Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



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Mit getrockneten Spitzmorcheln veredeln wir unsere Pilzsoßen und überhaupt Pilzgerichte unnachahmlich!

Wir kaufen sie natürlich in bester Bio-Ware beim Pilzversand und Pilzhandel

Pilze Wohlrab.

Ein bayerisches Familienunternehmen.





Die nicht untypische Lücke zwischen Spätsommer und Herbst:

Auch auf den Rheinhöhen gönnen sich die Steinpilze erst einmal eine Pause


Foto: Es fällt auf, dass nur ein einziger Steinpilz den Korb von Margit und Oliver ziert. Das ist beim Übergang von Spätsommer zu Frühherbst nicht ungewöhnlich. Die Steinpilze werden ihre Zeit noch haben. Auf dem 2. Foto sehen wir den von Oliver angesprochenen Strubbelkopfröhrling, ein fade bis leicht muffig schmeckender Pilz, den man in schlechten Zeiten aß. (2 Fotos © Margit)

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Oliver schreibt am 17. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wir waren erneut in die Wälder auf den Rheinhöhen gefahren, um Steinpilze zu finden.

Zuerst suchten wir den Waldrand eines Mischwaldes nach Rotkappen ab und wurden auch schnell fündig. Danach suchten wir Nadelwälder mit tiefen, regengetränkten Moosteppichen auf. Dort fanden wir Maronen, knackige Fichtenreizker und junge Anisegerlinge. Aber von unseren erhofften Steinpilzen war weit und breit nichts zu sehen.

An einer Tanne fand ich einen großen sehr dunklen Schirmling, mit dick gepanzertem Schuppenhut. Ein nicht so oft anzutreffender Strubbelkopfröhrling

Nach dieser zweistündigen Tour fuhren wir mit dem Auto weiter in einen Nachbarort mit sehr viel Waldbestand. In den Mischwäldern dort fanden sich nur Parasole und an den Wegesrändern die ein oder andere Rotkappe und auch mal vereinzelt einen Birkenröhrling.

In einem Fichtenwald fanden wir erneut Maronen und Fichtenreizker. Ganz zum Schluss fand ich doch noch einen Steinpilz, der erste in diesem sonst sehr ertragreichen Pilzeldorado der letzten Jahre.

Nach etwa fünf Stunden Pilzmarathon war unsere Suche beendet. Wir hatten ungefähr eineinhalb Körbe voll, haben aber nur Margits Korb fotografiert.

Das war es einmal wieder vom Pilzsuchteam Olli und Margit aus dem Nahe- Land"





Die Steinpilzfriedhöfe lösten sichtlich Trauer bei Beatrice aus


Foto: Mitgenommen, was noch halbwegs brauchbar schien, und dennoch dürfte sich diese Ausbeute zuhause noch erheblich reduziert haben. Im Korb rechts sind in den Fraßstellen schon Wurmlöcher zu erkennen, die Schnittfläche des Stieles des unteren Steinpilzes in der Mitte zeigt, soweit zu sehen, ebenfalls Wurmgänge. Dagegen nahm sich der Steinpilz auf dem zweiten Foto noch vielversprechend aus - zumindest dem Anschein nach. (2 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 13. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern früh waren wir drei Stunden in den verbliebenen fünf Waldstücken oberhalb von Morbach bei Traben-Trarbach unterwegs.

Meiner Frau stand schon nach kurzer Zeit die Trauer ins Gesicht geschrieben angesichts der vielen Steinpilzleichen. Es mochten zwischen 200 und 250 Stück gewesen sein, die zum Teil auf engstem Raum standen. Der Frust darüber weitete sich dann auch auf ihre Sammellust aus, sehr zu meinem Bedauern. Da waren wir leider deutlich einige Tage zu spät gekommen.

Letztendlich fanden wir dennoch zwei Körbe Steinpilze, darin auch einige Flockenstielige Hexenröhrlinge, Maronen und Pfifferlinge. Einen Korb haben wir an unsere Nachbarn verschenkt, der andere landete im Dörrautomaten. 

Die kommenden drei Tage soll es bei uns regnen, was dem Pilzwachstum zuträglich sein sollte. Ab dem kommenden Wochenende habe ich vier Wochen Urlaub, da werden wir viel unterwegs sein. 

Allen Pilzfreunden weiterhin viel Erfolg und eine gute Zeit.

