Pilzticker Bawue 434
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs

Michael schreibt am 26. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
für Simone und mich habe ich Roastbeef, Steinpilz- und Mönchskopfschnitzel und ein Kürbisrisotto zubereitet. Für das Risotto und als Begleitung für das Essen habe ich den Wein von Frau Maschke verwendet. Hierfür nochmals besten Dank.
Viele Grüße
Michael und Simone"
(3 Fotos © Michael)
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Foto: Die Steinpilz- und Mönchskopfzutaten. Ein klitzekleiner Goldröhrling war auch mit dabei.

Foto: Michael hat die Pilze zum Braten fein säuberlich in Scheiben geschnitten.

Michael schreibt am 24. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
aus meinem vorletzten Fund habe ich für Simone und mich eine Pilzpasta (Foto rechts) zubereitet, auf die jeder Italiener neidisch wäre.
Viele Grüße
Michael"
(2 Fotos © Michael)
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Foto: Die für die Pilzpasta verwendeten Steinpilze, ein Eselsohr und ein Violettstieliger Pfirsichtäubling. Auffällig: Alle Pilze sind jung und fest.

Foto: Ein Korb mit Mischpilzen für Michael. Gut zu erkennen sind die hellen Mönchsköpfe in der Mitte hinten, die klassische Spätherbstpilze sind und kalkreichen Boden bevorzugen. (5 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 23. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern war ich erneut in meinen lokalen Wäldern unterwegs.
Es lassen sich noch Steinpilze finden, die Suche gestaltet sich allerdings zunehmend schwieriger. Es gab viele überständige und auch riesige Steinpilze, die im Wald blieben. Außerdem sammelte ich Kleine Waldchampignons, Maronen, Flockis, Pfifferlinge, Mönchsköpfe und eine Laubwaldrotkappe.
Erstaunt war ich erneut über einen verirrten Sommersteinpilz, der im Korb zwischen Mönchsköpfen und der Rotkappe seinen Platz fand. Ansonsten kamen mir Hallimasch, die ich dieses Mal stehen ließ, Fliegenpilze und ein alter Klapperschwamm vor die Linse.
Viele Grüße
Michael"
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Foto: Viele Steinpilze sind schon groß, nicht selten auch schön überständig, so dass Michael sie stehen lassen musste.

Foto: Jüngere Steinpilze wachsen auch noch (nach), aber es wird langsam mühselig, sie zu finden. Dieser hier sieht aus wie ein Kiefernsteinpilz, könnte es nach Hut- und Stielfarbe sogar sein. Dann müsste aber mindestens ein Kiefernstumpf oder eine Kiefer ganz in der Nähe sein.

Foto: Kleine Waldchampignons nennt man trefflicher Kleine Blutegerlinge, denn die heftige orangerote Färbung auf Druck oder Schnitt ist das deutliche Bestimmungsmerkmal dieses Pilzes.

Foto: Hallimasche dieses Alters sind bei nicht wenigen Pilzfreunden begehrt. Wer aber seinen Korb so voll hat wie Michael, lässt sie halt stehen.

Michael schreibt am 21. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
wieder einmal beim Lauftraining entdeckt und anschließend abgeholt: Weißflockiger Blutchampignon (oben links), Großsporiger Champignon (liegend rechts daneben), Dünnfleischiger Anischampignon (mittlere Reihe), Grüngefelderter Täubling (nicht mitgenommen), Safrangelber Scheidenstreifling (unten links), Sommersteinpilz (rechts daneben) und Samtfußrüblinge (unten rechts). Als schönes Motiv habe ich Goldfellschüpplinge* abgelichtet.
Nebenbei sei bemerkt, dass ich Frühsommerpilze (Sommersteinpilz, Grüngefelderter Täubling) und Winterpilze (Samtfußrüblinge, Austernpilze) noch nie gleichzeitig gefunden und in einem Fall abgelichtet habe. Die kleinen Austernseitlinge, die ich letztlich entdeckt hatte, wurden restlos von Schnecken vertilgt.
Viele Grüße
Michael"
* Nicht selten unverträglich
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Foto: Hat sich in der Zeit verirrt: Der Grüngefelderte Täubling ist eigentlich ein Wärmeliebhaber.

Foto: Das hat Michael noch nie erlebt: ein Sommersteinpilz und Winterrüblinge auf einem Bild. Ist nun der eine zu spät oder der andere zu früh dran?

