Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



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dem Zuchtpilz-Spezialisten.

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Das Naheland bei Oberhausen hat nicht nur gute Pilze zu bieten


Junge Lungenseitlinge an altem Laubbaumstumpf; Foto Oliver 2.8.26
Oberhausen an der Nahe mit seinem Wahrzeichen, der Luitpoldbrücke, vom Lemberg aus gesehen; Foto Oliver 2.8.26

Oliver schreibt am 2. August 2026:

"Servus Heinz-Wilhelm,

heute Morgen bin ich ganz früh von meinem Heimatort zum Lemberg hoch gelaufen. Hoch oben in der Nähe der Lemberghütte fand ich eine kleine Kolonie sehr junge Lungenseitlinge. Da ich das Smartphone zur Hand hatte, machte ich ein Foto.

Den ganzen Sommer über hatte ich diese Pilzart schon öfter gesehen, aber leider waren sie immer ungenießbar und nicht fotogen genug. Bislang haben wir in dieser Pilzsaison leider nur einen einzigen Sommersteinpilz gefunden, und zwar im späten Frühjahr, sowie bei Koblenz ein paar Hainbuchenraufußröhrlinge.

Auf dem 2. Foto, das ich ebenfalls heute Vormittag gemacht habe, blicke ich vom Lemberg unterhalb der Lemberghütte hinunter nach Oberhausen an der Nahe mit ihren besten Weinlagen für die Sorte Riesling. Mein Freund, der Winzer Tom, wohnt mittendrin, auf der Weinbaudomäne Niederhausen/Nahe. Mit ihm tausche ich manchmal gute Pilze gegen guten Wein.

Bis zum nächsten Mal alles Gute von Olli und Margit vom Pilzsuchteam Naheland"

(2 Fotos © Oliver)

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Lieber Oliver, 

ein aufschlussreiches Foto, das uns einen guten Eindruck von der Nahe gibt, einem linksrheinischen Fluss von 125km Länge, der bei Bingen in den Rhein fließt. So haben wir eine Vorstellung davon, wie sich die Landschaft gibt, in der Du zusammen mit Margit in Ortsnähe die Wälder nach Pilzen durchkämmst, obwohl ihr ja durchaus auch weiter entfernt auf die Suche geht.

Diese Region gehört, wie ich lese, nicht zum Pfälzischen, sondern wird als Naheland mit einem eigenen Dialekt bezeichnet, nämlich dem Rheinhessisch-Naheländischen. Es sind die hier vorhandenen vulkanischen Böden und Schiefer, die dem örtlichen Riesling seine unvergleichliche Prägung geben. Dein Tauschhandel gute Pilze gegen guten Wein mit dem Winzer Tom passt ausgezeichnet in diese bodenständige Region!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm 





Wie praktisch: Die Rindenmulchmorcheln wuchsen direkt neben dem offenen Spargelverkauf


Spitzmorcheln aus dem Rindenmulch; Foto Rolf 30.3.26
Große und kleine Spitzmorcheln aus dem Mulchbeet; Foto Rolf 30.3.26

Rolf schreibt am 30. März 2026:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

am Samstag habe ich bei Landau an einem Ständchen Spargel gekauft und bei der Gelegenheit das Rindenmulchbeet gleich nebenan inspiziert. Es war ein voller Erfolg! 320 Gramm herrliche Spitzmorcheln, mitten im Blumenbeet, kamen zusammen! Natürlich gab es darauf den Frühlingsklassiker: Spargel mit Morcheln.

Herzliche Grüße

Rolf"

(4 Fotos © Rolf)

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Spitzmorchel; Foto Rolf 30.3.26
Spitzmorchel-Duo; Foto Rolf 30.3.26

2 Fotos: War das ein Fund, gleich neben dem Spargelverkaufsstand: Im Mulchbeet wuchsen die herrlichsten Spitzmorcheln. Morcheln und Spargel, das ist ein wahrer Frühjahrsklassiker!





Letzte Austernpilze an der Schinderhannesbuche und Warten auf die Maipilze


Oliver mit Austernpilzkorb am Erntestecken; Foto Oliver 27.2.26
Austernpilzkorb in Astgabel; Foto Oliver 27.2.26

Oliver schreibt am 27. Februar 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach dem Dauerregen in Rheinland-Pfalz war ich nochmals an der alten Schinderhannesbuche bei Odernheim am Glan und habe die letzten Austernseitlinge geerntet.

