Pilz-Ticker-Schweiz
Übersicht aller bisherigen Pilzticker Schweiz
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Foto: Welch ein herrlicher Anblick! Einmal mehr hat Florian sein ovales Brett mit denkbar schönsten Steinpilzen und einigen Pfifferlingen geschmückt. Dahinter verbirgt sich die Mühsal eines strapaziösen Pilzgangs im strömenden Regen mit heftigen Böen auf der Schwägalp.
Florian schreibt am 25. Oktober 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
am Freitag bin ich guten Mutes auf den Flumserberg gefahren; ich hoffte, der Föhnwind im Rheintal hätte dort mehr Wärme hingebracht. Nach einigen Stunden teils im Regen fand ich nur vier kleine Eierschwämme.
Heute, also Sonntag Nachmittag, wollte ich es nochmals wissen und bin ohne grosse Erwartungen zur Schwägalp gefahren. Neben unsicherer Hoffnung hatte ich mich auch darauf eingestellt, eventuell nichts zu finden. An einer ersten Stelle gab's ein paar kleine Steinpilze; sie waren mit Motivation. So ging ich munter weiter, im strömenden Regen mit heftigen Böen. Der Regen kam fast horizontal daher.
Nach dem ersten Fund machte ich mir einen Reim draus, dass es die südlich exponierte Stelle gewesen sein musste, die es für Pilze stimmig gemacht hat. In den Regentagen nach dem Hitzesommer hatte man an solchen Stellen keine Chance. Nun, im Herbst, nach drei Wochen abwechslungsreichem Wetter mit Regen ist es scheinbar die richtige Einschätzung gewesen, denn etwas später fand ich drei richtige Oschis, die man zunächst auch gut mit Flockis hätte verwechseln können.
Jede Pilzsuche ist für eine Überraschung gut. Es hat trotz Regens sehr viel Spass gemacht. Zum Abendessen gab es Rösti* mit Steinpilzsahnesauce.
Mit den entdeckten jungen Steinpilzen dürfen wir uns weiter auf spannende Pilzgänge freuen.
Lieber Gruess Florian"
* Flacher, in der Pfanne ausgebackener Kartoffelkuchen, der als traditionelles Schweizer Nationalgericht gilt
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Foto: Hochverdienter Lohn nach einem mühsamen Pilzgang: Florian hat einen Teil der Steinpilze und Pfifferlinge mit reichlich Schinkenspeck gebraten, und rechts in der Pfanne bereitet er sein Rösti zu. Ob Bratbutter- oder Käsestreifen (nach Walliser Art) oben drauf liegen, ist schwer zu erkennen. Eines aber steht fest: es hat ihm mit Sicherheit mordsmäßig gut geschmeckt nach seiner beschwerlichen Tour auf der Schwägalp im strömenden Regen.
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2 Fotos: Die zwei schönen Steinpilze sind das Eine, die nassen Jackenärmel das andere. Florian suchte und fand seine Steinpilze auf der Schwägalp in einer Höhe von etwa 1300 Metern im strömenden Regen.
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2 Fotos: Nasse Dächer: Wenn die Hüte der Steinpilze vom Regen glänzen, sieht man sie besser als bei trockenem Wetter. Ein kleiner Trost, wenn man im strömenden Regen Pilze sucht.

Foto: Auch dieser stämmige Steinpilz glänzt vom Regenguss. Einmal geerntet,…

Foto: …legte Florian die kostbare Fracht in seinen Korb, der wiederum im Rucksack verschwand. (8 Fotos © Florian)


