Pilzticker Niedersachsen 90
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2 Fotos: Ältere Steinpilze, aus denen eine Pilzcremesuppe zubereitet werden soll, und einige junge hat Helga erneut bei Ostrhauderfehn in Ostfriesland gefunden. Ihrer Nichte Neele gelang mit dem Fund eines Steinpilz-Prachtexemplars (Foto rechts) in Hesel im Landkreis Leer der Treffer des Tages. (1 Foto © Helga); (1 Foto © Neele)
13. Oktober 2025
Pilzticker Niedersachsen 90

Foto: Gemüsepilzpfanne mit Rosenkohl, Karottenscheiben, Ingwer, Birkenpilzen, Vielfärbenden Birkenpilzen, einem Doppelsteinpilz und einem Frauentäubling sowie frischen Kräutern.

Foto: Birkenpilze und Vielfärbende Birkenpilze (bläulich an der Stielbasis), ein Doppelsteinpilz und ein Frauentäubling, alle aus der Nähe ihres Lieblingsbadesees.
Christine schreibt am 12. Oktober 2025:
"Guten Tag lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
am regenfreien, bewölkten Samstag hatten mein Gefährte und ich bei ca. 15 Grad zunächst einen Ausflug zu unserem Lieblingsbadesee im Nordosten von Hannover unternommen, um in seinem Nahbereich nach Pilzen zu schauen.
Auf einem Kurzrasenstück direkt hinter der Uferböschung standen sehr viele Fleischrötliche Täublinge und Frauentäublinge. Von diesen waren die meisten zwar frisch, hatten aber doch bei genauem Hinsehen schon Madenbefall. Wir nahmen nur einen einzigen festen Frauentäubling mit. Zwischen den Täublingen stand das Glanzlicht des Tages: ein einzelner knuffiger Steinpilz, der offenbar aus zwei Fruchtkörpern zusammengewachsen war.
Im Moorwald, der dem See anliegt, fanden wir im feuchten Moos unter den Birken etliche Birkenpilze, von denen wir ein paar junge, feste mitnahmen. Es waren zumeist Vielfärbende Birkenpilze, deren Stiele sich beim Anschneiden apart blaugrün verfärben.
Danach wechselten wir in ein anderes, nahegelegenes Waldgebiet. Obwohl es ebenfalls Moorwald und in der Nähe eines Sees gelegen ist, wachsen hier derzeit kaum Speisepilze. Nur im Gras einer von Birken umgebenen Äsungsfläche entdeckten wir ein paar junge, farblich gut getarnte Birkenpilze.
Insgesamt brachten wir einen hübschen, gemischten Fund mit nach Hause. Die Pilze gab es mit frischem, saisonalem Gemüse, saftigem Ingwer und Kräutern aus meinem Garten zum Abendessen.
Viele Grüße aus Hannover von Christine"
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Foto: Beinahe wie eine Huldigung nimmt sich für diesen jungen Birkenpilz die Umschlingung durch Trockengras aus. (3 Fotos © Christine)
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Collage: Lange genug haben Martina und Achim warten müssen, heute Vormittag war es endlich so weit. Schönste Steinpilze fanden sie an ihrem bekannten Platz im Deister. Wie im Märchen standen die herrlichen Pilze unter den alten Rotbuchen. Der Korb ist voll und schwer. (Collage/6 Fotos © Martina)
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Martina schreibt am 10. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
juhu, endlich ein wunderschöner Steinpilzfund im Deister bei Springe! Genau dort, wo wir letzte Woche schon einen kleinen Steinpilz entdeckt hatten, wurden wir heute reichlich belohnt. Wie im Märchen standen seine Nachkommen unter den alten Buchen.
Liebe Grüße
Martina und Achim"

