Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



Pilz-Ticker-RP




Hier geht's zur

Übersicht aller bisherigen Pilzticker Rheinland-Pfalz





Mit getrockneten Spitzmorcheln veredeln wir unsere Pilzsoßen und überhaupt Pilzgerichte unnachahmlich!

Wir kaufen sie natürlich in bester Bio-Ware beim Pilzversand und Pilzhandel

Pilze Wohlrab.

Ein bayerisches Familienunternehmen.






Neustadt a. d. Weinstraße: Siegfried im Rausch der falschen Parasole


Foto: Siegfried freute sich zwar über Parasole, doch die hier gezeigten Pilze sind allesamt Safranschirmlinge. Aber die schmecken bekanntlich ebenso gut. (2 Fotos © Siegfried)

Pilz-Ticker-RP


Siegfried schreibt am 8. Dezember 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

die aus Baden-Württemberg gemeldeten Parasolfunde ließen mir keine Runde, schließlich ist unser Esskastanienwald in der Nähe des Hambacher Schlosses in Neustadt a.d. Weinstraße in gewöhnlichen Jahren ein Parasol-Eldorado.

Gestern blieb mein Korb allerdings leer. Umso erstaunter war ich heute Morgen, als ich beim Kaffeekochen aus dem Küchenfenster ein schönes Exemplar erblickte (Foto oben).

Zum Spaziergang mit meinem Hund nahm ich auf Verdacht den Pilzkorb mit. Wie man auf dem Foto rechts sieht, war es die richtige Entscheidung.

Herzliche Grüße Siegfried«






Schönste Krause Glucken noch am 17. November für Thomas und Markus im Bienwald


Foto: Noch immer wachsen im Bienwald im Südosten von Rheinland-Pfalz herrliche Krause Glucken in unterschiedlichen Farben und Größen. Jung und bester Qualität sind sie alle! (2 Fotos © Thomas H.)

Pilz-Ticker-RP


Thomas und Markus schreiben am 19. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

im Bienwald fand ich am 17. November immer noch einige schöne frische Krause Glucken. Interessant ist, in welch unterschiedlichen Phänotypen dieser Pilz erscheint, z.B das besonders dunkle und sehr schwere Exemplar auf dem Foto.

Abgesehen davon zeigen sich jetzt Seitlinge und Champignons, die ich nach Michaels Funden bei Kronau auch auf den hiesigen Pferdekoppeln - nördlich von Karlsruhe - bestätigen kann. Allerdings sind die Pferde auf den Koppeln und die Elektrozäune scharf, deshalb verzichte ich auf das Sammeln.

Im Elsass wiederum war es das erste Jahr, in dem die Steinpilze in unseren Sammelgebieten ausblieben. An eine schlechtere Saison erinnern wir uns nicht. Wie wohl fast alle Pilzfreunde, so wünschen auch wir uns 2019 ein besseres Pilzjahr.

Den Lesern des Pilztickers wünschen wir schöne Herbst- und Wintertage, verbunden mit dem Tipp, auch beim Spaziergang in der kalten Jahreszeit auf frische Pilze zu achten. Es gibt kaum etwas Besseres als eine Suppe mit frischen Winterrüblingen!

Viele Grüße, Thomas und Markus«

Pilz-Ticker-RP


Selbst Mitte November zeigen sich die Krausen Glucken im Bienwald noch in aller Pracht


Foto: Von herausragender Qualität sind selbst Mitte November noch diese drei Krausen Glucken. Selbst für Markus, der sie seit Jahren mit seinem Bruder sucht und findet, ist das sehr außergewöhnlich. Auf dem zweiten Foto gewinnen wir einen Eindruck von der Größe einer der Glucken. (2 Fotos © Markus H.)

Pilz-Ticker-RP


Markus schreibt am 15. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich im Elsass, um zu schauen, ob der kräftige Regenguss in der Nacht zuvor die bislang gänzlich ausgebliebenen Steinpilze motivieren konnte. Leider war dem nicht so.

Auf dem Rückweg habe ich mich dann noch ein wenig im Bienwald umgeschaut. Zu meinem großen Erstaunen fand ich auf einer Fläche von nicht einmal 500 auf 500 Metern vier große sowie einige kleine Krause Glucken. Allesamt waren sie taufrisch, d.h. über Nacht gewachsen. Wäre es nicht schon dämmrig geworden, hätte ich sicher noch weitere gefunden.

Leider war mein Bruder nicht dabei, der normalerweise die Fotos macht, deshalb sind die Bilder nicht so toll, aber man kann trotzdem erkennen, wie schön die Exemplare sind.

Es ist äußerst ungewöhnlich, so spät im Jahr überhaupt noch Krause Glucken zu finden, schon gar nicht in solch ausgezeichneter Qualität.

Irgendwas läuft 2018 komplett anders als sonst. Ich denke, der Grund ist die lange Trockenheit. Ihre Chance nutzen die Pilze jetzt nach dem ersten Regen seit Monaten, ganz egal, dass es schon Mitte November ist.

Wir werden wohl noch ein letztes Mal nach Steinpilzen, Rötelritterlingen und Krause Glucken schauen, bevor der angekündigte Frost kommt. Sicher ist aber bereits jetzt, dass 2018 unser mit Abstand schlechtestes Pilzjahr war.

Viele Grüße, Markus«

Pilz-Ticker-RP






Aus und vorbei: Die Altenkirchener Steinpilze sind durch, jetzt haben die Maronen die Oberhand


Foto: Unter 16 Maronenröhrlingen haben zwei Fremdlinge wenig zu melden. Wo sind die Fremdlinge? Beide sind neben der Marone ganz links außen zu sehen: unten ein Birkenpilz, darüber ein Flockenstieliger Hexenröhrling. (2 Fotos © Markus E.)

Pilz-Ticker-RP


Markus E. schreibt am 13. November 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

es sieht so aus, als sei die Steinpilzsaison im Westerwald nun vorbei. Außer vielen alten Riesen ist nichts mehr zu finden.

Trotzdem war es heute bei angenehmen Temperaturen um 15 Grad wieder sehr schön im Wald. Und es hat sich auch gelohnt. Vor allem das »Kleine Doppel« hat mir gut gefallen.

Ein weiterer Gang ist auf jeden Fall noch geplant!

Viele Grüße auch an alle anderen Pilzfreunde!

