Pilz-Ticker-Oesterreich



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Nassfeld/Tirol: Ein perfekter Pilztag, mit der richtigen Nase für schönste Herbsttrompeten


Foto: Ein klassisches Herbstbild von Pilzen mit Korb. Wir sehen eine Anhäufung schönster Totentrompeten (Herbsttrompeten) mit ihrem düsteren Naturell sowie dagegen regelrecht fröhliche knorrige Steinpilze. Amüsant ist der Vergleich mit Stefans Foto vom 27. September, hierunter. (3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 30. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

hätte ich heute eine Zigarre dabei gehabt, ich hätte es wie John »Hannibal« Smith aus der Kultserie »Das A-Team« gemacht und mir eine Zigarre angesteckt, mit den Worten: »Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert«!

Meine Frau und ich sind heute Morgen nach dem Frühstück nochmal in die Pilze. Zuvor sagte ich ihr noch, dass ich heute nur zu gerne Totentrompeten finden würde, am liebsten einen ganzen Sack voll. Ich schätze diesen Pilz sehr. Sein Geschmack ist unglaublich intensiv und richtig zubereitet, behält er einen tollen Biss.

Hilfe, die Italiener sind da!

Nach wie vor steht hier an jedem Waldweg mindestens ein Auto mit italienischem Kennzeichen, woraus man schließen kann, dass es in Italien selbst kaum Steinpilze gibt. Hier in der Region Nassfeld nicht viel anders. Zu unserer Freude haben wir dennoch hier und da einen aufgestöbert.

Nach einer guten dreiviertel Stunde standen wir in einem Hang, wo es nicht mehr weiter ging, denn hier hieß es: entweder zurück oder nach rechts und den Bergbach überqueren.

Lieber nach rechts, über den Bach

Wir haben uns für Letzteres entschieden und standen nach dem Überqueren des Baches in einem sonnendurchfluteten Hang mit Buchen und riefen uns im gleichen Moment zu: »Herbsttrompeten, alles voll!« Und was für Schöne es waren (1. Foto rechts)!

Vor Euphorie haben wir doch glatt vergessen ein schönes Bild zu machen.

Nun, ich freue mich riesig, denn bei uns zuhause muss ich mir erst noch den ein oder anderen ergiebigen Platz erlaufen. Mit einem schönen Vorrat im Rücken lässt sich das wesentlich entspannter angehen.

Zudem hat meine Frau noch einen schönen Tannenstachelbart (2. Foto rechts) entdeckt, der für uns ein weiterer Erstfund ist. Es soll ihn in der Region Nassfeld zwar öfter geben, doch finden muss man ihn auch erst einmal.

Beste Grüße aus Österreich Stefan & Dani«

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Der perfekte Pilzurlaub für Stefan und Dani in Nassfeld

Pfifferlingsomelett zum Frühstück und eine Vielfalt zum Staunen


Foto: Die Suche verlief zwar etwas zäher als erhofft, doch am Ende stand ein tolles Ergebnis von herrlichen Steinpilzen. Links einige Totentrompeten. (4 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 27. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

nach einem schönen Start in den Urlaub gestern Mittag haben wir es uns nicht nehmen lassen, auf dem Rückweg von der Alm zum Hotel eine gute Portion Pfifferlinge zu sammeln (Foto rechts). Traditionell bringe ich sie nach dem Säubern zum Küchenchef, der uns am nächsten Morgen ein leckeres Omelett daraus zubereitet. So auch diesmal (siehe nächstes Foto).

Nach diesem Leckerpilzfrühstück gingen wir Steinpilze suchen. Nach unserem ersten Eindruck gestern, als wir unwahrscheinlich viele Speisepilze bei einem flüchtigen Erkundungsgang sahen, gestaltete sich die Suche doch etwas zäher. Dennoch erzielten wir ein sehr respektables Ergebnis, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Hauptzeit der Steinpilze hier bereits vorüber ist.

Ich darf sogar einen weiteren Erstfund auf meiner Wunschliste abhaken, nämlich das Schweinsohr. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings. Denn vor uns hatte sie jemand entnommen und achtlos wieder hingeworfen (Foto rechts, weiter unten), weshalb sie nicht mehr zum Verzehr geeignet waren.


Foto: Ein Omelett von selbstgesuchten Pfifferlingen. Wo im Hotel gibt es schon solch ein tolles individuelles Frühstück?

