Pilz-Ticker-Schweiz



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Schweiz




Es darf gestaunt werden: Schöne junge Steinpilze und Pfifferlinge aus der Voralp


Andrea schreibt am 11. August 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem wir hier im Voralpenland glücklicherweise ab und zu Regen hatten, zog es uns hoffnungsvoll hinaus in die Berge.

Die ersten kleinen Steinpilze und eine schöne Portion Pfifferlinge fanden wir auf zirka 1200m. Ein Riesenexemplar von Steinpilz war leider nicht mehr zu gebrauchen. Ausserdem sahen wir einige schon abgenagte Hexenröhrlinge und einen Grauen Scheidenstreifling

Wir hoffen auf weiteren Regen.

Ich wünsche allen Pilzlern einen super Wald- und Pilzstart!

Viele Grüsse von Andrea mit Waldfreund"

(3 Fotos © Andrea)

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2 Fotos: Solch ein Foto (links) haben wir lange nicht gesehen. Zwei knackige junge Steinpilze in der Nadelstreu. Rechts ein Grauer Scheidenstreifling mit den typischen Merkmalen Hüllrest, geriefter Hutrand, flockig-faseriger Stiel und markanter, nie knolliger Scheide. 


Pilzmedizin für Martin, um 100 Jahre alt zu werden


Foto: Amethystschuppige Pfifferlinge, Glänzende Lackporlinge, Riesenporling, Bruchstücke von einer Krausen Glucke und in der Mitte ein Perlpilz und ein Harter Zinnobertäubling landeten auf Martins Tisch. (Foto © Martin)

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Martin schreibt am 30. Juli 2022:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ohne grosse Hoffnung auf Pilze zog ich heute wieder einmal durch die Wälder über dem  Bodensee.

Sowohl im Laubwald als auch im Nadelwald war fast nichts zu finden. Von den gängigen Speisepilzen fand ich nur einen Harten Zinnobertäubling, einen Perlpilz und eine Handvoll Amethystschuppige Pfifferlinge.

Die grösste Freude bereitete mir der Fund einer Krausen Glucke. Das war erst die vierte Glucke meines Lebens! Die ersten zwei waren überständig und die dritte klitzeklein, extrem schmutzig und wurde in der Woche, in der ich sie wachsen lassen wollte, von den Schnecken verputzt. Diese drei Funde liegen schon zwischen fünf und 30 Jahren zurück.

Das heutige Exemplar war von den Schnecken ebenfalls schon arg in Mitleidenschaft gezogen, aber ein paar Bruchstücke konnte ich mitnehmen und erstmals verkosten. Ich hoffe, ich finde noch mehr davon.


2 Fotos: Die Amethystschuppigen Pfiffers (links) waren gezeichnet von der Sonneneinstrahlung. Der Riesenporling am Rotbuchenstumpf hatte seine besten Tage schon hinter sich. Er ist nur in ganz jungem Zustand zu gebrauchen, allenfalls zum Auskochen für eine weiterverwendbare Pilzbrühe. 

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Zum Schluss gab es noch zwei Erstfunde für mich. Zum einen ein paar Glänzende Lackporlinge, zum andern einen Riesenporling. Die Glänzenden Lackporlinge versuche ich zu trocknen und anschliessend zu pulverisieren. Als vorbeugende Medizin soll mir das Pulver dann helfen, 100 Jahre alt zu werden (kleiner Scherz).

Vom Riesenporling habe ich mir ein paar junge Stücke mitgenommen und verkostet. Ich werde sie künftig stehen lassen. Geschmacklich waren sie unauffällig. Gewöhnungsbedürftig ist aber vor allem die Konsistenz. Ist nicht mein Fall, aber wenn sie jemand mag, kann ich das auch verstehen.

Was die Feuchtigkeit in meinen Suchgebieten betrifft, kann ich mich nicht beschweren. Wir wurden hier in den letzten neun Tagen dreimal von einem Gewitter geküsst. Zweimal gab es gut 10 mm Regen, vorgestern sogar über 20mm. Nun hoffe ich, dass der Regen in zwei drei Wochen dann so richtig wirkt.

All denen, die noch auf Regen warten, wünsche ich schon bald ergiebige Güsse.