Foto: Goldfellschüpplinge (essbar) kann man mit Sparrigen Schüpplingen verwechseln, die es häufiger gibt und die weniger gut verträglich sind. Beide wachsen gerne höher am Stamm von Laubbäumen, meist Rotbuchen, fast immer am Wegrand oder Waldrand, denn sie mögen lichte Plätze. (4 Fotos © Michael)
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Foto: Voller Korb und voller Freude sind Michael und Simone über ihren neuerlichen Fund, der zum größten Teil aus Steinpilzen mit prachtvollen Exemplaren besteht. In den Wäldern des Landkreises Karlsruhe und angrenzend scheint der Pilzherbst auf dem Höhepunkt zu stehen. (9 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 18. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern waren wir wieder in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe unterwegs. Auch dort explodiert alles vor Pilzen! Gesammelt haben wir erneut viele Steinpilze, schönste Eselsohren, kleine Waldchampignons, eine Krause Glucke und Flockis.
Viele Grüße
Michael und Simone"

Foto: Die Erdkrumen, die dieser Steinpilz wachsend mit in die Höhe genommen hat, verdeutlichen, dass es windstill und regenlos in der Gegend ist. Windstille ist für das Wachstum wichtig, geregnet hatte es vor einiger Zeit mehr als ausreichend, und Pilze bei Trockenheit zu ernten ist immer ratsam. Verwässerte Pilze verlieren an Aroma.

Foto: Es zeigt sich, dass im sandig-lockeren Waldboden dem Großen zu Füßen noch ein weiterer Steinpilz den Weg zum Licht sucht. Michael hat etwas nachgeholfen.

Foto: Noch so ein kräftiger Steinpilz mit Dellen im Hut, die zeigen, dass auch er es auf dem Weg durchs Erdreich mit Widerständen zu tun hatte.

Foto: Zwei junge Steinpilze, der linke mit einer Hutfarbe, die in Richtung Kiefernsteinpilz geht. Zum Kiefernsteinpilz (Rothütigen Steinpilz) fehlt ihm aber der rotbräunliche bis nussbraune Stiel. Es sind zwei Fichtensteinpilze.

Foto: Der große Steinpilz hat sich unter dem zwar morschen, dennoch schweren Buchenstamm den Fuß eingeklemmt und muss ein starkes Wachstumsausweichmanöver fahren.

Foto: Bedrohliche Hanglage: dieser kleine Steinpilz muss aufpassen, dass er nicht kopfüber auf das große Eichenblatt stürzt.

Foto: Weil sie so schön sind, müssen wir diese jungen Flockenstieligen Hexenröhrlinge, deren Hüte wie mit Puder bestäubt erscheinen, auch zeigen.

Foto: Ein Eselsohr, das zwar nicht gerade wie ein Eselsohr aussieht, aber dessen typische Morgenröte im Inneren so schön zeigt, soll den Pilzfreunden ebenfalls nicht vorenthalten werden.
An dieser Stelle einmal ein spezielles Lob für Michael, der einen sicheren Blick für zeigenswerte Motive hat. Er fotografiert nicht wahllos jeden Pilz; nicht jeder schafft es auf seine Speicherkarte.
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Foto: Herrliche Steinpilze bilden die Übermacht in Michaels und Simones Korb. Beide fanden die Pilze in einem für Michael unbekannten Waldgebiet mit Eichen und Kiefern im Kraichgau. (8 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 16. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern waren wir in Simones Gegend, im Kraichgau, unterwegs.
In einem Mischwald aus Eichen und Kiefern entdeckten wir massig Steinpilze in bester Qualität. Dazu einige Flockis, Eselsohren, Pfifferlinge, Stoppelpilze, einen Hainbuchenraufuß, diverse Täublinge, Graue Leistlinge und Fliegenpilze.
Viele Grüße
Michael und Simone"

Foto: Kleine Steinpilzfamilie im Sonntagsstaat. Nicht ein Pilz hat auch nur einen Makel.

Foto: Welch ein herrlich anzuschauender Hut!

Foto: Und noch ein anstandsloses Prachtexemplar.

Foto: In Hellbraunbeige der Hut, der steht ihm gut.

Foto: Und hier mal einer in blassem Ockergelb - eine vornehme Farbe. Zu beachten ist das ausgeprägte Stielnetz.

Foto: Und hier sehen wir den Veteran der ganzen Gesellschaft.

