Pilzticker NRW 76
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Übersicht aller bisherigen NRW-Pilzticker

Michael schreibt am 30. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
drei unserer Nachbarn waren so begeistert von den Steinpilzen, die ich ihnen unlängst brachte, dass sie fragten, ob sie zusammen mit mir mal selber welche sammeln könnten.
Außerdem wollte ein Freund, der Heilpraktiker ist, gerne mitkommen, um Fliegenpilze zu sammeln. Seit 30 Jahren setzt er eine Fliegenpilztinktur an, um sie gezielt gegen Rheuma, Arthrose, Arthritis, Dermatosen und zur besseren Wundheilung einzusetzen.
Auf sehr langen und ganz bewusst steilen Umwegen - sicher ist sicher - sind wir hoch in mein neues Lieblingsrevier unter Tannen gezogen. Dort hieß es dann zu meiner Freude wieder: "Und täglich grüßt der Steinpilz den Glückspilz".
Im Ergebnis, gab es für den Heilkundigen 1,5 Kilo schöne Hüte vom jungen Fliegenpilz und insgesamt 12 Kilo Steinpilze, wieder in bester Qualität und heute mit mehr Aroma, weil es trocken und sonnig war. Das Foto rechts zeigt meinen Teil der Ausbeute.
Mit dem einzelnen Pilzsammler, den wir auf dem Rückweg zu den Autos trafen und in dessen Korb rein gar nichts zu sehen war, hatten wir fast ein wenig Mitleid. Aber tatsächlich war es so, dass außer an meinem neuen Hot Spot im Wald nichts zu finden war. Gewusst, wann und wo, heißt nun mal bei Pilzen.
Lieber Gruß
Michael"
(5 Fotos © Michael)
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Foto: Bald wie ein Leuchtturm steht dieser herrliche stämmige Fichtensteinpilz im Moos.
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2 Fotos: Man brauchte die Steinpilze nur einzulesen. Überall boten sie sich den fünf Sammlern an.

Foto: Die drei Fliegenpilze sind von immenser Leuchtkraft. Ihr Sammler durfte sich über 1,5 Kilo an Fliegenpilzhüten freuen, die er für eine heilende Tinktur weiterverarbeitet.

