Pilzticker NRW 18:
Funde vom 16.01.2017 - 30.07.2017



Pilzticker NRW 18




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Übersicht aller bisherigen NRW-Pilzticker



Ein sehr erfolgreicher Pilzgang für Beatrice und Jürgen am linken Niederrhein


Foto: Das sieht doch prächtig aus. Gleich zwei Körbe bester Speisepilze konnten Beatrice und Jürgen nach Hause bringen.

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Jürgen schreibt am 30. Juli 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach langem Warten hat sich das Wochenende nun endlich gelohnt.

An meinen bekannten Pilzstellen am linken Niederrhein fand ich Flockenstielige Hexenröhrlinge in Massen, im bevorzugten Eichenwald viele Pfiffers und einige Steinpilze.

Auch Birkenpilze gab es und sogar schon Maronen. Die Perlpilze waren hingegen alle unbrauchbar, da madig. Vor einer Woche stand an diesen Stellen noch so gut wie nichts. So kann es gerne weitergehen.

Wir haben Pilzomeletts gemacht und einige Exemplare wanderten in die Soße zum Braten. Die meisten haben wir jedoch getrocknet.

Der Anfang verheißt Gutes. So wünschen wir allen ein erfolgreiches Pilzjahr 2017!

Beatrice und Jürgen«

PS: Unter dem Hut einer Hexe fanden wir sogar eine Babyeidechse


Foto: Auch dieser ausgewachsene doppelte Flockenstielige Hexenröhrling zählte zur Beute. (2 Fotos © Jürgen)

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Bergisches Land: Nur ein Flocki und vier flankierende Pfifferlinge - doch Jochen gibt nicht auf


Foto: Die vier Pfifferlinge scheinen den einsamen Flockenstieligen Hexenröhrling förmlich zu bewachen. Als hjätten sie gewusst, was er Jochen wert war. (2 Fotos © Jochen)

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Jochen schreibt am 24. Juli 2017:

»Leverkusen - Bergisches Land

Hallo Heinz-Wilhelm,

nach den letzten Tagen mit viel Regen habe ich mir am Freitag etra freigenommen, um meine Pilzstellen im Bergischen Land zu erkunden.


Also rein in den Wald - und siehe da, es war nicht viel zu finden. Die Perlpilze - leider fast alle, sogar schon die ganz jungen (Foto rechts) - waren ausnahmslos verwurmt. Also weiter zu meiner ersten guten Pfifferlingsstelle der letzten zwei Jahre. Auch hier gab es nix zu holen, sieht man einmal von einem Flocki ab, der einsam und verlassen herumstand. Der wurde natürlich umgehend eingesackt.

Dann weiter zur Anisegerlingsstelle in meinem Stammwald. Dem war, die Schnecken hatten gründlich vorgearbeitet, sein großer Hut bereits abgebrochen. Auch das noch!

Ok, weiter zu meiner zweiten Pfifferlingsstelle. Insgeheim hatte ich hier auf quirliges gelbes Treiben gehofft, aber leider gaben sich gerade mal vier Exemplare die Ehre. Dazu kamen noch ein paar Täublinge. Das war's.

In ein bis zwei Wochen werde ich erneut nach dem Rechten sehen. Es muss doch langsam mal mehr Pilze geben!

Liebe Grüße aus Leverkusen, Jochen«

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Pfifferlingsrekord bei Schmallenberg für Anja, Ella und Michael!


Foto: War das ein Pilzgang! Für Anja, Ella und Michael bedeutete dieses Sammelergebnis einen Rekordertrag bei Pfifferlingen. Noch am gleichen Abend gab es sie in einer Rahmsoße zu selbstgemachten Spätzle. (Foto © Anja)

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Anja, Ella und Michael schreiben am 23. Juli 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

glücklicherweise haben wir in den letzten Wochen in den Wäldern um Schmallenberg im Hochsauerlandkreis regelmäßig Pfifferlinge sammeln können. Aber heute war unser absoluter Glückstag! Definitiv unser bislang größter Fund!

Und jetzt freuen wir uns auf ein leckeres Mahl mit selbstgemachten Spätzle und einer Pfifferlingrahmsauce.

Liebe Grüße von Anja, Ella und Michael«

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Almetal/Brilon: Erste Maronen und Pfifferlinge

Reinhard schreibt am 18. Juli 2017:

»NRW tut sich noch etwas schwer. Aber heute fand ich im oberen Almetal vier schöne Maronen, einen Flocki und auch einige Pfifferlinge. Die erste Pilzmahlzeit ist perfekt!

Schöne Grüße Reinhard«





Bergisches Land: Reglose, unerreichbare Champignons und stehen gelassene Lungenseitlinge


Jochen schreibt am 10. Juli 2017:

»Leverkusen - Bergisches Land

Hallo Heinz-Wilhelm,

ob der langen Trockenheit ist im Bergischen noch nicht viel los. Ich muss aber dazu sagen, dass ich noch keine Zeit hatte, meine Pfifferlingsstellen zu checken.

Auf eine kurze Tour am Sonntag bei schwülen, schweißtreibenden 28°C konnte ich einige große Champignons auf einer Weide, leider eingezäunt, aus der Ferne beobachten. So wie sie, regte auch ich mich lieber nicht, denn dies war Privatgelände, ich wollte mir wegen der Leckerbissen lieber keinen Ärger einhandeln. 

Außer einigen schon recht trockenen Rotfußröhrlingen konnte ich aber diese wunderbaren Baumpilze, ich vermute, es waren Lungenseitlinge (Foto rechts), entdecken. Sonst nix!

Da ich mir nicht 100%ig sicher war, habe ich sie nicht mit genommen.