Beatrice & Jürgen"


Zig Steinpilzhüte mitsamt Stielspitze in zwei Stunden vor Madenfraß gesichert


Foto: Gut behütet kehrte Jürgen von zwei seiner sieben Sammelplätze jenseits der Mosel zurück nach Traben-Trarbach. Weil nahezu jeder Stiel der Steinpilze verwurmt war, schnitt er die Hüte plus ein Viertel ihrer Stiele ab. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 11. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da es heute regnen sollte, bin ich bereits gestern auf die andere Seite der Mosel gefahren. Es gibt dort sieben Waldbereiche, wo wir immer sammeln gehen. Geschafft habe ich zwei in zwei Stunden. Danach gab es auch keinen Platz mehr in meinen Körben.

Im ersten Waldabschnitt hatte ich den Weidenkorb bereits nach 20 Minuten über die Hälfte mit Maronen gefüllt. Ihnen gesellten sich noch drei Steinpilzhüte hinzu. Ihre Stiele waren verwurmt.

Im zweiten Abschnitt traute ich meinen Augen nicht und ich fragte mich, was wir denn hier beim letzten Mal wohl alles übersehen hatten. Von den rund 150 Steinpilzen, die ich fand,  mussten leider zwei Drittel im Wald bleiben, weil die Pilze bereits überständig und komplett durchmadet waren. 

Auch der Rest hatte teils verwurmte Stiele, doch die Hüte waren nahezu alle noch wunderbar zu verwerten.

Morgen wollen wir die fünf anderen Pilzplätze abfahren, ich bin schon jetzt sehr auf das Ergebnis gespannt.

Allen Pilzsammlern viel Erfolg und liebe Grüße von Beatrice und Jürgen"


In dreieinhalb Stunden den Korb mühselig voll bekommen auf den Rheinhöhen


Foto: Gegenüber den Vorwochen ist es mit dem Pilzwachstum auf den Rheinhöhen und im Nahe-Land ruhiger geworden. Doch die klassischen Herbstpilze werden ihre Zeit noch bekommen. (Foto © Margit)

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Oliver schreibt am 11. September 2021:

"Servus Heinz Wilhelm,

heute waren wir wieder unterwegs auf den Rheinhöhen. Dort fanden wir auch wie Beatrice und Jürgen einige Maronen und etliche überständige Steinpilze.

Zu unserem Erstaunen wachsen auch schon Fichtenreizker und Schopftintlinge, dazu gesellten sich noch Birkenpilze und ein brauchbarer Steinpilz. Margit fand auch wieder ihre geliebten Rotkappen. Nach mühseliger Suche von etwa dreieinhalb Stunden war wenigstens ein Korb voll mit Pilzen. 

Bis zum nächsten Mal!

Gute Funde wünschen euch Margit und Olli aus dem Nahe-Land"


Traben-Trarbach: Jürgen verliert den Kampf an der Steinpilzfront gegen die Maden klar


Jürgen schreibt am 9. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da ich gestern Vormittag Zeit hatte, bin ich in den Hochwald oberhalb von Morbach gefahren. Diesmal jedoch die andere Seite der B269. Zunächst einmal kann ich nur bestätigen, was hier bereits andere Sammler mitgeteilt haben: es ist viel zu trocken.

Im ersten Fichtenwald gab es Maronenröhrlinge in geringer Zahl. Dann tauchten auf einmal Fichtensteinpilze auf, deren zwei Dutzend allerdings fast komplett vermadet waren. So reichte es nur für zwei Brauchbare. Zu diesen kamen noch cirka 20 Maronen und zwei Flockenstielige Hexen.

Also auf zur nächsten Sammelstelle. Nämlich dorthin, wo wir vergangenes Jahr innerhalb einer Stunde zwei Körbe voller Steinpilze sammeln konnten. Und heute? Gab es drei Überständige und einen richtig guten. Das war arg enttäuschend.

Weiter oben hatte ich anschließend mit den Maronenröhrlingen etwas mehr Glück, hier waren immerhin 50 Prozent verwertbar, die andere Hälfte war ebenfalls völlig vermadet. 

Letztendlich reichte es für einen Korb Maronen, einige Steinpilze, Hexenröhrlinge und ein paar Pfifferlinge, siehe das Foto rechts

Am Samstag werden wir die Stellen auf der anderen Seite nochmals inspizieren. Da hatten wir reichlich kleine Steinpilze stehen lassen. Ich befürchte, eher zur Freude der Maden... 

Allen Pilzfreunden eine gute Zeit, Jürgen"

(2 Fotos © Jürgen)

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Foto: Sie versprachen mehr, als sie hielten, die Steinpilze. So wie diese Zwei. Die Maden hatten klar die Oberhand bei den vielen Exemplaren, die Jürgen vorfand. 


