Pilz-Ticker-Hessen



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Rodenbach: Die frischen Maronen müssen der Königin aller Pilze weichen


Foto: Die Maronen, die Stefan gestern fand, wurden am Wochenende nicht gebraucht. Vielmehr stand die Königin aller Pilze, die Weiße Alba-Trüffel, auf Stefans Wochenend-Speiseplan. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 17. November 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute hatte ich einen dieser Tage, an denen man sich wünschte, man wäre besser im Bett geblieben.

So habe ich beizeiten Feierabend gemacht und habe auf dem Heimweg noch bei Alzenau an der hessisch-bayerischen Landesgrenze ein Kiefernwaldstück aufgesucht, das ich im Frühling über Google Maps ausfindig gemacht und im Sommer kampflos der Konkurrenz überlassen hatte.

Gefühlt trampelt hier zur Hochsaison der gesamte Landkreis gleichzeitig durch und dreht alles auf links, was nicht bei drei wieder in der Erde verschwunden ist.

Hier gibt es eine tolle Pilzvielfalt und es ist zur jetzigen Zeit wieder schön harmonisch und still dort. Perfekt, um den Alltag zu entschleunigen.

So bin ich eine Stunde über den sandig weichen Boden durch den Kiefernwald geschlendert und habe mich am Anblick von noch zahlreichen Täublingen und Falschen Pfifferlingen, ein paar Parasole, Edelreizkern, Gelben Knollenblätter- und Fliegenpilzen erfreuen können.

Die gefundenen Steinpilze und Flockenstieligen Hexenröhrlinge waren allesamt überständig und blieben deshalb auch zurück.

In meinen kleinen Notbeutel wanderten heute ausschließlich ein paar knackige Maronen, die getrocknet und dann zu Pulver verarbeitet werden, denn fürs Wochenende stehen Weiße Alba-Trüffel (Tuber magnatum pico) auf dem Speiseplan.

Das werden unsere Ersten sein und ich freue mich jetzt schon sehr darauf, da mir seit gestern Abend ihr Duft* in der Nase liegt.

Liebe Grüße Stefan«

*Ja, ich kenne es, da riecht der ganze Kühlschrank nach, und wenn man ihn eine halbe Minute geöffnet lässt, auch die gesamte Küche zwei Stunden lang

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Herbstpilze mit Schneemützen aus dem frühwinterlichen Vorspessart


Collage: Eine frühwinterliche Waldstimmung mit Pilzen hat Stefan hier im Vorspessart eingefangen. Bei einem ruhigen Gang »zum Durchatmen« erfreuten er und Dani sich an schönen »Herbstpilzen mit Schneemütze«, wie er schreibt. Es sprang noch eine sehr beachtliche Ausbeute heraus! (Collage/3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 12. November 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

meine Freundin und ich sind heute Morgen zum Durchatmen kurz in den Spessart gefahren.

Der Regen der letzten Woche hat für diese Jahreszeit noch recht viele Pilze wachsen lassen. So waren noch einige frisch geschlüpfte Täublinge, Fichtenreizker, Bischofsmützen, Fliegenpilze und Perlpilze zu finden, die aber allesamt stehen blieben.

Ins Körbchen kamen zwei Parasole, Steinpilze, Trompetenpfifferlinge, eine Marone, eine kleine Flockenhexe und eine Krause Glucke.

Dafür, dass der erste Schnee gefallen war, war das ein schöner gemischter Fund an knackigen Herbstpilzen mit Schneemütze.

Nun freue ich mich auf meine hoffentlich ersten Winterpilze. Auf das Suchen mit einem anderen Blick in den sich wandelnden und scheinbar erstarrenden Wäldern, verbunden mit einer ganz anderen Ruhe, als es im Sommer oder Herbst der Fall ist.

Ganz liebe Grüße Stefan & Dani«





Schwalm-Eder-Kreis: Lärchenschnecklinge mit Seltenheitswert, Wildschweine mit Maronenaroma


Foto: Sehr schöne Birkenporlinge hat Anna hier gefunden. Es sind nicht ihre ersten; sie schwört auf diese Pilze, bezeichnet sie, als Tee genossen, als »wirkungsvoll«. (4 Fotos © Anna)

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Anna schreibt am 10. November 2017:

«Hallo zusammen,

bei Kassel war ich noch einmal im Wald und konnte ein gutes Kilo Birkenporlinge ernten. Diese Pilze sind einfach toll und als Getränk genossen wirkungsvoll.

Trotz meiner Freude über den Fund war ich entsetzt. Gigantische Maschinen haben die Gräben zugeschüttet, genau dort, wo ich vergangenes Jahr sehr viele Gelbe Lärchenschnecklinge gefunden hatte.

Sie pflegen erst kurz vor dem Frost zu erscheinen. So suchte ich auch gestern und fand einige Exemplare. Einige befanden sich noch im Babystadium.

In meinem Wald im Gilserberger Hochland (Schwalm-Eder-Kreis), ein guter Platz für Maronen, traf mich am vergangenen Sonntag ebenfalls der Schlag. Die versteckte Waldwiese, ein wirkliches Maronenparadies, war von einer Rotte Schwarzkittel in vollem Umfang umgepflügt worden. Nichts mehr von der Wiese war zu sehen!

Ach, was muss der Wildschweinbraten dieser Tiere ein köstliches Pilzaroma haben!

Ich fand dann zum ersten Mal Herbsttrompeten. Vor lauter Freude vergaß ich  zu fotografieren. Sie wurden getrocknet. So haben wir länger etwas vom Pilzfund.

Nun hoffe ich endlich mal, Austernseitlinge zu finden.

