Pilzticker BaWue 438
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs

Foto: Gibt's keine Steinpilze im Wald, so holt Michael sie aus der Tiefkühltruhe und lässt sie auf Bremer Art zur Geltung kommen: Zum Fischbrötchen mit Grundeln hat er sich eine Steinpilzmayonnaise selbst angesetzt. Dazu gibt es noch einen Salat. So köstlich kann die - noch - pilzarme Zeit sein! Auf dem 2. Foto sehen wir reichlich panierte Grundeln. Damit hätte Michael auch einen Fischbrötchenstand eröffnen können, jedenfalls so lange, bis die Steinpilze endlich wachsen… Das 3. Bild zeigt schließlich die geschmorten Steinpilze für die Remoulade.
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Michael schreibt am 1. September 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
leider geht im Großraum Karlsruhe immer noch nicht sehr viel, was das Pilzwachstum betrifft. Lediglich einen älteren Schwefelporling konnte ich sichten.
An Köstlichem hat es dennoch nicht gefehlt. Ich habe nämlich von einem Bekannten wieder einige Grundeln* geschenkt bekommen. Daraus habe ich mir ein Fischbrötchen Bremer Art mit einer Steinpilzremoulade und einem gemischten Salat gemacht. Die Steinpilze gehörten zu den letzten in meiner Gefriertruhe.
Viele Grüße
Michael"
(4 Fotos © Michael)
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Foto: Er war schon zu alt, zu hart, zu zäh. Deshalb blieb der Schwefelporling im Wald. Dafür gab es bei Michael leckere Fischbrötchen Bremer Art mit Steinpilzremoulade.

Foto: In unwirtlicher, ja unwirklicher Umgebung: ein schöner junger Steinpilz verliert sich in einem Hügel aus Nadelstreu. (5 Fotos © Jörg)
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Jörg schreibt am 29. August 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
seit dem Monatsbeginn hat es über 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in unserem Fundgebiet im Landkreis Biberach an der Riss gegeben. Am intensivsten war der Regen am Freitag vergangener Woche und gestern.
Zu unserer Überraschung war es im Wald oberflächlich richtig trocken. Somit hat es uns wieder an die exponiert feuchtere Stelle mit der Wildschweinsuhle gezogen. Als Erfolg lässt sich ein mitgenommener größerer Fichtensteinpilz, eine Steinpilzgeschwulst ohne Köpfe sowie eine Reihe ganz kleiner Steinpilze (u.a. auch Foto rechts), die noch eine Woche Zeit zum Wachsen bekommen*, vermelden.
Viele Grüße
Britta und Jörg"
* Für gute Qualität rate ich sehr, sie spätestens kommenden Dienstag oder Mittwoch wieder in Augenschein zu nehmen, auch wegen der Wahrscheinlichkeit, dass weiterer Nachwuchs erschienen sein wird. In einer Woche werden die jetzigen olle Opas sein.
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Foto: Zwei stehen gelassene junge Steinpilze.
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2 Fotos: Ebenfalls stehen gelassener Steinpilznachwuchs.

Petra schreibt am 29. August 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
eigentlich war ich heute bei Baden-Baden auf der Suche nach Brennnesseln. Dabei bin ich auf zehn schöne Wiesenchampignons (Foto rechts) gestoßen. Die Lamellen waren größtenteils noch rosa. So gab es heute Mittag ganz spontan Nudeln mit Champignons in Rahmsauce.
So zeigen sich nun die ersten Pilze nach dem lang ersehnten Regen, der tatsächlich in den letzten beiden Tagen kam.
Vielel Grüße
Petra"
(Foto © Petra)
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Michael schreibt am 25. August 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
meinen aktuellen Fund will ich den Lesern deiner Seite nicht vorenthalten: In meinem eigenen Garten im Landkreis Karlsruhe habe ich ein Massenvorkommen an Nelkenschwindlingen entdeckt. Ich weiß gar nicht, wohin mit so vielen Pilzen (Foto rechts).
Spaß beiseite. Die letzten Tage hat es bei uns geregnet und meine Zuversicht auf richtige Funde steigt.
Viele Grüße
Michael"
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Foto: Noch fallen die Funde ausgesprochen übersichtlich aus. Doch Michael ist guter Dinge, dass sich das alsbald ändern wird. Der Regen der letzten Tage dürfte den pilzlosen Sommer endlich beenden. (2 Fotos © Michael)