Da kann man schon mal verzweifeln:

Die Straßen der Semmelstoppelpilze führen Markus nicht ins Reich der Steinpilze


Markus E. schreibt am 9. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich bin gerade im Westerwald unterwegs, es ist zum Verzweifeln. Die Ausbeute ist kümmerlich. Nur Semmelstoppelpilze gibt es recht häufig. Daher habe ich ein paar junge Exemplare mitgenommen. Ich brauchte nur ihren Straßen zu folgen..., siehe das 2. Foto.

Ich habe vor, sie zu trocknen, um sie dann zu einem Pilzpulver zu vermahlen. 

Und jetzt ist zu allem Übel auch noch ein Gewitter im Anmarsch!

Viele Grüße, Markus E."

(2 Fotos © Markus E.)

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Freude bei Beatrice und Jürgen in Traben-Trarbach: Endlich sind die Steinpilze da!


Foto: Pfifferlinge sollten es werden für Beatrice und Jürgen im Fichtenhochwald oberhalb Morbach, aber dazu gab es auch eine Menge Maronen - und die ersten Steinpilze. Und es waren nicht mal wenige. (Foto © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 5. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir am frühen Vormittag für drei Stunden im Fichtenhochwald oberhalb von Morbach unterwegs, in erster Linie, um unsere Pfifferlingsstellen zu inspizieren. Unsere Ausbeute war immer noch sehr gut.

Allerdings fing das Ganze zunächst mit Maronen an, die dort wuchsen, wo noch vor eineinhalb Wochen nicht eine einzige von ihnen zu sehen gewesen war. Dazu fanden wir auch noch eine erkleckliche Anzahl an Steinpilzen. Damit hat für uns die Saison nun richtig begonnen. 

Allen Sammlern viel Erfolg -  und achtet auf die Zecken! Ich habe mir gestern gleich zwei von den Biestern eingefangen.

Liebe Grüße, Beatrice & Jürgen"





Die geliebten Semmelstoppelpilze lassen Oliver im Rheingrafenwald und im Soonwald nicht im Stich


Oliver und Margit schreiben am 2. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich mal wieder im Rheingrafenwald zum Pilze suchen. Im Moment wachsen dort vereinzelt oder in kleineren Gruppen wie gewohnt sehr knackige Semmelstoppelpilze und vereinzelt Echte Pfifferlinge. Hier und dort auch Lila Lacktrichterlinge sowie Gelbstielige Trompetenpfifferlinge.

An einem alten Buchenstumpf entdeckte ich einen blutjungen Schwefelporling, den ich viel lieber "Chicken of the wood" nenne, das hört sich nicht nur appetitlicher, sondern auch weltmännischer an. Dieser junge Pilz roch auch wirklich nach Hühnchen. Dann fand ich ein paar Stockschwämmchen, und zwar am Stumpf einer bemoosten Buche (2. Foto rechts).

Heute ging es dann mit Margit in den Soonwald. Sie geht dort lieber Pilze suchen, weil es etwas ruhiger ist.

Erst ganz tief im Wald entdeckten wir reichlich Semmelstoppelpilze, einige Pfifferlinge, einen jungen Birkenpilz und drei leckere Speisetäublinge mit einem leichten Rosastich im Farbton. Unser geliebter roter Korb war somit am Ende einmal mehr gut gefüllt, siehe das 1. Foto rechts.

Die Herbströhrlinge lassen noch auf sich warten. Wir kennen das schon: sie kommen erst, wenn das Laub der Bäume Farbe bekommt und langsam fällt.

Am Abend gab es eine herrliche Pfanne mit Mischpilzen und Bratkartoffeln, dazu frische Bohnen aus Nachbars Garten und saftigen Schwenkbraten. An Getränken für Margit einen milden Müllerthurgau vom Weingut Pieroth und für meine Wenigkeit ein kühles Becks Pils. 

Das war es erstmal wieder vom Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land"

(4 Fotos © Margit)

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Foto: Oliver ist bekennender Fan von Semmelstoppelpilzen. Hier ist er wieder einmal auf seine Kosten gekommen. 

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Foto: Hier sieht man recht gut, dass die Gelbstieligen Trompetenpfifferlinge deutliche Leisten haben. Im Gegensatz zum Starkriechenden Trompetenpfifferling, auch Gelbe Kraterelle genannt, wo die Leisten fast bis zur Unsichtbarkeit verkümmert sind.

