Pilz-Ticker-Schweiz



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Schweiz




Das Pilzorakel Philippus verheißt Martin die Eroberung eines Morchelreiches


2 Fotos: Tolle Samtfussrüblinge hat Philipp gefunden. Sie landeten in einer köstlichen Gerstensuppe. (2 Fotos © Philipp)

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Philipp schreibt am 27. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern war ich bei Abtwil in Gebieten unterwegs, in denen im Frühjahr Morcheln zu finden sind. Ein Tip für Martins "traditionell erfolglose Morchelsuche": sie sind meist da zu finden, wo grün-weisse Fangesänge auf Eschen (nicht Espen) treffen ;). Das dürfte deutlich genug sein.

Ich war jedenfalls auf Winterpilzsuche und habe tolle Samtfussrüblinge gefunden, die in der frischen Gerstensuppe gut untergekommen sind. Die Judasohren waren leider noch zu trocken. Austernseitlinge waren trotz reichlich Totholz keine auszumachen.

Herzliche Grüsse, Philipp"





Heilpilze mit einem Riesenklopper, dem Martin zum Schutze und zum Trutze


Martin schreibt am 21. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm

ich habe heute meine Austernseitlingsbuche kontrolliert. Viel gewachsen ist das kleine Büschel, das ich vor 2 Wochen stehen gelassen hatte, noch nicht (2. Foto rechts), aber ich nahm sie trotzdem mit. An derselben liegenden Buche wuchsen noch ein paar Samtfussrüblinge und ein Judasohr.

Ein paar weitere Samtfussrüblinge konnte ich in diesem von Buchen dominierten Wald noch finden. Danach wechselte ich in ein anderes Waldstück mit vorwiegend Fichten. Gleich zu Beginn begrüsste mich ein Holunderstrauch mit ganz schönen Judasohren, darunter ein Riesenklopper, wie man ihn nur ganz selten sieht (1. Foto rechts).

Vereinzelt gab es dann ein paar Rauchblättrige Schwefelköpfe. Besonders freute ich mich über die  Schwarzpunktierten Schnecklinge, die ich erstmals fand. Sie sollen ja sehr gute Speisepilze sein. Gestaunt habe ich über einige Stinkmorcheln und sogar noch Hexeneier.

Auf dem Heimweg holte ich mir dann noch die schönsten der zahlreichen Lachsreizker, die ich heute Vormittag auf dem Spaziergang mit meiner Frau unter Nordmannstannen fand.

Alles in allem war es wieder ein toller Waldtag. Wenn ich die Samtfussrüblinge, die Judasohren und die Austernseitlinge, die ja alle zu den Heil- bzw. Vitalpilzen zählen, gegessen habe, bin ich sicher gegen alle Krankheiten und Viren geschützt.

Schöne Grüsse an alle!

Martin"

(3 Fotos © Martin)

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Foto: Mit den Judasohren, Austernseitlingen und Samtfußrüblingen ist Martin jetzt gegen allerlei Krankheiten geschützt. 

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Großangriff bei Abtwil auf die Trompetenpfifferlinge mit der Großfamilie


Foto: Ein schmuckes Körbchen voller schöner Trompetenpfifferlinge. Sie wurden zu Pilzravioli verarbeitet. (2 Fotos © Philipp)

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Philipp schreibt am 14. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem das Wetter in letzter Zeit etwas garstig war, ist wenigstens die Feuchtigkeit für die Spätherbstpilze vorhanden. Ich habe mich daher dieses Wochenende an Pilzplätze in der Umgebung von Abtwil begeben, die ich schon länger nicht mehr besucht hatte.

Bereits am ersten Platz bin ich über grosse Trompetenpfifferlinge gestolpert. Sie hatten weder Frost- noch Trockenschäden und kamen ins Körbchen. Am zweiten Platz, den ich aufgrund der Trompetenpfifferlinge besuchte, stand alles voll. Ich bin beinahe hineingetreten. Nachdem ich auf 2 Quadratmetern bereits mein Körbchen füllen konnte, liess ich den Rest stehen, um am Sonntag mit der ganzen Familie inkl. Schwiegereltern eine Sammelrunde zu veranstalten.

Abzüglich der ca. 400 Gramm für die Schwiegereltern blieben noch 900 Gramm für uns und das nach der Reinigung! Etwas hat mein Nachbar noch abbekommen und den Rest habe ich zu frischen, selbstgemachten Pilzravioli verarbeitet. 

Herzliche Grüsse, Philipp"

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Foto: Sie quirlten aus allen Ecken des Waldes. Am Sonntag rückte Philipp mit der ganzen Familie inklusive Schwiegereltern zur großen Nachlese aus. 

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Fehlgriff beim Austernseitling: es schmeckte scheußlich


Martin schreibt am 7. November 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

auch wenn nicht mehr viele Pilze wachsen: während dieser wunderschönen Herbsttage kann man als passionierter Pilzesammler nicht nur zu Hause hocken. So machte ich mich dieses Wochenende auf, um Austernseitlinge zu suchen. Phillipp hat diese Woche ja bereits schöne gefunden und zwischen unseren Sammelgebieten liegt ja nur St. Gallen.

