Pilz-Ticker-Oesterreich



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Österreichs




Nassfeld/Tirol: Ein perfekter Pilztag, mit der richtigen Nase für schönste Herbsttrompeten


Foto: Ein klassisches Herbstbild von Pilzen mit Korb. Wir sehen eine Anhäufung schönster Totentrompeten (Herbsttrompeten) mit ihrem düsteren Naturell sowie dagegen regelrecht fröhliche knorrige Steinpilze. Amüsant ist der Vergleich mit Stefans Foto vom 27. September, hierunter. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 30. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

hätte ich heute eine Zigarre dabei gehabt, ich hätte es wie John »Hannibal« Smith aus der Kultserie »Das A-Team« gemacht und mir eine Zigarre angesteckt, mit den Worten: »Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert«!

Meine Frau und ich sind heute Morgen nach dem Frühstück nochmal in die Pilze. Zuvor sagte ich ihr noch, dass ich heute nur zu gerne Totentrompeten finden würde, am liebsten einen ganzen Sack voll. Ich schätze diesen Pilz sehr. Sein Geschmack ist unglaublich intensiv und richtig zubereitet, behält er einen tollen Biss.

Hilfe, die Italiener sind da!

Nach wie vor steht hier an jedem Waldweg mindestens ein Auto mit italienischem Kennzeichen, woraus man schließen kann, dass es in Italien selbst kaum Steinpilze gibt. Hier in der Region Nassfeld nicht viel anders. Zu unserer Freude haben wir dennoch hier und da einen aufgestöbert.

Nach einer guten dreiviertel Stunde standen wir in einem Hang, wo es nicht mehr weiter ging, denn hier hieß es: entweder zurück oder nach rechts und den Bergbach überqueren.

Lieber nach rechts, über den Bach

Wir haben uns für Letzteres entschieden und standen nach dem Überqueren des Baches in einem sonnendurchfluteten Hang mit Buchen und riefen uns im gleichen Moment zu: »Herbsttrompeten, alles voll!« Und was für Schöne es waren (1. Foto rechts)!

Vor Euphorie haben wir doch glatt vergessen ein schönes Bild zu machen.

Nun, ich freue mich riesig, denn bei uns zuhause muss ich mir erst noch den ein oder anderen ergiebigen Platz erlaufen. Mit einem schönen Vorrat im Rücken lässt sich das wesentlich entspannter angehen.

Zudem hat meine Frau noch einen schönen Tannenstachelbart (2. Foto rechts) entdeckt, der für uns ein weiterer Erstfund ist. Es soll ihn in der Region Nassfeld zwar öfter geben, doch finden muss man ihn auch erst einmal.

Beste Grüße aus Österreich Stefan & Dani«

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Der perfekte Pilzurlaub für Stefan und Dani in Nassfeld

Pfifferlingsomelett zum Frühstück und eine Vielfalt zum Staunen


Foto: Die Suche verlief zwar etwas zäher als erhofft, doch am Ende stand ein tolles Ergebnis von herrlichen Steinpilzen. Links einige Totentrompeten. (4 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 27. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nach einem schönen Start in den Urlaub gestern Mittag haben wir es uns nicht nehmen lassen, auf dem Rückweg von der Alm zum Hotel eine gute Portion Pfifferlinge zu sammeln (Foto rechts). Traditionell bringe ich sie nach dem Säubern zum Küchenchef, der uns am nächsten Morgen ein leckeres Omelett daraus zubereitet. So auch diesmal (siehe nächstes Foto).

Nach diesem Leckerpilzfrühstück gingen wir Steinpilze suchen. Nach unserem ersten Eindruck gestern, als wir unwahrscheinlich viele Speisepilze bei einem flüchtigen Erkundungsgang sahen, gestaltete sich die Suche doch etwas zäher. Dennoch erzielten wir ein sehr respektables Ergebnis, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Hauptzeit der Steinpilze hier bereits vorüber ist.

Ich darf sogar einen weiteren Erstfund auf meiner Wunschliste abhaken, nämlich das Schweinsohr. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings. Denn vor uns hatte sie jemand entnommen und achtlos wieder hingeworfen (Foto rechts, weiter unten), weshalb sie nicht mehr zum Verzehr geeignet waren.


Foto: Ein Omelett von selbstgesuchten Pfifferlingen. Wo im Hotel gibt es schon solch ein tolles individuelles Frühstück?

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Auch die Würzigen Tellerlinge fanden wir wieder recht häufig, ebenso Edelreizker, dazu massig Semmelstoppelpilze, Pfifferlinge, Trompetenpfifferlinge, Totentrompeten, Schopftintlinge, Habichtspilze, Kristallzitterlinge, Gallertstachelinge und zum Teil sehr viele Herkuleskeulen, mit bis zu 8 Zentimetern Größe, wunderschöne Fliegenpilze und Unmengen an Korallenpilzen.


