Pilzticker Hessen 2:
Funde vom 23.09.2012 bis 03.10.2012



Pilzticker Hessen 2




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Übersicht aller bisherigen Hessen-Pilzticker




Darmstadt: Ilja freut sich, weil es allmählich losgeht

Ilja schreibt am

3. Oktober 2012:

"Bei uns geht es langsam los: Goldröhrlinge, Stockschwämmchen, Maronenröhrlinge, Violette Lacktrichterlinge im Lärchen-Mischwald bei Darmstadt!"


Rheingau-Taunus-Kreis: Hoffen auf Fülle

Wieland schreibt am

3. Oktober 2012:

"Hallo,

es war noch nicht der große Wurf im Rheingau-Taunus-Kreis. Bei unserem heutigen Rundgang in der Nähe des Wispersees fanden wir eine Handvoll Edelreizker, zwei Parasolpilze, eine kleine Marone und einen üppigen, aber schon älteren Steinpilz. Zwei Birkenpilze ergänzten den Fund. Alles in allem aber noch nicht so befriedigend - wir hoffen aber weiter."

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Wiesbadener Stadtwald: Erneut herrliche Artenvielfalt


Anna schreibt am

3. Oktober 2012:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

an einem milden Herbsttag suchte ich meinen herrlichen moosgrünen Fichtenmischwald auf und fand mich in einer bunten Fülle von Pilzen wieder.

Zum Essen gab es: junge Kuhröhrlinge in Gesellschaft von Rosenroten Gelbfüßen (sie stehen oft beieinander), Parasolen, Semmelstoppelpilze, reichlich Cantarellen (Pfifferlinge und Trompetenpfifferlinge), Totentrompeten (= Craterellen), Behangene Faserlinge, Blaue und Rote Lacktrichterlinge sowie diverse Täublinge und Gelbe Schleimköpfe. Von all diesen Pilzen nahm mir gerne welche mit.

Der Herbst meldete seinen Anspruch machtvoll mit Hallimasch, Nebelkappen, Rettichhelmlingen und Schwefelritterlingen an. Die nahm ich allerdings ebenso wenig mit wie die folgenden Spezl:

Aniszählinge, Anistrichterlinge, Goldfellschüpplinge sowie diverse Dachpilze usw.

Desweiteren entdeckte ich gefährliche giftige Vertreter vom Gelben und Grünen Knollenblätterpilz, Risspilze, und Blutblättrige Hautköpfe.

Liebe Grüße,

Anna"

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Foto: Anna bei der Pilzarbeit. Sie schneidet einen Flockenstieligen Hexenröhrling (Boletus erythropus). Kaum ein Tag vergeht, an dem sie nicht im Wald ist und nach Pilzen sucht (Foto © Privat).



Wiesbadener Stadtwald: Ein Pilzmärchen an Vielfalt und Farben

Anna schreibt am

1. Oktober 2012:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute zeigte sich mein geliebter Wiesbadener Stadtwald in famoser Spendierfreudigkeit! Herrliche Pilze in selten erlebter Vielfalt und Pracht!

Es begann gleich mit Büscheligen Raslingen, Herbstlorcheln, Butterpilzen und Erdritterlingen in üppigem Aufkommen.

Doch das sollte erst der Anfang sein. Berge junger Totentrompeten, die ich so schätze, sowie herrliche Knoblauchschwindlinge schienen schon auf mich zu warten.

Es folgten drei überaus kernige Steinpilze, dann Maronenröhrlinge, Parasolen mit aufgespannten Hüten und als Paukenschlegel-Wesen; Hellrote Täublinge, wohl Rotstielige Reiftäublinge, große, beste Perlpilze, ein prächtiger Reifpilz, Scheidenstreiflinge, Semmelgelbe Schleimköpfe, Rötliche Lacktrichterlinge, Violette (Blaue) Lacktrichterlinge, Elfenbeinschnecklinge und schließlich Schopftintlinge.

Hinzu kamen noch diverse Helmlinge, Rüblinge und Dunkelviolette Schleierlinge und Wurzelnde Bitterröhrlinge (s. Foto weiter unten), die ich aber nicht mitnahm bzw. nicht verwertete.

Größte Fülle und Vielfalt auf kleinstem Gebiet!

Viele Grüße von

Anna"

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Foto: So ähnlich dürften die drei Steinpilze auf Anna gewartet haben: ein kerniges Trio drückt sich an einen Hainbuchenstamm.




