Pilzticker RP 127
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Rheinland-Pfalz

Foto: Der Korb ist mal wieder gut gefüllt. Die Austernpilze meinen es dieses Jahr gut mit Oliver und seiner Familie. (Foto © Oliver)
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Oliver schreibt am 27. Dezember 2025:
"Servus Heinz Wilhelm,
in den Wäldern des Lembergs bei Oberhausen an der Nahe habe ich noch einmal reichlich Austernseitlinge geerntet.
Margit hatte nochmals einen großen Bräter voll Hühnergeschnetzeltes mit sage und schreibe drei Kilo Austernseitlingen gegart. Ein herrliches Essen, zu dem es Nudeln und Kopfsalat gab. Wir luden Freunde und Familie ein zum großen Schmaus.
Klaus, einer meiner besten Freunde, war mit seiner Frau dabei. Er brachte mir vor einigen Jahren viel über das Pilze sammeln bei und verriet mir auch einige Sammelstellen, wo ich heute noch Pilze sammeln gehe.
Inzwischen versuche auch ich, mein Wissen an die jüngere Generation weiterzugeben. Mit Pilzen kann man vielen Menschen eine Freude bereiten und dasselbe auch, wenn man sein Wissen an Interessierte weitervermittelt. Mein ältester Sohn geht schon wieder mit meinem Enkelsohn Nio in die Pilze, und unser Marco ist gerade eben in solch einer Lernphase. Der Jüngste isst lediglich Pilze, am Sammeln hat er noch keine Lust gefunden.
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2 Fotos: Austernpilzbüschel (links) und Austernpilze auf Silbertablett auf Sternendecke (rechts). Die Pilze kamen wie gerufen für das große Essen. (1 Foto © Oliver); (1 Foto © Margit)
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Marco fand ja tatsächlich einige Austernseitlinge an einer dem äußerlichen Eindruck nach noch gesunden, stehenden Eiche, was sehr selten ist, denn diese Pilze suchen sich meistens Buchen als Wirtsbäume aus. Nun hoffe ich, dass die Pilze dieses Mal stärker sind als der Eichbaum, denn dann werden sie sich auch vermehren.
Wir entdeckten noch drei ältere Buchen mit Austernseitlingen in dem selben Waldabschnitt. Wir kennen jetzt wieder annähernd 20 Bäume, die Austernseitlinge tragen oder trugen. Das ändert sich aber von Jahr zu Jahr, deshalb ist es gut, jedes Jahr wieder neue, tragende Bäume zu finden. Dafür sollte man möglichst einige hundert Bäume absuchen und schauen und laufen und laufen, die Hänge hoch und runter. Aufgeben gilt nicht!
Zu meiner Freude entdeckte ich auch noch einen Schiefen Schillerporling an einer stark bemoosten Birke. Dieser Pilz, auch Chaga genannt, soll ein guter Vitalpilz sein, in dem gute Heilstoffe für Magen-Darm-Krankheiten schlummern
Margit hat die schönsten Pilze auf dem großen Silbertablett abgelichtet, die anderen Fotos sind von meiner Wenigkeit.
Das war es wieder einmal von Margit, Olli und Marco aus dem Nahe-Land"
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Oliver schreibt am 22. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich war auch in den Laubwäldern in der Nähe von Odernheim am Glan, um dort Austernpilze zu ernten (1. Foto rechts). Ich fand die Pilze in einem tadellosen Zustand vor.
Einen Teil bekam einer meiner Söhne für ein großes Pilzessen mit seinen Kumpeln, einen weiteren mein guter Freund Joe und dessen Söhne.
Da Margit und ich zum Essen gingen, verzichteten wir dieses Mal auf ein eigenes Pilzgericht. Das macht aber nichts, dafür kenne ich noch die ein oder andere Stelle, um Austernpilze zu ernten.
Zu meiner Freude fand ich nun endlich auch meine ersten Samtfußrüblinge seit nunmehr mindestens zwei Jahren. Mein Sohn Marco fand seine ersten selbst gefundenen Judasohren (2. Foto rechts), Birkenporlinge und Austernseitlinge. Darüber hat er sich riesig gefreut. Er ist jetzt schon ein richtiger Gourmetkoch, wie das 3. Foto von seinem Pilzgericht mit Austernseitlingen bezeugt.
Bis bald, Heinz Wilhelm! Viele Grüße von Margit und Oliver sowie Marco aus dem Nahe-Land"
(1 Foto © Oliver); (2 Fotos © Marco)
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Foto: Das macht den Korb schnell schwer und voll: Herrliche Austernseitlinge an liegendem Rotbuchenstamm. (Foto © Oliver)
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Oliver schreibt am 19. Dezember 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute war ich mit meinem Sohn Marco in einem großen Laubmischwald nahe Oberhausen an der Nahe, mit überwiegend Rotbuchenbestand. Marco, der mit mir gemeinsam erstmals Austernpilze suchte, fand nach ein paar hundert Metern Fußmarsch quer durch den Wald einen einzelnen Austernseitling an einer dünnen Rotbuche.
