Pilzticker Berlin 12:
Funde vom 10.11.2013 - 26.11.2013



Pilzticker Berlin 12




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Eine vergnügliche frühwinterliche Pilzernte bei lautem Gänsegeschnatter


Foto: Schöne Fotostudien von Samtfußrüblingen. Sie sind nicht nur hervorragende Suppen- und Soßenpilze, sondern haben vielfältige Heilkräfte, die vor allem die Japaner seit Jahrhunderten nutzen. (Collage/Fotos © Heinz Karp)



Heinz schreibt am 26. November 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

mein Bruderherz erzählte mir begeistert von einem Fernsehbericht, in dem es auch um Vital- bzw. Heilpilze, vor allem um den Birkenporling, ging. Auch der auf Deiner Website vorgestellte Hans-Heinrich Kunde wurde erwähnt. Mein Bruder berichtete mir, dass er aufgrund dieses Berichtes keine Bedenken mehr habe, den Tee vom Birkenporling auszuprobieren. Ich hatte ihm des öfteren vom Birkenporling erzählt, kam wohl nicht so richtig an.

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Foto rechts: Ein vom ersten Eis des Winters bedecktes Judasohr an einem Holunderbaum. Auch Judasohren sind Heilpilze; sie sind blutdruck- und cholesterinregulierend, verhindern Arterienverkalkung und leisten vieles mehr. (Foto © Heinz Karp)






Also auf in den Köpenicker Wald - Birkenporlinge suchen! Oder besser: ernten. Ich weiß ja mittlerweile, wo sie wachsen. Acht sehr schöne Vertreter dieses Heilpilzes habe ich also am 22. November geerntet, gesäubert, gewürfelt und getrocknet. Das verhaltene Lächeln und die Freude meines Bruders waren den Pilzgang wert.

Außerdem fand ich einige überständige Fuchsige Rötelritterlinge, Maronen, Schirmpilze*, deren genauere Bestimmung leider nicht mehr möglich war, Rotfußröhrlinge, Grünblättrige Schwefelköpfe und Schmetterlingstrameten.

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Bei einem Burschen war ich mir nicht sicher, denke aber, dass es der Gelbe Knollenblätterpilz** war. Schade, nichts für Pfanne und Topf.

Am Montag, d. 25. November, sollte sich das ändern. Der Pilzgang brachte mir bei frostigem Wetter auf dem Kienberg herrliche Judasohren, Samtfußrüblinge (Foto links © Heinz Karp) und einen sehenswerten Stadtegerling ein. Es war frostig, die Sonne schien und die Gänse vergnügten sich laut schnatternd auf dem Wuhleteich unterhalb des Kienberges. Ein rundum vergnüglicher Pilzgang.

Grüße von der Wuhle, Heinz"


* Unter den so genannten Kleinen Schirmlingen gibt es mehrere giftige

** Wir sind gut beraten, den Gelben Knollenblätterpilz als giftig einzuordnen, obwohl er sogar essbar ist. Er kann dem Grünen Knollenblätterpilz farblich täuschend ähneln, und nur erfahrene Pilzgänger können ihre Knollen sicher auseinanderhalten.

Blau gekennzeichnete Pilze = Ungenießbar

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Herrliche Pilzfotos von Heinz' spätherbstlichen "Spaziergängen" an der Wuhle



Heinz schreibt am 10. November 2013:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

meine letzten Pilzgänge, die wohl eher Spaziergänge waren, fanden am 8. und 9. November statt.

Mein Eindruck ist folgender: „Der König ist tot, es lebe der König.“ Mit anderen Worten „Die Saison ist vorbei, es lebe die Saison“. So schließt sich für mich der Jahreszyklus der Pilze.

Ich fand noch einige Birkenpilze, Judasohren, Samtfußrüblinge und Herbstlorcheln. Sie sind für meine Hühnersuppen eine absolute Bereicherung!

Desweiteren waren noch sehr schöne Egerlinge zu finden, die offenbar noch einmal einen richtigen Wachstumsschub haben. Fuchsige Rötelritterlinge (Bild rechts unten), Weiße Büschelraslinge und Braune Büschelraslinge (Foto rechts oben) waren weiterhin meine Funde.

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Den Schopftintling (Zweite Collage, Foto links) fand ich absolut toll und fotogen. Er war für den Verzehr nicht mehr geeignet, da er sich gerade perfekt eingerollt hatte und für die Tintenproduktion bereit stand. Habe längere Zeit vor Ihm verharrt, konnte aber leider den ersten Tintentropfen nicht im Bild festhalten.

Dabei kam mir der Gedanke: Panta rhei, alles ist im Fluss befindlich; alles ist veränderlich und unbeständig und damit doch so vertraut.

Liebe Grüße von der Wuhle, Heinz"

(2 Collagen/Fotos © Heinz Karp)

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Lieber Heinz,

die Fuchsigen Rötelritterlinge alias Fuchsroten Trichterlinge muss ich leider blau einkleiden (= ungenießbar). Sie stehen sogar im Verdacht, giftig zu sein, wobei

ungeklärt ist, ob es nun Clitocybe inversa generell oder eine nach Jasmin duftende Unterart ist. Der Pilz hat bei etlichen Personen in Frankreich starke Schmerzen an den äußeren Extremitäten hervorgerufen. Außerdem löst er je nach Unverträglichkeit Magenbeschwerden aus.

Ich möchte allerdings auch anmerken: Mir bekommt er gut.

Mit noch größerer Vorsicht ist dem Weißen Büschelrasling (Foto links © Joachim Knoll)zu begegnen; er steht im Verdacht, das menschliche Erbgut zu verändern.

Viele Grüße von Heinz-Wilhelm

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