Markus«


Foto: Das »Kleine Doppel« von zwei ineinander verwachsenen Maronen hat Markus gut gefallen. Kein Wunder, sie sind jung und sehen festfleischig aus.






Herrliche Steinpilze, Teil 5: Jetzt wachsen sie für Markus in den Altenkirchener Fichten


Foto: Und nochmals war es ein toller Waldgang für Markus im Landkreis Altenkirchen. Diesmal warteten die Steinpilze auch in den Fichten auf ihn. Darunter ein reinweißes Prachtstück. (7 Fotos © Markus E.)

Pilz-Ticker-RP


Markus schreibt am 9. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

da für die nächsten Tage Regenwetter angekündigt ist, mir die Steinpilzfunde im Fichtenwald bei Aachen keine Ruhe ließen und sich noch dazu heute Morgen die Sonne hervorgewagt hat, bin ich erneut in »mein« Revier im Landkreis Altenkirchen aufgebrochen.

Noch bevor ich die Fichten erreichte, standen die ersten zwei Steinpilze wie auf dem Präsentierteller für mich bereit. Gut, wenn ich ehrlich bin, blieb der der eine von ihnen liegen; er war ja schon aus den Latschen gekippt. Der andere wurde natürlich gerne eingesackt.

Leider war es das dann auch erst einmal wieder. Das Waldstück, in dem sonst immer die tollsten Pilze wachsen, ist nach wie vor pilzlos. Dafür fand ich dann sowohl einen strammen Gesellen (Foto rechts) als auch einen herrlichen Weißen Steinpilz im Fichtenwald (nächstes Foto).


Foto: Ein seltener Weißer Steinpilz im Fichtenwald. Vor allem aber ein schöner, der selbstverständlich Einlass in Markus' Korb fand.

Pilz-Ticker-RP





In den Buchen scheint die Saison der Steinpilze aber nun wirklich zu Ende zu gehen. Ausnahme war das Exemplar auf dem Foto rechts. Ich erkannte einige Gesellen, die schon bei meinem letzten Waldbesuch überständig waren, wieder.

Da das Wetter mitspielte, bin ich über einen Wirtschaftsweg in ein mir bis dato unbekanntes Waldstück mit vielen Birken gelangt. Dort füllte sich das Körbchen unerwarteter Weise doch noch ganz ordentlich. Nebenbei gab es auch allerlei andere Pilze zu sehen.

Die möglichen Heimwegpilze, Krause Glucke und Steinpilz, waren leider nicht mehr sammelwürdig. Dafür fotografierte ich einen herrlich anzuschauenden Blauen Saftporling.

Als Belohnung gab es zu Hause ein leckeres Pilzbrot mit Steinpilz, Birkenpilz und Marone - lecker!!!

Viele Grüße aus Hennef, Markus«

Blau = ungenießbar




2 Fotos: Weil die Steinpilze nach wie vor so gut wachsen, verzichtete Markus auf den Perlpilz links. Der schöne Fliegenpilz (rechts) war schon deshalb ein Foto wert, weil ihm diese Art bei seinen nunmehr fünf Pilzgängen seit dem 27. Oktober so dienlich schönste Steinpilzstellen angezeigt hatte.

Pilz-Ticker-RP


Foto: Begehrtes, weil hoch originalles Dekorationsmaterial für Floristen oder Gärtner wäre mit Sicherheit wieder dieser wunderschöne Blaue Saftporling gewesen. Seine hell- bis dunkelblauen Farbtöne sind zumindest in unseren mitteleuropäischen Wäldern selten im Pilzreich anzutreffen. Nebensächlich, dass dieser Pilz ungenießbar ist. Er war übrigens diesmal der »Heimwegpilz« für Markus.






Nach einer ausgefallenen Pilzsaison im Soonwald hoffen Margit und Olli nun auf schöne Austernseitlinge


Margit und Olli schreiben am 6. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach langen pilzfreien Monaten melden wir uns aus unseren Pilzgebieten vom Soonwald zurück.

Margit und meine Wenigkeit befürchteten schon, dass hier in unseren Gebieten dieses Jahr gar kein Pilz mehr wachsen würde. Die Trockenheit hält noch an.

Am Samstag hatten Margit und ich endlich mal die Zeit, in den Soonwald zu fahren, um uns einen Überblick zu verschaffen. In den Nadelwäldern fanden wir wie in den Vorjahren überhaupt keine essbaren Pilze.

Nach etwa eineinhalb Stunden beschwerlicher Suche mit viel Auf und Ab in verschiedenen Waldgebieten betrat ich einen sehr lichten Eichenwald mit viel Grasbewuchs. Vor mir lag ein bereits verfaulter Steinpilz. Wenigstens etwas!

Kurz darauf fanden wir fünf sehr große Steinpilze, die zu unserem Erstaunen noch sehr fest waren und nicht einen Wurmstich aufwiesen. Auf dem Foto oben rechts zeige ich die größten. Es sollte der erste und auch letzte Fund an Steinpilzen an diesem Tag bleiben.

Wir fuhren dann mit dem Auto in einen anderen Wald, nicht weit von Tiefental im Vorderhunsrück, wo öfters Birkenporlinge und Austernpilze wachsen. Meine Margit konnte sich auch bald über sechs oder sieben Birkenporlinge freuen.

In diesem Gebiet liegen massenhaft umgestürzte Bäume, die zum Teil an mysteriöse Gebilde aus prähistorischer Zeit erinnern. Margit hat mal eine dieser unheimlich anmutenden Naturskulpturen für den Pilzticker fotografiert.


Foto: Man möchte ihm lieber nicht in der Nacht begegnen, diesem unheimlichen Fabeltier, eine Mischung aus langgestrecktem Wolf und Saurierechse. Vielleicht war es gar nicht die Trockenheit, vermutlich hat dieses Wesen im letzten halben Jahr alle Pilze im Soonwald weggefressen.

Pilz-Ticker-RP


An einer umgestürzten Rotbuche entdeckte ich einige Austernpilze. Auch sie konnten wegen der Trockenheit sichtlich nicht so richtig in die Gänge kommen, zumal es für diese Pilze hier in unserer Region vielleicht noch etwas zu früh ist.

Margit entdeckte auch noch eine Espenrotkappe, die, es wollte an diesem Tag einfach nicht viel zusammenpassen, natürlich zu alt war. Viel war das ingesamt sicher nicht, aber wir freuen uns, Dir endlich einmal wieder eine Nachricht mit einigen Pilzfunden senden zu können, Heinz-Wilhelm.