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Auch die Würzigen Tellerlinge fanden wir wieder recht häufig, ebenso Edelreizker, dazu massig Semmelstoppelpilze, Pfifferlinge, Trompetenpfifferlinge, Totentrompeten, Schopftintlinge, Habichtspilze, Kristallzitterlinge, Gallertstachelinge und zum Teil sehr viele Herkuleskeulen, mit bis zu 8 Zentimetern Größe, wunderschöne Fliegenpilze und Unmengen an Korallenpilzen.


Ich habe eine solche Vielfalt noch nie gesehen! Wenn man bedenkt, dass die aufgezählten Pilze nur solche waren, die ich zuordnen kann, so ahnt man vielleicht, was alles im Wald stand. Es gab wirklich keinen pilzfreien Quadratmeter!

Der heutige Fang wird noch geputzt, geschnippelt und geht dann in die Hotelküche zum Trocknen.

Derzeit regnet es bei uns Zuhause im Main-Kinzig-Kreis immer wieder fleißig, so dass wir davon ausgehen dürfen, dass es nach dem Urlaub direkt weitergeht. Das sind tolle Aussichten!

Liebste Grüße aus dem Nassfeld, Stefan & Dani«

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Nassfeld: Die Hotelküche dörrt freundlicherweise Stefans Pilze


Foto: Dieser Fund nach nur wenigen Metern im Wald war für Stefan ein Volltreffer: es sind Würzige Tellerlinge, die Pilzberater Hans-Heinrich Kunde für die am besten schmeckenden Pilze Deutschlands hält. Mit einem Fichtenzapfen und Buchenblättern erkennen wir auch gleich ihr Habitat: sie wachsen im Mischwald. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 26. September 2019:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

wir sind gerade in Österreich im Nassfeld, nahe der italienischen Grenze, angekommen.
Traditionell halten wir immer an einem Waldsee ein paar Kilometer vor unserem Hotel.
Dann heißt es durchatmen, ankommen, wohlfühlen und einen ersten Eindruck in Sachen Pilze wagen.

Das haben wir auch heute wieder so gemacht. Ich bin keine 200 Meter in den Wald gelaufen und fand eine sagenhafte Pilzvielfalt vor. Es standen dort Semmelstoppelpilze, Täublinge, Edelreizker, Fliegenpilze, Fichtensteinpilze, Pfifferlinge, Habichtspilze, Herkuleskeulen (Foto rechts) und noch einiges mehr.

Dass wir uns aufgrund des vollen Autos entschieden haben, unser Dörrgerät zuhause zu lassen, habe ich sofort bereut, nachdem ich die ersten wenigen Meter im Wald gelaufen war.

Was nun? Ich entschied, dass wir irgendwo ein einfaches Dörrgerät kaufen würden, denn unverrichteter Dinge würde ich hier nicht gehen.

Am Hotel angekommen, kam uns auch gleich der Chef entgegen; wir begrüßten uns und ich fragte, wo ich denn auf die Schnelle ein Dörrgerät herbekäme. Da war die Lösung auch schon gefunden: »Geht runter in die Küche, die machen das für euch, gar kein Problem!«

Ist es nicht schön, an einem Ort mit einer wunderbaren Natur und zudem mit einem solch netten und hilfsbereiten Menschen anzukommen? Leider ist es »nur« Urlaub!

Mit diesen ersten Eindrücken sende ich dir und allen Pilzfreunden liebe Grüße aus dem Nassfeld in Österreich.

Stefan & Familie«

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Nach vielen gluckenfreien Jahren entdeckt Nora bei Laterns/Vorarlberg eine traumhafte »Monsterglucke«


Foto: Dies ist ein wirklich tolles Foto, und zwar nicht nur, weil es eine überaus stattliche Krause Glucke zeigt. Sondern vor allem deshalb, weil erst durch die glücklicherweise mitfotografierte Wachstumsumgebung veranschaulicht wird, wie groß sie in Bezug auf die Bäume und Pflanzen ist und wie majestätisch sie in der Waldlandschaft wirkt. Das Bild wäre nicht die Hälfte wert gewesen, hätte Nora das Foto an den Rändern von Glucke und Rucksack abgeschnitten. Vielen Dank für die tolle Impression! (Foto © Nora)

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Nora schreibt am 11. September 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

in meiner letzten Meldung schrieb ich ja, dass ich gerne noch Krause Glucken finden würde. Das war schon eher ein Wunschtraum, da ich noch nie eine Glucke in Vorarlberg gefunden habe. Den Pilz kenne ich nur noch aus meiner Kindheit und kann mich sehr gut an Geruch und Geschmack erinnern. Sehr lecker!

