Pilzticker NRW 74
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Übersicht aller bisherigen NRW-Pilzticker

Foto: Das hat sich allemal gelohnt, aus Verärgerung über einen Waldvermüller ein anderes, unbekanntes Gebiet aufzusuchen. So kam für Michael diese schöne Kollektion von Steinpilzen zusammen. Dazu kennt er jetzt ein gut tragendes neues Steinpilzrevier.
Michael schreibt am 24. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute hatte sich doch tatsächlich jemand in mein Revier verirrt. Was per se nicht schlimm ist, es gibt ja genug Pilze für alle. Aber diese Person hat überall auf ihrem Weg Müll im Wald hinterlassen, Papiertaschentücher, Bonbonpapier, eine leere Getränkedose, Alufolie. Und was kein Steinpilz war, wurde einfach um getreten. Ich verabscheue solch ein Verhalten.
Damit ich der Person nicht auch noch begegne, die Pferde mit mir durchgehen und ich den gesammelten Müll dann unter Zwang rückübereigne, habe ich mich mal in eine andere Ecke der zum Glück weitläufigen Balver Höhen geschlagen. Was sich schnell gelohnt hat.
Dort standen, quasi wie aus dem Lehrbuch, zahlreiche Fliegenpilze, Pfefferröhrlinge, Mehlräslinge und alle paar Meter längs der neuen Route schönste Steinpilze. Den Größten hätte man sogar vom Weg aus sehen können, aber hier schien unlängst noch niemand gewesen zu sein.
Ende gut, alles gut. Ich habe eine neue Route mit neuen Fundstellen entdeckt, zum Abendbrot gibt es Pasta mit Funghi porcini con crema di polenta (Nudeln und Steinpilze mit cremigem Maisgrieß) und dazu ein Glas Chardonnay.
Lieber Gruß
Michael"
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Foto: Wer so offen in der Landschaft rumlümmelt, landet natürlich im Pilzkorb. Es sei denn, er ist voller Maden. War aber nicht der Fall. (2 Fotos © Michael)
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Martin aus dem Münsterland schreibt am 21. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
schon lange verfolge ich den Pilzticker mit Interesse und Freude. Heute habe ich von dem letzten NRW-Post (von Michael) richtig profitiert.
Ich habe hier im Münsterland in einem kleinen Wäldchen ein Mini-Steinpilz-Revier, das bisher in dieser Saison nichts hervorbrachte. Heute war ich schon fast am Abend doch noch dort und obwohl im ganzen Wäldchen kaum etwas zu sehen war (einige Flaschenboviste und zwei dünne blaue Täublinge) bin ich dann dort doch den Boden "abgekrochen". Das war eine gute Entscheidung!
Wie auf dem Foto zu sehen ist, gab es herrliche Steinpilze (vorne ein sehr blasser Genosse). Und neben denen auf dem Foto standen in der Nähe noch vier weitere, fast alle ohne Fraßspuren. Was für eine Freude am frühen Sonntagabend!
Liebe Grüße
Martin"
(Foto © Martin/Münsterland)
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Michael schreibt am 21. September 2025:
"Hallo, Heinz-Wilhelm,
Du hattest (mal wieder) Recht. Geduld zahlt sich aus.
Gestern früh bin ich mit Cara und Elijah losgezogen in die Balver Höhen. Dort ist es insgesamt noch sehr trocken, aber vereinzelte kleine lichte Flecken im Wald mit jungen Birken, Brombeeren, Blaubeeren, Waldflattergras und Moos schienen geeignet, um dennoch Steinpilze zu finden. Dort sollte genug Bodenfeuchtigkeit vorhanden sein. Dass unsere Schuhe schon nach wenigen Minuten von reichlich Tau durchnässt waren, war ein weiteres gutes Vorzeichen.
