Pilz-Ticker-Schweiz



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Schweiz




Philipp freut sich über einen Erstfund: Ein schöner Anhängselröhrling!


Philipp schreibt am 19. Juni 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem ich zum Pilzkontrolleur gefahren bin, herrscht Gewissheit, dass ich im Appenzellerland einen Erstfund verzeichnen kann, nämlich einen schönen Anhängselröhrling mit einem Baby (Foto rechts).

Da ich diesen noch nie hatte und er leicht mit dem Wurzelnden Bitterröhrling verwechselt werden kann, ließ ich ihn vorsichthalber kontrollieren. Sicher ist sicher.

Dazu gab es erneut Flockis. Nach wie vor wachsen auch die sehr präsenten Schönfußröhrlinge.

Morgen geht's ins Appenzellerland auf Forellenjagd. Eventuell kann ich ja auch ein paar Pilze aufschrecken.

Herzliche Grüße Philipp«

(Foto © Philipp)

Hallo Philipp,

zur Unterscheidung zwischen Anhängselröhrling und Wurzelndem Bitterröhrling eignet sich bestens die rohe Geschmacksprobe, die hier ausdrückilich erlaubt ist. Der Bitterröhrling schlägt kräftig an!

Pilz & Petri Heil!

Viele Grüße Heinz-Wilhelm«

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Appenzellerland: Pilzsanitäter Philipp konnte den Perlpilz nicht mehr retten


Philipp schreibt am 15. Juni 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

im Appenzellerland ist der alljährliche Schneckenkrieg ausgebrochen! Wie immer sind die Pilze und damit auch die Sammler die Verlierer.

Allerdings scheinen sich in diesem Jahr die Schnecken auf die giftigen Schönfußröhrlinge zu konzentrieren. Ein mächtiger Schönfußgeneral hatte schon erheblichen Schaden erlitten und auch ein kleiner Perlpilz war nicht mehr zu retten.

Davongekommen sind zu meiner Freude mehrere schöne Flockis, darunter ein hübsch anzuschauendes munteres Trio.

Die Flockis konnten sich auf ihrer Flucht vor den Schnecken in meinen Korb retten.

Herzliche Grüße Philipp«


Foto: Die Flockigen Hexen flüchteten vor den Schnecken nahezu wohlbehalten alsbald in Philipps Korb. (2 Fotos © Philipp)

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St. Gallen: Der Regen lockt die guten und die bösen Röhrlinge heraus


Philipp schreibt am 14. Juni 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach dem gestrigen Regentag trauen sich so langsam die Röhrlinge heraus. Heute waren es zwei Flockis und zwei giftige Schönfußröhrlinge (zweites Foto) in der Nähe von St. Gallen.

Herzliche Grüße Philipp«

(2 Fotos © Philipp)

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2 Fotos rechts: Die orangeroten Röhren und die feinen Flocken am Stiel sind markante Merkmale des Flockenstieligen Hexenröhrlings (oben). Die gelben Röhren bei hellerem, lehmgrauen Hut zeichnen die giftigen Schönfußröhrlinge aus, wie wir sie auf dem zweiten Foto sehen. Aber auch deren Stiel ist anders: Die Stielbasis hat typischerweise ein  leuchtendes Karminrot, das zur Spitze hin in ein reines Gelb übergeht, überzogen von einem feinen rötlich-braunen Netz.









Berner Jura: Sommersteinpilze und herrliche Riesenegerlinge  bester Qualität aus 800 Metern über dem Meer


Pietro schreibt am 6. Juni 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

diesmal melde ich mich aus dem Berner Jura aus cirka 700 bis 800 Metern Höhe über dem Meeresspiegel.

Nach einer kleinen Pilzrunde habe ich dann doch noch etwas gefunden, unter anderem sehr schöne Sommersteinpilze (Foto rechts im Längsschnitt) und einige wunderbare Riesenegerlinge (Agaricus augustus), siehe das zweite Foto. Es gibt dieser Tage immer mehr Vielfalt.

Gut Pilz an alle!

Liebe Grüße, Pietro«

(3 Fotos © Pietro)

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Foto: Hier sieht man Sommersteinpilze einmal im Maßstab. Das Taschenmesser veranschaulicht, dass sie von kleinerem und zierlicherem Wuchs sind als ihre Vettern, die Fichtensteinpilze. Da sie nicht soviel Wasser speichern, sind sie von härterer Konsistenz und haben damit - für fast alle Pilzfreunde - ein stärkeres Aroma als Fichtensteinpilze.





