Pilz-Ticker-RP (Rheinland-Pfalz)



Pilz-Ticker-RP




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Mit getrockneten Spitzmorcheln veredeln wir unsere Pilzsoßen und überhaupt Pilzgerichte unnachahmlich!

Wir kaufen sie natürlich in bester Bio-Ware beim Pilzversand und Pilzhandel

Pilze Wohlrab.

Ein bayerisches Familienunternehmen.






Bad Kreuznach: Für den Megafund von Austernpilzen der Premiumklasse reichten die zwei Körbe nicht aus


Foto: Welch ein fantastischer Fund von Austernseitlingen! Olli bestaunt die außerordentliche Qualität der Pilze. Ein kleinerer Fund im Lüssertal bei Feilbingert hatte das Startsignal zur Pilzvisite bei Bad Kreuznach gegeben, die zu diesem Fund führte.

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Margit und Olli schreiben am 1. Dezember 2016:

»Hallo Heinz Wilhelm,

die Zeit der Bodenpilze bei uns im Nahe-Land geht allmählich gegen Null, womit die Baumpilze in den Blickpunkt geraten.

Am Samstagnachmittag, 26. November, beschlossen wir, einem nahe gelegenen Wald einen Besuch abzustatten. Und zwar vor allem in der Hoffnung, bei dem noch milden Wetter doch noch einige lang ersehnte Exemplare von Steinpilzen zu finden.


Foto: Mal ehrlich: Wo soll man hier mit der Ernte anfangen? Bei Olli und Margit gibt es jetzt Austernpilze »satt«.

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Nach emsigem Absuchen verschiedener Waldmilieus gelangten wir schließlich in einen recht dunklen Nadelwald mit ausgewachsenen Fichten. Würden wir hier vielleicht - wie in früheren Jahren auch - etwa noch Maronen oder Filzröhrlinge finden? Nein, dieser Wunsch erfüllte sich leider nicht.

Bei dem Gedanken, in einen anderen Wald zu fahren, schritten wir einen Waldweg hinab. Linker Hand ging es einen steilen, mit Rotbuchen bestandenen Berg hinauf. Ein ziemlich genau in seiner Mitte abgebrochener Stamm tauchte auf. Ich kam zunächst gar nicht auf die Idee, dass er ein idealer Wirt für Austernpilze sein könnte. Bei näherer Betrachtung war unser Finderglück perfekt. Margit fotografierte sogleich die herrlichen Pilze.





Foto: Diese Austernpilze in Großaufnahme vermitteln einen Eindruck von der unübertrefflichen Qualität, die die Pilze boten.

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Am Sonntagmorgen besuchte ich alleine das Lüssertal bei Feilbingert. Wiederum an einem Hang entdeckte ich eine alte Birke mit vielen an den Unterseiten strahlend weißen Birkenporlingen. Wenig später fand ich an einem Pappelstumpf bläulich schimmernde Austernpilze im absoluten Bestzustand.

Ich brachte den Fund nach Hause, deponierte die Pilze in der alten Scheune und fuhr, nun mit Margit, kurzerhand in die Rotbuchenwälder von Bad Kreuznach. Dort fanden wir an einigen umgestürzten Bäumen zunächst den häufig anzutreffenden Gelbstieligen Muschelseitling, der im Verdacht steht, giftig zu sein. Das war also nichts für unsere immer und immer hungrigen Pilzkörbe.


Foto: Welcher Pilzsammler kennt das nicht: Wenn die Körbe anderthalb voll sind, lassen sie sich vor Freude über den Sammelerfolg viel leichter aus dem Wald tragen. Wir sehen den glücklichen Olli beim Abtransport der köstlichen Fracht.

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Doch dann wurde es geradezu märchenhaft: Wir stießen auf einen Megafund von Austernseitlingen der Premiumklasse, Pilze im allerbesten Wachstumsstadium! Mit solch einem massenhaften Aufkommen hatten wir nicht gerechnet, und so mussten wir mit unseren lediglich zwei Körben vorlieb nehmen, die wir übervoll zum Auto zurückschleppten.

Margit hat den fantastischen Fund eindrucksvoll mit der Kamera festgehalten. Viel Spaß für alle Pilzfreunde beim Betrachten der Fotos!

Viele Grüße an alle von Margit und Oliver aus dem Nahe-Land in Rheinland-Pfalz«


2 Fotos: Zu guter Letzt: Diese zwei Motive dürften die Austernpilze an der in der Stammmitte abgebrochenen Rotbuche zeigen, die Margit und Olli tags zuvor entdeckt hatten. (6 Fotos © Margit Lindemann)





Obermoschel/Nordpfalz: »Ich erntete wirklich alles ab, was verzehrbar war«


Foto: Olli hat bei seinem Pilzgang in der Nordpfalz alles gesammelt, »was verzehrbar war«. Die Herbstsaison geht zu Ende, schon bald wird es mit Austernseitlingen, Samtfußrüblingen und Judasohren nur noch die hauptsächlichen drei Winterpilzarten geben.

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Olli schreibt am 13. November 2016:

»Servus Heinz-Wilhelm, heute Morgen besuchte ich einen Mischwald bei Obermoschel, eine Kleinstadt in der Nordpfalz.

Besonders dort, wo die meisten Laubbäume standen, fand ich viele Safran*- und Parasolpilze, die ich jedoch nicht alle erntete. Die Baumstümpfe waren oft übersät mit unzähligen Grünblättrigen Schwefelköpfen.

In den Wäldern wimmelt es momentan nur so von Nebelkappen*, von denen ich mir ab und zu höchstens ein oder zwei ganz junge Exemplare zum Verfeinern einer Pilzpfanne mitnehme.

