Pilz-Ticker-Hessen



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Vom 26.11. bis 2.12.2016 macht der Pilz-Ticker mal eine Pause. Ab dem 3.12. läuft alles weiter wie gehabt.


Nach dem Ausfall der Steinpilze und Maronen hofft Jürgen auf ein besseres Pilzjahr 2017 in den Diemelstädter Wäldern


2 Fotos: Die Samtfußrüblinge (links) waren Jürgen zu wenig für ein Pilzgericht, der Mönchskopf (rechts) hatte schon Frost abbekommen. Das muss aber generell noch nichts heißen. Dieser junge Mönchskopf kann auch nach dem Frost gewachsen oder nachgewachsen sein. Solange einmal gefrorene und wieder aufgetaute Pilze in der Natur gut aussehen, angenehm riechen und nicht matschig sind, können wir sie auch verzehren. Man sieht einem Pilz an, ob er bereits in die Verwesung übergegangen ist oder nicht. (2 Fotos © Jürgen S.)

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Jürgen schreibt am 19. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

endlich hat das Warten ein Ende - die Mönchsköpfe und die Samtfußrüblinge sind da. Sehr spät in diesem Jahr!

Leider musste ich die Mönchsköpfe stehen lassen, da sie schon Frost abbekommen haben und durch das milde Wetter, das wir gerade haben, aufgetaut sind. Die Samtfüße habe ich auch am Baum gelassen, da es zu wenige waren.

Im großen und ganzen kann man sagen, dass dieses Jahr ein schlechtes für Maronen und Steinpilze war. Aber im April geht es ja mit den Georgsritterlingen (Maipilzen) wieder los und ich hoffe, dass damit ein besseres Pilzjahr beginnt.

Bis zum nächstenmal!

Liebe Grüße Jürgen S.«





Ganz spät kommen im Hardtwald des Taunus die »obenrum knackigen« Steinpilze

Lenka schreibt am 14. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

auch ich war am Samstag im Hardtwald/Taunus unterwegs, und siehe da!

Ein paar von meinen dicken Hutkumpels hatten wohl den Abflug verpasst. Insgesamt habe ich sieben schöne mittelgroße bis große Steinpilze gefunden. Die Stiele waren zwar teilweise etwas glasig, aber alle Pilze madenfrei und »obenrum« knackig. Es waren zwar nur Einzelfunde an bekannten Plätzen, aber immerhin.

Das Pilzjahr 2016 war gerade im Hardtwald wegen der sommerlichen Dürre ein ziemlicher Reinfall. Doch jetzt gibt's Hallimasch, Parasole, Nebelkappen, Mönchsköpfe, Flaschenstäublinge, vereinzelt Knoblauchschwindlinge und Violette Rötelritterlinge. Fehlanzeige ist dagegen bei Totentrompeten, Maronen, Rotfüßen und anderen Röhrlingen zu vermelden.

Letzte Nacht war es -6°C kalt, aber in den nächsten Tagen sollen die Temperaturen bis +10°C steigen. Einen, wirklich EINEN letzten Versuch mache ich noch, dann ist das Buch für dieses Jahr aber zu!

Liebe Grüße Lenka«

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Im Frankfurter Stadtwald wachsen eine halbes Dutzend Speisepilzarten immer noch üppig


Foto: Es ist reichlich, was Jürgen im Frankfurter Stadtwald noch an Pilzen findet! Mit Maronen, Rotfüßen, Hallimasch, Parasole, Krauser Glucke und Semmelstoppelpilzen stehen immer noch gute Speisepilze in Massen. (Foto © Jürgen W.)

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Jürgen W. schreibt am 14. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

der Frankfurter Stadtwald steht immer noch voller Pilze wie Maronen, Rotfußarten, Hallimasch, Schirmpilze, Semmelstoppelpilze und Herbstlorcheln*. Auch fand ich noch eine Krause Glucke.

Gruß Jürgen W.«

* Alle Lorchelarten werden nicht mehr zum Verzehr empfohlen. Sie werden zwischen ungenießbar bis giftig eingestuft





Osttaunus: Die fantastischen Steinpilze trugen teilweise schon Mützen aus Eis


Foto: Die herrlichen Steinpilze und Maronen aus dem Osttaunus hatten teilweise schon vereiste Mützen. Welch ein toller Fund am 13. November für Christian!

