Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



Pilz-Ticker-RP




Hier geht's zur

Übersicht aller bisherigen Pilzticker Rheinland-Pfalz





Mit getrockneten Spitzmorcheln veredeln wir unsere Pilzsoßen und überhaupt Pilzgerichte unnachahmlich!

Wir kaufen sie natürlich in bester Bio-Ware beim Pilzversand und Pilzhandel

Pilze Wohlrab.

Ein bayerisches Familienunternehmen.






Pfälzer Wald: Ein Flocki-Drilling nebst Sommersteinpilzen für Siegfried


Siegfried schreibt am 27. Juni 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

seit vielen Jahren lese ich mit Begeisterung den Pilzticker.

Mein Revier ist der Pfälzerwald, hauptsächlich zwischen Deidesheim und Hambacher Schloss. Neben unterschiedlichen Täublingen, Sommersteinpilzen und Ziegenlippen fand ich heute trotz großer Trockenheit diesen hübschen Drilling von Flockenstieligen Hexenröhrlingen.

Herzliche Grüße Siegfried«

(Foto © Siegfried)

Pilz-Ticker-RP



In der Pfalz wachsen die Pfifferlinge auch unter Esskastanien


Foto: Das sind doch schöne Aussichten auf die Saison: Torben und Liz haben mit ihren Eltern in der Pfalz einen erfolgreichen Start in das Pilzjahr hingelegt. (Foto © Torben)

Pilz-Ticker-RP


Torben schreibt am 17. Juni 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zunächst wünsche ich dir und allen Lesern des Pilztickers einen guten Start in die Saison, die für uns sehr gut beginnt, siehe das Bild mit Pilzpanorama.

Mit unseren Eltern haben wir heute in der schönen Pfalz eine kurze Wanderung gemacht und haben viele Pfifferlinge gefunden, die, für uns ungewohnt, vorwiegend unter Esskastanien standen. Auch einige Ziegenlippen landeten im Korb. Ein allererster Perlpilz durfte im Wald bleiben.

Viele Grüße, Liz und Torben«






Dank Waldwechsel gab es für Olli noch ein schönes Pilzabendbrot


Foto: Sommersteinpilze wie dieser wachsen auf ihrem Standort höchstens drei Wochen lang, hat Olli herausgefunden.

Pilz-Ticker-RP


Olli schreibt am 9. Juni 2018:

»Gude Heinz Wilhelm,

heute war ich nochmal im Wald bei Obermoschel. Doch leider ließ sich nicht ein einziger  Sommersteinpilz finden. Einzig eine Ziegenlippe gab sich die Ehre; ich vermute, die Zeit der Sommersteinis ist dort schon vorüber. Nach meiner Erfahrung sind sie an einem Wuchsort nach spätestens drei Wochen durch. So gab es nur eines, nämlich schnellstens das Gebiet wechseln.

Für diesen Fall habe ich noch einen Bericht von den vergangenen Tagen mit Fotos dokumentiert. Und zwar aus dem schönen Trombachtal, in der Nähe der drei alten Eichen, die ich damals schon mit meiner Klasse der Grundschule Norheim an einem Wandertag besuchte. Wenn ich damals nur schon in die Pilze gegangen wäre!

Aber auch dort fanden sich weder Steinpilze noch Pfifferlinge. Also erneut Gebietswechsel. In den Wäldern rund um den Golfplatz von Bad Münster am Stein Ebernburg fand ich dann endlich doch noch Pilze für eine Mischpilzpfanne.

Sie standen am Waldrand. Zunächst waren es einige knackige Sommersteinpilze und einige Täublinge, die ich auch einsammelte. Danach einen mittelgroßen Perlpilz; ich esse Perlpilze ja besonders gerne. Zum guten Schluss gab es noch zwei große Parasolpilze. Somit war das Abendbrot gesichert (Foto rechts).