Martin schreibt am 25. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
am Samstag verbrachte ich gut drei Stunden in meinem Heimrevier hier bei St. Gallen auf ca. 900m. ü NHN.
Von den erhofften Trompetenpfifferlingen konnte ich nur ganz wenige kleine entdecken. Sie hätten wohl alle zusammen auf einem Espressolöffel Platz gefunden. Etwas besser sah es bei den Lachsreizkern aus. Obwohl viele vom Schlauchpilz Hypomyces lateritius befallen und zu Steinreizkern verwandelt waren, fand ich noch genügend gesunde Exemplare für ein feines Mittagessen. Ich weiss, dass es Sammler gibt, die den Steinreizker lieber mögen als die normalen. Ich gehöre nicht dazu.
Ganz besonders freute ich mich gestern über gut 500 Gramm meiner geliebten Rauchblättrigen Schwefelköpfe (2. Foto links). Zusammen mit einigen Amethystschuppigen Pfifferlingen ergaben sie eine feine Pilcrèmesuppe. Davon konnte ich einige Portionen einfrieren.
Gestern waren bei 3 Grad Plus, stürmischem Wind und Schneefall nur die hartgesottenen Sammler unterwegs.
Heute waren die Temperaturen wieder angenehmer. Ich hielt nach Austernseitlingen und Totentrompeten Ausschau, konnte aber nirgends welche finden. Dafür gab es noch einige schöne Parasole (1. Foto links) und Stockschwämmchen, welche ich wie immer ganz genau kontrollierte.
Die Begegnung mit einer jungen Sammlerin möchte ich noch erwähnen. Sie versuchte gerade, mit einer Pilzerkennungsapp einen Pilz zu bestimmen. Die App kam zu keinem Ergebnis und ich erklärte ihr, dass es sich um einen Falschen Pfifferling handle. Ich warnte sie auch davor, sich nur auf diese Apps zu verlassen. Ich hoffe, sie beherzigt diesen Rat.
Im Grossen und Ganzen scheint das Pilwachstum hier zum Erliegen zu kommen. Ich lasse mich aber natürlich gerne überraschen.
Ich wünsche allen noch einen schönen Pilzherbst!
Gruss Martin"
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2 Fotos: Bei den Stockschwämmchen (links) sieht Martin stets sehr genau hin. Das ist gut so, denn es sind Fälle bekannt, dass sie sogar von Pilzsammlern mit jahrzehntelanger Erfahrung mit den sehr giftigen Nadelholzhäublingen verwechselt wurden. Das Kuhmaul (Foto rechts) kann dagegen nicht so schnell verwechselt werden. Martin entdeckte dieses einbeinige Exemplar im Schnee. Ein paar Meter weiter, so berichtet er, standen welche auf vier Beinen, die waren etwas größer - und schnaubten sogar! (4 Fotos © Martin)


Martin schreibt am 23. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
nach zehntägiger Ferienabwesenheit schaffte ich es heute Abend endlich wieder einmal für eine knappe Stunde in den Wald. Ausser massenhaft alten matschigen Halimasch war nicht viel Erwähnenswertes zu entdecken in meinem Hauswald bei St. Gallen. Ein etwas zu alter Flockenstieliger Hexenröhrling, das war es eigentlich.
Die Dämmerung liess gerade noch einen kleinen Abstecher in eine kleine Fichtenschonung zu, in welcher ich auch schon meine geliebten Rauchblättrigen Schwefelköpfe finden konnte. Dort angekommen, traute ich meinen Augen kaum. Am Waldrand stand alles voll mit Rotfussröhrlingen und Schafchampignons.
Die Rotfussröhrlinge waren vom gestrigen Regen ganz matschig, aber die Champignons waren perfekt. Nur 10 Meter weiter stand eine grosse Gruppe Kleiner Waldchampignons (Kleine Blutegerlinge). Im Wäldchen drin gab es dann noch die erhofften Rauchblättrigen Schwefelköpfe und ein paar knackige Rotfussröhrlinge.
Aus dem Grossteil der Champignons bereitete ich einen Pilzsalat zu. Dafür habe ich einiges an Zwiebeln angedünstet und danach die Pilze je nach Grösse ganz, halbiert oder geviertelt dazugegeben. Als die Flüssigkeit verdampft war, habe ich mit reichlich Balsamico abgelöscht und mit wenig Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Aus den Schwefelköpfen, den Rotfüssen und dem Rest der Champignons habe ich eine feine Pilcrèmesuppe gekocht. Zur Suppe und zum Salat gab es noch eine Scheibe vom gestrigen selbstgebackenen Hefezopf und gespritzten Apfelsaft; siehe dazu das 2. Foto links. 😋
Fürs Wochenende plane ich natürlich wieder grössere Runden. Ich hoffe auf mehr Rauchblättrige Schwefelköpfe, Trompetenpfifferlinge und Lachsreizker. Ich bin gepannt!
Viele Grüsse aus der Schweiz sendet dir und allen Pilzbegeisterten
Martin"
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2 Fotos: Schafchampignons (weiß) in unmittelbarer Nachbarschaft zu Rotfußröhrlingen (braun) auf einer waldnahen Wiese (links). Auch die Kleinen Waldchampignons (rechts) lassen sich hier etwas überraschend als reine Grasbewohner sehen. (4 Fotos © Martin)

