Pilz-Ticker-Oesterreich



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Vorarlberg: Wie gut sich die kleinen Trompetenpfifferlinge doch verstecken können


Collage: Eine kleine Fotostudie rund um Trompetenpfifferlinge zeigt uns Nora. Das große Foto rechts veranschaulicht, wie gut sich diese Pilze mitunter verstecken. (Collage/3 Fotos © Nora)

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Nora schreibt am 4. November 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

nachdem der Wetterbericht den ersten Schnee bis in Tallagen von Vorarlberg angekündigt hat, musste der heute eventuell letzte schöne Tag genutzt werden.

Dieses mal ging es in einen Wald mit Westausrichtung und dickem Moos, in der Hoffnung dass es dort nicht zu ausgetrocknet ist.

Im Wald war es mit nur 3 Grad Celsius schon sehr kalt. Doch es hat sich gelohnt. Schon nach ein paar Metern warteten die ersten Trompetenpfifferlinge in bester Qualität.

Im Bild rechts sieht man, wie gut sich diese Pilze verstecken können. Doch wenn man sie einmal gefunden hat, weiß man, wo man suchen muss. :)

Herzliche Grüße Nora aus Vorarlberg«





Ein schöner Vorarlberger Herbstspaziergang mit einer einzigen Marone


Foto: Im Hintergrund dräut der tiefer gelegene Nebel, im Vordergrund schaut sich Nora das Schauspiel an. Der Herbstspaziergang war traumhaft, doch fehlte es an manchem Pilz und mancher Pilzart.

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Nora schreibt am 2. November 2016:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

den gestrigen Allerheiligen-Feiertag haben wir für einen schönen Herbstspaziergang über dem Nebel genutzt.

Wir haben Violette Rötelritterlinge, Pfefferröhrlinge, Pfifferlinge, Braune Raslinge und EINE Marone gefunden. Nur der Trompetenpfifferling, den es letztes Jahr in Massen gab, wächst so gut wie gar nicht.

Herzliche Grüße aus Vorarlberg, Nora«


Foto: Nur eine Marone und nicht mal eine Handvoll Trompetenpfifferlinge landeten in Noras Korb. Etwas besser sah es bei den pfeffrig-scharfen Pfefferröhrlingen (rechts unten) aus. (2 Fotos © Nora/Privat)





Außen hui, innen pfui: Noras Studien zum Vorher-Nachher-Effekt an Steinpilzen


Nora schreibt am 10. Oktober 2016:

«Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

in den letzten Wochen war es sehr mühsam in der Region Vorarlberg/Bregenzer Wald, ein paar g'scheite Pilze zu finden. Oft hatte ich nach drei Stunden nur eine Handvoll mickrige Pilze.

Deshalb verfolgte ich mit großer Freude die »Pilzexplosionen« in Teilen von Deutschland und hoffte natürlich auch auf ein paar mehr Pilze. Doch dann, letzte Woche, der Frost mit bis zu minus 3 Grad!

Trotz allem war ich noch einmal unterwegs und wurde sogar mit ein paar Steinpilzen belohnt. Ja, es gibt sie auch hier noch, doch man muss schneller als Made und Maus sein. Viele Pilze sahen aus wie gemalt, waren jedoch bereits total ausgehöhlt.

Den Vorher-Nachher-Effekt sieht man schön auf dem mitgeschickten Bild. Die Flüche dazu kann sich jeder vorstellen....:)

Herzliche Grüße aus Vorarlberg, Nora«

(2 Fotos © Nora/Privat)

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Vorarlberg: Der Wald verdörrt, der Regen verdampft, kein Pilz weit und breit

Nora schreibt am 8. September 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

in den letzten Wochen war es auch in Vorarlberg sehr heiß und trocken. Am Montag gab es endlich Regen, doch der Wald ist immer noch total ausgetrocknet, als wäre der Regen sofort verdampft. Es wächst kein einziger Pilz! Nicht einmal an meinen guten Plätzen direkt am Bach findet sich noch etwas.

Ich hoffe endlich auf Regen, aber die Wetterprognose sieht nicht gut aus. Letztes Jahr um die Zeit habe ich die schönsten Steinpilze gefunden. Hoffentlich lassen die sich später noch blicken!

Liebe Grüße aus Vorarlberg, Nora«

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Vorarlberg: Nur ein Steinpilz, dafür aber wunderschöne seltene Schweinsohren für Nora


Foto: Schweinsohren sind seltene und schöne Pilze in Fliederfarbe. Meiner Meinung nach schmecken sie wie Steinpilze, sind ihnen wohl aromatisch sogar überlegen. (Fotos © Nora)

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Nora schreibt am 12. August 2016:

»Lieber Pilzticker,

hier in Vorarlberg ist noch nicht viel los im Wald. Auf meiner letzten dreistündigen Tour waren am Ende nur eine Handvoll Pfifferlinge, Hexenröhrlinge und ein einziger Steinpilz in meinem Korb.

Zum Ausgleich gab es aber eine kleine Überraschung, nämlich ein Nest von schönen Schweinsohren! Die habe ich bis jetzt noch nie gesehen. Sie haben eine tolle Farbe und waren gänzlich madenfrei!

Herzliche Grüße aus Vorarlberg, Nora«







Auch in Oberösterreich zeigen sich die Herbsttrompeten bereits im Hochsommer


Heinz schreibt am 31. Juli 2016:

»Schöne Toten- beziehungsweise Herbsttrompeten im Juli .  

Neidvoll las ich die Berichte aus Deutschland, die schon im Juni über Funde von den leckeren bHerbsttrompeten (Foto rechts) berichtet haben. Nun gibt es sie auch in Oberösterreich in der Gegend von Ostermiething.

