Pilzticker ST 43
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Sachsen-Anhalts

Foto: Es hat doch noch geklappt mit einem guten Fund für Tobias und seine Mitsammler. Und Maronenröhrlinge können sehr lecker sein, siehe nur Petra vom Pilzticker Bayern, die haltlos für ihre Maronencremesuppe schwärmt (Tageseintrag vom 15. Oktober 2025). (Foto © Tobias)
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Tobias schreibt am 19. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
du hattest tatsächlich Recht (siehe Pilznachrichten hierunter).
Wir sind heute noch ein letztes Mal zum Pilze suchen gefahren, obwohl wir in dieser Nacht den ersten Frost hatten. Und wie das Foto zeigt, hatten wir tatsächlich Glück und konnten in der Nähe von Burg bei Magdeburg einige Maronen und Goldröhrlinge finden. Leider keine hochwertigen Speisepilze wie Steinpilze oder Krause Glucken, aber unsere ostdeutschen Wälder mit ihren Monokulturen lassen oft halt nicht mehr zu.
In diesem Sinne vielen Dank - und mach weiter so.
Tobias"
Lieber Tobias,
es freut mich sehr für euch! Der Frost muss noch nicht das Ende der Pilze sein, Röhrlinge halten bis minus 1,5 Grad noch durch, d. h. ihre Eiweiße werden bei dieser Temperatur noch nicht beschädigt.
Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm
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Tobias schreibt am 3. Oktober 2025:
"Guten Morgen,
ich berichte aus Sachsen-Anhalt, konkret aus Elbe-Parey im Landkreis Jerichower Land.
Wir haben den Tag der deutschen Einheit frühzeitig genutzt, um mal den Wald zu erkunden. Leider ist dieses Jahr sehr, sehr wenig los, was die Pilze betrifft. Wir konnten in 45 Minuten gerade einmal drei mickrige Röhrlinge finden, Maronenröhrlinge. Sieht unser Korb nicht traurig aus (Foto rechts)?
Viele Grüße
Tobias"
Lieber Tobias,
ja, es stimmt, wir haben derzeit eine Großlage mit gutem Pilzwachstum ab etwa südlich des Mains, wo es in etlichen Regionen über Tage hinweg geregnet hatte, und schwachem Wachstum nördlich des Mains. Westdeutschland ist davon ausgeschlossen, dort hatte es vor einiger Zeit ebenfalls sehr kräftig geschauert, was sich jetzt positiv bemerkbar macht.
Ich gebe aber das Pilzjahr für Mitteldeutschland noch nicht auf. Der Oktober ist traditionell ein starker Monat für das herbstliche Pilzwachstum und kann durchaus noch gute Ergebnisse bringen.
Viel Glück in diesem Sinne wünscht Euch
mit besten Grüßen
Heinz-Wilhelm
(Foto © Tobias)
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Chrischi schreibt am 11. August 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm, hallo liebe Pilzsammler,
die Pilzvielfalt nimmt zu. Neben einigen, leider stark vermadeten Sommersteinpilzen fanden wir erstmals in diesem Jahr einen Fichtensteinpilz sowie kleine Maronen.
Aber nach wie vor waren in den jungen Eichenwäldchen Mengen an Pfifferlingen vertreten, die natürlich in unsere Pilzkörbe wanderten und abends zu einer köstlichen Nudelsoße verarbeitet wurden. Mit Bandnudeln, einem guten Parmesan und einem Glas kalten Weißweins wie immer ein Genuss.
Hier unser Pfifferlingswald mit Ausbeute:
Neben den Samtfußkremplingen und den Flockenstieligen Hexenröhrlingen sahen wir unter anderem: eine aus einem Baumstumpf schräg herauswachsende Marone, einen Klebrigen Hörnling (ein echter Hingucker, kaum essbar) sowie einen Orangeroten Scheidenstreifling.
Ich bin gespannt, wie sich das Pilzvorkommen in den nächsten Wochen entwickeln wird.
Viele Grüße und allen viel Freude in den Wäldern wünscht
Chrischi aus Braunschweig"
(3 Fotos © Chrischi)
Blau = ungenießbar
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2 Fotos: Da lodert es - harmlos - im Moos und trockenen Laub. Es ist ein Klebriger Hörnling, auch genannt Zwergenfeuer, der nichts für die Pfanne oder Salatschüssel ist, aber ein kleines attraktives Feuerchen für jeden Pilzsammler. Rechts ein Rotbrauner Scheidenstreifling, dessen Riefung unter der digitalen Lupe gut erkennbar ist. Sein Stiel ist nicht genattert, andernfalls wäre er ein Orangegelber Scheidenstreifling.
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Foto: Auf Tuch gebettet, zeigt sich Chrischis Pfifferlingsfund aus dem Drömling in absoluter Topform! Das 2. Foto vermittelt einen Eindruck, wie viele der Pilze wuchsen, nämlich leuchtend gelb im lichten Moos und Gras. (2 Fotos © Chrischi)
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Chrischi schreibt am 28. Juli 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm, hallo Pilzfreunde,
es geht auch bei uns im Drömling endlich wieder los!
