Pilz-Ticker-MV
(Mecklenburg-Vorpommern)



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Hallo Pilzfreunde, der Pilzticker macht vom 26.11. - 2.12.2016 Kurzurlaub. Ab dem 3.12. geht's weiter wie gehabt.


Vorpommern-Greifswald: Eine märchenhaft schöne Großkolonie von Austernpilzen für Gudrun


Foto: Welch ein Fund von Austernseitlingen! Gudrun hat noch nie so viele »Kalbsschnitzelpilze« an einem Baumstamm gesehen wie in diesem Fall. Und die Pilze sehen sehr gut aus. Vorne die Überständigen sind vermutlich Schüpplinge. Im Hochformat hierunter sehen wir die herrlichen Pilze aus der Nähe.


Gudrun schreibt am 24. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

meine neueste Entdeckung ist ein Stamm, der mit prächtigen Austernseitlingen bewachsen ist. So viele an einem Stamm habe ich noch nie gesehen!

Viele Grüße aus dem Norden

Gudrun«

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Foto: Und weil's so schön ist, die Austernpilzkolonie in aller Pracht noch einmal in der Seitenansicht. Die Pilze sind in tadellosem Zustand, jeder einzelne ist, wie man sieht, verwertbar. (3 Fotos © Gudrun)





Landkreis Rostock: Bens Fotostudien am Spechttintling und einem verirrten Zapfenbesucher


Collage: Der ungenießbare Spechttintling wird hier in drei Entwicklungsstadien von Ben festgehalten. In der Mitte hat er seine beste Zeit. Links rollt sich der Rand bereits nach oben ein - der Pilz beginnt zu vergehen. Rechts sehen wir die Leichname.

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Ben schreibt am 6. November 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

eigentlich wollte ich heute gucken, ob sich dieses Jahr an meiner Hallimasch-Stelle bei Kritzmow im Landkreis Rostock doch noch ein Pilz blicken lassen würde. Aber da wurde ich leider enttäuscht.

Dafür habe ich einige wunderschöne Spechttintlinge gesehen und in unterschiedlichen Stadien fotografiert. Schließlich fand ich an einem Lärchenzapfen ein paar Zapfenrüblinge,
dich ich auch fotografisch festgehalten habe.

Was ich aber erst zu Hause bemerkt habe, war, dass sich noch zwei andere Pilze ins Bild
geschlichen hatten. Wie die Pilze heißen weiß ich leider nicht.

An Speisepilzen war nicht viel zu holen, außer ein paar Rauchblättrigen Schwefelköpfen und Schopftintlingen habe ich nichts entdeckt.

Viele Grüße aus Mecklenburg-Vorpommern, Ben«

Blau = ungenießbar


Foto: Zu vermuten ist, dass dies Kiefern- oder Fichtenzapfenrüblinge sind, die sich an einen Lärchenzapfen verirrt haben. Beide Arten wären essbar, werden jedoch von Pilzfreunden wegen ihrer Unergiebigkeit so gut wie nicht gesammelt. Helmlinge an Zapfen sind dagegen ungenießbar. (Collage/4 Fotos © Ben)





Waren-Müritz: Nach zig erfolglosen Pilzgängen war die Freude über den ergiebigen Spätfund riesengroß


Foto: War das eine Freude für Sandra und Mitsammler, als sie nach einem bislang erfolglosen Pilzjahr diesen späten Fund machten. Wir sehen links unten Birkenpilze, rechts unten den Bilderbuch-Steinpilz, hinten Parasole und dazwischen das große Gewimmel der »jungen knackigen Maronen«.

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Sandra schreibt am 4. November 2016:

»Hallo,

nach vielen erfolglosen Pilzrunden in den Wäldern von Mecklenburg-Vorpommern war diese Saison leider nicht ergiebig. So schön allein die verbrachten Stunden im Wald auch sein mögen, beim achwievielten Mal ohne Pilze im Korb ist es dann doch ernüchternd.

Am Dienstag, 1. November, machten wir uns noch einmal auf, um in einem für uns traditionell ergiebigen Wald im Waren-Müritz-Kreis noch einmal nachzuschauen.

Und dieses Mal sollten wir das Glück auf unserer Seite haben! Reichlich junge knackige Maronen, einige Birkenpilze (Foto rechts), Schopftintlinge und Parasole und sogar einen Bilderbuch-Steinpilz konnten wir finden.

