Pilz-Ticker-Hessen



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Beim entspannenden Waldspaziergang suchten und fanden die Pilze Stefan


Foto: Man findet sie, obwohl man sie eigentlich gar nicht sucht: Judasohren an einem morschen Rotbuchenast. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 16. Februar 2018:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

auch von mir mal wieder ein Lebenszeichen.

Das herrliche Wetter heute Nachmittag war quasi eine Einladung für einen Waldbesuch. So bin ich nach Feierabend auf einen Spaziergang nach Rodenbach in den Wald, um eine Stunde frische Luft zu schnappen, die Stille zu genießen und den Stress der Woche hinter mir zu lassen.

Ich war nicht aktiv auf Pilzsuche, aber wie es der Zufall so gerne will, stolpert man gerade dann über etwas Neues oder Interessantes.

So fand ich heute wieder schöne Austernseitlinge, die aber leider gute drei Meter zu hoch hingen (Foto rechts).

Kurz vor Ende meiner Runde durfte ich dann noch einen persönlichen Erstfund verzeichnen.
Gelockt hat mich aus der Ferne ein großer Zunderschwamm an einem dicken Stamm. Ich sah mich um - und entdeckte einen dickeren Ast mit schönen Judasohren.

Dabei sollte es dann auch bleiben, aber ich war glücklich, zufrieden und entspannt. Was will man mehr?

Ich wünsche dir und allen Pilzfreunden ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße aus Hessen, Stefan«





Hessischer Spessart: An der eindrucksvollen Pfifferlingsinspektion nahmen auch zwei unerwünschte Vierbeiner teil


Collage: So schöne Graue Leistlinge, Trompetenpfifferlinge und Pfifferlinge fand Stefan in der ersten Januarwoche. Obwohl äußerlich einwandfrei, ließ er sie im Wald, da sie vom vielen Regen ganz durchweicht waren. (Collage/9 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 7. Januar 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

erst einmal dir und allen Pilzfreunden noch ein schönes, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr.

Angetrieben von Michaels Pfifferlingsmeldung am 2. Januar im Pilz-Ticker NRW, wollte auch ich meine entsprechenden Stammplätze inspizieren.

Zunächst begrüßten mich bei ein wenig sonnigem Wetter ein paar sichtlich überständige Trompetenpfifferlinge. Und siehe da, auf einmal leuchtete es hier und da goldgelb. Voller Freude lief ich den Hang hoch und fotografierte die ersten beiden Pfifferlinge, als es plötzlich im Unterholz knackte.

Ich erstarrte beinahe: cirka 15 Meter entfernt standen zwei Schwarzkittel auf du und du mit mir. Bewusst langsam ging ich rückwärts in Richtung Weg. Nach drei, vier Schritten stolperte ich jedoch, machte eine Rolle rückwärts und rutschte den Hang auf dem Hosenboden hinunter. Die Wildschweine erschraken offenbar ebenfalls - und rannten davon. Ob dies allerdings eine empfehlenswerte Taktik zur Abschreckung ist, bezweifle ich.

Nach diesem Riesenschreck mit Herzrasen und Adrenalin pur atmete ich erst einmal durch und beschloss, nicht angstvoll beizugeben, sondern zwei meiner weiteren Pfifferlingsstellen aufzusuchen. Die beiden Plätze liegen deutlich näher am Weg und auch nicht so dicht bewachsen wie der erste Platz.

An beiden Plätzen fand ich einige schöne Pfifferlinge, weitere Trompetenpfifferlinge und sogar noch kleine Gruppen Grauer Leistlinge vor!

Alle Funde blieben allerdings im Wald. Die Pilze sahen zwar gut aus, waren aber vom vielen Regen völlig aufgeweicht.

War das nicht ein abenteuerlicher Start ins Pilzjahr 2018?

