Schluss mit Magenleiden: Wie Du Tee vom Birkenporling herstellst und richtig dosierst
HerstellungDer Tee vom Birkenporling wird als fein oder grob gemahlenes Pulver zur Nahrungsergänzung gegen Magenleiden aller Art erfolgreich eingesetzt. Herstellung von Pilzpulver Zur Herstellung eines einnahmefertigen Suds schneidet Kunde junge Exemplare des Pilzes in etwa 4mm dicke Scheiben (geht gut mit einer Brotmaschine). Erst wenn sie strohtrocken sind, stellt er aus ihnen Teepulver her. Trocknen kann man die Scheiben etwa gut in einer Alu-Schale, wie sie für das Grillen verwendet werden. Einfach zwei, drei Tage auf die Zentralheizung stellen.

Getrocknete Schnitzel vom Birkenporling in einer schön gemaserten Schale aus Olivenholz. Sie sind "knacketrocken". Heißt: Wenn man ein Stück zerbricht, knackt es richtigStrohtrocken sind die Pilzscheiben, wenn sie rascheln und beim Zerbrechen knacken (wichtig). Häufig erreicht man diesen Zustand allerdings nur, wenn das Pilzgut in der Backröhre nachgetrocknet wird. Dabei die Schließklappe zur Luftzufuhr einen kleinen Spalt offen halten.
Die getrockneten Scheiben mit einer Getreidemühle zu mahlen ist nicht ganz einfach, weil die federleichten Stückchen nicht ins Mahlwerk rutschen. Kunde empfiehlt deshalb, so kleine Würfelchen wie nur möglich zu schneiden.
Diese sind am besten mit einer Mais-, hernach mit einer Kaffemühle zu mahlen: „Die alten DDR-Panzer bringen es“, lobt Kunde die unverwüstlichen Modelle „Made in GDR“. Getreidemühlen aus dem Bio- oder Naturkost-Laden sind hingegen nicht verwendbar, da ihr Einlauf in das Mahlwerk viel zu klein für die Pilzwürfel ist. Auch sind sie für das Vorhaben viel zu teuer, wie im übrigen auch die gewerblichen Mühlen. Der Vorteil des Pulvers ist, dass es im Gegensatz zu einem Sud nicht verdirbt. „Man kann es über Jahre aufbewahren“, so Kunde. Am besten in einem gut verschraubbaren Braunglas. Hat man allen Widrigkeiten zum Trotz das Pulver hergestellt, so gibt man 2 bis 3 Teelöffel auf 0,5l kaltes Wasser. Es wird bis zum Sieden erhitzt. Dann lässt man es 20 bis 30 Minuten lang köcheln. Danach abseihen. Für den Sofortbedarf kann man natürlich auch einen Sud herstellen, der aber innerhalb fünf Tagen aufgebraucht sein muss. Zu diesem Zwecke zerkleinert man die Fruchtkörper, gießt deckungsgleich Wasser darüber und erhitzt das Ganze, das dann 20 Minuten lang köcheln muss. Kennzeichen des Sudes ist eine graugrünliche Färbung.
Birkenporlingspulver - oder besser -raspeln - in der Schublade meiner Getreidemühle. Fast erinnern sie an Haferflocken. Sie geben die Wirkstoffe prima an das Teewasser ab, so dass ein an Gesundheitswert ergiebiger - und für mich wohlschmecker - Tee daraus wird. Um den Bittergeschmack zu reduzieren, empfiehlt es sich, nicht kochend heißes Wasser aufzugießen. Wer es einige Sekunden abkühlen lässt, erhält ein an Bitterstoffen gedämpftes Getränk.
Herstellung von Pilzwürfelchen Will oder muss man sich den Mahlvorgang ersparen, so sind die Würfelchen oder Stückchen 20 Minuten bis 30 Minuten zu kochen (nicht nur zu sieden). AnwendungDer so gewonnene Tee vom Birkenporling wie auch der Sud werden über den Tag verteilt zur Nahrungsergänzung getrunken. Kunde empfiehlt eine kurartige Einnahme über eine Woche, in hartnäckigen Fällen bis zu drei Wochen. Danach sollte eine Woche pausiert werden, damit kein Gewöhnungseffekt eintritt. Hernach im gleichen Rhythmus fortfahren. Tee von jungen, noch elastischen Birkenporlingen erinnert eingangs an Hühnerbrühe; erst beim Abgang klingt der nur leichte Bittergeschmack an. Zum Kennenlernen des Geschmacks reicht ein knapp halber Teelöffel pro Tasse aus. Man kann sich an Tee vom Birkenporling sehr gut gewöhnen, zumal er ein ausgezeichnetes Frischegetränk und ein exzellenter Durstlöscher ist. Auch Aufkochen der frischen Pilze ist möglich Eine etwas andere Art der Zubereitung pflegt Pilzfreund Josef Franz Pölleritzer aus Österreich. Er schreibt: "Den frisch geschnittenen Pilz schneide ich in Scheiben, die ich ungefähr 10-30 Minuten koche (je nachdem, ich oft ich ihn schon ausgekocht habe). Ich lasse ihn also nicht ziehen, sondern koche ihn aus. Den gelblichen Sud trinke ich, den restlichen Pilz trockne ich. Ich bekomme ein warmes wohliges Gefühl im Bauch. Ich habe den Pilz schon unter meinen Bekannten weitergereicht; alle sind begeistert. Mit freundlichen Grüßen Josef"

Birkenporlinge, gefunden von Josef Pölleritzer. Wie der "Ötzi", der bereits vor 5300 Jahren Birkenporlinge in einer Ledertasche bei sich trug, schätzt auch der Österreicher die wohltuenden und heilintensiven Pilze sehr.

In solche Stücke beziehungsweise Scheiben schneidet Josef Pölleritzer Piptoporus betulinus, bevor er sie zu einem Tee vom Birkenporling aufkocht.
Die medizinische Wirkung wird durch Zumischung von etwas Pulver vom Schiefen Schillerporling und der Schmetterlingstramete noch verstärkt. Eine nochmalige Verstärkung erzielt man durch Rollen der Bauchgegend auf dem Fußboden, ähnlich einer Rollkur. Hans-Heinrich Kunde versichert, dass die Rollkuren besonders großen Erfolg beschert hätten. In seinem Umfeld konnten sich bereits mehr als 60 Menschen durch Einnahme vom Tee vom Birkenporling wieder auf die Beine stellen.
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