Rohlands Pilztouren 40:
Funde vom 31.12.2015



Rohlands Pilztouren 40




Alle Funde des Pilzberaters ab dem 08.02.2014:

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Peter Rohland auf Silvestertour

Der Pilzberater ging zur Jahreswende auf Entdeckungsreise: Von Zirbeln, Erlenwäldern und wie gesäten Pilzen




Foto: Austernseitlinge, essbar. Peter Rohland hat sie in den vergangenen Tagen wassereimerweise gefunden.

Rohlands Pilztouren 40



Peter Rohland schreibt am 31. Dezember 2015:

»Hallo Ihr Lieben,

ich habe aus den ca. 500 Aufnahmen der letzten Tage einige schöne fotogene und interessante Pilze, die es reichlich gibt, herausgesucht.

Besonders gut ist mir das Foto des Haselkätzchenbecherlings gelungen. Dieser Pilz wächst auf den abgefallenen Haselkätzchen des Vorjahres und ist zwischen einem Millimeter und einem Zentimeter groß. Ich habe beide so drapiert, das Ihr die Größenunterschiede möglichst sehen könnt. Zum Vergleich habe ich die jetzt in Voller Blüte stehenden Kätzchen mit aufgenommen. Aber auch der Gezonte Adermoosling, der im Winter auf Moosen wächst, ist schön anzusehen.

Die Pilze wachsen derzeit wie der Gesäte Tintling wie gesät und der Winter ist hier bei mir überhaupt nicht pilzarm, sondern, im Gegenteil, pilzreich. Man muß nur den Blick für die Natur haben, die ihre Pracht oft im Kleinen entfaltet.

Vor einigen Jahren bekam ich von meinem Orchideenfreund Ralf Käppel eine Cattleya-Hybride geschenkt. Sie blüht jetzt herrlich, so dass ich von den zwei blühenden Pflanzen einige Fotos beigestellt habe. Auch mit der Blüte anderer Orchideen geht es bei mir im Schlafzimmer jetzt los.

Meine Fotosession mit den putzigen Bisamratten kennt auch noch nicht jeder. Die Zwei auf dem Bild sind immer zusammen, sooft ich sie auch sehe. Man muss sie einfach gerne haben, diese possierlichen Nager. Ein paar neue Fotos von zukünftigen Gebieten wie Magerwiesen, die ich zukünftig häufiger aufsuchen werde, habe ich ebenfalls mitgeliefert.

Es ist mein Bestreben, ständige neue und bessere Stellen ausfindig zu machen. Wer das unterlässt, wird langweilig - und das möchte ich auf keinen Fall sein.

Heute war ich am zukünftigen Harthkanal, der einmal den Cospudener und den Zwenkauer See miteinander verbinden soll. Schöne weitläufige Erlenwälder gibt es hier. Auch das verspricht einiges, denn unter Erlen wachsen zum Beispiel drei Arten Milchlinge sowie der interessante Erlengrübling. Das nur mal so am Rande.

Freundliche Grüße und bis bald, Euer Peter Rohland aus Leipzig.«

Blau = ungenießbar

Rot = giftig

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Foto: Birkenporlinge 1, guter Heilpilz, hier aufgrund des milden Winterwetter in sehr gutem Zustand.

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Foto rechts: Birkenporling 2, guter Heilpilz.






Foto: Unsere zwei putzigen Bisamratten dürfen nicht fehlen. Sie sind immer zusammen.


Foto: Gezonter Adermoosling, ungenießbar.







Foto: Gesäte Tintlinge, ungenießbar.


Foto: Glimmertintlinge, essbar bei gleichzeitigem Alkoholverbot. Guter Suppenpilz.











Foto rechts: Ein seltener Anblick: Zirbeln im Landkreis Leipzig.




Foto: Samtfußrüblinge 1, sehr guter Speise- und Heilpilz. Auch sie könnte Peter Rohland derzeit kiloweise ernten, so viele findet er.


Foto: Samtfußrüblinge 2, essbar.


Foto: Im Dezember blühender Borretsch. Manchmal findet man ihn ausgewildert. Der Finder darf sich glücklich schätzen, denn am selbst gemachten Silvesterkartoffelsalat macht er sich hervorragend. Und wir wissen: Borretsch macht glücklich und ist so ein willkommener Bote fürs neue Jahr!


Drei Arten Rötelritterlinge - alle essbar


Foto: Fleischbrauner oder Schmutziger Rötelritterling, essbar.


Foto: Violetter Rötelritterling, essbar.


Foto: Lilastieliger Rötelritterling, essbar. Pilz des Jahres 2016 der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM).






Foto rechts: Winterlinge, einer der ersten Frühlingsblüher. Dieses Mal blüht er weit vor seiner eigentlichen Zeit.




Foto: Gurkenschnitzlinge, ungenießbar. Sie wachsen auf Holzsubstrat.


Foto: Mönchsköpfe, essbar. 


Foto: Weißstielige Stockschwämmchen, ungenießbar. Relativ selten.


Foto: Cattleya-Hybride 1 (Orchideenart).


Foto: Cattleya-Hybride 2 (Orchideenart). Das Foto soll die Schönheit ihrer Blätter herausstellen.


Foto: Gemeiner Spaltblättling, ungenießbar.


Foto: Rötender Blätterwirrling 1, ungenießbar.


Foto: Rötender Blätterwirrling 2, ungenießbar.


Foto: Blühende Schneeglöckchen Ende 2015.


Foto: Erlenkätzchenbecherling (links) und Haselkätzchenbecherling (rechts).


Foto: Die Beiden noch einmal.

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Foto: Haselkätzchen, die männlichen Kätzchen der Hasel. Nach Susanne Fischer-Rizzi sind sie essbar. Nachzulesen in ihrem Buch »Blätter von Bäumen: Heilkraft und Mythos einheimischer Bäume.«

Foto: Zunderschwamm, ungenießbar.

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Sommerbild

Ich sah des Sommers letzte Rose stehn.

Sie war, als ob sie bluten könne, rot.

Da sprach ich schaudernd im Vorübergehn:

'So weit im Leben ist zu nah am Tod.'


Es regte sich kein Hauch am heißen Tag.

Nur leise strich ein weißer Schmetterling.

Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag

bewegte, sie empfand es und verging.



Friedrich Hebbel (1813 - 1863) schrieb dieses Gedicht, als es noch keine Rosenzüchtungen gab, die, wie heute, teilweise noch die ersten Fröste und den ersten Schnee überstehen.

(29 Fotos © Peter Rohland)

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Allen Pilz- und Naturfreunden eine schöne Adventszeit

(Foto © Fotolia)

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