Den ersten Steinpilz zeigte uns ein großer knallroter Fliegenpilz an. Und von nun an ging es Schlag auf Schlag. Innerhalb von anderthalb Stunden, fanden wir 45 Steinpilze, allesamt ohne Schnecken oder Maden. Nur fünf Fruchtkörper waren vom Wild angefressen und haben es nicht mit in die Pilzparade im Vordergrund des Fotos geschafft, sondern wurden direkt verzehrfertig aufgeschnitten. Sie haben dem Nachbarn erfreut.
Heute wird fleißig getrocknet und auf Eis gelegt, als Wintervorrat. Anfang kommender Woche geht es dann auf die Nachsuche, da es heute Nacht kräftig geregnet hat, wird wohl noch einiges nachkommen im Wald.
Grüße
Michael mit Cara und Elijah"
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Foto: Endlich stehen die herrlichsten Steinpilze da, wie schon vor einigen Wochen erhofft in den Balver Höhen.

Foto: Der Baumstumpf ist schon stark verrottet. Das weich gewordene Restholz bzw. Holzmehl ist eine gute Nährsubstanz für Steinpilzwachstum. (3 Fotos © Michael)
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Arnsberger Wald - Einige Goldröhrlinge sowie schöne junge Birkenpilze haben Sven und Dorthe im trockenen Arnsberger Wald gefunden. Beide Pilzarten wuchsen an restfeuchten Stellen. (2 Fotos © Sven)
20. September 2025
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Foto: Mit dem Fund der Rotkappen waren Pilzgang und der Tag für Martin und Andrea gerettet. Es sind Eichenrotkappen, auch Laubwaldrotkappen genannt. Zwei Steinpilze und ein Maronenröhrling kamen noch hinzu. (4 Fotos © Martin)
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Martin schreibt am 19. September 2025:
"Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,
auch wir in der Waldregion Voreifel sind endlich in die Pilzsaison gestartet.
Gestern war ich mit Sammelfreundin Andrea unterwegs. Zuerst besuchten wir den Buchenwald mit Fichtenbestand. Nach rund einer Stunde nichts, aber mal gar nichts. Der ganze Wald war praktisch pilztot. Und das trotz der ergiebigen Regenfälle. Das war natürlich sehr enttäuschend.
Also hofften wir, dass es vielleicht die Rotkappen richten würden. Auf dem Weg dorthin haben wir eine kleine Stelle mit noch sehr kleinen Pfifferlingen entdeckt, die wir natürlich stehen ließen. Aber dann war es endlich soweit: da standen sie, die ersten zwei Steinpilze! Unsere Freude war groß, die Motivation stieg.
Und dann fanden wir auch noch einige Rotkappen, kleine knackige und größere. Damit war unser Tag gerettet. Da wir noch genügend Zeit hatten, beschlossen wir kurzerhand, unsem Steinpilzeldorado einen Besuch abzustatten.

Foto: Diese Rotkappen plus eine Marone kamen noch zum Fund hinzu.
Auf dem Weg dorthin sichtete ich das Auto der Sammelkonkurrenz aus dem Ostblock, ein Mann, der ausschließlich Steinpilze sammelt. Ich weiß das, weil ich mich vor ein paar Jahren mal mit ihm unterhalten habe. Da ich ihn immer nur im Wald getroffen habe, wenn es auch Pilze gab, ließ mich der Anblick seines Autos hoffen.
Aber unser Steinpilzparadies ließ uns - noch - im Stich. Bis auf zwei Maronen und einen winzigen Steinpilz war hier auch nichts. Die Artenvielfalt und Quantität hat noch sehr viel Luft nach oben.
Es ist trotz der Regenfälle sozusagen nur oberflächlich feucht im Wald, es gibt keine Pfützen, nirgendwo hat sich Wasser gesammelt.
Dennoch fuhren wir zufrieden nach Hause und freuen uns schon auf das, was da im Pilzherbst noch kommen mag. Wahrscheinlich sind wir aus den letzten Jahren auch einfach nur verwöhnt.
Schöne Grüße aus Eschweiler wünscht Martin"
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2 Fotos: Junge Laubwaldrotkappen und eine ausgewachsene (rechtes Bild). Eichen- oder Laubwaldrotkappen haben lebhaft orangerote oder rötlichgraue Schüppchen auf dem Stiel.