Noch viele Grüße von Margit und Olli, dem unzertrennlichen Pilzsuchteam aus dem Naheland«


Foto: Auch für diesen schönen Sommersteinpilz musste Olli erheblichen Aufwand betreiben, ehe er ihn fand. (3 Fotos © Olli)

Pilz-Ticker-RP






Uralter Meersand mit Perlmuttmuscheln scheint das Wachstum der Sommersteinpilze zu begünstigen


Foto: Da ist er endlich wieder, Margits schon berühmter roter Flechtkorb. Hier hat ihn Olli bis gut über die Hälfte mit den herrlichen Sommersteinpilzen gefüllt und zwischen drei Eichen drapiert. Wir erkennen, es sind junge Eichen mit schlanken Stämmen. (4 Fotos © Olli)

Pilz-Ticker-RP


Olli schreibt am 6. Juni 2018:

»Servus Heinz-Wilhelm,

ich war erneut in den Steilhängen des Obermoscheler Stadtwalds auf der Suche nach den delikaten, knackigen Sommersteinpilzen. Bei rund 30 Grad im Schatten eine anstrengende Tortour, weil der Pilzsucher ständig angetrieben wird durch seine unbändige Lust, die herrlichen Edelpilze zu finden und dann als Beute im Korb verschwinden zu lassen.

Die Sommersteinpilze finde ich in unserer Gegend nur an bemoosten, mit relativ kleinen  Eichen bewachsenen, lichtdurchfluteten Steilhängen. Es scheint ein kalkhaltiger Boden zu sein, wobei interessant ist, dass es in der Gegend auch Stellen mit gelbem Sand gibt.

Als unsere drei Kinder noch klein waren, fanden sie an einem Hang hinter unserem alten gepachteten Garten eine uralte Sandbank mit Perlmuttmuscheln. Diese Muscheln sahen aus wie Meeresmuscheln, denn Süßwassermuscheln kenne ich aus der Nahe und dem Rhein.


Foto: Die Sommersteinpilze wachsen an binsenartigem Gras und im Moos. Dank seiner Beobachtungen vermutet Olli, dass uralter Meersand eine positive Rolle bei ihrem Wachstum spielt.

Pilz-Ticker-RP


Bei meinen Steinpilzfunden im Nahe-Tal bei Monzingen sehe ich Ähnlichkeiten hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit. Nur an diesen Hängen sowie an den Steilhängen des Feilbingerter Waldes finde ich Sommersteinpilze. Im Soonwald dagegen - und nur im Spätsommer oder Herbst - Steinpilze. Aber eben leider keine Sommersteinpilze.

Eines ist sicher: um in unserer Gegend einige Pfund Pilze zu finden, verliert man auch garantiert einige Körperpfunde; ein gerechter Ausgleich, wie ich finde. Haha!

So war es auch dieses Mal wieder. In Margits schon berühmtem roten Korb fanden die mühsam zusammengetragenen Sommersteinpilze ihren wohlverdienten Platz. Auf dem Foto prangt der Korb inmitten von drei Eichen; dies schien mir ein schönes Fotomotiv.

Vielleicht besuche ich am kommenden Wochenende das verlängerte Nahe-Tal bei Meddersheim. Dort vermute ich nämlich ebenfalls Sommersteinpilze. Und wer weiß, vielleicht gibt es noch herrliche Pfifferlinge obendrauf, denn die Zeit passt.

Noch viele Grüße von Margit und ihrem Pilz-Teampartner Olli aus den Gefilden des Nahe-Landes«


2 Fotos: Und hier zwei weitere Prachtexemplare, die ihren Weg in den roten Korb fanden.

Pilz-Ticker-RP





Feilbingert: Ein ganzer Korb voller Sommersteinpilze für Margits Genesung


Foto: Endlich wieder ein Motiv wie aus besten Zeiten ist dieser Sommersteinpilz. So hatten sie für Margit und Olli die ganzen Jahre dagestanden. Bis auf vergangenes Jahr. (3 Fotos © Olli)

Pilz-Ticker-RP


Margit und Olli schreiben am 2. Juni 2018:

»Hallo Heinz Wilhelm,

nach einer sehr langen Durststrecke mit den Pilzen bin ich in einem Waldstück in der Nähe von Feilbingert endlich fündig geworden.