Nach den anhaltenden Regenfällen bei hohen Temperaturen konnten wir nicht weiter warten und besuchten „unseren“ Wald im Drömling.
Trotz anfänglicher Skepsis - das Unterholz schien trockener zu sein als erwartet - und einsetzendem Starkregen mit Gewitter wurden wir in den uns bekannten Buchenwäldchen dann endlich mit den erhofften Pfifferlingen und einigen Flockenstieligen Hexenröhrlingen belohnt. Alle Pilze waren von bester Qualität.
Lediglich zwei Sommersteinpilze nahmen wir wegen der Maden nicht mit. Gefreut haben wir uns über die Zwei trotzdem, waren es doch unsere ersten Steinpilze 2025.
In den Wäldern wuchsen sonst noch viele Samtfußkremplinge und Unmengen an leuchtend roten Lamellenpilzen, ich vermute, es waren rote Speitäublinge. Auf dem Heimweg konnten wir am Straßenrand noch zwei Parasole entdecken.
Es war ein zwar nasser, aber trotzdem schöner und vielversprechender Einstieg in die neue Pilzsaison. Ich freue mich auf viele Waldrunden und grüße alle Pilfreunde!
Chrischi"
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Carsten schreibt am 25. Juli 2025:
Hallo Heinz-Wilhelm,
nach dem trockensten Frühjahr seit Aufzeichnung der Wetterdaten haben wir hier im nördlichen Sachsen-Anhalt (Elbe-Havel-Winkel) nun einen der niederschlagreichsten Julis seit vielen Jahren. Bis dato fielen durchschnittlich 120 Millimeter Regen auf den Quadratmeter.
Heute haben wir dann feststellen können, dass es zumindest dem Pilzwachstum gut getan hat und konnten eine anständige Portion Pfifferlinge ernten. Der zuerst aufgesuchte Birken-Eichen-Mischwald war wenig ergiebig, da wohl schon zwei Suchgeschwader vor uns vor Ort waren.
Somit musste der Notnagel herhalten, ein ca. 15 bis 20 Jahre alter Kiefern-Stangenforst. Ein eigentlich unattraktiver Standort, aber in einem kleinen Areal von vielleicht 2000 Quadratmetern finden sich jedes Mal ein paar hundert Gramm und reichen aus für eine kleine Mahlzeit.
Heute war die Suche sogar ergiebiger, nach 20 Minuten waren gut 800 Gramm im Körbchen, die wir morgen nach dem Motto „weniger ist mehr“ einfach mit ein bisschen Rührei verspeisen werden.
Euch allen eine spannende und erfolgreiche Saison!
Carsten & Silvia"
(Foto © Carsten)
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Frank schreibt am 29. Juni 2025 zu diesem Foto:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
ich war in den Ausläufern des östlichen Harzrandes unterwegs und habe ein paar Pfifferlinge, einen kleinen Sommersteinpilz und Waldhimbeeren gefunden. Es gibt nur an wenigen Stellen Pilze, aber es gibt sie.
Mit freundlichen Grüßen Frank aus Halle"
(Foto © Frank)

Halle/Saale - Den ersten Netzstieligen Hexenröhrling des Jahres hat Pilzfreund Frank am Stadtrand von Halle gefunden. Dazu gab es noch einen einzigen Maipilz. "Ich hoffe, dass es demnächst etwas mehr wird", so Frank. Damit es schon bald auch in den Ostharz gehen kann, wo er seit Jahren ebenfalls auf die Pilzsuche geht. (Foto © Frank)
19. Mai 2025
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Felix schreibt am 14. April 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
alle Jahre wieder Mitte April zieht es mich in mein Morchel-Revier in den Hügeln bei Naumburg/Saale.
Auch diesmal wurde ich wieder fündig, trotz der Trockenheit, die auch hier herrscht. Drei Speisemorcheln sind die (bescheidene) Ausbeute, siehe das 1. Foto rechts. Sie wuchsen alle an der gleichen Stelle, gut getarnt; es dauerte eine Weile, bis ich sie entdeckt habe (2. Foto rechts).
Anscheinend standen sie dort auch schon seit ein paar Tagen, denn an der Oberfläche waren sie stellenweise schon etwas angetrocknet. An allen anderen Plätzen rührte sich (noch?) gar nichts.
In diesen Tagen soll es etwas Regen geben. Vielleicht geht da noch was!
Beste Grüße
Felix"
(2 Fotos © Felix)
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Foto: Das war's für dieses Jahr. Frank hat bei seinem letzten Pilzgang 2024 noch vier ramponierte, jedoch gänzlich madenfreie Hexen sowie einen Fichtenreizker gefunden. (Foto © Frank)
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Frank schreibt am 10. November 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
ich habe heute für dieses Jahr meinen letzten Pilzgang bei Halle/Saale unternommen und ein paar zwar angeknabberte, jedoch madenfreie und noch gut verwertbare Hexenröhrlinge und einen Fichtenreizker gefunden.