Von den Violetten Röttelritterlingen landete auch nur einer in meinem roten Korb. Im bemoosten Fichtenwald fand ich herrliche dunkle Hallimasche, die ich wegen ihres vorzüglichen Geschmacks besonders gerne esse.


Foto: Olli isst sie besonders gerne, die Hallimasche. Er fand sie im bemoosten Fichtenwald.

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Ich erntete heute wirklich alles ab, was verzehrbar war, so auch mindestens acht Flaschen- und Birnenstäublinge, an denen ich mich heute leidig gegessen habe. Hin und wieder fand ich auch vereinzelte Violette Lacktrichterlinge und bereits gestern schöne, teils geschlossene Wiesenchampignons sowie knackige Ziegenlippen mit leuchtend gelben Röhren.

Eigentlich ist es gut, wenn nicht immer so viele Röhrlinge gefunden werden, denn so kehren auch die anderen, nicht so oft gesammelten Arten in unser Blickfeld - und mal wieder in unseren Korb zurück. Die anfängliche Unsicherheit gegenüber nicht so bekannten Pilzarten verschwindet in der Regel bald.

So war mein Pilzgang alles in allem eine gelungene Exkursion, die mit einer großen Pilzpfanne belohnt wurde. Weil Margit heute anderweitig beschäftigt war, habe dieses Mal ich die Fotos für den Pilzticker gemacht.

Liebe Grüße von Margit und Oliver aus dem Nahe Land«

* Können individuell Magen- und Darmbeschwerden verursachen


Foto: Eine »große Pilzpfanne« sprang von Ollis Suchgang heraus. An den Stäublingen hat er sich »leidig« gegessen. (3 Fotos © Olli Lindemann)







Wenn der Olli mit dem Knolli:

Vom edlen Steinpilz bis zu tödlichen Giftpilzen stand bei Hallgarten/Pfalz alles parat


Foto: Na endlich! Dieser Steinpilz war der erste seiner Art, den Oliver im Herbst gefunden hat. Wie auch in vielen anderen Regionen Deutschlands, so machen sich die Steinpilze dieses Jahr im Nahe-Land rar. Das ist normal nach einigen sehr starken Wachstumsjahren!

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Oliver schreibt am 6. November 2016:

»Gude Heinz-Wilhelm,

heute Morgen hielt mich nichts mehr im Hause, und so besuchte ich einen Mischwald bei Hallgarten, einem kleinen Luftkurort bei Bad Münster am Stein Ebernburg.

Nach dem gestrigen Starkregen könnte es heute was geben, dachte ich mir. Zuallererst fand ich drei Weiße Knollenblätterpilze, die auch schon ganz giftig rochen. Nicht gerade ein hoffnungsvoller Beginn.

Nur einige Meter weiter fand ich unter einer Eiche meinen ersten Steinpilz der diesjährigen Herbstsaison. Danach noch einige junge knackige Ziegenlippen in allerbester Speisequalität.







Foto: Auch prächtige Ziegenlippen (Filzröhrlinge) wie diese hat Oliver gefunden.

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Es wuchsen auch noch vereinzelte Exemplare Anisegerlinge, die im geschlossenenZustand von unerfahrenen Pilzsuchern schnell mit dem Weißen Knollenblätterpilz vertauscht werden können, zumal beide Arten oft nahe beieinander wachsen.

Von oben betrachtet, sehen junge Pilze beider Gattungen nahezu identisch aus, da ist  allerhöchste Vorsicht geboten, denn der eine ist ein leckerer Speisepilz und der andere ist tödlich giftig. So nahe können Freud' und Leid beieinander stehen.


2 Fotos: Sie standen dicht beieinander: Links der wohlschmeckende Anischampignon, rechts der tödlich giftige Weiße Knollenblätterpilz, der, so Olli, »tierkäfigartig und aasartig« roch.


Die meisten Speisepilze fand ich in den von Eichen dominierten Gebieten, wie zum Beispiel den Safran- und auch den Parasolschirmling.

An vielen Baumstümpfen wuchsen leider nur die Grünblättrigen Schwefelköpfe, die Stockschwämmchen für eine feine Pilzsuppe wären mir da schon lieber gewesen. Vielleicht wird es noch etwas beim nächsten Pilzsuchgang mit Margit.

Alles Gute und noch viele Grüße von Margit und Olli aus dem Naheland«


Foto: Zwei Weiße oder unter Umständen auch Spitzkegelige Knollenblätterpilze. Für den Spitzkegeligen spricht die Hutform des linken sowie das schwach genatterte Muster seines  Stieles. Das wichtigste Erkennungsmerkmal sind die rein weißen Lamellen, beim rechten Pilz gut erkennbar. (5 Fotos © Olli Lindemann)

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Obermoschel: Das Anfängerglück bescherte Sigrid einen vor Pilzen überquellenden Korb


Foto: Parasole, Safranschirmlinge und Anischampignons füllen die zwei Körbe. Der von »Newcomerin« Sigrid quillt beinahe über. (Foto © Margit L.)

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Margit und Olli schreiben am 5. November 2016:

»Hallo Heinz Wilhelm,

meine liebe Margit und ihre Freundin Sigrid suchten diese Woche im Alleingang die Mischwälder in der Nähe von Obermoschel nach schmackhaften Speisepilzen ab.

Innerhalb von etwa 2 Stunden sammelten beide mehrere Pfund köstliche Anisegerlinge sowie Parasol -und Safranschirmlinge. Der Korb von der »Newcomerin« Sigrid quoll fast über.

Am gleichen Abend bereitete Sigrid ihrer Familie eine riesige Pfanne Pilze zu, die dann auch restlos verputzt wurde. Margit hat die Tagesernte wieder schön abgelichtet.

Alles Gute und bis bald. 