Übrigens ist es schön zu lesen, dass sich bei uns hier in Rheinland-Pfalz ein neues Team gebildet hat, das den Pilzticker mit Berichten versorgt. Die Fotos sind sehr schön anzusehen, das belebt diese Website.

Wir wünschen Dir und allen anderen Pilzliebhabern noch einen schönen Spätherbst mit vielen Funden und Berichten!

Margit und Olli«

(4 Fotos © Margit)

Pilz-Ticker-RP


2 Fotos: Auf so prächtige Austernseitlinge (Foto links) hoffen Margit und Olli in den nächsten Wochen und Monaten. Unterdessen konnte Margit ein halbes Dutzend schöner Birkenporlinge wie auf dem rechten Foto ernten.


Traumhaft schöne Steinpilze, Teil 4: Markus' Ernterausch im Altenkirchener Revier nimmt kein Ende





Foto links: »Da kann man wirklich nicht zu Hause bleiben«, beschreibt Markus diese herrliche herbstliche Impression vom Waldrand in der Nähe seines Steinpilz-Revieres im Landkreis Altenkirchen.

Das vierte Mal seit dem 27. Oktober war er dort heute Morgen unterwegs. Verblüfft stellte er fest, dass die Steinpilze weiterwachsen, als wäre es Mitte September. Die Fotos geben seinen heutigen Pilzgang chronologisch wieder.

(8 Fotos © Markus E.)

Pilz-Ticker-RP





Markus schreibt am 6. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute beginne ich mal mit einem Bild eines herrlichen Herbstmorgens in der Nähe meines Reviers im Landkreis Altenkirchen, der eigentlich eher in einen Goldenen Oktober passen würde. Da kann man wirklich nicht zu Hause bleiben.

Meine Erwartungen nach den tollen Funden der letzten Zeit waren nicht mehr so hoch, man kann den Wald ja auch einfach so genießen.

Doch zu meiner Freude wanderte recht schnell ein stattlicher Steinpilz in meinen Korb. Obwohl er sich hinter einer Birke wirklich gut versteckt hatte (Foto rechts).

Aber auch im Buchenwald gab es wieder schöne Exemplare zu entdecken, ebenso im Farn. Auch dort war das Auffinden nicht ganz einfach.


Foto: Im Blätterteppich der Rotbuchen konnte man vor allem die Steinpilze mit den hellen Hüten gut ausmachen.

Pilz-Ticker-RP


Foto: Im Farn war das schon schwieriger, vor allem, wenn die Kappen der Pilze beinahe den gleichen Braunton hatten wie das verwelkte Kraut. Wir sehen, dass sich den Rotbuchen nun auch Eiche und Birke hinzugesellten.


Auf dem Heimweg ließ mich das Sammlerglück erneut nicht im Stich. Keine drei Schritte vom Weg entfernt, hätte ich meinen obligatorischen »Heimwegpilz« doch fast übersehen. Das wäre wirklich schade gewesen.

Ansonsten habe ich den ersten Parasol in diesem Herbst gesichtet sowie allerlei unbekannte Arten. Eine wunderschöne Schmetterlingstramete hielt ich im Bild fest.

Da das Wetter hier weiterhin mild bleiben soll, werde ich, erneut ermutigt durch die Meldungen aus Aachen, gegen Ende der Woche noch einen Versuch starten.

Viele Grüße aus Hennef, Markus«


Foto: Dieser »Heimwegsteinpilz« stand nur drei Meter von Markus' Weg entfernt. Den Gesellen muss man vom Weg aus aber erst einmal entdecken, so dass dieses Foto beinahe wieder ein Suchbild ist.

Pilz-Ticker-RP


Foto: Ganz anders mit diesem jungen Prachtkerl, der auf tauglänzender Wiese ein leichtes Opfer für Pilzsammler ist. Es war »Heimwegsteinpilz Nr. 2« für Markus.


Foto: Bei aller Begeisterung für Steinpilze hat Markus auch einen Blick für andere Pilzschönheiten. So hat er diese wunderschöne Schmetterlingstramete im Bild festgehalten, die von Stockschwämmchen flankiert wird. Eine Schmetterlingstramete in dieser Pracht würden ihm Floristen gewiss - gerade jetzt - aus den Händen reißen, sind doch die prächtigen braun-weißen Hüte eine Zierde für Gestecke.


Foto: Am Ende seines erlebnisreichen Pilzganges bei schönstem Herbstwetter legte Markus seinen gesamten Fund auf der Wiese aus. Wir sehen 13 herrliche Steinpilze, teils jung, teils im mittleren Alter, bis hin zum Erwachsenenalter.

Pilz-Ticker-RP


Hunsrück: Treffen der Steinpilzsenioren und der Junggesellen im Rotbuchenwald


Foto: Dies ist ein Seniorentreffen im Rotbuchenwald. Natürlich der Steinpilze. Der Chief-Senior vorne hat seinen Hut bereits aufgeschlagen, was in der stillberedten Sprache der Pilze heißt: Lasst mich bitte stehen und vergehen. Aber wir alle wissen, dass es nicht leicht fällt, zu widerstehen... Auf dem ersten Hochformat-Foto rechts halten sich die Senioren dezent im Hintergrund, während die Junggesellen, kraftstrotzend, unsere Aufmerksamkeit in vorderster Front beanspruchen. (4 Fotos © Thomas u. Markus H.)

Pilz-Ticker-RP


Thomas und Markus schreiben am 4. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

natürlich sind wir nach unseren Steinpilz-Funden vom Donnerstag gestern bei traumhaftem Wetter gleich nochmal in's Husrück gefahren. Und wieder hatten wir Steinpilz-Suchglück.

Erfolgreich waren wir vor allem in Rotbuchenwäldern, wie sie auf den Fotos zu sehen sind. Ein paar Steinpilze fanden wir aber auch unter Hainbuchen, bei Fichten und in größerer Zahl unter alten Eichen.

Der kleine Schub geht allerdings schon wieder zu Ende. Für dieses Jahr erwarten wir auch angesichts andauernder Trockenheit in unseren angestammten Gebieten nichts mehr.

Interessieren würde uns, bis wann letzte Steinpilzschübe unter günstigen Bedingungen auftreten können. Unsere spätesten Steinpilze haben wir vor einigen Jahren am 18. November im Elsass gesammelt.