Meine gestrige Suche war erfolglos, dafür gab es einiges an Rauchblättrigen Schwefelköpfen (1. Foto rechts), aus denen man mit einer Zwiebel, einer Kartoffel, einem Schuss Weisswein, Wasser und Rahm eine wirklich köstliche Suppe kochen kann.

Interessant war, dass auf einem Strunk nur 5 cm neben den Rauchblättrigen auch Grünblättrige Schwefelköpfe wuchsen. Gut, dass ich mir von jedem einzelnen die Hutunterseite auch angeschaut hatte. So konnte ich die Bösen sofort identifizieren.

Heute versuchte ich mein Glück in einem anderen Waldstück. Und tatsächlich konnte ich zwei Büschel schöne Austernseitlinge (z. B. 2. Foto rechts) finden. Zum ersten Mal fand ich 1999 "Austernseitlinge". Es waren fast 2 Kg und sie waren in Topzustand und sie schmeckten... scheusslich!

Im Laufe der Jahre kam ich immer mehr zur Überzeugung, dass es sich um Gelbstielige Muschelseitlinge gehandelt haben musste.

Vor anderthalb Jahren dann fand ich auf einer meiner traditionell erfolglosen Morchelsuchrunde schöne Seitlinge. Diesmal war ich mir aber sicher, dass es die richtigen waren. Ich sagte meiner Frau, sie soll sie braten wie ein Stück Fleisch, einfach gut durch. Wir waren begeistert! Solche könne ich gerne wieder einmal bringen meinte sie. Heute nun ist es soweit. Ich freue mich schon sehr aufs Abendessen!

Grüsse an alle Pilzverrückten!

Martin"

(2 Fotos © Martin)

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St. Gallen, Abtwil: Die Austernpilze kamen Philipp für das Asia-Abendessen gerade recht


2 Fotos: Philipp konnte sich über schöne Austernseitlinge freuen, auf den Bildern links und rechts zu sehen. Die Totentrompeten (rechts, hinten) schauen hingegen etwas kümmerlich aus. (2 Fotos © Philipp)

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Philipp schreibt am 1. November 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern und heute Morgen habe ich hier in Abtwil bei St. Gallen meine Runden etwas anders als üblich gewählt. Dies aufgrund der Trockenheit in den Wäldern, die das Pilzwachstum nicht gerade begünstigt.

So bin ich hauptsächlich an den Waldrändern entlang gestreift, wobei mir auch das eine oder andere Reh begegnet ist. Glücklicherweise interessiert das meinen Hund nicht im Geringsten.

Am Waldrand konnte ich gestern zwei tolle Büschel mit Austernseitlingen an einem alten Baumstamm finden. Sie werden heute das asiatische Abendessen ergänzen.

Heute dann habe ich nach den Herbsttrompeten gesehen. Sie wollen noch nicht so richtig, brauchen wohl noch etwas mehr Feuchtigkeit.

Herzliche Grüsse, Philipp"


Schöne Speisepilze, aber nichts für den sofortigen Verzehr


2 Fotos: Die Lachsreizker kamen Martin gerade recht. Aus ihnen gewann er - eingelegt in Gläsern - den ersten bescheidenen Vorrat für den Winter. Siehe das 2. Foto. 


Martin schreibt am 23. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

den heutigen wunderschönen Herbsttag bei St. Gallen nutzte ich, um an den bunten Waldrändern entlang zu spazieren. Im Wald tut sich nämlich kaum mehr etwas. Nur die Ockergelben Täublinge wachsen seit zwei Monaten ohne Unterbruch.

Nach einer guten Stunde war mein Korb immer noch leer, denn die zwei Flockenstieligen Hexenröhrlinge, die ich zu Beginn fand, waren hinüber. Ihre Röhren waren fast schwarz. Wohl Frostschaden.

Schliesslich sorgten aber einige schöne Lachsreizker dafür, dass ich auch einmal etwas ernten konnte. Danach steuerte ich noch eine junge Fichtenschonung an, in der ich auf Rauchblättrige Schwefelköpfe hoffte. Gleich beim ersten Strunk standen schon ein paar wenige Pilzchen. Aber es waren Stockschwämmchen. Ich freute mich sehr, denn für mich war das, so unwahrscheinlich das für manche klingen mag, ein Erstfund.

Ein paar Meter weiter fand ich die erhofften Schwefelköpfe. Ein Strunk war besonders schön. Auf ihm wuchsen zusätzlich noch ein paar Blutmilchpilze (2. Foto rechts).

Die Reizker habe ich in Olivenöl eingelegt. Meine ersten zwei Einmachgläser in diesem Jahr. Da muss ich wohl sparsam damit umgehen im Winter.