Für meinen Geschmack darf es sich für das restliche Jahr allerdings gerne wieder auf Hasen und Rehe beschränken; die jagen mir gelegentlich schon genug Schrecken ein. ;-)

Liebe Grüße Stefan«

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Kasseler Land: Wenn zur Pilzernte ein Basketballer benötigt wird


Foto: An dieses Judasohr dürfte Anna herangereicht haben. Die Hälfte der gefundenen Pilze hätte allerdings einen hoch aufgeschossenen Basketballer zur Ernte benötigt. So musste sie rund 450 Gramm zurücklassen. (Foto © Anna)

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Anna schreibt am 2. Januar 2018:

»Zunächst allen Pilzliebhabern ein gesegnetes, pilzreiches jahr 2018.

Der Jahresbeginn zeigte sich von der »Ohrenseite« sehr zufriedenstellend. Auf einer Busfahrt stach mir der alte Hollerstrauch im Kasseler Land verdächtig in die Augen. Sollte hier Nachschub an Judasohren sein?

Also schnell ein Auto geholt und zu diesem Baum gefahren. 450 Gramm konnte ich trotz Dämmerlichts ernten. Noch mal so viel musste ich allerdings zurücklassen. Mir fehlten etwa 15 cm an den Armen, um auch die Prachtexemplare weit über mir ernten zu können.

So darf das Jahr gerne weiter gehen! Jetzt gibt es erst einmal frische Hühnersuppe, verfeinert mit Judasohren. :-)

Grüße aus dem Kasseler Land, Anna«





Kasseler Land: Annas Pilzbescheidenheit zur Weihnacht


Anna schreibt am 25. Dezember 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am Donnerstag musste ich noch einen Abstecher zu meiner Birke unternehmen. Vor Wochen hatte ich an ihr einen winzigen Birkenporling stehen gelassen. Jetzt nahm ich ihn mit.

Es sind nicht immer die Körbe voller Pilze, die zählen. Auch der kleine, feine Pilz erfreut das Herz - wie auch den Magen.

Herzliche Grüße Anna«

(Foto © Anna)

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Rodenbach: Der erste Winterpilzgang war für Stefan gleich ein schöner Erfolg


Foto: Das war Stefans Ausbeute an Austernseitlingen. An die in luftigen Höhen wachsenden Exemplare kam er leider nicht heran. (Foto © Stefan)

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Stefan schreibt am 3. Dezember 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

der Sonntag hier bei uns begann mit reichlich Schnee. Nachdem sich unser kleiner Nachwuchspilzner im Schnee ausgetobt hatte, bin ich auf einen einstündigen Gang nach Rodenbach in einen Mischwald, überwiegend mit Buchen-, Eichen- und Kiefernbestand, aufgebrochen.

Ich machte mir nicht allzu viele Hoffnungen, da bereits gut 10 Zentimeter Schnee lagen und die liegenden Stämme stark verschneit waren. Zudem war es mein erster Gang in die Winterpilze überhaupt!

Nach etwa drei Viertel der Strecke stand aber gut sichtbar ein Buchenstamm drei, vier Meter abseits des Weges, der von Kopf bis Fuß voll von Austernseitlingen.

Leider hingen die tiefgefrorenen Leckerbissen, wie man auf dem Foto (rechts) gut sehen kann, größtenteils zu hoch.

Ein paar konnte ich mir dennoch schnappen. Nun dürfen sie im Kühlschrank sanft bis morgen auftauen und dann werden wir etwas Leckeres daraus zaubern.

Ganz liebe Grüße Stefan«

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Rodenbach: Die frischen Maronen müssen der Königin aller Pilze weichen


Foto: Die Maronen, die Stefan gestern fand, wurden am Wochenende nicht gebraucht. Vielmehr stand die Königin aller Pilze, die Weiße Alba-Trüffel, auf Stefans Wochenend-Speiseplan. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 17. November 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute hatte ich einen dieser Tage, an denen man sich wünschte, man wäre besser im Bett geblieben.

So habe ich beizeiten Feierabend gemacht und habe auf dem Heimweg noch bei Alzenau an der hessisch-bayerischen Landesgrenze ein Kiefernwaldstück aufgesucht, das ich im Frühling über Google Maps ausfindig gemacht und im Sommer kampflos der Konkurrenz überlassen hatte.

