Pilzticker Berlin 2:
Funde vom 23.10.2012 - 03.03.2013



Pilzticker Berlin 2




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Magisch-mystischer Auenwald: Allerlei Pilzarten nebst Hexenbutter



Heinz schreibt am 3. März 2013:

"Lieber Heinz–Wilhelm,

am Samstag, d. 2.3.13, hat es mich wieder einmal in den Auenwald gezogen, den ich immer durch einen Baum betrete. Es hat etwas Mystisches (siehe Foto rechts). Nachdem ich in meinen Auenwald eingetreten war, habe ich sehr schnell an meinen Stellen einige Samtfußrüblinge ernten können. Die Judasohren haben sich eingerollt und sind wahrscheinlich bis zur nächsten Regenzeit kaum wahrzunehmen. Ich freue mich auf den nächsten Regen.




Inspiriert durch die Rubrik Heilpilze, habe ich bei meinem vorletzten Pilzgang auf Schmetterlingstrameten geachtet. Hab auch sehr kleine gefunden. Genau nach denen wollte ich auch noch einmal schauen. Zu meinem Erstaunen waren sie nicht mehr da. Die Stelle, an der sie hätten sein sollen, sah es aus, als hätte sie jemand abgeknabbert. Eventuell Rehe?

Wie gesagt, ich war etwas erstaunt und frustriert. Der Baum hatte allerdings noch eine Überraschung für mich parat. Als ich wieder aufsah, erblickte ich eben an diesem Baum - meiner Meinung nach eine alte Weide - ein paar Austernseitlinge - siehe nächste Foto.



Zum Schluss hatte ich, wie das folgende Bild zeigt, immerhin eine Handvoll Pilze.




Ich werde meinen Auenwald weiterhin durch den „Alten Baum“ betreten, und das nächste Mal eine Weile mit geschlossenen Augen in ihm verweilen.

Es kommt mir nicht auf die Menge der Pilze an, sondern auf das, was ich für mich bei den Pilzgängen erlebe. Und es sind schöne Erlebnisse.

Nachtrag: Nachdem ich durch den Baum gegangen bin, fand ich auf einem Stamm noch die sogenannte Hexenbutter. In diesem Fall den Warzigen Drüsling (Foto).



Vielleicht treffe ich irgendwann die dazugehörige Hexe.

In diesem Sinne liebe Grüße aus Berlin von

Heinz"

(4 Fotos © Heinz Karp).

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Kaulsdorfer Auenwald: Erneut herrliche Samtfußrüblinge und Judasohren

Heinz schreibt am 6. Februar 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

war am 3.2.13 wieder im Auenwald von Kaulsdorf. Habe sehr schöne Samtfußrüblinge gefunden. Meine größte Freude war allerdings der Fund eines Holunderbaumes, der von oben bis unten mit Judasohren in verschiedenen Wachstumsphasen besetzt war. Ich hab nur die größten geerntet.

 Liebe Grüße aus Berlin-Kaulsdorf,

Heinz"

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Foto: Schöne Judasohren, schön fotografiert. Sie haben sich, wie so oft, über einen alternden Holunderbaum hergemacht. Die großen eignen sich hervorragend zum Trocknen. Lässt man die kleinen weiter wachsen, so kann man zum Teil über Monate von diesen Pilzen ernten. Ich fand sie auch schon an einem alten Pflaumenbaum, der über und über von ihnen besetzt war. Judasohren sind erstklassige Vitalpilze - siehe hierzu auch mein Kapitel "Heilpilz Judasohr - Kraftwerk für die Gesundheit".


Foto: Hier haben sie sich in einer Astgabel festgebissen. Wenn man Glück hat, findet man tatsächlich, wie in diesem Fall Heinz, einen stark von Judasohren besiedelten Baum (2 Fotos © Heinz Karp).

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Kaulsdorfer Auenwald: Herrliche Samtfußrüblinge und Judasohren

Heinz schreibt am 17. Januar 2013:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem ich nun 10 Tage mit einer Erkältung nicht in der Lage war rauszugehen, habe ich mich heute, am 17. Januar, aufgerafft und bin mal wieder in „meinem Auenwald“ auf die Suche gegangen.

Sie wurde etwas durch den Schnee erschwert. Habe aber trotzdem noch Samtfußrüblinge und Judasohren gefunden. Die vielen kleinen Ansätze von Samtfußrüblingen und Judasohren am Gehölz lassen noch über einen längeren Zeitraum eine gute Ernte erwarten.

