Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Rheinland-Pfalz





Mit getrockneten Spitzmorcheln veredeln wir unsere Pilzsoßen und überhaupt Pilzgerichte unnachahmlich!

Wir kaufen sie natürlich in bester Bio-Ware beim Pilzversand und Pilzhandel

Pilze Wohlrab.

Ein bayerisches Familienunternehmen.






Speyer: Ein schöner bunter Herbstfund für Jacqui


Foto: Ein schöner Fund! Unten rechts, von Jacqui nicht erwähnt, sehen wir ein gutes halbes Dutzend schöner Sandröhrlinge, u. a. erkennbar am gelblichen Fleisch der Fraßstellen. (Foto © Jacqui)

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Jacqui schreibt am 4. November 2017:

»Hallo aus dem schönen Schifferstadt,

nachdem ich seit Jahren die Seite mit Begeisterung verfolge, habe ich jetzt auch mal ein Foto von meinem Fund beigefügt. Ich gehe schon seit knapp 15 Jahren in der Nähe von Speyer zum sammeln, und zwar im Dudenhofener Wald. Dieses dieses Jahr war es faszinierend.

Das Bild stammt von meinem heutigen Beutezug in einem Waldgebiet, das eher für Maronen bekannt ist. Wie man sieht, fand ich einiges - außer Maronen. Viele Edelreizker waren allerdings schon überständig, doch insgesamt hat es sich gelohnt. 

Neben den Reizkern gab es für mich einige Pfifferlinge*, Birkenpilze sowie reichlich Butterpilze.

Viel Spaß noch beim Sammeln wünscht allen Jacqui«

Anmerkung: Die Pfifferlinge sind, in Großauflösung erkennbar, Falsche Pfifferlinge, was bei dieser geringen Menge aber unbedenklich ist. Erst bei größeren Mengen sind diese Pilze magen-darm-giftig.

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Bad Kreuznach: Ein rundum schöner Pilztag mit Steinis, Flockis und Samtigen Pfifferlingen


Foto: Ein Steinpilz wie in der Maienblüte lässt sich die wohlige Novembersonne auf den Hut scheinen. Welch ein schöner Anblick im vorletzten Monat des Jahres!

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Margit und Olli schreiben am 2. November 2017:

»Gestern fuhren wir nochmals nach Bad Kreuznach in die Pilze, das Wetter war sehr gut, die Sonne schien, es war um 16 Grad warm.

Wir waren uns ziemlich sicher, dass die Flockenstieligen Hexenröhrlinge nochmals nachgewachsen sind. Sie schmecken vorzüglich, auch wenn sie von vielen Pilzsuchern - uns zum Segen - stehen gelassen werden.

Da wir unser Suchgebiet nochmals ausweiteten, fanden wir auch noch reichlich Semmelstoppelpilze. Die drei Steinpilze, die weit verstreut standen, waren allererste Sahne, ganz ohne Madenbefall. Es gesellten sich auch noch einige wunderschöne Parasolpilze hinzu.


Foto: Die Flockis wachsen Anfang November wie einst im Mai, wie häufig, gerne gesellig. Hier zu zweit.

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Ab und zu durchkämmten Margit und ich angrenzende Birkenwälder, in denen sich sehr schöne junge Birkenpilze finden liesen. Dort entdeckte Margit auch einen jungen Birkenporling, den ich mit einem weiteren seiner Art einem Vorgesetzten schenkte. Er pflegt sich mit Pilzen und anderen gesunden Lebensmitteln gegen Krankheiten zu wappnen.

Margit fand wieder einmal Samtige Pfifferlinge. Die meisten Pilze waren aber, wie erhofft, Flockenstielige Hexenröhrlinge, die unsere Körbe spürbar beschwerten. Das Schöne daran war, dass es sich zumeist um sehr junge und knackige Exemplare handelte, in Begleitung gleichartiger Familienangehöriger. Haha, da lachte das Herz!

Es wuchsen auch noch Maronenröhrlinge und Ziegenlippen, die wir natürlich ebenso dankend mitnahmen.


Foto: Und auch um eine Partie zu dritt sind sie nicht verlegen. Geradezu so, als sei es mitten in der Saison.

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Nach unseren Funden in den Kreuznacher Wäldern suchten wir noch ein weiteres uns bekanntes Waldgebiet auf. Doch statt erhoffter schöner Steinpilze stießen wir nur auf einen uralten zerfledderten Pilzgreis, der gerade noch als verwesender Steinpilz erkennbar war.

Das trübte jedoch unser Fazit von einem rundum schönen und gelungenen Pilztag keineswegs. Sollte uns dieses Wetter erhalten bleiben, so sind sicher noch mehrere solcher Funde in dieser Saison möglich.

Noch viele Grüße vom Pilzsuchteam Margit und Olli aus dem Nahe-Land«


Foto: Eine wirklich schöne Pilzernte haben Margit und Olli da zusammengetragen. Das Foto könnte fast auch aus dem September, dem stärksten Pilzmonat des Jahres, stammen. (4 Fotos © Margit)





Kuhberg: Begegnung mit einem Keiler bei der Suche nach Flockenstieligen Hexenröhrlingen


Foto: Die Nachtkälte hinterlässt ihre Spuren, die Steinpilze werden allmählich blass auf dem Kuhberg bei Bad Kreuznach.

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Margit und Olli schreiben am 31. Oktober 2017:

»Der Morgen versprach keine allzu große Hoffnung zum Pilze suchen, denn die Dächer unseres kleinen Örtchens waren weiß und das Thermometer zeigte um die null Grad Celsius an.

Beim Joggen gegen 7 Uhr in der Früh hatte ich eisig kalte Hände, Margit schlief noch und träumte sicherlich vom Pilze sammeln. Würden ihre Träume platzen, wenn ich ihr von der Kälte erzählen würde?

Unterwegs hatte ich im Laubwald nur Nebelkappen in ihrem eintönigen Grau gesehen, die giftig sind und niemals in unserer Pfanne landen würden. Margit bekam von mir ihre gute Laune nach dem Frühstück nicht genommen und so fuhren wir erneut zum Kuhberg bei Bad Kreuznach.

Der Soonwald kam nicht in Frage, denn dort ist es üblicherweise noch kälter und die Zeit für nenenswerte Funde von Austernseitlingen schien uns noch nicht da zu sein.

Der Kuhberg überraschte uns. Als wir dort oben um 10 Uhr mit dem Auto ankamen, schien die Sonne. In den Laubwäldern mit überwiegend Rotbuchenbestand  fanden wir herrliche Flockenstielige Hexenröhrlinge. Einige waren leider von Maden befallen und wurden an Ort und Stelle aussortiert.