Unsere Freude war deshalb so groß, weil wir dieses Pilzjahr eigentlich schon abgeschrieben hatten.

Liebe Grüße aus Mecklenburg-Vorpommern, Sandra«


Foto: Und diese Maronen kommen zu denen vom Foto oben noch hinzu. Ein mehr als respektabler Fund! (3 Fotos © Sandra)







Stockschwämmchen und Rauchblättrige Schwefelköpfe für Ben bei Rostock

Ben schreibt am 3. November 2016:

»Hallo, am Sonntag war ich bei Rostock im Mischwald. Röhrlinge scheint es wenige zu geben. Ich habe nur einen Rotfußröhrling gefunden.

Dafür gab es eine Menge Stockschwämmchen und Rauchblättrige Schwefelköpfe, die, nach Kontrolle durch die Pilzberatung, auch in der Pfanne landeten.

Aber Vorsicht, auch ein paar Nadelholzhäublinge waren zu finden.

Viele Grüße Ben«

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Vorpommern: Junge Maronen ohne Maden, knuffig und fest

Gudrun schreibt am 30. Oktober 2016:

»In einigen Waldabschnitten in Vorpommern gibt es auffällig viele Butterpilze an den Wegrändern. Und Riesenschirmpilze. Sonst nichts.

Ich bin heute 10 km weiter in einen anderen Wald gefahren. Dort wachsen jetzt massenhaft junge Maronen ohne Maden. Knuffig und fest. Und einige (geschützte) Birkenpilze, die ich jetzt nicht mehr anrühren werde. Danke für Deinen Hinweis. Die Ur-Dorfbewohner werden sie trotzdem sammeln. Man müsste Tafeln mit geschützten Pilzarten aufstellen.

Viele Grüße Gudrun«


In Nord-West-Mecklenburg findet man im Wald sogar Pilzsammler

Kerstin schreibt am 24. Oktober 2016:

Nord-West-Mecklenburg:

Hallimasch (finde ich in Ostholstein (OH) auch), Sternschuppiger Riesenschirmpilz (in OH so gut wie nie vorkommend), vereinzelte Reizker, diverse Stäublinge, und Rauchblättrige Schwefelköpfe (leider nur ein Fund, aber in OH noch seltener) und noch etwas Kleinzeug.

Keine Krause Glucke, obwohl der Wald ideal schien. Aber es lohnt auf jeden Fall, mal zu schauen.

Und ich bin in Nordwest-Mecklenburg tatsächlich einem anderen, netten Pilzsammler im Wald begegnet. Das war für mich schon eine Attraktion, denn in Ostholstein habe ich die Wälder fast alleine für mich. Allerhöchstens verraten mal Pilzstümpfe die Anwesenheit von anderen Pilzsammlern.«

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Vorpommern: Die Vielfalt der Pilzarten einschließlich dem Schwärzlichen Birkenpilz nimmt jetzt zu


Foto: Links sehen wir die braunhütigen Gemeinen Birkenpilze, rechts die düsteren Schwärzenden Birkenpilze. Viele wissen nicht, dass diese Art geschützt ist. (Foto © Gudrun)

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Gudrun schreibt am 21. Oktober 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm, 

im Nordosten ist das Pilzaufkommen in diesem Jahr anders als sonst. Man findet Maronen, aber man muss sie suchen, das kennen wir verwöhnten Pilzsucher in dieser Region sooo nicht. Oft sind sie dann schon zu groß und nass triefend. In Fichtenwäldern gibt es momentan nur Kartoffelboviste  und Kremplinge

Heute war ich in einem Birkenwald, dort gab es ganz frische junge Hallimasche, massenhaft Butterpilze, Schirmpilze und schönste Fliegenpilze. Die Wildschweine haben ein paar junge Birkenpilze stehen lassen, siehe mein Erntekorb.

Die Vielfalt an Pilzen hat sich in den letzten Tagen vergrößert. Bei uns war die Temperatur tagelang unter 10 Grad, weshalb Steinpilze und die kleinen schwarzen Maronen möglicherweise nicht wachsen.

Den Birkenwald habe ich heute neu entdeckt. Ist der Schwärzliche Birkenpilz geschützt? 

