Pilzticker Bawue 436
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs

Foto: Spitzmorcheln im Steingarten sieht man nicht alle Tage. Natürlich wachsen sie nicht aus oder auf Steinen, sondern aus deren Untergrund, also organischem Material, meist von Fichten. (5 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 29. März 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Simone und ich unternahmen eine Pilztour in unserer Ortschaft und im Auenwald im Landkreis Karlsruhe. Wir fanden Spitzmorcheln in diversen Mulchbeeten und sogar in Steinvorgärten, Morchelbecherlinge, wildwachsenden Schnittlauch und Getigerte Sägeblättlinge.
Zunächst hatten wir schönes Wetter, das jedoch umschlug, so dass wir pitschenass heimkehrten.
Viele Grüße
Michael und Simone"

Foto: Hier wachsen sie, wie wir es kennen: Spitzmorcheln im Mulchbeet.

Foto: Morchelbecherling bei Buschwindröschen.

Foto: Getigerte Sägeblättlinge mögen Feuchtigkeit und Wärme, wachsen meist in der Nähe von Wasser. Sie sind nur ganz jung essbar; über den Speisewert streiten sich die Pilzgötter noch. Er reicht von passabel bis hin zum Edelpilz.
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Foto: Simones und Michaels Tagesfund mit wild wachsendem Schnittlauch, Spitzmorcheln aus Mulch- und Steinbeeten sowie Morchelbecherlingen.

Arno schreibt am 29. März 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich habe heute in den Rhein-Auen bei Karlsruhe die ersten Schopftintlinge gefunden, siehe Foto rechts. Kurz angebraten mit ein wenig Salz schmecken sie sehr lecker!
Viele Grüße an alle Pilzfreunde,
Arno"
(2 Fotos © Arno)
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Foto: So ist es richtig: Den Schopftintlingen fehlen die holzigen Stiele, die sich viel besser zum Dörren und Pulverisieren eignen, und das Wiesenschaumkraut entbietet zartviolett einen Frühlingsgruß.

Michael schreibt am 27. März 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich entdeckte die ersten Speisemorcheln und einen Morchelbecherling (Foto rechts) entlang eines Gebüsches auf einer Wiese. Einige der Größeren nahm ich mit und sehr viele ganz Kleine dürfen noch weiterwachsen. Das alles spielt(e) sich im Landkreis Karlsruhe ab.
Viele Grüße
Michael"
(3 Fotos © Michael)
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Foto: Eine der elf von Michael gefundenen Speisemorcheln.

Foto: Auf diesem Foto sind gleich 6 Speisemorcheln zu sehen. Ein halb verfaulter Apfel zeigt, dass es sich um eine naturbelassene Wiese mit wenigstens einem alten Obstbaum handelt.
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Arno schreibt am 26. März 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute fand ich im Raum Karlsruhe die ersten Mairitterlinge in 2026 (Foto rechts). Obwohl schon in Erntegröße, durften sie stehen bleiben. Ich warte, bis sich noch mehr zeigen.
Viele Grüße an alle Pilzfreunde,
Arno"
(Foto © Arno)
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Markgräflerland - Der Regen hat nachgeholfen, so dass diese Speisemorchel - wie ihre Vorfahren in Vorjahren - gegen Ende März an Ort und Stelle erscheinen konnte. Zusammen mit Traubenhyazinthen schmückt sie gut eine Woche vor Ostern einen städtischen Vorgarten. Der Pilz war, wie sich nach der Entnahme zeigte (2. Foto), von ausgezeichneter Qualität. (2 Fotos © Simon)
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Foto: Der Längsschnitt durch die Speisemorchel zeigt, dass sie von hervorragender Qualität ist.

Foto: Die Vorhut ist schon da: Morchelbecherlinge kommen gerne früher als Spitz- und Speisemorcheln, auf die Michael und Simone einstweilen noch ein bisschen warten müssen.
Michael schreibt am 24. März 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Simone und ich waren an vielen meiner Morchelstellen im Landkreis Karlsruhe. Gefunden haben wir bislang allerdings keine einzige Morchel, auch nicht in den Mulchbeeten.
Dafür konnten wir einige Morchelbecherlinge, Frühe Mürblinge, Anemonenbecherlinge und einen Tintling, vermutlich einen Glimmertintling, entdecken.
Viele Grüße
Michael und Simone"
(4 Fotos © Michael)
Blau = ungenießbar
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Foto: Der größte gefundene Morchelbecherling neben Michaels selbst gefertigtem Messer.

