie geschmiert 

Altenkirchen: Weil Markus nicht aufgab, kam er mit vollem Korb aus dem Wald


Markus E. schreibt am 30. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nein, ich habe Dich und den Pilzticker nicht vergessen. Es gab nur aus dem nördlichen Westerwald (Landkreis Altenkirchen) bisher nichts zu vermelden.

Mehrere Pilzgänge in letzter Zeit waren erfolglos, meine angestammten Pilzreviere zeigten nicht das geringste Wachstum. 

Steinpilze MarkusE 30.9.22

Erst vor fünf Tagen konnte ich ein paar Ziegenbärte (Goldgelbe Korallen), einen kleinen Flocki und einen einsamen Fliegenpilz entdecken.

Aufgrund der vielen Erfolgsmeldungen wollte ich aber vor dem Herbsturlaub noch einmal auf die Pirsch gehen. Es blieb mir nur der Donnerstagnachmittag, etwas untypisch für mich.
Rund eineinhalb Stunden irrte ich durch die mir bestens vertrauten Wälder, aber mein Körbchen blieb leer. Also war es wieder nichts mit den Fichtensteinpilzen.

Doch ich wollte noch nicht aufgeben und machte mich auf den Weg in ein Stück Buchenwald, in dem ich in den vergangenen Jahren immer mal wieder überständige Steinpilzriesen gesehen hatte.

Und endlich konnte ich den ersten Steinpilz für 2022 einsacken, nicht ahnend, was in der nächsten halben Stunde noch folgen würde. Denn auf einmal lief es wie geschmiert, Pilz um Pilz füllte sich mein Körbchen und noch bei schönstem Sonnenschein konnte ich mich auf den Heimweg machen.

1,5 Kilogramm beste Ware haben wir sofort eingefroren und das Dörrgerät läuft auf Hochtouren und nimmt uns die Arbeit ab, damit wir morgen früh entspannt in den Urlaub starten können.

Und nach der Heimkehr geht es natürlich sofort wieder in den Wald!

Liebe Grüße Markus"

(3 Fotos © Markus E.)

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Prächtige Steinpilze MarkusE 30.9.22

Foto: Ein bestrickender Anblick für Markus waren diese zwei schönen Steinpilze. Nach dem Ausfalljahr 2021 und dem schier endlosen Warten auf die Pilze war es Balsam für die Seele. 


Steinpilzerstfund MarkusE 30.9.22

Foto: Auch dieser Steinpilz, der sich schnell noch irgendwie zu verstecken suchte, ließ Markus' Herz höher schlagen. 


Ein Batzen Steinpilze & mehr vom Flughafen Hahn, wieder für die Nachbarn


Fund Jürgen 28.9.22

Flughafen Hahn - Massen an Steinpilzen, dazu Rotkappen, Perlpilze, Reizker, Raufüße und Maronen haben erneut Jürgen und Beatrice in den Wäldern am Flughafen Hahn gesammelt. Auch dieses Mal wurde wieder gedrittelt, zwei Rationen gingen an die Nachbarn, "denn so viele Pilze können wir nicht verarbeiten", so Jürgen. Am Freitag soll es zur Abwechslung dann wieder nach Morbach gehen. 


Safranschirmlinge Jürgen 28.9.22

Foto: Dies sind keine Riesenschirmpilze (Parasole), wie mancher Pilzfreund denken mag, sondern Safranschirmlinge. Beim Parasol wäre der Stiel genattert, hier ist er musterlos hellbraun. Bei Anschnitt des Stieles würde die Schnittfläche deutlich röten (bluten). (2 Fotos © Jürgen)

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Vorderer Hunsrück: Massenaufkommen der Steinpilze auf den Waldwegen


Margit und Oliver schreiben am 27. September 2022:

"Servus Heinz Wilhelm,

dieses Mal waren wir zu dritt in den Pilzen im vorderen Hunsrück, diesmal verstärkt durch Gudrun.

Wir fuhren früh los, denn es sollte schon Mittags zwischen 12 und 13 Uhr regnen. Im Gebiet angekommen, suchten wir einen Mischwald auf. Es wimmelte nur so von Röhrlingen. In dem einen Waldabschnitt mit mehr Nadelbäumen dominierten die Rotkäppchen, während in den Laubmischwäldern die Fichtensteinpilze die Hoheit hatten.

Durch den ergiebigen Regen schießen die Pilze nur so aus dem Boden. Margit und Gudrun fanden sogar einige große Bronzeröhrlinge und einige Frauentäublinge. Zu meiner Freude entdeckte ich erneut den Würzpilz Aniszähling, er wuchs in Büscheln.

Die Steinpilze standen massenhaft auf Waldwegen, wir kamen uns vor wie in einem russischen Märchen. Einfach fantastisch! Der Regen kam tatsächlich pünktlich. Es goss in Strömen, sodass wir unsere Suche abbrechen mussten. Aber das machte nichts, denn unsere Körbe waren reichlich gefüllt und es hat sogar noch für das Foto mit den herrlichen Fliegenpilzen gereicht (rechts).

Auch unser ältester Sohn Tobias war in den Pilzen, allerdings auf den Rheinhöhen. Er erfreute sich auch eines guten Fundes an Steinpilzen, wobei anzumerken ist, dass er nur sie sammelt. Das letzte Foto ist von ihm. Margit hat die übrigen Fotos geknipst.

Viele Grüße aus dem vorderen Hunsrück senden euch Margit und Olli vom Pilzsuchteam Nahe-Land"


2 Fotos: Nach dem Sammeln kommt das Putzen und das Schneiden. Wir sehen das Ergebnis in drei Schalen. Rechts ein Steinpilz, den Sohnemann Tobias auf den Rheinhöhen fotografiert hat, wo er alleine sammelte. (2 Fotos © Margit); (1 Foto © Tobias)

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Bei Morbach gibt es "nur" Steinpilze, davon aber reichlich


Foto: Jürgens neuerliches Sammelergebnis, diesmal von drei Steinpilzplätzen oberhalb von Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Ein Drittel der Gesamtlese bekamen die Nachbarn. Das 2. Foto veranschaulicht, dass sie sich auf hervorragende Steinpilzqualität freuen durften. 


Jürgen und Beatrice schreiben am 26. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nun haben wir unsere restlichen drei Pilzstellen oberhalb von Morbach inspiziert. Es ergab sich das gleiche Bild wie vor ein paar Tagen: außer Falschen Pfifferlingen und Steinpilzen und ausnahmsweise einigen wenigen Stockschwämmchen gab es nichts. Steinpilze dafür reichlich. 

Ein Drittel unseres Fundes erhielten wieder unsere Nachbarn.

Am Mittwoch, so der Regengott es zulässt, gibt es noch einmal eine Runde am Flughafen Hahn.

Da es ab heute Mittag weiter regnen soll und die Temperaturen nachts noch nicht unter 0 Grad gehen sollen, sehen wir dem Ende der Woche hoffnungsvoll entgegen.

Allen Pilzfreunden wünschen wir weiterhin viel, viel Erfolg.

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen sowie die Vierbeiner Sindy, Kassie & Buddy"

(2 Fotos © Jürgen)

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Pfälzerwald: Ankunft der Kupferroten Gelbfüße, eine Steinpilz-Parade und Zufallstreffen mit Mannheimer Pilzfreunden


Foto: Ein herbstliches Pilzmosaik, das vor allem von dem mächtigen Steinpilzblick sowie der Girlande der herrlichen Stockschwämmchen (unten) bestimmt wird. Heraus sticht der Klopper von Kupferrotem Gelbfuß rechts von den Flockenstieligen Hexenröhrlingen. (12 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 26. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da ja gut achtzig Prozent meiner besten Steinpilz-Wälder im Nordschwarzwald erst kürzlich wieder stark durchforstet wenn nicht gar komplett vernichtet wurden, bin ich gestern mal in meine Steinpilz-Wälder im Pfälzerwald ausgewichen. Und ich denke, eine kleine Vielfalt an besten Speisepilzen zeigt, dass dies nicht gerade die schlechteste Idee war.