Liebe Grüße aus Leverkusen, Jochen«

(Foto © Jochen)

Lieber Jochen,

vielen Dank für diesen Zwischenstand aus dem Bergischen Land! 

Schade, dass Du Deine halb Unbekannten nicht mitgenommen hast, denn es sind mit größter Wahrscheinlichkeit lupenreine Lungenseitlinge, sehr wohlschmeckend. Es kämen nur noch Rillstielige Seitlinge in Frage, die aber weit weniger an Rotbuchen gebunden sind wie Deine. Und fast noch besser schmecken. Vielleicht kannst Du sie ja noch kassieren...

Ein erlebnis- und erfolgreiches Pilzjahr wünscht Dir treuem Pilzmelder mit besten Grüßen

Heinz-Wilhelm





Lennestadt/Sauerland: Michael freut sich über die ersten Pfifferlinge


Michael schreibt am 3. Juli 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute Vormittag bin ich endlich auf meine ersten Pfifferlinge (Foto rechts) in diesem Jahr gestoßen. Gut versteckt unter feuchtem Moos, fand ich sie in einem lichten Waldstück in Lennestadt im Sauerland. 

Liebe Grüße, Michael«

(Foto © Michael)


Hochsauerland: Trotz langer Trockenheit wagte sich der erste Sommersteinpilz im Mischwald heraus


Michael schreibt am 23. Juni 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

Anja, Ella und ich haben im gleichen Mischwald im Hochsauerland wie am 17. Juni 2016 den ersten Sommersteinpilz (Foto rechts) aufgespürt. Bei dem es trotz ausgiebiger Suche leider blieb.

Auch nach dem gestrigen heftigen Unwetter haben wir nicht ernsthaft mit einem Pilzfund gerechnet, da es hier vorher seit einer gefühlten Ewigkeit keinen Niederschlag gegeben hat.

Liebe Grüße und danke für Dein tolles Buch »Pilzsammler«, welches ich erst vor wenigen Tagen ausgelesen habe.«

(Foto © Michael)

Hallo Michael,

schön, dass Dir mein Buch über Pilzsammler gefallen hat! Das erinnert mich daran, dass ich es nach längerer Pause mal wieder bewerben könnte.

Kurzer Tipp: Regen nach langer Trockenheit wirkt sich auf Röhrlinge meist erst nach 4 bis 6 Tagen aus.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm





Jakobs leidige Erfahrung:

Schwefelporlinge können Magenverstimmungen hervorrufen!


Foto: Lungenseitlinge sind überaus köstliche Pilze, die besser als Austernseitlinge, ihre Wintervariante, schmecken. (2 Fotos © Jakob)

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Jakob schreibt am 6. Juni 2017:

»Am letzten Mai-Wochenende waren wir im Kölnischen Wald bei Bottrop spazieren.

Auf einem alten Weidenbaumstamm standen Lungenseitlinge oder Sommer-Austernseitlinge (Pleurotus pulmonarius).  Sie rochen nach Anis und schmeckten sehr lecker. 

Der andere Fund waren Schwefelporlinge (Laetiporus sulphureus), zu sehen auf dem Foto rechts. Die jungen und weichen Teile schmeckten gut. Die nur etwas zäheren waren leicht bitter. Nach einer großen Portion hatte ich dann viele Stunden später für zwei Tage leichte Magenkrämpfe.

Da der Baumstumpf schon ziemlich verwittert war, kann ich auch nicht sagen, ob sie auf einem eher unvorteilhaften oder giftigen Holz wie Eibe oder Robinie gewachsen waren. Auch das Wirtsholz Eiche kann beim Verzehr von Schwefelporlingen Magen- und Darmbeschwerden hervorrufen.

Jakob«

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Irritierende Stockschwämmchen und ein unterschätzter Heilpilz im Hürtgenwald


Speierling schreibt am 6. Juni 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

vergangenen Sonntag haben wir entwedeer Stockschwämmchen oder Samtfußrüblinge im Hürtgenwald entdeckt. Da wir sie bestimmen lassen müssen, haben wir sie noch nicht verzehrt. Ein Teil friert im Frost, ein anderer trocknet. Unter Umständen sind es auch Grünblättrige Schwefelköpfe.

Bei einer Stinkmorchel suchten wir leider vergeblich nach Hexeneiern. Zudem habe ich noch einige schöne Fichtenporlinge oder Rotrandige Baumschwämme* fotografiert, siehe das Bild rechts.

Wir wünschen feuchtfröhlichwarmes Wetter!

Euer Speierling«

(Foto © Speierling)

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

*Dem Fichtenporling oder Rotrandigen Baumschwamm werden Heilkräfte gutgeschrieben. Er gilt als blutstillend, antibakteriell, entzündungshemmend sowie als allgemein stärkend und abwehrsteigernd.

Erzielt werden die Wirkungen durch Einnahme des von ihm gewonnenen Pulvers. Zur Blutstillung wird sein Pulver wie das Sporenpulver des Riesenbovists direkt auf die Wunde aufgetragen. Jürgen Guthmann befasst sich in seinem Buch »Heilende Pilze« ab Seite 204ff ausführlich mit diesem unterschätzten Pilz.

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Bochum: Ein schöner Fund von Winterrüblingen beim Spaziergang


Foto: Feuchte Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt behagen den Winterrüblingen. Sie wachsen dann munter weiter. Bei Minusgraden verharren sie in ihrem Wachstumszustand. Auf dem Bild unten sehen wir Thomas' beachtliche Ausbeute. (2 Fotos © Thomas)


Thomas schreibt am 16. Januar 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war gestern mit dem Hund im Park und habe einige Winterrüblinge gefunden. Anbei zwei Fotos.

Viele Grüße aus Bochum, Thomas«

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