Pilzticker Thueringen 102
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Thüringens

Barbara schreibt am 24. September 2024:
"Hallo zusammen,
heute habe ich den Regenguss abgewartet und dann ging es auch schon in die beliebten und geliebten Waldgebiete rund um Ilmenau.
Ich habe mich riesig gefreut 🌲, endlich mal wieder von Pilz zu Pilz laufen. An den Birken im hohen Gras standen wie erhofft die Birkenpilze, sogar ein paar überständige waren schon dabei. Aber die jungen waren knackig und absolut frei von Insekten.
Dann ging es in den Wald hinein, immer entlang der Wege. Bei den vielen älteren Lärchen habe ich gleich die Grauen Lärchenröhrlinge gesehen und war hocherfreut. Ein Stückchen weiter zeigten sich dann die Goldgelben Lärchenröhrlinge (Goldröhrlinge) in aller Pracht. Für mich sind sie ausgezeichnete Speisepilze in feiner Qualität.
Ich habe die Pilze ein wenig geputzt. Da sie durchweg makellos waren, konnte ich fast alle ohne Dazutun verwerten.
Ich brate die Pilze in etwas Butter, mit Pfeffer, Salz und Zwiebel und etwas Kümmel, für die bessere Verdauung. Zum Schluss noch ein wenig Petersilie dazu und ein frisches Butterbrot. Gibt das ein leckeres Abendessen!
Ich hoffe, dass das Pilzwachstum nun ein wenig an Schwung gewinnt. Es hat in den letzten zwei Tagen geregnet und es sind 15°, das gefällt den Pilzen besser als 30° noch im September. Es war einfach zu warm in den letzten Wochen.
Eine schöne Woche für alle
Barbara"
(3 Fotos © Barbara)
* Anmerkung: Eine sehr schöne, alles umfassende Schilderung mit den Themen Pilzgang, Pilzküche und Wettereinfluss
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2 Fotos: Zunächst fand Barbara Graue Lärchenröhrlinge (links), denn Goldröhrlinge (rechts). Besonders Goldröhrlinge stehen bei ihr hoch im Kurs.

Barbara schreibt am 22. September 2024:
"Hallo zusammen,
gelockt vom herrlichen Wetter, ging es wieder in den Wald nahe Ilmenau.
Im Wald erlebte ich direkt das bekannte Trauerspiel: keine Pilze, weder giftige noch essbare. Der Waldboden ganz ausgetrocknet.
Aber dann, direkt am Wegrand, in unmittelbarer Nähe zu großen alten Birken, standen auf einmal die ersten Birkenpilze. Nun war meine Freude groß, nicht nur wegen des schönen Fundes, sondern weil damit auch die Hoffnung auf eine doch noch schöne Pilzsaison steigt. Auf dem Foto rechts ist mein Gesamtfund zu sehen; die Birkenpilze liegen auf einem Glastisch, auf dessen Platte sich die Wolken spiegeln.
In den nächsten Tagen ist für unsere Gegend mäßiger Regen angesagt und so werden sich hoffentlich bald auch all die anderen Pilze zeigen. So bin ich jetzt schon gespannt, wie sich das Gesamtbild am folgenden Wochenende darstellt. Ich hoffe, dass bis dahin zahlreiche Pilze gut wachsen.
Ich grüße herzlich!
Barbara"
(Foto © Barbara)
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Ilmenau - Ein Nest junger Goldröhrlinge hat Barbara in der Nähe von Ilmenau entdeckt. Seit Wochen habe sie dort nicht einen einzigen Pilz gesehen - zu trocken. Es waren wohl die Kühle und der Regen der letzten zwei Tage, die die Pilze herausgelockt haben. Auch eine Rotkappe am Waldrand habe sie entdeckt.
Es regt sich endlich was, und die Hoffnung, dass der Pilzherbst einsetzt, ist da. Alle Pilze blieben übrigens stehen, denn außer ihrer Kamera habe sie nichts dabeigehabt. Das wird sich nun wohl ändern.