Im Korb landeten diesmal Kupferrote Gelbfüße, die ich am Donnerstag in den Wäldern um Rülzheim noch vergeblich gesucht hatte. Hier standen sie schon abholbereit. Und das mitunter mit einem Exemplar im Steinpilzformat. Und wenn die Gelbfüße da sind, dann sollten auch die jungen knackigen Butterpilze nicht im Korb fehlen. Mit einigen Edelreizkern und Kuhröhrlingen kamen zwei weitere Kiefern-Begleiter mit ins Körbchen.


Foto: Ein Klopper in Steinpilzgröße ist dieser Kupferrote Gelbfuß. Charakteristisch sind die entfernt stehenden Lamellen dieser bei Kiefern in kleineren Gruppen wachsenden Pilzart. Ihr Stiel ist lang und meist tief in der Erde versenkt. Bei Feuchtigkeit ist ihr Hut schleimig, bei Trockenheit seidig. Obwohl die wohlschmeckenden Pilze Lamellen haben, sind sie eher mit den Röhrlingen verwandt. Es gibt weltweit nur wenige Arten in der Gattung der Gelbfüße (Chroogomphus).


Foto: Butterpilze bevorzugen junge, lichte Kiefernbestände. Ihr Name stammt von der dicken, fettglänzenden abziehbaren Huthaut und dem weichen, gelben Hutfleisch. Sie sind von angenehmem Geschmack. 


Foto: Edelreizker (auch Echter Reizker oder Kiefernblutreizker) schmecken von allen Reizkerarten am besten. Sie sind an den Grübchen am Stiel erkennbar. Der Stiel ist wattig-hohl. 


Foto: Junge Kuhröhrlinge. Sie sind ebenfalls an Kiefern gebunden. Mitunter wachsen die saure Böden bevorzugenden Pilze in Massen. Der Körnchenröhrling (Schmerling) ist die klassische Verwechslungsart des Kuhröhrlings. Er schmeckt besser als der Kuhröhrling. 


Des Weiteren sammelte ich noch Fichtenreizker, zwei Parasole, schöne junge und knackige Rotfußröhrlinge, einen Birkenpilz, Flockenstielige Hexenröhrlinge, zwei Pfefferröhrlinge, einige schöne Perlpilze und wunderschöne Fichtensteinpilze.

Aber auch über eine schöne Portion feinster Stockschwämmchen und einer Handvoll Aniszählinge, wobei es sich hier um die geruchlose Varietät (Lentinellus cochleatus var. inolens) handelt, habe ich mich sehr gefreut. Fast anmutig war der Anblick von drei wunderschönen Rosa Rettichhelmlingen, die, schwach giftig,  selbstverständlich stehen blieben.


Kleine Steinpilz-Studie








Foto: An solch schönen Stockschwämmchen kommt Thomas natürlich nicht vorbei. 


Foto: Aniszählige sind ausgezeichnete Würzpilze und eignen sich zur Herstellung eines Pilzpulvers. Diese hier waren geruchlos. Margit und Oliver hatten kürzlich (Tageseintrag 23. September) die gleiche geruchlose Art gefunden. 


Foto: Beinahe anmutig: Rosa Rettichhelmlinge sind immer wieder hübsche Pilze. Da sie schwach giftig sind, lassen wir sie unbehelligt. Bei ihnen dient ein Portiönchen Gift dem Schutz der eigenen Schönheit. 


Erwähnenswert war eine sehr nette Begegnung mit einem Pärchen mittleren Alters aus Mannheim, meiner Geburtsstadt, das einen weißen Dacia Duster fuhr. An meiner zweiten Stelle, ich war schon auf dem Rückweg und am Ernten der Kuhröhrlinge, kamen sie mir entgegen.

Wir grüßten uns. Da ich die Kuhröhrlinge bei Weitem nicht absammeln wollte, bot ich ihnen an, hier weitermachen zu können. Kuhröhrlinge gehörten jedoch nicht zu ihrer anvisierten Beute. Stattdessen machten auch sie nun kehrt und wir gingen gemeinsam, uns angenehm unterhaltend, zurück zu den Autos.

Hier kam nochmals jeder auf seine Kosten. Sie fanden noch zwei Steinpilze, ich schöne Perlpilze. Wir verabschiedeten uns mit den Worten: vielleicht sehen wir uns ja mal wieder. Und das sollte gar nicht lange dauern: gleich an meinem nächsten Pilzplatz trafen wir uns erneut. Echt lustig, dass man sich mit der Gemeinsamkeit Mannheim auch noch die Pilzstellen teilt.

Viele liebe Grüße an Dich, Heinz-Wilhelm, an alle Pilzfreunde und auch ganz liebe Grüße an das Mannheimer Pärchen, von dem ich nicht weiß, ob sie den Pilzticker verfolgen.

Herzlichste Grüße, Thomas"


Ein Omelett mit Flockis und Wildkräutern: Dieser Pilzherbst fängt gut an für Romina im Rhein-Lahn-Kreis


Romina schreibt am 25. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute bei Langenscheid im Rhein-Lahn-Kreis unterwegs und habe neben Wildkräutern einen wunderschönen einsamen Steinpilz, einige Parasole und Hexenröhrlinge (2. Foto rechts) gefunden. Rotfußröhrlinge gab es auch zu sehen, aber sie waren leider schon zu alt.

Die Hexenröhrlinge veredelten direkt ein Omelette mit Wildkräutern (1. Foto rechts).

Es sieht nach einem guten Pilzherbst aus.

Liebe Grüße Romina"

(3 Fotos © Romina)

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Foto: Steinpilz, Parasole und Flockis brachte Romina mit nach Hause. Sie erwartet noch einiges von diesem Pilzherbst. 


Nach gut einer Stunde oberhalb Morbach war's genug: Jürgen & Beatrice pitschnass, Körbe voll


Morbach - Gut eine Stunde haben Jürgen und Beatrice für den auf den zwei Fotos gezeigten Steinpilzfund oberhalb von Morbach benötigt, um pitschnass vom Regen endlich wieder im Auto zu sitzen. Die Nachbarin erhält die Hälfte der Pilze.

Morgen, bei zumindest angekündigter Trockenheit, sollen drei weitere Waldstücke inspiziert werden. (2 Fotos © Jürgen)

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Sammelvergnügen im Vorderen Hunsrück: »Fast überall wachsen nun Pilze im Überfluss«


Margit und Oliver schreiben am 24. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute ging es weiter mit dem Pilzfieber. Wir fuhren erneut in die weiten Wälder vom Hunsrück.

Das Pilzwachstum hört nicht auf. Es fing vor einigen Tagen tatsächlich so an wie es schon Jürgen und Beatrice aus Morbach in einem ihrer Berichte beschrieben hatten. Nämlich mit Falschen Pfifferlingen und Steinpilzen.

Jetzt wachsen Steinpilze (1. Foto rechts), Frauentäublinge, Hainbuchenröhrlinge, Espenrotkappen, Laubwaldrotkappen (2. Foto rechts), Birkenpilze, Stockschwämmchen, Krause Glucken, Perlpilze, Riesenboviste, Hexenröhrlinge, Goldröhrlinge, verschiedene Täublinge, Wiesenegerlinge, Parasole etc.

Es macht richtig Spaß, nach dieser langen Trockenheit so viele Pilze zu finden. Zwei Sorten lassen noch auf sich warten. Es sind unsere geliebten Maronenröhrlinge und Reizker. Der segensreiche Regen kam noch zur rechten Zeit.

Es wuchsen zwar keine Sommerpilze in unserer Gegend, aber die Schwemme an mannigfaltigen Herbstpilzen macht nun alles wieder wett. Wir brauchen gar nicht an unsere gewohnten Stellen der letzten Jahre zu fahren. Fast überall wachsen nun Pilze im Überfluss.

