Pilzticker Bayern 118:
Funde vom 03.09.2021 - 05.09.2021



Pilzticker Bayern 118




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Armin: »Schön langsam geht's wieder los mit den Röhrlingen«


Armin schreibt zu diesen 2 Fotos: 

"Servus Heinz-Wilhelm,

schön langsam geht's mit den Röhrlingen wieder los.

Gefunden in der Nähe von Triftern habe ich Maronenröhrlinge, Birkenpilze, einen Flockenstieligen Hexenröhrling und einen Steinpilz (Foto rechts).

Viele Grüße aus Simbach am Inn, Armin"

(2 Fotos © Armin)

5. September 2021

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Die gebratenen Scheiben vom inneren Hexenei begeistern Sandro restlos




Foto: Die gebratenen Scheiben des Inneren vom Hexenei sind aufgetischt. Sandro hat die olivgrüne Umgebungsschicht des Pilzzentrums mitgegessen, was nicht unüblich ist, siehe hier und hier (Tageseintrag 17. Juni 2019). Die französische Gourmetküche verzichtet darauf und bereitet nur das innere Weiße zu, siehe hier und hier (Tageseintrag 8. Juni 2020). (3 Fotos © Sandro)

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Sandro schreibt am 5. September 2021:

"Servus lieber Heinz-Wilhelm,

bei meinem Streifzug durch die Wälder auf der Suche nach Herbsttrompeten sind mir noch einige Hexeneier über den Weg gelaufen. Getreu dem Motto "Versuch macht klug" habe ich diese Pilze kurzerhand ins Körbchen gelegt. Es war das erste Mal, dass ich sie mitnahm und zu dem Experiment entschloss, sie einmal zu probieren. Zuhause angekommen, habe ich im Internet ein wenig zur Verarbeitung und Zubereitung quer gelesen - und dann ging es ans Werk.

Jeder der sich für Pilze interessiert, sollte das zumindest einmal probiert haben, bevor er sich ein Urteil erlaubt. Meines fällt eindeutig aus: Ich bin absolut begeistert. Die in Scheiben geschnittenen Hexeneier lediglich mit etwas Butter in der Pfanne kross gebraten. Dazu anfangs etwas am Rand in der zerlassenen Butter frittieren lassen und dann die Scheiben in der Mitte der Pfanne - wo keine Butter stand - kross gemacht. Am Teller noch etwas Salz drauf - und fertig.

Fast wie geröstete Dicke Bohnen aus Italien

Für mich ein absolutes Highlight. Ich bin wirklich sehr begeistert. So einen Geschmack kannte ich bis dato nicht und ich kann ihn daher auch nicht wirklich beschreiben. Es erinnert mich am ehesten an geröstete Fave, das sind Dicke Bohnen aus Italien.

Beim nächsten Mal würde ich lediglich das Salz schon hinzufügen, so lange die Scheiben noch in der Pfanne bruzzeln und die Butter fließend ist. Einmal aus der Pfanne raus, ist die Butter nämlich schnell verzogen und Salz haftet nicht mehr so gut an.

Viel Spaß und Erfolg wünsche ich allen Pilzverrückten!

Sandro"

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Foto: Geschnittene Scheiben vom jungen Hexenei vor dem Braten. 

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Foto: Keine Feigen, sondern das Innere des Hexeneis, nachdem die glibberige Außenschicht entfernt wurde, was vor der Zubereitung vonnöten ist. 

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Ein erfreulicher Pilzgang für Carmen und Christian in Armins Revier


Foto: Wenn das Armin wüsste: Carmen und Christian haben in "seinen" Trifterner Wäldern bei einem spontanen Schwammerlgang gute Ausbeute gemacht und so für ein nicht geplantes köstliches Schwammerlgericht am Abend gesorgt. Der auf dem 2. Foto gezeigte Steinpilz liegt beim Gesamtfund in der Mitte. 

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Carmen schreibt am 4. September 2021:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

wir sind  am Wochenende bei unserer Tochter in Niederbayern zu Besuch. Mein Mann und ich dachten uns spontan, einmal in die Schwammerl zu schauen.