Foto: Schade, dass Martin im Urlaub verreist war, sonst wären viele Steinpilze, die er nur noch als Pilzleichen vorfand, in diesem Korb gelandet. Rausgerissen haben ihn und Sammelfreundin Andrea diesmal die vielen Flockenstieligen Hexenröhrlinge. Auf dem 2. Foto sehen wir vier Prachtexemplare von ihnen. Das 3. Foto zeigt zwei dem äußeren Anschein nach herrliche Steinpilze, die an einer Waldböschung wachsen und einen guten Überblick haben, um die vorbeifahrenden Autos zu beobachten.
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Martin schreibt am 30. Oktober 2025:
"Guten Abend lieber Heinz-Wilhelm,
gestern war ich nach meinem Urlaub und Regenschauern wieder mit Sammelfreundin Andrea in unserem Pilzrevier in der Voreifel unterwegs.
Anfangs war es sehr bescheiden, aber im weiteren Verlauf waren wir doch sehr erfolgreich. Die gefundenen Steinpilze waren aber schon sehr überständig und die jüngeren sehr verwurmt. Die Maronen hatten entweder Trocken- oder Frostschäden. Sie waren zwar fest und knackig, aber ihr Schwamm war bereits rötlich braun.
Rausgerissen haben diesen Pilzgang die Flockenstieligen Hexenröhrlinge. Wir hatten sie bis jetzt wie auch schon im letztem Jahr sehr vermisst. Ich denke mal, dass wir es dieses Jahr noch einmal versuchen werden. Das Wetter soll ja wieder ganz gut werden.
Liebe Grüße aus Eschweiler wünscht Martin"
(5 Fotos © Martin)
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2 Fotos: Dass Martin nicht nur ein erfolgreicher Pilzsammler, sondern auch ein guter Gärtner ist, mögen diese zwei spektakulären Bilder beweisen. Sie sind ein Nachtrag vom 12. Oktober, als er Berge von Butternüssen (links) und Hokkaidokürbissen (rechts) erntete, so viele wie noch nie. Ein um eine Woche verspäteter Erntedank war das. Zwei herrliche Fotomotive, die zu schade wären, um sie Pilzfreunden vorzuenthalten.
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Foto: Welch eine Steinpilz-Küchenparade! Das hat Michael lange nicht mehr erlebt und erinnerte ihn an alte Zeiten, als er mit Opa Robert in den Wäldern unterwegs war. Zu fünft haben Michael und Mitsammler diese Kollektion in den Balver Höhen zusammengetragen. (2 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 26. Oktober 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
hier schien bei moderaten Temperaturen zwei Tage lang in Folge die Sonne, es gab ein wenig Regen und im Kopf hatte ich noch die Mahnung von Dir, diese Saison besser noch nicht abzuschreiben.
Also sind wir gestern früh erneut und mit "alle Mann" wieder losgezogen in die Balver Höhen bzw. in den Balver Wald, diesmal in Richtung eines Waldstücks mit jungen Eichen und alten Buchen.
118 Steinpilze allerbester Qualität in kürzester Zeit waren das Ergebnis. Sie wuchsen auf kleinster Fläche, darunter auch ein Drilling und ein riesiges Exemplar, zwei ineinander fließende Fruchtkörper, das gut ein Motiv von Salvador Dali sein könnte. Mit dem Titel "Die Beständigkeit des Fungus". Gut noch einmal die Hälfte des von uns Gesammelten, haben wir im Wald gelassen, weil die Pilze gar nicht mehr oder nur noch leidlich brauchbar waren.
Seit Oktober 1986, als ich mit Opa Robert unterwegs war, habe ich nicht mehr so viele Steinpilze auf einmal gesehen. "Der Steinpilz ist phasen- und jahresweise ein Massenpilz", sagte er gelegentlich zu mir. Meinen Pilz-Urahn, den höre ich nach unserem tollen Fund von oben hoch zufrieden zu uns herunterlächeln.

Foto: Bei so vielen gesammelten Pilzen fallen auch Kuriositäten an. Wie links der verwachsene Doppelsteinpilzriese oder rechts der putzige kleine Steinpilzdrilling.
Die allermeisten Steinpilze standen übrigens tief im Frauenhaarmoos oder im hohen Gras versteckt, geschützt vor dem kalten Wind. Teilweise war das untere Drittel vom Stiel weich, aber das ist Klagen auf sehr hohem Niveau.
Wir haben zu fünft glatt drei Stunden gebraucht, um die insgesamt fast zehn Kilo Fruchtkörper zu verarbeiten. Danach, so dachten wir, sollte es für dieses Jahr auch reichen.
Mal schauen, ob das auch so bleibt oder ob es uns die Tage dann doch wieder rauszieht zu den Pilzen.
So kann die Vorweihnachtszeit kommen. Steinpilzbutter für Nachbarn, Freunde und Familie ist doch etwas Feines im Advent oder zu Weihnachten, und auch getrocknete Steinpilze sind ein schönes, wertvolles und leckeres Geschenk.
Grüße
Michael mit Julia, Cara, Rika und Elijah"
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Michael schreibt am 24. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
nach der Pilzenttäuschung in der Eifel im Urlaub dachte ich mir heute früh, es wäre vielleicht eine Idee, mit meiner Frau, Elli und den Hunden eine Runde durch den Hochwald zu drehen und dabei die Augen offen zu halten.
Weil es hier seit Tagen sehr frisch ist und zudem immer ein sehr kräftiger Wind weht, habe ich aber ehrlich gesagt nicht erwartet, irgendetwas zu finden in den Balver Höhen. Und genau so kam es auch: außer Sonne, schöner Fernsicht und viel kaltem Wind gab es zunächst keine Pilze zu sehen, außer einigen kleinen Sand- und Goldröhrlingen.
Bis auf einmal am Wegesrand etwas im Moos auftauchte, das ich mit einem Seitenblick zunächst für eine Gruppe Maronenröhrlinge hielt. Allerdings standen daneben Mehlräslinge, Pfefferröhrlinge und junge Fliegenpilze. Also hieß es, noch einmal genauer hinschauen.
Dann ging es Schlag auf Schlag
Es waren fünf frische Steinpilze! Und von dem Moment an ging es Schlag auf Schlag, so dass wir nach kaum mehr als 15 Minuten an die 50 tolle kernige Steinpilze in bester Qualität beisammen hatten, siehe das Fundfoto rechts in der Küche!
Elli ging gar ein besonders stattlicher Bursche mit bemerkenswerten 27 Zentimetern Stielumfang und 873 Gramm Gewicht ins Netz. Auf dem 2. Foto zeigt er stolz den Prachtkerl.
Einige Pilze wurden getrocknet, ein Dutzend bekam der Nachbar und der Rest kommt nachher ins Eis.
Morgen Früh gehen wir noch einmal hoch zur Nachsuche, dann gibt es abends Steinpilze zum Lammfilet medium in Rotwein-Sahnesauce mit Gnocchi und dazu eine Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah.
Grüße
Michael, Elli und Julia"
(5 Fotos © Michael)
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Foto: Auf den Balver Höhen. Hier gab es, wie Michael schreibt, Sonne, eine schöne Fernsicht, viel Wind - und viele Steinpilze.