Foto: Florian tat gut daran, bei der Trockenheit und anhaltender Trockenvorhersage einen Sprung auf den Stoss zu tun, um bei den Pilzlen nach dem Rechten zu sehen. So fand er wieder einmal schöne Steinpilze (Mitte) und Birkenpilze (rechts) sowie einen großen Maronenröhrling (links außen) und einen Anhängselröhrling (rechts daneben). Es ist immer wieder ein herrlicher Anblick, seine Ausbeute schön geputzt auf dem ovalen Brett mit den warmen Naturtönen zu sehen. Auf dem 2. Foto (links) ein Blick in seinen Korb, in dem makellose Birkenpilze obenauf liegen.

Florian schreibt am 26. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
trotz der wieder andauernden Trockenheit wollte ich es heute nochmals wissen, denn mit einer weiteren Woche sonniger Prognose wird sich das nicht bessern. Die vielfältigen Pilzfunde von Martin haben mich auch motiviert. Sommersteinpilze habe ich selber, glaube ich zumindest, noch nie gefunden, bleibe da aber dran. Vermutlich wird es ein Thema für nächstes Jahr.
Auf dem Stoss (ca. 1000 Höhenmeter) bei Gais im Appenzellerland fand ich nach einem ausgedehnten Marsch verschiedene Röhrlinge: Maronenröhrlinge, Anhängselröhrlinge, Fichtensteinpilze und einige Birkenpilze, welche beim Stoss selten fehlen.
Wenn man ganz weit ostwärts geht, hat man zum Abschluss einen Blick auf das St. Galler Rheintal.
Ich glaube auch an einen ausgiebigen Oktober, jedoch erst nach ausgiebigem Regen, dieser ist aktuell noch nicht in Sicht.
Herzliche Grüsse an alle Pilzfreunde.
Florian"
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Foto: Drei schöne Birkenpilze, einer davon wird streng von einer Kratzdistel behütet.

Foto: Zum Schluss seines Pilzganges ging Florian auf dem Stoss weit ostwärts, um den herrlichen Blick auf das St. Galler Rheintal zu genießen. Schön, dass wir dabei sein dürfen und ein bisschen besser wissen, in welch herrlicher Gegend Florian, Martin und Philipp ihre Pilze, Wald- und Feldfrüchte suchen. (4 Fotos © Florian)



Martin schreibt am 25. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
wie letzten Freitag fuhr ich auch heute direkt nach der Arbeit in den Wald. Ich ging denselben Weg wie vor einer Woche und mein Pilzkorb war am Schluss ähnlich bunt wie vor acht Tagen.
Ein paar Parasole, vier Fichtensteinpilze, einige Amethystschuppige Pfifferlinge, viele Täublinge (vor allem Frauentäublinge), zwei Kuhmäuler, zwei junge Mönchsköpfe, zwei Perlpilze, ein Flockenstieliger Hexenröhrling und ein Falscher Anhängselröhrling fanden den Weg in die Küche.
Letzte Woche noch nicht zu sehen und jetzt bereits richtig gross sind viele Habichtspilze.
Es hat hier um St.Gallen schon lange nicht mehr geregnet. Für einige Pilzarten scheint die Feuchtigkeit noch auszureichen, andere haben zu kämpfen. Ich denke da vor allem an meine geliebten Totentrompeten und Trompetenpfifferlinge. Naja, vielleicht warten sie ja auf den November*.
Das Steinpilzcarpaccio (2. Foto links) gab es als Vorspeise, die panierten Parasole (3. Foto links) als Hauptgang. Es war einfach und gut. Oder besser gesagt einfach gut! 😋"
Viele Grüsse aus der Schweiz
Martin"
(6 Fotos © Martin)
* Der Oktober als pilzstarker Monat kommt ja auch noch
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Foto: Zwei junge Mönchsköpfe. Gut zu erkennen ist hier der charakteristische Buckel (die "Brustwarze"), der auch dann gut mit dem Finger zu fühlen ist, wenn er kaum sichtbar ist. Für manchen Pilzfreund sind es die schmackhaftesten Speisepilze überhaupt.
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2 Fotos: Ein Nadelwaldanhängselröhrling (Falscher Anhängselröhrling) vor einem schon zu Boden gegangenen Flocki-Methusalem (links). Rechts im Bild ein kleines Nest schöner junger Frauentäublinge.