Viele Grüße Gudrun«

Hallo Gudrun,

zunächst einmal: Es ist schön, dass endlich auch einmal hin und wieder ein Lagebericht aus Deutschlands Nordosten kommt. Das war bisher ein überwiegend weißer Fleck. Vielleicht könntest Du noch den Landkreis nennen, in dem Du überwiegend suchst.

Zu den Birkenpilzen: Alle Pilzarten der Gattung Leccinum, das sind Raufußröhrlinge, sind nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt. Also der Gemeine Birkenpilz mit seinen Variationen wie zum Beispiel Dein Schwärzlicher Birkenpilz genauso wie sämtliche Rotkappenarten. Sie sind laut BArtSchV »Besonders geschützte Arten«.

Das heißt, man darf pro Person und Tag je nach Erlaubnis der zuständigen unteren Landesbehörden (in der Regel das Landratsamt) 1 oder maximal 2 Kilo aller Pilzarten insgesamt, d. h. nicht geschützte Arten wie Hallimasch oder Täublinge eingeschlossen, entnehmen.

Das ist, zumindest auf dem Papier, eine strenge Auslegung. In einem Kommentar habe ich hierzu deutlich Stellung genommen.

Eine Zusammenfassung zum Thema Pilze und Naturschutz findest Du hier.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Pilze gibt es nur an Orten mit mehr Regen und in ganz lichten Wäldern

Gudrun schreibt am 8. Oktober 2016:

»Liebe Pilzfreunde,

nun gibt es endlich auch in Vorpommern wieder Pilze. Aber noch nicht an den gewohnten Stellen.

Gestern und heute habe ich mehrere (sonst) gute Pilzstellen aufgesucht. Nichts. Gefunden habe ich die Pilze an Stellen, wo ich sonst nie schaue.

Durch einen Fliegenpilz geleitet, habe ich in einem neu entdeckten Waldstück – mit sehr lichtem Kiefernwald mit Gras und dickem Moos – viele Maronen gefunden. 

Auch heute gab es knackige Maronen in einem fies und kahl gerodeten Tannenwald mit viel Moos. In den großen Rodungs-Schneisen wuchsen nur viele Knollenblätterpilze und Kremplinge.

In den üblicherweise guten Pilzwäldern wächst momentan nichts. Pilzfunde gibt es also nur an Orten mit mehr Regen und in ganz lichten Wäldern.

Viele Grüße aus dem Nordosten, Gudrun«

Liebe Gudrun,

vielen Dank für diesen informativen und interessanten Lagebericht! 

Einen schönen Pilzherbst wünscht Dir Heinz-Wilhelm

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Nachtrag aus Vorpommern:

»Der August brachte eine unglaubliche Steinpilzschwemme«


Gudrun schreibt am 15. August 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

momentan ist es bei uns in Vorpommern sehr trocken bei etwa 30° C. In schattigen Waldgebieten gab es heute nur einen Steinpilz, Pfifferlinge und wenige Maronen, die allerdings knackig und frisch waren. 

Es macht einfach Spaß, durch den Wald zu gehen. Pilze sammeln ist für mich die größte Entspannung.

Der Monat August brach bei uns alle Rekorde. Denn nicht nur in Polen, sondern auch bei uns in Vorpommern gab es eine unglaubliche Steinpilzschwemme, wie ich sie noch nie erlebt habe. Siehe dazu das Foto.

Es gab Hexenringe mit Steinpilzen! Maronen gab es auch in Mengen. Ich sammle sie gar nicht, wenn es Steinpilze gibt. Mitte August hatten wir 25 Liter Regen, danach kamen die Pilze. Zu kleine Steinpilze hatte ich für den nächsten Tag unter Laub versteckt, um für andere Dorfbewohner Spuren zu verwischen. Inzwischen weiß ich: Das macht wenig Sinn, die Pilze wachsen nicht, wenn sie kein Licht bekommen.

Meine Nachbarin sammelt den Netzstieligen Hexenröhrling, den gab es Mitte August ebenfalls massenhaft.