Arnsberg - Es war für freund Alex der erste Steinpilzfund in diesem Jahr - und der schlug gleich richtig ein: an die 20 Fichtensteinpilze - leider mit allerhand Waldbehang - hat er bei Arnsberg gefunden. Hinzu kamen noch einige Birkenpilze und Goldröhrlinge.
(3 Fotos © Alex)
17. September 2025
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2 Fotos: Etappenerfolge: Wir sehen links vier Fichtensteinpilze, rechts einen. Der hat einen besonders strammen Stiel und war der Hingucker in Alex' Gesamtfundus.

Foto: Der Herbst steht vor der Tür und es geht endlich Richtung Steinpilze. Auch wenn es vorerst nur einer war, den Michael und Elijah fanden. Aber damit ist der Anfang gemacht. Dazu gab es Pfifferlinge und eine Krause Glucke. (4 Fotos © Michael)
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Foto: Vor der Zubereitung stehen die in Scheiben geschnittenen und zerkleinerten Pilze sowie Stücke vom Balver Strohschwein bereit.
Michael schreibt am 15. September 2025:
"Hallo, Heinz-Wilhelm,
mein Lehrrevier bei Plettenberg hat es gestern Mittag gerichtet: der erste Steinpilz in diesem Jahr! Und dazu noch ein schöner, kerniger Bursche. Elijah war total begeistert, bisher kannte er ja nur die vergleichsweise kleinen, zierlichen und fragilen Pfifferlinge. Zwei Sorten davon, gab es auch noch zu finden, dazu eine kleine Krause Glucke.
Da ich dieses Waldgebiet kenne wie meine Hosentasche - hier bin ich seit 50 Jahren unterwegs - weiß ich, hier wird noch viel, viel mehr zu finden sein. An überhaupt nur drei von mehreren Dutzend üblichen Plätzen wurde ich hier gestern fündig. Denn auch hier gilt, es ist insgesamt noch zu trocken.
Zur Ergänzung von Stinkmorchel und Schopftintling, gesellten sich gestern auch noch zahlreiche Sandröhrlinge dazu und einige Goldröhrlinge. Die Favoriten von Opa Robert, der mich hier das Pilze suchen und bestimmen gelehrt hat, wären aber die vielen Hallimasche gewesen, die zahlreiche Stümpfe gefällter Fichten dicht besetzt hatten.
Zum Abendessen gab es ein schönes Quartett aus Waldpilzen mit Geschnetzeltem vom Balver Strohschwein und einen bunten Herbstsalat.
Liebe Grüße
Michael"
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2 Fotos: Das wäre was für Opa Robert gewesen, der Hallimasche überaus schätzte. Ob diese Honiggelbe oder Gemeine Hallimasche sind, ist schwer zu sagen; hier kann auch die Morgen- oder Abendsonne mit ihren warmen Tönen in Richtung der Honiggelben nachgeholfen haben. Rechts im Bild bewundert Elijah einen Steinpilz, den ersten, den er überhaupt gefunden hat.
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Michael schreibt am 13. September 2025:
"Hallo, Heinz-Wilhelm,
es ändert sich etwas in den Balver Höhen, auf den Wegen stehen Pfützen und im Wald sind die Füße im Schuh ruckzuck nass.
Heute sah ich meinem Pflegesohn Elijah, der mich überraschend begleitet hat, zwei ganz junge Birkenpilze, Stinkmorcheln und auf den Wegen viele Schopftintlinge.
Zu meiner besonderen Freude zeigten sich vereinzelt erste Fliegenpilze und Mehlräslinge. Das bedeutet, die von uns so geschätzten Steinpilze sollten also nun auch unterwegs nach oben sein.