Martin schreibt am 18. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
genau wie gestern zog es mich auch heute nach Feierabend in den Wald, um die letzte helle Stunde noch zu nutzen.
Es war gefühlt meine schönste Waldrunde in diesem Jahr. Klar, ein Korb voll mit Sommersteinpilzen war schon toll, aber heute konnte ich mich über mehrere Arten freuen. Erste Parasole, endlich schöne Frauentäublinge, das erste Kuhmaul des Jahres, schöne Amethystschuppige Pfifferlinge, Rotstielige Ledertäublinge, herrliche Fichtensteinpilze und auch viele schöne Pilze, die im Wald blieben. Unter anderem auch Goldgelbe Korallen (Goldgelber Ziegenbart). Die 2 Fotos links zeigen meinem Fund im Korb und in der Küche.
Ich hoffe, es geht noch eine Weile so weiter!
Viele Grüsse und allen Lesern weiterhin viel Freude an den Pilzen!"
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2 Fotos: "Das Kuhmaul (links) sieht wunderschön aus", schreibt Martin. "Leider war ein grosses Loch im Stiel. Der Übeltäter war noch vor Ort. Den Stiel durfte er behalten. Du hast mich einmal ermutigt, das Kuhmaul zu probieren. Ich habe es letzten Herbst getan und nicht bereut. Das sind wirklich super Pilze mit einer sehr guten Konsistenz. Sie wurden in mein Beuteschema aufgenommen." Rechts in junger Fichtensteinpilz.
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2 Fotos: Links ein knackiger Fichtensteinpilz mit dunkler Kappe, rechts ein makelloser mit hellem Hut. Laub und Ästchen zeigen, dass Martin sie im Mischwald gefunden hat. (6 Fotos © Martin)

Martin schreibt am 17. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute nach Feierabend zog es mich vor dem Eindunkeln noch auf eine kleine Runde in meinem Hauswald hier bei St.Gallen.
In den Korb schafften es Braunrote Ledertäublinge, Amethystschuppige Pfifferlinge, Nelkenschwindlinge, Violette Lacktrichterlinge, ein Flockenstieliger Hexenröhrling und ein Wiesenchampignon.
Auch wenn nicht alles voller Pilze steht, so nimmt die Artenvielfalt weiter zu. Unter anderem zeigen sich viele Grünblättrige Schwefelköpfe und auch viele Düstere Röhrlinge*.
Viele Grüsse
Martin"
* In Kriegs- und Notzeiten könnte man diesen muffig schmeckenden Pilz essen. Roh ist er unverträglich.
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2 Fotos: Den Düsteren Röhrling (links) hat man im 2. Weltkrieg gegessen. Er schmeckt muffig und abweisend, enthält jedoch Vitamine (u. a. B-Vitamine und das Sonnenvitamin D), Spurenelemente und Mineralstoffe. Rechts ein Büschel junger magen-darm-giftiger Grünblättriger Schwefelköpfe. (3 Fotos © Martin)