Nach dem Regen war der trockene Waldboden in den Nadelwäldern im Nu von einem weichen Moosteppich bedeckt. Auf solchen Böden fühlen sich Pilze wohl. Besonders die Röhrlinge, denn sie dominieren momentan.

Die nächsten Tage wird es sehr wahrscheinlich wieder viel regnen. Das bekommt die Weisheit, dass ohne Moos nichts los ist, mal eine andere Bedeutung. Denn für uns heißt es: Wächst mehr Moos, wachsen auch mehr Pilze. Das schmeckt uns fast so gut wie unser gestriges Abendessen. 

Zur Vorspeise gab es eine schöne Pilzsuppe mit Stockschwämmchen und ganz klein geschnittenen Goldröhrlingen und einer Fülle von kleingehackten Kräutern. Danach noch eine herrliche Mischpilzpfanne mit Semmelknödeln. Unsere Freundin Hildegard aus Duchroth kam zum Essen und war total begeistert.

Unsere  Trockengeräte laufen auf Hochtouren!

Viele Grüße an alle Pilzfreunde vom Pilzticker"

(4 Fotos © Margit)

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2 Fotos: Am Abend gab es als Vorspeise eine Stockschwämmchensupp (links), im Hauptgang dann eine Mischpilzpfanne (rechts) mit Knödeln. So belohnten sich Margit und Olli für ihre Pilzgänge. Auch Freundin Hildegard aus Duchroth war begeistert. 


Plan B mit dem Flughafen Hahn bewies: Es geht auch ohne die Hunde


2 Fotos: Das erste Foto zeigt den oberen Teil von Jürgens Gesamtfund, das zweite den unteren. Auf dem dritten Foto sehen wir zwei wunderschöne Rotkappen. (3 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 24. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

leider gab es auf der anderen Seite oberhalb von Morbach absolut nix zu finden. Insofern dachten wir uns, dass sich nach vier Tagen am Flughafen Hahn wieder etwas getan haben könnte. Dieses Mal versuchten wir unser Glück ohne die Hunde.

Und tatsächlich: innerhalb von zwei Stunden fanden wir ca. zwei Dutzend Rotkappen, ein Dutzend Steinpilze sowie Rotfußröhrlinge, Raufüße und Anisegerlinge.

Da mich nun die Sammellust so richtig gepackt hat, werde ich oder eventuell auch wir beide morgen - trotz angekündigter kräftiger Schauer - nach unseren Steinpilzstellen oberhalb von Morbach schauen. Mein Bauchgefühl ist guter Dinge.

Allen ein schönes ertragreiches Wochenende!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"

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Nach dem Sammeln im Soonwald arbeiteten die zwei Dörrgeräte am Limit


Foto: Steinpilzfund aus dem Soonwald. Da kann der Winter kommen, denn den bei Weitem größten Teil des Fundes trockneten Margit und Oliver für ihren Vorrat. (4 Fotos © Margit)

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Margit und Oliver schreiben am 23. September 2022:

Grüß dich Heinz-Wilhelm,

bei Margit ist wieder das Pilzfieber ausgebrochen und so fuhren wir dieses Mal in den von uns aus gesehen vorderen Soonwald.

Dieses Mal fanden wir in einem Mischwald mit einem überwiegenden Anteil von Rotbuchen viele Nester von knackigen Steinpilzen (z. B. 1. Foto rechts). Kurios war ein verwachsener Steinpilz (2. Foto rechts). Margit entdeckte sogar zwei Rotkäppchen. Für uns ein Erstfund war denn ein seltener Aniszähling (3. Foto rechts), der ein ausgezeichneter Würzpilz ist. Ein starker Regenguss beendete leider unsere Suche. Trotzdem konnte sich der Gesamtfund erneut sehen lassen. Unsere beiden Dörrautomaten arbeiten im Moment am Limit.

Nach den Funden im Soonwald ging es noch einmal bei Feilbingert in den Laubmischwald mit überwiegend Buchen- und Eichen. Dort erhofften wir uns Hexenröhrlinge und Steinpilze.

Bei den alten Eichen reichen keine 100 Liter Wasser auf den Quadratmeter

Im gesamten Wald fanden wir allerdings nur eine kleine Krause Klucke und zwei geschlossene Parasole. Mir kam es so vor, als wenn der Waldboden hier immer noch nicht genügend Wasser hat, denn unter den großen Eichen ist es in bestimmten Waldteilen immer noch relativ trocken - und das bei fast 100 Litern Wasser auf den Quadratmeter. Es fehlt immer noch viel Wasser!

Zum Mittagessen gab es dieses Mal keine Mischpilzpfanne, sondern herrlich knusprige Pilzschnitzel aus etwa 2,5 Zentimeter dick geschnittenen Scheiben dieser Art. Das Gute an diesen Pilzen ist es, dass sie relativ lange aufbewahrt werden können. Vom Geschmack her sind sie ziemlich neutral und ein geübter Koch oder Köchin kann dann seine Würzkunst unter Beweis stellen. Es geht auch mal ohne Fleisch in der Küche.

Liebe Grüße von Olli und Margit aus dem Nahe-Land"

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Im Wald wird's immer bunter - und am Pioppino-Beet war's einfach nur dreist


Foto: Den Pioppinos gebührt ein exklusiver Platz im kleinen Korb, ansonsten hat Thomas hier wieder einmal eine tolle frühherbstliche Pilzvielfalt versammelt, in der auch späte  Sommerpilze noch zu ihrem Recht kommen. (19 Fotos © Thomas)

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Foto: Und hier ist sie wieder, die häusliche Pilzparade von Meister Thomas. Es fällt das rote Kissen in der Mitte auf - der Leberreischling. Rechts der Block der Dickröhrlinge. Aber auch ganz randständige Pilze wie Flaschenstäublinge, an denen die meisten Pilzsammler achtlos vorübergehen, nimmt Thomas mit. 

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Thomas schreibt am 23. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

auch heute will ich versuchen, mich kurz zu halten, damit Du es öfter in die Pilze schaffst, auch wenn das mit zunehmender Artenvielfalt immer schwieriger wird.

Übrigens: wunderschöne Parasole, die Du da gefunden hast. In diesem Zustand habe ich sie am liebsten. So ernte ich sie auch immer, mit Stiel, weil ich dann zuhause entscheiden kann, ob ich ihn dran lasse, damit sie für ein Parasolschnitzel noch weiter aufschirmen. Verwende ich sie zum Füllen, kommt der Stiel ab.

Diesmal wollte ich für die Nachlese meiner Südlichen Ackerlinge keine weiteren vier Tage vergehen lassen, weshalb ich gleich gestern nochmal bei meiner Pappel war. Und das war eine gute Entscheidung! Auf dem Boden lagen nämlich einige große abgeschnittene Stiele, was mir sagt, dass hier jemand war. Aber die Kleinen und Knackigen in ihren Verstecken, konnte die Konkurrenz wohl nicht entdecken, und so kam auch gestern nochmal eine kleine Menge zusammen.


Foto: Ein Griff in die Baumhöhle - und da waren sie auch schon wieder, die begehrten Pioppinos. Doch es ist Gefahr im Verzug, denn seit kurzem hat Thomas das Habitat der Südlichen Ackerlinge nicht mehr exklusiv. 

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Anschließend ging es selbstverständlich noch für ein Stündchen in den Wald. Und ich muss sagen: es wird immer bunter! Eigentlich hatte ich gehofft, dass sich eventuell schon die ersten Kupferroten Gelbfüße zeigen, aber Fehlanzeige, davon ist noch nichts zu sehen. Dafür ging es dann auch gleich los mit den ersten Täublingen.