Herbstliche Grüße, Anna«

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3 Fotos: Eine kleine Studie zum Lärchenschneckling, der ein seltener Pilz ist. Wie der Goldröhrling, mit dem er hin und wieder zusammen wächst, ist er streng an Lärchen gebunden. Das mittlere Foto zeigt den typischen Gelbton dieses Pilzes, der beim Exemplar ganz rechts typischerweise vom Stiel aufgefangen wird.

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Platte/Taunus: Marcs Kletterpartie im Windbruchgebiet für schöne Violette Rötelritterlinge


Foto: Neben schönen Rötelritterlingen sehen wir eine arg ramponierte Marone, einen großen Lila Lacktrichterling und einen ungenießbaren Täubling. Der Pilz vorne ist ein überständiger Hasenröhrling. Essbar davon ist allenfalls der Lacktrichterling. (Foto © Marc)

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Marc schreibt am 9. November 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich nach der Arbeit noch kurz im Waldstück auf der Platte im Taunus unterwegs und zwar genau dort, wo ich letztes Jahr fast zur gleichen Zeit Massen an Violetten Rötelritterlingen gefunden hatte (war mein erster Beitrag auf deinem Blog).

Da es sich ja um Streuzersetzer handelt, war ich mir sicher, dieses Jahr wieder welche zu finden. Doch zunächst musste ich feststellen, dass auch dieses Waldstück, ähnlich wie mein Lieblingswald im Taunus bei Eltville (siehe mein Beitrag vom 12.9.), übel von einem Sturm zugerichtet wurde. Die Fichten sind zum Teil einfach in der Mitte durchgebrochen.

Da das Objekt meiner Begierde aber ja nicht direkt vom Zustand der umliegenden Bäume abhängt, habe ich mich trotzdem in das Labyrinth aus gefallenen Bäumen begeben. Und trotz einiger Hindernisse gab es für mich wieder jede Menge Violetter Rötelritterlinge. Viele standen in Hexenringen. So konnte ich mir die schönsten rauspicken und habe eine schöne Menge in der kurzen Zeit bis zur Dämmerung zusammenbekommen.

Marone und Hasenröhrling im Korb waren nicht mehr zu gebrauchen, der Täubling war ziiieemlich scharf :D. Den Lila Lacktrichterling hatte ich nur zum Betrachten wegen seiner (für mich) verhältnismäßig imposanten Größe mitgenommen.

Viele Grüße aus Mainz, Marc«





Kräftige Rinderbrühe mit Leberspätzle, Flädele und Steinpilz-Butterklößchen




Foto: Für Suppenfans unter den Pilzfreunden ein tolles Gericht für kühle oder kalte Tage, sei es als Vorspeise oder als kleine Mahlzeit zwischendurch: Eine kräftige Rinderbrühe mit Leberspätzle, Flädele und Steinpilz-Butterklößchen. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 3. November 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde.

da ich aktuell mit Erkältung flach liege, konnte ich direkt probieren, was ich am Feiertag dieser Woche schon vorbereitet hatte.

Wir haben noch tolle alte Kochbücher aus den 80ern zu Hause, mit zünftigen Rezepten, wie zu Omas Zeiten. Daraus habe ich ein Rezept mit Butterklößchen entnommen, leicht abgewandelt und sie mit Steinpilzen verfeinert.

Sie lassen sich ganz einfach portionsweise einfrieren und sind gerade für die bevorstehende kalte Jahreszeit eine leckere Suppenbeigabe.

Die Herstellung ist wirklich einfach und die Suppenliebhaber werden sich gewiss freuen.


Zutaten:
• 125g Butter
• 5 Eier
• 100g Mehl
• 100g Semmelbrösel
• 1 halbe Muskatnuss
• Schnittlauch
• Petersilie
• Salz & Pfeffer + Gewürze nach Wahl
• 10g getrocknete Steinpilze

Zubereitung:
Die Butter mit den Eiern, Mehl und Semmelbröseln in einer Schüssel gut verrühren und dann mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die getrockneten Steinpilze währenddessen einweichen, in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Kräutern (Gewürzen) unter die Masse rühren.

1 Stunde stehen lassen und die so entstandene Masse zu kleinen Klößchen formen (Foto rechts).

Ich habe sie dann auf einem Tablett sortiert, 24 Std. in den Gefrierschrank gelegt und am nächsten Tag portionsweise vakuumiert und wieder eingefroren.

Die so gefrorenen Klößchen von Beginn an in der Suppenbrühe mitkochen lassen (ca. 15 - 20 Minuten), die Suppe nach Belieben verfeinern, anrichten - und genießen.

Bon Appétit!

Liebe Grüße Stefan«





Stefan widerspricht: Nach den Vorgaben des Naturschutzes hätte ich viel mehr sammeln dürfen

Stefan antwortet am 1. November 2017 auf Walters Kritik »Öl aufs Feuer der Pilzsammler-Gegner«

»Hallo Walter,

deiner Anmerkung/Kritik möchte ich gerne ein paar klärende Worte hinzufügen.

Du sprichst von Kommerzialisierung? Wegen der Grafik?

Es ist nicht neu, seine Funde zu dokumentieren, im Gegenteil. Im Zeitalter der Digitalisierung liegt es nun einmal auf der Hand, zumindest für mich, der von berufs wegen Excel gut beherrscht, dies eben digital zu tun. Es geht schneller und ich kann daraus wertvolle Erkenntnisse ziehen. Ich kann daran nichts Verwerfliches erkennen.

Der aufmerksame Leser, und darauf habe ich beim Schreiben bewusst geachtet, erkennt zum einen, dass sich die Auswertung über 7 Monate erstreckt, und zum anderen, mit welcher Leidenschaft ich dieser Passion nachgehe.

Außerdem teile ich meine Funde. Sowohl direkt beim Sammeln gemeinsam mit Freunden als auch die zubereiteten Pilze zu Hause.

