Pilz-Ticker-Berlin

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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Berlins





Die mühsame Suche im Grunewald ergab immerhin eine Pilzpfanne für zwei Personen


Foto: Diesen Fund von Parasole, Maronen und Pfifferlingen machte Steffi am 13. Oktober im Grunewald. "Das Sammeln war mühsam, doch das Ergebnis ergab eine Pilzpfanne für zwei Personen", schreibt sie dazu. Außerdem fand sie einige Bischofsmützen.

(Foto © Steffi)

13. Oktober 2021

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Der Vollständigkeit halber findet Susi auch den zweiten Blasssporröhrling: den Hasenröhrling


Foto: Im Längsschnitt zeigt sich der gekammert-hohle Stiel des Hasenröhrlings. Er ist zylindrisch, kaum einmal bauchig, wie beim Steinpilz. Die Sporenpulverfarbe ist hellgelb (beim Steinpilz hell grünlichgelb), weshalb der Hasenröhrling zu den Blasssporern zählt. Er ist an Eichen gebunden. Zur Namensgebung "Hasenröhrling" hier mehr (Tageseintrag 25. August 2021). (Foto © Susi)

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Susi schreibt am 11. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich weiß nicht, was hier los ist... 

Diese Pilzwoche endet so, wie sie begonnen hat: mit einem Blasssporröhrling

Aber mit dem anderen: diesmal hat Karl an den Spurrillen eines Forstweges im Grunewald zwei Hasenröhrlinge entdeckt, auch bekannt unter dem Namen Zimtröhrling.  

Im Schnittbild ist gut der gekammerte Stiel und der Burggraben zwischen Stielansatz und Röhrenschicht zu erkennen, eben wie beim Kornblumenröhrling.

Ein toller Pilz! 

Er nahm zum Aussporen in einer Astgabel Platz, hoffentlich wird sein Kollege nicht vom nächsten Forstfahrzeug erwischt.

Herzliche Grüße"


Was die Lacktrichterlinge zu berichten haben und was viele Pilzfreunde nicht wissen: Die halbkugeligen Knirpse sind essbar


Foto: Der Halbkugelige Borstling ist ein Pilz der Laub- oder Nadelwälder, er wächst gerne an Wegrändern auf nackter Erde, im Gras oder Moos. Er erreicht einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern und wird bis drei Zentimeter hoch. Sein Becherrand ist braun und borstig behaart. Und das Interessante zum Schluss: dieser Knirps ist sogar essbar. Geschmack wie auch Geruch sind unauffällig.  (3 Fotos © Susi)

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Susi schreibt am 10. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

die ganze Woche war ich in Gedanken bei dem Kornblumenröhrling vom Montag. Klar, dass ich da nochmal vorbeischauen musste.

So unangemessen darüber stolpern wollte ich aber nicht noch einmal über ein solches Prachtexemplar. Also habe ich mir was Nettes angezogen, die Schuhe geputzt und das Messer gewetzt und mich auf den Weg gemacht. Es war keine große Überraschung, dass von einem weiteren Kornblumenröhrling weit und breit nichts zu sehen war.

Aber da ich es war, die sich über mangelnde Abwechslung beschwert hat und ich mich sehr über deine Antwort gefreut habe, möchte ich berichten, was da heute sonst so wuchs. 

Also den Gelben Knollenblätterpilz könnten wir uns aufs Stadtwappen pinseln, derart stark ist er vertreten. Das kenne ich persönlich aus den Berliner Wäldern nicht anders.

Die Gattung der Wulstlinge (Amanita) war sehr präsent: in gelb, grün und wurmstichig-rot, als Fliegenpilz und als Pantherpilz (Foto rechts). Der Orangegelbe Scheidenstreifling ließ sich auch öfters blicken. Ähnlich oft finden sich Täublinge in allen Farben. Bei ihrer Gattung habe ich leider so gar keine Ahnung.

Die Lacktrichterlinge berichten vom Wassermangel und kommen schon ganz durstig blass zur Welt, lassen sich aber nicht abhalten und sind gefühlt überall. 

Auch standen viele Rotfußröhrlinge, meist in Miniaturgröße.

Ansonsten gab es noch einige Violette Rötelritterlinge und eine Ansammlung weißer Ritterlinge, die unangenehm rochen, die ich aber nicht näher bestimmen konnte. Viele Grünblättrige Schwefelköpfe und einen Stumpf mit Stockschwämmchen sah ich auch.

Gefreut habe ich mich noch über meinen ersten Gewimperten Erdstern und kleine Pilze, bei denen ich Borstlinge vermute. Sie waren winzig, wie die Lindensamen im Vergleich auf dem Foto zeigen. 