Ich habe eine solche Vielfalt noch nie gesehen! Wenn man bedenkt, dass die aufgezählten Pilze nur solche waren, die ich zuordnen kann, so ahnt man vielleicht, was alles im Wald stand. Es gab wirklich keinen pilzfreien Quadratmeter!

Der heutige Fang wird noch geputzt, geschnippelt und geht dann in die Hotelküche zum Trocknen.

Derzeit regnet es bei uns Zuhause im Main-Kinzig-Kreis immer wieder fleißig, so dass wir davon ausgehen dürfen, dass es nach dem Urlaub direkt weitergeht. Das sind tolle Aussichten!

Liebste Grüße aus dem Nassfeld, Stefan & Dani«

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Nassfeld: Die Hotelküche dörrt freundlicherweise Stefans Pilze


Foto: Dieser Fund nach nur wenigen Metern im Wald war für Stefan ein Volltreffer: es sind Würzige Tellerlinge, die Pilzberater Hans-Heinrich Kunde für die am besten schmeckenden Pilze Deutschlands hält. Mit einem Fichtenzapfen und Buchenblättern erkennen wir auch gleich ihr Habitat: sie wachsen im Mischwald. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 26. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind gerade in Österreich im Nassfeld, nahe der italienischen Grenze, angekommen.
Traditionell halten wir immer an einem Waldsee ein paar Kilometer vor unserem Hotel.
Dann heißt es durchatmen, ankommen, wohlfühlen und einen ersten Eindruck in Sachen Pilze wagen.

Das haben wir auch heute wieder so gemacht. Ich bin keine 200 Meter in den Wald gelaufen und fand eine sagenhafte Pilzvielfalt vor. Es standen dort Semmelstoppelpilze, Täublinge, Edelreizker, Fliegenpilze, Fichtensteinpilze, Pfifferlinge, Habichtspilze, Herkuleskeulen (Foto rechts) und noch einiges mehr.

Dass wir uns aufgrund des vollen Autos entschieden haben, unser Dörrgerät zuhause zu lassen, habe ich sofort bereut, nachdem ich die ersten wenigen Meter im Wald gelaufen war.

Was nun? Ich entschied, dass wir irgendwo ein einfaches Dörrgerät kaufen würden, denn unverrichteter Dinge würde ich hier nicht gehen.

Am Hotel angekommen, kam uns auch gleich der Chef entgegen; wir begrüßten uns und ich fragte, wo ich denn auf die Schnelle ein Dörrgerät herbekäme. Da war die Lösung auch schon gefunden: »Geht runter in die Küche, die machen das für euch, gar kein Problem!«

Ist es nicht schön, an einem Ort mit einer wunderbaren Natur und zudem mit einem solch netten und hilfsbereiten Menschen anzukommen? Leider ist es »nur« Urlaub!

Mit diesen ersten Eindrücken sende ich dir und allen Pilzfreunden liebe Grüße aus dem Nassfeld in Österreich.

Stefan & Familie«

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Nach vielen gluckenfreien Jahren entdeckt Nora bei Laterns/Vorarlberg eine traumhafte »Monsterglucke«


Foto: Dies ist ein wirklich tolles Foto, und zwar nicht nur, weil es eine überaus stattliche Krause Glucke zeigt. Sondern vor allem deshalb, weil erst durch die glücklicherweise mitfotografierte Wachstumsumgebung veranschaulicht wird, wie groß sie in Bezug auf die Bäume und Pflanzen ist und wie majestätisch sie in der Waldlandschaft wirkt. Das Bild wäre nicht die Hälfte wert gewesen, hätte Nora das Foto an den Rändern von Glucke und Rucksack abgeschnitten. Vielen Dank für die tolle Impression! (Foto © Nora)

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Nora schreibt am 11. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

in meiner letzten Meldung schrieb ich ja, dass ich gerne noch Krause Glucken finden würde. Das war schon eher ein Wunschtraum, da ich noch nie eine Glucke in Vorarlberg gefunden habe. Den Pilz kenne ich nur noch aus meiner Kindheit und kann mich sehr gut an Geruch und Geschmack erinnern. Sehr lecker!

Und dann das! Heute war ich spontan im Gebiet Laterns und traute meinen Augen kaum! Da stand doch tatsächlich eine Glucke. Und was für eine! Größer als mein Rucksack und super frisch. Ich konnte nicht einmal die Hälfte ernten, da waren Korb und Rucksack voll. 

Jetzt isst meine ganze Nachbarschaft Krause Glucke :)

Wächst eigentlich der stehen gelassene Rest der Glucke weiter, wenn man nur einen Teil abschneidet? 

Herzliche Grüße aus Vorarlberg, Nora«

Liebe Nora,

sofern das Wurzelgeflecht nicht verletzt wurde, kann sie weiterwachsen. Dazu hatte Stefan vom Pilzticker Hessen neulich ein eher zufälliges Experiment »gemacht«, als er einen Dornigen Stachelbart erntete und bei seinen nächsten Waldgängen feststellen konnte, dass der Pilz überraschend von Neuem wuchs. Er hatte sich schon auf eine neuerliche Ernte eingestellt, als ihm plötzlich ein Konkurrent zuvorkam und den Nachgewachsenen mitgenommen hatte.