Martina schreibt am 9. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
heute konnten wir im Forst Rundshorn bei Meitze/Gasthof (Gemeinde Wedemark) einen ersten kleinen Pilzfund verzeichnen. Für die Edelreizker war es noch ein bisschen zu früh. Aber mit den Butterpilzen werden wir heute unser Schnitzel aufpeppen.
Wir sind gespannt, was die nächsten Tage bringen.
Liebe Grüße
Martina und Achim"
(Foto © Martina)
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Foto: Sammelergebnis einer Fahrradtour. Wir sehen Pfifferlinge und Täublinge (links) sowie Birkenpilze und Rotkappen (rechts). (2 Fotos © Christine)
Christine schreibt am 9. Oktober 2025:
"Guten Tag lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
am Mittwoch war mein Gefährte vormittags bei moderaten 15 Grad und trotz des Nieselregens mit dem Fahrrad auf Wegen im nordöstlichen Mischwaldgebiet von Hannover unterwegs. Hier und da hatte er dabei an uns bekannten Pilzstellen nachgeschaut.
Froh schilderte er beim Eintreffen zuhause die Anblicke vieler frischer Pilzkörper und hatte einen schönen, bunten Fund mitgebracht: Pfifferlinge, Frauentäublinge, Fleischrötliche Täublinge, Rotkappen und Birkenpilze.
Auf unserer gemeinsamen abendlichen Wanderung sahen wir am Wegesrand frische Schopftintlinge, die wir aber stehen ließen.
Die Regenfälle der vergangenen Tage regen jetzt offenbar das Pilzwachstum an.
Viele Grüße aus Hannover von Christine"

Foto: Teilfund mit Pfifferling, Fleischrötlichem Täubling, Frauentäubling, Rotkappe und drei Birkenpilzen (von links).

Foto: Eine Kiste voll Birkenpilze, eine voll Äpfeln. Ein herbstlicher Anblick, der zufrieden macht, und das hat mit erfolgreicher Selbstversorgung zu tun, eine uralte Geschäftigkeit (ein uralter Trieb?) des Menschen. (2 Fotos © Christine)
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Christine schreibt am 7. Oktober 2025:
"Guten Tag lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
am vergangenen Wochenende hatte es bei ca. 13 Grad Tagestemperatur andauernd geregnet und gestürmt. Bei nachlassendem Wind, aber weiterhin Nieselregen haben mein Gefährte und ich am Montag eine Wanderung zu einer in einiger Entfernung am nordöstlichen Stadtrand liegenden, öffentlichen Streuobstwiese unternommen.
Dort schauten wir, ob die alten Apfelbäume bei dem Sturm einige ihrer reifen Früchte aus den hohen Wipfeln abgegeben hätten. Und tatsächlich konnten wir ein paar frische bunte Früchte im hohen Gras auflesen.
Weil der Regen dann doch endete, sind wir weiter in ein anliegendes moosiges Mischwaldgebiet gewandert, in dem hauptsächlich Birken, Kiefern und Erlen wuchsen. Hier fanden wir verschiedene Raufußröhrlinge. Die größeren Fruchtkörper haben wir stehen gelassen, da sie vom Regen durchtränkt und weich waren. Aber ein paar kleinere, noch feste, haben wir mitgenommen. Sie reichten für ein schönes Abendessen.
Trotz des grauen und nassen Herbstwetters war es für uns wieder ein schöner Tag in der Natur – diesmal mit Äpfeln und Pilzen.
Viele Grüße aus Hannover von Christine"
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Foto: Schöner knackiger junger Birkenpilz.

Foto: Ahnt und sieht man nicht, dass diese herrlichen Steinpilze knüppelhart sein müssen? Helga hat sie einmal mehr entlang des Elisabethfehnkanals gefunden. Eine Fehnlandschaft ist eine Moorlandschaft, in die schiffbare Kanäle getrieben wurden, am deren Ufern wie an einer Perlenschnur Siedlingshäuser erbaut wurden. Die Kanäle dienten ursprünglich der Entwässerung und dem Abtransport von Torf. Für die Steinpilze sind die Uferpartien des technischen Kulturdenkmals mit seinen alten Eichen und Buchen offenbar ein wahres Paradies.
Der Fliegenpilz auf dem 2. Foto setzt den Pilzsammler in Erwartungsstimmung für Steinpilzfunde.

