Pilzticker Niedersachsen 94
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Übersicht aller bisherigen Niedersachsen-Pilzticker

Foto: Ein schönes Mitbringsel vom 17. Deistertag waren für Gisela diese jungen Maipilze. (2 Fotos © Gisela)
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Gisela schreibt am 10. Mai 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde!
An meinen bekannten Stellen in Hannover habe ich bislang erfolglos nach Mairitterlingen Ausschau gehalten, von Morcheln ganz zu schweigen. Es hat überall forstwirtschaftliche Eingriffe gegeben, die vermutlich den Pilzen ihre Lebensgrundlage entzogen haben. Um so erfreuter war ich heute!
Bei einem Ausflug im Rahmen des jährlich stattfinden Deistertages zum Beginn der Wandersaison gab es nicht nur interessante Veranstaltungen, auch die Farbenpracht in der Natur war einzigartig. Nachdem meine Augen überwiegend gelbe Rapsfelder, grüne Getreideflächen, blauen Himmel und weiße Wolken gesehen haben, war der eher zufällige Blick ins Gebüsch neben einem schmalen Weg in einem kleinen Waldstück eher unspektakulär, wären es nicht die ersehnten Mairitterlinge gewesen.
Viele verstecken sich noch unter dem Laub und sind noch klein, doch für eine erste Mahlzeit reichte meine Ernte. Da die Pilze fest und kräftig waren, haben sie den vorsichtigen Transport in einem Leinenbeutel gut überstanden und verströmten ihren typischen Duft, der die Vorfreude auf die Mahlzeit steigerte.
Viele Grüße aus Hannover von Gisela"
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Foto: Ein eher zufälliger Blick ins Gebüsch in einem kleinen Waldstück zeigte Gisela die jungen cremeweißen Pilze.


Agnes schreibt am 17. April 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Morchelverrückten,
eigentlich nehme ich mir jedes Jahr vor, mich nicht vom Morchelfieber packen zu lassen und dann passiert es doch wieder.
Gestern habe ich auf einen Tipp eines Pilzfreundes hin ein Pappelwäldchen im Landkreis Salzgitter durchstreift und erst als ich mich dahinter auf einem Brachgelände mit viel Schutt umgesehen habe, fand ich etliche schöne Speisemorcheln in gelb, siehe das 1. Foto rechts. Ohne Eschen, Pappeln, Obstbäume - einfach nur Schotter, Geröll, Bauschutt und in einigen Metern Entfernung ein paar Weißdornbüsche. Eine der Morcheln ist auf dem 2. Foto rechts zu sehen.
Heute habe ich dann nachsehen wollen, ob auf dem Friedhof, wo ich vor zwei Jahren welche gefunden hatte, auch wieder Morcheln stehen, nachdem letztes Jahr nur zwei da waren. Ich war baff: alles stand voll mit Speisemorcheln, und zwar von einer etwas dunkleren Art.
Und an einer Stelle hier im Landkreis Wolfenbüttel habe ich vor zwei Tagen die ersten kleinen Käppchenmorcheln gefunden. Sie standen in einem Auwald-ähnlichen Gebiet unter Eschen und Weißdorn.
Liebe Grüße
Agnes"
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Foto: Standen alle auf einem auf einem Friedhof, aber mit Sicherheit nicht auf Gräbern: Speisemorcheln von einer dunkleren Art. (3 Fotos © Agnes)

Foto: Ein schöner Bollen unterm Pflaumenbaum. Aber warum nicht essen, schließlich findet man sie nicht alle Tage. Gut durchgebraten, ergäbe die Speisemorchel im Rührei einen Snack de luxe. (Foto © Bettina)
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Bettina schreibt am 16. April 2026:
"Guten Morgen Heinz-Wilhelm,
beim gestrigen Garteneinsatz konnte ich eine graue Speisemorchel vor der Rasenmäherattacke meines Mannes retten. Da es nur eine unter unserem alten Pflaumenbaum ist, darf sie wachsen und ich mich beim Zusehen freuen.
Liebe Grüße Bettina aus dem schönen Hornburg am Fallstein"

Foto: Bettina hat dann im Garten noch einmal genau hingeschaut und kommentiert ihren hier gezeigten Fund von weiteren drei Speisemorcheln mit den Worten: "Nun ruft wohl doch die Pfanne!"

Foto: Kleiner, aber feiner Fund von Rindenmulchmorcheln, praktischerweise gleich vor der Haustür des Arbeitgebers. (5 Fotos © Véronique)
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Véronique schreibt am 9. April 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
ich komme gerade von der Arbeit bei einem Sozialversicherungsträger in der Region Hannover, und siehe da: Kaum aus der Eingangstür heraus, entdecke ich eine kleine Gruppe Spitzmorcheln im Rindenmulch am Wegesrand! Ich bin ganz beseelt von meinem Fund, den ich hiermit teilen möchte.
Meinen diesjährigen Erstfund machte ich bereits am Karsamstag. Mein Göttergatte, der keine Lust zum Wandern hatte und dennoch mitgekommen war, wartete am Rande des Deisters beinahe eine Stunde am Wegesrand, während ich sage und schreibe 68 graue Speisemorcheln mit einem Gesamtgewicht von gut 1,5 Kilogramm sammelte. Ich geriet geradezu in einen Rausch!
Zarter Bärlauch und der erste Waldmeister komplettierten die ertragreiche Wanderung und bereicherten den Osterbrunch.
Ich wünsche Dir und allen Pilzfreunden viel Erfolg bei der Suche. Zumindest Morchelfans erwartet anscheinend ein gutes Jahr!
Liebe Grüße von Véronique"
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Foto: Ein schönes Nest von Rindenmulchmorcheln. Bei welchem Sozialversicherungsträger fühlten sie sich wohl so behaglich? Die Morchelfans in Hannover dürfen rätseln.

