Pilzticker Schweiz 58
Übersicht aller bisherigen Pilzticker Schweiz

Martin schreibt am 1. November 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
meine letzte Pilznachricht, die ich dir schickte, schrieb ich am 4. Oktober. Heute, nach fast einem Monat, schaffte ich es endlich wieder einmal in den Wald. Die Gründe für meine unfreiwillige Waldabsenz: Nach Feierabend kann ich ab Oktober nicht mehr in die Pilze, weil es zu dunkel ist. Somit bleiben nur noch die Wochenenden. Dann kam mir ein neuntägiger Ägypten-Urlaub von Samstag bis Sonntag in die Quere (schlechte Planung) und letztes Wochenende lag ich mit fast 40 Grad Fieber flach.
So genoss ich heute die Zeit im Wald ganz besonders. Leider gibt es hier bei St. Gallen nicht mehr allzu viel für den Pilzkorb zu finden. Ich sammelte Rauchblättrige Schwefelköpfe, Trompetenpfifferlinge, Semmelstoppelpilze, Amethystschuppige Pfifferlinge, Schwarzpunktierte Schnecklinge und einen schönen Flockenstieligen Hexenröhrling (Foto rechts).
Zusammen mit einer Zwiebel und ein paar Speckwürfeln ergab es eine delikate Pastasauce.
Liebe Grüße aus der Schweiz
Martin"
(Foto © Martin)
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Die Austernpilze sind da und Philipp hat es geahnt. Die großen hat er gleich mitgenommen, die kleinen ließ er zum Weiterwachsen stehen. (2 Fotos © Philipp)
Philipp schreibt am 23. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
heute nach Feierabend hatte ich so ein Gefühl, dass das Wetter die Austernseitlinge begünstigen könnte. Also nahm ich den Hund und begab mich zu "meiner" Austernpilzbank.
Das Gefühl war richtig, sie stehen in den Startlöchern. Ich nahm nur die Grössten mit, der Rest darf noch weiterwachsen.
200 Meter weiter entlang des Waldrandes fand ich zu meiner grossen Freude Herbsttrompeten! Ich hatte schon befürchtet, dass durch Baumfällungen hier keine mehr kommen würden. Da aber die Buchen stehen bleiben durften, sind sie wieder gewachsen. Ein Glück!
Herzliche Grüsse
Philipp"
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Die alten Rotbuchen wurden von den Holzfällern glücklicherweise stehen gelassen, so dass die Herbsttrompeten weiter darunter wachsen können. Ansonsten wurde so mancher Baum an diesem Wachstumsplatz gefällt.
Pilzticker Schweiz 58

Philipp schreibt am 12. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
nach zwei Wochen schwerem, urlaubsbedingten Pilzentzug, waren mein Sohn und ich gestern mal nachschauen, was das Pilzwachstum im Rheintal so macht.
An Röhrlingen war praktisch nichts mehr zu finden. Dafür gab es Starkduftende Leistlinge in Hülle und Fülle. Überall entlang eines Baches waren sie zu finden. Wir konnten den Korb komplett füllen. Insgesamt kamen 2.6 Kilo zusammen, siehe das Korbfoto! Da konnte ich sogar ein paar verschenken. Schopftintlinge hatten ebenfalls einen starken Auftritt, die liessen wir aber stehen, da wir sie nicht gleich verwenden konnten und sie bekanntlich schnell verderben.
Herzliche Grüsse
Philipp"
Pilzticker Schweiz 58
![]() |
![]() |
2 Fotos: Starkduftende Leistlinge (Starkduftende Trompetenpfifferlinge, linkes Foto) sind daran zu erkennen, dass ihre Leisten oft nicht oder kaum sichtbar sind, die Hutunterseite also fast glatt aussieht. Die schönen Schopftintlinge (rechts) standen lediglich Model für ein Foto - sie blieben stehen. (3 Fotos © Philipp)
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Wieder einmal herrliche Steinpilze von der Wiese gab es für Florian. Interessant ist nicht nur der Größenunterschied, der hier vom kleinen Knopf bis zum Goliath reicht, sondern auch, wie dunkel bereits bei den kleinen Pilzen die Hutfarbe ist.
Florian schreibt am 11. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
aller guten Dinge sind drei Steinpilzwanderungen. Hier wieder Portrait-Fotos (z. B. Bild rechts) meiner Lieblingspilze, dieses Mal aus Gonten in Appenzell Innerrhoden. Gestartet bin ich mit meinem Sohn bei Hochnebel, erst am späten Nachmittag gab es schönes Herbstwetter.
Gefunden haben wir die Steinpilze auf ca. 1.200 Metern ü. NHN (über Normalhöhennull).
Herzliche Grüße Florian"
Pilzticker Schweiz 58
![]() |
![]() |
2 Fotos: Zwei Wiesensteinpilze, der eine in der Nähe einer Tanne oder Fichte (links), der andere ein Grasliebhaber.