Aus den Schwefelköpfen, den paar Stockschwämmchen und noch weniger Nelkenschwindlingen (3. Foto rechts) habe ich eine Suppe gekocht. Leider darf ich sie jetzt nicht essen, da mir am Montag der unangenehme Teil meiner ersten Vorsorgeuntersuchung bevorsteht. Da muss ich mich wohl oder übel an den Diätplan halten. 

Aber abschmecken musste ich ja. Ich freue mich jetzt schon darauf, die Suppe aus dem Gefrierschrank zu holen.

Schöne Grüsse, Martin"

(4 Fotos © Martin)

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Das Kilo getrocknete Steinpilze kostete auf dem Markt in Bergamo/Italien 150 Euro 


Foto: Der 500-Gramm-Steinpilz ist ein Scheiben geschnitten, wie alle anderen Pilze, die Martin fand, auch. Wir sehen Topqualitlät, im Gegensatz zu den "frischen" Steinpilzen, die Martin auf dem Markt in Bergamo/Italien im Angebot fand. Siehe weiter unten. (5 Fotos © Martin)

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Martin schreibt am 17. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

ich war heute wieder einmal in den Wäldern um St. Gallen unterwegs. Es schaut seit zwei Wochen ungefähr gleich aus mit dem Pilzwachstum. Hie und da wachsen ein paar Täublinge, Lachsreizker, Goldröhrlinge, Birkenpilze, Trompetenpfifferlinge.

Die große Menge ist es nicht. Man muss schon ein paar Stunden investieren, um das Körbchen einigermassen zu füllen, aber das war heute bei traumhaftem Wetter eine gute Investition.

Gefreut habe ich mich über eine neu entdeckte Stelle mit Flockenstieligen Hexenröhrlingen. Leider hatten die Rinder vor zwei, drei Tagen einige umgetreten, aber zwei schöne haben sie für mich heil gelassen. Als ich einen dritten herausdrehte, stellte er sich als Steinpilz heraus. Eine tolle Überraschung! 

Danach steuerte ich die Stelle an, an der ich vor zwei Wochen zwei schöne Steinpilze gefunden hatte. Heute gab es noch einen - und was für einen! 500 Gramm ohne Würmer! Das bisschen Schneckenfrass stört mich nicht besonders.

Letzte Woche war ich für ein paar Tage in Bergamo in Norditalien. In einem kleinen Geschäft in der Altstadt wurden "frische" Steinpilze für 25 Euro das Kilo angeboten. Die Qualität war katastrophal!

Daneben gab es herrliche, wohl gezüchtete Südliche Ackerlinge. Tags darauf konnte man "Porcini extra" kaufen, in Scheiben geschnittene getrocknete Steinpilze (1. Foto rechts). Die waren  von guter Qualität und kosteten dann 149 Euro/Kg. Mein heutiger "Riesensteini" hätte sich locker "Porcini extra" nennen können. 

Auf dem  grossen Markt gab es keine frischen Pilze, aber herrliche Einmachgläser mit jungen Steinpilzen. Diese eingelegten Pilze hatten aber auch ihren Preis: ein Glas mit ca. 4 dl Inhalt kostete 50 - 65 Euro (2. und 3. Foto rechts).

Die heute gefundenen Steinpilze liegen im Dörrautomaten. Den Rest habe ich zu einer leckeren Pilzrahmsauce verarbeitet.

Mal schauen, was der Pilzherbst noch so zu bieten hat. Meine Wintervorräte sind noch etwas überschaubar. Nur bei den Totentrompeten kann ich aus dem Vollen schöpfen.

Schöne Grüsse an dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle anderen passionierten Pilzesammler.

Martin"

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Foto: Stolze 25 Euro verlangte der Verkäufer auf dem Markt in Bergamo für diese Steinpilze. Was kosten da erst unversehrte?

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18 Pilzarten für ein Gericht:

»Eine Mischpilzpfanne, die diesen Namen wirklich verdient«


Martin schreibt am 2. Oktober 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Nachmittag genoss ich das schöne Wetter hier bei St. Gallen  für gut 3 Stunden im Wald. Nachdem ich unter der Woche im Buchenwald eine "Nullrunde" gedreht hatte, ging es heute, ausgestattet mit Pilzmesser und Korb, in einen Mischwald mit vorwiegend Fichten. 

Es war eine interessante Runde mit nicht gerade massenhaftem Pilzaufkommen, jedoch vielen verschiedenen Arten.

Ein Highlight war eine wunderschöne Gruppe mit Riesenchampignons. Leider waren ein paar Stiele etwas wurmstichig, aber der Grossteil war 1a. Auch Trompetenpfifferlinge konnte ich nochmals einige mitnehmen.

Anschliessend führte mich mein Weg durch eine junge Fichtenschonung, in der sehr viele Fliegenpilze in allen Altersstadien standen. Gut hundert Meter weiter stiess ich auf hier eher seltene Pfefferröhrlinge.