Ganz erschreckend war mein Sonntagsbesuch im Steinpilzwald: Manche Dörfler fahren mit dem Auto mitten durch den lichten Buchenwald und schneiden "brutal" vom Auto aus und fahren dann mit dem Auto die Eichen-Feldkante ab. Solche Leute grüßen auch nicht …

Viele Grüße aus Vorpommern, Gudrun«

(Foto © Gudrun)

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Außer einigen Parasolen gab es keine Pilze im Urlaub auf Usedom

Ben schreibt am 4. September 2016:

»Hallo Pilzticker,

während unseres Urlaubs auf der Insel Usedom haben wir, direkt an den Wegen zwischen Ueckeritz und Swinemünde, einige Parasol gesehen. Wir haben sie stehen gelassen und leider auch kein Foto gemacht. Ansonsten war nix los mit Pilzen.«

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Endlich Röhrlinge in Deutschlands Nordosten

Reik schreibt am 21. August 2016:

»Liebe Pilzfreunde,

in den herrlichen Wäldern der Feldberger Seenlandschaft haben wir die Tage ein Kilo Steinpilze, Butterpilze, Goldröhrlinge und Ziegenlippen gefunden. Und seit heute auch Maronen.

Viel Spaß allen!«


Neuling Matthias sucht Tipp fürs Pilze sammeln im Raum Anklam

Matthias schreibt am 21. Juli 2016:

»Hallo,

ich suche im Raum Anklam ein Waldgebiet mit Pilzen. Kann bzw. würde mir als Neuling jemand helfen?«

Antwort bitte an passio28[ätt]passion-pilze-sammeln.com

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Die Sommersteinis sind jetzt auch im Nordosten da!

Reik schreibt am 15. Juni 2016:

»Liebe Pilzfreunde,

auch im Nordosten Mecklenburgs geht es langsam los! Wir fanden heute drei  Sommersteinpilze sowie ebenfalls drei Netzstielige Hexenröhrlinge.

Viel Spaß allen Pilzfreunden!«


Auch in Deutschlands äußerstem Nordosten gibt es zu Gerds Freude schöne Speisemorcheln


Foto: So schön sie auch dasteht und so gut sie auch schmeckt, das Säubern der Speisemorcheln ist für Gerd nicht einfach. (2 Fotos © Gerd B.)


Gerd schreibt am 8. Mai 2016:

»Habe schöne schmackhafte Speisemorcheln in Sassnitz gefunden. Man hat allerdings immer wieder Probleme, sie richtig zu säubern.«

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Schlemin: Zum Saisonabschlussessen gab es frische Pilze mit Wildschwein vom Grill

Gruftis Fund vom 19. November 2015:


»Ich war am 19. November das letzte Mal im Jahr in meinem Lieblingswald bei Schlemin. Und wie schon seit Jahren wurde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Ich fand Goldstielige Leistlinge (Starkriechende Trompetenpfifferlinge), Graue Leistlinge und Violette Lacktrichterlinge. Nach einer Stunde zu zweit war eine schöne Ausbeute von cirka einem Kilo beisammen. Es war ein wunderschöner Waldspaziergang mit unseren zwei Hunden.

Anschließend gab es ein Pilzessen mit unseren Freunden, das gekrönt wurde mit Wildschwein vom Grill.

Liebe Grüße Grufti«

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Ueckermünde: Jetzt weiß Cathleen, wo die vielen Maronen stehen

Cathleen schreibt am 1. Oktober 2015:

"Hallo,

ich war heute mit meinem dreijährigen Sohn etwa 30 Minuten im Waldstück bei Ueckermünde.

Gleich am Waldesrand haben wir viele Maronen gefunden. Viele waren schon faul, weil sie nicht geerntet wurden. Aber jetzt wissen wir ja, wo sie stehen und kommen wieder :)"


Ein schöner Urlaubsfund bei Speck/Müritz für Claudia und Jens


Claudia und Jens schreiben am 16. September 2015:

"Hallo liebe Pilzfreunde,

wir haben auf unserer dreistündigen Tour in der Nähe von Speck schöne Steinpilze, etliche Birkenpilze, Maronen und Pfifferlinge gefunden (siehe Foto rechts).

Urlaubsgrüße aus dem Müritz-Nationalpark von Claudia und Jens."

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Anmerkung: Das Pilze sammeln in Nationalparks ist bundesweit untersagt




Foto: Die schönsten Exemplare haben Claudia und Jens noch einmal extra präsentiert. (2 Fotos © Claudia/Jens)


Nur schleppendes Pilzwachstum in der Schwinzer Heide

Markus schreibt am 9. September 2015:

"Hallo alle miteinander,

wir waren nun die letzten Tage fleißig Pilze suchen.