Nach wie vor gibt es Butterpilze, Maronen und Birkenpilze. Auch haben wir frische Lungenseitlinge gesehen.

Ein Dank nochmal an dich für deine Vorhersage einer späten Saison und für den Beitrag von Markus aus Altenkirchen, der uns mit seinem Post vom Ende Oktober bestätigt hat, dass sich die Suche noch lohnen kann.

Viele Grüße von Thomas und Markus«

Lieber Thomas, lieber Markus,

zu Eurer Frage, bis wann Steinpilzfunde unter günstigen Bedingungen möglich sind, findet ihr eine spannende und kaum zu erwartende Antwort hier, und zwar ab der letzten Zwischenüberschrift, also ganz unten auf der Seite.

Bemerkenswert späte Funde machte auch Jürgen aus Diemelstadt (Hessen) im Jahr 2012. Näheres dazu findet Ihr hier. Da braucht Ihr einen langen Atem...

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

Pilz-Ticker-RP



Foto rechts: Auch dieses Foto ist wieder ein Suchbild. Drei Steinpilze möchten gefunden werden.




Volle Körbe, einmaliges Flair im Herbstwald

Beste November-Steinpilze für Thomas und Markus aus dem Hunsrück


Foto: Ein Prachtbursche wie aus dem Bilderbuch ist dieser vollendete Steinpilz. Schön ist die feine weißlich-crèmefarbene Netzzeichnung zu erkennen. Er ist von einzigartiger Stämmigkeit. Bezeichnend, dass auch dieser Fund aus dem Laubwald stammt: die Laubwälder holen derzeit den Pilzsommer nach. Er ist nicht ausgefallen, sondern findet weit nach hinten verschoben statt. (4 Fotos © Thomas u. Markus H.)

Pilz-Ticker-RP


Thomas und Markus schreiben am 1. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

einige Liter Regen im Hunsrück und den Reformationsfeiertag haben wir zum Anlass genommen, um heute - als Baden-Württemberger - in Rheinland-Pfalz Steinpilze zu »wildern«.

Die Frage, ob sie auch im November noch kommen, wenn etwas Niederschlag und die Temperatur nicht unter Null gefallen ist, können wir auch dieses Jahr mit »Ja« beantworten. Insbesondere oben auf den Gipfeln, wo die Wolken hängen und mehr abregnen als in den Tälern, konnten wir reiche Beute machen.

Bemerkenswert ist der hohe Anteil an Steinpilzen aus dem Laubwald, die eigentlich schon im Sommer hätten wachsen müssen. Haben die so lange auf Ihre Chance gewartet? Insgesamt waren die Steinpilze ausnahmslos von bester Qualität, zum Teil über 500 Gramm schwer und ohne jeden Befall durch Insekten. 


Foto: Wenn dies kein Beweis ist: Der Sommer holt jetzt den Pilzsommer nach. Viele Pilzsammler suchen Steinpilze bereits in den Fichtenschonungen oder Fichtenwäldern, wo es sie vereinzelt geben mag, wie auf dem Foto hierüber zu sehen. Dabei wachsen sie zurzeit in den Laubwäldern - in teils beeindruckend kräftigen Schüben. Und in absoluter Topqualität.

Pilz-Ticker-RP


Einmaliges Flair im Herbstwald

Darüber hinaus haben wir eine Menge schöner Maronen, Edelreizker, Birkenpilze, Rotkappen und Butterpilze gesammelt.

Bei uns im Hardtwald südlich Karlsruhe gibt es noch recht viele Krause Glucken, die vom jüngsten Regen einen letzten Schub erhielten, obwohl sie während der letzten Trockenphase erstaunlicherweise regelmäßig nachwuchsen. Und wie im Hunsrück auch, gibt es Unmengen von Hallimasch in allen Wachstumsstadien.

Es war wieder ein Genuss, in den stillen, weiten Wäldern herumzustreifen und die Farben und Gerüche des Herbstes auf sich wirken zu lassen. Wir ziehen das jedem Kurzurlaub oder Städtetrip vor.

Vielleicht war das noch nicht unser letzter Gang in die Steinpilze. Wir warten eigentlich noch auf die ganz späten, die so gerne an den Wegrändern oder direkt auf den Wegen im Elsass wachsen.

Viele Grüße Thomas und Markus«

Pilz-Ticker-RP


Traumhaft schöne Steinpilze, Teil 3: Markus ist in seinem Altenkirchener Revier im siebten Himmel


Foto: Das ist Markus mit seinem »Heimwegpilz«, der stattliche 30 Zentimeter misst. Wie wohl viele Pilzsammler, pflegt er auf seinem Weg aus dem Wald heraus gerne zickzack zu gehen oder von hier nach dort zu schlenkern, um vielleicht noch einen unverhofften Fund zu machen. Nicht selten klappt das auch - wie in diesem Fall. Und manch einer hat dabei sogar schon seinen Hauptfund gelandet. (6 Fotos © Markus E.)

Pilz-Ticker-RP


Markus schreibt am 1. November 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

statt am Feiertag mal wieder richtig auszuschlafen, bin ich mit dem Sonnenaufgang in Richtung Sammelgebiet in meinem Altenkirchener Steinpilzrevier aufgebrochen. Ein kurzer Abstecher in den Fichtenwald hat gezeigt, dass sich dort nach wie vor überhaupt nichts tut.

Also kurzentschlossen weiter zu den Stellen, an denen ich schon zuvor so herrliche Steinpilze gefunden hatte. Und schon bin ich fast über einen tollen, einzeln stehenden Steinpilz gestolpert, der stolze 300 Gramm auf die Waage brachte. Er ist auf dem kleinen Foto im Laubwald weiter unten zu sehen.

Kurz danach fand ich ein »Steinpilzdoppel« (zweites Foto rechts), zwar schon groß, aber einwandfrei in der Qualität. Danach zeigten mir erneut die Fliegenpilze den Weg zu weiteren Steinis. Erfreulich war, dass sich dann auch einige mittlere und kleine Exemplare fanden - es kommt also noch etwas nach. Schon jetzt war mein Körbchen sehr schön gefüllt.

Das Beste kam zum Schluss

Wie vielleicht manch anderer Pilzfreund auch, habe ich einen kleinen Tick: Ich möchte immer auf dem Weg aus dem Wald noch einen »Heimwegpilz« finden. Deshalb führt mein Rückweg häufig im Zickzack zum Parkplatz. Heute sollte sich dies auf das Schönste lohnen.