Gefühlt trampelt hier zur Hochsaison der gesamte Landkreis gleichzeitig durch und dreht alles auf links, was nicht bei drei wieder in der Erde verschwunden ist.

Hier gibt es eine tolle Pilzvielfalt und es ist zur jetzigen Zeit wieder schön harmonisch und still dort. Perfekt, um den Alltag zu entschleunigen.

So bin ich eine Stunde über den sandig weichen Boden durch den Kiefernwald geschlendert und habe mich am Anblick von noch zahlreichen Täublingen und Falschen Pfifferlingen, ein paar Parasole, Edelreizkern, Gelben Knollenblätter- und Fliegenpilzen erfreuen können.

Die gefundenen Steinpilze und Flockenstieligen Hexenröhrlinge waren allesamt überständig und blieben deshalb auch zurück.

In meinen kleinen Notbeutel wanderten heute ausschließlich ein paar knackige Maronen, die getrocknet und dann zu Pulver verarbeitet werden, denn fürs Wochenende stehen Weiße Alba-Trüffel (Tuber magnatum pico) auf dem Speiseplan.

Das werden unsere Ersten sein und ich freue mich jetzt schon sehr darauf, da mir seit gestern Abend ihr Duft* in der Nase liegt.

Liebe Grüße Stefan«

*Ja, ich kenne es, da riecht der ganze Kühlschrank nach, und wenn man ihn eine halbe Minute geöffnet lässt, auch die gesamte Küche zwei Stunden lang

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Herbstpilze mit Schneemützen aus dem frühwinterlichen Vorspessart


Collage: Eine frühwinterliche Waldstimmung mit Pilzen hat Stefan hier im Vorspessart eingefangen. Bei einem ruhigen Gang »zum Durchatmen« erfreuten er und Dani sich an schönen »Herbstpilzen mit Schneemütze«, wie er schreibt. Es sprang noch eine sehr beachtliche Ausbeute heraus! (Collage/3 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 12. November 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

meine Freundin und ich sind heute Morgen zum Durchatmen kurz in den Spessart gefahren.

Der Regen der letzten Woche hat für diese Jahreszeit noch recht viele Pilze wachsen lassen. So waren noch einige frisch geschlüpfte Täublinge, Fichtenreizker, Bischofsmützen, Fliegenpilze und Perlpilze zu finden, die aber allesamt stehen blieben.

Ins Körbchen kamen zwei Parasole, Steinpilze, Trompetenpfifferlinge, eine Marone, eine kleine Flockenhexe und eine Krause Glucke.

Dafür, dass der erste Schnee gefallen war, war das ein schöner gemischter Fund an knackigen Herbstpilzen mit Schneemütze.

Nun freue ich mich auf meine hoffentlich ersten Winterpilze. Auf das Suchen mit einem anderen Blick in den sich wandelnden und scheinbar erstarrenden Wäldern, verbunden mit einer ganz anderen Ruhe, als es im Sommer oder Herbst der Fall ist.

Ganz liebe Grüße Stefan & Dani«





Schwalm-Eder-Kreis: Lärchenschnecklinge mit Seltenheitswert, Wildschweine mit Maronenaroma


Foto: Sehr schöne Birkenporlinge hat Anna hier gefunden. Es sind nicht ihre ersten; sie schwört auf diese Pilze, bezeichnet sie, als Tee genossen, als »wirkungsvoll«. (4 Fotos © Anna)

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Anna schreibt am 10. November 2017:

«Hallo zusammen,

bei Kassel war ich noch einmal im Wald und konnte ein gutes Kilo Birkenporlinge ernten. Diese Pilze sind einfach toll und als Getränk genossen wirkungsvoll.

Trotz meiner Freude über den Fund war ich entsetzt. Gigantische Maschinen haben die Gräben zugeschüttet, genau dort, wo ich vergangenes Jahr sehr viele Gelbe Lärchenschnecklinge gefunden hatte.

Sie pflegen erst kurz vor dem Frost zu erscheinen. So suchte ich auch gestern und fand einige Exemplare. Einige befanden sich noch im Babystadium.