Ich war auch 6. Januar noch einmal in „meinem“ Auenwald und habe einige Samtfußrüblinge sowie einige Judasohren gefunden. Leider waren keine Austernseitlinge in Sichtweite. Dennoch ist die Tatsache, dass ich im Winter keine 15 Minuten von meiner Wohnung entfernt leckere Pilze finde, einfach gut.

Was mir nicht so gut gefällt, ist die Beobachtung, dass einige Leute der Meinung sind, ihren Müll einfach in die Umwelt schmeißen zu müssen – einfach ärgerlich.

Mit lieben Grüßen aus Berlin-Kaulsdorf

Heinz"

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Foto: So schöne Winterpilze hat Heinz erneut in seinem Auenwald nur 15 Minuten von seiner Haustür gefunden.





Foto links: Auch sie gehörten zu seinem Fund: Schöne Judasohren, fast romantisch vom Schnee überzuckert.







Foto rechts: Schon etwas älter, jedoch noch gut verwertbar sind diese Samtfußrüblinge. Ihre Hüte sind von Honiggold ins Bräunliche übergegangen (3 Fotos © Heinz Karp).

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Austernpilze, Judasohren, Winterrüblinge - und ein Dankeschön an den Pilz-Ticker


Heinz aus Berlin-Kaulsdorf schreibt am 4. Januar 2013:

"Hallo liebe Leute!

Ich bin neu hier auf dem Pilzticker. Finde ihn absolut hilfreich - hab in meiner Kindheit und Jugend sehr viel gesammelt - aber im Laufe der Jahrzehnte doch an Wissen verloren. Jeder Blick in den Pilzticker bringt mir mein Wissen und mein Selbstvertrauen wieder zurück. Dafür erstmal Danke.

Hab mich nach der Meldung aus Berlin - Weihnachten: "Austernpilze und Judasohren gefunden" selbst auf den Weg gemacht und habe am 1.1.13 u. 2.1.13 in Kaulsdorf (Berlin - Hellersdorf) in einem Auenwald (Birke, Weide, Erle und Holunder) Austernpilze, Judasohren und Samtfußrüblinge gefunden. Werde morgen, am 5.1.13, nochmals losgehen und mich sauwohl fühlen.

Mit freundlichen Grüssen,

Heinz"

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Foto rechts: Herrliche Samtfußrüblinge, die Heinz im Auenwald bei Berlin-Kaulsdorf gefunden hat. Regen und niedrige Temperaturen, wie sie derzeit fast überall vorherrschen, sind beste Bedingungen für ihr gedeihliches Wachstum (Foto © Heinz Karp)




Antwort

Hallo Heinz,

bewusst stelle ich Deine Pilz-Nachricht - es ist wirklich eine Ausnahme - auf den übergeordneten, den "Bundes"-Pilz-Ticker. Und zwar aus zwei Gründen.

Zum einen deutest Du an, dass Dir der Pilzticker gewissermaßen beim Wiedereinstieg in das Pilze sammeln eine Hilfe ist. Das freut mich sehr! Denn genau dafür habe ich diese Website überhaupt ins Leben gerufen: sie soll vor allem für Anfänger und für - verunsicherte - Wiedereinsteiger eine Hilfe sein.

Sie soll den werdenden, den reifenden Pilzsammler ansprechen. Ihn aber auch dazu motivieren, sich eine breitere Artenkenntnis anzueignen, also Schritt für Schritt tiefer ins Pilzreich einzudringen. Offen sein für Neues! Das ist Genuss, das ist Gewinn! Pilzsammler sollen Freude und Leidenschaft an ihrem Hobby haben, immer wieder gerne rausgehen und, wenn sie möchten, der großen Pilzsammler-Familie über den Pilz-Ticker mit Freude mitteilen, was sie gefunden haben.



Foto links: Diese Winter- oder Samtfußrüblinge sind etwas jünger als die auf dem Foto oben. Sie wachsen gerne büschelig und verwachsen sich dann ineinander (Foto © Heinz Karp).