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Christian schreibt am 13. November 2016:

»Hallo Pilzfreunde,

ein paar Neuigkeiten aus dem östlichen Taunus.

Nachdem ich dachte, ich habe mittlerweile ein oder zwei Geheimplätze im Wald, trat vor zwei Wochen an meinem Maronen- und Steinpilzplatz der schlimmste Fall ein: Das Niesen eines Konkurrenten aus der Ferne. Ein Schock!

Am heutigen Sonntag nun hatte ich meine Abschlussrunde geplant. Mangels Erwartungen hatte ich statt eines Korbes lediglich eine Papiertüte dabei. Doch wider Erwarten sollte meiner bester Jahresfund herausspringen.

Ich fand Maronen und Steinpilze in bester Qualität, sieht man einmal von den teilweise schon vereisten Mützen ab.

Ich hatte wegen der tiefen Temperaturen die Pilzsaison schon abgeschrieben, doch dann: Hurra! Bisher glaubte ich, zumindest die Herbst- und Sommerpilze ab -1°C abschreiben zu müssen. Man lernt nie aus.

Auch mein ausgebildeter Röhrlingssuchhund sah am Ende recht zufrieden aus, siehe das Foto rechts. ;-)

Weiterhin viel Erfolg - natürlich außer an meinen Geheimplätzen...«

(2 Fotos © Christian)

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Darmstadt-Eberberg: Auf ihrem letzten Pilzgang 2016 hoben Hans und Tobi noch zwei Nester Steinpilze aus


Foto: Die Letzten des Jahres! Für Hans und Tobi war es der Abschlusspilzgang 2016. Und sie fanden noch zwei Nester mit solch herrlichen Steinpilzen!

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Tobi schreibt am 13. November 2016:

»Einen schönen guten Tag Heinz-Wilhelm,

heute waren wir noch einmal im Wald bei Darmstadt-Eberberg. Die Maronen wachsen noch recht gut. Und wie man sehen kann, konnten wir auch noch einige schöne Steinpilze finden, obwohl sie sich gut im Laub versteckten. Es waren zwei kleine Nester, die nahe beisammen waren. 

An einer einsamen Kiefer fanden wir auch noch eine tiefgefrorene Krause Glucke im besten Zustand. 

Für uns ist mit diesem Gang die Pilzsaison beendet. Auch bei uns sollen die Temperaturen in den nächsten Nächten weiter sinken.

Allen Unverzagten, die noch draußen sind, wünschen wir viel Erfolg bei der Suche!

Bis zum nächsten Jahr!

Viele Grüße, Hans und Tobi«

Hallo Tobi, hallo Hans,

an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Eure stets tollen Fotos, die mit Sicherheit viele Pilzfreunde begeistert haben. Bis zum nächsten Jahr grüßt Euch herzlich

Heinz-Wilhelm


Foto: Sie versteckten sich gut, doch Tobi erwischte sie, die letzten Steinpilze 2016. Obwohl sie sich im Blattwerk mit fast der gleichen Farbe wie die Blätter ausgezeichnet tarnten.


Foto: Auch die Maronen wachsen noch gut, wie dieses Foto belegt. Doch damit dürfte es in Kürze Schluss sein, denn für die Region Darmstadt sind tiefere Frosttemperaturen in den Nächten angesagt. (3 Fotos © Tobi)







Frankfurt/Groß-Gerau: Ein Fund von Maronen und einem verlorenen Pilzmesser

Julius schreibt am 10. November 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

heute hat es uns im Landkreis Groß-Gerau noch einmal in den Wald gelockt. Wir haben auch noch einige Maronen gefunden. Eigentlich hat sie Julius fast alleine entdeckt, ich war heute blind und bin an allen vorbeigelaufen.

Dann lag da noch ein Messer, das offensichtlich ein Konkurrent verloren hat. Sollte es jemand erkennen, so kann er ja in Kontakt mit Dir treten, wir geben es gerne zurück.

Je nach Situation im Wald melden wir uns dieses Jahr nochmal bei Dir.