Foto: Ein stark gedrungenes Prachtexemplar von Steinpilz, das sich vor Wind und Kälte zu ducken scheint.

Foto: Diesmal war Florian bei Innerrhoden auf cirka 1200 Metern Höhe unterwegs. Der Hochnebel - das ist Nebel, der nicht bis zum Erdboden herabreicht, sondern über der Erde schwebt, - hat sich bereits großenteils verzogen. Auf den Wiesen findet Florian seine Steinpilze. Eine ganz andere Pilzsuche als direkt im Wald! (5 Fotos © Florian)
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Ein herrlicher Fund von Rotkappen für Baeri, wobei sich zwei Birkenpilze dreist mit ins Bild geschummelt haben. (2 Fotos © Baeri)
Baeri schreibt am 5. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
es tut sich wieder etwas in den Wäldern westlich von Visp, obwohl es doch noch sehr kühl ist. Mein Sonntagsspaziergang zeigte mir, dass sich im Reich der Rotkappen wieder Nachwuchs eingestellt hat. Erfreulicherweise sind auch die etwas grösseren Exemplare ohne Untermieter, und so reicht schon einen kleine Menge für viel Ertrag.
Die meisten Birkenpilze haben sich allerdings durch schnelles Wachstum der Verwertung entzogen - nur zwei Exemplare konnte ich mitnehmen.
Gruß Baeri"
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Sie wachsen als Teil eines Hexenringes, die wunderschönen Rotkappen. Die Pilze sind von angenehm mildem Geschmack, egal ob Espen-, Laubwald- oder Birkenrotkappen.

Foto: Florian lässt uns in weit über 1000 Metern über dem Meeresspiegel in seinen hutähnlichen Stoffkorb schauen und wir erfreuen uns am Anblick der herrlichen Steinpilze, die er alle auf Wiesen fand. (8 Fotos © Florian)

Foto: Zuhause auf dem Tablett wirken die Steinpilze fast wie in einem Gemälde. Auf dem 3. Foto (rechts) ein Blauer Enzian.

Florian schreibt am 4. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
eine lange Tour im Appenzellerland hat mich heute zwei Mal den Kronberg im Appenzellerland hinaufgeführt, einmal von Süden, einmal von Norden her, beide Male von ca. 900 auf 1400 Meter ü. NHN. Die lange Wanderung hat etwa 8,5 Stunden gedauert.
Ich konnte ein paar schöne Steinpilze finden. Wieder habe ich Wiesenbewohner gesucht.
Liebe Grüsse Florian"
Pilzticker Schweiz 58
![]() |
![]() |
2 Fotos: Solche Prachtexemplare wie diese zwei knorrigen Steinpilze wachsen zwischen 900 und 1400 Metern Höhe im Gras. Florian liebt es, sie ausfindig zu machen, auch wenn er für zehn dieser Pilze achteinhalb Stunden unterwegs ist.
Pilzticker Schweiz 58
![]() |
![]() |
2 Fotos: Links im Bild steht schon wieder so ein stämmiger Geselle. Und rechts liegt einer nach erfolgreicher Entwurzelungs-OP hingestreckt im Gras.

