Pilz-Ticker-Schweiz



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Schweiz




Pietros Pilzspaziergang auf 1600m üNN

Maipilz-Vorrat en masse und beginnende Morchelernte im Oberland


Foto: Wenn das kein Vorrat ist! Pietro hat seine Maipilze in Gläsern süß-sauer eingelegt und mit dem Tagesdatum 22.5.19 beschriftet. Es sind 17 Gläser - da steht die Pilzwelt, wie man sieht, kopf!

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Pietro schreibt am 24. Mai 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

es ist schon eine Weile her, dass ich dir Neuigkeiten aus der Schweiz geschickt habe. Jetzt, nach einer ausgezeichneten Morchelsaison, sende ich dir neue Nachrichten.

Gestern bin ich im Berner Oberland spazieren gegangen, um meine Märzellerlingsplätze zu überprüfen, aber leider noch nichts. Aber ich hatte doch Glück, weil ich einen neuen Platz mit einem kleinen Pilznest entdeckt habe.

Dazu habe ich auch frische Spitzmorcheln gefunden, ich glaube, sie fangen jetzt an auf dieser Höhe. Rundum und nur ein bisschen höher lag noch Schnee.

Im Berner Jura gibt es aktuell die letzten Morcheln und sehr viele Mairitterlinge. Auf den Fotos ein Beispiel, wie ich die Mairitterlinge süss-sauer vorbereite. Das Rezept kann ich schreiben, wenn jemand interessiert ist.

Liebe Grüße aus der Schweiz, Pietro«

(5 Fotos © Pietro)


Foto: Maipilze, kiloweise. Pietro hat sie in der hellen und in der dunkleren Variation im Berner Jura gefunden.

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Foto: Auch ein kleines Nest von Märzellerlingen hat Pietro entdeckt, und zwar im Berner Oberland, auf 1500 bis 1600 Metern üNN. Während sie im mitteleuropäischen Flachland bereits im Januar/Februar zu finden sind, verschiebt sich mit zunehmender Höhe ihr Erscheinen immer weiter nach hinten. Um 2000 Meter wachsen sie mitunter erst im August.


Foto: Hier sehen wir die Märzellerlinge, an denen fast immer Erdboden haftet, gewaschen und gereinigt.


Foto: Auch eine gute Handvoll Spitzmorcheln konnte Pietro finden. Während sie in tiefer gelegener Landschaft bereits durch sind, beginnt, so vermutet er, ihr Wachstum im Oberland gerade erst.






Immer noch schöne frische Speisemorcheln an der Sitter für Philipp





Foto rechts: Die Schuppigen Porlinge muss Philipp nicht stehen lassen. Kocht man sie, klein geschnitten, aus, so erhält man eine ausgezeichnete würzige Pilzbrühe, die man einfrieren und später für Pilzsuppen oder -soßen verwenden kann. Pürierte Schuppige Porlinge ergeben außerdem eine ausgezeichnete Füllmasse, aus denen man zusammen mit Morcheln oder im späteren Saisonverlauf mit Steinpilzen super leckere Pilzklopse (Tageseintrag 6. April 2016) machen kann. Die Edelpilze sollten anteilig 3/4, die Porlinge 1/4 ausmachen.




Philipp schreibt am 9. Mai 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

es morchelt immer noch entlang der Sitter in St. Gallen, auch wenn die Schnecken sich schon reichlich ausgebreitet haben. Ich fand schöne frische Speisemorcheln in bester Qualität.

Auch die Schuppigen Porlinge wachsen jedes Jahr zuverlässig an demselben Baum. Auch wenn ich sie jeweils stehen lasse, so sind sie doch ein schöner Anblick.

Herzliche Grüße, Philipp«

(3 Fotos © Philipp)

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2 Fotos: Sie sind jung, frisch und schön, die nachgewachsenen Speisemorcheln entlang der Sitter, die Philipp in diesem Jahr schon seit längerem dort findet. Die Sonne, nächtliche Kühle und die Feuchtigkeit scheinen optimal zu sein.






Sarganserland: Auf der Verdachtsstrecke wuchsen die Morcheln für Larissa wie erträumt


Larissa schreibt am 26. April 2019:

»Gestern, am 25. April, ging ich das dritte Mal in diesem Jahr auf die Morchel-Jagd.

Schon seit langem fahre ich an einem Ort vorbei, an dem ich schon immer mal nachschauen wollte. Da war ich noch nie. Dieses Mal hatten meine Tochter und ich ein wenig Zeit, gingen also zu diesem Örtchen, und innert fünf Minuten wurden wir auf das Schönste fündig. Auf einer Strecke von 600 Metern sammelten wir gut 500 Gramm Morcheln. Ein Traum! Dazu machte ich das Foto rechts.

Wir mussten dann abbrechen, da wir leider keine Zeit mehr hatten. Die Fundstrecke geht noch ein ganzes Stück weiter, da werden wir in Kürze wieder hinschauen.