Heiko schreibt am 12. August 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
kein Regen, keine Pilze!
Dass ich mal im August 2,70 € in eine Tageszeitung investieren muss, um das zu widerlegen, hätte ich auch nicht gedacht. ☺️
Nur die Daueroptimisten sind jetzt noch unterwegs. Von Sammelkonkurrenz weit und breit keine Spur!
Ich hatte heute Morgen bei meinem Pilzgang durch die Böblinger Wälder die Hoffnung, vielleicht schon eine Krause Glucke sichten zu können und stieß dabei auf zwei schöne Flockenstielige Hexenröhrlinge sowie ein Grüppchen vom Sommer- oder Lungenseitling (Foto rechts, mit tagesaktueller Ludwigsburger Kreiszeitung).
Ich gebe so schnell nicht auf.... 😉
Liebe Grüße Pilzfreund Heiko"
(3 Fotos © Heiko)
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2 Fotos: Dass Flockenstielige Hexenröhrlinge wie diese zwei beachtlich hitze- und trockenheitsresistent sind, ist bekannt. Dass sie auch im Rekordjahr der gezählten Hitzetage im Ländle so gut durchhalten würden, war nicht unbedingt zu erwarten.

Heiko schreibt am 7. August 2026:
"Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,
unsere Merle wünschte sich für den gestrigen Donnerstag einen Pilzgang durch die Fichten- und Weißtannenwälder im Landkreis Calw im Nördlichen Schwarzwald.
Auch wenn die Trockenheit wenig Anlass zur Hoffnung gab, genossen wir den schönen Spaziergang bei angenehmen 26 Grad und freuten uns über die ein oder andere Überraschung aus der Pilzwelt.
Es zeigten sich erstaunlich viele Exemplare der Breitblättrigen Glucke (z. B. Foto rechts) die aufgrund ihrer Seltenheit und ihres minderen Speisewertes selbstverständlich nur fotografiert wurden. Außerdem fanden wir einen prächtigen Milchbrätling, schöne Pfifferlinge und Perlpilze.
Viele Grüße senden dir
Merle und Heiko"
(5 Fotos © Heiko)
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4 Fotos: Sie gab es auch noch zu bestaunen: Links oben ein herrlicher Milchbrätling, rechts daneben zwei schöne große Pfifferlinge. Links unten ein Perlpilz mit typischen Rosabrauntönen, rechts daneben noch eine Breitblättrige Glucke, eine Pilzart, die am liebsten am Fuße von Weißtannen wächst.
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Michael schreibt am 5. August 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
die Hitzewelle beschert uns im Großraum Karlsruhe einfach keinen nennenswerten Regen. Trotzdem sind wir regelmäßig unterwegs. Die einzigen aktuellen Funde sind ein junger Schwefelporling und ein Nadelholzbraunporling. Bei letzterem dachte ich von Weitem: "Jawoll, ein Flocki." Tja, Pech gehabt.
Dafür haben Simone und ich uns trotz der Hitze ein leckeres Hirschgulasch mit Pilzen aus dem Vorrat und Knöpfle* schmecken lassen.
Viele Grüße
Michael und Simone"
(3 Fotos © Michael)
* Traditionelle Teigwarenspezialität ähnlich Spätzle, nur mit runder oder Tropfenform.
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Foto: Junger Schwefelporling. Offen, ob Michael und Simone ihn mitgenommen haben.

Foto: Erinnerte Michael aus ein paar Metern an einen Flocki, war aber ein ungenießbarer Nadelholzbraunporling, auch Kiefernbraunporling genannt, weil er meist an altem Kiefernholz wächst, das auch versteckt im Boden liegen kann.