Ich habe mich heute für die Kamera entschieden und das Messer in der Tasche gelassen.

Herzliche Grüße, Susi"

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Foto: Der Gewimperte Erdstern war ein Erstfund für Susi. Ich persönlich habe schon sehr, sehr viele Erdsterne gesehen und suche, ich gestehe kleinlaut, auch nach fast 55 Jahren immer noch nach seinen Wimpern. Ich finde sie einfach nicht. 

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Ein Kornblumenröhrling für Berlin 


Foto: Das Highlight auf diesem Foto liegt unten links in der Ecke: es ist der geteilte Hut eines seltenen Kornblumenröhrlings. Der leider zu Bruch gegangene Stiel befindet sich darüber. Das leuchtende Kornblumenblau ist bereits verblasst. Auf ihrem Babyspaziergang durch den Tegeler Forst fand Susi außerdem vier junge madenfreie Steinpilze, knackige Maronen und ein paar Pfifferlinge. Ein sehr schöner Fund für einen kurzen Gang - und eine rundum lesenswerte Pilznachricht aus der Hauptstadt! (Foto © Susi)

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Susi schreibt am 6. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wenn man sich so durch deinen Pilzticker klickt, könnte man fast meinen, dass in Berlin nur Morcheln wachsen. Da muss ein bisschen Abwechslung rein. 

Wir waren heute im Tegeler Forst, eigentlich nur für einen kurzen Spaziergang mit dem schnupfengeplagten Baby an der frischen Waldluft. Auch wenn ich immer nur ein paar Meter abseits der Wege unterwegs war, konnten wir uns auf dem Heimweg über drei Pfifferlinge, vier madenfreie Steinpilze, ein paar Lacktrichterlinge fürs Auge und einige knackige Maronen freuen. 

Das Highlight aber war der Kornblumenröhrling! Auf dem Foto macht er leider nicht mehr viel her, er ist links unten zu sehen. Im Wald hatte ich keine Kamera dabei, dann zerbrach er auch noch, als er mir vor lauter Aufregung aus der Hand viel. Zuhause war das namensgebende blaue Leuchten dann leider nicht mehr so strahlend, wie frisch angeschnitten im Wald. Für mich ein völlig unerwarteter Erstfund, über den ich mich gefreut habe wie ein Honigkuchenpferd.

Herzliche Grüße und vielen Dank an dich, für das Betreiben deiner schönen Website und an die vielen fleißigen Pilzfreunde, die immerzu berichten. Dadurch habe ich schon sehr viel dazulernen können.

Mit besten Grüßen, Susi"

Liebe Susi, 

vielen Dank für Deine netten Worte in Richtung des Pilztickers. Ja, leider lag der Pilz-Ticker Berlin nahezu brach. In den Anfangsjahren hatten hier einige treue Pilzfreunde mit sehr gutem Fachwissen regelmäßig ihre Funde vorgestellt. Das blieb dann aber leider aus. 

Vielleicht nimmst Du deren Aktivität ja hin und wieder auf. Ein Kornblumenröhrling ist auf jeden Fall ein fulminanter Start! In diesem Jahr wurde noch kein einziger gemeldet. Dass das leuchtende Kornblumenblau mit der Zeit schwindet, ist bekannt. Als ich den strohgelben Hut sah, dachte ich sofort: Mensch, da kommt ein Kornblumenröhrling! 

Weiterhin viel Spaß und Erfolg mit den Pilzen wünscht Dir

mit herzlichen Grüßen Heinz-Wilhelm 

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Ein fantastischer Morchelfund auf der alten Apfelbaumwiese im Berliner Süden



2 Fotos: Welch ein Fund! Mitten im Berliner Süden, auf einer Wiese mit alten Apfelbäumen, hat Ingrid einen ganzen Korb voller Morcheln gefunden, mit großer Mehrheit Speisemorcheln sowie einige Spitzmorcheln, die ganz rechts im Korb zu sehen sind.

Sie seien alle im Dörrautomaten gelandet, "in der Hoffnung, dass ich nochmal frische zum Sofortverzehr finde", schreibt sie uns. Dass die Speisemorcheln dermaßen dicht an dicht wachsen wie auf dem Foto rechts, ist alles andere als alltäglich. (2 Fotos © Ingrid)

24. April 2021

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Schwupp, siehe da: Alles voller Parasole im Düppeler Forst


Tina schreibt am 19. Oktober 2020 zu dieser Collage: »Hallo, ein Tagesausflug zur Pfaueninsel sollte es werden, aber leider mussten wir erfahren, dass die Fähre montags nicht fährt. So wanderten wir etwas ziellos durch den Wald - und schwupp, siehe da: alles voller Parasole. Welch ein schöner Fund in einer einzigen Stunde!