Foto: Frühe Mürblinge sind keine nennenswerten Speisepilze. Sie erfreuen sich geschmacklich lediglich der Schulnote 4.

Foto: Glimmer- und Faltentintlinge sind in einem bestimmten Alter nicht leicht voneinander zu unterscheiden. Aufgrund der bräunlich-gelben Farbe dürfte dies ein Glimmerrtintling sein, auch wenn er keine Glimmerpünktchen zu bieten hat; ein Faltentintling wäre grau.

Rolf schreibt am 23. März 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
am Samstag zog es uns an den Rhein bei Germersheim, in unsere Morchelgründe, und zwar gerade eben noch auf baden-württembergischem Gebiet.
Schöne Morchelbecherlinge und drei frühe Speisemorcheln(Foto rechts, plus Bärlauch) bescherten uns ein feines Morchelrahmsüppchen. Danach gab es Bärlauchpasta.😋
Herzliche Grüße Renate & Rolf"
(4 Fotos © Rolf)
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3 Fotos: Dies sind die ersten Speisemorcheln des Jahres! Damit wurden unserer Website aus der Familie der Morchelverwandten (Morchellaceae) bislang Spitzmorcheln, Böhmische Verpeln, Speisemorcheln und Morchelbecherlinge gemeldet.

Heiko schreibt am 22. März 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
nach einer Woche mit Familienfeiern konnte ich heute Vormittag endlich wieder einmal in den Nördlichen Schwarzwald fahren.
Zusammen mit Merle entdeckte ich Nahe Calw einige schöne Spitzmorcheln (Foto rechts). Auch fanden wir weitere Märzschnecklinge an mehreren Stellen im Wald. Diese Art scheint zumindest in meinen Weißtannen- und Fichtenwäldern ein prächtiges Jahr zu haben.
Herzliche Grüße senden Dir Merle und Heiko"
(3 Fotos © Heiko)
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2 Fotos: Wir sehen drei Musterexemplare von Spitzmorcheln, langgestreckt und mit dominierenden Längsrippen und dazu in schönen gedeckten braunen Naturfarben.

Foto: Die (geruchlose) Scheibenlorchel, auch Größter Scheibling genannt, ist ein ausgezeichneter Speisepilz. Er wächst an morschem Nadelholz, meist an Fichten, weniger an Kiefern. (3 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 20. März 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern sammelte ich erneut zwei Hände voll Fichtenzapfenrüblinge (Foto rechts). Zudem wuchs auch wieder "meine" Scheibenlorchel an genau derselben Stelle, wo ich sie schon in den vergangenen Jahren immer mal wieder gefunden hatte.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Größere und kleinere Fichtenzapfenrüblinge bei Fichtenzapfen. Ihr bestes Erkennungsmerkmal sind die sehr gedrängt stehenden Lamellen. Die des ähnlichen Fichtenzapfenhelmlings stehen merklich entfernter.
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Foto: Das war nicht zu erwarten: Rike und Miguel wollten an ihren Morchelbecherlingsstellen nur mal nach dem Rechten sehen und fanden bei ihrem ersten Pilzspähgang des Jahres gleich einen ganzen Batzen dieser köstlichen Pilze. Auf dem 2. Foto ist das erste gefundene Exemplar zu sehen. (3 Fotos © Miguel)
18. März 2026
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Rike schreibt am 18. März 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute waren wir mal aus der Reihe nach einem Termin auf einen kleinen Abstecher an einem uns bekannten Fundort im Rheintal (Kreis Rastatt) unterwegs, um nach den Morchelbecherlingen zu sehen.