Viele Pilzfreunde auf www.passion-pilze-sammeln.com berichten mir, dass sie auf den einzelnen Pilz-Tickern interessiert verfolgen, was in anderen, oftmals fernen Gegenden Deutschlands oder der Schweiz gefunden wurde. So stoßen sie auf andere Pilzarten, oft auf unbekannte, die sie auf diese Weise kennen lernen. Dieses beiläufige Lernen erzeugt Wissen und Motivation und schafft Vertiefung. Was will man mehr?

Zum zweiten muss ich Dich dafür loben, dass Du gleich die beinahe gesamte Winterpilz-Palette auf einen Streich gefunden hast - alle Achtung! Austernpilze, Judasohren und Winterrüblinge findet nicht jeder bei einem oder zwei Gängen. Ein wirklich toller Wiedereinstieg, und das in der pilzarmen Zeit! Gratulation!

Weitere erfolgreiche Pilzgänge und und lehrreiche Besuche auf den Pilz-Tickern wünscht Dir, verbunden mit besten Grüßen,

Heinz-Wilhelm

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Berlin-Kreuzberg: Köstliche Maronen mit Sardellen aus dem Backofen

Anne schreibt am 2. November 2012:

"Liebe Pilzsammler,

meine dritte Pilzsaison habe ich so richtig genossen: mit 3 mal Maronen-Menü in nur einer Woche. Wir backen sie im Ofen, mit Knoblauch, Olivenöl, Petersilie, Pfeffer und - ganz wichtig(!)- Anchovis (Sardellen).

Köstlich! Wir haben im Süden von Berlin gesucht. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Herbst. Oder weiß jemand, ob man auch im November noch Glück haben kann?

Viele Grüße aus Berlin-Kreuzberg"

Hallo Anne,

was das Glück betrifft, sieh mal in den Pilz-Tickern Sachsen-Anhalt, Hessen und Baden-Württemberg nach. Letzten Endes hilft aber nur der Weg in den Wald...

In diesem Sinne nochmals guten Erfolg und viele Grüße von

Heinz-Wilhelm

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Ein Männlein steht im Walde, am Stadtrand von Berlin



Uta schreibt am 25. Oktober 2012:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

mein Sohn zieht um, also hab ich nicht so viel Zeit, in den Wald zu gehen.

Bei einem der wenigen Gänge habe ich zum zweiten Mal eine Birkenpilz-Mutation (Foto © Uta) gefunden. Ich vermute, dass die Wildschweine einen jungen Pilz, der gerade im Begriff war, aus der Erde zu stoßen, niedergetrampelt haben und er dann so wuchs. Vielleicht ist aber auch ein Stein daran schuld.

Jetzt weiß ich jedenfalls, dass das Lied "Ein Männlein steht im Walde" nicht nur auf Fliegenpilze zutrifft. Sieht er nicht wunderbar aus?!"

Lieben Gruß

Uta"

Hallo Uta,

na ja, ehrlich gesagt, habe ich schon schönere Pilze gesehen... Aber so ist eben die Laune der Natur. Gut, dass sie nicht auf unseren Pfiff antritt.

Ich wünsche Dir zum Saisonfinale noch einen schönen Korb voll ganz gewöhnlicher Birkenpilze und Steinpilze!

Viele Grüße von

Heinz-Wilhelm

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Wälder westlich Spandau, westl. Umland von Berlin

Konni schreibt am 23. Oktober 2012:

"Im Mischwald schöne Rotfußröhrlinge und so langsam auch Maronen in den Kiefernschonungen."

Hallo Konni,

bemerkenswert Dein Hinweis "...so langsam". Das ist tatsächlich in etlichen Waldgebieten derzeit so, dass es jetzt, gegen Ende Oktober, losgeht.

Das erinnert mich an einen legendären Pilzgang des Originals Karl Berchtold aus Gauting in Oberbayern. In den 60er Jahren hatte er auf der Ostalb - ganz spät im Jahr - einmal so viele Maronenröhrlinge gefunden, dass er den Beifahrersitz in seinem VW-Käfer ausbaute und die Pilze körbeweise lose ins Auto kippte.

Mit dem Käfer voller Pilze fuhr er, es war bereits Adventszeit, auf dem Münchner Viktualienmarkt vor. Die Marktfrauen fielen beinahe in Ohnmacht! "Was, jetzt Schwammerl?" Berchtold trocken: "Jetzt geht's los, meine Damen!"

In diesem Sinne wünscht Dir noch viele Maronen

Heinz-Wilhelm

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