Pilzticker Bayern 51:
Funde vom 19.06.2017 - 03.08.2017



Pilzticker Bayern 51




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns




Schwaben/Allgäu: Siglinde und Walter freuen sich über den ersten guten Fund 2017


Foto: Ende Juli standen in Walters Wäldern noch keine Pilze, und auf einmal waren sie da. Mit von der Partie diese drei schönen Parasole.

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Walter schreibt am 3. August 2017:

»Hallo liebe Pilzfreunde,

nun kann ich auch aus dem Allgäu in Schwaben mal etwas vorzeigen.

Bis Ende Juli waren bei uns die Wälder ohne jede Spur von Pilzen, aber heute haben wir endlich die ersten Schwammerl gefunden!

Dies waren ein paar Parasole und schöne Steinpilze sowie eine Espenrotkappe.

Wir grüßen alle Pilzfreunde!

Siglinde und Walter«


2 Fotos: Walter und Siglinde durften sich unter anderem über diese kernigen Steinpilze freuen. Einer wuchs im Moos, der andere in der Fichtenstreu. (3 Fotos © Walter)

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Bayerisch-Schwaben: Steinpilze wären Herbert lieber gewesen als die vielen Gallenröhrlinge


Collage: Wir sehen links oben einen Rötlichen Gallerttrichter (vorzüglicher Salatpilz), rechts daneben einen Grünen Speisetäubling, links unten die einzige brauchbare Marone, die Herbert fand, sowie daneben einen Perlpilz. (Collage/4 Fotos © Herbert E.)

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Herbert schreibt am 30. Juli 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

gespannt habe ich Deinen Pilzticker verfolgt, was die Funde in Bayern angeht. Richard aus der Oberpfalz hat ja einen super Fund gemacht.

Ich war heute bei Welden in Bayerisch-Schwaben mit dem Rad in den Wäldern. Zu meiner Überraschung fand ich verwesende Maronenröhrlinge vor. Nur einer war noch top.

Einige junge Flockenstielige Hexenröhrlinge ohne Goldschimmel fand ich auch noch.

Ansonsten habe ich Täublinge (Frauentäublinge mit grüner Färbung), Rötliche Gallerttrichter* und Perlpilze gefunden. Und auch reichlich Gallenröhrlinge. Steinpilze wären mir lieber gewesen.

Pfifferlinge sind bei uns allgemein selten zu finden.

Mit freundlichen Grüßen Herbert«

* Sehr wohlschmeckend, eignen sich roh oder leicht gekocht sehr gut als Salatpilze

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Ebersberg: Die Bäume haben den Pilzen das Wasser weggetrunken - Geduld ist nötig

Michael schreibt am 30. Juli 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

als Anfänger und interessierter Leser Deines Pilztickers möchte ich mich heute auch einmal bei Dir melden. Allerdings habe ich keine guten Neuigkeiten aus Bayern.

Ich war mit meiner Frau gestern eine halbe Stunde im Landkreis Ebersberg im Wald. Leider haben wir keine essbaren Pilze gefunden. Der Boden war trotz einer Woche Starkregens immer noch relativ trocken. Wir waren erstaunt, wie viel Wasser die Bäume wohl aufgenommen haben müssen.

Ich warte weiter auf die ersten Schwammerl dieses Jahr.

Viele Grüße Michael«

Hallo Michael,

ich erhielt dieser Tage unabhängig voneinander mehrere Hinweise, wonach es nach langer Trockenheit 10 bis 14 Tage dauerte, ehe Steinpilze aus dem Erdreich kamen. Dies dürfte inetwa auch zumindest für weitere Dickröhrlinge wie die Hexenröhrlinge gelten. Ich denke, es ist ganz einfach noch etwas Geduld angesagt.

Viel Glück und Erfolg wünscht Euch Heinz-Wilhelm

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Steffi sieht für den Pilzherbst gute Vorzeichen

Steffi schreibt am 29. Juli 2017:

»Hallo aus Niederbayern im Landkreis Kelheim,

unser erster Fund am heutigen Tag bestand aus vier Flockenstieligen Hexenröhrlingen und einer achtköpfigen Familie junger Samtfußkremplinge*. Außerdem habe ich den ersten Amethysttäubling mitgenommen.

Meine Prognose für die diesjährige Herbst-Ernte ist optimistisch. :)«

*»Kriegspilze«, die mit einer »Kochakrobatik« (Dr. med. René Flammer, St. Gallen) zu Speisepilzen verarbeitet werden können. 123pilze.de schreibt: »Wenn nichts mehr zu essen da wäre, könnte man auch diesen Pilz verzehren.«

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Ein vollauf gelungener Start in die Hochsaison für Richard im Thurn-und-Taxis-Forst bei Wörth


Foto: Ein sehr schönes Foto legt uns hier Richard vor. Die Pilze sind makellos geputzt, schön arrangiert und gut getroffen. Und es ist endlich einmal wieder ein richtig guter Fund aus Bayern! Die genau beschriebene Zubereitung hinzugenommen, möchte man am liebsten mitessen. Das ist einen Applaus wert! (Foto © Richard)

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Richard schreibt am 28. Juli 2017:

Servus Heinz-Wilhelm,

die diesjährige Pilzsaison ist eröffnet!

Als wir heute im Forst von Thurn und Taxis bei Wörth an der Donau (Oberpfalz) unterwegs waren, fanden wir in kurzer Zeit mehrere schöne Pfifferlinge, Maronenröhrlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Perlpilze, einen Frauentäubling, einen Fleischroten Speisetäubling und last but not least - unseren ersten Steinpilz 2017.

