Pilzticker Bawue 99: Pilzfunde in Baden-
Wuerttemberg vom 05.08.2017 - 06.08.2017



Pilzticker Bawue 99




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Angelikas Inspektionsgang bei Oberreichenbach im Nordschwarzwald hat sich gelohnt


Foto: Große Ernte hatte Angelika. Doch der Wald ist schon wieder trocken, was die bange Frage aufwirft, ob es denn wohl so üppig weitergeht. (Foto © Angelika)

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Angelika schreibt am 6. August 2017:

»Hallo lieber Heinz-Wilhelm,

gestern war ich in der Nähe von Oberreichenbach im Nordschwarzwald unterwegs, um zu gucken, ob sich auch schon dort Pilze zeigen. Und tatsächlich!

Zwei Sandröhrlinge sowie zwei Butterpilze, einige Rotfußröhrlinge, Reizker, Pfifferlinge, Pfefferröhrlinge, Falsche Anhängselröhrlinge, Goldröhrlinge, Steinpilze, jedoch überwiegend Flockenstielige Hexenröhrlinge und Maronen landeten in meinem Korb.

Im Wald blieben dagegen Perlpilze, Schönfußröhrlinge, unter anderem ein Prachtstück von cirka 300 Gramm, verschiedene Täublinge und ein paar Gallenröhrlinge.

Leider ist der Wald schon wieder trocken, so dass ich auf möglichst baldige Regenfälle hoffe.

Ich wünsche weiterhin erfolgreiches Sammeln.  

Viele liebe Grüße Angelika«

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Bei der Vielzahl der Pilze hörten Christian & Co. bald auf zu sammeln


Foto: Bei der Alb-Wanderung kamen so schnell so viele Pilze zusammen, dass Christian & Mitsammler bald aufhörten mit der Lese.

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Christian schreibt am 6. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

anbei ein paar Bilder von meinem heutigen Wandertag.

Die drei Flockenstieligen Hexen auf dem einen Bild sind innerhalb von zwei Tagen von Null auf Handtellergröße gewachsen! Die Steinpilze saßen alle auf einem Fleck - dies war mein erster richtig guter Fund von Steinis am Albtrauf.

Weiter gab es noch herrliche Champignons, Maronen, Fichtenreizker, Rotfußröhrlinge und viele andere mehr. Wir haben aber dann einfach aufgehört zu sammeln, es wurde doch zuviel.

Viele Grüße und eine gute Woche wünscht Christian«


Foto: Die drei Flockis (links) wuchsen wie im Zeitraffer, während die vier Steinpilze dicht beieinander standen und Christians erster guter Steinpilz-Fund am Albtrauf. (3 Fotos © Christian)

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Kerstin wechselte in den Berglen den Wald und fand prompt eine Breitblättrige Glucke


Foto: Kerstin wechselte den Wald - und durfte sich über einen schönen Fund freuen, zu dem neben Pfifferlingen auch eine Breitblättrige Glucke gehörte. Im Gegensatz zur Krausen Glucke ist sie an Laubbäume gebunden. (Foto © Kerstin)


Kerstin schreibt am 6. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute hat sich mein Pilzgang sehr gelohnt. Ich habe den Wald gewechselt und fand eine Breitblättrige Glucke. Dazu viele schöne Pfifferlinge, einige Birkenpilze und drei Maronen.

Um sicher zu gehen, dass ich Birkenpilze und keinen Gallenroehrling erwischt habe, habe ich eine Miniminiprobe in den Mund genommen. Es gab keinen bitteren Geschmack.

Ich wünsche dir und allen Sammlern einen schönen Sonntag!

Bis zu meiner nächsten Meldung grüßt herzlich Kerstin aus dem Rems-Murr-Kreis«





Pforzheim: »Wir haben noch nie so viele Steinpilze gefunden«


Foto: Angelika und Michael waren »ganz überwältigt«, als sie die Steinpilze im Wald entdeckten. Spontan luden sie Bekannte zum Abendessen ein. Es gab »handgeschabte Spätzle mit gebratenen Steinpilzen und einem Pilzrahmsößle«. Rechts warten schon die Schalen des Dörrautomaten. (Foto © Angelika)


Angelika schreibt am 5. August 2017:

»Hallo liebe Pilzsammler,

gestern war für meinen Mann Michael und mich der absolute Höhepunkt des Jahres. Wir haben noch nie so viele Steinpilze gefunden und waren ganz überwältigt.