So ging vermutlich gut die Hälfte der von mir gesammelten Pilze als Gericht oder als Butter in den Familien- und Freundeskreis über. Und genau das mache ich gerne. Die Freude in ihren Gesichtern ist mir weit mehr wert als die Tatsache, dass mich eben genau das a) Geld und b) viel Zeit kostet.

Aber so ist das mit Leidenschaften, man macht es gerne und lässt rationale Gedanken außer Acht.

Die Tatsache, dass die Grafik beeindruckend ist, teile ich mit dir, dass dies Ausdruck für Kommerzialisierung ist, nicht! Pilze wachsen nicht in der Ladentheke, jeder einzelne Pilz ist erlaufen und erarbeitet.

Zum Abschluss noch einige Zahlen, denn darauf baut deine Kritik auf.

Es wäre mir über den Zeitraum meiner Auswertung erlaubt gewesen, und ich beziehe mich nur auf Pfifferlinge und Steinpilze, je 210 kg sammeln zu dürfen. Da ich weitgehend mit einer weiteren Person unterwegs war, würde sich die erlaubte Menge nochmals verdoppeln.
Davon liege ich weit, weit entfernt.

Ganz sachlich argumentiert, hätte also kein Gegner von uns Pilzsammlern das Recht, mich für meine gesammelte Menge zu kritisieren.

Ich verstehe grundsätzlich, was du ansprichst, aber meine Leidenschaft lasse ich mir keinesfalls absprechen, dafür habe ich anfänglich zu viel Frust und Schweiß hinter mir gelassen. ;-)

Herzlichste Grüße Stefan«

(Diskussion hiermit geschlossen)

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Öl aufs Feuer der Pilzsammler-Gegner

Walter antwortet am 1. November 2017 auf Stefans Beitrag vom 31. Oktober 2017:

»Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

zum jüngsten Beitrag von Stefan vom 31. Oktober 2017 möchte ich meine Gedanken und Eindrücke loswerden.

Deine Formulierung »Sehr lesenswert« kann sicher von mehreren Seiten interpretiert werden. Meine Frage hierzu: Sind solche Beiträge, ohne Frage gekonnt und genial formuliert, unserer Sache nützlich oder bewirken sie genau das Gegenteil - und sind Öl aufs Feuer unserer vielen Gegner und Kritiker?

Stefan und seine Rezeptbeiträge sind einfach großartig, aber muss mit einer derartigen Darstellung + Grafik (es fehlt noch die aufgewendete Zeittaktung) unsere Passion derartig kommerzialisiert werden?

Dein von Dir aufwändig und lebendig betreuter Pilz-Ticker sollte nicht Plattform dieser Art der Schreibe werden!

Trotzdem einen schönen Allerheiligen und liebe Grüße von Walter«

(Walter berichtet im Pilz-Ticker-Baden-Württemberg)

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Sehr lesenswert!

Rekordzahlen & Neuentdeckungen: Das atemberaubende Pilzjahr 2017 hat Stefan geschafft


Stefan (Foto rechts) schreibt am 31. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich sitze gerade bei bestem Oktoberwetter und Sonnenschein auf unserer Terrasse, genieße eine Tasse guten Kaffee und möchte diesen Post nutzen, um das Pilzjahr 2017 nochmal etwas Revue passieren zu lassen.

Ich habe dieses verlängerte Wochenende genutzt, um alles, was über die Pilzsaison mehr oder weniger gelitten hat, wieder auf Vordermann zu bringen.

So war mein Auto gestern beim TÜV, ich habe alle meine Schneidebretter abgeschliffen, frisch geölt und poliert und auch alle meine Messer inkl. Pilzmesser wurden frisch geschliffen und abgezogen.

Heute morgen war ich nochmal mit Fabiano, seiner Freundin und Freunden der beiden inkl. Kinder in einem Fichtenhochwald. Es war ein sehr schöner Abschluss, mit ein paar Maronen und Pfifferlingen. Alle waren begeistert bei der Sache und haben mir neugierig gelauscht.

Nun steckt mir das Pilzjahr 2017, das ich bereits Mitte März mit der Morchelsuche begonnen hatte, spürbar in den Knochen.

Endlich bekommt er etwas zurück

Hätte mir zu diesem Zeitpunkt jemand vorausgesagt, was mich in diesem meinem siebten Pilzjahr erwarten würde, ich hätte ihn ausgelacht oder für verrückt erklärt.

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Foto: Pfifferlinge belegen in Stefans Jahresbilanz klar die Nummer eins unter allen verwerteten Speisepilzen. Er fand insgesamt 23,5 Kilogramm. (Foto © Stefan)

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Es fühlt sich an, als gäbe mir dieses Jahr aus Dank für all die Mühen der ersten erfolglosen bzw. erfolgsarmen Jahre wieder etwas zurück.

Im Winter 2016 hatte ich viele Bücher gelesen, mir über Google Maps Stellen rausgesucht und sie dann im Frühjahr unter die Lupe genommen. Anschließend habe ich mir Ziele für das bevorstehende Pilzjahr gesteckt, die ich erreichen wollte.

Diese waren:

• 2 neue Pfifferlingsplätze ausfindig machen
• Morchel-Erstfund
• 10 kg Steinpilze finden

So manchen konnte er für Pilze begeistern

Bis auf das Thema Morcheln ist mir alles gelungen und wurde sogar bei weitem übertroffen.

2017 bedeutet für mich, sagenhafte und unglaublich ertragreiche Pfifferlingsplätze gefunden zu haben. Eine Pilzvielfalt kennengelernt zu haben, die ich mir nicht hätte erträumen lassen, mit einer Menge an Pilzen, die mich nicht nur durch diesen Winter kulinarisch begleiten könnten.

Ich habe Sie getrocknet, eingefroren, zu Butter und zu schmackhaften Pulver verarbeitet.

