Pilz-Ticker-Bayern



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Kein Pilz veredelt gehobene Gerichte besser als

Getrocknete Spitzmorcheln.

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Pilze Wohlrab.





Straubing/Deggendorf: Der Kastanienbraune Stielporling, als Kind ein unterschätzter Würzpilz


Foto: Dieses Foto zeigt einen schon reifen Fruchtkörper des Kastanienbraunen Stielporlings, und zwar in der häufig vorkommenden blassoliven Farbvariante. Da das Kastanienbraun hier gänzlich fehlt, ist er nicht ganz leicht zu erkennen.

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Dominik meldet am 19. Mai 2017

aus dem Raum Straubing/Deggendorf den Fund von einer interessanten Pilzart, die auf dieser Website noch nicht vorgestellt wurde: Es handelt sich um den Kastanienbraunen Stielporling.

Im jungen Stadium, sozusagen als Kind und Jugendlicher, ist er - trotz häufig anderslautender Meinung - ein prima Würzpilz. Auch klein geschnitten und ausgekocht ergeben Kastanienbraune Stielporlinge einen mehr als passablen Pilzsud.

Auf dem ersten Foto rechts sehen wir ein sehr charakteristisches Exemplar im namengebenden Kastanienbraun, das sich bei älteren Pilzen - alternativ zu der blassoliven Variante - einstellt.

Es wird typischerweise von einem hellen Hutrand und einer schwärzlichen Mitte begleitet, was hier beides gut zu sehen ist.

Anzumerken ist, dass diese Pilze ihren Stiel zunächst zentral bilden, der Hut dann aber vom Substrat (totes Laubholz) stark in eine Richtung wegwächst und den Stiel häufig als seitlich bleibend zurücklässt. Der Stiel ist, wie auf dem zweiten kleinen Foto zu sehen, beim ausgewachsenen Pilz intensiv braunschwarz gefärbt. Bei jüngeren Pilzen ist er noch blass.

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Foto: Hier ist gut zu erkennen, dass der Pilz keine Lamellen hat, sondern eine wie glatt wirkende Hutunterhaut, die mit feinen Poren gezeichnet ist. Am umgeschlagenen Hutrund erkennen wir wieder die blassolive Variante. (4 Fotos © Dominik)





Mit den Speisemorcheln geht es langsam zu Ende - auch »dank« der Konkurrenz


Foto: Wovon andere nur träumen, das ist für Christian eine fast dürftige Ernte. Es hätten ruhig mehr der herrlichen Speisemorcheln sein dürfen. Aber allmählich geht ihre Zeit zu Ende - und die Konkurrenz schläft nicht.

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Christian schreibt am 4. Mai 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

das hatte ich mir heute anders vorgestellt. Extra noch mal Urlaub genommen und eine große Runde mit allen mir bekannten Plätzen, gemeinsam mit meiner Frau, gedreht. Auch wenn es auf den Fotos ganz gut aussieht, dies könnte doch mein letzter Morchelgang für dieses Jahr gewesen sein.

Die Konkurenz ist aufgewacht, was man an vielen Schnittstellen der Speisemorcheln sieht. Und an unseren Hauptplätzen kam kaum noch was nach.

Aber es heißt ja auch »Pilze suchen« und nicht finden! Also zeige ich Euch das doch ganz ordentlich gefüllte Tablett und was davon zum Trocknen übrig blieb.

Ich warte mal das Wetter ab, eventuell folgt noch ein Morchelgang am Wochenende. Ansonsten versuche ich mein Glück mit den Mairitterlingen. Die sehen auf Euren Fotos auch immer sehr lecker aus. Obwohl ich sie kenne, habe ich sie noch nie gegessen. Mal sehen, ob sich das ändern lässt.

Grüße an alle, Christian«


Foto: Auf zum Dörren! Die halbierten oder gedrittelten Morcheln sind aufgelegt, jetzt geht's zum Trockengang, der Christian seinen aromatischen Vorrat für den Rest des Jahres bescheren wird. (2 Fotos © Christian)





Umland von München: Christian krönt einen Morchelgang nach dem anderen


Christian schreibt am 1. Mai 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

nachdem uns im Süden ein paar Tage Schnee und Frost in Atem hielten, war ich auch heute wieder froh, dass es den Morcheln nicht allzuviel ausgemacht hat. Zu sehen ist das an der Ausbeute in der Schüssel im Bild rechts. Meine drei Morchelgänge in den vergangenen 14 Tagen hatten ein ganz ähnliches Ergebnis.