Rotstielige Ledertäublinge, die für einen unerfahrenen Sammler aufgrund der enormen Farbvariabilität oftmals sehr schwer zu bestimmen sind, landeten als Erste im Körbchen. Es folgten Braune Scheidenstreiflinge, einige Perlpilze, ein Schwarzschneidiger Dachpilz und ein Ackerschirmpilz. Eigentlich alles Arten, die ich gerne zu Ende meiner Tour finde, damit ich meinen Korb nicht immer wieder umschichten muss.


Foto: Ein Rotstieliger Ledertäubling, hier in einer rosablassen Ausführung. Die Farbpalette dieser Pilzart reicht von kräftig purpurrot und orangerot über tiefviolett, violettbraun und olivgrün bis hin zur Kupferfarbe. Die Lamellen zeigen sich in hellen bis intensiven Gelbtönen. 

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Foto: Die Scheide macht ihn sogleich verdächtig, den Braunen Scheidenstreifling. Auch dieser zerbrechliche Pilz kam mit nach Hause, denn: alle Scheidenstreiflingsarten sind gute Speisepilze. 

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Foto: Ein Ackerschirmpilz, den wir auf dieser Website noch nicht sahen. Sehr schön kommt hier eines seiner Merkmale, nämlich die glockenförmige Hutform im jungen Stadium, zum Ausdruck. Er ist jung feinflockig, später grobflockig. Er wächst auf sandig-mageren Viehweiden, Brachäckern und an grasig-krautigen Waldrändern. 

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Weiter ging es mit etlichen Erdmuschelingen, wovon ich aber nur die schönsten mitnahm, Kleinen Waldchampignons, einem Stadtchampignon und Flaschenstäublingen. Zu den Täublingen gesellten sich noch drei Fleischrote Speisetäublinge, zwei ganz junge Harte Zinnobertäublinge wie auch ein erster Buckeltäubling hinzu.

Eine Krause Glucke für unseren Nachbarn musste dann allerdings doch wieder sein. Ebenso einer von an die 20 Gehämmerten Steinpilzen. An einer alten Eiche hatte ich dann die große Auswahl an Leberreischlingen (Foto rechts); von jung bis alt war alles dabei. Meine Wahl fiel dann aber auf die zwei Jüngsten, siehe das nächste Foto.





Foto: Diese zwei jungen Ochsenzungen (Leberreischlinge) nahm Thomas mit. 


Foto: Erdmuschelinge eignen sich im jungen Zustand für eine Mischpilzpfanne. 


Foto: Zu den bekanntesten und besten essbaren Täublingen zählen die Fleischroten Speisetäublinge. 


Foto: Über Funde des Marmorierten oder Gehämmerten Steinpilzes haben wir zuletzt häufiger berichtet. Schön sind hier die Gruben im Hut mit ihren helleren und dunkleren Tönen zu sehen. 

Pilz-Ticker-RP


Als Nächstes folgten einige Mehlräslinge, ein Hainbuchenraufuß und viele wunderschöne und bunte Papageientäublinge sowie Grüne Speisetäublinge.

Dass ich nicht zu meinen Fichtensteinpilz-Stellen gekommen bin, daran sind nur die vielen Sommersteinpilze schuld. Wer hat ihnen eingeflüstert, dass sie jetzt nochmal so einen Aufmarsch hinlegen sollen? Aber egal, sie sind natürlich herzlich willkommen. Und dass nicht alles Schwarzhütige Steinpilze sind, nur weil sie Sommersteinpilze mit ungewöhnlich dunklem Hut sind, zeigt das 17. Foto: es sind zwei ganz gewöhnliche Sommersteinpilze.


Foto: Zwei hübsche Papageientäublinge, auch Kleine Frauentäublinge genannt. Sie sehen aus wie Frauentäublinge, jedoch sind ihre Lamellen brüchig, die von Frauentäublingen hingegen biegsam-elastisch und nicht brüchig. 


Foto: Und hier eine ganze Gesellschaft von Grünen Speisetäublingen.


Foto: Dieser Sommersteinpilz dürfte Margit und Oliver vom Pilzticker RP begeistern, haben sie doch Röhrlinge mit dieser kompakten walzenförmigen Stielart "Butterfässchen" getauft.


Foto: Hier wachsen zwei Sommersteinpilze, beinahe ebenbildlich. 


Foto: Und hier sehen wir drei, nicht minder prächtige Sommersteinpilze. 


Foto: Diese zwei Sommersteinpilze könnte man fast für Schwarzhütige Steinpilze halten, so dunkel sind ihre Hüte. Der Stiel verrät sie jedoch: er ist in der Grundfarbe weißlich-hell, der des Schwarzhütigen Steinpilzes bräunlich. 


Ein bisschen Beifang in Form von absolut wurmfreien Rötfußröhrlingen, einem Starkblauenden Rotfußröhrling, Braunen Filzröhrlingen, Eichenfilzröhrlingen und Ziegenlippen kam auch noch mit ins Körbelein.

Und es ist wohl offensichtlich, dass Michael und ich irgendwie miteinander verdrahtet sind. Denn wie er, so hatte auch ich einen Vergleich zwischen Pantherpilz und Perlpilz in verschiedenen Altersstadien fotografiert. So kommt von mir jetzt halt noch der Vergleich zwischen zwei Babies. 

Viele liebe Grüße, Thomas"


Foto: Dieser junge Pantherpilz sieht dem auf dem nächsten Foto abgebildeten Perlpilz sehr ähnlich. Die typischen Unterscheidungsmerkmale sind bei diesem Anblick nicht ohne Weiteres eingängig, sieht man einmal von den rein weißlichen Schüppchen ab.


Foto: Die fleischrötliche Farbe weist in Richtung Perlpilz. Aber Pantherpilze können sich diesem Farbbild durchaus annähern. Anfänger sollten Perlpilze in diesem Jungstadium deshalb nicht sammeln. Pantherpilze haben in der DDR die meisten Pilzvergiftungen, auch mit Todesfällen, verursacht. 





Die Pioppino-Ernte im Rülzheimer Pappelbeet ist immer wieder ein Highlight für Thomas


Foto: Die Pilzausbeute von einer halben Stunde Waldgang. So sieht es aus, wenn ein kenntnisreicher Pilzexperte wie Thomas aus dem Wald heimkehrt. "Die am besten schmeckenden Pilze sind keine Steinpilze", hat er einmal gesagt. Wenn seine Pioppinos mit im Korb liegen, gibt es da keinerlei Diskussionen. (12 Fotos © Thomas)

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Foto: Auf der Schale liegt das Pilzglück: Thomas konnte einmal mehr einen schönen Schwung seiner Pilzfavoriten mit nach Hause nehmen. Die Pioppinos alias Südliche Ackerlinge haben es ihm schwer angetan. Er zählt sie zu den besten Speisepilzen überhaupt. 


Thomas schreibt am 20. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute will ich mich mal kurz fassen.

Was fängt mit Piop an und hört mit Pino auf? Ganz genau, der Südliche Ackerling.

Nachdem die Schübe der letzten Male immer in wenigen Tagen schon wieder durch sein konnten, sie diesmal bei meiner Entdeckung aber noch sehr, sehr klein waren, errechnete ich mir den Montag zu ihrer Ernte aus. Da ich es gestern zeitlich aber dann doch nicht geschafft habe, musste ich die Ernte mit ein bisschen Bedenken auf den heutigen Dienstag verschieben.

Dass sie bei den momentan kühlen Temperaturen in vier Tagen so einen extremen Schuss machen, hätte ich nicht gedacht. Aber auch hier war für den Korb trotzdem noch einiges dabei, zumal die wahren Schätze ohnehin auf und in dem Stumpf wachsen.


Foto: Thomas hätte nicht gedacht, dass die Südlichen Ackerlinge (Pioppinos) bei den niedrigen Nachttemperaturen so schnell wachsen würden. 


Foto: Auch diesen hatten schon einen mehr als kräftigen Sprung gemacht. 


