Pilzticker Sachsen 67:
Funde vom 04.09.2018 - 12.09.2018



Pilzticker Sachsen 67




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Übersicht aller bisherigen Sachsen-Pilzticker

Exklusiv: Peter Rohlands Pilztouren




Dresdner Heide: Wo sich die Feuchtigkeit hält, wachsen auch die Pilze


Jérôme schreibt am 12. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

während in den letzten Tagen landesweit vermehrt schöne Pilzfunde vermeldet wurden, war ich ob der hiesigen Trockenheit und dem Ausbleiben des Pilzwachstums frustriert und ungeduldig.

Nachdem es am vergangenen Freitag mal etwas mehr geregnet hatte, radelte ich gestern voller Vorfreude in den Wald, jedoch schien vom Regen nicht viel angekommen zu sein, da sich nach drei Stunden noch kein Pilz zeigen wollte.

Enttäuscht trat ich die Heimfahrt an. Da erinnerte ich mich an Jens' Bericht und seine Erfolge in Gewässernähe. Also versuchte ich mein Glück schließlich in der Nähe vom Stausee.

Und zwischen Kiefern, Fichten und eingestreuten Birken kam tatsächlich eine kleine Vielfalt zusammen: Steinpilze, Maronen, Birkenpilze, Flockis, Spangrüne Kiefernreizker, Kuhröhrlinge sowie je ein Pfefferröhrling, ein Perlpilz und eine Krause Glucke - siehe das Foto rechts .

Beste Grüße aus Dresden, Jérôme«

(Foto © Jérôme)

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Toller Saisonstart bei Zwickau für Scuttle: »Es war ein Traum!«


Foto: Über einen tollen Start in die Hochsaison der Pilze konnte sich Scuttle freuen. Mit so vielen schönen Röhrlingen, vor allem Steinpilzen, hatte sie noch gar nicht gerechnet, »denn so richtig feucht ist es ja noch nicht im Gehölz«.

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Scuttle schreibt am 9. September 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm,

endlich hat es im Raum Zwickau geregnet und endlich fand ich nun auch Zeit, um mich auf die Pilzsuche zu begeben. Mit eher geringen Erwartungen.

So richtig feucht ist es ja noch nicht im Gehölz und man muss natürlich wissen, wo man suchen muss. Aber dann wird man auch belohnt. So erging es mir jedenfalls heute.

Gefunden habe ich kleine und große Steinpilze (siehe Foto rechts), kaum einmal von Würmern zerfressen, zwei Birkenpilze und einige Hexenröhrlinge. Es war ein Traum!

Jetzt hoffe ich auf weiteren Regen und weitere Pilze.

Bis bald, Scuttle«

(2 Fotos © Scuttle)







Landkreis Bautzen: Wie gut, dass Jens noch an dem kleinen Bach nachschaute


Jens schreibt am 8. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich hatte schon fast aufgegeben, weil mein Korb nach fast zwei Stunden im Kiefernwald bei Laußnitz, Landkreis Bautzen, gänzlich leer geblieben war. Dann wollte ich es doch noch an einem kleinen Bach versuchen - und das erwies sich als sehr gute Idee.

Da standen auf einmal Riesensteinpilze (siehe ein besonders schöner Foto rechts) zwei Birkenpilze und zwei Rotfüße. Auf einen Flockenstieligen Hexenröhrling hätte ich beinahe draufgetreten, so perfekt war seine Hutfarbe an den Waldboden angepasst. Endlich war mein Korb nicht mehr leer!

Insgesamt waren es nach dem Putzen 1,3 Kilo schönster Pilze.

Grüße aus Dresden, Jens«

(2 Fotos © Jens)

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Eine schöne Pilzmischung für Tom bei Limbach-Oberfrohna und der Verdacht, dass vieles erst am Anfang steht


Collage: Hier vermittelt uns Tom einen schönen Eindruck von seinen Funden bei Limbach-Oberfrohna. Sein persönlicher Erstfund waren die Wiesenchampignons links oben. Mit Krausen Glucken, Steinpilzen, Flockigen Hexen, Maronen und Goldröhrlingen hat er eine schöne Mischung zusammenbekommen. (Collage/5 Fotos © Tom)

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Tom schreibt am 8. September 2018:

»An der Theorie mit den Kiefern und den Glucken - siehe im Pilz-Ticker-Bayern - scheint was dran zu sein.