(Foto © Barbara)
10. September 2024
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Foto: Drei Eichhasen in Topform. Sie waren komplett madenfrei, keine einzige Fliege umschwirrte die Fruchtkörper. Also keine Anzeichen dafür, dass die Pilze bereits zu vergehen begannen. Heike war für ihre Ernte genau am richtigen Tag gekommen. (3 Fotos © Heike)
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Heike schreibt am 21. August 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
heute möchte ich mich auch wieder einmal melden. Ich war nun aus beruflichen Gründen eine Weile nicht mehr in den Wald gekommen. Als ich dann endlich frei hatte, war mein Akku leer und es war zu heiß. Ich sagte noch zu Dieter: "Wir müssten nach Steinpilzen schauen, es müsste nun welche geben." Denn es hatte zwischenzeitlich mal etwas geregnet.
Am Wochenende bin ich endlich mal wieder losgekommen und jawoll, wie erwartet und befürchtet standen an die 50 Steinpilzleichen da. Auch überständige Flockenstielige Hexenröhrlinge konnte ich entdecken.
Nach wie vor konnte man unzählige Semmelstoppelpilze ernten. Sie bilden derzeit riesige Hexenringe. Na gut dachte ich, da nimmst du dir ein paar mit für ein schönes Essen.
Aber zuvor wollte ich noch an meine Eichhasenstelle schauen, die dieses Jahr noch keine Fruchtkörper hervorgebracht hat. Sie ist gleich um die Ecke und in wenigen Minuten erreicht. Und tatsächlich, da standen drei wunderschöne Exemplare.
Alle waren topfrisch, keine Fliegen schwirrten drumherum. Ich erntete einen und sah nach, ob Madengänge vorhanden waren. Nichts, komplett madenfrei. So erntete ich noch die anderen beiden und fuhr nach Hause.
Zwei der Fruchtkörper verschenkte ich an jemanden, der diesen Pilz noch nie fand und ihn auch noch nie gegessen hat. Gestern Abend erreichte mich eine Nachricht von dem Mann, er habe noch nie so einen köstlichen Pilz gegessen und würde gerne weitere Kostproben entgegennehmen... :)
Herzliche Grüße aus dem Eichsfeld an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde.
Heike & Dieter"
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Foto: Zwei der drei Eichhasen, etwas näher an der Kamera. Sie wachsen meist bei Eichen, aber auch, wie hier, bei Rotbuchen.

Foto: Eichhase, aus der Nähe betrachtet. Die vielen kleinen Einzelpilze entspringen einem Strunk. Die Pilzart, die auch gezüchtet wird, deckt ein weites Spektrum an verschiedenen Heilwirkungen ab.

Foto: Links auf dem Teller sind Blasse Laubwaldpfifferlinge. Sie sind groß, im Gegensatz zu den deutlich kleineren Echten Pfifferlingen, die in der Pfanne rechts zu sehen sind. Alle haben Heike und Dieter am Sonntag gefunden. (4 Fotos © Heike)
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Heike schreibt am 29. Juli 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
ich wünsche Dir einen schönen Wochenstart!
Gestern ging es mit unseren zwei Vierbeinern zur Waldrunde in ein lange nicht besuchtes Pilzgebiet im nördlichen Eichsfeld, um nach Steinpilzen zu schauen. Es gab nichts, aber auch gar nichts. Nicht mal einen einzigen Pfifferling.
Anschließend sind wir noch auf die gegenüberliegende Seite des Waldes gewechselt, wo nach Sturm, Trockenheit und Borkenkäferinvasion noch ein paar Fichten überlebt haben.
Gleich auf den ersten zehn Metern sah ich links an einem fast senkrecht nach oben gehenden kleinen Hang drei, vier Pfifferlinge. Ich wusste allerdings nicht, wie ich an sie heranreichen könnte. Also suchte ich mir einen langen Stock, bin damit einige kleine Schritte hochgekraxelt und erreichte mit dem Stocherstab tatsächlich die Pilze.
Da muss doch noch was sein
Ich hatte dann so eine komische Eingebung und dachte: ich muss irgendwie da hoch kommen und schauen, was da oben ist. Nach weiteren vier, fünf Minischritten bekam ich mit einer Hand einen schon halb morschen Baumstumpf zu fassen, an dem ich mich tatsächlich ganz noch oben ziehen konnte.