Und dann das! Heute war ich spontan im Gebiet Laterns und traute meinen Augen kaum! Da stand doch tatsächlich eine Glucke. Und was für eine! Größer als mein Rucksack und super frisch. Ich konnte nicht einmal die Hälfte ernten, da waren Korb und Rucksack voll. 

Jetzt isst meine ganze Nachbarschaft Krause Glucke :)

Wächst eigentlich der stehen gelassene Rest der Glucke weiter, wenn man nur einen Teil abschneidet? 

Herzliche Grüße aus Vorarlberg, Nora«

Liebe Nora,

sofern das Wurzelgeflecht nicht verletzt wurde, kann sie weiterwachsen. Dazu hatte Stefan vom Pilzticker Hessen neulich ein eher zufälliges Experiment »gemacht«, als er einen Dornigen Stachelbart erntete und bei seinen nächsten Waldgängen feststellen konnte, dass der Pilz überraschend von Neuem wuchs. Er hatte sich schon auf eine neuerliche Ernte eingestellt, als ihm plötzlich ein Konkurrent zuvorkam und den Nachgewachsenen mitgenommen hatte.

Deine Glucke ist allerdings schon sehr groß; da stellt sich die Frage, ob sie überhaupt noch weiterwächst. Meiner Meinung nach wäre es schon viel, wenn sie in ihrem Zustand noch ein paar Tage durchhalten würde.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm






Kleinwalsertal: »Steinpilze in unglaublichen Mengen«


Pedro reicht ein Foto von Ende August 2019 nach:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich sammle seit 25 Jahren Pilze, aber was sich Ende August in Westösterreich (hier im Kleinwalsertal) in höheren Lagen bei den Steinpilzen abgespielt hat, das habe ich noch nie erlebt.

Wunderschöne, riesengroße, madenfreie Steinpilze in unglaublichen Mengen.

Das Foto zeigt die begeisterte Tochter einer Bekannten mit einem (überständigen) Riesen.

Schöne Grüße aus Vorarlberg, Pedro«

(Foto © Pedro/Privat)

(Nachgereicht am 17. September 2019)

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Vorarlberg/Dornbirn: Nach dem Steinpilzgehecksel fand Nora, was das Herz begehrte


Foto: Dies ist lediglich die Hälfte von Noras Fund, die andere Hälfte hatte eine Freundin erhalten. Besonders scharf war Nora auf Schweinsohren, die sie auch tatsächlich fand (unten rechts). (Foto © Nora)

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Nora schreibt am 29. August 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach den vielen Meldungen aus Bayern und der Schweiz, vor allem die Meldung über Schweinsohrfunde, zog mich unwiderstehlich in den Wald. Am Wochenende war leider keine Zeit dafür. Also hieß es am Montag zeitig Feierabend machen und los.

Kaum im Wald angekommen (diesmal im Gebiet Ebnit), machte sich ein gewisser Geruch breit. Überall standen und lagen riesige alte Steinpilze. Und an jeder Ecke Pilzgehecksel von vorherigen Sammlern. Teilweise sah es aus wie ein Schlachtfeld, aber was will man machen, wenn die Würmchen so schnell sind?

Das sah nicht gut aus für mich. Also noch weiter in den Wald hinein. Und schon bald landeten die ersten kleinen Steinpilze in meinem Korb. Es gab eine große Vielfalt an Pilzen, die ich so schon lang nicht gesehen habe. In meinem Korb landeten: Hexenröhrling, Birkenpilz, Gelber Steinpilz (Anhängselröhrling), Pfifferlinge, Schweinsohren, Semmelstoppel, Goldröhrling.

In Massen standen auch Habichtspilze, Reizker und Täublinge.

Auf dem Foto ist schon nur noch die Hälfte zu sehen, die andere Hälfte war bereits an eine ganz begeisterte Freundin gegangen.

Jetzt hoffe ich noch auf Krause Glucken und Totentrompeten... :)

Liebe Grüße vom Bodensee, Nora«

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