Bis dahin viele liebe Grüße von Julius und Andrea aus Groß-Gerau«


2 Fotos: Die Maronen sind, wie man sieht, immer noch da. Man findet in diesen Tagen aber nicht nur sie für ein letztes frisches Wildpilzgericht im Jahr, sondern auch das Besteck der Konkurrenz. In diesem Fall entdeckte Julius ein Messer (rechts), das er seinem rechtmäßigen Besitzer gerne wieder übereignen würde, falls sich dieser melden sollte, und zwar bei passio28[ätt]passion-pilze-sammeln.com. (2 Fotos © Julius)

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Bad Soden-Salmünster: Die vielen herrlichen Maronen entschädigten für die ausgefallenen Steinpilze

Oliver schreibt am 7. November 2016:

»Ich war heute abschließend noch einmal im Spessart bei Bad Soden-Salmünster. Solche Massen an Maronen, wie ich sie fand, sind echt selten. Ich habe rund drei Kilo gefunden und nur die absolut besten kleinen mitgenommen, die richtig lecker aussahen. Die großen habe ich stehen gelassen.

So wurde ich noch für die in diesem Jahr fehlenden Steinpilze entschädigt. Ich denke, dass mit Einfrieren und Trocknen der Vorrat bis zum nächsten Saisonbeginn reichten müsste.

Liebe Grüße an alle, Oliver«


Landkreis Kassel: Maronen im Überfluss

Armin schreibt am 7. November 2016:

»Am 6. November habe ich nahe Naumburg in Nordhessen nach 3 Stunden im Kiefernwald 4 Kilo schöne Maronen im Korb gehabt.«


Eberberg: Mit den Steinpilzen ist's aus und vorbei, doch die Maronen wachsen prächtig


Foto: Drei prächtige Maronen kuscheln miteinander. Sehen sie nicht super knackig aus?

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Tobi schreibt am 7. November 2016:

»Einen schönen guten Abend Heinz-Wilhelm,

gestern waren wir mal wieder unterwegs an unseren Stellen. Wir mussten feststellen, dass es mit den Steinpilzen für dieses Jahr definitiv vorbei ist.

Den letzten, den wir fanden, habe ich noch einmal gesondert fotografiert mit seinem dicken Bauch (Foto links).

Wir waren aber auch mit schönen Maronen, Parasole und Krausen Glucken zufrieden. Womöglich war das unser letzter Fund. Denn nach den Ankündigungen soll in Kürze richtiger Frost kommen, der mit einem Schlag das Ende der Herbstpilze bedeuten dürfte.

Wir wünschen allen Sammlern für die noch verbleibenden Pilzgänge viel Glück und Erfolg!

Viele Grüße Hans und Tobi«


Foto: Es müssen nicht immer Steinpilze sein, auch wenn Tobi sie in diesem Pilzherbst vermisste. Diese prächtigen Maronen sind eine willkommene Entschädigung. (3 Fotos © Tobi)


Fünf Stunden im Diemelstädter Wald mit einem für alle lohnenswerten Pilzfund


Jürgen schreibt am 6. November 2016:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

wie angekündigt, sind wir heute Morgen in einer kleinen Gruppe in den Wald, wo wir bei herrlichem Wetter fünf schöne Stunden verbrachten.

Auch konnten wir wieder einige Pilze finden. In meinem Korb fanden sich Parasole, Violette Rötelritterlinge, Kuhmaul, Maronen und Butterpilze ein (Foto rechts). Bei den anderen waren noch Anisegerlinge und Hallimasch.

Alle Körbe waren halb gefüllt, so dass sich der Gang vom Gesamtergebnis her gelohnt hat. 

Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntagabend.

Liebe Grüße Jürgen«

(Foto © Jürgen S.)

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Diemelstadt: Die günstigen Temperaturen ermöglichen Jürgen die freie Parasolauswahl


Foto: Unter den Pilzarten, die in den Diemelstädter Wäldern noch üppig wachsen, sind auch die Parasole. Jürgen findet sie auf einer großen Wiese am Waldrand. Er hat die freie Auswahl (2 Fotos © Jürgen S.)

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Jürgen schreibt am 5. November 2016:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

bei uns sind es immer noch um die 6 bis 7 Grad, sodass noch viele Pilze wachsen können. So fand ich Violette Rötelritterlinge, Fichtenreizker, Hallimasch, viele Butterpilze und Parasole.