Nach einer Weile entdeckte ich an einem mir bekannten, bereits hingestreckten Buchenstammm eines Holzstapels wunderschöne Austernseitlinge. Das Abendessen für Marco war damit gesichert. Etwas später entdeckte Marco auch noch junge, knackige Austernpilze.
Zuhause machte Margit noch ein Foto vom Gesamtfund des Tages in unserem Holzschuppen, in dem früher einmal die Wurstküche war. Dieses Jahr ist wirklich ein ausgezeichnetes Austernpilzjahr, jedenfalls hier in unserer Gegend, um die Nahe herum.
Nochmals alles Gute und noch schöne Pilzfunde im auslaufenden Jahr 2025 wünschen allen Pilzsuchern
Oliver, Margit und Marco aus dem Nahe-Land"
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2 Fotos: Korb mit geernteten Austernseitlingen vor einem Holzstoß in der ehemaligen Wurstküche. Rechts sehen wir Oliver mit Austernpilzen und schweifendem Blick. (1 Foto © Margit); (1 Foto © Marco)
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Oliver schreibt am 14. Dezember 2025:
"Servus Heinz Wilhelm,
ich habe es wider Erwarten doch noch geschafft, meine Winterpilzgebiete im Soonwald im Hunsrück aufzusuchen.
An den acht Wirtsbäumen, die ich inspizierte, wuchsen überall Austernseitlinge. Leider waren die Pilze an fünf stehenden und einem liegenden Rotbuchenstamm bereits deutlich überständig. Am Gipfelpunkt fand ich jedoch, wie in den vergangenen Jahren auch, noch junge knackige Pilze, die natürlich gleich im Korb landeten.
In dieser Gegend hatte ich in den vergangenen Jahren die Austernseitlinge meist um die Jahreswende gefunden. Der zeitige Frost begünstigte dieses Jahr früheren Wuchs, so dass es von den Maronenröhrlingen und Steinpilzen nahtlos zu den Austernseitlingen überging. Leider hatte ich diesen Zeitpunkt verpasst. Auf jeden Fall, so kann ich bilanzieren, sieht die Zukunft der Austernseitlinge in meinen Gebieten nicht schlecht aus.
Inspiriert zu der Fahrt in den Soonwald wurde ich von drei Austernpilze tragenden Wirtsbäumen, die ich in der Gegend um Duchroth in der Pfalz gefunden hatte. An einer relativ jungen Rotbuche dort wuchsen Austernseitlinge in etwa drei Metern Höhe. Mein Glück war es, dass dieser Baum auch tief unten wachsende starke Äste hatte, mit deren Hilfe ich zur Pilzstelle hochklettern konnte, um die schönsten Exemplaren zu ernten und meinen Korb zu füllen (Foto rechts).
Ich warf die abgeschnittenen Pilze zielgenau auf das weiche Laubpolster am Hang, um sie dann aufzulesen. An etlichen Bäumen wachsen die Pilze so hoch, dass sie nur mit einer Leiter oder mit eigens für die Pilzernte präparierten Teleskopstangen erreicht werden können.
Viele Grüße von Margit und Oliver aus dem Nahe-Land"
(4 Fotos © Oliver)
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2 Fotos: Es gab reichlich Austernpilze zu bestaunen, wenn auch aus verschiedenen Gründen nicht immer zu ernten für Oliver.

Foto: Ein Korb voller herrlicher Austernseitlinge. Sie kamen gerade richtig für das große Pilzessen, zu dem Margit und Oliver einige Gäste eingeladen hatten. (3 Fotos © Oliver)
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Oliver schreibt am 9. Dezember 2025:
"Servus Heinz Wilhelm,
heute berichte ich von meinen erneuten Winterpilzfunden gestern in den Laubmischwäldern, und zwar im Kreis Bad Kreuznach. Eigentlich wollte ich nur die mir bekannten Wirtsbaumstämme für Austernpilze und Co. absuchen und für das große Pilzessen von heute Abend eine ertragreiche Ernte mit heimbringen.
Auf dem Weg dorthin fand ich an einem liegenden Baumstamm einer Rotbuche ganz versteckt und unter dem Stamm eine große Kolonie herrlicher Austernpilze. Das heißt für mich ab sofort, öfters selbst unter den Baumstämmen nachzusehen!
Die Pilze dieser Fundstelle füllten gleich die Hälfte meines Pilzkorbes: einfach super! Den Rest erntete ich an dem mir bekannten Baumstamm. Judasohren habe ich bis jetzt noch keine gefunden, dafür aber den Kreiseldrüsling, hier aber recht groß. Angeblich ist er nur bedingt essbar (nur wem er schmeckt). Ich habe diese Art noch nicht probiert.