Heiko schreibt am 5. August 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
es gibt sie noch, oder besser: es gibt sie wieder. Speisepilze in Baden-Württemberg, genauer gesagt im Landkreis Böblingen!
Nachdem wir mit den gestrigen 38 Grad nun endgültig den Allzeitrekord an Hitzetagen eines kalendarischen Sommers in unserem Bundesland geknackt haben, und ich schon langsam den Glauben an Pilze verloren hatte, beschenkte mich Mutter Natur heute mit einem knackigen Flockenstieligen Hexenröhrling (rechts) sowie einem schönen Perlpilz (links).
Ich halte mich lieber zurück mit Prognosen und freue mich stattdessen ganz bescheiden über diesen Fund. ☺️
Herzliche Grüße
Pilzfreund Heiko"
(Foto © Heiko)
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Heiko schreibt am 27. Juli 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
am gestrigen Sonntag wagte ich gemeinsam mit Pilzfreund Max einen Ausflug in die Nadelwälder des Nördlichen Schwarzwalds. Wir suchten ganz konkret Hänge und Waldstücke ab, wo in den vergangenen Wochen überproportional Regenmengen bzw. Gewitter runterkamen.
In einem zur Schattenseite ausgerichteten Gebiet im Landkreis Freudenstadt wurden wir tatsächlich fündig. Wir entdeckten mehrere Exemplare vom Echten sowie Amethystschuppigen Pfifferling (Gesamtfund 1. Foto rechts), wobei ich den Eindruck habe, dass Letzterer durch seine robuste und stämmige Struktur mit Hitze und Trockenheit noch einmal besser zurechtkommt.*
Trotz der überraschenden Funde bleibt auch vom gestrigen Tag hängen, dass die Wälder und das sonst so grüne Moos unfassbar leiden und ächzen, wovon das 2. Foto rechts mit Amethystschuppigen Pfifferlingen im verdörrten Moos zeugt. Ich kann mich seit meinem Umzug aus Bayern nach Baden-Württemberg 2014 an keinen vergleichbaren Sommer mit diesem extremen Cocktail aus Hitzetagen und ausbleibendem Regen erinnern.
Es bleibt die Hoffnung, dass die Natur bald wieder richtig beregnet wird...
Viele Grüße sendet dir
Heiko"
(2 Fotos © Heiko)
* Richtig beobachtet. Wenn die Trockenheit kommt, bleiben fast immer Amethystschuppige Pfifferlinge als letzte ihrer Gattung übrig.
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Heiko schreibt am 23. Juli 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
wenn sich auch bei der Trockenheit in Baden-Württemberg nahezu alle Pilze rar machen, auf den Schwefelporling (Chicken of the Woods) ist Verlass.
Ein wunderschönes Exemplar in bestem Zustand durfte ich heute Morgen an einer Vogelkirsche (Wildkirsche) in der Nähe von Weissach (Kreis Ludwigsburg) ernten. Siehe dazu das Ergebnisfoto und das Foto des Pilzes am Baum (rechts).
Da sich das Objekt der Begierde auf ca. 5 Meter Höhe befand, war ich nach erster Sichtung noch einmal zurückgekehrt, um eine Teleskop-Leiter einzupacken.
Als ich dann die obersten Leiterstufen erklommen hatte und zum Sägen ansetzen wollte, wurde es doch noch einmal brenzlig. Befand sich doch auf der Hinterseite des Baumes, auf Höhe des Schwefelporlings, ein Spechtloch, welches nun von Hornissen bewohnt und beschützt wurde.
Schnell schnippelte ich den zum Glück noch weichen Fruchtkörper ab und flüchtete zunächst vor den Hornissenwächtern, die bereits außerhalb patrouillierten und sichtlich unzufrieden über meinen Besuch waren.
Nach einigen Minuten der Ruhe und des Abstands konnte ich die am Baum lehnende Leiter wieder einfahren und zum Glück ohne Stiche und mit reichlich Beute zu meinem Auto zurückkehren.
So dürften sich Bären vorkommen, wenn sie den Bienen den Honig klauen... 😉
Herzliche Grüße
Pilzfreund Heiko"
(2 Fotos © Heiko)
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2 Fotos: Erste Steinpilze! Es sind keine Sommer-, sondern leibhaftige Fichtensteinpilze, wie an der Umgebung unschwer zu erkennen ist. Sommersteinpilze wachsen bei Rotbuchen, Hainbuchen, Eichen, Esskastanien oder alten Linden. Das kleinhütige Exemplar rechts musste operativ geborgen werden. Sein Stiel war von einer Wurzel eingeschnürt, so dass der Pilz einen eingeschnittenen Bauch hat.
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Jörg schreibt am 19. Juli 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
nachdem es die letzten Tage im Landkreis Biberach an der Riss ordentlich gewittert hat, haben wir uns heute zu einer Erkundungstour an uns wohlbekannte Fundstellen aufgemacht. Eigentlich hatten wir erste Pfifferlinge erwartet, aber der Waldboden war viel zu trocken und das Moos sogar gelblich.
Deshalb sind wir zu einer Stelle weitergezogen, die ein kleines Bächlein durchfließt und wo sich eine größere Wildschweinsuhle befindet. Hier war die Freude groß, als wir die ersten beiden Steinpilze der Saison entdeckten.
Viele Grüße und eine gute Pilzsaison
Britta und Jörg"
(2 Fotos © Jörg)
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Heiko schreibt am 2. Juli 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
auf dem Rückweg von einem geschäftlichen Termin heute Morgen hielt ich an einem vielversprechenden Waldstück aus Eichen und Buchen im Landkreis Heilbronn, das ich mir bereits vor einiger Zeit ausgeguckt hatte. Mein Objekt der Begierde dabei war der Eichhase.
Und tatsächlich! Nachdem ich anfangs drei bereits überständige Exemplare entdeckt hatte, ging mir doch auf dem Rückweg kurz vor Eintreffen auf dem Parkplatz noch ein frischeres, brauchbares Exemplar ins Körbchen, siehe die 2 Fotos rechts.
Herzliche Grüße aus Baden-Württemberg
Pilzfreund Heiko"
(2 Fotos © Heiko)
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Foto: Hochsommerlicher Fund mit Waldhimbeeren, und Lila Kirschpflaumen. Dazu gab es für Michael Flockenstielige Hexenröhrlinge, Hainbuchenraufüße, einen Kornblumenröhrling und zwei Grüngefelderte Täublinge. Und natürlich die obligatorischsen Pfifferlinge. An Sommersteinpilzen fehlt es weiterhin. Es sieht nach einem schwachen Jahr dieser Pilzart aus; nicht auszuschließen, dass es mehr oder weniger bei Einzelfunden in 2026 bleibt.
Michael schreibt am 23. Juni 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
es ist einiges los im sommertrockenen Wald. Pfifferlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Hainbuchenraufüße, Grüngefelderte Täublinge und ein Kornblumenröhrling landeten in meinem Stoffbeutel. Dazu eine Schüssel Waldhimbeeren aus dem Wald und Lila Kirschpflaumen aus meinem Garten.
Einen besonderen Fund machte ich an einer sehr alten Eiche. Einen Hirschkäfer und gleich drei Heldböcke (Große Eichenböcke) waren gemeinsam am selben Stamm. Jeder Käfer einzeln ist schon sehr selten, aber gleich vier auf einmal, das sieht man nicht alle Tage.
Viele Grüße
Michael"
(4 Fotos © Michael)
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Foto: Ausgewachsener Flockenstieliger Hexenröhrling.