Die Parasole stehen auf einer großen Wiese. Einige sind schon hingeschieden, aber viele noch gut zu verwerten. Man hat die freie Auswahl.

Morgen Früh gehen wir zu viert in die Pilze. Ich bin gespannt, was wir da finden und in unsere Körbe bekommen.

Liebe Grüße Jürgen«


Taunusplatte: Marcs Pilzausflug ganz in Violett


Marc schreibt am 5. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

nachdem ich nun seit Jahren deinen tollen Pilz-Blog (speziell den Pilz-Ticker) wöchentlich bis teilweise täglich verfolge, möchte ich nun auch mal einen Beitrag liefern.

Meine Begeisterung für Pilze begann erst vor 4-5 Jahren, als wir mit Freunden im Wald Steinpilze und Maronen sammeln waren. Seitdem versuche ich mein Wissen mehr und mehr auszubauen, um immer mehr spannende Pilze bestimmen zu können. Deine Seite und die tollen Funde der Pilzfreunde im Pilz-Ticker liefern mir immer wieder Anreize, neue Arten kennen und sammeln zu lernen.

Um die Sicherheit zu bekommen, die Arten dann auch richtig zu bestimmen und von giftigen Doppelgängern unterscheiden zu können, haben mir die regelmäßigen Tages- und Wochenend-Pilzworkshops vom Pilzsachverständigen Dietmar Krüger sehr geholfen. Neben Praxistipps und Pilzausflügen vermittelt er gerade in den Wochenendkursen auch theoretische Inhalte, was mir persönlich sehr gefällt.

Nun zu meinem Ausflug gestern. Eigentlich bin ich Rheinland-Pfälzer (Mainzer), bin aber doch meistens in Hessen unterwegs zum sammeln, weil der Weg in den Wald kürzer ist und ich hier schon ein paar schöne Stellen kenne.

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Foto: Lila ist Trumpf! Violette Rötelritterlinge en masse ersetzten für Marc die erhofften Röhrlinge. Ein Konkurrent kannte sie offenbar nicht und hat sie alle stehen gelassen. In der kleinen Gruppe der Röhrlinge rechts unten befinden sich vier Maronen und links mit der intensiv gelben Hutunterseite ein Filzröhrling. (Foto© Marc)

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So war ich auch gestern nach der Arbeit in einem Waldstück der Platte im Taunus unterwegs, um noch vor dem nahenden Frost ein paar Maronen, Steinpilze und andere Röhrlinge einzusammeln.

Leider musste ich feststellen, dass wohl schon jemand vor mir da war, da im Gegensatz zum letzten Jahr an der Stelle kaum Maronen zu finden waren und einige maronenähnliche Lamellenpilze abgeschnitten am Boden lagen. Aber schon nach wenigen Metern zauberte eine Gruppe Violetter Rötelritterlinge wieder ein Lächeln auf mein Gesicht.

Es zeigte sich schnell, dass, wer auch immer da unterwegs gewesen war, diese tollen Pilze nicht kannte. So konnte ich zwar an Röhrlingen nur ein paar Maronen und eine Ziegenlippe finden, hatte dafür aber innerhalb von 1 ½ Stunden den Korb voller Violetter Rötelritterlinge in allen Größen (und vielleicht auch mit einer anderen Rötelritterlings-Art ganz links im Bild).

Die braunen Stellen, die auf dem Bild teils zu sehen sind, hatten die Pilze an den Stellen, wo sie auf den bräunlichen Hüten ihren Artgenossen aufgelegen haben (kein braunes Sporenpulver). Alle haben toll parfümiert, würzig gerochen und viele dieser Pilze habe ich in großen Hexenringen vorgefunden.

Aus Interesse habe ich noch drei vermeintliche Violette Lacktrichterlinge mitgenommen, die ich aber aus Unsicherheit nicht gegessen habe. Selbst das Blatt nebendran von einer mir unbekannten Pflanze dort war an der Unterseite violett.

Danke noch mal für deine tolle Seite und dein Engagement! 