Die guten Nachrichten aus dem Raum Anklam und Greifswald können wir für die Schwinzer Heide (westlicher Raum der Mecklenburgischen Seenplatte) nicht unterschreiben.

Wir haben bei drei Pilzgängen insgesamt 2 kg Pfifferlinge, 2kg Körnchenröhrlinge oder Schmerling und ganze zwei Steinpilze gefunden. Kann es sein, dass es hier zu heiß und zu trocken war?

Liebe Grüße Markus"

Hallo Markus,

mit Deiner Vermutung dürftest Du richtig liegen. Riesige Waldlandschaften, vor allem in Süddeutschland, sind in den vergangenen Wochen so ausgetrocknet, dass dort bis heute zum Teil nicht ein einziger Pilz zu finden ist. Das muss aber für einen letztlich noch guten Saisonverlauf nichts heißen.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Greifswald und Anklam: Viele Pfifferlinge, viele Steinpilze - und ein Wunsch vom Gärtner

Der Gärtner schreibt am 6. September 2015:

"Hallo und liebe Grüße an alle Pilzfreunde!

Meine Frau und ich haben uns am heutigen schönen sonnigen Sonntag die Zeit genommen, um in unsere Wälder in der Region Greifswald zu gehen und nach Pfifferlingen Ausschau zu halten. Wir waren das erste Mal in diesem Jahr auf Pilzschau. Das hat damit zu tun, dass bei uns die Pilzsaison später beginnt.

Und wir sind fündig geworden! Es gab reichlich Pfifferlinge, sehr große Steinpilze, zwei Maronenröhrlinge sowie einen Hexenröhrling im Anklamer Raum.

Also wir können sagen: Hier oben bei uns ist die Pilzsaison nun auch endlich eröffnet!

Liebe Grüße aus dem Greifswalder Land

PS: Es wäre schön, wenn auch im Pilz-Ticker-MV mehr über das regionale Pilzaufkommen zu lesen wäre. "


Üppiges Wachstum der Herbstpilze in den Greifswalder Wäldern


Andreas schreibt am 13. Oktober 2014:

"Hallo,

meine Frau und ich waren am gestrigen Sonntag wieder in unseren Wäldern unterwegs.

Nach ungefähr sechs Stunden Suche hatten wir unzählige Maronenröhrlinge, Butterpilze, Parasolpilze, Pfifferlinge und Kuhröhrlinge, einige Steinpilze, viele Flockenstielige Hexenröhlinge, einige Rotfußröhlinge und zwei Birkenpilze in unseren Körben.

Wir sahen auch reichlich Rotkappen, Braunkappen und Ziegenlippen, die wir aber nicht sammelten, da sie nicht auf unserem Speiseplan stehen.

Es war ein rundum erfolgreicher Nachmittag!

Liebe Grüße aus der Nähe von Greifswald

Andreas und Katrin

P.S. Über mehr Einträge aus unserer Region Vorpommern würden wir uns sehr freuen"

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Fotos links: Körbe und Kisten waren gut gefüllt nach dem sonntäglichen Pilzgang von Andreas und Katrin. Bei Greifswald, wo der wohl bekannteste deutsche Mykologe, Prof. Hanns Kreisel (81), wohnt, wachsen die Pilze zur Zeit sehr gut. Wer kennt nicht den sechsbändigen Klassiker "Handbuch für Pilzfreunde" von Michael, Hennig und Kreisel, das ein Vermächtnis ist? (2 Fotos © Katrin)




Sammelwütige Berliner bei Greifswald: Mit drei Bollerwagen gegen die Bundesartenschutzverordnung

Andreas und Katrin schreiben am 11. Oktober 2014

"Hallo und einen wunderschönen guten Tag!

Wir melden uns aus dem wunderschönen Vorpommern bei Greifswald. Und müssen heute mal Dampf ablassen.

Wir, also meine Frau und ich, waren heute Nachmittag wieder zwischen Greifswald und Wolgast im Wald unterwegs. Unser Fund fiel etwas mager aus: drei Steinpilze, Maronenröhlinge, Butterpilze und Hexenröhlinge. Dafür gab es reichlich Müll und Abfall, den wir, so gut es geht, sammeln und an einen festen Standort packen.