Foto: Es waren aber noch genug im Topzustand da. Sie wuchsen auf dem Stumpf. 


Foto: Und wie bei den fünf(!) Schüben im vergangenen Jahr, so wuchsen sie auch diesmal wieder im Schlund eines abgestorbenen Reststammes einer Pappel.


Ein ganz kurzer, halbstündiger Ausflug in den Wald und über die Wiese musste dann allerdings noch sein. Hier kamen dann noch einige Körnchenröhrlinge, die allerdings nicht von jedem Magen vertragen werden, und Wurzelnde Schleimrüblinge (21 Exemplare) wie auch eine kleine Krause Glucke in den Korb.

Jahre lang habe ich die Laubholzknäuelinge immer nur fotografiert und stehen gelassen, aber einmal wollte auch ich mir ein Urteil darüber bilden. Kurz gesagt: die können nichts!

Ein sehr schöner und auch sehr seltener Fund war der eines riesengroßen Fruchtkörpers von einem Herablaufenden Steifporling. In solch einer Größe habe ich ihn bislang noch nicht finden können. Und von der Wiese kamen wieder einige Wiesen- und Schafchampignons mit.

So, ich bin am Ende und habe es wirklich geschafft, mich kurz zu halten.

Viele liebe Grüße, Thomas

Halt! Eines habe ich noch vergessen: Auch ganz liebe Grüße an Margit und Oliver. Ich freue mich dass ihr wieder mit dabei seid!"


Foto: Körnchenröhrlinge, auch Schmerlinge genannt, kommen in Norddeutschland seltener vor. Sie wachsen ausschließlich bei Kiefern, sind gelb bis blass gelbbräunlich und schmierig. Ihr Stiel ist sahnegelb, hat keinen Ring und ist - im Jugendstadium - im oberen Teil wie auch an den Röhren mit zahlreichen Guttationstropfen besetzt. Trocknen sie, so hinterlassen sie bräunliche Flecken. Die Pilze duften nach Obstkompott und schmecken unauffällig mild, was sie zu guten Mischpilzen macht. 


Foto: Hier hat Thomas alle sichtbaren Wurzelnden Schleimrüblinge rot markiert - 21 Stück!


Foto: Thomas hat sie probiert - und als Küchenpilz verworfen. Diese Laubholzknäuelinge sind allerdings auch schon im mittleren bzw. höheren Alter. Pilzfreund Michael hatte einst ganz junge verkostet - und für passabel befunden. 


Foto: Ein Pilzunikum ist der Herablaufende Steifporling. Ein sehr seltener Pilz! Er befällt als Folgezersetzer Laub- und Nadelbäume. Und sieht vom Weiten aus, ...


Foto: ... als habe jemand Schafwolle zum Trocknen aufgehängt. Er ist ungenießbar. 


Foto: Bei diesen zwei jungen Schafchampignons ist die seidig-glänzende Huthaut schön sichtbar. 


Pünktlich gelandet am Flughafen Hahn für herrliche Mischpilze


Foto: Sehr schöne Mischpilze haben Jürgen und Beatrice gefunden und hier zusammengestellt! Sie hatten genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. (2 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 20. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Morgen dachten wir: machen wir die Gassirunde am Flughafen Hahn mal heute, denn nach vier Tagen kann bei den Pilzen viel passiert sein. Und siehe da: erneut gab es eine gehörige Menge Mischpilze, für die wir genau zum richtigen Zeitpunkt da waren. 

Neben den hier obligatorischen Wiesenchampignons fanden wir fünf knackige junge Steinpilze, dazu ebenso viele Rotfußröhrlinge, zirka ein Dutzend Rotkappen, einen Birkenpilz, einen Raufußröhrling und die erste Marone der Saison.

Ohne Hunde geht es dann morgen erneut nach Morbach , dieses Mal aber auf die andere Waldseite. Wir sind gespannt, was es zu entdecken gibt und werden gerne berichten.

Allen eine schöne ertragreiche Woche! Bis dahin

Beatrice, Jürgen und die 3 Hundis"


Foto: Ein richtiges Steinpilznest hat Jürgen hier entdeckt. Schöne leichte Ernte ist so ein  Drilling! 


Vorderer Hunsrück: »Die Fundmengen sind derzeit gigantisch«



Margit und Oliver schreiben am 19. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach langer Pause waren Margit und meine Wenigkeit im vorderen Hunsrück unterwegs. Margits Handgelenk ist nach ihrem Sturz Gott sei Dank wieder gut verheilt, und so wollten wir endlich wieder köstliche Wald- und Wiesenfrüchte finden, die während der letzten Trockenperiode so lange hatten auf sich warten lassen.

Schon auf der Hinfahrt entdeckten wir aus dem Autofenster einige Wiesenegerlinge an den unteren grasigen Waldhängen. Das war doch gleich eine Einladung! Wir parkten und ernteten beschwingt die noch schön geschlossenen knackigen jungen Pilze. Kurz darauf entdeckte Margit noch ein paar schöne Riesenboviste im Bestzustand.

Im Mischwald fanden wir dann unsere ersten Steinpilze für das Jahr 2022. Dank der starken Regenfälle der letzten zwei Wochen schießen die Röhrlinge wie wild aus dem Boden. Außer den vielen Steinpilzen wachsen bei uns auch Hainbuchenröhrlinge und sogar Königsröhrlinge! Sie sollte man aber um des Artenschutzes willen stehen lassen.




2 Fotos: Herrlich, wie der große Steinpilz im Laubwald beherrschend dasteht. Rechts sehen wir ein Kuriosum: ein Doppelsteinpilz. Die Klingenindustrie wird wissen, ob dieser Typ als Vorlage für die Entwicklung des Wiegemessers diente. 


Foto: Welchen der fünf Steinpilze soll man hier, bitte schön, denn zuerst ernten?


Auch Parasolpilze sahen wir häufig. Die Steinpilze wachsen momentan in unserer Gegend meist in Eichenwäldern. In der Nähe eines Steinpilznestes fand ich noch eine kleine Breitblättrige Glucke, die wir aber stehen ließen. Zu unserer Freude fand Margit abschließend noch herrliche Stockschwämmchen.

Ich muss sagen, die Fundmengen sind derzeit gigantisch. Die ersten 2 Fotos zeigen unsere Gesamtfunde von zwei Pilzgängen. 

Am Abend gab es gleich eine Pilzpfanne mit etwas Fleischeinlage und als Beilage Salzkartoffeln. Unser Dörrgerät läuft auf Hochtouren.

Die Fotos für den Pilzticker hat einmal mehr Margit geknipst. 

Alles Gute und noch viele Pilzfunde wünschen wir allen Pilzsuchern vom Pilzticker!

Gruß vom Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land"

(7 Fotos © Margit)

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2 Fotos: Auch die Stockschwämmchen kamen mit. Eine Pilzsuppe ist doch immer wieder etwas Feines. Und rechts liegen die mit Steinpilzscheiben bestückten Dörrschalen einsatzbereit. Gleich nach den ersten zwei Pilzgängen hatte das Dörrgerät von Margit und Olli Schwerstarbeit. 



Jeder Pilz war für den Korb: Es gab nichts als Steinpilze bei Morbach


Foto: Sie können sich sehen lassen, die schönen Steinpilze. Merkwürdigerweise wachsen sie derzeit bei Morbach ganz alleine in den Wäldern. Nur Falsche Pfifferlinge haben Jürgen und Beatrice noch gesehen. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 19. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem am Wochenende erneut ergiebiger Regen gefallen war, sind wir heute in unsere Wälder zwischen Morbach und Hunsrückhaus gefahren. Da Regen angekündigt wurde, ohne Kamera. Ab und an hat es dann auch genieselt.

Außer den Steinpilzen und etlichen Falschen Pfifferlingen* war der Waldboden jedoch leer. Wir fanden nicht eine Marone, keinen Raufuß und keinen einzigen Täubling. Mir scheint die Saison erst in den Startlöchern zu stehen.