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Grafik: In diesem Diagramm führt Stefan seine in diesem Jahr gefunden Pilzarten nach Gewicht auf. Platz 1 schaffen die Pfifferlinge (orange) mit 23,5 Kilo; Platz 2 gehört mit 10,7 Kilo den Fichtensteinpilzen (dunkelblau); die Bronzemedaille geht an die Kiefernsteinpilze (mittelblau) mit 4,4 Kilo. Platz 4 erreichen die Trompetenpfifferlinge (grün) mit 3,3 Kilo, Platz 5 die Sommersteinpilze (sattgelb) mit gut 3 Kilo. Insgesamt brachte Stefan 56 Kilo und 128 Gramm bester Speisepilze mit nach Hause!

(Grafik © Stefan)

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Ich habe viele Menschen mit meiner Pilzbutter und meinen Pilzgerichten glücklich machen können. Habe im Freundes- und Bekanntenkreis neue Menschen für die Pilzsuche begeistern können und mit meiner kleinen Familie eine gemeinsame Leidenschaft gefunden, die uns allesamt eint, begeistert und mit Genuss, Ruhe und Zufriedenheit erfüllt.

»Ich bin, ehrlich gesagt, geschafft«

Auch deinen Pilzticker, lieber Heinz-Wilhelm, schätze ich sehr, hier finden sich tolle Menschen mit tollen Geschichten wieder - dies ist in dieser Form, denke ich, EINZIGARTIG!
Danke dafür, ich hoffe, ich kann ihn noch lange, lange lesen.

Zum Abschluss noch eine Grafik, die mein Pilzjahr 2017 in knallharten Zahlen wiederspiegelt. Mich hat es beim Auswerten fast vom Hocker gehauen. ;-)

Ich dokumentierte seit diesem Jahr alle Funde mit Datum, Ort, Wetter, Wald und Boden.
Es wird mir zukünftig sicherlich zugute kommen.

Dies wird sicher bzw. hoffentlich nicht mein letzter Post für 2017 gewesen sein, aber es ist mein vorläufiger Jahresabschluss. Ich bin, ehrlich gesagt, geschafft und werde es jetzt ruhig ausklingen lassen.

In diesem Sinne herzliche Grüße aus Hessen an Dich und alle fleißigen Pilzsammler!

Stefan«

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Vorspessart: Immer noch Steinpilze, Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze und ein Flocki


Collage: Hier haben sich die Eltern des uns schon bekannten kleinen Nachwuchspilzners (siehe z. B. Tageseintrag vom 22. Oktober 2017) einmal gegenseitig fotografiert. Damit sehen wir erstmals Pilzkanone Stefan, der den Pilzticker Hessen mit vielen Einträgen schmückt, im Einsatz an der Pilzfront. (Collage/3 Fotos © Stefan u. Dani)

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Stefan schreibt am 30. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die Kinder waren in der Schule und im Kindergarten. Da liegt es förmlich auf der Hand, dass die Eltern in die Pilze gehen.

Im Spessart gab es noch ein paar Steinpilze und einen Flockenstieligen Hexenröhrling für uns und in meinem Hauswald eine gute Handvoll Pfifferlinge und Semmelstoppelpilze.

Am Feiertag werden wir auch noch einmal losziehen, um dann das tolle Pilzjahr 2017 so langsam abzuschließen. Alles weitere wird schönes Beiwerk sein.

Liebe Grüße Stefan & Dani«


Stefans Salat mit Zitronen-Buttermilch-Dressing, Garnelen und Steinpilzen sowie knusprigem Ciabatta Brot in Steinpilzbutter 




Foto: Es ist ja schon fast eine Provokation, uns Pilzfreunden mit diesem Steinpilz-Garnelen-Gedicht den Mund wässrig zu machen. Da ist Chef-de-cuisine-des-champignons Stefan ein fantastischer Wurf gelungen!

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Stefan schreibt am 29. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,

ich möchte euch unsere heutige Gaumenfreude nicht vorenthalten. Es gab einen knackigen Salat mit Zitronen-Buttermilch-Dressing, dazu Garnelen, Steinpilze und in Steinpilzbutter knusprig herausgebackenes Ciabatta Brot.


Die Zutaten

Dressing:

Buttermilch

Joghurt

Zitrone- und Limettensaft + Abrieb 

Honig

Salz

Salat:

Eisberg- und Feldsalat (knackig und nussig)

Weitere Zutaten:

Garnelen

Steinpilze

Pinienkerne (geröstet)

Olivenöl

Knoblauch

Dill

Paprika

Mozzarella 

Ciabatta 

Steinpilzbutter

Butterschmalz

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Foto: Ein Teil der Steinpilze kommt in vorbereiteten Scheibchen auf die Garnelen, der andere Teil (hinten) wird, durchaus wahlweise gebraten oder roh, dem Salat locker beigegeben. (2 Fotos © Stefan)

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Zubereitung

Die Garnelen wurden mit Dill, Salz und Zitrone gewürzt, mit Knoblauch belegt und Olivenöl beträufelt. Anschließend ging es zum Ziehen für 1 Stunde in den Kühlschrank.

Währenddessen wurde alles weitere geschnitten und vorbereitet.

Einen Teil der Steinpilze habe ich in Scheiben geschnitten, ein weiterer wurde geviertelt und anschließend zusammen in Butterschmalz goldbraun gebraten.

Parallel dazu wurden in einer weiteren Pfanne die Garnelen gebraten.

Die fertigen Steinpilze kamen zur Seite und ordentlich Steinpilzbutter in die noch heiße Pfanne. 

Dann das Ciabatta-Brot mit beiden Seiten in die flüssige Butter getunkt und von beiden Seiten schön knusprig rausbacken.

Anrichten und fertig!

