Pilzticker Bayern 153
Hier geht's zur
Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns

Foto: Der Bann ist gebrochen! Sepp findet nach langem Hoffen und Suchen endlich die ersten Steinpilze 2026, und zwar in 1300 Metern über dem Meeresspiegel. Mit im Gepäck auf dem Rückweg führte er einige Pfifferlinge, einen Flockenstieligen Hexenröhrling sowie einen Rotstieliegen und einen Braunen Ledertäubling (rechts). Dass die Steinpilze im Gebirge zuerst da sind, liegt vor allem daran, dass in Höhenlagen Nässe langsamer verdunstet.
Pilzticker Bayern 153
Sepp schreibt am 27. August 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute war ich voller Hoffnung zweieinhalb Stunden auf 1300 Metern Höhe in der Nähe von
Bayrischzell unterwegs und wurde endlich mit den ersten frischen knackigen Steinpilzen belohnt.
Auch eine Handvoll Pfifferlinge landete im Korb. Der Pilzgang wurde abgerundet mit dem Fund von einem Flocki, einem Braunen Ledertäubling (im Korb ganz rechts) sowie einem Rotstieligen Ledertäubling. Das Fleisch beider Täublingsarten ist hart und fest.
![]() |
![]() |
2 Fotos: Endlich ein junger Steinpilz! Darauf musste Sepp dieses Jahr lange warten. Rechts ein prächtiger Rotstieliger Ledertäubling, ein prima hartfleischiger Speisepilz, der im Volksmund auch Elefantenpilz genannt wird. Mehr zu dieser Pilzart weiter unten in Text und Bild.
Vor allem aber sind beide gute Speisepilze. Beide haben im Volksmund auch den Beinamen Elefantentäubling, weil ihr Hut einen Durchmesser von bis zu 22 Zentimeter haben kann. Das kommt den Pilzfreunden deshalb entgegen, weil sie damit schön ergiebig sind, denn sie sind gute Speisepilze.
Der Rotstielige Ledertäubling hat prägnante Erkennungsmerkmale. Sein Stiel ist, wie der Name andeutet, rötlich überhaucht; die Lamellen sind hellgelb, später Dottergelb und röten vom Hutrand aus. Er ist im kalkreichen, basischen, nährstoffreichen Laubwald (Rotbuchen, Hainbuchen, Eichen) sowohl im Flachland als auch im Bergwald zu finden. Anders im Nadelwald: hier wird man ihn nur in Bergwäldern finden, deren Böden ebenso kalkreich, basisch und nährstoffreich sein müssen. Meist steht er bei Fichten.
Außerdem waren noch viele Gelbbraune (Ockerbraune) Trichterlinge (gute Speisepilze) und drei junge Schönfußröhrlinge zu sehen. Etwas Schönes fürs Auge war der Stielenzian, der derzeit in 1300 Metern ü. NHN in voller Blüte steht.
Viele liebe Grüße aus Bayern
Sepp"
Rot = giftig
(5 Fotos © Sepp)
Pilzticker Bayern 153

Foto: Hier sind gleich drei Merkmale des Rotstieligen Ledertäublings gut zu erkennen: Der Stiel ist zur Spitze hin rötlich überhaucht, die Lamellen sind gelblich und röten am Hutrand. Die Hutfarbe ist aus einem herrlich intensiven Bordeau-Braun.

Foto: Wild wachsender Stielenzian. Es könnte, ja dürfte der alpine Schwalbenwurzenzian sein, der einzige Waldbewohner unter den Enzianarten. Er mag Halbschatten bis Schatten, kommt aber auch in sonnigen Lagen zurecht, wenn er keine direkte Mittagssonne ertragen muss.
Pilzticker Bayern 153

Foto: Es ist nur eine kleine Auswahl des Gesamtfundes, der für zwei Abendessen und eine Gabe an die Nachbarin reicht. (Foto © Ralf)
Pilzticker Bayern 153
Ralf schreibt am 27. August 2026:
"Grüß Gott Heinz-Wilhelm,
wir haben vorhin einen Spaziergang gemacht. Beim Maisinger See südwestlich von Starnberg, entlang des Maisinger Baches. Hier sind wir des Öfteren in der schönen Natur. Und dann sehen wir weiße Flecken auf einer der Wiesen. Es waren traumhaft schöne Wiesenschampignons an zwei Stellen.
Das Foto zeigt nur eine kleine Auswahl unserer mitgenommenen Pilze. Ich werde sie gleich putzen. Obwohl wir die älteren und die ganz jungen stehen gelassen haben, reichte die gesammelte Menge für zweimal Abendessen plus ein paar für eine Nachbarin.
Es gibt doch immer wieder nette Neuigkeiten! Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: wenn man das immer im Vorhinein wüsste!
Viele Grüße
Ralf"
Pilzticker Bayern 153