Helga schreibt am 6. Oktober 2025:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
ein recht erfolgreiches Sonntagssammelergebnis kann ich heute präsentieren. Mit einigen sehr schönen Steinpilzen. Ich habe sie alle am Elisabethfehnkanal gefunden.
Liebe Grüße
Helga"



3 Fotos: Das sind Herbstgemälde! Wie in einem Märchenbuch stehen die schönsten Steinpilze zu Füßen der alten Eichen, die ihre Früchte gerade abgeworfen haben. Welch ein exklusives Vergnügen, solche Pilze einsammeln zu können! (5 Fotos © Helga)
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Frauke schreibt am 3. Oktober 2025:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
an diesem schönen Herbsttag waren wir wieder einmal im Deister unterwegs. Es juckt in den Fingern, doch die Körbe bleiben meist leer. Obwohl der Oktober schon in den Wald eingezogen ist und man um diese Zeit eigentlich Pilze erwarten dürfte. Die Sonne scheint herrlich, viele Wanderer und Radfahrer waren heute unterwegs.
An unseren bekannten Stellen stand nichts, aber hier und da ließ sich doch die eine oder andere knackige Marone finden (z. B. Foto rechts). So hatten wir insgesamt einen schönen zweistündigen Spaziergang im Deister.
Für eine schöne Pilzpfanne mit Speck, Zwiebeln Knoblauch und Pasta hat unser Fund allemal gereicht.
Viele Grüße aus Hannovers Westen senden dir Frauke & Rudi"
(Foto © Frauke)
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Ostrhauderfehn - Ihren obligatorischen Nachmittagsgang am Tag der deutschen Einheit hat Helga auch dieses Jahr entlang des Elisabethfehnkanals gemacht, und das, obwohl sie ja schon am Vormittag erfolgreich auf der Suche war. Am Nachmittag trug sie diesen Korb voll herrlicher knüppelharter Steinpilze zusammen. (4 Fotos © Helga)
3. Oktober 2025
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3 Fotos: Sie wachsen unter Eichen, die herrlichen Steinpilze mit ihren dunkeln Hüten, einer schöner als der andere. Fest und knackig und komplett madenfrei. So findet Helga aus Ostrhauderfehn in Ostfriesland sie seit Jahren in der für sie schönsten Zeit des Jahres.

Collage: Vater und Großvater Steinpilz. Dazu sein Zeigerpilz mit rotem Käppchen und weißen Punkten. Und einige Impressionen aus dem Deister. (Collage/6 Fotos © Martina)
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Martina schreibt am 3. Oktober 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
bei einem schönen Spaziergang im Deister stand er da, dieser schöne Steinpilz. Ein Stückchen weiter sein Großvater, den wir aber stehen gelassen haben. Mit einigen frisch geschlüpften Schopftintlingen ergab das eine leckere kleine Pilzmahlzeit.
Liebe Grüße aus Springe senden
Achim und Martina"

Foto: Jede Menge Schopftintlinge gegen einen armen kleinen Steinpilz, der am Fuß auch noch verletzt ist. (Foto © Martina)

Ostrhauderfehn - Helga kann's nicht lassen, war auch am Tag der deutschen Einheit schon wieder früh auf Achse - und fand diese Steinpilze plus zwei Netzstielige Hexenröhrlinge. Alle Pilze standen entlang eines Grabens unter alten Eichen. (Foto © Helga)
3. Oktober 2025
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Foto: Sommersteinpilze von der Wiese, teils mit Trockenschäden, erkennbar an den felderig aufgesprungenen, ausgebleichten Hüten. Auf dem 2. Foto sehen wir die Wiese mit den noch dastehenden Sommersteinpilzen bei einer Eiche.

Helga schreibt am 1. Oktober 2025:
"Hallo lieber Heinz-Wilhelm,
nach der Arbeit war ich neugierig, ob sich hier im Ort die ersten Steinpilze zeigen würden. So bin ich kurz zu "meiner" bewährten Wiese in der Gemeinde gefahren. Und die stand voller Steinpilze!
Doch alle sahen sehr vertrocknet aus. Wie lässt sich das erklären?
Liebe Grüße
Helga"
(2 Fotos © Helga)
Liebe Helga,
ich kenne die Situation vor Ort nicht, sehe in der Pilz-App von Axel aber, dass die Wachstumswahrscheinlichkeit für Pilze in der Region Leer-Papenburg/Nüttermoor für den Monatswechsel Sept./Okt. bei nur gut 20 Prozent liegt. Demnach gab es dort seit dem 16./17. September keine nennenswerten Niederschläge mehr. Da verdörrt schon mal ein Steinpilz...
Viele Grüße Heinz-Wilhelm
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Christine schreibt am 20. September 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
nach der stürmischen, regnerischen und kühlen vergangenen Woche werden mein Gefährte und ich die sonnigen und warmen Tage des Wochenendes an unserem Lieblingsbadesee im Nordosten Hannovers genießen. Dort sind wir am Freitag eine schöne Strecke im schon recht kühlen Freiwasser geschwommen und haben danach an den uns bekannten Stellen nach Pilzen geschaut.
Im kurzen Gras direkt hinter der Uferböschung stehen auf sandigem Grund unter Birken und Erlen sehr viele Frauentäublinge. Bei genauer Betrachtung und vorsichtigem Befühlen waren die meisten aber weich und madig. Wir fanden nur vier feste, essbare Pilzkörper. So haben wir alle anderen stehen gelassen und uns an ihrem schönen, herbstlichen Anblick erfreut.

