Pilzticker Bawue 30 (Baden-Württemberg 30):
Funde vom 07.09.2014 - 12.09.2014



Pilzticker Bawue 30 (Baden-Württemberg 30)




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs




Bruchsal: Die teils handtellergroßen Pfifferlinge wachsen munter weiter


Foto: Die Pfifferlinge waren, man sieht's, teilweise groß wie Handteller. Dazu gab es schöne Krause Glucken sowie Röhrlinge und zwei Täublinge. 


Michael schreib t am 12. September 2014

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in den Bruchsaler Wäldern halten sich die Steinpilze momentan leider zurück, dafür geht es aber mit den Pfifferlingen munter weiter. Wieder mehr als 1 Kilo bester, teilweise handtellergroßer Exemplare landeten in meinem Korb.

Weiter erntete ich drei große Krause Glucken, vier Birkenpilze, Maronen, schöne Herbstrotfüße, einen Frauen- und einen Pfirsichtäubling.

Dieses Mal war ich etwas experimentierfreudig und habe einen Großteil meiner gefundenen Pfifferlinge in einem eigens kreierten Balsamicosud eingekocht. Das Ergebnis sieht man auf dem Foto rechts. Falls geschmacklich gelungen, werde ich das Rezept auf deiner Seite veröffentlichen.

Viele Grüße Michael"

(2 Fotos © Michael)

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Rainers schöne Erkenntnis aus dem Schurwald: Steinpilze morgens um sieben machen wach wie ein Kaffee


Rainer H. schreibt am 9. September 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

früh morgens um 7 Uhr ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest in "meinem" kleinen Steinpilzwald im Landkreis Esslingen.

Kein Mensch weit und breit. Erstaunlich finde ich ja immer wieder, wie schnell Steinpilze wachsen. Das sind sicherlich 5-6 Zenitmeter über Nacht.

Und glaub mir, der erste Pilzfund um diese Uhrzeit macht ähnlich wach wie der erste Kaffee!

Gruß aus dem Schurwald, Rainer"

Pilzticker Bawue 30



2 Fotos: Man versteht sich. Steinpilze und Fliegenpilze stehen nicht selten beieinander; sie lieben die gleichen Bodenverhältnisse (Foto links). Rechts zwei schöne junge Steinpilze, deren hinterer sich einen "Verdrängungswettbewerb" mit dem vermodernden Stamm liefert. (3 Fotos © Rainer H.)



Ein Ruf der Freude aus dem Taubertal: "Was für ein Pilzjahr!"

Wiltrud schreibt am 8. September 2014:

"Hallo Heinz Wilhelm,

heute war ich in einem Wald bei Niederstetten unterwegs. Und es hat sich gelohnt. Ich fand die Altbekannten, nämlich Maronen, Rotfüße, Parasole, dazu gab es einige Steinpilze aller Altersstufen. 

Ich freue mich auch, wenn mal einer übersehen wurde und für Nachwuchs sorgen kann. Zum erstenmal habe ich heute auch Große Gelbfüße oder das Kuhmaul mitgenommen, da man wegen des trockenen Wetters die Huthaut schön abziehen konnte.

Ein Gelber Knollenblätterpilz blieb ebenso im Wald wieviele Pfefferröhrlinge. Was für ein Pilzjahr.

Herzliche Grüße aus dem Taubertal"

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Nördlicher Schwarzwald: Die Pilzwürze für den Winter ist beizeiten gesichert


Foto: Wer so viele Herbst- oder Totentrompeten erntet, braucht sich um schmackhafte Pilzsoßen und Pilzsuppen für den Winter keine Sorgen mehr zu machen. Da hat der Dörrautomat eine Menge Arbeit vor sich. (2 Fotos © Ernst)

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Ernst schreibt am 8. September 2014:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzsammler,

nach einer schönen und erfolgreichen Pilzführung, die ich gestern um Tübingen führte, bin ich heute morgen schon wieder unterwegs gewesen und habe die vielen Herbsttrompeten gefunden am Schwarzwaldrand. Es waren nicht gerade wenige, die in unseren Korb und Stoffbeutel springen wollten. Dazu gab es noch ein knappes Kilo Stockschwämmchen. Allesamt werden nun getrocknet.

Noch eine Bemerkung zu den Stockschwämmchen. Als ich sie heute sorgfältig von den Buchestümpfen schnitt, dabei auch schon mit einem Trick die Krabbler aus den Lamellen scheuchte (Beklopfen und Lamellen anpusten), fiel mir am Stumpf, in direkter Nachbarschaft zu den Stockschwämmchen, ein einzelner, ebenfalls brauner und unscheinbarer Pilz von gleicher Größe wie die Stockschwämmchen auf.


Bei genauer Betrachtung erwies er sich als ein sehr gefährlicher Gifthäubling oder Nadelholzhäubling (Galerina marginata). Ein gutes Beispiel dafür, dass man wirklich sehr sorgfältig und achtsam beim Sammeln von Stockschwämmchen sein muss.

Hier hatte sich wieder einmal gezeigt, dass diese zwei zum Verwechseln ähnlichen Arten - der eine ein vorzüglicher Speisepilz, der andere ein tückischer Zersetzer der Nieren - gar nicht selten unmittelbare Nachbarn sind. Denn der Nadelholzhäubling kommt auch an Stümpfen von Laubbäumen vor. 

Wer die gut bewachsenen Baumstümpfe nach der Rasenmähermethode aberntet, kann da wirklich mal ein "einmaliges" Pech haben - mit schwer wiegenden Folgen.