Foto: Die Grauen Leistlinge zeigen wir auch noch, weil wir an dem liegenden Pilz gut die Unterseite mit den deutlichen Leisten erkennen, die diese Pilzart von Totentrompeten (keine oder kaum sichtbare Leisten) unterscheidet.
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Foto: Ein seltener Gast in unseren Wäldern und Parks ist der essbare Wollige Scheidling. Allerdings wächst er an totem Laubholz, bevorzugt an Weichhölzern wie Pappeln oder Birken, gerne in unerreichbarer Höhe. Vor fünf Jahren wollte sogar mal einer dieser Pilze Riesenrad fahren! Gut, dass er oft so hoch sitzt; man sollte ihn wegen seiner Seltenheit besser unangetastet lassen. (5 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 15. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern suchte ich die Esskastanienbäume in meinen Wäldern im Landkreis Karlsruhe auf.
Auf dem Weg dorthin entdeckte ich auf einer Wiese zwei Riesenboviste, wobei der größere bereits innen grün war. Im Wald entdeckte ich an einem Baum in luftiger Höhe einen Wolligen Scheidling und am Fuße dieses Baumes die ersten Austernseitlinge.
In der Nähe kam mir dann ein Schwefelporling vor die Linse. Endlich bei den Esskastanien (Gesamtfundbild im Schälchen) angekommen, traute ich meinen Augen kaum: im angrenzenden Eichenwald stand der Boden voller Eselsohren (auf dem Gesamtfundbild links) und einem verlorenen Semmelstoppelpilz.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Auf der Straße der Esskastanien: es muss eine Freude sein, sie direkt vom Weg aufzulesen. Michael holt sich die Köstlichkeit seit Jahren. Esskastanien sind hitze- und trockenresistent und werden nach dem Verlust unzähliger Fichtenschonungen deutschlandweit neu kultiviert.
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Foto: Bei diesem Eselsohr ist die charakteristische "Morgenröte" im Pilzinneren selten gut erkennbar.

Foto: Die frühen kleinen Austernpilze ließ Michael zum Weiterwachsen noch stehen.

Foto: Viele Pilzfreunde kennen ihn aus dem Internet, so mancher von einer Begegnung im Wald: Michael zeigt seine Freundin Simone und sie einen halbkugeligen Parasol. Hinten links das Gerät sieht fast aus wie eine Drohne. Ist sie etwa Michaels Erfolgsgeheimnis? (7 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 13. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
eigentlich wollten Simone und ich lediglich eine Fahrradtour zu einer Hochland-Rinderkoppel machen. Dort angekommen, fanden wir zahlreiche Parasole. In den dort angrenzenden Waldrändern standen dann einige Flockis, Rotfüße, ganz junge Steinpilze, sehr viele Totentrompeten sowie Fliegenpilze.
Viele Grüße
Michael und Simone"

Foto: Herrliche Parasole, die sich Totholz als Begleiter ihres kurzen Lebens ausgesucht haben.

Foto: Ein Riesenschirmpilz in der Klemme. So leicht kommt er hier nicht raus, es sei denn, Michael hilft operativ.

Foto: Zwei schöne junge Steinpilze, die Michael natürlich gerne mitnahm.

Foto: Ein knollenartiges Gebilde von Flockenstieligen Hexenröhrlingen.

Foto: Es wimmelt vor Nachwuchs schöner Herbsttrompeten.

Foto: Und hier der gesamte - unverhoffte - Fund. In der Mitte unten die oben gezeigten zwei jungen Steinpilze. Und am Ende war ein schöner Schwung Totentrompeten zusammengekommen, wie die Schale zeigt.

Bastian schreibt am 13. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
als jahrelanger stiller Mitleser möchte ich dir nun auch eine Einsendung zukommen lassen.
Gestern war ich um den Fernsehturm in Stuttgart unterwegs, in einem Mischwald mit reichhaltigem Pilzwachstum. Gesehen habe ich Safranschirmlinge, Flaschenstäublinge, eine alte Krause Glucke, Stockschwämmchen und zu meinem persönlichen Glück eine Menge gut erhaltene und verstecke Kiefernreizker (Echte Reizker), die jetzt Saison haben.
Einige habe ich für ein leckeres Abendessen gesammelt. Sie wurden scharf angebraten, dazu gab es Fusili mit Petersilie und Parmesan.
Viele Grüße aus Stuttgart,
Bastian"
(Foto © Bastian)
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Foto: Wiesenfund von Weißflockige Blutchampignons (auf Hüten liegend mit Rötung), Großsporigen Champignons (weiß), Parasolen (gefleckt) und Röhrlingen. (4 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 13. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
auf unseren hiesigen Wiesen und Pferdekoppeln im Landkreis Karlsruhe sammelte ich Großsporige Champignons, Weißflockige Blutchampignons, Parasole, einen Rotfußröhrling und Birkenpilze.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Gesellschaft Großsporiger Champignons.