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2 Fotos: Auf dem Kamm des steilen Hanges angelangt, fand Heike so herrliche Pfifferlingsnester wie diese hier vor. Es waren alles Echte Pfifferlinge.
Hui, war da was los! Viele, viele kleine Pfifferlinge schienen nur auf mich gewartet zu haben. Dieter stand derweil unten mit den Hunden. Er musste sich nun etwas gedulden, bis ich eben fertig war. Ich schaute mich dann dort oben noch etwas um, aber es blieb bei dieser einen Stelle.
Viele super kleine Pfifferlinge ließ ich stehen. Aber ich befürchte, dass sie vertrocknen werden, denn in den nächsten Tagen ist für unsere Region Sonne pur und Hitze angesagt.
Bereits am Morgen war ich noch an anderer Stelle gewesen, die immer mal ein paar Pfifferlinge hervorbringt. Da konnte ich noch einiges ernten, doch hier war es genau umgekehrt, denn an diesem Platz waren viele Pfiffis bereits zu alt und mussten deshalb stehen bleiben.
Diese vom Morgen sind auf dem Aufmacher-Foto auf dem weißen Teller links zu sehen. Es sind Blasse Laubwaldpfifferlinge. Die anderen, ganz kleinen aus dem Hang sind in der Pfanne rechts. Das sind Echte Pfifferlinge. Der Tag hat sich also gelohnt!
Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde
Heike & Dieter"
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Foto: Hier quirlt das Goldgelb nur so aus dem Boden. Welch eine unverhoffte Lese für Heike, während Dieter mit den Hunden unterhalb des Hanges wartete.

Foto: Und noch ein Gericht von der Sommertrüffel, nämlich Heikes unerlässliche Bandnudeln mit Trüffelrahmsauce. Sie hat dieses Gericht schon vor sechs Jahren vorgestellt, nämlich hier, Tageseintrag 13. Juli 2018. (2 Fotos © Heike)
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Heike schreibt am 25. Juli 2024:
Lieber Heinz-Wilhelm,
gestern ging es wieder in den Wald, und zwar an meine Hot Spots für Eichhasen und Sommersteinpilze. Von allem war weit und breit nichts zu sehen.
Lediglich die Semmelstoppelpilze kommen an mehreren der mir seit Jahren bekannten Stellen, siehe dazu das Foto rechts. Sie werden allerdings sofort bei Erscheinen von Schnecken heimgesucht und es finden regelrechte Fressorgien statt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Ich möchte nun noch ein Trüffelgericht vorstellen, das bei mir ebenfalls nie fehlen darf. Pasta mit Trüffelsoße nach Johann Lafer. Einfach lecker! Das Rezept schrieb ich Dir schon einmal, nämlich am 13. Juli 2018.
Oftmals ist es nicht einfach, alle Hobbys verbunden mit Job unter einen Hut zu bekommen. Die Jagdhunde benötigen viel Bewegung. Wir sind täglich, egal bei welchem Wetter, für mindestens zwei Stunden mit ihnen im Wald.
Auf diesen Runden nach Pilzen zu schauen ist nur bedingt möglich mit Jagdhunden. Dieter nimmt dann immer mal beide Hunde und ich springe mal rechts und links in den Bestand. In Dickungen ist es schier unmöglich. Es wird sofort Witterung aufgenommen und es ist nicht möglich, mit Hunden da durchzugehen.
Die Jagd selbst beansprucht, wenn man erfolgreich sein möchte, einen sehr großen Teil der Freizeit. Das betrifft dann nicht nur die Jagd , sondern eben dazu gehörig die Pflege des Pirschbezirkes, in dem man tätig ist. Das heißt, Schneisen pflegen, wenn nicht ratzfatz alles zugewuchert sein soll, Jungaufwuchsflächen pflegen usw.