Grüße von Olli und Margit aus dem Nahe-Land«


Viele köstliche Pilzarten machten dieses Jahr einen weiten Bogen um den zu trockenen Soonwald


Foto: Drei wunderschöne Parasolschlegel hat hier Margit fotografiert. Ihr genattertes Stielmuster bilden sie erst zaghaft aus; der verschiebbare markante Doppelring ist dagegen schon weit gediehen.

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Margit und Olli schreiben am 1. November 2016:

»Viele Grüße aus dem schönen Soonwald und den urigen Wäldern des Nahe-Landes von Margit und Olli!

Am heutigen frühen Morgen brachen wir nach langer Auszeit in die Höhenlagen des Soonwaldes auf, in der Hoffnung, ein paar Röhrlinge und vielleicht auch noch irgend eine andere leckere Speisepilzart zu finden.

Nachdem wir einige uns bekannte Gebiete verschiedenen Gehölzes erfolglos abgesucht hatten, fuhren wir mit dem Auto weiter in die Nähe von Münchwald, eine kleine Gemeinde im Hunsrück.


In einem Laubmischwald mit großem Buchenanteil fanden sich viele noch sehr junge Safranschirmlinge*, deren Hüte noch geschlossen waren. Sie genossen hauptsächlich die Gesellschaft von Nebelkappen* und sehr vielen Schwefelköpfen, die einen Großteil der alten Baumstümpfe besiedelten. Ab und zu landeten auch einige Parasolpilze in unserem Körbchen.

Von Röhrlingen, Reizkern, Trompetenpfifferlingen und Stockschwämmchen, wie wir sie in den letzten Jahren überreichlich vorfanden, war dieses Jahr nicht die geringste Spur erkennbar. Das liegt daran, so denke ich mir, dass dieses Jahr kaum Regen fiel.

In der zweiten Hälfte des Vormittags fuhren wir auf den 25 Kilometer entfernten Kuhberg bei Bad Kreuznach. Dort fanden wir dieselben Arten wie im Soonwald. Einzige Ausnahme war eine noch sehr junge Krause Glucke, die wir aber stehen ließen, weil wir nicht des Babymordes angeklagt werden wollten.


Foto: Flaschenstäublinge, in ihrer Charakteristik sehr schön wiedergegeben. Solange sie innen reinweiß sind, sind sie leckere Pilze, sofern man die griesartige Außenschicht entfernt.

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Auch in diesem Waldgebiet war der Boden immer noch recht trocken, was wir sehr bedauerten. Das, so vermuteten wir, war wohl auch der Grund, weshalb die Ernte unserer geliebten Semmelstoppelpilze auch noch ausfiel.

Am frühen Nachmittag hatten wir immerhin einen großen faltbaren Einkaufskorb mit Schirmpilzen zusammen, die Margit zu Hause kurzerhand zu einer schmackhaften Pilzpfanne mit Nudeln (Foto oben) verarbeitete. Vorher hat sie aber noch einige schöne Fotos für den Pilzticker geknipst!

Alles Gute Dir, Heinz Wilhelm, und noch viel Gelingen und Freude mit dem Pilzticker!«


Foto: Hier zeigen sich Parasole und Safranschirmlinge friedlich vereint im faltbaren Korb. Margit hat sie zuhause alsbald zu der leckeren Pilzpfanne veredelt, die wir oben sehen. (4 Fotos © Margit L.)


Nahe-Land: Warmlaufen mit Parasole & Safranschirmling für die Röhrlingssuche am Dienstag


Foto: Ein prächtiger Parasolschlegel, dessen genatterter Stiel gut zu erkennen ist. Oliver sieht im Nahe-Land das stärkste Parasolaufkommen seit etwa zehn Jahren.

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Margit und Oliver schreiben am 30. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach langer Durststrecke wegen Arbeit, Urlaub, Zeitmangel und trockenem Wetter, beschloss ich heute morgen, ein kleines Waldstück in der Nähe meines Heimatortes aufzusuchen.

Dort fanden sich einige Anisegerlinge, Safranschirmlinge und auch einige noch geschlossene Parasole, die Margit bevorzugt verarbeitet, denn die Lamellen sind dann noch nicht so mit Parasiten befallen. Nach meinem Eindruck war das Aufkommen der Parasole etwa zehn Jahre lang nicht mehr so stark wie am heutigen Tag. 


2 Fotos: Nein, dies ist kein Parasol, sondern ein Safranschirmling (links). Sein Stiel ist weißlich-bräunlich und nicht genattert. Rechts ein kräftiger Bursche von Anisegerling. Die flüchtigen hellen Gelbanteile am Hut weisen bereits in Richtung seines Namens.

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Fazit: Die Waldpilze haben alle ihre Zeit. Sind sie mal schwächer vertreten, so machen sie das durch starke Jahre wieder wett.

Wie immer haben wir auch dieses Mal wieder einige Fotos für den Pilzticker gemacht.

Am kommenden Dienstag nehmen wir uns die Zeit, den Soonwald nach Röhrlingen abzusuchen.

Bis dann! Viele Grüße von Margit und Oliver aus dem Nahe-Land«


Foto: Der rote Korb von Margit und Oliver, fast schon ein Markenzeichen für Pilzleidenschaft im Nahe-Land, ist wieder da! Und zwar beladen mit Parasol (rechts), Anisegerling (Mitte) und (vermutlich) Safranschirmling (links). (4 Fotos © Oliver L.)


Ein prächtiger Röhrlingsfund im Binger Stadtwald lässt Benedict auf mehr hoffen


Benedict schreibt am 23. Oktober 2016:

»Ich habe heute im Binger Stadtwald Rotkappen, Birkenpilz und zwei Steine gefunden (Foto rechts).