Foto: Eindrucksvoll ist die Landschaft hoch oben im Appenzellerland, wo die herrlichen Wiesensteinpilze wachsen. Florian vermittelt uns hier eine Impression, wo er sie sucht und findet.
Pilzticker Schweiz 58


Martin schreibt am 4. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute war ich wieder im Appenzeller Vorderland bei Heiden unterwegs. Ich hoffte auf junge Pilze, die sich zum Einlegen eignen. Der Winter kommt nämlich bestimmt und damit die Jahreszeit, in der wir Schweizer sehr gerne Raclette essen. Wenn es dazu ein paar eingelegte Pilze gibt, macht es das gemütliche Beisammensein noch spezieller.
Für dieses Unterfangen eigneten sich heute Lachsreizker, zwei Täublinge, zwei Maronen, zwei Steinpilze, ein paar Amethystschuppige Pfifferlinge und ein herrlicher Flocki-Zwilling. Insgeheim hatte ich mir zum Einlegen etwas mehr erhofft. Es reichte aber immerhin für fünf kleine Gläser (2. Foto rechts).
Von den Rötelritterlingen nicht so hell begeistert
Zwar keinen Erstfund, aber eine Erstverkostung gab es für mich mit zwei Violetten Rötelritterlingen. So hell begeistert wie andere Pilzfreunde war ich nicht, aber die Geschmäcker sind ja glücklicherweise verschieden.
Begeistert war ich hingegen von den vielen Rauchblättrigen Schwefelköpfen (zu sehen unten auf dem 1. Foto rechts). Sie sind für mich die absolute Nummer eins, wenn es darum geht, eine Pilzcremesuppe zu kochen.
Rezept für Martins köstliche Premium-Pilzcremesuppe
Aus den fast 700 Gramm Schwefelköpfen gab es zusammen mit ein paar Trompetenpfifferlingen, zwei Zwiebeln, zwei Kartoffeln, einem guten Schuss Prosecco (stand so im Kühlschrank rum), Brühe, Sahne und, ganz wichtig, etwas Chili ca. 3 Liter feine Pilzcremesuppe, die portionenweise eingefroren wird.
An einen grossen Steinpilzschub glaube ich hier in der Gegend zwar nicht mehr, aber der Herbst hat ja noch viele andere Arten zu bieten.
Ich wünsche allen Lesern einen tollen Pilzherbst!
Viele Grüsse
Martin"
(5 Fotos © Martin)
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Blick in den herbstlich gefüllten Pilzkorb. Der Kontrast zwischen dem Orange der Reizker und und dem Rauchgrau der Schwefelkopflamellen ist besonders attraktiv.
Pilzticker Schweiz 58
![]() |
![]() |
2 Fotos: Links im Bild Rauchblättrige Schwefelköpfe, die zu Martins absoluten Lieblingspilzen gehören. Sie wachsen an Nadelholzstümpfen, vor allem Fichten und Kiefern. Rechts der von Martin beschriebene Zwilling vom Flockenstieligen Hexenröhrling.
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Ein schmucker Pilzkorb, den Baeri verschenken will. Fast zu schade, um Pilze darin zu tragen, denn man möchte ihn ungern beschmutzen. Und hoffentlich bekommen die Schwammerl - vor allem die unten liegenden - genügend Luft bei dem doch sehr dicht aussehenden Geflecht. (Foto © Baeri)
Pilzticker Schweiz 58
Baeri schreibt am 30. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
heute mal ein Testbericht über einen neuen Pilzkorb.
Er ist heute angekommen und soll verschenkt werden. Doch bevor er mich wieder verlässt, musste er natürlich erst einmal getestet werden. Dafür stellten sich Hallimasche, Goldröhrlinge, Fichtenreizker, Habichtspilze und ein Perlpilz zur Verfügung. Ergebnis: der Korb kann mit gutem Gewissen weiter gegeben werden.
Viele Grüsse aus dem Wallis
Baeri"

Foto: Ein mit herbstlichen Pilzen bunt gemischter Korb, wie er in dieser Jahreszeit inetwa aussehen sollte. Die einzelnen Pilzarten siehe nächstes Foto.