Ein paar Amethystschuppige Pfifferlinge, sehr schöne, große Exemplare, standen von weithin leuchtend im Goldenen Frauenhaarmoos. Die ersten Waldpilze überhaupt, die Elijah fand (siehe Foto rechts) und dabei heute gleich öfter festgestellt hat, dass die Natur spannend ist und viel mehr Spaß macht, als die Spiele-Konsole und der Fernseher.
Ein Stück weiter, zwischen Blaubeeren und Brombeeren, fand er außerdem noch eine kleine Menge schöner Aprikosenpfifferlinge, deren Duft uns den ganzen Heimweg über begleitete.
Bei einem leckeren Stück Apfel-Crumble und einem Tee denken wir jetzt mal darüber nach, was wir aus den gefundenen Pilzen zum Abendbrot zaubern.
Gruß
Michael & Elijah"
(Foto © Michael)
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Foto: Sie kamen nach dem sintflutartigen Regen am Montag: Steinpilze, Birkenpilze, Perlpilze, ein Speisetäubling und ein Semmelstoppelpilz. (3 Fotos © Melanie)
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Melanie schreibt am 12. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich war gestern das erste Mal nach dem sintflutartigen Regen am Montag - teilweise fielen 70 Liter auf den Quadratmeter innerhalb von vier Stunden - im Wald, und zwar in den Ausläufern des Hürtgenwaldes. Erstaunlicherweise sind aber manche Ecken immer noch staubtrocken.
Jedoch nicht alle. Ich konnte einen deutlich überständigen Steinpilz an der Stelle finden, an der noch vor einer Woche nichts stand. Zwei Junge boten sich aber immerhin zur Mitnahme an, ein paar Minis in der Größe eines Daumennagels blieben dagegen stehen. Bis zum Sonntag dürfen sie noch wachsen. 😊
Ansonsten gab es ein paar tolle Birkenpilze und Perlpilze sowie einen einzigen großen Semmelstoppelpilz und einen kleinen Täubling.
Ich bin mir sicher, dass es die kommenden Tage ergiebiger wird.
Liebe Grüße Melanie"
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2 Fotos: Einer der zwei jungen Steinpilze (links) sowie das aus dem Gesamtfund zubereitete Pilzgericht mit Rührei (rechts).

Foto: Keine Steinpilzscheiben, sondern geschnittene Kräuterseitlinge aus der Garbecker Eigenzucht sowie Pfifferlinge, darunter auch Amethystschuppige liegen auf dem Rundbrett bereit. Die Mischung aus Wald- und Zuchtpilzen erwies sich im Zusammenspiel mit geräuchertem Wildlachs, Pasta und Rahmsauce (2. Foto) als kulinarischer Volltreffer. (2 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 10. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
am Tag nach deiner Stellungnahme zu meinem letzten Bericht begann es hier zu regnen. Sogar heftig, wenngleich auch kurz. Hast Du einen direkten Draht zu Petrus?
Gestern Früh konnte ich im Wald, der insgesamt leider immer noch recht trocken dasteht, ein bisschen was entdecken: hier oben sind hier und da einige Schwefelköpfchen und vereinzelt goldgelbe Korallen* zu sehen, leider noch keine Täublinge oder Steinpilze.
An meinen üblichen Stellen standen nur die paar Pfifferlinge, die ich vor etwas über einer Woche zum Heranwachsen stehen gelassen hatte. Neue Fruchtkörper waren nicht zu finden.
Einer der Burschen war so stark amethystschuppig, dass er auf den ersten Blick verdorben wirkte. Jedoch war auch er schön kernig, und zusammen mit ein paar schönen großen Kräutersaitlingen aus der Kellerzucht meines alten Schulfreundes in Garbeck wurde es ein tolles Abendessen, zu dem sich Wildlachs, Pasta und Rahmsauce gesellten.
Der Regen hat hier oben noch etwas zugenommen, es ist mittlerweile alles schön feucht. Aber bei nächtlichen Temperaturen von nur um die 10 Grad und tagsüber nur wenig mehr scheint es den Pilzen nun an der Wärme zu fehlen.