Deine Glucke ist allerdings schon sehr groß; da stellt sich die Frage, ob sie überhaupt noch weiterwächst. Meiner Meinung nach wäre es schon viel, wenn sie in ihrem Zustand noch ein paar Tage durchhalten würde.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm






Kleinwalsertal: »Steinpilze in unglaublichen Mengen«


Pedro reicht ein Foto von Ende August 2019 nach:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich sammle seit 25 Jahren Pilze, aber was sich Ende August in Westösterreich (hier im Kleinwalsertal) in höheren Lagen bei den Steinpilzen abgespielt hat, das habe ich noch nie erlebt.

Wunderschöne, riesengroße, madenfreie Steinpilze in unglaublichen Mengen.

Das Foto zeigt die begeisterte Tochter einer Bekannten mit einem (überständigen) Riesen.

Schöne Grüße aus Vorarlberg, Pedro«

(Foto © Pedro/Privat)

(Nachgereicht am 17. September 2019)

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Vorarlberg/Dornbirn: Nach dem Steinpilzgehecksel fand Nora, was das Herz begehrte


Foto: Dies ist lediglich die Hälfte von Noras Fund, die andere Hälfte hatte eine Freundin erhalten. Besonders scharf war Nora auf Schweinsohren, die sie auch tatsächlich fand (unten rechts). (Foto © Nora)

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Nora schreibt am 29. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach den vielen Meldungen aus Bayern und der Schweiz, vor allem die Meldung über Schweinsohrfunde, zog mich unwiderstehlich in den Wald. Am Wochenende war leider keine Zeit dafür. Also hieß es am Montag zeitig Feierabend machen und los.

Kaum im Wald angekommen (diesmal im Gebiet Ebnit), machte sich ein gewisser Geruch breit. Überall standen und lagen riesige alte Steinpilze. Und an jeder Ecke Pilzgehecksel von vorherigen Sammlern. Teilweise sah es aus wie ein Schlachtfeld, aber was will man machen, wenn die Würmchen so schnell sind?

Das sah nicht gut aus für mich. Also noch weiter in den Wald hinein. Und schon bald landeten die ersten kleinen Steinpilze in meinem Korb. Es gab eine große Vielfalt an Pilzen, die ich so schon lang nicht gesehen habe. In meinem Korb landeten: Hexenröhrling, Birkenpilz, Gelber Steinpilz (Anhängselröhrling), Pfifferlinge, Schweinsohren, Semmelstoppel, Goldröhrling.

In Massen standen auch Habichtspilze, Reizker und Täublinge.

Auf dem Foto ist schon nur noch die Hälfte zu sehen, die andere Hälfte war bereits an eine ganz begeisterte Freundin gegangen.

Jetzt hoffe ich noch auf Krause Glucken und Totentrompeten... :)

Liebe Grüße vom Bodensee, Nora«

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Nora staunt: Am vielbesuchten Vorarlberger Bödele standen die Steinpilze noch


Nora schreibt am 20. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

es geht endlich los!

Vor zwei Wochen war noch kein einziger Pilz zu sehen, aber am Wochenende zeigte der Regen endlich seine Wirkung.

Ich war am Bödele unterwegs, ein sehr gut besuchtes Wandergebiet. Normalerweise muss man hier sehr schnell sein, um noch etwas zu finden. Zum Glück waren noch nicht viele Pilzfreunde unterwegs, so konnte ich ganz frische Steinpilze finden (2 Fotos rechts). Die meisten waren noch sehr klein und madenfrei. Die etwas größeren waren leider trotz ihres perfekten Äußeren meist schon madig. Ansonsten gab es nur einen Hexenröhrling und sehr viele Ziegenbärte.

Herzliche Grüße aus Vorarlberg, Nora«

(2 Fotos © Nora)

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Irgendwo im Bundesland Vorarlberg...


   ...wachsen diese schönen Orangebecherlinge.

Anna hat sie »in größeren Mengen« gefunden. Sie schmecken eigentlich nach nichts, können aber bedenkenlos roh gegessen oder, wie es Anna gemacht hat, »kurz überbrüht auf einem Kräuterbutterbrot gegessen werden«.

123pilze.de empfiehlt, den Kelch der »optisch wunderschönen Pilze »mit Likör oder Schnaps« zu füllen, was einen gehobenen Reiz zum Verzehr liefern würde.

Jeder nach seiner Fasson...

(2 Fotos © Anna)

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Steiermark: 77 Morcheln, viele »aus einer innigen Mischung aus Erde und vermoderndem Nadelholz«


Thomas schreibt am 18. Mai 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

trotz einiger Regenfälle der vergangenen zehn Tage leiden die Spitzmorcheln sichtlich unter Trockenheit, vor allem an den Süd- und Osthängen und an offenen, windexponierten Stellen. Deshalb habe ich gestern gezielt die Waldwege an einem regenfeuchteren Nordhang abgesucht - und wurde prompt belohnt.