Foto: Steinpilz, Rotkappe, Pfifferling, Lärchenröhrling (oben von links), Grünspanträuschling, Violetter Rötelritterling, Hallimasch, Fichtenreizker (Mitte von links) sowie Birkenpilz, Habichtspilz und Kuhmaul (unten von links).
Pilzticker Schweiz 58
Baeri schreibt am 28. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
ich habe heute mal das Waldgebiet gewechselt und bin in ein Waldstück mit recht steiler Hanglage gegangen, die schon früh am Tag Sonne bekommt. Es liegt in ca.1500 Metern Höhe. Es handelt sich um einen nicht sehr dicht stehenden Nadel-Mischwald, in dem einzeln einzelne Laubbäume eingestreut sind.
Das Artenaufkommen dort ist schon wieder recht vielfältig, die ersten Jungpilze wachsen auch schon wieder. Der mit schmucken Silberdisteln und Kugelblumen gesäumte Rückweg durch das Reich der Rotkappen zeigte allerdings, dass sich bei ihnen noch kein Nachwuchs eingestellt hat.
Viele Grüsse aus dem Wallis
Baeri"
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Die Gemeine Kugelblume wächst auf Felsen und Trockenwiesen, oft an Wegrändern, wo sie besonders viel Sonne und Wärme bekommt. Es gibt 25 bis 30 Kugelblumenarten (Globularia) weltweit, eine Gattung, die in der Familie der Wegerichgewächse zuhause ist. Kugelblumen sind geschützt. In kultivierter Form sind sie beliebte Gartenpflanzen, die es steinig und kiesig mögen.

Foto: Eine schöne, aber kraft ihrer Dornen auch wehrhafte Silberdistel. Sie ist in der Schweiz wie in Deutschland geschützt, da ihre natürlichen Lebensräume - kalkhaltige Magertrockenrasen - immer mehr zurückgehen. (4 Fotos © Baeri)
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Schöne junge Hallimasche. Sie spalten die Gemeinde der Pilzfreunde: Manche lassen sie lieber stehen, für andere ergeben sie ein leckeres Pilzgericht. So auch für Baeri.

Foto: Nach dem Vorgaren, vermutlich Kochen, brät er sie scharf an und veredelt sie mit fein gehacktem Rosmarin, Pfeffer und Salz. Das klingt gut!
Baeri schreibt am 27. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
der Blick aus dem Küchenfenster lässt mich vermuten, dass auch dieses Jahr wieder der Winter einkehrt. Die Temperaturen sind ziemlich im Keller und das Pilzwachstum stagniert zur Zeit.
Die Violetten Rötelritterlinge haben sich erstaunlich gut regeneriert, sind jetzt aber schon mindestens zwei Wochen alt. Die Rötlichen Gallerttrichter gibt es nur sehr spärlich, so dass ich mir dann die ersten jungen Hallimasche zum Essen eingeladen habe.
Vorgegart, herzhaft angebraten und mit frisch gehacktem Rosmarin ist das ein ganz leckerer Happen. Die Wahl fürs Fotomodell fiel heute auf die Stummelfüßchen, die sich mit ihren hübschen Pelzhütchen den kühlen Temperaturen ganz gut anpassen.
Viele Grüsse aus dem Wallis
Baeri"
Blau = ungenießbar
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Fichtenzapfen, Rötliche Gallerttrichter: Die Pilze sind mit ihrem auffälligen Aussehen immer wieder eine Attraktion. Sie sind brauchbare Salatpilze.

Foto: Stummelfüßchen wachsen auf toten Laubholzästen. Es gibt an die 20 verschiedene Arten. Diese hier haben sich wegen der kühlen Temperaturen schon mal Pelze übergezogen. Die Pilze sind ungenießbar.
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Blick aus Baeris Küchenfenster. Die Ausschau lässt vermuten, "dass auch dieses Jahr wieder der Winter einkehrt", witzelt Baeri. (5 Fotos © Baeri)