Foto: Frauentäubling mit gedeckten Farben. Bei genauerem Hinsehen sind die charakteristischen Violetttöne, besonders in der Hutmitte, unverkennbar.
Bei unserer anschließenden Wanderung im nahen Moorwald fanden wir verschiedene Birkenpilze – brauner, schwärzlicher und vielverfärbender Birkenpilz. Auch hier nahmen wir nur ein paar jüngere, feste Exemplare mit.
An den vielen umgestürzten oder beschädigten Birken beginnt das Wachstum der Birkenporlinge. Für einen leckeren und gesunden Tee beim Pilzeputzen ergänzten vier kleine, aber schon relativ reife Porlinge unseren heutigen Fund.
Liebe Grüße aus Hannover von Christine"
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Foto: Zwei junge Birkenpilze, die scheinbar gut versteckt einen Schlankstütz angelegt haben.

Foto: Jetzt ist die Zeit der Birkenporlinge. Wer im Winter nicht auf einen gesunden Tee von diesem Magenheiler verzichten will, hält jetzt nach diesem guten Heilpilz Ausschau. (4 Fotos © Christine)
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Matthias schreibt am 31. August 2025:
"Hallo,
liebe Pilzgrüße von unserer Sonntagstour durch die Südheide. Angespornt durch die schönen Funde der Krausen Glucke in der Republik sind wir erwartungsvoll in die schönen Kiefernwälder der Südheide gefahren.
In meinem angestammten Kiefernwald mussten wir aber feststellen, dass es dort viel zu trocken war. Also sind wir weitergefahren und machten Halt an einem schönen Heideflüsschen. Dort war es schon wesentlich feuchter und wir wurden belohnt.
Beste Starkriechende Trompetenpfifferlinge - sie haben im Gegensatz zu Trompetenpfifferlingen oder Gelbstieligen Trompetenpfifferlingen kaum oder nur schwach sichtbare Leisten - leuchteten unter einer kleinen Tanne goldig im Sonnenschein (2. Foto rechts) . Ein schöner Korb ist es geworden (1. Foto rechts) und wir freuen uns auf den angekündigten Regen nächste Woche.
Liebe Grüße
Matthias"
(2 Fotos © Matthias)
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Foto: Ein schöner Kombi-Fund von Steinpilzen und Pfifferlingen. Besonders über die Steinpilze freute sich Onno, da er es die nächste Zeit für zu heiß und trocken für sie hält (2 Fotos © Onno)
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Onno schreibt am 13. August 2025:
"Moin Heinz-Wilhelm und liebe Pilzfreunde,
heute Früh sind wir mit drei Generationen in die Pilze gegangen. Meine Mutter fand neben einigen Steinpilzen auch eine erste Marone und das erste Mal in ihrem Leben ein paar Pfifferlinge 😉. Die gefundenen Perlpilze rundeten ihren Korb ab, obwohl viele davon bereits mit Maden versetzt waren, auch die ganz jungen. Aber für eine Mahlzeit sollte es reichen...
Meine Tochter und ich haben uns mehr auf die Steinpilze konzentriert. Wir konnten ein paar herrliche frische Steinpilze finden. Die Pfifferlinge waren eine kleine Zugabe, allerdings wachsen sie zur Zeit auch eher spärlich. Jetzt wird es wohl auch zu trocken sein, daher haben wir uns riesig über die Steinpilze gefreut.
Beste Grüße aus der Lüneburger Heide
Onno"

Foto: Eine solch reine, glatte, makellose Huthaut sieht man auch nicht alle Tage bei einem Steinpilz. Wer will die schon anschneiden?