Foto: Die seifig schmeckende Breitblättrige Glucke, hier im Bild, wächst meist am Fuße von Laubbäumen, und zwar bei Eichen oder Rotbuchen. An Nadelbäumen ist die Weißtanne ihr einziger Baumpartner. Die nussig-milde Krause Glucke ist dagegen ein ausgezeichneter Speisepilz; sie ist fast ausschließlich an Kiefern gebunden.
Sepp schreibt am 24. August 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
die letzten acht Tage - ab Montag, d. 17. August - hat es im Landkreis Miesbach immer mal wieder geregnet, auch nachts. Das ermunterte mich, heute mal wieder in der Nähe von Miesbach auf Pilzsuche zu gehen, wo ich bereits am 20. Juli erfolgreich war.
Doch musste ich leider feststellen, dass es immer noch zu früh für das Pilzwachstum ist, trotz des leicht befeuchteten Waldbodens. Ich hoffe, dass sich bei weiteren Regengüssen unter der Woche kommendes Wochenende die Situation endlich verbessert.
Heute kann ich lediglich den Fund einer eher seltenen Breitblättrigen Glucke melden, die ich allerdings stehen ließ. Sie ist wegen ihres seifigen Aromas von minderem Speisewert. Um dies zu mildern, erfordert es eine aufwändige Kochakrobatik.
Dieser Pilz wird leicht mit der sehr schmackhaften und häufiger auftretenden Krausen Glucke verwechselt.
Viele Grüße
Sepp"
Pilzticker Bayern 153

Foto: Die Breitblättrige Glucke hat größere, breitere und derbere Kräusel als die Krause Glucke. (2 Fotos © Sepp)

Foto 1: Pilzfreund Ralf hat noch einmal den ergiebigen Wachstumsplatz seiner Satanspilze im Landkreis Starnberg bei Leutstetten aufgesucht und wollte es genau wissen: exakt 26 Satanspilze wachsen dort in Gruppen oder gesellig. So wie diese zwei Exemplare mit zur Basis hin stark verdicktem Stiel in typischem Rot, das zur Spitze hin ins Rötlich-Gelbliche übergeht. Interessant beim größeren Pilz ist hier der nicht seltene, ebenfalls charakteristische Olivton, der sich gerne in das Grauweiß des Hutes mischt.
Pilzticker Bayern 153

Foto 2: Hier sind vier Pilze in einer Gruppe beisammen, die Besuch von einem hungrigen Gast bekommen haben. Der Schnecke machen die Giftstoffe in den Pilzen nichts aus. Schön, diese wirklich seltene Pilzart einmal so intensiv mit ihren Merkmalen, ihrem Habitus und in ihrer Entwicklung beobachten zu können. Vielen Dank dafür, lieber Ralf! (2 Fotos © Ralf)
Starnberg, d. 23. August 2026
Pilzticker Bayern 153

Matthias aus Happurg schreibt am 23. August 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute gibt es leider nur ein einziges Bild, weil ich gestern ziemlich in Eile war.
Vor zwei Wochen hatte ich auf dem Heimweg von der Arbeit die erste Krause Glucke des Jahres gefunden. Seitdem hatte ich leider nicht viel freie Zeit, so dass ich erst gestern wieder auf eine schnelle Runde im Wald unterwegs sein konnte.
Ich habe einiges an Fruchtkörpern gesehen, einer davon total vermadet, einige hatten schon zu viel Sonnenbrand und eine kleine Glucke darf noch etwas wachsen. Einen einigermaßen intakten Pilz, siehe das Bild rechts, konnte ich dann doch mitnehmen.
Ich denke, hier in der Happurger Region, also im Landkreis Nürnberger Land, wird die nächste Zeit noch ordentlich was nachwachsen. Nachdem jetzt endlich ein Wetterumschwung da ist - wir hatten über zwei Monate quasi keinen Niederschlag, - werden hoffentlich bald auch die sehnsüchtig erwarteten Steinpilze kommen.*
Viele Grüße
Matthias aus Happurg"
(Foto © Matthias/Happurg)
* Liebe Pilzfreunde,
für alle die, die es noch nicht gelesen haben: Mein Interview-Klassiker aus dem Jahr 2018 mit dem Mykologen Peter Karasch ist in diesen Tagen aktueller denn je. Darin geht es um die Frage, wann nach langer Trockenheit und einsetzendem Regen mit den ersten Wiesen- und Waldpilzen gerechnet werden darf.
Pilzticker Bayern 153