Martin schreibt am 25. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute kam ich auf der Heimfahrt nach der Arbeit ohne Stau durch St. Gallen und war um 17:30 Uhr zu Hause. Ich griff nach dem Korb und kurz darauf war ich auch schon im Wald.
Die Trompetenpfifferlinge, die ich vor knapp zwei Wochen klitzeklein im Wald stehen gelassen hatte, sind Ende letzter Woche in der föhnigen Hitze eingegangen. Nur ein paar wenige Frischgewachsene konnte ich noch entdecken.
Dafür nimmt die Pilzvielfalt nun zu. Die Perlpilze und die Täublinge sind wieder da. Auch Reizker, Scheidenstreiflinge, Mönchsköpfe, Nebelkappen und diverse Schleierlinge sind zu finden. Und natürlich wunderschöne Fliegenpilze.
Nach meinem verlorenen Pilzmesser habe ich vor einer Woche schon einmal erfolglos gesucht. Und heute lag es auf einmal vor meinen Füssen! Aber nicht an der moosigen Stelle mit dem Feuersalamander (siehe Tageseintrag mit Foto vom 14. September 2025), sondern fast einen Kilometer von dem Gebiet entfernt, wo ich glaubte, es verloren zu haben. Egal, ich bin einfach froh, dass ich es wieder habe.
In den Sammelkorb schafften es heute zwei Fichtensteinpilze, Trompetenpfifferlinge, Amethystschuppige Pfifferlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Speisetäublinge und ein junger Mönchskopf. Auf dem Foto rechts sind die Pilze ausgebreitet zu sehen.
Viele Grüsse
Martin"
(3 Fotos © Martin)
Pilzticker Schweiz 58
![]() |
![]() |
2 Fotos: "Und heute lag es auf einmal vor meinen Füßen." Martin hat sein am 14. September im Wald verlorenes Pilzmesser wiedergefunden. Die schönen jungen Fliegenpilze im Bild rechts hat er damit aber nicht abgeschnitten.
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Diese Rotkappen hatten nochmal Glück! Sie sind einer Anzeige der Pilzpolizei wegen zu schnellen Wachstums nur deshalb entgangen, weil Baeri sie rechtzeitig vom Tatort entfernt hat. Ob es aus gleichem Grund auch den Steinpilzen (hinten im Korb) an den Kragen geht, darüber halten sich die Kantonsbehörden bedeckt.
Pilzticker Schweiz 58
Baeri schreibt am 25. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
heute habe ich einen grösseren Bereich bei Visp besucht und es gab wiederum eine recht grosse Artenvielfalt, Eine kleine Auswahl: eine Korallenart, Grünspanträuchlinge, Rotkappen, die schneller wachsen, als die Pilzpolizei erlaubt, kleinere Steinpilze, hinter denen die Schnecken her sind. Zu guter Letzt gingen noch zwei handflächengrosse Pfifferlinge mit auf den Heimweg.
Viele Grüsse aus dem Wallis
Baeri"

Foto: Ein Grünspanträuschling, giftig anmutend, aber durchaus essbar. Unser Morchel-Patron Karl Berchtold legte diese Pilzart gerne ganz oben in den Korb, "damit die Leute im Ort was zu gackern haben".

Foto: Dies dürfte - unter Restvorbehalt - eine wohlschmeckende Goldgelbe Koralle sein. Farbe, Verzweigung und die Gabelungen an den Spitzen sprechen dafür. Sie ist ein Pilz höherer Gebirgslagen. (3 Fotos © Baeri)
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Steinpilze aus dem Appenzeller Land, gefunden in etwa 1000 Metern über dem Meeresspiegel. Auf dem 2. Foto liegen die Prachtstücke noch im Körbchen.