Ein »Langer Kerl« von einem Prachtsteinpilz, volle 30 Zentimeter hoch und satte 350 Gramm schwer, stand einsam im Buchenwald. War das ein Anblick! Vor lauter Aufregung habe ich leider kein Foto an dieser Stelle gemacht. Einen solchen Pilz im November gefunden zu haben ist für mich einzigartig!

Es wird wahrscheinlich immer noch nicht mein letzter Gang in diesem Jahr gewesen sein! Zumal bei uns von Frost nicht die Rede sein kann, es wird sogar wieder etwas wärmer.

Viele Grüße Markus«

Pilz-Ticker-RP


2 Fotos: Auf dem linken Foto sehen wir - bitte genau hinschauen - zwei Steinpilze. Etwa auf 23 Uhr auf einem gedachten Ziffernblatt von dem Hauptdarsteller aus steht noch ein weiteres Prachtexemplar. Der Zollstock auf dem rechten Bild zeigt, dass der lange Lulatsch 30 Zentimeter Höhe zu bieten hat.

Pilz-Ticker-RP


Foto: Sie sollen nicht vergessen werden, denn diese Fliegenpilze - wie schon ihre Artgenossen bei Markus' vorherigen Pilzgängen - wiesen den Weg zu den Steinpilzen. Es kann nie schaden, in der Umgebung von Fliegenpilzen nach Steinpilzen Ausschau zu halten.


Erneut 2 Kilo schönster Steinpilze, wieder aus dem Laubwald im Landkreis Altenkirchen


Foto: Und schon wieder ein toller Fund! Diese zwei Kilo Steinpilze konnte Markus in eineinhalb Stunden ernten. Sie standen erneut im Laubwald, und zwar im erweiterten Umfeld seiner Funde vom 26. Oktober im Landkreis Altenkirchen im Westerwald.


Markus schreibt am 29. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wie ich bereits angedeutet hatte, bin ich noch einmal losgezogen und habe meine Stellen inspiziert, an denen ich bereits am 26. Oktober so schöne Steinpilze gefunden hatte.

Nachdem ich an der ersten Stelle wieder einmal leer ausgegangen bin, habe ich meinen Suchradius etwas erweitert, was sich als Glücksfall herausstellen sollte.

Zunächst bin ich dann auf einen einzeln stehenden Steinpilz gestoßen. Er ist auf dem Hochformat-Foto rechts gleich über dem grünen Strauch unten am Bildrand zu sehen. Das Foto darunter zeigt ihn noch einmal in Großaufnahme.

Die weiteren Funde sollten nicht lange auf sich warten lassen. Insgesamt kamen in eineinhalb Stunden zwei Kilogramm bester Steinpilze zusammen.

Das Dörrgerät brummt, der Tiefkühler wird voll, es wird doch noch ein gutes Pilzjahr!

Einen schon etwas angegrauten Birkenporling ließ ich an Ort und Stelle zurück.

Viele Grüße Markus«

(4 Fotos © Markus)

Pilz-Ticker-RP





Foto: Auch dieses Bild - mit drei Steinpilzen - vermittelt einen guten Eindruck vom Typus der Waldlandschaft, in der Markus' Steinpilze wachsen. Es ist auch ein Lehrstück darüber, wie spät beste Steinpilze auch im Laubwald noch erscheinen können. Selbst manchen erfahrenen Pilzsammler erstaunt das.


Tolle Funde im Landkreis Altenkirchen für super leckere Pfannkuchen mit Steinpilzfüllung


Foto: Diese acht Steinpilze fand Markus, nachdem ihm eine Gesellschaft von Fliegenpilzen ein stummes Zeichen gegeben hatte. (4 Fotos © Markus)

Pilz-Ticker-RP


Markus schreibt am 27. Oktober 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

obwohl es im Westerwald bisher nichts zu holen gab, bin ich, motiviert durch die Meldungen aus Aachen, gestern noch einmal auf die Pirsch gegangen. Und zwar im Landkreis Altenkirchen.

Gleich zu Beginn habe ich zwei große, leider schon überständige Steinpilze gefunden. Als ich schon aufgeben wollte, hat mich eine Ansammlung Fliegenpilze dazu verleitet, noch ca. 20 Meter weiter zu schauen. Dort standen acht prachtvolle Steinpilze und ein Birkenpilz (Foto oben).

Auf dem Heimweg habe ich dann aus einiger Entfernung einen weiteren, sehr großen Steinpilz gesehen. Die paar Schritte Umweg sollten sich lohnen!

Denn ihm zur Seite standen die beiden strammen Kameraden, die auf dem ersten Foto rechts zu sehen sind. Der große ist noch einmal gesondert zu sehen auf dem Foto im Wald, gleich darunter. Ein richtiges Prachtexemplar, absolut festfleischig und völlig madenfrei.

Das gab zu Hause in Hennef (Sieg) leckere Pfannkuchen mit Steinpilzfüllung! Der Rest wird gerade getrocknet.

Vielleicht gehe ich nächste Woche doch noch einmal los ;-)

Viele Grüße Markus«



Foto: In der Pfanne links brutzeln die Steinpilzstückchen zusammen mit Speck, rechts wartet der Pfannkuchenteig schon auf die ersehnte Füllung. Wer möchte da nicht mitessen?


Nicht die große Welt, aber der Anfang für Stephan und Annette im südlichen Pfälzerwald ist endlich gemacht


Stephan und Annette schreiben am 22. September 2018:

»Hallo Pilzticker-Freunde, hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem unsere Streifzüge die letzten zwei Monate erfolglos waren, konnten wir heute erstmals einige Pilze finden.

Fichtenreizker und jeweils zwei Perlpilze und Hexenröhrlinge landeten in unserem Körbchen.

Allen Pilzfreunden frohes Suchen!

Grüße aus dem südlichen Pfälzerwald von Stephan und Annette«

(Foto © Stephan)

Pilz-Ticker-RP


Dahner Felsenland: Erst auf dem Rückweg fanden Torben und Liz die Pilze für den Wildschweinbraten


Foto: Erst auf dem Rückweg durch die feuchten Bachauen füllten sich die Körbe. Wiesenchampignons und Schopftintlinge sorgten doch noch dafür, dass der für morgen geplante Wildschweinbraten mit schönen Wildpilzen bereichert wird. Wie es sich gehört. (Foto © Torben)


Torben schreibt am 15. September 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

im Raum Karlsruhe haben wie nach wie vor kaum Niederschlag, sodass wir stattdessen ins Dahner Felsenland im Landkreis Südwestpfalz ausgewichen sind, um den Pilzen zu begegnen.