Schöne Grüsse Martin"

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»Die Stiele der alten Rotstieligen Ledertäublinge waren leuchtend rot«


Foto: Trotz der Trockenheit konnte sich Martin über einen passablen Fund freuen. Wir sehen von links Nelkenschwindlinge, Amethystpfifferlinge, vermutlich Fleischrote Speisetäublinge, zwei Rotstielige Ledertäublinge und einen geviertelten Perlpilzhut. Die Mischpilzpfanne schmeckte Martin sehr gut. (Foto © Martin)

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Martin schreibt am 24. Juli 2022:

"Lieber Heinz- Wilhelm,

heute Morgen streifte ich wieder einmal durch einige Fichtenwälder im Appenzeller Vorderland. Allzuviele küchentaugliche Pilze konnte ich nicht entdecken, aber es kamen immerhin einige Täublinge, ein paar Amethystschuppige Pfifferlinge, ein Perlpilz (den Stiel liess ich vermadet im Wald) und überraschenderweise ein paar Nelkenschwindlinge in den Korb.

Eine Pilzart war heute sehr häufig zu finden, nämlich die Rotstieligen Ledertäublinge. Die meisten waren zwar schon überständig, aber zwei junge Exemplare nahm ich zu Testzwecken mit. Sie sollen ja ganz anständige Speisepilze sein. Auf dem Foto sind es die zwei Täublinge rechts unten. Ihre Stiele waren nur ganz leicht rot überhaucht. Ganz im Gegensatz zu den teils sehr grossen dickstieligen Exemplaren im Wald. Die waren oft leuchtend rot.

Mein Testergebnis nach dem Essen fällt prima aus: die Pilze schmeckten zusammen sehr gut.

Nach den Harten Zinnobertäublingen, die ich vorgestern verkostet hatte, habe ich heute also schon wieder eine neue Pilzart in mein Beuteschema aufgenommen. Die "Gefahr", mit leerem Korb nach Hause zu kommen, wird immer geringer...

An Röhrlingen fand ich nur einen Goldröhrling, zwei Flockis und einen Fichtensteinpilz. Sie waren alle unbrauchbar.

Ich wünsche allen Pilzfreunden baldigen ergiebigen Regen!

Gruss Martin"


Ein kleines Täublingsdreierlei, das Spass macht


Martin schreibt am 22. Juli 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

nach fast zwei Wochen ferienbedingter Waldabstinenz zog ich heute früh wieder einmal mit meinem Körbchen los. Auch hier um St. Gallen hat die Trockenheit zugeschlagen. Vorgestern, also am Mittwoch, fielen fast 10 mm Regen und haben für ein paar Tage etwas Linderung gebracht. Aber es braucht natürlich noch mehr.

Ich hoffte heute auf den einen oder anderen Grüngefelderten Täubling und Milchbrätling. Ich fand von beiden Arten je einen. Der Brätling war unbrauchbar, aber dafür war der junge Grüngefelderte Täubling wunderschön. Dazu gab es noch zwei Frauentäublinge und drei Harte Zinnobertäublinge.

Die Harten Zinnobertäublinge habe ich heute erstmals mitgenommen. Ich habe gesehen, dass Pilzexperte Thomas sie sehr gerne und zahlreich sammelt und mir gedacht, dass sie folglich nicht allzu schlecht schmecken können. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich werde sie in Zukunft sicher noch öfter sammeln.

Ganz satt wurde ich von heutigen Fund zwar nicht, aber auch ein kleines "Täublingsdreierlei" macht Spass.

Ich wünsche allen in den nächsten Tagen viel Regen!

Gruss, Martin"


Werdenberg/St. Gallen: Mit den ersten Steinpilzen treten auch die ersten jungen Schweinsohren an


Foto: Die ersten Schweinsohren des Jahres fand Mirco im Kreis Werdenberg. Wie herrlich sie leuchten in ihrem Lilakleid! (3 Fotos © Mirco)

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Mirco schreibt am 12. Juli 2022:

"Liebe Pilzfreunde, 

gestern durchforstete ich die Wälder im Kreis Werdenberg im Kanton St. Gallen. Ich fand massenweise Eierschwämmli sowie erste knackige Steinpilze

Zu meiner Freude entdeckte ich auch schon wunderschöne junge Schweinsohren, die natürlich ebenfalls in meinem Korb landeten. 

Lieber Gruss, Mirco"

(3 Fotos © Mirco)

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Foto: Eierschwämmli alias Reherl oder Pfifferlinge gab es en masse. 


Foto: Die ersten Steinpilze - es sind wohl Fichtensteinpilze, der rechte könnte auch ein Sommersteinpilz sein - ließen sich blicken. 


Das muss wohl die gute Höhenluft im Appenzeller Mittelland sein: Philipp findet einen Goliath von Perlpilz


Foto: Ein schmucker Korb mit schönen Pilzen. Der stattliche Perlpilz stellt sogar den Flockenstieligen Hexenröhrling in den Schatten. (3 Fotos © Philipp)

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Philipp schreibt am 8. Juli 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm

heute habe ich mich ins Appenzeller Mittelland begeben und bin auf knapp 1000 Metern Höhe die Waldränder abgeschritten.