Foto: Drei Satanspilze mit typischen weißen bis lichtgrauen Hüten und ihrer hellgelben bis rötlichen Netzzeichnung zur Stielspitze hin. Die seltenen Pilze wachsen gerne in kleinen Gruppen, aber auch einzeln. Sie wurden auf dieser Website in 17 Jahren erst ein- oder zweimal gezeigt! (3 Fotos © Ralf)
Pilzticker Bayern 153
Ralf schreibt am 21. August 2026:
"Hallo Herr Bertram,
heute bin ich durch Zufall auf eine Stelle ganz in der Nähe von Leutstetten/Starnberg gestoßen, wo ich eine größere Zahl von Satansröhrlingen gefunden habe. Nach allen mir vorliegenden Informationen ist dieser Pilz doch eher recht selten, die meisten Pilzsammler kriegen zu Lebzeiten keinen einzigen zu sehen.
Einen habe ich dem Boden entnommen und mit nach Hause genommen, wo das letzte der drei Fotos entstand.
Viele Grüße
Ralf aus Starnberg"

Foto: Leider ist dieses Foto unscharf geworden, was aber für die Hauptaussage nicht weiter stört. Es soll hier nämlich der Habitus, also das typische Gesamterscheinungsbild von Satanspilzen, gezeigt werden, die stark zur Gruppenbildung und Geselligkeit tendieren. Die Blätter verdeutlichen, dass es sich um einen Eichen-Buchenwald handelt, der 100-prozentig kalkreich ist, basisch oder alkalisch. Nur auf solchem Waldboden wachsen Satansröhrlinge. Der Boden muss außerdem trocken bis mäßig frisch sein, staunasse oder dauerfeuchte Areale meiden diese Pilze.
Pilzticker Bayern 153

Foto: Ein wichtiges Motiv für die Bestimmung: Die Röhren des Satanspilzes sind in diesem Stadium purpurrot, unerhört schön und intensiv. Der im Pilzreich höchst seltene, markante Kontrast von weißgrauem Hut und purpurnen Röhren sollte gleich ein Alarmsignal sein! Im jüngeren Stadium sind die Röhren eher gelb-rot, später auch karminrot. Der Röhrenboden färbt auf Druck leicht gelbbläulich.
Pilzticker Bayern 153

Christoph schreibt am 14. August 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
am heutigen Freitag war ich trotz großer Hitze an meinen Pilzstellen bei Bayrischzell in der Höhe unterwegs.
Es gab einige Pfifferlinge, die der Hitze widerstanden haben. Sie sind vor allem im kaum noch feuchten Moos, Farn und unter Blaubeeren gewachsen. Wegen der Trockenheit gibt es keine nachwachsenden Pilze. Ansonsten sah ich lediglich ein paar alte Täublinge.
Wir wünschen uns alle endlich Regen und mildere Temperaturen!
Viele Grüße
Christoph"
(3 Fotos © Christoph)
Pilzticker Bayern 153
![]() |
![]() |
2 Fotos: Erstaunlich, wie widerstandsfähig Pfifferlinge gegen Dauerhitze und -trockenheit sind. Immerhin ist es in Höhenlagen etwas kühler und die Verdunstung ist geringer als im Flachland.