Wir haben in unserem Pirschbezirk eine Jungaufwuchsfläche die besonders im April viel Aufmerksamkeit benötigt. Es entsteht ein neues Stück Mischwald mit Buche, Eiche, Douglasie, Ahorn und Fichte. Die Böcke verfegen mit Vorliebe an den Douglasien, das Rehwild insgesamt macht viel Schaden durch Verbiss. So sind wir sehr gefordert, dass intakte Waldabschnitte entstehen.
Herzliche Grüße Heike & Dieter"
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Foto: Auch in der Pilzküche muss Dekadenz mal sein. Wir sehen die fertige Brouillade de Truffe (Brouillade aux Truffes), nämlich Sommertrüffeln mit Rührei. Wenn sich das Einfache, hier Eier, mit dem Edlen, nämlich Sommertrüffeln, treffen, dann ist das schon ein wenig dekadent. Nehmen wir zu gerne hin! Dazu wird mit Trüffelbutter bestrichenes Baguette gereicht. Für viele italienische Feinschmecker ist im Übrigen auch die Weiße (Alba-)Trüffel mit Rührei das Nonplusultra der Pilzküche. (2 Fotos © Heike)
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Heike schreibt am 20. Juli 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
es ist verrückt. Momentan passt das Wetter perfekt für Röhrlinge. Es gibt jedoch nicht einen einzigen in mehreren von uns begangenen Wälderrn. Das Einzige, was sich finden lässt, sind hier und da einige Pfifferlinge und Semmelstoppelpilze. Noch nicht einmal ein
Perlpilz, Täubling oder Parasol. Nichts! Die Röhrlinge bleiben bis jetzt vollkommen aus, noch nicht einmal ein winziges Rotfüßchen ist zu entdecken. So etwas Merkwürdiges habe ich noch nicht erlebt.*
Von meinen Sommertrüffeln habe ich auch noch Brouillade de Truffe (Brouillade aux Truffes) zubereitet. Brouillade heißt nichts weiter als Gerangel, also in diesem Fall das Gerangel von Trüffeln. Es ist ein schneller, einfacher, feiner Gaumenschmaus, der in keinem Jahr bisher fehlen durfte.
Für die Zubereitung schneide ich Trüffel mindestens 24 Stunden vorher sehr fein klein und verquirle sie mit Eiern. Das Gemisch kommt in ein Schraubglas und wird im Kühlschrank aufbewahrt.
Am nächsten Tag zur gewünschten Zeit bereite ich ein Wasserbad mit entsprechendem Behältnis darüber. Darin wird Butter geschmolzen und das Trüffel-Ei-Gemisch hineingegeben. Es kommt etwas Salz und wenig, ganz wenig Pfeffer hinzu. Man lässt es stocken bis zur gewünschten Konsistenz und gibt dann noch einen guten dicken Esslöffel Crème fraîche dazu. Das war es schon.
Angerichtet habe ich das ganze mit Baguette, bestrichen mit Trüffelbutter. Ein schnelles, zugegebenermaßen ein wenig dekadentes Essen.
Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde.
Heike & Dieter"
* Liebe Heike,
momentan, also im letzten Juli-Drittel, warten fast alle Pilzfreunde deutschlandweit, in der Schweiz und in Österreich auf Steinpilze und andere Röhrlinge. Es gibt sie, wenn überhaupt, nur vereinzelt. Und das, obwohl das Wetter scheinbar so ideal für Röhrlinge, für Pilze allgemein ist.
Ich fürchte, wir werden aus der gegenwärtigen Situation so schnell nicht herauskommen. Das in diesem Jahr unbeständige, wechselhafte Sommerwetter, dieses Auf und Ab mit (teils starken) Regenfällen und nachfolgend heißen oder dann auch kühleren Tagen mit Trockenheitstendenz behagt Steinpilzen gar nicht.
Nichts mögen sie lieber als eine lange heiße Trockenphase, die den Waldboden so richtig aufbackt. Wenn solch eine stabile Trockenheitsphase endlich mit Regenfällen endet, explodiert das Wachstum der Röhrlinge regelrecht. Es ist momentan aber nicht absehbar, dass es dazu kommen könnte.
Vielleicht irre ich mich, aber ich halte es eher für wahrscheinlich, dass die Steinpilze und andere Dick- und Kleinröhrlinge dieses Jahr erst im September oder Oktober erscheinen.
Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm
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Foto: Die Zutaten für Brouillade de Truffe (Trüffel mit Rührei). Wir sehen von links die Crème fraîche, zwei Sommertrüffeln, ein wenig Petersilie, Trüffelöl, Butterscheiben und Wachtel- sowie Hühnereier.


Foto: Eine ausgefallene Deluxe-Variation eines Strammen Max', nämlich mit bestem frischem Bäckerbrot, bestrichen mit Trüffelbutter, auf dem sich kalt geräucherter Pfefferschinken von der Wildsau, Wachteleier aus eigenem Gelege sowie Scheibchen von der Sommertrüffel treffen. Welch ein Schmackofatz von Heike!

Heike schreibt am 18. Juli 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
die letzten Tage musste ich meine Berichte leider unterbrechen, da mich die ersten 20 Kilogramm Tomaten aus dem Garten vollauf in Anspruch genommen haben.
Nun also zurück zu meinen Sommertrüffeln. Bei deren Verarbeitung bereitete ich auch einen Strammen Max zu. Der stramme Max ist ein beliebtes schnelles Essen aus dem Osten Deutschlands. Genau gesagt, stammt das Gericht ursprünglich aus Sachsen und Berlin
Grundlage des Strammen Max ist eine Scheibe bestes frisches Bäckerbrot, bestrichen mit Butter, belegt mit Rohschinken und Spiegeleiern. Darauf kommt noch etwas frische Petersilie. Mittlerweile gibt es auch einige Abwandlungen, zum Beispiel, wo der Stramme Max mit Kochschinken belegt wird.
Ich bereitete für uns eine Deluxe-Variation zu. Frisches Brot, bestrichen mit Trüffelbutter, belegt mit meinem selbst gefertigten Wildschinken, in dem Fall Pfefferschinken von der Wildsau kalt geräuchert (siehe Foto rechts), oben drauf dann Spiegeleiern von den eigenen Wachteln und als Topping noch einmal Trüffelchen obenauf.
Unsere Wachteln legen im Moment, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich habe 8 Wachteln, die momentan durchschnittlich rund 60 Eier die Woche legen. Wenn ich um die 180 Eier habe, koche ich etwa 160 zu Gewürzeiern für den Winter ein.
Zurück zu den Pilzen: Es gibt noch immer kein Steinpilzchen. Total verrückt!
Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde!
Heike & Dieter"
(4 Fotos © Heike)
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Foto: Die Zutaten: Eine Sommertrüffel, ein wenig Petersilie, Trüffelbutter, noch ungeschnittener Pfefferschinken vom Wildschwein, Wachteleier sowie das Bäckerbrot.

Foto: Der erste Schritt zum Schmackofatz: Scheiben vom kaltgeräucherten Wildschweinpfefferschinken auf einer mit Trüffelbutter bestrichenen Scheibe Brot.

Foto: Herrlicher Vorrat für die Tiefkühltruhe: Heike hat, wie jedes Jahr, wieder Trüffelbutterröschen hergestellt, die sie sehr vielseitig verwendet. Sie bieten immer wieder ein hoch edles Gaumenerlebnis. Auf dem 2. Foto sehen wir die große Sommertrüffel, die alleine 124 Gramm wog. (3 Fotos © Heike)
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Heike schreibt am 14. Juli 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
auch heute möchte ich mich bei Dir melden.
Von meinen frischen Sommertrüffeln musste ich natürlich auch gleich meine heiß geliebte Trüffelbutter bereitet.
Sie ist so vielseitig einsetzbar. Ob nun auf einem Stück Ciabatta oder auf einem Stück Wild, ob als Zugabe in Kartoffelstampf oder bei einem Kartoffelgratin: sie bietet zig Möglichkeiten für die Anwendung. Für die Zutaten habe ich Dir ein Foto beigefügt.
Gestern war ich an meinen Steinpilzstellen vorbeischauen. Seltsam, nichts, aber auch nicht ein einziger Steinpilz war zu sehen.