Der frische und zitronige Geschmack des Dressings und der Garnelen harmonieren super mit dem nussigen Geschmack von Pinienkernen, Feldsalat und den Steinpilzen.

Das knusprige Brot mit der warmen Steinpilzbutter krönt das Ganze.

Bon Appétit!«


Stefan tilgte sein Ärgernis über den zertretenen Steinpilz spontan mit einem Steinpilz-Fund


Stefan schreibt am 27. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem ich heute Morgen meinen Steinpilz-Probanden platt getreten vorgefunden habe, bin ich nach der Arbeit in einen nahegelegenen Kiefernwald gegangen, um ein paar Steinpilze zu finden. Ich musste meinen Frust mit einem netten Fund wieder wettmachen.

Nach 30 Minuten frischer Luft hatte ich vier schöne Steinpilze (zwei davon siehe Foto rechts), eine knackige Marone und einen gut gewachsenen Parasol gefangen.

Damit konnte ich gut gelaunt die Heimreise antreten und in das verlängerte, hoffentlich pilzreiche Wochenende starten.

Liebe Grüße Stefan«

(Foto © Stefan)

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Ein Frevler beendete abrupt Stefans fotografische Wachstumsstudien am Steinpilz


2 Fotos: Am Mittwoch um 9.30 Uhr begann Stefans fotografisches Experiment.

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Stefan schreibt am 27. Oktober 2017:

»Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,

ich hatte am Mittwoch Morgen tatsächlich mit meiner geplanten Wachstumsstudie an einem Steinpilz auf meinem Firmengelände (Landkreis Darmstadt-Dieburg) begonnen. Dafür habe ich mir ein wunderschönes Exemplar unter einer der alten Eichen ausgeguckt. Das Experiment bot sich geradezu an, da ich jeden Morgen bei Ankunft und nach Feierabend Fotografien am Objekt machen kann.

Ein nicht zu unterschätzendes Risiko blieb natürlich, nämlich dass bei dem nicht zu vermeidenden Publikumsverkehr jemand meinen mykologischen Probanden kassieren oder zertreten könnte, sei es aus Unachtsamkeit oder aus böser Absicht. 

Mit meinen Überlegungen, wie ich mit ihm über das Wochenende verfahren sollte - mitnehmen oder stehen lassen? - war ich zerrissen. Zu guter Letzt entschied ich doch, ihn stehen zu lassen, um auch über das Wochenende Fotos machen zu können.

Heute Morgen um 7.30 Uhr haben sich diese Pläne zerschlagen. In bemitleidenswertem Zustand - zertreten und mit einem stempelartigen Profilabdruck der Schuhsohle gezeichnet - lag der arme Kerl da, halb zermatscht. Und das, wo ich ihn stets so gut versteckt hatte.

Nun ist er im Steinpilzhimmel.

Die vier Fotos, die ich machen konnte, möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Traurige Grüße, Stefan«


2 Fotos: Am Donnerstag hat der Steinpilz binnen acht Stunden - zwischen 8 Uhr und 16 Uhr -  bereits eine merklich rauere Huthaut bekommen. Leider war mit diesem letzten Bild die Studie auch schon beendet. (4 Fotos © Stefan)

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Die Steinpilze am Arbeitsplatz wachsen seit Wochen - und Stefan rechnet mit Erträgen bis in den November


Foto: Seit Wochen findet Stefan auf dem Parkplatz seines Firmengeländes im Landkreis Darmstadt-Dieburg Steinpilze und Sommersteinpilze in Top-Qualität. Und das in Abständen von wenigen Tagen. Sie wachsen unter alten Eichen.

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Stefan schreibt am 26. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich fasse mich kurz:

Mein kleines Pilzparadies auf dem Gelände meiner Firma ist, was die Steinpilze betrifft, aktuell am potentesten. Ich gehe aber davon aus, dass uns der November nochmals einen Schub beschert. Es wird immer mal wieder Regen vorhergesagt und die Temperaturen spielen auch noch mit.

Das erste Bild zeigt den Fund von Montag, das zweite von heute.

Liebe Grüße an alle fleißigen Pilzsammler, Stefan«


Foto: Und hier Stefans Ausbeute vom Donnerstag. Den Steinpilzen ist anzusehen, dass sie knüppelhart und von bester Qualität sind. (2 Fotos © Stefan)


Der Wunsch, seinen ersten Steinpilz zu finden, erfüllte sich für den kleinen Pilzner


Stefan schreibt am 22. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

unser kleiner Nachwuchspilzner wollte nochmal in den Wald, Pilze fangen. Nach seinem Pfifferlingsfund im Sommer sollte nun auch noch ein Steinpilz hinzukommen.

So haben wir vier heute beschlossen, einen kurzen Ausflug in den Spessart zu unternehmen, da die neuen Stellen von letzter Woche ja recht einfach zugänglich waren. Wir haben uns warm eingepackt, da es windig ist und die Temperaturen gut angezogen haben.

An der ersten Stelle angekommen, wurde der Wunsch vom meinem Sohnemann auch direkt erfüllt (Foto rechts). Anschließend haben wir leider nur noch Pilzleichen und einige große, aber giftige Bischofsmützen finden können.

Unsere Tochter fand zum Abschluss noch einige schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge, darunter einen ausnehmend schönen (zweites Foto). So ging es nach einer knappen Stunde wieder nach Hause, ab in die warme Badewanne.

Ich freue mich, das meine Partnerin dabei war, denn wie wir seit Mitte der Woche wissen, hat sie sich mit der einzigen Zecke, die sie dieses Jahr hatte, eine knackige Borreliose eingefangen. Dieser unerfreuliche Vorgang trübt das nahende Saisonende dieses traumhaften Pilzjahres leider etwas, aber sie geht glücklicherweise sehr tapfer damit um.