Wir kamen genau im richtigen Moment vorbei, unsere beiden Körbe haben kaum ausgereicht, um all die schönen Steinpilze mitzunehmen. Zwar waren die Stiele häufig schon madig, aber die Hüte waren wunderbar fest und schön.

Außer Steinpilzen wuchsen sehr viele Hainbuchenraufußröhrlinge (die wir noch nie mitgenommen haben) und Perlpilze in allen Altersstufen. Wir haben sie dieses Mal auch stehen gelassen. Ebenso vermutlich Täublinge, die wir noch nicht kennen.

Der Fundort liegt bei Pforzheim in einem Mischwald aus Eichen, Buchen und Nadelbäumen. Der Boden dort ist auf den Wegen immer relativ feucht oder auch matschig, weshalb wir eigentlich nicht so gerne dorthin gehen.

Gestern Abend gab es dann handgeschabte Spätzle mit gebratenen Steinpilzen und einem Pilzrahmsößle. Der spontan eingeladene Besuch war ebenso angetan wie wir! Heute gibt es die nächste Pilzpfanne. Ein großer Teil trocknet gerade im Dörrautomat, den wir letztes Jahr im Herbst angeschafft haben.

Heute werden wir mal nach unseren Pfifferlingsstandorten schauen, ob sich da noch etwas tut. Auf jeden Fall ist das Pilzfieber jetzt endgültig wieder ausgebrochen.

Allen Sammlern wünschen wir »gute Beute« und grüßen herzlich.

Angelika und Michael«

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Leonberg: Praktisch unter jeder Hainbuche wartete ein Hainbuchenraufuß auf Felix


Felix schreibt am 5. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

seit einiger Zeit verfolge ich bereits Deinen Pilzticker und bin von der Idee und den vielen Beiträgen begeistert. Immer wieder habe ich mich daran orientiert und auch schon überlegt, ob ich nicht nach Kronau umziehe :-).

Nun kann auch ich endlich einen nennenswerten Fund verzeichnen. Von Pilze »suchen« war dank des Regens der vergangenen Wochen allerdings nicht mehr die Rede. Mein Lieblingswald bei Leonberg stand voll von Pilzen (die ich leider nicht alle kenne) und hat mir viel Freude bereitet.

Sommersteinpilze im besten Alter (allerdings mit Besuch), Hainbuchenröhrlinge unter praktisch jeder Hainbuche, ein paar Pfifferlinge und sogar Herbsttrompeten. Genug für uns und unseren ebenfalls an Pilzen interessierten Nachbarn.

Ein Pilz (Foto rechts) gab mir allerdings ein Rätsel auf, da ich ihn in keinem meiner Bücher fand: offensichtlich ein Raufußröhrling, aber weit und breit nur Buchen, Eichen und ein Dornenbusch. Im Internet bin ich auf den Gelbporigen Raufußröhrling gestoßen. Der Anschnitt färbte sich zuletzt schwarz.

Heute habe ich die Hainbuchenröhrlinge gleich noch gebraten. Die gab es schon öfter in einer Mischpfanne. Pur waren sie nicht ganz mein Geschmack.

Viele Grüße, Felix«

(2 Fotos © Felix)

Hallo Felix,

ja, das ist ein Gelbporiger Raufußröhrling. Ein seltener Pilz, der auf dieser Seite hin und wieder mal gefunden und vorgestellt wird.

Übrigens ist es öfter so, dass eine spezielle Pilzart weniger zum Sologericht taugt und im Mischpilzgericht geschmacklich erheblich besser rüberkommt.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Kraichtal: Achims Nachbarn durften sich über ein reichhaltiges Pilzgeschenk freuen


Achim schreibt am 5. August 2017:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute haben meine Frau und ich rund um Diefenbach einen schönen Korb voller Pilze gesammelt, den wir einem glücklichen Nachbarn geschenkt haben, da wir heute Nacht für zwei Wochen in Urlaub fahren. Einen Hexenröhrling haben wir aber behalten.

Es haben nicht alle auf’s Bild gepaßt, aber folgende Arten konnten wir sicher identifizieren:

Gelbporige Raufüße, Hainbuchenraufüße, Filzröhrlinge, auch Rothütiger, Ringloser Butterpilz, Netzstielige Hexenröhrlinge (nicht auf dem Bild), Ledertäublinge, Scheidenstreifling, Sommersteinis.

Herzliche Grüße aus dem Kraichtal

Achim & Christiane«

(Foto © Achim)

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