Foto: Auch der Flocki ist schon recht blass um die Nase. Ein Tribut an die fortgeschrittene Jahreszeit.

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Im tiefen Laub entdeckten wir schöne Trompetenpfifferlinge, die ersten in diesem Jahr auf dem Kuhberg. Im Soonwald wuchsen sie bereits im September, sicherlich, weil es dort wegen der Höhenlage kühler war als in der Nahe-Region. Auf dem Kuhberg wachsen die Trompetenpfifferlinge - ich beobachte es seit Jahren - pünktlich zum ersten Frost.

Margit und ich sammelten zu unserem Erstaunen noch reichlich Semmelstoppelpilze, auch wenn es weniger als in den letzten Wochen waren. Steinpilze ließen sich zu meiner Überraschung reichlicher finden als zuletzt. Margit entdeckte auch wieder Samtige Pfifferlinge sowie noch einige Parasolpilze, die ihren wohlverdienten Platz im Korb fanden.

Sie ging gerade einen tiefer liegenden Wald mit viel Gebüsch nach Flockenstieligen Hexenröhrlingen ab, als plötzlich ein großes Wildschwein aus dem Buschwerk hervorbrach und flugs an ihr vorbeischoss. Getreu ihrer Größenbeschreibung muss es ein Keiler gewesen sein, der ihr einen gehörigen Schrecken einjagte.





Foto: Zu Ollis Freude waren auch bereits die ersten Austernseitlinge da. Sie wuchsen typischerweise an einem im Vorjahr umgestürzten Stamm.

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Zum Abschluss schlug ich vor, noch nach den uns aus dem Vorjahr bekannten Austernpilzstämmen zu sehen, um nicht den richtigen Erscheinungszeitpunkt zu versäumen. An den Stämmen gab es aber noch keine Anzeichen auf bevorstehenden Pilzbewuchs.

Zu meiner Freude entdeckte ich aber an einer im vorigen Jahr umgestürzten Rotbuche eine Neubesiedling. Zu diesem willkommenen Fund gesellte sich noch ein Birkenporling, bekannt als Vitalpilz für raue Wintermonate und gut gegen Magenprobleme. Zwischendurch ernteten wir immer mal wieder Maronenröhrlinge, die treu ihre Stellung halten.

Noch schöne Grüße Dir, Heinz-Wilhelm, von Margit und Olli aus dem Naheland«


Foto: Die Maronenröhrlinge halten nach wie vor treu die Stellung, wie Olli schreibt. Ähnlich den Steinpilzen halten sie durch, solange es keine Minustemperaturen gibt. (4 Fotos © Margit)





Kuhberg: Ein vergnüglicher Pilzgang bei moderaten Temperaturen wurde gebührend gekrönt


Foto: Der Pilzgang auf den Kuhberg bei Bad Kreuznach war für Margit und Olli ein Vergnügen, das mit einer herrlichen Mischpilzpfanne, Weißbrotstangen und dem örtlichen Nationalgetränk des Herbstes, dem Federweißen, gekrönt wurde.

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Margit und Olli schreiben am 28. Oktober 2017:

»Kalter Wind, hohes Laub und wunderbare Pilzvielfalt, das war es, was uns auf dem Kuhberg bei Bad Kreuznach erwartete.

Margit und meine Wenigkeit nahmen uns am Samstagmorgen wieder einmal vor, die Laubwälder von Bad Kreuznach nach Speisepilzen abzusuchen.

Als früh morgens der Bäcker vor unserem Haus vorfuhr und berichtete, dass er in freier Landschaft nur 2 bis 4 Grad auf seinem Autothermometer ablesen konnte, war das erst einmal ein gehöriger Schreck.

Doch diese Zahlen galten für das »Obermoscheller Loch«, wie Einheimische dieses Tal nennen, denn dort ist es kälter als auf dem Kuhberg. Zumal auf Letzterem auch der Wind weniger bläst, der zurzeit die Kälte zu uns bringt. Als wir gegen 10 Uhr in den dortigen Wäldern ankamen, lagen die Temperaturen bei 8 Grad Celsius, was kein Problem für Steinpilze & Co. ist.

Wir fanden noch Semmelstoppelpilze, deren Population inzwischen allerdings stark schrumpft. Klar, nachdem wir die ersten bereits vor zwei Monaten gefunden hatten. Die Flockenstieligen Hexenröhrlinge (ein Exemplar auf dem Foto rechts), die uns ausgezeichnet schmecken, wachsen hingegen zu unserer Freude immer noch wie verrückt.

Zu meinem Erstaunen fanden wir doch noch mehrere Steinpilze, von denen zwei ganz dunkle, beinahe schon schwarze Köpfe hatten; ein schöner Kontrast zu ihren weißen Stielen. Es verschwanden zudem auch noch einige herrliche Parasolpilze in unseren Pilzkörben.

An einem alten abgesägten, schon bemoosten Rotbuchenstamm fand ich ein kleines Büschel Samtfußrüblinge, die sich hervorragend für die Zubereitung von Suppen eignen. Wir entdeckten auch noch Maronen, Rotfußröhrlinge und verschiedene Täublinge.

Zum Abschluss des schönen Pilzsuchtages belohnten wir uns mit einer köstlichen Pfanne Mischpilze mit Stangenweißbrot und für den Durst gab es einen herrlichen Federweißen aus weißen Trauben; ein wahrhaft traumhaftes Finale.

Leider vergaß ich heute Morgen, die SD-Karte in die Digitalkamera zu stecken, so musste Margit die Fotos dieses Mal mit dem Handy machen.

Noch viele Grüße von Margit und Olli an Dich, Heinz Wilhelm, und alle hartgesotteten Pilzsucher«

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2 Fotos: Margit und Olli konnten sich über die herbstliche Pilzvielfalt auf dem Kuhberg freuen. Hier sehen wir eine Marone (links) und einen von vier gefundenen Steinpilzen. (4 Fotos © Margit)

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Bad Kreuznach: Herbstliche Pilzfreuden auf dickem Laubteppich für Margit und Olli


Foto: Margits erster Steinpilz-Fund des Jahres! Wer hätte gedacht, dass sie ihn erst im frisch gefallenen Buchenlaub des herbstlichen Waldes entdecken würde.