Und noch ein Nachtrag zu den Pfifferlingen: Man liest überall nach, und das war bisher auch meine eigene Erfahrung, dass Pfifferlinge madenfrei seien. Das ist, zumindest in diesem Jahr, und vor allem bei den sehr großen Exemplaren, leider nicht immer der Fall. Ich hatte einige riesige Pfifferlinge mit Madenbefall gehabt. Dabei handelte es sich um Würmlein, die üblicherweise sonst nicht in Pilzen zu finden sind.

Viele Grüße Ernst"

Praxis für Pilzheilkunde und Biofeldtherapie
www.praxis-ernst-hampl.de

Pilz-Ticker-Bawue

Lieber Ernst, liebe Pilzfreunde,

ich kann den beschriebenen Madenbefall bei Pfifferlingen nur bestätigen. Einige meiner Pilzsammlerfreunde erzählen mir auch von verwurmten Rotfußröhrlingen, Ziegenlippen usw. Diese Pilzarten sind bei genauer Betrachtung ebenfalls zu100% vermadet. Ebenso 95% der Täublinge, Ausnahme nach meinen Erkenntnissen ist allein der Wieseltäubling, warum auch immer. Wer Pfifferlinge bis zur Stielbasis abschneidet, kann die Feststellung von Ernst nur bestätigen.

Gruß Rainer"

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Ein tolles Hors d'œuvre von Hans

Die italienische Vorspeise mit Pfifferlingen und Coppa ist ein Gedicht




Hans schreibt am 7. September 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

heute waren wir mal wieder unterwegs im südlichen Schwarzwald, nahe Waldau. Die Steinpilze sind kaum noch zu finden, die Pfifferlinge dagegen weiterhin außer Rand und Band. Wir haben sie heute sowohl zur Vor- als auch Hauptspeise genossen.

Die Vorspeise soll hier näher erläutert werden - sie lohnt sich auch ohne Pilze, aber mit Pilzen ist sie ein Gedicht!

Zutaten:

Benötigt werden Coppa, Ruccola, Oliven, Parmesanflocken, ein gutes Olivenöl, Balsamico-Essig, eine schwarze Pfeffermischung und z.B. Pfifferlinge

Zubereitung:

Wir richten alle Zutaten außer den Pilzen also schön auf dem Teller an und braten die Pfifferlinge in einem Sonnenblumenöl-Butter-Gemisch zusammen mit Lardo (mit Kräutern aromatisierter Schweinerückenspeck aus Italien), alternativ Speck und Zwiebeln an, verteilen es anschließend auf dem Teller.

Wir genießen alles zusammen z.B. mit einem kräftigen Grauburgunder Kabinett (am liebsten aus dem Hause Gretzmeier in Merdingen) oder auch einer Chardonnay Spätlese aus gleichem Hause (dann wird aber die Steigerung weinmäßig zum Hauptgericht etwas eng).

Mit Sommertrüffeln schmeckt es auch sehr gut, Steinpilze sollten auch passen - also Ausprobieren ist angesagt! 

Guten Appetit wünscht Hans"

(Foto © Hans)

Mehr Pilzrezepte gibt es hier

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Die neu erkundeten Kronauer Wälder werfen eine kleine, aber feine Ernte mit dem Samtigen Pfifferling ab


Foto: Neun Arten Pilze für ein schönes Mischgericht fand Michael. Unter den interessanten Arten wie Edelreizkern (oben links) und dem Grüngefelderten Täubling (grüne Hutfarbe) fallen vor allem die dünnbeinigen Samtigen Pfifferlinge auf. Einer ist auf dem weiteren Foto abgelichtet. (2 Fotos © Michael)


Michael schreibt am 7. September 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute erkundete ich um Kronau wieder neue Waldstücke. Leider fehlt hier momentan wieder einmal der Regen, was den Röhrlingen etwas zu schaffen macht. Nichtsdestotrotz hatte ich eine schöne kleine Ernte, bestehend aus zwei Steinpilzen, Hainbuchenrauhfüßen, Schwarzblauenden Röhrlingen, zwei Speisetäublingen, einem Grüngefelderten Täubling, Edel- und Fichtenreizkern, Violetten Lacktrichterlingen und Samtigen Pfifferlingen (Orangenleistlingen).

Letzterer unterscheidet sich vom gewöhnlichen Pfifferling u. a. durch sein zierlicheres Erscheinungbild, seine orangene Farbe und sein seltenes Vorkommen.

Viele Grüße Michael"

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Nordschwarzwald: "Dieses Pfifferlingsjahr ist vor allem für Anfänger ein Genuss"


Foto: Nicht nur Anfänger, auch "Pilzprofis" wären in vorhergehenden Jahren stolz und glücklich über solch einen Haufen Pfifferlinge gewesen, wie ihn Martin gefunden hat. (Foto © Martin)


Martin schreibt am 7. September 2014:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

den Pfifferling kennt ja wohl jeder, und da er derzeit in allen Höhenlagen zu finden ist, ist es vor allem für Anfänger ein Genuss, wenn sich der Pilzkorb mit Leichtigkeit füllt. :-)

Da er zur Zeit in extremen Massen auftritt, kann man sich es erlauben, nur 1A-Qualität zu pflücken. Die Pfifferlinge auf dem Bild habe ich im Raum Völkersbach Nordschwarzwald gefunden.

Liebe Grüße Martin"

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