Pilz-Ticker-Bayern



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Getrocknete Spitzmorcheln.

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Donauwörth: Die Morchelbecherlinge kommen den Morcheln zuvor


Foto: Im Idealzustand zeigen sich diese Morchelbecherlinge. Die Meinungen über sie reichen von relativ geschmacklos bis hin zu wohlschmeckend. Gut machen sie sich in einer Pilzsahnesoße an Nudelgerichten.

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Herbert schreibt am 26. März 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute im Donauried bei Donauwörth in einem Auenwald unterwegs. Ich fand zwar noch keine Morcheln, dafür aber schöne Morchelbecherlinge. Die Waldspaziergänger waren etwas irritiert über meine Ernte. Bärlauch sieht anders aus ;-)

Mit freundlichen Grüßen, Herbert«


Foto: Und hier noch ein einzelner Morchelbecherling, mit »Blähbauch« sozusagen. (2 Fotos © Herbert)





Stefan freut sich über das Frühlingserwachen der Judasohren im Chiemgau


2 Fotos: Nach langem Winterschlaf räkeln sich die Judasohren dank des milden und feuchten Wetters im Geäst des Holunders. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 22. März 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

bei uns in den Chiemgauer Alpen wachsen derzeit massenhaft Judasohren. Ich habe sie zum erstenmal innerhalb weniger Tage an etlichen Bäumen gefunden. 

Der Winter war lang und sehr kalt und fast scheint es, als hätten die »Ohren« nur darauf gewartet, bis es milder und feucht wird und sie ihre Lauscher ausbreiten können.

Beste Grüße  aus den Chiemgauer Alpen, Stefan«





Im Innenhof der Ruine Steinhart wachsen die Austernpilze


Foto: Austernpilze vor historischer Kulisse. Herbst hat sie im Innenhoft der Burgruine Steinhart im Landkreis Donau-Ries gefunden. (Foto © Herbert)

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Herbert schreibt am 26. Februar 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute im Donau-Ries auf der Burgruine Steinhart unterwegs. Im Innenhof der Ruine stehen ein paar alte Baumstümpfe. Auf einem Stamm entdeckte ich junge Austernpilze. Es ist immer schön, sie so unverhofft zu finden.

Da sie noch klein waren, hoffe ich, dass, wenn sie gewachsen sind, ein würdiger Genießer sie findet. Vor allem aber, dass sie nicht zerstört werden.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert aus Wertingen«







Waldinspektion im bayerisch-hessischen Grenzgebiet

Stefan startet gut vorbereitet und mit Vorfreude in die Pilzsaison


Foto: Der lichte Kiefernwald verspricht u. a. verschiedene Röhrlingsarten, Krause Glucken, Reizker, Täublinge und Champignons. 

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Stefan schreibt am 25. Februar 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilz- und Naturfreunde,

ein guter Pilzsammler will gut auf die Saison vorbereitet sein. Da meine Pilzgebiete vergangenes Jahr gut besucht waren, habe ich mir fest vorgenommen, neue, mir bislang unbekannte Wälder zu erschließen.

Schon den gesamten Winter über halte ich Ausschau, schaue mir bestimmte Gebiete via Google Earth an und habe heute mit den ersten Sonnenstrahlen begonnen, mich vor Ort umzusehen.

Da ich im hessisch-bayerischen Grenzgebiet wohne, ging die Reise Richtung Aschaffenburg. Hier habe ich ein schönes Gebiet von ca. 5 Quadratkilometern gefunden, das größtenteils aus Kiefern besteht. Es sind jedoch auch schöne gemischte Abschnitte mit Kiefern, Birken und prächtigen Eichen dabei.

Ich freue mich schon auf die Pilzzeit und hoffe, in eben diesem wie ich finde vielversprechenden Waldstück reichlich belohnt zu werden.

Liebe Grüße aus Hessen, Stefan«


Foto: Auch der Mischwald mit Eichen, Birken und Kiefern lässt auf einiges hoffen, wegen des Birkenanteils vor allem auch auf Birkenpilze. (2 Fotos © Stefan)


Lech-Auwald bei Augsburg: Die Biber helfen dem Wachstum der Winterpilze freundlich nach


Jürgen B. schreibt am 11. Januar 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

zunächst die besten Grüße zum neuen Jahr an Dich und alle Pilzfreunde. Rechts ist das wahrscheinlich fünfhundertste Foto von Samtfußrüblingen im Schnee zu sehen...

Aber in der relativ pilzarmen Zeit freut man sich über jeden Fund. Diese Pilzkolonie fand ich gestern im Lech-Auwald südlich von Augsburg. Hier leisten uns die Biber freundlicherweise wertvolle Unterstützung, eine solche Menge an Weiden- und sonstigen Laubholz-Stümpfen findet man selten.