Silke schreibt am 30. Juli 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
wir haben gestern, am 29. Juli, einen tollen Pilzfund im Nürnberger Norden gemacht. Neben Sommersteinpilzen des zweiten Schubes (der erste war Anfang Juli) konnten wir auch die ersten Fichtensteinpilze und Rotkappen mitnehmen; siehe das Korbfoto rechts. Allerdings fürchten wir, dass dieser Pilzschub aufgrund der sehr hohen vorhergesagten Temperaturen von bis zu 38 Grad schnell wieder vorbei sein könnte.
Vorangegangen war ein Starkregenereignis im Bereich des Nürnberger Nordens am 14. Juli, wobei bis zu 80 Liter Regen auf den Quadratmeter fielen. Wir haben danach regelmäßig unsere Waldrunden in unserem dortigen Lieblingswald gedreht - ohne fündig zu werden. Noch am Sonntag, den 26. Juli, war nix an Pilzen zu sehen.
Erst gestern, also 14 Tage später, standen sie auf einmal da. Nur gut, dass wir nochmals nachgeschaut haben, denn unsere Motivation, bei grosser Hitze und Mückenplage nochmals loszuziehen, war eher gering.
Unser Rat an alle Pilzverrückten: Studiert die Niederschlagssummen und scheut euch nicht, rauszugehen. Wir fanden es erstaunlich, dass wir ganz allein unterwegs waren.
Grüße Silke mit Patrick"
(2 Fotos © Silke)
Pilzticker Bayern 153

Foto: Fein gesäubert und schön präsentiert. Ein herrlicher Röhrlingsfund von Silke und Patrick aus der Gegend nördliches Nürnberg, dessen Erscheinen nach langer Trockenheit sich genau mit den zeitlichen Angaben von Peter Karasch in unserem Interview-Klassiker vom 8. August 2018 deckt: zehn bis 14 Tage nach ergiebigem Regen und vorheriger langer Trockenheit sind die Waldpilze, speziell die Röhrlinge, da.
Pilzticker Bayern 153

Foto: Das reicht für eine weitere Mischpilzpfanne: Zu den Reifpilzen gab es Pfifferlinge, zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge und zwei junge Maronenröhrlinge. (2 Fotos © Sepp)
Sepp schreibt am 24. Juli 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich war mit meinen Sohn Christian und Enkelin Romina nach deren Schulschluss noch einmal auf 1300 Metern in einem Fichtengebiet bei Bayrischzell. Der Pilzwuchs lässt jetzt wegen des zunehmend trockenen Waldbodens deutlich nach. Trotzdem wurden wir erfreulicherweise nicht enttäuscht und konnten eine Mischpilzpfanne sammeln.
Romina sammelte begeistert einige Pfifferlinge und zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge ein. An einem mir bekannten Platz konnte ich eine größere Gruppe junger Reifpilze finden.
Zwei junge Maronenröhrlinge ergänzten den Gesamtfund.
Der Rest versprach kaum noch etwas für die nächste Zeit: es standen nur noch ausgetrocknete Täublinge, zwei junge Fliegenpilze und einige Graue Wulstlinge.
Herzliche Grüße
Sepp"
Pilzticker Bayern 153

Foto: Hauptsächlich ihretwegen ging es wieder in die Höhe: Sepp weiß genau, wo die Reifpilze in 1300 Metern ü. NHN wachsen. Hier sehen wir eine Gruppe junger Pilze. Da kam Sepp zu einem günstigen Zeitpunkt.

Foto: Fund aus 1300 Metern ü. NHN. Sepp fand schöne Pfifferlinge, einen Flockenstieligen Hexenröhrling (links), drei Frauentäublinge (Mitte) sowie einen Braunen Filzröhrling (rechts). Die erste Mischpilzpfanne kann endlich zubereitet werden. (3 Fotos © Sepp)
Pilzticker Bayern 153
Sepp schreibt am 23. Juli 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
heute war ich guter Hoffnung, in 1300 Metern Höhe im Grenzgebiet Bayern/Tirol bei Bayrischzell Pilze zu finden.
Und ja, die Pfifferlinge standen in vielen kleinen Gruppen meist in Blaubeersträuchern
oder einzeln im Moos. Daneben fanden noch drei Frauentäublinge, ein Flockenstieliger Hexenröhrling und ein Brauner Filzröhrling Platz im Korb. Leider waren noch keine Steinpilze zu finden.
Gesehen habe ich noch je einen Schönfußröhrling, einen Grauen Wulstling, einen total verwurmten Rotstieligen Ledertäubling (sehr guter Speisepilz) und einen streng geschützten Falschen Anhängselröhrling (Nadelwaldanhängselröhrling).
Auffallend war der trockene Waldboden; nochmalige Regengüsse sind dringend erforderlich.
Aber erst einmal kann die erste Pilzpfanne zubereitet werden!
Viele liebe Grüße aus Bayern
Sepp"
Pilzticker Bayern 153

Foto: Ein Nest von schönen kräftigen Pfifferlingen.

