Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



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Mit getrockneten Spitzmorcheln veredeln wir unsere Pilzsoßen und überhaupt Pilzgerichte unnachahmlich!

Wir kaufen sie natürlich in bester Bio-Ware beim Pilzversand und Pilzhandel

Pilze Wohlrab.

Ein bayerisches Familienunternehmen.






Mainz-Gustavsburg: Cirka 100 Spitzmorcheln im Mulchbeet

Stephan schreibt am 17. April 2018:

»Ich habe an die 100 Spitzmorcheln gefunden. Auf gemulchter Fläche im Gewerbegebiet Gustavsburg in Mainz. Die Fläche war im Vorjahr gemulcht worden. Dieses Jahr sprießten die Morcheln nur so heraus!«


Sind das überhaupt »Winterpilze« im Nahe-Land?


Foto: Diese Austernpilze sehen recht passabel aus. Egal, ob man sie als Winter- oder Herbstpilze bezeichnen möchte.

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Olli schreibt am 14. Januar 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute Vormittag klapperte ich auf der Suche nach den letzten Winterpilzen noch einmal drei verschiedene Stellen ab, teils mit dem Auto und größtenteils zu Fuß. Obwohl man ja bei Temperaturen teils höher als zehn Grad Celsius von Pilzen im Winter kaum sprechen kann.

Im Nahetal, bei dem kleinen pfälzischen Dörfchens Boos, fand ich etwa fünfzehn Meter vom Naheufer entfernt, an einer vom Hochwasser angeschwemmten alten Weide, einige Büschel Austernpilze und Winterrüblinge.

Nach diesen bescheidenen Funden besuchte ich den Südhang des bewaldeten Lembergs, wo ich noch einige weitere Austernseitlinge am Stamm einer Pappel fand. Zum guten Schluss fuhr ich noch in den Obermoscheler Wald, wo ich in der Nähe eines Jagdhochsitzes an einer absterbenden Rotbuche noch einige ältere Büschel Austernseitlinge wachsen sah. Einige Funde habe ich für den Pilzticker abgelichtet. 

Liebe Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land«

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Foto: Dies sind die älteren Austernpilze, die Olli fand. Ob er von ihnen mitnahm oder sie zurückließ, wissen wir nicht. Sicher aber ist, dass sie in der Nähe des hinten rechts sichtbaren Hochsitzes wuchsen. (2 Fotos © Olli)





Der milde Winter macht die Pilzsuche im Nahe-Land zum Vergnügen


Foto: Dieses überaus kräftige Büschel von Austernseitlingen erfreute Margit und Olli besonders. Es wächst an einer sichtlich schon angeschlagenen altersschwachen Rotbuche.

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Margit und Olli schreiben am 7. Januar 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als wir zu Jahresbeginn im Soonwald zu spät für die Austernpilze kamen, waren wir diesmal zur rechten Zeit am richtigen Ort.

In einem Waldabschnitt mit uralten Rotbuchen entdeckten wir herrliche Exemplare an einem stehenden Stamm. Ein riesiges Büschel, siehe das Aufmacher-Foto.

In der Nähe befindet sich ein Waldstreifen mit alten, zum Teil absterbenden, durch die extreme Bodenfeuchtigkeit in der Regel bemoosten Birken.

An diesen Bäumen wachsen gerne Birkenporlinge, die bekanntlich ein ausgezeichnetes Naturmittel gegen Krankheiten des Magens sind.

Neben ihnen fanden wir dort dieses Mal auch zwei Schiefe Schillerporlinge, die ebenfalls erprobte Magenheiler sind. Den größeren (erstes Foto rechts) nahmen wir mit. Beide sahen beinahe wie Teerklumpen aus.

Den erstaunlichsten Fund machte ich aber in einem Kiefernwald. An einer noch lebenden und stehenden Kiefer fand ich - in einer Rindenwunde - doch tatsächlich Exemplare von Austernpilzen (zweites Foto rechts). Ein Anblick, der für Margit und mich neu war, wachsen sie doch nur ganz selten einmal an Nadelholz.

Margit hat, wie immer, wieder einige schöne Fotos für den Pilzticker geschossen.

Alles Gute wünschen wir Dir, Heinz Wilhelm, und allen Pilzfreunden im neuen Pilzjahr 2018!«

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Foto: Dieser Birkenporling zeigt schon Flecken an der Unterseite. Neben Schimmelbildung können dies auch Nester mit Mückeneiern sein. Sie überleben den Trockengang in der Regel und verheeren später die getrockneten Pilze. Auch Porlinge, die zur Dekoration dienen, brachten schon manche unliebsame Überraschung von plötzlich geschlüpften Plagegeistern ins Haus. (4 Fotos © Margit)

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Ein Abschiedsfoto mit Austernseitlingen zum Jahresausklang 2017


Fotos: Wie schade, dass sie im Wald zurückblieben, die herrlichen Austernseitlinge. Aber Olli hatte nach seinem Waldlauf leider keine Transportmöglichkeit. (Foto © Olli)

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Olli schreibt am 30. Dezember 2017:

»So ein verrücktes Wetter bei uns im Nahe-Land! Gestern noch Schneetreiben, heute 12 Grad plus!