Nach diesen Funden zweier Steinpilzanzeiger entschied ich mich doch noch für einen kleinen Umweg zu einer Steinpilzstelle, an der ich erstmals vor ca. 7 Jahren einen überständigen Riesen gefunden hatte.


Foto: Ein Nest von Riesenegerlingen. Bei einigen waren die Stiele schon verwurmt. (3 Fotos © Martin)

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An jenem Waldrand stehen riesige Tannen. In der zweiten und dritten Reihe mischen sich eine Buche und zwei kleine Fichten darunter. Und dann, weit in der Wiese draussen, zwischen jungen Fliegenpilzen, standen sie wie erhofft da: zwei knüppelharte Prachtsteinpilze, ganz ohne Maden.

Es gibt sie also doch noch! Ich freute mich wie ein kleines Kind! Als ich sie herausdrehte, kam zwischen den zwei Burschen noch ein kleines Pilzchen zum Vorschein. Ein weiterer Pfefferröhrling!

Mit dem Gesamtfund bin ich heute mehr als zufrieden. Das gibt eine Mischpilzpfanne, die diesen Namen wirklich verdient.

Mit Fichtensteinpilzen, Flockis, einem Birkenpilz, einem Goldröhrling, Rotfussröhrlingen, Pfefferröhrlingen, Parasole, Trompetenpfifferlingen, Amethystschuppigen Pfifferlingen, Riesenchampignons, einem FrauentäublingSpeisetäublingen, Lachsreizkern, einem Fichtenreizker, einem Perlpilz, einem ScheidenstreiflingSemmelstoppelpilzen und einem Habichtspilz warten 18 verschiedene Pilze in der Küche auf ihre Verarbeitung.

Eine Pilzschwemme wird es hier in der Ostschweiz in diesem Herbst wohl kaum mehr geben, aber schöne Waldgänge mit einigen brauchbaren Pilzen liegen sicher noch drin. Wohl eher im Fichten- als im Buchenwald.

Schöne Grüsse an alle Pilzverrückten!

Martin"

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St. Gallen: Zwei seltene Dornige Stachelbärte blieben natürlich im Wald


Philipp schreibt am 21. September 2021: 

"Lieber Heinz-Wilhelm,

auf der gestrigen Runde mit dem Hunde in der Nähe von St. Gallen konnte ich Martins letzten Bericht nur bestätigen: die Röhrlinge scheinen ertrunken zu sein. Einzig die Maronenröhrlinge kommen langsam hervor.

Stattdessen konnte ich einige etwas spezielle Funde machen, namentlich einen schönen Nadelholz-Braunporling, mehrere Dunkle Lackporlinge und zwei prächtige Dornige Stachelbärte (z. B. Foto rechts), was einen Erstfund für mich bedeutet. Sie alle blieben stehen.

Mitgenommen habe ich zwei Maronen, etliche Trompetenpfifferlinge und den einen oder anderen Schopftintling. Letztgenannte stehen hier im Moment in Massen und in jedem Stadium an den Wegrändern. Ich habe natürlich nur die reinweissen, geschlossenen Exemplare mitgenommen. Auch der Hallimasch ist stark im Anmarsch.

Herzliche Grüsse, Philipp"

(3 Fotos © Philipp)

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Foto: Der Dunkle Lackporling ist, wie zu erwarten, nicht essbar. Die Pilzart wird derzeit auf Wirkstoffe mit antibiotischen und anderen Heileigenschaften untersucht. 

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Foto: Der Nadelholzbraunporling wird gerne als Kiefernbraunporling bezeichnet, was nicht korrekt ist, weil er, wie hier, auch gerne bei Fichten und anderen Nadelholzarten wächst. 

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Ersäuft die Steinpilzsaison dieses Jahr in der Region St. Gallen?


Martin schreibt am 19. September 2021 zu diesem Foto:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem ich letztes Wochenende ein paar schöne Steinpilze, Maronen und Flockis gefunden hatte, hoffte ich heute auf ein paar mehr. Ich wurde leider enttäuscht. Hier rund um St. Gallen haben die Röhrlinge den grossen Durchbruch noch nicht geschafft.

Zum Glück gibt es Pfifferlinge. Eine Stelle mit schönen Ametystschuppigen Pfifferlingen sorgte dafür, dass heute doch noch einiges in den Korb kam.

Wegen der herannahenden Kaltfront nahm ich mir heute keine Zeit für Fotos im Wald.

Das Bild mit dem Gesamtfund zeigt die Pfifferlinge neben Täublingen, Perlpilzen, einem Fichtenreizker, Totentrompeten, ein bisschen Trompetenpfifferling und, was mich besonders freute (Erstfund): zwei Mohrenkopfmilchlingen.

Den Perlpilzen habe ich beim Putzen die Huthaut abgezogen. Den Täublingen an den schmutzigen Huträndern auch, da der Schmutz an den Täublingen sonst ja kaum wegzuputzen ist.