Foto: Ein Hirschkäfer (links) und ein Heldbock (Großer Eichenbock, rechts) im gleichen Revier, nämlich auf Du und Du auf der Borke einer uralten Eiche. Beide benötigen die zuckerhaltigen Säfte der Methusalemeiche, die für den Heldbock immer eine Stiel- oder Traubeneiche sein muss. Hier bahnt sich ein Ressourcenduell an, bei dem allerdings nur drohend gezirpt und kaum einmal gekämpft wird.
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Foto: Die bis zu 11(!) Zentimeter langen Fühler dienen dem Großen Eichenbock (Heldbock) nicht zum Kampf, sondern dazu, Duftstoffe (Pheromone) der Weibchen wahrzunehmen. Die imposanten Käfer, die eine Körperlänge bis zu fünf Zentimeter erreichen können, benötigen nicht nur alte, sondern vor allem möglichst stundenlang sonnenbeschienene Eichen. Die Larven fressen sich tief in das Kernholz, weshalb die Tierart von Förstern früher "Eichenmörder" genannt wurde.
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Heiko schreibt am 21. Juni 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
36 Grad, staubtrocken, kein Regen in Sicht! Und dennoch ist etwas möglich...
Um 5 Uhr bin ich heute Morgen aufgestanden und habe mich auf den Weg in den Hochschwarzwald bei Hinterzarten gemacht. Bei meiner Ankunft um kurz vor 7 Uhr waren es noch recht angenehme 21 Grad. Dann ging es rapide nach oben mit den Temperaturen und natürlich auch mit dem Klettern bis auf 1.300 Meter.
Ein paar schöne Pfifferlinge später hielt ich auf der Rückfahrt noch im Landkreis Böblingen in einem mir bekannten Laubwald an. Um 13:00 Uhr erreichte das Thermometer dann brutale 36 Grad. Aber auch hier wurde mein Einsatz belohnt und es gingen zwei schöne Sommersteinpilze ins Körbchen.
Kaum zu glauben, aber auch in solchen heißen und trockenen Perioden lassen sich Funde erzielen.
Einen schönen Restsonntag wünscht dir
Pilzfreund Heiko"
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2 Fotos: Der größere der zwei Sommersteinpilze war absolut perfekt, es gab nicht die geringste Kleinigkeit zu bemäkeln. Rechts zeigt Heiko seinen gesamten Fund in seinem Garten. Die Pfifferlinge waren gewiss einmal mehr für seine Frau, deren Lieblingspilze sie sind. (3 Fotos © Heiko)