Der Wald ist nicht mehr so trocken wie noch vor drei Wochen. Die Saison könnte also noch einige Überraschungen bringen...

Viele Grüße Benedict«

(Foto © Benedict C.)

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Zu Julias und Tobias' Freude rocken die Steinpilze und die Birkenpilze Rockenhausens Wälder


Foto: Superknackig und superfrisch sehen sie aus, die Steinpilze und Birkenpilze, die Julia und Tobias bei Rockenhausen gefunden haben. Sie wollen die dortigen Waldgebiete nun genauer inspizieren. (Foto © Julia)

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Julia und Tobias schreiben am 16. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir grüßen Dich aus der Nordpfalz, aus der schönsten und kleinsten Stadt dort, nämlich aus Obermoschel.

Heute waren wir in Rockenhausen, das umgeben ist von alten und jungen Fichtenwäldern.  Die Stadt liegt im Donnersbergkreis, 15 km von unserem Wohnort Obermoschel entfernt.

In einem der sonnendurchfluteten Mischwälder mit feuchten Moosteppichen und hohen Gräsern waren wir von besten Bedingungen überzeugt und suchten entsprechend intensiv.

Und wahrhaftig, alle zwei Meter fanden wir Birkenpilze und Steinpilze. Am Ende hatten wir 3,2kg Birkenpilze und ca. 2kg Fichtensteinpilze zusammen!

Damit war der Korb voll und wir mussten früher als geplant umdrehen. Wir werden uns in Rockenhausen noch genauer umsehen und gerne weiter berichten.

Beste Grüße, Julia und Tobias«


Gerhard: In der Vorderpfalz werden die Wälder schon wieder trocken

Gerhard schreibt am 10. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute wieder einmal ein Bericht aus Dudenhofen in der Vorderpfalz.

Nach dem Regen vor zwei Wochen begann auch bei uns die Pilzzeit. Erst fand ich einige Steinpilze und Rotkappen, wenige Birkenpilze und eine Krause Glucke.

Eine Woche später dann viele Steinpilze Rotkappen, Parasole, Schwefelporling.

Aber es gibt immer noch keine Maronen und nur wenige Birkenpilze und Hexenröhrlinge. Wir bräuchten jetzt wieder Regen, der Wald wird trocken.

Bis dann, Grüße aus der Vorderpfalz, Gerhard«

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Wenig Ausbeute im Bienwald für Bernd und die Sammelkonkurrenz


Foto: Ein anderer Pilzsammler lässt Bernd am Großen Westwallweg bereitwillig seinen Korb fotografieren. Einige Birkenpilze und Rotkappen haben zu seinem Leidwesen viel zu viel Platz darin. (Foto © Bernd)

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Bernd schreibt am 3. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute am Feiertag habe ich den Lußhardtwalt bei Kronau nicht besucht, sondern bin in die Pfalz gefahren und die große Westwallweg-Runde abgelaufen.

Ich wollte sehen, was es im Bienwald an Pilzen gibt. Fazit: Die zerstörten Bunkeranlagen waren leichter zu finden als die Pilze.

Unterwegs habe ich einen Pilzsammler getroffen, der mich seinen Korb fotografieren ließ. Er war alles andere als zufrieden mit seiner Beute und meinte, es sei immer noch viel zu trocken.

Persönlich habe ich Krause Glucken, Rotkappen, Parasole und Schwefelporlinge gefunden, die es hier gibt wie Sand am Meer.

Viele liebe Grüße Bernd«


Achtung Pilzfreunde: Große Krause Glucke im 1A-Zustand aus dem Meulenwald/Südeifel zu verschenken!


Foto: Über diese Krause Glucke ist Sebastian bei seinem Jogging im Meulenwald in der südlichen Eifel beinahe gestolpert. Sie war 45 Zentimeter lang! (Foto © Sebastian)

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Sebastian schreibt am 21. September 2016:

»Hallo Pilzticker,

da ist man nur kurz joggen, und schwups stolpert man quasi über ein Prachtexemplar von einer Krausen Glucke. Zum Größenvergleich, der Schuh hat Größe 44, der Pilz ist also ca. 35 x 45 cm groß!

Da es jedoch nicht die einzige Krause Glucke gewesen ist, bin ich gerne bereit, dieses Exemplar einem anderem Pilzbegeisterten aus dem Raum Trier zu überlassen und ggf. nähere Angaben zum Fundort zum machen.

Viele Grüße aus dem Meulenwald, Sebastian«

Anfragen bitte an

passion28[ätt]passion-pilze-sammeln.com


Südliche Weinstraße: Fast ein Korb voll Flockies und ein weißer Birkenpilz


Foto: Der junge weiße Birkenpilz liegt oben. Flockenstielige Hexenröhrlinge dominieren die Pilzgesellschaft, die noch einige hier nicht sichtbare Pfifferlinge ergänzten. (Foto © Stephan)

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Stephan und Annette schreiben am 20. August 2016:

»Hallo Pilzticker,

bei unserer zweieinhalbstündigen Pilzwanderung im Pfälzerwald, Bereich Landkreis Südliche Weinstrasse, fanden wir eine schöne Sammlung an Flockenstieligen Hexenröhrlingen.
Zehn kleine Pfifferlinge und ein junger weißer Birkenröhrling haben unsere Suche gekrönt.

Viel Spaß allen beim Pilzesuchen!

Stephan und Annette aus Edenkoben«


Obermoschel: Abschied vom Sommersteinpilzwald - ab jetzt geht's in die Fichtensteinpilze


Julia und Tobi schreiben am 5. August 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir grüßen Dich und alle Pilzfreunde aus der schönsten und kleinsten Stadt der Nordpfalz, aus Obermoschel.