An den steilen, mit Moos bekleideten Waldhängen standen sie, meine begehrten, sehnsüchtig erwarteten Sommersteinpilze. Leider hatten sich an den meisten Pilzen bereits die Schnecken gütlich getan. Es hat in der letzten Zeit sehr viel geregnet hier bei uns, deshalb waren die Hänge ungewöhnlich stark mit Pilzen bespickt.

Der Korb war binnen 2 Stunden voller Steinpilze. Hin und wieder entdeckte ich auch die ein oder andere Ziegenlippe sowie ein paar Täublinge.

Nach dem Waldgang gab es eine Pilzpfanne mit Reis, dazu einen guten Dornfelder.



Foto: Auch dieser Prachtbursche erfreute Olli. Prangt er nicht herrlich in der Waldlandschaft?

Pilz-Ticker-RP


Auf dem Kuhberg bei Bad Kreuznach hatten Margit und ich bereits vor 2 Wochen einige nicht gerade schön anzusehende Hexenröhrlinge gefunden. 

Margit befindet sich gerade in einer Spezialklinik, wegen eines Sturzes von der Kellertreppe, wobei ihr Brustwirbel brach und nicht richtig abheilte. Als ich ihr vorhin die Bilder zuschickte, blutete ihr Pilzsucherherz. Vielleicht gereicht ihr das zur besseren Heilung, damit auch sie wieder in den Genuss des Pilzesuchens kommt.

Viele Grüße von uns beiden an alle Pilzticker-Fans da draußen.«

Liebe Margit, lieber Olli,

im Namen aller Pilzfreunde auf dieser Website wünsche ich Dir, Margit, alles Gute, damit Du so schnell wie möglich wieder auf die Beine und in Deine geliebten Wälder kommst. Ihr seid nur als Pilz-Team denkbar!

Für Dich, Olli, war dies ja ein toller Saisonstart. Nur den berühmten roten Pilzkorb vermisse ich...

Gute Genesung für Margit und herzliche Grüße!

Heinz-Wilhelm


Foto: Und da wartet schon wieder einer. Mit diesem Fund hat Olli bei nur einem Pilzgang fast schon die Menge an Steinpilzen beisammen wie im vergangenen flauen Jahr insgesamt.


Mainz-Gustavsburg: Cirka 100 Spitzmorcheln im Mulchbeet

Stephan schreibt am 17. April 2018:

»Ich habe an die 100 Spitzmorcheln gefunden. Auf gemulchter Fläche im Gewerbegebiet Gustavsburg in Mainz. Die Fläche war im Vorjahr gemulcht worden. Dieses Jahr sprießten die Morcheln nur so heraus!«


Sind das überhaupt »Winterpilze« im Nahe-Land?


Foto: Diese Austernpilze sehen recht passabel aus. Egal, ob man sie als Winter- oder Herbstpilze bezeichnen möchte.

Pilz-Ticker-RP


Olli schreibt am 14. Januar 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute Vormittag klapperte ich auf der Suche nach den letzten Winterpilzen noch einmal drei verschiedene Stellen ab, teils mit dem Auto und größtenteils zu Fuß. Obwohl man ja bei Temperaturen teils höher als zehn Grad Celsius von Pilzen im Winter kaum sprechen kann.

Im Nahetal, bei dem kleinen pfälzischen Dörfchens Boos, fand ich etwa fünfzehn Meter vom Naheufer entfernt, an einer vom Hochwasser angeschwemmten alten Weide, einige Büschel Austernpilze und Winterrüblinge.

Nach diesen bescheidenen Funden besuchte ich den Südhang des bewaldeten Lembergs, wo ich noch einige weitere Austernseitlinge am Stamm einer Pappel fand. Zum guten Schluss fuhr ich noch in den Obermoscheler Wald, wo ich in der Nähe eines Jagdhochsitzes an einer absterbenden Rotbuche noch einige ältere Büschel Austernseitlinge wachsen sah. Einige Funde habe ich für den Pilzticker abgelichtet. 