Nebenbei noch Frauen-, Leder- und Papageientäublinge. Ein paar Perlpilze und Rotfüße fanden sich auch noch ein.«

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Foto: Frauen-, Leder- und Papageientäublinge sowie Perlpilze und Rotfüße hat Heinz »nebenbei« gefunden. (2 Fotos © Heinz)


Sehr lesenswert! Ein Jahresrückblick von Alexander Heer

»Ich stand da wie in einem Schlaraffenland«


Foto: Alexander mit einem Steinpilz. Als Koch weiß er Pilze grandios einzusetzen und tut es mit Leidenschaft. Er stammt aus dem Erzgebirge, beruflich hat es ihn in die Region Bregenzer Wald/Vorarlberg verschlagen. Die Berichte von seinen Pilzgängen sind immer wieder lesenswerte Erzählungen, in denen die Pilze und der Wald förmlich duften. (Foto © Privat)

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Alexander schreibt am 10. Januar 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nun ist das Jahr 2015 bereits vorüber, ohne dass ich etwas von mir hören und lesen ließ. Leider hatte ich bei meinem beruflichen Stress, den ich als leitender Koch habe, keine Zeit, mich einmal zu melden. Deshalb erlaube ich mir jetzt, in der ruhigeren Zeit, meine Pilzerfolge und Erlebnisse nachzutragen. 

Der Sommer bei uns in der Region Bregenzer Wald bzw. Vorarlberg war ein Jahrhundertsommer. Dazu gehörte, aus Sicht der Pilze, leider auch, dass es lange viel zu trocken war.

Natürlich passt der Kenner die Mondphasen ab, in denen er auf pünktliche Regengüsse hofft. Zu diesem glücklichen Aufeinandertreffen kam es tatsächlich. Und so ergab es sich, dass mit einem Schlag die Steinpilze wuchsen, wohin das Auge reichte. So schöne Pilze wie auf dem Foto rechts einer zu sehen ist.

Diesen unvergesslichen Anblick habe ich allerdings auch einem Kollegen zu verdanken, der mir seine geheimen Stellen zeigte. Solch ein Entgegenkommen und Vertrauen findet man selten.



Ich habe seit langem nicht mehr so viele Steinpilze beieinander stehen sehen wie an diesem Tag. Wir sammelten jeder unseren Korb voll (siehe Foto links) und gingen vergnügt nach Hause.

Als wir drei Tage später den Wald erneut besuchten, war alles schon wieder ausgetrocknet. Nur noch ein paar vereinzelte Kämpfer standen hier und dort. Das zog sich den ganzen Sommer bis in den Spätherbst hin. Alle meine guten Plätze waren staubtrocken, es war nur wenig zu finden.

Doch endlich, Ende Oktober, Anfang November regnete es wieder - und meine Vorfreude wuchs. Warte noch drei Tage, sagte ich zu mir; es war derart trocken, dass die Pilze ihre Zeit brauchen werden.




Foto: Ein prächtiger Flockenstieliger Hexenröhrling.


Am vierten Tag hielt ich es nicht mehr aus. Ich stürzte mich förmlich in den Wald. Und was soll ich sagen, es war einfach nur herrlich, ich stand da wie in einem Schlaraffenland. Pilze, so weit das Auge reichte! Der Boden war übersät von Pilzen aller Art, er sah aus wie ein handgeknüpfter Teppich in allen herbstlichen Farben.

Es gab Violette Rötelritterlinge, Maronen, Lacktrichterlinge, Parasolen, Semmelstoppelpilze, Lachsreizker, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Hallimasch und natürlich auch viele Steinpilze.

Viele weitere Arten in allen Farben und Formen kamen hinzu, um nur die unzähligen Täublinge, Schleierlinge, Korallenpilze, die leuchtenden Fliegenpilze und vieles mehr zu nennen. Alles was das Herbstspiel in seiner Farbenpracht vollbrachte, konnte ich nun mit Vergnügen und Freude einsammeln.


Foto: Ein giftiger Satanspilz, der auf einen sehr kalkreichen Boden mit guter Sonneneinstrahlung schließen lässt.


Ich war auch wieder Zuhause in Sachsen bei meiner Familie. Auch im Erzgebirge machte ich meinen Pilzmarathon! Vier Tage lang ging es jeden Morgen ab in die Pilze, entweder alleine oder in Gesellschaft. Wir fanden vor allem Violette Rötelritterlinge und Maronen. Es war bereits Ende November, Anfang Dezember, und leider war es auch hier viel zu trocken, über meine Plätze mit den Herbsttrompeten wehte nur der Staub.

Ich freue mich schon auf die neue Saison und bin gespannt auf das, was mich erwartet!

Bis zum nächsten Mal mit einem zwischenzeitlichen »Gut Fund!«

Euer Alex«


Foto: Dies sind entweder Zitronen- oder Stachelbeertäublinge, urteilt Pilzberater Peter Rohland.






Foto rechts: Ein Wurzelnder Schleimrübling, essbar.




Foto: Hallimasch 1, essbar.


Foto: Hallimasch 2, essbar.






Foto rechts: Samtfußkrempling, essbar bis ungenießbar.





Foto: Dies sind Rosarote Helmlinge, so Pilzberater Peter Rohland. Sie sind ungenießbar.


Foto: Alexanders Freunde zeigen einen stämmigen Maronenröhrling.






Foto: Ein schmucker Fliegenpilz mit fast tastbaren weißen Flecken. Sie standen in großer Zahl und verstärkten die Farbenpracht des Herbstwaldes noch.

(13 Fotos © Alexander Heer)

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Allen Pilz- und Naturfreunden eine schöne Adventszeit

(Foto © Fotolia)

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