Jägerhaus im Hainberg (Innerstebergland) - Klaus hat bei seinem ersten Pilzgang Rotfußröhrlinge, einen Maronenröhrling, einen Flockenstieligen Hexenröhrling sowie drei Fichtenreizker gefunden. Auf dem Bild fehlt ein ebenfalls entdeckter schöner Steinpilz. Eine Stunde war er für seinen Fund unterwegs.
(Foto © Klaus)
5. August 2025
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Verena schreibt am 5. August 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
es ist bisher ein kurioses Pilzjahr! Bis Mitte Juli fand sich in den ausgedörrten Wäldern rein gar nichts, und nach kontinuierlichen Regenfällen in den letzten zwei bis drei Wochen fällt man fast über die Pilze - zumindest in einigen ausgewählten Bereichen.
Eine Tagestour in Richtung Südheide vor zwei Tagen brachte lediglich eine Ringelnatter und einen Flockenstieligen Hexenröhrling als nennenswerte Funde. Onno scheint bessere Stellen zu kennen als ich...
Daher besuche ich weiterhin treu den schon letztens erwähnten Eichen-Hainbuchenwald im Elm-Vorland und sammele die Pilze dort ein - suchen muss ich sie nicht. Ich freue mich jedesmal wieder wie ein Schneekönig, so einen pilzreichen Sommer erleben zu dürfen. Das ist wirklich ein Novum!
Starke Büschel Hainbuchenraufüße
Der große Schub der Hainbuchenraufüße ist durch, aber es kommen immer noch genug junge nach. Dieses büschelige Wachstum kannte ich von diesen Pilzen noch nicht. Auf meinem Foto finden sich allein zehn Fruchtkörper (1. Foto rechts)!
Desweiteren fand ich ganz junge Fichtensteinpilze, die noch ein paar Tage weiter wachsen dürfen, sowie junge Bronzeröhrlinge (z. B. 2. Foto rechts), diverse Täublingsarten, Flockenstielige Hexen, Blutrote Filzröhrlinge, Rotfußröhrlinge (die ich nicht sammle) und Dutzende Perlpilze, die zum Teil sogar im Hexenring wuchsen, was ich so ebenfalls noch nicht gesehen habe.
Kurios sind dieses Jahr aber auch die seltenen Röhrlinge, die auftauchen. Anhängend ein Foto eines Glattstieligen Hexenröhrlings, der vor allem in fortgeschrittenem Alter eine intensive purpur- bis rhabarberrote Färbung an der Stielbasis zeigt (3. Foto rechts), sowie ein Gelbporiger Raufußröhrling. Beides Erstfunde für mich, über die ich mich sehr gefreut habe.
Zarte Flocken am Stiel - das ist der Gelbporige Raufußröhrling
Der Gelbporige Raufußröhrling zeigt die für Raufußröhrlinge typische Beflockung, jedoch deutlich zarter, darüber hinaus sind Hut, Stiel und Poren gelb. Das von Schnecken angenagte Exemplar zeigt gut, dass auch diese Raufußröhrlingsart bei Verletzung schwärzt.
Beide Röhrlingsarten verblieben natürlich in ihrem Habitat, wo sie in schöner Nachbarschaft mit Wurzelnden Bitterröhrlingen, Sommersteinpilzen, Bronzeröhrlingen, Flockenstieligen und Netzstieligen Hexenröhrlingen (tatsächlich!) sowie Perlpilzen wuchsen. Alle auf einem Areal von ca. 150 Quadratmetern. Ein wahrlich toller Anblick!
So kann das Jahr gerne weitergehen.
Allen Pilzfreunden wünsche ich vergnügliche Stunden im Wald und spannende Funde!
Es grüßt herzlich
Verena"
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2 Fotos: Ein junger Gelbporiger Raufußröhrling (links) und ein ausgewachsener mit Röhrenansicht. Wir sehen, dass der junge Pilz ganz in Gelb gehalten ist, was allerdings nicht grundsätzlich der Fall ist. Der Hut kann ebenso ockerbraun oder orangebraun sein, ähnlich der Stiel. Die Röhren sind gelb bis olivgelb und färben bei Druck grauviolett. Der Pilz trägt den botanischen Namen Leccinellum crocipodium; als Gedächtnisstütze dient mir persönlich, dass er der Krokodilpilz ist, weil er gern von Schni-Schna-Schnappi gefressen wird. Vermutlich sieht man ihn deshalb so selten.
(5 Fotos © Verena)
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Foto: Das hat sich gelohnt: Nach der spärlichen Ausbeute vom Vortag hat Gisela viele Rotfußröhrlinge (links) sowie etliche Blutröhrlinge (rechts) in Hannovers Westen gefunden. (3 Fotos © Gisela)
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Gisela schreibt am 3. und 4. August 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde!
Das Regenradar versprach einen trockenen gestrigen Nachmittag. Deshalb nahm ich mein Rad samt Spuren einer samstäglichen Matschfahrt und machte mich auf in die westliche Richtung in Hannover. In einer parkähnlichen Anlage fand ich neben etlichen verschimmelten Rotfußröhrlingen genügend in verzehrfähigem Zustand, dazu einige Blutröhrlinge. Beim Putzen fiel allerdings eine große Menge Abfall an.
Perlpilze wachsen reichlich. Ich erfreute mich aber lediglich an ihrem Anblick, denn nach einer negativ ausgefallenen Geschmacksprobe esse ich diese Pilze nicht.
Bereits am Samstag war ich wie schon angedeutet in einer Regenpause unterwegs und habe sogar eine Matschstrecke mit dem Rad zurückgelegt, um in einem Altwarmbüchener Waldstück nach Rotfußröhrlingen zu schauen. Nichts!
In der Eilenriede hatte ich bisher nur verschimmelte Exemplare gesehen. Dann tauchte unverhofft auf dem Rückweg in Langenhagen der erste Parasol vor mir auf. Bald darauf habe ich einige Rotfußröhrlinge ohne Schimmel und tierisches Innenleben gefunden. Regen hatten wir genug. und wenn es nun wärmer wird, dürften die Chancen auf Pilzfunde noch steigen.
Viele Grüße von Gisela aus Hannover"
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2 Fotos: Der erste Riesenschirmpilz (Parasol) 2025 (links) erfreute Gisela in Langenhagen, wo es gleich darauf auch zwei Hände voll Rotfüßchen gab (rechts).