Zu den Steinpilzen (geputzte 2,5 Kilo): sie waren alle madenfrei und kaum von Schnecken geplagt; sie boten tolle Qualität! So kann es weitergehen. Die Trocknung läuft bereits und einen Teil haben wir zwei lieben Nachbarinnen überlassen.

Allen Pilzbesessenen gute Beute und eine schöne Zeit!

Liebe Grüße Beatrice & Jürgen"

* In geringer Menge essbar


Wildkatze, Goldschakal und eine Vollversammlung der Parasole im Rhein-Hunsrück-Kreis


Foto: Das Plenum lauscht, der Redner spricht. Diese Parasole scheinen auf einer hohen gesellschaftlichen Entwicklungsstufe zu stehen. Ein sehr schönes Motiv! Ob es wohl die Wiese war, auf der Thomas einen Goldschakal und eine Wildkatze beobachtete?


Markus schreibt am 18. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem wir in den vergangenen Tagen viel gemeinsam auf der Jagd nach den "Forlhasen" (Krause Glucken) waren, musste ich Thomas am Sonntag alleine ziehen lassen - und zwar in "unsere" Wälder im Rhein-Hunsrück-Kreis. Sein Auftrag war, die Lage bei den Steinpilzen zu checken. Ihm war das Glück des Tüchtigen hold.

Auf zwei Quadratmetern Fläche in dem riesigen Waldgebiet fand er ein Dutzend allerschönste junge Steinpilze (z. B. mit Hut für Zwei, Foto rechts). Allerdings sonst gar nichts, von einigen schönen Parasol-Pilzen abgesehen. Es scheint wohl noch einen weiteren kräftigen Regen zu brauchen - unsere Ecken wurden in den vergangenen acht, 14 Tagen nicht so sehr gegossen wie andere Bereiche im Hunsrück.

Als Hobby-Ornithologe geht mein Bruder nie ohne Fernglas in die Pilze. Wenn etwas flattert oder singt, wird die Art bestimmt. So entgehen uns weder Waldschnepfen, noch Fichtenkreuzschnäbel oder Uhus auf unseren Pilztouren.

Heute früh bei Tagesanbruch hatte Thomas ein besonderes Erlebnis: Eine seltene Wildkatze und einen ebenso seltenen Goldschakal konnte er einige Minuten lang durchs Fernglas bei ihren Streifzügen auf derselben Waldwiese beobachten.

Von den Wildkatzen wusste Thomas aus Naturschutzprojekten, die er in einem Naturschutzverein begleitet, aber hatte noch nie eine in freier Wildbahn gesehen. Sie erobert ihren alten Lebensraum mehr und mehr zurück und vermehrt sich erfreulich. 

Mit dem Goldschakal, einem Verwandten des Wolfs, der einem Fuchs oder einer Mischung aus beiden ähnelt, hatte er nie und nimmer gerechnet. Die West-Ausbreitung des in Südosteuropa und Eurasien beheimateten Tieres ist für die Wissenschaft ein Phänomen, zumal die scheuen und versteckt lebenden Tiere kaum zu Gesicht bekommen sind. Die meisten Nachweise gelingen über Wildkameras oder Kotspuren.

Es sei denn, man ist Pilzsammler und bei Tagesanbruch leise und mit Respekt vor der Natur im Wald...

Viele Grüße Markus"

(2 Fotos © Thomas H.)

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Landau: Ein Steinpilz-Prachtkerl als Vorhut vieler Nachkommen? 


Annette schreibt am 17. September 2022 zu diesem Foto:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

bei einem einstündigen Streifzug durch unsere Pilzjagdgründe im Pfälzerwald bei Landau fanden wir ein Prachtstück von einem Steinpilz. Spät sind sie also da, aber wir freuen uns über jeden einzelnen.

Wir gehen einfach mal davon aus, dass dieser Kerl der Vorbote seiner Nachkommen ist.

Allen Pilzticker-Freunden viel Spaß und Erfolg bei der Pilzsuche!

Annette und Stephan"

(Foto © Annette)

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Die erste Krause Glucke für Romina


Foto: Über die Krause Glucke freute sich Romina ganz besonders. Es war ihr erster Fund dieser Pilzart überhaupt. Hinzu kamen noch einige knackige junge Wiesenchampignons (2. Foto)(2 Fotos © Romina)

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Romina schreibt am 17. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

auch wir waren zum ersten Mal erfolgreich im Westerwald des Rhein-Lahn-Kreises unterwegs. Als Anfänger sind wir meist auf der Suche nach Steinpilzen, aber auch leckere Parasole haben wir im letzten Jahr gefunden.

Heute gab es unsere erste Krause Glucke und auch ein paar Wiesenchampignons.

Wir freuen uns auf weitere Erkundungen und ein gutes Pilzjahr 2022.

Liebe Grüße Romina"




Es bleiben kaum Wünsche offen bei Rülzheim: Sogar Thomas' geliebte Pioppinos sind wieder da


Foto: Wurzelnde Schleimrüblinge, davon einer mit Stelzenbein, Stadt- und Schafchampignons und sechs der verehrten Südlichen Ackerlinge kamen mit nach Hause. Letztere sorgen bei Thomas gemeinhin für Hochstimmung. (11 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 16. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach dem Starkregen am vergangenen Mittwoch musste ich heute auf unserem Campingplatz doch mal nach dem Rechten sehen. Aber es ist alles noch da, wo es hingehört. Also ging es noch auf eine schnelle und kurze Runde durch die Wälder bei Rülzheim.

Erneut konnte ich auch hier einige Stadtchampignons entlang der stark verdichteten Forstwege einsammeln. Dann sah ich einen bemoosten Stumpf, der einen echt putzigen Anblick darbot, nämlich gleich drei Pilzarten auf einen Blick: Schmetterlingstrameten, Wurzelnde Schleimrüblinge und ganz junge Graugrüne Dachpilze.

Nicht weit entfernt zeigte sich ein Bild, das recht gut das diesjährige starke Aufkommen der Sklerotienporlinge wiederspiegelt. Zwischendurch landeten auch noch zwei Rehbraune Dachpilze im Körbchen. Zum Schluss ließen sich auch in diesen Wäldern nach langer, langer Zeit wieder die ersten Röhrlinge finden: zwei schöne Laubwald-Anhängselröhrlinge, die selbstverständlich stehen bleiben durften.


Foto: Die hartfleischigen Stadtchampignons durften nicht in Thomas' Korb fehlen. 


Foto: Einfach putzig, wenn auf einem übermoosten Baumstumpf gleich drei verschiedene Pilzarten drängeln. Wir sehen drei Graugrüne Dachpilze, zwei Wurzelnde Schleimrüblinge und eine Schmetterlingstramete. 


Foto: Ein starkes Jahr haben die holzverzehrenden Sklerotienporlinge, die sogar essbar, aber von nur mittelmäßigem Speisewert sind. 


Foto: Ein gestandener Kerl ist dieser Laubwald-Anhängselröhrling. 


Foto: Dieser Artgenosse hat seine hohe Zeit noch vor sich. Beide genießen den Komfort, nach der Bundesartenschutzverordnung nicht angetastet werden zu dürfen. 


Auf dem Rückweg zum Auto kamen dann noch einige Schafchampignons von der Wiese mit hinzu. Da ich irgendwie so ein Bauchgefühl hatte, schaute ich vor der Heimfahrt nach Karlsruhe noch schnell an meiner Pioppino-Pappel vorbei. Und siehe da: nach einigen Schüben, die in diesem Jahr bislang nur ein, zwei Exemplare hervorbrachten, ist jetzt mal wieder ordentlich was im Anmarsch.