Heute entschlossen sich mein Mann und ich, vorerst einen letzten Blick in unseren geliebten Laubwald bei Feilbingert zu werfen. Obwohl er uns in den letzten Wochen viele Sommersteinpilze beschert hat, fielen die letzten Besuche eher bescheiden aus.

Doch heute, nach dem Regen, beschenkte er uns wieder mit frischen Sommersteinpilzen und zwei Pfifferlingen, zu sehen auf dem Foto rechts.

Ab jetzt widmen wir uns der Fichtensteinpilzsuche!

Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße von Julia und Tobi«

(Foto © Julia)

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200 Kilometer in den Soonwald für eine Handvoll Perlpilze

Jürgen W. schreibt am 4. August 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute mal im Soonwald, um nach den Pilzen zu sehen. Der Wald war zwar feucht, aber Pilze wollen nicht rauskommen. Es gab für mich ein paar Perlpilze und außer einigen unbrauchbaren Samtfußkremplingen nichts.

Wenn die Kremplinge wachsen und sonst nichts, dann ist das ein sicheres Zeichen für einen zu trockenen Wald.

Also mal wieder 200 Kilometer für nichts - leider.

Viele Grüße Jürgen W.«

Blau = ungenießbar

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Nordpfalz: Die Gallenröhrlinge wollten sich als Steinpilze ins Pilzgericht einschleichen


Julia und Tobi schreiben am 16. Juli 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm, hallo an alle Pilzfreunde,

wir grüßen Euch aus der Nordpfalz, und zwar aus der schönsten und kleinsten Stadt dort, nämlich aus Obermoschel.

Eigentlich hatten wir es auf Pfifferlinge abgesehen, fanden aber nebenbei Rotkappen, Birkenpilze und auch Sommersteinpilze im Laub- und Mischwald in der Nähe des schönen Ortes Feilbingert in der Pfalz. Das liegt im Landkreis Bad Kreuznach. Die Pilze sind auf unserem Foto zu sehen.

Ein paar Gallenröhrlinge täuschten uns vor, Steinpilze zu sein. Wir ließen sie besser in Frieden, um unser Pilzgericht nicht zu ruinieren. 

Am Sonntag zieht es uns sicher wieder dorthin. Über das Ergebnis informieren wir euch dann weiter mit Bildern.

Grüße aus Obermoschel in der Nordpfalz, Julia und Tobi«

(Foto © Julia)

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Zu Hause in der Eifel warteten erstmals auf Margret die herrlichen Milchbrätlinge


Foto: Unverkennbar ein Milchbrätling oder Bratling. Er ist von stämmiger Statur, ein Prachtexemplar! Diese Pilze kann man roh essen. Die Waldarbeiter im Bayerischen Wald wussten es noch. Für sie war der »Millibratling«, frisch zur Brotzeit genossen, eine Delikatesse. 

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Margret schreibt am 5. Juli 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

eigentlich sende ich Dir Meldungen aus Hessen. Am Wochenende waren wir aber zu Hause in der Eifel und natürlich auch in einigen Wäldern unterwegs.

 Wir fanden sehr viele schöne helle Pfifferlinge. Höhepunkt aber waren einige Exemplare vom Milchbrätling (Lactarius volemus), die wir im Buchenwald fanden. Diesen Pilz habe ich noch nie gefunden. Fundort war das Nitztal bei Mayen.

Bei Verletzung des Pilzfleisches rat weißmilchiger, mild schmeckender Saft aus. Unverkennbares Merkmal des Brätlings ist jedoch sein heringsähnlicher Geruch. 

Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, so dass ich mich mit der Zusendung von »Küchenfotos« begnügen muss.

Mit freundlichen Grüßen Margret

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Foto: Schön kommt hier der dicke, fleischige Stiel zur Geltung, der an der Basis nach einem markanten geschlossenen Abschluss strebt. Er ist zwischen haselnussbraun und, wie hier, blass ockerbräunlich, nicht selten bereift.Für viele Pilzfreunde ist er ein Gourmetpilz. Siehe dazu das Kapitel »Der Brätling ist eine Delikatesse« sowie die Rezeptseite über Brätlinge. (2 Fotos © Margret)


Obermoschel/Nordpfalz: »Die Sommersteinpilze winkten uns beim Gassigehen zu«


Foto: »Nicht du suchst die Pilze, die Pilze suchen dich!« Von der Weisheit des alten Tiroler Waldsprichwortes konnten sich Julia und Tobi aufs Schönste überzeugen. Die Sommersteinpilze winkten ihnen während ihres Hundespazierganges sozusagen zu. (Foto © Julia)

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Julia und Tobi schreiben am 3. Juli 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm und ein herzliches Hallo an alle Pilzfreunde,

wir grüßen Euch aus der Nordpfalz, und zwar aus der schönsten und kleinsten Stadt dort, nämlich aus Obermoschel.

Wir hatten heute ein wunderbares Erlebnis, das uns ein vielversprechendes Pilzjahr 2016 prophezeit; da sind wir uns sicher.

Wir schlenderten unsere Gassigehstrecke mit den Hunden entlang und dachten ausnahmsweise mal nicht ans Pilze sammeln, doch dann sah mein Mann sie. Sie winkten uns förmlich zu aus dem dunklen Laubwald! Bis zu diesem Moment gingen wir eigentlich davon aus, dass Sommersteinpilze viel Licht benötigen. Doch dieser Fund belehrte und eines Besseren.

Sommersteinpilze in ganz untypischer Umgebung

Aus einem dunklen Laubwald bei Feilbingert zeigte uns ein wunderschönes Prachtexemplar den Weg zu seinen Brüdern und Schwestern. Der Wald war klein und so unheimlich dicht bewachsen, das wir an dieser Stelle nie im Leben mit Sommersteinpilzen gerechnet hätten.

