Home
Pilzwachstum aktuell Der Pilz-Ticker
Suchen & Finden Suchfunktion
Passion Pilze Pilze sammeln
Pilzsammler & Ich
Galerie Foto-Galerie
Tod & Teufel Giftpilze
Pilze Morcheln
Frühlingspilze
Austernpilze
Heilpilze
Heilpilz Birkenporling
Steinpilze
Pfifferlinge
Parasolpilze
Brätling
Maronen
Trüffeln
Böhmische Trüffel
Winterpilze
Pilze bestimmen Pilze bestimmen
Küchenpraxis Küchenpraxis
Dorf- und Pilzbuch Pilzbuch, Dorfbuch
Kontakt Kontakt
Impressum
Pilze Blog Pilze sammeln News
Pilzbücher

[?] Subscribe To This Site

XML RSS
Add to Google
Add to My Yahoo!
Add to My MSN
Subscribe with Bloglines

Parasolpilze, Safranschirmlinge, Kleine
Schirmlinge: Was man über sie wissen muss

Parasolpilze

Der Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera), wie er auch genannt wird, ist der größte und imposanteste Blätterpilz Europas. Sein hohler Stiel kann bis zu 50 Zentimeter hoch werden und sein Durchmesser bis zu 40, in seltenen Fällen gar noch mehr Zentimeter betragen. Er wächst völlig ebenmäßig.




Der Hut ist anfangs vollständig mit einer braunen Haut bedeckt, die jedoch – außer an der stets buckeligen, glatt bleibenden Hutspitze – bald aufreißt und in felderige Stückchen (Schuppen) zerreißt.

Danach ist die Huthaut schuppig-zottig, ohne dass die Schuppen sparrig wirken. Vor allem deshalb haben Parasolpilze in Abgrenzung zu ihrem engsten Doppelgänger, dem Safranschirmling, ein eleganteres, beinahe erhabenes Aussehen.



Langer Lulatsch: Der Stiel von Parasolpilzen kann bis zu 50 Zentimeter hoch werden. Er ist, wie die Fachleute sagen, im Muster "genattert" und wird von einem lederartigen Ring umfasst. Seine cremefarbene Huthaut sieht im Gegensatz zu der des Safranschirmlings eleganter aus.



















Die weißen bis cremeweißlichen Blätter stehen gedrängt und vom Stiel deutlich frei.

Der schlanke, hohle, holzig-faserige Stiel ist braun genattert. Er verjüngt sich nach oben hin und trägt einen doppelrandigen Ring. Man kann ihn in beide Richtungen verschieben. Die Stielbasis ist mit der derben Knolle, die die Last trägt, fest im Boden verankert.

Der Geruch ist sehr angenehm.

Im Geschmack erinnert der Pilz an Erdnussbutter, was ihm eine edle Note gibt. Wenn sich das Fleisch zu verdunkeln beginnt, wird es zäh und dürr verliert an seinem fein süßlichen Geschmack.

Vorkommen: Parasolpilze mögen lichte Wälder (Laub- und Nadelwälder), Waldstellen oder waldnahe Wiesen, wo sie von Juli bis Oktober ihre imponierenden Schirme ausspannen.

Der Safranschirmling

Der Safranschirmling oder Rötende Schirmling (Macrolepiota rhacodes) misst für gewöhnlich nicht mehr als 17, 18 Zentimeter im Durchmesser. Damit ist er kleiner als der Parasolpilz.

Hut eines Safranschirmlings: Die Haut ist zerrissener, zerklüfteter und überladener von Schuppen. Die Einzelschuppen, meist kreisrund geordnet, sind deutlich sparriger als beim Parasolpilz

Die Schuppen auf dem Hut stehen noch sparriger als bei seinem Parasol-Doppelgänger von der weißen bis hellbraunen (weniger cremefarbenen) Huthaut ab.

Die anfangs cremeweißlichen Lamellen werden zunehmend rostfleckig.

Der ebenfalls doppelt beringte verschiebbare Stiel ist nicht genattert, sondern glatt weißbräunlich. Die Stiele sind wertlos.

Das Fleisch des Safranschirmlings bleibt bei Verletzung, Schnitt oder Bruch nicht weiß, wie bei der Parasole, sondern läuft intensiv safrangelb bis braunrot an (gilt besonders für Blätter und Stiel). Dies ist das herausragende Merkmal des Safranschirmlings.




Vorkommen: Wächst im Sommer und Herbst in Laub- und Nadelwäldern, zeigt sauren Boden an.

Geschmack: Obwohl der Rötende Schirmling der Parasole oftmals geschmacklich gleichgestellt wird, kann davon keine Rede sein. Das erlesene Erdnussbutteraroma von Macrolepiota procera hat er keineswegs. Er ist dennoch ein solider Speisepilz.

Achtung! Der Safranschirmling hat zwei ungenießbare bis giftige Varietäten, nämlich M. venenata und M. bohemica. Sie wachsen auf nitrathaltigem Gelände, das von Menschenhand gepflegt wird oder auf und am Rande von Schuttplätzen. Beide Arten können heftige Magen- und Darmirritationen verursachen.

Kleine Schirmlinge, hier: Der Gelbe Wollstielschirmling

Dieser Pilz (Lepiota magnispora, früher L. ventriosospora), auch Gelbflockiger Wollstielschirmling genannt, soll hier stellvertretend für alle kleinen bis mittelgroßen Schirmlinge genannt werden.

Sie zeichnen sich durch ein fundamentales Merkmal aus: Unter den Kleinen bis Mittleren Schirmlingen gibt es nicht einen einzigen Speisepilz! Es genügt also völlig, ihre Gattungszugehörigkeit zu erkennen - und als Konsequenz, sämtliche Arten zu meiden.



Gelber Wollstielschirmling: Sein Stiel ist wollig bis flaumig behaart und zeichnet sich durch eine lebhafte gelbe bis gelbbräunliche Färbung aus












Hut: Der Gelbe Wollstielschirmling hat einen Hutdurchmesser von maximal 3 bis 7 Zentimetern. Seine geringe Größe ist ein prägnantes Unterscheidungsmerkmal.




Lamellen: Eng stehend, weiß, im Alter cremefarben.

Stiel: 5 bis 13 Zentimeter hoch. Sein Hauptmerkmal ist sein lebhaft gelb gefärbter wolliger Stielflaum. Das unterscheidet ihn deutlich vom reinweißen Wollstielschirmling (Lepiota clypeolaria), seinem nächsten „Verwandten“.

Der Gelbe Wollstielschirmling ist, wie etliche seiner Gattungsangehörige auch, hinsichtlich seines Giftgrades in der Literatur nicht eindeutig zugeordnet. Achtung! Jedoch wird er als stark ungenießbar bis sehr giftig, weil sogar amanitinverdächtig (Grüner Knollenblätterpilz!), eingestuft. Dieser Pilz ist also unbedingt zu meiden.

Zurück zu "Ein Pilz von Welt..."

Von "Parasolpilze, Safranschirmlinge, Kleine Schirmlinge..."
zurück zu Passion Pilze sammeln Home Page