Nun regnet es schon wieder. Gut möglich, dass hier die Röhrlinge in diesem Jahr buchstäblich ertrinken. Was zu viel ist, ist einfach zu viel.

Schöne Grüsse Martin"

(Foto © Martin)

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Köstliche Bruschetta nach dem Gang zur Station der Trompetenpfifferlinge im Appenzellerland


Foto: Zum Reinbeißen! Bruschetta, also geröstetes Weißbrot, mit gebratenen Pfifferlingen, Trompetenpfifferlingen und Speck, gab es gleich von den frisch gesammelten Pilzen. (3 Fotos © Philipp)

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Philipp schreibt am 7. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern wollte mein Sohn unbedingt "unsere" Trompetenpfifferlingsstelle kontrollieren. Also haben wir uns ins Appenzellerland begeben.

Bereits am Waldrand konnten wir die Ersten ausmachen, allerdings waren bereits einige Pilze mit Trockenschaden dabei. Daher haben wir uns unsere Auswahl genau angesehen und nicht gleich die Sense hervor geholt.

Am Schluss kam doch noch ein ordentliches Häufchen zusammen (in der Schale, Foto rechts). Auch ein paar Eierschwämme (darunter, auf dem Schneidbrett) wollten noch mit, so dass nach der Reinigung 819 Gramm übrig blieben.

Aus den Eierschwämmen, ein paar Trompeten und Speck wurden Bruschetta auf frischem Brot, die restlichen wanderten in den Trockner.

Herzliche Grüsse, Philipp"

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Foto: Der große Rest der Trompetenpfifferlinge wurde in der Dörre getrocknet.


Eine wirklich gute Idee von Martin:

3794 Gelbstielige Trompetenpfifferlinge


Martin schreibt am 5. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Früh zog ich noch vor Sonnenaufgang los, um "meine" Trompetenpfifferlinsfelder abzuernten. Dort angekommen, musste ich feststellen, dass jemand anders (wohl Erik aus der Nachbarschaft) bereits gestern diese Idee hatte.

So putzte ich den Rest zusammen, aber eine ganze Ladung für den Dörrautomaten, wie ich es mir erhofft hatte,  war das bei weitem noch nicht.

Zum Glück kenne ich etwa zwei Kilometer weiter noch eine andere Trompetenpfifferlingszone. Dort standen sie zwar nicht ganz so dicht, aber das Sammeln machte sehr viel Spass. Wer kennt das Glücksgefühl nicht, während der Ernte den Blick schon weiter schweifen zu lassen, um bereits die nächste Stelle zu entdecken! So vergingen fast 4 Stunden im Wald wie im Flug. Am Ende waren es genau 3794 Trompetenpfifferlinge. Was ein kleiner Scherz ist, ich habe sie natürlich nicht gezählt, dafür aber gewogen: gut 1300 Gramm waren es.

Ein Fall für den Dörrautomaten

Bis anhin verarbeitete ich Trompetenpfifferlinge immer frisch, aber ich will sie jetzt unbedingt einmal getrocknet probieren. Der Dörrautomat läuft nun seit knapp 3 Stunden und der Geruch erinnert mich an Totentrompeten. Sehr verheissungsvoll!

Daneben freute ich mich über ein paar Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze und ganz besonders über die ersten zwei Maronen seit fast 2 Jahren.

Ich wünsche allen Pilzfreunden einen tollen Pilzherbst! 

Gruss Martin"

(3 Fotos © Martin)

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2 Fotos: Aus dem Wald in den Dörrautomaten - das ist für Martin ein Experiment. Bisher hat er seine Trompetenpfifferlinge stets frisch verwertet. Er möchte sie nun einmal getrocknet probieren und sich eventuell eine weitere Pilzart für die Bevorratung erschließen. 


Ein Steinpilzcarpaccio während der Pilzsaucenfabrikation


Foto: Martin nutzte die Lücke des geringen Regens für einen Sprung in die Pilze. Und fand nach einer Woche Waldpause Trompetenpfifferlinge, Steinpilze, Boviste, Semmelstoppelpilze, Speisetäublinge und Amethystschuppige Pfifferlinge (im Uhrzeigersinn). In der Mitte vier Perlpilze. Das ergab eine schöne Sauce zu den Nudeln. Während des Kochganges verputzte er den schönsten der Steinpilze in Carpacciovariation mit etwas Olivenöl und Salz, siehe das 2. Foto(3 Fotos © Martin)

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Martin schreibt am 31. August 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

weil es hier um St. Gallen in letzter Zeit dauernd regnet, war ich nun schon über eine Woche nicht mehr im Wald. Heute regnete es nur ein bisschen und am Abend konnte man das Wetter schon als "freundlich" bezeichnen. So hielt mich nach der Arbeit nichts mehr, und ich ging direkt "in die Pilze".

Es scheint nun so langsam loszugehen mit der Hauptsaison.