Liebe Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land«

Pilz-Ticker-RP


Foto: Dies sind die älteren Austernpilze, die Olli fand. Ob er von ihnen mitnahm oder sie zurückließ, wissen wir nicht. Sicher aber ist, dass sie in der Nähe des hinten rechts sichtbaren Hochsitzes wuchsen. (2 Fotos © Olli)






Der milde Winter macht die Pilzsuche im Nahe-Land zum Vergnügen


Foto: Dieses überaus kräftige Büschel von Austernseitlingen erfreute Margit und Olli besonders. Es wächst an einer sichtlich schon angeschlagenen altersschwachen Rotbuche.

Pilz-Ticker-RP


Margit und Olli schreiben am 7. Januar 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als wir zu Jahresbeginn im Soonwald zu spät für die Austernpilze kamen, waren wir diesmal zur rechten Zeit am richtigen Ort.

In einem Waldabschnitt mit uralten Rotbuchen entdeckten wir herrliche Exemplare an einem stehenden Stamm. Ein riesiges Büschel, siehe das Aufmacher-Foto.

In der Nähe befindet sich ein Waldstreifen mit alten, zum Teil absterbenden, durch die extreme Bodenfeuchtigkeit in der Regel bemoosten Birken.

An diesen Bäumen wachsen gerne Birkenporlinge, die bekanntlich ein ausgezeichnetes Naturmittel gegen Krankheiten des Magens sind.

Neben ihnen fanden wir dort dieses Mal auch zwei Schiefe Schillerporlinge, die ebenfalls erprobte Magenheiler sind. Den größeren (erstes Foto rechts) nahmen wir mit. Beide sahen beinahe wie Teerklumpen aus.

Den erstaunlichsten Fund machte ich aber in einem Kiefernwald. An einer noch lebenden und stehenden Kiefer fand ich - in einer Rindenwunde - doch tatsächlich Exemplare von Austernpilzen (zweites Foto rechts). Ein Anblick, der für Margit und mich neu war, wachsen sie doch nur ganz selten einmal an Nadelholz.

Margit hat, wie immer, wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker geschossen.

Alles Gute wünschen wir Dir, Heinz Wilhelm, und allen Pilzfreunden im neuen Pilzjahr 2018!«

Pilz-Ticker-RP


Foto: Dieser Birkenporling zeigt schon Flecken an der Unterseite. Neben Schimmelbildung können dies auch Nester mit Mückeneiern sein. Sie überleben den Trockengang in der Regel und verheeren später die getrockneten Pilze. Auch Porlinge, die zur Dekoration dienen, brachten schon manche unliebsame Überraschung von plötzlich geschlüpften Plagegeistern ins Haus. (4 Fotos © Margit)

Pilz-Ticker-RP





Ein Abschiedsfoto mit Austernseitlingen zum Jahresausklang 2017


Fotos: Wie schade, dass sie im Wald zurückblieben, die herrlichen Austernseitlinge. Aber Olli hatte nach seinem Waldlauf leider keine Transportmöglichkeit. (Foto © Olli)

Pilz-Ticker-RP


Olli schreibt am 30. Dezember 2017:

»So ein verrücktes Wetter bei uns im Nahe-Land! Gestern noch Schneetreiben, heute 12 Grad plus!

Den Austernseitlingen aber scheint das richtig zu behagen. Sie scheinen eher besser und schneller zu wachsen.

Aber der Reihe nach. Während eines knapp 7 Kilometer langen Waldlaufs entdeckte ich an einem abgebrochenen, am Boden liegenden Stamm einer sterbenden Birke einen recht jungen Birkenporling, den ich aber mangels Transportraum in meinem Jogginganzug weiterwachsen ließ.

Der Waldboden war durch den getauten Schnee und den vielen Regen sehr durchgeweicht. Nur der befestigte Waldweg garantierte bleibend trockene Füße. So blieb ich diesem Geläuf treu, selbst wenn ich vermeinte, vereinzelte Samtfußrüblinge seitab erspäht zu haben.