Also gingen wir durch den Trifterner Wald und fanden ganz schöne, vielfältige Pilze: Rotkappen, Steinpilze, einen Birkenpilz, Maronen und Flockenstielige Hexenröhrlinge. So gab es zum Abendessen frische Rahmschwammerl mit Semmelknödeln. Mega lecker!!

Man merkt, die Saison beginnt, die Pilze kommen!

Wir wünschen euch noch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße, Christian und Carmen"

(2 Fotos © Carmen)

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Die Gelassenheit eines weit gewanderten Pilzveterans

Hans: »Wenn mir die Rotkappen ein anderer wegschnappt, wäre das auch okay«


Hans schreibt am 4. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,

ich war am heutigen Samstag schon sehr früh, nämlich um sieben Uhr, bei herbstlicher Stimmung auf dem Weg in meine Pilzreviere im Sauerlacher Forst.

Pfifferlinge gibt es jetzt nur noch wenige, aber das ist in Ordnung, hatte ich doch seit Juli reichlich von ihnen gefunden.

Die Steinpilze, soll man es glauben, nähern sich nach meinem Eindruck schon der Hochsaison an, allerdings nicht in der Menge der vergangenen Jahre. Ich persönlich komme damit gut klar, denn ich habe im Herbst gerne mehr Vielfalt im Korb.

So freue ich mich, dass auch die Maronenröhrlinge ganz gut wachsen, und an Rotkappen kommt noch einiges an Nachwuchs aus dem Waldboden. Diese kleinen Pilze ließ ich natürlich stehen. 

Vielleicht schnappt sie mir ein anderer Pilzfreund weg, aber das wäre auch okay. Zwei Waldchampignons landeten schließlich auch noch in meinem Pilzkorb. So hatte ich am Ende doch einen schönen Fund beisammen (Foto rechts).

Was mir auffällt, ist, dass es noch keine Fliegenpilze gibt. Nicht, dass ich sie mitnehmen will, aber das obligatorische Foto fehlt mir heuer noch.

Ein schönes sonniges Wochenende Dir, Heinz-Wilhelm, (ich denke Du gehst auch Pilze suchen) und den Pilzfreunden.

Viele Grüße, Hans"

(Foto © Hans)

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Zäher Beginn bei Bad Griesbach


Jutta schreibt am 3. September 2021 zu diesen 2 Fotos:

"Nachdem ich mich schon einige Jahre immer auf den Pilzticker und vor allem auf Armins Pilznachrichten verlassen habe (er wohnt und sucht in der Nähe), sende ich heute zum ersten Mal meinen Fund aus dem Forst Steinkart bei Bad Griesbach. Er umfasst drei Steinpilze und einen Maronenröhrling (Foto links). Eine halbe Stunde habe ich sie gesucht.

Es läuft dieses Jahr bei uns ganz mies an, ich hoffe auf mehr. Wenigstens auf meine Feuersalamander (z. B. Foto rechts), die ich regelmäßig treffe, ist Verlass.

Jutta"

(2 Fotos © Jutta)

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Ebrach, Landkreis Bamberg: Warten auf Steinpilze, Hemmungen bei Totentrompeten


Edith schreibt am 3. September 2021:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

wir waren heute im Steigerwald bei Ebrach und haben uns nach Pilzen umgeschaut. Leider war unsere Ausbeute mehr als gering: zwei kleine Steinpilze, einige Rotfußröhrlinge, zwei Perlpilze. Wir hoffen, dass der September uns noch Steinpilze beschert. 

Allerdings haben wir sehr viele Totentrompeten (z. B. Foto rechts) gefunden, die wir bisher noch nicht gesammelt haben und an die wir uns - noch - nicht so richtig herantrauen.

Mit freundlichen Grüßen, Edith"

(Foto © Edith)

Hallo Edith, 

die Fichtensteinpilze (die auch im Buchenwald wachsen) haben im September ihren stärksten Monat und nicht selten kommen sie richtig stark sogar erst Anfang Oktober. Es braucht nur ein wenig Geduld. 

Viel Erfolg und herzliche Grüße, Heinz-Wilhelm

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