Pilzticker Thueringen 20:
Funde vom 26.04.2016 - 02.06.2016



Pilzticker Thueringen 20




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens





Herrlich bizarre Judasohren im Alten Park zu Weimar

Simone schreibt am 2. Juni 2016:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

neben einigen Maipilzen entdeckte ich einen Ast mit bizarren Wesen, gefunden in der Nähe von Weimar, alter Park. Interessante Fotoobjekte sind sie, die Judasohren!

Viele Grüße aus Erfurt, Simone«

Liebe Simone,

das sind brillante Fotos mit ebenso eigenwilligen wie charakteristischen Ausdrucksformen dieser Pilze! Vielen Dank dafür!

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

Pilzticker Thueringen 20


Fünf Judasohren, fünf Farben, fünf bizarre Formen

(5 Fotos © Simone Hopf)

 


Foto: Judasohren 1


Foto: Judasohren 2



Foto: Judasohren 3


Foto: Judasohren 4


Foto: Judasohren 5



Das feine Näschen trog Heike nicht: Nach zäher Suche endlich Speisemorcheln!


Heike schreibt am 8. Mai 2016:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

von dem angekündigten ergiebigen Regen  vor cirka sieben bis zehn Tagen  ist bei uns noch nicht mal die Straße nass geworden. Statt dessen gibt es Sonnenschein satt, was ja grundsätzlich nicht schlecht ist. Aber ein schöner Landregen - das wäre es für die Pilze und die Natur im allgemeinen. Doch nach den Voraussagen gibt es auch für die nächsten fünf Tage keine Hoffnung. Sonne und regelrecht stürmischer Ostwind sind weiterhin angesagt.

So sind die schönen Pilzplätze ausgedörrt. Unter meinen Schritten im Wald krachen und knacken die furztrockenen Äste und Zweige. In den Morchelgebieten in etwa 500 Metern Höhe ist nichts von Morcheln zu sehen. Erst war es immer zu kalt - und jetzt zu trocken. Ich bin die letzten zehn Tage viele Gebiete abgegangen. Und fand immer nur nichts.

Heute habe ich mich mal einem anderen Gebiet zugewandt, das war so eine Eingabe. Ich war in der Nähe meines Verpelgebietes. Etwa 800 Meter entfernt fand ich dann tatsächlich einige Speisemorcheln. 25 Stück, helle, die um eine Ulme herumstanden. Die Hälfte war bereits »luftgetrocknet«. Ein Stückchen weiter standen noch weitere unter einer Esche, diese waren dunkel.

In der auf dem Foto zu sehenden Schüssel liegen die dunklen verborgen unten. Zwei der gezeigten Morcheln, eine davon etwas »verkröpelt«, sind doch tatsächlich auf einem Stück Holz gewachsen.

Bislang gibt es bei uns noch keine Maipilze. Lediglich einige ungenießbare Maistielporlinge und Grünblättrige Schwefelköpfe konnte ich entdecken. Und Glimmertintlinge*.

Noch einen schönen Abend wünscht Dir, mit Hoffentlich-bis-bald-Grüßen, Heike«

* Jung essbar bei strengem Alkoholverbot

Blau = ungenießbar

Rot = giftig







Foto: Lange hat Heike, die zu Beginn der Morchelzeit viele Böhmische Verpeln und dann bald Fingerhutverpeln gefunden hatte, auf Speisemorcheln warten müssen. Jetzt sind sie, wie man sieht, endlich da. Mal stehen sie einzeln, mal zu zweit.

(3 Fotos © Heike)







Eichsfeld: Die Fingerhutverpeln grenzen das Hoheitsgebiet der abgetretenen Böhmischen Verpeln ab


Foto: Dicht an dicht stehen die Fingerhutverpeln am Rande jenes Areals, in dem Heike vor einiger Zeit viele Böhmische Verpeln gefunden hatte.


Heike schreibt am 26. April 2016


»Hallo Heinz-Wilhelm,

leider sind bei uns keine Speisemorcheln, Käppchenmorcheln und Spitzmorcheln in Sicht. Auch das Wachstum der Böhmischen Verpel ist momentan eingestellt. Es ist einfach zu kalt. Nachts haben wir bis zu minus 4 Grad.

Was ich jedoch entdecken konnte, sind viele Fingerhutverpeln. Sie stehen im Gebiet der Böhmischen Verpel. Genauer gesagt, an dessen Rand. Sie grenzen sozusagen die Böhmischen Verpeln ab und bevorzugen dabei die moosigen Stellen. Es schauen nur die Kappen hervor, Stiele sieht man gar nicht. Alle paar Zentimeter schaut eine aus dem Moos hervor. Wie an anderer Stelle, so scheint es dieses Jahr auch hier viele von ihnen zu geben.

Wir haben sie alle stehen gelassen. 

Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld, Heike«

Pilzticker Thueringen 20







2 Fotos, die einen Eindruck vermitteln, wie die zierlichen Fingerhutverpeln im Moos stehen. Rechts das Exemplar erinnert fast an einen Stein. (3 Fotos © Heike)

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Allen Pilz- und Naturfreunden eine schöne Adventszeit

(Foto © Fotolia)

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