Liebe Grüße von Tina«

(Collage/3 Fotos © Tina)

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Endlich einmal eine Speisemorchel - unter Pfingstrosen im Arboretum


Helga und Detlef schreiben am 28. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute schlug unser Sammlerherz doch etwas höher. Bei einem Besuch im Arboretum in Berlin-Treptow sahen wir bei den Pfingstrosen endlich die von uns so ersehnte Speisemorchel (Foto rechts). Beide benötigen ja Kalk. Überall waren alle Anzeigerpflanzen und Bäume zu sehen, aber nur diese eine Morchel. Wir ließen sie stehen.

Im nächsten Jahr werden wir tapfer weitersuchen.

Mit den herzlichsten Grüßen, Helga und Detlef aus Berlin«

(Foto © Detlef)

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Spitzmorcheln dank drei Regentropfen: Helga und Detlef legen schon jetzt ihren Wintervorrat an


Foto: Die Nachlese nach drei Regentropfen auf Berlin hat sich für Helga und Detlef gelohnt. 900 Gramm schöner Spitzmorcheln haben sie auf Mulch gefunden, und das sogar auf Kiefernmulch, was selten genug vorkommt. Der Fund wird als Vorrat für den nächsten Winter angelegt. (2 Fotos © Detlef)

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Helga und Detlef schreiben am 16. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem Kleinstfund vom gestrigen Vormittag trieb uns nun die Hoffnung an, dass genau die drei Regentropfen vom Wochenende auf ein neues Rindenmulchfeld gefallen sind.

Wir hatten erst Mühe sie zu sehen, aber dann wurden es doch 900 Gramm feiner Spitzmorcheln. Sie hatten, wie auch schon andere Sammler bemerkten, unterschiedliche Farbschattierungen von grau über braun bis fast schwarz. Unserer Meinung nach wuchsen sie auf Kiefernmulch, was auf dem Foto rechts ganz gut zu erkennen ist.

Der Vorrat für den Winter ist also gesichert.

Herzliche Grüße Helga und Detlef«



3 Spitzmorcheln trotzen der Trockenheit im Mulchbeet eines Getränkemarktes


Foto: Kein großer Fund, aber immerhin: Diese drei Spitzmorcheln fand Helga unverhofft im Mulchbeet eines Getränkemarktes in Berlin. (Foto © Helga)

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Helga schreibt am 15. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

aus dem trockenen Berlin möchte ich ein bescheidenes Aufkommen von Spitzmorcheln erwähnen.

Ich fand sie unverhofft auf Rindenmulch vor einem Getränkemarkt. Wir üben uns hier in Demut und lernen viel über Anzeigerpflanzen aus den anderen Berichten.

Hier fehlt, wie schon im letzten Jahr, ausreichender Regen.

Mit herzlichen Grüßen, Helga und Detlef«


Der vergeblichen Suche in Nordbayern folgt prompt der glückliche Fund in der Hauptstadt


Regina und Peter schreiben am 20. Januar 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

auf der Suche nach Winterpilzen haben wir heute bei einem Spaziergang in einem
Park in Berlin (wahrhaftig!) an einem liegenden Baumstamm die Pilze auf dem Foto (rechts) entdeckt. Sind es vielleicht Austernseitlinge?

Erst durch den wunderbaren Pilzticker haben wir gelernt, daß es überhaupt Winterpilze gibt. Wir sind also völlig unerfahren und deshalb vorsichtig mit dem Ernten.

Übrigens haben wir den Jahreswechsel im nördlichen Bayern verbracht und im Wald ständig danach Ausschau gehalten, haben aber nichts gefunden. Es mußte witzigerweise die Großstadt sein!

Mit freundlichem Gruß Regina und Peter«

(Foto © Peter)

Hallo,

ja, das sind lupenreine Austernpilze, die sich geradezu für die Pfanne anbieten. Ein prima Fund!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Es geht endlich los in Berlin: Steinpilze, Birkenpilze, Butterpilze, Rotfüße, Edelreizker, Schirmpilze


Molly schreibt am 22. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich möchte allen Berlinern Hoffnung machen für die diesjährige Pilzzeit, die so langsam beginnt.

Am Samstag gab es im Barnimer Raum erste Butterpilze, Edelreizker, Birkenpilze, Schirmpilze und Rotfüßchen. Sonntag habe ich zur Krönung 10 Steinpilze gefunden, von denen rechts auf dem Bild einer zu sehen ist. 

Also es geht endlich los!

Übrigens, der Pilzticker ist immer sehr interessant.

Viele Grüße Molly«

(Foto © Molly)

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