Wer weiß, was mit ihnen passiert wäre, hätten sie uns nicht gefunden? :) Vermutlich wären sie nie entdeckt worden. Sie wuchsen an einer wirklich untypischen Stelle, die allen Regeln dieser Pilze trotzt.

Wir also mit Hunden - dafür ohne Pilzkorb - in den dicht bewachsenen Wald hinein. Unser Pilzmesser haben wir zum Glück immer dabei. Leider kann man damit aber keine Pilze transportieren.

So mussten wir schweren Herzens viele zurücklassen, die wir aber morgen ohne Hunde, dafür mit Pilzkörben, noch holen werden. Wir hoffen, dass sie dann noch dastehen. Dann werden wir auch die Umgebung genauer unter die Lupe nehmen.

Der Pilzverzehr macht Lust auf mehr

Unser erster Pilzsuchtag 2016 kam also so zustande: Ungeplant, überraschenderweise haben die Pilze uns gefunden und gesucht. Hoffen wir, dass sie das zukünftig immer tun!

Die Pilze, die Ihr auf dem Foto seht, haben wir bereits mit Genuss verzehrt. Das machte Lust auf mehr!

Da passt es gut, dass wir bald sechs Wochen Urlaub haben. Dann werden wir uns natürlich viel im Wald aufhalten. Vielleicht sieht man sich ja?!

Wir wünschen allen Schwammerlfreunden ein erfolgreiches Steinpilzjahr 2016! Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Beste Grüße Julia und Tobi«

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Dahn/Pfalz: Junge Pfifferlinge, Goldröhrlinge und ein kaiserlicher Riesenegerling


Foto: Er ist's! Der (Braunschuppige) Riesenegerling, hier typischerweise lebhaft ins Goldbraun laufend, ist mit seinen Ausmaßen und seinem Geschmack nach Mandeln und Anis ein Riese. Dieses Exemplar ist bereits 21 Zentimeter hoch, wie Angelika maß. Weil er der Kaiser unter den Champignons ist, heißt er fast wie Kaiser Augustus: Agaricus augustus. (2 Fotos © Angelika)

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Angelika schreibt am 28. Juni 2016:

»Hallo miteinander,

heute war ich in der benachbarten Pfalz bei Dahn unterwegs und habe etwa ein Pfund junge Pfifferlinge gefunden. Außerdem Goldröhrlinge, Trompetenpfifferlinge, einiges an Unbekanntem, darunter vermutlich einen Braunschuppigen Riesenegerling (Agaricus augustus), dessen Unterseite rechts im Bild zu sehen ist. 

Herzliche Grüße Angelika«

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Das schmeckt Pilzfreunden zur Hitze:

»Sommerpilzpfanne klassisch«




Foto: Wer will da nicht augenblicklich zubeißen? Margits und Ollis Sommerpilzpfanne lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. (Foto © Margit Lindemann)


Margit und Olli schreiben am 27. Juni 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute senden wir Dir ein Rezept aus unserer Pilzküche zu, und zwar unsere

»Sommerpilzpfanne klassisch«


Zutaten für 2 Personen:

  • 1Kg Mischpilze (z. B. Echte Pfifferlinge, Sommersteinpilze, Ziegenlippe),
  • 1 Große Zwiebel,
  • 1 Kleines Bund Petersilie.
  • 1 paar Blätter Liebstöckl (Maggikraut)
  • 100 Gramm gute Butter,
  • Schwarzer Pfeffer,
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Die Röhrenpilze mit einem feuchten Tuch abreiben und die Pfifferlinge in Wasser reinigen und abtropfen lassen. Nun die Röhrenpilze formschön in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln in Würfel schneiden und die Kräuter klein hacken, sodass diese ihr Aroma in der Pilzpfanne gut entfalten können. Nun die Butter in die leicht erhitzte Pfanne geben und die Zwiebeln goldgelb anschwitzen lassen.

Danach die frischen Pilze in die Pfanne geben und etwa 10 bis 12 Minuten anbraten lassen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Zum Schluss die kleingehackten Kräuter kurz untermischen und etwa 1 Minute zum Geschmack einwirken lassen. Auf den Tellern servieren, dazu gibt es frisches, knuspriges Bauernbrot. 

Als Getränk eignen sich entweder ein feinherbes Pils, oder ein Halbtrockener Riesling. Bon appétit!

Viele Grüße von Margit und Olli«

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Der schönste Sommersteinpilz landete roh auf einem Camembert-Butterbrot


Foto: Dieser herrliche Sommersteinpilz landete - roh - auf einem mit französischem Camembert belegten Butterbrot, das Olli auf der Arbeit zum Frühstück aß. Steinpilze eignen sich zum Rohverzehr. (2 Fotos © Olli Lindemann)


Olli schreibt am 27. Juini 2016:

»Grüße Dich, Heinz-Wilhelm,

am Sonntagmorgen hielt mich nichts zu Hause, deshalb fuhr ich alleine, ohne meine liebe Margit, in den Obermoscheller Wald. Und zwar an eine Stelle, wo ich im letzten Jahr herrliche Lungenseitlinge gefunden hatte. Doch an ihrer statt fand ich Tintenfischpilze, eine eingeschleppte Art aus Australien und Tasmanien, die sich rasant verbreitet und so langsam zu einer Plage wird.

Sie sehen zwar exotisch aus, stinken aber äußerst übel, nach verfaultem Fleisch oder so ähnlich wie Stinkmorcheln. Im Gegensatz zu den Stinkmorcheln, deren Hexeneier ja ausgesprochen köstlich sind, kann man die Hexeneier der eingeschleppten roten Stinker aber nicht essen.