Den Austernseitlingen aber scheint das richtig zu behagen. Sie scheinen eher besser und schneller zu wachsen.

Aber der Reihe nach. Während eines knapp 7 Kilometer langen Waldlaufs entdeckte ich an einem abgebrochenen, am Boden liegenden Stamm einer sterbenden Birke einen recht jungen Birkenporling, den ich aber mangels Transportraum in meinem Jogginganzug weiterwachsen ließ.

Der Waldboden war durch den getauten Schnee und den vielen Regen sehr durchgeweicht. Nur der befestigte Waldweg garantierte bleibend trockene Füße. So blieb ich diesem Geläuf treu, selbst wenn ich vermeinte, vereinzelte Samtfußrüblinge seitab erspäht zu haben.

Ein gutes Stück vor dem Wald parkte mein Auto mit meiner Kamera. So beschloss ich nach Beendigung meines Laufes, noch einen mir bekannten Baumstumpf aufzusuchen, an dem ich mir Austernseitlinge erhoffte. Sicherheitshalber nahm ich die Kamera mit.

Und ich hatte tatsächlich Glück. Ich fand Pilze im ausgezeichneten Zustand vor und fotografierte sie für den Pilz-Ticker. Dabei blieb es aber auch. Denn da ich weder Korb noch Messer dabei hatte, ließ ich sie notgedrungen stehen.

Hiermit also noch einmal alles Gute für das neue Jahr und viele Grüße von Margit und Olli aus den weitläufigen Wäldern von Rheinland Pfalz.«

Lieber Olli, liebe Margit,

ein glückliches neues Jahr, nicht nur in Bezug auf Pilze, wünscht Euch, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für Eure stets spannenden Pilzberichte und die tollen Fotos, mit besten Grüßen

Heinz-Wilhelm





Erst die Mühsal, dann die Freude: Olli im Schlaraffenland der Austernpilze


Foto: Ein fantastisches Ernteergebnis im schneefreien und dennoch winterlichen Wald! Vier Kilo Austernpilze liegen im Korb, links vorn ist noch ein weiteres ergiebiges Büschel zu sehen. Wie auch Ollis Besenstiel mit aufgesetztem breiten Spachtel zum Abschaben der Pilze vom Stamm in luftiger Höhe.

Pilz-Ticker-Bawue


Olli schreibt am 25. Dezember 2017:

»Viele Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land, wo milde Temperaturen herrschen.

Am Samstag Morgen machte ich mich früh auf, um im Feilbingerter Wald nach Winterpilzen zu suchen. Auf dem Weg zu einem meiner Wirtsbäume passierte ich einige schon vor Jahren gefällte Rotbuchenstämme. Sie waren schon leicht bemoost und völlig durchnässt. Auf einem Stamm wuchs ein bereits überständiges Büschel Austernpilze.

Während ich die Pilze tief gebückt fotografierte, entdeckte ich unter einem Stamm bläulich schimmernde Austernseitlinge im Bestzustand. Die ganz unverhofften Funde sind doch die schönsten!

Aber die Krönung sollte ja erst noch folgen. Dazu musste ich zunächst einen steilen Abhang hinunterkraxeln, um auf der anderen Seite wieder heraufzuklettern. Was vor allem deshalb eine gehörige Anstrengung bedeutete, weil ich eine Teleskopstange mit Apfelpflücker (wie Rainer vom Pilzticker Thüringen) und noch einen Besenstiel mit einem angebrachten breiten Malerspachtel zum Abschaben der Pilze mit mir führte. Und natürlich meinen Pilzkorb.

Doch diese Anstrengung und diesen Aufwand liebe ich ja so am herrlichen Hobby Pilze suchen!

Der stehende Baumstamm war mit sehr vielen Pilzbüscheln übersät, die kaskadenförmig am Baum wuchsen. Die kleinen Büschel ließ ich am Baum zurück, um ihn zur nächsten Ernte in ungefähr 2 Wochen erneut aufzusuchen. Mein Korb war nun bereits mit etwa 4 Kilo Austernseitlingen gefüllt.


Foto: Der altersschwache Stamm der Rotbuche war mit vielen üppigen Büscheln von Austernseitlingen übersät. Da lacht das Herz des Pilzsammlers, vor allem, wenn man, wie Olli, jenes Gerät mit sich führt, das zu ihrer Ernte erforderlich ist. 

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Dieses erfreuliche Ergebnis motivierte mich, weiterzusuchen. Als nächstes fand ich an einem hingestreckten moosüberwucherten Buchenstamm allerdings giftige Gelbstielige Muschelseitlinge (letztes Foto).

Nach dieser Pilzexkursion am Morgen beschloss ich, am Nachmittag das Ufer des Flusses Nahe in der Nähe des Niedertäler Hofes nach Pilzen abzusuchen. Dort liegen einige alte umgestürzte Weiden, an denen ich bereits vergangenes Jahr Austernseitlinge und Winterrüblinge gefunden hatte.