Ein gutes Stück vor dem Wald parkte mein Auto mit meiner Kamera. So beschloss ich nach Beendigung meines Laufes, noch einen mir bekannten Baumstumpf aufzusuchen, an dem ich mir Austernseitlinge erhoffte. Sicherheitshalber nahm ich die Kamera mit.

Und ich hatte tatsächlich Glück. Ich fand Pilze im ausgezeichneten Zustand vor und fotografierte sie für den Pilz-Ticker. Dabei blieb es aber auch. Denn da ich weder Korb noch Messer dabei hatte, ließ ich sie notgedrungen stehen.

Hiermit also noch einmal alles Gute für das neue Jahr und viele Grüße von Margit und Olli aus den weitläufigen Wäldern von Rheinland Pfalz.«

Lieber Olli, liebe Margit,

ein glückliches neues Jahr, nicht nur in Bezug auf Pilze, wünscht Euch, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für Eure stets spannenden Pilzberichte und die tollen Fotos, mit besten Grüßen

Heinz-Wilhelm


Erst die Mühsal, dann die Freude: Olli im Schlaraffenland der Austernpilze


Foto: Ein fantastisches Ernteergebnis im schneefreien und dennoch winterlichen Wald! Vier Kilo Austernpilze liegen im Korb, links vorn ist noch ein weiteres ergiebiges Büschel zu sehen. Wie auch Ollis Besenstiel mit aufgesetztem breiten Spachtel zum Abschaben der Pilze vom Stamm in luftiger Höhe.

Pilz-Ticker-Bawue


Olli schreibt am 25. Dezember 2017:

»Viele Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land, wo milde Temperaturen herrschen.

Am Samstag Morgen machte ich mich früh auf, um im Feilbingerter Wald nach Winterpilzen zu suchen. Auf dem Weg zu einem meiner Wirtsbäume passierte ich einige schon vor Jahren gefällte Rotbuchenstämme. Sie waren schon leicht bemoost und völlig durchnässt. Auf einem Stamm wuchs ein bereits überständiges Büschel Austernpilze.

Während ich die Pilze tief gebückt fotografierte, entdeckte ich unter einem Stamm bläulich schimmernde Austernseitlinge im Bestzustand. Die ganz unverhofften Funde sind doch die schönsten!

Aber die Krönung sollte ja erst noch folgen. Dazu musste ich zunächst einen steilen Abhang hinunterkraxeln, um auf der anderen Seite wieder heraufzuklettern. Was vor allem deshalb eine gehörige Anstrengung bedeutete, weil ich eine Teleskopstange mit Apfelpflücker (wie Rainer vom Pilzticker Thüringen) und noch einen Besenstiel mit einem angebrachten breiten Malerspachtel zum Abschaben der Pilze mit mir führte. Und natürlich meinen Pilzkorb.

Doch diese Anstrengung und diesen Aufwand liebe ich ja so am herrlichen Hobby Pilze suchen!

Der stehende Baumstamm war mit sehr vielen Pilzbüscheln übersät, die kaskadenförmig am Baum wuchsen. Die kleinen Büschel ließ ich am Baum zurück, um ihn zur nächsten Ernte in ungefähr 2 Wochen erneut aufzusuchen. Mein Korb war nun bereits mit etwa 4 Kilo Austernseitlingen gefüllt.


Foto: Der altersschwache Stamm der Rotbuche war mit vielen üppigen Büscheln von Austernseitlingen übersät. Da lacht das Herz des Pilzsammlers, vor allem, wenn man, wie Olli, jenes Gerät mit sich führt, das zu ihrer Ernte erforderlich ist. 

Pilz-Ticker-RP


Dieses erfreuliche Ergebnis motivierte mich, weiterzusuchen. Als nächstes fand ich an einem hingestreckten moosüberwucherten Buchenstamm allerdings giftige Gelbstielige Muschelseitlinge (letztes Foto).

Nach dieser Pilzexkursion am Morgen beschloss ich, am Nachmittag das Ufer des Flusses Nahe in der Nähe des Niedertäler Hofes nach Pilzen abzusuchen. Dort liegen einige alte umgestürzte Weiden, an denen ich bereits vergangenes Jahr Austernseitlinge und Winterrüblinge gefunden hatte.