In den Korb schafften es Trompetenpfifferlinge (2. Foto rechts), von denen ich die allermeisten stehen ließ, da sie noch klein und nass waren, Amethystschuppige Pfifferlinge, zwei schöne Speisetäublinge, ein paar Semmelstoppelpilze, zweierlei Boviste, 4 kleine Perlpilze, und zwei junge Fichtensteinpilze.

Ausserdem fand ich Düstere Röhrlinge, einen Schönfußröhrling, einen Gallenröhrling in luftiger Höhe, riesige, triefend nasse Habichtspilze, viele verschiedene Täublinge, Korallenpilze, viele Klebrige Hörnlinge und noch vieles mehr, das ich nicht kannte.

Ich kochte aus den Pilzen eine Sauce zu Nudeln. Den schönen Steinpilz verputzte ich während des Kochens als Carpaccio mit etwas Olivenöl und ein bisschen Salz.

Schöne Grüsse an dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle passionierten Pilzesammler!

Martin"


St. Gallen: Die Mitternachtspilze erfreuen Liath genauso wie die Pfifferlinge


Liath schreibt am 28. August 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern durfte ich mich über den ersten jungen Fichtensteinpilz freuen. Gefunden habe ich ihn auf zirka 900 m.ü.M. Leider habe ich vor lauter Aufregung vergessen, ein Foto zu machen. 

Das feuchtnasse Wetter lässt die verschiedensten Pilze sprießen. So habe ich einige Mitternachtspilze und Korallenpilze gesehen, die ich natürlich alle habe stehen lassen. Die Korallen sind nicht essbar und die Mitternachtspilze schmecken laut Fachliteratur nicht, weshalb ich sie nie probiert habe. Dennoch erfreute mich ihr Anblick.

Die Pfifferlingsernte im Kanton St. Gallen stimmt mich bisher ganz zufrieden. Seit Ende Juni habe ich immer mal wieder gute Portionen gefunden, um mir leckere Gerichte wie z.B. einen feinen Risotto oder Salat mit sautierten Pilzen kochen zu können.


2 Fotos: Liath freut sich über Funde von Pfifferlingen (Foto links), von denen er sich leckere Gerichte macht, aber auch über Mitternachtspilze (z. B. Foto rechts), weil er sie einfach schön findet. Die Mitternachtspilze werden allgemein Violetter oder auch Dunkelvioletter Schleierling genannt und schmecken ausgesprochen muffig. (2 Fotos © Liath)

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Ich finde die Pfifferlinge dieses Jahr im dichten Wald und auf Wiesen an Waldrändern. Interessant dünken mich die verschiedenen Erscheinungsbilder. Mal einzeln, goldgelb; mal ineinander verwachsen, eher ausgebleicht. Hinzu kommt noch die eigene Art der  Amethystschuppigen bzw. Violetten Pfifferlinge.

Mal sehen, ob es ein ähnlich pilzreicher Herbst wird wie 2018, als die Steinpilze in Massen wuchsen und man alle möglichen Pilzarten finden konnte. Wenn es weiterhin so feucht bleibt, wird es die grösste Herausforderung sein, den Schnecken zuvorzukommen.

Viele Grüsse, Liath"


Jetzt gilt es für Martin: Auf zur Ernte der nächsten Fuhre Totentrompeten


Martin schreibt am 10. August 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich habe heute eine Fuhre Totentrompeten für den Dörrautomaten (Foto rechts) geerntet. Wenn ich morgen Abend nochmals etwas Zeit finde, hole ich noch eine zweite ab.

Da nun sonnige Tage mit Temperaturen über 25 Grad angesagt sind, kann ich die dünnfleischigen Pilze nicht mehr allzu lange stehen lassen, sonst könnten sie schnell  einen Trockenschaden erleiden.

Viele Grüsse, Martin"

(2 Fotos © Martin)

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Foto: Sie quirlten nur so aus dem Boden, die vielen Herbsttrompeten im besten Alter. 


Senseoberland: An den besten Steinpilzplätzen war es wie verhext


Foto: Da ruht er, der dicke Steinpilzklops von 459 Gramm. Er wird umringt von 15 Artgenossen und einigen Schweinsohren. Auf dem zweiten Foto ist er noch einmal alleine zu sehen. (2 Fotos © Roman)

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Roman schreibt am 10. August 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

zum Ferienstart ging ich am Sonntag Morgen in der Früh auf die Pilzsuche.

Im Senseoberland in den Freiburger Voralpen regnete es noch stark, als ich mit dem Auto an meiner gewünschten Stelle ankam. Erfreulicherweise wich der Regen aber schnell der Sonne. So machte ich mich auf den Weg. 

Bereits nach kurzer Zeit habe ich den ersten Steinpilz entdeckt. Ein anschauliches Exemplar. Beim zweiten hat es mir dann die Sprache verschlagen: nur die Kappe ragte aus dem feuchten Waldboden, ich musste nicht schlecht buddeln, bis ich die riesige Knolle unter der Baumwurzel befreien konnte. Einen 1A-Steinpilz mit sagenhaften 459 Gramm (Foto rechts) durfte ich ins Körbchen legen!