Zwar war es deutlich feuchter als im Nordschwarzwald, aber zunächst wollte sich der Erfolg auch hier nicht so richtig einstellen. Wir fanden zwei Pfifferlinge, ein paar Birkenpilze, einen Fichtenreizker, einige Rotfußröhrlinge und einen Schwarzschneidigen Dachpilz.

Vermutlich wäre Schmalshans heute Küchenmeister gewesen, wenn wir nicht den Rückweg durch die Bachauen genommen hätten. Wie auf dem Foto ersichtlich, tummelte sich hier unzählige Wiesenschampignons. Kurz darauf fanden wir auch noch ein Dutzend Schopftintlinge im besten Alter. Zum Wildschweinbraten werden die Pilz hervorragend passen, und für morgen sind auch noch genügend da.

Viele Grüße, Torben und Liz«


Rhein-Lahn-Kreis: Der Leberreischling - ein Unikum in selten perfekter Attraktivität


Zwei Leberreischlinge oder Ochsenzungen im tollen Wachstumsstadium und Bestzustand hat Lothar im Rhein-Lahn-Kreis fotografiert; dessen Freund Markus hat die Fotos freundlicherweise an uns weitergeleitet.

Es verblüfft, wie sehr diese Pilze rohem Tierfleisch ähneln. Die rötliche Farbe und die glitschige Oberfläche erinnern stark an eine Auslage im Metzgerladen. Dieser Eindruck verstärkt sich noch beim Durchschneiden des Pilzes:

»Weiße Adern durchziehen das Fleisch wie Fettstreifen, und zu allem Überfluss tritt auch noch Blut aus: der stark wasserhaltige Fruchtkörper entlässt einen roten Saft«, schreibt Helmuth Schmid in seinem wunderbaren Buch »Pilze. Wissenswertes aus Ökologie, Geschichte und Mythos«, Eching 1995.




Anzeige



Leberreischling oder Ochsenzunge sind somit treffliche Namen für den außergewöhnlichen Holzbewohner; auch »Beefsteakpilz«, dem Englischen entnommen, wird er genannt.

Nach Beefsteak schmeckt er allerdings nicht. Nur in dem Stadium, wie wir ihn hier sehen, ist er noch nicht säuerlich und geht, gebraten, durchaus als guter Speisepilz durch. Abgekocht ist er ein passabler Salatpilz.

Fast immer wächst er an Eichen, viel seltener mal an einer Edelkastanie.



Foto: Die Unterseite der Ochsenzunge würde in der Vergrößerung den Anblick von unzähligen kleinen, schlauchartigen Gebilden zeigen, die italienischen Makkaroni nicht unähnlich sind. Im gesamten Pilzreich gibt es kaum etwas Ähnliches, was die Wissenschaftler rätseln lässt. Der Leberreischling ist schon ein Unikum! (2 Fotos © Lothar)

Rhein-Lahn-Kreis, 7. September 2018

Pilz-Ticker-RP


Landkreis Altenkirchen: Die Glucke aus dem Baumstumpf gibt es zum abendlichen Risotto


Markus schreibt am 6. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich zur Erkundung in meinem Sammelgebiet im Westerwald (LK Altenkirchen) unterwegs.

Leider tut sich aufgrund der Trockenheit immer noch so gut wie nichts, nur eine Handvoll Flaschenboviste standen einsam herum.

Ein Lichtblick war dann diese faustgroße Krause Glucke, die ich in einem Baumstumpf fand. Es wird sie heute Abend zum Risotto geben!

Herzliche Grüße aus Hennef, Markus«

(Foto © Markus)

Pilz-Ticker-RP


Pirmasens: Drei panierte Maronenkappen zum Butterbrot erfreuen Bianca


Bianca schreibt am 28. August 2018:

»Hallo,

ich habe heute, nach mehreren erfolglosen Touren im Raum Pirmasens/Kaiserslautern,
endlich etwas gefunden. Die große Ernte war es gewiss nicht, dazu brauchen wir wohl noch deutlich mehr Regen. Aber immerhin, die Saison ist damit für mich eröffnet.

Es war ein Maronendrilling (Foto rechts). Außer dem angenagten Hut waren die drei in einwandfreier Verfassung. Die Kappen wurden paniert und mit Butterbrot verspeist, die Stiele eingefroren, um zu gegebener Zeit Soßen zu verfeinern.

Gefunden habe ich die Pilze in der nahen Umgebung von Beckenhof bei Pirmasens, an einer kleinen Waldlichtung im etwas höheren Gras.

Mit freundlichen Grüßen Bianca«

(Foto © Bianca)

Pilz-Ticker-RP


Pfälzer Wald: Ein Flocki-Drilling nebst Sommersteinpilzen für Siegfried


Siegfried schreibt am 27. Juni 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

seit vielen Jahren lese ich mit Begeisterung den Pilzticker.

Mein Revier ist der Pfälzerwald, hauptsächlich zwischen Deidesheim und Hambacher Schloss. Neben unterschiedlichen Täublingen, Sommersteinpilzen und Ziegenlippen fand ich heute trotz großer Trockenheit diesen hübschen Drilling von Flockenstieligen Hexenröhrlingen.

Herzliche Grüße Siegfried«

(Foto © Siegfried)

Pilz-Ticker-RP



In der Pfalz wachsen die Pfifferlinge auch unter Esskastanien


Foto: Das sind doch schöne Aussichten auf die Saison: Torben und Liz haben mit ihren Eltern in der Pfalz einen erfolgreichen Start in das Pilzjahr hingelegt. (Foto © Torben)

Pilz-Ticker-RP


Torben schreibt am 17. Juni 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zunächst wünsche ich dir und allen Lesern des Pilztickers einen guten Start in die Saison, die für uns sehr gut beginnt, siehe das Bild mit Pilzpanorama.

Mit unseren Eltern haben wir heute in der schönen Pfalz eine kurze Wanderung gemacht und haben viele Pfifferlinge gefunden, die, für uns ungewohnt, vorwiegend unter Esskastanien standen. Auch einige Ziegenlippen landeten im Korb. Ein allererster Perlpilz durfte im Wald bleiben.