Danach fuhr ich weiter nach dem Weinort Feilbingert, in dessen Wäldern man oft gute Überraschungen findet. Und das war tatsächlich so, denn dort strecken sich im Moment herrliche Sommersteinpilze allerbesten Geschmacks der Sonne entgegen.


Foto: Dieser Perlpilz war, im Gegensatz zu etlichen seiner Artgenossen, in gutem Zustand.


Den Prachtburschen oben auf dem Foto habe ich heute morgen auf der Arbeit zum Frühstück auf einem Butterbrot, belegt mit hervorragendem französischen Camembert, verputzt, und zwar roh. 

Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit waren viele Ziegenlippen und Perlpilze schon in unbrauchbarem Zustand; die Schnecken hatten ihnen noch den Rest besorgt. Nach einer Weile entdeckte ich auch einige tellergroße Parasolpilze, die wegen der günstigen Witterung dieses Jahr früh dran sind und, wie ich mir vorstellen kann und hoffe, ein artenreiches Pilzjahr ankündigen.

Bis bald und noch schöne Pilzfunde und Geschichten für den Pilzticker!«


Pfälzer Wald: Die Pfifferlinge warteten ganz oben an einem Südwesthang

Holger schreibt am 26. Juni 2016:

»Hi,

habe heute im Pfälzerwald in einer guten Stunde 2 Kilo Pfifferlinge in allen Größen gesammelt. Danke für den Tipp mit dem Hang. Meine standen oben an einem Südwesthang. Wir brieten sie pur mit Butter.

Morgen gibt's Pilzpasta, den Rest trocknen wir  für schlechte Zeiten ;-).

Liebe Grüße Holger«


Pilzstrapaze im Nahe-Land:

Die Suche nach den vorerst letzten Sommersteinis in tropischer Schwüle und Mückenschwärmen


Foto: Mit ihm und seinen Artgenossen geht der kräftige Erstschub an Sommersteinpilzen im Nahe-Land offenbar seinem Ende entgegen. Margit und Olli fanden lediglich noch einen Nachkömmling.


Margit und Olli schreiben am 22. Juni 2016:

»Guten Abend Heinz-Wilhelm,

von Margit und Olli aus den »Saunawäldern« von Rheinland Pfalz.

Nach der Arbeit fuhren wir in einen uns nahe gelegenen Laubwald mit steilen Hanglagen.

Da diese Hänge nach Westen gerichtet sind, schien die Abendsonne mit aller Kraft auf die triefenden, nassen Moosfelder des lichten Laubwaldes. Die Temperatur fühlte sich unerträglich an, weil die Luftfeuchtigkeit sehr hoch war. Unzählige Stechmücken schwirrten durch den Wald und erschwerten unsere Pilzsuche zusätzlich.

An den Ufern eines Bachlaufes am unteren Rand des Waldes wuchsen an vielen Stellen ganz junge Echte Pfifferlinge, die für diese Gegend und für meine Generation - ich bin ein Babyboomer - sicherlich etwas ganz Neues sind. Wird es tatsächlich wieder ein Rekordjahr der Pfifferlinge?


Foto: Wieder ist hier die steile Hanglage gut zu erkennen, an denen die Sommersteinpilze im Nahe-Land und in den Pfälzer Wäldern gerne wachsen.

Wir entdeckten auch wieder schöne Perlpilze und noch einige Sommersteinpilze. Es scheint, als wenn der große Erstschub dieser Pilze zumindest in unserer Gegend zu Ende geht, denn wir fanden nur noch einen einzigen Jungpilz. Es ist aber auch möglich, dass die enormen Temperaturwechsel den Pilzen das Wachstum erschweren.

Nach einer Stunde Rekordschwitzen und Steilhangkraxeln stellten wir die Suche ein und schauten lieber Fußball.

Alles Gute und noch gute Funde wünschen wir allen Pilzfreunden. 

Ciao!«


Foto: Es könnte der letzte junge Sommersteinpilz dieses ersten frühen, starken Schubes sein, der hier links vom Grasbüschel heranwächst. (3 Fotos © Margit Lindemann)


Die Fahrt in die Südwestpfalz wurde mit herrlichen Sommersteinis aus den steilen, steinigen Westhängen belohnt

Mit Fotos von Margit Lindemann


Foto: Schön ist bei diesem Sommersteinpilz die beinahe erhabene Netzzeichnung zu sehen. 

Pilz-Ticker-RP


Margit und Olli schreiben am 18. Juni 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute gibt es wieder einen Sommersteinpilzfund aus den steinigen Waldhängen der Südwestpfalz zu melden.

Um die späte Vormittagszeit machten wir uns auf den Weg in ein uns unbekanntes Gebiet westlich vom Lemberg. Das ist immer so eine Sache, wenn man mit dem Auto eine erhebliche Anreise zu einem Pilzgebiet hat, das man nicht kennt. 

Aber es ging gut! Margit hatte den richtigen Riecher und fand den ersten Steinpilz dicht an einem Wildwechsel. Es sollte der Beginn einer leidenschaftlichen Suche sein, die mit sehr schönen Exemplaren von Steinpilzen belohnt wurde.


Foto: Neben der Sonne lieben sie auch das Moos.

Pilz-Ticker-RP


Auch hier wuchsen diese herrlichen Pilze nur an steilen, nach Westen gelegenen Mischwaldhängen. Margit schoss fleißig Bilder und legte die Pilze anschließend in ihren Korb. Wir haben da eine Abmachung getroffen: Pilze darf nur der ernten, der sie auch erspäht hat, Vordrängeln gibt es auch in der Familie nicht, haha.

Auch hier wuchsen übrigens die Pantherpilze wieder direkt neben den Perlpilzen. Also gut aufgepaßt! Vereinzelt fanden wir auch Echte Pfifferlinge und verschiedene Täublingsarten.