Dafür konnte ich viele Nester von Semmelstoppelpilzen entdecken. Aber so winzig sie noch sind, die Schnecken fallen schon über sie her. Man sieht nur noch die festen Stiele der kleinen Pilzchen stehen. Wie schade!
Nun wünsche ich allen Pilzfreunden ein schönes pilziges Wochenende!
Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde!
Heike und Dieter"
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Foto: Denkbar einfache Zutaten für Trüffelbutter. Wir sehen ein wenig Salz, sehr wenig Petersilie, bunte Pfefferkörner und Zitrone, von der ein, zwei Spritzer benötigt werden. Dazu kommt natürlich die Butter - und die in Scheiben geschnittenen Sommertrüffeln. Alles in einem Mixer erst niedrig, dann hochtourig gut durchmixen. Mit einer Spritze kleine Törtchen drehen und einfrieren.
Achtung: Sommer- bzw. Burgundertrüffeln werden nicht erhitzt, sondern kalt verwendet! Erhitzt verlieren sie rasant ihr Aroma.
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Foto: Die Scheibchen der Sommertrüffeln veredeln den Rehrücken, die Reh-Portwein-Jus und den Kartoffelstampf geradezu fürstlich. Wie man sieht, spart Heike nicht an den köstlichen Scheiben der edlen Ware aus Italien. (3 Fotos © Heike)
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Heike schreibt am 13. Juli 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
wir haben herrlichste vollreife Sommertrüffeln frisch aus Italien erhalten. Satte 520 Gramm! Die Größte allein hat schon 124 Gramm!
Damit steht für die nächsten Tage einiges auf dem Programm. Die edlen Pilze sollten innerhalb von fünf Tagen aufgebraucht sein. Denn jeden Tag verliert eine Trüffel an Aroma und Gewicht.
Ich bevorzuge seit Jahren den Direktimport aus Italien und meide den hiesigen Handel. Das hat Frische- und Preisvorteile. In Italien sind die Trüffeln weit preiswerter zu haben, verglichen mit dem deutschen Markt. Und von der Bestellung bis zur Lieferung vergehen keine 24 Stunden.
Die meisten Händler erhalten ihre Sommertrüffeln auch aus Italien, ferner aus Kroatien oder Bulgarien. Bis die Trüffeln dann letztendlich beim Kunden auf dem Tisch liegen, vergeht wertvolle Zeit.
Zur Lagerung kommt jede einzelne Trüffel in Zewa-Küchenpapier und in ein Schraubglas und wird im Kühlschrank an einer Stelle geparkt, wo die Temperatur nicht so schwankend ist. Wichtig: Täglich werden die Zewatücher gewechselt.
Bei Erhalt meiner köstlichen Trüffelfracht fand natürlich die ein oder andere sofortige Verwendung. So bereitete ich Rehrücken in einer Reh-Portweinjus und Trüffelstampf zu. Eine hervorragende, superleckere Kombination!
Jedem, der einmal Trüffeln probieren möchte, kann ich nur empfehlen, mit der günstigen Sommertrüffel zu starten. Sie ist, richtig behandelt und eingesetzt, mehr als geschmackvoll. Ich liebe diese erdigen, nussigen Aromen der Sommertrüffel!
Herzliche Grüße an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und an alle Pilzfreunde!
Heike & Dieter"
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Foto: Die tollen Knollen, fein gesäubert, im ursprünglichen Zustand. Bei Sommertrüffeln und Burgundertrüffeln handelt es sich, wie man dank mikroskopischer Untersuchungen inzwischen weiß, um ein- und dieselbe Art. In den 1930er Jahren war Deutschland mit Abstand das exportstärkste Land der Welt für die Burgundertrüffel, ehe ihre Entnahme aus dem Erdreich nach Kriegsende verboten wurde.
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Foto: Sauber geschnittene Sommertrüffel. Feine weiße Äderchen durchziehen das harte Innere. Die Pilze duften nach Steinpilzen und Haselnuss.
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Sep 15, 26 12:21 PM
Sep 15, 26 09:42 AM
Sep 15, 26 02:24 AM
Sep 14, 26 11:49 AM
Sep 14, 26 11:15 AM
Sep 14, 26 02:47 AM
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