Foto: Eindruck von einer pilzbestandenen Wiese. Eine ganz andere Pilzsuche als im naturnahen Wald!

Foto: Parasolschlegel, auffällig und gut zu sehen im Gras. Die Champignons und Parasole wachsen dort, wo seit langem nicht gedüngt wurde.

Foto: Ein Fund mit immerhin sieben Steinpilzen und einem halben Schälchen vor wohlschmeckender Eselsohren. Was Michael aus ihnen wohl macht? (7 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 9. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern war ich in meinen lokalen Wäldern unterwegs. Gesammelt habe ich Steinpilze, Flockis, Kleine Waldchampignons, Dünnfleischige Anischampignons, Perlpilze, Pfifferlinge, Maronen, Rotfüße, Edelreizker, Kupferrote Gelbfüße, ein Kuhmaul, diverse Täublinge und viele Eselsohren. Von den Eselsohren hat es aktuell sehr viele.
Auch schöne Fliegenpilze kamen mir vor die Kamera.
Viele Grüße
Michael"

Foto: Zwei von sieben Steinpilzen, die Michael gefunden hat.

Foto: Und wieder zwei Eselsohren. Im tiefen Schlund des einen ist die typische "Morgenröte" erkennbar, die ihn vom sehr ähnlichen Hasenohr unterscheidet.

Foto: Ein junger Parasol, ein so genannter Paukenschlegel, der sich in der Pilzküche sehr gut für Füllungen jeder Art eignet.

Foto: Bei diesem Pilz fällt die Bestimmung nicht so leicht. Der Form nach ist er ein guter Kandidat für den Gedrungenen Zitzenriesenschirmling. Dafür spricht auch die eher nur angedeutete Natterung seines Stieles. Zitzenriesenschirmlinge erscheinen fast immer erst im Herbst. Sie sind genau so wohlschmeckend wie Riesenschirmlinge (Parasole).
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Foto: Die zugegebenermaßen sehr schüchternen rosarötlichen Stellen verraten, dass dies ein Perlpilz und kein Grauer Wulstling ist. Das "Schweinchenrosa" - auch bei Schnitt oder Druck - ist beim Perlpilz immer das erste Erkennungsmerkmal, dann folgt die Betrachtung des Ringes, der gerieft sein muss, um ihn vor allem sicher vom Pantherpilz zu unterscheiden.

Foto: Und zur farblichen Abrundung noch ein Wulstling, nämlich ein junger hübscher Fliegenpilz, dessen herrliches Rotweiß einfach zu einem schönen Pilzherbst gehört.

Landkreis Ludwigsburg - Da Pilzfreund Heiko derzeit arbeitsmäßig sehr eingespannt ist, findet er für seine geliebten Pilzgänge keine Zeit. Gestern gegen Abend reichte es aber noch, um kurz zu seiner Stelle mit den Totentrompeten zu springen, die fast vor der Haustür liegt. Dabei heraus kam das wunderschöne Herbstpilzgemälde auf dem Foto rechts: In dem Bett von Totentrompeten (Herbsttrompeten) und Blättern vom Wilden Wein (Jungfernrebe) hat es sich ein Steinpilz gemütlich gemacht, den er so nebenbei noch fand. Der Pilzherbst lädt ein zu fantasievollen Arrangements! (Foto © Heiko)
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Foto: Es leuchtet am Waldboden: die Stiele der jungen Trompetenpfifferlinge erscheinen in warmem Goldgelb. (2 Fotos © Lars)
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Lars schreibt am 8. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
am heutigen Vormittag war ich wieder im Wald unterwegs, diesmal im Südosten von Freiburg. Röhrlinge sind nach wie vor nicht zu finden und ich frage mich, ob da für dieses Jahr schon Schicht im Schacht ist.
Dafür wurde ich zum wiederholten Mal mit schönen Totentrompeten beglückt - und dass an Fundstellen, an denen ich diese Art noch nie gefunden habe. Es scheint hier ein ausgesprochen gutes Jahr für Nichtblätterpilze (Aphyllophorales) zu sein, denn auch einige Trompetenpfifferlinge und wenige Pfifferlinge fanden den Weg in meinen Pilzbeutel. Da werde ich sicher nächste Woche eine nächste Pilzexkursion einplanen.
Ein herzlicher Gruß aus Freiburg,
Lars"
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Foto: Auch bei den Totentrompeten leuchtet es golden auf; in diesem Fall ist es Blattgold, in ganz natürlicher Ausprägung. Gut ist hier zu sehen, dass die Toten- oder Herbsttrompeten an der Unterseite glatt sind - im Gegensatz zum Grauen Leistling, der ausgeprägte Leisten hat.