4 Kilo Maipilze im Berner Jura für Pietro


Foto: Dicht an dicht standen für Pietro die Maipilze im satten Frühlingsgras. Da waren vier Kilo schnell beisammen. (Foto © Pietro)

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Pietro schreibt am 2. Juni 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

eine kleine Fundmeldung aus der Schweiz. Heute fand für mich zwischen 1000 und 1100 MüM wohl die letzte Ernte der Maipilze statt. Aber dafür eine gute! Es kamen ungefähr vier Kilo bester Qualität zusammen!

Dazu gab es auch Waldchampignons und Nelkenschwindlinge. Auch einige Schönfußröhrlinge habe ich gesehen.

Anbei ein Photo von einem Teilstück eines Hexenringes von Nelkenschwindlingen.

Liebe Grüße, Pietro«


Die Zeit im Appenzeller Land ist noch nicht da - für die Forellenjagd hingegen schon


Philipp schreibt am 2. Juni 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

obwohl das Wetter im Appenzellerland für Pilze nicht besser sein könnte, ist es wohl einfach noch zu früh. So habe ich einen einzigen Flocki gefunden.

Ich warte (un)geduldig... und gehe in der Zwischenzeit auf Forellenjagd.

Liebe Grüße Philipp«

(Foto © Philipp)

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Sehr lesenswert!

Märzellerlinge in knapp 2000 Metern Höhe, Blauer Gebirgsenzian und Leuchtende Prachtbecherlinge für Pietro


Foto: Welch ein Fund in knapp unter 2000 Metern sind doch die Märzellerlinge oder Märzschnecklinge (links), die unter Pilzsammlern Kultstatus genießen, sowie die Spitzmorcheln (rechts), die es in höheren und um so kühleren Lagen erst jetzt heraustreibt. (5 Fotos © Pietro)

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Pietro schreibt am 27. Mai 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

im Berner Oberland zwischen 1600 und 1800 MüM habe ich meine drei Märzellerlings-Plätze kontrolliert. Ich wurde aber nur auf einem fündig, so dass ich noch höher stieg - und drei neue Wachstumsplätze entdeckte.

Im Schafgras fand ich zudem zwei Spitzmorcheln und auf einem abgestürzten Baum die übrigen. 

Gesehen habe ich auch ein paar Pfifferlinge, Leuchtende Prachtbecherlinge, ein Bambi und wunderbaren Enzian.

Liebe Grüße, Pietro«

Blau = ungenießbar


Foto: Absolut typisch für den Märzellerling ist sein Habitat (Wohnort) im Moos, am liebsten unter Weißtannen. Dort bemerkt ihn in der Regel nur der Kenner an den buckligen Wölbungen, wenn der Pilz noch vollständig unter der Erde verborgen ist. In diesem Zustand hat er beste Qualität; unter Lichteinfluss vergeht er schnell.


Foto: Auf diesem Erdteller mit Wurzelwerk eines vom Wind gefällten Nadelbaumes - vermutlich eine Weißtanne - fand Pietro Spitzmorcheln. Auch das ist nicht alle Tage zu sehen.

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Lieber Pietro,

wirklich sehr interessant ist Dein Fund von Märzellerlingen auf Höhen von knapp unter 2000 Metern. Dies entspricht exakt der Fachliteratur, nämlich dass dieser Pilz in der Schweiz - nicht in Deutschland und Österreich(!) - auf Höhen von bis zu 2000 Metern zuverlässig anzutreffen ist. Je höher, desto später erscheint er im Jahr. Während er in Deutschland bisweilen schon im Januar und Februar noch im Schnee wächst, kann er in der alpinen Schweiz noch im August erscheinen.

Auch Deine Fotos von Leuchtenden Prachtbecherlingen sowie dem Blauen Gebirgsenzian sprechen für sich. Du suchst Deine Pilze dort, wo andere Urlaub machen und viel Geld dafür bezahlen.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm


2 Fotos: Zwischen 1600 und 2000 Metern über dem Meeresspiegel kam für Pietro im Berner Oberland Farbe ins Spiel. In wunderschöner Landschaft fand er den in Deutschland und der Schweiz seltenen Leuchtenden Prachtbecherling (Foto links), dessen Farben zwischen gelborange und organgerot sowie an der Außenseite zwischen olivbraun und blaugrün variieren. Auch erfreute ihn der nicht minder leuchtende Blaue Gebirgsenzian (rechts).