Verena schreibt am 29. Juli 2025:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
nachdem es wochenlang viel zu trocken und die Wälder um Braunschweig nahezu pilzleer waren, hat der anhaltende Regen der letzten Zeit endlich auch in unserer Region das Röhrlingswachstum in Gang gesetzt.
In einem Eichen-Hainbuchenwald im Elm-Vorland wurde ich heute mit Sommersteinpilzen, ersten Fichtensteinpilzen, Flocken- und Netzstieligen Hexenröhrlingen, Rotfußröhrlingen und Hainbuchenraufußröhrlingen fündig. Vor allem letztere fanden sich zu hunderten, ich hätte sie kiloweise sammeln können. Nachdem sie letztes Jahr in diesem Wald komplett ausgeblieben waren, gehen sie dieses Jahr in die Vollen.
Die Flockis und Fichtensteinpilze scheinen erst in den Startlöchern zu stehen, ich fand ein paar sehr junge Fruchtkörper. In ein paar Tagen werde ich nachschauen, was noch alles nachgekommen ist. Überraschenderweise war der Wald nahezu schneckenfrei und sämtliche Raufüße komplett madenfrei, sodass nur sehr wenig zu putzen war. So kann es gerne weitergehen!
Allen Pilzenthusiasten wünsche ich schöne Stunden im Wald.
Verena"
(4 Fotos © Verena)
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Foto: Schöne Strecke von Hainbuchenraufüßen, 13 Stück an der Zahl. Diese Pilzart ist den eng verwandten Birkenpilzen geschmacklich überlegen.
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2 Fotos: Diese Hainbuchenraufüße (links) wachsen sogar büschelweise; von ihnen gleich Hunderte zu finden, ist nicht gerade alltäglich. Der kleine Fichtensteinpilz muss dagegen alleine klarkommen, was ihm, wie dem von Schnecken demolierten Hut anzusehen ist, nicht ganz so gut gelingt.
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Sep 15, 26 12:21 PM
Sep 15, 26 09:42 AM
Sep 15, 26 02:24 AM
Sep 14, 26 11:49 AM
Sep 14, 26 11:15 AM
Sep 14, 26 02:47 AM
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Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen ?
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Warum luftig und keine steilen Seitenwände?