Direkt am Wegrand, einer lichten, leicht besonnten Wegekurve, standen sie da, in Reih' und Glied, von ganz klein bis mittelgroß. Den meisten war allerdings das Zipfelmützchen schon ziemlich angetrocknet. Aber zu meiner großen Freude wuchsen sie in großer Stückzahl auch an der Böschung unterhalb des Forstweges, in einer innigen Mischung aus Erde und vermoderndem Nadelholz, das sie vor Wind und Austrocknung besser schützte.

77 Spitzmorcheln habe ich mitgenommen (Foto rechts); ungefähr die gleiche Menge habe ich belassen.

Liebe Grüße Thomas«

(4 Fotos © Thomas)

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Foto: Eine ganze Kolonie von Spitzmorcheln sehen wir oben links in der Ecke.


Foto: Man muss hier nicht jede einzelne Morchel erkennen, das Foto soll vielmehr zeigen, dass Spitzmorcheln gerne an aufgerissenen, gestörten Erdstellen wachsen.

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Foto: Dies ist ein Wimmelbild, überall sieht man die Zipfelmützchen.


Steiermark: Morchelfreuden an vernachlässigten Holzlagerplätzen und lichten Wegrändern


Thomas schreibt am 15. Mai 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

wie ich lese, hat es sich in meiner alten Heimat, dem Breisgau, mittlerweile ausgemorchelt und viele träumen schon von Sommersteinpilzen.

Anders hier in der Steiermark. Trotz mangelhaften Niederschlages kann ich mir hier an meinen bisher entdeckten Spitzmorchelplätzen immer noch täglich frische Exemplare für ein leckeres Mittagsmahl abholen.

Meine Stellen befinden sich in Höhenlagen zwischen ca. 1.000 und 1.400 m ü. NN., meistens am längere Zeit ungestörten Rande von Holzlagerplätzen oder auch an gut belichteten Wegrändern mit jüngeren Fichten und Lärchen (Foto rechts). Der Boden an den Morchelstellen ist stets leicht feucht und nur schwach mit Moos, jungen Gräsern oder Kräutern wie Pestwurz, Huflattich und Schafgarbe bewachsen.

Mit dem jetzt auch hier eingetroffenen Regengebiet aus Südwestdeutschland hoffe ich auf reges Morchelwachstum, speziell an meinen etwas höher gelegenen Stellen.  

Liebe Grüße aus der Steiermark, Thomas«

(4 Fotos © Thomas)

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Foto: Diese Spitzmorchel wächst inmitten junger Schafgarbe und von Huflattich.Weitere Zeigerpflanzen der Spitzmorchel findet Ihr hier.


Foto: Diese bevorzugt hingegen die Gesellschaft von Pestwurz.


Foto: Diese junge Spitzmorchel wird von kräftig wachsendem Schilfgras beiseite gedrückt und zu horizontalem Wachstum gezwungen.


Ein toller Start in das neue (Pilz-)Leben für den Neu-Steiermärker Thomas, ehemals Breisgau


Thomas schreibt am 30. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich bin jener Pilzticker-Leser aus dem Breisgau, der in die Steiermark ausgewandert ist. Sicher erinnerst Du Dich: kurz vor meinem Wegzug aus Deutschland habe ich meine besten Morchelpätze noch an den fleißigen Pilzticker-Berichtertatter Oliver »übergeben«, der zufällig ganz in meiner Nähe wohnte.

Heute nun kann ich aus der Steiermark meinen ersten größeren Fund von Spitzmorcheln für den Pilz-Ticker-Österreich durchgeben, den ich gestern machte. Dazu habe ich das Foto (rechts) mitgesandt.

Die erste kleine Spitzmorchel dieser Saison entdeckte ich bereits am 21. April, und zwar an einer mir schon aus den vergangenen Jahren bekannten Stelle, am Rande eines Holzlagerplatzes.

Danach hatte ich einige Funde mit je einem guten halben Dutzend Spitzmorcheln, und zwar ebenfalls an mir bereits bekannten Stellen. Sie befinden sich am Rande von Holzlagerplätzen sowie entlang von Waldwegen. Diese Waldwege liegen an etwas frisch-feuchten Entwässerungsgräben unterhalb jüngerer Fichten-Bestandsränder.

Alle Fundorte befinden sich im Wald auf deutlich lichteren Stellen, wo die wärmende Frühjahrssonne hinscheinen kann. Einzelne Exemplare wachsen aber auch bereits bis in lichtere Waldinnenränder hinein.

Speisemorcheln gibt es hier im Oberen Murtal leider entweder überhaupt nicht oder allenfalls sehr selten, eventuell unter Eschen entlang der Mur.

Mit herzlichen Grüßen an alle Freunde Deiner tollen Web-Seite, Thomas«

(Foto © Thomas)

Lieber Thomas,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu diesem sehr schönen Fund! Es ist nicht einfach, sich in fremder Umgebung neue Pilzplätze zu erkämpfen, speziell Morchelplätze. Zum zweiten danke ich Dir sehr für Deinen Bericht!