Gefreut habe ich mich über die tollen Eierschwämme, welche sich aus dem nassen Moos der Sonne entgegen gereckt haben. Aber auch ein dicker Perlpilz und ein etwas angefressener Flockenstieliger Hexenröhrling durften mit. Die ersehnten Schweinsohren haben sich leider noch nicht blicken lassen.

Herzliche Grüsse, Philipp"


2 Fotos: "Tolle Eierschwämme" und ein Kaventsmann von einem Perlpilz (rechts): Philipp freute sich bei seinem Höhenpilzgang über schöne Funde. 


Ein kleiner Anfang ist gemacht: Eine Handvoll Pfifferlinge für Andrea aus den St. Galler Bergen


Andrea schreibt am 7. Juli 2022:

"Hallo lieber Heinz-Wilhelm, 

schon lange schaue ich regelmässig in den Pilzticker. Nun möchte ich mich mal persönlich melden.

Nachdem die Marlis schon zweimal schöne Pfifferlingsfunde aus dem Appenzeller Vorland vermeldet hat, bin ich heute zwischen 700 und 800 Metern Höhe Nähe St. Gallen unterwegs gewesen. Nun, eine Handvoll ist es dann doch geworden, wobei noch viele kleine Pfiffies stehen blieben, die die nächsten Tage hoffentlich nachwachsen! Einige Täublinge, welche schon arg angefressen waren, sowie die ersten Scheidenstreiflinge habe ich stehen lassen.

Nun hoffe ich auf eine schöne Pilzsaison!

Viele Grüsse an alle Pilzfreunde von Andrea"

(2 Fotos © Andrea)

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Foto: Es dürften zwei etwas blass geratene Graue Scheidenstreiflinge sein. Obwohl essbar, ließ Andrea sie stehen. 


Am Abgrund wartete ein Pfifferling, der keiner war


Martin schreibt am 2. Juli 2022:

"Lieber Heinz-Wilhelm

da meine liebe Frau heute einen Weiterbildungskurs besuchen musste, hatte ich viel Zeit für meine Passion. Ich verbrachte über 6 Stunden in diversen Wäldern in St. Gallen und im Appenzeller Vorderland.

Von einer Pilzschwemme kann man hier zwar nicht gerade reden, aber es liess sich doch einiges finden.

Ich habe gerade  gesehen, dass Marlies im Appenzellerland auf 1200m (Schwägalp?) 1 Kilogramm schöne Pfifferlinge fand. Damit kann ich nicht mithalten, aber gut 400 Gramm Blasse Pfifferlinge fanden auch den Weg in meinen Korb. Dazu gesellten sich einige Frauentäublinge, die jetzt nicht mehr so häufig zu finden sind wie noch vor 2 Wochen, ein Perlpilzchen und eine  gute Hand voll Nelkenschwindlinge.

Zwei weitere Funde möchte ich noch erwähnen.

Als ich an einer mir noch unbekannten Stelle ein paar kleine Pfifferlinge fand, suchte ich dort noch etwas genauer und entdeckte doch tatsächlich 5 "Sommertrompeten" (Herbst- bzw. Totentrompeten). Sie waren aber noch klitzeklein, im Milimeterbereich.

Ein anderer Pfifferling lockte mich mit seinem Standort knapp am Abgrund aus der Reserve. Kein Pilz ist es wert, sein Leben dafür zu riskieren, sagte ich mir, doch dann entdeckte ich eine Wurzel, an der ich mich sicher festhalten konnte. Als ich dann erkannte, dass es gar kein Pfifferling war, war ich kurz enttäuscht - aber nur ganz kurz.

Es war mein erster Milchbrätling des Jahres! Um ihm die Ehre zu erweisen, wollte ich ihn nicht mit den Pfifferlingen oder den Täublingen zusammen braten. Eine Pfanne für den kleinen Pilz zu erhitzen hielt ich aber für Energieverschwendung. So blieb nur noch der Rohverzehr.

Ich wünsche dir und allen Lesern einen schönen Pilzsommer.

Gruss, Martin"

(5 Fotos © Martin)

(1. Juli 2022)

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2 Fotos: Der vermeintliche Pfifferling erwies sich bei genauer Überprüfung als Milchbrätling. Rechts ist seine typische weiße austretende Milch an den Lamellen zu sehen. Da er eine Art Pilzaristokrat ist, aß ihn Martin gesondert, nämlich roh. Das ist bei dieser Pilzart ausdrücklich erlaubt. Viele andere Pilzarten darf man niemals roh verzehren. 

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2 Fotos: Es fehlte Martin nicht an schönen Frauentäublingen (siehe z. B. links) und an nicht minder schönen Pfifferlingen (rechts)

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