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Margit und Olli schreiben am 23. Oktober 2017:

»Servus Heinz-Wilhelm,

Sonntag Nachmittag besuchten wir den Kuhberg bei Bad Kreuznach, um in diesen schönen bewaldeten Gebieten köstliche Speisepilze zu finden.

Zunächst durchsuchten wir einen durch Holzfäller vor längerer Zeit gelichteten Laubwald mit viel Moosbewuchs. Hier entdeckten wir einige größere Fichtenreizker und hin und wieder einen einzelnen Hexenröhrling.


Foto: Die Flockenstieligen Hexenröhrlinge - wie dieser - laufen in dem dicken Laubflor noch einmal zur Hochform auf. Seit Mitte Mai sind sie bereits in den Wäldern dauerpräsent.

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Nach kurzer Zeit wechselten wir in einen Laubwald, dessen Boden mit einem dichten Laubteppich beschichtet war. Dort sollten wir herrliche Flockenstielige Hexenröhrlinge finden. Dort fand Margit auch ihren ersten und wohl auch einzigen verwertbaren Steinpilz in diesem Jahr.

In der Folge stießen wir auf einige noch recht junge Exemplare von Parasole und auf den einen oder anderen Maronenröhrling. Am meisten freute ich mich aber über knackige Semmelstoppelpilze.

Von dem Fund bereitete uns Margit eine herrliche Mischpilzpfanne mit Spiralnudeln. Dazu gab es einen herrlichen Federweißen, der sich wie die Pilze in der Pfanne im Bestzustand befand.


Foto: Pfannenfertig und bereits unter Dampf - das leckere Pilzgericht vom Kuhberg bei Bad Kreuznach nimmt Form an.


Margit hat trotz des permanenten Nieselregens einige Fotos für den Pilzticker Rheinland-Pfalz abgelichtet.

Auch am kommenden Samstag werden wir erneut in unseren wunderschönen herbstlichen Wäldern in die Pilze gehen.

Liebe Grüße von Margit und Olli aus dem schönen Nahe-Land bei Bad Kreuznach«


Foto: Aufgetischt ist, eingeschenkt ist, bitte Platz zu nehmen! Eine herrliche Pilzpfanne zu Spiralnudeln wartet auf Margit und Olli. Um den lockenden naturtrüben Federweißen nicht zu vergessen. (4 Fotos © Margit)

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Ein erbaulicher Tag im Soonwald, bis zum Einbruch der Dunkelheit


Gunter schreibt am 20. Oktober 2017:

»Hallo Heinz Wilhelm,

am Mittwoch sind mein Pilzfreund und ich in den schönen Soonwald gefahren. Mit Verpflegung ausgestattet, wollten wir bei dem herrlichen Wetter den ganzen Tag lang, unabhängig vom Pilzaufkommen, den Wald durchstreifen.

Die umstrittene Nebelkappe wuchs zahlreich, oft in sehr großen Hexenringen. Seitdem mein leider viel zu früh verstorbener Pilzlehrer im Schwarzwald vor vielen Jahren gesagt hat, dass es beim Kochen der Pilze wie in einer Waschküche riechen und das Ganze auch so schmecken würde, habe ich sie nie ausprobiert. Hast Du Erfahrungen damit gemacht?

Sonst gab es für die Jahreszeit erstaunlich viele Arten, aber immer nur in kleiner Stückzahl. Besonders freute ich mich über eine Birkenrotkappe in einem älteren Birkenwald. Für meinen Pilzkorb fand ich Maronenröhrlinge, Fichtenreizker, Lärchenröhrlinge, Anisegerlinge, Steinpilze, Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze und Violette Lacktrichterlinge. Mein Kollege fand noch Rotfußröhrlinge, Pfefferröhrlinge zum Würzen, Violette Rötelritterlinge und junge Birkenpilze.

Ansonsten gab es noch Dachpilze, Boviste, Stinkmorcheln, Gelbe Knollenblätterpilze, Grüne Schwefelköpfe, Fliegenpilze und die schön anzusehenden Blutroten Hautköpfe, die alle im Wald zurückblieben.

Am späten Nachmittag sahen wir noch einen blühenden Fingerhut (zweites Foto), und das zu dieser Jahreszeit!

Mit fortschreitender Dunkelheit kamen wir wieder beim PKW an. Wir hatten den ganzen Tag keinen Menschen gesehen. Es war ein herrlicher Tag in der Natur, den wir sehr genossen haben. Auch wenn unsere Körbe nicht voll waren (Foto rechts), gab es genug für Jeden von uns für ein köstliches Pilzmahl.

Herzliche Grüße Gunter«

(2 Fotos © Gunter)

Hallo Gunter,

die Nebelkappe ist ohne Wenn und Aber giftig, da erübrigen sich Waschküchengeruchsexperimente und Geschmacksstudien. Die machen wir ja auch nicht mit Grünen Knollenblätterpilzen.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm


Margits und Ollis große Freude, in den Wäldern von Bad Münster und Bad Kreuznach und im Soonwald die Körbe zu füllen


Foto: Die braun-rot-gelben Farben der wohlschmeckenden Flockenstieligen Hexenröhrlinge passen vorzüglich zum Herbst. Diese Pilze zählen erfreulicherweise zu den am längsten durchhaltenden Pilzen im Jahr. Nicht selten sind sie schon im Mai da und sind noch bis in den Spätherbst zu finden.

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Margit und Olli schreiben am 16. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am vergangenen Wochenende besuchten Margit und ich die Wälder von Bad Münster und Bad Kreuznach.

In dn Laubmischwäldern mit überwiegend Rotbuchen entdeckten wir viele junge knackige Semmelstoppelpilze, die artig in unseren Körben verschwanden. In einer heideartigen Region mit wenig Eichen und viel Moosbewuchs fand Margit viele knackige Flockenstielige Hexenröhrlinge, während ich in einem Nachbarwald nach meinen geliebten Semmelstoppelpilzen suchte.

Wir begegneten zwei Familien, die sich fast ausschließlich auf die Suche nach Hallimasch begaben. Um ihre Suche erfolgreicher zu gestalten, zeigten wir ihnen, wie die Pilzmahlzeit gehaltvoller werden würde, wenn sich Semmelstoppelpilze hinzugesellen würden. Der Großvater einer der Familien bedankte sich herzlich über den Tipp.


Foto: Endlich einmal wieder ein schönes Bild von Hallimasch! An diesem Holz verzehrenden Massenpilz, der auch gesundes Nadelholz angreift, scheiden sich die Geister. Manche vertragen ihn nicht (Folge: Magen- und Darmprobleme oder grippeähnliches Krankheitsbild) oder mögen ihn nicht, für andere ist er ein guter bis sehr guter Speisepilz. Soviel steht fest: Man sollte ihn vor dem Braten bzw. der Weiterverwendung 20 Minuten lang abkochen, das macht ihn deutlich verträglicher.