St. Gallen - Martin durfte sich bei seinem gestrigen Pilzgang bei St. Gallen freuen: in seinem Pilzkorb nehmen die Farben zu, es wird allmählich herbstlich-bunter. Zu erkennen sind Perlpilze, Steinpilze, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Täublinge (vermutlich Frauentäublinge, eventuell auch Braune Ledertäublinge) und Goldröhrlinge. (Foto © Martin)
12. September 2026
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Martin schreibt am 6. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern, also am Samstag, versuchte ich mein Glück im Nadelwald. Etwas enttäucht kam ich mit ein paar Flockenstieligen Hexenröhrlingen, Netzstieligen Hexenröhrlingen und Goldröhrlingen nach Hause. Am Mittag fuhr ich zum Einkaufen noch kurz nach St. Gallen in die Stadt und sah aus rund 100 Metern Entfernung einen hellen Fleck am braunen Waldrand meines Sommersteinpilzwaldes. Ich hatte diesen Wald letztmalig vergangenen Dienstag kontrolliert. Da war nichts! Nur trockener Waldboden.
Aber dieser helle Fleck, und die Meldung von Philipp vor zwei Tagen, dass er Sommersteinpilze gefunden hatte, liessen mich kaum schlafen. Und heute Morgen bestätigte sich mein Verdacht. Alles voll mit Sommersteinpilzen! Ein gewaltiger Schub! Ich musste die Runde vorzeitig beenden, weil das Sammellimit von zwei Kilo schnell erreicht war.
Die Dörrautomaten - ich habe glücklicherweise zwei - laufen auf Hochtouren. Madenfrei waren die meisten Pilze allerdings nicht, aber es hielt sich in Grenzen bzw. beschränkte sich auf die Stiele.
Viele Grüsse an alle Pilzfreunde!"
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2 Fotos: Einer von vielen Sommersteinpilzen (links), die man ausschließlich im Laubwald mit Rotbuchen, Hainbuchen, Eichen und Esskastanien findet. Rechts büschelig wachsende junge Flockenstielige Hexenröhrlinge.

Foto: Martins zwei Dörrautomaten waren voll ausgelastet und hatten gut zu tun, um den Wintervorrat an Sommersteinpilzen zu sichern. (4 Fotos © Martin)
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Foto: So herrlich sieht es auf dem Küchentisch aus, wenn die Wälder wochen-, ja monatelang ohne einen Tropfen Regen waren - und dann zur rechten Zeit das ersehnte Nass vom Himmel kommt. Dann gibt es bald darauf prächtige Sommersteinpilze, Steinpilze und Flockenstielige Hexenröhrlinge in solcher Menge, dass sich davon schon ein prima Wintervorrat anlegen lässt. So wie jetzt bei Philipp. (Foto © Philipp)
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Philipp schreibt am 4. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
die Röhrlinge, allen voran Steinpilze und Flockenstielige Hexenröhrlinge, scheinen hier gerade zu explodieren! Gestern Abend war ich mit meinem Sohn im Appenzellerland unterwegs, heute Morgen dann mit Frau und Hund in St. Gallen. Unsere Funde sind auf den Bildern zu bestaunen. Ich habe bereits damit begonnen, Vorräte anzulegen.
Herzliche Grüsse
Philipp"


Martin schreibt am 3. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute nach Feierabend zog es mich direkt in den Wald. Dass Phillip und Florian, die ja in der gleichen Region wie ich auf Pilzpirsch gehen, bereits die ersten Flockis und Steinpilze gefunden hatten, liess mir keine Ruhe.
Und heute klappte es hier bei St.Gallen auch für mich. Neben vier Fichtensteinpilzen fand ich auch einige Flockenstielige Hexenröhrlinge und an einigen Orten ein regelrechte Explosion von Netzstieligen Hexenröhrlingen. Ich nahm mir auch davon einige mit, liess aber viele im Wald stehen.
Auch Schönfussröhrlinge und vor allem Goldröhrlinge, von denen ich ein paar kleine mitnahm, waren noch recht zahlreich vertreten. Des weiteren stehen viele Mehlräslinge herum, aber kein Pfifferling, kein Täubling. Immerhin brachte ein Gefleckter Gelbfuss noch etwas Abwechslung.
Der erste grössere Röhrlingsfund des Jahres ist immer etwas Faszinierendes. Freude und Glück pur!
Allen passionierten Pilzsammlern wünsche ich viele schöne Stunden im Wald!
Gruss Martin"