Foto: Michaels Fund mit erneut vielen Pfifferlingen, zwei Violettstieligen Pfirsichtäublingen (oben rechts), drei Speisetäublingen (darunter), einem Europäischen Goldblatt (rechts daneben), einem Hainbuchenraufußröhrling und zwei Flockis (alle unten). (6 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 19. Juni 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
bei sommerlichem Wetter machte ich mich auf, um Sommersteinpilze zu suchen. Keinen Einzigen habe ich finden können. So lange ließen sie noch nie auf sich warten.
Dafür geb es erneut viele Pfifferlinge. Zudem standen am Wegesrand die ersten Netzstieligen Hexen. Außerdem landeten im Stofftäschchen ein Flocki, zwei Violettstielige Pfirsichtäublinge, drei Speisetäublinge, ein Goldblatt und ein Hainbuchenraufuß.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Ein schönes kleines Pfifferlingsnest.

Foto: Ein schöner Flockenstieliger Hexenröhrling.

Foto: Und ein strammer Netzstieliger Hexenröhrling. Diese Pilzart sammelt Michael allerdings nicht.

Foto: Ein an Stiel und Hut schon ramponierter Hainbuchenraufußröhrling.

Foto: Zwei Violettstielige Pfirsichtäublinge und ein kleiner Speisetäubling. Beide Arten sind wohlschmeckend und lohnen das Mitnehmen.

Heiko schreibt am 15. Juni 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
gemeinsam mit Pilzfreund Max ging es für mich heute Morgen zu einer ausgedehnten Runde in den Nördlichen Schwarzwald im Landkreis Calw, und zwar auf die Suche nach dem „Gold des Waldes".
Gerade noch rechtzeitig vor der anrollenden Hitze- und Trockenwelle konnten wir schöne Pfifferlinge finden, siehe unser Gesamtfund auf dem Foto rechts.
Nun heißt es abwarten, ob sich zur Hitze vielleicht doch das ein oder andere Gewitter gesellt und das Pilzwachstum etwas anhält.
Herzliche Grüße sendet Dir Heiko"
(3 Fotos © Heiko)
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2 Fotos: Ein kleines Pfifferlingsnest (links) und vier schöne größere Exemplare (rechts).