Unseren Funden gesellten sich alsbald noch Butterpilze, Pfifferlinge, Maronen und Eichenrotkappen hinzu. Dann ging es noch in den Soonwald. Dort wachsen im Moment nur Trompetenpfifferlinge und Semmelstoppelpilze.

Unsere Ausbeute konnte sich sehen lassen, es waren bestimmt knappe 6 Kilogramm Mischpilze zusammengekommen. Und eines möchten wir auch feststellen: Es machte bei dem herrlichen Wetter großen Spaß, die Wälder nach kulinarischen Köstlichkeiten abzusuchen!

Wir hatten am Sonntag Besuch von Freunden und bekochten sie mit einem herrlichen Pilzgericht, über welches sie sich sehr freuten.

Alles Gute für das weitere Pilzjahr wünschen wir allen Pilzsuchern!

Viele Grüße vom Pilzsuchteam Nahe-Land bei Bad Kreuznach, Margit und Olli«

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Foto: Auch diese schöne Marone wollte gerne von Margit fotografiert werden. (3 Fotos © Margit)

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Das üppige Pilzjahr beschert dem südlichen Pfälzerwald viele Steinpilze


Foto rechts: Im südlichen Pfälzerwald haben um den 4. Oktober die Steinpilze die Oberhand, wie die Fotos von Annette belegen. (Collage/4 Fotos © Annette)


Annette schreibt am 4. Oktober 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzticker

hier noch eine Impression von diesem üppigen Pilzjahr. Unser heutiger Fund im südlichen Pfälzerwald wird deutlich von wunderschönen Steinpilzen dominiert.

Allen Tickerfreunden viel Spaß und Erfolg bei der Suche!

Annette und Stephan«

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Nach einer Pause sind die Röhrlinge im Landkreis Südliche Weinstraße wieder da


Foto: Die großen Röhrlinge sind wieder da - aber mit welchen Arten? (Foto © Annette)

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Annette schreibt am 1. Oktober 2017:

»Hallo Pilzticker,

die großen Röhrlinge* sind nach einer Pause wieder da.

Grüße aus dem Landkreis Südliche Weinstraße, Stephan und Annette«

*Welche??


Soonwald: Unter allen Herbstpilzen erfreute der große Birkenporling Gunter am meisten


Foto: Gunter Pilzernte. Am meisten freute er sich über den großen Birkenporling. Ansonsten gab es für ihn und seinen Pilzfreund eine schöne bunte Mischung. (Foto © Gunter)

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Gunter schreibt am 21. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am Mittwoch bin ich mit einem Pilzfreund, wie immer im Herbst, in den Soonwald gefahren.

Als wir am späten Vormittag auf dem Parkplatz ankamen, trafen wir einen Pilzsammler, der schon wieder nach Hause wollte. Er hatte nach zweieinhalb Stunden Suche lediglich zwei Maronen gefunden. Was unsere Erwartung nicht unbedingt beflügelte.

In einem Waldstück mit Eichen fanden wir an zwei Stellen viele Semmelstoppelpilze und einige Pfifferlinge. In einem anderen Laubwald gab es wenige Maronenröhrlinge, Rotfußröhrlinge (fast alle, wie erwartet, madig), einen Lila Lacktrichterling, verschiedene Boviste, auch die essbaren Hexeneier, und Graue Scheidenstreiflinge. In einem Birkenbestand warteten einige schöne Birkenpilze auf uns.

Im Wald zurück blieben natürlich Stinkmorcheln, Klebrige Hörnlinge und jede Menge Knollenblätterpilze.

Seit zwei Jahren suche ich, meist vergeblich, Birkenporlinge. Jetzt fand ich an einer umgestürzten Birke gleich vier Stück. Der größte maß 23 mal 21 Zentimeter. Er war butterweich zu schneiden und liegt in kleinen Stücken bereits auf dem Dörrgerät.

Das war für diesen Tag mein schönster Fund.

Herzliche Grüße Gunter«


Südliche Weinstraße: Nach dreiwöchiger Pilzpause regen sich als Erste die Goldröhrlinge


Foto: Goldröhrlinge im besten Alter haben Annette und Stephan gefunden. Als Monogericht sollte man die Huthaut abziehen, empfindliche Leute können sonst, wie bei allen Schmierröhrlingen, zum Teil heftige Magen- und Darmbeschwerden bekommen. (Foto © Annette)

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Annette und Stephan schreiben am 18. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm, Hallo Pilzticker,

»Gewusst wo«, kann man zum heutigen Fund sagen. Auf einer grasigen Lichtung inmitten eines Kastanienwaldes ernteten wir heute eine große Menge schöner Goldröhrlinge.

Die letzten zwei, drei Wochen waren im Pfälzerwald, Bereich Südliche Weinstrasse, eher ruhig, was das Pilzwachstum angeht. Offenbar oder auch hoffentlich wird das jetzt wieder besser.

Gruß aus der Südpfalz, Annette und Stephan«


Nahe-Land: Köstliche Semmelstoppelpilze für eine »Försterpfanne mit Kräuterbaguettes«




Foto: Da schmoren sie zu Margits und Ollis Feude für die »Försterpfanne mit Kräuterbaguettes«. Unmittelbar nach dem Foto kam die Crème fraîche hinzu.

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Margit und Oliver schreiben am 14. September 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war mit Margit wieder einmal auf dem Kuhberg bei Bad Kreuznach Pilze suchen. 

Wir fanden sehr gute knackige und recht junge Semmelstoppelpilze, denen ich gerne das Prädikat »Waldgold« verleihe, denn sie lassen sich schon aus beträchtlichem Abstand an ihrer hellgelb leuchtenden Farbe erkennen, die sich gut vom braunen Laub abhebt.

Ab und zu fanden wir auch meist vereinzelte Samtige Pfifferlinge, die sich fast noch geschickter im Laub verstecken. Außerdem pickten wir noch einen Goldröhrling sowie ein vereinsamtes Exemplar von Flockenstieligen Hexenröhrling auf.

Die Pilze reichten für drei gute Esser, wie man der vollen Pilzpfanne ansehen konnte. Der Goldröhrling und der Hexenröhrling sind mit in der Pfanne untergetaucht.