Waldhühnchen mit Thai-Curry und Vollkorngetreide: »Sehr lecker!«


Foto: So lecker sieht es aus, das »Waldhühnchen« mit Thai-Curry und Vollkorngetreide«. Und urgesund ist es außerdem. Unten sehen wir den Schwefelporling an einem altersschwachen Obstbaum. Das Bild lässt eine wunderschöne Landschaft vermuten. (2 Fotos © Pietro)

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Pietro schreibt am 18. Mai 2018:

»Liebe Grüße Heinz-Wilhelm,

wie immer im Berner Jura, fand ich auch gestern wieder schöne Mairitterlinge. Ich glaube, sie kommen auch weiterhin, denn man sieht prächtige Hexenringe und auch schon kleine Nachwuchspilzchen. Auch ein paar Nelkenschwindlinge waren im Gras.

Daneben fand ich auch Schwefelporlinge (Foto rechts) die ich jetzt erstmals probiert habe.

Chicken of the woods, also »Waldhühnchen« mit Thai-Curry und Vollkorngetreide: Sehr lecker!

Liebe Grüße, Pietro«

Hallo Pietro,

während ich Deine lesenswerte Pilzmeldung mit dem Leckergericht online stelle, duftet es am PC verdächtig nach dem Schwefelporling. Das hat seinen Grund: Der Duft kommt von den Fingern, denn ich habe vor nicht mal 20 Minuten selbst einige herrliche Stücke geerntet (schon die dritte Ernte in dieser Woche), und zwar an einem Buchenstumpf. Schwefelporlinge riechen herrlich!

Es wird sie morgen zum Frühstück mit Rührei und frischen Frühlingskräutern geben. Ein Festschmaus wartet!

Solange Dein Pilz weich bleibt, kannst auch Du weiterhin tageweise ernten!

Weiterhin guten Appetit wünscht mit besten Grüßen Dir Heinz-Wilhelm

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Der junge Schwefelporling ließ Philipp schwärmen: »Ein Genuss!«


Philipp schreibt am 17. Mai 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm

da es seit ein paar Tagen in St. Gallen endlich regnet, habe ich mich heute auf Pilzsuche begeben. Von Morcheln ist leider nichts zu sehen und ich befürchte, die kommen auch nicht mehr.

Entdeckt habe ich Grünblättrige Schwefelköpfe (natürlich Finger weg) und einen tollen jungen Schwefelporling im Wachstumszustand, wie man ihn sich nur wünschen kann. Er war ein Erstfund für mich. Es gab ihn als Picata, das heißt in kleine Scheiben geschnitten, zum Abendessen. Ein Genuss!

In Scheiben schneiden und 10 Minuten im Salzwasser kochen wegen der Bitterkeit. Anschliessend in Mehl, Ei und Reibkäse wenden und in Butter braten.

Der kommt mir wieder mal in den Korb.

Liebe Grüße Philipp«

(Foto © Philipp)

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Berner Wälder: Zwei schöne Flockis überraschten Sara


Foto: Die Morcheln sind durch, die Flockis sind da. Darüber freute sich Sara gewaltig. (Foto © Sara)

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Sara schreibt am 16. Mai 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

erst mal muss ich sagen, dass ich den Pilzticker super finde. Mittlerweile schaue ich fast täglich rein :-)

So dachte ich mir, dass ich auch mal einen Beitrag leiste, von dem andere vielleicht profitieren können.  Am letzten Wochenende (12./13. Mai) war ich in den Wäldern um Bern herum spazieren. Auf Pilzsuche war ich eigentlich nicht, da die Morchelzeit schon vorbei sind.

Du kannst dir vorstellen, wie überrascht ich war, als ich praktisch über Flockenstielige Hexenröhrlinge gestolpert bin! Ich konnte es kaum fassen und habe mich riesig gefreut.

 Da es gerade wieder regnet, werde ich mein Glück demnächst wieder versuchen.  

Liebe Grüße, Sara«


Berner Jura: Das lange Warten auf Regen - und das Happy End mit vielen schönen Maipilzen


Foto: Eine beachtliche Menge an Maipilzen ist da für Pietro zusammengekommen! Und sie sehen gut aus, fast will man vermuten, dass sie gänzlich madenfrei sind. (Foto © Pietro)

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Pietro schreibt am 15. Mai 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

endlich hatten wir auch bei uns echten Regen - und prompt sind die Pilze da! So habe ich heute schöne frische Maipilze gefunden, und zwar im Berner Jura auf 800/900 Metern Höhe.

Liebe Grüße Pietro«


St. Gallen: Erst waren die Speisemorcheln nicht da, jetzt sind sie schon zu alt


Philipp schreibt am 28. April 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm

der wenige Regen hat ausgereicht, um im St. Galler Rheintal die großen Speisemorcheln (2 Fotos rechts) hervorzubringen.

Leider kam ich bereits etwas zu spät, so dass ich drei weitere Riesenexemplare stehen lassen musste.

Liebe Grüße Philipp«

(2 Fotos © Philipp)

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