An unserer ersten Stelle fanden wir - wie schon vergangenes Jahr - nicht einen einzigen Pilz. Dort wurde Anfang letzten Jahres Holz eingeschlagen, was nicht ohne negative Folgen blieb. Wir hoffen aber, dass sich das Habitat wieder erholt.
Auch an unserem zweiten Platz war erst einmal nichts zu entdecken. Aber dann, gut 100 Meter weiter, lachte uns, passend zum schönsten Sonnenschein, die erste Flatschmorchel, wie diese Pilze auch genannt werden, an. Sie ist auf dem Foto rechts zu sehen. Sooo schön!
Die nächsten 30 Minuten werden wir so schnell nicht vergessen, denn nun folgte Fund auf Fund, so dass eine nicht für möglich gehaltene Menge zusammenkam. Unangenehm war allerdings, dass die meisten Pilze in einem Brombeerdickicht wuchsen, was kleinere Blessuren zur Folge hatte. Doch unsere Freude über die wunderschönen, heiß begehrten Pilze machte das hundert Mal wieder wett.
Wir wünschen allen Pilzfreunden einen ebenso gelungenen Start in die Saison und senden sonnige und freudige Grüße aus dem Nordschwarzwald.
Rike und Miguel"
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Foto: Da stehen sie, die begehrten Morchelbecherlinge. Das knallrote Schweizer Messer zeigt sie an. Sie riechen chlorartig, doch dieser Geruch verfliegt beim Erhitzen gänzlich.

Markgräflerland südlich Freiburg i. Br. - Zeitiger als üblich mühte sich auch diese Rindenmulchmorchel ins Leben und war damit letztlich erfolgreich, wie Form, Größe und Tadellosigkeit zeigen. Nur in den wärmebegünstigten Regionen und Lagen zeigen sich bislang die Spitzmorcheln. deren stärkster Monat traditionell der April ist. Pilzfreund Simon hat auch dieses Exemplar in seinem Spitzmorchelbeet entdeckt. (Foto © Simon)
18. März 2026
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Foto: Und da sind sie auch schon, die ersten uns in diesem Jahr gemeldeten Rindenmulchmorcheln (RiMuMo). Zu bestaunen sind sie im sonnenverwöhnten Markgräflerland südlich Freiburg i. Br.. Das 2. Foto zeigt ein Einzelexemplar in bedenklicher Kipplage. (2 Fotos © Simon)
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Simon schreibt am 12. März 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
dank Wärme und Feuchtigkeit morchelt es bereits im Rindenmulch im Markgräferland! Die ersten Spitzmorcheln sind zu erblicken. In den Streuobstwiesen lassen die Speisemorcheln naturgemäß noch auf sich warten.
Ein schönes Frühjahr allen Sammelfreunden!
Morchelgrüße von Simon"

Heiko schreibt am 8. März 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
bei einer vierstündigen Wanderung heute Morgen in für mich neuem Gebiet im Landkreis Calw (Nördlicher Schwarzwald) durfte ich neben schönen und teilweise bizarr anmutenden Spitzmorcheln auch eine schöne Gruppe der Nadelwaldscheibenlorchel finden, siehe das Foto rechts.
Auch wenn sich aktuell schöne Frühfunde machen lassen, es gibt auch bereits einige Stellen, die wieder dringend Regen benötigen und bereits unter der starken Sonneneinstrahlung leiden.
Ich wünsche dir und allen Pilzfreunden einen schönen restlichen Sonntag.
Herzliche Grüße
Heiko"
(3 Fotos © Heiko)
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2 Fotos: Auch wenn die Morchel links aussieht wie eine Rundmorchel, wie Speisemorcheln auch genannt werden: es ist eine Spitzmorchel in perfekt runder Form. Die dominanten Längsrippen zeigen das an. Rechts im Bild hat Heiko vier Spitzmorcheln zu einem Ensemble arrangiert.
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Heiko schreibt am 4. März 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
gemeinsam mit Pilzfreund Max ging es für mich heute Morgen in zwei verschiedene Pappelwälder im Landkreis Karlsruhe.
Das Objekt unserer Begierde war die Böhmische Verpel (Verpa bohemica).
Unweit alter, mächtiger Pappeln wurden wir fündig! Viele kleine Exemplare drückten sich aus dem Erdreich, so dass wir gezwungen waren, vorsichtig umzukehren, um die winzigen Köpfchen nicht versehentlich zu zertreten.
Herzliche Grüße sendet dir wieder
Pilzfreund Heiko"
(3 Fotos © Heiko)
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2 Fotos: Die ersten Böhmischen Verpeln des Jahres sind auch schon da. Sie wachsen gerne in Pappelbeständen und Auwäldern, die auch die Lebensräume von Speisemorcheln (feuchte, kalkreiche Böden) sind. Die Böhmischen Verpeln erscheinen meist kurz vor, mitunter auch zeitgleich mit den ersten Speisemorcheln; ihre Hauptzeit ist zur Apfelblüte. In manchen Jahren treten sie sogar schon im Februar auf.
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Heiko schreibt am 1. März 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
zusammen mit meiner Tochter Merle zog es mich heute Vormittag wieder in die Region Calw zur Kontrolle der Spitzmorchel-Stellen.
Die Wärme der letzten Tage lässt kleine Exemplare wachsen und fördert immer neue Spitzmorcheln zu Tage. Einfach herrlich!
Wir nahmen nur eine Handvoll der Größeren mit und ließen viele weitere stehen und wachsen.
Herzliche Grüße senden dir Merle und Heiko aus dem Nördlichen Schwarzwald"
(3 Fotos © Heiko)
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2 Fotos: Die größte Spitzmorchel machte der Form nach ihrem Artnamen alle Ehre. Rechts hält Merle sie ins Bild.