Außer einem einsamen großen Schopftintling mitten auf dem Schotterweg und einem kleinen Orangebecherling habe ich rein gar nichts erspähen können.
Ich bin sehr gespannt, ob sich im Laufe der nächsten zwei oder auch drei Wochen noch etwas ändert.
Gruß, Michael"
* In der Großschreibweise, also Goldgelbe Korallen, wären das wahre Prachtfunde für die Pilzküche gewesen
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Michael schreibt am 3. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
es ist Anfang September und damit Zeit, für dieses Jahr ein selten trauriges Halbzeit-Fazit zu ziehen: es ist für mich das schlechteste Pilzjahr seit 51 Jahren. So lange gehe ich nun schon in die Pilze und wüsste nicht, dass mir bis September nicht wenigstens ein Steinpilz, Bovist, Champignon, Flocki oder Raufußröhrling begegnet wäre.
Die zwei Stinkmorcheln aus dieser Woche lasse ich mal bewusst aus. Selbst die waren nämlich absolute Ausnahmen.
In der Woche lege ich ja immer zwischen 30 und 50 Kilometer im Wald zurück, auch um den Blutzuckerwert unten zu halten, und das Wenige, was ich dabei in diesem Jahr seit Ende Mai gefunden habe, ist kaum der Rede wert: ein gutes Kilo Pfifferlinge und zwei Stücke vom Schwefelporling. Ansonsten gab es nichts für Teller, den Kühlschrank oder das Eisfach.

Immerhin bin ich heute Früh einem kleinen Bündel farbenfroher Gesellen, es waren Ziegelrote Schwefelköpfe (Foto rechts), begegnet. Das war immerhin etwas fürs Auge.
Ich hoffe, dass der Herbst bei uns - er kündigt sich hier oben tageweise schon mit deutlich einstelligen Nachttemperaturen an - doch noch die Wende bringt. Hoffnung setzte ich auch auf die Reise in die Eifel, Mitte Oktober.
Ich habe zwar noch Steinpilze im Eis, aber es geht nichts über Frische aus dem Wald in Verbindung mit dem Erlebnis des Suchens und Findens. Dazu muss es aber regnen! Und zwar mehr als nur ein Stündchen Nieselei. Das bisschen Nass kommt ja gar nicht im Boden an.
Meiner Erfahrung nach bräuchte es hier kräftigen Landregen, mindestens fünf bis sieben Liter pro Quadratmeter innerhalb 24 Stunden. Also immer wieder Regen, über einige Stunden an aufeinander folgenden Tage hinweg oder noch besser, direkt ein paar Tage lang ohne Unterbrechung. Der ist aber nicht in Sicht.
Einen lieben Gruß
Michael"
(Foto © Michael)
Lieber Michael, liebe Pilzfreunde,
wir hatten eine ganz ähnliche Situation schon einmal vor sechs oder sieben Jahren. Da war es nicht nur im August, sondern auch den September lang knacktrocken und viele Pilzfreunde hatten das Pilzjahr schon abgeschrieben.
Dann endlich, die letzten zwei, drei Septembertage begann es zu regnen - und es wurde ein begeisternder Pilzoktober und sogar noch -november. Es gab fast überall Steinpilze in Hülle und Fülle, im Laub- und im Nadelwald, dazu viele andere Arten Speisepilze.
Ich kann es nicht oft genug betonen: je trockener, ausgedörrter der Waldboden, desto mehr spricht - natürlich bei dann endlich einsetzendem Regen - für reiches Pilzwachstum. Nur absaufen darf der Wald natürlich nicht, denn dann würden die winzigen Fruchtkörper noch im Boden oder kurz darüber verschimmeln und verfaulen.
Gelassenheit ist das Gebot dieser Tage!
Herzlichst Heinz-Wilhelm
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Sep 15, 26 12:21 PM
Sep 15, 26 09:42 AM
Sep 15, 26 02:24 AM
Sep 14, 26 11:49 AM
Sep 14, 26 11:15 AM
Sep 14, 26 02:47 AM
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