Ich denke, dass ich hier noch nachernten kann, zumal wir uns ja erst am Anfang der Saison befinden.

Ende März hatte ich an anderer Stelle noch keinen Erfolg, es war gewiss noch zu früh. Vor einer Woche, beim zweiten Versuch, fand ich dann aber auch hier schon einige Morcheln, die allerdings noch klein waren und noch einige Tage benötigen.

Fundort war im Sarganserland, eine Untereinheit des Kantons St. Gallen. Dieses Jahr haben wir bereits Speisemorcheln verschiedener Farben (2. Foto rechts), Spitzmorcheln und sogar Käppchenmorcheln gefunden.«

(2 Fotos © Larissa)

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St. Gallen: Philipps erste RiMuMo und eine schöne Speisemorchel-Nachlese


Philipp schreibt am 24. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

gestern erzählte mir meine Schwiegermutter, sie hätte auf dem Spielplatz Morcheln gesehen. Da musste ich natürlich sofort nachsehen. Und tatsächlich konnte ich meine ersten RiMuMo (Foto rechts) ergattern. Bereits jetzt ein tolles Morcheljahr.

Bereits am Karfreitag (19. April) hatte ich mit meinem Sohn im Rheintal unter Bärlauch erneut sehr schöne Speisemorcheln gefunden.

Herzliche Grüße Philipp«


Foto: Philipps Speisemorchel-Beet trägt sehr gut dieses Jahr. Über die Ergebnisse seiner Nachlesen kann er sich nicht beklagen. (2 Fotos © Philipp)

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Armando Hübscher: »2019 war ein besonderes Jahr der Märzellerlinge«


Foto: Nur eingeweihten Pilzsammlern sind Märzschnecklinge oder Märzellerlinge ein Begriff. Ein guter Anzeiger für diese inzwischen seltene Pilzart ist der Schwarzfaserige Ritterling, der im Spätherbst wächst. In der Nachkriegszeit wurden Märzellerlinge in Norditalien noch tonnenweise auf Märkten verkauft(Foto © Hans Valda)

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Armando Hübscher schreibt am 23. April 2019:

»Hallo Herr Bertram,

gerne möchte ich berichten, dass dieses Jahr ein besonderes Jahr der Märzellerlinge war.

Bereits Mitte März konnte ich extrem viele Pilze sehen, die aber nur büschelweise mit etwa fünf bis acht Stück. Auch lag das Myzel (Wurzelgeflecht) nur cirka fünf Zentimeter tief, was meiner Meinung nach auf den milden Winter - ohne Frost - zurückzuführen war.

Durch den Umstand, dass noch bis zuletzt cirka fünf Zentimeter Schnee lagen, blieb der Boden feucht und die Fruchtkörper hatten kein Problem, aus der Erde zu kommen.

Letztes Jahr hatte eine Wildschweinrotte großen Schaden angerichtet. Ich bin überrascht, dass dies offensichtlich zu keinen bleibenden Schäden im Pilzbestand geführt hat.

Herzliche Grüße Armando«

Anmerkung: Auf der Seite »Die Akte Märzellerling« stellt der Schweizer Armando Hübscher sein umfangreiches Wissen nach 40 Jahren Erfahrung mit diesem hoch interessanten Pilz detailliert vor. Dieser Pilz ist der erste Speisepilz der neuen Saison; nicht selten findet man ihn bereits im Schnee. Um keinen »Tourismus« auf den Märzellerling oder Märzschneckling auszulösen, nennt Armando Hübscher keine Fundregion.

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Kanton Aargau: Zu Ostern waren die netten Speisemorcheln an der Reihe


Beni schreibt am 21. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nach unseren letzten Spitzmorchel-Erfolgen hatten wir heute den Fokus zur Abwechslung auf den netten Speisemorcheln.

Und siehe da, kaum am Bach, fanden wir zwei sehr schöne Stellen. Sie ergaben insgesamt 46 Speisemorcheln mit dem Gesamtgewicht von 422 Gramm (Foto rechts). Das Foto darunter zeigt unseren schönen Fund ausgebreitet.

Der Beginn des Pilzjahres war ein absoluter Traum und wir freuen uns schon jetzt auf die Pfifferlinge. :-) 

Herzliche Grüße und frohe Ostern!

Beni und Jonathan«

(2 Fotos © Beni)

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Kt. Aargau: Spitzmorchel-Rekord gebrochen - trotz einer weitsichtigen Teilüberlassung an den Beetbesitzer


Foto: Und es waren sogar noch mehr, aber den hier nicht gezeigten Mehranteil an Spitzmorcheln haben Beni, Jonathan und Fatma einem der Mulchbeet-Besitzer überlassen. Wer weiß, wofür die Gabe noch gut ist... (2 Fotos © Beni)

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Beni schreibt am 19. April 2019:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

wir kommen gerade völlig euphorisiert von unserer Morchelsuche zurück.

Wir haben unseren eigenen Rekord übertroffen und konnten heute 1,1 Kilogramm Spitzmorcheln ernten (Foto rechts).