Es wäre wirklich großartig, wenn Du ab und zu aus Deiner neuen Heimat, die eine ganz besondere Natur- und Kulturregion ist, über Deine Pilzfunde, vielleicht auch über Beeren- oder Fruchternten berichten könntest. Du wirst besser wissen als ich, dass die Steiermark diesbezüglich ein Paradies ist.

Eventuell hast du ja im Pilzticker Bawue mitverfolgt, welch großartige Morchelfunde Oliver - auch und vor allem dank Deiner Tipps - dieses Frühjahr im Breisgau gemacht hat.

Alles Gute, auch noch im Nachhinein, für Deinen Neustart!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Schönstes Engelshaar zur Weihnacht in den Tobeln der Subersach


Foto: »Engelshaar« nennt der Volksmund das Haareis auch. Das kommt auf diesem gelungenen Foto besonders schön zum Ausdruck. Wie das anmutige Eisgebilde entsteht, könnt Ihr hier und hier lesen. (2 Fotos © Angie)

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Angi und Christian schreiben am 3. Januar 2019:

»Servus,

wir waren die Weihnachtsfeiertage im Bregenzer Wald/Vorarlberg. In vielen Tobeln der Subersach und anderen Seitentälern der Bregenzer Ach konnten wir das Phänomen des Haareises finden.

Wie Forscher herausgefunden haben, spielt bei seiner Entstehung stets die auf abgestorbenen Laubästen wachsende Rosagetönte Gallertkruste (Exediopsis effusa) eine Rolle.

Liebe Grüße Angie & Christian vom Pilz-Ticker-Bayern«


Foto: Hier sieht man gut, dass die feine Eiswolle nur auf abgestorbenen Ästen, und zwar ausschließlich von Laubgehölzen, entsteht. Dabei gefriert verbliebenes Wasser oben im Holz und dehnt sich aus.

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Übergroße Trompetenpfifferlinge bei 16 Grad und Sonne satt in Vorarlberg


Nora schreibt am 12. November 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

hier in Vorarlberg lässt der Föhn das Thermometer auf bis zu 16° Celsius steigen und die Sonne scheint ohne Ende, was das zweite Foto ganz gut verdeutlicht.

Es gab zwar nicht wirklich viel Regen, viele Wälder sind zu trocken für Herbstpilze, aber ich wollte mein Glück noch einmal mit Trompetenpfifferlingen probieren. Die letzten Tage gab es Frühnebel und die Wiesen waren immer sehr nass.

Diesmal war ich im Gebiet »Bödele« unterwegs. Im Wald angekommen, musste ich gar nicht lange suchen und fand viele frische Trompetenpfifferlinge im dicken Moos.

Oft schauten nur die Köpfe heraus (siehe Foto rechts) und der bis zu 10cm lange Stiel steckte komplett im Moos. Nach einer Stunde hatte ich eine gute Schüssel voll. Ein sehr schöner Abschluss für dieses Jahr!

Jetzt kann der Schnee kommen!

Liebe Grüße aus Vorarlberg, Nora«

(2 Fotos © Nora)

Liebe Nora,

einen herzlichen Dank für Deine auch in diesem Jahr herzerfrischenden Berichte und Fotos aus der Region Vorarlberg. Damit ermöglichst Du einer großen Gemeinde von Pilzfreunden und Österreich-Fans, den Gang durch das Pilzjahr in Eurer wunderschönen Waldregion mitzuverfolgen.

Mit Vorfreude auf Deine Berichte im kommenden Jahr wünsche ich Dir alles Gute und eine schöne ruhige und wenigstens ab und zu besinnliche Winter- und Weihnachtszeit.

Herzlichst Heinz-Wilhelm

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Der Schnee erwischte 100 Kilogramm Steinpilze auf nur einer Vorarlbergwiese eiskalt

Nora schreibt am 8. Oktober 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute ein nicht so schöner Bericht aus Vorarlberg.

Hier spielt sich das Gleiche ab wie von Felix beschrieben in der Schweiz. Der Schnee hat alles kaputt gemacht.

In den Bergen findet man einen Steinpilzfriedhof von unglaublicher Größe. Es riecht oft sogar sehr streng, so viele alte Pilze gammeln vor sich hin. Ein wirkliches Trauerspiel! Die Lichtung, auf der ich die Szene entdeckte, liegt keine fünf Meter vom Wanderweg entfernt. Alle vermodernden Pilze waren Steinpilze.

Wie Felix schon schreibt, so gammeln auch hier geschätzte 100 Kilogramm, nur im Bereich von einer Wiese, vor sich hin. Zum Heulen!

Zum Glück hatte ich meinen Beutel vor dem Schnee noch gut gefüllt. Jetzt warte ich auf die Trompetenpfifferlinge, die zwar schon da sind, aber noch ganz winzig.

Herzliche Grüße und für Mitteldeutschland endlich Regen und ein paar Pilze!