Foto: Der Braune Filzröhrling hat ein ziemlich kräftiges Stielnetz, das über zwei Drittel des Stieles reicht. Der Samtige Filzröhrling hat ein flüchtiges Stielnetz, das erst ab der Hälfte des Stieles in Richtung Spitze beginnt. Die Ziegenlippe hat gar kein Stielnetz. Ihr Stiel ist heller und manchmal etwas rillig. Die zwei Filzröhrlingsarten blauen, die Ziegenlippe nicht. Es handelt sich um drei verschiedene Arten, auch wenn alle drei zur Gattung der Filzröhrlinge (Xerocomus) gehören.
Pilzticker Bayern 153


Christoph schreibt am 21. Juli 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
mein zweiter Ausflug der Saison am Sonntag in die höheren Regionen ab ca. 1.300 Meter bei Bayrischzell haben mir eine tolle Pfifferlingsausbeute sowie zwei junge Steinpilze beschert. Siehe dazu das 1. Foto rechts.
Trotz der extremen Hitze der letzten Wochen gab es überraschend viele schöne Pfifferlinge unter Blaubeeren und im feuchten Moos (2. Foto rechts). Viele Moosflächen in der direkten Sonne, auf denen in der Vergangenheit viele Pilze wuchsen, sind aber regelrecht verbrannt und bereits rotbraun.
Ich bin gespannt, was der derzeitige Regen und etwas kühlere Temperaturen bringen.
Viele Grüße Christoph"
(3 Fotos © Christoph)
Pilzticker Bayern 153

Foto: Eines von vielen Pfifferlingsnestern.

Foto: Rötliche Wurzeltrüffeln werden gerne von Rehen, Hirschen und Wildschweinen gefressen. Und von Menschen gegessen. Da die Pilze halbunterirdisch wachsen und leicht aus dem Waldboden herausschauen, sind sie recht gut zu finden. Sie wachsen in Kiefernwäldern auf kalkreichem Boden. (3 Fotos © Sepp)
Pilzticker Bayern 153
Sepp schreibt am 21. Juli 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute war für uns eine Wanderung mit meiner Frau in den Isar-Auen von Bad Tölz Richtung Lenggries geplant. Bei angenehmer Temperatur entlang der Isar. Der Wanderweg führt
durch einen Auenwald mit Birken, Kiefern, Wacholder und Weiden.
Bei einer Rastbank mit Ausblick auf den Berg Brauneck entdeckte ich am Wegrand mehrere Nester mit der Rötlichen Wurzeltrüffel. Auch im Juli 2018 bei einer Wanderung konnten wir fast an den gleichen Stellen schon diese Art bestaunen. Sie scheint sehr standorttreu zu sein.
Die jungen Fruchtkörper sind erhitzt essbar. Essbare Exemplare erkennt man daran, dass das Fleisch noch weiß bis weißgelblich ist. Die Außenhaut ist zu entfernen. Die Pilze waren früher bei Schäfern und Hirten beliebt, die sie am Spieß gerne über der Glut ihres Lagerfeuers gebraten haben.
Ein Foto zeigt einen größeren Wacholderstrauch mit üppigen Beeren, die so Ende
September bis Mitte Oktober reif für die Ernte sind.
Viele Grüße und guten Pilzwuchs wünscht
Sepp"
Pilzticker Bayern 153

Foto: Die junge, innen noch weiße Rötliche Wurzeltrüffel kann bedenkenlos verzehrt werden; sie ist von schwach gutem Geschmack. Sind aber die Pilze erst einmal olivgelb (links) oder olivbraun, sind sie nichts mehr für die Pilzküche. Sie schmecken dann abstoßend aasartig, bis hin zu urinartig.