Dieses Gewicht ist bereits netto, da wir dem einen Beetbesitzer einen kleinen Teil überlassen haben, ganz im Sinne einer proaktiven Maßnahme für nächstes Jahr :-) 

Herzliche Grüsse aus dem Freiamt, Kt. Aargau, Schweiz Beni, Jonathan und Fatma«





St. Galler Rheintal: Die Speisemorcheln beherrschen das Versteckspiel gut


Philipp schreibt am 15. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

im St. Galler Rheintal verstecken sich die Speisemorcheln gekonnt unter dem Bärlauch und Giersch. Wer nicht weiß, dass sie da sind, der kann sie nur durch Zufall finden - so wie ich vor ein paar Jahren.

Herzliche Grüße Philipp«

(2 Fotos © Philipp)

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Foto: Sie verstecken sich im jungen Frühlingsgrün von Giersch, Gundermann und Bärlauch, die begehrten Speisemorcheln.


St. Gallen: Philipp eröffnet seine Pilzsaison mit einem Nachtessen mit 14 Speisemorcheln aus dem Schnee


Foto: 14 Speisemorcheln konnte Philipp an der Sitter bei St. Gallen ausfindig machen. Er zeigt sie, umgeben von frisch gefallenem Schnee. Gerne nahm er für die Ausbeute quatschnasse Socken und Füße in Kauf. (2 Fotos © Philipp)

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Philipp schreibt am 14. April 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

bei 0° und Schneeregen habe ich mich heute zur der Stelle an der Sitter nahe St. Gallen aufgemacht, an der ich meine ersten Morcheln überhaupt gefunden hatte.

Ich nahm das E-Bike und dann ging es zu Fuß durch die total durchnässte Wiese in Richtung Eschen, Bärlauch und Buschwindröschen auf kalkhaltigem Boden, der sich ganz gut an Weinbergschneckengehäusen erkennen lässt.

Nachdem meine Socken schon total durchnässt waren und von Speisemorcheln am Rande des Auwaldes nichts zu sehen war, spähte ich die Böschung zum Fluss hinunter. Und tatsächlich leuchtete mir in etwa vier Metern Entfernung ein heller, ockerfarbiger Fleck entgegen. Das konnten nur die erhofften Speisemorcheln sein. Das Trio wuchs direkt aus dem Sandstein heraus. Wunderschön.

Und so ging es weiter. Auf einer Länge von ca. 15 Metern den Fluss entlang fand ich noch elf weitere. So kamen 14 schöne Speisemorcheln zusammen. Was für ein tolles Nachtessen mit Nudeln und Speisemorcheln. Dafür nehme ich gerne nasse Füsse in Kauf.

Morgen geht es im Rheintal auf die nächste Runde.

Herzliche Grüße aus der kalten Schweiz, Philipp«


Foto: Diese drei Speisemorcheln gaben Philipp den Hinweis auf elf weitere. Auf ihnen sehen wir noch Nassschneereste.


Eine Morchelrechnung von Silvan


Foto: Silvan aus Winterthur legt den Pilzfreunden hier eine kleine Rechenaufgabe vor. (2 Fotos © Silvan)

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Silvan schreibt am 11. April 2019:

»Morchelrechnung:

1 Morchel + 1 Ei = lecker

Gefunden von Silvan aus Winterthur«


Foto: Und hier die Lösung. Sie lautet: »Lecker«. So originell kann man mit einer einzigen Spitzmorchel verfahren.


St. Gallen: Am Neujahrstag fand Philipp seine ersten Austernpilze überhaupt


2 Fotos: Gleich zum Jahresbeginn fanden Philipp & Sohn schöne Austernseitlinge. Für beide waren es die ersten überhaupt. Und sie wuchsen in erreichbarer Höhe. Ein gelungener Start ins neue Pilzjahr! (2 Fotos © Philipp)

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Philipp schreibt am 1. Januar 2019:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

erst einmal wünsche ich dir und allen Pilzfreunden ein gutes neues Jahr, viel Glück, gute Gesundheit und natürlich tolle Pilzfunde.

Für meinen Sohn und mich hat das neue Jahr mit einer tollen Pilzfundpremiere begonnen. Wir haben nach unserem Skiausflug noch kurz ein kleines Waldstück gleich bei uns um die Ecke aufgesucht. Zielpilz war der Austernseitling, den ich bisher noch nie gefunden habe.

Gesucht habe ich alte Buchen. Ich wusste nicht, ob es sie in diesem Waldstück geben würde. Kaum im Wald, sind wir auf einige Holundersträucher gestoßen, doch leider waren sie frei von Judasohren.

Etwas weiter fanden sich dann tatsächlich ausgewachsene Buchen. An der dritten entdeckte ich doch tatsächlich meine ersten Austernseitlinge! Natürlich haben wir uns riesig gefreut. So kann das Pilzjahr weitergehen!

Herzliche Grüße Philipp«


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