So fand ich drei frische junge Krause Glucken. Ihnen gesellten sich rund um Limbach-Oberfrohna noch drei 1A-Steinpilze, Flockis, zwei Maronen und Goldröhrlinge hinzu, von denen die meisten aufgrund der schleimigen Huthaut allerdings im Wald blieben.

Mein persönlicher Erstfund waren die Wiesenchampis am Rand eines Feldwegs.

Allgemein stehen die Pilze nach meinem Eindruck allerdings immer noch in den Startlöchern und warten auf Niederschläge. 

Liebe Grüße an alle Pilzfreunde, Tom«



Die Neue Harth südlich Leipzig wird immer mehr zur Deponie

Sucht die neue Pilzsammler-Generation ihre Pilze lieber im Müll?


Ronny schreibt am 8. September 2018:

»Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute mal spontan in der Neuen Harth bei Leipzig, Pilze gucken, wie man im Volksmund so lapidar sagt. Auf dem Foto, das ist mein Fund: Espenrotkappen, Sandröhrlinge und ein Birkenpilz.

Mir wurde die gute Laune darüber aber reichlich vermiest, denn leider musste ich feststellen, dass die Neue Harth immer mehr zum Müllplatz verkommt. Offenbar schätzt die neue Pilzsammler-Generation die Umwelt überhaupt nicht. Überall liegen Flaschen, Plastepackungen und Beutel. Es ist schlimm, das zu sehen. Wenn es nur so viele Pilze wie Müll dort gäbe.

Grüße aus Leipzig von Ronny«

(Foto © Ronny)

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Vier Krause Glucken und eine schlüssige Wassertheorie in der Dresdner Heide


Jérôme schreibt am 6. September 2018:

»Lieber Heinz-Wilhelm Bertram,

als Fan deiner Seite möchte ich heute etwas zum Pilzticker Sachsen beitragen:

Gucke, 'ne Glucke!

Bei meiner gestrigen Joggingrunde durch die Dresdner Heide (Nähe Heidemühle) habe ich während des Laufens eine Krause Glucke (siehe u. a. Foto rechts) erspäht. Also, heute Morgen aufs Rad geschwungen und zum Ernteplatz gefahren.

Während der eineinhalbstündigen Erkundung kamen noch drei weitere Glucken zum Vorschein, sowie zwei Handvoll Rotfußröhrlinge und ein Reizker. Während allesamt Kiefernbegleiter waren, gab es weder im Fichten- noch im Mischwald Funde. In den letztgenannten Bereichen war es offenbar zu trocken.

Möglicherweise erreichen die tiefer wurzelnden Kiefern unterirdisches Wasser besser, wovon die begleitenden Pilze profitieren(?). Mit etwas Regen kann man vielleicht doch noch auf etwas mehr Ausbeute hoffen - ich bleibe optimistisch.

Beste Grüße, Jérôme«

Hallo Jérôme,

das ist ein schlüssiger Gedanke, dass Kiefern, die ja Pfahl-, also Tiefwurzler sind, in längeren Trockenperioden einen Vorteil gegenüber Flachwurzlern wie der Fichte haben, um ihre Partnerpilze mit Wasser und Zucker zu versorgen. Ich werde versuchen, dies zu verifizieren und die Antwort an dieser Stelle gegebenenfalls aktualisieren.

Herzliche Grüße Heinz-Wilhelm

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Foto: Und noch eine Krause Glucke. Sie brauchen Kiefern und lieben sandige Böden. (2 Fotos © Jérôme)


Vorwitzige Fliegenpilze und zerstörte Steinpilzreviere im Raum Freiberg

Bernd schreibt am 4. September 2018:

»Hallo Herr Bertram,

hier eine kurze Meldung aus dem Freiberg Raum.

Auf einer umgeackerten Wiese bei Bobritzsch sprießen Wiesenchampignons. Im Tharandter Wald zeigte eine Stippvisite neben zwei vorwitzigen jungen Fliegenpilzen, einem gelben Korallenpilz und vertrockneten Stäublingen leider nichts weiter.

Traurig ist, dass der in den letzten Jahren intensivierte Holzeinschlag dort seit der vergangenen Steinpilzsaison erneut einige langjährig ertragreiche Steinpilzareale ausradiert hat.

Mit freundlichen Grüßen, Bernd«

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