Nora«

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Ebnit/Vorarlberg: »In einer halben Stunde war mein Beutel mit schönsten kleinen Steinpilzen voll«


Foto: Es waren nahezu alles kleine, harte Steinpilze, die Nora auf Höhe der Baumgrenze beim Vorarlberger Walserdorf Ebnit fand. Wenn in Kürze, wie angekündigt, wieder mildere Temperaturen einsetzen, rechnet sie mit weiteren Schüben von Steinpilzen.

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Nora schreibt am 25. September 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

bei uns in Vorarlberg gibt es gerade derart viele Pilze, dass man sie nicht suchen muss, sondern drüber fällt!

Es ist wirklich der Wahnsinn. So viele Pilze habe ich das letzte Mal in meiner Kindheit erlebt. Damals ging es mit Opa in den Wald zum Suchen und irgendwann zogen wir unsere Unterhemden aus und knoteten sie zusammen, weil die Körbe voll waren und überall so viele Pilze standen.

Am Sonntag hatte ich in einer halben Stunde meinen Beutel mit schönsten kleinen Steinpilzen voll, die zum Teil in der Nähe von Fliegenpilzen (Foto rechts) standen. Ich war im Gebiet Ebnit unterwegs, am Rand der Baumgrenze. Die Steinpilze stehen oft direkt am Wegrand oder in größeren Gruppen. Da lohnen sich die Höhenmeter, die man macht :)

Es gab einen Teil mit Hokkaidokürbis und Steak, was sehr lecker war.

Jetzt ist es sehr kalt geworden nach dem Sturm, aber ich denke, in ein paar Tagen sind die Temperaturen wieder optimal.

Herzliche Grüße aus dem Rheintal, Nora«


Foto: Eine Steinpilzfamilie mit fünf Mitgliedern im Schutze eines geworfenen Fichten- oder Tannenstammes. Im windgeschützten und wärmebegünstigten Winkel lässt sich's gut gedeihen. (3 Fotos © Nora)


Göfis/Vorarlberg: Eine Steinpilzfamilie, fast zum Liebhaben


Monika schreibt am 14. September 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

seit etwa einer Woche ist endlich die Steinpilzsaison im Rheintal eröffnet.

In Göfis im Bezirk Feldkirch in Vorarlberg habe ich innerhalb einer Stunde Steinpilze en masse gefunden sowie Parasol ohne Ende. Allerdings habe ich lediglich acht Exemplare als Vorspeise mitgenommen.

In einem herrlichen Tannenwald, der zum Teil moosbewachsen war, fand ich eine  Steinpilzfamilie mit fünf Familienangehörigen, die sich aneinander klammerten, was das Foto rechts oben schön widergibt.

Es grüßt dich herzlich aus Rankweil in Vorarlberg

Monika«

Liebe Monika,

mit dieser Fünferfamilie ist Dir wirklich ein sagenhaft schönes Motiv vor die Linse gekommen. Fast möchte es einem leid tun, diese Fünf aus ihrer Verbundenheit zu lösen. Ein toller Schnappschuss, vielen Dank für die Einsendung!

Weiterhin eine erfolgreiche Pilzlese wünscht Dir, mit besten Grüßen,

Heinz-Wilhelm

(2 Fotos © Monika)

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Vorarlberg: Viele Birkenpilze, sehr viele Flockis - nur für die Steinpilze kam Nora zu spät


Nora schreibt am 6. September 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

es geht endlich los! Wie im Schwarzwald ploppen bei uns in Vorarlberg die Pilze aus dem Boden.

Doch man muss schnell sein! Gestern war ich unterwegs und fand sehr viele große geschnittene Steinpilzrückstände.

Mir blieben zum Glück noch viele Birkenpilze (Foto rechts) und sehr viele Flockenstielige Hexenröhrlinge, die hier kaum jemand mitnimmt. Ich habe auch letzte Woche zwei Kreise mit Wiesenchampignons entdeckt. Es ist, wie es Peter Karasch in Deinem Interview beschrieben hat, sie wachsen wie verrückt.

Herzliche Grüße aus Vorarlberg, Nora«

(Foto © Nora)

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Riesige Pfifferlinge aus dem Laternsertal mit Bregenzerwälder Senn-Butter


Foto: Nora hat einen tollen Fund gemacht! Die Pfifferlinge wuchsen, sie ahnte es, an einer besonders feuchten Stelle im Laternsertal, ein östliches Seitental des Rheintals im Bundesland Vorarlberg. Sie hatte sich die Stelle bei ihren Streifzügen im vergangenen Jahr genau gemerkt. Hinten rechts sehen wir »Bregenzerwälder Senn-Butter«, die uns noch zusätzlich Appetit auf ein herrliches Reherl-Gericht macht...


Nora schreibt am 29. August 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

am Sonntag war ich im Laternsertal im Bundesland Vorarlberg unterwegs. Ich wollte eine sehr nasse Pilzstelle kontrollieren, die ich letztes Jahr entdeckt habe. Und was für eine Freude: Schon von weitem konnte ich es gelb leuchten sehen! Die Pfifferlinge waren riesig und von bester Qualität!