Aufgrund des strengen Frostes fand ich sonst nur noch einige kleine Samtfüße und Judasohren, die ihr Wachstum vorübergehend eingestellt haben. Aber es sind ein paar mildere Tage angesagt. Dann schaue ich nochmal nach. Schon deshalb, weil eine  Wanderung im einsamen verschneiten Wald auch ohne große Pilzfunde ein wunderschönes Erlebnis ist.

Viele Grüße Jürgen«

(Foto © Jürgen B.)

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Da staunte Michael: Die Bayreuther Judasohren schrumpften »ungeheuerlich«


Collage: Links sehen wir zwei Fotos mit frischen, rechts zwei mit getrockneten (und kleingeschnittenen) Judasohren. Auch wenn sie beim Trocknen noch so schrumpfen, beim Einweichen erreichen sie wieder ihre Ursprungsgröße und ihr Ursprungsgewicht. Auch wenn sie keine Geschmacksweltmeister sind, so sind sie doch sehr gesunde Suppen- und Soßenpilze. (Collage/4 Fotos © Michael)


Michael schreibt am 2. Januar 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

beim Neujahrsspaziergang im Bayreuther Landkreis konnte ich den wunderschönen Judasohren nicht widerstehen. Durch das Trocknen schrumpften die vorher in Streifen geschnittenen Pilze ungeheuerlich.

Es blieb noch viel weniger übrig als erwartet.

Liebe Grüße Michael«

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Marias persönlicher Rückblick aufs Pilzjahr

Über Pilzgänge ins Blaue, Hainbuchenbiester und Bedenken vor Kahlfrösten

Maria schreibt am 1. Januar 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am Neujahrstag ist es Zeit für eine kleine Bilanz meiner Schwammerlsaison 2016: Nicht berauschend, aber durchaus zufriedenstellend fiel sie aus.

Nachdem an meinen angestammten Stellen im westlichen Landkreis München und Starnberg nicht viel zu holen war, habe ich mich am Ende auf eine alte Erfahrung verlassen: einfach losziehen und ins Blaue marschieren. Wie ein Wald, in dem was zu holen sein könnte, aussieht, wissen Frau und Hund ja schließlich.

Und damit sind wir nicht schlecht gefahren. Wir fanden Maronen von erstklassiger Qualität satt, Steinpilze und andere Röhrlinge, sogar ein paar Reherl, die schönsten stattliche zehn Zentimeter im Durchmesser, und immer wieder Schopftintlinge und Parasole, die allerdings unter dem feuchtkalten Wetter gelitten hatten.

Leider kam der erste Frost doch etwas früh, und damit war Allerheiligen für mich ganz abrupt Schluss. Der erhoffte letzte Hexenschub blieb gänzlich aus.

Aber ich war glücklicher als meine Cousine aus der Oberpfalz, die weit weniger und kaum Steinpilze gefunden hatte, und etliche andere Schwammerlsucher von hier, die vor allem über überdurchschnittlich hohen Wurmbefall der Pilze geklagt haben.

Nachzutragen wäre noch, dass 2016 wieder ein Eichel- und vor allem Bucheckernjahr war. Und ein Jahr der Hainbuchensamen. Die Biester sind in Massen auf uns niedergegangen, was teilweise geklungen hat wie ein Hagel- oder Graupelschauer, und haben für reichlich Sauerei und verstopfte Dachrinnen gesorgt.

Momentan haben wir herrliches Sonnenwetter mit ordentlich Nachtfrost. Die nächste Woche soll es nachts mit den Temperaturen richtig in den Keller gehen. Ob sich der Spruch »Fängt der Tag an zu langen, kommt die Kält`gegangen«, den meine Mutter gerne zitiert hat, damit wohl mal wieder bewahrheitet?

Hoffentlich kommt es nicht zu dicke, denn Kahlfrost, also Frost ohne die schützende Schneedecke, ist für die Natur auch nicht gerade ein Hit. Und bei uns ist es immer noch sehr trocken, weil wir in der letzten Zeit kaum Niederschläge hatten.

Ein darauf zurückzuführendes Feuer am Jochberg zwischen Kochelsee und Walchensee im Voralpenland hat einen riesigen Löscheinsatz ausgelöst und trotzdem angeblich rund 100 Hektar Wald vernichtet.

Ich wünsche Dir und uns allen Gesundheit und viele glückliche, freudige Momente und natürlich eine spannende und hoffentlich erfolgreiche Pilzsaison 2017!