Dazu kamen in rund zwei Stunden weitere 14 super knackige junge Steinpilze, einige Pfifferlinge und wiederum schöne Schweinsohren.

Nach diesem tollen Fund habe ich mich gestern mit einem Freund getroffen, der genau am selben Berg, allerdings rund 1,5 Km westlich, verlässliche Fundorte für Steinpilze hat. Mit grosser Motivation und viel Zuversicht sind wir losmarschiert, um unsere Körbe mit zu füllen.

Nach fünfeinhalb(!) Stunden haben wir auch die letzte Hoffnung auf einen Steinpilz begraben. Die Körbe haben sich wenn auch nur langsam mit Pfifferlingen, Semmelstoppelpilzen und einigen Habichstpilzen gefüllt. Alleine mit Schweinsohren hätten wir unsere Körbe voll machen können, dermaßen viele haben wir gefunden. Wir haben sie aber aus Gründen des Naturschutzes fast alle stehen gelassen. 

Bis zu unseren letzten Schritten im Wald konnten wir einfach nicht glauben, dass uns die Steinpilze an diesen hervorragenden Plätzen im Stich gelassen hatten. Wo sind sie nur geblieben? 

Wir trösteten uns damit, dass die Natur oftmals - zum Glück - unberechenbar ist.

Sonnige Grüsse, Roman"

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Kleine und grosse Pfifferlinge für eine feine Pilzrahmsauce zu Spaghetti


Foto: Ein goldgelbes Leuchten, das Aleks' Herz schneller schlagen liess: Von den herrlichen Pfifferlingen und einigen Lila Lacktrichterlingen gab es zum Abend eine feine Pilzrahmsauce zu Spaghetti. Seit vier Jahren geht Aleks mit seinem Freund Mirco in die Pilze bei St. Gallen. (3 Fotos © Aleks)

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Aleks schreibt am 8. August 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

mein Freund Mirco und ich sammeln seit ca. 4 Jahren Pilze, vorwiegend im Kanton St. Gallen. Dein Forum kennen wir seit einigen Jahren. Danke, dass du es erstellt hast; für mich ist es das beste Pilzforum weit und breit ;).

Heute gingen wir ca. 2 Stunden durch den Wald und besuchten die Pilzplätze, die wir nun seit einigen Jahren kennen. Leider konnten wir keine Steinpilze finden. Nur Gallenröhrlinge, die wir aus bekanntem Grunde stehen gelassen haben.

Wir fanden aber wunderschöne kleine und grosse Pfifferlinge an alten, aber auch an neuen Plätzchen. Zudem gab es auch noch wenige Violette Lacktrichterlinge. Einige Pfifferlinge fanden wir am Waldrand, die meisten aber im steilen Gelände im Wald selbst. Einige haben wir auch stehen gelassen, weil sie sich nach dem vielen Regen zu sehr mit Wasser vollgesogen hatten.

Heute Abend gibt es natürlich eine feine Pfifferlingsrahmsauce mit Spaghetti. Mmmh, darauf freue ich mich schon.

Liebe Grüsse an alle Pilzfans!

Aleks & Mirco"


2 Fotos: Kleinere, blasse Pfifferlinge im Wald und drei große dottergelbe in der Hand. Fotos mit Hand und Fingern wollen wir nach Möglichkeit vermeiden, viel schöner und aussagestärker ist es, die Pilze auf einen Baumstumpf nebst Messer für den Maßstabsvergleich zu legen. 


Den Amethystschuppigen Pfifferlingen inmitten der Wildrauke fehlte nur noch das Salatdressing


Martin schreibt am 7. August 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Morgen ging ich wieder einmal durch die St. Galler Mischwälder vor meiner Haustüre.

Ich fand im Wald viele Frauentäublinge, welche hier allerdings mit Schnecken geboren werden. Alle waren unbrauchbar. Die Totentrompeten und die Krausen Leistlinge, von denen ich heute einige neue Stellen entdeckte, sind weiter auf dem Vormarsch. Leider waren alle nass.

Auch die Trompetenpfifferlinge wachsen fleissig, sind aber noch klein. Sie wachsen ebenfalls an neu entdeckten Plätzen. Den Tagessieg im Wald errangen allerdings ganz klar die Violetten Lacktrichterlinge (2. Foto rechts). Sie wachsen zur Zeit üppig auf grossen Flächen.

Den heutigen Höhepunkt setzten allerdings die Amethystschuppigen Pfifferlinge (1. Foto rechts), die ich an den Waldrändern in den Wiesen fand. Sie waren alle noch jung und knackig und wuchsen büschelweise. Ein Büschel wuchs inmitten einer wilden Rauke. Hier fehlte nur noch das Salatdressing. Aber nach einer Geschmacksprobe liess ich den bitterscharfen Salat lieber stehen.