Etliche kleine dieser Südlichen Ackerlinge, die nur darauf warten, groß zu werden, um schlussendlich in meinem Körbchen zu landen. Bei der großen Anzahl an heranwachsenden Fruchtkörpern mache ich mir auch keine großen Sorgen, dass die Schnecken nichts für mich übrig lassen. Wenn die alle groß werden…

Viele liebe Grüße, Thomas"

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Foto: Die Schafchampignons gehen bei Thomas immer mit. Sie sind festfleischig-harte Champignons von bestem Wohlgeschmack. Von Wiesenchampignons unterscheiden sie sich unter anderem durch ihre feinseidige Huthaut. 

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Herrliche Pioppinos: Ein Geschmacksriese, von Thomas heiß geliebt


Foto: Thomas hält den Südlichen Ackerling, wie er eigentlich heißt, für so ziemlich das Beste, was Pilze an Geschmack liefern können. Damit stimmt er mit den Italienern überein, die ihre Pioppinos ebenfalls mit zu den schmackhaftesten Pilze zählen. Die wohlduftende, sehr wohlschmeckende Art kann an fermentiertem Weizenstroh angebaut werden, was hauptsächlich in Italien, Frankreich, Japan und China gepflegt wird. In diesen Ländern sind Pioppinos hochgeschätzte Marktpilze.

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Foto: Sie wachsen so kraftvoll und in Mengen - standesgemäß - an "seiner" Pappel nach,...


Foto: ...dass Thomas sich diesmal keine Sorgen darüber macht,...


Foto: ...die Schnecken könnten ihm die Köstlichkeit dreist und unerhört wegschmatzen. 





Endlich sind sie da!

Freude pur in Traben-Trarbach über die ersten frischen Pilze mit Speck und Zwiebeln in einem Omelett


Foto: Alles jung, knackig und frisch! Jürgen und Beatrice freuen sich auf den Abend, wenn es diese Pilze - die ersten 2022 - in einem Omelett gibt. Guten Appetit! (2 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 15. September 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem zu Beginn der vergangenen Woche endlich der ersehnte Regen kam, haben wir heute auf unserer wöchentlichen Gassirunde am Flughafen Hahn nun auch die ersten Pilze gefunden. Vor einer Woche war da noch überhaupt nichts.

Nun wird es heute Abend die ersten frischen Pilze mit Speck und Zwiebeln in einem Omelett geben - da freuen wir uns jetzt schon riesig darauf.

Es stehen uns zur Verfügung ein wunderschöner Steinpilz, sechs Rotkappen, fünf Raufüße und etliche Wiesenchampignons.

Da weiterhin Niederschläge angekündigt sind - wenn auch bei sinkenden Temperaturen - sollte sich das Pilzwachstum auch hier stetig steigern.

Bleib(t) gesund und liebe Grüße aus dem Hunsrück von Beatrice & Jürgen"


Foto: Der erste Steinpilz der Saison für Jürgen und Beatrice macht einen sehr guten Eindruck. Da weiterer Regen angesagt ist, dürfte im Hunsrück in der nächsten Zeit einiges gehen mit den Pilzen. 


Rülzheim: Die Glucken basteln an ihrem Gluckenjahr, der Sägeblättling will mit den Kindern spielen


Foto: Das dürfte für ein Campingabendessen reichen: Thomas präsentiert seine gefundenen Krausen Glucken. (13 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 5. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem der Samstag im Hochschwarzwald (Baden-Württemberg) ja schon recht erfolgreich verlaufen war, ging es am Sonntag zusammen mit Andreas noch in die Wälder der Südpfalz.


Diesmal will ich gar nicht viel Worte verlieren, da ich im Pilzticker Baden-Württemberg ja schon einen halben Roman geschrieben habe. Ich will nur soviel sagen, dass die Pilze aus dem tiefen Süden Deutschlands kommend, nun auch Richtung Südpfalz unterwegs sind, so dass auch hier die Artenvielfalt so langsam aber sicher wieder zunimmt. Ein bisschen mehr Regen dürfte es dennoch sein. 

Auch hier sind die verschiedensten Folgezersetzer erstmal ganz klar im Vormarsch. Die Wurzelnden Schleimrüblinge plötzlich wieder in Massen und überall stehen riesige Horden von diversen Waldfreundrüblingen. Mengenmäßig die Oberhand haben derzeit aber die Behangenen Faserlinge, die teilweise zu Hunderten den feuchten Waldboden besiedeln. Wäre unser Fokus nicht auf die Krause Glucke gerichtet gewesen, hätten wir unsere Körbe auch mit Behangenen Faserlingen und Waldfreundrüblingen voll machen können. Aber uns stand der Sinn nach Besserem.


Foto: Nach einer Pause sind auch die Wurzelnden Schleimrüblinge wieder da und empfehlen sich fürs Mischpilzgericht. 


Foto: Die Behangenen Faserlinge - vorne jung, weiter hinten alt - hätten zusammen mit Waldfreundrüblingen glatt einen Korb füllen können. Die Faserlinge (Mürblinge) sind prima Suppenpilze. 

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Nachdem die Gefahr für Waldbrände in dieser Region deutlich geringer geworden ist, sehe ich den Schuppigen Sägeblättling mittlerweile auch wieder mit ganz anderen Augen. Er ist, wie ich schon andeutete, dieses Jahr dermaßen stark vertreten, dass er nun sogar den Weg auf den Spielplatz von unserem Campingplatz gefunden hat. Dank des Regens zeigen sie sich jetzt mitunter mit riesigen Fruchtkörpern und Hutdurchmessern von sechzehn bis über zwanzig Zentimeter. Einfach nur schön!


Foto: Vormarsch aus dem Wald bis zum Camping-Spielplatz: ein Schuppiger Sägeblättling. 


Foto: Seit Wochen begeistert sich Thomas für die nur selten auftretenden Schuppigen Sägeblättlinge, die er gar nicht oft genug fotografieren kann. Nun dienen sie ihm sogar als Motiv für rekordverdächtige Größen. 

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Und nun möchte ich auch gar nicht mehr sagen und lediglich die folgenden acht Fotos für sich sprechen lassen. Sie und weitere habe ich nur knapp zwei Stunden Waldgang gemacht. Die kleinsten Fruchtkörper und viele weitere Exemplare haben wir zum Weiterwachsen oder für andere Pilzsammler stehen gelassen. Wir hätten noch Stunden weiter sammeln können! Also wenn das nicht mal wieder ein gutes Gluckenjahr ist…

Viele liebe Grüße Thomas"

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Glucken-Reigen ohne Worte











Ein Gedicht: Thomas genießt seinen Krause-Glucken-Tag bei Rülzheim sogar als Poet


Foto: Drei sehr schöne Krause Glucken konnte Thomas mit nach Hause nehmen. Es war sein erster toller Glucken-Tag in diesem Jahr. (6 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 29. August 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

Sag’s dem Bub und auch dem Mädel,

im Wald da liegen Bärenschädel.

Last’s beginnen das große Rennen

und geht auf Jagd nach Fetten Hennen.

So wie ich, ich wollt nur gucken,

nach Haus kam ich mit Krausen Glucken.

Egal ob Rülzheim, Karlsruhe, Niefern,

Krause Glucken sucht man unter Kiefern.

Zum Strunk möchte ich noch sagen,

den verträgt nicht jeder Magen.

So lasst ihn weg, sonst müsst ihr spucken,

das bezieht sich auch auf alle Glucken.

Ob Glucke kraus, ob Glucke breit,

Nun ist sie da, die schöne Glucken-Zeit.

Drum geht raus, ab in den Wald,

Wer gut sucht, der findet sie schon bald.


Gestern war mein erster großer diesjähriger Glucken-Tag in Rülzheim.

Da meine observierte Glucke nochmal gut zwei Zentimeter im Durchmesser zugelegt hatte und durch den Regen am vergangenen Wochenende nun Gefahr ging, zu schimmeln, durfte sie als Erste in meinem Fahrradkorb Platz nehmen.