Und es kam, wie ich es erhofft hatte. Eine Weide lieferte mir weitere prächtige Austernseitlinge, eine andere war übersät mit herrlichen Winterrüblingen, die allerdings noch einige Zeit brauchen, so klein waren sie noch. Leider hatte ich bei diesem Pilzausflug meine Kamera vergessen und kann nur davon berichten.

Jetzt habe ich schon so viele Austernseitlinge gefunden, dabei war ich noch nicht einmal an meinen Hauptstellen im Soonwald. Dorthin soll es aber auch noch gehen, und ich hoffe, mit Margit, die dann sicher wieder schöne Fotos für den Pilzticker macht.

Alles Gute, vor allem Gesundheit und viele Pilze für den Rest des Jahres und für das neue Jahr wünschen wir Dir, Heinz-Wilhelm, und allen Pilzfreunden!


Foto: Sie sind tückische Verführer! Gelbstielige Muschelseitlinge sehen fast aus wie Austernpilze. Doch sie haben, wie ihr Name sagt, gelbe Stiele, ihre Hüte haben einen grünlichen Grundton - und sie wachsen quirliger. Und stehen unter Giftverdacht! (3 Fotos © Olli)

Pilz-Ticker-RP


Eine Delikatesse aus dem Winterwald:

Kulinarischer Hochgenuss mit Austernpilzen und Kartoffelscheiben



Foto: »Im Geschmack umwerfend« finden Margit und Olli Austernpilze und Kartoffeln. Voraussetzung ist, dass die Austernpilze nicht schon zu alt und zäh sind. Ein tolles rustikales Pilzessen für die Vorweihnachtszeit!

Pilz-Ticker-RP


Margit und Olli schreiben am 19. Dezember 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute habe ich endlich mal die Zeit gefunden, von meinem letzten Pilzfund und der daraus resultierenden Mahlzeit zu berichten. Zur Zeit bin ich so sehr mit Arbeit und anderen wichtigen Dingen beschäftigt, dass ich keine Zeit fand, in unseren Wäldern Pilze der Saison zu suchen.

Am Sonntag Nachmittag konnte ich endlich mal wieder meine Stellen an der Sautränke in der Nähe des Lembergs bei Feilbingert und den Rheingrafenwald bei Bad Münster am Stein Ebernburg aufsuchen.

Am Stumpf einer alten abgestorbenen Pappel wuchsen wie in den letzten Jahren treu herrliche Austernseitlinge. Nach ihrer Ernte fuhr ich zum Rheingrafenwald, wo einige abgestorbene Rotbuchenstämme liegen, an denen ebenfalls Austernseitlinge wuchsen, und das in hervorragender Qualität. Schnell füllten die Winterwalddelikatessen meinen Korb. Es dürften gut und gerne drei Kilogramm gewesen sein.

Margit war heute leider nicht mit von Partie, deshalb lichtete ich die Pilze ab. Margits Zeit kam aber, als sie heute Abend eine herrliche Kartoffelpilzpfanne von meinem Fund zauberte. Die Zubereitung ist schlicht einfach, jedoch im Geschmack umwerfend gut. Deshalb stelle ich das Gericht kurz vor.


Foto: In »hervorragender Qualität« fand Olli die Austernpilze vor. Man sieht es ihnen an!

Pilz-Ticker-RP


Zutaten:

700- 800 Gramm Austernpilze

2 große Zwiebeln 

750- 800 Gramm festkochende Kartoffeln

150 Gramm gewürfelter Katenrauchschinken

70 Gramm Butter

2 Teelöffel Rinderbrühe in Pulverform


Foto: Eine weitere Kolonie von Austernpilzen. Auch sie sind im besten Alter und erfüllen alle Voraussetzungen für ein leckeres Pilzgericht.

Pilz-Ticker-RP


Zubereitung:

Man gare etwa 800 Gramm Pellkartoffeln und lasse sie abkühlen.

Nun die Austernpilze waschen und in Streifen schneiden.