Wir würden uns alle nochmal über einen letzten Steinpilzschub freuen, vielleicht bringt ihn uns ja der aktuelle Regen nach dieser schönen und sonnenreichen Woche.

Ganz liebe Grüße Stefan, Dani, Mia & Lijan«


Foto: So bizarr und verlockend sie auch sind, die Bischofsmützen müssen im Wald bleiben. Ihr Gift Gyromitrin schädigt die Leber. (3 Fotos © Stefan)

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Hessischer Spessart: Parasolschnitzel mit Ofenkartoffeln und Rotkraut für Carolin und Peter


Carolin schreibt am 21. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir sind eher stille Beobachter des Pilztickers, doch heute müssen wir den Sensationsfund unseres Pilzjahres melden.

Auf der verregneten Heimfahrt durch den hessischen Spessart lachte uns ein riesiger Parasol jenseits der Leitplanke an. Also Parkplatz gesucht, an der Straße langgestapft und das gute Stück mitgenommen.

Vor der Weiterverarbeitung haben wir ihn noch gemessen. Er brachte es auf 24 Zentimeter Durchmesser!

Wir freuen uns jetzt auf ein leckeres Parasolschnitzel mit Ofenkartoffeln und Rotkraut.

Carolin und Peter«

(Foto © Carolin)

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Darmstadt-Dieburg: Träume von fotographischen Studien im kleinen Pilzparadies


Stefan schreibt am 18. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in meinem kleinen Pilzparadies auf der Arbeit wird es immer abenteuerlicher. Beim Mittagsspaziergang habe ich an einer Fichte einen Steinpilz aus der Ferne entdeckt, auf den wie zur Unterstützung noch einige Fliegenpilze hinwiesen.

Ein kurzer Besuch nach Feierabend zeigte, dass sogar drei knackige junge Steinpilze (Foto untere Reihe) mitgenommen werden wollten.

Wie gewohnt ging es dann Richtung Parkplatz, den ich vermutlich als einziger aktuell suchend ablaufe. Ich möchte nicht wissen, was so mancher Kollege von mir denkt, wenn er mich so sieht. ;-)

Hier dann die Überraschung. Mitten im Oktober lacht mich doch glatt ein Sommersteinpilz (Foto oben links) an. Vielleicht freute er sich auch, weil er ohne Würmer war. Vor meinem Auto fand ich dann noch einen jungen, knackigen Flocki (oben rechts).

Es begeistert mich, dass ich dieses kleine Paradies entdeckt habe, natürlich auch, weil es kaum Mühe macht, hier nach Feierabend mal eben herrliche Pilze zu ernten. Aber vor allem, weil ich hier zusehen und hautnah miterleben kann, was wann und wo wächst.

So kamen hier vor gut vier Wochen die Pantherpilze in Massen hervor, anschließend die tollen Eichensteinpilze, seit Anfang der Woche nun die Fliegenpilze. Und zwischendurch gibt es immer mal wieder eine schöne Überraschung wie den Flocki oder den Sommersteinpilz.

Gerne würde ich mal einen Steinpilz von klein auf morgens und abends als Fotostrecke mitdokumentieren, aber leider wird vieles, gerade am Rand, achtlos umgetreten.

Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass sich einer vielleicht doch mal gut versteckt, um mir die Gelegenheit zur fotografischen Begleitung zu geben.

Viele liebe Grüße Stefan«

(Foto © Stefan)

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Jürgen müht sich geschwächt zu seinen Diemelstädter Pilzstellen - und holt gleich ein paar Steinpilze ab


Jürgen schreibt am 16. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach knapp fünf Wochen im Krankenstand möchte ich mich mal wieder melden. Ich bin jetzt immerhin wieder soweit, dass ich mich am Tag mal so eine halbe Stunde im Wald bewegen kann.

Auch in den letzten zwei Tagen bin ich in Begleitung raus. Es geht nur mit einer Begleitperson, da ich immer damit rechnen muss, dass mir die Luft fehlt.

Aber ein bisschen landete dann doch im Korb. Meine Fotos zeigen die Funde der vergangenen zwei Tage.

Liebe Grüße Jürgen«

Lieber Jürgen,

natürlich war mir aufgefallen, dass seit längerem von Dir keine Meldung kam. Leider ahnt man nicht, dass etwas Gravierendes dahinter steckt. An dieser Stelle wünsche ich Dir, auch im Namen der hier versammelten Pilzfreunde, dass Du bald wieder bei vollen Kräften bist und wie immer Deine geliebten Diemelstädter Pilzstellen aufsuchen kannst.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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2 Fotos: Nach langer krankheitsbedingter Pause fand Jürgen einige schöne Steinpilze. Die Wasserflasche deutet darauf hin, dass es, wie die Wetterfrösche angekündigt hatten, ein beinahe sommerlich warmer Tag in der Region Diemelstadt war. (3 Fotos © Jürgen S.)

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Vorspessart: Dem zähen Beginn in der Frühe folgte ein furioses Fundfestival


Stefan schreibt am 14. Oktober 2017:

«Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ein langer Tag im Spessart und in einem Wald bei Büdingen geht zu Ende.

Um 6 Uhr klingelte der Wecker, mit dem Sonnenaufgang ging es für meine Freundin und mich los. Zuerst in die Steinpilzreviere, aber wie soll es anders sein, trotz der Frühe wir waren nicht alleine.

Ein kurzes Gespräch mit unserem Konkurrenten brachte Aufschluss. Der Mann war offenbar nicht ortskundig, also schnell weiter, damit er nicht bemerkte in welche Richtung wir verschwinden.

In der ersten von drei Fichtenschonungen herrschte erst einmal Ernüchterung. Nichts!
Weiter zur zweiten - wieder nichts! Auch an der dritten Steinpilzstelle warteten nur ernüchternde verwurmte Reststeinpilze. Nichts Brauchbares.