Wir hatten noch fünf kleinere Schweineschnitzel im Kühlschrank, die wir zu Geschnetzeltem verarbeiteten und mit den geputzten Pilzen zu einer herzhaften »Försterpfanne mit Kräuterbaguettes« kreierten.

Das Rezept wollen wir hiermit gerne an Pilz- und Fleischfreunde weitergeben.


Zutaten:

  • 500 gr mageres Schweinegeschnetzeltes
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 kleines Bund Liebstöckel (kann auch getrocknet sein)
  • 1 kg Semmelstoppelpilze
  • 4 Scheiben Schwarzwälder Schinken
  • 1 gehäufer Teelöffel Französische Würzmischung von Le Gusto
  • 1 Teelöffel Rinderbouillion 
  • 1 250 g Becher Crème fraîche
  • 1 kräftiger Schluck Rotwein
  • 3 Esslöffel Sonnenblumenöl
  • 3 Kräuterbaguettes

Foto: Hier sehen wir die nicht nur von Margit und Olli hoch geschätzten Semmelstoppelpilze, die sich mit ihrem festen Fleisch von fast allen Speisepilzarten abheben. (2 Fotos © Margit)


Zubereitung:

Geschnetzeltes in eine Schüssel geben, Knoblauch kleinhacken und mit der Französichen Würzmischung vermengen.

Die Zwiebel in kleine Würfel hacken, dann in einer großen Pfanne das Sonnenblumenöl erhitzen und die Zwiebeln kurz anschwitzen.

Das marinierte Geschnetzelte hinzugeben und anbraten. In der Zwischenzeit Liebstöckel kleinhacken.

Nach ungefähr 8 Minuten die Pilze (je nach Größe auch kleingeschnitten) in die Pfanne geben und gut 15 Minuten mitbacken bzw. schmoren lassen.

Kurz vor der nächsten Handlung den kleingeschnittenen Schinken in die Pfanne geben. Nach einer Weile das Liebstöckel hinzugeben, danach das Bratgemenge mit Rotwein ablöschen und den Teelöffel Rinderbouillon darüberstreuen. Nach etwa einer Minute das Crème fraîche hinzufügen und unterrühren.

In der Zwischenzeit wurden die Kräuterbaguettes im Backofen knusprig gebacken. Nun kann serviert werden, dazu passt ein guter Rotwein. Es könnte auch, wie es in unserer Weingegend passend zur Jahreszeit der Fall ist, ein Roter oder auch Weißer Federweißer (leicht gegorener Traubenmost) sein.

Guten Appetit!

Viele Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe Land«

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Nahe-Land: Semmelstoppelpilze in Hülle und Fülle, ideale Pilzgeschenke für die Freunde


Foto: Semmelstoppelpilze satt waren der Hit bei Margits und Ollis jüngsten Pilzgängen. Sie wachsen nicht in allen Regionen. Aber dort, wo man sie antrifft, findet man sie meist in großen Gesellschaften.

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Margit und Olli schreiben am 6. September 2017:

»Viele Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land bei Bad Kreuznach.

Letztes Wochenende suchten wir wieder Laubwälder im schönen Hunsrück auf, in der Hoffnung, viele wohl schmeckende Speisepilze zu finden.

Wir fanden sehr viele Semmelstoppelpilze, die im Moment dominant zu wachsen scheinen. Hin und wieder stießen wir auch auf sehr schöne Samtige Pfifferlinge sowie Birkenpilze. Die Hoffnung, noch einige Steinpilze zu finden, erfüllte sich hingegen nicht. Außer einigen überständigen Exemplaren war nichts zu sehen.


Foto: Der genatterte Stiel und der verschiebbare Doppelring sind die hauptsächlichen Merkmale des Parasolpilzes. Dank Margits Froschperspektive beim Fotografieren wirkt dieser fast so hochgewachsen sie ein Strauch.

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Bis 12 Uhr Mittag waren unsere beiden Körbe gefüllt mit herrlichen Speisepilzen. Die Semmelstoppelpilze färben die Finger ähnlich gelbbraun wie die eines Kettenrauchers. Die Hände bekommt man eigentlich nur mit Zitronensäure sauber, haben wir festgestellt.

Tags drauf besuchten wir einen Buchenwald bei Bad Kreuznach. Auch dort standen wieder  viele Semmelstoppelpilze, hellgelbe Pfifferlinge, Parasole, Waldchampignons und Flockenstielige Hexenröhrlinge in guter Qualität.

Margit hat auch wieder einige Fotos für den Pilzticker gemacht. Auf dem ersten Bild ist etwa die Hälfte von unserem Gesamtfund zu sehen. Die meisten Pilze verschenken wir ja an gute Freunde, die sich immer herzlich über diese Köstlichkeiten freuen.

Noch weiterhin gute Pilzfunde wünschen wir allen Pilzliebhabern des Pilztickers und Dir, Heinz-Wilhelm, noch gute Berichte und schöne Bilder. «


Foto: Auch dieser ausgewachsene Flockenstielige Hexenröhrlinge zählte zum Fund. Er stand im grasigen Waldboden bei Eichen. (3 Fotos © Margit)

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Tipp!

Ein SWR-Filmclip für Pilzsammler

Liebe Pilzfreunde, liebe Anfänger,

wegen der idealen Wetterbedingungen gibt es dieses Jahr in vielen Regionen gutes bis sehr gutes Pilzwachstum. Das lockt nicht nur erfahrene Pilzsammler, sondern auch manchen Einsteiger in die Wälder.

Die »Landesschau Rheinland-Pfalz« des SWR hat deshalb einen Online-Beitrag bereitgestellt, der sich vor allem an Anfänger richtet, die sich mit dem Pilze sammeln anfreunden möchten.

Ihr findet den Film (Dauer 5:03 Minuten), der bis zum 5. September 2018 online ist, hier.

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Die gesperrte Straße im Soonwald ist wieder passierbar

Jürgen W. schreibt am 1. September 2017:

»Hallo Margit und Olli,

die gesperrte Straße im Soonwald zu Euerm Pilzgebiet ist wieder geöffnet.

Zur Wachstumssituation: Die Pilze brauchen dringend Regen, sie wachsen sehr langsam und sind deshalb von Maden befallen.

Viele Grüße Jürgen W.«


Soonwald: Die »Butterfässchen« begeisterten Margit und Olli


Foto: Was ist das für ein Steinpilz? Margit und Olli verliehen dieser Wuchsform den originellen Kosenamen »Butterfässchen«. Besser hätte man ihn nicht benennen können!