Lieber Heinz-Wilhelm, danke, dass du für uns Pilzfreunde da bist! Weiterhin gute Gesundheit sowie einen guten Jahresausklang wünscht dir
Frank aus Halle"
Lieber Frank,
auch ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, allem voran Gesundheit! Lass es Dir und Deiner Frau in der ruhigen Zeit gut gehen und genieße die besinnlichen Tage!
Mit allen guten Wünschen bis zum kommenden Jahr grüßt Dich herzlichst
Heinz-Wilhelm
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Foto: Der alte Barkas Baujahr 1956, der dem Jagdpächter gehört, hat schon so einiges mitgemacht, hat sicher auch schon so schön gefüllte Pilzkörbe gesehen wie diese. Aber zwei Wolfsrudel mit einer Gesamtzahl von mindestens 14 Tieren in dem Revier, das er befährt, das dürfte auch für das alte Modell neu sein. (4 Fotos © Klaus)
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Klaus schreibt am 29. Oktober 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
wir waren erneut bei Roxförde in der Colbitz-Letzlinger Heide im Altmarkkreis Salzwedel unterwegs. Im Wald trafen wir diesmal keine weiteren Pilzsammler.
Ich fand im niedrigen Kiefernwald Reste einer Hirschkuh, auch mehrere Knochen, noch mit Fleischresten. Der Jäger mit dem historischen Barkas LKW von 1956 informierte uns über die aktuelle Lage: in diesem Gebiet würden sich zwei Wolfsrudel mit jeweils mindestens sieben Tieren befinden.
Seitdem überlegen wir, ob wir dort nochmal hinfahren. Falls ja, sollte das Mindeste, was man mit sich tragen müsste, eine Trillerpfeife sein.
Klaus"
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2 Fotos: Links der Schädel einer Hirschkuh, die von Wölfen gerissen und bis auf das Skelett gefressen wurde. Auch ein Deutscher Jagdterrier wurde 2023 bei einer Drückjagd von Wölfen getötet und gefressen. Da kann einem schon ein bisschen mulmig werden, wenn man, wie die Frau rechts auf dem Foto, Pilze in einer Region sammelt, in der zwei Wolfsrudel plus Welpen leben.
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Foto: Zuhause ist es dann doch erheblich sicherer und auch behaglicher, wenn man die schönen Steinpilze und Maronenröhrlinge auf dem Tisch betrachtet.
Frank schreibt am 27. Oktober 2024:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
ich habe heute bei Halle/Saale zwei brauchbare Steinpilze und einige Flockenstielige Hexenröhrlinge gefunden. Hier und da wuchsen die Nebelgrauen Trichterlinge (Nebelkappen).
Sollte das Wetter so bleiben, dürfte es die kommenden Tage noch einiges an Pilzen geben.
Viele liebe Grüße aus Halle/Saale, dein Pilzfreund Frank"

Foto: Das war für Crischi im Drömling noch einmal ein voller Erfolg, vor allem mit Steinpilzen. Nach der Zeitumstellung heute Nacht wird es wegen der fehlenden hellen Nachmittagsstunde schwierig mit Pilzgängen für sie. Der große, mit einem Moosbüschel beladene Steinpilz auf dem 2. Foto blieb stehen.
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Crischi schreibt am 26. Oktober 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
bei wunderschöner Laubfärbung und Sonnenschein sind wir zu Zweit etwa drei Stunden lang durch den Drömling gewandert.
Die Standorte der Steinpilze haben sich gegenüber den letzten Wochen verlagert. So standen jetzt im höheren Gras an den Wegrändern fast ausschließlich eindrucksvoll große, überständige Steinpilze. Die jungen Steinpilze waren eher in einem jungen Buchenwäldchen und unter Nadelbäumen zu finden.
Maronenröhrlinge, Fichtenreizker und eine Handvoll Pfifferlinge fanden ebenfalls den Weg ins Körbchen. Ich meine auch, wunderschöne Violette Lacktrichterlinge erkannt zu haben, traue mich aber nicht, sie zu verwerten.
Noch auf dem Heimweg wurden kleine Pilzkörbchen an Freunde und zwei Omis verschenkt. Im Betreuten Wohnen wird es morgen nach gebratenen Steinpilzen duften.
Einen ganz herzlichen Dank an Helgas Rezept für die Pilzlasagne, die ich letztes Wochenende sofort getestet habe. Wegen fehlender Milchvorräte wurde die Béchamelsoße durch Crème Fraîche ersetzt. Aber auch so superlecker und zum Nachkochen von mir empfohlen.
Schade, dass dieses Wochenende die Zeit umgestellt wird. Mit der früheren Dunkelheit reduzieren sich erfahrungsgemäß leider meine Pilztouren.
Aber insgesamt war es für mich ein ganz phantastisches Pilzjahr 2024.
Viele Grüße von Crischi"
(2 Fotos © Crischi)
Helga schreibt am 27. Oktober 2024:
"Vielen Dank für das sehr positive Feedback und liebe Grüße an Crischi!"
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Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen ?
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