Unsere Region ist sehr schön und der Weg zur Insel Usedom nur ein Katzensprung. Um dorthin zugelangen, muss man durch "unseren" Wald fahren und wie wie immer wieder feststellen, wird jede Möglichkeit genutzt, um im schönen Wald zu rasten - und den Müll im Wald zu lassen.

Da nun wirklich viele Urlauber aus der gesamten Bundesrepublik bei uns zu Gast sind, dürften auch einige mitbekommen haben, dass es hier viele Pilze gibt.

So stand heute ein Kombi aus dem180 km entfernten Berlin am Waldrand. Wir gingen also in "unseren" Wald hinein und wunderten uns, warum wir nicht einen Pilz fanden.
Nach ungefähr einem Kilometer erhielten wir die Antwort: eine dreiköpfige Familie sammelte mit drei Bollerwagen Pilze in Massen.

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Foto: Immerhin, diese Pilze hatten die Berliner Bollerwagen-Pilzsammler für Andreas und Katrin übrig gelassen. Auch darüber haben sie sich gefreut. (Foto © Andreas)

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Die Wagen waren voll mit Krauser Glucke, Rotkappen, Steinpilzen, Maronenröhlingen, Butterpilzen usw. Wir sprachen sie an und machten höflich darauf aufmerksam, dass das doch wohl etwas übertriegen sei. Die Antwort kam prompt: 'Wir kommen aus Berlin, die lange Fahrt muss sich lohnen und überholen ist nicht!', sagten sie - und machten sich sogleich an die Weitersuche.

Wir haben uns dann gefragt, wie man sich bei solch eine Begegnung verhalten sollte. Geht man weiter? Sucht man weiter? Geht man in eine anderen Ecke? Jedenfalls waren wir stinksauer über dieses Verhalten.

Bisher war es bei uns so, dass, wenn sich im Wald Pilzsammler begegnen, freundlich gegrüßt wird. Man tauscht sich kurz aus, zeigt sich nicht selten seinen Fund und geht seines Weges.

Sorry, aber findet ihr das gut?

Jedenfalls wachsen die Pilze hier derzeit prima. Maronenröhrlinge, Butterpilze, Steinpilze und Pfifferlinge sind gut zu finden. Wir sind gespannt wie lange noch, denn der Winter steht ja wieder vor der Tür.

Auf Wiedersehen und bis bald! Andreas und Katrin"

Hallo Ihr Zwei,

also, Eure Bollerwagen-Familie aus Berlin ist der Hammer!

Das ist garantiert ein Verstoß gegen die Bundesartenschutzverordnung, nach der z. B. Steinpilze, Rotkappen, Birkenpilze und Pfifferlinge "besonders geschützte Arten" sind, die nur "in geringen Mengen für den eigenen Bedarf der Natur entnommen werden" dürfen. Die lokalen unteren Naturschutzbehörden (Landräte oder Forstamtsleiter) legen fest, ob von ihnen pro Tag und Person ein oder zwei Kilo gesammelt werden dürfen. Wer mit dem Bollerwagen erntet, wird garantiert mehr drin haben.

Pro überschrittenem Kilo sind in der Regel 100 Euro Bußgeld plus anfallende Gebühr von nochmal rund 70 Euro fällig. So wurde 2012 ein Schweizer Rentner, der knapp 12 Kilo Steinpilze im Südschwarzwald gesammelt hatte, vom Zollamt Laufenburg (Baden-Württember) zu einem Bußgeld von insgesamt 1265 Euro verdonnert.

Träfe ein Förster auf Eure Berliner Bollerwagenfamilie, könnte ich mir leicht ein noch höheres Strafentgelt vorstellen.

Viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Großvaters Erzählungen waren wahr: Der Miniwald stand voller köstlicher Pilze

Andreas schreibt am 2. Oktober 2014:

"Hallo und einen wunderschönen guten Tag,

meine Frau und ich sind am vergangenen Freitag und Samstag bei Löcknitz, Vorpommern in den Wald, um nach Pilzen Ausschau zu halten.

Mein Großvater gab uns den Tipp: in der Nähe seines Grundstückes gäbe es eine lichte Waldschonung, in der er früher, d. h. vor 20, 30 Jahren, so viele Pilze fand, dass, wie er sagte, er sie mit der Sense hätte mähen können.

Natürlich hat ihm das niemand abgenommen. Aber nach ein paar lustigen Gesprächen haben wir uns dann doch entschlossen, einfach mal nachzuschauen.

