Marions Pilzpost: Erinnerungen an die Pfifferlingslese als Kind und die Wiederentdeckung der Lust an Pilzen



Marions Pilzpost vom 14. Oktober 2016

»Hallo Heinz-Wilhelm,

vielen Dank für deine Infos zu den Schopftintlingen. Meine Güte, mir war nicht bewusst, dass sie essbar sind. Sie standen wirklich am Waldrand (Heckenstruktur), sicher 30 oder 40 Stück und es waren auch sehr kleine dabei. Hätte ich sie doch nur mitgenommen.

Meine Mutter stammt aus der Steiermark. Als Kind war ich mit meinen Cousinen und Cousins oft in den Pfifferlingen, schon sehr früh morgens. Wir »mussten« einen großen Korb füllen. Spätestens um 7 Uhr kam ein Kleinbus und hat ihn für ein Taschengeld mit nach Grau auf den Markt genommen.


Erst seit cirka vier, fünf Jahren gehe ich wieder in die Pilze. Ich hatte beim Joggen an einem schönen Septembertag unzählige Menschen mit Körben voller Pilze aus dem Wald kommen sehen. Daraufhin bin ich ins Internet gegangen – und auf den Pilzticker gestoßen.

Also bin ich in die Bücherei und habe mir ein Buch geholt. Mit diesem bin ich los und habe beim ersten Mal 1 kg Steinpilze und 3 Maronen gefunden. Ich war mir eigentlich sicher, gute Speisepilze zu haben, trotzdem habe ich sie im Dorf von einem Pilzkenner durchschauen lassen. Alle waren okay.

(Marions Pilzpost)


Ein paar spezielle Pfifferlinge habe ich im nahe gelegenen Wald der Schule gefunden, am Abhang zum ersten Waldweg. Die waren ein bißchen bläulich, hatten aber die Leisten und sonst auch alles von Pfifferlingen. Drei habe ich mitgenommen dem Pilzsammler gezeigt. Er meinte, es seien Pfifferlinge, eine besondere Sorte, aber er wusste leider den Namen nicht. Das war vor 3 Jahren, schon spät im Jahr, nicht zur typischen Hochsaison.

Auch wenn es manchmal juckt, ich lasse Pilze stehen, die ich nicht kenne.


Krause Glucken habe ich jedes Jahr gesehen und auch mal mitgenommen. Sie sind saulecker, machen aber immens viel Arbeit mit dem Putzen.

Mit Job, Mann, Kind und kranken Eltern sowie zwei zu bewirtschaftenden Grundstücken ist es nicht immer leicht, sich freie Zeit zu schaufeln.

Bei uns ist ein Waldstück, das aussieht wie aus einem Märchenbuch. Vor drei Jahren gab es einen Hexenring aus lauter Fliegenpilzen. Sie standen alle im hellgrünen Moos, das sah wunderschön aus. Ich suche mal das Foto. Weil es so unwirklich schön aussah, bin ich damals extra nochmals los, um das zu fotografieren.

(Marions Pilzpost)


Auf jeden Fall freue ich mich, dass Sie soviel Zeit und Liebe in die Passion Pilze stecken und ich profitieren darf. Sonst hätte ich seit der Kindheit keinen Pilz mehr gesucht (bin 48 Jahre alt).

So, das war viel Text. Meine Mittagspause ist gleich um. Vielen lieben Dank und hoffentlich bis bald. Am Samstag gehe ich nochmal in den Wald!



Liebe Grüße aus Bad Liebenzell bzw. heute aus Pforzheim, Marion«

Liebe Marion,

vielen Dank für diesen sehr lesenswerten, offenherzigen Text! Vor allem Deine Pfifferlingssuche als Kind am ganz frühen Morgen berührt mich sehr. Von der heutigen Zeit ist das so weit entfernt, dass man beinahe glaubt, es würde Generationen zurückliegen. Wie anders war doch die Welt noch vor gut 40 Jahren.

Die »Pfifferlinge«, die Dein Pilzsammler namentlich nicht kannte, waren sicher Schweinsohren, bei Euch in Österreich Blaupfiffer, Blaustifterl oder Blaureherl genannt. Man hat sie früher, wie Du richtig schreibst, zu den Pfifferlingsartigen gezählt, heute zu den Stinkmorchelartigen.

Es ist schön, dass Du wieder zur Pilzsuche gefunden hast, es wird Deinen Alltag sicher bereichern. So wünsche ich Dir für Deine Pilzgänge stets guten Erfolg, Glück und Freude!

Mit herzlichen Grüßen Heinz-Wilhelm

(Marions Pilzpost)



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