Foto rechts: Ein relativ häufiger, jedoch nicht essbarer Pilz, dem wir in diesen Tagen begegnen, ist der Wurzelnde Bitterröhrling (Boletus radicans). Er wächst gerne in Vorgärten und Parks sowie an Weg- und Waldrändern. Markant ist die zitronengelbe bis goldgelbe Farbe der Röhren. Bei Druck färben sie sich umgehend schmutzigblau (Foto © Anna Wulfgramm).

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Landkreis Darmstadt-Dieburg: Der erste Pilz-Unterricht für die Kinder

Carsten schreibt am

29. September 2012:

"Auch aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es, wie nach den Regenfällen zu erwarten war, Neuigkeiten.

Eine vierstündige Tour durch die Mischwälder zwischen Dieburg und Messel belohnte uns dieses Mal mit einem Korb voller Parasolen, einigen Pfifferlingen und einer kleinen Krause Glucke. Der Höhepunkt des Tages war mein erster Korb voller dünnfleischiger Anis-Egerlinge (90% noch nicht aufgeschirmt)!

Nachdem wir ausgeschlossen hatten das es sich um Karbol-Egerlinge handelte, haben wir sie uns so richtig schmecken lassen :-) Prachtexemplare an Fliegenpilzen und Grünen Knollenblätterpilzen rundeten die Pilzlehrstunde für meine Kleinen ab.

Da die Tour heute meine beiden Töchter (wie erhofft) zu Pilz-Fans werden ließ, steht bei uns morgen wieder das Fischbachtal/Modautal an.

Der erste Steinpilz läßt noch auf sich warten....

Viele Grüße,

Carsten"

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Eiserne Hand, Rheingau-Taunus-Kreis

Wieland schreibt am

29. September 2012:

"Langsam ändert sich was im Rheingau-Taunus-Kreis. Eine kleine Tour führte uns heute zur "Eisernen Hand", zwischen Taunusstein und Wiesbaden gelegen. Wir konnten viele Fliegenpilze und auch einige Goldröhrlinge sehen. Ein Rotbuchenstamm war mit Büscheln des Weißstieligen Stockschwämmchens bewachsen. Und auf der Rückfahrt durchs Aartal sahen wir noch am Strassenrand einige aufgeschirmte Parasolpilze."


Stadtwald Marburg/Lahn

Konstantin schreibt am

27. September 2012:

"Heute im Stadtwaldt Marburg unterwegs gewesen. Viele Fliegenpilze und Knollenblätterpilze gab es schon. An essbaren Pilzen habe ich einige Tintlinge und Parasolen gesehen. Auch einen großen Bestand an Austernseitlingen habe ich gefunden. Trotz des vielen Regens in den letzten Tagen scheint das Unterholz noch immer recht trocken zu sein.

Grüße aus Marburg"


Landkreis Darmstadt-Dieburg

Carsten schreibt am

27. September 2012:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

bis zum vorigen Sonntag hat sich hier im Fischbachtal/Modautal des Landkreises Darmstadt-Dieburg auf Grund der ausbleibenden Niederschläge noch kein einziger Röhrling blicken lassen. Der in dieser Woche einsetzende Regen mit einigen sonnigen Stunden stimmt mich jedoch zuversichtlich, Euch am Samstag etwas anderes berichten zu können.

Viele Grüße,

Carsten"

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Wiesbadener Stadtwald und Binger Wald

Anna schreibt am

23. September 2012:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

als Nachtrag wollte ich Dir noch dieses Foto mit dem Dunkelvioletten Schleierling und dem Semmelgelben Schleimkopf zusenden. Den Dunkelvioletten esse ich nicht, den Semmelgelben hingegen sehr gerne. Ich finde ihn regelmäßig im Laubmischwald im Wiesbadener Stadtwald.

Am wunderschönen Familien-Wochenende waren wir im Binger Wald. Aber außer einigen jungen Steinpilzen gab es lediglich zwei Parasolen, Anischampignons und Täublinge. Der kleine Korb war gerade halb gefüllt.

Liebe Grüße

Anna"


Foto: Semmelgelbe Schleimköpfe (Cortinarius varius). Wegen ihrer meist leuchtend blauvioletten Blätter wird der Pilz auch "Blaublättriger Schleimkopf" genannt. Auch "Ziegelgelber Schleimkopf" zirkuliert als deutcher Name.

Unterschiedliche Namensgebungen deuten stets auf mehr oder weniger unbekannte Pilze hin. Einer der Namen wird sich in absehbarer Zeit endgültig durchsetzen. Und das umso mehr, als dieser Pilz, der im Nadelwald auf Kalkböden wächst, ein ausgezeichneter Speisepilz ist (Foto © Eric Steinert)

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Allen Pilz- und Naturfreunden eine schöne Adventszeit

(Foto © Fotolia)

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