Sie standen in einem ganz bestimmten Bereich. In der Nähe gibt es Steilhänge und dann einen flachen Bereich bis hin zum Fluss. Der flache Bereich ist bei viel Regen so nass, dass man ihn nicht betreten kann. Überall wucherte große Pestwurz. Und genau am Rand, wo es etwas höher ist und wieder etwas Farn zu wachsen beginnt (Foto rechts), standen die Pfifferlinge.

In anderen, höher gelegenen Bereichen war hingegen nicht ein Pilz zu finden. Vielleicht verhilft ja diese Beschreibung auch anderen Pilzfreunden zum Erfolg...

Herzliche Grüße Nora«

(2 Fotos © Nora)

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Bregenzerwald: Der kleine Trupp Netzstieliger Hexen läßt Nora hoffen


Foto: Diese Netzstieligen Hexenröhrlinge machen Nora immerhin ein wenig Hoffnung auf einen versöhnhlichen Pilzherbst. Sie hat sie allerdings an Ort und Stelle gelassen. (Foto © Nora)

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Nora schreibt am 23. August 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

vor zwei Tagen habe ich drei meiner Pilzstellen im Rheintal/Bregenzerwald kontrolliert. Es war wie befürchtet: nicht ein Pilz war zu finden! Die Stellen liegen zwischen 1000 und 1500 MüM - und selbst dort ist alles total vertrocknet.

Um so mehr freute mich ein kleiner Fund auf meinem Rückweg. Auch wenn ich ihn stehen gelassen habe. Ich fand eine kleine Gruppe frischer Netzstieliger Hexenröhrlinge. Allerdings nahm ich sie auch diesmal nicht mit, weil mir die Verwechslungsgefahr mit  Satansröhrlingen zu groß ist. Der kleine Fund lässt aber hoffen! 

Vielleicht entdecke ich ja in der Zeit auch noch etwas in meiner Tiefkühltruhe ;) 

Herzliche Grüße Nora«

Hallo Nora,

wenn Du unsicher bist mit der Unterscheidung zwischen Netzstieligen Hexen und Satansröhrlingen, dann machst Du es vollkommen richtig, sie vorsichtshalber stehen zu lassen. Falscher Wagemut tut nicht gut!

Einen hoffentlich besseren Pilzherbst wünscht Dir, mit herzlichen Grüßen,

Heinz-Wilhelm

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Sogar in den Pinzgauer Höhen verdursten die Pilze


Hans schreibt am 1. August 2018:

»Hallo,

ich bin der Hans aus Altötting und möchte euch einen Bericht aus dem Pinzgau schicken.

Gestern waren wir, wie jedes Jahr einmal, im Pinzgau zum Schwammerl suchen. Sogar oben auf dem Berg herrscht große Hitze und Trockenheit, wie ich es noch nie erlebt hatte.

Entsprechend mager war die Ausbeute. Einige Pfifferlinge, zwei Steinpilze und einige Birkenpilze fanden wir - mehr nicht. Vieles war madig, zum Schluss blieb nur noch eine Portion übrig.

Solange nicht ergiebiger Regen das Ganze begießt, wird sich in den kommenden Wochen eine erneute Reise dorthin sicher nicht lohnen.

Viele Grüße, Hans«

(Foto © Hans)

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Nach spärlichster Ausbeute in den Wäldern macht Nora einen überraschenden Fund in der Mittagspause


Nora schreibt am 27. November 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

Pilze sind doch immer wieder für Überraschungen gut. Da sucht man sie stundenlang vergeblich im Wald - und dann findet man sie zufällig in der Mittagspause!

So passiert letzten Freitag bei einer kurzen Mittagsrunde im Ried im Rheintal. Ich war überhaupt nicht auf Pilze aus - und da standen sie auf einmal, die Austernseitlinge (Foto rechts). Zwar schon etwas vertrocknet, aber immerhin. Denn bis jetzt hatte ich sie noch nie hier in Voralberg gefunden und war mir nicht sicher ob es sie hier überhaupt gibt.

Zur Sicherheit habe ich ein Exemplar zum Pilzberater gebracht und die Freigabe bekommen. Es gibt sie hier in Vorarlberg auch nicht oft, meinte der Fachmann.

Ich hoffe jetzt, dass mir kein Hunde-Gassi-Geher die Pilze vor der Nase wegschnappt, da sie sehr nahe am Weg stehen.

Herzliche Grüße aus Vorarlberg, Nora«

(Foto © Nora)

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Die »Grüne Hölle« in Vorarlberg staubt vor Trockenheit, nicht mal dem Regen traut Nora noch etwas zu


Nora schreibt am 21. Oktober 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

auf den Schnee vor zwei Wochen folgten Wärme und der Föhn. Wie auch im Schweizer Pilzticker berichtet, ist es sehr trocken bei uns. Ich wollte mein Glück trotzdem versuchen, und zwar in meiner »Grünen Hölle«.

