Pilzticker RP 31 (Rheinland-Pfalz 31):
Funde vom 21.09.2016 - 01.11.2016



Pilzticker RP 31




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Viele köstliche Pilzarten machten dieses Jahr einen weiten Bogen um den zu trockenen Soonwald


Foto: Drei wunderschöne Parasolschlegel hat hier Margit fotografiert. Ihr genattertes Stielmuster bilden sie erst zaghaft aus; der verschiebbare markante Doppelring ist dagegen schon weit gediehen.

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Margit und Olli schreiben am 1. November 2016:

»Viele Grüße aus dem schönen Soonwald und den urigen Wäldern des Nahe-Landes von Margit und Olli!

Am heutigen frühen Morgen brachen wir nach langer Auszeit in die Höhenlagen des Soonwaldes auf, in der Hoffnung, ein paar Röhrlinge und vielleicht auch noch irgend eine andere leckere Speisepilzart zu finden.

Nachdem wir einige uns bekannte Gebiete verschiedenen Gehölzes erfolglos abgesucht hatten, fuhren wir mit dem Auto weiter in die Nähe von Münchwald, eine kleine Gemeinde im Hunsrück.


In einem Laubmischwald mit großem Buchenanteil fanden sich viele noch sehr junge Safranschirmlinge*, deren Hüte noch geschlossen waren. Sie genossen hauptsächlich die Gesellschaft von Nebelkappen* und sehr vielen Schwefelköpfen, die einen Großteil der alten Baumstümpfe besiedelten. Ab und zu landeten auch einige Parasolpilze in unserem Körbchen.

Von Röhrlingen, Reizkern, Trompetenpfifferlingen und Stockschwämmchen, wie wir sie in den letzten Jahren überreichlich vorfanden, war dieses Jahr nicht die geringste Spur erkennbar. Das liegt daran, so denke ich mir, dass dieses Jahr kaum Regen fiel.

In der zweiten Hälfte des Vormittags fuhren wir auf den 25 Kilometer entfernten Kuhberg bei Bad Kreuznach. Dort fanden wir dieselben Arten wie im Soonwald. Einzige Ausnahme war eine noch sehr junge Krause Glucke, die wir aber stehen ließen, weil wir nicht des Babymordes angeklagt werden wollten.





Foto: Flaschenstäublinge, in ihrer Charakteristik sehr schön wiedergegeben. Solange sie innen reinweiß sind, sind sie leckere Pilze, sofern man die griesartige Außenschicht entfernt.

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Auch in diesem Waldgebiet war der Boden immer noch recht trocken, was wir sehr bedauerten. Das, so vermuteten wir, war wohl auch der Grund, weshalb die Ernte unserer geliebten Semmelstoppelpilze auch noch ausfiel.

Am frühen Nachmittag hatten wir immerhin einen großen faltbaren Einkaufskorb mit Schirmpilzen zusammen, die Margit zu Hause kurzerhand zu einer schmackhaften Pilzpfanne mit Nudeln (Foto oben) verarbeitete. Vorher hat sie aber noch einige schöne Fotos für den Pilzticker geknipst!

Alles Gute Dir, Heinz Wilhelm, und noch viel Gelingen und Freude mit dem Pilzticker!«


Foto: Hier zeigen sich Parasole und Safranschirmlinge friedlich vereint im faltbaren Korb. Margit hat sie zuhause alsbald zu der leckeren Pilzpfanne veredelt, die wir oben sehen. (4 Fotos © Margit L.)





Nahe-Land: Warmlaufen mit Parasole & Safranschirmling für die Röhrlingssuche am Dienstag


Foto: Ein prächtiger Parasolschlegel, dessen genatterter Stiel gut zu erkennen ist. Oliver sieht im Nahe-Land das stärkste Parasolaufkommen seit etwa zehn Jahren.

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Margit und Oliver schreiben am 30. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

nach langer Durststrecke wegen Arbeit, Urlaub, Zeitmangel und trockenem Wetter, beschloss ich heute morgen, ein kleines Waldstück in der Nähe meines Heimatortes aufzusuchen.

Dort fanden sich einige Anisegerlinge, Safranschirmlinge und auch einige noch geschlossene Parasole, die Margit bevorzugt verarbeitet, denn die Lamellen sind dann noch nicht so mit Parasiten befallen. Nach meinem Eindruck war das Aufkommen der Parasole etwa zehn Jahre lang nicht mehr so stark wie am heutigen Tag. 


2 Fotos: Nein, dies ist kein Parasol, sondern ein Safranschirmling (links). Sein Stiel ist weißlich-bräunlich und nicht genattert. Rechts ein kräftiger Bursche von Anisegerling. Die flüchtigen hellen Gelbanteile am Hut weisen bereits in Richtung seines Namens.

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Fazit: Die Waldpilze haben alle ihre Zeit. Sind sie mal schwächer vertreten, so machen sie das durch starke Jahre wieder wett.

Wie immer haben wir auch dieses Mal wieder einige Fotos für den Pilzticker gemacht.

Am kommenden Dienstag nehmen wir uns die Zeit, den Soonwald nach Röhrlingen abzusuchen.