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Margit und Olli schreiben am 28. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am Samstag suchten wir wieder einmal den Soonwald auf. Unser Ziel war ein Waldabschnitt mit vielen alten Eichen, Rotbuchen und Birken, in dem wir den Schiefen Schillerporling zu finden hofften, einen hoch wirksamen Vitalpilz. Er besitzt so viele Antioxidantien wie kein anderes bekanntes Lebensmittel. Bis jetzt habe ich seinen Tee allerdings noch nicht probiert.

Leider war die Straße zu diesem Waldgebiet gesperrt, so dass wir uns mit einem anderen Gebiet begnügen mussten.

In einem bemoosten Fichtenwald fanden wir einige Steinpilze und in den Waldübergängen zu Laubwäldern einige Birkenpilze. Da dieser Wald nicht allzu viele Pilze ablieferte, wollte Margit unbedingt in einen Laubwald mit überwiegend Rotbuchen wechseln, weil sie sich dort mehr versprach.


Foto: Die Semmelstoppelpilze wuchsen üppig. Sie haben eine feste Konsistenz und eignen sich besonders gut als Einlegepilze.


Und tatsächlich: Wir fanden viele herrliche Semmelstoppelpilze, dazu noch einige schöne Pfifferlinge. Ab und zu stand auch hier und dort ein vereinzelter Steinpilz oder auch ein Fichtenreizker. Die Qualität war sehr gut. 

Bei Bad Kreuznach fand ich Tags darauf in einem Buchenwald nochmals viele Semmelstoppelpilze und dazu einige herrliche Steinpilze, denen wir begeistert den Kosenamen »Butterfässchen« verliehen.

Überwiegend auf den mit Blattwerk belegten Wegen wuchsen nicht selten Flockenstielige Hexenröhrlinge, die ebenfalls dem Messer zum Opfer fielen. Die Semmelstoppelpilze wachsen gerne direkt an  Buchenstämmen, des öfteren tummeln sich Hexenröhrlinge in ihrer Nähe.

Des öfteren fand ich auch schöne Butterpilze am Rand von Waldwegen oder auch am Fuße von Esskastanien, die es häufig bei Bad Kreuznach gibt.

Grüße von Margit und Olli aus den Wäldern von Rheinland-Pfalz«

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Foto: So ein schönes Pilzbüffet trugen Margit und Olli zusammen. Das gab gewiss wieder herrliche Pilzgerichte! (3 Fotos © Margit)


Ida bewahrte ihre Eltern vor einem Heimgang mit leerem Korb


Tina schreibt am 24. August 2017:

»Ein fröhliches Hallo an alle!

Auch in den letzten Tagen waren wir wieder im Wald. In unserem »geheimsten aller Geheimwälder« waren außer uns wohl noch andere Pilzfreunde unterwegs. So fanden wir leider nur hier und da einen Steinpilz. Wo all die Jahre reiche Ernte einzusammeln war, blieben für meinen Mann, unsere Tochter und mich nur abgeschnittene Stummel und Pilzsenioren übrig. 

Überaus enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg. Und mittendrin dann das: Ida entdeckte eine ganze Steinpilz Familie. Wunderschön. Kind glücklich, Eltern glücklich, Abendessen gerettet. 

Also auf in den Wald, zur nächsten Sammelrunde!

Viele Grüße aus Betzdorf (so ziemlich dem nördlichsten Teil von Rheinland Pfalz)«

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Foto rechts: Nur gut, dass Ida mit war im Wald. Sonst wären ihre Eltern wohl mit leeren Händen heimgegangen. Freudig zeigt sie auf die Steinpilz-Familie, die sie auf dem Rückweg entdeckt hat. (2 Fotos © Tina)




Nahe-Land: Es waren so viele schöne Pilze, dass Margit und Olli zwei Freundinnen zum Mitessen einluden


Foto: Frisch und wahrhaftig sind sie, diese herrlichen Pilze, zu deren Gericht Margit und Olli noch zwei Freundinnen von Pilzspeisen einluden. (Foto © Margit)

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Margit und Olli schreiben am 23. August 2017:

»Servus Heinz Wilhelm,

Margit und meine Wenigkeit fanden im Soonwald schöne junge Steinpilze sowie herrlich große und unversehrte Pfifferlinge. Sie versteckten sich unter dem Laub, vielleicht waren sie deshalb vor den gierigen Schnecken geschützt.

Im durch den Harvester gelichteten Fichtenwald entdeckten wir viele geschlossene Anisegerlinge und unversehrte Fichtenreizker. Die Population der Maronenröhrlinge geht momentan zurück.Ein leckerer Flockenstieliger Hexenröhrling landete auch im Pilzkorb.

In unseren Heimatwäldern nahe Obermoschel fanden wir noch mehrere geschlossene Parasolpilze, die rasch unseren scharfen Messern zum Opfer fielen. Die Pilze waren so zahlreich, dass wir zum Festmahl noch zwei Pilzliebhaberinnen einluden.

Das erinnerte uns an eine Weisheit: »Auch für weniger betuchte Menschen gibt es eine Gerechtigkeit, nämlich das Finden herrlich schmeckender Pilze aus dem Wald.«

Man kann sie nicht in dieser Frische und Wahrhaftigkeit kaufen. Und muss kein Geld für sie bezahlen. Nur naturverbunden muss man sein.

Liebe Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land«


Rebenpilze aus dem Pfälzer Wald für die Sauerländer


Michael schreibt am 22. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

aufgenommen vom Balkon unseres Ferienhauses, das »Alte Winzerhaus« in Rhodt unter Rietburg, direkt über den Reben liegend, sind auf dem Foto zwar nur zwei Steinpilze und ein Flocki zu sehen. Aber der Gang in den im Hintergrund zu erahnenden Pfälzer Wald war trotzdem sehr erlebnisreich. Es ist eine wunderschöne Gegend hier!

Liebe Urlaubsgrüße aus der Pfalz senden die drei Sauerländer Anja, Michael und Ella«

(Foto © Michael)

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Südpfalz: Felix sah den 17 Sommersteinpilzen im Garten beim Wachsen zu


Foto: Diese herrlichen, unter Esskastanien im Garten gewachsenen acht Sommersteinpilze gab es für Felix zum Abendessen. (Foto © Felix)

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Felix schreibt am 21. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

momentan sind wir im Pfälzer Wald in der Nähe von Dahn. Natürlich steht auch hier Pilze suchen auf dem Plan.

Allerdings fand ich sie bisher nur an einer Stelle, nämlich im Garten unserer Gastgeber unter zwei Esskastanien. Hier standen gleich 17 Stück auf einem Fleck, und zwar Sommersteinpilze!