Immerhin, als wir den Wald ziemlich enttäuscht velrießen, gab es am Wegrand drei Steinis für uns.

Mit dem Auto also weiter in den Nachbarort, zu meiner Pfifferlingsstelle. Wie erwartet, fanden wir dort nicht mehr die große Menge, aber immerhin gut 500 Gramm.

Doch unsere Zeit sollte noch kommen. Wie schon die ganze Woche über, so hielt ich auch dieses Mal aufs Geratewohl bei irgendwelchen Eichen, möglichst am sonnigen Wald- oder Wegrand.

Drei Stopps haben wir auf diese Art eingelegt - und in kurzer Zeit war unser Korb mit tollen Steinpilzen gefüllt. Weiterhin fanden wir Rotkappen und einen Birkenpilz. Die Maronen blieben heute stehen, waren aber ebenfalls zahlreich.

Zuhause angekommen, kamen die Funde auf den Gartentisch (erstes Foto) - und schon ging's weiter mit unserer nächsten Tour, dieses Mal mit Fabiano. Wir fuhren Richtung Büdingen in einen Fichtenwald. Hier gab es ein paar schöne Maronen für Fabiano und 1,5 Kilo Gelbstielige Trompetenpfifferlinge (zweites Foto), die wir uns teilten. Aus ihnen machen wir Pilzpulver.

Während der Dörrautomat läuft, bin ich platt und dennoch vollauf zufrieden, nach einem mühsamen Start doch noch einen rundum erfolgreichen Pilztag erlebt zu haben.

Erwähnenswert ist noch eine ebenso seltene wie auch sehr gefährliche Bischofsmütze (drittes Foto), die wir typischerweise im Nadelwald an einem morschen, übermoosten Fichtenstumpf fanden. Sie steht, wie auch andere Giftlorcheln, im dringenden Verdacht, die Leber zu schädigen.

Liebe Grüße Stefan, Dani und Fabiano«

(3 Fotos © Stefan)

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Wie kann das passieren? Gleich vier Steinpilze hat Stefan glatt übersehen


Foto: Wenn einem auf dem Parkplatz des Arbeitgebers über ein, zwei Wochen täglich so herrliche Pilze wachsen, sollte die Arbeit gleich viel mehr Spaß machen. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 12. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wie angekündigt, habe ich heute die Flockenstieligen Hexenröhrlinge in meinem kleinen neuen Pilzparadies auf der Arbeit geerntet.

Zudem gab es gestern noch vier leckere Steinpilze und heute nochmal zwei. Leider habe ich im Laufe der Woche auch vier Stück übersehen, die dann heute überständig waren.

Morgen geht es mit dem Sonnenaufgang in den Spessart. Ich hoffe, wir kommen der Konkurrenz so zuvor. Auch werde ich nachsehen, ob meine schöne Pfifferlingsstelle dort nochmal was für mich bereit hält.

Viele liebe Grüße Stefan«

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Landkreis Darmstadt-Dieburg: Die Steinpilze unter Solitäreichen sind etwas Besonderes


Foto: Sie sind dunkel, sehr fest und schwer, die herrlichen Steinpilze, die Stefan unter Solitäreichen gefunden hat. Deshalb an dieser Stelle ein mykologischer Ausflug in Deutschlands Nordwesten: Speziell in Ostfriesland, wo es so gut wie keine Wälder gibt, findet man genau diese Art Steinpilze. Es ist ein Irrtum zu glauben, Ostfriesland sei aufgrund fehlender Wälder kein Pilzland. Das Gegenteil ist der Fall! (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 11. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

es scheint mir, dass bei uns aktuell die Eichen, bevorzugt einzeln stehende, die tollsten Steinpilze hervorbringen.

Einen habe ich noch in meinem neuen Pilzparadies auf dem Firmenparkplatz gefunden, die anderen auf der Heimfahrt an ganz ähnlichen Plätzen. Im Auto gilt mein Aufmerksamkeit momentan ebenso der Umgebung wie dem Verkehr. Es ist richtig schlimm. Zur Nachahmung nicht empfohlen.

Die Steinpilze unter Eichen sind etwas Besonderes. Im Gegensatz zu den Fichtensteinpilzen sind sie ausgesprochen kernig, fest und schwer.

Das Dörrgerät freut's. Es läuft bereits wieder und nun wird noch Steinpilzbutter gemacht, nachdem heute endlich der Nachschub meiner bestellten Buttertöpfchen kam.

Ganz liebe Grüße Stefan«

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Hardtwald/Taunus: Lenka hofft auf ein pilzkräftiges Wochenende in diesem kuriosen Trötenjahr


Foto: Ein paar Steinpilze konnte Lenka vor dem Dahinscheiden gerade noch erhaschen, viele der auf einer Pferdekoppel entdeckten Exemplare musste sie zähneknirschend ihrem Verwesungsschicksal überlassen. In der grünen Schale sehen wir, gut beschirmt, Herbsttrompeten vom zweiten Schub, den sie in diesem Trötenjahr ernten konnte. (2 Fotos © Lenka)

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Lenka schreibt am 11. Oktober 2017:

»Um den Vollmond herum war es endlich im Hardtwald soweit: die Steinpilze sind da.

Leider freuen sich auch die Maden darüber, so dass man schauen muss, dass man die Kumpels in einem früheren Stadium erlegt.

Kurioserweise fanden wir auf einer unserer Pferdekoppeln am Waldrand, wirklich mitten im Gras, eine riesige Ansammlung von riesig großen Steinpilzen, an die 30 Stück. Leider hatten viele schon das Spätstadium erreicht; lediglich ein paar konnte ich retten (Bild).

Derweil blasen die Totentrompeten (zweites Foto) zum zweiten Angriff. Ich entdecke immer wieder neue Stellen und bin überzeugt, dass dieses Jahr das absolute Trötenjahr ist.