Michael schreibt am 27. Februar 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
wie jeden Februar machte ich mich nach den Winterpilzen wieder auf zu meinen Stellen für Fichtenzapfenrüblinge. Dort fand ich sogleich das übliche Trio für diese Zeit, bestehend aus Fichtenzapfenrüblingen (Foto rechts), Fichtenzapfenhelmlingen und Langstieligen Dufttrichterlingen.
Auf dem Vergleichsbild ist schön zu erkennen, weshalb der Fichtenzapfenrübling den volkstümlichen Namen "Mäuseschwänzchen" trägt.
Viele Grüße
Michael"
Blau = ungenießbar
Rot = giftig
(3 Fotos © Michael)
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Foto: Fichtenzapfenrüblinge in Nadelstreu und altem Fichtengezweig.

Foto: Vergleich zwischen dem giftigen Langstieligem Dufttrichterling (links), dem nicht umsonst auch Mäuseschwänzchen genannten Fichtenzapfenrübling (Mitte) und dem ungenießbaren Fichtenzapfenhelmling (rechts).

Foto: Zwei kleine und zwei ganz kleine Spitzmorcheln, die früh im Jahr wachsen. Heiko und Max ließen sie stehen, erfreuten sich an ihrem Anblick. (Foto © Heiko)
Heiko schreibt am 22. Februar 2026:
"Guten Morgen Heinz-Wilhelm,
am gestrigen Sonntag Vormittag ging es für mich in ein neues Spitzmorchel-Terrain im Nördlichen Schwarzwald im Landkreis Calw.
Zusammen mit Pilzfreund Max legte ich 15 Kilometer im Wald zurück. Stundenlang, immer schön bergauf und bergab, entlang der geschotterten breiten Waldwege. Bei angenehmen 7 Grad und viel Regen war unser Blick unablässig auf den Waldboden gerichtet, um die morcheligen Versteckungskünstler ausfindig machen zu können.
Während der sechs Stunden Fußmarsch entdeckten wir zwei „Nester" kleiner Spitzmorcheln, die wir zum Weiterwachsen stehen ließen.
Von einem 22. Februar kann man wirklich nicht viel mehr verlangen, weshalb wir uns riesig über diese Funde freuten.
Die Wettervorhersagen sind weiterhin verheißungsvoll und der Start in das Pilzjahr 2026 bleibt mir jetzt schon in toller Erinnerung.
Viele Grüße
Heiko"
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Foto: Noch ein Batzen Austernpilze, ein paar Samtfußrüblinge und erste Bärlauchblätter 2026 gab es für Michael. (3 Fotos © Michael)
Michael schreibt am 21. Februar 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
an vielen meiner Stellen sind nochmals die Austernpilze nachgewachsen. Dazu noch eine Handvoll Samtfußrüblinge. Und auch der erste Bärlauch lässt sich blicken.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Auch gegen Ende Februar gibt es immer noch schöne nachwachsende Austernpilze.

Foto: Wir sehen den ersten Bärlauch 2026. Er wächst typischerweise in der bekannt wärmebegünstigten Region Karlsruhe.

Foto: Sie wachsen immer noch üppig in den Karlsruher Wäldern: Samtfußrüblinge, die hier eine schöne Girlande am Fuß eines Baumes bilden. Auf dem 2. Foto Michaels Ausbeute.