In meinem Wald im Gilserberger Hochland (Schwalm-Eder-Kreis), ein guter Platz für Maronen, traf mich am vergangenen Sonntag ebenfalls der Schlag. Die versteckte Waldwiese, ein wirkliches Maronenparadies, war von einer Rotte Schwarzkittel in vollem Umfang umgepflügt worden. Nichts mehr von der Wiese war zu sehen!

Ach, was muss der Wildschweinbraten dieser Tiere ein köstliches Pilzaroma haben!

Ich fand dann zum ersten Mal Herbsttrompeten. Vor lauter Freude vergaß ich  zu fotografieren. Sie wurden getrocknet. So haben wir länger etwas vom Pilzfund.

Nun hoffe ich endlich mal, Austernseitlinge zu finden.

Herbstliche Grüße, Anna«

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3 Fotos: Eine kleine Studie zum Lärchenschneckling, der ein seltener Pilz ist. Wie der Goldröhrling, mit dem er hin und wieder zusammen wächst, ist er streng an Lärchen gebunden. Das mittlere Foto zeigt den typischen Gelbton dieses Pilzes, der beim Exemplar ganz rechts typischerweise vom Stiel aufgefangen wird.

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Platte/Taunus: Marcs Kletterpartie im Windbruchgebiet für schöne Violette Rötelritterlinge


Foto: Neben schönen Rötelritterlingen sehen wir eine arg ramponierte Marone, einen großen Lila Lacktrichterling und einen ungenießbaren Täubling. Der Pilz vorne ist ein überständiger Hasenröhrling. Essbar davon ist allenfalls der Lacktrichterling. (Foto © Marc)

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Marc schreibt am 9. November 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich nach der Arbeit noch kurz im Waldstück auf der Platte im Taunus unterwegs und zwar genau dort, wo ich letztes Jahr fast zur gleichen Zeit Massen an Violetten Rötelritterlingen gefunden hatte (war mein erster Beitrag auf deinem Blog).

Da es sich ja um Streuzersetzer handelt, war ich mir sicher, dieses Jahr wieder welche zu finden. Doch zunächst musste ich feststellen, dass auch dieses Waldstück, ähnlich wie mein Lieblingswald im Taunus bei Eltville (siehe mein Beitrag vom 12.9.), übel von einem Sturm zugerichtet wurde. Die Fichten sind zum Teil einfach in der Mitte durchgebrochen.

Da das Objekt meiner Begierde aber ja nicht direkt vom Zustand der umliegenden Bäume abhängt, habe ich mich trotzdem in das Labyrinth aus gefallenen Bäumen begeben. Und trotz einiger Hindernisse gab es für mich wieder jede Menge Violetter Rötelritterlinge. Viele standen in Hexenringen. So konnte ich mir die schönsten rauspicken und habe eine schöne Menge in der kurzen Zeit bis zur Dämmerung zusammenbekommen.

Marone und Hasenröhrling im Korb waren nicht mehr zu gebrauchen, der Täubling war ziiieemlich scharf :D. Den Lila Lacktrichterling hatte ich nur zum Betrachten wegen seiner (für mich) verhältnismäßig imposanten Größe mitgenommen.

Viele Grüße aus Mainz, Marc«


Kräftige Rinderbrühe mit Leberspätzle, Flädele und Steinpilz-Butterklößchen




Foto: Für Suppenfans unter den Pilzfreunden ein tolles Gericht für kühle oder kalte Tage, sei es als Vorspeise oder als kleine Mahlzeit zwischendurch: Eine kräftige Rinderbrühe mit Leberspätzle, Flädele und Steinpilz-Butterklößchen. (2 Fotos © Stefan)

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Stefan schreibt am 3. November 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde.

da ich aktuell mit Erkältung flach liege, konnte ich direkt probieren, was ich am Feiertag dieser Woche schon vorbereitet hatte.