Das ist eigentlich ein sehr nasser Wald mit riesigen Farnen und dickem Moos. Dort wächst im Herbst normalerweise ein bunter Pilzteppich, darunter sehr viele Trompetenpfifferlinge. Letztes Jahr hatte ich dort sogar im November noch welche gefunden. 

Vor Ort angekommen, war ich schockiert. Der ganze Wald war total vertrocknet. Selbst die sonst sehr nassen Stellen waren staubtrocken. So etwas habe ich um diese Jahreszeit noch nie erlebt. Es war ein sehr trauriger Anblick, der Wald war wie tot. 

Gefunden habe ich eine Handvoll schon angetrockneter Herbsttrompeten, sie aber noch für gut befunden. 

Somit geht ein äußerst mageres Pilzjahr zu Ende. Ich glaube nicht, dass sich nach dem Regen noch mal etwas regt. 

Eigentlich müsste ich mal nach Sachsen fahren. Da scheint es ja noch genug Pilze zu geben.

Liebe Grüße aus Vorarlberg, Nora«

(Foto © Nora)

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Vorarlberg: Ein Steinpilz am Rande des Schneefeldes, hart und ohne Madenbesuch


Foto: Ein bemerkenswertes Foto aus 1200 Metern Höhe in der Region Vorarlberg. Der einsame Steinpilz widersteht Schnee und Kälte. Nora konnte sich über seine ausgezeichnete Qualität freuen. (Foto © Nora)

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Nora schreibt am 10. Oktober 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

letzten Samstag sollte es nur eine normale Wanderung werden, da es schon wieder bis auf 1200m herunter geschneit hatte. Am Wegesrand fanden sich auch keine Spuren mehr von Pilzen, doch man kann es halt nicht lassen.

Also ging es am Ende trotz Schneedecke noch am schneefreien Waldrand entlang. Und dort traute ich meinen Augen kaum: ein wunderschöner 15 Zentimeter großer Steinpilz in 1A-Qualität lachte mich an! Er war kein bisschen matschig vom Schnee und keine einzige Made belästigte ihn!

Man sollte die Hoffnung also nie aufgeben.

Liebe Grüße aus Vorarlberg, Nora«


Vorarlberg: Die schönen Glimmerschüpplinge sind für Nora kein Trost: Die Steinpilze bleiben 2017 wohl aus


Nora schreibt am 22. September 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

im vorderen Bregenzerwald hat es schon wieder geschneit, bis herunter auf 1000 Meter. Das ist für diese Jahreszeit wirklich sehr tief und bei 10 bis 40 Zentimeter Schnee auch nicht wenig.

Leider sehen auch meine Pilzstellen dementsprechend aus. Es ist nicht viel los. Ich habe ein paar mutige Trompentenpfifferlinge und kleine Reizker gefunden. Da schwindet allmählich meine Hoffnung, dass es dieses Jahr noch ein paar gescheite Steinpilze für uns gibt, da auch keine Fliegenpilze mehr wachsen, die sonst immer sehr viel an meinen Pilzstellen stehen. Das ist schade, aber nicht zu ändern. 

Dafür habe ich einen neuen Pilz entdeckt und versucht, ihn zu bestimmen. Es ist der Glimmerschüppling. Es standen ungefähr 20 dieser schönen Pilze auf einem Haufen und sie haben wunderbar geleuchtet.

Ich werde ihn trotzdem nicht in meine Sammelliste aufnehmen, da er in verschiedenen Büchern sehr unterschiedlich bewertet wird. Von giftig bis essbar ist alles dabei - da lasse ich ihn lieber im Wald stehen.

Liebe Grüße aus Vorarlberg an alle Pilzfreunde, Nora«

(Foto © Nora)

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Vorarlberg: Nora hofft, dass sich die Pilze nach dem Kälteeinbruch noch einmal zeigen


Nora schreibt am 14. September 2017:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

ich habe mich sehr gefreut, dass es mein so simples Rezept vom 28. August 2017 in deine Rezeptsammlung geschafft hat!

Dieses Jahr muss man wirklich kreativ sein, mit dem, was man an Pilzen gefunden hat. Zumindest in der Region Vorarlberg. Es hat jetzt endlich geregnet, doch gleichzeitig mit dem Regen kam auch die Kälte - und in den Bergen sogar schon der erste Schnee.

Da fast alle meine Pilzstellen sehr hoch liegen, sieht das nicht gut aus. Am letzten Wochenende haben wir noch ein paar wunderschöne riesige Pfifferlinge vor der Kälte »gerettet«. Ansonsten war der Wald fast wie ausgestorben, es gab nur sehr wenige andere Pilze, ein paar Täublinge, Semmelstoppelpilze und Ritterlinge.

Auf dem Foto (rechts, vorne mit Pfifferlingen) sieht man im Hintergrund bereits den ersten Schnee.

Ob sich die Pilze nach der Kälte noch einmal zeigen?

Herzliche Grüße aus Vorarlberg, Nora«

(Foto © Nora)

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