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Das kennen wir alle:

Der Konkurrenz beim Vorbeiradeln in den Pilzkorb schielen


Foto: Das Sammelergebnis zweier kleiner Pilzgänge von Thomas. Es zeigt, dass die Artenvielfalt noch immer unvermindert groß ist. (9 Fotos © Thomas)

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Thomas schreibt am 29. August 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

da ich momentan und auch die nächsten Wochen nur sehr wenig Zeit zum Pilze sammeln habe, muss ich mich derzeit mit kurzen Abstechern in den Wald begnügen. Mittlerweile wäre es ohne Heizung auch schon sehr ungemütlich auf dem Campingplatz in Rülzheim, denn so langsam kündigt sich hier der Herbst an. Die letzten Tage kletterte das Thermometer nicht über 16-17 Grad und nachts fiel die Temperatur teilweise sogar auf unter 10 Grad.

Vor dem Frühstück machten wir heute einen kleinen Spaziergang um den hiesigen Baggersee, bei dem wir zwei Zinnoberrote Täublinge und einen ordentlichen Brocken vom Grüngefelderten Täubling im Mischwald entdecken konnten.

So war schon mal ein gutes Rührei-Frühstück mit leckeren Täublingen gesichert. Gerade als ich mit dem Grüngefelderten wieder auf den Weg sprang, fuhren zwei Frauen auf Fahrrädern an uns vorbei, die den Pilz in meiner Hand sahen und meinten: „O, schöne Pilze." Beide waren mit je zwei Fahrradkörben bepackt, in denen sich nochmal ein Pilzkorb befand. Allerdings waren alle noch leer.


Foto: Ein "Brummer" von Grüngefeldertem Täubling schielt machtvoll zu den Knirpsen in Rot; Zinnoberrote Täublinge. Der Grüne ist ein Edelpilz, die Zinnoberroten sind von mittelmäßigem Geschmack. Zu ihrem Rosenrot oder Karminrot gesellt sich ein rötlich überhauchter Stiel. 

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Am Nachmittag drehte ich dann doch nochmal für eineinhalb Stunden eine kleine Runde in den Wäldern zwischen Rülzheim und Herxheim. Auch hier begegnete mir zweimal ein Pilzsammler auf seinem Fahrrad, der mit leerem Stoffbeutel langsam die Wege abfuhr. Beide Male musterte er beim Vorbeifahren mein kleines Körbchen mit Deckel, wohl in der Hoffnung, er könnte einen Blick erhaschen.

Ich sammelte neben einigen Pfifferlingen noch Rotbraune Scheidenstreiflinge, zwei Erdmuschelinge, Frauentäublinge, je einen Papageientäubling und Honigtäubling wie auch ganz wenige Rötliche Lacktrichterlinge, Semmelstoppelpilze und einen Hainbuchenraufuß.


Foto: Erdmuscheling oder prägnanter Trichterförmiger Muscheling ist ein mittelmäßiger Speisepilz. Meist findet man von ihm nur ein oder zwei Fruchtkörper im Mischwald. Er wächst an verrottetem Holz. 

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Foto: Ein Frauentäubling in blasser olivgrüner Farbe, wie es ihn dieses Jahr häufig gibt.


Foto: Der Papageientäubling wird auch Kleiner Frauentäubling genannt und schmeckt, wie große, ausgezeichnet. Er ist deutlich kleiner als der Frauentäubling und seine Huthaut ist bis zur Hälfte abziehbar. Der Papageientäubling wächst im Laubwald bei Buche, Linde, Birke und Hasel. 


An giftigen Pilzen stehen die Wälder momentan voll mit massenhaft Schwefelritterlingen, Gelben sowie Grünen Knollenblätterpilzen.

Auch die ungenießbaren Gewimperten Erdsterne wachsen mitunter in riesigen Kolonien, teilweise auch in direkter Nachbarschaft zu den selteneren Halskrausenerdsternen. Und immer wieder schön fürs Auge war ein einzelner Laubholzknäueling, der im Prinzip sogar essbar wäre, der aber so zäh ist, dass selbst das Schneiden zu einem Kraftakt wird. Auch über ein wunderschönes Stück Giraffenholz habe ich mich sehr gefreut.

Am Ende meiner Tour begegneten mir dann nochmals die beiden Frauen, deren Körbe sich aber bis auf wenige Parasole nicht weiter gefüllt hatten.

Für das letzte Jahresdrittel wünsche ich uns Pilzfreunden eine weiterhin so tolle Pilzsaison.

Viele liebe Grüße, Thomas"

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

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Foto: Schwefelritterlinge sind nicht nur auffallend schwefelgelb, sie riechen abstoßend-stechend nach (Leucht-)Gas. 


Foto: Ein Halskrausenerdstern (groß, ganz rechts) sieht sich einer Übermacht von Gewimperten Erdsternen gegenüber. Beide sind ungenießbar.