Foto rechts: Der Gefleckte Gelbfuß, auch Fleckender Lärchenschmierling genannt, ist ein Symbiosepilz der Lärche. Und ein sehr guter Speisepilz. Die bernsteinfarbenen Tröpfchen auf dem Stiel sind keine Milch, es ist vielmehr Guttations- bzw. Schleimsekret.
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2 Fotos: Da war Martins Freude groß: die ersten Steinpilze sind endlich gefunden. Sie sind jung, was bedeutet, dass es an diesem Fundort erst losgeht mit der Saison.
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2 Fotos: Am Fundplatz wimmelt es nur so von jungen, prächtigen Flockenstieligen Hexenröhrlingen (links). Rechts im Bild drei enge Verwandte, nämlich Netzstielige Hexenröhrlinge. Beide Pilzarten schmecken ausgezeichnet, doch sollte man beim Verzehr der Netzstieligen Alkohol grundsätzhlich weglassen. (7 Fotos © Martin)
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Foto: Es geht einem das Herz auf! Florians Fund von heute Morgen auf der Schwägalp am Fusse des Säntis. Die Steinpilze sind eine Pracht, einer ist schöner als der andere. Der Ausflug hat sich gelohnt!
Florian schreibt am 1. September 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
zum meteorologischen Herbstbeginn ist die Steinpilzsaison auch auf der Schwägalp im Kanton Appenzell Ausserrhoden angekommen - mit gut einem Monat Verspätung. Viele kleine liess ich noch stehen.
Herzliche Grüsse und viel Freude allen Pilzfreunden beim Sammeln!
Florian"
(7 Fotos © Florian)
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Foto: Steinpilz dunkelhütigen Typs, im Gras.

Foto: Steinpilz hellhütigen Typs, im Heidekraut.
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2 Fotos: Gras zieht kunstvoll seine Kreise um den jungen Steinpilz (links). Nun wird's aber Zeit fürs Körbchen: drei Prachtkerle bedecken den Boden.
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2 Fotos: Und es werden immer mehr und es wird immer enger und schwerer. Und alle sind geschniegelt und gestriegelt (links). 1710 Gramm sind es schließlich auf der Küchenwaage (rechts). Allerschönste, allerbeste Steinpilze, deren Präsentation auf dem Markt am Bürkliplatz in Zürich eine Attraktion wäre.

Philipp schreibt am 31. August 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
es ist immer wieder erstaunlich, wie die Pilze unser Klima meistern. Nach diesem extrem trockenen Sommer hatte ich schon nicht mehr mit Sommerpilzen gerechnet. Dann kam bei uns in der Region St. Gallen endlich der Regen zurück und wie so typisch, standen zwei Wochen später die Wiesen voller Wiesenchampignons. Im Wald war aber noch nicht viel los, so dass ich erst am Wochenende einen Kontrollgang absolvierte.
Tatsächlich waren erst an schattigen Waldrändern an Nordhängen erste Röhrlinge zu finden. Darunter Flockenstielige Hexenröhrlinge, ein Nadelwaldanhängselröhrling und ein Fichtensteinpilz.
Am gestrigen Sonntag kamen dann noch mehr Flockis dazu. Am Abend dann die grosse Überraschung: die Sommersteinpilze sind da! Sechs Stück an einem Ort - und es wachsen noch mehr nach! Die sechs sind auf dem Foto rechts zu sehen.
Die Hoffnung auf einen tollen Pilzherbst ist zurückgekehrt.
Herzliche Grüsse aus der Ostschweiz
Philipp"
(4 Fotos © Philipp)
Lieber Philipp,
lange, regenlose Sommertrockenheit begünstigt gutes Pilzwachstum nach ersten Regenfällen zum Herbstbeginn deutlich stärker als wechselhaftes Sommerwetter mit dem ständigen Kontrast von Nässe und Trockenheit sowie Wärme und Kühle. Dieser lange, trockene Sommer könnte, ja dürfte in einen guten bis sehr guten Pilzherbst übergehen, sofern der Regen mitspielt.
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2 Fotos: Ein Flockenstieliger Hexenröhrling mit kanarienrotem Stiel und ein schöner Fichtensteinpilz zählten auch zur Ausbeute von Philipp am Wochenende.