Es war heute in Norheim an der Nahe sage und schreibe 22 Grad warm, und bei der alten Buche waren es immerhin noch19 Grad Celsius. Die Waldwege waren allerdings nach wie vor sehr matschig, so dass es anstrengend war, bergan zu gehen.

Die Austernseitlinge waren dieses Mal nicht mehr so jung und knackig, aber noch genießbar. Auf dem Rückweg hängte ich den vollen Korb Austernseitlinge auf meinen Austernpilz-Erntestab, legte ihn einfach über meine Schulter (1. Foto rechts) und kam so auf den matschigen Wegen leichter voran. Das 2. Foto zeigt meinen Korb in einer Astgabel.

Da in unserer Gegend wenige bzw. überhaupt keine Morcheln wachsen, muss ich nun wohl bis in den April warten, um die guten Maipilze ernten zu können.

Noch eine schöne Zeit bis dahin wünschen euch allen Margit und Oliver aus dem Nahe-Land"

(2 Fotos © Oliver)

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Immer noch reiche Ernte an der uralten Schinderhannesbuche am Glan


Herrlicher Korb voller Austernseitlinge; Foto Oliver 12.2.26

Foto: Ein dermaßen voller Korb mit schönsten Austernseitlingen hat, wie Oliver auch beschrieben hat, Mitte Februar Seltenheitswert. Diese Pilzart verabschiedet sich in aller Regel im Verlaufe des Januars.  (3 Fotos © Oliver)

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Oliver schreibt am 13. Februar 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach dem vielen Regen und milden Temperaturen habe ich nochmals die alte Schinderhannesbuche zwischen Hallgarten und Odernheim am Glan, dem stärksten Nebenfluss der Nahe, aufgesucht.

Die Austernseitlinge, die ich vorfand, waren im außergewöhnlich gutem Zustand. Ich kann mich kaum erinnern, so spät im Februar noch Speisepilze in derart guter Qualität gefunden zu haben. Die Ernte war beeindruckend und machte Spaß, denn der Korb war reich gefüllt und schwer. Er barg letztlich rund vier Kilo bester knackiger Austernseitlinge, sämtlich ohne Frostschäden.

Der Rückweg auf matschigen Waldwegen war schwieriger als der Hinweg, was kein Wunder war bei insgesamt fünf Kilo zusätzlichem Gewicht und einer Entfernung von etwa zweieinhalb Kilometern bis zum Auto.

Noch alles Gute und eine schöne Zeit wünschen dir Olli, Margit & Familie aus dem Nahe-Land"


Die steinalte Schinderhannesbuche steht voller Austernpilze; Foto Oliver 12.2.26
Eine Konsole herrlichster Austernseitlinge; Foto Oliver 12.2.26

2 Fotos: Die alte Rotbuche ist übersät mit Austernpilzen (links). Rechts auf dem Foto ein herrliches Büschel, das alleine schon für ein Pilzgericht ausreichen würde. 





Ende Januar noch ein schöner Korb voll Austernpilze für Oliver & Familie


Voller Austernpilzkorb; Foto Oliver 31.1.26

Foto: Die Ausbeute zeigt, dass die Austernpilze leichte Plustemperaturen hatten, um wachsen zu können. (3 Fotos © Oliver)

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Oliver schreibt am 31. Januar 2026:

"Servus Heinz-Wilhelm,

gestern war ich nochmals Austernpilze ernten. Die Pilze waren in hervorragendem Zustand, ganz frisch und knackig. Die jungen Pilze brauchen noch etwa 14 Tage, dann werde ich nochmals ernten. Der Gesamtfund betrug respektable zwei Kilogramm.

So  gab es gestern Abend einen Bräter voll Pilze mit Fleisch, Nudeln und Salat. Zwei meiner Söhne waren da zum Festschmaus.

Alles Gute und noch eine schöne Zeit wünschen dir Margit, Oliver und Familie"


Nachgewachsene Austernseitlinge; Foto Oliver 31.1.26
Stecken mit Austernpilzschneide und angehängtem Pilzkorb; Foto Oliver 31.1.26

2 Fotos: Die Austernpilze haben immer noch ideale Bedingungen im Nahe-Land und sind gut nachgewachsen. Da dauert es nicht lange, bis Oliver mit seinem Stecken mit Schneidspachtel plus eingehängtem Auffangkorb kommt. 





Ein Jammer: Der unlängst noch mit jungen Austernpilzen gespickte Baum war auf einmal verschwunden


Oliver schreibt am 20. Januar 2026:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach dem Schnee und den eisigen Wochen war ich erneut in den Pilzen, wie man in unserer Gegend sagt.