Maria«

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Donauried: Die Suche nach Samtfußrüblingen war für Herbert ein Erfolgserlebnis


Herbert schreibt am 4. Dezember 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich fand heute in Bayrisch-Schwaben bei Wertingen (Donauried) auf der Suche nach Winterpilzen schöne Samtfußrüblinge (Foto rechts). Mit Austernpilzen hatte ich bislang leider noch kein Glück.

Zwischen den Frosttagen konnte ich übrigens noch brauchbare Safranschirmlinge ernten.

Mit freundlichen Grüßen Herbert«

(Fotos © Herbert)

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Die schönen kälteresistenten Trompetenpfifferlinge kamen Michael gerade richtig


Michael schreibt am 27. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am 27. November war ich im Bayreuther Landkreis unterwegs und fand wunderschöne Trompetenpfifferlinge (Foto rechts).

Liebe Grüße Michael«

(Fotos © Michael)

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Ein verspäteter Pfifferlingsriese erstaunt Jürgen


Jürgens Fund vom 26. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

seit ich im vergangenen Jahr meine Liebe zum Pilze sammeln wiederentdeckt habe, war ich viel in der Augsburger Gegend unterwegs.

Hier bieten sich vielfältige Reviere an, die Fichten-, Birken- und Buchenwälder im Naturpark »Westliche Wälder«, einige Kiefernbestände entlang des Lechs sowie ausgedehnte Auwälder (ebenfalls am Lech und auch an der Wertach).

Durch regelmäßige Lektüre (Pilzbücher, aber auch - mit Freude und großem Interesse - des Pilztickers) konnte ich mich langsam vom absoluten Anfänger (Maronen, Pfifferlinge, Steinpilze, falls vorhanden) ins »zweite Lehrjahr« vorarbeiten und das Spektrum der gefundenen und sicher bestimmten Pilzsorten deutlich erweitern.

Nach anfänglicher Skepsis (es sei ihnen verziehen) genießt nun auch die ganze Familie die leckeren Pilzgerichte. Anbei noch ein Foto vom 26. November, als ich zu meiner großen Überraschung in der Nähe einer alten Buche diesen stattlichen Pfifferling fand.

Aktuell stehen natürlich die Winterpilze auf dem Programm: Judasohren und Samtfußrüblinge gedeihen prächtig, nur die Austernseitlinge machen sich noch rar.

Allen Pilzfreunden ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolg- und pilzreiches 2017!

Viele Grüße Jürgen«

(Foto © Jürgen)

(Nachricht vom 9. Dezember 2016)

Westliche Wälder Augburg: Die Entdeckung des Hexeneis als Speisepilz spät in der Saison


Foto: Spät in der Saison weckte dieses Hexenei Herberts Interesse. Und er hat die Kostprobe nicht bereut - und die Jugendform der Stinkmorchel als neuen Speisepilz entdeckt.

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Herbert schreibt am 6. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute wieder in den Westlichen Wäldern Augsburgs bei Wertingen auf Pilzjagd, bevor der Frost kommt.

Neben vielen Maronenröhrlingen fand ich auch ein Hexenei. Ich habe schon einige gesehen, mich jedoch noch nie überwinden können, sie mitzunehmen und zuzubereiten.

Heute habe ich es erstmals getan. Der rettichartige Geschmack ist sehr interessant. Zukünftig lasse ich sie nicht mehr links liegen.

Mit freundlichen Grüßen Herbert«


2 Fotos: Links sehen wir das angeschnittene Hexenei mit der Gallertschicht, die wir nicht haben wollen. Das innere Weiße (Foto rechts) zählt. Ausgebraten schmeckt es rettichartig. Herbert will zukünftig nicht mehr achtlos an Hexeneiern vorübergehen. Auf der Liste des Speisewertes der Pilze erhält das Hexenei die Schulnote »Gut«. (3 Fotos © Herbert E.)


Maronensuche bei Kulmbach, bis der Schneeregen einsetzt


Foto: Die Pilze bereichern den Urlaub im Fichtelgebirge. So manche Urlauberfamilie in Kulmbach nutzt das üppige Wachstum der Maronen für einen ergiebigen Pilzgang. (Foto © Mawekama)

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Mawekama schreibt am 6. November 2016:

»Wir kriegen einfach nicht genug und waren am Sonntag erneut im Wald um Kulmbach. Was Ihr auf dem Foto seht, ist lediglich der Maronenfund einer Urlauberfamilie. Wir hatten das Doppelte. 

Wegen des einsetzenden Schneeregens mussten wir unseren Pilzgang abbrechen, sonst wäre die Ausbeute wohl noch größer gewesen. Es ist herrlich, wie man hier unsere bislang schlechte Pilzsaison in NRW beenden kann.

Wir fahren ja erst am Dienstag heim - vielleicht war das noch nicht unser letzter Pilzgang. 

Nochmals herzliche Grüße, Mawekama«


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