Die Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden

Die kalten Pellkartoffeln schälen und in 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

Dann die Bratpfanne erhitzen, die Butter schmelzen lassen und die Zwiebeln und den gewürfelten Katenrauchschinken in der Pfanne anbraten.

Nach etwa 3- 4 Minuten die Austernpilze hinzugeben und 10 Minuten gut anbraten. Kurz bevor die Kartoffeln hinzugegeben werden, das Bratgemenge mit 2 Teelöffeln Rinderbrühe würzen.

Danach die Kartoffelscheiben hinzugeben und etwa nochmals 10 Minuten mit anbraten.

Als Beilage hatten wir einen Gurkensalat und geschmorte Grüne Bohnen.

Es war wirklich ein kulinarischer Hochgenuss. Die Austernseitlinge schmecken in Verbindung mit den Kartoffel einfach super. Voraussetzung ist natürlich, dass die Pilze nicht zu alt und zu zäh sind. Die Pilze auf den Fotos sind im Bestzustand und schmeckten ausgezeichnet.

Alles Gute von Margit und Olli aus dem schönen Nahe-Land«


Foto: Gut und gerne drei Kilogramm Austernseitlinge kamen in Ollis Korb zusammen. Ein Pilzausflug, der sich gelohnt hat. (4 Fotos © Olli)


Zur Pilz-Ticker-Übersicht

Von Pilz-Ticker-RP zurück zu Passion Pilze sammeln Home Page


Das Neueste

  1. Pilz-Ticker-Bawue (Baden-Wuerttemberg)

    Jul 18, 18 12:12 PM

    Pilz-Ticker-Bawue: Welche Pilze zur Zeit in Baden-Wuerttemberg wachsen

    mehr »

  2. Pilz-Ticker-Hessen

    Jul 17, 18 11:32 AM

    Pilz-Ticker-Hessen: Welche Pilze aktuell im Bundesland Hessen wachsen

    mehr »

  3. Pilz-Ticker-Sachsen

    Jul 15, 18 02:42 AM

    Pilz-Ticker-Sachsen: Welche Pilze wachsen aktuell in Sachsen?

    mehr »


Gegen die Mücken- und Zeckenplage:
Ballistol Stichfrei

Verhindert zuverlässig schmerzhafte Insektenstiche und Zeckenbisse. Tropenbewährt und erfrischend. Mit UV-B-Sonnenschutz-Filter.



Ein toller
Blog von

Ausgefallene Pilzgerichte wie Kaffee mit Reishi, Steinpilze im Kichererbsen- und Kartoffelpürree, Sammel- und Gesundheitstipps und vieles, vieles mehr. Hier geht's zum Stöbern in Wohlrabs Pilzreich



Pilzbücher
und mehr

Mit Pilzsammlern
in Deutschland unterwegs




Pilze, Holzkasten, Bollerwagen:
So war der Alltag
im alten Dorf




Ein tolles Bestimmungsbuch für nur 11 Euro

Peter Wenter beschreibt in seiner tollen Pilzlernschule Meine Schwammerl - Pilze aus dem Münchner UmlandPilze aus 70 Gattungen fachlich tadellos. Sehr gute Bestimmungssystematik! Nicht nur für Schwammerl-freunde aus der Region München empfehlenswert. Geballtes Wissen, verständlich vermittelt. Ein Buch für Anfänger und Ambitionierte - und das für unschlagbare 11 Euro.

Das Buch ist auch hier bestellbar.


Sehr lehrreich, gründlich und liebevoll!


Ein außergewöhnliches und mitreißendes Pilzbuch! Toll für den Einstieg in die Pilzpassion, ideal für junge Pilzfreunde!


Jürgen Guthmanns Enzyklopädie der Heilpilze


DIN-A-4-Format; 425 Seiten; Darstellung von über 100 Heilpilzen mit ihren bioaktiven Inhaltsstoffen; Liste: Für welche Krankheiten sich die 16 gebräuchlichsten Heilpilze eignen; 250 Farb- und 230 Strichbilder; 1600 Zitate aus der Originalliteratur.

Zur Buchbesprechung