Das war das erste Mal, dass ich Steinpilzen beim Wachsen zuschauen konnte. Gestern gab es acht Exemplare zum Abendessen - die anderen dürfen noch etwas größer werden.

Ansonsten stehen in den Wäldern aktuell sehr viele Maronen und einige Schirmpilze und Pfifferlinge.

Viele Grüße, Felix«


Südliche Weinstraße: Der Sommersteinpilz von 225 Gramm war das Glanzstück


Annette schreibt am 17. August 2017:

»Hallo Pilzticker,

wir hatten erneut einen erfolgreichen Pilzwandertag, und zwar im Pfälzerwald, südliche Weinstraße. Dieser schöne Sommersteinpilz war das Glanzstück; er wog 225 Gramm. Ansonsten hatten wir einige Hexenröhrlinge und Pfifferlinge im Korb.

Wir wünschen allen schöne und erfolgreiche Wanderungen.

Annette und Stephan«

(Foto © Annette)

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Soonwald: Das Kreuz mit den Täublingen


Foto: Der Grüne und der Violette obenauf lösten bei Gunter Verwunderung aus. Es sind Täublinge, deren Arten infolge Farbübergreifungen sehr schwer, oftmals nur mikroskopisch zu bestimmen sind. (Foto © Gunter)

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Gunter schreibt am 17. August 2017:

»Guten Tag Heinz-Wilhelm,

gestern sind wir, ein Pilzfreund und ich, spontan in den Soonwald gefahren, den wir sonst nur im Herbst aufsuchen.

Es war ein herrlicher Tag und wir konnten Pilze für ein schönes Mischgericht einsammeln.  Perlpilze, wenige Steinpilze, denn fast alle, und das waren nicht wenige, waren bereits überaltert.

Außerdem fanden wir Flockenstielige Hexenröhrlinge, Semmelstoppelpilze, Pfifferlinge, Rotfußröhrlinge und eine Rotkappe.

Ich habe gelernt, alle mild schmeckenden Täublinge sind essbar. Ich habe die violettfarbenen Täublinge mit elastischen Lamellen mit speckiger Konsistenz wie immer auch mitgenommen. Den grünen Täubling wollte ich mir zuhause näher ansehen.

Dann beim abendlichen Pilzputzen meine Verwunderung. Die Huthaut habe ich abgezogen und dann die Stiele durchgeschnitten. Sie waren gekammert, so wie beim Hasenröhrling. Ich kann sie nicht einordnen. Mehrere Geschmacksproben. Immer mild.

Herzliche Grüße Gunter«

Hallo Gunter,

abgesehen davon, dass gekammerte Stiele bei älteren und alten Täublingen ganz normal sind, falle ich mit der Tür ins Haus: Bei den Täublingen wird Dir nur das Mikroskopieren helfen, sofern Du die Arten sauber voneinander unterscheiden lernen willst. Bitte lies hierzu die Seite »Das Kreuz mit den Täublingen«.

Nach meinem Überblick veranstaltet übrigens Andreas Gminder bei Jena ausgezeichnete Seminare mit dem Suchen und Mikroskopieren von Täublingen.

Bei Deinen Fotos gehe ich sowohl bei der violetten als auch bei der grünen Variante von Frauentäublingen aus. Sie haben ein sehr weitreichendes Farbenspektrum. Der Grüne dürfte der Olivefarbene, auch genannt Grüner Frauentäubling, sein.

Viele Grüße, Heinz-Wilhelm

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Nahe-Land: Volle Körbe für die große Pfanne und für andere Pilzliebhaber


Foto: Nicht nur Steinpilze und Pfifferlinge sind Margit und Olli willkommen. Auch dieser Schwefelporling landete in einem ihrer Pilzkörbe.

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Margit & Olli schreiben am 15. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern Nachmittag waren Margit und ich im Soonwald Pilze suchen.

Wir fanden viele Pfifferlinge, Anisegerlinge, Fichtenreizker, Steinpilze, Maronenröhrlinge, Parasole, Perlpilze und verschiedene Täublingsarten. Wir können sagen der «Tisch im Wald« war reichlich gedeckt.

Auf der Rückfahrt fanden wir in der Nähe der Nahe an einer Weide einen Schwefelporling. Die Ausbeute unserer Pilzsuche am Wochenende waren fast vier Körbe voller herrlicher Speisepilze.

Ein großer Teil der Walddelikatessen landete in der großen Pfanne von Margit. Die anderen verschenkten wir an Pilzliebhaber, die es bei uns reichlich gibt. Margit machte wieder einige Fotos von unseren leckeren Funden.

Viele Grüße von Margit und Olli aus dem Nahe-Land«


Foto: Einer der vielen Anisegerlinge im besten Zustand, die Margit und Olli gefunden haben. (2 Fotos © Margit)

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Bernkastel-Kues: Thomas, seine 5jährige Tochter und der Schwiegerpapa machten die Körbe voll


Foto: Eine tolle Pilzlese hatte Thoms mit seiner 5jährigen Tochter und seinem Schwiegervater bei Bernkastel-Kues. Darauf darf vor allem die kleine Nachwuchs-Pilzsammlerin stolz sein! (Foto © Thomas)

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Thomas schreibt am 13. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

am Wochenende war ich zu Besuch beim Schwiegervater in Bernkastel-Kues, da musste ich natürlich mal in den Wald schauen. Nach anderthalb Stunden mit dem Schwiegervater und der tatkräftigen Unterstützung meiner fünfjährigen Tochter - geht, seit sie drei Jahre alt ist, mit in den Wald, - hatten wir genug schöne Maronen, einige Pfifferlinge und glücklicherweise auch kernige Steinpilze für ein ausgiebiges Abendessen und die ersten Pilze zum Trocknen für dieses Jahr.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas«


Im Bereich Südliche Weinstraße lohnen sich derzeit Pilzwanderungen


Annette schreibt am 12. August 2017:

»Hallo Pilzticker,

wir dürfen berichten, dass Pilzwanderungen im Pfälzerwald, Bereich Südliche Weinstraße, jetzt sehr erfolgversprechend sind. Davon zeugt unser mitgesandtes Foto (rechts).

Viel Erfolg und Spaß bei der Suche!

Annette und Stephan«

(Foto © Annette)

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Mit der Freundin und Töchtern durch den Wald bei Betzdorf - für »Nudeln mit bunter Pilzpfanne«


Tina schreibt am 11. August 2017:

»Hallo an alle Pilzfreunde,

nachdem ich seit Wochen gespannt das Pilzwachstum beobachte, war es heute soweit. 