Ich hoffe, die Saison dauert noch an, zum Wochenende hin soll es ja richtig warm werden.  Hmmm…

Herzliche Grüße Lenka«


Darmstadt-Dieburg: Wenn die schönsten Steinpilze auf dem Firmenparkplatz wachsen


Foto: Fast wie Skulpturen wirken diese Steinpilze, so sichtlich hart sind sie. Da hatte Stefan einen guten Riecher. Bereits im Sommer hatte er vermutet, dass sie auf seinem Firmenparkplatz wachsen könnten...

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Stefan schreibt am 10. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

einen tollen Fund habe ich gestern auf unserem Firmenparkplatz im Landkreis Darmstadt-Dieburg gemacht. Ich fand dort fast drei Kilo Steinpilze. Leider musste ich das Schwergewicht von 600 Gramm aussortieren, da er im Verdacht von gefährichem Schhimmel stand.

Zwischen den Parkstreifen befinden sich mit Eichen bepflanzte Inseln, weshalb ich bereits im Sommer aufmerksam mein Auge auf diese Flächen geworfen hatte. Nun war es soweit!

Gestern nach Feierabend dann dieser tolle Fund. Alle Pilze waren super knackig - und bis auf 3 Stück auch madenfrei.

Man beachte das Vierlingsknäuel oben links mit seitlichem Ausleger. ;-)

Stefan ergänzt am Abend des 10. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich nochmal eine kleine Runde auf dem Firmenparkplatz drehen.
Es wird immer erfreulicher!

Ich fand erneut Steinpilze! Zudem noch eine Krause Glucke, ohne eine Kiefer, einen Stumpf oder einen anderen Nadelbaum drum herum. Ich habe sie stehen gelassen und muss mir das nochmal genauer ansehen.

An einer weiteren Eiche habe ich noch ein junges Nest mit Flockenstieligen Hexenröhrlingen (7 Stück) gefunden. Sie waren alle noch jung und werden von mir bis zum Freitag beobachtet und dann mit ins Wochenende genommen.

Es bleibt spannend in meinem kleinen, neuen Pilzparadies. ;-)

Liebe Grüße Stefan«

Hallo Stefan,

es ist zu vermuten, dass die Krause Glucke an einem im Boden verbliebenen Wurzelstock einer gefällten Kiefer siedelt. Das ist nicht selten bei Holz verzehrenden Pilzen der Fall.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm


Foto: Ein Bild von Stefans heutiger Nachlese auf seinem Firmenparkplatz. Zwei knorrige Steinpilze mit rauer Huthaut warten auf - Zugriff(!) (2 Fotos © Stefan)

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Stefan empfiehlt: Gebt 2 Teelöffel Pulver von der Herbsttrompete an die Pilzsauce




Foto: Einen nur kleinen Inspektionsgang, um die nach langem Pilzgang noch brennenden Fußsohlen zu schonen, machte Stefan in seinem Hauswald. Dabei sprang wieder einmal eine beachtliche Pfifferlingslese heraus. Drei Birkenpilze und drei Totentrompeten wollten ebenfalls mit. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 8. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

erst einmal vorweg: Ich freue ich mich für Heike (Thüringen), die unlängst einen Igelstachelbart gefunden hat. Meiner Meinung nach ist er ein hervorragender Speisepilz, ich schätze ihn sehr und kaufe ihn immer mal wieder gerne auf dem Markt.

Eigentlich wollte ich gestern in den Spessart, um nach Steinpilzen zu sehen, aber mir brannten immer noch die Füße von meiner ausgiebigen Tour am Freitag. Außerdem war eine Erkältung im Anflug.

Da ich die Füße aber doch nicht still halten kann, drehte ich eben eine kleine Runde in meinem Hauswald, das heißt, ich inspizierte meine Pfifferlingsplätze.

Es kam nochmal eine schöne Portion zusammen, aus der ich wieder Butter machen werde. Sie schmeckt so gut, dass man davon gar nicht genug haben kann. ;-)

Die je drei Birkenröhrlinge und Totentrompeten werde ich trocknen und zu Pilzpulver verarbeiten.

Stefans Verfeinerungstipp

Hier möchte ich auch noch erwähnen, dass ich vor etwa 2 Wochen das erste Mal eine Pilzsauce mit 2 Teelöffeln Pulver von der Totentrompete verfeinert habe, was ihr einen hervorragenden intensiven Geschmack verliehen hat. Absolut spitze, nur empfehlenswert!

Viele liebe Grüße Stefan«

Alzenau: Einmal ungewollt um den Wald herum


Stefan schreibt am 6. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

meine heutige Tour führte mich in ein neues Waldstück bei Alzenau, das ich mir bereits im Frühjahr angesehen hatte. Größtenteils stehen hier Kiefern mit eingestreuten Birken.

Pünktlich zum Sonnenaufgang ging es los, aber was mich erwartete, war alles andere als erfreulich. Konkurrenz ohne Ende! Ich bin manchmal mit vier Rivalen um die Wette gelaufen. Immer wieder Schnittreste, gefühlt war alles auf links gedreht.

Also bin ich tiefer in den Wald hinein, um mich abzusetzen. Da ich mich mehrmals verirrte, bin ich sogar einmal um den Wald herum gelaufen.

Neben Maronen standen vor allem diverse Täublingsarten. Gelbe Knollenblätterpilze und  Fliegenpilze (zweites Foto) waren massenhaft vertreten.

Durchnässt vom Regen und mit schweren Beinen ging es vier Stunden später mit ein paar schönen Steinpilzen und einigen knackigen Maronen im Korb wieder nach Hause. Das Foto oben zeigt meine Ausbeute.

Liebe Grüße Stefan«

(2 Fotos © Stefan)

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