Foto: Erste Flockenstielige Hexenröhrlinge wie diesen hier konnte Michael im Landkreis Karlsruhe finden. Sie sind damit sechs(!) Wochen später dran als das erste Exemplar dieser Art, das Pilzfreund Heiko bereits am 29. April 2026 im Landkreis Böblingen entdeckt und fotografiert hatte (siehe weiter unten auf dieser Seite). Am 7. Mai nahm er gleich deren drei mit nach Hause.
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Michael schreibt am 11. Juni 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern entdeckte ich die ersten Flockenstieligen Hexenröhrlinge. Dazu noch eine Gruppe von neun Kornblumenröhrlingen, wobei sechs davon bereits völlig überständig waren. Einige Pfifferlinge landeten auch noch im Körbchen.
Viele Grüße
Michael"
(4 Fotos © Michael)

Foto: Kornblumenblau leuchtet es aus dem längsgeschnittenen Kornblumenröhrling. Die hellgelben Pilze reagieren auf Druck und Schnitt sofort mit leuchtend blauer Verfärbung. Verantwortlich dafür ist das Gyrocyanin, das im Zusammenwirken mit Sauerstoff eine enzymatische Reaktion mit Blaufärbung zur Folge hat. Die wohlschmeckenden Kornblumenröhrlinge sind zusammen mit Zimtröhrlingen (Hasenröhrlingen) die einzigen Vertreter der Blasssporröhrlinge.
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Foto: Kleines Pfifferilngsnest im Eichenlaub.

Foto: Fundbild mit Flockenstieligen Hexen (oben links), Kornblumenröhrlingen (darunter) und Pfifferilngen.

Michael schreibt am 10. Juni 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
an meinen Stellen im Landkreis Karlsruhe fand ich wieder reichlich Pfifferlinge (Foto rechts). Leider waren sehr viele bereits vertrocknet. Hinzu kamen noch ein Schwefelporling und ein Speisetäubling (auf den Pfifferlingen, Foto rechts).
Am Ende meiner Tour traf ich mitten im Wald einen früheren Jugendkumpel mit seiner Familie. Wir haben damals zusammen Breakdance gemacht und uns seither rund 25 Jahre lang nicht mehr gesehen. Dank unseres gemeinsamen Hobbys haben wir wieder den Kontakt aufgenommen. An dieser Stelle viele Grüße an Dimitri und seine Familie.
Viele Grüße
Michael"
(4 Fotos © Michael)
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Foto: Ein herrlich ergiebiges Pfifferlingsnest.

Foto: Diese zwei Pfifferlinge wachsen mit musikalischem Ausdruck: sie erinnern an eine Tuba.

Foto: Ein junger Fleischroter Speisetäubling in Reinform.


Michael schreibt am 4. Juni 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
auch auf den Wiesen geht es langsam mit den Pilzen los. Allerdings habe ich nur wenige Nelkenschwindlinge gesammelt. Wenn das Gras gut 1,20 hoch ist, macht es einfach keinen Spaß mehr. Dafür fand ich noch einige Wiesenchampignons (1. Foto rechts) und konnte meinen Vorrat an Bambustrieben wieder auffüllen, die ich an Ort und Stelle geschält habe (2. Foto rechts). Der Bambus wächst dort schon seit einigen Jahren.
Viele Grüße
Michael"
(4 Fotos © Michael)
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Foto: Ein Schälchen Nelkenschwindlinge (links) und einige Wiesenchampignons holte sich Michael von der Wiese.

Foto: Michael hat den ausgewilderten Bambus vor einigen Jahren entdeckt. Seitdem holt er sich hier regelmäßig seine Spitzen ab, die er gleich vor Ort freischält.


Michael schreibt am 3. Juni 2026:
"Hallo,
Ende Mai gab es in meiner Region im Landkreis Karlsruhe einen ordentlichen Pfifferlingsschub. Simone und ich konnten reichlich ernten, siehe unsere zwei Funde vom 27. Mai (1. Foto rechts) und 19. Mai 2026 (2. Foto rechts). Nach einigen sehr heißen Tagen war es dann aber vorbei mit der Herrlichkeit.
Viele Grüße
Michael und Simone"
(4 Fotos © Michael)
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Foto: Sie standen abholbereit da im Laubwald: ein schönes Nest von Pfifferlingen.

Foto: Überall sprießt es goldgelb, überall stehen die Pfifferlinge. Welch eine schöne Suche und Ernte!
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