Foto: Die Maronen haben die Oberhand, gefolgt von Lachsreizkern, Steinpilzen und Flockis. Insgesamt zieht das Wachstum am Dobel an, konnten Michael und Simone feststellen. (3 Fotos © Michael)
Michael schreibt am 8. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
am Sonntag waren Simone und ich bei viel Regen auf dem Dobel im Nordschwarzwald. Gesammelt haben wir Maronen, Flockis, Lachsreizker, Kuhröhrlinge, einige Trompeten- und Echte Pfifferlinge, zwei Rotfüße, zwei Butterpilze und vier Steinis.
Allgemein kommt dort das Pilzwachstum so langsam in die Gänge. Für die Kamera gab es noch einen Fliegenpilz, einen Bocksdickfuß und Halskrausen Erdsterne.
Viele Grüße
Michael und Simone"
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2 Fotos: Die durchgängige lila Farbe (nur die Lamellen werden im Alter bis zimtbraun) rückt den Bocksdickfuß (links) in die Nähe des Violetten Rötelritterlings. Doch der Geruch scheidet den giftigen vom Speisepilz: Bocksdickfüße riechen (stinken) abstoßend nach Ziegenbock und Schweißfüßen. Rechts ein Halskrausenerdstein, der so heißt, weil sich die Lappen seiner äußeren Hülle beim Ausbreiten zu einem sternförmigen Kragen biegen, der an eine Halskrause erinnert.
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Foto: Nur zwei Steinpilze, dagegen gut 20 Flockenstielige Hexen. Ein ungewohnter Fund für Michael. Anteil an der mageren Steinpilzausbeute scheint die Zerstörung einiger seiner Topsteinpilzplätze durch die Forstwirtschaft im Landkreis Karlsruhe zu haben. Rechts in der Schale die von Michael geschätzten Büscheligen Raslinge. (6 Fotos © Michael)
Michael schreibt am 4. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
leider wurde jüngst in meinen lokalen Wäldern dermaßen durchgeforstet, dass jetzt ein Großteil meiner besten Steinpilz- und Pfifferlingstellen einfach nicht mehr existiert.
Gesammelt habe ich zwei Steinpilze, Flockis, Kleine Waldchampignons, Dünnfleischige Anischampignons, einen Hainbuchenraufuß, Perlpilze, Büschelige Raslinge, Maronen, Pfifferlinge, Blaugrüne Reiftäublinge und Eselsohren, die reichlich in ganz jungen Buchenwäldern wuchsen.
An den Wegrändern stehen Spechttinglinge Spalier. Auch zwei Gallenröhrlinge entdeckte ich. Weiter habe ich ein Vergleichsfoto mit einem Dünnfleischigen Anischampignon und einem Gelben Knollenblätterpilzes mitgesandt.
Viele Grüße
Michael"
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Foto: Ein Grenzfall: Das nicht gänzlich erkennbare Stielmuster spricht hier eher für einen Gallenröhrling als für einen Steinpilz.

Foto: Hier geben die Stielzeichnung, aber vor allem die wie aufgeschäumt wirkenden Röhren Aufschluss: Es ist ein Gallenröhrling.

Foto: Ein Perlpilz mit dicht gedrängt wachsenden Schüppchen.

Foto: Ein Eselsohr, dessen typische "Morgenröte" bei dem Exemplar links im Innenbereich ganz gut erkennbar ist. Diese Pilzart ist ein ausgezeichneter Speisepilz, der süßlich-mandelartig schmeckt. Die Pilze sollten vor dem Braten erst gekocht werden, damit die (sehr geringe) Menge an Gyromitrin verfliegt. Sie wachsen im Moss auf trockenem, sandigem Boden.
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Foto: Das Spechttintlinge "Spalier stehen", wie Michael schreibt, sieht man nicht alle Tage. Meist freut man sich schon, wenn man diese schmucken Pilze einmal als Einzelgänger antrifft.