Die Käppchenmorcheln haben offenbar gar kein Problem mit Kälte. Die Grauen Morcheln sind wieder etwas kleiner geraten, aber dafür kommen die Gelben Speisemorcheln groß raus.

Weiterhin viel Erfolg wünscht Euch Christian«

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Foto: »An den Fressspuren dieser Pilze ahnt man, dass sie nicht ganz frisch gewachsen sind. Das Kleingetier kam schon zu seinem Recht und die feuchte Erde bringt die im Laub versteckten Pilze von unten her zum Schimmeln. Mit ein bisschen Verschnitt war dies trotzdem eine tolle Truppe!«, schreibt Christian zu diesem Bild. Es sind wohl zehn, womöglich sogar elf Speisemorcheln zu sehen.


Foto: »Zwei schicke Käppchenmorcheln«, kommentiert Christian dieses Foto. Sie schmecken wie Speisemorcheln - einfach herrlich. (3 Fotos © Christian)








Das Sterben der Eschen, oft Partnerbäume der Speisemorcheln, ist dramatisch


Foto: Das lässt sich sehen: Herbert hat bei Donauwörth diese schönen Speisemorcheln gefunden.

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Herbert schreibt am 25. April 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich möchte nochmal berichten, wie es bei uns in Bayerisch-Schwaben mit den Morchelfunden ausschaut. Ich war am Sonntag und heute, Dienstag, in einem Auwald bei Donauwörth unterwegs.

Der Frost scheint den Morcheln nichts ausgemacht zu haben. Ich fand schöne große Speisemorcheln. Auch einen Tintling, vermutlich ein Haustintling, habe ich abgelichtet. Leider nichts für die Pfanne.

Schlimm fand ich den Zustand der Eschenbestände. Das Eschensterben in Bayern, verursacht durch den Pilz »Falsches Weißes Stengelbecherchen« (Hymenoscyphus pseudoalbidus), ist dramatisch. 

Mit freundlichen Grüßen Herbert«


2 Fotos: Links sehen wir eine schöne Speisemorchel, rechts ein Pilzrätsel: Dies kann sowohl ein Glimmer- als auch ein Haustintling sein. Sie gleichen sich äußerlich bis zur Unbestimmbarkeit, sind voneinander oft nur unter dem Mikroskop zu unterscheiden. Da beide im Zusammenspiel mit Alkohol - auch geringster Menge - giftig sind, ist ihr Verzehr nicht zu empfehlen. (3 Fotos © Herbert)







Donauwörth: Endlich sind die Speisemorcheln da, die die Morchelbecherlinge begleiten


Herbert schreibt am 15. April 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute bei Donauwörth in einem Auenwald unterwegs. Bei meinem Gang fand ich sehr viele Morchelbecherlinge und die ersten Speisemorcheln (Foto rechts). An Baumstümpfen gab es sehr viele Schuppige Porlinge (Foto darunter).

Mit freundlichen Grüßen Herbert«

(2 Fotos © Herbert)






Foto rechts: An diesem Schuppigen (Stiel-)Porling dürfte Herbert keine Freude mehr gehabt haben. Wenn die Hüte erst einmal flach ausgebreitet sind oder ihre Hutränder wie hier nach unten geschlagen haben, schmeckt der Sud, den man aus ihnen gewinnen kann, bereits muffig und bitter.

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Amberg-Sulzbach: Siggi freut sich nicht nur über seinen »Morchelbomber« von 88 Gramm


Foto: Ein Körbchen voller Spitzmorcheln für Siggi. Die 2-Euro-Münze als Maßstab verdeutlicht, wie groß die Köstlichkeiten sind. (2 Fotos © Siggi)

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Siggi schreibt am 11. April 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute möchte ich dir einmal einen Beitrag für deinen tollen Pilzticker senden.

Bei mir im Landkreis Amberg-Sulzbach geht die Saison der Spitzmorcheln langsam dem Ende entgegen.

Am Freitag fand ich auf einem neuen Platz den oben auf dem Foto gezeigten Korb voll und am heutigen Dienstag, bei der Nachsuche, den vermutlich übersehenen »Bomber« mit 88 Gramm. Zu sehen auf der Waage im Bild rechts.