Die frischen Waldpilze wurden nach gründlichem Putzen in einer Pfanne mit Butter erhitzt und anschließend mit kleingehackten Zwiebeln eine Weile zugedeckt gedünstet. Etwas Sahne zugegeben und obendrauf reichlich Petersilie. Fertig war die delikate Mahlzeit. Dazu gab es frisches Brot mit Butter.

Wünsche allen Pilztickerfreunden viel Erfolg beim Schwammerlsuchen!

Liebe Grüße Richard«


Nürnberg: Nach den Pfifferlingen geht's jetzt auf die Steinpilzsuche

Bernd schreibt am 23. Juli 2017:

»Hallo Pilzfreunde,

ich habe gestern bei Nürnberg 350 Gramm Pfifferlinge und wieder zwei Rotkappen und einen Perlpilz gefunden. Heute geht's mal auf Steinpilzsuche...«





Holzheim bei Dillingen: Herbert kann sich auch heuer auf seine Riesenschirmlinge verlassen


Foto: Auf die Parasole ist in Herberts traditionellem Riesenschirmlingsrevier Verlass, sie wachsen auch dieses Jahr ausgezeichnet.


Herbert schreibt am 21. Juli 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute in einem von Nadelbäumen dominierten Wald bei Holzheim in der Nähe von Dillingen an der Donau (Bayerisch Schwaben).

Dort habe ich schon öfters Riesenschirmlinge und Goldröhrlinge gefunden. Ich wurde auch diesmal bei den Riesenschirmlingen fündig. Goldröhrlinge habe ich zwar auch gefunden, doch sie waren bereits total vertrocknet. Die Huthaut war wie aus Leder.

Auch habe ich schöne Amethysttäublinge gefunden. Es gibt bei uns dieses Jahr eine auffällig große Vielfalt von Täublingen, von essbar über ungenießbar bis hin zu leicht giftig.

Mit freundlichen Grüßen, Herbert aus Wertingen«


Foto: Amethysttäublinge wie dieser sind Fichtenbegleiter und benötigen saure Böden. Damit können sie nur mit dem ebenfalls essbaren Jodoformtäubling verwechselt werden, der gleiche Verhältnisse braucht. Amethysttäublinge schmecken ausgezeichnet. Auch aus anderen Regionen - zum Beispiel aus Thüringen (Tageseintrag 22.7.2017) - wird derzeit eine regelrechte Täublingsschwemme gemeldet. 2017 scheint ein besonders ergiebiges Täublingsjahr zu sein. (2 Fotos © Herbert)


Niederbayern: Auftakt mit Pfifferlingen, einem »Schuster«, Filzröhrling und Goldblatt


Dominik schreibt am 17. Juli 2017:

»Servus Heinz-Wilhelm,

ich war gestern unterwegs und habe meine erste kleine Pilzmahlzeit gefunden!

Neben einem schönen Schuster (Flockenstieliger Hexenröhrling) gab es eine kleine Ziegenlippe, ein paar Reherl und ein kleines Europäisches Goldblatt* (2. Foto rechts).

Ansonsten ist noch nicht viel los in Niederbayern.

Schöne Grüße und auf eine gute Saison ;-)

Dominik«

(2 Fotos © Dominik)

* Mehr zum seltenen Europäischen Goldblatt (Phylloporus pelletieri), das wie ein Lamellenpilz aussieht, inzwischen aber den Röhrenpilzen zugerechnet wird, gibt es hier.








Armin freut sich: Auch in Niederbayern hat die Schwammerlsaison begonnen


2 Fotos: Die Sommersteinipilze wurden von den Schnecken schon etwas derangiert. Macht nichts, Armin freut sich, dass die Schwammerlsaison auch in Niederbayern endlich begonnen hat. Was auch das Reherl rechts beweist. (2 Fotos © Armin H.)

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Armin schreibt am 17. Juli 2017:

»Heute Vormittag habe ich eine kleine Runde im Wald bei Simbach am Inn gedreht und die ersten Sommersteinpilze und Reherl gefunden. Die Saison beginnt!

Gruß aus Simbach am Inn in Niederbayern, Armin«


Die ersten Pfifferlinge des Jahres bei Sulzbach-Rosenberg für Norbert


Norbert schreibt am 13. Juli 2017:

»Hallo,

heute Vormittag habe ich die ersten Pilze dieser Saison gefunden (Foto rechts).

In einem Buchenwald bei Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz waren dies cirka ein Pfund Pfifferlinge und ein Steinpilz, dessen Stiel aber leider schon wurmig war.

Mit freundlichem Gruß Norbert«

(2 Fotos © Norbert)

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Foto: Man ahnt, wie festfleischig die drallen Pfifferlinge waren, die Norbert zum Saisonbeginn gefunden hat.

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Aschaffenburg: Der unbrauchbare Steinpilz-Senior verriet seine drei Kumpel


Martin schreibt am 19. Juni 2017:

»Hallo Pilzfreunde,

neben den Pilzen ist eine meiner Leidenschaften das Mountainbiken.

Vergangenen Samstag war ich in heimischen Gefilden unterwegs und habe vom Fahrrad aus einen großen alten Sommersteinpilz erspäht.

Erste Bürgerpflicht: anhalten. Dann die Böschung hinauf und nachschauen, was da los ist. Erbauend war es nicht, der Senior hatte schon reichlich Besuch von anderen Waldbewohnern gehabt und blieb als Sporenlieferant stehen.

Nebendran standen aber noch drei weitere seiner Art, zu sehen auf dem Foto rechts. Sie brachten insgesamt 800 Gramm auf die Waage.

Die Saison hat für mich als Maronen- und Steinpilz-Glücksritter dieses Jahr ungewöhnlich
früh angefangen. So kann es weitergehen!

Beste Grüße Martin«

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Foto: Dieser Aestivalis konnte sich auch im Querschnitt sehen lassen. (2 Fotos © Martin)

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