Foto: Pilzfreund Michael vom Pilzticker BaWue hatte darauf hingewiesen, dass ganz junge Laubholzknäuelinge noch nicht zäh und "wirklich lecker" seien (Tageseintrag vom 22. Mai 2017). In der Literatur wird diese Pilzart durchweg als ungenießbar beschrieben. 


Foto: Giraffenholz. Das Myzel verschiedener Pilzarten zersetzen das Holz, das dabei weiße Flecken in einem Giraffenmuster bildet. Bei der Zersetzung wird Weißfäule erzeugt. Ein sehr wichtiger Beitrag zur Zersetzung von Totholz und letztlich der Gewinnung von wertvollem Humus. 


Pfifferlinge aus der Nachbarschaft für die Nachbarn


Foto: Die Pfifferlinge standen in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Orangeroten Semmelstoppelpilzen. Und sie landeten auch in der Nachbarschaft, nämlich bei einem hoch erfreuten Ehepaar. (3 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 29. August 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach zwei Regentagen hat mich heute nichts mehr zu Hause gehalten und ich fuhr zur Nachlese in den Buchenmischwald oberhalb von Trarbach, da es laut Wetter-Vorschau bis 13 Uhr trocken bleiben sollte. Letztlich stimmte das auch.

Neben Massen Orangeroter Semmelstoppelpilze fand ich auch Pfifferlinge. Außerdem zwei Pilzarten, die ich nicht zuordnen kann. Die einen sahen aus wie grüne Täublinge, hatten jedoch einen angerauten Stiel. Die anderen sind ebenfalls Lamellenpilze - Unterseite gelblich grün; letztere treten in Massen auf.

Röhrlinge sind nach wie vor Fehlanzeige, aber wir haben ja auch noch nicht September. Die Pfifferlinge habe ich geputzt und dann einem Nachbarehepaar geschenkt, das sich sehr gefreut hat.

Für mich waren die dreieinhalb Stunden im Wald Seelenbalsam, Ruhe und Entspannung vor den Aufgaben der kommenden Woche.

Ganz liebe Grüße aus Traben-Trarbach, Jürgen"

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Foto: Eine illustre Pilzart, die auf dieser Website schon oft vorgestellt wurde, ist das Europäische Goldblatt. Es zählt zu den Röhrlingen mit lamelligem Hymenophor (Sporenlager), ist selten und geschützt und wächst gerne an kahlen Wegrändern. Thomas vom Pilzticker Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hatte uns unlängst erörtert, dass das Europäische Goldblatt dem Rotfußröhrling ohne Berücksichtigung der Lamellenansicht sehr nahe kommt. Das Foto zeigt, dass die dicklichen und entfernt stehenden Lamellen auffallend stark aderig verbunden sind. 

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Foto: Dies sind nach Farbe und Statur Olivfarbene Frauentäublinge. Wiederum Thomas berichtete bereits, dass wir ein besonders starkes Jahr dieser Pilzart haben. Die bei Täublingen erlaubte Rohkostprobe wäre eine erste Annäherung an die Bestimmung. 


Die Semmelstoppelpilze können Jürgen und Beatrice geschmacklich nicht begeistern


Foto: Pfifferlinge und halb verdeckte Semmelstoppelpilze weilen in Jürgens Korb. Was sich wohl in der rechten Hälfte des Behältnisses verstecken mag? Nicht nur der Wald, auch so mancher Korb birgt mitunter ein Geheimnis... (2 Fotos © Jürgen)

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Jürgen schreibt am 26. August 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

im unteren Teil des Buchenmischwaldes oberhalb von Trarbach wimmelte es im Wald nur so von Nestern mit orangeroten Semmelstoppelpilzen, von denen wir dann so viele mitnahmen, dass es für Omelettes reichte. Geschmacklich haben uns die Semmelstoppelpilze, die wir erstmalig verkostet haben, allerdings nicht überzeugt.

Dennoch war das Ganze von Erfolg gekrönt, denn mit Pfifferlingen hatten wir dort nicht gerechnet, sie gleichwohl reichlich gefunden. Zum Teil wuchsen sie mitten unter den Semmelstoppelpilzen. 

Gestern war ich dann allein am Flughafen Hahn im Mischwald unterwegs und habe nochmals einen halben Korb mit Pfifferlingen gefunden. Die Röhrlinge lassen weiter auf sich warten. 

Liebe Grüße, Jürgen"


Foto: Dicht an dicht standen sie im Laub, die Semmelstoppelpilze. Schade, dass sie Beatrice und Jürgen nicht überzeugen konnten. 


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