Ich hoffe, wenn in Kürze die Speisemorcheln kommen, dass es so weitergeht.

Viele Grüße aus Bayern sendet Siggi«







München: Die kleinen grauen Festen sind für Christian die Besten


Foto: Mit den Spitzmorcheln, die Christian am Freitag neben seinen alten Schnittresten vom vergangenen Dienstag vorfand, wird es allmählich weniger. Doch die nächste Morchelart ist schon im Anmarsch. (2 Fotos © Christian)

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Christian schreibt am 9. April 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

am Freitag gab es für mich die bisher größte Ausbeute mit einem Pfund prächtiger Spitzmorcheln.

Auf dem heutigen Familienausflug waren es schon nicht mehr ganz so viele. Sie sind in der Schüssel rechts zu sehen. Aber wie Ihr an den Winzlingen im Vordergrund erkennt, geht es nahtlos zu den Grauen Speisemorcheln über. Das sind meine absoluten Favoriten. Sie sind zwar kleiner, dafür fester in der Struktur und für mich geschmacklich die besten.

In ein bis zwei Wochen erwarte ich bei mir auch noch die Gelben Speisemorcheln. Bei dem Sonnenschein wird nicht mal das Trockengerät benötigt. Mein Winter- und Geschenkevorrat an Freunde und Bekannte wird nämlich ausnahmslos getrocknet.

Bis bald Christian«


München: Die erlesenen Spitzmorcheln danken die Wachstumstage mit herrlichen Exemplaren


Foto: Wie herrlich sie dastehen, die begehrten Frühlingszipfelmützen! Christian gönnt »seinen« Spitzmorcheln stets zwei, drei Tage zum Wachsen. Wie man sieht, danken sie es!

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Christian schreibt am 4. April 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

ich lasse den Morcheln meist 2-3 Tage Zeit, um nachzuwachsen. Heute hat sich das mit 17 hervorragenden Spitzmorcheln wieder bezahlt gemacht. Eine war allerdings zertreten; ich werde doch mit meiner Info vom 1. April nicht die Konkurenz wachgerüttelt haben :-)

Rainer L. aus Sachsen-Anhalt schreibt trotz super Ausbeute, es sei zu trocken. Ich schiebe Dir ein paar Wolken rüber, denn ich hatte heute genug davon.

Anbei auch noch ein Foto eines (vermeintlichen) Morchelbecherlings. Damit habe ich allerdings keine Erfahrung, und so habe ich ihn mal lieber stehen gelassen. 

Grüße an alle, Christian«


Foto: Diesen lupenreinen Morchelbecherling (oder Flatschmorchel) hat Christian nicht mitgenommen. Mit dem erlesenen Aroma von Spitzmorcheln kann er nicht mithalten. Dennoch sind Morchelbecherlinge eine prima Ergänzung in der Morchelsoße. Als Solopilz in einer Rahmsoße im Nudelgericht machen sie sich auch nicht schlecht. (2 Fotos © Christian)


Roberts Tipp aus Murnau:

Ein Dutzend junge Schuppige Porlinge für einen Fond für den Hirschrücken



Robert meldet am 3. April 2017

einen Fund von Schuppigen Porlingen bei Murnau, von denen er ein Dutzend in einer Senke nahe einem Bach gefunden hat.

In dem Alter wie auf dem Foto sind sie bestens geeignet, um eine würzige Pilz- bzw. Gemüsebrühe herzustellen: In Streifen oder kleinere Teile schneiden, aufkochen und ca. 25 Min. köcheln lassen. Die so gewonnene Brühe abseihen und einfrieren, um sie später für Pilz- oder Gemüsesuppen oder Soßen zu verwenden.

Sind die Pilze erst einmal flach ausgebreitet, sind sie meist nicht mehr zu gebrauchen, da bitter.

(Foto © Robert)

Robert antwortet am 5. April 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe gestern alle Pilze eingesammelt und einen hervorragenden Fond daraus gekocht. Ich habe die Pilze etwas länger gekocht und den Sud danach nochmals eingekocht. Abschließend kam alles in eine Eiswürfelform und wurde eingefroren. Wird demnächst für Hirschrücken verwendet.

Vielleicht habe ich ja am Wochenende Glück und finde noch ein paar Morcheln in München.

Viele Grüße und eine gute Saison, Robert«

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