Wir hatten unser Auto gerade mal abgestellt, da gab es zur Begrüßung gleich mal vier Butterpilze. Zwei Meter weiter standen die nächsten. Wir konnten es selbst kaum glauben und ahnten nun bereits, dass Großvater keinen Unsinn erzählt hatte. Zugegeben, die Pilze standen nicht allesamt auf einem einzigen Fleck, aber die Anzahl der Pilze in einem solch kleinen Wald war schon enorm.

Nach einem mittelgroßen Korb voll und 30 Minuten später zogen wir Zwischenbilanz. Wir hatten unzählige Maronenröhrlinge und Butterpilze, zwei Steinpilze, einer davon ein wahrer Riese!  

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Foto: Einen Steinpilzriesen ähnlich diesem aus den südbrandenburgischen Braunkohleland hat Andreas in dem kleinen vorpommerschen Wald auch gefunden.


Das verwunderte uns sehr. Denn es war gar kein Wald im üblichen Sinne. Eher ein Wäldchen, nämlich ungefähr nur 400 Quadratmeter groß, mit sehr jungen Kiefern und sehr hohem Gras. Aber der Wald war feucht und sonnendurchflutet, was das Wachstum der Pilze sicher begünstigte.

Wir haben uns riesig gefreut, ganz spontan einen solchen Fund gemacht zu haben.  Schließlich waren wir gezwungen zu sagen: 'Wir müssen jetzt aufhören, der Korb ist voll!' Das gab es noch nie bei unserer Pilzsuche.

Nun ist der Kühlschrank voll und heute Abend mit Sicherheit unsere Bäuche. Wir werden heute nochmal nach Steinpilzen und Pfifferlingen in unserer gewohnten Region zwischen Greifswald und Wolgast Ausschau halten.

Viel Glück Euch allen!

P.S. Ich finde diese Internetseite wirklich sehr interessant und würde mich über mehr Einträge aus unserer Region um Greifswald sehr freuen"

Lieber Andreas,

vielen Dank für diese wirklich außergewöhnliche und lebhafte Schilderung!

Der Pilz-Ticker-MV hatte in der Tat lange keinen einzigen Eintrag bekommen und war das Sorgenkind unter allen Pilztickern. Dieses Jahr ist erstmals ein bisschen Leben reingekommen, was mich sehr gefreut hat. Meist ist es so, dass, wenn erstmal einer geschrieben hat, bald auch der nächste Pilzsammler nachkommt.

In diesem Sinne freue ich mich über neue Pilzpost aus dem herrlich waldreichen Mecklenburg-Vorpommern.

Viel Erfolg und ebenso viele Grüße Heinz-Wilhelm

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Jakaya freut sich südlich Schwerin: "Reichlich Braunkappen, gut Pfifferlinge und einige Steinpilze"

Jakaya schreibt am 17. August 2014:

"Die Saison 2014 hat begonnen! Es gibt reichlich Braunkappen, gut Pfifferlinge und einige Steinpilze in den Kiefernwäldern südlich Schwerins."


An einer einzigen Stelle bei Greifswald 289 Steinpilze: "Was mache ich bloß alles mit den Pilzen?"







Foto rechts: Wohin nur mit den unzähligen Steinpilzen, scheint sich Nina zu fragen. Sie ist die Tochter von Pilzfreund Jens. Wir kennen ihn vom Pilzticker Niedersachsen und Hessen. Diese sagenhafte Steinpilze hatte er 1996 im Süden der Insel Fynen/Dänemark gefunden. Ähnlich dürfte es bei Joachim ausgesehen haben... (Foto © JENS J.)

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Joachim schreibt am 12. August 2014:

"Ich bin in Vorpommern zu Hause. Seit über 50 Jahren sammle ich Pilze.

Aber erstmalig habe ich an einer Stelle 289 Steinpilze gefunden. Ich habe sie gezählt, da mir ein Freund, Revierförster, in den Ohren liegt, er hätte einmal 86 Steinpilze an einer Stelle gefunden. Nun habe ich diese getoppt.

Hier, bei Greifswald, sind zur Zeit der Sommersteinpilz, der Flockenstielige Hexenröhrling und der Pfifferling gut zu finden.