Michael schreibt am 19. Februar 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe gibt es immer noch schöne Samtfußrüblinge.
Viele Grüße Michael"
(2 Fotos © Michael)
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Heiko schreibt am 13. Februar 2026:
es ist Freitag, der 13., lieber Heinz-Wilhelm, und es ging für mich heute Morgen zu einer Spitzmorchel-Kontrollrunde.
Gut drei Wochen nach meinem ersten Fund nutzte ich die Zeit, bevor uns am morgigen Samstag eine frische Schneedecke zwischen 10 und 15 Zentimetern blühen soll.
Und was soll ich sagen? Wieder komme ich aus einem breiten Lächeln und Staunen nicht heraus.
Meine Spitzmorcheln haben sich prächtig entwickelt. Ich zählte an die 30 Stück und nahm fünf größere Exemplare mit. Sie sind auf dem Foto rechts zu sehen, wobei ich sie der besseren Anschauung halber ins Moos drapiert habe. 😊)
Auf dem Weg zu meinen Spitzmorchelstellen entschied ich mich für den ein oder anderen Abstecher links und rechts des Forstweges. Ziel meiner Begierde war dabei der Märzschneckling (Märzellerling), den ich schon lange in meinen Wäldern vermutet habe.
Und dann war es plötzlich so weit: ein stattliches Exemplar schob sich wahrhaftig aus dem Moos! Aufgrund der fortgeschrittenen Größe war der Pilz sehr gut am weißen Stiel und den breiten Lamellen zu erkennen.
Da diese Pilzart gerne unter dem Moos größere Cluster bildet, entschied ich mich dazu, nicht weiter dort herumzutrampeln und lieber in den nächsten Wochen an diese Stelle zurückzukehren.
Welch ein Start in die neue Pilzsaison!
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende Dir
Pilzfreund Heiko"
(5 Fotos © Heiko)
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4 Fotos: Wir sehen oben zwei von fünf Spitzmorcheln, die Heiko mit nach Hause nahm. Unten ein Erstfund, nämlich ein seltener Märzellerling (Märzschneckling) mit seinem typisch hellgrauen Hut, der erst dann licht wird, wenn dieser Liebhaber der Dunkelheit der Sonne ausgesetzt ist. Rechts ein Blick von unten, der die entfernt stehenden Lamellen zeigt.
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Heiko schreibt am 8. Februar 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
bei einer wunderschönen Wanderung mit meiner Familie in der Schwäbischen Alb am heutigen Sonntag entdeckten wir links und rechts entlang der engen, moosbedeckten Schluchten wunderschöne, rot leuchtende Kelchbecherlinge (2 Fotos rechts).
Ob es sich dabei um den Scharlachroten Kelchbecherling oder den Österreichischen Prachtbecherling handelt, ließe sich nur makroskopisch feststellen.
Wir erfreuten uns jedenfalls bei dieser vierstündigen winterlichen Runde an den wunderbaren roten Farbtupfern.
Herzliche Grüße
Heiko"
(2 Fotos © Heiko)
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Foto: Sie erinnern ein bisschen an Miesmuscheln, die vielen nachgewachsenen Austernseitlinge, die Simone und Michael im Landkreis Karlsruhe gefunden haben. (5 Fotos © Michael)
Michael schreibt am 5. Februar 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
Simone und ich suchten kontrollhalber einige unserer Stellen mit Austernseitlingen auf, an denen wir vor einiger Zeit die kleinsten stehen gelassen hatten. Alle waren inzwischen groß geworden, so dass wir reichlich ernten konnten. Zusätzlich haben wir weitere Stellen mit Massen von Austernpilzen und viel Nachwuchs entdeckt. Nur die Schönsten haben wir mitgenommen.
Viele Grüße
Michael und Simone"
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Foto: Immer wieder gab es solch schöne Konsolen von Austernpilzen zu finden.

Foto: Ein mit reichlich Austernpilzen besiedelter verwitternder hingestreckter Rotbuchenstamm.
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2 Fotos: Morsche absterbende Rotbuchenstämme sind ein gutes Habitat für Austernseitlinge. Man findet Bäume in diesem Stadium immer seltener, weil die Forstwirtschaft die Baumart für finanziellen Gewinn stets im Auge hat und Bäume mit geringsten Auffälligkeiten lieber frühzeitig fällt.