In strömendem Regen ging es mit meiner Freundin und unseren Töchtern durch den Wald. Die Vielfalt ist groß und nach einer Stunde waren die Körbe zu unserer Zufriedenheit gefüllt. Da wir bis auf die Knochen durchnässt waren, haben wir den Ausflug beendet und sind zum Kochen nach Hause gefahren.

Es gab Nudeln mit bunter Pilzpfanne. Ganz pur, ganz lecker. 

Der Regen lässt auf Nachschub hoffen, am Sonntag geht's erneut ab in die Pilze.

Viele liebe Grüße von Tina aus Betzdorf«

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Foto rechts: Ein interessantes Motiv bietet dieses Bild. Es zeigt einen kleinen in einem großen Korb. Der kleine eignet sich bestens für Kinder, die das Pilze sammeln lernen und durch einen altersgerechten eigenen Pilzkorb prima motiviert werden können. Andererseits lassen sich in dem kleinen gut kleinere Pilzarten wie Leistenpilze, Stäublinge oder ähnliches sammeln. Falsch macht man mit einem kleinen Pilzkorb nichts. (2 Fotos © Tina)




Kirchheim-Bolanden: Mal eben in den Wald gesprungen und drei neue Röhrlingsarten entdeckt


Jürgen schreibt am 9. August 2017:

»N'Abend Heinz-Wilhelm,

ich habe heute einfach mal so zwischen Kirchheim-Bolanden und Rockenhausen angehalten und einen Abstecher in den Wald gemacht. Und innerhalb einer Stunde diese Pilze gefunden, manche davon zum allerersten Mal.

Neben Sommersteinpilzen waren es zwei Schwarzhütige Steinpilze, zu sehen unten links, einige Hainbuchenraufüße, Fahle Röhrlinge und Anhängselröhrlinge.

Bis bald, liebe Grüße Jürgen«

(Foto © Jürgen)

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Landkreis Altenkirchen: Sommersteinpilze, Hexen und Maronen



Werner schreibt am 9. August 2017:

»Seit letzter Woche gibt es bei uns im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Maronen, gestern und vorgestern fand ich Sommersteinpilze und Flockenstielige Hexenröhrlinge (Foto rechts).

Da es kaum noch Niederschläge gab, fand ich heute nur noch bereits ältere angetrocknete Maronen.

Gruß Werner«

(Foto © Werner)

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Soonwald: Es sieht gut aus für ein Jahr der Mischpilzgerichte, auf die Olli »fliegt«


Foto: Es ist angerichtet! Margit, Olli, der Winzer-Tom und Gudrun dürfen sich auf eine herrliche Mischpilzpfanne freuen.

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Margit und Oliver schreiben am 6. August 2017:

»Viele Grüße von Oliver und Margit aus den Mischwäldern des Soonwaldes!

Am Sonntagmorgen waren Margit und ich neugierig: Würde es in den hochgelegenen Berghängen und weit ausgedehnten Talebenen des Soonwaldes bereits Steinpilze geben?

Wir entschieden uns für eine lang gezogene Ebene in mittlerer Höhe zwischen den bewaldeten Bergen des Soonwaldes. Diese Bereiche versprechen wegen der unterschiedlichen Bodenarten eine große Pilzvielfalt. In diesen Talsenken münden gewöhnlich mehrere kleine  Wildbäche, was für eine gute Bewässerung und starken Moosbewuchs sorgt. Beste Voraussetzung also für reichhaltiges Pilzwachstum.


Foto: Dieser kernige Steinpilz durfte in der Mischpilzpfanne natürlich nicht fehlen.

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Den ersten Steinpilz fand ich im Moos eines Fichtenwaldes, der vor 3 Jahren von einem Harvester (fahrbare Baumfällmaschine) gelichtet wurde. Leider wachsen dort im Moment die Pilze nicht mehr so gerne wie in den früheren Jahren, was durch diese unvermeidliche Maßnahme des Baumfällens zu beobachten ist.

Doch ich bin zuversichtlich und überzeugt davon, dass sich die Natur in diesen Abschnitten wieder erholt und auch die Pilze wieder kräftig wachsen. Zwischen den einzelnen Waldabschnitten befinden sich meist kleine Lichtungen oder Waldwege. Dort fanden wir heute erfreulicherweise meist unversehrte Maronenröhrlinge.

Margit entdeckte auch hin und wieder schöne Fichtenreizker. So schien der Tag  vielversprechend zu werden im Hinblick auf eine schöne Pfanne Mischpilze. Und es sollten noch weitere Arten hinzukommen.

Auf dem Areal eines bereits vor Jahren gerodeten Birkenwaldes fand ich stattliche Nester von herrlichen Samtigen Pfifferlingen, die sich zu gerne unter dem Laub der wenigen Eichen verstecken.


Foto: Ein kräftiger Fichtenreizker, gefunden und fotografiert von Margit, wartet auch schon darauf, im Korb zu landen.

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Da meine Margit in dieser Zeit in einem anderen Waldabschnitt nach ihren geliebten Steinpilzen suchte und die Kamera bei sich hatte, konnte ich leider keine Bilder von dem so genannten »Gold des Waldes« machen.

Im weiteren Verlauf des Morgens gesellten sich noch ein Goldröhrling und Anisegerlinge zu den schon gefundenen Pilzen hinzu. Dann entdeckte Margit an einem Waldrand zu einer Wiese hin noch eine Kolonie Parasolpilze, zu erkennen an ihrem genattertem Stiel und dem beweglichen Ring unterhalb des Schirmes, welcher den jungen, noch geschlossenen Pilz vor Schädlingen schützt.

Wenn ich so in die Zeit der letzten Pilzjahre zurückblicke, kann ich für mich nur feststellen, dass dieses Jahr ein wirklich gutes Jahr für Mischpilzpfannen wird.

Heute Mittag waren mein Freund »Winzer Tom« und seine Frau Gudrun bei uns zu Gast. Wir aßen eine herrliche Pilzpfanne mit gelben Zucchini, dazu gab es Reis und einen Tomatenteller.

Tom sorgte für den Wein, ich für die Pilze und Margit für die Fotos. Das nennt man wohl eine gelungene Arbeitsteilung.

Liebe Grüße von Olli und Margit«


Foto: Und zum guten Schluss wartete auf die Pilzsammler noch eine Gesellschaft von Parasole. (4 Fotos © Margit)


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