Wir haben noch tolle alte Kochbücher aus den 80ern zu Hause, mit zünftigen Rezepten, wie zu Omas Zeiten. Daraus habe ich ein Rezept mit Butterklößchen entnommen, leicht abgewandelt und sie mit Steinpilzen verfeinert.

Sie lassen sich ganz einfach portionsweise einfrieren und sind gerade für die bevorstehende kalte Jahreszeit eine leckere Suppenbeigabe.

Die Herstellung ist wirklich einfach und die Suppenliebhaber werden sich gewiss freuen.


Zutaten:
• 125g Butter
• 5 Eier
• 100g Mehl
• 100g Semmelbrösel
• 1 halbe Muskatnuss
• Schnittlauch
• Petersilie
• Salz & Pfeffer + Gewürze nach Wahl
• 10g getrocknete Steinpilze

Zubereitung:
Die Butter mit den Eiern, Mehl und Semmelbröseln in einer Schüssel gut verrühren und dann mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die getrockneten Steinpilze währenddessen einweichen, in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Kräutern (Gewürzen) unter die Masse rühren.

1 Stunde stehen lassen und die so entstandene Masse zu kleinen Klößchen formen (Foto rechts).

Ich habe sie dann auf einem Tablett sortiert, 24 Std. in den Gefrierschrank gelegt und am nächsten Tag portionsweise vakuumiert und wieder eingefroren.

Die so gefrorenen Klößchen von Beginn an in der Suppenbrühe mitkochen lassen (ca. 15 - 20 Minuten), die Suppe nach Belieben verfeinern, anrichten - und genießen.

Bon Appétit!

Liebe Grüße Stefan«


Stefan widerspricht: Nach den Vorgaben des Naturschutzes hätte ich viel mehr sammeln dürfen

Stefan antwortet am 1. November 2017 auf Walters Kritik »Öl aufs Feuer der Pilzsammler-Gegner«

»Hallo Walter,

deiner Anmerkung/Kritik möchte ich gerne ein paar klärende Worte hinzufügen.

Du sprichst von Kommerzialisierung? Wegen der Grafik?

Es ist nicht neu, seine Funde zu dokumentieren, im Gegenteil. Im Zeitalter der Digitalisierung liegt es nun einmal auf der Hand, zumindest für mich, der von berufs wegen Excel gut beherrscht, dies eben digital zu tun. Es geht schneller und ich kann daraus wertvolle Erkenntnisse ziehen. Ich kann daran nichts Verwerfliches erkennen.

Der aufmerksame Leser, und darauf habe ich beim Schreiben bewusst geachtet, erkennt zum einen, dass sich die Auswertung über 7 Monate erstreckt, und zum anderen, mit welcher Leidenschaft ich dieser Passion nachgehe.

Außerdem teile ich meine Funde. Sowohl direkt beim Sammeln gemeinsam mit Freunden als auch die zubereiteten Pilze zu Hause.

So ging vermutlich gut die Hälfte der von mir gesammelten Pilze als Gericht oder als Butter in den Familien- und Freundeskreis über. Und genau das mache ich gerne. Die Freude in ihren Gesichtern ist mir weit mehr wert als die Tatsache, dass mich eben genau das a) Geld und b) viel Zeit kostet.

Aber so ist das mit Leidenschaften, man macht es gerne und lässt rationale Gedanken außer Acht.

Die Tatsache, dass die Grafik beeindruckend ist, teile ich mit dir, dass dies Ausdruck für Kommerzialisierung ist, nicht! Pilze wachsen nicht in der Ladentheke, jeder einzelne Pilz ist erlaufen und erarbeitet.

Zum Abschluss noch einige Zahlen, denn darauf baut deine Kritik auf.

Es wäre mir über den Zeitraum meiner Auswertung erlaubt gewesen, und ich beziehe mich nur auf Pfifferlinge und Steinpilze, je 210 kg sammeln zu dürfen. Da ich weitgehend mit einer weiteren Person unterwegs war, würde sich die erlaubte Menge nochmals verdoppeln.
Davon liege ich weit, weit entfernt.

Ganz sachlich argumentiert, hätte also kein Gegner von uns Pilzsammlern das Recht, mich für meine gesammelte Menge zu kritisieren.