Foto: Fünf gut sichbare Speisemorcheln im Laub, wobei die eine noch klitzeklein ist (rechts von der Gruppe).

Foto: Diese fünf Speisemorcheln haben sich schon besser getarnt, weil ihre Farbe fast der des Waldbodens gleicht. Und ja, es sind fünf...

Foto: Eine Ostersuche der besonderen Art hatte Véronique bereits am Karsamstag, als sie im Deister gut eineinhalb Kilo schönster Speisemorcheln fand - 68 Stück.

Serdal schreibt am 9. April 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
ich habe einen Überraschungsgast im Rindenmulch! 🍄✨
Wer braucht schon eine Einladung, wenn man so schick aussieht? Während ich im Garten eigentlich nur Unkraut zupfen wollte, hat mich der kleine Kerl (Foto rechts) frech aus dem Beet angeblinzelt.
Eine echte Spitzmorchel hat es sich in meinem Rindenmulch gemütlich gemacht! Da sagt man immer, Pilzesammeln sei mühsame Waldarbeit – und dann entscheidet sich der Adel unter den Speisepilzen einfach für ein gemütliches Home-Office direkt vor meiner Terrassentür.
Willkommen in der Nachbarschaft, du kleiner Wabenkopf! Wer hätte gedacht, dass mein Gartenbeet zum Gourmet-Hotspot wird?
Liebe Grüße
Serdal aus Wülferode"
(Foto © Serdal)
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Agnes schreibt am 2. April 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
leider war ich heute bei der Morchelsuche nicht erfolgreich, habe dann aber einige Lilastielige Rötelritterlinge (Lepista personata, Foto rechts) gefunden, die ich erst zuhause und mithilfe einiger Profis aus dem Pilzkreis bestimmen konnte.
Ich habe am 2. April einfach nicht mit Rötelritterlingen gerechnet, zumal diese auch nur schwach erdig rochen und einen dezent violett überhauchten Stiel hatten. Fundort war - nun ja, genau dort, wo eben sonst die Käppchenmorcheln, Speisemorcheln und Mairitterlinge wachsen: Unter Eschen, Weißdornbüschen, auf feuchtem und kalkhaltigem Boden im Landkreis Wolfenbüttel.
Essen wollte ich die Lilastieligen Rötelritterlinge nicht, weil sie laut DGfM sehr selten geworden sind und ich auch nur ein Exemplar zur Bestimmung mitgenommen habe.
Liebe Grüße
Agnes"
(2 Fotos © Agnes)
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Foto: Der lilafarbene Stiel des Pilzes. Nicht selten sind so gut wie gar keine Lilatöne erkennbar. Dass der Pilz "sehr selten" geworden sein soll, ist schwer nachvollziehbar. Allein in Leipzig sind in günstigen Jahren etliche begrünte Straßenränder und kleine Rasenflächen geradezu unkrautmäßig mit Lilastieligen Rötelritterlingen bewachsen.
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Foto: Die Großen kamen mit nach Hause, die Kleinen blieben stehen: Samtfußrüblinge im Moorwald nordöstlich von Hannover. Es war zwar nur ein spärlicher Fund (2. Foto), doch der Anfang für das Pilzjahr 2026 ist zu Christines Freude gemacht. (3 Fotos © Christine)
Christine schreibt am 16. Februar 2026:
"Guten Tag lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
die vergangenen zwei Wochen waren im Großraum Hannover durchgehend wolkig, düster und grau, mit bleibendem Schnee und Temperaturen unter Null Grad. Durchdringend feuchter Schneeregen und Tauwetter beendeten die vergangene Woche. Am Sonntag strahlte dann endlich wieder die Sonne vom blauen Himmel.

Bei winterlichen 2 Grad haben mein Gefährte und ich diesen wunderbaren Tag für eine lange Wanderung in das Moorwaldgebiet nordöstlich von Hannover genutzt.
Wo vor einem Jahr das Moorgebiet und angrenzende landwirtschaftliche Äcker noch großflächig überschwemmt waren - ich hatte darüber am 23. Januar 2025 berichtet - hat sich das Wasser derzeit in ein für das Moor normales Maß zurückgezogen.
An mehreren Stellen fanden wir an Laubbaumtotholz kleine Büschel frischer Samtfußrüblinge, von denen wir die größeren Exemplare mitnahmen. Nach dem Putzen machte das verbliebene Häufchen allerdings nicht viel her. Trotzdem haben wir uns über die ersten wilden Speisepilze dieses Jahres gefreut. Sie waren mit ihrem leicht süßlichen Geschmack sofort eine leckere Zutat in einer Pilz-Gemüsepfanne zum Abendessen.
Viele liebe Grüße aus Hannover von Christine"
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Foto: So wie hier sieht der Moorwald nordöstlich von Hannover für gewöhnlich im fortgeschrittenen Winter aus.
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Sep 15, 26 12:21 PM
Sep 15, 26 09:42 AM
Sep 15, 26 02:24 AM
Sep 14, 26 11:49 AM
Sep 14, 26 11:15 AM
Sep 14, 26 02:47 AM
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Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen ?
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Von der erfahrenen Praktikerin Rita Lüder - Top-Bewertungen
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Wer Bäume und Sträucher kennt, findet zielsicher Speisepilze
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Warum luftig und keine steilen Seitenwände?