Interessant war für mich, dass an allen mir bekannten Pfifferlingsstellen gar nichts los war. Ich fand die Pilze durchweg an neuen Stellen an südlichen Waldrändern. Meine bisher bekannten Stellen befanden sich alle an Waldrändern mit nördlicher Ausrichtung.

Einen Teil der schönen Pfifferlinge bekamen unsere lieben Nachbarn Heidi und Hans. Der Grossteil wird dann morgen unseren Besuch beglücken.

Für mich war das einer der schönsten Pfifferlingsfunde, die ich je hatte. Und zahlreiche Nachwuchspilzchen liess ich noch stehen...

Viele Grüsse an dich, Heinz-Wilhelm, und an alle passionierten Pilzesammler!

Martin"

(4 Fotos © Martin)

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2 Fotos: Die Trompetenpfifferlinge (links) wuchsen in der Nadelstreu, während sich die Amethystschuppigen Pfifferlinge (rechts) auf der Wiese am Waldrand wohlfühlten. 

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Roman freut sich über den Fund seiner ersten Schweinsohren


Foto: Erst seit drei Jahren sammelt Roman Pilze. Dafür kann sich sein Fund sehen lassen. Jetzt hat er sogar seine ersten Schweinsohren entdeckt. Auf dem 1. Foto sind sie unten rechts, auf dem 2. noch einmal gesondert zu sehen. 

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Roman schreibt am 3. August 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

erst mal möchte ich dir zu deiner gelungenen Seite gratulieren. Ich verfolge deinen Pilzticker-Schweiz nun seit 3 Jahren. Ich habe damals mit der aktiven Pilzsuche begonnen; mittlerweile ist sie zur Sucht geworden.

Ich habe heute meine ersten Schweinsohren gefunden. Jedenfalls binich mir zu 100% sicher, dass es welche sind. Es wäre schön, wenn Du dies bestätigen könntest.

Nebst den Schweinsohren durfte ich 3 Maronenröhrlinge, 3 super knackige Steinpilze, 3 Semmelstoppellinge und eine schöne Portion Pfifferlinge in mein Körbchen packen.

Herzliche Grüsse aus der Westschweiz, Roman"

(2 Fotos © Roman)

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Erst staunen über die seltsamen krausen Totentrompeten, dann eine leckere Pilzcrèmesuppe gezaubert


Martin schreibt am 31. Juli 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Morgen versuchte ich in einigen Buchenwäldern mein Glück.

Steinpilze konnte ich keinen einzigen entdecken. Dafür gab es einiges an Pfifferlingen. Das Problem hier rund um St.Gallen ist einfach, dass es fast täglich regnet, meist viel. Pilze, die nach ihrem Alter noch gut wären, saugen sich mit Wasser voll und werden so unbrauchbar. Nur ganz junge Exemplare oder solche, die unter einem besonders dicken Blätterdach wachsen, taugen zu Speisezwecken. 

Dieses Problem hatte ich bereits vergangenen Dienstag im "Gämsenwald". Dort standen noch gut 50 Steinpilze, die Hälfte im mittleren Alter. Doch sie waren wie vollgesaugte Schwämme. Und die Schnecken feiern eine riesige Orgie! Sie brauchen sich nicht einmal tagsüber vor der Sonne zu verstecken, sondern fressen rund um die Uhr. So war der ganze Wald ein riesiges Schlachtfeld.

Zurück zum heutigen Samstag. Ich konnte schlussendlich gut zwei Hände voll Blasse Pfifferlinge von guter Qualität mitnehmen.

Heute Abend schaute ich noch in dem Wald vorbei, in dem hier meistens die ersten Totentrompeten wachsen. An der ersten Stelle fand ich seltsame Totentrompeten vor. Eine kurze Recherche auf "123Pilze"ergab, dass es sich um Krause Leistlinge (1. Foto rechts) handelte. Sie sind zwar nicht selten, dennoch schwer zu finden. Also nahm ich sie mit, zumal noch viele Winzlinge nebenan standen. Ein Erstfund für mich.

Ein paar Meter weiter stand dann ein ganzes Trompetenorchester bei Fuss. Es schaut gut aus für reichlich Totentrompeten (2. Foto rechts) in diesem Jahr.

Da die Pilze halt doch etwas feucht waren, wollte ich sie nicht trocknen*, sondern ich kochte zusammen mit den Pfifferlingen eine Pilzcremesuppe

Als Beifang gab es heute einen Semmelstoppelpilz, einen Perlpilz, zwei Frauentäublinge und zwei Violette Lacktrichterlinge.

Viele Grüsse an alle!

Martin"

(2 Fotos © Martin)

* Absolut richtig gehandelt, lieber Martin! Für eine langfristige Konservierung wäre das nichts geworden. Man trocknet nur trockene Pilze. Eine Pilzcrèmesuppe daraus zu machen, war die beste Entscheidung. 

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