Ich verstehe grundsätzlich, was du ansprichst, aber meine Leidenschaft lasse ich mir keinesfalls absprechen, dafür habe ich anfänglich zu viel Frust und Schweiß hinter mir gelassen. ;-)

Herzlichste Grüße Stefan«

(Diskussion hiermit geschlossen)

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Öl aufs Feuer der Pilzsammler-Gegner

Walter antwortet am 1. November 2017 auf Stefans Beitrag vom 31. Oktober 2017:

»Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

zum jüngsten Beitrag von Stefan vom 31. Oktober 2017 möchte ich meine Gedanken und Eindrücke loswerden.

Deine Formulierung »Sehr lesenswert« kann sicher von mehreren Seiten interpretiert werden. Meine Frage hierzu: Sind solche Beiträge, ohne Frage gekonnt und genial formuliert, unserer Sache nützlich oder bewirken sie genau das Gegenteil - und sind Öl aufs Feuer unserer vielen Gegner und Kritiker?

Stefan und seine Rezeptbeiträge sind einfach großartig, aber muss mit einer derartigen Darstellung + Grafik (es fehlt noch die aufgewendete Zeittaktung) unsere Passion derartig kommerzialisiert werden?

Dein von Dir aufwändig und lebendig betreuter Pilz-Ticker sollte nicht Plattform dieser Art der Schreibe werden!

Trotzdem einen schönen Allerheiligen und liebe Grüße von Walter«

(Walter berichtet im Pilz-Ticker-Baden-Württemberg)

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Sehr lesenswert!

Rekordzahlen & Neuentdeckungen: Das atemberaubende Pilzjahr 2017 hat Stefan geschafft


Stefan (Foto rechts) schreibt am 31. Oktober 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

ich sitze gerade bei bestem Oktoberwetter und Sonnenschein auf unserer Terrasse, genieße eine Tasse guten Kaffee und möchte diesen Post nutzen, um das Pilzjahr 2017 nochmal etwas Revue passieren zu lassen.

Ich habe dieses verlängerte Wochenende genutzt, um alles, was über die Pilzsaison mehr oder weniger gelitten hat, wieder auf Vordermann zu bringen.

So war mein Auto gestern beim TÜV, ich habe alle meine Schneidebretter abgeschliffen, frisch geölt und poliert und auch alle meine Messer inkl. Pilzmesser wurden frisch geschliffen und abgezogen.

Heute morgen war ich nochmal mit Fabiano, seiner Freundin und Freunden der beiden inkl. Kinder in einem Fichtenhochwald. Es war ein sehr schöner Abschluss, mit ein paar Maronen und Pfifferlingen. Alle waren begeistert bei der Sache und haben mir neugierig gelauscht.

Nun steckt mir das Pilzjahr 2017, das ich bereits Mitte März mit der Morchelsuche begonnen hatte, spürbar in den Knochen.

Endlich bekommt er etwas zurück

Hätte mir zu diesem Zeitpunkt jemand vorausgesagt, was mich in diesem meinem siebten Pilzjahr erwarten würde, ich hätte ihn ausgelacht oder für verrückt erklärt.

(Pilz-Ticker-Hessen)


Foto: Pfifferlinge belegen in Stefans Jahresbilanz klar die Nummer eins unter allen verwerteten Speisepilzen. Er fand insgesamt 23,5 Kilogramm. (Foto © Stefan)

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Es fühlt sich an, als gäbe mir dieses Jahr aus Dank für all die Mühen der ersten erfolglosen bzw. erfolgsarmen Jahre wieder etwas zurück.

Im Winter 2016 hatte ich viele Bücher gelesen, mir über Google Maps Stellen rausgesucht und sie dann im Frühjahr unter die Lupe genommen. Anschließend habe ich mir Ziele für das bevorstehende Pilzjahr gesteckt, die ich erreichen wollte.