Viele Grüße aus Mainz, Marc«

Hallo Marc,

schön, dass Dir der Pilzticker gefällt und vielen Dank für Dein Lob. Mit dem Besuch der Kurse von Dietmar Krüger, der mir bekannt ist, hast Du Dich für eine grundsolide und nachhaltige Pilzausbildung entschieden. Von Deinen erworbenen Kenntnissen wirst Du dauerhaft profitieren können.

Solange Du die Lila Lacktrichterlinge nicht eindeutig identifizieren kannst, heißt es, die Finger von ihnen zu lassen. Sie haben mit dem Violetten Risspilz einen hoch gefährlichen Doppelgänger.

Aufgrund der intensiven Violettfärbung der Hutunterseiten halte ich Deine drei für Lila Lacktrichterlinge. Sie haben herablaufende, die Violetten Risspilze hingegen angeheftete Lamellen, die wiederum deutlich weißliche Schneiden besitzen.

Ich wünsche Dir gute Fortschritte und gute Erfolge!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Sehr lesenswert!

Der 80 Jahre alte Pilzveteran gibt seine Fundstellen nicht preis

Julius und Andrea schreiben am 4. November 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern sind Julius und ich nochmal mit dem Fahrrad losgezogen, um an unseren bekannten Stellen im Landkreis Groß-Gerau nach Pilzen zu suchen. Leider haben wir außer einer Handvoll sehr kleiner Maronen nichts gefunden.

Dafür hatten wir ein schönes Erlebnis. An einer Stelle trafen wir einen älteren Mann, den wir vorher noch nie im Wald getroffen haben. Offensichtlich auch ein Pilzsammler, was an seiner mit schönen Maronen gefüllten Stofftasche zu erkennen war. Wir kamen mit ihm ins Gespräch, er wohnt im selben Ort wie wir und ist 80 Jahre alt!

Seit 75(!) Jahren geht er in diesen Wald zum Pilze sammeln. Seit 1941 sucht er also in demselben Wald; Zahlen, die uns fasziniert haben! 

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Foto rechts: Diese drei Steinpilze gehören gewiss zu einem Vorzugsplatz. Und wie fast alle Pilzsammler, so wollte auch der alte Mann, den Julius und Andrea zufällig trafen, seine Steinpilzplätze, die er seit 75 Jahren anläuft, nicht preisgeben. Warum, das könnt Ihr hier nachlesen, besonders ab dem Absatz »Pilze sammeln heißt, Fallensteller zu sein«. (Archivfoto © Oliver Hyb)




Er erzählte uns, dass früher, als er ein Schuljunge war, hier sehr viel mehr Pilze gewachsen seien, und an den Stellen, wo er damals Pilze gefunden habe, heute keine mehr wachsen würden.

Wir hatten uns ja dieses Jahr auch gewundert, dass wir kaum Steinpilze gefunden haben. Er berichtete, dass er vergangenes Jahr 179 Steinpilze gefunden habe (wir haben unsere letztes Jahr nicht gezählt), dieses Jahr aber nur fünf Stück. Daraufhin waren wir beruhigt, weil es offensichtlich nicht an uns, sondern am grundsätzlich mageren Pilzwachstum lag.

Und obwohl er so alt und Julius so jung ist, hat er nichts von seinem Wissen über seine Sammelplätze preisgegeben.

Wir vermuten, dass die Pilze für dieses Jahr bei uns wohl durch sind. Letzte Nacht hatten wir 0 Grad. Das heißt, dass wir uns voraussichtlich erst kommendes Jahr wieder melden werden.

Bis dahin und viele liebe Grüße von Julius und Andrea aus dem Kreis Groß-Gerau«

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Im Frankfurter Stadtwald wachsen die Pilze munter weiter


Jürgen W. schreibt am 1. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

fertig machen zum Putzen lautet die Devise, wenn das die Pilze auf dem Foto (rechts) sieht. Denn noch wachsen die Pilze im Frankfurter Stadtwald!

Allerdings gab es nur noch eine Krause Glucke und einen Steinpilz. Dafür begegneten mir die ersten Hallimasch und Violetten Rötelritterlinge.

Ansonsten wie gehabt: Es gab von allem etwas.

Gruß Jürgen W.«

(Foto © Jürgen W.)

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