Foto: Mit dieser Gruppe von fünf Steinpilzen fing es an, ab da gelangte ein Steinpilz nach dem anderen in Netz und Korb.

Foto: Die säuberlich längsgeschnittenen Steinpilze zeigen, dass sie alle von unübertrefflicher Qualität sind. Welch ein Fund, da Michael Steinpilze schon so gut wie abgeschrieben hatte!

Günther schreibt am 24. Oktober 2025 zu diesem Foto:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
auch Sigrid und Günther waren den Steinpilzen auf den Fersen.
Die prächtige Beute machten wir heute Vormittag bei frischen 8 Grad in den herbstlichen Wäldern südlich von Dortmund. Wie unter Pilzgängern üblich, gibt es keine genaueren Angaben zum Fundort.
Alles Gute und schöne Grüße
Sigrid und Günther"
(Foto © Günther)
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Foto: Fliegenpilz zeigt Steinpilz. Allerdings hätte der rot-weiße Schlaumeier auch auf seinen Dienst verzichten können, denn diesen schönen großen Steinpilz hätte Michael auch ohne ihn gesehen.
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Michael von den Balver Höhen schreibt am 13. Oktober 2025 aus der Eifel:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
im Wald bei Simmerath und Monschau gibt es Maronenröhrlinge in Hülle und Fülle! Einfach immer nur bücken und pflücken hieße es hier. Wenn man sie denn mag. Eine einzige nahm ich im Bild und auch gegenständlich mit nach Hause, für die Pfanne. Und zwar deshalb, weil es sich um ein selten kerniges, schweres Exemplar mit Topfigur, nämlich einem kolossalen Kugelbauch, handelte, siehe das Foto rechts.
Für die allermeisten, insgesamt aber wenigen Steinpilze hier fiel mein Urlaub eine Woche zu spät. Am Ende der Runde blieben gerade mal drei Steinpilze über. Klassisch angezeigt von Fliegenpilz und teils sehr großen Mehlräslingen.
Aber die Eifel hat ja auch sonst viel zu bieten. Schöne, gesunde und oft sehr weitläufige Mischwälder - und in Monschau das ausgesprochen leckere Senfschnitzel zum Kölsch.
Liebe Grüße
Michael"
(2 Fotos © Michael)
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Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen ?
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