Diese waren:

• 2 neue Pfifferlingsplätze ausfindig machen
• Morchel-Erstfund
• 10 kg Steinpilze finden

So manchen konnte er für Pilze begeistern

Bis auf das Thema Morcheln ist mir alles gelungen und wurde sogar bei weitem übertroffen.

2017 bedeutet für mich, sagenhafte und unglaublich ertragreiche Pfifferlingsplätze gefunden zu haben. Eine Pilzvielfalt kennengelernt zu haben, die ich mir nicht hätte erträumen lassen, mit einer Menge an Pilzen, die mich nicht nur durch diesen Winter kulinarisch begleiten könnten.

Ich habe Sie getrocknet, eingefroren, zu Butter und zu schmackhaften Pulver verarbeitet.

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Grafik: In diesem Diagramm führt Stefan seine in diesem Jahr gefunden Pilzarten nach Gewicht auf. Platz 1 schaffen die Pfifferlinge (orange) mit 23,5 Kilo; Platz 2 gehört mit 10,7 Kilo den Fichtensteinpilzen (dunkelblau); die Bronzemedaille geht an die Kiefernsteinpilze (mittelblau) mit 4,4 Kilo. Platz 4 erreichen die Trompetenpfifferlinge (grün) mit 3,3 Kilo, Platz 5 die Sommersteinpilze (sattgelb) mit gut 3 Kilo. Insgesamt brachte Stefan 56 Kilo und 128 Gramm bester Speisepilze mit nach Hause!

(Grafik © Stefan)

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Ich habe viele Menschen mit meiner Pilzbutter und meinen Pilzgerichten glücklich machen können. Habe im Freundes- und Bekanntenkreis neue Menschen für die Pilzsuche begeistern können und mit meiner kleinen Familie eine gemeinsame Leidenschaft gefunden, die uns allesamt eint, begeistert und mit Genuss, Ruhe und Zufriedenheit erfüllt.

»Ich bin, ehrlich gesagt, geschafft«

Auch deinen Pilzticker, lieber Heinz-Wilhelm, schätze ich sehr, hier finden sich tolle Menschen mit tollen Geschichten wieder - dies ist in dieser Form, denke ich, EINZIGARTIG!
Danke dafür, ich hoffe, ich kann ihn noch lange, lange lesen.

Zum Abschluss noch eine Grafik, die mein Pilzjahr 2017 in knallharten Zahlen wiederspiegelt. Mich hat es beim Auswerten fast vom Hocker gehauen. ;-)

Ich dokumentierte seit diesem Jahr alle Funde mit Datum, Ort, Wetter, Wald und Boden.
Es wird mir zukünftig sicherlich zugute kommen.

Dies wird sicher bzw. hoffentlich nicht mein letzter Post für 2017 gewesen sein, aber es ist mein vorläufiger Jahresabschluss. Ich bin, ehrlich gesagt, geschafft und werde es jetzt ruhig ausklingen lassen.

In diesem Sinne herzliche Grüße aus Hessen an Dich und alle fleißigen Pilzsammler!

Stefan«

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Vorspessart: Immer noch Steinpilze, Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze und ein Flocki


Collage: Hier haben sich die Eltern des uns schon bekannten kleinen Nachwuchspilzners (siehe z. B. Tageseintrag vom 22. Oktober 2017) einmal gegenseitig fotografiert. Damit sehen wir erstmals Pilzkanone Stefan, der den Pilzticker Hessen mit vielen Einträgen schmückt, im Einsatz an der Pilzfront. (Collage/3 Fotos © Stefan u. Dani)

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Stefan schreibt am 30. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

die Kinder waren in der Schule und im Kindergarten. Da liegt es förmlich auf der Hand, dass die Eltern in die Pilze gehen.

Im Spessart gab es noch ein paar Steinpilze und einen Flockenstieligen Hexenröhrling für uns und in meinem Hauswald eine gute Handvoll Pfifferlinge und Semmelstoppelpilze.

Am Feiertag werden wir auch noch einmal losziehen, um dann das tolle Pilzjahr 2017 so langsam abzuschließen. Alles weitere wird schönes Beiwerk sein.

Liebe Grüße Stefan & Dani«


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