Foto: Unreifer Wacholderbusch an der Isar. Die grünen Beeren sind ungenießbar. Sie benötigen drei Jahre bis zu Reife. Reife Beeren, die streng botanisch Zapfen sind, sind tief blauschwarz und oft von einer hellblauen, wachsartigen Schicht überzogen. Sie zu pflücken ist nicht angenehm: die starren, spitzen Blätter stechen wie Dornen und hinterlassen so manchen blutigen Pieks an Fingern und Händen.
Pilzticker Bayern 153


Matthias aus Happurg schreibt am 21. Juli 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich war vergangenes Wochenende mehrmals auf kürzeren Streifzügen im Happurger Umland. Im Nadelwald sind die Brätlinge (Fundfoto rechts, mit Frauentäubling) jetzt voll da und drücken an quasi all meinen Plätzen aus dem Boden. Hin und wieder gesellen sich noch vereinzelt Frauentäublinge dazu, die aber leider meist komplett vermadet sind.
Auch Pfifferlinge konnte ich endlich vereinzelt finden. Ihnen fehlt dieses Jahr wohl bislang die konstante Feuchtigkeit für ihr Wachstum. Dagegen fehlen die Röhrlinge momentan noch gänzlich.
Im Kalkbuchenwald habe ich noch einen einzelnen Täubling gefunden, den ich so bislang noch nicht bewusst wahrgenommen hatte. Geruch, Aussehen und die bräunlichen Verfärbungen am Stiel, welche auf meinem Foto leider nicht zu sehen sind, lassen mich auf den Buchenheringstäubling* schließen, siehe 2. Foto rechts.
Geschmacklich erstklassig
Auffällig war auch, dass er im Anschnitt leicht feucht wurde, fast so, als wolle Milch austreten. Geschmacklich war er jedenfalls erstklassig, eine Mischung irgendwo zwischen Brätling und Frauentäubling.
Ich wünsche weiterhin einen schönen Pilzsommer!
Liebe Grüße
Matthias aus Happurg"
(2 Fotos © Matthias/Happurg)
* Mehrere Heringstäublingsarten sind aufgrund ihrer farblichen Übereinstimmungen mitunter sehr schwer voneinander zu unterscheiden. Ihr fischartiger Geruch, mal schwach, mal ausgeprägt, verfliegt beim Erhitzen. Alle Heringstäublinge sind gute Speisepilze.
Pilzticker Bayern 153

Foto: Endlich etwas in die Pfanne! Lange hat Sepp in diesem Jahr warten müssen, ehe ihm mit diesen acht Flockenstieligen Hexenröhrlingen und einem Perlpilz Ess- und Zählbares in den Korb ging. In Kürze geht er in 1300 Metern Höhe auf Steinpilze, Reifpilze und Pfifferlinge. (Foto © Sepp)
Pilzticker Bayern 153
Sepp schreibt am 20. Juli 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
nach einigen Tagen mit schweren Gewittern und starken Regenfällen machte ich mich heute voller Hoffnung auf den Weg zu einem kleineren Waldgebiet bei Miesbach.
Meine Erwartung auf Funde von Speisepilzen wurde nach der langen Trockenheit
mehr als erfüllt. Nach rund eineinhalb Stunden Suche lagen acht Flockenstielige Hexenröhrlinge und ein junger knackiger Perlpilz im Korb. Zirka ein Dutzend Flockis ließ ich stehen, weil sie bereits überständig waren. Andere Pilzarten waren allerdings noch nicht zu sehen.
Als nächstes werde ich Plätze auf 1300 M. ü.NHN im Bayerisch-Tiroler Grenzgebiet
aufsuchen. Dort oben hoffe ich in erster Linie auf Pfifferlinge, Reifpilze und Fichtensteinpilze.
Herzliche Grüße aus Bayern
Pilzfreund Sepp"
Pilzticker Bayern 153
Von Pilzticker Bayern 153 zurück zur Pilz-Ticker-Übersicht
Zurück zu Passion Pilze sammeln Home Page
Sep 15, 26 12:21 PM
Sep 15, 26 09:42 AM
Sep 15, 26 02:24 AM
Sep 14, 26 11:49 AM
Sep 14, 26 11:15 AM
Sep 14, 26 02:47 AM
#Anzeige Bezahlter Link

#Anzeige Bezahlter Link

Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen ?
#Anzeige Bezahlter Link

#Anzeige Bezahlter Link

Von der erfahrenen Praktikerin Rita Lüder - Top-Bewertungen
#Anzeige Bezahlter Link

Wer Bäume und Sträucher kennt, findet zielsicher Speisepilze
#Anzeige Bezahlter Link

#Anzeige Bezahlter Link

Warum luftig und keine steilen Seitenwände?