Unweit von dieser Stelle gackerte auch schon die nächste schöne Henne. Ohne große Gegenwehr und wildem Geflatter, sprang auch diese Glucke in mein Körbchen. Getreu dem Motto: aller guten Dinge sind drei, ließ auch die dritte Glucke nicht lange auf sich warten.

Da mein Korb nun schon recht gut gefüllt war, habe ich nach knapp eineinhalb Stunden meine Suche für beendet erklärt.

Allen Pilzfreunden wünsche ich einen schönen Spätsommer und viel Glück bei den Glucken!

Viele liebe Grüße, Thomas"

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Foto: Sie wurde von Thomas aufmerksam observiert und rechtzeitig vor dem Schimmeln eingefangen: die erste Krause Glucke, die in seinem Korb landete. 

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Foto: Auch die Zweite wuchs ordnungsgemäß am Fuße einer Kiefer, auch wenn das Laub davon ablenken will. 


Foto: Hier ist das schöne Exemplar noch einmal aus der Nähe zu bewundern. 


Foto: Und Nummer 3 ließ nicht lange auf sich warten. Brav bei Fuß, scheint ihr die Kiefer zu sagen. 


Foto: Auch sie soll noch einmal in Großaufnahme zu sehen sein. 





In der Südpfalz beenden einige Pilzarten ihre Hochsommerpause

Es kann durchaus noch ein guter Pilzherbst werden


Foto: Über die Krause Glucke freute sich Thomas am meisten. Sollte der Regen kommen, sieht er gute Chancen für ihr gutes weiteres Wachstum. Diese ließ er noch stehen in der Hoffnung, dass sie noch etwas an Größe und Gewicht zulegt. (8 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 24. September 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach beinahe drei Wochen absoluter und in diesem Ausmaß für mich in über dreißig Jahren bislang noch nie da gewesener Pilzflaute, begleitet von so vielen Wald- und Flächenbränden und weiter anhaltender Hitze und Trockenheit, gibt es nun endlich wieder Erfreuliches aus dem Pilzreich in der Südpfalz zu vermelden.

Und das, obwohl es in dieser Region in über dreißig Tagen in Summe nicht einmal drei Liter Niederschlag auf den Quadratmeter gegeben hat!

Dennoch fängt es wieder fast genauso an, wie es am 5. August aufgehört hatte: mit unzähligen Schuppigen Sägeblättlingen. Sie setzen gerade wieder zu einem neuen Schub an. Ebenso einige Schwarzschneidige Dachpilze wie auch Rehbraune Dachpilze.


Die Sägeblättlinge wachsen weiter


Foto: Nach ihrer Hochsommerpause wachsen nun wieder die seltenen Schuppigen Sägeblättlinge. Es gibt sie nur in ganz heißen, ganz trockenen Sommern. 

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Foto: Hier ein etwas reiferes Exemplar, bei dem die Schuppen prima zu sehen sind. 


Foto: Sehr schön sind hier die gesägten Schneiden, die Kanten der Lamellen, des Schuppigen Sägeblättlings zu erkennen. 


2 Dachpilzarten


Foto: Ein Schwarzschneidiger Dachpilz. An den Lamellen ist schon aus dieser Perspektive die Schwarzfärbung zu sehen. 


Foto: Sehr gut sind hier die namensgebenden schwarzen Schneiden des Schwarzschneidigen Dachpilzes zu sehen. 


Foto: Ein Rehbrauner Dachpilz, die wohl häufigste Art der Dachpilze. Er ist im Mischpilzgericht gut untergebracht. 


Foto: Das Lamellenbild eines Rehbraunen Dachpilzes. Die Schneiden sind unspektakulär weiß, das Sporenpulver ist rosabraun bis hellbraunrosa, wie rechts zu sehen. 


Da sich geschmacklich nun aber wieder weit Besseres ankündigt, durften alle Holzbewohner/innen stehen bleiben. Denn die größte Freude galt gestern meiner ersten jungen Krausen Glucke Jahrgang 2022, die ich in den letzten Tagen auch mehr und mehr hier erwartet habe.

Trotz der Trockenheit kann es noch ein gutes Pilzjahr werden

Gewachsen ist sie an einem mir bekannten Kiefernstumpf, den ich mitunter alle drei bis fünf Tage kontrolliert hatte. Und fast wie aus dem Nichts stand sie plötzlich da, mit Laub bedeckt und gerade mal etwas mehr als faustgroß.

Allerdings durfte auch die Glucke noch für einige Tage zur weiteren Beobachtung stehen bleiben, damit sie eventuell noch ein paar Zentimeter an Größe zulegen kann. Und wenn in nächster Zeit noch der ein oder andere ausgiebige Regenguss hinzu käme, stünden die Chancen nicht schlecht auf gute Gluckenfunde im Spätsommer und im Herbst.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als weiterhin auf den erlösenden Regen zu hoffen. Sollte er kommen, könnte dieses Pilzjahr doch noch ein richtig gutes Ende mit vielen tollen Funden nehmen.

Viele liebe Grüße, Thomas"

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Ein Schwarzschneidiger Dachpilz verabschiedet die Pilze in den Sommerurlaub


Foto: Ein dunkel getönter schöner Schwarzschneidiger Dachpilz. Mit seiner Geschmacksqualität ist er eine prima Ergänzung für Mischpilzgerichte. Das 2. Foto zeigt schön die schwarzen Schneiden (Lamellenkanten), die der Pilzart ihren Namen gaben. (6 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 5. August 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ganz ohne Erwartungen, war ich gestern, am heißesten Tag der Woche, für eine gute Stunde in den Wäldern Rülzheims unterwegs. Und konnte feststellen: selbst bei knapp 40° Celsius wächst noch der ein oder andere essbare Pilz. Man muss ihn nur finden, was im mittlerweile fast schon pilzleeren Wald allerdings nicht mehr so einfach ist.

Nach wie vor dominieren ganz klar die Schuppigen Sägeblättlinge, die hier immer noch sehr zahlreich zu finden sind, wovon ich aber nur zwei schöne Exemplare mitgenommen habe. Hinzu kam noch ein wunderschöner Schwarzschneidiger Dachpilz, damit zumindest ein bisschen was für die Pfanne zusammenkam.

Das war aber dann fast schon alles, was sich bei dieser Hitze noch finden ließ. Kurz vor Ende meiner Runde ließ sich dann doch noch ein Harter Zinnobertäubling finden, der selbstverständlich auch noch mitkam. Zusammen mit ein paar eingefroren Pioppinos (Südlichen Ackerlingen) vom letzten Jahr ergaben auch diese wenigen Pilze ein leckeres Abendessen.

Ein sehr interessanter Fund war ein Pilz, der direkt aus dem Stamm einer Hainbuche wuchs. Zuerst dachte ich an einen Scheidling, was sich aber bei genauerem Hinsehen ganz klar als ein junger Grüner Knollenblätterpilz erwies, den ich so wachsend auch noch nicht gefunden hatte.

Auch hier verabschieden sich die Pilze nun definitiv in ihren Sommerurlaub. Ohne Regen werden sie auch nicht mehr so schnell zurückkommen.

Viele liebe Grüße, Thomas"

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Foto: Sie kamen in den Korb: der Schwarzschneidige Dachpilz und zwei schöne Schuppige Sägeblättlinge. 

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Foto: Einer der zwei Schuppigen Sägeblättlinge, die ein Rekordjahr erleben. So viele über einen längeren Zeitraum kamen Thomas in 30 Jahren Pilzsuche noch nicht zu Gesicht. 

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Foto: Der Harte Zinnobertäubling kam auch mit.


Foto: Ein Kuriosum. Es ist weder ein Scheidling noch ein Porling, sondern ein Grüner Knollenblätterpilz, der hier aus dem rissigen Stamm einer Hainbuche wächst. Wir Pilzfreunde können nicht achtsam genug sein! 

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