Wir sahen auch Grünblättrige und Ziegelrote Schwefelköpfe. Leider finde ich zur Zeit keine Stockschwämmchen, nach denen ich stets besonders aufmerksam Ausschau halte. Sie sind hervorragende Suppenpilze, die sich aber auch in einer Mischpilzpfanne ausgezeichnet machen.

Nach dem Putzen der Pilze reduzierte sich der Ertrag erheblich. Aufgrund der feuchtwarmen Witterung hat in diesen Tagen leider auch allerhand Getier seine Freude an den Pilzen.

Wir wünschen allen Pilzsuchern weiterhin guten Erfolg volle Körbe!«


Foto: Zwei sonnenverwöhnte Sommersteinpilze am steilen, steinigen Westhang in der Südpfalz bei Lemberg. (3 Fotos © Margit Lindemann)


Sommersteinpilze und ein tückisches Lehrstück der Natur: Perlpilz direkt neben Pantherpilz!


Foto: Auch in Margits und Ollis Hauswäldern heißt es steigen und kraxeln, um die begehrten Sommersteinpilze wie diese zwei zu finden.


Margit und Olli schreiben am 16. Juni 2016:

»Servus Heinz-Wilhelm,

am gestrigen frühen Abend besuchten Margit und ich den nahen Mischwald auf der Flankenseite des Lembergs, im so genannten Trombachtal in der Nähe von dem schönen Nahe-Tal.

Dort fanden wir vereinzelte stattliche Echte Pfifferlinge und auch einige Sommersteinpilze. Auch in unserer Region wachsen sie, wie in der Pfalz, meist an sehr steilen Hängen von Laubmischwäldern.

Nach einer Weile suchten wir ein Randgebiet eines Golfplatzes nach Pilzen ab. Dort fanden wir auf einem kleinen lichtdurchfluteten Waldstück mit viel Moosbewuchs den Perlpilz und gleich daneben den überaus giftigen Pantherpilz.

Zur Anschauung hat Margit schöne Fotos geknipst.

Viel Freude beim Betrachten der Bilder!

Liebe Grüße Margit und Olli«


Kleiner Exkurs: Pantherpilz und Perlpilz

Foto: Links sehen wir einen giftigen Pantherpilz, gleich rechts daneben einen essbaren Perlpilz. So tückisch kann die Natur sein!


Foto: Zwei Pantherpilze (links) und zwei Perlpilze (rechts). Olli schreibt dazu:

»Der Pantherpilz riecht streng nach Gift oder Chemie und hat schneeweiße Lamellen und Stiele. Seine Manschette ist ungerieft und »unordentlich«. Auf der Huthaut trägt er weiße Velumflocken, die konzentrisch angeordnet sind, vom Regen aber auch leicht abgewaschen werden können.

Der Perlpilz ist am Stiel leicht rötlich und riecht unauffällig, er besitzt ebenfalls Velumflocken, die aber nicht so perlartig sind wie die Flocken auf dem Pantherpilz, sondern eher flach. Seine Manschette ist gerieft. Seine Knolle ist gerandet und warzig gegürtelt.

Wir raten allen Pilzsuchern, erst die Pilze zu studieren, ehe man sie in den Korb legt! Nicht selten machen auch erfahrene Pilzsammler folgenschwere Flüchtigkeitsfehler!«

(3 Fotos © Margit Lindemann

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Erneut herrliche Sommersteinpilze für Margit und Olli, dieses Mal in den Steilhängen der Pfalz

Mit 4 Fotos von Margit Lindemann


Foto: Doppelt hält besser, besonders am Steilhang. Das scheinen sich diese zwei prächtigen Sommersteinpilze zu denken. Die Kulisse im Hintergrund deutet an, wie steil der Waldhang bei Alsenz tatsächlich ist. Erst das mühevolle Kraxeln, dann der Genuss!

Pilz-Ticker-RP


Margit und Olli schreiben am 13. Juni 2016:

»Grüße von Olli und Margit aus den Steilhängen bei Alsenz in der Pfalz.

Es war auch gestern ein ertragreicher Pilzfund in einem ähnlich lichtdurchfluteten Eichenwald wie kürzlich, bespickt mit wenigen Buchen an einem steilen, mit Moosteppichen geschmückten Waldhang.

Viele abgestorbene, durch den Wind umgestürzte kleine Baumstämme lagen in dem Waldstück in südwestlicher Lage. Diese Hänge liegen meist parallel zum Berg und werden umsäumt von Rundwegen, die den Rehen und anderen größeren Waldbewohnern als Wildwechsel dienen. Es sind aber auch für Pilzsammler wie Margit und mich ideale Wege.

Wir fanden hier dieselben Arten wie im 25 Kilometer entfernten Nahetal, das ungefähr 200 Meter tiefer liegt: Perlpilze, Täublinge, Sommersteinpilze und Echte Pfifferlinge.

Zu diesen gesellten sich allerdings auch gefährliche Vertreter, so der tödliche Grüne Knollenblätterpilz.

Am heutigen Abend waren wir dann nochmal in demselben Waldstück unterwegs wie schon gestern.

Margit hat wieder schöne Fotos für den Pilzticker geknipst. Die Auswahl der Bilder fiel uns wie immer sehr schwer, denn der Pilzfund war sehr ansehnlich.

Ciao Heinz-Wilhelm, bis zum nächsten Mal!«

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Eine Stielparade der Sommersteinpilze


Foto: Ein »walzenförmiger« Stiel.

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Foto: Ein »aufgeblasener« Stiel.

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Foto: Und ein »bauchiger Stiel«. (4 Fotos © Margit Lindemann)

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