Ich wünsche allen Pilzfreunden viel Spaß und hoffe, Ihr habt die gleichen Sorgen wie ich: was mache ich bloß alles mit den Pilzen?

Die Freunde winken auch schon ab.

Tschüß Joachim"

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Schöne Röhrlinge im Mischwald mit einem etwas aus der Reihe tanzenden Maronenröhrling


Cinzia schreibt am 1. Oktober 2013:

Rotfußröhrling, Maronenröhrlinge, Butterpilze (schon gehäutet),Violette Lacktrichterlinge , Pfifferling.

Rätsel hat mir der Röhrling über dem Pfifferling aufgegeben: er sieht den Maronenröhrlingen schon ähnlich, aber die Huthaut ist anders als bei allen an diesem Tag gefundenen Maronenröhrlingen vollkommen trocken, samtig und recht dunkel. Das Fleisch ist hell, fest und nur sehr schwach und kurzzeitig blauend.

Die Pilze standen im Mischwald (Vorpommern), u. a. mit Buchen, Eichen, Birken, Kiefern auf Sandboden." 

Hallo Cinzia,

das ist eindeutig ein Maronenröhrling. Diese Pilze können je nach Standort und Lichteinwirkung in der Hutfarbe sehr unterschiedlich sein.

Viele Grüße, Heinz-Wilhelm

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Jule freut sich über eine Pilzpfanne am Abend und hinreichend eingefrorene Röhrlinge

Jule schreibt am 25. September 2013:

"Im Völkshäger Wald, Landkreis Vorpommern-Rügen, habe ich in den vergangenen zwei Tagen ausreichend Steinpilze, Maronen und Rotfußröhrlinge gefunden, um davon bequem übers Jahr zu kommen.

Zu den eingefrorenen gab es natürlich auch frische Pilze zum Abendbrot. Und die Pilzsaison hat gerade erst begonnen. Es geht also munter weiter... :-)"

Hallo Jule,

es freut mich sehr, endlich einmal eine Pilznachricht aus Mecklenburg-Vorpommern zu erhalten, wo es bei Euch doch die herrlichsten Wälder mit viel Seenfeuchtigkeit und so viele Pilzsammler gibt.

Weiterhin gute Erfolge, verbunden mit herzlichen Grüßen, von

Heinz-Wilhelm


An der herrlichen Müritz gab es für Heiko jeden Abend eine herrliche Pfifferlingspfanne

Heiko meldet am 1. Juli 2013:

"Hallo,

ich war mit meinen Eltern am verlängerten Wochenende mal wieder in unserem Sommerhaus bei Waren/Müritz. In den weitläufigen Wäldern Richtung Neustrelitz haben wir an mehreren Tagen jede Menge schöner Pfifferlinge gefunden. Jeden Abend gab es eine herrliche Pilzpfanne.

Viele Grüße, Heiko"


Wälder auf dem Darß/Ostsee:

Speziell Altheider Revier, Ahrenshooper Holz und Ravenhorster Wald

28. bis 30. Juli 2011:

Mal im traumhaft schönen Herbstgold, mal gespenstisch-mystisch an dunklen Regentagen: So können sie sein, die herrlichen Wälder auf dem Darß. Seit über 50 Jahren streift Pilzberater Hans-Heinrich Kunde aus Ribnitz-Damgarten hier fast jeden Tag durch seine Reviere, schnürt Wiesen, Alleen und Gräben entlang.

"Die Pilze sind im vielen Regen ertrunken", fasst er den Saisonauftakt zusammen. "Im Grunde ist alles, was da sein müsste, auch da, jedoch in äußerst geringer Anzahl. Man findet bei einem Pilzgang höchstens zwei bis drei Exemplare pro Pilzart."

Hier sein grober Überblick zu seinen Funden:

Steinpilze, Pfifferlinge, Maronenröhrlinge, Rotfußröhrlinge, Netzstielige Hexenröhrlinge, Schopftintlinge, Perlpilze, Kreideweiße Egerlingsschirmlinge, diverse Täublingsarten, u.a. der aromatische Orangerote Graustieltäubling (Russula decolorans).


Auch Netzstielige Hexenröhrlinge - wie diese Prachtexemplare - gehören zum Pilzbestand auf dem Darß. Das ist so selbstverständlich nicht, denn eine starke Röhrlingsregion ist die Boddenlandschaft seit jeher nicht.


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