Und es kam, wie ich es erhofft hatte. Eine Weide lieferte mir weitere prächtige Austernseitlinge, eine andere war übersät mit herrlichen Winterrüblingen, die allerdings noch einige Zeit brauchen, so klein waren sie noch. Leider hatte ich bei diesem Pilzausflug meine Kamera vergessen und kann nur davon berichten.

Jetzt habe ich schon so viele Austernseitlinge gefunden, dabei war ich noch nicht einmal an meinen Hauptstellen im Soonwald. Dorthin soll es aber auch noch gehen, und ich hoffe, mit Margit, die dann sicher wieder schöne Fotos für den Pilzticker macht.

Alles Gute, vor allem Gesundheit und viele Pilze für den Rest des Jahres und für das neue Jahr wünschen wir Dir, Heinz-Wilhelm, und allen Pilzfreunden!


Foto: Sie sind tückische Verführer! Gelbstielige Muschelseitlinge sehen fast aus wie Austernpilze. Doch sie haben, wie ihr Name sagt, gelbe Stiele, ihre Hüte haben einen grünlichen Grundton - und sie wachsen quirliger. Und stehen unter Giftverdacht! (3 Fotos © Olli)

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Eine Delikatesse aus dem Winterwald:

Kulinarischer Hochgenuss mit Austernpilzen und Kartoffelscheiben



Foto: »Im Geschmack umwerfend« finden Margit und Olli Austernpilze und Kartoffeln. Voraussetzung ist, dass die Austernpilze nicht schon zu alt und zäh sind. Ein tolles rustikales Pilzessen für die Vorweihnachtszeit!

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Margit und Olli schreiben am 19. Dezember 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute habe ich endlich mal die Zeit gefunden, von meinem letzten Pilzfund und der daraus resultierenden Mahlzeit zu berichten. Zur Zeit bin ich so sehr mit Arbeit und anderen wichtigen Dingen beschäftigt, dass ich keine Zeit fand, in unseren Wäldern Pilze der Saison zu suchen.

Am Sonntag Nachmittag konnte ich endlich mal wieder meine Stellen an der Sautränke in der Nähe des Lembergs bei Feilbingert und den Rheingrafenwald bei Bad Münster am Stein Ebernburg aufsuchen.

Am Stumpf einer alten abgestorbenen Pappel wuchsen wie in den letzten Jahren treu herrliche Austernseitlinge. Nach ihrer Ernte fuhr ich zum Rheingrafenwald, wo einige abgestorbene Rotbuchenstämme liegen, an denen ebenfalls Austernseitlinge wuchsen, und das in hervorragender Qualität. Schnell füllten die Winterwalddelikatessen meinen Korb. Es dürften gut und gerne drei Kilogramm gewesen sein.

Margit war heute leider nicht mit von Partie, deshalb lichtete ich die Pilze ab. Margits Zeit kam aber, als sie heute Abend eine herrliche Kartoffelpilzpfanne von meinem Fund zauberte. Die Zubereitung ist schlicht einfach, jedoch im Geschmack umwerfend gut. Deshalb stelle ich das Gericht kurz vor.


Foto: In »hervorragender Qualität« fand Olli die Austernpilze vor. Man sieht es ihnen an!

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Zutaten:

700- 800 Gramm Austernpilze

2 große Zwiebeln 

750- 800 Gramm festkochende Kartoffeln

150 Gramm gewürfelter Katenrauchschinken

70 Gramm Butter

2 Teelöffel Rinderbrühe in Pulverform





Foto: Eine weitere Kolonie von Austernpilzen. Auch sie sind im besten Alter und erfüllen alle Voraussetzungen für ein leckeres Pilzgericht.

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Zubereitung:

Man gare etwa 800 Gramm Pellkartoffeln und lasse sie abkühlen.

Nun die Austernpilze waschen und in Streifen schneiden.

Die Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden

Die kalten Pellkartoffeln schälen und in 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

Dann die Bratpfanne erhitzen, die Butter schmelzen lassen und die Zwiebeln und den gewürfelten Katenrauchschinken in der Pfanne anbraten.

Nach etwa 3- 4 Minuten die Austernpilze hinzugeben und 10 Minuten gut anbraten. Kurz bevor die Kartoffeln hinzugegeben werden, das Bratgemenge mit 2 Teelöffeln Rinderbrühe würzen.

Danach die Kartoffelscheiben hinzugeben und etwa nochmals 10 Minuten mit anbraten.

Als Beilage hatten wir einen Gurkensalat und geschmorte Grüne Bohnen.

Es war wirklich ein kulinarischer Hochgenuss. Die Austernseitlinge schmecken in Verbindung mit den Kartoffel einfach super. Voraussetzung ist natürlich, dass die Pilze nicht zu alt und zu zäh sind. Die Pilze auf den Fotos sind im Bestzustand und schmeckten ausgezeichnet.

Alles Gute von Margit und Olli aus dem schönen Nahe-Land«


Foto: Gut und gerne drei Kilogramm Austernseitlinge kamen in Ollis Korb zusammen. Ein Pilzausflug, der sich gelohnt hat. (4 Fotos © Olli)





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