Leider musste ich feststellen, dass ein liegender Buchenstamm voll mit herrlichen Austernpilzen den Motorsägen zum Opfer gefallen ist. Als ich ihn aufsuchen wollte, um die restliche Ernte zu tätigen, war der unlängst mit Austernseitlingen gespickte Buchenstamm spurlos verschwunden.

Deswegen suchte ich nochmals meine uralte Buche bei Odernheim am Glan auf und erntete eine gute Portion Pilze für unsere Margaretha. Keiner in unsere Familie liebt und sucht länger Pilze als sie. Leider verstarb ihr Mann, der oft mit ihr in Frankfurts Wälder zum Pilze sammeln gefahren war. Jetzt bekommt sie die meisten Pilze von mir oder unserem Sohn Tobias. Dafür ist sie sehr dankbar.

Die alte Buche war übersät mit vielen Büscheln von herrlichen nachgewachsenen Austernseitlingen. Bestimmt kann man die Pilze noch bis in den Februar ernten. Auf den zwei Fotos kann man das gute Potential erkennen, das die Pilze haben.

Alles Gute und schöne Pilzfunde im neuen Pilzjahr 2026 wünschen euch allen

Olli und Familie"


Junge Austernpilze 1; Foto Oliver 20.1.26
Junge Austernpilze 2; Foto Oliver 20.1.26

2 Fotos: Nachdem die Temperaturen wieder im Plusbereich waren, sind die jungen Austernpilze weitergewachsen. (2 Fotos © Oliver)

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Sehr lesenswert!

Eine uralte Rotbuche, übersät mit Austernpilzen, in der Pfälzer Waldeinsamkeit


Austernpilzbüschel an uralter Rotbuche; Foto Oliver 3.1.26
Junge Austernpilze an uralter Rotbuche; Foto Oliver 3.1.25

Oliver schreibt am 3. Januar 2026:

"Servus Heinz Wilhelm,

auch das Jahr 2026 scheint ein gutes Austernpilzjahr zu werden.

Dieses Mal ging ich ganz tief in einen Teilabschnitt des äußeren Pfälzerwaldes. Alles war stocksteif gefroren. Über drei Stunden war ich in der Kälte unterwegs!

Ganz tief im Mischwald stand sie urplötzlich da, die mächtige, uralte Rotbuche. Vielleicht aus dem neunzehnten Jahrhundert? Beide Weltkriege hat der stattliche Baum mit Sicherheit überlebt; imponierend sein Stammdurchmesser von gut eineinhalb Metern. Etwas abseits von einem Wirtschaftsweg dürfte die Buche so tief im Wald allerdings nicht allzuviel erlebt haben. Das nächste Dorf liegt weit entfernt; wen also sollte es aus welchem Grund in diese Abgeschiedenheit verschlagen?

Vielleicht die eine oder andere Reiterin, die mir tatsächlich, auf mächtigem Ross, entgegenkam, um freundlich zu grüßen. In dieser Gegend gibt es nur vereinzelt Höfe, deren Bewohner von uralten Familiengeschlechtern abstammen. Über dem Eingang mancher Häuser hängt noch das Familienwappen.

Nun also: Auf der dem Weg zugewandten Seite trug der Stamm des altehrwürdigen Baumes keine Pilze. Aber auf der Westseite, zum Sonnenuntergang hin, war er übersät von ganz jungen Austernseitlingen.

Ich vermute, dass die Erntezeit bei der jetzigen Witterung eher erst gegen Ende Januar eintreten dürfte, denn bei Temperaturen unter Null Grad stellen die Pilze ihr Wachstum ein und verharren in ihrer gegenwärtigen Größe. Weiter schlimm ist das aber nicht. Ich kenne ja glücklicherweise noch weitere Bäume mit etwas größeren Austernpilzen, die für eine frühere Ernte in Frage kommen.

Dieses Mal halte ich mich bewusst mit der Benennung von Ortsnamen zurück, sonst hat schon jemand anderes die Ernte getätigt, bevor ich wieder vor Ort bin. Haha! Naja, ganz so ist es nicht, ich gönne auch anderen schöne Pilze. Das ist ja auch der Geist des Pilztickers und der Erfolg seines fleißigen Betreibers. Danke dafür, Heinz-Wilhelm!

Das war's aus den Weiten des Pfälzerwaldes zwischen Bad Kreuznach und
Kaiserslautern!

Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land"

(2 Fotos © Oliver)

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