Florian schreibt am 23. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
nach dem schönen Steinpilzfund aus dem Wallis sende ich wieder einmal einen Bericht aus St. Gallen.
Ich war mal wieder im Appenzellerland. Die Steinpilze sind hier nach dem vielen Regen vor etwa zwei bis drei Wochen schon wieder recht weit, viele auch schon angeknabbert oder anderweitig versehrt.
Schöne Herbstzeit: Man kann entlang der Waldränder gehen und findet sie teils mühelos gut sichtbar freistehend im Gras in Höhen um 1000 Meter ü. NHN, wo ich heute recht weit gelaufen bin. Alleine war ich dort oben aber nicht, weitere Pilzfreunde haben ihre Spuren hinterlassen.
Danke dir und den zwei anderen "ständigen Mitarbeitern" aus St. Gallen für ihre Updates, das macht Lust und hält bei Laune!
Herzlichen Gruss an dich und weiterhin eine tolle Saison an alle Pilzfreunde.
Florian"
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Ein Steinpilz in Nadelstreu, von Fichtenzapfen eingekreist. Er ist von der Sonneneinwirkung und Trockenheit gezeichnet: der Rand ist an zwei Stellen tief eingerissen, die Röhren am Rand haben sich weitflächig gelöst, sehen fast aus wie abgeplatzt.
![]() |
![]() |
2 Fotos: Allein auf weiter Flur ist der Steinpilz auf dem Foto links. Auch der im rechten Bild ist ei Grasbewohner. Zu sehen sind sie beide schon aus der Entfernung gut. (5 Fotos © Florian)
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Dieser knorrige Fichtensteinpilz landete ganz am Ende von Baeris spätabendlicher Fototour noch in der - Fototasche.
Baeri schreibt am 22. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
meine heutige kleine Feierabendrunde westlich von Visp im Bergmischwald ist dann fast noch zur Nachtwanderung geworden.
Wie gut, dass die Fototasche mit Leuchte dabei war, so entstanden Aufnahmen, die schon eine leichte Studioanmutung haben. Nach 24 Stunden Regen gab es einiges zu sehen, von diversen Minipilzen über Fliegenpilzbabies und Flaschenstäublingen bis hin zu den Nachkommen der grossen Habichtspilze, die schon wieder in den Startlöchern sitzen.
Auch die Trompetenflechten sind für mich immer wieder ein schönes Motiv, zumal in allen Grössen vorhanden.
Zu guter Letzt schaffte im Dämmerlicht ein frisch gewachsener Steinpilz dann noch den Sprung in die Fototasche.
Viele Grüsse aus dem Wallis
Baeri"
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Dieser Ockertäubling ist vermutlich der traurigste Pilz im gesamten Wallis: er weint eine riesengroße Träne.

Foto: Obwohl diese zwei Seitlinge nur schwer bestimmbar sind, sprechen zwei Fakten dafür, dass es sehr giftige Ohrförmige Weißseitlinge (oder Ohrförmige Seitlinge) sind. Erstens wachsen sie offenbar an einem Nadelbaum und zweitens ist kein Stiel erkennbar. Zwei deutliche Alarmsignale! Diese Pilzart soll in Japan mehrere Todesfälle verursacht haben, auffallend häufig bei älteren Personen, deren Nieren vorgeschädigt waren.
Pilzticker Schweiz 58

Foto: Eine Helmlingsart im satten Moos- und Grasgrün, die etwa dem Fleischbräunlichen Helmling nahekommt. Helmlinge sind keine Speisepilze; sie sind unergiebig und manche Arten giftig. Als Zersetzer von Holz, Gras, Laub- und Nadelstreu erfüllen sie aber eine wichtige biologische Aufgabe.

Foto: Trompetenflechten bieten ausgesprochen fotogene Motive. Sie wachsen auf sandig-lehmigem Boden, der im Falle dieses Fotos Aufschluss darüber gibt, dass Baeri in einem Waldgebiet unterwegs ist, dessen Bodenverhältnisse beste Voraussetzungen für seltene Pilzarten bietet. Auch von oben fotografiert, sind die trichterförmigen Schlunde attraktiv. Flechten sind weder Pflanze noch Pilz, sondern eine eigene Lebensform. (5 Fotos © Baeri)
Pilzticker Schweiz 58
Von Pilzticker Schweiz 58 zurück zu Passion Pilze Sammeln Home Page
Sep 15, 26 12:21 PM
Sep 15, 26 09:42 AM
Sep 15, 26 02:24 AM
Sep 14, 26 11:49 AM
Sep 14, 26 11:15 AM
Sep 14, 26 02:47 AM
#Anzeige Bezahlter Link

#Anzeige Bezahlter Link

Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen ?
#Anzeige Bezahlter Link

#Anzeige Bezahlter Link

Von der erfahrenen Praktikerin Rita Lüder - Top-Bewertungen
#Anzeige Bezahlter Link

Wer Bäume und Sträucher kennt, findet zielsicher Speisepilze
#Anzeige Bezahlter Link

#Anzeige Bezahlter Link

Warum luftig und keine steilen Seitenwände?