Viele Grüße, Liz und Torben«


Dank Waldwechsel gab es für Olli noch ein schönes Pilzabendbrot


Foto: Sommersteinpilze wie dieser wachsen auf ihrem Standort höchstens drei Wochen lang, hat Olli herausgefunden.

Pilz-Ticker-RP


Olli schreibt am 9. Juni 2018:

»Gude Heinz Wilhelm,

heute war ich nochmal im Wald bei Obermoschel. Doch leider ließ sich nicht ein einziger  Sommersteinpilz finden. Einzig eine Ziegenlippe gab sich die Ehre; ich vermute, die Zeit der Sommersteinis ist dort schon vorüber. Nach meiner Erfahrung sind sie an einem Wuchsort nach spätestens drei Wochen durch. So gab es nur eines, nämlich schnellstens das Gebiet wechseln.

Für diesen Fall habe ich noch einen Bericht von den vergangenen Tagen mit Fotos dokumentiert. Und zwar aus dem schönen Trombachtal, in der Nähe der drei alten Eichen, die ich damals schon mit meiner Klasse der Grundschule Norheim an einem Wandertag besuchte. Wenn ich damals nur schon in die Pilze gegangen wäre!

Aber auch dort fanden sich weder Steinpilze noch Pfifferlinge. Also erneut Gebietswechsel. In den Wäldern rund um den Golfplatz von Bad Münster am Stein Ebernburg fand ich dann endlich doch noch Pilze für eine Mischpilzpfanne.

Sie standen am Waldrand. Zunächst waren es einige knackige Sommersteinpilze und einige Täublinge, die ich auch einsammelte. Danach einen mittelgroßen Perlpilz; ich esse Perlpilze ja besonders gerne. Zum guten Schluss gab es noch zwei große Parasolpilze. Somit war das Abendbrot gesichert (Foto rechts).

Noch viele Grüße von Margit und Olli, dem unzertrennlichen Pilzsuchteam aus dem Naheland«


Foto: Auch für diesen schönen Sommersteinpilz musste Olli erheblichen Aufwand betreiben, ehe er ihn fand. (3 Fotos © Olli)

Pilz-Ticker-RP


Uralter Meersand mit Perlmuttmuscheln scheint das Wachstum der Sommersteinpilze zu begünstigen


Foto: Da ist er endlich wieder, Margits schon berühmter roter Flechtkorb. Hier hat ihn Olli bis gut über die Hälfte mit den herrlichen Sommersteinpilzen gefüllt und zwischen drei Eichen drapiert. Wir erkennen, es sind junge Eichen mit schlanken Stämmen. (4 Fotos © Olli)

Pilz-Ticker-RP


Olli schreibt am 6. Juni 2018:

»Servus Heinz-Wilhelm,

ich war erneut in den Steilhängen des Obermoscheler Stadtwalds auf der Suche nach den delikaten, knackigen Sommersteinpilzen. Bei rund 30 Grad im Schatten eine anstrengende Tortour, weil der Pilzsucher ständig angetrieben wird durch seine unbändige Lust, die herrlichen Edelpilze zu finden und dann als Beute im Korb verschwinden zu lassen.

Die Sommersteinpilze finde ich in unserer Gegend nur an bemoosten, mit relativ kleinen  Eichen bewachsenen, lichtdurchfluteten Steilhängen. Es scheint ein kalkhaltiger Boden zu sein, wobei interessant ist, dass es in der Gegend auch Stellen mit gelbem Sand gibt.

Als unsere drei Kinder noch klein waren, fanden sie an einem Hang hinter unserem alten gepachteten Garten eine uralte Sandbank mit Perlmuttmuscheln. Diese Muscheln sahen aus wie Meeresmuscheln, denn Süßwassermuscheln kenne ich aus der Nahe und dem Rhein.


Foto: Die Sommersteinpilze wachsen an binsenartigem Gras und im Moos. Dank seiner Beobachtungen vermutet Olli, dass uralter Meersand eine positive Rolle bei ihrem Wachstum spielt.

Pilz-Ticker-RP


Bei meinen Steinpilzfunden im Nahe-Tal bei Monzingen sehe ich Ähnlichkeiten hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit. Nur an diesen Hängen sowie an den Steilhängen des Feilbingerter Waldes finde ich Sommersteinpilze. Im Soonwald dagegen - und nur im Spätsommer oder Herbst - Steinpilze. Aber eben leider keine Sommersteinpilze.

Eines ist sicher: um in unserer Gegend einige Pfund Pilze zu finden, verliert man auch garantiert einige Körperpfunde; ein gerechter Ausgleich, wie ich finde. Haha!

So war es auch dieses Mal wieder. In Margits schon berühmtem roten Korb fanden die mühsam zusammengetragenen Sommersteinpilze ihren wohlverdienten Platz. Auf dem Foto prangt der Korb inmitten von drei Eichen; dies schien mir ein schönes Fotomotiv.

Vielleicht besuche ich am kommenden Wochenende das verlängerte Nahe-Tal bei Meddersheim. Dort vermute ich nämlich ebenfalls Sommersteinpilze. Und wer weiß, vielleicht gibt es noch herrliche Pfifferlinge obendrauf, denn die Zeit passt.

Noch viele Grüße von Margit und ihrem Pilz-Teampartner Olli aus den Gefilden des Nahe-Landes«


2 Fotos: Und hier zwei weitere Prachtexemplare, die ihren Weg in den roten Korb fanden.

Pilz-Ticker-RP


Feilbingert: Ein ganzer Korb voller Sommersteinpilze für Margits Genesung


Foto: Endlich wieder ein Motiv wie aus besten Zeiten ist dieser Sommersteinpilz. So hatten sie für Margit und Olli die ganzen Jahre dagestanden. Bis auf vergangenes Jahr. (3 Fotos © Olli)

Pilz-Ticker-RP


Margit und Olli schreiben am 2. Juni 2018:

»Hallo Heinz Wilhelm,

nach einer sehr langen Durststrecke mit den Pilzen bin ich in einem Waldstück in der Nähe von Feilbingert endlich fündig geworden.

An den steilen, mit Moos bekleideten Waldhängen standen sie, meine begehrten, sehnsüchtig erwarteten Sommersteinpilze. Leider hatten sich an den meisten Pilzen bereits die Schnecken gütlich getan. Es hat in der letzten Zeit sehr viel geregnet hier bei uns, deshalb waren die Hänge ungewöhnlich stark mit Pilzen bespickt.