Foto: Ein Nadelwaldanhängselröhrling (Falscher Anhängselröhrling), der in der Schweiz keiner besonderen Schutzbestimmung unterliegt und bedenkenlos gesammelt werden darf.

Foto: Ein Pfifferlingsfund vom Feinsten: Andy hat in Graubünden zwischen 1600 und 1800 Metern ü. NHN reiche Beute an Pfifferlingen gemacht. Und nicht nur das. Der Steinpilzprotz auf dem 2. Foto führte ihn auf die richtige Spur, so dass er hoch oben in den Graubündener Bergen noch weitere richtig tolle Oschis finden konnte, siehe das Foto unten. (4 Fotos © Andy)
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Flavia schreibt am 30. August 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm!
Gestern musste ich arbeiten, so ist mein lieber Mann alleine auf die Pilzjagd gegangen. Es zog ihn einmal mehr an unseren seit 19 Jahren bestehenden Stammplatz in Graubünden. An einem Nordhang zwischen 1600 und 1800 Höhenmetern ist er wieder fündig geworden, und das, obwohl er nach dem langen trockenen Sommer ohne große Hoffnung war.
Zuerst haben ihn ein schöner frischer Steinpilz (Foto rechts) und einige Pfifferlinge erwartet. Dann gab es noch reichlich Zugabe für beide Pilzsorten. An manchen Stellen, wo es normalerweise stets zuverlässig Pilze gibt, ließen sich dieses Mal gar keine finden. An anderen Stellen ist das Pilzwachstum dagegen regelrecht explodiert. 😁
Da die Ausbeute so reichlich ausfiel, haben wir nur einige Pilze gegessen und mit dem Rest bereits einen Wintervorat angelegt. 😋
Es könnte für uns alle noch einen guten Herbst geben!
Allen Pilzfreunden viel Spass und Erfolg!
Liebe Grüsse Flavia und Andy"

Foto: Die Hüte der knackigen Steinpilze sind rot, als seien es Kiefernsteinpilze (Rothütige Steinpilze). Doch die müssten bräunliche oder rotbräunliche Stiele haben. Diese aber sind klassische helle Steinpilzstiele und verraten, dass es sich um Fichtensteinpilze handelt, deren Hüte hoch oben in den Bergen nicht selten einen intensiven Rotstich haben.

Foto: Herrlicher Vorrat für den Winter: Flavia und Andy haben den größten Teil des Fundes als Essigpilze süß-sauer eingelegt (links) und getrocknete Pilzstücke in Gläser abgefüllt (rechts).

Martin schreibt am 30. August 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich war heute wieder im Appenzeller Vorderland unterwegs. Im Mischwald, mehr Nadelbäume, ist noch nicht viel los, was das Pilzwachstum anbelangt. Dafür wird schon wieder fleissig Holz geschlagen. Allerdings gibt es keinen Kahlschlag, aber es wird stark ausgedünnt.
Ein paar Pilze habe ich aber doch noch gefunden. Zunächst gab es vor dem Wald einige Nelkenschwindlinge und letzte brauchbare Wiesenchampignons. Darauf folgte mein erster Perlpilz in diesem Jahr. Letztes Jahr fand ich die ersten Ende Mai...
Es folgte eine Dreiergruppe Speisetäublinge und ein schöner grosser Schönfussröhrling. Zwischen vielen gefällten Bäumen dann das Highlight des Tages: eine kleine Krause Glucke. Ich finde diese Pilze sehr selten und diese heute ist die erste, die auch noch essbar ist. Meine früheren Funde waren alle zu alt.
Es folgten noch zwei Goldröhrlinge, ein paar Amethystschuppige Pfifferlinge und zwei junge Parasole.
Der grosse Durchbruch lässt hier noch auf sich warten, aber ein bisschen bunter sieht der Gesamtfund wieder aus.
Schöne Grüsse
Martin"
(Foto © Martin)
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Oct 28, 26 12:49 PM
Oct 28, 26 05:56 AM
Oct 27, 26 08:32 AM
Oct 26, 26 11:38 AM
Oct 23, 26 01:00 PM
Oct 23, 26 08:30 AM
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