Foto: Das ist der Hammer! Eine Spitzmorchel am 25. Januar im Nordschwarzwald, zu sehen vor der druckfrischen Bild am Sonntag. Die 3,60 Euro hat Heiko gut investiert, damit wir Pilzfreunde diese Sensation glaubhaft vermittelt bekommen. Im 17. Jahr ihres Erscheinens erlebt die Website passion-pilze-sammeln.com damit die erstaunlichste Zeitverschiebung beim Jahresersterscheinen einer Pilzart. (4 Fotos © Heiko)
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Heiko schreibt am 25. Januar 2026:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
mir ist sehr wohl bewusst, dass du solche Meldungen eigentlich äußerst ungern veröffentlichst. Denn sie stellen ohne Zweifel die absolute Ausnahme dar - und wecken falsche Hoffnungen.
Aber soll ich dir und den Pilzfreunden ernsthaft diesen Fund von heute Mittag aus dem Nördlichen Schwarzwald vorenthalten? Das geht doch auch nicht! 😌
Es ist der 25. Januar 2026 und an einer mir bekannten Stelle (Hanglage, windgeschützt, mächtige Weißtannen daneben) stehen die ersten beiden Spitzmorcheln! des neuen Jahres!
Wir haben -1 Grad, auf den Waldwegen befinden sich Schneereste und dennoch dieser für mich sensationelle Fund.
Ich bin vor einer Stunde noch einmal zurück in den Ort gegangen, habe die BILD am Sonntag besorgt und schicke dir nun aus dem Wald diese Bilder, auf denen die Pilze mit Tagesdatum zu sehen sind.
Der größeren Spitzmorchel habe ich einen Unterschlupf gebaut, soll es doch nun noch einmal richtig kalt und vielleicht auch weiß werden.
Vielleicht kann ich sie so vor dem Erfrieren retten...
Liebe Grüße
Heiko"
Heiko ergänzt am 2. Februar 2026:
"Gestern war ich noch einmal an der Stelle mit den Spitzmorcheln gewesen: 11 Stück habe ich gefunden! Es ist so verrückt, Heinz-Wilhelm!
Habe dann auf dem Rückweg am Waldrand auch noch einen frischen Rötlichen Gallerttrichter entdeckt. Der hat sich auch in der Jahreszeit verirrt.
Liebe Grüße
Heiko"
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2 Fotos: Da ist sie in voller Lebensgröße, die erste Spitzmorchel 2026. Eine Sensation, die aber, wie Heiko richtig schreibt, falsche Hoffnungen weckt. Kein Mensch wird um diese Zeit weitere Spitzmorcheln finden, außer in wärmebegünstigter Lage südlich der Alpen. Rechts im Bild der vereiste Waldweg, auf dem Heiko zu den zwei Morcheln fand.
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Foto: Hier ist im Vordergrund auch die zweite, etwas derangierte Spitzmorchel zu sehen.

Foto: Ein erster Gang nach ergiebigem Schnee und hartnäckigem Frost trug Michael gleich eine Schale Samtfußrüblinge, einige junge Austernpilze und - man staune - erstes frisches Grün von der Wiese, nämlich wildwachsenden Schnittlauch, ein.
(7 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 16. Januar 2026:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ein frohes neues Jahr wünschen Simone und ich allen Pilzfreunden!
Bei frühlingshaftem Wetter war ich gestern an einigen meiner Austernpilz- und Winterrüblingsstellen im Landkreis Karlsruhe und wurde gut fündig. Viele Samtfußrüblinge wie z. B. auf dem Foto rechts sind nachgewachsen und auch die Austernseitlinge kommen zahlreich nach, zeigen sich allerdings noch im Miniaturformat.
Auf den Wiesen lässt sich nun der erste wildwachsende Schnittlauch sammeln.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Da sind sie wieder, abholbereit die Samtfußrüblinge. Sie verfügen exklusiv über eine Art Frostschutzmittel, das das Wasser in den Pilzen auch bei tieferen Temperaturen als Null Grad nicht gefrieren lässt und so die Eiweiße vor der Zerstörung bewahrt. Bei Plusgraden können die Pilze wieder weiterwachsen.
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Foto: Eis und Schnee sind weg, und schon beginnen sie wieder die Bäume hochzuklettern, die köstlichen, gesunden Samtfußrüblinge. Hier sind sie noch sehr jung.

Foto: Sie wachsen rings um den gesamten bemoosten Baumstamm, die wiedererwachten Winterrüblinge.

Foto: Die Austernpilze finden nach dem Frost ebenfalls den Weg zurück ins Leben, nach ersten Plusgraden begannen diese hier zu wachsen. Ausgewachsene oder alte Austernseitlinge sind nicht so widerstandsfähig gegen den Frost wie Samtfußrüblinge.
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Foto: Erste köstliche Gabe von der Wiese im neuen Jahr: Frischer junger Schnittlauch ist schon da!
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