Bis dann! Viele Grüße von Margit und Oliver aus dem Nahe-Land«


Foto: Der rote Korb von Margit und Oliver, fast schon ein Markenzeichen für Pilzleidenschaft im Nahe-Land, ist wieder da! Und zwar beladen mit Parasol (rechts), Anisegerling (Mitte) und (vermutlich) Safranschirmling (links). (4 Fotos © Oliver L.)







Ein prächtiger Röhrlingsfund im Binger Stadtwald lässt Benedict auf mehr hoffen


Benedict schreibt am 23. Oktober 2016:

»Ich habe heute im Binger Stadtwald Rotkappen, Birkenpilz und zwei Steine gefunden (Foto rechts).

Der Wald ist nicht mehr so trocken wie noch vor drei Wochen. Die Saison könnte also noch einige Überraschungen bringen...

Viele Grüße Benedict«

(Foto © Benedict C.)




Zu Julias und Tobias' Freude rocken die Steinpilze und die Birkenpilze Rockenhausens Wälder


Foto: Superknackig und superfrisch sehen sie aus, die Steinpilze und Birkenpilze, die Julia und Tobias bei Rockenhausen gefunden haben. Sie wollen die dortigen Waldgebiete nun genauer inspizieren. (Foto © Julia)


Julia und Tobias schreiben am 16. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

wir grüßen Dich aus der Nordpfalz, aus der schönsten und kleinsten Stadt dort, nämlich aus Obermoschel.

Heute waren wir in Rockenhausen, das umgeben ist von alten und jungen Fichtenwäldern.  Die Stadt liegt im Donnersbergkreis, 15 km von unserem Wohnort Obermoschel entfernt.

In einem der sonnendurchfluteten Mischwälder mit feuchten Moosteppichen und hohen Gräsern waren wir von besten Bedingungen überzeugt und suchten entsprechend intensiv.

Und wahrhaftig, alle zwei Meter fanden wir Birkenpilze und Steinpilze. Am Ende hatten wir 3,2kg Birkenpilze und ca. 2kg Fichtensteinpilze zusammen!

Damit war der Korb voll und wir mussten früher als geplant umdrehen. Wir werden uns in Rockenhausen noch genauer umsehen und gerne weiter berichten.

Beste Grüße, Julia und Tobias«

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Gerhard: In der Vorderpfalz werden die Wälder schon wieder trocken

Gerhard schreibt am 10. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute wieder einmal ein Bericht aus Dudenhofen in der Vorderpfalz.

Nach dem Regen vor zwei Wochen begann auch bei uns die Pilzzeit. Erst fand ich einige Steinpilze und Rotkappen, wenige Birkenpilze und eine Krause Glucke.

Eine Woche später dann viele Steinpilze Rotkappen, Parasole, Schwefelporling.

Aber es gibt immer noch keine Maronen und nur wenige Birkenpilze und Hexenröhrlinge. Wir bräuchten jetzt wieder Regen, der Wald wird trocken.

Bis dann, Grüße aus der Vorderpfalz, Gerhard«

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Wenig Ausbeute im Bienwald für Bernd und die Sammelkonkurrenz


Foto: Ein anderer Pilzsammler lässt Bernd am Großen Westwallweg bereitwillig seinen Korb fotografieren. Einige Birkenpilze und Rotkappen haben zu seinem Leidwesen viel zu viel Platz darin. (Foto © Bernd)

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Bernd schreibt am 3. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

heute am Feiertag habe ich den Lußhardtwalt bei Kronau nicht besucht, sondern bin in die Pfalz gefahren und die große Westwallweg-Runde abgelaufen.

Ich wollte sehen, was es im Bienwald an Pilzen gibt. Fazit: Die zerstörten Bunkeranlagen waren leichter zu finden als die Pilze.

Unterwegs habe ich einen Pilzsammler getroffen, der mich seinen Korb fotografieren ließ. Er war alles andere als zufrieden mit seiner Beute und meinte, es sei immer noch viel zu trocken.

Persönlich habe ich Krause Glucken, Rotkappen, Parasole und Schwefelporlinge gefunden, die es hier gibt wie Sand am Meer.

Viele liebe Grüße Bernd«







Achtung Pilzfreunde: Große Krause Glucke im 1A-Zustand aus dem Meulenwald/Südeifel zu verschenken!


Foto: Über diese Krause Glucke ist Sebastian bei seinem Jogging im Meulenwald in der südlichen Eifel beinahe gestolpert. Sie war 45 Zentimeter lang! (Foto © Sebastian)

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Sebastian schreibt am 21. September 2016:

»Hallo Pilzticker,

da ist man nur kurz joggen, und schwups stolpert man quasi über ein Prachtexemplar von einer Krausen Glucke. Zum Größenvergleich, der Schuh hat Größe 44, der Pilz ist also ca. 35 x 45 cm groß!

Da es jedoch nicht die einzige Krause Glucke gewesen ist, bin ich gerne bereit, dieses Exemplar einem anderem Pilzbegeisterten aus dem Raum Trier zu überlassen und ggf. nähere Angaben zum Fundort zum machen.

Viele Grüße aus dem Meulenwald, Sebastian«

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