Foto: Ein herbstlicher Fund mit Totentrompeten, Pfifferlingen, Trompetenpfifferlingen und Semmelstoppelpilzen. Lars hofft, dass es noch einmal eine Initialzündung für die Röhrlinge südwestlich von Freiburg gibt. (Foto © Lars)
Lars schreibt am 30. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute war ich in meinen Pilzrevieren im Freiburger Südwesten unterwegs. Das Wachstum der Röhrlinge ist derzeit gleich null, dafür sind dank der ergiebigen Regenfälle in den letzten vier Wochen - durchschnittlich gut 150 Liter pro Quadratmeter - unglaublich viele Arten zu sehen, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Eine wahre Freude für die Augen eines Pilzfreundes.
Der dreistündige Pilzgang im recht anstrengenden Gelände am Vormittag wurde mit Semmelstoppelpilzen, Pfifferlingen, Trompetenpfifferlingen und sogar reichlich Herbsttrompeten belohnt. In den letzten fünf Jahren hatten sie sich ganz rar gemacht - wenn sie überhaupt erschienen waren. Dabei gehören die Herbsttrompeten zu meinen absoluten Lieblingspilzen auf dem Teller. So gibt es sie am Abend mit Sahne und frischen Tagliatelle.
Jetzt bin ich gespannt, ob auch die Röhrlinge diesen Herbst nochmal einen Wachstumsschub bekommen, eventuell nächste Woche (Vollmond).
Liebe Grüße aus Freiburg,
Lars"
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Foto: Lange gesucht und fast vor der Haustür gefunden: Papageiensaftlinge wachsen auf ungedüngten, sich selbst überlassenen Wiesen. Ihre Hüte bieten ein variationsreiches Farbspektrum, sie können rein grün, gelbgrün, orangegrün, rotgrün, bläulich oder lagunenblau sein. Eine faszinierende Pilzart!
Heiko schreibt am 30. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
sehr, sehr lange suche ich schon nach den Papageiensaftlingen. Jetzt endlich habe ich sie entdecken können.
Und wie so oft im Leben muss man für das Gute nicht in die Ferne schweifen: keine zehn Minuten Fußmarsch von uns entfernt im Landkreis Ludwigsburg standen sie soeben in Reih' und Glied auf einer naturbelassenen Streuobstwiese.
Viele Grüße
Heiko"
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2 Fotos: Papageiensaftlinge sind, wie alle Saftlingsarten, nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt, dürfen nicht entnommen werden. Weil ihre Habitate, naturbelassene Wiesen und Rasenflächen, immer weniger werden. (3 Fotos © Heiko)
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Foto: "Prächtige Fichtensteinpilze", schreibt Michael, würden jetzt wieder wachsen. Wie diese zwei, die mit schlanken, langen Stielen dem kleinen Hügel seitlich entkommen.

Foto: Die Funde werden größer, es geht auf den herbstlichen Höhepunkt zu. Steinpilze und Flockenstielige Hexen bilden die zwei größten Blöcke.
Michael schreibt am 29. September 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
am Wochenende waren Simone und ich in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe unterwegs.
Die Vielfalt hat stark zugenommen. Wir haben prächtige Fichtensteinpilze, Flockis, Maronen, Filzröhrlinge, Pfifferlinge, Perlpilze, Parasole, einen Pfirsichtäubling, Goldröhrlinge, einen Hainbuchenraufuß, Kleine Waldchampignons, eine Glucke, ein Eselsohr und Kupferrote Gelbfüße gesammelt.
Einen Tag zuvor entdeckte ich beim Joggen Würzige Tellerlinge, die links unten auf dem Bild mit dem Gesamtfund zu sehen sind. Für mich ein Erstfund, der recht schmackhaft war.
Viele Grüße
Michael und Simone"
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Foto: Auch dieser Steinpilz ist schön gewachsen, sein Hut ist von vornehmer hellbrauner Farbe.

Foto: Ihn kennen nur wenige, gekostet haben ihn noch weniger: es sind Würzige Tellerlinge, die der frühere Pilzberater † Hans-Heinrich Kunde (1944 - 2025) für die wohlschmeckendsten Pilze in deutschen Wäldern hielt. (4 Fotos © Michael)
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Apr 27, 26 01:38 PM
Apr 27, 26 09:34 AM
Apr 26, 26 02:20 AM
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