Heute Nachmittag werde ich die Wälder in der Nähe von "Odernheim am Glan" aufsuchen, denn dort befindet sich auch noch ein ertragreicher Rotbuchenstamm. Nicht weit davon befindet sich die alte Klosterruine Disibodenberg, wo Hildegard von Bingen lebte. Auf jedem abgelichteten Foto siehst du einen anderen Wirtsbaum, es waren insgesamt fünf pilztragende Bäume.
Viele Grüße und noch eine schöne geruhsame Zeit an alle Pilzsucher von Olli und Margit aus dem Nahe-Land"
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2 Fotos: Zwei von fünf Wirtsbäumen, die Oliver für das Pilzessen absuchte, lieferten ihm herrliche Austernseitlinge.

Oliver schreibt am 4. Dezember 2025:
"Servus Heinz Wilhelm,
diesmal suchte ich die Laubwälder in der Nähe von Feilbingert nach essbaren Winterpilzen ab. Das ist wichtig für die kommenden Jahre, denn wer jedes Jahr leckere Austernpilze ernten möchte, muss ständig neue Wirtsbäume finden. Es erfordert lange Gänge durch Buchenwälder, wobei man infrage kommende Rotbuchen möglichst ringsum überprüfen sollte.
An Hängen kann es sinnvoll sein, mit dem Fernglas nach Pilzen zu suchen, das erleichtert die sonst nicht selten mühevolle Suche. Heute hatte ich echt mal einen guten Tag und mein Fleiß wurde endlich gut belohnt. Es fanden sich gleich an drei liegenden Baumstämmen knackige, bläulich schimmernde Austernpilze, was auf dem Korbfoto rechts gut zu erkennen ist.
Es kamen sogar noch zwei stehende Bäume mit Austernpilzbesatz hinzu. Zu meiner Freude war auch endlich wieder eine Pappel an der Sautränke dabei. Darauf hatte ich schon jahrelang gehofft. Die meisten Pilze an der Pappel waren zwar schon überaltert, aber mit diesem Baum habe ich wieder eine tolle Zukunftsoption.
Auf dem Foto mit der Pappel sind nicht alle Austernpilze zu sehen, denn sie war von unten bis oben an allen Seiten mit Austernpilzen besiedelt. Dieses Jahr gibt es ein sehr gutes Austernpilzjahr, das einem erfreulich volle Körbe beschert. Wirklich herrlich und begeisternd, es macht wieder richtig Spaß, auch in der kalten Jahreszeit in die Pilze zu gehen. Hurra!
Viele Grüße von Olli und Margit aus dem Nahe-Land"
(3 Fotos © Oliver)
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2 Fotos: Die herrlichen Austernpilze im besten Alter (links) konnte Oliver bereits ernten. Rechts die von ihm beschriebene Pappel, deren Stamm ringsum Austernseitlinge trägt.


Oliver schreibt am 1. Dezember 2025:
"Moin Heinz-Wilhelm,
gestern Nachmittag war ich nochmals an meinen Wirtsbäumen für Winterpilze, in der Nähe der Raubritterburg Montford. Das Wetter war nicht so schön: bei etwas über 7 Grad Celsius regnete es leicht im Tal der toten Bäume bei Duchroth in der Pfalz.
Der Waldboden war infolge der milden Temperaturen und der Nässe aufgeweicht und matschig, was den Gang nicht gerade erleichterte. Ja, Winterpilze zu suchen und zu finden ist nicht ganz leicht, dafür müssen die Pilzsammler oft viel Kraft und Zeit investieren.
Auf dem einen Foto siehst du einen liegenden, abgebrochenen Rotbuchenstamm, besiedelt mit einer orangeroten Trametenart und Austernseitlingen, die ich noch etwas stehen lasse, bis ich sie demnächst zum großen Pilze essen mit mehreren Personen ernten werde.
Das war's aus den Wäldern rund um die Nahe. Viele Grüße an alle Pilzliebhaber und Freunde des Pilztickers.
Olli und Margit aus dem Nahe-Land"
(2 Fotos © Oliver)
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Foto rechts: Nach dem zeitigen Winterbeginn hat Pilzfreund Oliver früher als in den Vorjahren erste junge Austernseitlinge entdeckt, und zwar bei der Raubritterburg Montford. Immer mal wieder krachen dort in die Jahre gekommene altersschwache Rotbuchen zu Boden, an denen Austernpilze wachsen. Die entdeckten Nester stehen ab sofort unter Beobachtung, um den optimalen Erntezeitpunkt nicht zu verpassen. Ernst zu nehmende Konkurrenz seien nicht nur Pilzsammler, sondern auch Waldarbeiter, die die altersschwachen Stämme abräumen. Schon einmal habe er damit leidliche Erfahrung gemacht. (Foto © Oliver)
23. November 2025
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Sep 15, 26 09:42 AM
Sep 15, 26 02:24 AM
Sep 14, 26 11:49 AM
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Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen ?
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