Der Korb war binnen 2 Stunden voller Steinpilze. Hin und wieder entdeckte ich auch die ein oder andere Ziegenlippe sowie ein paar Täublinge.

Nach dem Waldgang gab es eine Pilzpfanne mit Reis, dazu einen guten Dornfelder.



Foto: Auch dieser Prachtbursche erfreute Olli. Prangt er nicht herrlich in der Waldlandschaft?

Pilz-Ticker-RP


Auf dem Kuhberg bei Bad Kreuznach hatten Margit und ich bereits vor 2 Wochen einige nicht gerade schön anzusehende Hexenröhrlinge gefunden. 

Margit befindet sich gerade in einer Spezialklinik, wegen eines Sturzes von der Kellertreppe, wobei ihr Brustwirbel brach und nicht richtig abheilte. Als ich ihr vorhin die Bilder zuschickte, blutete ihr Pilzsucherherz. Vielleicht gereicht ihr das zur besseren Heilung, damit auch sie wieder in den Genuss des Pilzesuchens kommt.

Viele Grüße von uns beiden an alle Pilzticker-Fans da draußen.«

Liebe Margit, lieber Olli,

im Namen aller Pilzfreunde auf dieser Website wünsche ich Dir, Margit, alles Gute, damit Du so schnell wie möglich wieder auf die Beine und in Deine geliebten Wälder kommst. Ihr seid nur als Pilz-Team denkbar!

Für Dich, Olli, war dies ja ein toller Saisonstart. Nur den berühmten roten Pilzkorb vermisse ich...

Gute Genesung für Margit und herzliche Grüße!

Heinz-Wilhelm


Foto: Und da wartet schon wieder einer. Mit diesem Fund hat Olli bei nur einem Pilzgang fast schon die Menge an Steinpilzen beisammen wie im vergangenen flauen Jahr insgesamt.


Mainz-Gustavsburg: Cirka 100 Spitzmorcheln im Mulchbeet

Stephan schreibt am 17. April 2018:

»Ich habe an die 100 Spitzmorcheln gefunden. Auf gemulchter Fläche im Gewerbegebiet Gustavsburg in Mainz. Die Fläche war im Vorjahr gemulcht worden. Dieses Jahr sprießten die Morcheln nur so heraus!«


Sind das überhaupt »Winterpilze« im Nahe-Land?


Foto: Diese Austernpilze sehen recht passabel aus. Egal, ob man sie als Winter- oder Herbstpilze bezeichnen möchte.

Pilz-Ticker-RP


Olli schreibt am 14. Januar 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute Vormittag klapperte ich auf der Suche nach den letzten Winterpilzen noch einmal drei verschiedene Stellen ab, teils mit dem Auto und größtenteils zu Fuß. Obwohl man ja bei Temperaturen teils höher als zehn Grad Celsius von Pilzen im Winter kaum sprechen kann.

Im Nahetal, bei dem kleinen pfälzischen Dörfchens Boos, fand ich etwa fünfzehn Meter vom Naheufer entfernt, an einer vom Hochwasser angeschwemmten alten Weide, einige Büschel Austernpilze und Winterrüblinge.

Nach diesen bescheidenen Funden besuchte ich den Südhang des bewaldeten Lembergs, wo ich noch einige weitere Austernseitlinge am Stamm einer Pappel fand. Zum guten Schluss fuhr ich noch in den Obermoscheler Wald, wo ich in der Nähe eines Jagdhochsitzes an einer absterbenden Rotbuche noch einige ältere Büschel Austernseitlinge wachsen sah. Einige Funde habe ich für den Pilzticker abgelichtet. 

Liebe Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land«

Pilz-Ticker-RP


Foto: Dies sind die älteren Austernpilze, die Olli fand. Ob er von ihnen mitnahm oder sie zurückließ, wissen wir nicht. Sicher aber ist, dass sie in der Nähe des hinten rechts sichtbaren Hochsitzes wuchsen. (2 Fotos © Olli)


Zur Pilz-Ticker-Übersicht

Von Pilz-Ticker-RP zurück zu Passion Pilze sammeln Home Page


Allen Pilzfreunden eine schöne Adventszeit

Das Neueste

  1. Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Wuerttemberg)

    Dec 14, 18 03:04 AM

    Pilz-Ticker-Bawue: Welche Pilze aktuell in Baden-Wuerttemberg wachsen

    mehr »

  2. Pilz-Ticker-Hessen

    Dec 12, 18 09:37 AM

    Pilz-Ticker-Hessen: Wo zurzeit in Hessen welche Pilze wachsen

    mehr »

  3. Pilz-Ticker-RP

    Dec 08, 18 12:50 PM

    Pilz-Ticker-RP: Welche Pilze zurzeit in den rheinland-pfaelzischen Waeldern wachsen

    mehr »


Ein toller
Blog von

Ausgefallene Pilzgerichte wie Kaffee mit Reishi, Steinpilze im Kichererbsen- und Kartoffelpürree, Sammel- und Gesundheitstipps und vieles, vieles mehr. Hier geht's zum Stöbern in Wohlrabs Pilzreich



Pilzbücher

Meine ersten 10 Pilze genau kennenlernen

Mit Gütesiegel und empfohlen für Einsteiger von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM)


Mit Pilzsammlern
in Deutschland unterwegs




Pilze, Holzkasten, Bollerwagen:
So war der Alltag
im alten Dorf




Ein tolles Bestimmungsbuch für nur 11 Euro

Peter Wenter beschreibt in Meine Schwammerl - Pilze aus dem Münchner UmlandPilze aus 70 Gattungen fachlich tadellos und mit viel Detailliebe. Ein Buch für Anfänger und Ambitionierte - vor allem aber für jeden, nicht nur für Münchner.

Das unschlagbar günstige Buch ist auch hier bestellbar.

Und hier geht's zur Buchkritik


Sehr lehrreich, gründlich und liebevoll!


Ein außergewöhnliches und mitreißendes Pilzbuch! Toll für den Einstieg in die Pilzpassion, ideal für junge Pilzfreunde!


Jürgen Guthmanns Enzyklopädie der Heilpilze


DIN-A-4-Format; 425 Seiten; Darstellung von über 100 Heilpilzen mit ihren bioaktiven Inhaltsstoffen; Liste: Für welche Krankheiten sich die 16 gebräuchlichsten Heilpilze eignen; 250 Farb- und 230 Strichbilder; 1600 Zitate aus der Originalliteratur.

Zur Buchbesprechung